Wuppertaler Wille

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Wuppertaler Wille

das standortmagazin für das bergische land

deutschlands auflagenstärkstes transportmedium für ideen im mittelstand.

Wuppertaler Wille

Standort-Check: Wie die Stadt ihren Herausforderungen die Stirn bietet

Deutsche Technik

Schwerpunktheft: Neues aus dem Land der Tüftler und Erfinder

Mit Familienwerten auf dem Börsenparkett

Die 75 größten Aktiengesellschaften in Familienhand – und was sie besser macht als Konzerne

Techniknachwuchs für den Mittelstand

Personal & Arbeit: Welche Karrierepläne Studenten haben

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leserWahl

Mittelstand stimmt

ab: Die wichtigste

deutsche Technik-

Erfindung


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Technik zum erfolg

Liebe Unternehmer im Bergischen Land,

von Investmentbanking und Dienstleistung alleine kann eine

Volkswirtschaft nicht leben. Es sind Produktion, Industrie und

verarbeitendes Gewerbe – kurz: die sogenannte „Realwirtschaft“

– die unseren Standort in der Krise stark und im Aufschwung

brillant machen.

In unserem Schwerpunktheft anlässlich der Hannover Messe

spürten unsere Wirtschaftsredakteure Beispielen dieser

Produktionskompetenz in unseren Unternehmen nach. Was

sie fanden, ist Mut, Fleiß, Veränderungsbereitschaft und Verläs

slichkeit – Qualitäten, die man weltweit an uns schätzt. Aber

schätzt man sie auch bei uns?

Editorial

Wir sollten uns unserer Stärken bewusster sein und sie viel

positiver vertreten. Andere ehedem stolze Technologienationen

haben schon gezeigt, wie schnell man ein industrielles Pfund

verspielen kann. Innovationen sind gelebter Gestaltungswille.

Einen neuen Antrieb zu konstruieren, ist mindestens so aufregend,

wie seine Vorteile bei der Kraftübertragung auf die Straße

zu spüren. Und für die Grundlagen unseres Wohlstandes politisch

einzutreten, ist viel mutiger, als unsere Unternehmen und

Unternehmer immer weiter zu drangsalieren.

Das Wirtschaftsblatt hat sich seit seiner Gründung eine positive

Sichtweise auf Technik, Wirtschaft und Leistung zueigen

gemacht. Wie ich aus vielen Ihrer Zuschriften weiß, nehmen

Sie das Wirtschaftsblatt als Transporteur für Ideen und als Konterpart

im Konzert anschwellender Krisenlust wahr. Unsere Redaktion

freut sich daher auf Ihre Wahl zu der wichtigsten technischen

Erfindung aus Deutschland, denn die Wirtschaft soll

entscheiden, welche Innovation die bedeutendste des vergangenen

Jahrhunderts war. Ein Stimm­Fax liegt diesem Heft bei.

Apropos Technik. Abschlagtechnik. Wenn Sie golfbegeistert

sind, sollten Sie sich Deutschlands größtes Turnier, die BMW

International Open im Juni, nicht entgehen lassen. Als Medienpartner

des Turniers offeriert Ihnen das Wirtschaftsblatt exklusive

Besuchsmöglichkeiten. Alle Infos finden Sie auf Seite 48.

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A

AGORA GmbH & Co. KG, Wuppertal 97

Amefa Stahlwaren GmbH, Solingen 10

Archimedes Facility­Management GmbH 62–63

August Blecher KG, Remscheid 10

B

Backhaus, Kurt, Hartmann Bürotechnik 25

BBN Betriebsberatung Niederberg, Velbert 89

Behler, Thomas, Stadtwerke Radevormwald GmbH 8

Bergische Entwicklungsagentur, Solingen 9

Bergische Universität Wuppertal 11, 98

Björkman, Anders, OnePhone Deutschland GmbH 77

Buhr, Werner M., CNC Keller GmbH 8

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) 46–47

Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) 13

Burr, Dr. Kai, Hubert Burda Media, Offenburg 45

C

CNC Keller GmbH, Wuppertal 8

Columbus McKinnon, Wuppertal 14

Czinczoll, Björn, Kinderzentren Kunterbunt gGmbH 45

D

Davies, Edward, Mühlhause GmbH, Velbert 81

Deutsche Akademie der Technikwissenschaften 114

Deutsche Bank AG, Frankfurt 27

E

4

18 heinzler, lioba

moewe Beratung

E.G.O. Elektro­Geräte GmbH, Oberderdingen 82

Ehser, Ralf, Deutsche Bank, Wuppertal 26–27

Engel, Karsten, BMW Group Deutschland, München 49–51

Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 88

Euscher, Marc, Archimedes GmbH, Bad Oeynhausen 62–63

Euscher, Ulrich, Archimedes GmbH, Bad Oeynhausen 62–63

Wirtschaftsblatt 2/12

Index

F

Feldmann­Happich­GmbH, Wuppertal 11

Finckh, Dr. Gerhard, WTG Wirtschaftstreuhand 28

Fink, Wolfgang, Konscha Engineering 97

Fischer, Frank­Peter, AGORA GmbH & Co. KG 97

Friedr. Gustav Theis Kaltwalzwerke GmbH, Hagen 78–79

G

Gauger, Peter, Dt. Zentrum für Luft­ und Raumfahrt (DLR) 8

GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf 64–65

Gebrüder Aurich GmbH, Radevormwald 9

Gehb, Dr. Jürgen, BImA, Bonn 46–47

Geisel, Sofie, DIHK 44

Golf Club Gut Lärchenhof, Pulheim 48–51

Görrn, Professor Patrick, Emmy­Noether­Stiftung 8

Grande, Fritjhof, Volksbank Remscheid­Solingen eG 32

Greif, Hans, Columbus McKinnon 14

Gregarek, André, BImA, Bonn 46–47

Grotebrune, Elisabeth, Grotebrune Immobilien 18

Grotebrune Immobilien, Wuppertal 18

Gust, Peter, Professor, Institut f. Produktentwicklung 11

H

Hagemann, Michael, BZI, Remscheid 10

Happich GmbH, Wuppertal 11

Harmke, Jürgen, Stadtsparkasse Wuppertal 107

H. Hartmann GmbH & Co. KG, Wuppertal 25

Haschke, Matthias, Wuppertal Marketing GmbH 17

Hauck & Aufhäuser, Privatbankiers, Frankfurt 52–56

Hebler, Dr. Martin, W­tec GmbH, Wuppertal 17

Heinzler, Lioba, moewe Beratung 18

Hilger, Olof, simcast GmbH 84

Hoppe, Michael, Trade Fair Partners 13

HSBC Trinkaus & Burkhardt, Düsseldorf 28

Husken, Carl­Josef, Ernst & Young GmbH, Düsseldorf 88

Hüther, Prof. Dr. Michael, Institut der dt. Wirtschaft 73–74

Hüttl, Professor Reinhard F., acatech 114

I

Iffland, Dirk, Ontex Recklinghausen GmbH 77

Ingenieurbüro Sander, Paderborn 63

InnoNet BL ­ LiCon, Wuppertal 98

InnovationsAllianz der NRW­Hochschulen e. V., Bonn 33

Ipsen International GmbH, Kleve 68–69

Institut für Produktentwicklung in Solingen 11

Institut für Sicherungssysteme, Velbert 11

J

Johann Feldmann GmbH, Velbert 11

Joh. Hermann Picard GmbH & Co. KG, Wuppertal 102

Jung, Peter, Oberbürgermeister Wuppertal 13, 14, 108

104-105 Nieder, Christoph

Proviel Gmbh

K

Kagermann, Henning, acatech 114

Kallup, Dr. Bernhard, Sedus Stoll AG, Waldshut 22–23

K. A. Schmersal GmbH, Wuppertal 101

Kinderzentren Kunterbunt gGmbH, Nürnberg 44–45

Koch, Dr. Lambert T., Bergische Uni Wuppertal 12

Koch, Julia, InnoNet BL ­ LiCon 98

Kompetenzzentrum für Gesundheitsmanagement, Wtal 11

Konscha Engineering, Remscheid 97

Kunze, Axel, BImA, Bonn 46–47

L

Lankes, Peter, Ipsen International GmbH, Kleve 68–69

Lenz, Thomas, Jobcenter Wuppertal 16

Leyendecker GmbH, Wuppertal 15

Leyendecker, Marcus, Leyendecker GmbH 15

Lißewski, Arne, Lißewski, Suckow & Partner 86–87

M

Maier, Gunnar, Emirates Airlines Deutschland 50

Meyer, Frank, Stadtentwicklung Wuppertal 15

Middeldorf, Bodo, Bergische Entwicklungsagentur 13

Mittelstaedt, Michael, Friedr. Gustav Theis GmbH 79

moewe Beratung · Seminare, Wuppertal 18

Mues, Jürgen, CNC Keller GmbH 8

Mühlhause, Dirk, Mühlhause GmbH, Velbert 80–81

Mühlhause, Heiko, Mühlhause GmbH, Velbert 80–81

Myskow, Irek, Adidas 50

N

Neuhaus, Peter, RWE Vertrieb AG, Essen 34

Nieder, Christoph, proviel GmbH 104–105

O

OnePhone Deutschland GmbH, Erkrath 76–77

Otto, Andreas, Volksbank Remscheid­Solingen eG 32

Otto Schnell GmbH & Co. KG, Wuppertal 83


P

Paul, Bernhard, Roncalli‘s Apollo Varieté, Düsseldorf 29

Pönitz, Marc, GEA Group, Düsseldorf 65

proviel GmbH, Wuppertal 104–105

Püttbach, Jürg, BIA, Solingen 10

Q

Quadflieg, Arvid, Hartmann Bürotechnik, Wuppertal 25

R

Rahmlow, Jörg, BBN Velbert 89

Reckermann, Klaus, CNC Keller GmbH 8

Remmel­Gortat, Dr. Barbara, AGORA GmbH & Co. KG 97

Roncalli‘s Apollo Varieté, Düsseldorf 29

Röthgens, Klaus, Tandem Personallogistik 103

Rotthege, Dr. Georg, ROTTHEGE | WASSERMANN 90–91

ROTTHEGE | WASSERMANN, Düsseldorf, Essen 90–91

RWE Vertrieb AG, Essen 34

S

Schäfer­Richter, Professor Gisela, InnovationsAllianz 33

Schievelbusch, Karsten, Trend Service GmbH 100

Schilbe, Stefan, HSBC Trinkaus & Burkhardt 28

Schmersal, Heinz, K. A. Schmersal GmbH, Wuppertal 101

Schmersal, Philip, K. A. Schmersal GmbH, Wuppertal 101

Schmidt­Hermesdorf, Dr. Joachim, WTG 28

Schnell, Gerhard J., Otto Schnell GmbH & Co. KG 83

Schramm, Michael, Hauck & Aufhäuser, Frankfurt 52–56

Schöddert, Jürgen, BBN Velbert 89

Schulze, Svenja, NRW­Wissenschaftsministerin 33

Sedus Stoll AG, Waldshut­Tiengen 22–23

Seidensticker, Bielefeld 54

simcast GmbH, Wuppertal 84

Simon, Frank, Joh. Hermann Picard GmbH & Co. KG 102

Slawig, Dr. Johannes, Stadtdirektor Wuppertal 15

Stadtsparkasse Wuppertal 106–107

Steenhuisen, Ruud, Roncalli‘s Apollo Varieté 29

Stiefvater Entsorgungsmanagement GmbH & Co. KG 30–31

Sundermann, Thomas, Archimedes GmbH 62–63

32 Grande, Fritjhof

Volksbank remscheid solingen

83 schnell, Peter

Otto schnell Gmbh

T

Tandem Personallogistik und Dienstleistungen 103

Technologiezentrum Wuppertal W­tec GmbH 17

Tente GmbH, Wermelskirchen 9

Trend Service GmbH, Wuppertal 100

Türkis, Daniel, InnoNet BL ­ LiCon 98

U

Underberg­Ruder, Hubertine, Underberg­Gruppe 55

V

Volksbank Remscheid­Solingen eG 32

Volmerig, Dr. Rolf, Wirtschaftsförderung Wuppertal 14, 108

Voss Holding, Wipperfürth 11

W

Index

Wacker Chemie, München 54

Wagner, Jörg, Archimedes GmbH, Bad Oeynhausen 62–63

Wehlage, Dr. Thomas, Archimedes GmbH 62–63

Wengelski­Strock, Sabine, moewe Beratung · Seminare 18

Werf, Jacques van der, FNsteel 78–79

Wiese, Magnus, BMW Group Deutschland, München 50

Will, Andrea, BBN Velbert 89

WiN, Mittelstandsmesse für das Bergische Land 13

Wirtschaftsförderung Wuppertal 14

WTG Wirtschaftstreuhand Dr. Grüber, Wuppertal 28

Wuppertal Marketing GmbH 17

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6

Inhalt

25 Büro & einrichten

Wer Unternehmern hilft, den Büroalltag zu verbessern

72-74 Deutsche Technik

Wo IW-Chef Hüther die deutsche Wirtschaft vorne sieht

Wirtschaftsblatt 2/12

29 Markt & standort

Was die Wirtschaftsprüfer von WTG zu feiern hatten

92-109 standort-Check Wuppertal

Wie mit Wille viel bewegt werden kann


Bergisches land

8-11 Nachrichten / Das Wichtigste aus der Region in Kürze

12 Treffpunkte I / hundertprozentig.ERNEUERBAR

13 Treffpunkte II / Mittelstandmesse WiN

14-17 Wuppertal / Columbus McKinnon kommt ∙ IKEA im Zeitplan ∙ Junge

Leute am Start ∙ Wirtschaft wirbt für Wuppertal

18 Unternehmensbuilder / Persönlichkeit und Internationalität

Markt & standort

26-53 Die Unternehmensplattform im Wirtschaftsblatt

48-51 Golfsport / Leserangebot zu den BMW International Open

Familienunternehmen

54-56 Gespräch / Privatbanker Michael Schramm über geänderte Spielregeln

55 exklusiv / Die 50 wichtigsten börsennotierten Familienunternehmen

58-59 China / Fernöst-westliche Familienbande

Deutsche Technik

60-61 hannover Messe / Und es läuft und läuft und läuft

62-63 leserwahl / Was ist die Technik-Erfindung des Jahrhunderts?

64-71 Deutsche Technik / Unternehmen im Portrait

72-74 Interview / Michael Hüther über Stärken und den Umgang mit Krisen

75-77 hidden Champions / Unternehmen im Portrait

78-85 Metall & Maschinen / Unternehmen im Portrait

Themen

20-25 Büro & einrichten / Die zehn Büro-Todsünden

86-91 recht & steuern / Am Fiskus vorbei

standort-Check Wuppertal

92-96 Wuppertaler Wille / Die Stadt im Fakten-Check

97-107 stützen des standorts / Unternehmen im Portrait

108-109 Interview / Oberbürgermeister Jung über solide Tragwerke

rubriken

110-111 Gut zu wissen / Empfehlenswerte Dienstleister

112 service / Informationen zum kommenden Heft

113 Intern / Impressum · Teamköpfe

114 letzte seite / Kopfschüttler · Maximen

Inhalt

» Wir brauchen ein Druck-System für alle unsere 23 Arbeitsplätze, aber bitte nicht für jeden Mitarbeiter ein Gerät. Durch unsere vielen mehrseitigen Dokumente wäre natürlich ein Drucker mit

mehreren Einzügen für Briefbogen und Blankoseiten toll und manche Angestellte sollen bitte nur in Schwarz-Weiß drucken können. Schwarz-Weiß ist doch auch günstiger und schont die Umwelt,

oder? Apropos Umwelt – gibt es eigentlich Unterschiede bei den Drucksystemen, was Tonerverbrauch und Energieeffizienz anbetrifft? «

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8

Bergisches land

Das Wichtigste vom Standort. Recherchiert und ausgewählt von der Wirtschaftsblatt-

Redaktion für das Bergische Land. Informieren Sie uns: bergisch@wirtschaftsblatt.de

Besuch des Monats: Erst der Mars,

dann Remscheid – fünf Astronauten

haben auf Einladung von DLR-Raumfahrt-Ingenieur

Peter Gauger Station

im Bergischen Land gemacht.

sengbachtalsperre, solingen

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

Wechsel des Monats: Der neue

Geschäftsführer der Stadtwerke

Radevormwald GmbH heißt Thomas

Behler. Der 46jährige tritt sein Amt

am 1. Juni an.

Förderung des Monats: 1,1 Millionen

Euro Fördergeld erhält Professor Patrick

Görrn von der Emmy-Noether-

Stiftung. Er richtet eine Forschungsgruppe

an der Bergischen Uni ein.

In besten händen

Drei ehemalige Mitarbeiter der Wuppertaler Firma Keller haben das

Unternehmen übernommen und führen es nun in Eigenregie weiter.

Nein, lange überlegen mussten sie nicht: Als das Ehepaar Keller sein Unternehmen R.

& S. Keller GmbH aus Altersgründen verkaufen wollte und sich drei Mitarbeiter als geschäftsführende

Gesellschafter für die Nachfolge anboten, war klar, dass das Kaufangebot

eines fremden Unternehmens nicht mehr in Frage kam. Werner M. Buhr, Jürgen

Mues und Klaus Reckermann führen nun die Wuppertaler Firma unter dem Namen

CNC Keller GmbH weiter. Sie haben sich einiges vorgenommen: Knapp 80 Länder bedient

der CNC­Spezialist aktuell, die Internationalisierung soll noch weiter ausgebaut

werden. Vor allem auf dem chinesischen Markt besteht derzeit eine hohe Nachfrage.

Gemeinsam mit den Partnern aus China und dem BZI in Remscheid wurde das „Chinesische

IHK­Zertifikat“ entwickelt. Eine Neuerung ist zudem der Verkauf der Software

als Internet­Produkt. An weiteren Ideen mangelt es den neuen Chefs nicht. aw


Dycker Feld in solingen: Gewerbeflächen im

Bergischen städtedreieck sind ein wertvolles Gut

ab 2014 wird es eng

Die Zahl der kurzfristig verfügbaren Gewerbeflächen im Bergischen

Städtedreieck ist begrenzt. Ein gemeinsames Konzept soll helfen,

neue Flächen zu entwickeln und brachliegende zu reaktivieren.

E

s ist eine Rechnung, die nicht aufgehen kann: 25 Hektar Gewerbeflächen wer­

den derzeit pro Jahr im Bergischen Städtedreieck benötigt. Kurzfristig zur Verfügung

stehen aber nur 61,4 Hektar. Heißt: Spätestens nach zwei Jahren haben

die Städte ein Angebotsproblem und müssen befürchten, dass Unternehmen in

andere Städte abwandern. Damit es soweit nicht kommt, haben die Räte der Städte

Remscheid, Solingen und Wuppertal beschlossen, ein regionales Gewerbeflächenkonzept

zu erarbeiten. Die Bergische Entwicklungsagentur ist mit der fachlichen Begleitung

und der Moderation der Erarbeitung beauftragt. Zu beachten ist, dass vor allem

heimische Firmen in der näheren Umgebung nach neuen Gewerbeflächen suchen.

Stehen größere Flächen zur Verfügung, wurden diese in der Vergangenheit häufig an

Bestandsunternehmen vergeben. Das soll auch in Zukunft so bleiben, gleichzeitig soll

aber versucht werden, Platz für neue Leitmärkte zu schaffen. Unternehmen aus den

Branchen Automotive/Elektrotechnik, Ressourceneffizienz, Kreativ­ und Gesundheitswirtschaft

gelten als „Leuchttürme“, die es besonders zu fördern gilt. Als problematisch

werden die bergische Topographie und die Siedlungsdichte erachtet, die oftmals

größere Gewerbeflächenprojekte erschweren oder sogar verhindern. Parallel zum gemeinsamen

bergischen Vorgehen setzt die Stadt Solingen auch auf eigene Aktionen.

So ist ein Pilotprojekt am Dycker Feld geplant, bei dem die „intelligente Verdichtung“

in Zusammenarbeit mit Unternehmen erarbeitet werden soll. aw

standort

Menschen und Ereignisse

1 solingen: Klingenstadt Inoffiziell

trägt Solingen längst den Beinamen

Klingenstadt – jetzt ist dieser Zusatz auch

offizieller Bestandteil des Städtenamens.

Das NRW-Innenministerium hat den Antrag

der Stadt genehmigt, den Zusatz

auf Ortsschildern und im dienstlichen

Schriftverkehr verwenden zu dürfen.

2 Wermelskirchen: ausgezeichnet

Der Rollenhersteller Tente ist mit dem

Axia-Award für klare strategische Ausrichtung

und effizientes, flexibles Controlling

ausgezeichnet worden. Hervorgehoben

wurde das U35-Programm, mit

dem junge Mitarbeiter in direktem Kontakt

zu Gesellschaftern und Geschäftsführung

stehen. 3 remscheid: spende

für Nachwuchstechniker Zehn Robotik-Kisten

im Wert von 3.000 Euro hat

die Stiftung der Sparkasse Remscheid

dem Bergischen Schul-Technikum geschenkt.

Mit den Kisten können Schüler

ihre Fähigkeiten im Bereich Informationstechnik

und Maschinenbau testen.

4 radevormawald: eins statt Vier Die

Gebrüder Aurich GmbH, Spezialist für

technische Textilien, möchte aus ihren

vier Standorten an Max-Planck- Otto-

Hahn- und Industriestraße sowie am

Schüttendeich einen großen Standort

machen. Gleichzeitig will das Unternehmen

weltweit expandieren – am liebsten

vom Standort Radevormwald aus. Erste

Gespräche wurden geführt. 5 Wuppertal:

Zehn Jahre vernetzt Mit geballter

Kompetenz kann das Maklernetzwerk

Wuppertal aufwarten. 2001 taten sich

Beelow Immobilien, fmi Frank Müller

Immobilien, Hans M. Stephan Immobilien

und Alfred Volkmer Immobilien KG

zusammen. Die Bilanz: knapp 80 Prozent

des lokalen Gewerbeflächenmarktes

liegen in den Händen des Netzwerks.

6 hückeswagen: Mehr Platz benötigt

Die Suche von Hückeswagens größtem

Arbeitgeber Klingelnberg nach einem

neuen Standort gestaltet sich schwierig.

Das Unternehmen ist an einem Umzug innerhalb

der Stadt interessiert, Politik und

Verwaltung von Hückeswagen bemühen

sich um ein adäquates Gebiet. „Bislang

gibt es noch keine Entscheidung“, heißt

es aus dem Unternehmen.

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

9


10 Bergisches land Menschen und Ereignisse

Unternehmen auf nach China

1 Wermelskirchen: servicepreis Die

Baumarktkette Obi kann sich rühmen,

beim Deutschen Servicepreis 2012 in der

Kategorie „Einzelhandel Non-Food“ unter

die Top-Drei gelangt zu sein. Bewertet

wurden Wartezeit, Gesprächsatmosphäre

und Kompetenz. 2 remscheid: hohes

Potential Henrik Sadlowski ist zwar

erst 21 Jahre alt, macht aber schon jetzt in

ren wollen hin, und die dritten

Wirtschaftskreisen von sich reden. Der

bereiten den Weg für weitere Un­

Medizinstudent hat das Unternehmen ternehmen vor: Der Wirtschaftsstandort

HiPotential gegründet, das die Kreativi- China spielt für Firmen aus dem Bergität

von Schülern und Studenten nutzen schen eine immer wichtigere Rolle. So

will, um neue Ideen für Unternehmen zu hat der Wuppertaler Schaltgeräteher­

entwickeln. 3 remscheid: Wachstum steller und Automatisierer Schmersal

Die Größe der Sägeblätter, die Kunden bereits im Jahr 1999 den Schritt gewagt

der August Blecher KG nachfragen, und eine Produktionsstätte in China

nimmt immer weiter zu. Logische Kon- errichtet. Nach mehreren Betriebsersequenz:

Auch das Unternehmen muss weiterungen wird nun an einem 9.500

sich vergrößern. Am Standort Wüsten- Quadratmeter großen Neubau im Dihagener

Straße entsteht deshalb aktuell strikt Schanghai gearbeitet. Der Umzug

eine Halle, mit der die Produktionsfläche

um 1.000 Quadratmeter erweitert wird.

ist für Oktober dieses Jahres geplant.

4 solingen: Kooperation Die Amefa

Stahlwaren GmbH mit Sitz an der Müh-

Absatz und Transfer

lenstraße will ihre Edel-Serie „Premi- Das Solinger Kunststoff­ und Galvanoere“

ausbauen und ist ein Joint Venture technik­Unternehmen BIA dürfte zu die­

mit der libanesischen Manufaktur Siom sem Zeitpunkt ebenfalls kurz davor sein,

eingangen. Damit gehören die Ohligser den Betrieb im neuen Werk aufzuneh­

nach Unternehmensangaben zu Europas men. „Fast alle unsere großen Kunden

Spitzenanbietern für exklusive Bestecke haben bereits Werke in China“, begrün­

und Tisch-Accessoires.

det BIA­Geschäftsführer Jürg Püttbach

die Entscheidung, einen eigenen Produk­

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Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

Immer mehr Unternehmen aus dem Bergischen Land verstärken ihre

Kontakte ins Reich der Mitte und setzten auf Produktionsstandorte

im Osten. Beide Seiten können von dieser Entwicklung profitieren.

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ie einen sind schon da, die ande­

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tionsstandort in China zu bauen. Nach

deutschen Standards soll in der Nähe von

Peking eine Galvanohalle betrieben werden.

Produziert wird ausschließlich für

den chinesischen Markt – mehrere Kunden

hätten bereits Interesse signalisiert,

direkt aus China beliefert zu werden.

Damit möglichst viele Firmen vom

chinesischen Markt profitieren, spielt der

Wissenstransfer eine wichtige Rolle. Chinesische

Techniklehrer waren im Berufsbildungszentrum

(BZI) der Remscheider

Metall­ und Elektroindustrie zu Gast und

haben sich über das duale Ausbildungssystem

informiert. „In China gibt es überwiegend

wissenschaftlich ausgebildete

Theoretiker. Ungelernte Kräfte können

aber komplexe Maschinen nicht bedienen.

Der mittlere Aufbau fehlt also“, erklärt

der Geschäftsführer des Zentrums,

Michael Hagemann. Die Delegation aus

China bekam in Remscheid einen Eindruck,

wie dieses Problem gelöst werden

kann. Von einer Umsetzung im Reich der

Mitte würden auch deutsche Unternehmen

profitieren, sagt Hagemann. aw

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Uni-standort solingen

Bis Mitte des Jahres wird sich entscheiden, ob das Institut für

Produktentwicklung in Solingen an die Bergische Universität fest

angegliedert wird. 1,5 Millionen Euro sind dafür notwendig.

P

rofessor Peter Gust ist optimi–

stisch, „auch wenn es sicher keine

leichte Aufgabe sein wird“. Bis Mitte

des Jahres entscheidet sich, ob das In–

stitut für Produktentwicklung in Solingen

an die Bergische Universität angegliedert

wird. Entscheidend ist dabei die finanzielle

Situation. Denn um den bisherigen

Uni­Ableger zu einem festen Bestandteil

der Hochschule zu machen, sind rund

1,5 Millionen Euro notwendig.

Neue Professur und Lehrstuhl

Mit dem Geld wird unter anderem

eine Stiftungsprofessur für die ersten

fünf Jahre finanziert, danach würde die

Universität die Bezahlung übernehmen.

Gemeinsam mit der Industrie­ und Handelskammer

soll nun Geld bei hiesigen

Unternehmen gesammelt werden. „Bislang

haben wir rund die Hälfte des notwendigen

Betrags“, sagt Peter Gust. Noch

hat das Institut die Rechtsform einer

gemeinnützigen GmbH. Ein Förderverein,

die Universität, die Stadt Solingen,

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die IHK und der Industrieverband für

Schneid­ und Haushaltswaren stehen

hinter dem Institut, dessen Ziel es ist,

Produktentwicklungen mit labortechnischen

Untersuchungen auf den Gebieten

der Ergonomie, des Designs und des Engineerings

zu optimieren. Sollte das Institut

an die Universität angegliedert werden,

können neue Projekte angeworben werden,

wodurch sich auch die Perspektive

des Standort Solingen verbessere. „Wir

schaffen Mehrwert“, sagt Gust.

Auch ein Lehrstuhl für neue Werkstoff­

und Fertigungsverfahren ist geplant.

Der Inhaber soll neue Impulse

aus der Forschung mitbringen und

diese für Produkte nutzbar machen.

Dass das Vorhaben gelingen kann, zeigen

Beispiele aus den Nachbarstädten.

In Velbert/Heiligenhaus ist seit 2009 das

Institut für Sicherungssysteme der Universität

angesiedelt, in Wuppertal gibt

es das Kompetenzzentrum für Gesundheitsmanagement

und Public Health. Beide

verdanken ihre Existenz großzügigen

Unternehmensspenden. aw

standort

1 Wuppertal: Wohnen im Denkmal

Die Vermarktung von 31 Industrielofts

in den denkmalgeschützten, ehemali-

gen Elba-Werken hat begonnen. Der

Gebäudekomplex an der Wupper bietet

neben Wohnungen von bis zu 286

Quadratmetern Größe auch sogenannte

„Kreativflächen“ für Gewerbe. 2 Wipperfürth:

erfolgsbilanz Einen Umsatz

von 320 Millionen Euro – und damit das

beste Ergebnis der Firmengeschichte –

hat die Voss Holding 2011 erwirtschaftet.

Die positiven Zahlen hat das Automotive-

Unternehmen vor allem der Geschäftsentwicklung

im Ausland – allen voran

China – zu verdanken. 3 Wuppertal:

Beteiligung Der Innenausstatter für

Nutz- und Spezialfahrzeuge Happich

ist bei der Velberter Johann Feldmann

GmbH eingestiegen. Die Zusammenarbeit

der Wuppertaler mit dem Hersteller

von Hightech-Bustürsystemen startete im

April. Das Gemeinschaftsunternehmen

heißt Feldmann-Happich-GmbH.

Über 20 Jahre Kompetenz in der Vermittlung und Überlassung

von gewerblichen und kaufmännischen Fachkräften:

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1

Menschen und Ereignisse

11

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12


12 Bergisches land Menschen und Ereignisse

Kongress zur energiewende

Die Energiewende auch im Bergischen Land weiter aktiv voranzutreiben – das ist am 22. Juni die

Absicht des Projekts hundertprozentig.ERNEUERBAR. Zum zweiten Mal geht es auf diesem Kongress um

konkrete Hilfe für Unternehmen und Kommunen aus dem Bergischen Land, die bei der Umsetzung von

Effizienzprojekten oder der Nutzung erneuerbarer Energien auf neue Impulse erhalten sollen.

Uni-rektor Professor Dr.

lambert T. Koch wird die

Teilnehmer begrüßen

D

ie Photovoltaikanlage auf dem Dach ist nur der Anfang.

Kommunen und Unternehmen können noch viel mehr

tun, um die Umwelt zu schonen und gleichzeitig von

neuen Energiekonzepten zu profitieren. hunderprozentig.ER­

NEUERBAR – der Name ist Programm und steht für die Energiewende

im Bergischen Land. Im Rahmen eines Kongresses,

der am 22. Juni an der Bergischen Universität (Campus Freudenberg)

stattfindet, werden Projekte aus dem Bergischen Land in

drei Workshops vorgestellt. Wie bei der Premiere vor einem Jahr

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Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

Foto: Markus Magaschütz

sollen sie als Anregung dienen und deutlich machen, was alles

möglich ist. Im ersten Workshop geht es um den Einsatz von

erneuerbaren Energien. Die Energieeffizienz im Bergischen

Land ist Thema des zweiten Arbeitskreis. Im dritten Workshop

werden zukunftsweisende Projekte vorgestellt, etwa zur organischen

Photovoltaik.

Global Denken, lokal Handeln

Organisiert wird der Kongress von der Bergischen Entwicklungsagentur,

der Bergischen Universität Wuppertal, der EnergieAgentur.NRW,

der Kreishandwerkerschaft Wuppertal, dem

Wupperverband und dem Wuppertal Institut. Sie laden auch zu

einer Podiumsdiskussion mit Entscheidern aus dem Bergischen

Land zum Thema „Global Denken, lokal Handeln – Energiewende

im Bergischen Land“ ein. Die Diskussion findet im Anschluss

an die Workshops statt. Wer sich informieren oder anmelden

will, kann dies über die neue Website von hundertprozentig.

ERNEUERBAR tun. Sie soll auch als Plattform für Unternehmen

dienen, um ihre Energieprojekte vorzustellen zu können. aw

Weitere Informationen unter

www.hundertprozentig-erneuerbar.de


D

ie Premiere war mehr als gelungen, das war schon während

der ersten WiN­Mittelstandsmesse ersichtlich. Die gute

Stimmung auf der Messe, die Bandbreite der ausstellenden

Unternehmen und die Vielzahl der Kontakte, die auf der

WiN geknüpft werden konnten, ergaben ein eindeutiges Bild.

Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung zeigte sich bei seinem

Messebesuch beeindruckt. „Ich freue mich auf eine zweite Veranstaltung

im nächsten Jahr“, sagte er, während er im September

2011 über die Messe schlenderte. Auch Bodo Middeldorf, Geschäftsführer

der Bergischen Entwicklungsagentur, und nicht

zuletzt viele Aussteller lobten die WiN, so dass auch in der

Nachbetrachtung ein positives Bild erhalten blieb.

Keine Frage also, dass die Organisation der WiN 2012 bereits

auf vollen Touren läuft. Und die Messe verspricht, noch

erfolgreicher zu werden als im letzten Jahr. Deshalb wurde die

Mittelstandsschau in die Historische Stadthalle Wuppertal am

Johannisberg verlegt, wo sie am 11. und 12. September stattfinden

wird.

Gleiches Ziel, stärkeres Konzept

Von Mensch zu Mensch miteinander sprechen, Kooperationen

schmieden, Kontakte knüpfen, Netzwerke bilden und natürlich

Neugeschäfte generieren: Dafür soll die WiN als regionale

Dialogmesse wieder die ideale Plattform bieten. Michael

Hoppe von den Trade Fair Partners will die Messe diesmal noch

besser vermarkten und sie noch attraktiver für das Fachpublikum

machen. Dafür setzt er auf engere Partnerschaften mit regionaler

Politik, Presse und Wirtschaftsförderung, zudem wird

die Bergische Universität stärker integriert. Als neues Highlight

gilt das abendliche „Moonlight Networking“­Event. Nach

Geschäftsschluss bietet die Veranstaltung am ersten Messetag

ab 18 Uhr Raum und Zeit für interessante Businessgespräche

in entspannter Atmosphäre. Unterstützt wird die WiN wieder

durch die Bergische Entwicklungsagentur sowie durch die

Wirtschaftsförderungen aus den Städten Wuppertal, Solingen

und Remscheid, den Bundesverband mittelständische Wirtschaft

(BVMW) und das Wirtschaftsblatt.

Unternehmen, die an der WiN teilnehmen möchten, können

ihren stand noch bis zum 31. Mai 2012 buchen; das anmeldeformular

kann im Netz heruntergeladen werden.

Weitere Informationen unter www.win-bl.de

Menschen und Ereignisse

Noch besser,

noch erfolgreicher

Die Planungen für die zweite Auflage der WiN, der

Mittelstandsmesse für das Bergische Land, laufen

bereits auf Hochtouren.

Die WMK Plastics GmbH

gratuliert ihren Jubilaren!

Hinten von links nach rechts:

Thorsten Rosenbohm

Stefan Herger 9 Jahre

Ute Reidies 5 Jahre

Bekim Ismajli 7 Jahre

Anita Relic 5 Jahre

Frank Kasper 7 Jahre

Jana Valentin 6 Jahre

Rabia Küpeli 10 Jahre

Thomas Kasprowicz 9 Jahre

Uwe Elger 7 Jahre

Vorne von links nach rechts:

Ralf Schmidt 25 Jahre

Holger Horn 7 Jahre

Jürgen Dick 20 Jahre

Gregor Kropidlowski 5 Jahre

Wir danken unseren Mitarbeitern ganz herzlich für die

erfolgreiche und gute Arbeit in unserem Unternehmen und

freuen uns darauf, auch weiterhin auf ihre Erfahrung und

ihr Wissen bauen zu können.


14 Wuppertal

so wird die Columbus McKinnon-Zentrale zur eröffnung im Frühjahr 2013 aussehen

hebezeuge und

die flache Fläche

Ansiedlungserfolg im Mittelstandspark VohRang. Columbus

McKinnon lässt im Stadtteil Vohwinkel seine Europazentrale

errichten. Wuppertal kann sich über 160 neue Arbeitsplätze freuen.

Die erste Ansiedlung ließ nicht lan­

ge auf sich warten. Im neu ausge­

wiesenen Industriegebiet Voh­

Rang entsteht auf 20.000 Quadratmetern

die Europazentrale der Columbus McKinnon

Industrial Products GmbH. Damit

belegt der Hebezeug­Hersteller etwa ein

Sechstel des ehemals als Rangierbahnhof

genutzten Mittelstandsparks.

Produzenten willkommen

Die für das Bergische Land ungewohnt

ebene Fläche war nur ein gutes

Argument, die Konzernzentrale samt

Büro­ und Verwaltungsgebäude und einer

Werkshalle von 10.000 Quadratmetern

Größe im Wuppertaler Westen zu

errichten. Auch die gute Verkehrsanbindung

und die finanziell attraktiven Bedingungen

sprachen für den Standort.

Über 160 Arbeitsplätze verlegt das zuvor

in Velbert ansässige Unternehmen damit

nach Wuppertal. 20 weitere könnten

in den kommenden zwei Jahren dazukommen.

„Ein großer Ansiedlungserfolg

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

und eine Initialzündung für den Mittelstandspark“,

freut sich Oberbürgermeister

Peter Jung. Mit dem Mittelstandspark

VohRang will die Stadt viele Arbeitsplätze

neu ansiedeln. Daher sind den Verantwortlichen

produzierende Unternehmen

an dieser Stelle besonders willkommen.

Columbus McKinnon steuert ab kommendem

Jahr von Wuppertal aus die

Konzernaktivitäten in Europa, dem Mittlerem

Osten und Afrika. Die amerikanische

Konzernmutter Columbus McKinnon

Corporation gehört zu den weltweit

führenden Anbietern für Fördertechnik.

Die Marken Yale und Pfaff­silberblau sind

überall dort ein Begriff, wo gehoben und

bewegt wird.

Wie für ein amerikanisches Unternehmen

üblich, mietet das unternehmen

seinen Firmensitz. Der Full­Service­

Dienstleister Derwald aus Dortmund

wird die Rolle des Generalunternehmers

für den Neubau und gleichzeitig auch die

des Vermieters übernehmen. „Das Angebot

von Derwald hat uns überzeugt. Die

Bedürfnisse unseres Unternehmens wur­

den ebenso berücksichtigt wie neueste

Umwelt­ und Energiestandards“, zeigt

sich Hans Greif, Geschäftsführer von Columbus

McKinnon, überzeugt.

Allein der Baukörper verfügt über

ein Invetitionsvolumen von 13 Millionen

Euro. Die Derwald­Unternehmensgruppe

ist für das gesamte Vorhaben verantwortlich

– vom Grundstückskauf über die

Planung, Finanzierung, Bauabwicklung

bis hin zur Bewirtschaftung. Anfang Mai

rollen die Bagger, innerhalb von zwölf

Monaten soll der Bau fertiggestellt sein.

In das Konzept integriert sind 4.800 Quadratmeter

Erweiterungsfläche, die bereits

für die nächsten Jahre gesichert wurden.

Partnerschaftliches Miteinander

Nach den Worten von Wirtschaftsförderer

Dr. Rolf Volmerig wird das Derwald­Konzept

immer häufiger von ansiedlungswilligen

Firmen nachgefragt: „Ein

Unternehmen muss nicht zwingend selbst

kaufen und bauen. Das hat in unserer Region

auf jeden Fall Zukunft. Wir gehen davon

aus, dass das aktuelle Projekt der Startschuss

für eine weitere Zusammenarbeit

mit der Derwald­Unternehmensgruppe

sein wird.“ Das sieht auch Falko Derwald

so. Man sei in Wuppertal sehr positiv aufgenommen

worden und arbeite partnerschaftlich

zusammen, so der Investor.

Weitere Informationen

Wirtschaftsförderung Wuppertal

Martin lietz

Tel.: 02 02 / 2 48 07-21

lietz@wf-wuppertal.de


Wirtschaftsstandort Wuppertal (anzeige)

Gut im Zeitplan

Spitzenvertreter von Stadt und IKEA konnten Mitte März Positives

zum aktuellen Stand des Planungsverfahrens berichten. Gleichzeitig

informierten sie über erste Ergebnisse der laufenden Gutachten.

Fazit: Alle Herausforderungen hinsichtlich Einzelhandel und Verkehr

sind beherrschbar.

W

enn alles gut läuft, wird 2014

eröffnet. IKEA plant am Autobahnkreuz

Wuppertal­Nord

den Bau eines Einkaufszentrums mit rund

47.000 Quadratmetern Verkaufsfläche.

Neben dem eigenen Möbelhaus wollen

die Schweden die Fläche auch für andere

Fachmärkte öffnen. Doch wie bei einem

solchen Mammutprojekt üblich, steht davor

ein langwieriges Planverfahren. Ende

März war Start der Bürgerbeteiligung. Dort

stellten Stadt und IKEA die Ergebnisse der

Gutachten vor, die als Basis für die Gespräche

mit Bürgern und Nachbarkommunen

dienen. „Unser gemeinsames Konzept hat

sich seit November noch einmal deutlich

konkretisiert“, erklärte Oberbürgermeister

Peter Jung. Die gutachterlichen Ergebnisse

hätten die Machbarkeit bestätigt.

Wuppertaler sagen „Ja“

Aus der Arbeit habe sich ergeben, die

Sortimentsgruppen Sport, Elektrowaren

und Heimtextilien/Hausrat/Kunst um

zentrenrelevante Anteile zu reduzieren.

Doch Wettbewerb sei gestattet, wie

Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig betont:

„Wuppertal verliert pro Jahr 150 Millionen

Euro Kaufkraft. Das wollen wir korrigieren.“

Zum Verkehrsgutachten erklärte

Stadtentwicklungsdezernent Frank

Meyer: „Bei einer Ertüchtigung der Knotenpunkte,

vor allem des Kreisels Mollenkotten,

ist das Konzept machbar.“ Die

kompletten Infrastrukturkosten werden

durch den Investor übernommen.

Eine von IKEA beauftragte forsa­Umfrage

hat eine klare Mehrheit der Wuppertaler

Bürger zur Ansiedlung ergeben.

Die Zeichen stehen also gut, dass IKEA in

Wuppertal Wirklichkeit wird.

Weitere Informationen

stadtentwicklung Wuppertal

Frank Meyer

Tel.: 02 02 / 5 63-43 97

frank.meyer@stadt.wuppertal.de

standpunkt: Marcus leyendecker, Geschäftsführer der leyendecker Gmbh

Die Wahl fällt auf Wuppertal

Die Leyendecker GmbH baut in Wuppertal.

Am GEPA­Weg entsteht zur

Zeit auf 10.000 Quadratmetern unsere

neue Firmenzentrale. Stetes Wachstum

hat dazu geführt, dass der erst 2004 bezogene

Standort auf dem Wuppertaler

ideon­Gelände zu klein wurde und wir

speziell über die Lager­ und Logistik­Situation

nachdenken mussten.

