Der Oberländer - 03 / 2020

MediaLight

Heimatzeitung der Stadt Wilthen, der Gemeinden Neukirch und Sohland an der Spree.

„Der Oberländer“

Heimatzeitung der Stadt Wilthen und

der Gemeinden Neukirch und Sohland a.d. Spree

Themenauswahl

- Sonnenuhrenstube

Taubenheim erstrahlt im

neuen Glanz

- Teddybären für

Neukircher Kita-Kinder

- Grüße von Wilthen an die

Zipfelorte Deutschlands

Ausgabe 03 / 2020


„Der Oberländer“

Vorwort des Herausgebers

Sehr geehrte Leser und Leserinnen,

nun geht es langsam, aber dennoch

mit immer schnelleren Schritten,

dem Herbst entgegen. Auch wenn

die Sonne in der Mitte des Monats

September noch einmal recht stark

auf unser Stück Erde in der Oberlausitz

herab geschienen hat, z.T.

bis an die 30 Grad Grenze, wird

dies den ankommenden Herbst

mit kühlerem Wetter, mehr Regen,

Wind und leichten Stürmen nicht

aufhalten.

Wie Sie sicherlich bemerkt haben, erscheint unsere 3. Ausgabe

aus den unterschiedlichsten Gründen ca. 14 Tage später als üblich.

Das sollte aber kein Beinbruch sein denn wir glauben, dass Sie

dennoch die aktuellen Beiträge mit Interesse und Aufmerksamkeit

lesen. Leider sind die redaktionellen Beiträge in den letzten

Monat weniger geworden, hauptsächlich mit verursacht durch

die vielen Einschränkungen hinsichtlich Hygieneregelungen und

Datenschutzfestlegungen im kulturellen und Veranstaltungsbereich.

Wir hoffen, dass zukünftig wieder ein Anstieg zu verzeichnen

sein wird. An den wenigen Aktivitäten, die noch möglich und

machbar sind sollten Sie sich beteiligen und vielleicht auch eigene

Ideen entwickeln, damit das kulturelle und gemeinschaftliche

Leben dennoch in einer gewissen Form in den Vereinen, Interessengruppen

etc. weiter gehen kann. Uns sollten sich dabei auch

neue, machbare Wege erschließen, um den Zusammenhalt und

das Zusammenleben weiterhin zu gewährleisten.

Bleiben wir zuversichtlich und optimistisch und tragen wir alle ein

wenig dazu bei, dass das Leben in den Gemeinden und mit deren

Unterstützung, in den Vereinen, und durch engagierte Personen

sowie durch Händler, Gewerbetreibende, Firmen und Selbstständige

dennoch erfolgsversprechend weitergeführt werden kann.

Ihr Team von Media-Light Löbau

Der Herbst ist

die Jahreszeit wo

die Natur die Seite

umblättert.

Die nächste Ausgabe

Ausgabe 03 | 2020

Pavel Kosorin

„Der Oberländer“

erscheint in der 2. Dezemberwoche 2020.

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Redaktionsschluss

Ausgabe 04 / 2020

09.11.2020

2


Aktuelles aus Neukirch

Fotograf: Feuerwehr Neukirch/Lausitz

Gemeinde Neukirch

Feuerwehrmann aus Neukirch

hilft Seniorin

zu sehen sind: Leiter Polizeirevier Bautzen PD Mario

Steiner, Wehrleiter H.-G. Zenker, Feuerwehrmann Daniel

Dietze, Bürgermeister Jens Zeiler

Ein couragierter Feuerwehrmann

aus Neukirch/Lausitz

hat am 21.

Juli 2020 einer älteren

Dame in Not geholfen.

Das Seniorenheim

meldete sie am frühen

Abend als vermisst.

Nach einer Vermisstenanzeige

lösten die Beamten

eine Fahndung

aus, bei der Diensthunde

und der Hubschrauber

zum Einsatz kamen. Herr Daniel Dietze aus Neukirch/Lausitz

bemerkte die Suche und machte sich auf den Weg um zu helfen.

Gegen 21:40 Uhr fand er die Seniorin in der Nähe des Waldes und

meldete dies sofort der Polizei. Als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr

Neukirch konnte er sofort erste Hilfe leisten, dass Polizeirevier

Bautzen dankte Herrn Dietrich. Ich freue mich, dass wir

aufmerksame und hilfsbereite Bürger in Neukirch/Lausitz haben.

Die Freiwillige Feuerwehr braucht genau solche Bürger! Unsere

Kameraden sind technisch hervorragend ausgestattet. In der

aktiven Abteilung kann jeder ab vollendetem 16. Lebensjahr mitmachen.

Ab 8 Jahre gibt es die Jugendfeuerwehr. Die Anmeldung

ist ganz einfach und erfolgt über die Homepage der Feuerwehr:

www.feuerwehr-neukirch.de/mitglied-werden. Wer sich den aktiven

Dienst nicht mehr zutraut, kann die Kameraden auch als

Mitglied im Förderverein unterstützen.

Trotz der stark aufgestellten Jugendfeuerwehr freuen wir uns

über jede neue Kameradin und jeden neuen Kameraden, um die

Arbeit der Feuerwehr stetig abzusichern.

Jens Zeiler, Bürgermeister

Hans-Georg Zenker, Wehrleiter

Anhaltende Trockenheit sorgt für

Brandgefahren

Während der vergangenen Tage waren unsere Kameraden der

Freiwilligen Feuerwehr mehrfach im Einsatz bei Flur- und Grünflächenbränden.

Denn die Waldbrandgefahr ist aufgrund der

Trockenheit enorm hoch.

Wir bitten Sie um Vorsicht beim Umgang mit offenem Feuer,

beim Betrieb von Maschinen und Geräten mit einer gewissen

Brandgefahr!

Scheuen Sie sich nicht, bei der Feststellung oder ernsthaften Vermutung

von Bränden den Notruf 112 zu wählen und gegebenenfalls

weitere Sofortmaßnahmen zu ergreifen, um Entstehungsbrände

zu bekämpfen.

In diesem Zusammenhang möchten wir den Anwohnern der

Pfarrgasse danken, die am 30.07.2020 einen Entstehungsbrand

löschten und die Feuerwehr alarmierten.

Freiwillige Feuerwehr Neukirch/Lausitz

Kleintierschau in Neukirch 2020

Am 14. und 15.11.2020 findet in der Festscheune im ehem. Rittergut,

Hauptstr. 62b in Neukirch/Lausitz, die 38. Oberland-Kleintierausstellung

statt, welche am Samstag, den 14.11.20 von 9 bis

17 Uhr und am Sonntag, den 15.11.2020, von 10 bis circa 16:30 Uhr

geöffnet ist (wenn Corona es zulässt).

Wir, der Rassekaninchenzüchterverein und der Rassegeflügelzüchterverein

Neukirch/L., planen auch in diesem Jahr wieder

eine gemeinsame Kleintierausstellung.

Da die Ausstellungen beider Vereine in der Vergangenheit immer

wieder durch eine schöne Ausgestaltung auffielen, möchten wir

auch in diesem Jahr den Besuchern und dem Fachpublikum eine

attraktive Schau bieten.

Bei den Rassekaninchenzüchtern wetteifern die Züchter, aus dem

südlichen Kreis Bautzen, mit ihren Kaninchen in verschiedenen

Zuchtgruppen, um den begehrten Titel „Oberlandmeister“.

Die Rassegeflügelzüchter präsentieren Hühner, Tauben, Wassergeflügel

und einiges Ziergeflügel, welches in übersichtlich gestalteten

Volieren und Käfigen zu sehen ist.

Für die Kinder gibt es wieder ein Streichelgehege. Eine attraktive

Tombola, das Bemalen von Tonfiguren, sowie das Zeichnen des

Lieblingstieres, welches bei Abgabe desselbigen, ein Freilos erhält.

Es bestehen günstige Möglichkeiten zum Erwerb von Zuchttieren

oder auch Tieren für die individuelle Tierhaltung.

Für einen ausgiebigen Imbiss ist an beiden Ausstellungstagen gesorgt.

Eintritt:

Erwachsene 2€

Kinder 6–14 Jahre 1€

Mit freundlichen Grüßen

Rassekaninchenzüchterverein Neukirch/L. u. Umgebung e.V.

Rassegeflügelzüchterverein Neukirch/L. e.V. u. Umgebung e.V.

Kita Neukirch

Teddybären für Neukircher Kita Kinder

Hans-Jochen Werner, vielen auch als Hanno bekannt oder als ehemaliger

Inhaber und Gründer des heutigen Autohaus am Kirchberg,

spendete zwei besonders große Teddybären. Gemeinsam

haben wir beschlossen diese zwei Kuschelbären in die Neukircher

Kindertagesstätten zu bringen. Deshalb besuchten wir am

28.08.2020 beide Kindertagesstätten und es war wieder einmal

eine schöne Gelegenheit ins Gespräch zu kommen und weitere

gemeinsame Projekte zu besprechen.

Jeweils ein Teddy für eine Vielzahl von Kita-Kindern ist natürlich

unpraktisch. Die Einrichtungen haben sich deshalb entschieden

die Teddybären beim nächsten Kinderfest zu versteigern oder in

einer Tombola zu verlosen. Die Einnahmen kommen dann den

Kindertagesstätten zu Gute. Ich danke Hanno für diese schöne

Idee seine Teddybären zu spenden.

