Die “ggA” für den Südtiroler Apfel - Mediaradius

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Die “ggA” für den Südtiroler Apfel - Mediaradius

Kostenloses

Exemplar


Vorsorge

8 Geschichte der Vorsorge

22 Sport als Vorsorge

29 Neugeborenen-Vorsorge

32 Der soziale Aspekt

70 Gesunde Füße

72 Gesunde Augen

74 Gesund schlafen

80 Therme Meran

84 Südtirols Hallenbäder

86 Der City Bus: Sauber unterwegs

InterVIeWs

20 Stiftungsdirektor Franz Plörer

26 LR Richard Theiner

27 Primar Oswald Mayr

37 LR Florian Mussner

AKtuell

6 Interaktiver Radius

7 Radius Gewinnspiel

12 Stiftung Vital

14 Gesunde Gemeinde

17 Gesunder Betrieb

24 Die Sanitätsreform

ernährung/ProduKte

56 Diät & Allergien

62 Südtirols Qualitätsprodukte

60 Profanters Biobrot

65 Nocker Speck

66 Südtiroler Bauernbund

objeKte

36 Krankenhaus Bozen

39 Südtiroler Krankenhäuser

42 Die Claudiana

68 Die Marienklinik

52 Das Salus Center

serVIce

31 Loacker Remedia, Blumau

51 Plattner Bau, St. Jakob/Leifers

54 Studio comClic, Meran

55 Piroche, Meran

66 Raiffeisenverband

69 Gasser Ziegelei, Schabs

73 Optik Markus, Auer

76 Rubner Haus, Kiens

83 Die Gärten von Trauttmansdorff

87 Bunte Meldungen

90 Partnerlist

Impressum

Herausgeber: Athesiadruck GmbH, Bozen

Eintrag. Lg. Bozen Nr. 26/01, am 27.11.2001

Verantwortlicher Schriftleiter: Armin Mair

Verantwortlicher Projektleiter: Franz Wimmer

Koordination/Produktion: Elke Schlemmer

Redaktion: Nicole Dominique Steiner, Martin Linder, Elke Schlemmer,

Franz Wimmer, Gabriele Crepaz, Claire Schöne, Renate Mayr, Marita

Wimmer, Verena Kompatscher

Anzeigenverkauf: Sabine Kaufmann, Sonja Trogmann, Sabine Demetz

Verwaltung: Kapuzinergasse 5, 39100 Bozen, Tel. 0471 977 824

Fotos: Hermann Maria Gasser, Frieder Blickle, Manuela Prossliner/

Trauttmansdorff, Foto Tappeiner, Helmuth Rier, Oskar Dariz, Athesia-

Archiv, Anita Oberhöller, verschiedene Privat- und Online-Archive und

Verkaufsunterlagen

Konzept und Abwicklung: King Laurin GmbH, Eppan

Grafik-Layout: Anita Oberhöller Produktion: Athesiadruck Bozen

Auflage: 30.000 Preis: Einzelpreis 2 Euro, A+D: 2,50 Euro

Die Radius-Redaktion ist für die Inhalte der angeführten Webseiten nicht verantwortlich.

Franz Wimmer

Koordinator

Mit der Ausgabe Gesundheit &

Vorsorge haben wir ein höchst aktuelles

Thema angeschnitten. Die Gesundheit

wird immer mehr zum Wirtschaftsfaktor

und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Weniger krank sein, bedeutet mehr

Leistung erbringen im immer härter

werdenden Wettbewerb, für Arbeitgeber

und Arbeitnehmer gleichermaßen

wichtig. Außerdem kann sich kein Land

auf Dauer die heutigen sozialen

Strukturen mehr leisten, wenn die

immer älter werdende Gesellschaft nicht

gesünder älter wird!

Gesund alt werden heißt, sich mehr

mit dem eigenen Körper zu befassen,

auf ausgewogene Ernährung und genug

(sportliche) Bewegung zu achten. Damit

man sich das alles leisten kann, ist auch

eine ausreichende finanzielle Vorsorge

notwendig. Eine interessante Zukunftsperspektive

zeigt der Erfolgautor Leo A.

Nefiodow in seinem Bestseller „Der

sechste Kondratieff“ auf. Das

wirtschaftliche Umfeld zur Erhaltung

der Gesundheit, zum körperlichen und

seelischen Wohlbefinden im ganzheitlichen

Sinn (auch Wellness), wird in den

nächsten 50 bis 60 Jahren zu einem

enormen Wirtschaftsfaktor. In der

Dimension vergleichbar sogar mit der

Industrialisierung im 19. Jahrhundert!

Mit dieser Ausgabe präsentieren wir

zudem den Radius als erstes interaktives

Magazin in Südtirol! Dazu vorab ein

spektakuläres Beispiel: Über die Radius-

YooGET®-Box (siehe auch Umschlag

Titelseite) ist der aktuelle Film von der

Vorstellung dieser Radius-Ausgabe in

der Claudiana bereits online !

Genauso wie zahlreiche Zusatzinfos und

Details zum Inhalt dieser Ausgabe.

Franz Wimmer


6

A K T u e L L

Radius 02/2007

erster interaktiver radius!

Der Radius ist das erste interaktive Medium in Südtirol. Nach den ersten

gelungenen Versuchen der Ausgaben „Immobilien&Wohndesign“ im Dezember

2006 und „Bauwirtschaft“ im Jänner 2007, werden künftig alle Radius-Ausgaben

interaktiv aufbereitet.

schon bisher war der Radius im

Netz präsent. Über Homepage

konnte man jede Ausgabe als

Online-Version im Internet lesen. Mit

der interaktiven Aufbereitung können

nun zu redaktionellen Texten und

Werbeanzeigen umfangreiche weitere

Informationen abgerufen werden.

Damit setzt das Magazin Radius einen

Meilenstein in der Südtiroler Mediengeschichte.

1-2-3 – mit einem Klick dabei

Artikel könnten zu manchen Themen

ganze Bücher füllen, doch wir

bieten Ihnen diese Informationsmasse

in gewohnt einfacher Radius-Qualität

online an. Die Zeitschrift, die sie

soeben in Ihren Händen halten, enthält

in Wirklichkeit Hintergrundinformationen

von zahlreichen zusätzlichen

Seiten – ganz einfach abrufbar über

unsere Radius Box. Das Angebot der

zusätzlichen Informationen über das

Internet funktioniert ganz einfach

und ist für Leser und Stamm-Kunden

gleichermaßen kostenlos! Unsere

Redakteure fügen bei einigen Artikeln

und Anzeigen kleine Info-TAGs an.

Dahinter verbergen sich ausgewählte

Links zu besonders interessanten Inhalten,

die über einen einfachen Code

(TAG-Zahl) abgerufen werden können.

Laden Sie die kostenlose Radius-Yoo-

GET®-Box von www.mediaradius.it/radiusbox

auf Ihren Computer herunter,

geben Sie den Code ein und mit einem

Mausklick geht es direkt ins World Wide

Web zu speziellen Videos, Musikclips

und interessanten Webseiten.

Einige Beispiele: Im Umfeld des Artikels

über den VW Touran, erschienen

in der Dezember-Ausgabe, bekommt

man über den Code 101 Infos zum

Touran. Über das Inserat von Musik

Walter kommt man mit dem Code 104

direkt zu einem Film über Yamaha-

Klaviere; hinter dem Radius-YooGET®-

Box-Code 103 steht ein Film über das

Iveco-Modell Daily. Ein außerordentliches

Beispiel ist ein ganzer Film über

Betonierarbeiten bei der Niederstätter-Halle

in Atzwang, abrufbar über

den Code 012. Die Möglichkeiten für

zusätzliche Informationen sind so

umfangreich wie das www. selber!

Die Box steht für Windows, als auch

für Mac User kostenlos unter www.

mediaradius.it/radiusbox zur Verfügung.

Windows

Anwendern wird die

Version ab Windows

2000 empfohlen.

Windows Vista wird

selbstverständlich

auch unterstützt.

Apple Mac OS wird

ab Version 10.4 (Tiger)

unterstützt.

beispiel für einen Info-tag, wie

sie sie in beiträgen und der

Partnerlist finden.

Als hauptpreise gibt es neun Wellness-Wochenenden in südtirols belvita Alpine Wellness hotels zu gewinnen.

radius gewinnspiel mit

1000 gesunden Preisen!

Das höchst aktuelle Radius-Thema

über Gesundheit und Vorsorge, sowie

die Installation des Radius als erstes

interaktives Medium in Südtirol sind

Grund genug, das erste Radius-Gewinnspiel

zu organisieren. Direkt über

www.mediaradius.it/radiusbox oder

über www.stol.it kommen Sie ins Spiel!

1000 Preise in dieser Form zu gewinnen,

das gab es in Südtirol bisher noch

nicht. Mitmachen ist ganz einfach: alle

gesunden Preise können per Mausklick

und Radius-YooGET®-Box gewonnen

werden.

Zuerst die Radius-YooGET®-Box aus

dem Internet von www.mediaradius.it/

radiusbox oder www.stol.it downladen

(wichtig für das interaktive Projekt)

und schon ist man dabei! Mit den besten

Aussichten, zu gewinnen – denn

jeder Siebte, der mitmacht, gewinnt!

nur gesunde Preise

Gesund leben, gesund alt werden,

sind die Hauptthemen dieser Radius-Ausgabe.

Deshalb wurde auch

festgelegt, nur „gesunde Preise“ zu

vergeben. Das sind dies 200 Plateaus

Joghurt vom Sennereiverband, 100

Plateaus Marlene-Äpfel von VOG,

200 Gutscheine für Bio-Produkte von

Despar, 100 Gutscheine für Jodler-Honig

von Gramm, 100 Vital-Kochbücher

vom Athesia Verlag, 100 Packungen

Biobrot von der Backstube Profanter,

100 Eintrittskarten für Südtirols Hallenbäder,

91 LAKI-Fußbalsam (Lat-

schenkiefer/Arnika) vom Kosmetikinstitut

By Dolores aus Eppan und neun

Super-Preise von den Belvita Hotels in

Südtirol. Das macht zusammen 1000

Preise!

ermittlung der gewinner per

computer-technik

Die Gewinnchancen, sind bei tausend

Preisen natürlich sehr groß. Die

Ermittlung der Gewinner ist einfach

und fair, denn der Computer und das

Internet sind unbestechlich! Über einen

Web-Counter samt Zählprogramm

wird jeder Siebte, der sich am Gewinnspiel

beteiligt zum Gewinner. Zusätzlich

werden unter den Gewinnern noch

einmal die neun Hauptpreise ermittelt.

hauptpreise: neun belvitabeauty-Wochenenden

Als besonderen Anreiz für das Gewinnspiel

gibt es für neun der Gewinner

zusätzlich ein Beauty-Wochenenden

(Freitag bis Sonntag) in Südtiroler

Belvita Alpine Wellness Hotels.

Auch die Ermittlung dieser Hauptpreise

verläuft über die Radius-Yoo-

GET®-Box.

Für den 111., 222., 333., 444., 555.,

666., 777., 888. und den 990. Gewinner

gibt es zusätzlich ein entspannendes

Wochenende in einem der

Südtiroler Belvita-Hotels! Somit zeigt

ich der Frühling schon am Beginn von

seiner besten Seite.


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V O R S O R G e

Radius 02/2007

Mit händewaschen fing es an

Für den zivilisierten Menschen ist es, bzw. sollte es eine Routinehandlung sein,

die mehrmals täglich unbewusst ausgeführt wird – vor 150 Jahren taten es nicht

einmal die Ärzte zwischen einer Visite und der anderen: Das Händewaschen ist die

Basis jeglicher Hygiene.

ein junger Arzt stellte Mitte des

19. Jahrhunderts eine Koinzidenz

zwischen Kindsbettfieber und Händewaschen

fest, die zu den Grundlagen

der Hygiene führte. Ignaz Semmelweis

(1813-1865) betreute junge Mütter auf

zwei Stationen.

Auf einer Station wurden die Mütter

im Kindbett von Hebammen betreut,

auf der anderen von jungen Ärzten.

besser vorbeugen als heilen

Gesundheitserziehung, Bekämpfung

von Infektionserkrankungen, Impfungen,

Gesundheit am Arbeitsplatz,

Sportmedizin, Überwachung von Le-

bensmitteln und Trinkwasser u.v.m. –

diese unterschiedlichen Bereiche sind

in der Abteilung Gesundheitswesen

im Bereich Hygiene und öffentliche

Gesundheit zusammengefasst.

Der Begriff Hygiene bedeutet in der

Medizin nicht Sauberkeit, sondern

vielmehr Vorbeugung. Giulia Morosetti,

Leiterin der Hygieneabteilung im

Auf der zweiten Station erkrankten

und starben wesentlich mehr Frauen

an Kindbettfieber als auf der ersten.

Semmelweis stellte fest, dass die Ärzte,

unmittelbar bevor sie die Gebärenden

untersuchten, Obduktionen durchgeführt

hatten.

Er ordnete an, dass sich die Ärzte

nach den Obduktionen die Hände

sorgsam waschen sollten und konnte

Gesundheitsassessorat: „Die Maßnahmen,

die unter der Bezeichnung Hy-

giene laufen, sind demnach weniger

auf den Einzelnen gerichtet, als

vielmehr Maßnahmen zum Schutz der

Kollektivität.“

hygiene = Maßnahmen zum

schutz der Kollektivität

Krankheiten können über die unterschiedlichsten

Wege übertragen bzw.

durch verschiedenste Verhaltensweisen

feststellen, dass sich der Prozentsatz

umkehrte. Nun starben mehr Mütter in

der von Hebammen betreuten Station.

Dieses Experiment legte sozusagen die

Basis für die heutigen Hygieneregeln.

Im Mai 1847 wurde es zur Pflicht, die

für Operationen genutzten medizinischen

Instrumente mit Chlorlösung

zu waschen.

Fotos von Operationen im 19. Jahrhundert

rufen dem heutigen Betrachter

Gänsehaut hervor.

Nicht nur, weil bis Mitte des 19.

Jahrhunderts anstelle der Narkose ein

Holzstück zwischen die Zähne gesteckt

wurde, sondern auch, wenn man das

um den Patienten versammelte ärztliche

Personal betrachtet: Gestandene

Professoren mit wallender Haar- und

Barttracht stehen in Anzug, Krawatte

und Hemd mit Straßenschuhen und

bloßen Händen um den Operationstisch

herum.

Heute gibt es Hygieneprotokolle,

die strengstens eingehalten werden,

vom mehrminütigen Händewaschen

über die Arbeitskleidung des OP-

Personals (und des Sanitätspersonals

im allgemeinen), bis zu den genauen

Vorschriften über Desinfektion und

Ausstattung des Operationssaals.

und Faktoren bedingt werden. Nicht

alle die Kollektivität bedrohenden

Krankheiten sind ansteckend, d.h.

von Mensch auf Mensch übertragbar.

Die sogenannten Infektionskrankheiten

können durch Impfungen

bzw. Quarantäne- bzw. Prophylaxe-

Maßnahmen in Schach gehalten und

im günstigsten Fall (z.B. Pocken) für

immer ausgemerzt werden. Anders

sieht es bei Krankheitsbildern aus, die

durch schädliche Umwelteinflüsse und

gesundheitsschädigende Stoffe (z.B.

Asbest, Radon) oder gesundheitsschädigende

Lebensstile (z.B. Rauchen,

Alkoholkonsum) entstehen. Morosetti:

„In diesem Bereich geht es um die

Verantwortung des Einzelnen für sich

selbst und seinem Nächsten gegenüber.

hoher standard in südtirol

In Südtirol haben wir laut Giulia

Morosetti einen sehr hohen Standard,

was die öffentliche Gesundheit und

die Überwachungssysteme anbelangt:

„Bei uns ist Qualität ein Konkurrenzfaktor

geworden“. Qualität, verstanden

im weitesten Sinn, beginnt bei der

Verwendung genuiner Lebensmittel

in öffentlichen Ausspeisungen und

hört bei der Ausstattung von Arbeitsplätzen,

der Überwachung der

Wasserqualität von Schwimmbädern

und artengerechter Tierhaltung auf.

Im Zeitalter der Telekommunikation

ist einerseits die Kontrolle der öffentlichen

Gesundheit um Vieles vereinfacht

worden. Über Internet, Radio

und Fernsehen werden Informationen

über mögliche Gefahrenfaktoren

unmittelbar weitergegeben und das

öffentliche System kann entsprechend

schnell eingreifen.

Bedingt durch die Mobilität des

modernen Menschen sind aber auch

die Gefahren ungleich höher geworden.

Krankheitserreger werden über

Urlaubs- und Arbeitsreisen von einem

Kontinent auf den anderen übertragen,

ansteckende Krankheiten sind

nicht mehr regional bzw. kontinental

begrenzt. Auch riskante Lebensstile

verbreiten sich rasant durch mediale

Werbung und weltweites Angebot von

Suchtmitteln.

Öffentliche gesundheit

fängt bei jedem an

Zum Aufgabenbereich

der öffentlichen

Gesundheit

gehören schließlich

auch die Gesundheitsberufe

und all

jene Tätigkeiten,

die mit Menschen giulia Morosetti

zu tun haben. Im

Zeitalter von Hepatitis B und C sowie

von Aids unterliegen Tätowierstudios

ebensolchen strengen Kontrollen wie

Fußpfleger oder öffentliche Saunen

und Badeanlagen. Im weitesten Sinne

gehören zum Bereich der öffentlichen

Gesundheit auch das Einhalten von

gesetzlichen Maßnahmen, wie Helmund

Gurtpflicht, oder die gesetzlich

vorgeschriebene 0,5-Promille-Beschränkung.

Auch das sind Präventivmaßnahmen,

die – wie die Statistiken

zeigen – greifen und mit Erfolg Unfälle

verhüten. „Aber eines dürfen wir

nicht vergessen,“ so Giulia Morosetti,

„ jeder von uns trägt zur öffentlichen

Gesundheit bei.“

Wenn sich alle an die allgemein

üblichen Regeln in Bezug auf Lebensstil,

persönliche Sauberkeit,

saubere Räumlichkeiten, auf Auswahl,

Aufbewahrung und Zubereitung von

Lebensmitteln usw. halten, können

viele Gefahrensituationen erst gar

nicht entstehen. Wobei wir wieder

beim Händewaschen wären ...

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V O R S O R G e


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V O R S O R G e

Radius 02/2007

Impfen aus Verantwortung

Dank der Entdeckung von Impfstoffen

konnten einige Krankheiten

eingedämmt, wenn nicht sogar ausgemerzt

werden. In den 60er Jahren

wurden die ersten Pflichtimpfungen im

Kindesalter eingeführt, um in kurzer

Zeit so viele Kinder wie möglich zu

schützen.

Seit Ende der 90er Jahre sorgen Impfgegner

– Eltern, die ihre Kinder aus

Angst vor den Folgen nicht impfen

lassen – immer wieder für Schlagzeilen.

„Impfungen, die von den Ärzten

der zuständigen Dienste des Sanitätsbetriebes

und vom Assessorat für

Gesundheit empfohlen werden, sind

absolut sichere Impfungen“, betont

Giulia Morosetti, Leiterin der Abteilung

für Hygiene und öffentliche Gesundheit.

Im Impfkalender festgelegte

Impfungen werden vom öffentlichen

Gesundheitsdienst grundsätzlich gratis

durchgeführt.

Es handelt sich hierbei um Interventionen

an gesunden Personen, dies

bedeutet, dass die Impfstoffe und ihre

Auswirkungen auf den menschlichen

Organismus erprobt und untersucht

wurden, bevor sie effektiv eingesetzt

werden. Sie werden zudem immer

wieder strengstens auf Sicherheit

kontrolliert.

Impfstoffe sind notwendig

und sicher

Morosetti: „Erstaunlicherweise

vertrauen viele Menschen Dingen,

die sie hören oder im Internet lesen

und wo sie weder die Quelle noch die

Richtigkeit der Behauptungen nachkontrollieren

können, mehr als den

von uns ausgegebenen Richtlinien.“

In den Anfangsjahren der Impfpraxis

konnte es leichter zu unerwünschten

Nebenwirkungen kommen, trotzdem

wurden diese Impfstoffe eingesetzt, da

es keine bessere Waffe gegen die weite

Verbreitung von Erkrankungen wie

Pocken, Tetanus und Kinderlähmung

gab. Die heutigen Impfstoffe sind

völlig anders strukturiert als jene der

ersten Generation.

Morosetti: „Sein Kind nicht zu impfen

ist das selbe, wie sich nicht angur-

ten, aus Angst, durch den Gurt zu

ersticken.“ In Südtirol gibt es heute

ungefähr 5% Impfverweigerer. Den

betroffenen Kindern wird nicht mehr

der Zugang zur Schule verweigert,

allerdings können bis zu deren Vollendung

des 18. Lebensjahres die

Eltern im Fall von Pflichtimpfungen

mit einer Verwaltungsstrafe belegt

werden.

Kinderkrankheiten

sind gefährlich

Dank Impfungen sind einige Infektionskrankheiten

wie Kinderlähmung

oder Diphtherie, heute selten. Das

Problem von anderen bei uns noch

vorkommenden Kinderkrankheiten

wie Masern oder Mumps sind die

möglichen Nacherkrankungen. Mumps

kann beispielsweise zu einer Entzündung

der Bauchspeicheldrüse oder zu

Sterilität führen.

Masern hingegen können Taubheit

oder Blindheit zur Folge haben, oder,

wenn der Erreger im Nervenzentrum

überdauert, noch nach Jahren zu einer

Gehirnhautentzündung (SSP-Enzephalitis)

mit tödlichen Folgen führen (ein

Fall auf 100.000).

Impfungen sind auch aufgrund der

Mobilität der heutigen Gesellschaft

von größter Bedeutung. Erreger wie

z.B. der Grippe, der Hepatitis B und

der Tuberkulose sind lange nicht mehr

geographisch begrenzt.

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P A G I N I e R u N G


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P A G I N I e R u N G

Radius 02/2007

stiftung Vital: gesundheit förd ern

Vorbeugen ist besser als heilen. Diesen allgemein bekannten Grundsatz in

gesellschaftlich tragfähige Strategien umzuwandeln, hat sich die Stiftung Vital

zum Ziel gesetzt.

die Lebenserwartung steigt alle

zehn Jahre um ungefähr ein Jahr.

Wir werden aber nicht nur älter,

wir werden gesünder älter. Dieser

Fortschritt ist aber laut WGHO nur zu

einem Drittel auf die Heilerfolge der

Medizin und die Krankenversorgung

zurückzuführen. Zwei Drittel dieser

Erfolgsstory beruhen auf gesunden Lebensbedingungen,

bessere Bildungsangebote,

eine ausgewogenere Ernährung

und einem insgesamt gesundheitsgerechteren

Verhalten.

Die Aufgabe der Gesundheitspolitik ist

es, diesen Trend zu festigen. Dies ist

nicht nur mit mehr Medizin, sondern

durch die Schaffung gesunder Lebensbedingungen

und eine Stärkung der

Prävention und Gesundheitsförderung

möglich.

Ausgehend von diesen Überlegungen

wurde auf Wunsch von Landesrat

Richard Theiner die Stiftung Vital ins

Leben gerufen. Ihre Aufgabe besteht

darin, gesundheitsfördernde Projekte

zu planen und umzusetzen. Eines

davon ist die „Gesunde Gemeinde“, ein

Pilotprojekt, das vor kurzem in den

drei Gemeinden Plaus, Bruneck und

Kurtatsch gestartet ist. „Wir möchten

mit den ‚Gesunden Gemeinden

einen Prozess zur Verbesserung der

Lebensqualität in die Wege leiten, bei

dem die Bevölkerung aktiv an den

Entscheidungen und bei der Umsetzung

der Maßnahmen beteiligt ist“,

betont Martin Holzner, der im Auftrag

der Stiftung Vital das auf fünf Jahre

angelegte Programm koordiniert.

Vielfältige Anforderungen

„Im Grunde geht es bei der Gesundheitsförderung

stets um die Frage, was

brauchen Menschen, damit sie sich

wohl fühlen und gesund bleiben“, sagt

Franz Plörer, Direktor der Stiftung Vital.

gesunde gemeinde

Ein wichtiges Anliegen ist es dabei,

die verschiedenen privaten und öffentlichen

Akteure auf Gemeindeebene,

die Beratungsstellen ebenso wie die

Vereine und Bildungseinrichtungen,

zu vernetzen. Und es sollen Initiativen

durchgeführt werden, bei denen die

Betroffenen die eigentlichen Experten

sind. „Die Stiftung Vital bietet mit Unterstützung

der Gemeinde den methodischen

Rahmen, schreibt aber nicht

vor, was im einzelnen durchgeführt

werden soll“, unterstreicht Holzner.

Entscheidend ist, dass der Bevölkerung

Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung

geboten werden und dass die Verantwortungsträger

in den Gemeindestuben

die Vorschläge und Wünsche ernst

nehmen. Mehr noch: Gesunde Gemeinden

achten darauf, dass bei sämtlichen

Entscheidungen die Auswirkungen auf

die Lebensqualität und die Gesundheit

der Menschen berücksichtigt werden.

stadtgemeinde bruneck

bürgerkapelle bruneck

gesundheitsförderung auf

mehreren ebenen

Gesundheitsförderung kann auf

verschiedenen Ebenen stattfinden, auf

der persönlichen und auf der gesellschaftlichen

Ebene, beim persönlichen

Verhalten und bei den Lebensbedingungen.

Der individuelle Beitrag für

die Gesunderhaltung besteht darin,

einen gesunden Lebensstil zu pflegen.

Das beinhaltet zum Beispiel, dass man

sich ausgewogen ernährt und ausreichend

körperlich bewegt, soziale

Kontakte pflegt und lernt, mit Stress

und der Schnelllebigkeit der Zeit

umzugehen.

Aber auch das Umfeld spielt für das

gesundheitliche Wohlbefinden eine

große Rolle. Ständige Lärmbelästi-

gung, feuchte Wohnungen, unsaubere

Luft, schlecht entlohnte Arbeitsplätze

oder auch versäumte Bildungschancen

können sich nach Ansicht der

Weltgesundheitsorganisation auf das

gesundheitliche Wohlbefinden nachteilig

auswirken. Das Projekt „Gesunde

Gemeinde“ möchte die Bevölkerung

für diese Zusammenhänge sensibilisieren.

In der Arbeitsgruppe soll dann gemeinsam

nach Wegen gesucht werden,

wie man in der eigenen Gemeinde

mehr Lebensqualität und damit mehr

Gesundheit schaffen kann. „Es geht also

auch darum, Verantwortung für die

eigene Gesundheit zu übernehmen“,

sagt Holzner, „und darum, Freiräume

zu schaffen, damit das Dorf oder

der Betrieb als gesundheitsfördernde

Lebenswelt aktiv mitgestaltet werden

können.“

Wie wird man „gesunde

gemeinde“?

Gemeinden, die in das Projekt

einsteigen wollen, müssen als ersten

formellen Schritt im Gemeinderat die

Teilnahme am Projekt beschließen.

Dann ist eine Person namhaft zu

machen, die vor Ort für das Projekt

zuständig ist.

Außerdem muss in den Gemeinden

ein Arbeitskreis gegründet werden, der

mit Unterstützung der Stiftung Vital

für die Planung und Umsetzung des

Projektvorhabens verantwortlich ist.

„Der Arbeitskreis muss sich überlegen,

was die Gemeinde tun kann, damit

sie eine gesunde Gemeinde wird. Wir

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Radius 02/2007

Feuerwehr Kurtatsch

liefern den Rahmen und die Methode,

aber keine vorgefertigten Maßnahmenkataloge,

die von allen Gemeinden

umgesetzt werden müssen“, sagt Plörer.

Die Maßnahmen werden von den

Arbeitskreisen erarbeitet, indem sie die

Bevölkerung in die Bedarfserhebung

und in die Planung einbinden.“

Zu gesunden Lebensbedingungen zählen

auch Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung

und die Qualität sozialer

Kontakte. „Gesunde Gemeinde“ kann

auch bedeuten, dass man ausländische

Mitbürger willkommen heißt, dass

Schritte unternommen werden, damit

ihnen die Integration leichter fällt

und dass vor allem die Bedürfnisse

sozial Benachteiligter berücksichtigt

werden. Das ist ein Aspekt, der auch

aus gesundheitspolitischer Perspektive

von große Bedeutung ist: Menschen,

die sich über einen langen Zeitraum

ausgegrenzt fühlen und die in der

sozialen Hirarchie ganz unten stehen,

sind häufiger von gesundheitlichen

Beschwerden – insbesondere Herz-

Kreislaufkrankheiten – betroffen als

andere. Damit greift die Gesundheitsförderung

über den traditionellen

Ansatz der Gesundheitserziehung

hinaus. Vorträge sind wichtig, bleiben

aber meist ohne Nachhaltigkeit.

Die Gesundheitsförderung möchte deshalb

nicht nur den Lebensstil der Menschen

positiv beeinflussen, sondern

auch dazu beitragen, dass Lebensbedingungen

geschaffen werden, die

für die Gesundheit der Bevölkerung

vorteilhaft sind. Konzepte, die diesen

breit definierten Gesundheitsbegriff

berücksichtigen, gibt es in Südtirol

kaum. „Es gibt aber wertvolle Erfahrungen,

auf die wir aufbauen können“,

sagt Plörer, „und wir wollen gerade

jene um ihre Mitarbeit bitten, die

schon bisher durch ihre ehrenamtliche

Projektzyklus: die schritte zur gesunden gemeinde

Tätigkeit einen wichtigen Beitrag für

die Gemeinschaft geleistet haben.“

Pilotprojekt in bruneck ...

Lebensqualität trägt zur Zufriedenheit

und zur Gesundheit der Bevölkerung

bei. Das gilt auch für den

motorisierten Verkehr, der für viele

Gemeinden zu einer großen Herausforderung

geworden ist. „Bei der

Mobilität haben wir eine Vorreiterrolle

eingenommen, das bekommen wir

auch von Gemeinden außerhalb Südtirols

bestätigt“, sagt Brunecks Stadträtin

Brigitte Pezzei, die im Pusterer

Hauptort für das Projekt „kommunale

Gesundheitsförderung“ zuständig

ist. Pezzei ist sich bewusst, dass die

öffentliche Verwaltung dem Wandel

in der Gesellschaft Rechnung tragen

und in ihrer Arbeit die Bedürfnisse der

Bevölkerung berücksichtigen muss.

Die Bürger sind mündiger geworden.

Wir wollen die Bevölkerung und ihre

Anliegen ernst nehmen und unsere

Musikkapelle Kurtatsch

Arbeit danach ausrichten“, sagt Pezzei.

Von der Befragung der Bürger, die im

Frühjahr gemeinsam mit der Stiftung

Vital durchgeführt wird, erwartet sie

sich Aufschluss darüber, ob Bruneck

auf dem richtigen Weg ist und was

die Gemeinde gegebenenfalls anders

machen muss.

... in Kurtatsch ...

Auch in der zweiten Pilotgemeinde,

in Kurtatsch, hat sich Ende Februar

der Gemeinderat einstimmig für eine

Beteiligung am Projekt „Gesunde

Gemeinde“ ausgesprochen. Bürgermeister

Oswald Schiefer erwartet sich

vom Projekt eine „Verbesserung des

Gesundheits- und Lebensgefühls der

Bewohner seiner Gemeinde.“ Das Interesse

der Bevölkerung an Gesundheitsthemen

und an gesunde Lebensstile

sei groß. Leider sei der Lebensstil, den

viele pflegen, nicht immer der beste:

„Wir haben einen guten Wein, er muss

aber in Maßen genossen werden. Auch

grafik

mehr Bewegung und ein gesunder

Arbeitsplatz tragen zur Lebensqualität

bei. Den Bauern muss man die

Bewegung nicht eigens ans Herz legen,

sie bewegen sich bei der Arbeit schon

genug; im Umgang mit Schädlingsbekämpfungsmitteln

könnte aber noch

mehr Aufklärung geleistet werden.

Auch der Lärm der Traktoren ist für die

Gesundheit der Landwirte nicht zuträglich“,

listet Schiefer einige Felder auf,

in denen Gesundheitsförderung geleistet

werden könnte. Welche Defizite die

Bewohner von Kurtatsch in der Bürgerbefragung,

die voraussichtlich im April

stattfinden wird, auflisten werden,

darüber will Schiefer nicht spekulieren.

„Ich möchte der Bürgerversammlung

und der Arbeit des Arbeitskreises, in

den neben fünf Gemeinderäten auch

einige Bürger aufgenommen werden,

nicht vorgreifen.“

... und in Plaus

Auch in der Gemeinde Plaus hat die

Planungsphase des Projektes „Gesunde

Gemeinde“ bereits begonnen. „Ende

Februar sollten die Fragebögen, in

denen wir unsere Bürgerinnen und

Bürger nach ihrem Wohlbefinden und

ihren Problemen befragt haben, eingesammelt

sein“, sagt Bürgermeister

Arnold Schuler.

Eine Standortbestimmung sei wichtig,

denn als Gemeindeverwaltung neige

man dazu, eigene Defizite zu übersehen.

Er sei deshalb sehr neugierig

auf das Ergebnis. Schuler kann sich

vorstellen, dass bei der Jugend einige

rathaus Plaus

Wünsche offen sind. Das Ergebnis

der Befragung wird im März oder

April auf einer Bürgerversammlung

vorgestellt. Dort werden den Teilnehmern

auch Wege aufgezeigt, wie sie

sich am Gesunde-Gemeinde-Projekt

beteiligen können.

Die Plauser Gemeinderäte haben bereits

im November für die Teilnahme

an diesem Projekt gestimmt, und sie

haben sich viel vorgenommen. „Wir

wollen uns nicht nur auf Vorträge

beschränken, denn die gab es bisher

auch schon. Wir wollen der Bevölkerung

einen Gesundheits-Check

anbieten und wir möchten, dass die

Arbeitsgruppe bei der Planung und

Ausweisung von Erweiterungszonen

ihre Ideen einbringen kann. Diesem

Punkt haben wir in der Vergangenheit

vermutlich zu wenig Augenmerk

geschenkt“, räumt Schuler ein.„Wir

haben mit Plaus eine kleine Gemeinde,

mit Kurtatsch eine mittelgroße

Gemeinde und mit Bruneck eine große

Gemeinde für unser Projekt gewinnen

können“, freut sich Plörer. „Jetzt

sind wir sehr neugierig darauf zu

erfahren, wie sich die Projekte in den

Pilotgemeinden entwickeln. Die ersten

konkreten Ergebnisse erwarten wir in

den nächsten Wochen und Monaten.“

Kindergarten Plaus


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A K T u e L L

Radius 02/2007

gesundheit als Wirtschaftsfaktor

Krankheit ist Privatsache? Schon

lange nicht mehr. Innovative Unternehmen

wissen, dass der Erfolg von

gesunden und motivierten Mitarbeitern

abhängt. Fünf Südtiroler Pilotbetriebe

testen, was Betriebliche Gesundheitsförderung

für sie bedeutet. Schauen Sie

sich um: Arbeiten Sie in einer Firma,

in der nur die Maschinen gewartet

werden? Dann sollten Sie sich einen

Jobwechsel überlegen. Es gibt genügend

Unternehmen, denen das Wohlbefinden

ihrer Mitarbeitenden am Herzen

liegt. Gesundheit im Betrieb ist aber

auch ein Wirtschaftsfaktor.

Globalisierung, rückläufige Geburtenraten,

der Trend zur Dienstleistungsgesellschaft,

der Druck, mit Qualität

zu punkten: alles Faktoren, die einen

Wertewandel in der Wirtschaft notwendig

machen. Der Mensch muss

ins Zentrum der Unternehmenspolitik

rücken. Mitarbeitende, die mit ihrem

Wissen überzeugen, die motiviert sind

und Ideen liefern, sind das Kapital, auf

das es ankommt. Für die Unternehmen

bedeutet das: umdenken. Lange war

die Belegschaft nur ein Kostenfaktor.

Unternehmer mit Weitblick betrachten

sie hingegen als entscheidende Ressource

für den Betriebserfolg.

Pilotprojekt in fünf betrieben

„Gesundheit ist etwas Allumfassendes.

Wenn Menschen gerne und

gut arbeiten, ist die Wahrscheinlichkeit,

dass sie gesund bleiben,

KMu-vital: der Werkzeugkasten

höher“, sagt der Bozner Unternehmer

Heiner Oberrauch. „Ich möchte, dass

meine Mitarbeiter sich wohlfühlen“,

sagt Pflegeheimdirektor Konrad

Dezini. „Wir haben erkannt, dass

wir unser Betriebsklima verbessern

müssen“, sagt Personalchef Enrico

Zuliani. Salewa Oberalp, das Pflegeheim

„Altes Spital“ in Kurtatsch,

die Etschwerke AG: drei Südtiroler

Unternehmen, in denen die Stiftung

Vital im Herbst 2006 gemeinsam mit

der Landesabteilung für Sozialwesen

und kofinanziert vom Europäischen

Sozialfonds das Projekt „Gesunde

Mitarbeiter in gesunden Betrieben“

gestartet hat.

Am Südtiroler Pilotprojekt sind außerdem

der Gemeindebetrieb Bruneck

und das Unternehmen Thun beteiligt.

