Die Genossenschaft - bei der Spastikerhilfe Berlin eG

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Die Genossenschaft - bei der Spastikerhilfe Berlin eG

Spastikerhilfe

Berlin eG

Jahresgespräch

2007


Die Genossenschaft

Die Spastikerhilfe Berlin eG ist Trägerin von

Einrichtungen und Diensten mit dem Ziel,

Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft

einzugliedern. Die Dienstleistungen

basieren auf einem ganzheitlichen Menschenbild,

das die Zugehörigkeit eines jeden

zur Gesellschaft und das Recht auf lebenslange

Persönlichkeitsentwicklung umfasst.

Die Spastikerhilfe Berlin eG unterstützt, begleitet

und berät entsprechend den individuellen

Bedürfnissen und den jeweiligen

Behinderungen bei der Bewältigung des

Alltags. Ein Qualitätsmanagement garantiert

die kontinuierliche Überprüfung und

Fortentwicklung unserer Angebote.

Zu unseren Einrichtungen gehören die Integrationskindertagesstätte,

die Kinder- und

Jugendambulanzen/Sozialpädiatrische Zentren

und die Tagesförderstätten.

Die stationären Wohnangebote umfassen

neben Wohneinrichtungen eine Intensiv-

Behinderte Mitarbeiter der Tagesförderstätte

Kienhorststraße fertigten den dekorativen

Keramik-Baumschmuck für die zwölf Meter hohe

Blaufichte vor dem Abgeordnetenhaus von Berlin

fördergruppe und eine Herberge. Im Bereich

der ambulanten Dienste bieten wir Betreutes

Wohnen und Wohngemeinschaften.

Die Spastikerhilfe Berlin eG zählt zu den

namhaften Institutionen für die Betreuung

und Förderung von Menschen mit Behinderungen

in Berlin.


Alle Jahre wieder – schmückt die Spastikerhilfe

Berlin eG eine Blaufichte aus Brandenburg

vor dem Berliner Abgeordnetenhaus mit

handgearbeitetem Baumschmuck.

Im feierlichen Glanz der Lichter öffnete sich

vis-à-vis im Martin-Gropius-Bau wieder die

Tür zum ebenfalls zur Tradition gewordenen

Jahresgespräch der Spastikerhilfe Berlin eG.

Wie jedes Jahr Ende November folgten Mitglieder

der Genossenschaft, Vertreter aus

Politik und Verwaltung, Förderer, Geschäfts-

partner, Mitarbeiter und Freunde gern der Einladung

der Spastikerhilfe Berlin eG.

Nach einem Glas Sekt und ersten Gesprächen

im spätklassizistischen Foyer des Hauses hieß

der Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Schroedter

im Festsaal die Gäste willkommen. Als Gastrednerin

des Abends sprach anschließend die

Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement,

Staatssekretärin Monika Helbig, über

den Wandel vom klassischen Ehrenamt zum

projektorientierten Engagement.


Monika Helbig | Staatssekretärin, Bevollmächtigte

beim Bund und Europabeauftragte des Landes

Berlin, Beauftragte für das Bürgerliche Engagement

Rolf Schroedter | Vorsitzender des Aufsichtsrats

Georg Dudaschwili | Vorstand

Ursula Klippel | Vorstand


Helmut Trebesius

Helmut Forner | GF Nordberl. Werkgemeinschaft

gGmbH, Edgar Jakob | PricewaterhouseCoopers AG

Frank Walter | ehem. Leiter der Heimaufsicht

Hermann Weber | Vorstand

Ehepaar Lamp | Mitglieder der Genossenschaft

Burkhard von Walsleben | Aufsichtsrat

Burkhard von Walsleben | Aufsichtsrat

Georg Dudaschwili | Vorstand

Dr. Christian Peran | Genossenschaftsverband Norddeutschland

e.V.

