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Zähne und Schwangerschaft

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Ihr Partner für Zahnges<strong>und</strong>heit<br />

<strong>und</strong> Ihr Partner Kieferorthopädie<br />

für Zahnges<strong>und</strong>heit<br />

<strong>und</strong> Kieferorthopädie<br />

<strong>Zähne</strong> <strong>und</strong><br />

<strong>Schwangerschaft</strong><br />

Ihre goDentis-Partnerzahnarztpraxis<br />

godentis.de


goDentis | INHALT<br />

M<strong>und</strong>ges<strong>und</strong>heit <strong>und</strong><br />

<strong>Schwangerschaft</strong><br />

Ges<strong>und</strong>e <strong>Zähne</strong> sind wichtig für Mutter <strong>und</strong> Kind!<br />

Die M<strong>und</strong>ges<strong>und</strong>heit beeinflusst unseren<br />

Körper <strong>und</strong> das Immunsystem. Senken<br />

Sie Ihr persönliches Ges<strong>und</strong>heitsrisiko<br />

<strong>und</strong> legen Sie einen Gr<strong>und</strong>stein für die<br />

M<strong>und</strong>ges<strong>und</strong>heit Ihres Kindes.<br />

Noch vor einer <strong>Schwangerschaft</strong> sollten<br />

erkrankte <strong>Zähne</strong> <strong>und</strong> Zahnfleisch untersucht<br />

<strong>und</strong> behandelt werden. Eine optimale<br />

M<strong>und</strong>ges<strong>und</strong>heit verringert das<br />

Risiko von Komplikationen, wie einer<br />

Frühgeburt oder einem niedrigen Geburtsgewicht.<br />

Inhalt<br />

02 | Allgemeines<br />

03 | Prophylaxe<br />

04 | Besonderheiten<br />

06 | Zahnärztliche Betreuung<br />

09 | Kariesrisiko minimieren<br />

11 | Früherkennung<br />

05 | Ernährung<br />

Bildnachweis: Shutterstock, goDentis<br />

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goDentis | ALLGEMEINES<br />

Prophylaxe in der <strong>Schwangerschaft</strong><br />

Um das Risiko einer Zahn- oder Zahnfleischerkrankung<br />

gering zu halten <strong>und</strong><br />

später Ihr Baby vor der Ansteckung mit<br />

Karies zu schützen, kann Ihnen Ihr Zahnarzt<br />

spezielle Prophylaxemaßnahmen<br />

empfehlen.<br />

Ges<strong>und</strong>e Ernährung, sorgfältige M<strong>und</strong>hygiene,<br />

