Clubmagazin_4_2020

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Clubmagzin 4. Quartal 2020

CCKmagazin

CAMPING CLUB KAISERSTUHL E.V.

Reisen

Camping

Leben

OKTOBER - DEZEMBER

2020


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Inhaltsverzeichnis

Zusammenhalten. Mit Abstand. …........................................................................ Seite 4

Grußwort ........................................................................................................................ Seite 5

CCK-Termine 4. Quartal 2020 .…............................................................................ Seite 7

caravan live-Messe in Freiburg ….......................................................................... Seite 9

CCK Caravan-Fahrsicherheits-Training .......................................................... Seite 11

Ausfahrt zum Altmühlsee ….................................................................................. Seite 15

Geburtstage unserer Mitglieder im 4. Quartal 2020 ….............................. Seite 25

Unsere Jubilare im 4. Quartal 2020 …............................…............................... Seite 27

Verhalten bei Wildunfall ........................................................................................ Seite 29

ADAC Tunnel-Inspektion ....................................................................................... Seite 35

Auffahren auf die Autobahn ….............................................................................. Seite 45

Rezept für den Omnia-Backofen …..................................................................... Seite 49

Tempo 100 für Caravans in der Schweiz ......................................................... Seite 51

Radfahrer gegen Autofahrer ................................................................................. Seite 55

Impressum ................................................................................................................... Seite 59

Verbraucht die Sitzheizung Benzin?.................................................................. Seite 61

Männer fahren leichter aus der Haut ............................................................... Seite 67

Kosten Hauptuntersuchung ….............................................................................. Seite 73

Vorstand Camping Club .......................................................................................... Seite 79

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Liebe Vereinsmitglieder,

liebe Campingfreunde,

Corona hat uns alle nach wie vor im Griff. Es

bleibt nur geduldig abzuwarten und zu hoffen,

dass es uns nicht noch erwischt.

Den wirren Corona-Leugnern steht zwar das

Grundrecht zu, zu demonstrieren, nur würde ich mir wünschen, dass diese

Demonstranten gegenüber ihren Krankenkassen freiwillig erklären, dass sie

deren Leistung im Falle der Ansteckung nicht in Anspruch nehmen, sondern

die Rechnungen selbst bezahlen. Ich jedenfalls halte mich, soweit als möglich,

zurück.

Was steht bei uns im 4. Quartal an?

Die Ausfahrt nach Berlin haben wir ja abgesagt, nachdem sich mehrere Teilnehmer

und auch die Bundestagsverwaltung dagegen ausgesprochen haben.

Bleibt noch die Messe caravan live. Der Camping Club nimmt wieder daran

teil!! Ja, wir machen mit. Der Stand wird mit einer Plexiglas-Trennscheibe

ausgestattet, das Personal trägt einen Mundschutz, sodass Kontakte lediglich

im „abgesicherten“ Rahmen stattfinden.

Wir haben in diesem Quartal noch eine Ausfahrt geplant: Das Abcampen in

Guewenheim im Oktober. Die Anmeldung ist über unsere Homepage möglich.

Schon jetzt möchte ich darauf hinweisen, dass am 15. März 2021 unsere

Jahreshauptversammlung stattfindet. Nach dem derzeitigen Stand werden wir

die Winzerhalle in Köndringen mieten, um abstandsgerecht informieren zu

können.

Trotz fehlender Gastronomie wird es eine Kleinigkeit zu essen geben:

Würstchen mit Kartoffelsalat, Getränke gibt es sowieso. Aufgrund Corona wird

eine Anmeldung notwendig sein. Wir senden Euch dann wieder eine Info per

Newsletter. Eure Anmeldung kann dann einfach zurückgeschickt werden.

Ich wünsche Euch eine gute und gesunde Zeit und freue mich auf ein

Wiedersehen

Euer Ulrich Hertel

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Vorgesehene CCK-Termine im 4. Quartal 2020

Genaue Infos erhaltet Ihr ggf. jeweils vor den geplanten Terminen

Oktober

01.-04. Oktober caravan live-Messe in Freiburg

05. Oktober 20 Uhr Clubabend (noch unsicher)

09.-12. Oktober Abcampen in Guewenheim/Elsass

November

2. November 20 Uhr Clubabend (noch unsicher)

Dezember

07. Dezember 20 Uhr Clubabend (noch unsicher)

Bitte beteiligt Euch an den genannten Veranstaltungen

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Informationen für alle CCK-Mitglieder zum Messe-Besuch

Für CCK-Mitglieder ist der Eintritt kostenlos!

Die Abwicklung der Eintrittskarten für die Messe caravan live stellt sich wie folgt dar:

1.) Jeder von Euch erhält mit der Ausgabe des Clubmagazins gleichzeitig eine eMail.

2.) Dort wird ein Formular als Anlage angehängt sein.

3.) Sofern Ihr zur Messe gehen wollt, bitte dort den EintrittsCode (e-Code)

anfordern, das Formular ausfüllen und absenden. Ich werde es so einrichten,

dass diese Mail dann direkt an die Messeverwaltung geht.

4.) Danach wird eine weitere Mail, direkt von der Messe zu Euch kommen. Diese hat

den e-Code zum Inhalt, mit dem Ihr zur Messe kommen könnt.

Hintergrund: Die Messe-Besucher müssen sich ausweisen, denn die Eintrittskarten sind

personalisiert. Ohne eine vorhandene Karte gibt es u. U. Warteschlangen am Eingang.

Alle angeforderten e-Codes werden als Eintrittskarte angesehen und belasten somit

das vorgegebene Besucherkontingent. Ulrich Hertel

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Das Caravan-Fahrsicherheits-Training des Camping Clubs in Breisach-Hochstetten

An vier(!) Tagen wurde fleißig geübt und gelernt

Dieses Jahr ist vieles anders als früher. Der Caravan-Fahrkurs am 25. April wurde als

erstes abgesagt. Der Kurs am 9. Mai

ebenfalls, da der Verkehrsübungsplatz

noch bis Mitte Mai geschlossen war. Die

Folge war, dass wir die angemeldeten

Teilnehmer für Kurse auf den 5., 6. und

7. Juni verlegt haben. Ein weiterer Termin

wurde auf den 18. Juli gelegt.

Dabei haben wir darauf geachtet, dass

die Teilnehmerzahl so reduziert wird,

dass von allen Teilnehmern der erforderliche

Mindestabstand eingehalten

werden konnte.

Das betraf an allen Übungstagen die

Wohnwagenfahrer und unsere Instruktoren.

Erstere konnten in bewährter

Manier den Umgang und das sichere

Fahren mit Caravans beim CCK üben

und lernen. Seit vielen Jahren führt der

Club diese Übungseinheiten mit großem

Erfolg durch. Die Sicherheit und

das Wissen um die Verkehrsregeln und

Richtiges Ankoppeln will gelernt sein

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Risiken beim Wohnwagenfahren sind die Kernpunkte der Übungstage auf dem ADAC-

Gelände in Breisach.

Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle allen Damen und Herren, die als freiwillige

Helfer an diesen Tagen die Trainingsstunden aktiv unterstützt haben. Das gilt für die

Instruktoren draußen, die Lehrkräfte drinnen und die, die dafür sorgten, dass es zu

Essen und zu Trinken gab.

Der Wettergott hat im Großen und Ganzen mitgespielt. An den ersten 3 Tagen im Juni

war es kühl und auch regnerisch. Erst am Juli-Termin war es dann sommerlich warm.

Alle Teilnehmer an den Kursen haben uns bestätigt, dass die Übungseinheiten sehr

professionell durchgeführt wurden und sich die Ergebnisse sehen lassen können.

Dieses Lob nehmen wir gerne an, auch unter dem Aspekt der Pandemie und dass diese

4 Tage für alle Beteiligten mit der Maskenpflicht eine besondere Herausforderung war,

die wirklich gut bewältigt wurde.

mhh

Die Prüfstation von Peter Borutta zur Messung des richtigen Caravan-Gewichts

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Die 1. Ausfahrt des CCK führte an den Altmühlsee bei Gunzenhausen

Ancampen 2020: Dieses Jahr (wg. Corona) erst im Juni

Tourenwart Walter Schmidt begrüßte in den Tagen am Altmühlsee-Camping Herzog

doch ca. 15 Einheiten des Clubs mit unterschiedlicher Aufenthaltsdauer. Ein schöner

Platz mit viel Grün am und um das Gelände, nahe des Sees. Interessant ist, dass die

Dauercamper über den ganzen Platz verteilt sind und so keine „Ghettobildung“ entstehen

kann. Das Sanitärgebäude war komplett geöffnet und konnte mit dem nötigen Abstand

und Gesichtsmaske problemlos genutzt werden.

Das Wetter war wechselhaft, es gab heiße Sommertage, aber auch mal einen kräftigen

Regenguss. Aber für ein gemeinsames Zusammensitzen am Abend hat es oft gepasst. So

wurde aus der Kaffeetafel ab und zu eine Weintafel.

Samstag, 20. Juni

Am Vormittag scheint die Sonne und man kann draußen frühstücken. Am Nachmittag

starten Franks, Domins (die auf der Durchreise einen mehrtägigen Zwischenstopp

machen) und die Harries eine Radtour. Nach 45 min. verdunkelt sich der Himmel

dramatisch. Erstere Paare finden bei einer Scheune Unterschlupf. Die Harries,

vorauseilend, erwischt der Gewitterplatzregen mit voller Wucht. Aber Kleidung

trocknet ja zum Glück wieder.

4 Einheiten stoßen heute noch dazu. Am Abend gibt’s im OG des ital. Camping-

Restaurants ein gemeinsames Info-Essen. In drangvoller Enge. Von 1,5 m Abstand

keine Spur, toleriert vom Wirt bzw. seinem Personal. Zum Glück blieb der Abend ohne

Folgen. Walter Schmidt erläuterte den Anwesenden seine Pläne für die kommenden

Tage.

