Sechsämtermagazin August 2020
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SECHSÄMTER<br />
MAGAZIN<br />
mit tschechien<br />
Ausgabe Nr. 79<br />
august <strong>2020</strong><br />
familien-magazin für bayern<br />
MEDIENHAUS<br />
schirnding<br />
schirnding.de
Ein Ostfriese kauft eine Motorsäge von einem Verkäufer in<br />
einem Baumarkt. Doch auch nach Tagen hat er Probleme mit<br />
der Säge. Er schafft innerhalb einer Woche nur 4 Bäume zu<br />
fällen.<br />
Enttäuscht kehrt er in den Baumarkt zurück und spricht den<br />
Verkäufer an. Der Verkäufer will die Motorsäge testen und lässt<br />
sie laufen. Der Ostfriese wundert sich und fragt den Verkäufer<br />
"Wat is denn dat für Jeräusch!“<br />
Er: Schatz, wie viel wiegst du eigentlich?<br />
Sie: Das sag ich dir nicht.<br />
Er: Komm, nur die ersten zwei Zahlen.<br />
Ein gutaussehende Frau wird an der Bar angesprochen. Der<br />
Mann: "Ich würde Sie gerne zu einem Drink einladen."<br />
Daraufhin die Frau mit sehr lauter Stimme: "Wie jetzt, ins<br />
Hotel?!!!" Darauf der Mann: "Oh, Entschuldigung, so habe ich<br />
das nicht gemeint".<br />
Die Frau wieder mit sehr lauter Stimme: "Wie jetzt, ins<br />
Hotel?!!!!". Der Mann setzt sich frustriert an seinen Tisch. Die<br />
Frau spricht ihn kurze Zeit später an, dieses mal mit leiser<br />
Stimme: "Tut mir leid mein Herr. Ich bin Psychologin und das<br />
war nur ein soziales Experiment. Darf ich Sie hierzu befragen?"<br />
Der Mann mit sehr lauter Stimme: Wieeee 50 Euro?"<br />
Meine Frau und ich sind zum Entschluss gekommen, dass wir<br />
keine Kinder möchten. Wer welche möchte, soll bitte<br />
Telefonnummer und Adresse hinterlassen, wir bringen sie dann<br />
vorbei.<br />
Polizeiwagen 42 über Polizeifunk: „Hallo Zentrale, hier ist<br />
Wagen 42. Wir haben in der Kaiser-Willhelm-Strasse einen<br />
Mordfall. Eine Frau hat ihren Mann umgebracht. Das Tatmotiv<br />
ist noch nicht ganz geklärt aber angeblich ist die Frau<br />
ausgerastet, als ihr Mann über den frisch gewischten Boden<br />
gelaufen ist.“<br />
Zentrale: „Haben Sie die Frau festnehmen können?“<br />
Wagen 42: „Nein, das konnten wir bislang noch nicht.“<br />
Zentrale: „Warum nicht?“<br />
Wagen 42: „Der Boden ist noch nicht ganz trocken!“<br />
Der Kontrolleur fragt den 22 Jährigen Fahrgast nach der<br />
Fahrkarte. Der zeigt nur eine Kinderfahrkarte.<br />
Kontrolleur: "Das geht nicht, das ist eine Kinderfahrkarte".<br />
Daraufhin der Mann: "Da sehen Sie mal, wie lange ich auf die<br />
Bahn warten musste.“<br />
Bei Facebook ändere ich meinen Namen auf KEIN MENSCH.<br />
Wenn ich Freundschaftsanfragen verschicke, steht dann bei<br />
denen: „KEIN MENSCH möchte mit dir befreundet sein.“<br />
Gestern habe ich mir eine Tarnhose gekauft. Heute kann ich sie<br />
nicht mehr finden.<br />
Es gibt eine komische Sitte in unserem Büro. Das Essen dort hat<br />
Namen. Gestern zum Beispiel holte ich mir ein Sandwich aus<br />
dem Kühlschrank wo "Michael" drauf stand.<br />
Ein älteres Ehepaar geht zum Arzt, weil der Mann sich unwohl<br />
fühlt.<br />
Der Mann wir eingehend untersucht. Der Arzt verschreibt<br />
daraufhin Schlaftabletten.<br />
Die Frau fragt: "Wie häufig, soll ich sie meinem Mann geben?"<br />
Der Arzt antwortet: "Die sind nicht für ihn, die sind für Sie?“<br />
Drei Waschmaschinen stehen im Wald. Kommt ein Jäger vorbei<br />
und erschießt die Erste. Die Waschmaschine ist auf der Stelle<br />
tot. Dann erschießt er die Zweite. Ach sie starb mit dem ersten<br />
Schuss.<br />
Zum Schluss schießt er auf die Dritte. Ein erstes, ein zweites<br />
und ein drittes Mal. Nichts passiert. Er schießt noch einmal. Es<br />
passiert wieder nichts. Da fängt die Waschmaschine an zu<br />
singen: "Waschmaschinen leben länger mit Calgon!“<br />
Das man Hühnchen mit Antibiotika vollpumpt, erklärt<br />
mindestens, warum Hühnersuppe bei Erkältungen hilft.<br />
Der Richter fragt den Angeklagten: "Wann haben sie<br />
Geburtstag?"<br />
"Am 3. Februar" "Welches Jahr?"<br />
"Jedes Jahr Herr Richter.“<br />
Beim Bewerbungsgespräch:<br />
„Frau Lobrink, was sind Ihre Schwächen?“<br />
„Ehrlichkeit.“<br />
„Ich glaube nicht, dass das ein Schwäche ist“<br />
„Auf Ihre Meinung gebe ich einen feuchten Furz.“<br />
Sie: "Ich habe es satt. Ich kann deine fiesen Bemerkungen über<br />
mein Gewicht nicht mehr ertragen! Ich verlasse dich!"<br />
Er: "Aber mein Schatz, was ist mit unserem Kind?"<br />
Sie: "Was für ein Kind?"<br />
Er: "Oh, dass heißt, du bist also gar nicht schwanger!?"<br />
Vater kauft sich ein Lügendetektor der immer ein Geräusch<br />
mach (ein lautes Mieeeepen), wenn jemand lügt. Der Sohn<br />
kommt am Nachmittag nach Hause.<br />
Der Vater: Na, warst du in der Schule. Sohn: ja. Der<br />
Lügendetektor: Miiieeeeep.<br />
Sohn: Ok, ich war im Kino. Detektor: Miiiiiiiieep.<br />
Sohn: Okay, war mit Freunden Bier trinken.<br />
Vater: Was? In deinem Alter haben wir nie Alkohol getrunken.<br />
Detektor: Miiieeeeeeep.<br />
Mutter lacht: Hahahahah, ist halt dein Sohn.<br />
Detektor: Miiiiiiiiieeeeeeep.<br />
Entschuldigung, Sie dürfen hier nicht fischen.<br />
Ich fische nicht! Ich bringe nur meinem Wurm bei zu<br />
schwimmen.<br />
Kleine Umfrage an Verheiratete: Auf einer Skala von 1-10, wie<br />
sehr haben Sie das Sagen in Ihrer Ehe.<br />
Schatz, darf ich bei der Umfrage mitmachen.
Die Leichtigkeit des Sommers<br />
Das mit dieser sommerlichen Leichtigkeit des Seins und all dem Abschütteln von<br />
Schwerem, will mir so gar nicht mehr gelingen. Hier eine Baustelle, dort eine<br />
Motorsense, hier ein lautes Fest und dort ein Gebrumme und der Lärm des<br />
Straßenverkehrs. Kein einziger Tag ohne Lärm und Streß.<br />
Früher war das irgendwie anders.<br />
Heute wird ganze Samstage auch noch auf Baustellen herumgebohrt und gefräst,<br />
so dass einem schon am ersten freien Wochenendtag die Erholung zum Garaus<br />
gemacht wird. Auch am Sonntag findet man keine richtige Ruhe mehr.<br />
Eine Bekannte, die in einem Restaurant arbeitet, meinte neulich, als ich ihr den<br />
ewigen nicht aufhören wollenden Baulärm jammerte: "Ach Schätzchen, die<br />
machen nur ihre Arbeit. Die sind so unter Druck". Man kann alles rationalisieren,<br />
sagte ich und fügte an, dass sie sicher deswegen immer Kopfschmerzen habe.<br />
Etwas lauter kam es dann aus mir: "und überhaupt, man sollte es verbieten. Gute<br />
Arbeit braucht Zeit und nicht Lärm. Sieht man ja, was dabei rauskommt."<br />
Ja, ich weiss, meinte sie stiller und sie erzählte von den Gemeindearbeitern, die<br />
sogar Gras mit dem Laubbläser wegblasen wie das Laub im Herbst.<br />
Stundenlanges Rasen mähen mit großen Maschinen und für 20 qm werden<br />
mindestens 4 Leute gebraucht. Man könne meinen, sie machen den Doktor<br />
darauf. Wie wenn es in einer Gemeinde nichts Anderes zu tun gäbe als unnötig<br />
herumzulärmen und die Zeit totzuschlagen.<br />
Wer hat's erfunden? Wer verbietet es endlich? Ging ja früher auch ohne und<br />
langsamer waren die nicht.<br />
"Ja, ja, die ach so saubere Schweiz", jetzt kam ich so richtig in Fahrt, "die sich<br />
von aussen so gepützelt gibt, hintenrum aber Waffen schiebt, Geld wäscht, die<br />
Kleinen und Armen ausnimmt und die Grossen laufen lässt. Perverser geht ja<br />
wohl nicht.".<br />
Meine Bekannte nickte wohlwollend, eine Tafel Schokolade in der einen,<br />
duftenden Kaffee in der anderen Hand: "Komm, wir machen eine kurze Siesta,<br />
danach geht es wieder an die Arbeit. Wir Kleinen sollten mal alle zusammen<br />
streiken. Weisst du, den Politikern geht es gut, die wissen nicht, was wir alles tun<br />
müssen, um über die Runden zu kommen. Es interessiert sie nicht, ob wir Lärm<br />
ausgesetzt sind, oder ob wir krank sind."<br />
"Das Recht auf ein ruhiges Wochenende, seufz!"<br />
Wir lachten und gingen beide wieder unseres Weges.<br />
Leichtigkeit des Sommers wo bist du nur geblieben?<br />
Dieter Sterlepper
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trauben<br />
Trauben<br />
Was alles in ihnen steckt<br />
Es gibt Wein- und Tafeltrauben –<br />
Tafeltrauben zum Essen, Weintrauben<br />
zur Weinherstellung. Beide Sorten sind<br />
Früchte der Weinrebe und enthalten<br />
relativ viel Fruchtzucker<br />
Inhaltsstoffe der Traube: Relativ<br />
viel Fruchtzucker<br />
Trauben bestehen hauptsächlich aus<br />
Wasser. Sie haben einen relativ hohen<br />
Fruchtzuckergehalt. Sie enthalten zudem<br />
Fruchtsäuren (vor allem Wein- und<br />
Apfelsäure).<br />
In Trauben steckt auch Vitamin B6 und<br />
Folsäure. Vitamin B6 benötigt der Körper<br />
unter anderem für den Eiweißstoffwechsel,<br />
Folsäure unter anderem für die<br />
Blutbildung. Auch enthalten Weintrauben<br />
den sekundären Pflanzenstoff Ellagsäure.<br />
In der Haut der Trauben findet sich<br />
der antioxidativ wirkende Pflanzenstoff<br />
Resveratrol.<br />
Herkunft: Eine der ältesten<br />
Kulturpflanzen<br />
Man unterscheidet zwischen Weintrauben<br />
und Tafeltrauben. Tafeltrauben sind<br />
die Beeren, die umgangssprachlich als<br />
Weintrauben bekannt sind und die wir als<br />
Obst verzehren oder in getrockneter Form<br />
als Rosinen. Aus Weintrauben wird Wein<br />
hergestellt. Die Weinrebe ist eine der<br />
ältesten Kulturpflanzen der Menschen.<br />
Bereits vor 5000 Jahren bauten die<br />
Ägypter die Kletterpflanzen an und<br />
verarbeiteten die Trauben zu Wein. Auch<br />
die Römer schätzten Weintrauben. Sie<br />
verbreiteten die Beeren in den gesamten<br />
Mittelmeerraum und nach Nordeuropa.<br />
Heute sind Wein- und Tafeltrauben ein<br />
wirtschaftlich sehr bedeutendes Gut. Ihre<br />
Produktion liegt weltweit an zweiter Stelle<br />
aller Obstarten. Dabei werden 80 Prozent<br />
der Trauben zu Wein verarbeitet, zehn<br />
Prozent gehen als Tafeltrauben in den<br />
Handel, die restlichen zehn Prozent<br />
w e r d e n g e t r o c k n e t a l s R o s i n e n<br />
angeboten.<br />
Botanik: Rund 16.000 Rebsorten<br />
Eines vorweg: Trauben gehören<br />
botanisch gesehen zu den Beeren. Tafelund<br />
Weintrauben sind die Früchte der<br />
Weinrebe, einer sommergrünen Kletterpflanze.<br />
Der Kletterstrauch, der Winkelranken<br />
bildet, wird an Gerüstsystemen<br />
kultiviert. Die Blüten der Pflanze, aus<br />
denen die Beeren wachsen, sind in<br />
Rispen gebündelt. Die Beeren sind rund<br />
bis oval und grün, gelblich, rot oder blau<br />
bis schwarzblau. Es gibt kernlose Sorten<br />
und welche mit Kernen. Die Kerne<br />
befinden sich in den zwei bis vier Fächern<br />
der Beere, eingebettet im weichen,<br />
saftigen Fruchtfleisch.<br />
Ein Weinstock trägt pro Saison bis zu 50<br />
Trauben und kann bis zu 60 Jahre alt<br />
werden. Die Vielfalt an Traubenarten ist<br />
riesig: Es gibt rund 16.000 Rebsorten. Zu<br />
erwähnen sind die edlen Muskattrauben,<br />
die weiß oder blau sind und nach Muskat<br />
schmecken. Weinreben wachsen in allen<br />
gemäßigten, teils subtropischen Regionen<br />
der Erde. Tafeltrauben brauchen ein<br />
besonders warmes und mildes Klima,<br />
damit sie ihren süßen und aromatischen<br />
Geschmack ausbilden können.<br />
Trauben-Saison: Ein Dauergast<br />
im Obstregal<br />
Weintrauben findet man immer im<br />
Obstregal. Die Länder der Nord- und<br />
Südhalbkugel wechseln sich in der<br />
Produktion ab. Heimische Beeren, die aus<br />
dem Mittelmeerraum stammen, haben<br />
von Ende <strong>August</strong> bis November Hochsaison.<br />
Lagerung: Trauben reifen nicht<br />
nach<br />
Tafeltrauben reifen nicht nach. Deshalb<br />
sollte man darauf achten, nur vollreife,<br />
unbeschädigte Beeren zu kaufen. Auch<br />
sollte ihr Duftfilm, die wachsige Schicht<br />
auf der Beerenhaut, noch vorhanden sein.<br />
Trauben sollte man rasch verbrauchen,<br />
s i e h a l t e n n u r w e n i g e Ta g e . I m<br />
Kühlschrank bleiben sie etwas länger<br />
frisch.<br />
Tipps zur Zubereitung: Frisch,<br />
getrocknet oder als Saft<br />
Tafeltrauben eignen sich als Belag für<br />
Torten, man kann aus ihnen auch Gelee<br />
oder Marmelade kochen. Die Beeren<br />
werden gerne zu Käseplatten gereicht.<br />
Getrocknet sind sie als Rosinen sehr<br />
beliebt. Traubensaft und das aus den Samen<br />
der Beeren gepresste Traubenkernöl<br />
wird aus Weintrauben hergestellt.
mispel<br />
Mispel: Spätes Obst<br />
Die orientalische Frucht findet man nur<br />
selten bei hiesigen Obsthändlern. Die<br />
Mispel schmeckt leicht säuerlich und<br />
eignet sich gut für Marmeladen und<br />
Gelees<br />
Inhaltsstoffe der Mispel:<br />
M i s p e l n e n t h a l t e n u n t e r<br />
anderem Vitamin C, Stärke,<br />
Pektin und Gerbstoffe.<br />
Herkunft der Mispel:<br />
Obst aus dem Orient<br />
Die Mispel stammt ursprünglich<br />
aus dem asiatischen Raum. Im<br />
Orient bauen die Menschen sie<br />
seit etwa 3000 Jahren an.<br />
Später kam die Pflanze nach<br />
Europa und war vor allem im<br />
Mittelalter weit verbreitet. Heute<br />
spielt sie bei uns als Obstlieferant<br />
kaum noch eine Rolle.<br />
Angebaut wird sie hauptsächlich<br />
in Südostasien.<br />
Botanik: Früchte mit<br />
Krönchen<br />
Die Mispel Mespilus germanica<br />
stammt aus der Familie der<br />
Rosengewächse. Der Baum<br />
kann 70 Jahre und älter werden.<br />
Mit einer Höhe von nur etwa<br />
zwei bis fünf Metern ist er eher<br />
kleinwüchsig. Für die Verankerung im<br />
Boden sorgen die flachen, aber weit<br />
verzweigten Wurzeln. Die grünen Blätter<br />
sind oval und laufen spitz zu. Ihre<br />
U n t e r s e i t e i s t h e l l e r<br />
gefärbt als die Oberseite<br />
und filzig behaart.<br />
Die Baumkrone ist ausladend<br />
und wirkt nahezu<br />
rund. Dadurch erscheinen<br />
viele der Gewächse breiter<br />
als hoch. Typisch ist ein<br />
üppiges Verzweigungssystem,<br />
das aus Lang- und<br />
Kurztrieben besteht. Wildwachsende<br />
Arten haben<br />
Dornen an den Trieben.<br />
Nur an den Kurztrieben entstehen die<br />
weißlichen, manchmal auch rosafarbenen<br />
Blüten. Sie erinnern an die Blüten von<br />
Apfelbäumen und erscheinen im Mai und<br />
Juni.<br />
Gegen Ende Oktober reifen die ersten<br />
Früchte. Sie sind bräunlich und von einem<br />
harten Gewebe durchzogen. Daher<br />
kommt auch ihre Bezeichnung als<br />
Steinapfel. Ein Unterscheidungsmerkmal<br />
sind die fünf vertrockneten Kelchzipfel,<br />
die bei der Mispel an einem Ende in Form<br />
einer Krone zusammenstehen. Kulturformen<br />
tragen bis zu sechs Zentimeter<br />
lange Früchte. Wildformen bringen<br />
deutlich kleineres Obst hervor. Jedes<br />
Exemplar enthält fünf längliche Samen.<br />
Tiere wie Vögel oder Eichhörnchen<br />
fressen die zuckerreichen Früchte und<br />
verteilen die Samen. Dadurch helfen sie<br />
den Bäumen bei der Verbreitung.<br />
Mispel-Saison: Seltene<br />
Spätzünder<br />
Erntebereit sind Mispeln nach dem<br />
ersten Frost. In Deutschland ist das Obst<br />
im Supermarkt jedoch nur noch selten<br />
erhältlich.<br />
Lagerung der Mispel:<br />
Mispeln sollten einige Zeit gelagert<br />
werden, bis das Fruchtfleisch teigig ist.<br />
Tipps zur Zubereitung der<br />
Mispel<br />
Erst nach längerer Lagerung<br />
schmecken Mispeln angenehm<br />
aromatisch. Durch die Lagerung<br />
werden die harten Früchte auch<br />
zunehmend mürber. Zur Zubereitung<br />
das Obst aufschneiden,<br />
die Kerne entfernen und das<br />
Fruchtfleisch in Stücke zerteilen.<br />
Alternativ lässt es sich auch gleich<br />
aus der Schale auslöffeln.<br />
Mispeln kann man roh verzehren.<br />
Sie eignen sich aber auch zur<br />
Verarbeitung zu Marmelade,<br />
Gelee, Mus oder Saucen. Häufig<br />
werden sie dabei mit anderem<br />
Obst wie Äpfeln oder Birnen<br />
gemischt. Weitere Spezialitäten<br />
aus der alten Obstsorte sind<br />
Liköre und Wein.<br />
Unter Feinschmeckern gelten in<br />
gezuckertem Essig eingelegte<br />
Mispeln als Delikatesse. Aus<br />
getrockneten Mispeln lässt sich<br />
dank ihres hohen Stärkeanteils ein<br />
aromatisches Mehl gewinnen.
Krebs war früher eine seltene Krankheit,<br />
die nur einen geringen Prozentsatz der<br />
Menschen betraf. Um die Jahrhundertwende<br />
starben nur wenige Menschen an<br />
Krebs. Doch heutzutage ist Krebs so weit<br />
verbreitet, dass fast jeder einen Verwandten<br />
hat, der an Krebs leidet.<br />
Krebserkrankungen stellen heute keine<br />
Ausnahme mehr dar; Krebs ist stattdessen<br />
zu einer der häufigsten Erkrankungen<br />
unserer Zeit geworden.<br />
Krebs entwickelt sich über einen<br />
langen Zeitraum<br />
Entgegen der populären Ansicht benötigt<br />
Krebs mehrere Jahrzehnte, um sich im<br />
Menschen zu entwickeln. Bedingt durch<br />
diese lange Inkubationszeit ist es der<br />
Wissenschaft trotzdem nicht möglich, uns<br />
die Methoden der Zerstörung jeglicher<br />
Krebszellen im Frühstadium zu demonstrieren.<br />
Ferner kann sie uns nicht aufzeigen,<br />
wie die Ausbreitung von Krebszellen<br />
im Körper verhindert werden kann.<br />
Krebs ist nicht<br />
genetischen Ursprungs<br />
Dr. Robert A. Weinberg, Massachusetts<br />
Institute of Technology (MIT), einer der<br />
führenden Krebsforscher und Entdecker<br />
des so genannten Krebs-Gens, widerrief<br />
seine früheren Ansichten, nachdem er<br />
entdeckt hatte, dass " weniger" als ein<br />
DNS-Hauptbestandteil von einer Million<br />
falsch kopiert wurde".<br />
Das reicht nicht aus für einen Defekt!<br />
Seine genauen Worte: "Etwas stimmte<br />
nicht. Der Glaube an die fortlaufende<br />
Aktivierung einer Reihe von Krebs-Genen<br />
hat für die Erklärung der Krebsentstehung<br />
völlig an Bedeutung verloren." Er nannte<br />
die bis dahin gewonnenen genetischen<br />
Erkenntnisse "steril". Die Hauptursache<br />
für Krebs ist demnach nicht genetisch<br />
bedingt.<br />
Dies wurde 1998 bekannt gegeben. Diese<br />
Informationen wurden nicht verbreitet!<br />
Die Wissenschaft ist ratlos<br />
Der Hauptgrund für Krebs nicht genetischer<br />
Natur. Sogar bei familiär bedingter<br />
Vorbelastung gibt es reale Hoffnung auf<br />
Heilung. Unglücklicherweise bewegen<br />
sich die Genforscher rückwärts, indem sie<br />
versuchen, die Fakten in ihre genbestimmten<br />
Theorien zu drängen, obwohl<br />
diese nicht passen. Denn wie Wissenschaftler<br />
viele Jahre zuvor bewiesen, ist<br />
Krebs genetisch nicht dominant. Zu<br />
welchen Schlussfolgerungen führt uns<br />
das? Wo finden wir Lösungen? Was ist mit<br />
den populären Ansichten bezüglich<br />
gesunder Ernährung, um sich gegen<br />
Krebs zu schützen?<br />
Überleben. Und genau deswegen sollte<br />
man auch dementsprechend Eigenverantwortlich<br />
damit umgehen, also die<br />
Verantwortung nicht zur Gänze an andere<br />
abschieben. Letztendlich ist es immer Ihre<br />
eigene Entscheidung, welche Methode<br />
der Behandlung Sie für sich auswählen.<br />
Denn niemand außer Ihnen selbst, wird die<br />
Konsequenzen dafür tragen müssen.<br />
Krebs im Endstadium<br />
Menschen mit Krebs im Endstadium leiden<br />
unter den schmerzenden Nebenwirkungen<br />
einer erfolglosen schulmedizinischen<br />
Krebstherapie. Unter palliative<br />
Betreuung verbringen sie in Sterbehospizen<br />
ihre letzten Wochen.<br />
Was Massenmedien über Krebs<br />
im Endstadium verschweigen<br />
Massenmedien berichten gerne und viel<br />
über schulmedizinische Krebstherapien.<br />
Sie konzentrieren sich dabei auf (zweifelhafte)<br />
Erfolgsmeldungen und neue<br />
angeblich vielversprechende Medikamente<br />
oder Therapien. Über die Vorgänge<br />
auf den Palliativstationen jedoch wird<br />
lieber geschwiegen.<br />
Menschen leiden unter den Folgen der<br />
schulmedizinischen Krebstherapie<br />
In der Schulmedizin soll es – nach<br />
außen hin – nichts als Erfolge<br />
geben<br />
Wenn die Massenmedien das Thema<br />
Krebs ausschlachten, dann tun sie das<br />
meist ganz im Sinne der Schulmedizin.<br />
Deren aggressive Therapien werden als<br />
einzig wahre und als einzig Erfolg<br />
versprechende Behandlungsmethode<br />
dargestellt. Alle anderen Wege, die sich<br />
einem Krebskranken bieten, werden<br />
bekanntlich rundheraus als Scharlatanerie<br />
bezeichnet.<br />
Während die Medien also jeden Krebsüberlebenden<br />
zu den Erfolgen der<br />
Schulmedizin zählen und diese in<br />
regelmäßigen Abständen dafür ehren und<br />
preisen, während sie brav von neuen<br />
geplanten Therapiemöglichkeiten berichten<br />
und frisch auf dem Markt erscheinende<br />
Krebsmedikamente bereits als DIE<br />
Krebskiller schlechthin feiern, wird es<br />
plötzlich ganz still, wenn es nicht mehr um<br />
medizinische Innovationen oder um<br />
Prominente geht, die Krebs besiegten,<br />
sondern wenn die andere Seite im<br />
Mittelpunkt der Berichterstattung stehen<br />
soll:<br />
Das unsägliche Leid von Menschen mit<br />
Krebs im Endstadium. Von Menschen, die<br />
auf den Palliativstationen(1) ihre letzten<br />
Wochen und Monate verbringen. Vom<br />
Sterben nach einer qualvollen und misslungenen<br />
schulmedizinischen Therapie.<br />
In der Schulmedizin soll es – nach<br />
außen hin – keine Toten geben<br />
“Nur sehr wenige Berichte über Krebs<br />
behandeln den Tod und das Sterben, und<br />
selbst jene, die das tun, erwähnen in der<br />
Regel weder die palliative Betreuung noch<br />
die Arbeit von Sterbehospizen,“ schreiben<br />
die Forscher der Universität von Pennsylvania<br />
nach einer diesbezüglichen Studie,<br />
die in den Archives of Internal Medicine<br />
veröffentlicht wurde.<br />
Die Forscher untersuchten 436 Artikel, die<br />
in den Nachrichtenmagazinen Newsweek,<br />
Parade, People, Redbook und Time<br />
erschienen sind, sowie Artikel aus den<br />
acht Tageszeitungen von Chicago, New<br />
York und Philadelphia. Sie fanden heraus,<br />
dass 32,1 Prozent aller Artikel sich auf die<br />
erfolgreiche Behandlung mindestens<br />
eines Patienten konzentrierten, während<br />
nur 7,6 Prozent über letztlich verstorbene<br />
Patienten berichteten. Und gar nur 2,2<br />
Prozent der untersuchten Artikel behandelten<br />
sowohl die positiven als auch die<br />
negativen Therapieergebnisse.<br />
In der Schulmedizin soll es – nach<br />
außen hin – keine Nebenwirkungen<br />
geben<br />
Von 216 namentlich genannten Personen<br />
in den untersuchten Artikeln überlebten<br />
angeblich 78,7 Prozent die Erkrankung,
während nur 21,3 Prozent der Patienten<br />
an ihren Folgen verstarben. Es wäre<br />
interessant zu erfahren, wie diese Zahlen<br />
zustande kamen, da bekannt ist, dass in<br />
Wirklichkeit 50 Prozent der mit Krebs<br />
diagnostizierten Menschen (zumindest in<br />
den USA) die Krankheit nicht überleben.<br />
Außerdem fanden die Forscher heraus,<br />
dass nur in 30 Prozent der Artikel vom<br />
Risiko nachteiliger Therapie-Nebenwirkungen<br />
die Rede ist – und das, obwohl<br />
viele Krebsbehandlungen – wie inzwischen<br />
jeder wissen dürfte – ernstzunehmende<br />
und sogar gefährliche Nebenwirkungen<br />
haben können.<br />
57 Prozent der Artikel behandelten<br />
ausschließlich aggressive Formen der<br />
Krebsbehandlung, aber nur 13,1 Prozent<br />
der Artikel gaben zu, dass derartige<br />
Behandlungsmethoden nicht immer in<br />
einer besseren Überlebensrate resultieren.<br />
Lediglich zwei Artikel (0,5 Prozent)<br />
berichteten von sterbebegleitenden<br />
Maßnahmen, und nur 11 (2,5 Prozent)<br />
sprachen sowohl über die aggressiven<br />
Behandlungsmethode als auch über die<br />
palliative Versorgung.<br />
Und die Wirklichkeit? In der<br />
Schulmedizin wird gelitten und<br />
gestorben<br />
Eine derartig verdrehte Berichterstattung<br />
vermittle den Menschen ein verzerrtes Bild<br />
von den Behandlungsmöglichkeiten bei<br />
Krebs und vor allem von deren Erfolgsaussichten,<br />
warnten die Forscher. Die<br />
Ärzte seien sicher nicht jene heldenhaften<br />
Heiler, die sie vielleicht gerne wären. Im<br />
Gegenteil. Oft führen ihre Therapien<br />
dorthin, wo ihnen letztendlich nichts mehr<br />
anderes übrig bleibe, als die Patienten mit<br />
Hilfe von wohldosierten Schmerzmitteln<br />
und anderen betäubenden Medikamenten<br />
still und leise in den Tod zu begleiten.<br />
Davon jedoch solle möglichst niemand<br />
erfahren.<br />
Fussnote<br />
(1) Palliativstation: Die palliative Betreuung ist eine<br />
medizinische Maßnahme für Patienten mit Krebs im<br />
Endstadium. Sie sind am Ende ihres Leidensweges<br />
angelangt. Nach Meinung der Schulmedizin gibt es<br />
für sie keine Heilchancen mehr. Auf den<br />
Palliativstationen der Kliniken soll die Lebensqualität<br />
dieser Patienten erhöht werden, indem man<br />
versucht, schwere Symptome zu lindern. Palliative<br />
Strahlentherapien etwa sollen Schmerzen<br />
reduzieren sowie Blutungen und Atemnot verhindern<br />
– was in der Praxis in manchen Fällen leider nicht<br />
mehr klappt<br />
Anmerkung:<br />
Das ist hier kein Aufruf, sich bei einer Krebsdiagnose<br />
nicht behandeln zu lassen. Es geht viel mehr<br />
hauptsächlich darum, dass man sich Informationen<br />
aus verschiedenen Quellen holt und sich nicht nur auf<br />
die Aussagen der Schulmedizin verlässt. Es geht um<br />
das eigene Leben – Überleben. Und genau<br />
deswegen sollte man auch dementsprechend<br />
Eigenverantwortlich damit umgehen, also die<br />
Verantwortung nicht zur Gänze an andere<br />
abschieben. Letztendlich ist es immer Ihre eigene<br />
Entscheidung, welche Methode der Behandlung Sie<br />
für sich auswählen. Denn niemand außer Ihnen<br />
selbst, wird die Konsequenzen dafür tragen müssen.<br />
Der letzte Wunsch, den ich noch habe...<br />
Ich weiß nicht weiter.<br />
Wo ist das Ende? Wo war der Anfang?<br />
Wo sind die Tränen, die ich nicht mehr weinen kann?<br />
Die Leere in mir tötet mich. Frisst mich auf. Zerreisst mich.<br />
Genau wie die Dunkelheit und die Gedanken, die nicht aufhören,<br />
und die Erinnerungen an die ich mich nicht erinnern will.<br />
Nachts kommt alles wieder. Nachts ist alles da,<br />
so lebendig in meinem Kopf. Ich kann meine Erinnerungen nicht töten,<br />
denn ich selbst bin toter als meine Erinnerungen.<br />
Nachts sterbe ich, tagsüber sterbe ich langsam vor mich hin,<br />
so fühlt es sich an.<br />
Aber noch bin ich nicht vollständig tot. Mein Herz schlägt<br />
und meine Lunge füllt sich bei jedem Atemzug mit Luft.<br />
Ich will tot sein doch einfach so stirbt mein Körper nicht,<br />
auch wenn ich innerlich immer weiter sterbe<br />
und schon lange die Grenze überquert habe..<br />
Die Grenze zum Tod, von der es kein Zurück gibt.<br />
Ich bin körperlich noch nicht tot, doch dennoch lebe ich nicht mehr.<br />
Ich existiere nur noch. Ich bin gar nichts mehr.<br />
Geistermädchen.<br />
Das bin ich. Ein Geist.<br />
Zwischen Vergangenheit und Zukunft gefangen<br />
doch kein Teil der Gegenwart.<br />
In die Vergangenheit kann ich nicht zurück, und will es auch nicht.<br />
Das einzige was ich will wäre die Zeit zurückdrehen, bestimmte Dinge<br />
ungeschehen machen, alles neu, noch mal ganz von vorn anfangen<br />
- ein neues Leben ohne Krankheit mit meinem geliebten Mann.<br />
Doch das geht nicht.<br />
Die Vergangenheit ist für mich nicht vergangen,<br />
denn sie verfolgt mich auf Schritt und Tritt und lässt mich nicht los.<br />
Die Erinnerungen holen mich immer und immer wieder ein,<br />
vor ihnen kann ich nicht fliehen.<br />
Eine Zukunft gibt es für mich so gesehen nicht,<br />
da ich keinen Weg mehr habe, den ich gehen kann.<br />
Ich bin stehen geblieben. Irgendwo, irgendwann.<br />
Während alle und alles weiterging. Die Zukunft ist weitergegangen,<br />
hat mich zurückgelassen. Ich kann nicht mit.<br />
Ich kann weder vor noch zurück. Aber ich stehe auch nicht im Jetzt.<br />
Ich sehe die Gegenwart, sehe das Leben,<br />
bin aber selbst kein Teil mehr davon.<br />
Ich kann nur noch zusehen, bin nicht mehr fähig selbst zu leben,<br />
Kann nicht mehr lachen, wie alle anderen lachen, kann nicht mehr leben.<br />
Ich lebe in einer anderen Welt, einer anderen Wirklichkeit.<br />
Hinter Nebelschleiern, in einer Parallelwelt die über dieser liegt,<br />
greifbar nah und zugleich unerreichbar fern.<br />
Ich kann nicht leben wie andere,<br />
bin nicht fürs leben gemacht, weil ich nicht lebe.<br />
Ich bin nichts mehr.<br />
Ich bin ein Geistermädchen.<br />
Ich will einfach nur tot sein.<br />
Endgültig tot und verschwinden.<br />
Dann wäre ich zumindest etwas: tot. Eine Tote.<br />
Und für Geister gibt es sowieso keine andere Hoffnung mehr,<br />
außer endgültig verschwinden zu können.<br />
Um das eigene Dasein,<br />
das im Grunde keines mehr ist,<br />
nicht länger ertragen zu müssen.<br />
Lilo<br />
Gedanken einer<br />
Krebspatientin im Endstadion
Oberpfälzer Küche<br />
Oberpfälzer Zoiglbierbraten<br />
Rinderschmorbraten<br />
Zutaten für Portionen<br />
1,8 kg Rindfleisch (z.B. falsche Lende)<br />
1 EL Salz<br />
1 TL Pfeffer<br />
2 EL Fett zum Braten<br />
¼ Liter Bier (Dunkles Zoiglbier)<br />
250 g Zwiebel(n)<br />
1 TL Honig<br />
½ Liter Fleischbrühe<br />
500 g Möhre(n)<br />
150 g Backpflaumen ohne Stein<br />
1 TL Pfeffer, geschroteter<br />
200 g Sauerrahm<br />
1 EL Mehl<br />
Zubereitung<br />
Das Fleisch waschen und mit einem<br />
Küchentuch trockentupfen. Mit Salz und<br />
Pfeffer einreiben. Das Fett in einem Bräter<br />
erhitzen und den Braten darin rundum<br />
kräftig anbraten. Das angebratene<br />
Fleisch aus dem Bräter nehmen.<br />
Zoiglbier mit Honig mischen. Die Zwiebeln<br />
in dem Bratensatz anschwitzen und nach<br />
und nach mit dem Zoiglbier/Honiggemisch<br />
ablöschen, dabei die Flüssigkeit<br />
jedesmal ganz einkochen lassen (glasieren).<br />
Das Fleisch wieder in den Bräter<br />
geben, die Brühe angießen und den<br />
Braten zugedeckt etwa 1,5 Std. im Rohr<br />
bei 160° schmoren lassen.<br />
Inzwischen die Möhren schälen und in<br />
Scheiben schneiden. Die Backpflaumen<br />
in einem Sieb heiß abbrausen und<br />
abtropfen lassen. Die Möhrenscheiben<br />
und die Backpflaumen zum Fleisch<br />
geben, das Ganze noch mit geschrotetem<br />
Pfeffer würzen und weitere 30 Minuten<br />
garen. Den Braten herausnehmen und<br />
etwas ruhen lassen.<br />
Inzwischen den sauren Rahm mit dem<br />
Mehl verrühren und in die Sauce<br />
einrühren. Einige Minuten kochen lassen,<br />
abschmecken. Dann den Braten in<br />
Scheiben schneiden, wieder in die Sauce<br />
legen und kurz erhitzen. Zusammen mit<br />
der Sauce auf einer Platte anrichten. Mit<br />
Kartoffel- oder Semmelknödeln und<br />
einem gemischten Salat servieren.<br />
Anmerkung: Zoiglbier ist ein dunkles<br />
untergäriges Bier aus der Oberpfalz. Es<br />
eignen sich natürlich auch viele andere<br />
Dunkelbiersorten.<br />
Oberpfälzer Bauchstecherla<br />
Wichtig bei jedem einzelnen Bauchstecherla<br />
ist die individuelle Form. Keine Nudel<br />
gleicht der anderen, weil sie eben noch<br />
per Hand abgedreht werden.<br />
Originalrezept für 4 Personen:<br />
500 g doppelgriffiges Mehl (Wiener<br />
Griesler)<br />
2 Ei<br />
3 TL Salz<br />
ca. 175 ml Wasser<br />
Zubereitung:<br />
Zutaten gut miteinander verkneten, evtl.<br />
noch etwas Wasser dazu geben, so dass<br />
ein zäher Teig entsteht. Anschließend<br />
kleine Stücke abreisen. Durch Rollen in<br />
den Handinnenflächen kleine Nudeln<br />
formen. Diese sollten dann in etwa<br />
ausschauen wie Schupfnudeln, also die<br />
Enden müssen spitz zulaufen. Die Bauchstechala<br />
in reichlich kochendes Salzwasser<br />
schmeißen und rund 20 Minuten<br />
kochen lassen. Anschließend in ein Sieb<br />
abgießen und mit kaltem Wasser<br />
abbrausen. Klassisch werden sie mit Butter<br />
in einer Pfanne knusprig, goldbraun<br />
angebraten. Speckwürfel und Lauchringe<br />
dazu, mit Salz und Pfeffer würzen – Fertig!<br />
Im Grunde genommen sind Bauchstecherla<br />
aber Nudeln, dass heißt:<br />
Bauchstecherla können sie mit jeder<br />
Nudelsoße kombinieren. Sie eignen sich<br />
auch als Schupfnudelersatz, also einfach<br />
mit Speck und Sauerkraut anbraten. Oder<br />
sie servieren die Bauchstecherla einfach<br />
als süße Dessertvariation - anbraten, in<br />
Zimt-Zucker wenden mit Vanilleeis<br />
servieren - FERTIG!<br />
Apfelkuchen nach<br />
Oberpfälzer Art<br />
sehr saftig, mit Quark - Ölteig<br />
Zutaten für Portionen<br />
150 g Quark, Magerstufe<br />
6 EL Öl<br />
1 Ei(er)<br />
2 EL Milch<br />
300 g Mehl<br />
75 g Zucker<br />
1 Prise Salz<br />
1 Pck. Vanillezucker<br />
1 Pck. Backpulver<br />
Für den Belag:<br />
600 g Äpfel, säuerliche<br />
Für die Streusel:<br />
200 g Mehl<br />
150 g Butter<br />
150 g Zucker<br />
1 TL Zimt<br />
Zubereitung<br />
Für den Teig Quark, Öl, Ei, Milch, Zucker,<br />
Salz und Vanillezucker verrühren. Das<br />
Mehl mit dem Backpulver mischen und<br />
unterkneten. Die Äpfel schälen, das<br />
Kerngehäuse herausschneiden und in<br />
Spalten schneiden. Den Teig in einer 28-<br />
cm-Springform ausrollen und mit den<br />
Apfelspalten belegen.<br />
Für die Streusel die weiche Butter mit dem<br />
Zucker, dem Zimt und dem Mehl rasch zu<br />
einem Teig verkneten und mit den Händen<br />
verkrümeln. Die Streusel auf dem Kuchen<br />
verteilen und das Ganze bei 200°C Umluft<br />
ca. 30 min backen.
8 Lebensmittel, von denen Du<br />
unendlich essen kannst, ohne<br />
davon dick zu werden!<br />
Perfekt, um einfach und ohne<br />
Hungergefühl abzunehmen<br />
Willst Du viel essen ohne<br />
zuzunehmen?<br />
Mit diesen Lebensmitteln<br />
ist das möglich!<br />
Wenn man abnehmen möchte, oder sich<br />
einfach gesund ernähren, steht man<br />
häufig vor dem Problem, dass man einfach<br />
zu wenig essen kann oder darf und sich<br />
dann total hungrig fühlt. Dieser Heisshunger<br />
führt dann dazu, dass automatisch<br />
wieder mehr gegessen wird, als gut sein<br />
könnte.<br />
Wir stellen Euch hier 8 Lebensmittel vor,<br />
von denen Ihr jede Menge essen könnt,<br />
ohne ein schlechtes Gewissen haben zu<br />
müssen. Der große Vorteil: Man nimmt<br />
sogar noch ab. Und es ist nicht nur Obst<br />
und Gemüse dabei! Los gehts:<br />
1. Die guten Himbeeren<br />
Erstens sind sie sehr gesund, sie wirken<br />
Blut reinigend, antioxidantisch und sollen<br />
sogar Krebs vorbeugen können. Von ihnen<br />
kann man essen ohne Ende! Himbeeren<br />
haben je 100 g gerade mal ca. 40 Kalorien.<br />
2. Konjak Nudeln<br />
Diese asiatische Leckerei ist super<br />
kalorienarm und macht super satt. Sie<br />
haben einen hohen Ballaststoffanteil, der<br />
stark sättigend wirkt. Ein bisschen<br />
Gemüse dazu und Ihr könnt davon essen,<br />
bis Ihr richtig satt seid. Pro 100 g enthalten<br />
sie gerade mal lächerliche 8 Kalorien.<br />
3. Pfirsiche<br />
Arm an Kalorien, sie enthalten nur ca. 40<br />
Kalorien je 100 Gramm, liefern sie alles,<br />
was man braucht: Kalium, die Vitamine A,<br />
B und C, Eisen und Kalzium.<br />
4. Erdbeeren<br />
Jetzt gibt es auch wieder Erdbeeren. Auch<br />
von ihnen kann man essen, bis man satt<br />
ist. Sie sind sehr gesund, reich an<br />
Vitaminen und haben nur ca. 30 Kalorien je<br />
100 Gramm. Für Frauen interessant: Sie<br />
enthalten auch viel Folsäure.<br />
5. Karotten<br />
sind auch super gegen Heißhunger und<br />
machen satt. Sie enthalten Kalium,<br />
Kalzium und jede Menge Vitamin A.<br />
Außerdem sollen auch Karotten vor Krebs<br />
schützen können. 100 Gramm Karotten<br />
enthalten nur ca. 25 Kalorien.<br />
6. Götterspeise<br />
Auch auf eine leckere Götterspeise muss<br />
man nicht verzichten, wenn man statt<br />
Zucker einfach Ersatzstoffe nimmt wie<br />
Stevia z.B. Mit einem Zuckerersatzstoff<br />
hat Götterspeise gerade mal 8 Kalorien je<br />
100 Gramm!<br />
7. Gurken<br />
sind gerade im Sommer DAS Wundermittel<br />
schlechthin: Sie haben nur ca. 25<br />
Kalorien je 100 Gramm, enthält jede<br />
M e n g e g e s u n d e r V i t a m i n e u n d<br />
Mineralstoffe und löschen sehr gut den<br />
Durst, da sie aus ca. 95 Prozent Wasser<br />
bestehen.<br />
8. Tomaten<br />
Und zuletzt noch die Tomaten! Nicht<br />
umsonst kocht man im Mittelmeer Raum<br />
überwiegend Gerichte mit Tomaten. Sie<br />
sind super gesund, haben nur ca. 9<br />
Kalorien je 100 Gramm und besitzen sehr<br />
viele gesunde Inhaltsstoffe: Carotinoid ist<br />
gut fürs Herz, gegen Tumore und<br />
Schlaganfälle.<br />
Eine Besonderheit der Tomate ist auch der<br />
sehr hohe Anteil an Lycopin. Dieser rote<br />
Farbstoff, der auch nach dem Kochen<br />
erhalten bleibt, ist ein hervorragender<br />
Schutzstoff für die Gefäße und schützt vor<br />
frühzeitiger Alterung.<br />
Also ein Schönheitsmittel auch noch!
