Bundesligamagazin 2020

muehlacker.tagblatt

Das Magazin zum Bundesligastart 2020

BUNDES

LIGA

2020/2021

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Deutschlands Rekordnationalspieler

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#3 Bundesliga-Magazin

Mehr gehtnicht: Bayern-Kapitän Manuel Neuer

hebt den Henkelpottinden Nachthimmel von

Lissabon. Durch das 1:0 im Finale der Königsklasse

gegen ParisSaint-Germain komplettierten die

Münchner ihreamEnde perfekte Saison, bejubelten

das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und

Champions League. Foto:Frank Hoermann/imago images


Bundesliga-Magazin

#4

Editorial

VON

DIRK PREIß

INHALT

Alle Themen auf einen Blick

Die 18 Teams im Check

Eine Saison wie keine

andere war bereits die

vergangene Spielzeit

in der Fußball-Bundesliga.

Für die Ausgabe Nummer

58 gilt das umso mehr.

Weiterhin beeinflusst Corona

den Terminplan, das

Zuschaueraufkommen und

die finanziellen Möglichkeiten

der Vereine. Viele

Clubs ächzen ob der Einnahmeverluste

und sehnen

sich nach prall gefüllten

Stadien –doch die wird es

so schnell nicht geben.

Essind also besondere Vorzeichen,

unter denen die

Bundesliga beginnt. Neu

sind auch andere, sportliche

Dinge: Der amtierende

Champions-League-Sieger

ist mit von der Partie, der

VfB Stuttgart spielt wieder

mit, Stars wie Kai Havertz

und Timo Werner sind dagegen

abgewandert.

Bleiben werden zum Start

viele Fragen: nach Corona-

Tests, Regeln für Fans, einheitlichen

Lösungen. Und

ob der Profifußball tatsächlich

eine neue Demut zeigt.

Es stünde ihm gut. Wohltuend

wäre auch ein spannender

Saisonverlauf –mit

vielleicht sogar einem neuen

Meister. Achtmal in Serie

triumphierte zuletzt der

FC Bayern. Eine Ablösung

würde gut passen –zueiner

Saison, in der so Vieles

anders ist. Sicher ist: Man

darf gespannt sein. Wir

wünschen Ihnenjedenfalls

viel Spaß – auch bei der

Lektüre dieser Beilage.

Foto:Kai Pfaffenbach/dpa Foto:PressefotoBaumann

Foto:Witters/imago images

WIE DER VFB DASUNTERNEHMEN

KLASSENVERBLEIB ANGEHT 6

INTERVIEWMIT GREGOR KOBEL 8

DIE NEUZUGÄNGE BEIM VFB 10

STUTTGARTERENTWICKLER 12

WER HOLTDIE SCHALE? LOTHAR

MATTHÄUS IM INTERVIEW 14

FUSSBALL IM TV 17

DER SPIELPLAN 20

FC BAYERN MÜNCHEN 18

BORUSSIA DORTMUND 19

RB LEIPZIG 22

B. MÖNCHENGLADBACH 23

BAYER LEVERKUSEN 24

TSGHOFFENHEIM 25

VFL WOLFSBURG 26

SC FREIBURG 27

EINTRACHT FRANKFURT 28

HERTHA BSC 29

1. FC UNION BERLIN 30

FC SCHALKE 04 31

1. FSVMAINZ05 32

1. FC KÖLN 33

FC AUGSBURG 34

SV WERDER BREMEN 35

ARMINIA BIELEFELD 36

DIE DFB-ELF 38

VFB STUTTGART 37

Impressum

HERAUSGEBER: xxxxxxxxx

HERAUSGEBER: Mühlacker Tagblatt, Karl Elser GmbH Buch- und Zeitungsverlag, Kißlingweg 35, 75417 Mühlacker

KONZEPTION UND REALISATION: Sportbuzzer GmbH, August-Madsack-Straße 1, 30559 Hannover

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David Joram, Tim Lüddecke, Christian Müller, Andreas Pahlmann, Patrick Strasser, Tom Vaagt, René Wenzel, Eric Zimmer, Dirk Preiß, Carlos Ubina, Gregor Preiß, Heiko Hinrichsen, Marko Schumacher

David Joram, Tim Lüddecke, Christian Müller, Andreas Pahlmann, Patrick Strasser, Tom Vaagt, René Wenzel, Eric Zimmer, Dirk Preiß, Carlos Ubina, Gregor Preiß, Heiko Hinrichsen, Marko Schumacher

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Kurtar

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ANZEIGEN: Jochen Elmer (verantwortl.) Mühlacker Tagblatt, ANZEIGEN: Verlag xxxxxxxxx Karl Elser GmbH, Kißlingweg 35 – 75417 Mühlacker, Tel. 07041 805-0

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DRUCK: Z-Druck GmbH DRUCK: & Co. xxxxxxxxx KG, Sindelfingen, Böblinger Straße 70

Stand (Kader, Zu- und Abgänge): 8. September 2020

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Bundesliga-Magazin

#6

VfB-Sportdirektor

Sven Mislintatsetzt

auf die Entwicklung

zahlreicher junger

Spieler.

Chance

und

Risiko

VfB-Trainer

Pellegrino Matarazzo

istals Chefcoach neu

in der Bundesliga.

Der VFB STUTTGART startet

als Aufsteiger und mit einem

JUNGEN TEAM in die Saison.

Das Ziel ist daher einzig und

allein der Klassenverbleib.


#7 Bundesliga-Magazin

Nachdem er seinen

110. und letzten Treffer

in insgesamt 230

Pflichtspielen als VfB-

Profi beim 1:3 gegen den SV

Darmstadt 98 erzielt hatte, da

hätte sich Mario Gomez zum

Abschluss der Karriere eine

launige Aufstiegsparty wie drei

Jahre zuvor gewünscht. Mit

bierseligen Fans auf dem Wasen

zu den Beats der Fantastischen

Vier ein Party zu feiern,

das wäre am Abend des 28.

Juni, nach dem letzten Spieltag

der vergangenen Zweitliga-

Saison, auch nach Gomez´ Geschmack

gewesen.

Durch Corona ist es dann etwas

ruhiger zugegangen bei der

teaminternen Aufstiegsfeier im

Stuttgarter Restaurant Amici.

„Ich wünsche dem Team alles

Gute. Den Schaden haben wir

ja wieder repariert“, sagte Gomez,

der den VfB nach einer

Saison im Fußball-Unterhaus

erleichtert als Erstligist verließ.

Dann verabschiedete er sich in

eine viermonatige Auszeit, in

der nur die Familie zählt.

WENIGE ROUTINIERS

Zurück geblieben ist ein VfB,

dem als ohnehin schon junges

Team mit dem Abgang der beiden

Altmeister Gomez sowie

dem ins Regionalliga-Team

zwangsversetzten Holger Badstuber

weitere Bundesliga-Erfahrung

entzogen wurde. 23,8

Jahre beträgt inzwischen der

Altersdurchschnitt des 31-köpfigen

Stuttgarter Spielerkaders.

Im Schnitt ist die Konkurrenz

zwei Jahre älter. Andere Faktoren,

etwa die Tatsache, dass

nach der Verletzung von Nicolas

Gonzalez (Hüfte) die gesamte

verbliebene, vierköpfige

VfB-Sturmreihe mit Silas Wamangituka,

Mateo Klimowicz,

Sasa Kalajdzic und Hamadi Al

Ghaddioui wie auch der Cheftrainer

Pellegrino Matarazzo

über die Erfahrung von null

Erstliga-Spielen verfügt, sorgt

obendrein bei vielen VfB-Fans

für leichtes Frösteln. Reicht die

Qualität des Kaders aus? „Ich

wage da keine Prognose“, sagt

sogar der Vorstandschef Thomas

Hitzlsperger: „Wir haben

eine Vielzahl von jungen, talentierten

Spielern, die aber auch

immer wieder an die Grenze

gehen müssen, die ihr Potenzial

abrufen müssen.“

Doch eine Alternative zum

eingeschlagenen Kurs haben

die Stuttgarter nicht. Die 41,5

Millionen Euro aus dem Hause

Daimler durch die Ausgliederung

vom Sommer 2017 sind

inzwischen ausgegeben. Auch

„Niemand sollte die

Qualität unserer

Gruppe unterschätzen“

in der jüngeren Vergangenheit

lebten die Stuttgarter ja finanziell

nicht auf schmalem Fuß:

12,6 Millionen Euro haben die

Weiß-Roten beispielsweise im

Kalenderjahr 2019 allein an

Honoraren für Spielerberater

ausgegeben. Während man

sportlich in die Zweitklassigkeit

abrutschte, reichte diese Summe

zu Platz acht in Liga eins.

Dann kam die Corona-Pandemie

mit einem Minus an TV-

Geldern und leeren Stadien,

sodass die VfB AG sogar einen

zweistelligen Millionenkredit

bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau

(KfW) beantragte.

Thomas Hitzlsperger sagt daher

zur neuen Vereinsideologie,

die aus der Not eine Tugend

macht: „Wir leben von

der Talent-Entwicklung. Das ist

unser Weg, und ein Anfang ist

gemacht.“

Zu den leeren Kassen gesellte

sich jüngst aber noch das

Verletzungspech in der Vorbereitung

auf die neue Bundesliga-Saison,

die für den VfB mit

einem Heimspiel am Samstag,

19. September (15.30 Uhr) gegen

den SC Freiburg beginnt.

Neben Nicolas Gonzalez, der

dem VfB durch seine Verletzung

wohl noch eine Saison

erhalten bleibt, fallen mit Blick

auf den Rundenstart gegen die

Breisgauer sechs weitere Profis

aus: Dies sind neben Philipp

Förster noch Erik Thommy, Lilian

Egloff, Clinton Mola und

Maxime Awoudja sowie der

Neuzugang Konstantinos Mavropanos.

WENIGER ALS GEDACHT

„Wir sehen trotzdem keine

Notwendigkeit, aktiv zu werden

und nachzuverpflichten“,

sagt der VfB-Sportvorstand

Sven Mislintat und ergänzt angesichts

leerer Taschen: „Das

wäre wirtschaftlich auch sehr

unvernünftig.“ Also muss es

mit den Spielern gehen, die da

sind –und über die der Sportchef

sagt: „Niemand sollte die

Qualität unserer Gruppe unterschätzen.“

Tatsächlich hatten

Mislintat und Hitzlsperger den

VfB-Kader bereits im Vorjahr

komplett auf links gedreht, als

20 Spieler neu verpflichtet wurden.

In diesem Jahr –sosah es der

ursprüngliche Plan vor –sollte

nur punktuell nachgebessert

werden. Da das Geld fehlt, fielen

die Umbaumaßnahmen in

diesem Sommer deutlich kleiner

aus als zunächst angedacht.

Dabei legten die VfB-Bosse

ihr Hauptaugenmerk auf die

Defensive. Für den neuen Abwehrchef

Waldemar Anton und

den Torwart Gregor Kobel zahlte

der Verein jeweils vier Millionen

Euro.

Vor allem aber sind die Weiß-

Roten aus Bad Cannstatt künftig

darauf angewiesen, dass

ihre jungen Hoffnungsträger

wie Mateo Klimowicz, Silas

Wamangituka, Tanguy Coulibaly

oder Roberto Massimo

Fahrt aufnehmen, sich rasch

entwickeln. Sonst könnte es mit

dem Erreichen des Saisonziels,

welches allein der Nichtabstieg

ist, beim VfB erneut ganz eng

werden.

Thomas Hitzlsperger

trägt als Vorstandschef

der VfB-AG die

Gesamtverantwortung

Fotos: PressefotoBaumann


#9 Bundesliga-Magazin

doch an sich arbeiten und stets

hundert Prozent geben, damit

er sich verbessert und wir uns

dann auch als Team steigern

können und enger zusammenwachsen.

Einfach ausgedrückt:

Wir müssen Vollgas geben und

dann wird man sehen, für was

es reicht. Ich habe jedenfalls

ein gutes Gefühl.

Gregor Kobel

warbereits in

der vergangenen

Saison Stammkeeper

des VfB.

Wie lautet das Saisonziel?

Da geht es ganz klar um den

Klassenverbleib. An einer Platzierung

möchte ich das Saisonziel

jedoch nicht festmachen.

Dafür ist es zu früh.

Ist es bereits vor dem Sai-

sonstart in den Köpfen der

Spieler verankert, dass sich

der VfB vom ersten Spieltag an

im Abstiegskampf befindet?

Ja, jedem von uns ist bewusst,

dass wir sehr stark gefordert

sein werden und viel an uns

arbeiten müssen. Es ist auch

jedem klar, was die Bundesliga

für den Verein bedeutet –sportlich

und wirtschaftlich.

Reicht die Qualität im Kader,

um am Ende über dem Strich

zu stehen?

Auf jeden Fall. Wir sind zwar

ein junges Team, aber es steckt

schon jetzt viel Qualität drin.

Ich will aber gar nicht zu weit

nach vorne blicken. Ich bin ein

Freund davon, Entwicklungen

Schritt für Schritt anzugehen.

Während der Vorbereitung haben

wir uns die nötige Fitness

geholt, unsere Abläufe einstudiert,

auch taktisch sehr viel

und sehr gut gearbeitet. Nun

gilt es, das Ganze als Gesamtpaket

auf den Platz zu bringen,

wenn es zählt.

Sie kennen die Ansprüche in

der Bundesliga bereits aus ihrer

Zeit in Augsburg und Hoffenheim,

Sie haben nun auch

die Aufstiegssaison in Stuttgart

miterlebt –ist die VfB-Mannschaft

mit dem Sprung nach

oben gereift?

Ja, ganz klar. ImVergleich zu

meinen vorherigen Stationen

ist diese Mannschaft aber immer

noch sehr jung. Das heißt,

jeder Einzelne hat fußballerisch

noch reichlich Luft nach oben.

Dieses enorme Potenzial gilt es

auszuschöpfen. Wichtig ist jedoch

auch, dass wir als Mannschaft

funktionieren. Wir müs-

GREGOR

KOBEL

Der 22-Jährige

wurde einst in

Zürich geboren.

Als 16-Jähriger

wechselte er

nach Hoffenheim.

Von der

TSG war er

zuletzt an den

VfB ausgeliehen.

Die Stuttgarter

haben

ihn nun fest

verpfl ichtet.

sen bereit sein, uns auf dem

Platz gegenseitig zu unterstützen.

Wenn wir das hinbekommen,

bin ich überzeugt davon,

dass wir unser Ziel erreichen.

Der VfB verfügt demnach über

ein junges Team mit einem jungen

Stammtorwart, der trotz

seiner erst 22 Jahre schon viel

erlebt hat.

Ja, das trifft es ziemlich genau.

Mit 1899 Hoffenheim durfte ich

Champions League und Europa

League erleben, auch wenn

ich damals nicht gespielt habe.

Beim FC Augsburg habe ich

den Abstiegskampf in der Bundesliga

zwischen den Pfosten

mitgemacht, und zuletzt beim

VfB war ich mit der Mannschaft

voll in das Aufstiegsrennen involviert.

Das waren auf jeden

Fall ereignisreiche Jahre für

mich.

Was haben Sie aus all dem gelernt?

Sehr viel, denn ich wollte diese

Herausforderungen annehmen,

um Erfahrungen zu sammeln.

Gerade auf der Torhüterposition

ist Erfahrung enorm wichtig.

Ich hoffe, dass mir das nun

beim VfB auch in der Bundesliga

zugutekommt. Letztlich gibt

es einem Selbstvertrauen und

Sicherheit, all diese Aufgaben

mit den jeweiligen Clubs gemeistert

zu haben.

In Stuttgart sollen Sie nach

dem Jahr als Leihgabe aus Hoffenheim

nun in eine Führungsrolle

hineinwachsen. War das

der entscheidende Grund, um

beim VfB einen langfristigen

Vertrag zu unterschreiben?

Nein, in erster Linie habe ich

mich für den VfB entschieden,

weil ich mich hier sehr wohl

fühle. Dazu kommt, dass ich

überzeugt bin, mit dieser Mannschaft

den nächsten Schritt in

meiner Karriere machen zu

können. Beim VfB kann etwas

Gutes entstehen, und für mich

ist es einfach eine wunderbare

Möglichkeit, an diesem Prozess

beteiligt zu sein.

Fotos: Pressefoto Baumann


Bundesliga-Magazin

#12

Cheftrainer Pellegrino Matarazzo Co-Trainer Michael Wimmer Co-Trainer PeterPerchtold Co-Trainer Michael Kammermeyer

Die Entwickler

Eine ganze Reihe von SPEZIALISTEN soll die VfB-Talente besser machen.

Früher, als der Fußball

noch nicht als Wissenschaft

galt, waren die

Zuständigkeiten auf dem Trainingsplatz

klar geregelt. Es

gab einen Chefcoach, der die

Anweisungen erteilte, einen

Assistenten, der die Hütchen

aufstellte, und bestenfalls noch

einen Torwarttrainer, der die

Bälle aufs Tordrosch. So übersichtlich

geht es längst nicht

mehr zu im modernen Fußball,

in der die Zahl der Betreuer

häufig nicht viel kleiner ist als

die der Spieler.

VIEL POTENZIAL

Auch beim VfB Stuttgart wissen

sie, dass es heutzutage Spezialisten

verschiedenster Fachrichtungen

bedarf, um erfolgreich

zu sein. Nur konsequent ist es

daher gewesen, nach der Rückkehr

in die Bundesliga nicht

nur die Mannschaft zu verstärken,

sondern auch das so genannte

Team hinter dem Team.

„Es war wichtig, aufzurüsten“,

sagt Cheftrainer Pellegrino

Matarazzo, bei dem alle Fäden

zusammenlaufen: „Wir wollen

uns weiterentwickeln, haben

viele junge Spieler mit viel Potenzial

–und dafür brauchst du

Manpower.“

Inklusive der Mannschaftsärzte,

Physiotherapeuten, Zeugwarte

und Busfahrer ist das Betreuerteam

des VfB auf knapp

zwei Dutzend Personen angewachsen,

nachdem vier neue

Gesichter das Trainerteam von

Chefcoach Matarazzo verstärkt

haben. In dem Analysespezialisten

Michael Kammermeyer

(34), mit dem der VfB-Trainer

bereits im Nachwuchsbereich

des 1. FC Nürnberg zusammengearbeitet

hat, ist ein neuer

Co-Trainer gekommen. Der

frühere VfB-II-Spieler Peter

Perchtold (35) wiederum hat

Rainer Widmayer ersetzt, der

den Verein verlassen hat. „Peter

wird in seiner Funktion als

Co-Trainer auch für die individuelle

Förderung unserer Top-

Talente verantwortlich sein und

die Schnittstelle zu unserem

Nachwuchsleistungszentrum

bilden“, sagt der VfB-Sportdirektor

Sven Mislintat.

Ein weiterer Neuzugang ist der

Athletiktrainer Oliver Bartlett

(51), der zuvor für den DFB, Borussia

Dortmund und Bayer Leverkusen

gearbeitet hat. Er gilt

als Experte für die körperlichen

Anforderungen eines intensiven

Spielstils. Die bislang vakante

Stelle des Teampsychologen

schließlich wurde Dino

Poimann (31) übertragen, der

von RB Salzburg nach Stuttgart

gekommen ist und sich um „die

Persönlichkeitsentwicklung

und das Coaching von Spielern,

Trainerstab und Staff“ kümmern

soll, wie Mislintat sagt. Es

sei ein Bereich, „der im Fußball

eine wichtige Bedeutung erlangt

hat“.

BEWÄHRTE KRÄFTE

Geblieben sind Co-Trainer Michael

Wimmer, Torwarttrainer

Uwe Gospodarek, die Athletiktrainer

Matthias Schiffers

und Martin Franz, die Analysten

Marcus Fregin und Emiel

Schulze sowie die Teammanager

Günther Schäfer und Peter

Reichert. Es kann also schon

mal etwas unübersichtlich werden

auf dem Trainingsplatz des

VfB Stuttgart.

