SMART CITIES

MediaplanetVerlagDeutschland

Leben und arbeiten in der intelligent vernetzten
und nachhaltig grünen Stadt von morgen.

EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

Lesen Sie mehr auf www.zukunftstechnologien.info

SMART

CITIES

Leben und arbeiten in der intelligent vernetzten

und nachhaltig grünen Stadt von morgen.

Gesamtheitliche

Entwicklungskonzepte

Wie Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher,

grüner und sozial inklusiver werden.

NICHT VERPASSEN:

In vier Stufen zur smarten Fabrik:

die hohe Kunst der Interoperabilität

Seite 6

Smart City und der Sinn des Lebens

Nur mit Zugehörigkeit und Teilhabe

der Menschen ist eine moderne

Stadtentwicklung möglich

Seite 11

Nachhaltig Bauen und Wohnen

Ohne dies funktioniert die Stadt

von morgen nicht

Seiten 7-10

Mit Gebäudekonnektivität 4.0 jetzt

Ihre Immobilien digitalisieren

Hier mehr erfahren

Ready?


2

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VERANTWORTLICH FÜR DEN

INHALT IN DIESER AUSGABE

Tanja Bickenbach,

MBE

Auf dem Weg zur

zukunftsfähigen

Stadt brauchen

Städte, Kommunen

und Unternehmen

in erster Linie

eine smarte und

individuelle Strategie.

Sarra Gläsing

Nachhaltig hält am

längsten! Wir als

Gesellschaft sollten

verstehen nach

diesem Motto zu

leben, zu handeln

und zu bauen.

IN DIESER AUSGABE

03

Digitale Souveränität

für eine „smarte“

IT-Sicherheit

Smarte Gebäude bzw. das „Smart Home“ und somit

die „Smart City“ liegen im Trend. Eine zunehmende

Zahl von Technologieanbietern ist auf diesem Wachstumsmarkt

aktiv. IT-Sicherheit und Datenschutz

sind für die Vertrauenswürdigkeit und den nachhaltigen

Erfolg essenziell.

Schaufensterbummel

Displays, vom persönlichen Smartphoneund

Smartwatch-Bildschirm, bis zur

LED-Wand im öffentlichen Raum spielen

dabei eine Schlüsselrolle.

08

Weiches Wasser, hartes Wasser

Die richtige Wasserqualität macht

bei Genuss, Haut und Haaren sowie

Blumen den Unterschied.

Head of Key Account Management: Tanja Bickenbach

(tanja.bickenbach@mediaplanet.com) Senior Project

Manager: Sarra Gläsing Geschäftsführung: Richard Båge

(CEO), Philipp Colaço (Managing Director), Franziska

Manske (Head of Editorial & Production), Henriette

Schröder (Sales Director) Designer: Ute Knuppe

Mediaplanet-Kontakt: redaktion.de@mediaplanet.com

Coverbild: vectorpouch/Shutterstock

Alle mit gekennzeichneten Artikel sind keine

neutrale Redaktion vom Mediaplanet Verlag.

facebook.com/MediaplanetStories

@Mediaplanet_germany

Dr. Holger

Mühlbauer

Geschäftsführer

Bundesverband

IT-Sicherheit e. V.

(TeleTrusT)

teletrust.de

Selbst Fachleute tun sich schwer mit den

Begriffen. Smart Home, Smart Mobility,

Smart Building, Urban Smart City, Intelligent

Living, intelligentes Haus – wer blickt

da noch durch? Laien, die doch eigentlich nur

zeitgemäß und komfortabel wohnen, leben und

fahren möchten und gleichzeitig Energie sparen

und mehr Sicherheit für sich und ihre Familie

wollen, haben bei diesen Fachbegriffen keine

Chance.

Dabei kann auch die Sicherheit von (smarten)

IT-Systemen im Haus, Garten, Auto etc. kaum

verlässlich eingeschätzt werden, meist auch nicht

von Experten. Oft sind es schwer durchdringbare

und profunde Gebilde aus Hard- und Software.

Ein gravierendes Risiko kann es bei der Vertraulichkeit,

Integrität und Verfügbarkeit der Systeme

geben.

Mit der Gründung des Arbeitskreises „Secure

Platform“ hat der Bundesverband IT-Sicherheit

e. V. die Zielsetzung formuliert, zu digitaler

Souveränität und einem sicheren IT-Ökosystem

in Deutschland, aber auch in der ganzen EU

beizutragen.

Die Digitalisierung in unserem Leben schreitet

in allen Gebieten mit enormer Dynamik voran

und verankert Informationstechnik in jedem

Bereich des Alltags. Sie ist Treiber und Basis für

das Wohlergehen unserer Gesellschaft, doch sie

schafft auch eine massive Abhängigkeit. Proaktive

IT-Sicherheitslösungen sollten direkt umgesetzt

werden, damit Deutschland eine weltweite Vorreiterrolle

in IT-Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit

in Bezug auf die Leitindustrien übernehmen

kann.

Informationstechnik ist dabei das Fundament

der Digitalisierung. „Digitale Souveränität“ ist

eine entscheidende Vorbedingung für die Wettbewerbsfähigkeit

Europas, gerade auch mit Blick

auf den Betrieb kritischer Infrastrukturen oder

Vorhaben wie GAIA-X und 5G.

Derzeit ist diese digitale Souveränität aus mehreren

Gründen jedoch nicht gegeben. Es bestehen

starke Abhängigkeiten von auswärtigen Technologieproduzenten.

Zusätzlich sind die eingesetzten

Technologien komplexe und intransparente Systeme.

Dabei scheint die nachhaltige IT-Sicherheit

kein Entscheidungskriterium zu sein.

Es sollte verstärkt der öffentliche Dialog über

die Chancen und Risiken z. B. von Smart-Home/

Living-Systemen sowie Präventionsmaßnahmen

nach dem Stand der Technik gesucht werden.

In diesem Zusammenhang sei auf die TeleTrusT-

Handreichung „Stand der Technik“ des gleichnamigen

Arbeitskreises verwiesen, die fortwährend

aktualisiert wird und mittlerweile in zwei Sprachen

übersetzt wurde.

Die Gründung des TeleTrusT-Arbeitskreises

„Stand der Technik“ folgte der Forderung des IT-

Sicherheitsgesetzes, den „Stand der Technik“ bei

technischen und organisatorischen Vorkehrungen

in beispielsweise Unternehmen zu berücksichtigen

bzw. einzuhalten.

Das vorliegende E-Paper informiert Sie über die

Digitalisierung, Treiber der digitalen Stadt von

morgen und smarte Lösungen für eine smarte

Zeit. Die Beiträge weisen einen starken Bezug zu

Fragen der Zukunft von Smart-Living-/Smart-

City-Konzepten auf.

Gemeinsam mit den TeleTrusT-Mitgliedern

wünsche ich Ihnen eine informative Lektüre

und hoffe, dass Sie zahlreiche Anregungen

erhalten, um die IT-Sicherheit in Ihrem Unternehmen

und auch in Ihrem privaten Umfeld

weiter zu stärken.

Proaktive

IT-Sicherheitslösungen

sollten

direkt umgesetzt

werden.


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit LG entstanden.

möglich. So sind Menschen in der Pause

oder auf dem Heimweg für andere

Inhalte empfänglich als auf dem Weg

zur Arbeit, auch ortsabhängig – etwa auf

dem Weg zu einem Messegelände – können

reine Infos und Werbung gezielter

ausgespielt werden.

Bei Straßenrand-Displays zeigt sich

exemplarisch, was Screens nutzerfreundlich

macht: Sie stellen Informationen so

dar, dass sie bei allen Umgebungsbedingungen

rasch und möglichst ablenkungsfrei

erfasst werden können – anders als

unsere Smartphones, auf denen oft Dutzende

Benachrichtigungen um unsere

Aufmerksamkeit buhlen.

Digital-

Signage-

Lösungen

von LG

im Einsatz.

Schaufenster als

Showbühne –

die Display-Zukunft mit LG

In der Stadt der Zukunft bekommen Bewohner und Besucher zielgerichtet

Informationen, wo und wann sie sie brauchen. Displays

vom persönlichen Smartphone- und Smartwatch-Bildschirm bis zur

LED-Wand im öffentlichen Raum spielen dabei eine Schlüsselrolle.

Der Spezialist LG Electronics entwickelt immer raffiniertere Technologien

– und lässt auch Riesendisplays unsichtbar werden.

Text Dominik Maaßen

Smarte Städte sind keine Zukunftsmusik:

Längst wird Autofahrern

bei der Einfahrt in die Großstadt

von Displays am Straßenrand der

Weg gewiesen; Daten von den Smartphones

anderer Verkehrsteilnehmer und von

Sensoren im Verkehrsraum helfen, sie

um Staus zu führen und vor Gefahren zu

warnen; und Parkhäuser melden automatisch

freie Plätze. Solche von vernetzten

Systemen aggregierten und aufbereiteten

Daten können etwa durch Hinweise auf

die Gurtpflicht ergänzt werden.

Das ist erst ein Anfang: In Zukunft werden

vernetzte Daten eine immer größere

Rolle spielen. Im Hotel checken Besucher

mit ihrem Fingerabdruck oder gar

Gesichtserkennung ein, erhalten automatisch

ihren Schlüssel und kommen, wenn

sie zuvor schon zu Gast waren und der Datenspeicherung

zugestimmt haben, in ein

genau nach ihren Vorlieben konfiguriertes

Zimmer. Beim Stadtbummel bekommen

sie auf Digitalscreens Informationen zu

Sehenswürdigkeiten einschließlich Wartezeiten,

zu lokalen Veranstaltungen und

zu kommerziellen Angeboten angezeigt.

Und im Geschäft können sie – in der

Kantine des LG-Hauptquartiers in Seoul

ist das bereits möglich – einfach durch

Gesichtserkennung zahlen.

Zielgerichtete Informationen

und Angebote

Immer häufiger nutzen Menschen im

Alltag dabei Bildschirme. Diese interagieren

mit der Umwelt und ihnen, vermessen

die Betrachter und spielen Inhalte

zielgerichtet aus. Wie präzise Informationen

und Angebote über Displays im

öffentlichen Raum künftig auf einzelne

Menschen zugeschnitten werden, hängt

von grundsätzlichen Datenschutz- und

Privatsphärefragen ab. Doch auch ohne

Erhebung persönlicher Daten ist eine

zielgerichtete Inhalts-Ausspielung

FOTO: LG

Ingo Krause

Director Marketing

& Sales Information

Display DACH

lg.com

BILD: LG

Unsichtbare Screens

Für solche Außen-Einsätze im öffentlichen

Raum bietet LG freistehende oder

an Fassaden zu installierende Displays

an – vor allem High-Brightness-Lösungen,

die der Mittagssonne, Wind und

Wetter trotzen. Doch viele Screens in

der Zukunfts-Stadt werden so direkt gar

nicht mehr als solche erkennbar sein.

Spitzentechnologie dafür hat LG bereits

im Portfolio: Transparente LED-Farbfolien

verwandeln jede Glasfläche in ein

Display, vom Schaufenster bis zur Trennwand

im Firmen-Hauptquartier. Wenn

keine Inhalte gespielt werden, sind die

Folien fast unsichtbar und beeinträchtigen

die Gebäude-Architektur nicht.

Ähnliche hochauflösende und interaktive

Folien wird es auch zum Mitnehmen

geben – das gerollte Kunststoffblatt wird

so im Handumdrehen zum Magazin, zur

Gestaltungsfläche für Kreative oder zu

einem Extra-Display, auf das Inhalte vom

Smartphone mit einer Fingerbewegung

geschoben werden können.

Die konkurrenzlosen Transparent-

OLED-Displays von LG mit und ohne

Touch-Funktion wirken zunächst auch

wie einfache (Glas-)Flächen. Erst in der

Interaktion zeigen sich ihre Stärken als

Wiedergabeflächen oder Self-Service-

Terminals. Schon jetzt eignen sie sich, um

einen direkten Übergang von den darauf

angezeigten Inhalten zu physischen

Gegenständen dahinter zu schaffen:

Kunstwerke und Produkte können mit

Detailinformationen versehen werden.

