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Sechsämtermagazin August 2020

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SECHSÄMTER<br />

MAGAZIN<br />

mit tschechien<br />

Ausgabe Nr. 79<br />

august <strong>2020</strong><br />

familien-magazin für bayern<br />

MEDIENHAUS<br />

schirnding<br />

schirnding.de


Ein Ostfriese kauft eine Motorsäge von einem Verkäufer in<br />

einem Baumarkt. Doch auch nach Tagen hat er Probleme mit<br />

der Säge. Er schafft innerhalb einer Woche nur 4 Bäume zu<br />

fällen.<br />

Enttäuscht kehrt er in den Baumarkt zurück und spricht den<br />

Verkäufer an. Der Verkäufer will die Motorsäge testen und lässt<br />

sie laufen. Der Ostfriese wundert sich und fragt den Verkäufer<br />

"Wat is denn dat für Jeräusch!“<br />

Er: Schatz, wie viel wiegst du eigentlich?<br />

Sie: Das sag ich dir nicht.<br />

Er: Komm, nur die ersten zwei Zahlen.<br />

Ein gutaussehende Frau wird an der Bar angesprochen. Der<br />

Mann: "Ich würde Sie gerne zu einem Drink einladen."<br />

Daraufhin die Frau mit sehr lauter Stimme: "Wie jetzt, ins<br />

Hotel?!!!" Darauf der Mann: "Oh, Entschuldigung, so habe ich<br />

das nicht gemeint".<br />

Die Frau wieder mit sehr lauter Stimme: "Wie jetzt, ins<br />

Hotel?!!!!". Der Mann setzt sich frustriert an seinen Tisch. Die<br />

Frau spricht ihn kurze Zeit später an, dieses mal mit leiser<br />

Stimme: "Tut mir leid mein Herr. Ich bin Psychologin und das<br />

war nur ein soziales Experiment. Darf ich Sie hierzu befragen?"<br />

Der Mann mit sehr lauter Stimme: Wieeee 50 Euro?"<br />

Meine Frau und ich sind zum Entschluss gekommen, dass wir<br />

keine Kinder möchten. Wer welche möchte, soll bitte<br />

Telefonnummer und Adresse hinterlassen, wir bringen sie dann<br />

vorbei.<br />

Polizeiwagen 42 über Polizeifunk: „Hallo Zentrale, hier ist<br />

Wagen 42. Wir haben in der Kaiser-Willhelm-Strasse einen<br />

Mordfall. Eine Frau hat ihren Mann umgebracht. Das Tatmotiv<br />

ist noch nicht ganz geklärt aber angeblich ist die Frau<br />

ausgerastet, als ihr Mann über den frisch gewischten Boden<br />

gelaufen ist.“<br />

Zentrale: „Haben Sie die Frau festnehmen können?“<br />

Wagen 42: „Nein, das konnten wir bislang noch nicht.“<br />

Zentrale: „Warum nicht?“<br />

Wagen 42: „Der Boden ist noch nicht ganz trocken!“<br />

Der Kontrolleur fragt den 22 Jährigen Fahrgast nach der<br />

Fahrkarte. Der zeigt nur eine Kinderfahrkarte.<br />

Kontrolleur: "Das geht nicht, das ist eine Kinderfahrkarte".<br />

Daraufhin der Mann: "Da sehen Sie mal, wie lange ich auf die<br />

Bahn warten musste.“<br />

Bei Facebook ändere ich meinen Namen auf KEIN MENSCH.<br />

Wenn ich Freundschaftsanfragen verschicke, steht dann bei<br />

denen: „KEIN MENSCH möchte mit dir befreundet sein.“<br />

Gestern habe ich mir eine Tarnhose gekauft. Heute kann ich sie<br />

nicht mehr finden.<br />

Es gibt eine komische Sitte in unserem Büro. Das Essen dort hat<br />

Namen. Gestern zum Beispiel holte ich mir ein Sandwich aus<br />

dem Kühlschrank wo "Michael" drauf stand.<br />

Ein älteres Ehepaar geht zum Arzt, weil der Mann sich unwohl<br />

fühlt.<br />

Der Mann wir eingehend untersucht. Der Arzt verschreibt<br />

daraufhin Schlaftabletten.<br />

Die Frau fragt: "Wie häufig, soll ich sie meinem Mann geben?"<br />

Der Arzt antwortet: "Die sind nicht für ihn, die sind für Sie?“<br />

Drei Waschmaschinen stehen im Wald. Kommt ein Jäger vorbei<br />

und erschießt die Erste. Die Waschmaschine ist auf der Stelle<br />

tot. Dann erschießt er die Zweite. Ach sie starb mit dem ersten<br />

Schuss.<br />

Zum Schluss schießt er auf die Dritte. Ein erstes, ein zweites<br />

und ein drittes Mal. Nichts passiert. Er schießt noch einmal. Es<br />

passiert wieder nichts. Da fängt die Waschmaschine an zu<br />

singen: "Waschmaschinen leben länger mit Calgon!“<br />

Das man Hühnchen mit Antibiotika vollpumpt, erklärt<br />

mindestens, warum Hühnersuppe bei Erkältungen hilft.<br />

Der Richter fragt den Angeklagten: "Wann haben sie<br />

Geburtstag?"<br />

"Am 3. Februar" "Welches Jahr?"<br />

"Jedes Jahr Herr Richter.“<br />

Beim Bewerbungsgespräch:<br />

„Frau Lobrink, was sind Ihre Schwächen?“<br />

„Ehrlichkeit.“<br />

„Ich glaube nicht, dass das ein Schwäche ist“<br />

„Auf Ihre Meinung gebe ich einen feuchten Furz.“<br />

Sie: "Ich habe es satt. Ich kann deine fiesen Bemerkungen über<br />

mein Gewicht nicht mehr ertragen! Ich verlasse dich!"<br />

Er: "Aber mein Schatz, was ist mit unserem Kind?"<br />

Sie: "Was für ein Kind?"<br />

Er: "Oh, dass heißt, du bist also gar nicht schwanger!?"<br />

Vater kauft sich ein Lügendetektor der immer ein Geräusch<br />

mach (ein lautes Mieeeepen), wenn jemand lügt. Der Sohn<br />

kommt am Nachmittag nach Hause.<br />

Der Vater: Na, warst du in der Schule. Sohn: ja. Der<br />

Lügendetektor: Miiieeeeep.<br />

Sohn: Ok, ich war im Kino. Detektor: Miiiiiiiieep.<br />

Sohn: Okay, war mit Freunden Bier trinken.<br />

Vater: Was? In deinem Alter haben wir nie Alkohol getrunken.<br />

Detektor: Miiieeeeeeep.<br />

Mutter lacht: Hahahahah, ist halt dein Sohn.<br />

Detektor: Miiiiiiiiieeeeeeep.<br />

Entschuldigung, Sie dürfen hier nicht fischen.<br />

Ich fische nicht! Ich bringe nur meinem Wurm bei zu<br />

schwimmen.<br />

Kleine Umfrage an Verheiratete: Auf einer Skala von 1-10, wie<br />

sehr haben Sie das Sagen in Ihrer Ehe.<br />

Schatz, darf ich bei der Umfrage mitmachen.


Die Leichtigkeit des Sommers<br />

Das mit dieser sommerlichen Leichtigkeit des Seins und all dem Abschütteln von<br />

Schwerem, will mir so gar nicht mehr gelingen. Hier eine Baustelle, dort eine<br />

Motorsense, hier ein lautes Fest und dort ein Gebrumme und der Lärm des<br />

Straßenverkehrs. Kein einziger Tag ohne Lärm und Streß.<br />

Früher war das irgendwie anders.<br />

Heute wird ganze Samstage auch noch auf Baustellen herumgebohrt und gefräst,<br />

so dass einem schon am ersten freien Wochenendtag die Erholung zum Garaus<br />

gemacht wird. Auch am Sonntag findet man keine richtige Ruhe mehr.<br />

Eine Bekannte, die in einem Restaurant arbeitet, meinte neulich, als ich ihr den<br />

ewigen nicht aufhören wollenden Baulärm jammerte: "Ach Schätzchen, die<br />

machen nur ihre Arbeit. Die sind so unter Druck". Man kann alles rationalisieren,<br />

sagte ich und fügte an, dass sie sicher deswegen immer Kopfschmerzen habe.<br />

Etwas lauter kam es dann aus mir: "und überhaupt, man sollte es verbieten. Gute<br />

Arbeit braucht Zeit und nicht Lärm. Sieht man ja, was dabei rauskommt."<br />

Ja, ich weiss, meinte sie stiller und sie erzählte von den Gemeindearbeitern, die<br />

sogar Gras mit dem Laubbläser wegblasen wie das Laub im Herbst.<br />

Stundenlanges Rasen mähen mit großen Maschinen und für 20 qm werden<br />

mindestens 4 Leute gebraucht. Man könne meinen, sie machen den Doktor<br />

darauf. Wie wenn es in einer Gemeinde nichts Anderes zu tun gäbe als unnötig<br />

herumzulärmen und die Zeit totzuschlagen.<br />

Wer hat's erfunden? Wer verbietet es endlich? Ging ja früher auch ohne und<br />

langsamer waren die nicht.<br />

"Ja, ja, die ach so saubere Schweiz", jetzt kam ich so richtig in Fahrt, "die sich<br />

von aussen so gepützelt gibt, hintenrum aber Waffen schiebt, Geld wäscht, die<br />

Kleinen und Armen ausnimmt und die Grossen laufen lässt. Perverser geht ja<br />

wohl nicht.".<br />

Meine Bekannte nickte wohlwollend, eine Tafel Schokolade in der einen,<br />

duftenden Kaffee in der anderen Hand: "Komm, wir machen eine kurze Siesta,<br />

danach geht es wieder an die Arbeit. Wir Kleinen sollten mal alle zusammen<br />

streiken. Weisst du, den Politikern geht es gut, die wissen nicht, was wir alles tun<br />

müssen, um über die Runden zu kommen. Es interessiert sie nicht, ob wir Lärm<br />

ausgesetzt sind, oder ob wir krank sind."<br />

"Das Recht auf ein ruhiges Wochenende, seufz!"<br />

Wir lachten und gingen beide wieder unseres Weges.<br />

Leichtigkeit des Sommers wo bist du nur geblieben?<br />

Dieter Sterlepper


Tiere suchen ein Zuhause<br />

Diese Tiere suchen ein neues und liebevolles Zuhause<br />

Herzlich willkommen auf der Homepage www.utulek-cheb.estranky.cz des Tierheimes<br />

und Hundehotel Eger, das nahe der Grenze zu Deutschland liegt. Unsere Hunde<br />

können Sie im Angebot unter: Psi k adopci finden. Beim anklicken des kleinen Fotos,<br />

öffnet sich eine Seitenvergrößerung. Die Hunde werden kostenlos zur Adoption<br />

freigegeben. Möchten Sie allerdings einen bestimmten Spendenbeitrag leisten, so wird<br />

gewähr-leistet, daß jeder Euro direkt den Tieren zu Gute kommt. Unter dem Angebot<br />

Našli domov sind Informationen zu den freigegebenen Tieren aus ihrem neuen Heim.<br />

Das Angebot Fotky utulku zeigt unsere Einrichtung. Bei Fragen zu einzelnen Tieren<br />

schreiben Sie bitte an Herrn Zahourek unter e-mail: zahourek@safeguard.cz.<br />

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Die Vermittlung unserer Tiere an neue<br />

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Wenn Sie uns besuchen wollen vereinbaren Sie bitte vorher einen Termin.<br />

Unsere Öffnungszeiten: Mo. - Do. 8.00 - 15.30 Uhr; Frei. 8.00 - 14.00 Uhr und<br />

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Inhalt<br />

Angaben gemäß § 5 TMG:<br />

Redaktion-Magazine: Dieter Sterlepper<br />

Rathausstr. 25 a, 95659 Arzberg<br />

Telefon: 0049 9233 / 204 99 43, 204 99 44, 204 99 45<br />

mobil: 0049 157 83 43 93 53<br />

e-mail: sterlepper@web.de<br />

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trauben<br />

Trauben<br />

Was alles in ihnen steckt<br />

Es gibt Wein- und Tafeltrauben –<br />

Tafeltrauben zum Essen, Weintrauben<br />

zur Weinherstellung. Beide Sorten sind<br />

Früchte der Weinrebe und enthalten<br />

relativ viel Fruchtzucker<br />

Inhaltsstoffe der Traube: Relativ<br />

viel Fruchtzucker<br />

Trauben bestehen hauptsächlich aus<br />

Wasser. Sie haben einen relativ hohen<br />

Fruchtzuckergehalt. Sie enthalten zudem<br />

Fruchtsäuren (vor allem Wein- und<br />

Apfelsäure).<br />

In Trauben steckt auch Vitamin B6 und<br />

Folsäure. Vitamin B6 benötigt der Körper<br />

unter anderem für den Eiweißstoffwechsel,<br />

Folsäure unter anderem für die<br />

Blutbildung. Auch enthalten Weintrauben<br />

den sekundären Pflanzenstoff Ellagsäure.<br />

In der Haut der Trauben findet sich<br />

der antioxidativ wirkende Pflanzenstoff<br />

Resveratrol.<br />

Herkunft: Eine der ältesten<br />

Kulturpflanzen<br />

Man unterscheidet zwischen Weintrauben<br />

und Tafeltrauben. Tafeltrauben sind<br />

die Beeren, die umgangssprachlich als<br />

Weintrauben bekannt sind und die wir als<br />

Obst verzehren oder in getrockneter Form<br />

als Rosinen. Aus Weintrauben wird Wein<br />

hergestellt. Die Weinrebe ist eine der<br />

ältesten Kulturpflanzen der Menschen.<br />

Bereits vor 5000 Jahren bauten die<br />

Ägypter die Kletterpflanzen an und<br />

verarbeiteten die Trauben zu Wein. Auch<br />

die Römer schätzten Weintrauben. Sie<br />

verbreiteten die Beeren in den gesamten<br />

Mittelmeerraum und nach Nordeuropa.<br />

Heute sind Wein- und Tafeltrauben ein<br />

wirtschaftlich sehr bedeutendes Gut. Ihre<br />

Produktion liegt weltweit an zweiter Stelle<br />

aller Obstarten. Dabei werden 80 Prozent<br />

der Trauben zu Wein verarbeitet, zehn<br />

Prozent gehen als Tafeltrauben in den<br />

Handel, die restlichen zehn Prozent<br />

w e r d e n g e t r o c k n e t a l s R o s i n e n<br />

angeboten.<br />

Botanik: Rund 16.000 Rebsorten<br />

Eines vorweg: Trauben gehören<br />

botanisch gesehen zu den Beeren. Tafelund<br />

Weintrauben sind die Früchte der<br />

Weinrebe, einer sommergrünen Kletterpflanze.<br />

Der Kletterstrauch, der Winkelranken<br />

bildet, wird an Gerüstsystemen<br />

kultiviert. Die Blüten der Pflanze, aus<br />

denen die Beeren wachsen, sind in<br />

Rispen gebündelt. Die Beeren sind rund<br />

bis oval und grün, gelblich, rot oder blau<br />

bis schwarzblau. Es gibt kernlose Sorten<br />

und welche mit Kernen. Die Kerne<br />

befinden sich in den zwei bis vier Fächern<br />

der Beere, eingebettet im weichen,<br />

saftigen Fruchtfleisch.<br />

Ein Weinstock trägt pro Saison bis zu 50<br />

Trauben und kann bis zu 60 Jahre alt<br />

werden. Die Vielfalt an Traubenarten ist<br />

riesig: Es gibt rund 16.000 Rebsorten. Zu<br />

erwähnen sind die edlen Muskattrauben,<br />

die weiß oder blau sind und nach Muskat<br />

schmecken. Weinreben wachsen in allen<br />

gemäßigten, teils subtropischen Regionen<br />

der Erde. Tafeltrauben brauchen ein<br />

besonders warmes und mildes Klima,<br />

damit sie ihren süßen und aromatischen<br />

Geschmack ausbilden können.<br />

Trauben-Saison: Ein Dauergast<br />

im Obstregal<br />

Weintrauben findet man immer im<br />

Obstregal. Die Länder der Nord- und<br />

Südhalbkugel wechseln sich in der<br />

Produktion ab. Heimische Beeren, die aus<br />

dem Mittelmeerraum stammen, haben<br />

von Ende <strong>August</strong> bis November Hochsaison.<br />

Lagerung: Trauben reifen nicht<br />

nach<br />

Tafeltrauben reifen nicht nach. Deshalb<br />

sollte man darauf achten, nur vollreife,<br />

unbeschädigte Beeren zu kaufen. Auch<br />

sollte ihr Duftfilm, die wachsige Schicht<br />

auf der Beerenhaut, noch vorhanden sein.<br />

Trauben sollte man rasch verbrauchen,<br />

s i e h a l t e n n u r w e n i g e Ta g e . I m<br />

Kühlschrank bleiben sie etwas länger<br />

frisch.<br />

Tipps zur Zubereitung: Frisch,<br />

getrocknet oder als Saft<br />

Tafeltrauben eignen sich als Belag für<br />

Torten, man kann aus ihnen auch Gelee<br />

oder Marmelade kochen. Die Beeren<br />

werden gerne zu Käseplatten gereicht.<br />

Getrocknet sind sie als Rosinen sehr<br />

beliebt. Traubensaft und das aus den Samen<br />

der Beeren gepresste Traubenkernöl<br />

wird aus Weintrauben hergestellt.


mispel<br />

Mispel: Spätes Obst<br />

Die orientalische Frucht findet man nur<br />

selten bei hiesigen Obsthändlern. Die<br />

Mispel schmeckt leicht säuerlich und<br />

eignet sich gut für Marmeladen und<br />

Gelees<br />

Inhaltsstoffe der Mispel:<br />

M i s p e l n e n t h a l t e n u n t e r<br />

anderem Vitamin C, Stärke,<br />

Pektin und Gerbstoffe.<br />

Herkunft der Mispel:<br />

Obst aus dem Orient<br />

Die Mispel stammt ursprünglich<br />

aus dem asiatischen Raum. Im<br />

Orient bauen die Menschen sie<br />

seit etwa 3000 Jahren an.<br />

Später kam die Pflanze nach<br />

Europa und war vor allem im<br />

Mittelalter weit verbreitet. Heute<br />

spielt sie bei uns als Obstlieferant<br />

kaum noch eine Rolle.<br />

Angebaut wird sie hauptsächlich<br />

in Südostasien.<br />

Botanik: Früchte mit<br />

Krönchen<br />

Die Mispel Mespilus germanica<br />

stammt aus der Familie der<br />

Rosengewächse. Der Baum<br />

kann 70 Jahre und älter werden.<br />

Mit einer Höhe von nur etwa<br />

zwei bis fünf Metern ist er eher<br />

kleinwüchsig. Für die Verankerung im<br />

Boden sorgen die flachen, aber weit<br />

verzweigten Wurzeln. Die grünen Blätter<br />

sind oval und laufen spitz zu. Ihre<br />

U n t e r s e i t e i s t h e l l e r<br />

gefärbt als die Oberseite<br />

und filzig behaart.<br />

Die Baumkrone ist ausladend<br />

und wirkt nahezu<br />

rund. Dadurch erscheinen<br />

viele der Gewächse breiter<br />

als hoch. Typisch ist ein<br />

üppiges Verzweigungssystem,<br />

das aus Lang- und<br />

Kurztrieben besteht. Wildwachsende<br />

Arten haben<br />

Dornen an den Trieben.<br />

Nur an den Kurztrieben entstehen die<br />

weißlichen, manchmal auch rosafarbenen<br />

Blüten. Sie erinnern an die Blüten von<br />

Apfelbäumen und erscheinen im Mai und<br />

Juni.<br />

Gegen Ende Oktober reifen die ersten<br />

Früchte. Sie sind bräunlich und von einem<br />

harten Gewebe durchzogen. Daher<br />

kommt auch ihre Bezeichnung als<br />

Steinapfel. Ein Unterscheidungsmerkmal<br />

sind die fünf vertrockneten Kelchzipfel,<br />

die bei der Mispel an einem Ende in Form<br />

einer Krone zusammenstehen. Kulturformen<br />

tragen bis zu sechs Zentimeter<br />

lange Früchte. Wildformen bringen<br />

deutlich kleineres Obst hervor. Jedes<br />

Exemplar enthält fünf längliche Samen.<br />

Tiere wie Vögel oder Eichhörnchen<br />

fressen die zuckerreichen Früchte und<br />

verteilen die Samen. Dadurch helfen sie<br />

den Bäumen bei der Verbreitung.<br />

Mispel-Saison: Seltene<br />

Spätzünder<br />

Erntebereit sind Mispeln nach dem<br />

ersten Frost. In Deutschland ist das Obst<br />

im Supermarkt jedoch nur noch selten<br />

erhältlich.<br />

Lagerung der Mispel:<br />

Mispeln sollten einige Zeit gelagert<br />

werden, bis das Fruchtfleisch teigig ist.<br />

Tipps zur Zubereitung der<br />

Mispel<br />

Erst nach längerer Lagerung<br />

schmecken Mispeln angenehm<br />

aromatisch. Durch die Lagerung<br />

werden die harten Früchte auch<br />

zunehmend mürber. Zur Zubereitung<br />

das Obst aufschneiden,<br />

die Kerne entfernen und das<br />

Fruchtfleisch in Stücke zerteilen.<br />

Alternativ lässt es sich auch gleich<br />

aus der Schale auslöffeln.<br />

Mispeln kann man roh verzehren.<br />

Sie eignen sich aber auch zur<br />

Verarbeitung zu Marmelade,<br />

Gelee, Mus oder Saucen. Häufig<br />

werden sie dabei mit anderem<br />

Obst wie Äpfeln oder Birnen<br />

gemischt. Weitere Spezialitäten<br />

aus der alten Obstsorte sind<br />

Liköre und Wein.<br />

Unter Feinschmeckern gelten in<br />

gezuckertem Essig eingelegte<br />

Mispeln als Delikatesse. Aus<br />

getrockneten Mispeln lässt sich<br />

dank ihres hohen Stärkeanteils ein<br />

aromatisches Mehl gewinnen.


Krebs war früher eine seltene Krankheit,<br />

die nur einen geringen Prozentsatz der<br />

Menschen betraf. Um die Jahrhundertwende<br />

starben nur wenige Menschen an<br />

Krebs. Doch heutzutage ist Krebs so weit<br />

verbreitet, dass fast jeder einen Verwandten<br />

hat, der an Krebs leidet.<br />

Krebserkrankungen stellen heute keine<br />

Ausnahme mehr dar; Krebs ist stattdessen<br />

zu einer der häufigsten Erkrankungen<br />

unserer Zeit geworden.<br />

Krebs entwickelt sich über einen<br />

langen Zeitraum<br />

Entgegen der populären Ansicht benötigt<br />

Krebs mehrere Jahrzehnte, um sich im<br />

Menschen zu entwickeln. Bedingt durch<br />

diese lange Inkubationszeit ist es der<br />

Wissenschaft trotzdem nicht möglich, uns<br />

die Methoden der Zerstörung jeglicher<br />

Krebszellen im Frühstadium zu demonstrieren.<br />

Ferner kann sie uns nicht aufzeigen,<br />

wie die Ausbreitung von Krebszellen<br />

im Körper verhindert werden kann.<br />

Krebs ist nicht<br />

genetischen Ursprungs<br />

Dr. Robert A. Weinberg, Massachusetts<br />

Institute of Technology (MIT), einer der<br />

führenden Krebsforscher und Entdecker<br />

des so genannten Krebs-Gens, widerrief<br />

seine früheren Ansichten, nachdem er<br />

entdeckt hatte, dass " weniger" als ein<br />

DNS-Hauptbestandteil von einer Million<br />

falsch kopiert wurde".<br />

Das reicht nicht aus für einen Defekt!<br />

Seine genauen Worte: "Etwas stimmte<br />

nicht. Der Glaube an die fortlaufende<br />

Aktivierung einer Reihe von Krebs-Genen<br />

hat für die Erklärung der Krebsentstehung<br />

völlig an Bedeutung verloren." Er nannte<br />

die bis dahin gewonnenen genetischen<br />

Erkenntnisse "steril". Die Hauptursache<br />

für Krebs ist demnach nicht genetisch<br />

bedingt.<br />

Dies wurde 1998 bekannt gegeben. Diese<br />

Informationen wurden nicht verbreitet!<br />

Die Wissenschaft ist ratlos<br />

Der Hauptgrund für Krebs nicht genetischer<br />

Natur. Sogar bei familiär bedingter<br />

Vorbelastung gibt es reale Hoffnung auf<br />

Heilung. Unglücklicherweise bewegen<br />

sich die Genforscher rückwärts, indem sie<br />

versuchen, die Fakten in ihre genbestimmten<br />

Theorien zu drängen, obwohl<br />

diese nicht passen. Denn wie Wissenschaftler<br />

viele Jahre zuvor bewiesen, ist<br />

Krebs genetisch nicht dominant. Zu<br />

welchen Schlussfolgerungen führt uns<br />

das? Wo finden wir Lösungen? Was ist mit<br />

den populären Ansichten bezüglich<br />

gesunder Ernährung, um sich gegen<br />

Krebs zu schützen?<br />

Überleben. Und genau deswegen sollte<br />

man auch dementsprechend Eigenverantwortlich<br />

damit umgehen, also die<br />

Verantwortung nicht zur Gänze an andere<br />

abschieben. Letztendlich ist es immer Ihre<br />

eigene Entscheidung, welche Methode<br />

der Behandlung Sie für sich auswählen.<br />

Denn niemand außer Ihnen selbst, wird die<br />

Konsequenzen dafür tragen müssen.<br />

Krebs im Endstadium<br />

Menschen mit Krebs im Endstadium leiden<br />

unter den schmerzenden Nebenwirkungen<br />

einer erfolglosen schulmedizinischen<br />

Krebstherapie. Unter palliative<br />

Betreuung verbringen sie in Sterbehospizen<br />

ihre letzten Wochen.<br />

Was Massenmedien über Krebs<br />

im Endstadium verschweigen<br />

Massenmedien berichten gerne und viel<br />

über schulmedizinische Krebstherapien.<br />

Sie konzentrieren sich dabei auf (zweifelhafte)<br />

Erfolgsmeldungen und neue<br />

angeblich vielversprechende Medikamente<br />

oder Therapien. Über die Vorgänge<br />

auf den Palliativstationen jedoch wird<br />

lieber geschwiegen.<br />

Menschen leiden unter den Folgen der<br />

schulmedizinischen Krebstherapie<br />

In der Schulmedizin soll es – nach<br />

außen hin – nichts als Erfolge<br />

geben<br />

Wenn die Massenmedien das Thema<br />

Krebs ausschlachten, dann tun sie das<br />

meist ganz im Sinne der Schulmedizin.<br />

Deren aggressive Therapien werden als<br />

einzig wahre und als einzig Erfolg<br />

versprechende Behandlungsmethode<br />

dargestellt. Alle anderen Wege, die sich<br />

einem Krebskranken bieten, werden<br />

bekanntlich rundheraus als Scharlatanerie<br />

bezeichnet.<br />

Während die Medien also jeden Krebsüberlebenden<br />

zu den Erfolgen der<br />

Schulmedizin zählen und diese in<br />

regelmäßigen Abständen dafür ehren und<br />

preisen, während sie brav von neuen<br />

geplanten Therapiemöglichkeiten berichten<br />

und frisch auf dem Markt erscheinende<br />

Krebsmedikamente bereits als DIE<br />

Krebskiller schlechthin feiern, wird es<br />

plötzlich ganz still, wenn es nicht mehr um<br />

medizinische Innovationen oder um<br />

Prominente geht, die Krebs besiegten,<br />

sondern wenn die andere Seite im<br />

Mittelpunkt der Berichterstattung stehen<br />

soll:<br />

Das unsägliche Leid von Menschen mit<br />

Krebs im Endstadium. Von Menschen, die<br />

auf den Palliativstationen(1) ihre letzten<br />

Wochen und Monate verbringen. Vom<br />

Sterben nach einer qualvollen und misslungenen<br />

schulmedizinischen Therapie.<br />

In der Schulmedizin soll es – nach<br />

außen hin – keine Toten geben<br />

“Nur sehr wenige Berichte über Krebs<br />

behandeln den Tod und das Sterben, und<br />

selbst jene, die das tun, erwähnen in der<br />

Regel weder die palliative Betreuung noch<br />

die Arbeit von Sterbehospizen,“ schreiben<br />

die Forscher der Universität von Pennsylvania<br />

nach einer diesbezüglichen Studie,<br />

die in den Archives of Internal Medicine<br />

veröffentlicht wurde.<br />

Die Forscher untersuchten 436 Artikel, die<br />

in den Nachrichtenmagazinen Newsweek,<br />

Parade, People, Redbook und Time<br />

erschienen sind, sowie Artikel aus den<br />

acht Tageszeitungen von Chicago, New<br />

York und Philadelphia. Sie fanden heraus,<br />

dass 32,1 Prozent aller Artikel sich auf die<br />

erfolgreiche Behandlung mindestens<br />

eines Patienten konzentrierten, während<br />

nur 7,6 Prozent über letztlich verstorbene<br />

Patienten berichteten. Und gar nur 2,2<br />

Prozent der untersuchten Artikel behandelten<br />

sowohl die positiven als auch die<br />

negativen Therapieergebnisse.<br />

In der Schulmedizin soll es – nach<br />

außen hin – keine Nebenwirkungen<br />

geben<br />

Von 216 namentlich genannten Personen<br />

in den untersuchten Artikeln überlebten<br />

angeblich 78,7 Prozent die Erkrankung,


während nur 21,3 Prozent der Patienten<br />

an ihren Folgen verstarben. Es wäre<br />

interessant zu erfahren, wie diese Zahlen<br />

zustande kamen, da bekannt ist, dass in<br />

Wirklichkeit 50 Prozent der mit Krebs<br />

diagnostizierten Menschen (zumindest in<br />

den USA) die Krankheit nicht überleben.<br />

Außerdem fanden die Forscher heraus,<br />

dass nur in 30 Prozent der Artikel vom<br />

Risiko nachteiliger Therapie-Nebenwirkungen<br />

die Rede ist – und das, obwohl<br />

viele Krebsbehandlungen – wie inzwischen<br />

jeder wissen dürfte – ernstzunehmende<br />

und sogar gefährliche Nebenwirkungen<br />

haben können.<br />

57 Prozent der Artikel behandelten<br />

ausschließlich aggressive Formen der<br />

Krebsbehandlung, aber nur 13,1 Prozent<br />

der Artikel gaben zu, dass derartige<br />

Behandlungsmethoden nicht immer in<br />

einer besseren Überlebensrate resultieren.<br />

Lediglich zwei Artikel (0,5 Prozent)<br />

berichteten von sterbebegleitenden<br />

Maßnahmen, und nur 11 (2,5 Prozent)<br />

sprachen sowohl über die aggressiven<br />

Behandlungsmethode als auch über die<br />

palliative Versorgung.<br />

Und die Wirklichkeit? In der<br />

Schulmedizin wird gelitten und<br />

gestorben<br />

Eine derartig verdrehte Berichterstattung<br />

vermittle den Menschen ein verzerrtes Bild<br />

von den Behandlungsmöglichkeiten bei<br />

Krebs und vor allem von deren Erfolgsaussichten,<br />

warnten die Forscher. Die<br />

Ärzte seien sicher nicht jene heldenhaften<br />

Heiler, die sie vielleicht gerne wären. Im<br />

Gegenteil. Oft führen ihre Therapien<br />

dorthin, wo ihnen letztendlich nichts mehr<br />

anderes übrig bleibe, als die Patienten mit<br />

Hilfe von wohldosierten Schmerzmitteln<br />

und anderen betäubenden Medikamenten<br />

still und leise in den Tod zu begleiten.<br />

Davon jedoch solle möglichst niemand<br />

erfahren.<br />

Fussnote<br />

(1) Palliativstation: Die palliative Betreuung ist eine<br />

medizinische Maßnahme für Patienten mit Krebs im<br />

Endstadium. Sie sind am Ende ihres Leidensweges<br />

angelangt. Nach Meinung der Schulmedizin gibt es<br />

für sie keine Heilchancen mehr. Auf den<br />

Palliativstationen der Kliniken soll die Lebensqualität<br />

dieser Patienten erhöht werden, indem man<br />

versucht, schwere Symptome zu lindern. Palliative<br />

Strahlentherapien etwa sollen Schmerzen<br />

reduzieren sowie Blutungen und Atemnot verhindern<br />

– was in der Praxis in manchen Fällen leider nicht<br />

mehr klappt<br />

Anmerkung:<br />

Das ist hier kein Aufruf, sich bei einer Krebsdiagnose<br />

nicht behandeln zu lassen. Es geht viel mehr<br />

hauptsächlich darum, dass man sich Informationen<br />

aus verschiedenen Quellen holt und sich nicht nur auf<br />

die Aussagen der Schulmedizin verlässt. Es geht um<br />

das eigene Leben – Überleben. Und genau<br />

deswegen sollte man auch dementsprechend<br />

Eigenverantwortlich damit umgehen, also die<br />

Verantwortung nicht zur Gänze an andere<br />

abschieben. Letztendlich ist es immer Ihre eigene<br />

Entscheidung, welche Methode der Behandlung Sie<br />

für sich auswählen. Denn niemand außer Ihnen<br />

selbst, wird die Konsequenzen dafür tragen müssen.<br />

Der letzte Wunsch, den ich noch habe...<br />

Ich weiß nicht weiter.<br />

Wo ist das Ende? Wo war der Anfang?<br />

Wo sind die Tränen, die ich nicht mehr weinen kann?<br />

Die Leere in mir tötet mich. Frisst mich auf. Zerreisst mich.<br />

Genau wie die Dunkelheit und die Gedanken, die nicht aufhören,<br />

und die Erinnerungen an die ich mich nicht erinnern will.<br />

Nachts kommt alles wieder. Nachts ist alles da,<br />

so lebendig in meinem Kopf. Ich kann meine Erinnerungen nicht töten,<br />

denn ich selbst bin toter als meine Erinnerungen.<br />

Nachts sterbe ich, tagsüber sterbe ich langsam vor mich hin,<br />

so fühlt es sich an.<br />

Aber noch bin ich nicht vollständig tot. Mein Herz schlägt<br />

und meine Lunge füllt sich bei jedem Atemzug mit Luft.<br />

Ich will tot sein doch einfach so stirbt mein Körper nicht,<br />

auch wenn ich innerlich immer weiter sterbe<br />

und schon lange die Grenze überquert habe..<br />

Die Grenze zum Tod, von der es kein Zurück gibt.<br />

Ich bin körperlich noch nicht tot, doch dennoch lebe ich nicht mehr.<br />

Ich existiere nur noch. Ich bin gar nichts mehr.<br />

Geistermädchen.<br />

Das bin ich. Ein Geist.<br />

Zwischen Vergangenheit und Zukunft gefangen<br />

doch kein Teil der Gegenwart.<br />

In die Vergangenheit kann ich nicht zurück, und will es auch nicht.<br />

Das einzige was ich will wäre die Zeit zurückdrehen, bestimmte Dinge<br />

ungeschehen machen, alles neu, noch mal ganz von vorn anfangen<br />

- ein neues Leben ohne Krankheit mit meinem geliebten Mann.<br />

Doch das geht nicht.<br />

Die Vergangenheit ist für mich nicht vergangen,<br />

denn sie verfolgt mich auf Schritt und Tritt und lässt mich nicht los.<br />

Die Erinnerungen holen mich immer und immer wieder ein,<br />

vor ihnen kann ich nicht fliehen.<br />

Eine Zukunft gibt es für mich so gesehen nicht,<br />

da ich keinen Weg mehr habe, den ich gehen kann.<br />

Ich bin stehen geblieben. Irgendwo, irgendwann.<br />

Während alle und alles weiterging. Die Zukunft ist weitergegangen,<br />

hat mich zurückgelassen. Ich kann nicht mit.<br />

Ich kann weder vor noch zurück. Aber ich stehe auch nicht im Jetzt.<br />

Ich sehe die Gegenwart, sehe das Leben,<br />

bin aber selbst kein Teil mehr davon.<br />

Ich kann nur noch zusehen, bin nicht mehr fähig selbst zu leben,<br />

Kann nicht mehr lachen, wie alle anderen lachen, kann nicht mehr leben.<br />

Ich lebe in einer anderen Welt, einer anderen Wirklichkeit.<br />

Hinter Nebelschleiern, in einer Parallelwelt die über dieser liegt,<br />

greifbar nah und zugleich unerreichbar fern.<br />

Ich kann nicht leben wie andere,<br />

bin nicht fürs leben gemacht, weil ich nicht lebe.<br />

Ich bin nichts mehr.<br />

Ich bin ein Geistermädchen.<br />

Ich will einfach nur tot sein.<br />

Endgültig tot und verschwinden.<br />

Dann wäre ich zumindest etwas: tot. Eine Tote.<br />

Und für Geister gibt es sowieso keine andere Hoffnung mehr,<br />

außer endgültig verschwinden zu können.<br />

Um das eigene Dasein,<br />

das im Grunde keines mehr ist,<br />

nicht länger ertragen zu müssen.<br />

Lilo<br />

Gedanken einer<br />

Krebspatientin im Endstadion


Oberpfälzer Küche<br />

Oberpfälzer Zoiglbierbraten<br />

Rinderschmorbraten<br />

Zutaten für Portionen<br />

1,8 kg Rindfleisch (z.B. falsche Lende)<br />

1 EL Salz<br />

1 TL Pfeffer<br />

2 EL Fett zum Braten<br />

¼ Liter Bier (Dunkles Zoiglbier)<br />

250 g Zwiebel(n)<br />

1 TL Honig<br />

½ Liter Fleischbrühe<br />

500 g Möhre(n)<br />

150 g Backpflaumen ohne Stein<br />

1 TL Pfeffer, geschroteter<br />

200 g Sauerrahm<br />

1 EL Mehl<br />

Zubereitung<br />

Das Fleisch waschen und mit einem<br />

Küchentuch trockentupfen. Mit Salz und<br />

Pfeffer einreiben. Das Fett in einem Bräter<br />

erhitzen und den Braten darin rundum<br />

kräftig anbraten. Das angebratene<br />

Fleisch aus dem Bräter nehmen.<br />

Zoiglbier mit Honig mischen. Die Zwiebeln<br />

in dem Bratensatz anschwitzen und nach<br />

und nach mit dem Zoiglbier/Honiggemisch<br />

ablöschen, dabei die Flüssigkeit<br />

jedesmal ganz einkochen lassen (glasieren).<br />

Das Fleisch wieder in den Bräter<br />

geben, die Brühe angießen und den<br />

Braten zugedeckt etwa 1,5 Std. im Rohr<br />

bei 160° schmoren lassen.<br />

Inzwischen die Möhren schälen und in<br />

Scheiben schneiden. Die Backpflaumen<br />

in einem Sieb heiß abbrausen und<br />

abtropfen lassen. Die Möhrenscheiben<br />

und die Backpflaumen zum Fleisch<br />

geben, das Ganze noch mit geschrotetem<br />

Pfeffer würzen und weitere 30 Minuten<br />

garen. Den Braten herausnehmen und<br />

etwas ruhen lassen.<br />

Inzwischen den sauren Rahm mit dem<br />

Mehl verrühren und in die Sauce<br />

einrühren. Einige Minuten kochen lassen,<br />

abschmecken. Dann den Braten in<br />

Scheiben schneiden, wieder in die Sauce<br />

legen und kurz erhitzen. Zusammen mit<br />

der Sauce auf einer Platte anrichten. Mit<br />

Kartoffel- oder Semmelknödeln und<br />

einem gemischten Salat servieren.<br />

Anmerkung: Zoiglbier ist ein dunkles<br />

untergäriges Bier aus der Oberpfalz. Es<br />

eignen sich natürlich auch viele andere<br />

Dunkelbiersorten.<br />

Oberpfälzer Bauchstecherla<br />

Wichtig bei jedem einzelnen Bauchstecherla<br />

ist die individuelle Form. Keine Nudel<br />

gleicht der anderen, weil sie eben noch<br />

per Hand abgedreht werden.<br />

Originalrezept für 4 Personen:<br />

500 g doppelgriffiges Mehl (Wiener<br />

Griesler)<br />

2 Ei<br />

3 TL Salz<br />

ca. 175 ml Wasser<br />

Zubereitung:<br />

Zutaten gut miteinander verkneten, evtl.<br />

noch etwas Wasser dazu geben, so dass<br />

ein zäher Teig entsteht. Anschließend<br />

kleine Stücke abreisen. Durch Rollen in<br />

den Handinnenflächen kleine Nudeln<br />

formen. Diese sollten dann in etwa<br />

ausschauen wie Schupfnudeln, also die<br />

Enden müssen spitz zulaufen. Die Bauchstechala<br />

in reichlich kochendes Salzwasser<br />

schmeißen und rund 20 Minuten<br />

kochen lassen. Anschließend in ein Sieb<br />

abgießen und mit kaltem Wasser<br />

abbrausen. Klassisch werden sie mit Butter<br />

in einer Pfanne knusprig, goldbraun<br />

angebraten. Speckwürfel und Lauchringe<br />

dazu, mit Salz und Pfeffer würzen – Fertig!<br />

Im Grunde genommen sind Bauchstecherla<br />

aber Nudeln, dass heißt:<br />

Bauchstecherla können sie mit jeder<br />

Nudelsoße kombinieren. Sie eignen sich<br />

auch als Schupfnudelersatz, also einfach<br />

mit Speck und Sauerkraut anbraten. Oder<br />

sie servieren die Bauchstecherla einfach<br />

als süße Dessertvariation - anbraten, in<br />

Zimt-Zucker wenden mit Vanilleeis<br />

servieren - FERTIG!<br />

Apfelkuchen nach<br />

Oberpfälzer Art<br />

sehr saftig, mit Quark - Ölteig<br />

Zutaten für Portionen<br />

150 g Quark, Magerstufe<br />

6 EL Öl<br />

1 Ei(er)<br />

2 EL Milch<br />

300 g Mehl<br />

75 g Zucker<br />

1 Prise Salz<br />

1 Pck. Vanillezucker<br />

1 Pck. Backpulver<br />

Für den Belag:<br />

600 g Äpfel, säuerliche<br />

Für die Streusel:<br />

200 g Mehl<br />

150 g Butter<br />

150 g Zucker<br />

1 TL Zimt<br />

Zubereitung<br />

Für den Teig Quark, Öl, Ei, Milch, Zucker,<br />

Salz und Vanillezucker verrühren. Das<br />

Mehl mit dem Backpulver mischen und<br />

unterkneten. Die Äpfel schälen, das<br />

Kerngehäuse herausschneiden und in<br />

Spalten schneiden. Den Teig in einer 28-<br />

cm-Springform ausrollen und mit den<br />

Apfelspalten belegen.<br />

Für die Streusel die weiche Butter mit dem<br />

Zucker, dem Zimt und dem Mehl rasch zu<br />

einem Teig verkneten und mit den Händen<br />

verkrümeln. Die Streusel auf dem Kuchen<br />

verteilen und das Ganze bei 200°C Umluft<br />

ca. 30 min backen.


8 Lebensmittel, von denen Du<br />

unendlich essen kannst, ohne<br />

davon dick zu werden!<br />

Perfekt, um einfach und ohne<br />

Hungergefühl abzunehmen<br />

Willst Du viel essen ohne<br />

zuzunehmen?<br />

Mit diesen Lebensmitteln<br />

ist das möglich!<br />

Wenn man abnehmen möchte, oder sich<br />

einfach gesund ernähren, steht man<br />

häufig vor dem Problem, dass man einfach<br />

zu wenig essen kann oder darf und sich<br />

dann total hungrig fühlt. Dieser Heisshunger<br />

führt dann dazu, dass automatisch<br />

wieder mehr gegessen wird, als gut sein<br />

könnte.<br />

Wir stellen Euch hier 8 Lebensmittel vor,<br />

von denen Ihr jede Menge essen könnt,<br />

ohne ein schlechtes Gewissen haben zu<br />

müssen. Der große Vorteil: Man nimmt<br />

sogar noch ab. Und es ist nicht nur Obst<br />

und Gemüse dabei! Los gehts:<br />

1. Die guten Himbeeren<br />

Erstens sind sie sehr gesund, sie wirken<br />

Blut reinigend, antioxidantisch und sollen<br />

sogar Krebs vorbeugen können. Von ihnen<br />

kann man essen ohne Ende! Himbeeren<br />

haben je 100 g gerade mal ca. 40 Kalorien.<br />

2. Konjak Nudeln<br />

Diese asiatische Leckerei ist super<br />

kalorienarm und macht super satt. Sie<br />

haben einen hohen Ballaststoffanteil, der<br />

stark sättigend wirkt. Ein bisschen<br />

Gemüse dazu und Ihr könnt davon essen,<br />

bis Ihr richtig satt seid. Pro 100 g enthalten<br />

sie gerade mal lächerliche 8 Kalorien.<br />

3. Pfirsiche<br />

Arm an Kalorien, sie enthalten nur ca. 40<br />

Kalorien je 100 Gramm, liefern sie alles,<br />

was man braucht: Kalium, die Vitamine A,<br />

B und C, Eisen und Kalzium.<br />

4. Erdbeeren<br />

Jetzt gibt es auch wieder Erdbeeren. Auch<br />

von ihnen kann man essen, bis man satt<br />

ist. Sie sind sehr gesund, reich an<br />

Vitaminen und haben nur ca. 30 Kalorien je<br />

100 Gramm. Für Frauen interessant: Sie<br />

enthalten auch viel Folsäure.<br />

5. Karotten<br />

sind auch super gegen Heißhunger und<br />

machen satt. Sie enthalten Kalium,<br />

Kalzium und jede Menge Vitamin A.<br />

Außerdem sollen auch Karotten vor Krebs<br />

schützen können. 100 Gramm Karotten<br />

enthalten nur ca. 25 Kalorien.<br />

6. Götterspeise<br />

Auch auf eine leckere Götterspeise muss<br />

man nicht verzichten, wenn man statt<br />

Zucker einfach Ersatzstoffe nimmt wie<br />

Stevia z.B. Mit einem Zuckerersatzstoff<br />

hat Götterspeise gerade mal 8 Kalorien je<br />

100 Gramm!<br />

7. Gurken<br />

sind gerade im Sommer DAS Wundermittel<br />

schlechthin: Sie haben nur ca. 25<br />

Kalorien je 100 Gramm, enthält jede<br />

M e n g e g e s u n d e r V i t a m i n e u n d<br />

Mineralstoffe und löschen sehr gut den<br />

Durst, da sie aus ca. 95 Prozent Wasser<br />

bestehen.<br />

8. Tomaten<br />

Und zuletzt noch die Tomaten! Nicht<br />

umsonst kocht man im Mittelmeer Raum<br />

überwiegend Gerichte mit Tomaten. Sie<br />

sind super gesund, haben nur ca. 9<br />

Kalorien je 100 Gramm und besitzen sehr<br />

viele gesunde Inhaltsstoffe: Carotinoid ist<br />

gut fürs Herz, gegen Tumore und<br />

Schlaganfälle.<br />

Eine Besonderheit der Tomate ist auch der<br />

sehr hohe Anteil an Lycopin. Dieser rote<br />

Farbstoff, der auch nach dem Kochen<br />

erhalten bleibt, ist ein hervorragender<br />

Schutzstoff für die Gefäße und schützt vor<br />

frühzeitiger Alterung.<br />

Also ein Schönheitsmittel auch noch!