Torwarttrainer UweGospodarek

Athletiktrainer Martin Franz

Athletiktrainer Matthias Schiffers

Fotos: PressefotoBaumann

Analyst Emiel Schulze

Athletiktrainer Oliver Bartlett

Psychologe Dino Poimann

Analyst Marcus Fregin


Bundesliga-Magazin

#14

Der BVB ist weit

weg von Bayern“

Die DOMINANZ DER BAYERN

ist auch in der Saison

2020/2021 zementiert, glaubt

Rekordnationalspieler Lothar

Matthäus. Doch dahinter erwartet

er jede Menge Spannung.

Supertalente in Diensten

Borussia Dortmunds:

Jadon Sancho (links)

und Jude Bellingham.

Fotos: Revierfoto, Christian Schroedter/alle imago images

Herr Matthäus, auch Ihnen

fällt es nach dem Triple-Sieg

der Bayern sicher schwer, an

einen Meisterschaftskampf zu

glauben, richtig?

Eigentlich hat sich nichts an

ihrer Stellung geändert. In

der vergangenen Saison hatte

Bayern München zwar „nur“

13 Punkte Vorsprung –dahat

es ja schon Jahre gegeben, wo

es viel mehr waren –, aber jetzt

ist ihre Dominanz noch größer

geworden. Nicht aufgrund der

Ergebnisse, sondern wie diese

zustande gekommen sind. Beeindruckend!

Sie führen derzeit

den europäischen Fußball

an. Dass der FC Bayern da als

haushoher Favorit in die Saison

geht, dafür muss man kein

Wahrsager sein.

Haben Sie nicht mal den Restfunken

einer Titelkampfhoffnung,

weil Jadon Sancho noch

mindestens ein Jahr für Borussia

Dortmund auflaufen wird?

Der war in den letzten Jahren

auch da und es hat nicht funktioniert.

Der BVB ist wie alle anderen

Vereine in Deutschland

weit weg von den Bayern. Da

müssten sie schon viele Hausaufgaben

erledigen und darauf

hoffen, dass bei den Bayern

wirklich alles negativ läuft.

Und daran glaube ich nicht.

Warum eigentlich nicht?

Weil der Klub auf und neben

dem Platz top aufgestellt

ist. Es ist wieder

Ruhe und Harmonie eingekehrt.

Und gleichzeitig

ist die Gier da. Beim

FC Bayern ist es so: Wenn

UNSER

EXPERTE

Lothar

Matthäus (59)

hat 150 Länderspiele

für die

DFB-Auswahl

absolviert, ist

damit Rekordnationalspieler.

Der Weltmeister

von 1990

und Ehrenspielführer

der deutschen

Nationalmannschaft

arbeitet

heute als TV-

Experte

für

Sky.

man Titel gewinnt, dann werden

sie richtig gefeiert. Aber in

der nächsten Saison will man

diese Erfolge wiederholen –

und am besten eins drauflegen.

In München sehnt man sich

nach immer neuen Rekorden.

Und ich glaube, dass Hansi

Flick der richtige Trainer ist,

der so einschreitet, dass erst

gar keine Leichtsinnigkeiten

aufkommen. Das lässt er nicht

zu. Auch wenn es das für den

Rest der Liga etwas langweilig

macht.

Will der BVB das Wörtchen

„Meisterschaft“ deshalb nicht

mehr in den Mund nehmen?

Der BVB kann stolz darauf sein,

inzwischen die führende Adresse

bei den größten Talenten in

Europa zu sein. In Dortmund

erhoffen sich junge Spieler wie

Jude Bellingham den nächsten

Schritt in ihrer Karriere.

Muss sich der BVB mittlerweile

mit dem Image als Durchgangsstation

zufriedengeben?

Der BVB kann selbst einschätzen,

dass andere Mannschaften

einen klangvolleren

Namen haben und dass es

neben dem FC Bayern noch

sechs, sieben andere Vereine

in Europa gibt, die

wirtschaftlich ganz sicher

höher einzuschätzen

sind. Real Madrid,

FC Barcelona, Manchester

City und United

oder Juventus Turin

etwa. Diese Klubs

haben noch mehr

Geschichte zu bieten

und dazu eine


#15 Bundesliga-Magazin

Mannschaft, mit der der ganz

große Wurf gelingen kann.

Wird RB Leipzig, CL-Halbfinalist,

im zweiten Jahr unter

Trainer Julian Nagelsmann

noch besser –oder wiegt der

Abgang von Timo Werner zu

schwer?

So einen Spieler zu ersetzen

– das wird nicht gelingen. In

Leipzig muss man sich was

Neues einfallen lassen, da ist

Julian gefordert, und ich glaube,

das macht ihm auch Spaß.

Und das ist doch das Schöne an

Mit ihm kam

der Rekordmeisterzur

Ruhe –und

zu Erfolgen:

Bayern-

Trainer Hansi

Flick.

„In München

sehnt man sich

nach Rekorden“

der Bundesliga, dass es hinter

der erschreckenden Dominanz

der Bayern so spannend ist. Mit

Gladbach, Leverkusen, Leipzig,

Dortmund –und sicher noch einer

anderen Mannschaft.

An wen denken Sie?

Man muss abwarten, wie sich

die Dinge in Berlin entwickeln.

Die Hertha ist das Paris Saint-

Germain Deutschlands, als

Hauptstadtklub und mit dem

Foto:SvenSimon/imago images

Geldsegen eines Investors. Mal

schauen, wie sie das Geld anlegen,

ob sie die Balance finden –

und den Erwartungen dann

gerecht werden. Zumindest

stehen sie jetzt auch mehr unter

Druck, unbedingt einen internationalen

Platz zu erreichen.

Die Europa League wäre ein

erster Schritt, um den Abstand

nach oben zu verkleinern.

Können sich Schalke 04 und

Werder Bremen von ihren Krisensaisons

wieder erholen?

Schalke ist es in der Rück-

Es ist wichtig,

dass man neunzig Minuten

mit voller Konzentration

an das nächste Spiel denkt.

Lothar Matthäus




Das Geheimnis des Fußballs

ist ja der Ball.



Uwe Seeler

Da haben Spieler auf dem

Spielfeld gestanden,

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Bundesliga-Magazin

#16

„Auf Schalke ist

der Druck noch

größer geworden“

runde ja sogar noch

schlechter ergangen (seit 16

Bundesliga-Spielen ohne Sieg,

d. Red.) als Relegationsteilnehmer

Bremen. Das sind beides

namhafte Mannschaften,

die in der Vergangenheit auch

wirtschaftlich viel besser positioniert

waren, die aber auf

einmal mit dem Abstiegskampf

in Verbindung gebracht werden

in einer Riege mit Mannschaften

wie Mainz 05 und

dem FC Augsburg. Da gehören

jetzt auch Schalke und Bremen

dazu. Sie können sich des Klassenerhalts

nicht mehr sicher

sein.

Geht Schalke-Trainer David

Wagner nach der schwachen

Vorsaison bereits als Wackelkandidat

in die neue Spielzeit?

Wenn am Anfang der Saison

nicht gleich ein Erfolg da ist

und man es direkt wieder mit

den unteren Tabellenplätzen

zu tun haben sollte, ist Wagner

schnell gefährdet. Gleiches gilt

für Kohfeldt in Bremen. Es würde

dann vielleicht der Eindruck

entstehen, dass man schon zu

lange an ihnen festgehalten

hat. Ich weiß nicht, ob man eine

solche Geduld noch mal mit ihnen

haben würde. Gerade auf

Schalke ist der Druck noch mal

ein bisschen größer von außen.

Funktioniert es, dass der gleiche

Trainer, nehmen wir Kohfeldt,

eine solche Horrorsaison

überhaupt aus seinen Spielern

rausbekommt?

Ich würde sagen: Ja. Man soll

ja immer nach vorn gucken. Die

Rettung haben sie letztendlich

doch noch erreicht. Damit war

das Negative dann doch nicht

so negativ, dass man abgestiegen

ist. Es war zwar kein Erfolg,

aber ein Minimalziel, das

sie sich gesteckt hatten. Das

kann auch Kraft für die Zukunft

geben.

Inwiefern wird Corona mit allem,

was dazugehört, die Spiele

weiterhin beeinflussen?

Wackelkandidaten? SchalkesDavid

Wagner (links)

und Bremens Florian

Kohfeldt stehen unter

besonderer Beobachtung.

Fotos: Norbert Schmidt, Michael

Taeger/alle imago images

Die Qualität der Spiele hat es

gar nicht beeinträchtigt. Ich

sehe attraktive Spiele, tolle

Kombinationen, rassige Zweikämpfe

und viele Tore. Die

Mannschaften können mittlerweile

besser damit umgehen

als noch im Mai. Auch wir Zuschauer

an den TV-Geräten

haben uns an die leere Atmosphäre

gewöhnt. Was ich nicht

gedacht hätte, war, dass durch

die fehlenden Fans im Stadion

so viele Auswärtssiege mög-

lich sind. Daran sieht man, dass

viele Mannschaften tatsächlich

von der Atmosphäre getragen

werden. Klar ist: Jeder vermisst

die Zuschauer. Außer die Bayern,

die sind auch ohne ihre

Fans stark genug. (lacht)

MATTHÄUS-CHECK

Lothar Matthäus gibt zu jedem

Klub seine Prognose ab. Wie der

Rekordnationalspieler die 18 Mannschaften

in der Fußball-Bundesliga

einschätzt, lesen Sie ab Seite 10.

„KOMPLIZIERT“: DIE LIGA

UND DASCORONAVIRUS

Die Auswirkungen der Corona-Krise machen

auch in der neuen Saison nicht halt vor der

Fußball-Bundesliga. Für den Neustart nach

der Unterbrechung war die Deutsche Fußball

Liga (DFL) imMai allerorten gelobt worden,

das Hygienekonzept galt als globales Vorbild

für andere Sportarten und Ligen. Gleichwohl

mahnte DFL-Boss Christian Seifert vor dem

Beginn der Spielzeit 2020/2021: „Die Organisation

und Durchführung dieser Spielzeit wird

um ein Vielfaches komplizierter als die Beendigung

der letzten Spielzeit.“ Ererwartet „die

anspruchsvollste und schwierigste Spielzeit des

professionellen Fußballs in Deutschland“. Größtes

Aufregerthema: die Rückkehr der Fans in die

Stadien. In Ermangelung einer gemeinsamen

Strategie kommt eszum Saisonstart deswegen

zum viel kritisierten Flickenteppich. Heißt: Je

nach regionaler Verfügungslage dürfen die Klubs

unterschiedlich viele Zuschauer in ihre Arenen

lassen. Eine Corona-Regel bleibt zunächst bestehen:

Um die Verletzungsgefahr für die Spieler zu

reduzieren, bleiben in allen Spielen fünf statt drei

Auswechslungen erlaubt.


#17 Bundesliga-Magazin

Alles

beim

Alten

Der TV-Überblick:

So verpassen Sie

kein Spiel der

BUNDESLIGA

Foto:XXXXX

Der TV-Markt hatte kräftig

zu kämpfen mit der

Pandemie. Im Zuge der

Bundesliga-Zwangspause kündigte

Eurosport als Rechteinhaber

seinen Vertrag als Medienpartner

der Deutschen Fußball

Liga (DFL). Der kostenpflichtige

Streamingdienst DAZN

als Sublizenznehmer übertrug

die Spiele trotzdem, Eurosport

musste zahlen, und da die Kündigung

vom Schiedsgericht im

August als unwirksam erklärt

wurde, bleibt alles beim Alten.

Genau wie im Vorjahr übertragen

vor allem Sky und DAZN

die Bundesliga. Ein Spieltag im

Überblick.

Freitag: Die 30 Erstligapartien

am Freitagabend (20.30 Uhr)

sind weiterhin bei DAZN zu

sehen. Höhepunkte der Begegnungen

gibt es ebenfalls ausschließlich

beim Streaminganbieter.

Das ZDF darf immerhin

drei Freitagsspiele parallel zu

DAZN übertragen. Dies sind

die Partien am ersten, 17. und

18. Spieltag. Den Anfang macht

also die Partie zwischen dem

Meister FC Bayern und dem FC

Schalke 04 (18. September).

Samstag: Am Samstag bestimmt

Sky das Geschehen. Alle

Samstagspartien (15.30 Uhr

und 18.30 Uhr) sind exklusiv

beim Pay-TV-Anbieter zu sehen

–inder Konferenz und als

Einzelspiele. Die Highlights

gibt es nach dem Schlusspfiff

auch bei DAZN. In der ARD-

„Sportschau“ folgt eine Zusammenfassung

aller Nachmittagsspiele.

Von der Topbegegnung

um 18.30 Uhr darf DAZN die

ersten Höhepunkte senden.

Im Free-TV zeigt das ZDF im

„Sportstudio“ (ab 23 Uhr) die

ersten Bilder des späten Samstagsspiels

sowie alle weiteren

Spiele von Freitag und Samstag

in der Zusammenfassung.

Sonntag: Sky ist um 15.30 Uhr

und 18 Uhr auf Sendung. Highlights

gibt es bei DAZN. Fünf

Partien werden um 13.30 Uhr

Es ist wichtig,

dass man neunzig Minuten

mit voller Konzentration

an das nächste Spiel denkt.

Lothar Matthäus

Entscheidend

is’ auf’m Platz:

Ein Kameramann

filmt das

Geschehen auf

dem Rasen.

Foto:Groothuis/Witters/imago images

angepfiffen. Diese überträgt

DAZN. Zusammenfassungen

von den Sonntagsspielen gibt

es im Free-TV frühestens ab

21.15 Uhr in der ARD beziehungsweise

den Regionalprogrammen

des Senders.

Montag: Zum vorerst letzten

Mal gibt es fünf Partien am

Montagabend um 20.30 Uhr.

Auch diese Partien werden exklusiv

von DAZN übertragen.

Im Free-TV ist die Zusammenfassung

dieser Begegnung ab

22.15 Uhr bei Nitro, dem Spartensender

von RTL, zu sehen.

Dort gibt es auch abschließend

alle Highlights der neun Spiele

des Wochenendes.

Das Geheimnis des Fußballs

ist ja der Ball.

Uwe Seeler

Da haben Spieler auf dem

Spielfeld gestanden,

gestandene Spieler.

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Bundesliga-Magazin

FC Bayern München

#18

Ein Triple-Sieger auf

absolutem Topniveau

Der FC BAYERN ist seit 2013 amtierender Dauermeister.

Neuzugang Leroy Sané hebt den Kader auf ein noch höheres Level.

Natürlich ist es nur eine

Zahl, aber eine mit Bedeutung.

Serge Gnabry

trägt in der neuen Saison die

Rückennummer 7, er legt die

22 ab. Ein Aufstieg, ein Ritter-

DER KADER

TOR

1 Neuer Manuel

Deutschland

26 Ulreich Sven

Deutschland

37 Nübel Alexander

Deutschland

39 Hoffmann Ron-Thorben

Deutschland

34 Jahre

32 Jahre

23 Jahre

21 Jahre

ABWEHR

4 Süle Niklas

Deutschland

25 Jahre

5 Pavard Benjamin

Frankreich

24 Jahre

17 Boateng Jérôme

Deutschland

32 Jahre

19 Davies Alphonso

Kanada, Liberia

19 Jahre

21 Hernández Lucas

Frankreich, Spanien 24 Jahre

23 Nianzou Kouassi Tanguy-Austin

Frankreich, Elfenbeinküste 18 Jahre

27 Alaba David

Österreich

28 Jahre

MITTELFELD

-Fein Adrian

Deutschland

6 Thiago

Spanien, Brasilien

8 Martínez Javi

Spanien

11 Cuisance Michaël

Frankreich

18 Goretzka Leon

Deutschland

24 Tolisso Corentin

Frankreich, Togo

32 Kimmich Joshua

Deutschland

ANGRIFF

7 Gnabry Serge

Deutschland, Elfenbeinküste

9 Lewandowski Robert

Polen

10 Sané Leroy

Deutschland, Frankreich

15 Arp Jann-Fiete

Deutschland

16 Dajaku Leon

Deutschland, Kosovo

25 Müller Thomas

Deutschland

29 Coman Kingsley

Frankreich, Guadeloupe

34 Meier Oliver Batista

Deutschland, Brasilien

35 Zirkzee Joshua

Niederlande

Neuzugänge

21 Jahre

29 Jahre

32 Jahre

21 Jahre

25 Jahre

26 Jahre

25 Jahre

25 Jahre

32 Jahre

24 Jahre

20 Jahre

19 Jahre

31 Jahre

24 Jahre

19 Jahre

19 Jahre

schlag. Denn bis Mai 2019 lief

zwölf Jahre lang Bayern-Legende

Franck Ribéry,aktuell in

seinem zweiten und wohl letzten

Jahr beim AC Florenz, mit

der 7auf. Der Nummernwechsel

zeigt die enorme Wertschätzung

vonseiten des FC Bayern

München für Gnabry.

Der 25-Jährige

ist eines der Gesichter

des Triple-

Siegers und von

Trainer Hansi Flick

fest eingeplant für

die rechte Außenbahn.

Sein Torzum

1:0 im Champions-

League-Halbfinale

gegen Olympique

Lyon zeigte Gnabrys

enorme Qualitäten.

Der Bewegungsablauf,

der

Drang zum Tor, der

kräftige Abschluss

–das alles erinnerte

an Arjen Robben.

So ist Gnabry

ein doppelter

Nachfolger: auf seiner Seite der

von Robben, dank der neuen

Rückennummer der von Ribéry.

Gleichsam soll er Superstürmer

Robert Lewandowski, der

in der vergangenen Saison sagenhafte

47 Pflichtspieltore erzielte,

mit Vorlagen versorgen.

Und auf dem linken Flügel?

Dort steht ein Positionskampf

bevor. Kingsley Coman, Siegtorschütze

beim 1:0 imFinale

gegen Paris Saint-Germain, hat

Konkurrenz bekommen: keinen

Geringerenals Leroy Sané.

Beide 24 Jahre alt, beide mit

der Präferenz, links außen zu

spielen. Nach über einem Jahr

war es den Bayern

gelungen, Sané von

Manchester City zu

verpflichten, 2019

hatte ein Kreuzbandriss

den

Deal verhindert.

Glück

im Unglück:

Wegen der

Verletzung

und unter

den Umständen

der Corona-Pandemie

konnte Bayern

Robert Lewandowski

DER

TRAINER

Hansi Flick

(55) führte den

FC Bayern nur

zehn Monate

nach der Übernahme

von

seinem Vorgänger

Niko Kovac

zum Triple aus

Meisterschaft,

DFB-Pokal

und Champions

League.

Der frühere

Co-Trainer der

deutschen

Nationalmannschaft

besitzt bei den

Münchnern

einen

Vertrag bis

2023.

Fotos: PeterSchatz, Julian Finney/imago images, Alexander Hassenstein/GettyImages

den Preis drücken, der Nationalspieler

wechselte für 45 Millionen

Euro (Bonuszahlungen

nicht eingerechnet) nach München.

Auch Sané erhält eine

prestigeträchtige Nummer: die

10 –zuletzt trugen sie Philippe

Coutinho, dessen Leihgeschäft

mit dem FC Barcelona auslief,

und Arjen Robben.

Die Erwartungen an Sané

sind hoch an der Säbener Straße.

„Leroy bringt die Attribute

mit, die wir brauchen: Schnelligkeit,

Dribbelstärke und Torgefahr.

Deshalb bin ich überzeugt,

dass er bei uns glücklich

wird und sehr erfolgreich Fuß-

Er soll den Unterschied

machen:

Flügelflitzer Leroy

Sané kamvon ManchesterCity.

ball spielt“, sagte Vorstandsboss

Karl-Heinz Rummenigge.

Was Sané mit Bayern vorhat?

Pokale holen: Der Reiz bestehe

darin, „weiterhin alle Titel zu

gewinnen, die es zu gewinnen

gibt“. Erst mal muss er dafür

aber Coman verdrängen.

MATTHÄUS-CHECK

„Die Bayern haben den nationalen

und internationalen Fußball

beherrscht. Nicht nur von den

Ergebnissen her, sondern in einer

beeindruckenden Dominanz. Ich

schicke bereits einen vorzeitigen

Glückwunsch zum neunten Meistertitel

in Folge nach München.“


#19 Borussia Dortmund Bundesliga-Magazin

Junge Wilde

auf Titeljagd

BORUSSIA DORTMUND setzt auf Teenager. Trainer Lucien

Favre bekommt damit die Gelegenheit, seinen guten Ruf

als Talentförderer zu bestätigen.

