Unplugged - Evangelischen Kirchengemeinde Wahlscheid

ev.kirche.wahlscheid.de

Unplugged - Evangelischen Kirchengemeinde Wahlscheid

Evangelische und Katholische Nachrichten

aus Neuhonrath, Wahlscheid,

Scheiderhöhe und Donrath

Ostern

1/2007


OOeekuumenniische

Nachhrichtteenn

Katholischhee

Nacchhrriicchhten

Evangeelischee

NNaacchhrichten

Oekumenische Nachrichten Seite

Fronleichnam - zwei Sichtweisen 6 & 7

Bibelgespräche 8

Presbyterium und Pfarrgemeinderat tagten gemeinsam 9

Katholische Nachrichten

Ostergottesdienste 32

Pfarrverband Lohmar holt sich Fachberatung 33

Pfarrer Fred Schmitz wurde 60 35

Der "Bergische Jung" kommt wieder nach Lohmar 43

Evangelische Nachrichten

Vorschau auf die Festwoche zur 450-Jahrfeier 12

KiKiChor wird 25 15

EVI-Gruppe gegründet: Kindergruppe für Kinder unter 3 Jahre 21

Ostergottesdienste 29

40 Jahre St. Bartholomäus im Tal

Die katholische Kirche St. Bartholomäus

im Tal in Wahlscheid wurde

am 8. April 1967 geweiht. Als

Namenspatron wurde in Verbundenheit

mit der Evangelischen

Gemeinde Wahlscheid jener Apostel

gewählt, der auch der alten Kirche

"auf dem Berge" seinen Namen gab.

Das Jubiläum von St. Bartholomäus

im Tal wird am Karsamstagabend,

am Vorabend des Jahrestags der

Kirchweihe durch die Feier der

Osternacht um 21.30 Uhr in besonderer

Weise gewürdigt; im

Anschluss an den Auferstehungsgottesdienst

findet eine Agapefeier

in der Kirche statt.

2 BartholomäusBote 1/2007

Impressum:

Herausgeber:

Kath.Kirchengemeinde Neuhonrath

für die Orte Neuhonrath, Honrath,

Wahlscheid und Scheiderhöhe;

Ev. Kirchengemeinde Wahlscheid

für die Orte Wahlscheid, Donrath,

Scheiderhöhe und Breidt

ViSdP:

Waldemar Schmid (komm.), Pfr. Reinhard Bartha

Titelbild:

Waldemar Schmid

Redaktion:

Heike Bösche, Petra Jacob,

Sabrina Koch, Pastorin i.S. Sabine Purpus,

Anke Rauen, Waldemar Schmid

Layout:

Peter Rauen

Herstellung:

PWK-Service K.Löffler, Lohmar

Auflage: 4.500

Die Entscheidung über die Veröffentlichung

eingereichter Beiträge und Fotos liegt

ausschließlich bei der Redaktion.

Die Manuskripte können gekürzt und

redaktionell überarbeitet werden.

Die veröffentlichten Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Redaktionsschluss für den nächsten

Bartholomäusboten ist der 1. Juli 2007


Sehnsucht ist aufregend

Der Osterfestkreis der Christen beginnt

jedes Jahr mit einer ziemlichen Dramatik,

fast wie mit einem Paukenschlag.

Bedenke Mensch, dass du Staub bist und

wieder zum Staub zurückkehren wirst.

Ganz heftig wird einem mit dem

Aschenkreuz die Realität des Menschen

vor Augen gestellt, in der er lebt. Im Lauf

der Jahrhunderte hat sich um das wichtigste

Fest der Christen ein Zeitrahmen

von fast hundert Tagen gebildet: Vierzig

Tage der Umkehr zuvor und fünfzig

Tage der Osterzeit danach bis zum hl.

Pfingstfest. Mittendrin die Karwoche als

unsere heiligste Woche mit den Feiern

von Leiden, Tod und Auferstehung des

Herrn. Und weil Ostern von der Jahreszeit

her mit dem Wiederaufleben der Natur

im Frühling verbunden ist, beginnt unser

Festkreis im späten Winter und endet im

frühen Sommer. Aufblühen, Aufbrechen,

Neuwerden, Auferstehen, das alles ist

eine dramatische Zeit der Sehnsucht,

auch der Menschensehnsucht nach

Lebendigkeit, nach neuem, unverbrauchtem,

unverdorbenem Leben.

Warum ist es aber dann für uns

Menschen so schwierig zu sagen, was

diese Sehnsucht eigentlich für uns ist?

Jeder Mensch hat doch irgendwie

Sehnsucht nach irgendetwas oder nach

irgendjemand: Ein Leben ohne

Sehnsucht ist doch gar nicht vorstellbar.

Wenn auch der Frühling etwas mit

Sehnsucht zu tun hat, dann ist das Wort

der Dichterin Nelly Sachs "Alles beginnt

mit der Sehnsucht" wohl ganz richtig.

Sehnsucht ist auch der Anstoß für

menschliches Wachsen, Motiv für

menschliche Suche nach Sympathie, und

Zuwendung, die Suche nach dem, was

wir Menschen nur recht unvollkommen

Liebe nennen. Natürlich ist es richtig zu

sagen: Sehnsucht steht immer am

Anfang, nicht am Ende, weil Menschen

von der Sehnsucht leben und ohne

Sehnsucht nicht wirklich menschenwürdig

leben können. Aber Sehnsucht lässt

sich nicht zerstören. Der Schrei so vieler

Menschen heute nach Freiheit, die

Sehnsucht nach dem Ende des Krieges

und des menschenverachtenden Terrors;

der Ruf nach einer gerechten Verteilung

der Güter dieser Erde und die Forderung,

dass die Ausbeutung des Menschen

durch den Menschen, der seine politische,

wirtschaftliche Macht missbraucht,

endlich aufhören möge.

Selbst Mensch sein zu wollen, ist ein

Stück Sehnsucht.

Sehnsucht ist mehr als Wünsche und

Hoffnungen. Wünsche sind erfüllbar,

Hoffnungen kommen vielleicht an ein

Ziel. Sehnsucht hat ihr Ziel. Sehnsucht

geht auf das Unendliche hin. Sehnsucht

geht über all das hinaus, was wir im so

genannten Diesseits in Erfüllung gehen

sehen könnten. "Unruhig ist unser Herz,

bis es zur Ruhe kommt bei dir, mein

Gott!" Augustinus hatte Recht mit diesem

Wort, als Theologe und als Mensch,

der auch die Liebe eines Menschen hat

BartholomäusBote 1/2007 3


Oeekuumenische

Nachhrichten

kennen lernen und spüren dürfen.

Menschen mit Sehnsucht haben etwas

Unruhiges, Ruheloses an sich, das voller

Dynamik steckt. Menschen mit

Sehnsucht können dabei auch ihre eigenen

Grenzen erkennen. Eine eigene

Lebensgrenze wirklich zu erkennen,

heißt auch zu sehen, dass es eben jetzt

nur diese eine Grenze ist, im grenzenlosen

Land des Lebens. Jede Grenze ist

auch eine Tür zur eigenen Freiheit, eine

Tür ins tatsächliche, ins haltbare, ins

dauerhafte Leben. Der Stein, der das

Grab unseres Herrn Jesus Christus verschlossen

hielt, war so eine gesetzte

Grenze. Aber die Sehnsucht Gottes zu

uns Menschen und die Sehnsucht der

Menschen nach dem Leben, haben diese

Grenze weggewälzt. Frau Ampelia

Theyerl war eine Benediktinernonne auf

der Fraueninsel im Chiemsee. Ihr

Klosterleben hat sie als Künstlerin verbracht,

und sie hat in Farben und Formen

ausgedrückt, was sie geglaubt und was

sie geliebt hat. In ihren letzten Tagen, in

denen ich sie ein wenig begleiten durfte,

habe ich oft in ihrer Klosterzelle und im

Krankenhaus an ihrem Bett gesessen

und von ihr immer wieder die Worte

gehört: "Jesus, mein Heiland." Es waren

keine fromm-kitschigen Worte einer

alten Ordensfrau. Sie hatte in dieser Zeit

des langsamen Weggehens aus unsere

Welt schon so einen Blick, der in tiefere

Weiten zu gehen schien, einen Blick mit

sehr viel Sehnsucht und Vertrauen. Es

war ein liebevoller Blick einer 94jährigen

Frau, der unsere begrenzte Wirklichkeit

schon irgendwie hinter sich gelassen

hatte. Ich für mich gesehen bin sicher,

dass in ihrem Sterben derjenige, den sie

mit letzten Worten gerufen hat, sie dann

auch in seine lebendigen Arme genommen,

ihre Menschensehnsucht erfüllt

4 BartholomäusBote 1/2007

und sie dann nach Hause gebracht hat.

Sehnsucht ist aufregend.

In einem Text heißt es: "Gott hatte

Sehnsucht nach Menschen, darum hat er

die Menschen geschaffen. Und weil Gott

Sehnsucht nach Dir und mir hatte, hat er

Dich und mich geschaffen. Gott ist die

Liebe, das ist sehr viel. Gott ist die

Sehnsucht, das ist noch viel mehr. Gott

ist ein sehnsüchtiger Gott. Etwas

Schöneres lässt sich von Gott nicht

sagen, als dass er aus Sehnsucht alles

geschaffen hat; aber man kann wohl

auch nichts Schöneres von uns

Menschen sagen, als dass wir der

Sehnsucht Gottes entsprungen sind."

Zum Fest der Auferstehung Christi passt

das Psalmwort: Mit meinem Gott überspringe

ich Mauern.

Wie klein, wie unbedeutend und unwichtig

sind vor diesem Geheimnis unsere

kleinen, oft kleinkarierten und hausgemachten

Grenzen, unsere Quadratmeter

und Mauern und Begrenzungen. Wer

solch eine Sehnsucht in sich selber erst

einmal zugelassen hat, wer sein Leben

damit ins Licht der Ostersonne dreht, für

den wird Auferstehung schon Wirklichkeit:

gestern, heute und morgen.

Im Namen des gesamten Seelsorgeteams

unseres Pfarrverbandes wünsche ich

allen Christen unserer evangelischen und

katholischen Pfarrgemeinden ein gesegnetes

und ein an Gnaden reiches

Osterfest.

Christus ist auferstanden - er ist wahrhaft

auferstanden!

P. Bonifatius Müller OSB

Pfarrvikar


Taizé -

Gebete

Still werden - Gesänge aus Taizé -

auf Gottes Wort hören - Gemeinschaft - Zeit für mich -

anhalten - Ruhe

Jeden 1. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr

in der katholischen Kirche Donrath

(außer in den Ferien)

Karfreitag, 06. April 2007 um 19.00 Uhr

in der evangelischen Kirche Lohmar

"Gebet um das Kreuz"

Dienstag, 08. Mai 2007

Taizégebet in Donrath

Dienstag, 05. Juni 2007

Taizégebet in Donrath

Interessenten, die gerne mal ein Taizégebet mitgestalten möchten,

können sich bei mir melden: Anne Haas, Tel. 02246/9159099

BartholomäusBote 1/2007 5

Oekumenissche

NNachrrichten


Oeekuumenische

Nachhrichten

Fronleichnam - mehr als ein freier Donnerstag?

Am Donnerstag der zweiten Nach-Pfingst-Woche, 60 Tage nach Ostern, markiert die

rote Schrift im Kalender "Fronleichnam, Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern,

Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz und Saarland, auch in Österreich und der Schweiz".

Doch wie uns Umfragen und Boulevardmagazine immer wieder vor Augen führen,

wissen nur wenige genau, was die katholische Kirche an diesem Tag zu feiern pflegt.

Was?

Im Lateinischen das "festum corporis Christi", liturgisch das "Hochfest des Leibes

und Blutes Christi" leitet sich in seiner gebräuchlichen deutschen Bezeichnung

"Fronleichnam" von den mittelhochdeutschen Worten "Fron" (= Herr) und "Lichnam"

(= Leib) her und erinnert an die Einsetzung der Eucharistie am Gründonnerstag. Als

österliches Fest wird es mit einem gewissen Abstand zur Karwoche begangen, denn

unter dem Eindruck von Leiden und Kreuzigung können Gnade und Wunder der

Gegenwart Christi im Abendmahl nur schwer mit gebührender Freude gefeiert werden.

Seit wann?

Historisch findet Fronleichnam seine Wurzeln 1209 in einem Augustinerkloster in

Lüttich. Dort erfährt die Ordensfrau Juliana- vertieft in die Hostienverehrung in

Messe und Kommunionempfang - die Vision, der Himmel wünsche eine eigene liturgische

Feier zur Einsetzung der Eucharistie. Sie erzählt ihrem Beichtvater Jakob

Pantalon davon, der als späterer Papst Urban IV den Theologen Thomas von Aquin

mit der Abfassung der liturgischen Texte betraut. Seine Bemühungen gelten dabei

vor allem auch der Widerlegung jener Häretiker, die an der wirklichen Gegenwart

Christi im Sakrament gezweifelt hatten.

Wie?

Dass Fronleichnam heute sofort mit aufwändigen Prozessionen, geradezu mit einer

"katholischen Bekenntnis-Demo" in Verbindung gebracht wird, geht auf eine spätere

Entwicklung zurück: Die erste Fronleichnamsprozession fand 1279 um die Kölner

St. Gereonskirche statt. Dabei wurde der Leib Christi in einer sog. Pyxis, einem

geschlossenen Hostienbehälter, an der Spitze des Zuges getragen; erst im 16. Jh.

fand die sog. Monstranz als nicht verhüllendes Zeigegerät Verbreitung. Ursprünglich

als ununterbrochener Umgang mit abschließendem sakramentalem Segen gefeiert,

verband sich die Fronleichnamsprozession mit der Zeit mit den volksfrömmigen

Flurumgängen, die sich durch vier Stationsaltäre, das Singen der

Evangeliumsanfänge, Fürbittgebete und die Segnung der vier Himmelsrichtungen

auszeichneten. Obwohl das Rituale Romanum die Fronleichnamsprozession 1614

offiziell anerkannte, ist sie auch heute nicht Teil der Liturgie römischen Rechts, sondern

fällt als "fromme Übung" in die Zuständigkeit der Bischöfe.