Es ist nicht nur die reine Menschlichkeit,

die die Unternehmen bewegt. Die

Ziele sind klar definiert: Reduktion

der Fehlzeiten, gutes Betriebsklima,

und am Ende der Kette groß geschrieben:

Kundenzufriedenheit, positive

Betriebsergebnisse und ein Zugewinn

an öffentlicher Wertschätzung.

gesundheit gehört

ins tagesgeschäft

Das Projekt der Stiftung Vital

orientiert sich am Schweizer Modell

KMU-vital (siehe Kasten), das speziell

auf kleine und mittlere Betriebe zugeschnitten

ist. In diese Kategorie fallen

die meisten Südtiroler Unternehmen:

Von 39.500 Südtiroler Betrieben haben

nur 5600 mehr als fünf Mitarbeiter.

„Gesundheitsförderung darf für die

Firmen keine Belastung sein, sie darf

das Tagesgeschäft nicht stören“, sagt

Sandra Kündig vom Schweizer Institut

für Arbeitsmedizin. Kündig hat an der

Entwicklung des Modells „KMU-vital“

maßgeblich mitgearbeitet und begleitet

einstiegsworkshop bei den etschwerken

Das Programm „KMU-vital“ wurde von der Stiftung Gesundheitsförderung

Schweiz und anderen Schweizer Institutionen entwickelt. Es ist auf Klein- und

Mittelbetriebe zugeschnitten. Die „KMU-vital“-Modellbauer wussten: Kleine

Firmen haben weder Zeit noch Geld, um sich um die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden

zu kümmern. Gesundheitsförderung muss also in den Arbeitsalltag eingebaut

werden. So entstand KMU-vital als Werkzeugkasten, aus dem Führungskräfte

sich frei bedienen können. Das Programm ist in Module unterteilt und kann

unter www.kmu-vital.ch gratis bezogen werden. Trotzdem empfehlen die Schweizer,

einen strukturierten Ablauf einzuhalten. Dafür bietet das Programm einen

Leitfaden an. Die Durchführung erfolgt in sechs Phasen: Einstiegsworkshop,

Bedarfsanalyse mit Management- und Mitarbeiterbefragung sowie Gesundheitszirkel,

Strategieentwicklung, Maßnahmenumsetzung, Überprüfung der Ergebnisse

und das Wichtigste: Die neuen Erkenntnisse in den Betriebsalltag einbauen, das

heißt: Die Betriebliche Gesundheitsförderung muss fixer Bestandteil der Firmenpolitik

sein. Das gelingt nur durch eine kontinuierliche Zielfestsetzung und durch

ein kritisches Hinterfragen des Erreichten.

Workshop für das Management der gemeinde bruneck

grafik

Workshop im Pflegeheim Kurtatsch

die Stiftung Vital als erfahrene Expertin.

Geleitet wird das Projekt vom

Neumarkter Unternehmensberater Luca

Pandini.

Ziel des Pilotprojektes ist es, das

Modell „KMU-vital“ an Südtiroler

Betriebsstrukturen sowie an die sozia-

len und gesetzlichen Bedingungen

hierzulande anzupassen. Außerdem

baut die Stiftung Vital einen Expertenpool

auf, der Südtirols Unternehmen

bei der Umsetzung der betrieblichen

Gesundheitsförderung beraten und

unterstützen kann.

gesundheitsförderung

ist chefsache

Gesundheitsförderung kann nicht

gesetzlich verordnet werden, sie fußt

auf Überzeugung. „Anfangen muss

man beim Kopf der Firma. Die Führungskräfte

müssen zur Überzeugung

kommen, dass sie eine andere Unternehmenskultur

einführen“, sagt Franz

Plörer.

In der Früh, auf dem Weg zum Arbeitsplatz,

geben die Mitarbeiter ihre

Gefühle und ihr Privatleben nicht an

der Garderobe ab. „Jeder Mensch entscheidet

Tag für Tag, ob er am Arbeitsplatz

erscheinen will“, sagt Sandra

Kündig. „Je mehr die Arbeitssituation

unseren Bedürfnissen und Interessen

entspricht, umso zufriedener sind wir

und umso weniger suchen wir nach

17

A K T u e L L


18

Radius 02/2007

KMu-vital: die schritte zum gesunden betrieb

Alternativen.“ Aus dieser Sicht wird

klar: Gesundheit im Betrieb ist Chefsache.

Und wird von vielen Chefs noch

immer einfach vom Tisch gewischt.

2003 führte die Europäische Stiftung

zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen

ihre dritte „Europäische

Umfrage über die Arbeitsbedingungen“

durch. 60% der Arbeitenden

gaben an, ihre Arbeit wirke sich negativ

auf ihre Gesundheit aus. Ein Drittel

der Menschen klagte über Rückenschmerzen,

ein Viertel der Befragten

gab an, unter Beschwerden zu leiden,

die auf Stress zurückzuführen sind.

In den fünf Südtiroler Pilotunternehmen

wird über Fehlzeiten nicht geklagt.

Alle Chefs aber trachten danach, dass

in ihrer Firma eine gute Arbeitsatmosphäre

herrscht.

eine Frage der

unternehmenskultur

Kann gutes Arbeitsklima verordnet

werden? Kaum. Es muss gelebt

werden. Betriebliche Gesundheitsförderung,

die nachhaltig erfolgreich sein

will, gehört deshalb in den Bereich der

Unternehmenskultur. Sie bezieht alle

Mitarbeitenden ein und sie bemüht

sich, den Bedürfnissen der Mitarbeitenden

entgegenzukommen. Das gilt

für die Arbeitszeiten und die Vereinbarkeit

von Familie und Beruf; das

gilt für die Zusammenarbeit im Team,

für die ergonomische Gestaltung des

Arbeitsplatzes oder auch für die Art

und Weise, wie die Geschäftsführung

die Belegschaft informiert und in Entscheidungsprozesse

einbindet.

In den Südtiroler Pilotfirmen ist ein

Anfang gemacht. Überall werden in

der Einstiegsphase des Projektes die

Führungskräfte und die Mitarbeitenden

befragt. Sie sagen, was ihnen

nicht passt und was anders werden

soll.

Die Auswertung der Befragungsergebnisse

steht noch aus. Aber die Chefs

sind gespannt. Heiner Oberrauch:

„Ich bin froh, eine kritische Stimme

meiner Mitarbeiter zu hören.“ Konrad

Dezini sagt: „Ich freue mich auf Anregungen“.

Und Enrico Zuliani sagt:

„Ich erwarte ein ehrliches Bild von

der aktuellen Situation im Betrieb.“

Ansätze von Gesundheitsförderung

gibt es in vielen anderen Südtiroler

Betrieben auch. Was fehlt, ist meistens

ein Konzept, das den gesamten

Betrieb im Auge hat und nicht nur

einzelne Bereiche. Heiner Oberrauch:

„Viele Unternehmen leben das. Jetzt

wird es analysiert und benannt.“ Das

allein hat in den Pilotbetrieben eine

Lawine losgetreten. „Die Tatsache,

dass man darüber spricht, hat schon

viel bewirkt.“ Ganz einfach: Die Mitarbeiter

fühlen sich ernst genommen.

betriebliche gesundheitsförderung bei salewa

Heiner Oberrauch,

Salewa-Oberalp,

750 Mitarbeiter:

„Gesundheitsförderung

ist ein Mittel,

um die Qualität

der Arbeit zu

steigern. Gesundheit

ist etwas Allumfassendes: man

kann nur gut arbeiten, wenn man

gerne arbeitet, und man arbeitet nur

gerne, wenn die Rahmenbedingungen

stimmen. Das Management reagierte

zuerst skeptisch auf das Pilotprojekt:

Es wurde vor Versprechungen

gewarnt, die man nicht halten könne,

vor einem unnötigen weiteren Druck

auf die Angestellten, vor der fehlenden

Praxisnähe des Projektes. Diese

Ängste haben sich auf keiner Ebene

bewahrheitet. Im Gegenteil: Die Tatsache,

dass über das Thema gesprochen

wird, hat schon viel bewirkt.

Mir war auch wichtig, einmal eine

kritische Stimme der Mitarbeitenden

zu hören. Wie wir bis jetzt auf die

Gesundheit in unserem Betrieb geachtet

haben? Wir haben gemacht, was

jedes Familienunternehmen macht:

wie in der Familie haben wir geschaut,

dass es der Firma und damit

den Angestellten gut geht. In Südtirol

gibt es praktisch keine Arbeitslosigkeit,

wir wissen, wir leben hier in

Konkurrenz um Arbeitskräfte.“

Enrico Zuliani, Personalchef der

Etschwerke, 430 Mitarbeiter: „Zum

ersten Mal tritt mit dem Pilotprojekt

das Thema Gesundheit in den Etschwerken

auf den Plan. Die Erwartung

ist entsprechend hoch. Einzelne

Mitarbeitende haben mich sogar

angerufen, um Näheres zu erfahren.

Unsere Mitarbeitenden sind im

Schnitt 42 Jahre alt. Das ist genau

das Alter, in dem man beginnt, mehr

auf Gesundheit zu achten. Gerade

sind wir dabei, die Krankheitsausfälle

zu analysieren. Wir haben eine

Ausfallquote von zehn Tagen im Jahr

pro Mitarbeitendem,

das ist italienischer

Durchschnitt, ich

bin aber überzeugt,

dass wir die Krankheitsfälle

mit Hilfe

des Projektes senken

können.

Erstes Ziel jedoch

ist die Verbesserung des Betriebsklimas.

Seit der Personalreduktion und

dem Aufnahmestopp vor fünf Jahren

sind die Mitarbeitenden verunsichert,

in einigen Abteilungen ist die

Kommunikation schwierig geworden.

Was wir bisher für die Gesundheit im

Betrieb anbieten? Eine interne Kran-

kenkasse, die Arztspesen zum Teil

rückvergütet, einen Notfallfonds, einen

Verein für Freizeitgestaltung. Das

war auf jeden Fall nur ein Anfang.“

Konrad Dezini,

Direktor des Pflegeheims

„Altes Spital“

in Kurtatsch, 30

Mitarbeiter: „Mein

Credo: Motivierte

Mitarbeitende werden

kaum krank.

Tatsächlich haben wir im Pflegeheim

sehr niedrige Fehlzeiten. Wir sind

eine kleine Struktur, unser Umgang

ist familiär. Wir legen Wert auf

Betriebsausflüge, Feiern, auf unseren

Kirchtag. Aber: Der Job in einem Pflegeheim

ist nicht nur Berufung, das ist

harte Arbeit, oft verbunden mit hoher

psychischer Belastung, mit Nacht- und

Feiertagsdiensten. Auf diese Punkte

werden wir unser Augenmerk im Projekt

legen. Wir warten gerade auf die

Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung.

Es ist durchgesickert, dass dort häufig

von Stundenplänen und Arbeitszeiten

die Rede ist. Ich bin gespannt, welche

Erwartungen die Mitarbeitenden in uns

setzen. Ich bin froh um Anregungen,

denn ich weiß, dass Führungskräfte oft

betriebsblind werden. Ich selber habe

im Bereich Gesundheitsförderung jedenfalls

noch Einiges zu lernen. Zuerst

aber muss ich noch einige Skeptiker

überzeugen.“

Radius 02/2007 19


20

I N T e R V I e W

Radius 02/2007

„Ich sündige immer wieder ...“

Im Juli 2006 wurde die Stiftung

Vital gegründet. Das Aufgabenfeld:

Gesundheit fördern. Aber wie geht

das? Was hält Menschen gesund? Wie

kann man von Amts wegen Gesundheit

stärken? Ein Gespräch mit Stiftungsdirektor

Franz Plörer.

Radius: Herr Plörer,

was haben Sie

heute schon Gesundheitsförderliches

für

sich gemacht?

F. Plörer: Das

klingt banal, aber ich

bemühe mich, mehr

Wasser zu trinken. Zwei bis drei Liter

Flüssigkeit sollten wir am Tag aufnehmen.

Deswegen steht jetzt immer eine

Flasche Wasser auf meinem Schreibtisch.

Und ich versuche, möglichst oft

zu Fuß zu gehen, also nicht das Auto

oder den Aufzug zu nehmen, da ich

arbeitsbedingt sehr viel sitze.

Radius: Wann sind Sie zum ersten

Mal mit dem Begriff Gesundheitsförderung

in Berührung gekommen?

F. Plörer: Ich habe vor zwei Jahren

im Gesundheitsassessorat eine Kampagne

zum Rauchen begleitet. Dabei

ging es auch um Lebensstile. In einer

Internetrecherche sind wir dann auf

das Projekt „Gesunde Gemeinde“ in der

Steiermark gestoßen. Weitere Recherchen

ergaben, dass es da einen ganzen

Kosmos an Erfahrungen und theore-

tischen Arbeiten zur Gesundheitsförderung

gibt und dass man davon Einiges

auf Südtirol übertragen könnte.

Radius: Auf welchen Gesundheitsbegriff

stützt sich die Stiftung Vital?

F. Plörer: Wir stützen uns auf einen

umfassenden, einen bio-psycho-sozialen

Gesundheitsbegriff. Unser Gesundheitswesen

ist auf Krankheit spezialisiert.

In der Gesundheitsförderung aber

fragen wir: Was hält Menschen gesund?

Wie kann man Gesundheit stärken?

Der soziale Aspekt, das soziale Umfeld

spielen dabei eine zentrale Rolle. Das

wird manchmal vergessen, wenn man

über Gesundheitsförderung nachdenkt.

Wir wissen, dass sozial Benachteiligte

deutlich schlechtere Gesundheitschancen

haben als andere: Sie sind häufiger

krank und sie haben eine geringere

Lebenserwartung. Ich bin deshalb sehr

froh, dass Landesrat Richard Theiner

diese Einschätzung teilt und sich auf

verschiedenen Ebenen dafür einsetzt,

dass die Schere nicht weiter auseinander

geht. Denn: Gesundheitsförderung

ist nur dann erfolgreich, wenn sie als

politische Querschnittsaufgabe wahrgenommen

wird.

Radius: Was kann die Stiftung dazu

beitragen? Was sind Ihre Aufgabenfelder?

F. Plörer: Die Ottawa-Charta, das

Basisdokument der WHO zur Gesundheitsförderung,

gibt uns ei-

nige Anhaltspunkte. Sie empfiehlt

zum Beispiel, gesundheitsbezogene

Gemeinschaftsaktionen zu fördern.

Im Kern geht es dabei darum, ein

soziales Miteinander zu ermöglichen.

Das gelingt nicht mit Kampagnen. Die

Ottawa-Charta schlägt deshalb einen

setting-orientierten Ansatz vor, das

heißt, die Intervention beschränkt sich

nicht darauf, gut gemeinte Appelle zu

verschicken, sie findet in bestimmten

Lebenswelten statt, also etwa in

Betrieben, in Gemeinden oder in Kindergärten.

Die große Herausforderung

besteht darin, Menschen zusammenzubringen

und mit ihnen gemeinsam

Projekte zu entwickeln.

Radius: Heißt das, Sie unterstützen

vor allem Projekte, wo Gemeinschaft

zustande kommen kann?

F. Plörer: Wir müssen zwei Ebenen

im Blick haben: die Verhaltens- und

die Verhältnisebene. Zum Beispiel:

Wir wissen, dass sehr viele Menschen

an Rückenschmerzen leiden. Da reicht

es nicht, alle einfach zur Massage zu

schicken, obwohl das sehr entspannend

ist. Was ich damit sagen will:

Es reicht nicht, an das Verhalten des

einzelnen zu appellieren, wir müssen

nach den Ursachen fragen: Sind

unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen

gesundheitsförderlich oder

nicht? Aufgabe der Stiftung ist es, da

Maßnahmen zu setzen, die auch die

Verhältnisse ins Auge fassen.

Radius: Wie wollen Sie als Stiftung

die Menschen erreichen?

F. Plörer: Wir versuchen, über

verschiedene Medien die Menschen

anzusprechen, auch über unser Internetportal

www.stiftungvital.it, und

es gibt die Sendung TV-Vital. Aber

Erfolg versprechender sind konkrete

Initiativen, wo die Betroffenen in die

Lage versetzt werden, ihre Situation

zu verändern. Wir haben deshalb zwei

große Pilotprojekte im Bereich der betrieblichen

und kommunalen Gesundheitsförderung

gestartet.

Radius: Stichwort Partizipation:

Wie groß ist der Spielraum des Einzelnen

in Südtirol?

F. Plörer: Es gibt Initiativen, welche

die Beteiligung der Bevölkerung

ermöglichen. Wir sehen aber auch,

dass Entscheidungsträger sich zum

Teil damit schwer tun. Wichtig ist es

deshalb, im eigenen Gestaltungsbereich

Freiräume zu schaffen und diese

dann auch zu nutzen: In der eigenen

Wohnung, in der Beziehung, am

Arbeitsplatz oder auch in der Freizeit.

Da haben wir viele Möglichkeiten, Partizipation

zu üben.

Radius: In der Statistik sind die

Südtiroler die gesündesten Italiener.

Warum brauchen wir eine Gesundheitsförderung?

F. Plörer: Die demografische Entwicklung

zeigt auch in Südtirol, dass

der Anteil der alten Menschen steigt.

Berufsbedingte Krankheiten und chronische

Krankheiten – wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

Diabetes, Osteoporose,

psychische Leiden – nehmen zu.

Das erfordert einen hohen Pflege- und

Therapieaufwand, das bringt hohe Kosten,

Schmerzen und auch eine starke

Belastung für die Angehörigen mit sich.

Aber vielen chronischen Krankheiten

kann man vorbeugen, indem man seinen

Lebensstil ändert, mehr Obst und

Gemüse isst, sich mehr bewegt, nicht

raucht, wenig Alkohol trinkt.

Das heißt, man kann nicht nur älter

werden, man kann – wie Studien

beweisen – auch die Anzahl der krank

verbrachten Lebensjahre reduzieren.

Man kann also länger gesund bleiben.

Dafür mehr Sensibilität zu entwickeln,

gehört zu den Aufgaben der Stiftung.

Radius: Herr Plörer, geht es Ihnen

besser, seit Sie gesundheitsförderlich

denken?

F. Plörer: Ich lege jetzt nicht alles

auf die Goldwaage. Ich bin kein Purist.

Ich sündige immer wieder. Aber ich

bemühe mich.

Gesundheitsförderung hat nichts mit

Gesundheitswahn zu tun, das muss jeder

für sich selber entscheiden, und was

nicht aus Überzeugung und freiwillig

geschieht, funktioniert ohnehin nicht.

Ich glaube jedoch, dass die öffentliche

Hand die Pflicht hat, den Menschen

Angebote zu machen, damit sie gesund

leben können – wenn sie es wollen.


22

V O R S O R G e

Radius 02/2007

gesünder durch sport

Regelmäßiger Ausdauersport beeinflusst seelisches Wohlbefinden, Aussehen und

vor allem die Gesundheit. Die gesündesten – und nebenbei alterslosen – Sportarten

sind Laufen, Gehen, Skilanglauf, Wandern und Schwimmen.

regelmäßige sportliche Betätigung

und eine ausgewogene Diät sind

das beste Rezept für Gesundheit,

ein langes Leben und physisches und

psychisches Wohlbefinden. Für die

Präventivmedizin sind Ausdauersportarten

wie Laufen, Gehen, Skilanglauf,

(Berg)Wandern und Schwimmen von

größter Bedeutung. „Diese kann man

in jedem Alter betreiben und auch in

jedem Alter beginnen“ so der Meraner

Sportarzt Max Regele. Aber Achtung:

Kontrolle muss sein. „Wer über 45 ist

und einen Sport beginnt, sollte sich

auf jedem Fall vorher sportärztlich

untersuchen lassen.“

jährlich

Milchsäureleistungskurve

Die Laktat- oder Milchsäureleistungskurve

ergibt ein genaues Bild der

Kondition der untersuchten Person.

Mit diesen Untersuchungen lässt sich

feststellen, ob bereits Schädigungen im

Gefäßsystem bestehen. Regele: „Eine

Verengung im Gefäß spürt man erst ab

50% Verschluss und da kann es dann

schon zu spät sein.“ Arterienverkalkung

ist Hauptauslöser der häufigsten

Gefäßerkrankungen. Anhand der

Belastungsprobe können außerdem

Schwellenwerte errechnet und ein

Trainingsprogramm erstellt werden.

sport ist medizinische therapie

Sport ist eine medizinische Therapie

und beugt Krankheiten und damit

auch kostspieligen Behandlungen vor.

Bewegungen, die die Ausdauer trainieren,

können Arteriosklerose verhindern,

senken das Cholesterin und den

Triglizerid-Gehalt (umgangssprachlich

Blutfett), welche für über 50% der

Gefäßerkrankungen verantwortlich

sind. Die Folgen von Gefäßerkrankungen

wie Schlaganfall oder Herzinfarkt

sind in unseren Breiten immer

noch Todesursache Nummer eins.

Auch nach einem Herzinfarkt wird

heute (Ausdauer)Sport als Therapie

eingesetzt, während man früher den

Patienten ruhigstellte.

Im Alter beweglich bleiben

Auf Pathologien des Bewegungsapparates

wie Arthrose und Osteoporose

hat Sport im Gegensatz zur

allgemeinen Auffassung ebenfalls eine

positive Wirkung, weil der Knorpel

durch Bewegung zum Wachstum

angeregt wird. Gerade für Frauen nach

der Menopause ist das Ausüben einer

Ausdauersportart daher unerlässlich.

Regele: „Gehen ist bis ins hohe Alter

eine wunderbare Sportart und auch

das in Mode gekommene Nordic-

Walking ist für ältere Damen sehr

empfehlenswert.“ Beim Bergwandern

wirkt sich auch die Höhe positiv aus:

normales Gehen hat hier einen ähnlichen

Trainingseffekt wie Laufen oder

Schwimmen. Aber was immer man

tut, man sollte es regelmäßig tun, am

besten drei bis vier mal in der Woche,

im Idealfall täglich.

richtig ernährt

Ein ausgewogener Lebensstil, wenig

Stress, ausreichend Schlaf und gesunde

Ernährung verstärken die positiven

Auswirkungen des Ausdauersports.

Gesunde Ernährung heißt vor allem,

nicht einseitig. In Italien hält sich

ohnehin der Großteil der Bevölkerung

an die „erweiterte Mittelmeerdiät“: 50-

65% Kohlenhydrate, ca. 20% Eiweiße

und 20-30% gesättigte, ungesättigte

und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Max Regele: „Lange Zeit war Fleisch

verdammt und galt als ungesund,

dabei ist es ein wichtiger Eisenlieferant

und sollte mindestens zweimal die

Woche auf dem Speisezettel stehen.

drei Fragen an ...

... Sportarzt Max Regele, der nicht

nur Leistungssportler, sondern auch

Hobbysportler und solche, die es werden

wollen, betreut.

Radius: Heutzutage unterliegt alles

dem Diktat der Mode, auch der Sport.

M. Regele: Aus sportmedizinischer

Sicht sind diese Moden, wie z.B. das

Nordic-Walking, sogar sinnvoll. Die

sportarzt, Max regele

Leute werden dazu motiviert etwas zu

tun und wer einmal angefangen hat,

sich regelmäßig zu bewegen, bleibt

meistens dabei, weil er sich einfach

besser fühlt.

Radius: Volksläufe, Halbmarathon-

und Marathonlauf. Sind das auch nur

Mode-Erscheinungen?

M. Regele: Das Bewusstsein der

Menschen von heute hat sich in dieser

Hinsicht geändert. Wir werden älter,

aber wir achten auch mehr auf unseren

Körper und allgemein auf unsere

Gesundheit. Wenn Körperkult und

Sportmoden dazu motivieren, etwas

für sich zu tun – warum nicht?

Radius: Immer mehr Hobbysportler

unterziehen sich in regelmäßigen Abständen

einer Sportuntersuchung bzw.

gymnastiklehrerin, rosita Pirhofer

lassen eine Milchsäureleistungskurve

anfertigen. Ist das übertrieben?

M. Regele: Im Gegenteil. Dieser

Laktattest gibt Aufschluss über die

Kondition des Betroffenen und hilft,

ein optimales Trainingsprogramm zu

erstellen. Wir dürfen nicht vergessen,

falsch betriebener Sport kann auch

schaden. Viele „Wehwehchen“ oder

auch schwerwiegendere Fehlfunktionen

können z.B. durch falsches

Trainieren hervorgerufen werden. Wer

regelmäßig Ausdauersport treibt, sollte

sich alle zwölf Monate untersuchen

lassen.

der breitensport joggen ...

… wird von immer mehr Menschen

jeder Altersklasse ausgeübt. Vorteil:

Er kann immer und überall praktiziert

werden. Wichtig: mit den richtigen

Schuhen. Die bekommt man in einigen

spezialisierten Fachgesschäften in

Brixen, Niederdorf und Mals; in Meran

hat sich die diplomierte Leichtathletk-

Trainerin und Gesundheitsgymnastik-

Lehrerin Rosita Pirhofer auf die richtigen

Laufschuhe spezialisiert. Sie war

selbst lange in der Nationalmannschaft

und nimmt auch heute als Master an

Welt- und Europameisterschaften teil.

Wer in die Laufboutique Rueckenwind

in die Hallergasse 16 kommt, muss

etwas Zeit mitbringen. „Zunächst

erstelle ich eine genaue Analyse des

Fußes, um zu wissen, welcher Schuh

in Frage kommt“, erklärt Rosita. Was

zählt, ist nicht die Marke oder Preis,

sondern die Ausführung des Schuhs.

Der Preis für einen guten Laufschuh

variiert zwischen 100 und 160 Euro.

guter schuh

muss nicht teuer sein

Nach der Untersuchung des Fußes,

muss der Kunde aufs Laufband zur

Analyse des Abrollverhaltens. „Wenn

ich sehe, dass ein Problem vorliegt,

empfehle ich einen Arztbesuch. Ideal

ist, wenn der Kunde seine alten Laufschuhe

mitbringt. Spurenlesen nennt

Rosita das.

Mit all diesen Informationen sucht

Rosita Pirhofer aus dem Sortiment drei

oder vier Exemplare aus und schickt

ihren Kunden damit zum Laufen. Auf

dem Laufband, vor dem Geschäft,

oder auf der Tartanbahn im Laden.

Ihre Kunden sind zu 50% Einsteiger,

zu 5% Leistungssportler und zu 45%

ambitionierte Hobbysportler. Das

Verhältnis Mann/Frau: Im Januar hat

sie 28 Frauen- und 64 Männerschuhe

verkauft.

Meraner Frauenlauf

Laufen ist für Rosita Pirhofer weniger

Business als Lebenseinstellung.

Sie organisiert jedes Jahr den Meraner

Frauenlauf (2. Juni 2007, 18.00 Uhr,

5 km Kurpromenade), den wöchentlichen

Lauftreff (mittwochs um 19.00

Uhr vor dem Geschäft) und hat für

die Stadt Meran den Walking und

Running Parcours erstellt. Einsteiger

erhalten von ihr außerdem ein Trainingsprogramm.

Radius 02/2007 23

grafik

V O R S O R G e


24

P A G I N I e R u N G

Radius 02/2007

die reform des gesundheitswe sens

Die Sanitätsreform in Südtirol läuft auf zwei ebenen ab: Auf der Verwaltungs- und

auf der Medizinebene. Hauptziele der Reform sind die Kostenminimierung, die

Sicherung der Qualität der Dienstleistung und die Stärkung der eigenverantwortung

der Bürger.

dazu werden Gesundheits- und

Kompetenzzentren errichtet, das

„Arbeiten im Netzwerk“ verstärkt

und nicht zuletzt die Prävention stark

forciert. Südtirol muss im Sanitätswesen

die Kostenbremse ziehen. Mit 1.

Jänner dieses Jahres wurden die vier

Sanitätsbetriebe zu einem einheitlichen

Sanitätsbetrieb zusammengefasst.

Dieser muss mit einem Budget

von einer Milliarde € auskommen und

am Jahresende eine ausgeglichene

Bilanz vorlegen.

gesundheitsbezirke

In Europa ist die

Tendenz überall

gleich: steigende

Lebenserwartung,

starke Zunahme

von chronischen

Krankheiten, teurere

medizinische Andreas Fabi

Geräte, erhöhter

Bedarf an medizintechnischen Geräten

sowie an Betreuung und Pflege. Die

jährliche Kostensteigerung angesichts

dieser Entwicklung ist auf lange Sicht

nicht finanzierbar. Die Landesregierung

hat deshalb Ende 2006 beschlossen,

die vier zu einem einzigen

Sanitätsbetrieb zusammen zu fassen.

Die bisherigen Sanitätsbetriebe bleiben

als Gesundheitsbezirke bestehen,

haben aber nur noch eingeschränkte

Kompetenzen. „Ziel der Gesundheitsreform

ist eine einheitliche und hohe

Qualität der Gesundheitsversorgung

im ganzen Land und die Erhaltung der

dezentralen Einrichtungen und Dienste.

Durch die Schaffung von Synergien

und den Abbau von Mehrgleisigkeiten

sollen Kosten eingespart werden. Diese

Gelder stehen dann für mehr Pflege,

medizinische Leistungen und Betreuung

zur Verfügung“, erklärt Generaldirektor

Andreas Fabi.

neuer Weg in südtirol

Aufgrund der höheren Lebenserwartung

und neuer medizinischer

Möglichkeiten sind in ganz Europa

die Kosten für das Gesundheitssystem

angestiegen. Um nicht wie in anderen

Regionen kleinere Krankenhäuser

schließen zu müssen, will man in

Südtirol vorzeitig einen neuen Weg

einschlagen.

„Wunder passieren selten, aber wir

werden das Möglichste tun, damit die

Reform bestmöglich über die Bühne

geht. Wenn uns das Land heuer wieder

rund eine Milliarde € zur Verfügung

stellt, d.h. so viel wie im letzten Jahr

plus Inflation, müssen wir eben damit

und mit den bestehenden Strukturen

und dem vorhandenen Personal

auskommen. Da heißt es strukturelle

Entscheidungen treffen, um mit dem

Budget auszukommen“, stellt er klar.

Laut politischer Vorgabe müssen

mit demselben Budget wie 2006 die

Leistungen für die Patienten gleich

gut bleiben oder besser werden, die

Wartezeiten abgebaut und zusätzliche

Dienste angeboten werden. Etwa das

Screening für Neugeborene, die seit

Ende Februar auf 16 Krankheiten, vor

allem auf Stoffwechsel- und Hormonkrankheiten,

untersucht werden. „Da

müssen eben Überlegungen angestellt

werden, in welchen Bereichen kann

ich den Arbeitsablauf optimieren, um

die Personalressourcen besser einsetzen

zu können. Es gibt sicher Bereiche

etwa in der EDV bzw. in der Verwaltung,

wo Rationalisierungen möglich

sind. Im Pflege- und Ärztebereich, im

Sprengeldienst und beim Pflegegeld ist

sparen sicher nicht möglich. Abstriche

bei der Betreuung der Patienten wird

es aber nicht geben und die Prävention

muss verstärkt werden“, betont

Fabi. Zugleich lobt er die bisherige

gute Zusammenarbeit der Sanitätsbetriebe

in den Reformbestrebungen

im Verwaltungsbereich und verweist

auf weitere Sparpotentiale in vielen

anderen Bereichen. Bisher gab es

vier Buchhaltungen in ebenso vielen

autonomen Betrieben. Die Buchhalter

bleiben zwar alle an ihrem Arbeitsplatz,

werden aber zentral koordiniert

und es wird eine einzige Bilanz erstellt.

„Durch die Vernetzung zwischen

den Bezirken und der strategischen

Direktion streben wir Einheitlichkeit

an und wollen die Organisation sowie

die Struktur straffen“, erklärt Fabi.

Angst vor reform

Die Angst in den Bezirken vor dieser

Reform war ursprünglich groß. „Im

Laufe vieler Sitzungen ist es aber gelungen,

die Leute teils zu überzeugen,

dass man zusammenarbeiten muss. Wo

Einheitlichkeit möglich ist, werden wir

danach vorgehen. Gewisse strategische

Entscheidungen müssen einfach in

eine Richtung gehen, den Bezirken

bleibt ihre Autonomie aber so weit als

möglich erhalten. Je stärker mit uns in

diese Richtung gearbeitet wird, desto

besser wird es gelingen und es braucht

kein Diktat aus Bozen“, wirbt Fabi um

Verständnis. Es ist auch durchaus möglich,

dass Dienste wie etwa die Sportmedizin

von einem Privaten betreut

werden, solange dieser im gesamten

Gesundheitsbezirk tätig ist.

Auflagen für 2007

Für 2007 lauten die wichtigsten

Auflagen: ausgeglichene Bilanz, Abbau

der Wartezeiten, Optimierung des

Verwaltungsapparates und Qualitätssicherung.

„Defizite sind nicht mehr

möglich. Es gibt auch nicht mehr Geld,

wir müssen abspecken. Das bedeutet

zwar keine Entlassungen, aber Nachbesetzungen

müssen gut begründet

werden. Durch interne Verschiebungen

kann man einiges erreichen“, gibt Fabi

seine Stoßrichtung vor. Er will eine

klare Linie vorgeben, den Dialog und

die Zusammenarbeit suchen sowie

die Leute in den Bezirken weitgehend

autonom arbeiten lassen. Für den

Generaldirektor führen nur „Können“

(Fachkompetenz), „Dürfen“ (keine

Hierarchieblockaden) und „Wollen“

(Motivation)“ zum Erfolg. Er selbst

motiviert sich am besten durch gute

Ergebnisse in der Betreuung der Bevölkerung

und der Zufriedenheit der

Mitarbeiter in den Bezirken.

die Quadratur des Kreises

Wird Andreas Fabi mit Qualitätssteigerung

bei gleichzeitiger Kostenminimierung

die Quadratur des Kreises

schaffen? „Der Kreis wird heuer noch

vermutlich an zwei bis drei Stellen

eine Öffnung haben, wo es Aus- und

Eintritte geben kann. Aber wir werden

die Schwachstellen schweißen. Wichtig

ist mir, dass es keine vier Quadrate mit

einem Dreieck drüber bleiben ...“.

Radius 02/2007 25

P A G I N I e R u N G


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I N T e R V I e W

Radius 02/2007

„ohne erhobenen Zeigefinger“

Südtirols Gesundheits-LR Richard

Theiner setzt voll auf Prävention,

aber nicht mit erhobenem Zeigefinger

sondern durch Stärkung der Eigenverantwortung

der Bürger. Radius

sprach mit dem Landesrat über das

Gesundheitswesen.

Radius: Prävention ist das Schlagwort

im Gesundheitswesen. Was plant

man in Südtirol?

LR Theiner: Laut WHO-Studie

hängt Gesundheit zu 50% vom Lebensstil,

zu 20% von der Genetik, zu

20% von der Umwelt und nur zu 10%

von den medizinischen Leistungen

ab. Es ist daher klar, dass wir uns auf

diese 50% konzentrieren müssen. Aber

wir wollen niemanden einen bestimmten

Lebensstil vorschreiben, sondern

vielmehr die Eigenverantwortung des

Einzelnen stärken.

Radius: Wie will man das erreichen?

LR Theiner: Gesundheit hängt stark

von Information und Bildung ab. Wir

wollen in zeitgemäßer Form Themen

wie Ernährung, Bewegung und Entspannung

thematisieren. Dazu haben

wir ja auch die Stiftung Vital gegründet,

die bereits verschiedene Aktionen

im Bereich Bewegung und Ernährung

durchgeführt hat. Wir wollen alle

Gruppen erreichen, aber vor allem

jene, die aufgrund ihres geringen Bildungsniveaus

den stärksten Bedarf an

Information haben.

Radius: Es gibt immer wieder Klagen

über lange Wartelisten und Wartezeiten

bei Visiten im Krankenhaus.

LR Theiner: Bei dringenden Leistungen

gibt es kaum Probleme. Nur

bei den planbaren Leistungen und

Eingriffen gibt es in einigen Bereichen

wie etwa in der Rehabilitation und bei

Hüftoperationen noch zu lange Wartelisten.

Gemeinsam mit dem Südtiroler

Sanitätsbetrieb arbeiten wir aber

bereits konkret an der Reduzierung

dieser Wartelisten und Wartezeiten.

Insbesondere ist es mir ein großes

Anliegen, dass wir in Zusammenarbeit

mit allen Mitarbeitern auch die Wartezeiten

in den Krankenhäusern stark

reduzieren können. Ich bin zuversichtlich,

dass es uns gelingt die positiven

Erfahrungen, die es bereits in vielen

Abteilungen gibt, auf alle Abteilungen

des Landes umzusetzen. Ziel ist es,

dass der Patient nicht mehr als 30 Minuten

im Ambulatorium warten muss.

Radius: Rückerstattungen von

Facharztvisiten gestalten sich oft sehr

kompliziert, weil unkorrekte Auskünfte

erteilt werden.

LR Theiner: Das Problem ist uns

bekannt und der Südtiroler Sanitätsbetrieb

arbeitet konkret daran, um die

Information zu verbessern und für den

Bürger unnötige Gänge zu vermeiden.

Radius: Wird es in Zeiten geringerer

finanzieller Ressourcen Abstriche beim

Betreuungsstandard geben?

LR Theiner: Nein.

Die Betreuungsstandards

werden vom

Staat vorgegeben,

aber unsere zusätz- lr richard theiner

lichen Standards

sind heute schon höher als im gesamten

Staatsgebiet. Wir investieren rund

80 Mio. € in diese Extrastandards. Die

Rückvergütung der Zahnarztkosten z.B.

gibt es nur in Südtirol und dafür geben

wir im Jahr rund acht Mio. € aus.

Radius: Viele Bürger beklagen sich

über die langen Wartezeiten in der

Erste-Hilfe-Ambulanz.

LR Theiner: In den Grundversorgungskrankenhäusern

und den

Schwerpunktkrankenhäusern funktioniert

die Erste-Hilfe-Abteilung gut.

Sehr großen Andrang gibt es aber unbestritten

in der Erste-Hilfe-Abteilung

im Krankenhaus Bozen und dadurch

auch Wartezeiten. Grund dafür ist,

dass die Basismediziner ihre Filterfunktion

oft noch zuwenig wahrnehmen.

Für nicht dringende und nicht

gerechtfertigte Fälle in der Erste-Hilfe

ist bereits jetzt ein erhöhtes Ticket von

50 € vorgesehen. Damit soll der Bürger

lernen, zuerst immer den Basisarzt

zu konsultieren.

Radius: Erfolg oder Misserfolg

eines Krankensystems hängt von der

Schnittstelle Krankenhaus ab. Was

plant man in dieser Richtung?

LR Theiner: Eine Entlassung aus

dem Krankenhaus muss so organisiert

werden, dass Patient, Familie und

Hauspflege gut darauf vorbereitet sind.

Es muss ein Zusammenspiel Krankenhaus

und Arzt für Allgemeinmedizin/

Sprengeldienste geben und nicht eine

Entscheidung im letzten Moment vor

der Entlassung. Sehr gute Erfahrungen

haben wir damit schon im Bezirk

Brixen gemacht, wo Krankenhaus,

Ärzte für Allgemeinmedizin, Sprengel

und Familienangehörige rechtzeitig

vor der Entlassung besprechen, was

die Familie und was die Dienste/Ärzte

für Allgemeinmedizin machen müssen.

Radius: Manche Basisärzte verschreiben

unangemessene Leistungen,

die dem Patienten unter Umständen

sogar schaden können. Gibt es da

keine Kontrollen?

LR Theiner: Es gibt bei uns im

Unterschied zu anderen Ländern keine

Deckelung der Verschreibungen. Jeder

Patient muss das bekommen, was er

braucht! Insgesamt gesehen kann man

unsere Basisärzte loben, sie gehen verantwortungsvoll

mit der Verschreibung

von Medikamenten und Facharztuntersuchungen

um. Wenn einzelne

Ärzte auffällig viel verschreiben, werden

mit Ihnen Gespräche geführt, um

der bürger ist König

Sanitätsdirektor Primar Oswald

Mayrs oberstes Ziel ist die Steigerung

der Qualität. Maßnahmen dazu sind

die Verbesserung der Kommunikation

und Organisation.

Radius: Was ist im Rahmen der

Sanitätsreform in Sachen Patientenorientierung

geplant?

O. Mayr: Das gesamte Vorhaben zur

Errichtung und Verwirklichung eines

einzigen Südtiroler Sanitätsbetriebes

den Grund dafür herauszufinden. Zu

großzügige Verschreibungen an Medikamenten

oder Untersuchungen kosten

der Allgemeinheit nicht nur Geld,

sondern sind auch für die Gesundheit

der Patienten nicht förderlich.

Radius: Die Sanität braucht jährlich

mehr Geld. Können wir uns das auf

Dauer noch leisten?

LR Theiner: Klar ist, dass durch die

demographische Entwicklung und den

Fortschritten in der Medizintechnik

die Ausgaben im Gesundheitswesen in

allen Ländern steigen. Wir in Südtirol

sind in den letzten beiden Jahren, ohne

bei der Qualität der medizinischen

Leistungen zu sparen, mit einer

Steigerung der Ausgaben von nur

2,5% ausgekommen, was international

betrachtet sehr wenig ist. Das bedeutet,

dass hier schon einiges bewegt wurde.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb wurde

geschaffen, um Synergien zu nutzen

rechtfertigt sich unter anderem auch

in der stärkeren Berücksichtigung von

Patientenanliegen: Der Patient und

seine Anliegen werden zum Mittelpunkt

der Entscheidungskriterien.

Radius: Gibt es bereits Büros für

Bürgeranliegen und wie gut funktioniert

die Kommunikation mit den

Bürgern?

O. Mayr: Solche Büros und Anlaufstellen

gibt es bereits in allen Kranken-

und Mehrgleisigkeiten abzubauen.

Neben einem funktionierenden

Gesundheitswesen ist es aber wichtig,

dass die Eigenverantwortung der

Bevölkerung gestärkt wird. Es geht mir

nicht darum mit erhobenem Zeigefinger

eine totale Entsagung zu propagieren,

sondern mit Hausverstand ein

positives Lebensgefühl zu entwickeln.

Das Leben soll ja nicht nur aus Kalorienzählen

und Verzicht bestehen,

sondern auch Spaß machen.

häusern. Sie werden

von den Patienten

auch stark frequentiert

und bilden für

Ärzte, Pflegeperso- Primar oswald Mayr

nal und Verwalter

eine wesentliche und hilfreiche Informationsquelle.

Sie können dadurch

die täglichen Abläufe besser auf die

Bedürfnisse der Patienten abstimmen.

Radius: Welches sind die größten

Probleme der Patienten, die in diesen

Büros vorgetragen werden?

O. Mayr: Die Kommunikationsprobleme

stehen an erster Stelle. Die

meisten Konflikte sind das Resultat

fehlender, falscher oder unzureichender

Kommunikation. Dieser

Problematik folgen dann Beschwerden

wegen organisatorischer Mängel. Die

Beschwerden wegen vermeintlich

unzureichender fachlicher Betreuung

hingegen gehen immer stärker zurück.

Radius: Qualitätsmanagement im

Sanitätswesen: Wo gibt es problematische

Situationen, wie möchte man

die Probleme lösen?

O. Mayr: In der Verwirklichung

der „klinischen Reform“ ist neben der

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Radius 02/2007

Strukturreform die Umsetzung von

Qualitätszielen eine wesentliche Säule.

Qualitätsmerkmale werden zu Recht

und vermehrt von Patientenorganisationen,

Selbsthilfegruppen, aber

auch vom einzelnen Patienten selbst

eingefordert. Sie sind im organisatorischen

Ablauf und in der Behandlung

des Krankheitsbildes selbst erforderlich.

Solche Qualitätsmerkmale finden wir

auch als wesentlichen Bestandteil der

jährlichen Budgetverhandlungen der

einzelnen Abteilungen und Dienste, die

mit dem Bezirk vereinbart werden. Hier

kommen die Anstöße und Qualitätsprojekte

von den Ärzten, Pflegekräften

und Verwaltern der Abteilungen und

Dienste selbst, die die Qualität ihres

Leistungsangebots verbessern wollen.

Aber auch der Betrieb und die Politik

formulieren Qualitätsziele.

Radius: Wie viele Gesundheitszentren

und Kompetenzzentren sollen

geschaffen werden und wo möchte

man sie ansiedeln?

O. Mayr: Zuerst wollen wir gemeinsam

definieren, was solche Gesundheitszentren

sind und in welchen

Fachgebieten die Schaffung eines

solchen Zentrums für den Patienten

vorteilhaft ist. Erst dann wird zu besprechen

sein, wo diese Gesundheitszentren

angesiedelt werden.

Radius: Werden durch Kompetenzzentren

die Krankenhäuser an

der Peripherie aufgewertet und das

Krankenhaus in Bozen entlastet?

O. Mayr: Im Zentralkrankenhaus

von Bozen, wo annähernd 50% der

Südtiroler Bevölkerung betreut werden,

besteht trotz des umfangreichen

Um- und Neubaus ein struktureller

Engpass. Trotzdem können medizinische

Aktivitäten, die das Leistungsprofil

und Leistungsangebot eines

Zentralkrankenhauses erfordern, nicht

so einfach an andere Krankenhäuser

abgegeben werden.

Es wird sich also bei der Auswahl

dieser Gesundheitszentren eine starke

Profilierung des Bozner Krankenhauses

in seiner Funktion als Zentralkrankenhaus

ergeben, während Fachgebiete,

die dieses komplexe Leistungsprofil

nicht brauchen, als Gesundheitszentren

in den Schwerpunktkranken-

häusern sinnvoll angesiedelt werden

können.

Radius: Wie will man die Vernetzung

der Daten erreichen und gleichzeitig

den Datenschutz gewährleisten?

O. Mayr: Der derzeitige Aufbau

eines landesweiten Krankenhaus-

Informations-Systems (KIS) bietet

die Voraussetzung für einen elektronischen

Datentransfer ohne Verletzung

des Datenschutzes.

Radius: Wird es eine Vernetzung

der Daten auch mit Innsbruck geben,

um eine rasche Abklärung von Krankheitsbildern

zu möglichen?

O. Mayr: Immer stärker wird ein

„Arbeiten im Netzwerk“ zur Normalität,

zum Alltag. Dass dabei die historisch

gewachsene Zusammenarbeit

mit der Universitätsklinik in Innsbruck

eine wichtige Rolle spielt, liegt auf

der Hand. Aber andere universitäre

Referenzzentren im In- und Ausland

spielen für die unterschiedlichen Fachgebiete

in der Abklärung und Therapie

von Krankheitsbildern eine ebenso

wichtige Rolle.

ein guter start ins leben

Eine neue Früherkennungsuntersuchung

schützt Kleinkinder vor

Erkrankungen. Mit 16 Tests beginnt

der Sprung in die Welt.

Gestern erst hat Daniel das Licht der

Welt erblickt. Während sich seine

Mutter von den Strapazen der Geburt

erholt, nimmt die Säuglingsschwester

das Baby behutsam in den Arm und

trägt es zur Kontrolluntersuchung in

die Säuglingsstation. Sie entnimmt einige

wenige Blutstropfen aus der kleinen

Ferse und tropft sie auf die dafür

vorgesehene Filterpapierkarte. Nach

dem Trocknen wird die Probe sofort

zum Screeninglabor an die Universitätsklinik

für Kinder- und Jugendheilkunde

nach Wien geschickt.

stoffwechselerkrankungen

erkennen

Mit wenigen Tropfen Blut ist es

möglich, angeborene Stoffwechselerkrankungen

bei Neugeborenen zu

erkennen, noch bevor sie ersichtlich

werden und ihre schädliche Wirkung

entfalten können, wie beispielsweise

die Phenylketonurie, der Biotinidasemangel,

Ahornsirupkrankheit (MSUD)

oder Fettsäurenstoffwechseldefekte.

Auch angeborene und anfänglich

kaum erkennbare Hormonerkrankungen,

wie die Hypothyreose oder

Schilddrüsenunterfunktion, werden

über diese Untersuchungsmethode

zuverlässig erkannt.

Forschungsabkommen mit

Kinderklinik Wien

Seit Oktober 2006 wird diese

verbesserte Technik durch ein For-

Klaus Pittschieler

schungsabkommen mit der Kinderklinik

Wien bei allen Neugeborenen in

Südtirol durchgeführt. Damit nimmt

Südtirol italienweit eine Vorreiterrolle

ein. Während hierzulande die Diagnose

auf 16 Erkrankungen ausgeweitet

wurde, umfasst das Screeningprogramm

beispielsweise in Norditalien

immer noch sechs Untersuchungen.

Kind vor erkrankungen

schützen

„Da die betroffenen Kinder bei der

Geburt noch völlig gesund erscheinen

können, ist das Neugeborenenscreening

wichtig, um die Kinder rechtzeitig

vor schweren Erkrankungen

und deren Folgen zu bewahren“,

unterstreicht der Leiter der Kinderabteilung

des Krankenhauses von Bozen,

Univ. Prof. Dr. Klaus Pittschieler die

Bedeutung der Vorsorgeuntersuchung.

Als ein anschauliches Beispiel nennt

er das bereits seit Jahren durchgeführte

Screening der Hüftgelenke beim

Neugeborenen. „Wenn man nichts

unternimmt, führt das zu irreparablen

Schäden der Gelenke.“

screeningprogramm

ausgedehnt

Auf Initiative von Dr. Pittschieler

wurde das Screeningprogramm bei

Neugeborenen ausgedehnt und damit

eine seit 1976 in Südtirol bestehende

diagnostische Methode wesentlich

verbessert. Meist versteckte, angeborene

Erkrankungen können nun präziser,

schneller und in einer wesentlich höheren

Zahl erkannt werden als bisher.

Immerhin findet man bei ungefähr

einem von 1000 Neugeborenen eine

angeborene Stoffwechselerkrankung.

hochqualifizierten

Partner gefunden

Italien- und europaweit schreibt der

Gesetzgeber bei Kleinkindern systematische

Untersuchungen zur Vorbeugung

von Krankheiten zwingend vor.

„Nachdem es aber in der Durchführung

dieser Untersuchungen europaweit

noch große Unterschiede gibt,

haben wir uns umgeschaut und bei der

AHK in Wien einen hochqualifizierten

Partner für unser neues Screeningprogramm

gefunden“, so Pittschieler.

ethischer Aspekt berücksichtigt

Im Wiener Labor wird das Blut der

neuen Südtiroler Erdenbürger nun auf

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V O R S O R G e

Radius 02/2007

„Haut und Niere“ getestet. „Tandem-

Massenspektrometrie“: Dies ist das

Fachwort, welches umschreibt, was

das dort eingesetzte, hochspezialisierte

Testgerät leistet. In Theorie kann es

hunderte Krankheiten aufspüren. Da

gibt es aber auch den ethischen Aspekt,

der zu denken gibt. „Nicht alles

soll durchgetestet werden; besonders

ist es fraglich, ob Erkrankungen, für

die es heute keine Behandlung gibt

und ihren Verlauf nehmen, frühzeitig

erkannt werden sollten. Gewisse Dinge

im Leben muss man so annehmen, wie

sie sind“, so die Meinung aus ethischer

Sicht.

riesensprung nach vorne

Ausgewählt wurden letztendlich 16

Erkrankungen, die nun, dank ausgefeilter

Technik bei jedem Neugeborenen

– selbst bei jenen, die in den

eigenen vier Wänden das Licht der

Welt erblicken – mit Einverständnis

der Eltern getestet werden. „Die

Untersuchung bringt uns im Vorsorgebereich

um einen Riesensprung nach

vorne und kostet über dieses Abkommen

derzeit nicht mehr als bisher“,

unterstreicht Gesundheitslandesrat

Richard Theiner.

gesundheitsversorgung

auf höchstem niveau

Für den Landesrat bietet die Zusammenarbeit

mit hochqualifizierten

Einrichtungen im In- und Ausland

eine Chance, um mit der weltweit

rasanten medizinischen Entwicklung

Schritt halten zu können. „Mit der

Neuordnung des Gesundheitswesens

haben wir die Voraussetzung dafür

geschaffen, dass in Südtirol auch in

Zukunft eine Gesundheitsversorgung

auf höchstem Niveau angeboten werden

kann“, so Theiner.

Fehlfunktionen rechtzeitig

behandeln

Gemäß dem Grundsatz „Vorsorgen

ist besser als heilen“ ist man im Gesundheitsressort

seit Jahren bemüht,

bei Kindern Fehlfunktionen rechtzeitig

zu erkennen, um sie auch beizeiten

behandeln zu können. Dazu zählen

beispielsweise das Neugeborenenhörscreening

in den ersten Lebenstagen,

die regelmäßigen und kostenlosen

Vorsorgeuntersuchungen bei den

Kinderärzten besser bekannt als

„Gesundheitsbilder“, die Still- und Ernährungsberatung

in den Mütterberatungsstellen,

das Impfprogramm zum

Schutz der Gesundheit der Kinder, die

Hör- und Sprachentwicklungstests

und später auch die Kariesprophylaxe

bei Schülern, um nur einige zu

nennen.

gesunde entwicklung

als lebensbaustein

„Eine gesunde Entwicklung des

Kindes ist der Grundbaustein für ein

gesundes Leben im Erwachsenenalter“,

ist Giulia Morosetti, Direktorin im

Landesamt für Hygiene und öffentliche

Gesundheit überzeugt. Vorsorgemaßnahmen

seien das Um und Auf,

um Schäden sei es im physischen als

im psychischen aber auch im sozialen

Bereich rechtzeitig zu erkennen und zu

behandeln.

Nähere Informationen zum Neugeborenenscreening

erteilt die Abteilung

Pädiatrie des Regionalkrankenhauses

von Bozen, Lorenz-Böhler-Str. 5, Tel.

0471/908648, pediat@asbz.it oder

unter www.provinz.bz.it/gesundheitswesen.

Mit der natur sanft heilen

Am Anfang stand ein Ausstieg. Rainer Loacker stieg 1983 aus dem

Familienbetrieb aus und machte aus seiner Leidenschaft für Naturheilkunde einen

wirtschaftlichen erfolg.

loacker Remedia ist heute eines

der führenden Unternehmen im

Homöopathiebereich. Immer mehr

Schulmediziner lassen sich von den

heilenden Eigenschaften der Homöopathie

überzeugen. Als Rainer Loacker

diese Heilkunde für sich entdeckte,

war sie in Italien noch nahezu unbekannt.

Das erklärte Ziel, oder besser

die Mission der Loacker Remedia, ist

die Verbreitung der homöopathischen

Medizin als Heilmethode.

eine Mission: die Verbreitung

der homöopathie

Anfänglich vertrieb die Loacker

Remedia nur Produkte der DHU

(Deutsche Homöopathie-Union, seit

130 Jahren in diesem Bereich tätig) in

Südtirol, 1990 wurden eigene Produkte

entwickelt und selbst hergestellt. Aus

fünf Mitarbeitern wurden 60, alle

mit einer erklärten Leidenschaft für

Naturheilkunde; das Unternehmen ist

italienweit tätig. Produziert wird seit

2004 in Deutschland mit Südtiroler

Rohstoffen und nach firmeneigenen

Spezifikationen und Qualitätsstandards.

Seit 2002 wird die Firma von

Hannes Loacker geleitet.

Kennzeichen der Loacker Remedia

sind die Qualität, die Liebe zum Detail

und die Wirksamkeit der Heilmittel. Es

handelt sich um hochwertige Produkte,

hergestellt aus Heilpflanzen,

Wildpflanzen oder aus ökologischem

Anbau, sowie aus mineralischen und

tierischen Substanzen. Bei der Herstellung

der Sirupe wird anstelle von

Zuckersirup biologisch-dynamisches

Apfelsaftkonzentrat verwendet.

extra für Kinder entwickelt:

homeokind®

Grundidee der Homöopathie ist,

durch natürliche Ausgangsstoffe auf

die Grundkonstitution des Individuums

einzuwirken und damit die

Selbstheilungskräfte des Organismus

in Gang zu setzen. Aus den Ausgangssubstanzen

werden Urtinkturen

hergestellt und durch besondere

Verfahren verdünnt, bzw. potenziert.

Die Herstellung erfolgt streng nach

dem Deutschen Homöopathischen

Arzneibuch.

Was liegt näher als diese sanfte

Heilmethode auf Kinder anzuwenden?

1992 begann Loacker Remedia als

erstes Unternehmen der Branche mit

einer eigenen Kinderlinie, Homeokind®.

Selbst Neugeborene können

bedenkenlos damit behandelt werden.

Lactogal® heißt ein weiteres

Erfolgsprodukt von Loacker Remedia.

Diese 1995 entwickelten Tropfen regen

auf natürliche Weise die Produktion

der Muttermilch an und gehören

mittlerweile zur Grundausstattung von

Geburtsstationen.

Tussistin® ist ein Hustensaft, der in

den Hausapotheken nicht mehr fehlen

dürfte; bei Halicar® , weiteres

Topprodukt des Hauses, handelt es

sich um eine Salbe, die mit Erfolg bei

Hautausschlägen, wie z.B. Neurodermitis

eingesetzt wird.

Aktuell im Sortiment sind die Schüss-

ler Salze , eine Behandlungsmethode,

die auf den deutschen Arzt Wilhelm

H. Schüssler (1821-98) zurückgeht.

Die original DHU Schüssler Salze

helfen bei zahlreichen Beschwerden

und können auch präventiv eingesetzt

werden.

gesetzliche einschränkungen

Die Homöopathiebranche hat in

Italien leider immer noch mit großen

Schwierigkeiten zu kämpfen. Der

Homöopathie wird zwar Heilmittelcharakter

zuerkannt, aber im Gegensatz

zu den herkömmlichen Medikamenten

ist es verboten, Verabreichungsweise

bzw. Anwendungsgebiete auf den

Verpackungen und den Beipackzetteln

anzugeben.

Loacker Remedia hat sich trotz dieser

diskriminierenden Hürden zum Ziel

gesetzt, die Homöopathie in Italien zu

verbreiten und bleibt dieser Mission

mit vollem Engagement und praller

Leidenschaft treu!

InFo

loacker remedia

brennerstr. 16 - 39053 blumau

tel. 0471 353 355 - Fax 0471 353 133

www.loackerremedia.it

info@loacker-remedia.it

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Armut und Krankheit

Auch im reichen Südtirol gibt es viele arme Menschen. Im Jahr 2005 hat das

Land 243.462.000 € für Zuwendungen im Sozialbereich ausgegeben. Allein zur

Aufstockung des Lebensminimums waren 12 Mio. € nötig.

Im reichen Land Südtirol sind bereits

15% der Einwohner von Armut

bedroht. 27.056 Haushalte bzw.

65.000 Personen sind von relativer

Armut betroffen, was bedeutet, dass

diese Personen weniger als die Hälfte

des durchschnittlichen Einkommens

beziehen. Ein Viertel der Arbeitnehmer

müssen mit einem Nettogehalt von unter

1.000 € auskommen. Sechs Prozent

der Südtiroler Bevölkerung werden als

„sehr arm“ eingestuft, sie beziehen nur

80% des Einkommens der relativen

Armutsgrenze. Die Schwelle zur relativen

Armutsgrenze liegt in Südtirol

bei 761 €, das soziale Lebensminimum

bei nur 464 €. „1998 galt ein zweiköpfiger

Haushalt als arm, wenn das Einkommen

unter 9.398 € lag; fünf Jahre

später galt dies bereits für Haushalte

mit einem Einkommen von 12.929 €.

Dies entspricht einem inflationsbereinigten

Anstieg von 22,4%“, weiß Karl

Tragust, Direktor im Amt für Sozialwesen.

Mit 27% stehen Haushalte von

Arbeitslosen, Arbeitsunfähigen und

Rentnern auf Platz 1 in der Liste der

unterhalb der Armutsgrenze liegenden

Haushalte, gefolgt von Haushalten mit

einem Einkommensbezieher (24,1%),

Einpersonen-Haushalten (19,6%),

Alleinerziehenden (19,3%), Paaren

mit Kindern bis 14 Jahre (19,2%) und

Vierpersonen-Haushalten (17,1%).

Arbeit und gesundheit

hängen direkt zusammen

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation

(WHO) wirken sich

psychische und soziale Einflüsse auch

auf das körperliche Wohlbefinden und

die Lebenserwartung aus. Wer nur

ein geringes Einkommen hat, kann

sich gesunde Bio-Kost schwer leisten.

Massagen, Saunabesuche und kulturelle

Veranstaltungen, die die Stimmung

heben und das Wohlbefinden

erhöhen, sind finanziell ebenso kaum

erschwinglich. Bei einem Einkommen

von 1.000 € kann sich eine dreiköpfige

Familie kaum wöchentlich fast

50 € für eine Massage und 20 € für

einen Tag Sauna und Wellness leisten.

Da laut WHO-Studie höhere Arbeitslosenzahlen

im direkten Zusammenhang

zu mehr Erkrankungen und frühzeitigem

Tod stehen, wird die Politik

aufgefordert, drei Ziele zu verfolgen:

Arbeitslosigkeit verhindern, Notlagen

der Arbeitslosen mildern und ihre

Wiederbeschäftigung sichern. Für Landesrätin

Luisa Gnecchi ist es besonders

wichtig, dass verstärkt die Frauen

durch eine eigene Arbeit selbständig

werden und vor allem, dass sie dafür

auch die entsprechende Entlohnung

bekommen. Eine weitere Armuts-

Risikogruppe sind laut Gnecchi die

Über-50-Jährigen, die plötzlich ohne

Arbeit dastehen, weil sie sich im sich

ändernden Arbeitsmarkt nicht mehr

zurechtfinden.

soziale und materielle

Armut hat Folgen

Die materielle Armut allein ist nicht

gesundheitsschädigend. Wer arbeitslos

ist, keine Freunde oder keine sinnvolle

Arbeit hat, ist aber anfälliger für

Depressionen, Drogenkonsum, Angst,

Feindseligkeit und Hoffnungslosigkeit

mit den entsprechenden Folgen für

die körperliche Gesundheit. Die Politik

müsse die Voraussetzungen schaffen,

damit es keine Ausbildungsrückstände

gibt, die Arbeitslosigkeit und damit

die Existenzängste abnehmen und

der Wohnstandard verbessert wird,

fordert Richard Wilkinson in einer

WHO-Studie. Wer zu oft angespannt

ist bzw. einer zu langen Anspannung

ausgesetzt ist wird anfällig für

Infektionen, Diabetes, Bluthochdruck,

Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen

und Aggressivität. Nicht umsonst

sind in Südtirol neben den Tumoren

die Herzkreislauf-Erkrankungen die

häufigste Todesursache. Für die WHO

ist deshalb klar, dass die Politik vor

allem die Familien mit kleinen Kindern

stützen, den aktiven Gemeinschaftssinn

anregen, soziale Vereinsamung

bekämpfen, materielle und finanzielle

Unsicherheit begrenzen und durch

Ausbildungs- und Rehabilitationsmaßnahmen

die Fähigkeit der Menschen

fördern muss, die Herausforderungen

des Lebens besser zu meistern. Eingriffe

zur Verringerung von Armut

und sozialer Ausgrenzung sind laut

WHO-Studie für einzelne Bürger aber

auch für ganze Wohnviertel nötig. Die

WHO-Studie fordert weiters, dass die

Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Familienpolitik

auf eine Annäherung der

sozialen Schichten hinarbeiten sollte.

Das psychosoziale Arbeitsumfeld trägt

nämlich stark zum sozial bedingten

Gesundheitsgefälle bei.

Alkoholabhängigkeit, illegaler Drogengebrauch

und Rauchen sind alle

eng mit den Kennzeichen sozialer und

wirtschaftlicher Benachteiligung verbunden.

Durch Gesundheitserziehung

kann man laut Wilkinson versuchen,

junge Menschen vom Gebrauch dieser

Substanzen abzuhalten, für Süchtige

brauche es wirksame Behandlungsangebote

sowie eine Änderung der

sozialen Faktoren, die zum Drogenmissbrauch

führen.

bioware: gesund und

umweltschonend

Wer ein geringes Einkommen hat,

kauft eher beim Discounter als im Bio-

Laden ein. Die Preisdifferenz beträgt

teilweise bis zu 50%. Gemüse und Obst

kostet am Markt beinahe gleich viel

wie im Bio-Laden. Bioware ist rund

20% teurer als Ware aus kommerziellem

Anbau im Supermarkt. Bioware

enthält aber weniger Pestizide, mehr

Vitamine und mehr Antioxidantien.

„Gemüse und Obst aus kommerziellem

umwelt-Medizinerin gudrun gschwendt

Anbau hat weniger Vitamine, der

Körper braucht mehr Antioxidantien,

um mit den Giftstoffen besser klar

zu kommen. Die Bilanz ist also nicht

so ausgewogen, wie bei Bioware“,

bestätigt Umwelt-Medizinerin Gudrun

Gschwendt. Gesunde Ernährung ist das

Um und Auf für ein Leben ohne größere

Beschwerden. Gesund essen bedeutet

auch saisonal essen: „Wenn wir

die Erdbeeren vom Nachbarn essen,

sind diese nicht imprägniert und besprüht,

um sie haltbar zu machen. Das

hängt auch mit den langen Transportwegen

zusammen“, betont Gschwendt.

Sie vertritt das ökologische Prinzip

„Wer Bioware kauft, sorgt dafür, dass

weniger Gifte frei gesetzt werden und

die Bauern ein Einkommen haben“,

wirbt Gschwendt zum Umdenken.

gesundheit für Körper,

seele und geist

Für Gschwendt basiert gesund

leben auf drei Pfeilern: Körper, Seele

und Geist. „Die meisten von uns sind

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Radius 02/2007

körperbetont und überzeugt, nur eine

schlanke Figur sei schön. Der Körper

muss ohne Schmerzen funktionieren,

bei der Arbeit und in der Freizeit. Die

Atmung wird zu oft vernachlässigt

und den Geist vergessen die meisten

sogar ganz“, musste Gschwendt in

ihrer langen Karriere als Ärztin nur

zu oft erfahren. Sie spricht sich für

eine mäßige Ernährung aus, die aber

genossen werden soll. „Fanatismus ist

gegen das Leben. Wenn ich die Schokolade

lutsche statt kaue, genieße ich

sie mit allen Sinnen und kann nicht

übertreiben“, betont Gschwendt. Für

die Ärztin ist auch das psychische Umfeld

wichtig für die Gesundheit. „Verzeihen

und Dankbarkeit sind wichtig.

Wir sollten dankbar sein, dass wir in

einem sicheren Land leben und ein

Dach über dem Kopf haben. Rache bedeutet

nach hinten schauen, man verliert

die Gegenwart und die Zukunft.

Auch Dankbarkeit z.B. dass man eine

Arbeit hat, lässt Stress vermeiden“, rät

Gschwendt. Zu einem lebenswerten

Alter gehören ihrer Meinung nach

Bewegung, Freunde und die Fähigkeit

der Freude. „Man sollte mindestens

dreimal in der Woche Fitness betreiben.

Dabei ist Wassergymnastik die

optimale Sportart. Es werden keine abrupten

Bewegungen gemacht und die

Verletzungsgefahr ist gering“, rät Gudrun

Gschwendt. Sie weist aber auch

daraufhin, wie wichtig das Gedächtnistraining

im Alter ist. „Jeder Zappler

ist gut fürs Gehirn“. Zahlreiche Vereine

wie etwa der KVW und Caritas bieten

Meeres- und Kuraufenthalte an, die

vor allem von Familien und Senioren

gerne in Anspruch genommen werden.

Diese Aufenthalte dienen der Erholung,

sind aber für viele auch eine

Gelegenheit für einen Tapetenwechsel

in Gesellschaft Gleichgesinnter. Auch

die Gemeinde Bozen bietet seit Jahren

Meeresaufenthalte für Senioren an, die

Idyllisch wohnen am see ...

... in der stadt ...

preislich so gestaltet sind, dass auch

sozial Schwächere mitfahren können.

Im Haus der Familie in Lichtenstern

am Ritten gibt es ebenfalls kostengünstige

Müttererholungswochen.

Wohlfühlfaktor umgebung

Für das Wohlbefinden der Menschen

ist auch ein gesundes Wohnklima

wichtig. In Südtirol setzt das

... oder auf der Alm?

Wohnbauinstitut verstärkt auf Energiesparmaßnahmen.

“Unser Ziel ist es,

alle neuen Häuser nach dem Standard

Klimahaus B zu bauen. Außerdem

wollen wir überall, wo es möglich ist,

Solaranlagen für den Warmwasserbereich

und eventuell auch für das

Zuheizen sowie Fotovoltaikanlagen

anbringen. Bei den Baustoffen wählen

wir jene, die der Gesundheit zuträglicher

sind und auch noch Energie

einsparen helfen“, betont WOBI-Präsident

Albert Pürgstaller. Genügend

Grünflächen und andere Begegnungsstätten

bei den Wohnanlagen sind für

ihn ein absolutes Muss. „Man kann

Menschen nicht in Häusern ohne Parks

und Spielflächen einpferchen. Allerdings

zwingen uns die urbanistischen

Vorgaben der Gemeinden oft mehr zu

verbauen und bei den Grünflächen zu

sparen. Positive Beispiele sind die Zone

Firmian und Teile des Europaviertels

in Bozen“, listet Pürgstaller auf.


umbau und erweiterung:

Krankenhaus bozen

Beim Gesamtprojekt umbau und erweiterung des Bozner Krankenhauses handelt

es sich um das derzeit größte Bauwerk der Autonomen Provinz Bozen.

das Raumprogramm entstand Ende

der 90er Jahre aus einer sorgfältigen

Analyse der Dienste und der

Bedürfnisse der bestehenden Struktur.

Es sollen die strukturellen und verwaltungsmäßigen

Mängel beseitigt und

um das Krankenhaus an die modernen

Standards im sanitären und technologischen

Bereich angepasst werden.

Auf dieser Grundlage wurde ein

Wettbewerb auf internationaler Ebene

ausgeschrieben. Das Gewinnerprojekt

der Architektin Tiemann-Petri aus

Stuttgart garantiert die Einhaltung der

im Wettbewerb bestimmten Ziele.

Maximale Funktionalität

Vorgegeben wurden die größte

Funktionalität und Flexibilität der

vorgesehenen Strukturen sowie das

Schaffen von einladenden Räumlichkeiten,

sei es für die Patienten als

auch für die Besucher. Großes Augenmerk

wurde auf die Verbesserung der

Arbeitsbedingungen für das Kranken-

hauspersonal und die Verbesserung

der Zugänglichkeit der Strukturen und

der internen Verbindungen gelegt. Die

Abwicklung des Bauvorhabens durch

aufeinander folgende konstruktive

Bau-Etappen, welche im Funktionsschema

2001 festgesetzt wurden,

ermöglicht es, die Arbeiten in Baulose

ohne Beeinträchtigung der Tätigkeiten

des Krankenhauses zu unterteilen.

Arbeiten laufen nach Plan

Das erste Baulos wurde Anfang

2005 übergeben und sieht den Bau

einer zweigeschossigen Tiefgarage mit

1022 Autostellplätzen vor. Die Vergabe

der Arbeiten erfolgte durch die Vereinbarung

einer Konzession für den Bau

und den Betrieb des Bauwerks über die

Dauer von dreißig Jahren. Die Garage

wird Anfang 2008 fertig gestellt und

in Betrieb genommen.

Im Bereich dieses Bauloses sind beim

West-Gebäude auch neue Umkleideeinheiten

für das Personal entstanden. Der

neue Zugang ist bereits fertig gestellt

und im Jänner 2007 dem Sanitätsbetrieb

übergeben worden. Das zweite

Baulos sieht die Realisierung der

neuen Klinik und den Bau des neuen

Verbindungskanals zwischen dem

bestehenden Krankenhaus und dem

West-Gebäude vor. In der neuen Klinik

werden die wichtigsten Funktionen

chronologie

1997 Raumprogramm für den Umbau und die Erweiterung des Krankenhauses

1998 Ausschreibung eines Ideen- und Planungswettbewerbs unterteilt

in zwei Phasen

Juli 2001 Funktionsschema mit Bestimmung der aufeinander folgenden

Bauabschnitte

November 2001 Auftragsvergabe für die Planung

März 2005 Beginn der Arbeiten 1. Baulos: Tiefgarage und Umkleideräume

Jänner 2007 Übergabe der Umkleideräume an den Sanitätsbetrieb

Juni 2007 Beginn der Arbeiten 2. Baulos: neue Klinik und Medienkanal

April 2008 Fertigstellung und Inbetriebnahme der Tiefgarage

Juni 2011 Beginn der Arbeiten 3. Baulos: Ver- und Entsorgungszentrum

2014 Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Klinik, des Ver-

und Entsorgungszentrums

2014-2020 Umbau des bestehenden Krankenhauses

„das Krankenhaus muss humaner werden…“

Das Krankenhaus muss unbedingt

humaner und patientenfreundlicher

werden. Diesen Aspekt hat man in

den 70er Jahren zuwenig in den

Vordergrund gestellt. Der Patient mit

seinen Bedürfnissen muss mehr im

Mittelpunkt stehen. Ein Gespräch

dazu mit Landesrat Florian Mussner.

Radius: Das Krankenhaus Bozen

wurde in den 70er Jahren gebaut. Warum

ist heute schon wieder ein so umfangreiches

Bauprogramm notwendig?

LR Mussner: Damals wurde der

medizinischen und technischen Seite

eines Krankenhauses mehr Gewicht

beigemessen. Man hat damals weniger

Beachtung darauf gelegt, wie wichtig

ein adäquates Umfeld für die Genesung

der Patienten ist. Die Medizin,

die Technik, der Arzt waren damals im

Mittelpunkt.

Radius: Worin äußert sich das so

genannte „humane Gesicht“ der Krankenhäuser?

LR Mussner: „Fürs erste werden im

Klinikneubau in Bozen alle Zimmer mit

einer Nasseinheit – Bad und Toilette –

eingerichtet. Patientenfreundlich heißt

aber auch, dass das Ambiente im

Neubau sehr freundlich gestaltet wird.

des Krankenhauses untergebracht:

Poliambulatorien, Erste Hilfe mit Notaufnahme

und Beobachtungsstation,

Radiodiagnostik, Operationstrakt mit

angrenzender Intensivstation und Zentralsterilisation,

Kardiologie sowie die

Pflegestationen der Chirurgie und der

Kardiologie. Der Beginn der Arbeiten

ist für Sommer 2007 vorgesehen.

