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Rosenheimer

AUSGABE 1/2020

SÜDSEITEN

STADTTEILZEITUNG AISINGER LANDSTRASSE • KALTWIES • KALTMÜHL • HAPPING

Geplatzte Pläne, neue Erfahrungen

Aktivitäten im Stadtteilverein in Zeiten von Corona

Überraschende Funde

auf der BayWa-Wiese

Interview mit OB

Andreas März

Die Tante JU 52

Mein unvergesslicher Rundflug

im Herbst 2018

Der Interkulturelle Stadtteilgarten


Rosenheimer

SüdSeiten Stadtteilzeitung Aisinger LandstraSSe • Kaltwies • Kaltmühl • Happing

Geplatzte Pläne, neue Erfahrungen

Aktivitäten im Stadtteilverein in Zeiten von Corona

2020 sollte für den Stadtteilverein Happing e.V. ein ereignisreiches

Jahr werden: Neben den üblichen laufenden

Veranstaltungen war für den Juli gemeinsam mit

den Musikgruppen im Bürgerhaus ein großes Stadtteilfest

geplant und für Dezember der Happinger Adventsmarkt.

Auch die Mitgliederversammlung mit Neuwahl

des Vorstands ist 2020 noch an der Reihe.

Nach dem großen Corona-Stopp im März waren alle

Pläne Schall und Rauch. In enger Abstimmung mit der

GRWS, der Betreiberin der Bürgerhäuser in Rosenheim,

überlegten wir, wie wir die Räumlichkeiten ohne Ansteckungsgefahr

nutzen können, um die Happinger in

dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Im Folgenden

finden Sie einige Aktivitäten:

Spende der Sparkassenstiftung:

Auch für den Verein wurde die lang andauernde Corona-Pandemie

zu einem Problem. Die Preise bei unseren

Veranstaltungen sind zwar gewollt niedrig, aber

wir erzielen damit dennoch kleinere Einnahmen, mit denen

wir andere Projekte finanzieren. Durch die abgesagten

Veranstaltungen blieb nur noch der Mitgliedsbeitrag,

der mit 12 € pro Jahr extrem niedrig ist. Deshalb

beschlossen wir, uns bei einer Ausschreibung der

Sparkassenstiftung zur Unterstützung von Rosenheimer

Vereinen in der Corona-Krise zu bewerben. Sehr erfreut

erfuhren wir, dass wir kurzfristig mit einer Zuwendung

rechnen dürfen: Hier nochmal ein Dank unsererseits

an die Sparkassenstiftung.

Mundschutz nähen:

Einige Mitglieder bildeten eine Nähgruppe und fertigten

in Arbeitsteilung Hunderte waschbarer Stoffmasken

für Kinder und Erwachsene. Stoffe in bunten Farben

fanden sich in privaten Nähzimmern und Kellern,

aber zeitweise waren Gummilitze und Bindebänder sehr

knapp. Einige Dutzend Masken wurden an ein Seniorenheim

und an Lehrer bei der Notbetreuung an der

Happinger Grundschule gespendet.

Vielfalt im Kochtopf – Essen zum Mitnehmen:

Seit 26. April kochen Mitglieder des Vereins dreimal in

der Woche im Bürgerhaus ein leckeres Essen zum Mitnehmen,

das die Stadtteilbewohner – mit Abstand und

Schutzmaske – an der Theke der Küchentür in Empfang

nehmen können. Für viele Menschen in Risikogruppen

oder mit schwachem oder weggefallenem

Einkommen sicher eine große Hilfe! Ab Oktober soll

es, wenn alles gut geht, stattdessen donnerstags um

12 Uhr ein geselliges Essen im Saal des Bürgerhauses

geben.

Ois isi! Ferienprogramm 2020:

Sehr kurzfristig und unter hohen behördlichen Auflagen

konnten wir dann trotz der Einschränkungen zum

Gesundheitsschutz ein abgeändertes Ferienprogramm

organisieren. Jeweils 15 Kinder im Grundschulalter wurden

wochenweise ganztägig betreut. So konnten ihre

Eltern den schon im Lockdown aufgebrauchten Urlaub

ausgleichen. Fast täglich gab es einen Ausflug oder eine

Besichtigung. Am Bürgerhaus selbst wurde im Garten

gespielt, gebastelt, gemalt, Sport getrieben und bei schönstem

Sommerwetter Wasserbombenschlachten und Wasserrutschenwettbewerbe

veranstaltet.

Flohmarkt:

Wir hoffen, dass im Oktober der Kinderkleiderflohmarkt

stattfinden kann. Dies war bis zum Redaktionsschluss

der Rosenheimer Südseiten noch nicht sicher. Anmerkung

der Redaktion: Wir drücken fest die Daumen!

Für viele Familien ist es eine Erleichterung, wenn sie

gut erhaltene Kinderkleidung günstig kaufen bzw. verkaufen

können. Bei einem Flohmarkt im Freien mit ei-

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Rosenheimer

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ner begrenzten Besucherzahl und genügend Abstand

lässt sich der Gesundheitsschutz gewiss gewährleisten.

Resümee:

Was uns 2020 sehr fehlt, sind die täglichen Begegnungen

mit unseren Vereinskollegen, den Mitarbeitern im

Bürgerhaus und mit den vielen Menschen aus Happing,

die wir normalerweise bei unserer Projektarbeit

regelmäßig sehen. Wir hoffen, dass dieser Zustand bald

endet, aber die gewonnenen Erkenntnisse und neuen

Fähigkeiten wie Onlinemeetings, Digitalisierung an der

Schule oder Homeoffice weiterhin sinnvoll genutzt werden.

Sabine Schmitz,

Vorsitzende Stadtteilverein Happing e.V.

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Interview mit Oberbürgermeister Andreas März

Seit 1. Mai sind Sie nun Oberbürgermeister der Stadt

Rosenheim. Was ist denn Ihre Bilanz bisher?

Mein Start im Rathaus fiel mitten in den Höhepunkt

der Coronakrise. Das hat meinen Einstand besonders

geprägt. Es ging darum, eine unkontrollierbare Ausbreitung

des Corona-Virus in der Bevölkerung zu verhindern.

Zudem war es notwendig, die Wirtschaft seitens

der Stadt wo immer möglich schnell und unbürokratisch

zu unterstützen. Wir haben z.B. die Freischankflächen

für die heimische Gastronomie erweitert und

mit unserem „Sommer in Rosenheim“ wieder Leben in

die Stadt gebracht.

