Echo 1/2012 - Westfalenfleiß

westfalenfleiss.de

Echo 1/2012 - Westfalenfleiß

Ein Magazin für Beschäftigte, Mitarbeiter

Heft 1/2012

und Freunde


Nicht nachvollziehbar

Liebe Leserinnen,

liebe Leser!

Der neue Bundesfreiwilligendienst

(BFD) ist zu erfolgreich und wird deshalb

erst einmal auf Eis gelegt. Mit

dieser hanebüchenen Begründung hat

das Bundesamt für zivilgesellschaftliche

Aufgaben (Bafza) jetzt einen Einstellungsstopp

für die so genannten Bufdis

verfügt.

Da staunt der Laie und der Fachmann

wundert sich. Das ist ein bisschen so,

als würde FC Barcelona-Trainer Josep

Guardiola Fußballgott Lionel Messi auf

die Ersatzbank verbannen, weil er zu

viele Tore schießt. Mit anderen Worten:

Für uns als potentieller Bufdi-Arbeitgeber

ist diese Maßnahme schlicht nicht

nachvollziehbar. Und nicht nur wir

sind die Gelackmeierten, auch die am

Freiwilligendienst-Interessierten gucken

mit einem Mal in die Röhre; mehr noch,

müssen sich auf den Arm genommen

fühlen. Schließlich haben wir mit einer

großen Anzeigen- und Werbekampagne

um sie geworben, um ihnen jetzt

absagen zu müssen. Man braucht kein

Prophet zu sein um vorauszusagen, dass

die so Verprellten uns ihre Arbeitskraft

kein zweites Mal anbieten werden.

Man darf daher mit einigem Fug und

Recht davon ausgehen, dass es auch

künftig bei Westfalenfleiß nicht genug

Bufdis geben wird, die das Loch stopfen

könnten, das die fehlenden Zivildienstleistenden

gerissen haben. Zu verdanken

ist das niemand anders als überforderten

Politikern, die allen Warnungen

zum Trotz ein unausgegorenes Konzept

im Hauruckverfahren auf die Schienen

gesetzt haben.

Wir und die anderen Träger haben nicht

nach einem neuen Freiwilligendienst

gerufen. Eine bessere Förderung des

bestehenden Freiwilligen Sozialen

Jahres (FSJ) wäre viel mehr in unserem

Sinn gewesen. Doch die Bundesregierung

wollte den Bundesfreiwilligendienst

damals unbedingt und hat ihn

eingeführt, obwohl viele Rahmenbedingungen

noch unklar waren. Was folgte,

war Flickschusterei. Nichtsdestotrotz

wurden wir munter aufgefordert, den

neuen Dienst zu bewerben und möglichst

viele Bufdis einzustellen. Das haben

wir gemacht - und bekommen jetzt

die Quittung. Da kann man nur sagen:

Herzlichen Dank! Wer keine Probleme

hat, macht eben andern welche.

Ihr Uwe Hildebrandt


Impressum

Westfalenfleiß-ECHO

erscheint vierteljährlich für

Mitglieder, Gesellschafter,

Beschäftigte, Mitarbeiter

und Förderer der Westfalenfleiß

GmbH Münster.

Herausgeber:

Westfalenfleiß GmbH

Arbeiten und Wohnen

Kesslerweg 38-42

48155 Münster

Telefon: (0251) 61800-0

Fax: (0251) 61800-55

e-mail:

info@westfalenfleiss.de

homepage:

www.westfalenfleiss.de

www.mds-muenster.de

Sparkasse Münsterland Ost

Kto. 300517

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Bank für Sozialwirtschaft

GmbH Köln

Kto. 6019400

BLZ 3702500

Verantwortlich

für den Inhalt:

Geschäftsführung

Westfalenfleiß GmbH

Redaktion:

Jens Könning

Margret Topp

Helene Wentker

Titelfoto:

Westfalenfleiß GmbH

Fotos:

Westfalenfleiß GmbH

Titelgestaltung:

Peter Schladoth, Frankfurt

Anzeigen:

Westfalenfleiß GmbH

Die veröffentlichten Beiträge

geben nicht unbedingt die

Auffassung des Herausgebers

wieder.

Für unverlangt eingesandte

Manuskripte und Fotos wird

keine Haftung übernommen.

Anzeigenschluss ist

jeweils vier Wochen

vor Quartals ende;

zur Zeit ist Anzeigenpreisliste

Nr. 3 gültig.

Auflage: 5.000

Einzelpreis: 0,45 Euro

Westfalenfleiß im Wandel -

ein Gespräch mit

Geschäftsführer

Martin Becker. Seite 4-5

Stellen sich vor:

Michael Kempf und

Michael Dreiucker. Seite 6-7

Die richtige Wahl: Die Kita

Killingstraße bekommt

ihr Essen seit Kurzem von

MDS. Seite 10-11

Abschied: Interview mit

Siegfried Thomaszick und

Barbara Horwath. Seite 24+25

Sozialführerschein kassiert

im Drogeriemarkt dm

1666,66 Euro. Seite 30

Aus dem Inhalt

Irgendwas ist immer

Westfalenfleiß im Wandel -

ein Gespräch mit

Geschäftsführer Martin Becker Seite 4

Neue Köpfe bei Westfalenfleiß

Stellen sich vor: Michael Kempf

und Michael Dreiucker Seite 6

Begleitender Dienst

Wer sitzt wo? Seite 8

Die richtige Wahl

Die Kita Killingstraße bekommt

ihr Essen seit Kurzem von MDS Seite 10

Gut Kinderhaus

Name für neuen Planwagen gesucht

Mitmachen lohnt sich! Seite 11

Vorwärts wie am Gummiband

Westfalenfleiß startet

E-Bike-Verleih auf Gut Kinderhaus Seite 12

Westfalenfleiß-Karneval 2012

Seniorenkarneval der AWO Wolbeck Seite 14

Werkstatt Nord: "Helau!" Seite 15

Närrisches Treiben

im Restaurant Auszeit Seite 16

Wiedersehen mit Westfalenfleiß

Rentnertreffen im Café Auszeit Seite 18

Auf eine Tasse Tee

... mit Thomas Richter Seite 19

Café Auszeit eröffnet

Aus braun und dunkel

wird hell und freundlich Seite 20

News

Geschäftsführerin Gerda

Fockenbrock verabschiedet sich

vom Sozialen Dienst Seite 21

Erfolgreiches Busfahrtraining Seite 22

16.000 Euro für Westfalenfleiß Seite 23

Interview mit Siegfried Thomaszick

und Barbara Horwath Seite 24

Premiere des integrativen

Musicals „Magic Journey“ Seite 26

Schulung der Bewohnerbeiräte Seite 28

SPD Neujahrsempfang

bei Westfalenfleiß Seite 29

Sozialführerschein-

Westfalenfleiß kassiert im

Drogeriemarkt dm 1666,66 Euro Seite 30

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Umstrukturierung

Irgendwas ist immer

Westfalenfleiß im Wandel - ein Gespräch mit Geschäftsführer Martin Becker

Alles neu macht 2012,

könnte man in Anlehnung

an ein altes Sprichwort

und mit Blick auf das neue

Geschäftsjahr der Westfalenfleiß

sagen. Seit dem

1. 1. greifen bei Münsters

größtem Arbeitgeber für

Menschen mit Behinderung

nämlich gleich zwei Strukturreformen.

Und auch

ansonsten gibt es viel Neues.

Warum und wieso 2012 ganz

im Zeichen des Wandels

steht, wollte Echo von Westfalenfleiß-Geschäftsführer

Martin Becker wissen.

Echo: Herr Becker, seit

Anfang des Jahres ist in

Werkstatt und Verwaltung

vieles anders. Hier wie dort

gab es zahlreiche Änderungen

in den Zuständigkeiten.

Und darüber hinaus

gibt es in der Werkstatt für

behinderte Menschen jetzt

drei Hierarchieebenen: die

Geschäftsbereichsleitung,

die Fachbereichsleitung und

die Bereichsleitung. Warum

das alles?