Stephen<br />
Hawking<br />
Stephen Hawking und Gott<br />
Professor John C. Lennox<br />
Oxford<br />
In seinem neuesten Buch, „Der große<br />
Entwurf – Eine neue Erklärung des<br />
Universums“ stellt der berühmteste<br />
aller Physiker, Stephen Hawking<br />
(zusammen mit seinem Koautor<br />
Leonard Mlodinow) den Glauben an<br />
die göttliche Erschaffung des<br />
Universums infrage.<br />
Ihm zufolge liefern die Gesetze der<br />
Physik, nicht der Wille Gottes, die<br />
wirkliche Erklärung dafür, wie das<br />
Leben auf der Erde entstand. Der<br />
Urknall, argumentiert er, sei die<br />
unausweichliche Konsequenz aus<br />
diesen Gesetzen: „Weil es ein Gesetz<br />
wie das der Schwerkraft gibt, kann<br />
und wird das Universum sich selbst<br />
aus dem Nichts erschaffen.“ Hawking<br />
behauptet: „Spontane Schöpfung ist<br />
der Grund dafür, dass es etwas gibt<br />
und nicht nichts, dass das Universum<br />
existiert, dass wir existieren.“ Die<br />
Folge: „Es ist nicht nötig, einen Gott<br />
heraufzubeschwören, der das blaue<br />
Zündpapier in Brand und das<br />
Universum in Gang setzt.“<br />
tungen auf, nach denen die überwältigende<br />
Komplexität der Welt<br />
durch die ausschließliche Bezugnahme<br />
auf den Grundstoff des<br />
Universums (Masse/Energie) oder<br />
auf physikalische Gesetze wie die<br />
Schwerkraft erklärt werden kann. In<br />
seinem Buch finde ich eine Reihe von<br />
Missverständnissen, die durch<br />
logische Fehlschlüsse verstärkt werden.<br />
Erstens ist Hawkings Gottesbegriff<br />
unzulänglich. Nach den oben zitierten<br />
Aussagen scheint er sich Gott als<br />
einen „Lückenbüßergott“ zu denken,<br />
der immer dann zur Erklärung<br />
herbeigezogen wird, wenn wir keine<br />
wissenschaftliche Erklärung für etwas<br />
haben – daher die Schlussfolgerung,<br />
die Physik lasse keinen Raum mehr<br />
für Gott, da sie den letzten Ort<br />
beseitigt habe, wo er hätte zu finden<br />
sein können – den Moment der<br />
Schöpfung.<br />
Doch das entspricht keineswegs dem<br />
Glauben der großen monotheistischen<br />
Religionen. Für sie ist Gott nicht<br />
nur bei der Schöpfung zu finden; er ist<br />
der Urheber schlechthin. Gott hat das<br />
Universum geschaffen, und er erhält<br />
es beständig im Dasein. Ohne ihn<br />
gäbe es für die Physiker nichts zu<br />
studieren. Gott ist der Schöpfer<br />
Hawkings Argument ist keineswegs<br />
neu. Wissenschaftler stellen schon<br />
seit vielen Jahren ähnliche Behaupsowohl<br />
der Teile des Universums, die<br />
wir nicht verstehen, als auch der Teile,<br />
die wir verstehen. Und natürlich sind<br />
es gerade die Teile, die wir verstehen,<br />
die uns die stärksten Hinweise auf<br />
Gottes Existenz und sein Handeln<br />
liefern. So wie ich das Genie hinter<br />
einem technischen oder künstlerischen<br />
Werk um so mehr bewundern<br />
kann, je besser ich es verstehe, so<br />
nimmt auch meine Verehrung des<br />
Schöpfers zu, je besser ich verstehe,<br />
was er getan hat. Dass nicht nur<br />
Hawkings Gottesbegriff, sondern<br />
auch sein Verständnis von Philosophie<br />
unzulänglich ist, zeigt sich,<br />
wenn er uns auffordert, uns zwischen<br />
Gott und den Gesetzen der Physik zu<br />
entscheiden. Hier vermischt er zwei<br />
völlig unterschiedliche Dinge: physikalische<br />
Gesetzmäßigkeit und persönliches<br />
Handeln. Das sind falsche<br />
Alternativen! Es handelt sich hier um<br />
einen klassischen Kategorienfehler.<br />
Seine Aufforderung, zwischen der<br />
Physik und Gott zu wählen, ist ebenso<br />
offenkundig absurd wie die Aufforderung,<br />
sich entweder für die<br />
physikalischen Gesetze oder für den<br />
Luftfahrtingenieur Sir Frank Whittle zu<br />
entscheiden, wenn man den Düsenantrieb<br />
erklären will.<br />
Die Gesetze der Physik können<br />
erklären, wie ein Düsenantrieb<br />
funktioniert, aber nicht, wie er
entstanden ist. Es leuchtet jedem ein,<br />
dass ein Düsenantrieb nicht durch die<br />
physikalischen Gesetze allein erschaffen<br />
werden konnte – dafür waren<br />
die Intelligenz und Kreativität Whittles<br />
erforderlich – und das Vorhandensein<br />
entsprechender Bedingungen und<br />
Materialien.<br />
Die Welt des strengen Naturalismus,<br />
in der clevere mathematische<br />
Gesetze ganz von sich aus das<br />
Universum und das Leben ins Dasein<br />
rufen, ist reine Fiktion (bzw. Science<br />
Fiction). Theorien und Gesetze rufen<br />
keine Materie/Energie ins Dasein. Die<br />
Ansicht, sie wären irgendwie doch<br />
dazu imstande, erscheint als eine<br />
recht verzweifelte Ausflucht vor der<br />
alternativen Möglichkeit, die Hawking<br />
mit seiner Frage impliziert: „Oder<br />
braucht sie einen Schöpfer?“<br />
Hawking sagt, die Existenz der<br />
Schwerkraft bedeute, dass die Entstehung<br />
des Universums unvermeidlich<br />
gewesen sei. Aber wie kam es<br />
überhaupt zur Schwerkraft? Welche<br />
schöpferische Kraft steckt hinter ihrer<br />
Existenz? Wer hat sie eingesetzt mit<br />
all ihren Eigenschaften und ihrem<br />
Potenzial, mathematisch beschrieben<br />
zu werden?<br />
In ihrem Bemühen, die klaren<br />
Hinweise für die Existenz einer<br />
göttlichen Intelligenz hinter der Natur<br />
zu umgehen, sind atheistische<br />
Wissenschaftler gezwungen, viel<br />
weniger wahrscheinliche Kandidaten<br />
wie Masse/Energie und den Naturgesetzen<br />
schöpferische Kräfte zuzuschreiben.<br />
Wie jeder Physiker sieht sich auch<br />
Hawking mit eindrucksvollen Hinweisen<br />
auf einen Entwurf des<br />
Universums konfrontiert, wie er in<br />
seinem Buch erklärt: „Unserem<br />
Universum und seinen Gesetzen<br />
scheint ein Entwurf zugrunde zu<br />
liegen, der sowohl darauf zugeschnitten<br />
ist, uns zu erhalten, als<br />
auch, wenn wir existieren sollen,<br />
wenig Spielraum für Abweichungen<br />
lässt. Das ist nicht leicht zu erklären<br />
und wirft natürlich die Frage auf,<br />
warum dem so ist. … Die in jüngerer<br />
Zeit gemachte Entdeckung der<br />
extremen Feinabstimmung vieler<br />
Naturgesetze könnte zumindest<br />
einige von uns zurück zu der alten<br />
Vorstellung führen, dieser große<br />
Entwurf sei das Werk eines großen<br />
Entwerfers. … Das ist nicht die<br />
Antwort der modernen Wissenschaft<br />
… unser Universum scheint nur eines<br />
von vielen zu sein, von denen jedes<br />
andere Gesetze hat.“<br />
Damit kommen wir zum Multiversum.<br />
Der Grundgedanke, der hinter den<br />
verschiedenen Theorien des Multiversums<br />
steht, ist, dass es so viele<br />
Universen gibt (unendlich viele, wie<br />
manche meinen, was immer das<br />
bedeutet), dass alles, was passieren<br />
kann, in irgendeinem Universum auch<br />
passieren wird. Demnach ist es nicht<br />
überraschend, so das Argument, dass<br />
es mindestens ein Universum wie das<br />
unsere gibt.<br />
Auch hier tappt Hawking in die Falle<br />
der falschen Alternativen: Gott oder<br />
das Multiversum. Aus theoretischer<br />
Sicht könnte Gott so viele Universen<br />
erschaffen haben, wie es ihm beliebt.<br />
Der Gedanke des Multiversums an<br />
sich schließt Gott nicht aus. Die<br />
Theorie vom Multiversum ist allerdings<br />
unter Wissenschaftlern sehr<br />
umstritten. Hawkings Argumente<br />
erklären sich zu einem großen Teil aus<br />
der Vorstellung, es bestünde ein tief<br />
sitzender Konflikt zwischen Wissenschaft<br />
und Religion. Doch einen<br />
solchen Zwist kann ich nicht erkennen.<br />
Für mich als gläubigen Christen
verstärkt die Schönheit der wissenschaftlichen<br />
Gesetze meinen Glauben<br />
an einen intelligenten Schöpfer.<br />
Je besser ich die Wissenschaft<br />
verstehe, desto mehr glaube ich an<br />
Gott, weil ich über die Größe,<br />
Raffinesse und Vollständigkeit seiner<br />
Schöpfung staune.<br />
Dass die Naturwissenschaft im sechzehnten<br />
und siebzehnten Jahrhundert<br />
unter Männern wie Galileo, Kepler<br />
und Newton so sehr aufblühte, lag ja<br />
gerade an ihrer Überzeugung, dass<br />
die Naturgesetze, die damals<br />
entdeckt und formuliert wurden, den<br />
Einfluss eines göttlichen Gesetzgebers<br />
widerspiegelten. Der Glaube an<br />
Gott hat die Wissenschaft keineswegs<br />
behindert; im Gegenteil, er war der<br />
Motor, der sie antrieb.<br />
Die Tatsache, dass Wissenschaft<br />
(größtenteils) eine rationale Aktivität<br />
ist, führt uns zu einem weiteren<br />
Denkfehler Hawkings. Wie so viele<br />
Atheisten möchte er uns glauben<br />
machen, wir Menschen seien nichts<br />
als „bloße Ansammlungen der<br />
fundamentalen Partikel der Natur“.<br />
Dabei scheint er gar nicht wahrzunehmen,<br />
dass dies, wenn es zuträfe,<br />
nicht nur den Glauben an Gott<br />
unterminieren würde, sondern gerade<br />
die Rationalität, die wir brauchen, um<br />
Wissenschaft zu treiben. Wenn es<br />
wahr wäre, woher sollten wir das<br />
überhaupt wissen? Denn wenn das<br />
Gehirn nur das Endprodukt eines<br />
geistlosen, absichtslosen Prozesses<br />
wäre, dann gäbe es keinen Grund zu<br />
glauben, dass es fähig ist, uns die<br />
Wahrheit erkennen zu lassen.<br />
Abschließend scheint mir wichtig zu<br />
erwähnen, dass eine rationale<br />
Untermauerung der Existenz Gottes<br />
nicht nur im Bereich der Naturwissenschaft<br />
zu finden ist. Die<br />
Geschichte liefert uns eindrückliche<br />
Hinweise darauf, dass Gott sich der<br />
Menschheit vor zwei Jahrtausenden<br />
durch Jesus Christus geoffenbart hat.<br />
Mein Glaube an Gott beruht nicht nur<br />
auf dem Zeugnis der Naturwissenschaft,<br />
sondern auch auf dem Zeugnis<br />
der Geschichte; insbesondere auf der<br />
Tatsache, dass Jesus Christus von<br />
den Toten auferstand. Darüber hinaus<br />
lassen sich religiöse Erfahrungen von<br />
Millionen Gläubigen nicht einfach<br />
abtun.<br />
Hawking meint, die Möglichkeit der<br />
Existenz anderer Lebensformen im<br />
Universum untergrabe die traditionelle<br />
religiöse Überzeugung, auf<br />
einem einzigartigen, von Gott<br />
erschaffenen Planeten zu leben.<br />
Hawking liefert allerdings keinen<br />
Beweis dafür, dass es dort draußen<br />
andere Lebensformen gibt. Es ist<br />
eigentlich erstaunlich, dass Atheisten<br />
oft für die Existenz außerirdischer<br />
Intelligenzen streiten, während sie<br />
doch so sehr bestrebt sind, die<br />
Möglichkeit zu leugnen, dass es „da<br />
draußen“ ein unermessliches, intelligentes<br />
Wesen gibt – Gott.<br />
Hawkings Attacke wird die Fundamente<br />
eines intelligenten Glaubens,<br />
der auf dem kumulativen Zeugnis von<br />
Wissenschaft, Geschichte, biblischer<br />
D a r s t e l l u n g u n d p e r s ö n l i c h e r<br />
Erfahrung beruht, nicht erschüttern<br />
können.<br />
Das Ende der Welt wurde von<br />
Stephen Hawking vorhergesagt,<br />
bevor er starb und wir sollten nervös<br />
sein<br />
Stephen Hawking, der geliebte<br />
theoretische Physiker, starb kürzlich<br />
und seine Abwesenheit erschüttert die<br />
Welt. Er war 76 Jahre alt, als er in<br />
seinem Haus in Cambridge starb.<br />
Hawking hat der Menschheit so viel<br />
gegeben und sein Verlust wird noch<br />
viele Jahre tief spürbar sein. Er war<br />
eines der brillantesten Genies, die<br />
dieses letzte Jahrhundert hervorgebracht<br />
hat.<br />
Während dieser Zeit der Dunkelheit<br />
finden wir Licht, indem wir uns daran<br />
erinnern, wie seine Arbeit das<br />
Universum erleuchtet hat.<br />
Hawkings Lebensgeschichte ist<br />
besonders tragisch. Im jungen Alter<br />
von 21 Jahren wurde bei ihm die<br />
schwächende Krankheit ALS diagnostiziert,<br />
die seinen gesamten<br />
Körper langsam gelähmt machte.<br />
Seine Existenz war von ständigen<br />
Schmerzen erfüllt. Dennoch entschied<br />
er sich, durch sein sprachgenerierendes<br />
Werkzeug von seinem<br />
Rollstuhl aus zu kommunizieren. So<br />
vermittelte er seine erstaunlichen<br />
Entdeckungen über Jahrzehnte.<br />
Hawking versuchte "die Theorie von<br />
allem" zu lernen, die den biografischen<br />
Film mit Eddie Redmayne 2014<br />
inspirierte.<br />
Aber was uns am meisten überrascht
hat, ist eine Vorhersage, die Hawking<br />
kurz vor seinem Tod über die<br />
Menschheit gemacht hat. Ob das ein<br />
Zufall oder seine Abschiedswarnung<br />
war, wir sollten aufpassen.<br />
Hawkings letztes Werk war das<br />
Schreiben eines Beitrags, der die<br />
Existenz eines Multiversums beweisen<br />
sollte. Er prophezeite, dass unser<br />
Universum langsam ins Nichts<br />
verblassen würde, sobald all unseren<br />
Sternen der Treibstoff ausgehen<br />
würde. Einige Leute glauben, dass<br />
Hawking endlich einen Weg gefunden<br />
hat, andere Universen zu finden,<br />
wenn unseres stirbt.<br />
Es war bekannt, dass Hawking die<br />
Existenz von intelligentem Leben in<br />
Frage stellte, und er fragte sich oft, ob<br />
andere Lebensformen die Zeichen<br />
unseres Lebens sehen und wissen,<br />
dass wir hier sind oder ob wir einfach<br />
auf einem Felsen im toten Meer<br />
treiben.<br />
The Sunday Timesberichtete, dass,<br />
wenn Hawkings Beitrag, der als "Ein<br />
reibungsloser Ausgang von der ewigen<br />
Inflation" betitelt ist, die Existenz<br />
von mehreren Universen beweist, er<br />
einen Nobelpreis gewonnen haben<br />
könnte, falls er noch lebte.<br />
Sein Beitrag wird derzeit zur Veröffentlichung<br />
überprüft, also hoffentlich<br />
können wir einige Antworten zu<br />
gegebener Zeit haben.<br />
Doch Hawkings gruseligste Vorhersage<br />
ist, was als nächstes kommt.<br />
Es ist kein Geheimnis, dass die Überbevölkerung<br />
eine enorme Belastung<br />
für unsere Ressourcen darstellt.<br />
Milliarden von Menschen haben<br />
keinen Zugang zu sauberem Wasser<br />
oder Nahrung. Die Mehrheit unserer<br />
Bevölkerung ist entweder übergewichtig<br />
oder verhungert.<br />
Hawking hat uns gewarnt, dass unsere<br />
aktuellen Reproduktionstrends<br />
nicht innerhalb des nächsten Jahrtausends<br />
aufrechterhalten werden<br />
können. Er glaubte, dass "bis zum<br />
Jahr 2600 die Weltbevölkerung<br />
Schulter an Schulter stehen würde<br />
und der Stromverbrauch die Erde<br />
rotglühend werden lassen würde."<br />
Hawking bot eine Lösung an, nämlich:<br />
andere Planeten zu terraformieren,<br />
damit diese Leben erhalten können.<br />
Mars ist aufgrund seiner Nähe und<br />
Ähnlichkeiten zur Erde eine attraktive<br />
Wahl.<br />
Elon Musk, CEO von SpaceX, hofft,<br />
dies in naher Zukunft zu erreichen, da<br />
er derzeit daran arbeitet, die Raumfahrt<br />
erschwinglich für normale<br />
Menschen zu machen, die keine<br />
Astronauten sind.<br />
Nur die Zeit wird zeigen, wie weit die<br />
Menschheit in diesem Universum<br />
oder in vielen Universen reisen kann..<br />
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Horoskop<br />
Jungfrau 24.8. - 23.9. - Ordnung muß sein<br />
Das Jungfrau-Kind braucht diese Verlässlichkeit<br />
und es tut ihm gut, wenn z.B. das<br />
abendliche Ritual vor dem Schlafengehen<br />
immer gleich abläuft. Aus dieser Sicherheit<br />
schöpfend, hat es dann den Mut, sich den<br />
anderen Neuerungen schrittweise zu nähern, ob<br />
dies der erste Gang in den Kindergarten ist,<br />
oder eine Einladung bei Bekannten, die das<br />
Kind noch nicht kennt. Seine handwerkliche<br />
Geschicklichkeit wird schnell sichtbar, denn<br />
früh mag es sich für Basteleien interessieren<br />
oder auch für im Alltag anfallende Arbeiten, sei<br />
es der Hausputz oder die Gartenarbeit. In seiner<br />
hilfsbereiten Art macht es ihm Spaß, Mama oder<br />
Papa zur Hand zu gehen.<br />
Schwangerschaft<br />
Im Garten Eden<br />
So mag sich das zukünftige Jungfrau-Kind<br />
fühlen, wenn es sicher und beschützt im Bauch<br />
heranwächst. Wenn die Mama dann selbst Spaß<br />
daran hat, den vielleicht eigenen Garten zu<br />
bepflanzen, die Erde zu spüren oder reife<br />
Beeren zu ernten, um Marmelade daraus zu<br />
kochen, dann spürt es die Heimeligkeit seiner<br />
Familie. Vielleicht haben die Mama oder Oma<br />
auch Lust die ersten Söckchen oder das<br />
Mützchen selbst zu stricken - dies wäre ganz im<br />
Sinne der Jungfrau.<br />
Babys und Kleinkinder (bis 3 Jahre)<br />
Mama oder Papa festhalten<br />
Das Jungfrau-Baby muss sich der Welt in<br />
seinem eigenen Tempo nähern und alles Neue<br />
wird zunächst sorgsam untersucht. Neue<br />
Speisen werden vorsichtig gekostet und<br />
eindeutig mit Ja oder Nein kategorisiert. Sehr<br />
geduldig kann es dem Spiel eines Mobiles<br />
zusehen, um dann danach zu greifen und es<br />
praktisch zu untersuchen. Aus materieller Sicht<br />
braucht das Jungfrau-Baby nicht viel, denn es<br />
besitzt eine natürliche Bescheidenheit. Lange<br />
Zeit bleibt ein einziges Spielzeug, vielleicht die<br />
Lieblingspuppe oder der Lieblingstraktor,<br />
eindeutiger Favorit im Kinderzimmer.<br />
Kinder (4 bis 13 Jahre)<br />
Handwerklicher Meister<br />
In dieser Altersstufe tritt die praktische<br />
Herangehensweise des Jungfrau-Kindes mehr<br />
und mehr zu Tage. Spielzeuge müssen einen<br />
Nutzen haben, wie z. B. der Trekker oder die<br />
Puppenküche, der Kinder-Akkuschrauber oder<br />
die Harke. Ein kleines Beet anzulegen macht<br />
Spaß, und das Kind sieht dem Wachsen und<br />
Gedeihen der Pflanzen begeistert zu, um dann<br />
natürlich auch zu ernten. Schon früh wirkt es<br />
recht vernünftig und möchte gern als kleiner<br />
Erwachsener behandelt werden.<br />
Jungendliche (ab 14 Jahre)<br />
Wankelmut<br />
Schon wieder eine neue Lernphase, mag der<br />
Jungfrau-Jugendliche vielleicht denken. Wo er<br />
doch so gern Dinge belässt, wie sie sind. Und<br />
nun auch noch die Pubertät! Die sonst so<br />
penible Jungfrau wird mit Pickeln im Gesicht<br />
geplagt, und alle Gliedmaßen scheinen aus der<br />
Proportion zu geraten. Irgendwie stimmt nichts<br />
mehr. Die Verunsicherung ist groß, denn auf<br />
nichts scheint mehr Verlass zu sein. Hier hilft<br />
nur die sprichwörtliche Geduld der Jungfrau -<br />
denn auch diese Zeit geht vorbei und dann ist<br />
man endlich richtig erwachsen.<br />
Eltern<br />
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste<br />
Jungfrau-Eltern sind gut ausgerüstet für alle<br />
Eventualitäten, die beim Großziehen ihres<br />
Nachwuchses vielleicht auftreten könnten. Sie<br />
machen sich viele Gedanken über "Was wäre,<br />
wenn...", um dann auch entsprechend<br />
vorbereitet zu sein. So lehren sie ihre Kinder,<br />
vorausschauend zu denken und entsprechend<br />
zu handeln. Ihr Interesse an gesundheitlichen<br />
Belangen zeigt ihren Kindern den Weg zu<br />
gesunder Ernährung und vernünftiger<br />
Lebensführung. Mit viel Respekt begegnen<br />
Jungfrau-Eltern der Natur und ihre Sprösslinge<br />
lernen so schon früh einen respektvollen<br />
Umgang damit.<br />
Oma und Opa<br />
Bescheidenheit ist eine Zier<br />
Die Jungfrau-Großeltern haben sich oftmals<br />
durch viel Fleißarbeit ihren Lebensstandard<br />
erarbeitet. Sie sind immer mit irgendetwas<br />
beschäftigt: Der Opa repariert lieber etwas,<br />
bevor er es vorschnell wegwirft, und die Oma<br />
zeigt im häuslichen Bereich, wie man sparsam<br />
mit allem umgeht und aus einem Essensrest<br />
noch eine leckere zweite Mahlzeit zaubert. Hier<br />
wird nichts verschwendet und diesen<br />
sorgsamen Umgang mit Ressourcen vermitteln<br />
sie auch ihren Enkeln, sodass diese gut<br />
gerüstet ihren eigenen Weg antreten können.
Chinesisches Horoskop<br />
Das chinesische Horoskop gehört zu<br />
den ältesten Horoskopen. In der<br />
chinesischen Astrologie gibt es zwölf<br />
Zeichen, diese werden vom Mond beeinflusst,<br />
während unsere Sternzeichen<br />
des westlichen Horoskops<br />
durch die Sonne beeinflusst werden.<br />
Die chinesischen Zeichen wechseln<br />
jährlich zum chinesischen Neujahr.<br />
Das chinesische Neujahr beginnt<br />
immer zum zweiten, seltener zum<br />
dritten Neumond des Kalenderjahrs.<br />
Das ist der Zeitraum zwischen Ende<br />
Januar und Mitte Februar. Nach der<br />
Überlieferung lud Buddha die Tiere zu<br />
e i n e m F e s t e i n , u m m i t i h n e n<br />
gemeinsam in das Neue Jahr zu feiern.<br />
Buddha bedankte sich bei den Tieren<br />
für ihr Kommen und gab ihnen ihre<br />
Namen nach der Reihenfolge Ihrer<br />
Ankunft: Ratte, Büffel, Tiger, Hase,<br />
Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe,<br />
Hahn, Hund und Schwein.<br />
Ratte (1924, 1936, 1948, 1960, 1972,<br />
1984, 1996, 2008)<br />
Kreative Sucher<br />
Die Ratte ist zu klug, um sich mit<br />
Diskussionen aufzuhalten. Sie weiß,<br />
was sie will! Das Leben ist zu kurz, um<br />
sich zu grämen. "Mein Schatz, ich bin<br />
mal weg! Meine Kreativität kann ich in<br />
Australien beim Surfen ausleben und<br />
zum Künstler bin ich geboren." Zum<br />
Glück machen Rattenkinder gerne mit.<br />
Büffel (1925, 1937, 1949, 1961, 1973,<br />
1985, 1997, 2009)<br />
Ritterliche Festung<br />
"Ein behäbiger Zeitgenosse", denkt so<br />
mancher aus der Entfernung. Und<br />
wundert sich, wenn die Büffel ihm dank<br />
ihrer Ausdauer locker aus der Ferne<br />
zuwinken. Frau und Herr Büffel bleiben<br />
sich treu. "Was soll die ganze<br />
Aufregung? Das Leben ist doch kein<br />
Affen-, sondern ein Kuhstall!"<br />
Tiger (1926, 1938, 1950, 1962, 1974,<br />
1986, 1998, 2010)<br />
Wilde Romantiker<br />
Diese Wildkatzen sind im Dschungel<br />
zu Hause. Da wird das Anschleichen<br />
geübt, und aus einem putzigen<br />
Kätzchen wird schnell ein richtiges<br />
Raubtier. Tiger mögen die Abwechslung.<br />
Ganz entspannt spielen<br />
sie ein bisschen herum. Eine Prise<br />
Leidenschaft darf nicht fehlen, in der<br />
Liebe und im Beruf.<br />
Hase (1927, 1939, 1951, 1963, 1975,<br />
1987, 1999, 2011)<br />
Kluge Diplomaten<br />
Charmante Zeitgenossen! Hinter dem<br />
harmlosen Äußeren kann sich ein<br />
Casanova verstecken, und Frau Hase<br />
wird zur Femme fatale mit einer Prise<br />
Ökoflitter. Haben sich die Langohren<br />
einmal entschieden, hüten sie ihr<br />
Familienglück. Die Kinder sollen doch<br />
im Grünen aufwachsen.<br />
Drache (1928, 1940, 1952, 1964,<br />
1976, 1988, 2000, 2012)<br />
Achtung, Boss!<br />
Drachen sind geborene Führer, egal ob<br />
Frau oder Mann. "Folgt mir zu neuen<br />
Ufern oder zumindest auf mein<br />
Schloss." Der Drache gibt sich gerne<br />
wählerisch und will ausdauernd<br />
umworben werden. "Was gibt es denn<br />
hier zu präsentieren?" Der breite<br />
Rücken eines Drachen wirft große<br />
Schatten.<br />
Schlange (1929, 1941, 1953, 1965,<br />
1977, 1989, 2001, 2013)<br />
Charmantes Schlängeln<br />
Schlangen sind kreative Geister, wenn<br />
es darum geht, ihre Ziele zu erreichen.<br />
Im Verborgenen ziehen sie die<br />
Strippen, um zur rechten Zeit elegant<br />
die Lorbeeren einzuheimsen. Frau<br />
Schlange ist die geborene Diplomatin.<br />
Herr Schlange nutzt die Kunst der<br />
Rede, um die Damen zu bezirzen.<br />
Pferd (1930, 1942, 1954, 1966, 1978,<br />
1990, 2002, 2014)<br />
Wilde Zeiten<br />
Pferde sind wilde Zeitgenossen, wenn<br />
sie das Gefühl haben, jemand will sie<br />
im Stall einsperren. Immer auf der<br />
Suche, etwas Neues zu erleben, sind<br />
sie mit Alltagstrott nicht zu beglücken.<br />
Die Pferde gehen . mit ihnen durch,<br />
wenn sie auf langweilige Buchhaltertypen<br />
treffen. Treckerfahrer!<br />
Ziege (1931, 1943, 1955, 1967, 1979,<br />
1991, 2003, 2015)<br />
Freundliches Meckern<br />
Ziegen sind freundliche Wesen mit<br />
dem Hang, immer ein wenig pingelig zu<br />
wirken. Dabei wollen sie doch nur<br />
niemandem auf die Füße treten!<br />
Schaut man großzügig über ihre<br />
kleinen Marotten hinweg, sind sie treue<br />
Freunde und dank ihrer Liebenswürdigkeit<br />
echte Kummervertreiber.<br />
Affe (1932, 1944, 1956, 1968, 1980,<br />
1992, 2004, 2016)<br />
Sexy Grenzgänger<br />
Affen sind mutige Kletterer. Je höher<br />
ein Ziel in den Baumwipfeln verborgen<br />
liegt, desto klügere Strategien entwickeln<br />
diese kreativen Köpfe. Neue<br />
Ideen braucht das Land! Familie Affe<br />
bricht gerne auf zu neuen Ufern. "Auswandern,<br />
wunderbar, endlich freies<br />
Land für freie Bürger." Monkeytown!<br />
Hahn (1933, 1945, 1957, 1969, 1981,<br />
1993, 2005, 2017)<br />
Zirkusreife Vorstellung<br />
Dieses Federvieh glitzert gerne in allen<br />
Farben. Noch mehr zu scheinen, kann<br />
doch nicht schaden. Hähne sind sich<br />
ihres Wertes sehr bewusst und suchen<br />
immer das Besondere. Sie lieben die<br />
neuesten Trends, und das Smartphone<br />
muss schon einen Apfel auf der Rückseite<br />
haben. "Guten Appetit!"<br />
Hund (1934, 1946, 1958, 1970, 1982,<br />
1994, 2006, 2018)<br />
Treue Begleiter<br />
Das Leben kann ganz einfach sein, mit<br />
treuen Freunden an der Seite. Hunde<br />
sind gerne in der Natur und lieben es,<br />
einen großen Freundeskreis zu haben.<br />
Sie wissen ganz genau, auf wen sie<br />
sich verlassen können. Schnickschnack<br />
ist ihre Sache nicht. Es darf<br />
gerne einfach und solide sein, aber nur<br />
das Beste!<br />
Schwein (1935, 1947, 1959, 1971,<br />
1983, 1995, 2007, 2019)<br />
Schwein gehabt<br />
Diese entspannten Genießer sind<br />
echte Rudeltiere. Macht doch mehr<br />
Spaß, gemeinsam die Sau rauszulassen.<br />
Schweine sind sehr fürsorglich.<br />
Unter ihren Fittichen setzt<br />
man dank ihres heiteren Umsorgens<br />
schnell einige Speckrollen an. Man<br />
arbeitet doch, um glücklich und heiter<br />
zu leben!
Östlicher<br />
Quoll<br />
Der östliche Quoll ( Dasyurus viverrinus ),<br />
früher bekannt als die östliche einheimische<br />
Katze , ist ein mittelgroßes fleischfressendes<br />
dasyurid Beuteltier , das nach<br />
Australien gebürtig ist . Sie sind weit<br />
verbreitet und sogar lokal in Tasmanien<br />
verbreitet . Sie gelten auf dem Festland<br />
seit den 1960er Jahren als ausgestorben,<br />
wurden jedoch 2016 wieder in umzäunten<br />
Schutzgebieten und seit März 2018 auch<br />
wieder in die Wildnis eingeführt. Sie ist<br />
eine von sechs noch existierenden Arten<br />
von Quollen .<br />
Der östliche Quoll ist ein Mitglied der<br />
Familie Dasyuridae, die die meisten<br />
fleischfressenden Beuteltiere umfasst.<br />
Der Artname, Viverrinus , weist darauf hin,<br />
dass es "Frettchenartig" ist. Es gibt keine<br />
anerkannten Unterarten.<br />
Beschreibung<br />
Eine kitzfarbene Form des östlichen<br />
Quolls in Tasmanien fotografiert<br />
Eastern Quolls sind im Allgemeinen<br />
ungefähr die Größe einer kleinen<br />
Hauskatze , mit erwachsenen Männern,<br />
die 53 bis 66 cm (21 bis 26 in)<br />
Gesamtlänge einschließlich des 20 bis 28<br />
cm (7,9 bis 11.0 in) Schwanzes und mit<br />
einem durchschnittlichen Gewicht<br />
messen von 1,1 kg (2,4 lb). Weibchen sind<br />
wesentlich kleiner und messen 48 bis 58<br />
cm (19 bis 23 Zoll), einschließlich eines<br />
Schwanzes von 17 bis 24 cm (6,7 bis 9,4<br />
Zoll) und einem Gewicht von etwa 0,7 kg<br />
(1,5 lb). Sie haben eine sich verjüngende<br />
Schnauze, kurze Beine und aufrechte<br />
Ohren. Sie können von allen anderen<br />
Arten von Quoll durch die Anwesenheit<br />
von nur vier Zehen unterschieden<br />
werden, anstatt fünf, an den Hinterfüßen,<br />
ohne die hallux .<br />
Sie haben einen dicken Mantel, der von<br />
weißen Flecken bedeckt ist, die entweder<br />
hellbraun oder fast schwarz sein können,<br />
mit cremefarbenen Unterseiten, die sich<br />
vom Kinn bis zur Schwanzunterseite<br />
erstrecken. Sowohl fawn als auch<br />
schwarze Individuen können im gleichen<br />
Wurf geboren werden, obwohl in den<br />
überlebenden Populationen die ersteren<br />
etwa dreimal häufiger vorkommen als die<br />
letzteren. Die Flecken haben einen<br />
Durchmesser von 5 bis 20 mm (0,20 bis<br />
0,79 in) und befinden sich über dem<br />
Oberkörper und den Flanken, von der<br />
Oberseite des Kopfes bis zum Hinterteil,<br />
aber im Gegensatz zu einigen anderen<br />
Arten von Quoll, nicht auf den Schwanz.<br />
Die Weibchen besitzen einen relativ<br />
flachen pelzbesetzten Beutel, der von<br />
seitlichen Hautfalten gebildet wird. Der<br />
Beutel wird während der Brutzeit<br />
vergrößert und enthält sechs bis acht<br />
Zitzen, die erst dann länglich und<br />
funktionsfähig werden, wenn sich einer<br />
der Jungen daran anheftet und sich nach<br />
dem Verlassen des Beutels wieder<br />
zurückbildet. Wie bei allen Quollen trägt<br />
d e r P e n i s d e s M a n n e s e i n e n<br />
ungewöhnlichen fleischigen Anhang. Der<br />
Dickdarm der östlichen Quollen ist relativ<br />
einfach, hat keinen Blinddarm und wird<br />
nicht in Dickdarm und Mastdarm unterteilt<br />
Ein ungewöhnliches Merkmal der<br />
östlichen Quolls ist das Vorhandensein<br />
einer Öffnung, die die Ventrikel des<br />
Herzens bei Neugeborenen miteinander<br />
verbindet, zusätzlich zu dem, der die<br />
Atrien verbindet gefunden in allen<br />
Beuteltieren. Beide Öffnungen schließen<br />
nach einigen Tagen.<br />
Verbreitung und Lebensraum<br />
Der östliche Quoll wurde früher auf einem<br />
Großteil des südöstlichen Festlandes<br />
Australiens gefunden, von den Ostküsten<br />
von South Australia über den größten Teil<br />
von Victoria bis zur mittleren Nordküste<br />
von New South Wales . Es wurde<br />
wahrscheinlich in den frühen 1960er<br />
Jahren auf dem australischen Festland<br />
funktionell ausgestorben, ist aber in<br />
Tasmanien weit verbreitet und wird heute<br />
auch auf Bruny Island gefunden .<br />
Innerhalb von Tasmanien bewohnen die<br />
östlichen Quolls Regenwald, Heide,<br />
alpine Gebiete und Macchia unter 1.500<br />
m (4.900 ft). Sie ziehen jedoch<br />
Trockenrasen und Waldmosaike vor, die<br />
von landwirtschaftlichen Flächen<br />
begrenzt sind, insbesondere dort, wo<br />
Weidenrassen verbreitet sind.<br />
Verhalten<br />
Der östliche Quoll ist ein einsamer<br />
Räuber, der nachts nach seiner Beute von<br />
Insekten, kleinen Säugetieren, Vögeln<br />
und Reptilien jagt. Sie sind bekannt dafür,
Essen von dem viel größeren Tasmanischen<br />
Teufel zu säubern . Obwohl der<br />
größte Teil ihrer Nahrung aus Fleisch<br />
besteht, essen sie auch etwas pflanzliches<br />
Material, einschließlich Obst<br />
während des Sommers und Gras das<br />
ganze Jahr über. [8] Der östliche Quoll ist<br />
selbst Beute für Tasmanische Teufel und<br />
Maskierte Eulen .<br />
Östliche Quollen sind nachtaktiv, und<br />
verbringen den Tag damit, in Höhlen zu<br />
ruhen, obwohl sie auch natürliche<br />
Felsspalten oder hohle Baumstämme<br />
benutzen können. Die Höhlen bestehen<br />
oft aus nicht mehr als einem einfachen,<br />
blind endenden Tunnel, sind aber<br />
manchmal komplexer, einschließlich<br />
einer oder mehrerer Nistkammern, die mit<br />
Gras ausgekleidet sind. Jedes Individuum<br />
hat eine Anzahl von Höhlen, normalerweise<br />
nicht mehr als fünf, an denen es an<br />
verschiedenen Tagen wechselt.<br />
Eastern Quolls sind Einzelgänger und<br />
neigen dazu, einander zu vermeiden,<br />
obwohl manchmal Paare von erwachsenen<br />
Frauen angetroffen werden. Die<br />
Heimatgebiete sind typischerweise etwa<br />
35 ha (86 acres) für Frauen und 44 ha (110<br />
acres) für Männchen, wobei letzteres<br />
während der Brutsaison dramatisch<br />
zunimmt. Territorien sind Duft markiert ,<br />
obwohl Dung zufällig verteilt ist, anstatt an<br />
bestimmten Latrinen platziert .Erwachsene<br />
warnen auch Eindringlinge durch<br />
Zischen und Hustengeräusche, und<br />
machen auch einen scharfen Schrei, der<br />
ein Alarmruf sein kann. Wenn Eindringlinge<br />
nicht schnell gehen, dann eskaliert<br />
die aggressive Aktion, um mit den Kiefern<br />
zu jagen und zu ringen, während sie auf<br />
ihren Hinterbeinen stehen. Mütter und<br />
junge haben auch weichere Anrufe, die<br />
verwendet werden, um Kontakt zu halten.<br />
Reproduktion<br />
Die Brutzeit beginnt im frühen Winter. Der<br />
Östruszyklus dauert 34 Tage, obwohl sich<br />
die meisten Individuen während ihres<br />
ersten Zyklus des Jahres paaren. Das<br />
Weibchen gebiert bis zu zwanzig Jungen<br />
nach einer Tragzeit von 19 bis 24 Tagen.<br />
Von diesen werden die ersten, die sich an<br />
die verfügbaren Zitzen binden, die<br />
einzigen Überlebenden sein. Die Jungen<br />
bleiben 60 bis 65 Tage an der Zitze,<br />
beginnen etwa 51 Tage lang, sich zu<br />
falten, öffnen ihre Augen nach etwa 79<br />
Tagen und sind nach 150 bis 165 Tagen<br />
vollständig entwöhnt. Sie erreichen im<br />
ersten Lebensjahr ihre Geschlechtsreife<br />
und können in Gefangenschaft bis zu<br />
sieben Jahre leben.
HOTEL & RESTAURANT<br />
Castle Vetrov<br />
ist ein weiterer Punkt, auf den<br />
Sie sich in naher Zukunft freuen<br />
können.<br />
Umgeben von vier eigenen<br />
Teichen, in denen Karpfen,<br />
Amuren, Forellen und weitere<br />
Fische schwimmen, und der<br />
schönen Natur des Aš-Ausläufers,<br />
ist der malerische und<br />
ruhige Ort Větrov bestens zur<br />
Erholung geeignet.<br />
Wir in Větrov glauben an den<br />
Einfluss der Umgebung auf den<br />
Menschen, auf dessen Sinne<br />
sowie dessen Gesundheit.<br />
Das Jagdschloss Větrov, ein<br />
romantisches Hotel wurde<br />
sorgfältig rekonstruiert, was eine<br />
Wiederbelebung des „Schlosses“<br />
erreichte und seine Ruinen<br />
in ein Viersternhotel mit 49<br />
Betten und dem hervorragenden<br />
Restaurant mit der tschechischen<br />
sowie internationalen<br />
Küche umwandelte.<br />
Eine Sauna, Swimming-Pool<br />
und eine Relax-Oase mit<br />
eigenem Masseur stehen den<br />
Gästen zur Verfügung.<br />
Das Balneo-Programm mit einer<br />
ganzen Reihe Wellness-Päckchen<br />
ergänzt nicht nur das<br />
Angebot, sondern ist zugleich<br />
Grundlage des Konzeptes des<br />
ganzen Hotels. Blumentherapie<br />
Zimmer/Frühstück ab 57,- €/pP<br />
mit Wellness-Möglichkeit und<br />
einer reichhaltigen Menü-<br />
Auswahl im Restaurant des<br />
Hotels.<br />
Infos unter<br />
Tel: +420 354 525 179,<br />
e-mail:info@hotel-vetrov.cz ,<br />
www.hotel-vetrov.cz<br />
Wir freuen uns auf Ihren<br />
Besuch<br />
G R E E K<br />
R E S T A U R A N T<br />
Taverna Ruzek<br />
Taverna Ruzek<br />
Pohraniční stráže 165,<br />
353 01 Velká Hleďsebe<br />
Tel. +420 774 600 003<br />
Tel. +420 773 600 896<br />
Öffnungszeiten: Mo. - So. 11 - 22 Uhr<br />
E-mail: info@hotel-vetrov.cz<br />
Das Restaurant hat 40 Sitzplätze und ist im griechischen<br />
Stil eingerichtet. Griechische Spezialitäten, wie z.B.<br />
Musaka, Pita, griechischer Bauernsalat aber auch echt<br />
tschechische Menüs ab 85 Kronen laden Besucher zum<br />
Verweilen ein. Das gemütliche Restaurant mit seinem<br />
offenen Holzofen, die hervorragenden Speisen und die<br />
nette Bedienung lassen die Welt wieder in Ordnung sein.<br />
Der eigene, geschützte Parkplatz vor dem Haus runden<br />
das gute Gesamtbild des RUZEK ab. Ein Besuch lohnt<br />
sich in jedem Fall.<br />
KRAKONOS<br />
RÜBEZAHL<br />
HOTEL UND RESTAURANT<br />
Das wunderschöne Schloß „Krakonos“ liegt auf<br />
den Höhenzügen in Marienbad. Zur Zeit finden dort<br />
noch Renovierungsarbeiten statt, die demnächst<br />
ihren Abschluss finden sollen. (Wir berichten über<br />
die Neueröffnung.) Ski- und Snowboard-Fahrer<br />
finden hier ein wahres Paradies. Ganz in der Nähe<br />
ist auch ein kleiner Wildpark mit Rotwild und die<br />
Statue des Rübezahl‘s wacht über Allem. Für<br />
Spaziergänger lohnt sich schon heute ein Besuch!
Empfehlung der Redaktion: Lende vom Angus-Rind
Es gibt nichts Gutes,<br />
außer man tut es<br />
(Erich Kästner)<br />
CoIN e.V. - Ein Hilfsprojekt für<br />
hörgeschädigte Kinder in Nepal<br />
Ein Leben ohne Geräusche, ohne Straßenlärm und<br />
Telefonklingeln - aber auch ohne Musik, ohne Kinderlachen<br />
und Vogelgezwitscher. Gewitter, Blitz und Donner,<br />
die man spürt, aber nicht hören kann. Das Lachen,<br />
aber auch das Weinen ist stumm.<br />
Bei unseren Reisen nach Indien und Nepal waren wir nicht<br />
überrascht über das Elend und die Not, die bei besonderen<br />
Schichten der Bevölkerung in Indien und flächendeckend, in<br />
Nepal herrscht. Wer an Nepal denkt, verbindet dies meist mit den<br />
höchsten Bergen der Welt, mit Abenteuer, Religio-sität, Magie,<br />
Mystik, Göttern und lebenden Gottheiten. In der Tat gibt es wohl<br />
kaum ein Land auf Erden, welches den Besucher so nachhaltig<br />
beeindrucken kann, wie das Königreich am Fuße des Himalaja.<br />
Dabei wird jedoch vergessen, dass Nepal noch immer zu den<br />
ärmsten Ländern der Welt zählt. Die nackten Daten sprechen ihre<br />
eigene Sprache (Quelle: UNICEF Nepal Statistik 2008).;<br />
durchschnittliche Lebenserwartung 67 Jahre; Sterblich-keitsrate<br />
bei Säuglingen im ersten Jahr 4,1 %; jährliches Einkommen pro<br />
Einwohner ca. 400 $; Analphabetenrate: 62 % bei Frauen, 40 %<br />
bei Männern.<br />
Die zufriedenen Gesichter, die man als Tourist so gerne sieht, sind<br />
geprägt von Sorgenfalten. Jeder Einzelne muss sehen, dass er<br />
nicht auf der Strecke bleibt. Es ist jeden Tag ein Kampf, genug<br />
Essen für die Familie zu haben. Kranke, alte und behinderte<br />
Menschen haben in vielen armen Ländern das Nachsehen.<br />
Warum sollte es in Nepal anders sein. Diese Tatsache ist<br />
belastend und erweckt bei vielen von uns das Gefühl helfen zu<br />
müssen. Wir wissen, dass wir nicht jedes Leid und jede Not<br />
lindern oder sogar beseitigen können, aber wir wollen uns<br />
engagieren, dass es für einen Teil der hörgeschädigten Kinder in<br />
Nepal eine Zukunft gibt.<br />
Speziell behinderte Kinder haben es in armen Ländern wie Nepal<br />
besonders schwer.<br />
Im gesellschaftlichen Gefüge sind sie am untersten sozialen<br />
Rand angesiedelt, medizinische Betreuung ist nur spärlich<br />
vorhanden.<br />
Da behinderte Kinder zudem noch immer als „Schande“<br />
angesehen werden und den Familien meist für Hilfsmittel das<br />
Geld fehlt, müssen diese oft ein Leben unter menschenunwürdigen<br />
Bedingungen ertragen. Die Chance zu einer<br />
teueren schulischen Ausbildung in speziellen Behinderteneinrichtungen,<br />
die ihnen auch eine berufliche Zukunft<br />
ermöglicht, wird ihnen nicht gewährt. Wir haben hörgeschädigte<br />
Kinder in Nepal in ihrer auswegslosen Situation selbst kennen<br />
gelernt und beschlossen, ihnen zu helfen.<br />
Wir können helfen mit Hörgeräten, wenn die Hörfähigkeit noch<br />
teilweise vorhanden ist und durch den Besuch einer<br />
Gehörlosenschule.<br />
Der Schulbesuch kostet pro Jahr incl. Unterbringung und<br />
Verpflegung ca. 400 €, je nach Wechselkurs. Erinnern Sie sich :<br />
das durchschnittliche Jahres-Einkommen liegt bei 400 Euro, für<br />
viele Familien nicht leistbar.<br />
Schwieriger und auch für alle Familien fast unerschwing-lich ist<br />
das Einsetzen eines Cochlea Implantats, um bei Kleinkindern die<br />
Hörfähigkeit herzustellen; daraus leitet sich auch unser<br />
Vereinsname „Cochlea Implantate Nepal“ ab.<br />
Mehrfachbehinderten Kindern – z.B. Kinder mit Hör- und<br />
Sehschädigung – können wir unterstützen durch die Organisation<br />
von Sehhilfen/Brillen.<br />
Wir wollen erreichen, dass die unterstützten Kinder mit unserer<br />
und Ihrer Hilfe ihr Leben meistern können. Werden Sie Mitglied<br />
bei unserem Hilfsprojekt. Wenn Sie uns bei der Anmeldung Ihre E-<br />
mail Adresse mitteilen, werden Sie lau-fend über unser<br />
Hilfsprojekt unterrichtet. Wir können Ihnen garantieren, dass<br />
jeder gespendete Cent ankommt. Besuchen Sie uns im Internet<br />
unter www.coin-ev.de<br />
Monika Bentz / Heinrich Ferschmann<br />
Es ist unsere Aufgabe<br />
den Kindern das Lächeln bringen,<br />
denn zufriedene und lachende Kinder<br />
führen keine Kriege und<br />
jeder Tag ohne Lächeln - ist ein verlorener Tag
CoIN e.V.<br />
Cochlea Implantate Nepal e.V.<br />
Ein Hilfsprojekt für hörgeschädigte Kinder in Nepal<br />
Bild: Heinrich Ferschmann<br />
Interview mit dem Vorsitzenden des Vereins:<br />
Heinrich Ferschmann<br />
.<br />
Wieso ist man in Nepal auf Hilfe aus Heroldsberg angewiesen?<br />
Ferschmann: In Nepal ist eine Behinderung eine Schande.<br />
Behinderte werden versteckt, sofern sie ihr Leiden nicht zum<br />
betteln einsetzen können. Wir haben Kinder gefunden, deren<br />
Eltern sie einfach in einen Korb gelegt und irgendwo angebunden<br />
haben. Die liegen dann da mit verkrüppelten Gliedmaßen, taub,<br />
sprachlos, machmal auch noch blind, ohne Chance auf ein<br />
menschenwürdiges Leben.<br />
Wie kann solchen stark benachteiligten Kindern geholfen<br />
werden?<br />
Ferschmann: Es gibt eine Gehörlosenschule, doch die können<br />
sich die Eltern normalerweise nicht leisten. Sie müssten für den<br />
Aufenthalt rund die Hälfte ihres ganzen Einkommens bezahlen.<br />
Das macht kaum jemand. Unser Verein will die schulische<br />
Ausbildung ermöglichen. Wir wollen Hörgeräte zur Verfügung<br />
stellen und Kindern, deren Gehörlosigkeit bis zum dritten<br />
Lebensjahr festgestellt wird, oder Menschen, die schon einmal<br />
hören konnten, kann durch ein Implantat, das so genannte<br />
„Cochlear Implantat“ zu einem fast normalen Hörvermögen<br />
geholfen werden. Bestes Beispiel bei uns ist der ehemalige<br />
Ministerpräsident Günther Beckstein. Er hat so ein Implantat. Bei<br />
uns zahlt die Krankenkasse die Operation, in Nepal gibt es keine<br />
Krankenversicherung. Auch da wollen wir helfen.<br />
Was kostet eine derartige Operation und wo soll diese<br />
durchgeführt werden?<br />
Ferschmann: Rund 15.000 Euro. Behandelt wird in Kathmandu.<br />
Uns zur Seite stehen dabei Professor Ulrich Hoppe von der<br />
Uniklinik Erlangen und die Universität in Kathmandu.<br />
Sie garantieren, dass jeder gespendete Cent direkt den Kindern<br />
zugute kommt. Wie wollen Sie das von Deutschland aus<br />
organisieren?<br />
Ferschmann: Einfach Geld nach Nepal schicken geht natürlich<br />
nicht. Unsere Kontaktperson vor Ort ist die ehemalige Leiterin der<br />
Gehörlosenschule. Trekking-touristen werden regelmäßig in der<br />
Schule kontrollieren und wir selbst sind natürlich auch immer<br />
wieder vor Ort. Wir machen dort auch Fotos, stellen<br />
Schulbeschei-nigungen aus für die Unterstützer und überwachen<br />
den korrekten Ablauf. Am 25. März fährt wieder jemand nach<br />
Nepal.<br />
Gibt es schon erste Erfolge?<br />
Ferschmann: Meine Familie unterstützt seit fünf Jahren einen<br />
jungen Mann. Er hat die Gehörlosenschule besucht und wird<br />
heuer noch sein Studium beginnen. Von den ersten<br />
Spendengeldern ist für zehn weitere Kinder das Schulgeld für ein<br />
Jahr bezahlt.<br />
Wie können Interessierte Coin möglichst effektiv unterstützen?<br />
Ferschmann: Durch eine Mitgliedschaft in unserem als<br />
gemeinnützig anerkannten Verein. Die kostet lediglich zehn Euro<br />
im Jahr. Damit allein können wir natürlich nicht viel bewegen.<br />
Deshalb sind wir auf Spenden angewiesen. Denkbar wäre auch<br />
eine längerfristige Patenschaft für ein Kind. Infos dazu gibt es<br />
unter anderem auf unserer Homepage unter www.coin-ev.de<br />
Mitstreiter gesucht<br />
Unser Projekt wächst und damit steigen auch die Anfor-derungen<br />
an die Vorstandschaft. Wir wollen aktuell bleiben und unsere<br />
Mitglieder und Sponsoren laufend informieren. Wir können jede<br />
helfende Hand gebrauchen und sind auch für neue Ideen und<br />
Anregungen aufgeschlossen und dankbar. Wir würden uns<br />
freuen, wenn Sie sich ent-schließen, bei uns aktiv mitzuarbeiten.<br />
Bitte bei Heiner Ferschmann<br />
melden unter unserer neuen Emailadresse:<br />
heinrich.ferschmann@coin-ev.de<br />
Was genau ist eigentlich<br />
ein Cochleaimplantat?<br />
Das Cochleaimplantat (engl.<br />
cochlear implant, CI) ist eine<br />
Hörprothese für Gehörlose,<br />
deren Hörnerv noch funktioniert.<br />
Das CI-System besteht aus<br />
einem Mikrofon, einem digitalen<br />
Sprachprozessor, einer<br />
Sendespule mit Magnet, und<br />
dem eigentlichen Implantat,<br />
das sich aus einem weiteren Magneten, einer Empfangsspule,<br />
dem Stimulator und dem Elektrodenträger mit den Stimulationselektroden<br />
zusammensetzt. Die Elektroden werden in die<br />
Cochlea (Hörschnecke) eingeführt.<br />
Die Empfangsspule wird hinter dem Ohr unter der Haut platziert.<br />
Die Sendespule des Prozessors haftet mit Hilfe der Magneten auf<br />
der Kopfhaut über der Empfangsspule des Implantats. Die<br />
Spannungsversorgung des Implantats erfolgt durch die Kopfhaut<br />
mittels elektromagnetischer Induktion. Die Signalübertragung<br />
erfolgt mit Hochfrequenzwellen. Manchmal wird nur das<br />
Elektrodenbündel als CI, die komplette Anlage als CI-System<br />
bezeichnet."
GESUNDHEIT<br />
GESUNDHEIT<br />
Abwehrschwäche<br />
Immunsystem<br />
Nur durch ein gut funktionierendes<br />
Immunsystem können wir uns den<br />
zahlreichen Angriffen der Umwelt durch<br />
Viren, Bakterien, Pilzen und anderen<br />
Schadstoffen entgegenstellen und bleiben<br />
dank dieser körpereigenen Abwehr von<br />
den meisten Krankheiten verschont oder<br />
überwinden sie schnell. Insbesondere alle<br />
wiederkehr-enden oder langandauernden<br />
Erkrankungen beanspruchen<br />
Unsere Abwehrkräfte ganz besonders.<br />
Das sind zum Beispiel chronische Entzündungen<br />
der Atemwege und Nasennebenhöhlen<br />
oder der Haut, chronische Darmerkrankungen,<br />
eitrige Entzündungen.<br />
Ursachen einer<br />
Immunschwäche<br />
Eine Immunschwäche kann durch<br />
Krankheiten verursacht werden, beispielsweise<br />
sind Diabetiker deutlich<br />
häufiger von Infekten betroffen, aber auch<br />
unsere Ernährung hat einen wichtigen<br />
Einfluss. Trotz des hervorragenden<br />
L e b e n s m i t t e l a n g e b o t e s u n s e r e r<br />
mitteleuropäischen Gesellschaft weisen<br />
manche Menschen einen schlechten<br />
Ernährungszustand auf. Sie essen<br />
entweder nicht ausreichend ausgewogen<br />
(Vita-minmangel) oder nicht ausreichend<br />
hochwertige Nahrungsmittel (Proteine)(<br />
Fast Food !).<br />
Zur Funktion des<br />
Immunsystems<br />
Aufgabe unseres Immunsystems ist es,<br />
gesundheitswidrige äußere Einflüsse<br />
(Bakterien, Viren, Pilze und andere Schadstoffe)<br />
auf unseren Organismus zu<br />
erkennen und zu vernichten. Dies wird<br />
durch verschiedene Mechanismen<br />
erreicht. Wichtig für die Abwehr sind die<br />
weißen Blutkörperchen, insbesondere die<br />
sog. Lymphozyten, die im Knochenmark<br />
gebildet werden und über den Blutkreislauf<br />
jede Stelle unseres Körpers erreichen.<br />
Die Lymphozyten werden aktiv, wenn sie<br />
auf eine körperfremde Materie treffen.<br />
Dies kann ein Krankheitserreger oder<br />
auch eine durch Viren veränderte Körperzelle<br />
oder eine Krebszelle sein.<br />
Im Falle eines Krankheitserregers bilden<br />
die Lymphozyten dann ein für diesen<br />
Fremdkörper spezifisches Eiweiß, den<br />
sogenannten Antikörper. Dieser Antikörper<br />
ist für den Eindringling (das Antigen)<br />
spezifisch, sie passen wie Schlüssel und<br />
Schloss zueinander. Durch die Verbindung<br />
von Antigen und Antikörper wird der<br />
Krankheitserreger markiert , so daß er<br />
durch sog. Fress- und Killerzellen unseres<br />
Immunsystems erkannt und unschädlich<br />
gemacht werden kann. Dieses Antigen-<br />
Antikörper-System macht man sich<br />
beispielsweise bei der Grippeimpfung<br />
zunutze, wo das Immunsystem durch die<br />
Verabreichung abgetöteter Grippeerreger<br />
zur Bildung von spezifischen Antikörpern<br />
veranlasst wird.<br />
Bestimmte Lymphozyten sind in der Lage,<br />
sich die Struktur eines Antigens (also z.B.<br />
eines Virus) zu merken und können<br />
deshalb bei dessen Wiederkehr augen-<br />
des Menschen<br />
höchstes Gut<br />
blicklich mit der Produktion der Antikörper<br />
beginnen. So besteht für den Erreger<br />
keine Möglichkeit , sich zu vermehren und<br />
weiteren Schaden anzurichten. Dies ist die<br />
Erklärung für die Immunität, die wir gegen<br />
viele Krankheiten im Laufe unseres<br />
Lebens entwickeln. Wer beispielsweise<br />
Mumps, Masern oder Röteln einmal<br />
durchgemacht hat oder wer dagegen<br />
geimpft wurde, verfügt anschliessend über<br />
einen lebenslangen Schutz.<br />
Die therapeutischen<br />
Möglichkeiten<br />
Wichtig für ein gut funktionierendes<br />
Immunsystem ist die richtige und<br />
ausgewogene Ernährung. Vor allem<br />
Vitamine und Spurenelemente werden für<br />
die körperliche Abwehr benötigt.<br />
Gegebenenfalls kann die Nah-rung mit<br />
entsprechenden Vitamin- und Mineralstoff-Präparate<br />
ergänzt werden, wenn<br />
man diese beispielsweise aufgrund einer<br />
Abmagerungskur nicht in ausreichender<br />
Menge über die Nahrung aufnehmen<br />
kann.<br />
Wichtige Vitaminträger sind: Getreide,<br />
Gemüse, Obst, Kartof-feln, Milch, Fleisch.<br />
Zur Stärkung der Abwehrkräfte sind<br />
Wasseranwendungen und morgendliche<br />
Trockenbürstenmassagen empfehlenswert.<br />
Darüber hinaus täglich 5 Minuten<br />
Morgengymnastik an frischer Luft (offenes<br />
Fenster). Auch verschiedene Kalt-Warm-<br />
Reize auf der Haut, z.B. beim Saunabesuch<br />
oder Kneipschen Güssen ist zur<br />
Stimulierung unseres Immunsystems<br />
hilfreich.<br />
Die einfachste und beste Methoden ist und<br />
bleibt allerdings die körperliche Betätigung<br />
an der frischen Luft und bei jeder<br />
Wetterlage. Ob das die Gartenarbeit oder<br />
ein täglicher Spaziergang ist, bleibt gleich.
Mineralwasser<br />
Natürliches Mineralwasser wird<br />
in der geschlossenen Flasche<br />
serviert<br />
Flasche voll<br />
Ein „Glas Mineralwasser“ ist in der<br />
guten Gastronomie nicht zu bekommen.<br />
Natürliches Mineralwasser<br />
nämlich wird immer direkt am Quellort<br />
abgefüllt und sollte auch in dieser<br />
Flasche beim Verbraucher ankommen.<br />
Erhält der Gast ein bereits<br />
eingeschenktes Glas Wasser,<br />
kann es sich auch um<br />
aufbereitetes Tafelwasser oder<br />
sogar lediglich um<br />
aufgesprudeltes Leitungswasser<br />
handeln.<br />
Entsprechend stehen Gastronomen in<br />
der Pflicht, dem Gast natürliches<br />
Mineralwasser immer in der noch<br />
geschlossenen Flasche am Tisch zu<br />
servieren. So sieht es die Mineralund<br />
Tafelwasser-Verordnung (MTVO)<br />
vor. Die ursprüngliche Reinheit des<br />
Pro-duktes ist damit bis hin zum<br />
Verzehr garantiert.<br />
Diese gesetzliche Regelung ist eine<br />
von vielen, die für natürliches Mineralwasser<br />
gilt. Denn wenn es um<br />
Reinheit, Hygiene und Qualität von<br />
Produkten geht, führt Mine-ralwasser<br />
die Liste unserer Lebensmittel an. Es<br />
ist das einzige Lebensmittel in<br />
Deutschland, das amtlich anerkannt<br />
werden muss so bestimmt es die<br />
Verordnung. „Das Anerkennungsverfahren<br />
umfasst mehr als 200 Einzel-<br />
untersuchungen“, weiß Markus<br />
Humpert, Geschäftsführer beim<br />
Kondrauer Mineralbrunnen. Eine<br />
ständige Überwachung durch<br />
unternehmenseigene und externe<br />
Labors sowie die Lebensmittelbehörde<br />
stellt sicher, dass die gesetzlichen<br />
Vorgaben auch streng eingehalten<br />
werden.<br />
So bleibt natürliches Mineralwasser<br />
ein reines Naturprodukt von der<br />
Quelle bis auf den Tisch des<br />
Verbrauchers.<br />
Hier könnte Ihre Werbung stehen<br />
Anruf genügt - Tel: 0049 157 83 43 93 53
Cranberry: Wie gesund ist die<br />
rote Frucht?<br />
Die Cranberry galt lange Zeit als das<br />
natürliche Heilmittel gegen Blasenentzündung.<br />
Doch mittlerweile haben<br />
wissenschaftliche Studien Zweifel an ihrer<br />
Wirksamkeit geschürt. Lesen Sie hier, wie<br />
gesund Cranberries wirklich sind.<br />
Sie ist klein, rund und knallrot: Cranberry<br />
lautet der englische Name der auch in<br />
Europa beheimateten Großfrüchtigen<br />
Moosbeere (Vaccinium macrocarpon),<br />
auch Kranbeere, Kranichbeere oder<br />
Crannberry genannt. Verwandt ist sie mit<br />
unserer Heidel– und auch der Preiselbeere.<br />
Vermutlich kennen Sie die Cranberry als<br />
Beilage zu den typisch amerikanischen<br />
Thanksgiving-Truthahn-Essen. Mittlerweile<br />
hat sie das zweifelhafte Etikett<br />
„Superfood“ erhalten. In der Naturmedizin<br />
haftet ihr der Ruf an, Harnwegsinfekte, vor<br />
allem Blasenentzündung von Frauen<br />
heilen zu können. Doch die Studienlage<br />
zur medizinischen Wirkung der Früchte ist<br />
zweifelhaft.<br />
Welche Nährstoffe liefert Ihnen<br />
die Cranberry?<br />
Wie die meisten Beeren versorgt Sie die<br />
Cranbeere mit reichlich Vitaminen und<br />
Mineralstoffen. Dazu gehören:<br />
Vitamin C<br />
Provitamin A<br />
Vitamin B6<br />
Vitamin K<br />
Eisen<br />
Kalzium<br />
Kalium<br />
Magnesium<br />
Natrium<br />
Folsäure<br />
Sekundäre Pflanzenstoffe wie<br />
Polyphenole und Anthocyane<br />
Diese Wirkungen hat die<br />
Cranberry auf die Gesundheit<br />
Wie so häufig, wenn es um den<br />
gesundheitlichen Nutzen von Pflanzen<br />
geht, ist nicht klar, welche der Inhaltsstoffe<br />
heilsam wirken. Forscher vermuten, dass<br />
es bei der Cranberry die sogenannten<br />
Proanthocyanidine (PACs) sind. Sie sollen<br />
verhindern können, dass sich die Keime in<br />
den Harnwegen festsetzen. Die Krankheitserreger<br />
werden mit dem Harn<br />
ausgeschwemmt und kommen erst gar<br />
nicht dazu, eine Entzündung auszulösen.<br />
Gegen folgende Leiden wurden Cranberries<br />
mit mehr oder weniger großem<br />
Erfolg eingesetzt:<br />
Cranberries bei<br />
Blasenentzündung<br />
Zystitis hat die Tendenz, immer wiederzukehren.<br />
Tritt sie erstmals auf oder ist sie<br />
mit Fieber und Blut im Urin verbunden,<br />
behandelt der Arzt Sie mit Antibiotika.<br />
Wenn Sie diese Medikamente öfter<br />
anwenden, bringt das erhebliche
Nachteile. Frühere Studien zeigten, dass<br />
alternativ Cranberry-Saft die Heilung einer<br />
wiederkehrenden Zystitis beschleunigen<br />
konnte. Deshalb rieten Ärzte, vorbeugend<br />
und im Akutfall regelmäßig davon zu<br />
trinken, oder verordneten Kapseln mit<br />
Cranberry-Inhaltsstoffen. Mittlerweile<br />
haben aktuellere Studien Zweifel am<br />
Effekt von Cranberries auf eine Blasenentzündung<br />
geweckt.<br />
Kariesprophylaxe<br />
Cranberries können Entzündungen im<br />
Mund vorbeugen. (c) Colourbox<br />
Weitere Anwendungsgebiete<br />
der Beere:<br />
Gutartige Prostatavergrößerung: Einzelne<br />
kleinere Studien haben gezeigt, dass die<br />
Moosbeere Männern mit gutartig vergrößerter<br />
Prostata helfen konnte. Sie<br />
hatten weniger Probleme mit dem<br />
Wasserlassen.<br />
Auch Ärzteverbände sind uneinig über den<br />
Nutzen der Cranberries für die Behandlung<br />
von Blasenentzündungen: Die<br />
deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin<br />
weist auf sie hin als traditionelles<br />
Mittel der Naturheilkunde. Sie erwähnt<br />
aber auch, dass der wissenschaftliche<br />
Beweis ihres Nutzens fehlt. Die europäische<br />
Urologengesellschaft beschreibt<br />
Cranberries als Mittel zur Vorbeugung,<br />
bezeichnet sie aber den Antibiotika<br />
unterlegen.<br />
Was nun? Probieren Sie am besten selbst<br />
aus, ob Sie von einer Behandlung mit<br />
Cranberry profitieren. Bei einer akuten<br />
Zystitis, sollten Sie aber auf jeden Fall<br />
einen Arzt aufsuchen. Die Studienlage<br />
klingt positiver in Bezug auf die vorbeugende<br />
Wirkung von Cranberry-Saft.<br />
Sollten Sie also immer wieder Blasenentzündungen<br />
plagen, dann könnte es<br />
Ihnen helfen, regelmäßig davon zu trinken.<br />
Cranberry-Früchte gegen Karies<br />
Studien gaben Hinweise darauf, dass aus<br />
der Kranbeere isolierte Inhaltsstoffe<br />
entzündliche Prozesse in der Mundhöhle<br />
und Karies aufhalten konnten. Es ist aber<br />
nicht ratsam, größere Mengen zuckerhaltigen<br />
Saft regelmäßig zu trinken, der<br />
Zahnprobleme eher fördern würde.<br />
Arteriosklerose:<br />
Studien gaben keine Hinweise darauf,<br />
dass die Beeren die Fließfähigkeit des<br />
Bluts verbessern konnten.<br />
Erkältungen und Grippe:<br />
Täglich Saft aus Cranberries zu trinken<br />
half Probanden nicht vorbeugend gegen<br />
Erkältung oder Grippe. Die Behandlung<br />
linderte aber ihre Symptome.<br />
Welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen<br />
könnten Ihnen drohen?<br />
Die Früchte, ihr Saft und Kapseln mit dem<br />
Extrakt sind harmlos. Wenn Sie größere<br />
Mengen konsumieren, könnte das<br />
allerdings zu Magenschmerzen oder<br />
Durchfall führen.<br />
Wenn Sie regelmäßig Blutverdünner,<br />
Antibiotika, Acetylsalicylsäure, Statine,<br />
Antazide, Protonenpumpenhemmer oder<br />
Medikamente für die Leber nutzen, sollten<br />
Sie mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie<br />
Cranberry einnehmen wollen.