Stephen<br />

Hawking<br />

Stephen Hawking und Gott<br />

Professor John C. Lennox<br />

Oxford<br />

In seinem neuesten Buch, „Der große<br />

Entwurf – Eine neue Erklärung des<br />

Universums“ stellt der berühmteste<br />

aller Physiker, Stephen Hawking<br />

(zusammen mit seinem Koautor<br />

Leonard Mlodinow) den Glauben an<br />

die göttliche Erschaffung des<br />

Universums infrage.<br />

Ihm zufolge liefern die Gesetze der<br />

Physik, nicht der Wille Gottes, die<br />

wirkliche Erklärung dafür, wie das<br />

Leben auf der Erde entstand. Der<br />

Urknall, argumentiert er, sei die<br />

unausweichliche Konsequenz aus<br />

diesen Gesetzen: „Weil es ein Gesetz<br />

wie das der Schwerkraft gibt, kann<br />

und wird das Universum sich selbst<br />

aus dem Nichts erschaffen.“ Hawking<br />

behauptet: „Spontane Schöpfung ist<br />

der Grund dafür, dass es etwas gibt<br />

und nicht nichts, dass das Universum<br />

existiert, dass wir existieren.“ Die<br />

Folge: „Es ist nicht nötig, einen Gott<br />

heraufzubeschwören, der das blaue<br />

Zündpapier in Brand und das<br />

Universum in Gang setzt.“<br />

tungen auf, nach denen die überwältigende<br />

Komplexität der Welt<br />

durch die ausschließliche Bezugnahme<br />

auf den Grundstoff des<br />

Universums (Masse/Energie) oder<br />

auf physikalische Gesetze wie die<br />

Schwerkraft erklärt werden kann. In<br />

seinem Buch finde ich eine Reihe von<br />

Missverständnissen, die durch<br />

logische Fehlschlüsse verstärkt werden.<br />

Erstens ist Hawkings Gottesbegriff<br />

unzulänglich. Nach den oben zitierten<br />

Aussagen scheint er sich Gott als<br />

einen „Lückenbüßergott“ zu denken,<br />

der immer dann zur Erklärung<br />

herbeigezogen wird, wenn wir keine<br />

wissenschaftliche Erklärung für etwas<br />

haben – daher die Schlussfolgerung,<br />

die Physik lasse keinen Raum mehr<br />

für Gott, da sie den letzten Ort<br />

beseitigt habe, wo er hätte zu finden<br />

sein können – den Moment der<br />

Schöpfung.<br />

Doch das entspricht keineswegs dem<br />

Glauben der großen monotheistischen<br />

Religionen. Für sie ist Gott nicht<br />

nur bei der Schöpfung zu finden; er ist<br />

der Urheber schlechthin. Gott hat das<br />

Universum geschaffen, und er erhält<br />

es beständig im Dasein. Ohne ihn<br />

gäbe es für die Physiker nichts zu<br />

studieren. Gott ist der Schöpfer<br />

Hawkings Argument ist keineswegs<br />

neu. Wissenschaftler stellen schon<br />

seit vielen Jahren ähnliche Behaupsowohl<br />

der Teile des Universums, die<br />

wir nicht verstehen, als auch der Teile,<br />

die wir verstehen. Und natürlich sind<br />

es gerade die Teile, die wir verstehen,<br />

die uns die stärksten Hinweise auf<br />

Gottes Existenz und sein Handeln<br />

liefern. So wie ich das Genie hinter<br />

einem technischen oder künstlerischen<br />

Werk um so mehr bewundern<br />

kann, je besser ich es verstehe, so<br />

nimmt auch meine Verehrung des<br />

Schöpfers zu, je besser ich verstehe,<br />

was er getan hat. Dass nicht nur<br />

Hawkings Gottesbegriff, sondern<br />

auch sein Verständnis von Philosophie<br />

unzulänglich ist, zeigt sich,<br />

wenn er uns auffordert, uns zwischen<br />

Gott und den Gesetzen der Physik zu<br />

entscheiden. Hier vermischt er zwei<br />

völlig unterschiedliche Dinge: physikalische<br />

Gesetzmäßigkeit und persönliches<br />

Handeln. Das sind falsche<br />

Alternativen! Es handelt sich hier um<br />

einen klassischen Kategorienfehler.<br />

Seine Aufforderung, zwischen der<br />

Physik und Gott zu wählen, ist ebenso<br />

offenkundig absurd wie die Aufforderung,<br />

sich entweder für die<br />

physikalischen Gesetze oder für den<br />

Luftfahrtingenieur Sir Frank Whittle zu<br />

entscheiden, wenn man den Düsenantrieb<br />

erklären will.<br />

Die Gesetze der Physik können<br />

erklären, wie ein Düsenantrieb<br />

funktioniert, aber nicht, wie er


entstanden ist. Es leuchtet jedem ein,<br />

dass ein Düsenantrieb nicht durch die<br />

physikalischen Gesetze allein erschaffen<br />

werden konnte – dafür waren<br />

die Intelligenz und Kreativität Whittles<br />

erforderlich – und das Vorhandensein<br />

entsprechender Bedingungen und<br />

Materialien.<br />

Die Welt des strengen Naturalismus,<br />

in der clevere mathematische<br />

Gesetze ganz von sich aus das<br />

Universum und das Leben ins Dasein<br />

rufen, ist reine Fiktion (bzw. Science<br />

Fiction). Theorien und Gesetze rufen<br />

keine Materie/Energie ins Dasein. Die<br />

Ansicht, sie wären irgendwie doch<br />

dazu imstande, erscheint als eine<br />

recht verzweifelte Ausflucht vor der<br />

alternativen Möglichkeit, die Hawking<br />

mit seiner Frage impliziert: „Oder<br />

braucht sie einen Schöpfer?“<br />

Hawking sagt, die Existenz der<br />

Schwerkraft bedeute, dass die Entstehung<br />

des Universums unvermeidlich<br />

gewesen sei. Aber wie kam es<br />

überhaupt zur Schwerkraft? Welche<br />

schöpferische Kraft steckt hinter ihrer<br />

Existenz? Wer hat sie eingesetzt mit<br />

all ihren Eigenschaften und ihrem<br />

Potenzial, mathematisch beschrieben<br />

zu werden?<br />

In ihrem Bemühen, die klaren<br />

Hinweise für die Existenz einer<br />

göttlichen Intelligenz hinter der Natur<br />

zu umgehen, sind atheistische<br />

Wissenschaftler gezwungen, viel<br />

weniger wahrscheinliche Kandidaten<br />

wie Masse/Energie und den Naturgesetzen<br />

schöpferische Kräfte zuzuschreiben.<br />

Wie jeder Physiker sieht sich auch<br />

Hawking mit eindrucksvollen Hinweisen<br />

auf einen Entwurf des<br />

Universums konfrontiert, wie er in<br />

seinem Buch erklärt: „Unserem<br />

Universum und seinen Gesetzen<br />

scheint ein Entwurf zugrunde zu<br />

liegen, der sowohl darauf zugeschnitten<br />

ist, uns zu erhalten, als<br />

auch, wenn wir existieren sollen,<br />

wenig Spielraum für Abweichungen<br />

lässt. Das ist nicht leicht zu erklären<br />

und wirft natürlich die Frage auf,<br />

warum dem so ist. … Die in jüngerer<br />

Zeit gemachte Entdeckung der<br />

extremen Feinabstimmung vieler<br />

Naturgesetze könnte zumindest<br />

einige von uns zurück zu der alten<br />

Vorstellung führen, dieser große<br />

Entwurf sei das Werk eines großen<br />

Entwerfers. … Das ist nicht die<br />

Antwort der modernen Wissenschaft<br />

… unser Universum scheint nur eines<br />

von vielen zu sein, von denen jedes<br />

andere Gesetze hat.“<br />

Damit kommen wir zum Multiversum.<br />

Der Grundgedanke, der hinter den<br />

verschiedenen Theorien des Multiversums<br />

steht, ist, dass es so viele<br />

Universen gibt (unendlich viele, wie<br />

manche meinen, was immer das<br />

bedeutet), dass alles, was passieren<br />

kann, in irgendeinem Universum auch<br />

passieren wird. Demnach ist es nicht<br />

überraschend, so das Argument, dass<br />

es mindestens ein Universum wie das<br />

unsere gibt.<br />

Auch hier tappt Hawking in die Falle<br />

der falschen Alternativen: Gott oder<br />

das Multiversum. Aus theoretischer<br />

Sicht könnte Gott so viele Universen<br />

erschaffen haben, wie es ihm beliebt.<br />

Der Gedanke des Multiversums an<br />

sich schließt Gott nicht aus. Die<br />

Theorie vom Multiversum ist allerdings<br />

unter Wissenschaftlern sehr<br />

umstritten. Hawkings Argumente<br />

erklären sich zu einem großen Teil aus<br />

der Vorstellung, es bestünde ein tief<br />

sitzender Konflikt zwischen Wissenschaft<br />

und Religion. Doch einen<br />

solchen Zwist kann ich nicht erkennen.<br />

Für mich als gläubigen Christen


verstärkt die Schönheit der wissenschaftlichen<br />

Gesetze meinen Glauben<br />

an einen intelligenten Schöpfer.<br />

Je besser ich die Wissenschaft<br />

verstehe, desto mehr glaube ich an<br />

Gott, weil ich über die Größe,<br />

Raffinesse und Vollständigkeit seiner<br />

Schöpfung staune.<br />

Dass die Naturwissenschaft im sechzehnten<br />

und siebzehnten Jahrhundert<br />

unter Männern wie Galileo, Kepler<br />

und Newton so sehr aufblühte, lag ja<br />

gerade an ihrer Überzeugung, dass<br />

die Naturgesetze, die damals<br />

entdeckt und formuliert wurden, den<br />

Einfluss eines göttlichen Gesetzgebers<br />

widerspiegelten. Der Glaube an<br />

Gott hat die Wissenschaft keineswegs<br />

behindert; im Gegenteil, er war der<br />

Motor, der sie antrieb.<br />

Die Tatsache, dass Wissenschaft<br />

(größtenteils) eine rationale Aktivität<br />

ist, führt uns zu einem weiteren<br />

Denkfehler Hawkings. Wie so viele<br />

Atheisten möchte er uns glauben<br />

machen, wir Menschen seien nichts<br />

als „bloße Ansammlungen der<br />

fundamentalen Partikel der Natur“.<br />

Dabei scheint er gar nicht wahrzunehmen,<br />

dass dies, wenn es zuträfe,<br />

nicht nur den Glauben an Gott<br />

unterminieren würde, sondern gerade<br />

die Rationalität, die wir brauchen, um<br />

Wissenschaft zu treiben. Wenn es<br />

wahr wäre, woher sollten wir das<br />

überhaupt wissen? Denn wenn das<br />

Gehirn nur das Endprodukt eines<br />

geistlosen, absichtslosen Prozesses<br />

wäre, dann gäbe es keinen Grund zu<br />

glauben, dass es fähig ist, uns die<br />

Wahrheit erkennen zu lassen.<br />

Abschließend scheint mir wichtig zu<br />

erwähnen, dass eine rationale<br />

Untermauerung der Existenz Gottes<br />

nicht nur im Bereich der Naturwissenschaft<br />

zu finden ist. Die<br />

Geschichte liefert uns eindrückliche<br />

Hinweise darauf, dass Gott sich der<br />

Menschheit vor zwei Jahrtausenden<br />

durch Jesus Christus geoffenbart hat.<br />

Mein Glaube an Gott beruht nicht nur<br />

auf dem Zeugnis der Naturwissenschaft,<br />

sondern auch auf dem Zeugnis<br />

der Geschichte; insbesondere auf der<br />

Tatsache, dass Jesus Christus von<br />

den Toten auferstand. Darüber hinaus<br />

lassen sich religiöse Erfahrungen von<br />

Millionen Gläubigen nicht einfach<br />

abtun.<br />

Hawking meint, die Möglichkeit der<br />

Existenz anderer Lebensformen im<br />

Universum untergrabe die traditionelle<br />

religiöse Überzeugung, auf<br />

einem einzigartigen, von Gott<br />

erschaffenen Planeten zu leben.<br />

Hawking liefert allerdings keinen<br />

Beweis dafür, dass es dort draußen<br />

andere Lebensformen gibt. Es ist<br />

eigentlich erstaunlich, dass Atheisten<br />

oft für die Existenz außerirdischer<br />

Intelligenzen streiten, während sie<br />

doch so sehr bestrebt sind, die<br />

Möglichkeit zu leugnen, dass es „da<br />

draußen“ ein unermessliches, intelligentes<br />

Wesen gibt – Gott.<br />

Hawkings Attacke wird die Fundamente<br />

eines intelligenten Glaubens,<br />

der auf dem kumulativen Zeugnis von<br />

Wissenschaft, Geschichte, biblischer<br />

D a r s t e l l u n g u n d p e r s ö n l i c h e r<br />

Erfahrung beruht, nicht erschüttern<br />

können.<br />

Das Ende der Welt wurde von<br />

Stephen Hawking vorhergesagt,<br />

bevor er starb und wir sollten nervös<br />

sein<br />

Stephen Hawking, der geliebte<br />

theoretische Physiker, starb kürzlich<br />

und seine Abwesenheit erschüttert die<br />

Welt. Er war 76 Jahre alt, als er in<br />

seinem Haus in Cambridge starb.<br />

Hawking hat der Menschheit so viel<br />

gegeben und sein Verlust wird noch<br />

viele Jahre tief spürbar sein. Er war<br />

eines der brillantesten Genies, die<br />

dieses letzte Jahrhundert hervorgebracht<br />

hat.<br />

Während dieser Zeit der Dunkelheit<br />

finden wir Licht, indem wir uns daran<br />

erinnern, wie seine Arbeit das<br />

Universum erleuchtet hat.<br />

Hawkings Lebensgeschichte ist<br />

besonders tragisch. Im jungen Alter<br />

von 21 Jahren wurde bei ihm die<br />

schwächende Krankheit ALS diagnostiziert,<br />

die seinen gesamten<br />

Körper langsam gelähmt machte.<br />

Seine Existenz war von ständigen<br />

Schmerzen erfüllt. Dennoch entschied<br />

er sich, durch sein sprachgenerierendes<br />

Werkzeug von seinem<br />

Rollstuhl aus zu kommunizieren. So<br />

vermittelte er seine erstaunlichen<br />

Entdeckungen über Jahrzehnte.<br />

Hawking versuchte "die Theorie von<br />

allem" zu lernen, die den biografischen<br />

Film mit Eddie Redmayne 2014<br />

inspirierte.<br />

Aber was uns am meisten überrascht


hat, ist eine Vorhersage, die Hawking<br />

kurz vor seinem Tod über die<br />

Menschheit gemacht hat. Ob das ein<br />

Zufall oder seine Abschiedswarnung<br />

war, wir sollten aufpassen.<br />

Hawkings letztes Werk war das<br />

Schreiben eines Beitrags, der die<br />

Existenz eines Multiversums beweisen<br />

sollte. Er prophezeite, dass unser<br />

Universum langsam ins Nichts<br />

verblassen würde, sobald all unseren<br />

Sternen der Treibstoff ausgehen<br />

würde. Einige Leute glauben, dass<br />

Hawking endlich einen Weg gefunden<br />

hat, andere Universen zu finden,<br />

wenn unseres stirbt.<br />

Es war bekannt, dass Hawking die<br />

Existenz von intelligentem Leben in<br />

Frage stellte, und er fragte sich oft, ob<br />

andere Lebensformen die Zeichen<br />

unseres Lebens sehen und wissen,<br />

dass wir hier sind oder ob wir einfach<br />

auf einem Felsen im toten Meer<br />

treiben.<br />

The Sunday Timesberichtete, dass,<br />

wenn Hawkings Beitrag, der als "Ein<br />

reibungsloser Ausgang von der ewigen<br />

Inflation" betitelt ist, die Existenz<br />

von mehreren Universen beweist, er<br />

einen Nobelpreis gewonnen haben<br />

könnte, falls er noch lebte.<br />

Sein Beitrag wird derzeit zur Veröffentlichung<br />

überprüft, also hoffentlich<br />

können wir einige Antworten zu<br />

gegebener Zeit haben.<br />

Doch Hawkings gruseligste Vorhersage<br />

ist, was als nächstes kommt.<br />

Es ist kein Geheimnis, dass die Überbevölkerung<br />

eine enorme Belastung<br />

für unsere Ressourcen darstellt.<br />

Milliarden von Menschen haben<br />

keinen Zugang zu sauberem Wasser<br />

oder Nahrung. Die Mehrheit unserer<br />

Bevölkerung ist entweder übergewichtig<br />

oder verhungert.<br />

Hawking hat uns gewarnt, dass unsere<br />

aktuellen Reproduktionstrends<br />

nicht innerhalb des nächsten Jahrtausends<br />

aufrechterhalten werden<br />

können. Er glaubte, dass "bis zum<br />

Jahr 2600 die Weltbevölkerung<br />

Schulter an Schulter stehen würde<br />

und der Stromverbrauch die Erde<br />

rotglühend werden lassen würde."<br />

Hawking bot eine Lösung an, nämlich:<br />

andere Planeten zu terraformieren,<br />

damit diese Leben erhalten können.<br />

Mars ist aufgrund seiner Nähe und<br />

Ähnlichkeiten zur Erde eine attraktive<br />

Wahl.<br />

Elon Musk, CEO von SpaceX, hofft,<br />

dies in naher Zukunft zu erreichen, da<br />

er derzeit daran arbeitet, die Raumfahrt<br />

erschwinglich für normale<br />

Menschen zu machen, die keine<br />

Astronauten sind.<br />

Nur die Zeit wird zeigen, wie weit die<br />

Menschheit in diesem Universum<br />

oder in vielen Universen reisen kann..<br />

Burg Apotheke Thierstein<br />

Rosa Maria Rohr<br />

Inh. Angelika C. Grimm e. Kfr.<br />

An der Kirche 13<br />

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Horoskop<br />

Jungfrau 24.8. - 23.9. - Ordnung muß sein<br />

Das Jungfrau-Kind braucht diese Verlässlichkeit<br />

und es tut ihm gut, wenn z.B. das<br />

abendliche Ritual vor dem Schlafengehen<br />

immer gleich abläuft. Aus dieser Sicherheit<br />

schöpfend, hat es dann den Mut, sich den<br />

anderen Neuerungen schrittweise zu nähern, ob<br />

dies der erste Gang in den Kindergarten ist,<br />

oder eine Einladung bei Bekannten, die das<br />

Kind noch nicht kennt. Seine handwerkliche<br />

Geschicklichkeit wird schnell sichtbar, denn<br />

früh mag es sich für Basteleien interessieren<br />

oder auch für im Alltag anfallende Arbeiten, sei<br />

es der Hausputz oder die Gartenarbeit. In seiner<br />

hilfsbereiten Art macht es ihm Spaß, Mama oder<br />

Papa zur Hand zu gehen.<br />

Schwangerschaft<br />

Im Garten Eden<br />

So mag sich das zukünftige Jungfrau-Kind<br />

fühlen, wenn es sicher und beschützt im Bauch<br />

heranwächst. Wenn die Mama dann selbst Spaß<br />

daran hat, den vielleicht eigenen Garten zu<br />

bepflanzen, die Erde zu spüren oder reife<br />

Beeren zu ernten, um Marmelade daraus zu<br />

kochen, dann spürt es die Heimeligkeit seiner<br />

Familie. Vielleicht haben die Mama oder Oma<br />

auch Lust die ersten Söckchen oder das<br />

Mützchen selbst zu stricken - dies wäre ganz im<br />

Sinne der Jungfrau.<br />

Babys und Kleinkinder (bis 3 Jahre)<br />

Mama oder Papa festhalten<br />

Das Jungfrau-Baby muss sich der Welt in<br />

seinem eigenen Tempo nähern und alles Neue<br />

wird zunächst sorgsam untersucht. Neue<br />

Speisen werden vorsichtig gekostet und<br />

eindeutig mit Ja oder Nein kategorisiert. Sehr<br />

geduldig kann es dem Spiel eines Mobiles<br />

zusehen, um dann danach zu greifen und es<br />

praktisch zu untersuchen. Aus materieller Sicht<br />

braucht das Jungfrau-Baby nicht viel, denn es<br />

besitzt eine natürliche Bescheidenheit. Lange<br />

Zeit bleibt ein einziges Spielzeug, vielleicht die<br />

Lieblingspuppe oder der Lieblingstraktor,<br />

eindeutiger Favorit im Kinderzimmer.<br />

Kinder (4 bis 13 Jahre)<br />

Handwerklicher Meister<br />

In dieser Altersstufe tritt die praktische<br />

Herangehensweise des Jungfrau-Kindes mehr<br />

und mehr zu Tage. Spielzeuge müssen einen<br />

Nutzen haben, wie z. B. der Trekker oder die<br />

Puppenküche, der Kinder-Akkuschrauber oder<br />

die Harke. Ein kleines Beet anzulegen macht<br />

Spaß, und das Kind sieht dem Wachsen und<br />

Gedeihen der Pflanzen begeistert zu, um dann<br />

natürlich auch zu ernten. Schon früh wirkt es<br />

recht vernünftig und möchte gern als kleiner<br />

Erwachsener behandelt werden.<br />

Jungendliche (ab 14 Jahre)<br />

Wankelmut<br />

Schon wieder eine neue Lernphase, mag der<br />

Jungfrau-Jugendliche vielleicht denken. Wo er<br />

doch so gern Dinge belässt, wie sie sind. Und<br />

nun auch noch die Pubertät! Die sonst so<br />

penible Jungfrau wird mit Pickeln im Gesicht<br />

geplagt, und alle Gliedmaßen scheinen aus der<br />

Proportion zu geraten. Irgendwie stimmt nichts<br />

mehr. Die Verunsicherung ist groß, denn auf<br />

nichts scheint mehr Verlass zu sein. Hier hilft<br />

nur die sprichwörtliche Geduld der Jungfrau -<br />

denn auch diese Zeit geht vorbei und dann ist<br />

man endlich richtig erwachsen.<br />

Eltern<br />

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste<br />

Jungfrau-Eltern sind gut ausgerüstet für alle<br />

Eventualitäten, die beim Großziehen ihres<br />

Nachwuchses vielleicht auftreten könnten. Sie<br />

machen sich viele Gedanken über "Was wäre,<br />

wenn...", um dann auch entsprechend<br />

vorbereitet zu sein. So lehren sie ihre Kinder,<br />

vorausschauend zu denken und entsprechend<br />

zu handeln. Ihr Interesse an gesundheitlichen<br />

Belangen zeigt ihren Kindern den Weg zu<br />

gesunder Ernährung und vernünftiger<br />

Lebensführung. Mit viel Respekt begegnen<br />

Jungfrau-Eltern der Natur und ihre Sprösslinge<br />

lernen so schon früh einen respektvollen<br />

Umgang damit.<br />

Oma und Opa<br />

Bescheidenheit ist eine Zier<br />

Die Jungfrau-Großeltern haben sich oftmals<br />

durch viel Fleißarbeit ihren Lebensstandard<br />

erarbeitet. Sie sind immer mit irgendetwas<br />

beschäftigt: Der Opa repariert lieber etwas,<br />

bevor er es vorschnell wegwirft, und die Oma<br />

zeigt im häuslichen Bereich, wie man sparsam<br />

mit allem umgeht und aus einem Essensrest<br />

noch eine leckere zweite Mahlzeit zaubert. Hier<br />

wird nichts verschwendet und diesen<br />

sorgsamen Umgang mit Ressourcen vermitteln<br />

sie auch ihren Enkeln, sodass diese gut<br />

gerüstet ihren eigenen Weg antreten können.


Chinesisches Horoskop<br />

Das chinesische Horoskop gehört zu<br />

den ältesten Horoskopen. In der<br />

chinesischen Astrologie gibt es zwölf<br />

Zeichen, diese werden vom Mond beeinflusst,<br />

während unsere Sternzeichen<br />

des westlichen Horoskops<br />

durch die Sonne beeinflusst werden.<br />

Die chinesischen Zeichen wechseln<br />

jährlich zum chinesischen Neujahr.<br />

Das chinesische Neujahr beginnt<br />

immer zum zweiten, seltener zum<br />

dritten Neumond des Kalenderjahrs.<br />

Das ist der Zeitraum zwischen Ende<br />

Januar und Mitte Februar. Nach der<br />

Überlieferung lud Buddha die Tiere zu<br />

e i n e m F e s t e i n , u m m i t i h n e n<br />

gemeinsam in das Neue Jahr zu feiern.<br />

Buddha bedankte sich bei den Tieren<br />

für ihr Kommen und gab ihnen ihre<br />

Namen nach der Reihenfolge Ihrer<br />

Ankunft: Ratte, Büffel, Tiger, Hase,<br />

Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe,<br />

Hahn, Hund und Schwein.<br />

Ratte (1924, 1936, 1948, 1960, 1972,<br />

1984, 1996, 2008)<br />

Kreative Sucher<br />

Die Ratte ist zu klug, um sich mit<br />

Diskussionen aufzuhalten. Sie weiß,<br />

was sie will! Das Leben ist zu kurz, um<br />

sich zu grämen. "Mein Schatz, ich bin<br />

mal weg! Meine Kreativität kann ich in<br />

Australien beim Surfen ausleben und<br />

zum Künstler bin ich geboren." Zum<br />

Glück machen Rattenkinder gerne mit.<br />

Büffel (1925, 1937, 1949, 1961, 1973,<br />

1985, 1997, 2009)<br />

Ritterliche Festung<br />

"Ein behäbiger Zeitgenosse", denkt so<br />

mancher aus der Entfernung. Und<br />

wundert sich, wenn die Büffel ihm dank<br />

ihrer Ausdauer locker aus der Ferne<br />

zuwinken. Frau und Herr Büffel bleiben<br />

sich treu. "Was soll die ganze<br />

Aufregung? Das Leben ist doch kein<br />

Affen-, sondern ein Kuhstall!"<br />

Tiger (1926, 1938, 1950, 1962, 1974,<br />

1986, 1998, 2010)<br />

Wilde Romantiker<br />

Diese Wildkatzen sind im Dschungel<br />

zu Hause. Da wird das Anschleichen<br />

geübt, und aus einem putzigen<br />

Kätzchen wird schnell ein richtiges<br />

Raubtier. Tiger mögen die Abwechslung.<br />

Ganz entspannt spielen<br />

sie ein bisschen herum. Eine Prise<br />

Leidenschaft darf nicht fehlen, in der<br />

Liebe und im Beruf.<br />

Hase (1927, 1939, 1951, 1963, 1975,<br />

1987, 1999, 2011)<br />

Kluge Diplomaten<br />

Charmante Zeitgenossen! Hinter dem<br />

harmlosen Äußeren kann sich ein<br />

Casanova verstecken, und Frau Hase<br />

wird zur Femme fatale mit einer Prise<br />

Ökoflitter. Haben sich die Langohren<br />

einmal entschieden, hüten sie ihr<br />

Familienglück. Die Kinder sollen doch<br />

im Grünen aufwachsen.<br />

Drache (1928, 1940, 1952, 1964,<br />

1976, 1988, 2000, 2012)<br />

Achtung, Boss!<br />

Drachen sind geborene Führer, egal ob<br />

Frau oder Mann. "Folgt mir zu neuen<br />

Ufern oder zumindest auf mein<br />

Schloss." Der Drache gibt sich gerne<br />

wählerisch und will ausdauernd<br />

umworben werden. "Was gibt es denn<br />

hier zu präsentieren?" Der breite<br />

Rücken eines Drachen wirft große<br />

Schatten.<br />

Schlange (1929, 1941, 1953, 1965,<br />

1977, 1989, 2001, 2013)<br />

Charmantes Schlängeln<br />

Schlangen sind kreative Geister, wenn<br />

es darum geht, ihre Ziele zu erreichen.<br />

Im Verborgenen ziehen sie die<br />

Strippen, um zur rechten Zeit elegant<br />

die Lorbeeren einzuheimsen. Frau<br />

Schlange ist die geborene Diplomatin.<br />

Herr Schlange nutzt die Kunst der<br />

Rede, um die Damen zu bezirzen.<br />

Pferd (1930, 1942, 1954, 1966, 1978,<br />

1990, 2002, 2014)<br />

Wilde Zeiten<br />

Pferde sind wilde Zeitgenossen, wenn<br />

sie das Gefühl haben, jemand will sie<br />

im Stall einsperren. Immer auf der<br />

Suche, etwas Neues zu erleben, sind<br />

sie mit Alltagstrott nicht zu beglücken.<br />

Die Pferde gehen . mit ihnen durch,<br />

wenn sie auf langweilige Buchhaltertypen<br />

treffen. Treckerfahrer!<br />

Ziege (1931, 1943, 1955, 1967, 1979,<br />

1991, 2003, 2015)<br />

Freundliches Meckern<br />

Ziegen sind freundliche Wesen mit<br />

dem Hang, immer ein wenig pingelig zu<br />

wirken. Dabei wollen sie doch nur<br />

niemandem auf die Füße treten!<br />

Schaut man großzügig über ihre<br />

kleinen Marotten hinweg, sind sie treue<br />

Freunde und dank ihrer Liebenswürdigkeit<br />

echte Kummervertreiber.<br />

Affe (1932, 1944, 1956, 1968, 1980,<br />

1992, 2004, 2016)<br />

Sexy Grenzgänger<br />

Affen sind mutige Kletterer. Je höher<br />

ein Ziel in den Baumwipfeln verborgen<br />

liegt, desto klügere Strategien entwickeln<br />

diese kreativen Köpfe. Neue<br />

Ideen braucht das Land! Familie Affe<br />

bricht gerne auf zu neuen Ufern. "Auswandern,<br />

wunderbar, endlich freies<br />

Land für freie Bürger." Monkeytown!<br />

Hahn (1933, 1945, 1957, 1969, 1981,<br />

1993, 2005, 2017)<br />

Zirkusreife Vorstellung<br />

Dieses Federvieh glitzert gerne in allen<br />

Farben. Noch mehr zu scheinen, kann<br />

doch nicht schaden. Hähne sind sich<br />

ihres Wertes sehr bewusst und suchen<br />

immer das Besondere. Sie lieben die<br />

neuesten Trends, und das Smartphone<br />

muss schon einen Apfel auf der Rückseite<br />

haben. "Guten Appetit!"<br />

Hund (1934, 1946, 1958, 1970, 1982,<br />

1994, 2006, 2018)<br />

Treue Begleiter<br />

Das Leben kann ganz einfach sein, mit<br />

treuen Freunden an der Seite. Hunde<br />

sind gerne in der Natur und lieben es,<br />

einen großen Freundeskreis zu haben.<br />

Sie wissen ganz genau, auf wen sie<br />

sich verlassen können. Schnickschnack<br />

ist ihre Sache nicht. Es darf<br />

gerne einfach und solide sein, aber nur<br />

das Beste!<br />

Schwein (1935, 1947, 1959, 1971,<br />

1983, 1995, 2007, 2019)<br />

Schwein gehabt<br />

Diese entspannten Genießer sind<br />

echte Rudeltiere. Macht doch mehr<br />

Spaß, gemeinsam die Sau rauszulassen.<br />

Schweine sind sehr fürsorglich.<br />

Unter ihren Fittichen setzt<br />

man dank ihres heiteren Umsorgens<br />

schnell einige Speckrollen an. Man<br />

arbeitet doch, um glücklich und heiter<br />

zu leben!


Östlicher<br />

Quoll<br />

Der östliche Quoll ( Dasyurus viverrinus ),<br />

früher bekannt als die östliche einheimische<br />

Katze , ist ein mittelgroßes fleischfressendes<br />

dasyurid Beuteltier , das nach<br />

Australien gebürtig ist . Sie sind weit<br />

verbreitet und sogar lokal in Tasmanien<br />

verbreitet . Sie gelten auf dem Festland<br />

seit den 1960er Jahren als ausgestorben,<br />

wurden jedoch 2016 wieder in umzäunten<br />

Schutzgebieten und seit März 2018 auch<br />

wieder in die Wildnis eingeführt. Sie ist<br />

eine von sechs noch existierenden Arten<br />

von Quollen .<br />

Der östliche Quoll ist ein Mitglied der<br />

Familie Dasyuridae, die die meisten<br />

fleischfressenden Beuteltiere umfasst.<br />

Der Artname, Viverrinus , weist darauf hin,<br />

dass es "Frettchenartig" ist. Es gibt keine<br />

anerkannten Unterarten.<br />

Beschreibung<br />

Eine kitzfarbene Form des östlichen<br />

Quolls in Tasmanien fotografiert<br />

Eastern Quolls sind im Allgemeinen<br />

ungefähr die Größe einer kleinen<br />

Hauskatze , mit erwachsenen Männern,<br />

die 53 bis 66 cm (21 bis 26 in)<br />

Gesamtlänge einschließlich des 20 bis 28<br />

cm (7,9 bis 11.0 in) Schwanzes und mit<br />

einem durchschnittlichen Gewicht<br />

messen von 1,1 kg (2,4 lb). Weibchen sind<br />

wesentlich kleiner und messen 48 bis 58<br />

cm (19 bis 23 Zoll), einschließlich eines<br />

Schwanzes von 17 bis 24 cm (6,7 bis 9,4<br />

Zoll) und einem Gewicht von etwa 0,7 kg<br />

(1,5 lb). Sie haben eine sich verjüngende<br />

Schnauze, kurze Beine und aufrechte<br />

Ohren. Sie können von allen anderen<br />

Arten von Quoll durch die Anwesenheit<br />

von nur vier Zehen unterschieden<br />

werden, anstatt fünf, an den Hinterfüßen,<br />

ohne die hallux .<br />

Sie haben einen dicken Mantel, der von<br />

weißen Flecken bedeckt ist, die entweder<br />

hellbraun oder fast schwarz sein können,<br />

mit cremefarbenen Unterseiten, die sich<br />

vom Kinn bis zur Schwanzunterseite<br />

erstrecken. Sowohl fawn als auch<br />

schwarze Individuen können im gleichen<br />

Wurf geboren werden, obwohl in den<br />

überlebenden Populationen die ersteren<br />

etwa dreimal häufiger vorkommen als die<br />

letzteren. Die Flecken haben einen<br />

Durchmesser von 5 bis 20 mm (0,20 bis<br />

0,79 in) und befinden sich über dem<br />

Oberkörper und den Flanken, von der<br />

Oberseite des Kopfes bis zum Hinterteil,<br />

aber im Gegensatz zu einigen anderen<br />

Arten von Quoll, nicht auf den Schwanz.<br />

Die Weibchen besitzen einen relativ<br />

flachen pelzbesetzten Beutel, der von<br />

seitlichen Hautfalten gebildet wird. Der<br />

Beutel wird während der Brutzeit<br />

vergrößert und enthält sechs bis acht<br />

Zitzen, die erst dann länglich und<br />

funktionsfähig werden, wenn sich einer<br />

der Jungen daran anheftet und sich nach<br />

dem Verlassen des Beutels wieder<br />

zurückbildet. Wie bei allen Quollen trägt<br />

d e r P e n i s d e s M a n n e s e i n e n<br />

ungewöhnlichen fleischigen Anhang. Der<br />

Dickdarm der östlichen Quollen ist relativ<br />

einfach, hat keinen Blinddarm und wird<br />

nicht in Dickdarm und Mastdarm unterteilt<br />

Ein ungewöhnliches Merkmal der<br />

östlichen Quolls ist das Vorhandensein<br />

einer Öffnung, die die Ventrikel des<br />

Herzens bei Neugeborenen miteinander<br />

verbindet, zusätzlich zu dem, der die<br />

Atrien verbindet gefunden in allen<br />

Beuteltieren. Beide Öffnungen schließen<br />

nach einigen Tagen.<br />

Verbreitung und Lebensraum<br />

Der östliche Quoll wurde früher auf einem<br />

Großteil des südöstlichen Festlandes<br />

Australiens gefunden, von den Ostküsten<br />

von South Australia über den größten Teil<br />

von Victoria bis zur mittleren Nordküste<br />

von New South Wales . Es wurde<br />

wahrscheinlich in den frühen 1960er<br />

Jahren auf dem australischen Festland<br />

funktionell ausgestorben, ist aber in<br />

Tasmanien weit verbreitet und wird heute<br />

auch auf Bruny Island gefunden .<br />

Innerhalb von Tasmanien bewohnen die<br />

östlichen Quolls Regenwald, Heide,<br />

alpine Gebiete und Macchia unter 1.500<br />

m (4.900 ft). Sie ziehen jedoch<br />

Trockenrasen und Waldmosaike vor, die<br />

von landwirtschaftlichen Flächen<br />

begrenzt sind, insbesondere dort, wo<br />

Weidenrassen verbreitet sind.<br />

Verhalten<br />

Der östliche Quoll ist ein einsamer<br />

Räuber, der nachts nach seiner Beute von<br />

Insekten, kleinen Säugetieren, Vögeln<br />

und Reptilien jagt. Sie sind bekannt dafür,


Essen von dem viel größeren Tasmanischen<br />

Teufel zu säubern . Obwohl der<br />

größte Teil ihrer Nahrung aus Fleisch<br />

besteht, essen sie auch etwas pflanzliches<br />

Material, einschließlich Obst<br />

während des Sommers und Gras das<br />

ganze Jahr über. [8] Der östliche Quoll ist<br />

selbst Beute für Tasmanische Teufel und<br />

Maskierte Eulen .<br />

Östliche Quollen sind nachtaktiv, und<br />

verbringen den Tag damit, in Höhlen zu<br />

ruhen, obwohl sie auch natürliche<br />

Felsspalten oder hohle Baumstämme<br />

benutzen können. Die Höhlen bestehen<br />

oft aus nicht mehr als einem einfachen,<br />

blind endenden Tunnel, sind aber<br />

manchmal komplexer, einschließlich<br />

einer oder mehrerer Nistkammern, die mit<br />

Gras ausgekleidet sind. Jedes Individuum<br />

hat eine Anzahl von Höhlen, normalerweise<br />

nicht mehr als fünf, an denen es an<br />

verschiedenen Tagen wechselt.<br />

Eastern Quolls sind Einzelgänger und<br />

neigen dazu, einander zu vermeiden,<br />

obwohl manchmal Paare von erwachsenen<br />

Frauen angetroffen werden. Die<br />

Heimatgebiete sind typischerweise etwa<br />

35 ha (86 acres) für Frauen und 44 ha (110<br />

acres) für Männchen, wobei letzteres<br />

während der Brutsaison dramatisch<br />

zunimmt. Territorien sind Duft markiert ,<br />

obwohl Dung zufällig verteilt ist, anstatt an<br />

bestimmten Latrinen platziert .Erwachsene<br />

warnen auch Eindringlinge durch<br />

Zischen und Hustengeräusche, und<br />

machen auch einen scharfen Schrei, der<br />

ein Alarmruf sein kann. Wenn Eindringlinge<br />

nicht schnell gehen, dann eskaliert<br />

die aggressive Aktion, um mit den Kiefern<br />

zu jagen und zu ringen, während sie auf<br />

ihren Hinterbeinen stehen. Mütter und<br />

junge haben auch weichere Anrufe, die<br />

verwendet werden, um Kontakt zu halten.<br />

Reproduktion<br />

Die Brutzeit beginnt im frühen Winter. Der<br />

Östruszyklus dauert 34 Tage, obwohl sich<br />

die meisten Individuen während ihres<br />

ersten Zyklus des Jahres paaren. Das<br />

Weibchen gebiert bis zu zwanzig Jungen<br />

nach einer Tragzeit von 19 bis 24 Tagen.<br />

Von diesen werden die ersten, die sich an<br />

die verfügbaren Zitzen binden, die<br />

einzigen Überlebenden sein. Die Jungen<br />

bleiben 60 bis 65 Tage an der Zitze,<br />

beginnen etwa 51 Tage lang, sich zu<br />

falten, öffnen ihre Augen nach etwa 79<br />

Tagen und sind nach 150 bis 165 Tagen<br />

vollständig entwöhnt. Sie erreichen im<br />

ersten Lebensjahr ihre Geschlechtsreife<br />

und können in Gefangenschaft bis zu<br />

sieben Jahre leben.


HOTEL & RESTAURANT<br />

Castle Vetrov<br />

ist ein weiterer Punkt, auf den<br />

Sie sich in naher Zukunft freuen<br />

können.<br />

Umgeben von vier eigenen<br />

Teichen, in denen Karpfen,<br />

Amuren, Forellen und weitere<br />

Fische schwimmen, und der<br />

schönen Natur des Aš-Ausläufers,<br />

ist der malerische und<br />

ruhige Ort Větrov bestens zur<br />

Erholung geeignet.<br />

Wir in Větrov glauben an den<br />

Einfluss der Umgebung auf den<br />

Menschen, auf dessen Sinne<br />

sowie dessen Gesundheit.<br />

Das Jagdschloss Větrov, ein<br />

romantisches Hotel wurde<br />

sorgfältig rekonstruiert, was eine<br />

Wiederbelebung des „Schlosses“<br />

erreichte und seine Ruinen<br />

in ein Viersternhotel mit 49<br />

Betten und dem hervorragenden<br />

Restaurant mit der tschechischen<br />

sowie internationalen<br />

Küche umwandelte.<br />

Eine Sauna, Swimming-Pool<br />

und eine Relax-Oase mit<br />

eigenem Masseur stehen den<br />

Gästen zur Verfügung.<br />

Das Balneo-Programm mit einer<br />

ganzen Reihe Wellness-Päckchen<br />

ergänzt nicht nur das<br />

Angebot, sondern ist zugleich<br />

Grundlage des Konzeptes des<br />

ganzen Hotels. Blumentherapie<br />

Zimmer/Frühstück ab 57,- €/pP<br />

mit Wellness-Möglichkeit und<br />

einer reichhaltigen Menü-<br />

Auswahl im Restaurant des<br />

Hotels.<br />

Infos unter<br />

Tel: +420 354 525 179,<br />

e-mail:info@hotel-vetrov.cz ,<br />

www.hotel-vetrov.cz<br />

Wir freuen uns auf Ihren<br />

Besuch<br />

G R E E K<br />

R E S T A U R A N T<br />

Taverna Ruzek<br />

Taverna Ruzek<br />

Pohraniční stráže 165,<br />

353 01 Velká Hleďsebe<br />

Tel. +420 774 600 003<br />

Tel. +420 773 600 896<br />

Öffnungszeiten: Mo. - So. 11 - 22 Uhr<br />

E-mail: info@hotel-vetrov.cz<br />

Das Restaurant hat 40 Sitzplätze und ist im griechischen<br />

Stil eingerichtet. Griechische Spezialitäten, wie z.B.<br />

Musaka, Pita, griechischer Bauernsalat aber auch echt<br />

tschechische Menüs ab 85 Kronen laden Besucher zum<br />

Verweilen ein. Das gemütliche Restaurant mit seinem<br />

offenen Holzofen, die hervorragenden Speisen und die<br />

nette Bedienung lassen die Welt wieder in Ordnung sein.<br />

Der eigene, geschützte Parkplatz vor dem Haus runden<br />

das gute Gesamtbild des RUZEK ab. Ein Besuch lohnt<br />

sich in jedem Fall.<br />

KRAKONOS<br />

RÜBEZAHL<br />

HOTEL UND RESTAURANT<br />

Das wunderschöne Schloß „Krakonos“ liegt auf<br />

den Höhenzügen in Marienbad. Zur Zeit finden dort<br />

noch Renovierungsarbeiten statt, die demnächst<br />

ihren Abschluss finden sollen. (Wir berichten über<br />

die Neueröffnung.) Ski- und Snowboard-Fahrer<br />

finden hier ein wahres Paradies. Ganz in der Nähe<br />

ist auch ein kleiner Wildpark mit Rotwild und die<br />

Statue des Rübezahl‘s wacht über Allem. Für<br />

Spaziergänger lohnt sich schon heute ein Besuch!


Empfehlung der Redaktion: Lende vom Angus-Rind


Es gibt nichts Gutes,<br />

außer man tut es<br />

(Erich Kästner)<br />

CoIN e.V. - Ein Hilfsprojekt für<br />

hörgeschädigte Kinder in Nepal<br />

Ein Leben ohne Geräusche, ohne Straßenlärm und<br />

Telefonklingeln - aber auch ohne Musik, ohne Kinderlachen<br />

und Vogelgezwitscher. Gewitter, Blitz und Donner,<br />

die man spürt, aber nicht hören kann. Das Lachen,<br />

aber auch das Weinen ist stumm.<br />

Bei unseren Reisen nach Indien und Nepal waren wir nicht<br />

überrascht über das Elend und die Not, die bei besonderen<br />

Schichten der Bevölkerung in Indien und flächendeckend, in<br />

Nepal herrscht. Wer an Nepal denkt, verbindet dies meist mit den<br />

höchsten Bergen der Welt, mit Abenteuer, Religio-sität, Magie,<br />

Mystik, Göttern und lebenden Gottheiten. In der Tat gibt es wohl<br />

kaum ein Land auf Erden, welches den Besucher so nachhaltig<br />

beeindrucken kann, wie das Königreich am Fuße des Himalaja.<br />

Dabei wird jedoch vergessen, dass Nepal noch immer zu den<br />

ärmsten Ländern der Welt zählt. Die nackten Daten sprechen ihre<br />

eigene Sprache (Quelle: UNICEF Nepal Statistik 2008).;<br />

durchschnittliche Lebenserwartung 67 Jahre; Sterblich-keitsrate<br />

bei Säuglingen im ersten Jahr 4,1 %; jährliches Einkommen pro<br />

Einwohner ca. 400 $; Analphabetenrate: 62 % bei Frauen, 40 %<br />

bei Männern.<br />

Die zufriedenen Gesichter, die man als Tourist so gerne sieht, sind<br />

geprägt von Sorgenfalten. Jeder Einzelne muss sehen, dass er<br />

nicht auf der Strecke bleibt. Es ist jeden Tag ein Kampf, genug<br />

Essen für die Familie zu haben. Kranke, alte und behinderte<br />

Menschen haben in vielen armen Ländern das Nachsehen.<br />

Warum sollte es in Nepal anders sein. Diese Tatsache ist<br />

belastend und erweckt bei vielen von uns das Gefühl helfen zu<br />

müssen. Wir wissen, dass wir nicht jedes Leid und jede Not<br />

lindern oder sogar beseitigen können, aber wir wollen uns<br />

engagieren, dass es für einen Teil der hörgeschädigten Kinder in<br />

Nepal eine Zukunft gibt.<br />

Speziell behinderte Kinder haben es in armen Ländern wie Nepal<br />

besonders schwer.<br />

Im gesellschaftlichen Gefüge sind sie am untersten sozialen<br />

Rand angesiedelt, medizinische Betreuung ist nur spärlich<br />

vorhanden.<br />

Da behinderte Kinder zudem noch immer als „Schande“<br />

angesehen werden und den Familien meist für Hilfsmittel das<br />

Geld fehlt, müssen diese oft ein Leben unter menschenunwürdigen<br />

Bedingungen ertragen. Die Chance zu einer<br />

teueren schulischen Ausbildung in speziellen Behinderteneinrichtungen,<br />

die ihnen auch eine berufliche Zukunft<br />

ermöglicht, wird ihnen nicht gewährt. Wir haben hörgeschädigte<br />

Kinder in Nepal in ihrer auswegslosen Situation selbst kennen<br />

gelernt und beschlossen, ihnen zu helfen.<br />

Wir können helfen mit Hörgeräten, wenn die Hörfähigkeit noch<br />

teilweise vorhanden ist und durch den Besuch einer<br />

Gehörlosenschule.<br />

Der Schulbesuch kostet pro Jahr incl. Unterbringung und<br />

Verpflegung ca. 400 €, je nach Wechselkurs. Erinnern Sie sich :<br />

das durchschnittliche Jahres-Einkommen liegt bei 400 Euro, für<br />

viele Familien nicht leistbar.<br />

Schwieriger und auch für alle Familien fast unerschwing-lich ist<br />

das Einsetzen eines Cochlea Implantats, um bei Kleinkindern die<br />

Hörfähigkeit herzustellen; daraus leitet sich auch unser<br />

Vereinsname „Cochlea Implantate Nepal“ ab.<br />

Mehrfachbehinderten Kindern – z.B. Kinder mit Hör- und<br />

Sehschädigung – können wir unterstützen durch die Organisation<br />

von Sehhilfen/Brillen.<br />

Wir wollen erreichen, dass die unterstützten Kinder mit unserer<br />

und Ihrer Hilfe ihr Leben meistern können. Werden Sie Mitglied<br />

bei unserem Hilfsprojekt. Wenn Sie uns bei der Anmeldung Ihre E-<br />

mail Adresse mitteilen, werden Sie lau-fend über unser<br />

Hilfsprojekt unterrichtet. Wir können Ihnen garantieren, dass<br />

jeder gespendete Cent ankommt. Besuchen Sie uns im Internet<br />

unter www.coin-ev.de<br />

Monika Bentz / Heinrich Ferschmann<br />

Es ist unsere Aufgabe<br />

den Kindern das Lächeln bringen,<br />

denn zufriedene und lachende Kinder<br />

führen keine Kriege und<br />

jeder Tag ohne Lächeln - ist ein verlorener Tag


CoIN e.V.<br />

Cochlea Implantate Nepal e.V.<br />

Ein Hilfsprojekt für hörgeschädigte Kinder in Nepal<br />

Bild: Heinrich Ferschmann<br />

Interview mit dem Vorsitzenden des Vereins:<br />

Heinrich Ferschmann<br />

.<br />

Wieso ist man in Nepal auf Hilfe aus Heroldsberg angewiesen?<br />

Ferschmann: In Nepal ist eine Behinderung eine Schande.<br />

Behinderte werden versteckt, sofern sie ihr Leiden nicht zum<br />

betteln einsetzen können. Wir haben Kinder gefunden, deren<br />

Eltern sie einfach in einen Korb gelegt und irgendwo angebunden<br />

haben. Die liegen dann da mit verkrüppelten Gliedmaßen, taub,<br />

sprachlos, machmal auch noch blind, ohne Chance auf ein<br />

menschenwürdiges Leben.<br />

Wie kann solchen stark benachteiligten Kindern geholfen<br />

werden?<br />

Ferschmann: Es gibt eine Gehörlosenschule, doch die können<br />

sich die Eltern normalerweise nicht leisten. Sie müssten für den<br />

Aufenthalt rund die Hälfte ihres ganzen Einkommens bezahlen.<br />

Das macht kaum jemand. Unser Verein will die schulische<br />

Ausbildung ermöglichen. Wir wollen Hörgeräte zur Verfügung<br />

stellen und Kindern, deren Gehörlosigkeit bis zum dritten<br />

Lebensjahr festgestellt wird, oder Menschen, die schon einmal<br />

hören konnten, kann durch ein Implantat, das so genannte<br />

„Cochlear Implantat“ zu einem fast normalen Hörvermögen<br />

geholfen werden. Bestes Beispiel bei uns ist der ehemalige<br />

Ministerpräsident Günther Beckstein. Er hat so ein Implantat. Bei<br />

uns zahlt die Krankenkasse die Operation, in Nepal gibt es keine<br />

Krankenversicherung. Auch da wollen wir helfen.<br />

Was kostet eine derartige Operation und wo soll diese<br />

durchgeführt werden?<br />

Ferschmann: Rund 15.000 Euro. Behandelt wird in Kathmandu.<br />

Uns zur Seite stehen dabei Professor Ulrich Hoppe von der<br />

Uniklinik Erlangen und die Universität in Kathmandu.<br />

Sie garantieren, dass jeder gespendete Cent direkt den Kindern<br />

zugute kommt. Wie wollen Sie das von Deutschland aus<br />

organisieren?<br />

Ferschmann: Einfach Geld nach Nepal schicken geht natürlich<br />

nicht. Unsere Kontaktperson vor Ort ist die ehemalige Leiterin der<br />

Gehörlosenschule. Trekking-touristen werden regelmäßig in der<br />

Schule kontrollieren und wir selbst sind natürlich auch immer<br />

wieder vor Ort. Wir machen dort auch Fotos, stellen<br />

Schulbeschei-nigungen aus für die Unterstützer und überwachen<br />

den korrekten Ablauf. Am 25. März fährt wieder jemand nach<br />

Nepal.<br />

Gibt es schon erste Erfolge?<br />

Ferschmann: Meine Familie unterstützt seit fünf Jahren einen<br />

jungen Mann. Er hat die Gehörlosenschule besucht und wird<br />

heuer noch sein Studium beginnen. Von den ersten<br />

Spendengeldern ist für zehn weitere Kinder das Schulgeld für ein<br />

Jahr bezahlt.<br />

Wie können Interessierte Coin möglichst effektiv unterstützen?<br />

Ferschmann: Durch eine Mitgliedschaft in unserem als<br />

gemeinnützig anerkannten Verein. Die kostet lediglich zehn Euro<br />

im Jahr. Damit allein können wir natürlich nicht viel bewegen.<br />

Deshalb sind wir auf Spenden angewiesen. Denkbar wäre auch<br />

eine längerfristige Patenschaft für ein Kind. Infos dazu gibt es<br />

unter anderem auf unserer Homepage unter www.coin-ev.de<br />

Mitstreiter gesucht<br />

Unser Projekt wächst und damit steigen auch die Anfor-derungen<br />

an die Vorstandschaft. Wir wollen aktuell bleiben und unsere<br />

Mitglieder und Sponsoren laufend informieren. Wir können jede<br />

helfende Hand gebrauchen und sind auch für neue Ideen und<br />

Anregungen aufgeschlossen und dankbar. Wir würden uns<br />

freuen, wenn Sie sich ent-schließen, bei uns aktiv mitzuarbeiten.<br />

Bitte bei Heiner Ferschmann<br />

melden unter unserer neuen Emailadresse:<br />

heinrich.ferschmann@coin-ev.de<br />

Was genau ist eigentlich<br />

ein Cochleaimplantat?<br />

Das Cochleaimplantat (engl.<br />

cochlear implant, CI) ist eine<br />

Hörprothese für Gehörlose,<br />

deren Hörnerv noch funktioniert.<br />

Das CI-System besteht aus<br />

einem Mikrofon, einem digitalen<br />

Sprachprozessor, einer<br />

Sendespule mit Magnet, und<br />

dem eigentlichen Implantat,<br />

das sich aus einem weiteren Magneten, einer Empfangsspule,<br />

dem Stimulator und dem Elektrodenträger mit den Stimulationselektroden<br />

zusammensetzt. Die Elektroden werden in die<br />

Cochlea (Hörschnecke) eingeführt.<br />

Die Empfangsspule wird hinter dem Ohr unter der Haut platziert.<br />

Die Sendespule des Prozessors haftet mit Hilfe der Magneten auf<br />

der Kopfhaut über der Empfangsspule des Implantats. Die<br />

Spannungsversorgung des Implantats erfolgt durch die Kopfhaut<br />

mittels elektromagnetischer Induktion. Die Signalübertragung<br />

erfolgt mit Hochfrequenzwellen. Manchmal wird nur das<br />

Elektrodenbündel als CI, die komplette Anlage als CI-System<br />

bezeichnet."


GESUNDHEIT<br />

GESUNDHEIT<br />

Abwehrschwäche<br />

Immunsystem<br />

Nur durch ein gut funktionierendes<br />

Immunsystem können wir uns den<br />

zahlreichen Angriffen der Umwelt durch<br />

Viren, Bakterien, Pilzen und anderen<br />

Schadstoffen entgegenstellen und bleiben<br />

dank dieser körpereigenen Abwehr von<br />

den meisten Krankheiten verschont oder<br />

überwinden sie schnell. Insbesondere alle<br />

wiederkehr-enden oder langandauernden<br />

Erkrankungen beanspruchen<br />

Unsere Abwehrkräfte ganz besonders.<br />

Das sind zum Beispiel chronische Entzündungen<br />

der Atemwege und Nasennebenhöhlen<br />

oder der Haut, chronische Darmerkrankungen,<br />

eitrige Entzündungen.<br />

Ursachen einer<br />

Immunschwäche<br />

Eine Immunschwäche kann durch<br />

Krankheiten verursacht werden, beispielsweise<br />

sind Diabetiker deutlich<br />

häufiger von Infekten betroffen, aber auch<br />

unsere Ernährung hat einen wichtigen<br />

Einfluss. Trotz des hervorragenden<br />

L e b e n s m i t t e l a n g e b o t e s u n s e r e r<br />

mitteleuropäischen Gesellschaft weisen<br />

manche Menschen einen schlechten<br />

Ernährungszustand auf. Sie essen<br />

entweder nicht ausreichend ausgewogen<br />

(Vita-minmangel) oder nicht ausreichend<br />

hochwertige Nahrungsmittel (Proteine)(<br />

Fast Food !).<br />

Zur Funktion des<br />

Immunsystems<br />

Aufgabe unseres Immunsystems ist es,<br />

gesundheitswidrige äußere Einflüsse<br />

(Bakterien, Viren, Pilze und andere Schadstoffe)<br />

auf unseren Organismus zu<br />

erkennen und zu vernichten. Dies wird<br />

durch verschiedene Mechanismen<br />

erreicht. Wichtig für die Abwehr sind die<br />

weißen Blutkörperchen, insbesondere die<br />

sog. Lymphozyten, die im Knochenmark<br />

gebildet werden und über den Blutkreislauf<br />

jede Stelle unseres Körpers erreichen.<br />

Die Lymphozyten werden aktiv, wenn sie<br />

auf eine körperfremde Materie treffen.<br />

Dies kann ein Krankheitserreger oder<br />

auch eine durch Viren veränderte Körperzelle<br />

oder eine Krebszelle sein.<br />

Im Falle eines Krankheitserregers bilden<br />

die Lymphozyten dann ein für diesen<br />

Fremdkörper spezifisches Eiweiß, den<br />

sogenannten Antikörper. Dieser Antikörper<br />

ist für den Eindringling (das Antigen)<br />

spezifisch, sie passen wie Schlüssel und<br />

Schloss zueinander. Durch die Verbindung<br />

von Antigen und Antikörper wird der<br />

Krankheitserreger markiert , so daß er<br />

durch sog. Fress- und Killerzellen unseres<br />

Immunsystems erkannt und unschädlich<br />

gemacht werden kann. Dieses Antigen-<br />

Antikörper-System macht man sich<br />

beispielsweise bei der Grippeimpfung<br />

zunutze, wo das Immunsystem durch die<br />

Verabreichung abgetöteter Grippeerreger<br />

zur Bildung von spezifischen Antikörpern<br />

veranlasst wird.<br />

Bestimmte Lymphozyten sind in der Lage,<br />

sich die Struktur eines Antigens (also z.B.<br />

eines Virus) zu merken und können<br />

deshalb bei dessen Wiederkehr augen-<br />

des Menschen<br />

höchstes Gut<br />

blicklich mit der Produktion der Antikörper<br />

beginnen. So besteht für den Erreger<br />

keine Möglichkeit , sich zu vermehren und<br />

weiteren Schaden anzurichten. Dies ist die<br />

Erklärung für die Immunität, die wir gegen<br />

viele Krankheiten im Laufe unseres<br />

Lebens entwickeln. Wer beispielsweise<br />

Mumps, Masern oder Röteln einmal<br />

durchgemacht hat oder wer dagegen<br />

geimpft wurde, verfügt anschliessend über<br />

einen lebenslangen Schutz.<br />

Die therapeutischen<br />

Möglichkeiten<br />

Wichtig für ein gut funktionierendes<br />

Immunsystem ist die richtige und<br />

ausgewogene Ernährung. Vor allem<br />

Vitamine und Spurenelemente werden für<br />

die körperliche Abwehr benötigt.<br />

Gegebenenfalls kann die Nah-rung mit<br />

entsprechenden Vitamin- und Mineralstoff-Präparate<br />

ergänzt werden, wenn<br />

man diese beispielsweise aufgrund einer<br />

Abmagerungskur nicht in ausreichender<br />

Menge über die Nahrung aufnehmen<br />

kann.<br />

Wichtige Vitaminträger sind: Getreide,<br />

Gemüse, Obst, Kartof-feln, Milch, Fleisch.<br />

Zur Stärkung der Abwehrkräfte sind<br />

Wasseranwendungen und morgendliche<br />

Trockenbürstenmassagen empfehlenswert.<br />

Darüber hinaus täglich 5 Minuten<br />

Morgengymnastik an frischer Luft (offenes<br />

Fenster). Auch verschiedene Kalt-Warm-<br />

Reize auf der Haut, z.B. beim Saunabesuch<br />

oder Kneipschen Güssen ist zur<br />

Stimulierung unseres Immunsystems<br />

hilfreich.<br />

Die einfachste und beste Methoden ist und<br />

bleibt allerdings die körperliche Betätigung<br />

an der frischen Luft und bei jeder<br />

Wetterlage. Ob das die Gartenarbeit oder<br />

ein täglicher Spaziergang ist, bleibt gleich.