Weitere baulose ab 2011

Das dritte Baulos sieht die Realisierung

– angrenzend zum bestehenden

„W“-Gebäude – der Ver- und Entsorgungszentrale

und der Zentrale für die

Betriebstechnik des neuen Krankenhauses

vor.

Der Arbeitsbeginn dieses Bauloses ist

2011 geplant. Die Fertigstellung der

Baulose 2 und 3 ist 2014 geplant. Ab

2014, nach Fertigstellung der neuen

Klinik, sind die Umbau- und Modernisierungseingriffe

am bestehenden

Krankenhausgebäude vorgesehen.

Besonderes Augenmerk

wird hierbei

auf die Wahl der

verwendeten Materialien

gelegt. Der

Patient soll sich

wohl fühlen, er soll

sich zuhause fühlen.

Das Konzept

ist aber auch darauf ausgerichtet, dass

man sich im Krankenhaus in Zukunft

besser orientieren kann. Das gesamte

Areal wird ein neues Erschließungskonzept

erhalten. Jeder, der schon einmal

im Krankenhaus in Bozen war, weiß,

wie schwierig es dort oftmals ist, sich

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Radius 02/2007

zurecht zu finden und den gewünschten

Ort schnell und problemlos zu

erreichen. Wir planen einen neuen

Hauptgang, eine so genannte Magistrale,

von welcher aus alle Ambulatorien

und Abteilungen leicht erreichbar sind.

Wichtig und erwähnenswert ist hierbei,

dass man entlang dieser Magistrale

auch alle öffentlichen Einrichtungen,

die Patienten und Besucher brauchen,

findet. Das sind z.B. Geschäfte, Bars,

Restaurants und eine Bank.

Radius: Braucht es diese Strukturen

wirklich?

LR Mussner: Ein Krankenhaus kann

man mit einer Kleinstadt vergleichen.

Man muss bedenken, dass ca. 1000 Patienten

ständig im Krankenhaus anwesend

sind. Dazu kommen die Ärzte, das

Pflegepersonal und die täglichen Besucher.

Zusammengerechnet halten sich

somit ständig um die 3000 Personen

auf dem Krankenhausareal auf. Ich

denke, dass bei diesen Personenzahlen

öffentliche Strukturen unbedingt notwendig

und gerechtfertigt sind.

Radius: Die ambulanten Patienten

spielen im Krankenhaus auch eine

wichtige Rolle. Was wird für diese in

Zukunft verbessert?

LR Mussner: Sicherlich ist die

Erreichbarkeit des Krankenhauses für

ambulante Patienten und Besucher ein

wichtiges Kriterium. Die Anbindung

des Krankenhauses an die öffentlichen

Verkehrsmittel ist in erster Linie

Aufgabe der Stadtverwaltung. Es ist

jedoch ebenso wichtig, dass für jene,

die mit dem eigenen Auto kommen,

die nötigen Parkplätze vorhanden sind.

Die Situation, wie wir sie heute haben,

gleicht einer Wüste von Autos. Ein

riesiger Parkplatz steht den Besuchern

und dem Personal zur Verfügung.

Weil man jedoch diese Flächen für die

Zukunft besser nutzen möchte, bauen

wir eine Tiefgarage mit gut 1000

Stellplätzen.

Radius: Sind 1000 Stellplätze nicht

übertrieben? Sollte man nicht mehr

auf die öffentlichen Verkehrsmittel

setzen?

LR Mussner: Selbstverständlich ist

die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel,

was jetzt schon gut funktioniert,

ein vorrangiges Anliegen,. Auch

die Anbindung an die Fahrradwege ist

schon gut ausgebaut, muss aber noch

verbessert werden. Durch den Bau

der Tiefgarage mit 1000 Stellplätzen

erreichen wir zwischen der Anzahl an

Betten und der Anzahl an Parkplätzen

ein Verhältnis von 1:1, was eigentlich

einen eher niedrigen Wert bedeutet.

Der Wunsch der Krankenhausverwaltung

war ursprünglich eine noch

größere Tiefgarage. Wir waren jedoch

der Meinung, dass ein Verhältnis von

1:1 reichen muss und wir mehr Gewicht

auf den Ausbau der öffentlichen

Verkehrsmittel legen sollten.

Radius: Was ist für die Zukunft

beim Ausbau von besonderer Wichtigkeit,

welche Projekte haben oberste

Priorität?

LR Mussner: Beim Umbau ist von

zentraler Wichtigkeit, dass wir die

Ver- und Entsorgung des Kranken-

hauses modernisieren und auch für die

Zukunft gewährleisten. Die Kubatur

des Krankenhauses erhöht sich mit den

Um- und Ausbauarbeiten beträchtlich,

was natürlich auch einen erhöhten

Energieaufwand mit sich bringt. Natürlich

ist auch die Trinkwasserversorgung

für die Zukunft genau zu planen.

Wer einmal die Erste-Hilfe-Station

im Bozner Krankenhaus besucht hat,

weiß, dass diese Abteilung viel zu eng

bemessen ist und unbedingt ausgebaut

und den modernen Ansprüchen angepasst

werden muss. Auch viele Ambulatorien

sind zu klein und zu eng untergebracht

und brauchen unbedingt

eine Adaptierung. Im Lauf der Jahre

wurde die Physiotherapie-Abteilung

zwischen den anderen Abteilungen

hineingepfercht. Sie ist heute einfach

nicht mehr zeitgemäß. Sie soll im Zuge

der Umstrukturierung ausreichend

Raum erhalten, um einen modernen

Service am Patienten gewährleisten zu

können. Was ich jedoch als besonders

wichtig und für unbedingt notwendig

erachte, ist die Errichtung eines neuen

Operationstraktes, denn der derzeitige

hat ausgedient. Das ist nun einmal

die Philosophie im Krankenhaus-Bau.

Ein Krankenhaus ist ein 24-Stunden-

Betrieb, 365 Tage im Jahr. Wenn man

eine Abteilung sanieren will, braucht

es einen Ausweichtrakt, wo diese in

der Zwischenzeit untergebracht werden

kann.

Radius: Der Zubau kostet laut Voranschlag

200 Mio. Euro. Diese Summe

erscheint schon sehr hoch.

LR Mussner: Das ist eine ganz einfache

Rechnung: das alte Krankenhaus

hat eine Bettenzahl von knapp 1000,

wobei alle Vierbettzimmer keine eigene

Nasseinheit besitzen. Wenn in diesen

Zimmern eine Nasseinheit eingebaut

werden soll, gehen Betten verloren

und wir müssen mindestens 250 neue

Betten schaffen. Wenn wir jedoch

die alten Zimmer sanieren und mit

Nasseinheiten versehen wollen, müssen

wir die 1000 Patienten zuerst irgendwo

anders unterbringen. Schon damit ist

der neue Klinikbau gerechtfertigt.

Dazu kommen noch die neuen Strukturen

für die Erste-Hilfe-Abteilung,

den OP-Trakt, die Intensivstation, die

Diagnostik und verschiedene neue

Ambulatorien, kurzum ein Neubau,

für den die 200 Mio. Euro durchaus

gerechtfertigt sind.

umbau und erweiterung in Meran

Nachdem von 1999 bis 2004 das

historische Meraner Krankenhaus

saniert bzw. umgebaut und erweitert

wurde, wird derzeit das ebenfalls

unter Denkmalschutz stehende

Nebengebäude saniert. Entsprechend

dem architektonischen Konzept für

den Hauptbau werden Innenausbau

und Außenfassade unter Verwendung

der gleichen Materialien realisiert bzw.

nach gleichen technischen Standards

an die Hauptzentralen angeschlossen.

In dem bisher von der Dermatologie

Krankenhaus-umbau schlanders

Es ist nicht einfach, ein Krankenhaus

bei laufendem Betrieb umzubauen.

Erst recht nicht, wenn es auf einem so

kleinen, urbanistisch anspruchsvollen

Areal steht wie jenes in Schlanders.

Dank exakter Etappierung der Bauphasen

ist es gelungen, wobei mehrjährige

Provisorien und Ausweichlösungen

unumgänglich waren. Das Krankenhausareal

wurde zur Nordostseite hin

durch die hohe Verbauungsmauer des

Schlandrauner Baches und die ansteigende

Hanglage begrenzt, während sich

süd- und westseitig direkt der Dorfkern

von Schlanders anschließt, mit seinen

Gebäudetypologien und verwinkelten

Straßenführungen.

das Krankenhaus brixen

Das Gesamtprojekt für den Umbau

und die Erweiterung des Krankenhauses

Brixen beruht auf dem Ergebnis

eines Planungswettbewerbes, der

Anfang 2001 entschieden worden ist.

Die Planung umfasste eine Erweiterung,

die Reorganisation von einigen

Bereichen, Ambulatorien und Labo-

genutzten Gebäude wird nach dem

Umbau die Tagesklinik der Psychiatrie

untergebracht, welche sich

derzeit zum Teil im Untergeschoss des

Altbaus in Obermais befindet. Sowohl

das neue Gebäude der Psychiatrie als

auch das Gebäude der EDV-Abteilung

– nordwestlich gelegen – werden

behindertengerecht mit einem Aufzug

nachgerüstet. Der Außenbereich der

das Nebengebäude umgibt, wird in

die Parkanlage des Meraner Krankenhauses

integriert.

Anpassen an die gegebenheiten

Die Entwurfsidee reagiert auf diese

Gegebenheiten: Ein neuer, kompakter

Baukörper wurde direkt an die Verbauungsmauer

gesetzt und erstreckt sich

entlang dieser bis in die Südostecke des

Areals. Acht Stockwerke hoch – zwei

davon sind unterirdisch – und vollbepackt

mit sämtlichen Funktionsbereichen

eines modernen Krankenhauses:

OP-Trakt, zentrale Überwachungsstation,

Day-Hospital, Geburtshilfe, Mutter

und Kind, Dialysestation, Poliambulatorien,

Untersuchungslabors. Aufgrund

des großen Bauvolumens und der

exponierten Lage innerhalb des Dorfes

ratorien, die Schaffung von Standardbettenstationen,

den Einbau von

Nasszellen in den Patientenzimmern,

Anpassung an Sicherheitsauflagen,

Ergänzungen in den Pflegegeschossen

usw.

neue Ausrichtung

Durch die Errichtung eines neuen

Zubaues im Bereich des bestehenden

Haupteinganges wurde der t-förmige

Grundriss des Krankenhauses zu

einem Kreuzgrundriss ergänzt. Das

Erscheinungsbild an der Hauptfront

ist dadurch wesentlich verändert und

die Außenräume im Eingangsbereich

sind neu gegliedert. Das gesamte

Mitte des jahres in betrieb

Dazu Gesamtkoordinator Josef

March: „Was den Zeitplan betrifft so

wurde mit der Ausführungsplanung im

Juni 2004 begonnen und die Arbeiten

im Januar 2006 übergeben. Die Fertigstellung

soll in den nächsten Wochen

erfolgen, dann wird die Einrichtungen

montiert und alles zusammen soll im

kommenden Juni in Betrieb gehen.“

ist der Krankenhauskomplex nicht zu

übersehen. Umso größere Bedeutung

kam deshalb der Fassadengestaltung zu:

Eine klare Gliederung unter Verwendung

des heimischen Laaser Marmors

aus dem Göflaner Bruch in Kombination

mit zeitgemäßen, leicht gespiegelten

Glasflächen lockert den massiven Baukörper

auf und trägt dazu bei, dass er

sich harmonisch in das Dorfbild einfügt.

Gebäude bildet mit dem neuen Zubau

ein Gegengewicht zum denkmalgeschützten

Volumen des Sanatoriums.

Die neue Gebäudeform gestattet auch

eine klare innere Organisation, der

zentralen Stiegenanlage entspricht

eine Nottreppe am Kopfende der

einzelnen Gebäudeflügel. Durch dieses

Konzept werden Sackgassen vermieden,

die Wegführung ist eindeutig und

die Anlage entspricht den neuesten Sicherheitsauflagen

für Krankenhäuser.

Die Grünflächen vor dem Haupteingang

sollen eine einheitliche

Gestaltung wie der Sanatoriumspark

erhalten und mit diesem zu einem

Freibereich für das gesamte Krankenhausareal

werden.

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Radius 02/2007

erweiterung Krankenhaus bruneck

Der Neubau des Wirtschaftshofes

ist Teil des Projektes der Architektengemeinschaft

Dejaco & Benko. Es

unterteilt sich grundsätzlich in zwei

Bauphasen: In den Baukörper I, in dem

die Ver- und Entsorgung des gesamten

Krankenhauses stattfindet, außerdem

schließt an diese Struktur eine neue

Parkgarage an. Darüber wird der

Neubau für den Landesrettungsverein,

den Zivilschutz und die Bergrettung

entstehen.

Die 2. Bauphase beinhaltet den

Neubau einer Mehrzweckstruktur zur

Unterbringung der Einheiten Psychologischer

Dienst, Psychiatrischer

Dienst, Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen,

Langzeitpflegestation mit

ca. 2 x 25 Betten, Tiefgarage mit ca.

200 Stellplätzen.

bauteil Verwaltungsgebäude

Das Projekt des Büro Strata betrifft

den gesamten internen Umbau und

Sanierung des Krankenhausgebäudes

mit wesentlicher Erweiterung der

bisherigen Kubaturen. Alle Verwaltungseinrichtungen

werden in einem

einzigen Gebäude untergebracht. Auf

diese Weise können auch die sanitären

Anlagen in den jeweiligen Geschossen

sowie die Aufenthaltsräume für die

Patienten und Flächen für die neuen

Abteilungen geschaffen werden. Der

Eingangsbereich wird mit sanitären

Wettbewerb für Krankenhaus Innichen

Im November 2002, noch vor dem

Beginn der Diskussion über Sparmaßnahmen

im Gesundheitswesen, hat die

Landesregierung ein Raumprogramm

für die Erweiterung und den Umbau

des Krankenhauses Innichen mit geschätzten

Gesamtkosten von etwa 15,7

Mio. Euro genehmigt.

In der Folge wurde ein entsprechender

zweistufiger Ideenwettbewerb ausgeschrieben.

Vorsitzender der Jury der Architekt

Paolo Bellenzier vom Amt für Sanitätsbauten;

weitere Mitglieder waren

Erich Gutmorgeth aus Innsbruck,

Benno Barth aus Brixen, Bürgermeister

Josef Passler aus Innichen

sowie sechs Vertreter verschiedener

Landesämter bzw. des Sanitätsbetriebes

Bruneck.

sieger kommen aus München

Der 1. Preis wurde Hans Nickl und

Christine Nickl-Weller aus München

zuerkannt. Das Projekt umfasst einen

Neubau mit Tiefgarage, Erster Hilfe,

Radiologie und Operationstrakt.

Nach der Auslagerung dieser Bereiche

aus dem Baubestand kann dieser reorganisiert

und den heutigen Erfordernissen

angepasst werden.

Eine Einsparung von Personal und

Betriebskosten ist dabei vor allem von

Krankenhaus sterzing

Dringende Umstrukturierung und

Anpassungsarbeiten wurden im Krankenhaus

von Sterzing vorgenommen.

Das betrifft die gesamte Heizungs-,

Sanitär- und Klimaanlage. Dabei sind

alle Stockwerke von den Arbeiten

an den Hauptleitungen der Anlagen

betroffen.

Unter dem Gesichtspunkt der Sanierung

und Anpassung an die neuen Bestimmungen

ist die Ausführung neuer

wassertechnischer Anlagen speziell für

die Klimaanlage vorgesehen. Auch aus

den neuen Brandschutzbestimmungen

ergab sich in allen Etagen die Notwendigkeit

kleinerer Umbau- und Verbesserungsarbeiten.

Anlagen für die Besucher erweitert.

Durch den internen Umbau werden die

Aufteilung der Entbindungssäle, des

Dialysetraktes, die Umkleideräume des

Personals, das Leichenschauhaus sowie

die Pflegestationen und die sanitären

Anlagen der einzelnen Abteilungen neu

gestaltet.

der Zusammenlegung der beiden Chirurgieabteilungen

in einem einzigen

Stockwerk und der Verlegung der Pädiatrie

auf die Ebene der Gynäkologie

zu erwarten. Ausschlaggebend für die

Vergabe des 1. Preises an das Büro

Nickl war die behutsame Einfügung

des neuen zweigeschossigen Baukörpers

in das historische Umfeld und

die Schaffung eines richtig dimensionierten

Vorplatzes vor dem neuen

Haupteingang an der Herzog-Tassilo-

Straße.

Alle baulichen Änderungen müssen

natürlich den gesetzlichen Bestimmungen

und Normen für die Akkreditierung

von „Krankenhäusern

und gleichgestellten Einrichtungen“

entsprechen.

Zusätzliche Arbeiten waren in der

dritten Etage notwendig. In diesem Bereich

wurden im Zuge der Sanierung

auch Umbauarbeiten der Innenräume

durchgeführt um weitere Räumlichkeiten

für neue Bedürfnisse zu

schaffen.

Vom gesamten baulichen Gesichtspunkt

her war nur der Innenausbau

betroffen, während das äußere Erscheinungsbild

nicht geändert wurde.

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Radius 02/2007

claudiana: „eine gesunde Aus bildung“

Die Fachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“ ist in den letzten Jahren

zu einer der größten Bildungseinrichtungen des Landes herangewachsen und zählt

mittlerweile über 900 Studenten.

es war wichtig und wurde immer

notwendiger, eine Struktur

zu schaffen, die einerseits alle

Fachrichtungen für Gesundheitsberufe

unter einem Dach vereint und andererseits

für praxisorientiertes Lernen

– nahe am Regionalen Krankenhaus

gelegen ist. Der kompakte Charakter

des Bauwerks erlaubt die problemlose

Eingliederung der Struktur in den

Kontext des massiven Bauvolumens

des Krankenhauses.

Die interne Organisation wird durch

die breiten, hellen und lichtdurchfluteten

Gänge und Unterrichtsräume

mit großen Nutzungsflächen erheblich

erleichtert. Das modulare Fassadensystem

mit transparenter Glashaut

in Richtung Grünflächen schafft ein

angenehmes Raumklima. Durch die

Verwendung von natürlichen Materialien

wie Holz und Stein, zusammen

mit Glas und Aluminium, wird die

Innenausstattung den Anforderungen

einer modernen Fachhochschule für

Gesundheitsberufe gerecht.

Zeitgemäß und praxisnahe

Dazu Bauten-Landesrat Florian

Mussner: „Voraussetzungen für eine

zeitgemäße und praxisnahe Ausbildung

zu schaffen, das war unser

Anliegen. Jeder gelungene Schulbau

ist Grund zur Freude und Genugtuung.

Südtirol kann stolz auf diese

Schule sein, sowohl auf die inneren

als auch auf die äußeren Strukturen.“

Die Fertigstellung der Schulgebäude

samt Tiefgarage ist ein erster

wichtiger Schritt in der Realisierung

dieser „Gesundheits-Uni“. Es sind 15

Lehrgänge vorgesehen und zwar für

Krankenpfleger, Physiotherapeuten,

Labortechniker, Diätisten, Logopäden,

Ergotherapeuten, Hebammen, Kinderkrankenpfleger,

Umwelttechniker,

Sanitätsassistenten, Radiologietechniker

und einige mehr.

Was lange währt …

Bereits 1990 hat die Landesregierung

beschlossen, ein eigenes

Bildungszentrum zu errichten, um

dort die Aus- und Weiterbildung des

Sanitätspersonals für das gesamte

Land zu ermöglichen. Zehn Jahre

später begann die Planungsphase der

Claudiana samt Studentenheim am

heutigen Standort und 2006 wurde das

erste Baulos der Bestimmung übergeben.

Bis 2009 soll das gesamte Projekt

fertig gestellt sein. „Das Projekt entwickelt

sich nach dem Grundkonzept

eines Universitäts-Campus. Einzelne

Baukörper ordnen sich um einen groß-

en, zentralen Platz an. Die Baukörper

passen sich in der Größe an jene des

Krankenhauses und der neuen Klinik

an. Als nächstes wird der Bau des

Wohnheims für 200 Studenten sowie

der Turn- und Schwimmhalle in Angriff

genommen. Das gesamte Raumprogramm

beläuft sich auf ca. 240.000

m³, die geschätzten Gesamtkosten auf

etwa 120 Mio. Euro“, berichtet Architekt

Josef March.

Außen – und Innengestaltung

Der große zentrale Platz wird zum

Treff- sowie Kommunikationspunkt für

Studenten, Lehrkräfte und Besucher

der gesamten Anlage.

Der Gebäudekomplex ist in einen

großzügigen Grünbereich mit Rasenflächen

und Bepflanzungen eingebettet.

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Radius 02/2007

Dazu Direktor Rudi Rainer: “Der Eröffnungstag

im vergangenen Oktober

ist mit dem zehnjährigen Bestehen der

Claudiana zusammengefallen. Das mag

ein Zufall sein, gehört aber auch zum

„Glücksfall der Tüchtigen“.

Ein Glücksfall ist es so wie so, dass

dieser wohl schönste Bau in der Bildungsgeschichte

Südtirols jenen derzeit

900 Studentinnen und Studenten

zugeteilt wurde, die sich auf die

Wahrung der Gesundheit und Heilung

bei Krankheit spezialisieren wollen.

Lauter fröhliche Gesichter, sie spiegeln

einfach die Atmosphäre dieses

Bauwerkes wider: lineare Gänge,

helle Böden, Holzverkleidung überall,

speziell in den drei Auditorien, kurzum

freundliches Entgegenkommen allerorts.

Da gebührt ein besonderes Lob

auch dem Architekten Carlo Azzolini.

Auch die Kunst hat Einzug in unsere

Bildungsanstalt gefunden: die „Mutter

mit Kind“-Holzskulptur von Moroder

regt in der Bibliothek die „diligentia“

an!

In den zwei Eingangshallen führt der

akademische Maler Gotthard Bonell

mit einer Landschaftsbegehung durch

die Hauptzeiten des Tages, morgens,

mittags, abends. Seine Aussagen zu

den Ausbildungsinhalten auf drei

Tafelbildern gewähren einen tiefen

Einblick zwischen Geburt und menschlicher

Reife.“ Soweit Direktor Rudi

Rainer, voller Begeisterung über

„seine“ Schule.

linearer Korridor mit holzverkleidungen

äußerer stiegenaufgang

Innenansicht der Aula Magna


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75 jahre Marienklinik

Angefangen hat alles aus einer Notsituation heraus, als der letzte deutschsprachige

Primar 1932 den Dienst am öffentlichen Krankenhaus quittieren musste.

Heute ist die Marienklinik nicht nur eine Institution, sondern auch ein Beispiel

für erfolgreiche Privatinitiative.

Von der Bildungsanstalt für

höhere Töchter im 18. Jahrhundert,

der um 1905 gegründeten

Kindergärtnerinnenschule und dem

Mädcheninternat zur erfolgreichen

Privat-Klinik. Als der Bozner Orthopäde

Heinz Regele 1932 seinen ersten

Patienten, einen an Kinderlähmung

erkrankten Knaben, im Internat der

Tertiarschwestern unterbrachte, hätte

sich niemand träumen lassen, dass

damit der Grundstein gelegt wurde,

für eine hoch spezialisierte Institution,

in der Operationen am offenen Herz,

orthopädische Eingriffe oder Geburten

ebenso durchgeführt werden wie

Check-Ups oder plastisch-chirurgische

Operationen.

neuer bettentrakt und

neues raumkonzept

Zu ihrem 75. präsentiert sich die

Marienklinik in neuem Glanz. Seit

August 2006 wurden umfangreiche

Umbauarbeiten durchgeführt.

Operationstrakt und Radiologie waren

schon erneuert, nun werden Bettentrakt

und Anordnung der Stationen

erneuert und neu konzipiert, um der

Klinik den Erfolg auch im 21. Jahrhundert

zu garantieren.

Die Marienklinik unterscheidet sich

von anderen Strukturen durch die

Überschaubarkeit, die Schnelligkeit

des Service, die menschliche Nähe

schnell und doch nicht teuer

Die Sanitätseinheit erstattet für

Eingriffe und Untersuchungen bzw.

Geburten, die in der Marienklinik

vorgenommen werden, den von ihr

vorgesehenen Betrag zurück. Privatversicherte

müssen nichts aus eigener

Tasche zahlen. Und: In der Marienklinik

gibt es keine langen Wartezeiten.

Mammographien, Ultraschall, Blutuntersuchungen,

Röntgenaufnahmen

oder Visiten beim Spezialisten, all dies

kann jeder in der Marienklinik sofort

und unbürokratisch vormerken, bereits

Wartezeiten von nur einer Woche sind

eine Seltenheit. Als nicht konventionierte

Privatklinik sind die Leistungen

vom Patienten zu tragen. Südtiroler

Bürger erhalten einen Teil vom Land

zurück, wer privat versichert ist, erhält

100% der Kosten rückerstattet. Mehr

als 45% der Patienten der Marienklinik

sind bereits privat versichert. Viele

schließen eine Privatversicherung in

Hinblick auf eine künftige Behandlung

in der Marienklinik ab.

und die christliche Ausrichtung des

Hauses, das der Kongregation der

Tertiarschwestern gehört.

Die Ordensfrauen machen die Marienklinik

zu einer Oase der Ruhe inmitten

der Hektik des täglichen Lebens.

Die Atmosphäre der Klinik ist geprägt

durch die Ideale der Nächstenliebe,

durch menschliche Nähe und den respektvollen

Umgang des Pflegepersonals

und der Ärzte sowohl untereinander

als auch den Patienten gegenüber.

45 ordensschwestern

präsent im haus

Der Anteil der Ordensschwestern

unter dem Pflegepersonal ist zwar

geschrumpft, aber 45 Schwestern im

Haus, 20 davon noch im Pflegedienst,

garantieren eine Kontinuität und eine

Präsenz, die von den Patienten nach

wie vor geschätzt wird. Neben den

klassischen Abteilungen der Marienklinik

wie die Geburtenabteilung, die

Orthopädie, die Abteilung für Kinderheilkunde

bzw. Radiologie präsentiert

sich die Klinik heute auch als Anlaufstelle

für Vorsorgemedizin in jeglichem

Bereich. Neu sind das Zentrum für Osteoporose

und das Zentrum Plastische

Chirurgie, wobei plastische Chirurgie

weniger unter dem ästhetischen As-

pekt gesehen wird, als vielmehr unter

dem Aspekt der Wiederherstellung. Zur

Plastischen Chirurgie gehören Rekonstruktionschirurgie,

Tumorchirurgie,

Verbrennungschirurgie, Mikrochirurgie,

Handchirurgie und die ästhetische

Chirurgie.

35.000 nächtigungen im jahr

Die Lebenserwartung der Bevölkerung

ist wesentlich gestiegen,

die Menschen leben bewusster und

möchten gesund und vital das Alter

genießen. Vorsorge ist damit wichtiger

geworden und wird von öffentlicher

Seite unterstützt, da damit erhebliche

Kosten gespart werden können.

Die Marienklinik ist eine typische

Klinik im Belegarztsystem, mit 117

Betten und einem durchschnittlichen

Belegungsprozentsatz von 82%, d.h.

ca. 35.000 Nächtigungen pro Jahr. Die

53 Ärzte führen neben chirurgischen

Eingriffen (vier Operationssäle!) auch

akute und postakute Leistungen sowie

Geburten und ambulante Leistungen

durch. Die Radiologie bietet traditionelle

radiologische Durchleuchtungen

aber auch Untersuchungen mit Computertomographen

bzw. Magnetresonanz.

Im Labor werden Blut-, Harn-

oder chemische und mikrobiologische

Untersuchungen durchgeführt. Die

Belegärzte der Marienklinik empfangen

die Patienten in ihren Privat-Ambulatorien,

bei Bedarf kann der Patient

umgehend und ohne bürokratischen

Aufwand zu weiteren Untersuchungen

in die Klinik weitergeleitet werden.

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Radius 02/2007

Fast jeden tag ein Kind

Eine Geburt und die ersten Tage

mit dem Neugeborenen sind ein ganz

besonderer Augenblick im Leben einer

Frau. Die Marienklinik schenkt die

geborgene und exklusive Atmosphäre

einer Privatklinik und garantiert

gleichzeitig professionelle Betreuung

durch erfahrene Gynäkologen und

Kinderärzte. Tausende von Boznern

sind in der Marienklinik und im Grieserhof

geboren. Während das früher

nur denjenigen Familien möglich war,

die es sich leisten konnten, steht die

Geburt in der Privatklinik heute allen

offen. Der Klinikaufenthalt wird rückvergütet

und nur die Kosten der ärztlichen

Betreuung sind vom Patienten

zu tragen, sofern keine Privatversicherung

abgeschlossen wurde.

Familiär - Individuell -

Professionell

Die Geburtsstation der Marienklinik

ist nach dem neuesten Stand der

Geburtshilfe eingerichtet, die Gebärenden

werden von erfahrenen Hebammen

und Ärzten nach den aktuellen wissenschaftlich-medizinischen

und naturme-

dizinischen Erkenntnissen betreut. Für

ein angenehmes, ungestörtes Geburtserlebnis

wurde in der Marienklinik eine

freundliche Wohlfühl-Kreißsaalumgebung

geschaffen. Jede Frau kann dabei

ganz individuell ihre Wehenzeit und

die eigentliche Geburt gestalten. Ob auf

dem Gebärstuhl, dem Hocker, auf dem

Ball oder im Wasser, natürlich oder mit

Medical check auch im urlaub

Stress, Zeitdruck, ein rastloser Alltag

– so sieht die Realität der meisten

Menschen heute aus. Warum nicht

den Urlaub, den Augenblick, in dem

man zur Ruhe kommt und sich auf das

Wesentliche besinnen kann, auch dazu

nutzen, einen Blick auf das eigene

Wohlbefinden zu werfen?

In Zusammenarbeit mit mehreren

exklusiven Hotels in Südtirol bietet die

Marienklinik komplette Check-Ups an.

Vorab kann der Patient über Fragebögen

abklären, in welchem Bereich er

sich einer professionellen Diagnostik

unterziehen möchte. Bei seiner Ankunft

sind alle Termine bereits vorgemerkt.

Die Marienklinik bietet ihren Kunden

das gesamte Spektrum professioneller

medizinischer Versorgung in einem

First-Class-Ambiente. Ob es sich um

allgemeine Vorsorge-Diagnostik oder

Untersuchungen in bestimmten Bereichen

wie Augenheilkunde, Gynäkologie,

Kardiologie, Ästhetische Chirurgie,

Ernährungsberatung oder Orthopädie

handelt, der Patient kann sich innerhalb

von kürzester Zeit in entspannter

Atmosphäre allen notwendigen Untersuchungen

unterziehen und gegebenenfalls

auch Eingriffe vornehmen lassen.

Periduralanästhesie, mit Musik oder

Aromatherapie und jederzeit gewiss,

dass im Notfall alles bereitsteht, um

sofort fachgerecht einzugreifen.

80% benutzen geburtswanne

Im vergangenen Jahr haben 268

Kinder in der Marienklinik das Licht

der Welt erblickt, 90 davon sind im

Wasser geboren. Insgesamt benutzen

mehr als 80% der werdenden Mütter

das Angebot der Geburtswanne, auch

wenn sie dann für die eigentliche

Geburt eine andere Position bzw. ein

anderes Element wählen. Seit mehreren

Jahren werden sowohl für die Mütter

als auch für die Neugeborenen homöopathische

Mittel angewendet, zwei

Hebammen haben eine spezielle Ausbildung

in diesem Bereich absolviert.

Mutter-Kind-beziehung

von Anfang an stärken

Besonders geschätzt wird von den

Mütter die späte Abnabelung und das

sogenannte Bounding – die Möglichkeit

nach der Geburt mit Vater und

Kind die erste Nacht bzw. die ersten

Stunden intensiv im Familienzimmer

gemeinsam zu verbringen. Mutter

und Kind bleiben nach der Geburt

zusammen, Hebammen und Säuglingsschwestern

stehen den Müttern und

Neugeborenen in den ersten Tagen

rund um die Uhr zur Verfügung, um

den neuen Erdenbürger bestmöglich zu

betreuen.

grafik

osteoporose früh erkennen

Jede dritte Frau über 55 leidet

an Osteoporose. Diese immer noch

unterschätzte Krankheit wird meist zu

spät erkannt und kann schwere und

bleibende Schäden hervorrufen. In der

Marienklinik werden seit 2006 Knochendichtemessungen

durchgeführt.

Osteoporose betrifft aber nicht nur

Frauen in der Menopause. Männer und

Frauen, auch jüngere, können unter

dieser Krankheit, im Volksmund auch

Knochenschwund genannt, leiden.

Häufig wird diese erst erkannt, nachdem

es bereits zu Knochenbrüchen

gekommen ist und Lebensqualität und

Mobilität der Betroffenen unwiderrufbar

eingeschränkt sind. Prävention

spielt bei der Bekämpfung dieser

Erkrankung eine entscheidende Rolle.

Informationen

unter 0471 310 950

Ursachen dieser Stoffwechselerkrankung

des Knochens, bei der es

zu einem krankhaft erhöhten Abbau

der Knochensubstanz kommt, sind

falsche Ernährung, Rauchen, erhöhter

Alkoholkonsum, mangelnde körperliche

Aktivität aber auch genetische

Veranlagung.

Im Zentrum für Osteoporose bietet

die Marienklinik Knochendichtemessungen

mit dem sogenannten „DEXA“

an. Hierbei handelt es sich um eine

nicht invasive Untersuchung, bei der

die Dichte der Knochen gemessen

wird. Die Untersuchung im Osteoporose-Zentrum

kann ohne Wartezeiten

vorgemerkt werden. Fachärzte für

Innere Medizin, Radiologie, Orthopädie

und Gynäkologie arbeiten hier Hand in

Hand, um den Ausbruch der Krankheit

bei Früherkennung hinauszuzögern,

bzw. gezielte Behandlungsstrategien

zu erstellen.

effiziente und nicht invasive

therapie

Vor allem Frakturen von Handgelenk,

Oberarm, Wirbelsäule und Oberschenkelhals

sind auf diese Krankheit

zurückzuführen. Im Osteoporosezentrum

können selbst Wirbelbrüche unter

örtlicher Betäubung so therapiert

werden, dass der Patient in kürzester

Zeit schmerzfrei und ohne Stützkorsett

wieder volle Beweglichkeit erlangt.

Fachwissen auf höchstem niveau

Die fachmedizinische Versorgung

in der Marienklinik entspricht dem

neuesten medizinischen Stand, gleich-

zeitig sind das

Pflegepersonal,

die Schwestern

und die Ärzte

darauf bedacht,

auch die individuellen

Bedürfnisse

der Patienten zu

erkennen und

diesen gerecht

zu werden. Die

einzelnen Abteilungen

sind autarke

Stationen mit

umfassenden Leistungen,gleichzeitig

wird in

der Marienklinik

Wert gelegt auf

eine effiziente,

fachübergreifende

Zusammenarbeit.

Radius 02/2007 49

O B J e K T

die spezialisierungen der

Marienklinik:

Allgemeine Chirurgie

Anästhesie

Augenheilkunde

Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Gastroenterologie

Endokrinologie

Kardiologie

Gefäßchirurgie

Orthopädie

Radiologie

Urologie

Labor

Gynäkologie

Geburtenabteilung

Pädiatrie

Rheumatologie

Dermatologie

Innere Medizin

Psychiatrie

grafik


50

O B J e K T

Radius 02/2007

Zentrum Plastische chirurgie

Jüngstes Kind im breitgefächerten

Angebot der Marienklinik ist das

Zentrum Plastische Chirurgie mit den

Unterbereichen Tumorchirurgie, Rekonstruktive

Chirurgie, Handchirurgie,

Mikrochirurgie, Verbrennungschirurgie

und Ästhetische Chirurgie. ZPC

– hinter diesem Kürzel verbirgt sich

das Zentrum Plastische Chirurgie in

der Marienklinik. Hierbei handelt es

sich um das erste Kompetenzzentrum

dieser Art in Südtirol, das nicht nur

eine Lücke in der medizinischen Versorgung

des Landes schließt, sondern

auch Anlaufstelle für viele auswärtige

Patienten ist. Da auswärtige Patienten

oft weite Wege für eine Operation auf

„Jetzt muss ich mich erst einmal

setzen. Seit in der Früh renn ich.“

Schwester Elisabeth Tschurtschenthaler,

Provinzialoberin der Tertiarschwestern,

hat einen Managerjob.

Sie ist verantwortlich für die 163

Schwestern in der Provinz Südtirol,

diversen Einrichtungen wie Schulen,

Kindergärten, Heimen und Krankenhäusern,

davon eben der Marienklinik.

Radius: Ganz spontan: was ist für

Sie der größte Unterschied zwischen

der Marienklinik und einem öffentlichen

Krankenhaus?

Schw. Elisabeth: Ich glaube, für uns

spricht vor allem die kleine Struktur,

die Überschaubarkeit. Und die

Patienten schätzen die Präsenz der

Schwestern und die Kontinuität.

Radius: Sie meinen, dieselben

Schwestern, die noch nach Jahren in

derselben Abteilung Dienst tun?

Schw. Elisabeth: Ja, für die

Patienten ist das ein bisschen wie

Heimkommen, vertraut sein. Es sind

oft mehrere Generationen, die immer

wieder kommen. Sehr geschätzt wird,

dass die Ordensschwestern auch außer

der Zeit oft noch da oder zumindest

erreichbar sind. Das ist sicher ein

großes Plus für die Marienklinik, auch

wenn es heute nicht mehr so gegeben

ist, weil wenig Schwestern noch im

vollen Einsatz sind.