Sicherlich hätten Sie sich einen anderen Start gewünscht

– doch Corona hat das Leben der Menschen

und das öffentliche Leben stark verändert. Wie erleben

Sie Ihre Stadt in Zeiten von Corona?

Da haben Sie Recht. Corona hat unser Leben ziemlich

stark auf den Kopf gestellt. Doch bei all den Beeinträchtigungen

der vergangenen Monate: Was mir ganz

besonders aufgefallen ist während dieser schwierigen

Zeit, das war der enorme Zusammenhalt in der Stadtgemeinschaft.

Es wurden Initiativen gegründet, um für

Angehörige von Risikogruppen einkaufen zu gehen.

Essen wurde unentgeltlich ausgefahren. Die Menschen

haben einander geholfen. Das hat mich sehr beeindruckt

und ich hoffe sehr, dass die Menschen in dieser

Stadt diesen Gemeinschaftssinn bewahren.

Ich erlebe die Stadt bzw. ihre Bürgerinnen und Bürger

auch als sehr verantwortungsvoll. Die Menschen halten

sich an die nötigen Corona-Vorsichtsmaßnahmen,

die sogenannten AHA-Regeln. Anders als in anderen

Städten gibt es in Rosenheim kaum Verstöße.

In Happing fällt derzeit vor allem eine große Baustelle

auf: die Baywa-Wiese, über die ja sehr lange debattiert

wurde. Was ist hier Sachstand – wie geht es weiter?

Hier entstehen insgesamt rund 230 Wohnungen, eine

Kindertagesstätte, ein öffentlicher Kinderspielplatz, ein

nicht störendes Gewerbe und ein Hotel. Der Grünzug

entlang des Heilig-Blut-Grabens bleibt in wesentlichen

Teilen erhalten. Außerdem sind umfangreiche Baumpflanzungen

vorgesehen. Der Bebauungsplanentwurf wird

voraussichtlich im 4. Quartal 2020 dem Stadtrat vorgelegt.

Mit dem Jahreswechsel wird dann der Öffentlichkeit

im Rahmen einer zweiten Auslegung Gelegenheit

zur Stellungnahme gegeben.

Die Soziale Stadt und das Bürgerhaus in Happing haben

in unserem Stadtteil viel bewegt. Wie beurteilen

Sie die Entwicklung unseres Stadtteils?

2015 wurde das Bürgerhaus Happing neu errichtet. Es

wurde ein Ort der Begegnung, eine inzwischen sehr

gut angenommene Anlaufstelle für die Bürgerinnen und

Bürger im Quartier. 50 Ehrenamtliche leisten hier wertvolle

Stadtteilarbeit. Die Soziale Stadt Rosenheim unterstützt

mit dem Bürgerfonds ehrenamtliche Aktivitäten

im Stadtteil mit jährlich 25.000 €.

Zum Abschluss ein Blick in die Zukunft: wie wird die

Stadt Rosenheim 2030 aussehen? Was ändert sich bis

dahin?

Um es in einem Satz zu sagen: Ich möchte, dass Rosenheim

auch 2030 eine blühende, überschaubare und

liebenswerte Mittelstadt ist.

Unsere öffentlichen Plätze, speziell der Max-Josefs-

Platz sollen eine bessere Aufenthaltsqualität bekommen.

Das fängt an mit einem barrierefreien Bodenbelag,

der Senioren den Weg über den Platz erleichtert.

Das setzt sich fort mit einem optimierten Verkehrsfluss.

PKWs sollen – so weit möglich – nicht mehr am Straßenrand

parken, sondern in Parkhäusern. Wir eröffnen

noch in diesem Monat das neue Fahrradparkhaus

am Bahnhof mit Platz für fast 900 Fahrräder. Natürlich

müssen und werden wir auch unsere Radwege weiter

ausbauen. In direkter Nachbarschaft zur Technischen

Hochschule entstehen 1.400 neue Wohnungen.

Das alles macht deutlich: Rosenheim ist auf einem sehr

guten Weg. Ich bin mir ziemlich sicher, 2030 werden

wir zufrieden auf die Entwicklung Rosenheims in den

zwanziger Jahren zurückschauen. Und dann gehen

wir hoffentlich mit berechtigter Zuversicht in die dreißiger

Jahre.

Die Fragen zu diesem Interview wurden von Rosi Raab

schriftlich eingereicht. Wir bedanken uns bei Herrn

Oberbürgermeister März für die freundliche Beantwortung.

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Überraschende Funde auf der BayWa-Wiese

Im Juni 2020 arbeitete die Firma

PLANAteam Archäologie auf der

Baustelle neben unserem Bürgerhaus.

Ich wunderte mich, was Archäologen

zu uns nach Happing

führt. An der Stelle, wo vor kurzem

noch Bäume standen, zeigten sich

nun alte Grundmauern.

Zufällig kam ich ins Gespräch mit

einer Mitarbeiterin und habe erfahren,

dass es sich um den Grundriss

eines alten Bauernhofes handelt.

Die Firma PLANAteam Archäologie

stellte uns dankenswerterweise

diesen Zwischenbericht zur Verfügung,

den wir zur besseren Lesbarkeit

nur geringfügig geändert

haben:

Im Zuge der Errichtung eines Neubaus

in der Happinger Str. 81 wurde

im Mai ein Oberbodenabtrag

durchgeführt. Zu Tage traten die

Fundamente bzw. Fundamentgräben

eines südwestlich der Kaltenmühle

gelegenen Bauernhauses, die

archäologisch untersucht wurden.

Der 1974 abgerissene

Bauernhof lag 20 m

südwestlich der bereits

im Jahre 1166 im „Codex

Falkensteinensis“

erwähnten Kaltenmühle.

Das nach Nordost-

Südwest ausgerichtete

Gebäude hatte eine

Grundfläche von 29,00

x 12,50 m, mit einer

Mauerstärke teils über

0,50 m. Das Mauerwerk bestand

hauptsächlich aus unbehauenen Natursteinen

aus Kalk und Granit und

vereinzelt Nagelfluh. Gelegentlich

waren Ausbesserungen mit Ziegelsteinen

erkennbar. Eine Zwischenmauer

im Südteil bestand fast nur

aus Ziegeln. An der Nord- und Südecke

des Gebäudes waren sekundär

verwendete Mühlsteine in das Fundament

eingebaut. Der nördliche Teil

des Hauses stellte den Wohnbereich

dar, der südliche Bereich mit Ziegelfußboden

und Ablaufrinne wurde

als Stall genutzt.