Mineralwasser<br />

Natürliches Mineralwasser wird<br />

in der geschlossenen Flasche<br />

serviert<br />

Flasche voll<br />

Ein „Glas Mineralwasser“ ist in der<br />

guten Gastronomie nicht zu bekommen.<br />

Natürliches Mineralwasser<br />

nämlich wird immer direkt am Quellort<br />

abgefüllt und sollte auch in dieser<br />

Flasche beim Verbraucher ankommen.<br />

Erhält der Gast ein bereits<br />

eingeschenktes Glas Wasser,<br />

kann es sich auch um<br />

aufbereitetes Tafelwasser oder<br />

sogar lediglich um<br />

aufgesprudeltes Leitungswasser<br />

handeln.<br />

Entsprechend stehen Gastronomen in<br />

der Pflicht, dem Gast natürliches<br />

Mineralwasser immer in der noch<br />

geschlossenen Flasche am Tisch zu<br />

servieren. So sieht es die Mineralund<br />

Tafelwasser-Verordnung (MTVO)<br />

vor. Die ursprüngliche Reinheit des<br />

Pro-duktes ist damit bis hin zum<br />

Verzehr garantiert.<br />

Diese gesetzliche Regelung ist eine<br />

von vielen, die für natürliches Mineralwasser<br />

gilt. Denn wenn es um<br />

Reinheit, Hygiene und Qualität von<br />

Produkten geht, führt Mine-ralwasser<br />

die Liste unserer Lebensmittel an. Es<br />

ist das einzige Lebensmittel in<br />

Deutschland, das amtlich anerkannt<br />

werden muss so bestimmt es die<br />

Verordnung. „Das Anerkennungsverfahren<br />

umfasst mehr als 200 Einzel-<br />

untersuchungen“, weiß Markus<br />

Humpert, Geschäftsführer beim<br />

Kondrauer Mineralbrunnen. Eine<br />

ständige Überwachung durch<br />

unternehmenseigene und externe<br />

Labors sowie die Lebensmittelbehörde<br />

stellt sicher, dass die gesetzlichen<br />

Vorgaben auch streng eingehalten<br />

werden.<br />

So bleibt natürliches Mineralwasser<br />

ein reines Naturprodukt von der<br />

Quelle bis auf den Tisch des<br />

Verbrauchers.<br />

Hier könnte Ihre Werbung stehen<br />

Anruf genügt - Tel: 0049 157 83 43 93 53


Cranberry: Wie gesund ist die<br />

rote Frucht?<br />

Die Cranberry galt lange Zeit als das<br />

natürliche Heilmittel gegen Blasenentzündung.<br />

Doch mittlerweile haben<br />

wissenschaftliche Studien Zweifel an ihrer<br />

Wirksamkeit geschürt. Lesen Sie hier, wie<br />

gesund Cranberries wirklich sind.<br />

Sie ist klein, rund und knallrot: Cranberry<br />

lautet der englische Name der auch in<br />

Europa beheimateten Großfrüchtigen<br />

Moosbeere (Vaccinium macrocarpon),<br />

auch Kranbeere, Kranichbeere oder<br />

Crannberry genannt. Verwandt ist sie mit<br />

unserer Heidel– und auch der Preiselbeere.<br />

Vermutlich kennen Sie die Cranberry als<br />

Beilage zu den typisch amerikanischen<br />

Thanksgiving-Truthahn-Essen. Mittlerweile<br />

hat sie das zweifelhafte Etikett<br />

„Superfood“ erhalten. In der Naturmedizin<br />

haftet ihr der Ruf an, Harnwegsinfekte, vor<br />

allem Blasenentzündung von Frauen<br />

heilen zu können. Doch die Studienlage<br />

zur medizinischen Wirkung der Früchte ist<br />

zweifelhaft.<br />

Welche Nährstoffe liefert Ihnen<br />

die Cranberry?<br />

Wie die meisten Beeren versorgt Sie die<br />

Cranbeere mit reichlich Vitaminen und<br />

Mineralstoffen. Dazu gehören:<br />

Vitamin C<br />

Provitamin A<br />

Vitamin B6<br />

Vitamin K<br />

Eisen<br />

Kalzium<br />

Kalium<br />

Magnesium<br />

Natrium<br />

Folsäure<br />

Sekundäre Pflanzenstoffe wie<br />

Polyphenole und Anthocyane<br />

Diese Wirkungen hat die<br />

Cranberry auf die Gesundheit<br />

Wie so häufig, wenn es um den<br />

gesundheitlichen Nutzen von Pflanzen<br />

geht, ist nicht klar, welche der Inhaltsstoffe<br />

heilsam wirken. Forscher vermuten, dass<br />

es bei der Cranberry die sogenannten<br />

Proanthocyanidine (PACs) sind. Sie sollen<br />

verhindern können, dass sich die Keime in<br />

den Harnwegen festsetzen. Die Krankheitserreger<br />

werden mit dem Harn<br />

ausgeschwemmt und kommen erst gar<br />

nicht dazu, eine Entzündung auszulösen.<br />

Gegen folgende Leiden wurden Cranberries<br />

mit mehr oder weniger großem<br />

Erfolg eingesetzt:<br />

Cranberries bei<br />

Blasenentzündung<br />

Zystitis hat die Tendenz, immer wiederzukehren.<br />

Tritt sie erstmals auf oder ist sie<br />

mit Fieber und Blut im Urin verbunden,<br />

behandelt der Arzt Sie mit Antibiotika.<br />

Wenn Sie diese Medikamente öfter<br />

anwenden, bringt das erhebliche


Nachteile. Frühere Studien zeigten, dass<br />

alternativ Cranberry-Saft die Heilung einer<br />

wiederkehrenden Zystitis beschleunigen<br />

konnte. Deshalb rieten Ärzte, vorbeugend<br />

und im Akutfall regelmäßig davon zu<br />

trinken, oder verordneten Kapseln mit<br />

Cranberry-Inhaltsstoffen. Mittlerweile<br />

haben aktuellere Studien Zweifel am<br />

Effekt von Cranberries auf eine Blasenentzündung<br />

geweckt.<br />

Kariesprophylaxe<br />

Cranberries können Entzündungen im<br />

Mund vorbeugen. (c) Colourbox<br />

Weitere Anwendungsgebiete<br />

der Beere:<br />

Gutartige Prostatavergrößerung: Einzelne<br />

kleinere Studien haben gezeigt, dass die<br />

Moosbeere Männern mit gutartig vergrößerter<br />

Prostata helfen konnte. Sie<br />

hatten weniger Probleme mit dem<br />

Wasserlassen.<br />

Auch Ärzteverbände sind uneinig über den<br />

Nutzen der Cranberries für die Behandlung<br />

von Blasenentzündungen: Die<br />

deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin<br />

weist auf sie hin als traditionelles<br />

Mittel der Naturheilkunde. Sie erwähnt<br />

aber auch, dass der wissenschaftliche<br />

Beweis ihres Nutzens fehlt. Die europäische<br />

Urologengesellschaft beschreibt<br />

Cranberries als Mittel zur Vorbeugung,<br />

bezeichnet sie aber den Antibiotika<br />

unterlegen.<br />

Was nun? Probieren Sie am besten selbst<br />

aus, ob Sie von einer Behandlung mit<br />

Cranberry profitieren. Bei einer akuten<br />

Zystitis, sollten Sie aber auf jeden Fall<br />

einen Arzt aufsuchen. Die Studienlage<br />

klingt positiver in Bezug auf die vorbeugende<br />

Wirkung von Cranberry-Saft.<br />

Sollten Sie also immer wieder Blasenentzündungen<br />

plagen, dann könnte es<br />

Ihnen helfen, regelmäßig davon zu trinken.<br />

Cranberry-Früchte gegen Karies<br />

Studien gaben Hinweise darauf, dass aus<br />

der Kranbeere isolierte Inhaltsstoffe<br />

entzündliche Prozesse in der Mundhöhle<br />

und Karies aufhalten konnten. Es ist aber<br />

nicht ratsam, größere Mengen zuckerhaltigen<br />

Saft regelmäßig zu trinken, der<br />

Zahnprobleme eher fördern würde.<br />

Arteriosklerose:<br />

Studien gaben keine Hinweise darauf,<br />

dass die Beeren die Fließfähigkeit des<br />

Bluts verbessern konnten.<br />

Erkältungen und Grippe:<br />

Täglich Saft aus Cranberries zu trinken<br />

half Probanden nicht vorbeugend gegen<br />

Erkältung oder Grippe. Die Behandlung<br />

linderte aber ihre Symptome.<br />

Welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen<br />

könnten Ihnen drohen?<br />

Die Früchte, ihr Saft und Kapseln mit dem<br />

Extrakt sind harmlos. Wenn Sie größere<br />

Mengen konsumieren, könnte das<br />

allerdings zu Magenschmerzen oder<br />

Durchfall führen.<br />

Wenn Sie regelmäßig Blutverdünner,<br />

Antibiotika, Acetylsalicylsäure, Statine,<br />

Antazide, Protonenpumpenhemmer oder<br />

Medikamente für die Leber nutzen, sollten<br />

Sie mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie<br />

Cranberry einnehmen wollen.


Kleine Brüste - großes Leiden<br />

5 Tipps gegen den<br />

psychischen Druck<br />

Die einen lachen, die anderen schütteln<br />

unverständlich den Kopf und wieder<br />

andere können sich gar nicht vorstellen,<br />

dass Frauen unter ihren kleinen Brüsten<br />

leiden. Tatsache ist aber, dass der Busen<br />

als das wichtigste Attribut für Weiblichkeit<br />

angenommen wird und das nicht allein von<br />

Männern. Frauen mit geringer Oberweite<br />

mangelt es häufig an Selbstbewusstsein,<br />

weil sie sich unvollkommen fühlen. Je<br />

länger dieser Zustand anhält, desto größer<br />

wird der psychische Druck. Freizeitaktivitäten<br />

in der Öffentlichkeit werden<br />

kaum noch wahrgenommen und nicht<br />

selten leidet auch die Beziehung.<br />

Warum habe gerade ich so kleine Brüste?<br />

Genau diese Frage stellen sich Betroffene<br />

Tag für Tag, bei jedem Blick in den Spiegel.<br />

Zum einen ist es genetische Veranlagung,<br />

zum anderen verliert die Brust an Fülle und<br />

Elastizität, je älter wir werden. Aber auch<br />

S c h w a n g e r s c h a f t e n u n d S t i l l e n<br />

hinterlassen ihre Spuren. Eins vorab: Nicht<br />

jede Frau klagt nach der Geburt über einen<br />

schlaffen Busen. Dies ist körperabhängig.<br />

Manche „vertragen“ die hormonellen<br />

Veränderungen gut, bei anderen reagiert<br />

der Körper.<br />

Tipp 1: Brustvergrößerung:<br />

Eine Option, aber nicht für<br />

jeden<br />

Einzige Lösung, um aus Körbchengröße A<br />

wieder eine C zu zaubern, scheint eine<br />

Brustvergrößerung zu sein. Dieser<br />

Gedankengang ist nur verständlich.<br />

Allerdings sollte der Fokus nicht nur auf die<br />

Schönheit, sondern auch auf die Gesundheit<br />

gelegt werden, so die Fachärzte<br />

von villa-bella.org , die seit Jahren<br />

erfolgreich Brustvergrößerungen in<br />

München vornehmen. Daher spielt neben<br />

dem Alter auch der Kinderwunsch eine<br />

erhebliche Rolle. Ist dieser noch nicht<br />

abgeschlossen, bzw. die Frau unter 21<br />

Jahre alt, ist von einem ästhetischen<br />

Eingriff abzuraten. Ob, wann und wie eine<br />

Brustvergrößerung vorgenommen werden<br />

k a n n , i s t i n e i n e m p e r s ö n l i c h e n<br />

Beratungsgespräch zu klären.<br />

Tipp 2: Strafferer Busen durch<br />

Kneipp-Kuren<br />

Viele Schwangere kennen das: In der Zeit<br />

vor der Entbindung fühlte sich der Busen<br />

straff und prall an. Oftmals wird eine BH-<br />

Nummer größer gebraucht, manchmal<br />

auch zwei. Ist das Baby dann auf der Welt<br />

und es wird gestillt, hält dieser Zustand an.<br />

Nach dem Abstillen kann es aber<br />

passieren, dass die Brüste „in sich<br />

zusammen fallen“. Um dem ganzen<br />

wieder Volumen zu geben, empfehle ich<br />

Kneipp-Kuren.<br />

Methode 1<br />

Warm-kalte Wechselduschen am Morgen.<br />

Dazu jede Brust abwechselnd warm und<br />

kalt abbrausen, etwa 10 bis 15 Sekunden<br />

lang. Wenn Sie einen Duschkopf mit<br />

Massagestrahl haben, benutzen Sie<br />

diesen. Das verstärkt den Effekt noch<br />

mehr.<br />

Methode 2:<br />

Ganz Mutige können die Kneipp-Kur auch<br />

mit Eiswürfeln durchführen. Dazu zwei bis<br />

drei Eiswürfel in eine Hand nehmen und<br />

damit erst die linke und dann die rechte<br />

B r u s t a b r e i b e n . K l i n g t z i e m l i c h<br />

unangenehm? Ist es auch, aber wenn man<br />

es ein paar Mal gemacht hat, ist der<br />

Kälteschock nicht mehr ganz so groß.<br />

Verzichten Sie nicht aufs Stillen...<br />

...denn das ist nicht der Grund für die<br />

Veränderungen der Brust, sondern die<br />

Gene! Das Bindegewebe ist von Frau zu<br />

Frau unterschiedlich.<br />

Tipp 3: Optische<br />

Brustvergrößerung mit dem<br />

richtigen BH<br />

Prinzipiell bin ich der Meinung, dass man<br />

sich nicht für das Umfeld schön macht,<br />

sondern für sich selbst. Ich kann aber auch<br />

verstehen, dass Frauen mit extrem<br />

kleinem Busen Hemmungen haben, sich<br />

öffentlich zu zeigen. Im Handel gibt es zum<br />

Glück BH-Formen, mit denen der Busen<br />

optisch größer wirkt.<br />

Push-Up-BH<br />

Das bekannteste Modell ist der Push-Up-<br />

BH. Die Cups sind gepolstert, wodurch der<br />

Busen mindestens eine Nummer größer<br />

erscheint – die Brust wird, wie der Name<br />

schon sagt, gepusht. Zusätzliche Bügel<br />

stützen den Busen und formen zusätzlich<br />

mehr Fülle. Bei einer Umfrage unter<br />

Frauen, zu Mitteln mit denen sie die eigene<br />

Attraktivität steigern, lag der Push Up BH<br />

erstaunlicher Weise an zweiter Stelle.<br />

Balconette-BH<br />

Der Balconette BH ist ähnlich aufgebaut,<br />

hat aber eher die Aufgabe, den Busen<br />

nach oben zu „drücken“. Wer also eine<br />

füllige Brust hat, die trotzdem schlaff<br />

herunterhängt, ist mit diesem BH besser<br />

beraten. Die Brüste werden nach oben<br />

„gepresst, aber nicht in der Mitte<br />

zusammengedrückt.<br />

Extratipp: BH Größe richtig<br />

messen<br />

Auch wenn der BH den Busen optisch


Blümchenstoff und Karomix<br />

Einfarbige Kleidung streckt optisch,<br />

besonders schwarz. Das kennt jeder, der<br />

ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen hat.<br />

Ähnlich verhält es sich beim in Szene<br />

setzen des Busens. Blusen aus großblumigem<br />

Stoff oder im modernen<br />

Karodesign (viel Auswahl bei otto.de)<br />

lassen die Oberweite deutlich runder<br />

erscheinen.<br />

vergrößern soll, ist es wichtig, dass er<br />

richtig sitzt. Zu kleine oder auch zu große<br />

Büstenhalter sind ungesund und bringen<br />

nicht den erhofften Erfolg.<br />

Tipp 4: Silikon Pads -<br />

Ausstopfen und aufpushen<br />

Das Problem der kleinen Brüste ist nicht<br />

neu. Viele Generationen von Frauen<br />

haben versucht, dem Dekolleté mehr Fülle<br />

zu geben. Dabei kamen die waghalsigsten<br />

Methoden zum Einsatz, wie zum Beispiel<br />

das Ausstopfen des BH’s mit Papiertaschentüchern.<br />

Heute sind derlei Varianten nicht mehr<br />

nötig, denn im Handel gibt es mittlerweile<br />

verschiedene Formen an Silikonpads.<br />

D i e s e w e r d e n i n d i e C u p s d e s<br />

Büstenhalters gesteckt. Praktisch an<br />

dieser Form der optischen Brustvergrößerung<br />

ist, dass man die Größe dem<br />

jeweiligen BH oder Anlass anpassen kann.<br />

Für Kleidung mit großem Ausschnitt, kann<br />

zum Beispiel ein größeres Silikonkissen<br />

verwendet werden. Ganz wichtig: Achten<br />

Sie beim Kauf auf die richtige Form!<br />

Tipp 5: Kleine Brüste durch<br />

passende Kleidung vergrößern<br />

Nicht nur der Büstenhalter eignet sich um<br />

kleine Brüste größer wirken zu lassen.<br />

Auch auf die Kleidung kommt es an,<br />

speziell hier die Oberteile.<br />

Der richtige Ausschnitt<br />

Verstecken sollte man seine kleinen<br />

Brüste auf keinen Fall. Dekolleté kann<br />

auch mit Körbchengröße A gezeigt<br />

werden. Allerdings macht sich ein V-<br />

Ausschnitt deutlich besser als ein tiefer<br />

Rundhalsausschnitt.<br />

Es muss nicht immer ein Shirt oder<br />

Pullover sein, mit einer Bluse deren ersten<br />

zwei bis drei Knöpfe offen sind, erreicht<br />

man den gleichen Effekt.<br />

Verspielte Rüschen<br />

Alles was glatt an uns herunterhängt,<br />

betont die Figur. Mit Abnähern im Stoff,<br />

aufgesetzten Rüschen oder Spitze<br />

bewirken wir genau den Gegeneffekt. Der<br />

Bereich um die Brust wird optisch<br />

aufgebauscht, erhält mehr Volumen.<br />

Verkauf von Musikinstrumenten und Zubehör<br />

Servis und Reparatur von Saiteninstrumenten<br />

Verkauf und Einrichtung von Ton und Beschallung<br />

(Clubs, Schulen, Hotels, Fitness-Center und andere)<br />

HK MUSIC, Kamenna 2, Cheb<br />

+420 354 422 712 und +420 776 824 000<br />

www.hkmusic.cz - hkmusic@cbox.cz


Wie 15 Minuten<br />

Spazieren pro Tag<br />

Deinen Körper<br />

verändern können<br />

Regelmässige Bewegung ist ein guter<br />

Weg, um sowohl körperlich als auch<br />

geistig gesund zu bleiben. Laut jüngsten<br />

Studien, wird nur 15 Minuten Zufussgehen<br />

am Tag sogar 7 Jahre zu Deinem<br />

Leben aufgrund der unzähligen Vorteile<br />

hinzufügen.<br />

Also, wenn Du die Art von Person bist, die<br />

sich viel Mühe machen muss, um Zeit für<br />

Bewegung zu finden, versprich Dir nur 15<br />

Minuten für einen schnellen Spaziergang<br />

um den Block. Wenn Du einen Hund hast,<br />

dann ist dies sowohl für Dich als auch für<br />

ihn von Vorteil!<br />

1. Schmerzlinderung und<br />

verbesserte Mobilität<br />

Wenn Du jeden Tag kurz spazierengehst,<br />

werden Deine Knochen und Muskeln<br />

gestärkt und zwar auf solche Weise, dass<br />

Schmerzen weniger wahrscheinlich auftreten<br />

werden. Diejenigen, die an<br />

peripheren Arterienerkrankungen (PAVK)<br />

leiden, haben den grössten Nutzen in<br />

diesem Bereich gesehen.<br />

2. Niedrigerer Blutdruck<br />

Eine mässige bis zügige Bewegung, einschliesslich<br />

Gehen, senkt nachweislich<br />

den Blutdruck und die damit verbundenen<br />

Risiken.<br />

3. Verbesserte Gehirnleistung<br />

fähigkeit nach einem kurzen Spaziergang<br />

sahen.<br />

4. Diabetes Prävention und<br />

Kontrolle<br />

Mehrere Studien haben die Vorteile von<br />

regelmässiger Bewegung für diejenigen,<br />

die an Diabetes leiden oder das Risiko<br />

haben, Diabetiker zu werden, festgestellt.<br />

Diabetes wird durch den Blutfluss beeinflusst,<br />

so dass regelmäßiges Training den<br />

Blutfluss verbessert und somit zur<br />

Kontrolle und Vorbeugung dieser<br />

Krankheit beiträgt.<br />

5. Bessere Stimmung<br />

Fühlst Du Dich schlecht? Dann geh<br />

nach draussen und entdecke eine<br />

neue Ecke Deiner Nachbarschaft! Es<br />

hat sichgezeigt, dass auch ein kurzer<br />

Spaziergang die Stimmung einer<br />

Person verbessert und uns hilft, eine<br />

positivere Einstellung zum Leben zu<br />

bekommen.<br />

6. Reduziertes Krebsrisiko<br />

Eine kürzlich durchgeführte-Studie ergab,<br />

dass das Risiko der Krebsmortalität<br />

signifikant gesenkt wurde, selbst bei<br />

Patienten mit fortgeschrittenen Formen,<br />

wenn der Betroffene jeden Tag einen<br />

kurzen Spaziergang machte. Darüber<br />

hinaus haben diejenigen, die diese Praxis<br />

nach der Heilung fortsetzen, eine<br />

dramatische Verringerung des Risikos<br />

Wenn Du festgestellt hast, dass Deine<br />

Gedanken in letzter Zeit etwas neblig<br />

sind, versuche es mit einem Spaziergang!<br />

Studien haben gezeigt, dass sowohl<br />

Kinder als auch Erwachsene eine<br />

Verbesserung ihrer kognitiven Leistungseines<br />

erneuten Auftretens.<br />

Tipps für einen komfortablen<br />

und wirkungsvollen<br />

Spaziergang:<br />

Trage bequeme Schuhe!<br />

Gehe mindestens 5,5<br />

Kilometer, um einen<br />

echten Unterschied zu<br />

fühlen.<br />

Hebe Deine Geschwindigkeit<br />

an, indem du<br />

d e i n e S c h r i t t l ä n g e<br />

verringerst, aber die Geschwindigkeit<br />

erhöhst.<br />

Die Haltung ist wichtig:<br />

Achte darauf, Deinen<br />

Kopf hoch zu halten,<br />

nach vorne zu schauen,<br />

deine Schultern sollten<br />

nach unten schauen und<br />

entspannt sein.<br />

Vergiss Deine Arme nicht: Deine Arme<br />

arbeiten mit Deinen Beinen zusammen,<br />

also halte Deine Arme im 90-Grad-Winkel,<br />

um Deinen Schritten etwas Schwung zu<br />

verleihen<br />

Wenn Du die Schwierigkeit erhöhen<br />

möchtest, versuche Steigungen oder<br />

Treppen hinauf zu gehen, um Deine<br />

Herzfrequenz zu erhöhen und mehr<br />

Kalorien zu verbrennen!<br />

9 Möglichkeiten, um mehr Bewegung<br />

zu Deinem Leben hinzuzufügen:<br />

Überspringe den Aufzug zugunsten der<br />

Treppe<br />

Gehe mit Deinem Hund Gassi oder<br />

mache einen Spaziergang mit einem<br />

Freund<br />

Höre einen Podcast, um es interessanter<br />

zu machen<br />

Gehe zu Fuss zur Arbeit oder zur Schule<br />

Mach nach dem Mittagessen einen<br />

kurzen Spaziergang<br />

Abendspaziergänge können sowohl<br />

romantisch als auch gesund sein<br />

Schlage "Walk and Talk" Meetings im<br />

Büro vor<br />

Steige ein paar Haltestellen früher aus<br />

und geniesse die Umgebung<br />

Parke Dein Auto ein wenig weiter weg, um<br />

sich zum Gehen zu zwingen<br />

Wenn Dich das inspiriert hat, rauszukommen<br />

und die Strassen zum Beben zu<br />

bringen.


im <strong>August</strong> 2008


Zum Monatshoroskop: wer passt (nicht) zum Löwe?<br />

Löwe und Widder<br />

Diese beiden fühlen sich zueinander hingezogen, denn<br />

ihnen ist ein starkes Interesse an Sex gemeinsam. Beide<br />

sind leicht entflammbar und leidenschaftlich. Der<br />

Führungsdrang des Widders prallt mit der Herrschsucht<br />

des Löwen zusammen wie eine unwiderstehliche Kraft mit<br />

einem nicht von der Stelle zu bewegenden Gegenstand.<br />

Doch die körperliche Übereinstimmung ist so groß, daß<br />

sie die Schwierigkeiten überwinden kann. Ein<br />

beglückendes Verhältnis, gute Aussichten für eine Ehe.<br />

Löwe und Stier<br />

Dieses Liebesduett kann in ein stimmaufwendiges Seilziehen<br />

ausarten. Beide wollen ihren Kopf durchsetzen,<br />

und der Willenskampf wird unter Umständen explosiv. Sie<br />

können eine liebevolle sexuelle Verbindung haben, aber<br />

der Überschwang des Löwen wird dem ruhigen, gemessenen<br />

Stier lästig werden. Den aufgeplusterten<br />

Löwen ärgert es, wenn der Stier ihn durchschaut. Ein<br />

Verhältnis ist möglich, eine längere Verbindung<br />

zweifelhaft.<br />

Löwe und Zwillinge<br />

Der Zwillinggeborene muß klug vorgehen, wenn er den<br />

Löwen festhalten will, denn dem an sich toleranten Löwen<br />

passen die Seitensprünge der Zwillinge nicht in das Bild,<br />

das er sich von sich selbst macht. Doch die natürliche<br />

Begabung der Zwillinge, Mittel und Wege für ein gutes<br />

Auskommen zu finden, sollte die beiden zusammenhalten.<br />

Der Löwe wird von den Zwillingen angeregt, bezaubert<br />

und manchmal zur Verzweiflung gebracht. Da er die<br />

stärkere Persönlichkeit ist, wird er mühelos herrschen.<br />

Verhältnis und Ehe gut.<br />

Löwe und Krebs<br />

Der Löwe sucht ein oberflächlicheres Verhältnis als der<br />

Krebs, der seelisch zu sehr beteiligt ist. Der Krebs<br />

wünscht mehr als nur sexuelle Leidenschaft; er ersehnt<br />

Stärke, Dauerhaftigkeit und die kleinen Aufmerksamkeiten,<br />

in denen sich Liebe kundtut. Das vermag der Löwe<br />

alles zu geben, wenn ihm der Krebs seine ganze Liebe und<br />

uneingeschränkte Verehrung entgegenbringt. Dann, nur<br />

dann sind ihnen die Sterne günstig.<br />

Löwe und Löwe<br />

Im Schlafzimmer und überall denkt der Löwe in erster<br />

Linie an sich selbst. Die Frage ist: Können zwei «Ich» ein<br />

«Wir» ergeben? Nun ja, Könige und Königinnen sprechen<br />

von sich selbst im Plural - warum also nicht? In sexueller<br />

Hinsicht passen sie gut zueinander. Jeder muß den<br />

andern glänzen lassen und, wenn nötig, das Scheinwerferlicht<br />

mit ihm teilen. Das ist natürlich nicht immer<br />

möglich, aber wenn es klappt, dann heißt es: Lang lebe<br />

der König! Lang lebe die Königin!<br />

Löwe und Jungfrau<br />

Der Löwe reagiert sexuell stärker als die Jungfrau, und<br />

das bedeutet Arger im Schlafzimmer. Der Überschwang<br />

des Löwen kann der konservativen, vernünftigen<br />

Jungfrau auf die Nerven gehen. Zudem mag die Jungfrau<br />

nicht beherrscht werden, der Löwe aber will genau das<br />

und nur das. Wenn die Jungfrau mit Kritik anfängt, beginnt<br />

der Löwe zu brüllen. Ein längeres Verhältnis oder eine<br />

Ehe? Lieber nicht.<br />

Löwe und Waage<br />

Der Löwe hat eine körperlichere und direktere Einstellung<br />

zum Sex als die Waage. Aber beide werden sich gut<br />

vertragen, denn die Waage kann bei richtiger Behandlung<br />

recht leidenschaftlich sein. Die unbekümmerte Waage<br />

darf aber niemals unterlassen, die Leistungen des Löwen<br />

gebührend zu bewundern und muß ihre Neigung zu allzu<br />

großer Aufrichtigkeit unterdrücken. Der Löwe muß sein<br />

Temperament zügeln. Im übrigen eine sehr gute<br />

Verbindung.<br />

Löwe und Skorpion<br />

Blendendes Feuerwerk und sprühende Funken im<br />

Schlafzimmer. Dadurch können andere Schwierigkeiten<br />

kompensiert werden. Die zornige Eifersucht des<br />

Skorpions beleidigt den Löwen. Der Skorpion versagt ihm<br />

die Achtung und Bewunderung, die der Löwe braucht. Der<br />

Skorpion wird versuchen, ihn zu besitzen - und das erträgt<br />

der Löwe nicht. Beide möchten herrschen. Ein Verhältnis<br />

kann aufregend sein. Die Ehe sollte vermieden werden.<br />

Löwe und Schütze<br />

Beide haben einen ausgeprägten Sinn für die Liebe als<br />

Abenteuer. Beide sind extrovertiert, leidenschaftlich und<br />

folgen ihren sexuellen Neigungen, ohne beim andern<br />

Befremden hervorzurufen. Beide tun es gerne und oft. Der<br />

Schütze regt den Löwen an und beflügelt ihn, und der<br />

Löwe weckt beim Schützen die Treue, deren er überhaupt<br />

fähig ist. Ein Verhältnis mit viel Spaß und eine garantiert<br />

glückliche Ehe.<br />

Löwe und Steinbock<br />

Die nüchterne Einstellung des Steinbocks legt dem<br />

überschwenglichen, optimistischen Löwen Zügel an.<br />

Zwischen den beiden besteht grundsätzlich Verschiedenheit.<br />

Bei dieser Beziehung wird der Glanz des Löwen<br />

gedämpft und sogar ausgelöscht. Der Steinbock ist nicht<br />

so romantisch und liebevoll wie der Löwe, und er kann zu<br />

anspruchsvoll sein. Die Extravaganz des Löwen ergrimmt<br />

den Steinbock. Eine Liebelei mag angehen, eine gute Ehe<br />

ist kaum denkbar.<br />

Löwe und Wassermann<br />

Der Wassermann entzündet die sexuelle Individualität des<br />

Löwen und macht die Vereinigung aufregend. Aber die<br />

Neigung des Wassermanns, zu analysieren und bloßzulegen,<br />

irritiert den Löwen und verärgert ihn. Sie erschüttert<br />

sein Vertrauen in seine Überlegenheit.<br />

Außerdem geht ihm das unorthodoxe Verhalten des<br />

Wassermanns im Schlafzimmer auf die Nerven. Flüchtige<br />

Sexpartner, aber ein unmögliches Ehepaar.<br />

Löwe und Fische<br />

Der demonstrative, überschwengliche Löwe geht den<br />

scheuen, introvertierten Fischen gegen den Strich. Der<br />

Löwe zeigt keinerlei Verlangen, das Geheimnis der Fische<br />

im Schlafzimmer zu ergründen. Beide sind eher darauf<br />

aus, zu empfangen als zu geben. Die anfängliche magnetische<br />

Anziehung führt schließlich zu einer Explosion.<br />

Das Zeichen der Fische ist schwächer, und der Mangel an<br />

Ehrgeiz stört den Löwen. Wenn die Fische schmollen,<br />

verbietet der Stolz es dem Löwen, Mitgefühl zu zeigen. Ein<br />

schwieriges Liebesverhältnis, eine sehr unglückliche<br />

Ehe.


Horoskop<br />

Löwe: 23. Juli bis 23. <strong>August</strong> - Königskinder<br />

Sie sind doch noch so klein und niedlich! Und<br />

das wissen sie auch. Charme versprühend<br />

erreichen sie mit Leichtigkeit ihr Ziel. Sie sind<br />

wunderbare Unterhalter und glänzen erst so<br />

richtig, wenn sie ihre Bühne gefunden haben -<br />

ob im kleinen Familienkreis oder bei der ersten<br />

Theateraufführung im Kindergarten. Der kleine<br />

Löwe braucht es, zuweilen eine herausragende<br />

Rolle einzunehmen, um seinen Selbstwert<br />

immer wieder bestätigt zu bekommen. Räumt<br />

man ihm diesen besonderen Platz öfters mal<br />

ein und hält dabei die Balance zu den anderen<br />

Familienmitgliedern, dankt er es einem, indem<br />

er der Strahlemann der Familie wird und so die<br />

Herzen erreicht.<br />

Schwangerschaft<br />

Gold und Samt gewünscht<br />

In der Schwangerschaft mit einem zukünftigen<br />

Löwe-Kind sollte man sich schon eine gewisse<br />

Großzügigkeit angewöhnen, denn das Kind<br />

wird diese später erwarten. Es möchte einen<br />

ganz besonderen Platz einnehmen und freut<br />

sich, wenn es für die Eltern auch bereits jetzt<br />

zum ultimativen Mittelpunkt wird. Um dem<br />

kleinen Ego jedoch nicht zu viel Raum zu<br />

geben, darf es gern auch merken, dass so<br />

etwas Banales wie Kartoffelschälen oder<br />

Bettenmachen ebenfalls zum Alltag gehört.<br />

Babys und Kleinkinder (bis 3 Jahre)<br />

Schaut mal her, hier bin ich!<br />

Strahlt das Löwe-Kind uns an, geht die Sonne<br />

auf. Der kleine König braucht die<br />

Aufmerksamkeit der Familienmitglieder, um<br />

sich wohlzufühlen. Hält das Löwe-Kind also<br />

zum ersten Mal seinen Löffel von allein, ist das<br />

ein großes Ereignis, das anerkennend gelobt<br />

werden sollte. Auf alles Erreichte ist es sehr<br />

stolz und sucht zustimmende und<br />

unterstützende Worte. Es möchte im Zentrum<br />

der Aufmerksamkeit stehen und liebt kleine<br />

Spielchen, die es zum Lachen bringen. Fratzen<br />

ziehen, Füßchen kitzeln, aber auch Verstecken<br />

spielen - Hauptsache, es bekommt viel Liebe<br />

und Aufmerksamkeit.<br />

Kinder (4 bis 13 Jahre)<br />

Sonnyboy, Sonnygirl<br />

Der Spaß darf im Leben eines Löwe-Kindes<br />

niemals zu kurz kommen. Wild tobend wird es<br />

die Eroberung der Welt anstreben. Ritterburgen<br />

müssen her und das Hochzeitskleid der Mama<br />

ist für die Königin gerade gut genug. Dann geht<br />

es los im Kampf um den Drachen, denn der<br />

kleine Löwe weiß schon jetzt: Wer wagt,<br />

gewinnt. Geschichten über Seeräuber werden<br />

verschlungen und Burgfräulein warten auf den<br />

strahlenden Ritter auf dem weißen Pferd. Die<br />

Welt der Abenteuer fasziniert und bei allem gilt<br />

natürlich: Der Held gewinnt!<br />

Jungendliche (ab 14 Jahre)<br />

Gut gebrüllt, Löwe<br />

Die Zeit von "klein und niedlich" ist vorbei und<br />

die Löwe-Kinder stehen vor der<br />

Herausforderung, dass es neben ihnen noch<br />

andere "tolle" Kerle und Mädels gibt. Die<br />

Rangordnung innerhalb der jugendlichen<br />

Gruppierungen wird getestet, und da mag das<br />

Selbstwertgefühl schon mal leiden, wenn man<br />

nicht überall der Größte ist. Zuweilen nimmt<br />

man auch mehr auf die Schippe, als man<br />

bewältigen kann - und das nicht nur verbal.<br />

Wenigstens zu Hause bleibt man Mamas<br />

Liebling und Daddys Darling - das tut gut.<br />

Eltern<br />

Stolz wie ein Pfau<br />

Löwe-Eltern sind mächtig stolz auf ihre Kinder,<br />

es ist schließlich der eigene Nachwuchs und<br />

daraus kann ja nur etwas Tolles werden. Für<br />

die lieben Kleinen darf es dann auch gern<br />

immer nur vom Besten sein. Egal, ob es sich<br />

um die Auswahl der Kleidung oder der<br />

späteren Schulausstattung handelt, hier wird<br />

auf Qualität geachtet, in jeder Hinsicht. Da<br />

Löwe-Eltern darauf achten, dass auch ihr<br />

eigenes inneres Kind lebendig bleibt, können<br />

sie leicht mit ihren Sprösslingen mithalten, und<br />

Spiel und Spaß kommen in dieser Familie<br />

sicher nie zu kurz.<br />

Oma und Opa<br />

Lebensfreude<br />

Die Löwe-Großeltern haben ein großes Herz!<br />

Gern verbringen sie Zeit mit ihren Enkeln und<br />

sind dabei überaus großzügig. Wie in ihre<br />

eigenen Kinder, so setzen sie auch in ihre<br />

Enkelkinder große Hoffnungen. Und es werden<br />

schon die kühnsten Erwartungen gehegt, in<br />

welchem renommierten Haus ihr Enkel später<br />

wohl arbeiten wird, natürlich in führender<br />

Position. Auch ihr Spieltrieb kommt gut an und<br />

beim "Mensch ärgere dich nicht" wird es sehr<br />

lustig, denn hier will jeder der Erste sein!


Sommer in Bayern<br />

und Sumava


Akupressur<br />

Punkte<br />

und<br />

korrekte<br />

Anwendung<br />

Akupressur bedeutet wörtlich übersetzt<br />

„Punkte drücken“ (lat. acus = Punkt, Nadel<br />

Bogen; pressus = Druck). Dies ist eine<br />

uralte Heilmethode aus der Traditionellen<br />

Chinesischen Medizin (TCM). Dabei<br />

werden bestimmte Punkte, sogenannte<br />

Akupunkturpunkte nicht genadelt, wie dies<br />

in der Akupunktur üblich ist, sonder<br />

gedrückt beziehungsweise massiert. Die<br />

Punkte liegen auf Energiebahnen, den<br />

Meridianen.<br />

Akupressur kann überall ganz ohne<br />

Hilfsmittel durchgeführt werden. Jedoch ist<br />

unbedingt davon abzuraten, einfach<br />

irgendwelche Punkte in irgendeiner<br />

Reihenfolge zu drücken und zu massieren.<br />

Um sich ein wenig in die Materie einzuarbeiten,<br />

ist ein Kurs, der von einem<br />

kompetenten Therapeuten geleitet wird,<br />

zu empfehlen. Aber auch hier sind Grenzen<br />

anzuerkennen und die therapeutische<br />

Akupressur sollte der Fachfrau oder dem<br />

Fachmann überlassen bleiben.<br />

Auch wenn die Akupressur durchaus in<br />

Selbstanwendung als Hausmittel gegen<br />

verschiedene Beschwerden helfen kann,<br />

sollte die therapuetische Anwendung<br />

entsprechend ausgebildeten Fachräften<br />

überlassen bleiben oder zumindest unter<br />

deren Anleitung erfolgen.<br />

der richtigen Punkte kann diese Blockade<br />

aufgelöst werden. Bekannt ist dies vor<br />

allem aus der Akupunktur.<br />

Auf den zwölf Hauptmeridianen und den<br />

zwei weiteren Meridianen, dem ren mai<br />

und dem du mai, liegen circa 400 Akupunkturpunkte.<br />

Jedem der 12 Hauptmeridiane<br />

ist ein Organ zugeordnet, was sich<br />

im Name widerspiegelt, zum Beispiel<br />

Dickdarmmeridian, Milzmeridian, Dünndarmmeridian<br />

usw.. Um diese zu kennen,<br />

muss ein langes ausführliches Studium<br />

absolviert werden. In der Akupressur ist<br />

die Anzahl der Punkte auf einige wenige,<br />

äußerst wirksame, reduziert. Dies reicht<br />

völlig aus, um sich zuhause und im Alltag<br />

helfen zu können.<br />

Die Moxa-Therapie ist eine weitere<br />

Behandlungsform, für die Meridiane und<br />

die dazu gehörigen Energiepunkte die<br />

Basis darstellen. Dabei wird mit Wärme<br />

versucht, den Energiefluss wieder in<br />

Bewegung zu bringen. Eine andere<br />

Therapieform, die sich die Energiebahnen<br />

zu Nutze macht und ebenfalls Akupunkturpunkte<br />

gebraucht, ist die Tuina Massage.<br />

Diese ebenfalls aus der TCM stammende<br />

Behandlungsform wendet bestimmte<br />

Techniken an, um die blockierten Energien<br />

wieder zum Fließen zu bringen.<br />

jedoch darf ein Druckgefühl oder ein<br />

sogenannter „Wohlfühlschmerz“ dabei<br />

entstehen. Manchmal entwickelt sich ein<br />

angenehmes Wärmegefühl, das als<br />

absolut positiv zu werten ist.<br />

Die Massage eines Punktes nimmt circa<br />

dreißig Sekunden bis maximal zwei<br />

Minuten in Anspruch, wobei drei bis vier<br />

Punkte nacheinander behandelt werden<br />

können und dies über den Tag verteilt dreibis<br />

viermal.<br />

Wann Akupressur angewandt<br />

wird<br />

Leichte Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen<br />

sind die Einsatzbereiche<br />

der Akupressur. Beispiel dafür sind: leichte<br />

Kopfschmerzen, Zahnschmerzen,<br />

Konzentrationsstörungen, Nacken- und<br />

Schulterschmerzen, Erkältungen,<br />

Nervosität, Schlafstörungen, innere<br />

Unruhe, Übelkeit, Menstruationsstörungen<br />

und Verstopfung. Aber auch<br />

präventiv hat die Punktmassage ihre<br />

Daseinsberechtigung. Sie kann zum<br />

Beispiel zur Stärkung des Immunsystems<br />

angewendet werden.<br />

Wichtige Regeln<br />

Eine Akupressur sollten niemals direkt<br />

nach dem Essen, nach Alkoholgenuss und<br />

bei großer Müdigkeit stattfinden. Zeit und<br />

Ruhe sind wichtig – eine Massage unter<br />

Z e i t d r u c k i s t k o n t r a i n d i z i e r t . D i e<br />

Akupressur sollte in entspannter Atmosphäre<br />

in einem frisch gelüfteten Raum<br />

stattfinden. Die Hände sind warm, die<br />

Fingernägel nicht zu lang. Konzentration<br />

auf das Tun ist wichtig. Aufkommende<br />

Gedanken werden am besten beiseite<br />

geschoben. Die Punkte werden immer auf<br />

beiden Körperseiten massiert (mit<br />

Ausnahme der Punkte auf der Symmetrieachse<br />

des Körpers). Jeder Punkt wird<br />

dreißig Sekunden bis maximal zwei<br />

Wirkungsweise<br />

Durch das Drücken und Massieren der<br />

Akupunkturpunkte werden Blockaden<br />

gelöst und die Energie kann wieder<br />

fließen. Die Akupressur zuhause ersetzt in<br />

keinster Weise eine fachliche therapeutische<br />

Anwendung, kann jedoch durchaus<br />

als Hausmittel dienen und zum Beispiel<br />

Übelkeit lindern oder bei leichtem<br />

Schwindel helfen.<br />

Meridiane<br />

Die Akupunkturpunkte, die auch bei der<br />

Akupressur verwendet werden, liegen auf<br />

den sogenannten Meridianen. Dies sind<br />

Energiekanäle, in denen das Qi (ausgesprochen:<br />

Tschi), die Lebensenergie fließt.<br />

Diese kann blockiert sein, was nach dem<br />

Ansatz der TCM zu Beschwerden und<br />

Krankheiten führt. Durch die Behandlung<br />

Kontraindikation<br />

In folgenden Fällen sollte eine Akupressur<br />

niemals durchgeführt werden: In der<br />

Schwangerschaft, direkt auf Hautveränderungen<br />

wie zum Beispiel Pilzinfektionen<br />

oder Eiterungen, bei Herz-Kreislauferkrankungen<br />

und bei Infektionskrankheiten.<br />

Nicht angewendet werden<br />

d a r f d i e A k u p r e s s u r z u d e m b e i<br />

Entzündungen und im Bereich von<br />

Krampfadern.<br />

Wie „gedrückt“<br />

beziehungsweise massiert wird<br />

Bei der Akupressur wird mit der<br />

Fingerkuppe von Daumen, Zeigefinger<br />

oder Mittelfinger massiert. Aber auch<br />

Drücken, Kneten Schieben und Kneifen<br />

gehören dazu. Die Akupressur sollte keine<br />

unangenehmen Schmerzen verursachen,


Minuten lang bearbeitet. Bei Unwohlsein<br />

wird die Behandlung sofort abgebrochen.<br />

In manchen Fällen stellt sich die<br />

gewünschte Reaktion nicht unmittelbar<br />

ein. Dies kann bis zu einer halben Stunde<br />

dauern. Nicht Jede/r reagiert auf die<br />

Akupressur gleich. Die Einen verspüren<br />

sofort und unmittelbar Erleichterung, bei<br />

Anderen wiederum dauert dies etwas<br />

länger. Auch kann es passieren, dass die<br />

Akupressur gar nicht wirkt. Manchmal<br />

muss ein Punkt öfter bearbeitet werden.<br />

Bei Babys und kleinen Kindern sollte die<br />

Akupressur nur mit äußerster Vorsicht<br />

angewandt werden.<br />

Bei kleineren Kindern sollte unbedingt der<br />

Druck ganz sanft sein und die Massage<br />

eines einzelnen Punktes dreißig Sekunden<br />

nicht überschreiten. Die Reaktion auf<br />

die Akupressur muss bei Kindern genau<br />

beobachtet und eventuell die Massage<br />

abgebrochen werden. Das zu behandelnde<br />

Kind sollte in der Lage sein, sich<br />

bei Unwohlsein mitzuteilen.<br />

Auffinden des „richtigen“<br />

Behandlungspunktes<br />

Beim Auffinden des Behandlungspunktes<br />

für die Akupressur ist Spürsinn und ein<br />

Maß an Fingerspitzengefühl nötig. Der<br />

Bereich, in dem sich der Punkt befindet,<br />

wird abgetastet. Manchen Menschen fällt<br />

dies leichter, wenn sie dabei die Augen<br />

schließen. So ist die Konzentration ganz<br />

auf das Fühlen gerichtet. Die richtige<br />

Stelle unterscheidet sich von dem<br />

umliegenden Gewebe durch eine Einbuchtung<br />

oder eine Gewebeveränderung.<br />

Hinzu kommt, dass der Druck einen<br />

kleinen Schmerz auslöst.<br />

Wer gewohnt ist, aus dem Bauch heraus<br />

zu entscheiden, wird auch hier schnell<br />

den passenden Behandlungspunkt<br />

finden. Auf dem Markt sind selbstverständlich<br />

auch Geräte erhältlich, die<br />

Akupunkturpunkte finden können. Diese<br />

suchen nach Hautwiderständen. Jedoch<br />

sollte die Suche nicht an ein Gerät<br />

abgegeben werden. Der Mensch ist<br />

durchaus in der Lage, mit Hilfe seiner<br />

eigenen Intuition, die zu behandelnde<br />

Stelle zu finden. Wenn nicht, ist dies auch<br />

nicht so schlimm. Das Einzige, was<br />

passieren kann, ist, dass die Akupressur<br />

gar nicht hilft. Dann einfach nochmal<br />

versuchen – Übung macht den Meister.<br />

Ein paar Beispiele – Punkte für<br />

die Akupressur<br />

Di 4 (Dickdarm 4), ein Meisterpunkt bei<br />

Schmerzen aller Art, zur Stärkung des<br />

Immunsystem und bei Verstopfung. Der<br />

Daumen wird ganz an die Hand gepresst.<br />

Dabei bildet sich ein kleiner Muskelberg in<br />

Richtung Handgelenk – dort, an der<br />

höchsten Stelle befindet sich der Punkt.<br />

Bei jeden Zahnarztbesuch – eine tolle<br />

Hilfe. Je nach Empfinden, wird der Punkt<br />

ein bis zwei Minuten lang massiert. Dieser<br />

Punkt darf niemals in der Schwangerschaft<br />

massiert werden.<br />

Pe 6, (Pericard 6), sehr hilfreich bei<br />

Übelkeit, bei Reiseübelkeit und bei<br />

Schwangerschaftsübelkeit ( dieser Punkt<br />

kann auch in der Schwangerschaft<br />

gedrückt werden). Der Punkt befindet sich<br />

drei fingerbreit von der Handwurzel<br />

entfernt, auf dem Innenarm, zwischen den<br />

beiden Sehnen. Der Punkt wird gedrückt


oder leicht kreisend massiert – circa eine<br />

Minute lang. Bei Übelkeit und Schwindel<br />

im Flugzeug ist dies sehr hilfreich.<br />

Einige Akupressurpunkte wie zum<br />

Beispiel der Pe 6 sind durchaus gut für<br />

eine Selbstan-wendung geeignet.<br />

Du 26 befindet sich auf dem Du-Meridian.<br />

Dieser beginnt in der Mitte zwischen der<br />

Spitze des Steißbeins und des Anus, verläuft<br />

dann über die Mitte des Rückens,<br />

über den Kopf hinweg und endet im<br />

Gesicht zwischen Nase und Oberlippe.<br />

Dieser Endpunkt ist der Du 26, der bei<br />

leichtem Schwindel massiert werden<br />

kann. Junge Mädchen in der Pu-bertät<br />

neigen zu Schwindel, wenn sie lange<br />

stehen müssen. Hier kann die Akupressur<br />

gute Dienste leisten.<br />

Ni 1 (Niere 1) fördert Schlaf und Appetit.<br />

Dieser Punkt befindet sich auf der<br />

Fußsohle und ist ein sogenannter<br />

Gesundheitspunkt. Er liegt zwischen<br />

erster und zweiter Zehe, in der Vertiefung<br />

zwischen den beiden Fußballen auf Höhe<br />

der Grenze zwischen erstem und zweitem<br />

Drittel der Fußsohle ( dabei werden die<br />

Zehen nicht mit eingerechnet)<br />

Le 3 (Leber 3) beruhigt, vor allem bei<br />

Ärger, und hilft bei Kopf-schmerzen. Er<br />

liegt auf dem Fußrücken zwischen der<br />

Groß-zehe und der zweiten Zehe, in einer<br />

Mulde, kurz vor dem Punkt, an dem sich<br />

erster und zweiter Mittelfußknochen<br />

begegnen.<br />

Zusammenfassung<br />

Die Akupressur wird überall als einfache<br />

Heilmethode beschrieben, die jeder<br />

anwenden kann. Jedoch ist hier auch<br />

Gewissenhaftigkeit und Vorsicht wichtig.<br />

Nicht jeder Punkt ist für Jede/n geeignet.<br />

Ein Erlernen der Methode, ein Kennenlernen<br />

der wichtigsten und am einfachsten<br />

zu findenden Punkte ist Voraussetzung<br />

für die Anwendung.<br />

Auch kann ein Heilpraktiker in seiner<br />

Praxis dem Patienten oder der Patientin<br />

geeignete Akupunkturpunkte zeigen, die<br />

zuhause mit Hilfe der Akupressur<br />

behandelt werden können. Bücher zu<br />

diesem Thema sind in Hülle und Fülle<br />

vorhanden. Jedoch ersetzt ein Buch nicht<br />

das Erlernen am Menschen mit Hilfe einer<br />

Fachperson. Das Auffinden und die Art<br />

des Massierens, Drückens, Streichens<br />

oder Knetens wird geübt.<br />

Dies kann ein Buch nicht ersetzen.


Unser besonderes Angebot des Monats<br />

Abbildung ähnlich<br />

Es handelt sich um einen<br />

Super7 von Westfield<br />

Er hat einen 3500 ccm-V8 Motor.<br />

Die Laufleistung beträgt 18.000<br />

Meilen.<br />

Farbe: British Racing-Green.<br />

Die Sitze sind in Leder gehalten<br />

Es ist jedoch ein Rechtslenker.<br />

Ich werde die Hauptuntersuchung<br />

auf jeden Fall neu machen.<br />

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Die Leistung: 190 PS bei 670 Kg<br />

Fahrzeuggewicht. Baujahr: 1993.<br />

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Wie wir Ihnen bei Rückenschmerzen helfen können<br />

Unsere neue Therapie heißt Medizinische Trainingstherapie<br />

(MTT). Ihre Einzigartigkeit liegt in der<br />

Stärkung der tiefligenden Rückenmuskulatur, die<br />

durch die klassische Traningmethoden nicht möglich<br />

ist. Wir haben zwei speziell entwickelte<br />

Trainingsmaschinen, die Geräte ILE und ICE. Beide<br />

Geräte ermöglichen dank der besonderer Fixierung<br />

die oberflächliche Muskulatur zu isolieren und ein<br />

isoliertes Training der Halswirbelsäulen- und Lendenwirbelsäulenstreckmuskulatur<br />

die tiefliegende<br />

Rückenmuskulatur durchzuführen, die für die<br />

meisten Rückenschmerzen verantwortlich sind.<br />

Vorteile der Medizinischen Trainingstherapie<br />

Die Therapie beginnt mit einer gründlichen Entrittsuntersuchung<br />

und mit dem isokinetschen diagnostischen<br />

Test (Rückensanalyse). Die gründliche Erkennung<br />

der Schmerzursache ermöglicht, die<br />

Therapie gezielt durchzuführen.<br />

Mit den medizinischen Therapiegeräten wird ein<br />

gezieltes, isoliertes und kontrolliertes Training der<br />

tiefliegenden Muskulatur ermöglicht.<br />

Durch eine effektive Therapie wird oftmals eine<br />

Operation an der Wirbelsäule vermeiden<br />

Im Vergleich zu einem operativen Eingriff ist die<br />

Behandlung fast risikofrei<br />

Program für die Rückentherapie<br />

im Kurhotel Pyramida<br />

– ein richtiger Genesungsurlaub<br />

Für wenn ist die MTT geeignet<br />

In den meisten Fällen ist für das Entstehen der<br />

Rückenschmerzen die schwach ausgebildete<br />

autochtone Rückenmuskulatur verantwortlich.<br />

Mit einer isometrischen Kraftmessung wird<br />

festgestellt, ob eine Atropie und/oder eine<br />

intramuskuläre Dysbalanz wirklich als<br />

Schmerzursache vorliegen, und ob die MTT für<br />

Sie die richtige Lösung ist. Wir können dann<br />

einen persönlichen Therapieplan erstellen. Bei<br />

folgenden Indikationen kann Ihnen die MTT-<br />

Therapie helfen:<br />

Rückenschmerzen in allen Formen<br />

Verspannungsschmerzen in der Hals- und<br />

Nackenmuskulatur<br />

Kopfschmrezen, Migräne, Tinnitus<br />

Muskuläre Insuffizienzen und muskuläre<br />

Dysbalanzen<br />

Zustand nach Operation an der Wirbelsäule<br />

(ab 6 Wochen nach OP)<br />

Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule<br />

(Osteochondrose, Spondylose, Spinalstenose)<br />

Bandscheibverwölbungen und<br />

Bandscheibenvorfälle, die nicht operiert<br />

werden müssen<br />

Haltungsschwäche und -Fehler<br />

Erkrankungen aus dem rheumatoiden<br />

Formenkreis (chronische Polyartritis, Morbus<br />

Bechterev, Fibromyalgie etc.)


GESUNDHEIT<br />

GESUNDHEIT<br />

des Menschen<br />

höchstes Gut<br />

Die Krätze<br />

Die Krätze ist wieder<br />

massiv auf dem Vormarsch<br />

– Wie man sie erkennt und<br />

was man tun kann<br />

Krätze, fachsprachlich Skabies, Scabies<br />

(von lateinisch scabere, ‚kratzen‘) oder<br />

Acarodermatitis, ist eine weitverbreitete,<br />

durch die Krätzmilbe (vor allem Sarcoptes<br />

scabiei) verursachte parasitäre Hautkrankheit<br />

des Menschen. Die halbkugelförmigen,<br />

0,3–0,5 Millimeter großen<br />

Weibchen der Krätzmilbe bohren sich in<br />

die Oberhaut (Epidermis) und legen dort in<br />

den Kanälen (caniculi, Milbengänge)<br />

Kotballen (Skybala) und ihre Eier ab.<br />

Ihre Absonderungen bringen Bläschen,<br />

Vesikel, Papulovesikel, Papeln, Pusteln,<br />

Blasen, Quaddeln, Infiltrationen und als<br />

Sekundärläsionen Krusten, Kratzwunden<br />

und Furunkel hervor. Die Inkubationszeit<br />

beträgt etwa drei bis sechs Wochen.<br />

Für befallene Patienten gilt in Deutschland<br />

nach § 34 Infektionsschutzgesetz bereits<br />

bei Verdacht ein Verbot des Aufenthalts<br />

und Arbeitens in Gemeinschaftseinrichtungen.<br />

Andere Milbenerkrankungen<br />

des Menschen werden als<br />

Acariasis bezeichnet. Als Entdecker des<br />

Zusammenhangs zwischen Milbenbefall<br />

und Krätze gilt der italienische Arzt<br />

Giovanni Cosimo Bonomo.<br />

Ursache und<br />

Krankheitsentstehung<br />

Krätzmilben haben eine obligat parasitäre<br />

Lebensweise. Als Angehörige der<br />

Spinnentiere verfügen sie über acht paarig<br />

angeordnete Beine. Typisch für die Milben<br />

ist dabei, dass beide hinteren Beinpaare<br />

den Rand des gedrungenen Körpers nicht<br />

überragen und, genau wie die beiden<br />

vorderen Beinpaare, stummelförmig<br />

ausgebildet sind. Die Größe der<br />

weiblichen Exemplare beträgt etwa 350 ×<br />

280 µm, männliche Milben erreichen<br />

Länge × Breite 240 × 150 µm. Charakteristisch<br />

ist das Vorhandensein von<br />

Haftscheiben, die einem ungegliederten<br />

Stiel aufsitzen und an den Beinen befestigt<br />

sind. Weibliche Milben tragen diese<br />

Organe nur an den drei vorderen<br />

Beinpaaren, bei Männchen alle Beinpaare.<br />

Die Entwicklung der Milben läuft vom Ei<br />

über ein Larven- und zwei Nymphenstadien<br />

zum adulten Tier und dauert beim<br />

Männchen etwa 14 Tage, beim Weibchen<br />

eine Woche länger. Nur die Weibchen<br />

legen Bohrkanäle in der Hornschicht<br />

(Stratum corneum) der Epidermis<br />

(Oberhaut) an, in denen sie ihre Eier und<br />

ihren Kot deponieren. Die männlichen<br />

Milben wandern auf der Suche nach<br />

We i b c h e n h a u p tsächlich a u f d e r<br />

Hautoberfläche entlang. Eine weibliche<br />

Milbe kann ein Alter von bis zu 60 Tagen<br />

erreichen. Außerhalb des Wirtskörpers<br />

überleben die Krätzmilben selten länger<br />

als 48 Stunden.<br />

Krätze wird oft mit unhygienischen<br />

Verhältnissen und Verwahrlosung assoziiert.<br />

Dabei haben Krätzmilben nicht<br />

unbedingt mit unhygienischen Lebensverhältnissen<br />

zu tun, sondern breiten sich<br />

− ähnlich wie Läuse – dort aus, wo viele<br />

Menschen zusammenkommen. Betroffen<br />

sind besonders Alten- und Pflegeheime,<br />

aber auch Kindergärten, Schulen und<br />

sogar Krankenhäuser. Krätze wird von<br />

Mensch zu Mensch durch Hautkontakt<br />

übertragen.<br />

Das Bestehen eines indirekten Infektionswegs<br />

mittels Wohn- bzw. Kleidungstextilien<br />

wird angenommen.


