LÄUFT. Das Magazin des Runner Shop Aachen

cermert

LÄUFT. ist das Magazin des Runner Shop Aachen. Und das sind die Themen der Herbst-Ausgabe: Gesund abnehmen: Mit Laufen klappt’s | In Corona-Zeiten besonders wichtig: So stärkt Sport das Immunsystem | Schnupfen, Grippe, Covid 19: Wieviel Sport ist jetzt noch erlaubt und was geht gar nicht? | Laufen und hören: Das sind die besten Lauf-Podcasts | Die 45 besten Laufschuhe für den Herbst | Adidas vs. Nike: Der Kampf um den schnellsten Schuh. Und wer sonst noch mitmischt | Rindfleisch: Gutes Fleisch für Top-Leistungen | Das und viele weitere Themen liest du jetzt in der neuen LÄUFT.

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MIT LAUFEN

KLAPPT’S

GESUND

ABNEHMEN

IN CORONA-ZEITEN

BESONDERS WICHTIG

SO STÄRKT

SPORT DAS

IMMUNSYSTEM

INFEKTE & TRAINING

LAUFEN

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GEHT GAR NICHT?

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FÜR DEN HERBST

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AUS DER REDAKTION


Foto: Norbert Wilhelmi

→ LAUFSCHUHTESTTAG

AM RHEINUFER IN KÖLN

Normalerweise verraten wir an dieser Stelle, wie wir

zu unseren Themen kommen, welche Stars der Szene

interviewt wurden, bei welchen Events Mitarbeiter am

Start waren und was sie dabei erlebt haben. Aber in

diesen Corona-Zeiten ist auch redaktionelles Arbeiten

alles andere als normal. Es gibt kaum Lauf-Events, über

die man berichten könnte. Treffen mit Läufern, die eine

besondere Geschichte haben? Fehlanzeige. Und von

Telefon-Interviews und Video-Konferenzen zu erzählen,

ist ja eher langweilig. Einer der wenigen Termine, die

stattfinden konnten, war unser Laufschuhtesttag, den

wir jedes Jahr zweimal zusammen mit den Händlern von

DEIN-LAUFPROFI.DE veranstalten. Aber weil es die

Corona-Regeln in NRW zu diesem Zeitpunkt untersagt

haben, mit mehr als 30 Personen im Freien Sport zu treiben,

musste auch der eine Nummer kleiner ausfallen. Wo

normalerweise die großen Laufschuhhersteller ihr Sortiment

auffahren, damit es von Journalisten und Händlern

getestet werden kann, waren diesmal einige Händler

und die Redaktion unter sich. Die Testmodelle standen

natürlich dennoch zur Verfügung und auf der Teststrecke

am Kölner Rheinufer zwischen Schokoladenmuseum

und Rheinauhafen hatten wir viel Spaß. Aber

noch wichtiger: Jeder LÄUFT.-Leser profitiert direkt

vom Know-how der Händler und der Redaktion. Nach

den ausgiebigen Tests, die natürlich auch im täglichen

Lauftraining weiterlaufen, werden in unserem Magazin

ausschließlich Laufschuhe vorgestellt, die so gut sind,

dass sie von den Händlern und der Redaktion empfohlen

werden. Welche das sind, liest du ab Seite 52.

„Laufen verleiht Kraft, macht Freude und bewegt

uns. Und das ist gerade in Corona-Zeiten wichtig."

Das sagt Jörg Seifert, Geschäftsführer der Händlergruppe

DEIN-LAUFPROFI.DE. Unter diesem Label

haben sich über 100 auf Running spezialisierte

Händler in Deutschland zusammengeschlossen.

Alle sind selbst passionierte Läufer und verstehen

sich als Berater in allen Fragen rund ums Laufen.

Das gilt besonders während der Corona-Pandemie,

in der viele Menschen das Laufen neu für sich entdeckt

haben. Es war und ist allein und draußen immer

möglich. Zudem stärkt die Bewegung an der frischen

Luft das Immunsystem, der Kopf wird frei, Raum für

neue Ideen und Glücksgefühle entstehen. Aber wer

mit dem Laufen anfängt, hat immer viele Frage. Was

ist die richtige Dosis? Wo sind die schönsten Strecken?

Aber auch: Welche Schuhe passen zu mir? All'

diese Fragen können die Fachhändler beantworten.

Wer sich also beim Laufprofi seiner Wahl beraten

lässt, bekommt viel mehr als nur neue und passende

Laufschuhe. Lass‘ dich von der persönlichen und

kompetenten Beratung sowie einem individuell zusammengestellten

und vielfältigen Sortiment überzeugen.

Den Shop in deiner Nähe findest du unter:

WWW.DEIN-LAUFPROFI.DE

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DER DU PROFITIERST.


INHALT

8

84

20

Titelbild: Thomas Kettner /Sport 2000

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44

86

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58

40


EQUIPMENT & MODE

TRAINING & FITNESS

26

58

52

Must Haves für Läufer

Du bist immer auf der Suche nach neuen Produkten,

mit denen Laufen noch mehr Spaß macht?

Wir haben die brandneuen Gadgets für dich!

Die 45 besten Laufschuhe für den Herbst

Hier findest du die neuesten Laufschuhe – alle von

der LÄUFT.-Redaktion und den Händlern von Sport

2000 getestet und für gut befunden

Adidas vs. Nike:

Der Kampf um den schnellsten Schuh

Nike hat mit dem Alphafly und seinen Vorgängern

vorgelegt: Er gilt als der derzeit schnellste Schuh.

Doch jetzt hat Adidas dem Konkurrenten den Kampf

angesagt: mit dem Adizero Adios Pro

8

40

84

Mit Laufen klappt‘s: Gesund abnehmen

Wie nimmt man mit Laufen so ab, dass es gesund ist

und Spaß macht? Und was muss man tun, um sein

Idealgewicht zu halten? Die wichtigsten Antworten

Stark werden mit Zirkeltraining

Intensive Belastungen, die den ganzen Körper fordern,

sind nicht nur gut für die Fitness. Sie stärken

auch das Immunsystem: 7 Top-Übungen

Was ist besser: Morgens oder abends laufen?

Wann ist eigentlich die beste Zeit fürs Laufen?

Dr. Matthias Marquardt erklärt, weshalb die

Trainigszeit eigentlich halb so wichtig ist

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32

36

Laufen und Hören: Die besten Podcasts

Wenn du beim Laufen gern anderen zuhörst, die

übers Laufen reden, dann sind Podcasts genau das

richtige. Fünf Podcasts, in denen es ums Laufen geht

LÄUFER & LEUTE

Dank Corona zum Laufen gekommen

Laufen? Fand Monika Stepan langweilig und machte

es deswegen nicht. Dann kamen Corona, der Lockdown

und die Schließung der Fitnessstudios. Sie

gab dem Laufen eine Chance

Das Laufen lieben lernen

Laufen ist gesund. Menschen zu zeigen, wie man

lange in Bewegung bleibt, ist eine wichtige Aufgabe

der Lauftherapie. Wir haben Silke Gilljam und ihre

Gruppe in Wickrath bei Mönchengladbach besucht

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20

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GESUNDHEIT & ERNÄHRUNG

So stärkt Sport das Immunsystem

Neben Abstand, Alltagsmasken, Hygiene und dem

Einhalten der Corona-Regeln hilft im Kampf gegen

Covid 19 ein starkes Immunsystem. Wie Laufen den

Körper widerstandsfähiger gegen Viren und

Bakterien machen kann

Infekte und Training: Was ist erlaubt?

Die Erkältungszeit steht vor der Tür, dazu besteht

noch immer die Corona-Gefahr. Wann ist bei einem

Infekt Training erlaubt und wann sollte man Sport

tunlichst meiden?

Gutes Fleisch für Top-Leistungen

In Rindfleisch stecken viele wertvolle Inhaltsstoffe –

deswegen kann es extrem wertvoll für Sportler sein.

Vorausgesetzt man achtet auf die Qualität

44

86

90

Mit Crowdfunding die Karriere gerettet

Denise Krebs will ihre Karriere mit einer Teilnahme

bei Olympia krönen. Doch was machen, wenn

es keine Förderung gibt und das Geld knapp wird?

Eine Crowdfunding-Aktion brachte ihr die nötigen

finanziellen Mittel und zusätzliche Motivation

Hauptsache Spaß: Das Run Happy Team

Joyce Hübner und Christian Ernst sind Mitglieder

des Brooks Run Happy Teams und teilen gerne ihre

Leidenschaft fürs Laufen mit anderen

Magersucht besiegt, in den USA durchgestartet

Patricia Neubauer war eine hoffnungsvolle Nachwuchsläuferin

– bis sie in die Magersucht abrutschte.

Heute hat sie die Probleme überwunden und lebt

in den USA ihren sportlichen Traum

82

6

14

81

Dem Schmerz davonlaufen. Geht das?

Was tun, wenn es beim Laufen irgendwo zwickt? Wir

haben gefragt und die Community hat geantwortet

AUSSERDEM

Big Picture

Szene-News

Gesas Kolumne

= Titelthema

facebook/laufen.de

97

98

Frau Schmitt meint ...

Impressum, Vorschau

instagram/laufen.de


90 HOCHALPINE KILOMETER

IN WENIGER ALS 24 STUNDEN

Die Schwedin Kristin Berglund hat im Sommer einen Rekord für den Berliner Höhenweg

in den Zillertaler Alpen aufgestellt. Normalerweise brauchen Bergwanderer acht

Tagesetappen, um auf dem hochalpinen, steilen und ausgesetzten Rundweg die Tiroler

Landschaft zu erleben. Kristin Berglund schaffte die Strecke, die fast immer in Höhenlagen

zwischen 2000 und 3134 Metern über dem Meer verläuft, als erste Frau in weniger

als 24 Stunden. Sie benötigte 23 Stunden und 57 Minuten. Und das, obwohl sie an der

schwierigsten Stelle von einer Schlechtwetterfront erwischt wurde. „Ich war noch nie

so glücklich, einen Lauf gefinished zu haben“, sagte die 36-Jährige, die schon lange in

Tirol lebt und Teil des österreichischen Salomon-Running-Teams ist. Nur zwei Wochen

später war allerdings eine andere noch schneller: Die Österreicherin Stephanie Kröll lief

den Berliner Höhenweg mit seinen insgesamt 7000 Höhenmetern in nur 20:18 Stunden.

Foto: CrazyProjects/Philipp Reiter

6


BIG

——

PICTURE

7 ——— LÄUFT.


Fotos: iStock (LeoPatrizi, alvarez, pixelfit)

› MIT LAUFEN GESUND


ABNEHMEN ‹

FETTKILLER


Abnehmen. Oder sein Gewicht halten, um gesund

und fit zu bleiben. Für viele sind das die

wichtigsten Antreiber zum Laufen. Aber wie

nimmt man mit Laufen eigentlich so ab, dass es

gesund ist und Spaß macht? Und was muss man

tun, um sein Idealgewicht dauerhaft zu halten?

Die wichtigsten Antworten liest du hier.

8


TRAINING

——

FITNESS

↦ Wer überflüssigen Pfunden mit

Laufen den Kampf ansagt, wird nicht

den superschnellen Erfolg feiern. Das

klappt eher in einer Blitzkur mit Magerkost.

Langfristig führt die Kombination

aus Laufen und bewusster

Ernährung aber zu besseren Ergebnissen

als jede Diät.

Das Wort „Diät“ ist zu einem Synonym für

„Verzicht“ geworden. Kein Wunder, dass

viele Menschen allein beim Gedanken an

eine Diät innerlich zusammenzucken. Die

alten Griechen hatten noch ein viel gesünderes

Verhältnis zu diesem Begriff. „Diät“

bedeutet nämlich wörtlich übersetzt nichts

anderes als „gesunde Lebensweise“. Diese

Übersetzung passt: Wer regelmäßig läuft

und sich dazu noch ausgewogen ernährt,

pflegt nämlich nicht nur einen gesunden Lebensstil,

sondern lässt – quasi im Vorbeilaufen

– auch noch die Pfunde purzeln.

In der Theorie ist Abnehmen ja auch ganz

einfach. Man muss im Tagesverlauf mehr

Kalorien verbrauchen, als man über die Nahrung

aufnimmt. Also: weniger essen (Diät).

Oder mehr Bewegung (Sport). Noch besser

ist es aber, beide Methoden zu kombinieren.

Der Schlüssel zum Erfolg ist eine gesunde

Mischung aus vernünftiger Nahrungsaufnahme

und mehr Bewegung.

Aber woher weiß man überhaupt, wie viele

Kalorien man verbraucht? Ein Großteil des

täglichen Energiebedarfs entfällt auf den

Grundumsatz. Damit ist die Energiemenge

gemeint, die der Körper benötigt, um Muskeln,

Gehirn und Organe zu versorgen. Der

Grundumsatz hängt von den individuellen

Faktoren Alter, Größe, Geschlecht und Gewicht

ab. Er lässt sich grob mit der sogenannten

Harris-Benedict-Formel errechnen.

Eine 170 Zentimeter große, 70 Kilogramm

schwere und 30 Jahre alte Frau hätte demnach

einen Grundumsatz von 1499 Kilokalorien.

Hinzu kommen noch die Kalorien, die man

durch Bewegung verbraucht. Der sogenannte

Arbeitsumsatz macht bei einer leichten

körperlichen Tätigkeit ungefähr 25 Prozent

des Grundumsatzes aus. Er wird zum

Grundumsatz dazugerechnet, um deinen

Gesamt-Kalorienverbrauch zu ermitteln. Bei

mittelschwerer Tätigkeit sind es 50 Prozent,

9 ——— LÄUFT.


GRUNDUMSATZ

So berechnest du deinen täglichen Kalorienverbrauch (ohne Bewegung)

FRAUEN GRUNDUMSATZ (KCAL) =

655,096 + (9,563 x Körpergewicht/kg) + (1,850 x Körpergröße/cm) – (4,676 x Alter)

MÄNNER GRUNDUMSATZ (KCAL)

66,473 + (13,752 x Körpergewicht/kg) + (5,003 x Körpergröße/cm) – (6,755 x Alter)

EINE 170 ZENTIMETER GROSSE, 70 KILOGRAMM SCHWERE UND 30 JAHRE ALTE

FRAU HÄTTE DEMNACH EINEN GRUNDUMSATZ VON 1499 KILOKALORIEN.

HINZU KOMMT DER ENERGIEVERBRAUCH DURCH BEWEGUNG.

und bei großer körperlicher Betätigung kann man ungefähr

75 Prozent dazurechnen.

Wenn unsere Musterfrau also den Tag im Büro verbringt

und keinen Sport treibt, liegt ihr Gesamtumsatz bei ungefähr

2000 Kilokalorien. Geht sie dagegen zu Fuß zur Arbeit,

steigt Treppen, anstatt den Fahrstuhl zu nehmen, und läuft

nach der Arbeit noch eine Stunde, verbraucht sie schon locker

2600. Wenn sie dieses Pensum nun zwei- oder dreimal

pro Woche bewältigt, wird sie bei ausgewogener Ernährung

ohne große Einschränkungen eine negative Energiebilanz haben

– und abnehmen.

Wer schneller abnehmen will, muss aber bei der Ernährung

anfangen und seine Kalorienaufnahme reduzieren. Denn

Bewegung und Sport sind ja nicht beliebig zu steigern. Und

gerade füllige Menschen müssen ja meist erstmal viele Kilos

verlieren, bevor überhaupt an Laufen zu denken ist. Nicht

nur weil sie oft schon nach ein paar schnelleren Gehschritten

außer Puste sind, sondern vor allem, weil Laufen mit großem

Übergewicht den Bewegungsapparat schädigen kann. Und so

geht es für die meisten deutlich Übergewichtigen beim Thema

Bewegung zuerst einmal um den Alltag. Das Auto stehen lassen

und zu Fuß zum Bäcker gehen. Den Fahrstuhl links liegen

lassen und die Treppe nutzen. Sich einen Aktivitätstracker

zulegen, der im Alltag motiviert und Alarm schlägt, wenn du

zu lange still sitzt. So lässt sich durch ganz einfache Aktivitäten

der Energieverbrauch erhöhen und die Energiebilanz

verbessern.

Das Laufen kann ins Spiel kommen, wenn der Body-Mass-Index

unter 30 liegt. Menschen, bei denen die Formel „Körpergewicht

in Kilogramm geteilt durch die einmal mit sich selbst

multiplizierte Körpergröße in Metern“ zu höheren Werten

führt, sollten auf jeden Fall gelenkschonendere Ausdauersportarten

wie Walken, Schwimmen oder Radfahren bevorzugen.

Für alle anderen kann Laufen eine der effektivsten Sportarten

sein, wenn man abnehmen möchte. Und Laufen beugt so auch

10



6 GRÜNDE

FÜRS GESUNDE

LAUFEN


1

MEHR ALS NUR EIN KALORIENKILLER

LAUFEN STÄRKT DAS

HERZ-KREISLAUF-SYSTEM

Wenn du läufst, muss dein Herz mehr arbeiten,

um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen.

Mit der Zeit kommt es zu einer Anpassung.

Das Herz lernt, ökonomischer zu schlagen – und

zwar nicht nur beim Sport, sondern rund um die Uhr.

Weil zudem auch die Blutgefäße besser durchblutet

werden, verstopfen sie nicht so leicht. Laufen senkt

somit auch das Herzinfarkt-Risiko.

2

LAUFEN KRÄFTIGT

MUSKULATUR UND KNOCHEN

Vor allem die Bein- und Gesäßmuskulatur wird

durch das Lauftraining kräftig und wohlgeformt.

Durch den Anpassungsreiz beim Laufen bleiben

zudem die Knochen stark.

3

LAUFEN UNTERSTÜTZT

DAS IMMUNSYSTEM

Regelmäßiges, leichtes Lauftraining kurbelt die

Produktion der weißen Blutkörperchen an und

stärkt somit das Immunsystem. Dadurch bist du

weniger anfällig für Erkältungen.

Krankheiten vor, zu deren Ursachen Übergewicht gehört –

wie Diabetes II und Bluthochdruck. Für viele Menschen ist

deshalb Abnehmen ein Hauptmotiv, um mit dem Laufen zu

beginnen. Wer dann dabei bleibt, sein Wunschgewicht erreicht

und sich in seinem Körper wohlfühlt, ist zufriedener

und hat mehr Spaß am Leben. Kein Wunder, dass Laufen so

gut tut: Es ist die ursprünglichste Form der menschlichen

Fortbewegung. Unsere Vorfahren haben täglich bis zu 40 Kilometer

zu Fuß zurückgelegt und dabei etwa 2500 Kilokalorien

verbrannt.

Heute sind die meisten Menschen davon weit entfernt und

nehmen ihre eigene Gesundheit nicht wirklich ernst. In einer

gemeinsamen Untersuchung der Marktforschungsunternehmen

IFAK, GfK und Forsa (VuMA) kam 2019 heraus,

dass lediglich 11,67 Millionen Deutsche mehr als einmal pro

Woche Sport treiben. Das sind grade einmal 15 Prozent der

deutschen Gesamtbevölkerung im Alter über 14 Jahre. Die

meisten Menschen bewegen sich also viel weniger als es für

4

LAUFEN MACHT GLÜCKLICH

UND BAUT STRESS AB

Wenn du Sport treibst, schüttet dein Gehirn

vermehrt die Botenstoffe Dopamin, Serotonin

sowie Endorphine aus. Zugleich senkt Laufen

den Spiegel des Stresshormons Cortisol.

5

LAUFEN FÖRDERT DIE

GEHIRNLEISTUNG

Durch Laufen verbessert sich die Sauerstoffversorgung

des Gehirns. Nach derzeitigem Stand der

Wissenschaft können sogar neue Verbindungen

zwischen den Hirnzellen entstehen. Das Gehirn

wird leistungsfähiger.

6

LAUFEN SENKT DAS

KREBSRISIKO

Studien haben gezeigt, dass aktive Menschen

ein geringeres Krebsrisiko aufweisen.

11 ——— LÄUFT.


INFOBOX

SO WICHTIG IST

DIE RICHTIGE

ERNÄHRUNG

eine gute Gesundheit angeraten wäre – und bei immer mehr

Menschen wächst so die Leibesfülle stärker, als es mit Gesundheit

zu vereinbaren ist.

Wer den Schritt vom Couch-Potatoe zum Läufer schaffen will,

muss umdenken. Ohne eine Änderung der eigenen Körperwahrnehmung

bleibt der erste Schritt oftmals aus. Menschen

dauerhaft zu bewegen, ist extrem schwierig. Besser geht es,

wenn der Körper auf eine Bewegungserfahrung zurückgreifen

kann – auch wenn diese schon lange zurückliegt. Auch deswegen

ist es so wichtig, dass Kinder regelmäßig Sport treiben.

Denn auch nach einer unsportlichen Zeit erinnert sich der

Körper im fortgeschrittenen Alter wieder an die Bewegungserfahrung,

die er als Kind oder Jugendlicher gemacht hat.

Wer läuft, hat sich für den genau richtigen Weg entschieden.

Denn entgegen der Meinung vieler (Frauen-)Zeitschriften

reicht nämlich eine Ernährungsumstellung allein nicht aus,

um sein Wunschgewicht zu erreichen und dauerhaft zu halten.

Um nicht in die Jo-Jo-Falle zu tappen, sollte man stattdessen

auf die Kombination aus ausgewogener Ernährung

und Bewegung setzen.

Und bei kaum einer Sportart werden mehr Kalorien verbrannt

als beim Laufen. Und der Kalorienverbrauch ist entscheidend,

um Gewicht zu verlieren. Nur wer über einen

längeren Zeitraum mehr Kalorien verbraucht als über die

Nahrung aufgenommen wird, nimmt auch ab. Gewichtsverlust

ist eine Frage der Energiebilanz – und die ist fürs Abnehmen

am positivsten, wenn sie negativ ist.

Doch nicht nur während des Laufens arbeitet die Verbrennungsanlage

deines Körpers auf Hochtouren. Je nach Intensität

deines Trainings verbrauchst du auch noch Stunden nach

dem Sport vermehrt Kalorien, weil der Stoffwechsel Zeit

braucht, bis er sich wieder auf sein Ausgangsniveau eingependelt

hat. Auf ein Jahr hochgerechnet, kommen durch den

sogenannten Nachbrenneffekt bei einem trainingsfleißigen

Läufer jede Menge „Bonus-Kalorien“ zusammen.

Laufen ist zwar nicht gerade der optimale Sport, um sich

dicke Muskelpakete zuzulegen. Nichtsdestotrotz trainierst

und kräftigst du mit jedem Lauf vor allem deine Beinmuskulatur.

Und Muskeln sind regelrechte Energieschleudern. Sie

wollen nicht nur trainiert werden, sondern benötigen auch

mehr Energie als träges Fettgewebe. Und sorgen so dafür,

dass Läufer, die auch ein bisschen auf ihre Ernährung achten,

dauerhaft schlank bleiben.


SO VIEL

VERBRENNEN LÄUFER


TEMPO

ENERGIEVERBRAUCH*

60 KG** 70 KG** 80 KG**

8 KM/H 500 560 640

10 KM/H 620 720 820

12 KM/H 740 880 1.000

*) pro 60 Minuten Laufen in Kilokalorien

**) Gewicht des Läufers

12


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ANLAUF


SO WIRKT LAUFEN AUF DIE GELENKE


O-BEINE

VOM JOGGEN?


Fotos: iStock (Deagreez), Norbert Wilhelmi (2)

Dribbelkönig Pierre Littbarski galt als Prachtexemplare der Gattung „Säbelbein-Tiger“.

O-Beine gelten praktisch als „Markenzeichen“ von Fußballern.

Doch dass O-Beine zum Fußball gehören wie große Lungen zum Laufen,

stimmt so nicht. Denn auch andere Sportler laufen Gefahr, ihre Haxen

zu verbiegen und damit frühzeitige Arthrose zu begünstigen. Mediziner

aus Belgien und Österreich haben verschiedene Sportarten im Hinblick

auf die Beinentwicklung unter die Lupe genommen. Aus der Analyse der

Kniegelenksentwicklung von 1008 Nachwuchsathleten verschiedener

Sportarten im Abgleich mit dem Belastungspensum resümierten sie:

→ Sportarten mit hoher Gelenkbelastung erhöhen das O-Bein-Risiko

→ neben Ballsportarten zählt auch Laufen zu diesen Sportarten

→ das Belastungspensum ist entscheidend

→ Wachstumsphasen (Pubertät) sind besonders sensibel

Die Gründe für die Beinverkrümmung sehen die Spezialisten in einer

als „Hueter-Volkmann-Gesetz“ bekannten Verzögerung des Knochen-Längenwachstums

bei gehäuftem Belastungsstress. Und das

nicht nur im Männer-Fußball. Auch Sportarten wie Laufen belasten

besonders die Knie-Innnenseite, wodurch deren Wachstum gehemmt

wird.

Was kann man also tun, um die Entwicklung von O-Beinen zu verhindern?

Am besten betreibt man als Ausgleich weniger belastende

Sportarten wie beispielsweise Schwimmen, Radfahren oder muskelkräftigendes

Stabilisationstraining. Zudem kann ein sauberer Laufstil

Fehlentwicklungen entgegenwirken.

Besonders wichtig: Anstatt früher leistungssportlicher Spezialisierung

brauchen Jugendliche vielfältige Bewegungsmuster für ein ausgewogenes

Körperwachstums und „gerade Gelenke“.

14


NUR

6 SEKUNDEN

BLIEB ALINA REH ÜBER

FÜNF KILOMETER ÜBER DEM

DEUTSCHEN REKORD.

TROTZ HYGIENE-KONZEPT

KEIN MARATHON 2020

IN HAMBURG

Als einziger großer deutscher Frühjahrs-Marathon sollte der Hamburg-Marathon

wegen der Corona-Pandemie in den Herbst verschoben

werden. Aber auch das für den 13. September geplante Rennen

musste abgesagt werden. Mit einem aufwendig ausgearbeiteten Hygiene-Konzept

wollten die Hamburger Organisatoren den Lauf starten.

Doch die Stadt stoppte das Vorhaben, da sie den Veranstalter für etwaige

Zuschaueransammlungen an der gesamten Strecke – nicht nur

im Start-Ziel-Gebiet – verantwortlich machen wollte. Das ist für keinen

Veranstalter zu leisten. Damit wird es in Deutschland in diesem

Herbst keine großen Marathonläufe geben. Denn auch Frankfurt, Berlin,

Köln, München und Münster haben ihre Rennen absagen müssen.

Beim Fünf-Kilometer-Rennen „Berlin 5k Invitational“

in Berlin hat Alina Reh (SSV Ulm 1846)

Mitte Juli den deutschen Rekord, den Irina Mikitenko

vor 20 Jahren aufgestellt hatte, in 15:22

Minuten nur um sechs Sekunden verpasst. „Ich

hatte eigentlich eine Zeit unter 15 Minuten angepeilt

und dachte, es flutscht“, sagte die 23-Jährige.

In einem weiteren von insgesamt vier

Läufen, bei denen jeweils die Coronavirus-Vorschriften

mit Mindestabständen eingehalten

wurden, zeigte auch Caterina Granz (LG Nord

Berlin) in 15:32 Minuten eine gute Leistung.

Bei den Männern gab es eine Überraschung:

Der Österreicher Peter Herzog triumphierte in

flotten 13:54 Minuten und stellte damit einen

nationalen Rekord auf. Zweiter wurde Haftom

Weldaj (Eritrea; 14:12 min), Rang drei belegte

René Menzel (Hannover Athletics; 14:16 min).

Mit Rang vier in 14:17 Minuten musste sich

Amanal Petros (TV Wattenscheid 01) zufrieden

geben, der eigentlich die deutsche Bestzeit von

Jens-Peter Herold brechen wollte. Herold, der

in Berlin das Startsignal für das Rennen gab,

war 1990 eine Zeit von 14:09 Minuten gelaufen.

MARATHONLAUF

OLYMPIA-QUALI AB

SEPTEMBER MÖGLICH

Drei Monate früher als zuletzt geplant, am 1. September, beginnt für die

Marathonläufer die Qualifikationsphase für die Olympischen Spiele in

Tokio 2021. Eigentlich sollte dies erst ab dem 1. Dezember möglich sein.

Hintergrund des Kurswechsels des Leichtathletik-Weltverbandes World

Athletics ist, dass aufgrund der vielen coronabedingten Absagen von

Rennen in diesem Jahr nur noch sehr wenige Möglichkeiten für einen

Start bestehen. Während die Top-Rennen in Amsterdam und Paris genauso

abgeblasen wurden wie die deutschen Top-Läufe, wird in London

am 4. Oktober ein reines Eliterennen mit gut 85 Läufern stattfinden. Unter

ihnen die Weltrekordler Brigid Kosgei und Eliud Kipchoge (beide Kenia)

sowie der Äthiopier Kenenisa Bekele, dessen Bestleistung nur zwei

Sekunden über dem Weltrekord liegt. Mit Deutschlands Marathon-Rekordler

Arne Gabius (Therapie Reha Bottwartal) sowie Anna und Lisa

Hahner (beide SCC Events Pro-Team Berlin) gehen auch drei Deutsche

in London an den Start. Arne Gabius peilt die Olympia-Norm von 2:11:30

Stunden an. Die Hahners müssen schneller als 2:28:25 Stunden laufen,

um eine Olympia-Chance zu haben, da bereits drei deutsche Läuferinnen

die Frauen-Norm von 2:29:30 Stunden unterboten haben. Die langsamste

von denen war Anja Scherl, die im Februar 2:28:25 Stunden lief.

15 ——— LÄUFT.


↦ Einmal die Woche Tempotraining ist

Gesetz. Gilt nach der Laufcampus-Methode

für alle Läuferinnen und Läufer,

die optimal trainieren wollen. Und eine

optimale Trainingswoche gelingt, wenn

drei Schlüsseleinheiten im Wochenprogramm

enthalten sind.

TRAINING WÄHREND CORONA


INTERVALLTRAINING

OHNE WETTKÄMPFE?

NA KLAR!


Zu den Schlüsseleinheiten zählen

natürlich der lange Lauf, ein zügiger

Dauerlauf und eben das wöchentliche

Tempotraining. Es dürfen auch

mal zwei Tempotrainings und ein

langer Lauf sein, zum Beispiel ein

kurzes, knackiges HIT-Training am

Dienstag, ein lockeres Fahrtspiel am

Freitag und ein langer und langsamer

Dauerlauf am Sonntag. Auf den zügigen

Dauerlauf wird in diesem Fall

verzichtet. Wer dieses Prinzip so umsetzt,

der kann einfach nicht anders

als besser zu werden, oder zumindest

die aktuell schon gute Form konservieren.

So einfach ist das. In der Theorie.

Warum aber Tempotraining machen,

wenn gerade keine Wettkämpfe anstehen?

Das fragen sich aktuell mal

wieder viele, nachdem Corona auch

im Herbst den Rotstrich angesetzt

und die Wettkampfsaison zusammengestrichen

hat. Bei mir übrigens

auch. Ich habe bei vielen Veranstalten

inzwischen Startgeldguthaben für

das Jahr 2021. Dennoch trainiere ich

weiter, voller Freude und abwechslungsreich,

denn in erster Linie laufe

ich für mich, nicht für Urkunden und

Finisher-Medaillen. So halte ich es

auch mit dem Tempotraining.

Im ersten Quartal 2020 habe ich bevorzugt

Segmente-Fahrtspiele gemacht:

Auf Strava geschaut, wo es

Segmente zu holen gibt, und dann

wöchentlich einmal Gas gegeben.

Auf über 100 Krönchen habe ich es

zwischenzeitlich gebracht. Leider

schlägt die regionale Laufszene zurück,

es sind nur noch 70 übrig. Im

zweiten Quartal habe ich Hügelfahrtspiele

als Tempotraining bevorzugt.

Dies als Vorbereitung auf den alpinen

Zermatt-Marathon im Juli und den

hügeligen Monschau-Marathon im

August. Leider wurden beide Rennen

abgesagt. Mein Training habe ich

dennoch durchgezogen, hat halt Spaß

gemacht. Dann habe ich mich auf den

Zehner beim Palma de Mallorca-Marathon

am 11. Oktober vorbereitet, bis

der auch gestrichen wurde. Mein neues

Ziel: der Kölner Nikolauslauf im

Dezember. Ein schneller Zehner dieses

Jahr, das fände ich für mich schon

gut. Und daher schule ich im dritten

Quartal dieses Jahres wieder mein

Tempogefühl und laufe sekundengenaue

Intervalle auf der Bahn.

Während es bei den Fahrtspielen um

den Belastungswechsel an sich geht,

um das Körpergefühl, die Selbsteinschätzung

und – am Berg gelaufen

– auch um die Athletik, ist der

Mehrwert des Intervalltrainings, sich

an ein Tempo anzunähern und sich

schließlich daran zu gewöhnen. Zunächst

gilt es, die kurzen und schnellen

Intervalle im Unterdistanztempo

zu laufen, um in der finalen Rennvorbereitung

das Tempo zu trainieren,

das der Wettkampfdistanz entspricht.

Und so trainiere ich zunächst im

Drei-Kilometer-Renntempo (Intervalle

zwischen 400 und 800 m), dann im

UNSER EXPERTE

Andreas Butz

ist selbst über 130-maliger

Marathonläufer und Trainer der

Trainer. Der Gründer der „Laufcampus-Akademie“

bildet Laufbegeisterte

zu Lauf- und Personal

Trainern aus. In LÄUFT. beschreibt

er Trainingseinheiten, die er zu den

besten überhaupt zählt.

Fünf-Kilometer-Renntempo (Intervalle

zwischen 1000 und 1200 m) und

schließlich im Zehn-Kilometer-Renntempo

(Intervalle zwischen 1200 und

2000 m). Knapp unter 40 Minuten,

das ist mein Ziel.

Intervalltraining macht schnell, gibt

Selbstbewusstsein und bedeutet immer

wieder neue Reize. Und neue

Reize sind es, die Körper und Kopf

hin und wieder brauchen, um die

Lust am Training und die erworbene

Form hochzuhalten. Daher ist bei

mir – und vielleicht auch dir – aktuell

mal wieder Intervalltraining angesagt.

Bleibt die Frage offen, was ich

im vierten Quartal als Tempotraining

machen werde. Ich werde erneut auf

Fahrtspiele einschwenken, diesmal

jedoch kurze Trails bevorzugen und

sie gelegentlich durch kleine Crossläufe

ersetzen. Sollten keine Crosslauf-Events

stattfinden, dann werde

ich dies auch alleine so umsetzen.

Denn schließlich laufen wir ja, weil’s

uns guttut. Und das ist keine graue

Theorie, das ist – und da spreche ich

sicher für alle Leser – immer wieder

neu erlebte Praxis.

Foto: imago images/POP-EYE

16


zur Online-

Petition

PROMINENTE UNTERSTÜTZUNG

PETITION FÜR STRASSENLÄUFE

„Save The Events – Rettet unsere Läufe“ – mit dieser Petition will die Interessengemeinschaft

der deutschen Straßenlaufveranstalter, German Road Races (GRR),

erreichen, dass die bedrohliche Situation, in der sich viele Organisatoren und ihre

Rennen aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin befinden, von der Politik verstanden

und wahrgenommen wird. Die Corona-Pandemie hat so gut wie alle Läufe und

Events gestoppt, die Veranstalter und Vereine bangen um ihre Existenz. Viele weitere

Unternehmen sind im Hintergrund abhängig von solchen und natürlich auch jeglichen

anderen Events in den Bereichen Sport und Kultur – zum Beispiel trifft dies die

Sparten Medaillen, Zeitnahme, Messen, Security, Technik oder Absperrungen. Hier

steht inzwischen eine gesamte Branche auf der Kippe. Der Aufruf erhält prominente

Unterstützung. Deutsche Topläufer wie Arne Gabius, Alina Reh und Philipp Pflieger

sowie die deutsche Rekordlerin Irina Mikitenko machen sich dafür stark.

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VERPASSTE KONTROLLEN

EX-WELTREKORDLER GESPERRT

Der Kenianer Wilson Kipsang, Ex-Weltrekordler im Marathonlauf,

wurde von der „Athletics Integrity Unit (AIU)“

des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics (WA)

nach einem Doping-Verfahren für vier Jahre gesperrt.

Der 38-Jährige, der sich stets für den Kampf gegen Doping

eingesetzt hat, hat demnach zwischen April 2018

und Mai 2019 viermal eine Dopingkontrolle verpasst. Drei

verpasste Proben binnen eines Zwölf-Monats-Zeitraums

können zu einer Sperre führen, die nun in dem Verfahren

von World Athletics ausgesprochen wurde. Sollte es bei

der ab 10. Januar 2020 geltenden Sperre bleiben – zu diesem

Zeitpunkt wurde Wilson Kipsang von Wettkämpfen

suspendiert –, wäre dies voraussichtlich das Ende der

Karriere für den Kenianer. Der Olympia-Dritte von 2012

hat eine Bestzeit von 2:03:13 Stunden. Kipsang hat nicht

nur namhafte Rennen wie die in Berlin, Frankfurt, New

York, London und Tokio gewonnen, er ist auch der einzige

Läufer, der jemals Kenias Superstar Eliud Kipchoge aus

Kenia in einem Marathon besiegt hat (Berlin 2013).

DATEV URBAN TRAILS 2020

REAL LAUFEN, VIRTUELL ERLEBEN

Urban Trail. Dieses neue Laufformat hat in den vergangenen Jahren begeistert.

Dabei geht es nicht um Zeiten und Platzierungen, sondern darum, bei einem

Zehn-Kilometer-Lauf eine Stadt mit ihren Highlights zu erleben. In Bochum (18.

bis 21. September), Düsseldorf (25. bis 27. September) und Potsdam (24. bis 25. Oktober)

wird das dieses Jahr trotz Corona bei den Datev Urban Trails möglich sein.

Der Veranstalter, die Deutschland läuft GmbH, hat sich zusammen mit Datev, dem

neuen Hauptsponsor der Serie, ein Konzept überlegt, nach dem die Urban Trails

auch in Corona-Zeiten funktionieren. Unter Corona-Bedingungen verknüpfen die

Datev Urban Trails ganz reale Sporterfahrungen mit digitalen Erlebnissen zu den

Sehenswürdigkeiten der Städte.

mehr Infos: www.urbantrailseries.de

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handverlesene Delikatessen

aus aus aller aller Welt. Welt.

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KAMPF GEGEN CORONA

EIN STARKES IMMUNSYSTEM

DANK SPORT

↦ Neben Abstand, Alltagsmasken,

Hygiene und dem Einhalten der Corona-Regeln,

hilft es im Kampf gegen

die Covid-19-Pandemie auch,

wenn möglichst viele Menschen ihr

Immunsystem stärken. Unser Experte

Gerrit Keferstein erklärt hier,

wie Laufen und Kraft-Ausdauertraining

den Körper widerstandsfähiger

gegen Viren und Bakterien machen.

Gerrit, ein starkes Immunsystem ist

in der Covid-19-Pandemie wichtiger

denn je. Welchen Einfluss haben Bewegung

und Sport auf das Immunsystem?

Das Immunsystem kann von Muskelaktivität

profitieren. Hier sind zum

Beispiel die Myokine zu nennen.

Wie sich schon von dem Namen ableiten

lässt (myo = Muskel, kine(tik)

= Bewegung), handelt es sich bei

den Myokinen um hormonähnliche

Botenstoffe, die von der Muskulatur

bei Bewegung produziert und

freigegeben werden. Für die Immunabwehr

nimmt hierbei das Myokin

Interleukin-6 (IL-6) eine Schlüsselposition

ein. Das Paradoxe ist dabei,

dass IL-6 eigentlich eine Alarmsubstanz

für Entzündungen ist.

Wie wirken diese körpereigenen Substanzen?

Wichtig zu verstehen ist, dass Myokine

im Blut eigentlich Entzündungsmarker

sind. Der Körper startet

Entzündungsprozesse immer dann,

wenn es gilt, Krankheitserreger zu

bekämpfen, beschädigtes Gewebe

abzustoßen oder Heilungsprozesse

einzuleiten. Der aktive Muskel kann

aber IL-6 und andere immunologische

Myokine ausschütten. Da die

Skelettmuskulatur eines der größten

Organe des Menschen ist, haben

diese vermutlich eine einflussreiche

Wirkung. Es gibt Hinweise darauf,

dass die freigesetzten Myokine hormonähnlich

wirken und so chronischen,

sogenannten „niedriggradi-

gen“ Entzündungen (hierunter fallen

zum Beispiel Übergewicht und Typ

2 Diabetes) entgegenwirken, indem

sie Abwehrzellen zum Wachstum anregen,

mobilisieren und umverteilen.

So ist vermutlich gerade der durch

den Sport kurzfristig ausgelöste IL-

6-Impuls ausschlaggebend für die

positive Wirkung. Nach dem Sport

können bis zu 100-fach erhöhte IL-6

Blutwerte auftreten, die dann aber

rasch wieder abfallen. Diese kurzfristige

„Überflutung“ löst sofortige

Gegenmaßnahmen des Körpers aus,

etwa vergleichbar mit einem Impfeffekt.

Man könnte sagen, dass der

kurzfristige Reiz der Bewegung eine

Art Entzündungsprophylaxe auslöst.

Bei körperlich inaktiven oder von einer

Stoffwechselerkrankung betroffenen

Personen zeigen sich hingegen

dauerhaft chronisch hohe IL-6 Werte

im Blutserum, welche die Entstehung

von Zivilisationskrankheiten fördern.

Werden bei jeder Bewegung Myokine

ausgeschüttet?

Extreme Ausdauerbelastungen –

wie ein Marathon – lassen den Anteil

von IL-6 im Blutserum um bis

auf das 100-fache ansteigen. Trotzdem

muss man kein Extremsportler

werden, um von dieser Unterstützung

des Immunsystems zu profitieren.

Schon mit 90 bis 120 Minuten

Ausdauerbelastung pro Woche können

die Werte um bis zum 10-fachen

angehoben werden. Dabei ist es am

effektivsten, wenn möglichst viele

große Muskelgruppen eingesetzt

werden. Hierfür eignet sich neben

dem Laufen auch ein individuell angepasstes

Kraftausdauer-Training.

ist Medizinischer Direktor des MOJO-Instituts

für Regenerationsmedizin in Hennef.

Als Arzt und Coach mit mehrjähriger nationaler

und internationaler Erfahrung im

Profi- und Leistungssport bedient er die

Schnittstelle zwischen Krankheit, Rehabilitation

und maximaler Leistungsfähigkeit.

Nach Sportstudium an der University of

Wisconsin in den USA hat er Medizin in

Budapest, in Göttingen, im Saarland und

in Bonn studiert. Im Anschluss hat er als

Coach unter anderen die Bundesligateams

der Kölner Haie (Eishokey) und der Telekom

Baskets Bonn (Basketball) sowie die

deutsche

Eishockeynationalmannschaft

und den Deutschen Olympischen Sportbund

unterstützt.

UNSER EXPERTE

Gerrit Keferstein

MOJO-INSTITUT.DE

Welche Übungen, welchen Sport kannst

du hier konkret empfehlen?

Wer sein Immunsystem stärken will,

sollte sich viel in der Natur bewegen.

Laufen, schwimmen, Rad fahren,

Training mit dem eigenen Körpergewicht

oder auch Kraftsport in der

Natur. Beim Krafttraining sind Ganzkörper-Übungen

wie Kreuzheben,

Kniebeugen, und Klimmzüge empfehlenswert.

Bester Einstieg: Man

schließt einen Vertrag mit sich selbst,

dass man sich jeden Tag 30 Minuten

bewegen wird. Manchmal ist es nur

ein Spaziergang, manchmal ist es

Stretching, manchmal geht man Laufen,

manchmal ist es Kraftsport. Die

30 Minuten werden jeden Tag durchgeführt.

Keine Ausnahmen. Nur der

Inhalt variiert.

Du möchtest wissen, welche Übungen

gut für dein Immunsystem sind? Ab

Seite 40 stellen wird dir die ein gutes

Programm vor.

Foto: Derrick Thomson

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Laufend mehr entdecken.

Erleben Sie die Stadt mit ihren kulturellen Highlights

und Sehenswürdigkeiten einmal ganz anders – in

Laufschuhen bei den DATEV Urban Trail Series. Ein

innovatives Laufkonzept, das Spaß macht und mit

neuen, digitalen Ideen extra an die aktuellen

Regelungen angepasst wurde. Auch der Mittelstand

kann durch Digitalisierung neue Möglichkeiten für

sich entdecken. Denn mit den digitalen Lösungen

von DATEV und der Zusammenarbeit mit dem

Steuerberater ergeben sich für Unternehmer laufend

neue Perspektiven.

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GESUNDHEIT & ERNÄHRUNG


TRAINING

TROTZ

INFEKT?


› SCHNUPFEN, GRIPPE, COVID 19 ‹

SO VIEL

LAUFEN IST

ERLAUBT

Text: Dr. Stefan Graf | Fotos: iStock (svetkid, Smileus, sergio_kumer)

20


Im Herbst beginnt sie wieder, die Erkältungszeit. Und dazu

kommt dieses Jahr auch noch die Corona-Gefahr. Darf man mit

Infekten eigentlich laufen? Unser Experte Dr. Stefan Graf weiß,

was erlaubt ist und was man tunlichst vermeiden sollte.

↦ Der Hals kratzt ein

wenig, die Nase läuft.

Und irgendwie schmerzen

auch die Glieder

leicht. Aber das kann

einem gestählten Athletenkörper

ja nichts anhaben.

Und beim Laufen

steigt die Körpertemperatur

ja sowieso, da

sind wir doch an Fieber

gewöhnt.

Kommt dir bekannt vor? Wir

Läufer sind schlechte Patienten

und neigen zur Ignoranz.

Nicht generell, aber dann,

wenn wir den ärztlichen Rat

überhören, mal ein paar Tage

die Füße still zu halten, weil

wir krank sind. Wenn es um

unser Training geht, sind wir

dann gern auf beiden Ohren

taub. Solang wir nicht völlig

ausgeknockt im Bett liegen,

wird ein kleines Läufchen ja

wohl möglich sein …

Aber – und hier wird's ernst

– mit Infektionen von A(uge)

bis Z(ehnagelbett) ist nicht

zu spaßen. Grobe Unvernunft

kann bitterböse und mit „lebenslänglich“

geahndet werden.

Wer sich bei einem banal

erscheinenden Primärinfekt

trotzdem körperlich belastet,

kann schnell eine Herzmuskelentzündung

entwickeln.

Und das zieht oft lebenslange

gesundheitliche Beeinträchtigungen

nach sich. Dass man

dann eventuell gar nicht mehr

laufen kann, ist noch das

kleinste Problem. ↦

21 ——— LÄUFT.


GESUNDHEIT & ERNÄHRUNG

GEFAHR


HERZ

MUSKEL

ENTZÜNDUNG


Entzündungen des Herzmuskels sind oft die Folge

eines Übertritts von Erregern (Viren oder Bakterien)

aus Primärinfektionen teils banaler Art (z. B. grippaler

Infekt) auf den Herzmuskel. Unerkannte Herzmuskelentzündungen

sind eine der häufigsten Ursachen für

den plötzlichen Herztod bei Sportlern.

Bewegung an der frischen Luft tut bei einem Infekt gut – die Belastung darf bloß nicht zu hoch sein. Ein Spaziergang ist deshalb oft besser als eine Runde laufen

Die Gesundheit hat Vorrang. Dieser Satz

sollte nicht als Phrase abgetan werden.

Das haben wir nicht zuletzt während

der Corona-Krise mal wieder vor Augen

geführt bekommen. Daher gilt es,

im Zweifelsfall bei Erkrankungen lieber

ein paar Trainingseinheiten zu streichen

respektive zu reduzieren, statt sie

durchzuziehen, weil sie Trainingsplan als

besonders wichtig markiert sind. Das bedeutet

nicht, dass man bei jedem milden

Schnupfen sofort auf das Training verzichten

und bei jedem grippalen Infekt

sofort im Bett bleiben muss. Bewegung

an der frischen Luft ist grundsätzlich gut

– aber gegebenenfalls ist ein Spaziergang

dann besser als ein Tempolauf. Aber: Was

ist denn jetzt bei Erkrankung eine angemessene

Bewegungsdosis? Die Antwort

ist schwierig, weil ein Mangel an objektiven

„Wenn-dann-Parametern“ herrscht.

Es gibt klare Stoppsignale, aber keine

konkreten Messgrößen, die signalisieren:

Bis zu diesem Wert darf ich das Pensum

x absolvieren, darüber nur noch Pensum

y und danach gar nicht mehr trainieren.

Somit sind viel Eigenverantwortung,

Körpergefühl und Erfahrung mit der eigenen

Belastbarkeit gefragt.

BLUTVERGIFTUNG UND

HERZMUSKELENTZÜNDUNG

DROHEN

Aber es gibt natürlich klare Ausschlusskriterien

für sportliches Training:

Fieber, (eitrige) Entzündungen, auch

wenn sie lokal (Zahn, Hals, Nagelbett)

begrenzt sind, sowie Muskel-Gliederschmerzen.

Fieber ist eine „gewollte“

Immunreaktion, die der Beschleunigung

von spezifischen Abwehrrektionen gegen

Krankheitserreger dient. Das auf

Hochtouren arbeitende Immunsystem

ist bis zum Anschlag ausgelastet. Jetzt

Sport zu treiben, wäre grob fahrlässig,

da das Kapazitäten abzweigen und damit

die Immunlage massiv verschlechtern

würde.

Beim Training mit einem „pochenden“

(Entzündungszeichen!) Zahn oder einem

anderen offenkundigen Entzündungsherd

steigt die Gefahr einer systemischen,

das heißt, sich im gesamten

Organismus ausbreitenden Infektion.

Und das steigert die Risiken für die

Entwicklung einer Herzmuskelentzündung

bis hin zum GAU: einer hochgradig

lebensbedrohlichen Blutvergiftung

(Sepsis). In Bezug auf die gar nicht so

seltene Herzmuskelentzündung muss

auch der Skelettmuskelschmerz als

Warnsignal gedeutet werden. Selbst bei

einem banal erscheinenden „Grippchen“

deuten Schmerzen in Gliedern auf einen

Erregerübertritt in die Skelettmuskeln

hin. Zwar nimmt der Herzmuskel

mit seiner strukturellen Ähnlichkeit zu

den Skelettmuskeln und seiner funktionellen

Ähnlichkeit zu den glatten Eingeweidemuskeln

eine Art „zwittrige“

Sonderstellung ein. Aber das macht ihn

nicht weniger anfällig für Infektionen.

Daher sollte man auch bei leichten Infekten

lieber auf das Training verzichten.

Wenn die Glieder schmerzen, ist ein

ruhiger Spaziergang – vorausgesetzt er

bekommt einem gut – allemal gesünder.

Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis)

tut nicht weh und macht sich oft

erst spät mit Herzgefühl („sein Herz

spüren“) und Rhythmusstörungen

(„Herzstolpern“) bemerkbar. In dieser

Phase besteht aber bereits höchste Gefahr,

die unter sportlicher Belastung

noch zunimmt. Frühere Symptome wie

Schwäche, Leistungsabfall, Müdigkeit

sind vielfach unspezifisch. Gibt es solche

Zeichen in den Wochen nach einem ver-

22


STOPPZEICHEN


BEI DIESEN SYMPTOMEN

IST SPORT TABU


Wer einen leichten Schnupfen

hat, muss nicht automatisch

auf Sport verzichten.

Bei folgenden Symptomen

solltest du aber definitiv

keinen Sport treiben, weil

du sonst deine Gesundheit

langfristig riskierst:

↦ Fieber ↦ Entzündungen,

auch wenn sie lokal begrenzt

sind ↦ Muskel-Gliederschmerzen

meintlich überwundenen Banaleffekt,

sollte man sofort zum Arzt gehen. Eine

Blutanalyse mit Bestimmung von Entzündungsmarkern

(CR-Protein, Blutsenkung),

Immunzellen (Leuko-/Lymphozyten),

Herzenzymen (Troponin)

und weitere Untersuchungen sichern

hier die Diagnostik. Manifeste Herzmuskelentzündungen

mit Bildung von nicht

mehr funktionsfähigem Narbengewebe

können lebenslange Folgen hinterlassen.

Beim Immunsystem denken wir an die

Abwehr von Krankheitserregern und

unbelebten Schadstoffen. Wer an einer

Allergie leidet, weiß zudem, dass hier

dem Immunsystem eine Fehlbewertung

mit überschießender Abwehrreaktion

auf einen harmlosen Reiz unterläuft.

IMMUNSYSTEM SPIELT

WICHTIGE ROLLE BEI

DER REGENERATION

Weniger bekannt ist, dass unser Immunsystem

auch zentrale Aufgaben bei der

normalen Zellerneuerung übernimmt.

Für sportlich Aktive hat das besondere

Relevanz für die muskuläre und

metabolische Regeneration. Bei jeder

langen und (oder) intensiven Ausdauerbelastung

entstehen winzige Schädigungen

in den kleinsten Untereinheiten

der Muskelfasern, den sogenannten

Myofibrillen. Diese Mikroverletzungen

generieren aseptische (das heißt nicht

durch Krankheitserreger hervorgerufene)

Entzündungen, die dem Immunsystem

den Startschuss für die Einleitung

von Regenerationsmaßnahmen geben.

Stoffwechselprodukte und beschädigtes

Gewebe müssen entsorgt, neue Strukturen

aufgebaut und das metabolische

Gleichgewicht wiederhergestellt werden.

Das alles verbraucht Energie und

nimmt Kapazitäten des Immunsystems

in Beschlag, die nun nicht mehr für die

Abwehr von gefährlich Viren und Bakterien

zur Verführung stehen. Nicht

umsonst, wird die unmittelbare Nachbelastungsphase

als „Open-Window“

bezeichnet, da das ausgelastete Immunsystem

„fiesen“ Krankheitserregern Tür

und Tor öffnet.

Besonders im Hinblick auf den Open-

Windows-Effekt müssen (Hoch-)Leistungssportler

zumindest in Phasen

hoher Trainings- und Wettkampfbelastung,

in denen keine vollständige Regeneration

erfolgt, als Risikogruppe eingestuft

werden, was Infekte angeht. Die

Kombination aus körperlichem Stress,

der mit Energiemangelzuständen, hoher

psychischer Anspannung, oft vermehrter

Reisetätigkeit bei wechselnden klimatischen

Bedingungen und gestörter

Schlafhygiene einhergeht, ist mit einem

Absinken der Blutkonzentration immunrelevanter

weißer Blutkörperchen

(Leukozyten/Lymphozyten) verbunden.

Fachsprachlich heißt so etwas Immunsuppression

(geschwächte Abwehr).

So leistungsfähig Spitzenathleten auch

sind, gegenüber infektiösen Erregern

sind sie eher besonders sensibel.

Was muss man nun im Hinblick auf das

neue Coronavirus Sars-CoV-2 beachten?

Hier eine Empfehlung zu geben,

ist natürlich noch schwieriger, denn

das Virus ist neu und bislang wenig erforscht.

Bei täglich neu erscheinenden,

teils noch ungeprüften Studien und

dem Fehlen jeglicher Langzeiterfahrungen,

begibt sich jeder, der jetzt Ratschläge

zum sportlichen Umgang mit

der neuen Coronavariante Sars-CoV-2

liefert, auf dünnes Eis. Da wohl viele

Sars-CoV-2-Infektionen symptomlos

verlaufen und schwer symptomatische

23 ——— LÄUFT.


GESUNDHEIT & ERNÄHRUNG

BUCHTIPP

STARKE ABWEHR – SO

HÄLT AUSDAUERSPORT

DAS IMMUNSYSTEM

AUF TRAB

Du willst noch mehr darüber erfahren, wie du

mit Ausdauersport etwas für deine Gesundheit

tun kannst? Dr. Stefan Graf hat zusammen

mit Ralf Kerkeling das Buch „Starke

Abwehr – so hält Ausdauersport das Immunsystem

auf Trab“ geschrieben, das im Herbst

im Delius Klasing-Verlag erscheint.

Fälle keine sportliche Aktivität zulassen,

können sich aktuell Ratschläge

nur auf positiv Getestete mit allenfalls

leichten Symptomen beziehen.

DAS IST BEI CORONA

ERLAUBT

Generell gilt aktuell: Wer positiv getestet

wurde, muss sich in häusliche

Quarantäne begeben. Es gelten unter

Berücksichtigung der besonderen Quarantänevorschriften

grundsätzlich die

gleichen Regeln wie für Infekte aus dem

grippalen Formenkreis. Bei Atembeschwerden

und Fieber, beides häufige

Corona-Symptome, und allen sonstigen

stärkeren Infektzeichen ist Sport tabu!

Positiv getestete Personen ohne oder

mit nur leichten Symptomen können, ja

sollten sogar ihren Kreislauf moderat

aktivieren. Dabei ist Frischluftzufuhr

besonders relevant. Da SARS-CoV-2

die oberen Atemwege befällt, spielt hier

präventiv wie therapeutisch eine gute

Durchlüftung und Durchblutung (Perfusion)

von Bronchien und Lunge eine große

Rolle. Durch die intensivere Atmung

gelingt das beim Laufen besonders effektiv.

In einer bis in die kleinsten Winkel

mit frischer Atemluft und Blut versorgten

Lunge wird nicht nur die Kapazität

des Gasaustauschs – die Abatmung von

Kohlendioxid und die Aufnahme von

Sauerstoff ins Blut – durch Beteiligung

einer größeren Zahl von Lungenbläschen

erhöht. Auch Immunzellen (Lymphozyten)

und gegebenenfalls bereits gegen

das Coronavirus produzierte Antikörper

werden in sportlich blutdurchströmten

Lungenflügeln besonders gut verteilt –

das ist eine Kampfansage an das Virus.

Die Befürchtung, beim intensiveren Atmen

verstärkt virenbelastete Aerosole

zu inhalieren, kann bei strikter Wahrung

der Social-Distancing-/Quarantäne-Vorgaben

entkräftet werden. Ein an die individuelle

Befindlichkeit angepasstes

Laufen/Walken unter Frischluftzufuhr

kann damit bei einer asymptomatischen

oder milden Corona-Infektion empfohlen

werden.

Kann man das Abklingen eines Infektes

eigentlich medikamentös beschleunigen?

Bekanntlich dauert ein Schnupfen

ohne Medikamenteneinnahme eine

Woche und mit Medikamenten sieben

Tage. Es ist natürlich nichts dagegen

einzuwenden, zur Linderung von Kopfschmerz,

Husten oder Heiserkeit mal

ein geeignetes Schmerz- oder fiebersenkendes

Mittel einzunehmen. Aber

es geht hier nur um Symptomlinderung

und nicht um die Beschleunigung des

natürlichen Heilungsverlaufs. Sich nach

einer Medikamenteneinnahme besser zu

fühlen, darf nicht als schnelle Genesung

und Zeichen für „ich kann wieder Gas

geben“ gedeutet werden. Das Immunsystem

ist noch voll ausgelastet, der Körper

geschwächt und die Gefahr für sekundäre

Komplikationen unvermindert

hoch. Die durch Medikamente erreichte

„Scheinfitness“ ist kein Persilschein für

gesteigerte Trainingsaktivität.

LANGSAM WIEDER

STARTEN

Intensivere Belastungen sollten frühesten

eine (medikamentfreie) Woche nach

Abklingenden der letzten Infektsymptome

angegangen werden – aber nicht

gleich mit Volldampf! 70 Prozent der

maximalen Herzfrequenz sind ein guter

Richtwert für den Wiedereinstieg. Nach

schweren Infekten ist es ratsam, sich die

„Trainingserlaubnis“ durch einen ärztlichen

Bluttest absichern zu lassen.

Auch wenn es noch so sehr in den Füßen

kribbelt: Der vernünftige Umgang

mit Infekten verlangt ein hohes Maß

an Eigenverantwortung. Wer Warnsignale

ignoriert, Krankheitssymptome

zu Trainingszwecken medikamentös

unterdrückt oder zu früh seinen noch

geschwächten Organismus überfordert,

riskiert lebenslange, wenn nicht gar lebensbedrohliche

Komplikationen. Für

den Umgang mit Infekten möge jeder

den Rat des biblischen Königs Salomon

beherzigen: „Wer geduldig ist, der ist

weise; wer aber ungeduldig ist, der offenbaret

seine Torheit.“


Von unserem Experten Dr. Stefan Graf

Der studierte Mediziner und Biologe hat lange in den Bereichen Herz-Kreislauf- und Stoffwechselphysiologie geforscht und gelehrt.

Mittlerweile ist der Berliner als Autor vorwiegend in den Bereichen Sportphysiologie, -medizin und -ernährung tätig.

Er berät Athleten in Ausdauer- und Spielsportarten und ist selbst seit frühester Kindheit bekennender

„Sportjunkie“ – passionierter Läufer, ehemaliger Drittliga-Fußballer und Tennisspieler.

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Dr. med. Matthias Marquardt

Facharzt für Innere Medizin –

Chirotherapie und Sportmedizin

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versorgt ist,

ist im beruflichen Alltag voll

belastbar. Auch Sportler

sind für Höchstleistungen

auf Eisen angewiesen.


EQUIPMENT & MODE

ASICS


LÄUFERLIEBLING MIT

WOHLFÜHL-UPDATE


↦ Der Gel-Kayano von Asics ist eine absolute Institution,

wenn es um gestützte Laufschuhe geht. Kein

Wunder also, dass er jetzt schon in seiner 27. Auflage

erscheint. Was gleich bleibt, ist der zuverlässige Support,

den er bietet. Vom kurzen Läufchen bis hin zum

Marathon und darüber hinaus. Und komfortabel ist er

auch – und das in der neuesten Version wahrscheinlich

mehr als je zuvor. Denn eine softere Mittelsohle bietet

noch angenehmere Dämpfung. Außerdem wurde das

Abrollverhalten des Schuhs mithilfe eines segmentierten

Fersenbereichs und tieferen Kerben im Vorfußbereich

verbessert. ASICS | Gel-Kayano 27 | 180,00 €

BROOKS


REGEN,

WIND?

MIR DOCH

EGAL!


Es fühlt sich nicht gut an, lange überlegen zu müssen, ob man denn

jetzt laufen geht oder nicht. Weil es regnen könnte. Weil es vielleicht

plötzlich doch kälter oder wärmer ist als man zunächst dachte. Pack'

einfach das Canopy Jacket von Brooks ein und all diese Überlegungen

gehören der Vergangenheit an. Mit ihr bist du gut geschützt, wenn

es regnet oder stürmt. Und wenn das Wetter doch so gut ist, dass du

gar keine Jacke brauchst, dann packst du sie ganz klein zusammen

und trägst sie mit einem Gummi am Oberarm. So, und jetzt ab auf die

Laufrunde! BROOKS | Canopy Jacket | 120,00 €

+ UNTERSTÜTZUNG

IN (FAST) ALLEN FARBEN

DES REGENBOGENS

Aus dem Läuferalltag sind Kompressions-Socken nicht

mehr wegzudenken. Zahlreiche Läufer schwören auf den

Druck auf die Beine, mit dem die Muskeln besser durchblutet

und dadurch besser mit Nährstoffen versorgt

werden. Der die Muskelvibration verringert und damit

die Leistungsfähigkeit und Regeneration verbessert sowie

das Verletzungsrisiko vermindert. Wie medizinische

Kompressionssocken aus dem Krankenhaus sehen die

Socken des Kompressionsspezialisten CEP schon lange

nicht aus, vielmehr sind sie ein modisches Accessoire.

Und das gibt es mittlerweile in fast allen Farben des Regenbogens.

Ob in dezenteren Farben der Run Socks 3.0

oder in der flippige Variante der Neon-Socks, die besonders

im Winter und Herbst für noch bessere Sichtbarkeit

sorgen. CEP | Run Socks 3.0/Neon Socks | 54,95 €

+ FÜHL DEN BODEN

Vibram, seit über 80 Jahren Weltmarktführer für Hochleistungs-Sohlen,

hat mit dem V-Train 2.0 einen neuen

Barfußlaufschuh auf den Markt gebracht. Durch das

außergewöhnliche Bodenkontaktgefühl eignet sich der

Schuh für alle Arten von funktionalem Training, Powerlifting

und Laufen. Die erhöhte Bewegungsfreiheit der

Zehen ermöglicht ein besseres Gleichgewicht und eine

höhere Standstabilität.

+ GUT VERSORGT

VIBRAM | V-Train 2.0 | 129,00 €

Auf längeren Touren brauchst du – auch in der kalten Jahreszeit

– unterwegs etwas zu trinken und vielleicht auch

zu essen. Im Active Belt von Salomon kannst du deine

Verpflegung sicher verstauen. Die Trinkflasche fasst 600

Milliliter, in der Reißverschlusstasche ist Platz für Gels

und Riegel, aber auch für Smartphone und Schlüssel.

SALOMON | Active Belt | 25,00 €

28


CLIFTON EDGE

Ein schmeichelhaftes Lauferlebnis.

JETZT BEI:

Time to get smooth! Ikonisches, innovatives HOKA Design mit maximaler Dämpfung bei

minimalem Gewicht trifft auf neueste Technolgien für ein noch gleichmäßigeres, leichteres

Laufgefühl: Das ist der neue Clifton Edge. Verlier keine Zeit und schau gleich bei deinem

Laufprofi-Händler vor Ort oder unter www.dein-laufprofi.de vorbei.


EQUIPMENT & MODE

4 COOLE GADGETS

FÜR EINEN GESUNDEN

LIFESTYLE

THERABODY


MASSEUR FÜR DAHEIM


↦ Hartes Training hinterlässt seine Spuren: Muskelkater, Verhärtungen, Verspannungen.

Oder auch einfach mal schwere Beine – und die bekommst du auch

nach einem langen Tag ohne Sport. Profisportler gehen jetzt zum Physiotherapeuten,

der sie für das nächste Training wieder frisch macht. Wer weder Zeit

noch Geld hat, sich regelmäßig behandeln zu lassen, kann das jetzt ganz einfach

auch daheim erledigen – und zwar jederzeit: mit der Theragun G4Pro von Therabody.

Der Arm der Theragun massiert deine Muskeln: mit einer Amplitude von

16 Millimetern und bis zu 40 Schlägen pro Sekunde sowie mit verschiedenen

Massageaufsätzen für verschiedene Einsatzgebiete. Dabei ist die neueste Version

überraschend leise. Dank schwenkbarem Arm erreichst du so gut wie jeden

Bereich deines Körpers ganz ohne Hilfe anderer und kannst dir damit völlig unabhängig

Erholung bereiten. Dank Austausch-Akku hat das Gerät eine Gesamtlaufzeit

von bis zu fünf Stunden. Die Handhabung ist denkbar einfach: Einen der

sechs Massageaufsätze je nach Einsatzgebiet auswählen und montieren, rotierenden

Arm in Position bringen, Gerät per Knopfdruck einschalten und Muskel

durch Aufsetzen massieren. Per Kopplung mit einer App kannst du dich bei der

Behandlung auch anleiten lassen. THERABODY | Theragun G4Pro | 599,00 €

→ SUPER BEQUEM

Heute mal Yoga statt Laufen? Die

Shirts und Hosen von Supernatural

bestehen aus einem Mix aus Merionwolle

und Kunst- oder Naturfasern,

bieten hohe Funktionalität

und maximalen Tragekomfort.

Supernatural | Knot Tee | 59,99 € &

Super Tights | 79,99 €

→ VORSICHT SCHARF

Die Wirkstoffe des Ingwers

hemmen die Vermehrung von

Viren und Bakterien im Körper.

Die Ingwer-Shots von Wholey

in Bio-Qualität sind ohne

Zusätze oder Konservierungsstoffe

und kaltgepresst – für

den maximalen Erhalt von Geschmack,

Vitaminen und Nährstoffen.

WHOLEY | Ginger Shot | 34,90 € (12 Stück)

→ STYLISCHER

FITNESS-TRACKER

Fitter werden? Gern. Aber

wie? Antworten auf diese

Frage liefert dir die neue

Fitness-Uhr Polar Unite mit

personalisierten, fertigen

Workouts sowie Anleitungen für ein

besseres Wohlbefinden. Außerdem ist

die Uhr so schick und mit 32 Gramm so

leicht, dass sie dein treuer Begleiter

nicht nur beim Sport, sondern auch im

Alltag wird. POLAR | Unite | 149,95 €

ENERGIEGELADEN & GESTÜTZT

Du willst gerne schnell unterwegs sein? Und dabei nicht auf eine

gewisse Unterstützung verzichten, die Überpronation wirkt? Dann probiere doch mal den FuelCell Prism von New Ba-

entgegenlance

aus. Der verfügt in der Mittelsohle über FuelCell-Schaum,

die dir Energie zurückgibt und dich spürbar nach vorne treibt.

Dazu bringt eine Mittelfußstütze deinen Fuß in die richtige Position

und verhindert zu starkes Nach-Innen-Knicken. Hinzu kommen

Mesh-Obermaterial für bequeme Passform und angenehmes Tra-

gegefühl sowie ein schickes Aussehen.

NEW BALANCE | FuelCell Prism | 130,00 €

→ LUSTIGER

MUSKEL-TRAINER

Schon beim Anblick

des kleinen, grünen,

stacheligen Brasil kommt gute Laune

auf. Aber das Fitness-Gadget von Togu

kann noch mehr. Die Füllung aus Luft

und Gewicht erzeugt in der Hand gehalten

beim Schwingen ganz automatisch

eine reflektorische Anspannung der

tiefliegenden Brust-, Bauch- und Rückenmuskulatur.

Und das bringt bei regelmäßiger

Anwendung eine starke Körpermitte

und einen gesunden Rücken.

TOGU | Brasil | 24,90 €

30


Der Wave Skyrise jetzt bei

deinem Laufprofi in der Nähe

WAVE SKYRISE

FLOATING RUN

Warum Laufen, wenn du schweben kannst.

Die Kombination aus XPOP in der Zwischensohle

und der MIZUNO FOAM WAVE bietet dir eine

einzigartige Lauferfahrung. Das AirMesh im Obermaterial

lässt den Fuß atmen und passt sich perfekt an.

Nie dagewesener Komfort und Performance. Als würdest

du schweben. #REACHBEYOND

Alle Infos auf mizuno.de


LÄUFER & LEUTE

Text: Anja Herrlitz | Foto: Norbert Wilhelmi

› DIE KRISE ALS


CHANCE GENUTZT ‹

LÄUFERIN DANK

CORONA


Laufen? Fand Monika Stepan lange langweilig und

machte es deswegen nicht. Dann kamen Corona,

der Lockdown und die Schließung von Fitnessstudios.

Die 39-Jährige gab dem Laufen eine Chance –

und lernte es lieben.

↦ Laufen? War vor der Corona-Krise definitiv nichts für

Monika Stepan. „Ich habe mir immer gedacht, wenn ich

laufe, dann muss ich doch etwas hinterherlaufen“, erzählt

sie lachend. Und so spielte sie lieber Volleyball. Aber laufen?

Nur, wenn es für eine Mannschaftssportart nötig

war. „Sonst fand ich es langweilig und sinnlos“, meint die

39-Jährige. Zuletzt ging sie zweimal in der Woche ins Fitnessstudio

und macht einmal Yoga, um sich fit zu halten.

Und dann kommt mit Corona der Lockdown und damit die

Schließung aller Studios. „In den ersten Wochen habe ich

daheim Yoga gemacht. Als das Wetter schön wurde, habe

ich den Garten umgebuddelt“, erzählt die Immobilienberaterin,

die nebenberuflich Coaching und psychologische

Beratung in einer eigenen Praxis anbietet. Nach vier

Wochen setzt dann die Ernüchterung ein: Die Maßnahmen

gegen Corona und damit all die Schließungen würden

länger als nur ein paar Wochen dauern. „Da war meine

Motivation erstmal ziemlich am Ende. Fünf, sechs Wochen

habe ich fast gar nichts gemacht“, blickt sie zurück.

Aber schnell merkt sie, dass sie wieder sportlich aktiv

werden muss. Die Ernährung: Nicht so gesund wie sonst.

Und das eine oder andere Gläschen Alkohol mehr wird

auch getrunken. Als sie mit einer Freundin im Park spazieren

geht und dabei gerade genüsslich ihren Schokoriegel

isst, erzählt die, dass sie abends noch eine Runde

laufen geht. Um den Kopf frei zu bekommen. Das bringt

Monika Stepan zum Nachdenken. Und am nächsten Tag

rafft sie sich auf und geht selbst eine Runde laufen. „Ich

habe mir gedacht, ich versuche es einfach mal.“

32


MONIKA

STEPAN

WWW.MONIKASTEPAN.COM

+TIPPS

LAUFEN KANN GERADE AM AN-

FANG WIRKLICH ANTRENGEND

SEIN. WICHTIG IST, DASS DU NICHT

AUFGIBST! TIPPS, WIE DU DAS AM

BESTEN MACHST, BEKOMMST DU

AUF DER NÄCHSTEN SEITE.

Der Anfang: „Anstrengend“, meint sie lachend. Sie läuft

und geht abwechselnd. Aber es macht ihr trotzdem Spaß.

Sie wohnt in Dietzenbach, in der Nähe von Frankfurt, mit

viel Feld und Wald. Sie läuft um eine Hundewiese und

schaut den Hunden beim Spielen zu. So bringt sie beim

ersten Mal 2,6 Kilometer hinter sich. „Für mich war es

erst einmal komisch, nur 20 oder 25 Minuten unterwegs

zu sein. Sport bedeutet für mich eigentlich eine oder eineinhalb

Stunden aktiv sein“, sagt sie. Trotzdem bleibt sie

am Ball, versucht jeden Tag ein bisschen länger zu laufen

und weniger zu gehen. Dazu lädt sie sich eine Lauf-App

aufs Smartphone. Und von Mal zu Mal klappt es besser.

Das Beste ist aber, dass es Monika Stepan richtig Spaß

macht. Sie genießt es, einfach Zeit für sich zu haben, nicht

abgelenkt zu werden. Sie hört während des Laufens Musik

oder ein Hörbuch, schaut den Hunden beim Herumtollen

zu oder genießt es einfach, in der Natur zu sein. „Ich kann

es mittlerweile nachvollziehen, wieso Leute laufen gehen“,

meint sie lachend. Deswegen will sie dranbleiben, auch

wenn Fitnessstudios längst wieder geöffnet sind.

Zweimal in der Woche schnürt sie meist die Laufschuhe

und geht noch einmal ins Fitnessstudio. Und so soll es gerne

auch weitergehen. Denn ein Ziel hat sie: Sie will sich

langsam, Schritt für Schritt verbessern. Um dann irgendwann

mit ihrem Freund eine Runde drehen zu können. Der

läuft schon lange und meist zehn Kilometer am Stück. „Ich

würde gerne mit ihm zusammen laufen, ohne dass er dauernd

für mich anhalten muss.“ Und warum sollte das nicht

möglich sein? Dank Corona, das so wenigstens für irgendetwas

gut sein kann.


33 ——— LÄUFT.


LAUF-TIPPS

DU BIST AUCH LAUFEINSTEIGER?

SO BLEIBST DU DRAN!

#1 –– SEI NICHT ZU

HART MIT DIR!

Wenn du bislang nicht gelaufen bist und

vielleicht sogar gar keinen Sport gemacht

hast, ist Laufen anstrengend. Gib deinem

Körper Zeit, sich daran zu gewöhnen. Das

heißt: Pausen sind erlaubt. Versuche einfach,

sie immer kürzer und immer seltener

einzulegen. Irgendwann wirst du sie

nicht mehr brauchen. Laufe außerdem

im Wohlfühlbereich, das heißt in einem

Tempo, das du längere Zeit durchhältst

und bei dem du dich noch unterhalten

kannst. Schneller werden kannst du später

immer noch.

#2 –– BEI SCHMERZEN:

PAUSE

Dein Körper muss sich an die neue Belastung

gewöhnen. Ein kleiner Muskelkater

ist daher nicht unüblich und auch okay.

Wenn die Schmerzen aber über ein gewisses

Maß hinausgehen und während des

Laufens eher mehr als weniger werden,

lege eine Pause ein. Dein Körper braucht

auch Zeit zur Regeneration.

#3 –– LAUFE MIT

ANDEREN

Laufen in der Gruppe macht meist mehr

Spaß. Du kannst dich unterhalten und

merkst oft gar nicht, wie die Zeit verfliegt.

Außerdem besiegt man den inneren

Schweinehund einfacher, wenn man

eine Verabredung zum Laufen hat. Am

besten hat dein Laufpartner ungefähr

das gleiche Leistungsniveau wie du. So

langweilt und überfordert sich keiner.

Super ist auch ein Lauftreff. Viele der

DEIN-LAUFPROFI-Fachgeschäfte wie

der Frankfurter Laufshop, der Essener

Laufladen Bunert oder auch Absolute

Run in Bonn bieten einen Lauftreff an.

Dort triffst du nicht nur auf Gleichgesinnte,

sondern auch auf erfahrene Trainer,

die dir bei vielen Dingen helfen können.

Schau doch einfach mal bei deinem

Fachgeschäft vor Ort vorbei.

#4 –– SETZE DIR ZIELE –

ABER REALISTISCHE

Wer ein Ziel hat, kann sich oft besser motivieren.

Wichtig ist, dass das Ziel auch

erreichbar ist. Wer sich als Laufanfänger

gleich einen Marathon zum Ziel setzt,

wird schnell desillusioniert sein, weil

das Ziel unerreichbar scheint. Wie wäre

es mit dem Ziel, 30 Minuten am Stück

zu laufen? Sobald du das erreicht hast,

kannst du dein nächstes Ziel ein Stück

höher schrauben.

#5 –– LAUFE MIT

DEM RICHTIGEN

EQUIPMENT

Das beste am Laufen: Es geht überall und

du brauchst dafür nicht viel. Eines ist

aber unerlässlich: ein guter Laufschuh.

Er schützt dich vor Verletzungen und

sorgt dafür, dass du lange Spaß am Laufen

hast. Zahlreiche Top-Schuhe findest

du in unserem Test ab Seite 58. Um den

passenden Schuh für dich zu finden, solltest

du dich aber in einem Fachgeschäft

von einem Profi beraten lassen. Er kann

erkennen, welcher Schuh am besten zu

dir passt. Den Fachhändler in deiner

Nähe findest du unter dein-laufprofi.de.

Dort findest du auch Funktions-Shirts

und -Hosen – mit den ollen Baumwoll-

EIN BUCH VON

klamotten, die keine Feuchtigkeit abtransportieren

macht Laufen nämlich

keinen Spaß. Und zudem steigt in ihnen

im Winter die Erkältungsgefahr.

#6 –– SCHAU ÜBER

DEN TELLERRAND

HINAUS

Laufen ist klasse – noch besser wird

es, wenn du es durch andere Sportarten

ergänzt. Wenn du deinen Körper

WEIL LAUFEN

EINFACH

SPASS MACHT.

mal fordern, aber die Gelenke weniger

belasten willst, kannst du zum Beispiel

schwimmen oder radfahren. Und wenn

du nach jedem Lauf ein paar Minuten

deine Muskeln dehnst, bleibst du nicht

nur beweglich, sondern verbesserst die

Muskelstruktur, leitest die Regeneration

ein und beugst Verletzungen vor. Mit

einem Stabilisationstraining für die

Bauch- und Rückenmuskulatur beugst

du Verletzungen vor und verbesserst

deine Haltung – so fällt dir das Laufen

noch leichter.

Sabrina Mockenhaupt zählte fast zwei Jahrzehnte lang zu Deutschlands besten

Läuferinnen. Sie gewann 45 deutsche Meistertitel und war bei drei Olympischen

Spielen am Start. In ihrem großen Fitness-Laufbuch erklärt sie Schritt für Schritt,

wie Sie leicht den Einstieg finden und ganz schnell in Form kommen. Laufen ist

keine Wissenschaft. Deshalb gibt Sabrina Mockenhaupt praxisnahe und motivierende

Tipps. Die wichtigsten Begriffe aus Training, Medizin und Ernährung sind

verständlich erklärt. In dem fachkundigen Ratgeber erfahren Sie auch, worauf Sie

beim Kauf von Laufschuhen, Trainingscomputern und der übrigen Ausrüstung für

den gesündesten Sport der Welt besonders achten sollten.

In diesem Buch finden alle Läuferinnen und Läufer – vom Einsteiger bis zum

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erfahrenen Marathonläufer – viele wertvolle Ratschläge.

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Einstieg • 10 km • Halbmarathon • Marathon

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Mit dem Laufen anfangen ist meist gar

nicht so schwer, das Dranbleiben, wenn

die Anfangseuphorie vorbei ist, schon.

Wenn du das schaffst, dann ist das

echt super. Belohne dich doch einfach

mal. Mit einer Massage, einem Saunabesuch,

einem schicken Laufshirt oder

einfach mit einer Tasse Tee und einem

Buch auf dem Sofa. Wer leistet, muss

auch entspannen. Und danach hast du

sicher noch mehr Lust auf die nächste

Laufrunde.

» Wie Sie den inneren Schweinehund locker abhängen

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Sabrina Mockenhaupt weiß, wie es läuft.

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04.02.2020 11:18:20

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DAS LAUFEN

LIEBEN LERNEN

› WIE LAUFTHERAPIE SPASS UND GESUNDHEIT VERMITTELT ‹


Ohne Lachen läuft nix: Silke Gilljam

(Mitte) ist ausgebildete Lauftherapeutin.

Sie vermittelt den Teilnehmerinnen ihrer

Kurse vor allem eines: Spaß an der

Bewegung. Anja (links) und Almut (rechts)

genießen das wöchentliche Training

Text: Norbert Hensen | Fotos: RunMedia

36


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Laufen ist gesund. Zumindest, wenn man es

richtig macht. Den Menschen zu zeigen, wie

man lange in Bewegung bleibt, ist eine

wichtige Aufgabe der Lauftherapie. Wir haben

Silke Gilljam und ihre Gruppe in Wickrath bei

Mönchengladbach besucht.

LÄUFER

——

LEUTE

↦ „Ist das nicht wunderbar hier“,

sagt Silke Gilljam und lacht. Sie

lacht sehr viel. Der Park vor dem

Schloss Wickrath, einer Wasserschlossanlage

am Niederrhein, ist

wirklich perfekt zum Laufen. Tolle

Alleen, befestigte und breite Wege,

viel Schatten. Das hilft bei 34 Grad

Außentemperatur. Hier trifft sich

seit vielen Jahren die Lauftherapie-Gruppe

der 46 Jahre alten

Trainerin. „Ich bin gespannt, ob

heute bei der Hitze alle kommen“,

sagt sie. Und wenig später ist die

Gruppe mit 13 Frauen und einem

Mann komplett.

„Jeder kann laufen“, sagt Almut. Die

51-Jährige hätte vor einem Jahr nicht

gedacht, jemals 45 Minuten am Stück

laufen zu können. Ohne Atemnot, aber

mit viel Spaß. „Ich bin meiner Freundin

Alenka heute noch dankbar, dass

sie mir den Kurs von Silke empfohlen

hat“, sagt Almut. Damals wollte sie

neben dem Pilates-Training noch etwas

für ihre Ausdauer tun. Sie suchte

Anleitung und kam in den Lauftherapie-Kurs

von Silke Gilljam aus

Mönchengladbach. „Das Konzept ist

großartig, Silke geht auf jeden in der

Gruppe ein, wir lachen extrem viel und

sie schafft es, dass wir alle motiviert

zum Training kommen.“

Laufen als Therapie. Wer braucht das?

„Die Lauftherapie hat verschiedene

Ansätze“, erklärt Silke Gilljam, die

sich vor sechs Jahren zur Therapeutin

ausbilden ließ. Zum einen könne man

gezielt Problemfelder behandeln. Depressionen

gehören dazu, es gibt auch

Gruppen, die sich speziell um Menschen

kümmern, die nach Erkrankungen

wie Krebs wieder fit werden wollen.

„Aber der eigentliche Ansatz der

Lauftherapie stellt immer die gesundheitlichen

Aspekte des Laufens in den

Vordergrund – ganz ohne psychische

oder physische Problemstellungen.

Wir wollen Menschen motivieren, ein

Leben lang in Bewegung zu bleiben“,

erklärt Silke. In ihren Gruppen gelingt

ihr das vorzüglich. Der Frauen-Anteil

ist groß, aber auch Männer sind dabei.

„Vielleicht glauben einige Männer,

dass sie krank sein müssen, um bei uns

mitzumachen“, lacht Silke.

Schon seit drei Jahren kommt Anja

in Silkes Lauftherapie-Gruppe. „Silke

hat es geschafft, dass ich mich seit

Jahren jedes Mal auf das Training in

der Gruppe freue – wir sind bei jedem

Wind und Wetter draußen. Alleine

hätte ich das sicher nicht geschafft.“

Das gemeinsame Lachen, der Spaß,

die trainingsmethodische Anleitung,

darauf zu achten, niemanden zu überfordern

– das sind die Kriterien, die

ein gesundes Laufen fördern und die

Motivation hochhalten. „Ich versuche

jedem zu vermitteln, dass er das Laufen

lieben lernt und sich dieses Gefühl

bewahrt“, beschreibt Silke ihre Philosophie,

„was du liebst, gibst du so

schnell nicht auf.“

VOM ULTRALAUF ZUM

GESUNDHEITSSPORT

Früher ist die 46-Jährige regelmäßig

Wettkämpfe gelaufen. „Es konnte

nicht lang genug sein, auch Ultramarathons

waren dabei“, sagt Silke. Heute

läuft sie, weil es ihr gut tut und Spaß

macht. „Und wenn ich dann mal Lust

auf ein Laufevent habe, dann mache

ich halt mit – aber ganz ohne Druck.“

Das vermittelt sie auch den Teilnehmerinnen

und Teilnehmern ihrer

Gruppen. „Ich laufe, weil ich den Kopf

dabei frei bekomme. Das habe ich hier

gelernt“, sagt Anja aus Wegberg. Die

52-Jährige hat vor zwei Jahren am

bekannten Venloop-Halbmarathon im

holländischen Venlo teilgenommen.

Das war super, ich war auch stolz.

Ohne Silke, die mich begleitet hat,

hätte ich es vielleicht nicht geschafft,

aber ich mache so was nur, wenn ich

wirklich Lust darauf habe“, sagt Anja.

„Ich laufe, weil es mir gut gehen soll.

Nicht, um mir etwas zu beweisen.“

Almut und Anja haben das Laufen in

SILKE

THERAPEUTIN

AUS MÖNCHEN-

GLADBACH

37 ——— LÄUFT.


LÄUFER & LEUTE

ihr Leben integriert. „Ich habe sogar meine Familie angesteckt“,

erzählt Almut, die als Grundschullehrerin arbeitet.

Sonntags läuft sie regelmäßig mit ihrem Mann und ihren

beiden Kindern (14 und 19). „Wir haben ein gemeinsames

Hobby gefunden, allein dafür bin ich total dankbar.“

Von den anderen Nebeneffekten ganz zu schweigen. „Ich

bin im Job belastbarer geworden, die Lautstärke in der

Klasse macht mir weniger aus – das Laufen hat mich stärker

gemacht.“

„ICH LERNE JEDE WOCHE, AUF MEINEN KÖRPER

UND GEIST ACHTZUGEBEN“

Für Silke sind solche Aussagen nicht nur eine Bestätigung

ihrer Arbeit, sondern vor allem zeigt sich darin, dass die

Idee der Lauftherapie funktioniert. Das gesundheitsorientierte

Laufen ist wie Medizin ohne Nebenwirkungen. „Wir

Lauftherapeuten achten sehr darauf, dass wir jeden einzelnen

mitnehmen, niemanden überlasten, immer den Spaß an

der Bewegung vermitteln und viel lachen“, fasst Silke die

wichtigsten Aspekte zusammen. Wer auf diese Art und Weise

läuft, hat auch wenig Probleme mit Verletzungen. „Ich

habe früher viel Sport gemacht, war zum Teil auch ehrgeizig,

beruflich habe ich als Physiotherapeutin mit Verletzungen

zu tun und ich lerne wirklich jede Woche, was es heißt,

auf meinen Körper und Geist achtzugeben“, sagt Anja.

Ein Lauftherapeut ist weit mehr als ein Lauftreff-Leiter. Rund

450 Lerneinheiten sind notwendig. In der Regel dauert die

Ausbildung, die nebenberuflich an vielen Wochenenden absolviert

wird, gut 18 Monate. „Der Lauftherapeut soll in Zukunft

als Erstberuf anerkannt werden, dafür setze ich mich

ein“, sagt der gelernte Energieelektroniker Klaus Assenmacher,

der sich seit rund drei Jahren als Vorsitzender des

Verbands der Lauftherapeuten um Dinge wie Qualitätsmanagement,

Weiterbildungen und Zertifizierungen kümmert.

In diesem Jahr unterstützt der Laufschuhhersteller HOKA

ONE ONE den Verband, stattet Gruppen mit Laufschuhen

aus und hilft dabei, die Ansätze der Lauftherapie zu verbreiten.

Dabei geht es neben therapeutischen Hintergründen

und Inklusion vor allem um die gesundheitsorientierte

Vermittlung trainingsmethodischer Inhalte mit dem Ziel,

Menschen in Bewegung zu bringen.

Dass uns HOKA ONE ONE mit dem neuen Clifton 7 für

meine Gruppe unterstützt, ist natürlich großartig. Der

Schuh ist super komfortabel, alle waren auf Anhieb begeistert.

Ein perfekter Schuh für das gesundheitsorientierte

Laufen“, sagt Silke Gilljam. Anja und Almut kannten den

Hersteller noch gar nicht. „Die sind aber bequem“, waren

sich beide nach dem ersten Lauf einig. Ein guter Laufschuh

ist wichtig. Aber noch wichtiger ist es, regelmäßig zu Laufen.

Für den Kopf. Für den Körper. Für die Gesundheit.

TOP-ATHLETIN VERENA WALTER IM INTERVIEW


»ERREICHBARE ZIELE SETZEN«


Verena, du hast dich in deiner Jugend eine Zeit lang gehen lassen – gefeiert, geraucht, wenig Sport

gemacht. Wie bist du wieder zurück zum Ausdauersport gekommen?

Ich habe als Jugendliche nichts mit Ausdauersport anfangen können. Mein erster Freund ist über seinen

Vater an das Laufen gekommen und hat auch an Wettkämpfen bis zur Marathon-Distanz teilgenommen.

Ich war immer sauer, wenn er Sonntags früh aufgestanden ist. Irgendwann hat es in meinem Kopf „klick“

gemacht und ich habe selbst mit dem Laufen, später dann mit dem Triathlon angefangen.

Wie schafft man den Einstieg?

Der Anfang kann schwer sein, doch davon darf man sich nicht beirren lassen. Wichtig ist Kontinuität und

dass man sich Ziele setzt. Am besten funktioniert es in einer Gruppe. Meist geben Fortgeschrittene den

Anfängern gute Tipps. Und wenn die erste Verletzung kommen sollte, nicht gleich das Handtuch werfen!

Wie wichtig sind Ziele?

Sehr wichtig. Man sollte sich erreichbare Ziele setzen und an kleinen Erfolgen langsam wachsen. Je

größer das Ziel, desto mehr Risiko geht man ein, eventuell zu scheitern. Deswegen sollte man sich immer

über die kleinen erreichten Zwischenziele freuen.

VERENA WALTER

Pro Triathletin | Geb. 11. Mai 1981 |

1,80m / 67 kg | seit 2014 mit Profi-Lizenz

Ironman Hawaii-Teilnahmen als

Agegrouper in den Jahren 2007,

2009, 2011 und 2013 | 2016 erste

Ironman Hawaii-Teilnahme als Profi

www.verenawalter.net

Deiner bester Tipp für die Tage, an denen es so gar nicht läuft …

… wenn man müde und gestresst ist, dann sollte man sich das eingestehen und sich Ruhe gönnen. Der

Körper ist schließlich keine Maschine. Doch sollte nur der innere Schweinehund zu laut bellen, dann

zählt keine Ausrede!

38


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»GESUNDHEIT UND

GEMEINSCHAFT —

DARAUF KOMMT ES AN.«

Silke Gilljam, Lauftherapeutin

aus Mönchengladbach

KÖRPER, GEIST UND

SEELE IM EINKLANG

Die meisten Lauftherapeuten werden am Deutschen Lauftherapiezentrum

in Bad Lippspringe ausgebildet. In ihren Kursen

vermitteln sie Menschen die positiven Effekte des Laufens.

Die Lauftherapie-Gruppe Mönchengladbach von Silke Gilljam

trifft sich jeden Montag in der Parkanlage rund um das Schloss

Wickrath am Niederrhein.

www.lauftherapie-mg.de

EINE STARKE PARTNERSCHAFT

HOKA ONE ONE UNTERSTÜTZT DIE LAUFTHERAPIE: „GLAUBEN FEST AN DIE KRAFT VON INKLUSION UND VIELFALT“

Der Verband der Lauftherapeuten wurde 1994 gegründet. Die Lauftherapie kümmert sich darum, bei Menschen mit

psychischen (Depression, Burn-out, Lernschwierigkeit etc.) und physischen Erkrankungen (Orthopädie, Herzkreislauf

etc.) durch das Laufen Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Im Rahmen einer globalen Kampagne unterstützt

die Laufschuhmarke HOKA ONE ONE Organisationen, die sich dafür einsetzen, Menschen mit der Kraft des Sports zu

einem besseren Leben zu verhelfen. „HOKA ONE ONE glaubt fest an die Kraft von Inklusion und Vielfalt, die uns alle

im Leben voranbringt“, sagt Daljiat Gill, Head of Marketing HOKA EMEA. „Die Arbeit, die der VDL bisher geleistet hat

und weiterhin leistet, um Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund zu inspirieren und zum Laufen zu bewegen, ist

wirklich beispielhaft. Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft und glauben, dass wir gemeinsam die bemerkenswerte

Arbeit, die der Verband leistet, fördern können.“

www.lauftherapie-vdl.de | www.lauftherapiezentrum.de

39 ——— LÄUFT.


TRAINING & FITNESS

› TOP-ZIRKELTRAINING ‹


STARK

WERDEN

↦ Du suchst ein intensives und abwechslungsreiches

Work-out, mit dem du maximale Fitness-Resultate bei geringem

Zeitaufwand erzielst? Wie wäre es mit Zirkeltraining

daheim. Hier liest du, wie du damit zu einer schnellen

und unkomplizierten Sport-Routine findest, die auch nach

einem langen Arbeitstag funktioniert.

Beim Zirkeltraining werden in kurzer Abfolge an verschiedenen

Stationen Übungen absolviert, die unterschiedliche

Muskelgruppen beanspruchen. Die Erholungspausen

dazwischen sind so kurz, dass das Herz-Kreislauf-System

ständig auf Trab gehalten wird. Das steigert den Kalorienverbrauch

und kurbelt die Fettverbrennung an. Ziel ist

es, den gesamten Körper während einer Trainingseinheit

zu fordern. So enthält ein Zirkel stets Übungen für die

Bein-, Arm-, Rücken-, Bauch- und Gesäßmuskulatur, die

im Wechsel belastet werden. Wird eine Muskelgruppe

trainiert, können sich die anderen Muskeln bis zur nächsten

Station erholen. Das spart Zeit und steigert effektiv

Kraft, Kondition und Kraftausdauer. Gleichzeitig hilft

Zirkeltrain ing, die Koordinationsfähigkeit zu verbessern.


DARAUF IST BEIM ZIRKELTRAINING ZU ACHTEN

Auch wenn es beim Wechsel der Stationen schnell gehen

muss: Auf kontrollierte Bewegungen und eine saubere

Ausführung der Übungen sollte man unbedingt achten.

So werden die Muskeln optimal beansprucht und das

Verletzungsrisiko minimiert. Die zwei- bis dreiminütige

Pause zwischen den Sätzen ist ebenfalls ein Muss und

sollte eingehalten werden. Das gilt auch für die Erholungszeit

bis zum nächsten Zirkeltraining. Ein bis zwei

Tage braucht der Körper zur Regeneration. Idealerweise

absolvierst du das Training zwei- bis dreimal pro Woche.

Einsteiger machen ein bis zwei Runde mit je 40 Sekunden

Übungszeit und 20 Sekunden Pausenzeit zwischen

den Stationen. Fortgeschrittene belasten sich 60 Sekunden

lang und pausieren 20. Ihnen empfehlen wir drei bis

vier Runden mit zwei bis drei Minuten Pause dazwischen.

Fotos: Artzt

40


Intensive Belastungen, die den ganzen

Körper fordern, sind nicht nur gut für die

Fitness. Sie stärken auch das Immunsystem.

Ganz besonders empfehlenswert:

Zirkeltraining.

TRAINING

——

FITNESS

DIESE 7 ÜBUNGEN GEHÖREN

ZU DEINEM ZIRKEL

1

01 SEILSPRINGEN

Zum Aufwärmen drei bis fünf Minuten ununterbrochen mit dem Springseil

springen. Einsteiger springen fünf bis zehn Minuten lang – aber mit Pausen.

Am besten immer eine Minute springen und dann 30 Sekunden pausieren.

2

02 TWIST & MOVE

Mit dieser Übung trainierst du vor allem deine schrägen und geraden Bauchmuskeln.

Und so geht‘s: Im Sitzen die Beine anwickeln und anheben, sodass nur

das Gesäß den Boden berührt. Der Oberkörper ist leicht zurückgelehnt. Den

Medizinball mit beiden Händen vor der Brust halten. Jetzt den Ball im Wechsel

links und rechts neben dem Körper kurz auf den Boden tippen (schräge Bauchmuskeln).

Die Beine werden dabei nicht seitlich mitbewegt, die Rotation erfolgt

allein aus dem Oberkörper. Der Blick folgt dem Ball. Die Variante für die graden

Bauchmuskeln: Den Ball abwechselnd unter den Beinen hindurchgeben, dabei

das gleichmäßige Atmen nicht vergessen.

3

03 PUSH UPS

Mit diesen Liegestützvarianten trainierst du Brust, Schultern und Arme: In der

Liegestützposition liegt eine Hand auf dem Medizinball, die andere auf dem Boden.

Die Arme sollten etwa in Schulterhöhe aufgestellt sein, der Blick ist nach

unten gerichtet. Kopf, Rücken, Gesäß und Beine bilden eine gerade Linie. Jetzt

die Arme beugen und den Oberkörper langsam Richtung Boden senken. Kurz

pausieren und wieder nach oben drücken. Körperspannung während der gesamten

Übung halten! Nach einigen Wiederholungen die Seite wechseln. Variation:

Noch intensiver wird die Übung, wenn der Medizinball nach jedem Liegestütz

die Seite wechselt. Dafür den Ball von einer Hand zur anderen rollen.