6 BartholomäusBote 1/2007

Sabrina Koch


Fronleichnam - eine evangelische Antwort

Vor nicht einmal 100 Jahren haben an Fronleichnam und Karfreitag die Menschen ihren

jeweiligen Bekenntnisstand hochgehalten.

An Fronleichnam hängten Evangelische ihre Wäsche draußen auf. Damit demonstrierten sie,

dass dieser Tag für sie in keinster Weise ein Feiertag ist. Und an Karfreitag fuhren Katholiken

ihre Jauche über die Straße. So passiert in Dörfern in der Pfalz und sicher auch in hiesigen

Gefilden.

Obwohl die Fronleichnamsprozession "nicht Teil der Liturgie römischen Rechts" ist, hat sich

an ihr mancher konfessioneller Streit entzündet. Da das ökumenische Zusammenleben in

unseren Gemeinden so gut ist, können wir jetzt freundlich über Fronleichnam und die dazugehörige

Prozession streiten.

Luther hat sich über sie sehr erregen können. Sein Kritikpunkt war: Jesus Christus hat nach

den Evangelien das Abendmahl in beiderlei Gestalt gestiftet. Alle Christen sollen im

Abendmahl mit den Einsetzungsworten durch Brot und Wein zu einer Gemeinschaft verbunden

werden. So tröstet Gott uns. Vor Gott sind wir alle gleich: unwürdig. Jedem gilt im

Abendmahl im selben Maße Würde, Achtung und Vergebung durch Christus. Für Luther ist

der Wurzelfehler der katholischen Abendmahlsfeier, dass nur der Priester das Mahl in beiderlei

Gestalt, Brot und Wein, einnimmt. Als gäbe es vor Gott einen Unterschied zwischen

Priester und normalen Gemeindegliedern (Laien), so Luther.

Um diese Kränkung der Laien bei der Abendmahlsfeier zu mildern, gibt es nach Luther das

schmucke Fest des Fronleichnams mit seinen Prozessionen.

Weiter kristisiert Luther, dass in diesem Fest Brot und Wein angebetet wird. Davon steht

nichts in der Bibel. "Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist", so die Aufforderung

zum Abendmahl.

Sie sehen, Luther war ein scharfer Kritiker und Kämpfer für seine Sache: Christus ist unser

Maß. Und wir sollen uns mit unseren religiösen Forderungen an die Bibel halten und nicht

über sie hinausgehen. Seine Argumente haben im Folgenden die katholische Kirche veranlasst,

sich noch einmal neu auf dieses Fest zu besinnen und an ihm ihr Profil zu schärfen.

Da nirgends im Neuen Testament Prozessionen gefordert werden, hat Luther sie für die

lutherischen Kirchen verboten. Damit war er aber nicht erfolgreich. Menschen scheinen sich

gerne in Umzügen, Demonstrationen und Prozessionen mitzuteilen. So gab es auch in rein

lutherischen Gegenden Prozessionen, z.B. bei Flurumgehungen.

Auch Hitler scheint instinktiv gespürt zu haben, dass ein Verbot der Fronleichnamsprozessionen

die Gemüter zu sehr erregt hätte. Sie waren im Nazideutschland die einzigen öffentlichen,

kirchlichen Kundgebungen.

Wie sehe ich dieses Fest heute als evangelische Pastorin? Ganz eigennützig freue ich mich,

dass mir dieses Fest einen richtigen Feiertag ohne Arbeit garantiert. Mich beeindruckt auch

heute noch Luthers scharfe Argumentation. Ich weiß inzwischen, dass in unserer katholischen

Schwesterkirche in ausgesuchten Gottesdiensten das Abendmahl in beiderlei Gestalt

der Gemeinde gereicht wird. Sehr schätze ich, dass wir heute in einem Gemeindebrief unsere

verschiedenen Traditionen als evangelische und katholische ChristInnen besprechen können

und wünsche den katholischen Geschwistern einen schönen, sonnigen Feiertag.

Sabine Purpus, Pastorin

BartholomäusBote 1/2007 7

Oekumenissche

NNachrrichten


Oeekuumenische

Nachhrichten

Ökumenischer Bibelgesprächskreis

Jeden zweiten Dienstag im Monat treffen wir uns als Evangelische und Katholische

im evangelischen Gemeindehaus von 19.30 bis 21.00 Uhr, lesen einen Abschnitt aus

der Bibel und tauschen uns darüber aus. Warum?

Ich komme in den Bibelkreis, weil...

Carola Renz:

...mir unsere Gespräche immer neue

Perspektiven geben. Frau Schneider hatte

Recht, als sie früher meinte: "Hier streiten

wir uns so freundlich."

8 BartholomäusBote 1/2007

Werner Reuter:

...wir jedes Mal einen Abschnitt aus der

Bibel lesen und uns über Gott und sein Wort

auseinandersetzen.

Bernhard Happel:

...ich mehr von der Botschaft Jesu erfahren

will.

Volker Bochmann:

...die Gespräche hier offen und tolerant

sind.

Norbert Bernatzki:

...hier auch unterschiedliche

Glaubensansichten ins Gespräch miteinander

kommen.

Sabine Purpus:

...wir die Bibel mit unserem Leben in

Verbindung bringen.

Christine Schmid:

...durch die gemeinsame Auseinandersetzung

manches deutlicher wird.

Als wir die Umfrage gemacht haben, waren nicht alle Mitglieder

des Bibelkreises da. Es gibt also sicher noch mehr Meinungen.

Wenn Sie Lust haben zu unserer Gruppe dazuzustoßen und einmal

unverbindlich reinzuschauen, sind Sie herzlich eingeladen

am 2. Dienstag eines jeden Monats.

Sabine Purpus


Presbyterium und Pfarrgemeinderat

tagten gemeinsam

Auf Einladung der Evangelischen

Gemeinde Wahlscheid traf sich das

Presbyterium der Gemeinde mit

dem Pfarrgemeinderat der Katholischen

Gemeinden Neuhonrath

und Scheiderhöhe zu einem

Abendessen im Mathias-Claudius-

Haus. Dabei wurden unter anderem

Fragen zur möglichen

Umwandlung von Kindergärten in

Familienzentren besprochen,

Sachdetails und Terminfragen zu den 450-Jahrfeiern der Evangelischen Gemeinde

erörtert. Das nächste Treffen ist noch nicht fest terminiert, soll aber im katholischen

Pfarrheim Neuhonrath stattfinden.

Waldemar Schmid

Vorsichtig nachgetreten: Ökumene in Blech, unverbeult!

Kurz vor dem Andruck des Bartholomäusboten kontrolliert jede Teilredaktion ihre

Texte ein letztes Mal genauer, die vom anderen Bekenntnis zwar auch, aber weniger

streng. Die jeweils anderen arbeiten ordentlich, und wenn aus deren Texten kein

Dreckfuhler vorsätzlich ins Auge springt, stellt man fest: ah schön, sehr schön.

Das kann dann später zum Schmunzelerfolg werden, etwa beim Bericht von den

Pfarrer Bartha-Jubiläumsfeiern im Babo 4/06 (S. 33): da war unter anderem lobend

von den "Ev. Bartholomäusbläsern" die Rede. - Die freut es natürlich, dass ihr Mittun

so gewürdigt wurde. Nur - die Bartholomäusbläser mit dem "Ev." davor sind zu

genau 50 Prozent katholisch!

In irgendeinem künftigen Babo sollte diese kleine Formation (sechs Leute derzeit)

mit Vornamen und Tätigkeit und dem Namen des dazu passenden Instruments vorgestellt

werden. Nun braucht es diese (um Himmels und der Ökumene willen nicht

grimmige) Teil-Vorveröffentlichung. Der andere Teil der Wirklichkeit ist, das sei gern

und mit Nachdruck bestätigt: die Bläsergruppe ist zu genau 50 Prozent evangelisch,

es spielt sogar ein Mitglied des Wahlscheider Presbyteriums mit. Eine andere

Aufschlüsselung berührt minimal das Süd-Nord-Süd-Kultursyndrom der Stadt

Lohmar: neben zwei nicht vereinsgebundenen Bläsern sind drei Mitglieder des

Lohmarer Blasorchesters beteiligt, darunter dessen Dirigent als Leiter der Gruppe,

und ein Mitglied des Blasorchesters Neuhonrath. Noch ökumenischer, ihr Lieben,

geht es nicht mehr!

Waldemar Schmid

BartholomäusBote 1/2007 9

Oekumenissche

NNachrrichten


Evanggelische

Nachrichten

Musik, Meditation, Stille - Ostern erspüren

in der Ev. St. Bartholomäus Kirche auf dem Berge in Wahlscheid

8. April 2007 (Ostersonntagmorgen) 6.00 Uhr

Ostern erleben. Ostern erspüren. Ostern

erfahren in seiner ganzen mystischen

Tiefe. Eins werden mit dem, was den

Menschen trägt, ihn Identität spüren

lässt, ihm Lebenssinn gibt, dazu laden

wir auch in diesem Jahr wieder ganz

herzlich ein.

Ein Osternachtkonzept, das viel Wert auf

Musik, Stille und Meditation legt, findet

insbesondere auch bei jungen Menschen

eine große Resonanz.

Das für die diesjährige Osternacht von

Jeanette Wenzel wieder zusammengestellte

Osternachtensemble ist für die

Suche des heutigen Menschen nach Sinn

und Identität eine gute und geeignete

musikalische Unterstützung.

Für alle, die den Ablauf nicht kennen,

weil sie zugezogen sind oder auf diese

Form des Gottesdienstes noch nicht aufmerksam

wurden, noch einmal ganz

10 BartholomäusBote 1/2007

Osternacht 2007

dem Sonnenaufgang entgegen

kurz, was die Teilnehmenden so erwarten

wird:

Meditationsmusik stimmt uns in der

dunklen Kirche ein. Wir ziehen begleitet

von der Morgenstille zum Osterfeuer.

Unter dem Klang der Bartholomäusbläser

entzünden wir das Holz und die

Osterkerze und tragen das Licht mit

einer evangelischen Prozession zurück

zur Kirche. Einer gibt dem anderen das

Licht mit einer Handkerze weiter. Wir feiern

Abendmahl. Wir singen. Wir meditieren.

Wir erleben Ostern.

Im Anschluss an den Gottesdienst warten

im Gemeindehaus auf alle, die noch

ein bisschen Zeit haben, Kaffee, Tee,

Brot, Konfitüre, Eier und Gespräche von

Du zu Du. Stellen sie sich den Wecker.

Machen sie sich auf den Weg. Sie sind

herzlich willkommen!

Reinhard Bartha, Pfarrer


Mit einer Fackel zu Fuß zur Osternacht?

Der frühmorgendliche Weg mit einer Fackel zur Kirche ist für viele ein ganz besonderes

Erlebnis. Natürlich kann jeder oder jede für sich zur Kirche ziehen. Schöner ist

es allerdings, wenn man andere unterwegs trifft und gemeinsam weitergehen kann.

Wir schlagen dafür folgende Treffpunkte und Zeiten vor:

1. Pompeyplatz: 5.30 Uhr

2. Pestalozziweg/

Münchhoferstr.: 5.45 Uhr

3. Bartholomäusstr./

Wahlscheiderstr.: 5.45 Uhr

4. Rothehöhe: 5.40 Uhr

5. Hausen: 5.30 Uhr

6. Donrath B484 / Schulstr.: 5.00 Uhr

7. Breidt: 4.45 Uhr

Fackeln für die Osternacht können während

der Öffnungszeiten im Gemeindebüro

(02206/5035) oder nach den Gottesdiensten

am Gründonnerstag und am Karfreitag

zu einem günstigen Preis erstanden werden!

Zum 10.Mal: Osternacht im Schlafsack

Das 10. Mal in Folge verbringen die Kinder des

Kindergottesdienstes eine ganz besondere Nacht. Durch

vielfältige Elemente wird für sie in dieser Nacht von

Karsamstag zum Ostersonntag die Passionsgeschichte

erlebbar und die vielfältigen Stimmungen begreiflich

gemacht. Gemeinsam besuchen wir den

Osternachtgottesdienst und frühstücken zum Abschluss mit

den Eltern und allen Gottesdienstbesuchern im

Gemeindehaus.

Angesprochen sind Kinder zwischen 6 und 12 Jahren.