Jugend trifftauf Routine: YoussoufaMoukokokönnte

derjüngste

Bundesliga-Spieler der Geschichte

werden. Kapitän Marco Reus (rechts)

soll die Talente führen.

DER KADER

TOR

1 Bürki Roman

Schweiz

25 Unbehaun Luca

Deutschland

35 Hitz Marwin

Schweiz

29 Jahre

19 Jahre

33 Jahre

Wenn Fußballanhänger

in Deutschland über

die „jungen Wilden“

sprechen, fallen ihnen beinahe

automatisch diese Gesichter

ein: Aleksandr Hleb, Kevin

Kuranyi, Andreas Hinkel und

Timo Hildebrand. Die Stuttgarter

Bubis verzückten Anfang

des Jahrtausends ganz Europa,

besiegten 2003 auf dem Höhepunkt

ihres Schaffens die Stars

von Manchester United in der

Champions League –nur einen

Titel gewannen sie nicht.

Ein ähnliches Schicksal

könnte nun der Generation

drohen, die aktuell bei Borussia

Dortmund für Furore sorgen

soll oder dies –zumindest

in Teilen – schon getan hat.

Allen voran die beiden 20-Jährigen

Erling Haaland und Jadon

Sancho zauberten bereits

in der vergangenen Saison

für den BVB. Nun wird dieses

Duo mit weiteren Toptalenten

ergänzt. Für Jude Bellingham

von Birmingham City blätterten

die Schwarz-Gelben 26,5 Millionen

Euro hin –mehr wurde

nie zuvor für einen 17-Jährigen

bezahlt. Doch nach der Vorbereitung

schwärmt Lizenzspielerchef

Sebastian Kehl: „Bei

dem Jungen merkt man, dass

er voll im Saft steht. Er strotzt

vor Selbstvertrauen und bringt

uns genau diese Aggressivität,

diese Körperlichkeit im Mittelfeld,

die uns sehr, sehr guttut.“

Auch ein weiteres Juwel

aus dem eigenen Nachwuchs

verzückte die BVB-Verantwortlichen

– und Youssoufa Moukoko

ist sogar noch zwei Jahre

jünger als Bellingham: „Er hat

innerhalb kürzester Zeit gezeigt,

warum wir große Hoffnungen

in ihn haben.“ Ab dem

20. November darf Moukoko

von der Leine gelassen werden,

am Tagseines 16.

Geburtstags.

Fotos: Team 2/imago images

DER

TRAINER

Lucien Favre

(62) geht

schon in

seine dritte

Saison beim

BVB. Er holte

sensationelle

2,04 Punkte

im Schnitt.

Allerdings blieb

er bislang auch

ohne Titel,

weshalb er

immer wieder

umstritten war

und kritisiert

wurde.

Der Vertrag

des Schweizers

in

Dortmund

endet nach

der kommenden

Saison.

Dazu hat der BVB mit der

18-jährigen Leihgabe Reinier

(Real Madrid) und mit Thomas

Meunier (29/Paris Saint-Germain)

zwei Akteure von europäischen

Topklubs geholt, die

dazu beitragen sollen, dass die

Schwarz-Gelben am Saisonende

mal wieder etwas Blechernes

in der Hand halten. Ob

Schale, Gold- oder Silberpokal

–ein Titel sollte es schon sein.

Lucien Favre gab kürzlich

zu, dass er noch nie zuvor in

seiner Trainerkarriere mit einer

so talentierten Mannschaft

gearbeitet habe. Und wenn neben

den „jungen Wilden“ auch

noch die „alten Wilden“ um

Kapitän Marco Reus und Mats

Hummels konstant ihre Leistung

abrufen, muss die Konkurrenz

von München bis Leipzig

den BVB auf jeden Fall wieder

auf dem Zettel haben.

MATTHÄUS-CHECK

„Ich lasse mich mal überraschen,

was Lucien Favre indieser Saison

aus dem Hut zaubern wird. Er hat

eine große Auswahl an talentierten

Spielern, aber das langt natürlich

nicht zum ganz großen Wurf gegen

die übermächtigen Bayern.“

ABWEHR

2 Moray Bauzà Mateu

Spanien

5 Zagadou Dan-Axel

Frankreich, Elfenbeinküste

14 Schulz Nico

Deutschland, Italien

15 Hummels Mats

Deutschland

16 Akanji Manuel

Schweiz, Nigeria

24 Meunier Thomas

Belgien

26 Piszczek Lukasz

Polen

29 Schmelzer Marcel

Deutschland

MITTELFELD

6 Delaney Thomas

Dänemark, USA

8 Dahoud Mahmoud

Deutschland, Syrien

11 Reus Marco

Deutschland

13 Guerreiro Raphaël

Portugal, Frankreich

19 Brandt Julian

Deutschland

20 Reinier

Brasilien

22 Bellingham Jude

England

23 Can Emre

Deutschland, Türkei

28 Witsel Axel

Belgien, Martinique

32 Reyna Giovanni

USA, Portugal

33 Pherai Immanuel

Niederlande

37 Raschl Tobias

Deutschland

ANGRIFF

7 Sancho Jadon

England

9 Haaland Erling

Norwegen

10 Hazard Thorgan

Belgien

18 Moukoko Youssoufa

Deutschland, Kamerun

27 Wolf Marius

Deutschland

Neuzugänge

20 Jahre

21 Jahre

27 Jahre

31 Jahre

25 Jahre

29 Jahre

35 Jahre

32 Jahre

29Jahre

24 Jahre

31 Jahre

26 Jahre

24 Jahre

18 Jahre

17 Jahre

26 Jahre

31 Jahre

17 Jahre

19 Jahre

20 Jahre

20 Jahre

20 Jahre

27 Jahre

15 Jahre

25 Jahre


#20 #21

Die Bundesliga-Saison

2020/2021

Meister BAYERN MÜNCHEN eröffnet die Spielzeit gegen SCHALKE 04. Finale am 22. Mai 2021.

1./18. Spieltag 6./23. Spieltag

(Rückspiele 22.–25.1.2021) (Rückspiele 26.2.–1.3.2021)

FC Bayern München – FC Schalke 04 18.9.2020 (20.30) FC Schalke 04 – VfB Stuttgart 30.10.2020 (20.30)

Eintracht Frankfurt – Arminia Bielefeld 19.9.2020 (15.30) Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 31.10.2020 (15.30)

1. FC Union Berlin – FC Augsburg 19.9.2020 (15.30) 1. FCKöln – FCBayern München 31.10.2020 (15.30)

1. FC Köln – TSG Hoffenheim 19.9.2020 (15.30) FCAugsburg – 1. FSV Mainz 05 31.10.2020 (15.30)

Werder Bremen – Hertha BSC 19.9.2020 (15.30) Arminia Bielefeld – Borussia Dortmund 31.10.2020 (15.30)

VfBStuttgart – SC Freiburg 19.9.2020 (15.30) B. Mönchengladbach – RB Leipzig 31.10.2020 (18.30)

Borussia Dortmund – Mönchengladbach 19.9.2020 (18.30) SC Freiburg – Bayer Leverkusen 1.11.2020 (15.30)

RB Leipzig – 1. FSV Mainz 05 20.9.2020 (15.30) Hertha BSC – VfL Wolfsburg 1.11.2020 (18.00)

VfL Wolfsburg – Bayer Leverkusen 20.9.2020 (18.00) TSG Hoffenheim – 1. FC Union Berlin 2.11.2020 (20.30)

11./28. Spieltag

12./29. Spieltag 13./30. Spieltag

(Rückspiele 9.4.–12.4.2021) (Rückspiele 16.4.–18.4.2021) (Rückspiele 21.4./22.4.2021)

Borussia Dortmund – VfB Stuttgart 11.–13.12.2020 FC Bayern München – VfL Wolfsburg 15./16.12.2020 RB Leipzig – 1. FC Köln 18.–21.12.2020

RB Leipzig – Werder Bremen 11.–13.12.2020 TSG Hoffenheim – RB Leipzig 15./16.12.2020 B. Mönchengladbach – TSG Hoffenheim 18.–21.12.2020

B. Mönchengladbach – Hertha BSC 11.–13.12.2020 Eintracht Frankfurt – B. Mönchengladbach 15./16.12.2020 Bayer Leverkusen – FC Bayern München 18.–21.12.2020

Bayer Leverkusen – TSG Hoffenheim 11.–13.12.2020 Hertha BSC – 1. FSV Mainz 05 15./16.12.2020 VfL Wolfsburg – VfB Stuttgart 18.–21.12.2020

VfL Wolfsburg – Eintracht Frankfurt 11.–13.12.2020 FC Schalke 04 – SC Freiburg 15./16.12.2020 SC Freiburg – Hertha BSC 18.–21.12.2020

SC Freiburg – Arminia Bielefeld 11.–13.12.2020 1. FCKöln – Bayer Leverkusen 15./16.12.2020 1. FC Union Berlin – Borussia Dortmund 18.–21.12.2020

1. FC Union Berlin – FC Bayern München 11.–13.12.2020 Werder Bremen – Borussia Dortmund 15./16.12.2020 FC Schalke 04 – Arminia Bielefeld 18.–21.12.2020

1. FSVMainz 05 – 1. FC Köln 11.–13.12.2020 Arminia Bielefeld – FC Augsburg 15./16.12.2020 1. FSVMainz 05 – Werder Bremen 18.–21.12.2020

FC Augsburg – FC Schalke 04 11.–13.12.2020 VfB Stuttgart – 1. FC Union Berlin 15./16.12.2020 FC Augsburg – Eintracht Frankfurt 18.–21.12.2020

2./19. Spieltag

(Rückspiele 29.1.–1.2.2021)

Hertha BSC – Eintracht Frankfurt 25.9.2020 (20.30)

B. Mönchengladbach – Union Berlin 26.9.2020 (15.30)

Bayer Leverkusen – RB Leipzig 26.9.2020 (15.30)

1. FSVMainz 05 – VfBStuttgart 26.9.2020 (15.30)

FCAugsburg – Borussia Dortmund 26.9.2020 (15.30)

Arminia Bielefeld – 1. FCKöln 26.9.2020 (15.30)

FCSchalke 04 – Werder Bremen 26.9.2020 (18.30)

TSG Hoffenheim – FCBayern München 27.9.2020 (15.30)

SC Freiburg – VfL Wolfsburg 27.9.2020 (18.00)

7./24. Spieltag

(Rückspiele 5.3.–8.3.2021)

Werder Bremen – 1. FC Köln 6.11.2020 (20.30)

RB Leipzig – SC Freiburg 7.11.2020 (15.30)

1. FC Union Berlin – Arminia Bielefeld 7.11.2020 (15.30)

1. FSVMainz 05 – FC Schalke 04 7.11.2020 (15.30)

FCAugsburg – Hertha BSC 7.11.2020 (15.30)

VfBStuttgart – Eintracht Frankfurt 7.11.2020 (15.30)

Borussia Dortmund – Bayern München 7.11.2020 (18.30)

VfL Wolfsburg – TSG Hoffenheim 8.11.2020 (15.30)

Bayer Leverkusen – Mönchengladbach 8.11.2020 (18.00)

14./31. Spieltag

(Rückspiele 23.4.–26.4.2021)

FCBayern München – 1. FSV Mainz 05 2.–4.1.2021

Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 2.–4.1.2021

TSG Hoffenheim – SC Freiburg 2.–4.1.2021

Eintracht Frankfurt – Bayer Leverkusen 2.–4.1.2021

Hertha BSC – FCSchalke 04 2.–4.1.2021

1. FCKöln – FCAugsburg 2.–4.1.2021

Werder Bremen – 1. FC Union Berlin 2.–4.1.2021

Arminia Bielefeld – B. Mönchengladbach 2.–4.1.2021

VfBStuttgart – RB Leipzig 2.–4.1.2021

3./20. Spieltag

(Rückspiele 5.2.–8.2.2021)

8./25. Spieltag

(Rückspiele 12.3.–15.3.2021)

15./32. Spieltag

(Rückspiele 7.5.–10.5.2021)

1. FC Union Berlin – 1. FSVMainz 05 2.10.2020 (20.30)

Borussia Dortmund – SC Freiburg 3.10.2020 (15.30)

Eintracht Frankfurt – TSG Hoffenheim 3.10.2020 (15.30)

1. FC Köln – B. Mönchengladbach 3.10.2020 (15.30)

Werder Bremen – Arminia Bielefeld 3.10.2020 (15.30)

VfB Stuttgart – Bayer Leverkusen 3.10.2020 (15.30)

RB Leipzig – FC Schalke 04 3.10.2020 (18.30)

VfL Wolfsburg– FC Augsburg 4.10.2020 (15.30)

FC Bayern München – Hertha BSC 4.10.2020 (18.00)

FC Bayern München – Werder Bremen 21.11.2020 (15.30)

B. Mönchengladbach – FC Augsburg 21.11.2020 (15.30)

TSG Hoffenheim – VfB Stuttgart 21.11.2020 (15.30)

FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg 21.11.2020 (15.30)

Arminia Bielefeld – Bayer Leverkusen 21.11.2020 (15.30)

Eintracht Frankfurt – RB Leipzig 21.11.2020 (18.30)

Hertha BSC – Borussia Dortmund 21.11.2020 (20.30)

SC Freiburg – 1. FSVMainz 05 22.11.2020 (15.30)

1. FC Köln – 1. FC Union Berlin 22.11.2020 (18.00)

RB Leipzig – Borussia Dortmund 8.–11.1.2021

B. Mönchengladbach – FC Bayern München 8.–11.1.2021

Bayer Leverkusen – Werder Bremen 8.–11.1.2021

SC Freiburg – 1. FC Köln 8.–11.1.2021

1. FC Union Berlin – VfL Wolfsburg 8.–11.1.2021

FC Schalke 04 – TSG Hoffenheim 8.–11.1.2021

1. FSVMainz 05 – Eintracht Frankfurt 8.–11.1.2021

FCAugsburg – VfB Stuttgart 8.–11.1.2021

Arminia Bielefeld – Hertha BSC 8.–11.1.2021

4./21. Spieltag

(Rückspiele 12.2.–15.2.2021)

9./26. Spieltag

(Rückspiele 19.3.–21.3.2021)

16./33. Spieltag

(Rückspiele 15.5.2021)

TSG Hoffenheim – Borussia Dortmund 17.10.2020 (15.30)

SC Freiburg – Werder Bremen 17.10.2020 (15.30)

Hertha BSC – VfB Stuttgart 17.10.2020 (15.30)

1. FSVMainz 05 – Bayer Leverkusen 17.10.2020 (15.30)

FCAugsburg – RB Leipzig 17.10.2020 (15.30)

Arminia Bielefeld – FCBayern München 17.10.2020 (18.30)

B. Mönchengladbach – VfL Wolfsburg 17.10.2020 (20.30)

1. FC Köln – Eintracht Frankfurt 18.10.2020 (15.30)

FCSchalke 04 – 1. FCUnion Berlin 18.10.2020 (18.00)

5./22. Spieltag

(Rückspiele 19.2.–22.2.2021)

Borussia Dortmund – 1. FC Köln 27.–30.11.2020

RB Leipzig – Arminia Bielefeld 27.–30.11.2020

B. Mönchengladbach – FCSchalke 04 27.–30.11.2020

Bayer Leverkusen – Hertha BSC 27.–30.11.2020

VfL Wolfsburg – Werder Bremen 27.–30.11.2020

1. FCUnion Berlin – Eintracht Frankfurt 27.–30.11.2020

1. FSV Mainz 05 – TSG Hoffenheim 27.–30.11.2020

FC Augsburg – SC Freiburg 27.–30.11.2020

VfB Stuttgart – FC Bayern München 27.–30.11.2020

10./27. Spieltag

(Rückspiele 3.4.–5.4.2021)

Langsam kehren die Fans zurück: Anfang September bestreitet Union Berlin ein Testspielgegen den

1. FC Nürnbergund 4500 Zuschauer dürfen ins Stadion. So viele Fans sollen auch beim Saisonstart gegen den

FC AugsburgimStadion An der Alten Förstereizugelassenwerden.

Foto:dpa

FC Bayern München – SC Freiburg 15.–17.1.2021

Borussia Dortmund – 1. FSV Mainz 05 15.–17.1.2021

TSG Hoffenheim – Arminia Bielefeld 15.–17.1.2021

VfL Wolfsburg – RB Leipzig 15.–17.1.2021

Eintracht Frankfurt – FCSchalke 04 15.–17.1.2021

1. FC Union Berlin – Bayer Leverkusen 15.–17.1.2021

1. FC Köln – Hertha BSC 15.–17.1.2021

Werder Bremen – FC Augsburg 15.–17.1.2021

VfB Stuttgart – B. Mönchengladbach 15.–17.1.2021

17./34. Spieltag

(Rückspiele 22.5.2021)

VfBStuttgart – 1. FCKöln 23.10.2020 (20.30)

FC Bayern München – E. Frankfurt 24.10.2020 (15.30)

1. FSVMainz 05 – B. Mönchengladbach 24.10.2020 (15.30)

RB Leipzig – Hertha BSC 24.10.2020 (15.30)

1. FC Union Berlin – SC Freiburg 24.10.2020 (15.30)

Borussia Dortmund – FC Schalke 04 24.10.2020 (18.30)

VfL Wolfsburg – Arminia Bielefeld 25.10.2020 (15.30)

Werder Bremen – TSG Hoffenheim 25.10.2020 (18.00)

Bayer Leverkusen – FC Augsburg 26.10.2020 (20.30)

FC Bayern München– RB Leipzig 4.–7.12.2020

TSGHoffenheim – FCAugsburg 4.–7.12.2020

SC Freiburg – B. Mönchengladbach 4.–7.12.2020

Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund 4.–7.12.2020

Hertha BSC – 1. FCUnion Berlin 4.–7.12.2020

FC Schalke 04 – Bayer Leverkusen 4.–7.12.2020

1. FC Köln – VfL Wolfsburg 4.–7.12.2020

Werder Bremen – VfBStuttgart 4.–7.12.2020

Arminia Bielefeld – 1. FSV Mainz 05 4.–7.12.2020

Die weiteren Wettbewerbe

DFB-Pokal

1. Runde: 11. bis 14. September 2020

2. Runde: 22. und 23. Dezember 2020

Achtelfinale: 2. und 3. Februar 2021

Viertelfinale: 2. und 3. März 2021

Halbfinale: 1. und 2. Mai 2021

Finale: Donnerstag, 13. Mai 2021, in Berlin

Champions League:

Gruppenphase, 1. Spieltag: 20. und 21. Oktober 2020

Finale: Samstag, 29. Mai 2021, 21 Uhr, in Istanbul

Europa League:

Gruppenphase, 1. Spieltag: 22. Oktober 2020

Finale: Mittwoch, 26. Mai 2021, 21 Uhr, in Danzig

RB Leipzig – 1. FCUnion Berlin 19./20.1.2021

B. Mönchengladbach – Werder Bremen 19./20.1.2021

Bayer Leverkusen – Borussia Dortmund 19./20.1.2021

SC Freiburg – Eintracht Frankfurt 19./20.1.2021

Hertha BSC – TSGHoffenheim 19./20.1.2021

FC Schalke 04 – 1. FCKöln 19./20.1.2021

1. FSVMainz 05 – VfL Wolfsburg 19./20.1.2021

FCAugsburg – FCBayern München 19./20.1.2021

Arminia Bielefeld – VfB Stuttgart 19./20.1.2021


Bundesliga-Magazin

RB Leipzig

#22

DER KADER

TOR

1 Gulácsi Péter

Ungarn

13 Tschauner Philipp

Deutschland

32 Schreiber Tim

Deutschland

33 Martínez Josep

Spanien

ABWEHR

4 Orban Willi

Ungarn, Deutschland

5 Upamecano Dayot

Frankreich, Guinea-Bissau

6 Konaté Ibrahima

Frankreich, Mali

16 Klostermann Lukas

Deutschland

22 Mukiele Nordi

Frankreich, DR Kongo

23 Halstenberg Marcel

Deutschland

39 Henrichs Benjamin

Deutschland, Ghana

MITTELFELD

8 Haidara Amadou

Mali

14 Adams Tyler

USA

18 Nkunku Christopher

Frankreich, DR Kongo

20 Samardzic Lazar

Deutschland, Serbien

25 Olmo Dani

Spanien

27 Laimer Konrad

Österreich

44 Kampl Kevin

Slowenien

ANGRIFF

7 Sabitzer Marcel

Österreich

9 Poulsen Yussuf

Dänemark, Tansania

10 Forsberg Emil

Schweden

11 Hwang Hee-chan

Südkorea

17 Lookman Ademola

England, Nigeria

29 Augustin Jean-Kévin

Frankreich, Haiti

35 Hartmann Fabrice

Deutschland

41 Borkowski Dennis

Deutschland

Neuzugänge

30 Jahre

34 Jahre

18 Jahre

22 Jahre

27 Jahre

21 Jahre

21 Jahre

24 Jahre

22 Jahre

28 Jahre

23 Jahre

22 Jahre

21Jahre

22 Jahre

18 Jahre

22 Jahre

23 Jahre

29 Jahre

26 Jahre

26 Jahre

28 Jahre

24 Jahre

22 Jahre

23 Jahre

19 Jahre

18 Jahre

Die Vereinshistorie von

RB Leipzig und die Trainerkarriere

von Julian

Nagelsmann weisen eine Gemeinsamkeit

auf: Beide gehen

2020/2021 in ihre fünfte Bundesliga-Saison

– zum zweiten

Mal gemeinsam. Nach seiner

ersten starken Saison als Coach

der Leipziger mit der Champions-League-Qualifikation

(Platz drei) sowie dem erstmaligen

Sprung der Sachsen ins

Halbfinale der Königsklasse

möchte Nagelsmann an die

jüngsten Erfolge anknüpfen,

bestenfalls sogar noch eine

Schippe drauflegen.

