AUSLOBUNG – VERFAHREN - D&K drost consult

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AUSLOBUNG – VERFAHREN - D&K drost consult

PROTOKOLL ZUR

PREISGERICHTSSITZUNG

am 15.06.2012 um 13:00 Uhr

in den ehemaligen Räumlichkeiten der Berufsgenossenschaft Verkehr, Katharinenstraße 10 (3. OG),

20457 Hamburg

Nicht offener, hochbaulicher Wettbewerb mit 12 teilnehmenden Büros

HafenCity Hamburg |

“Green Belt House“ am Lohsepark

Baufeld 71

ausgelobt durch die Projektgemeinschaft

BEHRENDT WOHNUNGSBAU KG (GmbH & Co.)

Friedensallee 271

22763 Hamburg

CONPLAN GmbH

Kirchentwiete 29

22765 Hamburg

FRANK Heimbau Nord GmbH

Fuhlsbüttler Str. 216

22307 Hamburg

STATTBAU HAMBURG

Stadtentwicklungsgesellschaft mbH

Sternstraße 106

20357 Hamburg

im Einvernehmen mit der

Freien und Hansestadt Hamburg

letztere vertreten durch

die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

und die

HafenCity Hamburg GmbH

D&K drost consult GmbH


Hochbaulicher Wettbewerb

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Baufeld 71

Das Preisgericht tritt um 13:15 Uhr in den ehemaligen Räumlichkeiten der Berufsgenossenschaft

Verkehr, Katharinenstraße 10 in Hamburg zusammen.

Herr Lars Straeter, CONPLAN GmbH, begrüßt die Anwesenden im Namen der Ausloberinnen. Er freut

sich auf die heutige Preisgerichtssitzung und hofft auf qualitätvolle Entwürfe. Herr Mark-Oliver Abend,

BEHRENDT WOHNUNGSBAU KG (GmbH & Co.) und Herr Marc Schauenburg, FRANK Heimbau

Nord GmbH schließen sich ihrem Vorredner an und sind gespannt auf das Ergebnis des Wettbewerbs.

Herr Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH,

hat hohe Erwartungen an die Wettbewerbsbeiträge. Er freut sich auf die Realisierung des Vorhabens

und wünscht dem Projekt einen erfolgreichen weiteren Verlauf.

Herr Professor Jörn Walter, Oberbaudirektor, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU)

schließt sich den Worten von Herrn Bruns-Berentelg an.

Herr Uwe Drost, Geschäftsführer des verfahrensbetreuenden Unternehmens D&K drost consult

GmbH, übernimmt die Moderation der Veranstaltung. Er stellt die wesentlichen Grundlagen des Wettbewerbsverfahrens

und dessen weiteren Ablauf dar.

Aus dem Kreis der Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter wird Herr Jürgen Böge für den Vorsitz

der Preisgerichtssitzung vorgeschlagen und einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Er nimmt die Wahl

an und bedankt sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Im Folgenden wird die Vollzähligkeit

der stimmberechtigten Preisrichter festgestellt. Es sind erschienen:

1. ANWESENDE DES PREISGERICHTES

Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter

Professor Jörn Walter Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), Oberbaudirektor

Frank Birwe freischaffender Architekt, KBNK Architekten GmbH, Hamburg

Jürgen Böge freischaffender Architekt, Böge Lindner K2 Architekten, Hamburg

Hartmut Windels freischaffender Architekt, Windels Architekten, Hamburg

entschuldigt fehlen:

Michael Mathe Bezirksamt Hamburg-Mitte,

Amtsleiter Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung

Karin Loosen freischaffende Architektin,

LRW Architekten und Stadtplaner GbR, Hamburg

Stellvertretende Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter

Dieter Polkowski BSU, Amt für Landes und Landschaftsplanung,

Projektgruppe HafenCity

Karl Heinz Humburg Bezirksamt Hamburg-Mitte, Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung

Sven Hidde freischaffender Architekt, Heyden und Hidde Architekten, Hamburg

Jessica Borchardt freischaffende Architektin,

BN Architekten borchardt.nentwig, Hamburg

Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter

Mark-Oliver Abend BEHRENDT WOHNUNGSBAU KG (GmbH & Co.)

Lars Straeter CONPLAN GmbH/

STATTBAU HAMBURG Stadtentwicklungsgesellschaft mbH

Marc Schauenburg FRANK Heimbau Nord GmbH

Jürgen Bruns-Berentelg HafenCity Hamburg GmbH, Vorsitzender der Geschäftsführung

Piske Politischer Vertreter, SPD

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Hochbaulicher Wettbewerb

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entschuldigt fehlt:

Jörg Hamann Politischer Vertreter, CDU, Mitglied der Hamburger Bürgerschaft

Stellvertretende Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter

Dr. Jan Behrendt BEHRENDT WOHNUNGSBAU KG (GmbH & Co.)

Reiner Schendel CONPLAN GmbH/

STATTBAU HAMBURG Stadtentwicklungsgesellschaft mbH

Natascha Hoffmann FRANK Heimbau Nord GmbH

Giselher Schultz-Berndt HafenCity Hamburg GmbH, Geschäftsführung

Dr. Michael Osterburg Politischer Vertreter, GAL, Bezirksabgeordneter

Bernhard Stietz-Leipnitz Politischer Vertreter, Die LINKE, Bezirksabgeordneter

Angela Westfehling Politische Vertreterin, FDP, Bezirksabgeordnete

Sachverständige

Birgit Ferber BSU, Amt für Landes- und Landschaftsplanung,

Projektgruppe HafenCity

Siegfried Krauß BSU, Amt für Landes- und Landschaftsplanung,

Projektgruppe HafenCity

Verena Wein-Wilke BSU, Amt für Wohnen, Stadterneuerung und Bodenordnung

Petra Stahlkopf Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Amt für Familie

Iris Braaker Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Amt für Familie

Jürgen Desler HafenCity Hamburg GmbH

Jürgen Clausen Lärmkontor GmbH

Jan Bernd Leffers BEHRENDT WOHNUNGSBAU KG (GmbH & Co.)

Robert Höricht FRANK Heimbau Nord GmbH

Werner Lingenau Vertreter der Baugruppe

Stefan Gostomczyk Vertreter der Baugruppe

entschuldigt fehlen:

Simone Schuster-Schweigert BSU, Amt für Bauordnung und Hochbau

Rita Fietzek BSU, Amt für Bauordnung und Hochbau

Stefan Mundt BSU, Amt für Landes- und Landschaftsplanung, Umweltbelange

Juliane Martinius Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Amt für Verkehr

Hilmar Rodemann Bezirksamt Hamburg-Mitte,

Fachamt Management des öffentlichen Raumes

Peter Skambraks Bezirksamt Hamburg-Mitte,

Fachamt Management des öffentlichen Raumes

Maritta Francke Wohnungsbaukreditanstalt

Christian Runte HafenCity Hamburg GmbH

Andreas Schneider HafenCity Hamburg GmbH

Rosemarie Oltmann STATTBAU HAMBURG Stadtentwicklungsgesellschaft mbH

Tanja Christoff CONPLAN GmbH

Gäste

Ingolf Goritz Politischer Vertreter, GAL

Andrea Sachlan Politische Vertreterin, FDP

Antje Heider-Rottwilm Vertreterin Netzwerk HafenCity

Tanja Heine Vertreterin Netzwerk HafenCity

Karim Edzards STATTBAU HAMBURG Stadtentwicklungsgesellschaft mbH

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Wettbewerbskoordination/Organisation

Uwe Drost D&K drost consult GmbH, Hamburg

Cornelia Eggers D&K drost consult GmbH, Hamburg

Christine Holewa D&K drost consult GmbH, Hamburg

Hochbaulicher Wettbewerb

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Herr Michael Mathe hat im Vorfeld seine Teilnahme an der Preisgerichtssitzung abgesagt. Seine Funktion

als Fachpreisrichter wird von Herrn Karl Heinz Humburg übernommen.

Frau Karin Loosen hat im Vorfeld ihre Teilnahme an der Preisgerichtssitzung abgesagt. Ihre Funktion

als Fachpreisrichterin wird von Frau Jessica Borchardt übernommen.

Herr Jörg Hamann hat im Vorfeld seine Teilnahme an der Preisgerichtssitzung abgesagt. Seine Funktion

als Sachpreisrichter wird von Herrn Dr. Michael W. Osterburg übernommen.

Der Vorsitzende des Preisgerichts bestätigt die Vollzähligkeit der stimmberechtigten Preisrichter.

Die Protokollführung übernehmen Cornelia Eggers und Christine Holewa von D&K drost consult GmbH.

Alle zu der Sitzung des Preisgerichts zugelassenen Personen geben die Versicherung zur vertraulichen

Behandlung der Beratungen. Sie erklären weiterhin, dass sie keinen Meinungsaustausch mit den

Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmern über die Aufgabe hatten.

Der Vorsitzende versichert den Ausloberinnen, den teilnehmenden Büros sowie der Öffentlichkeit die

größtmögliche Sorgfalt und Objektivität des Preisgerichts in Anlehnung der „RPW 2010 - Richtlinien für

Planungswettbewerbe der Freien und Hansestadt Hamburg“.

2. ERGEBNISSE DER VORPRÜFUNG

Die Ergebnisse der Vorprüfung sind in einem Vorprüfbericht zusammengefasst, der Aufschluss über die

formalen Kriterien gibt und einen vergleichbaren Überblick über alle Arbeiten gewährleistet. Für jede

Arbeit werden auf jeweils vier DIN-A4-Seiten die stichwortartigen Vorprüfungsergebnisse der Sachverständigen,

die faktischen Überprüfungen sowie Ausschnitte der Planzeichnungen dargestellt. Die

Vorprüfung erfolgte anhand der in der Auslobung formulierten Kriterien.

Ferner steht dem Preisgericht ergänzend zum Vorprüfbericht eine dreiseitige Projektübersicht zur

Verfügung, die sowohl die Lagepläne und beispielhafte Perspektiven bzw. Ansichten aller abgegebenen

Arbeiten enthält als auch wichtige Kenngrößen wie BGFa, Nutzfläche und Anzahl der Wohneinheiten

zusammenfasst.

Alle zwölf teilnehmenden Büros haben ihre Wettbewerbsbeiträge fristgerecht eingereicht. Zur Wahrung

der Anonymität wurden die Kennziffern der Arbeiten durch Tarnzahlen mit den Ziffern 1581 bis 1584 für

die Teilfläche A, 1585 bis 1588 für die Teilfläche B und 1589 bis 1592 für die Teilfläche C ersetzt.

Jegliche Hinweise auf Unterlagen und Verpackungen, die Aufschluss auf den Verfasser geben könnten,

wurden unkenntlich gemacht. Eine Sammelliste mit Kennziffern, Tarnzahlen und Eingangsdaten wurden

zusammen mit den Verfassererklärungen aufbewahrt.

Die geforderten Verfahrensleistungen wurden im Wesentlichen bei allen Arbeiten erbracht. Aus formalen

Gesichtspunkten besteht kein Anlass für die Vorprüfung, den Ausschluss eines Verfahrensbeitrages

durch das Preisgericht zu empfehlen.

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In der Vorprüfung der Wettbewerbsarbeiten wurde seitens der HafenCity Hamburg GmbH festgestellt,

dass kein Entwurf die Baumstandorte im Hinblick auf die Anleiterbarkeit der Wohnungen berücksichtigt

hat. Nach Einschätzung der Vorprüfung kann dies jedoch im Zuge der weiteren Bearbeitung korrigiert

werden. In diesem Zusammenhang werden den Ausloberinnen aktuelle Planunterlagen zu den an das

Baufeld 71 angrenzenden Straßen von der HafenCity Hamburg GmbH zur Verfügung gestellt.