regelmäßige Fluoridierung <strong>und</strong><br />

zahnärztliche Kontrollen sind die klassischen<br />

Präventionsmaßnahmen gegen<br />

Karies <strong>und</strong> Parodontitis.<br />

Bei erhöhtem Kariesrisiko wird einmal<br />

wöchentlich die Pflege der <strong>Zähne</strong> mit<br />

einem fluoridhaltigen Gelee empfohlen.<br />

Eine zusätzliche Fluoridaufnahme in<br />

Form von Tabletten hat keine positiven<br />

Auswirkungen auf die Kariesprävention<br />

des ungeborenen Kindes.<br />

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goDentis | GESUNDHEIT<br />

Jedes Kind kostet (k)einen Zahn!?<br />

Besonderheiten in der <strong>Schwangerschaft</strong><br />

Bei richtiger Zahnpflege <strong>und</strong> ausgewogener<br />

Ernährung ist das Ammenmärchen<br />

längst überholt. Keine <strong>Schwangerschaft</strong><br />

ist für Zahnverlust verantwortlich.<br />

Parodontitis & Zahnfleischbluten<br />

Die Hormonumstellung während der<br />

<strong>Schwangerschaft</strong> hat Auswirkungen auf<br />

das Zahnfleisch. Es wird stärker durchblutet,<br />

ist dadurch weicher <strong>und</strong> manchmal<br />

leicht angeschwollen. Bakterien können<br />

sich in dieser Zeit schneller ansiedeln<br />

<strong>und</strong> zu Entzündungen führen. Vermehrtes<br />

Zahnfleischbluten ist oft das erste<br />

Anzeichen einer Zahnfleischentzündung<br />

(<strong>Schwangerschaft</strong>sparodontitis).<br />

Dazu muss es jedoch nicht kommen.<br />

Ernährung & Essgewohnheiten<br />

Häufig führt eine <strong>Schwangerschaft</strong> zu Veränderungen<br />

der Ernährungsgewohnheiten.<br />

Gerade die Anzahl vieler kleiner Zwischenmahlzeiten<br />

erhöht das Kariesrisiko.<br />

Lassen Sie Ihrem Speichel mindestens 30<br />

Minuten zwischen den Mahlzeiten Zeit,<br />

um den ph-Wert zu neutralisieren. Besonders<br />

in der Nacht ist darauf zu achten, da<br />

die Speichelproduktion vermindert ist.<br />

Die Ernährung der Mutter beeinflusst die<br />

Zahnentwicklung des Kindes schon in der<br />

<strong>Schwangerschaft</strong>. Die Zahnleisten des<br />

Kindes entwickeln sich bereits in der 6. bis<br />

8. <strong>Schwangerschaft</strong>swoche. Diese Keimanlagen<br />

enthalten die künftigen 20 Milchzähne<br />

<strong>und</strong> nachfolgenden 32 bleibenden<br />

<strong>Zähne</strong>. Das ungeborene Kind holt sich für<br />

seine Entwicklung die Nährstoffe, die es<br />

braucht, aus der Nahrungsaufnahme der<br />

Mutter. Von großer Bedeutung ist eine<br />

vitamin- <strong>und</strong> mineralsalzreiche ausgewogene<br />

Ernährung.<br />

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goDentis | GESUNDHEIT<br />

Magensäure <strong>und</strong> <strong>Zähne</strong><br />

In den ersten Monaten leiden viele<br />

Schwangere unter der hormonellen Umstellung.<br />

Starke Übelkeit mit Erbrechen<br />

führen dazu, dass die Magensäure die<br />

<strong>Zähne</strong> angreift. Spülen Sie den M<strong>und</strong> mit<br />

Wasser aus <strong>und</strong> warten Sie mit der Zahnreinigung<br />

eine halbe St<strong>und</strong>e. Dann hat<br />

sich die Säure im M<strong>und</strong> neutralisiert, so<br />

dass der Zahnschmelz durch die Zahnbürste<br />

nicht mehr geschädigt wird.<br />

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goDentis | GESUNDHEIT<br />

Zahnärztliche Betreuung<br />

Zahnreinigung <strong>und</strong> Behandlung<br />

während der <strong>Schwangerschaft</strong><br />

Zahnreinigung <strong>und</strong> Behandlungen<br />

während der<br />

<strong>Schwangerschaft</strong><br />

Passen Sie Ihre M<strong>und</strong>hygiene den neuen<br />

Umständen an. Nehmen Sie eine Zahnbürste<br />

mit weichen, abger<strong>und</strong>eten Borsten.<br />

Wischen Sie, statt fest zu schrubben.<br />

Massieren Sie mit der Zahnbürste sanft<br />

das Zahnfleisch ohne es zu verletzen. Bei<br />

Nutzung einer elektrischen Zahnbürste<br />

vermeiden Sie festes Drücken. Halten Sie<br />

die Zahnbürste leicht an <strong>und</strong> führen Sie<br />

diese locker von Zahn zu Zahn. Für die<br />

Zahnzwischenraumpflege empfehlen wir<br />

Interdentalraumbürsten.<br />

Professionelle Zahnreinigung<br />

(PZR)<br />

Eine noch so gründliche M<strong>und</strong>hygiene<br />

zu Hause ersetzt nicht den regelmäßigen<br />

Besuch in der Zahnarztpraxis. Eine professionelle<br />

Zahnreinigung (PZR) ist für<br />

jede Schwangere Pflicht. Weil die Kariesbakterien<br />

aber nicht nur von der Mutter,<br />

sondern von allen engen Bezugspersonen<br />

auf das Kind übertragen werden<br />

können, ist auch für den Vater <strong>und</strong> die<br />

Geschwister ein Zahnarztbesuch wichtig.<br />

Bei einer PZR werden schonend weiche<br />

<strong>und</strong> harte Beläge entfernt. Mit speziellen<br />

Geräten werden auch die Zahnzwischenräume<br />

