März bis Mai 2008 - Kirche Mascherode

kirche.mascherode.de

März bis Mai 2008 - Kirche Mascherode

März bis Mai 2008

Gemeindebrief


Die evangelische Ehe-, Lebens- und Krisenberatung

Jessica 7, Michelle 2, Brian 2,

Bianca 4 – vier Beispiele für

vernachlässigte, verhungerte

Kinder. Schicksale, die

sprachlos, traurig, wütend

machen. Und es stellt sich

immer wieder die Frage:

Warum? Die Gründe, wie es

zu solchen oder anderen

Katastrophen kommen kann,

sind sicher unterschiedlich,

aber einer ist immer gleich:

dringend benötigte Hilfe wur-

Prospekt der ev. Ehe-, Lebens- u Krisenberatung de nicht in Anspruch genom-

men. Auch hierbei wieder die Frage: Warum? Eine Möglichkeit ist, dass

die Betroffenen nicht wussten, wo sie Hilfe bekommen können. Darum

stellen wir die evangelische Beratungsstelle vor. Sie hilft Menschen in

den unterschiedlichsten belastenden Situationen. Hierzu können

Probleme mit dem Partner/der Partnerin gehören, die Gründung einer

„Patchwork-Familie“, Trennung von PartnerIn, der Tod eines

Angehörigen oder auch Alltagsängste z. B. bei Arbeitslosigkeit.

Alle Mitarbeiter haben eine psychologische und pädagogische

Grundausbildung und darüber hinaus unterschiedliche Zusatzausbildungen.

Geholfen wird jedem, egal welches Alter oder welche

Konfession man hat, ob man allein oder zu zweit kommt. Die

Beratungsstelle erteilt keine allgemeinen Ratschläge, sondern

erarbeitet Möglichkeiten zur Problembewältigung und hilft

abzuschätzen, ob diese vom Einzelnen auch tatsächlich umgesetzt

werden können. Diese individuelle Beratung würden laut einer

Befragung 93% der Hilfesuchenden weiterempfehlen.

Für mehr Informationen liegen im Pfarrhaus, im Jugendhaus und in der

Kirche Faltblätter aus.

Evangelische Ehe-, Lebens- Bürozeiten

und Krisenberatung (Anmeldung):

Parkstr. 8a Montag bis Donnerstag:

38102 Braunschweig 8 bis 16 Uhr

Tel.: 0531 / 220 330 Freitag: 8 bis 14 Uhr

www.lebensberatung-braunschweig.de

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Für Sie entdeckt

Andacht

Liebe Leserin, lieber Leser!

„Ihr sollt nicht traurig sein wie die Anderen, die

keine Hoffnung haben.“ (1. Thess. 4, Vers 13)

Diese Worte entdeckte ich vor vielen Jahren in

der kleinen Dorfkirche von Hemeln an der Weser.

Wir machten dort mit Mitarbeitern der

Jugendarbeit eine Osterfreizeit, und am

Ostermorgen nahmen wir am Gemeindegottes- Pastor Harald Bartling

dienst teil. Ich muss zugeben, dass ich wohl nicht

so genau hinhörte, was der Prediger uns zu sagen hatte, aber während

der Predigt begann die Sonne durch das Kirchenfenster neben mir zu

scheinen und brachte die Farben zum Leuchten. Und da stand dieser

Satz: „Ihr sollt nicht traurig sein wie die Anderen, die keine Hoffnung

haben.“

Bis heute erinnere ich mich an das Gefühl von Freude und

Erleichterung, das mich in diesem Moment ergriff. Der Gedanke: es

stimmt ja! Wenn Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, dann

haben wir nichts mehr zu befürchten. Denn der Tod ist besiegt! Und

wenn wir den Tod nicht mehr fürchten müssen, wird auch unser Leben

offen und frei und voller Erwartung auf das, was Gott uns zeigen will.

Dieses Gefühl hat mich die ganze Freizeit über begleitet. Es ist dann

auch wieder vergangen, als der Alltag mit seinen vielen kleinen

Verpflichtungen und Sorgen wieder kam. Aber vergessen habe ich es

nicht, und manchmal erlebe ich es von neuem, besonders in der

Osterzeit. Es steckt in den Osterliedern, die auch voller Freude sind und

geradezu ausgelassen das Leben feiern. Es wird weitergegeben mit

dem Licht der Kerzen, das wir am frühen Ostermorgen in der Kirche

anzünden, und mit den Worten: „Der Herr ist auferstanden – Er ist

wahrhaftig auferstanden.“ Und zum Glück erinnere ich mich daran auch

in Momenten, wo ich meine Arbeit vor allem als Pflicht empfinde und

mein Leben mehr Last als Freude zu sein scheint. Ihr sollt nicht traurig

sein! Denn das Leben ist kein Leistungstest und keine Rechenaufgabe,

sondern ein Geschenk Gottes und voller Schönheit und Hoffnung. Also

freut euch daran und lasst andere an eurer Freude teilhaben!

Diese Erfahrung wünsche ich Ihnen (nicht nur) in der Osterzeit!