Bereits im Juni machte der

33-Jährige keinen Hehl daraus,

wie groß sein Titelhunger ist:

„Dass wir gern auch mal Meister

werden, das ist normal. Es

sollte jeder,der in der Bundesliga

mitspielt, den Drang haben,

maximal erfolgreich zu sein.“

Um dieses mit Blick auf die acht

Meisterschaften des FC Bayern

in Folge ambitionierte Ziel

zu erreichen, braucht es zwei

Eckpfeiler –zum einen „mehr

Coolness und Cleverness im

letzten Drittel“, eine Anspielung

Nagelsmanns auf die zu

vielen Unentschieden (zwölf)

in der vergangenen Saison,

und zum anderen einen Ersatz

für den abgewanderten Timo

Die

Suche

nach

dem

neuen

Werner

Nach dem Abschied des

Nationalstürmers steht

RB LEIPZIG vor der Frage,

wer inZukunft für die Tore

sorgen soll. Zeit zum Testen

gibt es dafür kaum.

DER

TRAINER

Julian Nagelsmann

(33) ist

nach wie vor

das Nesthäkchen

der Liga,

hat sich spätestens

durch

den Einzug ins

Halbfinale der

Champions

League auch

international

einen Namen

gemacht.

Sein Kontrakt

in Leipzig

läuft noch

bis Sommer

2023.

Werner. Der Nationalstürmer,

der in den vergangenen vier

Jahren im Leipzig-Trikot 78 Ligatore

erzielen konnte, hat den

Klub für die Ablösesumme von

53 Millionen Euro in Richtung

FC Chelsea verlassen.

Und trotz der Verpflichtung

des Südkoreaners Hee-chan

Hwang, der für knapp 10 Millionen

Euro auf kurzem Dienstweg

von RB Salzburg geholt

wurde, hat der Coach das

Kernproblem, das mit Werners

Wechsel einhergeht, erkannt:

„Wir können Timo nicht eins zu

eins ersetzen und müssen seine

47 Scorerpunkte auf

mehrere Schultern

verteilen“, sagte

Nagelsmann der

Verstärkungen für die Offensiveund fürdie

Außenbahn: Hee-chan Hwang (links)soll mithelfen,

die Offensivlückezuschließen, die Timo

Werner hinterlässt.Benjamin Henrichs (rechts)

stehtfür Stabilitätauf der rechtenAbwehrseite.

Fotos: opokupix, PeterSchatz/alle imago images

„Sport Bild“. Gefragt ist also

die gesamte Offensivabteilung

RBs: Yussuf Poulsen, Emil Forsberg

und Marcel Sabitzer stehen

ohne Werner noch mehr im

Fokus.

Fix war aus der Kategorie

namhafter Neuzugang bis Redaktionsschluss

zudem nur die

Leihe des Außenverteidigers

Benjamin Henrichs. Der Ex-Leverkusener

kommt vom AS Monaco,

Leipzig hat für 2021 eine

Kaufoption.

Ob die Rädchen bei RB im

fünften Bundesliga-Jahr ohne

den Superstar ineinandergreifen?

Erst der Ligaauftakt gegen

Mainz 05 am 20. September

wird Antworten bringen. Auf

Testspiele wurde aufgrund des

Kurzurlaubs nach dem Champions-League-Turnier

und den

Länderspielen verzichtet.

MATTHÄUS-CHECK

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass

RB erneut Herbstmeister wird.

Ihnen wird der Spieler fehlen, der

28 Tore schießt –wie Timo Werner

in der vergangenen Saison. Ein

Champions-League-Platz ist ihnen

zuzutrauen, dafür müssen sie

jedoch sehr viel tun.“


#23 Borussia Mönchengladbach

Bundesliga-Magazin

Der beste Bonsai

der Bundesliga

BORUSSIA MÖNCHENGLADBACHS Torhüter Yann Sommer wird wegen seiner geringen

Köpergröße oft belächelt –dabei ragt der Schweizer seit Jahren heraus.

Fotos: M. Becker/dpa, J. Huebner/imago images

„Wir sind froh, dasswir so einen Rückhalt bei uns im Torhaben“: Trainer Marco Rose istbegeistert vonYann Sommer.

DER

TRAINER

Marco Rose

(44) hielt

den hohen

Erwartungen

stand und

führte Borussia

als Nachfolger

des beliebten

Dieter Hecking

in die Champions

League.

Inzwischen ist

er bei den Fans

voll akzeptiert.

Roses Vertrag

läuft bis 2022

und beinhaltet

sowohl eine

Prämie für

die Meisterschaft

als auch

für den

Pokalsieg.

Vom Gardemaß eines Toptorhüters

in der Bundesliga

sind 183 Zentimeter

weit weg. Mit dieser Körpergröße

aber ist Yann Sommer

ausgestattet, seit sechs Jahren

die Nummer eins im Kasten

von Borussia Mönchengladbach.

Damit ist der Schweizer

acht Zentimeter kleiner als der

Durchschnittsschlussmann in

Deutschlands Eliteklasse –und

dennoch ragt er heraus.

Denn andere Zahlen sprechen

für den 31-Jährigen. In der

abgelaufenen Saison kassierte

er mit Gladbach die drittwenigsten

Gegentore (40) hinter

Meister FC Bayern München

(32) und RB Leipzig (37). Kein

anderer Keeper hielt mehr Torschüsse

(121), niemand wehrte

mehr Bälle ab (75,2 Prozent).

Damit hatte Sommer erheblichen

Anteil daran, dass sich

Borussia als Vierter am Ende

für die Champions League qualifizierte.

„Wir sind froh, dass wir so

einen Rückhalt bei uns im Tor

haben“, sagt Trainer Marco

Rose. „Yann arbeitet jeden Tag

daran, auf dem Niveau zu bleiben

oder es in einzelnen Bereichen

sogar weiter nach oben zu

schrauben. Er ist ein absolutes

Vorbild.“

Sommer selbst wird seit jeher

ob seiner Körpergröße belächelt,

zu seiner Anfangszeit in

Deutschland wurde er von der

„Bild“-Zeitung abfällig „Bonsai-Keeper“

getauft. Ihn störte

das nicht: „Ich hatte noch nie

das Gefühl, dass die Größe ein

Hindernis ist. Stellungsspiel,

Timing, Reaktion und Mut sind

viel wichtiger“, sagt er und bekommt

Unterstützung von einer

Torwartlegende: „Sommer ist

für mich einer der meistunterschätzten

Torhüter Europas“,

sagt Peter Schmeichel. Für Rose

und Sportdirektor Max Eberl

zählt er ohnehin zu den besten

des Kontinents.

Erstmals gelang es den

Gladbachern, keinen Leistungsträger

abgeben zu müssen,

obwohl es Angebote für

Matthias Ginter, Denis Zakaria

und Marcus Thuram gab.

Durch die Leihzugänge Hannes

Wolf (RB Leipzig) und Valentino

Lazaro (Inter Mailand), der

aufgrund eines Muskelbündelrisses

jedoch zum Saisonauftakt

ausfällt, gibt es in der Offensive

weitere Optionen. Eberl

sagt: „Letzte Saison haben wir

65 Punkte geholt, waren der

beste Vierte der Geschichte –

und zwar verdient. Angriffslustig

waren wir immer, aber das

Ziel ist einfach formuliert: Wir

wollen jedes Spiel gewinnen,

ob in der Champions League,

im DFB-Pokal oder in der Bundesliga.“

Frei nach dem Motto:

Mit dem Kleinsten die Großen

ärgern.

MATTHÄUS-CHECK

„Marco Rose hat jetzt noch

zwei Spieler dazubekommen,

die er aus seiner

Salzburger Zeit kennt.

Die Mannschaft

wird seinen

attraktiven

Fußball, der

jetzt schon ein

Jahr lang gut

funktionierte,

noch besser

umsetzen.

Deswegen werden

sie ihren Platz da

oben festigen.“

DER KADER

TOR

1 Sommer Yann

Schweiz

21 Sippel Tobias

Deutschland

31 Grün Max

Deutschland

ABWEHR

3Lang Michael

Schweiz

4 Doucouré Mamadou

Frankreich, Senegal

15 Beyer Jordan

Deutschland

17 Wendt Oscar

Schweden

18 Lainer Stefan

Österreich

24 Jantschke Tony

Deutschland

25 Bensebaini Ramy

Algerien

28 Ginter Matthias

Deutschland

30 Elvedi Nico

Schweiz

40 Poulsen Andreas

Dänemark

MITTELFELD

6 Kramer Christoph

Deutschland

8 Zakaria Denis

Schweiz, DR Kongo

11 Wolf Hannes

Österreich

19 Lazaro Valentino

Österreich

22 Bénes Lászlo

Slowakei

23 Hofmann Jonas

Deutschland

27 Quizera Famana

Portugal, Guinea-Bissau

32 Neuhaus Florian

Deutschland

ANGRIFF

7 Herrmann Patrick

Deutschland

10 Thuram Marcus

Frankreich, Guadeloupe

13 Stindl Lars

Deutschland

14 Plea Alassane

Frankreich, Mali

16 Traoré Ibrahima

Guinea, Frankreich

36 Embolo Breel

Schweiz, Kamerun

37 Bennetts Keanan

England, Deutschland

Neuzugänge

31 Jahre

32 Jahre

33 Jahre

29 Jahre

22 Jahre

20 Jahre

34 Jahre

28 Jahre

30 Jahre

25 Jahre

26 Jahre

23 Jahre

20 Jahre

29 Jahre

23 Jahre

21 Jahre

24 Jahre

23Jahre

28 Jahre

18 Jahre

23 Jahre

29 Jahre

23 Jahre

32 Jahre

27 Jahre

32 Jahre

23 Jahre

21 Jahre


Bundesliga-Magazin

Bayer Leverkusen

#24

Neues

Gesicht für

die Offensive

Nach den Abgängen von Kai Havertz und

weiteren Stars muss BAYER LEVERKUSEN

umplanen. Kerem Demirbay spielt beim

Umbruch eine wichtige Rolle.

DER KADER

TOR

1 Hradecky Lukas

Finnland, Slowakei

21 Grill Lennart

Deutschland

36 Lomb Niklas

Deutschland

ABWEHR

3Retsos Panagiotis

Griechenland

4 Tah Jonathan

Deutschland, Elfenbeinküste

5 Bender Sven

Deutschland

6 Dragovic Aleksandar

Österreich, Serbien

8 Bender Lars

Deutschland

12 Tapsoba Edmond

Burkina Faso

16 Jedvaj Tin

Kroatien

18 Wendell

Brasilien

22 Sinkgraven Daley

Niederlande

23 Weiser Mitchell

Deutschland

MITTELFELD

10 Demirbay Kerem

Deutschland, Türkei

11 Amiri Nadiem

Deutschland, Afghanistan

15 Baumgartlinger Julian

Österreich

20 Aránguiz Charles

Chile

25 Palacios Exequiel

Argentinien

ANGRIFF

7 Paulinho

Brasilien

9 Bailey Leon

Jamaika

13 Alario Lucas

Argentinien, Italien

14 Schick Patrik

Tschechien

17 Pohjanpalo Joel

Finnland

19 Diaby Moussa

Frankreich, Mali

27 Wirtz Florian

Deutschland

38 Bellarabi Karim

Deutschland, Marokko

Neuzugänge

30Jahre

21 Jahre

27 Jahre

22 Jahre

24 Jahre

31 Jahre

29 Jahre

31 Jahre

21 Jahre

24 Jahre

27 Jahre

25 Jahre

26 Jahre

27 Jahre

23 Jahre

32 Jahre

31 Jahre

21 Jahre

20 Jahre

23Jahre

27 Jahre

24 Jahre

26 Jahre

21 Jahre

17 Jahre

30Jahre

Die Offensive von Bundesligist

Bayer Leverkusen

steht vor einem großen

Umbruch. Trainer Peter Bosz

muss seinen angepriesenen

„attraktiven und erfolgreichen

Angriffsfußball“ nach den Abgängen

von Kevin Volland (AS

Monaco) und Kai Havertz (FC

Chelsea) anpassen. Von der

AS Rom kam der zuvor an RB

Leipzig verliehene Stürmer Patrik

Schick. Auch ein kreativer

Spieler wie Kerem Demirbay

könnte der Schlüssel zum Erfolg

sein.

„Wenn Spieler gehen, verändert

sich immer etwas. An

unserem Spielstil hingegen

wird sich nichts ändern“, sagt

der 27-jährige Mittelfeldspieler

im Gespräch mit dem Sportbuzzer:

„Wir werden weiterhin

mutig auftreten, wollen

das Geschehen auf dem Platz

selbst bestimmen. Das ist der

Anspruch des Vereins, das ist

die Philosophie des Trainers,

und so wurde die Mannschaft

auch zusammengestellt.“

Demirbay tauchte nach seinem

32-Millionen-Euro-Wechsel

im Sommer 2019 von der

TSG Hoffenheim zur Werkself

immer mehr ab. Der 27-Jährige

erfüllte als Rekordtransfer

des Bundesliga-Fünften der

Vorsaison die in ihn gesetzten

Erwartungen nur selten. Trainer

Bosz setzte auf der Doppelsechs

auf Julian Baumgartlinger

neben Charles Aránguiz.

Demirbay blieb nur

der Platz auf der Bank.

Das will der gebürtige

Hertener ändern.

„Corona-Pause, DFB-

Pokalfinale, Europa-

League-Finalturnier:

Es war schon sehr

turbulent in den vergangenen

Wochen

und Monaten. Für mich

persönlich war es auf jeden

Fall sehr lehrreich.

Auch wenn wir nicht alle

Ziele erreicht haben und

„An unserem

Spielstil wird

sich nichts

ändern“: Kerem

Demirbaysetzt

aufBeständigkeit

in Bayers

Taktik.

ich noch nicht alles zeigen

konnte, was in mir steckt, durfte

ich zum ersten Mal in meiner

Karriere ein Pokalfinale spielen.

Ich bin schnell angekommen

und freue mich auf die

neue Saison“, sagt Demirbay.

Mit Bayer setzt sich der Mittelfeldspieler

wieder höhere

Ziele: „Ich will definitiv Champions

League spielen. Und wir

haben auch die Qualität, unter

die ersten vier Teams zu kommen.

Wir sollten uns allerdings

auf eine harte Saison einstellen.

Das werden viele Spiele mit

wenigen Regenerationsphasen.

Das wird nicht einfach.“

Durch das Europa-

League-Turnier, das für

Bayer mit einem 1:2 gegen

DER TRAINER

Fotos: RHR-Foto,Revierfoto/imago images

Inter Mailand endete, habe

man keine optimale Saisonvorbereitung.

Demirbay: „Aber

das Ziel für die Liga bleibt: Wir

wollen uns wieder für die Königsklasse

qualifizieren.“

MATTHÄUS-CHECK

„Eine attraktive Mannschaft mit

hoher Geschwindigkeit in der

Offensive. Doch ich sehe Probleme

in der Defensive. Für das Ziel

Champions League wird sie viel

tun müssen und hoffen, dass eine

der vier Mannschaften vor ihnen

eine Schwächephase hat.“

PeterBosz (56) muss nicht nur seine Mannschaft, sondern auch

seinen Trainerstab neu aufstellen. Nach dem Abgang seines

Assistenten Xaver Zembrod (RB Leipzig) lockte Bosz Rob

Maas zu Bayer, mit dem er bereits in Arnheim gearbeitet

hatte. Der Vertrag des Niederländers endet im Sommer 2022.


#25 TSG Hoffenheim Bundesliga-Magazin

Startschuss

in eine Ära?

Mit dem neuen, bundesligaunerfahrenen

Trainer Sebastian Hoeneß geht die

TSG HOFFENHEIM nach der drittbesten

Saison der Klubgeschichte ins Risiko.

Gestandener Bundesliga-

Profi: MijatGacinovic kam

vonEintrachtFrankfurt

nach Hoffenheim.

DER

TRAINER

Sebastian

Hoeneß (38)

ist der einzige

Coach, der

erst in der

Sommerpause

installiert wurde.

Der Sohn

von Dieter und

Neffe von Uli

Hoeneß führte

die Amateure

des FC Bayern

München

letzte Saison

zur Drittligameisterschaft,

arbeitete

auch schon im

Nachwuchs von

RB Leipzig.

Fotos: TSGHoffenheim, Hasan Bratic/imago images

Die neue Saison ist der

Startschuss für eine neue

Hoeneß-Ära – und zwar

die von Dieters Sohn und Ulis

Neffen Sebastian, der bei der

TSG Hoffenheim einen Vertrag

bis 2023 unterschrieben hat.

Der Übungsleiter, der zuletzt

den FC Bayern II zum Meistertitel

in der 3. Liga geführt hatte,

ist jedoch viel mehr als nur der

Sohn von Dieter oder der Neffe

von Uli. Und Sebastian Hoeneß

ist auch kein neuer Julian Nagelsmann,

der an der Seitenlinie

und in seinen Statements

einen Tick forscher agiert.

Natürlich dient der Leipzig-Trainer

dennoch für jeden

nachfolgenden TSG-Coach als

Gradmesser. Und hier liegen

die Vergleiche auf der Hand,

zumal es Hoeneß – ähnlich

wie sein Vorvorgänger –selbst

nie zum Profifußballer brachte.

Beide gelten als innovativ,

ausgestattet mit einer klaren

Ausrichtung und einem guten

Auge für Talente. Neuland

ist das Kraichgau für Hoeneß

nicht, da er einst einige Spiele

für Hoffenheim in der Regionalliga

absolviert hat.

Seitdem hat sich beim Klub

von Mäzen Dietmar Hopp eine

Menge getan: Die TSG ist zu einem

gestandenen Mitglied der

Bundesliga gereift, der in der

Vorsaison mit Rang sechs die

drittbeste Platzierung der Vereinsgeschichte

erzielen konnte.

Umso überraschender mutete

die Trennung von Ex-Trainer

Alfred Schreuder nach dem

30. Spieltag an, der sich mit seinem

Team zu diesem Zeitpunkt

in einer aussichtsreichen Position

befand (Platz sieben). Offiziellen

Angaben zufolge sollen

„Differenzen über die Ausrichtung

des Klubs“ für das Aus

verantwortlich gewesen sein.

Mit Hoeneß scheinen die

Verantwortlichen auf einer

Welle zu liegen, auch wenn im

Trainingslager am Tegernsee

nicht alle Ergebnisse stimmten.