Bei intaktem Immunsystem und guten<br />

hygienischen Umständen hält die Immunreaktion<br />

des Körpers die Milbenzahl auf<br />

einem relativ niedrigen Niveau. Bei<br />

vorhandener Immunsup-pression, z. B.<br />

durch eine Infektion mit dem HI-Virus,<br />

kann es zu einer explosions-artigen<br />

Vermehrung der Milben kommen. Das<br />

hierbei entstehende Krankheitsbild,<br />

Scabies norvegica, unterscheidet sich<br />

signifikant in Aussehen, Intensität und<br />

Infektiosität von der klassischen Scabies.<br />

Eine Umfrage bei den Gesundheitsämtern<br />

hat 2016 ergeben, dass die Infektionszahlen<br />

von Krätze im Bundesland<br />

Nordrhein-Westfalen seit 2013 deutlich<br />

ansteigen. Besonders betroffen sind<br />

Kinder in Kindertagesstätten, Bewohner<br />

von Altersheimen und Menschen, die in<br />

Flüchtlingsunterkünften untergebracht<br />

sind. Da die Krätze gut behandelbar ist,<br />

gibt es keinen Grund zur Sorge.<br />

Krätze bei Tieren wird umgangssprachlich<br />

Räude genannt, wobei hier auch andere<br />

Milben vorkommen. Außer den Haarbalgmilben<br />

können die meisten dieser<br />

Parasiten auch den Menschen als Fehlwirt<br />

befallen und eine Pseudokrätze oder<br />

Trugräude, medizinisch Pseudoscabies,<br />

hervorrufen.<br />

Eine eigentlich sehr selten gewordene<br />

Hautkrankheit ist leider wieder massiv auf<br />

dem Vormarsch: Die Krätze! Ausgelöst<br />

wird sie durch Milben und ist hochan-<br />

steckend. Wie Ihr sie erkennt und wie man<br />

sich am besten vor ihr schützt, erfahrt Ihr<br />

hier:<br />

1. Die Krätzemilben werden durch Hautkontakt<br />

übertragen. Häufig findet man sie<br />

bei Kindern, aber auch bei den Erwachsenen<br />

häufen sich die Fälle. Eine Übertragung<br />

durch Textilien ist zwar auch<br />

möglich, aber wesentlich seltener als<br />

durch direkten Kontakt. Wenn die Milben<br />

einen Menschen befallen haben, bohren<br />

sie sich unter die Haut und legen dort ihre<br />

Eier ab. Die Infektion nimmt ihren Gang.<br />

2. Die Symptome: Kleine Pusteln, eher<br />

rote Stellen, meist rund. Es entsteht<br />

starker Juckreiz, der sich durch Wärme<br />

noch verstärkt. Die befallenen Stellen<br />

brennen auch, wie bei einem zu stark<br />

gekratzten Stich. Man kann praktisch<br />

zusehen, wie die Felder sich vergrößern.<br />

Die Milben breiten sich unter der Haut<br />

relativ schnell aus. Sie halten sich gerne<br />

an warmen Stellen auf, wie in den<br />

Achselhöhlen oder in den Kniekehlen.<br />

Wir wollen hier bewusst kein Kribbeln und<br />

Krabbeln durch Bilder provozieren,<br />

sondern nur erklären, was man tun kann,<br />

wenn es einen erwischt hat.<br />

3. Wer befürchtet, sich angesteckt zu<br />

haben, sollte unbedingt zum Arzt gehen.<br />

Mit einem Dermatoskop kann jeder<br />

Hautarzt die kleinen Milben gut erkennen.<br />

Stomatologická<br />

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Altersdemenz<br />

Vitamin-D-Mangel begünstigt<br />

Altersdemenz. Das<br />

Sonnenvitamin steht im<br />

Verdacht das Risiko an<br />

Alzheimer und anderen<br />

Demenzerkrankungen zu<br />

erkranken, zu reduzieren.<br />

Eine ausreichende Versorgung mit<br />

Vitamin D könnte das Risiko für Alzheimer<br />

und andere Demenz-Erkrankungen<br />

senken. Das ist zumindest das Ergebnis<br />

einer kürzlich veröffentlichten USamerikanischen<br />

Studie. Das sogenannte<br />

Sonnenvitamin Vitamin D ist das einzige<br />

Vitamin, das der Körper auch selbst<br />

herstellen kann – allerdings nur unter<br />

Mitwirkung der UV-Strahlen der Sonne.<br />

Ein Mangel des Nährstoffs kann zu<br />

Störungen im Kalziumhaushalt und im<br />

Phosphatstoffwechsel führen. Im Säuglings-<br />

und Kleinkindalter führt ein Mangel<br />

zu Rachitis – einer Mineralisierungsstörung<br />

des Knochens, wodurch es zu<br />

Skelettdeformierungen kommen kann. Bei<br />

Erwachsenen führt ein Vitamin D-Mangel<br />

zur sogenannten Osteomalazie (Knochenerweichung).<br />

Was wurde gemacht?<br />

1658 Männer und Frauen im Alter von circa<br />

70 Jahren, die an der "Cardiovascular<br />

Health Study" teilgenommen hatten,<br />

wurden in der Studie berücksichtigt. Zu<br />

Beginn der Erhebung wurde den<br />

Probanden Blut abgenommen, um den<br />

aktuellen Vitamin D-Status – genauer<br />

gesagt den Gehalt an 25-Hydroxy-<br />

Vitamin-D, der Vorstufe von Vitamin D – zu<br />

ermitteln. Zu Beginn der Studie litt keiner<br />

der Teilnehmer an Demenz oder<br />

Alzheimer. Im Durchschnitt wurden die<br />

Probanden 5,6 Jahre später erneut von<br />

Neurologen und Psychologen untersucht.<br />

In dieser Untersuchung konnte festgestellt<br />

werden, dass mittlerweile 171 Personen<br />

an Demenz erkrankt waren. Von den 171<br />

Personen litten 102 an Alzheimer.<br />

Personen mit niedrigem<br />

Vitamin-D-Status häufiger<br />

betroffen<br />

Die Forscher konnten feststellen, dass<br />

besonders jene Personen eine Demenz-<br />

Erkrankung entwickelten, die zu Beginn<br />

der Studie nur geringe Mengen an<br />

Vitamin-D bzw. dessen Vorstufe im Blut<br />

hatten. So konnten die Forscher zeigen,<br />

dass das Risiko an Demenz zu erkranken,<br />

umso größer wurde, je niedriger der<br />

Vitamin-D-Status zu Beginn der Erhebung<br />

war. So stieg das Risiko an Demenz zu<br />

erkranken zwischen 51 und sogar 122<br />

Prozent.<br />

Weitere Erhebungen notwendig<br />

Wie es in allen Beobachtungsstudien der<br />

Fall ist, konnten die Ergebnisse bislang nur<br />

zeigen, dass es einen Zusammenhang<br />

zwischen dem Vitamin-Mangel und dem<br />

Krankheitsrisiko gibt. Dass ein Mangel an<br />

diesem Vitamin allerdings das Krankheitsrisiko<br />

beeinflusst, konnten die<br />

Forscher bislang noch nicht beweisen.<br />

Weitere Untersuchungen sind also<br />

notwendig, um den genauen Wirkmechanismus<br />

des Vitamin Ds auf das Gehirn<br />

zu ermitteln. Ein weiterer spannender<br />

Aspekt, den es wohl zukünftig zu<br />

erforschen gibt, ist der Umkehrschluss:<br />

Könnte die Einnahme von Vitamin D<br />

mittels Tabletten oder Ernährung das<br />

Demenz- und Alzheimerrisiko senken?<br />

Demenz: Therapie im Überblick<br />

Was tun bei Demenz? Die Therapie<br />

umfasst in der Regel verschiedene<br />

Maßnahmen, die darauf abzielen, die<br />

Symptome und die Alltagsfähigkeiten zu<br />

verbessern oder zumindest zeitweise zu<br />

stabilisieren. Welche Therapieformen im<br />

Einzelfall geeignet sind, hängt unter<br />

anderem von der Ursache und vom<br />

Stadium der Erkrankung ab. Die meisten<br />

Formen der Demenz sind nicht heilbar.<br />

Durch eine geeignete und frühzeitige<br />

Behandlung lassen sich die Symptome<br />

jedoch oft hinauszögern und lindern.


Häufig können Menschen mit Demenz<br />

länger selbständig leben, wenn ihre<br />

Krankheit rechtzeigt behandelt wird.<br />

Demenz: Behandlung basiert<br />

auf drei Säulen<br />

Im Rahmen der Demenz-Therapie können<br />

verschiedene Behandlungsbausteine zum<br />

Einsatz kommen. Falls der Demenz<br />

behebbare Ursachen zugrunde liegen,<br />

müssen diese behandelt werden. Neben<br />

bestimmten Medikamenten kommen dann<br />

auch Therapieformen wie die Ergotherapie<br />

oder das Gedächtnistraining infrage.<br />

Welche Therapiemaßnahmen im Einzelfall<br />

sinnvoll sind, hängt unter anderem von der<br />

Art der Demenz, von bestehenden Symptomen<br />

und vom Stadium der Erkrankung<br />

ab.<br />

Behebbare Ursachen von<br />

Demenz behandeln<br />

Zunächst ist es wichtig zu klären, ob der<br />

Demenz behebbare Ursachen wie etwa<br />

ein Vitaminmangel, eine Schilddrüsenunterfunktion,<br />

Infektionen des Gehirns,<br />

eine Depression oder eine Abflussbehinderungen<br />

des Nervenwassers (Liquor)<br />

zugrunde liegen. Ist das der Fall, müssen<br />

diese jeweils individuell behandelt werden.<br />

Medikamentöse Therapie bei<br />

Demenz<br />

Durch verschiedene Medikamente können<br />

zum einen Gedächtnis- und Denkstörungen<br />

und zum anderen auch Verhaltensauffälligkeiten<br />

oder psychische Probleme<br />

wie Depressionen behandelt werden.<br />

Eine Sonderstellung haben Präparate mit<br />

dem pflanzlichen Wirkstoff Ginkgo biloba:<br />

Sie sind rezeptfrei in der Apotheke<br />

erhältlich und werden speziell bei leichter<br />

bis mittelgradiger Alzheimer-Demenz oder<br />

vaskulärer Demenz angewendet und<br />

können insbesondere auch als Zusatztherapie<br />

sinnvoll sein.<br />

Weitere Therapiebausteine<br />

Auch nicht-medikamentöse Therapien<br />

haben einen wichtigen Stellenwert in der<br />

Demenz-Behandlung. So können zum<br />

Beispiel ein spezielles Hirnleistungstraining,<br />

Ergotherapie, Bewegung und<br />

Musiktherapie die geistige Leistungsfähigkeit<br />

und die Alltagskompetenzen fördern<br />

oder zum Wohlbefinden der Betroffenen<br />

beitragen. Auch Verhaltensstörungen<br />

können durch derartige Therapieansätze<br />

abgeschwächt werden.<br />

Alzheimer: Therapie im<br />

Überblick<br />

Alzheimer ist die häufigste Form der<br />

Demenz. Auch sie wird durch eine<br />

Kombination verschiedener Therapiemaßnahmen<br />

behandelt, die zum Beispiel<br />

vom Stadium der Erkrankung und den<br />

individuellen Bedürfnissen abhängt.<br />

Anders als bei vielen anderen Demenzformen<br />

gibt es Medikamente, die<br />

speziell zur Alzheimer-Behandlung<br />

zugelassen sind. Vor allem im frühen und<br />

mittleren Stadium können sie die<br />

Symptome lindern und das Fortschreiten<br />

der Erkrankung verzögern. Weitere nicht-<br />

medikamentöse Therapiebausteine, die<br />

zum Beispiel die Hirnleistung verbessern<br />

oder alltagspraktische Fertigkeiten fördern<br />

können, spielen ebenfalls eine wesentliche<br />

Rolle.<br />

Vaskuläre Demenz: Therapie im<br />

Überblick<br />

Die vaskuläre Demenz geht auf Durchblutungsstörungen<br />

im Gehirn bzw. viele<br />

kleine – oft unbemerkte – Schlaganfälle<br />

zurück. Die Therapie besteht daher im<br />

ersten Schritt darin, Faktoren, die eine<br />

Verschlimmerung verursachen können, in<br />

den Griff zu bekommen. Dazu müssen<br />

gefäßschädigende Risikofaktoren wie<br />

hoher Blutdruck und schlechte Blutzuckerund<br />

Blutfettwerte behandelt werden.<br />

Die bekannten Alzheimer-Medikamente<br />

sind zur Behandlung von vaskulären<br />

Demenzen nicht zugelassen. Im Einzelfall<br />

kann der Arzt allerdings ihren Einsatz<br />

erwägen. Weitere nicht-medikamentöse<br />

Therapiemaßnahmen können ebenfalls<br />

zum Einsatz kommen.<br />

Auch bei den zahlreichen weiteren<br />

Demenzformen sind mitunter spezielle<br />

Behandlungsansätze erforderlich.


Flora und Fauna<br />

in Bayern<br />

Der Kuckuck<br />

Männchens liegt bei 110–140 Gramm, das<br />

des Weibchens bei 95–115 Gramm.[2] Die<br />

Flügel sind spitz und der abgerundete<br />

Schwanz ist 13 bis 15 Zentimeter lang. Im<br />

Flug sieht die Art einem Sperber ähnlich,<br />

hat jedoch spitzere Flügelenden. Im Sitzen<br />

wirkt der Kuckuck kurzbeinig. Der gestufte<br />

Schwanz wird dabei nicht selten gefächert<br />

und leicht angehoben, die Flügel werden<br />

oft etwas abgespreizt hängen gelassen.<br />

Ausgewachsene Männchen sind auf der<br />

Oberseite schiefergrau. Die Oberschwanzdecken<br />

haben hellgraue, sehr<br />

dünne, schmale Endsäume. Das Kinn, die<br />

Kehle, die Halsseiten und die Vorderbrust<br />

sind einheitlich hellgrau und heller als die<br />

Oberseite, die übrige Unterseite ist weiß<br />

mit breiter graubrauner Bänderung. Die<br />

Unterschwanzdecken sind weiß bis<br />

isabellfarben. Der Schwanz ist dunkel<br />

schiefergrau mit deutlich abgetrenntem<br />

weißen Endsaum. Die Iris, der Lidring und<br />

die Schnabelbasis sind hellgelb. Neben<br />

dieser grauen Morphe kommt auch beim<br />

Männchen eine rotbraune vor, die der der<br />

Weibchen ähnlich ist.<br />

Ausgewachsene Weibchen treten in zwei<br />

Farbmorphen auf. Die graue Morphe<br />

ähnelt den Männchen sehr, zeigt jedoch<br />

auf der Brust eine rostbeige bis gelbliche<br />

Tönung und eine dünne dunkle Querbän-<br />

Der Kuckuck (Cuculus canorus) gehört zur<br />

Ordnung der Kuckucksvögel (Cuculiformes)<br />

und zur Familie der Kuckucke<br />

(Cuculidae). Er kommt in Nordafrika und in<br />

Eurasien von Portugal und Irland nach<br />

Osten bis Japan und Kamtschatka vor. Er<br />

ist etwa taubengroß, sein Gefieder ist<br />

größtenteils grau. Die Art ist außer durch<br />

den charakteristischen „gu-kuh“-Ruf durch<br />

ihren Brutparasitismus allgemein bekannt.<br />

Der Kuckuck legt seine Eier einzeln in<br />

Nester kleinerer Singvögel und betreibt<br />

selbst keine Brutpflege. Die Kuckuckweibchen<br />

bevorzugen einzelne Wirtvogelarten<br />

und legen Eier, die denen dieser<br />

Arten weitgehend entsprechen. Das<br />

wenige Stunden alte Kuckucksjunge<br />

entfernt die Eier und Jungvögel der<br />

Wirtseltern und wächst allein im Nest<br />

heran.<br />

Der Kuckuck ist Namensgeber für andere<br />

Lebewesen, die ebenfalls Brutparasitismus<br />

betreiben, wie etwa die Kuckuckshummeln<br />

oder die Kuckucksente. Ebenso<br />

findet er auch in Redewendungen und<br />

Musik Erwähnung. Der Kuckuck<br />

war in der Schweiz Vogel des<br />

Jahres 2001 und in Deutschland<br />

und Österreich Vogel des Jahres<br />

2008.<br />

Seinen Namen verdankt er dem<br />

auffälligen Ruf des Kuckuckmännchens.<br />

Auch in vielen anderen<br />

Sprachen, wie im Französischen<br />

(Coucou), Italienischen (cucú),<br />

R u s s i s c h e n ( K u k u s c h k a ) ,<br />

Griechisch (koukoula), Englischen<br />

(Cuckoo), Polnischen (Kukułka),<br />

U n g a r i s c h e n ( k a k u k k ) u n d<br />

Lateinischen (cuculus) wurde der<br />

Ruf lautmalerisch in seinen Namen<br />

integriert. Ein wohl eher veralteter<br />

Name für den Kuckuck ist Gauch.<br />

Der Kuckuck ist bei einer Spannweite<br />

von 55 bis 60 Zentimetern<br />

und einer Körperlänge von 32 bis<br />

34 Zentimetern fast so groß wie<br />

eine Turteltaube, jedoch zierlicher<br />

und schlanker. Das Gewicht des


Der kuckuck<br />

derung. Die braune Morphe ist seltener<br />

und auf der Oberseite sowie der Brust<br />

rostbraun. Das gesamte Gefieder ist<br />

dunkel quergebändert. Der Schwanz ist<br />

braun und dunkel gebändert und hat eine<br />

dünne weiße Endbinde. Die Iris, der<br />

Lidring und die Schnabelbasis sind<br />

hellbraun.<br />

Die Jungvögel sind schiefergrau, teilweise<br />

mit rostbrauner Tönung. Das gesamte<br />

Gefieder ist dünn dunkel quergebändert.<br />

Die kleinen und großen Flügeldecken<br />

haben schmale weiße Säume. Die Iris ist<br />

dunkelbraun, der Lidring ist blassgelb, und<br />

die Schnabelbasis ist hell. Jungvögel<br />

können am weißen Fleck im Nacken<br />

erkannt werden.<br />

Bei beiden Morphen und im Jugendkleid<br />

sind die Beine gelb und der Schnabel mit<br />

Ausnahme der Basis horngrau.<br />

Das Aussehen des Kuckucks ähnelt dem<br />

des Sperbers oder des Turmfalken<br />

und ist eine Form von Mimikry, um<br />

den Wirtsvögeln die Anwesenheit<br />

eines Greifvogels vorzutäuschen und<br />

d i e s e s o v o n i h r e m N e s t z u<br />

vertreiben.<br />

D e r K u c k u c k k o m m t i n a l l e n<br />

klimatischen Zonen der westlichen<br />

P a l ä a r k t i s v o r. E r b e w o h n t<br />

Kulturlandschaften ebenso wie<br />

Biotope oberhalb der Baumgrenze,<br />

die Dünen der Meeresküsten und fast<br />

alle Lebensräume dazwischen: lichte<br />

Laub- und Nadelwälder, Bruchwälder<br />

oder auch Hochmoore und Steppen.<br />

Er kommt nicht in der arktischen<br />

Tundra und in ausge-dehnten dichten<br />

W ä l d e r n v o r. D a b e i i s t d a s<br />

Vorkommen der Vögel, die ihm bei<br />

der Fortpflanzung als Wirte dienen,<br />

aus-schlaggebend. In seinem<br />

Lebensraum müssen ausreichende<br />

Kleinstrukturen wie Sträucher,<br />

Hecken, vereinzelte<br />

B ä u m e u n d<br />

Ansitzmöglichkeiten<br />

vorhanden sein. Er ist<br />

in der Schweiz bis in<br />

etwa 2400 Meter und<br />

i n I n d i e n i n<br />

Ausnahmefällen in bis<br />

zu 5250 Meter Höhe<br />

n a c h g e w i e s e n<br />

worden. Er kommt<br />

auch in den Randgebieten<br />

von Städten<br />

vor.<br />

Der Kuckuck kommt in Eurasien von<br />

Westeuropa und Nordafrika bis Kamtschatka<br />

und Japan vor. Die Nominatform<br />

Cuculus c. canorus ist in ganz Europa mit<br />

Ausnahme von Island, dem äußersten<br />

N o r d e n S k a n d i n a v i e n s u n d d e m<br />

nordöstlichen Teil des Baltikums flächendeckend<br />

verbreitet. Die nördliche<br />

Verbreitungsgrenze der Art verläuft am<br />

Nordrand der Taiga vom Norden<br />

Norwegens bis Kamtschatka, ungefähr<br />

entlang des nördlichen Polarkreises.<br />

Östlich des kaspischen Meeres bis zum<br />

Balchaschsee ist der größte Teil<br />

Kasachstans nicht besiedelt, ebenso ein<br />

g r o ß e r B e r e i c h s ü d w e s t l i c h d e s<br />

Baikalsees bis zum Kaschmir. Die<br />

südliche Verbreitungsgrenze bis zum<br />

Himalaja verläuft etwa entlang des 40.<br />

Breitengrades.<br />

Der Kuckuck frisst fast ausschließlich<br />

Insekten. Größtenteils werden Schmetterlingsraupen<br />

verzehrt, darunter auch<br />

behaarte und Warnfarben tragende, die<br />

von anderen Vögeln nicht gefressen<br />

werden. Zu seiner Nahrung gehören auch<br />

Käfer, seltener werden Libellen, Heuschrecken,<br />

Ohrwürmer, Wanzen, Fliegen<br />

und Hautflügler erbeutet.<br />

Weitere Nahrung sind Spinnen, Tausendfüßer,<br />

Regenwürmer, Schnecken und<br />

junge Frösche und Kröten. Weibchen<br />

verzehren auch die Eier möglicher<br />

Wirtsvögel. Die Nestlinge werden von den<br />

jeweiligen Wirtsvögeln mit einem breiten<br />

Spektrum an Nahrung gefüttert, je<br />

nachdem, womit diese normalerweise ihre<br />

eigenen Jungen füttern. Diese Nahrung<br />

besteht größtenteils aus Insekten, sie<br />

muss in jedem Fall größtenteils tierisch<br />

sein. Es gibt keine Nachweise dafür, dass<br />

nicht-insektenfressende Sperlingsvögel in<br />

Europa erfolgreich Jungvögel des<br />

Kuckucks aufgezogen haben.<br />

Die Geschlechtsreife tritt im zweiten<br />

Lebensjahr ein. Die Art der Paarbindung<br />

ist bisher nicht eindeutig geklärt. Es<br />

h a n d e l t s i c h w a h r s c h e i n l i c h u m<br />

Promiskuität, da es keine Beweise für eine<br />

längere monogame Paarbindung gibt.<br />

Die adulten Kuckucke treffen meist nach<br />

den Wirtsvögeln in den Brutgebieten ein,<br />

sodass diese ihre Reviere bereits besetzt<br />

haben. Das Männchen ist meist über eine<br />

Woche vor dem Weibchen im Brutgebiet.


Herkunft und Verbreitung<br />

Das Minischwein kommt sowohl wild vor,<br />

z.B. in Südostasien, als auch domestiziert,<br />

als kolumbianisches Portionsschwein,<br />

oder als Haustier. Die asiatische Linie hat<br />

sich zum Haustier anscheinend besser<br />

geeignet, weswegen Nachfahren von<br />

vietnamesischen Hängebauchschweinen,<br />

sowie von asiatischen Wildschweinen, fast<br />

immer zu den Ureltern der Minischweine<br />

zählen. In den Fünfziger-Jahren wurden<br />

erste Hängebauchschweine in europäische<br />

Tierparks gebracht. Ihre hohe<br />

Fruchtbarkeit sorgte für eine schnelle<br />

Verbreitung. Seit den Sechzigern wurde<br />

diese Art mit anderen kleinwüchsigen<br />

robusten Arten gekreuzt, um ein Versuchstier<br />

zu züchten, daß dem Menschen in<br />

vielen Eigenschaften ähnelt.<br />

Nach Amerika und Kanada wurden<br />

ebenfalls südasiatische Tiere gebracht<br />

und dort durch Kreuzungen kleiner<br />

gezüchtet. Sehr schnell entdeckten die<br />

Amerikaner ein geeignetes Haustier für<br />

sich und so gibt es inzwischen 50000 –<br />

200000 Minischweine in Haushalten.<br />

Selbst in Kanada mit Temperaturen bis -50<br />

C werden Minischweine gehalten.<br />

Die Gewichte der Minischweine in USA<br />

variieren von 25-50 kg. für Minischweine<br />

und 65 – 100 kg für Hängebauchschweine.<br />

Seit in Amerika und Europa das Minischwein<br />

als Haustier entdeckt wurde,<br />

haben sich die Bemühungen einiger<br />

Züchter, Schweine kleiner zu züchten, gelohnt.<br />

Es gibt Minischweine (Bergsträsser<br />

Knirps), die ausgewachsen nicht schwerer<br />

als 12 Kg. werden. Deutsche Minischweinkreuzungen<br />

erreichen Gewichte zwischen<br />

12 und 35 kg. Die Zahl der Minischweinbesitzer<br />

in Europa ist schwer zu schätzen.<br />

Größe und Aussehen<br />

Minischweine erkennt man an einem<br />

geraden Schwanz, am Kleinwuchs bei<br />

ausgewachsenen Tieren, steife nach oben<br />

stehenden Ohren und oft einem zu groß<br />

geratenem Kittel. Das Aussehen<br />

der Minischweine variiert.<br />

Oft findet man gestauchte<br />

Schnauzen mit Hautfalten, aber<br />

auch lange glatte Schnauzen.<br />

Der Rücken ist meist gerade bis<br />

leicht durchhängend. Die Farbe<br />

der Mini-schweine ist meist<br />

Schwarz oder Schwarz-weis,<br />

Pinto und Reinweis sind<br />

seltener. Münchner Miniaturschweine<br />

sind Reh-braun,<br />

haben eine lange glatte Schnauze und<br />

werden bis 65 kg schwer. Die Minihängebauchschweine<br />

ähneln vom Äußeren<br />

Hängebauchschweinen. Minischweine<br />

werden ca 12 bis 15 Jahre alt.<br />

Was ist ein Mikro-Pig<br />

In der letzten Zeit<br />

ist immer wieder<br />

die Frage nach<br />

Mikropigs gestellt<br />

worden.<br />

Da Minischweine<br />

in Größen<br />

von 15 bis 60<br />

Kilo gehandelt<br />

werden, haben<br />

einige Züchter Ihre Minischweine<br />

einfach Mikroschweine genannt.<br />

Bei sehr kleinen Schweinen, muss man<br />

bedenken, das sie insbe-sondere die<br />

ersten drei Monate sehr gebrechlich sind.<br />

Für die, im ersten Quartal noch rattengrossen<br />

Schweine ist eine Katze eine<br />

tödliche Gefahr. Auch muss man sehr<br />

vorsichtig sein , die kleinen ständig<br />

hinterherlaufenden Grunzer nicht versehentlich<br />

zu treten. Als Züchter haben wir dir<br />

die Erfahrung, das Schweine zwischen 15<br />

und 25 Kilo zum Einen handlich und<br />

dennoch robust sind.<br />

Voraussetzungen für die Haltung von<br />

Minischweinen<br />

Minischweine sind saubere Haustiere, mit<br />

guten Manieren, sollten aber nicht<br />

ausschließlich in der Wohnung gehalten<br />

werden. Wie für MiniHunde oder vielmehr<br />

Katzen ist ein Garten ein guter Spielplatz<br />

für Tiere. Sie lieben eine gemütliche Atmosphäre,<br />

sollten aber nicht ausschließlich<br />

in der Wohnung gehalten<br />

werden, sondern brauchen ausreichend<br />

Auslauf im Garten. Minischweine sollten<br />

auf keinen Fall im Zwinger oder Pferch<br />

gehalten werden, da sie sonst scheu<br />

werden. Sie merken sofort wenn sie<br />

ausgegrenzt werden, vor allem junge<br />

Minischwein<br />

Ferkel brauchen die Familie, bzw. den<br />

Menschen als Ersatz für die Wärme der<br />

Rotte. Die Minischweine sind deshalb sehr<br />

anhänglich und verschmust. Insbesondere<br />

in den Zeiten, in denen das Tier<br />

allein ist, bietet ein Garten mehr Abwechslung<br />

als eine Wohnung.<br />

Minischweine sind keine Mastschweine.<br />

Sie bewegen sich viel, wollen auch gerne<br />

rennen und springen, grasen und die<br />

Sonne genießen. Ausreichend Aufenthalt<br />

im Freien (Sommer wie Winter) ist wichtig<br />

für eine gute gesundheitliche Entwicklung<br />

der Minischweine. Bei reiner Wohnungshaltung<br />

können ähnliche Gesundheitsprobleme<br />

wie in der konventionellen<br />

Schweinemast auftreten. Als Wohnung im<br />

Freien eignet sich eine Hundehütte mit 80<br />

cm bis etwa einem Meter Seitenlänge. In<br />

dieser bietet man Heu oder ein anderes<br />

Streu als Liegepolster an. Noch besser ist<br />

eine alte Decke, in der sich das Minischwein<br />

je nach Temperatur einkuschelt.<br />

Bis jetzt habe ich nicht erlebt, daß ein<br />

Minischwein sein Geschäft in der Hütte<br />

erledigt. Der Stall bleibt also sauber und<br />

muß nicht ständig gereinigt werden.<br />

Irgendwo im Garten wird das Minischwein<br />

sein Geschäft verrichten. Um einen Platz<br />

hierfür dem Minischwein vorzugeben,<br />

nimmt man einfach etwas Kot und legt es<br />

an die betreffende Stelle. Wenn dieser<br />

Toilettenplatz regelmäßig gereinigt wird,


"Der Wunsch, ein Tier zu halten,<br />

entspringt einem uralten Grundmotiv<br />

- nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen<br />

nach dem verlorenen Paradies."<br />

(Konrad Lorenz)<br />

wird das Minischwein nirgends anders<br />

sein Geschäft verrichten wollen. Im<br />

Hausbereich geht man genauso vor, nur<br />

bietet man hier ein Katzenklo mit<br />

Streu(oder besser Zeitung) an. Minischweine<br />

werden , wenn man richtig<br />

vorgeht , binnen 3 – 7 Tagen sauber. Wichtig<br />

ist am Anfang nur wenig Fläche mit<br />

wischbarem Boden anzubieten. Erst wenn<br />

das Schwein regelmäsig in die Katzentoilette<br />

macht, wird der Rest der Wohnung<br />

freigegeben. Vorsicht bei Futterumstellung<br />

machen Schweine auch mal aus Protest<br />

daneben.<br />

Fütterung und Pflege<br />

Schweine erwecken den Eindruck als<br />

hätten sie ständig Hunger. Das verleitet<br />

dazu, sie ständig zu füttern und somit zu<br />

mästen. Morgens und Abends eine Portion<br />

von 100 gr. Trockenfutter + 100 gr. Kleie,<br />

feucht angemischt, ist für ein 15 kg –<br />

Schweinchen genug. Füttern Sie wenn<br />

möglich draußen, so hat das Tier immer<br />

einen Grund mit nach draußen zu gehen<br />

(auch bei schlechtem Wetter).Läßt man<br />

das Schweinchen dann noch ein wenig<br />

länger im Garten verrichtet es in der Regel<br />

gleich sein Geschäft.<br />

Das Futter kann ein vegetarisches Müslioder<br />

Pellet- Futter sein. Pferdefutter<br />

(Alleinfutter) haben in der Regel die<br />

geeignete Zusammensetzung. Wir empfehlen<br />

als Inhaltsstoffe Gerste, vermalztes<br />

Getreide, Luzernemehl, Hafer, ein wenig<br />

Mais und die für Pferde üblichen Vitamine<br />

und Mineralienzusätze.<br />

Füttern Sie niemals Schweinefleisch, oder<br />

anderes Fleisch, da eine Übertragung von<br />

Keimen nur durch sorgfältiges Überhitzen<br />

vermieden werden kann. Auch Speiseabfälle<br />

dürfen aus veterinäramtlicher Sicht<br />

nicht verfüttert werden. Süßigkeiten und<br />

gesalzte Speisen sind für Tiere ungesund.<br />

Will man Leckerchen anbieten, eignen<br />

sich Rosinen oder Trockenfrüchte, sowie<br />

Zwieback und trockenes Brot. Obst und<br />

Gemüse sind als Zusatzfutter gut geeignet.<br />

Äpfel, Birnen, Melone, Pfirsich,<br />

Kirschen, Pflaumen sind ware Leckerbissen<br />

aber auch sehr kalorienreich.<br />

Gerne essen die Tiere Tomaten, Gurken,<br />

Suchini, Kürbis, Salat, Brokoli, Fenchel<br />

und Radieschen.<br />

Die Tiere brauchen unbedingt täglich<br />

frisches Wasser.<br />

Intelligenz des Minischweins und<br />

Training<br />

Schweine haben den Ruf intelligenter als<br />

Hunde zu sein. Sie sind in der Lage bis zu<br />

100 Befehle zu erlernen. Das überragt die<br />

Kapazität der Hundeintelligenz um ein<br />

zwei bis dreifaches. Schweine sind<br />

verspielt und zuweilen eigensinniger als<br />

Hunde. In der Natur zählt Vorsicht und<br />

soziales Verhalten zu den wichtigsten<br />

Intelligenzaufgaben der Schweine. Als<br />

Haustier beweisen Schweine ihre soziale<br />

Ader indem sie sich bedingungslos in eine<br />

Familienhierarchie einfügen. Sie lassen<br />

geduldig Kindergeschrei und Getobe über<br />

sich ergehen und akzeptieren einen<br />

Menschen grundsätzlich als übergeordnetes<br />

Wesen. Gerade Hunden gegenüber<br />

verhalten sich Minischweine freundschaftlich<br />

aber nicht besonders beeindruckt<br />

von deren Drohungen. Auch kleine<br />

Ferkel essen<br />

d e n g r ö s -<br />

seren Hund<br />

e n , t r o t z<br />

knurren und<br />

beisen das<br />

Futter weg.<br />

A l s o Ti e r e<br />

g e t r e n n t<br />

füttern und kein Futter stehen lassen.<br />

Das ausgeprägte Sozialverhalten der<br />

Schweine und ihr gemütliches Wesen<br />

macht Sie zu idealen Therapeuten. Geistig<br />

und körperlich Behinderte sowie alte<br />

Menschen und Kinder fällt es leicht die<br />

Tiere zu versorgen und zu pflegen. Gerade<br />

in einer Zeit in der abstrakte Eindrücke und<br />

Lebensgewohnheiten überwiegen, bieten<br />

Minischweine Bodenständigkeit, natürliche<br />

Ausstrahlung und eine gemütliche<br />

ruhige Atmosphäre.<br />

Zubehör für Minischweine<br />

Um Minischweine zu halten brauchen, Sie<br />

einen Platz im Garten mit kleiner Hütte. Die<br />

Hütte sollte am Boden isoliert etwa 1/2 –<br />

0,8 Qm. groß sein. Damit Ihr Haustier nicht<br />

ungewollt auf Wanderschaft geht, ziehen<br />

Sie einen sicheren Zaun, Mindesthöhe 1<br />

Meter. Der Futter und der Trinknapf sollte<br />

robust und schwer sein. Im Haus braucht<br />

das Tier einen Korb mit Decke und ein<br />

Katzenklo.<br />

... und tschüs<br />

Hier könnte Ihre Werbung stehen<br />

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Reiseziele und Sehenswürdigkeiten<br />

in Bayern und Tschechien<br />

Ohře-Radweg<br />

auf dem Fahrrad durch die tschechische Schlosslandschaft<br />

Der Radweg beginnt zwar in Deutschland, führt Sie jedoch<br />

durch die interessantesten Orte im Westen Tschechiens bis<br />

nach Prag. Den Radweg könnte man auch als Burgweg<br />

bezeichnen, denn auf dem Weg stoßen Sie auf viele<br />

Schlösser und Burgen. Nämlich in Cheb, Loket, Křivoklát und<br />

Karlštejn.<br />

Cheb<br />

Steigen Sie auf Ihr Rad! Alle diese Orte liegen am<br />

europäischen Radweg Eurovelo 4.<br />

Es erwartet sie eine einfache, 99 km lange Strecke, auf der<br />

Sie keine Angst vor zu großen Höhenunterschieden haben<br />

müssen. Sie besteht aus Radwegen und kurzen Strecken auf<br />

der Straße, die wirklich jeder Radfahrer meistern kann. In<br />

dem Abschnitt zwischen Kynšperk und Karlsbad gibt es<br />

sogar eine spezielle Strecke für Familien mit kleinen Kindern.<br />

Brechen Sie auf in die schöne Natur Südböhmens<br />

Burg Locket<br />

Der Radweg beginnt mit einem einfachen Abschnitt in<br />

Waldsassen in Deutschland. Hier können Sie die wunderschöne<br />

Bahnstrecke aus dem Jahre 1865 bewundern, die<br />

von Cheb nach Waldsassen und Wiesau führte. Der Ohře-<br />

Radweg ist eine Fortsetzung des Wallenstein-Radwegs in<br />

Bayern. Auf der tschechischen Seite sollten Sie sich an den<br />

Schildern mit der Zahl 204 orientieren. Der Radweg verbindet<br />

die Regionen Cheb, Sokolov, Karlsbad und Ostrov.


Vom jüngsten Vulkan zu den Mineralquellen<br />

Sie fahren durch die vulkanaktivste Region im Nordwesten<br />

Böhmens. Die erste historische Stadt auf dieser Strecke ist<br />

Cheb (Eger). Sie beeindruckt ihre Gäste mit Überresten des<br />

Stöckls von Cheb und der gepflegten Burg. Anschließend<br />

geht die Reise weiter zum jüngsten Vulkan in Tschechien – in<br />

Komorní Hůrka. Nach einem gemütlichen Spaziergang durch<br />

Kynšperk und Sokolov geht es weiter zu den Hans Heiling<br />

Felsen (Svatošské skály). Von dort aus können Sie die<br />

wunderschöne Naturkulisse mit ihren tiefen Canyons<br />

bestaunen. Nun führt der Weg weiter in den wahrscheinlich<br />

bekanntesten Kurort Tschechiens: nach Karlsbad. Lassen<br />

Sie sich hier Zeit für einen Spaziergang durch die Kolonnaden<br />

und probieren Sie die Heilquellen aus! Danach geht<br />

es weiter nach Rakovník, eine Stadt, die nicht nur stolz auf die<br />

zwei gotischen Tore ihrer Festung sein kann, danach zur Burg<br />

Křivoklát (Pürglitz).<br />

Karlsbad<br />

Mit dem Fahrrad auf der Suche nach den Schätzen des<br />

böhmischen Königreichs<br />

Altertümliche Burgen gehören einfach zu dieser Fahrradtour.<br />

Auf dem Weg von Sokolov nach Karlsbad treffen Sie bald auf<br />

die Burg Loket (Elbogen). Die Burg stammt aus dem 13.<br />

Jahrhundert und enthält viele gotische und romantische<br />

Elemente. Sie befindet sich über der Ohře (Eger) im<br />

Naturschutzgebiet Kaiserwald. Zu einem weiteren Höhepunkt<br />

auf dem Radweg Eurovelo 4 von Cheb nach Prag zählt<br />

auch die Burg Křivoklát (Pürglitz). Diese Burg gehört zu den<br />

ältesten und bedeutendsten Burgen für böhmische Fürsten<br />

und Könige.<br />

Burg Karlstejn<br />

Sie sollten sich auf jeden Fall auch die Kapelle mit dem<br />

bemalten Altar aus der Spätgotik anschauen. Wenn Sie sich<br />

dann auf die mittelalterliche Burg Karlštejn begeben, sollten<br />

Sie darauf achten, dass Sie genug Zeit einplanen. Die Burg<br />

wurde vom böhmischen und römischen König und späterem<br />

Kaiser Karl IV. gegründet.<br />

Es bieten sich viele verschieden<br />

Touren durch<br />

diesen beliebten Ausflugsort<br />

an. Sicherlich<br />

wird Sie auch das Bild<br />

von Theoderich von Prag<br />

beeindrucken, wenn Sie<br />

die Kapelle des heiligen<br />

Kreuzes betreten.<br />

Burg Krivoklat<br />

Hans-Heiling-Felsen<br />

Hier können Sie Ihre<br />

Fahrradtour auf den<br />

Spuren böhmischer Burgen<br />

und Schlösser beenden,<br />

oder Sie fahren<br />

e i n f a c h w e i t e r d i e<br />

Strecke Eurovelo 4<br />

entlang oder wählen<br />

lokale Radwege, die bis<br />

nach Prag führen.


Reiseziele und Sehenswürdigkeiten<br />

in Bayern und Tschechien<br />

Weinstraßen<br />

Weinkellern. Zudem verbinden sie die<br />

berühmtesten Weinbaugemeinden. Meist<br />

den Schwierigkeitsgrad, sowie die<br />

Sehenswürdigkeiten und Weinkeller<br />

finden.<br />

Hunderte Kilometer, hunderte<br />

Erlebnisse<br />

Und nun haben Sie die Qual der (Strecken-<br />

)Wahl: Wie wäre es mit einer Tour auf dem<br />

Weg Kyjovská stezka, der vor allem<br />

trainierteren Radfahrern viel Spaß<br />

bereiten wird, denn er führt durch eine<br />

H ü g e l l a n d s c h a f t m i t g r ö ß e r e n<br />

Höhenunterschieden, steilen Anstiegen<br />

und langen Abfahrten.<br />

Erleben Sie die tschechischen<br />

Weinstraßen in einer<br />

traumhaften,<br />

sonnenverwöhnten Landschaft<br />

Es gibt kaum etwas Schöneres, als auf<br />

dem Fahrrad durch die wunderschöne<br />

Landschaft Südmährens zu fahren, ihre<br />

architektonischen Schätze zu entdecken<br />

und unterwegs gemütliche Weinkeller zu<br />

besuchen – so erlebt man das Beste, was<br />

diese Region zu bieten hat. Wer<br />

anspruchsvoll ist und gerne seinen Urlaub<br />

aktiv verbringt, sollte sein Rad auf<br />

Vordermann bringen und sich in die<br />

sonnenverwöhnte Natur Südmährens mit<br />

ihren unzähligen Weinbergen, blühenden<br />

Blumenwiesen, prächtigen Schlössern,<br />

romantischen Städtchen und hundertjährigen<br />

Weinkellern aufmachen – es<br />

erwarten Sie unvergessliche Erlebnisse!<br />

fährt man auf wenig befahrenen Straßen<br />

oder auf Feld- und Waldwegen. Daher<br />

kann man die Tour sowohl mit dem<br />

Mountainbike als auch mit dem Citybike<br />

absolvieren.<br />

Bevor es losgeht und Sie dem betörenden<br />

Duft des mährischen Weins folgen,<br />

besorgen Sie sich am besten eine Karte,<br />

auf der Sie alle wichtigen Informationen<br />

über die Streckenlänge, das Gelände und<br />

Die Region, durch die der Weg führt, heißt<br />

Mährische Slowakei (Slovácko) und es<br />

geht an herrlichen Weinkellern, in denen<br />

Sie zum Beispiel den vorzüglichen<br />

Mährischen Muskat (Muškát moravský)<br />

oder den Grauburgunder (Rulandské<br />

šedé) kosten können, vorbei. Sie sind nicht<br />

unbedingt Fan von schwierigen<br />

Radtouren?<br />

Kein Problem! Auch Sie werden Ihren<br />

Spaß haben – zum Beispiel auf dem Weg<br />

Strážnická stezka, der eben ist und durch<br />

die wunderschönen Weißen Karpaten<br />

(Bílé Karpaty) führt. Unterwegs sollten Sie<br />

unbedingt die Weine der Region kosten:<br />

den Rheinriesling (Ryzlink rýnský) sowie<br />

den nach Linde duftenden Grünen<br />

Silvaner (Sylvánské zelené) und einen<br />

Abstecher in das Städtchen Strážnice mit<br />

seinem tollen Freilichtmuseum machen.<br />

Durch Südmähren führen gut markierte<br />

Rad- und Wanderwege mit einer<br />

Gesamtlänge von über 1.200 Kilometern:<br />

die „Mährischen Weinstraßen“ (Moravské<br />

vinařské stezky). Die Weinstraßen sind<br />

nicht zu verfehlen: Sie sind mit einem<br />

Schild, auf dem ein Weinkeller dargestellt<br />

ist, gekennzeichnet.<br />

Die Wege führen durch die herrliche, leicht<br />

hügelige Natur Südmährens, zu wunderschönen<br />

Aussichtspunkten und vorbei an


Reiseziele und Sehenswürdigkeiten<br />

in Bayern und Tschechien<br />

Zahlreiche Schätze und der Duft<br />

des Weins<br />

Mit 165 km ist der Weg Znojemská stezka<br />

der längste. Unterwegs kann man<br />

zahlreiche aromatische Weine kosten und<br />

einzigartige kulturelle Sehenswürdigkeiten<br />

besichtigen. Unbedingt sollte der<br />

Besuch der historischen Stadt Znojmo<br />

(Znaim), des berühmten Weinkellers<br />

Š a t o v s k ý<br />

M a l o v a n ý<br />

s k l e p m i t<br />

seinen Wandm<br />

a l e r e i e n ,<br />

s o w i e d e r<br />

R u i n e d e s<br />

g o t i s c h e n<br />

Klosters in<br />

D o l n í<br />

K o u n i c e<br />

(Kanitz) auf<br />

d e m P r o -<br />

gramm stehen.<br />

Und ein<br />

Erlebnis der<br />

ganz besonderen Art ist der Weg<br />

Mikulovská stezka, der zur Kulturlandschaft<br />

Lednice-Valtice führt, die für ihre<br />

Schönheit bekannt ist und auch als<br />

„Garten Europas“ bezeichnet wird.<br />

Deshalb wurde die Kulturlandschaft in die<br />

UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen.<br />

Wer gern Rotwein trinkt, sollte den<br />

Weg Velkopavlovická stezka wählen, der<br />

durch eine leicht hügelige Landschaft<br />

durch die Blauen Berge (Modré hory) führt.<br />

Dies ist jedoch nur ein kleiner Einblick in<br />

die riesige Auswahl an Weinstraßen der<br />

Region. Nun haben Sie die Qual der Wahl!


Reiseziele und Sehenswürdigkeiten<br />

in Bayern und Tschechien<br />

NATIONALPARK<br />

BAYERISCHER WALD<br />

ENTDECKEN SIE IN IHREM<br />

URLAUB DEN NATIONALPARK<br />

BAYERISCHER WALD!<br />

Bayerischer Wald Urlaub Entdeckung<br />

Sport Aktivurlaub Wandern Nationalpark<br />

NaturparkDie Fläche des Nationalparks<br />

Bayr. Wald in Ostbayern umfasst<br />

insgesamt 600000 ha und ist somit das<br />

größte zusammenhängende Waldgebiet<br />

Mitteleuropas. Davon sind über ein Drittel<br />

der Fläche als Natur- und Nationalpark<br />

ausgewiesen. Hier sich für ein Ziel zu<br />

entscheiden ist sehr schwierig, denn das<br />

Wechselspiel dieser Landschaft, die<br />

Urtümlichkeit, lädt permanent zum<br />

Verweilen ein.<br />

Hier darf die Natur sich frei entfalten und<br />

der Mensch ist nur interessierter<br />

Beobachter. Es gibt im Nationalpark<br />

Bayerwald keine wirtschaftliche Nut-zung<br />

mehr. Die Wälder wachsen ungestört,<br />

Flüsse und Bäche suchen sich ihren<br />

eigenen, ungebändigten Lauf.<br />

Weitere Informationen erhalten Sie in den<br />

Tourist-infos der jeweiligen Bayerwaldgemeinde.<br />

WANDERN DURCH DEN<br />

NATIONALPARK BAYERISCHER<br />

WALD<br />

Wanderurlaub Bayerischer WaldAuf über<br />

200 km markierten Wanderwegen gelangen<br />

Sie von den Tälern bis zu den<br />

Gipfeln von Rachel und Lusen, erleben Sie<br />

dem unterschiedlichen Klima angepasste<br />

Wald-gesellschaften mit ihrer Tier- und<br />

Pflanzenwelt vom Aufichtenwald über den<br />

Bergmischwald bis hinauf zum Bergfichtenwald.<br />

Auf leicht begehbaren Holzstegen<br />

erleben Sie die natürliche<br />

Walderneue-rung der drei Waldgesellschaften<br />

Bergfichten-, Bergmisch- und<br />

Aufichtenwald im Nationalpark Bayr. Wald<br />

nach Natur-ereignissen wie Windwürfe mit<br />

nachfolgendem Borken-käferbefall, wie<br />

neuer Wald entsteht - vielfältiger und<br />

ursprünglicher als zuvor.<br />

DAS TIERFREIGELÄNDE IM<br />

NATIONALPARK BAYERISCHER<br />

WALD<br />

Nationalpark Tierfreigehege Bayerischer<br />

WaldIm Tierfreigelände des Bayerwaldes<br />

können die Besucher auf einem mehr-


stündigen Waldspaziergang in großräumigen<br />

Gehegen und Volieren heimische<br />

Tiere beobachten, wie z.B. Fischotter,<br />

Käuze, Wildkatze, Luchs, Uhu, Wolf,<br />

Braunbären und ihre Lebensweise und<br />

ökologische Bedeutung im Bergwald<br />

kennen lernen.<br />

Das Tierfreigelände des Nationalparkes<br />

Bayerischer Wald ist so konzipiert, dass<br />

man einen Waldspaziergang mit Tierbeobachtung<br />

in natürlicher Umgebung<br />

verbinden kann. Herrliche Radtouren am<br />

Nationalpark Bayerwald auf gepflegten<br />

Radwegen und Mountainbike-Touren<br />

gibt es im<br />

Nationalparkgebiet für alle<br />

Ansprüche.<br />

SEHENSWÜRDIG-<br />

KEITEN IM<br />

NATIONALPARK<br />

BAYER. WALD<br />

Mehr als 30 Naturerlebnispfade<br />

und Lehrpfade,<br />

die unter Federführung des<br />

Naturparks Bayrischer<br />

Wald e.V. zusammen mit Gemeinden und<br />

anderen Trägern entstanden sind,<br />

bereichern das Erlebnis-angebot.<br />

Die Region am Nationalpark Bayer. Wald<br />

bietet dem Urlauber alles, was einen<br />

Urlaub zum Erlebnis macht: unberührte<br />

Natur, herrliche Wanderwege, interessante<br />

Radwege direkt im National-park<br />

Bayerischer Wald, Ausflugsziele, die jeden<br />

begeistern und vor allem einen Menschenschlag,<br />

der herzlich und gastfreundlich<br />

ist und der "das Herz am rechten<br />

Fleck hat".


Eichenprozessionsspinner<br />

Biologie und jährlicher Entwicklungszyklus<br />

des Eichenprozessionsspinners<br />

Der unscheinbare, in den Nachtstunden<br />

schwärmende Schmetterling fliegt Ende<br />

Juli bis Anfang September. Er erreicht<br />

eine Flü-gelspannweite von 25 mm. Seine<br />

Vorderflügel sind grau mit schwach<br />

ausgeprägten dunk len Querlinien, die<br />

Hinterflügel sind weissgrau.<br />

Ein Eichenprozessionsspinner-Weibchen<br />

legt im Mittel 150 ca. 1 mm große weiße<br />

Eier ausschließlich im oberen Kronenbereich<br />

von Eichen. Diese werden an<br />

dünnen, ein bis zwei jährigen besonnten<br />

Eichen-Zweigen in Form länglicher<br />

Platten abgelegt. Das Weibchen tarnt<br />

diese Gelege mit grauen Afterschuppen<br />

und Sekret. Bereits im Herbst entwickelt<br />

sich der Embryo, die fertige Jungraupe<br />

überwintert im Ei. Anfang Mai schlüpfen<br />

die für den Men-schen gefährlichen<br />

Raupen des Eichenprozessionsspinners.<br />

Sie durchlaufen bis zur Verpuppung<br />

fünf bis sechs Entwicklungsstadien. Auf<br />

der breiten dunklen Rückenlinie liegen<br />

samtartig behaarte Felder mit rotbraunen,<br />

langbehaarten Warzen. Die<br />

Raupen fressen die austreibenden Blätter<br />

der Eichen, wobei oft die Mittelrippe<br />

zurück bleibt.<br />

Von Beginn an leben die Eichenprozessionsspinner<br />

in geselligen Familienverbänden<br />

und sammeln sich nestartig an<br />

locker zusammengesponnenen Blättern<br />

oder Zwei-gen. Mitte Juni ziehen sich die<br />

älteren Raupen tagsüber und zur Häutung<br />

in typische, mit Kot und alten Larvenhäuten<br />

gefüllte Gespinst-nester am<br />

Stamm und in Astgabelungen von Eichen<br />

zurück.<br />

Diese Nester sind bis zu<br />

einem Meter lang. Von<br />

dort aus begeben sich<br />

d i e E i c h e n p r o z e s -<br />

sionsspinner-Raupen<br />

wie in einer Prozession<br />

auf Nahrungssuche.<br />

20 bis 30 ältere Raupen<br />

können dabei nebeneinander<br />

her wandern und<br />

Prozessionen von mehr<br />

als 10 m Länge bilden.<br />

Die Verpuppung des Eichenprozessionsspinners<br />

erfolgt Ende Juni/Anfang Juli in<br />

dicht aneinandergedrängten Kokons im<br />

Gespinst-nest. Die Puppenruhe dauert<br />

drei bis fünf Wochen.<br />

Die Nester können mehrere Jahre als<br />

feste Gebilde aus Spinnfäden, Raupenkot,<br />

Häutungsresten und Puppenhülsen<br />

erhalten bleiben.<br />

Die Gefahr von Allergien beim Menschen<br />

bleibt dabei weiter bestehen.<br />

Stärkeres Auftreten des Eichenprozessionsspinners<br />

in den Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland


Raupen-Dermatitis und<br />

Allergien durch den<br />

Eichenprozessionsspinner<br />

Giftige Raupenhaare<br />

Die akute Gefahr ist während der Raupenfraßzeit<br />

des Schädlings am größten.<br />

Alte Gespinstnester des Eichenprozessions-spinners,<br />

ob am Baum haftend<br />

oder am Boden liegend,<br />

stellen eine anhaltende<br />

Gefahren-quelle dar. Da<br />

die Raupenhaare eine<br />

l a n g e H a l t b a r k e i t<br />

besitzen, reichern sie sich<br />

über mehrere Jahre in der<br />

Umgebung, besonders<br />

im Unterholz und im<br />

Bodenbewuchs, an. Sie<br />

halten sich auch an den<br />

Klei-dern und Schuhen<br />

und lösen bei Berüh<br />

r u n g e n s t e t s n e u e<br />

allergische Reaktionen<br />

aus.<br />

Symptome einer<br />

Raupen-Dermatitis<br />

durch den<br />

Eichenprozessions<br />

spinner<br />

Besonders betroffen sind dünne<br />

Hautpartien im Gesicht, am Hals und an<br />

der Innenseite der Ellenbogen<br />

.<br />

Bei Auftreten von allergischen Symptomen<br />

sollte der behandelnde Arzt oder<br />

Hautarzt aufgesucht werden. Der Patient<br />

sollte dabei von sich aus auf den Kontakt<br />

mit den Raupenhaaren hinweisen<br />

D i e R a u p e n h a a r e d e s E i c h e n -<br />

prozessions-spinners stellen eine akute<br />

g e s u n d h e i t l i c h e<br />

G e f ä h r d u n g f ü r<br />

M e n s c h e n d a r , s i e<br />

enthalten ein Nervengift,<br />

dass das menschliche<br />

I m m u n s y s t e m s t a r k<br />

a n g r e i f t . A b d e m 3 .<br />

Larvenstadium wachsen<br />

den Raupen sehr feine<br />

Brennhaare, die leicht<br />

brechen und bei günstiger<br />

Witterung durch Luftström<br />

u n g e n ü b e r w e i t e<br />

S t r e c k e n g e t r a g e n<br />

werden. Da die alten<br />

Larvenhäute nach der<br />

Häutung in den "Nestern<br />

bleiben", besitzen diese<br />

e b e n f a l l s e i n e h o h e<br />

Konzentration an Brennhaaren.<br />

Dauer der Gefährdung<br />

Die allergische Reaktion des Immunsystems<br />

kann individuell sehr unterschiedlich<br />

ausfallen. Bei betroffenen<br />

Personen steigt die Empfindlichkeit und<br />

Reaktionsintensität mit der Anzahl der<br />

Einzelkontakte von Eichen-prozessionsspinner-Brennhaaren<br />

stetig an. Zu den<br />

Symptomen gehören lokale Hautausschläge<br />

(Raupendermatitis), die sich<br />

in punktuellen Hautrötungen, leichten<br />

Schwel-lungen, starkem Juckreiz und<br />

Brennen äußern. Häufig bilden sich<br />

Quaddeln am ganzen Körper. Reizungen<br />

an Mund und Nasenschleimhaut durch<br />

E i n a t m e n d e r H a a r e k ö n n e n z u<br />

Bronchitis, schmerzhaftem Husten und<br />

Asthma führen. Begleitend treten<br />

Allgemeinsymptome wie Schwindel,<br />

Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung<br />

auf. In Einzelfällen neigen<br />

überempfindliche Personen zu allergischen<br />

Schockreaktionen<br />

.<br />

Die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner-Raupen<br />

haben Widerhaken, sind<br />

hohl und enthalten als Brennsubstanz das<br />

lösliche Eiweiß Thaumetopoein. Ihre<br />

Reiz-wirkung an Hautstellen und an den<br />

Schleim-häuten ist mechanisch, da sie in<br />

die Haut eindringen. Zudem wirkt das<br />

freigesetzte giftige Protein biochemisch.<br />

Bedeutung für den Wald<br />

Bis vor wenigen Jahren beschränkte sich<br />

d e r R a u p e n f r a ß d e s E i c h e n p r o -<br />

zessionsspinners auf einzeln stehende<br />

Eichen in Parkanlagen, Alleen, auf<br />

Parkplätzen oder entlang von Waldrändern.<br />

Der Schaden war gering, da die<br />

Eichen durch den Johannistrieb ein hohes<br />

Regenerationsvermögen besitzen. Seit<br />

1995 tritt der Schädling jedoch flächig in<br />

Mas-senvermehrung auf. Schwerpunkt<br />

sind auf der Fränkischen Platte v.a.<br />

ehemalige oder aktiv bewirtschaftete<br />

Eichen-Mittelwälder.<br />

Bei einmaligem Kahlfraß durch den<br />

Eichenprozessionsspinner verhindert die<br />

Regenerationskraft der Eichen Folgeschäden.<br />

Bei mehrjährig aufeinander<br />

folgendem starken Fraß wird die Vitalität<br />

geschwächt, die Disposition der Bäume<br />

gegenüber weiteren Schädlingen wie<br />

Mehltau oder Eichen-prachtkäfer erhöht<br />

sich. Die Folgen sind Zuwachsverluste,<br />

Ausfall der Eichenmast sowie häufiges<br />

Absterben.