Sonntag, 21. Juni

Ein trockener, sonniger Tag. Um 11 Uhr starten 11 wackere Radler Richtung Brombach-

See. Zum See sind es ca. 10 km, drumherum 20 und zurück wieder die 10. Die Wege

dorthin und um den See sind gut zu befahren, viele Strecken liegen auch im schattigen

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Wald. Am See ist, weil Sonntag, richtig was los. Viele Badegäste tummeln sich an den

zahlreichen Badestellen. Die Wege sind voll von anderen Radfahrern, Fußgängern und

Familien-Fahrradrikschas. Ein Stopp beim Italiener mit Seeblick stillt Hunger und

Durst. Nach viereinhalb Stunden und 45 km sind wir wieder wohlbehalten am Platz.

Bis auf Inge, die an der letzten Kurve vor dem Platz auf Schotter stürzt und sich an Arm

und Bein mächtig aufschürft.

Am Abend ist noch an Domins Wohnmobil

Aufregung. Sie haben ihren Schlüssel im

Fahrzeug gelassen und zugesperrt. Was

tun? Zum Glück ist das kleine „Schlafzimmerfenster“

einen Spalt offen. Wenn man

die Schrauben der Halterung entfernt, kann

man es hoch klappen - und so schlanke Personen,

wie Walter Schmidt, über eine Leiter

hinein kriechen (siehe Foto links). Ende gut,

alles gut.

Am Abend fährt eine größere Gruppe zum

fränkischen Abendessen in den Gasthof Zur

Altmühlbrücke.

Montag, 22. Juni

Wieder lacht die Sonne

vom Himmel. Die Gelegenheit,

einen netten Ausflug

zu machen. Walter hat für

den Nachmittag eine

Schiffsrundreise auf dem

Altmühlsee vorgesehen. Zu

Fuß kann man vom Campingplatz

zur Anlegestelle

gehen. Die Rundfahrt dauert

eine gute Stunde.

Unterwegs gibt es neben

dem schönen See auch

reizvolle Uferpartien zu

bestaunen und immer wieder größere Schwärme von Graugänsen, die das Ufer bevölkern.

Alles in allem ein gelungener Ausflug.

Dienstag, 23. Juni

heute geht der Club auf „große“ Reise. Mit dem Zug, einmal umsteigen, fährt eine große

Gruppe in die Albrecht Dürer-Stadt Nürnberg. Ausgestattet mit dem Tagesticket Plus

werden wir vom Rufbus (zwei PKWs) vom Campingplatz zum Bahnhof Gunzenhausen

gefahren. Mit Mund-Nasen-Schutz und Stadtplan geht es in Nürnberg die Königsstraße

hoch. Vorbei am Plärrer, der Kirche St. Lorenz, dem Hauptmarkt und vielen weiteren

Sehenswürdigkeiten. Der eine oder andere macht einen Zwischenstopp, um sich mit

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Nürnberger Würstl oder einer Leberknödelsuppe

zu stärken. Schon von

weitem sieht man die Türme der Kaiserburg,

in deren Burghof wir auch die

Arbeiten zur Erhaltung der Anlage

sehen können. Hier versucht man, alt

und neu in einen guten Einklang zu

bringen. Andere CCKler sind im historischen

Stadtkern unterwegs, der während

des 2. Weltkrieges zu 80 Prozent

zerstört wurde. Bedingt durch die

recht hohe Einwohnerzahl mussten

damals schnell Wohnungen errichtet

werden, die man von der Burg aus in südlicher Richtung sehen kann. Nach und nach

versucht Nürnberg aber die „Bausünden“ in der Altstadt wieder einem passenden Stil

anzugleichen. Die internationale Gastronomie bietet auch einiges und so findet jeder

sein persönliches Menü. Angesichts der hohen Temperaturen stehen Eis oder kalte

Getränke im Vordergrund. Aber der Besuch im Spielzeugmuseum ist schon eindrucksvoll.

Alte Märklin-Baukästen, Zinnfiguren, die nur mit einer Lupe zu sehen sind, jede

Menge Blechspielzeug oder Käthe Kruse-Puppen. Ganz langsam geht es auf den Rückweg,

nicht ohne dem Handwerkermarkt einen Einkehrschwung zu widmen.

Am Hauptbahnhof ist kurz vor 17 Uhr Treffen zur Rückfahrt. Ein kurzes Telefonat und

Walter hat die Rückfahrt mit dem Rufbus vom Bahnhof Gunzenhausen bis zum Eingang

des Campingplatzes organisiert. Mit einer kleinen Runde, statt der Kaffeetafel, endet

ein sonniger, erlebnisreicher Tag.

Ein herzlicher Dank ergeht an den CCK für die Übernahme der Fahrtkosten an diesem

Tag.

Mittwoch, 24. Juni

Freizeit für alle. Manche starten mit dem Rad eine Tour durch Gunzenhausen oder in

die wunderschöne Umgebung. Brigitte und Manfred Harriehausen starten mit ihrem

Wohnmobil in Richtung Ostsee, wo sie einige Tage verbringen wollen. Der Spätnachmittag

steht ganz im Zeichen der Vorbereitung des abendlichen Suppenessens. Es wird

geschält, zerkleinert, vorgekocht. Und kurz nach 18 Uhr ist die Tafel vorbereitet und

jeder darf beim Anderen probieren, Gemüseeintopf oder -suppe, Hochzeitssuppe, feine

Gulaschsuppe, kurz es ist einfach sagenhaft, was jede Einheit (davon überwiegend die

Damen) sich hat einfallen lassen. Eifriges Umhergehen und Schauen was sich in den

Töpfen befindet, ist fast Pflicht. Was übrig bleibt wird morgen verspeist.

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Donnerstag, 25. Juni

Früh am Morgen starten die Familien Frank, Hunn und Herbert

Eckenfels mit der Bahn in Richtung Eichstätt im Altmühltal. Die

Widrigkeiten der DB trifft auch diese Reisegruppe, da die Zeit zum

Umsteigen nicht ausreicht und man auf den nächsten Zug warten

muss. Dennoch kommt eine gut gelaunte Gruppe am Nachmittag auf den Platz zurück.

Abends im Gasthaus Zur Altmühlbrücke lässt sich eine Gruppe Pfifferling-Omelette,

Tafelspitz, Kartoffeln mit zu wenig Meerrettich-Sosse schmecken. Das Weinangebot mit

einem Weiß- oder Rotwein ist recht überschaubar. Dafür schmeckt das Bier.

Freitag, 26. Juni

Nach einem ruhig verbrachten Vormittag trifft sich ein Teil unserer Gruppe am Eingang

zur Vogelinsel. Auf etwa 200 Hektar Fläche, etwa die Hälfte der gesamten Seefläche, die

künstlich geschaffen wurde, gibt es eine Menge Vögel und Insekten, ja sogar Biber wurden

hier heimisch.

Naturschutz- und Freizeitzone sind getrennt, um den Tieren Rückzugsmöglichkeiten zu

bieten. Die unzähligen Gänse jedoch bevölkern große Flächen und hinterlassen eine

ganze Menge Dreck. Von einem Aussichtsturm aus können wir noch einige tolle Beobachtungen

machen. Die Feierabendtafel bringt alle wieder zusammen um über die täglichen

Erlebnisse und andere wichtige Dinge reden zu

können. Gottfried und Walli Hunn haben sich am Morgen

in Richtung Heimat verabschiedet und schicken uns

per WhatsApp Bilder ihrer Fahrt bis kurz vor Stuttgart.

Sie standen gerade, als ein Hagelwetter mit 2 cm dickem

Material vom Himmel donnerte und ein Sturzbach am

Wohnmobil vorbei rauschte. Glücklicherweise gab es an

Mann, Frau und Fahrzeug keinen Schaden.

Samstag, 27. Juni

Auch dieser Tag war zur freien Verfügung. Brigitte und

Walter fahren in die Goldschlägerstadt Schwabach (s.

Foto) und zum Rhein-Main-Donau-Kanal. In Schwabach

sind die Museen geschlossen, so bleibt nur ein Gang

durch die Stadt, bei dem mit Gold verzierte Gebäude zu

sehen sind. Auf dem weiteren Weg führt ein Hinweisschild

zur Steinernen Rinne. In einem Wald hat sich das

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kalkhaltige Wasser eine etwa handbreit tiefe Rinne gebaut, die bis 1,5 Meter hoch ist.

Im Strandcafé am Ufer des Altmühlsees sind für uns am Abend Plätze reserviert, kurz

vor dem Abmarsch beginnt es zu regnen. Glücklicherweise nur kurz und die Abkühlung

ist willkommen. Mit gutem Essen und Trinken werden wir zu moderaten Preisen

bestens versorgt. Den Dank, den Egon Triebler dem Tourenwart Walter ausspricht, gibt

dieser sehr gerne an die gesamte Gruppe weiter, die ihm seine erste Ausfahrt als Tourenwart

wohl sehr leicht gemacht hat.

Sonntag 28. Juni

Abreise!!! Aber nicht für Alle. Gisela und Ludwig starten in Richtung Ostsee, die sie in

zwei oder drei Tagen gemütlicher Fahrt erreichen wollten. Hans und Rosel Haupt verlagern

ihren Wohnsitz für ein paar Tage an den Brombachsee.

Ende gut, Alles gut? Bei Camping Herzog am Altmühlsee gibt es ein sehr modernes

Sanitärgebäude, die Plätze sind ausreichend groß und werden Dauercampern und

Touristen zur Verfügung gestellt. Die Preise sind in Ordnung, außer dass ein Hund 3

Euro/Tag kostet und keine Beutel zur Verfügung stehen. Prospekte und Informationsblätter

über möglich Freizeitaktivitäten gibt es nur im Campingshop. Dessen Sortiment

ist recht überschaubar und leider war es nicht möglich, Brötchen zu bestellen, weshalb

schon früh um Acht kaum noch welche erhältlich waren. Die Pizzeria auf dem Platz

hatte guten Service, mit dem Essen hätte man sich etwas Zeit lassen dürfen, was der

Qualität gut getan hätte. Die Gegend selbst ist wunderschön und bietet für Jeden etwas.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall und auch alle, die an der Ausfahrt dabei waren,

gingen mit vielen guten Eindrücken nach Hause.