Kleine Brüste - großes Leiden<br />
5 Tipps gegen den<br />
psychischen Druck<br />
Die einen lachen, die anderen schütteln<br />
unverständlich den Kopf und wieder<br />
andere können sich gar nicht vorstellen,<br />
dass Frauen unter ihren kleinen Brüsten<br />
leiden. Tatsache ist aber, dass der Busen<br />
als das wichtigste Attribut für Weiblichkeit<br />
angenommen wird und das nicht allein von<br />
Männern. Frauen mit geringer Oberweite<br />
mangelt es häufig an Selbstbewusstsein,<br />
weil sie sich unvollkommen fühlen. Je<br />
länger dieser Zustand anhält, desto größer<br />
wird der psychische Druck. Freizeitaktivitäten<br />
in der Öffentlichkeit werden<br />
kaum noch wahrgenommen und nicht<br />
selten leidet auch die Beziehung.<br />
Warum habe gerade ich so kleine Brüste?<br />
Genau diese Frage stellen sich Betroffene<br />
Tag für Tag, bei jedem Blick in den Spiegel.<br />
Zum einen ist es genetische Veranlagung,<br />
zum anderen verliert die Brust an Fülle und<br />
Elastizität, je älter wir werden. Aber auch<br />
S c h w a n g e r s c h a f t e n u n d S t i l l e n<br />
hinterlassen ihre Spuren. Eins vorab: Nicht<br />
jede Frau klagt nach der Geburt über einen<br />
schlaffen Busen. Dies ist körperabhängig.<br />
Manche „vertragen“ die hormonellen<br />
Veränderungen gut, bei anderen reagiert<br />
der Körper.<br />
Tipp 1: Brustvergrößerung:<br />
Eine Option, aber nicht für<br />
jeden<br />
Einzige Lösung, um aus Körbchengröße A<br />
wieder eine C zu zaubern, scheint eine<br />
Brustvergrößerung zu sein. Dieser<br />
Gedankengang ist nur verständlich.<br />
Allerdings sollte der Fokus nicht nur auf die<br />
Schönheit, sondern auch auf die Gesundheit<br />
gelegt werden, so die Fachärzte<br />
von villa-bella.org , die seit Jahren<br />
erfolgreich Brustvergrößerungen in<br />
München vornehmen. Daher spielt neben<br />
dem Alter auch der Kinderwunsch eine<br />
erhebliche Rolle. Ist dieser noch nicht<br />
abgeschlossen, bzw. die Frau unter 21<br />
Jahre alt, ist von einem ästhetischen<br />
Eingriff abzuraten. Ob, wann und wie eine<br />
Brustvergrößerung vorgenommen werden<br />
k a n n , i s t i n e i n e m p e r s ö n l i c h e n<br />
Beratungsgespräch zu klären.<br />
Tipp 2: Strafferer Busen durch<br />
Kneipp-Kuren<br />
Viele Schwangere kennen das: In der Zeit<br />
vor der Entbindung fühlte sich der Busen<br />
straff und prall an. Oftmals wird eine BH-<br />
Nummer größer gebraucht, manchmal<br />
auch zwei. Ist das Baby dann auf der Welt<br />
und es wird gestillt, hält dieser Zustand an.<br />
Nach dem Abstillen kann es aber<br />
passieren, dass die Brüste „in sich<br />
zusammen fallen“. Um dem ganzen<br />
wieder Volumen zu geben, empfehle ich<br />
Kneipp-Kuren.<br />
Methode 1<br />
Warm-kalte Wechselduschen am Morgen.<br />
Dazu jede Brust abwechselnd warm und<br />
kalt abbrausen, etwa 10 bis 15 Sekunden<br />
lang. Wenn Sie einen Duschkopf mit<br />
Massagestrahl haben, benutzen Sie<br />
diesen. Das verstärkt den Effekt noch<br />
mehr.<br />
Methode 2:<br />
Ganz Mutige können die Kneipp-Kur auch<br />
mit Eiswürfeln durchführen. Dazu zwei bis<br />
drei Eiswürfel in eine Hand nehmen und<br />
damit erst die linke und dann die rechte<br />
B r u s t a b r e i b e n . K l i n g t z i e m l i c h<br />
unangenehm? Ist es auch, aber wenn man<br />
es ein paar Mal gemacht hat, ist der<br />
Kälteschock nicht mehr ganz so groß.<br />
Verzichten Sie nicht aufs Stillen...<br />
...denn das ist nicht der Grund für die<br />
Veränderungen der Brust, sondern die<br />
Gene! Das Bindegewebe ist von Frau zu<br />
Frau unterschiedlich.<br />
Tipp 3: Optische<br />
Brustvergrößerung mit dem<br />
richtigen BH<br />
Prinzipiell bin ich der Meinung, dass man<br />
sich nicht für das Umfeld schön macht,<br />
sondern für sich selbst. Ich kann aber auch<br />
verstehen, dass Frauen mit extrem<br />
kleinem Busen Hemmungen haben, sich<br />
öffentlich zu zeigen. Im Handel gibt es zum<br />
Glück BH-Formen, mit denen der Busen<br />
optisch größer wirkt.<br />
Push-Up-BH<br />
Das bekannteste Modell ist der Push-Up-<br />
BH. Die Cups sind gepolstert, wodurch der<br />
Busen mindestens eine Nummer größer<br />
erscheint – die Brust wird, wie der Name<br />
schon sagt, gepusht. Zusätzliche Bügel<br />
stützen den Busen und formen zusätzlich<br />
mehr Fülle. Bei einer Umfrage unter<br />
Frauen, zu Mitteln mit denen sie die eigene<br />
Attraktivität steigern, lag der Push Up BH<br />
erstaunlicher Weise an zweiter Stelle.<br />
Balconette-BH<br />
Der Balconette BH ist ähnlich aufgebaut,<br />
hat aber eher die Aufgabe, den Busen<br />
nach oben zu „drücken“. Wer also eine<br />
füllige Brust hat, die trotzdem schlaff<br />
herunterhängt, ist mit diesem BH besser<br />
beraten. Die Brüste werden nach oben<br />
„gepresst, aber nicht in der Mitte<br />
zusammengedrückt.<br />
Extratipp: BH Größe richtig<br />
messen<br />
Auch wenn der BH den Busen optisch
Blümchenstoff und Karomix<br />
Einfarbige Kleidung streckt optisch,<br />
besonders schwarz. Das kennt jeder, der<br />
ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen hat.<br />
Ähnlich verhält es sich beim in Szene<br />
setzen des Busens. Blusen aus großblumigem<br />
Stoff oder im modernen<br />
Karodesign (viel Auswahl bei otto.de)<br />
lassen die Oberweite deutlich runder<br />
erscheinen.<br />
vergrößern soll, ist es wichtig, dass er<br />
richtig sitzt. Zu kleine oder auch zu große<br />
Büstenhalter sind ungesund und bringen<br />
nicht den erhofften Erfolg.<br />
Tipp 4: Silikon Pads -<br />
Ausstopfen und aufpushen<br />
Das Problem der kleinen Brüste ist nicht<br />
neu. Viele Generationen von Frauen<br />
haben versucht, dem Dekolleté mehr Fülle<br />
zu geben. Dabei kamen die waghalsigsten<br />
Methoden zum Einsatz, wie zum Beispiel<br />
das Ausstopfen des BH’s mit Papiertaschentüchern.<br />
Heute sind derlei Varianten nicht mehr<br />
nötig, denn im Handel gibt es mittlerweile<br />
verschiedene Formen an Silikonpads.<br />
D i e s e w e r d e n i n d i e C u p s d e s<br />
Büstenhalters gesteckt. Praktisch an<br />
dieser Form der optischen Brustvergrößerung<br />
ist, dass man die Größe dem<br />
jeweiligen BH oder Anlass anpassen kann.<br />
Für Kleidung mit großem Ausschnitt, kann<br />
zum Beispiel ein größeres Silikonkissen<br />
verwendet werden. Ganz wichtig: Achten<br />
Sie beim Kauf auf die richtige Form!<br />
Tipp 5: Kleine Brüste durch<br />
passende Kleidung vergrößern<br />
Nicht nur der Büstenhalter eignet sich um<br />
kleine Brüste größer wirken zu lassen.<br />
Auch auf die Kleidung kommt es an,<br />
speziell hier die Oberteile.<br />
Der richtige Ausschnitt<br />
Verstecken sollte man seine kleinen<br />
Brüste auf keinen Fall. Dekolleté kann<br />
auch mit Körbchengröße A gezeigt<br />
werden. Allerdings macht sich ein V-<br />
Ausschnitt deutlich besser als ein tiefer<br />
Rundhalsausschnitt.<br />
Es muss nicht immer ein Shirt oder<br />
Pullover sein, mit einer Bluse deren ersten<br />
zwei bis drei Knöpfe offen sind, erreicht<br />
man den gleichen Effekt.<br />
Verspielte Rüschen<br />
Alles was glatt an uns herunterhängt,<br />
betont die Figur. Mit Abnähern im Stoff,<br />
aufgesetzten Rüschen oder Spitze<br />
bewirken wir genau den Gegeneffekt. Der<br />
Bereich um die Brust wird optisch<br />
aufgebauscht, erhält mehr Volumen.<br />
Verkauf von Musikinstrumenten und Zubehör<br />
Servis und Reparatur von Saiteninstrumenten<br />
Verkauf und Einrichtung von Ton und Beschallung<br />
(Clubs, Schulen, Hotels, Fitness-Center und andere)<br />
HK MUSIC, Kamenna 2, Cheb<br />
+420 354 422 712 und +420 776 824 000<br />
www.hkmusic.cz - hkmusic@cbox.cz
Wie 15 Minuten<br />
Spazieren pro Tag<br />
Deinen Körper<br />
verändern können<br />
Regelmässige Bewegung ist ein guter<br />
Weg, um sowohl körperlich als auch<br />
geistig gesund zu bleiben. Laut jüngsten<br />
Studien, wird nur 15 Minuten Zufussgehen<br />
am Tag sogar 7 Jahre zu Deinem<br />
Leben aufgrund der unzähligen Vorteile<br />
hinzufügen.<br />
Also, wenn Du die Art von Person bist, die<br />
sich viel Mühe machen muss, um Zeit für<br />
Bewegung zu finden, versprich Dir nur 15<br />
Minuten für einen schnellen Spaziergang<br />
um den Block. Wenn Du einen Hund hast,<br />
dann ist dies sowohl für Dich als auch für<br />
ihn von Vorteil!<br />
1. Schmerzlinderung und<br />
verbesserte Mobilität<br />
Wenn Du jeden Tag kurz spazierengehst,<br />
werden Deine Knochen und Muskeln<br />
gestärkt und zwar auf solche Weise, dass<br />
Schmerzen weniger wahrscheinlich auftreten<br />
werden. Diejenigen, die an<br />
peripheren Arterienerkrankungen (PAVK)<br />
leiden, haben den grössten Nutzen in<br />
diesem Bereich gesehen.<br />
2. Niedrigerer Blutdruck<br />
Eine mässige bis zügige Bewegung, einschliesslich<br />
Gehen, senkt nachweislich<br />
den Blutdruck und die damit verbundenen<br />
Risiken.<br />
3. Verbesserte Gehirnleistung<br />
fähigkeit nach einem kurzen Spaziergang<br />
sahen.<br />
4. Diabetes Prävention und<br />
Kontrolle<br />
Mehrere Studien haben die Vorteile von<br />
regelmässiger Bewegung für diejenigen,<br />
die an Diabetes leiden oder das Risiko<br />
haben, Diabetiker zu werden, festgestellt.<br />
Diabetes wird durch den Blutfluss beeinflusst,<br />
so dass regelmäßiges Training den<br />
Blutfluss verbessert und somit zur<br />
Kontrolle und Vorbeugung dieser<br />
Krankheit beiträgt.<br />
5. Bessere Stimmung<br />
Fühlst Du Dich schlecht? Dann geh<br />
nach draussen und entdecke eine<br />
neue Ecke Deiner Nachbarschaft! Es<br />
hat sichgezeigt, dass auch ein kurzer<br />
Spaziergang die Stimmung einer<br />
Person verbessert und uns hilft, eine<br />
positivere Einstellung zum Leben zu<br />
bekommen.<br />
6. Reduziertes Krebsrisiko<br />
Eine kürzlich durchgeführte-Studie ergab,<br />
dass das Risiko der Krebsmortalität<br />
signifikant gesenkt wurde, selbst bei<br />
Patienten mit fortgeschrittenen Formen,<br />
wenn der Betroffene jeden Tag einen<br />
kurzen Spaziergang machte. Darüber<br />
hinaus haben diejenigen, die diese Praxis<br />
nach der Heilung fortsetzen, eine<br />
dramatische Verringerung des Risikos<br />
Wenn Du festgestellt hast, dass Deine<br />
Gedanken in letzter Zeit etwas neblig<br />
sind, versuche es mit einem Spaziergang!<br />
Studien haben gezeigt, dass sowohl<br />
Kinder als auch Erwachsene eine<br />
Verbesserung ihrer kognitiven Leistungseines<br />
erneuten Auftretens.<br />
Tipps für einen komfortablen<br />
und wirkungsvollen<br />
Spaziergang:<br />
Trage bequeme Schuhe!<br />
Gehe mindestens 5,5<br />
Kilometer, um einen<br />
echten Unterschied zu<br />
fühlen.<br />
Hebe Deine Geschwindigkeit<br />
an, indem du<br />
d e i n e S c h r i t t l ä n g e<br />
verringerst, aber die Geschwindigkeit<br />
erhöhst.<br />
Die Haltung ist wichtig:<br />
Achte darauf, Deinen<br />
Kopf hoch zu halten,<br />
nach vorne zu schauen,<br />
deine Schultern sollten<br />
nach unten schauen und<br />
entspannt sein.<br />
Vergiss Deine Arme nicht: Deine Arme<br />
arbeiten mit Deinen Beinen zusammen,<br />
also halte Deine Arme im 90-Grad-Winkel,<br />
um Deinen Schritten etwas Schwung zu<br />
verleihen<br />
Wenn Du die Schwierigkeit erhöhen<br />
möchtest, versuche Steigungen oder<br />
Treppen hinauf zu gehen, um Deine<br />
Herzfrequenz zu erhöhen und mehr<br />
Kalorien zu verbrennen!<br />
9 Möglichkeiten, um mehr Bewegung<br />
zu Deinem Leben hinzuzufügen:<br />
Überspringe den Aufzug zugunsten der<br />
Treppe<br />
Gehe mit Deinem Hund Gassi oder<br />
mache einen Spaziergang mit einem<br />
Freund<br />
Höre einen Podcast, um es interessanter<br />
zu machen<br />
Gehe zu Fuss zur Arbeit oder zur Schule<br />
Mach nach dem Mittagessen einen<br />
kurzen Spaziergang<br />
Abendspaziergänge können sowohl<br />
romantisch als auch gesund sein<br />
Schlage "Walk and Talk" Meetings im<br />
Büro vor<br />
Steige ein paar Haltestellen früher aus<br />
und geniesse die Umgebung<br />
Parke Dein Auto ein wenig weiter weg, um<br />
sich zum Gehen zu zwingen<br />
Wenn Dich das inspiriert hat, rauszukommen<br />
und die Strassen zum Beben zu<br />
bringen.
im <strong>August</strong> 2008
Zum Monatshoroskop: wer passt (nicht) zum Löwe?<br />
Löwe und Widder<br />
Diese beiden fühlen sich zueinander hingezogen, denn<br />
ihnen ist ein starkes Interesse an Sex gemeinsam. Beide<br />
sind leicht entflammbar und leidenschaftlich. Der<br />
Führungsdrang des Widders prallt mit der Herrschsucht<br />
des Löwen zusammen wie eine unwiderstehliche Kraft mit<br />
einem nicht von der Stelle zu bewegenden Gegenstand.<br />
Doch die körperliche Übereinstimmung ist so groß, daß<br />
sie die Schwierigkeiten überwinden kann. Ein<br />
beglückendes Verhältnis, gute Aussichten für eine Ehe.<br />
Löwe und Stier<br />
Dieses Liebesduett kann in ein stimmaufwendiges Seilziehen<br />
ausarten. Beide wollen ihren Kopf durchsetzen,<br />
und der Willenskampf wird unter Umständen explosiv. Sie<br />
können eine liebevolle sexuelle Verbindung haben, aber<br />
der Überschwang des Löwen wird dem ruhigen, gemessenen<br />
Stier lästig werden. Den aufgeplusterten<br />
Löwen ärgert es, wenn der Stier ihn durchschaut. Ein<br />
Verhältnis ist möglich, eine längere Verbindung<br />
zweifelhaft.<br />
Löwe und Zwillinge<br />
Der Zwillinggeborene muß klug vorgehen, wenn er den<br />
Löwen festhalten will, denn dem an sich toleranten Löwen<br />
passen die Seitensprünge der Zwillinge nicht in das Bild,<br />
das er sich von sich selbst macht. Doch die natürliche<br />
Begabung der Zwillinge, Mittel und Wege für ein gutes<br />
Auskommen zu finden, sollte die beiden zusammenhalten.<br />
Der Löwe wird von den Zwillingen angeregt, bezaubert<br />
und manchmal zur Verzweiflung gebracht. Da er die<br />
stärkere Persönlichkeit ist, wird er mühelos herrschen.<br />
Verhältnis und Ehe gut.<br />
Löwe und Krebs<br />
Der Löwe sucht ein oberflächlicheres Verhältnis als der<br />
Krebs, der seelisch zu sehr beteiligt ist. Der Krebs<br />
wünscht mehr als nur sexuelle Leidenschaft; er ersehnt<br />
Stärke, Dauerhaftigkeit und die kleinen Aufmerksamkeiten,<br />
in denen sich Liebe kundtut. Das vermag der Löwe<br />
alles zu geben, wenn ihm der Krebs seine ganze Liebe und<br />
uneingeschränkte Verehrung entgegenbringt. Dann, nur<br />
dann sind ihnen die Sterne günstig.<br />
Löwe und Löwe<br />
Im Schlafzimmer und überall denkt der Löwe in erster<br />
Linie an sich selbst. Die Frage ist: Können zwei «Ich» ein<br />
«Wir» ergeben? Nun ja, Könige und Königinnen sprechen<br />
von sich selbst im Plural - warum also nicht? In sexueller<br />
Hinsicht passen sie gut zueinander. Jeder muß den<br />
andern glänzen lassen und, wenn nötig, das Scheinwerferlicht<br />
mit ihm teilen. Das ist natürlich nicht immer<br />
möglich, aber wenn es klappt, dann heißt es: Lang lebe<br />
der König! Lang lebe die Königin!<br />
Löwe und Jungfrau<br />
Der Löwe reagiert sexuell stärker als die Jungfrau, und<br />
das bedeutet Arger im Schlafzimmer. Der Überschwang<br />
des Löwen kann der konservativen, vernünftigen<br />
Jungfrau auf die Nerven gehen. Zudem mag die Jungfrau<br />
nicht beherrscht werden, der Löwe aber will genau das<br />
und nur das. Wenn die Jungfrau mit Kritik anfängt, beginnt<br />
der Löwe zu brüllen. Ein längeres Verhältnis oder eine<br />
Ehe? Lieber nicht.<br />
Löwe und Waage<br />
Der Löwe hat eine körperlichere und direktere Einstellung<br />
zum Sex als die Waage. Aber beide werden sich gut<br />
vertragen, denn die Waage kann bei richtiger Behandlung<br />
recht leidenschaftlich sein. Die unbekümmerte Waage<br />
darf aber niemals unterlassen, die Leistungen des Löwen<br />
gebührend zu bewundern und muß ihre Neigung zu allzu<br />
großer Aufrichtigkeit unterdrücken. Der Löwe muß sein<br />
Temperament zügeln. Im übrigen eine sehr gute<br />
Verbindung.<br />
Löwe und Skorpion<br />
Blendendes Feuerwerk und sprühende Funken im<br />
Schlafzimmer. Dadurch können andere Schwierigkeiten<br />
kompensiert werden. Die zornige Eifersucht des<br />
Skorpions beleidigt den Löwen. Der Skorpion versagt ihm<br />
die Achtung und Bewunderung, die der Löwe braucht. Der<br />
Skorpion wird versuchen, ihn zu besitzen - und das erträgt<br />
der Löwe nicht. Beide möchten herrschen. Ein Verhältnis<br />
kann aufregend sein. Die Ehe sollte vermieden werden.<br />
Löwe und Schütze<br />
Beide haben einen ausgeprägten Sinn für die Liebe als<br />
Abenteuer. Beide sind extrovertiert, leidenschaftlich und<br />
folgen ihren sexuellen Neigungen, ohne beim andern<br />
Befremden hervorzurufen. Beide tun es gerne und oft. Der<br />
Schütze regt den Löwen an und beflügelt ihn, und der<br />
Löwe weckt beim Schützen die Treue, deren er überhaupt<br />
fähig ist. Ein Verhältnis mit viel Spaß und eine garantiert<br />
glückliche Ehe.<br />
Löwe und Steinbock<br />
Die nüchterne Einstellung des Steinbocks legt dem<br />
überschwenglichen, optimistischen Löwen Zügel an.<br />
Zwischen den beiden besteht grundsätzlich Verschiedenheit.<br />
Bei dieser Beziehung wird der Glanz des Löwen<br />
gedämpft und sogar ausgelöscht. Der Steinbock ist nicht<br />
so romantisch und liebevoll wie der Löwe, und er kann zu<br />
anspruchsvoll sein. Die Extravaganz des Löwen ergrimmt<br />
den Steinbock. Eine Liebelei mag angehen, eine gute Ehe<br />
ist kaum denkbar.<br />
Löwe und Wassermann<br />
Der Wassermann entzündet die sexuelle Individualität des<br />
Löwen und macht die Vereinigung aufregend. Aber die<br />
Neigung des Wassermanns, zu analysieren und bloßzulegen,<br />
irritiert den Löwen und verärgert ihn. Sie erschüttert<br />
sein Vertrauen in seine Überlegenheit.<br />
Außerdem geht ihm das unorthodoxe Verhalten des<br />
Wassermanns im Schlafzimmer auf die Nerven. Flüchtige<br />
Sexpartner, aber ein unmögliches Ehepaar.<br />
Löwe und Fische<br />
Der demonstrative, überschwengliche Löwe geht den<br />
scheuen, introvertierten Fischen gegen den Strich. Der<br />
Löwe zeigt keinerlei Verlangen, das Geheimnis der Fische<br />
im Schlafzimmer zu ergründen. Beide sind eher darauf<br />
aus, zu empfangen als zu geben. Die anfängliche magnetische<br />
Anziehung führt schließlich zu einer Explosion.<br />
Das Zeichen der Fische ist schwächer, und der Mangel an<br />
Ehrgeiz stört den Löwen. Wenn die Fische schmollen,<br />
verbietet der Stolz es dem Löwen, Mitgefühl zu zeigen. Ein<br />
schwieriges Liebesverhältnis, eine sehr unglückliche<br />
Ehe.
Horoskop<br />
Löwe: 23. Juli bis 23. <strong>August</strong> - Königskinder<br />
Sie sind doch noch so klein und niedlich! Und<br />
das wissen sie auch. Charme versprühend<br />
erreichen sie mit Leichtigkeit ihr Ziel. Sie sind<br />
wunderbare Unterhalter und glänzen erst so<br />
richtig, wenn sie ihre Bühne gefunden haben -<br />
ob im kleinen Familienkreis oder bei der ersten<br />
Theateraufführung im Kindergarten. Der kleine<br />
Löwe braucht es, zuweilen eine herausragende<br />
Rolle einzunehmen, um seinen Selbstwert<br />
immer wieder bestätigt zu bekommen. Räumt<br />
man ihm diesen besonderen Platz öfters mal<br />
ein und hält dabei die Balance zu den anderen<br />
Familienmitgliedern, dankt er es einem, indem<br />
er der Strahlemann der Familie wird und so die<br />
Herzen erreicht.<br />
Schwangerschaft<br />
Gold und Samt gewünscht<br />
In der Schwangerschaft mit einem zukünftigen<br />
Löwe-Kind sollte man sich schon eine gewisse<br />
Großzügigkeit angewöhnen, denn das Kind<br />
wird diese später erwarten. Es möchte einen<br />
ganz besonderen Platz einnehmen und freut<br />
sich, wenn es für die Eltern auch bereits jetzt<br />
zum ultimativen Mittelpunkt wird. Um dem<br />
kleinen Ego jedoch nicht zu viel Raum zu<br />
geben, darf es gern auch merken, dass so<br />
etwas Banales wie Kartoffelschälen oder<br />
Bettenmachen ebenfalls zum Alltag gehört.<br />
Babys und Kleinkinder (bis 3 Jahre)<br />
Schaut mal her, hier bin ich!<br />
Strahlt das Löwe-Kind uns an, geht die Sonne<br />
auf. Der kleine König braucht die<br />
Aufmerksamkeit der Familienmitglieder, um<br />
sich wohlzufühlen. Hält das Löwe-Kind also<br />
zum ersten Mal seinen Löffel von allein, ist das<br />
ein großes Ereignis, das anerkennend gelobt<br />
werden sollte. Auf alles Erreichte ist es sehr<br />
stolz und sucht zustimmende und<br />
unterstützende Worte. Es möchte im Zentrum<br />
der Aufmerksamkeit stehen und liebt kleine<br />
Spielchen, die es zum Lachen bringen. Fratzen<br />
ziehen, Füßchen kitzeln, aber auch Verstecken<br />
spielen - Hauptsache, es bekommt viel Liebe<br />
und Aufmerksamkeit.<br />
Kinder (4 bis 13 Jahre)<br />
Sonnyboy, Sonnygirl<br />
Der Spaß darf im Leben eines Löwe-Kindes<br />
niemals zu kurz kommen. Wild tobend wird es<br />
die Eroberung der Welt anstreben. Ritterburgen<br />
müssen her und das Hochzeitskleid der Mama<br />
ist für die Königin gerade gut genug. Dann geht<br />
es los im Kampf um den Drachen, denn der<br />
kleine Löwe weiß schon jetzt: Wer wagt,<br />
gewinnt. Geschichten über Seeräuber werden<br />
verschlungen und Burgfräulein warten auf den<br />
strahlenden Ritter auf dem weißen Pferd. Die<br />
Welt der Abenteuer fasziniert und bei allem gilt<br />
natürlich: Der Held gewinnt!<br />
Jungendliche (ab 14 Jahre)<br />
Gut gebrüllt, Löwe<br />
Die Zeit von "klein und niedlich" ist vorbei und<br />
die Löwe-Kinder stehen vor der<br />
Herausforderung, dass es neben ihnen noch<br />
andere "tolle" Kerle und Mädels gibt. Die<br />
Rangordnung innerhalb der jugendlichen<br />
Gruppierungen wird getestet, und da mag das<br />
Selbstwertgefühl schon mal leiden, wenn man<br />
nicht überall der Größte ist. Zuweilen nimmt<br />
man auch mehr auf die Schippe, als man<br />
bewältigen kann - und das nicht nur verbal.<br />
Wenigstens zu Hause bleibt man Mamas<br />
Liebling und Daddys Darling - das tut gut.<br />
Eltern<br />
Stolz wie ein Pfau<br />
Löwe-Eltern sind mächtig stolz auf ihre Kinder,<br />
es ist schließlich der eigene Nachwuchs und<br />
daraus kann ja nur etwas Tolles werden. Für<br />
die lieben Kleinen darf es dann auch gern<br />
immer nur vom Besten sein. Egal, ob es sich<br />
um die Auswahl der Kleidung oder der<br />
späteren Schulausstattung handelt, hier wird<br />
auf Qualität geachtet, in jeder Hinsicht. Da<br />
Löwe-Eltern darauf achten, dass auch ihr<br />
eigenes inneres Kind lebendig bleibt, können<br />
sie leicht mit ihren Sprösslingen mithalten, und<br />
Spiel und Spaß kommen in dieser Familie<br />
sicher nie zu kurz.<br />
Oma und Opa<br />
Lebensfreude<br />
Die Löwe-Großeltern haben ein großes Herz!<br />
Gern verbringen sie Zeit mit ihren Enkeln und<br />
sind dabei überaus großzügig. Wie in ihre<br />
eigenen Kinder, so setzen sie auch in ihre<br />
Enkelkinder große Hoffnungen. Und es werden<br />
schon die kühnsten Erwartungen gehegt, in<br />
welchem renommierten Haus ihr Enkel später<br />
wohl arbeiten wird, natürlich in führender<br />
Position. Auch ihr Spieltrieb kommt gut an und<br />
beim "Mensch ärgere dich nicht" wird es sehr<br />
lustig, denn hier will jeder der Erste sein!
Sommer in Bayern<br />
und Sumava
Akupressur<br />
Punkte<br />
und<br />
korrekte<br />
Anwendung<br />
Akupressur bedeutet wörtlich übersetzt<br />
„Punkte drücken“ (lat. acus = Punkt, Nadel<br />
Bogen; pressus = Druck). Dies ist eine<br />
uralte Heilmethode aus der Traditionellen<br />
Chinesischen Medizin (TCM). Dabei<br />
werden bestimmte Punkte, sogenannte<br />
Akupunkturpunkte nicht genadelt, wie dies<br />
in der Akupunktur üblich ist, sonder<br />
gedrückt beziehungsweise massiert. Die<br />
Punkte liegen auf Energiebahnen, den<br />
Meridianen.<br />
Akupressur kann überall ganz ohne<br />
Hilfsmittel durchgeführt werden. Jedoch ist<br />
unbedingt davon abzuraten, einfach<br />
irgendwelche Punkte in irgendeiner<br />
Reihenfolge zu drücken und zu massieren.<br />
Um sich ein wenig in die Materie einzuarbeiten,<br />
ist ein Kurs, der von einem<br />
kompetenten Therapeuten geleitet wird,<br />
zu empfehlen. Aber auch hier sind Grenzen<br />
anzuerkennen und die therapeutische<br />
Akupressur sollte der Fachfrau oder dem<br />
Fachmann überlassen bleiben.<br />
Auch wenn die Akupressur durchaus in<br />
Selbstanwendung als Hausmittel gegen<br />
verschiedene Beschwerden helfen kann,<br />
sollte die therapuetische Anwendung<br />
entsprechend ausgebildeten Fachräften<br />
überlassen bleiben oder zumindest unter<br />
deren Anleitung erfolgen.<br />
der richtigen Punkte kann diese Blockade<br />
aufgelöst werden. Bekannt ist dies vor<br />
allem aus der Akupunktur.<br />
Auf den zwölf Hauptmeridianen und den<br />
zwei weiteren Meridianen, dem ren mai<br />
und dem du mai, liegen circa 400 Akupunkturpunkte.<br />
Jedem der 12 Hauptmeridiane<br />
ist ein Organ zugeordnet, was sich<br />
im Name widerspiegelt, zum Beispiel<br />
Dickdarmmeridian, Milzmeridian, Dünndarmmeridian<br />
usw.. Um diese zu kennen,<br />
muss ein langes ausführliches Studium<br />
absolviert werden. In der Akupressur ist<br />
die Anzahl der Punkte auf einige wenige,<br />
äußerst wirksame, reduziert. Dies reicht<br />
völlig aus, um sich zuhause und im Alltag<br />
helfen zu können.<br />
Die Moxa-Therapie ist eine weitere<br />
Behandlungsform, für die Meridiane und<br />
die dazu gehörigen Energiepunkte die<br />
Basis darstellen. Dabei wird mit Wärme<br />
versucht, den Energiefluss wieder in<br />
Bewegung zu bringen. Eine andere<br />
Therapieform, die sich die Energiebahnen<br />
zu Nutze macht und ebenfalls Akupunkturpunkte<br />
gebraucht, ist die Tuina Massage.<br />
Diese ebenfalls aus der TCM stammende<br />
Behandlungsform wendet bestimmte<br />
Techniken an, um die blockierten Energien<br />
wieder zum Fließen zu bringen.<br />
jedoch darf ein Druckgefühl oder ein<br />
sogenannter „Wohlfühlschmerz“ dabei<br />
entstehen. Manchmal entwickelt sich ein<br />
angenehmes Wärmegefühl, das als<br />
absolut positiv zu werten ist.<br />
Die Massage eines Punktes nimmt circa<br />
dreißig Sekunden bis maximal zwei<br />
Minuten in Anspruch, wobei drei bis vier<br />
Punkte nacheinander behandelt werden<br />
können und dies über den Tag verteilt dreibis<br />
viermal.<br />
Wann Akupressur angewandt<br />
wird<br />
Leichte Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen<br />
sind die Einsatzbereiche<br />
der Akupressur. Beispiel dafür sind: leichte<br />
Kopfschmerzen, Zahnschmerzen,<br />
Konzentrationsstörungen, Nacken- und<br />
Schulterschmerzen, Erkältungen,<br />
Nervosität, Schlafstörungen, innere<br />
Unruhe, Übelkeit, Menstruationsstörungen<br />
und Verstopfung. Aber auch<br />
präventiv hat die Punktmassage ihre<br />
Daseinsberechtigung. Sie kann zum<br />
Beispiel zur Stärkung des Immunsystems<br />
angewendet werden.<br />
Wichtige Regeln<br />
Eine Akupressur sollten niemals direkt<br />
nach dem Essen, nach Alkoholgenuss und<br />
bei großer Müdigkeit stattfinden. Zeit und<br />
Ruhe sind wichtig – eine Massage unter<br />
Z e i t d r u c k i s t k o n t r a i n d i z i e r t . D i e<br />
Akupressur sollte in entspannter Atmosphäre<br />
in einem frisch gelüfteten Raum<br />
stattfinden. Die Hände sind warm, die<br />
Fingernägel nicht zu lang. Konzentration<br />
auf das Tun ist wichtig. Aufkommende<br />
Gedanken werden am besten beiseite<br />
geschoben. Die Punkte werden immer auf<br />
beiden Körperseiten massiert (mit<br />
Ausnahme der Punkte auf der Symmetrieachse<br />
des Körpers). Jeder Punkt wird<br />
dreißig Sekunden bis maximal zwei<br />
Wirkungsweise<br />
Durch das Drücken und Massieren der<br />
Akupunkturpunkte werden Blockaden<br />
gelöst und die Energie kann wieder<br />
fließen. Die Akupressur zuhause ersetzt in<br />
keinster Weise eine fachliche therapeutische<br />
Anwendung, kann jedoch durchaus<br />
als Hausmittel dienen und zum Beispiel<br />
Übelkeit lindern oder bei leichtem<br />
Schwindel helfen.<br />
Meridiane<br />
Die Akupunkturpunkte, die auch bei der<br />
Akupressur verwendet werden, liegen auf<br />
den sogenannten Meridianen. Dies sind<br />
Energiekanäle, in denen das Qi (ausgesprochen:<br />
Tschi), die Lebensenergie fließt.<br />
Diese kann blockiert sein, was nach dem<br />
Ansatz der TCM zu Beschwerden und<br />
Krankheiten führt. Durch die Behandlung<br />
Kontraindikation<br />
In folgenden Fällen sollte eine Akupressur<br />
niemals durchgeführt werden: In der<br />
Schwangerschaft, direkt auf Hautveränderungen<br />
wie zum Beispiel Pilzinfektionen<br />
oder Eiterungen, bei Herz-Kreislauferkrankungen<br />
und bei Infektionskrankheiten.<br />
Nicht angewendet werden<br />
d a r f d i e A k u p r e s s u r z u d e m b e i<br />
Entzündungen und im Bereich von<br />
Krampfadern.<br />
Wie „gedrückt“<br />
beziehungsweise massiert wird<br />
Bei der Akupressur wird mit der<br />
Fingerkuppe von Daumen, Zeigefinger<br />
oder Mittelfinger massiert. Aber auch<br />
Drücken, Kneten Schieben und Kneifen<br />
gehören dazu. Die Akupressur sollte keine<br />
unangenehmen Schmerzen verursachen,
Minuten lang bearbeitet. Bei Unwohlsein<br />
wird die Behandlung sofort abgebrochen.<br />
In manchen Fällen stellt sich die<br />
gewünschte Reaktion nicht unmittelbar<br />
ein. Dies kann bis zu einer halben Stunde<br />
dauern. Nicht Jede/r reagiert auf die<br />
Akupressur gleich. Die Einen verspüren<br />
sofort und unmittelbar Erleichterung, bei<br />
Anderen wiederum dauert dies etwas<br />
länger. Auch kann es passieren, dass die<br />
Akupressur gar nicht wirkt. Manchmal<br />
muss ein Punkt öfter bearbeitet werden.<br />
Bei Babys und kleinen Kindern sollte die<br />
Akupressur nur mit äußerster Vorsicht<br />
angewandt werden.<br />
Bei kleineren Kindern sollte unbedingt der<br />
Druck ganz sanft sein und die Massage<br />
eines einzelnen Punktes dreißig Sekunden<br />
nicht überschreiten. Die Reaktion auf<br />
die Akupressur muss bei Kindern genau<br />
beobachtet und eventuell die Massage<br />
abgebrochen werden. Das zu behandelnde<br />
Kind sollte in der Lage sein, sich<br />
bei Unwohlsein mitzuteilen.<br />
Auffinden des „richtigen“<br />
Behandlungspunktes<br />
Beim Auffinden des Behandlungspunktes<br />
für die Akupressur ist Spürsinn und ein<br />
Maß an Fingerspitzengefühl nötig. Der<br />
Bereich, in dem sich der Punkt befindet,<br />
wird abgetastet. Manchen Menschen fällt<br />
dies leichter, wenn sie dabei die Augen<br />
schließen. So ist die Konzentration ganz<br />
auf das Fühlen gerichtet. Die richtige<br />
Stelle unterscheidet sich von dem<br />
umliegenden Gewebe durch eine Einbuchtung<br />
oder eine Gewebeveränderung.<br />
Hinzu kommt, dass der Druck einen<br />
kleinen Schmerz auslöst.<br />
Wer gewohnt ist, aus dem Bauch heraus<br />
zu entscheiden, wird auch hier schnell<br />
den passenden Behandlungspunkt<br />
finden. Auf dem Markt sind selbstverständlich<br />
auch Geräte erhältlich, die<br />
Akupunkturpunkte finden können. Diese<br />
suchen nach Hautwiderständen. Jedoch<br />
sollte die Suche nicht an ein Gerät<br />
abgegeben werden. Der Mensch ist<br />
durchaus in der Lage, mit Hilfe seiner<br />
eigenen Intuition, die zu behandelnde<br />
Stelle zu finden. Wenn nicht, ist dies auch<br />
nicht so schlimm. Das Einzige, was<br />
passieren kann, ist, dass die Akupressur<br />
gar nicht hilft. Dann einfach nochmal<br />
versuchen – Übung macht den Meister.<br />
Ein paar Beispiele – Punkte für<br />
die Akupressur<br />
Di 4 (Dickdarm 4), ein Meisterpunkt bei<br />
Schmerzen aller Art, zur Stärkung des<br />
Immunsystem und bei Verstopfung. Der<br />
Daumen wird ganz an die Hand gepresst.<br />
Dabei bildet sich ein kleiner Muskelberg in<br />
Richtung Handgelenk – dort, an der<br />
höchsten Stelle befindet sich der Punkt.<br />
Bei jeden Zahnarztbesuch – eine tolle<br />
Hilfe. Je nach Empfinden, wird der Punkt<br />
ein bis zwei Minuten lang massiert. Dieser<br />
Punkt darf niemals in der Schwangerschaft<br />
massiert werden.<br />
Pe 6, (Pericard 6), sehr hilfreich bei<br />
Übelkeit, bei Reiseübelkeit und bei<br />
Schwangerschaftsübelkeit ( dieser Punkt<br />
kann auch in der Schwangerschaft<br />
gedrückt werden). Der Punkt befindet sich<br />
drei fingerbreit von der Handwurzel<br />
entfernt, auf dem Innenarm, zwischen den<br />
beiden Sehnen. Der Punkt wird gedrückt
oder leicht kreisend massiert – circa eine<br />
Minute lang. Bei Übelkeit und Schwindel<br />
im Flugzeug ist dies sehr hilfreich.<br />
Einige Akupressurpunkte wie zum<br />
Beispiel der Pe 6 sind durchaus gut für<br />
eine Selbstan-wendung geeignet.<br />
Du 26 befindet sich auf dem Du-Meridian.<br />
Dieser beginnt in der Mitte zwischen der<br />
Spitze des Steißbeins und des Anus, verläuft<br />
dann über die Mitte des Rückens,<br />
über den Kopf hinweg und endet im<br />
Gesicht zwischen Nase und Oberlippe.<br />
Dieser Endpunkt ist der Du 26, der bei<br />
leichtem Schwindel massiert werden<br />
kann. Junge Mädchen in der Pu-bertät<br />
neigen zu Schwindel, wenn sie lange<br />
stehen müssen. Hier kann die Akupressur<br />
gute Dienste leisten.<br />
Ni 1 (Niere 1) fördert Schlaf und Appetit.<br />
Dieser Punkt befindet sich auf der<br />
Fußsohle und ist ein sogenannter<br />
Gesundheitspunkt. Er liegt zwischen<br />
erster und zweiter Zehe, in der Vertiefung<br />
zwischen den beiden Fußballen auf Höhe<br />
der Grenze zwischen erstem und zweitem<br />
Drittel der Fußsohle ( dabei werden die<br />
Zehen nicht mit eingerechnet)<br />
Le 3 (Leber 3) beruhigt, vor allem bei<br />
Ärger, und hilft bei Kopf-schmerzen. Er<br />
liegt auf dem Fußrücken zwischen der<br />
Groß-zehe und der zweiten Zehe, in einer<br />
Mulde, kurz vor dem Punkt, an dem sich<br />
erster und zweiter Mittelfußknochen<br />
begegnen.<br />
Zusammenfassung<br />
Die Akupressur wird überall als einfache<br />
Heilmethode beschrieben, die jeder<br />
anwenden kann. Jedoch ist hier auch<br />
Gewissenhaftigkeit und Vorsicht wichtig.<br />
Nicht jeder Punkt ist für Jede/n geeignet.<br />
Ein Erlernen der Methode, ein Kennenlernen<br />
der wichtigsten und am einfachsten<br />
zu findenden Punkte ist Voraussetzung<br />
für die Anwendung.<br />
Auch kann ein Heilpraktiker in seiner<br />
Praxis dem Patienten oder der Patientin<br />
geeignete Akupunkturpunkte zeigen, die<br />
zuhause mit Hilfe der Akupressur<br />
behandelt werden können. Bücher zu<br />
diesem Thema sind in Hülle und Fülle<br />
vorhanden. Jedoch ersetzt ein Buch nicht<br />
das Erlernen am Menschen mit Hilfe einer<br />
Fachperson. Das Auffinden und die Art<br />
des Massierens, Drückens, Streichens<br />
oder Knetens wird geübt.<br />
Dies kann ein Buch nicht ersetzen.
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Wie wir Ihnen bei Rückenschmerzen helfen können<br />
Unsere neue Therapie heißt Medizinische Trainingstherapie<br />
(MTT). Ihre Einzigartigkeit liegt in der<br />
Stärkung der tiefligenden Rückenmuskulatur, die<br />
durch die klassische Traningmethoden nicht möglich<br />
ist. Wir haben zwei speziell entwickelte<br />
Trainingsmaschinen, die Geräte ILE und ICE. Beide<br />
Geräte ermöglichen dank der besonderer Fixierung<br />
die oberflächliche Muskulatur zu isolieren und ein<br />
isoliertes Training der Halswirbelsäulen- und Lendenwirbelsäulenstreckmuskulatur<br />
die tiefliegende<br />
Rückenmuskulatur durchzuführen, die für die<br />
meisten Rückenschmerzen verantwortlich sind.<br />
Vorteile der Medizinischen Trainingstherapie<br />
Die Therapie beginnt mit einer gründlichen Entrittsuntersuchung<br />
und mit dem isokinetschen diagnostischen<br />
Test (Rückensanalyse). Die gründliche Erkennung<br />
der Schmerzursache ermöglicht, die<br />
Therapie gezielt durchzuführen.<br />
Mit den medizinischen Therapiegeräten wird ein<br />
gezieltes, isoliertes und kontrolliertes Training der<br />
tiefliegenden Muskulatur ermöglicht.<br />
Durch eine effektive Therapie wird oftmals eine<br />
Operation an der Wirbelsäule vermeiden<br />
Im Vergleich zu einem operativen Eingriff ist die<br />
Behandlung fast risikofrei<br />
Program für die Rückentherapie<br />
im Kurhotel Pyramida<br />
– ein richtiger Genesungsurlaub<br />
Für wenn ist die MTT geeignet<br />
In den meisten Fällen ist für das Entstehen der<br />
Rückenschmerzen die schwach ausgebildete<br />
autochtone Rückenmuskulatur verantwortlich.<br />
Mit einer isometrischen Kraftmessung wird<br />
festgestellt, ob eine Atropie und/oder eine<br />
intramuskuläre Dysbalanz wirklich als<br />
Schmerzursache vorliegen, und ob die MTT für<br />
Sie die richtige Lösung ist. Wir können dann<br />
einen persönlichen Therapieplan erstellen. Bei<br />
folgenden Indikationen kann Ihnen die MTT-<br />
Therapie helfen:<br />
Rückenschmerzen in allen Formen<br />
Verspannungsschmerzen in der Hals- und<br />
Nackenmuskulatur<br />
Kopfschmrezen, Migräne, Tinnitus<br />
Muskuläre Insuffizienzen und muskuläre<br />
Dysbalanzen<br />
Zustand nach Operation an der Wirbelsäule<br />
(ab 6 Wochen nach OP)<br />
Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule<br />
(Osteochondrose, Spondylose, Spinalstenose)<br />
Bandscheibverwölbungen und<br />
Bandscheibenvorfälle, die nicht operiert<br />
werden müssen<br />
Haltungsschwäche und -Fehler<br />
Erkrankungen aus dem rheumatoiden<br />
Formenkreis (chronische Polyartritis, Morbus<br />
Bechterev, Fibromyalgie etc.)
GESUNDHEIT<br />
GESUNDHEIT<br />
des Menschen<br />
höchstes Gut<br />
Die Krätze<br />
Die Krätze ist wieder<br />
massiv auf dem Vormarsch<br />
– Wie man sie erkennt und<br />
was man tun kann<br />
Krätze, fachsprachlich Skabies, Scabies<br />
(von lateinisch scabere, ‚kratzen‘) oder<br />
Acarodermatitis, ist eine weitverbreitete,<br />
durch die Krätzmilbe (vor allem Sarcoptes<br />
scabiei) verursachte parasitäre Hautkrankheit<br />
des Menschen. Die halbkugelförmigen,<br />
0,3–0,5 Millimeter großen<br />
Weibchen der Krätzmilbe bohren sich in<br />
die Oberhaut (Epidermis) und legen dort in<br />
den Kanälen (caniculi, Milbengänge)<br />
Kotballen (Skybala) und ihre Eier ab.<br />
Ihre Absonderungen bringen Bläschen,<br />
Vesikel, Papulovesikel, Papeln, Pusteln,<br />
Blasen, Quaddeln, Infiltrationen und als<br />
Sekundärläsionen Krusten, Kratzwunden<br />
und Furunkel hervor. Die Inkubationszeit<br />
beträgt etwa drei bis sechs Wochen.<br />
Für befallene Patienten gilt in Deutschland<br />
nach § 34 Infektionsschutzgesetz bereits<br />
bei Verdacht ein Verbot des Aufenthalts<br />
und Arbeitens in Gemeinschaftseinrichtungen.<br />
Andere Milbenerkrankungen<br />
des Menschen werden als<br />
Acariasis bezeichnet. Als Entdecker des<br />
Zusammenhangs zwischen Milbenbefall<br />
und Krätze gilt der italienische Arzt<br />
Giovanni Cosimo Bonomo.<br />
Ursache und<br />
Krankheitsentstehung<br />
Krätzmilben haben eine obligat parasitäre<br />
Lebensweise. Als Angehörige der<br />
Spinnentiere verfügen sie über acht paarig<br />
angeordnete Beine. Typisch für die Milben<br />
ist dabei, dass beide hinteren Beinpaare<br />
den Rand des gedrungenen Körpers nicht<br />
überragen und, genau wie die beiden<br />
vorderen Beinpaare, stummelförmig<br />
ausgebildet sind. Die Größe der<br />
weiblichen Exemplare beträgt etwa 350 ×<br />
280 µm, männliche Milben erreichen<br />
Länge × Breite 240 × 150 µm. Charakteristisch<br />
ist das Vorhandensein von<br />
Haftscheiben, die einem ungegliederten<br />
Stiel aufsitzen und an den Beinen befestigt<br />
sind. Weibliche Milben tragen diese<br />
Organe nur an den drei vorderen<br />
Beinpaaren, bei Männchen alle Beinpaare.<br />
Die Entwicklung der Milben läuft vom Ei<br />
über ein Larven- und zwei Nymphenstadien<br />
zum adulten Tier und dauert beim<br />
Männchen etwa 14 Tage, beim Weibchen<br />
eine Woche länger. Nur die Weibchen<br />
legen Bohrkanäle in der Hornschicht<br />
(Stratum corneum) der Epidermis<br />
(Oberhaut) an, in denen sie ihre Eier und<br />
ihren Kot deponieren. Die männlichen<br />
Milben wandern auf der Suche nach<br />
We i b c h e n h a u p tsächlich a u f d e r<br />
Hautoberfläche entlang. Eine weibliche<br />
Milbe kann ein Alter von bis zu 60 Tagen<br />
erreichen. Außerhalb des Wirtskörpers<br />
überleben die Krätzmilben selten länger<br />
als 48 Stunden.<br />
Krätze wird oft mit unhygienischen<br />
Verhältnissen und Verwahrlosung assoziiert.<br />
Dabei haben Krätzmilben nicht<br />
unbedingt mit unhygienischen Lebensverhältnissen<br />
zu tun, sondern breiten sich<br />
− ähnlich wie Läuse – dort aus, wo viele<br />
Menschen zusammenkommen. Betroffen<br />
sind besonders Alten- und Pflegeheime,<br />
aber auch Kindergärten, Schulen und<br />
sogar Krankenhäuser. Krätze wird von<br />
Mensch zu Mensch durch Hautkontakt<br />
übertragen.<br />
Das Bestehen eines indirekten Infektionswegs<br />
mittels Wohn- bzw. Kleidungstextilien<br />
wird angenommen.