Warum Wuppertal? Bei der Wahl

eines Unternehmens­Standortes vergleicht

man die Stärken und Schwächen

innerhalb einer Wirtschaftsregion.

Wuppertal blickt auf eine

traditionsreiche Vergangenheit als attraktiver

Wirtschaftsstandort zurück

und ist auch heute Standort internationaler

Marktführer aus ganz unterschiedlichen

Branchen. Aber ist das re­

levant im Standortwettbewerb und bei

der eigenen Standortsuche?

Harte und weiche Standortfaktoren,

das sind die Parameter, die in die

Kostenrechnung eines Unternehmens

integriert werden können. Als wichtige

„harte“ Standortfaktoren standen

für uns die hervorragende Verkehrsanbindung,

gute Grundstückspreise

und die Verfügbarkeit von Flächen an

vorderster Stelle. Leider kann Wuppertal

nicht überall punkten, so sind

Gewerbesteuer und Grundabgaben

deutlich höher als in angrenzenden

Kommunen.

Was hält nun einen mittelständischen

Unternehmer an seinem Heimatstandort?

Es sind die „weichen“ Standortfaktoren:

Arbeitsplatzsicherung der

Mitarbeiter, Wohn­, Lebens­ und Umweltqualität,

aber auch die eingespielten

Kontakte zu angestammten lokalen

Dienstleistern und Behörden. Und

schließlich ist da auch die Gewohnheit

der Dinge, die man trotz Wachstum

nicht verändern möchte.

Am Ende steht einfach auch unsere

ganz persönliche Verbundenheit zur

Heimatstadt Wuppertal.

www.lleyendecker.de

Wuppertal

15

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12


16 Wuppertal

Junge leute am start

Fachkräftemangel, Fluktuation, Fehleinstellungen – für

ein Unternehmen gilt es, genau das zu vermeiden. Es gibt

Möglichkeiten, bei der Personalplanung vorausschauend zu agieren.

Zum Beispiel, indem man den Nachwuchs im eigenen Betrieb

ausbildet. START.KLAR zeigt, wie es geht.

D

ie Ausbildungsvermittlung des

Jobcenters betreut junge Leute

intensiv bei der Suche nach einem

Ausbildungsplatz – und vermittelt sie

aktiv an ausbildende Unternehmen. Das

geschieht in 2012 mit neuem Schwung:

Unter der neuen Dachmarke START.KLAR

wird die Ausbildungsvermittlung personell

deutlich aufgestockt und erhält auch

ein neues Domizil. Das Team zieht im

Frühsommer in ein ebenerdiges Ladenlokal

in der Barmer City. Ein offenes und

flexibles Raumkonzept ermöglicht es, das

Beratungsangebot auf die Bedürfnisse

der jungen Menschen auszurichten. Das

Expertenteam der Ausbildungsvermitt­

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

lung bringt die Interessen von jungen

Leuten und Arbeitgebern zusammen.

Es kümmert sich um alle Fragen rund

ums Thema Ausbildung und macht sich

so für eine Gruppe stark, in der viel Potential

steckt.

Passgenaue Förderung

Das Programm setzt früh an: „Bereits

eineinhalb Jahre vor Beendigung

der Schulausbildung informiert das

Team in Kooperation mit Unternehmen

und Bildungsträgern Schüler über den

Weg in die Ausbildungsaufnahme“, berichtet

Jobcenter­Chef Thomas Lenz.

Vorrangig wird eine Vermittlung auf

dem ersten Arbeitsmarkt angestrebt,

aber auch heranführende Maßnahmen

wie die außerbetriebliche Ausbildung

in einem Unternehmen oder bei einem

Bildungsträger sowie die Einstiegs­

sie setzen sich für junge leute unter

25 ein: Das Team sTarT.Klar des

Jobcenters und die Jobcoaches

qualifizierung (sechs bis zwölf Monate)

stehen auf dem Programm. Lenz: „Das

ist ganz vom Einzelfall abhängig und

kann auf den Ausbildungsbetrieb zugeschnitten

werden.“ So könne dieser

seinen zukünftigen Azubi über einen

langen Zeitraum genau kennenlernen,

bevor er einen Ausbildungsvertrag unterschreibt.

Insbesondere für die Zielgruppe der

unter 25jährigen stehen dem Jobcenter

verschiedene Fördermöglichkeiten zur

Verfügung, die Arbeitgeber bei der Besetzung

ihrer Ausbildungsstellen Sicherheit

geben. START.KLAR bietet darüber hinaus

ausbildungsbegleitende Hilfen, um

die jungen Leute auch nach Ausbildungsbeginn

zu unterstützen und einem Abbruch

vorzubeugen.

Partner für Unternehmen

auf Azubi-Suche

In Zusammenarbeit mit der Berufsberatung

der Agentur für Arbeit, den

Kammern, Bildungsträgern und sozialen

Einrichtungen entsteht hierfür ein

breites, aber individuell anpassbares

Angebot. Das derzeit vierköpfige Team

wird künftig von fünf weiteren Personen

unterstützt. Dann steht der weitere

Ausbau des Angebotes auf dem

Programm – wie ein persönliches Coaching

oder die Bewerbungsbetreuung.

Dabei wird es auch zu einer stärkeren

Vernetzung mit anderen Angeboten

kommen. So wird die Zusammenarbeit

mit den Jobcoaches intensiviert, die in

den Stadteilen Wichlinghausen und

Vohwinkel orientierungslose Jugendliche

besonders intensiv betreuen.

START.KLAR ist also eine Rund­um­

Versorgung für Jugendliche. Das Team

stellt sich auf den einzelnen ein und

vermittelt passgenau. Und damit ist es

gleichzeitig für Arbeitgeber ein Partner

für die Suche nach den geeigneten Auszubildenden.

www.jobcenter.wuppertal.de


Wirtschaftsstandort Wuppertal (anzeige)

Wirtschaft wirbt

für Wuppertal

Die Wuppertaler Wirtschaft startet die mehrjährige Kampagne

meilenstein wuppertal. Menschen außerhalb Wuppertals sollen von

den Vorzügen der Stadt als Mittelpunkt zum Leben, Wohnen und

Arbeiten überzeugt werden. Auch ein wichtiger Beitrag zur Stärkung

des hiesigen Wirtschaftsstandortes.

Es war das Forum Wohnstandort

Wuppertal, das die Initiative

meilenstein wuppertal ins Rollen

brachte. 2009 wurde es auf Betreiben der

Stadtverwaltung ins Leben gerufen, um

dem demografischen Wandel und dem

damit verbundenen Verlust an Einwohnern

entgegenzuwirken. Ein Arbeitskreis

aus Vertretern der Wirtschaft griff nun

das Thema auf. Sie wollen die Standortfaktoren

Wuppertals nachhaltig verbessern

und stärken. Erreicht werden soll

dies mit einer eigenen Werbekampagne

für die Stadt.

Authentisch für Wuppertal

Außerhalb Wuppertals wird die

Kampagne klassische Plakat­ und Anzeigenwerbung

mit Maßnahmen des

Online­Marketings vernetzen. So werden

alltägliche Themen wie Arbeitssuche,

Wohnungssuche, Existenzaufbau oder

Familiengründung weitgehend online

kommuniziert. Zusammengeführt werden

die Informationen auf meilenstein­

wuppertal.de. Plakat­ und Anzeigenwerbung

in anderen Städten werden auf

Wuppertals Vorteile aufmerksam machen.

Die Initiatoren versprechen eine

frische und selbstbewusste Auseinandersetzung

mit den umliegenden Regionen.

Pendler in der Stadt halten

„Zusätzlich sprechen wir gezielt Pendler

an, um ihnen zu zeigen, wie attraktiv

es sein könnte, in Wuppertal nicht nur zu

arbeiten, sondern auch zu leben“, betont

Matthias Haschke, Geschäftsführer der

Wuppertal Marketing GmbH, die als Koordinator

des Projektes gewonnen werden

konnte. Ihre Gesellschafter repräsentieren

einen maßgeblichen Teil der

Wuppertaler Wirtschaft. Konzipiert und

umgesetzt wird die Kampagne durch die

Wuppertaler Kommunikationsagentur

b.h.o GmbH. Neue Einwohner für Wuppertal

– gemeinsam macht man sich jetzt

für dieses Ziel stark.

www.meilenstein-wuppertal.de

Unternehmen, die das Projekt finanziell

fördern, kommen in den Genuss

zahlreicher sponsorenleistungen und

werden ihr engagement künftig mit

diesem siegel kommunizieren

Profil

Dr. Martin

hebler, Geschäftsführer

der

Technologiezentrum

Wuppertal

W-tec Gmbh

Gerade erst hat das W­tec seinen 20.

Geburtstag gefeiert. Eine echte Er­

folgsstory. 160 Unternehmen beher­

bergt das PPP­Projekt, das seit sieben

Jahren schwarze Zahlen schreibt.

Mit Wuppertal verbinden mich...

…unsere Gesellschafter und Förderer,

die 160 Unternehmerinnen und Unternehmer

im W­tec und Bekannte.

Mein Lieblingsort in Wuppertal ist...

…der Technologiepark.

Unternehmen oder Produkte, die ich

mit Wuppertal verbinde, sind...

…zu zahlreich, als dass ich sie hier

aufzählen könnte. Angefangen bei

den gewebten Bändern und Schläuchen

der 1805 gegründeten Firma J.

H. vom Baur Sohn & Co. KG bis zu den

innovativen Bocciabällen der Firma

Crossboccia, die erst im Januar 2012

in das Handelsregister eingetragen

wurde.

Der Standort hat anderen Städten voraus,

dass...

…er eine große unternehmerische

Tradition hat, die eine industriell geprägte

Wirtschaftsstruktur mit vielen

Familienunternehmen begründet. Ich

glaube, dass dieser Mittelstand eine

der Stärken des Standorts ist.

Der Wirtschaftsraum „Bergisches Land“

ist für NRW wichtig, weil...

…einige der besten Ideen und Köpfe

des Landes hierher stammen.

Ich wünsche mir für Wuppertal,

dass...

…ihre engagierten Bürger noch viele

weitere erfolgreiche Projekte anstoßen

und damit zu Vorbildern für nachfolgende

Generationen werden.

www.w-tec.de

Wuppertal

17

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12


18 Unternehmensbuilder e. V. Infoservice (anzeige)

elisabeth Grotebrune

Wohnen habe sehr viel mit

Persönlichkeit zu tun, sagt

die Immobilienmaklerin Elisabeth

Grotebrune und ergänzt: „Deshalb

ist meine Vermittlung sehr individuell. Ich

möchte Menschen zusammenführen: Verkäufer

und Käufer, Vermieter und Mieter.“

Diese persönliche Form der Wohnimmobilien­Vermittlung

verlangt umfassende

Kenntnisse, die Maklerin Grotebrune

auf ideale Weise verbindet. Ihre fachliche

lioba heinzler (l.) und

sabine Wengelski-strock

Ein Betrieb der Metallbranche mit

rund hundert Beschäftigten ist gut

im weltweiten Geschäft vertreten.

Die Führung des Familienunternehmens

hat sich zur Aufgabe gesetzt, alle Abläufe

auf Kundenorientierung und optimalen

Service hin auszurichten. Damit dies

mit dem bestehenden Personal gelingt,

müssen sich alle als eigenverantwortliche

Mitglieder eines Teams verstehen.

Im Management müssen Kompetenzen

geklärt und gestärkt werden. Diese Ziele

sollen im Rahmen einer zweitägigen „Zu­

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

Wohnimmobilien

mit Persönlichkeit

Für Maklerin Elisabeth Grotebrune sind Immobilien nicht einfach nur

Gebäude. Sie sind Lebensräume.

Qualifikation als Immobilienmaklerin

(IHK) gibt ihren Kunden Sicherheit. Hinzu

kommt ihre ausgeprägte soziale Kompetenz

und ihre natürliche Herzlichkeit.

Maklerin mit Herz

Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung

im Umgang mit Menschen kennt Elisabeth

Grotebrune die Bedürfnisse verschiedener

Altersgruppen. Sie findet die

passende Immobilie für Familien, Paare

und Singles, junge und ältere Menschen.

Schon beim ersten Schritt in das

Maklerbüro in der denkmalgeschützten

Stadtvilla erkennen Kunden den hohen

Stellenwert, den Immobilien für Elisabeth

Grotebrune haben. Sie findet für

kunftswerkstatt“ unter Leitung von Lioba

Heinzler und Sabine Wengelski­Strock

umgesetzt werden. „Im Mittelpunkt steht

das konstruktive Miteinander von Menschen

und von Teams in der Organisation“,

erklärt Lioba Heinzler.

Sicher und ergebnisorientiert

Bestandsaufnahme, Analyse der Situation

und die Erarbeitung von Maßnahmen

stehen auf der Agenda des moewe­Teams.

„Die Führungskräfte agieren nun sicherer,

nehmen Aufgaben entschieden wahr,

kommunizieren und arbeiten ergebnisorientiert“,

stellt Sabine Wengelski­Strock

fest. Die Metallfirma will sich auch künftig

vom moewe­Team beraten lassen.

ihre Kunden maßgeschneiderte Lebensräume

und bietet einen Rundum­Service

inklusive persönlicher Beratung und Begleitung

bis zur Schlüsselübergabe. Noch

weitgehend unbekannt ist das sogenannte

„Home Staging“ – eine Methode, mit der

Elisabeth Grotebrune Immobilien professionell

auf den Verkauf vorbereitet. „Man

vergisst leicht, um was es sich gehandelt

hat, aber nie, wie man behandelt wurde“,

lautet durchgängig ihr Motto.

Grotebrune Immobilien

elisabeth Grotebrune

siegesstraße 84 · 42285 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 5 11 95 44

info@grotebrune-immobilien.de

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Für die Zukunft auf

internationalen Märkten

Mit seiner „Zukunftswerkstatt“ macht das moewe-

Team Management und Mitarbeiter mittelständischer

Industrieunternehmen fit für globale Herausforderungen.

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Tel.: 02 02 / 85 06 97-80

info@moewe-team.de

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Hier präsentieren sich regelmäßig

die Mitglieder des Unternehmensbuilder

e. V., des Vereins für

Gründer und Jungunternehmer

im Bergischen Land.

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BASE Professional

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Architekten, Bauunternehmer,

Chiropraktiker, Designer, Elektriker,

Frisöre, Gärtner, Heilpraktiker,

Installateure, Journalisten, KFZ-

Werkstätten, Landwirte, Metzger,

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PR-Berater, Qualitätsprüfer,

Rechtsanwälte, Schuster, Tätowierer,

Unternehmer, Veterinäre,

Winzer, Xylographen, Yoga-Lehrer

und Zahntechniker

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24 Monate Mindestvertragslaufzeit. Jede angefangene Gesprächsminute wird unabhängig von ihrer tatsächlichen Dauer stets voll berechnet (Minutentakt). Außerhalb der Inklusiveinheiten:

0,24 € pro Min./ SMS. Mailbox kostenlos, Professional Hotline (1010) kostenlos vom Handy aus dem E-Plus Netz. Für Sondernummern und (Mehrwert-)Dienste gelten andere Preise.

Aus dem Ausland sind Preis und Taktung abhängig vom gewählten Roamingtarif. Mindestlaufzeit der „BASE Professional plus“ Flats (Optionen) ein Monat, Kündigung der „BASE Professional

plus“ Flats erstmalig zum Ablauf der Mindestlaufzeit, ansonsten mit Frist von einer Woche zum Ablauf des Kalendermonats möglich. Unterschiedliche Flats kombinierbar (Ausnahme: Allnet Flat

200 und Allnet Flat sowie die Internet Flats untereinander). Bei der Zusatzdienstleistung (Option) Allnet Flat für 24,- €/Monat sind innerdeutsche Gespräche inklusive, ohne Sondernummern

und (Mehrwert-)Dienste. Voraussetzung ist der Abschluss oder das Bestehen eines Mobilfunkvertrags im Tarif „BASE Professional plus“, Folgekosten und Bedingungen wie oben beschrieben.


20

10 Büro-

Todsünden

Wirtschaftsblatt 2/12

Büro & einrichten

Was nervt im Büroalltag am

meisten? Im Rahmen einer

Online-Umfrage hat Regus,

weltweit führender Anbieter von

flexiblen Arbeitsplatzlösungen, 300

Berufstätige um ihre Einschätzung

gebeten. Hier ist das Ergebnis: Die

Top-Ten der „Büro-Todsünden“

der Deutschen (Maximal drei

Antworten waren erlaubt).


Rauchende und trinkende

Kollegen sowie unangenehme

Gerüche

Den ersten Platz teilen sich gleich

zwei Kategorien: Dort liegen das Rauchen

und Alkohol trinken am Arbeitsplatz sowie

schlechte Gerüche, wie beispielsweise

stinkendes Essen oder unangenehmer

Körpergeruch. Aber auch nackte Füße gehören

zu den meist verabscheuten Bürosünden.

Diese Kategorien wurden von jeweils

55 Prozent der Befragten angegeben.

Schmutz

Der zweite Störenfried ist Schmutz

am Arbeitsplatz. Viele fühlen sich gestört,

wenn die Teeküche dreckig ist, abgelaufene

Lebensmittel den Kühlschrank

verstopfen oder konsequent die Klobürste

ignoriert wird. Mit 75 Prozent finden

dies besonders Mitarbeiter bei einer Unternehmensgröße

von 250 bis 1.000 belästigend

sowie mit 63 Prozent Mitarbeiter

aus Beratungs­ und Dienstleistungsunternehmen.

Unpünktliche Kollegen

Eigentlich wäre um zehn Uhr ein

Termin gewesen, doch die meisten

Teilnehmer erscheinen erst ein Viertelstündchen

später. Diese Unpünktlichkeit

löst bei einem Drittel Unmut aus.

Im Marketing und Medienbereich sind

sogar doppelt so viele von unpünktlichen

Kollegen genervt.

Laute Privatgespräche

Nicht jeder möchte alles von seinem

Nachbarn mitbekommen oder wissen.

Daher fühlen sich etwa 20 Prozent der Befragten

von privaten Telefongesprächen

oder zu lauten Telefonaten belästigt. Aus

dem Bereich Einzelhandel, Großhandel

und E-Commerce trifft dies sogar auf

80 Prozent der Befragten zu.

Klatsch und Tratsch

„Weißt Du schon das Neueste?“: Nicht

alle Tratsch­ und Klatsch­Geschichten

sind am Arbeitsplatz willkommen. Von

Lästermäulern fühlen sich knapp 15 Prozent

gestört.

Fehler abstreiten

Zu seinen Fehlern sollte man lieber

stehen, als diese abzustreiten – letzteres

kritisieren 13,2 Prozent der Befragten. Im

Gesundheitswesen und medizinischen

Bereich ist das Leugnen von Fehlern mit

60 Prozent sogar Bürosünde Nummer Eins.

Überquellende Mülleimer

Vielleicht helfen die 10 Büro­Todsünden, das Büroklima

zu verbessern – oder sie sind für den ein

oder anderen Kollegen einen nützlicher Hinweis, wo

noch etwas Nachholbedarf besteht. Partner, die helfen,

den Berufsalltag effizienter zu gestalten, finden

Sie auf den nächsten Seiten.

Jeder schmeißt was rein, aber keiner

leert ihn aus: den Mülleimer. 12,7 Prozent

stören sich daran, dass sich einfach keiner

für den überquellenden Mülleimer

zuständig fühlen mag. Diesen Störenfried

empfinden in mittelständischen

Unternehmen (50­249 Mitarbeiter) 23 Prozent

als lästig.

Musik am Arbeitsplatz

Red Hot Chilli Peppers oder Mariah

Carey – jeder hat da so seinen eigenen

Geschmack. Musik am Arbeitsplatz wird

ebenfalls als störend empfunden, wenn

auch nur von knapp zehn Prozent der Befragten.

Aus dem Bereich Banken, Versicherungen

und Finanzwesen empfinden

dies jedoch dreimal so viele als Beeinträchtigung.

Kopierstau

Faule Mitarbeiter sind nicht beliebt:

Wenn Kollegen einen Kopierstau hinterlassen

und sich sonst der Arbeit entziehen,

sorgt dies für Unmut – in großen

Unternehmen sogar bei 20 Prozent der

Befragten.

Selbstgespräche

Kollegen, die Selbstgespräche führen

oder permanent ungefragte Kommentare

abgeben, können einem ganz schön

auf die Nerven gehen – das finden allerdings

nur 5,8 Prozent der Befragten. Immerhin

viermal so viele sind es aus dem

Bereich Einzelhandel, Großhandel und

E-Commerce.

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Büro & Einrichten

21

Wirtschaftsblatt 2/12


22 Büro & einrichten Sedus Stoll AG

In den vergangenen 140 Jahren

hat Sedus Stoll das Thema

Produktives Wohlfühlen immer

wieder neu definiert. Mit seinen

Büromöbeln konnte das

Unternehmen aus dem badenwürttembergischen

Waldshut-

Tiengen Mal um Mal technische,

ergonomische und optische

Maßstäbe setzen. Lange, bevor

es Trend wurde, begann Sedus

eine Unternehmensphilosophie

nach ökologischen Grundsätzen

zu leben. Heute sind die Produkte

so nachhaltig, dass man

sich auch von kritischen Testern

ohne Zögern gerne in die Karten

schauen lässt.

„Produkte nutzen sich mit der Zeit ab, erhalten Patina, was

eine generelle erfahrung darstellt und daher vom Kunden auch

nicht beanstandet wird. Vorausgesetzt, der Verschleiß der

Oberflächen beziehungsweise Materialien setzt erst angemessen

spät ein.“ Michael Kläsener (Designer des „black dot“)

94 Prozent recyclebar

Für die Bürodrehstühle der „black

dot“­Serie hat Sedus gerade das

Siegel „Ökotest sehr gut“ erhalten.

94 Prozent der verbauten Komponenten

können problemlos recycelt werden.

Mit diesem Ergebnis verweist man

die Konkurrenz locker auf die Plätze. „Für

uns waren aber vor allem unsere eigenen

Erwartungen an ein nachhaltiges Produkt

das Maß, an dem wir unsere Drehstühle

gemessen haben“, bewertet der Sedus­

Vorstandsvorsitzende Dr. Bernhard Kallup

das ausgezeichnete Abschneiden der

„black dot“­Serie beim Ökotest. Mittlerweile

wird anhand einer Filmreportage die

sortenreine Zerlegbarkeit der Drehstühle

demonstriert (siehe www.youtube.com/

user/sedusstollag). Belegbarkeit ist für den

Vorstandsvorsitzenden wichtig, denn das

Thema Nachhaltigkeit ist bei Sedus gelebte

Tradition und keine Marketingmaßnahme.

Ökologische Fakten

Zu den wichtigsten Aspekten der

Nachhaltigkeit zählen bei Industrieprodukten

neben ihrer Sinnhaftigkeit eine

hohe Design­ und Materialqualität: Hat

ein Nutzer lange Freude an einem Produkt,

weil es eine dauerhaft ästhetische

Gültigkeit besitzt und der Beanspruchung

lange standhält, ist schon viel gewonnen.

Aus diesem Blickwinkel lässt ein

„black dot“­Modell keine Wünsche offen.

Sein zeitloses Design, das intuitive

Bedienkonzept, die Hochwertigkeit der

verwendeten Materialien und ein umfassender

Reparaturservice garantieren

eine überdurchschnittliche Gebrauchsfähigkeit

und Lebensdauer. Werden bei

der Materialauswahl, im Verarbeitungsprozess

und in der Lieferkette wichtige

Umweltaspekte berücksichtigt, wirkt

sich das positiv auf die CO2­ Bilanz aus.

Die Stühle der „black dot“­Familie entstehen

in Deutschland am Sedus­Standort

Dogern.

Optimalerweise sollte ein nachhaltiger

Drehstuhl so vollständig wie eben

möglich in den Recyclingkreislauf zurückgegeben

werden. Um bei jedem

„black dot“­Stuhl die optimale Recyclingquote

erreichen zu können, haben die

Entwickler von Sedus ein transparentes


anzeige Sedus Stoll AG

Montagesystem entwickelt. Zudem wer­

den alle Bestandteile genau gekennzeich­

net. Die Ökobilanz der Modellreihe ist so

gut, dass sich die Entscheidung für ein

„black dot“­Modell bei der Einrichtung

von Büroetagen positiv auf das Ratingsystem

zu LEED­Gebäudezertifizierungen

auswirkt.

Perfektes Sitzen

Die 1.000 Mitarbeiter von Sedus Stoll

sind Überzeugungstäter. Mit ihren Bürostühlen,

Tischen und Kommunikationsmöbeln

verbessern sie in über 50

Ländern die Qualität von Arbeitsplätzen.

Und mit dem Drehstuhl „black dot”

haben sie ganz sicher einen weiteren

Glanzpunkt in der Produktgeschichte des

Unternehmens gesetzt. In dem Modell

wird die von Sedus patentierte Dorsokinetik

als zentraler Punkt an der Rückenlehne

auch optisch zum Vergnügen. Die

Dorsokinetik ermöglicht größtmögliche

Bewegungsfreiheit in alle Richtungen

und unterstützt dabei den Rücken durch

ein flexibles Gelenk bei allen Rückwärtsund

sogar bei extremen Seitwärtsbewegungen

des Oberkörpers besonders gut.

In der Modellfamilie wurden erprobte

Techniken wie Similar mechanik, indi­

viduell justierbare Lordosenstütze, Sitz­

tiefenfederung, Schiebesitz und bis zu

dreidimensional verstellbare Armlehnen

ebenso eingebaut wie technische Innovationen.

So sorgt ein luft­ und feuchtigkeitsdurchlässiges,

membranartiges

Material in den Seiten von Sitz­ und

Rückenlehnenpolstern für ein verbessertes

Sitzklima. Alle Modelle können mit

über 100 Stoff­ und Lederbezügen ausgestattet

werden. Die Fußgestelle gibt

es verchromt oder pulverbeschichtet in

Weißaluminium und schwarz. Seit April

2012 ergänzt Sedus die Vorzeigemodellreihe

um die Produktfamilie „black

dot net“. Deren Rückenlehnen sind mit

der neuen Hightech­Membran Wovenit

bezogen. Das patentierte Gewebe perfektioniert

die Passform des Stuhls für

den Rüc ken. Außerdem erhöht das spe­

zialisierte Produktionsverfahren des Ge­

webes auch noch die Recyclingquote der

neuen „black dot net“­Modelle um weitere

zwei Prozent.

sedus stoll aG

Brückenstraße 15

79761 Waldshut-Tiengen

Tel.: 0 77 51 /84-0

info@sedus.de · www.sedus.de

Die Filmreportage

über die sortenreine

Zerlegbarkeit

der Drehstühle auf

youtube:

www.youtube.com/

user/sedusstollag

23

Wirtschaftsblatt 2/12


9. KARRIERETAG

FAMILIENUNTERNEHMEN

Deutschlands Familienunternehmer treffen Fach- und Führungskräfte

Sprechen Sie direkt mit den

Inhabern und Top-Entscheidern

Die Recruiting- und Kontaktmesse

speziell für Familienunternehmen

und „Hidden Champions“

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29. Juni 2012

Kerpen (Köln)

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Bewerbungsschluss 14. Mai 2012

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Schirmherrschaft


anzeige Hartmann Bürotechnik H. Hartmann GmbH & Co. KG

alle Papiere in Ordnung

Viele Experten waren überzeugt: Mit dem digitalen Fortschritt kommt das papierlose Büro. Doch

eingetreten ist das Gegenteil. Mehr denn je wird heute gedruckt, gescannt, kopiert und gefaxt. Für

diese Fülle alltäglicher Arbeitsabläufe im Betrieb brauchen Unternehmen nicht nur leistungsstarke

Geräte, sondern auch ein funktionierendes Dokumenten-Management, das speziell auf die individuellen

Erfordernisse ausgerichtet ist und mittelfristig dazu beiträgt, den Papierverbrauch zu senken.

Für Anwender im Raum Bergisches

Land und Kreis Mettmann gibt es

auf kurzem Weg professionelle Unterstützung.

Direkt vom Spezialisten aus

Wuppertal, wo vor fast 40 Jahren die Erfolgsgeschichte

der Hartmann Bürotechnik

begann. Als Lieferant von Büromaschinen

gestartet, entwickelte sich das

Unternehmen im Laufe der Zeit zu einem

kompetenten Anbieter von Komplettlösungen

für den Druck und die Weiterverarbeitung

von Dokumenten auf Basis digitaler

Print­ und Kopiertechnik bekannter

Marken wie Ricoh, Canon und Lexmark.

Zum Programm gehören unter anderem

Multifunktionssysteme, Drucker für Büro

und Produktion sowie Kopier­ und Faxgeräte.

Mit rund 2.200 Kunden und mehr als

6.500 installierten Systemen besitzt die

Hartmann Bürotechnik mittlerweile eine

Alleinstellung im regionalen Markt. Darüber

hinaus überzeugt das Unternehmen

auch im Softwarebereich mit praxisgerechten

Möglichkeiten, die Leistung steigern

und Kosten sparen.

Effiziente Lösungen nach Maß

Kurt Backhaus, der das Unternehmen

seit 1992 als geschäftsführender Gesellschafter

leitet, verfolgt eine Strategie, die

sich voll auf die Bedürfnisse seiner Kunden

konzentriert: „Jedes Unternehmen

hat seine eigenen Strukturen und Anforderungen.

Unsere Aufgabe ist es, darauf

abgestimmt eine maßgeschneiderte

Antwort zu finden. Deshalb steht am Anfang

unserer Arbeit stets eine gründliche

Analyse der augenblicklichen Hardwareund

Workflow­Situation hinsichtlich

Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Kosten und

Leistung. Die Auswertung der ermittelten

Daten versetzt uns in die Lage, ein

betriebswirtschaftlich optimiertes Kon­

auf Zukunftskurs (v. l.): Frederik Freise (Teamleiter Vertrieb),

Kurt Backhaus (Geschäftsführer), arvid Quadflieg

(Prokurist) und Jürgen Täuber (Technischer leiter)

zept zu erstellen und nach ausführlicher

Produktberatung eine geeignete Lösung

zu installieren, die natürlich perfekt zu

der vorhandenen IT­Architektur sowie

der bestehenden Netzwerkkonfiguration

passt.“ Ob digitale Datenarchivierung,

personifizierte Nutzung, Koordination

der Datenwege oder Wartung mit Remotefunktion

– bei der praktischen Umsetzung

ist so gut wie alles möglich. Denn „was

der Kunde benötigt, das soll er haben“.

In jedem Fall kompetente Hilfe

Dafür sorgen die dreißig Mitarbeiter

des Hartmann­Teams. Besonders im Notfall

wissen die Kunden die Full­Service­

Betreuung zu schätzen. „Wir garantieren,

dass unsere Techniker spätestens in vier

Stunden vor Ort sind und sich der Sache

annehmen“, versichert Prokurist Arvid

Quadflieg. „Selbstverständlich lassen wir

unsere Kunden auch nach Geschäftsschluss

nicht allein. Dann steht unser

Wochenend­Notdienst bereit, um wieder

einen reibungslosen Ablauf herzustellen.“

Die Firmenflotte mit dem markanten Hartmann­Logo

bringt die Profis schnell zum

Einsatzort. Der neu gestaltete Fuhrpark

mit Fahrzeugen von Procar, Deutschlands

größtem BMW­Händler und langjährigem

Hartmann­Kunden, ist Bestandteil des

aktuellen Erscheinungsbildes, mit dem

sich die Wuppertaler seit kurzem präsentieren.

„Mit unserem überarbeiteten

Corporate Design möchten wir uns zeigen,

wie wir sind: Als modernes, innovatives

Unternehmen, das heute schon an den

Herausforderungen von morgen arbeitet“,

beschreibt Kurt Backhaus die Zielsetzung

des neuen Firmenauftritts.

hartmann Bürotechnik

h. hartmann Gmbh & Co. KG

Viehhofstraße 121 · 42117 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 24 30 30

info@hartmann-gmbh.de

www.hartmann-gmbh.de

25

Wirtschaftsblatt 2/12


26

Kapitalmarkt-Kompetenz

in reichweite

In Zeiten wachsender Komplexität

der Finanzmärkte sind heute

professionelle Beratung

und Expertise besonders

gefragt. Durch die unsichere

Lage auf den weltweiten

Kapitalmärkten gewinnt dabei

für viele Vermögensinhaber

die räumliche Nähe und

das Vertrauensverhältnis zu

ihrem Vermögensverwalter

an Bedeutung. Ein Trend, den

Ralf Ehser von der Deutschen

Bank nur bestätigen kann. Der

Regionalleiter für Wuppertal

berichtet, welche Strategien zur

Zeit erfolgversprechend sind.

Herr Ehser, können Ihre gutbetuchten

Kunden in diesen turbulenten Zeiten

noch ruhig schlafen?

Das will ich doch hoffen. Natürlich geben

die Nachrichten aus dem Euroraum Anlass

zur Sorge. Denn trotz der Beruhigung

in den letzten Wochen greifen die bisher

eingesetzten Instrumente offensichtlich

nicht genug, um die Krise zu beenden.

Trotzdem gibt es keinen Grund zu Panik

und Aktionismus.

Raten Sie beunruhigten Anlegern dazu,

einfach abzuwarten, bis der Sturm vorbeigezogen

ist?

Wirtschaftsblatt 2/12

Markt und standort

Angebote, die weiterbringen. Leistungen, die überzeugen. Firmen, die man

kennen sollte. Die Unternehmensplattform im Wirtschaftsblatt.

Keineswegs. Gerade jetzt besteht unter

Anlegern ein hoher Gesprächs­ und auch

Handlungsbedarf. Sie wollen mögliche

Szenarien diskutieren, um zeitnah auf

diese Ereignisse reagieren zu können. Der

Austausch mit dem persönlichen Berater,

der über den neuesten Informationsstand

verfügt und auf dieser Basis klare Empfehlungen

zur Vermögensanlage geben

kann, ist heute wichtiger denn je.

Welche Eigenschaften muss ein Vermögensberater

noch mitbringen, um als glaubwürdiger

Partner akzeptiert zu werden?

Private wie institutionelle Investoren erwarten

nicht allein ein umfangreiches

Fachwissen. Sie wünschen sich einen

Ansprechpartner, den sie gut kennen und

dem sie vertrauen. Dabei spielen Faktoren

wie Standortpräsenz, zuverlässige

Erreichbarkeit und Kontinuität in der Beratung

eine entscheidende Rolle.

Nun sind die Vermögensverwaltungen

bei zahlreichen Privatbanken zentral am

Hauptsitz des Instituts ansässig. Zumeist

an einem großen Finanzplatz wie Frankfurt,

oft weit entfernt vom Heimatort des

Anlegers. Haben Ihre Kunden ein Problem

damit?

Das kommt darauf an. Viele Anleger

möchten beispielsweise aus Zeitgründen

die Verwaltung ihres Vermögens in

bewährte Hände geben. So können sie

sicher sein, dass ihre Werte bestmöglich

betreut werden und brauchen sich nicht

mehr um jede einzelne Anlageentscheidung

zu kümmern. Zugleich genießen

diese Kunden alle Vorteile, die ein bedeutender

Finanzplatz wie beispielsweise

Frankfurt bietet. Angefangen von der Verfügbarkeit

aktuellen Researchs bis zum

direkten Zugang zu den Kapitalmärkten.

Diese Kunden akzeptieren die räumliche


Distanz des Anlagemanagements zum eigenen

Wohnort ohne weiteres.

Doch das geht nicht allen Kunden so…

Richtig. Immer mehr Kunden möchten

die Verwaltung ihres Vermögens ebenfalls

übertragen, gleichzeitig aber den zuständigen

Ansprechpartner, der die Verantwortung

für das Portfolio übernimmt,

in der Nähe wissen. Für diese Kunden ist

es wichtig, sich kontinuierlich im persönlichen

Vier­Augen­Gespräch über die

anstehenden Transaktionen informieren

zu lassen. Darüber hinaus legen sie

Wert auf die Expertenmeinung zu den

neuesten Marktentwicklungen, die beim

Anlageberater vor Ort jederzeit abgefragt

werden kann. Dieser Wunsch nach

persönlichem Kontakt ist verständlich,

da das Delegieren von Entscheidungen,

die das eigene Vermögen betreffen, viel

mit Vertrauen und Transparenz zu tun

hat. Wer seinen Berater über lange Jahre

kennt, seine Verlässlichkeit schätzt, wird

diesem vertrauten Fachmann sicher bereitwilliger

das Mandat zur Vermögensverwaltung

übergeben.

Hier die geballte Kraft der zentralisierten

Kompetenz, dort die Individualität der

lokalen Betreuung. Wie werden Sie den

verschiedenen Kundenbedürfnissen gerecht?

Eine Bank, die in der Betreuung anspruchsvoller

Privatanleger langfristig

wettbewerbsfähig bleiben will, muss diesen

scheinbaren Konflikt schlüssig auflösen.

Das heißt, dieser Brückenschlag lässt

sich nur dann überzeugend vollziehen,

wenn auch in der regionalen Beratung

ein hochdiversifiziertes Anlagespektrum

zur Verfügung steht. Mit diesem professionellen

Instrumentarium kann der Betreuer

vor Ort seine ganze Kompetenz in

das Portfolio des Kunden einbringen.

Wie muss man sich dieses Prozedere

praktisch vorstellen?

Zu jeder Zeit sind die Berater an unseren

Standorten in den Prozess der Vermögensverwaltung

in Frankfurt eingebunden

und können sich mit den Portfoliomanagern

dort laufend austauschen. Auf

diese Weise erhalten sie fundierte Informationen,

um den Kunden zeitnah zu

beraten und das Depot entsprechend zu

steuern. Dank dieser schnellen Reaktion

werden die Anleger von Portfolioschwankungen

nicht unvorbereitet getroffen.

Und das ständige Auf und Ab bleibt weiter

an der Tagesordnung. Was empfiehlt

der Fachmann, um Risiken abzufedern?

Unsere Kunden suchen derzeit vor allem

Schutz gegen latente Inflationsgefahren,

aber auch gegen eine Verschärfung

der Staatsschuldenkrise Europas. Der

Wunsch nach Kapitalerhalt steht ganz

oben auf der Prioritätenliste. Als Konsequenz

aus der Schuldenkrise und auch

wegen des niedrigen Zinsniveaus sind

im Augenblick Investitionen in Realwerte

wie etwa Direktimmobilien oder Beteiligungen,

aber auch Währungsinvestments

außerhalb des Euros häufig erste

Wahl. Gerade Immobilien werden immer

häufiger als strategischer Baustein in der

Aufteilung des Vermögens eingesetzt. So

konnten wir über unser Immobiliennetzwerk

in den vergangenen zwölf Monaten

bereits eine Vielzahl von Direktinvestments

vermitteln.

Welche Währungen jenseits der Eurozone

sind besonders gefragt?

Auch hier liegt der Fokus klar auf Sicherheit.

Neben dem US­Dollar sind für viele

Anleger die skandinavischen Währungen

interessant. Etwa Norwegen mit seiner

niedrigen Staatsverschuldung und

den hohen Ölreserven. Wer dynamisches

Wachstum, höhere Zinsen und Aufwertungspotenzial

sucht, kann Investments

in türkische Lira oder brasilianischen

Real in Betracht ziehen. Ebenso steigt die

Nachfrage nach dem chinesischen Renminbi.

Übrigens etablieren sich neben

den klassischen Anleihen zunehmend

Investitionen über attraktiv verzinste

Währungskonten.

Sind Privatanleger noch bereit, ihr Geld

in Aktien anzulegen?

Eindeutig ja, zumal angesichts der anhaltenden

Unsicherheit an den europäischen

Anleihenmärkten die Beimischung

globaler Aktientitel weiterhin vergleichsweise

attraktiv ist. Doch am Aktienmarkt

stabilisieren sich immer weniger Trends,

die mittelfristig Bestand haben. Die

zunehmende Komplexität und die Geschwindigkeit

der Richtungswechsel an

den internationalen Börsen machen ein

schnelles Agieren notwendig. Ganz abgesehen

von den steigenden Regularien in

der Beratung, die einen hohen Aufwand

erfordern. Dies alles führt dazu, dass

zahlreiche Kunden die operative Steu­

Deutsche Bank AG

erung ihrer Investments grundlegend

überdenken. Sie möchten Einzelentscheidungen

nicht mehr selbst treffen, sondern

dem Sachverstand professioneller

Vermögensverwalter überlassen.

Eine Entwicklung, die Ihr Haus in seiner

Geschäftspolitik bestärkt?

Genauso ist es. Wir fühlen uns in der Auffassung,

dass die Vermögensverwaltung

für die überwiegende Zahl unserer Kunden

das passende Angebot darstellt, vollauf

bestätigt.

Der Vermögensverwalter

Das Private Wealth Management der

Deutschen Bank steht für eine umfassende

Betreuung vermögender Privatpersonen

und Institutionen – eine Klientel

mit komplexer Vermögensstruktur und

zumeist internationaler Ausrichtung. An

deutschlandweit 38 Standorten verwalten

mehr als 700 Private-Wealth-Mitarbeiter

ein Kundenvermögen von rund 65 Milliarden

Euro. In der Region Wuppertal

werden inzwischen etwa drei Milliarden

Euro von Ralf Ehser und seinem Team betreut.

ralf ehser ist verantwortlich für das

Private Wealth Management in der

region Wuppertal.

Deutsche Bank aG

Private Wealth Management

Friedrich-ebert-straße 1-11

42103 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 3 90-22 25

ralf.ehser@db.com

www.pwm.db.com/de

27

Wirtschaftsblatt 2/12


28 Markt & standort WTG Wirtschaftstreuhand Dr. Grüber GmbH & Co. KG

anzeige

Kunst, Kultur,

Unternehmensberatung

Außergewöhnliches bot die Wuppertaler Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

WTG ihren Mandanten zu Beginn des neuen Jahres. Und das

war dieses Mal nicht ihr Know-how bei der Steuer-, Rechts- und

Unternehmensberatung, sondern Kunst und Kultur.

Inspirierender abend: Die WTG-Partner anke Düsterloh und Dr.

Joachim schmidt-hermesdorf mit Von der heydt-hausherr Dr. Gerhard

Finckh und Gastredner stefan schilbe

stefan schilbe gab ausblicke

zur Konjunkturentwicklung

Zur Museumsnacht hatte man ins

Elberfelder Von der Heydt­Museum

gebeten, und mehr als 150 Gäste

folgten der Einladung. Wirtschaftliche Themen

durften aber auch dort nicht fehlen.

WTG­Geschäftsführer Dr. Joachim

Schmidt­Hermesdorf zeigte sich überwältigt

angesichts der großen Anzahl

der Gäste. In seiner Begrüßung dankte er

dem Hausherrn Dr. Gerhard Finckh, der

die Räume „seines“ Museums exklusiv

für die WTG zur Verfügung gestellt hatte.

Ausdrücklich lobte er den unternehmerischen

Wagemut des Kurators, dessen bisherige

Ausstellungen äußerst erfolgreich

gewesen seien. Dies sei jedoch ohne das

großzügige Sponsoring der Unternehmen

Wirtschaftsblatt 2/12

Mehr als 150 Gäste begrüßte

die WTG zur Museumsnacht

– auch die WTG ist als Mitglied des Kunstund

Museumsvereins engagierte Förderin

des Museums – nicht möglich gewesen.