Herzlich Ihr

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Vorschau: Besondere Veranstaltungen

Gottes Weisheit schenkt neues Verstehen

7. März 2008 | Weltgebetstag | Liturgie aus Guyana

Haben Sie das gewusst? Es gibt drei Guyanas, die nebeneinander an

der lateinamerikanischen Atlantikküste liegen. Die Liturgie zum

Weltgebetstag kommt aus der – ganz westlich gelegenen –

Kooperativen Republik Guyana. Sie gehört geschichtlich, wirtschaftlich

und kulturell gesehen zur Karibik und ist bis heute geprägt durch die

Zeit der Kolonialmächte Niederlande, Spanien und England. Guyana ist

nach Haiti das ärmste Land der Karibik, trotz der Bodenschätze Bauxit,

Diamanten und Gold.

Die Verfasserinnen der Weltgebetstags-Liturgie stellen das biblische

Buch Hiob in den Vordergrund und bitten wie Hiob um Gottes Weisheit

zur Bewältigung der Probleme in ihrem Land – zum Beispiel bei

Spannungen zwischen den verschiedenen Ethnien. Denn während die

von den Briten zur Sklavenarbeit in den Zuckerrohrplantagen ins Land

geholten Afrikaner ihrer Traditionen und Familien komplett beraubt

wurden, konnten die später folgenden indischen Vertragsarbeiter ihre

kulturelle und religiöse Identität bewahren.

Korruption, Gewalt und Intrigen brachten Guyana an den Rand des

Ruins. Viele Menschen wanderten nach Kanada, USA oder England aus

und heute leben fast mehr GuyanerInnen im Ausland als in der

ehemaligen Heimat. Mit ihren Geldüberweisungen unterstützen sie im

Land verbliebene Verwandte und leisten damit auch einen wichtigen

Beitrag zu Guyanas Wirtschaft.

Gottes Weisheit schenkt neues Verstehen. Die Weltgebetstagsfrauen

aus elf Konfessionen (gut die Hälfte der Bevölkerung sind Christen)

sind voller Zuversicht, dass sie mit Gottes Hilfe neue Wege im

Zusammenleben ihrer verschiedenen Bevölkerungsgruppen finden

werden. „Gott, lass uns deiner Weisheit vertrauen und Werkzeuge

werden, die unsere Gesellschaft so umgestalten, wie du sie gewollt

hast“, heißt es in ihrer Liturgie. Sie wollen zupacken wie die tatkräftige

Martha und sich wie deren Schwester Maria vertrauensvoll ganz auf

Jesus verlassen. Und Hiob, der im Elend lebt, ist ein Bruder für leidende

Menschen in Guyana und kann ihnen in seiner Beharrlichkeit neuen

Lebensmut schenken.

Bei unserem Gottesdienst am Weltgebetstag am Freitag, dem

7. März, um 18:00 Uhr sind natürlich auch Männer herzlich

willkommen! Anschließend laden wir Alle zu einem Treffen ins

Pfarrhaus mit Spezialitäten aus Guyana ein.

Vorschau: Besondere Veranstaltungen

Gesucht: Ein Name für unsere Kirche

Wenn Sie schon einmal im

Telefonbuch unter „Kirchen,

evangelische“ nachgeschlagen

haben, ist es Ihnen

vielleicht aufgefallen: Unsere

Mascheroder Kirche ist die

einzige in der ganzen Propstei

Braunschweig, die keinen

Namen hat! Ersatzweise

titulieren wir sie als „alte

Dorfkirche Mascherode“, aber

das ist auch nicht sehr

erhellend, denn erstens ist

Mascherode längst kein Dorf Welcher Name passt zur Dorfkirche Mascherode?

mehr, sondern ein Stadtteil,

und zweitens sind Dorfkirchen meistens alt – oder haben Sie schon mal

von einer neuen Dorfkirche gehört?

Wir brauchen also einen Namen für unsere Kirche! Leider geben die

Chroniken trotz ausführlicher Suche keinerlei Hinweis darauf, dass sie

irgendwann einmal anders hieß als einfach nur Dorfkirche. Wir müssen

uns also selbst etwas einfallen lassen.

Drei Namensformen sind möglich:

Der Namenspatron kann eine biblische oder frühchristliche

Gestalt sein, dann meist mit „Sankt“ benannt (wie in „St.

Martini“ oder „St. Markus“).

Er oder sie kann eine Person aus der neueren Geschichte sein,

wie in „Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde“.

Es kann sich aber auch um einen christlichen Begriff handeln,

wie in „Friedenskirche“ oder „Versöhnungskirche“.

Aber Sie merken: Alle diese Namen scheint es bereits zu geben. Der

Kirchenvorstand bittet darum die Gemeinde um Hilfe. Schreiben Sie

uns, wenn Sie einen Vorschlag haben! Wir veröffentlichen die

Vorschläge im nächsten Gemeindebrief und entscheiden dann in einer

öffentlichen Gemeindeversammlung.

Also: strengen Sie Ihre Phantasie an! Es mag sein, dass Ihr Vorschlag

einer altehrwürdigen Kirche und einer ganzen Gemeinde einen Namen

gibt.