Walter Schmidt

Die Radlergruppe am Brombachsee (11. Juni)

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Der Camping Club gratuliert

allen seinen Mitgliedern, die

im 4. Quartal 2020 ihren

Geburtstag feiern

Oktober

03. Oktober Marliese Karcher

07. Oktober Thomas König

08. Oktober Heidi Müller

08. Oktober Manfred Helbling

10. Oktober Anton Haller

11. Oktober Markus Missbach

11. Oktober Roland Nagel

12. Oktober Herbert Eckenfels

13. Oktober Brigitte Jossen

16. Oktober Jutta Grobenski

17. Oktober Renate Winkler

20. Oktober Daniel Morgenthaler

21. Oktober Dieter Joseph

21. Oktober Günter Sattler

23. Oktober Renate Leihner

24. Oktober Gudrun Löffler

26. Oktober Marie-Christine Triebler

27. Oktober Heike Volk

30. Oktober Armin Back

30. Oktober Detlef Gundlach

November

03. November Heinz Heller

04. November Joachim Meyer-Boye

05. November Eva Lohe

06. November Hans-Georg Schwörer

07. November Erich Cordes

07. November Tanja Graf

09. November Edwin Weber

10. November Isolde Kormunda-Weber

12. November Robert Schwörer

13. November Sabine Missbach

13. November Simone Reinbold

13. November Gerhard Winkler

16. November Werner Karcher

17. November Inge Hauert

19. November Rita Lederer

20. November Hannelore Haller

20. November Wolfgang Schiller

20. November Kurt Greul

21. November Christian Josef

23. November Gisela Kassner

23. November Konrad Ganz

27. November Petra Nagel

Dezember

02. Dezember Karl von Essen

04. Dezember Werner Weber

06. Dezember Bernhard Thürling

08. Dezember Ulrich Hertel

10. Dezember Irene Acher

10. Dezember Gottfried Hunn

12. Dezember Peter Lopez

15. Dezember Angelika Meyer-Boye

16. Dezember Hartmut Bauer

19. Dezember Hans-Jürgen Feldt

19. Dezember Ludwig Friderich

20. Dezember Katja Nutto

21. Dezember Martin Lohe

21. Dezember Dominik Triebler

24. Dezember Kurt Klammer

24. Dezember Claudia Koßmann

27. Dezember Klaus Birmelin

28. Dezember Lothar Rutz

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Unsere Jubilare

Am 3. Oktober feiert Mitglied

Marliese Karcher

ihren 70. Geburtstag

Am 7. November feiert Mitglied

Erich Cordes

seinen 75. Geburtstag

Am 10. Oktober feiert Mitglied

Anton Haller

seinen 75. Geburtstag

Am 21. November feiert Mitglied

Christian Josef

seinen 75. Geburtstag

Am 21. Oktober feiert Mitglied

Günter Sattler

seinen 70. Geburtstag

Am 23. November feiert Mitglied

Gisela Kassner

ihren 80. Geburtstag

Am 3. November feiert Mitglied

Heinz Heller

seinen 85. Geburtstag

Am 4. November feiert Mitglied

Joachim Meyer-Boye

seinen 80. Geburtstag

Am 2. Dezember feiert Mitglied

Karl von Essen

seinen 70. Geburtstag

Wir alle vom Club wünschen

unseren Jubilaren

viel Glück, Gesundheit und

Zufriedenheit

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Was muss man nach einem Wildunfall beachten? Wie lässt sich ein Zusammenstoß mit

Reh oder Wildschwein vermeiden? Wen muss man informieren? Und wer bezahlt den

Schaden? Alle Antworten finden Sie auf dieser Seite.

Wildunfall: So verhalten Sie sich richtig

Besonders häufig quert Wild in Waldabschnitten und an Feldrändern die Straßen.

Wildunfälle, also Unfälle bei denen am Fahrzeug Schäden durch Ausweichen oder den

Zusammenstoß mit einem Tier (Haarwild) entstehen, machen etwa fünf Prozent aller

Straßenverkehrsunfälle aus. Jedes Jahr meldet das Statistische Bundesamt mehr als

200.000 Wildunfälle, bei denen im letzten Jahr über 2700 Menschen zu Schaden

kamen. 15 verunglückten dabei tödlich. Nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes

(DJV) kommt jedes Jahr mehr als eine Million Wildtiere bei Unfällen ums Leben. Die

meisten Kollisionen gibt es mit Rehen. Unfälle mit Wildschweinen nehmen laut DJV

jedoch weiter stark zu.

So vermeiden Sie den Wildunfall

Vorausschauendes Fahren und erhöhtes Gefahrenbewusstsein helfen folgenschwere

Wildunfälle zu vermeiden. Die Tiere überqueren besonders häufig in Waldabschnitten

und an Feldrändern die Straßen. Und das vor allem in den Abend- und frühen Morgenstunden

während der Dämmerung. Wichtig: Fuß vom Gas und immer bremsbereit

sein!

Wildtiere können die Geschwindigkeit von Autos nicht einschätzen und warten nicht

am Fahrbahnrand, bis Sie vorbeigefahren sind. Auch, wenn das Tier Sie sieht, kann es

trotzdem unmittelbar vor Ihrem Auto auf die Straße springen. Wenn Sie also ein Tier

am Straßenrand entdecken, müssen Sie deutlich langsamer werden oder sogar ganz

abbremsen. Schalten Sie das Fernlicht aus, um das Tier nicht zu blenden – dadurch

bleibt es nämlich stehen. Hupen Sie zusätzlich, das verscheucht das Wild in den meisten

Fällen.

Achtung: Wildtiere sind meist nicht allein unterwegs. Einem Tier könnten weitere

folgen.

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Richtiges Verhalten am Unfallort

• Wenn der Zusammenstoß nicht zu vermeiden ist, auf keinen Fall ausweichen. Die

Gefahren für Sie selbst (z.B. durch Baumaufprall) und den Gegenverkehr sind bei

Ausweichmanövern in der Regel höher als der Zusammenstoß mit dem Wild.

Bremsen Sie möglichst stark ab und halten Sie das Lenkrad gut fest.

• Nach einem Zusammenstoß: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste

anziehen und Unfallstelle absichern. Das gilt auch, wenn das Tier verletzt

geflüchtet ist. Ganz wichtig: Ruhe bewahren!

• Sind Personen verletzt die 112 wählen.

• Auch ohne Verletzte, muss immer die Polizei unter der Rufnummer 110

verständigt werden. Geben Sie auch Ihren genauen Standort durch. In vielen

Bundesländern muss bei einem Wildunfall zusätzlich noch ein Jäger informiert

werden. Bitten Sie darum, dass Ihnen der Jäger eine Wildschadenbescheinigung

aushändigt.

• Wenn möglich, das tote Tier an den Randstreifen ziehen, damit keine Folgeunfälle

passieren. Wegen eventueller Tollwutgefahr aber nicht mit bloßen Händen

anfassen (Handschuhe!)

• Verletzte Tiere nicht anfassen, da sie sich wehren könnten.

• Warten Sie am Unfallort, bzw. in sicherer Entfernung bis Polizei oder Jäger da

sind.

Wichtig: Das angefahrene Wild darf vom Unfallort nicht entfernt werden, sonst droht

eine Anzeige wegen Wilderei. Das kann eine saftige Strafe nach sich ziehen. Dasselbe

gilt auch für die Mitnahme verendeter Tiere für den eigenen Verzehr. Das darf nur der

Jagdpächter.

Unfallaufnahme durch Polizei und Jagdpächter

Wichtig ist, dass die Polizei den Wildunfall am Unfallort und in der näheren Umgebung

sowie am betroffenen Kfz selbst eine gründliche Spurensuche durchführt. Dies ist vor

allem dann wichtig, wenn das Wild nach der Kollision nur verletzt wurde und flüchten

konnte. Aufgefundene Spuren sind nach Möglichkeit fotografisch zu sichern und

aktenkundig zu machen. Nach der Unfallaufnahme stellt die Polizei oder der Jagdpächter

die sog. Wildschadenbescheinigung aus. Diese ist für die Kasko-Versicherung

wichtig.

Schadensregulierung

Der Schaden am Fahrzeug kann über eine vorhandene Teil- oder Vollkaskoversicherung

reguliert werden. Ansprüche gegen den Jagdpächter oder die für den Straßenabschnitt

zuständige Behörde gibt es regelmäßig nicht. Die Teilkaskoversicherung ersetzt

Schäden am fahrenden Fahrzeug, die durch einen Zusammenstoß mit Haarwild entstanden

sind. Zum Haarwild gehören beispielsweise Wildschwein, Reh, Hirsch, Fuchs

oder Hase - Unfälle mit Vögeln sind dagegen nicht bei allen Versicherungen beinhaltet.

Einige Versicherungen bieten Versicherungsschutz für Unfälle mit sämtlichen Tieren

an. Abgedeckt sind in diesem Fall sogar Unfälle mit Haustieren.

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Können Sie nicht nachweisen, dass der Schaden am Fahrzeug durch den Zusammenstoß

mit Wild oder infolge von Ausweich- oder Bremsmanövern entstanden ist, kann

dieser über die Vollkaskoversicherung reguliert werden. Zu beachten ist allerdings,

dass bei Inanspruchnahme der Vollkaskoversicherung eine Rückstufung in eine ungünstigere

Schadenfreiheitsklasse erfolgt.

Ersatz von „Rettungskosten“ bei Ausweichmanövern

Wird der Schaden nicht durch das Wild direkt verursacht, sondern entsteht durch

einen Ausweichversuch ohne Berührung mit dem Wild, kann ein Aufwendungsersatz

(„Rettungskosten“) von der Teilkaskoversicherung gefordert werden. In der Praxis ist

es oft schwierig, das Ausweichmanöver nachzuweisen, wenn keine Zeugen den Vorfall

beobachtet haben.

Haftung bei Auffahrunfällen wegen Kleintieren

Wird wegen eines Kleintieres gebremst und kommt es dadurch zu einem Auffahrunfall,

haftet der Vordermann mit. Das Amtsgericht München (Urteil vom 25.2.2014, Az. 331 C

16026/13) hat beispielsweise entschieden, dass der Vordermann zu 25 % mit haftet,

wenn er wegen eines Eichhörnchens abbremst und der Hintermann auffährt.