3. INFORMATIONSRUNDGÄNGE UND BEWERTUNG

3.1 TEILBEREICH A (CONPLAN/STATTBAU)

Informationsrundgang

Um 13:35 Uhr beginnt der Informationsrundgang zu den Arbeiten der Teilfläche A, in dem die

Vorprüfung die städtebaulichen, architektonischen und funktionalen Grundzüge der Arbeiten ausführlich

und wertfrei vorstellt. Insbesondere wird auf die von den jeweiligen Verfassern hervorgehobenen Aspekte

der Arbeiten eingegangen. Während dieser Vorstellung werden vom Preisgericht Rückfragen

zum Verständnis der Entwurfsidee und detaillierte Fragen in Bezug auf die Darstellung erörtert. Nach

dem Informationsrundgang beginnt das Preisgericht seine Beratung mit der Besprechung der Wettbewerbsaufgabe

und den insbesondere für die Teilfläche A zu berücksichtigenden Aspekten sowie des

Bewertungsverfahrens.

Bewertung der Arbeiten

Um 14:10 Uhr beginnt der erste Wertungsrundgang für die Teilfläche A mit einer kritischen Beurteilung

der Arbeiten und der Feststellung von grundsätzlichen und schwerwiegenden Mängeln. Dabei wird

jeder der Wettbewerbsbeiträge von einer Fachpreisrichterin/einem Fachpreisrichter vorgestellt und die

Arbeiten im Kreise des Preisgerichts unter Feststellung von Vorzügen, gelungenen Planungsansätzen

und gravierenden Schwächen diskutiert.

In die Beurteilung der Arbeiten fließen dabei unter anderem die Ausgestaltung der Fassaden, die Platzierung

der Nutzungen, die Erschließung der Häuser, die Flexibilität und die Organisation der Grundrisse

- auch in Hinblick auf den notwendigen Lärmschutz an der Shanghaiallee - ein. Darüber hinaus

werden ebenfalls die Dachlandschaft und die Einpassung der Neubebauung in die Umgebung betrachtet.

In diesem ersten Rundgang wird keine der vorgestellten Arbeiten ausgeschieden.

Beurteilung der Arbeiten

Arbeit 1581

Die Arbeit formuliert eine eher ruhige, in rötlichem Klinker gehaltene Außenfassade, die für die Organisation

der inneren Flächen eine gute (für die Baugruppen wichtige) Flexibilität bietet. Dies wird durch

das Preisgericht teilweise begrüßt. Jedoch wird auch eine gewisse Originalität und Aussagekraft in der

Fassadengestaltung vermisst. Insgesamt wird die Platzierung der Loggien an der Nordfassade stark

kritisiert. Darüber hinaus ist der Lösungsvorschlag zum Übergang der verglasten an den Teilbereich C

angrenzenden Fassadenfläche unbefriedigend gelöst.

Der durch die Auslobung vorgegebene Wohnungsschlüssel ist gut umgesetzt worden. Die Anordnung

der Wohn- und Schlafbereiche ist nicht optimal gewählt, aber nach Ansicht des Preisgerichts ohne

großen Aufwand korrigierbar (z. B. Schlafbereiche an der Yokohamastraße nach Norden). Die im

Erdgeschoss und in der Galerie platzierten Wohnungen sind nicht realisierbar.

Die Gestaltung der Dachlandschaft bewertet das Preisgericht als gut gelungen.

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Arbeit 1582

In Bezug auf den Städtebau schlagen die Verfasser dieser Arbeit eine gute und konventionelle Lösung

vor, die aber leider kein Überraschungsmoment bietet. Das in der Fassadengestaltung thematisierte

Zusammenspiel von Ziegel und Holzelementen scheint dem Preisgericht wenig innovativ. Zudem

überzeugt die Art der Einbindung des Landschaftsfensters in die Fassade das Preisgericht nicht.

Die vorgeschlagenen Wohnungen weichen in ihren Größen stark von den Vorgaben der Ausloberin ab.

Zudem erhalten die Gemeinschaftsflächen nicht die gewünschte Präsenz.

Die vorgesehene Begrünung und Ausgestaltung der Dachlandschaft wirkt übertrieben. Eine Zusammenfassung

der Dachaufbauten als durchgehender Riegel ist nicht gewünscht und nach Meinung des

Preisgerichts an diesem Ort nicht realisierbar.

Arbeit 1583

Diese Arbeit zeigt eine angenehm ruhige Fassadenstruktur mit einer anmutigen Abstaffelung der Gebäudetiefe

an der Yokohamastraße und einem für eine Wohnnutzung ungewöhnlich hohen Fensterflächenanteil,

der im Preisgericht kontrovers diskutiert wird. Zum einen wird die hohe Fassadentransparenz

in nördliche Richtung auf Grund des angestrebten Energiestandards als problematisch betrachtet.

Andererseits erhalten die Wohnungen durch den hohen Anteil der Fensterflächen eine gute Belichtungsqualität.

Die Anordnung von Loggien/Wintergärten an der Yokohamastraße ist nicht nachvollziehbar.

Die angebotene Öffnung der Fassade zur Shanghaiallee schafft besondere Qualitäten für die hier

angeordneten Wohneinheiten - das Thema ist sehr gut gelöst.

In den Aspekten Mischung, Größe und Flexibilität erfüllen die vorgeschlagenen Grundrisse nicht die

Vorgaben der Ausloberin. Zudem ist die jeweilige Ausrichtung der Wohn- und Schlafbereiche nicht

optimal gewählt - ein Tausch der Flächen sollte aber möglich sein.

Die Erschließungssituation im Erdgeschoss wird kontrovers diskutiert, da die Zugänge zu den Treppenhäusern

einerseits funktionale Begegnungs-/Gemeinschaftsflächen aber andererseits Dunkelbereiche

darstellen können.

Die Gestaltung der Dachlandschaft ist geschickt gelöst. Das Preisgericht hebt hier besonders die Zusammenfassung

der Dachaufbauten an der Yokohamastraße positiv hervor.

Arbeit 1584

Der Entwurf schlägt eine stringente, sehr ausdrucksstarke Fassadengestaltung vor, die ein hohes

Identifikations- und Adressbildungspotenzial für den gesamten Gebäudeabschnitt bietet. Die einzelnen

Häuser werden durch eine Auffächerung der Fassade und dadurch nach Westen entstehenden schmale

Fensterbänder für die Treppenhäuser (1. OG - 5. OG) definiert, ohne dass sich der Baublock zu stark

zergliedert. Städtebaulich überzeugt insbesondere die Gliederung der Fassade an der Shanghaiallee in

drei Geschosszonen. Teile des Preisgerichts sehen in der Stringenz der Fassade eine eingeschränkte

Zuordnung bzw. Auffindbarkeit einzelner Wohnungen von außen.