Das Feuerzeug<br />

Ein Märchen von Hans Christian<br />

Andersen<br />

Es kam ein Soldat die Landstraße<br />

dahermarschiert: Eins, zwei! Eins, zwei! Er<br />

hatte seinen Tornister auf dem Rücken und<br />

einen Säbel an der Seite, denn er war im<br />

Kriege gewesen und wollte nun heim. Da<br />

traf er eine alte Hexe auf dem Wege. Sie<br />

war garstig, ihre Unterlippe hing ihr bis auf<br />

die Brust hinab. Sie sagte: "Guten Abend,<br />

Soldat! Was für einen schönen Säbel du<br />

hast und was für einen großen Tornister!<br />

Du bist ein richtiger Soldat! Nun sollst du<br />

soviel Geld bekommen, wie du haben<br />

willst!"<br />

"Schönen Dank, alte Hexe!" sagte der<br />

Soldat.<br />

"Kannst du den großen Baum sehen?"<br />

sagte die Hexe, und zeigte auf einen<br />

Baum, der an der Seite stand. "Er ist innen<br />

ganz hohl! Dort sollst du hinaufklettern bis<br />

zur Spitze; dann siehst du ein Loch, durch<br />

welches du dich hinabgleiten lassen und<br />

tief in den Baum hinunterkommen kannst!<br />

Ich werde dir einen Strick um den Leib<br />

binden, damit ich dich wieder heraufziehen<br />

kann, wenn du mich rufst!"<br />

"Was soll ich denn unten im Baum?" fragte<br />

der Soldat.<br />

"Geld holen!" sagte die Hexe. "Du mußt<br />

wissen, wenn du auf dem Grund des<br />

Baumes ankommst, so bist du in einem<br />

großen Gage; da ist es ganz hell, denn es<br />

brennen über hundert Lampen dort. Dann<br />

siehst du drei Türen. Du kannst sie<br />

aufschließen, der Schlüssel steckt darin.<br />

Gehst du in die erste Kammer hinein, so<br />

siehst du mitten auf dem Fußboden eine<br />

große Kiste, auf der ein Hund sitzt; er hat<br />

ein paar Augen so groß wie ein paar<br />

Teetassen, doch darum sollst du dich nicht<br />

kümmern! Ich gebe dir meine blaugewürfelte<br />

Schürze, die kannst du auf dem<br />

Fußboden ausbreiten; geh dann rasch hin<br />

und nimm den Hund, setze ihn auf meine<br />

Schürze, schließ die Kiste auf und nimm<br />

soviel Geld wie du willst; es ist lauter<br />

Kupfer. Wenn du aber lieber Silber haben<br />

willst, mußt du in das nächste Zimmer<br />

geben; doch dort sitzt ein Hund, der hat ein<br />

Paar Augen, so groß wie ein Paar<br />

Mühlräder; aber darum brauchst du dich<br />

nicht kümmern, setz ihn auf meine<br />

Schürze und nimm dir von dem Gelde!<br />

Willst du hingegen Gold haben, so kannst<br />

du auch das bekommen, und zwar soviel,<br />

wie du tragen magst, wenn du in die dritte<br />

Kammer hineingehst. Aber der Hund, der<br />

Märchen von<br />

H. C. Anderson<br />

hier auf der Geldkiste sitzt, der hat zwei<br />

Augen, jedes so groß, wie der Runde Turm<br />

in Kopenhagen. Das ist ein gewaltiger<br />

Hund, kannst du glauben! Aber darum<br />

sollst du dich gar nicht kümmern! Setze ihn<br />

nur auf meine Schürze, dann tut er dir<br />

nichts, und nimm dir aus der Kiste so viel<br />

Gold du willst!"<br />

"Das ist gar nicht so dumm!" sagte der<br />

Soldat. "Aber was soll ich dir geben, du alte<br />

Hexe? Denn etwas willst du wohl auch<br />

haben, denke ich!"<br />

„Nein," sagte die Hexe, "nicht einen<br />

einzigen Schilling will ich haben! Für mich<br />

sollst du nur ein altes Feuerzeug nehmen,<br />

das meine Großmutter vergaß, als sie das<br />

letzte Mal unten war!"<br />

"Na, dann leg mir den Strick um den Leib!"<br />

sagte der Soldat.<br />

"Hier ist er," sagte die Hexe, "und hier ist<br />

meine blaugewürfelte Schürze."<br />

So kletterte der Soldat nun den Baum<br />

hinauf, ließ sich durch das Loch<br />

hinuntergleiten und stand unten, wie die<br />

Hexe es gesagt hatte, in dem großen<br />

Gange, wo die vielen hundert Lampen<br />

brannten.<br />

Nun schloß er die erste Tür auf. Uh! da saß<br />

der Hund mit den Augen, so groß wie<br />

Teetassen und glotzte ihn an.<br />

"Du bist mir ja ein netter Kerl!" sagte der<br />

Soldat, setzte ihn auf die Schürze der<br />

Hexe und nahm so viel Kupferschillinge,<br />

wie in seine Taschen hineingehen wollten,<br />

schloß dann die Kiste, setzte den Hund<br />

wieder darauf und ging in das andere<br />

Zimmer. Hei! da saß der Hund mit den<br />

Augen so groß wie ein Paar Mühlräder.<br />

"Du solltest mich nicht so lange ansehen!"<br />

sagte der Soldat, "Du könntest Augenschmerzen<br />

bekommen!" und dann setzte<br />

er den Hund auf die Schürze der Hexe.<br />

Doch als er das viele Silbergeld in der Kiste<br />

sah, warf er alles Kupfergeld fort, was er<br />

hatte und füllte seine Taschen und den<br />

Tornister mit dem lauteren Silber. Nun ging<br />

er in die dritte Kammer! Nein, war das<br />

scheußlich! Der Hund darin hatte wirklich<br />

zwei Augen so groß wie der Runde Turm<br />

und die rollten im Kopfe herum gerade wie<br />

Mühlräder!<br />

"Guten Abend!" sagte der Soldat und griff<br />

an die Mütze, denn solch einen Hund hatte<br />

er niemals vorher gesehen; aber als er ihn<br />

ein Weilchen angesehen hatte, dachte er,<br />

nun genügt es eigentlich, hob ihn auf den<br />

Fußboden herunter und schloß die Kiste<br />

auf. Nein, Gott bewahre, was war das für<br />

eine Menge Gold, ganz Kopenhagen<br />

konnte er dafür kaufen und die Zuckerferkel<br />

der Kuchenfrauen, alle Zinnsoldaten,<br />

Peitschen und Schaukelpferde in<br />

der ganzen Welt! Ja, da war wirklich<br />

einmal Geld! - Nun warf der Soldat alle die<br />

Silberschillinge, mit denen er seine<br />

Taschen und den Tornister gefüllt hatte,<br />

fort und nahm Gold dafür. Ja, alle Taschen,<br />

der Tornister, die Mütze und die Stiefel<br />

wurden gefüllt, so daß er kaum laufen<br />

konnte. Nun hatte er Geld! Den Hund<br />

setzte er wieder auf die Kiste, schlug die<br />

Türe zu und rief dann durch den Baum<br />

hinauf: "Zieh mich nun hinauf, alte Hexe!"<br />

"Hast du das Feuerzeug mit?" fragte die<br />

Hexe.<br />

"Wahrhaftig!" sagte der Soldat, "das habe<br />

ich reinweg vergessen," und er ging und<br />

nahm es. Die Hexe zog ihn herauf, und da<br />

stand er wieder auf der Landstraße mit<br />

seinen Taschen, Stiefeln, dem Tornister<br />

und der Mütze voll Geld.<br />

"Was willst du eigentlich mit dem<br />

Feuerzeug?" fragte der Soldat.


"Das geht dich nichts an!" sagte die Hexe,<br />

"Du hast ja nun Geld bekommen, gib mir<br />

nur das Feuerzeug!"<br />

„Schnickschnack!" sagte der Soldat, "willst<br />

du mir wohl gleich sagen, was du damit<br />

willst, oder ich ziehe meinen Säbel und<br />

haue dir den Kopf ab!"<br />

"Nein!" sagte die Hexe.<br />

Da schlug ihr der Soldat den Kopf ab. Nun<br />

lag sie da! Aber er band all sein Geld in ihre<br />

Schürze, nahm sie wie ein Bündel auf den<br />

Rücken, steckte das Feuerzeug in die<br />

Tasche und ging geradeaus in die Stadt.<br />

Das war eine prächtige Stadt und in dem<br />

prächtigsten Wirtshaus kehrte er ein und<br />

verlangte die allerbesten Zimmer und<br />

seine Leibgerichte, denn nun war er reich,<br />

da er soviel Geld hatte.<br />

Dem Diener, der seine Stiefel putzen<br />

sollte, schienen es eigentlich recht<br />

jämmerliche, alte Stiefel zu sein, für einen<br />

so reichen Herrn, aber er hatte sich noch<br />

keine neuen gekauft; am nächsten Tage<br />

kaufte er sich Stiefel, mit denen er sich<br />

sehen lassen konnte, und die schönsten<br />

Kleider! Nun war der Soldat ein vornehmer<br />

Herr geworden, und man erzählte ihm von<br />

all den prächtigen Dingen in der Stadt, und<br />

von ihrem Könige und was seine Tochter<br />

für eine hübsche Prinzessin war.<br />

"Wo kann man sie zu sehen bekommen?"<br />

fragte der Soldat.<br />

"Man kann sie überhaupt nicht zu sehen<br />

bekommen!" sagte man ihm, "sie wohnt in<br />

einem großen kupfernen Schlosse mit<br />

vielen, vielen Mauern und Türmen herum!<br />

Niemand außer dem König darf aus – oder<br />

eingehen bei ihr, denn es ist geweissagt,<br />

daß sie sich mit einem ganz gewöhnlichen<br />

Soldaten verheiraten wird, und das kann<br />

der König nicht zugeben."<br />

"Ich möchte sie wohl sehen!" dachte der<br />

Soldat, aber dazu konnte er ja eben keine<br />

Erlaubnis bekommen.<br />

Nun lebte er lustig darauf los, ging ins<br />

Theater, fuhr in des Königs Garten und gab<br />

den Armen viel Geld, und das war<br />

wohlgetan; er wußte noch aus alten Tagen,<br />

wie schlimm es war, nicht einen Schilling<br />

zu besitzen! Er war nun reich, hatte schöne<br />

Kleider und bekam viele Freunde, die alle<br />

sagten, er wäre ein feiner Kerl, ein richtiger<br />

Kavalier und das konnte der Soldat wohl<br />

leiden. Aber da er jeden Tag Geld ausgab<br />

und nie etwas hereinbekam, so hatte er<br />

zuletzt nicht mehr als zwei Schillinge übrig<br />

und mußte aus den schönen Zimmern, wo<br />

er gewohnt hatte, fortziehen in eine winzig<br />

kleine Kammer hinein ganz oben unter<br />

dem Drache, mußte selbst seine Stiefel<br />

bürsten und sie mit einer Stopfnadel<br />

zusammennähen, und keiner von seinen<br />

Freunden kam zu ihm, denn es waren so<br />

viele Treppen zu steigen.<br />

Es war ein ganz dunkler Abend, und er<br />

konnte sich nicht einmal ein Licht kaufen;<br />

aber da fiel ihm ein, daß in dem<br />

Feuerzeug, das er aus dem hohlen Baum<br />

mitgebracht hatte, in welchen ihm die<br />

Hexe hinuntergeholfen hatte, ein kleiner<br />

Lichtstumpf gewesen war. Er holte das<br />

Feuerzeug und den Stumpf hervor, aber<br />

eben, als er Feuer schlug und die Funken<br />

aus dem Stein stoben, sprang die Türe auf,<br />

und der Hund, der Augen hatte so groß wie<br />

ein paar Teetassen, und den er unten unter<br />

dem Baume gesehen hatte, stand vor ihm<br />

und sagte: "Was befiehlt mein Herr?"<br />

"Was ist denn das!" sagte der Soldat, "das<br />

wäre ja ein lustiges Feuerzeug, wenn ich<br />

so bekommen kann, was ich haben will.<br />

Schaff mir etwas Geld!" sagte er zu dem<br />

Hund, und wupp, war der fort und wieder<br />

da und hielt einen großen Beutel voll Geld<br />

in seinem Maule.<br />

Nun wußte der Soldat, was für ein<br />

prächtiges Feuerzeug das war. Schlug er<br />

einmal, so kam der Hund, der auf der Kiste<br />

mit Kupfergeld saß, schlug er zweimal, so<br />

kam der, der das Silbergeld hatte, und<br />

schlug er dreimal, so kam der, der das<br />

Gold hatte. Nun zog der Soldat wieder<br />

hinunter in die hübschen Zimmer und ging<br />

in den guten Kleidern einher, und da<br />

kannten ihn gleich alle seine Freunde<br />

wieder; sie hielten so sehr viel von ihm.<br />

D a d a c h t e e r e i n s t : E s i s t d o c h<br />

merkwürdig, daß man die Prinzessin nicht<br />

zu sehen bekommen darf. Sie soll so<br />

wunderschön sein, sagen alle; aber was<br />

kann das helfen, wenn sie immer in dem<br />

großen Kupferschloß mit den vielen<br />

Türmen sitzen muß. Kann ich sie denn gar<br />

nicht zu sehen bekommen? Wo ist denn<br />

mein Feuerzeug und nun schlug er Feuer<br />

und wupp, kam der Hund mit den Augen,<br />

so groß wie Teetassen.<br />

"Es ist freilich mitten in der Nacht," sagte<br />

der Soldat, "aber ich möchte so herzlich<br />

gern die Prinzessin sehen, nur einen<br />

kleinen Augenblick!"<br />

Der Hund war stracks aus der Tür und ehe<br />

der Soldat es gedacht, sah er ihn mit der<br />

Prinzessin wieder. Sie saß und schlief auf<br />

dem Rücken des Hundes und war so<br />

schön, daß jedermann sehen konnte, daß<br />

es eine wirkliche Prinzessin war; der<br />

Soldat konnte nicht anders, er mußte sie<br />

küssen, denn er war eben ein richtiger<br />

Soldat.<br />

Der Hund lief nun mit der Prinzessin<br />

wieder zurück, aber als am Morgen der<br />

König und die Königin Tee tranken, sagte<br />

die Prinzessin, sie habe heute Nacht einen<br />

so wunderlichen Traum geträumt von<br />

einem Hunde und einem Soldaten. Sie<br />

hätte auf dem Hunde geritten, und der<br />

Soldat hätte sie geküßt.<br />

"Das wäre ja eine schöne Geschichte!"<br />

sagte die Königin.<br />

Nun sollte eine von den alten Hofdamen<br />

die nächste Nacht am Bette der Prinzessin<br />

wachen, um zu sehen, ob es wirklich ein<br />

Traum war, oder was es sonst sein könnte.<br />

Der Soldat hatte schreckliche Sehnsucht<br />

danach, die wunderschöne Prinzessin<br />

wiederzusehen, und so kam denn der<br />

Hund in der Nacht, nahm sie und lief was er<br />

konnte, doch die alte Hofdame zog<br />

Wasserstiefel an und lief ebenso schnell<br />

hinterdrein. Als sie nun sah, daß sie in<br />

einem großen Hause verschwanden,<br />

dachte sie: nun weiß ich, wo es ist, und<br />

malte mit einem Stück Kreide ein großes<br />

Kreuz auf die Tür. Dann ging sie nach<br />

Hause und legte sich wieder hin, und der<br />

Hund kam auch wieder mit der Prinzessin;<br />

als er aber sah, daß ein großes Kreuz auf<br />

die Tür gemalt war, wo der Soldat wohnte,<br />

nahm er auch ein Stück Kreide und machte<br />

Kreuze auf alle Türen in der ganzen Stadt,<br />

und das war klug getan, denn nun konnte<br />

ja die Hofdame nicht die richtige Tür<br />

finden, wenn an allen Kreuze waren.<br />

Morgens früh kam der König und die<br />

Königin, die alte Hofdame und alle<br />

Offiziere, um zu sehen, wo die Prinzessin<br />

gewesen war.


"Da ist es!" sagte der König, als er die erste<br />

Tür mit einem Kreuze sah.<br />

"Nein, dort ist es, mein lieber Mann!" sagte<br />

die Königin, als sie die zweite Tür mit dem<br />

Kreuze sah.<br />

"Aber hier ist eins und dort ist auch eins"<br />

riefen alle; wohin sie sahen, waren Kreuze<br />

auf den Türen. Da mußten sie einsehen,<br />

daß ihnen das Suchen nichts helfen<br />

würde.<br />

Doch die Königin war eine sehr kluge Frau,<br />

die mehr konnte, als bloß in der Kutsche<br />

fahren. Sie nahm ihre große goldene<br />

Schere, schnitt ein großes Stück<br />

Seidenzeug in Stücke und nähte einen<br />

kleinen niedlichen Beutel; den füllte sie mit<br />

feiner Buchweizengrütze, band ihn der<br />

Prinzessin auf den Rücken und als das<br />

getan war, schnitt sie ein kleines Loch in<br />

den Beutel, so daß die Grütze den ganzen<br />

Weg bestreuen mußte, den die Prinzessin<br />

nahm.<br />

In der Nacht kam nun der Hund wieder,<br />

nahm die Prinzessin auf seinen Rücken<br />

und lief mit ihr zu dem Soldaten hin, der sie<br />

so lieb hatte und so gerne ein Prinz<br />

gewesen wäre, um sie zur Frau zu<br />

bekommen.<br />

Der Hund merkte gar nicht, wie die Grütze<br />

den ganzen Weg entlang vom Schlosse<br />

bis zum Fenster des Soldaten streute, wo<br />

er die Mauer mit der Prinzessin hinauflief.<br />

Am Morgen konnten der König und die<br />

Königin genau sehen, wo ihre Tochter<br />

gewesen war, und da nahmen sie den<br />

Soldaten und warfen ihn in den Kerker.<br />

Da saß er nun. Hu, wie dunkel und<br />

langweilig das war, und überdies sagte<br />

man zu ihm: "Morgen wirst du gehängt."<br />

Das war nicht eben angenehm zu hören,<br />

und sein Feuerzeug hatte er zuhause im<br />

Wirtshause vergessen. Am Morgen konnte<br />

er durch die eisernen Stangen vor dem<br />

kleinen Fenster sehen, wie das Volk aus<br />

der Stadt eilte, um ihn hängen zu sehen. Er<br />

hörte die Trommeln und sah die Soldaten<br />

marschieren. Alle Leute waren unterwegs;<br />

da war auch ein Schusterjunge mit<br />

Schurzfell und Pantoffeln, der lief so im<br />

Galopp, daß sein einer Pantoffel abflog<br />

und gerade gegen die Mauer, wo der<br />

Soldat saß und zwischen den Eisenstangen<br />

herausguckte.<br />

"He, Schusterjunge! Du brauchst nicht<br />

solche Eile zu haben. Es wird doch nichts<br />

daraus, ehe ich komme! Aber willst du<br />

nicht hinlaufen, wo ich gewohnt habe und<br />

mir mein Feuerzeug holen? Dann sollst du<br />

vier Schillinge haben! Aber du mußt Beine<br />

machen!" Der Schusterjunge wollte gern<br />

die vier Schillinge haben, lief pfeilgeschwind<br />

fort nach dem Feuerzeug, gab es<br />

dem Soldaten, und ja, nun werden wir<br />

hören!<br />

Draußen vor der Stadt war ein großer<br />

Galgen gemauert. Rundum standen<br />

Soldaten und viele hunderttausend<br />

Menschen. Der König und die Königin<br />

saßen auf einem prächtigen Thron, den<br />

Richtern und dem ganzen Rate gegenüber.<br />

Der Soldat stand schon oben auf der<br />

Leiter, aber als sie ihm den Strick um den<br />

Hals legen wollten, sagte er, daß doch<br />

stets einem armen Sünder, bevor er seine<br />

Strafe erleide, ein unschuldiger Wunsch<br />

gewährt werde. Er wolle so gern noch eine<br />

Pfeife Tabak rauchen, es sei ja die letzte<br />

Pfeife, die er in dieser Welt bekäme.<br />

Das mochte der König nun nicht<br />

abschlagen, und so nahm der Soldat sein<br />

Feuerzeug und schlug Feuer, eins, zwei,<br />

drei! und alle Hunde standen da, der mit<br />

den Augen so groß wie Teetassen, der mit<br />

den Augen so groß wie ein Paar Mühlräder<br />

und der, der Augen hatte so groß wie der<br />

Runde Turm.<br />

"Helft mir nun, daß ich nicht gehängt<br />

werde!" sagte der Soldat, und die Hunde<br />

fuhren auf die Richter und den ganzen Rat<br />

los, nahmen den einen bei den Beinen,<br />

den andern bei der Nase und warfen sie<br />

weit in die Luft, so daß sie beim<br />

Herunterfallen ganz in Stücke zerschlagen<br />

wurden.<br />

"Ich will nicht!" sagte der König, aber der<br />

größte Hund nahm beide, ihn und die<br />

Königin, und warf sie allen anderen nach.<br />

Da erschraken die Soldaten, und alles Volk<br />

rief: "Lieber Soldat, du sollst unser König<br />

sein und die schöne Prinzessin haben!"<br />

Dann setzten sie den Soldaten in des<br />

Königs Kutsche, und alle drei Hunde<br />

tanzten voran und riefen "Hurra!" und die<br />

Jungen pfiffen auf den Fingern, und die<br />

Soldaten präsentierten das Gewehr. Die<br />

Prinzessin kam aus dem kupfernen<br />

Schlosse heraus und wurde Königin, und<br />

das gefiel ihr ausgezeichnet! Die Hochzeit<br />

dauerte acht Tage, und die Hunde saßen<br />

mit am Tische und machten große Augen.<br />

Der kleine Klaus und der<br />

große Klaus<br />

Ein Märchen von Hans Christian<br />

Andersen<br />

In einem Dorfe wohnten zwei Leute, die<br />

beide denselben Namen hatten. Beide<br />

hießen Klaus, aber der eine besaß vier<br />

Pferde und der andere nur ein einziges.<br />

Um sie nun voneinander unterscheiden zu<br />

können, nannte man den, der vier Pferde<br />

besaß, den großen Klaus, und den, der nur<br />

ein einziges hatte, den kleinen Klaus. Nun<br />

wollen wir hören, wie es den beiden erging,<br />

denn es ist eine wahre Geschichte.<br />

Die ganze Woche hindurch mußte der<br />

kleine Klaus für den großen Klaus pflügen<br />

und ihm sein einziges Pferd leihen, dann<br />

half der große Klaus ihm wieder mit allen<br />

seinen vieren, aber nur einmal wöchentlich,<br />

und das war des Sonntags. Hussa,<br />

wie klatschte der kleine Klaus mit seiner<br />

Peitsche über alle fünf Pferde! Sie waren ja<br />

nun so gut wie sein an dem einen Tage. Die<br />

Sonne schien herrlich, und alle Glocken im<br />

Kirchturm läuteten zur Kirche, die Leute<br />

waren alle geputzt und gingen mit dem<br />

Gesangbuch unter dem Arme, den<br />

Prediger zu hören, und sie sahen den<br />

kleinen Klaus, der mit fünf Pferden pflügte,<br />

und er war so vergnügt, daß er wieder mit<br />

der Peitsche klatschte und rief: "Hü, alle<br />

meine Pferde!"<br />

"So mußt du nicht sprechen," sagte der<br />

große Klaus, "das eine Pferd ist ja nur<br />

dein!"


Aber als wieder jemand vorbeiging,<br />

vergaß der kleine Klaus, daß er es nicht<br />

sagen sollte, und da rief er: "Hü, alle meine<br />

Pferde!"<br />

"Nun ersuche ich dich amtlich, dies zu<br />

unterlassen," sagte der große Klaus;<br />

"denn sagst du es noch einmal, so schlage<br />

ich dein Pferd vor den Kopf, daß es auf der<br />

Stelle tot ist."<br />

"Ich will es wahrlich nicht mehr sagen!"<br />

sagte der kleine Klaus. Aber als da Leute<br />

v o r b e i k a m e n u n d i h m g u t e n Ta g<br />

zunickten, wurde er sehr erfreut und<br />

dachte, es sehe doch recht gut aus, daß er<br />

fünf Pferde habe, sein Feld zu pflügen, und<br />

da klatschte er mit der Peitsche und rief:<br />

"Hü, alle meine Pferde!"<br />

"Ich werde deine Pferde hüten!" sagte der<br />

große Klaus, nahm einen Hammer und<br />

schlug des kleinen Klaus einziges Pferd<br />

vor den Kopf, daß es umfiel und tot war.<br />

"Ach nun habe ich gar kein Pferd mehr!"<br />

sagte der kleine Klaus und fing an zu<br />

weinen. Später zog er dem Pferde die Haut<br />

ab und ließ sie gut im Winde trocknen,<br />

steckte sie dann in einen Sack, den er auf<br />

die Schulter warf, und machte sich nach<br />

der Stadt auf den Weg, um seine<br />

Pferdehaut zu verkaufen.<br />

Er hatte einen sehr weiten Weg zu gehen,<br />

mußte durch einen großen, dunklen Wald,<br />

und nun wurde es gewaltig schlechtes<br />

Wetter. Er verirrte sich gänzlich, und ehe er<br />

wieder auf den rechten Weg kam, war es<br />

Abend und allzu weit, um zur Stadt oder<br />

wieder nach Hause zu gelangen, bevor es<br />

Nacht wurde.<br />

Dicht am Wege lag ein großer Bauernhof;<br />

die Fensterladen waren draußen vor den<br />

Fenstern geschlossen, aber das Licht<br />

konnte doch darüber hinausscheinen. "Da<br />

werde ich wohl Erlaubnis erhalten können,<br />

die Nacht über zu bleiben," dachte der<br />

kleine Klaus und klopfte an.<br />

Die Bauersfrau machte auf; als sie aber<br />

hörte, was er wollte, sagte sie, er solle<br />

weitergehen, ihr Mann sei nicht zu Hause,<br />

und sie nehme keine Fremden herein.<br />

"Nun, so muß ich draußen liegenbleiben,"<br />

sagte der kleine Klaus, und die Bauersfrau<br />

schlug ihm die Tür vor der Nase zu.<br />

D i c h t d a n e b e n s t a n d e i n g r o ß e r<br />

Heuschober, und zwischen diesem und<br />

d e m W o h n h a u s w a r e i n k l e i n e r<br />

Geräteschuppen mit einem flachen<br />

Strohdache gebaut.<br />

"Da oben kann ich liegen," sagte der kleine<br />

Klaus, als er das Dach erblickte; "das ist ja<br />

ein herrliches Bett. Der Storch fliegt wohl<br />

nicht herunter und beißt mich in die Beine."<br />

Denn ein Storch hatte sein Nest auf dem<br />

Dache.<br />

Nun kroch der kleine Klaus auf den<br />

Schuppen hinauf, streckte sich hin und<br />

drehte sich, um recht gut zu liegen. Die<br />

hölzernen Laden vor den Fenstern<br />

schlossen oben nicht zu, und so konnte er<br />

gerade in die Stube hineinblicken.<br />

Da war ein großer Tisch gedeckt, mit Wein<br />

und Braten und einem herrlichen Fisch<br />

darauf; die Bauersfrau und der Küster<br />

saßen bei Tische und sonst niemand<br />

anders, sie schenkte ihm ein, und er<br />

gabelte in den Fisch, denn das war sein<br />

Leibgericht.<br />

"Wer doch etwas davon abbekommen<br />

könnte!" dachte der kleine Klaus und<br />

streckte den Kopf gerade gegen das<br />

Fenster. Einen herrlichen Kuchen sah er<br />

auch im Zimmer stehen! Ja, das war ein<br />

Fest!<br />

Nun hörte er jemand von der Landstraße<br />

her gegen das Haus reiten; das war der<br />

Mann der Bauersfrau, der nach Hause<br />

kam.<br />

Das war ein ganz guter Mann, aber er hatte<br />

die wunderliche Eigenheit, daß er es nie<br />

ertragen konnte, einen Küster zu sehen;<br />

kam ihm ein Küster vor die Augen, so<br />

wurde er ganz rasend. Deshalb war es<br />

auch, daß der Küster zu seiner Frau<br />

hineingegangen war, um ihr guten Tag zu<br />

sagen, weil er wußte, daß der Mann nicht<br />

zu Hause sei, und die gute Frau setzte ihm


dafür das herrlichste Essen vor. Als sie nun<br />

den Mann kommen hörten, erschraken sie<br />

sehr, und die Frau bat den Küster, in eine<br />

große, leere Kiste hineinzukriechen, denn<br />

er wußte ja, daß der arme Mann es nicht<br />

ertragen konnte, einen Küster zu sehen.<br />

Die Frau versteckte geschwind all das<br />

herrliche Essen und den Wein in ihrem<br />

Backofen, denn hätte der Mann das zu<br />

sehen bekommen, so hätte er sicher<br />

gefragt, was es zu bedeuten habe.<br />

"Ach ja!" seufzte der kleine Klaus oben auf<br />

seinem Schuppen, als er all das Essen<br />

verschwinden sah.<br />

"Ist jemand dort oben?" fragte der Bauer<br />

und sah nach dem kleinen Klaus hinauf.<br />

"Warum liegst du dort? Komm lieber mit in<br />

die Stube."<br />

Nun erzählte der kleine Klaus, wie er sich<br />

verirrt habe, und bat, daß er die Nacht über<br />

bleiben dürfe.<br />

"Ja freilich," sagte der Bauer, "aber wir<br />

müssen zuerst etwas zu leben haben!"<br />

Die Frau empfing beide sehr freundlich,<br />

deckte einen langen Tisch und gab ihnen<br />

eine große Schüssel voll Grütze. Der<br />

Bauer war hungrig und aß mit rechtem<br />

Appetit, aber der kleine Klaus konnte nicht<br />

unterlassen, an den herrlichen Braten,<br />

Fisch und Kuchen, die er im Ofen wußte,<br />

zu denken.<br />

Unter den Tisch zu seinen Füßen hatte er<br />

den Sack mit der Pferdehaut gelegt, die er<br />

in der Stadt hatte verkaufen wollen. Die<br />

Grütze wollte ihm nicht schmecken, da trat<br />

er auf seinen Sack, und die trockene Haut<br />

im Sacke knarrte laut.<br />

"St!" sagte der kleine Klaus zu seinem<br />

Sacke, trat aber zu gleicher Zeit wieder<br />

darauf; da knarrte es weit lauter als zuvor.<br />

"Ei, was hast du in deinem Sacke?" fragte<br />

der Bauer darauf.<br />

"Oh, es ist ein Zauberer," sagte der kleine<br />

Klaus; "er sagt, wir sollen doch keine<br />

Grütze essen, er habe den ganzen Ofen<br />

voll Braten, Fische und Kuchen gehext."<br />

"Ei der tausend!" sagte der Bauer und<br />

machte schnell den Ofen auf, wo er all die<br />

prächtigen, leckeren Speisen erblickte, die<br />

nach seiner Meinung der Zauberer im<br />

Sack für sie gehext hatte. Die Frau durfte<br />

nichts sagen, sondern setzte sogleich die<br />

Speisen auf den Tisch, und so aßen beide<br />

vom Fische, vom Braten und von dem<br />

Kuchen. Nun trat der kleine Klaus wieder<br />

auf seinen Sack, daß die Haut knarrte.<br />

"Was sagt er jetzt?" fragte der Bauer.<br />

"Er sagt," erwiderte der kleine Klaus, "daß<br />

er auch drei Flaschen Wein für uns gehext<br />

hat; sie stehen dort in der Ecke beim Ofen!"<br />

Nun mußte die Frau den Wein hervorholen,<br />

den sie verborgen hatte, und der<br />

Bauer trank und wurde lustig. Einen<br />

solchen Zauberer, wie der kleine Klaus im<br />

Sacke hatte, hätte er gar zu gern gehabt.<br />

"Kann er auch den Teufel hervorhexen?"<br />

fragte der Bauer. "Ich möchte ihn wohl<br />

sehen, denn nun bin ich lustig!"<br />

„Ja," sagte der kleine Klaus, "mein<br />

Zauberer kann alles, was ich verlange.<br />

Nicht wahr, du?" fragte er und trat auf den<br />

Sack, daß es knarrte. "Hörst du? Er sagt ja!<br />

Aber der Teufel sieht häßlich aus, wir<br />

wollen ihn lieber nicht sehen!"<br />

"Oh, mir ist gar nicht bange; wie mag er<br />

wohl aussehen?"<br />

"Ja, er wird sich ganz leibhaftig als ein<br />

Küster zeigen!"<br />

„Hu!" sagte der Bauer, "das ist häßlich! Ihr<br />

müßt wissen, ich kann nicht ertragen,<br />

einen Küster zu sehen! Aber es macht<br />

nichts, ich weiß ja, daß es der Teufel ist, so<br />

werde ich mich wohl leichter darein finden!<br />

Nun habe ich Mut, aber er darf mir nicht zu<br />

nahe kommen."<br />

"Ich werde meinen Zauberer fragen,"<br />

sagte der kleine Klaus, trat auf den Sack<br />

und hielt sein Ohr hin.<br />

"Was sagt er?"<br />

"Er sagt, Ihr könnt hingehen und die Kiste<br />

aufmachen, die dort in der Ecke steht, so<br />

werdet Ihr den Teufel sehen, wie er darin<br />

kauert; aber Ihr müßt den Deckel halten,<br />

daß er nicht entwischt."<br />

"Wollt Ihr mir helfen, ihn zu halten?" bat der<br />

Bauer und ging zu der Kiste hin, wo die<br />

Frau den Küster verborgen hatte, der darin<br />

saß und sich sehr fürchtete.<br />

Der Bauer öffnete den Deckel ein wenig<br />

und sah unter ihn hinein. „Hu!" schrie er<br />

und sprang zurück. "Ja, nun habe ich ihn<br />

gesehen, er sah ganz aus wie unser<br />

Küster! Das war schrecklich!"<br />

Darauf mußte getrunken werden, und so<br />

tranken sie denn noch lange in die Nacht<br />

hinein.<br />

„Den Zauberer mußt du mir verkaufen,"<br />

sagte der Bauer; "verlange dafür, was du<br />

willst! Ja, ich gebe dir gleich einen ganzen<br />

Scheffel Geld!"


"Nein, das kann ich nicht!" sagte der<br />

kleine Klaus. "Bedenke doch, wieviel<br />

Nutzen ich von diesem Zauberer haben<br />

kann."<br />

"Ach, ich möchte ihn sehr gern haben,"<br />

sagte der Bauer und fuhr fort zu bitten.<br />

„Ja," sagte der kleine Klaus zuletzt, "da<br />

du so gut gewesen bist, mir diese Nacht<br />

Obdach zu gewähren, so mag es sein.<br />

Du sollst den Zauberer für einen Scheffel<br />

Geld haben, aber ich will den Scheffel<br />

gehäuft voll haben."<br />

"Das sollst du bekommen," sagte der<br />

Bauer, "aber die Kiste dort mußt du mit dir<br />

nehmen; ich will sie nicht eine Stunde<br />

länger im Hause behalten; man kann<br />

nicht wissen, vielleicht sitzt er noch<br />

darin."<br />

Der kleine Klaus gab dem Bauer seinen<br />

Sack mit der trocknen Haut darin und<br />

bekam einen ganzen Scheffel Geld,<br />

gehäuft gemessen, dafür. Der Bauer<br />

schenkte ihm sogar noch einen großen<br />

Karren, um das Geld und die Kiste darauf<br />

fortzufahren.<br />

"Lebe wohl!" sagte der kleine Klaus.<br />

Dann fuhr er mit seinem Gelde und der<br />

großen Kiste, worin noch der Küster saß,<br />

davon.<br />

Auf der andem Seite des Waldes war ein<br />

großer, tiefer Fluß; das Wasser floß so<br />

reißend darin, daß man kaum gegen den<br />

Strom anschwimmen konnte; man hatte<br />

eine große, neue Brücke darüber<br />

geschlagen; der kleine Klaus hielt mitten<br />

auf ihr an und sagte ganz laut, damit der<br />

Küster in der Kiste es hören könne:<br />

"Was soll ich doch mit der dummen Kiste<br />

machen? Sie ist so schwer, als ob Steine<br />

drin wären! Ich werde nur müde davon,<br />

sie weiterzufahren; ich will sie in den Fluß<br />

werfen; schwimmt sie zu mir nach Hause,<br />

so ist es gut, wo nicht, so hat es auch<br />

nichts zu sagen."<br />

Darauf faßte er die Kiste mit der einen<br />

Hand an und hob sie ein wenig auf,<br />

gerade als ob er sie in das Wasser werfen<br />

wollte.<br />

"Nein, laß das sein!" rief der Küster<br />

innerhalb der Kiste. "Laß mich erst<br />

heraus!"<br />

„Hu!" sagte der kleine Klaus und tat, als<br />

fürchte er sich. "Er sitzt noch darin! Da<br />

muß ich ihn geschwind in den Fluß<br />

werfen, damit er ertrinkt!"<br />

"O nein, o nein!" sagte der Küster; "ich will<br />

dir einen ganzen Scheffel Geld geben,<br />

wenn du mich gehen läßt!"<br />

"Ja, das ist etwas anderes!" sagte der<br />

kleine Klaus und machte die Kiste auf.<br />

Der Küster kroch schnell heraus, stieß<br />

die leere Kiste in das Wasser hinaus und<br />

ging nach seinem Hause, wo der kleine<br />

Klaus einen ganzen Scheffel Geld<br />

bekam; einen hatte er von dem Bauer<br />

erhalten, nun hatte er also seinen ganzen<br />

Karren voll Geld.<br />

"Sieh, das Pferd erhielt ich ganz gut<br />

bezahlt!" sagte er zu sich selbst, als er zu<br />

Hause in seiner eigenen Stube war und<br />

alles Geld auf einen Berg mitten in der<br />

Stube ausschüttete. "Das wird den<br />

großen Klaus ärgern, wenn er erfährt, wie<br />

reich ich durch ein einziges Pferd<br />

geworden bin; aber ich will es ihm doch<br />

licht geradeheraus sagen!"<br />

Nun sandte er einen Knaben zum großen<br />

Klaus hin, um sich ein Scheffelmaß zu<br />

leihen.<br />

"Was mag er wohl damit machen<br />

wollen?" dachte der große Klaus und<br />

schmierte Teer auf den Boden, damit von<br />

dem, was gemessen wurde, etwas daran<br />

hängen bleiben könnte. Und so kam es<br />

auch; denn als er das Scheffelmaß<br />

zurückerhielt, hingen drei Taler daran.<br />

"Was ist das?" sagte der große Klaus und<br />

lief sogleich zu dem kleinen. "Wo hast du<br />

all das Geld bekommen?"<br />

"Oh, das ist für meine Pferdehaut! Ich<br />

verkaufte sie gestern abend."<br />

"Das war wahrlich gut bezahlt!" sagte der<br />

große Klaus, lief geschwind nach Hause,<br />

nahm eine Axt und schlug alle seine vier<br />

Pferde vor den Kopf, zog ihnen die Haut<br />

ab und fuhr mit diesen Häuten zur Stadt.<br />

"Häute! Häute! Wer will Häute kaufen?"<br />

rief er durch die Straßen.<br />

Alle Schuhmacher und Gerber kamen<br />

gelaufen und fragten, was er dafür haben<br />

wolle.<br />

"Einen Scheffel Geld für jede," sagte der<br />

große Klaus.<br />

"Bist du toll?" riefen alle. "Glaubst du, wir<br />

haben das Geld scheffelweise?"<br />

"Häute! Häute! Wer will Häute kaufen?"<br />

rief er wieder, aber allen denen, die ihn<br />

fragten, was die Häute kosten sollten<br />

erwiderte er: "Einen Scheffel Geld."<br />

"Er will uns foppen," sagten alle, und da<br />

n a h m e n d i e S c h u h m a c h e r i h r e<br />

Spannriemen und die Gerber ihre<br />

Schurzfelle und fingen an, auf den<br />

großen Klaus loszuprügeln.<br />

"Häute! Häute!" riefen sie ihm nach; "ja,<br />

wir wollen dir die Haut gerben! Hinaus<br />

aus der Stadt mit ihm!" riefen sie, und der<br />

große Klaus mußte laufen, was er nur<br />

konnte. So war er noch nie durchgeprügelt<br />

worden.<br />

„Na," sagte er, als er nach Hause kam,<br />

"dafür soll der kleine Klaus bestraft<br />

werden! Ich will ihn totschlagen!"<br />

Zu Hause beim kleinen Klaus war die alte


Großmutter gestorben; sie war freilich<br />

recht böse und schlimm gegen ihn<br />

gewesen, aber er war doch betrübt,<br />

nahm die tote Frau und legte sie in sein<br />

warmes Bett, um zu sehen, ob sie nicht<br />

zum Leben zurückkehren werde. Da<br />

sollte sie die ganze Nacht liegen, er<br />

selbst wollte im Winkel sitzen und auf<br />

einem Stuhle schlafen; das hatte er<br />

schon früher getan.<br />

Als er in da in der Nacht saß, ging die Tür<br />

auf, und der große Klaus kam mit einer<br />

Axt herein; er wußte wohl, wo des kleinen<br />

Klaus Bett stand, ging gerade darauf los<br />

und schlug nun die alte Großmutter vor<br />

den Kopf, denn er glaubte, daß der kleine<br />

Klaus dort in seinem Bett liege.<br />

"Sieh," sagte er, "nun sollst du mich nicht<br />

mehr zum besten haben!" Und dann ging<br />

er wieder nach Hause.<br />

"Das ist doch ein recht böser Mann!"<br />

sagte der kleine Klaus; "da wollte er mich<br />

totschlagen! Es war doch gut für die alte<br />

Mutter, daß sie schon tot war, sonst hätte<br />

er ihr das Leben genommen!"<br />

Nun legte er der alten Großmutter<br />

Sonntagskleider an, lieh sich von dem<br />

Nachbar ein Pferd, spannte es vor den<br />

Wagen und setzte die alte Großmutter<br />

auf den hintersten Sitz, so daß sie nicht<br />

hinausfallen konnte, wenn er fuhr, und so<br />

rollten sie von dannen durch den Wald.<br />

Als die Sonne aufging, waren sie vor<br />

einem großen Wirtshause, da hielt der<br />

kleine Klaus an und ging hinein, um<br />

etwas zu genießen.<br />

Der Wirt hatte sehr viel Geld, er war auch<br />

ein recht guter, aber hitziger Mann, als<br />

wären Pfeffer und Tabak in ihm.<br />

"Guten Morgen!" sagte er zum kleinen<br />

Klaus. "Du bist heute früh ins Zeug<br />

gekommen!"<br />

„Ja," sagte der kleine Klaus, "ich will mit<br />

meiner Großmutter zur Stadt; sie sitzt<br />

draußen auf dem Wagen, ich kann sie<br />

nicht in die Stube hereinbringen. Wollt Ihr<br />

der Alten nicht ein Glas Kümmel geben?<br />

Aber Ihr müßt recht laut sprechen, denn<br />

sie hört nicht gut."<br />

"Ja, das will ich tun!" sagte der Wirt und<br />

schenkte ein großes Glas Kümmel ein,<br />

mit dem er zur toten Großmutter<br />

hinausging, die in dem Wagen aufrecht<br />

gesetzt war.<br />

"Hier ist ein Glas Kümmel von Ihrem<br />

Sohne!" sagte der Wirt, aber die tote Frau<br />

erwiderte kein Wort, sondern saß ganz<br />

still und teilnahmslos, als ob sie alles<br />

nichts anginge.<br />

"Hört Ihr nicht?" rief der Wirt, so laut er<br />

konnte. "Hier ist ein Glas Kümmel von<br />

Ihrem Sohne!“<br />

Noch einmal rief er und dann noch<br />

einmal, aber da sie sich durchaus nicht<br />

rührte, wurde er ärgerlich und warf ihr das<br />

Glas in das Gesicht, so daß ihr der<br />

Kümmel gerade über die Nase lief und<br />

sie hintenüber fiel, denn sie war nur<br />

aufgesetzt und nicht festgebunden.<br />

„Heda!" rief der kleine Klaus, sprang zur<br />

Tür heraus und packte den Wirt an der<br />

Brust, "da hast du meine Großmutter<br />

erschlagen! Siehst du, da ist ein großes<br />

Loch in ihrer Stirn!"<br />

"Oh, das ist ein Unglück!" rief der Wirt und<br />

schlug die Hände über dem Kopfe<br />

zusammen; "das kommt alles von meiner<br />

Heftigkeit! Lieber, kleiner Klaus, ich will<br />

dir einen Scheffel Geld geben und deine<br />

Großmutter begraben lassen, als wäre<br />

es meine eigene, aber schweige nur still,<br />

sonst wird mir der Kopf abgeschlagen,<br />

und das wäre mir unangenehm."<br />

So bekam der kleine Klaus einen<br />

ganzen Scheffel Geld, und der<br />

Wirt begrub die alte Großmutter<br />

so, als ob es seine eigene<br />

gewesen wäre.<br />

Als nun der kleine Klaus wieder<br />

mit dem vielen Gelde nach Hause<br />

kam, schickte er gleich seinen<br />

Knaben hinüber zum großen<br />

Klaus, um ihn bitten zu lassen,<br />

ihm ein Scheffelmaß zu leihen.<br />

"Was ist das?" sagte der große<br />

Klaus. "Habe ich ihn nicht<br />

totgeschlagen? Da muß ich<br />

selbst nachsehen!" Und so ging<br />

er selbst mit dem Scheffelmaß<br />

zum kleinen Klaus.<br />

"Wo hast du doch all das Geld bekommen?"<br />

fragte er und riß die<br />

Augen auf, als er alles das<br />

erblickte, was noch hinzu-<br />

gekommen war.<br />

"Du hast meine Großmutter, aber nicht<br />

mich erschlagen!" sagte der kleine Klaus.<br />

"Die habe ich nun verkauft und einen<br />

Scheffel Geld dafür bekommen!"<br />

"Das ist wahrlich gut bezahlt!" sagte der<br />

große Klaus, eilte nach Hause, nahm<br />

e i n e A x t u n d s c h l u g s e i n e a l t e<br />

Großmutter tot, legte sie auf den Wagen,<br />

fuhr mit ihr zur Stadt, wo der Apotheker<br />

wohnte, und fragte, ob er einen toten<br />

Menschen kaufen wollte.<br />

"Wer ist es, und woher habt Ihr ihn?"<br />

fragte der Apotheker.<br />

"Es ist meine Großmutter!" sagte der<br />

große Klaus. "Ich habe sie totgeschlagen,<br />

um einen Scheffel Geld dafür zu<br />

bekommen!"<br />

"Gott bewahre uns!" sagte der Apotheker.<br />

"Ihr redet irre! Sagt doch nicht dergleichen,<br />

sonst könnt Ihr den Kopf<br />

verlieren!" Und nun sagte er ihm gehörig,<br />

was das für eine böse Tat sei, die er<br />

begangen habe und was für ein<br />

schlechter Mensch er sei und daß er<br />

bestraft werden müsse. Da erschrak der<br />

große Klaus so sehr, daß er von der<br />

Apotheke gerade in den Wagen sprang<br />

und auf die Pferde schlug und nach<br />

Hause fuhr; aber der Apotheker und alle<br />

Leute glaubten, er sei verrückt, und<br />

deshalb ließen sie ihn fahren, wohin er<br />

wollte.<br />

"Das sollst du mir bezahlen!" sagte der<br />

große Klaus, als er draußen auf der<br />

Landstraße war, "ja, ich will dich<br />

bestrafen, kleiner Klaus!" Sobald er nach<br />

Hause kam, nahm er den größten Sack,<br />

den er finden konnte, ging hinüber zum<br />

kleinen Klaus und sagte: "Nun hast du<br />

mich wieder gefoppt; erst schlug ich<br />

meine Pferde tot, dann meine alte<br />

Großmutter; das ist alles deine Schuld;<br />

aber du sollst mich nie mehr foppen!" Da<br />

packte er den kleinen Klaus um den Leib<br />

und steckte ihn in seinen Sack, nahm ihn<br />

so auf seinen Rücken und rief ihm zu:<br />

"Nun gehe ich und ertränke dich!"<br />

Es war ein weiter Weg, den er zu gehen<br />

hatte, bevor er zu dem Flusse kam, und<br />

der kleine Klaus war nicht leicht zu<br />

tragen. Der Weg ging dicht bei der Kirche<br />

vorbei; die Orgel ertönte, und die Leute<br />

sangen schön darinnen. Da setzte der<br />

große Klaus seinen Sack mit dem kleinen<br />

Klaus darin dicht bei der Kirchtür nieder<br />

und dachte, es könne wohl ganz gut sein,<br />

hineinzugehen und einen Psalm zu<br />

hören, ehe er weitergehe; der kleine<br />

Klaus konnte ja nicht herauskommen,<br />

und alle Leute waren in der Kirche. So<br />

ging er denn hinein.<br />

"Ach Gott, ach Gott!" seufzte der kleine<br />

Klaus im Sack und drehte und wandte


sich, aber es war ihm nicht möglich, das<br />

Band aufzulösen. Da kam ein alter, alter<br />

Viehtreiber daher, mit schneeweißem<br />

Haar und einem großen Stab in der<br />

Hand; er trieb eine ganze Herde Kühe<br />

und Stiere vor sich her, die liefen an den<br />

Sack, in dem der kleine Klaus saß, so<br />

daß er umgeworfen wurde.<br />

"Ach Gott!" seufzte der kleine Klaus, "ich<br />

bin noch so jung und soll schon ins<br />

Himmelreich!"<br />

"Und ich Armer," sagte der Viehtreiber,<br />

"ich bin schon so alt und kann noch<br />

immer nicht dahin kommen!"<br />

"Mache den Sack auf!" rief der kleine<br />

Klaus. "Krieche statt meiner hinein, so<br />

kommst du sogleich ins Himmelreich!"<br />

"Ja, das will ich herzlich gern," sagte der<br />

Viehtreiber und band den Sack auf, aus<br />

d e m d e r k l e i n e K l a u s s o g l e i c h<br />

heraussprang.<br />

"Willst du nun auf das Vieh achtgeben?"<br />

fragte der alte Mann. Dann kroch er in<br />

den Sack hinein, der kleine Klaus band<br />

den Sack wieder zu und zog dann mit<br />

allen Kühen und Stieren seines Weges.<br />

Bald darauf kam der große Klaus aus der<br />

Kirche. Er nahm seinen Sack wieder auf<br />

den Rücken, obgleich es ihm schien, als<br />

sei der leichter geworden, denn der alte<br />

Viehtreiber war nur halb so schwer wie<br />

der kleine Klaus. "Wie leicht ist er doch zu<br />

tragen geworden! Ja, das kommt daher,<br />

daß ich einen Psalm gehört habe!" So<br />

ging er nach dem Flusse, der tief und<br />

groß war, warf den Sack mit dem alten<br />

Viehtreiber ins Wasser und rief<br />

hintendrein, denn er glaubte ja, daß es<br />

der kleine Klaus sei: "Sieh, nun sollst du<br />

mich nicht mehr foppen!"<br />

Darauf ging er nach Hause; aber als er an<br />

die Stelle kam, wo die Wege sich<br />

kreuzten, begegnete er ganz unerwartet<br />

dem kleinen Klaus, der all sein Vieh<br />

dahertrieb.<br />

"Was ist das?" fragte der große Klaus.<br />

"Habe ich dich nicht vor kurzer Zeit<br />

ertränkt?"<br />

„Ja," sagte der kleine Klaus, "du warfst<br />

mich ja vor einer halben Stunde in den<br />

Fluß hinunter!"<br />

"Aber wo hast du all das herrliche Vieh<br />

bekommen?" fragte der große Klaus.<br />

"Das ist Seevieh!" sagte der kleine Klaus.<br />

"Ich will dir die Geschichte erzählen und<br />

dir Dank sagen, daß du mich ertränktest,<br />

denn nun bin ich reich! Mir war bange, als<br />

ich im Sacke steckte, und der Wind pfiff<br />

mir um die Ohren, als du mich von der<br />

Brücke hinunter in das kalte Wasser<br />

warfst. Ich sank sogleich zu Boden, aber<br />

ich stieß mich nicht, denn da unten<br />

wächst das schönste, weiche Gras.<br />

Darauf fiel ich, und sogleich wurde der<br />

Sack geöffnet, und das lieblichste<br />

Mädchen, in schneeweißen Kleidern und<br />

mit einem grünen Kranz um das Haar,<br />

nahm mich bei der Hand und sagte: 'Bist<br />

du da, kleiner Klaus? Da hast du zuerst<br />

einiges Vieh; eine Meile weiter auf dem<br />

Wege steht noch eine ganze Herde, die<br />

ich dir schenken will!' Nun sah ich, daß<br />

der Fluß eine große Landstraße für das<br />

Meervolk bildete. Unten auf dem Grunde<br />

gingen und fuhren sie gerade von der<br />

See her und ganz hinein in das Land, bis<br />

wo der Fluß endet. Da waren die<br />

schönsten Blumen und das frischeste<br />

Gras; die Fische schossen mir an den<br />

Ohren vorüber, geradeso wie hier die<br />

Vögel in der Luft. Was gab es da für<br />

hübsche Leute, und was war da für Vieh,<br />

das an den Gräben und Wällen weidete!"<br />

"Aber warum bist du gleich wieder zu uns<br />

heraufgekommen?" fragte der große<br />

Klaus. "Das hätte ich bestimmt nicht<br />

getan, wenn es so schön dort unten ist."<br />

„Ja," sagte der kleine Klaus, "das ist<br />

gerade klug von mir gehandelt. Du hörst<br />

ja wohl, daß ich dir erzähle: Die<br />

Seejungfrau sagte mir, eine Meile weiter<br />

auf dem Wege – und mit dem Wege<br />

meinte sie ja den Fluß, denn sie kann<br />

nirgends Anders hinkommen – stehe<br />

noch eine ganze Herde Vieh für mich.<br />

Aber ich weiß, was der Fluß für<br />

Krümmungen macht, bald hier, bald dort,<br />

das ist ein weiter Umweg. Nein, so macht<br />

man es kürzer ab, wenn man hier auf das<br />

Land kommt und treibt querüber wieder<br />

zum Flusse; dabei spare ich eine halbe<br />

Meile und komme schneller zu meinem<br />

Vieh!"<br />

"Oh, du bist ein glücklicher Mann!" sagte<br />

der große Klaus. "Glaubst du, daß ich<br />

auch Seevieh erhielte, wenn ich einmal<br />

tief bis auf den Grund des Flusses<br />

käme?"<br />

"Ja, das denke ich wohl," sagte der kleine<br />

Klaus, "aber ich kann dich nicht im Sacke<br />

zum Flusse tragen, du bist mir zu schwer!<br />

Willst du selbst dahingehen und dann in<br />

den Sack kriechen, so werde ich dich mit<br />

dem größten Vergnügen hineinwerfen."<br />

"Ich danke dir," sagte der große Klaus.<br />

"Aber erhalte ich kein Seevieh, wenn ich<br />

hinunterkomme, so glaube mir, werde ich<br />

dich so prügeln, wie du noch nie<br />

geprügelt worden bist."<br />

"Oh nein, mache es nicht so schlimm!"<br />

Und da gingen sie zum Flusse hin. Als<br />

das Vieh Wasser erblickte, lief es, so<br />

schnell es nur konnte, durstig hinunter<br />

zum Trinken.<br />

"Sieh, wie es sich sputet!" sagte der<br />

kleine Klaus. "Es verlangt danach,<br />

wieder auf den Grund zu kommen!"<br />

"Ja, hilf mir nur erst," sagte der große<br />

Klaus, "sonst bekommst du Prügel!" Und<br />

so kroch er in den großen Sack, der quer<br />

über dem Rücken eines der Stiere<br />

gelegen hatte. "Lege einen Stein hinein,<br />

ich fürchte, daß ich sonst nicht<br />

untersinke," sagte der große Klaus.<br />

"Es geht schon!" sagte der kleine Klaus,<br />

legte aber doch einen großen Stein in<br />

den Sack, knüpfte das Band fest zu, und<br />

dann stieß er daran. Plumps! Da lag der<br />

große Klaus in dem Flusse und sank<br />

sogleich hinunter auf den Grund.<br />

"Ich fürchte, er wird das Vieh nicht finden!<br />

Aber er zwang mich ja dazu!" sagte der<br />

kleine Klaus und trieb dann heim mit<br />

dem, was er hatte.