Franz Allert | Präsident des Landesamts für Gesundheit

und Soziales Berlin

Sieghard Gummelt | Öffentlichkeitsarbeit

Ely Mihm | Berlin American Club

Michael Ertel | Mitglied der Genossenschaft

Marlies Rieger | Abteilungsleiterin

Empfang


Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Rolf Schroedter

begrüßte auch zum Jahresgespräch 2007 wieder eine

Reihe namhafter Gäste. Dazu gehörten die Staatssekretärin

und Beauftragte für das Bürgerliche Engagement,

Monika Helbig, Mitglieder des Abgeordnetenhauses

von Berlin, der Landesbeauftragte für Menschen mit

Behinderung, Martin Marquard, Vertreter der Freien

Wohlfahrtspflege mit dem Landesgeschäftsführer des

Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Oswald Menninger

an der Spitze sowie die Mitglieder der Genossenschaft.

Ebenso herzlich hieß er den Geschäftsstellendirektor

der Bank für Sozialwirtschaft, Matthias Ninke, die Vertreterinnen

des Berlin American Club, die ehrenamtlichen

Mitarbeiter, die Vertreter der Senatsverwaltungen,

Mitarbeiter und den Vorstand der Spastikerhilfe

Berlin e.V. willkommen. Er nutzte diese Gelegenheit, um

sich bei allen Spendern und Sponsoren zu bedanken.

In seiner Ansprache wies Rolf Schroedter auf die Renaissance

der Genossenschaften hin. Die genossenschaftliche

Idee möge zwar alt sein, aber sie sei sozialpolitisch

und gesellschaftspolitisch hoch aktuell.

Blick in den Festsaal während der Begrüßung von

Rolf Schroedter (rechts)

Der Aufsichtsratsvorsitzende verwies auf die aktuelle

Situation der Eingliederungshilfe für Menschen mit

Behinderungen, die gekennzeichnet sei durch Innovationsbedarf.

Die Spastikerhilfe Berlin eG arbeitet an der Umgestaltung

von Angeboten in Richtung ambulant vor stationär

mit weiter verbesserten Möglichkeiten der Teilhabe

und der individuellen Gestaltung für Menschen mit

Behinderungen. Im nächsten Jahr wird das innovative

Wohn- und Betreuungsprojekt in Hohenschönhausen

eröffnet.

Das Ehrenamt und das Bürgerliche Engagement gewinne

zunehmend an Bedeutung für die Genossenschaft.

In diesem Jahr konnte die Spastikerhilfe Berlin

eG die Zahl der Ehrenamtlichen erheblich vergrößern,

nicht zuletzt durch die aktive Teilnahme am 7. Berliner

Freiwilligentag. Dieses Engagementpotenzial gelte es

im Interesse der Spastikerhilfe Berlin eG zu nutzen.

Voraussetzung sei selbstverständlich der Erfolg bei der

Gewinnung und Integration von Ehrenamtlichen.

Grußwort

Heike Drees | Mitglied der Genossenschaft

Uwe Schramm | Botschafter a. D., ehrenamtlicher MA

Harald Faerber | Sicherheitsbeauftragter

Reinhard Schweizer | GF Belvedere GmbH


Christine Gersch | Künstlerin

Sabine Wilden | Albert-Schweitzer-Stiftung

Irmtraud Neuhaus | Abteilungsleiterin

Dieter Hainbach | Bereichsleiter B & S.U. GmbH

Jens Peter Dietze | Betriebsratsvorsitzender

Wilhelm Konsek | MItglied der Genossenschaft

Detlef Kruck-Böhmer | Abteilungsleiter

Beate Volk-Krüger | Qualitätsbeauftragte

Sigrid Kuschel | Berlin American Club

Michael Ertel | MItglied der Genossenschaft

Siglinde Spitzer | Leiterin Kindertagesstätte

Helmut Handke und Rainer Fluck | GF Lebenswege

Berlin gGmbH, Rainer-Michael Lehmann | MdA, fdp

Birgit Monteiro | MdA, spd, Behindertenpolit. Sprecherin

Dr. Rüdiger Voss | GF Aktion Weitblick gGmbH

Hermann Weber | Vorstand

Oswald Menninger | Landesgeschäftsführer dpwv

Ursula Klippel | Vorstand

Siegfried Dreusicke | Vorstandsvorsitzender EJF-Lazarus gAG

Manuela Schikora | EJF-Lazarus gAG

Norbert Prochnow | GF Unionhilfswerk gGmbH

Reinhard Hoffrichter | Mitglied der Genossenschaft

Angelika Mai | Linkspartei (pds)