Jens Zeiler, Bürgermeister

Fotograf: Christian Munder

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„Der Oberländer“

Bilder © Neukirch

Gemeinde Neukirch

ADAC in der Lessinggrundschule

Nach der langen Corona Zeit mal wieder ein bisschen Abwechslung.

An drei Tagen war der ADAC, mit dem Fahrradparcours, in der

Lessinggrundschule zu Besuch und hat mit den Kindern von Klasse

2, Klasse 3 und Klasse 4 ein Fahrsicherheitstraining absolviert.

Die Kinder hatten ihren Helm mit und viele auch ihr eigenes Fahrrad.

In dem Parcours ging es um Sicherheit in schwierigen Situationen

aber auch um das Kennen und Beherrschen vom Fahrrad.

Am Ende wurden sogar Medaillen vergeben, für die Kinder die am

besten und schnellsten den Parcours gemeistert haben. Es war

wieder mal ein sehr tolles Erlebnis für die Kinder. Wir danken den

ADAC Mitarbeitern die den Kindern eine schöne Zeit ermöglicht

haben.

Die Lehrer und Schüler der Lessinggrundschule Neukirch

Neueröffnung Valtentalseebaude

Seit diesem Sommer ist Neukirch/Lausitz wieder um ein beliebtes

Ausflugsziel reicher. Die Valtentalseebaude hat mit Familie

Melcher einen neuen Pächter.

In idyllischer Lage am Fuße des Valtenbergs, der mit 587 Metern

höchsten Erhebung des Lausitzer Berglands in Sachsen, befindet

sich die Valtentalseebaude am gleichnamigen See.

Neben der gastronomischen Betreuung bietet sich hier auch die

Möglichkeit zur Gondelfahrt. Die Gemeinde Neukirch wird dafür

gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum Neukirch den „in die

Jahre gekommenen“ Bootssteg erneuern.

Der Saal der Baude kann für Familienfeiern oder anderen Anlässen

(bis 100 Personen) gemietet werden.

Öffnungszeiten

Freitag: 16 bis 22 Uhr, Samstag: 14 bis 22 Uhr

Sommerzeit Sonntag: 11 bis 18 Uhr

Winterzeit Sonntag: 13 bis 18 Uhr

Familie Melcher

Pächter Valtentalseebaude

Jens Zeiler

Bürgermeister

Mit dem Fahrrad durch

Neukirch/Lausitz

Ausgabe 03 | 2020

Wissen Sie eigentlich, wie man

die Bundesstraße B 98 als Radfahrer

umgehen kann? Nein,

das habe ich mir gedacht. Dafür

ist das Naturschutzzentrum

Neukirch/Lausitz in meinem

Auftrag im Einsatz. Das

Naturschutzzentrum bringt im

September circa 20 Radwegweisschilder

im Ort an.

Es ist mir ein Bedürfnis eine sichere

Alternativtrasse für Radfahrer

wie Schulkinder, ältere

Bürger oder auch Arbeitspendler

zur stark befahrenen Bundesstraße zu bieten. Oftmals fehlt

es lediglich daran, dass wir die Parallelwege kennen. Das ändert

sich zukünftig. Denn die neuen Schilder weisen künftig diesen

Weg aus. Startpunkt ist der Dorfweg am Ortseingang von Neukirch/Lausitz.

Die Route führt vom Dorfweg zum Dammweg weiter

zur Parkstraße und kann am Schenkenweg an der Kirche auf

die Hauptstraße verlassen werden. Eine zweite Möglichkeit führt

vom Schenkenweg über die Bergstraße bis zum Bahnübergang.

Der Endpunkt befindet sich an der Leibingerstraße Einfahrt Talweg.

Von dort besteht der Anschluss an den offiziellen Radweg.

Ich danke dem Naturschutzzentrum, welches dieses Projekt umsetzt

und somit für mehr Sicherheit und Radfahrvergnügen in

Neukirch/Lausitz sorgt.

Jens Zeiler, Bürgermeister

deutsch-tschechisches Projekt

Blühende Wiesen in der Grenzregion

Am 01.07.2020 startete unter diesem Namen ein deutsch-tschechisches

Projekt, welches von den Gemeinden Neukirch / Lausitz

und Brniste initiiert wurde. Mit finanzieller Unterstützung des

Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sollen in den folgenden

2 Jahren kommunale Mitarbeiter aber auch private Interessenten

geschult werden, wie derzeit monotone Rasenflächen

in blühende Wiesen mit einer großen Artenvielfalt umgestaltet

werden können.

In Zusammenarbeit mit Fachkräften der Jan-Evangelista-Purkyne-Universität

sowie dem Naturschutzzentrum „Oberlausitzer

Bergland“ Neukirch erhalten die Teilnehmer der Schulungen theoretisches

und praktisches Fachwissen zur naturschutzgerechten

Pflege solcher Wiesen.

In den vergangenen Monaten haben mehrere Gemeinden und

auch gemeinnützige Vereine / Verbände in der Grenzregion mit

einer Interessensbekundung ihre Mitwirkung am Projekt angezeigt.

Der offizielle Startschuss erfolgte am Dienstag, 15.09.2020, mit

einem Auftakt-Workshop in der Festscheune auf dem Rittergutsgelände

Neukirch / Lausitz. Neben 2 Impuls-Fachbeiträgen gab es

auch eine Exkursion zu einer potenziellen „Blühwiese“.

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Aktuelles aus Neukirch

Die ersten Schulungen

finden am

22.10.2020 in Brniste

bzw. am 11.11.2020 in

Neukirch statt, bei

denen die Mitarbeiter

aus Kommunen

bzw. Verbänden

Informationen zum Artenvorkommen auf Wiesen und wichtige

Grundlagen zur Pflege dieser Flächen erhalten.

Mit der Umsetzung des Projektes wünschen sich die Initiatoren,

dass die Menschen ihre Umgebung als einen Ort wahrnehmen,

der auch für Pflanzen und Tiere – insbesondere Insekten – als

(über-)lebenswert gilt. Sie sind die Grundlage für ein intaktes

Ökosystem. Gleichzeitig sollen Pflanzen, die gegenwärtig oftmals

als „Unkraut“ bezeichnet werden, in den Fokus gestellt und

auf ihre Bedeutung im Naturkreislauf hingewiesen werden.

Nach dem Motto „Lasst Sachsens Wiesen blühen“ hoffen die Projektpartner

auf zahlreiche Mitstreiter, die sich diesem Thema annehmen

möchten.

Weitere Informationen erteilt das Naturschutzzentrum

„Oberlausitzer Bergland“ e.V. Neukirch:

info@naturschutzzentrum-neukirch.de

Tel.: 035951-35852

Konzert der Bundesärztephilharmonie am 27. September im Dresdner Kulturpalast

Benefizkonzert im Kulturpalast

zugunsten von arche noVa

Dresden, 15. September 2020

Endlich wieder ein Konzert! Die 21-jährige Dresdner Medizinstudentin

Hanna Schneider kann es kaum erwarten, auf der Bühne

zu stehen. Monatelang waren wegen Corona alle Auftrittsmöglichkeiten

ausgefallen, selbst Proben mussten lange aussetzen.

Dabei schätzt die Hobby-Trompeterin an der Musik vor allem das

Miteinander und freut sich deshalb besonders auf das Konzert der

Bundesärztephilharmonie am 27. September im Dresdner Kulturpalast.

Die Einnahmen aus dem Konzert kommen vollständig der

Corona-Nothilfe von arche noVa zu Gute.

Die Bundesärztephilharmonie ist ein Projektorchester, das sich

einmal im Jahr zusammenfindet, um vor allem seltener gespielte

Werke für große Orchesterbesetzungen einzustudieren. Bisher

trat das Orchester immer in Hamburg auf, für dieses Jahr war erstmals

ein großes Konzert im Dresdner Kulturpalast geplant. Auf

dem Programm stand Beethovens 9. Sinfonie und Mahlers 10. mit

knapp 100 Musikern und mehreren Chören. Corona machte dem

einen Strich durch die Rechnung, aber einfach verschieben kam für

Dr. Michael Scheele, den Gründer der Bundesärztephilharmonie,

nicht in Frage. Zumal in Dresden mit der hiesigen Philharmonie

das Konzertgeschehen unter verschärften Hygienebedingungen

vergleichsweise früh wieder angelaufen war.

„Mir ist es wichtig zu zeigen, dass Kultur und Musik auch in einer

schweren Krise wichtig sind, um die Menschen aufzubauen. Als

Mediziner sind wir zwar alle auch grade an vielen anderen Stellen

gefragt, aber um professionell arbeiten zu können, braucht es immer

auch einen Ausgleich – deshalb spielen wir trotz Corona dieses

Konzert“, erklärt Dr. Michael Scheele.

Der Benefizgedanke sei im Orchester zentral. Traditionell würden

daher Anliegen, die im medizinischen Kontext stehen, gefördert.

„Und was liegt da näher als für die weltweite Corona-Nothilfe zu

spenden“, so Dr. Scheele, der als Gynäkologe über viele Jahre in leitender

Position in einem Hamburger Krankenhaus tätig war.

Für arche noVa, die seit März in praktisch allen Projektgebieten mit

Hygieneschulungen, Verteilung von Wasser und Hygienepaketen,

Herstellung von Seife sowie der Produktion von Masken versuchen,

der Verbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken, ein wichtiges

Anliegen.