Nach den Siegen über Wiesbaden

(7:1) und Fürth (1:0)

kassierte die TSG eine 2:5-Niederlage

gegen Nürnberg. Trotzdem

ließ Hoeneß ausrichten:

„Was die Kaderstruktur angeht,

könnte es morgen losgehen.“

Mit Mijat Gacinovic hat man

einen gestandenen Bundesliga-

Profi von Eintracht Frankfurt

verpflichtet. Sportchef Alexander

Rosen sprach im Trainingslager

von einem „sehr, sehr positiven

Eindruck“, den er nicht

zuletzt mit Hoeneß in Verbindung

bringt: „Er hat sehr viel

im Kopf, was uns die letzten

Jahre stark gemacht hat.“

MATTHÄUS-CHECK

„Spannend! Die TSG hat einen

neuen Trainer mit einem großen

Namen verpflichtet. Wenn er das

spielen lassen kann, was ihn in der

3. Liga bei Bayern II ausgezeichnet

hat, werden wir einen attraktiven

Fußball in Hoffenheim sehen, der

zu einem ähnlichen Endergebnis

führen könnte wie inder vergangenen

Saison.“

DER KADER

TOR

1 Baumann Oliver

Deutschland

12 Pentke Philipp

Deutschland

37 Philipp Luca

Deutschland

30 Jahre

35 Jahre

19 Jahre

ABWEHR

2Brenet Joshua

Niederlande,Curaçao 26 Jahre

3 Kaderabek Pavel

Tschechien

28 Jahre

4 Bicakcic Ermin

Bosnien-Herzeg., Deutschland 30 Jahre

5 Stafylidis Konstantinos

Griechenland

26 Jahre

6 Nordtveit Havard

Norwegen

30 Jahre

15 Adams Kasim

Ghana

25 Jahre

21 Hübner Benjamin

Deutschland

31 Jahre

22 Vogt Kevin

Deutschland

28 Jahre

25 Akpoguma Kevin

Deutschland, Nigeria 25 Jahre

38 Posch Stefan

Österreich

23 Jahre

MITTELFELD

8 Geiger Dennis

Deutschland

22 Jahre

11 Grillitsch Florian

Österreich

25 Jahre

14 Baumgartner Christoph

Österreich

21 Jahre

18 Samassékou Diadie

Mali

24 Jahre

20 Gacinovic Mijat

Serbien, Bosnien-Herzegowina 25 Jahre

ANGRIFF

7 Larsen Jacob Bruun

Dänemark

9 Bebou Ihlas

Togo,Deutschland

10 Dabbur Munas

Israel

19 Belfodil Ishak

Algerien, Frankreich

23 Adamyan Sargis

Armenien

27 Kramaric Andrej

Kroatien

29 Skov Robert

Dänemark

33 Klauss João

Brasilien, Italien

35 Beier Maximilian

Deutschland

Neuzugänge

21 Jahre

26 Jahre

28 Jahre

28 Jahre

27 Jahre

29 Jahre

24 Jahre

23 Jahre

17 Jahre


Bundesliga-Magazin

VfLWolfsburg

#26

In 66 Bundesliga-

Spielen traf Wout

Weghorstbereits

33-mal. Auch in der

neuen Saison dürfte

für den VfLvieldavon

abhängen, wie oft

der 1,97 Metergroße

Stürmer knipst.

Fotos: Herbert Bucco,

Christian Schroedter/

alle imago images

DER KADER

TOR

1 Casteels Koen

Belgien

12 Pervan Pavao

Österreich

35 Kasten Lino

Deutschland

ABWEHR

2 William

Brasilien

3Lacroix Maxence

Frankreich, Guadeloupe

5Bruma Jeffrey

Niederlande,Surinam

6 Otávio Paulo

Brasilien

15 Roussillon Jérôme

Frankreich, Guadeloupe

19 Mbabu Kevin

Schweiz, DR Kongo

25 Brooks John Anthony

USA, Deutschland

32 Tisserand Marcel

DR Kongo,Frankreich

34 Pongracic Marin

Kroatien, Deutschland

MITTELFELD

4 Camacho Ignacio

Spanien

10 Malli Yunus

Türkei, Deutschland

23 Guilavogui Josuha

Frankreich, Guinea

24 Schlager Xaver

Österreich

27 Arnold Maximilian

Deutschland

31 Gerhardt Yannick

Deutschland

ANGRIFF

7 Brekalo Josip

Kroatien

8 Steffen Renato

Schweiz

9 Weghorst Wout

Niederlande

11 Klaus Felix

Deutschland

14 Mehmedi Admir

Schweiz, Nordmazedonien

17 Yeboah John

Deutschland, Ghana

21 Bialek Bartosz

Polen

29 Marmoush Omar

Ägypten, Kanada

33 Ginczek Daniel

Deutschland

40 Victor João

Brasilien

Neuzugänge

28 Jahre

32 Jahre

19 Jahre

25 Jahre

20 Jahre

28 Jahre

25 Jahre

27 Jahre

25 Jahre

27 Jahre

27 Jahre

23 Jahre

30 Jahre

28 Jahre

29 Jahre

22 Jahre

26 Jahre

26 Jahre

22 Jahre

28 Jahre

28 Jahre

28 Jahre

29 Jahre

20 Jahre

18 Jahre

21 Jahre

29 Jahre

26 Jahre

Der Wunsch nach

mehr Torgefahr

Beim VFL WOLFSBURG fehlt neben Wout Weghorst ein zweiter Torjäger.

Klubboss Frank Witter stellt dafür keine großen Summen zur Verfügung.

Weil man dem VfL

Wolfsburg immer mal

wieder allzu großen

Ehrgeiz nachsagt, tut ein klares

Wort ganz gut. „Wenn wir

in die Champions League wollen“,

sagt Frank Witter, „dann

müssten wir ganz andere Beträge

in die Hand nehmen. Und

die stehen einerseits nicht zur

Verfügung –und wären andererseits

auch kein Garant. Der

VfL-Weg ist die kontinuierliche

Weiterentwicklung.“

Der Aufsichtsratschef der

VfL-GmbH ist zum einen der

oberste Boss des Wolfsburger

Bundesligisten, zum anderen

ist er aber auch früherer Zweitligaprofi

und aktuell Finanzvorstand

des Volkswagen-Konzerns.

Also genau der Richtige,

um den Zusammenhang zwischen

Kicken und Kohle nicht

aus dem Auge zu verlieren.

Viel Geld ausgegeben, wenig

sportlichen Ertrag eingefahren

–das war das VfL-Problem

nach dem Pokalsieg 2015.

Die sportliche Kurve haben die

Wölfe mit Platz sechs 2019 und

Platz sieben 2020 gekriegt, die

Schieflage aber ist noch nicht

DER

TRAINER

Oliver Glasner

(46) ist neben

Frankfurts Hütter

der zweite

Österreicher in

der Bundesliga.

Kam inder

Vorsaison als

unbeschriebenes

Blatt,

holte inseinem

ersten Jahr 1,5

Punkte in den

Pflichtspielpartien

im Schnitt

und landete

auf Platz

sieben.

Glasners

Vertrag

bei den

„Wölfen“

gilt

noch

bis zum

30.Juni

2022.

weg. 45 Millionen Euro betrug

das im Juni veröffentlichte Minus

aus der Saison 2018/2019,

das Ergebnis der Saison

2019/2020 wird besser ausfallen,

aber noch nicht gut sein.

Wohin die Schieflage führt,

zeigt das Beispiel Robin Knoche.

Der VfL hätte den Vertrag

mit dem soliden Innenverteidiger,

der aus der eigenen Jugend

kam, gern verlängert –zu

drastisch reduzierten Bezügen.

Knoche lehnte ab und wechselte

zu Union Berlin. Gerade

in der Innenverteidigung wird

Wolfsburgs Dilemma besonders

deutlich.

Jeffrey Bruma und

John Anthony

Brooks gehören

zu den Spielern,

in deren Verträgen

noch vergleichsweise

hohe

Summen stehen.

Sportlich

ist der Anspruch

klar:

Der VfL will

zum dritten

Mal in Folge

den Sprung nach Europa schaffen.

Und das lieber als Fünfter

oder Sechster statt als Siebter,

so viel Steigerungswillen gesteht

man sich dann doch zu.

Gemessen wird daran auch

Trainer Oliver Glasner, dessen

Team zwar immer wieder erfolgreiche

Phasen hatte, aber

selten begeisternden Fußball

spielte. 48 Saisontore waren

ein bisschen wenig –und bieten

dem Aufsichtsratschef die

Möglichkeit, das Ziel für die

neue Saison besonders knackig

zu formulieren. Witter wünscht

sich „mehr Torgefahr zu wirtschaftlich

vertretbaren Rahmenbedingungen“.

Nur Torjäger

Wout Weghorst allein kann

diesen Wunsch nicht erfüllen.

MATTHÄUS-CHECK

„Die Erwartungen am Volkswagen-

Standort sind groß, auch wenn

der Verein nicht mehr sosehr von

dem Konzern abhängig ist. In der

vergangenen Saison ist dem VfL

etwas die Luft ausgegangen. Er

hält sich in einer Grauzone auf,

will zwar international spielen –

ich glaube aber nicht, dass eres

diese Saison schafft.“


#27 SC Freiburg Bundesliga-Magazin

Lass das

mal den

Joker

machen

Der SC FREIBURG musste ein Toptrio ziehen

lassen, hat aber weiterhin sein Ass imÄrmel:

Nils Petersen, den besten Bankstürmer.

Luca Waldschmidt geht

jetzt für Benfica Lissabon

in Portugal auf

Torejagd, Robin Koch verteidigt

in England bei Leeds

United, und Alexander

Schwolow hütet das Torbei

der Hertha aus Berlin. Drei

Namen, drei neue Klubs –

macht drei hochkarätige Abgänge

für den SC Freiburg.

Geschätzte 36 Millionen

Euro flossen so in die Vereinskasse

der Breisgauer,

dafür sind jetzt allerdings die

Leistungsträger weg. Und

nun? „Die Breite vom Vorjahr

werden wir wohl nicht

noch mal haben. Aber wir

wollen wieder so aufgestellt

sein, dass wir in der Lage

sind, Bundesliga-Spiele zu

gewinnen“, sagte Trainer

Christian Streich dem SWR.

Und er mache sich „nicht

verrückt“ wegen der Abgewanderten.

Typisch Streich

halt. Zwischen Gelassenheit

und Starkstrom geht er seinen

speziellen Weg. Achter

wurde der SC auf diesem in

der vergangenen Spielzeit,

schrammte hart und akribisch

arbeitend nur knapp

am internationalen Geschäft

vorbei. Drei Stars

sind nun weg, immerhin

ist Streichs Mutmacher

noch da. Topjoker

Nils Petersen ist

das, mit 87 Treffern

Freiburgs Rekordtorschütze

vor keinem

geringeren

als dem heutigen

Bundestrainer

Joachim

Löw (83

Tore). Petersen

sagte mit Blick

Nils Petersen

DER

TRAINER

Christian

Streich (55)

ist mit großem

Abstand der

dienstälteste

Trainer der

Bundesliga

–seit knapp

neun Jahren im

Amt. In dieser

Zeit holte er

mit den Breisgauern

einen

Punkteschnitt

von 1,38 Zählern

pro Partie.

Er verlängerte

seinen Vertrag

–wie immer

per Handschlag

–noch mal bis

nach der Saison

2020/2021.

auf das abgewanderte Trio

(ebenfalls im SWR), dass er

„keine Angst“ habe, „dass

wir das nicht abfangen können“.

Petersens Saisonziel ist

es, „drei Mannschaften zu

finden, die hinter uns bleiben.

Danach müssen wir

schauen, wie wir uns entwickeln.“

Freiburg halt. Der

Klassenerhalt scheint dauerhaft

als angepeilte Destination

ins Klubnavi eingegeben

zu sein. Demut statt großer

Töne, auch wenn zuletzt Europa

zum Greifen nah war.

Mit 31 Jahren ist Petersen

der älteste im SC-Kader

und der torgefährlichste

Mann der Bundesliga –von

der Bank aus. 25-mal traf er

nach seiner Einwechselung.

„Der Nils ist eine außergewöhnliche

Persönlichkeit

und ein außergewöhnlicher

Spieler“, sagt Streich, der

das Wort „Joker“ nicht mag.

„Normalerweise denkt man

als Spieler immer: Ich habe

recht, der Trainer muss mich

spielen lassen. Bei Streich

ist es anders. Du vertraust

ihm“, sagt Petersen zu seiner

speziellen Rolle. Wenn

er kommt, dann trifft er.

Und jetzt ist ja der Waldschmidt

weg – da ist

doch die Startelf für

Petersen sicherer als

(s)ein Bankplatz.

Nicht ganz.

Denn untätig

war der SC

nicht, hat einen

jungen Mann

für die Spitze

verpflichtet. Ermedin

Demirovic

heißt er, ist 22

Jahre alt und wurde

von Deportivo Alavés verpflichtet.

Hamburger SV, RBLeipzig,

FC Sochaux, UD Almería, FC

St. Gallen und eben Alavés –

der Mann ist schon viel herumgekommen.

„Ich will auch für

Freiburg Tore schießen“, sagt

er. Und er hat ja Nils Petersen,

bei dem er sich das mit dem Toreschießen

abgucken kann.

MATTHÄUS-CHECK

„Ich wundere mich immer über

Freiburg, wie das alles funktioniert

mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten.

Aber daran sieht man, dass

man mit einem tollen Trainer, der

das Gesicht des Vereins ist, inder

Bundesliga bestehen kann. Das ist

einfach eine große Einheit. Und

aufgrund der Ruhe, inder sie im

Breisgau arbeiten können, werden

sie wieder nichts mit dem Abstieg

zu tun haben.“

DER KADER

TOR

1Uphoff Benjamin

Deutschland

26 Flekken Mark

Niederlande

40 Thiede Niclas

Deutschland

46 Frommann Constantin

Deutschland

ABWEHR

3 Lienhart Philipp

Österreich

5 Gulde Manuel

Deutschland

7 Schmid Jonathan

Frankreich

17 Kübler Lukas

Deutschland

20 Dräger Mohamed

Tunesien, Deutschland

23 Heintz Dominique

Deutschland

24 Itter Luca

Deutschland

30 Günter Christian

Deutschland

31 Schlotterbeck Keven

Deutschland

MITTELFELD

6 Abrashi Amir

Albanien, Schweiz

14 Till Guus

Niederlande

19 Haberer Janik

Deutschland

27 Höfler Nicolas

Deutschland

34 Tempelmann Lino

Deutschland

36 Keitel Yannik

Deutschland

27 Jahre

27 Jahre

21 Jahre

22 Jahre

24 Jahre

29 Jahre

30 Jahre

28 Jahre

24 Jahre

27 Jahre

21 Jahre

27 Jahre

23 Jahre

30 Jahre

22 Jahre

26 Jahre

30 Jahre

21 Jahre

20 Jahre

Fotos: Eibner/imago images, Herbert Rudel/dpa

ANGRIFF

9 Höler Lucas

Deutschland

26 Jahre

11 Demirovic Ermedin

Bosnien-Herzeg., Deutschland 22 Jahre

13 Terrazzino Marco

Deutschland, Italien 29 Jahre

18 Petersen Nils

Deutschland

31 Jahre

22 Sallai Roland

Ungarn

23 Jahre

28 Kwon Chang-hoon

Südkorea

26 Jahre

29 Jeong Woo-yeong

Südkorea

20 Jahre

32 Grifo Vincenzo

Italien, Deutschland 27 Jahre

38 Kath Florian

Deutschland

25 Jahre

Neuzugänge


Bundesliga-Magazin

Eintracht Frankfurt

#28

Mit Portugal-Power

und Geduld

In der Offensive von EINTRACHT FRANKFURT schwingen sich André Silva und Gonçalo Paciência auf,

die legendäre Büffelherde vergessen zu lassen. Die verpasste Europa-Qualikann ein Vorteil sein.

Fotos: Jan Huebner/imago images (3)

DER KADER

TOR

1 Trapp Kevin

Deutschland

29 Wiedwald Felix

Deutschland

32 Rönnow Frederik

Dänemark

30 Jahre

30 Jahre

28 Jahre

ABWEHR

2 N’Dicka Evan

Frankreich, Kamerun

-Falette Simon

Guinea, Frankreich

13 Hinteregger Martin

Österreich

18 Touré Almamy

Frankreich, Mali

19 Abraham David

Argentinien, Italien

22 Chandler Timothy

USA, Deutschland

24 da Costa Danny

Deutschland, Angola

25 Durm Erik

Deutschland

30 Willems Jetro

Niederlande,Curaçao

35 Tuta

Brasilien

MITTELFELD

3 Ilsanker Stefan

Österreich

8 Sow Djibril

Schweiz, Senegal

10 Kostic Filip

Serbien

11 Zuber Steven

Schweiz

15 Kamada Daichi

Japan

17 Rode Sebastian

Deutschland

20 Hasebe Makoto

Japan

27 Barkok Aymen

Deutschland, Marokko

28 Kohr Dominik

Deutschland

42 Cavar Marijan

Bosnien-Herzeg., Kroatien

ANGRIFF

9 Dost Bas

Niederlande

21 Ache Ragnar

Deutschland, Ghana

33 Silva André

Portugal

34 Makanda Jabez

Angola, Deutschland

39 Paciência Gonçalo

Portugal

Neuzugänge

21 Jahre

28 Jahre

28 Jahre

24 Jahre

34 Jahre

30 Jahre

27 Jahre

28 Jahre

26 Jahre

21 Jahre

31 Jahre

23 Jahre

27 Jahre

29 Jahre

24 Jahre

29 Jahre

36 Jahre

22Jahre

26 Jahre

22 Jahre

31 Jahre

22 Jahre

24 Jahre

19 Jahre

26 Jahre

AndréSilva(links)und Gonçalo

Paciência könntendas neue Sturmduo

bei EintrachtFrankfurt bilden. Das

3-5-2-System bietetden perfektenPlatz

für die beiden Portugiesen.

DER

TRAINER

AdiHütter (50)

hat 105 Pflichtspiele

mit der

Eintracht auf

dem Buckel.

Der Vertrag des

Österreichers in

Frankfurt endet

am 30. Juni

2023.

Die Statistik von André Silva

nach der Corona-Pause

war beeindruckend.

Der portugiesische Angreifer

von Eintracht Frankfurt erzielte

in zehn Partien acht Treffer. In

seiner Anfangszeit nach seiner

Leihe vom AC Mailand im vergangenen

Sommer hatte der

24-Jährige noch mit Verletzungen

zu kämpfen –doch was er

im Frühsommer ablieferte, lässt

bei den Hessen auf eine neue

Offensivära hoffen.

Silva soll die Lücke füllen,

die von der Büffelherde im

Sommer des Vorjahres gerissen

wurde. Noch ist er nur bis

2021 im Tausch mit Ante Rebic,

der ebenjenes erfolgreiche

Sturmtrio mit Luka Jovic und

Sébastien Haller gebildet hatte,

von Milan ausgeliehen. Da

der Kroate beim Serie-A-Klub

überzeugte und Silva am Main

glücklich ist, dürfte einem fixen

Transfer nur noch eine

geeignete Ablösesumme

im Weg stehen.

Die kommende

Spielzeit will der Offensivmann

daher

nutzen, um weiter

auf sich aufmerksam

zu machen.

Unterstützung erhält

er von Landsmann

Gonçalo Paciência. In

der Schlussphase der Vorsaison

noch verletzt, will der 26-Jährige

an Silvas Seite voll angreifen.

Im 3-5-2-System von

Frankfurts Trainer Adi Hütter

bietet das Powerduo aus Portugal

eine perfekte Mischung aus

technischer Klasse, Kopfballund

Abschlussstärke.

In der Hinterhand hat die

Eintracht dazu noch Bas Dost

und Ragnar Ache, der für rund

2 Millionen Euro von Sparta

Rotterdam verpflichtet wurde.