Informationen und Anmeldung bei Bronja Faßbender unter 02206-608808

BartholomäusBote 1/2007 11

Evaanggeelischee

Nachhriichhten


Evanggelische

Nachrichten

12 BartholomäusBote 1/2007

Vorankündigung - Vorankündigung - Vorankündigung

1. - 9. September 2007: Festwoche

450 Jahre

Evangelische Gemeinde Wahlscheid

&

25 Jahre Kinderkirchenchor

Vorläufiges Festwochenprogramm (Änderungen vorbehalten):

1. Sept. 19:00 Uhr großes Festkonzert in der Bartholomäus Kirche

2. Sept. 14:00 Uhr Festgottesdienst Predigt: Pfr. Dr. Rainer Stuhlmann

15:30 Uhr Vortrag: 450 Jahre Gemeinde Wahlscheid

mit dem Historiker Hartmut Benz

16:00 Uhr Kunstausstellung (angefragt)

3. Sept. 19:00 Uhr Dichterlesung (angefragt)

4. Sept. 15:00 Uhr Workshop: Welcher Gott funktioniert am besten?

mit dem Weltanschauungsbeauftragten Pfr. Andrew Schäfer

19:00 Uhr Vortrag: Was bedeutet evangelisch heute?

mit dem Weltanschauungsbeauftragten

Pfr. Dr. Hansjörg Hemminger

5. Sept. 19.00 Uhr Wie viel Zukunft hat der Protestantismus? -

Podiumsdiskussion

mit dem Frankfurter Pfarrer Klaus Douglass

6. Sept. 19:00 Uhr Vortrag: Kirche - Schule, damals - heute

(Referent angefragt)

7. Sept. 19:00 Uhr Schmunzelvortrag: Der Diätwahn -

Dr. Manfred Lütz gibt sich die Ehre

8. Sept. 14:00 Uhr Tag der offenen Tür im Ev. Altenheim Wahlscheid

mit umfangreichem Kuturprogramm

19:00 Uhr großer Kikichorevent im Gemeindehaus Wahlscheid

9. Sept. 10:00 Uhr Familiengottesdienst: 25 Jahre Kinderkirchenchor

11:00 Uhr Gemeindefest: 25 Jahre Kinderkirchenchor

19:00 Uhr Großer Festwochenabschluss: Stunksitzung unplugged

im Forum Wahlscheid


Vorankündigung - Vorankündigung - Vorankündigung

Unplugged

Die besten Kabarettnummern aus 23 Jahren STUNKSITZUNG (1984 - 2007) dargeboten

von Ehemaligen und dem aktuellen Schauspielensemble der Stunksitzung -

moderiert von Rainer Rübhausen und musikalisch eingerahmt von Purple Schulz und

Josef Piek.

Auf ihrer Septembertour durch das Rheinland mit Auftritten in Düsseldorf, Würselen,

Kevelar, Langenfeld, Bensberg, Attendorn, Senden, Euskirchen und Lohmar-

Wahlscheid werden auch fast vergessene aber gern gesehene Sketchjuwelen präsentiert.

Veranstalter: Ev. Gemeinde Wahlscheid anlässlich der 450-Jahrfeier der Gemeinde

Wann: Sonntag, den 9. September 2007 um 19:00 Uhr

Wo: im Forum Wahlscheid in Lohmar-Wahlscheid, Wahlscheider Str.

Kartenvorverkauf: Laden 78, Wahlscheid

Gemeindebüro, Wahlscheid (02206-5035)

Mitschinski, Lohmar

Eintrittspreis: 20,- EUR (an der Abendkasse), Schüler / Studenten unter Vorlage

eines gültigen Ausweises 15,- EUR

BartholomäusBote 1/2007 13


Evanggelische

Nachrichten

14 BartholomäusBote 1/2007

Jubeln im Chor !

Sie wissen es bestimmt schon. Im September feiert die Ev. Kirchengemeinde

Wahlscheid ihr 450-Jahr-Jubiläum. Grund genug, auch kirchenmusikalisch etwas

Besonderes auf die Beine zu stellen!

Die Kirchenmusik hat einen hohen Stellenwert im Leben unserer Kirchengemeinde.

Viele Gruppen musizieren regelmäßig oder zu besonderen Anlässen. Doch damit

nicht genug.

Zu dem besonderen Kirchweihfest 2007 wurde ein großer Jubiläums-Chor gegründet.

Den Kern des Chores bilden der Ev. Singekreis und der Projektchor. Einige Sänger

aus den der Kirchengemeinde sehr verbunden Männerchören, dem MC Wahlscheid

und dem MGV Frohsinn Höffen, singen mit. In ökumenischer Verbundenheit sind

zudem Mitglieder des katholischen Kirchenchores St. Cäcilia Neuhonrath dabei.

Hinzu kommen sangesfreudige Damen und Herren, die gerne bei diesem Projekt

mitmachen möchten.

Das erste Treffen fand am Donnerstag, dem 11. Jan. 2007 im Gemeindehaus statt.

Der Saal platzte förmlich aus allen Nähten. Vielerorts werden Kirchenchöre aufgelöst.

Aber hier fanden sich über 80 Sängerinnen und Sänger ein. Bei einem ersten

gemeinsam einstudierten Lied wurde bereits erkennbar, welches Klangpotenzial in

diesem Chor steckt.

Bis Ostern finden vierzehntägig Stimmproben statt. Mit einem Probenwochenende

im April startet dann die zweite Phase - die gemeinsamen Proben des ganzen

Chores. Nach den Sommerferien bilden ein weiteres großes Übungswochenende und

die Generalprobe den Abschluss der Vorbereitungen.

Zu einem 450-jährigen Kirchenjubiläum passt ein Werk in besonderer Weise:

Das von AAnnttoonniioo VViivvaallddii komponierte

GGlloorriiaa

für Soli, gemischten Chor und Orchester

in D-Dur, RV 589

Das notwendige Orchester kommt auch aus den Reihen der Gemeindeglieder. Es ist

der ev. Kammermusikkreis Wahlscheid, verstärkt durch befreundete Musikerinnen

und Musiker.

Chor und Kammermusikkreis proben hoch motiviert und freuen sich schon heute auf

das Jubiläumskonzert.

Sind Sie am 1. September als Zuhörer dabei?

Heidi Kraus


Der KiKiChor wird 25

- und alle feiern mit !

Wie schon vor 7 Jahren angekündigt (damals wurde der KiKiChor volljährig und wir

feierten ein wunderschönes Wochenende) planen wir nun ein ganz großes Fest. Wie

es sich für ein solches Jubiläum gehört, laden wir alle ein, mit uns zu feiern. Vor

allem natürlich die Aktiven, deren Eltern, die Ehemaligen, deren Eltern, alle an unserer

Kirchengemeinde Interessierten und, und, und...

Schon mal vormerken: am Samstag, den 8. September

ist der Abend für einen Ehemaligen-Treff

reserviert. Alle sind (und werden, soweit möglich,

persönlich) eingeladen, wir werden (hoffentlich)

eine Live-Band haben, unsere aktiven Jugendlichen

servieren den Ehemaligen allerlei, es wird einen

Bierpilz geben und so weiter.

Für den Sonntagvormittag (9.9.) ist ein

Festgottesdienst geplant "25 Jahre KiKiChor

Wahlscheid", anschließend wird es Grußworte und

etwas zu essen geben. Jedermann ist ganz herzlich

eingeladen, mit uns den ganzen Tag bis 17:00 Uhr

zu feiern. Die Aktiven und deren Eltern planen ein Riesenprogramm von Bobbycar-

Rennen bis Klöhn-Oase für eher Ruhe liebende Menschen.

Spiele rund um den Kirchturm wird es ebenso geben wie eine Fotorallye. Nebenbei

werden die alten Super-acht Filme laufen. Wisst ihr noch????? Ach ja! Das war 1983

in Mayen!!! Kuck mal, die Meike! Nein, das ist doch...

Als besonderes Highlight vor allem für unsere jüngeren Besucher bringt unsere derzeitige

Elterngeneration den Räuber Hotzenplotz in einem großen Festzelt auf die

Bühne.

Eine ganz besondere Bitte an alle Ehemaligen: Meldet Euch, wenn Ihr Lust habt,

schon im Vorfeld mit zu planen. Frauke Möschler (Hofstra), Chorkind der ersten

Stunde, hat eine Adress-Datenbank mit etwa 400 Adressen zusammengestellt.

Heiko Wrusch (ähnlicher Jahrgang) entwirft für uns ein Fest-Logo usw., usw. Wie

wär's mit einem "Ehemaligen-Chor" für den Festgottesdienst? Ist ja nur so eine

Idee…

Ich freue mich über jeden Anruf!

Jeanette Wenzel, Jugendleiterin

Tel.: 02206/84004

BartholomäusBote 1/2007 15

Evaanggeelischee

Nachhriichhten


Evanggelische

Nachrichten

Die Konfirmandenfreizeit

Vom 23.-25.02.07 waren 43 Konfirmanden, 6 Betreuer/innen und 5 jugendliche

Helferinnen auf Konfirmandenfreizeit in Brohl-Lützing im dortigen Schullandheim.

Doch war dies keinesfalls nur Freizeit! Es wurde gebastelt, geschnitten, gebacken,

gebaut, geschrieben und erdacht. Das alles für den Gottesdienst am 11. März, in

dem alle Konfirmanden der Gemeinde vorgestellt wurden.

16 BartholomäusBote 1/2007

Die Freizeit war eine Rüstzeit, in der sich die

Konfirmanden auf ihre letzten Wochen vor der

Konfirmation und auf die Konfirmation selber vorbereitet

haben. Es wurde oft in Kleingruppen

gearbeitet, in denen das übergeordnete Thema

"Abendmahl" erarbeitet wurde. Auch wurde der

Weg Jesu von seiner Begegnung mit dem Teufel

über seine eigene Taufe und das letzte Abendmahl

bis zu seiner Kreuzigung im Film verfolgt.

Neben der großen Themenvielfalt gab es ein vielfältiges

Freizeitprogramm, das auf dem weitläufigen

Gelände des Schullandheims umgesetzt werden

konnte. Ein weiteres Highlight waren die vielen

guten Mahlzeiten, die sorgfältig von der

Heimleiterin Petra persönlich als Buffet aufgetragen

wurden.

Als abschließendes Ereignis vor der Heimfahrt am

25.02.07 haben wir das Benediktinerkloster in

Maria Laach besucht. Nach der Besichtigung der

Kirche gab es einen Film über das dortige

Klosterleben zu sehen und ein waschechter Mönch

hat alle Fragen beantwortet, die den Jugendlichen

schon immer auf der Seele brannten.

Danach wurde die Heimfahrt mit Busfahrer

“Löckchen” angetreten und um 16:40 Uhr wurde

das Forum in Wahlscheid erreicht.

Das Ergebnis dieses erlebnisreichen Wochenendes

konnte man am 11. März im Vorstellungsgottesdienst

bewundern.

Kim Becker


um 9:30 Uhr

Am 13. Mai 2007 werden konfirmiert

im Gottesdienst

Matthew Arend, Höffen

Marius Becker, Donrath

Simon Czarnecki, Neuhonrath

Janina Döhler, Donrath

Alina-Janine Frielingsdorf,

Scheiderhöhe

Marius Fuhrmann, Donrath

Hannes Galonzka, Wahlscheid

Jens Hauprich, Weeg

Lars Heermeier, Weegen

Linda Himmel, Lohmar-Ort

Max Hoefeler, Mailahn

Max Klink, Ingersauel

Max Kokott, Wahlscheid

Lena Lindenberg, Scheiderhöhe

Kai Lindenberg, Scheiderhöhe

Marius Mylenbusch, Donrath

Fabian Oberdörster, Wahlscheid

Victoria Preuß, Donrath

Eva- Maria Röhrbein, Donrath

Dennis Sadecki, Wahlscheid

Julian Schmitz, Donrath

Daniela Tiggemann, Heppenberg

Mark Wirz, Wahlscheid

Henriette Wrobel, Wahlscheid

um 11:15 Uhr

Nikolas Bökert, Weegen

Marvin Bruckner, Wahlscheid

Barbara Daughtrey, Scheiderhöhe

Ann-Christin Deger, Breidt

René Dirks, Breidt

Saskia Dirks, Breidt

Svenja Dossow, Wahlscheid

Maximilian Ernst, Donrath

Robin Frembgen, Wahlscheid

Sarah Funken, Durbusch

Marc Haase, Scheiderhöhe

Lena Henrich, Wahlscheid

Fabian Kastl, Lohmar-Ort

Ann-Kathrin Klebsattel, Donrath

Fabian Müller, Hohn

Pascal Polzin, Deesem

Waldemar Prokofjew, Scheid

Lea Schulz, Wahlscheid

Marvin Steinröder, Deesem

Dennis Steinröder, Deesem

Frederic Weber, Wahlscheid

Sandy Weier, Donrath

Selina Zibell, Breidt

Marco Zöller, Donrath

BartholomäusBote 1/2007 17


Evanggelische

Nachrichten

18 BartholomäusBote 1/2007

"Lebendig und kräftig

und schärfer"

Der 31. Deutsche Evangelische

Kirchentag in Köln vom 6. bis 10. Juni

Dieses Jahr ist der Kirchentag für uns in

Wahlscheid fast zu Fuss zu erreichen. Auf alle

Fälle sind wir in noch nicht einmal 30 Minuten mit

der Regionalbahn von Jexmühle in Köln auf dem

Messegelände.

3000 Veranstaltungen an fünf Tagen, 100.000 Dauerteilnehmer, 50.000 Mitwirkende:

Das ist der Deutsche Kirchentag bei uns in Köln. Es gibt religiöse Gespräche,

fröhliche Festivals, politische Debatten. Es wird nach Gerechtigkeit und Zukunft

gefragt. Und es gibt viele Veranstaltungen nur für Jugendliche, z.B. auf dem Gelände

des Tanzbrunnens.

Wer überlegt, zum Kirchentag zu fahren und mehr Informationen möchte oder mit

anderen gemeinsam fahren will, der ist herzlich eingeladen. Am Sonntag, den 22.

April, treffen wir uns nach dem Gottesdienst im Gemeindehaus. Hier gibt es

Informationen und Absprachen werden getroffen.

Jetzt steht schon fest:

Wir werden uns als Gemeinde am Abend der Begegnung, am Mittwoch, dem 6. Juni,

mit Kuchenverkauf beteiligen.

Am Sonntag, dem 10. Juni, wird eine Gruppe nach einer Andacht in der Bartholomäuskirche

zum Abschlussgottesdienst nach Köln fahren.

Dazwischen ist viel möglich. Siehe: www.kirchentag.de

Eintrittspreise:

Dauerkarte 79 EUR (erm. 49 EUR), Familien-Dauerkarte 129 EUR, Tageskarte 25 EUR.

Bei Anmeldungen über das Gemeindebüro bis zum 23. April gibt es pro Tag einen

Zuschuss von 5 EUR (max. 20 EUR).