„Covid-19 trifft auf der Welt diejenigen am stärksten, die bereits

vorher auf Hilfe angewiesen waren. Kurzerhand haben wir unsere

Projekte umgestellt, um diesen Menschen schnell und dennoch

nachhaltig zu helfen. Dafür brauchen wir eine breite Unterstützung

aus der Gesellschaft. Es ist daher ein bemerkenswertes Signal,

dass die Bundesärztephilharmonie die gesamten Eintrittsgelder

ihres Konzertes im Kulturpalast an arche noVa spendet. Dafür

ein herzliches Dankeschön“, betont Mathias Anderson, Geschäftsführer

von arche noVa.

Der Erlös aller verkauften Karten des Benefizkonzertes geht komplett

an arche noVa für die weltweite Projektarbeit im Kontext

Corona. Insgesamt finden im Rahmen des Hygienekonzeptes

800 Menschen im Publikum und knapp 50 auf der Bühne Platz.

Für Hanna Schneider, die Dresdner Medizinstudentin und Hobby-

Trompeterin, ist diese kleine Besetzung mit großem Sicherheitsabstand

zwischen den Musikerinnen und Musikern eine ganz besondere

Herausforderung. „Da man vor allem über die Körpersprache

kommuniziert und gemeinsam atmet, wird das Zusammenspiel

deutlich schwerer“, erklärt sie. Auf das Konzert unter der Leitung

von Jürgen Bruns freut sie sich trotzdem.

„Wir haben das

Programm entsprechend

angepasst

und beginnen mit

der Figaro-Ouvertüre

von Mozart. Dann

folgt von Darius Milhaud

„Le boeuf sur

le toit“ – übersetzt

„Der Ochse auf dem

Dach“. Diese Ballettmusik lebt von dem spannenden Kontrast zwischen

sphärischen Klängen und brasilianischen Rhythmen, sowie

einem Tango. Es ist eines der seltener gespielten Orchesterwerke,

auf die sich die Bundesärztephilharmonie spezialisiert hat. Genauso

wie „The Unanswered Question“ von Charles Ives. Und weil

neben dem ,Corona-Jahr‘ auch Beethoven-Jahr ist, spielen wir die

2. Sinfonie von Beethoven, die auch mit 50 Musikern spielbar ist“,

erzählt Hanna Schneider.

„Es ist schon etwas sehr besonderes im Dresdner Kulturpalast aufzutreten

– das motiviert viele Musiker für ein solches Projekt, über

die eigentliche musikalische Herausforderung hinaus“, betont

auch Dr. Michael Scheele.

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© Bundesärztephilharmonie // Pukall Fotografie Studios | Kerstin Pukall


„Der Oberländer“

Ausgabe 03 | 2020

Gemeinde Neukirch

Liebe Neukircher – wir suchen einen

neuen Straßennamen

Die Gemeinde Neukirch/Lausitz erschließt

ein Wohngebiet mit 15 Baugrundstücken,

diese Grundstücke haben wir bereits

mehrfach öffentlich beworben. Zur Erschließung

der neuen Grundstücke, welche

zur Bebauung mit Einfamilienhäusern

vorgesehen sind, entsteht auch eine neue

Straße. Die Straßenbau- und Erschließungsarbeiten

werden voraussichtlich

im September 2020 fertig gestellt. Der

Straßenverlauf ist schon erkennbar und

auch die Straßenborde sind bereits gesetzt.

Die neue Straße beginnt am Bönnigheimer

Ring und kreuzt danach den

Schenkenweg, schwenkt dann in Richtung

der Oberschule und endet dort als Sackgasse

mit Wendehammer. Für diese neue

Straße wird ein Name gesucht. Vorgaben

für die Namensgebung gibt es keine. Der

Gemeinderat hatte bereits zu diesem Thema

getagt und zusammen mit dem Bauamt

Empfehlungen wie „Am Valtenberg“

oder „Hinterer Schenkenweg“ erarbeitet.

Dennoch sind Vorschläge für den neuen

Straßennamen herzlich willkommen. Wer

gern einen Vorschlag einreichen möchte,

kann diesen per E-Mail mit kurzer Begründung

an info@neukirch-lausitz.de oder

auch per Post:

Gemeinde Neukirch/Lausitz

Hauptstr. 20, 01904 Neukirch/Lausitz

senden. Wir freuen uns über möglichst

zahlreiche Bürgerbeteiligung bei der

Namensgebung.

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Abbildung 1 Fotograf: Bauamt Gemeinde Neukirch/Lausitz

Jens Zeiler, Bürgermeister

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Neues aus Sohland

Waldbühne Sohland

Ein Leben ohne Waldbühne ist möglich, aber sinnlos!

So lautete der Slogan der letzten Ausgabe

in „Der Oberländer“ in Bezug auf die leider

komplett ausgefallene Waldbühnesaison

in Sohland.

Nun neigt sich das Jahr und es war ein

stilles im Gelände unterhalb der Teufelskanzel

am Kälberstein.

Keine fröhlichen, erwartungsvollen Zuschauermengen,

die sich an den Wochenenden

an den Angeboten erfreuen

konnten, keine lustigen Proben, keine

Gastspielgruppen, die die Atmosphäre genießen

konnten…..

Aber der Verein lässt sich nicht entmutigen!

Vorausgesetzt, dass das Jahr 2021

nicht mehr fest in der Hand von Corona ist,

wird das Jubiläum 30 Jahre Waldbühne

besonders gewürdigt.

Die Spielgemeinschaft Schirgiswalde wird

ihr Stück vom Rathausgespenst aufführen,

der Bergsteigerchor Sebnitz ebenso

wie das Puppentheater Glöckchen werden

ihren Auftritt nachholen und TanzArt aus

Kirschau will zur Feier des Jahres erstmalig

auf der Waldbühne auftreten.

Hoffen wir, dass sich unsere Pläne erfüllen

lassen und wir Sie alle als Zuschauer wieder

begrüßen können!

Der Verein Interessengemeinschaft

Waldbühne Sohland/Schirgiswalde e.V.

Christine Herold

Forstmuseum Sohland

Waldpädagogische

Veranstaltungen 2020

im Forstmuseum Sohland

Veranstaltungen für Familien

Folgende Veranstaltungen werden von

14.00 – 17.00 Uhr durchgeführt:

10.10.2020 „Die Pilze des Waldes“

(Wesen der Pilze, Pilzarten, Bedeutung

und Verwendung, ein Quiz, Kreativangebot)

04.12.2020 „Ein Weihnachtsbaum für Tiere“

(Vorbereitung und Durchführung einer

Tierfütterung im Wald,

Bau eines Futterhäuschens)

Veranstaltungen für die Öffentlichkeit

Besuchergruppen bis maximal 20 Personen

(Vereine, Organisationen, Firmen,

Urlauber und Touristen) können aus

folgenden Themen ihre individuelle Veranstaltung

(Dauer ca. 3 Stunden) buchen:

- Wald-Erlebnis-Rallye

- Der Wald als Apotheke

Angebote für Kindergruppen

Folgende Projektthemen sind möglich:

- Waldbewohner der Oberlausitz

(Wald als Lebensraum - Wer lebt dort?,

Tierspuren im Wald suchen, Aktionsspiele)

- Die Funktionen des Waldes

(Bedeutung des Waldes anhand von

Beobachtungen und Experimenten im

Wald erforschen und mit Arbeitsblättern

dokumentieren)

- Schichten des Waldes

(Aufbau des Waldes, Waldformen, Tiere

und Pflanzen im Wald)

- Wald-Erlebnis -Rallye

(Lösen von Aufgaben an verschiedenen

Stationen im Wald, alternativ bei

schlechtem Wetter Museumsrallye)

Die Themen werden an die Zielgruppen

angepasst:

- Schulklassen aller Stufen und Schularten

- Kindertagesstätten

- Ferien – und Hortgruppen.

Die Inhalte entsprechen dem sächsischen

Lehrplan. Die Aktivitäten in den Projekten

sind mit dem Besuch des Oberlausitzer

Forst- und Holzmuseums in Sohland

verbunden. Jede Veranstaltung dauert ca.

3 Stunden.

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© Forstmuseum Sohland

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Schluckenauer Str. 11a

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„Der Oberländer“

Gemeinde Sohland

Bau Rasthütte am

Himmelsbrückenweg

In der Sommerzeit 2020 entstand die neue Rasthütte am Himmelsbrückenweg.

Ein wahres Schmuckstück und ein Hingucker

ist die Rasthütte, gelegen am offiziellen Spreeradweg, geworden.

Der Wunsch und die Vision dazu sind schon etwas älter. Nachdem

die vorherige Rasthütte vor allem wegen Vandalismusschäden

vor 4 Jahren abgebaut werden musste, hat sich der ehemalige

Ortschaftsrat von Sohland für den Bau einer neuen Rasthütte eingesetzt.

Insbesondere die Gemeinderäte Henrik Müller, Mathias

Grunert und Steffen Schirner haben sich für die Realisierung engagiert.

Der Baustil war nicht von Beginn an klar. Recht eindeutig

fiel dann jedoch die Entscheidung für die Orts- und Oberlausitztypische

Umgebinde Bauweise.

Ortsansässige Handwerker haben das Vorhaben realisiert in

Verbindung mit Investitionen der Gemeinde Sohland. Mit der

Rasthütte am Himmelsbrückenweg, der ganz neu aufgestellten

Informationstafel mit viel Wissenswertem als auch der E-Bike

Ausgabe 03 | 2020

Ladestation am Stausee Sohland hat der überregionale Spreeradweg

in unserer Gemeinde eine deutliche Aufwertung erfahren.