Schadenersatzanspruch nach Wildunfall

Schadenersatzansprüche gegen den Jagdpächter oder Waldbesitzer

sind bei Verkehrsunfällen mit Wild in der Regel

nicht möglich, da Wild im juristischen Sinne eine herrenlose

Sache ist. Etwas anderes gilt nur im Rahmen von Jagdveranstaltungen.

Bei Treib- und Drückjagden sind die Jagdveranstalter

verpflichtet, das Wild nicht in Richtung befahrener

Straßen zu treiben und dadurch die Wildwechselgefahr über

verkehrsreiche Straßen zu erhöhen.Vor besonderen Gefahren

wie etwa Wildwechselstellen oder Gegenden mit hoher

Wilddichte muss das Verkehrszeichen „Wildwechsel“ angebracht

sein. Fehlt der Hinweis auf die Gefahrenstelle, besteht

prinzipiell die Chance, dass die zuständige Straßenbehörde

für den Wildschaden aufkommt.

(Quelle: ADAC)

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ADAC Tunnel-Inspektion 2020: Die Hälfte fällt durch

In Italien, aber auch anderen europäischen Ländern, gibt's in Sachen Sicherheit noch viel zu tun ∙ © ADAC

Keine Angst im Tunnel – so soll es sein, wenn man sich jetzt auf den Weg in den Urlaub

macht. Doch Europas unterirdische Straßen sind längst nicht so sicher, wie sie sein

müssten. Das ist das Ergebnis der aktuellen ADAC Untersuchung.

• Über 50 Prozent der geprüften Tunnel fallen durch

• Große Unterschiede bei den Ländern: Österreich vorbildlich

• Italien: Private Betreiber haben viel nachzuholen

Wie sicher sind unsere Tunnel in Europa?

Die Frage hat nichts von ihrer Brisanz verloren: Jetzt, nachdem die von der EU verhängte

letzte Frist für die Sanierungen und Nachbesserungen der europäischen Tunnel

endgültig abgelaufen ist, hat der ADAC seine Tester zur Inspektion nach Italien, Kroatien

und Österreich geschickt. Er wollte wissen, wie es um unsere Tunnel in Europa

bestellt ist.

Inspiziert wurden 16 Tunnel (alle mit über einem Kilometer Länge), die auch deutsche

Urlauber auf ihrer Fahrt gen Süden nutzen. Mit einem speziell präparierten Auto wurden

so genannte Sichtprüfungen und Abstandsmessungen durchgeführt.

Ergebnis: Acht Tunnel fallen durch

Von den 16 überprüften Tunneln erfüllt über die Hälfte nicht einmal die von der EU

vorgegebenen Mindeststandards. Während Österreich vorbildlich sanierte Tunnel vorweist,

lassen die untersuchten italienischen Tunnel beim Thema Sicherheit viel zu

wünschen übrig. In Kroatien wiederum findet sich neben ordentlich ausgebauten

Tunneln auch eine Röhre mit dringendem Nachbesserungsbedarf.

Ein Lichtblick: Auch wenn die Frist zur Umsetzung der EU-Richtlinie bereits vor mehr

als einem Jahr abgelaufen ist, wurde zum Testzeitpunkt in immerhin sechs Tunneln

gebaut.

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Insgesamt ist das Ergebnis der ADAC Tunnel-Inspektion dennoch ernüchternd: Nur sieben

der 16 Tunnel bestanden die Sichtprüfungen und Abstandsmessungen der Experten,

acht Tunnel fielen durch.

Italien: Sieben Tunnel mit erheblichen Sicherheitsmängeln

Besonders bedenkliche Schwachstellen hatten die italienischen Tunnel Giovi, Les

Cretes und Castelletto.

Im bei Genua gelegenen Tunnel Giovi fehlten Notausgänge, Pannenbuchten, Feuerlöscher,

Löschwasserhydranten oder Notruftelefone. Fluchtwege waren nicht gekennzeichnet

und von einer hellen Ausleuchtung der Röhren konnte keine Rede sein. Vergeblich

suchten die Tester zudem nach Lautsprechern, einer Videoüberwachung oder

einem durchgängigen Verkehrsfunk.

Ein ähnliches Bild bot der Les Cretes bei Aosta. Auch dort vergrößern nicht vorhandene

Pannenbuchten und Seitenstreifen das Risiko. Die bis zu 800 Meter voneinander

entfernten Fluchtwege erschweren im Brandfall sowohl eine Selbstrettung als auch die

Hilfe durch Rettungskräfte. Fehlende Lautsprecher und kein durchgängiger Verkehrsfunk

lassen Tunnelnutzer in Krisensituationen völlig ohne Information.

Im Castelletto bei Recco gab es keine Feuerlöscher, Löschwasserhydranten, Pannenbuchten

oder durchgehende Seitenstreifen. Notruftelefone, Videoüberwachung oder

Lautsprecher fanden die Tester auch nicht.

Private Betreiber in Italien mit Sanierungsstau

Die italienischen Tunnel sind mehrheitlich in Privatbesitz. Die Autostrade per l’Italia

ist einer der größten Betreiber mautpflichtiger Straßen in Italien. Sie betreibt sechs

der getesteten Tunnel und gerät wegen maroder Infrastrukturen immer wieder in die

öffentliche Kritik. Zu ihr gehört auch die 2018 eingestürzte Morandi-Autobahnbrücke

bei Genua, die 43 Menschen in den Tod riss.

Es ist zu befürchten, dass private Betreiber notwendige Sanierungen auch in naher

Zukunft nicht ausreichend tätigen. Fehlende Mauteinnahmen während der Pandemie

dürfen jetzt aber nicht als Vorwand dienen, lebensrettende Maßnahmen bei der Sanierung

der Tunnel zu unterlassen. Insbesondere schnell umsetzbare Verbesserungen

wie zum Beispiel die Anbringung von Feuerlöschern müssen umgehend angegangen

werden. Die Verkehrssicherheit darf nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Niemals vergessen!

Feuer und Rauch können tödlich sein!

Rette dein Leben und nicht dein Auto!

Kroatien: Einer von drei Tunneln

fällt durch

Den zweitschlechtesten Tunnel in der

aktuellen ADAC Inspektion findet man

in Kroatien: Der Tunnel Učka bei

Vranja. Die vorhandenen Pannenbuchten

haben mit bis zu 1750 m einen zu

großen Abstand, es gibt keine Notausgänge,

keine Lautsprecher und keine

externen Zugänge für die Rettungs-

Schnitt als Zweitschlechtester ab: Der kroatische

Tunnel Učka bei Vranja ∙ © ADAC

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kräfte. Verwirrend für den Autofahrer ist, dass die Anzahl der Fahrstreifen vor und im

Tunnel nicht gleich ist. Das alles mindert die Sicherheit bei der Durchfahrt des Tunnels.

Die beiden anderen Röhren, Konjsko (Nr. 3) bei Split und der bei Durmanec gelegene

Sveta Tri Kralja, waren dagegen in Ordnung.

Österreich: Sichere Tunnel mit guten

Infos

Dagegen glänzen die fünf österreichischen

Tunnel – Gleinalm, Hiefler,

Oswaldiberg, Klauser und Perjen –

mit Sicherheitsvorkehrungen auf sehr

hohem Niveau. Alle verfügen über zwei

voneinander getrennte Röhren, so dass

sich Fahrzeuge dort nicht im Gegenverkehr

begegnen. Im Perjen-Tunnel

wurde diese zweite Röhre während der

Inspektion gerade saniert.

Die Investitionen zahlen sich aus: Österreichs Tunnel

sind hell, sicher und gut © ADAC/Peter Neusser

Einziger Kritikpunkt ist der mit 1200 Metern zu große Abstand der Pannenbuchten im

Oswaldiberg-Tunnel bei Villach. Vorbildlich dagegen ist die eindeutige Kennzeichnung

der Notausgänge und Fluchtwege, die helle Beleuchtung und die langsame Anpassung

an das Tunnellicht in den Einfahrtbereichen. Standard sind moderne Entrauchungssysteme,

ausreichend viele Notausgänge, Feuerlöscher, Hydranten und zahlreiche

weitere Vorkehrungen, um auf jede Art von Ereignissen im Tunnel zu reagieren.

Alte Tunnel wurden in Österreich nachgerüstet

Das österreichische Ergebnis ist gut, obwohl einige Tunnel schon etliche Jahrzehnte alt

sind. Der Gleinalm-Tunnel bei Graz stammt aus dem Jahr 1978, im Dezember 2019

erfolgte die Gesamtverkehrsfreigabe inklusive der neuen zweiten Röhre. Der Hiefler-

Tunnel bei Golling wurde 1974 gebaut, der Perjen-Tunnel bei Landeck 1983 erstellt

und 2018 mit einer zweiten Röhre aufgewertet, die schon fertig ist. Die Sanierung der

alten Röhre soll bis September abgeschlossen sein.

Das gute Gesamtabschneiden erklärt sich dadurch, dass Österreich die Zeitspanne bis

2019 sehr gut genutzt hat, bis zu der die europäische Tunnel-Richtlinie endgültig

umgesetzt sein sollte. Das Alpenland nahm in den vergangenen Jahren milliardenschwere

Nachrüstungen und Umbauten vor, um alle Tunnel sicher zu machen – mit

äußerst guten Ergebnissen.

Österreich hat seine Hausaufgaben gemacht. Im Gegensatz zu Italien und Kroatien

hängt ihm auch kein Vertragsverletzungsverfahren an. Dass es in der ADAC Tunnel-

Inspektion dennoch berücksichtigt wurde, liegt daran, dass es ein wichtiges Transitund

Urlaubsland für Reisende ist.

ADAC: Das muss jetzt passieren

Die EU-Richtlinie über Mindestanforderungen für die Sicherheit von Tunneln im

transeuropäischen Straßennetz muss endlich final umgesetzt werden, damit das

einheitliche Minimum des Sicherheitsniveaus in europäischen Straßentunneln

garantiert ist.