Auf der Südostseite neben dem

Wohnbereich konnte ein mit Steinen

gefasster Brunnen dokumentiert

werden. Nach Abtragung der

Grundmauern wurden kleinere Pfostenstellungen

und Gruben erfasst,

aus denen mittelalterliche Keramik

aus dem 14. Jahrhundert geborgen

wurde. Zum überwiegenden Teil

handelt es sich jedoch um neuzeitlich/moderne

Funde.

Die Mauerfundamente gehen mindestens

auf das Jahr1859 zurück,

da hier das Bauernhaus schon im

Urkataster eingetragen war. Auf der

Nordwestseite des Gebäudes wurde

der Mühlbach (die sog. „Kleine

Kalten“) erfasst, aus welchem ebenfalls

mittelalterliche Keramik geborgen

werden konnte.

Im weiteren Verlauf der Baumaßnahme

wird der Graben weiterverfolgt

werden können. Auf dem restlichen

Grundstück konnten bis jetzt

keine weiteren Funde gemacht werden.

Wir danken der Firma

PLANAteam Archäologie.

Dorothee Schroeder

und Christine Huber

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Neue Leitung an der Grundschule Happing

Ein Interview aus dem März

Mit Beginn des Schuljahres 2019/

20 hat Andrea Ostermann die Leitung

der Grundschule Happing

übernommen. Aus diesem Grund

haben wir ein Gespräch mit ihr geführt.

Liebe Frau Ostermann, Sie sind seit

September die neue Schulleiterin der

Grundschule Happing.

Ja, ich habe mich gefreut, diese Aufgabe

übernehmen zu dürfen. Ich war

ja bereits seit 2017 als Konrektorin

hier im Hause tätig und habe seit

Februar 2019 die Schule kommissarisch

geführt. So konnte ich langsam

in mein Amt hineinwachsen

und auf Erfahrungen aufbauen. Die

gute und enge Zusammenarbeit mit

meiner Vorgängerin Frau Wittekindt

war dabei sehr hilfreich.

Gibt es Bewährtes im Schulalltag, an

dem Sie festhalten wollen?

Es gibt eine Menge Dinge, die seit

vielen Jahren fest im Schulalltag verankert

sind und die selbstverständlich

beibehalten und weiterentwickelt

werden. Ich nenne Ihnen nur

einige Bespiele:

der hohe Stellenwert der Leseförderung,

regelmäßige Theater- sowie

Musicalaufführungen, unser Schulsanitätsdienst,

Basketballturnier, die

Teilnahme an überregionalen Aktionstagen

aus den Bereichen Musik

und Sport, Schullandheimaufenthalte

etc.

Besonders stolz sind wir auf die

Kinder, die in diesem Jahr den 2.

Platz beim GS-Wettbewerb im Skirennen

am Sudelfeld gemacht haben.

Im Schulgarten können die Kinder

auch heuer wieder Kartoffeln setzen,

die im Herbst geerntet und verarbeitet

werden. Unterstützt wird diese

Aktion durch den Sponsor VR-Bank.

Auch Traditionen wie das Aufstellen

eines Maibaums mit Liedern

und Tänzen werden gepflegt. Es ergibt

ein buntes Bild, wenn dabei

Kinder verschiedener Nationen in

ihrer Tracht erscheinen. Um die Integration

unserer Schüler mit Migrationshintergrund

zu erleichtern,

bieten wir seit diesem Schuljahr

einen Deutschkurs in Kleingruppen

von höchstens sechs Kindern an,

der parallel zum Unterricht stattfindet.

Außerdem nimmt unsere Schule am

SINUS-Programm und am FitZ (Fit

für die Zukunft)-Projekt teil.

Sicher stehen auch einige Veränderungen

an.

Ja, eine wichtige Neuerung ist die

Umstrukturierung der Schule von

einer gebundenen in eine offene

Ganztagsschule. Das bedeutet, dass

die Kinder bei Bedarf bis 16 Uhr betreut

werden können. Das Angebot

für diese Zeit reicht von Hausaufgabenbetreuung

bis zu den unterschiedlichsten

Freizeitaktivitäten.

Natürlich wird auch ein Mittagessen

angeboten.

Eine stundenweise Zusammenarbeit

mit einem Heilpädagogen soll

in den nächsten Jahren weiter ausgebaut

werden.

Im Rahmen der Digitalisierung haben

wir in diesem Schuljahr alle

Klassenzimmer mit Beamern und

Dokumentenkameras ausgestattet.

Auch unsere Lernwerkstatt, der Computerraum,

wurde komplett erneuert.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit

mit den anderen Mitgliedern

der Schulfamilie?

Wir freuen uns über das gute Klima

an der Schule und die hervorragende

Zusammenarbeit mit allen

Beteiligten. Besonders schätze ich

die Arbeit des sehr engagierten Elternbeirats,

der uns bei allen Festen

tatkräftig unterstützt. Auch die

Zusammenarbeit mit den Kindergärten,

mit Hort, Förderverein und

der Jugendsozialarbeit ist sehr konstruktiv.

In der momentan angespannten Personalsituation

freut es mich, dass

einige Kolleginnen sich bereiterklärt

haben, die Stundenzahl zu erhöhen

und alle zusammenhelfen.

Das Thema Nachhaltigkeit liegt Ihnen

persönlich sehr am Herzen.

Ich engagiere mich seit vielen Jahren

im Arbeitskreis „Forstliche Bildungsarbeit“

als Ansprechpartnerin

für die Grundschulen in Bayern, deshalb

ist mir dieses Thema tatsächlich

sehr wichtig. Die Schule hat von

der Stadt ein Waldstück in der Nähe

des Sportplatzes zur Verfügung gestellt

bekommen, das die Schüler

gemeinsam mit dem zuständigen

Förster bewirtschaften können. Es

ist eine großangelegte Pflanzaktion

geplant. Baumpatenschaften und regelmäßige

Unterrichtsgänge sollen

es den Kindern ermöglichen, sich

aktiv mit dem Leben im Wald auseinanderzusetzen.

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Man spürt Ihre Begeisterung für

das neue Amt.