Allen an der Realisierung Beteiligten wird herzlich für ihr Engagement

gedankt.

© Gemeinde Sohland a.d. Spree

Taubenheimer Dorfclub

Die Sonnenuhrenstube

erstrahlt in neuem Glanz

Kurz nach Fertigstellung der Sanierung

des Bürger- und Vereinshauses in Taubenheim

und der Schlüsselübergabe an die

Vereine des Dorfes wurde vom Taubenheimer

Dorfclub die Sonnenuhrenstube

wieder eingerichtet.

Nun erstrahlt sie im neuen Glanz. Von

hier beginnt auch die Führung auf dem

Sonnenuhrenpfad. In der Stube werden

unsere Gäste an Hand von 10 Sonnenuhren

(alles Originalsonnenuhren von Martin

Hölzel, Hermann Güttler und Peter

Domschke) auf die Führung eingestimmt.

Die wichtigsten Lebensdaten von Martin

Hölzel werden erwähnt, wie es dazu kam,

dass er sich zum „Sonnenuhrenvater“ entwickeln

konnte und seit wann Taubenheim

„Sonnenuhrendorf“ genannt wird.

In der Sonnenuhrenstube und im Flur werden

ebenfalls Originalzeichnungen

von Martin Hölzel

gezeigt, denn Martin

Hölzel war nicht

nur Sonnenuhrenerbauer,

sondern

auch ein begnadeter

Grafiker und

Maler.

Zurzeit gibt es im

Sonnenuhrendorf

45 Sonnenuhren,

die 46. Sonnenuhr

wird bald montiert.

Es ist immer schön

zu erleben, die Idee von Martin Hölzel lebt

und wird von unseren Einwohnern in die

Tat umgesetzt.

Führungen werden von Holger Kuhne und

Jürgen Walter durchgeführt. Zu erfragen

über die Touristinformation Sohland,

035936/39821.

Neben der Sonnenuhrenstube wird auch

im Obergeschoß die Bibliothek wieder

durch den Dorfclub betrieben.

Jürgen Walter

für den Taubenheimer Dorfclub,

AG Sonnenuhren

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Steuertipps vom Profi

Corona-Soforthilfen – Folgen bei

unberechtigtem Bezug

Witzecke

Vorteile einer Dachgeschoßwohnung

im Sommer?

Man kann rohes Hackfleisch

in die Luft werfen

und Bouletten fangen!

Mit Corona kam von Bund und Ländern die

Soforthilfe für Selbstständige und kleine

Unternehmen, die durch Corona in wirtschaftliche

Schwierigkeiten geraten sind.

Doch was passiert, wenn der Verdacht auf

bewusste Fehlangaben in den Anträgen

besteht?

Bund und Länder boten in den vergangenen

Monaten die Möglichkeit der Antragstellung

einer Soforthilfe für Soloselbständige und

kleine Unternehmen, bei denen es aufgrund

von Corona zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten

kam.

Der einmalige Zuschuss i.H.v. bis zu 9.000 EUR

bzw. 15.000 EUR konnte für 3 Monate beantragt

werden und dient der Deckung von

Liquiditätslücken bedingt durch die (weiter)

laufenden Fixkosten.

Die Hilfe war zwar an diverse Bedingungen

geknüpft, sollte aber möglichst schnell zu

den Unternehmen kommen. Das gelang nur,

weil bürokratische und langwierige Prüfverfahren,

zurückgestellt wurden. Stattdessen

versicherten die Antragsteller im Antrag an

Eides statt, dass sie alle Voraussetzungen

erfüllten.

Abgedeckt werden soll der betriebliche Bedarf

des Unternehmers.

Nicht gedacht ist die Soforthilfe für Unternehmen,

die sich bereits vor der Corona-

Pandemie in wirtschaftlichen Schwierigkeiten

befanden. Auch Unternehmen, die zwar

Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben,

aber dennoch ihre regelmäßigen betrieblichen

(Fix-)Kosten durch die Einnahmen

decken können, sind ausgenommen.

Hat ein Unternehmer jedoch berechtigt die

Soforthilfe bezogen, ist diese bei ihm als

Einnahme ertragssteuerpflichtig, da sie

der Deckung betrieblicher Kosten wie Miete,

Telefon, Strom, Leasinggebühren, Ausgleich

laufender Kreditverbindlichkeiten, nicht

durch KUG (Kurzarbeitergeld) gedeckter

Personalkosten usw. dient.

Mit der eidesstaatlichen Versicherung bestätigt

der Unternehmer bei der Antragstellung

alle Angaben korrekt gemacht zu haben.

Falschangaben oder Verschleierung von

Tatsachen können aber bereits den Tatbestand

des Subventionsbetrugs erfüllen und

zur Einleitung eines Strafverfahrens führen.

Es war aufgrund der anfänglich nicht ländereinheitlichen

Regelungen für die Kriterien

und Verwendungsmöglichkeiten der Hilfen

für Unternehmer meist schwierig, den voraussichtlichen

Liquiditätsengpass korrekt

zu ermitteln.

Soweit die Angaben bei der Antragstellung

wahrheitsgemäß und vollständig gemacht

wurden, drohen keine Konsequenzen.

Seit dem 31.05.2020, dem Ende der Antragsfrist,

sind die bundes- und länderbezogenen

Auszahlungskriterien nunmehr klar

definiert und können bei der empfohlenen,

nachträglichen Neuermittlung des Liquiditätsbedarfs

anhand der tatsächlichen Zahlen

– ggf. Mithilfe des Steuerberaters – entsprechend

berücksichtigt werden.

Soweit nun der tatsächliche Liquiditätsbedarf

geringer ausfällt, sollte die Soforthilfe

freiwillig – ggf. in anteiliger Höhe – zurückgezahlt

werden.

Folgende Angaben sind sinnvoll:

• „Rückläufer“

• Bescheiddatum sowie

• Bescheidnummer.

Aktuell ergibt sich bei sofortiger und freiwilliger

Rückzahlung der zu hoch erlangten

Soforthilfen keine Konsequenz für den Unternehmer.

Bund und Länder haben jedoch auch nach

Auszahlung der Unterstützungsmaßnahmen

weiterhin die Möglichkeit der Prüfung

der Antragsinhalte.

Werden hierbei Unstimmigkeiten, wie z.B.

zu hohe Auszahlungen oder eine Überkompensation

durch verschiedene Förderungen

aufgedeckt, muss der Unternehmer die

Beträge zurückzahlen. Zusätzlich ist dann

auch eine Verzinsung an die auszahlende

Stelle zu entrichten.

Nach derzeitiger Einschätzung werden

strafrechtliche Verfahren nur eingeleitet,

soweit sich der Verdacht auf bewusste

Fehlangaben in den Anträgen bestätigt.

Dann kann es zu rechtlichen Konsequenzen

kommen.

Zur Ermittlung des tatsächlichen Liquiditätsbedarfs

oder anderen Fragen stehen wir

Ihnen immer zur Verfügung.

Bei Fragen, wenden Sie sich an uns und

bleiben Sie gesund,

Ihr Frank Erben,

Steuerberater

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9


„Der Oberländer“

Ausgabe 03 | 2020

Stadt Wilthen

Erweiterung der Goethe-Oberschule Wilthen

wegen stark steigender Schülerzahlen

Mit 88 Anmeldungen und 83 Einschulungen

in den 5. Klassen für das Schuljahr

2020/2021 wurde bei der Goethe-Oberschule

ein neuer Rekord aufgestellt. Bereits

seit einigen Jahren befindet sich die

Oberschule auf Wachstumskurs. Bisher

konnte der erhöhte Platzbedarf durch Verlagerung

von Fachbereichen (z.B. PC Kabinett,

TC, Musik) in die Pumphut-Grundschule

abgedeckt werden. Da auch die

Grundschule für das Schuljahr 2020/2021

ca. 49 neue ABC-Schützen erwartet und

die durchgängige Zweizügigkeit gegeben

ist, kann die Oberschule zukünftig keine

weiteren Räume in der Grundschule in

Anspruch nehmen. Um dem Ansturm der

Schüler auf das Schulzentrum Wilthen,

insbesondere an die Oberschule, gerecht

zu werden, wurden verschiedene Konzepte

erarbeitet.

Kurzfristig genügend Raumkapazitäten

schaffen zu können stand im Vordergrund,

deshalb entschieden sich Stadtverwaltung

und Stadtrat für das Aufstellen eines Containerschulgebäudes

neben der Mensa/

Mehrzweckhalle für zunächst zwei Schuljahre

bis 2022. In dem neuen Schulhaus

werden 4 Fachkabinette (Physik, Biologie,

Kunst und Musik), jeweils ein dazugehöriger

Vorbereitungsraum, 2 Sanitärbereiche

und ein innenliegendes Treppenhaus sowie

eine außenliegende Fluchttreppe untergebracht

bzw. eingebaut.

Die Anschlüsse an Wasser, Abwasser,

Strom und Internet vervollständigen dieses

eigenständige Schulgebäude. Am 3.