41 ——— LÄUFT.


TRAINING & FITNESS

4

04 CLIMBER

Eine Übung für Beine und Po, mit der du auch deine Koordination und dein

Gleichgewicht verbesserst: Vor einen Fitness-Würfel oder Stuhl stellen und den

rechten Fuß mittig darauf platzieren. Nun den linken Fuß vom Boden abdrücken

und auf den Würfel steigen. Das Bein zieht kraftvoll nach oben und endet in

angewinkelter Haltung. Arme gegengleich mitbewegen. Kurzer Stopp, Gleichgewicht

halten und zurück in die Ausgangsposition gehen. Seite wechseln.

5

05 DIPS

Stärkt die Arme und vor allem den Trizeps auf der Rückseite der Oberarme:

Rückwärtig auf die Kante eines Fitness-Würfels oder eines Stuhls stützen. Die

Finger zeigen in Richtung des Körpers, der Blick ist geradeaus gerichtet. Den

Oberkörper aufrecht, Hüfte und Knie im 90-Grad-Winkel halten. Das Gewicht

der Beine auf die Fersen verlagern. Jetzt Ellenbogen langsam und kontrolliert

beugen, bis die Ober- und Unterarme einen 90-Grad-Winkel bilden. Ausatmen

und den Oberkörper wieder nach oben drücken. Hüfte dabei nah an der Kante

halten.

6

06 LEG-FLYS

Macht einen starken Rücken und beugt Problemen an der Lendenwirbelsäule

vor: Bäuchlings auf einen Fitness-Würfel legen. Die Beine sind nach hinten ausgestreckt,

der Kopf bildet die Verlängerung der Wirbelsäule. Der Blick ist zum

Boden gerichtet. Mit den Armen die Position an der Vorderseite des Würfels

stabilisieren. Nun die Beine langsam öffnen und wieder schließen. Bauch und

Gesäß dabei anspannen.

7

07 SQUATS

Top-Übungn für große Muskelpartien an den Beinen, am Gesäß, am Rücken und

an den Armen: Im Stand einen Medizinball in Brusthöhe halten, Beine schulterbreit

auseinander. Nun gleichzeitig die Knie beugen (Gesäß nach hinten und

unten bewegen) und die Arme mit dem Medizinball über den Kopf nach oben

strecken. Das Gesäß sollte auf Höhe der Knie sein, sodass die Oberschenkel

waagerecht sind. Den Oberkörper möglichst aufrecht halten und den Blick

geradeaus.

ALLE GERÄTE FÜR DIE ÜBUNGEN

KANNST DU DIREKT AUF LAUFEN.DE BESTELLEN

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42


› NEUE SOHLE, BEWÄHRTER


SUPPORT ‹

GELUNGENES UPDATE


Etwas softer und responsiver ist er geworden, der neue Fresh Foam 860v11 von

New Balance. Was sich nicht geändert hat: Er ist ein hervorragender Schuh für all

jene, die etwas mehr Unterstützung bei ihren Läufen brauchen.

↦ Wenn Läufer einen Lieblingsschuh gefunden haben, bleiben

sie ihm oft über Generationen von Modellen treu. Was aber,

wenn der Schuh ein ordentliches Update erfährt wie der New

Balance Fresh Foam 860 in seiner elften Auflage? Hält die Liebe

an, oder findet die Lovestory ein Ende?

Mit dem neuen Mittelsohlenmaterial aus Fresh Foam hat

New Balance in den zurückliegenden Monaten viele seiner

Laufschuh-Modelle wie die neutralen Klassiker 880v10 und

1080v10 versehen – und damit viele Läuferinnen und Läufer

glücklich gemacht. Brandneu kommt in diesen Tagen der

New Balance 860v11 in die Sportgeschäfte. Und auch der

bequeme Support-Schuh punktet mit der komfortablen Zwischensohle.

Fresh Foam steht für nachhaltige Dämpfung, die sich mit einem

ultra-gefederten, leichten Tragegefühl verbindet. Geht

das in einem gestützten Schuh wie dem 860v11 gut? Immerhin

wird er oft von etwas schwereren Läufern bevorzugt.

Wir wissen: das geht definitiv! Bei unserem großen Laufschuhtest

Ende Juni in Köln war das die einstimmige Meinung.

Und zwar deshalb, weil Fresh Foam dem Schuh ein

geschmeidigeres Abrollverhalten ermöglicht und man auch

eine verbesserte Energierückgabe spürt. All das macht das

Laufen etwas leichter und angenehmer. Gleichzeitig aber ist

der Schuh trotz Fresh Foam nicht ganz so weich, wie andere

Modelle mit einem ähnlichem Material in der Zwischensohle,

sondern fühlt sich responsiv an. Zusätzlichen Support erhält

der Läufer einerseits durch eine Mittelfußstütze. Andererseits

aber auch durch das Obermaterial, für dessen Design

viele Test-Daten ausgewertet wurden, um es genau dort stabil

zu machen, wo es besonders belastet wird. Dennoch bleibt

der Schuh flexibel genug, damit sich der Fuß angenehm bewegen

kann.

Dazu kommt die Ultra Heel-Konstruktion, die die Ferse gut

umschließt und dem Fuß zusätzlichen Halt gibt. Die augenscheinlichste

Veränderung des Schuhs ist die neue Fersenkappe.

Sie ist etwas höher gezogen als beim Vorgängermodell

und passt sich perfekt der Ferse an. Damit entstehen zudem

weniger Irritationen an der Achillessehne.

Das Update hat dem 860 nicht geschadet: Auch in seiner

elften Auflage ist er ein super Begleiter für Laufeinsteiger,

Genussläufer und Vielläufer, die zu leichter Überpronation

neigen und deshalb einen gestützten Schuh bevorzugen.

Bloß der Spaß beim Laufen ist durch die Veränderungen etwas

gestiegen. Die Lovestory kann also weitergehen.

Auch für Läufer, die einen neutralen Schuh bevorzugen, hat New

Balance einen Schuh mit Fresh Foam-Mittelsohle für ein super

softes Lauferlebnis: den Fresh Foam 880v10. Noch mehr Details

zu ihm findest du in unserem Testbericht auf Seite 75.

43 ——— LÄUFT.



»ZUSPRUCH

WIE NOCH

NIE«


Denise Krebs gehört seit vielen Jahren zu den

besten deutschen Läuferinnen – verpasste aber

auch immer wieder knapp Qualifikationen zu

internationalen Meisterschaften. Die Vorbereitung

auf ihren großen Traum Olympia 2020 in

Tokio finanzierte sie selbst. Nach der coronabedingten

Verlegung der Spiele ins Jahr 2021

stand sie vor der Frage: Wie geht es finanziell

weiter? Mit einer Crowdfunding-Aktion

sicherte sie sich über 12.000 Euro, die sie in

ihren olympischen Traum investieren wird.


DENISE

KREBS

IM INTERVIEW

Interview: Anja Herrlitz | Fotos: Norbert Wilhelmi

Denise, man kennt dich als 1500-Meter-

Läuferin. Über diese Strecke hast du viel erreicht, bist du

mehrmals Deutsche Meisterin geworden, warst Zweite

bei der Universiade. Aber genauso oft hat auch irgendetwas

nicht geklappt auf dieser Strecke …

Denise Krebs: ... ja, mir haben ganz oft Hundertstelsekunden

irgendwie das Genick gebrochen. Wegen

ihnen habe ich eine Norm nicht geschafft, ein Finale

oder eine Medaille nicht erreicht. Ich glaube das war

seit 2011 siebenmal so.

Professionell Leistungssport macht man, um bei internationalen

Meisterschaften dabei zu sein und im besten Fall

Medaillen zu gewinnen. Wie ist das, wenn man gefühlt die

ganze Zeit gibt, aber nicht den Lohn dafür bekommt?

Ich habe oft vieles hinterfragt und auch geweint. 2012

und 2016 bin ich jeweils ganz knapp an der Olympia-Qualifikation

gescheitert. 2016 hatte ich zwar die

Norm für die EM, aber drei Tage zu spät. Dann sieht

man da bei den Meisterschaften Läuferinnen stehen,

die man vorher regelmäßig besiegt hat. Das ist mental

schon verdammt hart. Wenn dann noch andere Probleme

wie der Verlust von finanzieller Förderung oder

private Rückschläge dazukommen, hat man manchmal

das Gefühl, keiner glaubt mehr an einen. 2018

habe ich dann gesagt, ich werde langsam müde, immer

den Normen und Hundertsteln hinterherzurennen.


Du bist dann vor zwei Jahren erstmals

5000 Meter gelaufen – und hast dich mit

15:30,85 Minuten gleich im ersten Rennen

für die Leichtathletik-Europameisterschaften

in Berlin qualifiziert. Hättest

du den Umstieg früher wagen sollen?

Das ist schwierig zu beantworten. Viele

meinen, ja. Irgendwie habe ich aber immer

gedacht, es klappt über 1500 Meter

mit einer Norm für eine internationale

Meisterschaft. Aber ja, vielleicht hätte

ich es wagen sollen.

Wie kam es, dass du es dann schließlich

versucht hast?

2018 war ich im April mal bei einem

Wettkampf meines Vereins in Leverkusen

die Pacemakerin für Läuferinnen,

die für die EM die 5000-Meter-Norm

laufen wollten. Morgens habe ich ganz

normal trainiert und nachmittags dann

das Tempo gemacht. Nach 3000 Metern

bin ich dann wie geplant ausgestiegen

und habe ganz lässig gesagt: „Das war

voll einfach, das halte ich noch zwei Kilometer

weiter durch.“ Ich bin dann Mitte

Mai in Karlsruhe erstmals über 5000

Meter an den Start gegangen. Dort bin

ich in einer Gruppe gelaufen, habe auf

den Mann mit dem Hammer gewartet,

aber der kam nicht. Obwohl wir zwischendurch

viel zu langsam für die Norm

waren, habe ich sie in 15:30,85 Minuten

doch geschafft. Auch weil ich die letzten

300 Meter in 45 Sekunden gelaufen bin.

War für dich damit klar, dass die 5000

Meter deine Strecke sind?

Ich habe mich zunächst immer noch als

1500-Meter-Läuferin gesehen. Ich habe

aber nach und nach auch mein Potenzial

über 5000 Meter entdeckt. Über 1500

Meter wusste ich nach all den Jahren irgendwie

alles, da bin ich oft an meinem

Kopf gescheitert. Über 5000 Meter war

ich offen und habe einfach ausprobiert.

Du bist dann bei der EM über 5000 Meter

gestartet, bist allerdings gestürzt und

hast dich dabei so schwer verletzt, dass

2019 nur ein Rennen bei der Team-EM

möglich war – und das auch nur, weil du

spontan eingesprungen bist, obwohl du

nicht in Form warst. Hast du Olympia

2020 immer im Blick gehabt?

Einmal bei Olympia dabei zu sein, ist

ein absoluter Kindheitstraum. Und den

hatte ich, seitdem Nils Schumann 2000

Olympiasieger über 800 Meter wurde.

Deshalb habe ich auch noch einmal alles

in die Vorbereitung gesteckt, obwohl

ich nicht mehr im Kader des Deutschen

Leichtathletik-Verbandes war und auch

nicht mehr in der Sportfördergruppe der

Bundeswehr und dadurch natürlich auch

weniger finanzielle Förderung bekomme.

Wie finanzierst du deine Vorbereitung?

Ich bekomme Unterstützung von meinem

Verein, dem TSV Bayer 04 Leverkusen.

Daneben habe ich einen tollen

Arbeitgeber, der mich unterstützt und

mir flexibles Arbeiten ermöglicht. Dort

arbeite ich 25 Stunden pro Woche als

Marketing-Managerin. Das zusammen

reicht für die Miete und zum Leben. Meine

Trainingslager habe ich von meinem

Ersparten bezahlt.

Wie viele Trainingslager bestreitest du in

einer Vorbereitung?

Wäre Corona nicht dazwischengekommen,

wäre ich viermal im Höhentrainingslager

gewesen. Dreimal in Südafrika

in Dullstroom und einmal in der Schweiz

in Sankt Moritz. Dazu kommt ein Trainingslager

in Portugal in Monte Gordo,

das nicht in der Höhe ist.

Was kostet das?

Ein Höhentrainingslager kostet rund

2000 Euro.

Zu dem Zeitpunkt, als Olympia auf das

nächste Jahr verschoben wurde, hattest

du schon zwei Höhentrainingslager

geschafft, das dritte musstest du wegen

Corona nach drei Wochen abbrechen …

... ich hatte eine super Vorbereitung, habe

am 1. Oktober angefangen und hatte nur

vier Tage frei. Ich bin topfit, habe gut

trainiert und meine Ausdauerwerte verbessert.

Zum ersten Mal war ich im Winter

weder krank noch verletzt. Ob ich das

dann auch in gute Zeiten hätte ummünzen

können, weiß man natürlich nicht,

aber die Voraussetzungen waren gut.

War dir sofort klar, dass du noch einmal

einen Angriff auf die Olympianorm

wagen würdest – mit all den Kosten, die

dabei entstehen?

Ich möchte im kommenden Jahr nach

Olympia meine Leistungssport-Karriere

beenden – hoffentlich mit einer Olympia-Teilnahme

vorher. Ich bin dann 34

Jahre alt.

Für die Finanzierung deiner Vorbereitung

hattest du deshalb eine Idee …

... mir hat jemand vorgeschlagen, ich

solle es doch mal mit einem Crowdfunding-Projekt

ausprobieren. Das heißt

man startet auf einer Plattform einen

Aufruf und bittet Leute, für einen zu

spenden. Ich habe mich gefragt, ob das

nicht wie betteln ist und habe erst einmal

nach Sponsoren gesucht. Die meisten unterstützen

aber nur noch Mannschaften.

Wir Leichtathleten haben zu wenig Fernseh-Präsenz.

Also habe ich mich doch für

Crowdfunding entschieden. Ich zwinge ja

niemanden, mir Geld zu geben.

Welcher Betrag war dein Ziel?

8000 Euro. Ich habe auch Dinge beworben,

die Leute locken könnten. Ich habe

diverse Vereinskleidung angeboten, in

denen ich viele Medaillen bei Deutschen

Meisterschaften gewonnen habe. Außerdem

habe ich von verschiedenen Veranstaltern

wie dem Frankfurt-Marathon

oder Bremen-Running einen Startplatz

für Lauf-Events anbieten können.

Und wie ist die Aktion ausgegangen?

12.112 Euro habe ich von 138 Leuten bekommen.

Das war absolut verrückt. Ich

hatte schon ein bisschen Angst, dass

gar nichts zusammenkommt. Ich habe

46


PROFI-LÄUFERIN

DENISE KREBS

ZUR PERSON

FACTS

→ Geboren: 27. Juni 1987

in Heilbronn

→ Wohnort: Leipzig

→ Trainer: Thomas Dreißigacker

→ Größe: 1,58 m

→ Gewicht: 46 kg

BESTZEITEN

→ 800 m: 2:02,12 min

→ 1500 m: 4:06,01 min

→ 5000 m: 15:26,58 min

GRÖSSTE SPORTLICHE ERFOLGE

→ Siegerin Hallen- Länderkampf 2012 (1500 m)

→ Silber Universiade 2011 (1500 m)

→ 8. EM 2012 (1500 m)

→ 14. EM 2018 (5000 m)

→ Deutsche Meisterin 2009, 2008 (1500 m)

→ Deutsche Hallenmeisterin 2011, 2010 (1500 m)

→ mehrmalige Deutsche Meisterin im

Nachwuchsbereich und mit der Staffel

IM NETZ

→ denise-krebs.com

→ instagram.com/denise__krebs

mich schon gefragt, wie ich den Leuten

verklickern soll, dass ich 8000 Euro für

Trainingslager benötige. Das wirkt für

Außenstehende ja oft so wie Urlaub. Die

Aktion ging drei Wochen. Nach zehn Tagen

hatte ich die 8000 Euro. Ich konnte

es echt nicht fassen. Ich dachte, die

Leute hören auf zu spenden, wenn das

Ziel erreicht ist. Aber viele haben dann

gesagt, okay, du hast so das Geld für die

Trainingslager. Aber davon kannst du ja

nicht leben. So hast du auch noch Geld

für einen medizinischen Check-up.

Waren das Leute, die du kennst oder

auch Fremde?

Total unterschiedlich. Familie und

Freunde einerseits, andererseits aber

auch Leute, die ich überhaupt nicht

kannte. Auch ehemalige Sportler, die in

meiner Kindheit meine Idole waren.

Hast du Rückmeldungen bekommen?

Man hat ja oft das Gefühl, Leistungssport

interessiert keinen mehr. Da

habe ich das krasse Gegenteil erlebt.

Ich habe so viel Zuspruch bekommen,

wie in meinem gesamten Leben noch

nicht. Ich war im positiven Sinne geschockt.

Da waren 138 Leute, die glauben,

ich habe es verdient, mich noch

einmal für meinen großen Traum vorzubereiten.

Was bedeutet das für deine Vorbereitung?

Die Aktion war für mich so positiv und

rückenstärkend. Denn ich bin jetzt total

unabhängig in der Planung und Umsetzung

meiner Vorbereitung. ↤

47 ——— LÄUFT.



QUALITÄT

VOR PREIS


› SO GESUND IST RINDFLEISCH ‹

↦ Fleisch: Bei wenigen anderen Lebensmitteln macht die

Qualität einen solch entscheidenden Unterschied wie hier.

Haltungsbedingungen und Fütterung der Tiere haben nicht

nur Einfluss auf die Qualität der daraus entstehenden Produkte,

sie sind auch von Bedeutung für das Wohl der Tiere.

Immer wiederkehrende Skandale in der industriellen

Fleischproduktion belegen eindeutig, dass wir umdenken

müssen, was unseren Fleischkonsum angeht. Qualität sollte

hier wichtiger sein als ein günstiger Preis. Denn: Tierische

Produkte liefern wertvolle Nährstoffe, vor allem für

Sportler, und können deswegen für Läufer ein wichtiger

Bestandteil der Ernährung sein.

Fleisch aus artgerechter Haltung und Fütterung besticht

durch seine hohe Nährstoffdichte und liefert unserem Körper

viel biologisch wertvolles Eiweiß mit einem exzellenten

Aminosäuren-Profil, mit gesunden Omega-3-Fettsäuren,

essentiellen Mineralstoffen und Spurenelementen wie

Eisen, Zink und Selen sowie Vitamin B12. Hinsichtlich des

Eisengehalts ist hervorzuheben, dass insbesondere rotes

Fleisch hohe Mengen an Hämeisen enthält, eine für den

menschlichen Körper sehr gut verwertbare Form von Eisen.

Diese Eigenschaften gelten für Fleisch von Tieren, die

regelmäßigen Zugang zu Weideflächen, genügend Auslauf,

geeignetes Futter und keine Wachstumshormone erhalten.

Eine Antibiotikagabe sollte nur in nicht vermeidbaren

Ausnahmefällen erfolgen.

Natürlich gibt es auch Argumente, die gegen den Verzehr

von Fleisch sprechen. Zumindest zwei aber können nicht

pauschal gelten: Fleisch wird zum einen eine hohe Umweltbelastung

zugeschrieben. Das gilt unbestritten für die

industrielle Massenproduktion tierischer Produkte, die erwiesenermaßen

höchst problematisch für unsere Ökosysteme

ist. Hingegen leistet die extensive Tierhaltung einen

wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Bei sorgfältigem

Weidemanagement kann durch die Rinderhaltung Kohlenstoff

gebunden und der CO2-Problematik entgegengewirkt

werden. Im Gegensatz zur Gülleproblematik bei der Intensivhaltung

trägt der Kot der Tiere hier sogar zur Humusbildung

und zur Verbesserung der Bodenqualität bei.

Außerdem wird ein hoher Fleischkonsum, insbesondere

von rotem Fleisch, oft als Gesundheitsrisiko betrachtet.

Hier muss man allerdings wissen, dass neben der reinen

Menge auch der Verarbeitungsgrad der Produkte eine

wesentliche Rolle spielt. Verarbeitete Fleischprodukte

enthalten oft Zusatzstoffe. Davon sollte man Abstand

nehmen. Anders sieht es bei unverarbeitetem Fleisch aus –

wenn man es in Maßen isst.

Eine ganz besondere Herausforderung ist unbestritten die

Beschaffung. Wie kommt man an wirklich gutes Fleisch?

Wer keinen regionalen Fleischproduzenten in seiner Umgebung

findet, sollte auf Produkte aus dem Biomarkt zurückgreifen.

Ein Demeter-Siegel ist zu empfehlen. Alternativ

bieten Online-Händler wie Büffel Bill oder Elbwild gute Produkte.

Gutes Fleisch hat seinen Preis. Daher lieber wenig,

aber gutes Fleisch essen als viel von schlechter Qualität.

Von unserem Experten Marcus Schall

Mit seiner Agentur SuperGoodFood bietet Marcus Schall Beratung und Dienstleistungen im Bereich „All-

Natural Performance Nutrition“, der gesunden und leistungsfördernden Ernährung auf Basis von hochwertigen,

natürlichen und besonders nährstoffreichen Lebensmitteln. Die individuelle Betreuung von Spitzensportlern

aus verschiedenen Disziplinen bildet derzeit eines der Haupttätigkeitsfelder. Neben dem Deutschland-Achter

betreut Marcus Schall Sportler wie Mario Götze, Eric Frenzel, Gina Lückenkemper, Maximilian

Planer und Le Mans-Sieger Dirk Müller. Darüber hinaus ist er im Langstrecken-Motorsport aktiv.

www.supergoodfood.info

Das Buch von Marcus Schall

Super Good Food, 160 Seiten, gebunden, Südwest-Verlag, ISBN: 978-3-517-09513-4 , 17,99 Euro

48


GESUNDHEIT

——

ERNÄHRUNG

Text: Marcus Schall | Fotos: Christian Frays

Hohe Nährstoffdichte,

wertvolles Eiweiß und wichtige

Aminosäuren. Dazu Mineralstoffe,

Spurenelemente und gut

verwertbares Eisen – Rindfleisch

kann extrem wertvoll für Sportler

sein. Vorausgesetzt man achtet

auf die Qualität.

49 ——— LÄUFT.


GESUNDHEIT & ERNÄHRUNG


FLEISCH

MAL ANDERS


Verschiedene Fleischstücke nacheinander grillen oder braten und auf dem Tisch aufschneiden. So wird das

gemeinsame Essen zu einem kommunikativen Erlebnis. Als Dip eignen sich anstelle üblicher Grillsaucen

Guacamole oder Chimichurri. Oder du bereitest eine leckere Fleisch-Stulle zu!

Guacamole & Chimichurri

Zutaten für die Guacamole

2 reife Avocados, Steinsalz, etwas schwarzen Pfeffer, 1 Limette, 2 Knoblauchzehen,

1 kleine Schalotte, 2 Tomaten, 2-3 EL frischer Koriander, 3-4 EL gutes Olivenöl

⇢❶ Avocados halbieren, den Kern entfernen und mit einem

Löffel das Fruchtfleisch auslöffeln und in ein Schälchen

geben ⇢❷ Steinsalz und schwarzen Pfeffer zugeben.

Limette auspressen und 2/3 des Saftes zur Avocado

geben. (Den Rest aufheben und später dazu geben). Alles

mit einer Gabel fein zerdrücken ⇢❸ Knoblauchzehen

und Schalotte abziehen und sehr fein hacken. Zur zer-

drückten Avocado geben und unterrühren ⇢❹ Die Tomaten

waschen und vierteln, die Kerne und Flüssigkeit

entfernen. Dann die Tomatenstücke in sehr feine Würfel

schneiden und zu den anderen Zutaten geben ⇢❺ Koriander

fein hacken, ebenfalls zu der Guacamole geben.

Tomaten, Koriander und Olivenöl unterrühren. Den Rest

des Limettensaftes dazu geben

Zutaten für ein kleines Glas Chimichurri

2 Knoblauchzehen, 1 rote Zwiebel, 1 Bund glatte Petersilie,

etwas frische Chili, 2 Lorbeerblätter, ½ TL schwarzer, grober Pfeffer,

1,5 TL getrockneter Thymian, 1,5 TL getrockneter Oregano, 1 TL grobes Steinsalz,

Saft von 1 Limette (oder ca. 40 ml aus der Flasche), Olivenöl

⇢❶ Knoblauch und Zwiebeln schälen und fein

hacken. Petersilie, Chili und die Lorbeerblätter

ebenfalls fein hacken ⇢❷ Alles zusammen mit

Pfeffer, Thymian, Oregano und Steinsalz in einen

Mörser geben und mit dem Limettensaft zerstoßen

⇢❸ Die Paste mit Olivenöl auffüllen und verrühren.

Die Konsistenz sollte in etwa so wie bei einem Pesto

sein. Idealerweise bereitet man das Chimichurri einen

Tag vorher zu und lässt es in einem verschlossenen

Glas im Kühlschrank durchziehen

50


einfache Grillmarinade

Zutaten für ca. 800 g Fleisch

4 Knoblauchzehen, 2-3 TL getrocknete Kräuter (z. B. Thymian, Oregano),

80 ml Öl mit einem hohen Rauchpunkt, 20 ml Limettensaft, Salz

⇢❶ Knoblauchzehen nicht schälen und kräftig mit

dem Handballen auf die Zehen schlagen, so dass sie

etwas aufplatzen. In eine Schüssel geben ⇢❷ Die

getrockneten Kräuter sowie Öl und Limettensaft zugeben,

alles gründlich durchrühren ⇢❸ Fleisch trockentupfen

und in eine große Schüssel legen, Marina-

de zugeben und alles durchmengen, so dass sich die

Marinade gut aufs Fleisch verteilt ⇢❹ Das marinierte

Fleisch entweder in ein Behältnis mit Deckel oder

in Gefrierbeutel legen und einige Stunden durchziehen

lassen. Das Fleisch kann nach dem Grillen gesalzen

werden

Grillfleisch-Stulle

Zutaten für zwei Stullen

einige Blätter Babyspinat, 1 Tomate, ¼ Salatgurke, 2 EL Guacamole,

2 große Scheiben Brot nach Wahl (es eignet sich gut ein Vollkornbrot mit Khorasan

oder Dinkel, jedoch ohne Sauerteig), 1 gegrilltes Entrecote (ca. 8-10 dünn geschnittene

Tranchen), 2 EL Chimichurri, 1 kleine Lauchzwiebel

⇢❶ Babyspinat waschen und trocken schleudern.

Gurke und Tomate waschen und in Scheiben schneiden.

Lauchzwiebel waschen und in Ringe schneiden

⇢❷ Das Entrecote grillen und einige Minuten abgedeckt

durchziehen lassen. Brot auf dem Grill rösten.

Das Fleisch in dünne Tranchen schneiden ⇢❸ Das

Brot mit Guacamole bestreichen. Mit Babyspinat, Gurke

und Tomate und dem Grillfleisch belegen. Chimichurri

über das Fleisch geben und mit einigen Lauchzwiebelringen

dekorieren

51 ——— LÄUFT.


EQUIPMENT & MODE

› DIE NEUEN


CARBONSCHUHE ‹

WER HAT DEN

SCHNELLSTEN?


Nike gegen Adidas. Das Duell fasziniert, seit die US-Amerikaner

in den späten 70er-Jahren begannen, den bis dahin vom

deutschen Unternehmen Adidas beherrschten weltweiten

Sportmarkt zu erobern. Aktuell wird es in der Laufszene mit

superschnellen Carbonschuhen ausgetragen. Doch anders als

vor 40 Jahren mischen jetzt auch andere Spieler mit.

↦ In den vergangenen Jahren waren die weltweit

schnellsten Marathonläufer mehrheitlich mit den Vaporfly

genannten, stark gedämpften Carbonmodellen von Nike

unterwegs. Adidas hatte diesen gut gedämpften Racern

kaum etwas entgegenzusetzen – zeitweise war es allerdings

sogar umstritten, ob solche Laufschuhe überhaupt

regelkonform sind. Das wurde vom Leichtathletik-Weltverband

Anfang des Jahres geklärt. Jetzt setzt Adidas mit

dem Adizero Adios Pro zum Gegenangriff an.

Spätestens seitdem Eliud Kipchoge vor mittlerweile

fast einem Jahr die Zwei-Stunden-Marke im Marathon

unterboten hat, ist die Diskussion in vollem

Gang: Können Laufschuhe mit Carbonelementen

ihren Trägern einen so großen Vorteil verschaffen,

dass sie auf die Liste der unerlaubten Hilfsmittel gehören?

Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics

sagt: Ja, das ist möglich. Und hat Anfang des

Jahres ein Regelwerk für Laufschuhe erlassen, das

auch Konsequenzen für die Produktionszyklen der

großen Sportartikelhersteller hat.

Als der Kenianer Eliud Kipchoge im Herbst 2020

die 42,195 Kilometer in 1:59:40 Stunden als erster

Mensch unter zwei Stunden gelaufen ist, trug er im

Wiener Prater den Prototyp eines Schuhs am Fuß,

der mittlerweile im Fachhandel erhältlich ist und

von World Athletics als regelkonform abgesegnet

ist. Den Alphafly Next% von Nike.

DIE NEUEN SCHUHREGELN

Der von Kipchoge getragene Prototyp war Anlass

für den Weltverband, zu definieren, wie ein Laufschuh

maximal ausgestattet sein darf, damit er in

offiziellen Wettkämpfen getragen werden darf: Der

Verband legte fest, dass die Sohle nicht dicker als

40 Millimeter zu sein hat und sich maximal eine Carbonplatte

darin befinden darf. Diese kann in mehrere

Stücke aufgeteilt sein, darf aber beispielsweise

nicht übereinander liegen oder überlappen. Eine

weitere Regel von World Athletics besagt, dass neue

Modelle zukünftig mindestens vier Monate lang im

Handel angeboten worden sein müssen, bevor sie

von Elite-Athleten im Wettkampf getragen werden

dürfen. Den Regeln entsprechend waren also die

Vaporfly Next%-Modelle von Nike, in denen Eliud

Kipchoge und Brigid Kosgei ihre Marathon-Weltre-

Text: Christian Ermert, Jörg Wenig | Fotos: imago images (GEPA pictures/Mario Kneisl), Hersteller

52


CARBON BY ADIDAS:

DER ADIZERO ADIOS PRO

EQUIPMENT

——

MODE

CARBON BY NIKE:

DER ALPHAFLY NEXT%

53 ——— LÄUFT.


EQUIPMENT & MODE

korde in Berlin und Chicago liefen.

Nicht regelkonform war dagegen jener

Prototyp, den Kipchoge 2019 in

Wien bei seinem ohnehin nicht regulären

ersten Marathon unter zwei

Stunden trug.

EINZIGARTIGER EFFEKT

Im Gegensatz zu dem Prototypen ist

der reguläre Alphafly mit einer einzigen

Carbonfaserplatte ausgestattet.

Hinzu kommen zwei sogenannte Nike

Zoom Air-Pods zur Dämpfung unter

dem Vorderfuß, mehr ZoomX-Schaum

sowie ultraatmungsaktives, leichtes Flyknit-Obermaterial.

Wer diesen Schuh

bei hohem Tempo zum ersten Mal trägt,

merkt sofort, dass die Diskussion um

den Schuh nicht aus der Luft gegriffen

ist. Hatte man bei den ersten Carbonschuhen

von Nike vom Typ Vaporfly

schon das Gefühl, bei jedem Schritt vom

Schuh nach vorn getrieben zu werden,

hat sich das beim Alphafly noch einmal

verbessert. Der Rebound-Effekt ist einzigartig.

Hinzu kommt die noch einmal

verbesserte Dämpfung und mehr Stabilität.

Während die Vaporfly-Schuhe sich

oft ein wenig kipplig anfühlen und vom

Läufer viel muskuläre Kontrolle fordern,

rollt man im Alphafly stabil ab.

GROSSER AUFTRITT ERST 2021

Schade bloß, dass die große Bewährungsproben

für die neuen, schnellen

Schuhe in diesem Corona-Jahr fast alle

ausgefallen sind: Olympia und die großen

Marathonläufe finden ja – mit Ausnahme

des London-Marathons – erst

2021 wieder statt. Vorausgesetzt, die

Entwicklung der Pandemie lässt dies zu.

Trotzdem hat auch Nikes großer Konkurrent

Adidas bereits in diesem Jahr

einen neuen Schuh für schnelle Rennen

auf den Markt gebracht. Mit dem Adizero

Adios Pro will Adidas ein Jahr vor

Olympia in Tokio die Lücke schließen,

die in den vergangenen Jahren zwischen

dem deutschen Hersteller und

dem US-amerikanischen Unternehmen

im Bereich der schnellen Laufschuhe

mit Carbon entstanden ist.