Interessant ist das zum Beispiel für Museen

und Luxusmarken, denn transparente

Displays eröffnen ganz neue Möglichkeiten,

um Exponate und hochwertige

Produkte mit digitalen Inhalten in Szene

zu setzen oder informativ abzurunden.

„Unsere transparenten OLED-Displays

erschließen vollwertige Augmented-Reality-Anwendungen“,

sagt Ingo Krause,

Director Marketing & Sales Information

Display DACH bei LG. „Die Kombination

mit realen Objekten lässt Display-Inhalte

so lebensecht erscheinen, als könne man

sie tatsächlich berühren – das eröffnet

unzählige Möglichkeiten. Außerdem

bieten wir OLED-Displays an, die auch

auf gewölbten Flächen aufgebracht und

zu riesigen, plastischen Anzeigeflächen

verbunden werden können. Auf diesen

Wow-Effekt setzen große Marken in ihren

Flagship-Stores.“

Keine bloße Spielerei

Doch die modernen Displays sind mehr

als eine aufmerksamkeitsstarke Spielerei.

Transparente OLED-Displays könnten

künftig etwa dazu beitragen, das Fliegen

sicherer zu machen: Wenn sie im Tower

anstelle von Scheiben eingesetzt werden,

müssen Fluglotsen nicht mehr hoch- und

runterschauen, um die Realität auf dem

Flugfeld mit digitalen Daten abzugleichen

– das hält die Konzentration hoch

und vermeidet gefährliche Fehler.


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit msg entstanden.

Das Herzstück

einer

intelligenten

Kommune

Moderne Kommunen sind heute

Ökosysteme im permanenten Wandel.

Ein Gespräch mit Joachim Schonowski,

Principal Business Consultant Smart

Sustainable Cities bei msg sowie

Vorsitzender des DIN Smart City

Standards Forum, über das Potenzial

von Daten, Kommunen im Sinne von

Smart City weiterzuentwickeln, und

darüber, welche Faktoren in Balance

zu bringen sind und welche Rolle eine

kommunale Datenplattform dabei spielt.

Mehr Informationen

zum Thema

kommunale

Datenplattform:

msg.group

Text Volker Holt

Joachim

Schonowski

Principal Business

Consultant Smart

Sustainable Cities

bei msg und Vorsitzender

des DIN

Smart City Standards

Forum

Was bedeutet Digitalisierung

der Kommune im Sinne einer

„Smart City“?

In einer intelligenten Kommune

werden neue digitale Technologien,

vernetzte Sensoren als Teil des

Internets der Dinge, IT-Plattformen

und die Plattform-Datenökonomie

dazu beitragen, dass Städte

umweltfreundlicher und effizienter

werden, Partizipation gefördert

und die Lebensqualität der Bürger

verbessert wird. Einige aktuelle

Beispiele, z. B. Songdo in Südkorea,

wo niemand leben will, oder das

Projekt der „Google City“ in Toronto,

das wieder eingestellt wurde,

zeigen, dass eine rein technische

und ökonomische Betrachtung

nicht angenommen wird. Die

soziologische und die ökologische

Perspektive müssen von Beginn an

mitgedacht werden. Der Mensch

gestaltet die Kommune: Dazu gehören

Klimabewusstsein „by Design“,

Schonung von Ressourcen, aber

auch ganz einfach die Integration

von Grünflächen. Dann reden wir

über mehr Lebensqualität, über

„Mensch im Mittelpunkt“.

Können Sie ein paar Szenarien

beschreiben, in denen die

Digitalisierung die Kommunen

unterstützen kann?

Schon heute ermöglicht die

Nutzung kommunaler Daten in

den verschiedenen kommunalen

Handlungsfeldern in vielfältiger

Weise eine Weiterentwicklung

im Sinne der Bürgerinnen und

Bürger. Digitale Anträge und

deren Verknüpfung können für die

kommunale Verwaltung und ihre

Kunden Prozesse optimieren und

verkürzen. Eine digitale Infrastruktur

mit Sensoren für Umwelt-,

Brücken- oder Gebäudedaten

liefert genauere Ist-Analysen unter

anderem von der Qualität von Luft,

Standfestigkeit oder Daten für eine

angepasste Verkehrssteuerung.

Neue Mobilitätsdienste verknüpfen

Angebote des öffentlichen und des

privaten Verkehrs oder auch mit

Logistikdiensten, wenn etwa Busse

bei niedrigen Fahrgastzahlen auch

Pakete befördern. Mithilfe von

„Smart Grids“ können Quartiere

energieautark und CO 2

-neutral

werden. Und die Entwicklung geht

natürlich weiter: In der Zukunft

können Fahrzeuge teil- oder

vollautonom mittels verschiedener

Funktechnologien, Stichwort 5G,

und auf Basis hoch automatisierter

Kameras miteinander und mit der

kommunalen digitalen Infrastruktur

interagieren, um sicher und

störungsfrei ans Ziel zu kommen.

Dabei spielt auch die viel zitierte

intelligente Straßenlaterne eine

Rolle. Der Verkehr braucht dann

keine Schilder und Ampeln mehr.

Vor welchen Herausforderungen

sehen Sie Kommunen in

Bezug auf eine erfolgreiche

Digitalisierung?

Die Kommunen stehen mittlerweile

in einem globalen Attraktivitätswettbewerb.

Dazu gehört heute

und in Zukunft unbedingt eine

digitale Daseinsvorsorge in Form

einer digitalen Infrastruktur. Das

betrifft nicht nur die kommunale

Verwaltung oder einzelne Bereiche

oder Wirtschaftszweige, sondern

das gesamte Ökosystem einer

Kommune. Dafür sind insbesondere

kleinere Kommunen angehalten,

sich zu Metropolregionen zusammenzuschließen,

um gemeinsam

eine Digitalstrategie zu entwickeln,

Ressourcen – sowohl finanzielle als

auch personelle – zu bündeln, Wissenszentren

aufzubauen oder Einkaufsgemeinschaften

zu schaffen.

Aber auch für Großstädte gilt es zu

vermeiden, eine scheinbar günstige

„Regallösung“ zu verwenden, um

nicht von einer Technologie oder

einem Lösungsanbieter abhängig

zu werden. Denn wenn die Digitalisierung

zukunftsfähig sein soll,

muss sie offen sein für neue Module

und Kooperationen. Dafür muss das

verwendete System interoperabel

sein. Dieser übergeordnete Gedanke

fehlt oft noch in den Schritten,

die viele Kommunen jetzt bereits

unternommen haben.

Wie auch bei anderen Projekten

der Digitalisierung steht auch

im Mittelpunkt einer intelligenten

Kommune eine passende

Plattform. Können Sie die Voraussetzungen

dafür genauer

beschreiben?

Auf der kommunalen Datenplattform

finden unterschiedliche

Anbieter und eine Vielzahl von

Abnehmern zusammen. Man

spricht daher technisch von einem

System von Systemen und ökonomisch

von mehrseitigen Marktplätzen.

Die Daten der Plattform

bieten auch die Möglichkeit, einen

digitalen Zwilling der Kommune zu

erzeugen, der z. B. für die Stadtplanung

eingesetzt werden kann.

Die Entwicklung einer solchen

Plattform ist eine langfristige, strategische

Investitionsentscheidung.

Ihr sollte eine Digitalisierungsstrategie

zugrunde liegen, die bedenkt,

wofür man die Plattform einsetzen

will. Also etwa: Wer hat die Hoheit

über die gewonnenen Daten? Wie,

von wem und gegebenenfalls zu

welchem Preis dürfen diese genutzt

werden? Die lokalen Akteure wie

Bürgerinnen und Bürger, Vereine,

Körperschaften, Unternehmen,

Politik und Verwaltung sollten

in die Gestaltung eingebunden

sein. Wie können die Daten für

mehr Ressourceneffizienz, für die

Reduktion von Schadstoffen und

anderen Emissionen oder generell

für nachhaltiges Wirtschaften

eingesetzt werden?

Sie empfehlen Standards für

kommunale Datenplattformen

– warum?

Nur auf der Grundlage offener,

globaler Standards können

Smart-City-Plattformen nachhaltig

Anschlussfähigkeit und

Datensouveränität gewährleisten.

Weitere Systeme können über

standardkonforme Schnittstellen

einfach angeschlossen, Interoperabilität

mit anderen kommunalen

Datenplattformen kann gewährleistet

werden. Und Interoperabilität

hat noch eine weitere Dimension:

Nicht zuletzt geht es um die Lesbarkeit

der Daten, die sogenannte

„Datensemantik“. Außerdem kann

Standardisierung die technische

Komplexität im Zusammenspiel

der Systeme reduzieren, Datenaustausch

vereinfachen und Herstellerabhängigkeit

vermeiden. Die

Standards schaffen Klarheit für die

technische Weiterentwicklung und

sorgen für Investitionssicherheit.

Das ist am Ende sowohl ökonomisch

als auch ökologisch die

vernünftige Lösung.

Welche Lösung bietet msg in

Bezug auf kommunale Datenplattformen

an?

Wir bieten eine interoperable

Datenplattform auf Basis von

globalen Standards bei einer frei

wählbaren Infrastruktur, außerdem

Dienste zur Datenanalyse

sowie generell die technische

Beratung und die Integration.

Dabei können wir das Wissen und

die Dienste aus unterschiedlichen

Branchen abrufen. Und bei

unserer Lösung bleibt die Hoheit

über die Daten und die Dienste

bei der Kommune. Das macht

unsere Lösung aus.


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit PLATTFORM INDUSTRIE 4.0 entstanden.

Die auftragsgesteuerte Produktion –

ein Beispiel für die smarte Industrie

der Zukunft

Die digitale Transformation der produzierenden

Industrie ist in vollem Gange. Laut einer

Umfrage des Digitalverbands Bitkom nutzen

bereits 59 Prozent der Industrieunternehmen in

Deutschland spezielle Anwendungen aus dem

Bereich Industrie 4.0. Doch wie sieht Industrie 4.0

– also die intelligente Vernetzung von Maschinen

und Abläufen – konkret aus?

GRAFIKEN: PLATTFORM INDUSTRIE 4.0

Text

Plattform

Industrie 4.0

Mit dem Anwendungsszenario „auftragsgesteuerte

Produktion“ zeigt

die Plattform Industrie 4.0, wie sich

Wertschöpfungsketten, Kundenbeziehungen

und datengetriebene

Services durch die digitale Vernetzung

ändern werden – und teilweise schon geändert

haben.

Auftragsgesteuert produzieren – das fiktive

Beispiel „FiveBikes“

Man stelle sich vor: Eine Firma namens „FiveBikes“

stellt E-Bikes her. Der Kunde bekommt allerdings

kein Fahrrad von der Stange. Er kann den Lenker

und andere Teile in einem Onlinekonfigurator

individuell nach seinen Wünschen und ergonomischen

Anforderungen anpassen. Sind die Daten im

Konfigurator eingegeben, werden sie per Klick an

FiveBikes übermittelt.

Die Nachfrage schwankt, deshalb investiert Five-

Bikes nicht in eigene Maschinen, sondern bestellt

die Fertigung einzelner Komponenten bei externen

Zulieferern. FiveBikes schreibt die Fertigung auf einer

B2B-Plattform aus. Auswahlkriterien sind Preis,

Liefergeschwindigkeit und soziale Standards. Ein

KI-gestützter Algorithmus ermittelt in Echtzeit die

besten Zulieferer.

FiveBikes schickt nun die verschlüsselten Konfiguratordaten

an die Zulieferer. Die Produktion der

vernetzten Fabrik kann dank der digitalen Zwillinge

der Einzelteile live verfolgt werden. Die Zulieferer

produzieren die individuellen Einzelteile mithilfe

von 3D-Druck in additiver Fertigung. Bei Qualitätsoder

Lieferproblemen kann dank des ständigen Monitorings

unmittelbar reagiert werden. Schließlich

liefern die Zulieferer die Einzelteile aus, FiveBikes

montiert sie just in time im eigenen Werk und verschickt

das fertige E-Bike an den Kunden.