Finckh seinerseits verriet bei gleicher Gelegenheit

sein nächstes großes Vorhaben:

Nach Peter Paul Rubens Ende dieses Jahres

wird 2013 mit einer Ausstellung um den

Impressionisten Camille Pissarro ein weiteres

Highlight nach Wuppertal kommen.

Keine Sorge vor morgen

Als Gastredner war Stefan Schilbe

eingeladen. Der Chefvolkswirt des Düsseldorfer

Bankhauses HSBC Trinkaus &

Burkhardt gab in seinem Vortrag „Schuldenkrise

und kein Ende: Was bringt das

Jahr 2012?“ eine Einschätzung zur aktuellen

weltwirtschaftlichen Situation sowie

einen Ausblick auf die Entwicklung

in diesem Jahr. Trotz weltweiter Konjunkturrisiken

sieht Schilbe eher positive

Tendenzen – vor allem in Bezug auf

Deutschland, das gut aufgestellt sei: Er

prognostiziert keine Blase, keine Kreditklemme,

geringe Arbeitslosigkeit und

Lohnstückkosten sowie eine „ausgezeichnete

Konsumstimmung“ trotz niedrigeren

Wachstums. Auch der Aktien­

Index sei „nach unten gut abgesichert“.

Ein kurzfristiges Nachlassen der Kurse

könne man getrost als gute Kaufgelegenheit

nutzen. Und trotz aller Probleme

der europäischen Währungsunion werde

sich auch der Euro wieder erholen, ist

sich Schilbe sicher. Eurobonds hingegen

lehnte der Finanzexperte ab. Der Druck

zur Konsolidierung auf die Regierungen

müsse erhöht werden, so Schilbe, der

auch für eine unabhängige europäische

Rating­Agentur plädierte. Die Frage, ob

Griechenland in drei Jahren noch Mitglied

der EU sein werde, beantwortete der

Volkswirt mit einem eindeutigen „Ja“.

In guter Gesellschaft

Im Anschluss an den Vortrag bekamen

die Gäste die Gelegenheit, in Führungen

die Werke Alfred Sisleys kennen

zu lernen – wenige Tage vor dem Ende

der dem Impressionisten gewidmeten

Einzelausstellung. Bei Häppchen und Getränken

wurden anschließend unter den

Augen weltberühmter Maler wie Corinth,

Bacon oder Liebermann, deren Selbstportraits

die Museumswände schmükken,

noch lange die wirtschaftlichen und

künstlerischen Aspekte des Abends diskutiert.

WTG Wirtschaftstreuhand

Dr. Grüber Gmbh & Co. KG

Kasinostraße 19-21 · 42103 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 3 71 05-0

wtg@wtgwp.de · www.wtgwp.de


anzeige Roncalli‘s Apollo Varieté

Der neue Chef im apollo Varieté:

ruud steenhuisen

apollo setzt an

zum höhenflug

Er hat viele Jahre erfolgreich Holiday on Ice vermarktet und für

Rekordverkaufszahlen gesorgt. Jetzt will Ruud Steenhuisen das

Apollo Varieté zu dem Publikumsmagneten in Düsseldorf machen.

Die Zeit war reif für etwas Neues.

18 Jahre hatte Ruud Steenhuisen

im Bereich Entertainment gearbeitet,

als ihm ein Bekannter 2011 den

Kontakt zu Roncalli­Chef Bernhard Paul

vermittelte. Schon beim ersten Treffen

war beiden klar, dass sie ähnliche Vorstellungen

haben. Und dass Steenhuisen

genug Ideen hat, um Roncalli‘s Apollo Varieté

auf Trab zu bringen.

Seit drei Monaten ist der 54jährige

Niederländer der neue Chef im Apollo

Theater. Aus seinem Büro blickt er durch

die gläserne Fassade auf die grünen Wiesen

in Oberkassel, die Uferpromenade

und den Rhein. Er fühle sich gut, auch

wenn er noch lange nicht alles umgesetzt

habe, was er sich vorgenommen hat. „Der

Service ist viel besser geworden, und

auch die Gastronomie hat sich gesteigert.

Aber es gibt noch viel zu tun“, blickt

Steenhuisen nach vorne.

Einstand gelungen

Einen Erfolg kann er bereits für sich

verbuchen: Die neue Show, „Paris – C´est

la vie“, die erste unter seiner Leitung, ist

prima angelaufen. Ein Hauch von Moulin

Rouge, in einem Ambiente zwischen

Plüsch und Federboa, mit frechen Chansons

und atemberaubender Akrobatik.

Nach der Premiere hagelte es reihenweise

positive Kritiken, zweifellos ein

Einstand nach Maß.Und so soll es weiter

gehen. Im Mai folgt die nächste Show,

„Magic Monte Carlo“, mit purer Zauberei

und einer Atmosphäre aus Grace Kelly,

Glamour und Romance. Im Herbst feiert

das Apollo sein 15jähriges Jubiläum, „mit

dem Besten, was Varieté zu bieten hat“.

Den Abschluss bietet „Christmas in New

York“, eine Show mit Songs über New

York, Weihnachten und einer Akrobatik,

die den Charakter der Stadt darstellt.

Faszination Live-Entertainment

Geboren auf Aruba, der kleinsten

der Niederländischen Antillen, studierte

Steenhuisen in den USA International Management.

Sein weiterer Weg führte ihn

nach Panama, in die Niederlande, nach

Portugal, Brasilien und Deutschland. Heute

spricht Steenhuisen sechs Sprachen. Seine

Karriere in der Unterhaltungsindustrie

begann er als Geschäftsführer der Plattenfirma

Polygram Records in Portugal. 2003

wurde er Geschäftsführer von Holiday on

Ice Deutschland. Er suchte die Zusammenarbeit

mit bekannten Künstlern, ließ Rudolph

Mooshammer Kostüme kreieren und

Thomas Anders Musikstücke schreiben.

Sein großer Erfolg in der Vermarktung der

Eisrevue bescherte ihm einen Zuwachs von

35 Prozent zum Vorjahr. Mit dem Ergebnis,

dass er 2004 zum Geschäftsführer aller Holiday

on Ice­Produktionen berufen wurde.

Zuletzt zog es ihn zurück in die Heimat:

Auf Aruba leitete er ein Restaurant und

Theater mit Jazz­ und Tanzclub. Die Erfahrungen

mit der Gastronomie kommen seiner

Arbeit im Apollo jetzt zugute.

Die Herausforderung:

Besser verkaufen

Parallel zu Steenhuisen konnte Bernhard

Paul auch Joseph Bouglione, den international

erfahrenen Regisseur, verpflichten.

Steenhuisen ist froh, ihn an seiner Seite

zu haben. Trotzdem war er bei jeder Probe

dabei. „Ich habe zu viel Erfahrung, um

mich nicht einzumischen“, rechtfertigt er

seinen Drang, überall mitzuarbeiten. Ruud

Steenhuisen: „Bei den Vorbereitungen fühle

ich mich als Vertreter meiner Kunden.

Ich will, dass die Gäste begeistert sind.“

roncalli‘s apollo Varieté

apollo-Platz 1 · 40213 Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 82 89 05 89

info@apollo-variete.com

www.apollo-variete.com

29

Wirtschaftsblatt 2/12


30 Markt & standort Stiefvater Entsorgungsmanagement GmbH & Co. KG

Der 42-Tonnen-scherenbagger von hans-Georg

stiefvater knackt selbst T-Träger aus stahl spielend

residenz für ergraute

legierungen

Kommen Metalle in die Jahre, werden sie oft achtlos in Container gepfercht und

auf Kippen als Schrott deklassiert. Glücklich schätzen kann sich hingegen, wer ein

ordentliches Behältnis der Langenfelder Stiefvater Entsorgungsmanagement GmbH

& Co. KG bestellt. Denn wer zu Stiefvater kommt, weiß sein Metall entsprechend

sortenrein und sicher untergebracht.

Wirtschaftsblatt 2/12


anzeige Stiefvater Entsorgungsmanagement GmbH & Co. KG

Schon am Entrée des Unterneh­

mens werden die betagten Me­

tallabfälle an der mit neuester

Digitaltechnik ausgestatteten

automatischen Waage in Augenschein ge­

nommen und gewogen. Während das alt­

gediente Metall auf die Waage rollt, wird

es mit Hilfe eines thermo­elektrischen

Verfahrens automatisch auf Radioaktivität

überprüft, um nirgends registrierte

physikalische Belastungen sofort erkennen

zu können. „Radioaktivität kann man

bekanntlich nicht sehen, fühlen, riechen

oder schmecken. Sie ist jedoch hochgradig

gefährlich“, weiß Hans­Georg Stiefvater,

Inhaber des Familienunternehmens,

das seit Mitte der Siebziger Jahre seinen

Sitz in Langenfeld hat. „Um die Gefahr

bei der Annahme von vornherein auszuschließen,

überprüfen wir jede Ladung

standardmäßig auf Strahlenemission.“

Lückenlose Sicherheit

Bevor sich die Schranke hebt, wissen

die Kunden: Sicherheit wird im gemäß

Bundesimmissionsschutzgesetz zertifizierten

Entsorgungsfachbetrieb Stiefvater

in jeder Hinsicht groß geschrieben.

„Jeder unserer orangefarbenen Container

wird mit einem Laufzettel versehen. So

kann der Weg einer jeden Fuhre auf dem

gesamten Firmenareal nachvollzogen

werden“, erklärt Stiefvater. Am richtigen

Ablageplatz angekommen, werden Buntmetalle

mittels eines handföhnähnlichen

Geräts auf ihre Legierung getestet,

sortiert und separat gewogen. Ein Barcode­Aufkleber

gibt schließlich Auskunft

über Zusammensetzung und Gewicht, so

dass auch gemischte Fuhren ordentlich

abgerechnet werden können. Dafür sind

die Mitarbeiter des Unternehmens da.

Als solcher ist man nicht nur als

freundlich und hilfsbereit unter den Kunden

bekannt, sondern kann sich auch

über eine gute Ausbildung und Weiterqualifizierung

freuen. Was die Mitarbeiter

nicht bemerken, filmen Kameras, die

das gesamte 30.000 Quadratmeter große

Firmengelände in unmittelbarer Nachbarschaft

zum Langenfelder S­Bahnhof

überwachen. Überdachte Lagerhallen

sorgen zudem für die sachgemäße und

trockene Lagerung von Gewerbeabfällen,

Buntmetallen, Stahl­ und Elektroschrot­

ten, aber auch metallversetzten Bauschuttresten,

Boden, Altholz, Grünabfälle,

Papier und Pappe.

Vertrauensvolle Partnerschaft

Damit sich selbst tiefgründig keine

unliebsamen Lücken in der Wertstoffkette

ergeben, ist der Untergrund der

Lagerstätte doppelt abgesichert. Zwischen

erster und zweiter Tragschicht ist

ein ausgeklügeltes Rückhaltesystem installiert,

das ein Auswaschen möglicher

Fremdstoffe in den Boden verhindert.

„Wir verstehen uns als Vermittler zwischen

unseren Lieferanten und Kunden.

Dabei ist es uns wichtig, bei allen Beteiligten

Vertrauen durch nachprüfbare Sicherheit

zu gewährleisten. Dieser Aufgabe

kommen wir gerne nach“, so der Chef

des 1951 von Karl Stiefvater gegründeten,

zertifizierten Entsorgungsfachbetriebs.

„Gewerbe, Industrie und Privatpersonen

wollen schließlich ihre nicht mehr benötigten

Wertstoffe sicher deponieren. Auf

der anderen Seite, verlangen unsere Kunden

zu Recht eine hohe Qualität bei der

Sortenreinheit. Diese Ansprüche sind uns

Verpflichtung.“

Sortenreine Qualität

Schließlich müssen Profile aus reinem

Aluminium anders behandelt werden, als

mit Kunststoff ummantelte Kupferkabel.

Durch die aufwendige Sortierung nach

Güten, Legierungen und Zusatzstoffen

ist Stiefvater in der Lage, Gießereien und

verarbeitender Industrie Recyclingmaterial

in hochwertiger Form und legierungsgenau

zur Verfügung zu stellen.

Deshalb ist das Langenfelder Unternehmen

einer jener Verwerter, die von den

Stahlwerken, Gießereien und den verarbeitenden

Unternehmen als Qualitätszulieferer

zertifiziert wurden. Zahlreiche

große nationale und internationale Stahlunternehmen

sowie Exporteure in die

Türkei und Fernost zählt Stiefvater zu

seinen Kunden.

„Die sortengerechte Entsorgung ist

uns deshalb besonders wichtig. Dafür

bieten wir vorab ein umfangreiches Beratungs­

und Dienstleistungsportfolio an.

Angefangen von der Beratung zur richtigen

Containerauswahl über den Trans­

port bis hin zu fachgerechten Demontagearbeiten“,

erläutert Stiefvater.

Erreichbare Vielfalt

Für größe Lieferungen verfügt Stiefvater

sogar über einen Gleisanschluss,

der das Unternehmen mit dem Großraum

Köln und der Metropole Ruhr über die

Schiene verbindet. Natürlich kann auch

über die Straße angeliefert werden. Unmittelbar

umgeben von den Autobahnen

A 59, A 542 und A 3 ist das Betriebsgelände

im Gewerbegebiet Katzbergstraße bestens

zu erreichen.

Ein gut ausgestatteter Maschinenpark

darf natürlich auch nicht fehlen. Die Zerteilung

großer Stahlträger sind für den

42­Tonnen­Scherenbagger ein Kinderspiel.

Ebenso einfach ist es bei den beiden

mobilen Umschlagbaggern, den jeweiligen

Frontsatz zu wechseln. 20 Sekunden

braucht der Baggerführer, um aus einem

hydraulischen Multifunktionsgreifer einen

Hebemagneten zu machen. Ein Radlader

ist zudem als Mehrzweckgerät konzipiert

und kann sogar zu einer Kehrmaschine

umgerüstet werden. Hinzu kommen natürlich

zahlreiche Absetzkipper und LKW

für die über 500 Container, die im Umkreis

von 150 Kilometern um Langenfeld von den

Kunden bestellt werden.

Die Container gibt es in vielen Formen

und Größen: Stapelbehälter und

Gitterboxen mit Stahlschuhen sorgen

als Austauschbehältnisse für den innerbetrieblichen

Transport oder kleinere

Mengen. Offene Absetzmulden und Deckelmulden

sind zwischen sechs und

zehn Kubikmetern ebenso zu haben, wie

Abrollcontainer bis 40 Kubikmeter oder

Presscontainer bis 20 Kubikmeter. Stiefvater:

„Wir beraten unsere Kunden hinsichtlich

des individuellen Bedarfs. Dazu

kommen wir auch gerne vor Ort, um die

jeweiligen Mengen zu begutachten und

ein individuelles Entsorgungskonzept zu

erarbeiten“.

stiefvater entsorgungsmanagement

Gmbh & Co. KG

Katzbergstraße 5

40764 langenfeld

Tel.: 0 21 73 / 14 90 64

info@stiefvater-em.de

www.stiefvater-em.de

31

Wirtschaftsblatt 2/12


32 Markt & standort Volksbank Remscheid-Solingen eG

Im besten sinne konservativ

Solides Wirtschaften macht sich

bezahlt. Denn viele Kunden,

die gerade in Krisenzeiten ein

erhöhtes Sicherheitsbedürfnis

entwickeln, wissen

Zuverlässigkeit in Geldgeschäften

zu schätzen. Von diesem

Vertrauen in Berechenbarkeit

und Beständigkeit konnte die

Volksbank Remscheid-Solingen

auch 2011 profitieren und

erzielte ein sehr gutes Ergebnis.

Wir stehen für bergisch­kon­

servatives Handeln. Damit

können sich die Menschen

hier in der Region identifizieren. Der Kunde

braucht eine Heimat in diesen schweren

Zeiten. Und wir sind für die Kunden

da“, beschrieb Vorstandsvorsitzender

Fritjhof Grande das Geschäftsmodell

seines Hauses bei der Präsentation der

Vorjahresbilanz. 270 Mitarbeiter in 18 Filialen

im Einzugsgebiet setzen diese Strategie

konsequent im Alltag um. Mit deutlichem

Erfolg. In allen Bereichen kamen

neue Klienten hinzu, wobei der größte

Anteil an Geschäftskunden aus dem Mittelstand

stammt.

In jeder Hinsicht ein gutes Jahr

Mit einer Bilanzsumme von fast 1,4

Milliarden Euro konnte die Volksbank

die guten Zahlen aus 2010 noch weiter

steigern. Auch bei den Kundeneinlagen

in Höhe von 981 Millionen Euro gab es

leichte Zuwächse. Im Kredit­ und Wertpapiergeschäft

lag der Gewinn nach Bewertung

bei 11,5 Millionen Euro – eines

der besten Ergebnisse in der Unternehmensgeschichte,

wie Frithjof Grande betonte.

Das Kreditvolumen in 2011 betrug

728 Millionen Euro. Den Überschuss will

die Bank in Rücklagen und Reserven anlegen,

um für weitere Krisen gerüstet zu

Wirtschaftsblatt 2/12

Mit ihrem genossenschaftlichen Modell eine Bank für die

bergischen Kunden: Die vom Vorstandsvorsitzenden Frithjof

Grande (r.) und Vorstand andreas Otto vorgestellten Bilanzzahlen

für 2011 belegen den erfolg der Volksbank

sein. Außerdem stellte der Vorstand den

3.040 Genossenschaftsmitgliedern eine

Dividende in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr

in Aussicht

Der positive Jahresabschluss ist auch

deshalb hoch zu bewerten, weil die Genossenschaftsbank

verstärkt die Konkurrenz

der Direktbanken spürt. Vorstand

Andreas Otto hält die aktuelle

Situation nicht für fair und sprach von

Wettbewerbsverzerrung: „Alle diese Institutionen

stehen im Gegensatz zu uns

unter dem Schutz staatlicher Rettungsschirme

und haben das Vertrauen am

Kapitalmarkt verloren. Deshalb wird es

für sie problematisch, sich dort Gelder

zu beschaffen. Aus diesem Grund wenden

sie sich an die Privatkunden, die mit

der Aussicht auf Abschlussprämien und

relativ hohe Zinsen gelockt werden. Dies

führt zu einem Ungleichgewicht im Wettbewerb.“

Aber es gibt auch erfreuliche

Nachrichten. „Die Rating­Agentur Standard

& Poor’s hat die genossenschaftliche

Finanzgruppe kürzlich heraufgestuft“,

berichtete Frithjof Grande. „Wir sind so

gut, dass wir keine Staatshilfe brauchen.“

Ja zum Filialgeschäft

Eine der tragenden Säulen ist für die

Volksbank Remscheid­Solingen nach wie

vor das Filialgeschäft. Darin wird auch

künftig festgehalten werden, selbst wenn

das Online­Banking bei den Volksbank­

Kunden weiter an Beliebtheit zunimmt.

Denn auf die persönliche Betreuung

durch einen festen Ansprechpartner legen

die Kunden großen Wert, weiß Andreas

Otto aus Erfahrung. Dies bestätigt

ebenfalls eine Umfrage in 2011. Demnach

waren die Kunden mit den Bereichen Service,

Beratungsqualität und Angebotsspektrum

„sehr zufrieden“.

Die gilt sicherlich ebenso für die über

100 Vereine und Einrichtungen in der Region,

die von der Bank im letzten Jahr mit

einer sechsstelligen Summe unterstützt

wurden. Auch für 2012 stehen zahlreiche

Aktionen und Projekte aus dem Bergischen

Land auf dem Sponsoringkalender.

„Wir werden uns weiterhin engagieren.

Wenn wir gebraucht werden, sind wir

da“, versprach Andreas Otto und bekräftigte

damit nochmals die Verbundenheit

der Volksbank zur Heimat.

Volksbank remscheid-solingen eG

hauptverwaltung

Tenter Weg 1-3

42897 remscheid

Tel.: 0 21 91 / 6 99-0

beratungsteam@vobarsg.de

www.voba-rsg.de


anzeige InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen e. V.

erfolgsmodell Innovationsgutschein:

NrWs Wissenschaftsministerin

svenja schulze freut‘s

Gemeinsame sache

Fünf Jahre InnovationsAllianz in NRW. Fünf Jahre, in denen sich die Innovationskultur zwischen Rhein

und Weser deutlich verbessert hat. Wie gut Wissenschaft und Wirtschaft mittlerweile kooperieren,

lies sich beim 3. InnovationsDialog NRW in Dortmund beobachten. Die Verantwortlichen des

Hochschulnetzes wollen den eingeschlagen Weg weiter zielstrebig verfolgen.

Sie haben viel geschafft, die Akteure

bei der InnovationsAllianz NRW

um ihre Vorsitzende Professor Gisela

Schäfer­Richter. Im Jahr 2007 startete

das Hochschulbündnis, dem inzwischen

nahezu alle Hochschulen Nordrhein­

Westfalens angehören.

Zusammenarbeit mit

Hochschulen

Seitdem wurden zahlreiche Forschungskooperationen

zwischen Wirtschaft

und Wissenschaft im Land gefördert.

„Wir haben das im Bundesvergleich

mit Abstand größte Bündnis dieser Art

geschaffen“, konstatiert Schäfer­Richter.

Wie sehr sich die InnovationsAllianz als

Plattform zum Wissensaustausch zwischen

öffentlichen Forschungseinrichtungen

und privatwirtschaftlichen Anwendern

positionieren konnte, wurde im März

beim 3. InnovationsDialog NRW des Bündnisses

in Dortmund mehr als deutlich. 350

Teilnehmer tauschten sich über drängende

Zukunftsfragen aus und arbeiteten in

Fachforen konstruktiv an Lösungsansätzen.

Zu den Besuchern des Treffens gehörte

auch NRW­Wissenschaftsministerin

Svenja Schulze. NRW habe sich immer

neu erfunden, so die Ministerin in ihrer

Eröffnungsrede. Globale Veränderungen

nähmen ihren Anfang in der Region, daher

sei es wichtig, dort Netzwerke zu

schaffen. „Die InnovationsAllianz ist seit

fünf Jahren unser Scharnier zwischen

Wirtschaft und Wissenschaft“, lobte Ministerin

Schulze.

Einblick in eine nutzbringende Kooperation

lieferten Thomas Heuser, vom

Ahlener Flächenheizungs­Spezialisten

Herotec, und sein Forschungspartner

von der Fachhochschule Münster, Professor

Bernhard Mundus. Gemeinsam

erhielten sie aus den Händen der Wissenschaftsministerin

den 500. Innovationsgutschein.

Dieser sichert ihrem angewandten

Forschungsprojekt finanzielle

Unterstützung zu.

Blinddates mit Folgen

Inzwischen ist das Produkt, ein neues

Trockenbausystem, zum Patent angemeldet.

Thomas Heuser betonte, man könne

als kostenbewusster Mittelständler nicht

für alles einen Fachmann im Unternehmen

beschäftigen. „Daher setzen wir auf

Zusammenarbeit mit Hochschulen“, unterstrich

der Geschäftsführer. Neue Ko­

Blickt voraus: Innovationsallianz-

Vorstandsvorsitzende Professor

Gisela schäfer-richter

operationen wurden auf der gleichzeitig

veranstalteten Partnerbörse angebahnt.

Unternehmer hatten im Vorfeld ihren

forschungsspezifischen Bedarf übermittelt,

die InnovationsAllianz suchte ihrerseits

im Hochschulnetzwerk nach dem

passenden Spezialisten. „Solche Blinddates

führen oft zu Produktinnovationen“,

so Professor Gisela Schäfer­Richter. Neuheiten,

deren Umsetzung ihrerseits mit

Innovationsgutscheinen oder anderen

Förderprogrammen unterstützt werden

können. Die Vorstandsvorsitzende und

ihre Kollegen werden den eingeschlagenen

Weg weiter verfolgen. „Ich bin gespannt,

wie sich die Innovationskultur

in NRW bis zum 4. InnovationsDialog in

2013/14 verändert hat“, richtete Schäfer­

Richter den Blick nach vorne.

Innovationsallianz der NrW-hochschulen

e. V.

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riemenschneiderstraße 11

53175 Bonn

Tel.: 07 00 / 46 66 67 91

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www.innovationsgutschein.nrw.de

33

Wirtschaftsblatt 2/12


34 Markt & standort RWE Vertrieb AG

anzeige

VorWeggehen mit

individueller Beratung

Die RWE Vertrieb AG mit Sitz in Dortmund versorgt Gewerbe und

Industrie deutschlandweit mit Strom und Gas. Die Kunden profitieren

von einer individuellen Betreuung durch Energieberater vor Ort und

exklusiven Serviceangeboten wie Markt- und Brancheninformationen.

Diese lassen sich sogar über eine App abrufen.

Die RWE Vertrieb AG betreut über

ihre Regionalgesellschaften ihre

Kunden in ganz Deutschland –

vor Ort und direkt, im Unternehmen des

Kunden. „Diese persönlichen Gespräche

sind uns sehr wichtig“, meint Peter Neuhaus,

Leiter der Vertriebsregion West. „Die

telefonische Beratung ist immer nur der

erste Schritt. Um herauszufinden, welche

Produkte und Dienstleistungen am besten

zu einem Unternehmen passen, dazu

braucht es den persönlichen Kontakt.“

Standardlösungen bringen Peter Neuhaus

und seine Mitarbeiter nicht mit,

wenn sie zum Kunden fahren. Denn wie

die maßgeschneiderte Lösung für ein

Unternehmen aussieht, hängt von vielen

Faktoren ab. „Man muss die Firmenkultur

begreifen“, meint Peter Neuhaus. „Für

ein junges Unternehmen spielt Risikobereitschaft

eine ganz andere Rolle als

für einen Familienbetrieb in der fünften

Generation. Manchmal ist es auch genau

umgekehrt: Wer mit vielen Unwägbarkeiten

leben muss, wünscht sich dann gerade

beim Strompreis Planungssicherheit.“

Eine immer wichtigere Rolle spielen

Stromprodukte, deren Preise an die

Energiebörse gekoppelt sind. Das hat vor

Wirtschaftsblatt 2/12

allem mit der Verfügbarkeit von Informationen

zu tun. „Börsenhandel – das hat

vor dem Internet nur die ganz großen

Kunden interessiert“, erklärt Peter Neuhaus.

„Doch die Energiewirtschaft hat

sich weiterentwickelt. Jeden Tag gibt es

eine Flut von neuen Nachrichten.“ Wer in

dieser Informationsflut nicht untergehen

will, muss erst einmal filtern. Jeder Internetnutzer

kennt das Problem: Bis er das

gefunden hat, was ihn wirklich interessiert,

hat er vieles überflogen und weggeklickt.

Das kostet Zeit, die dann im Kerngeschäft

fehlt.

Maßgeschneiderte

Informationen

„Genau hier setzen wir mit unserer

neuen RWE Business Welt App für Geschäftskunden

an“, erläutert Peter Neuhaus.

„Wir wollen unsere Kunden mit

genau den Informationen versorgen, die

für sie wichtig sind – jederzeit und an jedem

Ort.“ Das Herzstück der neuen RWE

App ist das Marktinformationsbuffet. Ein

Buffet? Peter Neuhaus zückt sein iPhone

und zeigt, wie sich seine Kunden die

Produkte aussuchen können, die für sie

Peter Neuhaus, leiter rWe

Vertrieb region West

zählen: Strom­ und Gaskontrakte des Terminmarktes,

Base und Peak, dazu Durchschnittswerte

der letzten 20 oder 120 Tage.

Bis zu zehn individuelle Setups kann sich

der Kunde daraus zusammenstellen.

Die Börsencharts zeigt die App genauso,

wie der Kunde sie haben möchte.

Bis zu vier verschiedene Kurven lassen

sich anlegen, und das für jedes der zehn

Setups. Ein leichtes Tippen verwandelt

die Tagesansicht in Wochen­ oder Monatskurven.

Ein Tagesbericht fasst die

Preis­Entwicklungen des Vortages griffig

zusammen. Ein kurzer Blick auf die

Pfeile informiert bereits, ob sich die

Preise nach oben, unten oder seitwärts

bewegen. Einen Eintrag „Marktbericht

checken“ muss sich der Nutzer im Kalender

nicht machen. Das nimmt die App ihm

ab und informiert ihn per Push­Nachricht,

dass sein Tagesbericht eingetroffen ist.

Eine Auswahl an Energienews und Wirtschaftsnachrichten

aus der RWE Business

Welt Online rundet das Informationsangebot

der App ab. Geschäftskunden von RWE

können sich die für iPhones entwickelte

App über www.rwe.de/app_business oder

in der RWE BUSINESS WELT ONLINE herunterladen.

Versionen für iPad und Android

sind in Vorbereitung.

rWe Vertrieb aG

Peter Neuhaus

leiter Vertrieb region West

Tel.: 0 24 21 / 47-20 10

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44 Markt & Standort Kinderzentren Kunterbunt gGmbH

Strahlende Kinderaugen belegen: Hier wird die

Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelebt

Fast wie bei Mama und Papa

Manchmal vergeht die Zeit wie im Schlaf. Wenn Kinder toben, spielen und dabei noch lernen,

verrinnen die Stunden im Handumdrehen. Bei den Kinderzentren Kunterbunt haben sie dazu reichlich

Gelegenheit – mit einem besonderen Nebeneffekt: Während die Kleinen in der vom Arbeitgeber

unterstützen KiTa bestens betreut werden, gehen die Eltern guten Gewissens ihrer Profession nach.

Von einer eigenen BetriebsKi-

Ta bis zum Zusammenschluss

mehrerer (mittelständischer)

Unternehmen

mit dem Zweck, einen Träger wie die Kinderzentren

Kunterbunt gGmbH damit zu

beauftragen, eine Kindertagesstätte zu

betreiben, ist alles möglich. Man nennt

solche KiTas betriebsnah, wenn auch

Kinder aus der Gemeinde aufgenommen

werden. Das lohnt sich nicht nur aus pädagogischen

Gesichtspunkten, sondern

Wirtschaftsblatt 2/12

auch finanziell, da sich durch die Beteiligung

der Gemeinde öffentliche Finanzierungmöglichkeiten

ergeben. Ein weiteres

Modell ist das Buchen von Belegplätzen

durch Unternehmen. So können Firmen

flexibel auf sich abzeichnende Bedarfe in

der Belegschaft reagieren.

Jetzt Fördermittel sichern

Profitieren können Unternehmen, die

sich familienfreundlich aufstellen, von

staatlichen Zuschüssen für den Bereich

der Kinderbetreuung für unter Dreijährige.

Hier ist der Bedarf am höchsten, denn

755.000 Kinder und ihre Eltern haben

2013 darauf einen Rechtsanspruch. Allerdings

seien erst 25 Prozent aller Kinder

unter drei Jahren versorgt, erklärt Sofie

Geisel, Projektleiterin für das Unternehmensnetzwerk

„Erfolgsfaktor Familie“

beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag.

Noch bis Ende 2012 werden

Betriebskosten für neugeschaffene zu-


Anzeige Kinderzentren Kunterbunt gGmbH

sätzliche Betreuungsgruppen für Mitarbeiterkinder

bis zum vollendeten dritten

Lebensjahr über das Förderprogramm

„Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung“

mit bis zu 22 Prozent gefördert.

Unternehmen müssen jedoch während

der Förderung selbst einen substanziellen

Beitrag zur Finanzierung der Plätze

leisten. Empfänger der Fördermittel

aus dem Programm sind die Träger der

betrieblich unterstützten Betreuungseinrichtungen

– wie die Kinderzentren

Kunterbunt gGmbH. Zusätzlich stehen

Bundesmittel in Höhe von 2,15 Milliarden

Euro aus dem Investitionsprogramm

„Kinderbetreuungsfinanzierung“ bereit.

Die Länder haben zur Umsetzung des

Investitionsprogramms landesspezifische

Förderrichtlinien erlassen, welche

auch regeln, ob und wie die Beteiligung

von Unternehmen im Rahmen einer Privat-Öffentlich/rechtlichen-Partnerschaft

PPP möglich ist. Auskunft dazu gibt das

örtliche Jugendamt sowie das Ministerium

für Familie, Jugend, Kultur und Sport

des Landes. Eine weitere Anlaufstelle für

Unternehmen sind die Lokalen Bündnisse

aus Unternehmen und Betreuungseinrichtungen.

Sie geben Informationen zu

flexiblen Betreuungsangeboten.

Vorteil Familienfreundlichkeit

Familienfreundliche Unternehmen

können damit besonders im Wettbewerb

um Fachkräfte als attraktiver Arbeitgeber

punkten, denn Befragungen des

Unternehmensnetzwerks „Erfolgsfaktor

Familie“ belegen, dass Mitarbeiter auf

die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

hohen Wert legen. Das erkennen auch

fortschrittliche Arbeitgeber wie das Medienunternehmen

Burda: „Wir fördern

Mitarbeiter dort, wo Bedarf besteht,

nicht nach Geschlecht und Quoten“, sagt

Dr. Kai Burr, Personaldirektor der Hubert

Burda Media, und verweist auf den

Frauenanteil von über 50 Prozent an der

Gesamtbelegschaft und einem Drittel bei

Fach- und Führungskräften. Konkret heiße

das: „Wir fördern Mitarbeiter, Männer

wie Frauen, mit familiärer Mehrfachbelastung

so, wie es ihre individuelle Situation

erfordert. In Zusammenarbeit mit

den Kinderzentren Kunterbunt haben

wir das perfekt realisiert.“ Als Beispiel

nennt er die Betreuung von Kindern ab

drei Monaten von sieben bis 19 Uhr –

mit flexibel buchbaren Zeiten und ohne

Schließzeiten in Ferien. Das entspricht

genau den Bedürnissen von Mitarbeitern

in einem Unternehmen wie Hubert Burda

Media“, so Burr.

Frühkindliche Förderung

als Schlüssel zum Erfolg

Weiteres Auswahlkriterium für den

richtigen Partner zur Betreuung von

Kindern von Betriebsangehörigen ist ein

überzeugendes pädagogisches Konzept.

Spielübungen und Sprachförderung

sollten so organisiert sein, dass sie dem

Kind individuell helfen, seine optimale

Entwicklung zu finden, betont Professor

Dr. Wassilios Fthenakis, der als Experte

und Vorstand des Didacta Verbandes die

Kinderzentren Kunterbunt gGmbH in

der Umsetzung der pädagogischen Arbeit

berät.

Entscheidend seien die Qualität der

Interaktion zwischen Kind und Fachkraft

sowie den Fachkräften untereinander

und der Kontakt zu den Eltern.

Dies gilt umso mehr, je jünger die zu

betreuenden Kinder sind. „Das gelingt,

wenn mit den Kindern schon früh in der

Gruppe diskutiert wird und sie ermuntert

werden, über Erlebtes zu sprechen,

um so die Sprachkompetenz zu stärken“,

so Fthenakis. Ein solides Fundament bei

der Ausdrucksfähigkeit des Kindes sei

der Schlüssel zum Erfolg – auch später in

Schule, Ausbildung und Beruf.

Da die Kinderzentren mit anderen

Dienstleistern wie Science Lab, einer

Organisation, die mit spielerischen

Übungen Kindern Naturwissenschaften

näher bringt, oder auch Papilio, einem

Unternehmen, das spezielle frühkindliche

Module für den Sprach- und

Wissenserwerb entwickelt hat, zusammenarbeitet,

bieten die Kinderzentren

Kunterbunt KiTas hier einen Mehrwert

an Leistung zur Entwicklungsförderung

ohne die Kinder zu überfordern.

Fazit: Für Unternehmen lohnt es sich,

besonders auf die Karte Familienfreundlichkeit

inklusive einer optimalen Betreuung

der Kinder von Mitarbeitern zu

setzen, denn damit hält man Fachkräfte

und ist als Arbeitgeber attraktiv.

Social Entrepreneur und KiTa

Pionier Björn Czinczoll

45

Die Kinderzentren Kunterbunt

gGmbH ist ein bundesweit tätiger

gemeinnütziger Träger mit 30 KiTas.

2012 werden 15 weitere Standorte eröffnet.

Unternehmen wie beispielsweise

Mahle (Stuttgart), Coface (Mainz), Opel

(Rüsselsheim), Deutsche Post (Bonn),

Deloitte (München) und Hubert Burda

Media (Offenburg) sind bereits Kunden.

Als Social Entrepreneur versucht Gründer

Björn Czinczoll, die Bildungskarrieren

möglichst vieler Kinder durch

frühkindliche Förderung positiv zu beeinflussen.

Das Besondere an seinem

Geschäftsmodell ist der ganzheitliche

Ansatz vom Bau bis zum Betrieb aus

einer Hand. Kinderzentren Kunterbunt

schafft so für unterschiedliche Branchen,

Kliniken und Kommunen maßgeschneiderte

Lösungen zur Vereinbarkeit

von Familie und Beruf. Täglich

lange und ganzjährige Öffnungszeiten

zeichnen die flexiblen Modelle der Kinderbetreuung

aus.

Kinderzentren Kunterbunt gGmbH

Rieterstraße 29

90419 Nürnberg

Tel.: 09 11 / 4 70 50 81-0

info@kinderzentren.de

www.kinderzentren.de

Wirtschaftsblatt 2/12


46 Markt & Standort Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)

Hatten öffentliche Vertreter zum Austausch

über die Nutzung von Konversionsflächen nach

Berlin eingeladen: BImA-Vorstandssprecher

Dr. Jürgen Gehb (m.) mit den Vorstandskollegen

Axel Kunze (l.) und André Gregarek

Auf der Konversionswelle

Die Gestaltung der Zukunft für riesige ehemalige Militärflächen lässt überall in Deutschland die

Köpfe qualmen. Vom Ergebnis der laufenden Bundeswehrstrukturreform sind in den kommenden

Jahren schließlich mehr als 120 Kommunen betroffen. Ihnen zur Seite steht als oberste

Vermarktungsinstanz die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Die ersten sechs Standorte, die

bis Mitte nächsten Jahres geräumt

werden, stehen fest.

In Nordrhein-Westfalen wird

die 1880 errichtete Ermekeil-Kaserne in

Bonn geschlossen. In Baden-Württemberg

trifft es die Oberschwaben-Kaserne

im Landkreis Sigmaringen und den Gebäudekomplex

des Truppendienstgerichts

in der Kantstraße in Karlsruhe.

Auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt

Hannover wird ein Truppendienstgericht

aufgegeben, und in Schleswig-Holstein

werden die Schill-Kaserne

in Lütjenburg sowie eine Raketenstellung

im nordfriesischen Leck bis zum dritten

Quartal 2013 geschlossen.

Offen für Ideen

Der Bund wird insgesamt 31 Militärstandorte

schließen und seine Präsenz

bei weiteren 33 Standorten deutlich reduzieren.

Die Veröffentlichung aller Schlie-

Wirtschaftsblatt 2/12

ßungsstandorte und die Bekanntgabe der

Zeitpunkte erfolgt im frühen Sommer

2012. Hinzu kommt der Rückzug der alliierten

Streitkräfte aus mehreren großen

Militärbasen. Vielerorts werden die Umbrüche

durchaus begrüßt, denn Investoren

und Kommunen haben die Objekte

längst für sich und ihre Bürger entdeckt.

Die BImA unterstützt die offensiven Umnutzungsprozesse,

denn viele der Flächen

sind keinesfalls Brachen, sondern

wertvolle Wachstumsareale für Wirtschaft

und Wohnen.

Im Schulterschluss

Die BImA ist die Immobiliendienstleisterin

des Bundes. Die Anstalt des öffentlichen

Rechts mit Sitz in Bonn besitzt

und bewirtschaftet rund 28.000 Immobilien,

etwa 400.000 Hektar Grund und

rund 42.240 Wohnungen mit einem kumulierten

Bilanzwert von aktuell circa

zwölf Milliarden Euro und ist zuständig

für die Verwertung sämtlicher Kasernen,

Flughäfen, Depots und Übungsplätze, die

künftig für neue Nutzungen zur Verfügung

stehen. Zudem wächst das Immobilienvermögen

der BImA um mehr als

22.000 Hektar Kasernen- und Militärgelände

in Süddeutschland, Niedersachsen

und Nordrhein-Westfalen, die die USamerikanischen

und britischen Streitkräfte

freigeben. Um wegen der startenden

Mammutaufgabe die Reihen zu

schließen, hat die BImA im Februar eine

erste Konversionskonferenz veranstaltet.

Über 300 Bürgermeister, Landräte,

Kommunalvertreter, Bundestagsabgeordnete

und die Konversionsbeauftragten

der Länder trafen sich in Berlin zum

offenen Austausch. „Wir verfolgen alle

das Ziel eines erfolgreichen Konversionsprozesses

und müssen dazu die

kommunalen, strukturpolitischen und

städtebaulichen Entwicklungsziele mit

den Verwertungsinteressen des Bundes

zusammenbringen“, erläuterte BImA-


Anzeige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)

Vorstandssprecher Dr. Jürgen Gehb den

Hintergrund des Konversionsgipfels.

Die hochkarätig besetzte Veranstaltung

brachte für die betroffenen Kommunen

eine vielgelobte Positionsverbesserung.

Seit dem 21. März 2012 gilt: Die BImA

räumt unter bestimmten Voraussetzungen

Gebietskörperschaften sowie

privaten Gesellschaften/Unternehmen,

Stiftungen oder Anstalten, an denen die

Kommune oder das Land mehrheitlich

beteiligt sind, ein Erstzugriffsrecht auf

Konversionsliegenschaften der Bundeswehr

und der alliierten Streitkräfte ein.

Sie können sich somit zukünftig bestimmte

Gebäude oder Teilflächen zum

aktuellen Verkehrswert sichern. „Mit der

Neuregelung unterstreichen wir die besondere

Bedeutung unserer kommunalen

Partner“, beschreibt der Spartenleiter der

BImA-Verkaufssparte Jörg Musial die positiven

Aspekte der Entscheidung.

Arbeit für Jahre

Während die BImA sich bei den meisten

Bundeswehr-Einrichtungen mittelfristig

gute Vermarktungschancen

ausrechnet, geht sie bei den Liegenschaften

der britischen Rheinarmee oder der

US--Streitkräfte von langwierigen Prozessen

aus. Ein Grund dafür sei die

„Klumpenbildung“ der alliierten Armeen.

Allein im Raum Mannheim-Heidelberg

werden die US-Streitkräfte in den nächsten

drei Jahren 22 Militäranlagen mit

rund 850 Hektar Grundfläche und circa

4500 Wohnungen räumen. Hinzu kommen

weitere angekündigte Schließungen

von zwei Großstandorten der US-Armee

in Bayern und Rheinland-Pfalz, über die

es noch keine genauen Informationen

gibt. Die britische Rheinarmee wird in

Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen

etwa 20.000 Hektar zurückgeben – allerdings

mit einem Zeithorizont bis 2020.

Lohnender Einsatz

Ein sehr erfolgreicher Konversionsprozess

läuft aktuell im hessischen Hanau.

Dort konnte nach der Räumung

von rund 340 Hektar Militärgelände der

US-Streitkräfte bereits ein Großteil der

hochwertigen Wohnungen und Gewerbeflächen

vermarktet werden. Die Stadt

verzeichnet einen spürbaren Bevölkerungszuwachs

und steigende Steuereinnahmen.

Und auch die Natur hat profitiert. Auf

einem 100 Hektar großen US-Übungsplatz

weiden inzwischen wilde Przewalski-Pferde.

