Nr. 9 / September 2011 - Wirtschaftskrise (PDF, 2441 kb - KV Schweiz

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Nr. 9 / September 2011 - Wirtschaftskrise (PDF, 2441 kb - KV Schweiz

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context 9 – 2011

KV AKtuell

Die neue Secrétaire Romande

Marie-Line Vuilleumier wird künftig zwischen Zürich und

Neuenburg vermitteln.

Eine Generalistin

wurde vom KV

Schweiz als Secrétaire

Romande

gesucht und dies

hat Marie-Line

Vuilleumier sofort

angesprochen. Sie

sei polyvalent, ein

Organisationstalent und halte die Nase

nicht nur nahe am Tisch, sondern suche

auch – wie auf ihrer dreijährigen Weltreise

– das Weite. Deshalb habe sie sich für die

Stelle beworben.

Vorher war Marie-Line Vuilleumier

mehrheitlich im sozialpolitischen Bereich

tätig gewesen. Auch in ihrer Arbeit

für den KV Schweiz werde sie diesen Bereich

tangieren, meint die neue Secrétaire

Romande erfreut. Sie könne also ihre Erfahrungen

hier einsetzen und die gleichen

Werte hochhalten.

Bereits hat sie angefangen, sich in ihren

Aufgabenbereich einzuarbeiten: «Ich

möchte so viele Leute wie möglich treffen

und ihre Anliegen kennenlernen.» Mit ihrer

offenen Persönlichkeit und als gute

Kommunikatorin fällt ihr das leicht.

NAChruF

Alice Moneda

Am 11 September ist Alice Moneda

86-jährig verstorben. Sie war Begründerin

der Gleichstellungspolitik im KV, und

sie hat auch wesentlich zur Verankerung

des Verfassungsartikels zur Gleichstellung

von Frau und Mann beigetragen.

Eine Kämpferin mit Herz und Verstand –

so wurde sie in einem Portrait vor 12 Jahren

treffend charakterisiert. Und diese

Eigenschaften benötigte sie, als sie 1970

vom Zentralpräsidenten des damaligen

SKV, Rudolf Maier-Neff, die Stelle als

Leiterin der «Abteilung für weibliche

Mitglieder» im Zentralsekretariat angeboten

erhielt. Frauenstimmrecht und

Gleichstellung waren auch für viele Angestellte

exotische Fremdwörter. Alice

Moneda engagierte sich konzeptionell

und organisatorisch mit all ihren Kräften

Als Erstes hat sich Marie-Line Vuilleumier

mit den Präsidenten der welschen

Sektionen getroffen. «Ich lasse mich zudem

von allen Sektionsvorständen einladen»,

sagt sie. Besuche in La Chaux-de-

Fonds und Genf liegen schon hinter ihr.

Als Secrétaire Romande sieht sie sich

als Vermittlerin zwischen Zentralvorstand

in Zürich und ihrem Sitz in Neuenburg.

«Es ist wichtig, dass die Sektionen

der Romandie nicht vergessen gehen»,

sagt sie. «Sie sollen das Gefühl haben, zu

einem schweizweit aktiven Verband zu

gehören und davon zu profitieren, aber

gleichzeitig auch respektiert zu werden.»

Global denken und lokal handeln – dieses

Motto verkörpert für Vuilleumier auch

der KV Schweiz.

Ihr selber sind ihre spanischen Wurzeln

wichtig. So lebt ihre Mutter, eine Immigrantin,

bei ihr, ihrem Mann und den

beiden Kindern. Entspannung und Erholung

findet Marie-Line Vuilleumier in der

Musik, beim Klavierspielen sowie beim

Wandern und Skifahren. ajm

für den Abstimmungskampf zur Einführung

des Frauenstimmrechts und unterstützte

später wichtige Frauenkandidaturen.

Im Uno-Jahr der Frau 1975 engagierte sie

sich im Schweizer Frauenkongress, der

zur Lancierung der Initiative «Gleiche

Rechte für Mann und Frau» führte. Alice

Moneda gehörte dem Initiativkomitee an

und stellte nicht nur ihr organisatorisches

Talent zur Verfügung, sondern leistete als

(sozialliberales) FDP-Mitglied unermüdlich

Überzeugungsarbeit auch und gerade

in bürgerlich-konservativen Kreisen.

Die Initiative führte zu dem vom damaligen

Bundesrat Kurt Furgler mitgetragenen

Verfassungsartikel zur Gleichstellung

von Frau und Mann. Einen guten Teil des

Abstimmungskampfs, der am 14. 6. 1981

mit unerwartet hohen 60,3 % gewonnen

wurde, sicherte Alice Moneda mit Ideen,

KV-Infrastruktur und Organisationstalent

Mitmachen und

gewinnen

Context befragt seine leserschaft.

Worauf stürzen Sie sich als Erstes,

wenn Sie die neueste Ausgabe von Context

in den Händen halten? Was beachten

Sie immer? Gehören Sie sogar zu jenen

Personen, die das Magazin von A bis Z lesen?

Was gefällt Ihnen besonders gut, was

weniger?

Ihre Meinung interessiert uns, damit

wir Context noch besser machen können.

Wir haben deshalb eine Leser/innen-Umfrage

gestartet. Ein Teil unserer Leserschaft

hat diese mit dem letzten Newsletter

Mitte September erhalten. Bei wem

dies nicht der Fall war und wer gerne auch

teilnehmen möchte, kann dies im Internet

via folgenden Link tun:

www.surveymonkey.com/s/Q97Ft85

Sie brauchen dafür keine zehn Minuten.

Wir freuen uns auf Ihre Einschätzung. Als

kleines Dankeschön verlosen wir unter

den Teilnehmenden ein Netbook.

KV Schweiz, Kommunikation

ab. Trotzdem blieben ihr Tätigkeitsbereich

und ihr Wirken im KV selber lange

Zeit im Schatten. Die Aufwertung zu einem

eigenen Zentralsekretariat erfolgte

erst Jahre nach ihrer Pensionierung 1987.

Alice Moneda blieb auch im «Ruhestand»

die «Kämpferin mit Herz und Verstand».

Auch als sie sich in späteren Jahren auf

die Rolle als Beobachterin beschränkte,

blieb sie eine klar denkende Analytikerin

der Gleichstellungsbewegung, die sich

über weitere Erfolge freute und über die

verbliebenen Defizite ärgerte. Und all

dies tat sie immer mit Stil, Respekt, Neugierde

und Optimismus. Alice Moneda ist

am 11. September 2011 nach kurzem Spitalaufenthalt

gestorben. Ihren Angehörigen

und Freunden sprechen wir unser tiefes

Beileid aus.

Peter Kyburz, Generalsekretär des KV Schweiz

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