• Gute Beziehungen wollen gepflegt sein • Wie setzten wir ...

zeka.ag.ch

• Gute Beziehungen wollen gepflegt sein • Wie setzten wir ...

Beziehungen sollst du nicht aufs

Spiel setzen – es könnte sein, dass

du sonst alleine stehen bleibst.»

Die Trennung ihrer Ehe nach vielen

Jahren war für Guggi Schmitter mit

ihren beiden Söhnen einschneidend,

aus heutiger Sicht aber unvermeidbar.

Genug war genug! Heute ist sie

froh, dass sie ihre Entscheidung

durchgezogen hat. Als allein erziehende

Mutter sieht sie sich aber

nicht: Der ältere, 21-jährige Sohn ist

bereits ausgezogen, der 15-jährige

wohnt sowohl bei ihr wie bei seinem

Vater. «Als Elternpaar funktionieren

wir gut – auch wenn mein ehemaliger

Lebenspartner und ich sonst getrennte

Wege gehen.»

Kraft schöpfte Guggi auch in jener

Zeit aus der Musik und dem Tanzen.

«Wenn ich mich in guter Musik verliere

und für mich alleine tanze, geht

es mir nach kurzer Zeit wieder glänzend.

Beim Tanzen baue ich Frust ab.

Es gibt mir Energie.»

Gelegenheit dazu verschafft sie sich

regelmässig. Seit sie vor fünfzehn

Jahren auf die Aarauer Oldies-Disco

aufmerksam wurde, engagiert sie

sich auch dort in der Leitung: Sie ist

Mitglied des zehnköpfigen Organisationsteams,

das die monatlich

stattfindende Disco für Leute zwischen

17 und 60 Jahren jeden ersten

Freitag im Monat im Jugendhaus

Ursula Schmitter:

1960 in Bern geboren

aufgewachsen in Rothrist

Lehre als Damenschneiderin in Aarau

Arbeitslehrerinnenseminar in Solothurn

Kinder: Jon 1983, Leander 1989

seit 1990 als Fachlehrerin für Textiles

Werken bei zeka tätig

Flösserplatz durchführt. Bei den Mitarbeitenden

von zeka sei diese Disco

offenbar beliebt, sie treffe dort jeweils

die halbe Belegschaft...

Was Guggi Schmitter anpackt, dafür

setzt sie sich voll und ganz und über

längere Zeit ein: Seit zehn Jahren aktives

Mitglied der Speuzer Moskitos,

seit 15 Jahren im Organisationsteam

der Oldies-Disco Aarau und seit bald

15 Jahren Fachlehrerin für Textiles

Werken bei zeka, zuerst in Aarau,

seit letztem August auch in Baden.

Ob sie denn einen Unterschied erkenne

in der Gestaltung der Beziehungen

innerhalb der beiden zeka

Schulen? Guggi schmunzelt: Die Badener

müssten halt noch lernen, zu

«aarauerlen». Ob sie den Dialekt

meine? «Nein,» sagt Guggi, «der

Unterschied liegt darin, dass in

Aarau eine Sitzrunde vergrössert

wird, wenn jemand Neuer dazu

stösst. In Baden hingegen rückt niemand

seinen Stuhl, es wird jeweils

ein neuer Kreis gebildet.» Das Aarauerlen

aber werde sie den Badenern

schon noch beibringen! Aber

eigentlich, meint sie, seien sich die

Mitarbeitenden beider Häuser in vielem

ähnlich. «Grosse Unterschiede

gibt es nicht.»

Zurück an der Aare bewundert

Guggi Schmitter die Fluss- und Auenlandschaft.

Sie freue sich bereits

auf den Frühling, wenn sie den Arbeitsweg

bis in den Herbst hinein

wieder mit ihrem Velo durch diese

wunderbare Auenlandschaft zurücklegen

könne. Sie erlebe sich dann im

Einklang mit der Natur. Auch das sei

unbeschreiblich...

Zu diskutieren gäbe es noch viel,

doch schon stehen wir wieder vor

dem Haupteingang zum zeka Aarau.

Schade, dass unser Spaziergang bereits

zu Ende ist.

* Thomas Müller ist Teamleiter des

Mittel-/Oberstufenteams zeka Aarau.

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