Die auftragsgesteuerte Produktion

Zentrale Herausforderungen auf dem Weg zu digitalen Ökosystemen

plattformi40.de

Von der Fiktion zur Realität –

eine Bestandsaufnahme

Das Szenario der Plattform Industrie 4.0 birgt viele

Vorteile: Den Kunden können bessere Produkte geboten

werden, Produktionskapazitäten werden flexibel

genutzt und optimal ausgelastet. Risiken werden

minimiert und Qualität wird sichergestellt.

Teilweise ist die auftragsgesteuerte Produktion

schon Realität. Konfiguratoren oder Prozesse additiver

Fertigung sind längst im Einsatz. Doch die

vollständige Umsetzung setzt viel voraus: Es braucht

einheitliche Datenstandards, damit beispielsweise die

Konfiguratordaten von allen Maschinen der Zulieferer

fehlerfrei ausgelesen werden können. Die sichere Vermittlung,

Verarbeitung und Aufbewahrung der Kundendaten

ist ebenfalls erfolgskritisch. Zudem brauchen

Produzenten und Zulieferer qualifiziertes Personal, um

die Prozesse aufzusetzen und am Laufen zu halten.

In Deutschland und auf der ganzen Welt arbeiten

viele Expertinnen und Experten an den Grundlagen,

um diese Voraussetzungen zu schaffen und starre

Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Produktion

Wertschöpfungsketten in digitale Ökosysteme zu

verwandeln. Unter anderem die Plattform Industrie

4.0 bietet dazu Raum: Hier diskutieren Expertinnen

und Experten aus Unternehmen, Verbänden, Politik,

Gewerkschaften und Wissenschaft an einem Tisch.

Nur mit Kooperationen können solche Szenarien

Wirklichkeit werden.

Noch größer denken – ein nachhaltiger Ausblick

Szenarien wie die auftragsgesteuerte Produktion sind

erst der Anfang. Sind die Prozesse und Maschinen

erst vernetzt und Daten in großer Menge und hoher

Qualität vorhanden, werden die Möglichkeiten nur

von der eigenen Vorstellungskraft begrenzt. Neuartige

Services und Geschäftsmodelle werden möglich.

Das verändert nicht nur Unternehmen, sondern auch

ihre Umwelt. Gerade im Bereich ökologischer

Nachhaltigkeit gibt es viel Potenzial: Die bedarfsorientierte

Just-in-time-Produktion hilft dabei, Ressourcenaufwände

zu reduzieren. Durch das konsequente

Monitoring werden Materialaufwände und Energieverbrauch

transparent und so steuerbar. Die Fabrik

der Zukunft wird smart sein – und sie kann grün

werden, wenn wir das Potenzial richtig nutzen.


6

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit MPDV entstanden.

In vier Stufen zur smarten Fabrik

Ein Gespräch mit Thorsten Strebel, Vice President Products bei MPDV, über Herausforderungen der

Industrie 4.0, helfende Lösungen wie HYDRA und die hohe Kunst der Interoperabilität.

Text Dominik Maaßen

Thorsten Strebel

Vice President

Products bei MPDV

Mehr Informationen

zu den Lösungen,

Success Stories und

Webinaren von MPDV:

mpdv.com

FOTO: MPDV

Wie nehmen Sie als Experte

momentan den großen Hype

rund um Industrie 4.0 und die

Smart Factory wahr?

Es gibt eine Mischung aus

Neugierde, Innovationsdruck

und vorsichtigem Abwarten.

Viele Anbieter überschwemmen

den Markt und diskutiert wird

über viele unterschiedliche

Themen mit häufig unspezifischen

Begriffen. Fragen nach

einem konkreten Nutzen bleiben

dagegen häufig unbeantwortet.

Das überfordert die potenziellen

Anwender. Aus diesem Grund

legen wir bei MPDV großen Wert

auf umfangreiche Information

und Beratung für Industrieunternehmen.

Wirft man einen Blick in die

Zukunft, wird die sogenannte

Interoperabilität essenziell sein.

Dazu müssen sich allerdings die

Anbieter erst mal auf gemeinsame

Standards einigen. Eine weitere

Herausforderung ist: Lösungen

der Industrie 4.0 müssen ihrer

Zeit zwar voraus sein, aber doch

praxistauglich. Diese Gratwanderung

gelingt nur, wenn Sie

regelmäßig im Kontakt mit Ihren

Anwendern bleiben. Und Innovationen,

die über den Bedarf

hinausgehen, wollen wohldosiert

an den Markt gebracht werden.

Anwender dürfen sie nicht als

Bedrohung für bereits bestehende

Strukturen sehen. Für uns als

Innovator bedeutet das, Visionen

aufzuzeigen und den Weg dorthin

zu erklären beziehungsweise ihn

zu begleiten.

Sie empfehlen Kunden Ihr Vier-

Stufen-Modell von MPDV, um

von technologischen wie auch

organisatorischen Möglichkeiten

der Industrie 4.0 zu profitieren.

Welche Stufen sind das,

und wie können diese helfen?

Bei der transparenten Fabrik geht

es darum, Daten zu erfassen und

zu visualisieren sowie Kennzahlen

zu berechnen. Auf Basis

dieser erfassten Daten können

Sie in der reaktionsfähigen Fabrik

planen und reagieren sowie

Störungen frühzeitig erkennen,

vermeiden oder umgehen. In der

selbstregelnden Fabrik richten

Sie Regelkreise ein, bekommen

bekannte und unbekannte Störfaktoren

automatisch in den Griff

und nutzen künstliche Intelligenz.

Final blicken Sie dann in

der funktional vernetzten Fabrik

über den Tellerrand: Sie integrieren

Daten aus anderen Systemen

und Disziplinen und schaffen die

bereits erwähnte Interoperabilität.

MPDV bietet sowohl Softwaretools

als auch Beratung zum

Erreichen der einzelnen Stufen.

Heute machen unsere Systeme

die Produktion transparent. Morgen

geben sie Entscheidungsvorschläge

und übermorgen werden

Entscheidungen automatisiert

durch künstliche Intelligenz

getroffen – wobei die Eingriffsmöglichkeit

immer beim Menschen

bleibt.

Ihr Manufacturing Execution

System (MES) HYDRA ist bei

mehr als 1.400 Unternehmen

aller Branchen weltweit produktiv

im Einsatz. Können Sie

beschreiben, was sich genau

dahinter verbirgt?

HYDRA ist eine Software zur Planung,

Überwachung, Steuerung

und Optimierung der Produktionsprozesse

inklusive Qualitätssicherung

und HR-Management.

Sie können damit Transparenz

schaffen, Durchlaufzeiten

verkürzen, Verschwendungen

aufzeigen, Produktivität steigern,

Qualität sicherstellen, Rückverfolgbarkeit

garantieren, Energiekosten

senken, Personaleinsatz

optimieren und verlässliche

Kennzahlen erheben bzw. berechnen.

Generell hilft Ihnen HYDRA

also, objektiv Entscheidungen

FOTO: MPDV, ADOBE STOCK, WESTEND61

treffen zu können. Denn alle

Belange und Prozesse in der Produktion

sind abgebildet.

Außerdem ist HYDRA ein

modulares, integriertes System.

Funktionen können also bedarfsgerecht

kombiniert werden.

Trotzdem erhalten Sie von uns

alles aus einer Hand und integriert

auf einer Datenbasis.

HYDRA ist ein offenes System,

das sich in bestehende IT-

Landschaften integrieren lässt.

Gleichzeitig gibt es umfangreiche

Möglichkeiten, Anwendungen zu

individualisieren.

Sie bedienen ganz unterschiedliche

Branchen – inwieweit wird

HYDRA der jeweiligen Branche

gerecht?

HYDRA verfügt über ein hohes

Abstraktionslevel. Deshalb lassen

sich Branchenspezifika individuell

im Standard abbilden. Meist

können bereits mehr als 80 Prozent

der Kundenanforderungen

so abgebildet werden. Mehr als 50

Prozent unserer Kunden haben

daher keine oder nur minimale

Anpassungen.

In Ihrem Portfolio ist auch die

preisgekrönte Manufacturing

Integration Platform (MIP).

Sie ist eine offene Architektur

In vier Stufen zur Smart Factory mit Software und Beratung von MPDV

– können Sie das Prinzip

genauer beschreiben?

Die MIP hat die nächste Generation

der Fertigungs-IT eingeläutet.

Funktionen und Anwendungen

können damit feingranularer als

App zur Verfügung gestellt und

miteinander kombiniert werden.

Die Basis dafür ist ein gemeinsames

semantisches Datenmodell,

das die MIP zur Verfügung stellt.

Das Grundprinzip der MIP

ist, dass sie Interoperabilität

zwischen Apps unterschiedlicher

Anbieter ermöglicht. Sie

vermeiden so den viel befürchteten

Vendor-Lock-in, bei dem

Unternehmen nicht den Anbieter

wechseln können, weil sie von

seinen Services abhängig sind.

Mit MIP können Betreiber individuelle

Speziallösungen interoperabel

und integrativ nutzen.

Es gibt heute kein Unternehmen

mehr, das ohne IT-Lösungen

in der Produktion auskommt,

vielmehr gibt es sehr heterogene

Umgebungen.

Die MIP ist deshalb ein ideales

Werkzeug, um bestehende

Infrastrukturen zu integrieren,

moderne und innovative Lösungen

einzusetzen und so schrittweise

zukunftsfähige Lösungen

herzustellen.


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ÖKOLOGISCHER FUSSABDRUCK VON GEBÄUDEN:

Nachhaltiger bauen

mit Stahlmodulen

Das Bauwesen gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftszweigen überhaupt. Allein in Deutschland

werden jährlich ca. 570 Mio. Tonnen mineralischer Rohstoffe verbaut – 90 % der gesamten inländischen

Entnahme. Zudem ist das Bauwesen für 52 % des gesamten deutschen Abfallaufkommens verantwortlich.

Es genügt daher nicht, das Thema Nachhaltigkeit

von Gebäuden an der Energieeffizienz im Betrieb

festzumachen. Denn gerade die Fertigung von

Baumaterial, sowie Bau und Abriss eines Gebäudes

verbrauchen große Mengen an Energie. Sie wird als

„graue Energie“ bezeichnet und macht knapp die Hälfte

der Energiebilanz eines Gebäudes im Lebenszyklus aus.

Im Vergleich zu konventionellen Bauarten benötigen

Modulgebäude nur wenig graue Energie. Dabei wirken

sich die ressourcenoptimierte Produktion, die flexible

Umnutzung und der einfache Rückbau inklusive einer

hohen Recyclingquote positiv auf den ökologischen Fußabdruck

aus. Doch wo und in welchem Umfang kann die

Modulbauweise, wie sie von ALHO als einem der Marktund

Innovationsführer im Modulbau praktiziert wird, konkret

in Sachen Nachhaltigkeit punkten?

Recyclingweltmeister Stahl: Durch Recycling von Stahl werden

in Deutschland jährlich 20 Mio. Tonnen CO 2

eingespart

– so viel wie Berlin im Jahr ausstößt.

RECYCLINGWELTMEISTER STAHL

Die Stahlindustrie gilt als eine der energieintensivsten

Branchen. Was jedoch kaum einer weiß: Stahl ist weltweit

das am meisten recycelte Material. So werden rund 99 %

des Baustahls recycelt. Heute ist im Grunde jedes Stahlerzeugnis

– und somit auch die Grundkonstruktion der

Stahlmodule – bereits ein Recyclingprodukt.

Durch das Stahlrecycling werden jährlich allein in

Deutschland mehr als 20 Millionen Tonnen CO 2

vermieden.

Dies ist so viel, wie ganz Berlin in einem Jahr freisetzt.

Zudem werden Nebenprodukte in den Materialkreislauf

zurückgeführt. Somit relativieren die Recyclingeigenschaften

von Stahl den Energieaufwand bei der Herstellung.

NACHHALTIGKEIT BEGINNT IN DER PLANUNG

UND HERSTELLUNG

Die integrale Planung im Stahlmodulbau bei ALHO ermöglicht

bedarfsgerechte Gebäudekonzepte, die attraktive

Architektur mit Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen.