Juli trafen sich Bürgermeister, Stadtverwaltung,

Stadträte, beteiligte Firmen,

Planer und die Schulleitungen aller drei

Schulen sowie die Hausmeister des Schulzentrums

zu einem kleinen Richtfest. Von

den ersten Konzepten, über den Stadtratsbeschluss,

die Angebotseinholung,

die Auftragserteilung, die Herstellung des

Fundaments und die Errichtung des Containerbaus

sind gerade einmal 3 Monate

vergangen und das alles während der Coronabedingten

Einschränkungen.

Ein großes Lob an alle Beteiligten, insbesondere

an Bauamtsleiter Heiko Knoppik,

der federführend im Auftrag des Bürgermeisters

die Projektsteuerung übernahm.

Bis zum Schuljahresbeginn, Ende August,

wurde das Objekt nun vollständig ausgestattet.

Ein neues Physikkabinett und

Mobiliar wurden bestellt und in den Sommerferien

geliefert und installiert. Unterdessen

gingen die Arbeiten im Haupthaus

der Oberschule mit dem Einbau einer

neuen Lehrküche und der Herrichtung

von 3 Klassenzimmern für die neuen

5. Klassen weiter. Am 31. August konnten

fast 400 Oberschüler*innen und über 30

Lehrer*innen die Oberschule und den neuen

Erweiterungsbau nutzen und in Besitz

nehmen.

Foto: Fa. Algeco

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Der Autor Rainer Böhme, in der Sächsischen

Schweiz zu Hause, präsentiert

sein 7. Buch. Es ist eine Geschichte mit

authentischen Bezügen zur Unmittelbaren

Gegenwart, die unterhaltsam

und zugleich spannend im lockeren

Stil erzählt wird. Ausgangspunkt ist die

militärische Truppenverlegung nach

Osten für ein großangelegtes Manöver.

Im Verlauf der Geschichte geht es

um kriminelle Handlungen, Mord und

Spionage aber auch um menschliche

Beziehungen wie Zuneigung, Liebe,

Zuversicht, Konflikte und Tragödien

und spannende Momente, die richtige

Entscheidung zu treffen.

Herausgeber ist der LITTE-Verlag aus

Großschweidnitz.

Das Buch ist ab Oktober in den einschlägigen

Buchhandlungen käuflich

zu erwerben.

Rainer Böhme

Kolonne im Visier

Erschienen im

Litte-Verlag

Preis (D) 14,90 €

ISBN: 978-3-9819677-3-9

Maler Schuster

Inhaber Martin Schuster

Zittauer Str. 20 • 02681 Wilthen

Tel.: 03592 - 3 31 48 • Fax: 03592 - 50 04 75

E-Mail: MalerSchuster@t-online.de

10


Aktuelles aus Wilthen

Baustellen-Rapport Wilthen Sommer 2020

Straßenbau

In Wilthen gehen die Straßenbauarbeiten

wieder in größerem Umfang weiter.

Bereits zwischen 2008 und 2017 wurden

zahlreiche Straßen und Wege ausgebaut

und mit neuen Medien (Abwasser, Strom,

Gas, Telekommunikation etc.) erschlossen.

Nach einer zweijährigen Pause und

weiteren Planungen haben der Bürgermeister,

das städtische Bauamt und überörtliche

Straßenbaulastträger (Landkreis,

Freistaat Sachsen) umfangreiche Maßnahmen

für Wilthen abgestimmt.

Begonnen wurde im Juli mit der Sanierung

der S 117 nach Kirschau, dem Ausbau eines

Teilstückes des Kirschauer Weges und

dem hinteren Teil des Steingartenweges.

Die neue Trassierung des Wiesenweges

von der Karl-Marx-Straße aus steht in diesem

Jahr auch noch auf dem Programm.

Im Oktober/November wird dann die

Dresdener Straße zwischen

Friseur Jenak und KiK-Markt

erneuert. Mit dem gewonnenen

Asphalt-Fräsgut soll vor allem

der Weg an der Ziegelei in

Richtung Vorwerk verbessert

werden.

Im Frühjahr 2021 wird der

Bereich der Ampelkreuzung

inkl. einer neuen Ampelanlage

komplett neu ausgebaut.

Gemeinsam mit dem Abwasserzweckverband

Obere Spree

sollen Verbesserungen bei der

Regenwasserableitung in der

Dresdener Straße und Bahnhofstraße

erreicht werden.

Für die nächsten Jahre sind u.a.

folgende weitere Straßenbaumaßnahmen

geplant:

- Ortsverbindungsstraße von

Arnsdorf nach Sora

Sanierung der S117 zwischen Wilthen und Kirschau. Ende August wurde neu

markiert.

Ausbau des Kirschauer Weges bis zur Hübner-Mühle

Bilder © Stadt Wilthen

Ausbau des Steingartenweges

- Ortsstraße in Sora

- Ortsdurchfahrt Tautewalde mit Geh-/

Radweg

- Erneuerung weiterer Abschnitt der Dresdener

Straße

- Schulstraße

- Geh-/Radweg Wilthen-Irgersdorf

- Ausbau S118 Abzweig Jägerhaus bis Arnsdorf

Ein anspruchsvolles Programm, welches

während der Bauphase immer das Verständnis

der Anlieger und Nutzer benötigt.

Nach Abschluss der Maßnahmen

wird Wilthen über die modernste kommunale

Straßen- und Medieninfrastruktur

der Region verfügen.

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11


„Der Oberländer“

Ausgabe 03 | 2020

Baustellen-Rapport Wilthen Sommer 2020

Arbeiten am Schulzentrum

Brandmeldeanlagen

und Notbeleuchtung

in

der Oberschule

Schaffung eines neuen Klassenzimmers im Westflügel der

Oberschule

Eingangsbereich für die Containerschule geschaffen

Dach- und Fassadenarbeiten am Immanuel-Kant-Gymnasium

gehen weiter. Nach Abschluss der Arbeiten am Fachkabinett-

Anbau wurde auch der Westgiebel erneuert.

Sonstige Bauvorgänge

Gebäude Schulstraße 19 – neue Sanitäranlagen für den Hort

Einbau von Brandschutztüren und elektrotechnische Verkabelung

im Immanuel-Kant-Gymnasium. Ausbau des Obergeschosses.

Mit der Umsetzung des Digitalpaktes werden

alle Klassenräume demnächst internetfähig neu verkabelt und

erhalten modernste interaktive Präsentationstechnik.

Bilder © Stadt Wilthen

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12


Stadt Wilthen

Traditioneller Adventsmarkt

in Wilthen wird

abgesagt

Ausgehend von der aktuellen Situation im

Zusammenhang mit dem Corona-Geschehen

sowie der momentan gültigen Allgemeinverfügung

des Freistaates Sachsen

und den damit verbundenen Kontakt- und

Hygienemaßnahmen hat der Vorstand

des WKKV in Abstimmung mit dem Bürgermeister,

Herrn Michael Herfort, entschieden,

den diesjährigen St. Barbara

-Adventsmarkt nicht durchzuführen.

Damit kommen wir unserer Verantwortung

in dieser Pandemie- Situation für die

Gesundheit der Besucher sowie der am

Markt Beteiligten nach.

Wir bitten Sie um Verständnis für diese

Entscheidung – bleiben Sie gesund !

Dr. Michael Mönch, Vorsitzender WKKV

ENSO Stromtankstelle

eingeweiht

Am 28. August konnte die neue öffentliche

Stromtankstelle mit zwei Ladepunkten für

E-Autos am Parkplatz Dresdener Straße

eingeweiht werden. Diese steht ab sofort

für alle Elektrofahrzeuge zur Verfügung.

Die AC Ladesäule verfügt über einen Anschlusswert

von 22 KW je Ladepunkt. Ein

durchschnittlicher Ladevorgang dauert

ca. 2 Stunden. Während der Erledigungen

im Stadtzentrum (Bank, Geschäfte, Friseur,

Stadtverwaltung etc.) kann das Fahrzeug

aufgeladen werden. Bezahlt wird per

Smartphone-App oder mit einer Tankkarte.

10.000 Euro hat die ENSO investiert,

um die Säule zu errichten.

ENSO Fußball-Nachwuchsförderpreis

-

Verleihung in Wilthen

Aufgrund der Beschränkungen durch

Corona lief die diesjährige Preisverleihung

des ENSO Nachwuchsförderpreises

einmal ganz anders ab – mit einer Live-

Schalte ins Internet direkt vom Fußball-

Rasenplatz der SG Wilthen. Mit dabei war

Dynamolegende Klaus Sammer. Frank Ahnert

von der SG Wilthen hatte diese Veranstaltung

maßgeblich organisiert. Und

Wilthen ging nicht leer aus. Ein dritter

Platz brachte unseren Fußballern 2.000€

für die Ausstattung des Nachwuchsbereiches

in die Vereinskasse. Bürgermeister

Michael Herfort freute sich sehr über die

Unterstützung des Fußballnachwuchses

und ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam

u.a. mit Klaus Sammer, dem früheren Dynamospieler,

DDR Nationalspieler, Trainer

und Vater des deutschen Nationalspielers

Matthias Sammer und Gunnar Schneider

von der ENSO an der Preisverleihung teilzunehmen.

Mit Wilthener Herzblut

unterwegs

Michi Münzberg startete Anfang Juli

mit ihrem Motorrad – ihrer Lady – eine

Deutschland-Tournee der besonderen Art.

So nah wie möglich an der Grenze fuhr

Michi einmal rund um Deutschland. Mit

Grüßen unseres Bürgermeisters Michael

Herfort besuchte sie die Zipfelorte Görlitz,

Sylt, Selfkant und Oberstdorf und traf sich

dort mit den jeweiligen Rathaus-Chefs.

Mit dem Ziel dabei so nah wie möglich an

der Grenze zu bleiben, wollte Michi gleichzeitig

die Menschen auf ihrer Reise davon

überzeugen, wie schön unsere Oberlausitzer

Heimat ist. Das ist ihr nicht nur in den

einzelnen Zipfelorten bestens gelungen.

© Bilder Stadt Wilthen

Bürgermeister Michael Herfort bei der Probeladung eines

E-Golf made in Dresden gemeinsam mit ENSO-Netz-Regionalbereichsleiter

Detlef Marko (links) und ENSO-Kommunalvertriebsleiter

Gunnar Schneider (Mitte)

Bilder © Stadt Wilthen

13


„Der Oberländer“

Ausgabe 03 | 2020

Erinnerungen an die C.T. Hünlich

Weinbrennerei Wilthen 1842–1950

35.

Oberlausitzer Hunderter in Wilthen

09. und 10. Oktober 2020

„Auf den Kammwegen

rund um das Cunewalder Tal“

Start/Treff

Veranstalter: Naturfreunde Ortsgruppe Wilthen e.V.

E-Mail: naturfreunde@wilthen.de

Homepage: www.naturfreunde.wilthen.de

Michael Herfort, Bürgermeister der Stadt

Wilthen 2020, Kurzfassung

Im Jahr 1842 kauft Christian Traugott Hünlichaus

Beiersdorf die Rittergutsbrauerei

in Wilthen und beginnt mit der Produktion

von Branntwein und Fruchtsaft. Nach

seinem Tod 1872 übernehmen seine Witwe

und ihr Sohn, Carl-Albert Hünlich, das

Geschäft. Carl-Albert befasst sich auch mit

der Weinbrennerei und bringt 1885 als erster

Unternehmer einen deutschen Cognac

auf den Markt.

1896 wird durch die Firmen Hünlich und

Asbach der Verband Deutscher Cognacbrennereien

ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder

sind neben Carl Albert

Hünlich und Hugo Asbach Carl Scherer

(Inhaber der Brennerei Georg Scherer &

Co, Langen bei Frankfurt/Main), Johannes

Gothmann (Inhaber der Brennerei

Albert Buchholz, Grünberg in Schlesien),

Sigmund Metzger (Inhaber der Brennerei

Metzger & Böhm, Nürnberg) sowie

Max Winkelhausen

(Inhaber der Brennerei

H.A. Winkelhausen,

Preußisch

Stargard bei Danzig).

Von 1896 bis

1916 ist Carl Albert

Hünlich Vorsitzender

dieses Unternehmerverbandes.

Als der Ruf nach

Ausstellern für die

Weltausstellung

in Paris (15.04. bis

12.11.1900) nach

Wilthen dringt, zögert

Hünlich nicht.

Die erfolgreiche

Teilnahme an den

Ausstellungen in

Berlin, Leipzig und

Stettin hat das

Selbstbewusstsein

gestärkt, und

nun will Hünlich

im Heimatland des

Cognac‘s ausstellen.

Was für eine

Herausforderung!

Eigens für die Ausstellung

wird in der

Böttcherei ein 12.000 Liter- Fass in Teilen

hergestellt, die per Eisenbahn nach Paris

verfrachtet und vor Ort zusammengesetzt

werden. Das sogenannte „Pariser Fass“,

welches bis heute jedem Besucher bei einer

Werksführung gezeigt wird, ist das

Herzstück der Ausstellung – aber nicht gefüllt,

sondern nur zur Dekoration. Hünlich

befindet sich in Paris auf der „Exposition

universelle“ in bester Gesellschaft. Mitaussteller

sind neben den Firmen des Cognacverbandes

auch Underberg, Schlichte

und Hellwig. Mit 50 Millionen Besuchern

ist diese Schau unter dem Motto „Bilanz

des 19. Jahrhunderts“ ein großer Erfolg –

auch für Hünlichs Unternehmen. Mit einer

Silber- und einer Goldmedaille kehrt er

voller Stolz aus Paris nach Wilthen zurück.

In der Klasse Cognac erhält die Firma die

Silberne Medaille. Die Goldene bleibt den

Franzosen Esteve, Foucauld und Menuet

vorbehalten. Die Silberne Medaille zeugt

aber davon, dass selbst die französischen

Experten das Wilthener Produkt für den

besten außerhalb Frankreichs produzierten

Cognac halten. Eine Goldmedaille erhält

die Firma Hünlich für ihre Liköre, die

ebenso auf der Weltausstellung präsentiert

werden.

Anfang des 20. Jahrhunderts steht Hünlichs

Weinbrennerei glänzend da. Um 1910

destilliert die Firma 25.000 Liter Wein täglich

und zahlt rund 360.000 Reichsmark

an Branntweinsteuer und Zöllen pro Jahr.

Durch die Einführung von Einfuhrzöllen

auf französischen Cognac, welche diesen

sehr stark verteuerten, wird der Import

eingeschränkt und die junge deutsche Cognacindustrie

erfährt einen weiteren Entwicklungsschub.

1911 wird die Tochterfirma Kempe & Co. In

Oppach gegründet. Aus diesem Unternehmen

entwickeln sich die heutigen OPPA-

CHER Mineralquellen.

Am 20. Mai 1917, ein halbes Jahr nach dem

Tod von Carl Albert Hünlich, wird die Firma

als C.T. Hünlich Aktiengesellschaft

in das Handelsregister eingetragen. Das

Grundkapital beträgt 2 Millionen Mark

und besteht aus 2.000 auf den Inhaber

lautenden Aktien zu je 1.000 Mark.

Auch nach dem Ende des Ersten Weltkrieges

bleiben behördlich verordnete

Einschränkungen für die Branntweinindustrie

bestehen. Die Umstellung von

Militärlieferungen hin zur Versorgung

der Gastronomie und der Endverbraucher

verursacht große Schwierigkeiten. Noch

14


Wilthener Geschichte

1919 ist es nicht möglich, Rohstoffe in genügenden

Mengen aus dem Ausland zu

beziehen, sodass die Firma immer wieder

auf die Freigaben seitens des Branntweinmonopolamtes

angewiesen ist. Nach den

Wirren der großen Inflation (1919-1923)

schließen sich die Firmen Winkelhausen

und Hünlich 1924 zu einer Interessengemeinschaft

zusammen, um sich gegenseitig

zu stabilisieren. Beide Unternehmen

bleiben aber rechtlich selbständig.

Auf den Börsenkrach und die 1929 beginnenden

Weltwirtschaftskrise reagieren

beide Unternehmen mit einer Vertiefung

ihrer Zusammenarbeit. Eine neu gebaute

Fabrik in Magdeburg wird mit Verlust

verkauft und Maschinen und Vorräte in

150 Eisenbahnwaggons nach Wilthen verfrachtet.

Die Angestellten werden zum Teil

von der 1930 gegründeten Winkelhausen-

Hünlich-Weinbrennereien AG in Wilthen

übernommen. Angesichts sinkender Umsätze

und eines Preisverfalls droht der AG

aber schon bald der Konkurs. Als Retter

in der Not erweist sich der solvente Rückforth-Konzern

aus Stettin. Rückforthüber

nimmt die angeschlagene Winkelhausen-

Hünlich-Weinbrennereien AG und gründet

1931 die H.A. Winkelhausen-Werke AG

in Stettin. Maschinen, Vorräte und Mitarbeiter

ziehen von Wilthen nach Stettin in

Räumlichkeiten der Firma Rückforth.

Die Hünlich AG wird nach der Abspaltung

von Winkelhausen als C.T. Hünlich

Weinbrennerei GmbH Anfang 1931 neu

aufgebaut. Auch hier wirkt Rückforth mit.

Allerdings nicht der Ferdinand Rückforth-

Konzern, sondern durch die Familien-

Holding Treuhand- und Verwaltungs AG,

Stettin. Der Geheime Kommerzienrat und

Generalkonsul Rudolf Müller Rückforth

wird mit 76 Prozent Hauptanteilseignerder

GmbH. 24 Prozent der Geschäftsanteile

hält Dr. Christian Hünlich.

Während des Zweiten Weltkrieges wird

der Wilthener Betrieb erneut auf Militärlieferungen

umgestellt, das Geschäft mit

Gastronomie und Privatkunden kommt

fast zum Erliegen. Bis kurz vor Kriegsende

wird produziert. Die Kleinstadt Wilthen

übersteht den Krieg glimpflich. Es gibt

kaum Zerstörungen. Auch Hünlichs Werk

bleibt intakt. Nun gilt es, die noch reichlich

vorhandenen Bestände zu sichern:

unverarbeitete, durch die Hefe trüb aussehende,

französische Brennweine und in

anderen Behältern die Weindestillate. Mit

einigen zuverlässigen Arbeitern und dem

alten Brennmeister Heinrich Beck wird

der trübe Brennwein mit den hellen Weindestillaten

vermischt und in unterirdische

Behälter gepumpt. Die trübe aussehende

Mischung soll plündernde Soldaten abschrecken.

Die sowjetische Kommandantur lässt den

Betrieb besetzen, verhindert Plünderun-

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15


„Der Oberländer“

Ausgabe 03 | 2020

gen und befiehlt die Wiederaufnahme der

Spirituosenproduktion. Max Günther, ein

langjähriger Mitarbeiter und vor 1933 in

der KPD organisiert,bewahrt Firmeninhaber

Dr. Hünlich vor der Verhaftung durch

die sowjetische Besatzungsmacht. Zudem

hilft Max Günther als Betriebsrat bei der

Sicherung der Bestände durch die bereits

geschilderte Mischung von Brennwein

und Destillaten. Täglich dürfen wegen der

Rohstoffbewirtschaftung nur 2.000 Flaschen

abgefüllt werden. Die vermischten

Brennweine und Weindestillate werden

nun nach und nach zurückgewonnen. Dr.

Hünlich bleibt Chef und sein Unternehmen

arbeitet fortan mit Genehmigung der

Besatzungsmacht.

Die Spiritusrektifikation in Wilthen ist

noch nicht angelaufen, deshalb gehen

die Bestände des noch vorhandenen Primasprits

zur Neige. Es gibt jedoch ein kleines

Werk in Freiberg. Mit einem Holzgas-

LKW, beladen mit leeren Spritfässern und

einem großen Koffer mit Bargeld, geht

bei Tagesanbruch die Tour los. Wegen befürchteter

Überfälle im Tharandter Wald

werden alle Spritfässer mit Totenköpfen

bemalt und als Gift deklariert. Nach drei

Tagen kommt man wohlbehalten zurück.

Bald tritt ein neues Problem auf, es fehlen

leere Flaschen. Im Industriegelände vor

Dresden liegen Flaschen in allen möglichen

Größen und Formen durcheinander.

Alte Holzkisten sind zum Glück auch

vorhanden. Auch muss ein Güterwagon

beschafft werden und schließlich kommen

genügend verwendbare Flaschen in

Wilthen an.

Bereits Ende 1945 können wieder Spirituosen

in kleinen Mengen an die Bevölkerung

verkauft werden. Gastwirte, die sich

als frühere Kunden ausweisen können,

kommen mit dem ersten Frühzug und einer

leeren Korbflasche auf dem Bahnhof

an, laufen zu C.T. Hünlich und bekommen

dort 10 Liter Weinbrandverschnitt für 750

Mark.

In den ersten Nachkriegsmonaten erhält

jeder Mitarbeiter statt Lohn täglich

Die gesamte Belegschaft begrüßt 1949 den ersten Kesselwagen mit Brennwein aus Ungarn. Da die früheren Importe aus Frankreich

für viele Jahre nach dem Krieg nicht möglich sind, werden Brennweine zunächst aus den „sozialistischen Bruderländern“ bezogen.

Erst 1961 kann wieder Brennwein aus der Charente um die Stadt Cognac importiert werden.

eine Flasche Spirituosen, die auf dem

Tauschmarkt mindestens einen Zentner

Kartoffeln einbringen. Die Belegschaft

kann sich auch sonst nicht beklagen, denn

Dr. Hünlich und seine Frau sind leidenschaftliche

Jäger und teilen ihre Beute mit

allen in der Gemeinschaftsküche.

Nach der Gründung der DDR dauert es

nicht lange, bis die neuen Machthaber die

in ihren Augen als Privatbetrieb zu große

und gewinnträchtige Weinbrennerei C.T.

Hünlich enteignen wollen. Lange suchen

Staat und Partei nach einem geeigneten

Grund für eine Enteignung und finden

diesen schließlich im Sommer 1950. Die

Verbindung der Firma Hünlich zum Rückforth-Konzern

wird dem Familienunternehmen

zum Verhängnis. Dr. Hünlich hatte

nicht angegeben, dass es seit 1931 eine

Beteiligung der Familie Rückforth gab,

da er der Auffassung ist, dass diese keine

Konzernbindung zur Ferdinand Rückforth

Nachfolger AG darstellt. Damit hat

er zwar formaljuristisch Recht, denn nicht

der Konzern ist bei Hünlich Gesellschafter,

sondern die Familie Rückforth direkt

über ihre Treuhand- und Verwaltungs AG.

Jedoch wertet die DDR-Justiz die Nichtangabe

der Beteiligung der Familie Rückforthals

einen Verstoß gegen den Befehl 124

der Sowjetischen Militäradministration,

nach dem Beteiligungen von Konzernen

zu melden waren.

Um einer Verhaftung zu entgehen, flieht

Dr. Hünlich sprichwörtlich „bei Nacht und

Nebel“ nach Köln. Unterdessen versucht

Frau Hünlich so viele persönliche Dinge

wie möglich über Westberlin nach Köln

zu bringen. Wochenlang untersuchen Zoll

und Kriminalpolizei den Betrieb Hünlichs

nach belastenden Dokumenten, werden

jedoch nicht fündig. Am 4. Oktober 1950

war es dann so weit: SED-Genossen werden

als Treuhänder eingesetzt und beschlagnahmen

alle Unterlagen. Daraufhin

werden alle leitenden Angestellten unter

ständige Bewachung gestellt, sodass es

auch nicht möglich ist, Dr. Hünlich und

seine Frau in Köln zu warnen. Dr. Alfred

Richters hochschwangere Frau wird als

Kurierin zur Vertreter-Firma Hans Günther

nach Berlin entsandt, wo sie im Stande ist,

eine Warnmeldung an Familie Hünlich zu

übermitteln. So kann die Verhaftung der

beiden durch ein zufälliges Auftauchen in

Wilthen verhindert werden.

In einem Schauprozess in Rostock wird

Dr. Hünlich in Abwesenheit zu acht Jahren

Zuchthaus verurteilt. Sein Vermögen wird

vollständig eingezogen. Anschließend

streiten die Landesregierung Sachsen

und die Vereinigung Volkseigener Betriebe

(VVB) Spiritus in Berlin sich ein halbes

Jahr um die Unterstellung des Treuhandbetriebs

C.T. Hünlich. Dabei siegt letztere,

sodass am 1. Juli 1951 die Firma in VEB

Weinbrand unbenannt und der VVB-Spirituszentrale

in Ost-Berlin unterstellt wird.

Die Belegschaft kann sich nicht mit dem

Namen „VEB Weinbrand“ anfreunden. Die

Mitarbeiter schlagen „Wilthener Weinbrennerei“

vor, bleiben aber ungehört.

Alles was an Hünlich erinnert, muss vernichtet

werden. Gläser, Werbematerial,

Etiketten, ja sogar Bauakten, Formulare

und Archivalien werden zerstört. Eine große,

in Leder gebundene Chronik, die die

Zeit bis 1897 schildert, wird von Dr. Alfred

Richter nachts aus dem Werk geschleust

und mit dem Motorrad nach Westberlin

16


Wilthener Geschichte

gebracht. Von dort aus gelangt die Chronik

nach Köln zu Dr. Hünlich. Heute lagert

sie wieder im Wilthener Betrieb.

Dr. Christian Hünlich kann nie wieder in

seine geliebte Heimat Wilthen zurückkehren,

was ihm das Herz bricht. Am 6. November

1975 stirbt er nach kurzer schwerer

Krankheit in Kufstein / Tirol.

Der VEB Weinbrand Wilthen wird ein Vorzeigebetrieb

in der DDR und baut seine

Kapazität deutlich aus. 1990 wird der VEB

in die Wilthener Weinbrennerei GmbH

umgewandelt und durch die Treuhand

1992 privatisiert. Käufer ist die Gräflich von

Hardenberg’sche Kornbrennerei, die sich

Dr. Christian Hünlich Ende der 1960er Jahre

verpflichtet, 30 Millionen DM in den Betrieb

zu investieren. Heute ist die Wilthener

Weinbrennerei als Teil der Hardenberg

Wilthen AG einer der größten und modernsten

deutschen Spirituosenbetriebe.

70 Jahre nach der Enteignung ziert der

Name C.T. Hünlich nun wieder Produkte

aus Wilthen, zum Beispiel die Goldkrone

PRIVAT und die Wilthener Nr. 1.

Tradition verpflichtet und Hünlich bleibt

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17


„Der Oberländer“

Ausgabe 03 | 2020

Änderungen vorbehalten!

Veranstaltungen Oppach & Beiersdorf

Änderungen vorbehalten!

OKTOBER

01.10., 15:00 - 18:30 DRK-Blutspende

DRK-Blutspendendienst, Sachsenlandhalle

02.10./03.10., 10:00 - 16:00, „Besichtigung

des Neubaus Saal auf dem Bieleboh mit

Modenschau und floralen Überraschungen“

Bergwirtschaft/Naturresort Bieleboh,

Bieleboh

03.10., 17:30, Erntedank

Katholische Pfarrei, kath. Kirche Oppach

03.10., 13:00/14:30 Jugendweihe: 1. Feierstunde

13:00 Uhr, 2. Feierstunde 14:30

Uhr

Jugendweiheverband ,Sachsenlandhalle

04.10., 11:00-16:00, offenes Clubhaus

RKMC Motorradclub, Tannenhof

04.10., 14:00, 13. Volkswandertag der

Fünfgemeinde

Fünfgemeinde, „Ebersbach-Neugersdorf,

Treff: Eiskellerberg Neugersdorf“

14.10., 14:30-17:00, Seniorencafe

DFR, Räume der Bibliothek Fichtestraße 2,

Oppach

16.10., 18:00-23:00, voraussichtlich

Kickfixx-Oktoberfest

Kickfixx - 1. Ostsächsische Fußballschule

e. V., Kickfixx Vereinsgelände A.-Bebel-

Straße 56

18.10., ab 15:00, Familiennachmittag u. a.

mit „Carola und Susi“, Hannes Thomas

und Johannes Kletschka

Fremdenverkehrsverein Oppach e. V.,

Fuchsgalerie am Biomarkt

20.10., 09:00, Seniorenvormittag

Katholische Pfarrei, kath. Kirche Oppach

24.10., Herbstputz mit Baumpflanzaktion

Beiersdorfer Vereine, Rittergutsplatz

NOVEMBER

02.11., 18:00, Requiem für die

Verstorbenen zu Allerseelen

Katholische Pfarrei, kath. Kirche Oppach

07.11., 19:00, Kirmenstanz im Schützenhaus

Beiersdorf

IG Schützenhaus, Schützenhaus Beiersdorf

11.11., 11:11, Rathaussturm und Symbolische

Schlüsselübergabe

Oppacher Narrenbund, wird noch bekanntgegeben

11.11., 14:30, Seniorencafe

Deutscher Frauenring, Ratssaal Oppach

11.11., 17:00, Martinsfest

Kita Pfiffikus, Kita Pfiffikus

14.11., 15:00, Familiennachmittag (anschl.