Nike hatte in den vergangenen Jahren

bereits vor Entwicklung des Alphaflys

mit den Vaporfly-Modellen einen deutlichen

Vorsprung. Bei den sechs Rennen

in Tokio, London, Boston, Berlin, Chicago

und New York, die 2019 zur World

Marathon Majors-Serie zählten, sowie

bei der WM in Doha trugen alle Männer-Sieger

die Schuhe des US-Konzerns.

Unter den 21 Top-Drei-Platzierten bei

diesen Rennen waren nur zwei Läufer,

die Schuhe einer anderen Marke trugen.

Bei den Frauen war es ähnlich: Vier der

21 Podiums-Platzierungen wurden mit

einem Adidas-Modell erzielt, die anderen

jeweils mit einem Nike-Schuh.

RIESIGE NIKE-DOMINANZ

2018 lief der kenianische Olympiasieger

Eliud Kipchoge bereits in Berlin mit

2:01:39 Stunden einen Marathon-Weltrekord,

der nur noch 100 Sekunden

von einer regulären Zeit von unter zwei

Stunden entfernt war. Er trug dabei einen

Nike Vaporfly. Und während er im

Alphafly-Prototyp in Wien in dem irregulären

Rennen den ersten Marathon

unter zwei Stunden realisierte, stürmte

am selben Oktober-Wochenende seine

Landsfrau Brigid Kosgei in Chicago in

einem Vaporfly zu einem sensationellen

Marathon-Weltrekord von 2:14:04

Stunden. Und unter den schnellsten

Marathonläufern waren weltweit einige,

die nicht bei Nike unter Vertrag

standen und dennoch die Vaporfly-Modelle

im Wettkampf trugen. Da wurden

Markenzeichen überklebt oder sogar

das komplette Obermaterial von anderen

Markenschuhen auf Nike-Sohlen

geschustert.

ADIDAS MIT PREIS-OFFENSIVE

Damit soll jetzt Schluss sein. Adidas

liefert seit dem Sommer 2020 die ersten

Modelle des Adidas Adizero Adios

Pro aus. Und der kostet mit 200 Euro

deutlich weniger als der Alphafly von

Nike (300 Euro). Adidas hat das neue

Carbon-Modell, dessen Zwischensohle

an der Ferse 39,5 Millimeter dick ist,

zusammen mit Eliteläufern entwickelt.

Herausgekommen ist ein Schuh, der

auch Maßstäbe setzt in Sachen Flexibilität,

Energierückführung, Gewichtsreduzierung

und Design. Die Mittelsohle

des Adizero Adios Pro verfügt über zwei

Carbonelemente: Eins im Fersenbereich,

das dafür sorgt, dass im Sprunggelenk

nicht zu viel Energie verloren

geht.

Ganz besonders bei dem Schuh ist allerdings

das blaue Carbonelement unter

dem Vorderfuß. Dort kommt keine geschlossene

Platte zum Einsatz, sondern

ein fünfstrahliges Element, das quasi

wie eine Verlängerung der fünf Metatarsalköpfchen

im Mittelfuß wirkt. Adidas

hat dieses Element „EnergyRods“ genannt.

Es besteht aus fünf miteinander

verbundenen und von Carbon durchzogenen

Stäben, welche die Form der

Mittelfußknochen imitieren. Diese Bauweise

hilft den Athleten, ihre Laufökonomie

zu optimieren.

TOP-LÄUFER SIND BEGEISTERT

Läufer, die den Schuh bereits testen

konnten, sind begeistert. Melat Kejeta

ist mit 2:23:57 Stunden (gelaufen in

Berlin 2019) derzeit Deutschlands beste

Marathonläuferin und sagt: „Das ist der

schnellste Adidas-Schuh, den ich je getragen

habe. Ich kann über längere Strecken

volles Tempo laufen, ohne dass

meine Beine müde werden. Die Konstruktion

ist sehr stabil und das geringe

Gewicht ausbalanciert. Ich freue mich

schon, bei meinen nächsten Rennen mit

dem Adizero Adios Pro an den Start zu

gehen.“

NACHFRAGE WÄCHST

Und auch der Fachhandel freut sich darauf,

den Schuh demnächst anbieten zu

können. „Die Nachfrage nach solchen

Schuhen wächst. Ich finde den Preis von

200 Euro gut, da gibt es teurere Carbonmodelle“,

erklärt Marc Böhme, der seit

23 Jahren Laufsport Bunert in Essen

führt und selbst ambitionierter Marathonläufer

ist.

Neben den von Carbon durchzogenen

„EnergyRods“ kommt bei der innovativen

Zwischensohle des Adizero Adios

Pro ein neues Dämpfungsmaterial zum

Einsatz. Die Carbonelemente sind in

54


Deutschlands beste Marathonläuferin will künftig mit Carbonschuhen noch

schneller sein. Wegen Corona konnte Melat Kejeta allerdings den Nachweis noch nicht

erbringen, dass sie im Adizero Adios Pro ihres Ausrüsters Adidas schneller ist als jene

2:23:57 Stunden, mit denen sie 2019 in Berlin ohne Carbonschuhe auf Rang drei der

ewigen deutschen Bestenliste gelaufen ist.

MELAT KEJETA // ADIDAS

Eliud Kipchoge ist der Mann,

der Laufschuhen mit Carbon

für Nike den Weg geebnet

hat. Bei seinem ersten, knapp

gescheiterten Versuch, den

Marathon unter zwei Stunden

zu laufen, trug er 2017 den

Vaporfly, das erste Nike-Modell

mit Carbon. Mit einem

deutlich verbesserten Prototypen

des Alphaflys gelang ihm

im Herbst 2019 das Prokekt,

das einige mit der Mondlandung

verglichen haben.

ELIUD KIPCHOGE // NIKE

zwei Schichten LightstrikePro eingebettet.

Es ist das bisher leichteste und

reaktionsfreudigste Schaumstoffmaterial

von Adidas. Es bietet maximale

Dämpfung und noch mehr Energierückführung.

Das Obermaterial aus

Celermesh sorgt für Flexibilität und

Atmungsaktivität. Die Außensohle ist

aus einem leichten Gummi gefertigt. Sie

bietet Dämpfung und Griffigkeit und ist

gleichzeitig superleicht. Die Sprengung

des adizero adios Pro liegt bei zehn

Millimetern, das Gewicht in der Größe

42 2/3 beträgt 246 Gramm. Und er

ist wie der Alphafly vom Leichtathletik-Weltverband

genehmigt.

Neben den beiden weltweit führenden

Sportartikelherstellern haben auch viele

Laufschuh-Spezialisten wie Brooks,

55 ——— LÄUFT.


EQUIPMENT & MODE

Hoka One One, On Running oder Saucony das

Thema Carbon besetzt. Und waren zum Teil

schon vor den Platzhirschen Nike und Adidas am

Markt. Schon im Frühjahr 2019 stellte Hoka One

One mit dem Carbon X ein sehr interressanten

Modell vor. Das von zwei Franzosen vor gut zehn

Jahren gegründete Unternehmen, das mittlerweile

in amerikanischer Hand ist, gilt als Pionier der

Rocker-Technologie, die im Grunde die Voraussetzung

dafür war, dass die Carbon-Schuhe überhaupt

laufbar sind.

Die dick aufgeschäumte und vorgebogene Mittelsohle

hilft dem Läufer dabei, mit der extrem

steifen Platte eine so hohe Geschwindigkeit aufnehmen

zu können, dass letztlich die notwendige

Energie aufgebracht werden kann, um die Carbonplatte

zu biegen. Denn nur wenn man viel

Energie aufbringt, bekommt man durch die hohe

Rückfederung des Carbons auch viel Energie zurück.

SCHONUNG FÜR DIE ACHILLESSEHNE

Die Rocker-Technologie hat noch einen anderen

Effekt. Sie schont die Achillessehne, die ohne die

hohen und „runden“ Mittelsohlen bei dem Unterfangen,

das steife Carbon zu biegen, deutlich

mehr unter Spannung geraten würde.

Einen Laufschuh mit einer Carbon-Platte zu entwickeln,

der auch wirklich optimal funktioniert,

ist nicht so einfach. Mit Brooks hat ein anderer

auf Laufschuh-Entwicklung spezialisierter Hersteller

seinem Carbonschuh – dem Brooks Hyperion

Elite – überraschend schnell ein Update verpasst.

In erster Linie, damit der Hyperion Elite 2

das neuartige, superleichte Mittelsohlenmaterial

DNA Flash erhält. Aber auch die Geometrie wurde

sichtbar verändert, um den Carbonrenner den

Bedürfnissen der Top-Athleten anzupassen.

Einen interessanten Weg geht Saucony: Wohlwissend,

dass Carbonplatten im Laufschuh nur

für wenige sehr gute Läufer einen Nutzen haben,

baute der Hersteller gleich drei sehr ähnlich konzipierte

Laufschuhe, damit auch weniger athletische

und schnelle Läufer das Gefühl genießen

können, einen schnellen Schuh am Fuß zu tragen.

Nur das Top-Modell Endorphin Pro besitzt eine

Carbonplatte in der Mittelsohle. Die Modelle

Endorphin Speed und Endorphin Shift verfolgen

zwar eine ähnliche Wirkung, arbeiten aber

mit anderem Material. So hat der Speed eine

Nylon-Platte verbaut, die nicht ganz so hart wie

Carbon ist und damit auch eine größere Zielgruppe

(allerdings immer noch ambitionierter Läufer)

erreicht.

BROOKS

HYPERION ELITE

Brooks hat seinen Carbonschuh für die schnellen Leute überarbeitet.

Der Hyperion Elite kommt in der zweiten Auflage mit dem

neuartigen, superleichten Mittelsohlen material DNA Flash daher

ADIDAS

ADIZERO PRO

Beim Adidas Adizero Pro sind die blauen Carbon-Elemente der fünfstrahligen

Knochenstruktur des menschlichen Fußes nachgebildet.

Eingebettet sind sie in ein von Adidas neu entwickeltes Dämpfungsmaterial:

LightstrikePro ist das leichteste und reaktionsfreudigste

Schaumstoffmaterial, das Adidas je entwickelt hat

ON

CLOUDBOOM

Mit dem Cloudboom hat auch der Schweizer Laufschuhhersteller

On einen Wettkampfschuh mit Carbon am Start. Ons spezielle

CloudTec-Dämpfung sorgt für Komfort, das mit Carbonfasern durchzogenes

Speedboard macht den Cloudboom gemeinsam mit seinem

geringen Gewicht zu einem guten Schuh für hohes Tempo. Für die

Außensohle wurde eine neue Gummimischung entwickelt, die für

starken Grip auch auf nassen Straßen sorgt.

56



WETTKAMPFSCHUHE


NICHT DAS ENDE DER

RENNSCHLÄPPCHEN

Auch wenn die dicksohligen Carbonschuhe derzeit Trend sind –

viele Hersteller haben weiter klassische Wettkampfschuhe für

schnelle Läufer im Programm. Und wir finden: Die flachen, extrem

leichten und wenig gedämpften Modelle wie der brandneue

Boston 9 von Adidas (Foto) werden weiter Fans finden.

Vor nicht einmal vier Jahren sahen Wettkampfschuhe

noch anders aus als die

heute so beliebten dicksohligen Modelle

mit Carbon. Extrem flach, extrem leicht,

wenig Dämpfungsmaterial. Flach wie ein

Flunder war das klassische „Rennschläppchen“.

Und es gibt sie immer noch. Und sie

haben auch ihre Daseinsberechtigung. Der

Saucony Type A ist so ein Modell. Auch der

New Balance 1500 ist ein Wettkampfschuh

„alter Schule“. Und Adidas hat gleich mehrere

sehr gute für den Wettkampf oder

fürs Tempotraining taugliche Laufschuhe

im Programm. Nehmen wir den Adizero

Boston, der gerade in seiner neunten Version

auf den Markt gekommen ist.

Den Schuh möchten tausende Läufer nicht

missen. Und im Gegensatz zu einem Carbonschuh

mit hoher Mittelsohle und mehr

oder minder ausgeprägter Rocker-Technologie

kann den Adidas Adizero Boston

9 auch fast jeder laufen. Er ist leicht,

recht flach aufgebaut, bietet guten Halt,

hat (dank Continental-Außensohle) einen

Megagrip und bietet ebenfalls noch ein

angenehmes Maß an Dämpfung, wofür im

aktuellen Modell der gute Material-Mix

aus Boost und Lightstrike verantwortlich

ist. Und anders als bei der neuen Kategorie

der hoch aufgeschäumten Carbonmittelsohlen,

steigt die Belastung für die

Achillessehnen und auf die Plantarsehne

nicht an. Als Läufer spüre ich den Boden,

habe ein sehr direktes Laufgefühl und bin

bestens gerüstet für eine neue Bestzeit.

Wahrscheinlich wird es nicht für einen

Weltrekord reichen. Aber das geht schließlich

allen anderen Läuferinnen und Läufern

auch so – ob mit oder ohne Carbon im

Laufschuh.

57 ——— LÄUFT.


› DER GROSSE


TEST ‹

SCHUHE,

DIE ZU DIR

PASSEN


Foto: Norbert Wilhelmi

DIE

– 45 –

BESTEN

LAUFSCHUHE

––––––

FÜR DEN HERBST

IN KOOPERATION MIT

UND SO LÄUFT´S

Befolge zunächst die auf der nächsten Doppelseite gezeigten sechs Schritte. Deine Körper-

und Beinform gibt Aufschluss über Modelle, die zur dir passen könnten. Uns ist bewusst,

dass wir mit unserem Test keine ausführliche Beratung ersetzen können. Dafür

ist zum Beispiel ein Laufprofi-Fachhändler in deiner Nähe da. Aber wir können dir helfen,

deinen Lieblingsschuh zu finden. Wenn du dich selbst eingeordnet hast, navigieren wir

dich zu den Laufschuhmodellen, die wir empfehlen und die bestmöglich zu deinem Läufertyp

passen könnten. Für jedes Schuhmodell gibt es von uns eine zusätzliche Empfehlung

in Bezug auf den bevorzugten Untergrund, das Lauftempo und Körpergewicht des

Läufers. Viel Spaß mit unserem großen Laufschuhtest!


EQUIPMENT & MODE

› GROSSER LAUFSCHUHTEST



SO FINDEST DU EINEN

SCHUH, DER ZU DIR PASST


SCHRITT 1 SCHRITT 2 SCHRITT 3

WIE IST DEIN

KÖRPERBAU?

SCHAU DIR DEINE

BEINE AN!

KOMBINIERE

SCHRITT 1 & 2!

Bist du eher ein Strich in der Landschaft?

Oder hast du breite Schultern

und einen sehr athletischen Körperbau?

Vielleicht hast du aber wie der

durchschnittliche Wohlstandsmensch

auch ein paar Rundungen mehr oder

das eine oder andere Pfund zu viel? Das

alles beeinflusst deine Laufschuhwahl.

Leichte Läufer brauchen in der Regel

weniger Dämpfung und Führung im

Schuh als schwergewichtige oder muskulöse.

Wer aber eine gute Rumpfmuskulatur

hat, kann länger einen sauberen

Laufstil aufrecht erhalten und kommt

gut mit reaktiven Zwischensohlen klar.

Deine Beinform ist ein wichtiges

Kriterium bei der Laufschuhwahl.

Vereinfacht gesagt neigen Läufer

mit X-Beinstellung eher zu einem

starken Einknicken nach innen in

der Abrollbewegung (Überpronation).

Ein führender Schuh kann die

richtige Wahl sein. O-beinige Läufer

und solche mit gerader Beinachse

benötigen diese Unterstützung

nicht. Auf den folgenden Seiten

findest du Schuhe, die zu Läufern

mit normaler Beinachse und zu

solchen mit O- oder X-Beinstellung

passen.

Eigentlich ergäben sich ja aus den Kriterien

Körperbau und Beinform neun mögliche

Läufertypen. Da die Laufschuhhersteller

aber nur sehr wenige Modelle

anbieten, die speziell geeignet sind für

Läufer mit O-Beinen, die bei der Abrollbewegung

zum Abknicken nach außen

(Supination) tendieren, haben wir die

normale und die O-Beinstellung zusammengefasst.

Dasselbe gilt für athletische

und schlanke Läufer mit X-Bein-Achse.

Auf den nächsten Seiten findest du die

Schuhe – sortiert nach durch Körperform

und Beinachse definierten Läufertypen,

für die sie geeignet sind.

Seite 62

Seite 67

Seite 71

Seite 72

›6:30

min/km

Seite 78

muskulösathletisch

durchschnittlich

schlank

bis dünn

normal

X-Bein

O-Bein

60


SCHRITT 4 SCHRITT 5

WO WILLST

DU LAUFEN?

Die Frage nach dem Untergrund, auf

dem du mit deinen neuen Schuhen in

erster Linie laufen willst, ist natürlich

wichtig: Jedes Terrain benötigt

eine gute Traktion. Weicher Boden

verlangt ein stolliges Profil, steinige

Pisten eine griffige, harte Außensohle.

Und auf Asphalt gibt es durchaus

große Unterschiede für die Rutschfestigkeit

auf trockenem und nassem

Belag.

WIE SCHNELL

WILLST DU LAUFEN?

Das Lauftempo ist ein wichtiges Indiz

dafür, ob du mit einem „schnellen“,

weniger komfortablen Schuh zurecht

kommen kannst. Kürzere Bodenkontaktzeiten

sind einfacher mit einem

agilen, direkten Laufschuh zu erzielen.

Langsameren Läufern empfehlen

wir komfortablere Schuhe.

DIE

– 45 –

BESTEN

LAUFSCHUHE

––––––

FÜR DEN HERBST

‹ 4:30

min/km

nur für

Asphalt

geeignet

für Straßen

und befestigte

Naturwege

4:30-5:30

min/km

5:30-6:30

min/km

für unbefestigte,

steinige

Trails und

alpines

Gelände

für unbefestigte

weiche

Trails

(Matsch,

Wiesen etc.)

› 6:30

min/km

SCHRITT 6

WIE SCHWER

BIST DU?

Das Körpergewicht ist ein sehr entscheidender

Faktor bei der Auswahl

deines Laufschuhs. Das wird klar, wenn

du bedenkst, dass dein Körper bei jedem

Laufschritt bis zum dreifachen

deines Gewichts abfangen muss. Deshalb

kann man eigentlich nur sportlichen,

muskulösen Leichtgewichten

guten Gewissens empfehlen, mit kaum

gedämpften Minimal- oder Wettkampfschuhen

längere Strecken zu laufen.

Generell gilt: Je schwerer der Läufer,

desto mehr Dämpfung und Stabilität

braucht er beim Laufschuh. Wir haben

unsere Laufschuhe in die rechts gezeigten

Läufergewichtsklassen eingeteilt.

MÄNNER

FRAUEN

unter

65 kg

75 bis

90 kg

unter

50 kg

60 bis

75 kg

65 bis

74 kg

über

90 kg

50 bis

59 kg

über

75 kg

SO LIEST DU UNSEREN

LAUFSCHUHTEST

In unserem Schuhtest zeigen wir dir

Schuhe, die zu dir passen. Deshalb

findest du bei jedem Modell Hinweise

zu den Einsatzgebieten, für die der

Schuh unserer Ansicht nach optimal

geeignet ist. Das heißt aber nicht, dass

der jeweilige Schuh für andere Zwecke

gar nicht infrage kommt. Wenn

wir beispielsweise anzeigen, dass ein

Schuh für ein Tempo von 5:30 bis 6:30

Minuten optimal geeignet ist, kannst

du mit dem Schuh natürlich auch

schneller oder langsamer laufen.

61 ——— LÄUFT.


ASICS

GT 4000 2

IDEALE SCHUHE FÜR LÄUFER

MIT X-BEINACHSE

DIADORA

MYTHOS BLUSHIELD

ELITE

KARHU

FUSION ORTIX

über

90 kg

über

75 kg

>6:30

min/km

über

90 kg

über

75 kg

> 6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Ein komfortabler und sehr stabiler Trainingsschuh

für viele Laufkilometer. Er bietet Halt und eine gute

Führung, Dynamik ist nicht seine Stärke. Läufer die

es etwas gemütlicher, aber dafür länger mögen,

sind mit dem Asics GT 4000 perfekt aufgestellt.

Er führt den Fuß sicher zum Abdruckpunkt – auch

wenn du dazu neigst, in der Abrollbewegung nach

innen einzuknicken. Die angenehm breite Zehenbox

und das Guidance-Trusstic-System, das

die Abrollbewegung erleichtert, ermöglichen ein

komfortables Laufgefühl, wobei die Stabil-Ikone

dabei so sportlich und „leicht“ wirkt wie nie zuvor.

SO LÄUFT ER SICH

Der Zusatz „Hip“ bezieht sich – wie bei den anderen

Modellen von Diadora – lediglich auf das Obermaterial.

Die Hip-Variante bietet ein leicht reflektierendes

Upper. Sonst sind die Schuhe baugleich.

Der Mythos Blushield Elite (Hip) ist ein Modell, das

sich an Läufer richtet, die viel Komfort und Unterstützung

wünschen. Wegen einer X-Beinstellung,

die zum „Nach-Innen-Knicken“ führt. Oder auch

wegen hohen Läufergewichts. Kein Schuh für die

flotte Trainingsrunde, aber einer, der auf langen

Strecken im gemütlichen Tempo zuverlässig seine

Dienste leistet.

SO LÄUFT ER SICH

Der Fusion Ortix von Karhu bietet dem Läufer

eine leichte Führung. Ansonsten ist dieser

Schuh einfach jeden Tag einsatzbereit für eine

Laufrunde zwischen 5 und 50 Kilometern. Dabei

hilft, wie in den anderen Karhu-Modellen auch,

die Fulcrum-Technologie. Sehr angenehm ist

das nahtlose „Knit Upper“. Das aktuelle Modell

ist im Bereich der Ferse etwas enger geworden,

was den Halt des Fußes im Schuh nochmal

leicht verbessert. Die Zehenbox bietet ausreichend

Platz und ist damit auch für etwas breitere

Füße gut geeignet.

TESTFAZIT & FACTS

Besonders geeignet für schwerere Läufer, die

einen sehr komfortablen und stabilen Laufschuh

bevorzugen.

TESTFAZIT & FACTS

Ein robuster, neutraler Schuh, der viel Stabilität

für schwere Läufer bietet. Sehr bequem mit

ausreichend Platz für Einlagen im Schuh.

TESTFAZIT & FACTS

Alltagstrainer mit guten Dämpfungs- und Führungseigenschaften

für viele Laufeinheiten

dank guter Verarbeitung.

Gewicht Herren: 320 g (US 9)

Gewicht Damen: 295 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 160,00 €

Gewicht Herren: 350 g (US 9,5)

Gewicht Damen: 290 g (US 7)

Sprengung: 10 mm | Preis: 160,00 €

Gewicht Herren: 300 g (US 9)

Gewicht Damen: 250 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 140,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

WAS ZEICHNET DIESE SCHUH-MODELLE AUS?

Sie bieten ein hohes Maß an Dämpfung. Denn wer zu den etwas schwereren Läufern gehört, kann das Plus an Komfort

in der Regel gebrauchen. Das Gewicht alleine ist aber nicht entscheidend. Schwere, aber durchtrainierte Läufer, können

auch deutlich weniger gut gedämpfte Schuhe tragen. Wenn aber die Rumpfkraft fehlt, lieber auf Komfort setzen.



DIESE EIGENSCHAFTEN

DER SCHUHE BEWERTEN WIR


DÄMPFUNG

Beim Laufen treten bei jedem Bodenkotakt Kräfte

auf, die dem zwei- bis dreifachen des Körpergewichts

entsprechen. Die Dämpfung des Schuhs

soll diese Kräfte reduzieren. Die Mittelsohle übernimmt

den größten Teil der Dämpfung. Das Material

funktioniert dabei wie eine Feder: Es wird

zusammengedrückt, nimmt die Aufprallenergie

auf und ist – je nach Material und Konstruktion

– in der Lage, einen Teil der Energie wieder zurückzugeben.

Weicheres Material sorgt für eine

bessere Verteilung der Aufprallenergie auf eine

größere Fläche. Das Ergebnis: Mehr Komfort, den

sich viele Läufer wünschen. Laufschuhe haben

unterschiedliche Ausprägungen von Dämpfung –

wir bewerten diese von „gering“ bis „stark“. Das ist

nicht mit guter oder schlechter Dämpfung gleichzusetzen.

Für unterschiedliche Läufertypen und

Anforderungen gibt es unterschiedliche Dämpfungssysteme.

TRAKTION

Das Zusammenspiel zwischen Laufuntergrund

und Außensohle gewährleistet Rutschfestigkeit,

Sicherheit und hat auch einen Anteil an

der Leistung. Bei der Traktion spielt der sogenannten

Reibungskoeffizient eine wichtige

Rolle. Reibung ist bei Maschinen unerwünscht,

da Energie verloren geht bzw. in Wärme umgewandelt

wird. Bei Laufschuhen ist die Reibung

zwischen Untergrund und Sohle aber zwingend

notwendig. Ohne Reibung kommt man nicht

weit. Es geht beim Laufschuh um den „gefühlten

Grip“ auf unterschiedlichen Untergründen.

Wie kommt die Außensohle mit bestimmten

Situationen (trockene, nasse, weiche, steinige

Untergründe) zurecht? Profil und Geometrie

der Außensohle bestimmen die Traktion.

Wir bewerten diese (von gering bis stark) für

den bevorzugten Laufuntergrund des Schuhs.

↦ Bei unseren Laufschuhtests bewerten

wir die hier aufgeführten Eigenschaften

der Modelle. Anhand dieser Bewertungen

ermitteln wir dann, zu welchen Arten von

Läufern das jeweilige Modell am besten

passt. Hier erklären wir, was wir unter den

fünf Eigenschaften verstehen.

FÜHRUNG

Während des Bodenkontakts soll der Schuh

den Läufer unterstützen, um ein optimales

Bewegungsmuster des Abrollens vom ersten

Bodenkontakt bis hin zum Abdruck über den

großen Zeh zu erreichen. Wie stark der Laufschuh

in das individuelle Bewegungsmuster

eingreift, ist von Modell zu Modell ganz unterschiedlich.

Manche Läufer rollen ganz ohne

Beeinflussung durch den Schuh optimal ab,

andere brauchen Führung durch den Schuh.

Es ist also wichtig, die Voraussetzungen des

Läufers zu identifizieren, um mit einem passenden

Schuh den individuellen Bedürfnissen

nach Führung beim Abrollen gerecht zu werden.

Wir bewerten den Parameter Führung in

einer Dimension von „gering“ bis „extra“. Es

geht nicht um gute oder schlechte Führung,

sondern um das Ausmaß. Schuhe mit geringer

Führung sind „neutral“ und greifen kaum

in die natürliche Abrollbewegung ein, andere

Laufschuhe verhindern ein zu starkes Einknicken

des Fußes nach innen (Überpronationsbewegung)

oder sind so konstruiert, dass

ein Abrollen über den Fußaußenrand (Supinationsbewegung)

nicht noch verstärkt wird.

DYNAMIK

Unter Dynamik verstehen wir die Eignung

eines Schuhs für hohe Laufgeschwindigkeiten.

Diese Dynamik entsteht dadurch, dass

die Konstruktion des Schuhs die natürlichen

Bewegungsachsen des Fußes möglichst wenig

einschränkt. Oft wird auch eine geringe

Sprengung (Höhenunterschied der Mittelsohle

zwischen Vor- und Rückfuß in Millimetern) als

Indiz für hohe Dynamik gewertet. Die Sprengung

ist aber nur ein Merkmal von vielen. Es

gibt sehr dynamische Schuhe mit einer großen

Sprengung von 10 Millimetern und weniger dynamische,

die nur 4 Millimeter Sprengung aufweisen.

Wir bewerten die Dynamik von hoch

bis gering – wobei eine geringe Dynamik dem

Läufer viel Sicherheit bietet.

BODENGEFÜHL

Das sogenannte Bodengefühl drückt das Lauferlebnis

in einem Laufschuh aus, wirkt sich

aber auch auf Laufstil und Laufleistung aus. Im

englischen heißt dieser Parameter „Transition“

und drückt aus, wie sich das Abrollverhalten

des Schuhs anfühlt – vom ersten Bodenkontakt

bis zum Abdruck über das Großzehengelenk.

Die Eigenschaften der Mittelsohle

spielen beim Bodengefühl die wichtigste Rolle.

Härtegrad, Widerstand und die Rückstelleigenschaften

der verwendeten Materialien

entscheiden über ein direktes, reaktives oder

komfortables Bodengefühl beim Laufen. Es

hat weniger mit der Dynamik des Laufschuhs

zu tun, es beschreibt vielmehr, wie der Fuß (im

Schuh) den Boden spürt. Es beschreibt das

Gefühl während des Abrollvorgangs bis zum

Abdruck vom Boden.

63 ——— LÄUFT.


IDEALE SCHUHE FÜR LÄUFER

MIT X-BEINACHSE

NEW BALANCE

860 V11

NIKE

REACT MILER

ON

CLOUDSTRATUS

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Ein leicht gestützter Laufschuh, der Stabilität mit

Komfort vereint. Den Support gibt eine Mittelfußstütze,

aber auch das Obermaterial, für dessen

Design viele Test-Daten ausgewertet wurden, um

es genau dort stabil zu machen, wo es besonders

belastet wird. Herzstück des Schuhs ist jedoch die

Mittelsohle aus Fresh Foam. Das Material steht für

ein ultra-gefedertes, leichtes Tragegefühl. Fresh

Foam ermöglicht dem Schuh ein geschmeidiges

Abrollverhalten bei hoher Energierückgabe. Die

Ultra Heel-Konstruktion gibt zusätzlichen Halt.

Die neue Fersenkappe entlastet die Achillessehne.

SO LÄUFT ER SICH

Der Nike React Miler ist ein Laufschuh zum Kilometer

„schrubben“. Er ist nicht besonders leicht

und versprüht nicht die größte Dynamik, aber

bequem ist er und gibt dir dank der Mittelsohle

aus React-Schaum auch viel Energie zurück. Im

Gegensatz zu anderen Nike-Modellen steht der

React Miler auf einer rechten breiten Sohle. Allein

das verleiht ihm eine gute Stabilität, die durch ein

stabilisierendes Element im Fersenbereich noch

etwas verstärkt wird. Das Obermaterial ist sehr

fest verarbeitet und nicht auf absolute Leichtigkeit

getrimmt.

SO LÄUFT ER SICH

Das „Laufen wie auf Wolken“ steht bei On und

der einzigartigen Cloud-Technologie im Fokus.

Mit dem Cloudstratus läuft es sich sehr gut und

sehr lange auf hartem Asphalt. Bei diesem Modell

allerdings nicht ganz wie auf einer Wolke,

da dieser Schuh durchaus gerne etwas Führung

übernimmt. Die gute Dämpfung paart sich mit großer

Stabilität. Der Fuß sitzt fest. Die Zehen haben

viel Bewegungsfreiheit. Seine neue doppellagige

Cloud-Dämpfung in Kombination mit dem neuen

Material Helion machen aus dem neuen Cloudstratus

einen sehr guten Langstrecken-Schuh.

TESTFAZIT & FACTS

Ein super Begleiter für Laufeinsteiger, Genussläufer

und Vielläufer, die zu leichter Überpronation

neigen.

TESTFAZIT & FACTS

Ein Laufschuh, um Strecke zu machen, wenn es

dabei nicht um eine besonders hohe Geschwindigkeit

geht.

TESTFAZIT & FACTS

Wabenförmig übereinander angelegte

Cloud-Tec-Elemente sorgen für doppelte

Dämpfung und ein Plus an Stabilität.

Gewicht Herren: 324 g (US 9)

Gewicht Damen: 280 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 140,00 €

Gewicht Herren: 305 g (US 9)

Gewicht Damen: 255 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 130,00 €

Gewicht Herren: 305 g (US 8,5)

Gewicht Damen: 270 g (US 7)

Sprengung: 8 mm | Preis: 180,00 €

BEWERTUNG

BEWERTUNG

BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

Führung

kaum

Dynamik

gering

Bodengefühl

direkt

Traktion

gering

mittel

mittel

mittel

reaktiv

mittel

stark

extra

hoch

komfortabel

stark

Dämpfung

wenig

Führung

kaum

Dynamik

gering

Bodengefühl

direkt

Traktion

gering

mittel

mittel

mittel

reaktiv

mittel

stark

extra

hoch

komfortabel

stark

Dämpfung

wenig

Führung

kaum

Dynamik

gering

Bodengefühl

direkt

Traktion

gering

mittel

mittel

mittel

reaktiv

mittel

stark

extra

hoch

komfortabel

stark

64


DIE

– 45 –

BESTEN

LAUFSCHUHE

––––––

FÜR DEN HERBST

Fotos: Norbert Wilhelmi


SO TESTEN UND BEWERTEN WIR


In unserem großen Schuhtest findest

du 45 Modelle, die wir für die besten der

Saison halten. Aber wie kommen wir

eigentlich zu dieser Einschätzung? Wir

stellen die Laufschuhe vor, die von der

Redaktion und vom Sport-Fachhandel

gemeinsam das prädikat „besonders

empfehlenswert“ erhalten. So profitierst

du nicht nur vom Wissen unserer

Running-Redakteure, sondern nutzt

auch die Erfahrung von zahlreichen

Laufsport-Händlern in ganz Deutschland.