Neben den baulichen und technischen Gewerken

und Fachdisziplinen werden bereits alle Lebenszyklen des

Gebäudes, sowie Kosten, Nutzerbehaglichkeit und Ökologie

berücksichtigt.

ALHO Modulgebäude werden in modernen Produktionshallen

unter industriellen Bedingungen in Lean Production

seriell vorgefertigt. Lean Production ist ein aus

der Automobilindustrie bekannter Ansatz zur Prozessoptimierung,

dessen Grundprinzip es ist, Verschwendung zu

minimieren. Durch die konsequente Prozessoptimierung

und -harmonisierung in der seriellen Modulfertigung

werden alle Ressourcen – Material, Personal und Energie

– optimal ausgeschöpft. Dies reduziert den Ressourceneinsatz

um 36 und den Abfall um 70 % gegenüber dem

konventionellen Bauen.

Durch den hohen Vorfertigungsgrad der Module und

die daraus resultierende kurze Bauzeit vor Ort wird die

Belastung der Umwelt durch Schmutz, Lärm und Abfälle

auf ein Minimum reduziert – in Zahlen: bis zu 20 % weniger

Baustellenverkehr, bis zu 50 % weniger Lärm und

Baustaub.

UMNUTZUNG ALS NACHHALTIGKEITSKRITERIUM

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)

bewertet die Nachhaltigkeit von Gebäuden anhand von

bis zu 40 Nachhaltigkeitskriterien. Gemessen am Erfüllungsgrad

vergibt die sie Zertifikate in Platin, Gold, Silber

oder Bronze. Bei ALHO wurde nicht nur ein einzelnes

Gebäude ausgezeichnet, sondern das ganze Bausystem

mit dem Vorzertifikat in Gold. Wird zusätzlich der Standort

berücksichtigt, können ALHO Modulgebäude problemlos

den Platin-Status erreichen.

Dass sich lediglich zwei der 40 Kriterien auf den Primärenergiebedarf

des Gebäudes beziehen, zeigt, dass

bei der DGNB Bewertung keineswegs die Energieeffizienz

in der Nutzung die Hauptrolle spielt. Dennoch sollte

erwähnt werden, dass der Stahlmodulbau die jeweils gültigen

Werte der EnEV erfüllt – vom KfW 55-Standard bis

hin zu EnergiePlus-Gebäuden lassen sich ALHO Modulgebäude

realisieren.

Ein weiteres, wesentliches Kriterium der Nachhaltigkeit

nach DGNB ist die Möglichkeit der Umnutzung. Eine

mehrfache Gebäudenachnutzung hat zur Folge, dass

die Flächeninanspruchnahme durch Neubauten deutlich

verringert wird. Auch hier bieten Modulgebäude einen

erheblichen Vorteil: Sie sind dank ihrer freitragenden

Stahlskelettstruktur mit nichttragenden Innenwänden sehr

flexibel, können umgestaltet, vergrößert, verkleinert oder

umgewidmet und somit immer wieder an einen veränderten

Bedarf angepasst werden.

LEITGEDANKE „CIRCULAR ECONOMY“

Die ALHO Stahlmodulbauweise entspricht dem Prinzip

der „Circular Economy“. Damit bezeichnet man eine

Kreislaufwirtschaft, die ein regeneratives System darstellt,

in dem Ressourceneinsatz und Abfallproduktion,

Lean Production in der ALHO Raumfabrik: Optimierte,

industrielle Fertigungsprozesse reduzieren den Ressourceneinsatz

um 36 % und den Abfall um 70 % gegenüber dem

konventionellen Bauen.

Saubere und leise Baustelle: Die Vorfertigung und die kurze

Bauzeit von wenigen Wochen vor Ort sorgen für bis zu 20%

weniger Baustellenverkehr und bis zu 50% Reduktion von

Lärm und Baustaub.

Emissionen und Energieverschwendung durch das Verlangsamen,

Verringern und Schließen von Energie- und

Materialkreisläufen minimiert werden.

Eine Besonderheit der Stahlmodulgebäude ist es, dass

man sie rückstandlos zurückbauen kann, indem sie wieder

in die einzelnen Module zerlegt werden. Diese können

dann wiederaufbereitet und als „mobile Immobilie“

an einem anderen Ort erneut zusammengefügt werden.

Insbesondere die langlebige Grundkonstruktion aus Stahl

macht es möglich, dass ALHO Modulgebäude so ein

zweites Leben erhalten – oder ein drittes, viertes…

Und sollte ein Modulgebäude nicht mehr benötigt werden,

lässt es sich komplett zurückbauen und anschließend

im Werk sortenrein in seine Wertstoffe zerlegen. So können

alle Materialien zu ca. 90 % recycelt und dem Wertstoffkreislauf

wieder zugeführt werden.

NACHHALTIGKEIT BEGINNT IM UNTERNEHMEN

Das Thema Nachhaltigkeit ist fest im Unternehmensleitbild

von ALHO verankert. Dies bezieht sich nicht nur auf

die Produkte, sondern auch auf die Produktionsbedingungen.

Ein systematisches Energiemanagement sorgt

bei für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in

Sachen Energieeffizienz. Seit Einführung des Energiemanagements

konnte der Energieverbrauch in Produktion

und Verwaltung um rund 20 % reduziert werden.

WEITERE INFORMATIONEN:

ALHO Unternehmensgruppe

Juliane Brendebach, Marketingleitung

Postfach 1151, 51589 Morsbach

Telefon +49 (0)2294 696 177

Telefax +49 (0)2294 696 277

marketing@alho-gruppe.com

ALHO-GRUPPE.COM


8

Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info

Weiches Wasser, hartes Wasser

Der Härtegrad sagt nicht unbedingt etwas über die Wasserqualität aus – doch weiches Wasser macht

bei Geschmack, Aroma, Haut und Haar, Haushalt und Blumen einen Unterschied. Fakten:

Text Paul Howe

HÄRTEBEREICHE: Es gibt vier

Härtebereiche: weich – bis zu 7,3

°dH, mittel – von 7,3 bis 14 °dH,

hart – von 14 bis 21,3 °dH, sehr

hart – über 21,3 °dH

KALKRÄNDER: Hartnäckige Ränder

an Gläsern, unschöne „Steinbildung“

am Duschkopf, Geräte, die früh-

zeitig den Geist aufgeben: Zu viel

Kalk birgt fraglos Nachteile.

HAUTKRANKHEITEN: Zu kalkhaltiges

Wasser kann bei häufigem

Händewaschen, Duschen und

Baden die Haut austrocknen und

bei empfindlichen Personen sogar

Juckreiz oder Ekzeme hervorrufen.

GENUSS: Kaffee- und Teegenießer

schätzen weiches Wasser – weil

es keinen unschönen Film bildet

und außerdem die Aromen besser

zur Entfaltung bringt.

PFLANZEN: Unsere Blumen mögen

am liebsten Regenwasser – das ist

das weichste Wasser überhaupt.

WERTERHALT: Hartes Wasser

führt langfristig zu Schäden an

Installationen und Haushaltsgeräten.

Teure Aufwendungen

sind hier die Folge.

UMWELT SCHONEN, GELD SPAREN:

Weiches Wasser erhöht die

Reinigungskraft von Wasch- und

Putzmitteln. Dadurch kann

man immens an Wasch- und

Reinigungsmitteln sparen.

Und auch in der Warmwasserbereitung

sparen Sie bares Geld –

schon eine 2 Millimeter dicke

Kalkschicht steigert auf Heizflächen

den Energieverbrauch um

rund 20 Prozent.

Werterhalt

der Immobilie

Zeit- und Geld-

Ersparnis

mehr

Genuss

Umwelt und

Ressourcen

schonen

Haushaltsgeräteschutz

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Wohneigentum schützen und

weiches Wasser genießen

Komfort und Werterhalt für Trinkwasserinstallationen

Foto: Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH

Das Wasser, das in Deutschland aus den Wasserhähnen

fließt, ist sauber und bedenkenlos trinkbar. Dafür sorgen

zahlreiche Wasserversorger im ganzen Land. Dennoch ist

nicht jedes Wasser gleich, was an der unterschiedlichen

Wasserhärte liegt. Die Härtebereiche in Deutschland werden

in weich, mittel und hart eingeteilt. Hat man es mit

hartem Wasser zu tun, lohnt es sich besonders, es weicher

zu machen und dadurch Geld und Ressourcen zu sparen.

Grünbeck liefert dafür geeignete Technologien.

Die Trinkwasserinstallation im Haus und die Sanitäreinrichtungen

im Bad sind eine hochwertige Investition.

Damit der Wert erhalten bleibt, gibt es sinnvolle und dauerhaft

wirkende Maßnahmen zum Schutz der Installation

vor Korrosionsschäden und gegen Kalkablagerungen.

In mehr als der Hälfte bundesdeutscher Haushalte strömt

Wasser im mittleren bis hohen Härtebereich durch die

Leitungen. Die intelligente Technik von Enthärtungsanlagen

sorgt für weiches Wasser und schützt damit Rohre,

Armaturen und Haushaltsgeräte vor Kalkablagerungen.

Wasserenthärtungsanlagen arbeiten nach dem bewährten

Prinzip des Ionenaustauschverfahrens, bei dem die

härtebildenden Calcium- und Magnesiumionen auf unbedenkliche

Weise gegen Natriumionen getauscht werden.

Das Ergebnis: Weiches Wasser im ganzen Haus. Moderne

Enthärtungstechnik kann sogar noch mehr, wie die neuen

Enthärtungsanlagen softliQ. Sie liefern kontinuierlich

weiches Wasser für bis zu 30 Personen. Komfort, Kostenreduktion

und nachhaltige Wassernutzung lassen sich so

vereinen.

Ein Trinkwasserfilter, am Hausanschluss direkt nach dem

Wasserzähler installiert, bildet die Sicherheitsbarriere

gegen Kleinstpartikel, die in der Leitungsanlage und in

Armaturen zu Ablagerungen oder Korrosion führen können.

Die Filterbaureihe pureliQ von Grünbeck gibt es

als Feinfilter, Rückspül- oder Automatikfilter. Sie definiert

aktuelle Maßstäbe für die erste Stufe der Wasseraufbereitung

in der Hausinstallation gemäß DIN EN 806-2.


Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info 9

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit DGNB entstanden.

BILD: PETRMALINAK/SHUTTERSTOCK

dgnb.de

Schluss mit „Ja, aber“ in

Sachen Nachhaltigkeit

Es ist schon verrückt, mit welcher Kreativität im Bau- und Immobilienbereich

auch heute, im Jahr 2019, noch nach Gründen gesucht wird,

warum der nachhaltige Weg nicht geht. Dabei fehlt den vorgebrachten

Argumenten in der Regel die inhaltliche Grundlage. Etwa, dass das

nachhaltige Bauen zu teuer und weit weg von der heute üblichen Baupraxis

ist. Wer sich schon um die Energieeffizienz kümmert, müsse

doch nicht mehr machen. Und die gesetzlichen Anforderungen einzuhalten,

reiche doch auch aus.

Text Dr. Christine Lemaitre

Nein, das tut es nicht, zumindest,

wenn wir in Sachen

Klimaschutz wirklich etwas

erreichen wollen! Und das ist

bei weitem nicht das einzige Thema, um

das es sich beim nachhaltigen Bauen

dreht. Klar geht es auch um ökologische

Kriterien wie zum Beispiel einen

geringen CO 2-Fußabdruck, die Vermeidung

von Risiko- und Schadstoffen oder

eine ressourcenschonende, bestenfalls

kreislauffähige Materialwahl.

Doch was viele weniger im Blick haben:

Wer nachhaltig baut, baut für Menschen.

So fördert ein nachhaltiges Gebäude

die Gesundheit, den Komfort und

das Wohlbefinden seiner Nutzer. Dabei

geht es um eine hohe Qualität der Innenraumluft,

viel Tageslicht, eine gute

Akustik, einen hohen thermischen Komfort

zu jeder Jahreszeit und vieles mehr.