„Der Erfolg ist den Hanauern

nicht in den Schoß gefallen“, lobte BImA-

Chef Dr. Jürgen Gehb das Engagement

der Kommune. Die Stadt habe sich frühzeitig

auf den Abzug der US-Streitkräfte

eingestellt und sehr eng mit der BImA

zusammengearbeitet. „Alle konkreten

Ideen wurden in einer gemeinsamen

Arbeitsgruppe behandelt, die auch über

Mittel für Gutachter und Planungen verfügte“,

beschrieb Oberbürgermei ster

Claus Kaminsky, der die Konversion zur

Chefsache erklärt hatte. Generell rät

BImA-Vorstandssprecher Gehb seinen

kommunalen Partnern zu einer proaktiven

Einstellung. „Erfolgreiche Konversion

funktioniert nur gemeinsam und braucht

einen langen Atem.“ Die Erfahrung habe

gezeigt: Je ausgereifter die zusammen

entwickelten Konzepte seien, desto mehr

profitierten regionale Wirtschaft und

Kommunen von der Neunutzung der ehemaligen

Militärgelände.

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

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Spartenleitung Verkauf

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Tel.: 02 28 / 3 77 87-810

joerg.musial@bundesimmobilien.de

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rita.drude@bundesimmobilien.de

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47

Wirtschaftsblatt 2/12


48 Wirtschaftsblatt Event

Internationale

Golfstars treten an

Deutschlands einziges

internationales Golf-Top-

Event, die BMW International

Open, findet in diesem Jahr in

Pulheim bei Köln statt. Mit dem

Medienpartner des Turniers

Wirtschaftsblatt können Leser

als VIP-Gäste dabei sein und die

Golfstars hautnah erleben.

mit den Stars

Opening Show Event

Eintritt frei!

Dienstag, 19.6. 17-20 Uhr

Heimspiel für einen der Top-Stars bei

der BMW International Open: Der

Mettmanner Martin Kaymer

Wirtschaftsblatt 2/12

Majorsieger Martin Kaymer

freut sich dieses Jahr auf

ein Heimspiel. Denn in

diesem Jahr wird die BMW

International Open erstmals im Golf Club

Gut Lärchenhof in Pulheim bei Köln stattfinden

– vom 21. bis 24. Juni. Das Turnier

steht seit 23 Jahren für internationales

Spitzengolf, eine exzellente Organisation

und eine besonders angenehme, familiäre

Atmosphäre. Auch in internationalen

Spielerkreisen genießt Deutschlands

einziges Turnier auf der European Tour

höchstes Ansehen.

Das Interesse der Besucher dürfte

auch in diesem Jahr wieder außerorentlich

sein. Nicht zuletzt werden viele Un-

ternehmer die einmalige Atmosphäre genießen.

Denn Golfsport und Wirtschaft

– diese Kombination passte schon immer

gut zusammen. Mit dem Medienpartner

Wirtschaftsblatt können die Golf-Fans unter

der deutschen Wertschöpfungselite

mit einem exklusiven VIP-Paket dabeisein

(Infos nächste Seite). Dabei wird es

neben erstklassigem Golfsport, der Betreuung

durch Wirtschaftsblatt-Mitarbeiter,

den Genüssen an den Kochstellen

und Bars des Fairway Clubs auch exklusive

Blicke hinter die Kulissen sowie eine

„Golf-Clinic“ mit einem der Top-Stars geben.

Am Turnier-Freitag findet zudem die

Wirtschaftsblatt-Podiumsveranstaltung

„Strategien für Bestleistungen“ statt, bei


der Stars des Turniers, Trainer und Wirt-

schaftsspitzen ihre Erfolgsstrategien für

Spitzenleistungen erläutern.

Vorfreude bei Martin Kaymer

„Wir haben die BMW International

Open über mehr als zwei Jahrzehnte

kontinuierlich und mit großen Enthusiasmus

an unserem Unternehmenssitz in

München aufgebaut“, beschreibt Turnierpräsident

Karsten Engel, Leiter Vertrieb

Deutschland BMW Group, Deutschlands

größtes Golf-Turnier, das bisher im Golfclub

Eichenried in München stattfand.

„Doch nicht nur die Münchner lieben

Golf. Viele unserer Kunden hier im einwohnerstärksten

Bundesland Nordrhein-

Westfalen sind ebenfalls golfbegeistert.

Das Rheinland mit seinen Großstädten

Düsseldorf, Köln und Bonn gilt als Hochburg

des Golfsports. Deswegen haben wir

uns bewusst für diese Region entschieden,

hier werden wir eine Veranstaltung

der Extraklasse bieten“, so Engel.

Sehr groß ist die Vorfreude auch bei

Martin Kaymer. „Die BMW International

Open sind ein ganz besonderes Turnier

für mich“, sagte er. „Bei ihr habe ich 2003

zum ersten Mal auf der European Tour

abgeschlagen, und meinen Sieg 2008

werde ich auch nie vergessen. Ich freue

mich sehr darüber, dass das einzige Profiturnier

in Deutschland jetzt erstmals

in meiner rheinischen Heimat Station

macht. Der Druck ist natürlich da, den

Zuschauern zu zeigen, weswegen man

einer der besten Spieler der Welt ist.“

Kaymer, der aus dem 50 Kilometer

entfernten Mettmann stammt, versprach,

alles daran zu setzen, die BMW

International Open mit diesem Heimvorteil

im Rücken 2012 zu gewinnen. „Ich

freue mich schon auf die Unterstützung

meiner Fans hier aus der Region. Auch

meine Familie und meine Freunde werden

natürlich mit dabei sein. Ich bin mir

sicher, das wird ein großartiges Event.“

Optimale Bedingungen

Die bayerische Landeshauptstadt

wird indes auch weiterhin Heimat der

BMW International Open bleiben. So wird

das Turnier 2013 zu seinem 25. Jubiläum

am traditionellen Austragungsort im GC

Hautnah an den internationalen

Golfstars: Wie hier im vergangenen

Jahr bei Sergio Garcia

München Eichenried stattfinden. 2014

wird die BMW International Open dann

wieder auf dem von Jack Nicklaus designten

Kurs des GC Gut Lärchenhof gastieren.

Josef Spyth, Geschäftsführer des GC

Gut Lärchenhof, heißt die BMW International

Open herzlich auf Gut Lärchenhof

Pablo Larrazabal, der Vorjahressieger,

bei der BMW International Open

2011 im Golfclub München-Eichenried

Wirtschaftsblatt Event

willkommen. „Wir sind sehr stolz darauf,

dass dieses Spitzenturnier zu uns

kommt“, sagte er. „Wir wollen der BMW

International Open eine würdige ‚Wahlheimat’

sein und werden alles dafür tun,

damit Spieler wie Zuschauer optimale

Bedingungen vorfinden.“

49

Wirtschaftsblatt 2/12


50 Wirtschaftsblatt Event

Von Golfpros lernen

Sport und Wirtschaft auf Spitzenniveau: Auf dem Wirtschaftsblatt-Forum im Rahmen der

BMW International Open berichten Weltklasse-Golfspieler und Spitzenmanager, wie man

Bestleistungen schafft. Die Veranstaltung ist exklusiv für Wirtschaftsblatt-Leser.

Training, Disziplin, Ausgeglichenheit:

Martin Kaymer – hier bei den

BMW International Open 2011 – hat

sich in der Weltspitze etabliert

Am Turnier-Freitag kommt es bei

der BMW International Open

neben Spitzengolf auch zu Spitzenerkenntnissen

für das eigene Geschäft.

Denn auf dem Wirtschaftsblatt-

Forum unter dem Titel „Strategien für

Bestleistungen“ verraten exklusiv für

Leser Top-Kräfte aus Golf und Wirtschaft

ihre Erfolgsgeheimnisse: Wie kommt

man an die Spitze in seinem Bereich?

Und wie hält man sich dort?

Mit einem aktuellem Top-Spieler,

sowie einem Trainer (Namen ergeben

sich aus dem Turnierverlauf), finden

sich zwei Experten auf dem Podium,

die die Voraussetzungen für Spitzenleistungen

aus Sportlersicht darstel-

Wirtschaftsblatt 2/12

len. Sie werden beschreiben, welche

Trainings- und Konzentrationsstrategien

nötig sind, um auf einem Welt-

Top-Niveau zu spielen. Aus Sicht der

Wirtschaft beschreiben Spitzenmanager

ihre Erfolgsstrategien. So ergänzen

Magnus Wiese, BMW Vertrieb Deutschland

und Leiter Messen, Events, Sport

Marketing, der mit für den weltweiten

Erfolg der Marke verantwortlich zeichnet,

und Gunnar Maier, Vertriebsleiter

Emirates Airlines Deutschland, die Podiumsrunde.

Mit Irek Myskow, Senior Management

und Global Sports Marketing

von Adidas, ergänzt ein Kenner beider

„Welten“ – Sport und Business – das Podium.

Sie stellen sich vor den Gästen den

Fragen von Michael Oelmann, Herausgeber

des Wirtschaftsblatt, das als Medienpartner

Deutschlands größtes Golf event

begleitet.

Stattfinden wird das Wirtschaftsblatt-

Forum am Freitag, den 22. Juni im Fairway

Club direkt am Turnierplatz des Golfclubs

Gut Lärchenhof bei Köln. Wirtschaftsblatt-

Leser können sich bis zum 15. Mai anmelden

(siehe rechte Seite). Natürlich kann

vor und nach der Veranstaltung auch das

Turnier live erlebt werden. Wer mit dem

Wirtschaftsblatt-VIP-Ticket am Donnerstag

sowieso in Pulheim ist, ist selbstverständlich

automatisch mit eingeladen

und kann zudem den VIP-Bereich des Turniers

nutzen.


Als Wirtschaftsblatt-Gast zur

BMW International Open 2012

Kommen Sie als exklusiver VIP-Gast zur BMW International Open 2012, die erstmals im Golf Club Gut

Lärchenhof in Pulheim bei Köln ausgetragen wird.

• Sie parken mit Ihrem VIP-Parkausweis

• Treffen Sie Unternehmer-Kollegen in der

Wirtschaftsblatt-Lounge in der Zeltstadt,

wo wir Sie begrüßen

• Als Wirtschaftsblatt-VIP-Gast haben Sie

den ganzen Tag Zugang zum klimatisierten

VIP-FairwayClub mit herrlichem

Blick auf Loch 9 und 18 des Meisterschaftsplatzes.

Neben Spitzensport bietet

das angenehm klimatisierte Zelt stilvolle

Ausstattung, verschiedene Bars, eine

ausgezeichnete Speisen- und Getränke-

Auswahl – kurzum: Service zum Wohlfühlen.

Von den großzügigen Terrassen

aus genießt man darüber hinaus einen

grandiosen Blick auf das Spielgeschehen

– oder Sie gehen direkt mit auf die Runde

• An jedem Turniertag um 14 Uhr erhalten

Sie als Wirtschaftsblatt-Gast zudem

eine exklusive „Behind the Scenes“-

Führung: Erleben Sie die Organisation

hinter dem Großevent, schauen Sie im

TV-Park den internationalen Medien bei

ihrer Arbeit über die Schulter oder erfahren

Sie Erstaunliches über den Apparat

hinter dem Greenkeeping

• Gehören Sie zu den ausgewählten Personen,

die im abgeschirmten BMW-

Showroom einen Blick auf einen Erlkönig

der nächsten BMW-Fahrzeuggeneration

werfen können. Im BMW-XDrive Parcours

testen Sie eine exklusiv reservierte

Einheit der „X Fahrzeuge“

• Als absolutes Highlight verlosen wir unter

den Teilnehmern zudem 20 Plätze

in einer exklusiven Golf-Clinic: Einer

der absoluten Top-Spieler des Turniers

wird Ihnen auf der Driving Range Rede

und Antwort stehen und Ihnen Tips und

Tricks der Profispieler zeigen.

Exklusiv-Pakete

• Wirtschaftsblatt-VIP-Ticket

für Donnerstag oder Freitag: 250 Euro

• Wirtschaftsblatt-VIP-Ticket

Samstag oder Sonntag: 380 Euro

• Wirtschaftsblatt-VIP-Ticket

Samstag und Sonntag: 680 Euro

• Wirtschaftsblatt-Forum

Freitag, 22. Juni, 14 Uhr: 145 Euro

(bei Buchung des ganztägigen

Exklusiv-Paketes ist die Veranstaltung

inklusive)

Anmeldung

schumacher@wirtschaftsblatt.de

Tel.: 0211/311 20 60-0

Veranstalter und Fakturierung:

NIETRO SPORTS GmbH, München

alle Preise zzgl. MwSt.

Wirtschaftsblatt Event

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Wirtschaftsblatt 2/12


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„Die Spielregeln verändern sich“

In einer Sonder-Edition „Der große Familienunternehmer-Report“ präsentierte das Wirtschaftsblatt

Anfang des Jahres exklusiv die deutschlandweite Rangliste der 500 größten Familienunternehmen.

Heute folgt die Liste der inhaberkontrollierten Aktiengesellschaften. Wieviel Familienunternehmertum

in diesen noch steckt, und auf was sich der Mittelstand generell bei seiner Finanzierung einzustellen

hat, dazu befragten wir den persönlich haftenden Gesellschafter der auf Familienunternehmer

spezialisierten Privatbank Hauck & Aufhäuser, Michael Schramm.

Herr Schramm, Ihr Haus hat den Index HAFix eingeführt, der

börsennotierte Familienunternehmen darstellt. Wie schlagen

sich Familienunternehmen an der Börse im Vergleich zu

Publikumstiteln?

Sie schlagen sich deutlich besser! Und zwar in zweierlei Hinsicht:

Sie bieten eine bessere Performance. Und diese schaffen sie

bei geringerem Risiko für den Anleger, weil die Schwankungsanfälligkeit

deutlich geringer ist. Kurz: Sie sind stärker in Phasen

steigender wie auch fallender Aktienmärkte. Das können

Wirtschaftsblatt 2/12

Familienunternehmen

wir seit 1992 belegen, seitdem der HAFix um 16,4 Prozent stieg,

und der Dax nur um 7,1 Prozent.

Woran liegt das?

Familienunternehmen können sich oft schneller an Marktgegebenheiten

anpassen. Sie sind zum Beispiel bereit, auch Fehler

schneller zu korrigieren, als das der Managerstolz großer Konzerne

zulassen würde. Denken Sie nur an das lange und teure

Abenteuer von Daimler mit Chrysler, während sich BMW viel

schneller von Rover getrennt hat. Auf der anderen Seite haben


Familienunternehmen

Die 75 größten Familienunternehmen an der Börse

Unternehmen Ort / Bundesland Branche Umsatz* Familie(n) Anteile

1 BMW AG München / BAY Automobilhersteller 68800 Quandt 46,70%

2 Metro AG Düsseldorf / NRW Handel 66702 Haniel 50,01%

3 Continental AG Hannover / NDS Automobilzulieferer 30500 Schaeffler 49,90%

4 Celesio AG Stuttgart / BWB Pharmahandel 23000 Haniel 54,60%

5 Fresenius SE Bad Homburg / HE Medizintechnik 16522 Fresenius 28,71%

6 Henkel AG Düsseldorf / NRW Kosumgüter/Klebetechnik 15605 Henkel, Woeste u.a. 53,17%

7 SAP AG Walldorf / BWB Unternehmenssoftware 14233 Plattner/Hopp/Tschira 28,10%

8 HeidelbergCement AG Heidelberg / BWB Baustoffe 12900 Merckle 25,11%

9 Porsche Automobil Holding SE Stuttgart / BWB Automobilhersteller 10928 Porsche und Piech 90,00%

10 Merck KGaA Darmstadt / HE Pharma/Chemie 10276,4 Merck 71,24%

11 Beiersdorf AG Hamburg / HH Pflegeprodukte/Klebetechnik 5571 Herz 50,89%

12 Wacker Chemie AG München / BAY Chemie 4910 Wacker 60,39%

13 Axel Springer AG Berlin / B Medien 3190 Springer 58,50%

14 Hornbach-Baumarkt-AG Bornheim / RP Baustoffhandel 3017 Hornbach 76,40%

15 Drägerwerk AG Lübeck / SH Sicherheits- und Medizintechnik 2255,8 Dräger 71,46%

16 Krones AG Neutraubling / BAY Verpackung 2173,3 Kronseder 53,71%

17 United Internet AG Montabaur / RP Internet- und Mobilfunk Serviceprovider 2090 Dommermuth 41,86%

18 Bechtle AG Neckarsulm / BWB IT-Dienstleister 1990 Schick 35,02%

19 Dürr AG Stuttgart / BWB Maschinen- und Anlagenbau 1920 Dürr 26,50%

20 SMA Solar Technology AG Niestetal / HE Elektrotechnik 1700 Cramer/Wettlaufer/Drews/Kleinkauf 45,65%

21 Fuchs Petrolub AG Mannheim / BWB Chemie 1668,1 Fuchs 51,70%

22 Sixt AG Pullach / BAY Mobilitätsdienstleister 1538 Sixt 56,80%

23 Bauer AG Schrobenhausen / BAY Infrastrukturbau/Maschinenbau 1304** Bauer 48,19%

24 Fielmann AG Hamburg / HH Optiker 1230 Fielmann 71,01%

25 H+R AG Salzbergen / NDS Chemie 1209,5 Hansen 50,32%

26 Vossloh AG Werdohl / NRW Bahntechnik 1197,2 Vossloh 31,00%

27 Koenig & Bauer AG Würzburg / BAY Druckmaschinen 1167,2 Bolza-Schünemann 9,14%

28 Software AG Darmstadt / HE Informationstechnologie 1098,3 Schnell (Stiftung) 29,00%

29 SolarWorld AG Bonn / NRW Regenerative Energien 1046,9 Asbeck 27,80%

30 ElringKlinger AG Dettingen / BWB Automobilzulieferer 1032,8 Lechler 52,04%

31 Wacker Neuson SE München / BAY Baugeräte 991,5 Wacker 38,50%

32 KWS Saat AG Einbeck / NDS Saatgut/Bio-Technologie 855,4 Büchting/Arend Oetker/Giesecke 56,10%

33 Homag Group AG Schopfloch / BWB Holzelemente/Maschinenbau 798,7 Klessmann 25,00%

34 Sartorius AG Göttingen / NDS Labor- /Prozesstechnologie 733,1 Sartorius 50,10%

35 Gerry Weber AG Halle / NRW Mode 702,7 Weber 28,79%

36 Centrotherm Photovoltaics AG Blaubeuren / BWB Regenerative EnergieAnlagenbau 698,5 Hartung 50,00%

37 GrenkeLeasing AG Baden-Baden / BWB Finanzdienstleister 693 Grenke 45,10%

38 Stöer Out-of-Home Media AG Köln / NRW Außenwerber 577,1 Ströer und Müller 56,54%

39 Centrotec Sustainable AG Brilon / NRW Gebäudetechnik 538 Krass 54,07%

40 MLP AG Wiesloch / BWB Finanzdienstleister 526,7 Lautenschläger 23,53%

41 CTS Eventim AG Bremen / HB Kartenservice/Eventmanagement 502,8 Schulenberg 25,17%

42 QSC AG Köln / NRW IT-Dienstleister/Netzbetreiber 478,1 Eickers und Schlobohm 20,18%

43 Cewe Color AG & Co. OHG Oldenburg / NDS Digitaltechnik/Fotodruck 469 Neumüller 27,40%

44 OHB AG Bremen / HB Raumfahrt 425,4 Fuchs 69,72%

45 Biotest AG Dreieich / HE Biotechnologie 422 Schleussner 50,23%

46 Hawesko Holding AG Hamburg / HH Lebensmittel 411,4 Margaritoff 30,03%

47 Surteco SE Buttenwiesen / BAY Möbelzulieferer 408,8 Bausch/Ahrenkiel/Schürfeld 24,90%

48 CompuGroup Medical AG Koblenz / RP Spezialsoftware für die Gesundheitsbranche 396 Gotthardt 46,64%

49 Rational AG Landsberg / NRW Großküchengeräte 391,7 Meister 62,90%

50 Drillisch AG Maintal / HE Internet- und Mobilfunk Serviceprovider 349,1 Brucherseifer 7,35%

51 Deufol AG Hofheim / HE Verpackung 307 Hübner 52,91%

52 GFT Technologies AG Stuttgart / BWB IT-Dienstleister 272,3 Dietz 38,14%

* Umsätze 2011 in Mio. Euro; für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Gewähr übernommen. ** Zahlen von 2010 Seite 56

53

Wirtschaftsblatt 2/12


54

die Familienunternehmen aber auch die langfristige Perspek-

tive, oftmals auf Generationen ausgerichtet. Sie können konse-

quente Strategien auch über eine Dekade durchstehen und sind

resistent gegen Modeerscheinungen, selbst wenn die Börse dies

kurzfristig nicht goutiert.

Welche Kriterien setzen Sie an, um zu beurteilen, ob es sich bei

einer AG noch um ein Familienunternehmen handelt?

Das ist eine vieldiskutierte Frage. Für uns ist entscheidend, ob

die Inhaberfamilie noch maßgeblichen Einfluß auf die Firmenpolitik

hat. Für den HAFix-Index haben wir die Regel aufgestellt,

dass einer oder mehrere private Großaktionäre eine Sperrminorität

von mindestens 25 Prozent am Unternehmen halten

müssen. Besteht ein Einfluss über die Präsenz im Vorstand oder

Aufsichtsrat, genügt ein Anteil von 20 Prozent.

Aber können solche Firmen tatsächlich noch die klassischen

Qualitäten eines Familienunternehmens erhalten?

Das empfinde ich bei meinen Gesprächen mit ihnen ganz deutlich.

Man kann in der Regel auf allen Ebenen den Geist spüren,

den die Inhaberfamilie repräsentiert. Für Anleger und Investoren

ist dieses Tiefenverständnis besonders wichtig, denn die Prinzipien

einer Inhaberfamilie sind beständig und gehen weit über die

Zeit von Vorstandsverträgen hinaus.

Dennoch bleibt der Börsengang die Ausnahme für Familienunternehmen.

Weshalb?

Die Spielregeln der Börse sind eindeutig: hohe Transparenz,

kurze Berichtsperioden und die Vergleichbarkeit, weil die Unternehmen

starr in Branchenschemata eingeordnet werden.

Das alles sind natürlich Aspekte, mit denen typische Familienunternehmen

nicht unbedingt vertraut sind. Familienunternehmen

zeichnen sich beispielweise ja gerade dadurch aus,

dass sie sich auf wenige, spezielle Kernarbeitsbereiche konzentrieren

mit dem Anspruch, dort innovativer Marktführer zu

sein. Das widerspricht der Einordnung in Branchencluster. Wacker

Chemie beispielsweise konzentriert sich auf zwei chemikalische

Grundstoffe, Silikon und Ethylen, erforscht neue Einsatzmöglichkeiten

für diese und setzt diese Innovationen dann

auf globaler Ebene konsequent um.

Könnten auch Desaster wie Frau Schaefflers Griff nach Continental

abschreckend wirken?

Schaeffler war – eher im Gegensatz zu typischen Familienunternehmen

– in einem kapitalintensiven Segment unterwegs.

Da gelten andere Spielregeln und Instrumente, die Banken einsetzen.

Und die muss man kennen. Im Gegensatz dazu zeichnen

sich inhabergeführte Aktiengesellschaften in der Regel gerade

durch eine komfortable Eigenkapitalaustattung aus. Oder

sie trennen sich von kapitalintensiven Bereichen.

Andere Unternehmen setzen wie Seidensticker oder Underberg

auf handelbare Anleihen. Ist das eine Finanzierungsalternative,

die an Gewicht gewinnen wird?

Generell werden solche Finanzierungsinstrumente immer

wichtiger, weil die Betreuung und Begleitung durch Banken

immer schwieriger für die Unternehmen wird. Aber auch bei

diesen Finanzierungen gilt, dass ganz andere Berichts- und

Controlling-Instrumente greifen – wie eigentlich bei jeder

Finanzierung außerhalb des Eigenkapitals. Wegen dieser hohen

Anforderungen sind Anleihen nichts für einen einmaligen

Wirtschaftsblatt 2/12

Familienunternehmen Hauck & Aufhäuser

Finanzierungsbedarf. Sie sind aber sehr gut, um sich mit dem

gewonnenen Wissen auf die Börse vorbzubereiten.

Warum sehen Sie die Banken als Finanzierungspartner der Unternehmen

zunehmend ausscheiden?

Wir stehen an einem Punkt, wo sich gewisse Spielregeln ändern.

Darauf müssen sich Ihre Leser einstellen. Die Finanzierung von

Unternehmen wird nicht mehr vorrangig aus der Bankenwelt erfolgen

können. Dazu sind die Folgen der Hebelinstrumente der

Finanzwelt und die Staatsverschuldung zu groß. Kredite von Banken

werden künftig wieder an die Einlagen der Banken gekoppelt

werden. Das verändert auch die Spielregeln der Realwirtschaft.

Aber Sie sind auch eine Bank.

Wir sind eine Bank, die vollständig in Privatbesitz ist. Zu unseren

Aktionären zählen in erster Linie renommierte Unternehmer

und Unternehmerfamilien. Kredite werden an unsere

Einlagen gebunden – so agieren wir seit 200 Jahren. Bedenken

Sie, dass in der Geschichte unseres Hauses Griechenland schon

fünfmal zahlungsunfähig war.

Sie sehen die Zukunft des Euros skeptisch?

Dafür gibt es kompetentere Stimmen, aber auch die sind im Moment

mit ihren Prognosen sehr vorsichtig. Der Euro ist die fünfte

deutsche Währung in den vergangenen einhundert Jahren.

Wir jedenfalls sind auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Auf was müssen sich Unternehmer in der Zukunft einstellen?

Eigenkapital wird zur entscheidenden Vorraussetzung unternehmerischer

Freiheit. Darauf muss sich der Mittelstand gefasst

machen. Sehr gute Bilanzen sind nötig, wenn Wachstum

fremdfinanziert werden soll. Daher müssen auch kleinere Mittelständler

ihre Finanzbuchhaltung aufrüsten.

Michael Schramm, geboren 1968 in Neumünster, ist persönlich

haftender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung

der 1796 gegründeten Privatbank Hauck & Aufhäuser.

Das Bankhaus, das neben dem Stammsitz in Frankfurt

am Main über Niederlassungen in München, Hamburg,

Düsseldorf und Köln verfügt, ist auf Privatkunden und Familienunternehmen

sowie Asset Management und Investment

Banking spezialisiert.

Kontakt: michael.schramm@hauck-aufhaeuser.de


Ost-westlicher Diwan beim ersten Deutsch-Chinesischen Familienunternehmertag 2011: (v. l.)

Unternehmer Robert Cao, NRW-Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger, Unternehmerin

Christiane Underberg, Raymund Scheffler (Berenberg Bank), Hubertine Underberg-Ruder,

Michael Dubbick (Inhaber Krohne Messtechnik) und Michael Oelmann

Familienbande nach China

Im Rahmen der wachsenden deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen kommen sich auch die

Familienunternehmen aus beiden Ländern näher. Im Juni lädt das Wirtschaftsblatt zusammen mit

dem Familienunternehmer-Verband und dem Düsseldorf China Center (DCC) deshalb

zum 2. Deutsch-Chinesischen Familienunternehmertag.

Familienunternehmen sind der Motor der Wirtschaft. Familienunternehmer

leisten einen wesentlichen Beitrag

zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung

und zur Technologieführerschaft in vielen Bereichen. Das gilt

für Deutschland. Aber längst auch für China.

Traditionell nimmt in China die Familie sogar einen höheren

Stellenwert als in vielen europäischen Ländern ein. So ist

es kein Wunder, dass sich in China seit der Öffnung des Systems

eine lebendige Kultur des Familienunternehmertums gebildet

hat. So manche Geschäftsvereinbarung treffen deutsche

Unternehmer nicht mehr mit Parteifunktionären, sondern mit

Unternehmerkollegen. Systembedingt sind die chinesischen

Familienunternehmen allerdings erst in der zweiten Generation.

Was bedeutet, dass diese Unternehmen in der Regel erst

maximal einen Generationswechsel hatten.

Grund genug also für einen fruchtbaren Erfahrungsaustausch

und Dialog. Motor dieses Erfahrungsaustausches

ist das DCC, wo auch 2011 die erfolgreiche Premiere des 1.

deutsch-chinesischen Familienunternehmerabends stattfand.

Neben dem Hausherrn Robert Cao – Spross eines der ersten

großen chinesischen Familienunternehmen nach der Öffnung

aus dem Automotive-Bereich und Gründer des China-Centers

– fanden sich unter anderen deutsche Unternehmer wie die

Familie Underberg und Michael Dubbick, Inhaber der Krohne

Messtechnik, zur Diskussion ein. Ende 2011 ging es dann nach

China, wo es beim chinesischen Familienunternehmerforum

in Cixi/Ningbo in der Provinz Zeijiang südlich von Shanghai

zu einem weiteren Dialog deutscher und chinesischer Unternehmer

kam.

Für den 28. Juni, bei der zweiten Auflage des Deutsch-Chinesischen

Familienunternehmertages in Düsseldorf, gibt es ein

erweitertes Tagungsprogramm, das bereits am Mittag beginnt

und neben der abendlichen Podiumsrunde ausführlichere Erfahrungsberichte

bereithält. Und am Ende – natürlich – Köstlichkeiten

der chinesischen Küche.

Informationen:

Anja Schumacher

schumacher@wirtschaftsblatt.de

Tel.: 02 11 / 3 11 20 60-0

Familienunternehmen

55

Wirtschaftsblatt 2/12


56

Unternehmen Ort / Bundesland Branche Umsatz* Familie(n) Anteile

53 Patrizia Immobilien AG Augsburg / BAY Immobilien 269 Egger 51,55%

54 Ahlers AG Herford / NRW Mode 256,2 Ahlers 7593,00%

55 Manz AG Reutlingen / BWB Maschinenbau 240,5 Manz 50,96%

56 Solar-Fabrik AG Freiburg / BWB Regenerative Energien 228,4 Ritter/Grohe/Salvamoser/Dienes 45,29%

57 R. Stahl AG Waldenburg / BWB Explosionsschutz/Sicherheitstechnik 222,6 Stahl 51,00%

58 Muehlbauer Holding AG Roding / BAY Maschinenbau 200 Mühlbauer 52,50%

59 Elmos Semiconductor AG Dortmund / NRW Halbleiter/Automobilzulieferer 194,3 Weyer 20,50%

60 Marseille-Kliniken AG Hamburg / HH Gesundheit 190 Marseille 60,79%

61 Rücker AG Wiesbaden / HE Ingenieurdienstleister 175,9 Rücker 58,86%

62 Funkwerk AG Kölleda / TH Kommunikationstechnik 164,6 Hörmann 52,83%

63 Nemetschek AG München / BAY Softwareanbieter 164 Nemetschek 53,57%

64 EnviTec Biogas AG Lohne / NDS Regenerative Energien 148** Schulz 75,22%

65 Tipp24 SE Hamburg / HH Glücksspiel 142 Günther 27,17%

66 DEAG Deutsche Entertainment AG Berlin / B Konzertveranstalter/Musiklabel 128,3 Schwenkow 8,87%

67 Eckert & Ziegler AG Berlin / B Medizintechnik 116,2 Eckert 32,16%

68 MBB Industries AG Berlin / B Unternehmensbeteiligungen 115,9 Freimuth und Nesemeier 75,68%

69 LPKF Laser & Electronics AG Garbsen / NDS Maschinenbau 91,1 Hildebrandt 21,00%

70 Höft & Wessel AG Hannover / NDS Mobile Datenerfassung/Parkautomaten etc. 88 Höft 40,60%

71 Analytik Jena AG Jena / TH Analysetechnik 86,3 Berka 14,50%

72 Hypoport AG Berlin / B Finanzdienstleister 84,3 Slabke 36,19%

73 Paragon AG Delbrück / NRW Automobilzulieferer 67 Frers 51,32%

74 United Labels AG Münster / NRW Lizenzhandel 59,6 Boder 62,69%

75 Basler AG Ahrensburg / SH Sichttechnologie 55,1 Basler 51,61%

* Umsätze 2011 in Mio. Euro; für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Gewähr übernommen. ** Zahlen von 2010

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Wirtschaftsblatt 2/12

Familienunternehmen


BERUF

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Unternehmen

Straße / Hausnummer

PLZ / Ort

Telefon

E-Mail

Standortmagazin dES dEUtSCHEn mittELStandS


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Leistungsschau der Technikinnovationen: Vom 23. bis 27. April öffnet die Hannover Messe ihre Pforten.

Unsere Leser können für die Messe kostenfreie Wirtschaftsblatt-Tickets erhalten (siehe nächste Seite)

Wirtschaftsblatt 2/12

Deutsche Technik


LEISTUNGSSCHAU Dass der Ministerpräsident der Volksrepublik

China, Wen Jiabao, gemeinsam mit Bundeskanzlerin Dr. Angela

Merkel am 22. April 2012 die Hannover Messe eröffnet, spricht

Bände. Denn eine Volkswirtschaft, die wächst und aufstrebt, braucht

vor allem eines: Technik-Know-how aus Deutschland.

Made in Germany – was einst

als vermeintlicher Makel

dienen sollte – die Briten

führten die Kennzeichnungspflicht

Ende des 19. Jahrhunderts

ein, um ihre industrielle Vorherrschaft zu

erhalten – ist längst zum weltweiten Verkaufsschlager

geworden. Produkte, Lösungen

und Verfahren aus Deutschland

stehen für Qualität, Verlässlichkeit und

Effizienz. Und für die ungebrochene Innovationskraft

der deutschen Tüftler und

Ingenieure. Auf dem Weg zur führenden

Wirtschaftsnation ist das Land der Dichter

und Denker auch zu einem Land der

Forscher und Erfinder geworden. Nach

wie vor ist der Erfindergeist in Deutschland

ungebrochen, wie die Statistik belegt.

In 2010 wurden 59.245 Erfindungen

zum Patent angemeldet, wobei die Fahr-

zeugindustrie und der Maschinenbau

zu den innovativsten Branchen zählten.

Für 2011 erwartet das Deutsche Patentund

Markenamt ähnlich gute Zahlen.

Damit rangiert Deutschland europaweit

auf dem Spitzenplatz. Hinzu kommt die

schon sprichwörtliche Exportstärke.

Egal, wo in der Welt: Wenn es wirtschaftlich

„brummt“, wird der Sound ziemlich

gewiss von deutschen Maschinen und

Anlagen erzeugt. Entsprechend stabil

hat sich das deutsche produzierende Gewerbe

in den letzten Jahren erwiesen.

Die Branche läuft und läuft und läuft.

Einen Überblick über diese Schaffenskraft

werden auch in diesem Jahr wieder

hunderttausende Fachbesucher aus

aller Welt sehen, wenn ab dem 23. April

die Hannover Messe ihre Pforten öffnet.

Auf den acht Leitmessen werden sie tau-

Deutsche Technik

Und ES läUft

Und läUft

Und läUft

sende Innovationen aus den Bereichen

Industrieautomation und IT, Energieund

Umwelttechnologien, Industrielle

Zulieferung, Produktionstechnologien

und Dienstleistungen sowie Forschung

und Entwicklung erkunden. Nirgendwo

sonst werden so viele Weltneuheiten

und ganzheitliche Lösungen präsentiert

wie in Hannover. Und ein Großteil von

ihnen kommt aus deutschen Landen.

Aber nicht nur Großkonzerne liefern

dank Manpower und Finanzkraft

zukunftsweisende Ideen. Vielfach sind

es gerade kleine und mittlere Unternehmen

sowie engagierte einzelne Erfinder,

die technisches Neuland erschließen

und mit ihren Entwicklungen in bislang

unbekannte Dimensionen vorstoßen,

wie das Schwerpunktthema des Wirtschaftsblatt

zeigt.

59

Wirtschaftsblatt 2/12


60 Deutsche Technik

Die Leser haben die Wahl

LESERWAHL Was ist die bedeutsamste deutsche Technik-Erfindung?

Wir fragen die Unternehmer in Deutschland und suchen die wichtigste

technische Innovation seit dem Jahr 1900.

Von der Funkuhr bis zum

Elektronenmikroskop. Vom

Kunststoffdübel bis zur Kleinbildkamera.

Technik macht

erfinderisch. Und hat in Deutschland eine

große Tradition. In einer großen Leserwahl

unter seinen Lesern sucht das Wirtschaftsblatt

jetzt die Innovation, die für die

Menschen die einschneiden ste Bedeutung

hatte. Für die Wahl hat das Wirtschafts-

blatt mit Unterstützung der Deutschen

Akademie der Technikwissenschaften,

des Deutschen Museums in München sowie

zahlreichen Branchenverbänden eine

Vorschlagsliste aus 112 Jahren Technikgeschichte

zusammengestellt. Natürlich

kann diese noch um eigene Vorschläge

ergänzt werden. Jeder Leser hat fünf Stimmen

(Stimm-Fax liegt dieser Ausgabe bei,

oder auf www.wirtschaftsblatt.de/deutschetechnik).

Wer das Rennen macht, wird

in der kommenden Ausgabe präsentiert.

Bahnbrechende Erfindungen

Die Wahl fällt schwer, denn die deutsche

Wissenschafts- und Wirtschaftsgeschichte

ist voll von bahnbrechenden

Erfindungen. Schon vor 100 Jahren haben

Pioniere des Fortschritts Geschichte geschrieben,

die noch heute nachwirken.

Unter anderem Hans Geiger, der 1908 ein

Gerät zum Nachweis des radioaktiven

Zerfalls konstruierte. Bis heute kommt

der Geigerzähler rund um den Globus

zum Einsatz. Während sich zur gleichen

Wirtschaftsblatt 2/12

Zeit Melitta Bentz erfolgreich mit dem

Thema Kaffeefilter befasste, beschäftigte

sich Prinz Heinrich von Preußen mit

einem Regenproblem beim Autofahren.

Er fand die Lösung und erhielt 1908 ein

Patent auf die ersten handbetriebenen

Scheibenwischer für Automobile, die

1926 von der elektrischen Variante der

Firma Bosch abgelöst wurden.

Überhaupt wurden von Deutschland

aus wichtige Weichen im Automobilbau

gestellt. 1929 entwickelte beispielsweise

der deutsche Ingenieur Felix Wankel einen

Verbrennungsmotor mit Drehkolben,

der 1957 in die Serienfertigung ging. Ab

und zu war auch ein unvorhersehbares

Ereignis der Auslöser, sich etwas Intelligentes

einfallen zu lassen. Als Abraham

Neimann in den Dreißiger Jahren des

letzten Jahrhunderts sein Auto auf dem

Firmenparkplatz gestohlen wurde, sann

der verärgerte Industrielle auf Abhilfe

und erfand das Lenkradschloss.

Von Informationen und Daten

Ein anderes Feld, auf dem Innovationen

aus Deutschland bis zum heutigen Tage

Maßstäbe setzen, ist der Bereich Kommunikation

und Informatik. Schon 1906

übermittelte Arthur Korn telegrafisch ein

Bild des deutschen Kronprinzen über eine

Strecke von 1.800 Kilometern und legte damit

den Grundstein für das spätere Telefax.

Acht Jahre später tickkerten die ersten

Nachrichten über den Fernschreiber; eine

Erfindung von Eduard Kleinschmidt. Und

schließlich: Unvergessen in der Fachwelt

ist der „Zuse Z 3“, der Urvater aller Computer.

1941 präsentierte Konrad Zuse die erste

programmgesteuerte Rechenmaschine

– ein Quantensprung in der Entwicklung

moderner Informationstechnik.

Allein diese wenigen Highlights machen

deutlich, wie groß das innovative

Potential in Deutschland war und ist. Auf

Ihre Stimme sind wir gespannt!

Abstimmung per Fax oder online unter:

www.wirtschaftsblatt.de/technikwahl

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nologieereignis: Die HANNOVER

MESSE 2012 präsentiert vom 23. bis

27. April Weltneuheiten und Innovationen

auf acht internationalen Leitmessen.

Als roter Faden zieht sich in diesem Jahr

das Leitthema „greentelligence“ durch

die gesamte HANNOVER MESSE. Aussteller

aus verschiedenen Branchen stellen

dar, wie die intelligente Verbindung von

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effizienten Verfahren, umweltverträglichen

Materialien und nachhaltigen Erzeugnissen

die internationalen Märkte

vorantreiben kann. Partnerland der diesjährigen

Messe ist China.

Die Messeorganisation wartet auch

in diesem Jahr mit vielen Hilfestellungen

für Besucher auf. So können mit

dem System „Match & Meet“ schon im

Vorfeld ein vollständiger Einblick in die

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Mit dem Wirtschaftsblatt zur Hannover Messe

relevanten Unternehmen, Lösungen

und Produkte gewonnen, gezielte Kontakte

zum passenden Ansprechpartner

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werden.

Leser des Wirtschaftsblatt können mit

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Messe besuchen. Eine Mail an schumacher@wirtschaftsblatt.de

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Wirtschaftsblatt 2/12

61


62 Deutsche Technik Archimedes Facility-Management GmbH

Navigatoren

der Energiewende

Die Unsicherheit in der Wirtschaft wächst. Führende Wissenschaftler haben öffentlich vor

möglichen Blackouts und dem vorzeitigen Scheitern der Energiewende in Deutschland gewarnt. Das

Vorhaben könne nur gelingen, wenn der Strombedarf dauerhaft deutlich gesenkt werde. Vor allem

Mittelständler stehen seither unter Handlungsdruck. Hilfe bekommen sie von Archimedes.

Die Archimedes Unternehmensgruppe mit Hauptsitz

in Bad Oeynhausen wird dem Namen des berühmten

antiken Naturwissenschaftlers und Ingenieurs

durchaus gerecht. Die Westfalen sind inhaltlich und

technisch perfekt auf die Herausforderungen der Energiewende

vorbereitet. Firmenchef Ulrich Euscher hat einen interdisziplinären

Kompetenzverbund geschaffen, der heute mit 265

Mitarbeitern bundesweit zu den führenden mittelständischen

Dienstleistern für Energie-, Anlagen- und Facility-Management,

Die Archimedes Bereichsleiter Marc Euscher

(r.) und Thomas Sundermann (m.) mit dem

neuen Mann für Norddeutschland Jörg Wagner

Wirtschaftsblatt 2/12

für Verbrauchs- und Versorgungsoptimierung, regenerative

Energieerzeugung und energetische Sanierung gehört. „Wir

sind so breit aufgestellt, um nachhaltig handeln zu können“,

sagt der geschäftsführende Gesellschafter. In Hannover etabliert

Archimedes Spezialist Jörg Wagner gerade eine neue Vertriebsniederlassung.

Die niedersächsische Landeshauptstadt

ist bekanntes Terrain, denn hier haben die Westfalen als ausführende

Planer den Bau eines neunstöckigen Turms von Stararchitekt

Frank Gehry verantwortet.

Investments, die sich rechnen

Die Zufriedenheitsquote von Archimedes Kunden tendiert

gegen 100 Prozent, denn wer sich die Dienste der Ingenieure, Planer,

Techniker und Monteure sichert, kann seinen Investitionen

quasi bei der Amortisation zusehen. „Unsere Leistungen sparen

Geld, bringen Rendite, steigern die Effizienz und sichern die Versorgung“,

berichtet Dr. Thomas Wehlage, der als Prokurist den

Bereich Technik von Archimedes verantwortet. Seine Teams

sind mit der Planung und Durchführung energietechnischer Sanierungsmaßnahmen

in Schulen, Krankenhäusern, Hotels, Bürogebäuden

und Produktionshallen beschäftigt. Im Münsterland

hat man gerade eine komplexe Kälteanlage inklusive Notstromaggregat

für eine große Serverfarm geplant und gebaut.