Bei intaktem Immunsystem und guten<br />
hygienischen Umständen hält die Immunreaktion<br />
des Körpers die Milbenzahl auf<br />
einem relativ niedrigen Niveau. Bei<br />
vorhandener Immunsup-pression, z. B.<br />
durch eine Infektion mit dem HI-Virus,<br />
kann es zu einer explosions-artigen<br />
Vermehrung der Milben kommen. Das<br />
hierbei entstehende Krankheitsbild,<br />
Scabies norvegica, unterscheidet sich<br />
signifikant in Aussehen, Intensität und<br />
Infektiosität von der klassischen Scabies.<br />
Eine Umfrage bei den Gesundheitsämtern<br />
hat 2016 ergeben, dass die Infektionszahlen<br />
von Krätze im Bundesland<br />
Nordrhein-Westfalen seit 2013 deutlich<br />
ansteigen. Besonders betroffen sind<br />
Kinder in Kindertagesstätten, Bewohner<br />
von Altersheimen und Menschen, die in<br />
Flüchtlingsunterkünften untergebracht<br />
sind. Da die Krätze gut behandelbar ist,<br />
gibt es keinen Grund zur Sorge.<br />
Krätze bei Tieren wird umgangssprachlich<br />
Räude genannt, wobei hier auch andere<br />
Milben vorkommen. Außer den Haarbalgmilben<br />
können die meisten dieser<br />
Parasiten auch den Menschen als Fehlwirt<br />
befallen und eine Pseudokrätze oder<br />
Trugräude, medizinisch Pseudoscabies,<br />
hervorrufen.<br />
Eine eigentlich sehr selten gewordene<br />
Hautkrankheit ist leider wieder massiv auf<br />
dem Vormarsch: Die Krätze! Ausgelöst<br />
wird sie durch Milben und ist hochan-<br />
steckend. Wie Ihr sie erkennt und wie man<br />
sich am besten vor ihr schützt, erfahrt Ihr<br />
hier:<br />
1. Die Krätzemilben werden durch Hautkontakt<br />
übertragen. Häufig findet man sie<br />
bei Kindern, aber auch bei den Erwachsenen<br />
häufen sich die Fälle. Eine Übertragung<br />
durch Textilien ist zwar auch<br />
möglich, aber wesentlich seltener als<br />
durch direkten Kontakt. Wenn die Milben<br />
einen Menschen befallen haben, bohren<br />
sie sich unter die Haut und legen dort ihre<br />
Eier ab. Die Infektion nimmt ihren Gang.<br />
2. Die Symptome: Kleine Pusteln, eher<br />
rote Stellen, meist rund. Es entsteht<br />
starker Juckreiz, der sich durch Wärme<br />
noch verstärkt. Die befallenen Stellen<br />
brennen auch, wie bei einem zu stark<br />
gekratzten Stich. Man kann praktisch<br />
zusehen, wie die Felder sich vergrößern.<br />
Die Milben breiten sich unter der Haut<br />
relativ schnell aus. Sie halten sich gerne<br />
an warmen Stellen auf, wie in den<br />
Achselhöhlen oder in den Kniekehlen.<br />
Wir wollen hier bewusst kein Kribbeln und<br />
Krabbeln durch Bilder provozieren,<br />
sondern nur erklären, was man tun kann,<br />
wenn es einen erwischt hat.<br />
3. Wer befürchtet, sich angesteckt zu<br />
haben, sollte unbedingt zum Arzt gehen.<br />
Mit einem Dermatoskop kann jeder<br />
Hautarzt die kleinen Milben gut erkennen.<br />
Stomatologická<br />
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Altersdemenz<br />
Vitamin-D-Mangel begünstigt<br />
Altersdemenz. Das<br />
Sonnenvitamin steht im<br />
Verdacht das Risiko an<br />
Alzheimer und anderen<br />
Demenzerkrankungen zu<br />
erkranken, zu reduzieren.<br />
Eine ausreichende Versorgung mit<br />
Vitamin D könnte das Risiko für Alzheimer<br />
und andere Demenz-Erkrankungen<br />
senken. Das ist zumindest das Ergebnis<br />
einer kürzlich veröffentlichten USamerikanischen<br />
Studie. Das sogenannte<br />
Sonnenvitamin Vitamin D ist das einzige<br />
Vitamin, das der Körper auch selbst<br />
herstellen kann – allerdings nur unter<br />
Mitwirkung der UV-Strahlen der Sonne.<br />
Ein Mangel des Nährstoffs kann zu<br />
Störungen im Kalziumhaushalt und im<br />
Phosphatstoffwechsel führen. Im Säuglings-<br />
und Kleinkindalter führt ein Mangel<br />
zu Rachitis – einer Mineralisierungsstörung<br />
des Knochens, wodurch es zu<br />
Skelettdeformierungen kommen kann. Bei<br />
Erwachsenen führt ein Vitamin D-Mangel<br />
zur sogenannten Osteomalazie (Knochenerweichung).<br />
Was wurde gemacht?<br />
1658 Männer und Frauen im Alter von circa<br />
70 Jahren, die an der "Cardiovascular<br />
Health Study" teilgenommen hatten,<br />
wurden in der Studie berücksichtigt. Zu<br />
Beginn der Erhebung wurde den<br />
Probanden Blut abgenommen, um den<br />
aktuellen Vitamin D-Status – genauer<br />
gesagt den Gehalt an 25-Hydroxy-<br />
Vitamin-D, der Vorstufe von Vitamin D – zu<br />
ermitteln. Zu Beginn der Studie litt keiner<br />
der Teilnehmer an Demenz oder<br />
Alzheimer. Im Durchschnitt wurden die<br />
Probanden 5,6 Jahre später erneut von<br />
Neurologen und Psychologen untersucht.<br />
In dieser Untersuchung konnte festgestellt<br />
werden, dass mittlerweile 171 Personen<br />
an Demenz erkrankt waren. Von den 171<br />
Personen litten 102 an Alzheimer.<br />
Personen mit niedrigem<br />
Vitamin-D-Status häufiger<br />
betroffen<br />
Die Forscher konnten feststellen, dass<br />
besonders jene Personen eine Demenz-<br />
Erkrankung entwickelten, die zu Beginn<br />
der Studie nur geringe Mengen an<br />
Vitamin-D bzw. dessen Vorstufe im Blut<br />
hatten. So konnten die Forscher zeigen,<br />
dass das Risiko an Demenz zu erkranken,<br />
umso größer wurde, je niedriger der<br />
Vitamin-D-Status zu Beginn der Erhebung<br />
war. So stieg das Risiko an Demenz zu<br />
erkranken zwischen 51 und sogar 122<br />
Prozent.<br />
Weitere Erhebungen notwendig<br />
Wie es in allen Beobachtungsstudien der<br />
Fall ist, konnten die Ergebnisse bislang nur<br />
zeigen, dass es einen Zusammenhang<br />
zwischen dem Vitamin-Mangel und dem<br />
Krankheitsrisiko gibt. Dass ein Mangel an<br />
diesem Vitamin allerdings das Krankheitsrisiko<br />
beeinflusst, konnten die<br />
Forscher bislang noch nicht beweisen.<br />
Weitere Untersuchungen sind also<br />
notwendig, um den genauen Wirkmechanismus<br />
des Vitamin Ds auf das Gehirn<br />
zu ermitteln. Ein weiterer spannender<br />
Aspekt, den es wohl zukünftig zu<br />
erforschen gibt, ist der Umkehrschluss:<br />
Könnte die Einnahme von Vitamin D<br />
mittels Tabletten oder Ernährung das<br />
Demenz- und Alzheimerrisiko senken?<br />
Demenz: Therapie im Überblick<br />
Was tun bei Demenz? Die Therapie<br />
umfasst in der Regel verschiedene<br />
Maßnahmen, die darauf abzielen, die<br />
Symptome und die Alltagsfähigkeiten zu<br />
verbessern oder zumindest zeitweise zu<br />
stabilisieren. Welche Therapieformen im<br />
Einzelfall geeignet sind, hängt unter<br />
anderem von der Ursache und vom<br />
Stadium der Erkrankung ab. Die meisten<br />
Formen der Demenz sind nicht heilbar.<br />
Durch eine geeignete und frühzeitige<br />
Behandlung lassen sich die Symptome<br />
jedoch oft hinauszögern und lindern.
Häufig können Menschen mit Demenz<br />
länger selbständig leben, wenn ihre<br />
Krankheit rechtzeigt behandelt wird.<br />
Demenz: Behandlung basiert<br />
auf drei Säulen<br />
Im Rahmen der Demenz-Therapie können<br />
verschiedene Behandlungsbausteine zum<br />
Einsatz kommen. Falls der Demenz<br />
behebbare Ursachen zugrunde liegen,<br />
müssen diese behandelt werden. Neben<br />
bestimmten Medikamenten kommen dann<br />
auch Therapieformen wie die Ergotherapie<br />
oder das Gedächtnistraining infrage.<br />
Welche Therapiemaßnahmen im Einzelfall<br />
sinnvoll sind, hängt unter anderem von der<br />
Art der Demenz, von bestehenden Symptomen<br />
und vom Stadium der Erkrankung<br />
ab.<br />
Behebbare Ursachen von<br />
Demenz behandeln<br />
Zunächst ist es wichtig zu klären, ob der<br />
Demenz behebbare Ursachen wie etwa<br />
ein Vitaminmangel, eine Schilddrüsenunterfunktion,<br />
Infektionen des Gehirns,<br />
eine Depression oder eine Abflussbehinderungen<br />
des Nervenwassers (Liquor)<br />
zugrunde liegen. Ist das der Fall, müssen<br />
diese jeweils individuell behandelt werden.<br />
Medikamentöse Therapie bei<br />
Demenz<br />
Durch verschiedene Medikamente können<br />
zum einen Gedächtnis- und Denkstörungen<br />
und zum anderen auch Verhaltensauffälligkeiten<br />
oder psychische Probleme<br />
wie Depressionen behandelt werden.<br />
Eine Sonderstellung haben Präparate mit<br />
dem pflanzlichen Wirkstoff Ginkgo biloba:<br />
Sie sind rezeptfrei in der Apotheke<br />
erhältlich und werden speziell bei leichter<br />
bis mittelgradiger Alzheimer-Demenz oder<br />
vaskulärer Demenz angewendet und<br />
können insbesondere auch als Zusatztherapie<br />
sinnvoll sein.<br />
Weitere Therapiebausteine<br />
Auch nicht-medikamentöse Therapien<br />
haben einen wichtigen Stellenwert in der<br />
Demenz-Behandlung. So können zum<br />
Beispiel ein spezielles Hirnleistungstraining,<br />
Ergotherapie, Bewegung und<br />
Musiktherapie die geistige Leistungsfähigkeit<br />
und die Alltagskompetenzen fördern<br />
oder zum Wohlbefinden der Betroffenen<br />
beitragen. Auch Verhaltensstörungen<br />
können durch derartige Therapieansätze<br />
abgeschwächt werden.<br />
Alzheimer: Therapie im<br />
Überblick<br />
Alzheimer ist die häufigste Form der<br />
Demenz. Auch sie wird durch eine<br />
Kombination verschiedener Therapiemaßnahmen<br />
behandelt, die zum Beispiel<br />
vom Stadium der Erkrankung und den<br />
individuellen Bedürfnissen abhängt.<br />
Anders als bei vielen anderen Demenzformen<br />
gibt es Medikamente, die<br />
speziell zur Alzheimer-Behandlung<br />
zugelassen sind. Vor allem im frühen und<br />
mittleren Stadium können sie die<br />
Symptome lindern und das Fortschreiten<br />
der Erkrankung verzögern. Weitere nicht-<br />
medikamentöse Therapiebausteine, die<br />
zum Beispiel die Hirnleistung verbessern<br />
oder alltagspraktische Fertigkeiten fördern<br />
können, spielen ebenfalls eine wesentliche<br />
Rolle.<br />
Vaskuläre Demenz: Therapie im<br />
Überblick<br />
Die vaskuläre Demenz geht auf Durchblutungsstörungen<br />
im Gehirn bzw. viele<br />
kleine – oft unbemerkte – Schlaganfälle<br />
zurück. Die Therapie besteht daher im<br />
ersten Schritt darin, Faktoren, die eine<br />
Verschlimmerung verursachen können, in<br />
den Griff zu bekommen. Dazu müssen<br />
gefäßschädigende Risikofaktoren wie<br />
hoher Blutdruck und schlechte Blutzuckerund<br />
Blutfettwerte behandelt werden.<br />
Die bekannten Alzheimer-Medikamente<br />
sind zur Behandlung von vaskulären<br />
Demenzen nicht zugelassen. Im Einzelfall<br />
kann der Arzt allerdings ihren Einsatz<br />
erwägen. Weitere nicht-medikamentöse<br />
Therapiemaßnahmen können ebenfalls<br />
zum Einsatz kommen.<br />
Auch bei den zahlreichen weiteren<br />
Demenzformen sind mitunter spezielle<br />
Behandlungsansätze erforderlich.
Flora und Fauna<br />
in Bayern<br />
Der Kuckuck<br />
Männchens liegt bei 110–140 Gramm, das<br />
des Weibchens bei 95–115 Gramm.[2] Die<br />
Flügel sind spitz und der abgerundete<br />
Schwanz ist 13 bis 15 Zentimeter lang. Im<br />
Flug sieht die Art einem Sperber ähnlich,<br />
hat jedoch spitzere Flügelenden. Im Sitzen<br />
wirkt der Kuckuck kurzbeinig. Der gestufte<br />
Schwanz wird dabei nicht selten gefächert<br />
und leicht angehoben, die Flügel werden<br />
oft etwas abgespreizt hängen gelassen.<br />
Ausgewachsene Männchen sind auf der<br />
Oberseite schiefergrau. Die Oberschwanzdecken<br />
haben hellgraue, sehr<br />
dünne, schmale Endsäume. Das Kinn, die<br />
Kehle, die Halsseiten und die Vorderbrust<br />
sind einheitlich hellgrau und heller als die<br />
Oberseite, die übrige Unterseite ist weiß<br />
mit breiter graubrauner Bänderung. Die<br />
Unterschwanzdecken sind weiß bis<br />
isabellfarben. Der Schwanz ist dunkel<br />
schiefergrau mit deutlich abgetrenntem<br />
weißen Endsaum. Die Iris, der Lidring und<br />
die Schnabelbasis sind hellgelb. Neben<br />
dieser grauen Morphe kommt auch beim<br />
Männchen eine rotbraune vor, die der der<br />
Weibchen ähnlich ist.<br />
Ausgewachsene Weibchen treten in zwei<br />
Farbmorphen auf. Die graue Morphe<br />
ähnelt den Männchen sehr, zeigt jedoch<br />
auf der Brust eine rostbeige bis gelbliche<br />
Tönung und eine dünne dunkle Querbän-<br />
Der Kuckuck (Cuculus canorus) gehört zur<br />
Ordnung der Kuckucksvögel (Cuculiformes)<br />
und zur Familie der Kuckucke<br />
(Cuculidae). Er kommt in Nordafrika und in<br />
Eurasien von Portugal und Irland nach<br />
Osten bis Japan und Kamtschatka vor. Er<br />
ist etwa taubengroß, sein Gefieder ist<br />
größtenteils grau. Die Art ist außer durch<br />
den charakteristischen „gu-kuh“-Ruf durch<br />
ihren Brutparasitismus allgemein bekannt.<br />
Der Kuckuck legt seine Eier einzeln in<br />
Nester kleinerer Singvögel und betreibt<br />
selbst keine Brutpflege. Die Kuckuckweibchen<br />
bevorzugen einzelne Wirtvogelarten<br />
und legen Eier, die denen dieser<br />
Arten weitgehend entsprechen. Das<br />
wenige Stunden alte Kuckucksjunge<br />
entfernt die Eier und Jungvögel der<br />
Wirtseltern und wächst allein im Nest<br />
heran.<br />
Der Kuckuck ist Namensgeber für andere<br />
Lebewesen, die ebenfalls Brutparasitismus<br />
betreiben, wie etwa die Kuckuckshummeln<br />
oder die Kuckucksente. Ebenso<br />
findet er auch in Redewendungen und<br />
Musik Erwähnung. Der Kuckuck<br />
war in der Schweiz Vogel des<br />
Jahres 2001 und in Deutschland<br />
und Österreich Vogel des Jahres<br />
2008.<br />
Seinen Namen verdankt er dem<br />
auffälligen Ruf des Kuckuckmännchens.<br />
Auch in vielen anderen<br />
Sprachen, wie im Französischen<br />
(Coucou), Italienischen (cucú),<br />
R u s s i s c h e n ( K u k u s c h k a ) ,<br />
Griechisch (koukoula), Englischen<br />
(Cuckoo), Polnischen (Kukułka),<br />
U n g a r i s c h e n ( k a k u k k ) u n d<br />
Lateinischen (cuculus) wurde der<br />
Ruf lautmalerisch in seinen Namen<br />
integriert. Ein wohl eher veralteter<br />
Name für den Kuckuck ist Gauch.<br />
Der Kuckuck ist bei einer Spannweite<br />
von 55 bis 60 Zentimetern<br />
und einer Körperlänge von 32 bis<br />
34 Zentimetern fast so groß wie<br />
eine Turteltaube, jedoch zierlicher<br />
und schlanker. Das Gewicht des
Der kuckuck<br />
derung. Die braune Morphe ist seltener<br />
und auf der Oberseite sowie der Brust<br />
rostbraun. Das gesamte Gefieder ist<br />
dunkel quergebändert. Der Schwanz ist<br />
braun und dunkel gebändert und hat eine<br />
dünne weiße Endbinde. Die Iris, der<br />
Lidring und die Schnabelbasis sind<br />
hellbraun.<br />
Die Jungvögel sind schiefergrau, teilweise<br />
mit rostbrauner Tönung. Das gesamte<br />
Gefieder ist dünn dunkel quergebändert.<br />
Die kleinen und großen Flügeldecken<br />
haben schmale weiße Säume. Die Iris ist<br />
dunkelbraun, der Lidring ist blassgelb, und<br />
die Schnabelbasis ist hell. Jungvögel<br />
können am weißen Fleck im Nacken<br />
erkannt werden.<br />
Bei beiden Morphen und im Jugendkleid<br />
sind die Beine gelb und der Schnabel mit<br />
Ausnahme der Basis horngrau.<br />
Das Aussehen des Kuckucks ähnelt dem<br />
des Sperbers oder des Turmfalken<br />
und ist eine Form von Mimikry, um<br />
den Wirtsvögeln die Anwesenheit<br />
eines Greifvogels vorzutäuschen und<br />
d i e s e s o v o n i h r e m N e s t z u<br />
vertreiben.<br />
D e r K u c k u c k k o m m t i n a l l e n<br />
klimatischen Zonen der westlichen<br />
P a l ä a r k t i s v o r. E r b e w o h n t<br />
Kulturlandschaften ebenso wie<br />
Biotope oberhalb der Baumgrenze,<br />
die Dünen der Meeresküsten und fast<br />
alle Lebensräume dazwischen: lichte<br />
Laub- und Nadelwälder, Bruchwälder<br />
oder auch Hochmoore und Steppen.<br />
Er kommt nicht in der arktischen<br />
Tundra und in ausge-dehnten dichten<br />
W ä l d e r n v o r. D a b e i i s t d a s<br />
Vorkommen der Vögel, die ihm bei<br />
der Fortpflanzung als Wirte dienen,<br />
aus-schlaggebend. In seinem<br />
Lebensraum müssen ausreichende<br />
Kleinstrukturen wie Sträucher,<br />
Hecken, vereinzelte<br />
B ä u m e u n d<br />
Ansitzmöglichkeiten<br />
vorhanden sein. Er ist<br />
in der Schweiz bis in<br />
etwa 2400 Meter und<br />
i n I n d i e n i n<br />
Ausnahmefällen in bis<br />
zu 5250 Meter Höhe<br />
n a c h g e w i e s e n<br />
worden. Er kommt<br />
auch in den Randgebieten<br />
von Städten<br />
vor.<br />
Der Kuckuck kommt in Eurasien von<br />
Westeuropa und Nordafrika bis Kamtschatka<br />
und Japan vor. Die Nominatform<br />
Cuculus c. canorus ist in ganz Europa mit<br />
Ausnahme von Island, dem äußersten<br />
N o r d e n S k a n d i n a v i e n s u n d d e m<br />
nordöstlichen Teil des Baltikums flächendeckend<br />
verbreitet. Die nördliche<br />
Verbreitungsgrenze der Art verläuft am<br />
Nordrand der Taiga vom Norden<br />
Norwegens bis Kamtschatka, ungefähr<br />
entlang des nördlichen Polarkreises.<br />
Östlich des kaspischen Meeres bis zum<br />
Balchaschsee ist der größte Teil<br />
Kasachstans nicht besiedelt, ebenso ein<br />
g r o ß e r B e r e i c h s ü d w e s t l i c h d e s<br />
Baikalsees bis zum Kaschmir. Die<br />
südliche Verbreitungsgrenze bis zum<br />
Himalaja verläuft etwa entlang des 40.<br />
Breitengrades.<br />
Der Kuckuck frisst fast ausschließlich<br />
Insekten. Größtenteils werden Schmetterlingsraupen<br />
verzehrt, darunter auch<br />
behaarte und Warnfarben tragende, die<br />
von anderen Vögeln nicht gefressen<br />
werden. Zu seiner Nahrung gehören auch<br />
Käfer, seltener werden Libellen, Heuschrecken,<br />
Ohrwürmer, Wanzen, Fliegen<br />
und Hautflügler erbeutet.<br />
Weitere Nahrung sind Spinnen, Tausendfüßer,<br />
Regenwürmer, Schnecken und<br />
junge Frösche und Kröten. Weibchen<br />
verzehren auch die Eier möglicher<br />
Wirtsvögel. Die Nestlinge werden von den<br />
jeweiligen Wirtsvögeln mit einem breiten<br />
Spektrum an Nahrung gefüttert, je<br />
nachdem, womit diese normalerweise ihre<br />
eigenen Jungen füttern. Diese Nahrung<br />
besteht größtenteils aus Insekten, sie<br />
muss in jedem Fall größtenteils tierisch<br />
sein. Es gibt keine Nachweise dafür, dass<br />
nicht-insektenfressende Sperlingsvögel in<br />
Europa erfolgreich Jungvögel des<br />
Kuckucks aufgezogen haben.<br />
Die Geschlechtsreife tritt im zweiten<br />
Lebensjahr ein. Die Art der Paarbindung<br />
ist bisher nicht eindeutig geklärt. Es<br />
h a n d e l t s i c h w a h r s c h e i n l i c h u m<br />
Promiskuität, da es keine Beweise für eine<br />
längere monogame Paarbindung gibt.<br />
Die adulten Kuckucke treffen meist nach<br />
den Wirtsvögeln in den Brutgebieten ein,<br />
sodass diese ihre Reviere bereits besetzt<br />
haben. Das Männchen ist meist über eine<br />
Woche vor dem Weibchen im Brutgebiet.
Herkunft und Verbreitung<br />
Das Minischwein kommt sowohl wild vor,<br />
z.B. in Südostasien, als auch domestiziert,<br />
als kolumbianisches Portionsschwein,<br />
oder als Haustier. Die asiatische Linie hat<br />
sich zum Haustier anscheinend besser<br />
geeignet, weswegen Nachfahren von<br />
vietnamesischen Hängebauchschweinen,<br />
sowie von asiatischen Wildschweinen, fast<br />
immer zu den Ureltern der Minischweine<br />
zählen. In den Fünfziger-Jahren wurden<br />
erste Hängebauchschweine in europäische<br />
Tierparks gebracht. Ihre hohe<br />
Fruchtbarkeit sorgte für eine schnelle<br />
Verbreitung. Seit den Sechzigern wurde<br />
diese Art mit anderen kleinwüchsigen<br />
robusten Arten gekreuzt, um ein Versuchstier<br />
zu züchten, daß dem Menschen in<br />
vielen Eigenschaften ähnelt.<br />
Nach Amerika und Kanada wurden<br />
ebenfalls südasiatische Tiere gebracht<br />
und dort durch Kreuzungen kleiner<br />
gezüchtet. Sehr schnell entdeckten die<br />
Amerikaner ein geeignetes Haustier für<br />
sich und so gibt es inzwischen 50000 –<br />
200000 Minischweine in Haushalten.<br />
Selbst in Kanada mit Temperaturen bis -50<br />
C werden Minischweine gehalten.<br />
Die Gewichte der Minischweine in USA<br />
variieren von 25-50 kg. für Minischweine<br />
und 65 – 100 kg für Hängebauchschweine.<br />
Seit in Amerika und Europa das Minischwein<br />
als Haustier entdeckt wurde,<br />
haben sich die Bemühungen einiger<br />
Züchter, Schweine kleiner zu züchten, gelohnt.<br />
Es gibt Minischweine (Bergsträsser<br />
Knirps), die ausgewachsen nicht schwerer<br />
als 12 Kg. werden. Deutsche Minischweinkreuzungen<br />
erreichen Gewichte zwischen<br />
12 und 35 kg. Die Zahl der Minischweinbesitzer<br />
in Europa ist schwer zu schätzen.<br />
Größe und Aussehen<br />
Minischweine erkennt man an einem<br />
geraden Schwanz, am Kleinwuchs bei<br />
ausgewachsenen Tieren, steife nach oben<br />
stehenden Ohren und oft einem zu groß<br />
geratenem Kittel. Das Aussehen<br />
der Minischweine variiert.<br />
Oft findet man gestauchte<br />
Schnauzen mit Hautfalten, aber<br />
auch lange glatte Schnauzen.<br />
Der Rücken ist meist gerade bis<br />
leicht durchhängend. Die Farbe<br />
der Mini-schweine ist meist<br />
Schwarz oder Schwarz-weis,<br />
Pinto und Reinweis sind<br />
seltener. Münchner Miniaturschweine<br />
sind Reh-braun,<br />
haben eine lange glatte Schnauze und<br />
werden bis 65 kg schwer. Die Minihängebauchschweine<br />
ähneln vom Äußeren<br />
Hängebauchschweinen. Minischweine<br />
werden ca 12 bis 15 Jahre alt.<br />
Was ist ein Mikro-Pig<br />
In der letzten Zeit<br />
ist immer wieder<br />
die Frage nach<br />
Mikropigs gestellt<br />
worden.<br />
Da Minischweine<br />
in Größen<br />
von 15 bis 60<br />
Kilo gehandelt<br />
werden, haben<br />
einige Züchter Ihre Minischweine<br />
einfach Mikroschweine genannt.<br />
Bei sehr kleinen Schweinen, muss man<br />
bedenken, das sie insbe-sondere die<br />
ersten drei Monate sehr gebrechlich sind.<br />
Für die, im ersten Quartal noch rattengrossen<br />
Schweine ist eine Katze eine<br />
tödliche Gefahr. Auch muss man sehr<br />
vorsichtig sein , die kleinen ständig<br />
hinterherlaufenden Grunzer nicht versehentlich<br />
zu treten. Als Züchter haben wir dir<br />
die Erfahrung, das Schweine zwischen 15<br />
und 25 Kilo zum Einen handlich und<br />
dennoch robust sind.<br />
Voraussetzungen für die Haltung von<br />
Minischweinen<br />
Minischweine sind saubere Haustiere, mit<br />
guten Manieren, sollten aber nicht<br />
ausschließlich in der Wohnung gehalten<br />
werden. Wie für MiniHunde oder vielmehr<br />
Katzen ist ein Garten ein guter Spielplatz<br />
für Tiere. Sie lieben eine gemütliche Atmosphäre,<br />
sollten aber nicht ausschließlich<br />
in der Wohnung gehalten<br />
werden, sondern brauchen ausreichend<br />
Auslauf im Garten. Minischweine sollten<br />
auf keinen Fall im Zwinger oder Pferch<br />
gehalten werden, da sie sonst scheu<br />
werden. Sie merken sofort wenn sie<br />
ausgegrenzt werden, vor allem junge<br />
Minischwein<br />
Ferkel brauchen die Familie, bzw. den<br />
Menschen als Ersatz für die Wärme der<br />
Rotte. Die Minischweine sind deshalb sehr<br />
anhänglich und verschmust. Insbesondere<br />
in den Zeiten, in denen das Tier<br />
allein ist, bietet ein Garten mehr Abwechslung<br />
als eine Wohnung.<br />
Minischweine sind keine Mastschweine.<br />
Sie bewegen sich viel, wollen auch gerne<br />
rennen und springen, grasen und die<br />
Sonne genießen. Ausreichend Aufenthalt<br />
im Freien (Sommer wie Winter) ist wichtig<br />
für eine gute gesundheitliche Entwicklung<br />
der Minischweine. Bei reiner Wohnungshaltung<br />
können ähnliche Gesundheitsprobleme<br />
wie in der konventionellen<br />
Schweinemast auftreten. Als Wohnung im<br />
Freien eignet sich eine Hundehütte mit 80<br />
cm bis etwa einem Meter Seitenlänge. In<br />
dieser bietet man Heu oder ein anderes<br />
Streu als Liegepolster an. Noch besser ist<br />
eine alte Decke, in der sich das Minischwein<br />
je nach Temperatur einkuschelt.<br />
Bis jetzt habe ich nicht erlebt, daß ein<br />
Minischwein sein Geschäft in der Hütte<br />
erledigt. Der Stall bleibt also sauber und<br />
muß nicht ständig gereinigt werden.<br />
Irgendwo im Garten wird das Minischwein<br />
sein Geschäft verrichten. Um einen Platz<br />
hierfür dem Minischwein vorzugeben,<br />
nimmt man einfach etwas Kot und legt es<br />
an die betreffende Stelle. Wenn dieser<br />
Toilettenplatz regelmäßig gereinigt wird,
"Der Wunsch, ein Tier zu halten,<br />
entspringt einem uralten Grundmotiv<br />
- nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen<br />
nach dem verlorenen Paradies."<br />
(Konrad Lorenz)<br />
wird das Minischwein nirgends anders<br />
sein Geschäft verrichten wollen. Im<br />
Hausbereich geht man genauso vor, nur<br />
bietet man hier ein Katzenklo mit<br />
Streu(oder besser Zeitung) an. Minischweine<br />
werden , wenn man richtig<br />
vorgeht , binnen 3 – 7 Tagen sauber. Wichtig<br />
ist am Anfang nur wenig Fläche mit<br />
wischbarem Boden anzubieten. Erst wenn<br />
das Schwein regelmäsig in die Katzentoilette<br />
macht, wird der Rest der Wohnung<br />
freigegeben. Vorsicht bei Futterumstellung<br />
machen Schweine auch mal aus Protest<br />
daneben.<br />
Fütterung und Pflege<br />
Schweine erwecken den Eindruck als<br />
hätten sie ständig Hunger. Das verleitet<br />
dazu, sie ständig zu füttern und somit zu<br />
mästen. Morgens und Abends eine Portion<br />
von 100 gr. Trockenfutter + 100 gr. Kleie,<br />
feucht angemischt, ist für ein 15 kg –<br />
Schweinchen genug. Füttern Sie wenn<br />
möglich draußen, so hat das Tier immer<br />
einen Grund mit nach draußen zu gehen<br />
(auch bei schlechtem Wetter).Läßt man<br />
das Schweinchen dann noch ein wenig<br />
länger im Garten verrichtet es in der Regel<br />
gleich sein Geschäft.<br />
Das Futter kann ein vegetarisches Müslioder<br />
Pellet- Futter sein. Pferdefutter<br />
(Alleinfutter) haben in der Regel die<br />
geeignete Zusammensetzung. Wir empfehlen<br />
als Inhaltsstoffe Gerste, vermalztes<br />
Getreide, Luzernemehl, Hafer, ein wenig<br />
Mais und die für Pferde üblichen Vitamine<br />
und Mineralienzusätze.<br />
Füttern Sie niemals Schweinefleisch, oder<br />
anderes Fleisch, da eine Übertragung von<br />
Keimen nur durch sorgfältiges Überhitzen<br />
vermieden werden kann. Auch Speiseabfälle<br />
dürfen aus veterinäramtlicher Sicht<br />
nicht verfüttert werden. Süßigkeiten und<br />
gesalzte Speisen sind für Tiere ungesund.<br />
Will man Leckerchen anbieten, eignen<br />
sich Rosinen oder Trockenfrüchte, sowie<br />
Zwieback und trockenes Brot. Obst und<br />
Gemüse sind als Zusatzfutter gut geeignet.<br />
Äpfel, Birnen, Melone, Pfirsich,<br />
Kirschen, Pflaumen sind ware Leckerbissen<br />
aber auch sehr kalorienreich.<br />
Gerne essen die Tiere Tomaten, Gurken,<br />
Suchini, Kürbis, Salat, Brokoli, Fenchel<br />
und Radieschen.<br />
Die Tiere brauchen unbedingt täglich<br />
frisches Wasser.<br />
Intelligenz des Minischweins und<br />
Training<br />
Schweine haben den Ruf intelligenter als<br />
Hunde zu sein. Sie sind in der Lage bis zu<br />
100 Befehle zu erlernen. Das überragt die<br />
Kapazität der Hundeintelligenz um ein<br />
zwei bis dreifaches. Schweine sind<br />
verspielt und zuweilen eigensinniger als<br />
Hunde. In der Natur zählt Vorsicht und<br />
soziales Verhalten zu den wichtigsten<br />
Intelligenzaufgaben der Schweine. Als<br />
Haustier beweisen Schweine ihre soziale<br />
Ader indem sie sich bedingungslos in eine<br />
Familienhierarchie einfügen. Sie lassen<br />
geduldig Kindergeschrei und Getobe über<br />
sich ergehen und akzeptieren einen<br />
Menschen grundsätzlich als übergeordnetes<br />
Wesen. Gerade Hunden gegenüber<br />
verhalten sich Minischweine freundschaftlich<br />
aber nicht besonders beeindruckt<br />
von deren Drohungen. Auch kleine<br />
Ferkel essen<br />
d e n g r ö s -<br />
seren Hund<br />
e n , t r o t z<br />
knurren und<br />
beisen das<br />
Futter weg.<br />
A l s o Ti e r e<br />
g e t r e n n t<br />
füttern und kein Futter stehen lassen.<br />
Das ausgeprägte Sozialverhalten der<br />
Schweine und ihr gemütliches Wesen<br />
macht Sie zu idealen Therapeuten. Geistig<br />
und körperlich Behinderte sowie alte<br />
Menschen und Kinder fällt es leicht die<br />
Tiere zu versorgen und zu pflegen. Gerade<br />
in einer Zeit in der abstrakte Eindrücke und<br />
Lebensgewohnheiten überwiegen, bieten<br />
Minischweine Bodenständigkeit, natürliche<br />
Ausstrahlung und eine gemütliche<br />
ruhige Atmosphäre.<br />
Zubehör für Minischweine<br />
Um Minischweine zu halten brauchen, Sie<br />
einen Platz im Garten mit kleiner Hütte. Die<br />
Hütte sollte am Boden isoliert etwa 1/2 –<br />
0,8 Qm. groß sein. Damit Ihr Haustier nicht<br />
ungewollt auf Wanderschaft geht, ziehen<br />
Sie einen sicheren Zaun, Mindesthöhe 1<br />
Meter. Der Futter und der Trinknapf sollte<br />
robust und schwer sein. Im Haus braucht<br />
das Tier einen Korb mit Decke und ein<br />
Katzenklo.<br />
... und tschüs<br />
Hier könnte Ihre Werbung stehen<br />
Anruf genügt - Tel: 0049 157 83 43 93 53
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten<br />
in Bayern und Tschechien<br />
Ohře-Radweg<br />
auf dem Fahrrad durch die tschechische Schlosslandschaft<br />
Der Radweg beginnt zwar in Deutschland, führt Sie jedoch<br />
durch die interessantesten Orte im Westen Tschechiens bis<br />
nach Prag. Den Radweg könnte man auch als Burgweg<br />
bezeichnen, denn auf dem Weg stoßen Sie auf viele<br />
Schlösser und Burgen. Nämlich in Cheb, Loket, Křivoklát und<br />
Karlštejn.<br />
Cheb<br />
Steigen Sie auf Ihr Rad! Alle diese Orte liegen am<br />
europäischen Radweg Eurovelo 4.<br />
Es erwartet sie eine einfache, 99 km lange Strecke, auf der<br />
Sie keine Angst vor zu großen Höhenunterschieden haben<br />
müssen. Sie besteht aus Radwegen und kurzen Strecken auf<br />
der Straße, die wirklich jeder Radfahrer meistern kann. In<br />
dem Abschnitt zwischen Kynšperk und Karlsbad gibt es<br />
sogar eine spezielle Strecke für Familien mit kleinen Kindern.<br />
Brechen Sie auf in die schöne Natur Südböhmens<br />
Burg Locket<br />
Der Radweg beginnt mit einem einfachen Abschnitt in<br />
Waldsassen in Deutschland. Hier können Sie die wunderschöne<br />
Bahnstrecke aus dem Jahre 1865 bewundern, die<br />
von Cheb nach Waldsassen und Wiesau führte. Der Ohře-<br />
Radweg ist eine Fortsetzung des Wallenstein-Radwegs in<br />
Bayern. Auf der tschechischen Seite sollten Sie sich an den<br />
Schildern mit der Zahl 204 orientieren. Der Radweg verbindet<br />
die Regionen Cheb, Sokolov, Karlsbad und Ostrov.
Vom jüngsten Vulkan zu den Mineralquellen<br />
Sie fahren durch die vulkanaktivste Region im Nordwesten<br />
Böhmens. Die erste historische Stadt auf dieser Strecke ist<br />
Cheb (Eger). Sie beeindruckt ihre Gäste mit Überresten des<br />
Stöckls von Cheb und der gepflegten Burg. Anschließend<br />
geht die Reise weiter zum jüngsten Vulkan in Tschechien – in<br />
Komorní Hůrka. Nach einem gemütlichen Spaziergang durch<br />
Kynšperk und Sokolov geht es weiter zu den Hans Heiling<br />
Felsen (Svatošské skály). Von dort aus können Sie die<br />
wunderschöne Naturkulisse mit ihren tiefen Canyons<br />
bestaunen. Nun führt der Weg weiter in den wahrscheinlich<br />
bekanntesten Kurort Tschechiens: nach Karlsbad. Lassen<br />
Sie sich hier Zeit für einen Spaziergang durch die Kolonnaden<br />
und probieren Sie die Heilquellen aus! Danach geht<br />
es weiter nach Rakovník, eine Stadt, die nicht nur stolz auf die<br />
zwei gotischen Tore ihrer Festung sein kann, danach zur Burg<br />
Křivoklát (Pürglitz).<br />
Karlsbad<br />
Mit dem Fahrrad auf der Suche nach den Schätzen des<br />
böhmischen Königreichs<br />
Altertümliche Burgen gehören einfach zu dieser Fahrradtour.<br />
Auf dem Weg von Sokolov nach Karlsbad treffen Sie bald auf<br />
die Burg Loket (Elbogen). Die Burg stammt aus dem 13.<br />
Jahrhundert und enthält viele gotische und romantische<br />
Elemente. Sie befindet sich über der Ohře (Eger) im<br />
Naturschutzgebiet Kaiserwald. Zu einem weiteren Höhepunkt<br />
auf dem Radweg Eurovelo 4 von Cheb nach Prag zählt<br />
auch die Burg Křivoklát (Pürglitz). Diese Burg gehört zu den<br />
ältesten und bedeutendsten Burgen für böhmische Fürsten<br />
und Könige.<br />
Burg Karlstejn<br />
Sie sollten sich auf jeden Fall auch die Kapelle mit dem<br />
bemalten Altar aus der Spätgotik anschauen. Wenn Sie sich<br />
dann auf die mittelalterliche Burg Karlštejn begeben, sollten<br />
Sie darauf achten, dass Sie genug Zeit einplanen. Die Burg<br />
wurde vom böhmischen und römischen König und späterem<br />
Kaiser Karl IV. gegründet.<br />
Es bieten sich viele verschieden<br />
Touren durch<br />
diesen beliebten Ausflugsort<br />
an. Sicherlich<br />
wird Sie auch das Bild<br />
von Theoderich von Prag<br />
beeindrucken, wenn Sie<br />
die Kapelle des heiligen<br />
Kreuzes betreten.<br />
Burg Krivoklat<br />
Hans-Heiling-Felsen<br />
Hier können Sie Ihre<br />
Fahrradtour auf den<br />
Spuren böhmischer Burgen<br />
und Schlösser beenden,<br />
oder Sie fahren<br />
e i n f a c h w e i t e r d i e<br />
Strecke Eurovelo 4<br />
entlang oder wählen<br />
lokale Radwege, die bis<br />
nach Prag führen.
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten<br />
in Bayern und Tschechien<br />
Weinstraßen<br />
Weinkellern. Zudem verbinden sie die<br />
berühmtesten Weinbaugemeinden. Meist<br />
den Schwierigkeitsgrad, sowie die<br />
Sehenswürdigkeiten und Weinkeller<br />
finden.<br />
Hunderte Kilometer, hunderte<br />
Erlebnisse<br />
Und nun haben Sie die Qual der (Strecken-<br />
)Wahl: Wie wäre es mit einer Tour auf dem<br />
Weg Kyjovská stezka, der vor allem<br />
trainierteren Radfahrern viel Spaß<br />
bereiten wird, denn er führt durch eine<br />
H ü g e l l a n d s c h a f t m i t g r ö ß e r e n<br />
Höhenunterschieden, steilen Anstiegen<br />
und langen Abfahrten.<br />
Erleben Sie die tschechischen<br />
Weinstraßen in einer<br />
traumhaften,<br />
sonnenverwöhnten Landschaft<br />
Es gibt kaum etwas Schöneres, als auf<br />
dem Fahrrad durch die wunderschöne<br />
Landschaft Südmährens zu fahren, ihre<br />
architektonischen Schätze zu entdecken<br />
und unterwegs gemütliche Weinkeller zu<br />
besuchen – so erlebt man das Beste, was<br />
diese Region zu bieten hat. Wer<br />
anspruchsvoll ist und gerne seinen Urlaub<br />
aktiv verbringt, sollte sein Rad auf<br />
Vordermann bringen und sich in die<br />
sonnenverwöhnte Natur Südmährens mit<br />
ihren unzähligen Weinbergen, blühenden<br />
Blumenwiesen, prächtigen Schlössern,<br />
romantischen Städtchen und hundertjährigen<br />
Weinkellern aufmachen – es<br />
erwarten Sie unvergessliche Erlebnisse!<br />
fährt man auf wenig befahrenen Straßen<br />
oder auf Feld- und Waldwegen. Daher<br />
kann man die Tour sowohl mit dem<br />
Mountainbike als auch mit dem Citybike<br />
absolvieren.<br />
Bevor es losgeht und Sie dem betörenden<br />
Duft des mährischen Weins folgen,<br />
besorgen Sie sich am besten eine Karte,<br />
auf der Sie alle wichtigen Informationen<br />
über die Streckenlänge, das Gelände und<br />
Die Region, durch die der Weg führt, heißt<br />
Mährische Slowakei (Slovácko) und es<br />
geht an herrlichen Weinkellern, in denen<br />
Sie zum Beispiel den vorzüglichen<br />
Mährischen Muskat (Muškát moravský)<br />
oder den Grauburgunder (Rulandské<br />
šedé) kosten können, vorbei. Sie sind nicht<br />
unbedingt Fan von schwierigen<br />
Radtouren?<br />
Kein Problem! Auch Sie werden Ihren<br />
Spaß haben – zum Beispiel auf dem Weg<br />
Strážnická stezka, der eben ist und durch<br />
die wunderschönen Weißen Karpaten<br />
(Bílé Karpaty) führt. Unterwegs sollten Sie<br />
unbedingt die Weine der Region kosten:<br />
den Rheinriesling (Ryzlink rýnský) sowie<br />
den nach Linde duftenden Grünen<br />
Silvaner (Sylvánské zelené) und einen<br />
Abstecher in das Städtchen Strážnice mit<br />
seinem tollen Freilichtmuseum machen.<br />
Durch Südmähren führen gut markierte<br />
Rad- und Wanderwege mit einer<br />
Gesamtlänge von über 1.200 Kilometern:<br />
die „Mährischen Weinstraßen“ (Moravské<br />
vinařské stezky). Die Weinstraßen sind<br />
nicht zu verfehlen: Sie sind mit einem<br />
Schild, auf dem ein Weinkeller dargestellt<br />
ist, gekennzeichnet.<br />
Die Wege führen durch die herrliche, leicht<br />
hügelige Natur Südmährens, zu wunderschönen<br />
Aussichtspunkten und vorbei an
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten<br />
in Bayern und Tschechien<br />
Zahlreiche Schätze und der Duft<br />
des Weins<br />
Mit 165 km ist der Weg Znojemská stezka<br />
der längste. Unterwegs kann man<br />
zahlreiche aromatische Weine kosten und<br />
einzigartige kulturelle Sehenswürdigkeiten<br />
besichtigen. Unbedingt sollte der<br />
Besuch der historischen Stadt Znojmo<br />
(Znaim), des berühmten Weinkellers<br />
Š a t o v s k ý<br />
M a l o v a n ý<br />
s k l e p m i t<br />
seinen Wandm<br />
a l e r e i e n ,<br />
s o w i e d e r<br />
R u i n e d e s<br />
g o t i s c h e n<br />
Klosters in<br />
D o l n í<br />
K o u n i c e<br />
(Kanitz) auf<br />
d e m P r o -<br />
gramm stehen.<br />
Und ein<br />
Erlebnis der<br />
ganz besonderen Art ist der Weg<br />
Mikulovská stezka, der zur Kulturlandschaft<br />
Lednice-Valtice führt, die für ihre<br />
Schönheit bekannt ist und auch als<br />
„Garten Europas“ bezeichnet wird.<br />
Deshalb wurde die Kulturlandschaft in die<br />
UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen.<br />
Wer gern Rotwein trinkt, sollte den<br />
Weg Velkopavlovická stezka wählen, der<br />
durch eine leicht hügelige Landschaft<br />
durch die Blauen Berge (Modré hory) führt.<br />
Dies ist jedoch nur ein kleiner Einblick in<br />
die riesige Auswahl an Weinstraßen der<br />
Region. Nun haben Sie die Qual der Wahl!
Reiseziele und Sehenswürdigkeiten<br />
in Bayern und Tschechien<br />
NATIONALPARK<br />
BAYERISCHER WALD<br />
ENTDECKEN SIE IN IHREM<br />
URLAUB DEN NATIONALPARK<br />
BAYERISCHER WALD!<br />
Bayerischer Wald Urlaub Entdeckung<br />
Sport Aktivurlaub Wandern Nationalpark<br />
NaturparkDie Fläche des Nationalparks<br />
Bayr. Wald in Ostbayern umfasst<br />
insgesamt 600000 ha und ist somit das<br />
größte zusammenhängende Waldgebiet<br />
Mitteleuropas. Davon sind über ein Drittel<br />
der Fläche als Natur- und Nationalpark<br />
ausgewiesen. Hier sich für ein Ziel zu<br />
entscheiden ist sehr schwierig, denn das<br />
Wechselspiel dieser Landschaft, die<br />
Urtümlichkeit, lädt permanent zum<br />
Verweilen ein.<br />
Hier darf die Natur sich frei entfalten und<br />
der Mensch ist nur interessierter<br />
Beobachter. Es gibt im Nationalpark<br />
Bayerwald keine wirtschaftliche Nut-zung<br />
mehr. Die Wälder wachsen ungestört,<br />
Flüsse und Bäche suchen sich ihren<br />
eigenen, ungebändigten Lauf.<br />
Weitere Informationen erhalten Sie in den<br />
Tourist-infos der jeweiligen Bayerwaldgemeinde.<br />
WANDERN DURCH DEN<br />
NATIONALPARK BAYERISCHER<br />
WALD<br />
Wanderurlaub Bayerischer WaldAuf über<br />
200 km markierten Wanderwegen gelangen<br />
Sie von den Tälern bis zu den<br />
Gipfeln von Rachel und Lusen, erleben Sie<br />
dem unterschiedlichen Klima angepasste<br />
Wald-gesellschaften mit ihrer Tier- und<br />
Pflanzenwelt vom Aufichtenwald über den<br />
Bergmischwald bis hinauf zum Bergfichtenwald.<br />
Auf leicht begehbaren Holzstegen<br />
erleben Sie die natürliche<br />
Walderneue-rung der drei Waldgesellschaften<br />
Bergfichten-, Bergmisch- und<br />
Aufichtenwald im Nationalpark Bayr. Wald<br />
nach Natur-ereignissen wie Windwürfe mit<br />
nachfolgendem Borken-käferbefall, wie<br />
neuer Wald entsteht - vielfältiger und<br />
ursprünglicher als zuvor.<br />
DAS TIERFREIGELÄNDE IM<br />
NATIONALPARK BAYERISCHER<br />
WALD<br />
Nationalpark Tierfreigehege Bayerischer<br />
WaldIm Tierfreigelände des Bayerwaldes<br />
können die Besucher auf einem mehr-
stündigen Waldspaziergang in großräumigen<br />
Gehegen und Volieren heimische<br />
Tiere beobachten, wie z.B. Fischotter,<br />
Käuze, Wildkatze, Luchs, Uhu, Wolf,<br />
Braunbären und ihre Lebensweise und<br />
ökologische Bedeutung im Bergwald<br />
kennen lernen.<br />
Das Tierfreigelände des Nationalparkes<br />
Bayerischer Wald ist so konzipiert, dass<br />
man einen Waldspaziergang mit Tierbeobachtung<br />
in natürlicher Umgebung<br />
verbinden kann. Herrliche Radtouren am<br />
Nationalpark Bayerwald auf gepflegten<br />
Radwegen und Mountainbike-Touren<br />
gibt es im<br />
Nationalparkgebiet für alle<br />
Ansprüche.<br />
SEHENSWÜRDIG-<br />
KEITEN IM<br />
NATIONALPARK<br />
BAYER. WALD<br />
Mehr als 30 Naturerlebnispfade<br />
und Lehrpfade,<br />
die unter Federführung des<br />
Naturparks Bayrischer<br />
Wald e.V. zusammen mit Gemeinden und<br />
anderen Trägern entstanden sind,<br />
bereichern das Erlebnis-angebot.<br />
Die Region am Nationalpark Bayer. Wald<br />
bietet dem Urlauber alles, was einen<br />
Urlaub zum Erlebnis macht: unberührte<br />
Natur, herrliche Wanderwege, interessante<br />
Radwege direkt im National-park<br />
Bayerischer Wald, Ausflugsziele, die jeden<br />
begeistern und vor allem einen Menschenschlag,<br />
der herzlich und gastfreundlich<br />
ist und der "das Herz am rechten<br />
Fleck hat".
Eichenprozessionsspinner<br />
Biologie und jährlicher Entwicklungszyklus<br />
des Eichenprozessionsspinners<br />
Der unscheinbare, in den Nachtstunden<br />
schwärmende Schmetterling fliegt Ende<br />
Juli bis Anfang September. Er erreicht<br />
eine Flü-gelspannweite von 25 mm. Seine<br />
Vorderflügel sind grau mit schwach<br />
ausgeprägten dunk len Querlinien, die<br />
Hinterflügel sind weissgrau.<br />
Ein Eichenprozessionsspinner-Weibchen<br />
legt im Mittel 150 ca. 1 mm große weiße<br />
Eier ausschließlich im oberen Kronenbereich<br />
von Eichen. Diese werden an<br />
dünnen, ein bis zwei jährigen besonnten<br />
Eichen-Zweigen in Form länglicher<br />
Platten abgelegt. Das Weibchen tarnt<br />
diese Gelege mit grauen Afterschuppen<br />
und Sekret. Bereits im Herbst entwickelt<br />
sich der Embryo, die fertige Jungraupe<br />
überwintert im Ei. Anfang Mai schlüpfen<br />
die für den Men-schen gefährlichen<br />
Raupen des Eichenprozessionsspinners.<br />
Sie durchlaufen bis zur Verpuppung<br />
fünf bis sechs Entwicklungsstadien. Auf<br />
der breiten dunklen Rückenlinie liegen<br />
samtartig behaarte Felder mit rotbraunen,<br />
langbehaarten Warzen. Die<br />
Raupen fressen die austreibenden Blätter<br />
der Eichen, wobei oft die Mittelrippe<br />
zurück bleibt.<br />
Von Beginn an leben die Eichenprozessionsspinner<br />
in geselligen Familienverbänden<br />
und sammeln sich nestartig an<br />
locker zusammengesponnenen Blättern<br />
oder Zwei-gen. Mitte Juni ziehen sich die<br />
älteren Raupen tagsüber und zur Häutung<br />
in typische, mit Kot und alten Larvenhäuten<br />
gefüllte Gespinst-nester am<br />
Stamm und in Astgabelungen von Eichen<br />
zurück.<br />
Diese Nester sind bis zu<br />
einem Meter lang. Von<br />
dort aus begeben sich<br />
d i e E i c h e n p r o z e s -<br />
sionsspinner-Raupen<br />
wie in einer Prozession<br />
auf Nahrungssuche.<br />
20 bis 30 ältere Raupen<br />
können dabei nebeneinander<br />
her wandern und<br />
Prozessionen von mehr<br />
als 10 m Länge bilden.<br />
Die Verpuppung des Eichenprozessionsspinners<br />
erfolgt Ende Juni/Anfang Juli in<br />
dicht aneinandergedrängten Kokons im<br />
Gespinst-nest. Die Puppenruhe dauert<br />
drei bis fünf Wochen.<br />
Die Nester können mehrere Jahre als<br />
feste Gebilde aus Spinnfäden, Raupenkot,<br />
Häutungsresten und Puppenhülsen<br />
erhalten bleiben.<br />
Die Gefahr von Allergien beim Menschen<br />
bleibt dabei weiter bestehen.<br />
Stärkeres Auftreten des Eichenprozessionsspinners<br />
in den Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland
Raupen-Dermatitis und<br />
Allergien durch den<br />
Eichenprozessionsspinner<br />
Giftige Raupenhaare<br />
Die akute Gefahr ist während der Raupenfraßzeit<br />
des Schädlings am größten.<br />
Alte Gespinstnester des Eichenprozessions-spinners,<br />
ob am Baum haftend<br />
oder am Boden liegend,<br />
stellen eine anhaltende<br />
Gefahren-quelle dar. Da<br />
die Raupenhaare eine<br />
l a n g e H a l t b a r k e i t<br />
besitzen, reichern sie sich<br />
über mehrere Jahre in der<br />
Umgebung, besonders<br />
im Unterholz und im<br />
Bodenbewuchs, an. Sie<br />
halten sich auch an den<br />
Klei-dern und Schuhen<br />
und lösen bei Berüh<br />
r u n g e n s t e t s n e u e<br />
allergische Reaktionen<br />
aus.<br />
Symptome einer<br />
Raupen-Dermatitis<br />
durch den<br />
Eichenprozessions<br />
spinner<br />
Besonders betroffen sind dünne<br />
Hautpartien im Gesicht, am Hals und an<br />
der Innenseite der Ellenbogen<br />
.<br />
Bei Auftreten von allergischen Symptomen<br />
sollte der behandelnde Arzt oder<br />
Hautarzt aufgesucht werden. Der Patient<br />
sollte dabei von sich aus auf den Kontakt<br />
mit den Raupenhaaren hinweisen<br />
D i e R a u p e n h a a r e d e s E i c h e n -<br />
prozessions-spinners stellen eine akute<br />
g e s u n d h e i t l i c h e<br />
G e f ä h r d u n g f ü r<br />
M e n s c h e n d a r , s i e<br />
enthalten ein Nervengift,<br />
dass das menschliche<br />
I m m u n s y s t e m s t a r k<br />
a n g r e i f t . A b d e m 3 .<br />
Larvenstadium wachsen<br />
den Raupen sehr feine<br />
Brennhaare, die leicht<br />
brechen und bei günstiger<br />
Witterung durch Luftström<br />
u n g e n ü b e r w e i t e<br />
S t r e c k e n g e t r a g e n<br />
werden. Da die alten<br />
Larvenhäute nach der<br />
Häutung in den "Nestern<br />
bleiben", besitzen diese<br />
e b e n f a l l s e i n e h o h e<br />
Konzentration an Brennhaaren.<br />
Dauer der Gefährdung<br />
Die allergische Reaktion des Immunsystems<br />
kann individuell sehr unterschiedlich<br />
ausfallen. Bei betroffenen<br />
Personen steigt die Empfindlichkeit und<br />
Reaktionsintensität mit der Anzahl der<br />
Einzelkontakte von Eichen-prozessionsspinner-Brennhaaren<br />
stetig an. Zu den<br />
Symptomen gehören lokale Hautausschläge<br />
(Raupendermatitis), die sich<br />
in punktuellen Hautrötungen, leichten<br />
Schwel-lungen, starkem Juckreiz und<br />
Brennen äußern. Häufig bilden sich<br />
Quaddeln am ganzen Körper. Reizungen<br />
an Mund und Nasenschleimhaut durch<br />
E i n a t m e n d e r H a a r e k ö n n e n z u<br />
Bronchitis, schmerzhaftem Husten und<br />
Asthma führen. Begleitend treten<br />
Allgemeinsymptome wie Schwindel,<br />
Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung<br />
auf. In Einzelfällen neigen<br />
überempfindliche Personen zu allergischen<br />
Schockreaktionen<br />
.<br />
Die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner-Raupen<br />
haben Widerhaken, sind<br />
hohl und enthalten als Brennsubstanz das<br />
lösliche Eiweiß Thaumetopoein. Ihre<br />
Reiz-wirkung an Hautstellen und an den<br />
Schleim-häuten ist mechanisch, da sie in<br />
die Haut eindringen. Zudem wirkt das<br />
freigesetzte giftige Protein biochemisch.<br />
Bedeutung für den Wald<br />
Bis vor wenigen Jahren beschränkte sich<br />
d e r R a u p e n f r a ß d e s E i c h e n p r o -<br />
zessionsspinners auf einzeln stehende<br />
Eichen in Parkanlagen, Alleen, auf<br />
Parkplätzen oder entlang von Waldrändern.<br />
Der Schaden war gering, da die<br />
Eichen durch den Johannistrieb ein hohes<br />
Regenerationsvermögen besitzen. Seit<br />
1995 tritt der Schädling jedoch flächig in<br />
Mas-senvermehrung auf. Schwerpunkt<br />
sind auf der Fränkischen Platte v.a.<br />
ehemalige oder aktiv bewirtschaftete<br />
Eichen-Mittelwälder.<br />
Bei einmaligem Kahlfraß durch den<br />
Eichenprozessionsspinner verhindert die<br />
Regenerationskraft der Eichen Folgeschäden.<br />
Bei mehrjährig aufeinander<br />
folgendem starken Fraß wird die Vitalität<br />
geschwächt, die Disposition der Bäume<br />
gegenüber weiteren Schädlingen wie<br />
Mehltau oder Eichen-prachtkäfer erhöht<br />
sich. Die Folgen sind Zuwachsverluste,<br />
Ausfall der Eichenmast sowie häufiges<br />
Absterben.