Wenn man bedenkt, dass wir uns bis zu

90 Prozent unserer Zeit in Räumen aufhalten,

ist das ein Aspekt, der nicht hoch

genug bewertet werden kann.

Und auch für den Geldbeutel lohnt sich

eine nachhaltige Bauweise. Schließlich

sind die Kosten, die über den Lebenszyklus

eines Gebäudes von 50 und mehr

Jahren anfallen, deutlich reduziert. So

sparen Gebäudeeigentümer beispielsweise

bei den Kosten für den Betrieb

und die Instandhaltung ihrer Immobilie.

Wer dazu noch an eine hohe Umnutzungsfähigkeit,

etwa über eine hohe

Flexibilität der Grundrisse, denkt, kann

langfristig mit einer hohen Werthaltigkeit

rechnen.

FOTO: GOENZCOM BERLIN

Dr. Christine

Lemaitre

Geschäftsführender

Vorstand DGNB

e.V

Praktisch möglich wird das beispielsweise,

wenn man ein Bauprojekt

zertifizieren lässt. Systeme wie das der

Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges

Bauen (DGNB) können mit ihrer

Vielzahl an Kriterien als Planungs- und

Optimierungstool eingesetzt werden,

um all die Dinge zu beachten, die die

Nachhaltigkeitsqualität eines Gebäude

positiv beeinflussen. Die besten Ergebnisse

erzielt, wer sich schon ganz zu

Beginn mit den diversen Themen auseinandersetzt

und für sein individuelles

Projekt informierte und damit richtige

Entscheidungen trifft.

Viele tausend Gebäude haben bereits

vorgemacht, dass es geht. Sie haben sich

nicht verleiten lassen von der Variante

„billig und schnell“. Dokumentiert über

ein Zertifikat in Platin, Gold oder Silber

machen sie transparent nachvollziehbar,

was bei ihnen in puncto Nachhaltigkeit

richtig gemacht wurde. Dabei

handelt es sich übrigens nicht nur um

Leuchtturm-Gewerbeprojekte in den

großen Metropolen. Auch zahlreiche

Wohngebäude, Schulen, Kulturstätten

und viele mehr wurden bereits von der

Non-Profit-Organisation zertifiziert.

Die Inhalte der DGNB Zertifizierung

und damit auch das Wissen über die

entsprechenden Anforderungen sind

übrigens kostenfrei online verfügbar.

Damit hängt nachhaltiges Bauen

letztlich hauptsächlich am Willen des

Bauherrn oder Investor und der durch

sie wahrgenommenen Verantwortung

für Mensch und Umwelt. Wirklich

fundierte Gründe, die gegen eine

nachhaltige Bauweise sprechen, lassen

sich jedenfalls schwer finden.


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Mit staatlicher Förderung kann jeder

zu Hause zum Klimaschützer werden

Ist der Entschluss zum klimaschonenden Heizen und Lüften erst einmal getroffen und sind die

Weichen für den aktiven Klimaschutz im Eigenheim gestellt, dann bleiben Modernisierern und

Bauherren mehrere Möglichkeiten, um die lukrative staatliche Förderung in Anspruch zu nehmen.

Text Kerstin Vogt

Testen Sie jetzt Ihr

Einsparpotenzial auf:

intelligentheizen.info

Wenn Sie den Energieverbrauch

beim Heizen

langfristig senken möchten,

empfiehlt sich der Einbau

einer neuen Heizungsanlage. Dank der

staatlichen Förderung für eine neue

Heizung über das Bundesamt für Wirtschaft

und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau

(KfW) können Sie die Investitionskosten

für eine neue Heizung deutlich reduzieren.

Alternativ zur BAFA- und KfW-

Förderung wurde 2020 die steuerliche

Förderung für eine energetische Gebäudesanierung

eingeführt. Dadurch hat

die Bundesregierung einen weiteren

Anreiz geschaffen, um energetische

Sanierung voranzubringen. Die Steuererstattung

beträgt bis zu 40.000 Euro

über einen Zeitraum von drei Jahren.

Die Steuerermäßigung wird im Nachgang

zur durchgeführten Maßnahme beantragt.

Die steuerliche Förderung ist deshalb

unter anderem für alle Hausbesitzer

ein wertvoller Tipp, die vergessen haben,

den Förderantrag bei BAFA oder KfW

vor Beginn der Maßnahme zu stellen.

Vor der Einführung der steuerlichen

Förderung wären sie leer ausgegangen.

Steuerlich abgesetzt werden können Aufwendungen

für Einzelmaßnahmen, aber

auch die Fachplanung und energetische

Baubegleitung durch einen Fachbetrieb.

Der Einsatz neuer Heiz- und Lüftungstechnik

schont das Klima und den

eigenen Geldbeutel. Viel erreichen lässt

sich aber auch mit (kleineren) Optimierungsmaßnahmen.

Jetzt noch schnell den Optimierungsbonus

bis Ende des Jahres sichern

Damit die Wärmeversorgung in Gebäuden

möglichst energieeffizient ist,

fördert das BAFA seit 2016 ebenfalls die

Heizungsoptimierung. So sind geringere

Heizkosten, mehr Komfort und weniger

Umweltbelastung auch bei kleinen Maßnahmen

möglich. 30 Prozent Zuschuss

FOTO: VDZ

Kerstin Vogt

Geschäftsführerin

der VdZ – Forum

für Energieeffizienz

in der Gebäudetechnik

e. V.

auf die Nettokosten sind beim Pumpentausch

oder der Durchführung eines hydraulischen

Abgleichs drin. Allerdings gilt

die Förderung nur noch bis zum Ende

des Jahres 2020!

Wenn Sie Ihre alte Heizungspumpe,

einen der größten Stromfresser in vielen

Haushalten, gegen eine moderne,

geregelte Hocheffizienzpumpe tauschen

möchten, dann sollten Sie diesen Schritt

rasch in Angriff nehmen, um noch in den

Genuss der Förderung durch den Staat zu

kommen. Der Umstieg lohnt sich auf

jeden Fall, die Kosten amortisieren sich

nach kurzer Zeit. Zudem ist die Durchführung

eines hydraulischen Abgleichs

der Heizungsanlage zu empfehlen. Ohne

Abgleich ist es in Räumen, die nahe am

Heizkessel liegen, in der Regel zu warm

und in Räumen, die weiter entfernt

liegen, zu kalt. Mit einem hydraulischen

Abgleich ist mit geringeren Energiekosten

und einem erhöhten Wohnkomfort

zu rechnen.

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KLIMASCHUTZ BEGINNT IN DEN EIGENEN VIER WÄNDEN

FOTO: NATTANAN KANCHANAPRAT/PIXABAY

Auf Plastiktüten verzichten, öfter mal das Rad nehmen und das Auto in der

Garage stehen lassen, die Lebensmittelverschwendung reduzieren –

an wertvollen Tipps und Ideen zum aktiven Klimaschutz mangelt es nicht.

Dabei bleibt das Einsparpotential in Gebäuden meist unberücksichtigt.

Ein Fehler, denn im Heizungskeller schlummert enormes Klimaschutzpotential –

es muss nur geborgen werden!

In Deutschland sind etwa 21 Millionen Heizungen im Einsatz. Über die Hälfte,

also mehr als 10 Millionen Heizungen, sind über 20 Jahre alt und arbeiten sehr

ineffizient. Zwar steigt die Anzahl der eingebauten Anlagen, die mit erneuerbaren

Energien gekoppelt sind, an. Momentan arbeiten allerdings nur 24 % aller

Wärmeerzeuger effizient und lediglich 20 % nutzen zudem noch erneuerbare

Energien. Wenn Deutschland seine vereinbarten Klimaziele erreichen will, führt

kein Weg vorbei am Austausch der alten Heiztechnik gegen energieeffiziente

Anlagen.

Profitieren Sie von der neuen lukrativen staatlichen Förderung

Seit Anfang 2020 unterstützt der Staat den Einbau energieeffizienter und klimaschonender

Heiz- und Lüftungstechnik in noch größerem Maße als bisher.

Immobilienbesitzerinnen und -besitzer, die derzeit mit Öl heizen, erhalten

beispielsweise für den Umstieg auf eine Wärmepumpe oder Pelletheizung seit

Anfang des Jahres einen Zuschuss von 45 %. Der Staat übernimmt also knapp

die Hälfte der Investitionskosten. „Mit den verbesserten Fördermöglichkeiten

lohnt sich der Schritt hin zur klimafreundlichen Heizung jetzt noch mehr“, betont

Kerstin Vogt, Geschäftsführerin der VdZ, Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik.

Der Umbau der Heizungsanlage wird über das neue BAFA-Programm „Heizen

mit erneuerbaren Energien“ gefördert. Statt fester Beträge vergibt der Staat

Zuschüsse, die sich prozentual auf die tatsächlich anfallenden Kosten beziehen

und nicht zurückgezahlt werden müssen. Auf diese Weise können Besitzerinnen

und Besitzer eines Einfamilienhauses Zuschüsse von bis zu 22.500 Euro erhalten.

Generell gilt: Je höher die Energieeinsparung, desto höher der Förderbetrag.

Neben der Gas-Hybridheizung mit erneuerbarem Wärmeerzeuger wird auch die

Solarthermieanlage mit einem Fördersatz von 30 % gefördert. Findet ein Umstieg

auf eine Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage ohne den Austausch

einer Ölheizung statt, liegt die Förderung bei 35 %. Auch Lüftungsgeräte mit

Wärmerückgewinnung sind förderfähig. Voraussetzung: Diese muss regelungstechnisch

gemeinsam mit einer Wärmepumpe betrieben werden.

Förderung individuell berechnen lassen

Wie hoch der Zuschuss für eine Heizungsförderung ausfällt, hängt von der

Maßnahme und den Investitionskosten ab. Über das Online-Tool „Intelligent

fördern“ können Hausbesitzerinnen und -besitzer die anfallenden Investitionsund

Installationskosten passgenau und individuell berechnen lassen. „Das

„Intelligent fördern“-Tool ist nicht nur kostenlos nutzbar, sondern auch vollkommen

werbefrei. Neutralität ist uns wichtig. Wir empfehlen keine einzelne Technik,

keinen Hersteller und keinen Energieträger,“ so Kerstin Vogt.

Übrigens: Noch günstiger wird der Austausch durch die Mehrwertsteuersenkung

von 19 % auf 16 % bis Ende 2020.

Weitere Informationen zum Online-Tool „Intelligent fördern“, Heizen

mit erneuerbaren Energien, den verschiedenen Förderprogrammen

sowie zum Thema Lüften erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher

auf dem Serviceportal www.intelligent-heizen.info.


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit BUNDESVERBAND SMART CITY entstanden.

Die Smart City und

der Sinn des Lebens

Auch 15 Jahre nach dem Start sind Smart Cities dem Vorwurf

ausgesetzt, bisher kaum mehr als Versuchslabore individueller

digitaler Lösungen zur Optimierung städtischer Leistungen

zu sein. In Anbetracht der globalen Herausforderungen wie

Corona und Klimawandel legt der Bundesverband Smart City

e. V. den Fokus der Smart City auf Zugehörigkeit und Teilhabe

der Menschen an der Gemeinschaft und der Stadtentwicklung.

Sie sind für Menschen unmittelbar sinnstiftend, schaffen

Vertrauen und bewirken eine Belebung verwaister Innenstädte.

Gleichzeitig stärken sie die Gesellschaft, um notwendige

radikale Veränderungen zur Abwendung von Katastrophen

verkraften zu können.

Text Mirko de Paoli

bundesverbandsmart-city.org

FOTO: ©ZÜRICH TOURISMUS

Frau Gerolds Garten in Zürich,

entstanden aus einer Zwischennutzung

Stefan

Slembrouck

ist Philosoph

und Smart-City-

Experte und seit

2016 Mitglied im

Bundesverband

Smart City. Er

berät Kommunen,

Stadtwerke und

Lösungsanbieter

bei der Digitalisierung

der Versorgungsinfrastruktur.

Herr Slembrouck, wie relevant

ist die Smart City noch? Sind

die fatalen Auswirkungen von

COVID-19, z. B. das Sterben von

Läden und Gastgewerbe, und die

Verödung von Innenstädten nicht

dringendere Aufgaben? Und insbesondere

auch die Verhinderung

des Klimawandels?