Radius: Wie viele Schwestern gibt

es noch in der Marienklinik?

sich nehmen, hat die Marienklinik eine

Partnerschaft mit führenden Hotels der

Region aufgebaut.

Plastische Chirurgie hat nicht nur mit

Schönheit und dem Wunsch nach

ewiger Jugend zu tun. Dies ist nur ein

kleiner Bereich. Tumoroperationen,

Verbrennungen, angeborene Fehlbildungen

oder notwendige Rekonstruktionen

nach Unfällen, Operationen

oder (Krebs)Erkrankungen erfordern

plasti-chirurgische Eingriffe, um dem

Patienten Lebensqualität und soziales

Leben wiederzugeben.

Die Plastische Chirurgie erfordert nicht

nur hohes handwerkliches Können,

sondern auch psychologische Einfühl-

„Wir haben uns anpassen müssen...“

Schw. Elisabeth: 45, davon sind 20

noch in der Pflege und garantieren

eine ständige Präsenz in den einzelnen

Abteilungen.

Radius: Wir leben in einer zunehmend

laizistischen Gesellschaft, ist

das Angebot christlicher Werte und

Nächstenliebe noch attraktiv?

Schw. Elisabeth: Gerade in

schweren Zeiten besinnen sich die

Menschen wieder auf diese Werte und

suchen Beistand in schweren Momenten,

wie es eine Krankheit sein

kann. Auch bei Jugendlichen haben

wir festgestellt, dass sie im Kranksein

offen sind für Werte, die weiterhelfen.

Radius: Die Marienklinik ist eine

Privatklinik und eine Privatklinik

kostet.

Schw. Elisabeth: Wir haben uns anpassen

müssen. Früher bestand fast das

gesamte Pflegepersonal aus Schwestern.

Heute können wir das nicht mehr

bieten, dadurch haben sich die finanziellen

Anforderungen geändert. Wir

müssen unseren Service, die professionelle

Pflege und die Dienstleistungen

über die Einnahmen finanzieren.

Radius: Sie erstellen einen neuen

Bettentrakt und gestalten den Eingangsbereich

völlig neu. Wer trägt die

Kosten?

Schw. Elisabeth: Wir erhalten einen

Beitrag von der Provinz, den größeren

Teil müssen wir selber bestreiten.

Radius: Die Marienklinik ist schon

lange nicht mehr nur eine Geburten-

samkeit, um die genauen Bedürfnisse

des Patienten analysieren und umsetzen

zu können.

Verjüngtes aber „unoperiertes“

Aussehen

Neben den streng medizinischen

Arbeitsgebieten der plastischen Chirurgie

ist in den vergangenen Jahren

die ästhetische Chirurgie von immer

größerer Bedeutung geworden. Im ZPC

arbeiten kompetente Fachärzte, die auf

jahrelange Erfahrung zurückgreifen

können und dem Patienten zu einem

verjüngten, aber dennoch unoperierten

Aussehen verhelfen.

klinik. Wie stehen

die Schwestern zu

neuen Abteilungen

wie z.B. der Plastischen

Chirurgie, wo

u.a. auch Schönheitsoperationen,

Gesichtslifting u.ä.

angeboten werden?

Schw. Elisabeth: Das war in der

Tat eine große Herausforderung für

uns, ein brisantes Thema. Aber das

Öffentliche Krankenhaus hat sich sehr

aufgewertet in den letzten Jahren.

Wenn wir weitermachen wollen, müssen

wir Manches schlucken, Nischen

finden.

Radius: Und die Schönheitschirurgie

ist eine Nische?

Schw. Elisabeth: Bestimmt. Wir

müssen Möglichkeiten akzeptieren, die

heute gesucht werden. Aber – und das

ist ganz wichtig – wir halten Schritt

mit der Zeit, vorausgesetzt, es ist mit

den menschlichen Werten vereinbar.

Radius: Was würden Sie als besonderes

Anliegen ihres Ordens bezeichnen?

Schw. Elisabeth: Es ist unser

Anliegen, auf die Nöte der Zeit zu

antworten und den Patienten, den

Menschen, die Hilfe brauchen, nahe zu

sein. Das ist eine große Herausforderung

im Klinikbereich, aber nicht nur.

Wir unterhalten Schulen, Kindergärten

und haben gemeinsam mit der Caritas

in Kaltern und Brixen zwei Strukturen

für Obdachlose eröffnet.

bald in neuem glanz

Zu ihrem Jubiläum zeigt sich die Marienklinik in neuem Glanz. Seit August

vergangenen Jahres werden umfassende umbauarbeiten durchgeführt.

nach den Baulosen I und II (1997-

1999) befindet sich zurzeit das

Dritte Baulos in der Realisierungsphase:

der bestehende Eingangsbereich

sowie der gesamte Altbau wird

umgebaut. Der Laborbereich wurde

während der Abbruchphase des Altbaus

neu realisiert, die Radiologie im

Untergeschoss ist bereits fertiggestellt.

Die besondere Herausforderung für die

ausführende Baufirma Plattner Bau

Ag ist, dass der Klinikbetrieb während

der gesamten Bauarbeiten aufrecht

bleiben muss, sowohl Patientenannahme

als auch Parteienverkehr dürfen

nicht gestört werden. Dasselbe gilt in

besonderem Maße natürlich auch für

die stationären Patienten im gesamten

Klinikbereich.

Während der Bauarbeiten wurde der

Eingang provisorisch von der Straße

aus über Rampen an die Rückseite des

Gebäudes verlegt und der gesamte

Besucherstrom wird derzeit über einen

beschilderten Parcours umgeleitet.

Dem Lärm- bzw. Staubschutz während

der Umbauarbeiten im Inneren des

Gebäudes dienen eigens angefertigte

Trennwände, deren Anordnung auch

den Aspekten der Sicherheitsbestimmungen

(Einhaltung der Mindestbreiten,

Durchgangslichten für Rollstuhlfahrer,

Betten und Personen, Erhaltung

und Ausschilderung der vorgesehen

Fluchtwege) gerecht werden.

stützmauern neu

Eine der baulichen Auflagen für die

Umstrukturierung war die unveränderte

Beibehaltung von Außenfassade

und Dach des Gebäudes. Im Lauf der

Abbrucharbeiten wurde festgestellt,

dass die tragenden Innenwände in

einem äußerst schlechten Zustand waren.

Aus Sicherheitsgründen mussten

diese komplett erneuert werden. Dazu

wurde innen eine Stahlkonstruktion

zur Fixierung des Daches und der

Außenmauern hochgezogen, die alten

Mauern abgetragen und neue Wände

aufgemauert. Dieser unvorhergesehene

Mehraufwand hat den Vorteil, dass

nunmehr die tragende Struktur dieses

Bereiches neu ist und zudem durch

die geringere Stärke der Innenwände

(35 cm, vorher 60 cm) Platz gewonnen

werden konnte.

ewald Alber (links) und bernhard Marzoner

Plattner bau Ag als

generalunternehmer

Die Firma Plattner Bau Ag fungiert

auch beim III Baulos als Generalunternehmer

und ist mit der Bauleitung in

enger Zusammenarbeit mit Ing. Enrico

Lee, Ing. Guglielmo Concer, Arch.

Clemens Dietz, Geom. Michael Vieider

und mit der Tertiarschwester Schwester

Elisabeth Tschurtschenthaler für die

Koordination aller weiteren Beteiligten

an der Baustelle zuständig. Das Unternehmen

mit seinen ca. 60 Mitarbeitern

ist einerseits spezialisiert auf die Realisierung

schlüsselfertiger Klimahäuser

sowie Hotelbauten in kurzen Bauzeiten,

setzt aber auch zunehmend auf das

Geschäftsfeld der Altbausanierung.

Die Erfahrung aus einer Reihe von

Sanierungsprojekten (z.B. Anreitherhof

in Moritzing, Sportler Laubenhaus

1, das Frauenhaus der Caritas, usw.)

und vor allem die Erfahrung aus den

ersten beiden Baulosen der Sanierung

der Marienklinik machen das Unternehmen

einem kompetenten Partner

für derartige Projekte. Firmeninhaber

Sebastian Plattner setzt auf motivierte

Mitarbeiter, optimierte Arbeitsabläufe,

die Einbehaltung von Bauzeitplänen

und vor allem auf höchste Qualität.

Die einzelnen Vorarbeiter betreuen die

Baustellen gemeinsam mit dem ihnen

jeweils zur Seite stehenden Baustellenleiter

und einem kompetenten Team.

Für den Umbau der Marienklinik ist

Bernhard Marzoner der verantwortliche

Baustellenleiter und Ewald Alber der

verantwortliche Vorarbeiter. Großen

Wert legt Sebastian Plattner auch auf

die Weiterbildung. Das gesamte Team

soll stets auf dem neuesten technischen

und organisatorischen Stand sein, um

den Kunden die höchstmögliche Qualität

in der Arbeit zu bieten.

InFo

Plattner bau Ag

st. jakob str. 42 - 39055 st. jakob/leifers

tel. 0471 255 600 - Fax 0471 255 699

info@plattner-bau.it - www.plattner-bau.it

Radius 02/2007 51

S e R V I C e


ehabilitation in der natur

es gibt eine Reihe medizinischer eingriffe, die eine methodische und umfangreiche

Rehabilitation erfordern. Ihr Ziel ist es, die Patientin oder den Patienten bei der

Wiedererlangung oder dem erhalt körperlicher, berufsmäßiger oder auch

gesellschaftlicher Fähigkeiten zu unterstützen.

Am westlichen Dorfrand von

Prissian sticht ein außergewöhnliches

Gebäude ins Auge: Der vor

kurzem fertiggestellte Neubau der

Rehabilitationsklinik Salus. Zwischen

2003 und 2006 entstand in Prissian

nach den Plänen von Architekt Christoph

Mayr Fingerle ein außergewöhnliches

Therapiezentrum.

Architektur mit mehrfachem

erholungswert

Bei der Architektur des Neubaus

wurde besonderes Augenmerk auf

einen spürbaren Erholungswert für

die Patienten gelegt. Das Haus ist von

Obstgärten umgeben.

Die positive Ausstrahlungumliegenden

Natur setzt

sich in der Architektur

des Gebäudes

fort.

christof Mayr Fingerle

Die Lage und der

direkte Blickkontakt zur Landschaft

sind in Einheit mit der medizinischen

Therapie Bestandteil des Genesungsprozesses

der Patienten. Das Gelände

ist leicht von Süden nach Norden

geneigt und bietet einen wunderschönen

Panoramablick in Richtung

Etschtal, zur Texelgruppe und der

Ifinger Bergspitze.

Positive Ausstrahlung

Die Klinik ist eine Rehablitationszentrum

für orthopädische,

kardiologische, onkologische und

grafik

pneumologische Behandlungen. Für

den Betrachter hat das Gebäude keine

sterile Klinikatmosphäre. Bereits von

außen erkennbar ist, dass das Innere

von Klarheit, Linearität und Tageslicht

geprägt ist. Die Nähe zur Natur, die

Konfiguration des Gebäudes, die eingesetzten

Materialien, die räumliche

Transparenz und das Farbkonzept

der Innenräume sorgen für positive

Schwingungen.

transparent und linear

Die unterschiedlichen medizinischen

Bereiche sind auf einzelne

horizontal gegliederte Baukörper aufgeteilt.

Das rechteckige Sockelgeschoss

stellt die Verbindung zum Hang. Ein

gläsernes Fugenband nimmt zentralen

Funktionen wie Direktion und Verwaltung,

Ambulatorien und Schwesternzimmer

auf und lässt die Landschaft

horizontal und über den Innenhof

vertikal durch das Gebäude fließen.

glas und holz

Im weitgehend verglasten Erdgeschoss

sind Empfang, Cafeteria, Küche und

Restaurant untergebracht. Eine offene

Galerie mit Freitreppe verbindet die

Geschosse. Im Untergeschoss sind

Massage-, Fitness- und Aufenthaltsräume,

das Schwimmbad Therapieräume

untergebracht.

Der Bettentrakt im Obergeschoss ist als

geschlossener Baukörper ausgebildet

und scheint an der Nordseite über den

Obstwiesen zu schweben. Großzügige

Fensterflächen und Balkone geben den

Räumen eine optimale natürliche Beleuchtung.

Die Gebäudefassade ist mit

Zedernholz verkleidet und integriert

sich stark und umgebende Landschaft.

Radius 02/2007 53

grafik


54

S e R V I C e

das team von studio comclic:

Projektmanagement am bau

Die wachsende Komplexität der Bauvorhaben, umfassende urbanistische Vorgaben

und knappe Fertigstellungsfristen stellen immer höhere Anforderungen an jeden

Bauherrn. Dies erfordert eine interdisziplinäre Sicht der Dinge.

In diesem Zusammenhang gewinnt

die Rolle des Projektmanagements

als Gesamtheit von Führungsaufgaben,

-organisation, -techniken

conni hölzl-gamper,

Inhaberin

evi gutweniger,

Inhaberin

robert hölzl,

Inhaber

sonja troiani,

Projektleitung

Martina ruck,

Projektleitung

claudia Kompatscher,

Projektbegleitung

jasmin ramoser,

Verwaltung

und -mitteln für die

Projektabwicklung eine

immer größere Bedeutung.

Die wesentliche

Aufgabe des Projektmanagements

ist es

hierbei, Teilprozesse

zu einem stimmigen

Gesamtprozess zu

bündeln und die Konformität

der Ergebnisse

mit den Projektzielen

zu überwachen. In

einfachen Worten: Der

Projektmanager ist

„der verlängerte Arm“

des Bauherrn in allen

Belangen.

ein

interdisziplinäres

team

Das Meraner Studio

comClic setzt im

Projektmanagement

auf die ausschließliche

Projektsteuerung

in interdisziplinärer

Arbeitsweise, welche

mehrere voneinander

unabhängige Fachgebiete

umfasst. Im

siebenköpfigen Team

um Projektmanagement-Fachfrau

Conni Hölzl-Gamper, Architektin Evi

Gutweniger und Ingenieur Robert

Hölzl agieren Ing. Sonja M. Troiani,

Mag. Martina Ruck, Geom. Claudia

Kompatscher sowie Jasmin Ramoser.

Dazu Conni Hölzl-Gamper: „Die

unterschiedliche Fachkompetenz

unserer Teammitglieder ermöglicht die

umfassende Beratung und Betreuung

unserer Bauherren, die Erarbeitung

von innovativen Problemlösungen. Die

Umsetzung der einzelnen Projektstufen

erfolgt gemeinsam unter der Koordination

des jeweiligen Projektverantwortlichen“.

Dabei wird die Kreativität der Mitarbeiter

durch die Zuteilung ganzheitlicher

Aufgaben und Unterstützung

eigenverantwortlichen Handelns

gefördert. Die Motivation wird durch

laufende interne und externe Schulung

im persönlichkeitsbildenden und

fachlichen Bereich untermauert.

die leistungen

Die Leistungen von Studio comClic

umfassen die Organisation, Information,

Koordination und Dokumentation

der Projekte, das gesamte Ausschreibungs-

und Vertragsmanagement,

die Überwachung von Qualitäten und

Quantitäten sowie die Planung und

Kontrolle aller Kosten und Termine.

Dabei ist die Zufriedenheit des Kunden

oberstes Ziel. Es gilt, im persönlichen

Kontakt dessen Wünsche und Vorstel-

lungen möglichst genau zu erfassen,

die erforderlichen Leistungsinhalte und

Handlungsbereiche zu ermitteln und

dies nach den Anforderungen des zu

realisierenden Projektes aufeinander

abzustimmen. Auf Wunsch übernimmt

Studio comClic in der Funktion als

Projektsteuerer auch einzelne dieser

Leistungen.

eine Vielzahl von Projekten

Das Studio comClic kann auf eine

umfangreiche Liste von Referenzen

in den Projektbereichen Gemeinden,

Konsortien, Stiftungen und Non

Profit-Organisationen sowie private

Bauherren verweisen. Darunter finden

sich die Seniorenheime von Tramin,

Terlan, St. Pauls und St. Michael in

Tisens, das Mädchenheim Elisabethinum

in Bozen, die Grundschule Tramin,

das Zivilschutzzentrum Welschnofen,

das Seebad in Kaltern und der neue

Hauptsitz der Raika in Meran. Kürzlich

abgeschlossen wurde das Projekt der

privaten Rehabilitationsklinik Salus

Center in Tisens-Prissian, wo Studio

comClic die allumfassende Steuerung

und Überprüfung des gesamten Bauprozesses

innehatte.

InFo

studio comclic gmbh

ortensteinstraße 4 - 39012 Meran

tel. 0473 239 448 - Fax 0473 257 947

comclic@rolmail.net - www.comclic.it

Innere balance & schönheit

Hinter Piroche Cosmétiques verbirgt sich neben einer erlesenen Kosmetiklinie mit

wertvollen Inhaltsstoffen aus der Natur auch eine einzigartige Behandlungsmethode,

die auf der Lehre der Traditionellen Chinesischen Medizin basiert.

Piroche Cosmétiques ist es gelungen

eine Schönheitspflege zu

entwickeln, die die traditionelle,

asiatische Heilkunst, westliche Pflanzenheilkunde

und moderne Erkenntnisse

und Technologien vereint. Das

Resultat: Eine natürliche Kosmetiklinie

und Behandlungsmethode, die den

Menschen als Einheit betrachtet und

sich neben dem kosmetischen Effekt

sehr positiv auf den physischen und

psychischen Zustand auswirkt.

geheimnis lebensenergie

Das Geheimnis natürlicher Schönheit

hängt von unserer Lebensenergie

– dem Qi ab. Negative Umwelteinflüsse,

Gefühle, falsche Ernährung und

Stress bringen unsere innere Balance

und unseren Energiefluss schnell

durcheinander. Unser Körper reagiert

mit Unwohlsein, Rückenschmerzen,

Krankheit, Allergien, Cellulite, Augenringen

und allgemeinen Hautproblemen,

wie trockener Haut, Akne oder

mattem Teint.

balance und regeneration

Wie bei der fernöstlichen Medizin,

betrachtet Piroche Cosmétiques den

Menschen als Ganzes und geht individuell

auf die Bedürfnisse des Einzelnen

ein. Ziel der bioenergetischen Behandlungen

von Piroche Cosmétiques ist

es, eventuelle Blockaden der Energiebahnen

aufzuspüren und sanft zu

lösen, das innere Gleichgewicht wieder

ins Lot zu bringen, den Körper von

seinen Schlackenstoffen zu befreien,

intensiv zu pflegen und zu verwöhnen.

Das Produkt- und Behandlungskonzept

basiert auf den drei Säulen:

DETOXING – STIMULATING - REGE-

NERATING

Der Körper wird immer zuerst entgiftet,

die Energiepunkte werden

stimuliert und somit die Zellen zur

Regeneration angeregt. Harmonie stellt

sich ein und Körper, Geist und Seele

werden wieder in Einklang gebracht.

Das Resultat ist körperliches Wohlbefinden,

ein strahlendes Aussehen und

eine vitalisierte Haut.

Denn Gesundheit, innere Balance

und Schönheit – so die Philosophie

von Piroche Cosmétiques – sind eng

miteinander verbunden. Denn nur wer

gesund ist, fühlt sich schön und nur

in einem gesunden Körper steckt auch

ein gesunder, ausgeglichener Geist.

InFo

Piroche srl

Kuperionstr. 13 - 39012 Meran

tel.: 0473 235060

info@piroche.com - www.piroche.com

Radius 02/2007 55

S e R V I C e


56

e R N Ä H R u N G / P R O D u K T e

Radius 02/2007

Verrücktes Immunsystem

Rund 30% der Südtiroler leiden an irgendeiner Form der Allergie. Die umwelt

ist nur indirekt Auslöser von Allergien und zu viel Hygiene kann den Boden für

künftige Allergien bereiten.

Wenn das Immunsystem verrückt

spielt, reagiert der Mensch

allergisch. Die Immunabwehr

bekämpft nicht mehr nur schädliche

Krankheitserreger (Bakterien, Viren

und Parasiten), sondern stürzt sich

auch auf harmlose Pollen oder Hausstaub,

die für den Körper keine Gefahr

darstellen. „Bei einer Allergie entwickelt

der Körper eine Abwehr gegen

eine Substanz, die für sich gesehen,

keine Krankheit auslösen sollte. Bei

einer Allergie muss man versuchen,

das Immunsystem ins Gleichgewicht

zu bringen“, erklärt der auf funktionelle

Medizin spezialisierte Bozner

Arzt Georg Rohregger. Allergikern

rät Rohregger, als erstes den Magen-

Darmtrakt in Ordnung zu bringen. „Es

klingt zwar banal, aber wenn man die

Darmflora saniert, erreicht man eine

erste Besserung. Die Therapie dauert

aber länger, mindestens fünf Wochen.

Wundermittel gibt es keine und die

Behandlung ist schwierig. Vor allem

muss man aber die Ursache für die

Störung der Darmflora herausfinden.

Häufig ist Stress eine dieser Ursachen“,

konnte Rohregger bei seiner Arbeit

immer wieder feststellen.

gegen übertriebene hygiene

Rohregger hält auch ein Plädoyer

gegen übertriebene Hygiene. „Kinder

dürfen nicht steril aufwachsen. Ihr Immunsystem

kann sonst nicht geschult

werden, um die richtigen Abwehrkräfte

aufzubauen. Erst wenn Kinder mit

Keimen in Kontakt kommen, lernt das

Abwehrsystem, mit diesen Keimen

umzugehen“, bestätigt Rohregger. Auch

bei Antibiotika muss man im Kindesalter

vorsichtig sein. „Ein übertriebener

Einsatz von Antibiotika verhindert

die Schulung des Immunsystems im

Kindesalter. Es ist, wie wenn Eltern für

Kinder die Hausaufgaben machen, da

können die Kinder nichts lernen. Die

Allergien im Erwachsenenalter sind

praktisch vorprogrammiert“,

warnt

Rohregger. Er ist ein

Verfechter der Muttermilch

für Babys,

weil diese Abwehrstoffe

enthält und

die Darmschleim- georg rohregger

häute so lange

schützt, bis das Baby eigene Abwehrkräfte

entwickeln kann. Gestillte Kinder

entwickeln viel weniger Allergien.

Die Umwelt ist nur indirekt Auslöser

für Allergien. Sie treten in hochindustrialisierten

Ländern mit einem stark

entwickelten hygienischen Standard

am häufigsten auf. Es liegt auch kein

genetischer Faktor zugrunde.

Allergie und Intoleranz

Laut Georg Rohregger muss aber

zwischen Allergie und Intoleranz (z.B.

gegen bestimmte Lebensmittel) unterscheiden.

„Bei einer Allergie genügt

ein Pollenkorn in zwei Metern Entfernung,

um einen Anfall auszulösen, der

bei Asthmatikern sogar zum Tod führen

kann. Intoleranzen hingegen sind

mengenabhängig, können erst nach

Tagen auftreten und die Symptome

sind auch unklar“, präzisiert Rohregger.

So können z.B. Kopfschmerzen,

Kreuzschmerzen, Blähungen, Durchfall

oder auch Verstopfung auf eine Lebensmittel-Intoleranz

hinweisen. „Eine

funktionierende Verdauung ist das Um

und Auf für die Gesundheit. Wie ein

Auto ohne Motor nicht fährt, so ist es

auch beim Körper. Wenn die Verdauung

gestört ist, wird man krank“,

bringt es Rohregger auf den Punkt.

gesunder darm –

gesunder Mensch

Hätten Sie z.B. gewusst, dass das

Hormon Serotonin zu 95% im Verdauungstrakt

produziert wird? „Wenn die

Verdauung gestört ist, kommt es zu

einem Mangel an Serotonin und das

kann dann zu Depressionen führen;

eine chronische Entzündung im

Darm kann sogar die Ursache für das

Zappelphilipp-Syndrom bei Kindern

sein“, listet Rohregger einige Beispiele

für die weitreichenden Folgen von

Verdauungsschwierigkeiten auf.

Fasten oder diät?

Vor Beginn des Sommers möchten viele ihren Winterspeck möglichst rasch

loswerden. Mit einer Crash-Diät verliert man zwar rasch einige Kilos, diese und

noch einige dazu hat man aber sofort wieder auf den Hüften.

es gibt so viele Diäten wie Menschen:

„Eine Diät muss individuell

an die Grundbedürfnisse angepasst

sein und fünf Elemente beinhalten:

Proteine (Eiweiß), Fett, Kohlenhydrate,

Vitamine und Spurenelemente“, warnt

die Ärztin Gudrun Gschwendt. Sie

plädiert vielmehr für eine gesunde Ernährung

mit saisonaler Kost. Vor allem

Senioren müssten darauf achten, dass

sie „Kohlehydrate für die Ausdauer,

etwas Eiweiß für die Kraft, Fett und

Vitamine für die Nerven, Spurenelemente

und Sonne bekommen, um den

Stoffwechsel anzukurbeln.“

umstellung der essgewohnheiten

Besser als eine Diät ist eine Umstellung

der Essgewohnheiten. Bei

den Sanitätseinheiten gibt es eigene

Stellen, bei denen man diesbezüglich

Hilfe und Aufklärung bekommt. Bei

einer Ernährungsumstellung verliert

man seine überflüssigen Kilos, ohne zu

hungern. Und wenn man dann auch

noch ein wenig Sport (Radfahren,

Spazieren gehen usw.) betreibt, kann

man sein Gewicht problemlos halten.

Der Begriff „Diät“ kommt aus dem

Griechischen „diaita“ und stand ursprünglich

für „Lebensweise“. Während

man heute unter Diät eine kurzfristige

Veränderung der Ernährungsform zur

Gewichtsreduktion versteht, bedeutet

Fasten den vorübergehenden Verzicht

auf Nahrung aus gesundheitlicher

Motivation. Bei jeder Diätform (Kartoffel-,

Brot-, Eier-Diät usw.) wird der

relative Anteil eines Nahrungsbestandteils

(Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße,

Vitamine, Spurenelemente) gegenüber

den anderen vermindert oder vermehrt.

Bei manchen Diätformen wird

auf einzelne Nahrungsbestandteile

komplett verzichtet. Bei einer Zöliakie-

Diät z.B. wird glutenhaltiges Getreide

weggelassen.

diät erfordert geduld

Wer sich zu einer Diät entschließt,

muss viel Geduld aufbringen. Eine

Diät ist nur sinnvoll, wenn sie eine

langsame und kontinuierliche, vor

allem aber dauerhafte Gewichtsreduktion

angestrebt wird. Sie sollte die

etwas strengere Form des späteren

Ernährungsalltags und

der Anfang einer prinzipiellen

Umstellung

der Ernährungsgewohnheiten

sein.

Reduktionsdiäten

sollten laut Empfehlung

der Deutschen

Gesellschaft für Ernährung

und der Deutschen

Gesellschaft für

Ernährungsmedizin

nur kurzzeitig, bei

Extremformen nur

unter ärztlicher Aufsicht,

erfolgen.

Fasten dient der

Persönlichkeit

Ganz anders verhält es sich mit dem

Fasten. Davon profitiert in erster Linie

die Persönlichkeit, weniger die Figur.

Für Hildegard von Bingen war das

Fasten ein Hinwenden zu maßvoller

Lebensführung. Sie schätze das Fasten,

weil es „Türen nach innen öffnet“,

sprich der Kopf gewinnt an Klarheit

und die Dinge ordnen sich neu. Nach

einigen Tagen Fasten schüttet die

Hirnanhangdrüse das Hormon Serotonin

aus, das Glücksgefühle auslösen

kann. Nach dem Fasten merkt man

erst, dass Hunger etwas anderes ist als

Appetit. Man kann also aufhören,

wenn man satt ist und isst nicht mehr,

bis der Teller leer ist. Es gelingt auch

leichter, diszipliniert zu essen und ein

kleines Hungergefühl auszuhalten ohne

eine Zwischenmahlzeit einzuschieben.

Genussmittel wie Alkohol, Nikotin oder

Kaffee wirken nach dem Fasten

besonders stark. Statt mehrerer Tassen

Kaffee reicht dann schon eine Tasse am

Tag. Auch die Flüssigkeitszufuhr (1,5

bis 2 Liter Kräutertee oder Wasser am

Tag) sollte man nach dem Fasten

beibehalten. Damit unterstützt man die

Arbeit der Verdauungs- und Ausscheidungsorgane.

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S e R V I C e

Radius 02/2007

„gesunde bücher“

In den acht Athesia-Buchhandlungen in Südtirol gibt es unzählige Bücher über

Vitalität, Fitness, gesundes Kochen usw. Nur ein kleiner Teil davon würde schon die

Dimension des Radius sprengen. Deshalb wurde für diese Ausgabe eine Auswahl von

drei Büchern zusammengestellt, die in allen Athesia-Buchhandlungen erhältlich sind.

Mahlzeit! g’sund essen

Ratschläge für eine gesunde Ernährung

von Christian Thuile. Essen

ist ohne Zweifel die Basis unserer

Gesundheit und eine der wichtigsten

Quellen des Wohlbefindens.

Man muss sich aber auch der Frage

stellen, wie weit es in der heutigen

Gesellschaft überhaupt

noch möglich

ist, gesund zu essen:

Warum sind viele

Erwachsene heute

viel zu dick, leiden

viele Kinder bereits

an Fettsucht? Wohin

bewegt sich die Gesellschaft

mit all den

Fast-Food-Kulturen,

die auf sie niederprasselt?

Braucht der

Mensch krampfhaft

Diäten, um irgendwelchen kranken

Modellvorstellungen zu entsprechen?

Warum bewegen Mann und Frau sich

so wenig, wenn allein regelmäßiges

Training das Risiko für Brust- oder

Prostatakrebs um 60 Prozent verringert?

Der Autor kann diese Fragen sicher

nicht alle beantworten, aber vielleicht

gelingt es ihm mit diesem Buch, für

den einen oder anderen Leser ein

Anstoß zu sein, Gesundheit zu pflegen

und zu leben, sich aus dem Sessel der

Bequemlichkeit zu erheben und die

Verantwortung für die eigene Gesundheit

selbst in die Hand zu nehmen.

Themen, welche in diesem Ratgeber

behandelt werden:

Die Fit-Faktoren wie Bewegung und

Essen, Cholesterin, Vitamine, Spurenelemente

Sinn und Unsinn von Diäten,

Was hält „Bio“ wirklich, Tipps und

Tricks für Ihren Essensalltag, Die beste

Nahrung für Ihr Kind, Übergewicht

– was tun, Milch – Fluch oder Segen,

Obst und Getreide – wie gesund ist

es wirklich, Fisch oder Fleisch, Wein

– gesund oder schädlich, Energieräuber

beim Essen.

Für die Buchbestellung :

ISBN 88-8266-357-4

das rückenbüchlein

Eine Übungsanleitung Autor: Dr.med.

Thomas Oberhofer. Nahezu jeder

Mensch leidet einmal im Leben an Rückenschmerzen.

Viele dieser Beschwerden

können durch ein gezieltes Rückentraining

gelindert oder vermieden

werden. In diesem „Rückenbüchlein“

finden Sie Übungen zur Verbesserung

der Beweglichkeit, zur Kräftigung

und Entspannung Ihrer Rücken-

und Bauchmuskulatur. Die meisten

Übungen sind einfach zu erlernen und

ohne Hilfsmittel durchzuführen.

Für Ihren Alltag und Ihr Berufsleben

werden Rücken schonende Verhaltensweisen

aufgezeigt, die Ihnen helfen,

Ihre Rückenschmerzen zu beseitigen

und wieder ein Stück Lebensqualität

zurück zu gewinnen. Autor des Büchleins

ist Dr. med. Thomas Oberhofer,

der seit 2003 in der Orthopädischen

Gemeinschaftspraxis in Bozen und an

der Marienklinik tätig ist.

Für die Buchbestellung :

ISBN-13: 978-88-8266-109-0

darf ich

Rezepte und Tipps bei Allergien

und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten.

Autoren: Mair, Köhne, Dr. med.

Wallnöfer. Das Buch ist in Zusammenarbeit

zwischen einem Dermatologen,

einer Ernährungstherapeutin und

einem Diätkoch entstanden und ist ein

leicht verständlicher

Ratgeber mit

vielen praktischen

Tipps.

Es enthält

medizinische

Aufklärung und

Beratung zu

Milchzucker- und

Fruktoseunverträglichkeit,Histaminintoleranz,

Zöliakie,

Neurodermitis, pollenassoziierten

Allergien, Kuhmilchproteinallergie

und Unverträglichkeit von Zusatzstoffen.

Auf diese Krankheitsbilder

abgestimmt sind die diätetischen

Tipps und Rezepte zu den Gerichten,

die zudem in Bildern vorgestellt

werden. Nahrungsmittelallergien und

-unverträglichkeiten nehmen drastisch

zu. Viele Fragen Betroffener werden

ausführlich behandelt:

• Welcher Unterschied besteht zwischen

einer Intoleranz und einer

Allergie?

• Welche Diagnosemöglichkeiten gibt

es?

Die Tests sind alle negativ ausgefallen,

aber trotzdem vertrage ich bestimmte

Lebensmittel nicht. Warum?

• Wie kann ich zu einem objektiv

gesicherten Befund gelangen

ohne irgendwelchen fragwürdigen

Gesundheitsaposteln und deren Diätvorschlägen

zum Opfer zu fallen?

• Welche Lebensmittel muss ich meiden?

• Und letztendlich – was kann ich

kochen, und wie kann ich trotzdem

alle wichtigen Nährstoffe aufnehmen?

Für die Buchbestellung :

ISBN-13: 978-88-8266-431-2

00417_MVE_IGPc_TED_195x286_6 15-03-2007 14:59 Pagina 1

Die “g.g.A.” für den Südtiroler Apfel:

Auszeichnung für 60 Jahre Qualitätsarbeit.

Aus der Kulturgeschichte der

Menschheit ist der Apfel kaum

noch wegzudenken: Unsere ganze

Existenz haben wir ange-blich

der süßen, aber verbotenen Frucht

zu verdanken. Tatsache ist, dass der

Asiatische Wildapfel

bereits damals, als

er über urzeitliche

Handelswege nach

Mitteleuropa gelangte,

den Ruf eines

lebensverlängernden

Heilmittels hatte.

Äpfel werden heute rund um den Erdball

angebaut und sind in vielfältigsten Sortenund

Qualitätsausprägungen erhältlich.

Italien produziert zwei

Millionen Tonnen jährlich. Ganze

40 Prozent davon stammen aus

Südtirol. Die traditionsreiche Anbauregion

verwendet seit Jahrzehnten große Anstrengungen

darauf, Äpfel von besonderer Qualität

auf den Markt zu bringen, die bei Kennern

als echte regionale Spezialität gelten. Die unverwechselbaren

Besonderheiten der Südtiroler

Äpfel - und damit auch von Marlene ® - wurden

im Juli 2005 von der Europäischen Union

mit dem Urspungssiegel “g.g.A.” ausgezeichnet.

Damit unterliegen sie dem Qualitätssystem

der geschützten geographischen Angabe,

die für garantierte Herkunft, Ursprünglichkeit

im Anbau und höchste Lebensmittelqualität

steht.

g.g.A.: Qualität und

Ursprung. Garantiert.

Die Besonderheit der Marlene ® -Äpfel

begründen sich zum einen in den speziellen

klimatischen und geographischen Gegebenheiten

der Anbauzone, zum anderen in einer

ganzen Reihe von Qualitätssicherungsmaßnahmen.

So reift jede einzelne

Frucht in einem optimal für sie

geeigneten Anbaugebiet. Die speziellen

Bodenbedingungen, mehr

als 300 Sonnentage und 2.000

Sonnenstunden jährlich und die

ausgeprägten Tag-Nacht-Temperaturschwankungen

fördern Farbe, Aroma, Geschmack

und Knackigkeit in einer ganz besonderen

Weise.

Karte: Amt für überörtliche Raumordnung.

Trotz der Unterstützung durch

modernste Technologien steht

der Anbau weiterhin in der

Tradition unserer Apfelnbauern.

Dazu gesellen sich seit

jeher strenge Anbau- und Qualitätsvorschriften,

die vom VOG durch diverse

Qualitätsmanagementsysteme und die Kontrollen

unabhängiger Institute unterstützt

werden. Ziel all dieser Maßnahmen ist es,

den unverwechselbaren Geschmack der

einzelnen Marlene ® -Sorten optimal zu erhalten

- vom Baum bis in den Einkaufskorb.

Die “geographisch geschützte Angabe” ist

ein weiteres Kontrollsystem, das die Rückverfolgbarkeit

eines Apfels vom

Verkaufs-regal zum Bauern

garantiert.

Das Siegel schützt EU-weit

gegen Missbrauch und Nachahmung.

60 Jahre VOG: Bester

Apfel, starker Service.

Seit 1945 ist der VOG, der Verband der Südtiroler

Obstgenossenschaften, Garant für

geprüfte und erste Apfelqualität und inzwischen

Europas größte Obstvermarktungsorganisation.

Im Verband sind 21 Südtiroler

Obstgenossenschaften vereint, deren Äpfel

auf dem italienischen Markt unter der Marke

Marlene ® vertrieben werden.