Ja, ich sehe die Dinge vor allem positiv.

Ich gehe gerne in die Schule

und versuche mein Bestes zu geben.

Ich freue mich über viele Kleinigkeiten

in der Begegnung mit den

Kindern und nehme auch Schwierigkeiten

als Herausforderung an.

Dürfen wir Ihnen noch eine persönliche

Frage stellen? Wie verbringen

Sie am liebsten Ihre Freizeit?

Ich halte mich gern draußen in der

Natur auf und genieße unsere schöne

Bergwelt.

Vielen Dank für das Interview. Wir

wünschen Ihnen noch viel Freude

und Kraft für Ihr neues Amt.

Christine Huber

Gitarrenkurs im Bürgerhaus Happing: Liedbegleitung

Rosenheim – Wie schön lässt es

sich in gemeinsamer Runde zu einer

oder mehreren Gitarren singen

– besonders, wenn wieder Herbst

und Winter ist!

Nach guten Erfahrungen mit Gitarrenkursen

bietet Pastor und Sozialpädagoge

Thomas Scherer die Möglichkeit

an, in einen bestehenden

Kurs einzusteigen oder für Anfänger

(Erwachsene, Jugendliche ab 15

Jahren oder Vater/Mutter mit Kind)

neu zu starten. Durch Corona müssen

die Kursinhalte, zum Beispiel

das Singen, gegebenenfalls an die

aktuelle Situation angepasst werden.

Melden Sie sich bei Interesse am

besten direkt bei Thomas Scherer.

Der Anfängerkurs soll immer mittwochs

stattfinden, entweder 17 oder

18 Uhr. Wir lernen unsere Gitarren

kennen:

Nach einer Gitarrenschule lernt man

das Begleiten von Liedern - für sich

selbst oder von Gruppen. Es werden

Gospels, Folk-Lieder, Liedermacher-Songs,

neue christliche Lieder

klassische Wander- und Fahrtenlieder,

usw. eingeübt. Ziel des Kurses

ist es, mit unterschiedlichen Varianten,

die Gitarre spielen zu lernen.

Notenkenntnisse sind nicht erforderlich.

Singen sollte Spaß machen.

Es geht dabei weniger um perfektes

Begleiten und Spielen als vielmehr

um „den Spaß an der Freude“-

auch in einer Gruppe, die sich

selbst immer wieder motiviert. Eine

Gitarre sollte mitgebracht werden.

Erzieherinnen, Lehrer könnten sich

eine gute Grundlage für den Unterricht

geben.

Fortgeschrittene – Neueinsteiger

willkommen:

Das zweite Angebot, mittwochs entweder

17 oder 18 Uhr, ist ideal für

Wiedereinsteiger, die ihre eingestaubte

Gitarre wiederbeleben wollen.

Akkordische Liedbegleitung von

einfach bis ganz schön knifflig, verschaffen

schnell Erfolgserlebnisse

und wecken die Lust auf mehr.

Diese Gruppe spielt schon einige

Zeit, beherrscht einige Grundkenntnisse

oder auch mehr. Jetzt kann

man neu dazu kommen.

Infos und Anmeldung bei Thomas

Scherer: 08036-6740266 /oder per

mail: thscherer@gmx.de

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Erstkommunion Heilig Blut 2020

Ein schönes Fest mit Abstand

Es gibt nur wenige Tage im Jahr, in

denen man schon früh dran sein

muss, um noch einen Platz in der

Kirche zu ergattern. Das Fest der

Erstkommunion gehört definitiv mit

dazu. In der festlich geschmückten

Kirche marschieren Jungen und

Mädchen im Festgewand und mit

Erstkommunionkerze in der Hand,

begleitet vom Klang der Orgel, dem

Gesang des Chores und den Blicken

der neugierigen Eltern und Verwandten,

Richtung Altar, um dort

zum ersten Mal Jesus in der Hostie

zu empfangen.

Die Kinder hatten sich zusammen

mit ihren Gruppenleiterinnen fleißig

auf das Fest vorbereitet. Dass

die Feier pandemiebedingt anders

stattfinden musste als all die Jahre

zuvor, war den Beteiligten der Vorbereitung

rasch klar gewesen. Das

Fest ausfallen zu lassen, stand dabei

nie zur Debatte. Wie das Fest

ablaufen könnte, sollte sich erst im

Laufe der Zeit herauskristallisieren.

Was also tun, wenn Gruppen sich

nicht mehr treffen dürfen, enger

Kontakt gemieden werden muss und

Gottesdienste nur im kleinen Rahmen

stattfinden dürfen?

Dieser Herausforderung stellten sich

Gemeindereferentin Frau Maria Leutgäb

und Dekan Daniel Reichel und

entwarfen ein Konzept, von dem am

Ende alle Beteiligten begeistert waren.

Auch wenn die liebevoll gestal-

teten Videobotschaften an die Kommunionkinder

und das Preisausschreiben,

an dem sich viele Kinder

beteiligten, die Gemeinschaft, die in

den Gruppenstunden entsteht, nicht

vollends ersetzen konnten, so war

doch die Dankbarkeit der Eltern und

Kinder zu spüren, als Frau Leutgäb

die Preise des Preisausschreibens

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persönlich bei den Kindern und ihren

Familien vorbeibrachte.

Es sollten noch bange Wochen des

geduldigen Wartens und Hoffens

vergehen, in denen jede kleine Lockerung

der Gottesdienstauflagen

wie ein Schwamm aufgesogen wurde,

bis es endlich hieß: Die Gottesdienste

können stattfinden.

Als schließlich der Tag gekommen

war, an dem die Feier der Erstkommunion

im kleinen Kreise stattfinden

konnte und 26 Kinder aus Heilig

Blut auf insgesamt 4 Gottesdienste

aufgeteilt ihr langersehntes Fest

feiern durften, waren auch anfängliche

Skeptiker überzeugt: So ein

schönes Fest haben wir schon lange

nicht mehr gefeiert.

Und so ergeht auch ein großer

Dank an Dekan Daniel Reichel, der

lange Stunden mit Gemeindereferentin

Leutgäb darüber gegrübelt hat,

wie Fest und Abstand miteinander

kombiniert werden können, ohne

dass der eigentliche Charakter der

Erstkommunion dabei verloren geht.