Die Prinzessin auf der<br />

Erbse<br />

Ein Märchen von Hans Christian<br />

Andersen<br />

Es war einmal ein Prinz, der wollte eine<br />

Prinzessin heiraten. Aber das sollte eine<br />

wirkliche Prinzessin sein. Da reiste er in<br />

der ganzen Welt herum, um eine solche zu<br />

finden, aber überall fehlte etwas.<br />

Prinzessinnen gab es genug, aber ob es<br />

wirkliche Prinzessinnen waren, konnte er<br />

nie herausfinden. Immer war da etwas,<br />

was nicht ganz in Ordnung war. Da kam er<br />

wieder nach Hause und war ganz traurig,<br />

denn er wollte doch gern eine wirkliche<br />

Prinzessin haben.<br />

Eines Abends zog ein furchtbares Wetter<br />

auf; es blitzte und donnerte, der Regen<br />

stürzte herab, und es war ganz entsetzlich.<br />

Da klopfte es an das Stadttor, und der alte<br />

König ging hin, um aufzumachen.<br />

Es war eine Prinzessin, die draußen vor<br />

dem Tor stand. Aber wie sah sie vom<br />

Regen und dem bösen Wetter aus! Das<br />

Wasser lief ihr von den Haaren und<br />

Kleidern herab, lief in die Schnäbel der<br />

Schuhe hinein und zum Absatz wieder<br />

hinaus. Sie sagte, daß sie eine wirkliche<br />

Prinzessin wäre.<br />

'Ja, das werden wir schon erfahren!'<br />

dachte die alte Königin, aber sie sagte<br />

nichts, ging in die Schlafkammer hinein,<br />

nahm alles Bettzeug ab und legte eine<br />

Erbse auf den Boden der Bettstelle. Dann<br />

nahm sie zwanzig Matratzen, legte sie auf<br />

die Erbse und dann noch zwanzig<br />

Eiderdaunendecken oben auf die<br />

Matratzen.<br />

Hier sollte nun die Prinzessin die ganze<br />

Nacht über liegen.<br />

Am Morgen wurde sie gefragt, wie sie<br />

gesehlafen hätte.<br />

"Oh, entsetzlich schlecht!" sagte die<br />

Prinzessin. "Ich habe fast die ganze Nacht<br />

kein Auge geschlossen! Gott weiß, was in<br />

meinem Bett gewesen ist. Ich habe auf<br />

etwas Hartem gelegen, so daß ich am<br />

ganzen Körper ganz braun und blau bin!<br />

Es ist ganz entsetzlich!"<br />

Daran konnte man sehen, daß sie eine<br />

wirkliche Prinzessin war, da sie durch die<br />

zwanzig Matratzen und die zwanzig<br />

Eiderdaunendecken die Erbse gespürt<br />

hatte. So feinfühlig konnte niemand sein<br />

außer einer echten Prinzessin.<br />

Da nahm sie der Prinz zur Frau, denn nun<br />

wußte er, daß er eine wirkliche Prinzessin<br />

gefunden hatte. Und die Erbse kam auf die<br />

Kunstkammer, wo sie noch zu sehen ist,<br />

wenn sie niemand gestohlen hat.<br />

Seht, das war eine wirkliche Geschichte!<br />

Die Blumen der kleinen Ida<br />

Ein Märchen von Hans Christian<br />

Andersen<br />

"Meine armen Blumen sind ganz verwelkt!"<br />

sagte die kleine Ida. "Sie waren so<br />

schön gestern abend, und nun hängen alle<br />

Blätter vertrocknet! Warum tun sie das?"<br />

fragte sie den Studenten, der im Sofa saß;<br />

denn auf seine Meinung gab sie etwas. Er<br />

kannte die allerherrlichsten Geschichten<br />

und schnitt so lustige Bilder aus: Herzen<br />

mit kleinen Dämchen darin, die tanzten,<br />

Blumen und große Schlösser, deren Türen<br />

man aufmachen konnte; es war ein lustiger<br />

Student! "Warum sehen die Blumen heute<br />

so traurig aus?" fragte sie ihn wieder und<br />

zeigte ihm einen großen Strauß, der ganz<br />

verwelkt war.<br />

"Ja, weißt du, was ihnen fehlt?" sagte der<br />

Student, "die Blumen sind heute nacht<br />

zum Ball gewesen, darum lassen sie die<br />

Köpfe hängen!“<br />

"Aber die Blumen können doch nicht<br />

tanzen!" sagte die kleine Ida.<br />

"Aber ja," sagte der Student, "wenn es<br />

dunkel wird und wir anderen schlafen,<br />

dann springen sie lustig umher; fast jede<br />

Nacht halten sie Ball!“<br />

"Können Kinder nicht mit auf den Ball<br />

kommen?" „Ja," sagte der Student, "ganz<br />

kleine Gänseblümchen und Maiglöckchen!"<br />

"Wo tanzen die schönsten<br />

Blumen?" fragte die kleine Ida. "Bist du<br />

nicht oft vor dem Tore bei dem großen<br />

Schloß gewesen, wo der König im<br />

Sommer wohnt und der prächtige Garten<br />

mit den vielen Blumen ist! Du hast ja die<br />

Schwäne gesehen, die zu dir heranschwimmen,<br />

wenn du ihnen Brotkrumen<br />

geben willst. Dort draußen ist wirklich Ball,<br />

das kannst du glauben!“<br />

"Ich war erst gestern mit meiner Mutter<br />

draußen im Garten!" sagte Ida, "aber alle<br />

Blätter waren schon von den Bäumen<br />

herunter, und es waren gar keine Blumen<br />

mehr da! Wo sind sie? Im Sommer sah ich<br />

so viele!“<br />

"Sie sind drinnen im Schloß!" sagte der<br />

Student. "Du mußt wissen, sobald der<br />

König und alle Hofleute hierher in die Stadt<br />

ziehen, laufen die Blumen gleich vom<br />

Garten in das Schloß und sind lustig. Das<br />

solltest du sehen! Die zwei allerschönsten<br />

Rosen setzen sich auf den Thron, und<br />

dann sind sie König und Königin. All die<br />

roten Hahnenkämme stellen sich an den<br />

Seiten auf und stehen und verbeugen sich.<br />

Das sind die Kammerjunker.– Dann<br />

kommen die niedlichsten Blumen, und<br />

dann ist großer Ball. Die blauen Veilchen<br />

stellen kleine Seekadetten vor; sie tanzen<br />

mit Hyazinthen und Krokus, die sie<br />

Fräulein nennen! Die Tulpen und die<br />

großen gelben Lilien sind die alten Damen,<br />

die auf passen, daß hübsch getanzt wird,<br />

und daß es ordentlich zugeht!“<br />

„Aber," fragte die kleine Ida, "ist Niemand<br />

da, der den Blumen etwas tut, weil sie auf<br />

des Königs Schlosse tanzen?“<br />

"Es weiß eigentlich Niemand etwas<br />

davon!" sagte der Student. Nachts kommt<br />

freilich zuweilen der alte Schloßverwalter,<br />

der da draußen aufpassen soll; er hat<br />

immer ein großes Bund Schlüssel bei sich.<br />

Sobald die Blumen nun die Schlüssel<br />

rasseln hören, sind sie ganz stille,<br />

verstecken sich hinter den langen<br />

Gardinen und stecken den Kopf heraus.<br />

Ich rieche genau, daß hier Blumen im Saal<br />

sind! sagt der alte Schloßverwalter, aber er<br />

kann sie nicht sehen.<br />

..<br />

"Doch, natürlich!" sagte der Student,<br />

"denke nur daran, wenn du wieder heraus


kommst, daß du durch die Fenster<br />

hineinguckst, dann wirst du sie schon<br />

sehen. Ich habe es heute auch getan; da<br />

lag eine lange, gelbe Osterblume im Sofa<br />

und streckte sich, das war eine Hofdame!"<br />

"Können auch die Blumen aus dem<br />

Botanischen Garten da heraus kommen?<br />

Können sie den weiten Weg machen?"<br />

"Ja freilich!" sagte der Student, "denn<br />

wenn sie wollen, können sie auch fliegen.<br />

Du hast doch gewiß die schönen<br />

Schmetterlinge gesehen, die roten, gelben<br />

und weißen, die fast wie Blumen<br />

aussehen. Und das sind sie auch<br />

gewesen. Sie sind von ihrem Stengel hoch<br />

in die Luft hinauf gesprungen und haben<br />

mit den Blättern geschlagen, als ob es<br />

kleine Flügel wären, und dann flogen sie<br />

wirklich, und da sie sich gut aufführen,<br />

durften sie auch am Tage fliegen,<br />

brauchten nicht wieder nach Hause und<br />

auf ihrem Stengel stillzusitzen, und so<br />

wurden die Blätter zuletzt zu wirklichen<br />

Flügeln. Das hast du ja selbst gesehen! Es<br />

kann übrigens gut möglich sein, daß die<br />

Blumen aus dem Botanischen Garten<br />

noch nie auf des Königs Schlosse<br />

gewesen sind oder auch nur wissen, daß<br />

es dort nachts so lustig hergeht. Deshalb<br />

will ich dir etwas sagen – der botanische<br />

Professor, der hier nebenan wohnt, du<br />

kennst ihn doch, wird nicht wenig erstaunt<br />

sein! Wenn du in seinen Garten gehst,<br />

sollst du einer von den Blumen erzählen,<br />

daß großer Ball dort draußen auf dem<br />

Schlosse ist, dann sagt sie es allen den<br />

anderen weiter, und dann fliegen sie von<br />

dannen. Kommt nun der Professor in den<br />

Garten hinaus, so ist da nicht eine einzige<br />

Blume, und er kann gar nicht verstehen,<br />

wo sie geblieben sind.“<br />

"Aber wie kann die Blume es den anderen<br />

erzählen? Blumen können doch nicht<br />

sprechen!"<br />

"Nein, das können sie freilich nicht!"<br />

antwortete der Student: "aber sie machen<br />

sich Zeichen! Hast du nicht schon<br />

gesehen, wie die Blumen nicken und all<br />

ihre grünen Blätter bewegen, wenn es ein<br />

wenig weht? Das ist ebenso deutlich, als<br />

ob sie sprächen!“<br />

"Kann der Professor denn ihre Zeichensprache<br />

verstehen?" fragte Ida. "Ja,<br />

gewiß! Eines Morgens kam er in seinen<br />

Garten hinunter und sah, wie eine große<br />

Brennessel einer wunderschönen roten<br />

Nelke mit den Blättern Zeichen gab; sie<br />

sagte: Du bist so hübsch, und ich habe<br />

dich so lieb! Aber so etwas konnte der<br />

Professor nicht ausstehen, und er schlug<br />

schnell der Brennessel über die Blätter,<br />

denn das sind ihre Finger, aber da brannte<br />

er sich, und seit der Zeit mag er keine<br />

Brennessel mehr anrühren."<br />

"Das war drollig!" sagte die kleine Ida und<br />

lachte.<br />

"Wie kann man einem Kinde so etwas<br />

einreden!" sagt der langweilige Kanzleirat,<br />

der zu Besuch gekommen war und im Sofa<br />

saß; er konnte den Studenten gar nicht<br />

leiden und brummte immer, wenn er ihn die<br />

komischen bunten Bilder ausschneiden<br />

sah: bald war es ein Mann, der am Galgen<br />

hing und ein Herz in der Hand hielt, denn er<br />

war ein Herzensdieb, bald war es eine alte<br />

Hexe, die auf einem Besen ritt und ihren<br />

Mann auf der Nase trug; das konnte der<br />

Kanzleirat nicht leiden, und dann sagte er,<br />

wie eben jetzt: "Wie kann man einem<br />

Kinde so etwas einreden! Das ist dumme<br />

Phantasterei!“<br />

Aber der kleinen Ida schien es so hübsch,<br />

was der Student von ihren Blumen<br />

erzählte, daß sie immer wieder daran<br />

denken mußte. Die Blumen ließen die<br />

Köpfe hängen, denn sie waren müde, weil<br />

sie die ganze Nacht getanzt hatten; sie<br />

waren gewiß krank. Da ging sie mit ihnen<br />

zu all den anderen Spielsachen, die auf<br />

einem niedlichen Tischchen standen, und<br />

das ganze Schubfach war voller Putz. Im<br />

Puppenbett lag ihre Puppe Sophie und<br />

schlief, aber die kleine Ida sagte zu ihr: "Du<br />

mußt nun aufstehen Sophie, und für heute<br />

Nacht mit dem Schubfach als Lager vorlieb<br />

nehmen. Die armen Blumen sind krank,<br />

und da müssen sie in deinem Bett liegen,<br />

vielleicht werden sie dann gesund!" Und<br />

sie nahm die Puppe heraus, aber die sah<br />

ganz mürrisch aus und sagte nicht ein<br />

einziges Wort, denn sie war böse, daß sie<br />

nicht ihr Bett behalten sollte.<br />

Nun legte Ida die Blumen in das<br />

Puppenbett, zog die kleine Decke ganz<br />

weit über sie und sagte, nun sollten sie<br />

hübsch stille liegen, sie wollte Tee für sie<br />

kochen, daß sie wieder gesund würden<br />

und morgen wieder aufstehen könnten.<br />

Und sie zog die Gardinen dicht um das<br />

kleine Bett herum, damit die Sonne ihnen<br />

nicht in die Augen scheinen konnte.<br />

Den ganzen Abend über mußte sie daran<br />

denken, was der Student ihr erzählt hatte.<br />

Und als sie nun selbst zu Bett mußte,<br />

schlich sie sich erst noch hinter die<br />

Gardinen, die vor den Fenstern herunterhingen,<br />

wo die herrlichen Blumen ihrer<br />

Mutter, Tulpen und Hyazinthen, standen,<br />

und sie flüsterte ihnen ganz leise zu: "ich<br />

weiß es ja, Ihr sollt heute nacht zum Ball!"<br />

Aber die Blumen taten, als ob sie nichts<br />

verständen und rührten kein Blatt, aber die<br />

kleine Ida wußte doch, was sie wußte.<br />

Als sie im Bett war, lag sie noch lange und<br />

dachte, wie hübsch es sein müßte, die<br />

prächtigen Blumen draußen auf des<br />

Königs Schloß tanzen zu sehen. "Ob<br />

meine Blumen wirklich mit dabei waren?"<br />

Aber da schlief sie schon. In der Nacht<br />

erwachte sie wieder, sie hatte von den<br />

Blumen und dem Studenten geträumt, den


der Kanzleirat ausgescholten hatte, weil er<br />

ihr etwas hatte einreden wollen. Es war<br />

ganz still in der Schlafkammer, in der Ida<br />

lag. Die Nachtlampe brannte auf dem<br />

Tisch, und Vater und Mutter schliefen.<br />

"Ob meine Blumen jetzt noch in Sophies<br />

Bett liegen?" sagte sie bei sich selbst, "wie<br />

gern ich das doch wüßte!" Sie richtete sich<br />

ein wenig empor und sah auf die Tür, die<br />

einen Spalt offen stand. Drinnen lagen die<br />

Blumen und all ihr Spielzeug;. Sie<br />

lauschte, und auf einmal kam es ihr vor, als<br />

ob sie drinnen in der Stube auf dem Klavier<br />

spielen hörte, aber ganz leise und so<br />

niedlich, wie sie es niemals früher gehört<br />

hatte.<br />

"Nun tanzen gewiß alle Blumen da<br />

drinnen!" sagte sie, "ach Gott, wie gern<br />

möchte ich das sehen!" Aber sie getraute<br />

sich nicht, aufzustehen, denn damit<br />

weckte sie den Vater und die Mutter.<br />

"Wenn sie doch nur hier herein kommen<br />

wollten!" sagte sie; aber die Blumen<br />

kamen nicht, und die Musik spielte immer<br />

weiter so hübsch, daß sie es nicht mehr<br />

aushalten konnte, denn es war gar zu<br />

schön. Sie kroch aus ihrem kleinen Bett,<br />

ging ganz leise zur Tür hin und guckte in<br />

die Stube hinein. Nein, war das hübsch,<br />

was sie zu sehen bekam!<br />

Es brannte gar keine Nachtlampe drinnen,<br />

aber trotzdem war es ganz hell, der Mond<br />

schien durch das Fenster mitten auf den<br />

Fußboden! Es war gleichsam tageshell.<br />

Alle Hyazinthen und Tulpen standen in<br />

zwei langen Reihen auf dem Boden. Gar<br />

keine einzige war mehr am Fenster, da<br />

standen leere Töpfe. Unten am Boden<br />

tanzten die Blumen so niedlich um<br />

einander herum, machten ordentlich Kette<br />

und hielten einander an den langen grünen<br />

Blättern, wenn sie sich herumschwenkten.<br />

Aber dort am Klavier saß eine große gelbe<br />

Lilie, die die kleine Ida bestimmt schon im<br />

Sommer gesehen hatte, denn sie erinnerte<br />

sich genau, daß der Student gesagt hatte:<br />

"sieht sie nicht genau wie Fräulein Line<br />

aus?" aber da hatten sie ihn alle<br />

ausgelacht. Nun jedoch schien es der<br />

kleinen Ida auch, daß die lange gelbe<br />

Blume dem Fräulein gleiche. Sie hatte<br />

auch dieselbe Art zu spielen, bald legte sie<br />

ihr langgezogenes gelbes Gesicht auf die<br />

eine Seite, bald auf die andere und nickte<br />

den Takt zu der herrlichen Musik. Keiner<br />

bemerkte die kleine lda. Nun sah sie einen<br />

großen blauen Krokus mitten auf den Tisch<br />

hüpfen, auf dem die Spielsachen standen,<br />

gerade auf das Puppenbett zugehen und<br />

die Gardinen beiseite ziehen. Da lagen die<br />

kranken Blumen, sie richteten sich aber<br />

gleich auf und nickten zu den anderen<br />

hinunter, daß sie auch mittanzen wollten.<br />

Der alte Mann von der Räucherdose, dem<br />

die Unterlippe abgebrochen war, stand auf<br />

und verneigte sich vor den schönen<br />

Blumen. Sie sahen gar nicht mehr krank<br />

aus, sondern hüpften zu den anderen<br />

hinunter und waren recht munter. Es war<br />

gerade, als ob etwas vom Tische herunter<br />

fiele. Ida sah dahin: es war die<br />

Fastnachtsrute, die herunter sprang. Es<br />

schien, daß sie auch mit zu den Blumen<br />

gehörte. Sie sah auch sehr hübsch aus,<br />

und oben mitten in ihrer Spitze thronte eine<br />

kleine Wachspuppe, die just denselben<br />

breiten Hut auf dem Kopfe trug, wie ihn der<br />

Kanzleirat hatte. Die Fastnachtsrute<br />

hüpfte auf ihren drei roten Holzbeinen<br />

mitten zwischen die Blumen und stampfte<br />

ganz laut, denn es wurde Mazurka<br />

getanzt, und den Tanz konnten die<br />

anderen Blumen nicht so gut, weil sie zu<br />

leicht waren und nicht aufstampfen<br />

konnten.<br />

Die Wachspuppe auf der Fastnachtsrute<br />

wurde mit einem Male groß und lang,<br />

kreiselte über den Papierblumen rund<br />

herum und rief ganz laut: "Wie kann man<br />

dem Kind so etwas einreden! Das ist<br />

dumme Phantasterei!" und dabei glich die<br />

Wachspuppe ganz genau dem Kanzleirat<br />

mit dem breiten Hut und sah ebenso gelb<br />

und verdrießlich aus; aber die Papierblumen<br />

schlugen ihm um die dünnen<br />

Beine, und da kroch er wieder in sich<br />

zusammen und wurde eine ganz kleine<br />

Wachspuppe. Das war zu drollig<br />

anzusehen! Die kleine Ida konnte das<br />

Lachen nicht verbeißen. Die Fastnachtsrute<br />

tanzte weiter, und der Kanzleirat<br />

mußte mittanzen, es half ihm nichts, ob er<br />

sich groß und lang machte, oder die kleine<br />

gelbe Wachspuppe mit dem großen<br />

schwarzen Hut blieb. Da baten die<br />

anderen Blumen für ihn, vor allem die, die<br />

im Puppenbett gelegen hatten, und dann<br />

ließ ihn die Fastnachtsrute in Ruh. Im<br />

selben Augenblick klopfte es ganz stark<br />

von innen aus dem Kasten, wo Idas<br />

Puppe, Sophie, zusammen mit vielen<br />

a n d e r e n S p i e l s a c h e n l a g ; d a s<br />

R ä u chermännlein l i e f b i s a n d i e<br />

Tischkante, legte sich lang auf den Bauch<br />

und zog den Kasten ein wenig auf. Da<br />

richtete sich Sophie in die Höhe und sah<br />

sich ganz verwundert um. "Hier scheint<br />

Ball zu sein!" sagte sie, "warum hat mir das<br />

niemand gesagt!“<br />

"Willst du mit mir tanzen?" sagte das<br />

Räuchermännlein. "Ja, du scheinst mir der<br />

Richtige zum Tanzen!" sagte sie und<br />

wandte ihm den Rücken zu. Dann setzte<br />

sie sich auf den Kasten und dachte, daß<br />

schon eine von den Blumen kommen<br />

würde, um sie aufzufordern, aber es kam<br />

keine. Da hustete sie hm, hm, hm! aber es<br />

wollte trotzdem keine kommen. Das<br />

Räuchermännlein tanzte ganz allein und<br />

gar nicht schlecht!<br />

Weil nun keine der Blumen Sophie zu<br />

sehen schien, ließ sie sich vom Kasten<br />

gerade auf den Fußboden fallen, so daß es<br />

einen großen Lärm machte. Die Blumen<br />

kamen auch von allen Seiten herbeigelaufen<br />

und fragten sie, ob sie sich auch<br />

nicht weh getan hätte und alle waren nett


zu ihr, ganz besonders die Blumen, die in<br />

ihrem Bett gelegen hatten; aber sie hatte<br />

sich gar nichts getan, und Idas Blumen<br />

bedankten sich für das schöne Bett und<br />

waren sehr lieb zu ihr. Sie nahmen sie mit<br />

hin zu der Stelle, wo der Mond auf den<br />

Fußboden schien und tanzten mit ihr, und<br />

alle anderen Blumen schlossen einen<br />

Kreis rings um sie. Nun war Sophie<br />

vergnügt! sie sagte, die anderen dürften<br />

gern ihr Bett behalten, und es mache ihr<br />

gar nichts aus, in der Schublade zu liegen.<br />

Aber die Blumen sagten: "Allerschönsten<br />

Dank dafür! aber wir leben nicht mehr<br />

lange. Morgen sind wir tot; aber sage doch<br />

der kleinen Ida, daß sie uns draußen im<br />

Garten begräbt, wo der Kanarienvogel<br />

liegt, dann wachsen wir im Sommer wieder<br />

aus der Erde und sind noch viel schöner!“<br />

"Nein, Ihr sollt nicht sterben!" sagte Sophie<br />

und küßte die Blumen; da ging die Saaltür<br />

auf, und eine ganze Schar herrlicher<br />

Blumen kam tanzend herein. Ida konnte<br />

gar nicht begreifen, von wo sie gekommen<br />

waren. Es konnten nur die Blumen<br />

draußen von des Königs Schloß sein. Als<br />

erste kamen zwei prächtige Rosen, die<br />

hatten kleine Goldkronen auf. Das war ein<br />

König und eine Königin, dann kamen die<br />

reizendsten Levkojen und Nelken und<br />

grüßten nach allen Seiten. Sie hatten<br />

Musik bei sich. Große Mohnblumen und<br />

Päonien bliesen auf Erbsenschoten, daß<br />

sie schon einen ganz roten Kopf<br />

bekommen hatten. Die blauen Glockenb<br />

l u m e n u n d d i e k l e i n e n w e i ß e n<br />

Schneeglöckchen klingelten,<br />

gerade als ob<br />

sie Schellen trügen.<br />

Das war eine lustige<br />

Musik. Dann kamen<br />

noch viele andere Blumen,<br />

und sie tanzten<br />

allesamt, die blauen<br />

Veilchen und die roten<br />

Tausendschönchen,<br />

die Gänse-blumen und<br />

Maiglöckchen. Und alle<br />

Blumen küßten einander,<br />

das war ein<br />

allerliebster Anblick!<br />

Zuletzt sagten die Blumen<br />

einander gute<br />

Nacht, und auch die<br />

kleine Ida schlich sich<br />

in ihr Bett, wo sie<br />

träumte von allem, was<br />

sie gesehen hatte. Als<br />

sie am nächsten Morgen<br />

aufstand, ging sie<br />

geschwind zu dem<br />

kleinen Tisch hin, um<br />

zu sehen, ob die Blumen<br />

noch da waren.<br />

Sie zog die Gardinen<br />

vor dem kleinen Bett<br />

beiseite, ja, da lagen<br />

sie alle, aber sie waren<br />

ganz verwelkt, viel<br />

m e h r a l s g e s t e r n .<br />

Sophie lag im Kasten,<br />

wo sie sie hingelegt<br />

hatte und sah sehr verschlafen aus.<br />

"Weißt du noch, was du mir sagen<br />

solltest?" sagte die kleine Ida, aber Sophie<br />

sah ganz dumm aus und sagte kein<br />

einziges Wort. "Das ist nicht schön von dir,"<br />

sagte Ida, "und sie haben doch alle mit dir<br />

getanzt." Dann nahm sie eine kleine<br />

Pappschachtel, worauf niedliche Vögel<br />

gemalt waren, machte sie auf und legte die<br />

toten Blumen hinein. "Das soll Euer<br />

hübscher Sarg sein," sagte sie, "und wenn<br />

nachher die norwegischen Vettern<br />

kommen, dann sollen sie bei Eurem<br />

Begräbnis draußen im Garten dabei sein,<br />

und im Sommer könnt Ihr wieder aus der<br />

Erde herauskommen und noch viel<br />

schöner werden!“<br />

Die norwegischen Vettern waren zwei<br />

frische Jungen. Sie hießen Jonas und<br />

Adolf. Ihr Vater hatte ihnen zwei neue<br />

Flitzbogen geschenkt, und die hatten sie<br />

mitgebracht, um sie Ida zu zeigen. Sie<br />

erzählte ihnen von den armen Blumen, die<br />

nun tot waren, und dann durften sie sie<br />

begraben. Beide Knaben gingen voran,<br />

die Flitzbogen geschultert, und die kleine<br />

Ida folgte mit den toten Blumen in der<br />

hübschen Schachtel. Draußen im Garten<br />

wurde ein kleines Grab gegraben. Ida<br />

küßte erst die Blumen, setzte sie dann mit<br />

der Schachtel in die Erde, und Adolf und<br />

Jonas schossen mit den Flitzbogen über<br />

das Grab, denn sie hatten keine Gewehre<br />

oder Kanonen.


Fränkische Spezialitäten<br />

Fränkischer Sauerbraten<br />

Rezeptmenge für: 4–6 Personen<br />

Der Fränkischer Sauerbraten ist eine<br />

wahre Spezialität aus dem Frankenlande,<br />

das Besondere daran ist die Verwendung<br />

von Saucenlebkuchen.<br />

Zutaten<br />

Fleisch und Fertigstellung<br />

1 kg Rindfleisch (z.B. Rindsschale oder<br />

Rinderhüfte)<br />

2 EL Butterschmalz<br />

100 g Saucenlebkuchen<br />

250 ml trockener Rotwein Achtung, kann<br />

Alkohol oder Spuren von Alkohol<br />

enthalten!<br />

4 EL Crème fraîche oder Crème Double<br />

1 Prise Zucker<br />

frisch gemahlener Pfeffer<br />

Salz<br />

Bindung<br />

2 EL Weizenmehl (Type 405) und 6 EL<br />

Wasser<br />

Beize<br />

250 ml Rotweinessig<br />

500 ml Wasser<br />

1 Karotte<br />

1 Stange Bleichsellerie<br />

2 Zwiebeln<br />

1 Lorbeerblatt<br />

1 Nelke<br />

2 Pimentkörner<br />

10 Wacholderbeeren<br />

8 schwarze Pfefferkörner<br />

Zubereitung - Beize<br />

Das Fleisch mit Küchenkrepp abtrocknen.<br />

Das Gemüse putzen und in grobe Stücke<br />

schneiden. In eine Schüssel die Beize<br />

geben und das Fleisch hineingeben.<br />

Mit soviel Wasser aufgießen, bis<br />

Fleisch bedeckt ist (falls nicht<br />

zusätzlich etwas zufügen).<br />

D i e B e i z e n o c h m a l s g u t<br />

durchrühren.<br />

Die Schüssel mit dem Fleisch mit<br />

Frischhaltefolie verschließen und<br />

etwa 5 Tage in den Kühlschrank<br />

geben.<br />

Das Fleisch jeden Tag wenden.<br />

Fertigstellung<br />

Das Fleisch aus der Marinade<br />

nehmen und mit Küchenpapier<br />

trocken tupfen.<br />

Das Fleisch in einem Schmortopf in<br />

heißem Fett von allen Seiten scharf<br />

anbraten, salzen und pfeffern.<br />

Mit dem Rotwein ablöschen und den<br />

Bratensatz auf den Pfannenboden mit<br />

einem Holzlöffel loskratzen.<br />

Die Marinade durch ein Feinsieb in eine<br />

Schüssel abseihen und die Hälfte zum<br />

Braten gießen.<br />

Den Braten etwa zwei Stunden köcheln<br />

und mehrmals wenden. Nach einer Stunde<br />

die Prise Zucker und den zerkleinerten<br />

Saucenlebkuchen der Sauce zugeben.<br />

Nach dieser Zeit die Sahne zugeben und<br />

die Sauce nochmals aufkochen lassen.<br />

Das Fleisch herausnehmen und warm<br />

stellen.<br />

Die Sauce abschmecken und binden.<br />

Beilagen<br />

Rohe Kartoffelklöße<br />

Gurkensalat, Insalata Mista, Krautsalat,<br />

Tomatensalat oder Kopfsalat<br />

Varianten<br />

Die Sauce zusätzlich mit Preiselbeerkompott<br />

abschmecken.<br />

In Schweinfurt (Unterfranken) gibt es zum<br />

Sauerbraten Leberknödel und Sauerkraut<br />

dazu.<br />

Fränkische Spezialitäten –<br />

Fränkische Klöße<br />

(für 4 Personen)<br />

2 kg Kartoffeln, mehlig kochend<br />

4 EL Croutons<br />

Muskatnuss<br />

Salz<br />

Die Kartoffeln waschen und schälen. Etwa<br />

ein Drittel davon in gesalzenem Wasser<br />

garen.<br />

Den Rest der Kartoffeln mit einer Raspel<br />

reiben und in einem Tuch über einer<br />

Schüssel auswringen, das Wasser wegschütten<br />

und die im Topf übrigbleibende<br />

Kartoffelstärke in die Kartoffelmasse aus<br />

dem Tuch kneten.<br />

Die gekochten Kartoffeln pressen und zu<br />

der rohen Masse hinzugeben. Die Masse<br />

mit Muskatnuss und etwas Salz würzen, in<br />

der Mitte ein paar Croutons platzieren und<br />

zu Klößen formen. Die Klöße 20 Minuten in<br />

kochendem Wasser garen.


Böhmische Küche<br />

Pikant gefüllte<br />

Palatschinken<br />

mit Weißkohl, Paprika<br />

und Hack<br />

Zutaten<br />

Für die Füllung:<br />

500 g Weißkohl, ( in feine Streifen<br />

geschnitten)<br />

1 Paprikaschote(n), rot ( in feine<br />

Streifen geschnitten)<br />

1 Zwiebel(n), ( in dünne Ringe<br />

geschnitten )<br />

200 g Hackfleisch, ( gemischt )<br />

Salz und Pfeffer, Zucker, Kümmel<br />

125 ml Wasser, (heiß )<br />

1 EL Mehl<br />

3 EL Milch<br />

150 g Schmand oder saure Sahne<br />

Schmalz, zum Braten<br />

Für die Crêpes:<br />

100 g Mehl<br />

250 ml Milch<br />

125 ml Mineralwasser<br />

3 Ei(er)<br />

Salz<br />

Zucker<br />

Margarine, zum Backen<br />

Zubereitung<br />

Das Schmalz in einer Pfanne erhitzen.<br />

Zunächst das Fleisch<br />

gut anbraten, dann das<br />

Gemüse zufügen. Mit<br />

Pfeffer und Salz, sowie<br />

mit je 1 TL Zucker und<br />

Kümmel würzen. 5-10<br />

Minuten unter mehrmaligem<br />

Wenden anbraten.<br />

D a s h e i ß e Wa s s e r<br />

zugießen und zugedeckt<br />

20 Minuten bei<br />

mäßiger Hitze schmoren<br />

lassen.<br />

Das Mehl mit der Milch<br />

g l a t t r ü h r e n , d e n<br />

Schmand zugeben und<br />

verquirlen. Die Masse in die Pfanne geben<br />

und gut verrühren. Erneut kurz aufkochen<br />

lassen.<br />

Das Mehl in eine Schüssel geben. Zuerst<br />

mit der Milch sorgfältig glattrühren,<br />

anschließend das Mineralwasser unterrühren.<br />

Eier zufügen. Mit je 0,5 TL Salz und<br />

Zucker würzen und gut verrühren.<br />

In einer kleinen Pfanne ( 20cm Durchmesser)<br />

die Margarine portionsweise<br />

erhitzen und nach und nach 6 dünne<br />

Eierkuchen hellbraun backen.<br />

Die fertigen Eierkuchen werden mit der<br />

Füllung bestrichen<br />

und aufgerollt.<br />

D i e v e g e t a -<br />

rische Variante<br />

o h n e H a c k -<br />

f l e i s c h i s t<br />

ebenfalls sehr<br />

schmackhaft.<br />

Prager<br />

Saftbraten<br />

Zutaten<br />

1 kg<br />

Rindfleisch,<br />

Lende oder Keule/Schulter<br />

2 Zwiebel(n)<br />

Wurzelwerk<br />

100 g Schweineschmalz oder Butter<br />

Zubereitung<br />

Arbeitszeit: ca. 2 Std. 15 Min. /<br />

Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p.<br />

P.: keine Angabe<br />

Schweineschmalz oder Butter in einem<br />

Bräter schmelzen und - falls Butter -<br />

aufschäumen lassen. Das Fleisch pfeffern<br />

und salzen und von allen Seiten schnell<br />

anbraten. Herausnehmen, die feingehackten<br />

Zwiebeln und das grob geschnittene<br />

Wurzelgemüse ebenfalls im<br />

heißen Fett anbraten, ohne dass es dunkel<br />

wird. Das Fleisch zurückgeben, etwas<br />

Wasser dazugeben, den Bräter zudecken.<br />

Lende insgesamt ca. 1 - 1 1/2 Stunden bei<br />

160 Grad braten, Keule/Schulter insgesamt<br />

ca. 2 1/2 Stunden.<br />

Nach 2 /3 der Bratzeit den Deckel<br />

abnehmen. Mit Wasser ablöschen und bei<br />

etwas höherer Hitze weiterbraten lassen.<br />

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Anruf genügt<br />

Tel: 0049 157 83 43 93 53<br />

Die Sauce abseihen, einkochen und je<br />

nach Geschmack mit kalter Butter oder mit<br />

Mehl binden. Der Braten kann auch mit<br />

Rotwein aufgegossen und so verfeinert<br />

werden.<br />

Wenn man das Fleisch vor dem Braten mit<br />

Speck abdeckt und eine fein geschnittene<br />

Paprikaschote mit in die Sauce gibt, ist es<br />

ein "Slowakischer Rinderbraten".


Die Geschichte von Boží Dar<br />

Boží Dar ist mit seiner Meereshöhe von<br />

1028 m ü. M. das höchstgelegene<br />

Städtchen in Mitteleuropa. Der Name der<br />

Gemeinde Boží Dar ist angeblich von<br />

einem Ausspruch des sächsischen<br />

Kurfürsten Johann Friedrich abgeleitet,<br />

der, als ihm zum Ausruhen ein Sessel aus<br />

einem Stück Silber angeboten wurde,<br />

gesagt haben soll: „Dieses edle Metall ist<br />

Euer Brot, eine Gabe Gottes“. Dem ging<br />

jedoch eine lange Geschichte voran.<br />

Urzeitliche Geschichte<br />

Die Umgebung von Boží Dar begann sich<br />

bereits im Paläozoikum herauszubilden,<br />

als sich an der Stelle des gesamten<br />

erzgebirgischen Systems ein nicht hohes<br />

Gebirge erstreckte. Zum Ende des<br />

Paläozoikums (Urgebirge) drangen in der<br />

Zeit der variskischen Faltenbildung aus<br />

der Tiefe Granitschmelzen an die<br />

Oberfläche, indem sich das Erzgebirge<br />

allmählich zu heben begann. An diese<br />

Schmelzen banden sich zahlreiche<br />

bedeutende, erzgebirgische Lagerstätten<br />

von Zinn, Wolfram, Silber, Blei, Zink,<br />

Nickel, kobaltu, Wismut, Uran, Arsen und<br />

Kupfer. Im Verlaufe des Tertiärs (Trias)<br />

kam es unweit jenes Ortes, an dem sich<br />

nunmehr Boží Dar befindet, zu einem<br />

mächtigen vulkanischen Basalterguss. So<br />

entstand der Božídarský Špičák<br />

(Gottesgaber Spitzberg), der mit seinen<br />

1.115 m ü. M. die höchste Basaltkuppe<br />

vulkanischen Ursprungs in Mitteleuropa<br />

ist. Später entstand in der Nacheiszeit an<br />

einer tektonischen Störung an jenen<br />

Stellen, an denen aus der Tiefe Quellen<br />

hervorsprudeln, das Gottesgaber Torfmoor<br />

(Božídarské rašeliniště).<br />

Erste Besiedlung<br />

Die Gegend von Boží Dar musste jedoch<br />

noch lange auf die Ankunft der ersten<br />

Siedler warten. Noch zu Beginn des 16.<br />

Jahrhunderts war die Umgebung von Boží<br />

Dar von einem dichten Hochgebirgsurwald<br />

bedeckt. Für die treue Ergebenheit und<br />

Unterstützung des Römischen Kaiserreiches<br />

schenkte der römische Kaiser<br />

Friedrich II. dem böhmischen König<br />

Přemysl Otakar I. Boden in der Umgebung<br />

von Boží Dar. Seit jener Zeit wurde dieses<br />

Gebiet als böhmisches Lehen erachtet. Im<br />

Jahre 1424 erwarben dieses Gebiet die<br />

böhmischen Herren von Tetov (Tettau).<br />

Nach dem Tode des Georg Wilhelm von<br />

Tettau (Jiří Vilém z Tetova) ging<br />

die Umgebung von Boží Dar in<br />

den Besitz des Georg von<br />

Podiebrad (Jiří z Poděbrad)<br />

über, und dies bis zum Jahre<br />

1459, als es seine Tochter zur<br />

Vermählung dem sächsischen<br />

Kurfürsten Albrecht zum Geschenk<br />

machte. Boží Dar wurde<br />

somit in das sächsische<br />

Gebiet einverleibt, jedoch war<br />

die genaue Absteckung der<br />

Grenze zwischen dem böhmischen<br />

Staat und dem Kurfürstentum<br />

Sachsen eher symbolisch, da das<br />

Gottesgaber Territorium allgemein als<br />

armes Land erachtet wurde, wo sich nicht<br />

einmal die Holzförderung lohnte.<br />

Die Streitigkeiten um den genauen Verlauf<br />

der Staatsgrenze brachen erst zur Wende<br />

des 16. Jahrhunderts aus, als man in den<br />

Anschwemmungen der Bäche zufällig<br />

Silber- und Zinnklumpen entdeckte. Diese<br />

Auseinandersetzungen gipfelten im<br />

Sommer des Jahres 1528, als der<br />

Bergmann Hans Schramm, der in den<br />

Diensten des reichen Hammerwerkers<br />

Kleinhempl stand, am westlichen Fuße<br />

des Fichtelberges auf Silber stieß, und<br />

zwar an der unmittelbaren Nahtstelle der<br />

Gebiete der Grafen von Schlick, der<br />

Herren von Schneeberg und der Herren<br />

von Tettau. Die Silberfunde waren offensichtlich<br />

sehr vielversprechend, sodass im<br />

Jahre 1529 der sächsische Kurfürst<br />

Johann Friedrich zur Förderung des<br />

Bergbaus die sog. Schürffreiheit für jenen<br />

Teil des Schwarzenberger Herrensitzes<br />

(Dominium) verkündete, der an Joachimsthal<br />

(Jáchymov) grenzte. Jedoch bereits<br />

ein Jahr später nahm das Gottesgaber<br />

Revier einen Raum ein, der vom alten Weg<br />

nach Loučná begrenzt war, von wo aus die<br />

Grenze, der sog. Riegel, auf der Anhöhe<br />

zwischen Boží Dar und Joachimsthal<br />

Jáchymov zum Gottesgaber Spitzberg<br />

(Božídarský Špičák) und weiter nach<br />

Norden von Hřebečná (Hengstererben)<br />

nach Alt Hengst, Bludná (Irrgang), Ries<br />

nad Mrtvým potokem nach Háje und<br />

Rozhraní verlief. Im Norden grenzte das<br />

Gottesgaber Revier an die Hartensteiner<br />

Herrschaft und im Süden an das<br />

Dominium der Schlicks. Schließlich<br />

wurden die Fehden um den Verlauf der<br />

Staatsgrenze in dieser Region erst durch<br />

den sächsischen Kurfürsten Johann<br />

Friedrich beigelegt, der im Jahre 1533<br />

dieses herrschaftliche Anwesen durch<br />

Unterzeichnung des Kaufvertrages mit<br />

den Erben der Herren von Tettau in sein<br />

Eigentum erwarb. Auch wenn Boží Dar<br />

durch diesen Akt auf sächsischem<br />

Territorium verblieb, war hier auch der<br />

Gebrauch böhmischer Münzen erlaubt.<br />

Noch im Sommer desselben Jahres<br />

wurden auf Geheiß des sächsischen<br />

Kurfürsten auf dem Gebirgsplateau die<br />

Grenzen des neuen Stadtkomplexes<br />

abgesteckt und ferner 600 Bauparzellen<br />

vermessen.<br />

Die Besiedlung des Standortes von Boží<br />

Dar ist somit mit dem Beginn des 16.<br />

Jahrhunderts zu datieren, als in diese<br />

höchstgelegenen Gegenden des Erzgebirges<br />

die Erzschürfer vorzudringen begannen,<br />

zunächst von der sächsischen<br />

Seite des Fichtelberges und etwas später<br />

auch von der Joachimsthaler Seite.<br />

Bergstadt<br />

Das Jahr 1546 hatte für Boží Dar eine<br />

grundlegende Bedeutung. Am 6. Juni des<br />

Jahres 1546 erteilte der Kurfürst Johann<br />

Friedrich der Gemeinde Boží Dar das<br />

Privileg einer freien Bergstadt, wobei sie<br />

bis zu jenem Zeitpunkt unter die<br />

Berghauptmannschaft in Schneeberg fiel.<br />

Dieses Privileg verlieh den Bürgern von<br />

Boží Dar das Recht, 12 Ratsherren zu<br />

wählen, die aus ihrer Mitte wiederum den<br />

Schultheiß wählten. Ferner gründete er die<br />

Pfarrkirche und verlieh den Bürgern das<br />

Recht des Handels und des Betreibens<br />

von Handwerken sowie auch das Recht<br />

der Abhaltung eines Wochenmarktes am


neues aus tschechien<br />

Freitag jeder Woche, sowie eines Jahrmarktes<br />

am St.-Nikolaustag.<br />

Boží Dar als Bestandteil des<br />

Königreichs Böhmen<br />

Im Herbst brach in Deutschland der sog.<br />

Schmalkaldische Krieg aus und aufgrund<br />

der herrschenden Zwistigkeiten zwischen<br />

dem deutschen Kaiser und dem<br />

sächsischen Kurfürsten wurde Gottesgab<br />

(Boží Dar) am 23. Oktober 1546 vom Heer<br />

des Bohuslav von Lobkowitz besetzt. Beim<br />

Eintreffen der kaiserlichen Truppen<br />

flüchteten die Einwohner zumeist in die<br />

umliegenden Wälder, sodass die Stadt<br />

beinahe vollständig entvölkert wurde. Der<br />

Kurfürst Johann Friedrich erlitt eine<br />

Niederlage und wurde erst ein Jahr darauf<br />

in der Schlacht bei Mühlberg gefangen<br />

genommen. jedoch noch vor seiner<br />

Niederlage auf dem Schlachtfeld schloss<br />

am 14. Oktober 1546 sein Cousin Moritz<br />

von Sachsen in Prag mit dem böhmischen<br />

und ungarischen König Ferdinand I. von<br />

Habsburg ein geheimes Abkommen,<br />

wonach die Hälfte des Schwarzenberger<br />

Dominiums mit den Städten Boží Dar<br />

(Gottesgab) und Horní Blatná (Bergstadt<br />

Platten) an das böhmische Königreich<br />

zurückfiel. Die ständige Beanspruchung<br />

des Eigentums hinsichtlich des an Erzen<br />

reichen und strategischen Grenzgebietes<br />

in der Umgebung von Boží Dar wurde<br />

definitiv erst am 26. Oktober 1556 gelöst,<br />

als zwischen den böhmischen Staat und<br />

dem sächsischen Kurfürstentum der<br />

Schneeberger Vertrag geschlossen wurde,<br />

welcher den genauen Verlauf der<br />

Staatsgrenze beider Staaten bestimmte.<br />

Zwei Jahre später, im Sommer des Jahres<br />

1558, wurde die Staatsgrenze auf der<br />

Grundlage des Schneeberger Vertrages<br />

durch Grenzsteine markiert.<br />

Bergbau in Boží Dar...<br />

Im 16. Jahrhundert gesellte sich zur Erzund<br />

Torfförderung, die sich vor allem<br />

südlich und südöstlich der Gemeinde<br />

konzentrierte, die Förderung von Zinn<br />

durch das Auswaschen der Sedimente im<br />

Flussgebiet des Schwarzbaches (Černý<br />

potok) und durch Grubenarbeiten in der<br />

Umgebung der Goldenhöhe (Zlatý kopec)<br />

hinzu. Doch schon aus dem Jahre 1574<br />

sind Aufzeichnungen darüber erhalten,<br />

dass man sich die Förderung einiger Erze<br />

nicht mehr auszahlte. Nach dem Dreißigjährigen<br />

Krieg (1618–1648) orientierte<br />

sich die Förderung eher auf Arsen und<br />

Zinn, deren Gewinnung damals nicht so<br />

verlustbringend wie bei anderen Metallen<br />

war. Die nachfolgende religiöse Gegenreformation<br />

hatte die teilweise Entvölkerung<br />

der Gemeinde zur Folge, was auch zu<br />

einer Einschränkung des Bergbaus führte.<br />

Am 25. Juli 1608 bestätigte Rudolf II. von<br />

Habsburg, römischer Kaiser und böhmischer<br />

König, in Prag den Bürgern der<br />

Bergstadt Gottesgab (Boží Dar) die<br />

bisherigen Privilegien, das Schürfrecht,<br />

das Recht des Stadtgerichtes, das Recht<br />

des Betreibens des Handels und der<br />

Handwerke (Salzhandel, Braurecht) sowie<br />

das Recht der Abhaltung eines Jahrmarktes<br />

zum Fest der Apostel Judas und Simon<br />

(28. Oktober).<br />

...und sein Ende<br />

Im Jahre 1743 erfolgte der Versuch, die<br />

Förderung in der Gottesgaber Hauptsilberader<br />

wiederaufzunehmen, der Erfolg war<br />

allerdings nur von kurzer Dauer. Am 7.<br />

<strong>August</strong> 1795 erteilte Kaiser Franz II. von<br />

Habsburg in Wien den Einwohnern von<br />

Boží Dar die Konfirmation (Bestätigung)<br />

der Stadtrechte, indem er sämtliche, den<br />

Bürgern ab dem Jahre 1546 gegebenen<br />

Freiheiten bekräftigte. Zur endgültigen<br />

Einstellung des Bergbaus am Standort von<br />

Boží Dar kam es im Jahre 1820.<br />

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts<br />

war die einzige einträglichere Broterwerbsquelle<br />

das Klöppeln von Spitze. Das<br />

Klöppeln der Spitze war jedoch lediglich<br />

eine kurzzeitige modische Angelegenheit,<br />

sodass viele Menschen Arbeit in der<br />

Fremde suchten und als Wandermusikanten<br />

ihren Lebensunterhalt verdienten.<br />

Boží Dar in der Nachkriegszeit<br />

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Boží<br />

Dar eine beinahe menschenleere Gemeinde.<br />

Die Situation verbesserte sich<br />

erst nach dem Jahre 1971, als in der Nähe<br />

der Gemeinde der Grenzübergang zur<br />

damaligen DDR eröffnet wurde. Seit dem<br />

16. Jahrhundert wandelte sich die<br />

Bedeutung von Boží Dar wesentlich,<br />

indem aus dem mittelalterlichen regen<br />

Bergstädtchen mit 2 000 Einwohnern im<br />

20. Jahrhundert ein bedeutendes<br />

touristisches Zentrum des Winter- und<br />

Sommersports wurde.<br />

Denkmäler der Vergangenheit<br />

In der Gemeinde befindet sich die der Hl.<br />

Anna geweihte Kirche. Diese Barockkirche<br />

mit Merkmalen des Klassizismus<br />

wurde im Jahre 1772 durch F. Heger an der<br />

Stelle eines zerstörten Renaissancebaus<br />

aus dem Jahre 1593 errichtet.<br />

Erwähnenswert ist das Zinntaufbecken im<br />

Innern der Kirche. Dieses Zinntaufbecken<br />

fertigte gemeinsam mit der Glocke im<br />

Jahre 1612 der Joachimsthaler Schmied<br />

und Glockengießer Hans Wildt d. Ä. an.<br />

Das Zentrum der Gemeinde bildet der Renaissanceplatz<br />

von rechteckiger Gestalt,<br />

in deren Ecken jeweils zwei Straßen<br />

münden.<br />

Das dominante Gebäude dieses Raumes<br />

ist das in den Jahren 1844–1845 errichtete<br />

Rathaus im Stile des späten Klassizismus.<br />

Die sonstige ältere Bebauung in der<br />

Gemeinde fiel einem Brand im Jahre 1808<br />

zum Opfer..