Becker: Es ist absehbar, dass

sich für die Werkstätten in

nächster Zeit vieles ändern

wird. Darauf müssen wir uns

vorbereiten. Darum haben

wir sehr genau geschaut, wo

müssen wir besser werden,

damit Westfalenfleiß von

den kommenden Herausforderungen

nicht überrollt

wird.

4

Echo: Welche Herausforderungen

sind das?

Becker: Da ist zum einen das

steigende Durchschnittsalter

der Beschäftigten. Wir

werden in den nächsten

Jahren deutlich mehr ältere

Beschäftigte in der Werkstatt

haben und müssen

damit einhergehend auch

mit einem höheren Betreuungsaufwand

planen. Zum

anderen steigen die Ansprüche

an die Werkstatt. Sie

soll mehr Beschäftigte auf

den allgemeinen Arbeitsmarkt

bringen. Sie soll mehr

Ausbildungen anbieten, die

denen anerkannter Berufe

möglichst nahe kommen.

Mehr kosten soll das alles

natürlich nicht. Und damit

noch längst nicht genug.

Echo: Mit welchen Problemen

rechnen Sie denn noch?

Becker: Großen Einfluss auf

Westfalenfleiß wird auch die

Tatsache haben, dass der Anteil

der Menschen mit einer

psychischen Behinderung in

unseren Werkstätten steigen

wird. Darauf müssen wir uns

einstellen. Auf der Agenda

steht aber auch die Umsetzung

der UN-Behindertenrechtskonvention.

Und wenn

sich diejenigen politischen

Kräfte durchsetzen, die für

Wettbewerber vieles leichter

machen wollen als es für die

Werkstätten ist, wird die See


für uns noch ein bisschen

rauer. Unterm Strich ergeben

sich aus alldem viele Fragen,

auf die die Antworten von

gestern eben einfach nicht

mehr passen; wir mussten

neue finden.

Echo: Und wie genau sehen

diese Antworten aus?

Becker: Zunächst haben

wir die Strukturen in der

Verwaltung überarbeitet.

Als wesentliche Neuerung

haben wir sie in drei Fachbereiche

gegliedert und dabei

erstmals auch ein Controlling

installiert. Das wird

uns helfen, in Zukunft alle

wichtigen Unternehmenszahlen

besser im Blick zu

halten und beispielsweise so

genannte Soll-/Istvergleiche

durchzuführen. Dadurch

lässt sich genauer als bisher

kontrollieren, wie weit

man von einem gesteckten

Ziel noch entfernt ist – oder

wie nah man ihm schon ist.

Von großer Bedeutung sind

aber besonders die Veränderungen

in der Werkstatt.

Echo: Was für Veränderungen

sind das?

Becker: Zunächst haben wir

unterhalb der Geschäftsführerebene

eine neue

Hierarchie eingezogen, die

so genannte Geschäftsbereichsleiterebene.

Besetzt

ist sie mit zwei Geschäftsbereichsleitern

von denen einer

zuständig ist für die Bereiche

Begleitende Dienste und

Qualifizierung, und der andere

für alle Fragen der Produktion.

Darüber hinaus haben

wir dafür gesorgt, dass sich

dieses Prinzip des gleichberechtigten

Nebeneinanders

der begleitenden Dienste

und der Produktion auch auf

der Ebene der Fachbereichsleitungen

fortsetzt.

Echo: Klingt gut. Aber was

genau bezwecken Sie mit

diesen Änderungen?

Becker: Unser Ziel ist es, eine

bessere und direktere Kommunikation

für unsere Mitarbeiter

in der WfbM und der

Verwaltung zu gewährleisten.

Außerdem wollten wir mehr

Fachlichkeit in die Werkstatt

bringen und Abstimmungsprozesse

verkürzen. Natürlich

hat das auch auf die Beschäftigten

Auswirkungen. Einige

haben heute einen anderen

Gruppenleiter oder einen

neuen Ansprechpartner beim

Begleitenden Dienst. Aber am

Ende, da bin ich mir sicher,

Umstrukturierung

gewinnen sowohl die Mitarbeiter

auf der einen Seite als

auch die Beschäftigten auf der

anderen. Übrigens haben beide

Seiten großen Anteil an der

bis jetzt so reibungslosen Umsetzung

unserer Pläne. Dafür

an dieser Stelle noch einmal

meinen herzlichen Dank.

Echo: Zuletzt hat es bei

Westfalenfleiß auch viele

bauliche Veränderungen

gegeben. Foyer, Cafeteria

und Speisesaal wurden neu

gestaltet, auf den Dächern

vieler Westfalenfleiß-Gebäude

wurden Photovoltaik-

Anlagen installiert und als

nächstes wird es auch noch

eine neue Holzpelletheizung

geben. Womit dürfen wir

außerdem noch rechnen?

Becker: Die Entscheidung,

in eine neue Heizung zu

investieren, war einfach

fällig. Die jetzige Anlage ist

inzwischen doch sehr in

die Jahre gekommen. Angesichts

stark gestiegener

Energiepreise wollen wir die

Gelegenheit nutzen, gleichzeitig

auch energiesparende

Maßnahmen zu ergreifen.

Aus diesem Grund wollen

wir in diesem Jahr in einigen

Bereichen zum Beispiel noch

alte Fenster gegen energiesparende

austauschen.

Darüber hinaus stehen noch

an einigen älteren Gebäuden

dringende Sanierungsarbeiten

an. Die werden wir

- in enger Abstimmung mit

dem Aufsichtsrat - als nächstes

angehen. Sie wissen ja:

Irgendwas ist immer (lacht).

Das Interview führte

Jens Könning.

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Neue Köpfe bei Westfalenfleiß

Michael Kempf leitet

seit dem 1.1.2012 den

Produktionsbereich bei

der Westfalenfleiß GmbH.

6

Was für ein Start!

Am Montag, den 2. Januar

dieses Jahres hatte ich

meinen ersten Arbeitstag bei

der Westfalenfleiß GmbH.

Ich hatte gehofft, einen gut

sortierten und wenig hektischen

ersten Tag hier in

Münster erleben zu dürfen.

Noch am 30. Dezember hatte

ich in Gladbeck lange in

meinem Büro bei der AWO

gesessen und den Jahresabschluss

der Wohnstätten

„Busfortshof“ gemacht.

Nur ein Wochenende lag

also zwischen dem Abstand

gewinnen von meiner

bisherigen Tätigkeit, die ich

immerhin 16 Jahre ausgeübt

habe, und der neuen Aufgabe

- ganz schön wenig.

Der erste Tag bei Westfalenfleiß

war natürlich ganz

anders. Ins Büro gegangen,

Mantel aufgehängt, PC

eingeschaltet und gestaunt.

Posteingang: 48 Emails. Na

toll, dachte ich mir, das wird

nichts mit einer ruhigen

Einarbeitung. Jetzt arbeite

ich bereits in der neunten

Woche als Geschäftsbereichsleiter

Produktion. Die

Zeit vergeht wie im Flug, mit

jedem Tag verstehe ich das

Unternehmen ein bisschen

besser und lerne dazu. Die

neue berufliche Tätigkeit

macht mir sehr viel Spaß,

ich habe kompetente Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

in allen Bereichen kennen

gelernt, die genau wie ich

etwas bewegen und etwas

erreichen wollen.

Diese positiven Erfahrungen

weiß ich sehr zu schätzen.

Es gibt viele Herausforderungen,

die wir bewältigen

müssen. Es gibt Bereiche

unserer Werkstätten, in

denen die Arbeitsauslastung

deutlich unzureichend ist.

Es ist wichtig, hier Abhilfe zu

schaffen. Ich möchte, dass

wir Arbeitsaufträge mit unterschiedlicher

Komplexität

bekommen. Die berühmte

„Grundauslastung“ ist natürlich

unentbehrlich. Es muss

aber auch unser Anspruch

sein, unseren Beschäftigten

Aufträge zu vermitteln, die

zu den vorhandenen Fähigkeiten

und Ressourcen

passen. Dazu gehören eben

auch anspruchsvolle und

abwechslungsreiche Tätigkeiten,

die nicht ausschließlich

mit einer erworbenen

Arbeitsroutine bewältigt

werden können.