Die schmalen Fenster an der Yokohamastraße sind für die Belichtungssituation der Wohnungen ungünstig.

Nach Meinung des Preisgerichts kann dies durch stellenweise größere Fensteröffnungen oder

auch eine Verglasung der abgeschrägten Fensterlaibungen leicht und entwurfsverträglich korrigiert

werden. Die vorgeschlagenen Grundrisse funktionieren für sich genommen gut. Die Ausrichtung der

Schlafräume zur Yokohamastraße wird begrüßt. Teilweise sind jedoch die Vorgaben des Wohnungsschlüssels

nicht umgesetzt.

Hinsichtlich der Sockelzone wird mit bis zum Boden laufenden Klinker- und Holzelementen eine für

Fußgänger abwechslungsreiche und charmante Gestaltung vorgeschlagen, die dem gesamten Gebäude

ebenfalls eine gewisse Standfestigkeit gibt. Teile des Preisgerichts sehen diese Gestaltung in Bezug

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auf die flexible Anordnung öffentlichkeitsbezogener Nutzungen im Erd- und Galeriegeschoss jedoch

kritisch.

Die Ausbildung der Dachlandschaft als eine durchgängig gemeinschaftlich genutzte Fläche entspricht

nicht den Vorgaben der Auslobung.

3.2 TEILBEREICH B (BEHRENDT)

Informationsrundgang

Um 15:10 Uhr beginnt der Informationsrundgang zu den Arbeiten der Teilfläche B, in dem die

Vorprüfung die städtebaulichen, architektonischen und funktionalen Grundzüge der Arbeiten ausführlich

und wertfrei vorstellt. Insbesondere wird auf die von den jeweiligen Verfassern hervorgehobenen Aspekte

der Arbeiten eingegangen. Während dieser Vorstellung werden vom Preisgericht Rückfragen

zum Verständnis der Entwurfsidee und detaillierte Fragen in Bezug auf die Darstellung erörtert. Nach

dem Informationsrundgang beginnt das Preisgericht seine Beratung mit der Besprechung der Wettbewerbsaufgabe

und den insbesondere für die Teilfläche B zu berücksichtigenden Aspekten sowie des

Bewertungsverfahrens.

Bewertung der Arbeiten

Um 15:30 Uhr beginnt der erste Wertungsrundgang für die Teilfläche B mit einer kritischen Beurteilung

der Arbeiten und der Feststellung von grundsätzlichen und schwerwiegenden Mängeln. Dabei wird

jeder der Wettbewerbsbeiträge von einer Fachpreisrichterin/einem Fachpreisrichter vorgestellt und die

Arbeiten im Kreise des Preisgerichts unter Feststellung von Vorzügen, gelungenen Planungsansätzen

und gravierenden Schwächen diskutiert.

In die Beurteilung der Arbeiten fließen dabei unter anderem die Ausgestaltung der Fassaden, die Platzierung

der Nutzungen, die Erschließung der Häuser sowie die Flexibilität und die Organisation der

Grundrisse ein. Darüber hinaus werden ebenfalls die Dachlandschaft und die Einpassung der Neubebauung

in die Umgebung betrachtet.

In diesem ersten Rundgang wird keine der vorgestellten Arbeiten ausgeschieden.

Beurteilung der Arbeiten

Arbeit 1585

Die vorgeschlagene Bebauung lässt eine klar erfassbare Sockelzone erkennen. Die oberen Geschosse

gliedern sich - nicht eindeutig - in einen 3-geschossigen mittleren Bereich und eine 2- bzw. 3geschossige

Abschlusszone. Die Aufteilung des Baublocks in einzelne Häuser erfolgt durch Fugen und

zurückspringende Gebäudeteile ab dem 3. OG. Eine eindeutige horizontale oder vertikale Strukturierung

der Fassade ist nicht ablesbar. Aus städtebaulicher Sicht kann dieser Beitrag das Preisgericht

nicht überzeugen.

Die geplanten Grundrisse berücksichtigen weitestgehend die vorgegebene Wohnungsdurchmischung.

Auch die notwendigen Wohnungsgrößen sind gut umgesetzt. Die erforderliche Flexibilität der Grundrisse

ist gegeben.

Die Tiefe der Rücksprünge in den Obergeschossen erscheint nicht ausreichend. Dadurch wirkt die

Fassade an der Planstraße teilweise 7-geschossig, was durch das Preisgericht kritisiert wird.

Arbeit 1586

Dieser Entwurf zeigt eine kräftige und wohltuend unaufgeregte städtische Bebauung, die ein angenehmes

Selbstverständnis transportiert. Insbesondere die sehr gelungene Zonierung von Sockel- und

Dachbereich sowie feinsinnige Details in der gesamten Fassadengestaltung werden vom Preisgericht

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positiv hervorgehoben. Teile des Preisgerichts geben zu bedenken, dass die auf die einzelnen Häuser

bezogene Adressbildung nicht ausreichend berücksichtigt ist. Zudem wird die Anordnung der Fenster

und damit die Ausrichtung der Wohnungen im - für sich genommen sehr gelungen gestalteten - Eckbereich

am Lohsepark kontrovers diskutiert.

Die Verfasser planen zwischen den straßenseitigen, privaten Außenflächen Trennwände, die einen

guten Schutz der Privatsphäre der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner ermöglichen.

Zum Innenhof ist die Fassade zu monoton und ohne private Außenbereiche (z. B. Balkone) entwickelt.

Dies wird der vorgesehenen Wohnnutzung nicht gerecht.

Die Grundrisse der Wohnungen erfüllen nicht den in der Auslobung vorgegebenen Wohnungsschlüssel.

Das Nutzungskonzept „Behrendt Wohnungsbau“ wird nicht umgesetzt.