Zum Service der Westfalen gehört auch der dauerhafte

Betrieb des Systems. „Die Instandhaltung und Überwachung

technischer Anlagen ist eine Kernkompetenz unseres Unternehmens“,

ergänzt Ulrich Euscher. Archimedes pflegt viele

langjährige Kundenbeziehungen im öffentlichen und industriellen

Sektor. Zukünftig will man auch stärker den Mittelstand

adressieren: „Unser Slogan lautet aus gutem Grund: ,Wir schaffen

(Frei-)Räume‘, weil wir dafür sorgen, dass sich unsere Kunden

auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können.“

Leistungen, die passen

Da der Mittelstand einen steigenden Strompreis als größtes

Risiko für seine Wettbewerbsfähigkeit ansieht, wächst der

Archimedes-Bereich Energie überdurchschnittlich. Die Ingenieure

von Geschäftsbereichsleiter Thomas Sundermann sind im


Anzeige Archimedes Facility-Management GmbH

Namen der Effizienz unterwegs. Sie analysieren Verbrauchsda-

ten, fahnden nach Stromfressern, thermographieren Gebäude-

hüllen, bereiten auf Energiemanagement-Zertifizierungen nach

ISO 50001 vor und erstellen Versorgungskonzepte. „Eine Initialberatung

wird für Mittelständler gefördert und kostet nur 320

Euro“, berichtet Thomas Sundermann. Archimedes bietet seinen

Kunden ab April 2012 eine webbasierte Beschaffungsmöglichkeit

an. „In unser neues Energie-Portal können Kunden ab

April 2012 ihre Lastprofile einstellen und ihre Strom- und Gasmengen

platzieren, um ihre Bezugspreise zu optimieren. Durch

den anonymisierten Wettbewerb zwischen den Energielieferanten

können unsere Kunden den Anbieter wählen, der ihnen

den attraktivsten Preis macht“, erläutert Thomas Sundermann.

Nach der Kürzung der Solarförderung erwartet Ulrich Eu scher

eine Verschiebung der Investitionen in andere Energiesy steme.

Die Archimedes Tochter TrueEnergy ist aktuell mit der Projek-

tierung mehrerer Biogasanlagen beschäftigt, außerdem steigt

bereits das Interesse des Mittelstands an Blockheizkraftwerken.

„Wir denken voraus“

Die Archimedes Gruppe wird in Herford eine neue Firmenzentrale

errichten. Der Neubau wird mit regenativer Energie versorgt

und mit innovativer Gebäudetechnik ausgestattet. Am

neuen Standort werden unter Führung von Mitgesellschafter

Marc Euscher Zentralfunktionen zusammengefasst, um

Planungsabläufe und Projektumsetzungen sowie die interne

Kommunikation effizienter gestalten zu können.

Herr Euscher, Ihr Vater hat eine dezentrale Unternehmensfamilie

mit acht spezialisierten Töchtern aufgebaut. Wie verknüpfen

Sie die besonderen Kompetenzen der einzelnen Ingenieurbüros

und Anlagenentwickler?

Dafür kann ich Ihnen viele Beispiele nennen. Unsere Ingenieurbüros

sind spezialisiert auf die technische Gebäudeausrüstung

komplexer Immobilien. Jedes Büro deckt dabei einen

anderen Teil ab. So ergänzen sich unsere Fachleute aus dem

Bereich der Heizungs- und Lüftungstechnik mit denen aus

Die Techniker Daniel Arendt und Marc-Oliver

Koopmann sind mit der täglichen Wartung und

Instandhaltung anspruchsvoller Gebäudetechnik

wie hier ein BHKW beschäftigt

Ideen, die überzeugen

Der westfälische Full-Service-Anbieter ist dem Fortschritt

verpflichtet. Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen und

technischen Nachwuchs engagieren sich die Entwickler von

Archimedes in Zukunftsprojekten. Eines davon ist die SmartOffice-Technologie.

Sie beruht auf der Tatsache, dass sich dort, wo

Sensoren Messwerte erfassen, Energiezustände verändern. Sie

reichen aus, um Funksignale zu übertragen. Mit geringem Aufwand

und ohne Wände zu beschädigen, lassen sich die funkbasierten

Komponenten genau dort anbringen, wo sie gebraucht

werden, um Systeme zu steuern und Energie zu sparen.

Archimedes Facility-Management GmbH

Vertriebleiter Marco Costa

Mindener Straße 44 · 32547 Bad Oeynhausen

Tel.: 0 57 31 / 2 55-82 80

marco.costa@archimedes-fm.de · www.archimedes-fm.de

der Elektro- und Kommunikationstechnik. Das Wissen der

Kolleginnen und Kollegen greift ineinander und kann somit

frühzeitig in den Planungsprozess einfließen. Unsere Kunden

profitieren von qualifizierten, aufeinander abgestimmten

Leistungen, als kämen sie aus einer Hand.

Zur Wachstumsstrategie von Archimedes gehörte neben der

Gründung von Tochterfirmen immer auch die Übernahme etablierter

Ingenieurdienstleister. Gibt es noch ein Spezialgebiet,

das Sie reizt?

Wir haben uns zuletzt durch die Integration des Ingenieurbüros

Sander aus Paderborn im Bereich Elektro- und Versorgungstechnik

maßgeblich verstärken können. Archimedes ist

weiterhin für Kooperationen mit anderen Unternehmen offen

und gewillt, das Know-how durch Zukäufe weiter auszubauen.

Wir denken voraus. Vor diesem Hintergrund würden wir uns

gerne an einem renommierten Architekturbüro beteiligen.

63

Wirtschaftsblatt 2/12


64 Deutsche Technik GEA Group Aktiengesellschaft

Ein großer Anteil der weltweiten

Milchverarbeitung erfolgt durch

GEA-Technik

Wirtschaftsblatt 2/12

Partner der Nahrungsmittelindustrie: Auf der

Anuga in Köln stellt die GEA auf einem der

größten Messestände ihre Innovationen aus


Anzeige GEA Group Aktiengesellschaft

Voll im Megatrend

Es gibt sie, die globalen Megatrends. Bevölkerungswachstum und Urbanisierung gehören ebenso

dazu wie Klimawandel und steigende Energiepreise. Die GEA Group profitiert davon: Als einer der

weltweiten Markt- und Technologieführer für Maschinenbau- und Prozesstechnik setzt man auf

energieeffiziente Fertigungsanlagen für Nahrungsmittel.

Lange, bevor „Nachhaltigkeit“

zum Schlagwort der Innovation

wurde, hätte sich die GEA

Group den Begriff auf die Fahne

schreiben können. Allein, vor vierzig Jahren

kannte ihn noch niemand. „Energieeffiziente

Maschinen zu bauen, liegt seit

jeher im Interesse der GEA Group“, berichtet

Marc Pönitz. Das habe allerdings

rein betriebswirtschaftliche Gründe.

„Energie ist ja nicht erst seit gestern ein

teures Gut“, so der Leiter der Unternehmenskommunikation.

Allerdings schlage sich der Aspekt

der Nachhaltigkeit nicht nur in der GEA-

Technologie nieder, erklärt Pönitz: „Auch

unternehmerisch planen wir natürlich

langfristig.“ Das bedeute: Keine Akquisitionen

oder Aufträge allein um des Wachstums

willen. „Natürlich setzen wir auf

Wachstum, aber unser Fokus liegt ganz

klar auf EBIT-Marge, Auftragssicherheit

und darauf, unsere Bonitätseinstufung

als „Investment-Grade“ zu erhalten.“ Und

nachhaltig ist am Ende auch das gesamte

diversifizierte Geschäftsmodell.

Guter Geschmack –

made by GEA

Kaum ein Produkt im Kühlregal eines

Supermarkts, das nicht zu irgendeinem

Zeitpunkt mit Hilfe einer Komponente

der GEA Group verarbeitet wurde. Der

größte börsennotierte deutsche Anbieter

von Maschinenbau- und Prozesstechnik

gehört zu den weltweiten Markt- und

Technologieführern für Anlagen zur

Nahrungsmittelverarbeitung: Ein großer

Anteil der weltweit produzierten Milchprodukte

wird durch GEA-Anlagen verarbeitet.

So sind es oft Entwicklungen

von GEA, mit denen in Neuseeland Milch

gemolken und zu Pulver verarbeitet wird,

und zwar so, dass auch die vielfach unter

Laktoseintoleranz leidenden Chinesen

sie vertragen. Im Reich der Mitte wiederrum

angekommen sind es natürlich häufig

GEA-Anlagen, die das Pulver wieder in

Milch umwandeln.

Auch auf dem wachsenden Markt für

Convenience-Food, also Fertigpizzen,

Hähnchennuggets oder Tiefkühlgemüse,

ist die GEA Group tonangebend. „Im

Zuge der Urbanisierung müssen weltweit

immer mehr Menschen auf Supermarktprodukte

zurückgreifen“, sagt Marc Pönitz.

„Die Produktion der Nahrungsmittel

wird immer weiter entfernt von dem

Ort stattfinden, wo sie verzehrt werden.

Da ist Haltbarmachung und Verarbeitung

unumgänglich.“

Innovative Spitzentechnologie

Am liebsten mögen es die Ingenieure

der GEA Group kompliziert. „Wir konzentrieren

uns in der Regel auf anspruchsvolle

Verarbeitungsprozesse, bei denen

wir unsere langjährigen Erfahrungen

bestmöglich einbringen können“, präzisiert

Pönitz. So haben die Ingenieure eine

Abfüllmaschine entwickelt, die PET-Rohlinge

in sterilem Ambiente zu Flaschen

aufbläst, so dass enorme Mengen an Reinigungswasser

und im Endeffekt rund

zehn Prozent Produktionskosten eingespart

werden. Ein Käseschneider von GEA

berechnet das Volumen der Löcher und

stellt danach die Scheibendicke so ein,

dass die gewünschte Anzahl Scheiben

das exakte Verpackungsgewicht erreicht

– eine Weltneuheit.

Aber auch in anderen Bereichen setzt

die GEA Group Maßstäbe: GEA-Separatoren

beispielsweise gewinnen nicht

nur das Öl aus Oliven, sondern trennen

auch auf Bohrplattformen Schweröl von

Leichtöl. Die Wärmetauscher und Kühlanlagen

kühlen nicht nur Speiseeis, sondern

auch Einkaufszentren, Schiffsladeräume

und Eisbahnen für internationale

Wettbewerbe. In Südafrika baut die GEA

Group den Wärmetauscher des größten

luftgekühlten Kraftwerks der Welt. „Eine

Wasserkühlung wäre in diesen Gefilden

überhaupt nicht zu gewährleisten“, gibt

Pönitz zu bedenken, „von den Folgen für

die Wasserversorgung von Mensch und

Natur ganz zu schweigen.“

Rosige Aussichten

Mit Produkten für Nahrungsmittelverarbeitung,

Energiegewinnung und zur

Erzeugung chemischer und pharmazeutischer

Produkte bedient die GEA weltweite

Wachstumsmärkte. „Unsere Kundenindustrien

stehen für nachhaltige

Wachstumschancen“, so Pönitz. „Unser

Schwerpunkt liegt aber ganz klar in der

Nahrungsmittelindustrie: Denn essen

und trinken werden die Leute immer.“

Tatsächlich ist der Anteil des Nahrungsmittelbereichs

an den eingegangenen

Aufträgen 2011 erstmals über 50

Prozent gestiegen. Das Auftragsplus von

23 Prozent von 2010 auf 2011 verdankt die

GEA aber nicht zuletzt ihrer weltweiten

Aufstellung. Neben den Industrieländern

sind 17 der 21 Länder, die Morgan Stanley

als Emerging Markets bezeichnet, für

GEA relevante Märkte. Und dort fangen

die Megatrends gerade erst an, Fahrt aufzunehmen.

GEA Group Aktiengesellschaft

Peter-Müller-Straße 12

40468 Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 91 36-0

info@geagroup.com

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65

Wirtschaftsblatt 2/12


66 Deutsche Technik POLYGONVATRO

Die Schadensbegrenzer

Statt eines Aktenkoffers liegen im Kofferraum von Lothar A. Brummels Dienstwagen seine

Sicherheitsschuhe der Stufe 3, ein Schutzhelm und eine Signaljacke. Wenn andere Techniker anfangen

zu rechnen, packt er an. Denn der Faktor Zeit kann in seinem Geschäft über Fortbestand oder Pleite

eines Betriebs entscheiden.

Das erste Treffen musste Lo-

thar A. Brummel kurzfristig

verschieben: In Bratislava

hatte eine Schindelfabrik gebrannt.

Er nahm die nächste Maschine,

um sich ein Bild von der Lage zu machen

und etwaige Folgeschäden abzuwenden.

„Glücklicherweise hat die Belegschaft

vorbildlich reagiert. Deshalb wird das

Unter dem Namen POLYGONVATRO entsteht

derzeit durch den Zusammenschluss

der weltweit tätigen Polygon und des deutschen

Marktführers Vatro Trocknungsund

Sanierungstechnik GmbH eine der

europaweit größten Firmen für Brand- und

Wasserschadenmanagement. Seit Sommer

2011 gehören beide mehrheitlich der

Beteiligungsgesellschaft Triton. Vatro-

Gründer Andreas Weber, der weiterhin

einen Minderheitenanteil hält, soll CEO

Ausmaß des Schadens recht begrenzt

sein“, resümiert der Experte für Schadensbegrenzung

den Einsatz. Man könne

nämlich mit ganz einfachen Maßnahmen

Schlimmeres verhindern.

Brummel ist Techniker und Prokurist

der POLYGONVATRO, des derzeit aus den

Firmen Polygon und Vatro entstehenden

europäischen Marktführers für Trock-

POLYGONVATRO: Zwei Namen, eine Kompetenz

Wirtschaftsblatt 2/12

der neuen Gesellschaft werden. Er sagt:

„Bis zum Sommer sollen beide Firmen

zur POLYGONVATRO verschmolzen werden

und als rechtliche Einheit agieren.“

Allein in Deutschland beschäftigen beide

Gesellschaften derzeit 1.100 Mitarbeiter

und erwirtschaften circa 200 Millionen

Euro Umsatz. Beide arbeiten jetzt schon im

europäischen Ausland. Polygon unterhält

erfolgreiche Stützpunkte vor allem in Europa,

Nordamerika und Asien.

nungs- und Sanierungstechnik (siehe

Kasten). Als Leiter des Industriekundengeschäfts

reist er seit 16 Jahren für Vatro

um die Welt. Im September 2011 war er

der erste Deutsche, der Ground Zero betrat,

um im Auftrag deutscher Versicherungsgesellschaften

eine erste Bilanz zu

ziehen. Ende vergangenen Jahres nahm

er die Hochwasserschäden in Thailand

auf, um Sanierungsmaßnahmen einzuleiten.

Im Gepäck hat er stets seine Sicherheitsausrüstung,

eine Kamera, um

die Schäden zu dokumentieren, und über

30 Jahre Berufserfahrung.

Wettlauf mit der Zeit

Das Direkte Reaktions Team DRT, dem

Brummel vorsteht, trifft nach Brand- und

Wasserschäden bereits meist kurz nach

Feuerwehr und Polizei ein. „In Deutschland

unterhalten wir mehr als 70 Niederlassungen,

damit spätestens zweieinhalb

Stunden, nachdem uns ein Fall über die

24-Stunden-Hotline gemeldet wurde, einer

unserer Mitarbeiter dem Kunden vor

Ort zur Seite steht“, verspricht er.


Anzeige POLYGONVATRO

Bei ihren Einsätzen arbeiten Brummel

und seine Kollegen gegen die Zeit. Häufig

verbrennt beispielsweise PVC und

reagiert mit dem Löschwasser oder der

Luftfeuchtigkeit. So entsteht Salzsäure.

„Moderne Maschinen arbeiten so präzise,

dass ihre Sensoren reagieren, wenn ein

menschliches Haar auf der Laufschiene

eines Roboters liegt“, erklärt der Techniker.

„Wenn sich da über ein Wochenende

Säure ins Material frisst, ist kaum noch

etwas zu retten.“

Dabei lässt sich genau das teils mit

wenigen Handgriffen vermeiden. Allein

durch zeitiges Lüften verqualmter Räume

können Kosten signifikant gesenkt und

die Dauer der Sanierung deutlich reduziert

werden. Wie es geht, beschreibt Brummel

am Fall eines großen Automobilzulieferers:

„Da hat die gesammelte Vorstandsriege

mit hochgekrempelten Ärmeln angepackt,

um erst einmal die Werkzeuge

aus der verkohlten Halle in Sicherheit zu

bringen“, erinnert sich der „Einsatzleiter“.

Der Notfallplan

Aus rechtlicher Sicht ist jeder Versicherungsnehmer

dazu verpflichtet, wenigstens

zu versuchen, das Ausmaß eines

Schadens zu begrenzen. Sonst kann

er seinen Versicherungsschutz verlieren.

Vor allem aber liegt es im ureigensten Interesse

eines Betriebes, die Produktion

schnellstmöglich wieder aufzunehmen.

„Eine US-Studie besagt, dass Unternehmen,

die nach einem Schaden länger als

drei Wochen den Betrieb unterbrechen,

Modernste Technik

Für die Untersuchung der Schäden verwendet

POLYGONVATRO als einziges Unternehmen

der Branche 3D-Laserscanner.

Damit können Betriebsstätten komplett

dreidimensional dokumentiert werden.

Die Technik wird auch im Underwriting

verwendet: Risk-Manager nutzen sie, um

Produktionsstätten am Computern auf

Schwachstellen zu prüfen. Außerdem bietet

POLYGONVATRO seine Aufnahmen Unternehmen

zur Raumplanung und Kriminalämtern

für forensische Untersuchungen an.

Mit der VW-Unfallforschung arbeitet POLY-

GONVATRO zudem mit den 3D-Scannern

an der Klärung von Unfallhergängen.

innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre

vom Markt verschwinden“, gibt der

Marketing-Manager zu bedenken. „Selbst

wenn der Versicherer für den Betriebsausfall

eine Entschädigung zahlt – die

Kunden, die sich inzwischen einen anderen

Lieferanten gesucht haben, bringt er

nicht zurück.“

Damit nicht einmal ansatzweise so

weit kommt, bietet POLYGONVATRO den

„Code-Blue“-Service an: Ausgebildete

Risk-Manager schulen das Personal des

Kunden für den Ernstfall und arbeiten

mit den Unternehmen konkrete Notfall-

Pläne aus. „Die besten Brandschutzmaßnahmen

bringen nichts, wenn sich

Rauchschwaden aus dem Nachbarbetrieb

empfindliche Maschinen einhüllen“,

mahnt Brummel und fügt hinzu: „Besonders

interessant ist dieses Angebot, weil

für die Kosten in der Regel die Versicherer

aufkommen.“ Denn sie wissen, wie

entscheidend es ist, schnell die richtigen

Maßnahmen zu ergreifen.

POLYGONVATRO

Niederlassung Hamm

Werler Straße 387

59069 Hamm

Tel.: 0 23 85 / 9 20 92-0

lothar.brummel@vatro.de

www.vatro.de

24-Stunden-Service Hamburg

Tel.: 0 800 / 840 850 8

24-Stunden-Service Olpe

Tel.: 0 800 / 840 850 8

67

Im Interview:

Lothar A. Brummel,

Prokurist POLYGONVATRO

Herr Brummel, wie beschreiben Sie

die Aufgabe Ihrer Abteilung bei der

POLYGONVATRO in drei Sätzen?

Wir helfen – meist im Auftrag von

Versicherungsunternehmen – Gewerbe-

und Industrieunternehmen dabei,

die negativen Folgen von Brand- und

Wasserschäden zu minimieren. Präventiv

bieten wir dazu kostenlose Mitarbeiterschulungen

für das Verhalten

im Schadenfall und stehen den Kunden

im Ernstfall mit Rat und vor allem Tat

zur Seite. Für die schnellstmögliche Sanierung

der Produktionsmittel nutzen

wir modernste Technik und innovative

Verfahren.

Sind Sie also Partner der Versicherer

oder Versicherten?

Aus unserer Warte gehen die Interessen

der beiden Parteien nicht auseinander.

Dem Versicherten ist an einer

möglichst schnellen Sanierung gelegen,

dem Versicherer an einer möglichst

kostengünstigen. Beide Ziele

sind nicht nur vereinbar, sondern untrennbar

miteinander verbunden.

Haben Sie als Schadensanierer nicht

ein originäres Interesse daran, dass

die Kosten der Sanierung möglichst

hoch ausfallen?

Wir sind Marktführer geworden, weil

wir schnell und kosteneffizient arbeiten.

Der Wettbewerb ist hart, und wir

müssen immerhin mit Versicherungskonzernen

unsere Honorare verhandeln!

Neben Stichproben gibt es Gebührentabellen,

die genau beziffern, was

bestimmte Sanierungsmaßnahmen

kosten dürfen; und bei Großschäden

werden praktisch immer Sachverständige

zu Rate gezogen.

Wirtschaftsblatt 2/12


68 Deutsche Technik Ipsen International GmbH

Raum für den

thermischen Kick

Wenn vom Gelände der

Ipsen International

GmbH in Kleve ein

Schwerlaster rollt, ist

die Wahrscheinlichkeit nicht ganz gering,

dass die Fracht dringend in Übersee

benötigt wird. So wie im vergangenen

Sommer, als sich das Unternehmen für

einen der schwersten Transporte in der

Firmengeschichte rüstete. Auftraggeber

war die chinesische Shandong Nanshan

Aluminum & Co. Ltd., Hersteller von

Großmatritzen für die Aluminiumindustrie.

Drei Spezialöfen zum Nitrieren, Anlassen

und Härten galt es, auf Tieflader

zu heben; ein Gesamtgewicht von gut

80 Tonnen, das schließlich unter Begleitung

einer Polizei-Eskorte zum Hafen

nach Emmerich zur Weiterverschiffung

nach China gebracht wurde. Was die Anlagenspezialisten

an diesem Auftrag besonders

freute: Der chinesische Kunde

hatte ausdrücklich „deutsche Produkte”

gewünscht, als Garant für gute Qualität

und die Hochwertigkeit seiner eigenen

Herstellung. „Das bedeutet, zunächst

die notwendigen thermischen Prozesse

genau zu definieren. Je nach thermo-

Wirtschaftsblatt 2/12

prozessualer Notwendigkeit und der Beschaffenheit

der Produkte wird dann die

Wärmebehandlungsanlage gebaut, wobei

wir auch die Steuerungssoftware entwickeln

und mitliefern”, beschreibt Peter

Lankes, Vorsitzender der Geschäftsführung

bei Ipsen, die Leistung.

Gut für Hüftgelenk und

Raumfahrtindustrie

Das, was in Ipsen-Anlagen gehärtet,

aufgekohlt, carbonitriert, nitrocarburiert,

blankangelassen gelötet oder geglüht

wird, ist zum größten Teil Werkzeug,

Bestandteil von Maschinen oder

von Getrieben. Ipsen liefert vor allem an

Automobilhersteller und Automobilzulieferer,

Hersteller von Landmaschinen

und Windkraftanlagen, an die Luftfahrtindustrie,

doch auch für den Einsatz im

Weltraum. Neben Namen wie ZF Friedichshafen,

Siemens, Bosch, Mitsubishi,

General Electrics, Daimler, Caterpillar,

John Deere, Rolls-Royce, Pratt & Whitney,

Lufthansa oder Airbus stehen daher auch

NPO Energomash mit Sitz in Moskau und

ZEM RRK ENERGIA, der größte russische

Hart wie Stahl? Nicht ohne

den Weg durch den Ofen. Die

gewünschte Beschaffenheit und

Verhaltensweise eines Metallteils

wird erst durch die entsprechende

Wärmebehandlung erzielt. Ein

fein austariertes Prozedere, für

das bei immer höheren Ansprüchen

an die Funktionalität der

Teile immer präzisere Anlagen

komponiert werden müssen. Da

solches Spezialwissen rar ist,

ordern Hersteller aus aller Welt

ihre „heißen Öfen” am liebsten

am Niederrhein.

Raumfahrtkonzern, auf der Kundenliste.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Medizintechnik.

In Vakuumöfen aus Kleve erhalten

Komponenten künstlicher Hüftgelenke

ihre Spezialbehandlung, genau wie

chirurgische Instrumente für die Operation

– Hersteller wie Aesculap und Zimmer

Medizinsysteme ordern daher ebenfalls

Anlagen vom Niederrhein. Neben

der technischen Auslegung für das Kundenprodukt

behält man bei Ipsen jedoch

auch stets das Thema Energieeffizienz

im Auge. So wurde als jüngste Innovation

das Verfahren HybridCarb entwickelt,

mit dessen Einsatz der Prozessverbrauch

bei der Gasaufkohlung um 90 Prozent reduziert

werden kann.

Wurzeln in den USA

Die Wurzeln des Unternehmens liegen

in den USA. In Rockford, Illinois, einer

Stadt in der Nähe von Chicago, gründete

Harold Ipsen 1949 seinen Ofenbaubetrieb

Ipsen Industries; zur Zeit seiner Eröffnung

im Jahre 1957 war das Werk in

Kleve die erste Auslandsniederlassung.

Heute verfügt die Ipsen-Gruppe über ins-


Anzeige Ipsen International GmbH

Ipsen-Anlagen werden unter anderem

zur thermischen Behandlung von

Getriebeteilen eingesetzt

gesamt zehn Produktionsstandorte in

Deutschland, den USA, Japan, Indien und

Malaysia, dazu kommen 24 Vertriebsniederlassungen

rund um den Erdball. 900

Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Ofen

buchstäblich heiß bleibt: davon zeugen

stolze 170 Millionen Euro Jahresumsatz

im Jahr 2011. Über die Hälfte davon wurde

in Deutschland generiert, denn das

Werk in Kleve gilt als der größte Produktionsstandort.

250 Ingenieure, Elektriker,

Mechatroniker, Metallurgen, Fertigungsspezialisten

und Kaufleute sind hier beschäftigt,

im kommenden Jahr will man

noch 25 hinzugewinnen. Eng ist noch immer

die Verbindung zum amerikanischen

Senkt den Prozessverbrauch um 90

Prozent: Das HybridCarb-Verfahren

Ursprung: Kleve, aber auch Rockford gelten

als Center of Competence: hier werden

die neuesten Produkte entwickelt.

Auch Peter Lankes, diplomierter Maschinenbauingenieur

und MBA, arbeitete

eine Zeitlang für Ipsen in den Vereinigten

Staaten als Vice President Sales and Marketing,

bevor er zu seiner heutigen Position

als Vorsitzender der Geschäftsführung

der Ipsen International GmbH aufstieg.

Die Jugend steht drauf

Anspruchsvolle Anlagentechnik

braucht gut ausgebildeten Nachwuchs

– deshalb setzt man bei Ipsen auf die

Vorsitzender der Geschäftsführung

Peter Lankes

Jugend. Zur Zeit werden 20 junge Leute

am Standort Kleve als Elektriker, Mechatroniker,

technische Zeichner oder

im kaufmännischen Bereich ausgebildet.

Dazu kooperiert Ipsen mit Hochschulen,

bietet ein Duales Studium mit der Fachhochschule

Bocholt an, plant in Zukunft

ähnliches in Zusammenarbeit mit der

Fachhochschule Rhein-Waal. Außerdem

können Hochschul-Diplomanden den

praktischen Teil ihrer Diplomarbeit im

Unternehmen entwickeln. Die Projekte,

die dabei entstehen, sind zur direkten

Umsetzung gedacht, den besten Kandidaten

winkt die Übernahme.

Auf diese Weise wurde in den vergangenen

zwei Jahren das Ipsen-Team

um sechs Nachwuchskräfte verstärkt.

Jungen Leuten bietet der Anlagenspezialist

jedoch noch mehr als Lehre und

Werktätigkeit, nämlich die Möglichkeit

zu reisen. Beim jährlichen Motivations-

Videowettbewerb für Auszubildende gab

es 2011 eine Woche Praktikum im Werk

Rockford zu gewinnen – inklusive Stadtbesichtigung

und Freizeitprogramm in

Chicago. 2010 Jahr war der Gewinn eine

Reise nach Shanghai. In 2012 geht es

nach Indien.

Ipsen International GmbH

Flutstraße 78 · 47533 Kleve

Tel.: 0 28 21 / 80 4-0

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69

Wirtschaftsblatt 2/12


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72 Deutsche Technik Interview

Wirtschaftsblatt 2/12


„Nutzungsversprechen

gehalten“

INTERVIEW Was macht deutsche Technik so erfolgreich? Was sind die Erfolgsheimnisse

unserer „Hidden Champions“? Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der

deutschen Wirtschaft Köln, traf sich mit Wirtschaftsblatt-Herausgeber Michael Oelmann zu

einem Gespräch über Stärken, Herausforderungen und den Umgang mit Krisen.

Krisenfest, innovativ, weltweit gefragt – was macht Technik aus

Deutschland so stark, Herr Professor Hüther?

Drei Dinge kommen bei unseren Produkten zusammen, die den

Erfolg bringen: Verlässlichkeit in der Anwendung, technische

Kompetenz und Kosteneffizienz. Weltweit gilt unser Ruf, dass

deutsche Produkte ihre Nutzungsversprechen halten. Unsere

Unternehmen spezifizieren sich auf kundenorientierte Nischenlösungen

und schaffen dort die Marktführerschaft. Hinzu

kommt die hybride Wertschöpfung der deutschen Unternehmen,

die neben den industriellen Produkten auch die Dienstleistung

rund um diese Produkte anbieten.

Warum können das andere nicht so gut?

Die deutsche Wirtschaft agiert aus einer historischen Stärke

und Breite ihrer Industrie heraus, die viele andere Volkswirtschaften

nie entwickelt oder wieder aufgegeben haben. Für die

eben genannten Qualitäten braucht es eine industrielle Masse

und Dichte. Darin entwicklen sich die bedeutsamen Netzwerke

und Cluster; alte und neue Unternehmen bilden sich aneinander.

Das geht eben nicht mit einem Industrieanteil von

fünf oder zehn Prozent. Deutschland hat es als einzige große

Wirtschaftsnation geschafft, seit den 1990er Jahren sogar ein

Wachstum des Industrieanteils zu generieren und hat heute einen

Industrieanteil von fast 25 Prozent. Allerdings: Diese Stärke

hat aber nicht nur Vorteile.

Sondern?

Wir brauchen Wertschöpfungsketten und industrielle Kompetenz

in ganz Europa. Alleine schon, weil wir nur im europäischen

Kontext unsere Fachkräfteproblematik lösen können.

Außerdem sind wir sonst fast die einzigen, die auf europäischer

Ebene Industriepolitik thematisieren können. Diese Minderheitsposition

täte uns nicht gut.

Können denn andere zu uns aufschließen?

Das ist schwer. Unsere breite, dezentrale mittelständische

Struktur ist historisch ein Resultat der Kleinstaaterei zu Beginn

der Industrialisierung. Was damals ein Nachteil war, wirkt heu-

Deutsche Technik

te positiv nach. Nehmen Sie alleine den damaligen schnellen

und flächendeckenden Ausbau der Schienennetze. Sie sorgten

dafür, dass auch die Provinz schnell mit Waren, Menschen und

Grundstoffen versorgt werden konnte. Dies leistete der Entwicklung

vieler Wirtschaftszentren, wie wir sie heute haben,

erheblichen Vorschub. Solche langwirkenden Strukturen aufzubauen,

wenn man sie nicht hat, ist schwer – siehe Frankreich.

Und wenn man sie verlassen hat – wie in Großbritannien – kann

man sie nur schwer wieder herstellen.

Sind deutsche Unternehmen – und hier speziell der Mittelstand

- mit ihren Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen ausreichend

auch für künftigen Markterfolg gewappnet?

Erstaunlicherweise ist es nur eine Avantgarde von 20 Prozent

unserer Unternehmen, die FuE-stark, innovativ und internationalisiert

sind. Gerade im Mittelstand müssen die FuE-Anstrengungen

erhöht werden, hier ist das Potenzial groß.

Bemerkenswert ist die Performance deutscher Unternehmen

auf globalen Märkten und damit in fremden Kulturen. Dabei

sagen wir uns doch sonst immer Engstirnigkeit und Chauvinismus

nach...

In der Tat genießen die deutschen Unternehmen im Ausland ein

sehr hohes Ansehen. Das hat einmal mit dem Respekt vor den

technischen Leistungen zu tun, aber auch mit dem bescheidenen

Auftreten und der geringen Arroganz von uns Deutschen.

Das versichern mir Ausländer immer wieder.

Sind Sie der Meinung, dass sich Politik und Gesellschaft ausreichend

bewusst sind, wie sehr unser Wohlstand von unserer

Produktionskompetenz abhängt?

Die Debatten Ende der 1990er Jahre, als noch große Sorgen ob

der Verlagerung von Produktion ins Ausland bestanden, hat

enorme Früchte getragen. Deutsche Unternehmen haben sich

konsequent verschlankt und sind effizienter und kundenorientierter

geworden. Auch die Politik und die Tarifpolitik haben

entscheidene Grundsteine für unseren heutigen Erfolg gelegt.

Das scheint sich jetzt allerdings zu drehen.

73

Wirtschaftsblatt 2/12


74 Deutsche Technik Interview

Inwiefern?

Die Situation des Erfolgs und der Stärke ist immer auch gefährlich.

Damit meine ich nicht die Unternehmen, sondern die

Politik. Die neigt dazu, jetzt die Basis zu sehen für Dinge, die

man sich eigentlich nicht leisten kann. Besondere Sorge muss

uns machen, dass unser marktwirtschaftliches System zunehmend

Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung hat. Das ist gefährlich.

Welche Herausforderungen könnten den deutschen Unternehmen

in Zukunft drohen?

Da ist zum einen die Fachkräfteproblematik. Unser duales

Ausbildungssystem ist zwar hervorragend, und auch die Universitäten

haben sich enorm verbessert. Aber die Qualität der

schulischen Bildung bleibt unser großes Thema. Im Bereich der

Rohstoff- und Energieversorgung liegen weitere Gefahren.

Und das Thema Euro?

Dass uns die Euro-Problematik Geld kosten wird, ist klar. Und

zwar bei allen denkbaren Alternativen. Die Frage ist, bei welcher

Entscheidung unser Geld die beste Investition für uns darstellt.

Und da meine ich, dass wir mit den jetzigen Entwicklungen

ganz gut aufgestellt sind.

Ein Austritt aus dem Euro ist nicht denkbar?

Nein, ein Austritt wäre eine nicht vertretbare Gefährdung unserer

Wirtschaft. Mit einer D-Mark geht es nicht mehr auf den

heutigen Weltmärkten.

Wirtschaftsblatt 2/12

Treffpunkt des Interviews war das IGUS-Werk

in Köln. Der Hersteller von Kunststoffteilen für

den Maschinenbau hat weltweit Erfolg

Werden wir die Kosten der Euro-Rettung tragen können?

Natürlich tragen die Kosten der Eurohilfen letztlich die Steuerzahler.

Doch das ist angesichts unserer volkswirtschaftlichen

Stärke verträglich.

SPD, Grüne und Linke schreiben sich bereits Steuererhöhungen

für Einkommen, Vermögen und Erbschaft in die Programme.

Das ist völlig falsch, denn wir haben kein Einnahmeproblem.

Wegen der geringeren Zinslasten und der Steuermehreinnahmen

ist soviel Geld in den Staatskassen verfübar, wie noch nie

zuvor. Es gibt keinen Grund für Steuererhöhungen.

Allenthalben werden Krisenszenarien an die Wand gemalt. Ist

das Realität oder Massenpsychologie?

Krisen haben immer zwei Wirkungen: Eine tatsächliche und

eine psychologische. Das haben wir ja in den letzten Jahren erlebt,

als die tatsächliche Krise der gefühlten dann doch nicht

entsprach. Wir sollten uns bemühen, Krisen besser zu reflektieren

und unser Denken über Krisen zu verändern.

Inwiefern?

Krisen sind Lernprozesse und die Basis für Veränderung und

Verbesserung. Systeme, die Krisen nicht zulassen, oder sie zu

unterdrücken versuchen, implodieren unweigerlich. Das hat

ja der Ostblock gezeigt. Mit Statik und vermeintlicher Planbarkeit

geht es nicht. Krisen gehören ganz einfach dazu im Leben.

Man sollte ihnen also entschieden, aber gelassen begegnen.


THINK TECH,

ENGINEER

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76 Hidden Champions OnePhone Deutschland GmbH

Der entscheidende Schritt weiter

Die konsequente Umsetzung einer Idee oder einer technischen Entwicklung ist der Vorsprung, der eine

Lösung erfolgreich macht. Die Telekommunikation im Unternehmen haben zwei Trends entscheidend

verändert. Zum einen die Vereinigung der bisher getrennten TK-Elemente Festnetz und Mobilfunk, zum

anderen die Mobilisierung der TK-Anlagen. Aber erst die konsequente Integration aller Elemente in eine

Lösung erzielt den erwünschten Mehrwert.

OnePhone ist der einzige Anbieter

in Deutschland, der eine echte

Verschmelzung und konsequente

Mobilisierung der gesamten Telekommunikation

im Unternehmen anbietet.

OnePhone vereinigt Festnetz, Mobilfunk

und alle Funktionen einer TK-Anlage in

einem mobilen Endgerät.

Erreichbar – egal, wo

Gerade Mittelständlern verschafft

diese Entwicklung und die Auslagerung

der TK-Anlage an einen

spezialisierten Dienstleister wie

OnePhone große Vorteile. Egal, ob das

Unternehmen umzieht, neue Standorte

angebunden oder Home-Office-Arbeitsplätze

eingerichtet werden müssen, die

TK-Anlage passt sich den Bedürfnissen

des Nutzers an. Nicht nur technisch, auch

wirtschaftlich ist die Lösung flexibel.

Der Kunde zahlt nur das, was er wirklich

nutzt, ohne langfristige Tarifbindung.

Investitionen in eine eigene TK-Infrastruktur

sind ebenfalls nicht notwen-

Der Siegeszug der Mobilität und die Anforderungen

der modernen Arbeitswelt

haben zu einer Konvergenz der TK-Systeme

und zu einer Konsolidierung der Endgeräte-Landschaft

geführt. Fixed Mobile

Convergence (FMC) ist die Vereinigung

von Festnetz und Mobilfunk. Aber erst die

zusätzliche Integration der TK-Anlage und

die vollständige Mobilisierung der gesamten

Funktionstiefe ermöglicht es einem Unternehmen,

die gesamte Wertschöpfung

einer modernisierten Telekommunikation

zu realisieren. Durch die konsequente

Konvergenz innerhalb einer Mobilfunk-

dig, sie wird von OnePhone bereitgestellt.

Das freie Kapital steht somit dem

Kerngeschäft zur Verfügung. So bietet

OnePhone insgesamt eine hohe Kostenkontrolle.

Ein weiterer Vorteil modernisierter

Telekommunikation: Die internen

Kommunikationsprozesse beschleuni-

Telekommunikation im Fokus: Vereinigung der TK-Elemente

Wirtschaftsblatt 2/12

Die Vorteile moderner TK-Infrastruktur entfalten

sich nur bei konsequenter Modernisierung

Architektur entfallen alle Übergänge zwischen

den Systemen. Mehrfach-Verträge

gibt es nicht mehr und somit auch keinen

entsprechenden Administrationsaufwand.

Die Erreichbarkeit der Mitarbeiter steigt,

und somit entsteht auch kein Zeitverlust

durch Rückrufe. Nicht jedes FMC-Konzept

erfüllt den Telekommunikationsbedarf

mittelständischer Unternehmen. Aber insbesondere

die bedarfsgerechte Nutzung

der TK-Dienste (zum Beispiel Konferenzportal,

Gruppen-Routing), abgestimmt auf

jeden einzelnen Teilnehmer, ist die Stärke

von entsprechenden Lösungen.

gen sich – ein entscheidender Schritt hin

zu effizientem Wirtschaften.

OnePhone Deutschland GmbH

Düsseldorfer Straße 16 · 40699 Erkrath

Tel.: 02 11 / 54 23 54 23

info@onephone.de · www.OnePhone.de

Moderne TK-Infrastrukturen ermöglichen

die Mobilisierung der

gesamten Telekommunikation


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Dirk Iffland, Geschäftsführer

Ontex Recklinghausen GmbH

„OnePhone hat uns überzeugt“

Ontex ist ein hochautomatisiertes Pro-

duktionsunternehmen. Wie wichtig ist

Ihnen ständige Erreichbarkeit?

Dirk Iffland: Die ist unerlässlich. 80

Prozent aller Mitarbeiter sind in der

Produktion beschäftigt. Standzeiten

bedeuten einen echten monetären Verlust.

Daher hatte die Sicherstellung der

Produktionsstabilität über sofortige Erreichbarkeit

bei der Vergabe des Auftrags

höchste Priorität. Wir benötigen

eine Lösung, die bei Fragestellungen in

der Produktion und natürlich im Eskalationsfall

Verantwortliche im Unternehmen

sofort erreichbar macht. Das

OnePhone Angebot hat uns überzeugt.

Anders Björkman: OnePhone kann seinen

Kunden versichern, dass Management

und Entscheider auch abseits des

Schreibtisches durchgehend erreichbar

sind. Alle Rufnummern, also Festnetz,

Mobilfunk und Durchwahl, sowie sämtliche

Funktionen der TK-Anlage sind auf

einem mobilen Endgerät vereint. Im Eskalationsfall

spielt es keine Rolle, ob der

Entscheider unterwegs oder im Büro ist,

er ist direkt erreichbar. OnePhone beschleunigt

so die interne Kommunikation

und verringert den Zeitaufwand bei

der Lösungsfindung.

Was war Ihnen darüber hinaus wichtig?

Ontex gehört zu den führenden

Herstellern von Hygieneprodukten

in Europa. Für das Werk in

Recklinghausen benötigte

das Unternehmen eine neue

Telekommunikationslösung.

Ontex-Geschäftsführer Dirk

Iffland und Anders Björkman,

Vorsitzender der Geschäftsführung

bei OnePhone Deutschland,

erläutern, wie die Kommunikation

im hochspezialisierten

Produktionsbetrieb deutlich

verbessert werden konnte.

Iffland: Wir benötigten eine effektive

Alarmierungssteuerung bei Stillstand,

Funktionsfehlern oder kritischen

Eingreifsituationen. Zudem müssen

ausgelöste Alarme an definierte Personenkreise

ohne Umwege und in ausreichender

Infotiefe weitergeleitet werden.

Dies muss jederzeit gewährleistet sein,

auch wenn Techniker oder Betriebsleiter

mal nicht vor Ort sind. Hierfür existierte

bereits ein Alarmserver. Diesen galt es zu

integrieren.

Björkman: Das Drittsystem wurde in

die TK-Anlage von OnePhone integriert.

Alle Alarmierungen werden nun an die

zuständigen Mitarbeiter mittels Sprachoder

Textnachrichten versendet. Auch

außerhalb des Firmengeländes, da sich

der Mitarbeiter mit seinem mobilen Endgerät

jederzeit in unserem geschlossenen

System befindet. Insbesondere die Informationstiefe

der übermittelten Sprachund

Textnachrichten verbessert die Reaktionsfähigkeit.

Der Mitarbeiter kann

entscheiden, ob seine Anwesenheit in der

Produktion notwendig ist oder ein Anruf

beim Schichtleiter ausreicht.

Wie war die Telekommunikation vor

OnePhone in Ihrem Betrieb organisiert?