Ich freue mich darauf, die

Westfalenfleiß-Werkstätten

auf ihrem Weg in die Zukunft

begleiten zu dürfen. Unsere

Werkstätten haben bereits in

der Vergangenheit Großartiges

geleistet. Als Unternehmen

und Dienstleister sind

wir ohne Frage gut aufgestellt.

Das ist die Grundlage

für unser Ziel, noch besser

zu werden.

Schön, wenn ich dazu beitragen

kann.

Michael Kempf


Kritisch aber konstruktiv

Viele Menschen bei Westfalenfleiß

haben mich inzwischen

bereits persönlich

kennengelernt, allen anderen

möchte ich mich nun auf

diesem Weg vorstellen. Ich

bin Michael Dreiucker, vor

47 Jahren in Bremen geboren

und seit nunmehr drei

Monaten Geschäftsbereichsleiter

für das Aufgabengebiet

Begleitende Dienste und

Qualifizierung.

Inzwischen bin ich hier im

Hause gut angekommen und

fühle mich wohl.

Dass mich hier im Haus viel

Arbeit erwartet, hat mich

nicht überrascht. Aufgrund

meiner langjährigen Verbandsarbeit

war mir von

Anfang an bewusst, dass

die Folgen des demografischen

Wandels, die Umsetzung

des Fachkonzepts

zur beruflichen Bildung und

die Tatsache, dass immer

mehr Menschen mit einer

psychischen Behinderung

eine Beschäftigung in den

Werkstätten suchen, zahlreiche

Veränderungen bei

Westfalenfleiß nötig machen

würden.

Auch die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention

und die Diskussion um mehr

Wettbewerb für die Werkstätten

werden absehbar

erheblichen Einfluss haben.

Für uns bedeutet das auf der

einen Seite, bewährte Traditionen

zu wahren und auf

der anderen, Innovationen

voranzutreiben.

Nach der umfangreichen

Umstrukturierung Anfang

des Jahres dürfte jedem klar

sein, dass wir uns diesen Herausforderungen

stellen.

Wichtig ist aus meiner Sicht,

dass wir dieses Ziel gemeinsam

verfolgen - gerne kritisch

und kontrovers, aber

doch stets konstruktiv und

im Sinne der Menschen mit

Behinderung. Wie sehr sich

Beschäftigte und Mitarbeiter

mit Westfalenfleiß identifizieren,

habe ich zu meiner

großen Freude inzwischen

in vielen Gesprächen und

zuletzt auf unserer Karnevalsfeier

erlebt. Ich glaube,

darauf können wir bauen.

Mein Ziel ist es denn auch,

die vorhandenen Erfahrungen

und Kompetenzen

für die kommenden Herausforderungen

einzusetzen

und Westfalenfleiß gemeinsam

zukunftsfähig machen.

Ich freue mich auf Sie!

Michael Dreiucker

Neue Köpfe bei Westfalenfleiß

Seit Anfang des Jahres

ist Michael Dreiucker

verantwortlich für das

Aufgabengebiet Begleitende

Dienste und Qualifizierung.

7


Großes Stühlerücken beim Sozialen Dienst

Wer wo sitzt, erfahren Sie hier!

Seit dem 1.1.2012 haben einige Mitarbeiter des Sozialen Dienstes neue Büros bezogen.

Petra Plieth, Anne Laumeier, Heinz Strewe und Gaby Ripps sind in ihren bekannten Büros

weiter erreichbar. Wer von den anderen wo sitzt, erfahren Sie hier!

Henning Schlüter

... FB Kesslerweg II,

Fachbereichsleitung

Begleitende Dienste, sitzt in

seinem neuen Büro in den

ehemaligen Räumlichkeiten des

Berufsbildungsbereiches

am Kesslerweg 38-42.

Tel. 0251 61800-13

Andreas

Suer-Schlüter

... FB Nord, Fachbereichsleitung

Begleitende Dienste, hat sein

neues Büro in der Werkstatt an

der Rudolf-Diesel-Str. 43.

Tel. 0251 89971-13

8

Wer

sitzt

wo?

Monika Depner

... Sozialer Dienst, sitzt in

ihrem neuen Büro in den

ehemaligen Räumlichkeiten

des Berufsbildungsbereiches

am Kesslerweg 38-42.

Tel. 0251 61800-23


Stefanie Bolwin

... Sozialer Dienst, ist ganz neu bei

Westfalenfleiß und ist in das Büro in

den ehemaligen Räumlichkeiten

des Berufsbildungsbereiches

am Kesslerweg 38-42 bei

Monika Depner eingezogen.

Tel. 0251 61800-14

Wilhelma Dillenburger

... FB Kesslerweg I, Fachbereichsleitung

Begleitende Dienste, ist in ihr neues

Büro in den ehemaligen Räumlichkeiten

des Berufsbildungsbereiches am

Kesslerweg 38-42 umgezogen.

Tel. 0251 61800-11

Kerstin Ulber

... FB Kesslerweg II, Bereich

Außenarbeitsplätze, Bereichsleitung,

sitzt zur Zeit noch in den

ehemaligen Räumlichkeiten des

Berufsbildungsbereiches am

Kesslerweg 38-42. Sie wird demnächst

in das Nebengebäude am Kesslerweg

umziehen.

Tel. (z.Zt.) 0251 61800-11

Neue Tel.-Nr.: 0251 61800-262

Silvia Sandmann

... FB Land & Garten,

Fachbereichsleitung

Begleitende Dienste,

hat ihr neues Büro

auf Gut Kinderhaus,

Am-Max-Klemens-Kanal 19.

Tel. 0251 92103-41

Karl-Heinz Rotte

... ist zwar nicht umgezogen, hat aber jetzt für

den FB Süd die Fachbereichsleitung Begleitende

Dienste übernommen. Er sitzt weiterhin in

seinem Büro am Höltenweg 105.

Tel. 0251 62737-14

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Die richtige Wahl

Die Kita Killingstraße bekommt ihr Essen seit Kurzem von MDS

Schlag 12.30 Uhr. Es wird

aufgetischt. Die lieben Kleinen

aus der Mäusegruppe

sitzen ebenso hungrig wie

erwartungsfroh auf ihren

kleinen Stühlen an ihrem

kleinen Tisch und warten

auf Küchenfee Renate. Was

gibt´s heute? „Lustigen

Hühnerstall“. So steht´s für

diesen Tag auf dem Speisenplan

der Kita Killingstraße.

Seit Ende 2011 wird die

Kinderhauser Kindertagesstätte

mit Essen von MDS

beliefert, dem Münsteraner

DienstleistungsService. „Die

Qualität gefällt uns wirklich

sehr“, sagt Erzieherin

Sabine Pott, während sie

10

ihren Schützlingen heiße

Kartoffeln und Hühnerragout

auf die Teller gibt. Der

Tischspruch fällt heute kurz

aus. „Guten Appetit!“

Ende vergangenen Jahres

entschied sich die Kita, das

Essen für die Kinder - im

Haus gibt es auch eine U3-

Betreuung - fortan bei MDS

zu bestellen. „Ich hatte den

Service von MDS privat

schon öfter in Anspruch

genommen und immer gute

Erfahrungen gemacht“,

erzählt Sabine Pott. Daran

habe sie sich erinnert, als

es in der Kita darum ging,

einen neuen Lieferanten für

die Mittagessen zu fin-

den. So hatte die Suche ein

schnelles Ende. Und wie sich

schnell bestätigte: MDS war

die richtige Wahl. „Das Essen

ist immer heiß, das Gemüse

knackig und alles frisch“,

lobt die Erzieherin, während

die Kinder fleißig kauen.

Dadurch, dass sich der

Speisenplan erst nach acht

Wochen wiederhole, werde

es nie eintönig. „Selbst wenn

es drei Mal in der Woche Reis

gibt, ist er jedes Mal anders:

mal Basmatireis, mal Kräuterreis,

mal mit Rosinen.“

Gut angekommen sei bei

ihr und ihren Kolleginnen

zudem, „dass man bei MDS

sehr unkompliziert auf

unsere Wünsche eingeht.

Zum Beispiel, wenn wir ein

Menü tauschen wollen“. Das

sei überaus wichtig. Denn in

die Kita Killingstraße gehen

Kinder aus 28 Nationen. Da

isst lange nicht jeder alles.