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Vorschau: Besondere Veranstaltungen

„Männer allein im Pfarrhaus“: Die Männerrunde

Treffen der Männerrunde im Jugendhaus der Kirche

Die Männerrunde trifft sich an jedem zweiten Donnerstag im Monat ab

20 Uhr im Pfarrhaus. Inzwischen steht das Jahresprogramm, und

Interessierte sind herzlich dazu eingeladen. Die Themen der nächsten

Zeit:

13.03. Gespräch mit Frau Horaiske, Notfallseelsorgerin der Feuerwehr

10.04. Besuch im Instrumentenmuseum Königslutter, mit Damen

24./25.05. Freizeit im Haus Hessenkopf, Goslar

Taizé-Andachten

Die Friedensandachten in der Form von Taizé sind bei uns schon

Tradition geworden. Ein immer größer werdender Kreis trifft sich an

jedem ersten Montag des Monats um 19:30 Uhr in der Kirche, um die

schönen Sätze von Jacques Berthier zu singen und Gedanken zum

Frieden zu hören. Da Mitglieder des Let’s-Sing-Kreises uns unter

Leitung von Hans-Joachim Juny tatkräftig unterstützen, klingt es

inzwischen auch mehrstimmig gut. Schauen Sie doch mal rein!

Vorschau: Besondere Veranstaltungen

Gottesdienste zu Ostern, Himmelfahrt

und Pfingsten

Auch in diesem Jahr wollen wir den Anbruch des Ostertages wieder

mit einem Frühgottesdienst feiern. Wir beginnen um 6 Uhr, wenn es

draußen noch dunkel ist. Während es langsam hell wird, wollen wir das

Licht der Osterkerzen weitergeben mit den Worten: „Der Herr ist

auferstanden – Er ist wahrhaftig auferstanden.“ Wir laden alle ein, an

diesem besonderen Erlebnis teilzuhaben.

Natürlich feiern wir auch am ersten und zweiten Ostertag um 10 Uhr

Gottesdienst.

Christi Himmelfahrt begehen wir traditionell als „Tag der weltweiten

Kirche“ mit einem Gottesdienst im Pfarrgarten. Natürlich bieten wir

danach wieder Steaks, Würstchen und Getränke an. Lassen Sie also die

Küche kalt!

Am Pfingstmontag treffen wir uns mit den Nachbargemeinden St.

Markus und Martin Chemnitz, um gemeinsam einen „Open-Air–Gottesdienst“

im Pfarrgarten der Martin-Chemnitz-Gemeinde im Lindenberg

zu feiern. Auch da wird anschließend zum Mittagessen vom Grill

eingeladen.

Voraussetzungen:

Wir suchen zum 1.7.2008 eine

Pfarramtssekretärin!

gute Kenntnisse im Bereich EDV

Grundkenntnisse im Rechnungswesen

Bereitschaft, an Fortbildungen teilzunehmen

Die Arbeitszeit umfasst 9,5 Wochenstunden, die Bezahlung erfolgt nach

BAT VIII (mit Bewährungsaufstieg nach BAT VII).

Bewerbungen bitte schriftlich bis zum 30.4.08 an den Kirchenvorstand

Mascherode, Schulgasse 1, 38126 Braunschweig richten.

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Vorschau: Besondere Veranstaltungen

14 Jugendliche werden in Mascherode konfirmiert

Am 13.4.08 um 10 Uhr:

Sina Behrens

Chiara Brockmann

Maximilian Gauglitz

Ruben Kapahnke

Alessa Klinzmann

Sandra Mehrtens

Leonie Plewe

Am 19.4.08 um 15 Uhr:

Sebastian Firnhaber

Kim Jasper

Jannik Keye

Thilo Kratz

Lukas Schmidt-Mühlen

Joel Wendt

Viviane Wilde

Vorschau: Besondere Veranstaltungen

Auf dem Wasser durch die Welt

Kanufreizeit in Schweden

Du hast Lust auf Abenteuer?

Auf Gemeinschaft und neue Leute?

Lust auf ein bisschen Action in den Ferien?

Dann komm mit nach Schweden auf eine

Kanutour für Jugendliche!

Wir werden mit Kanus über Flüsse und

Seen touren, auf Natur- und

Campingplätzen übernachten, gemeinsam

kochen, kämpfen und den Zauber

Schwedens erleben.

Neben dem Paddeln ist auch Zeit für andere Aktivitäten wie

Spieleabende, Chillen oder Singen am Lagerfeuer.

Interesse?

Dann melde dich bei der

Evangelischen Jugend im

Braunschweiger Süden,

Stefanie Stross

Schulgasse 1

38126 Braunschweig

Tel.: 0531-26 30 94 89

Mail: s.stross@web.de

oder schau im Internet nach unter

www.braunschweigersueden.de

Achtung: Wegen der kleinen

Campingplätze haben wir nur 15

Plätze zur Verfügung!

Die Infos auf einen Blick:

Wer: Jugendliche von 14 - 18 Jahren

Wann: 11.-25.07.2008

Wo: Auf Flüssen und Seen in Südschweden

Wie teuer: 425 Euro

Veranstalter: Ev. Jugend der Propstei Salzgitter-Bad und Ev. Jugend im

Braunschweiger Süden

Leitung: Bettina Speer und Stefanie Stross

Stefanie Stross

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Wie war es bei Ihrer Taufe?