Unsere Schuhtests sind das Ergebnis

einer Kooperation zwischen der

Redaktion und den Experten von DEIN

LAUFPROFI. Insgesamt haben sich so

mehr als 100 auf den Laufsport spezialisierte

Fachhändler in ganz Deutschland

zusammengeschlossen, um ihre

Erfahrung und Kompetenz allen Läufern

zur Verfügung zu stellen. So werden

Monat für Monat fast alle neuen

Modelle und Weiterentwicklungen der

Hersteller auf Straßen, Wegen und

Trails von dutzenden Testläufern unter

die Lupe genommen.

Zweimal im Jahr treffen sich Händler,

Journalisten und Schuhhersteller zu

einem Testtag, bei dem die wichtigsten

Neuheiten der Saison gemeinsam probegelaufen

und bewertet werden. Für

diese Ausgabe von LÄUFT. waren wir

zu Gast im Kölner Schokoladenmuseum

und haben unsere Testläufe direkt

im Kölner Rheinauhafen absolviert.

Jeder Testläufer trägt nach dem Test

seine Eindrücke in ein Online-Bewertungsformular

ein. Alle Kommentare

und Bewertungen werden von unserer

Redaktion anschließend über viele

Tage ausgewertet und dir hier präsentiert.

IN KOOPERATION MIT:

65 ——— LÄUFT.


IDEALE SCHUHE FÜR LÄUFER

MIT X-BEINACHSE

SAUCONY

MÜNCHEN 4S

SAUCONY

GUIDE 13

TRUE MOTION

AION

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Die stabilere Variante des beliebten Neutralschuhs

München 4 von Saucony wirkt mit seinen

medialen Stabilisatoren einer Überpronation

entgegen. Das macht er sehr dezent und bisweilen

dynamisch. Man denkt beim Laufen gar nicht

daran, dass der München 4S zur Kategorie der

stabilen Laufschuhe gehört. Mit rund 280 Gramm

ist er für einen Stabilschuh zudem eher ein Federgewicht.

Seine neue PWRRUN RS-Dämpfung

schafft den Spagat zwischen softer Dämpfung

und guter Energierückführung. Verbessert wurde

auch das Obermaterial, das guten Halt bietet.

SO LÄUFT ER SICH

Stabil und gut gedämpft – das sind die Haupteigenschaften

des Saucony Guide 13. Neu in der 13.

Auflage ist das Dämpfungsmaterial „PWRRUN“ .

Es ist leichter und flexibler als EVA, das in vielen

Schuhen verwendet wird, und bietet höhere Energierückgewinnung.

Ein TPU-Element in der Sohle

unterstützt das Abrollen des Fußes und stabilisiert

ihn damit. Guter Halt wird durch das Formfit-Obermaterial

sowie 3D-Print-Elemente am Mittelfuß

und an der Ferse erreicht. Alle Elemente zusammen

führen zu einem flüssigen und angenehmen

Bewegungsablauf.

SO LÄUFT ER SICH

Im Aion von True Motion steckt jahrzehntelange

biomechanische Expertise aus Deutschland. Die

Kerntechnologie ist das U-Tech-Element unter

der Ferse. Es hat mittig eine Aussparung. In dieses

Element sinkt die Ferse beim Aufprall ein, dadurch

werden auftretende Kräfte sehr schnell zentriert

und als Folge wirken weniger Drehkräfte aufs

Kniegelenk. Das beugt Verletzungen vor. Der True

Motion Aion ist nicht nur ein innovativer, sondern

vor allem ein sehr komfortabler Schuh, mit dem

auch Läufer zurechtkommen, die nicht ganz neutral

abrollen.

TESTFAZIT & FACTS

Der Mix aus Dämpfung, guter Stabilität und

Leichtigkeit überzeugt. Und das auf (fast) jedem

Terrain.

TESTFAZIT & FACTS

Perfekt für Läufer, die bei der Abrollbewegung etwas

Unterstützung brauchen. Für viele Kilometer

auf Straßen, Wald- und Parkwegen gemacht.

TESTFAZIT & FACTS

Der Aion von True Motion kann Komfort, er kann

Stabilität, er ist soft und durchaus ein bisschen

dynamisch.

Gewicht Herren: 278 g (US 9)

Gewicht Damen: 256 g (US 7,5)

Sprengung: 8 mm | Preis: 150,00 €

Gewicht Herren: 289 g (US 9)

Gewicht Damen: 264 g (US 7,5)

Sprengung: 8 mm | Preis: 140,00 €

Gewicht Herren: 290 g (US 9)

Gewicht Damen: 250 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 180,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

66


IDEALE SCHUHE FÜR LÄUFER

MIT NORMALER BEINACHSE ODER O-BEINEN

ASICS

GEL-NIMBUS LITE

ASICS

PURSUE 6

BROOKS

DEFYANCE 11

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Der Asics Gel-Nimbus steht seit Jahren für

außergewöhnliche Dämpfung und Komfort.

Der Gel-Nimbus Lite hat weniger Gewicht als

sein „älterer“ Bruder. Dadurch läuft er sich etwas

dynamischer, ohne den gewohnten Nimbus-Komfort

zu verlieren. Das elastische Flytefoam

Propel-Mittelsohlenmaterial sorgt in der

Landephase für einen federnder Effekt. Das

Mesh-Obermaterial belüftet die Füße optimal.

Die Schuhgeometrie hat Asics etwas verändert,

was zu einer etwas breiteren und höheren Zehenbox

führt.

SO LÄUFT ER SICH

Der Gel-Pursue vereint das Beste aus zwei Welten:

Seine Dämpfung erinnert an einen Klassiker

von Asics, den Gel-Kayano. Aber in puncto

Reaktionsfähigkeit und Führung dient eher der

Gel-Nimbus als Vorbild. Der Gel-Pursue bringt unterschiedliche

Abrollmuster ganz dezent wieder in

die richtige Spur. Die sechste Generation hat eine

verbesserte Passform und bietet deutlich mehr

Platz für den Mittelfuß. Auch die Zehenbox ist

geräumiger geworden. Die komfortable Verarbeitung

reduziert das Risiko für Scheuerstellen und

Blasen auf ein Minimum.

SO LÄUFT ER SICH

Der Defyance ist ein klassischer Neutralschuh, der

aber durchaus auch für leichte Überpronierer geeignet

ist – obwohl er ganz ohne Pronationsstütze

auskommt. Aufgrund seiner relativ starken Dämpfung

finden auch etwas schwerere Läufer mit dem

Defyance 11 einen tollen Begleiter. Der Neutralschuh

ist nur bei Laufspezialisten erhältlich. Die

neue Generation hat im Vergleich zum Vorgänger

einige Updates erhalten: Die verbesserte Dämpfung

ermöglicht auch auf langen Strecken ein

komfortables Lauferlebnis, und die neue Fersenkonstruktion

gibt besseren Halt.

TESTFAZIT & FACTS

Gewohnter Gel-Nimbus-Komfort – nur leichter.

Die Lite-Version empfehlen wir Läufern, die einen

Schuh für viele Trainingskilometer suchen.

TESTFAZIT & FACTS

Ein gelungener Neutralschuh, der für Einsteiger

ebenso geeignet ist wie für „Profis“, die

auch mal über zwei Stunden unterwegs sind.

TESTFAZIT & FACTS

Sowohl für Einsteiger wie auch für Läufer, die

viele Laufkilometer im ruhigen Dauerlauftempo

abspulen, ein empfehlenswertes Modell.

Gewicht Herren: 275 g (US 9)

Gewicht Damen: 238 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm (H) 13 mm (D) | Preis: 180,00 €

Gewicht Herren: 285 g (US 9)

Gewicht Damen: 250 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 140,00 €

Gewicht Herren: 266 g (US 9)

Gewicht Damen: 235 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 140,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

67 ——— LÄUFT.


IDEALE SCHUHE FÜR LÄUFER

MIT NORMALER BEINACHSE ODER O-BEINEN

DIADORA

MYTHOS BLUSHILD

HIP 5

MIZUNO

WAVE SKYRISE

MIZUNO

WAVE RIDER NEO

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Der Diadora Mythos Blushield Hip 5 ist ein Allrounder,

der kleinere Fehlstellungen im Laufstil

korrigieren kann und dabei mit einem angenehmen

Komfort überzeugt. Der Zusatz „Hip“ im Namen

bezieht sich – wie bei den anderen Modellen

von Diadora – lediglich auf das Obermaterial. Die

innovative Blushield-Technologie gleicht Asymmetrien

im Abrollverhalten aus. Die Hip-Variante

des Mythos Blushield Hip 5 bietet ein leicht reflektierendes

Upper. Dadurch kann der Schuh vor

allem bei Läufen in der Dunkelheit oder auf viel befahrenen

Straßen besonders gut erkannt werden.

SO LÄUFT ER SICH

Ein Schuh, der auf ultimativen Komfort ausgelegt

ist. Der neue Wave Skyrise verzichtet auf die bei

Mizuno so bekannte Pebax-Platte, macht sich

aber die Wave-Technologie dennoch zunutze.

Die zweiteilige Mittelsohle ist über die Wellenkonstruktion

verzahnt – und als drittes Element

gehört noch eine eingelegte Schicht aus PU-

Schaum (XPop) dazu – für das Extra an Komfort.

Diese Schicht ist beim Skyrise im hinteren Bereich

angeordnet, wodurch die Aufprallenergie besonders

gut abgefedert wird. Das weiche Obermaterial

rundet das „gemütliche“ Feeling ab.

SO LÄUFT ER SICH

Der Wave Rider Neo bietet ein völlig neues Laufschuh-Konzept.

Die Enerzy top-Mittelsohle erhöht

die Fähigkeit der Energierückgabe deutlich.

Auch weil sie sich unter der gesamten Fußlänge

erstreckt. Das Ergebnis ist ein federndes Laufgefühl.

Ein Wave Rider ohne Wave-Platte? Eigentlich

undenkbar – geht aber. Mizuno hat die leichteste

Version seiner Kern-Technologie in den Neo verbaut.

Kaum spürbar, hilft sie dem Läufer dabei, sicher

abzurollen. Innovativ ist die Insock-Konstruktion.

Ein herausnehmbarer Innenschuh, der sich

wie eine Socke anpasst.

TESTFAZIT & FACTS

Gut geeignet für Laufeinsteiger und geübte Läufer,

die einen verlässlichen Schuh für viele Laufkilometer

suchen.

TESTFAZIT & FACTS

Ein Schuh, der aufgrund seiner guten Dämpfung

vor allem Komfortliebhaber begeistert. Auch für

Einsteiger geeignet.

TESTFAZIT & FACTS

Mizuno hat einen flotten Neutralschuh mit vielen

neuen Features auf die Straße gebracht. Er kombiniert

Komfort und Leichtigkeit.

Gewicht Herren: 315 g (US 9)

Gewicht Damen: 260 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 140,00 €

Gewicht Herren: 300 g (US 9)

Gewicht Damen: 240 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 135,00 €

Gewicht Herren: 285 g (US 9)

Gewicht Damen: 235 g (US 7,5)

Sprengung: 12 mm | Preis: 170,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

68


WAS ZEICHNET DIESE SCHUH-MODELLE AUS?

Sie bieten ein hohes Maß an Dämpfung. Denn wer zu den durchschnittlich schweren Läufern gehört, kann das Plus an

Komfort in der Regel gebrauchen. Das Gewicht alleine ist aber nicht entscheidend. Durchtrainierte Läufer, können auch

deutlich weniger gut gedämpfte Schuhe tragen. Wenn aber die Rumpfkraft fehlt, lieber auf Komfort setzen.

MIZUNO

WAVE SKY 4

NEW BALANCE

FRESH FOAM MORE 2

NIKE

REACT INFINTY

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Mizuno setzt beim Wave Sky 4 auf Extra-Dämpfung.

Im Vergleich zum Vorgänger hat der Hersteller

das neu entwickelte Mittelsohlenmaterial

Enerzy verbaut. Es ist softer, bietet aber mehr

Energy-Return. In Kombination mit der „Foam

Wave“ – also der von Mizuno bekannten Wellenkonstruktion

– entsteht ein komfortables und zugleich

sicheres Laufgefühl. Durch die Verzahnung

der beiden unterschiedlich fest aufgeschäumten

Kunststoffe gewinnt der Wave Sky 4 an Seitenhalt.

Das Mesh-Obermaterial umfasst den Fuß

angenehm und bietet hohe Atmungsaktivität.

SO LÄUFT ER SICH

Schuhe mit sehr voluminösen Mittelsohlen und

viel Dämpfung sind Trend. Der Fresh Foam More

kam im vergangenen Jahr auf den Markt. Kein anderer

Laufschuh von New Balance bietet so eine

dicke Sohle. Wir fanden das erste Modell noch

nicht ganz „rund“, aber mit dem neuen Fresh Foam

X-Material hat die zweite Ausgabe des More absolut

gewonnen. Der Fresh Foam More 2 kommt erst

Anfang April in die Sportgeschäfte. Wer auf viel

Dämpfung und ein sehr softes Laufgefühl steht,

sollte sich den Termin schon mal besser vormerken.

SO LÄUFT ER SICH

Nike hat sich vorgenommen, einen Laufschuh zu

bauen, der dazu beitragen soll, dass Läufer weniger

verletzt sind. Das ist ziemlich ambitioniert,

wenn man weiß, dass die Verletzungsquote unter

Läufern trotz aller Weiterentwicklungen von Laufschuhen

nahezu unverändert ist. Gelingen soll das

mit dem React-Schaum, der in der Zwischensohle

in verschiedenen Härtegraden eingesetzt wird. So

ist der Schuh dort eher weich, wo es die Anatomie

des Laufens erfordert. Und an anderen Stellen

hart, sodass er Top-Stabilität bei gleichzeitig hervorragender

Dämpfung bietet.

TESTFAZIT & FACTS

Zielgruppe sind eindeutig Läufer, die maximalen

Komfort im Laufschuh schätzen. Der Wave Sky 4

ist für viele Laufkilometer konzipiert.

TESTFAZIT & FACTS

Zwei Zielgruppen bedient der Schuh: Läufer,

die lange Strecken lieben, und solche, die auf

ein Maximum an Komfort stehen.

TESTFAZIT & FACTS

Ein toller Schuh für alle, die bei jedem Tempo

komfortable Dämpfung mit Stabilität verbinden

wollen.

Gewicht Herren: 335 g (US 9)

Gewicht Damen: 275 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 170,00 €

Gewicht Herren: 271 g (US 9)

Gewicht Damen: 223 g (US 7,5)

Sprengung: 4 mm | Preis: 150,00 €

Gewicht Herren: 291 g (US 9)

Gewicht Damen: 229 g (US 7,5)

Sprengung: 9 mm (H) 8,4 mm (D) | Preis: 160,00 €

BEWERTUNG

BEWERTUNG

BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

69 ——— LÄUFT.


IDEALE SCHUHE FÜR LÄUFER

MIT NORMALER BEINACHSE ODER O-BEINEN

ON

CLOUDFLYER

SALOMON

SONIC 4 CONFIDENCE

SAUCONY

RIDE 13

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Die dämpfenden Cloud-Elemente gibt es bei den

vielen verschiedenen Modellen von On in unterschiedlichen

Varianten. Der Cloudflyer hat ein

sanft stabilisierendes Element im Bereich des

Mittelfußes und kombiniert damit Support mit

anschmiegsamem Tragekomfort. Der neue Mittelsohlenschaum

Helion dämpft den Aufprall bei

gleichzeitig hoher Reaktivität des Materials. Der

Oberschuh aus ultraleichtem Spezial-Mesh ist

auf optimale Luftzirkulation ausgelegt. Der leichte

Cloudflyer ist in der Zehenbox großzügig geschnitten

und gibt auch breiteren Füßen Platz.

SO LÄUFT ER SICH

Salomon hat unter dem Namen Sonic drei Modelle

entwickelt, die auf demselben Leisten aufbauen,

sich aber in Sachen Dämpfung, Dynamik und

Gewicht unterscheiden. Der Sonic 4 Confidence ist

der komfortabelste Schuh des Trios. Die wichtigste

Technologie heißt Optivibe – eine spezielle Kombination

aus Schaumstoffen, die so konstruiert

ist, dass Vibrationen beim Aufsetzen des Fußes

reduziert werden. Den Confidence 4 gibt es auch

besonders weit geschnitten, um auch Läufern mit

breiteren Füßen eine optimale Passform zu gewährleisten.

SO LÄUFT ER SICH

Der Ride 13 ist ein Neutralschuh-Klassiker von

Saucony. Die Zahl 13 könnte deinen Füßen Glück

bringen. Denn dem amerikanischen Hersteller

sind einige interessante Updates gelungen. Die

PWRRUN-Dämpfung ist softer abgestimmt als

beim Vorgänger. Die Außensohle wurde langlebiger

gemacht und die Formfit-Technologie des

Mesh-Obermaterials mit 3D-Prints kommt der

Passform zugute. Der Hersteller hat viele sinnvolle

Verbesserungen umgesetzt und dabei auf Experimente

verzichtet. Ganz sicher der beste Ride,

den Saucony in 13 Jahren gebaut hat.

TESTFAZIT & FACTS

Der Mix aus Stabilität, Komfort und Leichtigkeit

macht den Cloudflyer beliebt für Läufer, die variabel

im Tempo sein möchten.

TESTFAZIT & FACTS

Gut gedämpft und bei längeren Läufen bietet er

eine ausgewogener Stabilität – am besten auf

Asphalt und befestigten Wald- und Parkwegen.

TESTFAZIT & FACTS

Der Saucony Ride 13 ist ein neutraler Schuh für

nahezu jeden Einsatz. Er bietet Komfort und

Dämpfung, ohne auf Dynamik zu verzichten.

Gewicht Herren: 280 g (US 9)

Gewicht Damen: 210 g (US 7)

Sprengung: 7 mm | Preis: 170,00 €

Gewicht Herren: 277 g (US 9)

Gewicht Damen: 228 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 140,00 €

Gewicht Herren: 289 g (US 9)

Gewicht Damen: 264 g (US 7,5)

Sprengung: 8 mm | Preis: 140,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

70


›6:30

min/km

IDEALE SCHUHE FÜR ATHLETISCHE ODER

SCHLANKE LÄUFER MIT X-BEINACHSE

BROOKS

BEDLAM 2

BROOKS

RAVENNA 11

MIZUNO

WAVE KIZUNA

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

< 6:30

min/km

65 bis

74 kg

50 bis

59 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

< 6:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Das Laufgefühl, das der Brooks Levitate 3 Läufern

mit neutralem Abrollverhalten vermittelt, bietet der

Bedlam 2 dank seiner Guiderail-Technologie allen,

die sich etwas mehr Führung von einem Laufschuh

wünschen. Ansonsten sind beide Modelle sehr

ähnlich. Die Mittelsohle (DNA AMP) auf PU-Basis,

die einen hohen Energy-Return bietet, ist auch im

Bedlam 2 eingebaut. Das flachgestrickte Obermaterial

umfasst den Fuß super angenehm. „Angenehm

weich am Fuß mit besonders bequemer Ferse

zum Schutz vor Reizungen der Achillessehne“,

meinte einer der Händler nach seinen Testläufen.

SO LÄUFT ER SICH

Brooks setzt nun auch bei seinem leichtesten Stabilschuh

auf sein neues Stabilisationssystem: Die

„Guide Rails“. Diese stabilisieren den Fußaufsatz

und sorgen so für ein sicheres Abrollen, ohne in

die natürliche Laufbewegung einzugreifen. Mit

den oft massiven Stützen aus hartem Dämpfungsschaum

anderer Schuhe hat das nichts gemein.

Der Ravenna 11 ist optimal für Läufer, die eigentlich

keinen Stabil-Schuh benötigen und möchten,

sich aber wohler fühlen, wenn der Schuh etwas

Stabilität bietet. Dabei rollt der Schuh erstaunlich

dynamisch ab.

SO LÄUFT ER SICH

Die technologische Basis hat der Kizuna von

Mizunos erfolgreichstem Laufschuh bekommen

– vom aktuellen Wave Rider. Dazu gehören

die leichte Pebax-Wave-Platte und

die leichte Mittelsohle mit dem speziellen

U4ICX-Material unter der Ferse. Diese Kombination

macht den Kizuna zu einem Schuh, der

sich sehr stabil läuft, eine gewisse Führung

bietet und dabei gut gedämpft ist. Er ist zwar

keiner der ganz soften Vertreter, aber ein Laufschuh,

der dich auf allen Strecken bis hin zur

Marathon-Distanz souverän begleitet.

TESTFAZIT & FACTS

Ein Laufschuh, der ein federndes Laufgefühl

und gute Führungseigenschaften kombiniert.

Funktioniert auf kurzen und langen Distanzen.

TESTFAZIT & FACTS

Ein dynamischer Schuh, der mit 266 Gramm

(Männer-Größe US 9) mit das Leichteste ist, was

der Markt in Sachen Stabilschuhe zu bieten hat.

TESTFAZIT & FACTS

Guter Komfort, ausreichend Stabilität: Ein solider

Laufschuh für Läufer, die keine Experimente

machen möchten.

Gewicht Herren: 318 g (US 9)

Gewicht Damen: 281 g (US 7,5)

Sprengung: 8 mm | Preis: 180,00 €

Gewicht Herren: 266 g (US 9)

Gewicht Damen: 235 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 140,00 €

Gewicht Herren: 280 g (US 9)

Gewicht Damen: 235 g (US 7,5)

Sprengung: 12 mm | Preis: 130,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

71 ——— LÄUFT.


EQUIPMENT & MODE

IDEALE SCHUHE FÜR ATHLETISCHE LÄUFER

MIT NORMALER BEINACHSE ODER O-BEINEN

ADIDAS

ULTRABOOST 20

ADIDAS

SOLARGLIDE 3

ASICS

NOVABLAST

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

65 bis

74 kg

50 bis

59 kg

4:30-5:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Der Adidas Ultraboost 20 bietet noch mehr

Boost-Material im Bereich des Mittelfußes. Das

Laufgefühl ist dementsprechend weich und bouncy,

aber nicht schwammig. Das sockenähnliche

Obermaterial ist vom ersten Moment an sehr

angenehm und passt sich dem Fuß perfekt an.

Der Schuh ist durch und durch bequem und bietet

auch breiteren Füßen ausreichend viel Platz.

Durch die verstärkte Fersenpartie bietet der Ultraboost

guten Halt. Wie bei allen Adidas-Modellen

sorgt auch hier die Cotinental-Sohle für den perfekten

Grip, auch auf nassem Asphalt.

SO LÄUFT ER SICH

Der adidas SolarGlide 3 verbindet Komfort und

Performance. Souverän spult er Kilometer für

Kilometer ab. Als neutraler Laufschuh greift er

kaum in deinen Bewegungsablauf ein. Dass du

dennoch ein stabiles Laufgefühl hast, liegt am Torsion-System,

das den Abrollvorgang optimiert. Die

aufgenähten Verstärkungen (Tailored Fibre Placement),

geben dir einen guten seitlichen Halt. Das

Boost-Material sorgt für eine gute Dämpfung und

ist in der Lage, dir viel Energie zurückzugeben. Top

ist die Continental-Sohle, die dir auch bei Nässe

viel Grip und ein rutschfestes Lauferlebnis bietet.

SO LÄUFT ER SICH

Der stetige Drang nach vorne ist sicher das auffälligste

Merkmal des neuen Asics Novablast. Der

„Bounce-Effekt“ treibt an. Der Novablast funktioniert

zwar auch im moderaten Tempo, aber den

größten Spaß-Faktor hat man bei flotteren Läufen

oder einem Fahrtspiel. Was bringt der Schuh

sonst noch mit: Eine sehr abriebfeste Sohle, die

guten Grip bietet. Und ein Obermaterial aus Jacquard-Mesh,

das die Luft sehr gut um den Fuß zirkulieren

lässt sowie ausreichend Halt bietet. Die

Innovation bleibt aber die Flytefoam-Mittelsohle

(FF Blast), die wirklich anders ist.

TESTFAZIT & FACTS

Ein angenehm gedämpfter Laufschuh, der auch

eine gewisse Dynamik verspricht. Besonders

geeignet für Freizeitläufer.

TESTFAZIT & FACTS

Für längere Trainingsläufe und den häufigen

Einsatz ist der langlebige SolarGlide 3 ein toller

Begleiter.

TESTFAZIT & FACTS

Für kurze Strecken super gut geeignet, auch längere

Distanzen bis hin zum Halbmarathon funktionieren.

Spaß dabei garantiert!

Gewicht Herren: 310 g (US 9)

Gewicht Damen: 282 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 180,00 €

Gewicht Herren: 312 g (US 9)

Gewicht Damen: 312 g (US 9)

Sprengung: 10 mm | Preis: 140,00 €

Gewicht Herren: 265 g (US 9)

Gewicht Damen: 220 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 140,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

72


SCHMERZEN?

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IDEALE SCHUHE FÜR ATHLETISCHE LÄUFER

MIT NORMALER BEINACHSE ODER O-BEINEN

BROOKS

LEVITATE 4

HOKA ONE ONE

CLIFTON EDGE

HOKA ONE ONE

CLIFTON 7

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Den Levitate 4 hat Brooks um 20 Prozent leichter

gemacht. Am meisten wurde beim Mittelsohlenmaterial

gespart. Die Dämpfungseigenschaften

und die hohe Energierückgabe haben darunter

nicht gelitten. Dass der Levitate schon bei seiner

Einführung 2017 eine große Fangemeinde hatte,

lag vor allem am Highlight des Schuhs: der energierückführenden

Mittelsohle (DNA AMP). Die ist

natürlich auch bei der mittlerweile vierten Version

dabei – nur eben noch leichter, noch lauffreudiger.

Das „Flat Knit Upper“-Obermaterial ist weicher und

atmungsaktiver als beim Vorgänger geworden.

SO LÄUFT ER SICH

Der Clifton Edge ist anders. Seine charakteristische

Fersenform ermöglicht eine besonders weiche

Landung. Die Mittelsohle aus drei Elementen

sorgt im Zusammenspiel mit der Hoka-typischen

Rocker-Technologie für ein komfortables Abrollverhalten.

Die breite Auflagefläche der Außensohle

bringt ein Plus an Stabilität. Der hochgezogene

Fersenbereich hilft nicht nur beim Anziehen des

Schuhs, die gesamte Fersenkonstruktion bietet

maximalen Halt und ist so weich gepolstert, dass

nichts drückt oder reibt. Das Obermaterial aus einem

TPU-Garn gibt viel Halt im Schuh.

SO LÄUFT ER SICH

Der Clifton ist fast schon ein Klassiker mit besten

Allrounder-Eigenschaften. Hoher Komfort, geringes

Gewicht, Top-Materialien und sehr gute Abrolleiegnschaften

überzeugen auch beim Clifton 7.

Gegenüber dem Vorgänger wurde die Atmungsaktivitä

t durch eine veränderte Obermaterial-Konstruktion

verbessert. Die ganzheitlich komprimierte

EVA Mittelsohlenkonstruktion erzielt noch bessere

Dä mpfung bei gleichzeitig reduziertem Gewicht.

Geblieben ist der Meta-Rocker – also die gebogene

Mittelsohle, die das besondere Lauferlebnis in

einem Schuh von Hoka One One ausmacht.

TESTFAZIT & FACTS

Besonders Läufer, die nach einem federnden

Laufgefühl mit hoher Energierückgabe suchen,

sind beim Levitate 4 bestens aufgehoben.

TESTFAZIT & FACTS

Läuft sich dynamischer als er aussieht und ist

auch für kürzere Läufe geeignet. Sein großes Potenzial

spielt er auf längeren Distanzen aus.

TESTFAZIT & FACTS

Er ist leicht, komfortabel und kann auch flotter

gelaufen werden. Macht auf Strecken von 5 Kilometern

bis zum Marathon extrem viel Spaß.

Gewicht Herren: 292 g (US 9,5)

Gewicht Damen: 261 g (US 7,5)

Sprengung: 8 mm | Preis: 170,00 €

Gewicht Herren: 252 g (US 9)

Gewicht Damen: 222 g (US 7,5)

Sprengung: 5 mm | Preis: 160,00 €

Gewicht Herren: 247 g (US 9)

Gewicht Damen: 201 g (US 7,5)

Sprengung: 5 mm | Preis: 140,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

74


WAS ZEICHNET DIESE SCHUH-MODELLE AUS?

Athletische Läufer sind meist keine absoluten Leichtgewichte. Sie sind muskulär gut ausgebildet, vielleicht auch regelmäßig

im Fitnessstudion aktiv. Sie brauchen ein gewisses Maß an Dämpfung, mit normaler oder leichter O-Beinstellung

aber keinen stark führenden Schuh. Auch eine responsive Mittelsohle würden wir solchen Läufern durchaus empfehlen.

KARHU

SYNCHRON ORTIX

KARHU

IKONI ORTIX

NEW BALANCE

880 V10

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

< 6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Hersteller Karhu hat dem Modell Synchron Ortix

ein klasse Update verpasst. Herzstück des neuen

Synchron Ortix ist eine Mittelsohle aus PU (Aerfoam

Nova), die in Verbindung mit der ebenfalls

überarbeiteten Composite-Fulcrum-Technologie,

die die Abrollbewegung von der Ferse bis zu den

Zehen aktiv unterstützt, toll harmoniert und den

Schuh auch langlebiger macht. „Eine gelungene

Kombination aus Komfort und Dynamik“, meinte

ein Tester. Was auch an dem ebenfalls neuen

Obermaterial aus gestricktem Mesh und der

asymmetrischen Schnürung liegt.

SO LÄUFT ER SICH

Karhu ist auf dem Weg zurück. Die Traditionsmarke,

einst in Finnland gegründet,

hat mit dem Ikoni Ortix einen technologisch

sehr ausgewogenen Schuh am Start. Ein

ergonomisch geformter Leisten (der auf

den Erkenntnissen von mehr als 100.000

Fuß-Scans beruht), das leichte Mittelsohlen-Material

Aerofoam und die Kerntechnologie

Fulcrum machen den Ikoni Ortix

zu einem komfortablen Schuh für viele Kilometer.

Passform und Haltbarkeit haben

sehr viele Testläufer überzeugt.

SO LÄUFT ER SICH

Der New Balance 880 V10 hat ein deutliches Update

bekommen. Die Mittelsohle besteht aus dem

neuen Fresh Foam X-Material. Etwas softer, aber

auch reaktiver ist der Schuh geworden. Unseren

Testern hat das Update gefallen – auch wenn

sich die große Fangemeinde erst daran gewöhnen

muss. Für einen gut gedämpften Schuh läuft er

sich sehr dynamisch. Das Hypoknit-Obermaterial

ist atmungsaktiv, schmiegt sich dem Fuß angenehm

an und bietet gleichzeitig ausreichend Platz

im Bereich der Zehen. Die zweigeteilte Fersenkappe

gibt dem Fuß zusätzliche Stabilität.

TESTFAZIT & FACTS

Ein Laufschuh, der für Läufer mit neutralem

Abrollverhalten auch für lange Strecken geeignet

ist. Sehr gute Verarbeitung.

TESTFAZIT & FACTS

Ein besonders langlebiger, wertiger Laufschuh

mit sinnvollen Technologien für Läufer, die einen

Mix aus Komfort und Stabilität schätzen.

TESTFAZIT & FACTS

Der New Balance 880 V10 ist ein beliebter,

komfortabler Neutralschuh, mit dem sich viele

Trainings-Kilometer sammeln lassen.

Gewicht Herren: 360 g (US 9)

Gewicht Damen: 300 g (US 7,5)

Sprengung: 8 mm | Preis: 160,00 €

Gewicht Herren: 310 g (US 9)

Gewicht Damen: 255 g (US 7,5)

Sprengung: 8 mm | Preis: 135,00 €

Gewicht Herren: 304 g (US 9)

Gewicht Damen: 256 g (US 7)

Sprengung: 10 mm | Preis: 140,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

75 ——— LÄUFT.


IDEALE SCHUHE FÜR ATHLETISCHE LÄUFER

MIT NORMALER BEINACHSE ODER O-BEINEN

NIKE

PEGASUS 37

ON

CLOUDFLOW

SALOMON

PREDICT 2

65 bis

74 kg

50 bis

59 kg

4:30-5:30

min/km

65 bis

74 kg

50 bis

59 kg

4:30-5:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

5:30-6:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Nikes Klassiker ist schon in der 37. Auflage erhältlich.