„Zum Beispiel gibt es bei uns

kein Schweinefleisch. Nur

Fisch und Geflügel“, berichtet

Sabine Pott. Mit MDS

kein Problem. Dann ist Sabine

Potts Aufmerksamkeit

wieder gefragt. Die Kleinen

wollen ihren Nachtisch.

jek


Mehr Freizeitangebote

auf Gut Kinderhaus

Name für neuen Planwagen gesucht - Mitmachen lohnt sich!

Das Freizeitangebot auf Gut

Kinderhaus wächst. Mit Beginn

der Fahrradsaison können

interessierte Pedalritter

im Café Gut Kinderhaus

nun auch wieder Fahrräder

ausleihen. Darunter auch

fünf topmoderne Elektrofahrräder,

so genannte Pedelecs

(siehe Seiten 12 und

13). An der richtigen Adresse

sind auf dem Kinderhauser

Hof aber auch all diejenigen,

die die Natur ganz ohne

jede sportliche Anstrengung

genießen möchten.

Ihnen sei an dieser Stelle

eine Fahrt mit dem neuen

Gut-Kinderhaus-Planwagen

ans Herz gelegt. Bis zu 20

Personen oder aber sieben

Rollstuhlfahrer und zwei

Betreuer finden darauf Platz,

schwärmt Gut-Kinderhaus-

Chef Bernhard Witte von

seinem neuen Gefährt. Eine

zweistündige Fahrt mit Start

auf dem Hof kostet 200 Euro.

Übrigens: Bernhard Witte

sucht noch immer verzweifelt

nach einem Namen

für den neuen Planwagen.

„Haflinger-Express, der

Name des alten Planwagens,

passt einfach nicht, weil der

neue von den beiden rheinisch-deutschen

Kaltblütern

Hektor und Hubert gezogen

wird. Und Westfalenfleiß-

Express klingt irgendwie

nicht“, sagt Witte und bittet

nun alle Mitarbeiter und

Beschäftigten der Westfalenfleiß

um Hilfe: „Seien Sie kreativ,

machen Sie uns einen

Vorschlag: Wie könnte unser

neuer Planwagen heißen?“

Wer eine Idee hat, möge sie

bitte entweder per Email

senden an info@westfalenfleiss.de,

Stichwort Plan-

Gut Kinderhaus

wagen, oder sie unter dem

gleichen Stichwort in der

Zentrale für Postfach Nummer

48 hinterlegen. Der

Einsendeschluss ist verlängert

bis zum 2. April 2012.

Übrigens: Mitmachen lohnt

sich! Wessen Namensvorschlag

übernommen wird,

erwartet als Dankeschön

eine Planwagenfahrt für bis

zu 20 Personen.

jek

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Vorwärts wie am Gummiband

Westfalenfleiß startet E-Bike-Verleih auf Gut Kinderhaus

Mit Beginn der Fahrradsaison

vermietet das Café Gut

Kinderhaus Fahrräder mit

Elektromotor. Klingt ein

bisschen lahm, ist aber das

Gegenteil. Ich hab´s ausprobiert.

Nicht erst seit ich in Münster

lebe, habe ich einen

Faible für Fahrräder. Wenn

sie leicht und wendig sind,

ohne viel dran, sind sie mir

am liebsten. Das Fahrrad,

das ich heute - sozusagen

in verlängerter Mittagspause

- Probe fahre, ist anders:

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Ein so genanntes Pedelec.

Mit Reifen, dick wie ein Arm.

„Wahrscheinlich schwer

wie ein Klotz und genauso

träge“, war mein erster

Gedanke. Die Farbe find´ ich

gut - Westfalenfleißorange.

„Sonst ist diese Leeze eher

nicht dein Typ“, hätte mein

Urteil schnell gestanden.

Wäre da nicht dieser unscheinbare

Elektromotor,

250 Watt stark, eingebaut

in die Hinterachse. Er fiele

kaum auf, säße da auf dem

Unterrohr nicht auch noch

dieser wuchtige, schwarze

viereinhalb-Kilo-Akkublock.

Von hier kommt die Energie,

wenn sie mal nicht aus den

Beinen kommt.

Ich nehme Platz und sitze

sportlich. Mein rechter

Daumen klickt den Ein/Aus-

Schalter ein und der wilde

Ritt beginnt. Vorwärts wie

am Gummiband. Dass der

Motor bei 25 km/h abgeregelt

ist, lässt mich lange traurig

schluchzen. Als ich mich

damit abgefunden habe, ist

es wie auf dem Heimtrainer:

Immer gleich schnell, immer


gleiche Trittfrequenz. Als

hätte jemand alle Anstiege

plattgeklopft und den Wind

auf „immer von hinten“ programmiert.

Die Landschaft

rauscht vorbei wie im Zuge.

Zumindest fast. Ob und wie

sehr ich dabei ins Schwitzen

komme, bestimmt ein

kleiner Drehgriff am Lenker.

Nach unten gedreht gibt´s

ordentlich Motor-Schub.

Nach oben gedreht gibt´s

weniger Elektro-Unterstützung.

Dank der dicken

Reifen rollt das E-Bike,

pardon Pedelec, auch über

Holperstrecken verhältnismäßig

komfortabel. Schnelle

Richtungswechsel sind zwar

seine Sache nicht. Rasant

um die Kurven kurven geht

aber trotzdem – nicht zuletzt

wegen des hohen Tretlagers.

Mächtig Laune machen

im Übrigen vor allem Ampelstarts.

Besonders, wenn

sich Rennradler in ihren

engen Sporthosen an diesem

kleinen Spiel beteiligen.

Diese verzweifelten Blicke,

wenn man sie trotz 20 Kilo

Mehrgewicht stehen lässt

wie abgekühlte Heißwürstchen,

sind mit Geld nicht zu

bezahlen. Heiterkeit überkommt

mich jedes Mal auch

an langen Steigungen, wenn

das Überholen gar nicht

enden will und das Schnau-

E-Bike-Verleih auf Gut Kinderhaus

ben der anderen Radler mit

jedem Meter lauter wird.

Großartig.

Selbst dumm aus der Wäsche

gucken dürfte allerdings,

wer mit der Elektro-Leeze

weit weg ist von Zuhause

wenn Akku leer läuft. Dann

lachen die anderen. Aber

bis es soweit ist, verspricht

der Hersteller, kann man 90

Kilometer fahren.

Ich werde das natürlich testen.

Irgendwann. Bis dahin

empfehle ich: Die neuen

Westfalenfleiß-E-Bikes unbedingt

mal ausprobieren!

Es lohnt sich.

jek

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Große Show in Wolbeck

Seniorenkarneval mit "Andy Borg" alias Christian Hoffmann

und der Discogruppe der Westfalenfleiß-Wohnstätte in Wolbeck

Beim Sommerfest der Westfalenfleiß-Wohnstätte

in Wolbeck 2011

wurde die Idee geboren, für den

Seniorenkarneval 2012 einen eigenen

musikalischen Beitrag vorzubereiten.

Sofort war die Begeisterung

groß und eine Playback-Show

wurde geplant.

Christian Hoffmann, Bewohner

des Haus in Gremmendorf, erklärte

sich spontan bereit, den Schlagerstar

„Andy Borg“ zu präsentieren,

unterstützt von der "Discogruppe",

die sich einmal im Monat im Haus

Wolbeck trifft. Bei den Proben waren

dann alle 10 bis 25 Teilnehmer

als „Background Gruppe Westfalenfleiß

mit Feuereifer dabei. Beim

Erlernen der Tanzschritte stand

besonders die tanztalentierte Marita

Bieschke mit Rat und Tat zur

Seite. „Es war anfangs gar nicht so

leicht, sich im Rhythmus der Musik

zu bewegen", erinnert sie sich.

Vor allem mit Hilfe der Betreuerin

Anne Weißen gelang auch das, so

dass es von Abend zu Abend immer

besser wurde. Als Kostümierung

entschied sich die Gruppe für

14

eine blaue Tüte mit einem blauen

Kopfband und die Generalprobe

war aus der Sicht der kritischen

Vertreter der AWO ein voller Erfolg.