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ADAC Inspektion: Die häufigsten Mängel

Wirft man einen Blick auf die häufigsten Mängel im Test, wird deutlich, dass es einige

besonders große Probleme gibt. So hatte knapp die Hälfte der Tunnel (44 Prozent)

keine Pannenbuchten. In zwei weiteren Tunneln war der Abstand zwischen den

Buchten zu groß.

Ähnlich schlecht sah es beim Thema Brandgefahr aus: Bei fast jedem zweiten Tunnel

(44 Prozent) gab es an den Portalen keine Löschwasserhydranten, in den Tunneln

fehlten sie bei mehr als jedem dritten (38 Prozent).

Im Giovi und Učka gab es keinen einzigen Notausgang, im Les Cretes und fünf

weiteren Tunneln waren sie bis zu 300 Meter weiter entfernt als die Richtlinie erlaubt.

Auch durchgängiger Verkehrsfunk ist noch lange nicht überall Standard, wie sich bei

knapp einem Drittel (31 Prozent) der Tunnel zeigte, in denen er völlig fehlte.

Und Notruftelefone? Existierten in fast 20 Prozent der Röhren nicht oder waren wie in

weiteren zwei Tunneln viel zu weit voneinander entfernt; im Tarvisio zum Beispiel

statt der erlaubten 250 bis zu 640 Meter. Im Extremfall kann das katastrophale Folgen

haben, weil es lange dauert, bis ein Krisenherd gefunden und die Rettungskräfte informiert

werden können.

Fazit: Bei jedem zweiten Tunnel Nachholbedarf

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in der Testkategorie Ereignisbeherrschung

die größten Defizite gab. Mehr als die Hälfte aller Tunnel wies hier Schwachstellen

auf: Sei es, weil die Videoüberwachung, Lautsprecher oder der Verkehrsfunk

nicht funktionieren oder aber Feuerlöscher, Notruftelefone oder Hydranten fehlen. Das

bedeutet, wenn im Tunnel etwas passiert, kann von außen nicht optimal eingegriffen

werden.

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Nicht viel besser sah es bei der Selbstrettung aus. Selbstrettung bedeutet: Ich befinde

mich im Tunnel und es ist etwas passiert. Welche Ausstattung erhöht dann die Chance,

dass ich mich retten kann? Dazu gehört beispielsweise die klare Kennzeichnung und

kurze Abstände der Notausgänge. Im Bereich Selbstrettung müssen 50 Prozent aller

inspizierten Tunnel verbessert werden.

Auch in der dritten Kategorie, der Prävention, gab es Beanstandungen. Hier hätten

Tunnelbetreiber bereits bei der Planung mehr für die Sicherheit tun können: Bessere

Beleuchtung, eindeutigere Beschilderung oder ein geringerer Abstand der Pannenbuchten.

In Sachen Prävention fiel jeder fünfte Tunnel komplett durch, bei jedem

zweiten gibt es Nachholbedarf.

Auch gut 16 Jahre nach Inkrafttreten der EU-Tunnel-Richtlinie sind auf dem für viele

Urlauber so wichtigen Weg über die Alpen nach Süden noch nicht alle Tunnel in

Europa ausreichend sicher. Hoffnung verleiht die Tatsache, dass während der Inspektion

in sechs der überprüften Tunnel Sanierungsarbeiten beobachtet wurden.

Die seither erreichten Sicherheitsstandards sind sehr unterschiedlich – von vorbildlich

perfekt bis zu inakzeptabel. Die große Verspätung der Sanierungsmaßnahmen

ist aber kein Kavaliersdelikt, sondern im schlimmsten Fall lebensgefährlich.

(Quelle: ADAC)

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So geht's: Richtig auf die Autobahn auffahren

Sorgt immer wieder für Stress: Einfädeln in die rechte Spur der Autobahn ∙ © stock.adobe.com/

Wellnhofer Designs

Gas geben, bremsen oder gar anhalten? Sich in den fließenden Verkehr einer Autobahn

einzufädeln, sorgt nicht selten für Unsicherheiten. Das müssen Sie beachten.

• Zügig beschleunigen

• Möglichst nicht anhalten

• Vorfahrt beachten und einfädeln

Was ist der Einfädelungsstreifen?

Einfädelungsstreifen, auch Beschleunigungsstreifen genannt, sind Teil der Auffahrten

auf Autobahnen und ähnlich gut

ausgebauten Straßen. Sie sind

meistens etwa 250 Meter lang –

bei Stadtautobahnen auch kürzer

– und verlaufen parallel zur rechten

Spur, bis sie sich verjüngen

und in diese einmünden.

Wozu dient der

Einfädelungsstreifen?

Er ermöglicht es den auffahrenden

Fahrzeugen zu beschleunigen,

um so möglichst nahtlos in den

fließenden Verkehr der Autobahn Auf dem Einfädelungsstreifen darf rechts überholt werden ∙

oder Schnellstraße einzufädeln. © ADAC e.V.

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Auf dem Beschleunigungsstreifen haben Sie gute Sicht auf den links parallel vorbeifließenden

Verkehr auf der rechten Autobahn-Fahrspur. Nun sollten Sie Gas geben. Im

besten Fall haben Sie am Ende der Beschleunigungsspur das Tempo des fließenden

Verkehrs erreicht, um nahtlos einfädeln zu können.

Welches Tempo gilt auf dem Einfädelungsstreifen?

Laut § 7a Absatz 2 StVO darf außerhalb geschlossener Ortschaften auf dem Einfädelungsstreifen

schneller gefahren werden als auf den durchgehenden Fahrspuren von

Autobahnen und anderen Straßen. Sie dürfen langsamere Fahrzeuge im Unterschied

zum sonst geltenden Recht auf dem Beschleunigungsstreifen also ausnahmsweise

rechts überholen, um sich vor ihnen einzufädeln – jedoch nur, wenn dies ohne Gefährdung

möglich ist.

Wer hat Vorfahrt?

Laut § 18 Absatz 3 StVO hat der

Verkehr auf der durchgehenden

Fahrbahn Vorfahrt. Wenn Sie vom

Beschleunigungsstreifen auf die

Autobahn einfädeln möchten, müssen

Sie dem fließenden Verkehr

also Vorfahrt gewähren.

Gilt beim Einfädeln das

Reißverschlussverfahren?

Wer sich in den fließenden

Verkehr einordnen möchte, kann

nicht auf das Reißverschlussverfahren pochen. Er muss warten, bis das Einfädeln ohne

Gefährdung anderer möglich ist. Dies gilt auch im Stau oder bei dichtem Verkehr.

So fädeln Sie stressfrei ein

• Auf dem Einfädelungsstreifen zügig beschleunigen

• Linken Blinker setzen und

• den Verkehr über linken

• Außenspiegel beobachten

• Auf den Abstand zum Vor-

• dermann achten

• Wenn möglich, die Länge

des Einfädelungsstreifens

voll ausnutzen, um optimales

Tempo zu erreichen

• Ausreichend große Lücke

zum nahtlosen Einfädeln

abwarten

• Mit Schulterblick links den

toten Winkel kontrollieren

und, sobald möglich, einfädeln

Der fließende Verkehr auf der Autobahn hat immer Vorfahrt ∙

© ADAC e.V.

Einfädeln nicht geschafft? Besser auf dem Standstreifen

weiterfahren als anzuhalten ∙ © ADAC e.V.

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Was tun, wenn der Einfädelungsstreifen nicht ausreicht?

Tut sich vor dem Ende des Beschleunigungsstreifens keine Gelegenheit zum Einfädeln

auf, müssen Sie laut StVO am Ende des Einfädelungsstreifens anhalten und abwarten,

bis sich eine Lücke ergibt. Dies bringt jedoch ein enormes Unfallrisiko mit sich – sowohl

für Sie selbst und Ihren Hintermann als auch für die auf der Autobahn Fahrenden,

da diese unter Umständen zu gefährlichen Bremsmanövern genötigt werden, wenn Sie

aus dem Stand beschleunigen und einfädeln.

Um dieses hohe Gefährdungspotenzial zu vermeiden, empfehlen Fahrlehrer und auch

der ADAC in diesem Ausnahmefall trotz anders lautender Gesetzeslage nicht anzuhalten,

sondern auf dem Standstreifen weiter zu fahren und sich von dort baldmöglichst

ohne Gefährdung in den fließenden Verkehr einzuordnen. (Quelle: ADAC)

Rezept für den Omniabackofen

Hähnchenunterschenkel im

Kartoffelbett

Zutaten:

4 Hähnchenunterschenkel

250g Kartoffeln

100g Cocktailtomaten

1-2 Knoblauchzehen (nach Geschmack)

2 EL Raps- oder Olivenöl (beim Silikonring verzichtbar)

100g Brühe

1 Zweig Thymian (wahlweise getrocknet)

1 Zweig Rosmarin (wahlweise getrocknet)

Salz, Pfeffer, Paprika

Hähnchenschenkel mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.

Geschälte Kartoffeln in Scheiben schneiden, dann die Cocktailtomaten halbieren,

die Knoblauchzehen enthäuten und ebenfalls halbieren.

Olivenöl im Omnia verteilen oder den Silikonring verwenden.

Kartoffelscheiben, Cocktailtomaten und die Knoblauchzehen verteilen.

Die Hähnchenschenkel drüber legen und mit der Brühe übergießen.

Im Omnia bei voller Flamme 20 Minuten garen.

Zum Schluss die Kräuterzweige auflegen und nochmals 10 Minuten bei halber

Flamme weiter garen.

Guten Appetit!!!!

Gisela Löffler

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Das Gesetz für Tempo 100 für leichte Anhängerzüge tritt am 01.01.2021 in Kraft

Tempo 100 für Anhänger auf Schweizer Autobahnen

Kurz erklärt

- Ab 01.01.2021 dürfen leichte Motorwagen mit einem Anhänger, dessen Gesamtgewicht

3,5t nicht übersteigt, auf Schweizer Autobahnen mit Tempo 100 fahren

- Ob der Anhänger eine 100 km/h Zulassung hat, ist anhand der Typengenehmigung

eruierbar.