gründlich von Zahnstein <strong>und</strong> Plaque<br />

gereinigt. Politur <strong>und</strong> schützende<br />

Fluoridierung schließen die Behandlung<br />

ab. Erkrankungen können rechtzeitig erkannt<br />

<strong>und</strong> gezielt behandelt werden.<br />

Zahnbehandlungen<br />

In den ersten drei Monaten der <strong>Schwangerschaft</strong><br />

sollte höchstens eine Schmerzbehandlung<br />

stattfinden. Auf Röntgenaufnahmen<br />

sollte Sie weitgehend verzichten<br />

<strong>und</strong> Lokalanästhetika sollten nur nach<br />

Rücksprache mit dem Gynäkologen gegeben<br />

werden.<br />

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goDentis | GESUNDHEIT<br />

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goDentis | GESUNDHEIT


goDentis | GESUNDHEIT<br />

Risiko minimieren<br />

Karies ist ansteckend<br />

Karies ist ansteckend<br />

Zahnkaries (Zahnfäule) ist eine Volkskrankheit,<br />

die durch Bakterien ausgelöst<br />

wird <strong>und</strong> übertragbar ist.<br />

Veränderte Essgewohnheiten können<br />

das natürliche Gleichgewicht der M<strong>und</strong>höhle<br />

negativ beeinflussen. Zuckerhaltige<br />

Speisen <strong>und</strong> „Naschen“ zwischendurch<br />

sind der ideale Nährboden für<br />

Bakterien.<br />

Schränken Sie den Konsum von zuckerhaltigen<br />

Lebensmitteln <strong>und</strong> Getränken<br />

ein. Dabei kommt es weniger auf die<br />

Menge, sondern auf die Häufigkeit <strong>und</strong><br />

Dauer des Zuckerkonsums an. Ausreichende<br />

Pausen zwischen den Mahlzeiten<br />

sorgen dafür, dass der Speichel die<br />

Säuren neutralisiert <strong>und</strong> die angegriffene<br />

Zahnsubstanz wieder mit Mineralien<br />

versorgt. Die frühzeitige Übertragung<br />

von Kariesbakterien auf das Kind durch<br />

speichelübertragendes Verhalten, wie<br />

das Ablecken<br />

eines Schnullers oder das Teilen eines<br />

Löffels beim Essen, kann zu einer Besiedelung<br />

der M<strong>und</strong>höhle des Kindes<br />

führen. Deshalb ist es umso wichtiger,<br />

von Karies befallene <strong>Zähne</strong> im M<strong>und</strong> der<br />

engsten Bezugspersonen des Kindes vor<br />

der <strong>Schwangerschaft</strong> zu behandeln.<br />

Frühkindliche Karies ist eine weit<br />

verbreitete chronische Erkrankung.<br />

Deutschlandweit ist etwa jedes zehnte<br />

Kind betroffen. Risikofaktoren für die<br />

Kariesentstehung sind (neben den übertragenen<br />

Bakterien) häufiger Konsum<br />

von zucker- <strong>und</strong> säurehaltigen Getränken<br />

<strong>und</strong> Mahlzeiten. Besonders wenn<br />

diese über den Tag verteilt werden <strong>und</strong><br />

gleichzeitig eine schlechte M<strong>und</strong>hygiene<br />

vorliegt.<br />

Selbst bei großer Vorsicht wird Ihr Kind<br />

wahrscheinlich eines Tages doch Kariesbakterien<br />

bekommen. Je länger Sie eine<br />

Ansteckung hinauszögern können, desto<br />

größer ist die Chance, das spätere Kariesrisiko<br />

gering zu halten.<br />

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goDentis | GESUNDHEIT


goDentis | GESUNDHEIT<br />

Früherkennung<br />

Zahnärztlicher Kinderpass<br />

Zahnärztlicher Kinderpass<br />

Der Kinderpass legt bereits in den ersten<br />

Lebensjahren den Gr<strong>und</strong>stein für ein<br />

zahnges<strong>und</strong>es Leben. Der zahnärztliche<br />

Kinderpass hält Lutschgewohnheiten,<br />

M<strong>und</strong>hygiene oder die Verabreichung<br />

von Fluoriden als Gr<strong>und</strong>stein für ein<br />

zahnges<strong>und</strong>es Leben fest. Teilweise ist<br />

der zahnärztliche Kinderpass schon im<br />

gelben Kinder-Untersuchungsheft fester<br />

Bestandteil. Darüber hinaus ist er bei vielen<br />

Kinderärzten sowie in Zahnarzt- <strong>und</strong><br />

Frauenarztpraxen erhältlich.<br />

Durch Früherkennungsuntersuchungen<br />

<strong>und</strong> Maßnahmen zur Verhütung von<br />

Zahnerkrankungen kann die Zahnges<strong>und</strong>heit<br />

von Kindern <strong>und</strong> Jugendlichen<br />

verbessert werden.<br />

Extratipp:<br />

Im letzten Drittel der <strong>Schwangerschaft</strong> liegen Sie besser auf<br />

der Seite. So vermeiden Sie Übelkeit, Ohnmacht oder Schweißausbrüche<br />

- das sogenannte Vena-Cava-Kompressionssyndrom.<br />

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goDentis | GESUNDHEIT<br />

Ihre goDentis-Partnerzahnarztpraxis<br />

bietet Ihnen ein individuelles<br />

Ges<strong>und</strong>heitsprogramm.<br />

Bei Ihrem goDentis-Partnerzahnarzt kümmert sich besonders<br />

geschultes Personal um Ihre Zahnges<strong>und</strong>heit immer mit dem Ziel:<br />

Ges<strong>und</strong>heitsrisiken erkennen <strong>und</strong> minimieren.<br />

Ges<strong>und</strong>e <strong>Zähne</strong> – ein Leben lang!

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