Ab jetzt fieberten alle dem Auftritt

entgegen.

Der Seniorenkarneval in Wolbeck

wird seit 19 Jahren gefeiert, aber

noch niemals waren Menschen mit

Behinderung bereit, sich einem so

großen Publikum vorzustellen.

Das Festzelt war am 11. Februar

mit mehr als 420 zahlenden Besuchern

restlos ausverkauft. Endlich

kündigte Moderatorin Marlene

Benter-Camen mit den Worten:

„Andy Borg - Einmarsch bitte“ den

Beginn des Ereignisses an. Die

Spannung stieg beim Einmarsch

der Künstler, doch dann ging die

Post ab. Es wurde getanzt, mitgesungen

und „die Hände zum

Himmel“ gestreckt. Jeder Einzelne

wuchs über sich hinaus und gab

alles, was in ihm steckte. So blieb

es nicht aus, dass eine Zugabe

gefordert wurde. Zum Glück waren

die Künstler darauf vorbereitet. Der

rauschende Beifall war der Dank

der Besucher für die gekonnte und

mitreißende Schau. Hippenmajor

Willi III. zeichnete alle Künstler

mit dem Orden des Hippenmajors

aus.

Einen großen Wunsch haben die

Veranstalter der AWO Wolbeck an

alle Bewohner der Häuser der Westfalenfleiß:

Sie wünschen sich, dass

auch beim 20. Seniorenkarneval

im Jahre 2013 wieder eine Gruppe

mit Menschen mit Behinderung zu

einer solch schönen Bereicherung

des Seniorenkarnevals in Wolbeck

beiträgt. Gebongt?

25 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Wohnverbund der Westfalenfleiß

GmbH gestalteten als „Background Gruppe Westfalenfleiß

einen schwungvollen Auftritt beim diesjährigen Seniorenkarneval der

Arbeiterwohlfahrt in Wolbeck. Text und Fotos: T. Mooren


Bildimpressionen von der Karnevalsfeier

in der Werkstatt Rudolf-Diesel-Straße 43

Westfalenfleiß feiert Karneval 2012

Westfalenfleiß gut

gelaunt im eigenen

Karnevalswagen beim

"ZiBoMo" in Wolbeck

und beim Münsteraner

Rosenmontagsumzug.

Helau!

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Närrisches Treiben

im Restaurant Auszeit

Westfalenfleiß feiert Karneval

„Großbaustelle

Westfalenfleiß

lautete das Motto für die

große Westfalenfleiß-Karnevalsparty

in diesem Jahr.

Man hätte kein besseres finden

können. Schließlich hat

sich in den alten Mauern

am Kesslerweg in den vergangenen

Monaten sowohl

baulich als auch strukturell

einiges getan.

Im runderneuertem Speisesaal,

dem neuen „Restaurant

Auszeit“, waren

Oberjeck Gerd Winter und

seine närrischen Helfer

schon am Donnerstagabend

fleißig, um baustellenmäßig

zu dekorieren, die große

Bühne aufzubauen und,

ganz wichtig, um die Musikanlage

aufzustellen. Am

Freitagmorgen ging es dann

schon in aller Frühe los.

Beim gemeinsamen Frühstück

in den Gruppen wurde

verkleidet und geschminkt,

was die Farbpalette hergab.

Wie nicht anders zu erwarten,

stand das Bauarbeiter-

Kostüm auf der Hitliste der

beliebtesten Kostüme in

diesem Jahr unangefochten

auf Platz eins.

Es gab große Bauarbeiter,

kleine Bauarbeiter, kurzum:

Bauarbeiter in allen

Varianten. Danach kam

lange, lange nichts, dann ein

paar Clowne und Zauberer,

ein Kardinal in Purpurrot,

jemand in einem schwarzen

Sack und schließlich ein einsamer,

roter Teletubbi.

Unter lautem Helau gab

Westfalenfleiß-Geschäftsführer

Martin Becker um kurz

nach neun dann endlich den

offiziellen Startschuss für das

närrische Treiben. Angesichts

der knappen Zeit hatten

die Organisatoren auch in

diesem Jahr entschieden, auf

Büttenreden zu verzichten

und gleich mit dem Tanzen,

Singen und Schunkeln zu

beginnen. Den Takt dazu

gab Bodo Lepkojus mit dem

Mikro in der Hand von der

Bühne aus vor, während DJ

Sascha Beckenhusen einen

karnevalistischen Gassenhauer

nach dem nächsten

auf den Plattenteller zauberte.

Nächster Programmpunkt

war das Schubkarrenrennen.

Kurz nach zehn

machte schließlich Münsters

Stadtprinz Marcus I. (Janotta)

samt Gefolge der Westfalenfleiß

seine Aufwartung und

wurde mit einem dreifach

kräftigen Helau empfangen.

Das ließ sich auch Westfalenfleiß-Prokurist

Siegfried

Thomaszick nicht entgehen.

Dass es für ihn die letzte

Karnevalsfeier bei Westfalenfleiß

war, war unübersehbar.

„Letzte Baustelle“ war in

großen, wirren Buchstaben

auf seiner Bauarbeiterkostüm-Jacke

zu lesen. Dafür -

also für sein Kostüm - bekam

Siegfried Thomaszick bei der

großen Kostüm-Prämierung

am Ende sogar Platz drei.

Der große Muffelorden ging

in diesem Jahr übrigens an

Christian Schmitz.

jek


Wiedersehen mit Westfalenfleiß

Erinnerungsfotos

und Dönekes

„Das ist ja hier kaum wiederzuerkennen",

staunten begeistert die ehemaligen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von

Westfalenfleiß, die die Geschäftsführung

am 7. Dezember in den nagelneuen

Speisesaal - das "Restaurant Auszeit" -

am Kesslerweg zum "Ehemaligentreff"

eingeladen hatten. Viel zu erzählen

gab es und Fotos machten bei den gut

gelaunten Rentnern die Runde und

weckten Erinnerungen an "alte Zeiten".

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In der neuen Serie „Auf eine Tasse Tee mit …“ trifft sich Echo von nun an zwanglos und in

loser Reihenfolge mit einem Mitarbeiter oder Beschäftigten der Westfalenfleiß, um dann an

dieser Stelle darüber zu berichten. Aber lesen Sie selbst!

Nur schöner macht er nicht

Auf eine Tasse Tee mit Thomas Richter

Tee muss sein, Tee ist Pflicht.

Das gilt bekanntermaßen

für Helge Schneider, für

Thomas Richter aber auch.

Ein Kännchen morgens und

eins nachmittags gehören

für den Westfalenfleiß-Chef-

Buchhalter zum Arbeitstag

wie die doppelte Buchführung.

Mit schnöden Teebeuteln

braucht man ihm allerdings

nicht kommen. „Wer weiß,

was da drin ist“, winkt er

ab. Richter ist - zumindest

nach landläufigen Maßstäben

- ein Tee-Gourmet. So

ziemlich das Gegenteil einer

Kaffeetante also. Wie es dazu

kam? „Irgendwann habe

ich festgestellt, dass ich das

Koffein im Tee wesentlich

besser vertrage als das im

Kaffee. Also bin ich dabei

geblieben“, erzählt Richter

während er den Wasserkocher

erst befüllt und dann

einschaltet.

Ein paar Minuten später

steigen Dampfschwaden

Richtung Zimmerdecke,

das Wasser ist soweit. „Ist

es nicht“, klärt Thomas

Richter auf und taucht ein

Thermometer in das heiße

Nass. „Wenn es wie hier um

Grünen Tee geht, darf das

Wasser nicht heißer als 80°

Celsius sein, sonst wird der

Tee bitter.“ Von großer Bedeutung

sei auch die Dosierung.

Merke: Schwach dosieren

ist immer richtig, stark

Thomas Richter: Ein Tee-Gourmet mit Prinzipien. Fotos: jek

dosieren ist immer falsch.

„Ideal sind zwei Gramm

pro Tasse“, sagt Richter

und löffelt losen Tee in eine

Kanne. „Das“, lässt er nebenbei

wissen, „ist Sencha, die

meistgetrunkene Teesorte

in Japan. Leicht bitter im

Geschmack und von heller,

goldiger Färbung“. Dann

wird das mittlerweile richtig

temperierte Wasser aufgegossen.