Das Feuerzeug<br />
Ein Märchen von Hans Christian<br />
Andersen<br />
Es kam ein Soldat die Landstraße<br />
dahermarschiert: Eins, zwei! Eins, zwei! Er<br />
hatte seinen Tornister auf dem Rücken und<br />
einen Säbel an der Seite, denn er war im<br />
Kriege gewesen und wollte nun heim. Da<br />
traf er eine alte Hexe auf dem Wege. Sie<br />
war garstig, ihre Unterlippe hing ihr bis auf<br />
die Brust hinab. Sie sagte: "Guten Abend,<br />
Soldat! Was für einen schönen Säbel du<br />
hast und was für einen großen Tornister!<br />
Du bist ein richtiger Soldat! Nun sollst du<br />
soviel Geld bekommen, wie du haben<br />
willst!"<br />
"Schönen Dank, alte Hexe!" sagte der<br />
Soldat.<br />
"Kannst du den großen Baum sehen?"<br />
sagte die Hexe, und zeigte auf einen<br />
Baum, der an der Seite stand. "Er ist innen<br />
ganz hohl! Dort sollst du hinaufklettern bis<br />
zur Spitze; dann siehst du ein Loch, durch<br />
welches du dich hinabgleiten lassen und<br />
tief in den Baum hinunterkommen kannst!<br />
Ich werde dir einen Strick um den Leib<br />
binden, damit ich dich wieder heraufziehen<br />
kann, wenn du mich rufst!"<br />
"Was soll ich denn unten im Baum?" fragte<br />
der Soldat.<br />
"Geld holen!" sagte die Hexe. "Du mußt<br />
wissen, wenn du auf dem Grund des<br />
Baumes ankommst, so bist du in einem<br />
großen Gage; da ist es ganz hell, denn es<br />
brennen über hundert Lampen dort. Dann<br />
siehst du drei Türen. Du kannst sie<br />
aufschließen, der Schlüssel steckt darin.<br />
Gehst du in die erste Kammer hinein, so<br />
siehst du mitten auf dem Fußboden eine<br />
große Kiste, auf der ein Hund sitzt; er hat<br />
ein paar Augen so groß wie ein paar<br />
Teetassen, doch darum sollst du dich nicht<br />
kümmern! Ich gebe dir meine blaugewürfelte<br />
Schürze, die kannst du auf dem<br />
Fußboden ausbreiten; geh dann rasch hin<br />
und nimm den Hund, setze ihn auf meine<br />
Schürze, schließ die Kiste auf und nimm<br />
soviel Geld wie du willst; es ist lauter<br />
Kupfer. Wenn du aber lieber Silber haben<br />
willst, mußt du in das nächste Zimmer<br />
geben; doch dort sitzt ein Hund, der hat ein<br />
Paar Augen, so groß wie ein Paar<br />
Mühlräder; aber darum brauchst du dich<br />
nicht kümmern, setz ihn auf meine<br />
Schürze und nimm dir von dem Gelde!<br />
Willst du hingegen Gold haben, so kannst<br />
du auch das bekommen, und zwar soviel,<br />
wie du tragen magst, wenn du in die dritte<br />
Kammer hineingehst. Aber der Hund, der<br />
Märchen von<br />
H. C. Anderson<br />
hier auf der Geldkiste sitzt, der hat zwei<br />
Augen, jedes so groß, wie der Runde Turm<br />
in Kopenhagen. Das ist ein gewaltiger<br />
Hund, kannst du glauben! Aber darum<br />
sollst du dich gar nicht kümmern! Setze ihn<br />
nur auf meine Schürze, dann tut er dir<br />
nichts, und nimm dir aus der Kiste so viel<br />
Gold du willst!"<br />
"Das ist gar nicht so dumm!" sagte der<br />
Soldat. "Aber was soll ich dir geben, du alte<br />
Hexe? Denn etwas willst du wohl auch<br />
haben, denke ich!"<br />
„Nein," sagte die Hexe, "nicht einen<br />
einzigen Schilling will ich haben! Für mich<br />
sollst du nur ein altes Feuerzeug nehmen,<br />
das meine Großmutter vergaß, als sie das<br />
letzte Mal unten war!"<br />
"Na, dann leg mir den Strick um den Leib!"<br />
sagte der Soldat.<br />
"Hier ist er," sagte die Hexe, "und hier ist<br />
meine blaugewürfelte Schürze."<br />
So kletterte der Soldat nun den Baum<br />
hinauf, ließ sich durch das Loch<br />
hinuntergleiten und stand unten, wie die<br />
Hexe es gesagt hatte, in dem großen<br />
Gange, wo die vielen hundert Lampen<br />
brannten.<br />
Nun schloß er die erste Tür auf. Uh! da saß<br />
der Hund mit den Augen, so groß wie<br />
Teetassen und glotzte ihn an.<br />
"Du bist mir ja ein netter Kerl!" sagte der<br />
Soldat, setzte ihn auf die Schürze der<br />
Hexe und nahm so viel Kupferschillinge,<br />
wie in seine Taschen hineingehen wollten,<br />
schloß dann die Kiste, setzte den Hund<br />
wieder darauf und ging in das andere<br />
Zimmer. Hei! da saß der Hund mit den<br />
Augen so groß wie ein Paar Mühlräder.<br />
"Du solltest mich nicht so lange ansehen!"<br />
sagte der Soldat, "Du könntest Augenschmerzen<br />
bekommen!" und dann setzte<br />
er den Hund auf die Schürze der Hexe.<br />
Doch als er das viele Silbergeld in der Kiste<br />
sah, warf er alles Kupfergeld fort, was er<br />
hatte und füllte seine Taschen und den<br />
Tornister mit dem lauteren Silber. Nun ging<br />
er in die dritte Kammer! Nein, war das<br />
scheußlich! Der Hund darin hatte wirklich<br />
zwei Augen so groß wie der Runde Turm<br />
und die rollten im Kopfe herum gerade wie<br />
Mühlräder!<br />
"Guten Abend!" sagte der Soldat und griff<br />
an die Mütze, denn solch einen Hund hatte<br />
er niemals vorher gesehen; aber als er ihn<br />
ein Weilchen angesehen hatte, dachte er,<br />
nun genügt es eigentlich, hob ihn auf den<br />
Fußboden herunter und schloß die Kiste<br />
auf. Nein, Gott bewahre, was war das für<br />
eine Menge Gold, ganz Kopenhagen<br />
konnte er dafür kaufen und die Zuckerferkel<br />
der Kuchenfrauen, alle Zinnsoldaten,<br />
Peitschen und Schaukelpferde in<br />
der ganzen Welt! Ja, da war wirklich<br />
einmal Geld! - Nun warf der Soldat alle die<br />
Silberschillinge, mit denen er seine<br />
Taschen und den Tornister gefüllt hatte,<br />
fort und nahm Gold dafür. Ja, alle Taschen,<br />
der Tornister, die Mütze und die Stiefel<br />
wurden gefüllt, so daß er kaum laufen<br />
konnte. Nun hatte er Geld! Den Hund<br />
setzte er wieder auf die Kiste, schlug die<br />
Türe zu und rief dann durch den Baum<br />
hinauf: "Zieh mich nun hinauf, alte Hexe!"<br />
"Hast du das Feuerzeug mit?" fragte die<br />
Hexe.<br />
"Wahrhaftig!" sagte der Soldat, "das habe<br />
ich reinweg vergessen," und er ging und<br />
nahm es. Die Hexe zog ihn herauf, und da<br />
stand er wieder auf der Landstraße mit<br />
seinen Taschen, Stiefeln, dem Tornister<br />
und der Mütze voll Geld.<br />
"Was willst du eigentlich mit dem<br />
Feuerzeug?" fragte der Soldat.
"Das geht dich nichts an!" sagte die Hexe,<br />
"Du hast ja nun Geld bekommen, gib mir<br />
nur das Feuerzeug!"<br />
„Schnickschnack!" sagte der Soldat, "willst<br />
du mir wohl gleich sagen, was du damit<br />
willst, oder ich ziehe meinen Säbel und<br />
haue dir den Kopf ab!"<br />
"Nein!" sagte die Hexe.<br />
Da schlug ihr der Soldat den Kopf ab. Nun<br />
lag sie da! Aber er band all sein Geld in ihre<br />
Schürze, nahm sie wie ein Bündel auf den<br />
Rücken, steckte das Feuerzeug in die<br />
Tasche und ging geradeaus in die Stadt.<br />
Das war eine prächtige Stadt und in dem<br />
prächtigsten Wirtshaus kehrte er ein und<br />
verlangte die allerbesten Zimmer und<br />
seine Leibgerichte, denn nun war er reich,<br />
da er soviel Geld hatte.<br />
Dem Diener, der seine Stiefel putzen<br />
sollte, schienen es eigentlich recht<br />
jämmerliche, alte Stiefel zu sein, für einen<br />
so reichen Herrn, aber er hatte sich noch<br />
keine neuen gekauft; am nächsten Tage<br />
kaufte er sich Stiefel, mit denen er sich<br />
sehen lassen konnte, und die schönsten<br />
Kleider! Nun war der Soldat ein vornehmer<br />
Herr geworden, und man erzählte ihm von<br />
all den prächtigen Dingen in der Stadt, und<br />
von ihrem Könige und was seine Tochter<br />
für eine hübsche Prinzessin war.<br />
"Wo kann man sie zu sehen bekommen?"<br />
fragte der Soldat.<br />
"Man kann sie überhaupt nicht zu sehen<br />
bekommen!" sagte man ihm, "sie wohnt in<br />
einem großen kupfernen Schlosse mit<br />
vielen, vielen Mauern und Türmen herum!<br />
Niemand außer dem König darf aus – oder<br />
eingehen bei ihr, denn es ist geweissagt,<br />
daß sie sich mit einem ganz gewöhnlichen<br />
Soldaten verheiraten wird, und das kann<br />
der König nicht zugeben."<br />
"Ich möchte sie wohl sehen!" dachte der<br />
Soldat, aber dazu konnte er ja eben keine<br />
Erlaubnis bekommen.<br />
Nun lebte er lustig darauf los, ging ins<br />
Theater, fuhr in des Königs Garten und gab<br />
den Armen viel Geld, und das war<br />
wohlgetan; er wußte noch aus alten Tagen,<br />
wie schlimm es war, nicht einen Schilling<br />
zu besitzen! Er war nun reich, hatte schöne<br />
Kleider und bekam viele Freunde, die alle<br />
sagten, er wäre ein feiner Kerl, ein richtiger<br />
Kavalier und das konnte der Soldat wohl<br />
leiden. Aber da er jeden Tag Geld ausgab<br />
und nie etwas hereinbekam, so hatte er<br />
zuletzt nicht mehr als zwei Schillinge übrig<br />
und mußte aus den schönen Zimmern, wo<br />
er gewohnt hatte, fortziehen in eine winzig<br />
kleine Kammer hinein ganz oben unter<br />
dem Drache, mußte selbst seine Stiefel<br />
bürsten und sie mit einer Stopfnadel<br />
zusammennähen, und keiner von seinen<br />
Freunden kam zu ihm, denn es waren so<br />
viele Treppen zu steigen.<br />
Es war ein ganz dunkler Abend, und er<br />
konnte sich nicht einmal ein Licht kaufen;<br />
aber da fiel ihm ein, daß in dem<br />
Feuerzeug, das er aus dem hohlen Baum<br />
mitgebracht hatte, in welchen ihm die<br />
Hexe hinuntergeholfen hatte, ein kleiner<br />
Lichtstumpf gewesen war. Er holte das<br />
Feuerzeug und den Stumpf hervor, aber<br />
eben, als er Feuer schlug und die Funken<br />
aus dem Stein stoben, sprang die Türe auf,<br />
und der Hund, der Augen hatte so groß wie<br />
ein paar Teetassen, und den er unten unter<br />
dem Baume gesehen hatte, stand vor ihm<br />
und sagte: "Was befiehlt mein Herr?"<br />
"Was ist denn das!" sagte der Soldat, "das<br />
wäre ja ein lustiges Feuerzeug, wenn ich<br />
so bekommen kann, was ich haben will.<br />
Schaff mir etwas Geld!" sagte er zu dem<br />
Hund, und wupp, war der fort und wieder<br />
da und hielt einen großen Beutel voll Geld<br />
in seinem Maule.<br />
Nun wußte der Soldat, was für ein<br />
prächtiges Feuerzeug das war. Schlug er<br />
einmal, so kam der Hund, der auf der Kiste<br />
mit Kupfergeld saß, schlug er zweimal, so<br />
kam der, der das Silbergeld hatte, und<br />
schlug er dreimal, so kam der, der das<br />
Gold hatte. Nun zog der Soldat wieder<br />
hinunter in die hübschen Zimmer und ging<br />
in den guten Kleidern einher, und da<br />
kannten ihn gleich alle seine Freunde<br />
wieder; sie hielten so sehr viel von ihm.<br />
D a d a c h t e e r e i n s t : E s i s t d o c h<br />
merkwürdig, daß man die Prinzessin nicht<br />
zu sehen bekommen darf. Sie soll so<br />
wunderschön sein, sagen alle; aber was<br />
kann das helfen, wenn sie immer in dem<br />
großen Kupferschloß mit den vielen<br />
Türmen sitzen muß. Kann ich sie denn gar<br />
nicht zu sehen bekommen? Wo ist denn<br />
mein Feuerzeug und nun schlug er Feuer<br />
und wupp, kam der Hund mit den Augen,<br />
so groß wie Teetassen.<br />
"Es ist freilich mitten in der Nacht," sagte<br />
der Soldat, "aber ich möchte so herzlich<br />
gern die Prinzessin sehen, nur einen<br />
kleinen Augenblick!"<br />
Der Hund war stracks aus der Tür und ehe<br />
der Soldat es gedacht, sah er ihn mit der<br />
Prinzessin wieder. Sie saß und schlief auf<br />
dem Rücken des Hundes und war so<br />
schön, daß jedermann sehen konnte, daß<br />
es eine wirkliche Prinzessin war; der<br />
Soldat konnte nicht anders, er mußte sie<br />
küssen, denn er war eben ein richtiger<br />
Soldat.<br />
Der Hund lief nun mit der Prinzessin<br />
wieder zurück, aber als am Morgen der<br />
König und die Königin Tee tranken, sagte<br />
die Prinzessin, sie habe heute Nacht einen<br />
so wunderlichen Traum geträumt von<br />
einem Hunde und einem Soldaten. Sie<br />
hätte auf dem Hunde geritten, und der<br />
Soldat hätte sie geküßt.<br />
"Das wäre ja eine schöne Geschichte!"<br />
sagte die Königin.<br />
Nun sollte eine von den alten Hofdamen<br />
die nächste Nacht am Bette der Prinzessin<br />
wachen, um zu sehen, ob es wirklich ein<br />
Traum war, oder was es sonst sein könnte.<br />
Der Soldat hatte schreckliche Sehnsucht<br />
danach, die wunderschöne Prinzessin<br />
wiederzusehen, und so kam denn der<br />
Hund in der Nacht, nahm sie und lief was er<br />
konnte, doch die alte Hofdame zog<br />
Wasserstiefel an und lief ebenso schnell<br />
hinterdrein. Als sie nun sah, daß sie in<br />
einem großen Hause verschwanden,<br />
dachte sie: nun weiß ich, wo es ist, und<br />
malte mit einem Stück Kreide ein großes<br />
Kreuz auf die Tür. Dann ging sie nach<br />
Hause und legte sich wieder hin, und der<br />
Hund kam auch wieder mit der Prinzessin;<br />
als er aber sah, daß ein großes Kreuz auf<br />
die Tür gemalt war, wo der Soldat wohnte,<br />
nahm er auch ein Stück Kreide und machte<br />
Kreuze auf alle Türen in der ganzen Stadt,<br />
und das war klug getan, denn nun konnte<br />
ja die Hofdame nicht die richtige Tür<br />
finden, wenn an allen Kreuze waren.<br />
Morgens früh kam der König und die<br />
Königin, die alte Hofdame und alle<br />
Offiziere, um zu sehen, wo die Prinzessin<br />
gewesen war.
"Da ist es!" sagte der König, als er die erste<br />
Tür mit einem Kreuze sah.<br />
"Nein, dort ist es, mein lieber Mann!" sagte<br />
die Königin, als sie die zweite Tür mit dem<br />
Kreuze sah.<br />
"Aber hier ist eins und dort ist auch eins"<br />
riefen alle; wohin sie sahen, waren Kreuze<br />
auf den Türen. Da mußten sie einsehen,<br />
daß ihnen das Suchen nichts helfen<br />
würde.<br />
Doch die Königin war eine sehr kluge Frau,<br />
die mehr konnte, als bloß in der Kutsche<br />
fahren. Sie nahm ihre große goldene<br />
Schere, schnitt ein großes Stück<br />
Seidenzeug in Stücke und nähte einen<br />
kleinen niedlichen Beutel; den füllte sie mit<br />
feiner Buchweizengrütze, band ihn der<br />
Prinzessin auf den Rücken und als das<br />
getan war, schnitt sie ein kleines Loch in<br />
den Beutel, so daß die Grütze den ganzen<br />
Weg bestreuen mußte, den die Prinzessin<br />
nahm.<br />
In der Nacht kam nun der Hund wieder,<br />
nahm die Prinzessin auf seinen Rücken<br />
und lief mit ihr zu dem Soldaten hin, der sie<br />
so lieb hatte und so gerne ein Prinz<br />
gewesen wäre, um sie zur Frau zu<br />
bekommen.<br />
Der Hund merkte gar nicht, wie die Grütze<br />
den ganzen Weg entlang vom Schlosse<br />
bis zum Fenster des Soldaten streute, wo<br />
er die Mauer mit der Prinzessin hinauflief.<br />
Am Morgen konnten der König und die<br />
Königin genau sehen, wo ihre Tochter<br />
gewesen war, und da nahmen sie den<br />
Soldaten und warfen ihn in den Kerker.<br />
Da saß er nun. Hu, wie dunkel und<br />
langweilig das war, und überdies sagte<br />
man zu ihm: "Morgen wirst du gehängt."<br />
Das war nicht eben angenehm zu hören,<br />
und sein Feuerzeug hatte er zuhause im<br />
Wirtshause vergessen. Am Morgen konnte<br />
er durch die eisernen Stangen vor dem<br />
kleinen Fenster sehen, wie das Volk aus<br />
der Stadt eilte, um ihn hängen zu sehen. Er<br />
hörte die Trommeln und sah die Soldaten<br />
marschieren. Alle Leute waren unterwegs;<br />
da war auch ein Schusterjunge mit<br />
Schurzfell und Pantoffeln, der lief so im<br />
Galopp, daß sein einer Pantoffel abflog<br />
und gerade gegen die Mauer, wo der<br />
Soldat saß und zwischen den Eisenstangen<br />
herausguckte.<br />
"He, Schusterjunge! Du brauchst nicht<br />
solche Eile zu haben. Es wird doch nichts<br />
daraus, ehe ich komme! Aber willst du<br />
nicht hinlaufen, wo ich gewohnt habe und<br />
mir mein Feuerzeug holen? Dann sollst du<br />
vier Schillinge haben! Aber du mußt Beine<br />
machen!" Der Schusterjunge wollte gern<br />
die vier Schillinge haben, lief pfeilgeschwind<br />
fort nach dem Feuerzeug, gab es<br />
dem Soldaten, und ja, nun werden wir<br />
hören!<br />
Draußen vor der Stadt war ein großer<br />
Galgen gemauert. Rundum standen<br />
Soldaten und viele hunderttausend<br />
Menschen. Der König und die Königin<br />
saßen auf einem prächtigen Thron, den<br />
Richtern und dem ganzen Rate gegenüber.<br />
Der Soldat stand schon oben auf der<br />
Leiter, aber als sie ihm den Strick um den<br />
Hals legen wollten, sagte er, daß doch<br />
stets einem armen Sünder, bevor er seine<br />
Strafe erleide, ein unschuldiger Wunsch<br />
gewährt werde. Er wolle so gern noch eine<br />
Pfeife Tabak rauchen, es sei ja die letzte<br />
Pfeife, die er in dieser Welt bekäme.<br />
Das mochte der König nun nicht<br />
abschlagen, und so nahm der Soldat sein<br />
Feuerzeug und schlug Feuer, eins, zwei,<br />
drei! und alle Hunde standen da, der mit<br />
den Augen so groß wie Teetassen, der mit<br />
den Augen so groß wie ein Paar Mühlräder<br />
und der, der Augen hatte so groß wie der<br />
Runde Turm.<br />
"Helft mir nun, daß ich nicht gehängt<br />
werde!" sagte der Soldat, und die Hunde<br />
fuhren auf die Richter und den ganzen Rat<br />
los, nahmen den einen bei den Beinen,<br />
den andern bei der Nase und warfen sie<br />
weit in die Luft, so daß sie beim<br />
Herunterfallen ganz in Stücke zerschlagen<br />
wurden.<br />
"Ich will nicht!" sagte der König, aber der<br />
größte Hund nahm beide, ihn und die<br />
Königin, und warf sie allen anderen nach.<br />
Da erschraken die Soldaten, und alles Volk<br />
rief: "Lieber Soldat, du sollst unser König<br />
sein und die schöne Prinzessin haben!"<br />
Dann setzten sie den Soldaten in des<br />
Königs Kutsche, und alle drei Hunde<br />
tanzten voran und riefen "Hurra!" und die<br />
Jungen pfiffen auf den Fingern, und die<br />
Soldaten präsentierten das Gewehr. Die<br />
Prinzessin kam aus dem kupfernen<br />
Schlosse heraus und wurde Königin, und<br />
das gefiel ihr ausgezeichnet! Die Hochzeit<br />
dauerte acht Tage, und die Hunde saßen<br />
mit am Tische und machten große Augen.<br />
Der kleine Klaus und der<br />
große Klaus<br />
Ein Märchen von Hans Christian<br />
Andersen<br />
In einem Dorfe wohnten zwei Leute, die<br />
beide denselben Namen hatten. Beide<br />
hießen Klaus, aber der eine besaß vier<br />
Pferde und der andere nur ein einziges.<br />
Um sie nun voneinander unterscheiden zu<br />
können, nannte man den, der vier Pferde<br />
besaß, den großen Klaus, und den, der nur<br />
ein einziges hatte, den kleinen Klaus. Nun<br />
wollen wir hören, wie es den beiden erging,<br />
denn es ist eine wahre Geschichte.<br />
Die ganze Woche hindurch mußte der<br />
kleine Klaus für den großen Klaus pflügen<br />
und ihm sein einziges Pferd leihen, dann<br />
half der große Klaus ihm wieder mit allen<br />
seinen vieren, aber nur einmal wöchentlich,<br />
und das war des Sonntags. Hussa,<br />
wie klatschte der kleine Klaus mit seiner<br />
Peitsche über alle fünf Pferde! Sie waren ja<br />
nun so gut wie sein an dem einen Tage. Die<br />
Sonne schien herrlich, und alle Glocken im<br />
Kirchturm läuteten zur Kirche, die Leute<br />
waren alle geputzt und gingen mit dem<br />
Gesangbuch unter dem Arme, den<br />
Prediger zu hören, und sie sahen den<br />
kleinen Klaus, der mit fünf Pferden pflügte,<br />
und er war so vergnügt, daß er wieder mit<br />
der Peitsche klatschte und rief: "Hü, alle<br />
meine Pferde!"<br />
"So mußt du nicht sprechen," sagte der<br />
große Klaus, "das eine Pferd ist ja nur<br />
dein!"
Aber als wieder jemand vorbeiging,<br />
vergaß der kleine Klaus, daß er es nicht<br />
sagen sollte, und da rief er: "Hü, alle meine<br />
Pferde!"<br />
"Nun ersuche ich dich amtlich, dies zu<br />
unterlassen," sagte der große Klaus;<br />
"denn sagst du es noch einmal, so schlage<br />
ich dein Pferd vor den Kopf, daß es auf der<br />
Stelle tot ist."<br />
"Ich will es wahrlich nicht mehr sagen!"<br />
sagte der kleine Klaus. Aber als da Leute<br />
v o r b e i k a m e n u n d i h m g u t e n Ta g<br />
zunickten, wurde er sehr erfreut und<br />
dachte, es sehe doch recht gut aus, daß er<br />
fünf Pferde habe, sein Feld zu pflügen, und<br />
da klatschte er mit der Peitsche und rief:<br />
"Hü, alle meine Pferde!"<br />
"Ich werde deine Pferde hüten!" sagte der<br />
große Klaus, nahm einen Hammer und<br />
schlug des kleinen Klaus einziges Pferd<br />
vor den Kopf, daß es umfiel und tot war.<br />
"Ach nun habe ich gar kein Pferd mehr!"<br />
sagte der kleine Klaus und fing an zu<br />
weinen. Später zog er dem Pferde die Haut<br />
ab und ließ sie gut im Winde trocknen,<br />
steckte sie dann in einen Sack, den er auf<br />
die Schulter warf, und machte sich nach<br />
der Stadt auf den Weg, um seine<br />
Pferdehaut zu verkaufen.<br />
Er hatte einen sehr weiten Weg zu gehen,<br />
mußte durch einen großen, dunklen Wald,<br />
und nun wurde es gewaltig schlechtes<br />
Wetter. Er verirrte sich gänzlich, und ehe er<br />
wieder auf den rechten Weg kam, war es<br />
Abend und allzu weit, um zur Stadt oder<br />
wieder nach Hause zu gelangen, bevor es<br />
Nacht wurde.<br />
Dicht am Wege lag ein großer Bauernhof;<br />
die Fensterladen waren draußen vor den<br />
Fenstern geschlossen, aber das Licht<br />
konnte doch darüber hinausscheinen. "Da<br />
werde ich wohl Erlaubnis erhalten können,<br />
die Nacht über zu bleiben," dachte der<br />
kleine Klaus und klopfte an.<br />
Die Bauersfrau machte auf; als sie aber<br />
hörte, was er wollte, sagte sie, er solle<br />
weitergehen, ihr Mann sei nicht zu Hause,<br />
und sie nehme keine Fremden herein.<br />
"Nun, so muß ich draußen liegenbleiben,"<br />
sagte der kleine Klaus, und die Bauersfrau<br />
schlug ihm die Tür vor der Nase zu.<br />
D i c h t d a n e b e n s t a n d e i n g r o ß e r<br />
Heuschober, und zwischen diesem und<br />
d e m W o h n h a u s w a r e i n k l e i n e r<br />
Geräteschuppen mit einem flachen<br />
Strohdache gebaut.<br />
"Da oben kann ich liegen," sagte der kleine<br />
Klaus, als er das Dach erblickte; "das ist ja<br />
ein herrliches Bett. Der Storch fliegt wohl<br />
nicht herunter und beißt mich in die Beine."<br />
Denn ein Storch hatte sein Nest auf dem<br />
Dache.<br />
Nun kroch der kleine Klaus auf den<br />
Schuppen hinauf, streckte sich hin und<br />
drehte sich, um recht gut zu liegen. Die<br />
hölzernen Laden vor den Fenstern<br />
schlossen oben nicht zu, und so konnte er<br />
gerade in die Stube hineinblicken.<br />
Da war ein großer Tisch gedeckt, mit Wein<br />
und Braten und einem herrlichen Fisch<br />
darauf; die Bauersfrau und der Küster<br />
saßen bei Tische und sonst niemand<br />
anders, sie schenkte ihm ein, und er<br />
gabelte in den Fisch, denn das war sein<br />
Leibgericht.<br />
"Wer doch etwas davon abbekommen<br />
könnte!" dachte der kleine Klaus und<br />
streckte den Kopf gerade gegen das<br />
Fenster. Einen herrlichen Kuchen sah er<br />
auch im Zimmer stehen! Ja, das war ein<br />
Fest!<br />
Nun hörte er jemand von der Landstraße<br />
her gegen das Haus reiten; das war der<br />
Mann der Bauersfrau, der nach Hause<br />
kam.<br />
Das war ein ganz guter Mann, aber er hatte<br />
die wunderliche Eigenheit, daß er es nie<br />
ertragen konnte, einen Küster zu sehen;<br />
kam ihm ein Küster vor die Augen, so<br />
wurde er ganz rasend. Deshalb war es<br />
auch, daß der Küster zu seiner Frau<br />
hineingegangen war, um ihr guten Tag zu<br />
sagen, weil er wußte, daß der Mann nicht<br />
zu Hause sei, und die gute Frau setzte ihm
dafür das herrlichste Essen vor. Als sie nun<br />
den Mann kommen hörten, erschraken sie<br />
sehr, und die Frau bat den Küster, in eine<br />
große, leere Kiste hineinzukriechen, denn<br />
er wußte ja, daß der arme Mann es nicht<br />
ertragen konnte, einen Küster zu sehen.<br />
Die Frau versteckte geschwind all das<br />
herrliche Essen und den Wein in ihrem<br />
Backofen, denn hätte der Mann das zu<br />
sehen bekommen, so hätte er sicher<br />
gefragt, was es zu bedeuten habe.<br />
"Ach ja!" seufzte der kleine Klaus oben auf<br />
seinem Schuppen, als er all das Essen<br />
verschwinden sah.<br />
"Ist jemand dort oben?" fragte der Bauer<br />
und sah nach dem kleinen Klaus hinauf.<br />
"Warum liegst du dort? Komm lieber mit in<br />
die Stube."<br />
Nun erzählte der kleine Klaus, wie er sich<br />
verirrt habe, und bat, daß er die Nacht über<br />
bleiben dürfe.<br />
"Ja freilich," sagte der Bauer, "aber wir<br />
müssen zuerst etwas zu leben haben!"<br />
Die Frau empfing beide sehr freundlich,<br />
deckte einen langen Tisch und gab ihnen<br />
eine große Schüssel voll Grütze. Der<br />
Bauer war hungrig und aß mit rechtem<br />
Appetit, aber der kleine Klaus konnte nicht<br />
unterlassen, an den herrlichen Braten,<br />
Fisch und Kuchen, die er im Ofen wußte,<br />
zu denken.<br />
Unter den Tisch zu seinen Füßen hatte er<br />
den Sack mit der Pferdehaut gelegt, die er<br />
in der Stadt hatte verkaufen wollen. Die<br />
Grütze wollte ihm nicht schmecken, da trat<br />
er auf seinen Sack, und die trockene Haut<br />
im Sacke knarrte laut.<br />
"St!" sagte der kleine Klaus zu seinem<br />
Sacke, trat aber zu gleicher Zeit wieder<br />
darauf; da knarrte es weit lauter als zuvor.<br />
"Ei, was hast du in deinem Sacke?" fragte<br />
der Bauer darauf.<br />
"Oh, es ist ein Zauberer," sagte der kleine<br />
Klaus; "er sagt, wir sollen doch keine<br />
Grütze essen, er habe den ganzen Ofen<br />
voll Braten, Fische und Kuchen gehext."<br />
"Ei der tausend!" sagte der Bauer und<br />
machte schnell den Ofen auf, wo er all die<br />
prächtigen, leckeren Speisen erblickte, die<br />
nach seiner Meinung der Zauberer im<br />
Sack für sie gehext hatte. Die Frau durfte<br />
nichts sagen, sondern setzte sogleich die<br />
Speisen auf den Tisch, und so aßen beide<br />
vom Fische, vom Braten und von dem<br />
Kuchen. Nun trat der kleine Klaus wieder<br />
auf seinen Sack, daß die Haut knarrte.<br />
"Was sagt er jetzt?" fragte der Bauer.<br />
"Er sagt," erwiderte der kleine Klaus, "daß<br />
er auch drei Flaschen Wein für uns gehext<br />
hat; sie stehen dort in der Ecke beim Ofen!"<br />
Nun mußte die Frau den Wein hervorholen,<br />
den sie verborgen hatte, und der<br />
Bauer trank und wurde lustig. Einen<br />
solchen Zauberer, wie der kleine Klaus im<br />
Sacke hatte, hätte er gar zu gern gehabt.<br />
"Kann er auch den Teufel hervorhexen?"<br />
fragte der Bauer. "Ich möchte ihn wohl<br />
sehen, denn nun bin ich lustig!"<br />
„Ja," sagte der kleine Klaus, "mein<br />
Zauberer kann alles, was ich verlange.<br />
Nicht wahr, du?" fragte er und trat auf den<br />
Sack, daß es knarrte. "Hörst du? Er sagt ja!<br />
Aber der Teufel sieht häßlich aus, wir<br />
wollen ihn lieber nicht sehen!"<br />
"Oh, mir ist gar nicht bange; wie mag er<br />
wohl aussehen?"<br />
"Ja, er wird sich ganz leibhaftig als ein<br />
Küster zeigen!"<br />
„Hu!" sagte der Bauer, "das ist häßlich! Ihr<br />
müßt wissen, ich kann nicht ertragen,<br />
einen Küster zu sehen! Aber es macht<br />
nichts, ich weiß ja, daß es der Teufel ist, so<br />
werde ich mich wohl leichter darein finden!<br />
Nun habe ich Mut, aber er darf mir nicht zu<br />
nahe kommen."<br />
"Ich werde meinen Zauberer fragen,"<br />
sagte der kleine Klaus, trat auf den Sack<br />
und hielt sein Ohr hin.<br />
"Was sagt er?"<br />
"Er sagt, Ihr könnt hingehen und die Kiste<br />
aufmachen, die dort in der Ecke steht, so<br />
werdet Ihr den Teufel sehen, wie er darin<br />
kauert; aber Ihr müßt den Deckel halten,<br />
daß er nicht entwischt."<br />
"Wollt Ihr mir helfen, ihn zu halten?" bat der<br />
Bauer und ging zu der Kiste hin, wo die<br />
Frau den Küster verborgen hatte, der darin<br />
saß und sich sehr fürchtete.<br />
Der Bauer öffnete den Deckel ein wenig<br />
und sah unter ihn hinein. „Hu!" schrie er<br />
und sprang zurück. "Ja, nun habe ich ihn<br />
gesehen, er sah ganz aus wie unser<br />
Küster! Das war schrecklich!"<br />
Darauf mußte getrunken werden, und so<br />
tranken sie denn noch lange in die Nacht<br />
hinein.<br />
„Den Zauberer mußt du mir verkaufen,"<br />
sagte der Bauer; "verlange dafür, was du<br />
willst! Ja, ich gebe dir gleich einen ganzen<br />
Scheffel Geld!"
"Nein, das kann ich nicht!" sagte der<br />
kleine Klaus. "Bedenke doch, wieviel<br />
Nutzen ich von diesem Zauberer haben<br />
kann."<br />
"Ach, ich möchte ihn sehr gern haben,"<br />
sagte der Bauer und fuhr fort zu bitten.<br />
„Ja," sagte der kleine Klaus zuletzt, "da<br />
du so gut gewesen bist, mir diese Nacht<br />
Obdach zu gewähren, so mag es sein.<br />
Du sollst den Zauberer für einen Scheffel<br />
Geld haben, aber ich will den Scheffel<br />
gehäuft voll haben."<br />
"Das sollst du bekommen," sagte der<br />
Bauer, "aber die Kiste dort mußt du mit dir<br />
nehmen; ich will sie nicht eine Stunde<br />
länger im Hause behalten; man kann<br />
nicht wissen, vielleicht sitzt er noch<br />
darin."<br />
Der kleine Klaus gab dem Bauer seinen<br />
Sack mit der trocknen Haut darin und<br />
bekam einen ganzen Scheffel Geld,<br />
gehäuft gemessen, dafür. Der Bauer<br />
schenkte ihm sogar noch einen großen<br />
Karren, um das Geld und die Kiste darauf<br />
fortzufahren.<br />
"Lebe wohl!" sagte der kleine Klaus.<br />
Dann fuhr er mit seinem Gelde und der<br />
großen Kiste, worin noch der Küster saß,<br />
davon.<br />
Auf der andem Seite des Waldes war ein<br />
großer, tiefer Fluß; das Wasser floß so<br />
reißend darin, daß man kaum gegen den<br />
Strom anschwimmen konnte; man hatte<br />
eine große, neue Brücke darüber<br />
geschlagen; der kleine Klaus hielt mitten<br />
auf ihr an und sagte ganz laut, damit der<br />
Küster in der Kiste es hören könne:<br />
"Was soll ich doch mit der dummen Kiste<br />
machen? Sie ist so schwer, als ob Steine<br />
drin wären! Ich werde nur müde davon,<br />
sie weiterzufahren; ich will sie in den Fluß<br />
werfen; schwimmt sie zu mir nach Hause,<br />
so ist es gut, wo nicht, so hat es auch<br />
nichts zu sagen."<br />
Darauf faßte er die Kiste mit der einen<br />
Hand an und hob sie ein wenig auf,<br />
gerade als ob er sie in das Wasser werfen<br />
wollte.<br />
"Nein, laß das sein!" rief der Küster<br />
innerhalb der Kiste. "Laß mich erst<br />
heraus!"<br />
„Hu!" sagte der kleine Klaus und tat, als<br />
fürchte er sich. "Er sitzt noch darin! Da<br />
muß ich ihn geschwind in den Fluß<br />
werfen, damit er ertrinkt!"<br />
"O nein, o nein!" sagte der Küster; "ich will<br />
dir einen ganzen Scheffel Geld geben,<br />
wenn du mich gehen läßt!"<br />
"Ja, das ist etwas anderes!" sagte der<br />
kleine Klaus und machte die Kiste auf.<br />
Der Küster kroch schnell heraus, stieß<br />
die leere Kiste in das Wasser hinaus und<br />
ging nach seinem Hause, wo der kleine<br />
Klaus einen ganzen Scheffel Geld<br />
bekam; einen hatte er von dem Bauer<br />
erhalten, nun hatte er also seinen ganzen<br />
Karren voll Geld.<br />
"Sieh, das Pferd erhielt ich ganz gut<br />
bezahlt!" sagte er zu sich selbst, als er zu<br />
Hause in seiner eigenen Stube war und<br />
alles Geld auf einen Berg mitten in der<br />
Stube ausschüttete. "Das wird den<br />
großen Klaus ärgern, wenn er erfährt, wie<br />
reich ich durch ein einziges Pferd<br />
geworden bin; aber ich will es ihm doch<br />
licht geradeheraus sagen!"<br />
Nun sandte er einen Knaben zum großen<br />
Klaus hin, um sich ein Scheffelmaß zu<br />
leihen.<br />
"Was mag er wohl damit machen<br />
wollen?" dachte der große Klaus und<br />
schmierte Teer auf den Boden, damit von<br />
dem, was gemessen wurde, etwas daran<br />
hängen bleiben könnte. Und so kam es<br />
auch; denn als er das Scheffelmaß<br />
zurückerhielt, hingen drei Taler daran.<br />
"Was ist das?" sagte der große Klaus und<br />
lief sogleich zu dem kleinen. "Wo hast du<br />
all das Geld bekommen?"<br />
"Oh, das ist für meine Pferdehaut! Ich<br />
verkaufte sie gestern abend."<br />
"Das war wahrlich gut bezahlt!" sagte der<br />
große Klaus, lief geschwind nach Hause,<br />
nahm eine Axt und schlug alle seine vier<br />
Pferde vor den Kopf, zog ihnen die Haut<br />
ab und fuhr mit diesen Häuten zur Stadt.<br />
"Häute! Häute! Wer will Häute kaufen?"<br />
rief er durch die Straßen.<br />
Alle Schuhmacher und Gerber kamen<br />
gelaufen und fragten, was er dafür haben<br />
wolle.<br />
"Einen Scheffel Geld für jede," sagte der<br />
große Klaus.<br />
"Bist du toll?" riefen alle. "Glaubst du, wir<br />
haben das Geld scheffelweise?"<br />
"Häute! Häute! Wer will Häute kaufen?"<br />
rief er wieder, aber allen denen, die ihn<br />
fragten, was die Häute kosten sollten<br />
erwiderte er: "Einen Scheffel Geld."<br />
"Er will uns foppen," sagten alle, und da<br />
n a h m e n d i e S c h u h m a c h e r i h r e<br />
Spannriemen und die Gerber ihre<br />
Schurzfelle und fingen an, auf den<br />
großen Klaus loszuprügeln.<br />
"Häute! Häute!" riefen sie ihm nach; "ja,<br />
wir wollen dir die Haut gerben! Hinaus<br />
aus der Stadt mit ihm!" riefen sie, und der<br />
große Klaus mußte laufen, was er nur<br />
konnte. So war er noch nie durchgeprügelt<br />
worden.<br />
„Na," sagte er, als er nach Hause kam,<br />
"dafür soll der kleine Klaus bestraft<br />
werden! Ich will ihn totschlagen!"<br />
Zu Hause beim kleinen Klaus war die alte
Großmutter gestorben; sie war freilich<br />
recht böse und schlimm gegen ihn<br />
gewesen, aber er war doch betrübt,<br />
nahm die tote Frau und legte sie in sein<br />
warmes Bett, um zu sehen, ob sie nicht<br />
zum Leben zurückkehren werde. Da<br />
sollte sie die ganze Nacht liegen, er<br />
selbst wollte im Winkel sitzen und auf<br />
einem Stuhle schlafen; das hatte er<br />
schon früher getan.<br />
Als er in da in der Nacht saß, ging die Tür<br />
auf, und der große Klaus kam mit einer<br />
Axt herein; er wußte wohl, wo des kleinen<br />
Klaus Bett stand, ging gerade darauf los<br />
und schlug nun die alte Großmutter vor<br />
den Kopf, denn er glaubte, daß der kleine<br />
Klaus dort in seinem Bett liege.<br />
"Sieh," sagte er, "nun sollst du mich nicht<br />
mehr zum besten haben!" Und dann ging<br />
er wieder nach Hause.<br />
"Das ist doch ein recht böser Mann!"<br />
sagte der kleine Klaus; "da wollte er mich<br />
totschlagen! Es war doch gut für die alte<br />
Mutter, daß sie schon tot war, sonst hätte<br />
er ihr das Leben genommen!"<br />
Nun legte er der alten Großmutter<br />
Sonntagskleider an, lieh sich von dem<br />
Nachbar ein Pferd, spannte es vor den<br />
Wagen und setzte die alte Großmutter<br />
auf den hintersten Sitz, so daß sie nicht<br />
hinausfallen konnte, wenn er fuhr, und so<br />
rollten sie von dannen durch den Wald.<br />
Als die Sonne aufging, waren sie vor<br />
einem großen Wirtshause, da hielt der<br />
kleine Klaus an und ging hinein, um<br />
etwas zu genießen.<br />
Der Wirt hatte sehr viel Geld, er war auch<br />
ein recht guter, aber hitziger Mann, als<br />
wären Pfeffer und Tabak in ihm.<br />
"Guten Morgen!" sagte er zum kleinen<br />
Klaus. "Du bist heute früh ins Zeug<br />
gekommen!"<br />
„Ja," sagte der kleine Klaus, "ich will mit<br />
meiner Großmutter zur Stadt; sie sitzt<br />
draußen auf dem Wagen, ich kann sie<br />
nicht in die Stube hereinbringen. Wollt Ihr<br />
der Alten nicht ein Glas Kümmel geben?<br />
Aber Ihr müßt recht laut sprechen, denn<br />
sie hört nicht gut."<br />
"Ja, das will ich tun!" sagte der Wirt und<br />
schenkte ein großes Glas Kümmel ein,<br />
mit dem er zur toten Großmutter<br />
hinausging, die in dem Wagen aufrecht<br />
gesetzt war.<br />
"Hier ist ein Glas Kümmel von Ihrem<br />
Sohne!" sagte der Wirt, aber die tote Frau<br />
erwiderte kein Wort, sondern saß ganz<br />
still und teilnahmslos, als ob sie alles<br />
nichts anginge.<br />
"Hört Ihr nicht?" rief der Wirt, so laut er<br />
konnte. "Hier ist ein Glas Kümmel von<br />
Ihrem Sohne!“<br />
Noch einmal rief er und dann noch<br />
einmal, aber da sie sich durchaus nicht<br />
rührte, wurde er ärgerlich und warf ihr das<br />
Glas in das Gesicht, so daß ihr der<br />
Kümmel gerade über die Nase lief und<br />
sie hintenüber fiel, denn sie war nur<br />
aufgesetzt und nicht festgebunden.<br />
„Heda!" rief der kleine Klaus, sprang zur<br />
Tür heraus und packte den Wirt an der<br />
Brust, "da hast du meine Großmutter<br />
erschlagen! Siehst du, da ist ein großes<br />
Loch in ihrer Stirn!"<br />
"Oh, das ist ein Unglück!" rief der Wirt und<br />
schlug die Hände über dem Kopfe<br />
zusammen; "das kommt alles von meiner<br />
Heftigkeit! Lieber, kleiner Klaus, ich will<br />
dir einen Scheffel Geld geben und deine<br />
Großmutter begraben lassen, als wäre<br />
es meine eigene, aber schweige nur still,<br />
sonst wird mir der Kopf abgeschlagen,<br />
und das wäre mir unangenehm."<br />
So bekam der kleine Klaus einen<br />
ganzen Scheffel Geld, und der<br />
Wirt begrub die alte Großmutter<br />
so, als ob es seine eigene<br />
gewesen wäre.<br />
Als nun der kleine Klaus wieder<br />
mit dem vielen Gelde nach Hause<br />
kam, schickte er gleich seinen<br />
Knaben hinüber zum großen<br />
Klaus, um ihn bitten zu lassen,<br />
ihm ein Scheffelmaß zu leihen.<br />
"Was ist das?" sagte der große<br />
Klaus. "Habe ich ihn nicht<br />
totgeschlagen? Da muß ich<br />
selbst nachsehen!" Und so ging<br />
er selbst mit dem Scheffelmaß<br />
zum kleinen Klaus.<br />
"Wo hast du doch all das Geld bekommen?"<br />
fragte er und riß die<br />
Augen auf, als er alles das<br />
erblickte, was noch hinzu-<br />
gekommen war.<br />
"Du hast meine Großmutter, aber nicht<br />
mich erschlagen!" sagte der kleine Klaus.<br />
"Die habe ich nun verkauft und einen<br />
Scheffel Geld dafür bekommen!"<br />
"Das ist wahrlich gut bezahlt!" sagte der<br />
große Klaus, eilte nach Hause, nahm<br />
e i n e A x t u n d s c h l u g s e i n e a l t e<br />
Großmutter tot, legte sie auf den Wagen,<br />
fuhr mit ihr zur Stadt, wo der Apotheker<br />
wohnte, und fragte, ob er einen toten<br />
Menschen kaufen wollte.<br />
"Wer ist es, und woher habt Ihr ihn?"<br />
fragte der Apotheker.<br />
"Es ist meine Großmutter!" sagte der<br />
große Klaus. "Ich habe sie totgeschlagen,<br />
um einen Scheffel Geld dafür zu<br />
bekommen!"<br />
"Gott bewahre uns!" sagte der Apotheker.<br />
"Ihr redet irre! Sagt doch nicht dergleichen,<br />
sonst könnt Ihr den Kopf<br />
verlieren!" Und nun sagte er ihm gehörig,<br />
was das für eine böse Tat sei, die er<br />
begangen habe und was für ein<br />
schlechter Mensch er sei und daß er<br />
bestraft werden müsse. Da erschrak der<br />
große Klaus so sehr, daß er von der<br />
Apotheke gerade in den Wagen sprang<br />
und auf die Pferde schlug und nach<br />
Hause fuhr; aber der Apotheker und alle<br />
Leute glaubten, er sei verrückt, und<br />
deshalb ließen sie ihn fahren, wohin er<br />
wollte.<br />
"Das sollst du mir bezahlen!" sagte der<br />
große Klaus, als er draußen auf der<br />
Landstraße war, "ja, ich will dich<br />
bestrafen, kleiner Klaus!" Sobald er nach<br />
Hause kam, nahm er den größten Sack,<br />
den er finden konnte, ging hinüber zum<br />
kleinen Klaus und sagte: "Nun hast du<br />
mich wieder gefoppt; erst schlug ich<br />
meine Pferde tot, dann meine alte<br />
Großmutter; das ist alles deine Schuld;<br />
aber du sollst mich nie mehr foppen!" Da<br />
packte er den kleinen Klaus um den Leib<br />
und steckte ihn in seinen Sack, nahm ihn<br />
so auf seinen Rücken und rief ihm zu:<br />
"Nun gehe ich und ertränke dich!"<br />
Es war ein weiter Weg, den er zu gehen<br />
hatte, bevor er zu dem Flusse kam, und<br />
der kleine Klaus war nicht leicht zu<br />
tragen. Der Weg ging dicht bei der Kirche<br />
vorbei; die Orgel ertönte, und die Leute<br />
sangen schön darinnen. Da setzte der<br />
große Klaus seinen Sack mit dem kleinen<br />
Klaus darin dicht bei der Kirchtür nieder<br />
und dachte, es könne wohl ganz gut sein,<br />
hineinzugehen und einen Psalm zu<br />
hören, ehe er weitergehe; der kleine<br />
Klaus konnte ja nicht herauskommen,<br />
und alle Leute waren in der Kirche. So<br />
ging er denn hinein.<br />
"Ach Gott, ach Gott!" seufzte der kleine<br />
Klaus im Sack und drehte und wandte
sich, aber es war ihm nicht möglich, das<br />
Band aufzulösen. Da kam ein alter, alter<br />
Viehtreiber daher, mit schneeweißem<br />
Haar und einem großen Stab in der<br />
Hand; er trieb eine ganze Herde Kühe<br />
und Stiere vor sich her, die liefen an den<br />
Sack, in dem der kleine Klaus saß, so<br />
daß er umgeworfen wurde.<br />
"Ach Gott!" seufzte der kleine Klaus, "ich<br />
bin noch so jung und soll schon ins<br />
Himmelreich!"<br />
"Und ich Armer," sagte der Viehtreiber,<br />
"ich bin schon so alt und kann noch<br />
immer nicht dahin kommen!"<br />
"Mache den Sack auf!" rief der kleine<br />
Klaus. "Krieche statt meiner hinein, so<br />
kommst du sogleich ins Himmelreich!"<br />
"Ja, das will ich herzlich gern," sagte der<br />
Viehtreiber und band den Sack auf, aus<br />
d e m d e r k l e i n e K l a u s s o g l e i c h<br />
heraussprang.<br />
"Willst du nun auf das Vieh achtgeben?"<br />
fragte der alte Mann. Dann kroch er in<br />
den Sack hinein, der kleine Klaus band<br />
den Sack wieder zu und zog dann mit<br />
allen Kühen und Stieren seines Weges.<br />
Bald darauf kam der große Klaus aus der<br />
Kirche. Er nahm seinen Sack wieder auf<br />
den Rücken, obgleich es ihm schien, als<br />
sei der leichter geworden, denn der alte<br />
Viehtreiber war nur halb so schwer wie<br />
der kleine Klaus. "Wie leicht ist er doch zu<br />
tragen geworden! Ja, das kommt daher,<br />
daß ich einen Psalm gehört habe!" So<br />
ging er nach dem Flusse, der tief und<br />
groß war, warf den Sack mit dem alten<br />
Viehtreiber ins Wasser und rief<br />
hintendrein, denn er glaubte ja, daß es<br />
der kleine Klaus sei: "Sieh, nun sollst du<br />
mich nicht mehr foppen!"<br />
Darauf ging er nach Hause; aber als er an<br />
die Stelle kam, wo die Wege sich<br />
kreuzten, begegnete er ganz unerwartet<br />
dem kleinen Klaus, der all sein Vieh<br />
dahertrieb.<br />
"Was ist das?" fragte der große Klaus.<br />
"Habe ich dich nicht vor kurzer Zeit<br />
ertränkt?"<br />
„Ja," sagte der kleine Klaus, "du warfst<br />
mich ja vor einer halben Stunde in den<br />
Fluß hinunter!"<br />
"Aber wo hast du all das herrliche Vieh<br />
bekommen?" fragte der große Klaus.<br />
"Das ist Seevieh!" sagte der kleine Klaus.<br />
"Ich will dir die Geschichte erzählen und<br />
dir Dank sagen, daß du mich ertränktest,<br />
denn nun bin ich reich! Mir war bange, als<br />
ich im Sacke steckte, und der Wind pfiff<br />
mir um die Ohren, als du mich von der<br />
Brücke hinunter in das kalte Wasser<br />
warfst. Ich sank sogleich zu Boden, aber<br />
ich stieß mich nicht, denn da unten<br />
wächst das schönste, weiche Gras.<br />
Darauf fiel ich, und sogleich wurde der<br />
Sack geöffnet, und das lieblichste<br />
Mädchen, in schneeweißen Kleidern und<br />
mit einem grünen Kranz um das Haar,<br />
nahm mich bei der Hand und sagte: 'Bist<br />
du da, kleiner Klaus? Da hast du zuerst<br />
einiges Vieh; eine Meile weiter auf dem<br />
Wege steht noch eine ganze Herde, die<br />
ich dir schenken will!' Nun sah ich, daß<br />
der Fluß eine große Landstraße für das<br />
Meervolk bildete. Unten auf dem Grunde<br />
gingen und fuhren sie gerade von der<br />
See her und ganz hinein in das Land, bis<br />
wo der Fluß endet. Da waren die<br />
schönsten Blumen und das frischeste<br />
Gras; die Fische schossen mir an den<br />
Ohren vorüber, geradeso wie hier die<br />
Vögel in der Luft. Was gab es da für<br />
hübsche Leute, und was war da für Vieh,<br />
das an den Gräben und Wällen weidete!"<br />
"Aber warum bist du gleich wieder zu uns<br />
heraufgekommen?" fragte der große<br />
Klaus. "Das hätte ich bestimmt nicht<br />
getan, wenn es so schön dort unten ist."<br />
„Ja," sagte der kleine Klaus, "das ist<br />
gerade klug von mir gehandelt. Du hörst<br />
ja wohl, daß ich dir erzähle: Die<br />
Seejungfrau sagte mir, eine Meile weiter<br />
auf dem Wege – und mit dem Wege<br />
meinte sie ja den Fluß, denn sie kann<br />
nirgends Anders hinkommen – stehe<br />
noch eine ganze Herde Vieh für mich.<br />
Aber ich weiß, was der Fluß für<br />
Krümmungen macht, bald hier, bald dort,<br />
das ist ein weiter Umweg. Nein, so macht<br />
man es kürzer ab, wenn man hier auf das<br />
Land kommt und treibt querüber wieder<br />
zum Flusse; dabei spare ich eine halbe<br />
Meile und komme schneller zu meinem<br />
Vieh!"<br />
"Oh, du bist ein glücklicher Mann!" sagte<br />
der große Klaus. "Glaubst du, daß ich<br />
auch Seevieh erhielte, wenn ich einmal<br />
tief bis auf den Grund des Flusses<br />
käme?"<br />
"Ja, das denke ich wohl," sagte der kleine<br />
Klaus, "aber ich kann dich nicht im Sacke<br />
zum Flusse tragen, du bist mir zu schwer!<br />
Willst du selbst dahingehen und dann in<br />
den Sack kriechen, so werde ich dich mit<br />
dem größten Vergnügen hineinwerfen."<br />
"Ich danke dir," sagte der große Klaus.<br />
"Aber erhalte ich kein Seevieh, wenn ich<br />
hinunterkomme, so glaube mir, werde ich<br />
dich so prügeln, wie du noch nie<br />
geprügelt worden bist."<br />
"Oh nein, mache es nicht so schlimm!"<br />
Und da gingen sie zum Flusse hin. Als<br />
das Vieh Wasser erblickte, lief es, so<br />
schnell es nur konnte, durstig hinunter<br />
zum Trinken.<br />
"Sieh, wie es sich sputet!" sagte der<br />
kleine Klaus. "Es verlangt danach,<br />
wieder auf den Grund zu kommen!"<br />
"Ja, hilf mir nur erst," sagte der große<br />
Klaus, "sonst bekommst du Prügel!" Und<br />
so kroch er in den großen Sack, der quer<br />
über dem Rücken eines der Stiere<br />
gelegen hatte. "Lege einen Stein hinein,<br />
ich fürchte, daß ich sonst nicht<br />
untersinke," sagte der große Klaus.<br />
"Es geht schon!" sagte der kleine Klaus,<br />
legte aber doch einen großen Stein in<br />
den Sack, knüpfte das Band fest zu, und<br />
dann stieß er daran. Plumps! Da lag der<br />
große Klaus in dem Flusse und sank<br />
sogleich hinunter auf den Grund.<br />
"Ich fürchte, er wird das Vieh nicht finden!<br />
Aber er zwang mich ja dazu!" sagte der<br />
kleine Klaus und trieb dann heim mit<br />
dem, was er hatte.