Arbeit 1587

In dieser Arbeit wird eine freundliche und sich zum Umfeld öffnende Bebauung vorgeschlagen, welche

die Qualität des nahe gelegenen Lohseparks nutzt und für die Wohnungen schöne Ausblicke ins Grüne

entwickelt. Insgesamt wird eine wohnliche, gut vorstellbare Atmosphäre geschaffen. Das Preisgericht

stellt jedoch die Ausformulierung des Eckbereichs am Lohsepark in Frage. Die unterschiedlich versetzten

Austrittsbalkone und die stützenlosen Eckbereiche werden kontrovers diskutiert. Kritisch werden

ebenfalls die parallel zur Fassade geplanten Wandscheiben der Balkone gesehen. Zudem ist nicht

nachvollziehbar, dass außenliegende Treppenhäuser nur eingeschränkte Ausblicke erlauben. Fehlende

Trennwände zwischen den auf einer Geschossebene liegenden privaten Außenflächen können nach

Meinung des Preisgerichts problemlos ergänzt werden.

Die rückwärtige Fassadengestaltung ist nicht ansprechend gestaltet.

Die Wohnungen sind funktional und ausreichend flexibel geplant. Die Vorgaben zum Wohnungsschlüssel

sind ebenfalls berücksichtigt.

Arbeit 1588

Die Arbeit zeigt eine ruhige und klassisch, fast gründerzeitlich anmutende Bebauung, die eine charmante

und adressbildende Lösung für die Erd- und Galeriegeschosszone vorschlägt.

Die einzelnen Häuser setzen sich mit einer Fuge ab dem 1. OG gut erkennbar voneinander ab. Dennoch

wirkt der Entwurf insgesamt zu zurückhaltend bzw. zu zaghaft und kann das Preisgericht nicht in

Gänze überzeugen. Für Teile des Preisgerichts scheint die Fassadenabwicklung zu monoton.

Die in der Auslobung benannten Vorgaben zum Wohnungsschlüssel sind gut umgesetzt. Die vorgesehenen

Wohnungsgrundrisse könnten funktionieren.

3.3 TEILBEREICH C (FRANK)

Informationsrundgang

Nach einer kurzen Kaffeepause beginnt um 16:15 Uhr der Informationsrundgang zu den Arbeiten

der Teilfläche C, in dem die Vorprüfung die städtebaulichen, architektonischen und funktionalen

Grundzüge der Arbeiten ausführlich und wertfrei vorstellt. Insbesondere wird auf die von den jeweiligen

Verfassern hervorgehobenen Aspekte der Arbeiten eingegangen. Während dieser Vorstellung werden

vom Preisgericht Rückfragen zum Verständnis der Entwurfsidee und detaillierte Fragen in Bezug auf

die Darstellung erörtert. Nach dem Informationsrundgang beginnt das Preisgericht seine Beratung mit

der Besprechung der Wettbewerbsaufgabe und den insbesondere für die Teilfläche C zu berücksichtigenden

Aspekten sowie des Bewertungsverfahrens.

Bewertung der Arbeiten

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Um 16:40 Uhr beginnt der erste Wertungsrundgang für die Teilfläche C mit einer kritischen Beurteilung

der Arbeiten und der Feststellung von grundsätzlichen und schwerwiegenden Mängeln. Dabei wird

jeder der Wettbewerbsbeiträge von einer Fachpreisrichterin/einem Fachpreisrichter vorgestellt und die

Arbeiten im Kreise des Preisgerichts unter Feststellung von Vorzügen, gelungenen Planungsansätzen

und gravierenden Schwächen diskutiert.

In die Beurteilung der Arbeiten fließen dabei unter anderem die Ausgestaltung der Fassaden, die Platzierung

der Nutzungen, die Erschließung der Häuser, die Flexibilität und die Organisation der Grundrisse

- auch in Hinblick auf den notwendigen Lärmschutz an der Shanghaiallee - ein. Darüber hinaus wird

ebenfalls die Einpassung der Neubebauung in die Umgebung betrachtet.

In diesem ersten Rundgang wird keine der vorgestellten Arbeiten ausgeschieden.

Beurteilung der Arbeiten

Arbeit 1589

Die Fassade des vorgeschlagenen Baukörpers vermittelt eine angenehm ruhige Haltung. Die Geschosse

werden durch helle, horizontal verlaufende Klinkerbänder betont. Ein zusätzliches Einrücken der

mittleren Geschosse fasst diese gut zusammen. Es wird eine gelungene Gliederung des gesamten

Neubaus entwickelt.

Die wohnungsbezogene Erschließung im Erdgeschoss ist nicht befriedigend gelöst - lange Wege

führen an den Müllräumen und Abstellräumen für Fahrräder vorbei.

Die von den Entwurfsverfassern vorgesehene Wohnungsdurchmischung kann nur in Teilen überzeugen,

da zu viele kleine Wohnungen geplant sind. Zudem sind viele Schlafbereiche der Wohneinheiten

zur Shanghaiallee ausgerichtet, wobei die angebotenen Kompensationsmaßnahmen zum Lärmschutz

dem Preisgericht nicht ausreichend erscheinen.

Arbeit 1590

Die Arbeit entwickelt eine Bebauung mit einer etwas schematischen Fassadenstruktur. Für das Preisgericht

ist die Tiefe der Balkone an der Shanghaiallee nicht nachvollziehbar - die Balkone werden in

ihrer Funktionalität in Frage gestellt. Sie wirken sich auf energetische Aspekte negativ aus und beeinträchtigen

die Belichtung der dahinterliegenden Wohnräume. Zudem ist nicht verständlich, dass die

Verfasser im ruhigen rückwärtigen Bereich keine Balkone anbieten.

Darüber hinaus sind die Vorgaben der WK Förderrichtlinie nur teilweise berücksichtigt. Viele Schlafbereiche

werden an die Shanghaiallee gelegt, ohne dass ausreichende Kompensationsmaßnahmen zum

Lärmschutz zu erkennen sind.

Die für die Wohnnutzung geplante Erschließung im Erdgeschoss ist unbefriedigend.

Arbeit 1591

In dieser Arbeit wird ein ebenmäßig gestalteter Baublock mit einer eher geschlossenen Fassade vorgeschlagen,

was in Bezug auf die Lärmsituation an der Shanghaiallee verständlich ist. Die Fenster werden

ansprechend in Vierergruppen zusammengefasst. Die Fensterlaibungen sind mit unterschiedlichen

Tiefen versehen, so dass die Fensteröffnungen ein Spiel zwischen Vor- und Rücksprüngen thematisieren.