Ab jetzt tickt die Uhr.

Zwei Minuten, länger sollte

der Tee nicht ziehen. Richter

nutzt die Zeit, ein bisschen

über die positiven Effekte

ausdauernder Teetrinkerei

zu philosophieren. Besonders

gesund soll er sein. Vor

allem Grünen Tee werde

nachgesagt, das Krebsrisiko

und die Blutfettwerte senken

zu können. Außerdem soll

er vor Arteriosklerose schützen.

„Nur schöner macht er

nicht“, lacht Richter, gießt

den Tee durch ein Sieb und

dann in zwei Glastassen.

„Bitte, probieren Sie! Mal

sehen, ob wir bei Westfalenfleiß

nicht einen neuen Teetrinker

gewinnen können.“

jek

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Aus braun und

dunkel wird

hell und freundlich

Vorher braun und dunkel, heute hell

und freundlich. Mit diesen knappen

Worten ließen sich die Veränderungen

in Foyer, Speisesaal und

Cafeteria trefflich zusammenfassen.

Dem Aufwand, der dafür betrieben

wurde, würde man damit allerdings

nicht gerecht. Monatelang bestimmten

fleißig werkelnde Bauarbeiter

das Bild, mussten Mitarbeiter und

Beschäftigte für Frühstück und

Mittagessen mitunter auf Foyer und

Cafeteria ausweichen, mussten Besucher

den Hintereingang nehmen und

sich alle zusammen in Geduld üben.

Ende Oktober war es damit dann

endlich vorbei.

Was noch fehlte, waren ein paar

Bilder, ein bisschen Dekoration,

ein paar andere Kleinigkeiten und

natürlich neue Namen für die runderneuerten

Räumlichkeiten. Anfang

Dezember waren auch die gefunden,

so dass der offiziellen Einweihung

nichts mehr im Wege stand. Frank

Szypior, Vorsitzender des Werkstattrats,

und Uwe Hildebrandt, Sprecher

der Geschäftsführung, ließen es sich

nicht nehmen, zu diesem Anlass

eine kurze Rede zu halten, dann

wurden die neuen Namen der neuen

Räume enthüllt und schließlich

hatten Barbara Horwath und Gerd

Winter – sozusagen als treibende

Kräfte des Projekts – die Ehre, das

rote Band zum Speisesaal zu durchschneiden.

Einig waren sich am Ende

im Übrigen alle: Das Warten hat sich

gelohnt! jek


Begleitender Dienst

Das Ende einer Ära

Gerda Fockenbrock verabschiedet sich

vom Sozialen Dienst

Der Abschied fiel Westfalenfleiß-

Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock

merklich schwer. Seit Anfang 1992

hatte sie den Sozialen Dienst geleitet,

Ende vergangenen Jahres war damit

Schluss. Die Umstrukturierungen in

Werkstatt und Verwaltung hatten auch

zur Folge, dass die Zuständigkeit für

dieses Ressort zu Westfalenfleiß-Geschäftsführer

Martin Becker wechselte.

Eine Zäsur, die offenkundig auch an

den Mitarbeitern des Dienstes nicht

spurlos vorbei ging. So war die Verabschiedung

Mitte Dezember im Haus

Gremmendorf denn auch von Emotionen

geprägt. Sie sei eine fordernde

Chefin gewesen, und eine, die für

ihre Mitarbeiter stets ein offenes Ohr

gehabt habe. Über dieses Lob durfte

sich Gerda Fockenbrock an diesem Vormittag

gleich mehrfach freuen. Ohne

sie, so die ungeteilte Meinung, stünde

der Soziale Dienst auch aus fachlicher

Sicht nicht so gut da, wie er heute

dasteht. Als kleinen Dank dafür bekam

die Westfalenfleiß-Geschäftsführerin

Blumen und einen Präsentkorb. Und

damit sie ihre ehemaligen Schützlinge

nicht vergisst, gab´s ein Gruppenbild

noch dazu.

jek

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Erfolgreiches Busfahrtraining: Im großen Gedränge zu Feierabend am Freitagmittag um 14 Uhr steht auch

Kristina Griese (re.) an der Bushaltestelle "Schmitz Kühlken" und wartet auf die Linie 17. Für sie ist es noch

nicht lange selbstverständlich, eigenständig mit dem Bus nach Hause in den ersehnten Feierabend zu fahren.

Erst seit sie in der Werkstatt im Rahmen der "Arbeitsbegleitenden Maßnahmen" - ABM - mit Gruppenleiter

Heiner Viefhues ein erfolgreiches Busfahrtraining absolviert hat, traut sie sich, allein zu fahren. „Wenn ich

weiter übe, kann ich bald auch mit anderen Bussen fahren", ist Kristina Griese zuversichtlich. Im neuen ABM-

Katalog 2012 gibt es gleich zwei Angebote zum Busfahrtraining, - Theorie und Praxis inklusive.

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Als Ergebnis einer Weihnachts-Charity-Aktion überreichte Sparkassenchef Markus Schabel

(2.v.l.) eine stolze Summe von 32.081,71 Euro an Michael Füssel (2.v.r.) und Antonius Wolters

(r.) von den Freckenhorster Werkstätten sowie Martin Becker (l.) von der Westfalenfleiß GmbH.

16.000 Euro für Westfalenfleiß

Weihnachts-Charity-Aktion der Sparkasse Münsterland Ost

Ein echter Blickfang waren

sie, die singenden Sparkassen-Nikolause,

die in der Vorweihnachtszeit

in den Innenstädten

von Münster, Ahlen,

Oelde und Warendorf unter-

wegs waren. Viel wichtiger

aber war, dass sie damit einen

guten Zweck verfolgten: Hintergrund

war die Weihnachts-

Charity-Aktion der Sparkasse

Münsterland Ost.

Hobby-Sänger aus Münster

und dem Kreis Warendorf

ließen fröhliche Weihnachtslieder

erklingen und nahmen

dafür gerne eine Spende

zu Gunsten der gemeinnützigen

Organisationen

Westfalenfleiß“ in Münster

und „Freckenhorster Werkstätten“

im Kreis Warendorf

entgegen. Bei den Sängern

und in den Filialen sammelten

sich so 2.081,71 Euro an

und das Kreditinstitut selbst

fütterte für jede Spareinlage

ein großes Sparschwein, so

dass weitere 30.000 Euro

zusammen kamen.

Westfalenfleiß-Geschäftsführer

Martin Becker ist über

die Spende von über 16.000

Euro sehr glücklich. „Als

arbeitsbegleitende Maßnahme

möchten wir unseren

Mitarbeitern mit geistigen

und chronisch psychischen

Behinderungen einen sportlichen

Ausgleich anbieten -

das können wir nun verwirklichen“,

berichtet Becker.

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Nach vielen Jahren endet für Barbara Horwath und Siegfried Thomaszick in diesem Monat

das Kapitel Westfalenfleiß. Die beiden gehen in den Ruhestand und freuen sich über ganz

viel Freizeit. Echo wollte wissen, welche Pläne sie für die Post-Westfalenfleiß-Ära haben.

Siegfried Thomaszick -

die Unabhängigkeit genießen

Echo: Arbeit ist das halbe

Leben, heißt es. Diesen Teil

haben Sie jetzt erfolgreich

erledigt. Welche Pläne haben

Sie für den andern Teil?

Thomaszick: Schön, wenn

es so wäre. Dann hätte ich

ja noch reichlich Jahre vor

mir. Das intensive Leben mit

der Familie insbesondere

mit den Enkelkindern in der

Nähe wird mein

neuer Schwerpunkt

sein.

Neben Reisen

und körperlicher

Fitness werde

ich die Unabhängigkeitgenießen

und versuchen,

sie mir

weitgehend zu

erhalten. Wenig

feste Termine,

spontane Aktivitäten

und in den

Tag hinein leben

sind aus meiner

Sicht nicht die

schlechtesten

Perspektiven.