Durch COVID-19 haben wir erfahren,

welche Zumutung eine Naturkatastrophe

wie die aktuelle Pandemie für

unser Selbstverständnis ist. Um den

Klimawandel und damit einhergehende

Katastrophen zu verhindern,

müssen wir wahrscheinlich noch

viel größere Einschnitte akzeptieren.

Wir müssen uns fragen, wie wir

unsere Gesellschaft und uns selbst

gegen Katastrophen widerstandsfähiger

machen, und uns darin

befähigen können, einschneidende

Maßnahmen zu deren Verhinderung

zu ertragen. Der Bundesverband

Smart City sieht hierin eine Kernaufgabe

der Smart City. In dreißig Jahren

werden laut UN über zwei Drittel

der Menschen in Städten leben.

Deshalb muss die Widerstandsfähigkeit,

die „Resilienz“, der Gesellschaft

im urbanen Umfeld gestärkt werden.

Die Relevanz von Smart-City-Projekten

muss künftig danach beurteilt

werden, ob diese das Immunsystem

der Gesellschaft, deren Selbstheilungskräfte

und Resilienz stärken.

Eine verletzliche Gesellschaft,

fragmentiert durch Partikularinteressen

und polarisiert in Filterblasen,

ständig darauf bedacht, Grenzen

und Mauern gegen das Andere und

scheinbar Bedrohliche zu errichten,

wird an den Herausforderungen

des 21. Jahrhunderts scheitern und

möglicherweise untergehen.

Wie kann dieser Trend zur Polarisierung

denn umgekehrt werden?

Die Stadt Kopenhagen z. B. hat ihre

„Strategie zum guten Leben in der

Stadt“ wie folgt formuliert: „More

urban life for all, more people to

walk more, and more people to

stay longer.“ Wir übersetzen dies

sinngemäß: „den Menschen mehr

Teilhabe am städtischen Leben

ermöglichen; die Stadt fußläufig

erleben können; gerne in der Stadt

verweilen“. Menschen wollen sich in

ihrer Stadt zu Hause, d. h. zugehörig

fühlen. Teilhabe am städtischen

Leben geschieht bereits beim Sehen

und Gesehen-Werden. Schon auf

dieser Ebene entsteht Zugehörigkeit,

eine wesentliche und sinnstiftende

Komponente im menschlichen

Leben. Aus der Zugehörigkeit entsteht

ein Gefühl der Gemeinschaft,

die Grundlage für sozialen Frieden

und somit der gesellschaftlichen

Widerstandsfähigkeit. Hier entwickelt

sich die Verantwortung des

Einzelnen für das Überleben der

Gemeinschaft.

Aber entstehen im Zeitalter von

Videokonferenzen und Social Media

Teilhabe und Gemeinschaftsgefühl

nicht viel eher im virtuellen

Raum?

Anders als im virtuellen Raum

begegnen Menschen im physischen

Raum zwangsläufig immer wieder

Menschen außerhalb der eigenen

Filterblase. Filterblasen führen zu

Abhängigkeit und Einsamkeit, dem

Gegenteil von Gemeinschaft. „Zu

Hause“ findet im Internet nicht statt.

Smart City hat deshalb nach Auffassung

des Bundesverbandes Smart

City die Aufgabe, den urbanen Raum

so zu gestalten, dass Menschen sich

in ihm wohlfühlen, gerne darin

verweilen und sich auf Begegnungen

mit anderen einlassen.

Deshalb definieren wir die Smart

City als „Stadt nach menschlichem

Maß“, genauer noch als „Stadt auf

Augenhöhe“, denn was der Mensch

in seinem natürlichen Sichtfeld

wahrnimmt, ist für ihn sinnstiftend.

Der berühmte und vielfach ausgezeichnete

dänische Stadtentwickler

Jan Gehl hat die räumlichen und

baulichen Kriterien einer „Stadt auf

Augenhöhe“ detailliert beschrieben.

Wir wollen aber auch niedrigschwellige

Mittel und Wege finden, Plätze

und Straßen, die zu verwaisen drohen,

wiederzubeleben. Das kann

nur in partizipativen Prozessen

Eine fragmentierte

Gesellschaft ist

verletzlich und

droht infolge der

Herausforderungen

des 21. Jahrhunderts

unterzugehen.

gemeinsam mit den Menschen

geschehen, die sich auf einem Platz,

in einer Straße aufhalten, denn nur

sie können bestimmen, was bei

ihnen das Gefühl des „Zu-Hause-

Seins“ auslöst.

Sind aber partizipative Prozesse,

wie wir sie kennen, nicht nur

Showveranstaltungen mit Alibifunktion?

Eine Smart City wird nicht funktionieren

ohne funktionierende

partizipative Prozesse. Wenn ein

Platz ein gutes Gefühl vermitteln

soll, benötigen wir Teilhabe und

Engagement bereits auf nicht

sprachlicher und analoger Ebene.

Wir müssen auch jene Menschen

einbinden, die nicht online sind oder

aufgrund sprachlicher Hemmnisse

und anderer Barrieren bisher nicht

erreicht werden.

Die digitalen Hilfsmittel einer

Smart City, wie z. B. die Echtzeitsimulation

eines neu zu gestaltenden

urbanen Raumes, bieten völlig

neue Möglichkeiten der Partizipation.Hier

kann eine neue Erzählung

ihren Anfang nehmen, die dann

Schritt für Schritt verfestigt wird,

z. B. durch Spielmöglichkeiten,

Veranstaltungen, Stadtmobiliar,

bauliche Maßnahmen, neue Gewerbetreibende

und Gastronomen, die

sich dort ansiedeln, wo Menschen

sich eingeladen fühlen, zu verweilen.

Mit diesem neuen Zugehörigkeitsgefühl

wirkt die Smart City

sinnstiftend.

Vielen Dank für das Gespräch,

Herr Slembrouck.


12

Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit INFINEON entstanden.

Für Informationen zum Thema

Smart Building der Zukunft

lesen Sie hier:

infineon.com

Plattformen integrieren lassen. Allerdings

hat das Ethernet auch einen Nachteil:

Der Strom speist sich immer noch

aus eigenen Kabelanschlüssen.

Mit der Einführung und Weiterentwicklung

des Power over Ethernet (PoE)-

Standards konnte diese Hürde für Geräte

mit geringem und hohem Stromverbrauch

wie IP-Telefone, Konferenzsysteme

oder auch WLAN Zugangspunkte

genommen werden.

Neben dem Power over Ethernet gilt

die Weiterentwicklung von Condition

Monitoring (Zustandsüberwachung) und

Predictive Maintenance (vorausschauende

Wartung) als Schlüssel zu einem

nachhaltigen und energieeffizienten

Betrieb von Bürogebäuden.

Die Stadt der Zukunft

Smart Cities gehört die Zukunft: Sie sind umweltfreundlich, sicher und

bieten ihren Bewohnern ein Höchstmaß an Komfort. Die Grundlage

bilden innovative Sensorik-Systeme sowie ein hocheffizienter Datenfluss.

Text Julia Fichte & Manuel Hollfelder, Manager Business Development

INFINEON

TECHNOLOGIES AG

Infineon entwirft, entwickelt, fertigt und

vertreibt eine Vielzahl an Halbleiter- und

Systemlösungen. Dabei liegt der Fokus

auf der Automobil- und Industrieelektronik

sowie auf mobilen Geräten, Hochfrequenzanwendungen

und hardwarebasierter

Sicherheit. Als unter den zehn

weltweit führenden Anbietern von Halbleitern

verbindet Infineon unternehmerischen

Erfolg mit verantwortungsvollem

Handeln. So macht Infineon den Alltag

einfacher, sicherer und umweltfreundlicher.

Am 16. April 2020 hat Infineon die

Übernahme des U.S.-amerikanischen

Unternehmens Cypress Semiconductor

Corporation abgeschlossen. Cypress bietet

weltweit programmierbare Mixed-

Signal-Lösungen, Speicher und integrierte

Halbleiterlösungen an. 47.400 Mitarbeiter

sind nun weltweit für Infineon tätig.

Seit einigen Jahren zählt die Urbanisierung

zu den weltweiten Megatrends.

Und Experten gehen davon

aus, dass diese Entwicklung auch

die künftigen Generationen prägen wird.

Als wegweisende Zukunftstechnologie

gelten in diesem Zusammenhang

sogenannte „Smart Buildings“. Nach

Hochrechnungen der EU sind Geschäftsgebäude

für rund 40 Prozent des europaweiten

Energieverbrauchs und für 36

Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich.

75 Prozent des jetzigen Bestands

gelten als energieineffizient. Mit anderen

Worten: Im Neubau oder der Umrüstung

bestehender Gebäudekomplexe hin

zu Smart Buildings besteht ein riesiges

Energiesparpotenzial, über das die

Umweltbilanz der einzelnen EU-Länder

deutlich verbessert werden könnte.

Sensoren sind das Nervensystem

der Gebäude

Worin bestehen aber die Leistungen

eines Smart Buildings und welches

sind die technischen Voraussetzungen?

Wesentliche Bauelemente sind

Sensoren, die kontinuierlich Daten aus

ihrem Umfeld über Betrieb und Nutzung

eines Gebäudes erheben, analysieren

und untereinander austauschen. Neue

Anwendungsfälle entstehen dadurch,

dass Sensoren, Aktoren und Steuereinheiten

bereichsübergreifend miteinander

vernetzt sind. Die Sensoren sind

vergleichbar mit einem menschlichen

Nervensystem, das unmittelbar auf

Signale reagiert und bestimmte Reaktionen

auslöst. Sensoren prüfen zum

Beispiel, wie viele Menschen sich gerade

in einem Raum befinden, der Mikrocontroller

wertet die Daten aus und gibt

dem Gebäudemanagementsystem den

Befehl, die Beleuchtung, Belüftung und

Temperatur entsprechend anzupassen.

Power of Ethernet ist die Basis

von Smart Buildings

Die Übertragung großer Datenmengen

mit hoher Bandbreite ist damit einer

der wichtigsten Faktoren für Smart

Buildings. Eine leistungsfähige und

zuverlässige Infrastruktur für Informations-

und Kommunikationstechnologie

ist das Fundament, auf dem ein intelligentes

Gebäude errichtet werden kann.

In industriellen Anwendungen haben

sich IP-basierte Netzwerke durchgesetzt,

weil sie einfach zu installieren und zu

warten sind und sich gut in bestehende

FOTO: BLUEJAYPHOTO

Condition Monitoring:

Fehler beheben, bevor sie auftreten

Predictive-Maintenance-Konzepte sind

in der Lage, den Zustand der installierten

Geräte kontinuierlich zu überwachen

und damit Fehler vorherzusagen, bevor

sie überhaupt auftreten.

Nächster Schritt, um Störungen zu

vermeiden, ist eine vorausschauende

Wartung. Dadurch kann exakt prognostiziert

werden, wann an einem Gerät

aus dem Bereich Heizung, Lüftung oder

Klimatechnik (HLK) ein Defekt auftreten

wird und durch proaktive Maßnahmen

vermieden werden. Das Unternehmen

Infineon hat hier zusammen mit dem

IoT-Entwickler Klika Tech und mit der

Unterstützung von Amazon Web Services

(AWS) einen Demonstrator entwickelt.

Dieser kann mehrere Parameter eines

Gerätes einschließlich einer Luftstrom-

Messung überwachen und so eine präzise

und umfassende Datenaufzeichnung gewährleistet.

Über ein ganzes Portfolio an

Sensoren werden hier kritische Komponenten

wie Kompressor, Lüfter, Motoren,

Filter sowie die Vibrationen des Gesamtsystems

überwacht. Die gesammelten

Daten werden anschließend verarbeitet

und dann zur Identifikation von Abweichungen

an die AWS-Cloud gesendet.