In diesen vergleichsweise günstigen Schuh,

mit dem Läufer schon seit den 1980er-Jahren ihr

Training absolvieren, fließen immer wieder die

neuesten Erkenntnisse in Sachen Laufschuhdesign

ein. Statt Cushlon kommt in der Zwischensohle

jetzt das React-Material von Nike zum Einsatz,

das bei jedem Schritt deutlich mehr Energie

zurückgibt. Das traditionell im Pegasus verbaute

Zoom Air-Element, das für Top-Dämpfung sorgt,

ist im Zuge der Zwischensohlen-Veränderungen

jetzt ausschließlich unter dem Vorfuß präsent.

SO LÄUFT ER SICH

Der Cloudflow ist mit 18 Cloud-Elementen bestückt.

„Speedboard“ nennt der Hersteller die

Konstruktion der Mittelsohle mit den 18 Kammern,

die beim neuen Cloudflow aus Helion-Superfoam

gefertigt sind. Dieses neue Material mindert die

Wucht des Aufpralls noch besser. Die erhöhte

Reaktivität des Materials macht den Schuh dynamischer

als den Vorgänger. Ein neuartiges

Schnürsystem sorgt zudem für mehr Support. Das

Obermaterial des Cloudflow besteht aus einem

Mesh-Gewebe, das mit mehreren Stützelementen

verstärkt ist. Sehr hochwertig verarbeitet.

SO LÄUFT ER SICH

Der komplett überarbeitete Salomon Predict 2

sorgt im Vergleich zum Vorgänger für ein deutlich

dynamischeres Laufgefühl. Das Modell bietet

viel Flexibilität. Der neue Infiniride-Schaum

dämpft softer, ohne ein schwammiges Laufgefühl

zu vermitteln. Die anatomische Entkopplung von

Zwischen- und Außensohle sorgt für eine geringere

Belastung der Gelenke und vermittelt ein geschmeidiges

Laufgefühl. Eine spezielle Plattform

an der Außensohle verbessert die Stabilität, wenn

der Läufer sie braucht. Der Schuh kommt ohne Innennähte

aus – für minimale Reibung.

TESTFAZIT & FACTS

Ein toller Trainingsschuh für alle Läufer, die ohne

große Probleme viele Kilometer abspulen wollen.

Gerne auch mal flotter.

TESTFAZIT & FACTS

Ein dynamischer Schuh, der für die Straße gemacht

ist. Der Schuh ist direkt, kann aber auch im

ruhigen Tempo gelaufen werden.

TESTFAZIT & FACTS

Ein interessanter Mix aus Flexibilität, mittlerer

Dynamik und Komfort. Für Sportler vom Einsteiger

bis zum Halbmarathon-Läufer geeignet.

Gewicht Herren: 285 g (US 10)

Gewicht Damen: 235 g (US 9,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 120,00 €

Gewicht Herren: 235 g (US 9)

Gewicht Damen: 198 g (US 7,5)

Sprengung: 6 mm | Preis: 150,00 €

Gewicht Herren: 260 g (US 9)

Gewicht Damen: 220 g (US 7,5)

Sprengung: 8 mm | Preis: 160,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

76


›6:30

min/km

IDEALE SCHUHE FÜR SCHLANKE LÄUFER

MIT NORMALER BEINACHSE ODER O-BEINEN

ADIDAS

ADIZERO BOSTON 9

ADIDAS

ADIZERO PRO

BROOKS

HYPERION TEMPO

65 bis

74 kg

50 bis

59 kg

4:30-5:30

min/km

65 bis

74 kg

50 bis

59 kg

4:30-5:30

min/km

65 bis

74 kg

50 bis

59 kg

4:30-5:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Der Adizero Boston 9 ist ein Schuh für Läufer, die

gerne schnell unterwegs sind. Die Mittelsohle besteht

zum einen aus Boost Material, das Energie

zurückgibt und sehr responsiv reagiert. Zum anderen

hat Adidas ein neues und sehr leichtes Material

auf EVA-Basis eingebaut: Lightstrike heißt

diese Technologie. Sie tut dem Schuh sehr gut,

der dadurch noch ein bisschen leichter geworden

ist. Neu ist auch das extrem leichte und nahtfreie

Obermaterial, das dem Schuh mehr Halt gibt. Die

angenehm breite Zehenbox und die griffige Continental-Sohle

runden das Paket des Boston 9 ab.

SO LÄUFT ER SICH

Der Adidas Adizero Pro ist nicht mit dem Adizero

Adios Pro (siehe Seite 54) zu verwechseln. Adidas‘

erster Schuh mit Carbon-Platte ist deutlich flacher

und schlanker als der Adios Pro. Die Carbon-Platte

macht den Laufschuh gewollt steif, damit bei

der Abrollbewegung im Zehengrundgelenk wenig

Energie verloren gehen kann. In die Sohle ist eine

um 30 Grad gebogene Carbitex-Carbon-Platte

eingebettet. Umgeben ist sie vom Boost-Material,

das die nötige Dämpfung beschert. Der Adizero

Pro ist nicht sonderlich komfortabel. Die Continental-Sohle

sorgt für perfekten Grip. Auch bei Nässe.

SO LÄUFT ER SICH

Der Hyperion Tempo von Brooks ist ein sehr dynamischer

Schuh. Der neuen Mittel sohle aus

DNA-Flash wurde Stickstoff zugesetzt – das Ergebnis

ist eine hervorragende Energierückgabe

bei minimalem Gewicht und erstaunlich komfortabler

Dämpfung. Das macht den Schuh zu einem

besonders lauffreudigen Racer. Der Vorfußbereich

ist bewusst breiter konstruiert. Für mehr Zehenfreiheit,

auch die Auflagefläche der Außensohle

ist angenehm breit, was der Stabilität des Schuhs

entgegenkommt. Das Obermaterial aus Stretchgewebe

passt wunderbar zum Hyperion Tempo.

TESTFAZIT & FACTS

Ein schneller Laufschuh, der auf Performance

ausgelegt ist. Toller Materialmix, der viel Tempo

und Laufspaß verspricht.

TESTFAZIT & FACTS

In Kombination mit dem geringen Gewicht ein

Schuh, der für neue Bestzeiten gemacht ist. Eher

für schmale Füße geeignet.

TESTFAZIT & FACTS

Ein leichter wie komfortabler Laufschuh, der sich

auf befestigten Wegen wie Asphalt am wohlsten

fühlt.

Gewicht Herren: 239 g (US 9)

Gewicht Damen: 196 g (US 7,5)

Sprengung: 10 mm | Preis: 140,00 €

Gewicht Herren: 225 g (US 9)

Gewicht Damen: 186 g (US 7,5)

Sprengung: 8,5 mm | Preis: 180,00 €

Gewicht Herren: 210 g (US 9)

Gewicht Damen: 188 g (US 7,5)

Sprengung: 8 mm | Preis: 150,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

78


WAS ZEICHNET DIESE SCHUH-MODELLE AUS?

Schlanke Läufer sind meist Leichtgewichte. Sie benötigen weniger Dämpfung. Und wenn sie eine normale oder leichte

O-Beinstellung haben, auch keine zusätzliche Führung durch den Schuh. Über den Trainingszustand sagen Gewicht und

Körperbau des Läufers aber noch nichts aus. Dazu bitte die Pace-Angaben bei den Schuhen beachten.

DIADORA

MYTHOS BLUSHIELD

FLY

HOKA ONE ONE

CARBON X

SAUCONY

ENDORPHINE SPEED

65 bis

74 kg

50 bis

59 kg

4:30-5:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

4:30-5:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

4:30-5:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Schon der Name „Fly“ verrät: Der Schuh kümmert

sich darum, dass du schnell wieder in die Flugphase

kommst. Der Absatz ist so konstruiert, dass die

Abrollbewegung nach dem Fußaufsatz aktiv unterstützt

wird. Der Mythos Blushield Fly 3 besitzt

weniger Dämpfung, dafür mehr Reaktivität. Es ist

das leichteste Modell der Blushield-Serie des italienischen

Herstellers. Neben der Blushield-Technologie

(siehe Mythos Blushield Hip 5 auf Seite

68) besitzt auch der Fly 3 die atmungsaktive Ortholite-Einlegesohle,

die dafür sorgt, dass angenehmes

Klima im Schuh herrscht.

SO LÄUFT ER SICH

Die Idee, ein Carbon-Element in die Mittelsohle

zu integrieren, entstand bei Hoka One One

schon vor einigen Jahren. Im Frühsommer 2019

feierte der Carbon X Premiere. Der Schuh verfügt

über einen extremen Rocker, was dazu

führt, dass er sich weniger „steif“ anfühlt als andere

Laufschuhe mit einer Carbon-Platte. Das

leichte und dünne Obermaterial ist sehr fest,

sodass der Fuß den nötigen Halt im Schuh hat.

Wie bei anderen Carbon-Modelle will auch der

Carbon X flott gelaufen werden. Toller Schuh für

Wettkampf und Tempotraining.

SO LÄUFT ER SICH

Der Saucony Endorphin Speed ist ein Schuh für

sehr schnelle Einheiten. In seiner Mittelsohle befindet

sich eine eingebaute Platte aus Nylon statt

Carbon. Diese S-förmige Nylon-Platte kann auch

weniger schnellen und athletischen Läufern Vorteile

im Vortrieb verschaffe. Die Mittelsohle des

Endorphin Speed ist aus dem neu von Saucony

entwickelten PWRRUN PB Dämpfungsmaterial

konstruiert. Laut Saucony ermöglicht das Material

eine Energierückgewinnung von 88 Prozent

und ist 40 Prozent leichter als herkömmliches

EVA-Material.

TESTFAZIT & FACTS

Ein Schuh für schnellere Läufer, die mehr Reaktivität

möchten, um bei flotten Trainingsläufen

und im Wettkampf ihr Bestes zu geben.

TESTFAZIT & FACTS

Wen das Thema Carbonplatte im Schuh reizt,

findet im Carbon X einen gut laufbaren und weniger

steifen Schuh.

TESTFAZIT & FACTS

Für schnelle Läufe auf Bahn oder Straße geeignet.

Wegen der in der Mittelsohle verbauten Nylon-Platte

eher für gut trainierte Läufer.

Gewicht Herren: 290 g (US 9,5)

Gewicht Damen: 225 g (US 7)

Sprengung: 10 mm | Preis: 130,00 €

Gewicht Herren: 241 g (US 9)

Gewicht Damen: 204 g (US 7,5)

Sprengung: 5 mm | Preis: 180,00 €

Gewicht Herren: 221 g (US 9)

Gewicht Damen: 192 g (US 7,5)

Sprengung: 8 mm | Preis: 180,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

79 ——— LÄUFT.


SCHUHE FÜR LÄUFER

DIE IM GELÄNDE UNTERWEGS SEIN WOLLEN

HOKA ONE ONE

TORRENT 2

NEW BALANCE

FRESH FOAM HIERRO

V5

SALOMON

WILDCROSS

65 bis

74kg

50bis

59 kg

5:30-6:30

min/km

75 bis

90 kg

60 bis

74 kg

< 6:30

min/km

65 bis

74kg

50bis

59 kg

5:30-6:30

min/km

SO LÄUFT ER SICH

Bereits das Vorgängermodell des Torrent 2 konnte

die Trailrunning-Community überzeugen. Mit dem

geländegängigen Modell versucht Hoka One One

an den Erfolg anzuknüpfen – und hat den Schuh

noch etwas besser gemacht. Er ist etwas leichter

und damit schneller und aggressiver geworden.

Das Mesh-Obermaterial besteht zu 30 Prozent

aus recyceltem Unifi-Heprive-Garn. Es ist strapazierfähig

und schmiegt sich sehr gut dem Fuß an.

Die Dämpfung ist ein wenig reduziert, aber genau

richtig für schnelles und direktes Laufen. Die griffige

Sohle packt in jedem Gelände ordentlich zu.

SO LÄUFT ER SICH

Der Fresh Foam Hierro geht schon in die fünfte

Generation. Es ist der beliebteste Trailschuh von

New Balance. Und auch der Beste. Das Obermaterial

ist ein bisschen fester, um den Fuß besser

zu schützen und ihm mehr Stabilität zu geben. Die

Zwischensohle besteht aus der von New Balance

entwickelten Fresh Foam-Dämpfung, die angenehmem

responsiv reagiert und nicht zu weich ist.

Die Außensohle stammt von Spezialist Vibram, der

eine Sohle mit Megagrip-Mischung für exzellente

Traktion beisteuert. Das Profil ist ausreichend, um

in jedem Gelände zu bestehen.

SO LÄUFT ER SICH

Der neue Wildcross mag es nass und matschig.

Seine multidirektional angeordneten Stollen packen

beherzt zu, wenn der Boden weich ist. Das

macht richtig Spaß im Gelände. Dank der Sensifit-Technologie

wird der Halt des Fußes im Schuh

verbessert, was im Gelände bei vielen Richtungswechseln

wichtig ist. Und das wasserabweisende

Material sorgt dafür, dass die Füße nicht allzu

schnell nass werden. Das zweite wichtige Merkmal

eines Geländeschuhs ist die Außensohle. Mit

seiner Contagrip-Vollgummi-Sohle beweist der

Wildcross eine starke Traktion.

TESTFAZIT & FACTS

Ob Wälder, anspruchsvolle Trails oder steinige

Pfade – der schnelle Torrent 2 überzeugt auf jedem

Untergrund.

TESTFAZIT & FACTS

Ein komfortabler, aber nicht zu weicher Trailschuh

für viele Laufkilometer auf anspruchsvollem

Terrain.

TESTFAZIT & FACTS

Flotter Trailrunning-Schuh mit viel Grip auf weichen

Böden. Bei Matsch und Nässe fühlt er sich

am wohlsten.

Gewicht Herren: 255 g (US 9)

Gewicht Damen: 215 g (US 7,5)

Sprengung: 5 mm | Preis: 130,00 €

Gewicht Herren: 359 g (US 9)

Gewicht Damen: 298 g (US 7,5)

Sprengung: 8 mm | Preis: 140,00 €

Gewicht Herren: 290 g (US 9)

Gewicht Damen: 255 g (US 7,5)

Sprengung: 8 mm | Preis: 130,00 €

BEWERTUNG BEWERTUNG BEWERTUNG

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Dämpfung

wenig

mittel

stark

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Führung

kaum

mittel

extra

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Dynamik

gering

mittel

hoch

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Bodengefühl

direkt

reaktiv

komfortabel

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

Traktion

gering

mittel

stark

80


GESAS

KOLUMNE


ÜBERS FALLEN.

UND ÜBERS WIEDER

AUFSTEHEN


↦ Gesa Krause ist eine der populärsten

deutsche Läuferinnen. Bei

der Leichtathletik-WM in Doha

begeisterte sie 2019 das Publikum

mit Bronze über 3000 Meter Hindernis.

In LÄUFT. gibt die 28-Jährige

vom Verein Silvesterlauf Trier

ganz persönliche Einblicke in ihren

sportlichen Alltag. Diesmal

schreibt sie über die große Enttäuschung,

die sie bei den Deutschen

Meisterschaften erlebt hat, als sie

das Rennen aufgab. Und welche

Erkenntnisse sie daraus zieht.

Wenn ich zu Sarkasmus neigen würde,

was ich ausdrücklich nicht tue, dann

würde ich sagen: Gut, dass bei den

Deutschen Meisterschaften in Braunschweig

keine Zuschauer im Stadion

Augenzeuge meines Debakels wurden.

Nach Spott ist mir auch Tage später

nicht zumute, denn das Rennen von

Braunschweig war sehr schmerzhaft für

meinen Körper und für meine Seele. Ich

hatte hart trainiert – trotz der Olympia-Absage

für 2020. Ich wollte meinen

sechsten nationalen Titel in Folge gewinnen.

Jeder – mich eingeschlossen –

dachte: Na klar, Gesa macht das schon.

Ich hatte ja auch sehr gut trainiert. Am

Ende aber standen die drei Großbuchstaben

DNF (für „Did Not Finish“, zu

deutsch: aufgegeben) hinter meinem

Namen.

Erklärungen? Wenn das so einfach

wäre. Irgendwie war mein Körper nicht

bereit für einen Wettkampf, nicht

erholt. Als ob ich die Gesamtbelastung

der vergangenen beiden Jahre in meinen

Beinen und auf meinen Schultern

gespürt hätte. Dieses lähmende Gefühl

kam überraschend. Das Risiko der kurzfristigen

Anreise aus dem Höhentraining

in Davos – meine Verantwortung.

Der Temperaturschock von acht Grad

in den Schweizer Bergen auf über 30

Grad in Niedersachsen – keine Entschuldigung.

Ich habe die Erkenntnis

mitgenommen, dass ich keine Maschine

bin. Habe einmal mehr erfahren, dass

Höhen und Tiefen zum Sport gehören.

Erfolg zu haben und zu fallen. Die alte

Lehre: Aufstehen ist das Entscheidende

– wie bei der WM 2017 in London, als

ich nach einem Sturz das Rennen noch

als Neunte gefinisht habe.

Übrigens: Eine DM ohne Zuschauer,

bedingt durch Corona, und die

sprichwörtliche Geister-Atmosphäre

im Stadion – das ist völlig surreal. Du

stehst an der Startlinie, du blickst in

die Kamera, lächelst und winkst denen

zu, die am Bildschirm zusehen. Dabei

leben wir von den Emotionen im

Stadion, sie treiben uns Spitzensportler

an. Das kann jeder nachvollziehen, der

einmal an einem großen City-Marathon

teilgenommen hat und sich eins gefühlt

hat mit den vielen tausend Zuschauern

am Straßenrand.

Grundsätzlich bin ich wie die anderen

Athletinnen und Athleten sehr dankbar

dafür, dass wir in diesem verflixten

Corona-Jahr überhaupt die Möglichkeit

bekommen haben, zu einer Deutschen

Meisterschaft anzutreten. Ich bin dabei

gescheitert – aber ich weiß, dass wieder

bessere Zeiten kommen. Für mich, aber

nicht zuletzt auch mit Zuschauern im

Stadion. Hoffentlich ganz bald!

Gesa Krause

Gesa Felicitas Krause wurde fünfmal in Folge von der laufen.de-Community zu Deutschlands „Läuferin des Jahres“ gewählt.

Die 28-Jährige ist zweimalige Europameisterin und war zweimal WM-Dritte über 3000 Meter Hindernis. Sie lief bei Olympischen Spielen auf den

sechsten und siebten Rang. Mit 9:03,30 Minuten hält sie den deutschen Rekord über 3000 Meter Hindernis.

gesa-krause.de

81 ——— LÄUFT.



DEM SCHMERZ

DAVONLAUFEN.

GEHT DAS?


› LAUFEN.DE FRAGT, DIE COMMUNITY ANTWORTET ‹

Es ist für jeden, der läuft, eine schwierige Entscheidung:

Was tun, wenn es beim Laufen irgendwo zwickt? Wir haben auf

Facebook und Instagram gefragt, wer mit Schmerzen läuft und

wer nicht. Und das waren einige der Antworten.

STELLENANZEIGE

Die Laufcampus GmbH aus Euskirchen ist ein

spannendes Unternehmen im Sportbereich. Wir

veranstalten Laufseminare auf Mallorca und in

Deutschland, bieten Laufkurse an und bilden mit

unserer Akademie Lauftrainer aus.

Wir bieten Arbeitsplätze in den Bereichen

DANIEL STRAZELLA,

36 JAHRE, AICHWALD

„Bisher bin ich einmal kurz vor einem Marathon

2019 mit Archilessehnen-Beschwerden gelaufen.

Deshalb bin ich den Marathon dann sicherheitshalber

nicht gelaufen. Seitdem mache ich deutlich

mehr Stabitraining, Yoga, Beweglichkeitstraining

und setze auch die Blackroll regelmäßig ein.“

Ausbildung Kaufmann-/Kauffrau

für Büromanagement

Ausbildung Dualer Bachelor Sportbusiness

Management (IST)

Wir erwarten von Ihnen die Liebe zum Sport,

gerne zur Leichtathletik und zum Laufen, gute

Zeugnisse und einen frischen persönlichen

Auftritt. Doch zunächst überzeugen Sie uns bitte

mit einer flotten Bewerbung. Schreiben Sie uns,

warum gerade Sie bei uns ausgebildet werden

möchten und welcher dieser Ausbildungsberufe

genau der richtige für Sie ist.

Richten Sie Ihre Bewerbung bitte an Andreas Butz

und senden Sie diese an jobs@laufcampus.com

Laufcampus GmbH – Eifelring 28 –

53879 Euskirchen – www.laufcampus.com

CHRISTINA LAZAR,

45 JAHRE, HERDECKE

„Es kommt immer auf den Schmerz

an. Ich habe häufiger das Problem,

dass mein unterer Lendenwirbel „zu“

ist und teilweise strahlt das in die

Hüfte und in den Po. Ärzte konnten

mir bisher nur mit einem Physiotherapeuten-Rezept

helfen. Das sind meine

Götter, wenn es bei mir wegen solcher

Probleme mal nicht läuft!"

82


Fotos: privat

GESUNDHEIT

——

ERNÄHRUNG

ANNIKA MÖRSDORF,

39 JAHRE, OBERURSEL

„Vergangenes Jahr hatte ich eine Woche vor meinem Saisonhöhepunkt,

dem Spartan Trifecta Wochenende in Oberndorf,

eine Überlastungsreaktion an meinen Adduktoren und Abduktoren.

Ich konnte nur noch mit Schmerzen humpeln. Trotzdem

bin ich an den Start gegangen. Nach dem Startschuss waren

die Schmerzen mit den ersten Schritten weg. Das war der pure

Wille und es lag wahrscheinlich am Adrenalin. Ich habe die

drei Rennen an einem Wochenende gefinished. Danach habe

ich aber vier Wochen Pause für die Beine gemacht.“

RALF

WESTER,

48 JAHRE,

LINGEN

„Ich habe seit drei Monaten Probleme:

Die Innenseite meines linken

Knies schmerzt! Wenn ich losgelaufen

bin, schmerzte es. Nach zwei

Kilometern war der Schmerz dann

weg, kam aber nach 8 Kilometern

wieder! Ich bin trotz Schmerzen

weitergelaufen, nur langsamer. Nun

mache ich aber eine Laufpause,

weil es zuletzt nur noch schmerzte.

Was das Problem ist, weiß ich noch

nicht.“

„Die besten Trainingspläne im Internet“

Unter www.laufcampus-training.com finden

Läufer und Laufanfänger nach meiner Überzeugung

die besten Trainingspläne im Internet.

Pläne für den perfekten Start in die Laufkarriere,

für 5 und 10 Kilometer, Halbmarathon

und Marathon.

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vielfältigen Funktionen, z. B. Upload von Ist­

Trainings, Trainingsglossar mit vielen Videos,

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Viel Freude und Erfolg beim Laufen wünscht

dir dein Coach Andreas Butz.

1. Potenzial ermitteln 2. Trainingsplan generieren 3. Vier Wochen gratis trainieren


GESUNDHEIT & ERNÄHRUNG

› DIE PERFKTE


TRAININGSZEIT ‹

MORGENS

ODER ABENDS

LAUFEN?


Text: Dr. Matthias Marquardt | Foto: iStock (lzf), Spomedis

84


Morgens nach dem Aufstehen oder Frühstück.

Oder doch lieber abends nach der Arbeit.

Wann ist eigentlich die beste Zeit fürs Laufen?

Dr. Matthias Marquardt erklärt, weshalb die

Trainigszeit eigentlich halb so wichtig ist.

↦ Tja, wann laufe ich nur? Diese Frage

scheint besonders diejenigen umzutreiben,

die eigentlich sowieso kaum zum

Laufen kommen, weil sie a) so viel Stress

haben oder b) ihren inneren Schweinehund

einfach nicht ü berwinden können.

Selbstverständlich wü rden sie gern laufen,

das sei ja auch gesund, aber in ihrer

speziellen Situation gehe das eben einfach

nicht, das mü sse man doch verstehen.

Ja, das verstehe ich, denn ich weiß,

dass das Leben hart und gemein ist.

Was ich aber nicht verstehe, ist, warum

genau diese Menschen – wenn

sie dann doch beschließen, in naher

Zukunft einmal laufen zu gehen, unbedingt

eine wissenschaftliche Erörterung

darü ber brauchen, ob der

sportliche Akt morgens oder abends

stattfinden soll. Die Überlegungen dahinter

sind schnell durchschaut: Bei

fünf Kilogramm Übergewicht will man

natü rlich das Optimum rausholen,

wenn man nach Jahren der Inaktivität

nun endlich plant, einige Kilokalorien

zu verbrennen. Wenn der Magen einmal

nicht gefü llt ist, dann muss der

Körper schließlich Fette verbrennen.

Also muss es doch besser sein, morgens

zu laufen, nicht wahr?

Nun, auch Leistungssportler kennen

Unser Experte

Dr. Matthias Marquardt ist einer der

bekanntesten Sportmediziner in

Deutschland. Der Internist hat sich auf

Check-up-Medizin und die Behandlung

von Sehnenerkrankungen bei Sportlern

spezialisiert. Elf Bücher zu Fragen

des Laufsports und der Sportmedizin

hat er verfasst. Sein Buch „Die Laufbibel“

ist ein Bestseller und lässt kaum

eine Frage zu Training, Ernährung und

Gesundheit bei Läufern unbeantwortet.

In seiner „Sprechstunde“ in unserem

Magazin behandelt er auf unterhaltsame

Art Themen, die ihm im Alltag in

der eigenen Praxis in Hannover immer

wieder begegnen.


www.doktor-marquardt.de

www.marquardt-running.com

diesen „Nü chternlauf“ und rennen

teilweise ohne Frü hstü ck 30 Kilometer

durch den Wald, um den Körper im

Verbrennen der Fette zu trainieren.

Nur leider greift der Körper nicht so

schnell auf diese Fette zurück, weswegen

teilweise auch wertvolles Eiweiß

dran glauben muss. Keine Angst, bei

einem 30-Minuten-Lauf wirst du dich

nicht gleich selbst verdauen, aber bei

zwei oder Stunden Lauftraining auf

nü chternen Magen kann es schon zu

einem kleinen Substanzschaden kommen

und die Muskulatur geschädigt

werden. Du siehst, dieses Unterfangen

ist nur bedingt sinnvoll.

Entscheidend ist es, eine Gesamtenergiebilanz

fü r den gesamten Tag

zu führen. Darin fließen ein: das Brötchen

zum Frü hstü ck, der Kaffee mit

Zucker, die Currywurst am Mittag

und das Wurstbrot am Abend. Davon

sind abzuziehen: der Weg ins Bü ro

ü ber die Treppe, der Gang zum Kopierer

und auch der Lauf ü ber vier Kilometer.

Ob dieser Lauf nun morgens

oder abends erfolgt, ist unerheblich.

Es ist ja auch egal, ob du 1000 Euro

vom Konto morgens oder abends abhebst.

Der Kontostand ist am Ende

des Tages gleich!

Einsteigern mit Motivationsproblemen

empfehle ich gern dennoch das

morgendliche Laufen, weil dann im

Laufe des Tages keine Ausreden mehr

bemüht werden, warum das Training

leider doch ausfallen muss. Nur allzu

oft kommt es zu Störungen im Alltag.

Eine alte Regel besagt: Was weg ist,

ist weg! Also hast du das Laufen am

besten schon morgens erledigt. Der

Energiebilanz ist das alles egal: Laufe,

wann du willst. Hauptsache, du läufst!

BUCHTIPP

100 DINGE, DIE LÄUFER WISSEN MÜSSEN

Läufer sind ausgemergelte Asketen. Gleichzeitig sie sind sie besseren Liebhaber, weil sie eigentlich

immer können – Sport steigert die Ausdauer. Das Doofe ist nur: Laufen macht die

Gelenke kaputt. Diese Mythen rund ums Laufen sind nur ein paar von vielen. An den meisten

ist nicht viel dran. Dr. Matthias Marquardt nimmt 100 von ihnen unter die Lupe und sagt, was

wirklich stimmt. Und das in gewohnt unterhaltsamer und kurzweiliger Art.

Dr. Matthias Marquardt: 100 Dinge, die Läufer wissen müssen. Der Faktencheck von Deutschlands

bekanntestem Laufarzt und Bestsellerautor der »Laufbibel«, Spomedis-Verlag, 216

Seiten, 16,90 €.

85 ——— LÄUFT.


› RUNNING-COMMUNITY



HAUPTSACHE

SPASS


#laufenmachtgluecklich. Kaum ein Hashtag wird von der Lauf szene

auf Instagram häufiger benutzt. Dass Spaß ein guter Antrieb ist,

um als Läufer gesund und glücklich zu sein, beweisen

Joyce Hübner und Christian Ernst. Als Mitglieder des

Brooks Run Happy Teams teilen sie ihre Leidenschaft mit anderen.

Text: Norbert Hensen | Fotos: Brooks/Kai Pohlkamp, Joyce Hübner, Christian Ernst

86


↦ Sie sind Botschafter der guten Laune.

Seit Anfang des Jahres gehört Joyce

Hübner (32) zum fast 50-köpfigen

Brooks Run Happy Team. Schon ein Jahr

länger ist Christian Ernst (31) dabei. Was

beiden an ihren Rollen am besten gefällt:

Sie dürfen einfach so sein, wie sie sind

und über das berichten, was ihnen ohnehin

am meisten Spaß bereitet. Sie teilen

ihre Laufleidenschaft auf Instagram.

Keine einfachen Zeiten für einen bekennenden

Medaillen-Junkie. Joyce

Hübner läuft seit 2016. Erst. Heute,

im Jahr 2020, kann sie sich ein Leben

ohne Laufkilometer nicht mehr vorstellen.

Und da sie es liebt, mit einer

Startnummer an der Startlinie zu stehen,

musste sie im vergangenen halben

Jahr umdenken. „Aber ich mache

immer das Beste aus der Situation“,

sagt sie, „und Kopf und Körper hat es

ganz gut getan, mal ganz ohne Druck

zu laufen.“

Seit sechs Jahren lebt Joyce in Berlin,

dort arbeitet sie bei einem Wohnungsbauträger.

Sportlich war sie schon

immer, „aber Laufen war früher ganz

schlimm“. 2016 beschloss Joyce, dass

sie einen Halbmarathon schafft. Sie

meldete sich in Berlin an und begann

regelmäßig zu laufen. „Ich musste dieses

Jahr oft an meine Anfänge denken,

als die Parks ab März plötzlich wegen

des Corona-Lockdowns immer voller

wurden“, erzählt Joyce. Blauäugig sei

sie damals rangegangen. „Heute würde

ich Ratschläge von anderen Läufern

mit etwas Erfahrung annehmen“,

sagt sie und rät genau das auch ihrer

Community. Fast 7500 Läuferinnen

und Läufer folgen @runninggirl.joyce

auf Instagram. Am 1. Januar 2019 hat

sie damit angefangen. „Mich hat der

Austausch mit anderen zum Thema

Laufen interessiert, dafür sind die sozialen

Medien wirklich perfekt.“

JOYCE

HÜBNER

@runninggirl.joyce

Die 32-Jährige ist absolut (sport-)

verrückt. Seit sechs Jahre läuft

und lebt Joyce in Berlin. Als runninggirl.joyce

folgen ihr mittlerweile

rund 7500 sportbegeisterte

auf Instagram, die sich von ihrer

guten Laune anstecken lassen ...

... immer

gut gelaunt ...

... verrückte

Nudel ...

... Laufen

und Reisen

verbinden ...

... für jeden

Spaß zu

haben ...

... liebt die

Challenge ...

... Lieblingsstrecke

...

DER VTRAUM VON DEN

SECHS MARATHON MAJORS

Durch ihre authentische, ungezwungene

Art wuchs ihr Account sehr schnell.

Und als sie davon hörte, dass Brooks zu

Beginn des Jahres 2020 das Run Happy

Team von 25 auf 50 Mitglieder aufstocken

wollte, stand ihr Entschluss

fest: Da will sie mitmachen. „Gut, dass

... stolze

Finisherin ...

... Medaillensammlerin ...


87 ——— LÄUFT.


LÄUFER & LEUTE

ich schon meinen ersten Halbmarathon

2016 im Brooks Ghost gelaufen

bin“, lacht sie. Ob das geholfen hat?

Wer weiß. „Ich denke, dass ich zeigen

konnte, dass Laufen für mich wirklich

pure Lebensfreude ist“, so Joyce. Das

hat den Sportartikelhersteller Brooks

überzeugt, der mit dem Claim „Run

Happy“ seit vielen Jahren Läuferinnen

und Läufern aus der Seele spricht.

Auch Joyce hat das Laufen glücklich

gemacht. Der erste Halbmarathon

war die Initialzündung. „Ich mag das

Adrenalin an der Startlinie, vor allem

aber den Austausch mit anderen – das

finde ich auch am Run Happy Team

so klasse. Wir sind alle gleich crazy.“

Joyce hat die Corona-Zeit bisher gut

überstanden. Sie hat sogar eine kleine

Verletzung auskuriert und freut sich

nun umso mehr, wenn sie wieder eine

Startnummer tragen kann. Und dann

sollen noch viele Medaillen folgen.