Abgesehen von Ache ließ es die

SGE indes ruhig angehen auf

dem Transfermarkt. Ein Spielertausch

mit der TSG Hoffenheim,

in dessen Zuge Steven

Zuber kam und Mijat Gacinovic

ging –das war es. Noch auf

der Suche ist das Team von

Coach Hütter nach einem

Außenspieler für die rechte

Seite, parallel zum höchstwahrscheinlich

in Frankfurt

bleibenden Filip Kostic.

Sportlich tanzt der Klub

nach der verpassten Europa-

Qualifikation erstmals in der

zweijährigen Ära des Österreichers

nur auf zwei Hochzeiten.

Diese Ruhe kann ein Vorteil

sein –weil Hütter seine Mannschaft

regelmäßig im Training

beisammenhat und nicht ständig

reisen muss. Und es ist der

ideale Nährboden für die weitere

Entwicklung von Silva und

Paciência. Noch haben beide

kaum zusammen glänzen können.

Doch in Frankfurt ist die

Überzeugung groß, dass sich

nun ein neues Traumduo entwickelt.

Dabei ist der Name

durchaus Programm: „paciencia“

heißt auf Portugiesisch

nämlich „Geduld“.

MATTHÄUS-CHECK

„Für den Abstieg zu gut, für Europa

zu schlecht: Frankfurt blüht das

Mittelmaß zwischen Platz neun

und elf. Esgibt jede Saison viele

Veränderungen im Kader, und

Fredi Bobic und Adi Hütter machen

eigentlich einen guten Job –

zurzeit sind andere Mannschaften

jedoch höher einzuschätzen.“


#29 Hertha BSC Bundesliga-Magazin

Der Aufbau einer

neuen Achse

Nach dem Abgang langjähriger Stammspieler wie Kapitän Vedad Ibisevic und Per Skjelbred braucht

HERTHA BSC neue Anführer. Alexander Schwolow und Lucas Tousart stehen als Toptransfers im Fokus.

Sie hießen Vedad Ibisevic

(FC Schalke), Per Skjelbred

(Rosenborg BK) und

Thomas Kraft (Karrierende):

die An- und Wortführer bei

Hertha BSC, die allesamt im

Sommer die Hauptstadt verlassen

haben. Und sie scheinen

ein großes Loch hinterlassen

zu haben, das Trainer

Bruno Labbadia jetzt füllen

muss. „Wir sind dabei, eine

Achse aufzubauen, und das ist

das Schwierigste von allem“,

sagt der Coach der Hertha.

Die Berliner sind auf der

Suche nach neuen Führungspersönlichkeiten

in ihrem Kader,

der personell zwar mit

dem schon im Winter gekauften

und gleich wieder zurückverliehenen

Lucas Tousart

(Olympique Lyon,

25 Millionen

Euro) und Torwart

Alexander

Schwolow (SC

Freiburg, 8Millionen

Euro) nominell

gut dasteht, aber noch

keine Hierarchie hat.

Der 23-jährige Franzose

Tousart, wegen seiner Position

im zentralen Mittelfeld eigentlich

prädestiniert für die Rolle

als Anführer, kann noch kaum

Deutsch, Schwolow kämpft

mit der langjährigen Nummer

eins Rune Jarstein um den

Stammplatz. Und vom vorhandenen

Personal wäre Niklas

Stark eigentlich der geborene

Leader –der Innenverteidiger

kam aber erst am Ende der

Vorsaison zu seinen ersten

Einsätzen unter Labbadia.

Der Mangel an Führungsspielern

machte sich unter

anderem bei der 0:4-Testspielpleite

gegen PSV Eindhoven

in der Vorbereitung bemerkbar.

„Das Krasseste fand ich,

wie wir von der ersten bis zur

letzten Minute ruhig waren.

Da hat man auf der anderen

Seite eine Mannschaft gesehen,

die sich permanent gecoacht

hat. Bei uns ist jeder

mit sich beschäftigt“, monierte

Labbadia nach der Partie.

Der Trainer erwartet einen

langwierigen Prozess,

„eine Achse baut man nicht

in drei, sechs oder acht Wo-

DER

TRAINER

Bruno Labbadia

(54) will

die „alte Dame“

mit neuem

Geld endlich

wieder nach

Europa führen

–amliebsten in

die Königsklasse.

Seit seinem

Amtsantritt im

April holte er

in neun Partien

1,44 Punkte

im Schnitt –

das wird für

das Ziel nicht

reichen.

Labbadias

Kontrakt

endet

2022.

Wichtig: Hertha-

Neuzugang Alexander

Schwolow(oben) und

Matheus Cunha.

chen“, erklärt er, „das heißt

aber nicht, dass wir deswegen

keine Ergebnisse liefern müssen“.

Denn die Ambitionen

sind hoch, schließlich wird

Investor Lars Windhorst bis

Oktober mit seiner Holding

Tennor 374 Millionen

Euro in die Hertha

BSC GmbH & Co.

KGaA gepumpt

haben. Und nach

dem unbefriedigenden

Platz

zehn in der

von Skandalen

geprägten

Vorsaison

(Klinsmann-

Abgang, Kalou-Video)

soll

der Blick Richtung

Europa

gehen. Spielerisches Potenzial

ist mit Krzysztof Piatek (AC

Mailand, 24 Millionen Euro)

und Matheus Cunha (RB Leipzig,

18 Millionen Euro) allemal

vorhanden.

Vor allem der Brasilianer

soll eine Hauptrolle im Spiel

der Hertha einnehmen. Der

21-Jährige ist der wohl beste

Fußballer im Kader der Berliner

–jetzt fehlt es nur noch an

den Anführern.

MATTHÄUS-CHECK

„Hertha steht aufgrund des

Geldsegens mehr unter Druck als

in den vergangenen Jahren. Es

wurden einige gute Spieler geholt

und mit Labbadia hat man einen

erfahrenen Trainer. Wenn alles

passt, müsste ein Europa-League-

Platz möglich sein.“

Fotos: AnnetteRiedl, Andreas Gora, Bernd König/dpa, imago images

DER KADER

TOR

1Schwolow Alexander

Deutschland

12 Körber Nils

Deutschland

22 Jarstein Rune

Norwegen

38 Palmowski Florian

Deutschland

ABWEHR

2 Pekarik Peter

Slowakei

4 Rekik Karim

Niederlande,Tunesien

5 Stark Niklas

Deutschland

13 Klünter Lukas

Deutschland

17 Mittelstädt Maximilian

Deutschland

20 Boyata Dedryck

Belgien, DR Kongo

21 Plattenhardt Marvin

Deutschland

25 Torunarigha Jordan

Deutschland, Nigeria

31 Dárdai Márton

Deutschland, Ungarn

35 Rekik Omar

Niederlande,Tunesien

42 Zeefuik Deyovaisio

Niederlande,Surinam

MITTELFELD

6 Darida Vladimir

Tschechien

10 Duda Ondrej

Slowakei

18 Ascacíbar Santiago

Argentinien

23 Maier Arne

Deutschland

29 Tousart Lucas

Frankreich

39 Albrecht Julian

Deutschland

ANGRIFF

7 Piatek Krzysztof

Polen

9 Cunha Matheus

Brasilien

11 Leckie Mathew

Australien

16 Dilrosun Javairô

Niederlande,Surinam

24 Dárdai Palko

Deutschland, Ungarn

28 Lukebakio Dodi

Belgien, DR Kongo

33 Redan Daishawn

Niederlande,Surinam

Neuzugänge

28 Jahre

23 Jahre

35 Jahre

19 Jahre

33Jahre

25 Jahre

25 Jahre

24 Jahre

23 Jahre

29 Jahre

28 Jahre

23 Jahre

18 Jahre

18 Jahre

22 Jahre

30 Jahre

25Jahre

23 Jahre

21 Jahre

23 Jahre

19 Jahre

25 Jahre

21 Jahre

29 Jahre

22 Jahre

21 Jahre

22 Jahre

19 Jahre


Bundesliga-Magazin

1. FC Union Berlin

#30

Fanrückkehr als

zusätzlicher Antrieb

Kaum ein anderer Verein lebt so von seinen Anhängern wie UNION BERLIN.

Mit Starneuzugang Max Kruse geht der Kampf um den Klassenerhalt weiter.

Wenn Grischa Prömel

einen Wunsch frei

hätte, wäre auch

für die Fans des 1. FC Union

Berlin etwas dabei. „Die Alte

Försterei ohne Zuschauer ist

DER KADER

TOR

1 Luthe Andreas

Deutschland

12 Busk Jakob

Dänemark

Moser Lennart

Deutschland

ABWEHR

3 Subotic Neven

Deutschland, Serbien

4 Schlotterbeck Nico

Deutschland

5 Friedrich Marvin

Deutschland

6 Ryerson Julian

Norwegen, USA

19 Hübner Florian

Deutschland

23 Gießelmann Niko

Deutschland

25 Lenz Christopher

Deutschland

28 Trimmel Christopher

Österreich

31 Knoche Robin

Deutschland

MITTELFELD

– Schneider Fabio

Deutschland

21 Prömel Grischa

Deutschland

30 Andrich Robert

Deutschland

33 Griesbeck Sebastian

Deutschland

34 Gentner Christian

Deutschland

ANGRIFF

7 Gogia Akaki

Deutschland, Georgien

8 Mees Joshua

Deutschland

9 Andersson Sebastian

Schweden

10 Kruse Max

Deutschland

11 Ujah Anthony

Nigeria

15 Bülter Marius

Deutschland

18 Endo Keita

Japan

27 Becker Sheraldo

Niederlande, Surinam

32 Ingvartsen Marcus

Dänemark

36 Teuchert Cedric

Deutschland

37 Taz Berkan

Deutschland, Türkei

Neuzugänge

33 Jahre

27 Jahre

20 Jahre

31 Jahre

20 Jahre

24 Jahre

22 Jahre

29 Jahre

28 Jahre

25 Jahre

33 Jahre

28 Jahre

18 Jahre

25 Jahre

25 Jahre

29 Jahre

35 Jahre

28 Jahre

24 Jahre

29 Jahre

32 Jahre

29 Jahre

27 Jahre

22 Jahre

25 Jahre

24 Jahre

23 Jahre

21 Jahre

schwer vorstellbar“, sagt der

Mittelfeldspieler.

Der 25-Jährige wünscht sich

deshalb ein paar Fans im Stadion,

„damit kommt auch ein

Stück Emotionalität zurück“.

Immerhin: 4500 sollen zum Auftakt

kommen dürfen. Emotional,

kämpferisch, kompakt, so

präsentierten sich die Berliner

in ihrer ersten Bundesliga-Saison.

Die Spielweise passte zum

enthusiastischen Publikum.

Nun sollen „die Basics“, wie sie

Prömel nennt, wieder zu sehen

sein. In der Vorbereitung sei es

auch darum gegangen, „den

neuen Spielern die Union-DNA

einzupflanzen“.

Einer der neuen heißt Max

Kruse. Der gilt eher als Fußballkünstler

denn -kämpfer. Eine

Blessur am Sprunggelenk verhinderte

zwar, dass der 32-Jährige

in bestem körperlichen

Zustand in Berlin landete; die

Nummer 10 erhielt er trotzdem.

Der frühere Bremer soll die

spielerische Linie befruchten,

die Union in den vergangenen

Jahren eher spärlich gepflegt

hat. Die Raffinesse dazu besitzt

Kruse, das beweist seine Bilanz

von 74 Toren und 68 Vorlagen

aus 250 Bundesliga-Spielen.

Bei Fenerbahçe Istanbul, wo

Kruse wegen ausstehender Gehaltszahlungen

seinen Vertrag

kündigte, kam er bis zu seiner

Verletzung im März auf 20 Ligaspiele

(je sieben Tore und

Vorlagen). Jetzt also Union.

Dort sollen er oder auch Keita

Endo (ausgeliehen von Yokohama

F. Marinos) Spielfreude

vermitteln, gepaart mit den

prömelschen Basics. Der Mix

dürfte für den Klassenverbleib

sorgen – mindestens.

Defensiv haben die

Berliner auch vorgesorgt.

Robin Knoche (Wolfsburg)

und Nico Schlotterbeck

(Freiburg),

könnten mit

Marvin Friedrich

eine Dreierkette

bilden.

Und die weiteren

Zugänge

wie Cedric

Teuchert

(Schalke),

Niko Gießelmann

(Düs-

Max Kruse (links),

Robin Knoche

(oben rechts) und

Nico Schlotterbeck

(unten rechts)

sind neu im Team

von Union Berlin.

DER

TRAINER

Urs Fischer

(54) war für

viele der Trainer

der letzten

Saison, holte

nach dem Aufstieg

auf Anhieb

41 Punkte

und führte die

„Eisernen“ auf

Platz elf. Neben

Dortmunds

Favre der zweite

Schweizer

Coach in der

Bundesliga.

Sein Kontrakt

läuft bis Ende

der Saison,

soll aber bald

verlängert

werden.

Fotos: MIS, Nordphoto, O. Behrendt/imago images

seldorf) und Sebastian Griesbeck

(Heidenheim) sorgen für

einen in der Breite besser besetzten

Kader.

Im Tor wird wohl Andreas

Luthe den Fanliebling Rafal

Gikiewicz ersetzen. Ob der

Tausch mit Augsburg fruchtet,

könnte der erste Spieltag zeigen

– wenn Union den FCA

empfängt. Die Paarung dürfte

Prömel freuen: Denn mit Gikiewicz

kehrt – neben den Zuschauern

– ein Stück Emotionalität

ins Stadion zurück.

MATTHÄUS-CHECK

„Sie waren eine Bereicherung für

die Bundesliga. Trotzdem geht

es in erster Linie weiterhin ums

Überleben. Mit Max Kruse hat man

einen Spieler geholt, der etwas

Glanz reinbringt. Mit den Erfolgserlebnissen

der letzten Saison im

Rücken werden sie auch diesmal

die Klasse halten können.“


#31 FC Schalke 04 Bundesliga-Magazin

Die nächste

Krise droht

Nach einer Horrorrückrunde und

dem Rücktritt von Klubboss Clemens

Tönnies hat beim FC SCHALKE 04 eine

einschneidende Zäsur stattgefunden.

DER KADER

Ralf

Fährmann befindetsich

auf dem Wegzurückzur Nummer 1. Der

31-Jährige istnach zwei Ausleihen wieder bei S04.

TOR

1Fährmann Ralf

Deutschland

23 Schubert Markus

Deutschland

34 Langer Michael

Österreich

31 Jahre

22 Jahre

35 Jahre

Die Spielplanmacher haben

es nicht wirklich

gut gemeint mit dem

FC Schalke 04. Gleich an den

ersten fünf Spieltagen trifft der

Klub auf die Top-3-Teams der

Bundesliga: FC Bayern, RB

Leipzig, dann Borussia Dortmund

–allesamt auswärts. Bedenkt

man zudem, dass Schalke

sich in der vergangenen

Rückrunde als das schlechteste

aller Teams präsentierte und

seit 16 Spielen sieglos ist, droht

auch zum Saisonstart gleich

wieder Krisenstimmung.

„Wir wissen schon, dass wir

liefern müssen – mit Leistung

und Ergebnissen“, sagt Jochen

Schneider zum ungemütlichen

Auftaktprogramm. Nur einige

Wochen zuvor war es ebenfalls

der Schalker Manager

gewesen, der die Ansprüche

des stolzen Arbeiterklubs offiziell

heruntergeschraubt hatte.

Nachdem Klubpatron Clemens

Tönnies Ende Juni als Aufsichtsratschef

zurückgetreten

war, hatte der FC Schalke

04 eigens eine Pressekonferenz

einberufen, auf der

Sportvorstand Schneider

an der Seite von Marketingvorstand

Alexander

Jobst und

Trainer

David

Wagner

Tacheles

sprach.

Quintessenz: Das europäische

Geschäft

als Saisonziel auszugeben,

wie man es in

Gelsenkirchen immer

getan hatte, mindes-

DER

TRAINER

David Wagner

(48) wundert

sich vielleicht

selbst, warum

er noch im Amt

ist. Nach einer

furiosen Hinserie

stürzte erin

der Rückrunde

ab und blieb

16 Spiele ohne

einen Sieg. Die

Bosse sprachen

ihm dennoch

das Vertrauen

aus. Der

Vertrag des

Trauzeugen

von Jürgen

Klopp

bei den

Königsblauen

endet

2022.

Sebastian Rudy läuft nach einer Leihe

zur TSGHoffenheim wieder für den

FC Schalkeauf.

tens, sei angesichts der Finanzen

nicht mehr zeitgemäß.

All das klang nach einer

einschneidenden Zäsur – und

damit einer neuen (erforderlichen)

Bescheidenheit. „Ein

Weiter-so wird es und kann

es nicht geben“, sagte Jobst.

Sogleich erlegte sich der Klub

selbst einen Sparkurs auf, mit

einer angeblichen Jahresgehaltsobergrenze

für die Profis

in Höhe von 2,5 Millionen Euro.

Fotos: RHR-Foto(2), Team 2/imago images

Und wilde Transfermarktaktivitäten

gehören ebenfalls erst

mal der Vergangenheit an.

Bestes Beispiel: Torwart Alexander

Schwolow vom SC Freiburg

wechselte letztlich doch

zu Hertha BSC, weil Schalke

finanziell nicht mithalten konnte.

Stattdessen muss Trainer

Wagner wohl auf den einstmals

degradierten Ralf Fährmann

setzen, der nach erfolglosen

Leihgeschäften zurück

ist. Auch die Leihrückkehrer

Sebastian Rudy (Hoffenheim)

und Mark Uth (Köln) sind fest

eingeplant. Hinzu kommt mit

Vedad Ibisevic (Hertha) ein

36-jähriger Torjäger – ablösefrei,

versteht sich.

Und dann ist da noch die

Frage: Schafft Wagner es noch

einmal, den Klub wieder auf

Kurs zu bringen? Dass er es

kann, bewies er in der Hinrunde,

die der Verein überraschend

auf Platz fünf beendete.

Nur: Zehn Punkte aus den ersten

fünf Spielen wären dafür zu

wiederholen.

MATTHÄUS-CHECK

„Eine Wundertüte. Ich glaube

immer an die Geschichte eines

solchen Vereins, an die Fans –aber

die fehlen nun. Die Rückrunde war

sehr enttäuschend. Der Saisonstart

wird ganz wichtig sein, damit man

nicht direkt wieder damit konfrontiert

wird, was man in der letzten

Spielzeit erlebt hat.“

ABWEHR

3Mendyl Hamza

Marokko, Elfenbeinküste

4 Kabak Ozan

Türkei

5 Nastasic Matija

Serbien

17 Stambouli Benjamin

Frankreich, Algerien

24 Oczipka Bastian

Deutschland

26 Sané Salif

Senegal, Frankreich

31 Becker Timo

Deutschland

33 Thiaw Malick

Finnland

MITTELFELD

6 Mascarell Omar

Spanien

8 Serdar Suat

Deutschland, Türkei

10 Bentaleb Nabil

Algerien, Frankreich

13 Rudy Sebastian

Deutschland

16 Boujellab Nassim

Marokko, Deutschland

25 Harit Amine

Marokko, Frankreich

28 Schöpf Alessandro

Österreich

37 Mercan Levent

Deutschland

40 Bozdogan Can

Deutschland, Türkei

ANGRIFF

7Uth Mark

Deutschland

9 Raman Benito

Belgien

11 Ibisevic Vedad

Bosnien-Herzegowina, USA

14 Matondo Rabbi

Wales, England

15 Kutucu Ahmed

Türkei, Deutschland

19 Burgstaller Guido

Österreich

22 Skrzybski Steven

Deutschland

Neuzugänge

22 Jahre

20 Jahre

27 Jahre

30 Jahre

31 Jahre

30 Jahre

23 Jahre

19 Jahre

27 Jahre

23 Jahre

25 Jahre

30 Jahre

21 Jahre

23 Jahre

26 Jahre

19 Jahre

19 Jahre

29 Jahre

25 Jahre

36Jahre

20 Jahre

20 Jahre

31 Jahre

27 Jahre


Bundesliga-Magazin 1. FSVMainz 05

#32

Latza

als Leader:

Gefragt und

gesetzt

DER KADER

TOR

1 Müller Florian

Deutschland

27 Zentner Robin

Deutschland

33 Hanin Omer

Israel, Portugal

ABWEHR

3 Martín Aarón

Spanien

4 St.Juste Jeremiah

Niederlande,St. Kitts und N.