Echo: Bitte

vervollständigen

Sie: Die Arbeit

bei Westfalenfleiß

hat mir

… und ich bin

heilfroh, dass …

Thomaszick: … hat mir all

die Jahre viel Zufriedenheit

gegeben, da ich in einem

Team engagierter Mitarbeiter

eine gute und erfolgreiche

Zusammenarbeit

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erfahren habe. Froh stimmt

mich die Gewissheit, für

einen Personenkreis tätig

gewesen zu sein, den die

Gesellschaft nicht immer bevorzugt

behandelt. Das hat

mir immer mehr gegeben

und mehr begeistert, als es

die Aufgabe der Profitmaximierung

in einem normalen

Unternehmen je vermocht

hätte.

Echo: Der Mensch ist immer

auch ein Produkt seiner

Umgebung. Wie hat die

Arbeit bei Westfalenfleiß Sie

geprägt?

Thomaszick: Geprägt hat

mich sicher die tägliche Erfahrung,

wie Menschen mit

Handicaps ihr Leben meistern.

Das hat eigene Probleme

klein erscheinen lassen.

Und vielleicht ist daraus

eine Gelassenheit entstanden,

die es mir ermöglicht

hat, anstehende Aufgaben

mit der notwendigen Ruhe

anzugehen und erfolgreich

abzuschließen.

Echo: Andererseits hinterlassen

Sie bei Westfalenfleiß

nach all den Jahren natürlich

ebenfalls Spuren. Was wünschen

Sie sich, soll von Ihrem

Wirken hier im Haus besonders

in Erinnerung bleiben?

Thomaszick: Ich glaube dass

jede Erinnerung mit wenigen

Ausnahmen mit der Zeit

verblasst oder verloren geht.

Wenn dann übrig bleibt,

dass sich meine Mitarbeiter

unter meiner Führung wohlgefühlt

haben und gerne zur

Arbeit gegangen sind, würde

mich das freuen.

Echo: Wenn Sie etwas oder

jemanden von hier mitnehmen

könnten, was oder wer

wäre das und warum gerade

dieses oder jener?

Thomaszick: Zur Erhaltung

der Erinnerung habe ich mir

Bildmaterial und das ein

oder andere Schriftstück mit

der abnormen Schreibweise

meines Nachnamens Tomassik,

Tomassili usw gesichert.

Zukünftig werden mir die

Infos aus der ECHO und

die Teilnahme an der einen

oder anderen Veranstaltung

genügen.


Barbara Horwath -

mit Leidenschaft zur Sache

Echo: Arbeit ist das halbe

Leben, heißt es. Diesen Teil

haben Sie jetzt erfolgreich

erledigt. Welche Pläne haben

Sie für den andern Teil?

Horwath: Da gibt es viele

Pläne! Da ist zunächst ein

Angebot, mich für ein paar

Wochen als Allrounderin in

einem kleinen Hotel in der

Toskana einzusetzen. Mal

schauen, ob es klappt. Es

wird auch einen Mini-Job

geben. Zum Reisen braucht

es ja nicht nur Zeit, sondern

auch schnöden Mammon!

Und da sind noch meine Hobbies,

und ich habe endlich

Zeit für Familie und Freunde.

Echo: Bitte vervollständigen

Sie: Die Arbeit bei Westfalenfleiß

hat mir/war für mich vor

allem … und ich bin heilfroh,

dass…

Horwath: … eine schöne

Erfahrung. Meine Aufgaben

waren unglaublich vielfältig.

Das hat einfach auch Spaß

gemacht! Ich brauche die

Herausforderung und den

ganzen Einsatz und ich habe

sehr, sehr viel zurückbekommen.

Heilfroh bin ich

vor allem, dass ich nach 48

Berufsjahren so fit in den

Ruhestand gehen kann.

Echo: Der Mensch ist immer

auch ein Produkt seiner

Umgebung. Wie hat die

Arbeit bei Westfalenfleiß Sie

geprägt?

Horwath: Bevor ich zu

Westfalenfleiß kam, hatte ich

keine Berührungspunkte zu

Menschen mit Behinderung.

Aber deren Geradlinigkeit

hat mich geprägt. Von den

Beschäftigten habe ich

immer ein klares, schnörkelloses

Feedback bekommen.

Für mich eine überaus wertvolle

Erfahrung!

Echo: Andererseits hinterlassen

Sie bei Westfalenfleiß

nach all den Jahren natürlich

ebenfalls Spuren. Was

wünschen Sie sich, soll von

Ihrem Wirken hier im Haus

besonders in Erinnerung

bleiben?

Horwath: Wenn ich es mir

aussuchen könnte, dann

vielleicht den Standpunkt,

dass Teamarbeit nichts wert

ist, ohne die Leistung des

Einzelnen. Man sollte grundsätzlich

über den Tellerrand

schauen, das kollegiale Miteinander

echt leben und sich

immer mal in die Schuhe

seines Gegenübers stellen.

Echo: Wenn Sie etwas

oder jemanden von hier

mitnehmen könnten, was

oder wer wäre das und

warum gerade dieses oder

jener?

Horwath: Was ich weniger

vermissen werde, das muss

auch gesagt werden, sind

die drei Türen, die in mein

Büro führen, die vier Telefonleitungen

und die vier Terminkalender,

die manchmal

schier unmöglich zu koordinieren

sind. Wen ich natürlich

gerne mitnähme, das sind die

Menschen, die mich immer

wieder bestärkt und weitergebracht

haben. Wichtig sind

mir aber auch jene, die ihre

Kritik ehrlich, offen und geradeheraus

geübt haben. Nur so

kann man sich selbst und die

Dinge verändern.

Die Interviews führte

Jens Könning.

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„Wir bringen Menschen

zusammen!"

Das integrative Musical „Magic Journey“ kommt

am 3. Mai in die Halle Münsterland

Man kennt sie als Deutscher

Meister: Hanno Liesner und

seine „Funky Movements“,

ein Projekt des Funky e.V.,

ein Verein zur Förderung der

Bewegung von Menschen

mit und ohne Behinderung

aus Münster. 2011 haben

sie die ersten deutschen

paraintegrativen Meisterschaften

gewonnen und

diesen ebenso stolzen wie

neuen Titel in die Stadt am

Aasee geholt. Jetzt gehen sie

auf Tour mit dem Musical

„Magic Journey“.

Schauplatz und Kulisse des

Musicals „Magic Journey“ ist

ein luxuriöses Traumschiff,

auf dem allerlei abenteuerliche

und amüsante Dinge

geschehen: Ein blinder Passagier

schleicht sich an Bord,

eine Kriminalgeschichte

sorgt für Aufregung und

eine romantische Liebesgeschichte

nimmt ihren Lauf.

Erzählt wird dieses natürlich

mit ganz viel Tanz und

Gesang. Insgesamt werden

fast 200 Personen mit und

ohne Behinderungen auf der

Bühne aktiv sein.

Menschen mit und ohne

Handicap spielen die ent-


scheiden}den Rollen bei

diesem integrativen Projekt.

Ihre Stärke ist, sie bringen

Menschen zum Lachen, zum

Bewegen und verwirklichen

Träume, die vorher schwer

zu realisieren waren.

In Münster ist die Zusammenarbeit

des Funky e.V. mit

der Osnabrücker Tanzschule

der Geschwister Michael

und Patsi Hull, mehrfache

Weltmeister im Standard

Lateintanz und langjährige

Mitglieder der Jury Let´s

Dance, wesentlicher Bestandteil

des Musical-Projektes.

Das Ergebnis des

integrativen Projektes, die

Aufführung des Musicals

„Magic Journey“, zeigt die

gemeinsamen erfolgreichen

Bestrebungen, Menschen

mit und ohne Behinderung,

sowie Kinder und Jugendliche

mit und ohne Migrationshintergrundzusammenzubringen.

Das integrative Musical

"Magic Journey" hat Premiere

am 8. März in Osnabrück,

gastiert am 16. März in Limburg

an der Lahn und am

22. März in Lübbecke.

Am 3. Mai wird "Magic

Journey" in Münster bei der

Zentralveranstaltung der

„Deutschen Tanzwoche“

in der Halle Münsterland

aufgeführt. Zum ersten Mal

initiiert der ADTV (Allgemeine

Deutsche Tanzlehrer

Verband) diese „Deutsche

Tanzwoche“ als "inklusives"

Event. Im Rahmen dessen

findet am 3. Mai 2012 die

Zentralveranstaltung im

Congress Centrum Halle

Münsterland statt. Dabei

verpflichten sich im ADTV

mehr als 800 Tanzschulen,

in denen über 2,2 Millionen

Besucher wöchentlich Tanzaktivitäten

nachgehen.