Auf einer Fläche von 10.800 Hektar produziert

der VOG fast 550.000 Tonnen Äpfel

jährlich - etwa 65% der gesamten Südtiroler

und 8% der europäischen

Ernte. Die Produktionsmenge stammt

aus 5.600 kleinbäuerlichen Familienbetrieben

mit durchschnittlich zwei

Hektar Land.

Der Anbau selbst erfolgt nach althergebrachten

Traditionen, die strengen Richtlinien

der AGRIOS-Gruppe für den Integrierten

Anbau unterstützen den naturbelassenen

Kultivierungsprozess.

Sortierung, Lagerung und Verpackung

sind technologisch auf

dem neuesten Stand und werden

über strenge Qualitätsmanagementsysteme

und diverse Zertifizierungen

auf höchstem europäischen Qualitätsniveau

gehalten. Für den Konsumenten sind

die 60 Jahre Bemühen des VOG deutlich

zu spüren: Biss für Biss in geschmacklichen

Bestnoten.

Marlene ® : Geprüft und für

sehr gut befunden.

Royal Gala: Intensive, rote Maserung

auf glatter, gelber Schale,

mittelgroß bis klein. Hat saftigknackiges

Fruchtfleisch und eine süßaromatische

Note.

Golden Delicious: Goldgelbe

Färbung, saftig und knackig.

Die große Frucht ist süß und

aromatisch.

Stark Delicious: Intensives Rot.

Die Mutation von Delicious entstand

1921, ist knackig, saftig, süß

mit sortentypischem Aroma.

Granny Smith: Leuchtend grün

und mittelgroß. Frisches, saftiges

Fruchtfleisch mit feiner Säure.

Der Magnesiumgehalt macht ihn ideal für

Sportler und Diabetiker.

Stayman Winesap: Gelb-grün

mit roter Maserung. Sehr saftiges

Fruchtfleisch, knackig, süß mit

feiner Säure.

Fuji: zartrosa bis dunkelrote,

leicht gestreifte Farbe auf gelbgrünlichem

Grund. Er ist mittelgroß,

kompakt und sehr saftig. Die leichte

Glasigkeit zeugt vom hohen Zuckergehalt.

Braeburn: Scharlachrote Farbe

auf gelber Schale, süß-säuerlich im

Geschmack, besonders knackig

und saftig.

VOG - Jakobistr. 1a - 39018 Terlan (BZ)

Tel. 0471-256700 - Fax 0471-256699

E- mail: info@vog.it - Internet: www.vog.it

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Ogilvy&Mather

S e R V I C e


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bio-brot aus leidenschaft

Profanters Backstube feiert das 40-jährige Jubiläum des Familienbetriebes. Aus

diesem aktuellen Anlass wird einmal mehr die Überzeugung zur Herstellung von

biologischem Brot und Gebäck unterstrichen.

seit der Gründung im Jahre 1967

arbeitet die Backstube Profanter

nach drei Grundprinzipien: der

Mensch steht im Mittelpunkt; die

produzierten Backwaren sollen den

Kunden gut tun; alle Kunden haben

Anspruch auf höchste Qualität.

Deshalb verarbeiten die Bäcker

ausschließlich ausgewählte Zutaten,

naturbelassenes Getreide, natürliche

Rohstoffe und achten streng auf

höchste Hygiene. Dieser Firmenphilosophie

liegt die Liebe zum Handwerk

und die Lust am Genuss zugrunde.

„Ich backe nur das, was ich selber

esse; mit gesundem Appetit und ohne

schlechtem Gewissen! Denn Essen

hat viel mit Genießen zu tun!“ so der

Firmeninhaber Helmuth Profanter.

umfangreiches sortiment

Gut ein Drittel der über 70 Produkte,

die täglich in der Backstube

erzeugt werden, können nun das

Prädikat „aus ökologischem Anbau“

tragen. Der Gedanke hinter dem breit

gefächerten Bio-Sortiment ist der

Wille, jedem Geschmack einen einzigartigen

natürlichen Genuss zu bieten.

Das Sortiment reicht vom typischen

helmuth und relindis Profanter

Südtiroler Breatl über schmackhaftes

Weißbrot bis hin zum kernigen Dinkelvollkornbrot.

Von klassisch über krustig

bis hin zu raffiniert ist alles dabei.

Verwendung finden auch seltene

Getreide wie das gesunde Dinkelkorn

oder das nahrhafte Kamutkorn – denn

Bio verträgt keine Kompromisse.

Vorraussetzung für die Einführung einer

Bio-Schiene war die Überzeugung,

aus biologischen Rohstoffen Brote und

Brötchen herzustellen, die in punkto

Geschmack, Backwaren aus konventionellem

Anbau weit übertreffen,

ohne diesen Mehrwert dem Kunden

anrechnen zu müssen. Die Backstube

Profanter ist stolz darauf, die Bio-Produkte

in ihrer einzigartigen Qualität

ohne eine gleichzeitige Erhöhung der

Preise herstellen zu können.

gesunde rohstoffe

Bio ist praktizierter Umweltschutz.

Die Rohstoffe für biologische Backwaren

müssen von höchster Güte

und Qualität sein. Dies garantieren

einheimische Lieferanten, die die

Vorgabe haben, die Zutaten aus der

unmittelbaren Umgebung Südtirols zu

beziehen. So wird ein Großteil des biologischen

Getreides ausschließlich aus

Italien bezogen. Für das Bio-Sortiment

wird weiters Bio-Butter aus Sterzing

oder Bio-Olivenöl „extra vergine“

verwendet. In der ökologischen Land-

wirtschaft ist der Einsatz von Chemikalien gänzlich

verboten. Dies garantiert den Kunden größtmögliche

Sicherheit vor dem aktuellen Reizthema Pestizidrückstände

auf Lebensmitteln.

Mahlen mit der steinmühle

Ganzer Stolz des Unternehmens ist die hauseigene

Steinmühle. Das Vollkornmehl für die vielen

Vollwert-Produkte wird täglich frisch vermahlen, nur

diese Verarbeitungsweise garantiert, dass auch der

äußerst wertvolle Korn-Keimling im Vollkornmehl

enthalten ist. Man schmeckt den Unterschied! Für

alle Roggenbrote

wird hausgemachter

Natur-Sauerteig

verwendet, der lange

ruhen muss. Das

Ergebnis: Bio-Brote

und Bio-Backwaren

entfalten ihr volles

Aroma, sind höchst

bekömmlich und bleiben

lange frisch. Die

gepflegte handwerkliche

Tradition und der bewusste Verzicht auf Zusätze

erfordern eine Herstellung der Backwaren von Hand

und machen sie zu einem naturbelassenem Lebensmittel

mit einzigartigem Charakter. „Natürlich schmeckt’s

am besten. Deshalb werden Biobrote ausschließlich

mit Natursauerteig oder Hefe gelockert. Künstliche

Backhilfsmittel sind tabu. Eine lange Reifezeit der

Teige lässt natürliches Aroma entstehen, so kann auf

Geschmacksverstärker verzichtet werden. Aroma und

Geschmack werden durch die eigens für die Backstube

Profanter hergestellten Steinbacköfen vollendet. Unsere

Steinofenbrote werden dadurch zur Spezialität“, ist

Helmuth Profanter überzeugt.

Wo gibt es Profanters brot?

In folgenden Filialen und Geschäften sind Profanters

Biobrotsorten zu bekommen. In Brixen, Vahrn,

Auer, am Waltherplatz in Bozen und in den Poli-

Märkten Brixen, Mühlbach und Sterzing. Die Verkäuferinnen

informieren Sie gerne über Besonderheiten

und Eigenschaften der Bio-Backwaren aus dem Hause

Profanter. Die stets gleich bleibende Produktqualität

wird intern durch eine tägliche Produkt- und Rohstoffkontrolle

seitens der geschulten Mitarbeiter vervollständigt.

Zusätzlich wird die Backstube Profanter

von der unabhängigen Kontrollstelle Ab-Cert geprüft.

Kontrolle und anschließende Zertifizierung zur Bio-

Bäckerei erfolgen nach der EU-Bio-Verordnung.

InFo

backstube Profanter gmbh

Ignaz-seidner-str. 28 - 39042 brixen

tel. 0472 885 588 - Fax 0472 885 558

info@profanter.it - www.profanter.it


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P A G I N I e R u N G

Radius 02/2007

Wissen, was woher kommt

Der Griff ins Regal – oft bedenkenlos, die Frage nach der Herkunft, nach den

Wurzeln des Produktes vielfach nicht vorhanden. es ist aber wichtig zu wissen, was

von wo kommt und dass die heimischen Bauern nur eines wollen: höchste Qualität.

heimische Milch ist gentechnikfrei,

der kurze Weg vom Bauern zum

Verbraucher garantiert absolute

Frische. Die täglichen Kontrollen

sichern den hohen Qualitätsstandard.

All diese Bemühungen machen aus

einem Produkt ein Produkt von Wert,

mit einem Preis, der gerechtfertigt ist.

Qualitätsmilch aus südtirol

Das Erfolgsmuster der Südtiroler

Milchprodukte ist bis heute die

naturnahe Herstellung und lokale

Verarbeitung frischester, qualitativ

hochstehender Rohmilch von Südtirols

Höfen. Ein integriertes Qualitätssicherungssystem

sichert die Wertigkeit

der Südtiroler Qualitätsmilch auf

allen Verarbeitungsstufen. Integrierte

Qualitätssicherung bedeutet einheitliche,

verbindliche und überwachte

Fütterungs- und Herstellregeln. Sie garantiert

nachvollziehbar die Herkunft

und Qualitätssorgfalt in der gesamten

Wertekette der Milchgewinnung und

-herstellung auf Südtirols Höfen und

in den Sennereien. Jede Stufe leistet

einen zentralen Beitrag zur Sicherung

des Versprechens „natürliche Qualität

der Südtiroler Milch“.

hohe Prüf-standards

Kein anderes Lebensmittel durchläuft

ein so ausgefeiltes Kontroll-

die vier hauptpfeiler sind:

system wie die Milch. Bis Milch und

Milchprodukte im Kühlregal landen,

werden sie auf die verschiedenen

Kriterien geprüft.

Der Sennereiverband Südtirol ist ein

wichtiger Bestandteil des Südtiroler

Systems, die besonders gute Qualität

der Milchprodukte durchgängig zu

sichern. Schon bei der Erzeugung

werden höchste Ansprüche an die

Qualität der Milch, die Gesundheit der

Kühe und an den sorgfältigen Umgang

mit der Milch gelegt.

Die Laborkontrollkette

beginnt bereits,

wenn der Tankwagen

die Milch abholt und

läuft weiter, bis das

Produkt in den Handel

gelangt.

• kontrollierte Fütterung (gentechnikfreie Futtermittel, ausschließlich pflanzliche

Futtermittel, Verwendungsverbot für definierte Futtermittel und Zusatzstoffe)

• artgerechte Tierhaltung und kontrollierte Tiergesundheit (hoher Alpungsanteil,

kontrollierte Tiergesundheit, kontrollierte Tierherkunft)

• kontrollierte Milchgewinnung (amtstierärztliche Überwachung, Qualitätskontrollen,

Hofberatung, Qualitätsbezahlung)

• kontrollierte Verarbeitung und Veredelung (gentechnikfreie Zusatzstoffe, Frischegarantie,

umweltschonende Verarbeitung, Qualitätsüberwachung)

calcium ist wichtig

für die ernährung

Milch und Milchprodukte sind

der Calciumlieferant Nummer eins in

unserer Ernährung. Die Aufnahme

von Calcium und Vitamin D ist von

größter Bedeutung, um Osteoporose,

dem schleichenden Knochenschwund,

vorzubeugen.

Der Verlust an Knochenmasse erhöht

die Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche

und unbemerkte Wirbelkörperbrüche.

Nicht nur für starke Knochen

benötigt der menschliche Körper

Calcium, sondern auch für gesunde

Zähne. Der Mineralstoff dient dem

Aufbau der Zähne. Wer nach dem

Essen Käse verzehrt, kann sich zudem

vor Karies schützen, da sich das

Käseeiweiß im Mund mit dem ebenfalls

im Käse vorhandenen Calcium

und dem Phosphat verbindet. Diese

Verbindung ersetzt die Mineralstoffe,

die durch das Essen aus dem Zahnschmelz

gelöst werden.

südtirols Milchproduktion

ist gentechnikfrei

Südtiroler Milch und Milchprodukte

bieten einen echten Mehrwert – die Fütterung

und die Produktionsweise machen

den Unterschied. Südtirol hat mit

dem Landesgesetz Nr. 1 vom 22. Jänner

2001 die gesetzliche Voraussetzung

geschaffen, gentechnikfreie Produkte

und Produkte aus gentechnikfreier

Fütterung als solche zu kennzeichnen.

Europaweit ist Südtirol die einzige

geschlossene Region, die flächendeckend

ihre Milch und Milchprodukte als

gentechnikfrei kennzeichnen darf.

Zum Einsatz der Gentechnik gibt

es viele Für und Wider. Das Gebiet

ist derzeit noch nicht vollständig

erforscht und niemand kann die langfristigen

Auswirkungen der Gentechnik

mit Sicherheit voraussagen. Aber

bereits heute warnen viele Wissenschaftler

vor ungeahnten Risiken.

Viel Mühe und Aufwand

Gesunde und sichere Lebensmittel

anzubieten, ist seit jeher oberstes Ziel

der Südtiroler Milchwirtschaft. Südtirols

Bäuerinnen und Bauern haben

daher keine Mühen gescheut, den Anforderungen

an eine gentechnikfreie

Milchproduktion gerecht zu werden.

Dabei ist der zusätzliche Kostenaufwand

durch höhere Kosten bei den

Futtermitteln beträchtlich.

Vertrauenswürdige Lebensmittel sind

keine Selbstverständlichkeit. Die

Ursache der meisten Lebensmittelskandale

der letzten Zeit war der Einsatz

minderwertiger Rohstoffe.

Durch den rechtlichen Rahmen und

das engmaschige Kontrollnetz bewegt

sich Südtirol auf der sicheren Seite.

Es dürfen ausschließlich pflanzliche

Futtermittel verwendet werden. Zudem

besteht Verwendungsverbot für minderwertige

Futtermittel und Zusatzstoffe.

Natürlich läuft nicht nur die

Fütterung gentechnikfrei ab, sondern

der gesamte Produktionsprozess. So

wird beispielsweise bei der Käsepro-

duktion nicht das billige gentechnisch

hergestellte Lab verwendet, sondern

das hochwertige, natürlich hergestellte

Kälbermagenlab. Die Milchhöfe

garantieren für die Gentechnikfreiheit

und Unverfälschtheit sämtlicher

Zusatzstoffe.

Für Annemarie Kaser, Direktorin des

Sennereiverbandes Südtirol, ist eines

klar: „Man kann nicht alles haben,

eine naturnahe Produktion, eine attraktive

Kulturlandschaft und Nahrungsmittel

zu Weltmarktpreisen.“

InFo

sennereiverband südtirol

galvanistraße 38 - 39100 bozen

tel. 0471 063 900 - Fax 0471 063 901

www.sennereiverband.it

Radius 02/2007 63

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S e R V I C e

Radius 02/2007

Altersabsicherung

Innerhalb 30. Juni 2007 müssen Arbeitnehmer entscheiden, was mit der künftig

anreifenden Abfertigung geschehen soll. Mehrere Wahlmöglichkeiten stehen zur

Verfügung.

dabei steht im Vordergrund, sich

über eine Zusatzrente frühzeitig

eine finanzielle Absicherung für

das Alter aufzubauen. Mit einer einschneidenden

Reform des Pensionssystems

wurde bereits 1995 vorgesehen,

dass die Mitarbeiter, welche 18 Versicherungsjahre

zum 31. Dezember 1995

noch nicht erreicht hatten, ganz oder

teilweise nach dem Beitragssystem in

Rente gehen. Dies bedeutet, dass deren

Rente nach den für sie im Laufe des

Berufslebens eingezahlten Beiträgen

berechnet wird.

rente halbiert sich

Der neue Berechnungsmodus bewirkt,

dass die künftigen Renten stark

sinken werden. Experten prognostizieren

Pensionen, welche unter 50% der

letzten vor der Pensionierung bezogenen

Entlohnung liegen. Es ist deshalb

erforderlich, etwas zu tun, um sich

auch nach der Pensionierung einen

einigermaßen angemessenen Lebensstandard

zu sichern.

Mitarbeiter hat die Wahl

Nunmehr sind die Mitarbeiter aufgerufen,

bis 30. Juni 2007 zu entscheiden,

was mit der künftig anreifenden Abferti-

gung geschehen soll. Mehrere Wahlmöglichkeiten

stehen zur Verfügung:

1. die Abfertigung fließt in einen geschlossenen

Fonds, sofern dies vom

anzuwendenden Kollektivvertrag

vorgesehen ist;

2. die Abfertigung fließt in einen offenen

Fonds, sollte der Arbeitgeber

ein Betriebsabkommen abschließen

oder sich mit den Mitarbeitern

darauf einigen, die Abfertigung in

einen bestimmten Fonds einzuzahlen;

in diesem Fall zahlt der

Arbeitgeber auch kollektivvertraglich

vorgesehene Beiträge für die

Zusatzvorsorge ein, sofern er sich

hierfür verpflichtet;

3. die Abfertigung fließt in einen

offenen Fonds nach der freien Wahl

des Mitarbeiters, wobei der kollektivvertragliche

Arbeitgeberanteil

jedoch nicht gesichert ist;

4. der Mitarbeiter trifft keine Wahl

und signalisiert durch sein Schweigen,

dass seine Abfertigung in

einen Fonds fließen soll, oder, wenn

dieser fehlt, fließt sie an einen eigenen

Fonds des N.I.S.F. bzw. in den

„Parkplatzfonds“ der Region;

5. der Mitarbeiter entscheidet sich

ausdrücklich dafür, dass die

Abfertigung weiterhin im Betrieb

verbleibt.

Was für den betrieb spricht

Es gibt Gründe, wonach der Mitarbeiter

dafür optieren könnte, die

Abfertigung weiterhin beim Betrieb zu

belassen: weil der Mitarbeiter demnächst

in Rente geht; weil dadurch das

angereifte Kapital für den Mitarbeiter

leichter zur Verfügung steht und

eventuelle Bevorschussungen unkomplizierter

gewährt werden können;

weil der Mitarbeiter die Abfertigung

dadurch „sicherer“ einschätzt und

diese eine „garantierte“ Aufwertung

erfährt.

Was für den Pensionsfonds spricht

Pensionsfonds verzeichnen auf

mittel-langfristige Sicht eine bessere

Rendite; es reift eine Zusatzrente an,

die für ein sicheres Auskommen im

Alter sorgen soll, wobei das angereifte

Kapital bis zur Hälfte als einmalige

Summe ausbezahlt werden kann.

Die Besteuerung des auszuzahlenden

Kapitals und eventueller Vorschüsse

ist weitaus günstiger als bei Auszahlung

der Abfertigung. Der Mitarbeiter

kann - je nach Risikobereitschaft - die

Veranlagungslinie selbst wählen.

raiffeisen offener Pensionsfonds

Der Raiffeisen Pensionsfonds steht

für alle offen und bietet eine gute

Möglichkeit, eine Zusatzrente aufzubauen

(www.raiffeisenpensionsfonds.

it). Die kapillare Struktur der Raiffeisenkassen

ermöglicht es, überall einen

direkten Ansprechpartner zu haben.

Arbeitgeber, die befürchten, dass durch

das Abfließen der Abfertigungsquoten

in die Fonds entsprechende Engpässe

entstehen könnten, werden auch

diesbezüglich umfassend und kompetent

beraten. Die Sicherstellung einer

angemessen Altersabsicherung der

Bevölkerung liegt im institutionellen

Auftrag der Raiffeisenkassen.

Qualität aus tradition

Pusterer Spezialitäten werden seit 45 Jahren in der Toblacher Metzgerei Nocker

hergestellt. Der Firmenphilosophie ist man dabei über Jahrzehnte treu geblieben:

Nur das Beste ist für ihre Kunden gut genug.

Pusterer Spezialitäten werden seit

45 Jahren in der Toblacher Metzgerei

Nocker hergestellt. Der Firmenphilosophie

ist man dabei über Jahrzehnte treu

geblieben: Nur das Beste ist für ihre

Kunden gut genug. Die alte Tradition

der Herstellung von Wurst- und

Speckspezialitäten wird sorgsam und

in höchster Vollendung gepflegt. Trotz

innovativer Technologie steht handwerkliches

Können weiterhin im Mittelpunkt,

denn Qualität und Geschmack

sind die Garantie für die Beliebtheit der

angebotenen Waren. Noch heute werden

viele Produkte nach alten, überlieferten

Rezepturen hergestellt.

Als Mitglied des Südtiroler Speckkonsortiums

ist die Firma Nocker be-

rechtigt, das Markenzeichen „Südtiroler

Speck ggA“ zu verwenden. Die

Brandmarke „Südtirol“ wird nur nach

strengen, offiziellen Kontrollen seitens

der Autonomen Provinz gewährt. Der

Speckproduzent ist verpflichtet, die

acht „goldenen“ Regeln der Speck-Herstellung

zu befolgen, die unter anderem

die Qualität des Fleisches, den kunstgerechten

Zuschnitt der Schlegel und die

Reifezeit nach der Räucherung betreffen.

Jeder Produzent kann jedoch dem

Speck durch die feine Gewürzmischung

und die Räucherung „seine“ ganz persönliche

Note verleihen.

Nur beste Qualität sichert langfristig

den Erfolg. Deshalb ist die Herkunft der

Schlachttiere sowie deren Aufzucht und

Fütterung von besonderer Bedeutung.

Nur hundertprozentig einwandfreies

Frischfleisch wird für die Produktion

zugelassen Die Optimierung der Produktionsabläufe

und die Schulung der

Mitarbeiter sichern die Hygiene und

Rückverfolgbarkeit der Lebensmittel.

Seit November 2005 ist der Betrieb

nach dem IFS-Standard (International

Food Standard) zertifiziert. Beweis für

die ausgezeichnete Qualität der Produkte

ist nicht zuletzt die Goldmedaille

im Rahmen des Internationalen Qualitätswettbewerbes

für Schinken und

Wurst, die der Firma Nocker im vergangenen

Jahr durch die Sachverständigen

der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft

zugesprochen wurde.

Radius 02/2007 65

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P A G I N I e R u N G

Radius 02/2007

ernährung ist vielfältig

Nahrung ist für den Menschen existenziell. essen und Trinken stillen auch

den emotionalen Hunger – nach Genuss, Sicherheit, Geborgenheit, Kultur und

vielem mehr.

der Südtiroler Bauernbund hat

unter der Marke „Roter Hahn“ Angebote

zusammengefasst, welche

genau dem Rechnung tragen.

Schon die Redewendung „Der Mensch

ist, was er isst“ offenbart die enge

Verknüpfung des Essens mit anderen

Lebensbereichen.

Vor 100 Jahren aßen die Menschen

noch hauptsächlich Lebensmittel, die

im Blickfeld des Kirchturms erzeugt

wurden.

Heute ist eine Fülle verschiedenster

Lebensmittel, zumindest in den Industrienationen,

zu jeder Zeit in jeder

gewünschten Menge zu haben.

neue trends und traditionelles

So zeichnen sich deutlich zwei Entwicklungen

ab, die scheinbar unvereinbar

in unserer Schnelllebigkeit und

der zunehmenden Globalisierung sind.

Auf der einen Seite stehen Trends wie

Fast Food oder „Functional Food“ und

die Bereitschaft, Neues auszuprobieren.

Auf der anderen Seite macht sich

bei vielen dagegen eine Rückbesinnung

auf Regionales, Hergebrachtes,

Traditionelles, Vertrautes und auch auf

Genuss bemerkbar. Letztere möchte

der Südtiroler Bauernbund mit seinen

rund 40 Südtiroler Direktvermarktern

hochwertiger Produkte versorgen. Aber

nicht nur, er kommt diesem Trend

auch durch eine intensive Bewerbung

ausgewählter bäuerlicher Schankbetriebe

entgegen. Das Markenzeichen

„Roter Hahn“ steht nicht mehr nur für

„Urlaub auf dem Bauernhof“. Es ist

mittlerweile auch Erkennungszeichen

für „Qualitätsprodukte vom Bauern“

und „Bäuerliche Schankbetriebe“

geworden.

garantierte Qualität

Das Gütesiegel „Roter Hahn“

garantiert die Herkunft der angebotenen

Produkte bis zu ihrem Ursprung.

Die Grundstoffe stammen fast

ausschließlich vom eigenen Betrieb,

nur sehr geringe Mengen dürfen bei

den „Qualitätsprodukten vom Bauern“

von einem anderen Bauernhof in

Südtirol zugekauft werden. Es handelt

sich vorwiegend um naturbelassene

Erzeugnisse, die ohne Zusatzstoffe

oder Konservierungsmittel verarbeitet

werden. Das macht sie nicht nur

zu authentischen, sondern auch zu

gesunden Produkten.

Ähnlich wie bei den „Qualitätsprodukten

vom Bauern“ unterliegen auch

die „Bäuerlichen Schankbetriebe,

welche unter der Marke „Roter Hahn“

geführt werden, einer steten Qualitätskontrolle.

Demnach müssen die

Hof- und Buschenschänke vorwiegend

hofeigene Produkte im Angebot führen

und dürfen keine Fertiggerichte oder

industriell gefertigte Säfte auftischen.

Gäste bekommen hier beispielsweise

die einzigartige Möglichkeit einen

Himbeersaft zu verkosten, welcher

wirklich auch aus frisch gepflückten

Himbeeren produziert ist. Sie erfahren,

wie die bäuerlichen Delikatessen den

Weg auf Ihren Tisch finden. Transparenz

wird groß geschrieben. Wo sonst

hat man die Möglichkeit die Herkunft

der Lebensmittel besser zu prüfen als

direkt beim Produzenten.

Alles hat seinen Preis

Das neue Motto „Geiz ist geil“ gilt

beim Essen schon lange, seit Jahren

gehört es zu den wichtigsten Kundenkriterien:

Hauptsache billig und gut

aussehend, alles andere ist zweitrangig.

Diesem Trend wirkt der Südtiroler

Bauernbund mit seiner Marke „Roter

Hahn“ entgegen. Er zeigt den Konsumenten,

dass sie für ihr Geld noch viel

mehr Werte bekommen können, wenn

sie sich die Mühe machen und auf die

Etiketten schauen und dem heimischen

Produkt den Vorzug geben. Denn nicht

nur die Milch und das Fleisch haben

einen Preis, sondern auch Qualität,

Umwelt, Landschaft, Individualität und

Herkunft müssen bezahlt werden.

Die im „Bäuerlichen Feinschmecker“

zusammengefassten Hof- und Buschenschankbetriebe

werden den

Preiskampf mit vergleichbar größeren

Strukturen nie gewinnen können. Hier

gilt es kostenwahr anzubieten und

auf den Frische-, Gesundheits- und

Erlebniswert der zubereiteten Gerichte

zu zeigen.

Je erfolgreicher es gelingt eine Beziehung

zwischen Produkt und Mehrwert

herzustellen, desto verständlicher wird

der Preis - auch für den Kunden.

ganz in Ihrer nähe

Die Zukunft liegt in den Händen

der Verbraucher. Die entscheiden

nämlich, welchen Trends sie folgen.

Damit vom „Genussland Südtirol“

nicht nur gesprochen, sondern es auch

erlebbar gemacht wird, können diese

„echten“ Produkte ab Hof aber auch in

zahlreichen Verkaufspunkten in ganz

Südtirol gekauft werden. Die Qualitätsprodukte

sind zudem in der Broschüre

„DelikatESSEN vom Bauern“ zusammengefasst.

Die über 30 ausgewählten „Bäuerlichen

Schankbetriebe“ werden den

Gästen mit Hilfe der Broschüre „Bäuerlicher

Feinschmecker“ näher gebracht.

Es werden nur jene Betriebe angeführt,

welche bestimmte Qualitätsanforderungen

entsprechen. Dabei spielen das

bäuerliche Ambiente, die Ausstattung,

das Erscheinungsbild des Hofes, die

Gastlichkeit der Betriebe und nicht

zuletzt die Menge hofeigener Produkte

eine bedeutende Rolle.

Weitere Informationen finden Sie

unter www.roterhahn.it.

KAtAlogbestellung:

der „bäuerliche Feinschmecker 2006/07“ und

der Produktkatalog „delikatessen vom bauern

2007“ sind kostenlos beim südtiroler bauernbund

erhältlich: schlachthofstraße 4/d, I-39100 bozen,

tel. 0471 999 308, Fax 0471 981 171.

info@roterhahn.it, www.roterhahn.it

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68

e R N Ä H R u N G / P R O D u K T e

Radius 02/2007

Wer gesund is(s)t, hat mehr vom leben

Eine gesunde Ernährung und

ausreichend Bewegung tragen entscheidend

zu Gesundheit und Fitness

bei und beugen Krankheiten vor. Die

Grundlage für eine gesunde Ernährung

sind gesunde Lebensmittel mit

garantierter Herkunft. Diese hat Südtirol

reichlich und vor allem in großer

Auswahl zu bieten.

In vielen Industrieländern sind

mehr als die Hälfte aller Männer

und Frauen übergewichtig. Falsche

Essgewohnheiten, zu viel ungesunde

Kost und unzureichende Bewegung

führen dazu, dass Herz-Kreislauf-Beschwerden

und Stoffwechselstörungen

zunehmen. Dabei ist es recht einfach,

sich gesund und abwechslungsreich

zu ernähren. Konsumenten, die auf

regionale und saisonale Produkte setzen

und stets die Qualität, nicht den

Preis im Auge behalten, liegen mit

Sicherheit richtig. Dazu einige Fragen

an Bauernbundobmann Georg Mayr.

Radius: Herr

Mayr, gesunde

Lebensmittel

steigern die

Gesundheit

und somit die

Lebensqualität.

Wie gesund und

georg Mayr

sicher sind die

heimischen Lebensmittel,

die unsere Bäuerinnen und

Bauern herstellen?

G. Mayr: Wir haben in Südtirol ein

effizientes Sanitätswesen, das auch für

die Lebensmittelkontrollen zuständig

ist und damit generell eine Garantie

für die Unbedenklichkeit der Produkte

gaben kann. In Südtirol werden heimische

Lebensmittel in jedem einzelnen

Produktionszyklus – vom Feld bis

ins Verkaufsregal – kontrolliert.

Die Bauern produzieren in Südtirol

qualitativ hochwertige und gesunde

Lebensmittel. Die vielen Auszeichnungen

und Preise, die bäuerliche

Produkte bei Veranstaltungen und

Wettbewerben im In- und Ausland

bekommen, belegen das eindrucksvoll.

Neben der Qualitätskontrolle wird

bei Südtirols Bauern und Genossenschaften

die Rückverfolgbarkeit groß

geschrieben. Jeder Konsument kann

sich ein Bild von der Herkunft und den

Produktionsbedingungen seiner heimischen

Lebensmittel machen. Neben

den ohnehin zertifizierten Biobauern

produzieren über 90% der Südtiroler

Bauern nach integrierten Maßstäben,

die die gesetzlichen Grenzwerte bei

weitem unterschreiten – zum Wohle

der Konsumenten und der Umwelt.

Radius: Experten raten, regionale

und saisonale Frischprodukte importierten

Lebensmitteln vorzuziehen.

Können Sie die Expertenmeinung

bestätigen?

G. Mayr: Saisonale und regionale

Produkte bieten viele Vorteile. Trauben

und Erdbeeren, die es im Winter zu

kaufen gibt, werden in fernen Ländern

produziert. Zu welchen sozialen und

ökologischen Standards, ist oft nicht

klar. Sicher aber nicht zu gleichen Bedingungen,

die für die Erdbeeren aus

dem Martelltal oder Meraner Kurtrauben

gelten. Zudem müssen Frischprodukte

meist vor der Reife geerntet

werden, da sie wochenlang um den

halben Globus transportiert werden,

oder es fehlt ihnen an Frische und

Knackigkeit. Der Geschmack bleibt oft

sprichwörtlich auf der Strecke. Dass

lange Transportwege auch Verkehrs-

und Umweltbelastungen mit sich

bringen, liegt auf der Hand.

Radius: Gerade bei Lebensmitteln

greifen Konsumenten gerne zu

vermeintlich günstigen Produkten.

Bedeutet bei Lebensmitteln zu sparen

nicht automatisch, bei der eigenen

Gesundheit zu sparen?

G. Mayr: Lebensmittel sind Mittel

zum Leben. Bei Lebensmitteln zu

sparen bedeutet, am eigenen Wohlbefinden

zu sparen. Gesunde und

sichere Lebensmittel sind die Grundlage

für Gesundheit und Lebensqualität.

Oft kann man beobachten, dass

bei Lebensmitteln sprichwörtlich

jeder Euro umgedreht wird, dafür

viel Geld für Wellness und Fitness

ausgegeben wird. Dabei könnte jeder

gerade durch gesunde Ernährung

viel Geld sparen. Auch hier gilt

wie bei vielen Dingen: Vorsorgen

ist besser als heilen. Die ehemalige

deutsche Landwirtschaftsministerin

Renate Künast hat einmal gesagt:

Die Deutschen haben die teuersten

Kücheneinrichtungen, kaufen aber die

billigsten Lebensmittel ein. Hier muss

ein Umdenken einsetzen.

Radius: Der Südtiroler Bauernbund

hat mit dem Roten Hahn eine eigene

Marke für bäuerliche, veredelte Qualitätsprodukte

geschaffen. Wie wird die

Qualität der Produkte garantiert?

G. Mayr: Der Rote Hahn steht für

hochwertige, sichere und gesunde

Lebensmittel. Neun veredelte Produktgruppen

dürfen das Logo tragen,

sofern sie den hohen Qualitätsanforderungen

genügen. Strenge Qualitätsrichtlinien

und ebenso genaue

Kontrollen und Verkostungen sorgen

dafür, dass nur das Beste aus Hof und

Feld auf den Markt kommt.

Der Bauer ist bei diesen Produkten

nicht nur Produzent, sondern auch

Verarbeiter und Vermarkter. Der

gesamte Produktionszyklus liegt so

in einer Hand. Hinter jedem Produkt

steht eine Bauernfamilie mit ihrem Hof

und ihrer Erfahrung. Die Produkte des

Roten Hahns sind Nischenprodukte für

den lokalen Markt.

Wohnen im Ziegelhaus

Seit Jahrtausenden entsteht aus den elementen erde, Wasser, Feuer und Luft

ein Baumaterial von unvergleichlicher Zweckmäßigkeit und Attraktivität.

Ziegelhäuser behalten bzw. steigern

ihren Wert über Jahrzehnte und

sind somit eine Wertanlage für

Generationen. Was die Langlebigkeit

betrifft, so haben Ziegel eine der

geringsten Formveränderungen aller

Baustoffe – z.B. bei statischer Belastung,

Wärme- oder Kälteeinflüssen

– und erfordern nur einen geringen

Erhaltungsaufwand.

Konstante raumtemperatur

Je besser die Wärmespeicherfähigkeit

von Wänden und Decken desto

gleichmäßiger und damit angenehmer

ist die Raumtemperatur. Eine ausreichend

dimensionierte Ziegelwand verhindert

rasches Abkühlen im Winter

und schützt vor Überhitzung im Sommer.

Durch die rasche Austrocknung

und die niedrige Gleichgewichtsfeuchte

erreichen Ziegelbauten besonders

schnell den optimalen Wärmeschutz

und es werden Heizkosten gespart.

Zudem wird die passive Sonnenenergie

durch Erwärmung, Speicherung und

spätere Abgabe der Wärme genutzt. So

können nochmals vor allem Heizkosteneinsparungen

erzielt werden. Massive

Ziegelbauten sichern außerdem Ruhe

und Erholung durch ausgezeichneten

Schallschutz. Ziegel werden

zwar gebrannt, brennen aber selber

nicht und schützen das Heim somit

dauerhaft. Ein massives Ziegelhaus

erhöht im Brandfall die Chance um

ein Vielfaches, sich und die Familienmitglieder

unverletzt zu retten und

gibt auch keine giftigen Dämpfe ab.

Massive Ziegelhäuser weisen eine hohe

Standsicherheit auf und besitzen eine

hervorragende Formbeständigkeit.

Angenehmes und gesundes

raumklima

In einem Haus aus Ziegel herrscht

ein „prima Klima“ zu jeder Jahreszeit.

Ziegelmauerwerk ist diffusionsoffen

– die Raumluftfeuchtigkeit wird

optimal ausgeglichen. Ergebnis ist ein

angenehmes Raumklima. Wände aus

Ziegel wirken wie eine natürliche Klimaanlage:

Temperaturschwankungen

werden durch die Auf- oder Abgabe

von Wärme und Feuchtigkeit ausgeglichen

– im Winter bleibt das Haus

wohlig warm, im Sommer angenehm

kühl. Massive Ziegelhäuser sind bei

sach- und fachgerechter Ausführung

winddicht. Die Heizenergie wird nicht

durch Fugen oder Ritzen aus dem

Haus geblasen. Ein winddichtes Haus

ist nicht nur entscheidend für optimalen

Wärmeschutz, sondern auch

für die Vermeidung von Bauschäden

infolge feuchter Bauteile, denn „undichte“

Stellen führen zur Bildung von

Kondenswasser. Nasse Wände oder

Decken verlieren ihre Dämmwirkung

und sind zudem idealer Nährboden für

Schimmelpilze.