13 Lavalée Dimitri

Belgien

15 Kilian Luca

Deutschland

16 Bell Stefan

Deutschland

18 Brosinski Daniel

Deutschland

19 Niakhaté Moussa

Frankreich, Mali

23 Mwene Phillipp

Österreich, Kenia

34 Baku Ridle

Deutschland, DR Kongo

42 Hack Alexander

Deutschland

MITTELFELD

5 Boëtius Jean-Paul

Niederlande,Surinam

6 Latza Danny

Deutschland

8 Öztunali Levin

Deutschland, Türkei

14 Malong PierreKunde

Kamerun

20 Fernandes Edimilson

Schweiz, Portugal

25 Tauer Niklas

Deutschland

35 Barreiro Leandro

Luxemburg, Portugal

ANGRIFF

7 Quaison Robin

Schweden, Ghana

9 Mateta Jean-Philippe

Frankreich, DR Kongo

11 Ji Dong-won

Südkorea

21 Onisiwo Karim

Österreich

22 Abass Issah

Ghana

28 Szalai Ádám

Ungarn

29 Burkardt Jonathan

Deutschland

36 Mustapha Suliman

Österreich

Neuzugänge

22 Jahre

25 Jahre

22Jahre

23 Jahre

23 Jahre

23 Jahre

21 Jahre

29 Jahre

32 Jahre

24 Jahre

26 Jahre

22 Jahre

27 Jahre

26 Jahre

30 Jahre

24 Jahre

25 Jahre

24 Jahre

19 Jahre

20 Jahre

26 Jahre

23 Jahre

29 Jahre

28 Jahre

21 Jahre

32 Jahre

20 Jahre

19 Jahre

In der zwölften

Erstligasaison in Folge

hofft der FSV MAINZ

auf einen schnellen

Klassenerhalt. Trainer

Achim Beierlorzer

vertraut seinen

Routiniers.

Achim Beierlorzer setzt

beim 1. FSV Mainz 05

auf mehr Kontinuität mit

Danny Latza als Kapitän. Der

Mittelfeldspieler nimmt einen

wichtigen Baustein im Aufgebot

ein. Das Ziel für die neue

Saison, die schnelle Sicherung

des Klassenerhalts, steht ganz

oben auf der Liste des Klubs.

„Wenn man auf die unterschiedlichen

finanziellen Möglichkeiten

in der Liga schaut,

ist und bleibt jedes Jahr in der

Bundesliga ein großer Erfolg

für Mainz 05. Natürlich wollen

wir auch in diesem Jahr wieder

angreifen und möglichst

früh die notwendigen Punkte

fürden Klassenerhaltsammeln.

Dann schauen wir mal, was darüber

hinaus noch möglich ist“,

sagte Kapitän Latza gegenüber

dem Sportbuzzer.

Mit Beierlorzer, der das

Team nur zehn Tage nach seinerEntlassung

beim 1. FC Köln

im November 2019 von Sandro

Schwarz übernommen hatte,

erlebten die Nullfünfer indes

zuletzt eine sehr durchwachsene

Saison. Der altbekannte

Trainereffekt hielt nur zwei

Spiele, dann folgten insgesamt

elfNiederlagen, vier Remis und

sechsSiege unterder Regie des

52-jährigen Coaches. Am Ende

reichte das für den Ligaverbleib

–Ziel erfüllt. Beierlorzer

hofft mit seiner Mannschaft in

der kommenden Serie auf eine

schnelle Antwort auf die Frage

nach dem Klassenerhalt.

Er vertraut dabei auf und

neben dem Platz erfahrenen

DER

TRAINER

Achim Beierlorzer

(52) sorgte inder

letzten Saison für

Aufsehen, weil er

am 9. November

den 1. FC Köln verließ

und nur neun

Tage später in

Mainz vorgestellt

wurde. Seitdem

holte erin23Partien

einen Punkteschnitt

von

1,22 Zählern.

Beierlorzers

Kontrakt

bei den

Rheinhessen

läuft

bis zum

30.Juni

2022.

Spielern wie Stefan Bell, Daniel

Brosinski und eben Latza.

„Insgesamt geht es eher

darum, als Team zusammen

mit dem Trainerteam und

dem Staff immer auf der Suche

nach neuen Impulsen zu

sein. Jeder kann und sollte

etwas dazu beitragen, dass

wir uns stetig weiterentwickeln“,

sagt der

30-jährige Latza.

Der zentrale

Mittelfeldspieler

geht

in seine fünfte

Saison am

Bruchweg.

Erst

der

Mit Erfahrung zum

Klassenerhalt? Kapitän

DannyLatza (links) undDaniel Brosinski.

Fotos: Jan Huebner (2), Martin Hoffmann/

alle imago images

in

vergan-

genen Serie ernannte ihn der

damalige Coach Schwarz

zum Spielführer. Grund: Latza

steht bei den Nullfünfern für

die Werte des Vereins. Er ist

ein Spieler, der Herzblut für

Mainz mitbringt. „Die Kapitänsbinde

tragen zudürfen ist

auch ein Ausdruck von großer

Wertschätzung. Darüber freue

ich mich sehr“, sagt der Ex-

Bochumer. Ersei sich bewusst,

welche Bedeutung das Amt

habe: „Ich bin wirklich sehrgut

in diese Rolle hineingewachsen

und habe mich als Führungsspieler

klar weiterentwickelt.“

Latza, ein Führungsspieler

mit klarem Aufgabenprofil: Er

soll das Team zum Klassenerhalt

führen.

MATTHÄUS-CHECK

„Die Mainzerwaren in der vergangenen

Saison die ganzeZeit im

Abstiegskampf. Dort sehe ich sie

wieder.InMainz sollten sie erst mal

an die Sicherheit denken. Ein einstelliger

Tabellenplatz istrealistischerweise

nichtinSicht.“


#33 1. FC Köln Bundesliga-Magazin

Córdoba –

und sonst?

Beim 1. FC KÖLN droht inder Offensive eine

One-Man-Show. Trainer Markus Gisdol legt

den Fokus auf das große Ganze.

Mark Uth weg, Simon

Terodde in der 2. Liga,

Rätselraten um Anthony

Modeste. Vom Konkurrenzkampf,

der noch in der letzten

Saison im Sturmzentrum des

1. FC Köln herrschte, ist nicht

mehr viel übrig. Namentlich eigentlich

nur: Jhon Córdoba, der

mit 13 auch die meisten Tore

aller Kölner beisteuerte auf

dem unbeständigen Weg zum

Klassenerhalt. Entsprechend

gedämpft war die Stimmung in

Köln, als in der Vorbereitung

ausgerechnet bei diesem Stürmer

die Leiste zwickte.

Werden die Angriffsbemühungen

des FC künftig also zur

One-Man-Show? Nicht, wenn

es nach Trainer Markus Gisdol

geht. Seitdem der 51-Jährige

den Klub im November auf

dem vorletzten Tabellenplatz

und in großer Not übernommen

hat, setzt er woanders an, um

erfolgreich zu sein: beim großen

Ganzen. „Bei vielen etwa

gleichwertigen Teams spielt

die Frage eine Rolle: ‚Wie gut

bist du als Team?‘“, sagte Gisdol

dem „Kicker“ –und meinte

damit nicht nur die Mannschaft

auf dem Spielfeld. „Die Trainer,

der Staff, unsere Ärzte, einfach

alle“ seien wichtig.

In der vergangenen Bundesliga-Saison

funktionierte das

mal besser (acht Siege aus zehn

Spielen) und mal schlechter

(kein Sieg in den letzten zehn

Spielen), vor allem die Corona-

Phase machte dem Klub ziemlich

zu schaffen: Nur vier Pünktchen

holte man in den Partien

vor Geisterkulisse. Damit dem

1. FC Köln nach Zwischensprint

nicht erneut die Luft ausgeht,

hat der Trainer, dessen Vertrag

bis 2023 verlängert wurde, mal

wieder die Zügel angezogen.

Gisdol gilt als Verfechter einer

formidablen Fitness, was

auch damit zusammenhängt,

dass er eine sehr pressinglastige

Taktik predigt.

„Ich kann mal

der harte Hund sein“,

sagt er, „genauso gut

aber auch mal einen

Spieler in den Arm

nehmen.“ Ein Spieler,

der beides braucht, ist

Córdoba. Nachdem er

in seiner ersten Saison

2017/2018 in Köln als 17

Millionen Euro teurer

Torlosflop abgestempelt

worden ist, ist er mittlerweile

Publikumsliebling.

Ganz besonders blühte der

27-Jährige auf, wenn mit dem

in der Rückrunde von Schalke

04 ausgeliehenen Mark Uth

ein hängender Stürmer um ihn

herum agierte. Eine Verpflichtung

war für den FC jedoch

finanziell nicht zu stemmen.

Ebenfalls verlassen hat den

Klub Terodde, der mit Córdoba

noch vor einem Jahr einen Parade-Zweitligasturm

(49 Tore)

geformt hatte. Und Modeste ist

seit seiner Rückkehr aus China

nie der Alte geworden. Die Torhoffnung

heißt also Córdoba.

MATTHÄUS-

CHECK

„Die Kölner hatten in der vergangenen

Saison eine starke

Phase, die sie gerettet

hat. Die werden sie inder

neuen Saison nicht noch

einmal haben. In Köln

muss man erst mal nach

hinten statt nach

vorne schauen.

Auch wenn

man nach

zwei Siegen

ja gern mal

das Träumen

anfängt. Der

FC wird sich

mit dem Abstiegskampf

auseinandersetzen

müssen.“

DER

TRAINER

Markus Gisdol (51) erlebte inseiner

ersten Saison beim 1. FC Köln

ein ständiges Auf und Ab. Nun soll

er zur großen Konstanten auf der

Trainerposition werden. Die Macher

sind überzeugt von ihm. Der Coach

besitzt einen Vertrag bis 2023.

Fotos: Herbert Bucco,Beautiful Sports/alle imago images

Beim 1. FC Köln stehtJhonCórdoba für

Tore.Der Klub möchte den im Sommer

2021 auslaufenden Vertragunbedingt

mit dem 27-Jährigen verlängern.

DER KADER

TOR

1 Horn Timo

Deutschland

16 Zieler Ron-Robert

Deutschland

32 Krahl Julian

Deutschland

ABWEHR

–Queirós João

Portugal

–Sörensen Frederik

Dänemark

2 Schmitz Benno

Deutschland

3 Katterbach Noah

Deutschland

4Voloder Robert

Deutschland

5 Czichos Rafael

Deutschland

19 Ehizibue Kingsley

Nigeria, Niederlande

22 Meré Jorge

Spanien

23 Horn Jannes

Deutschland

33 Bornauw Sebastiaan

Belgien

MITTELFELD

6 Höger Marco

Deutschland

13 Schaub Louis

Österreich, Deutschland

14 Hector Jonas

Deutschland

17 Clemens Christian

Deutschland

20 Rexhbecaj Elvis

Deutschland, Kosovo

21 Özcan Salih

Deutschland

24 Drexler Dominick

Deutschland

28 Skhiri Ellyes

Tunesien, Frankreich

ANGRIFF

8 Jakobs Ismail

Deutschland, Senegal

11 Kainz Florian

Österreich

15 Córdoba Jhon

Kolumbien

25 Lemperle Tim

Deutschland

27 Modeste Anthony

Frankreich, Martinique

29 Thielmann Jan

Deutschland

Neuzugänge

27 Jahre

31 Jahre

20 Jahre

22 Jahre

28 Jahre

25 Jahre

19 Jahre

19 Jahre

30 Jahre

25 Jahre

23 Jahre

23 Jahre

21 Jahre

31 Jahre

25 Jahre

30 Jahre

29 Jahre

22 Jahre

22 Jahre

30 Jahre

25 Jahre

21 Jahre

27 Jahre

27 Jahre

18 Jahre

32 Jahre

18 Jahre


Bundesliga-Magazin

FC Augsburg

#34

Daniel Caligiuri

DER KADER

TOR

1Gikiewicz Rafal

Polen

39 Leneis Benjamin

Deutschland

40 Koubek Tomas

Tschechien

ABWEHR

3Pedersen Mads

Dänemark

5 Suchy Marek

Tschechien

6 Gouweleeuw Jeffrey

Niederlande

2 Gumny Robert

Polen

19 Uduokhai Felix

Deutschland, Nigeria

22 Iago

Brasilien, Italien

32 Framberger Raphael

Deutschland

36 Oxford Reece

England, Jamaika

MITTELFELD

4 Götze Felix

Deutschland

8 Khedira Rani

Deutschland, Tunesien

14 Morávek Jan

Tschechien

20 Caligiuri Daniel

Italien, Deutschland

24 Jensen Fredrik

Finnland

25 Gruezo Carlos

Ecuador

29 Löwen Eduard

Deutschland, Russland

33 Strobl Tobias

Deutschland

ANGRIFF

– Schieber Julian

Deutschland

7 Niederlechner Florian

Deutschland

11 Gregoritsch Michael

Österreich

16 Vargas Ruben

Schweiz, Dom. Republik

17 Bazee Noah Sarenren

Nigeria, Deutschland

23 Richter Marco

Deutschland

27 Finnbogason Alfred

Island

28 Hahn André

Deutschland

Neuzugänge

32 Jahre

21 Jahre

28 Jahre

24 Jahre

32 Jahre

29 Jahre

22 Jahre

23 Jahre

23 Jahre

25 Jahre

21Jahre

22 Jahre

26 Jahre

30 Jahre

32 Jahre

23 Jahre

25Jahre

23 Jahre

30 Jahre

31 Jahre

29 Jahre

26 Jahre

22 Jahre

24 Jahre

22 Jahre

31 Jahre

30 Jahre

Felix Uduokhai

Nicht schon wieder

Abstiegskampf

Der FC AUGSBURG überrascht mit namhaften Zugängen. Erfahrene Profis wie

Daniel Caligiuri und Tobias Strobl sollen frühzeitig den Klassenerhalt sichern.

Die Corona-Krise hat enormen

Einfluss auf die

Bemühungen der Bundesliga-Klubs

auf dem Transfermarkt.

Mit staunenden Blicken

wurden daher vielerorts

die Nachrichten wahrgenommen,

die es in den vergangenen

Wochen aus Augsburg zu

vermelden gab. Die Fuggerstädter,

die zweimal in Folge in

der Abschlusstabelle Platz 15

belegten und somit nur knapp

dem Abstieg entgingen, konnten

vor Saisonbeginn attraktive

Neuzugänge bekannt geben.

In schwierigen Zeiten ist

eben Kreativität gefragt –und

die zeigte Geschäftsführer Stefan

Reuter insbesondere mit der

festen Verpflichtung von Felix

Uduokhai. Der deutsche Nachwuchsnationalspieler

wurde zu

Beginn der vergangenen Saison

ausgeliehen, ehe Augsburg

im Juni die Kaufoption zog. Für

den Innenverteidiger musste

der Klub tief in die Tasche greifen.

Neben der Leihgebühr in

Höhe von 1,5 Millionen Euro

überwiesen die Augsburger

noch einmal 7 Millionen Euro

an den VfL Wolfsburg. Somit

Tobias Strobl

DER

TRAINER

HeikoHerrlich

(48) gehört

inzwischen zu

den Wandervögeln

unter den

Trainern. Seit

seiner ersten

Station 2005

(U19 Borussia

Dortmund)

hatte der ehemalige

Stürmer

neun verschiedene

Aufgaben.

Von

bisher neun

Spielen mit

dem FCA

gewann

er

zwei.

Herrlichs

Vertrag

läuft bis

2022.

gehört Uduokhai zu den teuersten

Transfers der Vereinsgeschichte.

Doch damit nicht genug:

Der FCA holte mit Torwart Rafal

Gikiewicz von Union Berlin,

Gladbachs Tobias Strobl und

Schalkes Daniel Caligiuri drei

Profis, die erfahren sind und

ablösefrei verpflichtet wurden.

„Wir freuen uns, dass wir mit

den dreien nicht nur Spieler

mit enormer sportlicher Qualität

für unseren FCA gewinnen

konnten, sondern auch starke

Charaktere, die in ihren Klubs

wichtige Positionen und Führungsrollen

übernommen

haben“, fasste

Reuter die Transfererfolge

zusammen.

Während Augsburg

für Caligiuri

Neuland

ist, kennt

mit Michael

Gregoritsch

ein anderer

Spieler,

der zuletzt

das Schalke-

Trikot trug, den

FCA ganz genau.

Rafal Gikiewicz

Fotos: kolbert-press(2), Zink, MIS, Jan Huebner/alle imago images

Nach seiner missglückten halbjährigen

Ausleihe bei den Königsblauen

ist der Österreicher

nun zurückgekehrt.

Die Weichen für die zehnte

Bundesliga-Saison in Folge sind

damit gestellt, im Vergleich zu

der Konkurrenz hat sich der

Verein verstärkt. Zudem wurde

der sehr große Kader ausgedünnt.

Die Zielsetzung für die

Saison ist klar: Der FC Augsburg

braucht so schnell wie

möglich genügend Punkte, um

sich von den Abstiegsrängen

fernzuhalten – auch wenn die

fünf Zähler Vorsprung auf Relegationsrang

16 zuletzt komfortabel

klangen. Verzichten müssen

die Fuggerstädter dabei auf

Linksverteidiger Philipp Max,

der für 8 Millionen Euro zur

PSV Eindhoven gewechselt ist.

MATTHÄUS-CHECK

„Es wurden gute Transfers getätigt.

Das ist eine unangenehme

Mannschaft, die viel über den

Kampf kommt. Aufgrund ihrer

langjährigen Bundesliga-Erfahrung

und mit dem Gesicht von Manager

Stefan Reuter werden sie nichts

mit dem Abstieg zu tun haben.“


#35 Werder Bremen Bundesliga-Magazin

Auf

Gnabrys

Spuren

Ein Jahr bei WERDER BREMEN – und dann

durchstarten? Tahith Chong sieht den

Nordklub als nächsten Schritt anund soll

dem Verein kurzfristig helfen.

Er ist gekommen, um zu

gehen: Tahith Chong, 20

Jahre alt. „Ich kenne die

Geschichte des Vereins und die

Spieler, die hier gespielt und

dadurch ihre Karriere vorangetrieben

haben. Das ist gut zu

wissen. Es ist hier für mich und

meine Entwicklung der richtige

Ort“, hat er gesagt, nachdem

ihn der SV Werder Bremen verpflichtet

hatte.

Für ein Jahr ist der Rechtsaußen

vom Premier-League-

Klub Manchester United an die

Bremer ausgeliehen. Es ist ein

Deal, der allen drei Parteien

etwas bringen soll: den Hanseaten

Zug zum Tor in ihrem

Spiel, dem Spieler Rückenwind

für die Karriere und United einen

gereiften Jungstar, wenn

die zwölf Chong-Monate an

der Weser vorbei sind. Ein Jahr

Werder, Spielzeit bekommen,

sich zeigen, den Bremern helfen

– und danach steilgehen,

so dürfte Chongs Plan lauten.

Und dass der auf Curaçao geborene

niederländische U21-

Nationalspieler sagt, er wisse,

dass Bremen ein guter Ort für

die Karriere sein kann, darf ihm

abgenommen werden.

Denn es gibt beste Beispiele

dafür, wie es laufen kann. Da

ist Serge Gnabry. Den holten

die Bremer 2016 vom FC Arsenal,

ein Jahr später schnappten

die Bayern zu, gönnten Gnabry

noch ein Leihjahr in Hoffenheim

DER

TRAINER

Florian

Kohfeldt (37)

erlebte inder

vergangenen

Saison wohl

den größten

Absturz aller

Kollegen. Vom

Trainer des

Jahres zum

Fastabsteiger

und Rauswurfkandidaten.

Am

Ende rettete er

Werder in der

Relegation und

sich damit

wohl seinen

Job.

und haben mit ihm mittlerweile

einen der Shootingstars

im deutschen Fußball

in ihren Reihen. Und 2012

borgte sich Werder einen

gewissen Kevin De Bruyne

vom FC Chelsea aus. Der

ist jetzt über 100 Millionen

Euro Wert und spielt

für Manchester City.