„Mein Traum sind die sechs Marathon

Majors – aber dafür werde ich mir

ganz viel Zeit lassen.“

ERSTER MARATHON IN

KNAPP ÜBER DREI STUNDEN

Christian Ernst hat es getan. Der

31-Jährige aus dem Harz, der in Hannover

lebt und arbeitet, hat seinen ersten

Marathon gefinisht. Ganz virtuell.

Für sich allein. „Ich war für den Hannover-Marathon

angemeldet“, erzählt

Christian. Was dann wegen Corona

passierte, ist bekannt. Natürlich steht

auch er wie Joyce lieber mit tausend

Gleichgesinnten an der Startlinie.

Aber das ging dieses Jahr eben nicht.

Am Ende hatte er die 42,195 Kilometer

in 3:06 Stunden absolviert. „Nicht

schlecht für den Anfang“, meint Christian,

der unter „liebeslauftagebuch“

seine weit über 8000 Follower auf Instagram

hat daran teilhaben lassen.

„VERRÜCKTER, SYMPATHISCHER

HAUFEN, DER SPASS MACHT“

2013 war er zum Laufen gekommen.

„Sport habe ich immer gemacht, aber

im Job war Laufen die ideale Lösung“,

so Christian, der als Führungskraft

bei einer großen Versicherung arbeitet.

Inspiriert hat ihn damals Florian

Neuschwander, der im Stile des jungen

Steve Prefontaine einer der ersten

Social Media-Stars im Laufsport

wurde. „Flo war lässig, stand aber

auch für Leistung. Und er trug Schuhe

von Brooks“, sagt Christian. Er ist seit

2019 Teil des Run Happy Teams. „Ein

verrückter, sympathischer Haufen,

der einfach Spaß macht.“

Er hat schnell gemerkt, dass er nicht

nur Lust aufs Laufen hatte, sondern

auch ein bisschen Talent. „Flott und

lang unterwegs zu sein, fand ich ziemlich

schnell große klasse“, erinnert er

sich. Er könne nur jedem, der in diesem

Jahr zum Laufen gekommen ist, raten,

dranzubleiben. „Die Erlebnisse beim

Laufen und das Gefühl, etwas besonderes

geschafft zu haben, sind unbeschreiblich.“

Früher sei er mit dem Rad

einen Kilometer zum See gefahren, um

dann 3,6 Kilometer zu laufen und wieder

aufs Rad zu steigen. „Gestern hab

ich einen 18-Kilometer-Lauf in 4:10er

Pace absolviert.“ Training hilft!

Über 10 Kilometer hat Christian sich

mittlerweile auf 35:55 Minuten verbessert,

im Halbmarathon steht seine

Bestmarke bei 1:22:53 Stunden.

Da geht noch was, ist er sicher. Der

bekennende Glycerin-Fan ist ein ehrgeiziger

Mensch. Aber die Freizeit mit

seiner Frau und viele andere Dinge

im Leben dürfen nie zu kurz kommen.

Dennoch: Er freut sich beim nächsten

Wettkampf endlich eines der neuen

Hyperion-Modelle laufen zu können.

„Die sind ultraleicht, ich bin überzeugt,

die helfen mir, meine Bestzeiten

zu verbessern.“

PURES GLÜCK: EINMAL AUF

DEN BROCKEN UND ZURÜCK

Auch im Marathon hat er Blut geleckt.

Die Drei-Stunden-Marke könnte beim

ersten realen Rennen fallen. „Und

wenn nicht, ist es auch nicht schlimm

– ich bin schließlich nur Hobby-Sportler“,

meint Christian Ernst. Seine Motivation

ist das Laufen selbst. „Wenn

ich Lust habe, schnüre ich meine

Schuhe, laufe auf den Brocken und bin

glücklich.“ So einfach ist das.

HERREN-

MODELL

DAMEN-

MODELL

IM TEST

BROOKS GHOST 13

Der Brooks Ghost ist so etwas wie der „kleine Bruder“ des Glycerin. Und

wie das manchmal so ist unter Brüdern – der „Kleine“ wird besonders ge-

lobt. Beim neuen Ghost 13 kann man nur sagen: zurecht. Auch er rollt wie

der Glycerin 18 neutral ab. Auch der Ghost hat die neue DNA Loft-Technologie

an Bord. Wo ist also der Unterschied? Der Glycerin hat technologisch

noch etwas mehr zu bieten, fühlt sich noch komfortabler an, während der

Ghost etwas direkter ist. „Ich bin schon meinen ersten Halbmarathon im

Ghost gelaufen – ich werde ihn immer lieben“, sagt Joyce Hübner. Das Obermaterial

ist etwas fester als beim Glycerin und sorgt für perfekten Halt.

Das Preis-Leistungsverhältnis ist beim Ghost seit Jahren unschlagbar.

Gewicht: Herren: 286 g (US 9) | Damen: 249 g (US 7,5) | Sprengung: 12 mm | Preis: 140,00 €

88


CHRISTIAN

ERNST

@liebeslauftagebuch

Der 31-Jährige aus Hannover

teilt seine Laufleidenschaft

auf Instagram. „Am Anfang

habe ich das nur für mich gemacht,

es sollte mein Lauftagebuch

werden, so kam der

Name zustande“, sagt Christian.

Mittlerweile folgen ihm

über 8400 andere Läufer ...

... ohne

Trainingsfleiß

kein Preis ...

... sich von der

Sonne verwöhnen

lassen ...

... immer auf

dem Sprung ...

... auf dem

höchsten

Berg in der

Heimat ...

... mit seinem

sportlichen

Vorbild Flo

Neuschwander ...

... stolzes Mitglied im

Brooks Run Happy Team ...

HERREN-

MODELL

DAMEN-

MODELL

IM TEST

BROOKS GLYCERIN 18

Seit vielen Jahren gehört der Brooks Glycerin zu den komfortabelsten Laufschuhen

überhaupt. Jetzt haben die Entwickler die 18. Version des Schuhs

noch etwas softer gemacht. DNA Loft heißt die Technologie, die die Mittelsohle

so superweich macht und für das sanfte Abrollen verantwortlich ist. Von

Laufen zu Schweben! Der im Glycerin 18 verwendete Schaumstoff ist gegenüber

dem Vorgänger ein wenig leichter geworden. Und weil die Mittelsohle des

Brooks Glycerin 18 zudem eine Menge Energie wieder zurückgibt, steht das

Thema Komfort bei diesem Schuh über allem. „Ich liebe den Glycerin schon

seit Jahren, aber noch nie war er so agil und lauffreudig wie in der 18. Version“,

sagt Christian Ernst.

Gewicht: Herren: 289 g (US 9) | Damen: 255 g (US 7,5) | Sprengung: 10 mm | Preis: 170,00 €

89 ——— LÄUFT.


› MAGERSUCHT BESIEGT,


NEU DURCHGESTARTET ‹

MEIN

AMERIKANISCHER

TRAUM


+PATRICIA NEUBAUER

MEHR ZU PATRICIA NEUBAUER: INSTAGRAM.COM/PATNEUBAUER WWW.NEUPOWER.ORG


Patricia Neubauer war eine hoffnungsvolle Nachwuchsläuferin

– bis sie in die Magersucht abrutschte. Während

ihres Sportstipendiums in den USA aß sie hingegen zu

viel. Heute hat sie nicht nur diese Probleme überwunden,

sondern auch in den USA eine neue Heimat gefunden.

Dort will sich die 36-Jährige im Triathlon für die

US-Nationalmannschaft qualifizieren. Und sie unterstützt

junge Afrikaner bei deren sportlichen Zielen.

Text: Anja Herrlitz | Fotos: Joshua Bobrove, Stephen Lewis Photography, Zack Harris

PATRICIA

NEUBAUER

IM PORTRÄT


Auch wenn sie heute als Triathletin

viel auf dem Rad und im Wasser

trainiert – dem Laufen ist Patricia

Neubauer treu geblieben

↦ Mit 20 Jahren steht Patricia

Neubauer da und nichts geht mehr.

Nachdem sie zuvor immer mehr trainiert

hatte und immer schneller und

schneller geworden war, wird sie

nun langsamer und langsamer. Bei

1,70 Meter Größe wiegt sie gerade

noch 48 Kilo.

Beim Arzt der Schock: Pfeiffersches

Drüsenfieber, die Milz angeschwollen,

die Leber stark vergrößert. Die Folge:

Absolutes Sportverbot. Ein harter

Schlag für eine junge Frau, für die es

zuvor jahrelang immer nur bergauf

gegangen war. Sport war schon immer

Teil ihrer Identität.

In Potsdam geboren, hatte sie so

ziemlich jede Sportart ausprobiert. Von

Tanzen über Streetboarden bis hin zum

Volleyball. Als sie 17 ist, beendet ihr

Freund die erste feste Beziehung. Sie

geht erstmals laufen. Um sich abzulenken.

„In einer Baumwollhose und mit

dem Walkman“, erzählt Patricia Neubauer

lachend. „Das hat mir irgendwie

geholfen, und deswegen bin ich drangeblieben.“

Aus einmal Laufen pro Woche

werden zwei- dann irgendwann fünfmal.

Als sie fünf Kilometer in 30 Minuten

schafft und großen Spaß am Laufen hat,

sucht sie sich eine Trainerin.

OLYMPIA-ATHLETIN ALS COACH

Ulrike Bruns, die 1976 für die DDR

Olympia-Bronze über 1500 Meter

geholt hatte, führt damals in Potsdam

einen Sportladen. „Da bin ich einfach

hingegangen und habe gefragt, ob sie

mich trainieren will. Ich dachte mir:

Wenn schon, dann frage ich gleich die

Beste“, blickt Patricia Neubauer zurück.

Ulrike Bruns holt sie in den Verein

in ihre Trainingsgruppe, beginnt

mit ihr zu trainieren und entdeckt bald

schon das Potential der damals 18-Jährigen.

Fünfmal trainiert Neubauer in

der Woche, dann siebenmal, bis hin

zu dreimal am Tag. Trainingslager in

Kenia in der Höhe. Über 800 Meter

steigert sie sich bis auf 2:15 Minuten.

Daneben studiert sie Sport, alles dreht

sich um Sport. „Manchmal habe ich

morgens um vier Uhr schon meine

erste Einheit absolviert.“

SPASS AN DER SCHINDEREI

Patricia Neubauer ist ehrgeizig, sie

definiert sich über den Sport und hat

Spaß an der Schinderei. Zum Trainingsplan

gibt es einen Ernährungsplan.

Parallel zu den Zeiten, die sie für

die 800 Meter braucht, sinkt auch ihr

Gewicht immer mehr. Und so strebsam,

wie sie im Training ist, ist sie auch

beim Kalorien zählen und reduzieren.

„Morgens habe ich mich als erstes auf

die Waage gestellt. Wenn die zu viel angezeigt

hat, hatte ich gleich schlechte

Laune und habe gehungert.“ 50 bis 54

Kilo wären ein optimales Renngewicht

für sie gewesen. „Ich dachte mir aber:

Wenn ich nur 48 Kilo wiege, habe ich

noch einen Puffer für ein Eis.“

Die Rechnung, dass es sich leichter

auch schneller rennt, geht anfangs auf.

Irgendwann aber nicht mehr. Neubauer

ist einfach zu leicht, ihr fehlt die

Energie. Der Körper wehrt sich gegen

den ständigen Raubbau. „Ich war 20

92

und sah aus wie eine 13-Jährige“, ist sie

heute schockiert. Das Gefühl für Hunger

und Essen hat sie völlig verloren.

Ulrike Bruns macht sie keine Vorwürfe.

„Sie hat mich immer zum Arzt

geschickt, hat mein Blutbild überprüfen

lassen. Ich habe es einfach völlig

überzogen.“ Patricia Neubauer geht es

immer schlechter. Schon beim Warmup

fürs Training hat sie einen Puls

von 180, über Zeiten von 2:30 Minuten

über 800 Meter kommt sie nicht mehr

hinaus. Beim Arzt dann die Diagnose:

Pfeiffersches Drüsenfieber, das sich

oft durch Abgeschlagenheit bemerkbar

macht. Die Milz war stark angeschwollen

– auch ein Symptom der Krankheit.

Und die Leber ist vergrößert, vermutlich

weil Neubauer extrem viel Eiweiß

zu sich genommen hatte.

Was folgt, nennt sie „die dunkelste Zeit

in meinem Leben“. Mit dem Sport muss

sie pausieren, gleiches gilt auch für ihr

Sportstudium. Jeden Monat lässt sie

ein Blutbild machen und geht damit

zu ihrer Trainerin. Und die schickt sie

wieder nach Hause, weil sich nichts

bessert. Zwei Jahre geht das so. Immerhin

schafft sie es, mithilfe einer

Ernährungsberaterin, ihr Essverhalten

langsam wieder zu normalisieren. Und

nach zwei Jahren darf sie endlich auch

wieder Sport treiben.

NEUSTART IN DEN USA

Auch wenn sie an ihre besten Zeiten

nicht mehr herankommt – ihre

Zeiten reichen immer noch, um sich

nach Beendigung ihres Studiums in

Deutschland um ein Sportstipendi-


um in den USA zu bewerben. ↦

Sie bekommt verschiedene Angebote,

entscheidet sich für New

York. Während sie Management und

Psychologie studiert, läuft sie für

das Uni-Team bei Wettkämpfen auf

der Mittelstrecke oder im Cross.

Und während sie in Deutschland

Probleme mit zu wenig Essen hatte,

passiert hier das Gegenteil. „Mein

Trainer meinte: Ihr trainiert viel,

ihr müsst auch viel essen.“ Also

bedient sie sich reichlich am Buffet.

Und nimmt fast zehn Kilo zu. „Es

hat dort wirklich zwei bis drei Jahre

gedauert, bis ich in Bezug auf das

Essen ein gutes Mittelmaß gefunden

habe.“

Nach Beendigung ihres Studiums

steht für Patricia Neubauer fest:

Sie will in den USA bleiben und

nicht zurück nach Deutschland. Sie

beginnt in New York einen Job und

arbeitet sich von einem Arbeitsvisum

zum nächsten. Ein kompliziertes

System, aber auch hier zeigt sie

Biss und Durchhaltevermögen. Nach

elf Jahren erhält sie schließlich

eine Green Card, mit der sie zeitlich

unbeschränkt in den USA leben und

arbeiten kann. Parallel beginnt sie

in Big Apple mit Bodybuilding und

nimmt auch an Wettkämpfen teil.

NEUE LIEBE TRIATHLON

2016 hat sie genug vom aufregenden,

aber auch extrem anstrengenden

Leben in New York. „Die Winter haben

mich fertiggemacht. Und ich stand

kurz vor einem Burn-out. Deshalb

habe ich mich auf Jobs an der Westküste

beworben“, blickt sie zurück. Sie

bekommt einen Job in Santa Barbara,

rund 150 Kilometer nordwestlich von

Los Angeles in Kalifornien. „Ich habe

mir damals ein Rad gekauft, hatte das

Meer direkt vor der Tür und gelaufen

bin ich ja schon immer. Irgendwie lag

es da auf der Hand, dass ich mit Triathlon

anfange“, erzählt sie lachend.

Sie sucht sich einen Trainer, bestreitet

nach acht Wochen ihren ersten Wettkampf

und wird direkt Vierte.

Seitdem hat sie sich auf fast allen

Distanzen vom Sprint bis hin zum

Ironman versucht, meist erreicht sie

als eine der ersten ihrer Altersklasse

das Ziel. Und Patricia Neubauer wäre

nicht sie selbst, wenn sie nicht auch

hier der Ehrgeiz packen würde. „Ich

will mich bei den US-Meisterschaften

über die olympische Distanz für das

Nationalteam qualifizieren. Ausländer,

die mindestens fünf Jahre in den USA

gelebt haben, dürfen für die Nationalmannschaft

starten“, erklärt die

36-Jährige. „Wäre doch cool, wenn ich

für die USA bei Weltmeisterschaften

starten könnte.“

Patricia Neubauer hat ihren Weg gefunden.

Neben ihrem Job im Vertrieb

der Firma Resqme, mit deren Tools

man sich im Notfall aus Autos befreien

kann, spielt Sport immer noch eine

große Rolle. Dorthin, wo sie jetzt

ist, ist sie dank einer großen Portion

Mut und Eigeninitiative gekommen.

„Ich weiß aber auch, dass es Leute

auf dieser Welt gibt, die nicht so

privilegiert aufwachsen, wie wir in

Deutschland“, sagt sie. „Diese Leute

können im Sport aber auch ein riesiges

Potential haben.“

HILFE FÜR JUGENDLICHE

Zu ihrer Zeit bei Ulrike Bruns war

sie im Trainingslager in Kenia. Dort

sah sie, wie die Menschen lebten,

trainierten und wie schnell sie waren.

„Viele von denen könnten ohne

Probleme ein Stipendium in den USA

bekommen.“ Um das zu schaffen,

müssen aber einige bürokratische

Hürden genommen werden. Kompliziert,

wenn man sich damit nicht

auskennt. Entweder man investiert

viel Zeit in Online-Recherche oder

beauftragt eine Agentur, die sich um

alles kümmert. Und das kostet meist

mehrere Tausend Dollar.

Deshalb hat Patricia Neubauer die

Non-Profit-Agentur Neu-Power Athletic

Consulting gegründet. Ihr Ziel:

Sie will talentierten Jugendlichen in

Afrika helfen, ein Sportstipendium

in den USA zu bekommen. Und das,

ohne dass Kosten für die Athleten

entstehen. Auf diesem Weg könnte

sie noch mehr Athleten helfen, ihren

Traum zu leben. So wie sie es selbst

geschafft hat.

Seit vielen Jahren lebt PatriciaNeubauer

in den USA. Für ihre neue Heimat will sie

jetzt im Triathlon bei Weltmeisterschaften

an den Start gehen

93 ——— LÄUFT.


› DIE BESTEN


LAUFPODCASTS ‹

AUF DIE

OHREN


8 TIPPS FÜR DEINEN LAUFGENUSS

IM SOMMER:

94


Du nutzt die Zeit beim Laufen gern, um anderen zuzuhören,

die was Spannendes zu erzählen haben? Oder du willst was

übers Laufen hören, während du nicht läufst?

Dann sind Podcasts genau das richtige. Hier stellen wir fünf

Podcasts vor, in denen es ums Laufen geht.

BESTZEIT

VON PHILIPP PFLIEGER UND RALF SCHOLT

Mit ihrem Podcast wollen Profiläufer Philipp Pflieger und

Sportreporter Ralf Scholt ein Stückweit dazu beitragen,

dass Profis und Hobbyläufer mehr voneinander erfahren

und zusammenrücken. Philipp Pflieger ist einer der besten

Marathonläufer Deutschlands. Seine Marathonbestzeit liegt

bei 2:12:50 Stunden. Mit der Teilnahme an den Olympischen

Spielen 2016 in Rio de Janeiro hat er sich seinen sportlichen

Lebenstraum erfüllt. 2021 will er in Tokio noch einmal Olympia

erleben. Ralf Scholt ist Sportjournalist und passionierter

Triathlet. Er kommentiert in der ARD die Live-Übertragungen

von den großen Marathonläufen und den Leichtathletik-Highlights

Olympische Spiele,

Welt- und Europameisterschaften. Die

beiden haben im Frühjahr 2020 mit dem

„podcasten“ begonnen. Dabei geben sie detaillierte Einblicke

in ihren Alltag als Sportreporter und Profisportler. Und

kombinieren das mit Tipps und Tricks rund um Themen, die

Läufer interessieren: Training, Ernährung, Regeneration und

Equipment. Dabei kommt meist eine motivierende Mischung

heraus. Besonders empfehlenswert ist die Folge, in der die

beiden unter dem Titel „Ist Carbon die Zukunft?“ über die

neuesten Innovationen im Laufschuhmarkt sprechen.

FAT BOYS RUN

VON PHILIPP JORDAN UND MICHAEL AREND

Philipp Jordan zählt zu den Pionieren in Sachen Lauf-Podcasts.

Er ist schon seit über sechs Jahren erfolgreich.

Anfangs mit René Krebber, seit Ende 2017 mit Trailläufer

Michael Arend. Der Erfolg von Fat Boys Run liegt sicher

auch daran, dass es dort hauptsächlich um den Spaß am

Laufen geht. Bestzeiten oder Leistungssport sind hier

maximal Nebensache. 2018 gewann Fat Boys Run den

deutschen Podcastpreis in der Kategorie „Sport/Sonstiges“.

Philipp Jordan ist selbst passionierter Ultraläufer.

Das war jedoch nicht immer so. Nach jahrelanger Sportabstinenz

hat er als „Fat Boy“ (eigene Aussage) mit dem

Laufen begonnen und ist ihm bis heute treu geblieben.

Sein Co-Host Michael Arend ist Trailläufer und Trainer.

Als Läufer hat er unter anderem den Zugspitz Ultra Trail

gewonnen. Die erste Folge des Fat Boys Run war 2014 zu

hören. „Für mich persönlich hat

sich am Podcasten seitdem nicht viel

geändert. Man quasselt noch immer in ein

Mikrofon. Nur dass wir früher viel weniger groß

waren. Heute haben wir eine große Community, bekommen

massig Hörerbriefe, sind gut vernetzt und es wird Werbung

gebucht. Der tollste Aspekt ist aber die große Laufcommunity.

Überall im Land findet man Laufpartner. Ich bin

unendlich dankbar, mit Micha diesen Podcast machen

zu dürfen und darüber, dass die Leute uns noch immer

gerne zuhören.“ Vor allem die bunte Mischung an Themen

überzeugt bei Fat Boys Run. Besonders hörenswert ist die

Episode, in der Judith Wyder zu Gast ist. Darin spricht eine

der schnellsten Trailläuferinnen der Welt darüber, wie sie

trainiert und was das Laufen in der Natur für sie bedeutet.

Texte: Niklas Lau & Christian Ermert | Fotos: Adobe Stock/Iuri Cazac, Podcast-Betreiber


EQUIPMENT & MODE

LAUFEN IST EINFACH

VON JAN FITSCHEN

Wenn der Ex-Europameister ins Erzählen übers Laufen

kommt, wird‘s immer spannend und unterhaltsam. Deshalb

hat sich das Team von LÄUFT. und laufen.de entschlossen,

seinen Podcast gemeinsam mit Jan Fitschen an den Start zu

bringen, der 2006 in Göteborg Europameister über 10.000

Meter war. Jan Fitschen hat dabei seinen Podcast in zwei

Teile unterteilt: Unter dem Titel „Einmal im Trainingslager“

gibt es „Nerdtalk für Läufer“, wie es Jan Fitschen nennt. Dabei

sind viele Gäste aus der Profiläuferszene, die gern mal ein

paar schmutzige Details aus den Laufcamps rund um den

Globus verraten. Extrem spannend ist

beispielsweise die Folge mit Fitschens

Trainingspartner Alexander Lubina, in der es

auch darum geht, wie sich Jan beim Trainingslager

im US-Bundesstaat Arizona so verlaufen hat, dass er fast von

der Polizei gesucht werden musste und die Kollegen bereits

wegen der dort ansässigen Pumas Angst um Deutschlands

Top-Läufer hatten. Etwas zahmer sind die Folgen, die unter

#Projekt10.000x10.000 zu hören sind: Dort gibt es Tipps und

Tricks zum Laufeinstieg.

AUSLAUFEN

VON SEBASTIAN REINWAND UND FELIX HENTSCHEL

Bei den beiden ehemaligen Top-Läufern Felix Hentschel (Foto)

und Sebastian Reinwand geht es vor allem um den professionellen

Laufsport. Kein Wunder – beide können auf eine erfolgreiche

Laufkarriere zurückblicken. Sebastian Reinwand hat eine

Marathonbestzeit von 2:15:27 Stunden und startete 2018 bei den

Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin. Felix Hentschel

ging in seiner Laufkarriere hauptsächlich im 3000-Meter-Hindernislauf

an den Start. 2016 platze durch eine Wadenverletzung sein

Traum von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Aktuell sind

die beiden ehemaligen Läufer als Triathlon-Profis unterwegs. In

ihrem Podcast dreht sich trotzdem alles

ausschließlich um das Thema Laufen. Sie

greifen aktuelle Ereignisse und Ergebnisse auf, liefern

interessante Einblicke hinter dir Kulissen und führen Interviews

mit ehemaligen oder aktiven Profiläufern. Besonders empfehlenswert

ist die Folge „Die drei Musketiere“, in der sich die beiden mit

den Marathonläufern Amanal Petros, Hendrik Pfeiffer und Tom

Gröschel vom TV Wattenscheid treffen. Neben interessanten Einblicken

in das alltägliche Training und Leben der Profiläufer erhält

man hier auch Eindrücke von Trainingslagern in Kenia.

MAINATHLET

VON BENJAMIN BRÖMME

Benjamin Brömme ist ein ehemaliger Sprinter, der in seiner

aktiven Zeit mit einer Bestleistung von 10,49 Sekunden zur

erweiterten deutschen Spitze über 100 Meter gehört hat. In

seinem Podcast führt er mesistens Interviews mit erfolgreichen

Leichtathleten. Zu seiner Motivation, diesen Podcast zu starten

sagt er: „Irgendwann ist mir aufgefallen, dass es für fast jeden

Sport einen passenden Podcast gab, jedoch keinen deutschen

Podcast über die Leichtathletik. Ab und zu konnte man mal ein

Interview mit dem einen oder anderen Leichtathleten hören, das

aber meistens nur kurz vor einer Leichtathletik-WM, -EM oder

den Olympischen Spielen.“ Auf MainAthlet sollen Fans auch

zwischen den Großereignissen erfahren, was in der Leichtathletik-Szene

so los ist. Und weil sich in der Leichtathletik-Szene

viele Läufer tummeln, hat es MainAthlet

auch in die von uns empfohlenen Lauf-

Podcasts geschafft. Die Interviews von Benjamin

Brömme sind gerade für junge Läufer besonders interessant –

zusammen mit seinen Interviewpartnern schafft er es, gute

Tipps und Tricks an Nachwuchs- und Hobbysportler weiterzugeben.

So ist eine der Fragen, die Brömme jedem seiner Gäste

stellt: „Was würdest du jüngeren Athleten oder deinem jüngeren

Ich mit auf den Weg geben wollen?“ Besonders empfehlenswert

ist die Folge „Mit Gesa Krause – 3000 Meter Hindernisläuferin“.

Hier spricht Brömme mit Europameisterin Gesa Krause über ihr

Training, den Alltag als Profiläuferin und Höhen und Tiefen in

ihrer Karriere.

96


FRAU

SCHMITT

MEINT


BEWEGENDE

ZEITEN?


↦ Läufer sind naiv. Sie denken, der

Schlüssel zum Glück liegt in der Bewegung

an der frischen Luft. Aber

das stimmt natürlich nicht. Das Seelenheil

der Menschheit liegt in der

Digitalisierung. So ist es jedenfalls

überall zu lesen. Die Digitalisierung,

so heißt es, muss unbedingt vorangebracht

werden, damit der Chinese

uns nicht die Butter vom Brot nimmt.

Ganz besonders wichtig: die Digitalisierung

der Schulen. Unsere Kinder

müssen dringend e-learnen statt

lernen, nur dann wird’s was mit der

Zukunft und dem Wirtschaftsmotor

Deutschland. 139 Minuten am Tag

verbrachten 10- bis 17-Jährige während

des Corona-Lockdowns durchschnittlich

mit Computerspielen,

damit ist immerhin schon der Nachwuchs

im E-Sport gesichert. Der analoge

Sport ist für Jugendliche, ebenso

wie gemeinsame Musikaktivitäten, in

den letzten Monaten hingegen unter

die Räder gekommen. Zwei Bereiche,

die in den Schulen oft ohnehin kaum

Priorität haben. Die aber wie keine

anderen Fächer für die physische bzw.

die psychosoziale Gesundheit stehen.

Für Erfolgserlebnisse, für Gemeinschaft,

für Lebendigkeit. Eben noch

haben wir uns gefreut, dass die Läufergemeinde

so viele neue Schäfchen

bekommen hat. Jetzt schauen wir

auf unseren Nachwuchs und stellen

fest: Alle reden von Digitalisierung,

aber nur wenige von den Bundesjugendspielen,

vom Seepferdchen und

vom Kicken. Und schon gar nicht

vom Laufen. Denn auch auf Bambiniläufe,

bei denen schon Dreijährige in

eine Startnummer gewickelt unvergessene

Triumphe feiern, müssen

wir im Moment verzichten. Unsere

Gesellschaft hat andere Sorgen, als

sich darum zu kümmern, dass Kinder

Medaillen bekommen. Natürlich kann

jede einzelne Familie etwas tun, viele

Läufer lassen sich von ihrem Nachwuchs

auf dem Rad begleiten. Immer

eine gute Idee. Doch nicht jedes Kind

wird im wahrsten Sinne des Wortes

mitgenommen. Oder wie der Deutsche

Sportlehrerverband in seinem Positionspapier

vom April 2020 schreibt:

„Nur Schulsport bewegt alle!“ Die

Zeiten sind knifflig. Doch es ist

wichtig, vor lauter Digitalisierung das

Rennen, Flitzen, Rasen und Fetzen

nicht zu vergessen. Laut einer Studie

des RKI aus dem Jahr 2018 sind 15,4

Prozent der Kinder und Jugendlichen

in Deutschland übergewichtig. Etwa

75 Prozent bewegen sich nicht einmal

eine Stunde pro Tag. Wer sich selbst

aber nicht bewegt, wird später auch

nichts bewegen können. Und dann

kommt irgendwann auch der Wirtschaftsmotor

ins Stocken. Es ist gut,

dass Läufer derzeit so sichtbar sind.

Als Vorbilder und als starkes Signal.

Im Volkslauf kann man sich freuen,

wenn andere abgehängt und atemlos

zurückbleiben. Im Leben nicht.

Heidi Schmitt

Heidi Schmitt, Läuferin und Autorin aus Frankfurt, schreibt und läuft in stetigem Wechsel. Am liebsten über und bei Volksläufen in der Provinz, wo

Läufer zwar selten mit einer Medaille, dafür aber mit Streuselkuchen belohnt werden. In LÄUFT. schreibt sie ganz offen, was sie denkt.

Und wer mehr Frau Schmitt will, wird hier fündig:

www.laufen-mit-frauschmitt.de



VORSCHAU & IMPRESSUM


↦ Die nächste Ausgabe

Auf diese Themen kannst du

dich schon mal freuen

Die nächste

LÄUFT.

erscheint am

18. Dezember 2020

bis dahin:

www.laufen.de

LÄUFT.

DAS MAGAZIN VON LAUFEN.DE

LÄUFT. und laufen.sind Produkte der

DLM RunMedia GmbH

Vogelsanger Str. 187, D-50825 Köln

Telefon: 0221/28 22 46-10, Fax: -04

www.laufen.de

Redaktion

E-Mail: redaktion@laufen.de

Christian Ermert

(Geschäftsführender Chefredakteur)

Anja Herrlitz (CvD Print),

Niklas Lau, Magdalena Nellessen

Fotos: Andreas Schwarz, iStock/dusanpetkovic

Jetzt richtig durchstarten

Neues Jahr, neues Glück: So wirst du im Jahr 2021 zum Läufer! Regelmäßig

laufen wolltest du die ganze Zeit schon, hast es bloß nicht getan? Du wolltest

für einen Wettkampf trainieren, wusstest aber nicht wie? Wir zeigen dir, wie du

motiviert ins neue Jahr läufst und wie du vor allem die Motivation beibehältst!

So wird 2021 dein Laufjahr!

Die richtige

Work-Run-Balance

Laufen kann ein wundervoller Ausgleich

zum Beruf sein. Nachdem du

viele Stunden im Büro gesessen hast

und nur deine Hirnwindungen aktiv

waren, kannst du dich auf der Laufrunde

endlich bewegen. Aber: Auf die

Balance kommt es an! Dein Sportpensum

muss zu dem auf der Arbeit passen.

In der nächsten LÄUFT. liest du,

wie du die perfekte Symbiose zwischen

Job und Laufen findest.

Sie läuft und

läuft und läuft

Seit zwölf Jahren läuft Elke Weisener. Und zwar

nicht nur ab und zu, sondern jeden Tag! Fast

32.000 Kilometer hat sie in dieser Zeit zurückgelegt,

und sie hat nicht vor, so schnell aufzuhören.

Warum die 66-Jährige aus Falkensee auf Ruhetage

verzichtet und was ihr das Laufen bedeutet,

liest du in der nächsten Ausgabe von LÄUFT.

WIR MACHEN LÄUFT. FÜR

DICH, deshalb freuen wir

uns über jede Zuschrift,

durch die wir erfahren, wie

dir unser Heft und unsere

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Carsten Eich, Dr. Jens Enneper, Dr. Wolfgang Feil,

Dr. Stefan Graf, Bernhard Koch, Gesa Krause,

Dr. Matthias Marquardt, Marcus Schall,

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Marcus Paul, Felicitas Danberg

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