Sabine Purpus, Pastorin

Kleidersammlung für Bethel

Im April ist es wieder so weit. Vom 16. bis 21. April können Sie Ihre Altkleider ins

Gemeindehaus bringen. Diese Kleider werden in Bethel sortiert und verkauft. Der

Erlös wird für die vielfältigen diakonischen Aufgaben Bethels verwendet. Das ist auch

dringend notwendig, da der finanzielle Rahmen von diakonischen Einrichtungen

immer enger wird.

Dringende Bitte: Nehmen Sie diese Kleidersammlung nicht zur Entsorgung von

Lumpen. Nur das noch tragbare Kleidungsstück hilft.


April - der Monat der Freizeiten

Am 1.April starten in aller Frühe 18 Jugendliche mit der Bahn um unsere Hauptstadt

kennen zu lernen und unsicher zu machen. Lajos Wenzel hat ein Super-Programm

zusammengestellt, man kann soviel Bus und U-Bahn fahren, wie man will. Wir werden

im Theater des Westens "Tanz der Vampire" anschauen, auf die Reichstags-

Kuppel gehen, die Ausstellung "City of Berlin" besuchen, eine Backstage-Führung in

der Oper unter den Linden erhalten, fein essen gehen und vieles mehr. Total kaputt

kehren wir 4 Tage später gegen Mitternacht wieder heim, um uns für die nächste

Freizeit am Dienstag nach Ostern zu erholen.

Kinder und Jugendliche aller Altersklassen fahren für 4 Tage nach Wiehl, um zu spielen,

basteln, wandern und die Tropfsteinhöhle zu besichtigen.

Speziell für unsere ganz Kleinen 4-6-Jährigen ist die Mini-Freizeit am 21./22.April

gedacht. Man geht zum ersten Mal ohne Mama und Papa "on Tour". Wir fahren mit

Bahn und Bus nach Lindlar, verleben dort eine wunderschönes Wochenende in der

Jugendherberge und kommen mit ganz viel neuer Lebenserfahrung wieder nach

Hause.

Ich freue mich ganz besonders, dass fast der gesamte MiniChor und KiKiChor I mitfährt.

Jeanette Wenzel

Jeder erste Sonntag im Monat - ein besonderer Sonntag

An jedem ersten Sonntag im Monat findet parallel zum Abendmahlsgottesdienst der

Kindergottesdienst statt. Gemeinsam beginnen wir den Gottesdienst um 10:15 Uhr

in der Kirche. Nach dem ersten gemeinsamen Lied gehen die Kinder in den

Kindergottesdienstraum um dort in altersgerechter Weise Gottesdienst zu feiern.

Die nächsten Termine sind:

1. April

6. Mai

3. Juni

1. Juli

5. August

Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Kirchengemeinde alle

Gottesdienstbesucher ganz herzlich zu einem Kirchenkaffee in das Gemeindehaus

ein. Angeboten wird dies von unseren Katechumenen. Es besteht die Möglichkeit

sich bei Kaffee und Kuchen oder Brötchen zu stärken, den Gottesdienst Revue passieren

zu lassen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Bronja Faßbender, Kindergottesdienst-Leiterin

BartholomäusBote 1/2007 19

Evaanggeelischee

Nachhriichhten


Evanggelische

Nachrichten

Vor Gott brauche ich mich nicht zu verstecken!

Familiengottesdienst in der Karnevalszeit

Jugendliche unserer Gemeinde haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Sie haben sich viele Fragen gestellt:

- Warum würden wir uns manchmal am liebsten verstecken?

- Manchmal wären wir gerne anders als wir sind - warum?

- Geben wir jedem die Chance, sein wahres Gesicht zu zeigen?

- Welche Alltagsmasken gibt es in unserem Leben?

- Sehe ich so aus, wie ich in Wirklichkeit bin?

- Sehe ich so aus, wie ich sein will?

- Traue ich mich, ohne Maske aufzutreten?

- Warum sehen viele Menschen oft nur das Dunkle?

- Nehme ich wahr, wie verletzlich meine Mitmenschen sind?

- Bin ich manchmal auch so aufgeblasen wie ein bunter Luftballon?

Die Jugendlichen haben festgestellt, dass Gott uns sieht, wie wir sind, auch wenn wir

uns verkleiden oder hinter einer Maske verstecken.

Er sieht in unser Herz und nimmt uns an wie wir sind- jeden von uns.

Dazu haben sie vielfältige Ideen entwickelt um einen runden, ausgewogenen und

ansprechenden Familiengottesdienst in einer sehr gut besuchten Kirche zu gestalten.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Jugendchor mitgestaltet- der nicht nur

ausgesprochen gut gesungen hat, sondern durch Ausdrucksstärke beeindruckte. Die

Begleitung am Klavier übernahm das Chormitglied Laura Heinz.

Die nächsten Familiengottesdienste finden am Pfingstsonntag mit Taufgedächtnis

und am Sonntag, den 12. August statt. Schon jetzt eine ganz herzliche Einladung

hierzu.

Bronja Faßbender

20 BartholomäusBote 1/2007


Karneval im Ev. Gemeindehaus

Wie in jedem Jahr startete an Weiberfastnacht nachmittags die große Karnevalsfete

für Kinder und am Abend eine Dunkelparty für Jugendliche. Viele neue Spiele wurden

ausprobiert, da musste man z.B. als zusammengebundene Gruppe von 4

Jugendlichen einen Hindernisparcour überwinden (über Tische und Stühle klettern),

was ja an sich schon schwierig ist und viel Kooperationsbereitschaft verlangt, aber

nach einem Probedurchgang wurde das Licht ausgemacht und dann hieß es: Das

Ganze noch einmal im Dunkeln, um die Wette! Wir hatten viel Spaß, die Zeit war viel

zu kurz.

Jeanette Wenzel

Die Evangelische Kirchengemeinde Wahlscheid hat eine Kindergruppe

für Kinder unter 3 Jahren gegründet:

"EVI" Gruppe

Unsere Landesregierung spricht nur darüber,

die Evangelische Kirchengemeinde Wahlscheid

macht Nägel mit Köpfen! Seit dem 01. Februar

2007 gibt es in Wahlscheid im Ev.

Gemeindehaus eine pädagogisch betreute

Kleinkindergruppe. 10 Kinder im Alter von 2

Jahren bis zum Eintritt in den Kindergarten werden

von einer Erzieherin und einer

Ergänzungskraft mittwochs und donnerstags

von 9:00-12:00 Uhr betreut und gefördert.

Kinder mit Auffälligkeiten in der Entwicklung

und/oder besonderem Förderbedarf sind

selbstverständlich willkommen!

Der ehemalige Miniclubraum wurde dazu komplett leer geräumt, renoviert und vom Land

gab es Fördermittel zur Investitution der Einrichtungsgegenstände.

Den Segen bzw. die Abnahme vom Landesjugendamt haben wir am 04.01.2007 erhalten.

Intern hat sich die Existenz der EVI Gruppe (EV = evangelisch, I = integrativ) schnell

herumgesprochen und die Gruppe der zurzeit laufenden Pilotphase war schnell voll.

Im Januar fand der erste Elterninformationsabend statt, an dem alle Eltern, meist sogar

zu zweit gekommen sind, um die "Crew" der EVI Gruppe kennen zu lernen und um alles

Wissenswerte zu erfahren, was ihre Kinder in Zukunft in der EVI Gruppe erwartet.

Am 01. Februar ging es dann los! Die "Fuzzis" kamen zunächst gestaffelt, damit der erste

Tag nicht zu lange dauert. Die Eingewöhnungsphase wird von den pädagogischen

Mitarbeiterinnen sehr individuell und behutsam gestaltet, um den noch recht kleinen

Kindern die Trennung von den Eltern relativ schonend zu ermöglichen.

BartholomäusBote 1/2007 21

Evaanggeelischee

Nachhriichhten


Evanggelische

Nachrichten

Obwohl die EVI Gruppe keine

Kindergartengruppe ist, das heißt, die

Personalkosten müssen über die

Elternbeiträge von 55,- EUR mtl. getragen

werden, ist die Gruppe organisatorisch

dem Evangelischen Integrativen

Montessori Kinderhaus in Wahlscheid

angeschlossen.

Alle Eltern, die Interesse haben ihre

zweijährigen Kinder in der Form betreuen

zu lassen oder Eltern, die sich einfach

nur informieren wollen, können

dies entweder mittwochs oder donnerstags

um 9:00 Uhr im Gemeindehaus bei den pädagogischen Mitarbeiterinnen der EVI

Gruppe tun oder telefonisch im Montessori Kinderhaus bei Frau Isolde Stinner,

02206/2994, oder bei Frau Bronja Faßbender, 02206/608808, den beiden Initiatorinnen

der EVI Gruppe. Anmeldungen sind im Gemeindebüro bei Frau Mundt zu erhalten, im

Kinderhaus und im ev. Kindergarten in Donrath.

Wenn großes Interesse für die EVI Gruppe bestehen sollte, könnten wir eine zweite

Gruppe an zwei Vormittagen ins Leben rufen. Des Weiteren planen wir, je nach Bedarf,

eine pädagogisch betreute Eltern-Kind-Gruppe zu organisieren. Eltern, die sich dafür

interessieren, können uns unter oben genannten Nummern erreichen oder eine E-Mail

schicken an: kinderhaus@ev-kirche-wahlscheid.de

Und noch eins in eigener Sache. Es war richtig viel Arbeit, die EVI Gruppe zu gründen,

mit allem was dazu gehört:

- zu Ikea fahren und stundenlang an der Kasse stehen...

- Anträge auszufüllen, die niemand versteht, nicht einmal die, die ihn anfordern...

- auszusuchen, zu entscheiden, gegen unvorhergesehene Barrieren "anzustinken...

22 BartholomäusBote 1/2007

Es hat trotzdem viel Spaß gemacht, etwas

Neues ins Leben zu rufen, von dem man

überzeugt ist, dass es den Kindern in unserem

Umfeld etwas bringt! Die Ev.

Kirchengemeinde hat uns in allen Bereichen

unproblematisch mit Rat und Tat unterstützt

und z.B. notwendige Gelder für die

Renovierung "locker" gemacht. Wir freuen uns

jetzt zusammen mit den Eltern und den

Kindern der EVI Gruppe auf ein gutes

Gelingen!

Isolde Stinner und Bronja Faßbender


Das "EVI"-Team

Mein Name ist Birgit Kors. Ich bin 41 Jahre alt, von Beruf

Erzieherin, verheiratet, habe zwei Kinder und wohne mit

meiner Familie in Wahlscheid.

In meinem bisherigen Arbeitsfeld, in dem ich seit fast 20

Jahren tätig bin, habe ich mit Kindern aller Altersgruppen

gearbeitet.

Seit Anfang Februar leite ich die "EVI-Gruppe". Es macht

mir sehr viel Freude, die Kinder in dieser wichtigen

Entwicklungsphase zu begleiten und sie auf die kommende

Kindergartenzeit vorzubereiten.

Mein Name ist Susanne Senge, ich bin 38 Jahre alt. Mit

meinem Mann und meinen zwei Kindern wohne ich in

Lohmar-Hausen.

Seit Beginn der Spielgruppe im Februar 2007 arbeite ich

als Ergänzungskraft in der neu eingerichteten "Evi-

Gruppe".

Ich war direkt von der Idee begeistert, dass eine

Spielgruppe für ab 2-Jährige entstehen soll. Mit dem Ev.

Montessori-Kinderhaus habe ich schon sehr gute

Erfahrungen gemacht, da meine ältere Tochter dort ihre

Kindergartenzeit verbracht hat.

Mit Kindern im Alter von 2 Jahren zusammen zu sein und

mit ihnen zu spielen, singen, essen, die Natur zu erleben

und vieles mehr, macht mir großen Spaß.

Mein Name ist Christiane Böcken, ich bin 33 Jahre alt und von

Beruf Werbefotografin. Zur Zeit befinde ich mich in der

Elternzeit. Ich bin verheiratet und habe zwei Söhne im Alter

von 7 und 5 Jahren. Vor fünf Jahren sind wir von Köln nach

Scheiderhöhe gezogen.

Da ich schon mit meinen Kindern Krabbelgruppen,

Kinderturnen und Schwimmgruppen besucht habe, macht mir

das Arbeiten und Spielen mit Kindern viel Spaß.

Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung, als

Ergänzungskraft in der EVI-Gruppe arbeiten zu können und

hoffe, dass die Kinder und Eltern viel Freude an meiner

Mitarbeit haben werden.

BartholomäusBote 1/2007 23

Evaanggeelischee

Nachhriichhten


Evanggelische

Nachrichten

Personalveränderungen im Ev. Kindergarten Donrath

Frau Schmiedberg verlässt am 31. März den Kindergarten.

Frau Forge gibt auf ihren Wunsch hin die kommissarische Leitung zurück.

Frau Silvia Bierschenk wird zum 1. April als neue Leiterin eingestellt.

Hintergrundinformation: Die ehemalige Leiterin des Ev. Kindergartens Donrath, Frau

Marion Schmiedberg, bat die Kirchengemeinde vor drei Jahren, sie zur Aufnahme

eines Studiums der Sozialpädagogik in Düsseldorf von ihrer Leitungsverantwortung

zu entbinden und ihre Stunden zu reduzieren. Da die Gruppenleiterin, Frau Bärbel

Forge, erfreulicherweise seinerzeit bereit war, die Leitung in der Ausbildungszeit

von Frau Schmiedberg kommissarisch zu übernehmen, konnte das Presbyterium

diesem Wunsch entsprechen. Weil Frau Schmiedberg demnächst ihr Diplom macht,

den Kindergarten am 31. März verlässt und ab dem 1. April im sozialen Dienst des

Ev. Altenheim Wahlscheid arbeitet und Frau Forge ihre alte Position als

Gruppenleiterin zurück erbat, wird die freie Leitungsstelle ab dem 1. April mit Frau

Silvia Bierschenk besetzt. Der Elternrat wirkte an dieser Entscheidung mit. Gerne

möchte sich die neue Leiterin im Bartholomäusboten vorstellen. Vorab auch an dieser

Stelle seitens des Trägers noch einmal einen ganz herzlichen Dank an Frau

Forge und auch an Frau Schmiedberg für die geleistete Arbeit im Ev. Kindergarten

Donrath.