Teile des Preisgerichts sehen die tieferen Laibungen im Zusammenhang der Belichtungssituation

der Wohnungen kritisch. Zudem würde eine Reduzierung der Vor- und Rücksprünge begrüßt werden.

Die Sockelzone ist vollständig verglast, was dem Neubau an sich eine gelungene Leichtigkeit verleiht.

Dennoch ist das Preisgericht nicht vollständig von der Fassadengestaltung dieser Zone überzeugt, da

sie einen etwas schwachen, einfallslosen Eindruck erweckt.

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Die Wohnungsgrundrisse scheinen an sich funktional, setzten aber den von der Ausloberin gewünschten

Wohnungsschlüssel nur unzureichend um, da zu wenig kleine Wohnungen angeboten werden. Das

Preisgericht begrüßt, dass zur Shanghaiallee ausgerichtete Schlafzimmer weitestgehend vermieden

werden und die Verfasser Kompensationsmaßnahmen zum Lärmschutz vorschlagen.

Die Erschließung im Erdgeschoss ist ansprechend gelöst, kann im Sinne der zukünftigen Nutzer aber

weiter optimiert werden.

Arbeit 1592

Die Verfasser dieses Entwurfs entwickeln einen Neubau, der sich durch jeweils entgegengesetzte

Verschiebungen der Gebäudeaußenkanten horizontal in drei Bereiche gliedert. Diese Fassadengestaltung

wird im Kreise des Preisgerichts kontrovers diskutiert und kann nur Teile des Preisgerichts überzeugen.

Es ist unklar, ob die Verschiebungen aufgrund differenzierter Ausblicke gebildet wurden oder

ob hiermit auf die nahe Bebauung des Baufelds 70 reagiert werden soll.

Eine ansprechende und dem Standort der HafenCity entsprechende Gestaltung wird für die Sockelzone

vorgeschlagen. Die Nutzung durch öffentlichkeitswirksame, gewerbliche Mieter ist hier gut vorstellbar.

Die Wohnungsgrundrisse erfüllen die in der Auslobung formulierten Anforderungen und auch die

Schlafräume werden zumeist zum Innenhof ausgerichtet. Darüber hinaus sind Kompensationsmaßnahmen

zum Lärmschutz ablesbar.

Im Erdgeschoss versehen die Verfasser die Erschließungsgänge für die Wohnnutzung mit angemessenen

Aufweitungen, die das Preisgericht positiv wertet.

Nach erneuter Analyse und Diskussion aller Arbeiten fasst das Preisgericht folgenden Beschluss:

Teilfläche A (CONPLAN/STATTBAU)

1. Preis Arbeit 1584 mit 11:1 Stimmen

2. Preis Arbeit 1581 mit 12:0 Stimmen

3. Preis Arbeit 1583 mit 11:1 Stimmen

4. Preis Arbeit 1582 mit 10:2 Stimmen

Die Preissumme wird, wie in der Auslobung vorgesehen, wie folgt vergeben:

1. Preis Arbeit 1584 20.000,- Euro (netto)

2. Preis Arbeit 1581 15.000,- Euro (netto)

3. Preis Arbeit 1583 10.000,- Euro (netto)

4. Preis Arbeit 1582 5.000,- Euro (netto)

Teilfläche B (BEHRENDT)

1. Preis Arbeit 1586 mit 12:0 Stimmen

2. Preis Arbeit 1587 mit 12:0 Stimmen

3. Preis Arbeit 1588 mit 10:2 Stimmen

4. Preis Arbeit 1585 mit 10:2 Stimmen

Die Preissumme wird, wie in der Auslobung vorgesehen, wie folgt vergeben:

1. Preis Arbeit 1586 16.000,- Euro (netto)

2. Preis Arbeit 1587 12.000,- Euro (netto)

3. Preis Arbeit 1588 8.000,- Euro (netto)

4. Preis Arbeit 1585 4.000,- Euro (netto)

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Teilfläche C (FRANK)

1. Preis Arbeit 1591 mit 10:2 Stimmen

2. Preis Arbeit 1589 mit 7:5 Stimmen

3. Preis Arbeit 1592 mit 7:5 Stimmen

4. Preis Arbeit 1590 mit 12:0 Stimmen

Die Preissumme wird, wie in der Auslobung vorgesehen, wie folgt vergeben:

1. Preis Arbeit 1591 9.000,- Euro (netto)

2. Preis Arbeit 1589 6.500,- Euro (netto)

3. Preis Arbeit 1592 4.500,- Euro (netto)

4. Preis Arbeit 1590 2.000,- Euro (netto)

4. EMPFEHLUNG DES PREISGERICHTS

4.1 TEILBEREICH A (CONPLAN/STATTBAU)

Hochbaulicher Wettbewerb

HafenCity Hamburg | „Green Belt House“ am Lohsepark

Baufeld 71

Das Preisgericht empfiehlt für die Teilfläche A einstimmig die Verfasser der mit dem 1. Preis ausgezeichneten

Arbeiten 1584 mit der Weiterbearbeitung des hochbaulichen Entwurfs zu beauftragen.

Für die Weiterentwicklung des mit dem 1. Preis ausgezeichneten Entwurfs spricht das Preisgereicht

folgende Empfehlung aus:

▪ Um die Belichtungssituation in den Wohnungen zu verbessern, sind die Fensterflächen zu vergrößern.

▪ Die Wohnungsgrundrisse sind an den in der Auslobung dargestellten Wohnungsschlüssel anzupassen

(Größe und Anzahl der Wohnungen).

▪ Die Galerieflächen sollten verkleinert werden.

▪ Die Gestaltung der rückwärtigen Fassade ist zu überarbeiten. Hierbei soll die Platzierung von

qualitätvollen Balkonen integriert werden.

▪ Zum Lohsepark gelegene Balkone sind größer zu planen.

▪ An der Yokohamastraße sind im Rahmen des „Green Belt“ Konzepts für die Wohnungen im 6.

Geschoss privat nutzbare Dachflächen/-gärten bzw. -aufbauten vorzusehen, die direkt von den jeweils

darunter liegenden Wohneinheiten erschlossen werden.