- Um mit Tempo 100 fahren zu dürfen, braucht es keine Prüfung beim Strassenverkehrsamt.

Erfreuliche und langersehnte Neuigkeiten für Wohnwagen-Besitzer. Die Erhöhung der

zulässigen Höchstgeschwindigkeit von leichten Motorwagen mit einem Anhänger

(dessen Gesamtgewicht 3,5 t nicht übersteigt) auf 100 km/h auf Autobahnen, tritt ab

01.01.2021 in Kraft.

Wir haben beim TCS Experten Erich Schwizer nachgefragt, was das bedeutet.

Gültig ab 01.01.2021:

Angaben in km/h Innerorts Ausserorts Autostrassen Autobahnen

Auto 50 80 100 12

Anhänger bis 3,5t 50 80 80

Anhänger über 3,5t 50 80 80 80

Motorrad 50 80 100 120

Wohnmobil bis 3,5t 50 80 100 120

Wohnmobil ab 3,5t 50 80 100 100

80

100 ab 01.01.2021*

* gilt für leichte Motorwagen mit einem Anhänger, dessen Gesamtgewicht 3,5t nicht übersteigt

Wer darf mit Anhänger Tempo 100 fahren?

• Das neue Gesetz gilt für leichte Motorwagen mit einem Anhänger, dessen

Gesamtgewicht 3,5 t nicht übersteigt.

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• Mit Tempo 100 fahren darf, wessen Anhänger oder Wohnwagen die technischen

Anforderungen und die Bauart dazu erfüllen.

• Die Klärung, ob ein bestimmter Anhänger für eine Höchstgeschwindigkeit von

100 km/h zugelassen ist, obliegt damit der Verantwortung des Fahrzeugführers.

• Selbstverständlich müssen von den Fahrzeugführern auch die sich aus dem

Fahrzeugausweis ergebenden Beschränkungen des Zugfahrzeugs betreffend

Anhängelast beachtet werden.

Was muss ich beachten?

• Wer auf der Autobahn mit seinem Gespann schneller als 80 km/h fahren will,

muss sich vergewissern, dass sein Anhänger zugelassen ist. Dies liegt in der

Verantwortung des Fahrers. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an den Verkäufer.

• Ob der Anhänger eine 100 km/h Zulassung hat, ist anhand der Typengenehmigung

eruierbar.

• Um mit Tempo 100 fahren zu dürfen, braucht es keine Prüfung beim Strassenverkehrsamt.

• Die im Fahrzeugausweis des Zugfahrzeuges angegebene Anhängelast darf nicht

überschritten werden.

Plakette für Tempo 100 auf deutschen Autobahnen

Es darf aber davon ausgegangen werden, dass wer eine Plakette 100 für Deutschland

auf seinem Wohnwagen hat, diese ab dem 1. Januar 2021 in der Schweiz nicht mehr

abdecken muss.

(Quelle: Touring Club Schweiz)

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Auf Deutschlands Straßen ist es voll. Übervoll. 47 Millionen Autos, 3 Millionen Lkw und 78

Millionen Fahrräder gieren nach immer knapperen Räumen. Kein Wunder, dass heutzutage

Radfahrer gegen Autofahrer stänkern und Autofahrer gegen Radfahrer polemisieren.

Emotionen pur. Was tun?

Radfahrer gegen Autofahrer - das muss nicht sein!

Der Straßenverkehr ist ein soziales System, ein sozialer Raum, in dem Verkehrsteilnehmer

verschiedenster Couleur aufeinandertreffen: Radfahrer, Autofahrer, Fußgänger, E-

Biker und seit Neuestem auch E-Scooter-Fahrer. Dabei entstehen gemeinsame, aber

auch unterschiedliche Wahrnehmungen des Straßenverkehrs. Und nicht zuletzt

Aggressionen und Konflikte.

Dominanter Autoverkehr?

In den letzten Jahrzehnten hatten die Autofahrer im "Autoland Deutschland" eine

dominante Position, der motorisierte Individualverkehr befand sich im wahrsten Sinn

des Wortes in der Pole Position. Dementsprechend orientierten sich verkehrliche Maßnahmen

primär an diesen Bedürfnissen. Doch seit einigen Jahren findet auch in

Deutschland ein Umdenken statt. Der Radverkehr nimmt zu, nicht nur quantitativ, sondern

auch an Bedeutung: als umweltfreundliche Alternative, als Technologieträger und

als Fitnessfaktor.

Über 80 Prozent der Deutschen nutzen regelmäßig das Fahrrad. Grund genug für Verkehrsminister

Andreas Scheuer, Deutschland "als eine der führenden Fahrradnationen"

zu loben. Nur in puncto Infrastruktur hinkt man hierzulande meilenweit

hinter "Fahrradländern" wie Dänemark und den Niederlanden her. Dort spielt das

Fahrrad seit vielen Jahren eine tragende Rolle im Mobilitätsmix, politisch gewollt und

gefördert.

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Wurde in Deutschland die vom Bundesverkehrsministerium (BMVI) angekündigte

Investition von 25 Millionen Euro in sogenannte Radschnellwege bejubelt, investiert

allein die Stadt Paris in den nächsten fünf Jahren 500 Millionen, die Stadt London im

kommenden Jahrzehnt 1 Milliarde Euro in den Ausbau der Radinfrastruktur.

Neuverteilung der Verkehrsräume

Forderungen nach einem absoluten Vorrang für den Radverkehr, die keine Rücksicht

auf die unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse und Fähigkeiten nehmen, sind allerdings

nicht zielführend, denn nicht jeder Pendler kann seinen Arbeitsplatz mit dem

Rad oder dem ÖPNV erreichen.

Bei der viel diskutierten Neuverteilung und Ausgestaltung der Verkehrsräume insbesondere

in den urbanen Räumen muss es demnach vor allem darum gehen, keine

neuen Konfliktfelder entstehen zu lassen. Die Infrastrukturen sollten dergestalt verbessert

werden, dass sowohl die objektive Sicherheit als auch das subjektive Sicherheitsempfinden

der Verkehrsteilnehmer steigen.

Eine gute Infrastruktur hilft, Konflikte zwischen Radfahrern und Autofahrern kleinzuhalten.

So erklärt das BMVI: "Durch eine sichere und attraktive Infrastruktur – bestehend

aus gut ausgebauten Radwegen und Kreuzungen sowie Park-Infrastruktur und

Sharing-Systemen – werden die umfassenden Potenziale des Radverkehrs genutzt,

Konflikte unter den Verkehrsteilnehmern verringert und das Verkehrssystem als Ganzes

optimiert."

Der Faktor Mensch

Aber neue Leitideen und eine optimierte Infrastruktur allein lösen allerdings das Konfliktpotenzial

auf den übervollen deutschen Straßen noch nicht. Für eine erfolgversprechende,

integrierte Lösung muss der Faktor Mensch in die Gleichung aufgenommen

werden. Denn Menschen missachten – bewusst oder unbewusst – Vorfahrtsregeln,

sind unaufmerksam, gereizt oder müde, begehen Fahrfehler und verhalten sich mehr

oder weniger auch mal rücksichtslos. Sie sind menschlich.

"Dazu kommt, dass wir im allgemeinen Verkehrsklima eine eher negative Entwicklung

wahrnehmen, auch wenn objektive Werte das nicht unbedingt bestätigen", erläutert

unsere Verkehrspsychologin Nina Wahn. "Unsere Welt ist viel schneller und unsicherer

geworden. Zumindest fühlen und empfinden wir das so. Dazu kommt eine mediale

Überspanntheit, die unsere Grundstimmung stets weiter pusht. Wir reagieren, nicht

zuletzt getrieben durch digitale Netzwerke, schneller, spontaner, gereizter."

Radfahrer gegen Autofahrer – Rollenbilder und Klischees

Kommt es zu Konfliktsituationen im Straßenverkehr, sehen die Beteiligten im Gegenüber

oft nicht den einzelnen Menschen, sondern vielmehr "den Radfahrer" oder "den

Autofahrer". Und schon nehmen die Beteiligten im Rahmen des Konflikts eine Rolle ein.

"Sie tragen dann untereinander keine individuellen, sondern Gruppenkonflikte aus",

erklärt Expertin Wahn. "Da sind dann gleich alle Autofahrer pauschal 'Rowdies' und

alle Radfahrer 'Radelrambos''. Durch dieses Gruppendenken verschärfen sich die Abgrenzungen.

Belegt wird diese These durch eine australische Studie, in der die befragten

Autofahrer nicht nur zugaben, teils echte Aggressionen gegenüber Radfahrern zu

haben, sondern diese nicht für vollwertige Menschen zu halten. Als besonders aggressiv

erwiesen sich dabei nicht radfahrende Autofahrer.

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Wie kann man gegensteuern? Verkehrsteilnehmer, die beides kennen, haben eine

Chance, die Perspektive zu wechseln und sich so in den anderen gedanklich hineinzuversetzen.

Das dient der Deeskalation. So kann etwa ein Radfahrer, der auch regelmäßig

Auto fährt, die gefährlichen Situationen, etwa beim Abbiegen, besser einschätzen

und sich dementsprechend zurücknehmen

bzw. defensiver verhalten. Übrigens haben

nicht nur Autofahrer und Radfahrer ein fehlendes

Verständnis füreinander, sondern diesen

Mangel gibt es auch zwischen schnellen

und langsamen Radfahrern - auf Fahrbahnen

sowie auf Rad- und Fußwegen.

Was zur Lösung beitragen könnte

Insbesondere im Straßenverkehr reagieren

die Menschen außerordentlich impulsiv und

teils aggressiv. Dazu trägt beim Autofahrer auch die "anonymisierende und schützende

Hülle Auto" bei, so Verkehrspsychologin Wahn. Wir geben unserem Gegenüber kaum

die Chance zu reagieren oder sich für einen Fehler zu entschuldigen, so rasch sind wir

mit unserer Vorverurteilung bei der Hand. Denn in der Regel sehen wir den "Konfliktpartner"

nie wieder. Die Selbst- und Fremdwahrnehmung der aggressiven Verhaltensweisen

im Straßenverkehr gehen auseinander. Aggressive Verhaltensweisen werden

öfter bei anderen als bei sich selbst wahrgenommen – ein weit verbreitetes Phänomen,

um das Selbstbild in Bezug auf die eigene Fahrweise zu schützen.