Das Presbyterium

Liebe Eltern,

ich möchte mich Ihnen ganz kurz schriftlich vorstellen. Die Vorsitzende des

Elternrates und die Mitglieder des Kindergartenausschusses haben mich ja schon

beim Bewerbungsgespräch kennen gelernt, andere kennen mich vielleicht aber auch

aus meiner Zeit im Ev. Kinderhaus Wahlscheid oder von anderen Begegnungen. Ich

war jahrelang Gemeindemitglied in der Ev. Kirche Wahlscheid und bin es nach meiner

Umgemeindung von der Ev. Gemeinde Lohmar nach Wahlscheid seit kurzem

wieder.

Am 01.04.2007 übernehme ich die Leitung im Ev. Kindergarten Donrath. Diese verantwortungsvolle

Aufgabe machte mir auf der Stelle sehr viel Freude. Seit 1998 bin

ich staatlich geprüfte Erzieherin. Meine Fachschulausbildung habe ich am

Sachsenring in Köln absolviert. Das danach folgende Annerkennungsjahr leistete ich

im Ev. Integrativen Montessori Kinderhaus in Wahlscheid. Anschließend übernahm

ich meine erste Festanstellung als Gruppenleiterin im Ev. Kindergarten Lohmar. Seit

2001 arbeitete ich dort als ständige Vertreterin der Kindergartenleitung. Im April

2005 habe ich eine zweijährige Weiterbildung für Leitungen von Tageseinrichtungen

begonnen und diese im Januar 2007 erfolgreich beendet. Seit Januar 2006 bin ich

Leiterin einer Ev. Kindertagesstätte in Frechen.

Ich habe mich bewusst für den Beruf der Erzieherin entschieden. Ich denke, ich habe

sehr viele Ideen für den Kindergarten, aber auch für die Gemeindearbeit. Gerne

24 BartholomäusBote 1/2007


möchte ich meine Ideen mitteilen, diskutieren und umsetzen. Ich finde es spannend,

mit einem Team Konzeptionen zu entwickeln und zu erarbeiten, die zum einen jeder

trägt und die zum anderen fortwährend überprüft werden. Es macht mir Freude,

Eltern in ihrer Erziehung zu unterstützen und gemeinsame Aktivitäten zu planen und

umzusetzen. Gut finde ich auch, mit anderen Gruppen aus der Gemeinde im

Gespräch zu sein und gemeinsame Feste und Feiern zu gestalten. Vor allem aber

möchte ich Kinder begleiten, sie unterstützen und

ihnen Möglichkeiten und Entfaltungsräume bieten,

damit sie sich im Kindergarten wie zuhause fühlen und

sich nach ihren Fähigkeiten entwickeln.

Ich hoffe, Sie haben einen kleinen Eindruck von mir

und meinen Vorstellungen bekommen. Auf gute

Gespräche und eine gute Zusammenarbeit auch mit

der Gemeinde freue ich mich sehr!

Ihre Silvia Bierschenk

neue Kindergartenleiterin in Donrath

Hey, Pippi Langstrumpf...

Welche lustigen Streiche und

Abenteuer Pippi Langstrumpf und ihre

Freunde erlebten, fesselten Kinder

und Eltern einen ganzen Nachmittag.

Der Evangelische Kindergarten

Donrath und der Lohmarer

Buchhandel "Les/Art" hatten zu einem

gemütlichen "Schmökernachmittag

mit Pippi Langstrumpf" eingeladen.

Eltern und Kinder lauschten den

Geschichten, setzten sie kreativ um

und machten es sich dabei so richtig

gemütlich.

Im Vorfeld hatten Kinderbilder zum

Thema "Pippi Langstrumpf" und "Villa

Kunterbunt" die Auslagen der

Bücherstube geschmückt. Eltern,

hütet Euch: es sind viele Pippis unterwegs...

Für das Kindergartenteam,

Marion Schmiedberg

BartholomäusBote 1/2007 25

Evaanggeelischee

Nachhriichhten


Evanggelische

Nachrichten

Einführung von Waldtagen und Naturmaterial im

Evangelischen Integrativen Montessori Kinderhaus

26 BartholomäusBote 1/2007

Ich heiße Katharina Bruckner, bin 21 Jahre alt und wohne in

Wahlscheid. Seit dem 01.08.06 arbeite ich als

Anerkennungspraktikantin im Montessori Kinderhaus. Im Rahmen

meiner Ausbildung erstelle ich ein Jahreskonzept, mit deren

Durchführung ich schon im September 2006 begonnen habe.

Zu Beginn meines Jahrespraktikums im August 2006 ist mir aufgefallen, dass die nicht

behinderten Kinder sowie die behinderten Kinder im Kinderhaus viel Interesse an der

Natur zeigen. Nach Ausflügen in den benachbarten Wald baten die Kinder oft um

Wiederholung der Aktionen.

Ich habe beobachtet, dass im Wald ohne vorgefertigtes Spielzeug, die Fantasie und die

Kreativität der Kinder angeregt wird. Beispielsweise benutzte ein Junge einen Stock zum

Bohren, weil er Bauarbeiter spielte oder ein Baumstamm diente als Schiff... Die Kinder

werden zu eigenen Ideen und Handeln herausgefordert, was einer passiven

Konsumhaltung entgegenwirkt.

Viele Kinder haben Bewegungsdrang, den sie in der Gruppe nicht ausreichend ausleben

können. Die fast unerschöpflichen Bewegungsanlässe im Wald bieten den Kindern

Situationen, in denen sie sich gefordert fühlen, sich erproben können, aber auch einfach

"nur" Spaß haben! Ich habe auch erlebt, dass die Kinder viel ausgeglichener im Wald sind

und es viel weniger Konfliktsituationen gibt. Freiraum zu besitzen und nach eigenen

Interessen und Bedürfnissen zu nutzen, ist für viele Kinder eine wichtige und neue

Erfahrung. Daraufhin habe ich beschlossen, ein Wald-Natur-Konzept zu entwickeln.

Um Kinder wirksam und gezielt an die Natur heranzuführen, brauchen sie Erwachsene,

die sie hierbei unterstützen, anleiten und bestärken. Dies geschieht durch Schaffung von

Naturerlebnisräumen oder der Durchführung von Ausflügen in die Natur, aber auch

durch gezieltes Aufarbeiten und Dokumentieren des Erlebten und genügend

Wiederholungen, um dem Lerntempo aller Kinder gerecht zu werden.

Ich will regelmäßig Waldtage durchführen, auch mal bei

schlechtem Wetter, denn Bewegung in frischer Luft, auch

bei "Wind und Wetter" fördert die Gesundheit und stärkt

das Immunsystem.

Die Kinder können Naturmaterialien mit in das Kinderhaus

nehmen, sie in "Schatzkisten" sammeln und dort mit dem

Material Spiel- und Lernmöglichkeiten erfahren, kleine

Tiere (Insekten) in einem Aquariumskasten beobachten,

um etwa durchs Forschen und Beobachten vom Detail

aufs Ganze zu schließen.


Ich lege Bücher zum Vertiefen des Sachwissens bereit. So lernen die Kinder nachhaltig,

das zunächst praktisch Erlebte nochmals aufzuarbeiten und in ihr Wissensrepertoire zu

integrieren.

Da es mir sehr wichtig ist, etwas Langfristiges für das Kinderhaus zu schaffen, habe ich

über den Kontakt zu einem Förster Baumstämme für unser Außengelände und

Anschauungsmaterial für unsere neue Waldecke auf dem Flur organisiert.

Wir haben im November 2006 auch schon eine Exkursion

mit dem Förster gemacht. Das war sehr spannend und

interessant für die Kinder und auch für die Erwachsenen.

Weitere Exkursionen werden im Frühling und Sommer

stattfinden. Mein Konzept wird mit Bildern und kleinen

Ausstellungen auf unserem Flur für Eltern, Kinder und

Team dokumentiert.

Mein Projekt macht mir persönlich sehr viel Spaß. Mir ist

wichtig, Kindern die Schöpfung und somit die Natur nahe

zu bringen. Bis zum Ende meines Praktikums im Juli 2007

freue ich mich noch auf viele naturverbundene Erlebnisse

mit den Kindern im Wald.

Katharina Bruckner

PEKiP und Babymassage

Babys brauchen viel Liebe, Zärtlichkeit und angemessene Anregungen, um sich optimal zu

entwickeln. All dies vermittelt das Prager-Eltern-Kind-Programm und die Babymassage.

Das PEKiP ist ein entwicklungsbegleitendes Spiel- und Bewegungsangebot für das erste

Lebensjahr. Acht Mütter/Väter und ihre Babys ab der 4. Lebenswoche treffen sich einmal

wöchentlich. Es werden Anregungen zur Wahrnehmung und Bewegung für das entsprechende

Alter angeboten, die die ganzheitliche Entwicklung des Kindes unterstützen.

In der Gruppe haben Eltern die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, Kontakte zu

knüpfen und voneinander zu lernen.

Folgende Kurse bietet die Ev. Kirchengemeinde ab März 2007 an:

Babymassage: 6 Treffen, freitagsnachmittags

Väter-Babymassage: 2 Treffen, samstagsvormittags

PEKiP: 13 Treffen + 1 Einführungsabend, Di oder Do

PEKiP integrativ: für gesunde Kinder und Kinder mit besonderen Bedürfnissen

Weitere Informationen und Anmeldung:

Roswitha Sander (Erzieherin und Heilpädagogin)

Tel. 02246 / 169712

BartholomäusBote 1/2007 27

Evaanggeelischee

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Evanggelische

Nachrichten

28 BartholomäusBote 1/2007

Krabbel-, Kinder- und Familiengottesdienste

Neben unseren sonntäglichen Hauptgottesdiensten lädt unsere Kirchengemeinde

ganz herzlich zu einer Reihe altersspezifischer Gottesdienste ein. Im Weiteren sind

die verschiedenen Formen mit den Terminen für 2007 in kurzer Form dargestellt.

Weitere Informationen können Sie gerne bei Bronja Faßbender unter 02206-608808

oder in unserem Gemeindebüro unter 02206-5035 erhalten.

Krabbelgottesdienst

Für Kinder zwischen 0 und 3 Jahren mit ihren Eltern und Großeltern. In altersgerechter

Form wird ein kurzer Gottesdienst in der Kirche gefeiert.

Jeden 1. Dienstag im Monat um 10:30 Uhr:

3. April 5. Juni 4. September 6. November

8. Mai (2. Di. im Monat) 3. Juli 2. Oktober 4. Dezember

Kindergottesdienst

Der Kindergottesdienst richtet sich an Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. In verschiedenen

Gruppen feiern wir in altersgerechter Form, parallel zum

Hauptgottesdienst mit gemeinsamem Beginn in der Kirche, unseren Kindergottesdienst.

Alle Eltern sind im Anschluss an den Gottesdienst ganz herzlich zu unserem

Kirchen-Café eingeladen, welches von den Katechumenen ausgerichtet wird. Jeden

1. Sonntag im Monat von 10:15 bis 11:30 Uhr:

1. April 1. Juli 7. Oktober

6. Mai 5. August 6. November

3. Juni 2. September 9. Dezember (2. So)

Mehrmals im Jahr finden besondere zusätzliche Angebote statt:

Osternacht im Schlafsack: Karsamstag bis zum Ostermorgen

Große Herbstaktion: 29. und 30. September

Adventsspirale: Mittwoch, 19. Dezember

Kinderbibeltage: 11. August und 20. Oktober

Familiengottesdienst

Mehrmals im Jahr feiern wir den sonntäglichen Gottesdienst in Form eines Familiengottesdienstes.

11. Februar Familiengottesdienst von Jugendlichen der Kirchengemeinde vorbereitet

11. März Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden

27. Mai Pfingstgottesdienst mit Taufgedächtnis

12. August Familiengottesdienst von Kindergottesdienstkindern vorbereitet

9. September Festgottesdienst zum 25-jährigen Jubiläum des KiKiChores

21. Oktober Familiengottesdienst von Kindergottesdienstkindern vorbereitet

2. Dezember Gottesdienst zum Nikolausmarkt auf Wahlscheider Platt

24. Dezember 15:00 Uhr Weihnachtlicher Gottesdienst besonders für Familien

mit kleinen Kindern

16:15 Uhr Familiengottesdienst mit Krippenspiel


Ostergottesdienste

Ev. St. Bartholomäus-Kirche, Wahlscheid

Gründonnerstag 19:00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

5. April Eva-Maria Kraus, Cello

Karfreitag 10:15 Uhr Abendmahlsgottesdienst mit dem Ev. Singe-

6. April kreis (Leitung: Heidrun Kraus) und Bettina

Handschel-Lüdemann, Geige (angefragt)

Osternacht 6:00 Uhr Osternachtfeier, Fackelzug, Osterfeuer,

8. April Osterfrühstück mit den Bartholomäusbläsern

und dem Osternachtensemble

(Leitung: Jeanette Wenzel) sowie

Thomas Zerbes, Saxophon & Klarinette

Ostersonntag 10:15 Uhr Festgottesdienst mit Abendmahl

8. April mit dem Ev. Singekreis (Leitung: Heidrun Kraus)

sowie Carolin Bauer, Horn

Ostermontag 10:15 Uhr Ostergottesdienst

8. April mit den Bartholomäusbläsern

Kapelle zum Guten Hirten

im Ev. Altenheim Wahlscheid

Karfreitag 10:00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

6. April

Ostermontag 9:15 Uhr Ostergottesdienst

9. April

BartholomäusBote 1/2007 29

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Evanggelische

Nachrichten

Ev. St. Bartholomäus-Kirche, Wahlscheid

So 10:15 Gottesdienst (jeden 1. Sonntag im Monat mit Hl. Abendmahl)

Kindergottesdienst

16:00 Band-Probe

20:00 Bartholomäusbläser (Posaunenchor)

Mo 19:30 Ev. Projektchor

16:30 Theatergruppe / Tanz AG

Di 10:30 Krabbelgottesdienst (jeden 1. Dienstag im Monat)

19:30 Ökumenischer Bibelkreis (jeden 2. Dienstag im Monat)

Mi 08:30 Schulgottesdienst, GGS Donrath

(jeden 1. und 2. Mittwoch im Monat)

15:00 Frauentreff (jeden 1. Mittwoch im Monat)

15:00 Frauenhilfe (jeden 2. Mittwoch im Monat)

16:15-17:45 Rumpels (ab Mai; 14-tägig: 2.5., 16.5., 30.5., ...)