▪ Hinter der verglasten Fassadenöffnung an der Shanghaiallee sind für alle Geschossebenen private

Außenbereiche anzubieten.

▪ Die Erdgeschosszone sollte entsprechend der vorgesehenen publikumswirksamen Nutzung offener

gestaltet werden.

▪ Im Sinne der vorgesehenen Zertifizierung für Nachhaltiges Bauen in der HafenCity (Umweltzeichen

Gold) ist die Anzahl der Fahrradabstellplätze anzupassen.

▪ Die akustische Situation im allseitig umbauten Innenhof sollte schallschutztechnisch optimiert

werden, um eine gegenseitige Sprachverständlichkeit und Störung der Anwohner in den privaten

Außenbereichen zu minimieren.

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4.2 TEILBEREICH B (BEHRENDT)

Hochbaulicher Wettbewerb

HafenCity Hamburg | „Green Belt House“ am Lohsepark

Baufeld 71

Das Preisgericht empfiehlt für die Teilfläche B einstimmig die Verfasser der mit dem 1. Preis ausgezeichneten

Arbeiten 1586 mit der Weiterbearbeitung des hochbaulichen Entwurfs zu beauftragen.

Für die Weiterentwicklung des mit dem 1. Preis ausgezeichneten Entwurfs spricht das Preisgereicht

folgende Empfehlung aus:

▪ Die Wohnungsgrundrisse sind gemäß den in der Auslobung formulierten Vorgaben zu überarbeiten.

Die Fassaden müssen daraufhin angepasst werden.

▪ Die Galerieflächen sind zu verkleinern.

▪ Jedes Treppenhaus soll einen direkten Zugang zum Innenhof erhalten.

▪ Die Dachaufbauten sollten weiter von der Attika zurückgesetzt werden.

▪ Die zum Innenhof gerichtete Fassade ist zu überarbeiten. Die strenge Anmutung sollte der

Nutzung entsprechend wohnlicher und freundlicher gestaltet werden. Zudem ist die Anordnung

von Balkonen gewünscht.

▪ Im Eckbereich am Lohsepark sollte die gelungene Gestaltung der Außenfassade bezüglich der

Fensteröffnungen überprüft werden.

▪ Die akustische Situation im allseitig umbauten Innenhof sollte schallschutztechnisch optimiert

werden, um eine gegenseitige Sprachverständlichkeit und Störung der Anwohner in den privaten

Außenbereichen zu minimieren.

4.3 TEILBEREICH C (FRANK)

Das Preisgericht empfiehlt für die Teilfläche C einstimmig die Verfasser der mit dem 1. Preis ausgezeichneten

Arbeiten 1591 mit der Weiterbearbeitung des hochbaulichen Entwurfs zu beauftragen.

Für die Weiterentwicklung des mit dem 1. Preis ausgezeichneten Entwurfs spricht das Preisgereicht

folgende Empfehlung aus:

▪ In Hinblick auf eine ausdrucksstärkere und identitätsstiftende Ausformulierung der Erdgeschosszone

ist die straßenbegleitende Fassade des Erdgeschosses zu überarbeiten. Dabei sollte die

Entwurfsidee des schwebenden „Green Brick“ beibehalten werden.

▪ Die Galerieflächen sollten verkleinert werden.

▪ Die Fassade zum Innenhof ist zu überarbeiten.

▪ Die Belichtungssituation der Wohnungen sollte optimiert werden.

▪ Im gegenwärtigen Entwurfsstand lässt sich die Tragfähigkeit kompensatorischer Maßnahmen zum

Schallschutz, wie z. B. Doppelfassaden und Loggien, nicht ausreichend bewerten. Daher wird

hierzu eine intensive Beratung empfohlen.

▪ Die akustische Situation im allseitig umbauten Innenhof sollte schallschutztechnisch optimiert

werden, um eine gegenseitige Sprachverständlichkeit und Störung der Anwohner in den privaten

Außenbereichen zu minimieren.

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PREISTRÄGER

Hochbaulicher Wettbewerb

HafenCity Hamburg | „Green Belt House“ am Lohsepark

Baufeld 71

Nach Öffnung der Umschläge mit den Verfassererklärungen durch die Vorprüfung werden um

18:05 Uhr die Namen der teilnehmenden Büros festgestellt. Im Ergebnis wird durch das Preisgericht

folgende Preisvergabe festgehalten:

Teilfläche A (CONPLAN/STATTBAU)

1. Preis Arbeit 1584 Dinse Fest Zurl, Hamburg

2. Preis Arbeit 1581 trapez + (ARGE landwehr / schünemann), Hamburg

3. Preis Arbeit 1583 Marc-Olivier Mathez, Hamburg

4. Preis Arbeit 1582 Meyer Fleckenstein Architekten Stadtplaner, Hamburg

Teilfläche B (BEHRENDT)

1. Preis Arbeit 1586 Springer Architekten, Berlin

2. Preis Arbeit 1587 Petersen Pörksen Partner

Architekten + Stadtplaner I BDA, Lübeck/Hamburg

3. Preis Arbeit 1588 Kleffel Pappay Warncke Architekten, Hamburg

4. Preis Arbeit 1585 Winking Froh Architekten BDA, Hamburg

Teilfläche C (FRANK)

1. Preis Arbeit 1591 Arge Siebrecht Münzesheimer Architekten I

BOF Architekten, Hamburg

2. Preis Arbeit 1589 Architektencontor Scheel I Jelinek, Kiel

3. Preis Arbeit 1592 Schenk Waiblinger

4. Preis Arbeit 1590 SEHW Architekten GmbH, Hamburg

Der Vorsitzende des Preisgerichts Herr Jürgen Böge zeigt sich erfreut über das gute Ergebnis des

Verfahrens und bedankt sich für die konstruktiven Beiträge und die kompetente Diskussion. Mit der

Zustimmung aller Preisrichterinnen und Preisrichter erteilt er der Vorprüfung Entlastung. Der Vorsitzende

bedankt sich und gibt den Vorsitz an die Ausloberin zurück.

Herr Lars Sraeter sieht der Projektumsetzung sehr zuversichtlich entgegen und freut sich auf die nächsten

Schritte der Realisierung.