Zu den Aufführungen des

Musicals „Magic Journey“

werden insgesamt 10.000 Besucher

erwartet. Unterstützt

wird dieses einzigartige und

aufwendige Event durch die

Schirmherrin Frau Ministerpräsidentin

Hannelore Kraft.

Jetzt heißt es, den Anker zur

„Magic Journey“ zu lichten

und zu einer Reise in See zu

stechen, bei der viele besondere

Begegnungen auf die

Zuschauer warten!

Weitere Infos unter:

www.magic-journey.de

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An der Schulung für Bewohnerbeiräte nahmen teil: Kai Ackermann, Daniela Ackermann,

Heinz-Dieter Bartmann, Heiko Bockstedt, Christian Botthoff, Ulrich Dabrock,

Oliver Freier, Marlies Göbel, Michaela Grewe, Jürgen Hinterding, Marc Hörstker,

Christina Keller, Walburga Langes, Anna Peeken, Holger Scherbel, Gerhard Seidenstücker,

Markus Spliethoff, Anke Thier, Hans-Wilhelm Wittfeld und Carolin Wuth mit den

Moderatoren Anja Kinzinger, Birthe Hagedorn und Michelle Budde. Foto: jek

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"Wir haben

viel gelernt!"

Erfolgreiche Schulung

für Bewohnerbeiräte

Bei der offiziellen Zertifikatsübergabe

am 10.

Februar nahmen

20 Bewohnerbeiräte des

Wohnverbundes ihre

Schulungsnachweise

im feierlichen Rahmen

von Westfalenfleiß-

Geschäftsführerin Gerda

Fockenbrock und den

Wohnbereichsleitern

Richard Kretschmann,

Marija Olbrich, Christian

Schlief und Petra

Schlingmann im Haus

Gremmendorf entgegen.

An vier Samstagen hatten

die Beiräte gemeinsam

mit den Moderatorinnen

Anja Kinzinger, Birthe

Hagedorn und Michelle

Budde die Aufgaben und

Arbeitsschwerpunkte des

Mitwirkungsgremiums des

Wohnverbundes diskutiert.

Dabei standen auf

dem Programm sowohl

das Kennenlernen und der

Austausch der Beiräte im

Vordergrund wie auch die

Auseinandersetzung mit

den Aufgaben des Gremiums

und deren Umsetzung

in die Praxis.

Die Bewohnerbeiräte

nehmen Beschwerden an,

greifen Ideen und Wünsche

der jeweiligen Bewohner

in den einzelnen

Wohngruppen auf, helfen

neuen Bewohnern sich

einzuleben und führen

regelmäßig Bewohnerversammlungen

durch und

berichten über ihre Arbeit.

"Wir haben bei den Schulungen

viel gelernt", sind

sich die Gremienvertreter

einig. "Und", so der ausdrückliche

Wunsch, "wir

möchten auf jeden Fall

weitermachen!"


SPD Neujahrsempfang

bei Westfalenfleiß

Dass Westfalenfleiß seit Kurzem mit einem runderneuertem

Foyer glänzt, einem nigelnagelneuen Speisesaal

und einer brandneuen Cafeteria, hatte sich

offensichtlich schnell auch bis ins rote Haus herumgesprochen,

Münsters SPD-Zentrale. Jedenfalls klingelte

am Kesslerweg Ende vergangenen Jahres das Telefon:

Die Sozialdemokraten aus der Domstadt würden ihren

traditionellen Neujahrsempfang gerne in den neuen

Westfalenfleiß-Räumen abhalten. Ob das ginge. Da die

Westfalenfleiß ein offenes Haus ist, ging das natürlich.

Also tummelten sich am Abend des 31. Januar

rund 600 SPDler und deren Gäste im neuen Restaurant

Auszeit. Sogar echte Politprominenz war angereist: der

gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im

Bundestag, Karl Lauterbach. Ein Mann, „den ich sehr

verehre“, schmeichelte Hausherr Uwe Hildebrandt in

seiner Begrüßung unverhohlen. Schöne Worte - gelungener

Abend. Am Ende war er sogar so gelungen,

dass die SPD mit ihrem nächsten Besuch nicht lange

wartete.

Kaum zwei Wochen später trafen sich Münsters Genossen

schon wieder im Westfalenfleiß-Speisesaal, diesmal

zu einer Vorstandsitzung. Mit am Tisch saßen an diesem

Abend auch Gerda Fockenbrock und Martin Becker.

Die beiden Westfalenfleiß-Geschäftsführer waren von

den Lokalpolitikern gebeten worden, ihnen Näheres

über das Unternehmen Westfalenfleiß zu erzählen.

Wann sich wohl die CDU meldet?

jek

29


Wenn Träume wahr werden

Westfalenfleiß kassiert im Drogeriemarkt dm 1666,66 Euro

Westfalenfleiß hat bei dm

abkassiert und zwar beachtliche

1666,66 Euro.

Und nicht nur das. Darüber

hinaus hat die Drogeriekette

Kerstin Lohmann auch noch

einen lang gehegten Traum

erfüllt: Ein Mal selbst an der

Kasse zu sitzen.

Dass die Bewohnerin der

Westflalenfleiß-Wohngemeinschaft

"Am Oedingteich"

dabei so ins Schwitzen

kommen würde, hatte sie

allerdings wohl nicht gedacht.

Aber da Westfalenfleiß

für die "dm-Kassieraktion"

ordentlich die Werbetrommel

gerührt hatte, war in

dem Markt an der Wolbecker

Straße in Münster an diesem

29. Februar der Bär los.

Die Schlange an der Kasse

reichte bis weit in den Laden

und wollte gar kein Ende

nehmen. Damit nicht genug

hatte dm die Kassierzeit

kurzerhand dann auch noch

verdoppelt. Zum Glück hatte

Kerstin Lohmann Unterstützung

von ihrer Mitbewohnerin

Julia Hellmann sowie

von zwei Schülerinnen der

Johannes-Gutenberg-Realschule

Hiltrup.

Doch von Anfang an: Über

4000 Projekte in ganz

Deutschland beteiligten

sich 2011 am Wettbewerb

„Ideen Initiative Zukunft“

der dm-Drogeriemarktkette

in Kooperation mit der

UNESCO-Kommission. Gesucht

wurden Projekte und

gute Ideen für eine lebenswerte

Welt von morgen. Als

zukunftsweisendes Projekt

30

Bei der dm-Kassieraktion hatte Kerstin Lohmann (l.) alle

Hände voll zu tun. Die Schlange an ihrer Kasse reichte bis weit

in den Laden. Foto: jek

wurde auch das Projekt Sozialführerschein

der Westfalenfleiß

ausgezeichnet.

Für dieses Jahr hatte sich die

Drogeriemarktkette dann

etwas Neues zur Unterstützung

der ausgezeichneten

Projekte ausgedacht: die

„dm-Kassieraktion“. Für

kurze Zeit durften Teilnehmer

der Projekte in die

Rolle eines dm-Mitarbeiters

schlüpfen und hinter der

Kasse Platz nehmen. Die

Einnahmen, die in der Zeit

erzielt wurden, spendete

dm. Der Erlös für Westfalenfleiß

geht in einen Fond

zugunsten des Projekts

Sozialführerschein, mit dem

nun zum Beispiel Kinokarten

bezahlt werden, wenn

Schüler Menschen mit Behinderung

dorthin begleiten.

So schenken die Schüler ihre

Zeit, es entstehen aber für

sie keine Kosten.

Der Sozialführerschein ist

ein Projekt zur Förderung

des sozialen Engagements

und zur Berufsorientierung

für Schüler der Klassen 9

und 10 von Hauptschulen,

Realschulen und Gymnasien

in Münster, das die Westfalenfleiß

entwickelt hat und

das von der Stiftung Wohlfahrtspflege

gefördert wird.

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