Die meisten Menschen werden bereits als Baby getauft. Da sich

dadurch kaum jemand an seine eigene Taufe erinnern kann, haben wir

einen Tauferinnerungsgottesdienst gefeiert. Hierfür wurden

Einladungen an alle in Mascherode getauften Kinder der Jahrgänge

2001 bis 2005 verschickt. Viele Familien sind ihr gefolgt und kamen mit

Taufkerze und Foto gewappnet zur Kirche. Dass dies ein besonderer

Gottesdienst war, konnte man schon bei der Ankunft vor der Kirche

erkennen. Einige waren feierlich gekleidet und andere

kamen extra aus Gifhorn.

Stolz zeigen die Kinder ihre Taufkerzen im Tauferinnerungsgottesdienst

Im Gottesdienst wurde zunächst das Baby Arved Volkmer getauft, so

dass alle eine echte Taufe miterleben konnten. Danach kamen die

Kinder mit ihren Taufkerzen nach vorne. Jede einzelne wurde

angezündet und die Kinder haben sich mit Namen und Alter vorgestellt.

Gemeinsam wurden sie dann vom Pastor gesegnet. Als alle Kinder mit

ihren brennenden Taufkerzen vor dem Altar standen und für sie das

Segenslied „Sei behütet auf Deinen Wegen“ gesungen wurde, hat so

mancher eine Träne weggedrückt.

Die mitgebrachten Kinderfotos werden an den neuen Taufbaum

gehängt und sind im nächsten Familiengottesdienst am 2. März um

11 Uhr zu bewundern.

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Gemeindeleben

EV.-LUTH. KIRCHENGEMEINDE MASCHERODE

Pfarrbüro Schulgasse 1 - 38126 Braunschweig

Tel. 0531 - 69 27 18, Fax: 0531 - 2 88 68 24

E-Mail: kirche.mascherode@t-online.de

Internet: www.kirche-mascherode.de

Kirchenkasse Mascherode:

Nord LB Braunschweig, Kto.-Nr. 2499390, BLZ 250 500 00

Spendenkonto Aidswaisenprojekt:

Nord LB Braunschweig, Kto.-Nr. 150358497, BLZ 250 500 00

Öffnungszeiten: Dienstag und Freitag 9 bis 13 Uhr

Pastor Harald Bartling Tel. 69 27 18

Sekretärin Helga Grigat Tel. 69 27 18

Küsterin Heike Jasper Tel. 6 60 74

Organistin Dagmar Engelland Tel. 7 15 93

Kirchenvorstand

Die Gemeinde lädt ein

Helmut Gehrmann

Reinhart Poschwitz

Impressum Gemeindebrief der Ev.– luth. Kirchengemeinde Mascherode

Herausgeber: Kirchenvorstand Ev.- luth. Kirchengemeinde Mascherode, Schulgasse 1

Redaktion: Harald Bartling (ViSdP), Christian Kerl, Heide Rothe,

Gabie Skusa-Krempeć, Corinna Volkmer

Druck: Firma Oeding, Braunschweig

Tel. 6 49 61

Tel. 6 66 11

Kindergartenleitung Angela Behrens-Klinger Tel. 69 27 27

Spielkreisleitung Christiane Güttler Tel. 7 01 21 90

Diakonin für BS-Süd Stefanie Stross Tel. 26 30 94 89

CVJM-Jugendwart Oliver Mally Tel. 2 44 40 41

Gemeindebrief Gabie Skusa-Krempeć Tel. 6 32 06

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Angebote der Gemeinde

Weltladen im Pfarrhaus

Friedensgebet /

Friedensandacht

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in der Kirche

Flötengruppen im Jugendhaus

sonntags

nach dem

Gottesdienst

montags 19 Uhr/

jeden 1.Montag

19:30 Uhr in der

Form von Taizé

montags

14:30 Uhr

15:45 Uhr

16:15 Uhr

Kinderchor im Jugendhaus montags ab 15 Uhr

Kinderkirche in der Kirche

Krabbelgruppe im Jugendhaus

Kinderbibelkreis im Jugendhaus

Konfirmanden im Pfarrhaus

Jungschar im Jugendhaus

Jugendgruppe

eko fresh

im Jugendhaus

Gitarrengruppe im Pfarrhaus

Die Gemeinde lädt ein

jeden 1. Dienstag

11:30 Uhr

mittwochs

10 Uhr

jeden 1. Mittwoch

15 Uhr

dienstags

15:30 Uhr

dienstags

15:30-16:30

freitags

17- 19 Uhr

dienstags

16:30 – 17:15 Uhr

Marianne

Zimmermann

Tel. 69 62 45

Traudel Rohde

Tel. 6 6869

Dagmar

Engelland

Tel. 7 15 93

Dagmar

Engelland

Tel. 7 15 93

Angela

Behrens-

Klinger

Tel. 69 27 27

Marion

Bartholomaeus

Tel. 8 89 30 77

Stefanie Stross

Tel. 26 30 94 89

Harald Bartling

Tel. 69 27 18

Silke Prähler

Tel. 2 44 40 42

Oliver Mally

Tel. 2 44 40 41

Harald Bartling

Tel. 69 27 18

Männerrunde Im Pfarrhaus

jeden 2. Donnerstag,

20 Uhr

Vormittagsrunde im Pfarrhaus dienstags 9 Uhr

Mütterkreis im Pfarrhaus

Frauenhilfe im Pfarrhaus

jeden 1. Donnerstag

20 Uhr

jeden 2. Donnerstag

15:30 Uhr

Kirchenchor im Pfarrhaus dienstags 19:30 Uhr

Let’s Sing-Kreis im Pfarrhaus montags 20 Uhr

Yoga-Gruppen im Pfarrhaus

Arbeitskreis

Eine Welt

im Pfarrhaus

Gruppe 1

dienstags 19 Uhr

Gruppe 2

donnerstags 9 Uhr

nächstes Treffen:

nach Vereinbarung

Besuchsdienst im Pfarrhaus nach Absprache

Frauen-

gesprächskreis

im Pfarrhaus

Kirchenvorstand im Pfarrhaus

Gemeindeaus-

schuss

Die Gemeinde lädt ein

im Pfarrhaus

nächste Treffen:.

27.2., 16.4., 4.6.,

jeweils 19:30 Uhr

nächste Sitzungen:

5.3., 2.4.,14.5.,

jeweils 19:30 Uhr

nächstes Treffen:

nach Vereinbarung

Hans-Dieter

Bothe

Tel. 6 80 28 00

Gerhild Kahrs

Tel. 6 40 46

Barbara Kraus

Tel. 6 46 55

Mütterkreis-

Team:

Tel. 6 37 99

oder 6 43 72

Anneliese

Bönninger

Tel. 6 64 86

Anneliese

Bönninger

Tel. 6 64 86

Achim Juny

Tel. 6 71 29

Corry Bartling

Tel. 2 88 68 25

Ingelore Heuer

Tel. 6 52 87

Heide Rothe

Tel. 6 47 02

Harald Bartling

Tel. 69 27 18

Corry Bartling

Tel. 2 88 68 25

Helmut

Gehrmann

Tel. 6 49 61

Pfarramt

Tel. 69 27 18

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Herzlich willkommen zum Gottesdienst

Sonntag 02.03. 10:00 Gottesdienst

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Die Gemeinde lädt ein

11:00 Familiengottesdienst

Montag 03.03. 19:30 Taizé-Andacht

Freitag 07.03. 18:00 Gottesdienst zum Weltgebetstag

Sonntag 09.03. 10:00 Gottesdienst

Sonntag 16.03. 10:00 Gottesdienst

Karfreitag 21.03. 10:00 Gottesdienst mit AM

1. Ostertag 23.03. 06:00 Ostermette

10:00 Ostergottesdienst

2. Ostertag 24.03. 10:00 Ostergottesdienst

Sonntag 30.03. 18:00 Gottesdienst

Sonntag 06.04. 10:00 Gottesdienst mit AM

11:00 Familiengottesdienst

Montag 07.04. 19:30 Taizé-Andacht

Samstag 12.04. 18:00 Abendmahlsgottesdienst

zur Konfirmation

Sonntag 13.04. 10:00 Konfirmation I

Samstag 19.04. 15:00 Konfirmation II

Sonntag 20.04. 10:00 Gottesdienst

Sonntag 27.04. 18:00 Jugendgottesdienst des CVJM

Himmelfahrt 01.05. 11:00 Gottesdienst im Pfarrgarten

Sonntag 04.05. 10:00 Gottesdienst mit AM

Montag 05.05. 19:30 Taizé-Andacht

1. Pfingsttag 11.05. 10:00 Pfingstgottesdienst

2. Pfingsttag 12.05. 11:00 Open-Air-Gottesdienst

in Martin-Chemnitz

Sonntag, 18.05. 10:00 Gottesdienst

Sonntag, 25.05 18:00 Gottesdienst

Kleidersammlung

Vom 10.-16. März findet in

unserer Gemeinde wieder eine

Brockensammlung für Bethel

statt. Gut erhaltene Kleidung

und Wäsche, Schuhe, Handtaschen,

Plüschtiere, Federbetten

und Pelze können –

jeweils gut verpackt – in der

Garage und im Jugendhaus

abgelegt werden. Kleidersäcke

erhalten Sie dienstags und

freitags von 9 – 13 Uhr im

Pfarramt oder nach dem

Gottesdienst am Kirchenausgang.

Anmeldung der

neuen Konfirmanden

Die neuen Konfirmanden

können am 1. April in der Zeit

von 9 – 12 Uhr und von 17 –

18 Uhr im Pfarramt angemeldet

werden. Der Kurs geht über ein

Jahr und umfasst eine wöchentliche

Unterrichtsstunde, vier

Unterrichtsblöcke am Samstagvormittag

und zwei Wochenend-

freizeiten. Die Konfirmation wird

dann im April 2009 stattfinden;

die Konfirmanden sollten zum

Zeitpunkt der Anmeldung 13

Jahre alt sein. Erstes Treffen:

am 22. April um 15:30 Uhr im

Pfarrhaus, Schulgasse 1.