Iffland: Wir arbeiteten mit Festnetz-, Mobilfunk-

und DECT-Telefonen. Die Kopp-

Anders Björkman, Vorsitzender

der Geschäftsführung der

OnePhone Deutschland GmbH

lung dieser unterschiedlichen Telekommunikationssysteme,

insbesondere der

DECT-Anlage in der Produktion, war aber

nur unzureichend möglich. Die alte Technologie

musste mit teuren Updates auf

dem neuesten Stand gehalten werden.

Folgeausgaben entstanden auch durch

regelmäßige Schäden an den klassischen

System- und DECT-Telefonen. Trotzdem

war das Management nicht immer erreichbar.

Niemand wusste, ob die Geschäftsführung

über das DECT-Telefon in

der Produktion, das Festnetz am Schreibtisch

oder das Handy außerhalb des Firmengeländes

angewählt werden musste.

Eine äußerst unbefriedigende Situation.

Björkman: Diese Probleme finden sich

häufig bei produktionslastigen Betrieben.

Die konsequente Mobilisierung

sowie die Auslagerung der TK-Anlage

bringen hier den entscheidenden Schritt

für Ontex. Jedes Mitglied des Managements

besitzt jetzt nur noch ein mobiles

Endgerät und ist damit erreichbar, egal

wo und unter welcher Rufnummer. Es

entstehen keine Folgekosten für regelmäßige

Produkt-Updates. Die sind bei

OnePhone kostenfrei. Entsprechend ist

die Telekommunikation in dem Unternehmen

immer auf dem technisch neuesten

Stand.

77

Wirtschaftsblatt 2/12


78 Metall & Maschinen Friedr. Gustav Theis Kaltwalzwerke GmbH

Gemeinsam in die Zukunft (v. l.): Die Theis-Unternehmensleitung mit Michael Mittelstaedt und Gerald Bader

(Technische Leitung) sowie dem Hombergh-Holdings-Gesellschafter, Kees Lenselink, dem FNSteel-Vorstand,

Jacques van der Werf, Berater Robert Westenberg und Theis-Verkaufs-/Marketingdirektor Wieland Zürner

Stahlharte Partner

Der Präzisionsbandstahl der Friedr. Gustav Theis Kaltwalzwerke aus Hagen ist beständig und

von hoher Qualität. Gleiches gilt für die zahlreichen Beziehungen des Unternehmens zu seinen

Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten. Beide Vorzüge waren dem Unternehmen in der tosenden

See der Insolvenz ein sicherer Anker.

Seit Anfang März gilt das mehr als

100jährige Traditionsunternehmen

endgültig als gerettet. Die

FNsteel Group, Teil der niederländischen

Industrie-Investment-Gruppe

Hombergh Holdings B.V. (HHBV), hat die

Anteile der Theis Kaltwalzwerke, zusammen

mit ihrem internationalen Tochterunternehmen,

zu 90 Prozent übernommen.

Dr. Viola Prinzessin von Hohenzollern, En-

kelin des Unternehmensgründers, machte

den Weg nach fast dreijährigem Insolvenzverfahren

für die Übernahme frei. Sie hält

weiterhin mit Ihrer Familie die restlichen

zehn Prozent der Anteile.

Partner erster Güte

Bereits seit mehr als zehn Jahren

steckt der niederländische Industrie-In-

Das mehr als 20köpfige Vertriebsteam der Theis Kaltwalzwerke

steht für Kunden und Lieferanten-Anfragen zur Verfügung

Wirtschaftsblatt 2/12

vestor HHBV Geld in Stahlunternehmen.

Zuletzt in den 300jährigen schwedischen

Stahlhersteller OVAKO. 2010 übernahm

HHBV die ehemalige Drahtsparte von

OVAKO und formte daraus die FNsteel-

Gruppe. Die Übernahme der international

aufgestellten Hagener Theis-Gruppe

passte den Niederländern gut ins Konzept.

Die FNsteel Group produziert und

vermarktet in sechs Produktionsstätten

in Europa Edelstahl-Produkte in Form von

Walzdraht und PC-Strängen. Damit setzt

die FNsteel-Unternehmensgruppe rund

400 Millionen Euro um und beschäftigt

weltweit rund 800 Mitarbeiter. Zusammen

mit Theis wird eine Stahlsparte mit

einem Gesamtumsatz von rund 650 Millionen

Euro entstehen. Theis behält jedoch

seine Eigenständigkeit. „Wir haben uns

dazu entschlossen, die Mehrheitsanteile

an Theis zu erwerben, weil das Hagener

Unternehmen gut zu uns passt“, erklärt

FNsteel CEO Jacques van der Werf am

Rande der ersten Belegschaftsversammlung

unter neuer Leitung. „Theis verfügt

über eine lange Tradition und Erfahrung

in der Kaltbandherstellung, ist internati-


Anzeige Friedr. Gustav Theis Kaltwalzwerke GmbH

onal stark aufgestellt, und kann auf mo-

derne Technik zurückgreifen. Außerdem

ist Theis im Markt gut positioniert. An

der ein oder anderen Stellschraube muss

sicherlich noch gedreht werden, um das

Unternehmen zukunftsfähig zu machen,

aber Theis ist insgesamt gut aufgestellt.

Wir schreiben von der ersten Minute an

bereits wieder schwarze Zahlen.“

Insolvenz als Chance

Das bestätigt auch Michael Mittelstaedt,

aus der Unternehmensleitung:

„Wir sind aus einer dreijährigen Insolvenz

gestärkt hervorgegangen. Diese

lange Zeit hätten wir nicht überbrücken

können, wenn wir nicht im Markt richtig

positioniert wären und starke Partner an

unserer Seite gehabt hätten. Dazu zählt

vor allem auch unsere Belegschaft, die

uns während dieser Zeit den Rücken gestärkt

hat. Keiner unserer Mitarbeiter hat

das Unternehmen verlassen. Im Gegenteil:

Ehemalige Mitarbeiter konnten sogar

wiedergewonnen werden.“

Aber auch Kunden und Lieferanten

hielten dem Kaltbandhersteller in der

schwierigen Zeit die Treue. „Wir konnten

in der Insolvenz sogar noch Großkunden

dazu gewinnen“, freut sich Mittelstaedt.

Geprüfte Qualität

Die Qualität ist es auch, die Theis in

aller Welt bekannt gemacht hat. Kaltgewalzte

Bandstähle, oberflächenveredelte

Kaltbänder sowie Flachdrähte, Schmalbänder

und Vollprofile in vielen marktüb-

Modernste Kaltwalztechnik

sichert Theis

den Vorsprung

lichen Güten und Abmessungen hat

Theis im Programm. Darunter natürlich

auch Thenox ® -Präzisionsbandstahl, der

nach den genormten Güten sowie in vielen

Sondergüten verfügbar ist und sich

durch seine besondere Beständigkeit gegen

Rost, Säure und Hitze auszeichnet.

Zu seiner Stammkundschaft zählt Theis

deshalb vor allem Unternehmen, die auf

hohe Qualität und Präzision bei Kaltband

angewiesen sind, wie beispielsweise die

Kettensägen-Hersteller Stihl und Husqvarna,

Automobilzulieferer Johnson

Controls mit Keiper und Möbelbeschläge-

Hersteller Hettich und Blum.

Blick nach vorn

Mittelstaedt: „Unsere Philosophie,

sich stets offen, aufrichtig und lösungsorientiert

unseren Kunden und Lieferanten

gegenüber zu verhalten und gleichzeitig

auch eine gleichbleibende Qualität

zu liefern, hat uns in schwierigen Zeiten

den Rücken gestärkt. Alle haben an einem

Strang gezogen. Mit dem Beitritt zur Hombergh

Group hat Theis nun den passenden

industriellen Partner gefunden, um unser

Unternehmen und dessen internationales

Wachstum voranzutreiben. Für eine langfristige

Prognose ist es noch zu früh, doch

wir sind zuversichtlich, denn wir starten

in eine bessere Zukunft.“

Friedr. Gustav Theis

Kaltwalzwerke GmbH

Bandstahlstraße 14-18 · 58093 Hagen

Tel.: 0 23 31 / 6 93-0

info@theis.de · www.theis.de

Die Qualitätsstelle des Unternehmens

ist der Garant für

höchstes Qualitätsniveau

Tradition mit Zukunft

79

Das Fundament der Theis Kaltbandwalzwerke

ist stabil, um für die Zukunft gut

aufgestellt zu sein.

1910: Gründung des Unternehmens

durch Friedrich Gustav

Theis. Fertigung von Rietschienen

für Webblätter am Standort

Hohenlimburg

1920: Beginn der Kaltbandfertigung

1938: Erweiterung der Betriebes nach

Hagen-Halden

1975: Übernahme des

Stahlbandherstellers Stanley

Corp. in Gelsenkirchen

1976: Neubau des Edelstahlwerkes

in Hagen-Fley

1978: Übernahme der elektrolytischen

Bandstahlveredelung der Fa. Alte

& Schröder

1980: Neubau der elektrolytischen

Produktionsstätte in Hagen-

Halden

1986: Übernahme der Kaltwalzproduktion

der Fa. Barnes Group

in Connecticut/USA

1990: Übernahme der spanischen

Vazquez S.A. zur Theis-Iberica

S.A., Basauri

1995: Optimierung der

walzspaltgeregelten

Vierfach-Tandemstraße

1996: Errichtung eines 20-Rollen-Walzwerks

für rostfreie

Edelstähle (Thenox)

1998: Übernahme von drei der

Kaltwalzproduktionen in

Frankreich sowie des

Schneid- und Servicecenters

Kuhbier+Knörr in Lüdenscheid

2001-2007: Theis weiter auf

Expansionskurs: Eröffnung von

Standorten in Italien,

Großbritannien, Singapur, Polen,

China und Indien

2008: Übernahme des Stahlwerks

Unna zu 100 Prozent

2009: Wirtschaftskrise: Insolvenzantrag

am Amtsgericht Hagen

2011: Am 21. Dezember stimmt die

Gläubigerversammlung dem

Insolvenzplan zur Übernahme

durch die FN Steel Group zu.

Wirtschaftsblatt 2/12


80 Metall & Maschinen Mühlhause GmbH

Produktionsstandort Langenberger

Straße in Velbert-Mitte

Produktion im

Zwillingsmodus

Auch wenn der deutsche Konjunkturmotor weiter rund läuft, sind ungeplante Stillstandszeiten

Gift für die Rendite jedes Zulieferers. Doch das Risiko von Ausfällen steigt, weil die

Fertigungsprozesse unter Wettbewerbsdruck immer knapper kalkuliert werden müssen. Beim

Velberter Stanz- und Umformspezialisten Mühlhause GmbH ist man da lieber auf Nummer

sicher gegangen und hat seine Produktionskapazitäten komplett gespiegelt.

Zu diesem Zweck haben die Unternehmerbrüder Mühlhause

im Januar einen benachbarten Autozulieferer

vor dem Aus bewahrt. Nach der Übernahme der zweiten

Betriebsstätte können sie ihren Kunden quasi eine

Zuliefergarantie geben. „An beiden Standorten stehen moderne

Hydraulik- und Exzenterpressen sowie Stanzautomaten mit bis

zu 400 Tonnen Presskraft“, berichtet der technische Geschäftsführer

Heiko Mühlhause.

Aus zwei mach eins

Kaum 100 Tage hat die Integration von Knipprath gedauert.

Man habe ganz bewusst den alten Namen abgelegt und alle Betriebsabläufe

aufeinander abgestimmt. „Wir sehen uns nicht

als Unternehmensgruppe, sondern als Firmenfamilie mit 100

Fachkräften und umfassenden Kompetenzen in den Bereichen

Werkzeugbau, Stanzen, Umformen, Roboterschweißen, Bearbeiten

und Montage“, erläutert der kaufmännische Geschäfts-

Produktionsstandort Auf‘m Angst in

Velbert-Tönisheide

führer Dirk Mühlhause seine Strategie. Dank der verdoppelten

Produktionskapazitäten kann er das Leistungsprofil seines

Unternehmens künftig auch um die Bereiche kurzfristige Lohnfertigungsaktionen,

Übernahme von Produktionsspitzen und

Krisenunterstützung erweitern. Der Stanz- und Umformdienstleister

sitzt im industriellen Herzen Nordrhein-Westfalens.

Von Velbert aus beliefert Mühlhause inzwischen Kunden in

ganz Europa.

Konzept geht auf

Bereits während des Integrationsprozesses konnten Heiko

und Dirk Mühlhause einen bemerkenswerten Erfolg ihres innovativen

gespiegelten Produktionsansatzes verbuchen. Ein USamerikanischer

Solartechnikanbieter und sein europäischer

Vertriebspartner lassen bei Mühlhause Befestigungskomponenten

produzieren und montieren. „Die Einkäufer haben ihren

Zuschlag unter anderem mit der absoluten Liefersicherheit


Anzeige Mühlhause GmbH

begründet“, freut sich auch Vertriebsleiter Edward Davies. Der

gebürtige Brite ist ein Garant für unkomplizierte internationale

Verständigung.

Zulieferer auf Augenhöhe

Der Mittelständler Mühlhause wächst seit 1989 kontinuierlich.

Die beiden Brüder und ihre 100 Stanz- und Umformspezialisten

für Dünn- und Dickbleche sind keine Nachahmer,

sondern Verbesserungsaktivisten. Sie liefern komplexe

Chassis teile für für die Automobilindustrie, Gehäusekompo-

nenten für Navigations- und Steuergeräte, widerstandsfähige

Schlüsselrosetten für Türen und Fenster, sicherheitsrelevante

Sonderteile für den Gesundheitssektor und Befestigungskonstruktionen

für Solarmodule. Im Lager warten über 2.000

Werkzeuge auf ihren Einsatz. In der Firmenfamilie wird fachübergreifendes,

integratives Handeln im Sinne des Simultaneous

Engineering propagiert. „Um die Entwicklungszeiten für neue

Produkte verkürzen zu können, lassen wir eigentlich aufeinanderfolgende

Arbeitsschritte überlappen. So können wir spätere

produktionsinduzierte Änderungen vermeiden und die

Abstimmung von Entwicklung und Produktion insgesamt verbessern“,

erklärt Heiko Mühlhause. Sein Ziel ist eine präventive

Qualitätssicherung statt aufwendiger Nachbesserungen.

Schon in der Entwicklungsphase konzipieren die Entwickler in

enger Kooperation mit dem Auftraggeber Qualitätsstrategien

für das jeweilige Produkt.

Lieferverträge mit Netz und doppeltem Boden. Mit der Integration

einer zweiten Betriebsstätte haben (v. l.) Dirk Mühlhause,

Edward Davies (Vertriebsleiter) und Heiko Mühlhause

ihre Produktionskapazitäten in den Bereichen Stanzen,

Umformen und Bearbeiten gespiegelt

Logistik als Kernkompetenz

Mühlhause ist vielen auf den ersten Blick ähnlich aufgestellten

Zulieferern um eine Evolutionsstufe voraus. Der Familienbetrieb

hat ein eigenes Corporate Design. Die Mitarbeiter identifizieren

sich mit ihrem Unternehmen und beteiligen sich über

Verbesserungsvorschläge an der Weiterentwicklung ihres Arbeitgebers.

Höchste Professionalität garantieren die Velberter

auch in der Nachproduktionsphase. Als Zulieferer in verschiedene

Branche müsse man sich auf sehr unterschiedliche Logistikanforderungen

einstellen, beschreibt Dirk Mühlhause: „Die

Kunden erwarten ein aktives Liefermanagement.“ Vor diesem

Hintergrund werden die Brüder die Logistikabteilungen an beiden

Standorten weiter ausbauen und zusätzliche Arbeitsplätze

schaffen. Mühlhauses garantieren Professionalität bis ins Detail,

denn auf ihren eigenen Ansprüchen beruht ihr Erfolg.

Mühlhause GmbH

Produktionsstandort 1 / Verwaltung

Auf’m Angst 9-10 · 42553 Velbert

Tel.: 0 20 53 / 98 04-0

Produktionsstandort 2

Langenberger Straße 88a · 42551 Velbert

Tel.: 0 20 51 / 28 05-0

www.muehlhause.de / info@muehlhause.de

81

Wirtschaftsblatt 2/12


82 Deutsche Technik E.G.O. Elektro-Geräte GmbH & Co. Holding KG

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Die Zukunft des Gaskochens ist bei E.G.O.

längst Realität: Der LIN Code Switch

Vom Tüftler zum

Weltmarktführer

Vor 80 Jahren erfand Karl Fischer die erste serientaugliche Elektro-

Kochplatte und revolutionierte damit das Kochen. Damit schuf er

die Basis für ein Unternehmen, das bis heute zu den wesentlichen

Innovationsführern der Branche gehört: Die E.G.O.

Es ist eine der bemerkenswerten Erfolgsgeschichten

technologischer

Innovation aus Deutschland: Aus

dem Erfindergeist des Karl Fischer wurde

einer der weltweit führenden Zulieferer

für Hersteller der Hausgeräteindustrie.

Eines blieb dabei ungebrochen: der anhaltende

Innovationsgeist.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in

Oberderdingen bietet heute alle Heizund

Steuerelemente, die zum Kochen

und Backen, zum Waschen, Trocknen

und Geschirrspülen benötigt werden. Neben

den Produkten für Haushaltsgeräte

liefert E.G.O. auch Komponenten, Systeme

und Komplettgeräte für Gastronomie

und professionelle Wäschepflege sowie

anspruchsvolle Komponenten für die

Medizin- und Gebäudetechnik oder die

Automotive-Industrie.

E.G.O. ist heute an 21 Standorten in

18 Ländern mit Produktions- oder Vertriebsgesellschaften

vertreten. Mit etwa

6.000 Mitarbeitern weltweit erzielte das

Wirtschaftsblatt 2/12

Unternehmen in 2011 einen Umsatz von

über 530 Millionen Euro. Seit 1931 leitet

die Vision des Unternehmensgründers

die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe:

Produkte und Technologien zu entwickeln

und zu produzieren, die dem Menschen

das tägliche Leben erleichtern und

die innovativ, qualitativ hochwertig und

nutzenbringend sind.

Von Chefkochfunktion

bis Energiemanagement

Besonders unter Beweis gestellt wird

diese Firmenphilosophie insbesondere

durch überraschende Neuheiten auch in

traditionellen Anwendungsbereichen.

Wie beim Strahlungsheizkörper. Aus der

klassischen Herdplatte ist dank E.G.O.-

Innovationen längst ein komfortables,

energiesparsames und sicheres Hightech-Produkt

geworden. Die E.G.O.-Entwicklung

„Hyper“ beispielsweise schafft

bei einem Durchmesser von 27 Zentime-

tern die erstaunliche Leistung von vier

Kilowatt, glüht auch noch beim Takten

und heizt 15 bis 25 Prozent schneller als

Standardheizkörper auf.

In der Weiterentwicklung des Flächenkochens

mit Induktionstechnologie

– der Topf kann auf der gesamten Fläche

der Glaskeramik aufgesetzt werden und

wird überall gleich gut erhitzt – hat das

Unternehmen mit der bekannten OCTA-

Spule sowie der neuen TRIC-Spule Standards

gesetzt. Ebenso, wie mit der „Chefkochfunktion“

und der automatischen

und permanenten Topferkennung. Hierbei

wird die Kochfläche in drei Zonen

eingeteilt, deren Flächen unterschiedliche

Leistungen anbieten und auf denen

der Topf hin- und hergeschoben werden

kann wie in der Profi-Küche. Abgerundet

wird das innovative Programm mit

der Funktion „Komfortkochen“. Hierbei

werden lästige, eintönige und wiederkehrende

Aufgaben wie Reiskochen abgenommen

sowie die Wiederholgenauigkeit

von anspruchsvollen Gerichten

sichergestellt – wie im Restaurant.

Das Regeln der Leistung erledigt,

wenn es nach E.G.O. geht, zukünftig entweder

ein mit Berührfunktion und Lichtquellen

hinterlegter elektrischer Knebel

oder die längst bewährte Touch Control.

Durch die „EGO Wave“ lässt sich diese

Komfortfunktion einfach und intuitiv bedienen.

An einer Mehrfarbversion sowie

einer Touchscreenversion wird engagiert

gearbeitet. Den Komfort der elektronischen

Bedienung und Genauigkeit des

elektrischen Kochens bringt E.G.O. auch

in die Gas-Welt.

Ebenso im Bereich der Smart Home

Automation ist die Unternehmensgruppe

aktiv. Das neu entwickelte E.G.O. Smart

Gateway ist eine branchenübergreifende

Lösung für ein optimiertes Energiemanagement

bei gleichzeitiger Verbesserung

von Komfort und Sicherheit im

Haus. Karl Fischer wäre begeistert gewesen.

Die Kunden von heute sind es.

E.G.O. Elektro-Geräte GmbH & Co.

Holding KG

Rote-Tor-Straße 14

75038 Oberderdingen

Tel.: 0 70 45 / 456 72 21

info.germany@egoproducts.com

Internet: www.egoproducts.com


anzeige Otto Schnell GmbH & Co. KG

Mit schwung am rad gedreht

Kraftakt für ein starkes Teil: Erhebliche Investitionen haben Peter und Gerhard J. Schnell investiert,

um mit ganzer Leistung in das automotive Geschäft einzusteigen. Heute produziert das Wuppertaler

Unternehmen jährlich rund 400.000 Einmassenschwungräder, die in allen 1,6-Liter-Dieselmotoren

von VW eingesetzt werden.

Peter (l.) und Gerhard J. schnell (r.) in der Produktion

bei der Prüfung fertiggestellter Teile

Nach dem Abschluss der Projekt­

arbeiten in 2010 war die Zeit bis

zum Produktionsstart äußerst

knapp bemessen. In nur sechs Monaten

wurde auf dem Betriebsgelände eine

komplette Fertigungsstraße mit elf Hochleistungsmaschinen

installiert. Dabei

legten die beiden Geschäftsführer besonderen

Wert auf Flexibilität, Wirtschaftlichkeit

und absolute Präzision: „Wir

arbeiten hier im µ­Bereich und haben

keinen Spielraum bei den Toleranzen.

Um die strengen Normen im Automobilbau

zu erfüllen, sind sichere, zuverlässige

Produktionsverfahren unerlässlich.“

Automatisch erstklassige

Präzisionsarbeit

Dafür garantieren bei Schnell spezielle

Industrieroboter, die an entscheidenden

Stellen zum Einsatz kommen.

Von der Materialbeschickung aus dem

angegliederten Lager bis zur messtechnischen

Endkontrolle der Komponenten

laufen sämtliche Prozesse vollautomatisch.

Auf diese Weise lassen sich auch

kompliziertere Fertigungsaufgaben wie

beispielsweise das Aufschrumpfen des

Zahnkranzes oder das Einbringen von

Stiften in das Schwungrad einwandfrei

lösen. Doch Vertrauen auf gute Ergebnisse

allein reicht den Profis aus Wuppertal

nicht aus. Eine umfangreiche Qualitätssicherung

gewährleistet, dass jedes fertiggestellte

Teil exakt den Vorgaben des

Kunden entspricht. Produziert werden

die Teile in zwei Versionen just-in-time

und gehen dann weiter an verschiedene

VW­Werke in Deutschland, Polen, Tschechien

und Ungarn.

Bei Bedarf kann die Linie kurzfristig auf

eine andere Teilefertigung umgestellt werden.

Für Peter Schnell ist dies eine wichtige

Zukunftsperspektive: „Damit sind wir in

der Lage, unser Engagement im Automotive­Bereich

auszubauen und für weitere

Fahrzeughersteller tätig zu werden“.

Die ganze Vielfalt aus Metall

Nur gut, dass die Wuppertaler die

Zahl ihrer Mitarbeiter inzwischen fast

verdoppelt haben. Denn nicht nur in

der neuen Produktion, sondern auch in

der klassischen Fertigungssparte des

inhabergeführten Familienunternehmens

gibt es für die 42 Fachkräfte jede

Menge zu tun. „Seit über neunzig Jahren

beschäftigen wir uns mit den Geschäftsfeldern

Maschinenbau und Systemtechnik“,

erklärt Gerhard J. Schnell. „Vom

Einzelteil bis zur Baugruppe übernehmen

wir die Herstellung, Bearbeitung

und Montage. Auch Prototypen und Teile

mit schwierigen Geometrien gehören

zu unserem vielseitigen Leistungsangebot.“

Rund 2.000 Artikel aus Metall und

Legierungen unterschiedlichster Art

befinden sich bei Schnell in der Pipeline,

darunter unter anderem Komponenten

mit einer Drehlänge bis zu sechs Meter

und 750 Millimeter Durchmesser oder

Frästeile im Format 1.200 mal 1.000 Millimeter.

Darüber hinaus vertreibt das

Unternehmen auch eigene Produktentwicklungen,

etwa einen verschließbaren

Tankdeckel für die Triebwagen der

Deutschen Bundesbahn, Emulsionsmischer

und ­anlagen.

Das breitgefächerte Know­how, kombiniert

mit innovativer Maschinentechnik,

macht das Team der Firma Schnell

zu gefragten Spezialisten. „Als Mittelständler

mit hohem Qualitätsanspruch

besitzen wir alle Voraussetzungen, um

uns im Wettbewerb erfolgreich zu behaupten“,

stellt Peter Schnell selbstbewusst

klar. „Damit das so bleibt, werden

wir weiterhin exzellente Arbeit made in

Germany liefern.“

Otto schnell Gmbh & Co. KG

Maschinenbau – systemtechnik

Neuer Weg 32

42111 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 2 77 11-0

info@otto-schnell.de

www.otto-schnell.de

83

Wirtschaftsblatt 2/12


84 Deutsche Technik simcast GmbH

anzeige

simcast-Geschäftsführer Olof hilger beim abgleich

der Gussteile mit den simulationsergebnissen

Präzision am stück

Qualität aus jedem Guss: Um ein gleichbleibend

gutes Fertigungsergebnis zu erreichen, müssen

alle Prozess-Parameter im Gussverfahren bekannt

sein und möglichst exakt eingehalten werden.

Hilfe vorab liefert eine Simulation des einzelnen

Gießprozesses oder der Prozesskette. Dies

spart Kosten, schafft Transparenz und senkt die

Fehlerquote in der späteren Produktion erheblich,

wie die simcast gmbh aus Wuppertal weiß.

Bis aus flüssigem Metall ein perfekt gegossenes Bauteil

wird, sind zahlreiche Arbeitsschritte erforderlich. Geringe

Abweichungen auf dem Weg dorthin können bereits

zu Qualitätseinbußen führen. Doch es gibt eine zuverlässige

Möglichkeit, den langen Prozess in der Gießerei schnell,

wirtschaftlich und vor allem sicher zu gestalten. Seit über

20 Jahren befassen sich Olof Hilger und sein Team damit, die

Abläufe von der Formherstellung bis zum Rohteil zu optimieren.

Dazu gehört auch die darauf ausgerichtete Auslegung von

Gussformen und Werkzeugen. „Unsere Spezialität ist die numerische

Simulation mit dem Ziel, viele Phasen der Fertigung

in der Prozesskette einer Gießerei bestmöglich aufeinander

abzustimmen“, erklärt der Geschäftsführer der simcast GmbH.

Erst virtuell, dann reell

„Dazu analysieren wir einzelne Prozessschritte und untersuchen,

ob oder wie Bauteile, Gießtechnik oder die dazu

gehörenden Parameter optimiert werden können.“ Auf diese

Weise lassen sich vorhandene Fehler im Herstellungsverfahren

aufspüren und Leistungsreserven im Kundenequipment

mobilisieren. Darüber hinaus ist die simcast­Kompetenz im­

Wirtschaftsblatt 2/12

exakte simulationsergebnisse

senken Kosten und lieferzeit

mer dann gefragt, wenn es um die professionelle Fertigung von

neuen Gusswerkstücken geht. Olof Hilger berichtet: „Sobald

das Neuteil gemäß Kundenspezifikation vorliegt, modifizieren

wir es mit unseren leistungsstarken Konstruktionssystemen

zu einem gießfähigen Rohteil. So entsteht aus einem Kunden­

Fertigteil ein gießfähiges Rohteil, welches die Basis für die

Simulations­Berechnungen bildet. Mit Hilfe der Berechnungen

sind wir in der Lage, vielfältige prozessabhängige Eigenschaften

des Bauteils zu analysieren. Dabei können notwendige Optimierungsmaßnahmen

einfließen, damit später alles glatt läuft.

Selbstverständlich erfolgen alle Arbeiten in enger Abstimmung

mit unserem Kunden.“

Treffsicher im Kernschießen

Übrigens: Jedes Teil eignet sich für eine solche Simulation.

„Zur Zeit arbeiten wir an einem richtigen Brocken im XXL­Format

mit 20 Metern Höhe und vier Metern Breite. Bei anderer Gelegenheit

hatten wir es mit einem 1,6 Tonnen schweren Koloss

zu tun oder aber auch mit einem kleinen Pleuel aus dem PKW­

Motor. Ob mini oder mega, vielfältige Formverfahren oder Werkstoffe

– wir können da sehr viel“, stellt der simcast­Chef klar.

Und das ist eine Menge. Die Wuppertaler bieten zusätzlich einen

Konstruktionsservice im Modell­ und Werkzeugbau an und

kennen sich zudem auf dem Gebiet des Kernschießens be­stens

aus. So wird die Methode zum Herstellen von Sandkernen bezeichnet,

die im Gussteil einen oder mehrere Hohlräume schaffen.

Mit der Simulation eines Kernschieß­Prozesses können die

Experten von simcast mögliche Fehlerquellen unzweifelhaft

feststellen. So entsteht gleichbleibende Präzision am Stück.

simcast Gmbh

Westring 401 · 42329 Wuppertal

Tel.: 02 12 / 23 13 42-70

info@simcast.de · www.simcast.de


SPEAK FUTURE!

Jahrestagung der Wirtschaft im Rheinland

15. September 2012 | Maritim Hotel Düsseldorf | www.wirtschafts-forum-duesseldorf.de


86

am Fiskus vorbei

Rund 100 Milliarden Euro, so Schätzungen der Bundesregierung, entgehen dem Staat pro Jahr, weil

Privat- und Geschäftsleute ihre Einkünfte nicht korrekt versteuern. Das Resultat: Die Finanzbehörden

rüsten auf. Mit bestens ausgebildetem Personal und ausgefeilter Analyse-Software wollen sie den

Hinterziehern auf die Schliche kommen.

Von Marc Daniel Schmelzer

Rund zwei Jahre ist es her, dass

die Debatte um die Inhalte und

den Erwerb zahlreicher mit

einer dünnen Metallschicht

überzogener Polycarbonat­Scheiben geführt

wurde: CDs mit Kontodaten aus

Schweizer und Liechtensteiner Banken

rückten ein Thema in den Fokus der Öffentlichkeit,

über das sonst nur hinter

vorgehaltener Hand gesprochen wird:

Steuerhinterziehung.

Der Tabu­Bruch zeigte Folgen. Etliche

Steuersünder nutzten aus Angst vor

der harten Hand des Gesetzes die Mög­

Wirtschaftsblatt 2/12

recht & steuern

lichkeit zur meist juristisch folgenlosen

Selbstanzeige. Dem Fiskus bescherte die

bis dato einmalige Aktion Steuermehreinnahmen

von 1,4 Milliarden Euro.

Steuerhinterziehung hat

immer Konjunktur

Hierbei handelt es sich allerdings nur

um die Spitze des Eisbergs: Das Schweizer

Forschungsinstitut Helvetia taxiert

alleine das in der neutralen Alpenrepublik

angelegte deutsche Schwarzgeld auf

132 Milliarden Euro. Hinzu kommen enor­

me Geldbeträge an den Schattenfinanzplätzen

Liechtenstein, Luxemburg und

Österreich. Trotz der Finanzkrise sind die

in die sogenannten Steueroasen gelenkten

Vermögen von 6,8 Billionen im Jahr 2008

auf 7,4 Billionen US­Dollar im Jahr 2009

gestiegen, so belegt es der Reichtumsbericht

der Boston Consulting Group. „Steuerhinterziehung

hat immer Konjunktur“,

bestätigt auch Arne Lißewski. Der Jurist

mit Büros in Düsseldorf und dem niederrheinischen

Krefeld ist Fachanwalt für

Steuer­ und Strafrecht – und Buchautor.

2010 hat er mit seinen Partnern den Rat­


geber „Steuerhinterziehung – was nun?

Ermittlungsmethoden und Konsequenzen“

verfasst, aktuell ist sein zweiter

Band „Steuerhinterziehung – Straftat und

Rechtsfolgen“ erschienen. „Die Menschen

streben unabhängig von der wirtschaftlichen

Lage immer danach, etwas mehr

Geld zur Verfügung zu haben“, so der Experte.

Zwar sei es wohl der Mehrheit der

Leute, die Steuern hinterzogen haben,

klar, dass sie rechtswidrig handeln – abgeschreckt

habe es sie aber nicht.

Lißewski nennt Beispiele: Es kann die

Kaffeemaschine sein, die offiziell für den

Betrieb angeschafft wurde, später aber

in der heimischen Küche steht, oder der

vielzitierte Flug – eigentlich dienstlich

veranlasst und dann doch im Urlaubsort

gelandet. Doch die größte Versuchung

schaffe der schnöde Mammon: „Wenn

man es auf eine Faustformel bringen

will, muss man sagen, dass alle Bargeldbranchen

– sprich alle Betriebe, die mit

einer Kasse und aktivem Zahlungsverkehr

arbeiten – stärker betroffen sind als

bargeldlose Branchen.“ Ein Zulieferer für

die Automobilindustrie, der mit großen

Konzernen zusammenarbeite, werde

sich schwertun, seine Geschäfte an der

Steuer vorbei abzuwickeln. Wohingegen

beispielsweise Einzelhändler mit Thekenverkauf,

Autohändler oder Wirte häufig

beleglos arbeiten und daher schwer

zu kontrollieren seien. „Deshalb werden

diese Betriebe auch verstärkt von den

Finanzbehörden in Augenschein genommen“,

weiß Lißewski.

Experten im Landesdienst

Und denen stellt der 38jährige Fachanwalt

ein exzellentes Zeugnis aus: „Langläufig

herrscht immer noch die Meinung

,beim Finanzamt würden ergraute Beamte

ihre Zeit bis zur Pensionierung absitzen –

dem ist mitnichten so. Die Finanzverwaltung

verfügt heute in der Breite über bestens

ausgebildete Fachleute, die vielfach

auf einzelne Branchen spezialisiert sind.“

Im Rahmen einer Betriebsprüfung verschaffen

sie sich ein Bild von den finanziellen

Vorgängen in Unternehmen. Geprüft

wird in unregelmäßigen Abständen,

meist ohne konkreten Verdachtsfall, aber

mit höchster Akribie und Sorgfalt. „Erste

Erkenntnisse erhält der Prüfer mit Hilfe

einer EDV­basierten Auswertung, die die

Schlüssigkeit der geschäftlichen Vorgänge

analysiert. „Diese elektronischen Tools

arbeiten sehr schnell. Kommt es zu zweifelhaften

Feststellungen, wird im Detail

weiter geprüft“, berichtet Arne Lißewski.

Die Klassiker

Aus Erfahrung weiß der Fachanwalt:

Meist steht zuerst der Fuhrpark auf dem

Prüfstand. Wurden Fahrtenbücher geführt

und sind die Einträge korrekt?

Welche Absetzungen wurden gemacht?

Ebenfalls kritisch beäugt wird der Einkauf.

Steht die angeschaffte Ware in

schlüssiger Relation zum später verkauften

Produkt? Eine Sammlung mit Regelauftragssätzen

ermöglicht dem Finanzbeamten

hier eine branchentypische

Einordnung. Was ist, wenn der Wareneinsatz

zu hoch ist? „Im Gastronomiebereich

ist es beispielsweise denkbar, dass

die Finanzbehörde mit Testbesuchen

überprüft, ob die ausgegebenen Essensportionen

tatsächlich in ihrer Größe in

plausibler Relation zum angegebenen

Wareneinkauf stehen“, erläutert Lißewski.

Gibt es Anlass zum Zweifel, könnten

im nächsten Schritt Lieferanten angeschrieben

und um Informationen zum

Kundenkonto gebeten werden.

Hohe Kasseneinlagen rufen ebenfalls

die Skepsis der Prüfer hervor. Die Herkunft

regelmäßig eingelegter Bargeldbeträge

sei den Behörden meist schwer zu

erklären, sagt Lißewski. Auch die Plausibilität

von Rechnungen wird hinterfragt.

Es könne durchaus vorkommen, dass

auch geprüft werde, ob die an einen Kunden

ausgestellte Rechnung auch in dessen

Büchern auftaucht.

„All diese Vorgänge sind für die Finanzverwaltung

Alltag. Aber auch für die

meisten Steuerberater. Ebenso sie verfügen

über umfangreiche Software mit deren Hilfe

sich die eigene Buchführung überprüfen

und so auf Schwachstellen analysieren

lässt“, erläutert Arne Lißewski.

Der Tanz auf der Klinge

Selbst wenn nach einer Betriebsprüfung

ein Mehrergebnis veranschlagt

wird, habe man die Möglichkeit des

Widerspruchs, so der Fachmann. „Die

Recht & Steuern

Jurist und Buchautor arne

lißewski in seiner Kanzlei

Finanzverwaltung setzt die Daumenschrauben

meist sehr fest an. Das hohe

Mehrergebnis der Betriebsprüfung entspricht

häufig aber nicht den Anforderungen

der Rechtsprechung, so dass bei

einer guten Beratung eine Korrekur nach

unten erreicht werden kann.“ Generell

sei die richtige Interpretation der rechtlichen

Möglichkeiten ein wichtiger Aspekt

im Steuerrecht. „Sie sind als Steuerpflichtiger

nur verpflichtet, den vollständigen

Sachverhalt anzugeben. Die Würdigung

der Angaben übernimmt dann die Finanzverwaltung“,

erklärt der Fachmann.

Die Geister, die man rief

Warum das Thema in Deutschland besonders

intensiv diskutiert werde? Auch

darauf weiß Arne Lißewski eine Antwort:

„Weil wir besonders umfassende Kontrollmechanismen

haben. Denken Sie an

das Extrembeispiel Griechenland. Hier

haben wir keine funktionierende Finanzverwaltung.

Als hier Registrierkassen an

den Tankstellen eingeführt werden sollten,

sind die Tankstellenbesitzer in den

Streik getreten. Da wurden permanent

Steuern hinterzogen.“ Im gleichen Jahr

wies übrigens Jeffrey Owens, Direktor des

Centre for Tax Policy der OECD, nach einer

Anhörung des Finanzausschusses im

Deutschen Bundestag auf das gigantische

Potential einer konsequenten Anwendung

der deutschen Steuergesetze hin: „Wir reden

hier nicht von kleinen Beträgen, auch

nicht von einer oder zwei Milliarden.“ Von

Griechenland sprach er übrigens nicht.

87

Wirtschaftsblatt 2/12


88 rubrik recht & steuern Firmenname Ernst & Young GmbH

Fachbeitrag (anzeige) anzeige

VerMöGeN BeI Der

NaChFOlGe GeFraGT

Als im Jahr 2009 die Erbschaftsteuer reformiert wurde, beseitigte der Gesetzgeber einen

Wettbewerbsnachteil vieler Familienunternehmen und schuf erbschaftsteuerliche Begünstigungen

für Firmen, die Arbeitsplätze sichern. Allerdings muss man sich heute fragen, wie lange diese Vorteile

noch gelten. Denn das derzeitige Erbschaftsteuerrecht gerät immer mehr unter Beschuss.

Derzeit prüft der Bundesfinanzhof, ob er

die Erbschaftsteuerregelungen insbesondere

für Unternehmensübertragungen

wegen eines Verstoßes gegen den Gleichheitsgrundsatz

abermals dem Bundesverfassungsgericht

vorlegt. Sollte es dazu

kommen – wofür vieles spricht – und

sollte das Bundesverfassungsgericht die

Erbschaftsteuer für verfassungswidrig erklären,

ist nicht mit dem endgültigen Aus

der Erbschaftsteuer zu rechnen. Vielmehr

drohen erhebliche Verschärfungen. Wer

die heutigen Vorteile nutzen will, sollte

sein Vermögen deshalb frühzeitig übertragen.

Selbst wenn die Erbschaftsteuer

rückwirkend durch das Bundesverfassungsgericht

aufgehoben wird, kann

vertraglich Vorsorge getroffen werden.

Sollen die erbschaftsteuerlichen Vorteile

effektiv zur Anwendung kommen, sind

jedoch zahlreiche Fallstricke zu beachten.

Grundsätzliches im Vorfeld

Damit die erbschaftsteuerlichen Begüns­

tigungen für Unternehmensübertragungen

nicht im Nachhinein versagt werden,

dürfen die erhaltenen Anteile erst nach

einer Sperrfrist von fünf beziehungsweise

sieben Jahren veräußert werden. Schädlich

ist auch die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

über das Unternehmen,

dessen Anteile übertragen werden. Auch

Entnahmen oder Ausschüttungen aus

dem übertragenen Unternehmensvermögen

innerhalb dieser Fristen können zur

Nachversteuerung führen und sollten daher

entsprechend überwacht werden.

Zudem muss ein bestimmtes Niveau

der Ausgangslohnsumme erreicht werden.

Im Fall der Regelverschonung (85

Prozent Steuerfreiheit) beträgt dieses in

fünf Jahren 400 Prozent und im Fall der

Optionsverschonung (gänzliche Steuer­

Wirtschaftsblatt 2/12

befreiung) in sieben Jahren 700 Prozent

der Ausgangslohnsumme. Ein Verstoß

gegen diese Vorgaben führt zum anteiligen

Wegfall der Verschonungsabschläge.

Auch hier empfiehlt sich die stetige Überwachung

vor allem dann, wenn es sich

um Unternehmensgruppen handelt, die

häufig umstrukturiert werden und häufig

Beteiligungen veräußern und erwerben.

Spezielles zum Anlass

Weitere Stolperfallen sind zum Zeitpunkt

der Anteilsübertragung zu beachten. Hat

ein Unternehmen Vermögen außerhalb

der EU, ist verstärkte Aufmerksamkeit

dar auf zu lenken, ob dieses Vermögen

auch tatsächlich begünstigt ist. Werden

Anteile an Kapitalgesellschaften übertragen,

muss zudem eine Mindestbeteiligung

von mehr als 25 Prozent beim

Schenker vorliegen. Wird die Mindestbeteiligung

nicht erreicht, kann möglicherweise

ein Poolvertrag helfen. Doch hier

stecken die Tücken im Detail.

So werden nach Auffassung der Finanzverwaltung

die Begünstigungen für

stimmrechtslose Anteile nicht mehr

durch einen Poolvertrag erreicht. Auch die

Kündigung des Poolvertrags durch einzelne

Mitglieder kann bei den verbleibenden

Mitgliedern zur Nachversteuerung führen,

wenn diese zusammen nicht mehr

als 25 Prozent im Pool vereinen. Hier gilt

es, Vorsorge zu treffen und Alternativen

zu implementieren.

Bei der Übertragung von Anteilen an Personengesellschaften

müssen unbedingt

sogenannte Mitunternehmeranteile

übertragen werden. Diesem Erfordernis

ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken,

wenn sich der Schenker Nutzungen

im Rahmen eines Nießbrauchs vorbehält.