Die Prinzessin auf der<br />
Erbse<br />
Ein Märchen von Hans Christian<br />
Andersen<br />
Es war einmal ein Prinz, der wollte eine<br />
Prinzessin heiraten. Aber das sollte eine<br />
wirkliche Prinzessin sein. Da reiste er in<br />
der ganzen Welt herum, um eine solche zu<br />
finden, aber überall fehlte etwas.<br />
Prinzessinnen gab es genug, aber ob es<br />
wirkliche Prinzessinnen waren, konnte er<br />
nie herausfinden. Immer war da etwas,<br />
was nicht ganz in Ordnung war. Da kam er<br />
wieder nach Hause und war ganz traurig,<br />
denn er wollte doch gern eine wirkliche<br />
Prinzessin haben.<br />
Eines Abends zog ein furchtbares Wetter<br />
auf; es blitzte und donnerte, der Regen<br />
stürzte herab, und es war ganz entsetzlich.<br />
Da klopfte es an das Stadttor, und der alte<br />
König ging hin, um aufzumachen.<br />
Es war eine Prinzessin, die draußen vor<br />
dem Tor stand. Aber wie sah sie vom<br />
Regen und dem bösen Wetter aus! Das<br />
Wasser lief ihr von den Haaren und<br />
Kleidern herab, lief in die Schnäbel der<br />
Schuhe hinein und zum Absatz wieder<br />
hinaus. Sie sagte, daß sie eine wirkliche<br />
Prinzessin wäre.<br />
'Ja, das werden wir schon erfahren!'<br />
dachte die alte Königin, aber sie sagte<br />
nichts, ging in die Schlafkammer hinein,<br />
nahm alles Bettzeug ab und legte eine<br />
Erbse auf den Boden der Bettstelle. Dann<br />
nahm sie zwanzig Matratzen, legte sie auf<br />
die Erbse und dann noch zwanzig<br />
Eiderdaunendecken oben auf die<br />
Matratzen.<br />
Hier sollte nun die Prinzessin die ganze<br />
Nacht über liegen.<br />
Am Morgen wurde sie gefragt, wie sie<br />
gesehlafen hätte.<br />
"Oh, entsetzlich schlecht!" sagte die<br />
Prinzessin. "Ich habe fast die ganze Nacht<br />
kein Auge geschlossen! Gott weiß, was in<br />
meinem Bett gewesen ist. Ich habe auf<br />
etwas Hartem gelegen, so daß ich am<br />
ganzen Körper ganz braun und blau bin!<br />
Es ist ganz entsetzlich!"<br />
Daran konnte man sehen, daß sie eine<br />
wirkliche Prinzessin war, da sie durch die<br />
zwanzig Matratzen und die zwanzig<br />
Eiderdaunendecken die Erbse gespürt<br />
hatte. So feinfühlig konnte niemand sein<br />
außer einer echten Prinzessin.<br />
Da nahm sie der Prinz zur Frau, denn nun<br />
wußte er, daß er eine wirkliche Prinzessin<br />
gefunden hatte. Und die Erbse kam auf die<br />
Kunstkammer, wo sie noch zu sehen ist,<br />
wenn sie niemand gestohlen hat.<br />
Seht, das war eine wirkliche Geschichte!<br />
Die Blumen der kleinen Ida<br />
Ein Märchen von Hans Christian<br />
Andersen<br />
"Meine armen Blumen sind ganz verwelkt!"<br />
sagte die kleine Ida. "Sie waren so<br />
schön gestern abend, und nun hängen alle<br />
Blätter vertrocknet! Warum tun sie das?"<br />
fragte sie den Studenten, der im Sofa saß;<br />
denn auf seine Meinung gab sie etwas. Er<br />
kannte die allerherrlichsten Geschichten<br />
und schnitt so lustige Bilder aus: Herzen<br />
mit kleinen Dämchen darin, die tanzten,<br />
Blumen und große Schlösser, deren Türen<br />
man aufmachen konnte; es war ein lustiger<br />
Student! "Warum sehen die Blumen heute<br />
so traurig aus?" fragte sie ihn wieder und<br />
zeigte ihm einen großen Strauß, der ganz<br />
verwelkt war.<br />
"Ja, weißt du, was ihnen fehlt?" sagte der<br />
Student, "die Blumen sind heute nacht<br />
zum Ball gewesen, darum lassen sie die<br />
Köpfe hängen!“<br />
"Aber die Blumen können doch nicht<br />
tanzen!" sagte die kleine Ida.<br />
"Aber ja," sagte der Student, "wenn es<br />
dunkel wird und wir anderen schlafen,<br />
dann springen sie lustig umher; fast jede<br />
Nacht halten sie Ball!“<br />
"Können Kinder nicht mit auf den Ball<br />
kommen?" „Ja," sagte der Student, "ganz<br />
kleine Gänseblümchen und Maiglöckchen!"<br />
"Wo tanzen die schönsten<br />
Blumen?" fragte die kleine Ida. "Bist du<br />
nicht oft vor dem Tore bei dem großen<br />
Schloß gewesen, wo der König im<br />
Sommer wohnt und der prächtige Garten<br />
mit den vielen Blumen ist! Du hast ja die<br />
Schwäne gesehen, die zu dir heranschwimmen,<br />
wenn du ihnen Brotkrumen<br />
geben willst. Dort draußen ist wirklich Ball,<br />
das kannst du glauben!“<br />
"Ich war erst gestern mit meiner Mutter<br />
draußen im Garten!" sagte Ida, "aber alle<br />
Blätter waren schon von den Bäumen<br />
herunter, und es waren gar keine Blumen<br />
mehr da! Wo sind sie? Im Sommer sah ich<br />
so viele!“<br />
"Sie sind drinnen im Schloß!" sagte der<br />
Student. "Du mußt wissen, sobald der<br />
König und alle Hofleute hierher in die Stadt<br />
ziehen, laufen die Blumen gleich vom<br />
Garten in das Schloß und sind lustig. Das<br />
solltest du sehen! Die zwei allerschönsten<br />
Rosen setzen sich auf den Thron, und<br />
dann sind sie König und Königin. All die<br />
roten Hahnenkämme stellen sich an den<br />
Seiten auf und stehen und verbeugen sich.<br />
Das sind die Kammerjunker.– Dann<br />
kommen die niedlichsten Blumen, und<br />
dann ist großer Ball. Die blauen Veilchen<br />
stellen kleine Seekadetten vor; sie tanzen<br />
mit Hyazinthen und Krokus, die sie<br />
Fräulein nennen! Die Tulpen und die<br />
großen gelben Lilien sind die alten Damen,<br />
die auf passen, daß hübsch getanzt wird,<br />
und daß es ordentlich zugeht!“<br />
„Aber," fragte die kleine Ida, "ist Niemand<br />
da, der den Blumen etwas tut, weil sie auf<br />
des Königs Schlosse tanzen?“<br />
"Es weiß eigentlich Niemand etwas<br />
davon!" sagte der Student. Nachts kommt<br />
freilich zuweilen der alte Schloßverwalter,<br />
der da draußen aufpassen soll; er hat<br />
immer ein großes Bund Schlüssel bei sich.<br />
Sobald die Blumen nun die Schlüssel<br />
rasseln hören, sind sie ganz stille,<br />
verstecken sich hinter den langen<br />
Gardinen und stecken den Kopf heraus.<br />
Ich rieche genau, daß hier Blumen im Saal<br />
sind! sagt der alte Schloßverwalter, aber er<br />
kann sie nicht sehen.<br />
..<br />
"Doch, natürlich!" sagte der Student,<br />
"denke nur daran, wenn du wieder heraus
kommst, daß du durch die Fenster<br />
hineinguckst, dann wirst du sie schon<br />
sehen. Ich habe es heute auch getan; da<br />
lag eine lange, gelbe Osterblume im Sofa<br />
und streckte sich, das war eine Hofdame!"<br />
"Können auch die Blumen aus dem<br />
Botanischen Garten da heraus kommen?<br />
Können sie den weiten Weg machen?"<br />
"Ja freilich!" sagte der Student, "denn<br />
wenn sie wollen, können sie auch fliegen.<br />
Du hast doch gewiß die schönen<br />
Schmetterlinge gesehen, die roten, gelben<br />
und weißen, die fast wie Blumen<br />
aussehen. Und das sind sie auch<br />
gewesen. Sie sind von ihrem Stengel hoch<br />
in die Luft hinauf gesprungen und haben<br />
mit den Blättern geschlagen, als ob es<br />
kleine Flügel wären, und dann flogen sie<br />
wirklich, und da sie sich gut aufführen,<br />
durften sie auch am Tage fliegen,<br />
brauchten nicht wieder nach Hause und<br />
auf ihrem Stengel stillzusitzen, und so<br />
wurden die Blätter zuletzt zu wirklichen<br />
Flügeln. Das hast du ja selbst gesehen! Es<br />
kann übrigens gut möglich sein, daß die<br />
Blumen aus dem Botanischen Garten<br />
noch nie auf des Königs Schlosse<br />
gewesen sind oder auch nur wissen, daß<br />
es dort nachts so lustig hergeht. Deshalb<br />
will ich dir etwas sagen – der botanische<br />
Professor, der hier nebenan wohnt, du<br />
kennst ihn doch, wird nicht wenig erstaunt<br />
sein! Wenn du in seinen Garten gehst,<br />
sollst du einer von den Blumen erzählen,<br />
daß großer Ball dort draußen auf dem<br />
Schlosse ist, dann sagt sie es allen den<br />
anderen weiter, und dann fliegen sie von<br />
dannen. Kommt nun der Professor in den<br />
Garten hinaus, so ist da nicht eine einzige<br />
Blume, und er kann gar nicht verstehen,<br />
wo sie geblieben sind.“<br />
"Aber wie kann die Blume es den anderen<br />
erzählen? Blumen können doch nicht<br />
sprechen!"<br />
"Nein, das können sie freilich nicht!"<br />
antwortete der Student: "aber sie machen<br />
sich Zeichen! Hast du nicht schon<br />
gesehen, wie die Blumen nicken und all<br />
ihre grünen Blätter bewegen, wenn es ein<br />
wenig weht? Das ist ebenso deutlich, als<br />
ob sie sprächen!“<br />
"Kann der Professor denn ihre Zeichensprache<br />
verstehen?" fragte Ida. "Ja,<br />
gewiß! Eines Morgens kam er in seinen<br />
Garten hinunter und sah, wie eine große<br />
Brennessel einer wunderschönen roten<br />
Nelke mit den Blättern Zeichen gab; sie<br />
sagte: Du bist so hübsch, und ich habe<br />
dich so lieb! Aber so etwas konnte der<br />
Professor nicht ausstehen, und er schlug<br />
schnell der Brennessel über die Blätter,<br />
denn das sind ihre Finger, aber da brannte<br />
er sich, und seit der Zeit mag er keine<br />
Brennessel mehr anrühren."<br />
"Das war drollig!" sagte die kleine Ida und<br />
lachte.<br />
"Wie kann man einem Kinde so etwas<br />
einreden!" sagt der langweilige Kanzleirat,<br />
der zu Besuch gekommen war und im Sofa<br />
saß; er konnte den Studenten gar nicht<br />
leiden und brummte immer, wenn er ihn die<br />
komischen bunten Bilder ausschneiden<br />
sah: bald war es ein Mann, der am Galgen<br />
hing und ein Herz in der Hand hielt, denn er<br />
war ein Herzensdieb, bald war es eine alte<br />
Hexe, die auf einem Besen ritt und ihren<br />
Mann auf der Nase trug; das konnte der<br />
Kanzleirat nicht leiden, und dann sagte er,<br />
wie eben jetzt: "Wie kann man einem<br />
Kinde so etwas einreden! Das ist dumme<br />
Phantasterei!“<br />
Aber der kleinen Ida schien es so hübsch,<br />
was der Student von ihren Blumen<br />
erzählte, daß sie immer wieder daran<br />
denken mußte. Die Blumen ließen die<br />
Köpfe hängen, denn sie waren müde, weil<br />
sie die ganze Nacht getanzt hatten; sie<br />
waren gewiß krank. Da ging sie mit ihnen<br />
zu all den anderen Spielsachen, die auf<br />
einem niedlichen Tischchen standen, und<br />
das ganze Schubfach war voller Putz. Im<br />
Puppenbett lag ihre Puppe Sophie und<br />
schlief, aber die kleine Ida sagte zu ihr: "Du<br />
mußt nun aufstehen Sophie, und für heute<br />
Nacht mit dem Schubfach als Lager vorlieb<br />
nehmen. Die armen Blumen sind krank,<br />
und da müssen sie in deinem Bett liegen,<br />
vielleicht werden sie dann gesund!" Und<br />
sie nahm die Puppe heraus, aber die sah<br />
ganz mürrisch aus und sagte nicht ein<br />
einziges Wort, denn sie war böse, daß sie<br />
nicht ihr Bett behalten sollte.<br />
Nun legte Ida die Blumen in das<br />
Puppenbett, zog die kleine Decke ganz<br />
weit über sie und sagte, nun sollten sie<br />
hübsch stille liegen, sie wollte Tee für sie<br />
kochen, daß sie wieder gesund würden<br />
und morgen wieder aufstehen könnten.<br />
Und sie zog die Gardinen dicht um das<br />
kleine Bett herum, damit die Sonne ihnen<br />
nicht in die Augen scheinen konnte.<br />
Den ganzen Abend über mußte sie daran<br />
denken, was der Student ihr erzählt hatte.<br />
Und als sie nun selbst zu Bett mußte,<br />
schlich sie sich erst noch hinter die<br />
Gardinen, die vor den Fenstern herunterhingen,<br />
wo die herrlichen Blumen ihrer<br />
Mutter, Tulpen und Hyazinthen, standen,<br />
und sie flüsterte ihnen ganz leise zu: "ich<br />
weiß es ja, Ihr sollt heute nacht zum Ball!"<br />
Aber die Blumen taten, als ob sie nichts<br />
verständen und rührten kein Blatt, aber die<br />
kleine Ida wußte doch, was sie wußte.<br />
Als sie im Bett war, lag sie noch lange und<br />
dachte, wie hübsch es sein müßte, die<br />
prächtigen Blumen draußen auf des<br />
Königs Schloß tanzen zu sehen. "Ob<br />
meine Blumen wirklich mit dabei waren?"<br />
Aber da schlief sie schon. In der Nacht<br />
erwachte sie wieder, sie hatte von den<br />
Blumen und dem Studenten geträumt, den
der Kanzleirat ausgescholten hatte, weil er<br />
ihr etwas hatte einreden wollen. Es war<br />
ganz still in der Schlafkammer, in der Ida<br />
lag. Die Nachtlampe brannte auf dem<br />
Tisch, und Vater und Mutter schliefen.<br />
"Ob meine Blumen jetzt noch in Sophies<br />
Bett liegen?" sagte sie bei sich selbst, "wie<br />
gern ich das doch wüßte!" Sie richtete sich<br />
ein wenig empor und sah auf die Tür, die<br />
einen Spalt offen stand. Drinnen lagen die<br />
Blumen und all ihr Spielzeug;. Sie<br />
lauschte, und auf einmal kam es ihr vor, als<br />
ob sie drinnen in der Stube auf dem Klavier<br />
spielen hörte, aber ganz leise und so<br />
niedlich, wie sie es niemals früher gehört<br />
hatte.<br />
"Nun tanzen gewiß alle Blumen da<br />
drinnen!" sagte sie, "ach Gott, wie gern<br />
möchte ich das sehen!" Aber sie getraute<br />
sich nicht, aufzustehen, denn damit<br />
weckte sie den Vater und die Mutter.<br />
"Wenn sie doch nur hier herein kommen<br />
wollten!" sagte sie; aber die Blumen<br />
kamen nicht, und die Musik spielte immer<br />
weiter so hübsch, daß sie es nicht mehr<br />
aushalten konnte, denn es war gar zu<br />
schön. Sie kroch aus ihrem kleinen Bett,<br />
ging ganz leise zur Tür hin und guckte in<br />
die Stube hinein. Nein, war das hübsch,<br />
was sie zu sehen bekam!<br />
Es brannte gar keine Nachtlampe drinnen,<br />
aber trotzdem war es ganz hell, der Mond<br />
schien durch das Fenster mitten auf den<br />
Fußboden! Es war gleichsam tageshell.<br />
Alle Hyazinthen und Tulpen standen in<br />
zwei langen Reihen auf dem Boden. Gar<br />
keine einzige war mehr am Fenster, da<br />
standen leere Töpfe. Unten am Boden<br />
tanzten die Blumen so niedlich um<br />
einander herum, machten ordentlich Kette<br />
und hielten einander an den langen grünen<br />
Blättern, wenn sie sich herumschwenkten.<br />
Aber dort am Klavier saß eine große gelbe<br />
Lilie, die die kleine Ida bestimmt schon im<br />
Sommer gesehen hatte, denn sie erinnerte<br />
sich genau, daß der Student gesagt hatte:<br />
"sieht sie nicht genau wie Fräulein Line<br />
aus?" aber da hatten sie ihn alle<br />
ausgelacht. Nun jedoch schien es der<br />
kleinen Ida auch, daß die lange gelbe<br />
Blume dem Fräulein gleiche. Sie hatte<br />
auch dieselbe Art zu spielen, bald legte sie<br />
ihr langgezogenes gelbes Gesicht auf die<br />
eine Seite, bald auf die andere und nickte<br />
den Takt zu der herrlichen Musik. Keiner<br />
bemerkte die kleine lda. Nun sah sie einen<br />
großen blauen Krokus mitten auf den Tisch<br />
hüpfen, auf dem die Spielsachen standen,<br />
gerade auf das Puppenbett zugehen und<br />
die Gardinen beiseite ziehen. Da lagen die<br />
kranken Blumen, sie richteten sich aber<br />
gleich auf und nickten zu den anderen<br />
hinunter, daß sie auch mittanzen wollten.<br />
Der alte Mann von der Räucherdose, dem<br />
die Unterlippe abgebrochen war, stand auf<br />
und verneigte sich vor den schönen<br />
Blumen. Sie sahen gar nicht mehr krank<br />
aus, sondern hüpften zu den anderen<br />
hinunter und waren recht munter. Es war<br />
gerade, als ob etwas vom Tische herunter<br />
fiele. Ida sah dahin: es war die<br />
Fastnachtsrute, die herunter sprang. Es<br />
schien, daß sie auch mit zu den Blumen<br />
gehörte. Sie sah auch sehr hübsch aus,<br />
und oben mitten in ihrer Spitze thronte eine<br />
kleine Wachspuppe, die just denselben<br />
breiten Hut auf dem Kopfe trug, wie ihn der<br />
Kanzleirat hatte. Die Fastnachtsrute<br />
hüpfte auf ihren drei roten Holzbeinen<br />
mitten zwischen die Blumen und stampfte<br />
ganz laut, denn es wurde Mazurka<br />
getanzt, und den Tanz konnten die<br />
anderen Blumen nicht so gut, weil sie zu<br />
leicht waren und nicht aufstampfen<br />
konnten.<br />
Die Wachspuppe auf der Fastnachtsrute<br />
wurde mit einem Male groß und lang,<br />
kreiselte über den Papierblumen rund<br />
herum und rief ganz laut: "Wie kann man<br />
dem Kind so etwas einreden! Das ist<br />
dumme Phantasterei!" und dabei glich die<br />
Wachspuppe ganz genau dem Kanzleirat<br />
mit dem breiten Hut und sah ebenso gelb<br />
und verdrießlich aus; aber die Papierblumen<br />
schlugen ihm um die dünnen<br />
Beine, und da kroch er wieder in sich<br />
zusammen und wurde eine ganz kleine<br />
Wachspuppe. Das war zu drollig<br />
anzusehen! Die kleine Ida konnte das<br />
Lachen nicht verbeißen. Die Fastnachtsrute<br />
tanzte weiter, und der Kanzleirat<br />
mußte mittanzen, es half ihm nichts, ob er<br />
sich groß und lang machte, oder die kleine<br />
gelbe Wachspuppe mit dem großen<br />
schwarzen Hut blieb. Da baten die<br />
anderen Blumen für ihn, vor allem die, die<br />
im Puppenbett gelegen hatten, und dann<br />
ließ ihn die Fastnachtsrute in Ruh. Im<br />
selben Augenblick klopfte es ganz stark<br />
von innen aus dem Kasten, wo Idas<br />
Puppe, Sophie, zusammen mit vielen<br />
a n d e r e n S p i e l s a c h e n l a g ; d a s<br />
R ä u chermännlein l i e f b i s a n d i e<br />
Tischkante, legte sich lang auf den Bauch<br />
und zog den Kasten ein wenig auf. Da<br />
richtete sich Sophie in die Höhe und sah<br />
sich ganz verwundert um. "Hier scheint<br />
Ball zu sein!" sagte sie, "warum hat mir das<br />
niemand gesagt!“<br />
"Willst du mit mir tanzen?" sagte das<br />
Räuchermännlein. "Ja, du scheinst mir der<br />
Richtige zum Tanzen!" sagte sie und<br />
wandte ihm den Rücken zu. Dann setzte<br />
sie sich auf den Kasten und dachte, daß<br />
schon eine von den Blumen kommen<br />
würde, um sie aufzufordern, aber es kam<br />
keine. Da hustete sie hm, hm, hm! aber es<br />
wollte trotzdem keine kommen. Das<br />
Räuchermännlein tanzte ganz allein und<br />
gar nicht schlecht!<br />
Weil nun keine der Blumen Sophie zu<br />
sehen schien, ließ sie sich vom Kasten<br />
gerade auf den Fußboden fallen, so daß es<br />
einen großen Lärm machte. Die Blumen<br />
kamen auch von allen Seiten herbeigelaufen<br />
und fragten sie, ob sie sich auch<br />
nicht weh getan hätte und alle waren nett
zu ihr, ganz besonders die Blumen, die in<br />
ihrem Bett gelegen hatten; aber sie hatte<br />
sich gar nichts getan, und Idas Blumen<br />
bedankten sich für das schöne Bett und<br />
waren sehr lieb zu ihr. Sie nahmen sie mit<br />
hin zu der Stelle, wo der Mond auf den<br />
Fußboden schien und tanzten mit ihr, und<br />
alle anderen Blumen schlossen einen<br />
Kreis rings um sie. Nun war Sophie<br />
vergnügt! sie sagte, die anderen dürften<br />
gern ihr Bett behalten, und es mache ihr<br />
gar nichts aus, in der Schublade zu liegen.<br />
Aber die Blumen sagten: "Allerschönsten<br />
Dank dafür! aber wir leben nicht mehr<br />
lange. Morgen sind wir tot; aber sage doch<br />
der kleinen Ida, daß sie uns draußen im<br />
Garten begräbt, wo der Kanarienvogel<br />
liegt, dann wachsen wir im Sommer wieder<br />
aus der Erde und sind noch viel schöner!“<br />
"Nein, Ihr sollt nicht sterben!" sagte Sophie<br />
und küßte die Blumen; da ging die Saaltür<br />
auf, und eine ganze Schar herrlicher<br />
Blumen kam tanzend herein. Ida konnte<br />
gar nicht begreifen, von wo sie gekommen<br />
waren. Es konnten nur die Blumen<br />
draußen von des Königs Schloß sein. Als<br />
erste kamen zwei prächtige Rosen, die<br />
hatten kleine Goldkronen auf. Das war ein<br />
König und eine Königin, dann kamen die<br />
reizendsten Levkojen und Nelken und<br />
grüßten nach allen Seiten. Sie hatten<br />
Musik bei sich. Große Mohnblumen und<br />
Päonien bliesen auf Erbsenschoten, daß<br />
sie schon einen ganz roten Kopf<br />
bekommen hatten. Die blauen Glockenb<br />
l u m e n u n d d i e k l e i n e n w e i ß e n<br />
Schneeglöckchen klingelten,<br />
gerade als ob<br />
sie Schellen trügen.<br />
Das war eine lustige<br />
Musik. Dann kamen<br />
noch viele andere Blumen,<br />
und sie tanzten<br />
allesamt, die blauen<br />
Veilchen und die roten<br />
Tausendschönchen,<br />
die Gänse-blumen und<br />
Maiglöckchen. Und alle<br />
Blumen küßten einander,<br />
das war ein<br />
allerliebster Anblick!<br />
Zuletzt sagten die Blumen<br />
einander gute<br />
Nacht, und auch die<br />
kleine Ida schlich sich<br />
in ihr Bett, wo sie<br />
träumte von allem, was<br />
sie gesehen hatte. Als<br />
sie am nächsten Morgen<br />
aufstand, ging sie<br />
geschwind zu dem<br />
kleinen Tisch hin, um<br />
zu sehen, ob die Blumen<br />
noch da waren.<br />
Sie zog die Gardinen<br />
vor dem kleinen Bett<br />
beiseite, ja, da lagen<br />
sie alle, aber sie waren<br />
ganz verwelkt, viel<br />
m e h r a l s g e s t e r n .<br />
Sophie lag im Kasten,<br />
wo sie sie hingelegt<br />
hatte und sah sehr verschlafen aus.<br />
"Weißt du noch, was du mir sagen<br />
solltest?" sagte die kleine Ida, aber Sophie<br />
sah ganz dumm aus und sagte kein<br />
einziges Wort. "Das ist nicht schön von dir,"<br />
sagte Ida, "und sie haben doch alle mit dir<br />
getanzt." Dann nahm sie eine kleine<br />
Pappschachtel, worauf niedliche Vögel<br />
gemalt waren, machte sie auf und legte die<br />
toten Blumen hinein. "Das soll Euer<br />
hübscher Sarg sein," sagte sie, "und wenn<br />
nachher die norwegischen Vettern<br />
kommen, dann sollen sie bei Eurem<br />
Begräbnis draußen im Garten dabei sein,<br />
und im Sommer könnt Ihr wieder aus der<br />
Erde herauskommen und noch viel<br />
schöner werden!“<br />
Die norwegischen Vettern waren zwei<br />
frische Jungen. Sie hießen Jonas und<br />
Adolf. Ihr Vater hatte ihnen zwei neue<br />
Flitzbogen geschenkt, und die hatten sie<br />
mitgebracht, um sie Ida zu zeigen. Sie<br />
erzählte ihnen von den armen Blumen, die<br />
nun tot waren, und dann durften sie sie<br />
begraben. Beide Knaben gingen voran,<br />
die Flitzbogen geschultert, und die kleine<br />
Ida folgte mit den toten Blumen in der<br />
hübschen Schachtel. Draußen im Garten<br />
wurde ein kleines Grab gegraben. Ida<br />
küßte erst die Blumen, setzte sie dann mit<br />
der Schachtel in die Erde, und Adolf und<br />
Jonas schossen mit den Flitzbogen über<br />
das Grab, denn sie hatten keine Gewehre<br />
oder Kanonen.
Fränkische Spezialitäten<br />
Fränkischer Sauerbraten<br />
Rezeptmenge für: 4–6 Personen<br />
Der Fränkischer Sauerbraten ist eine<br />
wahre Spezialität aus dem Frankenlande,<br />
das Besondere daran ist die Verwendung<br />
von Saucenlebkuchen.<br />
Zutaten<br />
Fleisch und Fertigstellung<br />
1 kg Rindfleisch (z.B. Rindsschale oder<br />
Rinderhüfte)<br />
2 EL Butterschmalz<br />
100 g Saucenlebkuchen<br />
250 ml trockener Rotwein Achtung, kann<br />
Alkohol oder Spuren von Alkohol<br />
enthalten!<br />
4 EL Crème fraîche oder Crème Double<br />
1 Prise Zucker<br />
frisch gemahlener Pfeffer<br />
Salz<br />
Bindung<br />
2 EL Weizenmehl (Type 405) und 6 EL<br />
Wasser<br />
Beize<br />
250 ml Rotweinessig<br />
500 ml Wasser<br />
1 Karotte<br />
1 Stange Bleichsellerie<br />
2 Zwiebeln<br />
1 Lorbeerblatt<br />
1 Nelke<br />
2 Pimentkörner<br />
10 Wacholderbeeren<br />
8 schwarze Pfefferkörner<br />
Zubereitung - Beize<br />
Das Fleisch mit Küchenkrepp abtrocknen.<br />
Das Gemüse putzen und in grobe Stücke<br />
schneiden. In eine Schüssel die Beize<br />
geben und das Fleisch hineingeben.<br />
Mit soviel Wasser aufgießen, bis<br />
Fleisch bedeckt ist (falls nicht<br />
zusätzlich etwas zufügen).<br />
D i e B e i z e n o c h m a l s g u t<br />
durchrühren.<br />
Die Schüssel mit dem Fleisch mit<br />
Frischhaltefolie verschließen und<br />
etwa 5 Tage in den Kühlschrank<br />
geben.<br />
Das Fleisch jeden Tag wenden.<br />
Fertigstellung<br />
Das Fleisch aus der Marinade<br />
nehmen und mit Küchenpapier<br />
trocken tupfen.<br />
Das Fleisch in einem Schmortopf in<br />
heißem Fett von allen Seiten scharf<br />
anbraten, salzen und pfeffern.<br />
Mit dem Rotwein ablöschen und den<br />
Bratensatz auf den Pfannenboden mit<br />
einem Holzlöffel loskratzen.<br />
Die Marinade durch ein Feinsieb in eine<br />
Schüssel abseihen und die Hälfte zum<br />
Braten gießen.<br />
Den Braten etwa zwei Stunden köcheln<br />
und mehrmals wenden. Nach einer Stunde<br />
die Prise Zucker und den zerkleinerten<br />
Saucenlebkuchen der Sauce zugeben.<br />
Nach dieser Zeit die Sahne zugeben und<br />
die Sauce nochmals aufkochen lassen.<br />
Das Fleisch herausnehmen und warm<br />
stellen.<br />
Die Sauce abschmecken und binden.<br />
Beilagen<br />
Rohe Kartoffelklöße<br />
Gurkensalat, Insalata Mista, Krautsalat,<br />
Tomatensalat oder Kopfsalat<br />
Varianten<br />
Die Sauce zusätzlich mit Preiselbeerkompott<br />
abschmecken.<br />
In Schweinfurt (Unterfranken) gibt es zum<br />
Sauerbraten Leberknödel und Sauerkraut<br />
dazu.<br />
Fränkische Spezialitäten –<br />
Fränkische Klöße<br />
(für 4 Personen)<br />
2 kg Kartoffeln, mehlig kochend<br />
4 EL Croutons<br />
Muskatnuss<br />
Salz<br />
Die Kartoffeln waschen und schälen. Etwa<br />
ein Drittel davon in gesalzenem Wasser<br />
garen.<br />
Den Rest der Kartoffeln mit einer Raspel<br />
reiben und in einem Tuch über einer<br />
Schüssel auswringen, das Wasser wegschütten<br />
und die im Topf übrigbleibende<br />
Kartoffelstärke in die Kartoffelmasse aus<br />
dem Tuch kneten.<br />
Die gekochten Kartoffeln pressen und zu<br />
der rohen Masse hinzugeben. Die Masse<br />
mit Muskatnuss und etwas Salz würzen, in<br />
der Mitte ein paar Croutons platzieren und<br />
zu Klößen formen. Die Klöße 20 Minuten in<br />
kochendem Wasser garen.
Böhmische Küche<br />
Pikant gefüllte<br />
Palatschinken<br />
mit Weißkohl, Paprika<br />
und Hack<br />
Zutaten<br />
Für die Füllung:<br />
500 g Weißkohl, ( in feine Streifen<br />
geschnitten)<br />
1 Paprikaschote(n), rot ( in feine<br />
Streifen geschnitten)<br />
1 Zwiebel(n), ( in dünne Ringe<br />
geschnitten )<br />
200 g Hackfleisch, ( gemischt )<br />
Salz und Pfeffer, Zucker, Kümmel<br />
125 ml Wasser, (heiß )<br />
1 EL Mehl<br />
3 EL Milch<br />
150 g Schmand oder saure Sahne<br />
Schmalz, zum Braten<br />
Für die Crêpes:<br />
100 g Mehl<br />
250 ml Milch<br />
125 ml Mineralwasser<br />
3 Ei(er)<br />
Salz<br />
Zucker<br />
Margarine, zum Backen<br />
Zubereitung<br />
Das Schmalz in einer Pfanne erhitzen.<br />
Zunächst das Fleisch<br />
gut anbraten, dann das<br />
Gemüse zufügen. Mit<br />
Pfeffer und Salz, sowie<br />
mit je 1 TL Zucker und<br />
Kümmel würzen. 5-10<br />
Minuten unter mehrmaligem<br />
Wenden anbraten.<br />
D a s h e i ß e Wa s s e r<br />
zugießen und zugedeckt<br />
20 Minuten bei<br />
mäßiger Hitze schmoren<br />
lassen.<br />
Das Mehl mit der Milch<br />
g l a t t r ü h r e n , d e n<br />
Schmand zugeben und<br />
verquirlen. Die Masse in die Pfanne geben<br />
und gut verrühren. Erneut kurz aufkochen<br />
lassen.<br />
Das Mehl in eine Schüssel geben. Zuerst<br />
mit der Milch sorgfältig glattrühren,<br />
anschließend das Mineralwasser unterrühren.<br />
Eier zufügen. Mit je 0,5 TL Salz und<br />
Zucker würzen und gut verrühren.<br />
In einer kleinen Pfanne ( 20cm Durchmesser)<br />
die Margarine portionsweise<br />
erhitzen und nach und nach 6 dünne<br />
Eierkuchen hellbraun backen.<br />
Die fertigen Eierkuchen werden mit der<br />
Füllung bestrichen<br />
und aufgerollt.<br />
D i e v e g e t a -<br />
rische Variante<br />
o h n e H a c k -<br />
f l e i s c h i s t<br />
ebenfalls sehr<br />
schmackhaft.<br />
Prager<br />
Saftbraten<br />
Zutaten<br />
1 kg<br />
Rindfleisch,<br />
Lende oder Keule/Schulter<br />
2 Zwiebel(n)<br />
Wurzelwerk<br />
100 g Schweineschmalz oder Butter<br />
Zubereitung<br />
Arbeitszeit: ca. 2 Std. 15 Min. /<br />
Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p.<br />
P.: keine Angabe<br />
Schweineschmalz oder Butter in einem<br />
Bräter schmelzen und - falls Butter -<br />
aufschäumen lassen. Das Fleisch pfeffern<br />
und salzen und von allen Seiten schnell<br />
anbraten. Herausnehmen, die feingehackten<br />
Zwiebeln und das grob geschnittene<br />
Wurzelgemüse ebenfalls im<br />
heißen Fett anbraten, ohne dass es dunkel<br />
wird. Das Fleisch zurückgeben, etwas<br />
Wasser dazugeben, den Bräter zudecken.<br />
Lende insgesamt ca. 1 - 1 1/2 Stunden bei<br />
160 Grad braten, Keule/Schulter insgesamt<br />
ca. 2 1/2 Stunden.<br />
Nach 2 /3 der Bratzeit den Deckel<br />
abnehmen. Mit Wasser ablöschen und bei<br />
etwas höherer Hitze weiterbraten lassen.<br />
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Anruf genügt<br />
Tel: 0049 157 83 43 93 53<br />
Die Sauce abseihen, einkochen und je<br />
nach Geschmack mit kalter Butter oder mit<br />
Mehl binden. Der Braten kann auch mit<br />
Rotwein aufgegossen und so verfeinert<br />
werden.<br />
Wenn man das Fleisch vor dem Braten mit<br />
Speck abdeckt und eine fein geschnittene<br />
Paprikaschote mit in die Sauce gibt, ist es<br />
ein "Slowakischer Rinderbraten".
Die Geschichte von Boží Dar<br />
Boží Dar ist mit seiner Meereshöhe von<br />
1028 m ü. M. das höchstgelegene<br />
Städtchen in Mitteleuropa. Der Name der<br />
Gemeinde Boží Dar ist angeblich von<br />
einem Ausspruch des sächsischen<br />
Kurfürsten Johann Friedrich abgeleitet,<br />
der, als ihm zum Ausruhen ein Sessel aus<br />
einem Stück Silber angeboten wurde,<br />
gesagt haben soll: „Dieses edle Metall ist<br />
Euer Brot, eine Gabe Gottes“. Dem ging<br />
jedoch eine lange Geschichte voran.<br />
Urzeitliche Geschichte<br />
Die Umgebung von Boží Dar begann sich<br />
bereits im Paläozoikum herauszubilden,<br />
als sich an der Stelle des gesamten<br />
erzgebirgischen Systems ein nicht hohes<br />
Gebirge erstreckte. Zum Ende des<br />
Paläozoikums (Urgebirge) drangen in der<br />
Zeit der variskischen Faltenbildung aus<br />
der Tiefe Granitschmelzen an die<br />
Oberfläche, indem sich das Erzgebirge<br />
allmählich zu heben begann. An diese<br />
Schmelzen banden sich zahlreiche<br />
bedeutende, erzgebirgische Lagerstätten<br />
von Zinn, Wolfram, Silber, Blei, Zink,<br />
Nickel, kobaltu, Wismut, Uran, Arsen und<br />
Kupfer. Im Verlaufe des Tertiärs (Trias)<br />
kam es unweit jenes Ortes, an dem sich<br />
nunmehr Boží Dar befindet, zu einem<br />
mächtigen vulkanischen Basalterguss. So<br />
entstand der Božídarský Špičák<br />
(Gottesgaber Spitzberg), der mit seinen<br />
1.115 m ü. M. die höchste Basaltkuppe<br />
vulkanischen Ursprungs in Mitteleuropa<br />
ist. Später entstand in der Nacheiszeit an<br />
einer tektonischen Störung an jenen<br />
Stellen, an denen aus der Tiefe Quellen<br />
hervorsprudeln, das Gottesgaber Torfmoor<br />
(Božídarské rašeliniště).<br />
Erste Besiedlung<br />
Die Gegend von Boží Dar musste jedoch<br />
noch lange auf die Ankunft der ersten<br />
Siedler warten. Noch zu Beginn des 16.<br />
Jahrhunderts war die Umgebung von Boží<br />
Dar von einem dichten Hochgebirgsurwald<br />
bedeckt. Für die treue Ergebenheit und<br />
Unterstützung des Römischen Kaiserreiches<br />
schenkte der römische Kaiser<br />
Friedrich II. dem böhmischen König<br />
Přemysl Otakar I. Boden in der Umgebung<br />
von Boží Dar. Seit jener Zeit wurde dieses<br />
Gebiet als böhmisches Lehen erachtet. Im<br />
Jahre 1424 erwarben dieses Gebiet die<br />
böhmischen Herren von Tetov (Tettau).<br />
Nach dem Tode des Georg Wilhelm von<br />
Tettau (Jiří Vilém z Tetova) ging<br />
die Umgebung von Boží Dar in<br />
den Besitz des Georg von<br />
Podiebrad (Jiří z Poděbrad)<br />
über, und dies bis zum Jahre<br />
1459, als es seine Tochter zur<br />
Vermählung dem sächsischen<br />
Kurfürsten Albrecht zum Geschenk<br />
machte. Boží Dar wurde<br />
somit in das sächsische<br />
Gebiet einverleibt, jedoch war<br />
die genaue Absteckung der<br />
Grenze zwischen dem böhmischen<br />
Staat und dem Kurfürstentum<br />
Sachsen eher symbolisch, da das<br />
Gottesgaber Territorium allgemein als<br />
armes Land erachtet wurde, wo sich nicht<br />
einmal die Holzförderung lohnte.<br />
Die Streitigkeiten um den genauen Verlauf<br />
der Staatsgrenze brachen erst zur Wende<br />
des 16. Jahrhunderts aus, als man in den<br />
Anschwemmungen der Bäche zufällig<br />
Silber- und Zinnklumpen entdeckte. Diese<br />
Auseinandersetzungen gipfelten im<br />
Sommer des Jahres 1528, als der<br />
Bergmann Hans Schramm, der in den<br />
Diensten des reichen Hammerwerkers<br />
Kleinhempl stand, am westlichen Fuße<br />
des Fichtelberges auf Silber stieß, und<br />
zwar an der unmittelbaren Nahtstelle der<br />
Gebiete der Grafen von Schlick, der<br />
Herren von Schneeberg und der Herren<br />
von Tettau. Die Silberfunde waren offensichtlich<br />
sehr vielversprechend, sodass im<br />
Jahre 1529 der sächsische Kurfürst<br />
Johann Friedrich zur Förderung des<br />
Bergbaus die sog. Schürffreiheit für jenen<br />
Teil des Schwarzenberger Herrensitzes<br />
(Dominium) verkündete, der an Joachimsthal<br />
(Jáchymov) grenzte. Jedoch bereits<br />
ein Jahr später nahm das Gottesgaber<br />
Revier einen Raum ein, der vom alten Weg<br />
nach Loučná begrenzt war, von wo aus die<br />
Grenze, der sog. Riegel, auf der Anhöhe<br />
zwischen Boží Dar und Joachimsthal<br />
Jáchymov zum Gottesgaber Spitzberg<br />
(Božídarský Špičák) und weiter nach<br />
Norden von Hřebečná (Hengstererben)<br />
nach Alt Hengst, Bludná (Irrgang), Ries<br />
nad Mrtvým potokem nach Háje und<br />
Rozhraní verlief. Im Norden grenzte das<br />
Gottesgaber Revier an die Hartensteiner<br />
Herrschaft und im Süden an das<br />
Dominium der Schlicks. Schließlich<br />
wurden die Fehden um den Verlauf der<br />
Staatsgrenze in dieser Region erst durch<br />
den sächsischen Kurfürsten Johann<br />
Friedrich beigelegt, der im Jahre 1533<br />
dieses herrschaftliche Anwesen durch<br />
Unterzeichnung des Kaufvertrages mit<br />
den Erben der Herren von Tettau in sein<br />
Eigentum erwarb. Auch wenn Boží Dar<br />
durch diesen Akt auf sächsischem<br />
Territorium verblieb, war hier auch der<br />
Gebrauch böhmischer Münzen erlaubt.<br />
Noch im Sommer desselben Jahres<br />
wurden auf Geheiß des sächsischen<br />
Kurfürsten auf dem Gebirgsplateau die<br />
Grenzen des neuen Stadtkomplexes<br />
abgesteckt und ferner 600 Bauparzellen<br />
vermessen.<br />
Die Besiedlung des Standortes von Boží<br />
Dar ist somit mit dem Beginn des 16.<br />
Jahrhunderts zu datieren, als in diese<br />
höchstgelegenen Gegenden des Erzgebirges<br />
die Erzschürfer vorzudringen begannen,<br />
zunächst von der sächsischen<br />
Seite des Fichtelberges und etwas später<br />
auch von der Joachimsthaler Seite.<br />
Bergstadt<br />
Das Jahr 1546 hatte für Boží Dar eine<br />
grundlegende Bedeutung. Am 6. Juni des<br />
Jahres 1546 erteilte der Kurfürst Johann<br />
Friedrich der Gemeinde Boží Dar das<br />
Privileg einer freien Bergstadt, wobei sie<br />
bis zu jenem Zeitpunkt unter die<br />
Berghauptmannschaft in Schneeberg fiel.<br />
Dieses Privileg verlieh den Bürgern von<br />
Boží Dar das Recht, 12 Ratsherren zu<br />
wählen, die aus ihrer Mitte wiederum den<br />
Schultheiß wählten. Ferner gründete er die<br />
Pfarrkirche und verlieh den Bürgern das<br />
Recht des Handels und des Betreibens<br />
von Handwerken sowie auch das Recht<br />
der Abhaltung eines Wochenmarktes am
neues aus tschechien<br />
Freitag jeder Woche, sowie eines Jahrmarktes<br />
am St.-Nikolaustag.<br />
Boží Dar als Bestandteil des<br />
Königreichs Böhmen<br />
Im Herbst brach in Deutschland der sog.<br />
Schmalkaldische Krieg aus und aufgrund<br />
der herrschenden Zwistigkeiten zwischen<br />
dem deutschen Kaiser und dem<br />
sächsischen Kurfürsten wurde Gottesgab<br />
(Boží Dar) am 23. Oktober 1546 vom Heer<br />
des Bohuslav von Lobkowitz besetzt. Beim<br />
Eintreffen der kaiserlichen Truppen<br />
flüchteten die Einwohner zumeist in die<br />
umliegenden Wälder, sodass die Stadt<br />
beinahe vollständig entvölkert wurde. Der<br />
Kurfürst Johann Friedrich erlitt eine<br />
Niederlage und wurde erst ein Jahr darauf<br />
in der Schlacht bei Mühlberg gefangen<br />
genommen. jedoch noch vor seiner<br />
Niederlage auf dem Schlachtfeld schloss<br />
am 14. Oktober 1546 sein Cousin Moritz<br />
von Sachsen in Prag mit dem böhmischen<br />
und ungarischen König Ferdinand I. von<br />
Habsburg ein geheimes Abkommen,<br />
wonach die Hälfte des Schwarzenberger<br />
Dominiums mit den Städten Boží Dar<br />
(Gottesgab) und Horní Blatná (Bergstadt<br />
Platten) an das böhmische Königreich<br />
zurückfiel. Die ständige Beanspruchung<br />
des Eigentums hinsichtlich des an Erzen<br />
reichen und strategischen Grenzgebietes<br />
in der Umgebung von Boží Dar wurde<br />
definitiv erst am 26. Oktober 1556 gelöst,<br />
als zwischen den böhmischen Staat und<br />
dem sächsischen Kurfürstentum der<br />
Schneeberger Vertrag geschlossen wurde,<br />
welcher den genauen Verlauf der<br />
Staatsgrenze beider Staaten bestimmte.<br />
Zwei Jahre später, im Sommer des Jahres<br />
1558, wurde die Staatsgrenze auf der<br />
Grundlage des Schneeberger Vertrages<br />
durch Grenzsteine markiert.<br />
Bergbau in Boží Dar...<br />
Im 16. Jahrhundert gesellte sich zur Erzund<br />
Torfförderung, die sich vor allem<br />
südlich und südöstlich der Gemeinde<br />
konzentrierte, die Förderung von Zinn<br />
durch das Auswaschen der Sedimente im<br />
Flussgebiet des Schwarzbaches (Černý<br />
potok) und durch Grubenarbeiten in der<br />
Umgebung der Goldenhöhe (Zlatý kopec)<br />
hinzu. Doch schon aus dem Jahre 1574<br />
sind Aufzeichnungen darüber erhalten,<br />
dass man sich die Förderung einiger Erze<br />
nicht mehr auszahlte. Nach dem Dreißigjährigen<br />
Krieg (1618–1648) orientierte<br />
sich die Förderung eher auf Arsen und<br />
Zinn, deren Gewinnung damals nicht so<br />
verlustbringend wie bei anderen Metallen<br />
war. Die nachfolgende religiöse Gegenreformation<br />
hatte die teilweise Entvölkerung<br />
der Gemeinde zur Folge, was auch zu<br />
einer Einschränkung des Bergbaus führte.<br />
Am 25. Juli 1608 bestätigte Rudolf II. von<br />
Habsburg, römischer Kaiser und böhmischer<br />
König, in Prag den Bürgern der<br />
Bergstadt Gottesgab (Boží Dar) die<br />
bisherigen Privilegien, das Schürfrecht,<br />
das Recht des Stadtgerichtes, das Recht<br />
des Betreibens des Handels und der<br />
Handwerke (Salzhandel, Braurecht) sowie<br />
das Recht der Abhaltung eines Jahrmarktes<br />
zum Fest der Apostel Judas und Simon<br />
(28. Oktober).<br />
...und sein Ende<br />
Im Jahre 1743 erfolgte der Versuch, die<br />
Förderung in der Gottesgaber Hauptsilberader<br />
wiederaufzunehmen, der Erfolg war<br />
allerdings nur von kurzer Dauer. Am 7.<br />
<strong>August</strong> 1795 erteilte Kaiser Franz II. von<br />
Habsburg in Wien den Einwohnern von<br />
Boží Dar die Konfirmation (Bestätigung)<br />
der Stadtrechte, indem er sämtliche, den<br />
Bürgern ab dem Jahre 1546 gegebenen<br />
Freiheiten bekräftigte. Zur endgültigen<br />
Einstellung des Bergbaus am Standort von<br />
Boží Dar kam es im Jahre 1820.<br />
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts<br />
war die einzige einträglichere Broterwerbsquelle<br />
das Klöppeln von Spitze. Das<br />
Klöppeln der Spitze war jedoch lediglich<br />
eine kurzzeitige modische Angelegenheit,<br />
sodass viele Menschen Arbeit in der<br />
Fremde suchten und als Wandermusikanten<br />
ihren Lebensunterhalt verdienten.<br />
Boží Dar in der Nachkriegszeit<br />
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Boží<br />
Dar eine beinahe menschenleere Gemeinde.<br />
Die Situation verbesserte sich<br />
erst nach dem Jahre 1971, als in der Nähe<br />
der Gemeinde der Grenzübergang zur<br />
damaligen DDR eröffnet wurde. Seit dem<br />
16. Jahrhundert wandelte sich die<br />
Bedeutung von Boží Dar wesentlich,<br />
indem aus dem mittelalterlichen regen<br />
Bergstädtchen mit 2 000 Einwohnern im<br />
20. Jahrhundert ein bedeutendes<br />
touristisches Zentrum des Winter- und<br />
Sommersports wurde.<br />
Denkmäler der Vergangenheit<br />
In der Gemeinde befindet sich die der Hl.<br />
Anna geweihte Kirche. Diese Barockkirche<br />
mit Merkmalen des Klassizismus<br />
wurde im Jahre 1772 durch F. Heger an der<br />
Stelle eines zerstörten Renaissancebaus<br />
aus dem Jahre 1593 errichtet.<br />
Erwähnenswert ist das Zinntaufbecken im<br />
Innern der Kirche. Dieses Zinntaufbecken<br />
fertigte gemeinsam mit der Glocke im<br />
Jahre 1612 der Joachimsthaler Schmied<br />
und Glockengießer Hans Wildt d. Ä. an.<br />
Das Zentrum der Gemeinde bildet der Renaissanceplatz<br />
von rechteckiger Gestalt,<br />
in deren Ecken jeweils zwei Straßen<br />
münden.<br />
Das dominante Gebäude dieses Raumes<br />
ist das in den Jahren 1844–1845 errichtete<br />
Rathaus im Stile des späten Klassizismus.<br />
Die sonstige ältere Bebauung in der<br />
Gemeinde fiel einem Brand im Jahre 1808<br />
zum Opfer..