Kurzmeldungen

„Aufbruchstimmung –

Gedichte und Musik im

Frühling“

So lautet das Thema eines

Vortragsabends, zu dem wir am

11. April um 19 Uhr in unsere

Kirche einladen. Sigrid Najdzion

liest Gedichte, Sebastian Denhoff

trägt klassische Gitarrenmusik vor.

Der Eintritt ist frei; die Kollekte erbitten

wir für die Orgelrenovierung.

„Hlalanathi“

Viele werden sich an den Auftritt

der Johannesburger Schauspielgruppe

„Hlalanathi“ vor drei Jahren

erinnern. Jetzt kommen sie wieder

zu uns: am 4. Juni werden sie

in unserer Kirche ihr neues Stück

vorführen. Genaueres im nächsten

Gemeindebrief!

Hlalanthi auf Tournee in Deutschland

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Neuer Opferstock

Haben Sie unseren neuen

Opferstock schon gesehen?

Rainer Bulmahn hat ihn

freundlicherweise mit sehr viel

Liebe und handwerklichem

Geschick hergestellt und uns

gespendet. In Zukunft soll er

für die Kollekte (Spenden für

festgelegte Projekte außerhalb

unserer Gemeinde) bestimmt

sein. Der Klingelbeutel (Spenden

für unsere Gemeindearbeit)

wird ersetzt durch unseren

alten Kollektenkasten. Damit

entfällt das „Klingeln“ während

des Predigtliedes!

Übrigens: Man muss nicht immer

in beide Kästen etwas geben,

sondern kann sich jeweils

überlegen, welcher Spendenzweck

einem an diesem Tag

wichtiger ist!

Rainer Bulmahn fertigte für die Kirche

einen neuen Opferstock

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Kurzmeldungen

Orgelkonzert

Gitli Glaß, Gerhard Labinsky und Manfred

Glaß (von rechts) beim Drehorgelkonzert

in der Mascheroder Kirche (Foto: Sump)

Das Konzert der „Mascheroder

Drehorgelmusikanten“ Manfred

und Gitli Glaß sowie Gerhard

Labinsky im Januar in der

Mascheroder Kirche war wieder

gut besucht.

Der Erlös aus dem Konzert

betrug 330 Euro. Das Geld wird

für die Renovierung der Orgel der

Kirche verwandt.

Herzlichen Dank

an Herrn Rainer Bulmahn

und die Musiker!

Kirchgeldsammlung

Die Kirchgeldsammlung 2007

erbrachte 9.050 Euro, davon

4.050 Euro für die Orgelrenovierung

und 1.785 Euro für

die Kinderkrippe.

Herzlichen Dank allen Spendern!

Orgelrenovierung

Die Reparatur der Orgel hat

schon begonnen und soll bis

zum Juni abgeschlossen sein.

Kinderkrippe

Die Kinderkrippe werden wir

aller Voraussicht nach im August

2008 eröffnen können. Wir

gehen davon aus, dass uns das

Haus Salzdahlumer Straße 303

von der Stadt Braunschweig

dafür kostenlos zur Verfügung

gestellt wird. Für den Umbau,

den wir zumindest teilweise

selbst finanzieren müssen,

brauchen wir allerdings noch

einiges an Geld.

Spenden für diesen Zweck sind

weiterhin herzlich willkommen.

Kirchenkasse Mascherode:

Nord LB Braunschweig, Kto.-Nr.

2499390, BLZ 250 500 00,

Stichwort: Kinderkrippe

Kurzmeldungen

Heute schon gelacht?

Eine weltweite Umfrage wurde

durchgeführt mit der Aufforderung:

„Bitte teilen Sie uns

mit, was Ihrer Meinung nach

gegen den Mangel an Lebensmitteln

in anderen Teilen der

Welt getan werden kann.“

Die Umfrage blieb aus folgenden

Gründen ergebnislos:

In Afrika wusste niemand, was

„Lebensmittel“ bedeutet.

In Westeuropa wusste niemand,

was „Mangel“ ist.

In Osteuropa war das Wort

„Meinung“ unbekannt.

In Südamerika konnte man mit

dem Wort „bitte“ nichts

anfangen.

In den Vereinigten Staaten von

Amerika wusste niemand, was

mit „anderen Teilen der Welt“

gemeint ist.

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Das große Krabbeln

Das mitgebrachte Frühstück schmeckt den Kindern besonders gut

Bist Du zwischen 6 Monaten und 2 Jahren alt, hast eine liebe Mama

(Papa, Tagesmutter, Oma…) zu Hause und suchst Abwechslung vom

harten Kleinkindalltag? Hast du Spaß daran mit anderen Kindern zu

spielen, viel Neues zu lernen und Kinderlieder zu singen?

Dann laden wir dich herzlich ein, am

Mittwoch von 10:00 - 11:30 Uhr im

Jugendhaus bei der Krabbelgruppe

vorbeizuschauen.