Elke Breitenbach | MdA, Linkspartei (pds)

Martin Marquard | Landesbeauftragter für Men-

schen mit Behinderung, Carola Schaaf-Derichs | GF

Treffpunkt Hilfsbereitschaft

Dr. Martin Doll | Betriebsarzt


Vom Ehrenamt zum Engagement mit Spaßfaktor

Die Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement

und Europabeauftragte des Landes Berlin, Staatssekretärin

Monika Helbig rückte die Bedeutung des Bürgerschaftlichen

Engagements für Staat und Gesellschaft

in den Fokus ihres Vortrags. Sie erläuterte den Wandel

vom klassischen Ehrenamt zum Bürgerschaftlichen

Engagement, von der langfristigen Bindung an eine

Organisation zum kurzfristigen, projektorientierten

Engagement mit Spaßfaktor. Dieser Wandel folge veränderten

Bedürfnissen, einem ausgeprägteren Selbstbewusstsein

von Bürgerinnen und Bürgern, die selbst

bestimmen wollen, wie und zu welchem Zweck sie sich

in ihrer Freizeit einsetzen. Daher liege die Betonung auf

dem Begriff Bürgerschaftliches Bewusstsein.

Natürlich verdiene jedes Engagement Würdigung und

Anerkennung. Die Staatssekretärin sieht ihr zentrales

Anliegen in der Würdigung derer, die Großes für Berlin

leisten, deren Wirken öffentlich zu machen und die

Rahmenbedingungen für Bürgerschaftliches Engagement

zu verbessern. Sie dankte allen, die sich ehrenamtlich

in der Spastikerhilfe Berlin eG engagieren.

Wer ehrenamtliche Arbeit würdige, werte das Hauptamt

nicht ab, betonte Monika Helbig. Man brauche

beide: die Hauptamtlichen, die Profis, die Experten

einerseits, aber man wisse, dass man die Wirksamkeit

der Hauptamtlichen entscheidend steigern kann, wenn

man gezielt und strukturiert Freiwillige einbezieht.

Man sehe auch, was den Einsatz von Ehrenamtlichen

so wertvoll macht: Zeit zum Gespräch, Spontaneität,

Erfahrungen von außen, menschliche Wärme, Ideen für

gemeinsame Unternehmungen, die den Blick weiten

und neue Erfahrungen möglich machen.

Die Spastikerhilfe Berlin eG habe das erkannt, indem

sie sich um die Ehrenamtlichen kümmert, ihr Netz an

Ehrenamtlichen ausbaut und zu deren Würdigung den

Berliner FreiwilligenPass verleihen will. Dabei ist der

Umgang mit den Freiwilligen respektvoll, sie werden

aktiv einbezogen, erfahren Wertschätzung, werden

fortgebildet und qualifiziert. Sie freue sich sehr, dass

die Spastikerhilfe dem Bürgerschaftlichen Engagement

damit einen zentralen Platz in ihrer Arbeit einräumt, es

als festen Teil der Organisationskultur versteht.

Wer sich um Menschen mit einer Behinderung kümmere,

lerne eine Menge über Menschen, die nicht in

das von der Werbung geprägte Schema des Funktionierens

und der Schönheit passen, die mit vielem nicht

zurecht kommen, weil andere Standards gelten. Die

Arbeit mit Behinderten sei eine wichtige soziale Erfahrung,

die für die Empfindungen anderer Menschen

sensibilisiert und dazu in die Lage versetzt , die Welt

aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen. Man

wolle darauf hinarbeiten, dass diese sozialen Kompetenzen

mehr Beachtung finden, zum Beispiel in der

betrieblichen Personalentwicklung.

Vortrag

Monika Helbig äußerte ihre Freude darüber, dass die

Spastikerhilfe den Kontakt zu Unternehmen sucht und

mehreren Siemens-Managern einen zeitweiligen Einsatz

in ihren Reihen ermöglicht hat, um Einblick in eine

ihnen fremde Welt zu gewinnen. Solche Formen des

Seitenwechsels sollten Schule machen.