Geräte aus dem HLK Bereich sind

nur ein Bereich, in dem Sensoren eine

Zustandsüberwachung und vorausschauende

Wartung von Smart Buildings

ermöglichen können. Das Monitoring

von Aufzügen oder der Beleuchtung sind

weitere wichtige Beispiele, wo Halbleiterlösungen

und Software-Intelligenz

Wartungsprobleme lösen können.

All diese innovative Technologien und

Lösungen sind ein wichtiger Schritt auf

dem Weg zur Stadt der Zukunft. Allerdings

steht auch fest: Wir befinden uns

erst am Anfang einer faszinierenden

Entwicklung. Hochmoderne Technologien

in Verbindung mit innovativen

Konnektivitätslösungen werden in

Zukunft immer stärker gefragt sein.

Denn sie werden entscheidend dazu

beitragen, nachhaltige und intelligente

Gebäude zu errichten und so Urbanisierung

und Klimaschutz in Einklang

bringen.


Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info 13

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit HYPERMOTION entstanden.

IoT, Drohnen-Boom, 3D-Druck –

willkommen auf der Hypermotion 2020

Als erste hybride Veranstaltung der Messe Frankfurt bietet die Hypermotion in diesem Jahr, vom 10. bis 12. November 2020,

das gesamte spannende Konferenzprogramm sowie neue Networking-Tools – sowohl live in Frankfurt als auch virtuell.

Text Name Surname

FOTO: PIETRO SUTERA

Die neue Digital Experience ermöglicht so

allen, die 2020 leider nicht persönlich

anreisen können, sich trotzdem über

die neuesten Produkte, Konzepte und

Lösungen zu informieren, mitzudiskutieren und

thematisch an der Entwicklung des zukünftigen

Transport- und Verkehrssystems teilzuhaben.

Somit vereint das in diesem Jahr hybride Event

das Beste aus zwei Welten: persönlichen Austausch,

virtuelle Vernetzungsmöglichkeiten und eine maximale

digitale Reichweite. Die Teilnehmer können

sich auf ein vielseitiges Konferenzprogramm freuen.

Keynote-Speaker sind unter anderem Whistleblower

Edward Snowden zum Thema „Datenschutz in

Mobilität und Logistik nach Corona – Wie geht es

weiter mit der Infrastruktur unter Datenschutzgesichtspunkten?“

und Bestsellerautor Marc Elsberg,

der in seinen internationalen Bestellern realistische

Zukunfts- und Bedrohungsszenarien entwirft.

Der 6. Deutsche Mobilitätskongress sowie die

smc:smart mobility conference widmen sich dem

Thema zukünftige Mobilität in Bezug auf

Klimaziele und Digitalisierung. Die EXCHAiNGE

fokussiert sich auf Best Practices in der Supply

Chain. Die Logistics Digital Conference sowie

die scalex conference thematisieren Innovationen

im Warentransport und der City-Logistik. Und

das Hypermotion-Lab stellt disruptive Konzepte

im Bereich Urban Air Mobility, Smart Logistics

und digitale Infrastruktur vor. Einen ersten

Eindruck zu diesen Themen kann man sich bereits

vorab im Hypermotion Podcast verschaffen. Die

Vernetzung aller Teilnehmer steht im Vordergrund

des hybriden Events und wird dieses Jahr durch

eine neu integrierte Matchmaking-Software, die

auf künstlicher Intelligenz basiert, zusätzlich

unterstützt. Durch intelligentes Matchmaking

wird ermittelt, welche Personen, Aussteller und

Konferenzinhalte für den jeweiligen User interessant

sein können. Außerdem können Teilnehmer

sich ihren eigenen digitalen Timetable zusammenstellen.

Mehr Informationen unter:

hypermotionfrankfurt.com

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10. – 12. 11. 2020,

Frankfurt am Main

Urbanes Leben

neu gestalten?

Say hy to

Hypermotion.

hypermotion.com/teilnehmen


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit VODAFONE entstanden.

DATENSCHATZ

IMMOBILIE

Ein Gespräch mit Dr. Sebastian Groß,

Leiter Digitales Gebäudemanagement bei

Vodafone, über die erfolgreiche Digitalisierung

von Immobilien und wie Wohnungsunternehmen

mit Plattformen eigene

Datenschätze flexibel und clever heben.

Text Dominik Maaßen

Daten lassen sich auch aus Immobilien

gewinnen – warum sind diese so

wertvoll?

Kurzfristig steht im Vordergrund,

dass sich mit ihnen die Abläufe bei

der Bewirtschaftung vereinfachen

lassen. Mittel- und langfristig geht es

um andere Vorteile. Mein Lieblingsbeispiel

ist der Wärmemengenzähler.

Mit ihm erstellen Sie in der Wohnung

die Heizkostenabrechnung und werten

ihn dafür einmal im Jahr manuell

aus. Er misst aber auch kontinuierlich

die Temperatur des Wassers, das

von der Heizung kommt und zurückfließt.

Haben Sie als Eigentümer

dank fortschrittlicher Digitalisierung

Zugriff auf solche Daten, erkennen Sie

jederzeit und ohne zusätzliche Geräte,

ob die Heizung noch ordnungsgemäß

funktioniert. Oder Sie gleichen ab, ob

die Wärmeverteilung effizient eingestellt

ist oder die Wärmeproduktion im

Heizungskessel zu optimieren ist. Der

reine Ablesewert der Daten hilft dann,

Energie einzusparen und CO 2 zu reduzieren.

Wie in diesem Beispiel ist die

Verarbeitung und Auswertung größerer

Datenmengen in vielen Wirtschaftszweigen

ein Treiber, um Produkte zu

optimieren und neue Geschäftsmodelle

zu entwickeln. Und das gilt selbstverständlich

auch für die Immobilienwirtschaft.

Das Potenzial ihrer Daten, die in

Häusern und Wohnungen vorliegt, ist

nicht annähernd erschöpft.

FOTO: FLORIAN TRETTENBACH

Dr. Sebastian Groß

Leiter Digitales Gebäudemanagement

bei Vodafone

Mehrfamilienhäuser

werden zu

Smart Buildings

Vodafone bietet mit Gebäudekonnektivität 4.0 eine ganzheit-

liche Lösung für die Digitalisierung von Mehrfamilienhäusern

an. Die automatische Überwachung des Gebäudezustands

und die zentrale Fernsteuerung der Gebäudetechnik wird nun

möglich. Vodafones Lösung lässt sich sowohl in Bestands-

gebäuden nachrüsten, als auch direkt beim Neubau mitplanen.

Text Dominik Maaßen

Wie kommen Sie mit Vodafone

ins Spiel?

Eigentümer und Verwalter von Immobilien

können solche Entwicklungen

meist nicht allein vorantreiben. Hier

bieten wir unsere Partnerschaft an.

Gemeinsam können wir die Immobilienwirtschaft

unterstützen, ihre Daten

effizient zu sammeln, intelligent zu

analysieren und wertschöpfend zu nutzen.

Wärme ist ein Bereich, um datengetrieben

bessere Entscheidungen zu

treffen. Aufzüge, Trinkwasser, Lüftung,

Zutritt und Sicherheit sind nur einige

weitere, in denen die Digitalisierung

Einzug hält und der Immobilienwirtschaft

neue Möglichkeiten eröffnet.

Was raten Sie, um ein Immobilienobjekt

clever zu digitalisieren?

Zu empfehlen ist eine Datenplattform,

um Daten zu speichern und aufzubereiten.

Idealerweise ist sie von den Anwendungen

im Objekt getrennt. Denn nur

dann besteht Flexibilität, Lieferanten

oder Dienstleister entsprechend

auszuwählen. Außerdem lassen sich

agil und ohne viel Aufwand, neue

Technologien oder Services ausprobieren.

Das ist bei der Digitalisierung sehr

wichtig. Gleichzeitig verfügt man über

nur ein System, das alle Informationen

bündelt.

Das Produkt ist ein stimmiges

Zusammenspiel

aus Hardware- und

Softwarekomponenten.

Im Haus kommunizieren

verschiedenste Sensoren und

Regeleinrichtungen, etwa in

Rauchwarnmeldern, Schließanlagen

oder an Zähleruhren, die

technischen Zustände an auf den

Etagen installierten GK-Hubs.

Gemeinsam bilden sie die Inhaus-

Infrastruktur, die über eine sicher

verschlüsselte Verbindung die

Daten in Vodafones zentrale

IW-Cloud schickt. Dort können in

einem übersichtlichen Dashboard

die Daten verwaltet und ausgewertet

werden. Auch der Eingriff

in die Gebäudesteuerung ist

direkt möglich. Zudem kann über

Schnittstellen die Integration in

ERP-Systeme erfolgen und die

Weitergabe an relevante Partner.

Ganzheitliche IoT-Plattform für

Smart Buildings

Vodafone hat damit als einer der

ersten Anbieter eine gesamtheitliche,

neutrale IoT-Plattform

für Smart Buildings geschaffen.

Während andere Hersteller

verschiedene Einzellösungen

mit jeweils eigener Infrastruktur

anbieten, arbeitet der Konzern

mit vielen Partnern zusammen,

deren Anwendungen alle

Bereiche der Gebäudeautomation

abdecken. Gemeinsam werden

neue, passgenaue Lösungen zum

Nutzen der Immobilienwirtschaft

erarbeitet. Neben der Zeit- und

Ressourcenersparnis geht es auch

um die Zurückgewinnung der

Datenhoheit. Vermieter können

mit den Lösungen von Vodafone

wieder Herr über die Daten ihrer

Immobilien sein.

Langjährige Erfahrung und

zahlreiche Partner

Die Digitalisierung von Gebäuden

ist eines der großen Themen der

nächsten Jahre. Neben Energieersparnis

und Services für Bewohner

sprechen aber auch rechtliche

Gründe, wie das ab 1. November

geltende Gebäude-Energie-

Gesetz, dafür. Im Bereich IoT ist

Vodafone weltweit führend als

Infrastrukturanbieter und damit

Partner von Unternehmen und

der Industrie. Start-ups, Mittelständler

genau wie DAX-Konzerne

zählen zu seinen Kunden. Kein

anderes Unternehmen in

Deutschland vernetzt über sein

Mobilfunknetz mehr Menschen

und Maschinen. Dank langjähriger

Kooperationen mit der

Immobilienwirtschaft kennt

Vodafone die Bedürfnisse der

Branche wie kaum ein anderer.

Mehr Informationen zu den

Vodafone-Services rund um

Digitalisierung von Immobilien

unter:

vodafone.de/

immobilienwirtschaft/gk


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit COJACON entstanden.

Das eigene Zuhause neu erleben – Cojacon

Smart Home ist weder kompliziert, noch ist es für Tekkies. Doch es muss gut geplant sein. Das sagt Dipl.-Ing. (TUM)

Corvin Jacobs. Er hat deshalb das Unternehmen Cojacon gegründet – für nicht weniger als den Paradigmenwechsel in der

Elektroinstallation. Ein Gespräch mit ihm über intelligentes technisches Design und den Aha-Effekt beim Kunden.

Text Dominik Maaßen

Cojacon ist ein multidisziplinäres

Ingenieurbüro für Bauherren

und Bauträger, Renovierer

und Elektrounternehmen –

können Sie genauer schildern,

was Sie Ihren Kunden bieten?

Wir unterstützen sie bei der Planung,

Beratung und Umsetzung

dabei, ihr Haus intelligent einzurichten

und technisch auszustatten.

Wir verstehen uns dabei

als komplett neues Gewerk und

bilden die Schnittstelle zwischen

allen klassischen Gewerken in

ihrem Bauprojekt. Denn am Ende

funktioniert ein Smart Home nur,

wenn sich alle Komponenten im

Haus verstehen.

Vor welchen Herausforderungen

stehen Ihre Kunden in

Sachen Smart Home bzw. was

ist Ihre Marktlücke?

Sie sind oft frustriert, weil

verschiedene Steuerungssysteme

nicht aufeinander abgestimmt

sind. Dann verfügen sie zwar über

fünf Apps, aber das ganze System

ist nicht wirklich intelligent. Im

schlimmsten Fall vergeuden sie

Energie, weil die Klimaanlage

gegen die Heizung arbeitet.

