• Gute Beziehungen wollen gepflegt sein • Wie setzten wir ...

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Klassenrat – wie SchülerInnen

Beziehungsgestaltung lernen

Von Sabine Di Gioia*

Ich habe im Sommer 2004 meine

Oberstufenklasse neu übernommen.

Die Klassenratsstunde ist eine sehr

gute Möglichkeit, sich besser kennen

zu lernen.

Am Anfang leitete ich den Klassenrat,

später bestimmten wir gemeinsam

einen Schüler, der diese Aufgabe

übernehmen soll. In Konfliktsituationen

ist es nicht immer einfach,

einen Klassenrat zu leiten. Da

stehe ich mit Tipps und Ratschlägen

vermittelnd zur Seite.

Wir gestalten den Klassenrat unterschiedlich,

je nach Themen, die wir

zu besprechen haben. Nach den

Sportferien möchten wir uns an einer

klareren Struktur orientieren. In der

Startphase war eine gewisse Flexibilität

wichtig; diese werden wir aber

auch im neuen Rahmen beibehalten.

Unser momentanes Leitthema in der

Schule, das sich über alle Stufen erstreckt,

heisst «Beziehungsgestaltung».

Zu diesem Thema passt der

Klassenrat als erster Schritt in Richtung

Beziehungsgestaltung sehr gut.

Wie die folgenden Ausschnitte aus

Schülermeinungen zeigen, ist meinen

Schülern der Klassenrat sehr

wichtig.

Schülermeinungen zum

Thema Klassenrat:

Der Klassenrat ist bei uns speziell,

da ein Kind unserer Klasse den

6 1/05

Wir halten jede Woche einen Klassenrat. Dies am Montagmorgen in der ersten Stunde.

Alles, was die Schüler beschäftigt, Positives wie Negatives, sollte in diesem Klassenrat

Platz haben.

Klassenrat leitet. Zuerst fragt uns

der Leiter, wie es uns geht. Wenn

es einem schlecht geht, dann fragt

der Leiter, wieso es einem schlecht

geht. Es wird Vieles diskutiert.

Ich finde, dass der Klassenrat nur

der Klasse etwas bringt, nicht aber

dem ganzen zeka. Ich finde, dass

wir mit dem Klassenrat Probleme

lösen können. Ich finde ihn gut.

Der Klassenrat bedeutet für mich,

miteinander reden zu können.

Ich finde den Klassenrat sehr wichtig,

damit man die Probleme lösen

kann. Ich finde ihn auch sehr wichtig,

dass man in Frieden aufwachsen

kann.

Den Klassenrat gibt es, damit man

sich in der Schule besser fühlt.

Aber manchmal bewirkt der Klassenrat

gar nicht viel, dann muss

man das Problem immer wieder

behandeln. Wenn ich etwas im

Klassenrat gesagt habe, dann geht

es mir besser. Der Klassenrat bedeutet

mir sehr viel, weil man dort

ehrlich sein kann. Man kann auch

den anderen besser verstehen und

erfahren, was er nicht gern hat.

Ich finde den Klassenrat wichtig,

weil man sagen kann, was einem

nicht gefällt in der Klasse oder was

einem gefällt in der Klasse. Und

wenn ich Leiter dieser Schule wäre,

würde ich den Klassenrat niemals

abschaffen.

*Sabine Di Gioia ist seit 2004 als

Sonderschullehrerin in Baden tätig.

Hier eine mögliche Form des Klassenrats:

Begrüssung

Wochenende: etwas Besonderes erlebt?

Wochenüberblick vom Unterricht

– Ganze letzte Woche

– Was gefiel mir speziell gut, warum?

– Was machte mir zu schaffen, warum?

Vorschläge und Ideen

Muss etwas geplant oder organisiert werden?

Konflikte in der Klasse, Briefkasten

Positives in der Klasse

Ämter: hat alles geklappt?

Infos von Frau Di Gioia

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