Ostroh – Burg Seeberg<br />
Die auf einem hohen, felsigen Bergsporn<br />
über einem Bach aufragende Burg<br />
Seeberg (daher ihr Name) wurde wohl<br />
bereits um das Jahr 1200 als Sitz von<br />
Ministerialen gegründet, die zur Kaiserpfalz<br />
in Eger (Cheb) gehörten. Dieser<br />
Bergsporn war wohl schon in der Urzeit<br />
besiedelt, als sich hier eine Burgstätte mit<br />
Schutzwall und zwei Quergräben befand,<br />
deren Gemäuer wohl zum Bau der<br />
späteren romanischen Burg verwendet<br />
wurden. Eine erste schriftliche Notiz über<br />
die Burg stammt jedoch erst aus dem<br />
Jahre 1322, als sie als Teil eines Pfands<br />
der Stadt Eger/Cheb an den böhmischen<br />
König Johann von Luxemburg erwähnt<br />
wird.<br />
Die Verwaltung der Herrschaft und die<br />
Besitzrechte zur Burg hatte die Stadt Eger<br />
bis zu dem Zeitpunkt inne, als<br />
sie König Sigismund von<br />
Luxemburg im Jahre 1434<br />
seinem Kanzler Kaspar von<br />
Schlick, einem aus Eger<br />
s t a m m e n d e n P a t r i z i e r<br />
schenkte. Als im Jahre 1461<br />
der Egerer Ratsherr Kaspar<br />
Juncker Seeberg erwarb, war<br />
die Burg schon ziemlich<br />
verfallen. Nach dem Tode<br />
seiner Erben ging die Burg im<br />
Jahre 1497 in den Besitz der<br />
Gebrüder Konrad und Jost<br />
von Neuberg (Neiperg) über. Konrad<br />
führte einen langjährigen Kleinkrieg mit<br />
seinem Nachbarn Jorg von Zedwitz, dem<br />
Besitzer der nahen Burg Liebenstein<br />
(heute Libá), der einen großen Teil der<br />
Seeberger Herrschaft plünderte.<br />
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Seeberg<br />
im Jahre 1648 von den Truppen des<br />
schwedischen Generals Königsmark<br />
erobert und im Zuge der Besetzung<br />
geplündert und gebrandschatzt. Deshalb<br />
musste die Burg nach dem Weggang der<br />
Schweden von ihrem damaligen Besitzer,<br />
Veit Dietrich von Steinheim<br />
repariert werden. Nach dem<br />
Tode des letzten männlichen<br />
Erben fiel die Burg als<br />
Heimfall der böhmischen<br />
Krone zu und Kaiser Leopold<br />
I. überließ sie im Jahre<br />
1664 seinem Geheimrat,<br />
Kammerherrn und obersten<br />
Kanzler Johann Hartwig,<br />
Freiherr von Nostitz. Ab<br />
1703 ist die Burg Seeberg im<br />
Besitz der Stadt Eger/Cheb.<br />
Die Burg hat eine zweiteilige<br />
Disposition. Die Vorburg und den<br />
eigentlichen Burg-kern trennt ein tiefer<br />
Burggraben, der über eine Zugangsbrücke<br />
überwunden wird. Die romanische Burg<br />
umlief an ihrer Vorderseite eine bis heute<br />
bewahrt gebliebene Burgmauer (mit dem<br />
heutigen Innentor), an welche an ihrer<br />
nordöstlichen Ecke ein<br />
t u r m a r t i g e r B a u<br />
anschloss. Der An- und<br />
Ausbau der gotischen<br />
Burg knüpfte an den<br />
vorderen Teil der urspr.<br />
Burg an, indem ein<br />
neues Tor mit Durchfahrt<br />
vorgesetzt wurde, sowie<br />
durch einen an der<br />
Südseite situierten Palast. Vor der<br />
östlichen und südlichen Außenmauer<br />
befand sich darüber hinaus ein Zwinger<br />
und der hintere Felssporn war durch einen<br />
dritten Graben mit Fallbrücke getrennt.<br />
Die Bebauung in diesem hintersten Teil der<br />
Felszunge verschwand jedoch offensichtlich<br />
im Zusammenhang mit dem Renaissance-Umbau<br />
der Burg völlig. Zu diesem<br />
kam es im 16. Jahrhundert unter den<br />
Neubergern. Damals ebnete man das<br />
Gelände der hinteren Felszunge ein und<br />
schüttete auch den dritten Burggraben zu,<br />
im östlichen Teil des Zwingers wurde ein<br />
neuer Flügel errichtet, das den nördlichen<br />
Turmbau mit dem Südpalast verband. In<br />
Richtung Burghof wurde dieser Flügel mit<br />
Renaissance-Arkaden versehen.<br />
Nach dem Einfall der Schweden wurde die<br />
Burg offensichtlich nur ausgebessert,<br />
später wurden die<br />
Burggebäude um ein Stockwerk<br />
erhöht. Die alte Fallbrücke<br />
wurde in den Jahren 1724-1726<br />
abgerissen und durch eine neue<br />
mit gemauerten Pfeilern ersetzt.<br />
Die Stadt Eger/Cheb nutzte die<br />
Burg dann vorwiegend zu<br />
wirtschaftlichen Zwecken. Um<br />
das Jahr 1800 wurde der Turm<br />
über dem Tor zur Vorburg<br />
abgerissen und auch der große<br />
äußere Burggraben wurde<br />
zugeschüttet.<br />
Die baulichen Veränderungen in<br />
den Jahren 1905-1915 retteten<br />
die Burg vor dem völligen Ruin.<br />
Nach dem Zweiten Weltkrieg<br />
wurde der bauliche Zustand der<br />
Burganlage wieder vernachlässigt.<br />
Die Mitte der 70. Jahre des 20. Jahrhunderts<br />
eingeleitete Gesamtrestaurierung<br />
der Burganlage wurde 1990 vom<br />
Stadtmuseum in Franzensbad/Františkovy<br />
Lázně fertiggestellt, anschließend<br />
wurde die Burg feierlich der Öffentlichkeit<br />
zugänglich gemacht. Im Burgpalast wurde<br />
eine Ausstellung installiert, die der<br />
Stilentwicklung der Interieurgestaltung im<br />
19. Jhd. gewidmet ist – vom Empire bis<br />
zum Chippendale im ersten Viertel des 20.<br />
Jahrhunderts.<br />
Im ältesten Teil der Burg sind eine<br />
ursprüngliche Schwarze Küche und der<br />
Rittersaal (Trausaal) zu besichtigen. In der<br />
Vorburg ist eine Ausstellung der volkstümlichen<br />
Architektur als Freilichtmuseum<br />
installiert, in welcher die Ausstellung „Das<br />
Leben der Dorfbevölkerung in Nordwestböhmen“<br />
zu sehen ist.
Český Krumlov<br />
neues aus tschechien<br />
Entdecken Sie die Perle unter<br />
den UNESCO-Denkmälern:<br />
Český Krumlov<br />
Bei der Ankunft in Český Krumlov<br />
(Böhmisch Krumau) fesselt sofort das<br />
herrliche Panorama des über dem<br />
malerischen Renaissancestädtchen<br />
thronenden Schlosses. Bei einem<br />
Spaziergang durch das historische<br />
Stadtzentrum wird sofort klar, weshalb<br />
dieses einzigartige mittelalterliche<br />
Städtchen auf der Liste der UNESCO-<br />
Denkmäler steht.<br />
Durch ein prächtiges Tor gelangt man in<br />
ein elegantes Schlossareal mit weitläufigen<br />
Burghöfen. Vorher sollten unbedingt<br />
die Bären im Burggraben begrüßt<br />
werden – schließlich gehören sie praktisch<br />
zum Inventar. Das Schloss bietet gleich<br />
mehrere Besichtigungstouren an, die nicht<br />
nur einen Einblick in das Leben der<br />
einstigen adeligen Schlossbewohner ermöglichen,<br />
sondern auch zur Entdeckung<br />
eines herrlichen Maskensaals und eines<br />
weltweit einzigartigen Barocktheaters<br />
einladen.<br />
Beim Besuch des Schlosses Český<br />
Krumlov darf natürlich das Erklimmen des<br />
Schlossturms nicht fehlen. Von hier aus<br />
hat man eine wunderschöne Aussicht auf<br />
die malerische Altstadt. Auch die weitläufigen<br />
Gärten sind einen Besuch wert.<br />
Auf einer einzigartigen Drehbühne im<br />
Schlossgarten finden regelmäßig Kulturveranstaltungen<br />
statt. Daher ist Schloss<br />
Český Krumlov bestens für einen unvergesslichen<br />
Oper-, Theater- oder Ballettbesuch<br />
geeignet. Das Repertoire ist<br />
reichhaltig und reicht von Stücken von<br />
William Shakespeare bis hin zu Opern von<br />
Giuseppe Verdi.<br />
Über eine kleine Brücke gelangt man vom<br />
Schloss in die Altstadt von Český Krumlov,<br />
die einzigartige Bürgerhäuser, romantische<br />
mittelalterliche Häuschen und<br />
Kneipen zu bieten hat. Bemerkenswert ist<br />
auch die St.-Veits-Kirche, in der sich die<br />
Familiengruft des Adelsgeschlechts der<br />
Rosenberger befindet. Bei einem gemütlichen<br />
Abendspaziergang können Sie<br />
die beleuchtete fünfstöckige Brücke, die<br />
die Obere Burg mit dem Schlosstheater<br />
verbindet, bewundern.<br />
Am besten erlebt man den märchenhaften<br />
Charakter des historischen<br />
Stadtzentrums von Český<br />
Krumlov zu Fuß. Dabei gibt es<br />
malerische Gässchen und bunte<br />
Bürgerhäuserfassaden zu entdecken.<br />
Hier und da schaut man in<br />
eines der kleinen traditionellen<br />
Geschäfte oder besucht eine der<br />
zahlreichen Kulturveranstaltungen.<br />
Dieses Städtchen war einst der<br />
Herrschaftssitz des Adelsgeschlechts<br />
der Rosenberger, die zu den reich-<br />
sten Adeligen des Königreichs gehörten<br />
und nach und nach ganz Südböhmen<br />
beherrschten. Die Rosenberger trugen<br />
zum Fortschritt der gesamten Region bei,<br />
indem sie zahlreiche Städte und Herrschaftssitze<br />
im Stil der italienischen<br />
Renaissance errichten ließen.<br />
Das Burgmuseum<br />
in Český Krumlov<br />
Erkunden Sie den ältesten Teil der Burg!<br />
Die ganzjährig geöffnete Ausstellung, bei<br />
der Sie in die Zeit zurückkehren, als<br />
bedeutende Adelsgeschlechter in Český<br />
Krumlov (Böhmisch Krumau) residierten,<br />
erwartet Sie im Burgmuseum im zweiten<br />
der fünf Schlosshöfe. Im Lapidarium der<br />
sogenannten Kleinen Burg, dem ältesten<br />
Teil der Burg, können Sie eine Sammlung<br />
alter Statuen besichtigen. Im Saal der<br />
Herren von Rosenberg breitet sich vor<br />
Ihnen die ruhmreiche Vergangenheit des<br />
mächtigen Geschlechts der Witigonen<br />
aus. Im Saal der Krumauer Herzöge erinnert<br />
man an die Habsburger Verwaltung<br />
der Burg unter dem Steiermarker Geschlecht<br />
der Eggenberg. Die geistliche<br />
Dimension des Lebens zeigt die Schatzkammer<br />
für Sakralkunst. Besuchen Sie<br />
außerdem die Münzkammer, die Waffenkammer<br />
und weitere interessante Räume.<br />
Zum Abschluss der Besichtigung schauen<br />
Sie noch einen Film, der bereits zu Beginn<br />
des 20. Jahrhunderts gedreht wurde.<br />
Schwejk-Restaurant<br />
Böhmisch Krumau<br />
Im Restaurant „Švejk“ in Český Krumlov<br />
(Böhmisch Krumau) können Sie die guten<br />
alten Zeiten des berühmten braven<br />
Soldaten Schwejk hautnah erleben. Das<br />
historische Gebäude wurde mit einer<br />
nagelneuen stilvollen Inneneinrichtung<br />
ausgestattet, die mit massiven Holzmöbeln,<br />
holzverkleideten Wänden und<br />
einem Ausschank besticht. Auf der<br />
Speisekarte stehen zahlreiche traditionelle<br />
böhmische und vegetarische Gerichte,<br />
sowie hausgemachte Desserts.<br />
Natürlich darf auch das hervorragende<br />
tschechische Bier nicht fehlen. Lassen Sie<br />
die stilvolle Atmosphäre des vergangenen
Český Krumlov<br />
Österreich-Ungarns auf sich wirken und<br />
finden Sie heraus, was sich hinter dem<br />
Gericht „Schwejks Knöpfe mit<br />
Preiselbeer-soße“ (Švejkovy knoflíky s<br />
brusinkovou omáčkou) verbirgt!<br />
Die Brauerei Eggenberg<br />
Erleben Sie neue Geschmäcker<br />
in der Brauerei Eggenberg<br />
Das BierČeský Krumlov (Böhmisch<br />
Krumau) kann auf eine lange Tradition<br />
zurückblicken, die bei einem Besuch der<br />
Brauerei Eggenberg greifbar wird. In dem<br />
Gebäude der heutigen Brauerei war einst<br />
eine Witwenresidenz untergebracht.<br />
Wegen des steigenden Bierkonsums<br />
wurde sie jedoch zur Brauerei umgebaut.<br />
Der Name rührt vom Adelsgeschlecht der<br />
Eggenberger her, die im Jahr 1662 Český<br />
Krumlov zu ihrem Herrschaftsgebiet<br />
hinzugewannen. Blicken Sie hinter die<br />
Kulissen der Brauerei und enthüllen Sie<br />
das Geheimnis der Gärung und Lagerung<br />
sowie des Bierabziehens. Den Brauereibesuch<br />
samt Kostprobe (von vier verschiedenen<br />
Biersorten) können Sie auch<br />
mit einer Besichtigung der Parks aus dem<br />
16. Jahrhundert verbinden.<br />
Brauen in der tschechischen<br />
Krumlov<br />
Die Tradition des Bierbrauens in der<br />
Tschechischen Krumlov stammt aus den<br />
Anfängen der Stadt. Brau blühte während<br />
der Herrschaft der letzten Rosenberger. Im<br />
Jahre 1560 baute sie eine neue Brauerei in<br />
der Gemeinde und im Jahre 1561 hier<br />
Regenten Jakub Krčín von Jelčan und<br />
Sedlčan führte eine saubere, qualitativ<br />
hochwertige Wasser, dessen Quelle heute<br />
für Brauerei Brau verwendet. Im Jahre<br />
1662 gewann die Stadt Český Krumlov<br />
Region und ihre Brauerei Eggenberg.<br />
Steigende Konsum von Bier war der<br />
Grund, dass einst die Residenz von Anna<br />
Witwe von Roggendorf, Mutter von<br />
Wilhelm und Peter Wok von Rosenberg in<br />
den Jahren 1625-1630 wieder aufgebaut<br />
Český Krumlov Bürger Václav Vlach in<br />
neue Gebäude der heutigen Brauerei. Im<br />
Jahr 1947, die Entscheidung der Fürsten<br />
von Schwanzerbergu wurden übertragen<br />
alle ihre Vermögenswerte in der Tschechischen<br />
Republik und der Tschechoslowakischen<br />
Staatsbrauerei wurde zusammen<br />
mit der Brauerei Budweiser<br />
Budvar nationales Unternehmen Südböhmische<br />
Brauereien übernommen. Die<br />
neue Brauerei Entwicklung kommt nach<br />
der Privatisierung<br />
im Jahr 1991, die<br />
auf die Installation<br />
von neuen, modernen<br />
Technologien<br />
und Kapazitäts<br />
führt. Marke<br />
Eggenberg wird<br />
immer mehr von<br />
den Verbrauchern<br />
erkannt und ist an<br />
Popularität gewinnt<br />
nicht nur in<br />
der Region, sond<br />
e r n a u c h f ü r<br />
ausländische Biermärkten.<br />
Brauerei<br />
ist ein komplexer<br />
Organismus, der<br />
Hand in Hand mit verwandelt Geschichte.<br />
Der Geist und die Tradition, jedoch<br />
überleben die ganze Zeit, so laden wir Sie<br />
ein zur Tour inklusive Wein in sein hinter<br />
die Kulissen und lernen Sie Geheimnisse<br />
der goldenen Nektar. Touren können im<br />
gegenseitigen Einvernehmen nach<br />
individuellen Anforderungen des Kunden<br />
organisiert werden. Führungen für Gruppen<br />
können an den Kontakten in<br />
Tschechisch, Deutsch, Englisch, Russisch,<br />
oder irgendeine andere Sprache im<br />
Vorfeld der erforderlichen Ausführungsdatum<br />
gebucht werden, für Personen ohne<br />
immer befiehlt ein Tag von 11.00 am Tor<br />
der Brauerei.<br />
Die Egon-Schiele-Galerie<br />
Entdecken Sie Český Krumlov<br />
in den Bildern Egon Schieles!<br />
Was Franz Kafka für Prag ist, das ist für<br />
Český Krumlov (Böhmisch Krumau) Egon<br />
Schiele. Im Herzen dieser malerischen<br />
Stadt können Sie einen Einblick in den<br />
faszinierenden Lebenslauf des österreichischen<br />
Malers erhalten, der seinerzeit<br />
zu den kontroversesten Persönlichkeiten<br />
der Kunstszene gehörte. Seine Galerie,<br />
die sich im Renaissancegebäude einer<br />
ehemaligen Brauerei befindet, ist heute<br />
eine bedeutende kulturelle Institution der<br />
Stadt, wo Sie sich mit Leben und Werk<br />
dieses skandalös genialen Künstlers und<br />
mit Sammlungen der zeitgenössischen<br />
modernen Kunst bekannt machen können.<br />
Als Egon Schiele zu Beginn des 20.<br />
Jahrhunderts aus Wien nach Český<br />
Krumlov zog, begann für Ihn eine neue<br />
Lebensetappe. Einer der bedeutendsten<br />
europäischen Expressionisten schuf hier<br />
viele seiner provokativen Akte in bewegter<br />
Haltung, Stadtansichten und Selbstportraits.<br />
Sein Werk war seinerzeit umstritten<br />
und wurde von vielen Menschen<br />
abgelehnt. Erst die moderne Zeit konnte<br />
seinen künstlerischen Wert gänzlich<br />
anerkennen. Heute hängen in der Galerie<br />
Herzlich Willkommen in Schirnding & Hohenberg a. d. Eger<br />
Am Ostrande des Fichtelgebirges, an der Grenze zu Böhmen, liegen die beiden Grenzorte<br />
Schirnding und Hohenberg a. d. Eger, eingebettet in eine reizvolle Mittelgebirgsregion.<br />
Eine ursprüngliche Landschaft - von Massentourismus verschont - und die bodenständige<br />
Gastronomie, die jedem Anspruch gerecht wird, heißen Sie willkommen!<br />
Auch als Neubürger würden wir Sie gerne begrüßen. Schirnding und Hohenberg können mit<br />
modern ausgestatteten Mietwohnungen und idyllisch gelegenen Baugrundstücken fast jeden<br />
Wunsch in dieser Richtung erfüllen.<br />
Information erteilt:<br />
Verwaltungsgemeinschaft Schirnding, Telefon: 0 92 33 / 77 11-0, Fax 0 92 33 / 77 11-38<br />
e-mail: info@vg-schirnding.de - internet: www.hohenberg.info und www.schirnding.info
Český Krumlov<br />
neues aus tschechien<br />
seine großen Werke Seite an Seiten mit<br />
Bildern von malerischen Winkeln der<br />
Stadt Český Krumlov.<br />
Das Fotoatelier Seidel<br />
Der Zauber alter Zeiten im<br />
Fotoatelier Seidel<br />
Haben Sie auch die romantischen<br />
Schwarzweißfotografien so gern, die<br />
längst vergangene Zeiten festhalten?<br />
Dann sollten Sie ganz sicher das<br />
Fotoatelier Seidel in Český Krumlov<br />
besuchen. Lassen Sie sich von einem Ort<br />
bezaubern, der die Geschichte vom<br />
Beginn der Fotografie, das bewegte<br />
Schicksal dieses Handwerks und eine<br />
wertvolle Chronik des Lebens an der<br />
deutsch-österreichisch-tschechischen<br />
Grenze zu Beginn des 20. Jahrhunderts<br />
aufzeichnet.<br />
Die Ausstellung im Atelier von Josef und<br />
František Seidel überrascht in ihrer<br />
Authentizität und ihrer unerschöpflichen<br />
Anzahl einzigartiger historischer Aufnahmen,<br />
Postkarten, Glasnegative, erhaltener<br />
und noch funktionstüchtiger Fotoapparate,<br />
Vergrößerungsapparate und Ausrüstung<br />
von Dunkelkammern. Noch attraktiver wird<br />
die Sammlung durch persönliche Bemerkungen,<br />
Tagebücher und Auftragsbücher<br />
von Seidel und die ursprüngliche<br />
Einrichtung der Wohnung.<br />
Häufig finden im Atelier Vorträge und<br />
andere Veranstaltungen statt. Das Fotoatelier<br />
ist ein lebendiger Ort, wo sich<br />
Liebhaber der Fotografie und Menschen,<br />
die an der Geschichte der ganzen Region<br />
interessiert sind, treffen.<br />
Hotel Růže Český Krumlov<br />
Erleben Sie Rosenberger<br />
Freuden im Hotel „Růže“<br />
Unternehmen Sie<br />
eine Zeitreise ins 16.<br />
Jahrhundert und gen<br />
i e ß e n S i e b e i m<br />
m i t t e l a l t e r l i c h e n<br />
Abendessen in Mittelalterkleidung<br />
Musik<br />
und Tanz jener<br />
Zeit. Auf dem Programm<br />
stehen Auftritte<br />
von Bauchtänzerinnen,<br />
Fakiren,<br />
Gauklern, Zauberern<br />
und Fechtern. Außerdem<br />
werden auch<br />
Renaissancet<br />
ä n z e v o r -<br />
geführt. Ein<br />
Heraldiker (Wappen-experte)<br />
übernimmt die Moderation auf<br />
Tschechisch, Deutsch und Englisch.<br />
Unbedingt sollten Sie vor<br />
Mitternacht durch die alten Gassen<br />
von Český Krumlov schlendern und<br />
den Geschichten, die mit den<br />
historischen Häusern und deren<br />
Bewohnern verknüpft sind, lauschen<br />
und aus nächster Nähe die<br />
hier verborgenen Geheimnisse und<br />
Berichte über Schlachten miterleben.<br />
Ihren nächtlichen Ausflug können Sie in<br />
einer Schenke oder im Weinkeller des<br />
Hotels „Růže“ ausklingen lassen.<br />
Hotel Švamberský dům Český<br />
Krumlov<br />
„Švamberský dům“ – Český<br />
Krumlov: Atmosphäre des<br />
Mittelalters<br />
Im Hotelrestaurant „Švamberský dům“ mit<br />
seiner Terrasse in Český Krumlov<br />
(Böhmisch Krumau) werden Sie auf das<br />
Mittelalter eingestimmt. Es handelt sich<br />
nämlich um eines der ältesten Gebäude<br />
der Stadt, das trotz zahlreicher Umbaumaßnahmen<br />
seinen ursprünglichen<br />
gotischen Charme nicht verloren hat. Das<br />
Restaurant lädt zum Verweilen am offenen<br />
Kamin, auf der Sommerterrasse oder im<br />
Weinkeller ein. Neben böhmischen<br />
Spezialitäten, können Sie hier Wild-,<br />
Geflügel- und Pastagerichte kosten.<br />
Probieren Sie doch die regionalen<br />
Köstlichkeiten: hausgemachte Nockerl mit<br />
Hähnchenbrustfilet, Speck und Sahnesoße<br />
(Domácí těstovinové nočky s<br />
kuřecím masem) und zum Nachtisch Südböhmische<br />
Dalken (Jihočeské lívance).
neues aus tschechien<br />
Mährischer Karst<br />
Steigen Sie in die Tiefen der Erde<br />
hinab – im Mährischen Karst<br />
Diese größte und schönste Karstlandschaft<br />
Mitteleuropas ist einfach<br />
atemberaubend! Besonders beeindruckend<br />
ist die weltberühmte, 138<br />
Meter tiefe und sagenumwobene<br />
Macocha-Schlucht. Der Mährische<br />
Karst (Moravský kras), ist zweifelsohne<br />
eines der faszinierendsten<br />
Naturwunder Tschechiens.<br />
Im Mährischen Karst gibt es<br />
insgesamt fünf der Öffentlichkeit<br />
zugängliche Höhlen, die beeindruckenden<br />
Karst-Canyons Pustý<br />
und Suchý žleb sowie den Wasserfall<br />
des Bachs Bílá voda, der<br />
durch eine Klamm fließt. Das Wahrzeichen<br />
des Mährischen Karstes ist<br />
der Abgrund Rudické propadání,<br />
wo der Bach Jedovnický potok über<br />
mehrere Kaskaden etwa 90 Meter<br />
tief in die Schlucht herabfällt und<br />
erst nach 12 Kilometern bei Býčí<br />
skála wieder an die Erdoberfläche<br />
strömt.<br />
Eine romantische Bootsfahrt<br />
und eine gruselige Legende<br />
Wenn Sie die Punkva-Höhlen<br />
(Punkevní jeskyně) besichtigen,<br />
empfiehlt sich eine Bootsfahrt<br />
auf dem unterirdischen Fluss<br />
Punkva. Hierbei entdecken Sie<br />
eine fantastische Welt und<br />
können den faszinierenden<br />
Blick aus der 138 Meter tiefen<br />
Macocha-Schlucht erleben.<br />
Diese entstand durch den<br />
Einsturz der Decke einer großen<br />
Tropfstein-höhle. Ihren Namen<br />
(Macocha = Stiefmutter) erhielt die<br />
Schlucht einer Legende nach, die<br />
besagt, dass einst eine böse<br />
Stiefmutter des Erbes wegen ihren<br />
Stiefsohn loswerden wollte.<br />
Daher lockte sie ihn in den<br />
Wald und stieß ihn in die<br />
Schlucht.<br />
Von Gewissensbissen übermannt,<br />
stürzte sie sich jedoch<br />
an-schließend selbst in die<br />
Schlucht. Bei Ihrer Bootsfahrt<br />
durchqueren Sie drei Seen und<br />
kommen schließlich am märchenhaften<br />
Masaryk-Dom an.<br />
Bemerkenswert sind die präch-<br />
-tigen Stalagmiten, Stalaktiten<br />
und Stalagnaten der sonderbarsten<br />
Formen.<br />
Steinerne Spitze inmitten der<br />
Dunkelheit<br />
Zur Tropfsteinhöhle Kateřinské<br />
jeskyně führt ein gotisches Portal,<br />
durch das Sie in den sogenannten<br />
Hauptdom (Hlavní dóm) gelangen,<br />
den größten unterirdischen Saal<br />
des Mährischen Karstes, der<br />
wegen seiner fabelhaften Akustik<br />
auch als Konzertsaal genutzt wird.<br />
D i e H ö h l e w a r tet m i t e i n e r<br />
absoluten Besonderheit auf: bis zu<br />
4 Meter lange, bunt angeleuchtete<br />
Stabstalagmiten – einer erinnert an<br />
eine Hexe, der zweite an einen<br />
Bambuswald und der dritte an<br />
Schafe. In der Nähe des Städtchens<br />
Sloup wiederum befinden<br />
sich die Tropfsteinhöhlen Sloupsko-šošůvské<br />
jeskyně. Hier erwartet<br />
Sie ein riesiges System an<br />
Domen, Gängen und unterirdischen<br />
Schluchten. Bestaunen Sie<br />
die Tropfstein- und Sinterverzierungen,<br />
sowie die beeindruckende<br />
Stalagmitenformation namens Svícen<br />
(Leuchter). Die Höhle Výpustek,<br />
ein Höhlenlabyrinth, war vermutlich<br />
einst eine Ritualhöhle, denn<br />
man fand hier Tierskelette. Die<br />
Höhle Balcarka wiederum beeindruckt<br />
durch ihre bemerkenswerte<br />
Tropfsteinverzierung und ihre auf<br />
zwei Ebenen angesiedelten Gänge.<br />
Und was bietet die Umgebung?<br />
Der Mährische Karst ist unweit der<br />
mährischen Metropole Brünn<br />
gelegen. In der Nähe, in Křtiny<br />
(Kiritein), befindet sich auch der<br />
berühmte Wallfahrtsort des bemerkenswerten<br />
Architekten Johann<br />
Blasius Santini-Aichl. Das Westernstädtchen<br />
Boskovice wiederum<br />
lockt insbesondere Familien mit<br />
Kindern, wie auch das schöne<br />
Schloss des Ortes und seine<br />
faszinierende jüdische Geschichte.<br />
Ein Ausflug in den atemberaubenden<br />
Mährischen Karst und<br />
seine Umgebung lohnt sich!<br />
Golfen in Franzensbad<br />
Attraktive<br />
Einsteigerkonditionen<br />
www.gr-fl.cz<br />
Tel.: 00420 - 354 595 402
SOOS<br />
Das Nationale Naturschutzgebiet SOOS befindet sich im<br />
zentralen Teil des Egerer Beckens, 6 km östlich des<br />
Kurortes Franzensbad. Die Entstehung des Egerer<br />
Beckens im Tertiär wurde von einer starken<br />
vulkanischen Tätigkeit begleitet. Noch heute setzt sich<br />
im tiefen Erdinneren das Kohlendioxid aus dem kalt<br />
werdenden Granit frei und steigt an die Oberfläche.<br />
Wenn es sich auf seinem Wege mit Wasser vermischt,<br />
löst es Mineralstoffe aus den benachbarten Gesteinen<br />
auf, wird unter Druck an die Oberfläche gebracht und<br />
tritt dort als Mineralquelle zu Tage. Wenn das<br />
Kohlendioxid auf kein Wasser stößt, tritt es in Form von<br />
Aushauchungen des reinen Kohlendioxids heraus. Wo<br />
es Wasserflächen gibt, entweicht es ins Wasser,<br />
anderswo frei in den Boden. Im Naturschutz-gebiet, in<br />
dem eine große Menge von Mineralquellen und<br />
Gasaushauchungen vorkommt, finden Sie neben all<br />
diesen Erscheinungen noch eine weitere Art des<br />
Gasaustritts, die sogenannten Mofetten. Die Mofetten,<br />
sonst auch Sumpfvulkane, sind kraterförmige Öffnungen<br />
am Rande des Kieselgurschildes, die an den Stellen<br />
entstanden, wo das Kohlendioxid an die Oberfläche<br />
kam. Der Krater bildet sich durch Erosion zudem<br />
Zeitpunkt, als das Oxid durch seinen Druck die<br />
quatschige Mischung von Oberflächenwasser und<br />
Schlamm in die Bewegung, zum Kochen bringt …
FRAUENSEITE<br />
“Schön ist alles, was man mit Liebe betrachtet.”<br />
(Christian Morgenstern)<br />
Tipps für schöne Haut<br />
Schöne Haut, ein gesunder Teint und ein<br />
frisches, natürliches Aussehen, wer<br />
wünscht sich das nicht? Hier finden Sie<br />
viele kleine Tipps und Tricks, Ihr Aussehen<br />
zu verbessern und zu bewahren. Denn ein<br />
gepflegtes Äußeres fängt mit der<br />
Hautpflege an.<br />
Regelmäßige Reinigung<br />
Durch die morgendliche und abendliche<br />
Reinigung werden nicht nur Cremes und<br />
Make-up entfernt, sondern auch Hautfett<br />
und Schweiß. Die Poren verstopfen nicht<br />
und Bakterien können sich nicht<br />
vermehren.<br />
Reinigungsmilch statt Wasser<br />
Wasser allein ist nicht in der Lage, den<br />
fettigen Mix aus Talg, Creme und Make-up<br />
von der Haut zu lösen. Dafür benötigt man<br />
lipophile (fettlösende) Substanzen, wie sie<br />
zum Beispiel in Reinigungsmilch enthalten<br />
sind.<br />
Die Reinigungsmilch am besten mit den<br />
Fingerspitzen oder einem Schwämmchen<br />
einmassieren und kurz einwirken lassen<br />
und dann mit reichlich warmem Wasser<br />
abspülen.<br />
Gesichtswasser baut auf<br />
Gesichtswasser hilft die Wiederaufbauphase<br />
des Säureschutzmantels zu<br />
beschleunigen, die nach einer Reinigung<br />
normalerweise 20 bis 30 Minuten benötigt.<br />
Zusätzlich entfernt Gesichtswasser die<br />
Kalkablagerungen des Leitungswassers<br />
und Reinigungsrückstände, die auf Dauer<br />
die Poren verstopfen und so für Unreinheiten<br />
sorgen können.<br />
Reinigung reifer Haut<br />
Für die Reinigung reifer Haut sind Wasserin-Öl<br />
Emulsionen bestens geeignet, da<br />
diese den Säureschutzmantel der Haut<br />
erhalten. Genauso geeignet sind<br />
Reinigungscremes, die z.B. mit wertvollen<br />
pflanzlichen Ölen wie Jojoba, Soja oder<br />
Süßmandel angereichert sind.<br />
Seife nur bei robuster, fettiger<br />
Haut<br />
Da Seife zu den alkalihaltigen Reinigungsmitteln<br />
gehört und somit den Säureschutzmantel<br />
angreift, sollte Seife ausschließlich<br />
bei sehr robuster, eher fettiger Haut<br />
Dieses Buch soll Balsam für die Seele eines geliebten Menschen sein.<br />
Liebe Worte für den Partner sind in der heutigen Zeit ein wenig in<br />
Vergessenheit geraten, aber sie tun auch heute noch gut.<br />
Das Buch soll Ihnen helfen, die Worte wiederzufinden.<br />
Text und Fotos von Karl Heinz Heinl - “Charly”<br />
geboren am 01. 06. 1950 in Arzberg<br />
Buchbestellungen bei: Karl Heinz Heinl,<br />
Rathausstr. 13, 95659 Arzberg<br />
Telefon: 0 92 33 / 15 67
Styling-, Schmink- und Pflegetipps<br />
neueste modetrends<br />
Sie wirken erfrischen und kühlend,<br />
Rötungen und Schwellungen verschwinden.<br />
Feuchtigkeitsmasken mit Extrakten<br />
aus Kamille, Melisse und Hopfen beruhiverwendet<br />
werden. Bei allen anderen<br />
Haut-typen sollte auf reguläre Seife<br />
verzichtet werden.<br />
Für empfindliche oder<br />
trockene Haut Gesichtswasser<br />
ohne Alkohol<br />
Um den Fett- und Feuchtigkeitshaushalt<br />
einer empfindlichen oder trockenen Haut<br />
nicht noch zusätzlich zu belasten, sollten<br />
keine Gesichtswasser mit Alkohol verwendet<br />
werden, sondern nur alkoholfreie<br />
Tonics oder Thermalwasser-sprays.<br />
Rötungen, Entzündungen und Juckreiz<br />
werden so vermieden.<br />
Feinporiger, rosiger Teint<br />
durch Peeling<br />
Hornschüppchen lassen die Haut farblos<br />
und stumpf aussehen. Ein auf den<br />
jeweiligen Hauttyp abgestimmtes Peeling<br />
entfernt diese Hautschüppchen ohne die<br />
Haut zu reizen und regt die Durchblutung<br />
an. Winzige Synthetik-Kügelchen oder<br />
natürliche Granulate aus zermahlenen<br />
Aprikosenkernen, Kleie oder Meersand<br />
wirken wie ultrafeines Sandpapier.<br />
Masken - schnelle<br />
Schönmacher<br />
Die Wirkung von Masken ist sofort<br />
sichtbar, daher werden Masken auch die<br />
schnellen Schönmacher der Kosmetik<br />
genannt. Masken mit einem hohen<br />
Feuchtigkeitsgehalt lassen die Hautzellen<br />
aufquellen, dadurch wird die Haut praller,<br />
frischer und glatter, Fältchen werden<br />
gemindert.<br />
Für die abgespannte Haut gibt es spezielle<br />
Feuchtigkeitsmasken mit Kräuterauszügen<br />
wie Menthol, Minze, Kampfer etc.<br />
gen die empfindliche, gereizte Haut.<br />
Nachtcremes unterstützen<br />
Regeneration<br />
In der Nacht ist die Zellteilungsrate<br />
achtmal höher als am Tag, das heißt, dass<br />
der Regenerationsprozess auf Hochtouren<br />
läuft. An morgendlichen leichten<br />
Schwellungen kann man erkennen, dass<br />
der Abtransport von Lymphflüssigkeit und<br />
Schlacken nachts nicht so gut funktioniert.<br />
Nachtcremes mit Wirkstoffkomplexen aus<br />
Ginkgo, Pro-Vitamin-E, Aminosäuren aus<br />
Weizenproteinen etc. unterstützen die<br />
Regeneration der Haut.<br />
Begrenzte Haltbarkeit von<br />
Cremes beachten<br />
Aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdaten<br />
gelten für ungeöffnete Tiegel und Tuben.<br />
Angebrochene Cremes sollten immer gut<br />
verschlossen und möglichst innerhalb von<br />
3 Monaten aufgebraucht werden,<br />
besonders wenn sie bei Zimmertemperatur<br />
aufbewahrt werden.<br />
Je wärmer, desto schneller können<br />
enthaltene Öle ranzig werden oder sich im<br />
Tiegel Bakterien bilden. Bei Naturkosmetik<br />
gilt dies umso mehr. Selbstangerührte<br />
Cremes ohne Konservierungsmittel<br />
sollten sofort verwendet oder eingefroren<br />
werden.
Sagen und Mythen<br />
Die Trud<br />
Einen Musikanten aus Sankt Katharina<br />
drückte in der Nacht die Trud. Als sie fertig<br />
war, beutelte der Musikant sie von sich<br />
und sagte ihr scharf: "Morgen kommst du<br />
zu mir um Zündhölzeln!" Am andern Tag<br />
kam ein alter Junggesell ins Haus um ein<br />
paar Zündhölzeln.<br />
Desselben Musikanten Weib wollte<br />
einmal zum Nachbar um eine Hacke<br />
gehen. Da begegnete ihr ein Vetter und<br />
der fragte: "Wohin denn in aller Früh?"<br />
"Nun, zum Nachbarn, eine Hacke<br />
ausleihen." "Um Gotteswillen, geh nit hin!"<br />
sagte der Vetter. "Den Nachbar hat heut<br />
nacht die Trud gedruckt. Jetzt wartet er<br />
sehnsüchtig, daß einer zu ihm kommt und<br />
sich was ausleihen will." Da rannte das<br />
Weib schleunig heim und verzichtete gern<br />
auf die Hacke.<br />
Wenn die Trud in den Girgelhof am<br />
Spitzberg drücken ging, ließ sie ihren Leib<br />
draußen am Zaun vor dem Tor lehnen.<br />
Ein Schmiedgesell schlief in seiner<br />
Kammer. Da spürte er, wie sich die Trud<br />
auf ihn legte, sie war so schwer wie ein<br />
Amboß. Erst konnte er sich ihrer nicht<br />
erwehren, dann aber griff er sich auf die<br />
Brust und erwischte einen ausgedroschenen<br />
Strohhalm. Gleich ward dem<br />
Schmied leichter um den Atem, er sprang<br />
aus dem Bett und zwickte den Halm im<br />
Schraubstock ein. Wie die Sonne<br />
aufstand, fand der Schmied in der<br />
Werkstatt ein altes verrunzeltes Weib mit<br />
den Haaren gefangen, die bat ihn<br />
jämmerlich, er soll sie auslassen. Da<br />
sperrte der Schmied das Tor auf und trieb<br />
sie mit einem Prügel davon.<br />
Ein Müller aus dem Hochkünischen<br />
erzählte: "Wenn die Trud daherschleicht,<br />
surmt sie allweil: ‚Wuuuh!' Hernach tut sie<br />
einen Sprung auf mich, setzt an und zuzelt<br />
mir aus der Brust. Sie muß den Saft aus<br />
den Menschen haben. Sie hat einen<br />
runden Schnabel wie eine Sau. Ich bin<br />
einmal feist gewesen, aber die Trud hat<br />
mir das ganze Fett ausgesoffen.“<br />
Heilige Zeit<br />
Gleich nach der Schwedenzeit trug es<br />
sich zu, daß der Kuhtriftmüller mit seinem<br />
Gesellen am Palmsonntag wilderte. Sie<br />
fanden eine Hirschenspur, die führte in<br />
den Kohlenwald hinein. Da sagte der<br />
Müller: "Wart nur, Hirschlein, du mußt<br />
gleich zurück kommen!" Er kniete sich hin,<br />
schnitt aus der hintern rechten Fährte das<br />
Herzlein heraus und legte es in verkehrter<br />
Richtung wieder hin. Hernach versteckten<br />
sich die zwei hinter den Stauden. Nicht<br />
zwei Vaterunser lang stand es an, da kam<br />
der Hirsch zurück. Er trug ein Kreuz im<br />
Geweih, das glänzte, als ob die Sonne<br />
recht scharf darauf scheine. Die Wilderer<br />
trauten sich nicht, die Büchsen auf den<br />
heiligen Hirsch anzulegen. Wie der Hirsch<br />
vorbei war, rannten sie geschwind in die<br />
Kirche und gingen so bald nimmer auf die<br />
Hirschjagd.<br />
Der Lenz aus Kohlheim ging in der heiligen<br />
Nacht auf den Anstand. Auf einmal war er<br />
von einer ganzen Herde Hasen umgeben,<br />
und sie schauten seltsam aus: einer hatte<br />
krumme Hörner, ein zweiter einen langen<br />
Schweif, und wieder andere hatten große<br />
glühende Augen. Das kam dem lieben<br />
Lenz wunderlich vor und er schoß darein,<br />
und richtig! blieb ein Hase liegen, und den<br />
steckte er in die Jagdtasche. Aber wie er<br />
jetzt heim wollte, hüpften die Hasen aus<br />
den Stauden und Graben heraus und<br />
rannten ihm nach und einer davon schrie:<br />
"Gabriel, wo bist du?" Da meldete sich der<br />
Hase aus der Tasche: "Da herin! Da herin!"<br />
Jetzt schrien wieder die anderen:<br />
"Langöhrl, komm mit! Langöhrl, komm<br />
mit!" Dem Lenz ward grausig bei der<br />
Sache, er schleuderte die Tasche samt<br />
Hasen weg und auch die Flinte und sprang<br />
dem Dorf zu. Am andern Tag fanden die<br />
Kirchgänger das Gewehr ganz zerbissen<br />
und zerfressen auf.<br />
Der böhmische Mann<br />
Am Föhrenberg hinter Hadruwa, dort wo<br />
das deutsche Land ein Ende nimmt, war es<br />
vorzeiten nicht sauber, der böhmische<br />
Mann regierte dort und oft hörte man ihn<br />
nachts schreien: „Hohoho!"<br />
Ein spöttischer Knecht ging einmal nach<br />
dem Betläuten spät über die Einöden. Es<br />
stach ihn der Fürwitz, und also rief er in den<br />
schwarzen Wald hinein: "Böhmischer<br />
Mann, daher!" Pixpax hatte er ihn schon<br />
am Buckel hängen. Das Haar zog es ihm<br />
geberg, er schwitzte und schleppte und<br />
meinte, Himmel und Erde müsse er tragen.<br />
Erst wie er zu einem geweihten Marterstock<br />
kam, ward er des Weihizers wieder<br />
ledig.<br />
Ein anderesmal um die Winterszeit, die<br />
Sterne standen schon überm Chodenwald,<br />
da reisten die Dirnen mit dem<br />
Rocken ins Dorf. Ein Bursch wollte sich vor<br />
ihnen stolz zeigen und schrie: "Hohoho,<br />
böhmischer Mann, geh her zu mir!" Es<br />
grauste dem Burschen aber vor der<br />
eigenen Stimme und geschwind sprang er<br />
in ein Haus und riegelte hinter sich fest zu.<br />
Aber schon lehnte der Weihiz am Fenster<br />
und leuchtete in die Spinnstube hinein. Die<br />
Leute drin versteckten sich hinterm Ofen,<br />
hinterm Bett und unterm Tisch. Der<br />
draußen schlich nach einer Weile wieder<br />
fort. Aber der Bursch blieb in dem Haus<br />
über Nacht und traute sich erst in der Früh<br />
heim. Er verschwur sich: "Mein Lebtag<br />
nimmer schrei ich dem böhmischen<br />
Mann.“<br />
Lunge und Leber!<br />
Ein Besenbinder lebte mit seinem Weib<br />
schlecht und recht auf der Einschicht. Wie<br />
sie genug Besen gebunden hatten,<br />
begehrte sie, er solle in der Stadt die<br />
Besen verkaufen und ihr dafür ein<br />
Beuschel zum Essen mitbringen.<br />
Der Besenbinder ging auf den Markt und<br />
schlug seine Ware bald los, das Geld aber<br />
versoff er. Wie er spätnächtig durch den<br />
Wald taumelte, da hatte sich dort einer<br />
erhängt. Jetzt dachte der Besenbinder an<br />
sein liebes Weib, schnell schnitt er dem<br />
Erhängten Lunge und Leber heraus und<br />
trug sie heim. Sein Weib war voller Freude,<br />
sie kochte gleich das Beuschel und aß es<br />
auf, und es schmeckte ihr nicht schlecht.<br />
Der Besenbinder aber hatte kein<br />
Verlangen. Hernach legten sich die zwei<br />
schlafen. Jetzt kam aber etwas daher, war<br />
bei der Haustür und sagte: "Gebt mir mein<br />
Lung und mein Leber!" Jetzt tappte es<br />
schon an die Stubentür und sagte wieder:<br />
"Gebt mir mein Lung und mein Leber!" Da<br />
wisperte das Weib: "Lus! Ich hör eppes."<br />
Der Besenbinder brummte: "Ach, das ist<br />
nur der Wind." Doch jetzt war es schon bei<br />
der Bettstatt und sagte wild: "Gebt mir<br />
mein Lung und mein Leber!" Und zwei<br />
eiskalte Hände griffen hin nach den<br />
Besenbinderleuten und nahmen sie mit.<br />
Die erlöste Hand<br />
Auf der Saueben oberhalb des grauen<br />
Schlosses Bayreck ist ein Wirtshaus. Vor<br />
langer Zeit, unser Herrgott war damals<br />
noch nicht so alt, hatten die Wirtsleute eine<br />
Magd, die schickten sie einmal in den<br />
Keller hinunter, sie soll Erdäpfel holen. Im<br />
Keller drunten aber hing eine Hand, die<br />
hielt einen Beutel, und eine Stimme<br />
wisperte allweil wieder: "Nimms, nimms!"<br />
Die Dirn aber rannte davon, und die Knie
zitterten ihr. Sie erzählte es ihrem Vater,<br />
der hatte im Dorf Dörrstein eine verfallene<br />
Hütte. Der Vater stieg mit ihr in den Keller<br />
hinunter. Dort sah die Dirn wieder die Hand<br />
und den Beutel drin und hörte die Stimme<br />
bitten: "Nimms, nimms!" Der Vater aber<br />
merkte nichts, wie er auch mit der<br />
Kienleuchte herumfuchtelte. Die Magd<br />
packte schließlich den Beutel und nahm<br />
ihn zu sich. Da seufzte die Stimme auf:<br />
"Ver-gelts Gott!" und die Hand war<br />
verschwunden. Der Beutel war voller<br />
schwedisches Gold, und die zwei kauften<br />
sich dafür in Österreich einen schönen<br />
Bauernhof.<br />
Wohlfeile Zeiten<br />
Im Altertum war die Welt wohlfeil, da war<br />
eine Kuh zwei Gulden und ein Vergeltsgott<br />
zwei Gulden sechzig Kreuzer wert. Da bot<br />
ein Graf dem Erlhofer für seinen weißen<br />
Schimmel den Rantscher, und das ist ein<br />
ganzes Gebirg voll hoher dicker Wälder.<br />
Der Bauer gab aber sein Roß nicht her.<br />
Und um einen Laib Brot kaufte einer den<br />
Spätlen, das ist eine himmellange Wiese<br />
am Chodenbach. Selbes ist freilich schon<br />
lange her, der Teufel war dazumal noch ein<br />
kleiner Bub.<br />
Die Wetterhexe<br />
Über der Stadt Neuern stand einmal ein<br />
schreckliches Gewitter. Der Mesner<br />
läutete ganz verzweifelt die Wetterglocken,<br />
der Pfarrer trug die Monstranz<br />
aus der Kirche heraus und gab den<br />
goldenen Segen gegen das Gewölk, aber<br />
das Wetter rührte sich nicht und blieb ein<br />
paar Stunden auf demselben Platz stehen.<br />
Der Pfarrer war ein gewaltiger Wetterherr,<br />
und wie alles nichts nützte, schoß er eine<br />
hochgeweihte gläserne Kugel ins Gewitter<br />
hinauf. Da flog ein Weib langsam aus der<br />
Höhe herunter. Der Geistliche fragte sie,<br />
wie es komme, daß sie aus den Wolken<br />
gefallen sei. Sie sagte, sie habe schon oft<br />
mit den Wettern über Neuern fahren<br />
wollen, aber ein jedesmal hätten sie die<br />
eisernen Hunde zurückgescheucht, die im<br />
Kirchturm drunten gar so hart gebellt<br />
hätten. Jetzt übergab der Pfarrer die Hexe<br />
dem Richter. Wie sie auf dem Scheiterhaufen<br />
stand, bat sie sich als Gnade einen<br />
Knäuel Zwirn aus. Und wie das Feuer aus<br />
dem Holz schlug, wickelte sie den Faden<br />
um einen Finger der linken Hand, mit der<br />
rechten warf sie den Knäuel in die Höhe<br />
und fuhr mit einem hellen Schrei wie ein<br />
Blitz dem Faden nach und verschwand.<br />
.Solches war dem Hexenbrenner noch<br />
nicht untergekommen.<br />
Schloß Bayreck<br />
Dort, wo der Osser seine Wurzeln hat, liegt<br />
mitten im Bergwald die zerbrochene Burg<br />
Bayreck. Die Schweden sollen sie ausgebrannt<br />
haben; der Preuß hätte es getan,<br />
meinen andere.<br />
Vor urdenklicher Zeit wohnten droben<br />
Riesen. Der Bayrecker Riese schleuderte<br />
oft sein Tabaksglas hinüber zum Riesenberg<br />
bei Kauth, der Vetter drüben sollte<br />
auch schnupfen. Er und der Riese, der auf<br />
der Burg am Gewinzi saß, wünschten sich<br />
tagtäglich einen guten Morgen und gaben<br />
sich über Berg und Tal die Hand. Den Neuerner<br />
Bürgern warf der Bayrecker Hämmer<br />
in die Stadt hinunter, sooft sie solche<br />
brauchten.<br />
Die Riesentochter stieg einmal ins Land<br />
hinab, dort klaubte sie einen Bauern samt<br />
Pflug und Ochsen ins Fürtuch und brachte<br />
sie heim ins Schloß. Ihr Vater aber greinte:<br />
"Gib den Kleinen wieder hin, wo du ihn<br />
hergenommen hast! Diese Leute bringen<br />
uns noch von der Welt."<br />
Weite Gänge laufen vom Bayreck aus<br />
unter die Erde hin. Einmal jagte man eine<br />
Gans in einen solchen Gang; sie kam im<br />
Schloßbrunn zu Klenau wieder heraus. Ein<br />
anderesmal zündete einer im selben Keller<br />
von Bayreck ein Feuer an, der Rauch stieg<br />
meilenweit davon im Schwarzen Turm in<br />
Klattau auf. Die Gänge sind heutzutage<br />
verschüttet.<br />
Unter der Burg liegt ein verwunschener<br />
Schatz. Jeden Palmsonntag, wenn in<br />
Neuern drunten das Hochamt gelesen<br />
wird, tut sich eine Kluft zu dem Schatz auf,<br />
und da krochen einmal ein Pfarrer, ein<br />
Mesner und ein armer Hirt hinein, die drei<br />
wollten schnell reich werden. Aber drin saß<br />
der Teufel auf der eisernen Truhe und hielt<br />
den Schlüssel dazu zwischen den Zähnen.<br />
Der Mesner sprengte ihn gleich kräftig mit<br />
Weihwasser ein und die zwei anderen<br />
wollten ihn von der Truhe wegreißen. Sie<br />
zogen ihn langmächtig hin und her,<br />
konnten ihn aber nicht bewältigen. Da<br />
redeten sie ihm gar gütig zu und fragten,<br />
was er für den Schatz verlange. Der Teufel<br />
hustete Feuer und schrie fürchterlich .<br />
"Eine Seele!" Gleich wollten da der Pfarrer<br />
und der Mesner ihm die Seele des armen<br />
Hirten ausliefern, die konnte der Teufel<br />
aber nicht brauchen, weil der Hirt ein<br />
redlicher Mann war. Die drei ließen sich<br />
aber nicht abweisen, sie fragten allweil<br />
wieder, was er für den Schatz begehre. Da<br />
sie ihn nicht in Frieden ließen, sagte der<br />
Teufel: "Die Truhe gehört euch, wenn ihr<br />
mich in einem neunzipfligen Sack nach<br />
Klenau tragt." Einen neunzipfligen Sack<br />
konnten sie nicht auftreiben, und so ist der<br />
Bayrecker Schatz heut noch zu haben,<br />
wenn er derweil nicht längst verrostet ist.<br />
Glühende Männer<br />
Vormals waren zu Füßen des Bannholzes<br />
öde Sümpfe, daraus stiegen nachts die<br />
glühenden Männer. Oft waren es ihrer drei<br />
oder vier, sie waren so groß wie ein Bund<br />
Stroh und tanzten und irrten über die<br />
wässerigen Wiesen. Wenn die Hütbuben<br />
abends von den Tratein, so hießen die<br />
Wiesen, heimtrieben, begegneten ihnen<br />
oft die Weihizer, und die Buben sagten<br />
geschwind heilige Namen her und<br />
vertrieben sie damit. Manchen Weibern<br />
sprangen die Glühenden in den Buckelkorb.<br />
Einmal brach in stockfinstrer Nacht einem<br />
Fuhrmann auf der Straße der Wagen. Weil<br />
er keine Laterne bei sich führte, rief er<br />
einem glühenden Mann zu: "Leucht her!"<br />
Und der flackerte heran und leuchtete mit<br />
dem brennenden Leib, und wie der<br />
Fuhrmann den Schaden gebessert hatte,<br />
sagte er: "Vergelts Gott!" Da dankte der<br />
Glühende: "Vergelt dir's Gott auch, jetzt bin<br />
ich erlöst.“<br />
Und er losch aus und war nimmer.<br />
Der Kurzenbauer ging einmal in der<br />
Adventnacht zu seiner Scheuer, da<br />
wartete dort ein glühender Mann mit<br />
ausgebreiteten Armen und versperrte ihm<br />
den Weg. Entsetzt rannte der Bauer ins<br />
Haus zurück und weckte seine Leute. Sie<br />
fanden nur mehr glühende Fußstapfen,<br />
und die führten zu einem Moor.<br />
Jetzt geschieht derlei nimmer. Der Papst<br />
Gregor hat alle Gespenster auf neunzig<br />
Jahre von der Welt verbannt.<br />
Gansfuhrwerk<br />
In Deschenitz spannte ein wunderlicher<br />
Mann seine zwei Gänse vor die Egge und<br />
wollte aufs Feld fahren. Die Gänse aber<br />
besannen sich anders, sie wurden lustig,<br />
fluderten mit den Flügeln, flogen auf und<br />
flogen samt der Egge übers Dorf und über<br />
die Kirche und brachen den Turmspitz ab.<br />
Seither hat der Ort keinen rechten Turm<br />
mehr, nur einen Stumpf.