Wie sich die Pandemie auf das Fest

2021 auswirken wird, darüber lässt

sich aktuell nur spekulieren. Eines

ist aber sicher: Solange wir uns

neuen und kreativen Wegen nicht

verschließen und alle Beteiligten

an einem Strang ziehen, wird auch

die Feier der Erstkommunion 2021

ein unvergessliches Fest für alle

werden – ob mit oder ohne Mindestabstand.

Stadtteilkirche Rosenheim – Am

Wasen, Katholisches Stadtpfarramt

Mariä Himmelfahrt

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Abteilungsleitungen Fußball und Tennis beim ASV Happing

1960 e.V. neu gewählt

Bereits im ersten Durchgang konnte

unser Ehrenvorsitzender, Udo

Satzger im Bereich Fußball eine

neue, junge Abteilungsleitung bekanntgeben.

Der bisherige Abteilungsleiter

– Christoph Schneider –

kümmert jetzt als 1. Bürgermeister

in Neubeuern um deren Belange

und konnte es so zeitlich nicht

mehr unter einen Hut bringen.

Die neue Abteilungsleitung besteht

aus Peter Soos, Andreas Tauschinger,

Michael Weiherer, Maximilian

Soos, Thomas Mauck und Nathalie

Kaps. Alles bekannte und langjährige

Gesichter im ASV. Die Vorstandschaft

gratuliert hier zu einer

gelungenen und motivierten Gruppe,

die sicherlich viel für das weitere

Gelingen im Bereich Fußball beitragen

wird.

Leider haben uns zur Sommerpause

langjährige Übungsleiter im Bereich

Fußball verlassen. Unser Dank

gilt hier insbesondere dem langjährigen

Jugendleiter Francesco Caggiano.

Sollten Sie Lust haben, eine der

Mannschaften Jahrgänge 08/09/11

als Übungsleiter zu übernehmen,

wären wir sehr dankbar. Auch wäre

noch die Stelle des Jugendleiters

zu vergeben. In Zusammenarbeit mit

der Abteilungsleitung und der Vorstandschaft

kann so die Zukunft

und das sportliche Geschehen mitgeprägt

werden. Auskünfte erteilen

wir gerne.

Auch in der Tennisabteilung standen

die jährliche Abteilungsversammlung

und Neuwahlen der Abteilungsleitung

an. Nach der Begrüßung

durch den 1. Vorsitzenden

Hermann Glashauer konnte als erster

positiver Aspekt der Mitgliederzuwachs

in diesem Jahr verkündet

werden. Zum Zweiten erfreuen sich

immer mehr Gastspieler an der

schönen Tennisanlage.

Die Wettkampfspiele wurden aufgrund

der diesjährigen Situation um

einen Monat verschoben, konnten

jedoch dann erfreulicher Weise ohne

große Einschränkungen stattfinden.

Die Sportwartin Martina Förster verkündete

die diesjährigen Ergebnisse

der gemeldeten Mannschaften der

Übergangssaison 2020. Die Bambini

12 belegten in der Bezirksklasse

2 den 5. Platz, die Knaben 13 belegten

in der Bezirksklasse 3 den 7.

Platz, die Junioren 18 in der Bezirksklasse

1 den 3. Platz und die

Herren in der Bezirksklasse 3 den

2. Platz.

Die Jugendleiterin und Trainerin

Martina Schulz veranstaltete dieses

Jahr zwei Sommercamps für Kinder

und teilte erfreulicher Weise

mit, dass aktuell 40 Kinder und Jugendliche

bei Ihr im Training sind.

Auch fanden Vereinsmeisterschaften

über alle Altersklassen hinweg

statt.

Die Wahl der Abteilungsleitung,

ebenfalls durchgeführt durch Udo

Satzger, brachte nicht viel Neues.

Hermann Glashauser führt sein

Amt als 1. Abteilungsleiter fort. Der

bereits im letzten Jahr kommissarisch

eingesetzte 2. Abteilungsleiter

Stefan Vogt wurde nun offiziell

durch die Wahl bestätigt. Wir gratulieren

der Abteilungsleitung und

wünschen ihr alles Gute für die

Amtszeit.

Auch Corona ist ein ständig präsentes

Thema im Verein und kaum

eine Abteilung ist davon ausgenommen.

Lediglich im Bereich Tennis

konnte man einen guten Aufschwung

erleben. Tennis ist die einzige

Sportart, die sehr bald ohne

große Einschränkungen ausgeübt

werden konnte. Wir versuchen ständig

unseren Mitgliedern sportliche

Aktivitäten anzubieten, müssen uns

aber auch an die geltenden Vorschriften

halten.

Die Vorstandschaft,

ASV Happing 1960 e.V.

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60 Jahre - ASV Happing 1960 e.V.

40 Jahre Abteilung Tennis und Stockschützen

Mit großer Freude und Stolz kann

der ASV Happing 1960 e.V. in diesem

Jahr auf 60 Jahre Vereinsgeschichte

zurückblicken. Es war eine

anstrengende, schöne und oft auch

turbulente Zeit. Trotzdem haben sich

Mut und Einsatz von 40 unerschrockenen

Happingern ausbezahlt, die

sich am 8. Mai 1960 im heutigen

Happinger Hof trafen und sich dieser

großen und wichtigen Aufgabe

für die damals noch selbstständige

Gemeinde Happing stellten. Innerhalb

von acht Jahren wurden zwei

Sportplätze und zwei Vereinsheime

mit viel Eigenleistung erstellt. Bereits

1962 konnte das erste Clubheim

eingeweiht werden, und 1967

fand das Richtfest an der Eichfeldstraße,

dem heutigen Sitz des Sportvereins,

statt. 1961 startete bereits

der Fußballbetrieb. Eines ließen sich

die Happinger Damen nicht nehmen:

Sie gründeten 1963 die Abteilung Damengymnastik.

Kinderturnen folgte

1977.

1980 wurde das Sportangebot um

die Sparten Stockschützen und

Tennis erweitert, vier schöne Tennisplät-

ze und drei Stockbah- nen

stehen seitdem in ruhiger Lage zur

Verfügung. Wir bieten ein umfangreiches

Sportprogramm und freuen

uns immer über neue Mitglieder.

Das Jubiläum wäre für uns ein willkommener

Anlass gewesen, die 60-

jährige Vereinsgeschichte im Juni

2020 gebührend zu feiern. Wir hatten

uns auf ein Sommerfest mit traditionellem

Sonnwendfeuer auf unserem

Vereinsgelände gefreut. Leider

hat uns die Corona Pandemie

einen Strich durch die Rechnung

gemacht. Wir hoffen, dass wir das

Fest bald möglichst nachholen können.