Kindergottesdienst)

Katholische Pfarrei, kath. Kirche Oppach

17.11., 09:00, Seniorenvormittag

Katholische Pfarrei, kath. Kirche Oppach

17.11., 18:00-23:00, Kickfixx-Vorfeiertagsparty

Kickfixx Kickfixx Vereinsgelände A.-Bebel-

Straße 56

27.11. 18:00, Spieleabend für Groß und

Klein

Katholische Pfarrei, kath. Kirche Oppach

29.11. 14:00-19:00, Weihnachtsmarkt mit

Märchenspiel

ONB/Vereine, Am Rathaus/Neue Straße

29.11. 15:30, Märchenspiel zum

Weihnachtsmarkt

Deutscher Frauenring, Ratssaal Oppach

DEZEMBER

05.12. 10:00-18:00, Scheunen-

Weihnachtsmarkt

Kickfixx, Kickfixx Vereinsgelände A.-Bebel-

Straße 56

05.12. 14:00, Nikolausparty

Deutscher Frauenring, Fichtestraße 2,

Oppach

05.12., 14:00, Weihnachtsfeier Seniorenverein

Beiersdorf

Seniorenverein Beiersdorf, Schützenhaus

Beiersdorf

07.12., 15:00-18:30, DRK Blutspende

DRK-Blutspendendienst, Sachsenlandhalle

09.12. 14:30, Seniorenweihnachtsfeier

Deutscher Frauenring, wird noch bekanntgegeben

13.12., 14:00, Weihnachtsmarkt

IG Schützenhaus, Beiersdorf

15.12. 09:00, Seniorenvormittag mit

Adventsfeier

Katholische Pfarrei, kath. Kirche Oppach

18.12. 18:00, Lebendiger Adventskalender

Förderverein Bielebohknirpse,Kita Bielebohknirpse

Beiersdorf

24.12. Christnacht in Oppach

mit Krippenspiel

ev. Kirche Oppach

24.12. 16:00 Heilige Messe zum Heiligen

Abend mit Krippenspiel

Katholische Pfarrei, kath. Kirche Oppach

24.12. Christnacht in Beiersdorf mit

Bäumchenziehen Kirche Beiersdorf

IMPRESSUM

Herausgeber:

Werbeagentur Media-Light, Löbau,

Ziegeleiweg 7c,

02708 Großschweidnitz.

Tel: 03585 40 19 67, Fax 03585 46 88 87

E-Mail: post@media-light-loebau.de

www.media-lightloebau.de

Satz & Gestaltung: i. A. Sharon Hille für MLL

Fotos: Redaktion, siehe Urheberhinweis Deckblatt,

Vereine, Gemeinden und Städte Wilthen,

Sohland a.d. Spree,Neukirch

Anzeigenakquise: H.-P. Schulz

Für die Richtigkeit der Werbeaussagen übernimmt

die Werbeagentur Media-Light keine

Gewähr. Haftungsausschluss besteht auch für

redaktionelle und technische Fehler, der Nachdruck,

auch auszugsweise, ist untersagt.

© Werbeagentur Media-Light Löbau, 2020, all

rights reserved.

Wir danken für die Unterstützung der im Deckblatt

genannten Gemeinden und auch den Vereinen,

Einrichtungen und Institutionen.

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Tel. 0 35 85 40 19 67

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Veranstaltungen

Verbraucherzentrale – Energieberatung

Stecker-Solar-Geräte – als Mieter

Solarstrom selbst erzeugen

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale empfiehlt Mieterinnen

und Mietern Stecker-Solar-Geräte zu verwenden und

klärt über ihre Nutzungsweise auf.

Solarstrom vom Dach ist längst günstiger als Strom aus dem Netz.

Doch in der Vergangenheit konnten hauptsächlich Hausbesitzer

Solarstrom selbst erzeugen. Seit einiger Zeit können nun Mieter

und Bewohner von Mehrfamilienhäusern mit Stecker-Solar-Geräten

Strom produzieren. Andere Bezeichnungen für Stecker-Solar-

Geräte lauten Balkonkraftwerk und Plug-and-Play-Solar. Hierbei

handelt es sich um vergleichsweise kleine Photovoltaik-Systeme,

zwischen etwa 1,5 und drei Quadratmeter. Balkonbrüstungen,

Außenwände, Dächer, Terrassen und Gärten kommen für die Anbringung

oder Aufstellung in Frage. Die Geräte werden möglichst

unverschattet zur Sonne (nach Süden) geneigt. Der Anschluss von

bis zu 600 Watt an eine spezielle Einspeisesteckdose ist möglich.

Der Strom dieser kleinen Stromerzeuger wird meistens im eigenen

Haushalt verbraucht. Dadurch wird der Strombezug aus

dem Netz und damit die Stromkosten reduziert. Für den geringen

Überschuss an eingespeistem und nicht selbst verbrauchtem

Strom verzichten die Nutzer in der Regel auf ihre kleine Einspeisevergütung.

„Durch ein Stecker-Solar-Gerät habe ich als Verbraucher

die Möglichkeit, eigenen Strom aus erneuerbaren Energien

zu gewinnen. Das ist ein tolles Erlebnis und leistet einen Beitrag

zur Energiewende und zum Klimaschutz.“, erläutert Martin Brandis,

Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Über den Betrieb eines Stecker-Solar-Gerätes muss der örtliche

Stromnetzbetreiber informiert werden. Immer mehr Stromnetzbetreiber

vereinfachen die Anmeldung. Verbieten können sie den

Betrieb nicht. Damit der Haushaltsstromzähler nicht rückwärts

zählt, werden in der Regel herkömmliche Zähler durch die neuen

„modernen Messeinrichtungen“ ersetzt, die bis zum Jahr 2032 in

allen Haushalten verbaut sein müssen. Ob ein Zweirichtungszähler

eingebaut werden muss, ist umstritten und wird von lokalen

Stromnetzbetreibern unterschiedlich gehandhabt. Mit einem

Zweirichtungszähler werden Strommengen erfasst, die in das

Netz eingespeist werden. Die Anschaffungskosten eines Stecker-

Solar-Geräts richten sich nach der Größe. Die Preisspanne reicht

von wenigen 100 bis etwa 1000 Euro. Die jährliche Stromerzeugung

liegt je nach Größe bei etwa 200 bis 500 Kilowattstunden.

Fragen zu Stecker-Solar-Geräten und zum Energiesparen beantworten

die Energieberater der Verbraucherzentrale kompetent

und anbieterneutral. Informationen finden Sie auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

oder kostenlos unter: 0800 –

809 802 400.

Orte und Termine:

Kamenz, Pfortenstraße 6

12.10.2020, 15:00 – 18:00 Uhrund jeden 2. Montag im Monat

Sebnitz, Kirchstraße 5

13.10.2020, 15:00 – 18:00 Uhrund jeden 2. Dienstag im Monat

Bischofswerda, Altmarkt 1

20.10.2020, 15:00 – 18:00 Uhrund jeden 3. Dienstag im Monat

Neustadt, Markt 24

22.10.2020, 14:00 – 17:30 Uhrund jeden 4. Donnerstag im Monat

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6,0; kombiniert 7,0. CO 2

-Emission (g/km) kombiniert

159. Effizienzklasse D. Eclipse Cross Kraftstoffverbrauch

(l/100 km) kombiniert 7,7–6,7. CO 2

-Emission (g/km) kombiniert

183–154. Effizienzklasse D–C. Die Werte wurden entsprechend

neuem WLTP-Testzyklus ermittelt und auf das

bisherige Messverfahren NEFZ umgerechnet.

1 | Unverbindliche Preisempfehlung Eclipse Cross Spirit 1.5 Turbo-Benziner

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zzgl. Überführungskosten, Metallic-, Perleffekt- und Premium-Metallic-Lackierung

gegen Aufpreis. Gültig vom 01.07.2020

- 31.12.2020, vorbehaltlich gesetzlicher Änderungen. 2 | Hauspreis

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Sondermodell-Vorrat reicht. 3 | Gegen Aufpreis.

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Telefon 03591/201860

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Beratung erfolgt nur nach Voranmeldung unter 0800 – 809 802

400 (kostenfrei).

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„Der Oberländer“

Ausgabe 03 | 2020

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