Das derzeitige Erbschaftsteuergesetz bie­

tet trotz aller Risiken große Chancen, Unternehmens­

aber auch Privatvermögen

erbschaftsteuerfrei zu übertragen – vorausgesetzt,

die Problembereiche werden

identifiziert und Lösungen rechtzeitig

erarbeitet. Dabei sind auch immer die ertragsteuerlichen

Folgen einzubeziehen.

Die Zeit für Unternehmensübertragungen

ist günstig. Wie lange das so bleibt,

ist schwer abzusehen. Familienunternehmen

und ihre Eigentümer sollten die

Gunst der Stunde nutzen und sich die

Vorteile der relativ günstigen steuerlichen

Rahmenbedingungen sichern. Vielfältige

Möglichkeiten stehen zur Verfügung,

um dem Willen von Erblasser und

Schenker gerecht zu werden.

ernst & Young Gmbh

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carl-Josef husken

Partner und steuerberater

Westfalendamm 11 · 44141 Dortmund

Tel.: 02 31 / 5 50 11-2 22 29

Carl-Josef.husken@de.ey.com


anzeige BBN Betriebsberatung Niederberg

Geleiten Firmen wieder auf Kurs:

andrea Will mit Jürgen schöddert (l.)

und Jörg rahmlow

schluss mit hätte, könnte, sollte

In der Tragödie kann ein Autor mit dem Stilmittel der Peripetie

alles noch zum Guten wenden. Bei unternehmerischen Dramen

in der Realwirtschaft sichern sich Firmenverantwortliche für den

Turnaround am besten die Unterstützung von Andrea Will.

Die Geschäftsführerin der Be­

triebsBeratungNiederberg (BBN)

agiert am liebsten im Hintergrund.

Sie weicht lobenden Erwähnungen

konsequent aus – und trotzdem verdankt

ihr eine ganze Reihe mittelständischer

Produktionsunternehmen die entscheidenden

Kurskorrekturen zurück in rentables

Fahrwasser. Andrea Will hatte

die BBN kurz nach der Jahrtausendwende

als Outsourcingdienstleister für das

kaufmännische Tagesgeschäft bei Betriebsgründungen

und in kleinen und

mittleren Bestandsbetrieben gegründet.

Daraus ist in einem Jahrzehnt ein Team

von Restrukturierungsspezialisten mit

Nerven aus Drahtseilen gewachsen.

„Wenn es nicht rund läuft, offenbart

der Zukauf von Kernkompetenzen

keinesfalls eine Schwäche, sondern er

ist ein Zeichen von Veränderungsbereitschaft“,

sagt Andrea Will. Sie liebt das

Bild vom Rad und hat etliche Variationen

auf Lager, um neuen Mandanten

nahe zu bringen, mit welchen Maßnah­

men sie holprige Geschäftsprozesse

auswuchten wird.

Überzeugen und handeln

Das Führungstrio von BBN besteht aus

Andrea Will, zuständig für das betriebswirtschaftliche

Krisenmanagement, Jürgen

Schöddert, verantwortlich für die

kaufmännische Gesamtbetreuung der Unternehmen

und dem Prozessoptimierer

Jörg Rahmlow. Alle drei favorisieren das

Prinzip der aktiven Beratung. „Niemandem

ist im Krisenfall mit einem hundertseitigen

Prüfbericht plus angehängtem

Handlungsleitfaden geholfen“, ist sich

Jürgen Schöddert sicher. Gemeinsam mit

den Kolleginnen im Back­Office bringt er

zuallererst die Bücher auf den neuesten

Stand. „Wir arbeiten nach und sorgen für

Transparenz“, beschreibt er seine ersten

Schritte. Für die offenen Worte ist

dann wieder An­drea Will zuständig. Sie

spricht Klartext mit dem Unternehmer

und unterstützt ihn in der Kommunika­

tion mit Ämtern und Behörden, Mitarbeitern,

Banken und Lieferanten. „Wir setzen

Vertrauen gegen Vertrauen und bilden so

eine Basis für gangbare Lösungsstrategien.“

In der Umsetzungsphase etabliert

Jörg Rahmlow dann ein strategisches und

operatives Controlling, installiert Frühwarnsysteme

und optimiert Zahlungsläufe

und Arbeitsprozesse.

Sanieren und beteiligen

Die BBN betreut aktuell 45 mittelständische

Unternehmen. Darunter befinden sich

auch vier Firmen, bei denen Andrea Will

von der Beraterin zur Mitinhaberin geworden

ist. „Über die Gismo Industrie Holding

und Verwaltung AG können wir Restrukturierungen

auch finanziell unterstützen“,

berichtet die Unternehmerin. Insgesamt

arbeiten heute 101 Männer und Frauen im

Firmenverbund aus BBN und Gismo AG.

BBN BetriebsBeratungNiederberg

Gmbh

Ulrike Tiedemann

referentin der Geschäftsführerin

haberstraße 46 · 42551 Velbert

Tel.: 0 20 51 / 31 20-23

u.tiedemann@bbn-velbert.de

www.bbn-velbert.de

89

Wirtschaftsblatt 2/12


90 recht & steuern ROTTHEGE | WASSERMANN

„Unternehmer

stehen im Feuer“

Einblicke in die Welt der Juristerei und Steuerpraxis: Das Wirtschaftsblatt sprach mit

Dr. Georg Rotthege, Chef der Kanzlei ROTTHEGE I WASSERMANN, über Fallstricke für

Unternehmer, Kapriolen des Rechtssystems – und wie man sich davor schützt.

Bringt Unternehmer in sicheres Fahrwasser: Dr. Georg rotthege

Ist es unter der Rubrik „Klage ist der Gruß

des Kaufmannes“ zu subsummieren,

wenn sich Unternehmer über die steigende

Flut vom Gesetzen, Vorgaben und

Bürokratie beschweren – oder ist das Realität?

Es stimmt schon. Die Bestimmungen auf

allen Ebenen haben kontinuierlich zugenommen.

Darum gibt es auch so viele

Anwälte! Aber im Ernst: Die steuerlichen

und gesetzlichen Regelwerke werden im­

Wirtschaftsblatt 2/12

mer komplizierter. Das beginnt bei der

Gewerbeerlaubnis und endet beim Unternehmensverkauf.

Unternehmer und Unternehmen

stehen ganz schön im Feuer.

Kommt das eher aus deutschen Amtsstuben

oder aus der EU­Bürokratie?

Vieles spielt sich auf EU­Ebene ab, aber

einiges ist auch hausgemacht. Nehmen

Sie nur die Kapriolen um das Anti­Diskriminierungs­Gesetz.

Da ging man in

Deutschland sogar noch darüber hinaus.

Oder die Situation, die ja alle Unternehmer

kennen: Dass man sich praktisch

jedes Jahr aufs neue mit geänderten steuerlichen

Rahmenbedingungen auseinandersetzen

muss. Wie mit der Einführung

der „Zins­Schranke“ und der Nichtabsetzbarkeit

von Mieten und Zinsen bei

der Gewerbesteuer. Die Lust an immer

neuen Regelungen ist in Berlin mindestens

so groß wie in Brüssel.

Wie kann man da eigentlich selbst als

Fachmann den Überblick behalten?

Das geht nur über den Zugang zu den

täglich aktualisierten wichtigsten Datenbanken

– und durch Spezialisierung.

Zum Glück findet der Unternehmer heute

durch das breite Spektrum von Anwälten

für jeden Fall den geeigneten Spezialisten.

Aber genau den braucht er auch.

Sie sind als Rechtsanwalt, Steuerberater

und Wirtschaftsprüfer Experte in allen

Bereichen des Wirtschaftsrechts. Was

sind die Fallstricke für Unternehmer, die

Ihnen häufig in der Praxis begegnen?

Besondere Sorgfalt ist beispielsweise

beim Kauf und Verkauf eines Unternehmens

anzuwenden. Der Käufer weiß oft

gar nicht, welche Risiken da versteckt

sein können. Manchmal sogar im wahrsten

Sinne des Wortes, was mögliche

Umweltlasten angeht. Gerade im produzierenden

Gewerbe können Altlasten

auch aus der Vorzeit vorliegen. Wenn

dann verbuddelte Fässer mit Sondermüll

leckwerden, kann das ein Alptraum für

den Neu­Eigentümer werden.

Und worauf muss ein Verkäufer achten?

Auf viele Dinge, die ihm vorher vielleicht

gar nicht bewusst waren. Schließlich ist


anzeige ROTTHEGE | WASSERMANN

der Verkauf eines Unternehmens ja meistens

ein einmaliger Vorgang im Leben

des Unternehmers. Häufig beraten wir

Unternehmer im Vorfeld des eigentlichen

Kaufvorganges und machen eine

sogenannte Pre-Sale-Due-Diligence. Dabei

analysieren wir, in welchen Bereichen

es Probleme für den Verkaufsprozess geben

könnte. Worauf schaut der Käufer?

Was wird er an Daten und Unterlagen

anfordern? Hierbei geht es darum, alle

Auskünfte wahrheitsgemäß vorzubereiten

und überflüssige Angriffspunkte zu

vermeiden. Aus den Ergebnissen unserer

Arbeit ergeben sich mitunter große Überraschungen

für den Unternehmer selbst.

Beispielsweise?

Im Bereich der gewerblichen Schutzrechte,

die ein Unternehmen verwendet. Im

vergangenen Jahr fanden wir bei einem

Betrieb, der verkauft werden sollte, heraus,

dass die Patente zum Teil den Mitarbeitern

gehörten. Das war dem Unternehmer

nicht bewusst. Im Resultat waren

Teile des betrieblichen Know­hows also

nicht ohne weiteres veräußerbar.

Was sehen Sie aus Ihrer 30jährigen Erfahrung

als die entscheidenden Kriterien für

eine gute Berater­Mandanten­Beziehung?

An erster Stelle: die Qualität der Beratung.

Die muss erstklassig sein. Wir wissen

zum Beispiel, dass wir für den Verkauf eines

mulitnationalen Konzerns nicht die

richtigen wären. Aber von der Gründung

eines mittelständischen Unternehmens

bis zum Börsengang sind wir die Spezialisten

für Familienunternehmen, genau

wie im investiven Geschäft, also bei Immobilien

und Unternehmensverkäufen.

Was ist noch von Bedeutung?

Das Vertrauen. Das beginnt bei den Vorkehrungen,

höchste Vertraulichkeit zu

gewährleisten, denn ich werde ja in der

Regel als einer der ersten in die Pläne des

Unternehmers eingeweiht.

Wie wichtig ist die persönliche Beziehung,

die „Chemie“?

Ohne die ist Vertrauen ja kaum denkbar.

Ich habe viele Unternehmen und Unternehmer

schon so lange begleitet, so

dass natürlich auch beste persönliche

Beziehungen dabei entstehen. Das ist ja

auch der Grund, weshalb Mittelständler

den Weg zu uns suchen: Weil hinter der

Kanzlei Rotthege Wassermann auch deren

Inhaber Rotthege und Wassermann

stehen, und man weiß, dass bei uns die

Anliegen des Mandanten wichtig genommen

werden. Personen sind wichtiger als

Paragraphen.

Sie sind selbst seit vielen Jahren für Unternehmer­Interessen

in Verbänden engagiert.

Was sind nach Ihrer Meinung die

größten Hemmnisse für noch mehr Unternehmertum

in Deutschland?

In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit waren

gewiss die arbeitsrechtlichen Restriktionen

ein Hemmschuh für mehr Beschäftigung.

Das ist jetzt in Zeiten guter Konjunktur

in den Hintergrund getreten. Zu

bedauern sind Investitionshemmnisse,

vor allem durch die langsame Bürokratie,

wenn zum Beispiel auf eine Baugenehmigung

lange gewartet werden muss.

Da liegt noch viel im argen. Auch beim

Kartellrecht könnte einiges entschlackt

werden.

Was ist mit dem Thema Erbschaftsteuerrecht?

Da haben wir – nach zähem Ringen mit

der Politik – zur Zeit eine ganz gute Regelung

in Deutschland gefunden. Wie

lange das so bleibt, ist indes eine andere

Frage. Der Staat braucht Geld, und wenn

man die Absichtserklärungen mancher

Parteien hört, dann will man es sich bei

Einkommensteuer, Vermögensteuer und

Erbschaftsteuer holen. Letztere ist für

den Staat am einfachsten zu erhöhen,

denn sie hat keine verfassungsrechtlichen

Hürden.

Das hört sich nach neuer Arbeit für Sie an.

Unternehmer sollten sich jedenfalls darauf

einstellen, dass da einiges zu erwarten

ist.

Dr. Georg rotthege

war wissenschaftlicher assistent an der

Universität Münster, bis er syndikus

bei der hsBC Trinkaus aG wurde.

Nach langjähriger Partnerschaft bei

heuking Kühn lüer Wojtek war er 1993

Gründungspartner der rotthege Wassermann

& Partner Gbr. 2011 gründete

er rOTTheGe | WasserMaNN.

rotthege ist Mitherausgeber und Fachautor

diverser Publikationen, zuletzt

„Unternehmenskauf bei der Gmbh“

(2011), „Das Nachbar-erbbaurecht“

(2009) und „Beratung der Gmbh“

(3. auflage, 2009)

Top-Kanzlei

an rhein und ruhr

Die Kanzlei ROTTHEGE | WAS-

SERMANN ist auf die Entwicklung

maßgeschneiderter Lösungen

in allen Fragen des

Wirtschaftsrechts spezialisiert.

Zu den Kernkompetenzen

zählen komplexe zivil- und

gesellschaftsrechtliche Fragestellungen,

insbesondere Unternehmens-

und Immobilientransaktionen,

Immobilien- und

Baurecht sowie Steuerberatung

und Wirtschaftsprüfung.

Über 40 Berater an den beiden

Standorten Düsseldorf und Essen

helfen durch die Entwicklung

rechtlicher und steuerlicher Lösungen,

das optimale wirtschaftliche

Ergebnis für die Mandanten

zu erzielen.

Eine weitere Kernkompetenz von

ROTTHEGE | WASSERMANN ist

die Beratung im Immobilien- und

Baurecht, bei der deutsche und

internationale Projektentwickler,

Bauunternehmen und Investoren

sowie geschlossene Immobilienfonds

beraten werden.

Ein Schwerpunkt der Tätigkeit in

diesem Bereich liegt in der Gestaltung

und Verhandlung von

Gewerbemietverträgen sowie

in allen Formen der Verwertung

oder Verwaltung von Immobilien

(Asset-, Center- und Property-

Managementverträge).

G.rotthege@rotthege.com

www.rotthege.com

standort Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 95 59 91-0

Graf-adolf-Platz 15

40213 Düsseldorf

standort essen

Tel.: 02 01 / 8 42 19-0

rüttenscheider str. 199

45131 essen

91

Wirtschaftsblatt 2/12


stand rt

check

Wuppertaler Wille

Wuppertaler lassen sich nicht unterkriegen. Bietet eine sprunghafte Verstädterung keinen Platz

für eine Straßenbahn, so hängen sie diese einfach über den Fluss. Auch der aktuell drängendsten

Herausforderung, der Sanierung der Kommunalfinanzen, wird entschlossen die Stirn geboten. „Wir

wuppen das“, drücken sie ihren unbändigen Willen zum Wandel in heimischem Idiom aus. Und so

kann der Aufbruch an vielen Plätzen entlang der Wupper mit Händen gegriffen werden.


1

2

Wie lange fährt man um

7.30 Uhr (und um 11 Uhr) bis

zum nächsten Flughafen?

7.30 Uhr: circa 35 Minuten, 11 Uhr: circa

25 Minuten

Sowohl der Düsseldorfer als auch der

Köln­Bonner Flughafen sind gut zu erreichen.

Die Fahrt zum Düsseldorfer Flughafen

dauert um 7.30 Uhr etwa 35 Minuten,

um 11 Uhr zehn Minuten weniger. Die

Terminals im Kölner Süden erreicht man

je nach Verkehrslage in 40 bis 60 Minuten

Fahrzeit.

Welches ist die wichtigste

Infrastrukturinvestition?

Der Döppersberg

In Elberfeld entsteht das neue Tor zur

Stadt. Hierfür wird der wichtigste innerstädtische

Verkehrsknoten der Stadt,

der Döppersberg, komplett umgestaltet.

Die Elberfelder City wird bis an den

Hauptbahnhof, den Busbahnhof und die

Schwebebahnhaltestelle heran erweitert.

Auf einem zentralen Baufeld neben

dem zukünftigen Bahnhofsvorplatz gibt

es Raum für eine Bebauung durch einen

Investor. Die Gesamtinvestitionssumme

wird mit 236 Millionen Euro angegeben.

2016 soll das herausragende und image­

bildende Bauprojekt abgeschlossen sein.

Das Land NRW unterstützt den Umbau

mit 65 Millionen Euro.

3

3 6

Welche Gewerbeareale werden

aktuell am stärksten

nachgefragt, und was kostet

dort ein Quadratmeter?

Der Mittelstandspark VohRang und der

Engineering Park

Mit dem Mittelstandspark VohRang hält

die Stadt ein attraktives Flächenangebot

vor. Verkäufe an den Hebezeug­Herstellers

Columbus McKinnon und Reservierungen

haben dazu geführt, dass schon

kurz nach Vermarktungsstart 25 Prozent

der 116.000 Quadratmeter großen Fläche

vermarktet wurden. Die Grundstücke auf

dem ehemaligen Rangierbahnhof kosten

voll erschlossen zwischen 79 und 89 Euro

pro Quadratmeter.

Im Wuppertaler Süden befindet sich der

privat finanzierte Engineering Park der

niederländischen Kondor Wessels Gruppe.

Hier liegen die Preise voll erschlossen

bei 89 Euro pro Quadratmeter für Gewerbeflächen,

98 Euro für Industrienutzung

und 145 Euro im Mischgebiet. Die ampelfreie

Anbindung an die Autobahn sowie

die direkte Nachbarschaft zu einem 400

Hektar großen Naherholungsgebiet sorgen

für eine stete Nachfrage.

4

5

6

Standort-Check Wuppertal

Wieviel Gewerbesteuer

wurde 2011 eingenommen?

154 Millionen Euro

Für 2012 und 2013 sind Einnahmen in

Höhe von 165 Millionen beziehungsweise

182 Millionen Euro prognostiziert.

Wieviele

Unternehmer(innen) sitzen

im stadtrat?

14 Unternehmer/-innen

Wuppertal ist eine Stadt der familiengeführten

Unternehmen. Die Firmen identifizieren

sich sehr mit dem Standort. Eine

Erklärung, warum überdurchschnittlich

viele Unternehmer im 70köpfigen Stadtrat

vertreten sind. Im einzelnen sind dies

für die CDU elf Abgeordnete sowie drei

der FDP. Auch OB Peter Jung war vor seiner

Wahl im Jahr 2004 als Unternehmer

tätig. Die Hermann Jung KG leitet heute

seine Frau Ulrike.

Wer ist der größte private

arbeitgeber?

Bayer

Das Bayer Pharma­Forschungszentrum

im Stadtteil Aprath und das Produktions­

93

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12


94 standort-Check Wuppertal

gelände im Herzen der Stadt haben mit

zusammengenommen 2.600 Mitarbeitern

eine herausragende Bedeutung für die

Stadt. Der Lackhersteller DuPont beschäftigt

2.300 Personen vor Ort. Vorwerk ist

mit über 2.000 Mitarbeitern am Stammsitz

in Wuppertal vertreten, die Krankenkassen

Barmenia und Barmer/GEK mit

jeweils deutlich über 1.000 Beschäftigten.

7

8

9

Gibt es eine ausgewiesene

Branchenkompetenz am

Ort?

Die Automobilzulieferbranche

Kompetenz hat der Standort im Bereich

der Automobilzulieferindustrie. Bordnetz­

Spezialisten wie Delphi, Draka und Coroplast

sind vor Ort, auch Brose Schließsysteme

und WKW Automotive, die ein

neues FuE­Zentrum in Wuppertal aufgebaut

haben. Große Namen der Eventbranche

– Vok Dams, Riedel und Leyendecker –

finden sich hier. Bekannt ist die Stadt auch

für ihre Krankenversicherungen.

Welches Unternehmen hat

sich zuletzt angesiedelt?

Columbus McKinnon

Hebezeug­Hersteller Columbus McKinnon

verlegt zum Sommer 2013 den Fir­

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

mensitz von Velbert nach Wuppertal.

Im neu ausgewiesenen Industriegebiet

VohRang in Wuppertal­Vohwinkel

wird die Europazentrale des Unternehmens

entstehen, das auch unter seiner

Produktlinie YALE bekannt ist. 25.000

Quadratmeter sind für die 13­Millionen

Euro­Investition reserviert. Im Herbst

2012 wird die Putsch GmbH aus Hagen

ihren Neubau auf einem 60.000 Quadratmeter

großen Grundstück beginnen,

um mehrere Standorte und die Unternehmenszentrale

in Wuppertal zu vereinen.

9

Welches bekannte Produkt

kommt aus der stadt?

Als ein Beispiel unter vielen: Der Alligator

von Knipex

1973 bringt Knipex, europäischer Marktführer

für Zangen, den „Alligator“ auf

den Markt. Die Wasserpumpenzange mit

dem selbstklemmenden Alligatormaul für

Rohre und Muttern ist seitdem in jedem

gut sortierten Werkzeugkasten zu finden.

Wuppertal ist ein Produktionsstandort aus

Tradition. Die heimischen Unternehmen

haben schon immer in Forschung und

Entwicklung investiert. Aspirin wurde in

Wuppertal erfunden, aber auch alltägliche

Produkte wie der Reißverschluss, der Fensterbriefumschlag

oder der Tampon. Asso­

Foto: Illigen Wolf Partner

ziativ mit der Stadt verbunden sind auch

der Staubsauger Kobold und das Küchengerät

Thermomix aus dem Hause Vorwerk.

Inspiriert vom Erfindungsreichtum Wuppertaler

Unternehmen, hat die Wuppertal

Marketing GmbH die Edition „Talwaren“

aufgelegt, die Qualitätsprodukte der Stadt

in schicker Verpackung präsentiert – auch

den Alligator von Knipex.

10

11

10

Welcher einzelhändler hat

zuletzt eröffnet?

Gina Tricot

Im kernsanierten Haus Fahrenkamp,

einer gegenüber dem Von der Heydt­

Museum gelegenen Handelsimmobilie,

hat Gina Tricot eine Filiale eröffnet. Das

schwedische Modeunternehmen ist der

am schnellsten wachsende Damenbekleidungshändler

in Nordeuropa.

Wie hoch ist die Kinder- und

Jugendlichenquote (bis 18

Jahre) am Ort?

16,2 Prozent

347.990 Einwohner zählte Wuppertal im

Jahr 2011. 16,2 Prozent von ihnen, also

56.274 Mädchen und Jungen, hatten die

Volljährigkeit noch nicht erreicht. Ihr

Anteil wird bis zum Jahr 2020 auf 15,9

Foto: Christian Stüben


Prozent zurückgehen. Statistiker rech­

nen dann mit 330.161 Einwohnern, davon

52.646 unter 18 Jahren.

12

Wieviele schulen am standort

haben einen Partner aus

der Wirtschaft?

Alle weiterführenden Schulen haben

Kontakt zu Unternehmen am Standort.

Von den rund 40 weiterführenden und berufsbildenden

Schulen in Wuppertal gibt

es viele Verbindungen zur Wirtschaft. Im

Dezember wurde die 25. Kooperation im

Rahmen des „Wuppertaler Hauptschulmodells“

geschlossen, mit dem Hauptschüler

der Klasse 7 auf die Berufswahl

vorbereitet werden. Weitere zwölf fest

vereinbarte Lernpartnerschaften gibt es

auch im Rahmen von Kurs21. Gegenseitige

Besuche von Unternehmensvertretern

in den Schulen und Schülern in den Unternehmen

sollen das gegenseitige Ver­

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ständnis füreinander fördern. Bundesweit

bislang einzigartig ist die Junior Uni, in der

dem talentierten und lei stungswilligen

Nachwuchs ganzjährig Lernen mit Freude

und Leidenschaft gelehrt wird. Ein allein

aus Spenden finanzierter, 4,7 Millionen

Euro teurer Neubau neben dem Schwebebahnhof

Loher Brücke ist beschlossen.

Baustart ist im Sommer.

13

Wieviele Neugeborene gab

es im vergangenen Jahr?

2.839 Kinder erblickten 2011 das Licht

der Welt in Wuppertal.

Im Kindergartenjahr 2011/12 gibt es 2.383

Betreuungsplätze für unter Dreijährige

in Wuppertal. Davon 421 in Kindertagespflege,

1.212 reguläre Plätze in Kindertageseinrichtungen

sowie etwa 750 Plätze

in Tageseinrichtungen für Kinder, die

erst im Laufe dieses Kindergartenjahres

das dritte Lebensjahr vollenden.

14

15

Welche handelsinvestition

wurde zuletzt (wird aktuell)

getätigt?

Kauf des ehemaligen „Koch am Wall“-

Kaufhauses

Der Aachener Projektentwickler und Investor

Landmarken AG hat im Oktober

das zentral in der Elberfelder City gelegene

Kaufhausgebäude erworben. Der

traditionsreichen Immobilie im Herzen

der Stadt wird nun durch neu konzipierte

Einzelhandels­ und Büroflächenkonzepte

neues Leben eingehaucht.

Wie viele Mitarbeiter hat

die stadtverwaltung?

5.514 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Ende 2011 waren bei der Stadt Wuppertal,

einschließlich der Eigenbetriebe, 5.514

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter be­

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Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

95


96 standort-Check Wuppertal

standort-Umfrage

Im rahmen des standort-

Checks hat das Wirtschaftsblatt

die Wuppertaler unternehmer

um ihre einschätzung gebeten.

Was sind die Vorzüge des

standorts, wo besteht nachbesserungsbedarf?

hier die

ergebnisse.

Bitte bewerten sie nach

schulnoten von 1 (sehr gut) bis

6 (ungenügend):

Verkehrsinfrastruktur 2,2

Einkaufsmöglichkeiten 2,7

Wohnqualität 2,2

Freizeit­, Sport­, Kulturangebot

Zufriedenheit mit dem Standort

2,7

insgesamt 2,4

Wo sollte die heimische Wirtschaftsförderung

ihr engagement

verstärken?

(Mehrfachnennungen möglich)

bei Kooperationen zwischen

Unternehmen und Schulen 52 %

bei der Vernetzung

der Unternehmer vor Ort 55 %

beim Wissenstransfer zwischen

Hochschule und Wirtschaft 65 %

bei der Zusammenarbeit von Ämtern

und Genehmigungsbehörden 77 %

Ist die höhe der Gewerbesteuereinnahmen

ein wichtiger standortfaktor

für sie?

(Angaben in Prozent)

Ja 45 %

Nein 55 %

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

schäftigt, 262 Personen weniger, als zum

Start des Jahres.

16

17

17

Wem gehören die stadtwerke?

Zum überwiegenden Teil der Stadt

Die WSW Holding befindet sich zu 99,4

Prozent im Eigentum der Stadt Wuppertal.

Im Energiebereich gibt es unterschiedliche

Beteiligungen Dritter an den

Wuppertaler Stadttöchtern.

Was ist das Markenzeichen

der stadt?

Die Schwebebahn

Die Antwort fällt eindeutig aus. Auch

wenn Friedrich Engels mit dem Engelshaus,

die Bergische Universität, das Von

der Heydt­Museum oder die Historische

Stadthalle von großer Bedeutung sind, so

ist die Schwebebahn eindeutig der Tourismusmagnet

– und das weltweit. Die

Wuppertaler Schwebebahn wurde am 1.

März 1901 feierlich eröffnet und in Betrieb

genommen. Die Streckenlänge beträgt

13,3 Kilometer, wobei die Wagen bis

zu zwölf Meter über der Wupper schweben.

Die Schwebebahn steht seit dem 26.

Mai 1997 unter Denkmalschutz. Täglich

nutzen 85.000 Pendler und Besucher die

Schwebebahn. Sie gilt immer noch als

das sicherste Verkehrsmittel der Welt –

und für die Wuppertaler als das schönste.

18

19

Wo liegt die Keimzelle der

stadt?

Es gibt zwei

Mit der Verleihung des Garnprivilegs

1527 an Elberfeld und Barmen begann die

Industrialisierung im Bergischen. 1929

wurden beide zu der Stadt vereinigt, deren

Name seit 1930 Wuppertal lautet.

Wieviele Treffer landet

Google bei der Kombination

„Wuppertal, Innovation,

Wirtschaft“?

1.150.000 Ergebnisse

Institutionen wie die Bergische Universität

Wuppertal oder das Wuppertal Institut

erscheinen schon auf der ersten Seite.

eXKlUsIV:

Interview mit Oberbürgermeister

Peter Jung

seite 116


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Wieder feste

arbeiten

Gute Leute sind nicht an jeder Straßenecke zu

finden. Wesentlich mehr Chancen auf Erfolg bietet

dagegen AGORA, der bergische Marktplatz für

professionelle Personalvermittlung. Hier erhalten

Unternehmen und Arbeit suchende Fachkräfte aus

der Region die Gelegenheit, auf schnellem Weg

dauerhaft zusammenzukommen.

Das Ziel heißt Festanstellung. Bewusst konzentrieren

sich Dr. Barbara Remmel­Gortat und Frank­Peter Fischer

bei der Arbeitsvermittlung auf diese Strategie. Die

beiden Geschäftsführer der Wuppertaler AGORA GmbH & Co. KG

stellen klar: „Wir haben uns entschieden, den Bereich Zeitarbeit

auszuklammern. Diese eindeutige Fokussierung auf langfristige

Beschäftigungen wird vom Markt honoriert. Denn wir ziehen

mit diesem Leistungsversprechen verstärkt hochqualifizierte,

interessante Kandidaten an und können so die Nachfrage unserer

Firmenkunden nach geeigneten Fachkräften schnell und

zuverlässig bedienen. Dies schafft für beide Seiten eine klassische

Win­win­Situation. Übrigens: Seit unserem Start vor fünf

Jahren hat unser Unternehmen in 99 Prozent aller Vermittlungsfälle

eine Festanstellung erreicht.“ Und das sind immerhin etliche

Hundert Menschen, denen die Personaldienstleister einen

Arbeitsplatz mit Perspektive verschaffen konnten.

Lob aus der Vermittlungspraxis

Arbeitgeber und Arbeitnehmer zeigen sich mit dem Einsatz

des AGORA­Teams durchweg zufrieden. So auch Wolfgang Fink,

Geschäftsführer von Konscha Engineering aus Remscheid,

wenn er sagt: „Wir arbeiten seit Jahren gerne mit der Firma

AGORA. Wir werden sehr persönlich betreut, und sämtliche

Vermittlungen trafen ins Schwarze. Alle Kandidaten haben bei

uns eine unbefristete Stelle.“

Auch Industriemeister Ralf Numrich freut sich über seine

Rückkehr ins Berufsleben: „Nach vier Monaten Arbeitslosigkeit

wurde ich wieder in ein festes Arbeitsverhältnis als Abteilungsleiter

vermittelt. AGORA hat meine Erwartungen an einen

zufriedenstellenden Arbeitsplatz genau herausgearbeitet und

meine Qualifikation perfekt untergebracht.“

Nur Profis vom Fach

Von Beginn an suchte AGORA den Kontakt zu Unternehmen

aus produzierenden Bereichen. Heute zählen Betriebe aus Elektrotechnik,

Maschinen­, Anlagen­ und Werkzeugbau ebenso zum

langfristig passende Fachkräfte zu vermitteln

ist die Maxime des aGOra-Teams mit Frank-

Peter Fischer, Dr. Barbara remmel-Gortat (m.)

und Cornelia Costan

Kundenstamm wie Ingenieurdienstleiter, Ladenbauer oder Architekten.

Neben technischem Personal wie Facharbeitern, Meistern,

Technikern, Konstrukteuren und Diplom­Ingenieuren in

leitenden Funktionen vermittelt AGORA das gesamte Spektrum

der kaufmännischen Fach­ und Führungskräfte sowie Mitarbeiter

aus dem IT­Bereich und dem sozial­pflegerischen Bereich.

„Um die jeweils optimalen Bewerber zu finden, greifen wir

auf unsere umfangreiche Bewerberdatenbank zurück und können

exakt die potentiellen Kandidaten auswählen, die aufgrund

ihrer individuellen Fähigkeiten dem gestellten Anforderungsprofil

entsprechen“, erläutert Dr. Barbara Remmel­Gortat.

Weiter auf Erfolgskurs

Da sich Qualität bei der Personalvermittlung herumspricht,

erstaunt es nicht, dass sich das Einzugsgebiet von AGORA über

den Bergischen Wirtschaftsraum im Laufe der Zeit deutlich vergrößert

hat. Zu den Klienten gehören mittlerweile auch Firmen

aus dem Sauerland, aus der Region Rhein­Ruhr und dem Siegerland.

Weitere Expansion nicht ausgeschlossen. „Wir wollen Geschäftsbeziehungen

konsequent ausbauen und mit überzeugtem

Einsatz beide Seiten des Arbeitsmarktes fördern“, beschreibt

Frank­Peter Fischer die nächstliegenden Unternehmensziele.

aGOra Gmbh & Co. KG

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97

Wirtschaftsblatt 2/12


98 stützen des standorts InnoNet BL

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Netzwerk: Chance für

mittelständische Innovationen

Die bergische Wirtschaft ist für ihre Entwicklungen weithin geschätzt. Und dennoch wird es immer

schwieriger für den Mittelstand, neue Produkte zur Marktreife zu bringen. Dass dies gemeinsam besser

geht, haben sieben Unternehmen erkannt: Mit der Bergischen Universität Wuppertal gründeten sie im

vergangenen Jahr das Innovations-Netzwerk Bergisches Land (InnoNet BL).

Verweben Wirtschaft und Wissenschaft: Netzwerk-Manager Julia

Koch und Daniel Türkis von der Bergischen Universität Wuppertal

Das InnoNet BL trägt den Zusatz

LiCon für Light Construction. Ziel

der Unternehmen aus verschiedenen

Branchen ist es, neue und leichtere

Verbindungen aus Textilien und Kunststoffen

zu entwickeln. Projektträger ist

die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH,

die im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms

Mittelstand (ZIM) des

Bundesministeriums für Wirtschaft und

Technologie das Netzwerk im vergangenen

Jahr als förderungswürdig einstufte.

Konkrete Projekte in

der Entwicklung

Die Idee für ein solches Netzwerk entstand

schon bei der Gründung des Innovations­Labors

Bergisches Land im Jahr

2008. Hier arbeiten die Forschungsabteilungen

der Unternehmen zusammen mit

den Studierenden der Universität – beide

Seiten profitieren davon. Die Initiatoren

des Labors, Dirk Sachsenröder, Geschäftsführer

der Sachsenröder GmbH & Co. KG,

und Dr. Joachim M. Marzinkowski, FachgebietsleiterSicherheitstechnik/Umwelt­

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

chemie an der Wuppertaler Universität,

erkannten schnell die Notwendigkeit und

die Vorteile, die unterschiedlichen Kompetenzen

und Anforderungen der Firmen

mit dem Fachwissen der Universität zu

verknüpfen. Von hier war es nur noch ein

kleiner Schritt zum InnoNet BL­LiCon.

„Der Mittelstand braucht einen Innovationsschub“,

weiß Julia Koch. Die Diplom­

Ökonomin managt das Netzwerk von der

Wissenschaftstransferstelle der Universität

aus. „Wir brauchen den interdisziplinären

Austausch von Unternehmen und Universität.“

Mit der Entwicklung greifbarer

Projekte wird dieser Austausch konkreter.

Gearbeitet wird beispielsweise an neuartigen

Trennwandsystemen für Großraumbüros

und Verbesserungen beim Autohimmel.

Mit den Wuppertaler Stadtwerken

spricht man über Leichtbau­Neuerungen

in den Bussen. Durch die Arbeit im Netzwerk

bietet sich der Universität die Chance,

Studierende praktisch an Forschungen

und Entwicklung zu beteiligen, letztendlich

an die Unternehmen heranzuführen

und als Fachkräfte langfristig in der Region

zu halten. Auch die Firmen erkennen die

Vorteile des Netzwerks. Dr. Ulrich Jüptner,

Geschäftsführer der JUBO­Tec GmbH

für Oberflächentechnik, freut sich über

die „offene und konstruktive Zusammenarbeit.“

Wichtig sei es, die Produktideen

möglichst schnell umzusetzen. Auch

Christian Lehmann, Marketingleiter beim

Kabelbauer Muckenhaupt&Nusselt, weiß

um die Bedeutung des Themas Innovation.

„Es ist interessant und positiv, über

den eigenen Tellerrand zu schauen und

gemeinsam zu lernen, neuartige Verfahren

und bessere Produkte zu entwickeln

und damit auch neue Märkte zu erschließen.“

Das findet auch Dirk Sachsenröder.

Er möchte mit seinen Vulkanfiber­Produkten

in neue Märkte gehen und begrüßt vor

allem die vertrauensvolle Zusammenarbeit

aller beteiligten Unternehmen. Und

natürlich sei die Vernetzung mit der Universität

gewünscht, die in der Kooperation

auch lernt, unternehmerischer zu denken.

Netzwerk soll wachsen

Natürlich soll das InnoNet BL vergrößert

werden. Bei weiteren Entwicklungen beim

Leichtbau, beim Dämmschutz und bei recyclebaren

Produkten wünscht man sich vor

allem auch bergische Unternehmen aus der

Bauindustrie und dem Maschinenbau und

– ganz wichtig – dem Formenbau. Denn, so

Sachsenröder: „Innovation bedeutet auch

Ausprobieren, und dafür ist der Musterbau

unerlässlich.“ Beim dritten Netzwerktreffen

im März konnten jedenfalls schon wieder

neue Mitglieder begrüßt werden.

InnoNet Bl - liCon

Bergische Universität Wuppertal

Wissenschaftstransferstelle

Gaußstraße 20 · 42119 Wuppertal

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DIE EXTREME NATURFASER

Grundstoff der Vulkanfi berprodukte sind Baumwollfasern.

Sie gehören zu den nachwachsenden Rohstoffen. Aus den

zu Rohpapier verarbeiteten Pfl anzenfasern entsteht durch

Pergamentierung die Vulkanfi ber SAVUTEC ® . Ein Material,

das durch seine extreme Festigkeit und Vielseitigkeit

begeistert.

GESADUR ® / DUROPLAST

DER NATÜRLICHE KUNSTSTOFF

In GESADUR ® stecken über 50 % Naturfasern, die Sachsenröder

zu einem homogenen Kunststoff auf der Basis hochverdichteter

Duroplaste verarbeitet. Im Aushärtungsprozess

bildet sich eine äußerst harte, tragfähige und doch fl exible

Struktur. GESADUR ® wird vorzugsweise zur Herstellung von

Lauf- und Stützrollen in der Kabelverseilindustrie eingesetzt.

Durch die außergewöhnlichen und sehr vielseitigen Produkteigenschaften

werden die Werkstoffe bereits in zahlreichen Branchen eingesetzt. Aber viele

weitere Anwendungsbereiche sind denkbar.

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100 stützen des standorts TREND Service GmbH

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Bei anruf

Kompetenz

Die Wuppertaler TREND Service GmbH setzt in

ihrer Sparte TREND CALL auf die hohe Kompetenz

der eigenen Mitarbeiter – das überzeugt nicht nur

die Anrufer, sondern auch Kunden.

Wer sich beim Milchprodukthersteller Danone im

Verbraucherservice meldet – erhält qualifizierte

Antworten aus Wuppertal. Der Außendienstmitarbeiter

der Wera­Werke braucht einen Überblick über alle Kundentermine

– er bekommt ihn aus Wuppertal. Denn dort sitzt

die TREND Service GmbH, ein Dienstleistungsunternehmen für

Vertrieb und Marketing, zu dessen Kunden renommierte Firmen

aus dem gesamten Bundesgebiet zählen.

Der Erfolg der Sparte TREND CALL ist für Geschäftsführer

Karsten Schievelbusch (42) vor allem durch das hohe Maß an

Qualität begründet. Alle 60 Mitarbeiter des Call­Centers sind

festangestellt, haben mindestens zwei Jahre Vertriebserfahrung

und werden ständig weitergebildet. „Unsere Maxime lautet,

nicht als Call­Center erkannt zu werden“, sagt Schievelbusch.

Seine Mitarbeiter verfügen über exzellente Produkt­ und

Branchenkenntnisse – „der Wissenstransfer von Unternehmen,

die mit uns zusammenarbeiten, bildet die Grundlage für unsere

positiven Ergebnisse“, sagt Schievelbusch. Dies gelte sowohl im

B2B­Bereich als auch im B2C­Bereich.

Steilpass für den Abschluss

Im B2B­Bereich übernimmt TREND beispielsweise den Prozess

der Neukundenakquise bis zur konkreten Terminvereinbarung.

„Wir sind das Sekretariat der Außendienstmitarbeiter und

stellen die Kontakte zu potentiellen Kunden her“, erklärt Schievelbusch.

„Wir sind dabei keine Konkurrenz der Außendienstler,

sondern sie erhalten von uns einen Steilpass und müssen nur

noch die Tore schießen.“ Andere Kunden von TREND setzen vor

allem auf die gute Erreichbarkeit des Wuppertaler Dienstleisters.

„Der Gastwirt der Bitburger Braugruppe, dem samstagabends die

TreND hat viele Facetten

Der Bereich TREND CALL ist nur eines von mehreren Standbeinen

der TREND Service GmbH. Weitere sind die Werbeagentur

TREND MEDIA sowie die TREND FULFILMENT, die Bestellungen,

Lagerung und Versand umsetzt.

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

hält telefonisch den rücken

frei: Karsten schievelbusch

Zapfanlage kaputt geht, braucht sofort Hilfe“, sagt Schievelbusch.

Bei TREND sitzen Mitarbeiter, die durch ihre Schulung schon

telefonisch weitgehend das Problem eruieren können. Mit Hilfe

eines Ticketsystems werden dann die nächstgelegenen Techniker

über den Defekt informiert. So wird sichergestellt, dass der

Notdienst nicht nur schnell vor Ort ist, sondern auch genau weiß,

was ihn erwartet. „Anschließend führen wir eine Leistungsabfrage

durch, um uns über den reibungslosen Ablauf Gewissheit

zu verschaffen“, fügt Schievelbusch hinzu.

Schnell und nah am Produkt

Die gute Erreichbarkeit ist das entscheidende Merkmal für

die Angebote der TREND Service GmbH. „Normalerweise sollte

ein Service­Level bei 80/20 liegen, das heißt, mindestens

80 Prozent aller Anrufe werden innerhalb von 20 Sekunden entgegengenommen“,

erklärt Schievelbusch. „Wir garantieren ein

Service­Level von 90/15 und liegen da sogar noch leicht drüber.“

Unternehmen, die für ihre Kunden Info­Hotlines anbieten, wollen

aber nicht nur, dass die Anrufe schnell entgegen genommen

werden – noch wichtiger sind fundierte Antworten. Auf Wunsch

wird sogar eine eigene Wissensdatenbank angelegt, die über

das Internet auch dem Unternehmen zur Verfügung steht. „Unsere

Mitarbeiter sprechen immer frei nach einem festgelegten

Kommunikationskonzept“, betont Schievelbusch. Freundlich,

glaubwürdig und kompetent soll der Mitarbeiter klingen, das

sorgt für hohe Zufriedenheit bei den Anrufern – und damit auch

bei den Auftraggebern. Neukunden erhalten bei einem Anruf

unter dem Stichwort „Besser erreichbar“ bei TREND sogar fünf

Prozent Nachlass auf den Netto­Umsatz.