Herr Mark-Oliver Abend schließt sich den Worten von Herrn Straeter an und freut sich über das gute

Wettbewerbsergebnis.

Herr Marc Schauenburg ist über das Wettbewerbsergebnis positiv überrascht und dankt dem Preisgericht

und Sachverständigen für die konstruktive Diskussion.

Herr Jürgen Bruns-Berentelg und Herr Professor Jörn Walter wünschen eine erfolgreiche Projektrealisierung.

Abschließend regt Herr Dr. Michael W. Osterburg an, die politischen Vertreterinnen und Vertreter über

die Weiterentwicklung der Entwürfe zu informieren.

Das Protokoll ist mit dem Vorsitzenden des Preisgerichtes abgestimmt. Die Preisgerichtssitzung ist um

18:15 Uhr beendet.

Hamburg, 15. Juni 2012

D&K drost consult GmbH

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Anhang zum

PROTOKOLL

DER PREISGERICHTSSITZUNG


Anhang zum Protokoll der Preisgerichtssitzung

235_01

Teilfläche A

Teilfläche A

Hochbaulicher Wettbewerb

HafenCity Hamburg | „Green Belt House“ am Lohsepark

Baufeld 71

2. Preis Tarnzahl: 1581

Kennzahl: 757476

Trapez+ (ARGE landwehr/schünemann), Hamburg

Dirk Landwehr, Götz Schünemann

Mitwirkende:

Markus Matthiessen, Sophie Göthe, Lars Holbe, Maren Lipsky,

Anja Rafalczik

Teilfläche A

4. Preis Tarnzahl: 1582

Kennzahl: 120501

Meyer Fleckenstein Architekten Stadtplaner, Hamburg

Johannes D. Meyer Fleckenstein,

Barbara Fleckenstein

Fachberatung:

Visualisierung: André Feldewert

3. Preis Tarnzahl: 1583

Kennzahl: 254697

Marc-Olivier Mathez, Hamburg

Marc-Olivier Mathez

Mitwirkende:

Andreas von der Heide, Hinrich Gross

Fachberatung:

Landschaftsplanung: Andreas Bunk

Akustikkonzept: Sven Pirschel

D&K drost consult GmbH


Anhang zum Protokoll der Preisgerichtssitzung

235_01

Teilfläche A

Teilfläche B

Hochbaulicher Wettbewerb

HafenCity Hamburg | „Green Belt House“ am Lohsepark

Baufeld 71

1. Preis Tarnzahl: 1584

Kennzahl: 753128

Dinse Feest Zurl, Hamburg

Johann Zurl

Mitwirkende:

Stephen Kausch, Philipp von Borstell, Thorben Oelke,

Gunnar Schmidt, Gerrit Neumann, Nils Böttcher

Fachberatung:

Landschaftsplanung: Hunk+Lorenz Freiraumplanung

Teilfläche B

4. Preis Tarnzahl: 1585

Kennzahl: 148400

Winking Froh Architekten BDA, Hamburg

Professor Bernhard Winking

Mitwirkende:

Stefan Waselowsky, Andreas Kruse, Malte Kniemeyer-Bonnet,

Alexandra Toda, Dörte Hische

1. Preis Tarnzahl: 1586

Kennzahl: 130133

Springer Architekten, Berlin

Georg Heidenreich, Jörg Springer

Mitwirkende:

Vanessa Chacon, Gregor Oyen, Zeynep Oba

Fachberatung:

Visualisierung: Jens Gehrcken

D&K drost consult GmbH


Anhang zum Protokoll der Preisgerichtssitzung

235_01

Teilfläche B

Teilfläche C

Hochbaulicher Wettbewerb

HafenCity Hamburg | „Green Belt House“ am Lohsepark

Baufeld 71

2. Preis Tarnzahl: 1587

Kennzahl: 987653

Petersen Pörksen Partner Architekten + Stadtplaner I BDA,

Lübeck/Hamburg

Andreas Christian Hühn

Mitwirkende:

Karen Krömeke, Max Weber, Marko Pampel, Arne Lösekann

Fachberatung:

kaplus, Büro für Energieberatung

Teilfläche B

3. Preis Tarnzahl: 1588

Kennzahl: 864012

Kleffel Pappay Warncke Architekten, Hamburg

Mitwirkende:

Andrea Kuhlmann, Robert Ludwig, Stefan Weber

Fachberatung:

Haustechnik: REESE ingenierue GmbH & Co. KG, Hamburg

Tragwerksplanung: Wetzel & von Seht Ingenieurbüro für

Bauwesen, Hamburg

2. Preis Tarnzahl: 1589

Kennzahl: 120502

Architektencontor Scheel | Jelinek, Kiel

Mitwirkende:

Marieke Ruß

D&K drost consult GmbH


Anhang zum Protokoll der Preisgerichtssitzung

235_01

Teilfläche C

Teilfläche C

Hochbaulicher Wettbewerb

HafenCity Hamburg | „Green Belt House“ am Lohsepark

Baufeld 71

4. Preis Tarnzahl: 1590

Kennzahl: 314679

SEHW Architekten GmbH, Hamburg

Christoph Winkler

Mitwirkende:

Patrick P. Bauer, Caya Matthies

Fachberatung:

Visualisierung: Masterbox GmbH, Hamburg

Statik: WTM Engineers GmbH, Hamburg

TGA: RMN Ingenieure GmbH, Hamburg

Teilfläche C

1. Preis Tarnzahl: 1591

Kennzahl: 425631

ARGE Siebrecht Münzesheimer Architekten mit

BOF Architekten, Hamburg

Stefan Siebrecht, Stefan Münzesheimer

Bert Bücking, Patrick Ostrop, Ole Flemming

Mitwirkende:

Simon Kipke, Marleen Stonner, Sameh Jarrar

Fachberatung:

Energiekonzept: IGS Institut für Gebäude- und Solartechnik, TU

Braunschweig

3. Preis Tarnzahl: 1592

Kennzahl: 349581

Schenk + Waiblinger Architekten, Hamburg

Martin Schenk, Georg Waiblinger

Mitwirkende:

Martina Storm, Oksana Ornfeld, Mareike von Sivers,

Katharina Behrens

Fachberatung:

Visualisierung: bloom Visualisierungen

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