Die Vorstandschaft des

ASV Happing 1960 e.V.

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Bunt sind schon die Wälder,

gelb die Stoppelfelder,

und der Herbst beginnt.

Rote Blätter fallen,

graue Nebel wallen,

Die Rosenheimer Südseiten werden finanziert über den

Bürgerfonds Happing.

kühler weht der Wind.

Herbstlied von

Johann Gaudenz von Salis-Seewis

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Der Interkulturelle Stadtteilgarten

Die Anfänge des Stadtteilgartens reichen bis ins Jahr

2008 zurück, offiziell wurde er im Frühjahr 2009 eröffnet.

Bei der Eröffnungsfeier waren die damalige

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer sowie hochrangige

Mitarbeiter der Stadt Rosenheim anwesend. Rückblickend

kann gesagt werden, dass es eine würdige

Veranstaltung war.

Wir starteten mit neun Familien, die jeweils ein kleines

Beet bewirtschafteten. Die damalige Quartiersmanagerin

Christine Pröbstl, die in Zusammenarbeit mit der

Stadt dieses Projekt erst möglich gemacht hatte, zog

sich langsam aus der Leitung zurück. Sie hatte ihre

Arbeit als erfolgreich abgeschlossen angesehen. Wir

gründeten danach einen Verein, den wir ihr zu ihren

Ehren „Christines bunter Garten“ nannten. Christine

kann zu Recht stolz auf ihre Arbeit sein!

Der Stadtteilgarten hat sich kontinuierlich weiterentwickelt,

heute sind wir mit 18 Familien, dabei, aber nicht

jede hat ein eigenes Beet. Manche wollen nur die Vorteile

eines kleinen Gartens genießen.

Seit etwa fünf Jahren wird unser Garten an interessierte

Familien vermietet. Dort finden Kindergeburtstage,

Familienfeste oder auch andere Feiern statt. Die Anzahl

der Gäste ist aufgrund der Größe unseres Grundstückes

auf 25 Teilnehmer begrenzt.

Dieses Angebot wird inzwischen gerne angenommen.

Wir hatten teilweise bis zu 25 Vermietungen pro Saison.

Leider konnten wir aufgrund der Corona-Krise

den Garten dieses Jahr größtenteils nicht vermieten,

obwohl wir viele Anfragen hatten. Das haben unsere

Gäste und auch wir sehr bedauert.

Natürlich macht der Garten auch Arbeit. Neben dem

regelmäßigen Mähen müssen auch Reparaturen durchgeführt

und weitere Arbeiten erledigt werden. Aber

unser Apfelbaum hat uns dafür heuer mit sehr vielen

Äpfeln überrascht, so viele hatten wir noch nie. Einen

Teil haben wir zu ORO nach Rohrdorf zum Pressen

gefahren. Der Baum hat inzwischen eine Höhe von

etwa neun Metern und muss dieses Jahr wieder geschnitten

werden. Das letzte Mal geschah dies vor etwa

zehn Jahren. Das müssen jedoch Profis übernehmen.

Für uns Ehrenamtliche sind die Arbeiten in dieser

Höhe nicht zu bewältigen.

Unser Garten ist, je nach Witterung, ungefähr von Mitte

Oktober bis Mitte/Ende April geschlossen. Hoffentlich

können wir ihn nächstes Jahr wieder ganz häufig

nutzen!

Heinz Krauth

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Die Tante JU 52

Mein unvergesslicher Rundflug im Herbst 2018

Der ein oder andere weiß vielleicht noch, was der

Begriff „Tante Ju“ bedeutet. Es ist wohl eines der bekanntesten

und meistgebauten dreimotorigen Flugzeuge

vor und im 2. Weltkrieg. Gebaut wurden von

der Firma Junckers ca. 5.000 Stück, überwiegend in

Dessau. Der Erstflug fand im Jahre 1932 statt. Nach

dem Krieg wurden dann nur noch wenige Exemplare

gebaut, allerdings nicht in Deutschland. Die noch intakten

Ju 52 leisteten in vielen Ländern, ja weltweit,

auch nach dem Krieg noch lange gute Arbeit.

Die Maschine leistete große Dienste sowohl als Passagier-

wie auch Transportflugzeug und galt als robust

und zuverlässig. Leider wurden die meisten Maschinen

abgeschossen oder gingen anderweitig zu Bruch.

Aber ein kleiner Teil blieb in Deutschland erhalten,

wurde liebevoll, zeitaufwendig und für sehr viel Geld

repariert und restauriert. Ich hatte das Glück, zweimal

mit einer solchen Maschine mitfliegen zu dürfen.

Ich wohnte vor ca. 40 Jahren in München und der

Flughafen Riem war noch in Betrieb. Eines Abends

hörte ich das einzigartige Motorengeräusch der Ju 52

und sah, wie sie Kurs auf Riem nahm. Ich fuhr mit

meiner Frau spontan dorthin und konnte tatsächlich

und zu meiner großen Überraschung an einem Sonderschalter

noch zwei Tickets für denselben Tag ergattern.

Meine Frau, die große Flugangst hat, konnte ich

überreden, mit an Bord zu gehen und sie war danach

total begeistert. Das Flugzeug fliegt relativ langsam

und in geringer Höhe, sodass man die Gegend betrachten

und genießen kann. Die Türe zum Cockpit ist

offen und man kann mit den Piloten reden. Sie sagten

mir, dass viele Piloten ganz erpicht darauf sind, die Ju

52 zu fliegen, weil das noch Fliegen in seiner ursprünglichen

Art sei. Allerdings braucht man dazu

eine spezielle Ausbildung, die nur wenige Piloten haben.

Zu meinem 75. Geburtstag wurde mir noch einmal ein

Flug mit der Tante Ju geschenkt. Es ging von Unterschleißheim

nach Garmisch und zurück. Natürlich war

ich auch hier wieder „hin und weg“, ich bin ein Fan

von historischen Flugzeugen. Leider ist eine Ju 52 im

August 2018 in der Schweiz abgestürzt und alle 20

Passagiere kamen ums Leben. Als Unfallursache wurde

ein Strömungsabriss vermutet. Meines Wissens

nach gibt es in Deutschland noch drei flugfähige Maschinen,

die aber im Moment nicht einsatzfähig sind.