TreND service Gmbh

In der Fleute 100 · 42389 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 25 15-300

kschievelbusch@trend-service.de

www.trend-service.de


anzeige K. A. Schmersal GmbH

Wuppertal ist die heimat der

schmersal Gruppe – seit 1945

Weltweit unterwegs

und in Wuppertal zuhause

Wie wird der Gefahrenbereich einer Maschine am besten abgesichert? Diese Frage stellen sich nicht nur

die Hersteller, sondern auch die Betreiber von Maschinen und Anlagen. Kompetente Antworten bieten

die Sicherheitsexperten der Schmersal Gruppe. Kurze Wege sind garantiert: Schmersal ist international

präsent, die Unternehmenszentrale befindet sich aber um die Ecke: in Wuppertal.

Weltweit kennt man in vielen

Industrieunternehmen den

Begriff „Schmersal­Schalter“

und meint damit Sicherheitsschalter,

mit denen die Gefahrenbereiche von

Maschinen und Anlagen abgesichert

werden. Auch wenn deren Hersteller

– die Schmersal Gruppe – ein internationales

Unternehmen mit Präsenz in

50 Nationen und Produktionsstätten

auf drei Kontinenten ist, wird der Großteil

des Produktportfolios nach wie vor

in Wuppertal gefertigt.

Think global – act local

„Mit unseren Produkten, Lösungen

und Dienstleistungen verbessern

wir die Zusammenarbeit von Mensch

und Maschine und sorgen für Sicherheit

im Produktionsprozess“, sagt Philip

Schmersal, Geschäftsführer in dritter

Generation. Die Anzahl von mehr

als 25.000 verschiedenen (Sicherheits­)

Schaltgeräten zeigt, dass die Fertigung

gut ausgebaut und hoch flexibel ist. Zudem

deckt die Unternehmensgruppe ein

äußerst breites Spektrum an Verfahren

Produkte und systeme von schmersal

sichern Gefahrenbereiche ab

und Technologien ab und kann somit

auch in sehr speziellen Fällen Lösungen

bieten, die alle normativen Anforderungen

erfüllen und zugleich ein hohes

Maß an Produktivität sicherstellen.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen

die Sicherheitseinrichtungen optimal

in die Produktionsprozesse integriert

werden. Bei dieser Aufgabe unterstützt

Schmersal die Maschinenbauer und

Endanwender nicht nur mit hochwertigen

Produkten, sondern auch mit kompetenter

Beratung. Dafür werden in Wuppertal

und den weltweiten Dependancen

Ingenieure zu zertifizierten „Functional

Safety Engineers“ ausgebildet. Zum

Dienstleistungsangebot gehört auch das

umfassende Veranstaltungsprogramm

im Schulungszentrum tec.nicum.

Trotz der globalen Präsenz fühlt sich

die Schmersal Gruppe ihrer Herkunft verpflichtet.

Wer zur Zeit das Firmengelände

besucht, fährt auf eine große Baustelle

zu: Dort entsteht ein neues, zentrales Logistikzentrum.

Der Betriebskindergarten

auf dem Gelände ist nur eines von vielen

Projekten, die das soziale Engagement

der Inhaberfamilie dokumentieren, die

Zuhaltung mit integriertem Türgriff

und Css-sensortechnik

in zweiter und dritter Generation die Unternehmensgruppe

leitet.

Typisch bergisch

Als „typisch bergisch“ mag man bewerten,

dass Heinz Schmersal und sein

Sohn Philip nicht die Öffentlichkeit suchen

und wenig Aufhebens sowohl um

ihre Person als auch um ihre zahlreichen

Ehrenämter machen. Der weltweiten Bekanntheit

der Schmersal Gruppe schadet

das jedenfalls nicht: Im anspruchsvollen

Aufgabenfeld der Maschinensicherheit

gehört das Unternehmen zu den internationalen

Markt­ und Kompetenzführern.

Die aktuellen strategischen Weichenstellungen

sowie die Produktneuheiten

deuten darauf hin, dass Schmersal diese

Position in Zukunft nicht nur behaupten,

sondern weiter ausbauen wird.

K. a. schmersal Gmbh

Möddinghofe 30

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101

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12


102 stützen des standorts Joh. Hermann Picard GmbH & Co. KG

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Werden auf der ganzen Welt wegen ihrer Qualität

glühend verehrt: Die hämmer von Picard

ein aufdruck des guten Namens

Gleich ob Gold- oder Hufschmied, Fliesenleger, Dachdecker oder Zimmermann – wo auch immer auf der

Welt ein Hammer in die Hand genommen wird, wird er häufig die Aufschrift Picard tragen.

Bereits seit 1857 fertigt die Joh. Her­

mann Picard GmbH & Co. KG an

ihrem Standort in Wuppertal­Cronenberg

Schlagwerkzeuge und Hämmer

für fast alle Berufsgruppen weltweit. Und

das soll auch in Zukunft so bleiben, bei

dem Familienunternehmen wird in diesem

Jahr kräftig investiert – vor allem in

die Ausbildung von Fachkräften.

Traditionell gut

Kaum jemand wird in dem malerisch

gelegenen Produktionsgebäude hoch

über dem Morsbachtal ein Unternehmen

vermuten, das auf seinem Gebiet Weltmarktführer

ist. Und doch werden hier

Werkzeuge produziert, die Wuppertal

weltweit bekannt gemacht haben. Schon

vor 155 Jahren fertigte der Gründer Johann

Hermann Picard dort in einer alten

Schmiede im Bergischen Fachwerk

Hämmer und Blechscheren. Dem Standort

und dem Qualitätsmerkmal „Made in

Germany“ ist man seitdem treu geblieben,

aber den sich wandelnden Ansprüchen

hat man sich immer wieder gestellt.

Heute bietet Picard eine weltweit einzigartige

Produktbreite. Von den etwa

700 Artikeln sind allein 350 Hämmer der

verschiedensten Arten. Beeindruckende

20.000 Stück davon fertigen die 70 Mit­

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

arbeiter pro Woche und erwirtschafteten

insgesamt einen Jahresumsatz von

zuletzt acht Millionen Euro. Dabei hatte

Picard in den vergangenen Jahren stetige,

fast zweistellige, Zuwachsraten zu

verzeichnen.

Frank Simon weiß, dass man sich

auf solchen Zahlen nicht ausruhen darf.

Der Remscheider ist seit einem Jahr Geschäftsführer

bei dem traditionsreichen

Familienbetrieb. „Wir haben 2011 rund

100.000 Euro in die Fertigung investiert“,

so Simon. In diesem Jahr werden die innerbetrieblichen

Organisationsabläufe

der Lieferfähigkeit mit der Anschaffung

einer neuen PPS­Software verbessert.

Und auch für 2013 sind wieder große Investitionen

in Schleiferei und Schmiede

geplant. Mit der Firmentochter Ruthe, mit

der man sich in diesem Jahr erstmalig auf

der Eisenwarenmesse präsentierte und

die preisorientierte Hämmer aus Asien in

geprüfter Qualität vertreibt, spricht man

Kunden im preissensiblen Segment an.

Investition in Ausbildung

Zur Herstellung der technischen Neuerungen,

beispielsweise Plattenlegerhammer,

Fäustel mit Kunststoffgriffen,

Ganzstahlhämmer und so weiter, benötigt

man vor allem eines: gut ausgebildete

Geschmiedete Zuverlässigkeit:

Dafür sorgen die Fachkräfte

Fachkräfte. „Natürlich hat die Investition

in die Ausbildung höchste Priorität“, betont

Simon. Im Moment werden bei Picard

sechs Auszubildende in kaufmännischen,

logistischen und technischen Bereichen

geschult. Gesucht werden für die Zukunft

auch angehende Industriemechaniker,

zudem soll eine Ausbildungsstelle zum

Feinwerkmechaniker in der Fachrichtung

Werkzeugbau geschaffen werden. Und

natürlich können sich Interessierte auch

für ein Praktikum bewerben.

Doch nicht nur dem beruflichen

Nachwuchs präsentiert sich Picard als

attraktiver Partner. „Wir bieten auch anderen

Unternehmen an, ihre Produkte

bei uns bearbeiten zu lassen“, berichtet

Simon. Dazu gehört neben dem Lohnhärten

und ­schmieden auch das Lohnnormalisieren

in den modernen Ofenanlagen.

Und das alles natürlich in der

Premiumqualität, wie man sie auch von

den hochwertigen Handwerkzeugen von

Picard kennt – seit 1857.

Joh. hermann Picard Gmbh & Co. KG

hämmerfabrik + Gesenkschmiede

rottsiepen 15

42349 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 2 47 54-0

info@picard-hammer.de

www.picard-hammer.de


anzeige Tandem Personallogistik und Dienstleistungen Wuppertal GmbH

Kennen die Fachkräfte vor Ort: Der Wuppertaler

Tandem-Chef Klaus röthgens (r.) und sein Team

Win-Win am arbeitsplatz

Wenn zwei sich suchen, kann ein Dritter in vielen Fällen beim Finden hilfreich sein. Dafür

liefern Klaus Röthgens und sein Team aus der Tandem-Gruppe seit Jahren überzeugende

Beweise. Denn die erfahrenen Personaldienstleister bringen Unternehmen und Menschen

zusammen, die perfekt zueinander passen.

Klaus Röthgens hat ein ehrgeiziges

Ziel. „Wir wollen mit unserem

Vermittlungsservice eine Win­

Win­Situation schaffen, von der sowohl

der Auftraggeber als auch der potentielle

Mitarbeiter gleichermaßen profitieren“,

erklärt der geschäftsführende Gesellschafter

der beiden Tandem­Niederlassungen

in Wuppertal und Düsseldorf.

Deshalb legen Röthgens und sein Team

großen Wert darauf, vorab die Bedingungen

am Arbeitsplatz kennenzulernen.

Eine wichtige Voraussetzung, um einen

geeigneten Kandidaten für die individuellen

Anforderungen des jeweiligen Unternehmens

zu finden. „Auch wenn die

Suche nach dem Richtigen manchmal etwas

länger dauert – die Erfolgsquote gibt

uns recht“, bekräftigt Klaus Röthgens. Oft

werde aus einer anfangs befristeten Arbeitnehmerüberlassung

ein Arbeitsverhältnis

auf Dauer.

Unterstützung für Industrie

und Handwerk

In der Hauptsache vermittelt Tandem

Facharbeiter für Industrie und Handwerk,

dazu gewerbliche Hilfskräfte so­

wie kaufmännisches Personal. Rund 100

Profis befinden sich zur Zeit im Pool; darüber

hinaus werden bei Bedarf auf dem

Arbeitsmarkt weitere Leute mit entsprechender

Qualifikation rekrutiert. Tandem

verfügt mit 40 Vertretungen bundesweit

über ein dichtes Netzwerk, das

jederzeit aktuelle Informationen und Arbeitsmarktdaten

liefern kann.

Trotz akuten Fachkräftemangels in

Deutschland verzichtet Klaus Röthgens

übrigens weitgehend darauf, sich im

Ausland umzuschauen. „In den hochtechnisierten

Produktionsprozessen der

Industrie, aber auch draußen auf der

Baustelle können Verständigungsprobleme

in der Belegschaft sehr schnell zu

Missverständnissen und Fehlern führen.

Aus diesem Grund sind gute Deutschkenntnisse

eine wichtige Vorbedingung

für eine erfolgreiche Vermittlung. Eine

Forderung, die grundsätzlich alle unsere

Kandidaten erfüllen.“ Dazu gehören in

steigender Zahl auch Ältere, die oftmals

lange vergeblich auf eine neue Job­Chance

gewartet haben. Für diese Gruppe engagiert

sich der Tandem­Geschäftsführer

besonders – und zwar aus Überzeugung.

„Wenn es die Zusammensetzung der Fir­

menbelegschaft zulässt, spricht alles für

die Einstellung eines älteren Mitarbeiters.

Die Generation 50plus besitzt eine

große Berufs­ und Lebenserfahrung, ist

zuverlässig und bereit, ganze Leistung zu

bringen. Ich bin froh, dass immer mehr

Unternehmen diese Meinung teilen.“

Auf kurzem Weg

103

Für Facharbeiter auf Jobsuche lohnt

sich die Zusammenarbeit mit Tandem

noch aus einem anderen Grund. Während

etliche Zeitarbeitsagenturen ihre

Mitarbeiter häufig zu Einsätzen im gesamten

Bundesgebiet schicken, setzt

Tandem dagegen auf kurze Wege. Wann

immer möglich, erfolgt die Vermittlung

an Arbeitsstellen in der Nähe der jeweiligen

Niederlassung.

Tandem

Personallogistik und Dienstleistungen

Wuppertal Gmbh

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Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12


104 stützen des standorts proviel GmbH

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

proviel-Geschäftsführer Christoph Nieder: „Wir entwickeln uns mit

den Bedürfnissen unserer Kunden permanent weiter.“

Vielfalt für die Wirtschaft: Mehr als 1.700 helfende hände machen

proviel zum Industriedienstleister Nummer 1 in Wuppertal


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Immer für eine

Überraschung gut

Termingerechte und hochqualifizierte Leistung von einer Werkstatt für psychisch Behinderte

– geht denn das? Dass und wie es geht, wissen mehr als 60 Unternehmer, die einen Teil ihrer

Produktion der proviel GmbH anvertrauen. Sie ist in Wuppertal Industriedienstleister Nr. 1.

Es ist eine Freude zu erleben, was

Menschen mit psychischer Behinderung

alles leisten können;

und es ist wunderbar, Unternehmer

zu überraschen, wie verlässlich

selbst schwierige Anforderungen in allen

Punkten unsererseits erfüllt werden“, ist

Geschäftsführer Christoph Nieder stets

aufs Neue begeistert. Für nahezu alle

Industriezweige in Wuppertal und Umland

hält proviel ein mannigfaltiges Leistungsportfolio

bereit, das von einfacher

Verpackung und Konfektionierung über

Lasern und Montagearbeiten bis hin zur

Elektromontage oder hightech­gestützten

Metallbearbeitung reicht.

Seit ihrer Gründung 1994 ist die Werkstatt

kontinuierlich gewachsen. Mehr als

10.000 Quadratmeter Produktionsfläche

werden an den zwei Wuppertaler Standorten

in der Milchstraße und in der Farbmühle

genutzt. Im Kontext von proviel

haben inzwischen über 850 Menschen

ihre berufliche Heimat gefunden.

Langfristige

Partnerschaften erwünscht

„Gleichwohl unser größter Bedarf in

einfachen Tätigkeiten liegt, haben wir uns

stets mit den Markterfordernissen weiterentwickelt,

um auch diffizile Aufgaben

übernehmen zu können“, sagt Christoph

Nieder. Wenn die Zusammenarbeit mit

den Kunden eine langfristige Perspektive

habe, würden auch Investitionen getätigt

wie beispielsweise die Einrichtung eines

elektrostatisch geschützten Raumes für

eine Kölner Leuchtenmanufaktur. Für

größere Projekte hält die Werkstatt 1.600

Palettenstellplätze zur Materiallagerung

vor. Mit dem eigenen Fuhrpark bietet

proviel seinen Auftraggebern auf kurzen

Wegen bequemen Hol­ und Lieferservice.

„Wir sind stets flexibel und entwickeln

mit unseren Kunden gerne gemeinsame

Projekte. Und wir haben die Kraft und die

Mittel, um uns auf neue Anforderungen

einzustellen“, versichert der Werkstatt­

Chef. Man verstehe sich als Zulieferer im

Sinne der Bedürfnisse der örtlichen und

regionalen Unternehmen. Eine hohe Kundenzufriedenheit

und sichere langlebige

Partnerschaften – davon zeugen die gut

60 Kunden und die zahlreichen Neukunden

des vergangenen Jahres.

Zuverlässige

hochwertige Leistung

Die Kundenzufriedenheit sicherzustellen,

bedingt termingetreue Lieferung

und einwandfreie Arbeitsergebnisse.

Stete Zunahme der Anforderungen und

Einsatz von Hochtechnologie erforderte

bereits vor Jahren die Einführung eines

Qualitätsmanagements und die Zertifizierung

nach DIN EN ISO 9001:2008.

Die Fachkräfte haben alle neben hohem

Know­how eine arbeitspädagogische

oder ergotherapeutische Zusatzqualifikation

und verteilen die Arbeiten

den individuellen Fertigkeiten der Mitarbeiter

entsprechend. „Die Hauptaufgabe

der Werkstatt besteht darin, die

Aufträge der Industrie so zu sortieren

und eine so gute Infrastruktur bereit zu

halten, dass unsere Mitarbeiter befähigt

werden, die Aufträge zu bearbeiten“, erklärt

Christoph Nieder. Es sei faszinierend,

die Brücke zu schlagen zwischen

den Menschen mit ihren psychischen

Behinderungen, die alle in ihrem eigenen

Tempo arbeiten, und den Bedarfen der

Industrie. Für diese Schnittstelle die Verantwortung

zu tragen, sei ein Traumjob.

Christoph Nieder: „Täglich durch die Produktion

zu gehen und diese Menschen zu

erleben, zu sehen, was sie leisten können,

ist das Schönste!“

proviel Gmbh

service und Produktion

Milchstraße 5 · Farbmühle 13

Wuppertal

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105

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12


106 stützen des standorts Stadtsparkasse Wuppertal

Wohnen mit Weitblick

4.400 Besucher beim 30. Wuppertaler Immobilientag in der Stadtsparkasse sprechen eine deutliche

Sprache: Wohneigentum in der größten Stadt des Bergischen Landes ist stark nachgefragt. Und das

mit gutem Grund – denn Wuppertal hat als Wohnstandort weiter an Attraktivität gewonnen.

Niedrige Zinsen gibt es auch in

anderen Regionen, ein interessantes

Immobilienangebot

zu vernünftigen Preisen ist

aber in anderen Städten Mangelware.

Dazu zeigt die neueste Kriminalstatistik,

dass Wuppertal weiterhin zu den

sichersten Großstädten in Deutschland

gehört. Ein Aspekt, den immer mehr

Menschen zu würdigen wissen. Beim

Gang über die Messe in der Glashalle der

Stadtsparkasse wurde aber auch schnell

deutlich, dass viele Wohnungen und

Häuser im Bergischen etwas bieten, das

andere Städte vermissen lassen: einen

Panoramablick.

Schönste Ein-,

Aus- und Weitblicke

Die Topografie in Wuppertal bringt

Fahrradfahrer ins Schwitzen und Haus­

Großer Besucherandrang beim 30. Wuppertaler Immobilientag

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

besitzer ins Schwärmen. Nicht nur zu

Silvester ist der Blick über die Dächer

der Stadt inspirierend. Vom Morgentau

bis zum Abendrot gibt es laufend neue

Ein­ und Ausblicke, von denen man im

Flachland nur träumen kann. Wer beispielsweise

bei Wuppertal­24­Stunden­

Live einmal den Sonnenuntergang aus

der 19. Etage des Sparkassenturms beobachtet

hat, weiß, wovon hier die Rede ist.

Aber es muss ja nicht direkt der Blick vom

Schulzentrum Süd aus über ganz Elberfeld

sein, auch andere Perspektiven haben

ihren Reiz und sorgen für Überblick.

Einen Überblick im übertragenen

Sinne konnten sich die Besucher des 30.

Immobilientages an 40 Messeständen

sowie im Rahmen von 18 Vorträgen verschaffen.

Ergänzt durch eine Ausstellung

zum Thema Modernisieren wurde in den

beiden Hallen der Stadtsparkassenzentrale

alles Wichtige rund um die eigene

Immobilie geboten. Dass es dabei in 2012

einen erneuten Besucherrekord gegeben

hat, hatten im Vorfeld selbst die größten

Optimisten nicht zu hoffen gewagt.

Die Resonanz zeigt aber deutlich, dass

sich die Menschen für den Wohnstandort

Wuppertal interessieren und das günstige

Preis­/Leistungsverhältnis zu schätzen

wissen. In der Verbindung mit dem


anzeige Stadtsparkasse Wuppertal

breiten kulturellen Angebot und der für

eine Großstadt ungewöhnlichen Nähe

zu Grünanlagen und Parks haben Verkäufer

gute Chancen, auf interessierte

Käufer zu treffen, sofern sie realistische

Preisvorstellungen in die Verhandlungen

einbringen.

Gut im Wettbewerb

Besonders aufschlussreich sind oftmals

Kommentare von Besuchern, die

aus Köln oder Düsseldorf zum Wuppertaler

Immobilientag anreisen: „So eine

Wohnung zu einem solchen Preis? Dafür

müssten wir in Köln mindestens das

Doppelte bezahlen.“ oder „Ich wusste gar

nicht, dass es in Wuppertal so schöne

Villenviertel gibt“, war von Interessenten

beim Bummel durch die Kundehalle zu

Quelle: Quelle: www. Steinprinz immogination .de

hören. Diese Hinweise hat das Wohnforum

Wuppertal aufgenommen und in die

neue Kampagne „meilenstein wuppertal“

integriert, mit deren Hilfe Menschen aus

dem Umfeld der Stadt auf attraktiven

Wohnraum ganz in ihrer Nähe aufmerksam

gemacht werden sollen.

Ein weiterer wichtiger Themenblock

des Wuppertaler Immobilientags in der

Stadtsparkasse ist für Hausbesitzer reserviert,

die sich mit dem Thema Modernisierung

beschäftigen möchten

oder sogar müssen. Unter anderem die

steigenden Energiekosten haben dafür

gesorgt, dass sich Investitionen in neue

Heizungen, Dämmstoffe und Fenster

deutlich schneller rechnen als in der Vergangenheit.

Das Vortragsprogramm bot

dazu zahlreiche Tips und Hinweise, was

bei diesen Investitionen zu beachten ist.

In Verbindung mit den Bestrebungen, durch

die Entwicklung zahlreicher Wohnquartiere

die Lebensqualität weiter zu steigern,

gibt es zusätzliche positive Signale für den

Wohnstandort Wuppertal. Signale, die im

Bergischen auch dringend gebraucht werden,

um dem Bevölkerungsschwund nachhaltig

entgegenzuwirken. Die guten Zahlen

aus dem Jahr 2011, in dem es erstmals seit

vielen Jahren wieder mehr Zu­ als Wegzüge

gegeben hat, sind dabei wichtige Mutmacher

für die Zukunft.

stadtsparkasse Wuppertal

Vorstandssekretariat · Jürgen harmke

Islandufer 15 · 42103 Wuppertal

Tel.: 02 02 / 4 88-52 10

juergen.harmke@

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sonnenplätze im Grünen: ... ...Wohnen im scharpenacken und in der steinhauser straße (l.)

107

Foto: Sigurd Steinprinz

Quelle: www. immogination .de

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12


108 standort-Check Wuppertal Im Interview

„Wir wissen, dass wir den

Unternehmen einiges aufbürden“

Peter Jung kommt aus der Wirtschaft, und mit soliden Tragwerken kennt er sich aus. Bevor Jung 2004

zum Oberbürgermeister von Wuppertal gewählt wurde, leitete er die P. Hermann Jung KG, die seit 150

Jahren Maurerkellen herstellt. Wirtschaftsblatt-Redakteur Karsten Sander sprach mit ihm und dem

Wuppertaler Wirtschaftsförderungschef Dr. Rolf Volmerig über die Chancen ausgeglichener Haushalte

und die Herausforderungen kommender Jahre.

Herr Oberbürgermeister, die Sanierung der kommunalen

Finanzen ist Wuppertals drängendstes Problem. Wird denn

nun der vorgelegte Haushaltssanierungsplan der endgültig

letzte sein?

Peter Jung: Wir haben ein sehr solides Paket geschnürt, daher

sage ich: nach menschlichem Ermessen, ja. Wir werden

im Jahr 2016 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen können,

den ersten seit 25 Jahren. Das ist eine historische Chance.

Möglich wird dies durch einen großen Kraftakt und harte Einschnitte

für viele.

Mit einer Anhebung des Gewerbesteuersatzes von 460 auf 490

Prozentpunkte ruft Wuppertal im Bergischen Land nun die

höchsten Sätze auf. Ist der Preis der Schuldensenkung für Unternehmen

nicht zu hoch?

Jung: Wir wissen, dass wir den Unternehmen, die sich auch

durch ihre Treue zum Standort Wuppertal auszeichnen, einiges

aufbürden. Doch wir mussten auf der Einnahmenseite nachsteuern.

Viele Gespräche mit Firmenleitungen haben mich aber

zu der Auffassung gebracht, dass das Ziel, die Schuldenfrei­

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12

heit, diesen Weg wert ist. Zudem haben die Unternehmen nun

Planungssicherheit. Das war das letzte Sparpaket. Wir dürfen

keine weiteren Schulden aufbauen und auch nicht mehr an der

Steuerschraube drehen. Wuppertal ist als Referenzgemeinde

für die Entschuldung von Großstädten im Strukturwandel unter

genauer Beobachtung.

Dr. Rolf Volmerig: Die Sanierung der kommunalen Finanzen

erhöht die Reaktionsfähigkeit der Stadt. Wir können ohne

die Fesseln eines Haushaltssanierungsplans beispielsweise

schneller dringend erforderliche Gewerbegebiete entwickeln,

was sich wiederum positiv auf die Entwicklungsmöglichkeiten

der Unternehmen und somit das Steueraufkommen auswirken

wird.

Haben Sie denn ausreichend Platz für neue Unternehmen oder

ansässige Betriebe, die wachsen wollen?

Dr. Volmerig: Das Interesse an Wuppertal stimmt. Mit unseren

Gewerbeflächen im Mittelstandpark VohRang sowie im

Engineering Park sind wir in der Lage, marktgängige Pakete

zu schnüren, was auch jüngst die Ansiedlung des Hebezeug­


Herstellers Columbus McKinnon belegt. Doch das Angebot in

einer topografisch schwierigen Stadt wie Wuppertal ist begrenzt.

Auch vor diesem Hintergrund ist die Sanierung der

Stadtfinanzen ungemein wichtig. Nur so sind wir in der Lage,

in Vorkasse zu gehen und neue Gelände auszuweisen.

Verfügt der Wirtschaftsstandort Wuppertal über ein Alleinstellungsmerkmal?

Dr. Volmerig: Die Stadt profitiert sehr von der hohen Gründerquote

der Bergischen Universität. Wir sind seit Jahren

in den Top 3 der Ranglisten für Hochschulen mit besonders

gutem Gründungsklima vertreten. Durch Angebote wie

dem Technologiezentrum W­Tec, das ohne Zuschüsse auskommt,

können die Start-Ups wachsen. 160 Unternehmen

haben hier eine Heimat gefunden. Sie werden mit den Jahren

selbst zu wichtigen Arbeitgebern und Steuerzahlern am

Standort. Wuppertal als Ganzes kommt auch zugute, dass

die Identifikation dieser Firmenlenker mit der Stadt ungemein

hoch ist.

Unternehmer haben viele Wünsche an den Oberbürgermeister,

aber was wünscht sich der Oberbürgermeister von seinen Unternehmern?

Jung: Glauben Sie mir, ich bin voll und ganz zufrieden. Die

Unternehmer unterstützen die Stadt in mannigfaltiger Weise,

sind kulturell, sozial und im Sport engagiert. Das Engagement

ist exzellent.

Welches ist aktuell Ihr wichtigstes Wirtschaftsförderungsprojekt?

Jung: Das ist ganz sicher der Döppersberg. Es geht um weit

mehr als die städtebauliche und funktionale Aufwertung des

Bahnhofsumfeldes. Es geht darum, eine Visitenkarte für die

Stadt zu entwickeln. Das Projekt wird das Image Wuppertals

erheblich aufwerten. Daher setzen wir volle Energie in seine

Umsetzung.

Dr. Volmerig: Erste positive Ergebnisse der Arbeit zeigen sich

schon. Die Planungen am Döppersberg haben weitere Investi­

Peter Jung Dr. rolf Volmerig

Standort-Check Wuppertal

tionen entlang der Talachse nach sich gezogen, etwa die Ansiedlung

des Autohändlers Procar auf dem ehemaligen ELBA­

Gelände oder die Büroneubauten an der Ohligsmühle. Auch aus

diesem Grund hat das Gelingen des Döppersbergs einen unschätzbaren

Wert.

Wie stehen Sie zur Region?

Jung: Es geht nicht ohne unsere Partner vor Ort, ob im Bergischen

oder im Rheinland. Wuppertal gehört für mich klar zum

Rheinland. Deshalb freut es mich, dass die hiesige IHK dies

auch so sieht und nun ihrerseits die Rheinlandinitiative unterstützt.

Auch die Bergische Entwicklungsagentur macht eine

gute Arbeit, von der Wuppertal, Solingen und Remscheid sehr

profitieren. Doch lassen Sie mich eines ganz deutlich sagen: Mit

mir wird aus der BEA keine Bergische Wirtschaftsförderung

werden. Ich bin mit der Arbeit des Kollegen Volmerig mehr als

zufrieden (lacht).

Dennoch knirscht es beizeiten im regionalen Miteinander.

Stichwort IKEA.

Jung: Wir wollen IKEA und werden alles in unserer Macht

Stehende für die Ansiedlung tun. Sehen Sie, die Umsätze der

Möbelverkäufe in Wuppertal erreichen nur 42 Prozent dessen,

was im Bezug auf die Einwohnerzahl normal wäre. Die

abgeflossene Kaufkraft gilt es wieder an uns zu binden. Es

ist klar, dass Umlandkommunen, deren Einzelhändler jahrzehntelang

Wuppertaler Kunden begrüßen konnten, dies

nicht gefällt. Da ist man bei aller Kooperation halt auch Konkurrent.

Wir werden nun alles sorgfältig prüfen, natürlich

auch die Verkehrsströme und die Verträglichkeit für die Innenstädte.

Wir werden aber nicht davon abrücken.

Mit welchem Amtskollegen würden Sie gerne für einen Tag oder

länger tauschen?

Jung: Mit niemandem. Ich bin mit vollem Herzen Wuppertaler

und fühle mich eher als Unternehmer denn als Politiker.

Dieses Amt hätte ich in keiner anderen Stadt als Wuppertal

angenommen.

109

Bergisches Wirtschaftsblatt 2/12


110

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heerdter landstraße 141

40549 Düsseldorf

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Die Themen des

nächsten heftes 3/12

schwerpunktheft Problemlöser

Wer macht Unternehmen schnell, effizient, intelligent?

Im Heft 3­12 dreht sich alles um die Problemlöser.

Die größten Technikerfindungen

Wir zeigen die Ergebnisse der Leserwahl – und welche

Innovationen heute die Wirtschaft stärken.

Bildung

Wie werden wir ein Land von Problemlösern? Wir stellen

Einrichtungen vor, die dem häufig beklagten Fachkräftemangel

mit schlüssigen Konzepten begegnen.

Immobilien

Zur Real Estate North, der Fachmesse für Gewerbeimmobilien

in Nordeuropa, bringt das Wirtschaftsblatt ein

Bauen­Spezial.

Gewerbeparks & Industrieparks

Die Region bietet viel komfortablen Platz für Wachstum.

Wir stellen die besten Adressen vor.

IT und Daten

Anbieter von Ideen, Produkten und Services ermöglichen

es Unternehmen, sich auf ihre Kernkompetenzen

zu konzentrieren. Wir präsentieren die Technik­Trends.

Mittelstandsfinanzierung

Wer hilft, die jetzt notwendige Expansion oder Konsolidierung

zu finanzieren? Das Wirtschaftsblatt macht

den Stress­Test.

Umwelt, entsorgung und Chemie

Deutschland ist weltweit Vorreiter für umweltbewusste

Produktionsprozesse. Das Wirtschaftsblatt

zeigt, wer die Experten sind.

Unternehmensberatung

Effiziente Beratung setzt auf „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Das Wirtschaftsblatt führt Angebot und Nachfrage

zusammen und präsentiert die Berater der Region.


Impressum

Das Wirtschaftsblatt Bergisches Land erscheint in der Wirtschaftsblatt Verlagsgesellschaft mbH

Herausgeber Michael Oelmann

Wirtschaftsblatt Bergisches Land

Heerdter Landstraße 141 ∙ D­40549 Düsseldorf ∙ Tel.: 0211/311 20 60­0

Fax Verlag: 0211/311 20 60­10 ∙ Fax Redaktion: 0211/311 20 60­30

bergisch@wirtschaftsblatt.de ∙ www.wirtschaftsblatt.de

Regionalleitung Christiane ten Eicken

Regionalteam Carola Thielecke, Stephanie A. Herpich

Chefredaktion Marc Daniel Schmelzer (mds), schmelzer@wirtschaftsblatt.de

Michael Kranz (MiK), kranz@wirtschaftsblatt.de

Vertriebsleitung Jochen Oelmann, j.oelmann@wirtschaftsblatt.de

Vertriebskoordination Andreas Hodapp­Schneider, Andrea­Maria Schauf

Regionalleiter Tina Marie Bongartz (Mönchengladbach), Christiane ten Eicken (Wuppertal),

Katja Eifler (Neuss), Sabine Hense­Ferch (Lippstadt), Brigitte Freitag (Hannover), Jürgen Haß

(Nürnberg), Anna Hüser (Düsseldorf), Volker Motz (Köln), Marc Daniel Schmelzer (Mettmann),

Gisela Splitt (Essen)

Redaktion Ronald Morschheuser (romo), Barbara Ochs (os), Karsten Sander (ks), Andreas Schultheis

(as), Anja Schumacher (aks), Carola Thielecke (cth), Brigitte Waldens (bw), Jan D. Walter

(jdw), Andrea Wiegmann (aw)

Tel.: 0211/311 20 60­0, redaktion@wirtschaftsblatt.de

Redaktionsmitarbeit Susanne Birkner (Wuppertal), Peter ten Eicken (pte), Birgit Fliege (Willich),

Ines Godazgar (Halle/Saale), Martina Gorlas (Essen), Mathias Hajek (Düsseldorf), Stephanie A.

Herpich (Wuppertal), Barbara Anna Hüser, Nadia Joppen (Willich), Thomas Leif (Düsseldorf),

Margit Schmitt (Köln), Inga Sprünken (Köln), Meike Sturat (Köln), Anne Swodenk (Düsseldorf),

Karin Weidenbacher (Wendlingen)

Firmenberatung Andrea­Maria Schauf, Heinz Josef Arndt, Marieluise Bothe, Christiane Butlin,

Sabine Dobbek, Bernd Häckel, Jürgen Haß, Oswald Herchner, Heike Hesse, Werner Kämmerer,

Brigitte Kürten, Ulrike Lamberty, Eduard Lind, Hans­Ulrich Noll, Christian Pianka, Felicitas

Raecke, Martina Sauer, Sabrina Schubert, Simona Schwabe, Karin Schwarzer, Regina Räthe, Carola

Thielecke, Stefan Trceziok, Brigitte Vesenbeckh

Tel.: 0211 / 311 20 60­21, anzeigen@wirtschaftsblatt.de

Gestaltung Daniela Schröder (Leitung); schroeder@wirtschaftsblatt.de, Tel.: 0211 / 311 20 60­24

Julia Schmitz, Gisela Röhrig­Wargalla

Art Direktion Achim Schreiner, Tel.: 0211 / 311 20 60­56

Veranstaltungen Andrea Schauf

Wirtschaftsblatt-TV Andreas Kranz, Katja Eifler

Buchhaltung Jürgen Schöddert, Tel.: 0211/311 20 60­0

Bürokoordination Anja Schumacher, Tel.: 0211/311 20 60­40, schumacher@wirtschaftsblatt.de;

Uta Bunn, Simona Müller

Informationsdienste und Datenbank Michael Künzer (Leitung); Jan Kranz, Joshua Kranz,

Kornelius Martusche

Fotos Harald Bickel, Simone Bahrmann, Achim Blazy, Martin Bühler, Ulli Dackweiler, Günter

Distler, Oliver Flörke, Thomas Gödde, Dirk Grobelny, Andreas Herrmann, Dirk Hoy, Günter Lintl,

Boris Loehrer, Angelika Osthues, Sandra Sanchez, Volker Schäffner, Jens Schlüter, Peter Sudermann,

Anja Tinter, Rupert Warren, Andreas Willems

Aboservice Simona Müller, Tel.: 0211/311 20 60­28, mueller@wirtschaftsblatt.de

Distribution Michael Hellmann, Rainer Schade

Druck Hofmann Infocom GmbH, Nürnberg

Das Wirtschaftsblatt ist das regionale Wirtschaftsmagazin mit eigenständigen Ausgaben für die

Regionen Metropole Ruhr, Westfalen, Köln ­ Bonn ­ Aachen, Düsseldorf, das Bergische Land, den

Niederrhein, den Kreis Mettmann, Baden­Württemberg, Bayern, Ostdeutschland, Rhein ­ Main

­ Saar, die Metropolregion Hannover sowie Norddeutschland. Persönlich gekennzeichnete Beiträge

und Firmenbeiträge stellen nicht unbedingt die Meinung des Verlages dar. Alle Rechte liegen

bei der Wirtschaftsblatt Verlagsgesellschaft mbH, Düsseldorf. Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 25 vom 1.2.2011. 19. Jahrgang.

WIRTSCHAFTSBLATT Verlagsgesellschaft mbH

Geschäftsführer: Michael Oelmann

HRB­Nr. 49351, Amtsgericht Düsseldorf

„Die Stärkung des Standorts ist unser Ziel.“

IVW­geprüfte

gesamtverbreitete Auflage:

137.045 Hefte (II/2011)

Impressum /Teamköpfe

113

Teamköpfe

Seit dem Som­

mer 2011 unter­

stützt andrea

Wiegmann die

Redaktion des

Wirtschaftsblatt.

Als geborene

Haanerin und

andrea Wiegmann Wahl­Wuppertalerin

ist die

27jährige eine

profunde Kennerin der regionalen Wirtschaft

im Bergischen Land. Schon während

ihres Geschichts­Studiums an

der Uni Duisburg­Essen hat sie sowohl

für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt

Wuppertal als auch für die IHK und das

Handelsblatt gearbeitet. Nach ihrem Magister­Abschluss

und einem Redaktions­

Volontariat bei der Westdeutschen Zeitung

hat sie sich für die Selbständigkeit

entschieden. So unterstützt sie sowohl

unsere Redaktion als auch weiterhin die

Wuppertaler Wirtschaftspresse mit ausdrucksstarken

Texten.

Ein Bild sagt bekanntlich

mehr

als tausend

Worte. So hat

sich das Wirtschaftsblatt

seit

2008 für den lebendigen

und

d y n a m i s c h e n

Boris loehrer Ausdruck des

Diplom­Fotodesigners

Boris loehrer in die Redaktion

Köln ­ Bonn ­ Aachen geholt. Der „kölsche

Jung“ hat als ehemaliger Assistent

des People­ und Architektur­Fotografen

Peter Nierhoff schon früh die ausdrucksstarke

People­Fotografie kennengelernt

und in der Meisterklasse an der Ruhr­

Universität Bochum zum Diplom­Fotodesigner

vervollkommnet. Seitdem arbeitet

der 39jährige als selbständiger Fotograf.

Neben dem Wirtschaftsblatt zählt Boris

Loehrer nationale und internationale

Agenturen wie Edelman oder George P.

Johnson, Kosmetik­ und Pharmaunternehmen,

Immobilienspezialisten sowie

Automobilhersteller wie Porsche oder

Volvo zu seinen Kunden.

Wirtschaftsblatt 2/12


114 letzte seite

Kopfschüttler

Chapeau, Günter Thönnessen,

Chapeau, Thomas Küppers.

Die Republik fragt sich, wie

Bürgermeister und oberster

Wirtschaftsförderer der niederrheinischen

Stadt Viersen ein Placement erster

Güte hinbekommen haben. Tatort ihres

genialen PR­Coups war die Spiegel­

Ausgabe 7/2012, die über den gespaltenen

Immobilienmarkt in Deutschland

berichtete. Im Text bedachten die investigativen

Hamburger die Kreisstadt

durchaus kritisch. Auch Neumünster,

Pirmasens oder Hof bekamen ihr Negativfett

weg. Doch die 70.000 Viersener

haben es irgendwie auf die Karte der

boomenden Immobilienmärkte geschafft.

So leuchtet für alle Investoren

unübersehbar neben Düsseldorf, München

und Hamburg auch ein Punkt für

Viersen. Die Kennung auf der Karte ist

ein medialer Volltreffer. Heuer bleiben

beim schnellen Durchblättern allenfalls

Überschriften, Bilder und Grafiken

hängen. Das bedeutet: Mehr als sechs

Millionen Spiegel­Leser verbinden die

Stadt Viersen jetzt mit dem Begriff Betongold.

Chapeau, Viersen. MiK

Wirtschaftsblatt 2/12

Maximen

Professor reinhard F. hüttl ist der Präsident von acatech -

Deutsche akademie der Technikwissenschaften

In der ruhe liegt

die Kraft

Man muss Ausdauer beweisen.

Diese Feststellung trifft Professor

Reinhard F. Hüttl nicht

nur, weil er passionierter Jogger ist.

Als Gründungspräsident und Präsident

der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften

steht er mit Henning

Kagermann an der Spitze eines staatlichen

Instituts, dessen Gründung als

technische Ideenwerkstatt erstmals

1899 vom preußischen Landtag angeregt

wurde – aber erst 108 Jahre später

wurde der Plan in die Tat umgesetzt.

Den heute populären Gedanken

des nachhaltigen Wirtschaftens hat

der Boden­ und Forstwissenschaftler

mit der universitären Muttermilch

aufgesogen. „Die moderne Kreislaufwirtschaft

ist ohne die Pionierarbeit

der Forstwissenschaft, die schon vor

250 Jahren den Nachhaltigkeitsgedanken

angestoßen hat, nicht denkbar“,

unterstreicht Hüttl. Solche Anstöße

von Dauer soll auch die acatech liefern,

deren Hauptaufgabe nach Auffassung

ihres Präsidenten eine evidenzbasierte

Politik­ und Gesellschaftsberatung ist.

Zudem gehört der 55jährige Hüttl

der „Ethikkommission Sichere Ener­

gieversorgung“ an, die vor einem Jahr

nach der Katastrophe von Fukushima

ins Leben gerufen wurde. Eine Aufgabe,

der er sich unaufgeregt mit ganzer

Kraft widmet. „Wir benötigen große

Sachlichkeit und Kompetenz, um den

beschlossenen Ausstieg aus der Kernkraft

zu bewerkstelligen“, unterstreicht

Hüttl. Seit 1992 wirkt der gebürtige

Bayer auch in den neuen Bundesländern.

So wurde er im Jahr 2007 Wissenschaftlicher

Vorstand des Deutschen

GeoForschungsZentrum in Potsdam.

Heute, 22 Jahre nach der Wiedervereinigung,

findet es Reinhard F. Hüttl bemerkenswert,

wie tiefgreifend 40 Jahre

real existierender Sozialismus den

Osten Deutschlands geprägt haben,

selbst im Bereich Wissenschaft und

Forschung. „Weniger als zehn Prozent

der FuE­Ausgaben werden zwischen

Anklam und Zittau getätigt“, erläutert

Hüttl. Da gelte es weiterhin kontinuierliche

Aufbauarbeit zu leisten und sich

bietende Chancen zu ergreifen. Denn

trotz aller Langfristorientierung in der

Arbeit müsse man im richtigen Moment

zugreifen: „Eine Prise Carpe Diem

gehört auch dazu.“ ks


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