Wirtschaftlich und

umweltverträglich

Ziegel sind in jeder Beziehung ein

wirtschaftliches Bausystem bei gleichzeitig

höchster Qualität und Wertbeständigkeit.

Mit dem Bau eines Hauses

trifft man eine Entscheidung für ein

Leben, gerade deshalb sollte man keine

Kompromisse eingehen. Die Wahl des

Baustoffs beeinflusst die gesamten

Baukosten nur geringfügig, ist aber für

die Qualität eines Zuhauses entscheidend.

Massives Mauerwerk aus Ziegel

erfordert nur geringe Instandhaltungskosten,

Langlebigkeit und hoher

Wiederverkaufswert machen aus einem

Ziegelhaus eine sichere Wertanlage

und sind darüber hinaus besonders

umweltverträglich. Ziegel weisen hohe

Recyclingfähigkeit auf – mineralische

Baustoffe wie der Ziegel lassen sich

problemlos wieder verwenden, z.B. als

Zuschlag bei der Herstellung neuer

Baustoffe, als Unterbaumaterial, für

Lärmschutzwände, als Tennismehl usw.

(Quelle: Wienerberger).

InFo

gasser Ziegelei gmbh

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V O R S O R G e

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Zeigt her eure Füße

Im Laufe eines Lebens legen sie ca. 190.000 km zurück und ertragen täglich den

Aufprall von ca. 2,5 Mio. kg. Bei Vernachlässigung sind sie äußerst nachtragend.

Die Rede ist von unseren Füßen.

laut Leonardo da Vinci sind sie ein

Wunderwerk der Ingenieurskunst,

bestehend aus 26 Knochen, 33

Gelenken und mehr als 100 Bändern.

Sie sind unsere wichtigste Stütze im

Leben, aber wahrgenommen werden

sie meist erst dann, wenn sie schmerzen

und dann ist es oft schon zu spät.

Fußpflege oder besser ein verantwortungsvoller

Umgang mit den Füßen

Fußpflegestudio früher ...

fängt schon von Kindesbeinen an und

hat nichts mit Kosmetik zu tun. Auch

bei Kindern ist die Wahl der richtigen

Schuhe von größter Bedeutung. Wer

seine Füße nicht von Jugend an pflegt,

wird mit größter Sicherheit im Alter

Beschwerden bekommen.

Fußpflege am besten

beim experten

Der Verband der italienischen

Fußpfleger hat einen Leitfaden mit

Empfehlungen herausgegeben, die

helfen, die Füße gesund zu erhalten.

Auch der regelmäßige Besuch bei

einem geprüften medizinischen Fußpfleger

gehört dazu. Fußpflegestudios

sind den gleichen Regeln, was Hygiene

und Desinfektionsapparaturen angeht,

unterworfen, wie sie auch für eine

Zahnarztpraxis gelten.

Besonders ältere Frauen leiden oftmals

unter Fußbeschwerden. Falsches

Schuhwerk, zu hohe Absätze (mehr

als 5 cm), zu enge, spitze oder zu

kurze Schuhe verformen die Füße und

führen zur Bildung von Hühneraugen,

Überbeinen, Rissen u.ä.; Pathologien,

die sehr starke Schmerzen verursachen

und sogar das Gehen behindern

können. Aber auch Krankheiten wie

Diabetes oder Übergewicht wirken sich

auf die Füße aus und bedürfen der

Behandlung durch einen Experten.

Von großer Bedeutung ist die Sauberkeit.

Die Füße sollten jeden Tag gewaschen

werden. Das häufige Tragen von

Turnschuhen schadet den Füßen ebenso

wie das Tragen von zu offenem,

nicht stützendem Schuhwerk. Übermäßiges

Schwitzen verursacht offene

Stellen. Ein Tipp für den Schuhkauf:

Am besten nachmittags, wenn die Füße

schon leicht ermüdet und eventuell

auch etwas geschwollen sind.

gepflegte Füße sind mehr

als nur schön

Unter www.associazionepodologi.it

sind alle geprüften Fußpfleger nach

Regionen aufgeführt. Für die Ausbildung

zum Fußpfleger braucht es einen

medizinischen Hochschulabschluss

(Minilaurea). Der Fußpfleger betreibt

keine Kosmetik, sondern behandelt die

Füße nach medizinischen Kriterien und

arbeitet je nach Pathologie eng mit

dem behandelnden Arzt des Patienten

zusammen. Gepflegte Füße sind sicher

auch ein ästhetischer Faktor, vor allem

aber sind sie gesund. Der Sommer steht

vor der Tür und mit den Sandalen

rücken auch die Füße wieder ins Blickfeld.

Die Fußpfleger warnen davor, von

nicht-qualifizierten Personen Hand anlegen

zu lassen. Nägel müssen gerade

geschnitten werden und die Hornhaut

darf nicht willkürlich entfernt werden.

Gewarnt wird eindringlich vor dem

Do-it-yourself. Mindestens einen,

besser zwei Besuche im Jahr beim

Fußpfleger sollte man seinen Füßen

schon gönnen, schließlich müssen sie

uns durch das ganze Leben tragen.

und heute ...

drei generationen Massage und Fußpflege

Das FußpflegestudioUnterfrauner

in der

Weintraubengasse

16 besteht seit 50

Jahren, Generationen

von Boznern

ließen sich hier ihre

Füße behandeln.

Gegründet wurde josef unterfrauner

es von Josef Unterfrauner,

seines Zeichens Bademeister,

Masseur und Fußpfleger. Begonnen

hat Unterfrauner, geboren 1899, seine

Tätigkeit in Brixen, später war er

Angestellter des Hotels Greif in Bozen.

Ein vergilbtes Gästebuch mit heute

zum Teil unleserlichen Widmungen in

der behandlungsbereich

gestochenem Altdeutsch bezeugt seine

große Beliebtheit bei den Gästen. Der

Prinz von Piemont und der ehemalige

englische Regierungschef Winston

Churchill hinterließen „ihrem Masseur“

Fotos mit handschriftlicher Widmung.

Der Besuch Churchills am Karersee

und seine täglichen Massagen durch

Josef Unterfrauner, der eigens von

Bozen dorthin geführt wurde, waren

den Dolomiten im August 1949 sogar

einen Artikel wert. „...und – das sei

auch noch verraten – die Körpermassage,

zu welcher unser Bozner

Spezialist Josef Unterfrauner täglich

nach dem Morgenbad bestellt war, hat

nicht zuletzt zu dem Wohlbefinden

Mr. Churchills beigetragen.“ Zu den

Persönlichkeiten, die seine Dienste

Auszug aus dem Fremden-buch vom Fußpflegestudio unterfrauner

schätzten und dies im Gästebuch

schriftlich festhielten, gehörten Graf

Paul Toggenburg, Herr und Landmann

in Tirol, eine Prinzessin von Hohenlohe

ebenso wie Leni Riefenstahl, die im

August 1939 schrieb: „Josef Unterfrauner

ist ein erstklassiger Pediceur,

der mir durch seine geschickten Hände

sehr viel geholfen hat.“ Sohn Josef,

geboren 1924, trat in die Fußstapfen

des Vaters und übte die Tätigkeit als

Sport- und Heilmasseur sogar in der

Kriegsgefangenschaft vom November

1944 bis November 1946 in Ägypten

aus. Zurück in Südtirol arbeitete

zunächst auch er für das Hotel Greif

und im sogenannten „Diurno“ am

Waltherplatz, bevor er 1957 sein

eigenes Studio in der Weintraubengasse

eröffnete. Sein Bruder Oskar war

Bademeister und Masseur in Brixen

sowie Trainer von Karl Dibiasi (Vater

von Klaus), der 1938 an den Olympischen

Spielen in München teilnahm.

Heute wird das Fußpflegestudio von

Josefs Sohn Oskar geführt. Die Adresse

und auch das Wartezimmer sind noch

immer dieselben wie vor 50 Jahren,

das Studio selbst entspricht den neuesten

medizinischen Standards.

Familie unterfrauner


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V O R S O R G e

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Augenleiden durch Konflikte

Das Auge ist das Sprachorgan der Gefühle und der Spiegel der Seele. es sagt

mehr über einen Menschen aus, als dieser eigentlich preisgeben will.

Anatomisch gesehen ist das Auge

für den Prozess der Verdrängung

regelrecht geschaffen. Die

Regenbogenhaut verengt und erweitert

die Pupille, die Netzhaut bietet durch

Ausfälle Gesichtsfeldeinschränkungen,

der Sehnerv kann durch Atrophie Bildveränderungen

hervorrufen und der

Gelbe Fleck ist der Punkt, an dem ein

Mensch vollständig verdrängen bzw.

ausschalten kann. Kurzsichtigkeit kann

z.B. mit dem Wunsch zusammenhängen,

bestimmte Dinge nicht sehen zu

wollen.

Im Volksmund bekannt

Sehkraft und Wahrnehmung werden

durch die leib-seelische Wechselwirkung

entscheidend bestimmt. Der

Volksmund bietet zahlreiche Beispiele

für die Umschreibung eines psychischen

Zustands durch die „Augensprache“:

So weint sich jemand die

Augen aus, hütet etwas wie seinen

Augapfel bzw. es gehen jemandem

die Augen auf. So wie die Liebe blind

macht, die Sorgen den Blick trüben

oder jemand vor Wut, Angst oder

Eifersucht blind ist, sieht man z.B.

schwarz, wenn die Probleme groß sind.

ursachen und Maßnahmen

Die wichtigsten Ursachen für

Augenerkrankungen sind laut Psychoanalyse

u.a. disharmonische Eltern-

Kind-Beziehungen, berufliche Schwierigkeiten

und verdrängte sexuelle

Probleme.

Kinder kompensieren seelische Belastungen

oft mit den Augen: „Ob sich

diese Belastungen in Kurz- oder Weitsichtigkeit

ausdrücken, hängt davon

ab, ob das Kind im frühen Schulalter

den Rückzug auf das Nahe oder die

Phantasiewelt des Fernen sucht“, ist

der Augenarzt Wolfgang Schultz-Zehden,

einer der Pioniere ganzheitlicher

Augentherapie, überzeugt.

Für das Funktionieren seiner Augen

trägt jeder Mensch selbst die Verantwortung.

Die Augen sind über die

Nerven und die Seele beeinflussbar.

Wer also für seelisches Wohlbefinden

sorgt, hat weniger Augenprobleme.

Die Augen werden aber auch durch

äußere Einflüsse belastet. So setzt der

Winter mit kaltem Wind und Staubbelastung

den Augen stark zu. Dagegen

helfen Augenbäder mit Augentrost

oder Palmieren (geschlossene Augen

mit den hohlen Handflächen bedecken

und entspannen).

Wer viel am Computer arbeitet, leidet

häufig unter Vitamin-A-Mangel.

Karotten sollten deshalb sehr oft auf

dem Speiseplan stehen. Gegen das

Austrocknen der Augen durch die

Bildschirmarbeit helfen Augentropfen

oder Augengel.

Häufige Pausen und wiederholtes

Zwinkern entlasten die Augen bei

der Bildschirmarbeit ebenso. Autogenes

Training und Meditation helfen

ebenso, nach der ermüdenden Arbeit

am Bildschirm die Augen zu entspannen.

gut sehen in Auer

Diplomoptiker Markus Ranigler bietet in seinem Optik-Fachgeschäft „Markus“ in Auer

ein breites Sortiment an Seh- und Sonnenbrillen sowie Zubehör und Serviceleistungen.

Markus Ranigler ist mit nunmehr

23 Jahren Erfahrung ein absoluter

Profi in der Optik-Branche.

Nach dem Studium in der ehemaligen

Optik-Hochburg Pieve di Cadore, wo

er sein Diplom erwarb, hat er seine

Ausbildung in verschiedenen renommierten

Optiker-Fachbetrieben in die

Praxis umgesetzt und sich in den

Jahren immer wieder fortgebildet und

sein Fachwissen stets auf den neuesten

Stand gebracht.

Fachberatung für einen guten

durchblick und mehr

Das Optik-Fachgeschäft „Markus“

bietet umfassende Dienstleistungen.

Neben der fundierten Augenprüfung

nach dem neuesten Stand der Technik

stehen der Verkauf, Anpassung und

Montage von Seh- und Sonnenbrillen

sowie die Kontaktlinsenanpassung im

Vordergrund. In der modernen Werkstatt

werden fachgerechte Reparaturen

ausgeführt und die Fassungen und

Gläser montiert. Mit im Sortiment hat

Markus Ranigler natürlich auch die

gesamte Zubehörpalette von Brillen

und Kontaktlinsen wie Reinigungsmittel,

Schutzhüllen u.v.m. Bei Optik

Markus kann der Kunde aber auch

digitale Fotoapparate, Wetterstationen

und Fernrohre inklusive Zubehör und

mit entsprechender Fachberatung

erwerben.

Passend zur gesichtsform

Die Formen der Gesichter sind

vielfältig wie die Menschen selbst:

rund, oval, lang, breit, schmal und und

und. Daher hat Markus Ranigler bei

den Sehbrillen eine Besonderheit im

Sortiment: Er passt jede randlose Brille

individuell an die Gesichtsform seiner

Kunden an. Dabei wird der Kunde vorab

fotografiert, anhand des Fotos wird

eine Zeichnung erstellt und nachdem

der Kunde die passende Form ausgesucht

hat, werden die Gläser individuell

in diese Form geschliffen. Damit

hat der Kunde zum einen genau jene

Gläserform, die am besten zu seinem

Gesicht passt und ist zum anderen

Träger eines Unikates. Und damit nicht

genug, die Dienstleistung rund um die

Sehhilfe geht noch weiter. Es gibt bei

Optik Markus die Möglichkeit, die gekaufte

Sehbrille gegen Bruch, Verlust

und Diebstahl zu versichern. Im Fall

der Fälle sorgt Markus Ranigler dann

nicht nur schnellstens für den Ersatz

der Sehhilfe, auch die unvorhergesehenen

Kosten werden ersetzt.

besonderer service:

einlesen von digitalen bildern

Digitale Kamera aber kein PC?

Kein Problem. Auch im Bereich

der digitalen Fotografie ist Markus

Ranigler top gerüstet. Nicht jeder, der

eine digitale Fotokamera hat, hat auch

einen PC, kann aber zu Optik Markus

kommen und dort selber am Computer

die Bilder einlesen, auf CD/DVD speichern

oder direkt auf hochwertigem

Fotopapier ausdrucken. Dabei setzt

Markus Ranigler – wie auch beim Rest

seines umfassenden Angebotes – auf

das beste Verhältnis von optimaler

Qualität und fairem Preis.

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optik Markus

einkaufszentrum Aurocom

hilbweg 1/j - 39040 Auer

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S e R V I C e


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V O R S O R G e

Radius 02/2007

„gesund“ schlafen?

Gesund schlafen – eigentlich stimmt der Begriff so nicht ganz, doch vielfach wird

er verwendet um das „richtige“ Schlafen zu definieren. Denn richtiges Schlafen

hilft, Körper und geistige Leistungsfähigkeit gesund zu erhalten.

es geht nicht darum nur „gesund“

zu schlafen, sondern vielmehr

darum, „gesunde“ Rahmenbedingungen

für einen wohltuenden Schlaf

zu schaffen. Angesichts dessen, dass

wir ca. ein Drittel unseres Lebens mit

Schlafen verbringen, sollte diese Zeit

dem Wohlbefinden des Menschen

zuträglich sein.

richtig schlafen, aber wie?

Hier muss man vorab zwei Bereiche

unterteilen. Zum einen die Rahmenbedingungen,

wie z.B. der Raum, das

Bett, die Luft oder die Temperatur.

Zum anderen aber sind auch die

individuellen Schlafgewohnheiten aus-

schlaggebend, ob Körper und Geist die

Möglichkeit erhalten, sich ausreichend

zu regenerieren. Hierzu zählen wir

vor allem Schlafdauer, Schlafzeiten,

körperliche Aktivitäten oder auch Essgewohnheiten.

Ein guter Schlaf ist also

nicht nur von einem guten Bett und

einem ausgezeichneten Raum abhängig,

sondern auch davon, wie wir uns

auf das Schlafengehen vorbereiten.

die schlafstätte

„Wie man sich bettet so liegt man“

sagt schon ein altes Sprichwort. Bei

der Wahl des Bettes sollte man sich

ausreichend beraten lassen, denn jeder

hat individuelle Liegebedürfnisse und

Vorlieben. Dem einen ist das Wasserbett

die angenehmste Lösung, ein anderer

bekommt beim Gedanken daran

schon Seekrankheits-Symptome. Das

richtige Bett ist das eigene Bett, perfekt

abgestimmt auf die jeweilige Person.

Doch nicht nur das Bett gehört zur

Schlafstatt, sondern auch der Raum, in

dem man sich zur Nachtruhe begibt.

Entscheidend ist hierbei das Raumklima.

Temperatur, Luftqualität und deren

Austausch bedingen unmittelbar das

„gesunde“ Schlafen. Nicht zu vergessen

sind die Materialien, welche den Schlafenden

umgeben. Oft reicht ein Lack

aus, um gesundheitliche Beschwerden

hervorzurufen. Auch Elektrosmog kann

die Ursache für anhaltende körperliche

Probleme oder Unkonzentriertheit

sein. Lernschwierigkeiten bei Kindern

können nach Meinung von Baubiologen

auf elektromagnetische Strahlung

zurückgeführt werden.

schlafstörungen, was tun?

Wer schon einmal ein Neugeborenes

betreut hat, kennt die Auswirkungen

von Schlafunterbrechungen bzw.

Schlafmangel. Dass man morgens

unausgeschlafen aufwacht, kann viele

Ursachen haben. Zuerst sollte man den

Raum und das Bett genauer unter die

Lupe nehmen. Sind Matratze und Bettfederung

auf die Person abgestimmt,

sind gute Luft und Dunkelheit vorhanden

und ist für Lärmschutz gesorgt?

Wenn ja muss man seine alltäglichen

Gewohnheiten genauer untersuchen.

Wann wird gegessen, was wird

gegessen und getrunken und welchen

körperlichen Aktivitäten geht man zu

welcher Tageszeit nach? Spätes Essen

und zuwenig Bewegung sind oft die Ursache

für einen unruhigen Schlaf. Ist es

das Schnarchen des Bettnachbarn, welches

das ruhige Nächtigen verhindert,

gibt es verschiedene Möglichkeiten,

dem Abhilfe zu schaffen. Helfen Schlaflabor

und Schlafmaske auch nicht

weiter sollte man letztendlich getrennte

Schlaflager in Erwägung ziehen. Denn

die morgendliche Begrüßung sollte

nicht heißen : „Man(n), heute hast

du wieder mal Holz gesägt“, sondern,

„Hallo mein Schatz, gut geschlafen?“

das Mobiltelefon: Freund oder Feind?

Der Mobilfunk ist sicherlich eine

der größten Erfindungen unseres

Zeitalters, denn ein Handy gibt Sicherheit.

Ständige Erreichbarkeit, schnelle

Kommunikation, sowie grenzenlose

Unabhängigkeit sind die Schlagworte

der Moderne. Die Kehrseite der

Medaille sieht jedoch anders aus. Elektromagnetische

Strahlung nennt sich

der unliebsame Begleiter, der bei jeder

Handybenützung massive gesundheitliche

Risiken hervorrufen kann.

der unliebsame begleiter

Mobilfunk Nutzer – und das gilt

sowohl für Handys, als auch für Cordless-Telefone

gleichermaßen – sind

beim Benutzen ihres Gerätes dieser

schädlichen Strahlung ausgesetzt.

Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen,

Schlaflosigkeit und Unkonzentriertheit

sind einige der feststellbaren

Symptome. Schlimmer sind jedoch die

Auswirkungen, die nicht unmittelbar

vom Benutzer bemerkt werden.

Kleiner helfer – große Wirkung

Eine Möglichkeit um auf Nummer

sicher zu gehen, ist der Strahlenprotektor

„LIFE MAXX“ der niederländischen

Firma Life 8. Es handelt sich hierbei um

eine Schutzantenne in Daumengröße,

welche gerade mal 0,2 mm dick ist und

auf der Rückseite des Mobil-bzw. DECT-

Telefons aufgeklebt wird. Im Inneren

des Aufklebers kompensiert eine Spirale

die elektromagnetischen Wellen, durch

neutralisierende Gegenwellen. Dieser

tipps für wohltuenden schlaf

• Sorgen Sie für angenehme Schlafbedingungen:

ein ruhiges und abgedunkeltes

Schlafzimmer, ein gutes

Bett mit einer guten Matratze.

• Erzeugen Sie ein gesundes Raumklima

im Schlafzimmer. Es sollte nicht

zu warm sein und vor allem gut

gelüftet werden.

• Stehen Sie morgens möglichst

immer zur gleichen Zeit auf, und gegen

Sie am Abend ebenso regelmäßig

zur gleichen Zeit ins Bett. Dies

gilt auch für das Wochenende.

• Achten Sie auf tägliche Bewegung,

aber nicht direkt vor dem Schlafengehen.

• Nehmen Sie vor dem Schlafen keine

schweren Mahlzeiten zu sich.

• Trinken Sie keinen Alkohol und rauchen

Sie keine Zigaretten vor dem

Zubettgehen.

• Schalten Sie von den Alltagssorgen

ab, indem Sie ein Bad nehmen,

Musik hören oder einen Abendspaziergang

machen, schaffen Sie eine

positive Einstellung zum Schlafengehen,

Schlafrituale einsetzen.

hocheffiziente Schutz

ist patentiert, international

erprobt und von

der int. Gesellschaft für die personalisierten Aufkleber

Elektrosmog-Forschung

IGEF zertifiziert. In Südtirol werden die

Protektoren durch die Firma Rauch-

Trendline vertrieben. Während die

oben beschriebenen Produkte für den

Einzelnutzer in ausgewählten Geschäften

erhältlich sind, bieten Günter und

Dominik Rauch auch interessante Starter-Pakete

für Mehrfach-Auflagen an.

Als personalisierter Aufkleber, ab einer

Abnahme-Menge von 50 Stk., leistet

Life Maxx einen erheblichen Beitrag

zur Gesundheit von Mitarbeiter, Kunden

oder Vereinsmitgliedern und ist zudem

ein unübersehbarer Werbeträger.

InFo

rauch trendline

Vilpianerstr. 15 - 39010 nals

tel. 0471 678 683 - Fax 0471 677 584

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blockhaus casa blanca

ein massiver Holzkern in elegantem Kleid. Auch das Modell Casa Blanca besticht,

so wie alle Modelle von Rubner Haus, durch sein besonderes Wohlfühlklima.

holz lebt. Nicht nur, weil es der

einzige Baustoff ist, der nachwächst.

Es ist auch das einzige

Material, dem es gelingt, jahreszeitenbedingte

Temperaturschwankungen

und Veränderungen der Luftfeuchtigkeit

auszugleichen. Im Sommer sorgt

Holz für kühle Räume und im Winter

ist es für angenehme Wärme bekannt.

Vielfältige

gestaltungsmöglichkeiten

Auch in der Gestaltung beweist

Holz seine Lebendigkeit. Genauso

vielfältig und vielförmig wie die

Landschaft, die das Haus umgibt, so

mannigfaltig formbar ist heute das

Holz, aus dem das Haus erbaut wird.

Und gerade hier ist das traditionsreiche

Südtiroler Unternehmen Rubner

Haus den anderen noch um einige

Schritte voraus.

Mit seiner Neuentwicklung Blockhaus

Casa Blanca kommt Rubner Haus dem

Wunsch vieler Kunden entgegen, die

Behaglichkeit des Holzblockhauses

in weiße Eleganz zu kleiden. Von

außen lässt sich kaum erahnen, dass

sich hinter der verputzten Fassade

ein authentisches Blockhaus verbirgt:

mit dem einzigartigen Wohngefühl,

das nur die sichtbaren – ja greifbaren

– Holzblockwände vermitteln können.

Einmal mehr schafft Rubner Haus ein

natürliches und gesundes Wohnklima.

die ganz persönliche note

Dabei wird die Hauswand gewissermaßen

umgestülpt. Die Holzblockwand

befindet sich an der Innenseite des

Hauses, die Wärmedämmung bleibt

draußen. Dort sieht man nur mehr den

auf Holzwollplatten (Celenit) aufgetragenen

und nach Belieben gestrichenen

Kalkzementputz.

Mod. reischach: der Flexibilität sind keine grenzen gesetzt

Wichtig dabei ist, dass nur diffusionsoffene

bzw. mineralische Verputze

verwendet werden. Dies gilt übrigens

auch für den Anstrich, da sonst das

Tauwasser nicht verdunsten kann und

der Wand der Atem genommen wird.

Selbstverständlich haben die Entwickler

von Rubner Haus auch an jene

gedacht, die das charakteristische Flair

ihres Holzblockhauses auch Außenstehenden

nicht ganz vorenthalten

möchten. Das Blockhaus Casa Blanca

lässt bei der Planung der Außenseite

verschiedenste Kombinationen zu. So

beispielsweise ein nach Mauerwerk

aussehendes Erdgeschoss mit darüber

liegendem Stockwerk in Holz. Genauso

kann jedem Blockhaus Casa Blanca

auch innen eine ganz persönliche Note

verliehen werden: als harmonischer

Kontrast zur Holzkonstruktion bieten

sich hier einzelne in Weiß gehaltene

Innenwände vorzüglich an.

Klimahaus standards

Die tragenden Wände selbst bestehen

dagegen immer aus verleimten

Bohlen mit Nut und Feder. In der

Eckverbindung sind sie in verkämmter

Form mit Vorkopf zusammengefügt.

Insgesamt zwei unterschiedlich dicke Wandaufbauten stehen dem Bauherrn

dabei zur Wahl: je nach Stärke der

Blockbohlen unterscheidet man nämlich

die Varianten Tirol und Schweiz.

Auch der Wärmedurchgangskoeffizient

U fällt somit unterschiedlich aus.

Auf jeden Fall aber ist die Einhaltung

der KlimaHaus-Kriterien garantiert.

Die Materialien für die Wärmedämmung

entsprechen den wohnbiologisch

Richtlinien und bestehen aus

natürlichen Baustoffe wie Hanf, Kork

und Gips.

Diese neu entwickelte Massivholzwand

bietet eindeutige Vorteile, was

den Wohnkomfort anbelangt. Als

Wärmespeicher ermöglicht sie ein

Energie sparendes Heizen, da sie dem

Auskühlen der Innenräume im Winter

entgegenwirkt. Im Sommer zeigt sie

sich als Puffer und federt hohe Tem-

blockwand

peraturschwankungen ab. Durch seine

cAsA blAncA Mod. cles: außen elegantes Weiß – innen behagliches holz

Beschaffenheit wirkt das Holz zudem

feuchtigkeitsregulierend. Es nimmt

überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und

gibt sie bei trockener Raumluft wieder

ab. Auf diese Weise sorgt es für ein

gesundes Raumklima.

tradition gepaart mit

neuester technik

Die Vorzüge, die alle Blockhäuser

von Rubner Haus gegenüber

herkömmlichen Mauerwerkbauten

aufweisen, sind also vielfältig.

Für die richtungweisende Bautechnik

mit althergebrachter Tradition spricht

nicht nur das eindeutig angenehmere

Wohnklima, sondern nicht zuletzt

auch die höhere statische Sicherheit,

welche sich besonders im Brandfall

und bei Erdbeben bemerkbar macht.

Dazu kommt, dass alle Blockhäuser

von Rubner Haus nach nur dreißig

Tagen Produktionszeit das Werk verlassen

können; je nach Größe benötigt

man dann noch zwischen zehn und

zwanzig Tage für die Montage – dann

kann das Haus ohne Austrocknen

sofort bewohnt werden.

Von der Planung bis zur Fertigstellung

des Hauses kann der Bauherr

bei Rubner Haus übrigens mit derselben

Ansprechperson rechnen: das

spart Zeit und ermöglicht eine von

vornherein präzise Kalkulation aller

Kosten.

InFo

rubner haus Ag

handwerkerzone 4 - 39030 Kiens

tel. 0474 563 333 - Fax 0474 563 300

www.rubner.com - info@haus.rubner.com

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P A G I N I e R u N G


tageslicht fürs leben

Natürliches Sonnenlicht hebt die

Stimmung und lässt Räume größer

wirken. Nicht immer haben moderne

Gebäude genügend natürliches Sonnenlicht.

Neben seinem ästhetischen Reiz hat

natürliches Tageslicht auch die Wirkung,

die Augen zu entlasten, unsere

Produktivität zu fördern und Energie

zu sparen. Mit den röhrenförmigen

Oberlichtern von Solatube ist es möglich,

geringer Tageslichteinstrahlung in

Gebäuden entgegenzuwirken. Solatube

ist der weltweit größte Hersteller von

Sonnenlicht-Systemen. Mit einem

fortschrittlichen, innovativen Design

wird dabei das auf das Dach einstrahlende

Sonnenlicht eingefangen und

gebündelt durch einen hoch reflektierenden

Schacht umgeleitet und es

scheint auf diese Weise in die darunter

liegenden Innenräume des Gebäudes.

Das System ist ohne bauliche Veränderungen

einfach zu installieren und

sowohl für private als gewerbliche

Gebäude geeignet.

hydro-elimination

Solatube arbeitet in einer eigenen

Forschungsabteilung an einer kontinuierlichen

Weiterentwicklung und

Verbesserung seiner Technologien zur

Nutzung des Tageslichtes. Das Ergebnis

sind technisch überlegene und

hochwertige Produkte. Alle Solatube-

Produkte sind mit einer vormontierten

Dreifach-Schutzvorrichtung ausgestattet,

die mögliche Infiltrationen auf ein

Minimum reduziert.

Eine besondere technische Weiterentwicklung

stellt das seit Februar

erhältliche, Hydro-Elimination-System

dar: über dieses wird eventuell entstehendendes

Kondenswasser über einen

Kanal gesammelt und durch spezielle

Öffnungen abgeleitet. Es lässt sich

leicht umbauen, um sich zukünftigen

Veränderungen des Innenausbaus anzupassen,

was es zu einer ausgezeichneten

Wahl für private Wohhäuser,

Verkaufsräume und Hallen, Bürogebäude,

Schulen, medizinische Einrichtungen

und Warenhäuser macht.

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grafik


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Radius 02/2007

eingepackt in südtirols natur

Die Therme Meran mit ihren 25 Pools und acht unterschiedlichen Saunen lädt ein

zum „eintauchen und Genießen“.

die Therme Meran erfreut sich 15

Monate nach der Eröffnung bereits

größter Beliebtheit. Im ersten

Geschäftsjahr wurden rund 316.000

Besucher gezählt, wobei pro Tag im

Schnitt 865 Gäste die Thermenlandschaft

besuchten. Dabei sind die Südtiroler

die treuesten Gäste der Therme.

„Aufgrund dieser erfreulichen Besucherzahlen

und der starken Nachfrage

bei den Anwendungen im Gesund-

detailaufnahme der badehalle

heits- und Wohlfühlbereich werden

wir das Angebot weiter ausbauen und

Verbesserungen durchführen“, kündigt

Direktorin Adelheid Stifter an.

Präventivmedizinisches

Kompetenzzentrum

Das medizinische Betreuungs-

Angebot der Therme Meran umfasst

ärztliche Basisuntersuchungen und

Sportmedizin. Gudrun Gschwendt (Homöopathie,

Naturheilkunde und Akupunktur),

Thomas Oberhofer im Bereich

Orthopädie und Eduard Vigl, ehemaliger

Primar des Meraner Krankenhauses,

im Bereich Dermatologie sind

das Kernteam. Diese Ärzte bieten in der

Therme Termine nach Vereinbarung

an. „Wir werden den medizinischen

Bereich aber noch weiter ausbauen

und zusätzliche Ärzte engagieren. Wir

wollen zu einem präventiv-medizinischen

Kompetenzzentrum werden“,

gibt Stifter die Marschroute vor.

Neben den Radon-Inhalationen und

Radon-Bädern (bei chronischen

Atemwegserkrankungen und rheumatischen

Gelenkserkrankungen) mit

radioaktivem Mineralwasser werden in

der Therme Meran auch Fango-Teilkörperpackungen

zur Linderung der

Schmerzen bei Rheuma und Nervenleiden

angeboten. „Die Radon-Inhalationen

bezahlen die Krankenkassen, die

Fangobehandlungen bisher noch nicht.

Wir müssen kostendeckend arbeiten.

Bei einer so arbeitsintensiven Anwendung

wie es die Fangobehandlungen

sind, würden wir bei einer Konventionierung

aber sehr schnell in die roten

Zahlen gelangen. Wir bemühen uns

jedoch schon lange um eine Lösung,

damit die Südtiroler nicht mehr zur

Kur nach Abano oder Montegrotto

fahren müssen“, wirbt die Direktorin

um Verständnis.

südtiroler Produkte

Der Stolz der Therme Meran ist

das Spa & Vital Center. Jeder der 26

Behandlungsräume wurde je nach Art

der Anwendung gestaltet: Spritzige

Mosaike für Wasseranwendungen,

schlichte hölzerne Bottiche für Molke-

und Wollbad. Damit nicht genug.

Fast alle Anwendungen im Spa &

Vital Center basieren auf Produkten,

die in Südtirol gewonnen werden.

Südtiroler Äpfel, Trauben, Molke,

Wolle und Kräuter sind die Basis des

Gesundheits- und Wohlfühlangebots.

Die Kräuter und die Schafwolle z. B.

bezieht die Therme Meran von Bergbauern

aus dem Ultental.

Eine ganze Reihe an Bädern nach Südtiroler

Rezept machen die Therme einzigartig:

Wohlfühlbäder im Bottich und

im Kaiserbad mit Apfel-, Weintrauben-,

Kräuter- und Molkeessenzen, Entspannungsbäder

in Südtiroler Sand, Schafwolle

oder Bergheu sowie Sprudelbäder

in Molke oder Wacholder. Beim

Relax-Bad ‚Wave Dream’ sorgt das

Zusammenspiel von Licht- und Wasserwellen

für wohlige Entspannung. Und

Fangobehandlung

rosenblütenbad

Molkebad in der Kaiserwanne

das Weintrauben-Ölbad ist ein wahres

Wohlfühl-Verjüngungsbad, denn das

Traubenkernöl sorgt für geschmeidige,

glatte Haut. Auch die verschiedenen Packungen,

Peelings und Wickel werden

auf Apfel- oder Molkebasis angeboten.

Sämtliche Massagen (Lymphdrainage,

Aromaölmassage, Fußreflexzonenmassage,

Akupressur und Shiatsu werden

nur von Spezialisten vorgenommen.

Südtiroler Rohstoffe sind aber nicht nur

die Basis für die verschiedenen Anwendungen.

Die Therme Meran hat auch

eine eigene Kosmetiklinie auf Apfel-

Pfefferminzbasis entwickelt, die ohne

Zusätze von künstlichen Duftstoffen,

Konservierungsstoffen oder Mineralölen

auskommt.

eigene Kosmetiklinie

Die exklusive Kosmetiklinie wurde

von einem Expertenteam dermatologisch

geprüft, sie ist besonders

hautverträglich und auch für sensible

Hauttypen geeignet. Die zehn Produkte

(Apfel Peeling, Reinigungsgel, Apfel-

Minze Reinigungsmilch, Apfel-Minze

Gesichtscreme leicht/reichhaltig/sehr

reichhaltig, Oleogel Plus, Apfel-Minze

Körpermilch, Apfel-Minze Körpercreme,

Tenfione Semisomenbad) sind

im Thermen Shop und im Internet

erhältlich, damit die Besucher das Verwöhnpaket

der Therme Meran ‚Made

in Südtirol’ auch zu Hause anwenden

können.

Die Therme Meran will auch nicht die

x-te Thermenlandschaft mit Pools und

Saunalandschaften sein. In den Abteilungen

für Physiotherapie gibt es für

die Rehabilitation nach Skiunfällen ein

spezielles Bewegungsprogramm zum

Aufbau der Muskeln. Und Fitness wird

in der Therme Meran im Sinne des

ganzheitlichen Wohlfühlansatzes als

„Bewegung in Richtung Gesundheit“

verstanden, die aber auch Spaß machen

soll. Die Prävention steht immer

im Vordergrund und die Trainingsprogramme

sind personalisiert. Das

Kursprogramm enthält u.a. Aquagym,

Aquabike, Drums Alive, Skifit, Theraball

und Pilates für den Rücken.

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Pilates Personaltraining

Das Fitness Center der Therme Meran

verfügt als eines der ersten in Südtirol

über einen Pilates Reformer und

Pilates Cadillac. „Diese beiden Geräte

wurden speziell für die Pilates Trainingsmethode

entwickelt und gebaut.

Wir bieten als eine der wenigen in

Südtirol ein Pilates Reformer Personaltraining

an, das ganz auf den jeweiligen

Besucher abgestimmt ist“, erzählt

Andreas Streitberger, Leiter des Fitness

Centers. Das Pilatestraining eignet

sich für Personen aller Alterstufen,

da es Flexibilität, Koordination und

Gleichgewicht verbessert, die Körpermitte

stärkt und besonders die Bauch-,

Rücken und Beckenbodenmuskulatur

aufbaut. Dadurch eignet es sich

zur Kräftigung der Stützmuskulatur

von Sportlern, zur Vorbeugung von

Haltungsschwächen von Jugendlichen,

zur Verbesserung der Beweglichkeit

älterer Menschen und zum Training

sowie Rehabilitation von Spitzensportlern

und Tänzern.