Der Grund liegt meist in einer

mangelnden Planung und Kommunikation

im Bauprojekt. Wenn

der Bauherr nachträglich eingreift,

explodieren Kostenvoranschläge.

Wie ist genau der Ablauf,

wenn ich Sie buche?

Cojacon ist zunächst ein kreativer

Berater während der Planungsphase.

Wir zwingen den Kunden

bereits früh, sich mit seinen

Wünschen zu beschäftigen. Hierzu

laden wir die Kunden in unser

Concepthome ein. Für ein gutes

Smart-Home-System hinterfragen

wir die Lebensgewohnheiten und

entwickeln daraus ein passendes

Gesamtkonzept. Dies hilft, spätere

Umplanungen zu vermeiden. Im

Anschluss planen wir anhand

des Grundrisses detailliert die

Elektroinstallation und betreuen

den Einbau während der Bauphase.

Die letzten Schritte sind die

Inbetriebnahme, Übergabe und

Wartung durch Cojacon.

Haben Sie ein Beispiel?

Sie leben in einem offenen

Wohn- und Essbereich. Hier

gibt es schnell zehn verschiedene

Lampen in einem Raum

und am Ende verwirren Sie

fünf Doppellichtschalter, ein

Fußtaster an der Stehlampe und

diverse Fernbedienungen. Wir

fragen stattdessen: Wie leben Sie

in diesem Raum? In den meisten

Fällen ergeben sich Szenarien

wie „Kochen“, „Essen“, „Lesen“

oder auch „Kino“. Nun gilt es,

das Beleuchtungskonzept und

die Verkabelung so zu planen,

dass diese Szenen gut umsetzbar

sind. Die Szene „Kino“ startet

auch den Beamer und fährt die

Leinwand herunter. Final hat

der Kunde dann nur einen intuitiven

Taster, der vier Szenen auslösen

kann, und muss sich keine

Gedanken mehr über einzelne

Komponenten machen.

Wie laufen Ihre Bauplanung und

Systemintegration genau ab?

Szenengestaltung und automatisierte

Schaltabläufe lassen sich

nur realisieren, wenn bereits

beim Innendesign auf eine

geschickte Positionierung von

Anschlussdosen und Auslässen

geachtet wird. Hinzu kommen

die Planung der Verkabelung

und die Dimensionierung der

Aktorik im Schaltschrank. Nach

Beratungsleistungen achtet der

FOTO: PATRIXPHOTOGRAPHY

Cojacon-Ingenieur daher auf

die korrekte Durchführung aller

mit dem Smart-Home-System in

Verbindung stehenden Arbeiten.

Er vernetzt die verschiedenen

Gewerke und steht für alle als

Ansprechpartner bei Rückfragen

zum System qualitätssichernd

zur Verfügung. Nach der Übergabe

können Änderungswünsche

jederzeit per Fernwartung

eingespielt werden.

Wer sind Ihre Zielgruppen?

Im B2B-Bereich beraten wir

Bauträger, Architekten und Innendesigner.

Wir entwickeln sowohl

standardisierte Lösungen für den

Geschossbau und Hotelbau als

auch verschiedene Paketlösungen

für private Bauherren. Daneben

auch hochindividuelle Konzepte.

Steht während der Bauphase nicht

genug Budget zur Verfügung, lässt

sich auch eine sinnvolle Vorrüstung

durch Cojacon planen.

Über welche digitalen Systeme

für Smart Home reden wir

hier?

In den Grundpaketen digitalisieren

wir zunächst die Gewerke

Beleuchtung, Beschattung und

Heizung. Im Anschluss wählt

der Kunde, vergleichbar mit dem

Autokauf, Zusatzpakete. Beispiele

hierfür sind ein Alarmpaket oder

auch Ambient Assisted Living,

also Funktionen für altersgerechtes

Wohnen. Hinzu kommen

sogenannte Add-ons. Oft sprechen

wir dann über schlüssellose

Zutrittssysteme, den Rasenroboter,

sonnenstandsabhängige

Beschattung oder Duschen mit

adaptivem Milchglas.

FOTO: PATRIXPHOTOGRAPHY

Dipl.-Ing. (TUM)

Corvin Jacobs

Geschäftsführer

Cojacon

Wir sind die

kreativen

Berater

für das

intelligente

und moderne

Smart Home.

Kann man auch im Bestandsbau

nachrüsten?

Wir planen und integrieren

auch vollwertige Smart-Home-

Systeme in Bestandsimmobilien

jeglicher Art. Hochwertige

Smart Homes lassen sich dank

ausgereifter Funksysteme auch

dort nachrüsten.

Ihr Projekt ist abgeschlossen –

wie soll Ihr Kunde reagieren?

Wir wünschen uns natürlich

immer das „Aha-Erlebnis“ und auf

keinen Fall den Gedanken „Oh

Gott, wie komme ich mit der

ganzen Technik klar?“. Deshalb

achten wir darauf, dass die

Technik allein im Hintergrund

läuft und möglichst ohne Apps

auskommt. Ein Smart Home muss

immer komplett intuitiv bedienbar

sein und das Leben erleichtern

– nur so steigt die Lebensqualität.

Deshalb heißt es: Einleben und

genießen, was das neue Zuhause

alles kann. Der Kunde soll sagen:

„Wie schön ist das denn!“

Mehr Informationen

unter:

cojacon.de


Völlig schrankenlos,

ticketlos, bargeldlos –

DAS PARKHAUS DER

ZUKUNFT

Parkhaus war gestern – in Köln hat jetzt das erste „Mobility-Hub“ geöffnet,

das deutschlandweit Schule machen soll: Es bietet Auto- und Radfahrern

nicht bloß Stellplätze, sondern ein umfassendes Service- und Mobilitätsangebot

ohne Schranken, Tickets oder Kleingeldsuche. Das Betriebskonzept

von KairosRed, ParkenPropertyPartner und epay eröffnet auch

Immobilieneigentümern und -verwaltern neue Chancen.

Text Dominik Maaßen

Andreas Gerhardt

Geschäftsführer

Projektentwickler

KairosRed

Sebastian Anslinger

Direktor Payment

epay

Daniel Kardolsky

Geschäftsführer

ParkenProperty

Partner GmbH

Mehr Informationen:

epay.blog

Das Hamburger Unternehmen

KairosRed verwirklicht auf

einem ehemaligen Industrieareal

mit „Clouth 104“ eine

innovative Quartiersentwicklung als

„Nachbarschaft 4.0“ – dazu gehört jetzt

auch ein neuartiges, unkompliziertes

Mobilitätskonzept. Es steht Mietern,

künftigen Hotel- und Eventgästen und

der gesamten Nachbarschaft offen und

kombiniert Auto- und Fahrradstellplätze,

Car-Sharing und E-Ladestationen. Für

Radfahrer gibt es künftig zudem Spinde

sowie einen Reparaturservice auf Abruf.

KairosRed entwickelt und realisiert

den Clouth 104-Gebäudekomplex als

zukunftsweisendes Smart-City-Konzept,

zu dem unter anderem Büros, Co-Working-Spaces,

ein Hotel, Event-Flächen,

Künstlerateliers, eine Kindertagesstätte,

Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie

und viele weitere Angebote gehören und

das gesamte umliegende Stadtviertel vernetzen

und beleben. Eine Schlüsselrolle

spielt dabei die neue Quartiersgarage als

Mobilitäts- und Service-Hub: KairosRed

brachte hierfür erstmals das Powerhaus

fürs Parken ParkenPropertyPartner und

den etablierten Zahlungsdienstleister

epay zusammen, um das Parkhaus der

Zukunft ohne Tickets, Schranken und

Bargeld umzusetzen.

Automatische Erfassung

Während der Einfahrt wird das Kennzeichen

des Fahrzeuges vorn und hinten

durch Kameras automatisch erfasst und

gemäß Datenschutz nach EU-DSGVO

für die Dauer des Parkens gespeichert

und nach der Bezahlung sofort gelöscht.

Das System unterscheidet selbstständig

zwischen Dauer- und Kurzzeitparkern.

Bei Dauerparkern gleicht das System die

Nutzungsdauer automatisch mit dem

jeweiligen Dauerparkertarif ab, der über

eine App vom Kunden gewählt werden

kann. Der Kurzparker tippt vor Verlassen

des Parkhauses beziehungsweise der

Tiefgarage sein Kennzeichen auf den

Touchscreen am Bezahlterminal ein.

Er kann mit bargeld- und kontaktlosen

Zahlungsmethoden wie per Giro- und

Kreditkarte oder Smartphone bezahlen

und dabei aus den gängigen aktuellen

Bezahlarten wie Google Pay und Apple

Pay wählen.

Der Zahlungsexperte epay wickelt über

seine Prozessingplattform die Zahlungstransaktionen

sowie Authentifizierung

FOTO: FOTO ZUR VERÖFFENTLICHUNG FREI, FOTO: KAIROSRED©

bei der Bank des Kunden automatisch,

sicher und in Echtzeit ab und übernimmt

das Reporting und die Abrechnung mit

dem Immobilienbetreiber beziehungsweise

-inhaber. Nicht-Zahler werden

weitgehend automatisiert über eine

Halterermittlung zur Zahlung schriftlich

aufgefordert. „Das Kölner Leuchtturmprojekt

zeigt mustergültig auf, welches

Potential in einem Parkhaus steckt, wenn

man sie mit intelligenten Technologien

und Nutzungskonzepten aufwertet“, sagt

Daniel Kardolsky, Geschäftsführer von

ParkenPropertyPartner GmbH.

Innovative Mobilitätslösungen

Der Mobility-Hub in Köln soll Vorbild für

eine neue Generation von Parkhäusern

werden, die sich auch in Bestandsgebäuden

problemlos verwirklichen lässt. Für

Immobilienbesitzer, aber auch Stadt- und

Quartiersentwickler tun sich auf diese

Weise neue Chancen auf: „Wir verbinden

für die Immobilienbranche und ihre

Kunden urbane Mobilität mit modernen

Bezahlmöglichkeiten auf flexible Weise“,

sagt Sebastian Anslinger, Direktor Payment

des Zahlungsdienstleisters epay.

„Über die einmal hergestellte Schnittstelle

zu unserer Prozessingplattform, über

die wir jährlich weltweit über 1,54 Mrd.

Zahlungstransaktionen sicher abwickeln,

können wir auch zukünftige Bezahlarten

sowie weitere Services abbilden. Zudem

erlaubt unsere Software eine kundenspezifische

Konfiguration von Abrechnungsund

Reportingoptionen.“

Attraktive Nutzung

Das Parkhaus wird so vielseitiger, intelligenter,

sicherer und attraktiver – und

zugleich wirtschaftlicher im Betrieb,

denn die defektanfälligen Schranken, Tickets

und Münzautomaten entfallen. Der

Nutzer wird bei der Einfahrt per Kamera

automatisch am Kfz-Kennzeichen registriert.

Kurzparker zahlen an einem Terminal

durch Eingabe ihres Kennzeichens

per Smartphone, Kredit- oder Debitkarte;

Dauerparker erhalten eine monatliche

Abrechnung über die Servicegesellschaft

KairosBlue. Bargeld- und kontaktloses

Bezahlen ist seit langem im Trend und

seit Corona auch aus hygienischen Gründen

beliebter denn je. Büromieter oder

Eventveranstalter können ihre Gäste

auch online oder per Smartphone-App

für kostenloses Parken in einem vordefinierten

Zeitrahmen registrieren.

„Mobility-Hubs sind die zeitgemäße

Antwort auf die sich verändernden

Mobilitätsbedürfnisse der Stadt, sie

verwandeln den Angstraum Parkhaus in

einen lebendigen, menschenfreundlichen

Anziehungspunkt, den man gerne

frequentiert“, sagt Andreas Gerhardt

Geschäftsführer des Projektentwicklers

KairosRed. „Wir öffnen das Parkhaus

breiteren Nutzergruppen, es wird für die

Stadtgesellschaft relevanter. Auf diese

Weise lassen sich nicht nur Bestandsimmobilien

nachhaltig revitalisieren,

sondern auch unwirtschaftliche, weil

wenig genutzte Parkräume intelligenter

betreiben.“

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