Wir haben Platz zum Bewegen und

Rumtoben, viele Spielsachen zum

Entdecken und noch mehr Lieder zum

Mitsingen. Und sobald es warm ist,

erkunden wir die Spielplätze in der Umgebung. Ob

Kinderkarneval, Ostereier bemalen oder

Weihnachtsfeier - mit uns wird es nie langweilig!

Und auch deine Erwachsenen sind herzlich

willkommen. Während die Kinder spielen, können

Sie Neuigkeiten, Informationen und Erfahrungen

austauschen.

Bitte denkt daran, eine Kleinigkeit zum Frühstück

und warme Socken für Groß und Klein

mitzubringen. Wenn Ihr noch mehr wissen

möchtet, kommt vorbei oder informiert Euch bei

Marion Bartholomaeus Tel. 8893077 oder Nora

Mahlmann Tel. 2 08 39 00.

Marion Bartholomaeus

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Kinder, Kinder, ...

Kinder, Kinder, ...

Woher kommen die Ostereier?

Früher waren sie etwas ganz Besonderes und Kostbares, heute sind sie

zu Ostern einfach nicht mehr wegzudenken. Es gibt sie in knalligen

Farben, als Schokoladenei oder ganz und gar aus Zuckerwerk oder mit

schönen bunten Verzierungen. Die Ostereier gehören einfach ins bunte

Osterkörbchen! Die Entstehung des Ostereis verdanken wir vermutlich

der Fastenzeit. Das ist die Zeit vor Ostern, in der man früher auf den

Genuss von Fleisch und Eiern verzichtete. Während dieser vierzig Tage

legten die Hühner allerdings weiter fleißig ihre Eier. Der Kühlschrank

war noch nicht erfunden und deshalb musste man die Eier abkochen,

um sie haltbar zu machen. Zu Ostern wurden sie dann in größeren

Mengen verschenkt.

Erst seit dem 17. Jahrhundert wurden gefärbte und bemalte Ostereier

als Dekoration genutzt, so wie wir es heute kennen. Als Symbol aber

stand das Ei bereits im alten Ägypten für Fruchtbarkeit und neues

Leben. Aus einem scheinbar leblosen Ei schlüpft nach kurzer Zeit

wieder neues Leben. Das ist wie ein kleines Wunder. Darüber hinaus ist

das Ei deshalb ein Zeichen für Auferstehung.

Angeblich bringt ja der Osterhase zu Ostern die Eier. Aber alle Kinder

wissen natürlich, dass der Hase überhaupt keine Eier legen kann.

Unsere Ostereier werden natürlich ausnahmslos von Hühnern gelegt.

Gekocht und auf verschiedene Arten gefärbt, gelangen sie dann auf

geheimnisvolle Weise in die Osternester.

Wiesen-Eierbecher für das Osterfrühstück

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Taufen

Beerdigungen

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Wir freuen uns, wir trauern

Über die neuen Gemeindeglieder freuen wir

uns. Den Eltern und Paten wünschen wir Gottes

Segen bei der Erziehung der Kinder.

Per-Arnick Lüke

Carl Wilhelm Kämpen

Arved Volkmer

Wir nehmen Anteil an der Trauer der Hinterbliebenen

unserer verstorbenen Gemeindeglieder.

Dr. Jürgen Sommer

Monika Gehrke

Alex Magin

Marga Schnelle

Foto: Zimmermann

Wir freuen uns, wir trauern

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

94 29.3. Paul Grothaus

91 06.3. Lieselotte Wegmeyer

85 17.4. Juanita Rühlmann

29.4. Marga Homann

80 04.3. Wolfgang Hacke

05.3. Klaus Wagener

26.3. Marga Stöber

10.4. Jutta König

15.4. Dietrich Cobrad

08.5. Friedrich Milling

75 17.3. Anneliese Braun

14.4. Ilse Müller

24.4. Emmi Markwald

28.5. Lucie Zänker

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Gegengeschichte zu Pfingsten

Als der Pfingsttag gekommen war, waren die Jünger alle an einem Ort

beieinander. Es war ein besonders schöner Tag, die Sonne schien, und

am Himmel regte sich kein Lüftchen. So kam es, dass die Jünger unter

sich blieben. Sie hatten die Fenster sorgfältig geschlossen, damit auch

nichts nach draußen drang, und tauschten Erinnerungen an ihre Zeit

mit Jesus aus. Sie verstanden sich gut, denn alle sprachen die gleiche

Sprache.

Draußen auf der Straße tummelten sich Menschen aus aller Herren

Länder, Parther und Meder und Elamiter und wie sie alle hießen; sie

unterhielten sich über Vieles, und manchmal sprachen sie auch über

Jesus und seine Anhänger. Man hört gar nichts mehr von ihnen, sagten

sie; die Sache scheint sich erledigt zu haben.