Neben dem Pilates Personaltraining

hat sich das Fitness Center Therme

Meran zum Ziel gemacht ein Kompetenzzentrum

für Bewegung, Prävention

und Sport zu sein. „Wir wollten

nicht nur über Gesundheit reden,

sondern mit unseren Kunden aktiv etwas

dafür tun.“ Die Philosophie lautet

Freude an der Bewegung zu vermitteln,

Bewegungsmangelkrankheiten

vorzubeugen und ein ganzheitliches

und gesundheitsorientiertes Training

anzubieten. Beim abwechslungsreich

gestalteten Kursprogramm kommen

innovative Geräte zum Einsatz. Zudem

Pakete zum Verwöhnen

wird individuelles Training mit und

ohne Fitnessgeräte angeboten: Kraft-,

Ausdauertraining, Stretching, Wassergymnastik,

Schwimmkurse, Wirbelsäulengymnastik,

In- und Outdoortraining

wird durch ein hochqualifiziertes Team

von Sportwissenschaftlern, Pilates-

und Wellnesstrainern, Leistungssportlern

und Schwimmlehrern ermöglicht.

Wohlbefinden beginnt damit, die eigenen

Bedürfnisse zu erkennen. Deshalb

bietet die Therme Meran eine Reihe

von Untersuchungen und Beratungen

an, die eine maßgeschneiderte Behandlung

bzw. ein optimales Training

ermöglichen. Ein Arzt steht für ein

persönliches Gespräch zur Verfügung,

in dem anhand eines ausführlichen

medizinischen Fragebogens und einer

Körperfettmessung die individuelle

Situation festgestellt und ein persönliches

Programm empfohlen wird.

Die Therme Meran ist an 365 Tagen im

Jahr von 9.00 bis 22.00 Uhr geöffnet.

Das Fitness Center ist von Montag bis

Freitag von 9.00 bis 22.00 Uhr und

am Samstag und Sonntag von 9.00 bis

20.00 Uhr geöffnet. Das Spa & Vital

Center ist täglich von 9.00 bis 19.00

Uhr geöffnet. Behandlungen müssen

vor allem für Wochenenden und Feier-

tage frühzeitig (Telefon: 0473 252 000,

E-Mail: (spa@thermemeran.it) gebucht

werden, damit der Termin auch mög-

lich gemacht werden kann. Die verschiedenen

Pakete der Therme Meran

sind auch als Gutschein online

oder direkt an der Spa & Vital Rezeption

erhältlich.

InFo

Fitness center

• “Kennenlern-Paket“ mit Wave Dream, Rückenmassage mit Südtiroler Essenzen

und 4 Stunden Thermeneintritt

• „Wohlfühltag“ mit Fangopackung und Entspannungsbad, Entspannungsmassage

mit Südtiroler Kräuteröl und 2 Stunden Thermeneintritt

• „Traubenpower“ mit Traubenkernpeeling, Weintraubenölbad im Bottich oder

in der Holzwanne mit einem Glas Traubensaft oder Traubenblütentee, Aromaölmassage

mit kaltgepresstem Traubenkernöl, Gesichtsmassage mit Traubenessenzen

und 4 Stunden Thermeneintritt

• „Apfelzauber“ mit Apfelpeeling, Apfel-Honig-Lehmpackung, Aromacrememassage

mit Apfelessenzen aus Südtiroler Äpfeln, Apfelessenzenbad mit einem

Glas frischen Apfelsaft oder Vinschger Apfeltee, Gesichtsbehandlung mit

aktiven Wirkstoffen aus dem Apfel und 4 Stunden Thermeneintritt

• „Anticellulitis-Paket“ mit Solebad, Pressotherapie, Aromatique Peeling, Minceur

Aromatique Slim Behandlung oder Minceur Aromatique Ice Behandlung

und 4 Stunden Thermeneintritt, das „Sissi Paket“ mit Molkepeeling, Sissis

Samt- und Seidebad, Massage mit Zitronenmelisse, Gesichtsbehandlung mit

Molke und Traubenextrakten und 4 Stunden Thermeneintritt

• „Sportler-Paket“ mit Sportlerbad, Sportmassage, Hydrojet und 4 Stunden Thermeneintritt

therme Meran

thermenplatz 9 - 39012 Meran

tel. 0473 252 000 - Fax 0473 252 022

info@thermemeran.it - www.thermemeran.it

Ab in den Frühling!

Zum Saisonsauftakt begrüßen die

Gärten von Schloss Trauttmansdorff

ihre Gäste wieder mit einem duftenden

Blütenmeer – und halten auch heuer

wieder so manche Überraschung bereit...

Auf einem Höhenunterschied von rund

100 Metern schmiegen sich über 80

Gartenlandschaften aus aller Welt an

die Hänge im Osten von Meran, wo

schon Kaiserin Sissi von Österreich

ausgedehnten Spaziergängen frönte.

Zu den reizvollen ursprünglichen

Südtiroler Landschaften gesellen sich

der nördlichste Olivenhain Italiens, ein

Meer von Lotosblumen am Seerosenteich,

exotisches Gehölz aus Norda-

ÖFFnungsZeIten 2007 gärten und tourIseuM

1. April – 15. november:

9.00 – 18.00 uhr (letzter einlass: 17.00)

15. Mai – 15. september:

9.00 – 21.00 uhr (letzter einlass: 20.00)

busverbindung: linie 1b und 4 (ab bahnhof Meran)

Kein ruhetag – tiere nicht gestattet

merika und Ostasien und natürlich die

laufenden Blütenhöhepunkte, die den

charmanten Gärten ein stetig wandelndes

Erscheinungsbild verleihen.

Wegen seiner Einzigartigkeit und der

gelungenen Verbindung von Natur,

Kultur und Kunst wurde der Publikumsliebling

Einheimischer und Touristen

ja schon zum „schönsten Garten

Italiens 2005“ und 2006 zu Europas

Garten Nr. 6 gekürt. In der vergangenen

Gartensaison haben 370.000

Gäste, sprich 25 % mehr als im Jahr

zuvor, die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

besucht. Für das Team rund

um „Trauttmansdorff“ noch lange kein

Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen:

Auch in der kommenden Saison

bieten die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

eine Reihe von spannenden

Neuigkeiten sowie bunte Veranstaltungspunkte

für Jung und Alt.

Ab 1. April erwarten die Gärten Kulturfreunde,

Gartenliebhaber und Erholungssuchende

wieder mit neuen Gar-

tenbereichen, zu sehen sind unter anderem

exotische Kübel- und tropische

Nutzpflanzen, ein Garten mit giftigen

Pflanzen, das Schaufenster Alpenzoo

und ein spannendes Programm: die

Ausstellungen „Mythos Ginkgo“ und

„Skulpturen im Olivenbaum“, die

beliebten „Gartennächte“ mit World

Music vom Feinsten, Weinverkostungen,

gemütliche Cocktailabende am

Seerosenteich und vieles mehr!

InFo

die gärten von schloss trauttmansdorff

st.-Valentin-straße 51a - 39012 Meran

tel. 0473 235 730 (gärten)

tel. 0473 270 172 (Museum)

www.trauttmansdorff.it - www.touriseum.it

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P A G I N I e R u N G


orte der gesundheit

Südtirols Bäder können als wahre Orte der Gesundheit bezeichnet werden.

Schwimmen ist aktive Gesundheitsvorsorge und dient der Abhärtung und

Immunstärkung, erhöht die Belastbarkeit und verbessert die Lebensbalance.

beim Schwimmen und der Wassergymnastik

wird der Stütz -und

Bewegungsapparat durch den

Auftrieb im Wasser entlastet, wodurch

Bewegung im Wasser für nahezu jeden

eine ideale Sportart darstellt; besonders

das Rückenschwimmen stärkt die

Rückenmuskulatur bei Menschen mit

Abnützungserscheinungen im Bereich

der Wirbelsäule.

Sport verbessert die Durchblutung,

beansprucht die Muskulatur vielseitig

und schult die Koordination in nahezu

jedem Lebensalter.

acquarena, badbereich indoor

das Konsortium

der hallenbäder südtirols

Südtirol hat eine Reihe von attraktiven

Bädern, die vielseitige Möglichkeiten

zur Ausübung des Schwimmsports

bieten. Im Konsortium der

Hallenbäder Südtirols sind die Acquarena

in Brixen, das Lido Bozen ,

Cron 4 in Bruneck/Reischach, die

Meraner Thermen , das mardolomit

in St. Ulrich, acquafun in

Innichen, Sport + Well in Mals, das

Erlebnisbad Acquavventura in

Naturns und die Meranarena

zusammengeschlossen. Diese Orte der

Gesundheit bieten vielseitige Bademöglichkeiten

und darüber hinaus äußerst

ansprechende Sauna- und Wellness-

Angebote. Das Internet-Portal

www.acquaalps.com enthält

Informationen zu den einzelnen Bädern,

Angebote und Sonderaktionen.

gegen schlechte stimmung

Ein Besuch in den Südtiroler

Hallenbädern lohnt sich in vielerlei

Hinsicht. Die regelmäßige Bewegung

im Wasser ist nicht nur Sport und

Spaß, sondern fördert soziale Kontakte

und wirkt gegen schlechte

Stimmung. Und man tut aktiv viel

für seine Gesundheit. Schwimmen

trainiert die Ausdauer, fördert die

Gesundheit und beugt Krankheiten

vor. Es fördert den Herz/Kreislauf und

senkt auch aktiv das Cholesterin. Vernünftig

und regelmäßig durchgeführt

ist Schwimmen also eine wichtige

Gesundheitsvorsorge und hilft, die

Lebensfreude und damit die Lebensqualität

zu verbessern.

sauna bewirkt „Wunder“

Kaum ein anderes Wellnessangebot

bewirkt einen so großen Gesundheitsnutzen

wie der regelmäßige

Saunabesuch. Die Sauna ist aktive

Gesundheitsvorsorge und verhilft durch

die bewusst erlebten Entspannungs-

und Ruhemomente zu einem neuen

Körpergefühl und mehr Lebensbalance.

Der Saunabesuch stärkt das Immunsystem,

ist ein gesundes Training für das

menschlichen Herz- und Kreislaufsystem

und macht den Körper weniger anfällig

für Krankheiten. Ebenso werden

Isola-bella ... Wärme allein ist zu wenig!!!

Isola-Bella ist ein ganzheitliches

Wellness-Konzepz für Körper, Geist

und Sinne: Sie vereint alle Annehmlichkeiten

einer Sauna, eines Dampfbades,

einer Infrarotkabine und eines

Fitnessgerätes.

der Wärmehaushalt und die Durchblutung

nachhaltig verbessert. Überdies

bewirkt die Sauna eine Reinigung der

Haut und das Ausscheiden von giftigen

Substanzen. Die Südtiroler Bäder bieten

Familienspaß für jung und alt! Jedes

für sich ist einen Besuch wert. Für

die Erholung vom stressigen Alltag,

Grundprinzip dieser einzigartigen

Wellnesskabine ist die Hydrosoft-Wärme,

also die Kombination von Infrarot-Wärme

und Feuchtigkeit. Die Kabinentemperatur

beträgt maximal 40°C

bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 80%,

ist jedoch nicht mit einem Dampfbad

oder einer Sauna zu vergleichen.

Ausgestattet mit Unterleibs-, Handflächen-

und Fußflächenbedampfung,

Gymnastikringen, Fußreflexzonenmassage,

Licht-, Aroma- und Musiktherapie,

ist die Isola-Bella eine Wohlfühlinsel

für die ganze Familie.

Durch die ganzheitliche und sanfte

Erwärmung wird eine bessere Durchblutung

des Körpers erreicht. Das

Entschlacken erfolgt ohne Herz- und

Kreislaufbelastung. Ideal ist die Anwendung

nicht nur bei rheumatischen

Beschwerden sowie Rücken- und

Gelenksschmerzen sondern auch für

stärkere Nerven, einen gesünderen

Relax oder Sport. Oder einfach nur für

gemeinsamen Spaß mit Freunden und

Familie. Entspannung und Wohlbefinden

sind gesichert.

Informieren Sie sich bei Ihrem nächsten

Badbesuch bei den Kassamitarbeitern

über die Steuerasetzbarkeit für

Schwimmbad-Jahreskarten.

acquarena brixen www.acquarena.com 0472 823 670

lido bozen bozen bolzano.acquaalps.com 0471 997 227

cron 4 reischach/bruneck www.cron4.it 0474 410 473

therme Meran Meran www.thermemeran.it 0473 252 000

mardolomit st. ulrich www.mardolomit.com 0471 797 131

acquafun Innichen www.acquafun.com 0474 916 200

sport + Well Mals www.sportwell.it 0473 831 590

erlebnisbad Acquavventura naturns www.erlebnisbad.it 0473 668 036

Meranarena Meran www.meranarena.it 0473 236 975

Schlaf, ein verbessertes Hautbild, zur

Linderung von Husten und Schnupfen,

der Befreiung der Bronchien

und Stimmbänder, für einen verbesserten

Kreislauf und Stoffwechsel, die

Stärkung des Immunsystem oder bei

Unterleibsbeschwerden.

Die Isola-Bella-Wellnesskabine benötigt

keinen Wasseranschluss und ist

aufgrund des geringen Platzbedarfs

von nur einem Quadratmeter (je nach

größe der Kabine) und eines Stromanschlusses

von 220V für jedes Hotelzimmer,

jeden Wellnessbereich und

jede Privatwohnung gleichermaßen

geeignet.

InFo

norbert lageder, tel. 348 260 84 20

Ausstellungsraum: „oase“

Am gries 1/a – lana, tel. 0473 550 230

info@oase-lana.it - www.antolani.com

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sauber unterwegs

Ökologisch und trotzdem mobil - das war bisher vor allem auch eine Frage

des Wohnsitzes. Dank der neuen Citybuslinien können nun auch Pendler, die

außerhalb der Ballungsgebiete leben, auf saubere Weise und ohne Zeitverlust

zum Bestimmungsort gelangen.

die Landesregierung verfolgt eine

ehrgeizige Umweltpolitik, die Südtirol

die Stellung des Klassenprimus

nicht nur in Italien sondern auch

in weiten Teilen Europas einbringt.

Bis 2008 soll die vollständige Umrüstung

des Busfuhrparks abgeschlossen

sein. Im innerstädtischen Verkehr in

Südtirol werden schon zum großen

Teil gasbetriebene Busse eingesetzt

- in Bozen, Meran und Leifers bereits

90 Prozent. In Zahlen: Derzeit fahren

in Bozen, Meran, Leifers und Branzoll

64 Methangas-betriebene Busse, die

gesamte Stadtbusflotte umfasst 119

Fahrzeuge und soll in fünf Jahren auf

Gasbetrieb umgestellt sein.

bis 2008 30 Mio. euro für

umrüstung

Bei mit Naturgas betriebenen

Fahrzeugen vermindert sich der

Kohlendioxid-Ausstoß um 30 Prozent,

das Ozonbildungspotenzial ist sogar

um mehr als 95 Prozent niedriger.

Spezielle Vorrichtungen filtern die

wenigen Feinpartikel heraus. Die Überlandbeförderung

wurde bisher aber

noch zum Großteil mit veralteten und

dementsprechend verschmutzenden

Dieselbussen durchgeführt.

Auch diese „Dreckschleudern“ werden

nun aber systematisch aus dem

Verkehr gezogen und mit Euro 5 bzw.

partikelfilter-bewehrten Bussen ersetzt.

Bis 2008 soll das drei Jahre laufende

Umrüstungsprogramm abgeschlossen

sein. Insgesamt wurden Mittel in Höhe

von 30 Mio. Euro für dieses Programm

bereitgestellt.

50 euro-5-busse auf einmal

geliefert

Ende Januar ging im Rahmen

dieses Pilotprojektes die umfangreichste

Lieferung ihrer Art ein, die

je in Europa zugestellt wurde: am

29. Januar konnte die SAD gleich 50

Euro-5 Busse auf einmal in Empfang

nehmen, die künftig in der Umgebung

von Bozen, Meran und Bruneck unterwegs

sein werden. Tür an Tür auf dem

Gelände der Kfz-Prüfstelle des Landes

nebeneinander aufgereiht, ergaben

die Euro-5-Busse ein beeindruckendes

Bild für das Umweltengagement der

Landesregierung.

Euro-5-Busse sind derzeit die umweltfreundlichste

Technologie für

Überlandlinien. Methanbetriebene

Busse können aufgrund ihrer geringen

Reichweite noch nicht auf Langstrecken

eingesetzt werden. Der stolze

Preis für einen 350 PS starken Euro-5-

Bus: 220.000 Euro.

Mobiler mit dem citybus

Die sogenannten Citybusse ermöglichen

es gerade Pendlern und Schülern

umweltfreundlich und ohne Zeitverlust

unterwegs zu sein. So kann man zum

Beispiel im Halbstundentakt

und

in Abstimmung

an den Zugfahrplan

von Eppan

an den Bahnhof

von Sigmundskron

gelangen

oder von Toblach

nach Franzens- lr thomas Widmann

feste.

Bisher sind Brixen, Bruneck, Mals,

Schlanders, Toblach und Eppan an

das Citybusnetz angebunden, Ziel ist

die Gesamtvernetzung Südtirols. Die

Citybusse verbinden übrigens auch die

Fraktionen kleinerer Ortschaften miteinander,

so dass auch außerhalb der

Ballungsgebiete auf die Fahrt mit dem

eigenen Pkw verzichtet werden kann.

ohne umzusteigen von bozen

nach Innichen

Im Rahmen der landesweiten Verwirklichung

des Südtiroltakts betreibt

das Assessorat für Verkehr unter Landesrat

Thomas Widmann zudem den

zügigen, benutzerfreundlichen Aus-

und Umbau der Bahnhöfe entlang

der Pustertallinie. Sukzessive werden

auch die Fahrpläne an die jeweiligen

örtlichen öffentlichen Verkehrslinien

und Schulbusse angepasst. Schon jetzt

ist es möglich, ohne umzusteigen von

Bozen nach Innichen und umgekehrt

zu gelangen.

Kunsthandwerk mit Familientradition

Im Sarntal haben sich Landschaft

und Leute vor Fremdeinflüssen

weitgehend bewahrt.

Die wertvolle Natur-

und Kulturlandschaft, der

unverkennbare Dialekt, die

vielen Bräuche und die ganz

typische Tracht zeugen davon.

das sarner

trachtenbesteck

Zur Sarner Tracht gehört das

Sarner Trachtenbesteck, welches

von der Klinge bis zum

Griff in vollständiger Handarbeit

gefertigt wird. Es waren

stets einzelne Familien,

die sich auf die Fertigung der

Trachtenmesser verstanden

und ihr Können von Generation

zu Generation weitergaben.

Daraus entstand, ähnlich

wie bei der Federkielstickerei,

ein Kunsthandwerk als Familientradition.

Heute üben

dieses Handwerk nur noch

zwei Personen in dieser Form

aus, Anita Oberhöller und ihr

Vater Alois. Alois Oberhöller

erlernte dieses Kunsthandwerk

und verfeinerte im Lauf

der Jahre die Herstellung und

stellte immer wieder neue

„Knackiger südtiroler“ on tour

Bis Mitte April ist der Südtiroler

Apfel g.g.A. auf Tournee

in Deutschland. Gemeinsam

mit den wichtigsten Handelspartnern

organisiert das

Südtiroler Apfelkonsortium

rund 500 Verkostungstage in

verschiedenen Supermärkten.

Begleitend dazu weisen über

2250 Großflächenplakate im

Umfeld von über 1000 Märkten

auf den knackigen Südtiroler

Apfel g.g.A hin.

Die Bezeichnung „Südtiroler

Apfel g.g.A.“ ist eine

europäische Ursprungsbe-

zeichnung. G.g.A. steht für

die „geschützte geografische

Angabe“ und garantiert die

Herkunft aus Südtirol und

höchste Qualität. Deutschland

ist nach Italien der größte

Absatzmarkt des Südtiroler

Apfels, denn nach Deutschland

gehen 70% aller Apfelexporte

Südtirols bzw. 30%

der Gesamternte.

Koordiniert wird die Apfelverkostungsaktion

von der

EOS, der Export Organisation

Südtirol der Handelskammer

Bozen.

Produkte her. In den letzten

Jahren gab er sein Wissen an

seine Tochter Anita weiter,

die seither selbst mit flinker

Hand Einlegearbeiten in Holz

und Horn, Tiroler Trachtenbestecke

und vieles mehr fertigt.

Bei der Fertigung der Messer

zur Sarner Tracht wird aus

dickem Stahlblech die Klinge

ausgeschnitten und zugefeilt.

Die Griffstücke werden

zurechtgeraspelt und mit der

Klinge verbunden. Anschließend

beginnt die Feinarbeit:

Für die Einlegearbeit werden

die Aussparungen herausgeschnitzt,

auch das Werkzeug

hierfür ist selbst hergestellt.

Die Einlegestücke werden

aus Neusilberplatten (ALPA-

CA) geformt und nach dem

Verleimen des Holzes und

des Metalls wird das Ganze

gefeilt und geschmirgelt. Zu-

Die Verwendung hochwertiger

Kosmetik - der sanfte

Weg zum Facelifting.

Dr. med. Erich Schulte hat

in jahrelanger Forschungsarbeit

das !QMS-Pfl egesystem

entwickelt. Mit dem Face-

Care-System von !QMS ist es

Radius 02/2007 87

letzt erhält die Klinge Feinschliff

und Gravur. Die Messerscheide

wird auch handgefertigt.

InFo

Kunsthandwerk A. oberhöller

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Sanftes „Face-Lifting“ mit !QMS

erstmals möglich, natürliche,

hochprozentige und wasserlösliche

Collagene sanft

in die Haut einzumassieren.

Collagene speichern sehr viel

Feuchtigkeit und in relativ

kurzer Zeit ist es möglich,

den Hautzustand merklich

zu verbessern und zu verjüngen.

Die Haut bekommt einen

schönen, strahlenden Teint

und wird glatt.

Cellulite-Aktion im Frühjahr

Differenzierte Cellulite-Behandlung

samt Erfolgsgarantie!

Mit SPM-Schröpfmassage,

Ultraschall, Bodywrapping,

Gewebestraffung, Ernährungsberatung

und individueller

Produktabstimmung!

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B u N T e M e L D u N G e N


+++ „Wir ebnen den Weg in neue Märkte“ – so

das Motto der Export Organisation Südtirol für 2007. Die als

Sonderbetrieb der Handelskammer organisierte Plattform hat

es sich zum Ziel gesetzt, die Anstrengungen zur Förderung

des Exports in Südtirol zu bündeln und zu verstärken. +++

Berlin +++ Auf der Nahrungsmittelschau Ende Jänner

in Berlin war Südtirol präsent und stellte auf einem von

der EOS der Handelskammer Bozen im Auftrag des Landes

organisierten Stand seine Qualitätsprodukte vor. Mit rund

zwölf Hektar Ausstellungsfläche, 1700 Ausstellern aus

55 Ländern und mehr als 400.000 Besuchern ist die Grüne

Woche die weltgrößte und bedeutendste Messe in den Bereichen

Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. +++

Köln +++ Köln war für Selva die Messe der großen Premieren.

Neben dem neuen Firmenlogo gab es viele andere Aufsehen

erregende Neuheiten: Den neuen Katalog, eine neue, traumhafte

Stoffkollektion und im Bereich der Modellistik die Kollektionen

die Kollektionen Diva und Bellagio, die neuen Modelle

für die Programme Solitaire und Melodia sowie die besonders

auffälligen Creationen Mix Transversale. +++

Nürnberg +++ Sechs Südtiroler Produzenten haben

im Februar auf dem Südtirolstand der BioFach 2007 in

Nürnberg ihre Bio-Produkte präsentiert. Die weltgrößte

Bio-Fachmesse bot dabei den idealen Rahmen, um die heimischen

Bioerzeugnisse nicht nur auf dem deutschen Markt,

sondern weltweit zu positionieren. +++

Neumarkt/Künzelsau +++ Im Geschäftsjahr 2006

setzte die Würth-Gruppe ihren zweistelligen Wachstumskurs

fort: Das weltweit führende Handelsunternehmen steigerte den

Umsatz gemäß vorläufigem Jahresabschluss um 12,0 Prozent

auf die neue Rekordmarke von 7,74 Milliarden Euro. Eine

sehr positive Umsatzentwicklung zeigte sich 2006 auch in

Deutschland: Das Wachstum der 74 deutschen Gesellschaften

der Würth-Gruppe lag hier bei 12,3 Prozent, der Umsatz

stieg auf 3,12 Milliarden Euro. Im Ausland erhöhte sich der

Umsatz um 11,8 Prozent auf 4,62 Milliarden Euro. +++

Auer +++ Das Südtiroler Schwergut- und Sondertransport-Unternehmen

Gruber Logistics expandiert mit der

Übernahme von Jung & Leyener. Damit verfügt Gruber über

430 Transporteinheiten, zählt mehr als 320 Mitarbeiter

und hat 2006 einen konsolidierten Umsatz von 125 Mio. Euro

erwirtschaftet. Die 12 Standorte liegen in Österreich

(Kufstein), Deutschland (München, Siegen und Chemnitz),

Belgien (Fleurus), Niederlande (Dordrecht), Russland

(Moskau) und Italien mit dem Hauptsitz in Auer und Filialen

in Verona, Padova, Vercelli und Aprilia. +++

Meran +++ Welche Kompetenzen benötigen die Jugendlichen

für ihren Eintritt in die Arbeitswelt? Rund

um das Thema Kompetenzen für die (grenzüberschreitende)

Arbeitswelt diskutierten Anfang März Schulleute und Wirtschaftsvertreter

aus Südtirol, Tirol und Bayern in Meran.

Organisiert wurde das Treffen vom WIFO (Wirtschaftsforschungsinstitut)

der Handelskammer Bozen und dem Deutschen

Schulamt in Zusammenarbeit mit Partnern aus Tirol und

Bayern sowie mit EURES (European Employment Service). +++

Bozen/Tokio +++ Eine der wichtigsten Lebensmittelmessen

der Welt ist die Foodex Japan, welche vom 13. bis

16. März 2007 in Tokio stattgefunden hat. Eine Südtiroler

Delegation reiste nach Japan, um die Südtiroler Qualitätsprodukte

zu präsentieren. Es war die erste große Messebeteiligung

in Übersee der Export Organisation Südtirol der

Handelskammer Bozen im Auftrag des Landes. Unterstützt wurde

die EOS von dem in Japan tätigen Betrieb Bontà del Tirolo,

dessen Geschäftsführer der Südtiroler Franz Pichler ist. +++ WirtschaftstelegrammBozen

orF tirol-gala 2007 im Mai

Bereits Tradition hat die ORF-

Gala zu Gunsten von „Licht ins

Dunkel“ im Rahmen des Gauderfestes

in Zell am Ziller. Am

Mittwoch, 2. Mai 2007 mit Beginn

um 20.00 Uhr ist es wieder

soweit und Wolfi Kirchmair

begrüßt musikalische Gäste

aus fünf Nationen. Mit dabei

sind die Schürzenjäger, G. G.

Anderson, Francine Jordi, die

die Zillertaler

Ladiner, die Ursprung Buam

und die Alpenoberkrainer. Eintrittskarten

dafür sind in allen

Tiroler Raiffeisenbanken zum

Preis von 20 Euro erhältlich.

Eröffnet wird die Gala durch

die Bundesmusikkapelle Zell

am Ziller. Außerdem gibt es

kurze Sketcheinlagen von der

Kabarettgruppe „DFD – Der

Flotte Dreier“.

südtiroler auf der IsPo - München

Aufgrund des großen Erfolgs

des letzten Jahres organisierte

die Handelskammer zum

zweiten Mal für die Winter

ISPO einen 60 m 2 großen

Gemeinschaftsstand, an dem

sich fünf Südtiroler Sportartikelhersteller

beteiligten.

Dazu zählten die Firma Nature

Inside aus Bozen mit

Schneeschuhen und Skistökken,

Sport Josef aus Klausen

mit Rodeln und Bobschlitten,

Norton Sport aus Bozen mit

Sport- und Kopfbekleidung,

die Firma Skipp aus Montan

mit Slalomstangen und die A.

Amplatz Technologie aus Auer

mit Skikantenschärfern und

Ski-Servicegeräten.

Die ISPO Winter ist ein unverzichtbares

Trend- und

Innovationsbarometer. Man

muss einfach mit dabei sein“,

ist Alfons Amplatz von der

Firma A. Amplatz Technologie

überzeugt. Dies bestätigte

auch Gottfried Rottensteiner,

Geschäftsführer der Firma

Skipp KG: „Wir sind ein Unternehmen,

das sich seit zehn

Jahren auf die Produktion von

Kunststoffstangen für Skipisten

spezialisiert hat. Auf der

ISPO Winter finden unsere

Produkte immer mehr interessierte

Käufer und wir finden

neue Anregungen.“ Informationen

in Sachen Export gibt

die EOS – Export Organisation

Südtirol der Handelskammer

Bozen, Tel. 0471/945523.

„sorglospaket“ von Auto brenner

Kaufen, einsteigen und losfahren

… und sich für drei

Jahre keine Sorgen ums Auto

mehr machen. Ein Allinclusive-Angebot

von Auto Brenner

für die VW Modelle Polo,

Golf, Golf plus und Touran

kommt zum Frühjahr gerade

richtig. Alle VW-Kunden

und jene, die es jetzt werden

möchten, kommen über

dieses „Sorglospaket“ in den

Genuss von höchst interessanten

Zusatzleistungen und

Sicherheiten:

Frühling bei Martins

Frische, bunte Farben leuchten

aus einer neuen Abteilung

bei Mode Martins. Seit kurzem

führt das renommierte Modehaus

die Marke Marella, italienische

Mode aus dem Hause

Max Mara für junge modebewusste

Frauen. Marella zeichnet

sich durch ausgezeichnete

Qualität zu angemessenem

Preis aus. Die Trends der Frühjahrs-

und Sommerkollektion

sind leichte Stoffe, Blumen-

- Umfangreiches Ausstattungspaket

speziell für

Komfort und Sicherheit inklusive

- Nur 3,9% effektiver Jahreszinssatz

– garantiert keine

Steigerung für drei Jahre

- Drei Jahre Brand- und

Diebstahlversicherung, inklusive

Glasbruch- und

Hagelschutz

- 2 + 2 Jahre Garantieverlängerung

auf insgesamt

vier Jahre Laufzeit

- Kredit-Abschlussgarantie

muster, rote Farbtöne und wieder

im Kommen der Marinelook

in kräftigem Blau-Weiß.

Weitere Schwerpunkte bei

Martins sind jugendliche Mode

von New Pennyblack und

Marlboro Classics für Damen

und Herren sowie spezielle Damenmode

in großen Größen.

Gudrun Gostner und ihr Team

freuen sich, Ihnen die neue

Frühlingsmode zu präsentieren.

wirksam bei Krankheit und

Arbeitslosigkeit

- Garantierter Eintausch des

Gebrauchtwagens nach

drei Jahren

- Rücknahmegarantie nach

drei Jahren ohne Neukaufverpflichtung.

Diese sieben Punkte zusammengeschlossen

in ein Leistungspaket

haben in dieser

Form in Südtirol Premiere.

Dazu Manfred Dalceggio von

Auto Brenner: „Wir wollten

unseren Kunden ein Paket

anbieten, das in die Zeit

passt und den Bedürfnissen

unserer Kunden auch über

den Kauf hinaus entgegen

kommt, denn meist wird nur

bis zum Kauf gedacht, wir

wollten hier etwas weiter

denken.

Diese sieben Punkte sind ein

ab-solutes Mehrwert-Paket,

die Kunden erwerben eines

der genannten VW-Modelle

zu einem einmaligen Preis-/

Leistungsverhältnis.“

Radius 02/2007 89

ein erfolgreiches Modell

Ein ähnliches Leistungspaket

ist im vergangenem Herbst

bereits in Deutschland höchst

erfolgreich angelaufen. Sogar

Organisationen aus dem Verbraucherschutz

haben positiv

auf dieses besonders kundenfreundliche

Leistungspaket

reagiert. Mittlerweile werden

von den deutschen VW-

Händlern 60% aller Polo-,

Golf- und Touran-Modelle

über das Angebot im Rahmen

des „Sorglospaketes“ verkauft.

Tendenz nach wie vor

steigend.

Frau Präsidentin und ihr Vize

Der Überetscher Reitverein hat

im vergangenen Februar die

Weichen neu gestellt.

Turnusgemäß wurden alle Vereinsorgane

neu gewählt, vom

Präsidenten über den Ausschuss

bis zum Aufsichtsrat.

Birgit Kager wurde mit klarer

Mehrheit als Präsidentin

und damit Nachfolgerin von

Albert Überbacher, der sich

der Wahl nicht mehr gestellt

hat, gewählt. Helmut Scherer

birgit Kager und helmut scherer

wurde von ihr zum Vize berufen.

Weiters wurden in den

Ausschuss gewählt: Monika

Spitaler (Kassierin), Lisa-Maria

Mitterer (Schriftführerin),

Erich Maier, Othmar Micheli

und Armin Lintner.

Der neue Aufsichtsrat setzt

sich aus Beate Kofler (Aufsichtsratpräsidentin),

Godele

von der Decken und Ex-Präsident

Albert Überbacher zusammen.

B u N T e M e L D u N G e N


90

S e R V I C e

Partnerlist

Radius 02/2007

radius-seminar im steger-dellai

Einmal pro Jahr ist für die

Radius Mitarbeiter/innen

Weiterbildung angesagt.

Für das Zweitages-Seminar

„Kommunikation“ ging’s auf

die Seiser Alm ins Hotel Steger

Dellai.

Joachim W. Tettenborn, bekannt

auch als Trainer im

Management Center Innsbruck,

konnte dafür verpflichtet

werden. Laut einhelliger

Meinung vom gesamten

die radius-damen auf dem hotel-balkon

(nicht zu verwechseln mit den sagenhaften schlernhexen)

Arboris 016

Isola bella-Antolani

Athesia buch 040

Auto brenner 002

Auto carrera

Auto Ikaro

Autonome Provinz bozen 029, 048,

049, 055

belvita Alpine Wellness hotels

by dolores

Fachhochschule claudiana 046

studio comclic

despar

elektro ebner

euroauto

Foradori

026

Radius-Team ein exzellenter

Kommunikations-Profi, der

sein Wissen punktgenau

zugeschnitten weitergeben

konnte. Um die Köpfe abzukühlen

stand am Abend eine

Vollmondwanderung über

die Alm, bis hin zur Mahlknecht

Schwaige, auf dem

Programm. Nach einem zünftigen

Hüttenabend ging’s per

Rodel und Bus wieder zurück

zum Hotel.

gesunder schlaf

Samina nutzt nun schon

seit Jahren konsequent die

Kraft der Natur. Für Samina-Schlafsysteme

werden

ausschließlich naturbelassene

Materialien verwendet. Die

Energien gesunder Hölzer,

bioaktiver Schafwolle und

naturreiner Baumwollstoffe

wirken auf Körper, Geist und

Seele.

Vom einzigartigen Lammellenrost

wird man jede Nacht

sanft getragen und gestützt.

Hochwertige Naturmateri-

gasser Ziegelei 053

gärten von trauttmansdorff

gbo

gostner

gramm

018

heizungsbau

Konsortium hallenbäder südtirols

life Maxx

039

loacker remedia 019, 020,

021,

023

022,

Marienklinik

Mode Martins

nocker speck

optik Markus

Piazzi

027, 028

alien umhüllen den Körper

und sorgen für ein angenehmes,

trocken-warmes

Bettklima.

Die ideale Kombination für

ein Schlafsystem sind der

hochflexible Lamellenrost

als Grundlage aller Anforderungen,

die punktelastische

Naturkautschuk-Matratze

sowie die Schafschurwollauflage.

Infos bei: Schlaf G’sund,

Bozner Straße 8, Lana. Tel.

0473/564804.

Piroche

Plattner bau

Premetal

Profanters biobrot 051

raiffeisenverband

reider gärtnerei

056

rubner haus

rubner türen

schlaf g’sund

054

sennereiverband

solatube

052

stiftung Vital 047

südtiroler bauernbund

therme Meran 024, 025

trogerhof Pepi staffler

Vog - Marlene


„Abfertigung neu“. Was nun?

Was tun?

Die Reform der Zusatzrente ist beschlossen.

Sie ist am 1. Jänner 2007 in Kraft getreten.

Bis Juni 2007 muss jeder Arbeitnehmer über seine zukünftige Abfertigung entscheiden.

Mit dem Raiffeisen Offenen Pensionsfonds treffen Sie die beste Wahl.

Informieren Sie sich bei Ihrem Berater.

Raiffeisen. Die beste Wahl, wenn es um Vorsorge geht.

www.raiffeisenpensionsfonds.it

Wie finde ich die

beste Lösung für

meine Altersvorsorge?

Was soll mit

meiner Abfertigung

passieren?

Welche Entscheidung

muss ich treffen?

Vor der Unterzeichnung lesen Sie das Informationsblatt

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