Verkehrspsychologin Wahn rät allen Verkehrsteilnehmern, in Konfliktsituation einfach

durchzuatmen und dem Gegenüber die Zeit zu geben, den eigenen Fehler zunächst

einmal zu realisieren. "Wir müssen uns darüber klar werden, was wir tun, wenn wir

unsere Anspannung sofort auf den anderen entladen."

Der Schlüssel zu weniger "Autofahrer gegen Radfahrer" ist das Verständnis füreinander.

Und das schließt eben auch ein, das ein oder andere Mal auf das eigene Recht, wie z.B.

die Vorfahrt, zu verzichten, um die Situation zu entschärfen. Ein Radfahrer hat keine

Knautschzone oder Seitenaufprallschutz, er ist immer der Schwächere. Und der Schwächere

sollte geschützt werden. Ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr resultiert

aus dem Mitdenken für den jeweils anderen. Nur so lassen sich die Fehler, die unweigerlich

passieren, kompensieren.

(Quelle: ADAC)

Impressum

Herausgeber: Camping Club Kaiserstuhl e.V im ADAC

1. Vorsitzender: Ulrich Hertel, Gereut 10, 79211 Denzlingen,

Telefon 07666-948020

Herstellung: Manfred Harriehausen (mhh)

schriftfuehrer@camping-club-kaiserstuhl.de

Beiträge/Bilder: CCK-Mitglieder, ADAC, Touring Club Schweiz

Druckerei: Medienhaus Denzlingen - Telefon 07666/8821-0

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Elektrische Verbraucher im Auto können das Fahren verteuern. Jeden Komfort müssen Sie

beim nächsten Tankstopp bezahlen. Vor allem dann, wenn bei kalten Temperaturen dauerhaft

die Sitzheizung läuft. Was Sie diese und andere elektrische Verbraucher an Benzin

kosten und welche wirklich nötig sind.

Verbraucht die Sitzheizung Benzin?

Elektrische Verbraucher wie z.B. die Sitzheizung können das Fahren verteuern.

Elektrische Verbraucher im Fahrzeug liefern Extra-Komfort, benötigen aber auch

Extra-Energie. Diese Energie erzeugt der Generator, landläufig als Lichtmaschine

bekannt.

Die Lichtmaschine liefert elektrischen Strom und lädt die Starterbatterie. Je mehr

Strom sie liefern muss, desto schwerer dreht sie sich und umso mehr muss sich der

Verbrennungsmotor anstrengen, um die Lichtmaschine anzutreiben. Der Kraftstoffverbrauch

steigt. Und damit auch die Kosten.

Generell geht man von folgender Faustformel aus:

100 Watt Stromverbrauch = Mehrverbrauch von 0,1 Liter pro 100 Kilometer

Wie viel Strom benötigt die Sitzheizung?

Gerade während der kalten Jahreszeit sind die meisten Autofahrer dankbar für alles,

was sie im Auto heizen können. Als da wären beheizbare Außenspiegel, Sitzheizung,

Heckscheibenheizung oder auch Lenkradheizung. Aber wenn zu den genannten elektrischen

Verbrauchern zum Beispiel auch noch die Lüftung läuft, dann kommen schnell

500 Watt elektrische Leistung zusammen.

Und das heißt, der Spritverbrauch je 100 Kilometer steigt beim Einsatz dieser elektrischen

Verbraucher etwa um einen halben Liter Kraftstoff. Bei einer Fahrt von München

nach Frankfurt belasten Sitzheizung und Co. Ihren Geldbeutel mit immerhin drei Euro

Zusatzkosten.

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Mit diesen Mittelwerten über verschiedene Fahrzeugklassen hinweg können Sie

bei elektrischen Verbrauchern rechnen:

Verbraucher

Stromverbrauch

in Watt

Benzinverbrauch

auf 100 km

Zusatzkosten auf

100 km*

elektrisch beheizbare

Frontscheibe

800 0,8 l 1,12 €

Zuheizer bis zu 2000 bis zu 2 l bis zu 2,80 €

Lüftung in

Mittelstellung

170 0,170 l 24 Cent

Abblendlicht 125 0,125 l 18 Cent

Schluss- und

Nebelleuchten

35 0,035 l 5 Cent

Nebelscheinwerfer 110 0,110 l 15 Cent

Sitzheizung 100 0,1 l 14 Cent

Lenkradheizung 50 0,05 l 7 Cent

Beheizte Außenspiegel 40 0,04 l 6 Cent

Radio 20 0,02 l 3 Cent

mobiles

Navigationsgerät

10 0,01 l 1 Cent

* bei einem Benzinpreis von 1,40 €/l

Welche elektrischen Verbraucher sind nötig?

Schalten Sie elektrische Verbraucher nur dann ein, wenn sie unbedingt benötigt werden,

und schalten Sie sie aus, sobald sie ihre Schuldigkeit getan haben. Wer also die

Heckscheibenheizung ausschaltet, sobald die Scheibe frei ist, oder die Sitzheizung nicht

während der ganzen Fahrt laufen lässt, schont Tankinhalt und Geldbeutel.

Diese elektrischen Verbraucher sollten auf jeden Fall laufen

Keinesfalls mit Strom geizen sollten Sie hingegen bei jenen elektrischen Verbrauchern,

die die eigene Sicherheit betreffen, etwa beim Licht (gerade in der winterlichen Jahreszeit)

oder beim Radio (Verkehrsfunk). So viel verbrauchen die einzelnen Lichtquellen:

• Abblendlicht 125 Watt

• Nebelscheinwerfer 110 Watt

• Fernlicht 120 Watt

• LED-Tagfahrlicht 8 Watt

Da kommt im Dauerbetrieb so einiges zusammen. Aber nicht vergessen: Gute Sicht

ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit! (Quelle: ADAC, Foto: Shutterstock/Syildiz)

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Männer fahren leichter aus der Haut

Was Frauen immer schon wussten, steht jetzt fest: Männer sind streitlustiger als

Frauen. Zumindest auf der Straße. Bestätigt wird diese Behauptung durch die

Ergebnisse des "Großen Streitatlas 2017", einer Studie, für die die Rechtsschutzversicherung

Advocard (Generali) insgesamt 1,7 Millionen Streitfälle gesammelt

und ausgewertet hat. Aber sind Frauen auch die besseren Autofahrer? Und was

sagt unsere Verkehrspsychologin zum Geschlechterkampf?

Laut Streitatlas 2017 ist der Verkehrsunfall mit 36,7 Prozent die häufigste Ursache für

Rechtsstreitigkeiten. Und Männer sind am häufigsten in Konflikte verwickelt, die auf

der Straße entstehen. 30,6 Prozent aller Streitfälle drehen sich bei ihnen um dieses

Thema. Bei den Frauen sind es dagegen nur 22,4 Prozent. Natürlich muss man berücksichtigen,

dass der Studien-Autor, nämlich eine Versicherung, nur Streitfälle nach

Unfällen ausgewertet hat. Viele typische Streitsituationen im Straßenverkehr sind also

nicht berücksichtigt. Was sagen Experten dazu? Wir haben Nina Wahn, unsere Verkehrspsychologin,

befragt.

Warum rasten Männer schneller aus als Frauen?

Generell ist unser Auto ein geschützter Raum, wir nehmen uns selbst nicht mehr so

stark als Individuum wahr und erfahren eine gewisse Anonymität. Gerade junge Männer

gehen in diesem Rahmen dann häufig dem Bedürfnis nach sozialem Vergleich und

Anerkennung nach. Die Kombination von ausgeprägtem Leistungsmotiv und der

Illusion, eine Situation kontrollieren zu können, führt dann zum Regelverstoß. Das

kann bei regelmäßig ausbleibender negativer Rückmeldung schnell zur Gewohnheit

werden.

Warum sind vornehmlich Männer aggressiv? Was kann man dagegen tun?

Grundsätzlich sind Männer nicht aggressiver als Frauen, gehen aber anders mit ihrer

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Aggression um. Autofahren wird in unserer Gesellschaft immer noch mit Männlichkeit

verbunden. Männer neigen eher dazu das eigene Auto als Statussymbol zu sehen und

sich in ihrer Männlichkeit zu profilieren und zu zeigen: Ich beherrsche mein Auto, ich

beherrsche die Geschwindigkeit. Es gibt kein Patentrezept gegen aggressives Verhalten

im Straßenverkehr. Eltern, aber auch die Gesellschaft sollten einem solchen Verhalten

nicht mit Aufmerksamkeit oder sogar Anerkennung begegnen.

Reagieren Männer gegenüber Frauen besonders häufig empfindlich?

Die Klischees, wie das der schlecht einparkenden Frau, gelten als überholt. Generell ist

aber jeder dazu angehalten, seinen eigenen Fahrstil zu reflektieren und gegebenenfalls

im Sinne der Verkehrssicherheit anzupassen – das gilt geschlechterübergreifend.

Gibt es eigentlich auch Frauen, die im Straßenverkehr ausrasten?

Da – glücklicherweise oder leider – Stimmungsschwankungen im Auto schwierig beobachtet

und erfasst werden können, gibt es keine verlässlichen geschlechtervergleichenden

Zahlen. Allerdings ist unser Umgang mit Ärger nicht vom Geschlecht, sondern von

unserer Persönlichkeit, der Frustrationstoleranz, unserer momentanen Stimmung und

von der jeweiligen Situation abhängig. Daher gibt es sicherlich auch Frauen, die ihren

Emotionen im Straßenverkehr freien Lauf lassen und fahrlässig oder vorsätzlich auch

gegen Regeln des fairen Miteinanders verstoßen.

Wer ist denn nun der bessere Autofahrer? Frauen oder Männer?

Im Zweifel immer das Geschlecht der Person, die gefragt wird. Aber Spaß beiseite: Keine

Zahlen belegen, dass Frauen generell besser fahren. Ebenso wenig belegen die Zahlen,

dass es die Männer sind. Wir alle sollten uns im Straßenverkehr, wie in allen anderen

Situationen des Lebens, um ein freundliches Miteinander bemühen und nicht immer

auf das eigene Recht beharren - egal ob der Fahrende neben euch an der Ampel

männlich oder weiblich ist.

Wer ist der bessere Beifahrer?

Die Frage nach dem besseren Beifahrer dürfte ähnlich schwer zu beantworten sein, wie

die Frage nach dem besseren Autofahrer. In einer früheren Studie des Reifenherstellers

Uniroyal wurde beispielsweise der beliebteste Beifahrer gesucht. Drei Viertel der Männer

und Frauen gaben an, am liebsten in Begleitung des Ehepartners oder Lebensgefährten

zu fahren. Diese werden offenbar als wichtige Unterstützung während der

Fahrt wahrgenommen und vermitteln ein Gefühl der Sicherheit. Beifahrer sind zwar

meistens willkommene Begleiter für den Pkw-Fahrer, gleichzeitig gibt es aber im Umgang

auch immer wieder Zoff.

Verschiedenen Studien zufolge ist es ein absolutes No-Go für Männer und Frauen, den

Fahrstil des Fahrers zu kritisieren. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass für Männer

als Beifahrer die Fahrweise des Fahrers häufiger Auslöser für Reibereien ist als für

Frauen. Hierbei spielt insbesondere dichtes Auffahren eine Rolle. Frauen hingegen rasten

häufiger aus, wenn der Fahrer zu sehr aufs Gas tritt. Außerdem entsteht ein großer

Teil der Konflikte offenbar wegen Unstimmigkeiten bei der Musikauswahl.

(Quelle: ADAC, Foto: Shutterstock/Photographee.eu)

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Kosten Hauptuntersuchung: Infos und Preise zum TÜV

Obligatorisch: Jedes Auto muss zum TÜV ∙ © imago images/Eibner

Egal ob Pkw, Wohnmobil oder Anhänger: Fahrzeuge müssen regelmäßig zur

Hauptuntersuchung. Welche Kosten entstehen dabei? Alles zu Gebühren und Kosten

beim TÜV und anderen Prüfdiensten.

• Es gibt regionale Preisunterschiede

• Je größer und schwerer das Fahrzeug, desto teurer

• TÜV überziehen kann teuer werden

Ist das Fahrzeug technisch in einem vorschriftsmäßigen Zustand, verkehrssicher und

umweltverträglich? Diesen Fragen gehen TÜV, Dekra, GTÜ, KÜS oder andere amtlich

anerkannte Prüforganisationen nach. Für den Fahrzeughalter heißt das: In

regelmäßigen Abständen muss das Fahrzeug zur Hauptuntersuchung (HU) und

Abgasuntersuchung (AU) vorgeführt werden. Um die dafür fälligen Gebühren kommt

man also nicht herum. Doch wie hoch sind sie?

Kosten der Hauptuntersuchung sind

unterschiedlich

Der Preis für HU oder AU ist nicht überall gleich.

Er hängt von verschiedenen Faktoren ab: So ist

etwa die Art des Fahrzeugs entscheidend (Pkw,

Motorrad, Anhänger etc.), aber auch die zulässige

Gesamtmasse spielt eine Rolle. Zudem

unterscheiden sich die Gebühren je nach Bundesland

und Prüforganisation. Extra mit dem Hier war die Hauptuntersuchung im Mai

Auto von Baden-Württemberg nach Rheinland- 2020 fällig ∙ © imago images/Eibner

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Pfalz oder von Schleswig-Holstein nach Mecklenburg-Vorpommern zu fahren, dürfte

sich allerdings in den wenigsten Fällen rentieren – die Unterschiede der TÜV-Gebühren

liegen im überschaubaren Bereich.

Lokale Preise zu vergleichen schadet allerdings nie, sollten sich mehrere Anbieter in

Ihrer Nähe befinden. Allzu große Differenzen zwischen TÜV Nord, TÜV Süd, Dekra, KÜS

und anderen technischen Prüfstellen gibt es aber auch hier nicht.

HU-Preise für Pkw bis 3,5 Tonnen

Ist ein Auto ein Neuwagen, muss es zum ersten mal nach drei Jahren zur Haupt- und

Abgasuntersuchung, danach ist ein Rhythmus von zwei Jahren vorgeschrieben.

Die "normale" Hauptuntersuchung kostet ab 56 Euro (TÜV Süd), doch meist ist eine

Kombination von HU und AU sinnvoll. Schließlich fällt beides in der Regel gleichzeitig

an. Dabei ergeben sich Kosten von rund 100 bis 120 Euro.

Was der TÜV bei Wohnmobil, Motorrad und Anhänger kostet

Schwere Wohnmobile müssen einmal jährlich zur HU ∙ © iStock.com/ewg3D

Schwerere Kfz (3,5 bis 7,5 Tonnen) sind teurer, hier liegt die Kombination von HU und

AU zwischen 120 und 160 Euro. Achtung: Wohnmobile über 7,5 Tonnen zulässigem

Gesamtgewicht müssen einmal im Jahr zur HU und AU, zahlen dann auch noch rund 20

Euro mehr. Wohnmobile zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen müssen jährlich zum TÜV, wenn

sie älter als sechs Jahre sind, jüngere Fahrzeuge alle zwei Jahre.

Wer ein Motorrad besitzt, kommt mit rund 70 Euro deutlich günstiger weg. Auch Anhänger

müssen regelmäßig zur HU, um sich eine neue TÜV-Plakette abzuholen. Eine

Abgasuntersuchung gibt es hier naturgemäß nicht. Preis: Zwischen rund 30 Euro (Anhänger

ohne Bremse) und circa 100 Euro (Anhänger bis 12 Tonnen).

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Nachuntersuchung und Überziehung: Das kann teuer werden

Fällt ein Fahrzeug beim ersten Termin mit einem Mangel durch, ist eine Nachuntersuchung

fällig. Dafür nehmen die Prüforganisationen in der Regel zwischen 14 und 26 €.

Teurer wird die HU übrigens auch, wenn der Termin um mehr als zwei Monate überzogen

wird. Dann stellen die Prüfer eine 20 Prozent höhere Rechnung aus und

begründen dies mit einem "erhöhten Aufwand".

Wer von der Polizei mit abgelaufenem TÜV im Straßenverkehr erwischt wird, muss

zusätzlich eine Strafe zahlen. Dem geschulten Blick der Ordnungshüter fällt der verpasste

Termin sofort ins Auge, denn die Farbe der Plakette steht für das Jahr, die Zahl

ganz oben für den Monat der Fälligkeit. Der Bußgeldkatalog sieht hier 15 Euro ab zwei

Monaten Überziehung, 25 ab vier Monaten und 60 Euro plus einen Punkt in Flensburg

bei mehr als acht Monaten als Bußgeld vor.

Spoiler, Tuning, breite Räder: Das kosten technische Änderungen

Anbauteile wie

Spoiler oder Tieferlegungen,

Folien an

Seitenscheiben

oder Chip-Tuning

können ein Auto

individueller und

sportlicher machen.

Aber: Auch hier

haben die Prüforganisationen

ein Wort

mitzureden. Sie

müssen das technisch

veränderte

Fahrzeug "abnehmen",

schließlich

können Änderungen

aller Art

Hat dieses Fahrzeug noch genügend Bodenfreiheit? Das checkt der TÜV ∙

©Shutterstock/Dmitry Dven

Einfluss auf die Verkehrssicherheit und auf die Betriebserlaubnis haben. Es wird

eine so genannte Änderungsabnahme durchgeführt. Die technischen Änderungen

werden in den Fahrzeugpapieren eingetragen.

Für die verschiedenen Fahrzeugarten gibt es gestaffelte Preise. Bei einem Pkw werden

zum Beispiel 35 bis 70 Euro veranschlagt, bei einem Motorrad 25 bis 55 Euro.

Die detaillierten Preise finden sich auf den jeweiligen Internetseiten der Prüfdienste.

(Quelle: ADAC)

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Vorstand Camping Club Kaiserstuhl e.V. im ADAC

www.camping-club-kaiserstuhl.de

1. Vorsitzender

Ulrich Hertel

Gereut 10

79211 Denzlingen

Telefon 07666-948020

info@camping-club-kaiserstuhl.de

2. Vorsitzender

Egon Triebler

Vogesenstrasse 26

79367 Weisweil

Telefon 07646-425

2.vorsitzender@camping-clubkaiserstuhl.de

Kassenwart

Christian Domin

Schauinslandstrasse 12a

79331 Teningen

Telefon 07641-958220

Kassenwart@camping-club-kaiserstuhl.de

Schriftführer

Manfred Harriehausen

Am Straßenacker 3

79331 Teningen

Telefon 07641-9537967

schriftfuehrer@camping-club-kaiserstuhl.de

Tourenwart

Karl von Essen

Wiesenstr. 65/1

79312 Emmendingen

Telefon 07641-2570

karl-von-essen@camping-club-kaiserstuhl.de

Beisitzer

Peter Borutta

Hegeweg 5, 79312 Emmendingen

Telefon 07641-51398

Peter.Borutta@camping-club-kaiserstuhl.de

Beisitzer

Konrad Ott

Buchenweg 6, 79312 Emmendingen

Telefon 07641-9372824

Konrad.Ott@camping-club-kaiserstuhl.de

Beisitzerin

Sabine Schwörer

Zwillingstraße 11, 79336 Herbolzheim

Telefon 07643-8305

Sabine.Schwoerer@camping-club-kaiserstuhl.de

Beisitzer

Karl-Heinz Schäfholz

Im Bruckgarten 5, 79189 Bad Krozingen

Telefon 07633 16774

Karl-Heinz.Schäfholz@camping-club-kaiserstuhl.de

Beisitzer

Hans-Otto Stötzel

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Hans-Otto.Stoetzel@camping-club-kaiserstuhl.de

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