Sie ist davon überzeugt, dass die Bedeutung des Bürgerschaftlichen

Engagements weiter zunehmen wird:

Und zwar nicht als Lückenbüßer für einen sich zurückziehenden

Staat, sondern als Vorreiter für neue Wege

in der sozialen Arbeit. Denn eine Behindertenarbeit,

wie wir sie heute kennen und schätzen, gäbe es nicht,

wenn es in einer Zeit, in der Behinderte stigmatisiert

wurden, und wir noch weit entfernt waren von dem

System an Hilfen, die Selbsthilfebewegung und das

ehrenamtliche Engagement vieler Einzelner nicht

gegeben hätte.

Die Staatssekretärin ermutigte dazu, den eingeschlagenen

Weg einer Verknüpfung von hauptamtlicher und

ehrenamtlicher Arbeit zum Wohle der Anvertrauten

entschlossen weiterzugehen und sich nicht durch

Schwierigkeiten beirren zu lassen, die zwangsläufig

auftreten, wenn Bezahlte und Unbezahlte zusammenarbeiten.

Man sei mit diesen Erfahrungen nicht alleine.

Aber die Spastikerhilfe Berlin eG gehöre zu denen, die

sich durch den Erfolg und die Bedeutung ihrer Arbeit

bestätigt fühlen dürfe.


Gespräche

Hinten links: Udo Kwisinski | Abteilungsleiter

Stefan Schmiedel | Abteilungsleiter

Karl-Günther Schuster | Aufsichtsrat

Burkhard von Walsleben

Georg Dudaschwili, Jörg Graff

Rainer Fluck | GF Lebenswege Berlin gGmbH

Stefan Schmiedel | Abteilungsleiter

Klaus Nieswand | Mitglied der Genossenschaft

Bernd Weber | Union-Versicherungsdiendt GmbH

Siegfried Kleimeier | Perspektive Gesellschaft für

Bauberatung und Betreuung mbH

Monika Helbig, Rolf Schroedter

Prof. Monika Seifert | Katholische Hochschule für

Sozialwesen Berlin, Joachim Siewert | Mitglied der

Genossenschaft, Geertje Siewert,

Dierk Siewert | Mitglied der Genossenschaft

Pamela Richter | Präsidentin Berlin American Club

Sigrid Kuschel | Berlin American Club

Udo Kwisinski, Klaus Nieswand, Karin Panek,

Joachim Siewert, Dierk Siewert, Geertje Siewert,

Ehepaar Lamp


Anke Zinser und Dr. Marlies Rautenberg | Senatsverwaltung

für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Dr. Detlef Much | Geschäftsführer bwb

Martin Marquard

Evemaria Grobleben | Mitglied der Genossenschaft

Rainer-Michael Lehmann | MdA, fdp

Birgit Monteiro | MdA, spd

Franz Allert, Siegfried Dreusicke

Das Jahresgespräch 2007 erfreute sich –

wie schon in den letzten Jahren – regen

Zuspruchs.

Gastgeber und Gäste, Ort und Zeitpunkt

prägen gemeinsam das jährliche Cometogether

der Spastikerhilfe Berlin eG und

haben es zu einem festen Bestandteil der

Berliner Soziallandschaft werden lassen.

Es ist zu einer guten Gewohnheit geworden,

an diesem Novemberabend mit Mitstreitern,

Kollegen und Freunden Erfahrungen

auszutauschen, Rückschau auf

das zu Ende gehende Jahr zu halten und

Neues zu planen.

Matthias Ninke | Geschäftsstellendirektor

Bank für Sozialwirtschaft, Joachim Siewert,

Reinald Purmann | Aufsichtsrat


Spastikerhilfe Berlin eG

Öffentlichkeitsarbeit

Sieghard Gummelt

Lindenstraße 20-25

10969 Berlin

Telefon 030|22 500-136

Telefax 030|22 500-130

post@spastikerhilfe.de

www.spastikerhilfe.de

Fotos: Volker Döring

Wir danken der Mosaik-Services Integrationsgesellschaft

mbH, Betreiberin des Restaurant

»Gropius« für das gelungene Büffet.

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