Dabei spielt die Ersatzteilversorgung die größte Rolle,

aber daran wird gearbeitet.

Wahrscheinlich werde ich nicht mehr die Gelegenheit

bekommen, mit diesem einzigartigen Flugzeug nochmals

in Luft gehen zu können, aber mir bleibt die wunderbare

Erinnerung.

Heinz Krauth

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Rosenheimer

SüdSeiten Stadtteilzeitung Aisinger LandstraSSe • Kaltwies • Kaltmühl • Happing

Die Rosenheimer Freiwilligenagenturen werden zu

Kontaktstellen für bürgerschaftliches Engagement

Gemeinsam mit der Sozialen Stadt

Rosenheim entwickeln die drei Träger

Kinderschutzbund, Diakonie und

Startklar ihre Aktivitäten rund um

Ehrenamt und Bürgerengagement

weiter. Die Aktivierung der Bürger

durch Projektarbeit und eine größere

Vernetzung aller Beteiligten sind

dabei die erklärten Ziele.

Im Bereich der Jugendhilfe und im

Aufgabenspektrum der Sozialen

Stadt denkt die Stadt Rosenheim

schon lange in Sozialräumen. Das

unmittelbare Umfeld, die direkte

Nachbarschaft sollen gemeinsam

die Kernaufgaben. Sie leiteten Stadtteilversammlungen,

organisierten

Stadtteilfeste und belebten die Bürgerhäuser

mit unterschiedlichsten

Projekten. Die klassischen Vermittlungsaufgaben

nahmen dabei im

Lauf der Zeit ab, immer häufiger traten

die Freiwilligenagenturen selbst

als Projektinitiator und Vermittler

zwischen Bürger und Verwaltung

auf.

Engagement im Freiwilligenbereich

erlebte insgesamt in den letzten 15

Jahren einen deutlichen Wandel: Engagement

ist immer weniger in Ver-

wollen, dann unmittelbar in einem

für sie wichtigen Projekt“, weiß Andrea

Dörries von der Diakonie im

Bürgerhaus Happing. „Die Arbeit einer

klassischen Agentur ist da für

uns nicht mehr das passende und

richtige gewesen.“

Die „Kontaktstellen Bürgerschaftliches

Engagement“ – kurz KBE –

stellen sich seit Juni 2020 genau

dieser Entwicklung. Mit einem erhöhten

Stundenkontingent und der

Beschreibung eines erweiterten Aufgabenbereichs

können die KBE

schnell und besser auf Bedarfe in

ihrem Sozialraum reagieren. Sie arbeiten

Hand in Hand mit der Sozialen

Stadt Rosenheim und dem jeweiligen

Sozialraumteam, um Projektideen

schnell und erfolgreich

umzusetzen. Ihnen steht ein breites

Netzwerk aus Bürgerschaft, Einrichtungs-

und Bildungsträgern im jeweiligen

Sozialraum zur Seite.

v.l.n.r Karin Weiß, Werner Pichlmeier, Andrea Dörries, Christian Hlatky (Bild/Soziale Stadt)

mit allen Akteuren vor Ort so gestaltet

werden, dass Kinder, Jugendliche

und Familien sich wohlfühlen

und bestmöglich entfalten können.

Das bewährte Handlungskonzept

der Sozialraumorientierung soll jetzt

noch stärker auf weitere soziale Bereiche

übertragen werden, wie Altenhilfe,

Integrations- und Inklusionsarbeit.

Seit 2005 arbeiten in den drei Rosenheimer

Sozialräumen Freiwilligenagenturen

für Menschen, die sich

ehrenamtlich engagieren wollen. Die

Vermittlung von Ehrenamtlichen an

andere Träger und Projekte bildeten

einen organisiert, häufiger politisch

motiviert und oftmals auf einen kleineren

Zeitraum begrenzt. Für diese

neuen Herausforderungen und Aufgabenstellungen

erfolgte nun eine

Anpassung der Strukturen.

„Menschen, die sich heute freiwillig

engagieren wollen, verpflichten sich

in der Regel nicht mehr auf Dauer,

sondern wollen flexibel sein. Das

Engagement ist intensiv aber meist

zeitlich begrenzt“. Diese Erfahrung

hat Karin Weiß vom Kinderschutzbund

in ihrer langjährigen Arbeit

im Rosenheimer Norden gemacht.

„Wenn sich Menschen engagieren

„Die Sozialraumkoordinatoren der

KBE sind für uns Seismographen

für die Weiterentwicklung Bürgerschaftlichen

Engagements in den

Sozialräumen, sie aktivieren Bürger

und unterstützen die zahlreichen

Partnerorganisationen bei

ihrer Arbeit“, erklärt Werner Pichlmeier

von der Sozialen Stadt. „Sie

kennen die Akteure und die Strukturen

vor Ort und wissen, welche

Kooperationen nötig sind, um ein

passendes Projekt gut auf den Weg

zu bringen. Neue Angebote, wie z.B.

der Sozialdienst für Senioren – SDS

– oder die Aufgabenfelder des Seniorenbeirates

der Stadt Rosenheim

werden verstärkt in die bestehenden

Netzwerke eingebunden und damit

Teil der bestehenden Infrastruktur.“

Verortet sind die KBE in den drei

Rosenheimer Bürgerhäusern. In den

Zentren der Sozialräume liegt auch

weiterhin der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit.

„In bestimmten Stadtteilen

14


Rosenheimer

SüdSeiten Stadtteilzeitung Aisinger LandstraSSe • Kaltwies • Kaltmühl • Happing

sind Strukturen und Bewohnerschaft

auf intensivere Unterstützung angewiesen

als in andere“, so Christian

Hlatky von Startklar Soziale Arbeit

Oberbayern, der im Bürgerhaus

E-Werk in der Endorfer Au tätig ist.

„Der neue Aufgabenbereich erlaubt

uns aber auch, über den Tellerrand

hinauszusehen und noch mehr Bürger

und Organisationen zu erreichen,

die bisher noch nicht in unserem

Netzwerk aktiv waren.“

Mit einer erhöhten Präsenz in den

Bürgerhäusern und einem umfangreicheren

Tätigkeitsbereich freuen

sich die drei Sozialraumkoordinatoren

Karin Weiß, Andrea Dörries,

Christian Hlatky und Werner Pichlmeier,

Soziale Stadt Rosenheim,

auf die kommenden Aufgaben.

