Gemeindezeitung Juli 2012 - Gemeinde Krottendorf-Gaisfeld

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Gemeindezeitung Juli 2012 - Gemeinde Krottendorf-Gaisfeld

KROTTENDORF-GAISFELD

Lebenswind für Jung – Alt - Miteinander

Lebensqualität im Alter, kurz LIMA,

fördert ältere Menschen und eine

neue Sicht vom Älterwerden.

„Sogenannte „Defizitkonzepte“, die

das Alter(n) mit einem Verlust von Fähigkeiten

gleichsetzen, sind überholt

und wissenschaftlich längst widerlegt.

Einige Aspekte der körperlichen Leistungsfähigkeit

nehmen zwar im Lauf

des Lebens ab, wie z.B. Schnelligkeit,

Kraft und Hörvermögen. Gegenläufig

verhält es sich mit mentalen und sozialen

Kompetenzen.

Durch den Einsatz von Erfahrungswissen

kann die Bewältigung bestimmter

Aufgaben deutlich optimiert werden.

Die Fähigkeit zu lösungsorientiertem

Vorgehen zum Beispiel ist bei älteren

Menschen häufig stärker ausgeprägt

als bei jüngeren.

Die Palette von Beiträgen zu unserer

Gesellschaft, die ältere

Menschen leisten, ist breit.

Vielfältige Beiträge innerhalb der

Familie

Die ältere Generation erbringt heute

in einem sehr hohen Ausmaß Leistungen,

die in volkswirtschaftlichen Berechnungen

nicht aufscheinen. Dazu

zählen die Betreuung von Enkelkindern

oder Unterstützung im Haushalt,

wodurch berufstätige Frauen entlastet

werden und ihre Erwerbstätigkeit erleichtert

wird.

Eine wichtige Rolle spielen sie auch

in der Pflege von betreuungsbedürftigen

Angehörigen: Etwa 45

Prozent aller pflegenden Angehörigen

sind 60 Jahre und älter, 22 Pro-

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zent sind sogar 70 Jahre und älter.

Freiwilligen-Engagement als wichtiger

Beitrag zur Gesellschaft

Viele ältere und alte Menschen leisten

unschätzbare Beiträge: Diese

reichen von der Arbeit in unterschiedlichsten

Vereinen und karitativen

Organisationen über Tätigkeiten im

Kultur- und Sportbereich bis hin zum

Engagiert-Sein in politischen und religiösen

Gruppen. Wer sich für andere

engagiert, tut damit auch sich selbst

etwas Gutes: Sinnstiftende Aktivitäten

machen Spaß, sind eine Hilfe für

andere und erleichtern das Schließen

von Bekanntschaften in allen

Altersgruppen. Sie ermöglichen, die

eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse

einzubringen, neue Erfahrungen zu

sammeln und aktiv zu bleiben. Freiwilligentätigkeit

kann zu einer höheren

Lebenszufriedenheit und einem besseren

Gesundheitszustand beitragen.

Aktives Alter(n) und die Solidarität

zwischen den Generationen

Dank des sozialen und medizinischen

Fortschritts hat unser Leben mehr Jahre,

und es geht darum, diesen gewonnenen

Jahren mehr Leben zu geben.

Die Lebensqualität im Alter hat viele

Facetten: Diese ergibt sich unter anderem

aus dem Zusammenwirken von finanzieller

Lage, gesundheitlicher Situation,

Möglichkeiten zur Erwerbsarbeit,

außerberuflicher sozialer Partizipation

oder der Einbettung in familiäre und

nichtfamiliäre Beziehungsgefüge.

Aus gutem Grund ist das Europäische

Jahr 2012 nicht nur dem „aktiven Altern“

gewidmet, sondern auch der „Solidarität

zwischen den Generationen“,

also der gegenseitigen Unterstützung

von Menschen verschiedener Altersgruppen

und der Kooperation zwischen

ihnen. Ziel ist eine Gesellschaft,

in der Menschen jeden Alters ihre Rolle

finden – im Einklang mit ihren individuellen

Fähigkeiten und Bedürfnissen.

So können alle gemeinsam vom sozialen

Fortschritt und der innovativen

Nutzung sämtlicher Potenziale profitieren.“

(aktiv altern 2012.at, bmask)

Das Katholische Bildungswerk bietet

seit zehn Jahren LIMA –Kurse an und

bildet Trainerinnen und Trainer dafür

aus. Sie haben die Möglichkeit, auch in

ihrer Gemeinde einen LIMA –Kurs zu

besuchen.

Eine Schnuppereinheit wurde bereits

in Oberwald beim Gasthof Moserweber

abgehalten.

Die nächsten Schnuppereinheiten

fnden am 22.Juni beim Gasthof

Moserweber, am Mittwoch 27. Juni

beim Gasthof Starchlpeter, am Freitag

29. Juni im Saal der Musikschule

Ligist und am Freitag 6.Juli im Sitzungssaal

der Gemeinde Krottendorf

statt, jeweils von 9 Uhr 30 bis

11Uhr 30.

Wir schenken einander 2 Stunden unserer

Lebenszeit. Sie sind herzlich eingeladen

ab 55 plus!

Im heurigen „Europäischen Jahr für

aktives Altern und Solidarität zwischen

den Generationen“ ist dies ein Vorzeigeprojekt,

ebenso wie viele andere

praktische Beispiele, die in unserer

Pfarrgemeinde in den Familien gelebt

werden und -- vom jüngsten Ministranten

angefangen, über die Jugendlichen,

die jungen Erwachsenen als

Mesner und Lektoren, eine große Zahl

Erwachsener seit Jahrzehnten zusammenarbeiten

in den verschiedensten

Funktionen als Diakon, Religionslehrerinnen,

Pfarrgemeinderäte, Lektoren,

Kantoren, Organisten, Sänger, Musikgruppen,

Tischmütter, Firmhelfer,

Haussammler, Vorbeter, Himmelträger,

und viele ältere Menschen ebensolche

Aufgaben und andere wie z.B. Kommunionhelfer

oder Kirchenwäsche-

und Reinigung - Pfarrhaushalt, ausüben,

bis hin zu unserem Herrn Pfarrer

in seiner Leitungsfunktion.

Wahrhaftig ein Generationenprojekt,

das verdient, in diesem Zusammenhang

erwähnt zu werden!

Wir dürfen dankbar wahrnehmen, was

möglich ist und daran weiterarbeiten, den

Gegebenheiten entsprechend und den

Heiligen Geist wehen lassen, wo er will.

Josefine Farmer

Juli 2012

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