Ostroh – Burg Seeberg<br />

Die auf einem hohen, felsigen Bergsporn<br />

über einem Bach aufragende Burg<br />

Seeberg (daher ihr Name) wurde wohl<br />

bereits um das Jahr 1200 als Sitz von<br />

Ministerialen gegründet, die zur Kaiserpfalz<br />

in Eger (Cheb) gehörten. Dieser<br />

Bergsporn war wohl schon in der Urzeit<br />

besiedelt, als sich hier eine Burgstätte mit<br />

Schutzwall und zwei Quergräben befand,<br />

deren Gemäuer wohl zum Bau der<br />

späteren romanischen Burg verwendet<br />

wurden. Eine erste schriftliche Notiz über<br />

die Burg stammt jedoch erst aus dem<br />

Jahre 1322, als sie als Teil eines Pfands<br />

der Stadt Eger/Cheb an den böhmischen<br />

König Johann von Luxemburg erwähnt<br />

wird.<br />

Die Verwaltung der Herrschaft und die<br />

Besitzrechte zur Burg hatte die Stadt Eger<br />

bis zu dem Zeitpunkt inne, als<br />

sie König Sigismund von<br />

Luxemburg im Jahre 1434<br />

seinem Kanzler Kaspar von<br />

Schlick, einem aus Eger<br />

s t a m m e n d e n P a t r i z i e r<br />

schenkte. Als im Jahre 1461<br />

der Egerer Ratsherr Kaspar<br />

Juncker Seeberg erwarb, war<br />

die Burg schon ziemlich<br />

verfallen. Nach dem Tode<br />

seiner Erben ging die Burg im<br />

Jahre 1497 in den Besitz der<br />

Gebrüder Konrad und Jost<br />

von Neuberg (Neiperg) über. Konrad<br />

führte einen langjährigen Kleinkrieg mit<br />

seinem Nachbarn Jorg von Zedwitz, dem<br />

Besitzer der nahen Burg Liebenstein<br />

(heute Libá), der einen großen Teil der<br />

Seeberger Herrschaft plünderte.<br />

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Seeberg<br />

im Jahre 1648 von den Truppen des<br />

schwedischen Generals Königsmark<br />

erobert und im Zuge der Besetzung<br />

geplündert und gebrandschatzt. Deshalb<br />

musste die Burg nach dem Weggang der<br />

Schweden von ihrem damaligen Besitzer,<br />

Veit Dietrich von Steinheim<br />

repariert werden. Nach dem<br />

Tode des letzten männlichen<br />

Erben fiel die Burg als<br />

Heimfall der böhmischen<br />

Krone zu und Kaiser Leopold<br />

I. überließ sie im Jahre<br />

1664 seinem Geheimrat,<br />

Kammerherrn und obersten<br />

Kanzler Johann Hartwig,<br />

Freiherr von Nostitz. Ab<br />

1703 ist die Burg Seeberg im<br />

Besitz der Stadt Eger/Cheb.<br />

Die Burg hat eine zweiteilige<br />

Disposition. Die Vorburg und den<br />

eigentlichen Burg-kern trennt ein tiefer<br />

Burggraben, der über eine Zugangsbrücke<br />

überwunden wird. Die romanische Burg<br />

umlief an ihrer Vorderseite eine bis heute<br />

bewahrt gebliebene Burgmauer (mit dem<br />

heutigen Innentor), an welche an ihrer<br />

nordöstlichen Ecke ein<br />

t u r m a r t i g e r B a u<br />

anschloss. Der An- und<br />

Ausbau der gotischen<br />

Burg knüpfte an den<br />

vorderen Teil der urspr.<br />

Burg an, indem ein<br />

neues Tor mit Durchfahrt<br />

vorgesetzt wurde, sowie<br />

durch einen an der<br />

Südseite situierten Palast. Vor der<br />

östlichen und südlichen Außenmauer<br />

befand sich darüber hinaus ein Zwinger<br />

und der hintere Felssporn war durch einen<br />

dritten Graben mit Fallbrücke getrennt.<br />

Die Bebauung in diesem hintersten Teil der<br />

Felszunge verschwand jedoch offensichtlich<br />

im Zusammenhang mit dem Renaissance-Umbau<br />

der Burg völlig. Zu diesem<br />

kam es im 16. Jahrhundert unter den<br />

Neubergern. Damals ebnete man das<br />

Gelände der hinteren Felszunge ein und<br />

schüttete auch den dritten Burggraben zu,<br />

im östlichen Teil des Zwingers wurde ein<br />

neuer Flügel errichtet, das den nördlichen<br />

Turmbau mit dem Südpalast verband. In<br />

Richtung Burghof wurde dieser Flügel mit<br />

Renaissance-Arkaden versehen.<br />

Nach dem Einfall der Schweden wurde die<br />

Burg offensichtlich nur ausgebessert,<br />

später wurden die<br />

Burggebäude um ein Stockwerk<br />

erhöht. Die alte Fallbrücke<br />

wurde in den Jahren 1724-1726<br />

abgerissen und durch eine neue<br />

mit gemauerten Pfeilern ersetzt.<br />

Die Stadt Eger/Cheb nutzte die<br />

Burg dann vorwiegend zu<br />

wirtschaftlichen Zwecken. Um<br />

das Jahr 1800 wurde der Turm<br />

über dem Tor zur Vorburg<br />

abgerissen und auch der große<br />

äußere Burggraben wurde<br />

zugeschüttet.<br />

Die baulichen Veränderungen in<br />

den Jahren 1905-1915 retteten<br />

die Burg vor dem völligen Ruin.<br />

Nach dem Zweiten Weltkrieg<br />

wurde der bauliche Zustand der<br />

Burganlage wieder vernachlässigt.<br />

Die Mitte der 70. Jahre des 20. Jahrhunderts<br />

eingeleitete Gesamtrestaurierung<br />

der Burganlage wurde 1990 vom<br />

Stadtmuseum in Franzensbad/Františkovy<br />

Lázně fertiggestellt, anschließend<br />

wurde die Burg feierlich der Öffentlichkeit<br />

zugänglich gemacht. Im Burgpalast wurde<br />

eine Ausstellung installiert, die der<br />

Stilentwicklung der Interieurgestaltung im<br />

19. Jhd. gewidmet ist – vom Empire bis<br />

zum Chippendale im ersten Viertel des 20.<br />

Jahrhunderts.<br />

Im ältesten Teil der Burg sind eine<br />

ursprüngliche Schwarze Küche und der<br />

Rittersaal (Trausaal) zu besichtigen. In der<br />

Vorburg ist eine Ausstellung der volkstümlichen<br />

Architektur als Freilichtmuseum<br />

installiert, in welcher die Ausstellung „Das<br />

Leben der Dorfbevölkerung in Nordwestböhmen“<br />

zu sehen ist.


Český Krumlov<br />

neues aus tschechien<br />

Entdecken Sie die Perle unter<br />

den UNESCO-Denkmälern:<br />

Český Krumlov<br />

Bei der Ankunft in Český Krumlov<br />

(Böhmisch Krumau) fesselt sofort das<br />

herrliche Panorama des über dem<br />

malerischen Renaissancestädtchen<br />

thronenden Schlosses. Bei einem<br />

Spaziergang durch das historische<br />

Stadtzentrum wird sofort klar, weshalb<br />

dieses einzigartige mittelalterliche<br />

Städtchen auf der Liste der UNESCO-<br />

Denkmäler steht.<br />

Durch ein prächtiges Tor gelangt man in<br />

ein elegantes Schlossareal mit weitläufigen<br />

Burghöfen. Vorher sollten unbedingt<br />

die Bären im Burggraben begrüßt<br />

werden – schließlich gehören sie praktisch<br />

zum Inventar. Das Schloss bietet gleich<br />

mehrere Besichtigungstouren an, die nicht<br />

nur einen Einblick in das Leben der<br />

einstigen adeligen Schlossbewohner ermöglichen,<br />

sondern auch zur Entdeckung<br />

eines herrlichen Maskensaals und eines<br />

weltweit einzigartigen Barocktheaters<br />

einladen.<br />

Beim Besuch des Schlosses Český<br />

Krumlov darf natürlich das Erklimmen des<br />

Schlossturms nicht fehlen. Von hier aus<br />

hat man eine wunderschöne Aussicht auf<br />

die malerische Altstadt. Auch die weitläufigen<br />

Gärten sind einen Besuch wert.<br />

Auf einer einzigartigen Drehbühne im<br />

Schlossgarten finden regelmäßig Kulturveranstaltungen<br />

statt. Daher ist Schloss<br />

Český Krumlov bestens für einen unvergesslichen<br />

Oper-, Theater- oder Ballettbesuch<br />

geeignet. Das Repertoire ist<br />

reichhaltig und reicht von Stücken von<br />

William Shakespeare bis hin zu Opern von<br />

Giuseppe Verdi.<br />

Über eine kleine Brücke gelangt man vom<br />

Schloss in die Altstadt von Český Krumlov,<br />

die einzigartige Bürgerhäuser, romantische<br />

mittelalterliche Häuschen und<br />

Kneipen zu bieten hat. Bemerkenswert ist<br />

auch die St.-Veits-Kirche, in der sich die<br />

Familiengruft des Adelsgeschlechts der<br />

Rosenberger befindet. Bei einem gemütlichen<br />

Abendspaziergang können Sie<br />

die beleuchtete fünfstöckige Brücke, die<br />

die Obere Burg mit dem Schlosstheater<br />

verbindet, bewundern.<br />

Am besten erlebt man den märchenhaften<br />

Charakter des historischen<br />

Stadtzentrums von Český<br />

Krumlov zu Fuß. Dabei gibt es<br />

malerische Gässchen und bunte<br />

Bürgerhäuserfassaden zu entdecken.<br />

Hier und da schaut man in<br />

eines der kleinen traditionellen<br />

Geschäfte oder besucht eine der<br />

zahlreichen Kulturveranstaltungen.<br />

Dieses Städtchen war einst der<br />

Herrschaftssitz des Adelsgeschlechts<br />

der Rosenberger, die zu den reich-<br />

sten Adeligen des Königreichs gehörten<br />

und nach und nach ganz Südböhmen<br />

beherrschten. Die Rosenberger trugen<br />

zum Fortschritt der gesamten Region bei,<br />

indem sie zahlreiche Städte und Herrschaftssitze<br />

im Stil der italienischen<br />

Renaissance errichten ließen.<br />

Das Burgmuseum<br />

in Český Krumlov<br />

Erkunden Sie den ältesten Teil der Burg!<br />

Die ganzjährig geöffnete Ausstellung, bei<br />

der Sie in die Zeit zurückkehren, als<br />

bedeutende Adelsgeschlechter in Český<br />

Krumlov (Böhmisch Krumau) residierten,<br />

erwartet Sie im Burgmuseum im zweiten<br />

der fünf Schlosshöfe. Im Lapidarium der<br />

sogenannten Kleinen Burg, dem ältesten<br />

Teil der Burg, können Sie eine Sammlung<br />

alter Statuen besichtigen. Im Saal der<br />

Herren von Rosenberg breitet sich vor<br />

Ihnen die ruhmreiche Vergangenheit des<br />

mächtigen Geschlechts der Witigonen<br />

aus. Im Saal der Krumauer Herzöge erinnert<br />

man an die Habsburger Verwaltung<br />

der Burg unter dem Steiermarker Geschlecht<br />

der Eggenberg. Die geistliche<br />

Dimension des Lebens zeigt die Schatzkammer<br />

für Sakralkunst. Besuchen Sie<br />

außerdem die Münzkammer, die Waffenkammer<br />

und weitere interessante Räume.<br />

Zum Abschluss der Besichtigung schauen<br />

Sie noch einen Film, der bereits zu Beginn<br />

des 20. Jahrhunderts gedreht wurde.<br />

Schwejk-Restaurant<br />

Böhmisch Krumau<br />

Im Restaurant „Švejk“ in Český Krumlov<br />

(Böhmisch Krumau) können Sie die guten<br />

alten Zeiten des berühmten braven<br />

Soldaten Schwejk hautnah erleben. Das<br />

historische Gebäude wurde mit einer<br />

nagelneuen stilvollen Inneneinrichtung<br />

ausgestattet, die mit massiven Holzmöbeln,<br />

holzverkleideten Wänden und<br />

einem Ausschank besticht. Auf der<br />

Speisekarte stehen zahlreiche traditionelle<br />

böhmische und vegetarische Gerichte,<br />

sowie hausgemachte Desserts.<br />

Natürlich darf auch das hervorragende<br />

tschechische Bier nicht fehlen. Lassen Sie<br />

die stilvolle Atmosphäre des vergangenen


Český Krumlov<br />

Österreich-Ungarns auf sich wirken und<br />

finden Sie heraus, was sich hinter dem<br />

Gericht „Schwejks Knöpfe mit<br />

Preiselbeer-soße“ (Švejkovy knoflíky s<br />

brusinkovou omáčkou) verbirgt!<br />

Die Brauerei Eggenberg<br />

Erleben Sie neue Geschmäcker<br />

in der Brauerei Eggenberg<br />

Das BierČeský Krumlov (Böhmisch<br />

Krumau) kann auf eine lange Tradition<br />

zurückblicken, die bei einem Besuch der<br />

Brauerei Eggenberg greifbar wird. In dem<br />

Gebäude der heutigen Brauerei war einst<br />

eine Witwenresidenz untergebracht.<br />

Wegen des steigenden Bierkonsums<br />

wurde sie jedoch zur Brauerei umgebaut.<br />

Der Name rührt vom Adelsgeschlecht der<br />

Eggenberger her, die im Jahr 1662 Český<br />

Krumlov zu ihrem Herrschaftsgebiet<br />

hinzugewannen. Blicken Sie hinter die<br />

Kulissen der Brauerei und enthüllen Sie<br />

das Geheimnis der Gärung und Lagerung<br />

sowie des Bierabziehens. Den Brauereibesuch<br />

samt Kostprobe (von vier verschiedenen<br />

Biersorten) können Sie auch<br />

mit einer Besichtigung der Parks aus dem<br />

16. Jahrhundert verbinden.<br />

Brauen in der tschechischen<br />

Krumlov<br />

Die Tradition des Bierbrauens in der<br />

Tschechischen Krumlov stammt aus den<br />

Anfängen der Stadt. Brau blühte während<br />

der Herrschaft der letzten Rosenberger. Im<br />

Jahre 1560 baute sie eine neue Brauerei in<br />

der Gemeinde und im Jahre 1561 hier<br />

Regenten Jakub Krčín von Jelčan und<br />

Sedlčan führte eine saubere, qualitativ<br />

hochwertige Wasser, dessen Quelle heute<br />

für Brauerei Brau verwendet. Im Jahre<br />

1662 gewann die Stadt Český Krumlov<br />

Region und ihre Brauerei Eggenberg.<br />

Steigende Konsum von Bier war der<br />

Grund, dass einst die Residenz von Anna<br />

Witwe von Roggendorf, Mutter von<br />

Wilhelm und Peter Wok von Rosenberg in<br />

den Jahren 1625-1630 wieder aufgebaut<br />

Český Krumlov Bürger Václav Vlach in<br />

neue Gebäude der heutigen Brauerei. Im<br />

Jahr 1947, die Entscheidung der Fürsten<br />

von Schwanzerbergu wurden übertragen<br />

alle ihre Vermögenswerte in der Tschechischen<br />

Republik und der Tschechoslowakischen<br />

Staatsbrauerei wurde zusammen<br />

mit der Brauerei Budweiser<br />

Budvar nationales Unternehmen Südböhmische<br />

Brauereien übernommen. Die<br />

neue Brauerei Entwicklung kommt nach<br />

der Privatisierung<br />

im Jahr 1991, die<br />

auf die Installation<br />

von neuen, modernen<br />

Technologien<br />

und Kapazitäts<br />

führt. Marke<br />

Eggenberg wird<br />

immer mehr von<br />

den Verbrauchern<br />

erkannt und ist an<br />

Popularität gewinnt<br />

nicht nur in<br />

der Region, sond<br />

e r n a u c h f ü r<br />

ausländische Biermärkten.<br />

Brauerei<br />

ist ein komplexer<br />

Organismus, der<br />

Hand in Hand mit verwandelt Geschichte.<br />

Der Geist und die Tradition, jedoch<br />

überleben die ganze Zeit, so laden wir Sie<br />

ein zur Tour inklusive Wein in sein hinter<br />

die Kulissen und lernen Sie Geheimnisse<br />

der goldenen Nektar. Touren können im<br />

gegenseitigen Einvernehmen nach<br />

individuellen Anforderungen des Kunden<br />

organisiert werden. Führungen für Gruppen<br />

können an den Kontakten in<br />

Tschechisch, Deutsch, Englisch, Russisch,<br />

oder irgendeine andere Sprache im<br />

Vorfeld der erforderlichen Ausführungsdatum<br />

gebucht werden, für Personen ohne<br />

immer befiehlt ein Tag von 11.00 am Tor<br />

der Brauerei.<br />

Die Egon-Schiele-Galerie<br />

Entdecken Sie Český Krumlov<br />

in den Bildern Egon Schieles!<br />

Was Franz Kafka für Prag ist, das ist für<br />

Český Krumlov (Böhmisch Krumau) Egon<br />

Schiele. Im Herzen dieser malerischen<br />

Stadt können Sie einen Einblick in den<br />

faszinierenden Lebenslauf des österreichischen<br />

Malers erhalten, der seinerzeit<br />

zu den kontroversesten Persönlichkeiten<br />

der Kunstszene gehörte. Seine Galerie,<br />

die sich im Renaissancegebäude einer<br />

ehemaligen Brauerei befindet, ist heute<br />

eine bedeutende kulturelle Institution der<br />

Stadt, wo Sie sich mit Leben und Werk<br />

dieses skandalös genialen Künstlers und<br />

mit Sammlungen der zeitgenössischen<br />

modernen Kunst bekannt machen können.<br />

Als Egon Schiele zu Beginn des 20.<br />

Jahrhunderts aus Wien nach Český<br />

Krumlov zog, begann für Ihn eine neue<br />

Lebensetappe. Einer der bedeutendsten<br />

europäischen Expressionisten schuf hier<br />

viele seiner provokativen Akte in bewegter<br />

Haltung, Stadtansichten und Selbstportraits.<br />

Sein Werk war seinerzeit umstritten<br />

und wurde von vielen Menschen<br />

abgelehnt. Erst die moderne Zeit konnte<br />

seinen künstlerischen Wert gänzlich<br />

anerkennen. Heute hängen in der Galerie<br />

Herzlich Willkommen in Schirnding & Hohenberg a. d. Eger<br />

Am Ostrande des Fichtelgebirges, an der Grenze zu Böhmen, liegen die beiden Grenzorte<br />

Schirnding und Hohenberg a. d. Eger, eingebettet in eine reizvolle Mittelgebirgsregion.<br />

Eine ursprüngliche Landschaft - von Massentourismus verschont - und die bodenständige<br />

Gastronomie, die jedem Anspruch gerecht wird, heißen Sie willkommen!<br />

Auch als Neubürger würden wir Sie gerne begrüßen. Schirnding und Hohenberg können mit<br />

modern ausgestatteten Mietwohnungen und idyllisch gelegenen Baugrundstücken fast jeden<br />

Wunsch in dieser Richtung erfüllen.<br />

Information erteilt:<br />

Verwaltungsgemeinschaft Schirnding, Telefon: 0 92 33 / 77 11-0, Fax 0 92 33 / 77 11-38<br />

e-mail: info@vg-schirnding.de - internet: www.hohenberg.info und www.schirnding.info


Český Krumlov<br />

neues aus tschechien<br />

seine großen Werke Seite an Seiten mit<br />

Bildern von malerischen Winkeln der<br />

Stadt Český Krumlov.<br />

Das Fotoatelier Seidel<br />

Der Zauber alter Zeiten im<br />

Fotoatelier Seidel<br />

Haben Sie auch die romantischen<br />

Schwarzweißfotografien so gern, die<br />

längst vergangene Zeiten festhalten?<br />

Dann sollten Sie ganz sicher das<br />

Fotoatelier Seidel in Český Krumlov<br />

besuchen. Lassen Sie sich von einem Ort<br />

bezaubern, der die Geschichte vom<br />

Beginn der Fotografie, das bewegte<br />

Schicksal dieses Handwerks und eine<br />

wertvolle Chronik des Lebens an der<br />

deutsch-österreichisch-tschechischen<br />

Grenze zu Beginn des 20. Jahrhunderts<br />

aufzeichnet.<br />

Die Ausstellung im Atelier von Josef und<br />

František Seidel überrascht in ihrer<br />

Authentizität und ihrer unerschöpflichen<br />

Anzahl einzigartiger historischer Aufnahmen,<br />

Postkarten, Glasnegative, erhaltener<br />

und noch funktionstüchtiger Fotoapparate,<br />

Vergrößerungsapparate und Ausrüstung<br />

von Dunkelkammern. Noch attraktiver wird<br />

die Sammlung durch persönliche Bemerkungen,<br />

Tagebücher und Auftragsbücher<br />

von Seidel und die ursprüngliche<br />

Einrichtung der Wohnung.<br />

Häufig finden im Atelier Vorträge und<br />

andere Veranstaltungen statt. Das Fotoatelier<br />

ist ein lebendiger Ort, wo sich<br />

Liebhaber der Fotografie und Menschen,<br />

die an der Geschichte der ganzen Region<br />

interessiert sind, treffen.<br />

Hotel Růže Český Krumlov<br />

Erleben Sie Rosenberger<br />

Freuden im Hotel „Růže“<br />

Unternehmen Sie<br />

eine Zeitreise ins 16.<br />

Jahrhundert und gen<br />

i e ß e n S i e b e i m<br />

m i t t e l a l t e r l i c h e n<br />

Abendessen in Mittelalterkleidung<br />

Musik<br />

und Tanz jener<br />

Zeit. Auf dem Programm<br />

stehen Auftritte<br />

von Bauchtänzerinnen,<br />

Fakiren,<br />

Gauklern, Zauberern<br />

und Fechtern. Außerdem<br />

werden auch<br />

Renaissancet<br />

ä n z e v o r -<br />

geführt. Ein<br />

Heraldiker (Wappen-experte)<br />

übernimmt die Moderation auf<br />

Tschechisch, Deutsch und Englisch.<br />

Unbedingt sollten Sie vor<br />

Mitternacht durch die alten Gassen<br />

von Český Krumlov schlendern und<br />

den Geschichten, die mit den<br />

historischen Häusern und deren<br />

Bewohnern verknüpft sind, lauschen<br />

und aus nächster Nähe die<br />

hier verborgenen Geheimnisse und<br />

Berichte über Schlachten miterleben.<br />

Ihren nächtlichen Ausflug können Sie in<br />

einer Schenke oder im Weinkeller des<br />

Hotels „Růže“ ausklingen lassen.<br />

Hotel Švamberský dům Český<br />

Krumlov<br />

„Švamberský dům“ – Český<br />

Krumlov: Atmosphäre des<br />

Mittelalters<br />

Im Hotelrestaurant „Švamberský dům“ mit<br />

seiner Terrasse in Český Krumlov<br />

(Böhmisch Krumau) werden Sie auf das<br />

Mittelalter eingestimmt. Es handelt sich<br />

nämlich um eines der ältesten Gebäude<br />

der Stadt, das trotz zahlreicher Umbaumaßnahmen<br />

seinen ursprünglichen<br />

gotischen Charme nicht verloren hat. Das<br />

Restaurant lädt zum Verweilen am offenen<br />

Kamin, auf der Sommerterrasse oder im<br />

Weinkeller ein. Neben böhmischen<br />

Spezialitäten, können Sie hier Wild-,<br />

Geflügel- und Pastagerichte kosten.<br />

Probieren Sie doch die regionalen<br />

Köstlichkeiten: hausgemachte Nockerl mit<br />

Hähnchenbrustfilet, Speck und Sahnesoße<br />

(Domácí těstovinové nočky s<br />

kuřecím masem) und zum Nachtisch Südböhmische<br />

Dalken (Jihočeské lívance).


neues aus tschechien<br />

Mährischer Karst<br />

Steigen Sie in die Tiefen der Erde<br />

hinab – im Mährischen Karst<br />

Diese größte und schönste Karstlandschaft<br />

Mitteleuropas ist einfach<br />

atemberaubend! Besonders beeindruckend<br />

ist die weltberühmte, 138<br />

Meter tiefe und sagenumwobene<br />

Macocha-Schlucht. Der Mährische<br />

Karst (Moravský kras), ist zweifelsohne<br />

eines der faszinierendsten<br />

Naturwunder Tschechiens.<br />

Im Mährischen Karst gibt es<br />

insgesamt fünf der Öffentlichkeit<br />

zugängliche Höhlen, die beeindruckenden<br />

Karst-Canyons Pustý<br />

und Suchý žleb sowie den Wasserfall<br />

des Bachs Bílá voda, der<br />

durch eine Klamm fließt. Das Wahrzeichen<br />

des Mährischen Karstes ist<br />

der Abgrund Rudické propadání,<br />

wo der Bach Jedovnický potok über<br />

mehrere Kaskaden etwa 90 Meter<br />

tief in die Schlucht herabfällt und<br />

erst nach 12 Kilometern bei Býčí<br />

skála wieder an die Erdoberfläche<br />

strömt.<br />

Eine romantische Bootsfahrt<br />

und eine gruselige Legende<br />

Wenn Sie die Punkva-Höhlen<br />

(Punkevní jeskyně) besichtigen,<br />

empfiehlt sich eine Bootsfahrt<br />

auf dem unterirdischen Fluss<br />

Punkva. Hierbei entdecken Sie<br />

eine fantastische Welt und<br />

können den faszinierenden<br />

Blick aus der 138 Meter tiefen<br />

Macocha-Schlucht erleben.<br />

Diese entstand durch den<br />

Einsturz der Decke einer großen<br />

Tropfstein-höhle. Ihren Namen<br />

(Macocha = Stiefmutter) erhielt die<br />

Schlucht einer Legende nach, die<br />

besagt, dass einst eine böse<br />

Stiefmutter des Erbes wegen ihren<br />

Stiefsohn loswerden wollte.<br />

Daher lockte sie ihn in den<br />

Wald und stieß ihn in die<br />

Schlucht.<br />

Von Gewissensbissen übermannt,<br />

stürzte sie sich jedoch<br />

an-schließend selbst in die<br />

Schlucht. Bei Ihrer Bootsfahrt<br />

durchqueren Sie drei Seen und<br />

kommen schließlich am märchenhaften<br />

Masaryk-Dom an.<br />

Bemerkenswert sind die präch-<br />

-tigen Stalagmiten, Stalaktiten<br />

und Stalagnaten der sonderbarsten<br />

Formen.<br />

Steinerne Spitze inmitten der<br />

Dunkelheit<br />

Zur Tropfsteinhöhle Kateřinské<br />

jeskyně führt ein gotisches Portal,<br />

durch das Sie in den sogenannten<br />

Hauptdom (Hlavní dóm) gelangen,<br />

den größten unterirdischen Saal<br />

des Mährischen Karstes, der<br />

wegen seiner fabelhaften Akustik<br />

auch als Konzertsaal genutzt wird.<br />

D i e H ö h l e w a r tet m i t e i n e r<br />

absoluten Besonderheit auf: bis zu<br />

4 Meter lange, bunt angeleuchtete<br />

Stabstalagmiten – einer erinnert an<br />

eine Hexe, der zweite an einen<br />

Bambuswald und der dritte an<br />

Schafe. In der Nähe des Städtchens<br />

Sloup wiederum befinden<br />

sich die Tropfsteinhöhlen Sloupsko-šošůvské<br />

jeskyně. Hier erwartet<br />

Sie ein riesiges System an<br />

Domen, Gängen und unterirdischen<br />

Schluchten. Bestaunen Sie<br />

die Tropfstein- und Sinterverzierungen,<br />

sowie die beeindruckende<br />

Stalagmitenformation namens Svícen<br />

(Leuchter). Die Höhle Výpustek,<br />

ein Höhlenlabyrinth, war vermutlich<br />

einst eine Ritualhöhle, denn<br />

man fand hier Tierskelette. Die<br />

Höhle Balcarka wiederum beeindruckt<br />

durch ihre bemerkenswerte<br />

Tropfsteinverzierung und ihre auf<br />

zwei Ebenen angesiedelten Gänge.<br />

Und was bietet die Umgebung?<br />

Der Mährische Karst ist unweit der<br />

mährischen Metropole Brünn<br />

gelegen. In der Nähe, in Křtiny<br />

(Kiritein), befindet sich auch der<br />

berühmte Wallfahrtsort des bemerkenswerten<br />

Architekten Johann<br />

Blasius Santini-Aichl. Das Westernstädtchen<br />

Boskovice wiederum<br />

lockt insbesondere Familien mit<br />

Kindern, wie auch das schöne<br />

Schloss des Ortes und seine<br />

faszinierende jüdische Geschichte.<br />

Ein Ausflug in den atemberaubenden<br />

Mährischen Karst und<br />

seine Umgebung lohnt sich!<br />

Golfen in Franzensbad<br />

Attraktive<br />

Einsteigerkonditionen<br />

www.gr-fl.cz<br />

Tel.: 00420 - 354 595 402


SOOS<br />

Das Nationale Naturschutzgebiet SOOS befindet sich im<br />

zentralen Teil des Egerer Beckens, 6 km östlich des<br />

Kurortes Franzensbad. Die Entstehung des Egerer<br />

Beckens im Tertiär wurde von einer starken<br />

vulkanischen Tätigkeit begleitet. Noch heute setzt sich<br />

im tiefen Erdinneren das Kohlendioxid aus dem kalt<br />

werdenden Granit frei und steigt an die Oberfläche.<br />

Wenn es sich auf seinem Wege mit Wasser vermischt,<br />

löst es Mineralstoffe aus den benachbarten Gesteinen<br />

auf, wird unter Druck an die Oberfläche gebracht und<br />

tritt dort als Mineralquelle zu Tage. Wenn das<br />

Kohlendioxid auf kein Wasser stößt, tritt es in Form von<br />

Aushauchungen des reinen Kohlendioxids heraus. Wo<br />

es Wasserflächen gibt, entweicht es ins Wasser,<br />

anderswo frei in den Boden. Im Naturschutz-gebiet, in<br />

dem eine große Menge von Mineralquellen und<br />

Gasaushauchungen vorkommt, finden Sie neben all<br />

diesen Erscheinungen noch eine weitere Art des<br />

Gasaustritts, die sogenannten Mofetten. Die Mofetten,<br />

sonst auch Sumpfvulkane, sind kraterförmige Öffnungen<br />

am Rande des Kieselgurschildes, die an den Stellen<br />

entstanden, wo das Kohlendioxid an die Oberfläche<br />

kam. Der Krater bildet sich durch Erosion zudem<br />

Zeitpunkt, als das Oxid durch seinen Druck die<br />

quatschige Mischung von Oberflächenwasser und<br />

Schlamm in die Bewegung, zum Kochen bringt …


FRAUENSEITE<br />

“Schön ist alles, was man mit Liebe betrachtet.”<br />

(Christian Morgenstern)<br />

Tipps für schöne Haut<br />

Schöne Haut, ein gesunder Teint und ein<br />

frisches, natürliches Aussehen, wer<br />

wünscht sich das nicht? Hier finden Sie<br />

viele kleine Tipps und Tricks, Ihr Aussehen<br />

zu verbessern und zu bewahren. Denn ein<br />

gepflegtes Äußeres fängt mit der<br />

Hautpflege an.<br />

Regelmäßige Reinigung<br />

Durch die morgendliche und abendliche<br />

Reinigung werden nicht nur Cremes und<br />

Make-up entfernt, sondern auch Hautfett<br />

und Schweiß. Die Poren verstopfen nicht<br />

und Bakterien können sich nicht<br />

vermehren.<br />

Reinigungsmilch statt Wasser<br />

Wasser allein ist nicht in der Lage, den<br />

fettigen Mix aus Talg, Creme und Make-up<br />

von der Haut zu lösen. Dafür benötigt man<br />

lipophile (fettlösende) Substanzen, wie sie<br />

zum Beispiel in Reinigungsmilch enthalten<br />

sind.<br />

Die Reinigungsmilch am besten mit den<br />

Fingerspitzen oder einem Schwämmchen<br />

einmassieren und kurz einwirken lassen<br />

und dann mit reichlich warmem Wasser<br />

abspülen.<br />

Gesichtswasser baut auf<br />

Gesichtswasser hilft die Wiederaufbauphase<br />

des Säureschutzmantels zu<br />

beschleunigen, die nach einer Reinigung<br />

normalerweise 20 bis 30 Minuten benötigt.<br />

Zusätzlich entfernt Gesichtswasser die<br />

Kalkablagerungen des Leitungswassers<br />

und Reinigungsrückstände, die auf Dauer<br />

die Poren verstopfen und so für Unreinheiten<br />

sorgen können.<br />

Reinigung reifer Haut<br />

Für die Reinigung reifer Haut sind Wasserin-Öl<br />

Emulsionen bestens geeignet, da<br />

diese den Säureschutzmantel der Haut<br />

erhalten. Genauso geeignet sind<br />

Reinigungscremes, die z.B. mit wertvollen<br />

pflanzlichen Ölen wie Jojoba, Soja oder<br />

Süßmandel angereichert sind.<br />

Seife nur bei robuster, fettiger<br />

Haut<br />

Da Seife zu den alkalihaltigen Reinigungsmitteln<br />

gehört und somit den Säureschutzmantel<br />

angreift, sollte Seife ausschließlich<br />

bei sehr robuster, eher fettiger Haut<br />

Dieses Buch soll Balsam für die Seele eines geliebten Menschen sein.<br />

Liebe Worte für den Partner sind in der heutigen Zeit ein wenig in<br />

Vergessenheit geraten, aber sie tun auch heute noch gut.<br />

Das Buch soll Ihnen helfen, die Worte wiederzufinden.<br />

Text und Fotos von Karl Heinz Heinl - “Charly”<br />

geboren am 01. 06. 1950 in Arzberg<br />

Buchbestellungen bei: Karl Heinz Heinl,<br />

Rathausstr. 13, 95659 Arzberg<br />

Telefon: 0 92 33 / 15 67


Styling-, Schmink- und Pflegetipps<br />

neueste modetrends<br />

Sie wirken erfrischen und kühlend,<br />

Rötungen und Schwellungen verschwinden.<br />

Feuchtigkeitsmasken mit Extrakten<br />

aus Kamille, Melisse und Hopfen beruhiverwendet<br />

werden. Bei allen anderen<br />

Haut-typen sollte auf reguläre Seife<br />

verzichtet werden.<br />

Für empfindliche oder<br />

trockene Haut Gesichtswasser<br />

ohne Alkohol<br />

Um den Fett- und Feuchtigkeitshaushalt<br />

einer empfindlichen oder trockenen Haut<br />

nicht noch zusätzlich zu belasten, sollten<br />

keine Gesichtswasser mit Alkohol verwendet<br />

werden, sondern nur alkoholfreie<br />

Tonics oder Thermalwasser-sprays.<br />

Rötungen, Entzündungen und Juckreiz<br />

werden so vermieden.<br />

Feinporiger, rosiger Teint<br />

durch Peeling<br />

Hornschüppchen lassen die Haut farblos<br />

und stumpf aussehen. Ein auf den<br />

jeweiligen Hauttyp abgestimmtes Peeling<br />

entfernt diese Hautschüppchen ohne die<br />

Haut zu reizen und regt die Durchblutung<br />

an. Winzige Synthetik-Kügelchen oder<br />

natürliche Granulate aus zermahlenen<br />

Aprikosenkernen, Kleie oder Meersand<br />

wirken wie ultrafeines Sandpapier.<br />

Masken - schnelle<br />

Schönmacher<br />

Die Wirkung von Masken ist sofort<br />

sichtbar, daher werden Masken auch die<br />

schnellen Schönmacher der Kosmetik<br />

genannt. Masken mit einem hohen<br />

Feuchtigkeitsgehalt lassen die Hautzellen<br />

aufquellen, dadurch wird die Haut praller,<br />

frischer und glatter, Fältchen werden<br />

gemindert.<br />

Für die abgespannte Haut gibt es spezielle<br />

Feuchtigkeitsmasken mit Kräuterauszügen<br />

wie Menthol, Minze, Kampfer etc.<br />

gen die empfindliche, gereizte Haut.<br />

Nachtcremes unterstützen<br />

Regeneration<br />

In der Nacht ist die Zellteilungsrate<br />

achtmal höher als am Tag, das heißt, dass<br />

der Regenerationsprozess auf Hochtouren<br />

läuft. An morgendlichen leichten<br />

Schwellungen kann man erkennen, dass<br />

der Abtransport von Lymphflüssigkeit und<br />

Schlacken nachts nicht so gut funktioniert.<br />

Nachtcremes mit Wirkstoffkomplexen aus<br />

Ginkgo, Pro-Vitamin-E, Aminosäuren aus<br />

Weizenproteinen etc. unterstützen die<br />

Regeneration der Haut.<br />

Begrenzte Haltbarkeit von<br />

Cremes beachten<br />

Aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdaten<br />

gelten für ungeöffnete Tiegel und Tuben.<br />

Angebrochene Cremes sollten immer gut<br />

verschlossen und möglichst innerhalb von<br />

3 Monaten aufgebraucht werden,<br />

besonders wenn sie bei Zimmertemperatur<br />

aufbewahrt werden.<br />

Je wärmer, desto schneller können<br />

enthaltene Öle ranzig werden oder sich im<br />

Tiegel Bakterien bilden. Bei Naturkosmetik<br />

gilt dies umso mehr. Selbstangerührte<br />

Cremes ohne Konservierungsmittel<br />

sollten sofort verwendet oder eingefroren<br />

werden.


Sagen und Mythen<br />

Die Trud<br />

Einen Musikanten aus Sankt Katharina<br />

drückte in der Nacht die Trud. Als sie fertig<br />

war, beutelte der Musikant sie von sich<br />

und sagte ihr scharf: "Morgen kommst du<br />

zu mir um Zündhölzeln!" Am andern Tag<br />

kam ein alter Junggesell ins Haus um ein<br />

paar Zündhölzeln.<br />

Desselben Musikanten Weib wollte<br />

einmal zum Nachbar um eine Hacke<br />

gehen. Da begegnete ihr ein Vetter und<br />

der fragte: "Wohin denn in aller Früh?"<br />

"Nun, zum Nachbarn, eine Hacke<br />

ausleihen." "Um Gotteswillen, geh nit hin!"<br />

sagte der Vetter. "Den Nachbar hat heut<br />

nacht die Trud gedruckt. Jetzt wartet er<br />

sehnsüchtig, daß einer zu ihm kommt und<br />

sich was ausleihen will." Da rannte das<br />

Weib schleunig heim und verzichtete gern<br />

auf die Hacke.<br />

Wenn die Trud in den Girgelhof am<br />

Spitzberg drücken ging, ließ sie ihren Leib<br />

draußen am Zaun vor dem Tor lehnen.<br />

Ein Schmiedgesell schlief in seiner<br />

Kammer. Da spürte er, wie sich die Trud<br />

auf ihn legte, sie war so schwer wie ein<br />

Amboß. Erst konnte er sich ihrer nicht<br />

erwehren, dann aber griff er sich auf die<br />

Brust und erwischte einen ausgedroschenen<br />

Strohhalm. Gleich ward dem<br />

Schmied leichter um den Atem, er sprang<br />

aus dem Bett und zwickte den Halm im<br />

Schraubstock ein. Wie die Sonne<br />

aufstand, fand der Schmied in der<br />

Werkstatt ein altes verrunzeltes Weib mit<br />

den Haaren gefangen, die bat ihn<br />

jämmerlich, er soll sie auslassen. Da<br />

sperrte der Schmied das Tor auf und trieb<br />

sie mit einem Prügel davon.<br />

Ein Müller aus dem Hochkünischen<br />

erzählte: "Wenn die Trud daherschleicht,<br />

surmt sie allweil: ‚Wuuuh!' Hernach tut sie<br />

einen Sprung auf mich, setzt an und zuzelt<br />

mir aus der Brust. Sie muß den Saft aus<br />

den Menschen haben. Sie hat einen<br />

runden Schnabel wie eine Sau. Ich bin<br />

einmal feist gewesen, aber die Trud hat<br />

mir das ganze Fett ausgesoffen.“<br />

Heilige Zeit<br />

Gleich nach der Schwedenzeit trug es<br />

sich zu, daß der Kuhtriftmüller mit seinem<br />

Gesellen am Palmsonntag wilderte. Sie<br />

fanden eine Hirschenspur, die führte in<br />

den Kohlenwald hinein. Da sagte der<br />

Müller: "Wart nur, Hirschlein, du mußt<br />

gleich zurück kommen!" Er kniete sich hin,<br />

schnitt aus der hintern rechten Fährte das<br />

Herzlein heraus und legte es in verkehrter<br />

Richtung wieder hin. Hernach versteckten<br />

sich die zwei hinter den Stauden. Nicht<br />

zwei Vaterunser lang stand es an, da kam<br />

der Hirsch zurück. Er trug ein Kreuz im<br />

Geweih, das glänzte, als ob die Sonne<br />

recht scharf darauf scheine. Die Wilderer<br />

trauten sich nicht, die Büchsen auf den<br />

heiligen Hirsch anzulegen. Wie der Hirsch<br />

vorbei war, rannten sie geschwind in die<br />

Kirche und gingen so bald nimmer auf die<br />

Hirschjagd.<br />

Der Lenz aus Kohlheim ging in der heiligen<br />

Nacht auf den Anstand. Auf einmal war er<br />

von einer ganzen Herde Hasen umgeben,<br />

und sie schauten seltsam aus: einer hatte<br />

krumme Hörner, ein zweiter einen langen<br />

Schweif, und wieder andere hatten große<br />

glühende Augen. Das kam dem lieben<br />

Lenz wunderlich vor und er schoß darein,<br />

und richtig! blieb ein Hase liegen, und den<br />

steckte er in die Jagdtasche. Aber wie er<br />

jetzt heim wollte, hüpften die Hasen aus<br />

den Stauden und Graben heraus und<br />

rannten ihm nach und einer davon schrie:<br />

"Gabriel, wo bist du?" Da meldete sich der<br />

Hase aus der Tasche: "Da herin! Da herin!"<br />

Jetzt schrien wieder die anderen:<br />

"Langöhrl, komm mit! Langöhrl, komm<br />

mit!" Dem Lenz ward grausig bei der<br />

Sache, er schleuderte die Tasche samt<br />

Hasen weg und auch die Flinte und sprang<br />

dem Dorf zu. Am andern Tag fanden die<br />

Kirchgänger das Gewehr ganz zerbissen<br />

und zerfressen auf.<br />

Der böhmische Mann<br />

Am Föhrenberg hinter Hadruwa, dort wo<br />

das deutsche Land ein Ende nimmt, war es<br />

vorzeiten nicht sauber, der böhmische<br />

Mann regierte dort und oft hörte man ihn<br />

nachts schreien: „Hohoho!"<br />

Ein spöttischer Knecht ging einmal nach<br />

dem Betläuten spät über die Einöden. Es<br />

stach ihn der Fürwitz, und also rief er in den<br />

schwarzen Wald hinein: "Böhmischer<br />

Mann, daher!" Pixpax hatte er ihn schon<br />

am Buckel hängen. Das Haar zog es ihm<br />

geberg, er schwitzte und schleppte und<br />

meinte, Himmel und Erde müsse er tragen.<br />

Erst wie er zu einem geweihten Marterstock<br />

kam, ward er des Weihizers wieder<br />

ledig.<br />

Ein anderesmal um die Winterszeit, die<br />

Sterne standen schon überm Chodenwald,<br />

da reisten die Dirnen mit dem<br />

Rocken ins Dorf. Ein Bursch wollte sich vor<br />

ihnen stolz zeigen und schrie: "Hohoho,<br />

böhmischer Mann, geh her zu mir!" Es<br />

grauste dem Burschen aber vor der<br />

eigenen Stimme und geschwind sprang er<br />

in ein Haus und riegelte hinter sich fest zu.<br />

Aber schon lehnte der Weihiz am Fenster<br />

und leuchtete in die Spinnstube hinein. Die<br />

Leute drin versteckten sich hinterm Ofen,<br />

hinterm Bett und unterm Tisch. Der<br />

draußen schlich nach einer Weile wieder<br />

fort. Aber der Bursch blieb in dem Haus<br />

über Nacht und traute sich erst in der Früh<br />

heim. Er verschwur sich: "Mein Lebtag<br />

nimmer schrei ich dem böhmischen<br />

Mann.“<br />

Lunge und Leber!<br />

Ein Besenbinder lebte mit seinem Weib<br />

schlecht und recht auf der Einschicht. Wie<br />

sie genug Besen gebunden hatten,<br />

begehrte sie, er solle in der Stadt die<br />

Besen verkaufen und ihr dafür ein<br />

Beuschel zum Essen mitbringen.<br />

Der Besenbinder ging auf den Markt und<br />

schlug seine Ware bald los, das Geld aber<br />

versoff er. Wie er spätnächtig durch den<br />

Wald taumelte, da hatte sich dort einer<br />

erhängt. Jetzt dachte der Besenbinder an<br />

sein liebes Weib, schnell schnitt er dem<br />

Erhängten Lunge und Leber heraus und<br />

trug sie heim. Sein Weib war voller Freude,<br />

sie kochte gleich das Beuschel und aß es<br />

auf, und es schmeckte ihr nicht schlecht.<br />

Der Besenbinder aber hatte kein<br />

Verlangen. Hernach legten sich die zwei<br />

schlafen. Jetzt kam aber etwas daher, war<br />

bei der Haustür und sagte: "Gebt mir mein<br />

Lung und mein Leber!" Jetzt tappte es<br />

schon an die Stubentür und sagte wieder:<br />

"Gebt mir mein Lung und mein Leber!" Da<br />

wisperte das Weib: "Lus! Ich hör eppes."<br />

Der Besenbinder brummte: "Ach, das ist<br />

nur der Wind." Doch jetzt war es schon bei<br />

der Bettstatt und sagte wild: "Gebt mir<br />

mein Lung und mein Leber!" Und zwei<br />

eiskalte Hände griffen hin nach den<br />

Besenbinderleuten und nahmen sie mit.<br />

Die erlöste Hand<br />

Auf der Saueben oberhalb des grauen<br />

Schlosses Bayreck ist ein Wirtshaus. Vor<br />

langer Zeit, unser Herrgott war damals<br />

noch nicht so alt, hatten die Wirtsleute eine<br />

Magd, die schickten sie einmal in den<br />

Keller hinunter, sie soll Erdäpfel holen. Im<br />

Keller drunten aber hing eine Hand, die<br />

hielt einen Beutel, und eine Stimme<br />

wisperte allweil wieder: "Nimms, nimms!"<br />

Die Dirn aber rannte davon, und die Knie


zitterten ihr. Sie erzählte es ihrem Vater,<br />

der hatte im Dorf Dörrstein eine verfallene<br />

Hütte. Der Vater stieg mit ihr in den Keller<br />

hinunter. Dort sah die Dirn wieder die Hand<br />

und den Beutel drin und hörte die Stimme<br />

bitten: "Nimms, nimms!" Der Vater aber<br />

merkte nichts, wie er auch mit der<br />

Kienleuchte herumfuchtelte. Die Magd<br />

packte schließlich den Beutel und nahm<br />

ihn zu sich. Da seufzte die Stimme auf:<br />

"Ver-gelts Gott!" und die Hand war<br />

verschwunden. Der Beutel war voller<br />

schwedisches Gold, und die zwei kauften<br />

sich dafür in Österreich einen schönen<br />

Bauernhof.<br />

Wohlfeile Zeiten<br />

Im Altertum war die Welt wohlfeil, da war<br />

eine Kuh zwei Gulden und ein Vergeltsgott<br />

zwei Gulden sechzig Kreuzer wert. Da bot<br />

ein Graf dem Erlhofer für seinen weißen<br />

Schimmel den Rantscher, und das ist ein<br />

ganzes Gebirg voll hoher dicker Wälder.<br />

Der Bauer gab aber sein Roß nicht her.<br />

Und um einen Laib Brot kaufte einer den<br />

Spätlen, das ist eine himmellange Wiese<br />

am Chodenbach. Selbes ist freilich schon<br />

lange her, der Teufel war dazumal noch ein<br />

kleiner Bub.<br />

Die Wetterhexe<br />

Über der Stadt Neuern stand einmal ein<br />

schreckliches Gewitter. Der Mesner<br />

läutete ganz verzweifelt die Wetterglocken,<br />

der Pfarrer trug die Monstranz<br />

aus der Kirche heraus und gab den<br />

goldenen Segen gegen das Gewölk, aber<br />

das Wetter rührte sich nicht und blieb ein<br />

paar Stunden auf demselben Platz stehen.<br />

Der Pfarrer war ein gewaltiger Wetterherr,<br />

und wie alles nichts nützte, schoß er eine<br />

hochgeweihte gläserne Kugel ins Gewitter<br />

hinauf. Da flog ein Weib langsam aus der<br />

Höhe herunter. Der Geistliche fragte sie,<br />

wie es komme, daß sie aus den Wolken<br />

gefallen sei. Sie sagte, sie habe schon oft<br />

mit den Wettern über Neuern fahren<br />

wollen, aber ein jedesmal hätten sie die<br />

eisernen Hunde zurückgescheucht, die im<br />

Kirchturm drunten gar so hart gebellt<br />

hätten. Jetzt übergab der Pfarrer die Hexe<br />

dem Richter. Wie sie auf dem Scheiterhaufen<br />

stand, bat sie sich als Gnade einen<br />

Knäuel Zwirn aus. Und wie das Feuer aus<br />

dem Holz schlug, wickelte sie den Faden<br />

um einen Finger der linken Hand, mit der<br />

rechten warf sie den Knäuel in die Höhe<br />

und fuhr mit einem hellen Schrei wie ein<br />

Blitz dem Faden nach und verschwand.<br />

.Solches war dem Hexenbrenner noch<br />

nicht untergekommen.<br />

Schloß Bayreck<br />

Dort, wo der Osser seine Wurzeln hat, liegt<br />

mitten im Bergwald die zerbrochene Burg<br />

Bayreck. Die Schweden sollen sie ausgebrannt<br />

haben; der Preuß hätte es getan,<br />

meinen andere.<br />

Vor urdenklicher Zeit wohnten droben<br />

Riesen. Der Bayrecker Riese schleuderte<br />

oft sein Tabaksglas hinüber zum Riesenberg<br />

bei Kauth, der Vetter drüben sollte<br />

auch schnupfen. Er und der Riese, der auf<br />

der Burg am Gewinzi saß, wünschten sich<br />

tagtäglich einen guten Morgen und gaben<br />

sich über Berg und Tal die Hand. Den Neuerner<br />

Bürgern warf der Bayrecker Hämmer<br />

in die Stadt hinunter, sooft sie solche<br />

brauchten.<br />

Die Riesentochter stieg einmal ins Land<br />

hinab, dort klaubte sie einen Bauern samt<br />

Pflug und Ochsen ins Fürtuch und brachte<br />

sie heim ins Schloß. Ihr Vater aber greinte:<br />

"Gib den Kleinen wieder hin, wo du ihn<br />

hergenommen hast! Diese Leute bringen<br />

uns noch von der Welt."<br />

Weite Gänge laufen vom Bayreck aus<br />

unter die Erde hin. Einmal jagte man eine<br />

Gans in einen solchen Gang; sie kam im<br />

Schloßbrunn zu Klenau wieder heraus. Ein<br />

anderesmal zündete einer im selben Keller<br />

von Bayreck ein Feuer an, der Rauch stieg<br />

meilenweit davon im Schwarzen Turm in<br />

Klattau auf. Die Gänge sind heutzutage<br />

verschüttet.<br />

Unter der Burg liegt ein verwunschener<br />

Schatz. Jeden Palmsonntag, wenn in<br />

Neuern drunten das Hochamt gelesen<br />

wird, tut sich eine Kluft zu dem Schatz auf,<br />

und da krochen einmal ein Pfarrer, ein<br />

Mesner und ein armer Hirt hinein, die drei<br />

wollten schnell reich werden. Aber drin saß<br />

der Teufel auf der eisernen Truhe und hielt<br />

den Schlüssel dazu zwischen den Zähnen.<br />

Der Mesner sprengte ihn gleich kräftig mit<br />

Weihwasser ein und die zwei anderen<br />

wollten ihn von der Truhe wegreißen. Sie<br />

zogen ihn langmächtig hin und her,<br />

konnten ihn aber nicht bewältigen. Da<br />

redeten sie ihm gar gütig zu und fragten,<br />

was er für den Schatz verlange. Der Teufel<br />

hustete Feuer und schrie fürchterlich .<br />

"Eine Seele!" Gleich wollten da der Pfarrer<br />

und der Mesner ihm die Seele des armen<br />

Hirten ausliefern, die konnte der Teufel<br />

aber nicht brauchen, weil der Hirt ein<br />

redlicher Mann war. Die drei ließen sich<br />

aber nicht abweisen, sie fragten allweil<br />

wieder, was er für den Schatz begehre. Da<br />

sie ihn nicht in Frieden ließen, sagte der<br />

Teufel: "Die Truhe gehört euch, wenn ihr<br />

mich in einem neunzipfligen Sack nach<br />

Klenau tragt." Einen neunzipfligen Sack<br />

konnten sie nicht auftreiben, und so ist der<br />

Bayrecker Schatz heut noch zu haben,<br />

wenn er derweil nicht längst verrostet ist.<br />

Glühende Männer<br />

Vormals waren zu Füßen des Bannholzes<br />

öde Sümpfe, daraus stiegen nachts die<br />

glühenden Männer. Oft waren es ihrer drei<br />

oder vier, sie waren so groß wie ein Bund<br />

Stroh und tanzten und irrten über die<br />

wässerigen Wiesen. Wenn die Hütbuben<br />

abends von den Tratein, so hießen die<br />

Wiesen, heimtrieben, begegneten ihnen<br />

oft die Weihizer, und die Buben sagten<br />

geschwind heilige Namen her und<br />

vertrieben sie damit. Manchen Weibern<br />

sprangen die Glühenden in den Buckelkorb.<br />

Einmal brach in stockfinstrer Nacht einem<br />

Fuhrmann auf der Straße der Wagen. Weil<br />

er keine Laterne bei sich führte, rief er<br />

einem glühenden Mann zu: "Leucht her!"<br />

Und der flackerte heran und leuchtete mit<br />

dem brennenden Leib, und wie der<br />

Fuhrmann den Schaden gebessert hatte,<br />

sagte er: "Vergelts Gott!" Da dankte der<br />

Glühende: "Vergelt dir's Gott auch, jetzt bin<br />

ich erlöst.“<br />

Und er losch aus und war nimmer.<br />

Der Kurzenbauer ging einmal in der<br />

Adventnacht zu seiner Scheuer, da<br />

wartete dort ein glühender Mann mit<br />

ausgebreiteten Armen und versperrte ihm<br />

den Weg. Entsetzt rannte der Bauer ins<br />

Haus zurück und weckte seine Leute. Sie<br />

fanden nur mehr glühende Fußstapfen,<br />

und die führten zu einem Moor.<br />

Jetzt geschieht derlei nimmer. Der Papst<br />

Gregor hat alle Gespenster auf neunzig<br />

Jahre von der Welt verbannt.<br />

Gansfuhrwerk<br />

In Deschenitz spannte ein wunderlicher<br />

Mann seine zwei Gänse vor die Egge und<br />

wollte aufs Feld fahren. Die Gänse aber<br />

besannen sich anders, sie wurden lustig,<br />

fluderten mit den Flügeln, flogen auf und<br />

flogen samt der Egge übers Dorf und über<br />

die Kirche und brachen den Turmspitz ab.<br />

Seither hat der Ort keinen rechten Turm<br />

mehr, nur einen Stumpf.


Sagen und Mythen<br />

Die Knödelbäurin<br />

Die Knödelbäurin aus Wischowitz hätte ihr<br />

Gesind am liebsten verhungern lassen.<br />

Drum nagelte ihr Hütbub einmal eine<br />

Nudel von der Mittagschüssel an die<br />

Stalltür und schrieb darunter: "Nudel,<br />

schwör, ob du schon einmal ein Schmalz<br />

gesehen hast!"<br />

Die Knödelbäurin butterte allweil in der<br />

Samstagnacht aus, und das ist eine große<br />

Sünde, weil die Samstagnacht heiliger ist<br />

als der Sonntag selber. Wie sie gestorben<br />

war und auf den Freithof geschafft wurde,<br />

schaute sie ihrem eigenen Begräbnis aus<br />

der Dachluke zu. Die abgeschiedene<br />

Seele polterte hernach lange Zeit im Haus<br />

herum, sie zählte nachts die Eier,<br />

krabbelte die schlafenden Hennen in der<br />

Hühnersteige und molk die Kühe und ließ<br />

Vieh und Leute nicht schlafen. Drum<br />

verwünschte sie ein Pfarrer auf den<br />

Hötschenberg nach Tirol, dort muß sie<br />

Wolken schieben. Einige meinen, die wilde<br />

Jagd habe die Bäurin mitgenommen. Aber<br />

gewiß ist, daß einmal ein Federnhändler<br />

aus dem Osserland nach Tirol kam, und<br />

wie er durch eine schaurige Klamm reiste,<br />

so wischte ein Gespenst an ihm vorüber,<br />

grau wie eine Spinnwitte, und das seufzte<br />

ein ums andremal: "Ich bin halt die<br />

Knödelbäurin von Wischowitz.“<br />

Der dumme Teufel<br />

"Gleich und gleich sucht sich gern", sagte<br />

der Teufel und trat dem rußigen Milliker<br />

Schmied in die Werkstatt. Dort trieb er<br />

allerhand Schwanke, er tappte alles an,<br />

nietete und nagelte, fauchte ins Feuer und<br />

beschnüffelte schließlich mit der langen<br />

Nase den Schraubstock. Der Meister, nicht<br />

faul, sprang hin und klemmte dem<br />

kohlrammelschwarzen Bruder den Rüssel<br />

im Schraubstock fest. "Hab ich dich,<br />

Gankerl!" lachte er. Der Teufel aber röhrte<br />

derart wild auf, daß es der Schmied<br />

nimmer aushielt, zur Tür hinaussprang<br />

und die Werkstatt samt dem Teufel<br />

anzündete.<br />

Bald darnach ging der Schmied mit seinem<br />

Weib in den Wald Kohlen brennen. Da<br />

hinkte der Teufel mit feurigen Augen den<br />

Steig daher. Jetzt war guter Rat teuer.<br />

Schleunig packte der Schmied die<br />

Schmiedin, stürzte sie um und stellte sie<br />

auf den Kopf. Da glaubte der Teufel, das<br />

sei wieder ein Schraubstock, und er<br />

spuckte und rannte davon.<br />

Tod bricht die Treue<br />

Hinterm Todlauer Wald lag ein Bauer auf<br />

dem Totenbrett. Sein Weib war ganz allein<br />

mit der Leiche im Haus und weit und breit<br />

wohnte niemand. Aber sie fürchtete sich<br />

nicht und dachte: "Hat er mir lebendig nix<br />

tan, so tut er mir als ein Toter auch nix." Sie<br />

zündete ihm die Kerze an und blieb bei ihm<br />

auf und betete. Um Mitternacht aber, da<br />

fallt dem Kalten auf einmal der eine Arm<br />

vom Brett. Das Weib tut ihm den Arm<br />

wieder hinauf. Nach einer Weil fallt ihm der<br />

Fuß hinunter. Sie tut ihm auch den kalten<br />

Fuß wieder hinauf. Schließlich aber rührt<br />

sich der ganze Leichnam und steht<br />

langsam, langsam auf. Jetzt wurde ihr<br />

angst und bang, und weil sie gehört hatte,<br />

wenn ein Toter aufstehe, müsse man<br />

ärschlings davon, dann könne er einem<br />

nichts anhaben, so stieg sie schnell<br />

ärschlings die Bodenstiege hinauf und<br />

versteckte sich droben. Er aber schrie ihr<br />

nach, daß das Haus hallte: "Hinauf spür ich<br />

dich, herunter schmeck ich dich. Die Seele<br />

aus, die Treue aus!" Da krähte der Hahn<br />

und der Tote fiel um und blieb liegen. Das<br />

Weib traute sich vom Boden erst herunter,<br />

bis die Nachbarn zum Begräbnis kamen.<br />

Hexenspiel<br />

Ein Hütbub diente auf der Hüttstatt. Er ging<br />

einmal in der Finsternis über den<br />

Rantscherberg heim und trug eine<br />

zerrissene Joppe mit, die Mutter sollte sie<br />

flicken. Mitten im Wald sah der Bub am<br />

Weg eine Laterne brennen. Um die<br />

Laterne herum standen viele alte<br />

grausliche Weiber, die zottigen Haare und<br />

die wilden Zöpfe hingen ihnen übers<br />

Gesicht, und sie beugten sich über das<br />

Lichtlein, als wollten sie ihm etwas tun. Der<br />

Bub schaute nicht länger zu, was die<br />

Hexen vollführten; es verschlug ihm den<br />

Atem, er rannte durch Gestrüpp und<br />

Dörner heim und konnte lange Zeit nicht<br />

reden.<br />

Der Brennetwurm<br />

In den Dickichten des Brennetberges<br />

hauste eine ungeheure Schlange. Oft trieb<br />

sie der Durst ins Tal hinunter, und drunten<br />

soff sie so unmäßig aus dem Bach, daß die<br />

Dorrstatter Mühle stehen blieb. Einmal<br />

ging ein Mann aufs Brennet, Geißlaub<br />

holen für den Winter. Vor lauter Müdigkeit<br />

setzte er sich auf einen Baumstamm, der<br />

neben dem Steig lag, stopfte sich seine<br />

Pfeife, kantete sie an und rauchte so für<br />

sich hin. Wie er aber hernach die Pfeife<br />

ausklopfte, fiel die heiße Asche auf den<br />

Stamm, und der Stamm zuckte auf einmal,<br />

sprang hoch in die Höhe und kroch schnell<br />

davon. Es war die Schlange gewesen.<br />

Weil das wundermächtige Tier die<br />

Kornfelder zerwälzte und die Müller<br />

schädigte, gingen die Bauern mit Gabeln<br />

und Spießen aus und wollten es töten. Sie<br />

scheuchten es in die Wildnis hinein, die<br />

zündeten sie an, und so kam der<br />

Brennetwurm von der Erde.<br />

Bärentöter<br />

Der Pfannenklamperer war ein fester<br />

Mann, der fürchtete nichts auf der Welt.<br />

Einmal stapfte er durch den Seewald, und<br />

wie er über eine Rohne stieg, stand vor ihm<br />

ein großmächtiger Bär auf. Dem Klampe-<br />

.rer fiel im ersten Schreck die Hacke auf<br />

die Erde. Aber weil er einmal gehört hatte,<br />

daß der Bär davon rennt, wenn man ihn<br />

scharf ins Auge nimmt, so schaute er dem<br />

wilden Vieh hart ins Gesicht, und das<br />

vertrug der Zottige nicht, er kehrte sich ab<br />

und trabte davon. Jetzt erst kam dem<br />

Mann der rechte Zorn, er hob flink die<br />

Hacke auf und trieb sie mit aller Kraft dem<br />

Bären in den Buckel. Da wehrte sich der<br />

Bär und schlug mit den Krallen auf den<br />

Mann los, aber der starke Pfannenklamperer<br />

ließ nicht aus und erwürgte ihn.<br />

Im Klammergespreng hielt sich in<br />

verwichenen Tagen ein Bär, der riß den<br />

armen Leuten das Vieh nieder, und es<br />

traute sich schier kein Hirt mehr, die Herde<br />

in den Wald zu treiben. Schließlich nahm<br />

sich ein Bauer aus Künisch-Hammern, ein<br />

rechter Mannskerl, das Herz, er hängte<br />

den Vorderlader um und ging ins<br />

Klammergespreng. Der Bär wälzte sich<br />

gerad vor seinem Loch, und die Sonne tat<br />

ihm wohl. Wie der Bauer das schreckliche<br />

Vieh mit dem pechigen Pelz sah, fürchtete<br />

er, seine Schrote könnten zu lind sein,<br />

drum riß er sich die bleiernen Knöpfe vom<br />

Brustfleck ab und stieß sie in die Büchse.<br />

Jetzt legte er den Lauf in eine Baumzwiesel<br />

und schoß den Bären mit einem<br />

bleiernen Knopf maustot über den Haufen.<br />

Hernach zog der Schütz dem Vieh die<br />

Haut ab und wickelte sich darein. Seit der<br />

Zeit spürt man im Hammerer Gericht<br />

keinen Bären mehr.<br />

Unterirdisches Wasser<br />

Wie noch in Sankt Katharina die Gold- und<br />

Silberzeche bestand, schlug einmal ein


Berghäuer in der Erde drin eine Wand<br />

durch. Er schaute durch das Loch und sah<br />

tief drunten einen glasblauen, wunderschönen<br />

See leuchten. Schnell holte er<br />

seine Gesellen und wollte ihnen das<br />

Bergwunder weisen, aber sie fanden den<br />

Gang und das Fensterlein nimmer.<br />

Die Seen des Klinischen Waldes sollen<br />

unter der Erde miteinander verbunden<br />

sein. So hob man aus dem Schwarzen See<br />

einen Saibling, dem gab man durch die<br />

Kiemenladen ein rotes Band und warf ihn<br />

in den Teufelssee. Kurz hernach wurde<br />

derselbe Fisch wieder im Schwarzen See<br />

gefangen.<br />

Wenn einmal so viel Sünde auf der Welt ist,<br />

daß es selbst der langmütige Herrgott<br />

nimmer ertragt, wird das unterirdische<br />

Wasser ausbrechen und alles wird darin<br />

ersaufen.<br />

Beschwörung<br />

Beim Donnerwinkel war ehemals ein Weg,<br />

dort kreuzten sich die Begräbnisse. Auf<br />

selbem Kreuzweg legten einmal zwei<br />

leichtsinnige Glasmacher einen geweihten<br />

Kranz hin und stellten sich darein. Sie<br />

wollten reich werden und nicht mehr<br />

habernes Brot essen. Gerade läuteten die<br />

Nachtglocken zur Mette.<br />

Da war schon der böse Feind zur Stelle, er<br />

rollte ein glühendes Faß auf die zwei<br />

Glasmacher los. Der eine sprang in seiner<br />

Angst aus dem Kranz, und gleich holte sich<br />

ihn die Hölle. Der andere aber ließ sich<br />

durch nichts blenden und blieb unverzagt<br />

in dem heiligen Ring stehen. Der Teufel<br />

fuchtelte und funkelte noch eine Weile<br />

greulich um den Kranz herum, aber als der<br />

Glas-macher standhielt, mußte er ihm<br />

dienen und ihm eine Spitzkürbe voll Gold<br />

und Silber herzu schaffen.<br />

Die vertragene Bäurin<br />

Auf der Zahndhütte weit droben im<br />

Ossergebirg hauste ein grober Säufer, der<br />

lebte mit seiner Bäurin in Unfrieden und<br />

jagte sie alleweil in Nacht und Nebel<br />

hinaus, wenn er vom Bier kam. Einmal<br />

taumelte der Saufaus wieder mit einem<br />

unsinnigen Rausch daher, daß er die<br />

Zunge nicht heben konnte, und prügelte<br />

die Bäurin und stieß sie in die Finsternis<br />

hinaus. Gerade brauste die wilde Jagd<br />

vorüber, und das war ein Geigen und<br />

Blasen im Sturm, und die Jagd nahm das<br />

betrübte Weib hoch in die Luft mit über die<br />

Felsen und Tannenbäume und Schluchten<br />

und ließ sie weit, weit in Bayern in einem<br />

blutfremden Wald fallen, daß sie erst nach<br />

sieben Tagen Weg wieder heim kam. Das<br />

nahm sich der Zahndbauer zu Herzen, und<br />

von der Stunde an verstieß er sein Weib<br />

nimmer.<br />

Die Hüterin<br />

Am Veitelberg neben einer Wiese<br />

erhängte sich eine arme Sünderin. Ein<br />

paar Sommer nachher kamen die Mähder<br />

dorthin und mähten.<br />

Die Sonne stach scharf, und wie ihnen gar<br />

so heiß war, legten sie die Röcke ab und<br />

warfen sie gerade unter den Baum, wo das<br />

Weib sich aufgehängt hatte, und scherzten:<br />

"Gehängte, Gehängte, hüt uns die<br />

Röcke!" Hernach mähten sie weiter. Aber<br />

wie sie Feierabend machten und die<br />

Röcke holen wollten, da waren die Röcke<br />

in lauter kleine Fetzen zerrissen.<br />

Lebendig ins Grab<br />

Wie der grausame Schwed im Böhmerwald<br />

hauste, da mußten die Leute oft Hals<br />

über Kopf vor den Blut- und Feuerhunden<br />

davon tief in die abgelegenen Wälder<br />

hinein. Einmal flüchtete eine Schar auf der<br />

Eisenstraß das hohe Gebirg hinauf. Ein<br />

uraltes Weib lief auch mit, sie fürchtete<br />

sich um ihren bresthaften Leib. Aber ihre<br />

Füße konnten den gähen Hang nimmer<br />

weiter. Da begruben die andern die Alte bei<br />

lebendigem Atem, und auf ihr Grab setzten<br />

sie ein Kreuz mit der Schrift:<br />

Duck dich, Alte,<br />

duck dich, Alte,<br />

hast genug gelebt!<br />

Auch beim Hohen Stein gen die Ortschaft<br />

Freihöls ist ein Ähnliches geschehen. Dort<br />

schaufelte ein Zigeuner eine Grube und<br />

drückte seine Mutter hinein und schüttete<br />

Erde über sie. Er sagte: "Ergib dich,<br />

Mütterlein, du hast schon lang genug<br />

gelebt!" Sie war hundertfünf Jahre<br />

geworden. Alle Sommer kam eine junge<br />

Zigeunerin ins Land und putzte ihr das<br />

Grab mit Graslilien.<br />

Künische Schützen<br />

Die drei Frischbuben gössen in der Mettennacht<br />

Kugeln, sie gössen sie auf dem<br />

Gerüst ihres Stadels, und die Kugeln<br />

fehlten niemals das Ziel. Jetzt schössen<br />

die drei vom Frischhof bis zum weit<br />

abgelegenen Karlhanselhof und schössen<br />

dort dem Bauer einen bayrischen Sechser<br />

aus den Fingern. Sie schössen den Hahn<br />

im Hühnersteig mitten aus den Hennen<br />

heraus. Gar der Frisch Melches war ein<br />

fertiger Zauberer.<br />

Wie einmal Räuber in den Hof kamen, fror<br />

ihnen der Melches die Flinten an die Erde<br />

an, daß sie sie nimmer aufheben konnten<br />

und davonrennen mußten.<br />

Dazumal brachen auch die Schweden ins<br />

künische Land ein. Da schoß der Melches<br />

vom Stindelriegel über die Tannen und<br />

Felsen unglaublich weit auf den Hammerer<br />

Steig hinunter und schoß den<br />

Hauptmann, der eine Schärpe trag, mitten<br />

aus den Schweden heraus.<br />

Wie die Schweden weit und breit keinen<br />

Schützen sahen, glaubten sie, ein Feuer<br />

sei aus dem Himmel gefallen, und sie<br />

kehrten um und marschierten aus dem<br />

Land.<br />

Wegen ihrer Tapferkeit hatten die künischen<br />

Bauern große Rechte und Freibriefe.<br />

Sie waren nicht leibuntertan, sie zahlten<br />

geringe Steuern, sie durften ohne Erlaubnis<br />

der Obrigkeit heiraten und brauchten<br />

keinen Militärsmann zu stellen. Das<br />

närrische Jahr 1848 brachte sie um<br />

manche Freiheit. Aber künisch Bauernrecht<br />

steht noch in Prag in den Büchern<br />

aufgeschrieben mit goldenen Buchstaben.<br />

Holzfuhrleute<br />

Der Röderbauer auf der Eisenstraß wollte<br />

eine neue Scheuer aufrichten. Wie sich die<br />

Zimmerleute in seinem Hof einstellten,<br />

wunderten sie sich, daß das Bauholz noch<br />

nicht da war. Aber der Bauer lachte: "Laßt<br />

es nur gut sein, morgen ist Holz da, so viel<br />

ihr wollt.<br />

Legt euch schlafen, und wenn ihr in der<br />

Nacht etwas hört, so druckt die Augen zu<br />

und rührt euch nit!" In selbiger Nacht<br />

hörten die Zimmerleute draußen im Hof<br />

einen schrecklichen Lärm, als ginge die<br />

Welt unter; es rauschte und krachte und<br />

brixte und knallte mit Geißeln.<br />

Keiner traute sich hinaus zu schauen. In<br />

der Früh lag der ganze Hof voller Holz,<br />

aber die Bäume lagen da samt Laub und<br />

Ästen und Wurzeln, wie die wilden<br />

Fuhrleute sie aus dem Berg gerissen<br />

hatten.


Vampirglauben gibt es fast überall auf<br />

der Welt, sogar in China. Besonders<br />

ausgeprägt entwickelte er sich in<br />

Osteuropa. Die Furcht vor Untoten, die<br />

ihre unheilvolle Macht über die<br />

Lebenden ausübten, führte zu dem<br />

Aberglauben.<br />

Aus uralter Zeitkommend erleben sie<br />

aktuell einen neuen Boom: Die<br />

lichtscheuen Wesen, die uns nach Blut<br />

und Leben trachten, scheinen tatsächlich<br />

unsterblich. Früher Inbegbriff<br />

aus dem Reich des Bosen, kommen sie<br />

derzeit gut weg. Von den Zähnen mal<br />

a b g e s e h e n , w i r k e n s i e i m m e r<br />

attraktiver.<br />

Der Vampir ist und bleibt unsterblich.<br />

Kaum ein Geschöpf hat die Aufmerksamkeit<br />

so sehr auf sich gezogen<br />

wie der untote Blutsauger. Und kaum<br />

Mythologie der<br />

Blutsauger<br />

ein Wesen ist so<br />

umgeben von<br />

M y t h e n u n d<br />

Legenden. Bis<br />

h e u t e f a s z i -<br />

nieren Vampire<br />

in zahlreichen<br />

Ve r f i l m u n g e n<br />

und Büchern,<br />

allen voran Graf<br />

Dracula. 1897<br />

v o m i r i s c h e n<br />

S c h r i f t s t e l l e r<br />

B r a m S t o k e r e r -<br />

schaffen, wurde der<br />

blutrünstige Graf<br />

aus Trans-silvanien<br />

zum bekanntesten<br />

aller Vampire. Bis heute prägt Stokers<br />

literarische Schöpfung unsere Vorstellung<br />

von Vampiren.<br />

Mythen und Legenden<br />

Dracula war nicht der Anfang. Schon<br />

seit frühester Zeit finden sich in nahezu<br />

allen Kultur-kreisen der Erde ähnliche<br />

oder mit dem Vampir verwandte<br />

Vorstellungen. So ist die Furcht vor<br />

blutsaugenden Ungeheuern und Geistern<br />

auch in den Mythen und Sagen<br />

Asiens, Afrikas und Südamerikas zu<br />

finden. Die indische Göttin Kali<br />

etwa schlug der Legende nach<br />

einem unbesiegbaren Dämon den<br />

Kopf ab und trank das herausfließende<br />

Blut.<br />

Vampirologe und Mythenforscher<br />

Hans Meurer betont: "Der antike<br />

Volksglaube kannte eine große<br />

Zahl blutrünstiger Ungeheuer.<br />

N e b e n d e r G ö t t i n K a l i , d i e<br />

durchaus vampirische Züge hatte,<br />

hatte zum Beispiel auch bei den<br />

Azteken Blut einen großen Wert.<br />

Einzig Blut galt als angemessene<br />

Nahrung für ihre Götter". Die<br />

blutsaugenden Monster existierten<br />

jedoch oft als gesichtslose<br />

Fabelwesen, sie waren keine<br />

konkreten Persönlichkeiten wie im<br />

heu-tigen Vampirglauben.<br />

Auch in Europa gab es Mythen und<br />

Legenden um verschiedene Dämonen,<br />

die ebenfalls viele Ähnlichkeiten mit<br />

dem Vampir aufwiesen. Hier jedoch<br />

fehlte den meisten die entscheidende<br />

Vampireigenschaft: Sie raubten kein<br />

Blut. Erst später mischten sich diese<br />

europäischen Dämonen mit der Figur<br />

des orientalisch-antiken Blutsaugers.<br />

Seit dem 18. Jahrhundert verbreitete<br />

sich der Vampirmythos schließlich vom<br />

Balkan aus nach ganz Ost- und Mitteleuropa.<br />

Während im Volksglauben<br />

ein Vampir nicht unbedingt auch ein<br />

Blutsauger sein musste, festigte sich<br />

genau dieses Bild durch Literatur und<br />

später auch durch Filme.<br />

Ursachen des Vampirglaubens<br />

Menschen suchten schon immer nach<br />

Dämonen, die ihre Urängste und verborgenen<br />

Wünsche zum Ausdruck<br />

bringen. Wir versuchen Unerklärliches<br />

durch fiktive dämonische Wesen zu<br />

erklären. Auch der Vampir ist solch ein<br />

Mittel zum Zweck. Der Vampirmythos<br />

hängt eng mit Volksglauben und<br />

Religionsgeschichte zusammen. Religion<br />

spaltet in Gut und Böse. So<br />

wurden etwa Verstorbene auf-grund<br />

von Schuld, die sie zu Lebzeiten auf<br />

FÜRST VLAD III. DRACLEA<br />

(1431 - 1476 ließ angeblich Zehntausende<br />

durch Pfählung hinrichten


sich geladen hatten, als Untote angesehen,<br />

die in einer Zwischenwelt<br />

umherirrten. Diese Bösen existierten<br />

als Gegenbild zu den Guten, zum<br />

Beispiel den Engeln. Denn im Mittelalter<br />

war es vollkommen unstrittig,<br />

dass es neben Schutzengeln auch<br />

Dämonen gab. "Bis etwa 1750 waren<br />

Wiedergänger wichtiger Gegenstand<br />

seriöser - religiöser und philosophischer<br />

- Forschung", erklärt Historiker<br />

Hans Meurer. "Selbst als sich im 18.<br />

Jahrhundert die Auf-klärung schon<br />

durchgesetzt hatte, fanden Menschen<br />

scheinbare Vampire in der Erde". Diese<br />

TRANSSILVANIEN<br />

Schloss Bran im rumänischen<br />

Siebenbürgen soll Draculas<br />

Residenz gewesen sein<br />

ängstigten die Welt noch m e h r<br />

und bestätigten - trotz Auf-klärung - die<br />

Unerklärbarkeit von diversen Phänomenen.<br />

Der Aberglaube blühte. "Und<br />

blüht immer noch", davon ist Mythenforscher<br />

Meurer überzeugt: "Unsere<br />

Ratio macht ja nur einen kleinen<br />

Teil unseres Seins aus. Wer sich<br />

umschaut, bemerkt, wie viel Aberglaube<br />

auch heutzutage noch in uns<br />

steckt. Wer singend in den Keller geht<br />

oder einen Talismann mit sich<br />

herumträgt, der kann nicht behaupten,<br />

Aber-laube wäre Vergangenheit.“<br />

Viele der fiktionalen Elemente in<br />

Stokers Roman basieren auf realen<br />

Personen und Orten. So lieferte Fürst<br />

Vlad Tepes, auch Vlad<br />

D r a c u l e a ( " S o h n d e s<br />

Drachen") genannt, die<br />

historische Vorlage für Graf<br />

Dracula. Vlad Tepes ging als<br />

grausamer Fürst mit dem<br />

Beinamen "Der Pfähler" in<br />

die Geschichte der Walachei<br />

ein. Fast 24.000 Türken soll<br />

er im 15. Jahrhundert gepfählt<br />

haben.<br />

Und obwohl Stoker nie in<br />

Transsilvanien war, wählte<br />

er auch diese Region nicht<br />

zufällig aus:<br />

In den Ostländern<br />

war<br />

der Vampirglauben<br />

sehr<br />

l e b e n d i g .<br />

M e n s c h e n<br />

gingen davon<br />

aus, dass die<br />

Toten unverwest<br />

blieben, bis sie ihre<br />

Sünden verbüßt hatten.<br />

Zudem sorgten die nat<br />

ü r l i c h e n G e g e b e n -<br />

heiten wie Klima und<br />

Beschaffenheit der Erde<br />

dafür, dass die Toten<br />

noch lange unverwest<br />

erhalten blieben. Vor<br />

allem an der ungarischen<br />

Grenze gibt es<br />

einen besonderen Bodenbelag, der die<br />

Leichen erhält und so aussehen lässt,<br />

als seien sie Vampire. Gefolgt von zahlreichen<br />

Hollywood-Produktionen und<br />

Filmvariationen hat sich Stokers<br />

Vampirfigur immer weiter verfestigt.<br />

Die Legenden haben passive Schutzmaßnahmen<br />

gegen Vampire vorgesehen,<br />

von denen einige im 18. Jahrhundert<br />

durchaus Anwendung gefunden<br />

haben. So sollen Knoblauch und<br />

Darstellungen eines Kruzifix der Abschreckung<br />

dienen.<br />

Nach einer experimentellen Studie mit<br />

Blutegeln wurde jedoch die dem<br />

K n o b l a u c h z u g e s c h r i e b e n e<br />

Wirksamkeit in Frage gestellt. Ferner<br />

soll Weihwasser Vam-piren Schaden<br />

z u f ü g e n . Vo r a l l e m L e t z t e r e s<br />

unterstreicht die Vorstellung vom<br />

„dämonischen Charakter“ eines<br />

Vampirs. Möglichkeiten, einen Vampir<br />

zu vernichten, seien das Köpfen und<br />

vor allem das Pfählen (Schlagen eines<br />

Holzpflocks mitten durchs Herz).<br />

In manchen Darstellungen führt das<br />

Pfählen allerdings lediglich zu einer Art<br />

Totenstarre, die durch das Hinausziehen<br />

des Pflocks wieder beendet<br />

werden kann. Auch eine kombinierte<br />

Methode aus diesen beiden Praktiken<br />

(Köpfen und Pfählen) soll verhindern,<br />

dass der Vampir als Untoter zurückkehrt.<br />

Bei die-ser Methode wird der<br />

Vampir gepfählt und der Kopf der<br />

Kreatur mit dem Spaten eines Totengräbers<br />

abgetrennt. Daraufhin wird der<br />

Mund des Toten mit Knoblauch gefüllt.


ALT EGER


Gesundheit aus Großmutter´s Kräutergarten<br />

Cholesterin als fetter Seefisch. Schon<br />

eine Handvoll Walnüsse (rund 30 Gramm)<br />

am Tag reichen dazu.<br />

Doch Vorsicht: Durch den hohen Fettgehalt<br />

sind Nüsse sehr kalorienreich. Die<br />

empfohlene tägliche Menge von 30<br />

Gramm ist aber vertretbar: 200 Kalorien<br />

(kcal) liefert dieser Portion. Hundert<br />

Gramm der leckeren Nüsse kommen auf<br />

über 650 kcal.<br />

Gesunde Walnüsse gegen<br />

Arteriosklerose und<br />

Herzinfarkt<br />

Gesunde Walnüsse: Vier<br />

Gründe, sie öfter zu<br />

knabbern<br />

Walnüsse haben es in sich: Die ernährungsmedizinische<br />

Forschung hat mindestens<br />

vier Gründe zutage gefördert,<br />

öfter mal eine Handvoll davon zu<br />

knabbern. Wir stellen die Ergebnisse vor<br />

und verraten, wie viele Kalorien Walnüsse<br />

haben und ob sie dick machen.<br />

Walnüsse enthalten viele gesunde<br />

Fettsäuren, die sich aber nicht in<br />

Bauchspeck niederschlagen.<br />

Knackig, lecker und gesund: Walnüsse<br />

genießen wir das ganze Jahr über. In<br />

unseren Breiten reifen sie etwa Ende<br />

September bis Mitte Oktober. Die<br />

Einzigartigkeit gegenüber anderen<br />

Nusssorten beruht auf der besonderen<br />

Zusammensetzung der enthaltenen<br />

Fette. Die Walnuss ist<br />

besonders reich an lebensnotwendigen,<br />

mehrfach<br />

ungesättigten Fettsäuren.<br />

Zum Beispiel<br />

besitzt sie unter allen<br />

Nüssen den höchsten<br />

Gehalt an Alpha-Linolensäure.<br />

Walnüsse sind<br />

Pflanzenmedizin – und<br />

sehr gehaltvoll<br />

Außerdem ist das Verhältnis der<br />

herzgesunden Fettsäuren Alpha-<br />

Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) und<br />

Alpha-Linolsäure (Omega-6-Fettsäure)<br />

zueinander mit eins zu vier ideal. Hundert<br />

Gramm Walnüsse enthalten neun Gramm<br />

Alpha-Linolensäure. Walnüsse senken<br />

sogar stärker das "schlechte" LDL-<br />

Die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren im<br />

Blut ist in vielen Untersuchungen<br />

nachgewiesen worden. Sie senken den<br />

Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel<br />

deutlich und hemmen Entzündungen in<br />

den Arterien. Die Durchblutung in den<br />

Gefäßen wird insgesamt verbessert. Die<br />

Gefahr von Arteriosklerose und Herz-<br />

Kreislauf-Krankheiten sinkt, ähnlich wie<br />

durch den Genuss von Leinsamen und<br />

Leinöl.<br />

Walnuss in der Küche<br />

vielseitig verwendbar<br />

Abgesehen von den Fettsäuren haben<br />

Walnüsse aber noch weit mehr gesunde<br />

Inhaltsstoffe zu bieten, etwa Kalium, Zink,<br />

Pantothensäure und zahlreiche Vitamine.<br />

Weil die Walnuss so fettreich ist, liefert sie<br />

pro Hundert-Gramm-Portion gut 660<br />

Kilokalorien. Auch deshalb gilt die<br />

Empfehlung, nur eine Handvoll der<br />

gesunden Nüsse als Snack zu sich zu<br />

nehmen. Die Gerbstoffe in Schale und<br />

Blättern sollen als Naturheilmittel gegen<br />

verschiedene Hautleiden wie Akne und<br />

Ekzeme helfen.<br />

Walnüsse finden in nahezu jeder Art von<br />

Speise Verwendung. Sei es Panade oder


Walnüsse<br />

Fleischersatz, als schmackhafte Zutat in<br />

Aufläufen und in Pasta, Salaten, Suppen<br />

und Desserts oder natürlich in Brot,<br />

Kuchen und Plätzchen. So ist eine<br />

Versorgung mit den gesunden Inhaltsstoffen<br />

das ganze Jahr über sicher<br />

gestellt. Im Lebensmitteleinzelhandel<br />

findet der Verbraucher meist große<br />

Walnüsse aus Kalifornien, die etwa 75<br />

Prozent unseres Bedarfs abdecken.<br />

Walnuss-Schimmel kann<br />

gefährliches Aflatoxin<br />

produzieren<br />

Herkunft und Lagerung sind bei<br />

Walnüssen besonders wichtig, denn<br />

wenn sie schimmeln, entsteht das<br />

gefährliche Aflatoxin. Daher ist es wichtig,<br />

Walnüsse luftig zu lagern und zügig zu<br />

verbrauchen. Ist Schimmel sichtbar,<br />

besser gleich die ganze Nuss wegwerfen.<br />

Geöffnete Packungen mit bereits geschälten<br />

Walnusskernen sollte man<br />

innerhalb von vier Wochen aufessen.<br />

Ein besonderer Genuss sind grüne<br />

Walnüsse, die frisch gepflückt oder unter<br />

dem Baum gesammelt werden. Von ihnen<br />

lässt sich noch die bittere, gelbe Haut<br />

entfernen, die den Kern umhüllt und nach<br />

dem Trocknen nicht mehr abzulösen ist.<br />

Beim Verarbeiten von grünen Walnüssen<br />

aber unbedingt Handschuhe tragen: Die<br />

Gerbstoffe der Walnuss färben intensiv<br />

und langanhaltend braun, weshalb sie<br />

sogar als natürliches Haarfärbemittel<br />

dienen.<br />

Wissenschaftliche Belege:<br />

So gesund ist die Walnuss<br />

wirklich<br />

Walnüsse können durch ihre wertvollen<br />

Inhaltsstoffe auch für unsere Gesundheit<br />

sehr viel tun, wie zahlreiche Studien<br />

zeigen. Sie regelmäßig zu knabbern,<br />

kann die Denkleistung ankurbeln, das<br />

Herz schützen – und sogar Krebs<br />

hemmen. Und bei all dem machen<br />

gesunde Walnüsse nicht einmal dick –<br />

obwohl sie mehrfach ungesättigte<br />

Fettsäuren in hoher Konzentration<br />

enthalten.<br />

1. Walnüsse senken das<br />

Risiko fürs metabolische<br />

Syndrom<br />

Erhöhte Blutfette, hohe<br />

Blutzuckerwerte, Bluthochdruck<br />

und Übergewicht<br />

mit großem<br />

Bauchumfang – dieses<br />

"tödliche Quartett" wird<br />

metabolisches Syndrom<br />

genannt. In Deutschland<br />

sind schätzungsweise<br />

zwölf Millionen Menschen<br />

davon betroffen.<br />

Eine mediterrane Kost,<br />

ergänzt durch Nüsse –<br />

vornehmlich Walnüsse<br />

–, kann dabei helfen, diese vier<br />

Risikofaktoren zu reduzieren. Das ist das<br />

Ergebnis einer groß angelegten Studie an<br />

zehn spanischen Universitäten.<br />

Selbst Menschen mir Diabetes profitieren<br />

von gesunden Walnüssen: In einer<br />

Langzeit-Studie nahmen übergewichtige<br />

Typ-2-Diabetiker entweder eine fettarme<br />

Diät oder eine fettarme Diät mit<br />

Walnüssen zu sich. Ergebnis: Die<br />

Walnussgruppe nahm mehr ungesättigte<br />

Fettsäuren auf, dadurch verbesserte sich<br />

ihr Nüchternblutzucker erheblich.<br />

2. Gesunde Walnüsse<br />

verlangsamen das<br />

Krebswachstum<br />

Die Omega-3-Fettsäuren sind aber nicht<br />

der einzige Trumpf der Walnuss. Die<br />

gesunden Walnüsse sind eine der<br />

wichtigsten pflanzlichen Quellen für<br />

Antioxidantien, denen eine große Rolle<br />

bei der Bekämpfung von schweren<br />

Erkrankungen wie Krebs oder Arteriosklerose<br />

zugeschrieben wird.<br />

Die amerikanische Forscherin<br />

Elaine Hardman untersuchte<br />

erstmals, ob Walnüsse das<br />

Krebswachstum beeinflussen.<br />

Ergebnis: Der Brustkrebs<br />

entwickelt sich bei der mit<br />

Walnüssen gefütterten Mausgruppe<br />

erheblich langsamer<br />

als bei Tieren, deren Ernährung<br />

den bei uns üblichen<br />

Ernährungsgewohnheiten<br />

entsprach. Mehrere gesunde<br />

Bestandteile der Walnuss<br />

könnten dafür verantwortlich sein:<br />

Omega-3-Fettsäuren hemmen das Tumorwachstum<br />

nachweislich, Antioxidantien<br />

verlangsamen es.<br />

3. Walnüsse senken den<br />

Cholesterinspiegel<br />

Auch die Harvard Universität konnte<br />

bestätigen, dass Walnüsse das Cholesterin<br />

senken – und dabei das Gewicht<br />

dennoch nicht beeinträchtigen. Eine<br />

Ernährung ergänzt durch Walnüsse senkt<br />

das Gesamtcholesterin und vor allem das<br />

"schlechte" LDL-Cholesterin. Damit lässt<br />

sich das Risiko für Herz-Kreislauf-<br />

Krankheiten verringern. Dieser positive<br />

Effekt wird durch eine Auswertung<br />

mehrerer Studien der Harvard-Universität<br />

bekräftigt.<br />

Ebenso andere Risikofaktoren wie<br />

Entzündungsparameter nahmen die<br />

Forscher unter die Lupe und stellten<br />

nachweislich Verbesserungen durch<br />

Walnüsse fest. Besonders überraschend<br />

war dabei, dass die Walnuss essenden<br />

Studienteilnehmer nicht zunahmen, trotz<br />

des hohen Fettgehalts der Nüsse. Im<br />

Gegenteil, manchmal nahmen sie sogar<br />

etwas ab. Auch das spricht für Walnüsse<br />

als Bestandteil einer herzgesunden,<br />

körperbewussten Ernährung.<br />

4. Walnüsse – gesundes<br />

Futter für die grauen Zellen<br />

Neue Tierstudien zeigen, dass eine<br />

Ernährung mit sechs Prozent Walnussanteil<br />

den geistigen und motorischen<br />

Leistungsabfall im Alter umkehrt. Die<br />

Forscher schlussfolgern, dass Walnüsse<br />

als Snack die gesunde Lebensdauer<br />

erhöhen. Dafür könnten verschiedene<br />

bioaktive Inhaltsstoffe der Walnüsse<br />

verantwortlich sein. Der Walnussanteil im<br />

Futter entspricht bei Menschen etwa 30<br />

Gramm Walnüssen pro Tag. Diese Menge<br />

steckt in einer Handvoll der gesunden<br />

Kerne.


Was sind Geoparks?<br />

GEOPARK Bayern-Böhmen<br />

- Aufbruch ins Erdinnere<br />

Eine Zeitreise zu den erdgeschichtlichen<br />

Anfängen Europas? Zurück in<br />

die Zeit, in der die Dinosaurier die Erde<br />

beherrschten oder Vulkane die Landschaft<br />

prägten? Die Ursachen bizarrer<br />

Felsformationen kennen lernen und<br />

beeindruckende Geotope erforschen?<br />

Kaum eine andere Region in Europa<br />

bietet dazu vergleichbare Möglichkeiten<br />

wie der grenzüberschreitende<br />

Geopark Bayern-Böhmen, der sich auf<br />

bayerischer Seite über das Fichtelgebirge,<br />

die Fränkische Schweiz und<br />

den Oberpfälzer Wald erstreckt. In<br />

Tschechien reicht das Gebiet der<br />

Partner-Geoparks Egeria und Geoloci<br />

von Karlovy Vary bis Stříbro.<br />

Mehr als 600 Millionen Jahre Erdgeschichte<br />

werden im Bayerisch-Böhmischen<br />

Geopark in einzigartigen Geotopen<br />

lebendig. Der Geopark erklärt<br />

anschaulich die Entstehung der geologischen<br />

Besonderheiten, egal ob mit<br />

Lehr- und Erlebnispfaden, Museen,<br />

Besucherhöhlen und –bergwerken<br />

oder in den Geopark-Info-stellen und<br />

ganz besonders bei geführten Touren<br />

mit den „Geoparkrangern“.<br />

Allgemein verständlich und unterhaltend<br />

begleiten diese speziell<br />

ausgebildeten Naturführer ihre Gäste<br />

auf spannende Entdeckungsreisen<br />

durch die geologische Vergangenheit<br />

Europas und lassen auch die jeweilige<br />

Geschichte, Kultur, Natur sowie Sagen<br />

und Mythen nicht zu kurz kommen.<br />

Während der Saison von April bis<br />

Oktober finden täglich mehrere Touren<br />

im gesamten Gebiet statt. Zusätzlich<br />

kann jede Führung auch zum Wunschtermin<br />

in der Geopark-Geschäftsstelle<br />

gebucht werden. Die Touren decken ein<br />

breites Themenspektrum ab, egal ob<br />

Naturfreund, Radfahrer oder sogar<br />

Literaturliebhaber, für jeden ist mit<br />

Sicherheit das Richtige dabei.<br />

Der Geopark mit seinen zahlreichen<br />

spektakulären Naturdenkmälern und<br />

Geotopen wurde im Jahr 2010 als<br />

„Nationaler Geopark“ zertifiziert. Diese<br />

Auszeichnung unterstreicht die Besonderheit<br />

der Region und ihrer Natur-<br />

Attraktionen.<br />

Wussten Sie schon, dass sich von den<br />

hundert schönsten Geoto-pen Bayerns<br />

sechzehn im Gebiet des Geoparks<br />

b e f i n d e n ? A u c h d r e i N a t i o n a l e<br />

Geotope, die Felsburg Tüchersfeld bei<br />

Pottenstein, das Felsenlabyrinth der<br />

Luisenburg in Wunsiedel und der<br />

Basaltkegel Hoher Parkstein, findet<br />

man im Geopark. Unter dem Motto<br />

„Aufbruch ins Erdinnere“ lädt dieser<br />

ein, die einzigartigen Natur-denkmäler<br />

zu entdecken. Das Veranstaltungsprogramm<br />

und viele weitere Informationen<br />

zum Geopark sind bei jeder Touristinformation<br />

oder im Internet unter<br />

www.geopark-bayern.de erhältlich.<br />

Kontakt:<br />

Geschäfts- und Koordinierungsstelle<br />

GEOPARK Bayern-Böhmen<br />

info@geopark-bayern.de<br />

Tel.(09602) 9 39 81 66<br />

Fax (09602) 9 39 81 70<br />

Marktplatz 1 D-92711 Parkstein<br />

www.geopark-bayern.de<br />

Vorsitzender des Vereins:<br />

Landrat Dr. Karl Döhler<br />

Jean-Paul-Straße 9, 95632 Wunsiedel<br />

Sitz des Vereins:<br />

GEOPARK Bayern-Böhmen e. V.<br />

Marktplatz 1, D-92711 Parkstein<br />

Geschäftsführer: Thomas Edelmann<br />

Projektleiter: Dr. Andreas Peterek<br />

Internet: www.geopark-bayern.de<br />

Bankverbindung Sparkasse<br />

Hochfranken BLZ: 780 500 00<br />

Kontonummer: 222 019 150<br />

Geoparks sind großräumige Regionen,<br />

in denen im besonderen Maße dem<br />

Besucher die Bedeutung und die enge<br />

Beziehung zwischen den geologischen<br />

Gegebenheiten, der früheren und<br />

heutigen Landnutzung sowie der<br />

Wirtschafts- und Kulturgeschichte des<br />

Raumes bewusst und erlebbar gemacht<br />

werden kann. Geoparks tragen<br />

damit der Tatsache Rechnung, dass in<br />

den letzten Jahren das öffentliche<br />

Interesse an geowissenschaftlichen<br />

Themen enorm gestiegen ist, und dass<br />

andererseits ein nachhaltiger Umgang<br />

mit den begrenzten Ressourcen<br />

unseres Planeten dringlicher ist denn<br />

je.<br />

Im Konzept des Geoparks verbinden<br />

sich die Ziele des Natur- und Umweltschutzes,<br />

die Wahrung unseres geologischen<br />

Erbes und eine verbesserte<br />

geowissenschaftliche Bildung mit der<br />

Förderung der regionalen Wirtschaftsund<br />

Tourismusentwicklung. Es wird<br />

daher derzeit weltweit in zahlreichen<br />

Projekten umgesetzt. Unterstützt wird<br />

die Bildung von Geoparks seit Juni<br />

2001 durch die Organisation der<br />

Vereinten Nationen für Erziehung,<br />

Wissenschaft und Kultur (UNESCO),<br />

insbesondere im Hinblick auf den Ausbau<br />

eines weltweiten UNESCO-Geopark<br />

Netzwerkes. Bereits seit 1972 gibt<br />

es die UNESCO-Konvention zum<br />

Schutz des Kultur- und Naturerbes, die<br />

Denkmäler und Naturlandschaften von<br />

herausragender Bedeutung für die<br />

gesamte Menschheit zum Gegenstand<br />

hat, und der bisher 147 Staaten beigetreten<br />

sind. Über einen derartigen<br />

Schutzstatus verfügen Geoparks<br />

jedoch nicht. Sie dienen vorrangig dem<br />

besseren Verständnis für das System<br />

Erde sowie dem nachhaltigen Umgang<br />

mit ihren Ressourcen.<br />

Geoparks zeichnen sich insbesondere<br />

durch ihre geologischen Sehenswürdigkeiten<br />

(Geotope) aus, die von herausragender<br />

geowissenschaftlicher<br />

Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit<br />

sind oder repräsentative Bestandteile<br />

der Landschaft oder deren geologischer<br />

Entstehungsgeschichte darstellen.<br />

In vielen Fällen werden dazu in<br />

gemeinsamen Initiativen von Geopark-<br />

Beteiligten, Natur- und Umweltschutzbehörden<br />

und -verbänden


Burg Loket Tschechien<br />

verwachsene Geotope wieder zugänglich<br />

gemacht und zum Beispiel mit Hilfe<br />

informativer Schautafeln allgemeinverständlich<br />

erläutert. Zusätzlich zu<br />

den Geotopen sollen Geoparks auch<br />

archäologische, ökologische, historische<br />

und kulturelle Sehenswürdigkeiten<br />

enthalten. Innerhalb eines<br />

Geoparks sind die Sehenswürdigkeiten<br />

sowie Museen, Besucherbergwerke,<br />

Erlebnispfade sowie die Möglichkeiten<br />

zur Besichtigung von Natursteinwerken<br />

etc. eng miteinander vernetzt.<br />

Darüber hinaus besteht ein reichhaltiges<br />

Angebot an individuellen und<br />

geführten Exkursionen zu verschiedenen<br />

geowissenschaftlichen Themen.<br />

Nationaler GeoPark<br />

Um die verschiedenen Geopark-<br />

Initiativen in Deutschland zu bündeln,<br />

wurde im Jahr der Geowissenschaften<br />

2002 das Prädikat "Nationaler Geo-<br />

Park" eingeführt. Mit diesem 2003<br />

erstmals vergebenen Prädikat wird im<br />

Einvernehmen mit dem Bundesministerium<br />

für Bildung und Forschung<br />

(BMBF) das Logo "planeterde® - Welt<br />

der Geowissenschaften" durch die<br />

Alfred-Wegener-Stiftung (AWS) für<br />

jeweils fünf Jahre verliehen. Über die<br />

Vergabe entscheidet eine aus elf Mitgliedern<br />

bestehende Expertengruppe<br />

nach bundesweit einheitlichen Richtlinien.<br />

Eine Vergabe für jeweils fünf<br />

Jahre soll sicherstellen, dass ein mit<br />

dem Prädikat ausgezeichneter Nationaler<br />

GeoPark auch langfristig die<br />

gestellten Qualitätsansprüche erfüllt<br />

und sich lebendig weiterentwickelt.<br />

Derzeit sind in Deutschland die nachfolgend<br />

genannten Geoparks als<br />

Nationale GeoParks zertifiziert; für den<br />

bayerischen Anteil des Bayerisch-<br />

Böhmischen Geoparks wird ein<br />

entsprechender Antrag im Herbst 2006<br />

gestellt werden.<br />

Bisherige Nationale GeoParks in<br />

Deutschland:<br />

Bergstraße-Odenwald,<br />

Teilgebiet Braunschweiger Land des<br />

Geoparks Harz – Braunschweiger<br />

Land – Ostfalen,<br />

Mecklenburgische<br />

Eiszeitlandschaft,<br />

Schwäbische Alb,<br />

Vulkanland Eifel,<br />

Nördlinger Ries.<br />

Gsteinigt bei Arzberg<br />

Tuechersfeld<br />

Geoparkranger im Waldnaabtal<br />

Geoparkranger Steinbruch Schicker<br />

Geotopweg


Point<br />

Yello<br />

Ein Yello-Album ist eine klingende Fahrt ins Blaue. Wir wissen, wo<br />

die Reise beginnt, aber wir haben keine Ahnung, wo sie aufhören<br />

wird. Das war schon immer so, und ist auch mit dem neuesten<br />

Wurf, genannt »Point«, nicht anders. Dieter Meier und Boris Blank<br />

– ein Songschreiber-Duo, wie es von Hergé (Tim & Struppi)<br />

erfunden sein könnte. Dem einen, Blank, kommen die Melodien<br />

im Traum, die den anderen, Meier, in einen Rausch stürzen, der<br />

ihn wilde Dada-Geschichten in die Schreibmaschine hämmern<br />

lässt. Dem einen, Blank, ist es am wohlsten in der Klause seines<br />

Studios. Der andere, Meier, ist mit Siebenmeilenstiefeln auf der<br />

ganzen Welt unterwegs. Seit vierzig Jahren machen die beiden<br />

zusammen Musik. Von Altersweisheit keine Spur.<br />

Kitsch<br />

Annett Louisan<br />

Annett Louisan ist zurück! Ein Jahr nach der Veröffentlichung<br />

ihres siebten Studioalbums „Kleine große Liebe“ beglückt die<br />

Sängerin ihre Fans nun mit ihrem zweiten Coveralbum<br />

„Kitsch“ mit 15 wunderschönen Neuinterpretationen<br />

weltbekannter Hits. Dass sie ein Gespür für eine großartige,<br />

wenn auch untypische Songzusammenstellung hat, zeigte<br />

die 43-Jährige Künstlerin bereits mit ihrem 2016<br />

erschienenen Coveralbum „Berlin – Kapstadt – Prag“ und<br />

beweist dies mit „Kitsch“ nun erneut! Angefangen mit<br />

Megahits wie „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer<br />

und „I Want It That Way“ von den Backstreet Boys, über<br />

„Bitter Sweet Symphony“ von The Verve, „Friday I´m In Love“<br />

von The Cure oder etwa „Torn“ von Ednaswap umspannt<br />

Annett Louisans neuestes Werk die letzten Jahrzehnte<br />

Musikgeschichte - und verleiht den bekannten Songs mit<br />

ihrer einzigartigen Stimme ihre ganz eigene Note.<br />

Rough and Rowdy Ways<br />

Bob Dylan<br />

Bob Dylan ist zurück. Die Folk- und Rockikone<br />

veröffentlicht <strong>2020</strong> ihr neues, mittlerweile 39.<br />

Studioalbum. »Rough And Rowdy Ways« heißt der mit<br />

Spannung erwartete Nachfolger des 3-fach-Coveralbums<br />

»Triplicate« aus 2017 und gleichzeitig das erste Album mit<br />

neuem Material seit »Tempest«, das bereits vor acht<br />

Jahren erschien. Bei »Rough And Rowdy Ways« handelt<br />

es sich um ein Doppelalbum. Mit den Singles »Murder<br />

Most Foul«, »I Contain Multitudes« und »False Prophet«<br />

gab es bereits drei Höreindrücke.


Reinhard Friedrich Michael Mey,<br />

geboren * 21. Dezember 1942 in<br />

Berlin, ist ein deutscher Musiker<br />

und ein Hauptvertreter der<br />

deutschen Liedermacher-Szene.<br />

Seine Pseudonyme sind Frédérik<br />

Mey (in Frankreich), Alfons<br />

Yondraschek und Rainer May.<br />

Leben<br />

Mey besuchte in Berlin das Französische Gymnasium, an<br />

welchem er 1963 erfolgreich das französische Baccalauréat<br />

und das deutsche Abitur absolvierte. Im Anschluss daran<br />

schloss er eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Schering AG Berlin ab. Das danach begonnene<br />

Betriebswirtschaftslehre-Studium an der TU Berlin brach Mey nach sechs Semestern ab, um sich ganz der<br />

Liedermacherei zu widmen.<br />

Heute lebt Reinhard Mey mit seinen zweiten Ehefrau in Berlin-Frohnau. Zwei gemeinsamen Söhne und eine<br />

Tochter sind aus dieser Ehe hervorgegangen. In der TV-Sendung "Beckmann" teilte Mey im September 2009<br />

mit, dass sein zweiter Sohn Maximilian im März 2008 ins Wachkoma gefallen sei.<br />

Karriere<br />

Mey brachte von 1967 bis 2013 insgesamt 26 Studioalben heraus, dazu kommen 13 veröffentliche Live-<br />

Platten sowie unzählige Sampler, Singles und DVDs - und das allein in Deutschland.<br />

Doch auch in Frankreich und den Niederlanden kann er große Erfolge feiern: 7 Frédérik-Mey-Alben und 2<br />

Live-LPs erschienen in französischer Sprache und einige seiner Texte sind sogar in französischen<br />

Schulbüchern zu finden. Seine einzige Doppel-Platin-Platte erschient 1975 auf niederländisch unter dem<br />

Titel "Als de dag van toen ("Wie vor Jahr und Tag")"<br />

1970 versuchte er mit "One Vote for Tomorrow" in Großbritannien an seine anderen Erfolge im Ausland<br />

anzuknüpfen, der Versuch schlug jedoch fehl.<br />

Das wohl bekannteste Lied Meys stammt aus dem Jahr 1974 und trägt den Titel "Über den Wolken". Bei der<br />

vom ZDF veranstalteten Wahl der 100 besten Lieder des Jahrhunderts erreichte das Lied den 4. Platz und<br />

verfehlte die Top 3 damit nur knapp. Platz eins der deutschen Albumcharts erreichte Mey in den Jahren 1972<br />

mit "Mein achtel Lorbeerblatt", 2007 mit "Bunter Hund" und 2013 mit "Dann mach's gut".


BÜ<br />

CHE<br />

R ECKE<br />

Biss zur Mitternachtssonne<br />

Die weltberühmte Liebesgeschichte endlich aus Edwards Sicht<br />

Bella und Edward Band 5<br />

Stephenie Meyer<br />

Endlich Neues von Biss-Autorin Stephenie Meyer. Ihre TWILIGHT-<br />

Liebesromane standen über Wochen auf den Spiegel-Bestsellerlisten.<br />

Millionen von Leser*innen haben sich mit Bella in Edward verliebt. Jetzt<br />

nimmt Edward sie mit in die Tiefen seiner dunklen Vergangenheit.<br />

Die Geschichte von Bella und Edward ist weltberühmt! Doch bisher<br />

kennen Leser*innen nur Bellas Blick auf diese betörende Liebe gegen<br />

jede Vernunft. In Biss zur Mitternachtssonne erzählt nun endlich<br />

Edward von ihrer ersten Begegnung, die ihn wie nichts zuvor in seinem<br />

Leben auf die Probe stellt, denn Bella ist zugleich Versuchung und<br />

Verheißung für ihn. Der Kampf, der in seinem Innern tobt, um sie und ihre Liebe zu retten, verleiht dieser<br />

unvergesslichen Geschichte einen neuen, dunkleren Ton.<br />

Blutige Nachrichten<br />

Stephen King<br />

Die Chroniken von Alice - Die Schwarze Königin<br />

Die Dunklen Chroniken Band 2<br />

Christina Henry<br />

»Die Dunklen Chroniken« gehen weiter: Alice' Abenteuer in einer<br />

dunklen, verrückten und absolut faszinierenden Welt ist noch nicht zu<br />

Ende ...<br />

Alice hat den Kampf gegen den Wahnsinn gewonnen – vorerst. Sie hat<br />

die Schandtaten des Kaninchens sowie den Blutdurst des Jabberwocks<br />

überlebt und will nun ein Versprechen einlösen: Jenny, die Tochter ihres<br />

Freundes Hatcher, zu finden. Doch Alice und Hatcher erwartet der<br />

nächste Albtraum. Sie müssen in das Reich der verrückten Weißen<br />

Königin vordringen, wo das wahre Spiel um das finstere Wunderland<br />

bereits begonnen hat. Jeder Zug führt Alice näher an ihre Bestimmung.<br />

Aber damit sie als Siegerin hervorgeht, muss sie nicht nur ihre neuen<br />

Kräfte zu beherrschen lernen, sondern<br />

herausfinden, was mit der rätselhaften<br />

Schwarzen Königin geschehen ist ...<br />

In der Vorweihnachtszeit richtet eine Paketbombe an einer Schule nahe<br />

Pittsburgh ein Massaker an. Kinder sterben. Holly Gibney verfolgt die<br />

furchtbaren Nachrichten im Fernsehen. Der Reporter vor Ort erinnert sie<br />

an den gestaltwandlerischen Outsider, den sie glaubt vor nicht allzu langer<br />

Zeit zur Strecke gebracht zu haben. Ist jene monströse, sich von Furcht<br />

nährende Kreatur wiedererwacht?<br />

Die titelgebende Geschichte »Blutige Nachrichten« – eine Stand-alone-<br />

Fortsetzung des Bestsellers »Der Outsider« – ist nur einer von vier<br />

Kurzromanen in Stephen Kings neuer Kollektion, die uns an so<br />

fürchterliche wie faszinierende Orte entführt. Mit einem Nachwort des<br />

Autors zur Entstehung jeder einzelnen Geschichte.


Der Outsider<br />

Roman<br />

Stephen King<br />

Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen<br />

Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten<br />

unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein<br />

allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft,<br />

verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph<br />

Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige<br />

Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann<br />

zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen<br />

nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen -<br />

ein wasserdichter Fall also?<br />

Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten<br />

zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der sympathische<br />

Coach wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen<br />

Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich<br />

war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.<br />

Das Institut<br />

Roman<br />

Stephen King<br />

Kinder für einen geheimen Krieg – der neue große Stephen King<br />

In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige<br />

Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den<br />

betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation<br />

dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder<br />

auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine<br />

Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie<br />

Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den<br />

zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke<br />

erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau«<br />

verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen<br />

Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke<br />

an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem<br />

streng abgeschirmten Institut<br />

entkommen.<br />

Sleeping Beauties<br />

Roman<br />

Stephen King, Owen King<br />

Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald<br />

Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger<br />

Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen<br />

will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an<br />

einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich<br />

zunehmend ihren primitiven Instinkten.<br />

Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der<br />

Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu<br />

Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten<br />

muss? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den<br />

Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt.


Sei gesegnet<br />

Mögest Du arm an Unglück sein,<br />

und reich an Segen,<br />

langsam darin, Dir Feinde zu machen,<br />

und schnell bei der Freundschaft.<br />

Doch ob reich oder arm,<br />

schnell oder langsam,<br />

mögest Du von diesem Tag an<br />

nichts als Glück kennen.<br />

(keltischer Segen)

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