16:15 Mini-Chor für kleine Leute ab 4

17:00 Kinderchor I

18:00 Orff-Profis

Do 15:00/16:30 Katechumenengruppe I/II

15:00/16:00/17:00 Kinderchor II /Kinderchor III /Jugendchor

15:30/16:30/17:30 Orffgruppe II /Orffgruppe III /Orffgruppe IV

20:00 Evangelischer Singekreis

Fr 08:30 Schulgottesdienst, GGS Wahlscheid

(jeden 2. Freitag im Monat)

08:30 Vita-Treff (jeden 3. Freitag im Monat)

Mo-Fr 09:00-11:30 Miniclub

Kapelle “Zum guten Hirten”

im Ev. Altenheim Wahlscheid

Sa 16:30 Andacht in der Kapelle „Zum Guten Hirten“

(jeden 1. Samstag im Monat mit Heiligem Abendmahl)

Di 10:30 Gesprächskreis “Reden über Gott und die Welt”

(jeden 3. Dienstag im Monat)

30 BartholomäusBote 1/2007


St. Mariä Himmelfahrt, Neuhonrath

So 10.30 Hl. Messe

15.00 Tauffeier in Neuhonrath oder Scheiderhöhe

(jeden 2. Sonntag im Monat)

Mo 15.00 MiniClub im Pfarrheim

Di 19.30 Ökumenischer Bibelkreis (jeden 2. Dienstag im Monat)

im Matthias-Claudius-Haus, Wahlscheid

19.30 F-ID-Treff (jeden letzten Dienstag im Monat) im Pfarrheim

Mi 15.00 Seniorenmesse, anschl. Treffen im Pfarrheim

(jeden 1. Mittwoch im Monat)

15.00 Strickkreis im Pfarrheim

18.30 Gruppenstunde der Jungpfadfinder im Jugendheim

20.00 Kirchenchor - Probe im Pfarrheim

Do 18.30 Abendmesse (außer am 1. Donnerstag im Monat)

19.00 Pfadfindertrupp im Jugendheim

Fr 17.00 Gruppenstunde der Wölflinge im Jugendheim

18.00 Messdienergruppenstunde (jeden 1. Freitag im Monat)

So 16.00 Roverrunde „Igels“ im Jugendheim

St. Bartholomäus, Wahlscheid

Fr 08.20 Schulgottesdienst der Grundschule (jeden 2. Freitag im Monat)

09.30 Krankenkommunion (jeden 1. Freitag im Monat)

Sa 18.00 Sonntagvorabendmesse (an den Samstagen mit geradem Datum)

Kreuzerhöhung, Scheiderhöhe

So 09.00 Hl. Messe

15.00 Tauffeier in Scheiderhöhe oder Neuhonrath

(jeden 2. Sonntag im Monat)

Do 18.30 Abendmesse (jeden 1. Donnerstag im Monat)

BartholomäusBote 1/2007 31

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Nachrichten

32 BartholomäusBote 1/2007

Ostergottesdienste

Gründonnerstag 09:30 Wahlscheid Messe im Altenheim

5. April 19:00 Scheiderhöhe Abendmahlsmesse, anschl. stille Anbetung

19:30 Lohmar (PH) Abendmahlsmesse, Pfarrchor,

anschl. Agapefeier des Ölbergweges

18:00 Birk Abendmahlsmesse, anschl. Ölbergandacht

Karfreitag 10:00 Birk Kinderkreuzweg

6. April 11:30 Lohmar (PH) Kinderkreuzweg

13:45 Donrath Treffen in der Kirche zum Kreuzweg nach

Haus Hasselssiefen

15:00 Donrath Karfreitagsliturgie

15:00 Birk Karfreitagsliturgie

15:00 Neuhonrath Karfreitagsliturgie

19:00 Lohmar (ev. Kirche) Meditation "Gebet um das Kreuz"

mit Gesängen aus Taizé

20:00 Heide Meditation in der Kapelle

Karsamstag 21:30 Birk Osternachtfeier

7. April anschl. Agapefeier

21:30 Donrath Osternachtfeier, Laudate,

anschl. Agapefeier

21:30 Wahlscheid Osternachtfeier, Kirchenchor,

anschl. Agapefeier in der Kirche

Kirchweihe von St. Bartholomäus im Tal

vor 40 Jahren am 8. April 1967

Ostersonntag 05:30 Lohmar Osternachtfeier, Kirchenchor

8. April anschl. Osterfrühstück

09:00 Scheiderhöhe Festmesse

09:00 Hallberg Festmesse, Kapellenchor

09:30 Breidt Festmesse

10:30 Neuhonrath Festmesse

11:00 Donrath Festmesse

Ostermontag 09:00 Scheiderhöhe Festmesse

9. April 09:00 Birk Festmesse, 25 Jahre Krönung Marienfigur,

Kirchenchor

10:30 Neuhonrath Festmesse

11:00 Lohmar (PH) Festmesse, Kirchenchor

18:30 Donrath Festmesse


Für einen neuen Aufbruch in der Seelsorge

Pfarrverband Lohmar holt sich Fachberatung

Der im Jahr 2004 gebildete Pfarrverband Lohmar geht

daran, die Themen der Seelsorge und die denkbaren

Anstöße für Aktivitäten in der nächsten Zeit nach

Schwerpunkten zu gliedern und hierzu Richtungsund

Zielvorgaben zu formulieren. Seine bisherige

Arbeit war sehr lange von intensiven Diskussionen

geprägt über neue Formen der Zusammenarbeit der Gremien und über veränderte Raumund

Personalangebote. Bei der Formulierung der Richtungs- und Zielvorgaben für die kommende

Zeit lässt sich der Pfarrverband nun von externen Fachkräften beraten:

"Gemeindeberatung" heißt das Projekt, ein Experiment innerhalb der Erzdiözese Köln, das

den neu gebildeten Seelsorgeeinheiten helfen soll, ihre erweiterten Kompetenzen bestmöglich

einzusetzen. Die Katholiken im Pfarrverband Lohmar werden davon konkret nicht ganz

so schnell etwas wahrnehmen, weil das Projekt zunächst in den Gremien auf die Lohmarer

Situation hin ausgelegt und beraten wird.

"Pfarrverband" muss mehr sein als Verwaltungsbegriff

Ein Pfarrverband kann bei guter Organisation und klaren Zielvorgaben wirksamer, effektiver

sein als eine Einzelpfarrei alten Zuschnitts: er hat die Möglichkeit, reichhaltigere Anregungen

für Aktivitäten zu geben als dies eine Einzelgemeinde mit ihrem (meist einzigen) Pastor bisher

konnte, und er kann in der Regel mehr Ansprechpartner vorhalten als eine Einzelpfarrei.

Aber das kann es nicht allein sein, ist einer der Gedanken bei der Gemeindeberatung.

Pfarrverbandsleiter Pfarrer Fred Schmitz will auf längere Sicht eine Atmosphäre schaffen, in

der erheblich mehr Menschen als bisher aktiv werden bei Projekten, die ihnen wichtig sind.

Es gibt aber noch keinerlei Erfahrungen mit derartigen pfarrei-übergreifenden Projekten.

Zudem gibt es teilweise noch stille bis offene Vorbehalte gegen den Pfarrverband als

Organisationsform von Pastoral, vor allem zu der Kölner Vorgabe, Lohmar Ort zum

Pfarrverbandszentrum zu machen und entsprechend bevorzugt zu fördern.

Im Oktober 2006 stellte sich in der so genannten Pfarrverbandskonferenz (PVK), in der

Vertreter aller Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände sitzen, ein Beraterteam vor. Das soll

im Auftrag einer noch zu bildenden Lohmarer "Steuerungsgruppe" tätig werden, seine Arbeit

ist auf anderthalb bis zwei Jahre befristet, also schätzungsweise bis Ende 2008: Winfried

Semmler-Koddenbrock, Pastoralreferent und Gemeindeberater, von der (direkt dem Kölner

Erzbischof unterstellten) Diözesanstelle für pastorale Begleitung beim Generalvikariat, und

Dr. Bernhard Wunder von der Hauptabteilung Seelsorgebereiche Regionalgruppe Süd 2 des

Generalvikariats.

Es braucht Geduld, alle sind Lernende

Das Bisherige war noch eine Eingewöhnungsphase: in zwei PVK-Sitzungen Ende 2006 wurden

theoretische Modelle vorgestellt und vorläufige Überlegungen dahingehend gemacht,

wo man denn nun auf welche Weise ansetzen solle. Danach entschloss man sich, Anfang

BartholomäusBote 1/2007 33

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2007 zunächst noch einmal die "Altlasten" zu besprechen (mit denen die genannten

Vorbehalte und der ganze Rest gemeint sind) und erst dann an die eigentliche Arbeit zu

gehen, also die inhaltliche Schwerpunktbildung und -Gliederung.

Es soll, so die Theorie, nicht "von oben herab" bestimmt werden, wie und mit welchen Zielen

die Seelsorge-Arbeit im Pfarrverband organisiert und welche Impulse an die Menschen

gegeben werden. Die Ziele sollen vielmehr von den beteiligten Gremien, die ja vorwiegend

"Laiengremien" sind (mit den Pastoren allerdings als "geborene" Mitglieder) selbst formuliert

werden. Die Theorie versteht dabei alle Beteiligten als Lernende und das Ganze als Vorgang,

der immer wieder auf seine Zweckmäßigkeit und dessen Ergebnisse auf ihre Brauchbarkeit

überprüft werden.

Es wird also dauern und Geduld fordern, denn das künftige Pastoralkonzept wird zwar wohl

auf Lohmar maßgeschneidert sein, aber es muss anprobiert und wieder anprobiert werden.

Bei einer Gemeindeberatung und der nachfolgenden Arbeit ist, so jedenfalls sagt es die

Theorie, nicht genau vorhersagbar, welche Ergebnisse schlussendlich heraus kommen.

Möglich ist als Ergebnis ein Pfarrverband mit neuem Selbstwertgefühl und mit

Selbstvertrauen in die Gestaltungskräfte bei der gemeinschaftlichen Arbeit, mit frischen

Ideen, und mit einer positiven Sicht der Menschen für Veränderungen.

Waldemar Schmid

Den Glauben reflektieren

Religiöse Bildungsarbeit im Pfarrverband Lohmar

"Gebildet ist, wer Parallelen zu sehen vermag. Dummköpfe sehen immer wieder etwas

Neues." (Sigmund Graff)

Schon im vergangenen Jahr hatte Pfarrer Hermann-Josef Frisch durch ein dreiwöchiges

Adventseminar mit begleitender Predigtreihe ein Stück Bildungsarbeit in unseren

Pfarrverband gebracht. In der Vorbereitung auf Weihnachten 2006 hatten ihm und der

mehr als dreißigköpfigen Gruppe die Kindheitsgeschichten der Evangelien am Herzen

gelegen; in dieser Fastenzeit beschäftigten uns in großer Aktualität die Weltreligionen, ihre

Gottesbilder, Gemeinsamkeiten und Unterschiede, ihr Verhältnis zueinander sowie die

Chancen, die es im interreligiösen Dialog zu nutzen gilt. Dieses Mal geschah die Arbeit

weniger in der ausgefeilten theologischen Textarbeit, sondern mehr in Bildinterpretation

und Gespräch. Aber auch dieses Seminar erbrachte, wenn auch auf ganz andere Weise als

das vorangegangene, eine bereichernde Horizonterweiterung. Die Vertiefung der

zugehörigen Predigtreihe zum Thema "Religion und Gewalt" gab dabei Hilfestellung,

Glaube und Leben in unserer heutigen Welt zusammen zu denken und - entsprechend der

Regensburger Papstrede - Vernunft und Religion übereinkommen zu lassen.

Das Seminar wurde vom Neuhonrather Frauen-Ideen-Treff "FIDT" veranstaltet; es fand

sich wieder eine bunt gemischte, interessierte Gruppe um Pfarrer Frisch zusammen.

Dessen Arbeitsweise umschreibt wohl ein Ausspruch Ralph Waldo Emersons treffend: "Es

ist ein Beweis hoher Bildung, die größten Dinge auf die einfachste Art zu sagen."

Sabrina Koch

34 BartholomäusBote 1/2007


Pfarrer Fred Schmitz wurde 60

Am Sonntag 4. März vollendete Pfarrer Fred Schmitz

sein 60. Lebensjahr. Diesen runden Geburtstag, der

durch einen guten Zufall auf einen Sonntag fiel, feierte

er mit dem 11-Uhr-Gottesdienst im Lohmarer

Pfarrheim und bei einem anschließenden gemütlichen

Zusammensein mit den Gottesdienstbesuchern. Als

Geburtstagsgeschenk für ihn gab es einen High-

Tech-Kaffeeautomaten, der alle künftigen Besucher

mit frischem Kaffee versorgen soll.