Drinnen im Haus hielt Petrus eine kleine Rede und sagte: „Liebe

Freunde und ehemalige Mitwanderer, inzwischen haben wir uns daran

gewöhnt, dass Jesus nicht mehr bei uns ist. Zum Glück haben die

Römer die Angelegenheit wohl vergessen und suchen nicht mehr nach

uns. Verhalten wir uns also weiterhin ruhig und sehen wir zu, dass Gras

über die Sache wächst. Natürlich sollten wir uns von Zeit zu Zeit

treffen, um sein Andenken in Ehren zu halten, aber ansonsten soll alles

so bleiben, wie es ist. Das scheint für alle Beteiligten das Vernünftigste

zu sein. Sehen wir vor allem zu, dass keine Fremden dazu kommen,

das würde unsere Gemeinschaft nur unnötig belasten.“

Das schien allen ein guter Rat zu sein. Sie trafen sich weiterhin, wenn

auch mit der Zeit immer seltener; sie wurden älter, sie vergaßen, und

mit der Zeit starben sie. So ging die Sache mit Jesus zu Ende. Man

redete nicht mehr darüber, denn: Belanglosigkeiten haben das gleiche

Schicksal wie Eintagsfliegen.

Soweit die Gegengeschichte zu Pfingsten. Eigentlich eine ganz normale

Geschichte. Dass es anders kam: Dass die Jünger ihre Angst verloren,

dass sie hinausgingen auf die Straße und ihren Glauben offen und

mutig bekannten, dass dieser Glaube sich in wenigen Jahrzehnten quer

durch das Römische Reich verbreitete und bis heute unzählige

Menschen erreicht, das hat wohl mit dem zu tun, was das Neue

Testament „Heiliger Geist“ nennt. Nachzulesen in der

Apostelgeschichte, Kapitel 2. Oder zu Pfingsten im Gottesdienst zu

hören.

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Religiöses Thema

Nachgefragt

Vor 65 Jahren starben die Geschwister Scholl

„Wir sind Euer Gewissen“

Am 18. Februar 1943 huschten zwei

schlanke Gestalten durch die verlassenen

Flure der Münchner Universität; die

Vorlesungen waren noch nicht zu Ende.

Vor den Hörsaaltüren und auf

Fenstersimsen verteilten sie Flugblätter,

die zum Widerstand gegen die Nazi-

Diktatur aufriefen und von einem neuen,

europäisch orientierten Deutschland in

Freiheit träumten.

Die beiden Studenten Hans und Sophie

Scholl – setzten sie alles auf eine Karte,

weil sie die Anspannung der letzten

Monate nicht mehr aushielten? Der

Hausmeister Jakob Schmied, ein

strammer SA-Mann, rannte den beiden

nach und schleppte sie in das Rektorat.

Nur wenige Tage später wurden Hans und Sophie Scholl in einem Schauprozess zum Tod

verurteilt und zum Schafott geführt.

Sophie Scholl stammte aus einer Familie, in der selbstständiges Denken geschätzt war.

Im Bund Deutscher Mädel hielt es sie nicht lange. Sie begriff nicht, warum ihre

Lieblingsfreundin Inge, die mit ihren blonden Haaren und blauen Augen das

Musterexemplar eines deutschen Mädchens darstellte, als Jüdin dort nicht erwünscht war.

Jeder Mensch müsse doch „damit rechnen, im nächsten Augenblick von Gott zur

Rechenschaft gezogen zu werden“, notierte Sophie in ihrer nüchternen Religiosität. Sie

nahm sich die Freiheit, den Krieg vom ersten Augenblick an anders zu bewerten als die

offizielle Propaganda.

Sophies Bruder Hans, der Medizin zu studieren begonnen hatte, ließ sich bei den

regelmäßigen Diskussions- und Leseabenden mit seinen Freunden in der Opposition

bestärken. Doch durfte man sich auf philosophische Gespräche und die Lektüre kritischer

Bücher beschränken, wenn überall aufrechte Christen verfolgt, Gewerkschafter verhaftet,

Juden deportiert und ganze Regimenter in einem wahnwitzigen Krieg an der Front

verheizt wurden?

Im Sommer 1942 begann die Gruppe, Flugblätter zu entwerfen, mit der Aufforderung:

„Leistet passiven Widerstand, verhindert das Weiterlaufen dieser atheistischen

Kriegsmaschine, ehe es zu spät ist, ehe die letzten Städte ein Trümmerhaufen sind (...).

Wir schweigen nicht, wir sind Euer Gewissen; die Weiße Rose lässt Euch keine Ruhe!“

(Weiße Rose: Widerstandsgruppe in München zur Zeit des Nationalsozialismus).

Von der Haltung, die von den Geschwistern Scholl während der Verhöre gezeigt wurde,

war sogar die Gestapo beeindruckt. Sie hätten die ganze Schuld auf sich genommen und

erklärt, mit ihren Aktionen habe man ein noch größeres Unglück von Deutschland

abwenden und möglichst vielen Menschen das Leben retten wollen, gab einer der

Beamten später zu Protokoll. „Sie haben sich so fabelhaft tapfer benommen“, erinnert

sich ein Bewacher aus dem Gefängnis München-Stadelheim.

Wenige Tage nach der Hinrichtung tauchten an der Fassade der Universität neue

Inschriften auf: „Scholl lebt! Ihr könnt den Körper, aber niemals den Geist zerstören!“

Christian Feldmann

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