KBE & Soziale Stadt Rosenheim

Liebe Christine Vierthaler,

leider können wir uns wegen Corona nicht mit einem kleinen Fest von

dir verabschieden. Wir möchten dir aber an dieser Stelle herzlich danken

für die vielen Jahre, die du das Zwergenhaus so engagiert geleitet hast.

Es war bestimmt eine turbulente, spannende, manchmal auch aufregende

Zeit. Wir sind tief beeindruckt, mit wie viel Herzblut du stets für

die Kleinen, aber auch für die Mamas und Papas da warst!

Wir wünschen dir für die Zukunft alles Gute und bleiben bestimmt im

Kontakt!

Liebe Grüße vom Sozialraumteam Ost,

Susann Schauer-Vetters und Andrea Dörries

Wie geht es dem Projekt Happy Peace?

Auch uns von Happy Peace überraschte

Corona Anfang des Jahres

mit voller Wucht. Es kam zu einem

kompletten Stillstand des Projektes.

Wir konnten uns nicht wie gewohnt

treffen und auch unsere geplanten

Ausflüge fielen ins Wasser.

Aber in unserer Happy Peace Whats

App Gruppe blieben wir wie gewohnt

in Kontakt. Gegen Ende des

Jahres planen wir noch eine kleine

Aktion - TO GO.

Und vielleicht und mit viel Glück

sehen wir uns schon im nächsten

Jahr wieder. Kopf hoch und bleibts

alle gesund, eure Simone Gahlow

Für alle, die Happy Peace noch nicht

kennen:

Das Stadtteilprogramm für Kinder

„Happy Peace“ gibt es bereits seit

2011. Anfangs fand das Angebot im

„Spielewagen unter der Brücke“ statt.

Seit 2014 sind die Bastelangeboten

in den Räumlichkeiten der Diakonie,

Alzstr. 6 „Happy Happing“ untergekommen.

Bei den Unternehmungen

und Angeboten von „Happy Peace“

können alle Kinder mitmachen.

Die Initiatorin Frau Gahlow möchte

Freiraum für neue Ideen ermöglichen

und den Kindern einen Ausgleich zum

Alltag schaffen. Wichtig ist ihr dabei,

dass die Kinder auch eigene Ideen

einbringen und an der Programmplanung

mitwirken können. Sie erleben

Gemeinschaft, können Kontakte

knüpfen und werden in ihrer Kreativität

gefördert. So gibt es das ganze Jahr

über Bastelangebote, gemeinsames

Backen oder Ausflüge.

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Rosenheimer

SüdSeiten Stadtteilzeitung Aisinger LandstraSSe • Kaltwies • Kaltmühl • Happing

Sozialraumteam Ost:

Besuchen Sie uns auf Instagram

Wir vom Sozialraumteam

Ost sind da für

Kinder, Jugendliche,

junge Erwachsene

und deren Familien

im Rosenheimer Osten.

Auf Instagram werfen wir einen

Blick auf unseren Alltag und zeigen,

was wir so machen. Schauen

Sie mit uns vor und hinter die Kulissen!

Sie schmökern gerne in Zeitschriften,

hören CDs und Hörbücher, wollen

einen spannenden Krimi oder

interessante Neuerscheinungen lesen,

aber der Weg in die Stadtbibliothek

ist Ihnen zu weit oder zu

beschwerlich?

Kein Problem! Nutzen Sie den kostenlosen

Bücherbringdienst der städtischen

Bibliothek und lassen Sie

Übrigens, wir arbeiten entweder für

das Amt für Kinder, Jugendliche und

Familien oder für das Diakonische

Werk Rosenheim e.V., Flexible Jugendhilfe

Oberbayern: Aber gemeinsam

sind wir das Sozialraumteam

Ost.

Jenny Schauer und

Andrea Dörries

Mobiler Lieferdienst

der Stadtbibliothek Rosenheim

Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten,

aus den Stuben über die Sterne.“

Jean Paul

sich eine Auswahl frei Haus liefern.

Natürlich werden alle Medien auch

wieder fristgerecht abgeholt.

Wenden Sie sich per Telefon oder

E-Mail an die Stadtbibliothek, Frau

Bettina Sölch, Tel. 08031/365 1590

E-Mail: bettina.soelch@rosenheim.

de

Christine Huber

Neues von der Rosenheimer

Leibspeise und Essen am Samstag

Impressum

Herausgeber:

Freiwilligenagentur Rosenheim

Ost im Auftrag der Sozialen

Stadt Rosenheim

Bürgerhaus Happing

Happinger Straße 83

83026 Rosenheim

Tel.: 08031/ 237575,

Fax: 08031/237577

E-Mail: info@freiwillige-rosenheim.de

Internet: http://www.sozialestadtrosenheim.de/freiwilligenagenturen

Erscheinungsweise 2020

3 Ausgaben, Auflage 4500 Stück,

vor Ostern, vor den Sommerferien,

im Herbst

Redaktion:

Andrea Dörries, Christine

Huber, Heinz Krauth, Rosi Raab,

Sabine Schmitz, Dorothee

Schroeder.

Die Textbeiträge liegen in der

inhaltlichen Verantwortung der

Autoren. Die Redaktion behält

sich Kürzungen von Artikeln vor.

Fotos:

Andrea Dörries, Heinz Krauth,

Rosi Raab, Sabine Schmitz,

Dorothee Schroeder, Wikimedia

Commons (www.http://commons.wikimedia.org),

Happinger

nahkauf u.a.

Anzeigen:

Spezifikationen, Größen und

Preise bei der Freiwilligenagentur

Ro senheim Ost unter:

info@freiwillige-rosenheim.de

Tel.: 08031/237575

Covid 19 verhindert unser „Essen am

Samstag“. Auch die Veranstaltung

am Heiligen Abend muss leider entfallen.

Bei Veränderungen werden

diese auf unsere Homepage bekanntgegeben:

www.rosenheimer-leibspeise.de .

Wie bisher geht die Lebensmittelausgabe

– jeden Mittwoch von 10.30

bis 13.00 Uhr im Pfarrzentrum Heilig-Blut

– weiter.

Peter Kaiser

Layout/Satz:

Atelier Winkler,

dieter.winkler@cablenet.de

Druck:

Vetterling Druck&Medien KG,

www.vetterling-druck.de

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