Fred Schmitz ist seit September 2001 in Lohmar tätig,

also fünfeinhalb Jahre, zunächst als Pfarrer von

Lohmar und Birk, nach dem Unfalltod von Pfarrer

Günther Hoffmann auch seit März 2003 als Pfarrer

von Neuhonrath und Scheiderhöhe. Mit der Gründung

des Pfarrverbandes Lohmar im Jahr 2004 wurde Pfarrer Schmitz dann dessen Leiter.

Fred Schmitz hatte sich in der Oster-Ausgabe 2003 des Bartholomäusboten als "der

Neue" vorgestellt (für die nördlichen Lohmarer Pfarrgemeinden). Wir gestatten uns,

seinen dort selbst geschriebenen Lebenslauf zur Erinnerung zu plündern: er wurde

am 4. März 1947 in Troisdorf geboren, machte im April 1967 in Bonn das Abitur,

studierte dann Theologie in Bonn und Köln mit Diplom als Abschluss. Daran anschließend

war er Kaplan in Velbert, Wuppertal und St. Augustin-Menden, Pfarrer in

Troisdorf-Friedrich-Wilhelms-Hütte und in Troisdorf-Mitte/Altenrath. Von 1992 bis

2001 war er Gefängnisseelsorger in Köln. Diese "Kategorialseelsorge" gab er dann

auf, um wieder als Gemeindeseelsorger zu wirken.

Wie für die meisten katholischen Seelsorger sind auch bei Pfarrer Fred Schmitz

Dienstliches und Privatleben kaum so recht trennbar, und so gehen auch in seiner

Dienstwohnung im Lohmarer Pfarrhaus der Wohn- und der Arbeitsbereich ineinander

über: eine Längswand des Wohnzimmers - davor der Schreibtisch mit den

Schreib- und Fernmelde-Utensilien - ist

komplett mit theologischen Fachbüchern

und Fachperiodika voll gepackt. Fred

Schmitz liest viel. Zugleich ist er ein am

politischen Tagesgeschehen interessierter

Mensch: eine seiner Lieblingssendungen ist

das Radio-Journal vor Mitternacht ("Das war

der Tag") vom Kölner Deutschlandfunk.

Waldemar Schmid

Über eine Stunde lang Händeschütteln, Glückwünsche

zum Geburtstag und kleine Gespräche

BartholomäusBote 1/2007 35

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Die Erstkommunionkinder der

Gemeinden Neuhonrath und Scheiderhöhe

Insgesamt 46 Kinder aus den Gemeinden Neuhonrath und Scheiderhöhe empfangen in

diesem Jahr die Erstkommunion. Die Erstkommunionfeiern finden alle in der Kirche St.

Bartholomäus im Tal in Wahlscheid statt, und zwar am Sonntag 22. April, somit nicht am

"Weißen Sonntag", der gewöhnlich der Erstkommuniontag ist, sondern zwei Wochen nach

Ostern. Die Feiern sind, weil die Erstkommunionkindergruppe geteilt werden musste, auf

zwei Uhrzeiten verteilt. An der Eucharistiefeier um 9.00 Uhr nehmen 20 Kinder teil, an der

um 11.00 Uhr sind 26 Kinder beteiligt. Pater Bonifatius und Gemeindereferent Thomas

Hegner leiten beide Gottesdienste gemeinsam. Am Vorabend Samstag 21. April ist um

18.30 Uhr für die Erstkommunionkinder und ihre Angehörigen eine Einstimmung in der

St. Bartholomäuskirche, die von Pater Bonifatius gestaltet wird.

Im Gottesdienst um 9.00 Uhr gehen

zur Erstkommunion:

Laura Buchwald

Maximilian Castenholz

Sophie Kim-Ly Duong

Alice Fiebelkorn

Lea Flock

Markus John

Dominik Klüser

Moritz Knitter

Natalie Konsorr

Alena Kors

Tobias Laudenberg

Annika Mörser

Christian Mörser

Lioba Riemer

Fabian Ritter

Jenny Simmerkus

Jessica Staar

Claudia Stromitzki

Dennis Vehar

Lasse Werner

36 BartholomäusBote 1/2007

Im Gottesdienst um 11.00 Uhr gehen

zur Erstkommunion:

Jan Marius Bauerfeind

Julian Bosbach

Luisa Bosbach

Nils Burkert

Ana Patricia Da Silva

David Döring

Nadine Hömske

Lukas Jung

David Klein

David Krüger

Leonard Leiste

Marie Fee Leitzgen

Julian Linneborn

Lea Meister

Rebecca Oriwol

Viviane Oriwol

Barbara Pohl

Marcus Rößler

Maren Rößler

Benedikt Rust

Fabian Schmitz

Patrick Schweren

Clarissa von Scotti

Mona Lisa Thrumann

Laura Vidal-Braun

Patricia Wicharz

Am Sonntag 29. April findet um 9.00 Uhr in der Kirche Kreuzerhöhung in Scheiderhöhe

ein Dank-Gottesdienst für alle Erstkommunionkinder statt; dieser Gottesdienst ist

zugleich offen für alle Pfarrangehörigen.


Das Labyrinth gehört zu den ältesten

symbolischen Zeichen der

Menschheit. Im Gegensatz zum

Irrgarten hat das Labyrinth ein

Zentrum, und es gibt nur einen Weg,

der hinein und auch wieder heraus

führt. Dieser Weg ist manchmal verschlungen

und führt streckenweise

sogar von der Mitte weg. Das

Labyrinth wird als Spiegel des eigenen

Lebensweges verstanden, in dessen

Mitte ich mir selbst und damit

Gott am nächsten bin.

Als Symbol begleitet uns das Labyrinth durch die Firmvorbereitung. Diese

Vorbereitung ist ein Weg, von dem wir hoffen, dass er zur Mitte führt. Ganz unterschiedliche

Stationen gab und gibt es auf diesem Weg: Die Messe zur Eröffnung der

Firmvorbereitung am 13. Januar 2007, in der sich alles um ein von einer Firmgruppe

gestaltetes sieben Quadratmeter großes Labyrinth drehte. Gemeinsam haben wir

uns an den beiden Vorbereitungswochenende im Januar auf den Weg gemacht: In

der Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensweg, in der gemeinsamen Suche

nach dem richtigen Weg zur nächsten Station des Orientierungslaufs, in Spaß und

Spiel, gemeinsamen Gebeten und einer Messfeier. Auf einem Aktionstag ist ein

neues Labyrinth entstanden. Auf der Wiese vor dem Pfarrheim in Lohmar kann das

Labyrinth aus vier konzentrischen Kreisen, die einen Weg von etwa 80 Meter Länge

umfassen, begangen werden. Die Steine stehen für die 86 Jugendlichen und

Menschen aus unseren vier Pfarrgemeinden als Zeichen dafür, dass wir gemeinsam

unterwegs sind.

Höhepunkt des Weges ist

die Firmung am 3. Juni um

15.00 Uhr in der Klosterkirche

Sankt Augustin.

Dazu sind Sie herzlich eingeladen.

Anne Haas,

Gemeindereferentin

Die Firmgruppe mit ihrem

Innenraum-Labyrinth

BartholomäusBote 1/2007 37

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38 BartholomäusBote 1/2007

Geschenke für den Frieden

Die Jahresaktion der DPSG 2006

Das Auftaktjahr zum 100-jährigen Jubiläum der weltweit

organisierten Friedenspfadfinder im Jahr 2007

war mit der Nominierung für den Friedensnobelpreis

2006 eingeläutet worden. Wie mittlerweile bekannt ist,

ging der Nobelpreis aber nicht an die Pfadfinder. Das

Jahr 2006 stand aber dennoch in der Deutschen

Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) unter dem

Leitgedanken "Geschenke für den Frieden".

Unter diesem Leitgedanken und nach den Prinzipien der DPSG hat sich unsere

Jungpfadfinderstufe ("Juffis") von Neuhonrath mit dem Thema "Frieden" im Rahmen

eines vierwöchigen Projekts befasst. Wie nähert man sich einem so umfassenden

Thema an? Und wie kann man dabei die von der DPSG gewünschte Projektarbeit und

deren Prinzipien einbeziehen?

Mancher mag sich beim Lesen der ersten Zeilen gefragt haben, wie denn die

genannten DPSG-Prinzipien konkret aussehen. Ich stelle sie im Folgenden unkommentiert

vor:

VVeerraannttwwoorrttuunngg ggeeggeennüübbeerr GGootttt

Als Mitglieder der DPSG halten wir fest an den Grundsätzen des christlichen

Glaubens. Das Wirken Jesu Christi ist Vorbild für unser Leben. Wir handeln aus der

Verantwortung, die sich aus der Zugehörigkeit des Verbandes zur katholischen

Kirche und unserem Glauben an Gott ergibt.

VVeerraannttwwoorrttuunngg ggeeggeennüübbeerr aannddeerreenn

Als Mitglieder der DPSG stehen wir in der Verantwortung zur Mitgestaltung der lokalen,

nationalen und internationalen Gemeinschaft. Wir leisten einen Beitrag zur

Weiterentwicklung der Gesellschaft zu mehr Gerechtigkeit und Frieden. Wir achten

die Würde der Mitmenschen und schützen die Natur.

VVeerraannttwwoorrttuunngg ggeeggeennüübbeerr ssiicchh sseellbbsstt

Als Mitglieder der DPSG nehmen wir den Schutz und die Weiterentwicklung der eigenen

Person bewusst in die Hand. Der Verband unterstützt uns besonders bei der

Weiterentwicklung unserer Persönlichkeit. Er richtet seine Programme, Angebote

und Strukturen darauf aus, dass wir als seine Mitglieder uns in zunehmender

Selbstbestimmung erziehen.

Für uns Leiter stand bei der Planung des Friedens-Projekts das Prinzip

"Verantwortung gegenüber anderen" im Vordergrund, aber auch die anderen

Prinzipien sollten zumindest berührt werden. Für das Weitere wurden daraufhin

zunächst die Rahmenbedingungen formuliert, wobei an erster Stelle stand, dass eine

"Friedenserziehung" durch Urteilsbildung gelingen sollte (vgl. "Verantwortung


gegenüber sich selbst"). Die angesprochenen Themenkreise sollten für die "Juffis"

überschaubar bleiben und dabei Anreize, Impulse und Problembewusstsein zu einer

weiteren Auseinandersetzung mit ihnen schaffen, ohne sie zu überfordern. Die

möglichen Themengebiete sollten den Ansprüchen von Kindern zwischen zehn und

14 Jahren gerecht werden.

Nachdem das Konzept stand, galt es das Interesse der Kinder am Thema Frieden zu

wecken, und wie gelingt das besser als mit einem Spiel (Begrüßung der Nationen)

und einer Geschichte. Es wurde das erste Kapitel aus dem Buch "Der gelbe Vogel"

von Myron Levoy vorgetragen, welches von einem jüdischen Jungen erzählt, der

zunächst Streit mit seinen Freunden hat, und einem französischen Mädchen, das die

Ermordung ihres Vaters durch die Nazis miterlebt hat. Das Buch hat die Gruppe so

gefesselt, dass wir es jetzt in den Gruppenstunden nach Abschluss des Projekts zu

Ende lesen.

Nachdem das Interesse geweckt war, wurden in Kleingruppen Antworten auf die folgenden

Fragen erarbeitet: Was ist Frieden? Was bedeutet Frieden für mich? Was

bedroht den Frieden? Was kann der Staat und was kann ich zum Frieden in der

Nachbarschaft, in Deutschland und auf der ganzen Welt beitragen?

Wer jetzt denkt, das sei für die Juffis zu anspruchsvoll gewesen, der irrt. Es war

erstaunlich, wie viele Gedanken sich die Kinder bereits zu diesem Thema gemacht

hatten. Da überraschte es auch niemanden, wenn die Kinder als Ursachen von Krieg

und Streit auch beispielsweise Krankheiten und Hunger aufzählten und wenn für sie

unter den Begriff "Frieden" neben der "Abwesenheit von Krieg" auch Dinge wie

"Familie" und "Musik" zählen. Die verschiedenen Systeme kollektiver Sicherheit (UN,

OSZE, Nato, EU) waren im Großen und Ganzen unbekannt, aber auch hierüber wurde

in den Kleingruppen gesprochen und ein bisschen Licht ins Dunkel gebracht. Wer

sich für die Ergebnisse interessiert, kann diese auf Plakaten im Jugendheim in

Neuhonrath nachlesen.

Die zweite Gruppenstunde war den Prinzipien der DPSG und dem Gesetz der

Pfadfinder gewidmet. Schließlich muss sich ein Juffi auch ein bisschen mit der

Pfadfinderei auskennen. Aber da Frontalunterricht zu sehr an Schule erinnert, wurden

erneut Kleingruppen gebildet. Es wurden auf einer Weltkarte eifrig Krisengebiete

gesucht und markiert, sich über Rollenspiele an die Themen Naturkatastrophen und

Terrorismus herangewagt und mit Hilfe von kleinen Szenenbildern über die schwierige

Frage "Gibt es gerechte Kriege?" nachgedacht. Kopfzerbrechen brachte den

"Juffis" der Workshop zum Thema "Zerfall staatlicher Ordnung". Hier mussten die

Kinder gegen Jonas Schach spielen, der stumm nach seinen ganz eigenen "Regeln"

spielte. "Warum schlägt er seine eigenen Figuren?", "Man darf nur mit einer Figur

gehen!", "Den darfst du jetzt nicht schlagen." Das waren nur einige Kommentare zu

dem Workshop, der allen noch gut im Gedächtnis sein dürfte.