Von der Insel

zu Werder und

dann in Superstarsphären

gelangen kann

also funktionieren.

Und für

die klammen

Bremer ist der Deal mit United

eine günstige Lösung, um nach

der katastrophalen vergangenen

Saison mit der Rettung in

der Relegation gegen Heidenheim

zumindest kurzfristig mit

mehr Spielstärke in ruhigere

Gewässer schippern zu

können.

Von der Qualität ihres

neuen Wuschelkopfs

sind die Norddeutschen

jedenfalls überzeugt,

Chong gilt als Soforthilfe,

wie es im

Fußball heißt. „Mit

Sicherheit“, sagt

Werder-Trainer

Florian Kohfeldt,

sei der Linksfuß

ein Startelfkandidat.

Schnelle Läufe, keine

Scheu vor Eins-gegen-eins-Duellen,

Geschwindigkeit

–das sind die Elemente,

die der Niederländer mitbringt.

Dazu den Mut, Abschlüsse zu

suchen. Das braucht Werder, in

der Saison 2019/2020 gelangen

schließlich nur 42 Treffer in der

Bundesliga.

Eines will der Coach bestimmt

verhindern: Dass er

nach der Spielzeit wieder sagen

muss: „Sorry für diese Scheißsaison.“

Chong soll helfen,

Werder wieder hochzuhieven.

MATTHÄUS-CHECK

„Die Bremer dürfen nicht mehr

an das letzte halbe Jahr denken,

sondern müssen die positive

Werder-Atmosphäre wieder in ihr

Spiel bringen. Mit viel Spielfreude

–dann sollte die Saison besser

werden als die letzte.“

Flügelstürmer Tahith Chong

istals Leihspieler von

ManchesterUnited an

die Weser gewechselt.

DER KADER

TOR

1 Pavlenka Jiri

Tschechien

28Jahre

27 Kapino Stefanos

Griechenland

26 Jahre

38 DosSantosHaesler Eduardo

Deutschland, Brasilien 21 Jahre

ABWEHR

5 Augustinsson Ludwig

Schweden

13 Veljkovic Milos

Serbien, Schweiz

17 Agu Felix

Deutschland, Nigeria

18 Moisander Niklas

Finnland

21 Toprak Ömer

Türkei, Deutschland

23 GebreSelassie Theodor

Tschechien,Äthiopien

32 Friedl Marco

Österreich

36 Groß Christian

Deutschland

MITTELFELD

6 Möhwald Kevin

Deutschland

10 Bittencourt Leonardo

Deutschland, Brasilien

20 Schmid Romano

Österreich

29 Erras Patrick

Deutschland

30 Klaassen Davy

Niederlande

34 Mbom Jean Manuel

Deutschland, Kamerun

35 Eggestein Maximilian

Deutschland

ANGRIFF

–Harnik Martin

Österreich, Deutschland

7 Rashica Milot

Kosovo,Albanien

8 Osako Yuya

Japan

9 Selke Davie

Deutschland

11 Füllkrug Niclas

Deutschland

16 Schönfelder Oscar

Deutschland

19 Sargent Josh

USA

22 Chong Tahith

Niederlande,Curaçao

24 Eggestein Johannes

Deutschland

41 Woltemade Nick

Deutschland

Neuzugänge

26 Jahre

24 Jahre

20 Jahre

34 Jahre

31 Jahre

33 Jahre

22 Jahre

31 Jahre

27 Jahre

26 Jahre

20 Jahre

25 Jahre

27 Jahre

20 Jahre

23 Jahre

33 Jahre

24 Jahre

30 Jahre

25 Jahre

27 Jahre

19 Jahre

20Jahre

20 Jahre

22 Jahre

18 Jahre

Fotos: TEAM2sportphoto, nordphotox/Kokenge/alle imago images


Bundesliga-Magazin

Arminia Bielefeld

#36

Gespannt

vor dem

ersten Mal

Mit ARMINIA BIELEFELD ist eine äußerst

bundesligaunerfahrene Mannschaft aus der

2. Bundesliga aufgestiegen. Torjäger Fabian Klos

sieht das Ganze eher gelassen.

FürTorjäger und Kapitän Fabian

Klos stehtdie erste Saison mit

Arminia Bielefeld in der Bundesliga

an. Mit 21 Treffern hatder 32-Jährige

die Ostwestfalen nach elf Jahren zurück

ins Oberhaus geschossen.

DER KADER

TOR

1 Ortega Moreno Stefan

Deutschland, Spanien

33 Rehnen Nikolai

Deutschland

34 Linnér Oscar

Schweden

27 Jahre

23 Jahre

23 Jahre

ABWEHR

2 Pieper Amos

Deutschland

3 Behrendt Brian

Deutschland

4 Nilsson Joakim

Schweden

5Laursen Jacob Barrett

Dänemark

6van der Hoorn Mike

Niederlande

15 de Medina Nathan

Belgien, KapVerde

23 Lucoqui Anderson

Deutschland

27 Brunner Cédric

Schweiz

22 Jahre

28 Jahre

26 Jahre

25 Jahre

27 Jahre

22 Jahre

23 Jahre

26 Jahre

Fotos: pmk/imago images

MITTELFELD

10 Yabo Reinhold

Deutschland, DR Kongo

14 Edmundsson Jóan Símun

Färöer

16 Kunze Fabian

Deutschland

19 Prietl Manuel

Österreich

20 Seufert Nils

Deutschland

30 Hartel Marcel

Deutschland

38 Consbruch Jomaine

Deutschland

ANGRIFF

7Gebauer Christian

Österreich

8Dōan Ritsu

Japan

9 Klos Fabian

Deutschland

13 Müller Sebastian

Deutschland

17 Soukou Cebio

Benin, Deutschland

18 Córdova Sergio

Venezuela

21 Voglsammer Andreas

Deutschland

22 Niemann Noel

Deutschland

36 Schipplock Sven

Deutschland

39 Owusu Prince Osei

Deutschland, Ghana

Neuzugänge

28 Jahre

29 Jahre

22 Jahre

29 Jahre

23 Jahre

24 Jahre

18 Jahre

26 Jahre

22 Jahre

32 Jahre

19 Jahre

27 Jahre

23 Jahre

28 Jahre

20 Jahre

31 Jahre

23 Jahre

Sven Schipplock, Sergio

Córdova, Reinhold Yabo,

Marcel Hartel. Das sind

die vier Spieler im Kader von

Arminia Bielefeld, die in ihrer

Karriere bereits auf Einsätze

in der Bundesliga blicken können.

Genau genommen auch

ihr Trainer Uwe Neuhaus, zumindest

als Profi der SG Wattenscheid

09.

Als Chefcoach hingegen hat

der 60-Jährige, der zwischen

1998 und 2004 als Co-Trainer

von Borussia Dortmund sogar

deutscher Meister wurde, noch

nie in der 1. Liga gearbeitet.

Auch für Toptorjäger Fabian

Klos ist es das erste Mal. Erstklassig

war die Leistung des

Zweitligameisters aus Bielefeld

in der vergangenen Saison jedenfalls

allemal. Zehn Punkte

Vorsprung, die meisten Tore

(65) geschossen, die wenigsten

(30) kassiert. Statistiken,

von denen der ungleich höher

gewettete Hamburger SV nur

träumen konnte.

Seitdem Neuhaus den Klub

im Dezember 2018 übernommen

hat, ging es aufwärts. Die

Erfolgsgeschichte startete ohne

DER

TRAINER

UweNeuhaus

(60) ist der

Spätzünder

unter den

Übungsleitern.

Er war bis

2004 Co-

Trainer beim

BVB, trainierte

ein Jahr die

Dortmunder

Amateure, bevor

erüber RW

Essen, Union

Berlin und Dynamo

Dresden

in Bielefeld

landete und

nun erstmals

im Oberhaus

auf

der Bank

sitzt. Sein

Vertrag

endet

nach

der

Saison.

viel Vorlaufzeit, bereits in der

Rückrundentabelle der Saison

2018/2019 wurde die Arminia

mit 31 Punkten Zweiter. Nun

die Bundesliga-Rückkehr, nach

elf Jahren. In der Zwischenzeit

hatte der Klub wenige Höhen

durchlebt, aber einige Tiefen

–vor allem, als Arminia Bielefeld,

mit 30 Millionen Euro verschuldet,

vor rund drei Jahren

knapp vor der Insolvenz stand.

Der Bau der Haupttribüne

in der Schücoarena, der sich

von anfangs veranschlagten

11 auf 19 Millionen

Euro verteuern

sollte, gilt als

eine wesentliche

Ursache für

die Bielefelder

Finanzmisere.

Erst ein „Bündnis

Ostwestfalen“

aus regionalen

Unternehmen

verhinderte einen

kompletten

Absturz.

Sportlich

war der Klub

in jenen elf

Jahren zweimal

aus der 2. Bundesliga abgestiegen.

Und in den insgesamt

drei Spielzeiten in der 3. Liga

stand auch bereits ein Spieler

für Arminia auf dem Platz, der

verehrt wird wie kein anderer:

Angreifer Klos.

Der Kapitän schoss sein

Team, für das er bereits seit

2011 aktiv ist, als Zweitliga-Torschützenkönig

(21 Treffer) zum

Aufstieg. Mit 32 Jahren steht er

nun vor seinem Bundesliga-Debüt.

Klos geht jedoch gelassen

ans Karriere-Highlight heran.

„Ich habe keine Ahnung, habe

keinen Vergleich, wie viel besser

das Niveau noch ist, wie viel

anstrengender die Spiele sind,

was uns da abverlangt wird“,

sagte er dem „Westfalen-Blatt“,

„ich bin echt gespannt. Ich lasse

das auf mich zukommen, so

habe ich es schon immer gemacht.“

MATTHÄUS-CHECK

„Die Arminia ist absolut verdient

aufgestiegen. Und wenn Bielefeld

diese Bereitschaft und den

Zusammenhalt auch in der 1. Liga

präsentiert, kann das Team den

Klassenerhalt schaffen.“


#37 VfB Stuttgart Bundesliga-Magazin

Plötzlich

Anführer

Den VFB STUTTGART soll

der neue Kapitän Gonzalo

Castromit seiner großen

Erfahrung nach dem Aufstieg

in der Liga halten.

Gonzalo Castro

zählt zu einer ganz

anderen Generation

vonProfis als viele

seiner Teamkollegen

beim VfB

Stuttgart. Mit der

Beförderung zum

Kapitän steigt seine

Verantwortung.

DER

TRAINER

Pellegrino

Matarazzo

(42) ist wohl

der größte

No-Name unter

den Trainern in

der Bundesliga.

Er wurde in

den USA geboren,

besitzt

aber auch die

italienische

Staatsbürgerschaft.

Holte

in 17 Spielen

mit dem VfB

1,59 Punkte pro

Spiel und stieg

als Zweiter auf.

Matarazzos

Vertrag bei den

Schwaben läuft

bis Juni

2022.

Die Verwunderung war

durchaus groß, als Pellegrino

Matarazzo zum

Ende des Trainingslagers des

VfB Stuttgart seinen neuen

Kapitän präsentierte. Der Trainer

teilte dem Team mit, dass

Gonzalo Castro der neue Chef

auf dem Platz sein wird. Damit

löst der fünfmalige deutsche

Nationalspieler den gerade

nach einer Schulterverletzung

zurückgekehrten Marc Oliver

Kempf ab. Kempf hatte bereits

erklärt, dass es für ihn „ein

Stück weit enttäuschend“ sei,

die Binde nicht mehr zu tragen.

Der ehemalige Dortmunder

Castro zählt dabei keineswegs

zu den unumstrittenen Stammkräften

der Stuttgarter. ImVorjahr

kam der 33-Jährige auf

24 Zweitligaeinsätze. Die Entscheidung

von CoachMatarazzo

ist aber nicht ohne Hintergedanken.

Sie ist ein Zeichen

dafür, dass er auf einen Routinier

als Anführer setzen will,

mit dem nach dem Aufstieg der

Klassenerhalt gelingen soll.

Castro zählt mit 383 Bundesliga-Spielen

hinter Christian

Gentner (408) und Manuel

Neuer (405) zu den drei noch

aktiven Profis mit den meisten

Einsätzen. Der erfahrene

Mittelfeldspieler ist zwar kein

Lautsprecher, ging aber gerade

in der Schlussphase der

Vorsaison voran und hatte so

maßgeblichenAnteil am direkten

Wiederaufstieg.

Der ehemalige Co-Trainer

der TSG Hoffenheim setzt

in seinem Premierenjahr als

Erstliga-Chefcoach davon abgesehen

auf jugendliche Unbekümmertheit.

Das beginnt

im Tor, wo der zuvor von

der TSG ausgeliehene

Gregor Kobel (22)

fest verpflichtet

wurde. Für die Innenverteidigung

holte der VfB

mit Waldemar Anton

von Hannover 96 einen

24-Jährigen. In der Offensive

gilt Mateo Klimowicz

(20) als große Hoffnung. Auch

Silas Wamangituka (21) geht

im Sturm als Youngster voran.

Offen war die Zukunft

von Nicolas Gonzales.

Der in der Vorsaison mit

14 Treffern beste Goalgetter

strebte „eine Luftveränderung“

an, wie er

betonte. Dann zog er

sich beim 4:2-Sieg im

Test gegen Racing

Strasbourg eine

Hüftverletzung

zu. Folge: bis zu

sechs Wochen

Pause,ein Transfer

hat sich damit

wohl erledigt.

Aussortiert hat

der VfB derweil

Fotos: Eibner Europa, SportfotoRudel/alle imago images

Holger Badstuber (31). Der Ex-

Bayern-Profi wird künftig nur

noch für die Zweitvertretung

der Schwaben spielen. Eine

Abfindung in Höhe von 1,5

Millionen Euro soll er abgelehnt

haben, ein kolportierter

Wechsel in die USA zu Inter

Miami scheint ausgeschlossen.

Während Badstuber also künftig

in der Regionalliga aufläuft,

darf mit Castro ein ebenfalls

Altgedienter im Herbst seiner

Karriere große Verantwortung

in Stuttgart übernehmen.

MATTHÄUS-CHECK

„Kein gewöhnlicher Aufsteiger.

Aber auch für den VfB geht es erst

mal darum, sich an die Bundesliga

zu gewöhnen, und darum, am

Ende die Liga zu halten.“

DER KADER

TOR

1Kobel Gregor

Schweiz

13 Grahl Jens

Deutschland

33 Bredlow Fabian

Deutschland

ABWEHR

2Anton Waldemar

Deutschland, Usbekistan

4 Kempf MarcOliver

Deutschland

5Mavropanos Konstantinos

Griechenland

6 Mola Clinton

England, DR Kongo

15 Stenzel Pascal

Deutschland

16 Karazor Atakan

Deutschland

24 Sosa Borna

Kroatien

35 Kaminski Marcin

Polen

39 Aílton

Brasilien

MITTELFELD

3Endo Wataru

Japan

8 Castro Gonzalo

Deutschland, Spanien

10 Didavi Daniel

Deutschland, Benin

11 Thommy Erik

Deutschland

20 Förster Philipp

Deutschland

21 Klement Philipp

Deutschland

23 Mangala Orel

Belgien, DR Kongo

31 Klimowicz Mateo

Argentinien, Deutschland

ANGRIFF

7 Coulibaly Tanguy

Frankreich

9 Kalajdzic Sasa

Österreich, Serbien

14 Wamangituka Silas

DR Kongo

18 Al Ghaddioui Hamadi

Marokko, Deutschland

19 Churlinov Darko

Nordmazedonien

22 González Nicolás

Argentinien

30 Massimo Roberto

Deutschland, Italien

Neuzugänge

22 Jahre

31 Jahre

25 Jahre

24 Jahre

25 Jahre

22 Jahre

19 Jahre

24 Jahre

23 Jahre

22 Jahre

28 Jahre

25 Jahre

27 Jahre

33 Jahre

30 Jahre

26 Jahre

25 Jahre

28 Jahre

22 Jahre

20 Jahre

19 Jahre

23 Jahre

20 Jahre

29 Jahre

20 Jahre

22 Jahre

19 Jahre


Bundesliga-Magazin

#38

Wembley als Ziel

Joachim Löw richtet seine

Planung voll auf die EM

aus. Bis dahin wartet ein

MAMMUTPROGRAMM.

Nach dem holprigen 1:1 in

Basel gegen die Schweiz

musste Ilkay Gündogan

Dampf ablassen. Gezeichnet

von den vorherigen 90 Minuten

legte der Mittelfeldspieler los:

„Ein bisschen angepisst“ sei

er, „sehr ärgerlich“ das Ganze,

und ja, es gehe ihm „ein bisschen

auf den Sack“.

Deutliche Worte, die den

Neustart der deutschen Fußball-Nationalmannschaft

nach

der längsten Pause seit dem

Zweiten Weltkrieg abschlossen.

Vordem Unentschieden in

der Schweiz hatte die DFB-Elf

bereits gegen Spanien in der

Nachspielzeit das 1:1 kassiert.

Die Mannschaft von Bundestrainer

Joachim Löw wartet damit

weiter auf den ersten Sieg

in der Nations League. Zur

Erinnerung: Bei der Premiere

des kontinentalen Wettbewerbs

war das Team aus der höchsten

Klasse abgestiegen, nur

aufgrund eines neuen Modus

darf Löws Auswahl weiter auf

höchstem Niveau mitmachen.

Noch blieb der Bundestrainer

gelassen. Er richtet seine

Planung auf die ins Jahr 2021

verschobene Europameister-

schaft mit den Gruppengegnern

Portugal und

Frankreich sowie einem

noch unbekannten

Kontrahenten

aus. Dass nach

zehnmonatiger

Länderspielpause

nicht alles

rundläuft, habe

er „fast schon erwartet“.

Gelegenheit

zum Ausprobieren

bietet sich

zudem in diesem

Jahr noch sechsmal.

Am 7. Oktober steht

ein Test gegen die Türkei

an, drei Tage später geht es

zum Nations-League-Spiel in

die Ukraine, noch mal drei Tage

später folgt das Rückspiel gegen

die Schweiz. Einen Monat

später folgt der nächste Dreierpack.

Ein hartes Programm

in einer durch das Coronavirus

komprimierten Saison.

Hoffnungsträger für die EM: Doch

bis dahin mussAngreifer Timo

Werner einige Belastungsproben

mit dem FC Chelsea und dem

Nationalteam bestehen.

Foto:Witters/imago images

Und so ist es vor allem die

hohe Belastung seiner Nationalspieler,

die dem Bundestrainer

Sorgen macht. Schon

beim Länderspielauftakt gegen

Spanien seien einige Profis

„echt auf dem Zahnfleisch

gegangen“, befand Löw. Seine

Erkenntnis für die Spiele im

Oktober und November: „Wir

müssen wahrscheinlich einen

großen Kader nominieren. Man

muss einteilen und aufteilen.“

So können sich weitere Profis

Hoffnung auf ihr Debüt machen,

EM-Hoffnungsträger wie

der gerade nach langer Kreuzbandverletzung

genesene Leroy

Sané, der für die deutsche

Rekordsumme von bis 100 Millionen

Euro zum FC Chelsea

gewechselte Kai Havertz und

sein zukünftiger Vereinskamerad

Timo Werner könnten

Verschnaufpausen erhalten.

Löws schwierige Aufgabe vor

der EM: Er muss die Belastung

verteilen, sonst „haben wir

Probleme im April und Mai“.

Genau dann soll sich aber das

Team einspielen, das im besten

Fall am 11. Juli 2021 gegen

23 Uhr im Londoner

Wembley-Stadion den

EM-Pokal überreicht

bekommt.

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Das neue Bad: Worauf ist zu achten?

Ein neues Badezimmer steht bei vielen ganz oben

auf der Wunschliste. Gerne kommen wir zum

Aufmaß vorbei und machen Vorschläge zu Funktionszonen,

Raumaufteilung und Gestaltung.

Da krieg’ ich so den Ball

und das ist ja immer

mein Problem.

Gerald Asamoah

Den hab ich doch nur ganz

leicht retuschiert.

Olaf Thon

Das wird alles

von den Medien

hochsterilisiert.

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