Sagen und Mythen<br />
Die Knödelbäurin<br />
Die Knödelbäurin aus Wischowitz hätte ihr<br />
Gesind am liebsten verhungern lassen.<br />
Drum nagelte ihr Hütbub einmal eine<br />
Nudel von der Mittagschüssel an die<br />
Stalltür und schrieb darunter: "Nudel,<br />
schwör, ob du schon einmal ein Schmalz<br />
gesehen hast!"<br />
Die Knödelbäurin butterte allweil in der<br />
Samstagnacht aus, und das ist eine große<br />
Sünde, weil die Samstagnacht heiliger ist<br />
als der Sonntag selber. Wie sie gestorben<br />
war und auf den Freithof geschafft wurde,<br />
schaute sie ihrem eigenen Begräbnis aus<br />
der Dachluke zu. Die abgeschiedene<br />
Seele polterte hernach lange Zeit im Haus<br />
herum, sie zählte nachts die Eier,<br />
krabbelte die schlafenden Hennen in der<br />
Hühnersteige und molk die Kühe und ließ<br />
Vieh und Leute nicht schlafen. Drum<br />
verwünschte sie ein Pfarrer auf den<br />
Hötschenberg nach Tirol, dort muß sie<br />
Wolken schieben. Einige meinen, die wilde<br />
Jagd habe die Bäurin mitgenommen. Aber<br />
gewiß ist, daß einmal ein Federnhändler<br />
aus dem Osserland nach Tirol kam, und<br />
wie er durch eine schaurige Klamm reiste,<br />
so wischte ein Gespenst an ihm vorüber,<br />
grau wie eine Spinnwitte, und das seufzte<br />
ein ums andremal: "Ich bin halt die<br />
Knödelbäurin von Wischowitz.“<br />
Der dumme Teufel<br />
"Gleich und gleich sucht sich gern", sagte<br />
der Teufel und trat dem rußigen Milliker<br />
Schmied in die Werkstatt. Dort trieb er<br />
allerhand Schwanke, er tappte alles an,<br />
nietete und nagelte, fauchte ins Feuer und<br />
beschnüffelte schließlich mit der langen<br />
Nase den Schraubstock. Der Meister, nicht<br />
faul, sprang hin und klemmte dem<br />
kohlrammelschwarzen Bruder den Rüssel<br />
im Schraubstock fest. "Hab ich dich,<br />
Gankerl!" lachte er. Der Teufel aber röhrte<br />
derart wild auf, daß es der Schmied<br />
nimmer aushielt, zur Tür hinaussprang<br />
und die Werkstatt samt dem Teufel<br />
anzündete.<br />
Bald darnach ging der Schmied mit seinem<br />
Weib in den Wald Kohlen brennen. Da<br />
hinkte der Teufel mit feurigen Augen den<br />
Steig daher. Jetzt war guter Rat teuer.<br />
Schleunig packte der Schmied die<br />
Schmiedin, stürzte sie um und stellte sie<br />
auf den Kopf. Da glaubte der Teufel, das<br />
sei wieder ein Schraubstock, und er<br />
spuckte und rannte davon.<br />
Tod bricht die Treue<br />
Hinterm Todlauer Wald lag ein Bauer auf<br />
dem Totenbrett. Sein Weib war ganz allein<br />
mit der Leiche im Haus und weit und breit<br />
wohnte niemand. Aber sie fürchtete sich<br />
nicht und dachte: "Hat er mir lebendig nix<br />
tan, so tut er mir als ein Toter auch nix." Sie<br />
zündete ihm die Kerze an und blieb bei ihm<br />
auf und betete. Um Mitternacht aber, da<br />
fallt dem Kalten auf einmal der eine Arm<br />
vom Brett. Das Weib tut ihm den Arm<br />
wieder hinauf. Nach einer Weil fallt ihm der<br />
Fuß hinunter. Sie tut ihm auch den kalten<br />
Fuß wieder hinauf. Schließlich aber rührt<br />
sich der ganze Leichnam und steht<br />
langsam, langsam auf. Jetzt wurde ihr<br />
angst und bang, und weil sie gehört hatte,<br />
wenn ein Toter aufstehe, müsse man<br />
ärschlings davon, dann könne er einem<br />
nichts anhaben, so stieg sie schnell<br />
ärschlings die Bodenstiege hinauf und<br />
versteckte sich droben. Er aber schrie ihr<br />
nach, daß das Haus hallte: "Hinauf spür ich<br />
dich, herunter schmeck ich dich. Die Seele<br />
aus, die Treue aus!" Da krähte der Hahn<br />
und der Tote fiel um und blieb liegen. Das<br />
Weib traute sich vom Boden erst herunter,<br />
bis die Nachbarn zum Begräbnis kamen.<br />
Hexenspiel<br />
Ein Hütbub diente auf der Hüttstatt. Er ging<br />
einmal in der Finsternis über den<br />
Rantscherberg heim und trug eine<br />
zerrissene Joppe mit, die Mutter sollte sie<br />
flicken. Mitten im Wald sah der Bub am<br />
Weg eine Laterne brennen. Um die<br />
Laterne herum standen viele alte<br />
grausliche Weiber, die zottigen Haare und<br />
die wilden Zöpfe hingen ihnen übers<br />
Gesicht, und sie beugten sich über das<br />
Lichtlein, als wollten sie ihm etwas tun. Der<br />
Bub schaute nicht länger zu, was die<br />
Hexen vollführten; es verschlug ihm den<br />
Atem, er rannte durch Gestrüpp und<br />
Dörner heim und konnte lange Zeit nicht<br />
reden.<br />
Der Brennetwurm<br />
In den Dickichten des Brennetberges<br />
hauste eine ungeheure Schlange. Oft trieb<br />
sie der Durst ins Tal hinunter, und drunten<br />
soff sie so unmäßig aus dem Bach, daß die<br />
Dorrstatter Mühle stehen blieb. Einmal<br />
ging ein Mann aufs Brennet, Geißlaub<br />
holen für den Winter. Vor lauter Müdigkeit<br />
setzte er sich auf einen Baumstamm, der<br />
neben dem Steig lag, stopfte sich seine<br />
Pfeife, kantete sie an und rauchte so für<br />
sich hin. Wie er aber hernach die Pfeife<br />
ausklopfte, fiel die heiße Asche auf den<br />
Stamm, und der Stamm zuckte auf einmal,<br />
sprang hoch in die Höhe und kroch schnell<br />
davon. Es war die Schlange gewesen.<br />
Weil das wundermächtige Tier die<br />
Kornfelder zerwälzte und die Müller<br />
schädigte, gingen die Bauern mit Gabeln<br />
und Spießen aus und wollten es töten. Sie<br />
scheuchten es in die Wildnis hinein, die<br />
zündeten sie an, und so kam der<br />
Brennetwurm von der Erde.<br />
Bärentöter<br />
Der Pfannenklamperer war ein fester<br />
Mann, der fürchtete nichts auf der Welt.<br />
Einmal stapfte er durch den Seewald, und<br />
wie er über eine Rohne stieg, stand vor ihm<br />
ein großmächtiger Bär auf. Dem Klampe-<br />
.rer fiel im ersten Schreck die Hacke auf<br />
die Erde. Aber weil er einmal gehört hatte,<br />
daß der Bär davon rennt, wenn man ihn<br />
scharf ins Auge nimmt, so schaute er dem<br />
wilden Vieh hart ins Gesicht, und das<br />
vertrug der Zottige nicht, er kehrte sich ab<br />
und trabte davon. Jetzt erst kam dem<br />
Mann der rechte Zorn, er hob flink die<br />
Hacke auf und trieb sie mit aller Kraft dem<br />
Bären in den Buckel. Da wehrte sich der<br />
Bär und schlug mit den Krallen auf den<br />
Mann los, aber der starke Pfannenklamperer<br />
ließ nicht aus und erwürgte ihn.<br />
Im Klammergespreng hielt sich in<br />
verwichenen Tagen ein Bär, der riß den<br />
armen Leuten das Vieh nieder, und es<br />
traute sich schier kein Hirt mehr, die Herde<br />
in den Wald zu treiben. Schließlich nahm<br />
sich ein Bauer aus Künisch-Hammern, ein<br />
rechter Mannskerl, das Herz, er hängte<br />
den Vorderlader um und ging ins<br />
Klammergespreng. Der Bär wälzte sich<br />
gerad vor seinem Loch, und die Sonne tat<br />
ihm wohl. Wie der Bauer das schreckliche<br />
Vieh mit dem pechigen Pelz sah, fürchtete<br />
er, seine Schrote könnten zu lind sein,<br />
drum riß er sich die bleiernen Knöpfe vom<br />
Brustfleck ab und stieß sie in die Büchse.<br />
Jetzt legte er den Lauf in eine Baumzwiesel<br />
und schoß den Bären mit einem<br />
bleiernen Knopf maustot über den Haufen.<br />
Hernach zog der Schütz dem Vieh die<br />
Haut ab und wickelte sich darein. Seit der<br />
Zeit spürt man im Hammerer Gericht<br />
keinen Bären mehr.<br />
Unterirdisches Wasser<br />
Wie noch in Sankt Katharina die Gold- und<br />
Silberzeche bestand, schlug einmal ein
Berghäuer in der Erde drin eine Wand<br />
durch. Er schaute durch das Loch und sah<br />
tief drunten einen glasblauen, wunderschönen<br />
See leuchten. Schnell holte er<br />
seine Gesellen und wollte ihnen das<br />
Bergwunder weisen, aber sie fanden den<br />
Gang und das Fensterlein nimmer.<br />
Die Seen des Klinischen Waldes sollen<br />
unter der Erde miteinander verbunden<br />
sein. So hob man aus dem Schwarzen See<br />
einen Saibling, dem gab man durch die<br />
Kiemenladen ein rotes Band und warf ihn<br />
in den Teufelssee. Kurz hernach wurde<br />
derselbe Fisch wieder im Schwarzen See<br />
gefangen.<br />
Wenn einmal so viel Sünde auf der Welt ist,<br />
daß es selbst der langmütige Herrgott<br />
nimmer ertragt, wird das unterirdische<br />
Wasser ausbrechen und alles wird darin<br />
ersaufen.<br />
Beschwörung<br />
Beim Donnerwinkel war ehemals ein Weg,<br />
dort kreuzten sich die Begräbnisse. Auf<br />
selbem Kreuzweg legten einmal zwei<br />
leichtsinnige Glasmacher einen geweihten<br />
Kranz hin und stellten sich darein. Sie<br />
wollten reich werden und nicht mehr<br />
habernes Brot essen. Gerade läuteten die<br />
Nachtglocken zur Mette.<br />
Da war schon der böse Feind zur Stelle, er<br />
rollte ein glühendes Faß auf die zwei<br />
Glasmacher los. Der eine sprang in seiner<br />
Angst aus dem Kranz, und gleich holte sich<br />
ihn die Hölle. Der andere aber ließ sich<br />
durch nichts blenden und blieb unverzagt<br />
in dem heiligen Ring stehen. Der Teufel<br />
fuchtelte und funkelte noch eine Weile<br />
greulich um den Kranz herum, aber als der<br />
Glas-macher standhielt, mußte er ihm<br />
dienen und ihm eine Spitzkürbe voll Gold<br />
und Silber herzu schaffen.<br />
Die vertragene Bäurin<br />
Auf der Zahndhütte weit droben im<br />
Ossergebirg hauste ein grober Säufer, der<br />
lebte mit seiner Bäurin in Unfrieden und<br />
jagte sie alleweil in Nacht und Nebel<br />
hinaus, wenn er vom Bier kam. Einmal<br />
taumelte der Saufaus wieder mit einem<br />
unsinnigen Rausch daher, daß er die<br />
Zunge nicht heben konnte, und prügelte<br />
die Bäurin und stieß sie in die Finsternis<br />
hinaus. Gerade brauste die wilde Jagd<br />
vorüber, und das war ein Geigen und<br />
Blasen im Sturm, und die Jagd nahm das<br />
betrübte Weib hoch in die Luft mit über die<br />
Felsen und Tannenbäume und Schluchten<br />
und ließ sie weit, weit in Bayern in einem<br />
blutfremden Wald fallen, daß sie erst nach<br />
sieben Tagen Weg wieder heim kam. Das<br />
nahm sich der Zahndbauer zu Herzen, und<br />
von der Stunde an verstieß er sein Weib<br />
nimmer.<br />
Die Hüterin<br />
Am Veitelberg neben einer Wiese<br />
erhängte sich eine arme Sünderin. Ein<br />
paar Sommer nachher kamen die Mähder<br />
dorthin und mähten.<br />
Die Sonne stach scharf, und wie ihnen gar<br />
so heiß war, legten sie die Röcke ab und<br />
warfen sie gerade unter den Baum, wo das<br />
Weib sich aufgehängt hatte, und scherzten:<br />
"Gehängte, Gehängte, hüt uns die<br />
Röcke!" Hernach mähten sie weiter. Aber<br />
wie sie Feierabend machten und die<br />
Röcke holen wollten, da waren die Röcke<br />
in lauter kleine Fetzen zerrissen.<br />
Lebendig ins Grab<br />
Wie der grausame Schwed im Böhmerwald<br />
hauste, da mußten die Leute oft Hals<br />
über Kopf vor den Blut- und Feuerhunden<br />
davon tief in die abgelegenen Wälder<br />
hinein. Einmal flüchtete eine Schar auf der<br />
Eisenstraß das hohe Gebirg hinauf. Ein<br />
uraltes Weib lief auch mit, sie fürchtete<br />
sich um ihren bresthaften Leib. Aber ihre<br />
Füße konnten den gähen Hang nimmer<br />
weiter. Da begruben die andern die Alte bei<br />
lebendigem Atem, und auf ihr Grab setzten<br />
sie ein Kreuz mit der Schrift:<br />
Duck dich, Alte,<br />
duck dich, Alte,<br />
hast genug gelebt!<br />
Auch beim Hohen Stein gen die Ortschaft<br />
Freihöls ist ein Ähnliches geschehen. Dort<br />
schaufelte ein Zigeuner eine Grube und<br />
drückte seine Mutter hinein und schüttete<br />
Erde über sie. Er sagte: "Ergib dich,<br />
Mütterlein, du hast schon lang genug<br />
gelebt!" Sie war hundertfünf Jahre<br />
geworden. Alle Sommer kam eine junge<br />
Zigeunerin ins Land und putzte ihr das<br />
Grab mit Graslilien.<br />
Künische Schützen<br />
Die drei Frischbuben gössen in der Mettennacht<br />
Kugeln, sie gössen sie auf dem<br />
Gerüst ihres Stadels, und die Kugeln<br />
fehlten niemals das Ziel. Jetzt schössen<br />
die drei vom Frischhof bis zum weit<br />
abgelegenen Karlhanselhof und schössen<br />
dort dem Bauer einen bayrischen Sechser<br />
aus den Fingern. Sie schössen den Hahn<br />
im Hühnersteig mitten aus den Hennen<br />
heraus. Gar der Frisch Melches war ein<br />
fertiger Zauberer.<br />
Wie einmal Räuber in den Hof kamen, fror<br />
ihnen der Melches die Flinten an die Erde<br />
an, daß sie sie nimmer aufheben konnten<br />
und davonrennen mußten.<br />
Dazumal brachen auch die Schweden ins<br />
künische Land ein. Da schoß der Melches<br />
vom Stindelriegel über die Tannen und<br />
Felsen unglaublich weit auf den Hammerer<br />
Steig hinunter und schoß den<br />
Hauptmann, der eine Schärpe trag, mitten<br />
aus den Schweden heraus.<br />
Wie die Schweden weit und breit keinen<br />
Schützen sahen, glaubten sie, ein Feuer<br />
sei aus dem Himmel gefallen, und sie<br />
kehrten um und marschierten aus dem<br />
Land.<br />
Wegen ihrer Tapferkeit hatten die künischen<br />
Bauern große Rechte und Freibriefe.<br />
Sie waren nicht leibuntertan, sie zahlten<br />
geringe Steuern, sie durften ohne Erlaubnis<br />
der Obrigkeit heiraten und brauchten<br />
keinen Militärsmann zu stellen. Das<br />
närrische Jahr 1848 brachte sie um<br />
manche Freiheit. Aber künisch Bauernrecht<br />
steht noch in Prag in den Büchern<br />
aufgeschrieben mit goldenen Buchstaben.<br />
Holzfuhrleute<br />
Der Röderbauer auf der Eisenstraß wollte<br />
eine neue Scheuer aufrichten. Wie sich die<br />
Zimmerleute in seinem Hof einstellten,<br />
wunderten sie sich, daß das Bauholz noch<br />
nicht da war. Aber der Bauer lachte: "Laßt<br />
es nur gut sein, morgen ist Holz da, so viel<br />
ihr wollt.<br />
Legt euch schlafen, und wenn ihr in der<br />
Nacht etwas hört, so druckt die Augen zu<br />
und rührt euch nit!" In selbiger Nacht<br />
hörten die Zimmerleute draußen im Hof<br />
einen schrecklichen Lärm, als ginge die<br />
Welt unter; es rauschte und krachte und<br />
brixte und knallte mit Geißeln.<br />
Keiner traute sich hinaus zu schauen. In<br />
der Früh lag der ganze Hof voller Holz,<br />
aber die Bäume lagen da samt Laub und<br />
Ästen und Wurzeln, wie die wilden<br />
Fuhrleute sie aus dem Berg gerissen<br />
hatten.
Vampirglauben gibt es fast überall auf<br />
der Welt, sogar in China. Besonders<br />
ausgeprägt entwickelte er sich in<br />
Osteuropa. Die Furcht vor Untoten, die<br />
ihre unheilvolle Macht über die<br />
Lebenden ausübten, führte zu dem<br />
Aberglauben.<br />
Aus uralter Zeitkommend erleben sie<br />
aktuell einen neuen Boom: Die<br />
lichtscheuen Wesen, die uns nach Blut<br />
und Leben trachten, scheinen tatsächlich<br />
unsterblich. Früher Inbegbriff<br />
aus dem Reich des Bosen, kommen sie<br />
derzeit gut weg. Von den Zähnen mal<br />
a b g e s e h e n , w i r k e n s i e i m m e r<br />
attraktiver.<br />
Der Vampir ist und bleibt unsterblich.<br />
Kaum ein Geschöpf hat die Aufmerksamkeit<br />
so sehr auf sich gezogen<br />
wie der untote Blutsauger. Und kaum<br />
Mythologie der<br />
Blutsauger<br />
ein Wesen ist so<br />
umgeben von<br />
M y t h e n u n d<br />
Legenden. Bis<br />
h e u t e f a s z i -<br />
nieren Vampire<br />
in zahlreichen<br />
Ve r f i l m u n g e n<br />
und Büchern,<br />
allen voran Graf<br />
Dracula. 1897<br />
v o m i r i s c h e n<br />
S c h r i f t s t e l l e r<br />
B r a m S t o k e r e r -<br />
schaffen, wurde der<br />
blutrünstige Graf<br />
aus Trans-silvanien<br />
zum bekanntesten<br />
aller Vampire. Bis heute prägt Stokers<br />
literarische Schöpfung unsere Vorstellung<br />
von Vampiren.<br />
Mythen und Legenden<br />
Dracula war nicht der Anfang. Schon<br />
seit frühester Zeit finden sich in nahezu<br />
allen Kultur-kreisen der Erde ähnliche<br />
oder mit dem Vampir verwandte<br />
Vorstellungen. So ist die Furcht vor<br />
blutsaugenden Ungeheuern und Geistern<br />
auch in den Mythen und Sagen<br />
Asiens, Afrikas und Südamerikas zu<br />
finden. Die indische Göttin Kali<br />
etwa schlug der Legende nach<br />
einem unbesiegbaren Dämon den<br />
Kopf ab und trank das herausfließende<br />
Blut.<br />
Vampirologe und Mythenforscher<br />
Hans Meurer betont: "Der antike<br />
Volksglaube kannte eine große<br />
Zahl blutrünstiger Ungeheuer.<br />
N e b e n d e r G ö t t i n K a l i , d i e<br />
durchaus vampirische Züge hatte,<br />
hatte zum Beispiel auch bei den<br />
Azteken Blut einen großen Wert.<br />
Einzig Blut galt als angemessene<br />
Nahrung für ihre Götter". Die<br />
blutsaugenden Monster existierten<br />
jedoch oft als gesichtslose<br />
Fabelwesen, sie waren keine<br />
konkreten Persönlichkeiten wie im<br />
heu-tigen Vampirglauben.<br />
Auch in Europa gab es Mythen und<br />
Legenden um verschiedene Dämonen,<br />
die ebenfalls viele Ähnlichkeiten mit<br />
dem Vampir aufwiesen. Hier jedoch<br />
fehlte den meisten die entscheidende<br />
Vampireigenschaft: Sie raubten kein<br />
Blut. Erst später mischten sich diese<br />
europäischen Dämonen mit der Figur<br />
des orientalisch-antiken Blutsaugers.<br />
Seit dem 18. Jahrhundert verbreitete<br />
sich der Vampirmythos schließlich vom<br />
Balkan aus nach ganz Ost- und Mitteleuropa.<br />
Während im Volksglauben<br />
ein Vampir nicht unbedingt auch ein<br />
Blutsauger sein musste, festigte sich<br />
genau dieses Bild durch Literatur und<br />
später auch durch Filme.<br />
Ursachen des Vampirglaubens<br />
Menschen suchten schon immer nach<br />
Dämonen, die ihre Urängste und verborgenen<br />
Wünsche zum Ausdruck<br />
bringen. Wir versuchen Unerklärliches<br />
durch fiktive dämonische Wesen zu<br />
erklären. Auch der Vampir ist solch ein<br />
Mittel zum Zweck. Der Vampirmythos<br />
hängt eng mit Volksglauben und<br />
Religionsgeschichte zusammen. Religion<br />
spaltet in Gut und Böse. So<br />
wurden etwa Verstorbene auf-grund<br />
von Schuld, die sie zu Lebzeiten auf<br />
FÜRST VLAD III. DRACLEA<br />
(1431 - 1476 ließ angeblich Zehntausende<br />
durch Pfählung hinrichten
sich geladen hatten, als Untote angesehen,<br />
die in einer Zwischenwelt<br />
umherirrten. Diese Bösen existierten<br />
als Gegenbild zu den Guten, zum<br />
Beispiel den Engeln. Denn im Mittelalter<br />
war es vollkommen unstrittig,<br />
dass es neben Schutzengeln auch<br />
Dämonen gab. "Bis etwa 1750 waren<br />
Wiedergänger wichtiger Gegenstand<br />
seriöser - religiöser und philosophischer<br />
- Forschung", erklärt Historiker<br />
Hans Meurer. "Selbst als sich im 18.<br />
Jahrhundert die Auf-klärung schon<br />
durchgesetzt hatte, fanden Menschen<br />
scheinbare Vampire in der Erde". Diese<br />
TRANSSILVANIEN<br />
Schloss Bran im rumänischen<br />
Siebenbürgen soll Draculas<br />
Residenz gewesen sein<br />
ängstigten die Welt noch m e h r<br />
und bestätigten - trotz Auf-klärung - die<br />
Unerklärbarkeit von diversen Phänomenen.<br />
Der Aberglaube blühte. "Und<br />
blüht immer noch", davon ist Mythenforscher<br />
Meurer überzeugt: "Unsere<br />
Ratio macht ja nur einen kleinen<br />
Teil unseres Seins aus. Wer sich<br />
umschaut, bemerkt, wie viel Aberglaube<br />
auch heutzutage noch in uns<br />
steckt. Wer singend in den Keller geht<br />
oder einen Talismann mit sich<br />
herumträgt, der kann nicht behaupten,<br />
Aber-laube wäre Vergangenheit.“<br />
Viele der fiktionalen Elemente in<br />
Stokers Roman basieren auf realen<br />
Personen und Orten. So lieferte Fürst<br />
Vlad Tepes, auch Vlad<br />
D r a c u l e a ( " S o h n d e s<br />
Drachen") genannt, die<br />
historische Vorlage für Graf<br />
Dracula. Vlad Tepes ging als<br />
grausamer Fürst mit dem<br />
Beinamen "Der Pfähler" in<br />
die Geschichte der Walachei<br />
ein. Fast 24.000 Türken soll<br />
er im 15. Jahrhundert gepfählt<br />
haben.<br />
Und obwohl Stoker nie in<br />
Transsilvanien war, wählte<br />
er auch diese Region nicht<br />
zufällig aus:<br />
In den Ostländern<br />
war<br />
der Vampirglauben<br />
sehr<br />
l e b e n d i g .<br />
M e n s c h e n<br />
gingen davon<br />
aus, dass die<br />
Toten unverwest<br />
blieben, bis sie ihre<br />
Sünden verbüßt hatten.<br />
Zudem sorgten die nat<br />
ü r l i c h e n G e g e b e n -<br />
heiten wie Klima und<br />
Beschaffenheit der Erde<br />
dafür, dass die Toten<br />
noch lange unverwest<br />
erhalten blieben. Vor<br />
allem an der ungarischen<br />
Grenze gibt es<br />
einen besonderen Bodenbelag, der die<br />
Leichen erhält und so aussehen lässt,<br />
als seien sie Vampire. Gefolgt von zahlreichen<br />
Hollywood-Produktionen und<br />
Filmvariationen hat sich Stokers<br />
Vampirfigur immer weiter verfestigt.<br />
Die Legenden haben passive Schutzmaßnahmen<br />
gegen Vampire vorgesehen,<br />
von denen einige im 18. Jahrhundert<br />
durchaus Anwendung gefunden<br />
haben. So sollen Knoblauch und<br />
Darstellungen eines Kruzifix der Abschreckung<br />
dienen.<br />
Nach einer experimentellen Studie mit<br />
Blutegeln wurde jedoch die dem<br />
K n o b l a u c h z u g e s c h r i e b e n e<br />
Wirksamkeit in Frage gestellt. Ferner<br />
soll Weihwasser Vam-piren Schaden<br />
z u f ü g e n . Vo r a l l e m L e t z t e r e s<br />
unterstreicht die Vorstellung vom<br />
„dämonischen Charakter“ eines<br />
Vampirs. Möglichkeiten, einen Vampir<br />
zu vernichten, seien das Köpfen und<br />
vor allem das Pfählen (Schlagen eines<br />
Holzpflocks mitten durchs Herz).<br />
In manchen Darstellungen führt das<br />
Pfählen allerdings lediglich zu einer Art<br />
Totenstarre, die durch das Hinausziehen<br />
des Pflocks wieder beendet<br />
werden kann. Auch eine kombinierte<br />
Methode aus diesen beiden Praktiken<br />
(Köpfen und Pfählen) soll verhindern,<br />
dass der Vampir als Untoter zurückkehrt.<br />
Bei die-ser Methode wird der<br />
Vampir gepfählt und der Kopf der<br />
Kreatur mit dem Spaten eines Totengräbers<br />
abgetrennt. Daraufhin wird der<br />
Mund des Toten mit Knoblauch gefüllt.
ALT EGER
Gesundheit aus Großmutter´s Kräutergarten<br />
Cholesterin als fetter Seefisch. Schon<br />
eine Handvoll Walnüsse (rund 30 Gramm)<br />
am Tag reichen dazu.<br />
Doch Vorsicht: Durch den hohen Fettgehalt<br />
sind Nüsse sehr kalorienreich. Die<br />
empfohlene tägliche Menge von 30<br />
Gramm ist aber vertretbar: 200 Kalorien<br />
(kcal) liefert dieser Portion. Hundert<br />
Gramm der leckeren Nüsse kommen auf<br />
über 650 kcal.<br />
Gesunde Walnüsse gegen<br />
Arteriosklerose und<br />
Herzinfarkt<br />
Gesunde Walnüsse: Vier<br />
Gründe, sie öfter zu<br />
knabbern<br />
Walnüsse haben es in sich: Die ernährungsmedizinische<br />
Forschung hat mindestens<br />
vier Gründe zutage gefördert,<br />
öfter mal eine Handvoll davon zu<br />
knabbern. Wir stellen die Ergebnisse vor<br />
und verraten, wie viele Kalorien Walnüsse<br />
haben und ob sie dick machen.<br />
Walnüsse enthalten viele gesunde<br />
Fettsäuren, die sich aber nicht in<br />
Bauchspeck niederschlagen.<br />
Knackig, lecker und gesund: Walnüsse<br />
genießen wir das ganze Jahr über. In<br />
unseren Breiten reifen sie etwa Ende<br />
September bis Mitte Oktober. Die<br />
Einzigartigkeit gegenüber anderen<br />
Nusssorten beruht auf der besonderen<br />
Zusammensetzung der enthaltenen<br />
Fette. Die Walnuss ist<br />
besonders reich an lebensnotwendigen,<br />
mehrfach<br />
ungesättigten Fettsäuren.<br />
Zum Beispiel<br />
besitzt sie unter allen<br />
Nüssen den höchsten<br />
Gehalt an Alpha-Linolensäure.<br />
Walnüsse sind<br />
Pflanzenmedizin – und<br />
sehr gehaltvoll<br />
Außerdem ist das Verhältnis der<br />
herzgesunden Fettsäuren Alpha-<br />
Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) und<br />
Alpha-Linolsäure (Omega-6-Fettsäure)<br />
zueinander mit eins zu vier ideal. Hundert<br />
Gramm Walnüsse enthalten neun Gramm<br />
Alpha-Linolensäure. Walnüsse senken<br />
sogar stärker das "schlechte" LDL-<br />
Die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren im<br />
Blut ist in vielen Untersuchungen<br />
nachgewiesen worden. Sie senken den<br />
Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel<br />
deutlich und hemmen Entzündungen in<br />
den Arterien. Die Durchblutung in den<br />
Gefäßen wird insgesamt verbessert. Die<br />
Gefahr von Arteriosklerose und Herz-<br />
Kreislauf-Krankheiten sinkt, ähnlich wie<br />
durch den Genuss von Leinsamen und<br />
Leinöl.<br />
Walnuss in der Küche<br />
vielseitig verwendbar<br />
Abgesehen von den Fettsäuren haben<br />
Walnüsse aber noch weit mehr gesunde<br />
Inhaltsstoffe zu bieten, etwa Kalium, Zink,<br />
Pantothensäure und zahlreiche Vitamine.<br />
Weil die Walnuss so fettreich ist, liefert sie<br />
pro Hundert-Gramm-Portion gut 660<br />
Kilokalorien. Auch deshalb gilt die<br />
Empfehlung, nur eine Handvoll der<br />
gesunden Nüsse als Snack zu sich zu<br />
nehmen. Die Gerbstoffe in Schale und<br />
Blättern sollen als Naturheilmittel gegen<br />
verschiedene Hautleiden wie Akne und<br />
Ekzeme helfen.<br />
Walnüsse finden in nahezu jeder Art von<br />
Speise Verwendung. Sei es Panade oder
Walnüsse<br />
Fleischersatz, als schmackhafte Zutat in<br />
Aufläufen und in Pasta, Salaten, Suppen<br />
und Desserts oder natürlich in Brot,<br />
Kuchen und Plätzchen. So ist eine<br />
Versorgung mit den gesunden Inhaltsstoffen<br />
das ganze Jahr über sicher<br />
gestellt. Im Lebensmitteleinzelhandel<br />
findet der Verbraucher meist große<br />
Walnüsse aus Kalifornien, die etwa 75<br />
Prozent unseres Bedarfs abdecken.<br />
Walnuss-Schimmel kann<br />
gefährliches Aflatoxin<br />
produzieren<br />
Herkunft und Lagerung sind bei<br />
Walnüssen besonders wichtig, denn<br />
wenn sie schimmeln, entsteht das<br />
gefährliche Aflatoxin. Daher ist es wichtig,<br />
Walnüsse luftig zu lagern und zügig zu<br />
verbrauchen. Ist Schimmel sichtbar,<br />
besser gleich die ganze Nuss wegwerfen.<br />
Geöffnete Packungen mit bereits geschälten<br />
Walnusskernen sollte man<br />
innerhalb von vier Wochen aufessen.<br />
Ein besonderer Genuss sind grüne<br />
Walnüsse, die frisch gepflückt oder unter<br />
dem Baum gesammelt werden. Von ihnen<br />
lässt sich noch die bittere, gelbe Haut<br />
entfernen, die den Kern umhüllt und nach<br />
dem Trocknen nicht mehr abzulösen ist.<br />
Beim Verarbeiten von grünen Walnüssen<br />
aber unbedingt Handschuhe tragen: Die<br />
Gerbstoffe der Walnuss färben intensiv<br />
und langanhaltend braun, weshalb sie<br />
sogar als natürliches Haarfärbemittel<br />
dienen.<br />
Wissenschaftliche Belege:<br />
So gesund ist die Walnuss<br />
wirklich<br />
Walnüsse können durch ihre wertvollen<br />
Inhaltsstoffe auch für unsere Gesundheit<br />
sehr viel tun, wie zahlreiche Studien<br />
zeigen. Sie regelmäßig zu knabbern,<br />
kann die Denkleistung ankurbeln, das<br />
Herz schützen – und sogar Krebs<br />
hemmen. Und bei all dem machen<br />
gesunde Walnüsse nicht einmal dick –<br />
obwohl sie mehrfach ungesättigte<br />
Fettsäuren in hoher Konzentration<br />
enthalten.<br />
1. Walnüsse senken das<br />
Risiko fürs metabolische<br />
Syndrom<br />
Erhöhte Blutfette, hohe<br />
Blutzuckerwerte, Bluthochdruck<br />
und Übergewicht<br />
mit großem<br />
Bauchumfang – dieses<br />
"tödliche Quartett" wird<br />
metabolisches Syndrom<br />
genannt. In Deutschland<br />
sind schätzungsweise<br />
zwölf Millionen Menschen<br />
davon betroffen.<br />
Eine mediterrane Kost,<br />
ergänzt durch Nüsse –<br />
vornehmlich Walnüsse<br />
–, kann dabei helfen, diese vier<br />
Risikofaktoren zu reduzieren. Das ist das<br />
Ergebnis einer groß angelegten Studie an<br />
zehn spanischen Universitäten.<br />
Selbst Menschen mir Diabetes profitieren<br />
von gesunden Walnüssen: In einer<br />
Langzeit-Studie nahmen übergewichtige<br />
Typ-2-Diabetiker entweder eine fettarme<br />
Diät oder eine fettarme Diät mit<br />
Walnüssen zu sich. Ergebnis: Die<br />
Walnussgruppe nahm mehr ungesättigte<br />
Fettsäuren auf, dadurch verbesserte sich<br />
ihr Nüchternblutzucker erheblich.<br />
2. Gesunde Walnüsse<br />
verlangsamen das<br />
Krebswachstum<br />
Die Omega-3-Fettsäuren sind aber nicht<br />
der einzige Trumpf der Walnuss. Die<br />
gesunden Walnüsse sind eine der<br />
wichtigsten pflanzlichen Quellen für<br />
Antioxidantien, denen eine große Rolle<br />
bei der Bekämpfung von schweren<br />
Erkrankungen wie Krebs oder Arteriosklerose<br />
zugeschrieben wird.<br />
Die amerikanische Forscherin<br />
Elaine Hardman untersuchte<br />
erstmals, ob Walnüsse das<br />
Krebswachstum beeinflussen.<br />
Ergebnis: Der Brustkrebs<br />
entwickelt sich bei der mit<br />
Walnüssen gefütterten Mausgruppe<br />
erheblich langsamer<br />
als bei Tieren, deren Ernährung<br />
den bei uns üblichen<br />
Ernährungsgewohnheiten<br />
entsprach. Mehrere gesunde<br />
Bestandteile der Walnuss<br />
könnten dafür verantwortlich sein:<br />
Omega-3-Fettsäuren hemmen das Tumorwachstum<br />
nachweislich, Antioxidantien<br />
verlangsamen es.<br />
3. Walnüsse senken den<br />
Cholesterinspiegel<br />
Auch die Harvard Universität konnte<br />
bestätigen, dass Walnüsse das Cholesterin<br />
senken – und dabei das Gewicht<br />
dennoch nicht beeinträchtigen. Eine<br />
Ernährung ergänzt durch Walnüsse senkt<br />
das Gesamtcholesterin und vor allem das<br />
"schlechte" LDL-Cholesterin. Damit lässt<br />
sich das Risiko für Herz-Kreislauf-<br />
Krankheiten verringern. Dieser positive<br />
Effekt wird durch eine Auswertung<br />
mehrerer Studien der Harvard-Universität<br />
bekräftigt.<br />
Ebenso andere Risikofaktoren wie<br />
Entzündungsparameter nahmen die<br />
Forscher unter die Lupe und stellten<br />
nachweislich Verbesserungen durch<br />
Walnüsse fest. Besonders überraschend<br />
war dabei, dass die Walnuss essenden<br />
Studienteilnehmer nicht zunahmen, trotz<br />
des hohen Fettgehalts der Nüsse. Im<br />
Gegenteil, manchmal nahmen sie sogar<br />
etwas ab. Auch das spricht für Walnüsse<br />
als Bestandteil einer herzgesunden,<br />
körperbewussten Ernährung.<br />
4. Walnüsse – gesundes<br />
Futter für die grauen Zellen<br />
Neue Tierstudien zeigen, dass eine<br />
Ernährung mit sechs Prozent Walnussanteil<br />
den geistigen und motorischen<br />
Leistungsabfall im Alter umkehrt. Die<br />
Forscher schlussfolgern, dass Walnüsse<br />
als Snack die gesunde Lebensdauer<br />
erhöhen. Dafür könnten verschiedene<br />
bioaktive Inhaltsstoffe der Walnüsse<br />
verantwortlich sein. Der Walnussanteil im<br />
Futter entspricht bei Menschen etwa 30<br />
Gramm Walnüssen pro Tag. Diese Menge<br />
steckt in einer Handvoll der gesunden<br />
Kerne.
Was sind Geoparks?<br />
GEOPARK Bayern-Böhmen<br />
- Aufbruch ins Erdinnere<br />
Eine Zeitreise zu den erdgeschichtlichen<br />
Anfängen Europas? Zurück in<br />
die Zeit, in der die Dinosaurier die Erde<br />
beherrschten oder Vulkane die Landschaft<br />
prägten? Die Ursachen bizarrer<br />
Felsformationen kennen lernen und<br />
beeindruckende Geotope erforschen?<br />
Kaum eine andere Region in Europa<br />
bietet dazu vergleichbare Möglichkeiten<br />
wie der grenzüberschreitende<br />
Geopark Bayern-Böhmen, der sich auf<br />
bayerischer Seite über das Fichtelgebirge,<br />
die Fränkische Schweiz und<br />
den Oberpfälzer Wald erstreckt. In<br />
Tschechien reicht das Gebiet der<br />
Partner-Geoparks Egeria und Geoloci<br />
von Karlovy Vary bis Stříbro.<br />
Mehr als 600 Millionen Jahre Erdgeschichte<br />
werden im Bayerisch-Böhmischen<br />
Geopark in einzigartigen Geotopen<br />
lebendig. Der Geopark erklärt<br />
anschaulich die Entstehung der geologischen<br />
Besonderheiten, egal ob mit<br />
Lehr- und Erlebnispfaden, Museen,<br />
Besucherhöhlen und –bergwerken<br />
oder in den Geopark-Info-stellen und<br />
ganz besonders bei geführten Touren<br />
mit den „Geoparkrangern“.<br />
Allgemein verständlich und unterhaltend<br />
begleiten diese speziell<br />
ausgebildeten Naturführer ihre Gäste<br />
auf spannende Entdeckungsreisen<br />
durch die geologische Vergangenheit<br />
Europas und lassen auch die jeweilige<br />
Geschichte, Kultur, Natur sowie Sagen<br />
und Mythen nicht zu kurz kommen.<br />
Während der Saison von April bis<br />
Oktober finden täglich mehrere Touren<br />
im gesamten Gebiet statt. Zusätzlich<br />
kann jede Führung auch zum Wunschtermin<br />
in der Geopark-Geschäftsstelle<br />
gebucht werden. Die Touren decken ein<br />
breites Themenspektrum ab, egal ob<br />
Naturfreund, Radfahrer oder sogar<br />
Literaturliebhaber, für jeden ist mit<br />
Sicherheit das Richtige dabei.<br />
Der Geopark mit seinen zahlreichen<br />
spektakulären Naturdenkmälern und<br />
Geotopen wurde im Jahr 2010 als<br />
„Nationaler Geopark“ zertifiziert. Diese<br />
Auszeichnung unterstreicht die Besonderheit<br />
der Region und ihrer Natur-<br />
Attraktionen.<br />
Wussten Sie schon, dass sich von den<br />
hundert schönsten Geoto-pen Bayerns<br />
sechzehn im Gebiet des Geoparks<br />
b e f i n d e n ? A u c h d r e i N a t i o n a l e<br />
Geotope, die Felsburg Tüchersfeld bei<br />
Pottenstein, das Felsenlabyrinth der<br />
Luisenburg in Wunsiedel und der<br />
Basaltkegel Hoher Parkstein, findet<br />
man im Geopark. Unter dem Motto<br />
„Aufbruch ins Erdinnere“ lädt dieser<br />
ein, die einzigartigen Natur-denkmäler<br />
zu entdecken. Das Veranstaltungsprogramm<br />
und viele weitere Informationen<br />
zum Geopark sind bei jeder Touristinformation<br />
oder im Internet unter<br />
www.geopark-bayern.de erhältlich.<br />
Kontakt:<br />
Geschäfts- und Koordinierungsstelle<br />
GEOPARK Bayern-Böhmen<br />
info@geopark-bayern.de<br />
Tel.(09602) 9 39 81 66<br />
Fax (09602) 9 39 81 70<br />
Marktplatz 1 D-92711 Parkstein<br />
www.geopark-bayern.de<br />
Vorsitzender des Vereins:<br />
Landrat Dr. Karl Döhler<br />
Jean-Paul-Straße 9, 95632 Wunsiedel<br />
Sitz des Vereins:<br />
GEOPARK Bayern-Böhmen e. V.<br />
Marktplatz 1, D-92711 Parkstein<br />
Geschäftsführer: Thomas Edelmann<br />
Projektleiter: Dr. Andreas Peterek<br />
Internet: www.geopark-bayern.de<br />
Bankverbindung Sparkasse<br />
Hochfranken BLZ: 780 500 00<br />
Kontonummer: 222 019 150<br />
Geoparks sind großräumige Regionen,<br />
in denen im besonderen Maße dem<br />
Besucher die Bedeutung und die enge<br />
Beziehung zwischen den geologischen<br />
Gegebenheiten, der früheren und<br />
heutigen Landnutzung sowie der<br />
Wirtschafts- und Kulturgeschichte des<br />
Raumes bewusst und erlebbar gemacht<br />
werden kann. Geoparks tragen<br />
damit der Tatsache Rechnung, dass in<br />
den letzten Jahren das öffentliche<br />
Interesse an geowissenschaftlichen<br />
Themen enorm gestiegen ist, und dass<br />
andererseits ein nachhaltiger Umgang<br />
mit den begrenzten Ressourcen<br />
unseres Planeten dringlicher ist denn<br />
je.<br />
Im Konzept des Geoparks verbinden<br />
sich die Ziele des Natur- und Umweltschutzes,<br />
die Wahrung unseres geologischen<br />
Erbes und eine verbesserte<br />
geowissenschaftliche Bildung mit der<br />
Förderung der regionalen Wirtschaftsund<br />
Tourismusentwicklung. Es wird<br />
daher derzeit weltweit in zahlreichen<br />
Projekten umgesetzt. Unterstützt wird<br />
die Bildung von Geoparks seit Juni<br />
2001 durch die Organisation der<br />
Vereinten Nationen für Erziehung,<br />
Wissenschaft und Kultur (UNESCO),<br />
insbesondere im Hinblick auf den Ausbau<br />
eines weltweiten UNESCO-Geopark<br />
Netzwerkes. Bereits seit 1972 gibt<br />
es die UNESCO-Konvention zum<br />
Schutz des Kultur- und Naturerbes, die<br />
Denkmäler und Naturlandschaften von<br />
herausragender Bedeutung für die<br />
gesamte Menschheit zum Gegenstand<br />
hat, und der bisher 147 Staaten beigetreten<br />
sind. Über einen derartigen<br />
Schutzstatus verfügen Geoparks<br />
jedoch nicht. Sie dienen vorrangig dem<br />
besseren Verständnis für das System<br />
Erde sowie dem nachhaltigen Umgang<br />
mit ihren Ressourcen.<br />
Geoparks zeichnen sich insbesondere<br />
durch ihre geologischen Sehenswürdigkeiten<br />
(Geotope) aus, die von herausragender<br />
geowissenschaftlicher<br />
Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit<br />
sind oder repräsentative Bestandteile<br />
der Landschaft oder deren geologischer<br />
Entstehungsgeschichte darstellen.<br />
In vielen Fällen werden dazu in<br />
gemeinsamen Initiativen von Geopark-<br />
Beteiligten, Natur- und Umweltschutzbehörden<br />
und -verbänden
Burg Loket Tschechien<br />
verwachsene Geotope wieder zugänglich<br />
gemacht und zum Beispiel mit Hilfe<br />
informativer Schautafeln allgemeinverständlich<br />
erläutert. Zusätzlich zu<br />
den Geotopen sollen Geoparks auch<br />
archäologische, ökologische, historische<br />
und kulturelle Sehenswürdigkeiten<br />
enthalten. Innerhalb eines<br />
Geoparks sind die Sehenswürdigkeiten<br />
sowie Museen, Besucherbergwerke,<br />
Erlebnispfade sowie die Möglichkeiten<br />
zur Besichtigung von Natursteinwerken<br />
etc. eng miteinander vernetzt.<br />
Darüber hinaus besteht ein reichhaltiges<br />
Angebot an individuellen und<br />
geführten Exkursionen zu verschiedenen<br />
geowissenschaftlichen Themen.<br />
Nationaler GeoPark<br />
Um die verschiedenen Geopark-<br />
Initiativen in Deutschland zu bündeln,<br />
wurde im Jahr der Geowissenschaften<br />
2002 das Prädikat "Nationaler Geo-<br />
Park" eingeführt. Mit diesem 2003<br />
erstmals vergebenen Prädikat wird im<br />
Einvernehmen mit dem Bundesministerium<br />
für Bildung und Forschung<br />
(BMBF) das Logo "planeterde® - Welt<br />
der Geowissenschaften" durch die<br />
Alfred-Wegener-Stiftung (AWS) für<br />
jeweils fünf Jahre verliehen. Über die<br />
Vergabe entscheidet eine aus elf Mitgliedern<br />
bestehende Expertengruppe<br />
nach bundesweit einheitlichen Richtlinien.<br />
Eine Vergabe für jeweils fünf<br />
Jahre soll sicherstellen, dass ein mit<br />
dem Prädikat ausgezeichneter Nationaler<br />
GeoPark auch langfristig die<br />
gestellten Qualitätsansprüche erfüllt<br />
und sich lebendig weiterentwickelt.<br />
Derzeit sind in Deutschland die nachfolgend<br />
genannten Geoparks als<br />
Nationale GeoParks zertifiziert; für den<br />
bayerischen Anteil des Bayerisch-<br />
Böhmischen Geoparks wird ein<br />
entsprechender Antrag im Herbst 2006<br />
gestellt werden.<br />
Bisherige Nationale GeoParks in<br />
Deutschland:<br />
Bergstraße-Odenwald,<br />
Teilgebiet Braunschweiger Land des<br />
Geoparks Harz – Braunschweiger<br />
Land – Ostfalen,<br />
Mecklenburgische<br />
Eiszeitlandschaft,<br />
Schwäbische Alb,<br />
Vulkanland Eifel,<br />
Nördlinger Ries.<br />
Gsteinigt bei Arzberg<br />
Tuechersfeld<br />
Geoparkranger im Waldnaabtal<br />
Geoparkranger Steinbruch Schicker<br />
Geotopweg
Point<br />
Yello<br />
Ein Yello-Album ist eine klingende Fahrt ins Blaue. Wir wissen, wo<br />
die Reise beginnt, aber wir haben keine Ahnung, wo sie aufhören<br />
wird. Das war schon immer so, und ist auch mit dem neuesten<br />
Wurf, genannt »Point«, nicht anders. Dieter Meier und Boris Blank<br />
– ein Songschreiber-Duo, wie es von Hergé (Tim & Struppi)<br />
erfunden sein könnte. Dem einen, Blank, kommen die Melodien<br />
im Traum, die den anderen, Meier, in einen Rausch stürzen, der<br />
ihn wilde Dada-Geschichten in die Schreibmaschine hämmern<br />
lässt. Dem einen, Blank, ist es am wohlsten in der Klause seines<br />
Studios. Der andere, Meier, ist mit Siebenmeilenstiefeln auf der<br />
ganzen Welt unterwegs. Seit vierzig Jahren machen die beiden<br />
zusammen Musik. Von Altersweisheit keine Spur.<br />
Kitsch<br />
Annett Louisan<br />
Annett Louisan ist zurück! Ein Jahr nach der Veröffentlichung<br />
ihres siebten Studioalbums „Kleine große Liebe“ beglückt die<br />
Sängerin ihre Fans nun mit ihrem zweiten Coveralbum<br />
„Kitsch“ mit 15 wunderschönen Neuinterpretationen<br />
weltbekannter Hits. Dass sie ein Gespür für eine großartige,<br />
wenn auch untypische Songzusammenstellung hat, zeigte<br />
die 43-Jährige Künstlerin bereits mit ihrem 2016<br />
erschienenen Coveralbum „Berlin – Kapstadt – Prag“ und<br />
beweist dies mit „Kitsch“ nun erneut! Angefangen mit<br />
Megahits wie „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer<br />
und „I Want It That Way“ von den Backstreet Boys, über<br />
„Bitter Sweet Symphony“ von The Verve, „Friday I´m In Love“<br />
von The Cure oder etwa „Torn“ von Ednaswap umspannt<br />
Annett Louisans neuestes Werk die letzten Jahrzehnte<br />
Musikgeschichte - und verleiht den bekannten Songs mit<br />
ihrer einzigartigen Stimme ihre ganz eigene Note.<br />
Rough and Rowdy Ways<br />
Bob Dylan<br />
Bob Dylan ist zurück. Die Folk- und Rockikone<br />
veröffentlicht <strong>2020</strong> ihr neues, mittlerweile 39.<br />
Studioalbum. »Rough And Rowdy Ways« heißt der mit<br />
Spannung erwartete Nachfolger des 3-fach-Coveralbums<br />
»Triplicate« aus 2017 und gleichzeitig das erste Album mit<br />
neuem Material seit »Tempest«, das bereits vor acht<br />
Jahren erschien. Bei »Rough And Rowdy Ways« handelt<br />
es sich um ein Doppelalbum. Mit den Singles »Murder<br />
Most Foul«, »I Contain Multitudes« und »False Prophet«<br />
gab es bereits drei Höreindrücke.
Reinhard Friedrich Michael Mey,<br />
geboren * 21. Dezember 1942 in<br />
Berlin, ist ein deutscher Musiker<br />
und ein Hauptvertreter der<br />
deutschen Liedermacher-Szene.<br />
Seine Pseudonyme sind Frédérik<br />
Mey (in Frankreich), Alfons<br />
Yondraschek und Rainer May.<br />
Leben<br />
Mey besuchte in Berlin das Französische Gymnasium, an<br />
welchem er 1963 erfolgreich das französische Baccalauréat<br />
und das deutsche Abitur absolvierte. Im Anschluss daran<br />
schloss er eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Schering AG Berlin ab. Das danach begonnene<br />
Betriebswirtschaftslehre-Studium an der TU Berlin brach Mey nach sechs Semestern ab, um sich ganz der<br />
Liedermacherei zu widmen.<br />
Heute lebt Reinhard Mey mit seinen zweiten Ehefrau in Berlin-Frohnau. Zwei gemeinsamen Söhne und eine<br />
Tochter sind aus dieser Ehe hervorgegangen. In der TV-Sendung "Beckmann" teilte Mey im September 2009<br />
mit, dass sein zweiter Sohn Maximilian im März 2008 ins Wachkoma gefallen sei.<br />
Karriere<br />
Mey brachte von 1967 bis 2013 insgesamt 26 Studioalben heraus, dazu kommen 13 veröffentliche Live-<br />
Platten sowie unzählige Sampler, Singles und DVDs - und das allein in Deutschland.<br />
Doch auch in Frankreich und den Niederlanden kann er große Erfolge feiern: 7 Frédérik-Mey-Alben und 2<br />
Live-LPs erschienen in französischer Sprache und einige seiner Texte sind sogar in französischen<br />
Schulbüchern zu finden. Seine einzige Doppel-Platin-Platte erschient 1975 auf niederländisch unter dem<br />
Titel "Als de dag van toen ("Wie vor Jahr und Tag")"<br />
1970 versuchte er mit "One Vote for Tomorrow" in Großbritannien an seine anderen Erfolge im Ausland<br />
anzuknüpfen, der Versuch schlug jedoch fehl.<br />
Das wohl bekannteste Lied Meys stammt aus dem Jahr 1974 und trägt den Titel "Über den Wolken". Bei der<br />
vom ZDF veranstalteten Wahl der 100 besten Lieder des Jahrhunderts erreichte das Lied den 4. Platz und<br />
verfehlte die Top 3 damit nur knapp. Platz eins der deutschen Albumcharts erreichte Mey in den Jahren 1972<br />
mit "Mein achtel Lorbeerblatt", 2007 mit "Bunter Hund" und 2013 mit "Dann mach's gut".
BÜ<br />
CHE<br />
R ECKE<br />
Biss zur Mitternachtssonne<br />
Die weltberühmte Liebesgeschichte endlich aus Edwards Sicht<br />
Bella und Edward Band 5<br />
Stephenie Meyer<br />
Endlich Neues von Biss-Autorin Stephenie Meyer. Ihre TWILIGHT-<br />
Liebesromane standen über Wochen auf den Spiegel-Bestsellerlisten.<br />
Millionen von Leser*innen haben sich mit Bella in Edward verliebt. Jetzt<br />
nimmt Edward sie mit in die Tiefen seiner dunklen Vergangenheit.<br />
Die Geschichte von Bella und Edward ist weltberühmt! Doch bisher<br />
kennen Leser*innen nur Bellas Blick auf diese betörende Liebe gegen<br />
jede Vernunft. In Biss zur Mitternachtssonne erzählt nun endlich<br />
Edward von ihrer ersten Begegnung, die ihn wie nichts zuvor in seinem<br />
Leben auf die Probe stellt, denn Bella ist zugleich Versuchung und<br />
Verheißung für ihn. Der Kampf, der in seinem Innern tobt, um sie und ihre Liebe zu retten, verleiht dieser<br />
unvergesslichen Geschichte einen neuen, dunkleren Ton.<br />
Blutige Nachrichten<br />
Stephen King<br />
Die Chroniken von Alice - Die Schwarze Königin<br />
Die Dunklen Chroniken Band 2<br />
Christina Henry<br />
»Die Dunklen Chroniken« gehen weiter: Alice' Abenteuer in einer<br />
dunklen, verrückten und absolut faszinierenden Welt ist noch nicht zu<br />
Ende ...<br />
Alice hat den Kampf gegen den Wahnsinn gewonnen – vorerst. Sie hat<br />
die Schandtaten des Kaninchens sowie den Blutdurst des Jabberwocks<br />
überlebt und will nun ein Versprechen einlösen: Jenny, die Tochter ihres<br />
Freundes Hatcher, zu finden. Doch Alice und Hatcher erwartet der<br />
nächste Albtraum. Sie müssen in das Reich der verrückten Weißen<br />
Königin vordringen, wo das wahre Spiel um das finstere Wunderland<br />
bereits begonnen hat. Jeder Zug führt Alice näher an ihre Bestimmung.<br />
Aber damit sie als Siegerin hervorgeht, muss sie nicht nur ihre neuen<br />
Kräfte zu beherrschen lernen, sondern<br />
herausfinden, was mit der rätselhaften<br />
Schwarzen Königin geschehen ist ...<br />
In der Vorweihnachtszeit richtet eine Paketbombe an einer Schule nahe<br />
Pittsburgh ein Massaker an. Kinder sterben. Holly Gibney verfolgt die<br />
furchtbaren Nachrichten im Fernsehen. Der Reporter vor Ort erinnert sie<br />
an den gestaltwandlerischen Outsider, den sie glaubt vor nicht allzu langer<br />
Zeit zur Strecke gebracht zu haben. Ist jene monströse, sich von Furcht<br />
nährende Kreatur wiedererwacht?<br />
Die titelgebende Geschichte »Blutige Nachrichten« – eine Stand-alone-<br />
Fortsetzung des Bestsellers »Der Outsider« – ist nur einer von vier<br />
Kurzromanen in Stephen Kings neuer Kollektion, die uns an so<br />
fürchterliche wie faszinierende Orte entführt. Mit einem Nachwort des<br />
Autors zur Entstehung jeder einzelnen Geschichte.
Der Outsider<br />
Roman<br />
Stephen King<br />
Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen<br />
Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten<br />
unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein<br />
allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft,<br />
verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph<br />
Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige<br />
Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann<br />
zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen<br />
nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen -<br />
ein wasserdichter Fall also?<br />
Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten<br />
zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der sympathische<br />
Coach wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen<br />
Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich<br />
war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.<br />
Das Institut<br />
Roman<br />
Stephen King<br />
Kinder für einen geheimen Krieg – der neue große Stephen King<br />
In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige<br />
Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den<br />
betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation<br />
dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder<br />
auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine<br />
Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie<br />
Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den<br />
zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke<br />
erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau«<br />
verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen<br />
Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke<br />
an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem<br />
streng abgeschirmten Institut<br />
entkommen.<br />
Sleeping Beauties<br />
Roman<br />
Stephen King, Owen King<br />
Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald<br />
Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger<br />
Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen<br />
will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an<br />
einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich<br />
zunehmend ihren primitiven Instinkten.<br />
Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der<br />
Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu<br />
Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten<br />
muss? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den<br />
Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt.
Sei gesegnet<br />
Mögest Du arm an Unglück sein,<br />
und reich an Segen,<br />
langsam darin, Dir Feinde zu machen,<br />
und schnell bei der Freundschaft.<br />
Doch ob reich oder arm,<br />
schnell oder langsam,<br />
mögest Du von diesem Tag an<br />
nichts als Glück kennen.<br />
(keltischer Segen)