Das große Highlight des Projekts war sicher der Besuch von Major Frank Miebach in

der dritten Gruppenstunde! Frank Miebach war im Jahr 2003 für ein halbes Jahr im

Rahmen der ISAF-Truppe (International Security Assistance Force) in Afghanistan

BartholomäusBote 1/2007 39

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gewesen. Er berichtete eine Stunde lang mit einer Powerpointpräsentation und vielen

persönlichen Bildern von seinem Einsatz dort. Was er zu berichten hatte, fesselte

neben den Kindern auch die Leiter, und so "musste" er geduldig 1.000 Fragen

beantworten, wie "Was gibt es dort zu essen?", "Wo schläft man dort?", "Wie kommt

das ganze Material dort hin?", "Was passiert, wenn das Lager angegriffen wird?",

"Hattest du Angst?", "Gibt es dort einen Arzt?", usw. Am faszinierendsten fanden es

die Juffis, dass es dort eine komplette deutsche Postfiliale und einen

Spielzeugverkauf gibt. "Spielen die Soldaten mit Playmobil?", fragte ein Junge impulsiv.

Nein, natürlich spielen die Soldaten nicht mit Playmobil oder Barbie, aber deren

Kinder freuen sich, wenn sie vom Papa, Onkel oder Bruder ein Paket nach Hause

bekommen... Jeder hat die Gelegenheit genutzt Fragen zu stellen, auf die man sonst

keine Antwort erhält, und Major Miebach war begeistert, wie interessiert die Kinder

waren.

In der vierten Gruppenstunde wurde das zweite Highlight vorbereitet: die

Aussendungsfeier des Friedenslichtes aus Bethlehem im Kölner Dom. Am 3. Advent

ging es bepackt mit einer Petroleumlampe und neun Juffis mit der Bahn nach Köln.

In dem mit Pfadfindern aller Altersstufen und mit unzähligen Bannern gefüllten Dom

wurde durch unseren Diözesankuraten ein feierlicher, bewegender

Aussendungsgottesdienstes gehalten, in dem die Juffis das Friedenslicht empfingen

(vgl. "Verantwortung gegenüber Gott). Mit der Petroleumlampe wurde das

Friedenslicht nach Neuhonrath gebracht und in der Vorabendmesse zum 4. Advent

in die Gemeinde getragen. Von dort aus hatte an Weihnachten jeder die Möglichkeit,

das Friedenslicht mit nach Hause zu nehmen.

Bei Punsch, Plätzchen und einer kleinen Überraschung klang das Projekt zusammen

mit den Eltern bei einer gemütlichen Weihnachtsfeier aus. Als Erinnerung gab es für

alle anwesenden Kinder ein Windlicht, das an "unserem" Friedenslicht entzündet

wurde.

Das Resümee zu diesem Projekt ist eindeutig: es war ein gelungenes Projekt und von

allen Seiten wurde der Wunsch geäußert, das Friedenslicht zukünftig jedes Jahr in

die Gemeinde zuholen.

Für die Juffi-Leiter, Corina Krause

40 BartholomäusBote 1/2007

Pfarrfest Neuhonrath / Scheiderhöhe

am 10. Juni

Das alljährliche Pfarrfest der katholischen Pfarrgemeinden Neuhonrath und

Scheiderhöhe findet am Sonntag 10. Juni in Neuhonrath statt. Es beginnt mit einem

Familiengottesdienst in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt und wird dann in und um das

Pfarrheim in Neuhonrath fortgesetzt. Das genaue Programm wird noch rechtzeitig auf

Plakaten und im "Pfarrverband aktuell" bekannt gegeben.


Kleine Künstler ganz groß...

Neuhonrather Vorschulkinder machen Ausflüge in die bildende Kunst

Das alljährliche Schulkinderprojekt der katholischen Kindertageseinrichtung in

Neuhonrath begann im Januar 2007, und ich habe diese Chance genutzt, um das Projekt

mit meiner Abschlussarbeit zu koppeln. Das Thema dieser Arbeit heißt:

"Handlungskonzept zur Förderung des künstlerischen Ausdrucks". In meiner bisherigen

Zeit in der Kindertageseinrichtung konnte ich beobachten, dass sich die Kinder sehr für

kreative Tätigkeiten interessieren. Da unsere Schulkinder immer auf der Suche nach neuen

Herausforderungen sind, wollte ich ihnen diese auch bieten. Also entschied ich mich,

unsere kleinen Künstler ganz groß aussehen zu lassen.

Diese schöne Kopie

des berühmten

Gemäldes "Das türkische

Café" von August

Macke machte der

sechsjährige Severin.

Was man auf dem

Schwarzweißdruck leider

nicht erkennen

kann, ist, dass Severin

mit roten Filzstreifen

gearbeitet hat (oben

im Bild) sowie mit fein

zerrupfter roter Wolle

(Bildmitte) und mit

braunem Ölpapier

(unten im Bild).

Es begann mit einem Besuch bei einer Künstlerin: wir besuchten die Kunstmalerin Eva

Sjodahl in ihrem Atelier in Neuhonrath. Die Kinder erfuhren, wie eine "echte" Künstlerin

lebt, welche Utensilien sie braucht, um Bilder entstehen zu lassen und zu erleben, wie ein

richtiges Atelier aussieht. Die Kinder stellten Fragen, und dann durften sie in dem Atelier

ihre ersten Bilder entstehen lassen. Die Kinder waren motiviert. Der Kreativität wurde freier

Lauf gelassen. Das sollte aber noch nicht alles sein: am darauf folgenden Tag ließen wir

uns auf die ganz großen Künstler ein. Wir unterhielten uns über verschiedene

Malerpersönlichkeiten und ihre Bilder. Wir beschäftigten uns mit den ganz abstrakten

Bildern von Friedensreich Hundertwasser und Jean Miró - aber auch die noch eher figürliche

Kunst von August Macke ging nicht spurlos an uns vorbei. Die Kinder interpretierten

die Bilder und waren begeistert.

Sollte das nun alles gewesen sein? Eine Woche nach diesem ersten intensiven Kontakt

suchten sich die Kinder Bilder des Künstlers Friedensreich Hundertwasser aus und malten

diese nach. Erst ganz vorsichtig mit dem Bleistift. Später dann wurden die tollsten Farben

BartholomäusBote 1/2007 41

Katthholischee

Nacchricchtten


Katholischhe

Nachrichten

gewählt, um die gemalten Kopien entstehen zu lassen Und lassen Sie sich sagen- ein

Unterschied zum Original ist kaum zu erkennen...

Danach ließen die Schulkinder mit verschiedenen Materialien Bilder von August Macke

entstehen. Die bevorzugten Bilder: " Die Seiltänzerin" und "Das türkische Cafe". Für die

Nachbildungen benutzen die Kinder Tücher, Filz und sogar Zahnstocher. Um auch den

Schulkinder-Eltern die pädagogische Arbeit transparent zu machen und sie mit einzubeziehen,

waren die Eltern ganz am Anfang zu einem Informationsnachmittag eingeladen

worden, wo auch sie durch praktisches Tun Bilder der Künstler nachmalten. Ebenso fand

Ende Februar ein Eltern- Kind- Vormittag statt. An diesem Vormittag sollten die Eltern mit

ihren Kindern NANA- Figuren von der Künstlerin Niki de Saint Phalle herstellen. Alle

Kunstwerke der Kinder werden als Wanderausstellung ausgestellt, so dass sie jeder

bewundern kann. Die ersten Werke der Kinder waren in der katholischen Kirche St. Mariä

Himmelfahrt und im Pfarrheim in Neuhonrath ausgestellt. Weitere werden folgen.

Arlette Szymura

Jürgen Krause beendete die Mitarbeit am Bartholomäusboten

Jürgen Krause hat am 11. Januar 2007 bei einer Sondersitzung des

Pfarrgemeinderates von Neuhonrath / Scheiderhöhe den Vorsitz in diesem

Gremium niedergelegt. Vorausgegangen war ein Abwahlantrag, der,

wie Jürgen Krause dem Babo-Team mitteilte, "formal gescheitert" sei.

Dennoch habe ihm das ermittelte Stimmenverhältnis den sofortigen

Rückzug aus allen Aufgaben im Pfarrverband nahe gelegt. Das heißt: auch

aus der Arbeit im Team des Bartholomäusboten.

Jürgen Krause hatte erstmals an der Advents-Ausgabe 2005 des Babo mitgearbeitet, das

war zugleich die letzte Nummer, die das langjährig tätige Ehepaar Uschi und Manfred

Bönisch für den katholischen Teil betreute. Seit der Sommer-Ausgabe 2006 des Babo

hatte Jürgen Krause auch die Funktion des presserechtlich Mit-Verantwortlichen (zusammen

mit Pfarrer Reinhard Bartha), und er koordinierte die Arbeit am katholischen Teil.

Die Mitarbeit von Jürgen Krause am Bartholomäusboten fiel in die Zeit der Diskussionen

im Rahmen des Pastoralprojekts "Zukunft heute". Wir halten fest, dass er die Koordination

der "katholischen" Babo-Seiten mit Präzision und großer Zuverlässigkeit wahrnahm, und

dass er daneben auch viel selber schrieb. Er war meinungsfreudig und mischte sich ein.

Wir danken Jürgen Krause für sein Engagement und wünschen ihm in seinen

Rückzugsarealen, die wohl weit über Stöcken hinaus reichen, noch ein weiteres Interesse

an den Belangen des Pfarrverbandes, und auch an denen des Babo.

Das katholische Babo-Teilteam (die angehende Theologin Sabrina Koch und der

Redakteur Waldemar Schmid) ermutigt alle Interessierten mitzudenken, weiterführende

Ideen einzubringen und mitzuschreiben. Es geht darum, das pfarrverbandliche Leben insgesamt

und besonders das in der nördlichen Pfarrverbandsregion in Verbundenheit mit

den Freunden von der Evangelischen Kirchengemeinde Wahlscheid weiterhin offen und

ehrlich darzustellen.

Für die Redaktion, Waldemar Schmid

42 BartholomäusBote 1/2007


Der "Bergische Jung" kommt wieder

nach Lohmar!

Der Bergische Jung heißt Willibert Pauels und ist katholischer Diakon - und etablierter

Büttenredner. Er gehört als Humorist zur ersten Garnitur des Kölner

Karnevals. Willibert Pauels pflegt aber nicht lediglich den kölnischen Stil des

zuverlässig zündenden Kalauers, sondern bewegt sich vor allem auch in

Regionen des anspruchsvollen Humors; er ist überzeugter Clown und damit

auch Philosoph. Sein immer wieder neu variiertes Thema ist das Verhältnis zwischen

Kirche und Humor.

Willibert Pauels tritt gewöhnlich mit Melone, roter

Knollennase und rotem Werbe-T-Shirt "www.domradio.de"

auf. Bei der Feier zum fünfjährigen Bestehen des Kölner

Diözesanradios hatte er in Anwesenheit von Kardinal

Meisner den damals soeben gewählten Papst und die

Kardinäle mit dem Kölner Karneval verglichen: "Der Papst

ist der Prinz, und die Kardinäle sind die Roten Funken…"

Auch außerhalb des fünften Jahreszeit ist Willibert Pauels als "Ne Bergische

Jung" aktiv, um seine "himmlisch-irdischen Geschichten" zu erzählen. Das

macht es möglich, dass sich - nach der Karnevalssitzung 2007 des Lohmarer

Pfarrchors "St. Cäcilia" - nun drei Wochen nach Ostern eine weitere

Veranstaltung im Pfarrverband Lohmar mit seiner Teilnahme schmücken kann:

"Es dat nit herrlich?"

"Ne Bergische Jung" kommt am

Samstag 28. April

in das katholische Pfarrheim nach Lohmar (Ort)

Pfarrstraße 22

Die umrahmende Veranstaltung beginnt

und sie steht unter dem Motto

Der Eintritt ist frei.

um 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr)

"Glaube - Humor - Kirche"

Veranstalter des Abends ist der Pfarrgemeinderat Neuhonrath / Scheiderhöhe.

BartholomäusBote 1/2007 43

Katthholischee

Nacchricchtten


Postvertriebsstück

G 07971

Gebühr bezahlt

BARTHOLOMÄUSBOTE

Bartholomäusstr. 6

53797 Wahlscheid

Katholische Gemeinde

Pastoralbüro Lohmar 02246 - 4232

Pfarrer Fred Schmitz 02246 - 301816

eMail: fredschmitz@kakilohmar.de

Pfarrvikar Bonifatius Müller 02206 - 863635

Gemeindereferentin Anne Haas 02246 - 9159099

Gemeindereferent Thomas Hegner 02246 - 8171

Kontaktbüro Neuhonrath 02206 - 6600

eMail: mariaehimmelfahrt@kakilohmar.de

Kath. Kindergarten Neuhonrath 02206 - 7784

Küsterin Anna Kokoscha 02206 - 82489

Kontaktbüro Scheiderhöhe 02246 - 4188

eMail: kreuzerhoehung@kakilohmar.de

Küsterin Agnes Kreuzer 02246 - 3814

44 BartholomäusBote 1/2007

Pfarrgemeindebüro im Postmüllberg

Evangelische Gemeinde

Pfarrer Reinhard Bartha 02206 - 1377

Pastorin i.S. Sabine Purpus 02206 - 8650953

Gemeindebüro 02206 - 5035

eMail: gemeindeamt@ev-kirche-wahlscheid.de

Kirchmeister Pleuger 02206 - 4259

Jugendleiterin Wenzel 02206 - 84004

Küster Hochschild (Wahlscheid) 02206 - 6703

Ev. Altenheim Wahlscheid 02206 - 610

Ev. Kindergarten Donrath 02246 - 18633

Ev. Montessori Kinderhaus 02206 - 2994

Ev. Friedhof Wahlscheid 02206 - 5035

Ev. Gemeindeglieder aus Honrath und Neuhonrath wenden sich

bitte an die zuständige Kirchengemeinde Honrath:

Gemeindebüro Honrath 02206 - 900930

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