Redaktionsschluss „Niederbayerische Schule“ - Bayerischer Lehrer

bllv.de

Redaktionsschluss „Niederbayerische Schule“ - Bayerischer Lehrer

4

BLLV

Judith Wenzl eine Fünfzigerin?!?

Ja, manche Dinge sind überraschend – nicht, weil sie einem nicht einfallen

(klar, es könnte jeder (aus-) rechnen), sondern weil sie einem nicht auffallen.

Judith Wenzl ist seit vielen Jahren auf

der BLLV-Bühne zu Hause, Vieles hat

sich seither verändert, sie nicht: Sie

bleibt immer voller Schwung und

Tatendrang, geht voran, ist gleichermaßen

humorvoll und freundschaftlich,

aber nie anbiedernd, sie hat eine

klare Linie, sie führt und engt dabei

niemanden ein und sie hat eine schier

unerschöpfliche Kondition beim

Arbeiten UND beim Feiern. Diese

Attribute kennzeichneten sie bereits

vor 25 Jahren in der ABJ und sind bis

heute ohne Abstriche so geblieben.

Seitdem sie im BLLV Verantwortung

übernommen hat, drängt sie auf die

Verbesserung der Unterrichts- und

Erziehungsbedingungen, auf die permanente

Professionalisierung der pädagogischen

Berufe, auf angemessenen

pädagogischen Freiraum, auf eine

situationsgerechte Schulentwicklung.

Judith Wenzl trat 1982 in den BLLV ein

und arbeitete von Anfang an mit in

ihrem Kreisverband Landshut. 1987

wurde sie zur Geschäftsführerin der ABJ

Niederbayern gewählt. In dieser Zeit

erfolgte auch ihre erste Wahl in den

Bezirkspersonalrat an der Regierung in

Landshut, in dem sie seit August 2010

auch den Vorsitz inne hat.

Längst war man zu der Zeit auch über

die Bezirksgrenzen hinaus auf die

kämpferische, tatkräftige und stets

loyale Niederbayerin aufmerksam geworden

und so wurde Judith Wenzl

1991 zur Landesvorsitzenden der ABJ

gewählt. Seither ist sie auch, abgesehen

von einer kurzen Unterbrechung, Mitglied

des Hauptpersonalrates am Ministerium

in München. Als ABJ- Landesvorsitzende

kämpfte sie vor allem um

die angemessene Verbindung von

Ausbildung und eigenverantwortlichem

Unterricht, für die Verzahnung von 1.

und 2. Phase der Lehrerbildung, für ein

Orientierungssemester vor Beginn des

eigentlichen Lehramtsstudiums und für

eine teilautonome Schule.

Niederbayerische Schule Ausgabe 7 Dezember/2010

Ihre Kompetenz brachte Judith Wenzl

als ABJ- Vorsitzende auch in die Arbeitsgemeinschaft

Deutscher Junglehrer

ein. Mit ihren Beiträgen schärfte sie das

Profil der ADJ zur Lehrerbildung und

Anstellung. Sie war dort „die Stimme

Bayerns“ – vor allem zur Zeit der deutschen

Einigung: Hier hat sie beim Aufbau

eines demokratischen Schul- und

Bildungswesens und beim Aufbau von

Landesverbänden des VBE mitgewirkt.

Insbesondere hat sie jungen Kolleginnen

und Kollegen Organisationshilfen zur

Verbandsarbeit und berufliche Serviceleistungen

vermittelt.

Das Amt der ABJ-Landesvorsitzenden

behielt Judith Wenzl über zwei Legislaturperioden

und somit war sie auch

1994 Mit-Gründungsmitglied der BLLV

Kinderhilfe, für die sie seit letztem Jahr

als Botschafterin zusätzlich tätig ist.

1995 trat sie wegen Erreichens der

Dienstaltersgrenze nicht mehr für den

ABJ-Landesvorsitz an, doch untätig

blieb sie nicht. Bereits zwei Jahre später

wurde sie als Schriftführerin in den

Bezirksvorstand des BLLV Niederbayern

gewählt. Und nur drei Jahre später im

Jahre 2000 wurde sie mit dem Mandat

der Bezirksdelegiertenversammlung in

Ortenburg zur Bezirksvorsitzenden.

Judith Wenzl zeichnet sich durch außergewöhnliche

Führungskompetenz aus -

als Bezirksvorsitzende und als Mitglied

im Landesvorstand: Sie informiert umfassend,

ist eine aufmerksame Zuhörerin,

definiert und analysiert wesentliche

Probleme, sucht die Entscheidungsfindung

durch eine offene Gesprächskultur,

hat einen sicheren Blick für Stärken von

Mitarbeiter/innen, setzt klare und realistische

Ziele und verfolgt diese mit Standfestigkeit,

Mut und Durchsetzungskraft.

Sie schafft Vertrauen durch Übereinstimmung

und Verlässlichkeit.

Judith Wenzl stellt sich ihrer Verantwortung

– im Dienst wie im Verband mit

höchstem Anspruch. Sie nimmt sich

Judith Wenzl ist über 10 Jahre Bezirksvorsitzende

des BLLV in Niederbayern.

Ehrenamtliches Engagement war für

Judith Wenzl schon immer selbstverständlich.

selbst in die Pflicht – oft ohne Rücksicht

auf ihren persönlichen Kräftehaushalt.

Sie ist sich für keine Aufgabe zu schade,

ist immens fleißig, äußerst diszipliniert,

und absolut zuverlässig. Sie wirkt nicht

nur mit Stil und Überzeugungstalent auf

der Bühne, sondern arbeitet viel und

unspektakulär in der Werkstatt. Sie sieht

ihre vornehmste Pflicht darin, für die

bestmögliche Bildung und Förderung

aller jungen Menschen einzutreten, für

bessere Lern- und Arbeitsbedingungen

für Schüler und Lehrer, für gerechte

Bildungschancen, für hohe pädagogische

Professionalität aller Pädagogen,

für die dienstliche wie gesellschaftliche

Anerkennung des Lehrer- und Erzieherberufs,

für pädagogische Freiheit und

größtmögliche Eigenverantwortung der

unmittelbar Handelnden und für ein

zukunftsfähiges Schul- und Bildungswesen.

Beispielhaft engagierte sich Judith

Wenzl beim Volksbegehren „Die bessere

Schulreform“ (1999/2000).

Aber für Judith Wenzl ist Pflicht keine

Einbahnstraße. Sie ist streitbar, konse-

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine