Freihof Mitteilungen 2008 LQ - Freihof-Gymnasium Göppingen

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Freihof Mitteilungen 2008 LQ - Freihof-Gymnasium Göppingen

FREIHOF

MITTEILUNGEN

49

Freihof

Jahre

Gymnasium

NR. 78 ● 2008/2009


lite (adj)

(….

denoting a more restrained or

less extreme version of a

person or thing

Impressum

Herausgeber: Elternbeirat und Schulleitung des Freihof-

Gymnasiums

Redaktion: Andreas Vietzke, Hermann Schranz

Titelbild: Hermann Schranz

Fotos: Schüler, Eltern und Lehrer

Gestaltung: Hermann Schranz

Für Inhalte und Meinungen sind die Autoren der einzelnen Artikel

verantwortlich.

Wieso Freihof Mitteilungen lite?

Im Jahre 2009 kann das Freihof-Gymnasium

sein 50 jähriges

Bestehen feiern. Aus diesem

Anlass wird im Frühjahr

eine Festschrift in gedruckter

Form erscheinen.

Diese Broschüre soll ebenso in Eigenleistung erstellt werden

wie die Freihof Mitteilungen.

Um alle an der Produktion beider Hefte beteiligten nicht zu

sehr zu belasten und auch die finanziellen Aufwändungen in

Grenzen zu halten, soll die aktuelle Ausgabe der Freihof Mitteilungen

etwas gekürzt werden. Ausserdem soll die Schrift

nicht in Paperform sondern nur auf der Homepage des FGY

angeboten werden.

Wir hoffen, dass Sie mit diesen Freihof Mitteilungen lite einverstanden

sind!

Eine vor 49 Jahren versäumte Idee eines

"modernen Freihofs?"

Nicht nur das fünfzigste Jahr in 2009 ist - für das Freihof

Gymnasium - ein besonderes; die Quadratzahl 49 hat es fast

noch mehr "in sich". Sie lässt sich nämlich in Form eines verkleinerten

(7x7) Schachbrettes darstellen.

Der Erfinder des richtigen Schachspiels (8x8 Brett) soll von

seinem begeisterten König folgenden Lohn gefordert haben:

• Für das erste Spielfeld 1 Reiskorn,

• für das jeweils nächste Feld immer doppelt so viele Körner

wie für das aktuelle.

Der König befand diesen Lohn für lächerlich gering und willigte

sofort ein.

Hätte man in Anlehnung an diese antike Idee 1959 Sponsoren

für das junge Freihof Gymnasium gefunden, die im ersten

Jahr nur einen Pfennig gegeben und dann in jedem Jahr die

Einlage verdoppelt hätten, wäre man heute finanziell absolut

sorglos.

Wie hoch wären wohl die Sponsorenmittel im Jahre 2008?

Freihof Mitteilungen 2008/2009

i

Tipp:

Die verblüffende Lösung finden

Sie bestimmt selbst heraus.

Sollten Ihnen allerdings vor lauter

Kästchen schon die Augen

flimmern (so, wie wenn Sie den

Mittelkreis der nebenstehenden

Abbildung betrachten), können

Sie das Ergebnis auch auf der

letzten Seite nachschlagen.

1 2 4 8 16 32 64

2 8 2 9 2 10 2 11 2 12 2 13 2 14

2 42 2 43 2 44 2 45 2 46 2 47 2 48

Abbildung 1 Anzahl Pfennige pro Feld des "Schachbretts"

Weil bei diesem Problem immer verdoppelt wird, geht es darum,

die Potenzen der 2 von der 0-ten (=1) bis zur 48-ten aufzusummieren.

Irrtümer, Fehler und Dreckfuhler

Was Druck- und sonstige Fehler anbelangt, wurde

offensichtlich manchmal erfolglos versucht, sie zu

vermeiden.

Doch prüfe, wer es besser zu wissen

glaubt, ob sie oder er richtig lesen

kann, was auf dem nebenstehenden

Schild geschrieben

steht. Es ist sicher nicht

der Satz: I love Paris in

the spring- time.


Kollegium .....................................................................1

Neue Kolleginnen und Kollegen ................................1

Schulgremien...............................................................3

Elternvertreter, Elternbeirat, Schulkonferenz.............3

Verwendung der Elternspende 2007/2008 ................9

Förderverein des Freihof-Gymnasiums e.V.............10

Lehrersprechstunden...............................................11

Liste der AGs im Schuljahr 2008/09 ........................14

Neue Klassen, Abiturienten, Preise und

Belobigungen.............................................................15

Neue Klassen 5 .......................................................15

Preise und Belobigungen im Schuljahr 2007/08......18

Abiturprüfung 2008 ..................................................23

Infoveranstaltungen ...................................................26

Profilwahl in den Klassen 7 (G8) bzw. 8 nach G9....26

Tag der offenen Tür am 29. Februar 2008 ..............28

Schüleraustausch ......................................................29

Austausch mit der Mt. Spokane Highschool............29

Aufenthalt in Nîmes vom 28. April bis zum 7. Mai

2008.........................................................................35

Japan aus Muttersicht .............................................38

Bericht eines amerikanischen Schülers nach

einem Austauschjahr in Deutschland ......................39

Klassenfahrten/Ausflüge............................................41

Schullandheim 2008 der Klassen 7d / 7b ................41

Winterschullandheim in Auffach der Klassen

7c und a vom 19.-26.1.2008....................................44

Biologische Landwirtschaft - Der Biohof macht’s

möglich ....................................................................46

Exkursion der Oberstufe ins Haus der Geschichte..47

23. Freihof-Hock am 7. Juni 2008............................48

Fünf-Gänge-Menü für Mensa-Eltern........................50

Musik und Theater .....................................................51

Adventsgottesdienst ................................................51

Zweiter Kammermusikabend am 18.2.2008 ............52

Weihnachtskonzert des Freihofgymnasiums in der

Stadtkirche Göppingen ............................................54

Chorfreizeit auf Schloss Kapfenburg .......................56

Das Klassenkonzert der 6 c – ein gelungenes

Experiment! .............................................................57

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Inhalt

ii

Summer loving im alten E-Werk.............................. 58

Sommerfestival........................................................ 59

Einen Abend voller Liebe ........................................ 61

Projekte, AG’s, SMV, Verschiedenes ........................ 63

Interesse an Technik - PISA-Sieger aus Finnland

am Freihof-Gymnasium.......................................... 63

Unterstufenwettbewerb „Problem des Monats“ ....... 65

Neigungsfach Musik 2006 – 2008: KOOP- Kurs

mit 10 SchülerInnen aus FGY, WHG und HoGY.... 66

Jugend trainiert für Olympia - Fußball ..................... 67

Sozialpraktikum der Klassen 10 a,b,c und 9e ......... 69

Lehreralltag in Kairo ................................................ 71

Nepal-Schulprojekt - Zukunft für Kinder .................. 72

Eleutherias Vermächtnis ......................................... 74

Anhang ...................................................................... 76

Lösung des Preisrätsels aus der letzten Ausgabe .. 76

Lösung der Rätsel in dieser Ausgabe...................... 81


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Kollegium

Neue Kolleginnen und Kollegen

Christian Beug, StA,

Mathematik

und Sport

Mein Name ist Christian Beug. Ich bin am 6. März 1981

geboren und in Uhingen aufgewachsen. Nach meinem

Abitur am Hohenstaufen-Gymnasium und einem Jahr

Zivildienst, habe ich an der Universität Stuttgart Mathematik

und Sport studiert. Anschließend habe ich dann

mein Referendariat am Freihof-Gymnasium absolviert

und bin jetzt seit diesem Schuljahr als Lehrer für die Fächer

Mathematik und Sport fest übernommen worden.

Im Kollegium am Freihof-Gymnasium fühle ich mich

nach wie vor sehr wohl und es gibt natürlich nur liebe

und nette Schüler, so dass mir mein Beruf sehr viel

Spaß macht.

Seit ca. fünf Jahren wohne ich in Rechberghausen und

beschäftige mich in meiner Freizeit vor allem mit sportlichen

Aktivitäten jeglicher Art. Neben Fußball, Beachhandball,

Volleyball und Gerätturnen haben es mir vor

allem die Natursportarten Skifahren, Surfen, Klettern

und Bergsteigen angetan, die in jedem Urlaub fester Bestandteil

sind.

Katrin Ulmer, StA',

Deutsch,

Geschichte,

Englisch

Ich heiße Katrin Ulmer, bin 29 Jahre alt und wohne in

Esslingen.

Bis zu meinem 19. Geburtstag habe ich mit meiner Familie

in Grafenau im Kreis Böblingen gewohnt und habe

am Gymnasium Unterrieden in Sindelfingen mein Abitur

gemacht.

Eine Woche nach Erhalt des Abiturzeugnisses habe ich

das erste Mal für einen längeren Zeitraum die Koffer gepackt,

um für ein knappes Jahr als Au Pair in London zu

arbeiten. Danach war ich mir sicher, dass mein Beruf

1

irgendetwas mit Englisch und mit Menschen zu tun haben

soll. Ideen hatte ich viele …Ärztin, Entwicklungshelferin,

eine Karriere in der Tourismusbranche, … –

allerdings habe ich bei verschiedenen Praktika (im

Krankenhaus, bei Club Med, bei Daimler Chrysler …)

schnell festgestellt, dass ich am liebsten mit Kindern und

Jugendlichen arbeite.

Aus diesem Grund habe ich zum Wintersemester

1999/2000 begonnen die Fächer Englisch und Geschichte

auf Lehramt zu studieren. Nach zwei Jahren in

Freiburg habe ich wieder die Koffer gepackt, um für ein

Jahr an einer kleinen Universität in Hamilton/New York

Deutsch zu unterrichten und zu studieren. Nach einem

spannenden Jahr mit vielen interessanten Begegnungen

und Reisen, habe ich nach meiner Rückkehr nach Freiburg

begonnen Deutsch als Erweiterungsfach zu studieren

und habe 2005 meine Staatsexamina in Englisch,

Geschichte und Deutsch abgelegt.

Für das Referendariat musste ich leider wieder Koffer

packen und Feiburg verlassen, denn im ersten Jahr

wurde ich nach Vaihingen/Enz und im zweiten Jahr nach

Marbach am Neckar geschickt. Als im Frühjahr die Stelle

am Freihof Gymnasium ausgeschrieben war, habe ich

mich sofort beworben und gehofft, dass ich meine Koffer

wieder packen darf! Es hat geklappt und ich freue mich

sehr, dass ich am Freihof Gymnasium mitarbeiten kann,

die Koffer brauche ich jetzt wohl nur noch für den Urlaub.

In meiner Freizeit packe ich oft die Sporttasche (Ballett,

Tanz, Laufen), lese gerne, treffe mich mit Freunden und

genieße es draußen in der Natur unterwegs zu sein.


Wenzel, Heiko, StA

Deutsch,

Ethik

Mein Name ist Heiko Wenzel; ich bin 29 Jahre alt und

komme aus der Nähe von Backnang.

Nach meinem Abitur im Jahre 1999 absolvierte ich meinen

Zivildienst als Landschaftspfleger beim Naturschutzbund

in Plochingen. Der zweite Arbeitsbereich

hierbei war aber auch das Unterrichten von Schulklassen

in den Fächern Fließgewässerökologie, Fledermäuse,

Paläontologie oder Heilkräuter. Die Zusammenarbeit

mit den Schulklassen bereitete mir so viel Freude,

dass mein Berufswunsch spätestens ab diesem Zeitpunkt

unverrückbar feststand.

Da ich neben meiner Naturverbundenheit auch schon

früh meine Liebe zur Literatur und auch zum Theater

entdeckt hatte, entschloss ich mich, die Fächer Deutsch,

Philosophie und Ethik zu studieren.

Mein Studium habe ich mir durch die Arbeit bei Speditionen

finanziert. Auch in Stuttgart, wohin ich nach meinem

Studium gezogen bin, habe ich dann noch fast ein

Jahr bei einer Spedition gearbeitet, bis das Referendariat

an einem Herrenberger Gymnasium begann.

Mittlerweile bin ich nach Göppingen gezogen und fühle

mich nicht nur am Freihof Gymnasium, sondern auch in

der neuen Umgebung sehr wohl.

In meiner Freizeit wandere, lese und angle ich. Auch will

ich in Zukunft versuchen, meiner Lieblingssportart

Taekwondo wieder mehr Zeit widmen.

Böttcher, Lisa, StA'`

Sport,

Erdkunde,

Deutsch

Mein Name ist Lisa Böttcher, ich wurde am 27. März

1981 geboren.

Nach dem Abitur in St. Ingbert habe ich in Saarbrücken

Sport, Deutsch und Erdkunde studiert. Im Januar 2007

bin ich nach Schwaben gezogen, weil ich das Referen-

Freihof Mitteilungen 2008/2009

2

dariat am Robert-Bosch-Gymnasium in Wendlingen begonnen

habe. Mein 2. Staatsexamen habe ich im Juli

2008 gemacht und bin froh, dass ich seit diesem Schuljahr

hier in Göppingen am Freihof-Gymnasium unterrichte,

wo es mir sehr gut gefällt.

In meiner Freizeit habe ich schon immer viel Sport getrieben.

Ich schwimme gerne und reite (leider zu selten).

Am liebsten spiele ich Tennis und fahre Ski.

_______

Wie scheinbar ganz ähnliches manchmal ganz anders

sein kann

Zwei benachbarte, griechische Königreiche in der Antike

wetteiferten miteinander um Glanz und Ansehen.

Dem König des

Staates „Tetragonia“

wurde deshalb von

seinem Volk zugestanden,

seinen Palast

jedes Jahr um

1/n 2 der Anfangsfläche

vergrößern lassen

zu dürfen: also im

zweiten Jahr um ein

Viertel, im dritten um

ein Neuntel usw.

Da das Nachbarreich „Harmonia“ dem nicht nachstehen wollte,

beschloss man dort, einen Ausbau um zunächst 1/2 im

Jahr danach um 1/3 dann um 1/5 usw. zu genehmigen.

Obwohl beide Zuwächse recht moderat erschienen, dauerte

es nur wenige Jahre bis einer der Paläste schon beträchtlich

angewachsen war. Wieder einige Jahre später litten die Bürger

des betreffenden Reiches schon spürbar unter den Finanzierungslasten.

Der Rat des betreffenden Landes konnte sich nicht erklären,

was er gegenüber dem anderen falsch gemacht hatte. Dort

klagte niemand über den Palast.

Licht in das Rätsel brachte schließlich ein Händler aus dem

rechtsrheinischen Gebiet der κελτοι, dessen Nachfahren

einmal das Freihof Gymnasium in Göppingen besuchen

sollten.

Was offenbarte er wohl den ratlosen Griechen?


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Schulgremien

Elternvertreter, Elternbeirat, Schulkonferenz

ELTERNVERTRETER

Klasse Elternvertreter/-in Stellvertreter/-in

5a Dr. Gisa Genske Rainer Seiz

5b Carmen Seibert Susanne Goll

5c Michael Bösinger Andreas Werner

5d Andreas Fuhrmann Martin Nauert

5e Inger Anika Imgart Concetta Artino Nicoli

6a Ute Rinderknecht Anna-Katharina Jaich

6b Olga Hummel Wolfgang Heinzl

6c Robert Konopik Gabriella Costabel

6d Dr.Ralf Hartramph Birgit Töpert

7a Silke Späth Kerstin Scheurer

7b Sibylle Spörle Karin di Blasi

7c Walther Dilthey Dr. Bernd Aha

7d Martin Stäbler Peter Spiegel

8a Angelika Kartmann Marion Bauer

8b Gudrun Bihr Sybille Mayer

8c Annette-Barbara Kohn-Stützle Anja Bertz

8d Urs Frey Dorothe Schmidt-Schultheiss

9a Sibylle Fischer Alexandra Kölle

9b Ursula Furche Klaus Gruber

9c Petra Köthe Claudia Bressmer

10a Andrea Klenk Anneliese Wissner

10b Christine Martin Roland Mattern

10c Peter Regelmann Margit Eckert

10d Andrea Titzmann Ulrike Dees-Mödinger

10e Annette Flesch Livia Heiss

11a Ute Parin Ursula Steinbuch

11b Beate Sauer Rita Schaible-Saurer

11c Gisela Sonnabend Gudrun Ramm

Stufe 12

Stufe 13

Heike Gaißert Karin Starck

Anja Marks Martin Vincentz

Anton Hegele Markus Zimmermann

Monika Steeb Kerstin Hummel

Dr. Erwin Münch Irma Kaiser-Yilmazel

Lisa Obermann Andreas Frohnmayer

Angela Bader Claudia Eisele

Gottfried Kremer Angelika Lehleiter

3


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Der Elternbeirat ist die Vertretung der Eltern der Schüler/innen einer Schule. Ihm obliegt es, das Interesse und

die Verantwortung der Eltern für die Aufgaben der Erziehung zu wahren und zu pflegen, der

Elternschaft Gelegenheit zur Information und Aussprache zu geben, Wünsche, Anregungen

und Vorschläge der Eltern zu beraten und der Schule zu unterbreiten, an der Verbesserung der

inneren und äußeren Schulverhältnisse mitzuarbeiten und das Verständnis der Öffentlichkeit für

die Erziehungs- und Bildungsarbeit der Schule zu stärken. (Schulgesetz § 57)

ELTERNBEIRAT

1. Vorsitzende Lisa Obermann St. 13

2. Vorsitzende Andrea Titzmann 10 d

Schriftführerin Dr. Gisa Genske 5 a

Schatzmeisterin Livia Heiss 10 e

Kassenprüfer Walther Dilthey 7 c

4


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Die Schulkonferenz ist das gemeinsame Organ der Schule. Sie hat die Aufgabe, das Zusammenwirken von Schulleitung,

Lehrern, Eltern, Schülern und der für die Berufserziehung Mitverantwortlichen zu fördern,

bei Meinungsverschiedenheiten zu vermitteln sowie über Angelegenheiten, die für die

Schule von wesentlicher Bedeutung sind, zu beraten und zu beschließen (Schulgesetz § 47).

Elternvertreter

Stellvertreter

Lehrervertreter

Stellvertreter

Schülervertreter

SCHULKONFERENZ

Frau Obermann Stufe 13

Frau Heiss 10 e

Frau Bader Stufe 13

Herr Dr. Aha 7c

Frau Bihr 8 b

Herr Frohnmayer Stufe 13

Herr Roos

Frau Fröhlich

Herr Klonner

Frau Wasnick

Herr Dr. Eisele

Frau Maurer

Herr Vietzke

Herr West

Herr Bauer

Herr Optehostert

Sara La Corte 9 a

Tara-Najet Kölle 11 c

Gemeinsamer Ausschuss: Er bestimmt mit einfacher Mehrheit über die Verwendung der nicht gebundenen Mittel der

Elternspende.

Elternvertreter

Lehrervertreter

Stellvertreter

Frau Obermann

Frau Heiss

Frau Bader

Herr Roos

Frau Fröhlich

Herr Klonner

Frau Wasnick

Herr Dr. Eisele

Frau Maurer, I.

Herr Vietzke

Verbindungslehrer/-innen Frau Falk, Frau Schuster

GEMEINSAMER AUSSCHUSS

Schülervertreter Sara La Corte, Tara-Najet Kölle

5


Elternvertreter Frau Obermann

Lehrervertreter Herr Vietzke

Freihof Mitteilungen 2008/2009

FREIHOF-MITTEILUNGEN

Schülervertreter Schirin Yazgan 9 c

Für den

Skistall

des Freihof-Gymnasiums suchen wir noch gut erhaltene

•• AAl llppi iinnsskki ii (CCaar ( rvveer r) )

•• AAl llppi iinnsskki iisscchhuuhhee uunndd SSt tööcckkee

•• SSkki iibbi iinndduunnggeenn (TTyyr ( rool lli iiaa) )

FFaal lll llss SSi iiee AAuussr rüüsst tuunnggsst teei iil llee eer rüübbr ri iiggeenn

weennddeenn SSi iiee ssi iicchh bbi iit tt tee aann HHeer rr rnn Öhhr rl llee

kköönnnneenn, ,,

ooddeer r aann ddaass

VVi iieel lleenn DDaannkk! !

6

SSeekkr reet taar ri iiaat t. ..


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Verwendung der Elternspende 2007/2008

Kassenstand am 3.9. 2007 +1997,47

Zugänge Elternspenden 10871,00

Abgänge

Schule als Staat 800,00

Freihofmitteilungen 675,50

Spende für Vademecum 150,00

Fa. Erstattung Zinsabschlag 50,36

WGV (1 € Versicherungsbeitrag pro

Schüler) 969,00

SMV (pauschal jährlich) 300,00

Bücherei (1 € pro Schüler) 919,00

Skischullandheim (Skistall jährlich) 400,00

Auslagen Schuljahr 06/07 245,75

Einzelförderungen 17 Schüler/innen 2302,10

Druckkosten Freihofmitteilungen 3571,45

ARGE Elternbeirat 27,60

GFK Marktforschung 25,00

Kontogebühr 38,50

Übertrag aus Sparbuch 3000.00

7

12546,86 + 12546,86

11798,40 - 11798,40

Kassenstand am 30.9. 2008 2745,93


1. Vorsitzender Matthias Bolch,

Müglitzer Weg 7

73033 Göppingen

Telefon: 07161/ 2 81 64

Mobiltelefon: 0171/ 10 23 90 77

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Förderverein des Freihof-Gymnasiums e.V.

e-mail: Bolch@foerderverein-fgy.de

2. Vorsitzende: Christina Leinweber,

Silcherstr. 17

73092 Heiningen

Telefon: 07161/ 4 91 09,

Mobiltelefon: 0176/ 10 23 90 86

e-mail: Leinweber@foerdervereinfgy.de

Kassenwart: Alexander Kissling,

Laichinger Straße 36

73033 Göppingen

Telefon: 07161/ 2 86 39,

Mobiltelefon: 0176/ 10 23 90 82

e-mail: AKissling@foerderverein-fgy.de

Äskulap Figur

Paris, Louvre

Vielen Dank!

8

Schriftführer: Benjamin Mayer

Bühlstraße 51

73098 Rechberghausen

Telefon: 07161/ 5 19 55

Mobiltelefon: 0176/ 10 23 90 80

e-mail: Mayer@foerderverein-fgy.de

Beisitzerin: Alexandra Möller

Mozartstraße 24

Wir bedanken uns ganz

herzlich bei der

Hirsch-Apotheke

Marktstraße 16

73033 Göppingen

für die großzügige Unterstützung

unserer Winter-

Schullandheime.

Schulleitung und Sportfachschaft

des Freihof

Gymnasiums

73033 Göppingen

Telefon: 07161/ 63 91 07

Mobiltelefon: 0176/ 10 23 90 88

e-mail: Moeller@foerderverein-fgy.de


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Lehrersprechstunden

Amtsbez. Name Tag Uhrzeit Zimmer n. Vereinb. Telefon-Nummer

OStD Roos 105 x 07161 65 03 97

StD‘ Wahl 107 x 07161 65 03 97

StD‘ Aumayr x 07161 87 61 9

OStR Bauer x über Schüler

OStR Baumetz Freitag 11.10 – 11.50 113

StR‘ Belko Dienstag 10.15-10.55 Biblioth. x 07171 35 16 92

OStR‘ Bender Donnerstag 9.20 – 10.05 027 x

StA Beug Dienstag 10.15 – 10.55 x 07161 80 89 42 6

L‘.i.A. Biertümpel-Werner x über Schüler

StR’ Blennemann x 07161 24 01 71

StR‘ Blessing x 07162 44 50 1

StA‘ Böttcher Freitag 11.10 – 11.50 x 0711 75 87 63

OStR Burkhardt Montag 10.15 – 10.55 x 07161 12 55 71

StR v. Campenhausen x über Schüler

OStR‘ Dreizler Dienstag 9.20 – 10.05 x über Schüler

StD Eisele x über Schüler

StR‘ Falk Montag 9.20 – 10.05 113 x

L‘.i.A. Fernbach Freitag 10.15-10.55 SP 1 x über Schüler

StR Förschler Freitag 10.15 – 10.55 x 0711 80 12 77 1

OStR‘ Fröhlich 206 x 07161 42 84 6

StR‘ Geisel Mittwoch 10.15 – 10.55 025 x 07163 44 44

StR‘ Haeßler Mittwoch 10.15 – 10.55 x über Schüler

OStR Hörtig Dienstag 10.15 – 10.55 128 x

StR‘ Jehle Mittwoch 9.20 – 10.05 215 x über Schüler

OStR Klonner x über Schüler

StR‘ Knapp Freitag 10.15 – 10.55 x über Schüler

StR’ König x 07163 77 90

StR Maekel Freitag 10.15 – 10.55 x über Schüler

StR‘ Majcen Donnerstag 10.15 – 10.55 113 x

StD Manthey x 07164 13 05 59

OStR‘ Maurer x 07153 26 32 9

StR Mayer Mittwoch 10.15 – 10.55 x 07024 46 70 10

OStR Mayr Montag 9.20 – 10.05 x 07161 94 53 94

StA’ Metzger x 0151 16 71 18 45

StA Möbius x 07161 96 66 48

9


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Amtsbez. Name Tag Uhrzeit Zimmer n. Vereinb. Telefon-Nummer

Gymn.Rätin Müller Mittwoch 9.20 – 10.05 x über Schüler

StR Münch Donnerstag 11.10 – 11.50 x

StR’ Neudeck SP 1 x über Schüler

OStR‘ Sandner-Nicklich Montag 9.20 – 10.05 113 x über Schüler

OStR Öhrle Freitag 11.10 – 11.50 x 07164 23 14

StR Optehostert x über Schüler

StA’ Picardi-Kage Freitag 11.10 – 11.50 x 07162 20 36 74

OStR‘ Reyher x über Schüler

StA’ Rode Freitag 9.20 – 10.05 113 x

StD Rothermel Freitag 9.20 – 10.05 x über Schüler

OStR‘ Schimo-Ruckwied x 07161 51 89 4

StR Schindler x über Schüler

StR Schmauder x 07026 37 29 17

StA’ Schneider Mittwoch 11.10 – 11.50 x über Schüler

StR’ Schneider ab 2. HJ

StR’ Schurr Freitag 9.20 – 10.05 x über Schüler

StA’ Schuster Donnerstag 9.20 – 10.05 x 0711 91 49 05 2

StD Schwebbach x über Schüler

RS-L‘ Singer Montag 10.10 – 10.55 113 x 07161 65 68 77 3

OStR‘ Sohns x 07161 25 31 4

StD Steinacker x 07162 84 57 27

OL‘ Steiner-Braitsch x 07161 77 87 9

StR Stenker Montag 11.10 – 11.50 x 07161 91 64 77 0

StD Stohrer Dienstag 9.20 – 10.05 113 x

StR‘ Stricker

StA’ Ulmer x 0711 93 55 30 2

StD Vietzke x 07125 95 32 86

StA Wagenblast x 07162 94 82 66

StA Wagner Dienstag 11.10 – 11.50 x 07361 79 07 68

StR‘ Walter Montag 10.15 – 10.55 x 07161 91 86 33

OStR‘ Wasnick x 07166 15 62

StR Wedemeyer x über Schüler

StR‘ Welz Mittwoch 11.10 – 11.50 113 x 07021 86 25 43

StA Wenzel Montag 11.10 – 11.50 x 0711 67 23 47 7

OStR West Donnerstag 11.10 – 11.50 113 x 07161 65 97

Diakonin Bohnenberger x 07161 34 39 8

Pfarrer Hagner x 07161 52 82 4

10


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Amtsbez. Name Tag Uhrzeit Zimmer n. Vereinb. Telefon-Nummer

Pfarrerin Ilzhöfer-Hennig x über Schüler

L‘.i.A. Reining x 07023 95 72 47

Past.Refer‘. Schmid-Richardson x

Past.Refer‘. Steinacker LZ x 07161 95 34 31 4

St.Ref’.II Biedermann x über Schüler

St.Ref’.II Heidinger x über Schüler

St.Ref’.II Muhlert x über Schüler

St. Ref’.II Sacher x über Schüler

St. Ref’.II Sander-Stiefel x über Schüler

11


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Liste der AGs im Schuljahr 2008/09

AG Leiter/-in Std/Wo Tag Stunde Ort Klasse(n) TN-Zahl

Theater Baumetz 2 Do 11./12. MZR 9 – 13 9

LRS Belko 1 Mi 8. 117 5 7

STUPS Bender 1 nach Absprache

12

6b-d 1. HJ

6a 2. HJ

Kreativwerkstatt Biertümpel-Werner 2 Mi 9./10. SP 5 5 – 7 14

Fitte Birne DRK-Frau Wahl 2 Mi 9./10. SP 6 5 10

Orchester Schurr 2

Chor-Unterstufe Fernbach 2 Mo

Mo

Di

6. Streicher

7. Bläser

6. Std.

8. Std.

SP 3 5 – 13 12/12

SP 2 5 – 7 (8)

Chor Mittel- u. Oberstufe Knapp 1 Mo 6. Std. MZR 9 – 13

Musical Fröhlich / Welz 2 Mi 9./10. 002 / 003 5 – 13

Gr.2 (52)

Gr. 1 (61)

2 Gr.; zus.

~ 30

Zirkussport Förschler 2 Mi 9./10. FHT-Nord 5 – 13 ~ 20

LRS Fröhlich (2)1 Mo 8. Std. 117 5 8

Japanisch Majcen 3 Fr 16:00 – 17:30 116 ab Kl. 7 18

Japanisch Manthey 3 Fr 16:00 – 17:30 003 ab Kl. 9 6

Russisch Stenker 1 Do 13:00 – 14:00 G 02 ab Kl. 7

Griechisch

von Campenhausen

2

Mo

Fr

11:55 - 12:40

12:45 – 13:30

Kreatives Schreiben Manthey 2 Mi 9./10.

116 ~ ab 8 9

116 / Internet-Café

5 – 13 7

Naturdetektive (2. HJ) Maurer 1 Mi 9./10. Mi 5 max. 12

Band Mayer 1 Do 13:00 – 14:00 Sp 2 7 – 13 10

Spiele Öhrle 2 Mi 9./10. FHT-Süd 5 – 7 15

Volleyball Öhrle 2 Mi 7./8. FHT 9 – 13 20

Informatik Rode 2 Mi 7./8. 125 11 12

Homepage Schindler 2 Mi 9./10. 125 5 – 7 15

Trendsport Schindler 2 nach Vereinbarung 5 – 13 20

Kochen Steiner-Braitsch 4 Mi 7.-10. Lehrküche 5/6 11

Schwimmen f. Anfänger Steiner-Braitsch 2 Mo 12:30 – 14:00 Stadtbad 5 / 6 6

Golf Stohrer 2 Di 16:00 – 18:00 Golfpark

GP

Rap / Moderne Kunst AG

Christopher Ramm

/ Sebastian Kiebel

(11c)

5 – 11 8

Mo 11:55 – 13:10 G 11 10 / 11 10-15


a

Paulina Klar, Janina Laura, Klencke von Alexandra, Krätschmer

Patrick, Langensteiner Leonhard, Lassmann Isabel, Ludmann

Anna Sophie, Matuszewski Piotr Tomasz, Mayer Christian

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Neue Klassen, Abiturienten, Preise und Belobigungen

Neue Klassen 5

Arsenic Dragan, Caserta Evita, Conrad Lukas, Deifert Josia, Dias Philipp, Dieterle Jana, Eberle Zoe, Feltro

Luisa, Genske Franziska, Gherdoui Mohammed Armin, Guerriero-Skibinski Dominik Hagmann, Elena Hofmann,

Enrico Immig

a Klassenlehrer Team: StD Rothermel, StA’ Ulmer a

b

Meulen van der Henrik, Müller Jana, Müller Max Ronny, Nietmann

Tobias, Pfisterer Mona Lisa, Schuhmacher Anna Theresa, Seibert

Yannis, Spörle Katrin Bettina, Tan Michael

Abdullah Rana, Buchfink Phillip, Buck Diana, Buhriy Timofiy, Gatidou Persefoni, Goll Alexander, Groitzsch

Jule, Hoffmann Jan Patrick, Kammerer Klara, Khalil Yasmina, Kotika Dominik, Kolaczkowski Sandra Jennifer,

Korinek Robert, Lang Anika

13

a

Mühlhäuser Alexander Georg, Petropoulos Rafael, Phi Duc

Viet, Regelmann Lucas, Scholz Helen, Selcuk Furkan, Späth

Julia Maria, Steindl Maximilian, Zaiser Maren

b Klassenlehrer Team: StA Möbius, StR’ Haeßler b

b

Thalheimer Ellen Valerie, Uldrian Sophia, Wenzlaff Fenja, Wichert

Julia, Wolf Rebecca, Wong Ricco, Yilmaz Leyla, Zwick Luis


c

Merz Sara-Lena, Ratuschenko Maria, Rothfuß Julia, Ruby Paul-

Jascha, Russ Louisa, Scarbaci Laura, Scheurer Tim, Schropp

Lena Marie, Schulz Volker

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Alebrand Jonas, Aulenbacher Pauline, Bartussek Jemina, Bösinger Greta Christa Katharina, Bullinger Aaron,

Fuchs Niklas, Gehrer Joschua, Häusler Kelvin, Held Ann-Sophie, Hiller Michael, Kranz Moritz, Krause

Gwent, Kreißig Lea, Lissak Sonja, Maier Andreas

c Klassenlehrer Team: OStR Bauer, StA’ Böttcher c

d

Lampart Caroline, Lansche Luca, Lechner Hannah, Lorenz Jannis,

Maier Sophia, Paul Angelika, Sassmann Madeleine Christin,

Schäufele Sabrina, Schaupp Beate,

14

c

Steimle Lena-Sophie, Thämer Corinna, Thielmann Leonie, Uekert

Jona, Wellert Luisa, Werner Moritz, Widmayer Magnus, Winkler

Tim, Zimpel Pinar

Bosch Louk, Dannenmann Max, Eberhardt Lukas, Fuhrmann Alexander, Geiger Alisa, Graf Alexander,

Hagos Saba, Höfle Lea, Hoffmann Sven Uwe, Kolbe Katharina d

Schönberg Alwin, Schubert Maximilian, Seltenreich Moritz, Straub

Noah, Tan Philippus, Vodenicarevic Sanela, Wagner Katrin,

Wagner Mareike, Wujec Dennis

d Klassenlehrer Team: StA’ Schuster, StR Maekel d


e

Nuding Lilith Marie, Paul Anna Isabelle, Pommerening Ann-

Kathrin, Randelzhofer Jonas, Remppel Annika, Sawatzki Gregor,

Schäfer Anna, Schönsteiner Daniel, Sonnberger Felix

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Abou-Elsoud Hassan, Balai Goradel Dariush, Baseren Timur, Baumann Jan, Endrolath Anne, Fischer

Hendrick, Grill Verena, Ijaz Shmaila, Imgart Milena, Kuhn Moritz, Marburger Johannes, Nicoli Matteo e

15

Sonnen Noah, Sparr Emma, Tewelde Aaron, Touch Panavy

Vanessa, Tufan Yasin, Uebele Katrin, Wilhelm Alexander,

Yalcinkaya Berfin, Yaz Kübra

e Klassenlehrer Team: StR’ Knapp, OStR Klonner e


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Preise und Belobigungen im Schuljahr 2007/08

Klasse Preise Belobigungen

5 a Hauke, Max

Kleinknecht, Lisa

Rinderknecht, Emily

Siegle, Carla

Staudenmaier, Lukas

Strohsacker, Nathalie

5 b Uldrian, Helen

Vincentz, Jonathan

5 c Behrendt, Filomena

Fengler, Nadine

Gairing, Janik

Gairing, Jonas

Gaißert, Marcial

Grill, Franziska

Krauß, Arthur

Ladwig, Constantin

Land, Maike

Raab, Thessa

Stohrer, Franziska

Unterweger, Daniel

5 d Deutschkämer, Felicitas

Eberhardt, Hannah

Geiger, Tamara

Kästner, Rebecca

Nigmann, Sabrina

Schönberger, Deniel

Töpert, Leonie

Tran, Thi Ngoc Anh

Vodenicarevic, Sandra

16

Böbel, Sarah

Haiser, Saskia

Kaißer, Moritz

Kröner, Sarah

Nick, Alexandra

Paukner, Felix

Rommel, Lisa

Schels, Svenja

Seehofer, Kevin

Tischer, Laura-Sophie

Bauer, Maret

Bolsinger, Jannik

Fastert, Sebastian

Fleischer, Christian

Galip, Lukas

Gerhards, Hannah

Hummel, Milena

Kleinknecht, Lutz

Rieker, Caroline

Schraml, Julia

Sperber, Tamara

Yurtalan, Dilara

Zimmerningkat, Timo

Dannenmann, Lisa

Lorenz, Marie

Schröter, Felix

Coban, Ömer

Dittrich, Noële

Düztas, Ogulcan

Häßler, Shanice-Ettienne

Lesaj, Adina Salome

Tewelde, Abel

Tonn, Maximilian

Ukaj, Angelo

Wolf, Thore

Zeller, Rebekka


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Klasse Preise Belobigungen

6 a Allmendinger, Jan Simon

Hagmann, Juliane

Hendlmeier, Melina

Hohneker, Julia

Mayer, Jessica

Pilsner, Kaya

Scheurer, Kathrin

Späth, Stefanie

Vollmer, Lisa

Wieninger, Katharina

6 b Esposito, Michelle

Hentschel, Svenja

Meißner, Kira

Rößler, Lina

Spörle, Lena

Weber, Jonathan

Wolf, Tabea

6 c Bullinger, Karina

Gerst, Benedikt

Holzner, Jonas

Leube, Maria

Zeller, Catharina

6 d Kästner, David

Kocsa, Marie

7 a Buß, Rosa

Hüttner, Lisa-Marie

Keller, Sarah

Rinderknecht, Helen

7 b Zaiser, Katharina

Zeisberger, Leon

7 c Bertz, Marie Luisa

Jaich, Yorick

Koch, Kathrin

Koch, Linda

Neumann, Lisa

Stützle, Maria

17

Kiebel, Franziska

Milius, Stephanie

Nickl, Markus

Saurer, Paulina

Winter, Katja

Alebrand, Julia

Siegle, Johannes

Zorn, Christoph

Fritsch, Tina

Kranz, Lisa

Maier, Eva-Maria

Nell, Frederik

Baumann, Tim

Borst,Tamara

Dobusch, Anika

Fichtner, Julia

Kreher, Sara

Paul, Sophie

Stäbler, Katja

Strienz, Katharina

Di Pinto, Angela

Heßbrüggen, Lukas

Kartmann, Michael

Yildirim, Faruk

Biber, Lena

Bihr, Verena

Lampe, Christina

Martin, Romy

Scheurer, Tobias

Bayreuther, Tamara

Lindner, Shawn Mike

Reichert, Isabelle

Schöntag, Johannes

Seitz, Eileen


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Klasse Preise Belobigungen

7 d Dürr, Anke

Eichhorn, Daniela

Schmidt, Luca Maria

Wolf, Corinna

Wolf, Svenja

8 a Dannenhauer, Katrin

Graff, Friederike

Raumer, Hans-Georg

8 b Haslbauer, Thomas

Pani, Vera

8 c Bayreuther, Lena

Klose, Anja

Nick, Saskia

Roos, Christian

Thämer, Delia

9 a Graff, Lina-Maries

Tran, Thi Thu Huong

Vetter, Christina

9 b Martin, Carl Philip

Waubert de Puiseau, Isabelle

Wieninger, Eva-Maria

9 c Handl, Sarah

Leinweber, Carolin

Wiedmann, Kerstin

9 d Aupperle, Franziska

Bäuchle, Christian

Bäuchle, Maximilian

Bösch, Lydia

9 e Enzinger, Martina

Heiss, Julian

Ladwig, Christian

Sanke, Leonie

18

Bösinger, Lars

Sander, Katharina

Thämer, Laura

Widmayer, Ira

Braune, Nathalie

Elsesser, Anna

Fleischer, Michael

Goll, Sophia

Grundwald, Saskia

Umbach, Franziska

Werner, Tamara

Furnjigic, Sandra

Grotepaß, Florian

Guan-Schäfer, Huimin

Günzler, Timo

Korezelidou, Anastasia

Ortwein, Sabrina

Adler, Christiane

Blum, Sarah

Döring, Martin

Heidle, Lena

Köthe, Franziska

Hösch, Sven

Falcone, Guglielmo

Lenz, Kathrin

Zylka, Monika

Di Blasi, Celin

Hüber, Conny

zu Jeddeloh, Sonja

Regelmann, Simon

Reiner, Christian

Drechsel, Corinna

Do, Hung Duy Vu

Goldstein, Julia

Kawurek, Christiane

Marburger, Christina

10 a Eichhorn, Christian

Kugler, Chris

Steinbuch, Isabell

Wissner, Simone


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Klasse Preise Belobigungen

10 b Bramuglia, Tommaso

Hippmann, Lisa

Keim, Lea

10 c Kerler, Nadine

König, Anne-Sophie

Schedel, Christine

Schleifer, Florian

Schlürmann, Lucienne

10 d Häußler, Laura

Junger, Annabelle

Kielkopf, Claudia

Long, Anne-Sophie

Münch, Katharina

11 a Filip, Rainer

Machnik, Andreas

Marks, Hanna

Yilmazel, Aylin

11 b Anger, Mona Maria

Bzdok, Lisa

Ersov, Karina

Funk, Jennifer

Furnjigic, Tatjana

Gruber, Hendrik

Kaiser, Vanessa

Raschka, Stephanie

Steeb, Leah

11 c Beiswanger, Jessica

Bürger, Melanie

Liepold, Kristina

Schäfer, Verena

11 d Raumer, Michael

Vollmer, Michael

Wengert, Lisa

Zimmermann, Felix

19

Ahrendt, Anne

Franz, Johanna

Hopfensitz, Janina

Lukas, Vivien

Nickl, Manuela

Philipp, Marius

Saurer, Carla

Linsenmayer, Nina

Maier, Sonja

Sonnabend, Marilisa

Adler, Caroline

Biber, Kathrin

Dilthey, Frithjof

Gauß, Nathalie

Diez, Anja

Drechsel, Ursula

Bergner, Sina

Dannenhauer, Stefanie

Hummel, Darius

Sziurnicki, Michael

Vetter, Lisa

Wong, Teng Sam

Hörner, Sebastian

Hoitz, Anna-Maria

Veil, Nicole

Wagner, Philipp

Wörle, Sarah

Würtele, Anja


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Klasse Preise Belobigungen

Jahrgangsstufe 12

Brodbeck, Marc

Handl, Lisa

Hettich, Meike

Kremer, Frieder

Laux, Mario

Lehleiter, Konstantin

Mackh, Nadine

Obermann, Janissa

Schneider, Yasmin

Scholl, Anna

Weiler, Verena

Wiedebach, Georg

Wischniowski, Tatjana

20

Araz, Petra

Dannecker, Patrick

Dertinger, Benedikt

Jauch-Walser, Steffen

Roth, Lisa

Siegmann, Kristin

Straub, Kerstin

Strehle, Rebekka

Wais, Julia


Abbatangelo Marco, Göppingen

Akyüz Hilal, Albershausen

Alesi Marion, Gruibingen

Birnbaum Sarah, Gruibingen

Boxriker Julian, Göppingen-Maitis

Brandstetter Roman, Göppingen-Ursenwang

Brunner Julia, Göppingen-Holzheim

Bubeck Cora, Uhingen

Butter Matthias, Aichelberg

Czinszky Anna, Wangen-Oberwälden

Di Pinto Mario, Göppingen

Dick Christopher, Göppingen

Diesing Amelie, Wangen

Dikme Yasemin, Göppingen

Dreiseitel Miriam, Donzdorf

Duran Derya, Göppingen

Duran Rüya, Göppingen

Kamitz Corinna, Heiningen

Keck Therese, Göppingen-Jebenhausen

Klingenberg Rebecca, Adelberg

Knienieder Andreas, Göppingen

Koch Christian, Wangen

König Julia, Göppingen

Kontner Tim, Wäschenbeuren

Köpper Jonas, Dürnau

Lange Camil, Göppingen

Langenbuch Lisa, Dürnau

Linsler Anna Maria, Göppingen-St.

Gotthardt

Schäffer Christian, Eislingen

Schedel Elisabeth, Rechberghausen

Schilhansl Stefanie, Uhingen

Schlather Florian, Wangen

Schlenker Nadja, Birenbach

Schmeichel Darja, Göppingen

Schmid Lisa, Birenbach

Scholz Rebecca, Adelberg

Schönhaar André, Göppingen

Schurr Franziska, Wangen

Simon Anna, Wangen

Sofranac Nikola, Göppingen

Stauber Verena, Wangen

Stösser Vanessa, Göppingen-Bodenfeld

Striegel Franziska, Gammelshausen

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Abiturprüfung 2008

Erfolgreiche Abiturientinnen und Abiturienten

21

Enzinger Max, Birenbach

Franz Elisabeth, Rechberghausen

Furche Florian, Börtlingen

Gerloch Tanja, Wangen

Glaser Lisa-Maria, Rechberghausen

Goll Claudio, Göppingen

Gruber Marius, Göppingen-Faurndau

Hanel Cornelia, Göppingen-Jebenhausen

Haudek Jacqueline, Börtlingen

Hierlemann Teresa, Göppingen

Hudak Johanna, Wäschenbeuren

Husse Viktoria, Schlat

Jaich Adrian, Göppingen

Jung Pia, Göppingen

Maier Maria, Bad Boll

Marks Philipp, Göppingen-Manzen

Mück Sara, Wangen

Obermann Anouk, Heiningen

Ontyd Philipp-Michael, Göppingen

Reichert Patrick, Wangen

Renner Fabian, Wäschenbeuren

Rieg Tina, Börtlingen

Riek Angelika, Eschenbach

Roos Sophie, Ebersbach-Weiler

Thullen Ulrike, Eislingen

Torun Zarife, Göppingen

Tolunay Benjamin, Göppingen-Faurndau

Troue Alexander, Göppingen-Holzheim

Vetter Annika, Wangen

Viohl Achim, Uhingen-Sparwiesen

Vollmer Rahel, Göppingen-Holzheim

Winter Annamaria, Göppingen-Ursenwang

Wolf Bernadette, Göppingen

Wütschke Thekla, Uhingen

Zeisberger Samuel, Uhingen-Sparwiesen

Zimmermann Katharina, Heiningen

Preisträgerinnen und Preisträger beim Abitur 2008


Scheffelpreis Simon Anna

Preis der Gesellschaft für

staufische Geschichte

Rieg Tina

Humanismuspreis Enzinger Max, Schedel

Elisabeth, Wolf Bernadette

Preis der Deutschen Physikalischen

Gesellschaft

Preis der Fachschaft

Deutsch (Koppelung mit

dem Scheffelpreis)

Furche Florian

Simon Anna

Biologiepreis der Schule Butter Matthias

MNU-Preis der Deutschen

Mathematiker-Vereinigung

Simon Anna

Louis-Schuler-Preis Simon Anna

Abiturpreis Naturwissenschaften

Lions Club

Preis der Gesellschaft deutscher

Chemiker

Furche Florian

Simon Anna

Musikpreis der Schule Dick Christopher und

Maier Maria

Kunstpreis der Schule Obermann Anouk

Preis für Mitwirkung in der

SMV

Dekanatpreis (evang. Religion)

Linsler Anna Maria und

Therese

Simon Anna

Feltrinelli-Preis (Italienisch) Di Pinto Mario, Alesi Marion

und Schurr Franziska

Apollinaire-Preis (Französisch)

Wolf Bernadette

Sprachenpreis der Schule Wolf Bernadette

e-fellows-net Simon Anna

Vorschlag zur Aufnahme in

die Studienstiftung des

Deutschen Volkes

Simon Anna und Enzinger

Max

Freihof Mitteilungen 2008/2009

22


Preisträger / -innen für hervorragende Leistungen in

Jahrgangsstufe 13

Simon Anna 1,0

Enzinger Max 1,2

Schedel Elisabeth 1,3

Diesing Amelie 1,4

Linsler Anna Maria 1,5

Wolf Bernadette 1,5

König Julia 1,5

Obermann Anouk 1,5

Schurr Franziska 1,8

Eine Belobigung erhalten

Furche Florian 1,9

Keck Therese 1,9

Zimmermann Katharina 1,9

Marks Philipp 1,9

Klingenberg Rebecca 1,9

Schlenker Nadja 2,0

Freihof Mitteilungen 2008/2009

23

Dick Christopher 2,0

Hudak Johanna 2,0

Winter Annamaria 2,0

Vetter Annika 2,0

Langenbuch Lisa 2,1

Rieg Tina 2,1

Schlather Florian 2,2

Kamitz Corinna 2,2

Haudek Jacqueline 2,2

Hanel Cornelia 2,2

Boxriker Julian 2,2

Butter Matthias 2,2

Maier Maria 2,3

Schäffer Christian 2,3

Schmid Lisa 2,3

Köpper Jonas 2,3

Franz Elisabeth 2,3

Dürfte ich die Welt auf den Kopf stellen?


Am 4. März 2008 fand in der Mensa des Freihof-Gymnasiums

für Schüler/Innen und Eltern eine Informationsveranstaltung

statt bezüglich der weiteren Profilierung der

Schüler. Die Möglichkeiten bestehen entweder in der

Wahl des sprachlichen Profils mit einer dritten Fremdsprache,

oder des naturwissenschaftlichen Profils ohne

dritte Fremdsprache, dafür dann mit dem 4-stündigen

Hauptfach Naturwissenschaft und Technik (NWT).

In einer sehr intelligenten

Präsentation stellte Herr Dr.

Eisele das neue Fach NWT

vor: Es handelt sich um einen

Fächerverbund der Gebiete

Biologie, Erdkunde,

Chemie, Physik und Technik,

der für einen Zeitraum von

(bis jetzt) 3 Schuljahren gewählt

werden kann. In jeweils

circa 8-Wochen-Modulen unterrichten

4 Lehrer beispielsweise

die Themen Astronomie

und Himmelsbeobachtungen,

Ernährung, Wetter

und Klima in Klasse 8, Biotechnologie,

Wasser und

Wasserversorgung in Klasse

9, Automatisierung, Energieversorgung,

erneuerbare

Energien, Halbleitertechnik

und Elektronik, chemische

Verfahrenstechnik in Klasse

10.

Von großer Bedeutung ist in

diesem Fach das praktische

Arbeiten (so werden zum

Beispiel Feuchtigkeitsmessgeräte oder Windmessgeräte

gebaut) und dabei die für dieses neue Schulfach sicherlich

zukunftsweisende Kooperation mit den Firmen Festo

und Schuler, der Energie Versorgung Filstal und der

Hochschule

Esslingen-

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Infoveranstaltungen

Profilwahl in den Klassen 7 (G8) bzw. 8 nach G9

Um was für ein Naturphänomen geht es hier?

24

Göppingen. Lernen hat hier einen anderen Charakter: es

ist ein Arbeiten in Projekten, der Schüler muss Eigeninitiative

bringen und selbstständig arbeiten, seine praktische

Arbeit muss am Ende funktionieren.

Danach stellten Frau Dr. Picardi und Herr Vietzke mit

demselben Engagement ihre Fächer vor. Eine Bewertung

der Kultursprachen Italienisch und Französisch

braucht hier nicht vorgenommen zu werden, die vollzieht

ganz sicher jeder anders

nach seinen persönlichen

Kenntnissen und Traditionen,

wichtig erscheint hier eher

der Hinweis von Herrn Vietzke,

dass es sich tatsächlich

um eine einmalige Chance

handelt, in der Schule über

einen Zeitraum von 3 Jahren

4-stündig eine Sprache erlernen

zu können. Es ist für die

Schüler der optimale Zeitraum,

denn in diesem Alter

ist die Aufnahmebereitschaft

am größten. Auch gehen diese

Fächer in den Klassen 11

und 12 weiter, können beispielsweise

gegen des „Massenfach“

Englisch ausgetauscht

werden. Herr Vietzke

ging besonders auf die Lateinschüler

ein, die mit der einen

lebenden Fremdsprache

Englisch wohl doch „ein wenig

dünn dastehen“ und denen

im Übrigen die Naturwissenschaft

ohne jede Kürzung

gegenüber dem anderen Profil erhalten bleibt.

Ein Duell nicht ohne Humor:

Herr Vietzke: „ Wendet das Kapital des Lateinischen an,

nur Englisch ist zu wenig, Italienisch wird sehr wenig gesprochen,

nehmt Französisch als Brückensprache für

Spanisch und Italienisch“.

Herr Dr. Eisele: „Verschwendet Eure Talente


nicht an die dritte Sprache, die berufliche Zukunft sieht

für die Ingenieurwissenschaften erheblich besser aus“.

Eltern und Schüler haben nun noch eine Woche Zeit, die

gut vorbereiteten Argumente abzuwägen, und es steht

außer Frauge, dass dieser Abend Entscheidungshilfen

bot.

Den vielleicht besten Rat gab der Schulleiter Herr Direktor

Roos: Er riet den Schülern, von einer Vermeidungsstrategie

abzusehen (z.B. keine weiteren Vokabeln

mehr lernen zu müssen), sondern eine „Positiv-

Wahl“ zu treffen nach Interessen und Fähigkeiten.

Astrid Rahlves-Hülscher, Mutter, 7d

Das wird spannend!

Freihof Mitteilungen 2008/2009

25


„Salvete! venite!“

Einmal mehr präsentierte sich das Freihof-Gymnasium

seinen Besuchern mit einem Tag der offenen Tür.

Die wie immer gut besuchte Veranstaltung hatte allerlei

Überraschendes zu bieten. Dabei übernahmen unsere

Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und

Lehrern den kreativen Part. Ständig präsent war auch

die Schulleitung die im Bereich der neuen Mensa, den

interessierten Besuchern Rede und Antwort stand. Die

wichtigsten Fragen drehten sich um das Ganztags-Angebot

und allgemein zum G8.

Nehmen wir es vorweg: Auch in diesem Jahr bräuchten

die Freihof-Informationen eine Extraausgabe, um alle

Veranstaltungen hier zu beschreiben.

Also hatte auch der Besucher die Qual der Wahl, welche

Events zuerst besucht wurden. So hatte auch die Grundschülerin

Cindy aus St. Gotthardt

allerhand vor. Sie konnte

aus einer Vielzahl kulinarischer

Genüsse wählen, was

nicht nur sie begeisterte. Kleine

und große Genießer ließen

sich bunte Kuchen und andere

leckere Speisen schmecken.

Nachdem sich Cindy

gestärkt hatte, besuchte sie

den Zirkus-Sport in der Freihof-Turnhalle.

Ärgern konnten

sich nur die Besucher, die

nicht in der Turnhalle waren.

In der Vorführung jagte ein

Höhepunkt den anderen und

die Besucher spendeten lang

anhaltenden Applaus.

Die unterschiedlichen Profile,

die den Schülern angeboten

wurden nicht nur theoretisch erklärt, sondern auch lebendig

dargestellt. So überraschte ein Chor der Klasse 6

mit dem bekannten Lied der Beatles „Yellow Submarine“

natürlich in der Sprache Latein. Nicht weit davon entfernt

schallte es laut vernehmbar: „Salvete! venite!“. Philipp

aus der 5d hatte mit seinem „Seid gegrüßt und kommt!“

schon nach kurzer Zeit den gewünschten Erfolg. Die Besucher

freuten sich an den römischen Gaumenfreuden,

die die Klasse bereithielt. Sichtlich froh blickte Philipp

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Tag der offenen Tür am 29. Februar 2008

Alles ist in Bewegung – auch diese Räder

26

auf die Menschen und bemerkte kurz: „Bevor ich gerufen

hatte, waren viel weniger da“.

Immer Bewegung war im Bereich der Vorstellung Naturphänomene.

Wer mochte, durfte Experimente und Versuche

selber machen. Dabei ging so manchem Gast ein

Ahh! über die Lippen. Ein Höhepunkt war der Raketenstart,

der vor dem Neubau erfolgreich und planmäßig

durchgeführt wurde. Wie alles andere, wurden auch die

kleineren Versuche von den Lehrern erklärt. Insbesondere

das „Warum geht das?“ wurde erläutert. Dabei

wurde besonders auf die Kleinigkeiten hingewiesen, auf

die es in den Experimenten ankommt. Übungssache war

beispielsweise das sehr schnelle Leeren einer Flasche.

Schon nach kurzer Zeit hatten die kleinen und großen

Besucher im wahrsten Sinne des Wortes den Dreh raus.

Stolz ist man im Freihof auch auf die Versuchsanordnungen

zum Thema Automatisierung.

Die Firma Festo hat

der Schule entsprechendes

Übungsmaterial zur Verfügung

gestellt.

Spannend war auch der Wettbewerb

bei der Computer-AG.

Die Besucher konnten an einem

Computer-Spiel teilnehmen

und der/die Beste bekam

einen Preis.

Unterhaltsam war auch das

Quiz der 6d. Sie waren sehr

gut auf alle Besucher vorbereitet.

Altersentsprechend gab

es einfachere oder anspruchsvolle

Quizfragen. Belohnung

für die erfolgreiche Teilnahme:

Süßigkeiten.

Im Märchencafe konnten traumhafte Kuchen bestellt

werden. Die Klasse 5a bot u.a. Froschkönigtörtchen und

den bekannten Schneewittchenkuchen an.

Nachdem Cindy Dornröschens Liebe im Märchencafe

verdrückt hatte stand für sie eines fest: Ich geh auch mal

ins Freihof!

Rainer Holzner, (E), Kl. 5c


Als Ende des vergangenen Jahres bekannt gemacht

wurde, dass noch Plätze im Austauschprogramm mit der

Mt.Spokane High School frei sind, mussten wir nicht

lange überlegen und bewarben uns um einen dieser

Plätze. In die USA hatten wir schon immer einmal gewollt.

So bekamen wir die Chance, Amerika nicht nur als

„normaler“ Tourist kennen zu lernen, sondern in einer

amerikanischen Familie zu leben und eine High School

zu besuchen. Außerdem bot sich uns nun auch die Gelegenheit,

unsere in harten Schuljahren erworbenen

Englischkenntnisse anzuwenden.

Am 2. Mai ging für uns, eine Gruppe von 21 Schülerinnen

und Schülern der Klassen 10 und 11 in Begleitung

von Frau Wasnick und Herrn Möbius, die Reise los. Zunächst

flogen wir nach Atlanta, der Hauptstadt des Bundesstaats

Georgia, die als Geburtsort von Martin Luther

King, als Sitz von Coca Cola und als Zentrale des Nachrichtensenders

CNN bekannt ist.

Nach neunstündigem Flug und der gefürchteten Einwanderungs-Prozedur,

die jedoch weit weniger dramatisch

verlief als erwartet, fuhren wir mit der Bahn zur

North Avenue-Station, von der aus das Woodruff Inn

International Hostel in einem viertelstündigen Fußmarsch

zu erreichen war. Wir bezogen unsere drei

Mehrbettzimmer und duschten erst einmal. Immerhin

waren wir mittlerweile ca. 15 Stunden unterwegs. Das

Hostel war innen nicht ganz so gepflegt, wie es von außen

schien. Das war allerdings egal, da wir uns dort sowieso

nur nachts zum Schlafen aufhielten.

Nach einem gemeinsamen Abendessen in einem stilvollen

Burger-Restaurant fielen wir gegen 23 Uhr Ortszeit,

(5 Uhr morgens in Deutschland) todmüde ins Bett.

Allerdings wachten fast alle gegen 2 Uhr nachts gleichzeitig

auf und dachten es wäre schon Zeit zum Aufstehen.

Schon komisch diese Zeitverschiebung…

Nach dem Frühstück zu dem

es Blaubeer-& Bananenmuffins

mit Kaffee gab, machten

wir uns auf den Weg zur

"World of Coca Cola". Im Museum

konnte man unter anderem

lernen, wie Cola abgefüllt

wird, Werbetafeln aus verschiedenen

Epochen und

Ländern betrachten und vor

allem Softdrinks aus aller Welt

probieren. Außerdem sahen wir einen 4D-Film, bei dem

die Sitze wackelten, Wasser auf die Zuschauer gespritzt

und sie von einer Libelle in den Rücken gestochen wurden.

Nach dem Mittagessen trafen wir uns mit unserer

Stadtführerin Rebecca. Von ihr erfuhren wir sehr viel

über die Geschichte Atlantas und warum 80 % der Be-

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Schüleraustausch

Austausch mit der Mt. Spokane Highschool

27

völkerung Schwarze sind. Bis 1821 waren Atlanta und

die Umgebung nur von Indianern besiedelt, da die Gegend

für europäische Siedler nicht weiter interessant

war. Mit dem Bau der Eisenbahn gewann Atlanta als

Verkehrsknotenpunkt an Bedeutung und es zogen immer

mehr Weiße zu. 1842 wurde die Stadt nach der

jüngsten Tochter Martha des Gouverneurs von Georgia

zunächst "Marthasville" genannt. Erst im Dezember

1847 bekam sie ihren heutigen Namen.

Im amerikanischen Bürgerkrieg spielte Atlanta eine

große Rolle, da die guten Bahnverbindungen für das Militär

wichtig waren. In mehreren Schlachten wurde die

Stadt fast komplett zerstört. Nach der Kapitulation der

Südstaaten am 2. September 1864 wollte man die Stadt

so schnell wie möglich wieder aufbauen. Jeder, der Arbeit

suchte und bereit war, beim Wiederaufbau mitzuhelfen,

war in Atlanta willkommen. Viele Schwarze, die

vor dem Krieg als Sklaven auf den Baumwollfeldern gearbeitet

hatten, wurden nun für ihre Arbeit auch bezahlt

und zogen nach Atlanta, wo sie als motivierte Arbeiter

geschätzt wurden. Unsere Stadtführerin erzählte uns,

dass in Atlanta bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts

Schwarze und Weiße in Frieden zusammen gelebt hätten

und es kaum Diskriminierung gab. In Atlanta wurden

die Schwarzen von Anfang an angenommen und hier

hatten viele die Chance, Karriere zu machen Wir erfuhren,

dass der erste schwarze Millionär, Alonzo F. Herndon,

ein Businessman aus Atlanta war, der 1905 die

große Versicherungsfirma "Atlanta Life Insurance Company"

gründete, die noch heute erfolgreich ist. Leider

blieb die Situation für die Schwarzen nicht lange so gut,

denn je erfolgreicher sie wurden, desto neidischer wurden

die Weißen auf sie. 1906 kam es zu viertägigen

Rassenkrawallen, bei denen mehr als 25 schwarze Bürger

und zwei Weiße ums Leben kamen. Wie in den anderen

Teilen der USA litten die Schwarzen danach auch

in Atlanta unter Diskriminierung und Rassentrennung.

Doch auch für die Überwindung dieser Ungerechtigkeiten

ist Atlanta historisch bedeutsam. Dr. Martin Luther

King, den wir alle aus dem Englischunterricht kennen, ist


nicht nur in Atlanta geboren und aufgewachsen, sondern

auch sein Grab und sein Denkmal sind in Atlanta, was

die schwarzen Bürger Amerikas natürlich sehr mit der

Stadt verbindet.

Rebecca führte uns auch zum „Underground“, dem

ehemaligen Zentrum Atlantas, das lange Jahre verschüttet

war und danach noch zum ältesten Hochhaus

Atlantas. Dort trafen wir auf Mr. Hantastic, einen Straßenmusikanten,

der auf seinen Händen über 100 Lieder

pfeifen konnte und uns mit einer witzigen Show samt

Ratespiel unterhielt.

Atlanta war 1996 Gastgeber der Olympischen Spiele,

woran noch der "Olympic Park" mit einem Riesenbrunnen

in Form der Olympischen Ringe erinnert, in dem wir

uns am Morgen des dritten Tags die Zeit bis zum Beginn

unserer Führung durch das CNN-Centre vertrieben.

Highlight dieser Führung war für viele, dass sich eine

Schülerin unserer Gruppe auf den Platz des Nachrichtensprechers

setzen und eine fiktive Nachricht vom

Prompter ablesen durfte. Diese wurde auf die zahlreiche

Bildschirme übertragen und es wirkte wie eine echte

CNN-Nachrichtensendung.

Letzter Programmpunkt

war der Besuch

des Martin-

Luther-King-Centers.

Leider war unsere

Gruppe zu

groß, um eine Führung

durch das Geburtshaus

des Bürgerrechtlers

bekommen zu können. Stattdessen schauten

wir im Museum nebenan einen Film über seine

Kindheit in diesem Haus an. Anschließend besichtigten

wir das Haus von außen und bestaunten die monumentale

Grabstätte in der Mitte eines großen Brunnens. Im

Museum wurde vor allem die Geschichte seiner Ermordung

dokumentiert; viele Schüler trugen sich auch in ein

Gedenkbuch ein.

Die drei Tage in Atlanta waren für uns spannend und

sehr informativ. Der Aufenthalt in einer Stadt, die von ihrer

überwiegend schwarzen Bevölkerung geprägt ist,

bildete ein eindrückliches Kontrastprogramm zu den

restlichen Wochen in Spokane, das wir am späten

Abend des nächsten Tages - nach weiteren 10 Stunden

Flug und einer zusätzlichen Zeitverschiebung von drei

Stunden - erreichten.

Spokane liegt im US-Bundesstaat Washington im Nordwesten

der USA. Die Stadt ist circa fünf Autostunden

vom weiter westlich gelegenen Seattle entfernt und

grenzt im Osten an die Rocky Mountains.. Nach der Millionenstadt

Seattle ist Spokane die zweitgrößte Stadt in

Washington. Im eigentlichen Stadtgebiet leben knapp

200.000 Einwohner und in den Vorstädten noch einmal

weitere 300.000. Typisch für die umgebende Landschaft

sind Pinienwälder; außerdem führt der Spokane River,

Freihof Mitteilungen 2008/2009

28

ein wichtiger Zufluss des Columbia Rivers, über viele

Wasserfälle durch Downtown Spokane.

Die Stadt liegt am

Fuß des knapp

1800 Meter hohen

Mount Spokane,

den man von unserer

Partner- Highschool

aus sehen

kann. Dort kann

man auch noch bis

spät im Frühjahr Ski fahren. Als wir im Mai dort waren,

war es in Spokane noch deutlich kühler als bei uns. Die

Spitze des Mt. Spokane war anfangs noch schneebedeckt

und uns wurde erzählt, dass bis zwei Wochen vor

unserer Ankunft auch in tieferen Lagen noch Schnee

lag. Im Verlauf unseres Aufenthalts wurde es dann aber

noch angenehm warm und es hat nur wenig geregnet.

Wie wir hörten, ist der Sommer dafür dann deutlich

wärmer und trockener als in Deutschland.

Was uns in den drei Wochen unseres Aufenthaltes in

den USA auffiel, ist, dass grundsätzlich fast alles größer

ist als bei uns. Das gilt auch für die Autos. Während bei

uns immer mehr auf energiesparende und emissionsarme

Fahrzeuge Wert gelegt wird, fahren die Amerikaner

immer noch überwiegend große schwere Limousinen

bzw. Geländewagen. Das Benzin ist in den USA

sehr billig, der Liter kostet gerade einmal einen Dollar,

was etwa 66 Eurocent entspricht. Allerdings wird das

Benzin nicht in Litern verkauft, sondern in Gallonen, was

die Umrechnung für den Europäer etwas kompliziert

macht. Es gibt auch keine privaten Diesel-Pkws. Lediglich

Lkws und gewerbliche Pickups fahren mit Diesel,

das auch nicht an jeder Tankstelle angeboten wird und

zudem teurer als Benzin ist. Andererseits geht es dank

der für europäische Verhältnisse strengen Tempolimits

(Autobahn: 110 km/h, Landstraße: 70 km/h) auf amerikanischen

Straßen wesentlich gelassener zu als bei uns.

Passend zu Größe und Breite der Fahrzeuge sind natürlich

auch die Straßen breiter. Schnellstraßen haben

mindestens drei Spuren pro Fahrtrichtung, wobei zwischen

den Fahrbahnen keine Leitplanke ist. Große

Städte wie Seattle, besitzen auf den Ausfallstraßen sog.

"Carpool Lanes“. Dies sind Spuren, die nur für Fahrzeuge

reserviert sind, in denen mehr als zwei Personen

sitzen. Die Fahrspur darf morgens nur in Richtung Innenstadt,

abends nur aus der Stadt heraus befahren

werden. Somit gelangen Pendler schnell an ihr Ziel,

ohne dass lange Staus entstehen.

Jedoch sind nicht alle Straßen im Bundesstaat Washington

asphaltiert. Nebenstraßen sind oft nur breite

Kieswege, die bei Regen die Oberfläche eines Waschbrettes

bekommen. In Wohngebieten sind die Straßen in

Rasterform angeordnet.

Im dünn besiedelten Spokane County sind die

Grundstücke, nicht zuletzt wegen der niedrigen Grund-


stückspreise, wesentlich größer als bei uns. Einige hatten

bei ihren Gastfamilien das Gefühl, mitten im Wald zu

wohnen und freuten sich über die Rehe, die häufig bis in

die Gärten kommen.

Die Wohnhäuser unterscheiden sich sehr von den deutschen.

Sie sind fast alle aus Holz, besitzen sehr dünne

Wände und sind vergleichsweise schlecht isoliert. Die

Schalldämmung innerhalb der Häuser ist miserabel. Oft

hört man ein Gespräch in Zimmerlautstärke im Zimmer

nebenan. Geheizt werden die Häuser meist mit Öl-,

Gas- oder Elektroöfen. Alternative Heizsysteme sind uns

nicht begegnet. Stromleitungen sind in den Städten

durchweg oberirdisch verlegt. Viele Haushalte in den

Staaten besitzen neben der Heizung oft noch eine Klimaanlage.

Mehr als bei uns wird in den USA in so genannten

"Shopping Malls“ eingekauft. In einer überdachten Halle

findet man Cafés, Kinos, Fast Food Ketten und viele Läden

mit einer enormen Artikelvielfalt. Ähnlich aufgebaut

sind die so genannten "Grocery Stores“. Sie kombinieren

oft Lebensmittelgeschäfte mit Banken und Postbüros.

Die dazugehörigen Parkplätze sind gigantisch groß,

teilweise größer als die Einrichtung selbst. Bei der Auszeichnung

der Ware ist die

Mehrwertsteuer (8 % bei Lebensmitteln)

noch nicht im

Preis enthalten. Dies ist äußerst

gewöhnungsbedürftig, da

man an der Kasse immer mehr

bezahlen muss, als man zunächst

denkt.

Während der drei Wochen, die

wir in Spokane verbracht haben,

waren wir fast jeden Tag

mindestens am Vormittag in der Schule und bekamen so

einen intensiven Einblick in den amerikanischen Schulalltag.

Dabei haben wir natürlich auch eine Menge

Unterschiede zum deutschen Schulsystem festgestellt.

Die Schule, die wir mit

unseren Austauschpartnern

besucht haben,

ist eine High

School. Das bedeutet,

dass sie vier Jahrgangsstufen:Freshmen,

Sophmore, Juniors

und Seniors umfasst. Das entspricht unseren Klassen

9-12. Obwohl die Schule also nur halb so lang wie

ein deutsches Gymnasium besucht wird (vier Jahre), ist

sie viel größer und wird von mehr Schülern besucht als

beispielsweise das FGY.

Was uns erstaunt hat, war zum Beispiel, dass fast alle

älteren Schüler, einen Führerschein haben und mit einem

eigenen Auto zur Schule fahren. Die Jüngeren und

die, die kein eigenes Auto haben, werden eher von ihren

Freihof Mitteilungen 2008/2009

29

Eltern zur Schule gefahren als dass sie die typischen

gelben „School Busses“ benutzen würden.

Die Organisation des Unterrichts ist vollkommen anders

als bei uns. Die Schüler sind nicht in feste Klassen eingeteilt,

sondern praktisch jeder hat, wie in unserer Kursstufe,

seinen eigenen Stundenplan und besucht die

„Classes“, die er oder sie am Anfang des Schuljahres

gewählt hat. Nicht eine Klasse hat ein Zimmer, sondern

jeder Lehrer und die Schüler kommen zu ihren Kursen

dort hin. Dabei können in einer „Class“ durchaus Juniors

und Seniors gemischt sein. Die Schülergruppe, die zusammen

einen Kurs bildet, ist aber oft kleiner als eine

Klasse an deutschen Schulen.

Auch was die Fächer angeht, gibt es eine ganze Reihe

Unterschiede zu dem, was wir gewohnt sind. Neben den

„normalen“ Fächern wie Calculus (Mathematik), American

Literature, U.S.History/World History gibt es einige

ziemlich ungewöhnliche, wie zum Beispiel Health & Fitness

(eine Mischung aus Bio, Aufklärung über Verhütung

und Drogenmissbrauch, usw.), Photography, Creative

Sewing („Kreatives Nähen“) oder Pottery (Töpfern).

Außerdem können die Schüler eine von vier Fremdsprachen

(Französisch, Spanisch, Deutsch oder Chinesisch)

lernen. Das ist jedoch nicht obligatorisch und so lernen

viele Schüler gar keine Fremdsprache.

Jeder Schüler wählt pro Semester fünf bis acht Fächer

aus dem Angebot, wovon einige verpflichtend, andere

jedoch freiwillige Wahlfächer sind. Der Stundenplan ist

jeden Tag derselbe. Der Unterricht geht über sechs

Schulstunden, von 8.15 Uhr bis 14.35 Uhr. Ausnahmen

sind an der Mt. Spokane High School Mittwoch und

Donnerstag, wenn in „Block Periods“ unterrichtet wird.

Das heißt, dass jeweils zwei Stunden zusammengefasst

sind und man an diesen Tagen jeweils nur drei verschiedene

Fächer hat.

An der "MSHS" gibt es zwischen den Stunden Fünf-Minuten-Pausen

und eine längere "PAWS“ am Vormittag,

während der man im Schulimbiss sehr leckere „Sausage

Bagels“ kaufen kann. In der Lunch-Pause, können die

Schüler in der Schulcafeteria zu Mittag essen. Um den

Ansturm auf die Cafeteria zu kanalisieren, gibt es ein

"First Lunch“ von 11:00 Uhr bis 11:30 Uhr und ein "Second

Lunch“ von 12:00 Uhr bis 12:30 Uhr. Je nachdem


welche „Classes“ man belegt, wird man dem ersten oder

dem zweiten Lunch zugeteilt. Die Schüler essen entweder

ihr eigenes, mitgebrachtes Essen oder kaufen welches

in der Cafeteria. Was uns überraschte: Es wird

ausschließlich Fast Food in den üblichen Papp- und

Plastikschachteln verkauft. Wir entdeckten auch so

merkwürdige Dinge wie gefrorenen Orangensaft in Plastikbehältern

oder knallbunten Joghurt.

Abgesehen von diesen offensichtlichen Unterschieden

fielen uns natürlich noch viele relative Kleinigkeiten auf.

Zum Beispiel hängt in jedem Klassenzimmer die amerikanische

Flagge. Morgens zur ersten Stunde stehen alle

für die Pledge of the Flag (Bekenntnis der Loyalität dem

amerikanischen Staat gegenüber) auf. Alle Klassenzimmer

sind mit Computern und Beamern ausgestattet,

mit denen auch täglich gearbeitet wird. Statt mit Kreide

wird mit Filzstiften auf weiße Tafeln geschrieben und jeder

Schüler hat sein eigenes Schließfach. Darum zumindest

sind die amerikanischen Schüler schon zu beneiden.

Auch ihre Freizeit gestalten die Jugendlichen anders als

wir. In Deutschland ist es üblich, seinen Hobbies, wie

Musizieren, Sport treiben oder anderen Vereinsaktivitäten,

außerhalb der Schule nachzugehen, in Amerika dagegen

werden die meisten dieser Aktivitäten in der

Schule ausgeübt.

Unter der Woche wird abends nicht viel unternommen.

Viele "Seniors“ (ab 17) gehen abends in Restaurants

jobben. Wenn sie ausgehen, treffen sie sich für eine

halbe Stunde im "Starbucks" oder zum Eis essen und

gehen dann wieder nach Hause, um ihre Hausaufgaben

zu erledigen.

Die Wochenenden verbringen die amerikanischen

Schüler mit den verschiedensten Aktivitäten, in die wir

dadurch, dass wir Samstag und Sonntag vorwiegend mit

unseren Gastfamilien verbrachten, Einblicke bekamen.

Eine unserer Gastfamilien vertrieb sich die Zeit am Wochenende

mit "Amtgard". Das ist ein Spiel, bei dem

Kämpfe des Mittelalters mit einer Schaumstoffwaffe und

einem Schild nachgestellt werden. Die Spieler haben

imaginäre Namen und tragen mittelalterliche Gewänder

oder eine Art Ritterrüstung.

Eine weitere, eher zweifelhafte Freizeitbeschäftigung

vieler amerikanischer Jugendlicher ist "Laserquest“.

Hierzu benötigt man Waffen, die harmlose Laserstrahlen

abfeuern und eine spezielle Kleidung mit Sensoren. Auf

einem abgetrennten Gelände spielt jeder gegen jeden.

Wird man getroffen, läutet die Sensorenweste auf und

man bekommt eine ein paar Sekunden dauernde

Sperre. Gewonnen hat der, der die meisten Mitspieler

getroffen hat und dabei selbst am wenigsten getroffen

wurde. Ähnlich funktioniert das Paintballspiel, das mit

Farbkugeln gespielt wird.

Etwas sonderbar war für uns, dass die Jugendlichen, die

schon mit 16 den Führerschein machen können, oft nur

Freihof Mitteilungen 2008/2009

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aus Langeweile ziellos durch die Gegend fahren. Eine

etwas andere Art der Fortbewegung ist das Quad fahren.

Da man dafür keine Fahrerlaubnis braucht, haben

es einige von uns ausprobiert.

Häufig werden auch Barbecues oder "Bonfires“ (Lagerfeuer)

veranstaltet. Allerdings dürfen Jugendliche unter

18 offiziell nur bis 22 Uhr ausgehen; die meisten Eltern

erlauben jedoch nicht einmal dies. So erklären sich auch

der frühe Beginn und das ebenso frühe Ende der so genannten

House-Parties, nämlich von 18 bis 21 Uhr -

und immer ohne alkoholische Getränke.

Der Höhepunkt der vielen gemeinsamen Ausflüge war

ein "Ropes Course“; das ist eine Art Hochseilgarten.

Nach drei Stunden Unterricht ging es mit einem gelben

Schulbus los nach Pinelow. Dort wurden wir zunächst

von den Betreuern zu einer großen Wiese inmitten eines

Waldes geführt und in Gruppen eingeteilt. Anfangs

spielten wir einige Spiele zur Steigerung des gegenseitigen

Vertrauens in der Gruppe. Danach ging es zu einigen

Stationen, an

denen die

Gruppen ihre

"Teamwork skills“

unter Beweis stellen

sollten. Wir

mussten uns etwa

auf einem Baumstamm

in der Reihenfolge

der Geburtsmonateaufstellen,

ohne den

Boden zu berühren.

Eine weitere

Aufgabe bestand

darin, uns an einem

zwischen zwei Bäumen gespannten Seil in Tarzan

Manier auf die andere Seite zu befördern. Das klang

sehr einfach, war es aber wegen diverser Regeln definitiv

nicht. Nach diesen Vorübungen ging es dann endlich

zu den „Highlevels“. Wir trauten unseren Augen nicht,

denn es galt einen in 15 Meter Höhe zwischen zwei

Bäumen hängenden „Catwalk“ zu überschreiten. Ein

Problem war, erst einmal dort hoch zu kommen. Trotz


einer Leiter und kleiner Haken in einem der Bäume war

dies nicht einfach.

Oben angekommen bekamen alle weiche Knie. "Nicht

nach unten schauen!“, riefen einige von unten hoch. Sie

hatten leicht reden, denn sie standen nicht in 15 Meter

Höhe freihändig auf einem Baumstamm. Wir mussten

den “Catwalk“ einmal überqueren und wieder zur Mitte

zurückgehen. Danach durften wir wie Peter Pan herunter

fliegen. Neben dem “Catwalk“ war eine

überdimensionale Strickleiter mit nach oben hin immer

größer werdenden Trittabständen. Man konnte sie nur

zu zweit oder zu dritt überwinden, indem man sich gegenseitig

hochzog und schob, was aber von Sprosse zu

Sprosse schwieriger wurde. Auf die wenigen, die dies

schafften, wartete oben noch eine besondere Herausforderung.

Von einem Pfahl aus musste man wie ein

Trapezakrobat im Zirkus zu einer gut einen Meter entfernten

Schaukel springen. Am Ende des Tages konnten

wir alle stolz auf uns sein: Alle hatten ihre Höhenangst

überwunden, niemand hatte gekniffen und wir haben

gelernt, wie schön es sein kann, als Gruppe zusammen

zu arbeiten und sich gegenseitig zu vertrauen.

Das Highlight unseres Ausflugprogramms war eine Visite

in Seattle. Da es in den USA kaum öffentliche Nahverkehrsmittel

gibt, hatten sich eine große Anzahl der

Eltern unserer Austauschschüler bereit erklärt, uns mit

dem Auto dort hin zu fahren und das Wochenende mit

uns zu verbringen. Die etwa fünfstündige Fahrt führte

zunächst vorbei an Weizen- und Maisfeldern, dann

durch eine Prärielandschaft entlang des imposanten

Columbia Canyons, mitten durch Skigebiete der Rocky

Mountains bevor es endlich hinunter zur Pazifikküste

ging. Die besondere Lage der Stadt mit ihrer Skyline vor

der von hohen Bergen umringten Küste muss jeden

Touristen beeindrucken, zumindest wenn er wie wir das

Glück hat, bei strahlendem heißem Wetter die Stadt genießen

zu können, die man sehr häufig neblig und regnerisch

erlebt.

Seattle ist die größte Stadt im Nordwesten der Vereinigten

Staaten und liegt nur ca. 150 km südlich der kanadischen

Grenze. Der Hafen ist ein bedeutender Knotenpunkt

für den Handel mit Asien, Alaska und Hawaii.

Die wichtigsten ansässigen Industrien sind die für Luft-

und Raumfahrt (Boeing), Softwareentwicklung (Micro-

Freihof Mitteilungen 2008/2009

31

soft), Eisen- und Stahlproduktion sowie die Holzverarbeitung.

Das bauliche Wahrzeichen von Seattle ist die

Space Needle, von der aus man einen wundervollen

Ausblick auf die Stadt, den Hafen und den nahe gelegenen

Mt. Baker hat.

Viele Museen, wie zum Beispiel das Museum of Flight,

das Science Fiction Museum und das Experience Music

Project haben ihren Sitz in Seattle. Außerdem ist Seattle

ein Ausgangspunkt für Bands wie Nirvana, Alice in

Chains oder so bekannte Künstler wie Jimi Hendrix. Der

Public Market, ein großer Markt nahe des Zentrums der

Stadt, ist auch eine sehenswerte Attraktion.

Sportteams aus Seattle sind außerdem in fast allen bedeutenden

amerikanischen Profiligen zu finden. Die Seattle

Mariners sind in der Major Baseball League vertreten.

Manche aus unserer Gruppe hatten sogar das Privileg

eines ihrer Spiele besuchen zu können.

Am Samstag morgen trafen wir uns um 11 Uhr bei der

Fähre am Pier 56 um zur Blake Island zu fahren. Die

Schifffahrt dauerte etwa eine Stunde, dann waren wir

beim Tillicum Village – einem Indianerdorf, wo wir mit

einer leckeren Muschelsuppe begrüßt wurden.

Anschließend durften wir uns am köstlichen traditionellen

Büffet bei Salat, verschiedenen Gemüsesorten, über

dem Feuer gebackenem Königslachs, gebackenen

Kartoffeln, Wildreis und typisch indianischem Bananenbrot

bedienen. Dazu gab es Wasser bzw. Limonade und

Kaffee. Zum Nachtisch gab es Schokofisch. Nach dem

wirklich vorzüglichen Essen gab es eine Aufführung mit

indianischen Klängen und Bildern. Nach einer kurzen

Ansprache des Stammesführers erzählten die amerikanischen

Ureinwohner ihre Mythen und stellten diese

schauspielerisch dar. Mit Hilfe der traditionellen Tänze,

verschiedener Kostümen und Masken konnte man sich

richtig gut vorstellen, wie das Licht eingefangen und

wieder befreit wurde, Sonne und Mond entstanden sind,

der Teufel Kinder entführte, Brände entstehen ließ und

das Licht vertrieb.

Wir sahen den "Tribe Dance of the Beast“ und den

"Dance of the River“, die den Teufel vertreiben und die

Verehrung des Wassers zeigen sollten.


Leider hatten wir anschließend

keine Zeit

mehr, um uns die Insel

noch näher anzuschauen,

denn unser

Boot verließ pünktlich

die Mole und brachte

uns sonnenverbrannt

nach Seattle zurück.

Am Sonntag trafen wir

uns nach dem Auschecken

aus dem Hotel

vor dem großen

Rockmuseum in der

Innenstadt, nahe der

Space Needle, die wir

am Abend zuvor besichtigt hatten. Das Rockmuseum

das auch „Experience Music Project“ genannt wird, wurde

von Paul Allen, dem Mitunternehmer des Microsoft-

Konzerns, gestiftet. Die Form des Gebäudes wird oft als

"geschmolzene elektrische Gitarre“ beschrieben.

Der Name „Experience Music Project“ ist sehr treffend.

Wir durften dort sehr vieles ausprobieren.: Man hatte

beispielsweise die Möglichkeit, verschiedene Instrumente

zu spielen, in verschiedenen Tonhöhen zu singen

und sogar als Band einen Song zu "performen“. Anschließend

konnte man die DVD des Auftritts, sowie das

dazugehörige Werbeposter kaufen. Der Besuch im

Rockmuseum kam bei allen super an und bildete einen

tollen Abschluss unseres Ausfluges nach Seattle.

Unser letzter Ausflug führte uns nach "Coeur d’Alene"

ins benachbarte Idaho.

Zunächst machten wir jedoch in der "Cataldo Mission"

Station, wo uns ein Priester empfing, der uns auf schauspielerische

Weise die Geschichte der Mission erzählte.

Die Kirche der Cataldo Mission ist das älteste Gebäude

in US-Bundesstaat Idaho und wurde von Jesuiten unter

Mithilfe von Indianern mit einfachsten Werkzeugen Mitte

des 18. Jahrhunderts gebaut.

Die Stadt "Coeur d’Alene" ist eines der beliebtesten Ferienziele

der Region. Sie grenzt an den "Coeur d'Alene

National Forest" und an den "Lake Coeur d'Alene“. Einige

Mutige wagten sogar einen Sprung in dessen kaltes

Wasser. In dem Städtchen selbst gab es ein paar kleine

Freihof Mitteilungen 2008/2009

32

Läden und die besten

Burger, die wir auf der

gesamten Reise gegessen

hatten.

Am letzten Abend wurden

wir mit einer Picknick-Party

am Spokane

River verabschiedet,

an der auch die Gastfamilien

teilnahmen.

Unsere Lehrer und wir

nahmen die Gelegenheit

wahr, uns ganz

herzlich für ihre große

Gastfreundschaft zu

bedanken.

Unsere letzte Nacht in Spokane war sehr kurz, denn wir

mussten uns schon morgens um 5 Uhr am Flughafen

treffen, um ein Flugzeug nach Salt Lake City zu besteigen.

Von dort ging es wieder über Atlanta zurück nach

Stuttgart. Dort wurden wir nach vielen Stunden Flug und

mit einem gewaltigen Jetlag von unseren Eltern abgeholt.

Lena Riegl, Dorothee Stahl, Anne-Sophie Long, Johannes

Baar, Stefan Pan, Karina Ersov, Jessica Beiswanger, Christoph

Bihr, Andreas Machnik, Tatjana Furnjigic, Felix Nötzel,

Katharina Schmidle, Nico Groß, Felix Zimmermann, Leonie

Schwarz, Lisa Grotepaß, Lukas Vincentz, Nicole Lassmann,

Leah Steeb und Frau Wasnick.


Am Montag, den 28.

April, kamen 23 Austauschschüler

aus den

Klassen 8a, 9a, b und

c sowie ein Schüler

aus der 10c nach 12stündiger

Fahrt im verregneten

Nîmes an.

Unsere Begleiterinnen

waren die Lehrerinnen

Frau Reyher und Frau

Metzger.

Nach einer erholsamen

ersten Nacht bei

unseren Gastfamilien

wurden wir von der

Rektorin des "Collège

Jean Rostand", Mme

Bojard, freundlich begrüßt.

Anschließend durften wir den Unterricht

besuchen und kostenlos in der Kantine zu

Mittag essen.

Für den Nachmittag stand Sight-Seeing in

Nîmes auf dem Programm.

Am Tag darauf ging's mit dem

Reisebus los in Richtung Camargue,

wo wir mit einem Boot über

die "Petit Rhône" schipperten und

uns die schöne Landschaft mit

den wilden Stieren und Pferden

anschauten. Danach hatten wir

Freizeit in "Saintes Maries de la

Mer".

Den Donnerstag verbrachten wir

wieder bei den jeweiligen Gastfamilien.

Am Freitag hatten wir dann einen

lustigen Sketch- und Gesangsabend,

zu dem auch die Eltern der

Franzosen eingeladen waren.

Das sonnige Wochenende gestalteten

wir mit unseren Austauschfamilien.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Aufenthalt in Nîmes vom 28. April bis zum 7. Mai 2008

33

Am Montagvormittag

konnten wir zwischen

Radfahren, Klettern

und einer Höhlenwanderung

wählen.

Nach diesen nervenaufreibendenErlebnissen

widmeten wir uns

dem Pont du Gard, zu

dem hin wir 1,5 Stunden

in der prallen Sonne

wanderten.

Doch der Anblick des

schönen römischen Aquädukts

entschädigte

uns für unser Leiden.

Dort angekommen

stürzten wir uns auch

gleich ins kühle Nass des "Gardon".

Am nächsten Tag aßen wir in der Kantine

extra für uns zubereitetes Stierfleisch. Wir

hatten noch Zeit, einige letzte Souvenirs

zu kaufen.

Traurig aber auch froh auf das Wiedersehen

mit unseren Familien brachen wir am

Mittwoch, den 7. Mai, wieder nach Hause

auf.

von Saskia, Caro L., Kerstin, Caro Z.


Die zweite Woche hatte begonnen

und drei spannende

Exkursionen nach Collias

standen zur Auswahl:

• Klettern,

• Mountainbiking,

• Höhlen erkunden.

Klettern war für uns bisher

Neuland, also entschieden wir

uns für diese Aktivität.

Um 8 Uhr begann das Abenteuer

mit der Fahrt nach Collias.

Nach der ca. einstündigen

Fahrt hielten wir an einem

Parkplatz nicht weit von

der Kletterstätte. Nach der

Ankunft wurden Klettergurte,

Seile und Helme verteilt.

Unter der Führung des französischen

Kletterprofis Christian

mussten wir einen kurzen Fußmarsch zum ausgesuchten

Berg einlegen.

Nach dem steilen Anstieg über Stein und Geröll erklärte

uns der ausgebildete Kletterführer, was zu beachten war

und wie man mit der Ausrüstung umzugehen hatte.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Nîmes 2008

- Eindrücke, Erlebnisse und Tipps -

Exkursion nach Collias

34

Nach der Einführung in die

Grundregeln des Kletterns,

legten wir unsere Gurte und

Seile an um uns an den Berg

zu wagen. Drei Schüler pro

Seil waren erforderlich: Einer

kletterte, der Andere sicherte

und der Dritte hielt das Seil

zur Sicherheit.

Christian schaute abwechselnd

von Gruppe zu Gruppe,

ob die Knoten sicher waren,

die Gurte richtig angelegt war

und ob wir uns gegenseitig

helfen konnten. Hin und wieder

gab er uns auch hilfreiche

Tipps.

Trotz anfänglicher Unsicherheiten

und Überwindungsschwierigkeiten,

meisterten

alle den Aufstieg sowie das

anschließende Hinunterklettern.

Das Bergsteigen hat uns viel Spaß gemacht und ist erstaunlich

gut angekommen. Ein paar Hobbykletterer, unter

uns versuchten sich sogar an einer noch schwierigeren

Stelle.

Nachdem wir alle sicher unten angelangt waren, machten

wir uns auf den Weg zum Bus, der inzwischen wieder

angekommen war.

Nach einer Picknickpause fuhren wir wieder los. Es war

ein gelungener Ausflug.

Laura Paszt und Sandra Kirchner 9b


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Schüleraustausch mit Nîmes – Besuch der französischen Gäste (März – Mai 2008)

Zum Schmunzeln hier eine kleine Auswahl der Rückmeldungen

von französischer Seite zum Schüleraustausch

des Freihof Gymnasiums mit dem Collège Jean

Rostand in Nîmes anlässlich des Aufenthaltes in Göppingen.

"Göppingen ist eine sehr schöne und saubere Stadt."

"Die Lehrer sind nicht streng. Die Schule ist gut organisiert.

Die Zimmer sind geräumig."

"Die Schule ist groß. Die Klassen sind groß."

"Es gibt Waschbecken in jedem Klassenzimmer."

"Oft landen die Reste des Pausenbrotes im Mülleimer."

"Die Toiletten sind sauber."

"Die Deutschen sind sehr sportlich."

"Die Deutschen sind lustig. Sie sind keine extremen

Biertrinker. Die Schüler sind lustig. Die Lehrer sind cool."

"Die Deutschen essen praktisch die ganze Zeit."

"Die Deutschen essen viel Fleisch."

"Man hatte mir gesagt, dass die Deutschen Fleisch essen,

aber meine Familie isst Müsli mit Milch."

"Der Frisör kommt ins Haus."

"Mein(e) Austauschpartner(in) putzt sich beim Aufstehen

die Zähne und frühstückt danach."

35

"Die Deutschen lieben den Umweltschutz."

"Die Deutschen arbeiten gerne."

"Sobald sie mit dem Essen fertig sind, räumen sie die

Teller ab."

"Eine sehr gute Atmosphäre. Sehr nette Lehrer. Nichts

am Programm ändern."

"Ich werde versuchen, so schnell als möglich wieder

nach Göppingen zu kommen."

"Die Schule ist genial. Ich werde diesen Austausch in

guter Erinnerung behalten. Es war eine sehr gute Erfahrung."

Eva-Maria Reyher (Organisatorin des Austauschs am FGY)


Mein Kind will 14 Tage nach Japan? Mit der Schule und

ohne Japankenntnisse? Soso, aber ich sage deutlich

NEIN zu diesem Vorhaben. Es spricht vieles dagegen,

die Entfernung, die Sprachbarriere, das Alter meiner

Tochter Anne, als junge Siebtklässlerin gerade mal 11

Jahre alt. So eine Schnapsidee !!

Die Willensstärke

und die Begeisterung

meiner Tochter

kannten jedoch

keine Grenzen (das

hätt’ ich wissen müssen), und so fand ich mich am 10.

März 2008 als Abschied nehmende Mutter am Flughafen

Stuttgart wieder. Meine Gefühle schwankten zwischen

Stolz auf das Selbstvertrauen und die Souveränität,

mit der Anne den Abschied gemeistert hatte und

zwischen leiser Unbehaglichkeit und Besorgnis meinerseits.

Ist schon sehr weit weg, dieses Japan.

Was hat mich dazu bewogen, meine Erlaubnis (und

mein Geld) doch zu erteilen? Nun, letztendlich war es

immer schon so, das meine Kinder größtmögliches Mitspracherecht

zugebilligt bekamen bei Dingen, die sie

betrafen und di e sie vom Alter her erfassen konnten,

dass ich immer versuchte, sie für Neues offen zu halten

und sie alles ausprobieren ließ, was ihnen nicht schadete,

dass ich internationale Erfahrungen und Reisen für

immens wichtig erachte. Nur schien mir der Zeitpunkt

dieser Reise zu früh, drei, vier Jahre später wären besser,

fand ich.

Anne setzte sich mit Frau Majcen, der Organsatorin der

Reise, in Verbindung

und schien trotz ihres

Alters von ihr als Mitglied

der Reisegruppe

akzep- tiert zu werden.

Und Frau Majcen

schaffte es, Anne zusammen

mit ihrer Freundin

bei einer auch Englisch sprechenden Familie gemeinsam

unterzubringen. Die Betreuung schien optimal,

das Programm war sehr interessant, die Familie, zu der

wir über E-Mail schon frühzeitig Kontakte knüpften,

freute sich auf Anne. Und so entschied auch ich, immer

noch nicht völlig überzeugt, Anne ziehen zu lassen.

Wie geplant tauschten Anne und ich während ihres Japanaufenthaltes

nur kurze Mails aus, wahrscheinlich

schrieb sie bloß, um mich zu beruhigen. Die Tage

schienen voll mit Besichtigungen und Begegnungen, die

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Japan aus Muttersicht

36

in Annes Mails stichpunktartig auftauchten, viel mehr

Raum nahm der tägliche Essensbericht und die Übersicht

über die außerplanmäßigen Unternehmungen der

beiden deutschen Gäste mit ihren japanischen Gastgeschwistern

ein. Kein Schimmer von Heimweh oder Unsicherheit.

Prima, das beruhigte mich sehr.

Am 24. März 2008 kam Anne zurück,

müde und gereift, mittlerweile

12 Jahre alt. Ihre Eindrücke waren

enorm, sie hat so vieles beobachtet

und wahrgenommen im täglichen

Miteinander mit ihrer Gastfamilie,

kein Reiseführer hätte es besser

auf den Punkt bringen können: Konsumverhalten, Hygienevorstellungen,

Höflichkeit, Verhalten im Unterricht

und gegenüber Älteren, Freizeitverhalten, Eßgewohnheiten.

Ich war überrascht und beeindruckt, wie viel

Wissen sie aus diesen 14 Tagen gezogen hatte. Und

erst an dieser Stelle war ich dann wirklich davon überzeugt,

daß die Reise auch für meine Tochter eine gute

Sache war und wir uns richtig entschieden hatten. Vielen

Dank, Frau Majcen, dass Sie Anne mitgenommen haben!

Gabriele Ladwig (E)


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Bericht eines amerikanischen Schülers nach einem Austauschjahr in Deutschland

Ich war letztes Jahr auf der High School in meinem

letzten Schuljahr. In dieser Zeit, habe ich mich an ungefähr

8 verschiedenen Universitäten angemeldet und

bin bei 3 verschiedenen Universitäten akzeptiert worden.

Ich wollte nicht in diesen 3 Universitäten studieren und

hatte Glück als ich die Möglichkeit nach Deutschland zu

kommen gefunden habe. Meine Schulrektorin kam zu

mir und empfahl mir, mich bei AFS zu bewerben. Die

anderen Schüler aus dem Bereich Metro-Detroit haben

mich dann nach zwei Vorstellungsrunden ausgewählt.

Ein Austauschjahr war eine ganz neue Idee für mich und

zum Glück konnte ich ein Daimler Chrysler Stipendium

bekommen um die deutsche Sprache und Kultur zu lernen.

Durch AFS, lernte ich mehr über ein Austauschjahr

in einem anderen Land und

was es für mich bringt. Das

motivierte mich voll. Ich hatte

gar nichts erwartet und

wusste nur ein klein bisschen

von Deutschland und was es

an Sehenswürdigkeiten gab.

Ich wollte mich überraschen

lassen.

Ich bin am 7. September in

Deutschland angekommen.

AFS hat mir die Informationen

von meinen Gasteltern 2

Tage bevor ich mein Haus in

den USA verlassen habe gegeben.

Deswegen war ich

voll nervös und aufgeregt.

Ich fand es interessant, dass

sie keine Kinder hatten und

hoffte, dass es eine gute

freundschaftliche Beziehung

wird.

Manchmal wollte ich wissen,

wie das Leben ohne Geschwister

ist, nun hatte ich die Gelegenheit dazu.

Ich konnte kein Wort Deutsch als ich ankam. Ich durfte

zum Deutschkurs in Göppingen bei der Volkshochschule.

Es gab keine Möglichkeit mit den anderen Austauschschülern

von AFS in einen Deutschkurs zu gehen,

außerdem wäre das viel zu weit zum fahren gewesen.

Beim Sprachkurs bei der VHS habe ich Leute aus ungefähr

14 verschiedenen Ländern kennen gelernt. Es

war eine gute Erfahrung, mit anderen Erwachsenen aus

anderen Ländern zusammen zu sein.

Mir gefällt es, mit anderen Menschen aus europäischen

Ländern zu sprechen. Vor dem Deutschkurs war ich ungefähr

drei Wochen im Freihof Gymnasium. Der

Sprachkurs war nicht bei AFS. Ich war fünf Wochen dort

und nach dem Kurs, konnte ich die Sprache ziemlich gut

verstehen. Mit dem Sprechen gab es noch Schwierig-

37

keiten. Ich war stolz, als ich mich damals mit den Leuten

besser unterhalten konnte.

Die Schüler waren sehr offen zur mir, dem neuen Austauschschüler.

Ich wusste, dass sie davor in ihren Klassen

Austauschschüler hatten, aber sie haben sich dann

gefreut weil ich aus Amerika kam.

Sie waren interessiert und haben viele Fragen gestellt

über mein Leben in Amerika und was ich hier Deutschland

mache. Im Rückblick auf den Anfang, habe ich

mich sehr gut integriert.

Gleich am Anfang ich habe ein Mädchen, Kira Burkeljca,

in der Schule kennen gelernt. Durch Kira habe ich mehrere

Leute aus meinem Dorf kennen gelernt. Die Eltern

von Kira sind mit meinen

Gasteltern befreundet. Die

waren, ich glaube, über 10

Jahre Nachbarn hier in Wäschenbeuren,

bevor ihre Eltern

nach Göppingen umgezogen

sind. Dadurch konnte

ich gleich am Anfang einige

Leute Kennenlernen mit denen

ich unterwegs war. Das

war echt klasse.

Das erste mal als wir mit der

Klasse zusammen im Sportunterricht

waren, konnte ich

nicht schwimmen. Ich habe

nur zugeschaut als meine

Mitschüler geschwommen

sind. In diesem Moment sah

ich wie wichtig es ist.

schwimmen zu können.

Das Schwimmen wollte ich

immer lernen. Mein Gastvater

hat mich an einem

Schwimmkurs in Rechberghausen

angemeldet. Rechberghausen

ist ungefähr 8 km weg von meinem Dorf

Wäschenbeuren. Dort habe ich die Grundlagen im

Schwimmen gelernt. Während diesem Jahr, haben mein

Gastvater und ich das Schwimmen in Heiningen in dem

Hallenbad geübt und dadurch habe ich mich sehr viel

verbessert.

Ich finde die Schule in Deutschland ganz unterschiedlich

zu der Schule in den USA. Es war sehr komisch am

Anfang um halb eins nach Hause zu gehen. Die Schüler

hier haben dafür ein bisschen mehr Hausaufgaben zu

machen als bei uns in Detroit und müssen mehr Lernstoff

auswendig wissen.

Weiterhin haben sie mehr als zwei Fremdsprachen bis

zur 12. Klasse. Ab der 12. wählen sie dann die Fächer,


die sie wollen. Das finde ich besser, weil man so eine

breite Auswahl an allgemeinen Fächern hat.

Bei uns kann man ab der 11. Klasse bereits Fächer

wählen. Ich hatte Betriebswirtschaftslehre als Hauptfach

gewählt. Ich glaube, an unseren Schulen, nehmen wir zu

früh die Hauptfächer, somit lernen wir nicht genügend

Grundlagen für die verschiedenen beruflichen Möglichkeiten,

die es nach der High School gibt.

An dem Gymnasium, kann man sich vorstellen, wie es

an einer Universität ist, weil die Schüler so diszipliniert

sind. Ich finde die 3 verschiedenen Schularten in

Deutschland sehr gut; somit ist für jede Leistungsstufe

etwas vorhanden.

Mir fällt auf, dass die Beziehung zwischen den Schülern

und den Lehrern distanzierter ist.

Ich würde jetzt sagen, dass ich mich wirklich hier in

Deutschland eingelebt habe. Ich habe so viele Leute

kennen gelernt und ich habe einen kleinen Kreis von

Leuten die ich Freunde nennen kann.

Die Beziehung zwischen meinen Gasteltern und mir ist

wirklich schön! Unsere Beziehung ist sehr freundschaftlich,

aber sie sind auch wie Eltern für mich. Sie waren

zuerst eine Willkommensfamilie für die ersten 5 Wochen,

aber wir haben schon nach drei Wochen entschieden,

dass wir die ganzen 10 Monate zusammen

bleiben. Badminton jeden Montag in der Wäschenbeurer

Turnhalle, oder Basketball jeden Mittwoch in der Freihof

Sporthalle waren regelmäßige wöchentliche Aktivitätenfür

mich während diesem Jahr.

Ich habe viel über das Leben von meinen Gasteltern

gelernt. Für mich war das ein Beispiel für eine gute Ehe.

Meine Eltern sind seit 11 Jahren geschieden und ich

habe 7 Geschwister. Nur zwei Gasteltern zu haben war

eine ganze neue Erfahrung für mich. In meinem Herz,

werden sie immer meine deutschen Eltern sein.

Ich finde es wirklich schön, dass ich so viele Austauschschüler

aus verschiedenen Ländern kennen gelernt

habe. Man lernt dann wie ähnlich wir alle sind und dass

wir so vieles gemeinsam haben. Auf der anderen Seite,

lernt man auch verschiedene Kulturen und Lebensweisen

kennen.

Aber ich habenatürlich die deutsche Kultur am meisten

kennen gelernt. Ich mag die alten Gebäude und die Architektur

hier in Deutschland besonders. Das ist so ungewöhnlich,

weil die USA erst 229 Jahre alt sind.

In der zweiten Hälfte meines Austauschjahres, habe ich

echt schöne Städte gesehen. Ich war 2 Wochen in

Wolfsburg während meines Mid-Stay Programms. Dort

war ich in der VW Autostadt. Es war wirklich toll, weil ich

Autos ganz arg mag. Ich fand es prima die Technik und

das Design von den Autos zu sehen.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

38

Danach war ich in Fulda mit meinen Gasteltern. Wir waren

3 Tage im Urlaub in der schönen Altstadt von Fulda.

Dort gibt es sogar einen Dom.

Im März habe ich eine Freundin von mir, die auch aus

Michigan in den USA kommt, besucht. Da hatte ich die

Gelegenheit Duisburg, Köln, und Düsseldorf zu sehen.

Mit den AFS Komitees Hohenstaufen und Stuttgart, sind

wir alle zusammen nach Berlin geflogen.

Wir haben etwas über die Geschichte von Deutschland

gelernt. Die Stadt war sehr schön. Danach, bin ich mit 3

anderen Austauschschülern nach München gegangen

zum 60-Jahre AFS Jubiläum.

Ich war auch mal in Ulm mit meinen Gasteltern auf dem

Ulmer Münster. Die 760 Stufen hoch zulaufen ist schon

ein bisschen Arbeit, aber es lohnt sich wenn man endlich

ganz oben ist. Man hat einen wunderbaren Ausblick.

Als Fan deutscher Autos war ich wirklich beeindruckt als

ich im Mercedes-Benz Museum war.

Ich habe auch mein erstes Fußballspiel im Gottlieb-

Daimler Stadion in Stuttgart erlebt.

Diese Erfahrungen sind ein paar von vielen, aber diese

sind die Haupterfahrungen der zweiten Hälfte meines

Austauschjahres.

Berufsmäßig finde ich Deutschland absolut toll, wenn

man in der Autoindustrie arbeiten will. Das wollte ich

immer machen. Aber jetzt bin ich der Meinung, etwas für

die Umwelt zu tun ist sehr wichtig für unsere Zukunft.

Deutschland macht viel für die Umwelt. Die Anstrebung

dieser Ziele haben meine Ideen für meine berufliche

Laufbahn beeinflusst. Ich will jetzt Betriebswirtschaftslehre

und Umwelttechnik zusammen bringen wenn ich

im Herbst in Chicago an der Roosevelt Universität studiere.

Ich habe jetzt noch ungefähr zwei Wochen hier in

Deutschland bevor ich gehen muss. Ich denke jeden

Tag, wie schön die Natur hier ist. Ich finde es friedlich

hier auf der Schwäbischen Alb, und leider muss ich wieder

in die Stadt gehen. Ich werde es vermissen, wie der

Berg Hohenstaufen aussieht am Nachmittag wenn ich

von der Schule heimkomme, oder wie die Sterne leuchten

wenn's keine Wolken in der Nacht gibt. Das Leben

hier auf dem Land ist ganz entspannt und erholsam.

Aber ich vermisse meine Familie schon, und ich denke

zum Beispiel auch manchmal an meinen Bruder, oder

meine Oma, meine Mutter, und mein Vater. Ich freue

mich auch schon wieder darauf Auto fahren zu dürfen.

Ich bin sehr gespannt darauf, welche Veränderungen es

zu Hause gibt.

Guy Patterson

Daimler Chrysler Corporate Stipendium


Anreise: 26.1.08

An diesem Tag sah die Hohenstaufenhalle um 5.30Uhr

morgens zwei müde Klassen des FGY. Man suchte sich

einen Platz im bereitstehenden Bus. Dann wurde das

Gepäck eingeladen. Endlich ging es um Punkt 6.00Uhr

los. Während der Fahrt beschäftigten wir uns mit Anschauen

von Filmen und mit Reden.

Als wir endlich angekommen waren, wurde erst einmal

das Gepäck mit der Gondel zur Alm befördert. Anschließend

auch wir. Nachdem alles oben auf der Hütte angekommen

war, ging es zum Mittagessen. Daraufhin

zeigte uns Frau Singer die Zimmer. Nun wurde ausgepackt

und die Betten bezogen. Um 16.00 Uhr war es

dann soweit, wir mussten den steilen Hausberg mit unseren

Skiern hoch laufen! Die Gruppen wurden eingeteilt

in Anfänger, Fortgeschrittene und Könner, die jeweils

von einem oder zwei Lehrern geleitet wurden. Später

durften wir noch ein bisschen auf unsere Zimmer, wo wir

dann eigentlich entspannen wollten, doch draußen auf

dem Balkon ging der "Ghetto-Blaster" an. Es waren –

natürlich - die Lehrer! Wir eilten nach draußen und tanzten

mit ihnen „das rote Pferd“ um die Wette. Leider war

es schon spät und wir mussten schnell zum Essen.

Nach dem Abendbrot gingen beide Klassen mit ihren

Betreuern in separate Zimmer und man veranstaltete

lustige Spiele. Um ca.

21 Uhr gingen wir auf

unsere Zimmer. Eine

Stunde später war

dann Nachtruhe, die

natürlich nie eingehalten

wurde!

Tag 2: 27.1.08

Leider kam dieser Morgen

viel zu schnell. Wir

hatten das Handy eine

Stunde zu früh gestellt

und da wir Weckdienst

hatten, wachten da-

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Klassenfahrten/Ausflüge

Schullandheim 2008 der Klassen 7d / 7b

39

durch nicht nur wir auf. Die Lehrer waren "stinksauer"

und schickten uns sofort wieder ins Bett. Es war kurz vor

6 Uhr.

Um 8.15 Uhr gab es Frühstück. Es haperte noch etwas

mit unserer Pünktlichkeit. Danach zogen wir unsere Skikleidung

an, damit wir pünktlich um 9.00Uhr zum Aufwärmen

kommen konnten. Bei fetziger Musik tanzten wir

im Schnee herum und dehnten uns. Dann ging es auch

schon auf die Piste. Doch kam gegen 11 Uhr unerwartet

ein furchtbarer Schneesturm auf, bei dem die Lifte und

Gondeln für kurze Zeit anhielten und dann ganz stehen

blieben. Es war nur noch ein einziger Lift der in Betrieb –

der "lahme" Schlepplift.

Nach dem Mittagessen verlief die Pause eher ruhig,

denn wir waren alle ziemlich kaputt. Man lag faul im Bett

oder hörte Musik. Schon um 14 Uhr trafen sich die Gruppen

wieder, um bis 16 Uhr Ski zu fahren. Der Sturm hatte

nachgelassen. Als Abendprogramm stand das Tischtennis-Turnier

bevor. Im Nebenraum machten die Lehrer

dann noch Disco, für diejenigen, die gerade nicht spielten.

An diesem Abend ging es wie erwartet wieder spät

ins Bett.

Tag 3: 28.1.08

Beim Frühstück hing schon ein aus liegen gebliebenen

Kleidungsstücken angefertigter

"Mensch"

von der Decke. Aber

das war erst der Anfang.

Nach der Mahlzeit,

als sich alle anziehen

wollten, waren

einige Skischuhe und

Kleidungsstücke einfach

weg! Die Lehrer

und Betreuer hatten

sich einen kleinen

Spaß erlaubt und alles

versteckt.


Wie üblich war wieder ein Aufwärmtraining und Ski fahren

bis 16 Uhr. Beim Abendessen behaupteten die Lehrer,

die Duschen wären oft sehr leer, wir sollten also öfter

mal duschen. Das Abendprogramm bestand aus einer

gemeinsamen Nachtwanderung zum Gipfelkreuz,

bei der einige Schüler von der Pistenraupe abgeholt

werden mussten, weil sie vom Weg abgekommen waren…

Zum Glück konnten sie nach fast einer halben

Stunde heil an der Gipfelhütte abgeliefert werden. Zum

Schluss sind alle noch mit Plastiktüten den Haushang

runtergerutscht. Das Licht blieb an diesem Abend länger

an als sonst, da wir erst nach 22 Uhr wieder auf unseren

Zimmern waren.

Tag 4: 29.1.08

Als wir am Dienstagmorgen aufwachten, strahlte uns die

Sonne ins Gesicht. Nach dem Frühstück machten wir

uns "skiklar", um den Tag über die Pisten hinunter zu

sausen. Es war sehr war und an manchen Stellen fing

der Schnee an etwas zu schmelzen. Nach dem leckeren

Abendessen begannen wir, uns für den anstehenden

Casinoabend vorzubereiten. Die tollsten Outfits wurden

zusammengestellt. Immer ein Mädchen und ein Junge

mussten zusammen erscheinen. Während die Mädchen

sich ihre Abendkleider zurechtzupften, sich schminkten

und tolle Frisuren machten, gelten sich die Jungs die

Haare und zogen ihre Anzüge an. Es gab tolle Glücksspiele

und einige machten große Gewinne. Allerdings

gab es auch andere, die bereits in der ersten halben

Stunde ihr Geld verspielt hatten. Die schönsten Paare

des Abends waren Luca und Stefan, Katharina und

Freihof Mitteilungen 2008/2009

40

Carlos sowie Corinna und Lars. Das erfolgreichste Paar

wurde von Moritz und David gebildet. Am späten Abend

fielen wir glücklich in die Betten.

Tag 5: 30.1.08

Der Tag verlief tagsüber wie die anderen auch. Am

Abend wurden Spiele organisiert. Es gab "Monopoly",

"Bonanza", "Die Siedler von Catan", "Pekingakte", "Uno

extrem" und "Wizard". Die Organisatoren kamen

manchmal ins Schwitzen, da es auch einige "unzurechnungsfähige"

Spieler gab (no names).

Tag 6: 31.1.08

Als wir morgens aufwachten, wussten wir schon, dass

uns am Abend eine "Spitzen-Disco" erwarten würde. Der

Tag verlief gut, bis auf den Nebel, der uns das Fahren

ziemlich erschwerte. Die Faschingsdisco wurde ein voller

Erfolg, vor allem deshalb, weil wir nun den Lehrern

einen Streich spielen wollten und aus dem Getümmel

der Tanzenden verschwanden, um in den Zimmern der

Betreuer nach brauchbaren Utensilien zu suchen, die wir

verstecken konnten. Wir organisierten eine Schnitzel-

jagd und schrieben für jeden Betreuer ein zu ihm passendes

Gedicht. Die Lehrer hatten ihren Spaß daran!

Tag 7: 1.2.08

Heute war der letzte Tag den wir mit Skifahren verbringen

konnten. Allerdings fuhren wir nur vormittags, da am

Nachmittag das Skirennen beginnen sollte. Als wir am

Haushang ankamen, war der Parcours auch bereits ge-


steckt. Wir fuhren nacheinander die Piste herunter und

achteten darauf, nur kein Tor auszulassen. Lars wurde

der Sieger des Rennens.

Dann hatten die Lehrer noch eine Überraschung vorbereitet.

Wir gingen in das nahe gelegene Partyzelt, wo

uns heißer Punsch erwartete und in dem noch einmal

richtig Party gemacht wurde. An diesem letzten Tag unseres

Aufenthalts war "Herzblatt" an der Reihe. Durch

lustige Fragen und kreative Antworten, fanden sich letztendlich

drei perfekte Paare.

Abreise: 2.2.08

Erst einmal mussten wir das Gepäck zur Gondel tragen.

Dann fuhren wir hinunter und warfen noch einen letzten

Blick auf die langsam verschwindende Schatzbergalm.

Unten angekommen lud der Busfahrer die Gepäckstücke

in den Bus und los ging's nach Hause. Die Fahrt

verlief ohne Zwischenfälle und als wir an der Hohenstaufenhalle

ankamen warteten dort bereits die Eltern auf

ihre Kinder. Die Freude war groß!

Luca Schmidt und Corinna Wolf (S)

Freihof Mitteilungen 2008/2009

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Freihof Mitteilungen 2008/2009

Winterschullandheim in Auffach der Klassen 7c und a vom 19.-26.1.2008

Am Samstag, den 19.1., trafen wir uns in aller Frühe vor

der Hohenstaufenhalle. Bis wir unsere Plätze eingenommen

hatten und das ganze Skizeug im Bus verstaut

war, verging ziemlich viel Zeit. Aber dann ging's endlich

los. Nach ungefähr sechs Stunden Busfahrt kamen wir

an der Talstation der Schatzbergalm an. Unsere Befürchtungen,

dass es in Auffach womöglich gar keinen

Schnee geben würde, hatten sich glücklicherweise nicht

bestätigt. Es gab jede Menge davon!

Aber jetzt fing das Chaos erst richtig an. Unsere Ski,

Snowboards und das Gepäck reisten in einer Gondel

alleine zur Alm, während wir in einer anderen Gondel

folgten. Oben angekommen, wurden uns unsere Zimmer

zugewiesen. Das bedeutete: Koffer auspacken und

Schränke einräumen.

Danach trafen wir uns im Speiseraum mit den Lehrern

und Betreuern, um den weiteren Ablauf zu besprechen.

Dann ging’s auch gleich auf die Piste. Wir wurden je

nach Können in verschiedene Gruppen eingeteilt. Die,

die schon Ski und Snowboard fahren konnten, durften

gleich loslegen. Die Anfänger bekamen zuerst einen

Kurs. Die Zeit verging im Nu und bald war Essenszeit.

Nach dem Abendessen fielen wir aber nicht todmüde ins

Bett, sondern schlichen uns zu den anderen ins Zimmer

und machten noch jede Menge Unsinn.

Am nächsten Morgen hieß es um 7.30 Uhr „raus aus

den Federn“. Nach dem Frühstück gingen wir wieder alle

auf die Piste. Dabei hatte unser Carlo den Spruch „Hals-

42

und Beinbruch“ wohl etwas zu wörtlich genommen, denn

er brach sich wirklich das Bein. Fabio machte es ihm

nach und brach sich das Handgelenk. Unsere Verletzten

wurden mit der Pistenraupe abgeholt und ins Tal transportiert,

wo sie dann ins nächstgelegene Krankenhaus

"verfrachtet" wurden. So ein Pech! Für die beiden war

das Schullandheim "gelaufen".

Abends war dann Modenschau angesagt, wofür einige

sogar ihre Badehose mitgenommen hatten. Die beste

Präsentation hat Jennifer abgeliefert mit einem Handtuch

um den Kopf im Bademantel. Zweiter wurde Tim

Nuding in der Badehose!

Für das Abendprogramm waren größtenteils die Schüler

verantwortlich. Jeder hatte sich schon im Vorfeld etwas

ausgedacht. Zum Beispiel spielten wir am dritten Abend

"Herzblatt", was allerdings ziemlich langweilig war.

Gleichzeitig fand auch ein Tischtennisturnier statt. Das

war schon erheblich spannender. Der nachfolgende Karaoke-Abend

war bis zu jenem Zeitpunkt der Top Act.

Für die besten Interpreten gab es einen Pokal, selbst

gebastelt und unbezahlbar.

Am allerbesten waren aber der Casino-Abend und die

Disco. Für den Casinobesuch "brezelten" sich alle auf,

um vor den kritischen Türstehern bestehen zu können.

Marvin, der diesen Posten innehatte, kontrollierte streng,

ob auch keiner alleine kam. Der Eintritt war nämlich nur

Paaren gestattet, die wir schon Wochen zuvor eingeteilt

hatten.


Die Nachtwanderung gestaltete sich ziemlich anstrengend.

Es ging die ganze Zeit bergauf und das in Schnee

und Dunkelheit! Aber auch das haben wir überstanden.

Am letzten Abend freuten wir uns auf die Disco. Für die

Beleuchtung sammelten wir alle Taschenlampen ein, die

vorher bei der Nachtwanderung zum Einsatz gekommen

waren. Bis 22.30 Uhr ging der "Punk ab"! Allerdings

nicht mit Punkmusik, sondern mit einer eigenen, von beiden

Klassen mitgebrachten Mischung von "Snoop Dog"

bis zu den "Ärzten". Das war der wahre Höhepunkt der

Woche.

Am Samstag hieß es nach dem Frühstück Abschied

nehmen von der Schatzberg-Alm und es ging wieder zurück

in die Heimat – "Sweet home Göppingen"!

Shawn Lindner, Schüler 7c

Freihof Mitteilungen 2008/2009

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Freihof Mitteilungen 2008/2009

Biologische Landwirtschaft - Der Biohof macht’s möglich

„Wandel in der Landwirtschaft“ ist eines der Themen für

das Erdkunde Abitur 2008. Als Alternative zur Massentierhaltung

und dem Anbau genveränderter Pflanzen

erlebt der Absatz von Bioprodukten einen Aufschwung.

Doch wo kommen die überhaupt her?

Um dies zu erkunden, unternahm der Neigungskurs

Erdkunde mit Herrn Klonner am 7.November 2007 eine

Exkursion auf den Biohof der Familie Vogel in

Eberhardsweiler, nähe Welzheim. Dieser produziert für

den Bioland-Verband, einer der größten Verbände für

kontrollierten, biologischen Landbau in Deutschland.

Nach dessen Richtlinien gehört der Anbau von Nutzpflanzen

unter Verzicht von synthetischen Düngemitteln

zu den Standards der ökologischen Landwirtschaft,

ebenso wie der Verzicht auf Kraftfutter und Pestizide.

Weiterhin haben die Tiere auf dem Hof der Vogels genügend

Bewegungsfreiheit, so dass ihnen die Wahl zwischen

Stall- und Frischluft gegeben wird.

Nun hat sich Familie Vogel aber nicht nur dem biologischen

Landbau verpflichtet, sondern ist auch der erste

Arche-Hof in Baden-Württemberg. Das bedeutet, dass

wir im Stall nicht nur auf den Prototyp von Kuh trafen,

der am meisten Milch gibt und das zarteste Fleisch liefert,

sondern vor allem auf Rassen, die durch die Züchtung

von eben diesem Prototyp immer mehr verschwanden

und sogar vom Aussterben bedroht waren. So be-

44

herbergt der Stall der Vogels Angler und Limpurger Rinder,

die, neben den Bündner Strahlenziegen und den

Bunten Bentheimer Schweinen, vor der drohenden Ausrottung

gerettet wurden und nun ihrer Rasse einen

neuen Stamm geben. Aber auch auf dem Feld wird Wert

auf die Erhaltung ursprünglicher Sorten gelegt. So kann

man im Hofladen Brot aus dem Mehl des Einkorns kaufen,

ein Getreide, von dem unser heute verwendeter

Weizen abstammt.

Nachdem wir also Stall und Hof in stetiger Begleitung

des Hofhundes besichtigt hatten, wärmten wir uns bei

warmer Milch und Tee im Hofladen auf und verließen die

Vogels mit guten Vorsätzen für unsere zukünftigen Einkäufe.

Anna Linsler Stufe 13


Eine Ausstellung im Haus

der Geschichte in Stuttgart

stellte für die Schüler der

Geschichtskurse von Frau

Aumayr (Stufe 12), Herrn

Förschler (Stufe 12) und

Frau Sohns (11a) eine

willkommene Abwechslung

zum normalen Geschichtsunterricht

dar. Im

Rahmen dieser Ausstellung

zur Propaganda im

NS-Staat wurde der Film

„Jud Süß“ von Veit Harlan

gezeigt. Dieser ist ein Vorbehaltsfilm

und darf entsprechend

nur mit Vorwort

eines Sachverständigen

und Nachbesprechung gezeigt

werden, da er systematisch

und teilweise unterschwellig

versucht, den

Inbegriff des Bösen und

Verräterischen von einem

Darsteller im Film auf eine

ganze Bevölkerungsgruppe

zu übertragen und damit

ein judenfeindliches Menschenbild beim Zuschauer

zu erzeugen.

Die Wirkung des Films wurde vor allem an der Zuschauerreaktion

am Ende deutlich, denn die große Mehrheit

hob auf die Frage, ob der Jude, der den klassischen

Fiesling verkörpert, zurecht gehängt worden sei und ob

dies einem ein Gefühl von Genugtuung verschafft habe,

die Hand – und das, obwohl

allen Beteiligten klar war,

dass es sich um einen Propagandafilm

handelte. Der Zuschauer

konnte am eigenen

Leib erfahren, dass von nationalsozialistischemGedankengut,

ist es denn nur richtig

präsentiert, nach wie vor eine

gewisse Anziehungskraft

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Exkursion der Oberstufe ins Haus der Geschichte

Propaganda

ausgeht, was durch das reine Studium von Geschichtsbüchern

wohl kaum ermöglicht wird.

„Jud Süß“ kann zweifelsfrei als Puzzleteil der Judenhetze

angesehen werden, welches seinerseits auch zur

Umsetzung und Duldung des Holocausts beigetragen

hat und dadurch in einem höheren Zusammenhang zu

sehen ist als es die Nationalsozialisten um 1940 einräumten:

Es handelt sich vielmehr um menschenunwürdige

Verdrehung der Tatsachen und Aufwiegelung der

Massen gegen die Juden als um einen bloßen „Unterhaltungsfilm“.

(lat.) P. bezeichnet die schriftliche, mündliche oder anderweitige,

neuerdings auch elektronische (Internet) Verbreitung

(politischer, religiöser etc.) Überzeugungen, oft in Verbindung

mit weiterer persönlicher Überzeugungsarbeit. Der

Begriff P. hat (ebenso wie Agitation, Indoktrination) einen

negativen Unterton und wird oft mit den politischen Manipulationen

autoritärer und totalitärer Regime in Verbindung

gebracht (z.B. dem nationalsozialistischen "Reichsminister

für Volksaufklärung und Propaganda" J. Goebbels).

45

Die Ausstellung vermittelt

ergänzende Informationen

und orientiert sich in ihrem

Aufbau chronologisch an

der Handlung des Films.

Der Besucher wird nicht

nur dazu angeregt, über

die perfide Eindringlichkeit

des Films nachzudenken,

sondern stößt auch auf

ethisch-moralische Fragestellungen

wie beispielsweise

dem Problem der

Schuldfähigkeit von

Schaustellern und auch

dem Regisseur Veit Harlan

selbst.

Wer sich für die Thematik

interessiert, kann die Ausstellung

inklusive Filmausschnitten

noch bis zum 3.

August besuchen und wird

mit Sicherheit nicht nur mit

Informationen versorgt

werden, sondern auch individuelle

Erfahrungen

machen und der Antwort

auf die Kernfrage „Wie hätte ich mich selbst verhalten?“

näher kommen können.

von Mario Laux (Stufe 12)


23. Freihof-Hock

Bei den teilnehmenden Schulen am diesjährigen Maientags-Umzug

stand das Motto Fußball-EM im Vordergrund.

Die Schüler des Freihof-Gymnasiums „zeigten Flagge“

und präsentierten sich in mit den Fahnen der EM-Nationen

bedruckten T-Shirts, die z.T. von der Stadt Göppingen

gesponsort wurden.

Carpe Diem! Das Motto des Freihof-Gymnasiums nahmen

an diesem Tag viele Besucher des Umzugs wahr

und nutzten den Tag, um anschließend trotz Regen und

kühler Witterung beim traditionellen Freihof-Hock beisammen

zu sitzen.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

23. Freihof-Hock am 7. Juni 2008

46

am 7. Juni 2008

Der Hock ist immer eine willkommene Gelegenheit,

Lehrkräfte, Eltern und Schüler besser kennen zu lernen

und sich auch einmal privat auszutauschen. Ein großes

Kompliment an die Helfer vom Förderverein, die trotz

der langen Schlange bei der Essens- und Getränkeausgabe

einen kühlen Kopf und ihren Humor bewahrten. An

dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für das Engagement

und den Einsatz des Fördervereins und hoffentlich

noch viele weitere „Hocks“.

N. Lindner (E)


Freihof Mitteilungen 2008/2009

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Bei allen Mensa-Eltern flatterte kurz nach den Pfingstferien

2007 ein Einladung zu einem Menü-Abend der SMV

ins Haus: „Lassen Sie sich verwöhnen, lehnen Sie sich

zurück, SchülerInnen des Freihof-Gymnasiums bekochen

Sie.“

In einem Klassenzimmer,

für

diesen Abend

italienisch umgestaltet

in grün

– weiß – rot,

wurden wir mit

Prosecco und

Bruschette empfangen.

Drei Ober aus der Klasse 6A, stilgerecht in schwarzer

Hose und mit weißem Hemd – einer hatte sogar eine

schwarze Krawatte an – bedienten uns äußerst zuvorkommend.

Die Tische waren liebevoll dekoriert, die Getränke

hinter einem ausschweifenden Blumenarrangement

versteckt und die Wände ebenfalls in den italienischen

Nationalfarben gehalten, stimmten uns auf den

Abend ein.

Nachdem sich die meisten Mensa-Mütter versammelt

hatten (unsere Mensa-Väter waren leider verhindert),

durften wir an den Tischen Platz nehmen. Sogleich fragten

die Jungkellner, welches Getränk sie uns für den

zweiten Gang servieren dürften. Solchermaßen ausgestattet,

wurden wir von Nikola Sofranac, dem FG-

Schulsprecher begrüßt. Er erklärte, dass bereits im

Vorfeld 3 Teams den Abend vorbereitet hatten: das

Deko-Team, das Speisen-Team und das Servier-Team.

Er stellte auch noch unsere entzückenden Kellner vor.

Der zweite Gang

war gleich ein Knal-

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Fünf-Gänge-Menü für Mensa-Eltern

48

ler: Schrimps-Cocktail. Die Teller waren üppig gefüllt, es

schmeckte hervorragend und kaum war der Teller leer

gegessen und das Besteck stilgerecht abgelegt, wurde

von den fleißigen Freihofmännlein abgeräumt. War die

Wasser- oder Weinkaraffe leer, erfolgte sogleich ein

Wiederauffüllen – es lief wie am Schnürchen.

Der dritte Gang war ein bunter Salatmix – alles frisch

angerichtet und besonders der Kartoffelsalat war ein

Gedicht! Schon machte das Motto die Runde, dass das

Mensa-Essen wohl doch bei den SchülerInnen Eindruck

hinterlassen haben muss, da der Mensa-Salat auch sehr

vielfältig und abwechslungsreich ist.

„Nudeln à la

Gianni“ und

„Piccata Milanese“

wurden

uns als erster

und zweiter

Hauptgang

kredenzt, wir

kamen aus

dem Staunen

nicht mehr heraus. Offensichtlich sind die Kinder / Jugendlichen

mit unserem Essen zufrieden, wenn wir so

verwöhnt und umschmeichelt werden.

Nun stellte Herr Sofranac die Team-Leiter und Herrn

Förschler als Verbindungslehrer vor und alle wurden mit

einem tosenden Beifall bedacht.

Als krönenden Abschluss gab es „Macedonia“ und auch

hier wurde alles ratzekahl aufgegessen.

Eigentlich waren die meisten Frauen davon ausgegangen,

dass die ganze Veranstaltung ca. 2 Stunden dauern

würde, aber wir merkten gar nicht, wie die Stunden

verflogen. Bei angeregtem Gespräch, launiger Unterhaltung

und vor allem bei diesem grandiosen Essen waren

schnell über 4 Stunden vergangen. Unseren herzlichen

Dank an alle Beteiligte! Vor allem gilt herauszustreichen,

dass alle Mitwirkende, egal ob Schüler oder

Lehrer dies in ihrer Freizeit auf die Beine gestellt haben.

Bei jedem Team merkte man das große Engagement

und die herzliche und zuvorkommende Ausführung. Wir

waren sehr angenehm überrascht – der Abend war ein

voller Erfolg und Ansporn für die kommenden Jahre in

der neuen Mensa. Wir werden uns ins Zeug legen, dass

wir dort die SchülerInnen auch gut verwöhnen und auf

eine Wiederholung des Schüler-Essens hoffen dürfen.

Johanna Dürr und Ute Maier (Bilder), Mensa-Mütter


Warten auf…?

Das Freihof-Gymnasium

lud ein zu einem von

Schülern gestalteten Gottesdienst.

Ganz früh in der

Adventszeit, der Wartezeit,

lag dieser Termin;

aus dem Anlass heraus,

sich über das Warten Gedanken zu machen.

Maria und Elisabeth warteten in ihrer Zeit; worauf warten

die Menschen heute, was sind ihre Erwartungen und

Wünsche?

Es ist eine Sehnsucht nach Veränderung der Lebensverhältnisse,

nach einer Verbesserung. Auf der ganzen

Welt, aber auch hier in Göppingen sind Menschen von

Tragödien betroffen. Es gibt Krankheit, Gewalt, Unfälle,

viele müssen in Trauer und Sorge, Angst und Unsicherheit

leben. Woher kommt Hilfe, woher kommt Trost?

Die Menschen warten auf Hilfe. Im Alltag ist das Warten

oft mit sich ärgern verbunden. Wenn wir jetzt warten,

sollen wir uns aber nicht ärgern. Wir sollen uns nicht ärgern,

dass das Unrecht in der Welt bleibt, sondern darauf

vertrauen und warten, dass das Reich Gottes irgendwann

vollendet wird. Das Negative in dieser Welt

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Musik und Theater

Adventsgottesdienst

49

können wir nicht verbannen, aber wir können das Warten

anstelle von Ärger mit Freude verbinden. Sich freuen

und warten, Warten auf Gott, denn mit Jesus hat schon

etwas Neues angefangen.

Die Texte und Szenen dieses Gottesdienstes wurden

bereichert durch das Bläserensemble unter Frau Solveigh

Schurr und dem Mittel- und Oberstufenchor unter

Sylvia Knapp.

Das Bläserensemble leitete

ein mit „Hablamos Espagnol“,

und spielte dann

noch „Was soll das bedeuten“

und „O Tannenbaum“

in einer skandinavischen

Fassung. Der Chor präsentierte zwei Spirituals („This is

the day“ und „Sing to the Lord“) und sang aus “Jesus

Christ Superstar” „I don't know how to love him“.

Zum festlichen Ausklang sangen alle Gottesdienstbesucher

mit Unterstützung von Chor und Orchester “Tochter

Zion” von Georg Friedrich Händel.

Astrid Ralves-Hülscher (E)


Um 19.00 Uhr fand der zweite Kammermusikabend im

Mehrzweckraum statt.

Die Abiturienten des 4-stündigen Musikkurses spielten

Musikstücke, die sie für die fachpraktische Prüfung für

das Musik-Abitur am 21.2.2008 einstudiert hatten.

Sieben junge Damen und Herren nutzten die Gelegenheit

ihre Stücke vor Publikum zu präsentieren. Das Talent

war den Musikern anzumerken und das Publikum

war begeistert. Die vielen Stunden des Übens fanden

ihre Bestätigung.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Zweiter Kammermusikabend am 18.2.2008

50

Es spielten:

Sara Mück Klarinette

Bettina Sonsalla Violine

Regina Hechler Sopran

Michael Hauser Jazzpiano

Christopher Dick Alt-Saxophon

Ulrike Thullen Alt

Maria Maier Violine

Viel Erfolg im Leben nach dem Abitur. Vielleicht kommt

einer der Sieben als Berufsmusiker zurück.

Claudia Kielkopf Schülerin, 10d

Rainer Kielkopf, Vater


Freihof Mitteilungen 2008/2009

51


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Weihnachtskonzert des Freihofgymnasiums in der Stadtkirche Göppingen

am 20. Dezember 2007

Schon weit vor Konzertbeginn waren die meisten Sitzplätze

in der mit Adventskranz und Weihnachtsbaum

festlich geschmückten Stadtkirche belegt und es

summte vielversprechend wie in einem Bienenstock: der

Unterstufenchor probte zum wirklich letzten Mal seine

Aufstellung, die Instrumente wurden gestimmt, immer

weitere Besucher wurden an

den Kirchenpforten persönlich

von den kostümierten

Schauspielern des Musicals

begrüßt.

Stille trat erst ein, als pünktlich

um 19.00 Uhr Glockengeläut

das Publikum zum Zuhören

einlud und Ruhe und

eine erwartungsvolle Stimmung

aufkam. Die Organistin

Anna Scholl Jgst. 13 eröffnete

das Konzert mit Johann Sebastian Bachs Präludium

C-Dur BWV 547 und zeigte, wie sicher sie ihr Instrument

nach 6 Jahren Orgelunterricht und

vorhergehenden Klavierstudien beherrschte.

Im Anschluß daran erklangen

Weihnachtslieder aus Deutschland und

Frankreich, vorgetragen vom Unterstufenchor

unter Gabriele Fernbach und unterstützt

von Sophia Goll (Klarinette) und

Franziska Umbach (Querflöte). Die zarten

Mädchenstimmen paßten besonders gut zu

den fröhlichen Melodien aus Frankreich und

sangen die französischen Texte mit Frische

und hörbarer Freude. Der nächste Programmpunkt

ließ das Concierto für Harfe

und Klavier erklingen, einem Stück des kubanischen

Komponisten Juan Blanco. Solveigh Schurr von der Solberger

Stubenmusik und Gabriele Fernbach vom FGY

überboten sich an Fingerfertigkeit und begeisterten ihre

Zuhörer mit silbrig-goldenen Harfenklängen und perlenden

Tastenläufen.

52

Nach so vielseitigen Darbietungen wurde nun das Publikum

zum Mitsingen eingeladen. „Vom Himmel hoch, da

komm ich her ...“ leitete über zum Hauptteil des Konzertabends.

Schon der Titel des Musicals „O je, Bethlehem“

klang vielversprechend und erweckte Neugier.

Und die Aufführung hielt, was der Titel versprach: das

Publikum bekam eine Fassung

der Weihnachtsgeschichte

geboten, die es in

sich hatte. Josef und seine

hochschwangere Maria auf

dem Rad, ihrem Drahtesel,

trafen zuerst auf Schwierigkeiten

mit Zollbeamten und

der Einwanderungsbehörde,

und danach auf einen alten

Freund Josefs, der sie nach

vergeblicher Zimmersuche in

Hotels, Pensionen und Gasthöfen in seinem eigenen

Unterschlupf, einem Stall, unterbrachte. Die Hirten

rappten von ungerechtem Lohn und ihrem

harten, rechtlosen Leben und fielen erstarrt

zu Boden, als ihnen nach geraumer Zeit

endlich ein Engel erschien. Blondgelockt

und mit Engelsstimme sang Regina Hechler

mit geschultem Sopran vom Erscheinen des

Herrn und beeindruckte damit auch das

atemlos lauschende Publikum. Die Hebammen

hatten Probleme, sich durch weiße

Wolken, bestehend aus Unmengen von Engeln,

zu Maria durchzukämpfen und

schimpften über die vielen Ausländer mit

Flügeln. Aber Jesus kam auch ohne deren

Hilfe gut zur Welt, und so endete das Musical

in einem reichhaltigen, hochverdienten Applaus und

mit begeisterten Pfiffen. Ein großes Lob gebührt den

Schauspielern, die sehr sicher und frei ihre Rollen

spielten, und der Requisite, die keine Mühe scheute und

vom roten Käppchen des Hotelpagen bis zum terrorverdächtigen

Rucksack des Einwanderers alles aufs Beste

ausgestattet hatte.


Der Konzertabend klang aus mit dem traditionellen „O

du fröhliche ...“ und zwei weihnachtlichen Popsongs zum

Mitsingen, davon umrahmt sprach Herr Rektor Roos

seinen Dank an alle Mitwirkenden und seine Weihnachtsgrüße

an alle Anwesenden aus und lud zum anschließenden

Punschtrinken ein. Dieser Einladung

wurde gerne entsprochen, und in angeregten Gesprächsrunden

klang ein gelungener und fröhlicher

Weihnachtsabend aus.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

G. Ladwig (E)

53


Der Unterstufenchor und die Musical AG waren von

Mittwoch, den 5.12 bis Freitag, den 7.12.2007 auf

Schloss Kapfenburg, um dort für das diesjährige Musical

„ O, je Bethlehem“ zu proben.

Nach einer langen Fahrt kamen die Schüler auf Schloss

Kapfenburg an. Nachdem die Hausordnung besprochen

und das erste Mal geprobt wurde, fand dass Mittagessen

im großen Speisesaal an langen Tischen statt. Danach

wurden die Zimmerschlüssel verteilt und die

Schüler hatten Zeit ihre Zimmer einzurichten. Nach

weiteren Proben und dem Abendessen hielten sich die

Schüler noch bis 22.00 Uhr auf den Gängen auf. Um

23.00 Uhr war (offizielle)

Bettruhe. Die Bettruhe wurde von den meisten aber

nicht ganz eingehalten. Auf den Zimmern wurden viele

Partys gefeiert.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Chorfreizeit auf Schloss Kapfenburg

54

Am nächsten Tag waren nach dem Frühstück weitere

Proben. Sie fanden im Fürstensaal, der im Obergeschoss

der Burg liegt, statt. Bei einer Probe am Nachmittag,

bei der das erste Mal das komplette Stück ge-

probt wurde, kam Herr Möbius als Nikolaus verkleidet

und schenkte uns einen Schokonikolaus, eine Mandarine

und einen Lebkuchen. Danach gab es Abendessen.

Am Freitagmorgen war eine weitere Probe bei der „O, je

Bethlehem“ ohne Unterbrechung gespielt wurde. Um

11.00 Uhr fuhren wir mit dem Reisebus wieder zurück

nach Göppingen zurück.

Tamara Borst (7d)


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Das Klassenkonzert der 6 c – ein gelungenes Experiment!

Am 27. Juni 2008 lud die Klasse 6c - auf Initiative ihrer

Musiklehrerin Frau Schurr hin - Eltern und Geschwister

zum Klassenkonzert in den Mehrzweckraum ein. In dieser

Form gab es das seither noch nicht, und es versprach

ein gemütlicher Nachmittag mit Musik und anderen

Leckereien zu werden. Schon beim Betreten des

Raumes war die Aufregung spürbar, denn jede/r aus der

6c sollte und wollte sein musikalisches Können unter

Beweis stellen - 9 Soli inklusive, und wirklich alle Schüler/innen

hatten ihren musikalischen Part! Insgesamt

standen 22 Stücke auf dem Programm. Das Publikum

wurde sofort mit eingebunden und durfte zwischendurch

kräftig mitsingen.

55

So wurden es zwei kurzweilige Stunden zwischen Klassik

und Moderne, mit Beethoven und den Revolverhelden,

Harfenklängen und den Beatles, klassischen Soli

auf den verschiedensten Instrumenten, Lagerlieder

schmetternden Eltern, pfeifenden Jungs und Schnulzen

singenden Mädels, den 7 Zwergen in Karaoke-Version

und Fußballhits, passend zum EM-Fieber. Ein Potpourri,

das die Vielfalt der Musik aufzeigte und der Freude am

Singen und am Instrumentenspiel Ausdruck verlieh. Die

fröhlichen Klänge freuten auch die Anwohner gegenüber,

die bei strahlendem Sonnenschein vom Balkon

aus zuhörten und –schauten. Nur vom leckeren Kuchenbüffet,

das es im Anschluss an den offiziellen Teil

gab, bekamen diese nichts ab…

vielen Dank, liebe 6c, für Eure tollen Darbietungen, und

vielen Dank, liebe Frau Schurr, für Ihre Begeisterungsfähigkeit!

Monique Kranz-Janssen, Klasse 6c/Eltern


Sommergefühle wurden beim Auftritt des Mittel / Oberstufenchors,

der Band und des Orchesters im alten E-Werk

am 8. und 9. Mai 2008 geweckt.

Göppingen. Werden sich Sandy und Danny wieder in

die Arme fallen können und welches Geheimnis trägt

Rizzo mit sich? Diese Fragen stellten sich die Zuschauer

am 8. und 9. Mai im alten E-Werk.

Schauplatz war die „Freeyard Highschool“ in Amerika:

Nachdem Sandy und Danny eine romantische Sommerliebe

in den Ferien erlebt haben, treffen sie sich zufällig

beim Schulbeginn an der Highschool wieder. Die anfängliche

Freude weicht schnell der Ernüchterung. Der

coole Danny, Anführer der „T-Birds“ Jungengang kann

sich vor seinen Freunden nicht zu der braven Sandy bekennen.

Sandy sucht Trost bei den „Pink Ladies“. Auf

der Pyjama Party macht sich jedoch Rizzo über Sandy

lustig, weil die so ganz anders als die draufgängerische

Rizzo ist.

Die Talentshow, die das Fernsehen an der Highschooll

veranstaltet, gibt Gelegenheit zu zahlreichen Gesangs-,

Tanz- und Turneinlagen.

Der ultimative Showdown ist das Autorennen der „T-

Birds“ gegen die „Scorpions“. Ein dramatisches Bobbycar-Rennen,

aus dem Danny als Sieger hervorgeht

brachte Action ins alte E-Werk.

Und auch die Liebe siegte am Schluss: Sandys neuer

attraktiver Look beim Abi-Scherz überzeugt Danny endgültig,

dass sie seine große Liebe ist. Er beschließt, sein

Leben zu ändern und kann Sandy in die Arme schließen.

Das alte E-Werk war am Freitag bis auf den letzten Platz

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Summer loving im alten E-Werk

56

belegt. Die Zuschauer standen auf den Gängen und

hätten wohl noch leicht einen dritten Auftritt gefüllt. Sie

bekamen einen sehr guten Eindruck vom Engagement

und hohen Niveau, auf dem Lehrer und Schüler des

Freihof-Gymnasiums lernen und spielen. Das Feeling

der 50er und 60er Jahre und die Begeisterung der Mitwirkenden

sprangen auf die Besucher über und so

manch einer hatte nach Ende des Musicals einen heftigen

Ohrwurm.

Rainer und Claudia Kielkopf Klasse 10d

(Vater und Tochter)


1

Mit einer riesigen Piratenflagge und fulminanter

Auftaktmusik eröffnete am 9. Juli 2008 das

Sommerfestival – das FGY hatte die Stadthalle

gekapert, und es hatte seine komplette Besatzung,

das Publikum, von Beginn an fest in seiner Hand!

Die Sitzplätze hatten nicht ausgereicht, und so standen

viele Interessierte an der Reling (um im Bild zu bleiben),

um zu sehen, wie zum Auftakt die free pirates Schwertkämpfe

auf Einrädern austrugen, sich einen Weg durch

das Gewirr von langen und kurzen Seilen bahnten, jonglierten

oder Menschenpyramiden bauten.

Anschließend begrüßte Frau Fernbach als „Kapitänin“

des Abends, die Gäste. Ziel des Sommerfestivals sei es

gewesen, alle Gruppen der darstellenden Kunst am FGY

unter einen Hut zu bringen, und so erwarte das Publikum

eine bunte Vielfalt. Diese hatten die free pirates

unter Herrn Förschler eröffnet. Weiter ging es mit der

Theater-AG der Unterstufe, geleitet von Frau Fröhlich

und Frau Welz: mit ihrem Theaterstück Der kluge Richter

nach J.P. Hebel entführte sie das Publikum in die

orientalische und farbenfrohe Welt des Bazars. Handel

und Geldgier, Versuchung und Eitelkeit…ein weiser

Richterspruch bringt die Welt wieder in Ordnung – Ehrlichkeit

siegt.

Kontrastreich hob sich die nächste Darbietung ab: zu

rhythmischer Hip-hop-Musik tanzte die Klassenstufe 5,

einstudiert unter der Leitung von Frau Bruhn in Bewegung

und Entspannung, synchron und aufeinander abgestimmt,

in Ringelshirts (siehe Foto).

Von der Gegenwart ging es wieder zurück ins dunkle,

viktorianische Zeitalter. Frau Fernbach und Herr Mayer

inszenierten für den Unterstufenchor 1 das Melodram

um Dracula. Statuen, Solisten, Chor und Piano erzählten

die Geschichte von Jonathan Parker, der nach Transsylvanien

reiste und seine Liebste besorgt zu Hause zurückließ.

Mal schwungvoll, mal melancholisch – der

Chor verstand es, die jeweilige Stimmung überzeugend

darzustellen.

Die anschließende Scheckübergabe holte das Publikum

von Transsylvanien nach Eleutheria, dem FGY-Staat

des letzten Sommers. Der Schulleiter, Herr Roos, bedankte

sich bei den Oberstufenschüler/innen, die diese

Projektwoche so glänzend organisiert und regiert hatten,

dass die Wirtschaft des Landes florierte und etliche Ellies

(so hieß die landeseigene Währung) mit ins „echte

Leben“ genommen werden konnten: ein Trinkwasserautomat

steht seither in der Mensa zur Verfügung, und

darüber hinaus konnten nun noch umgerechnet 2367,83

€ für das Nepal-Schulprojekt gespendet werden. Dessen

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Sommerfestival

57

Organisatorin, Frau Vöhringer, nahm den Scheck dankend

von Herrn Roos an und freute sich, dass ihre Entwicklungshilfe

nun schon zum zweiten Mal vom FGY

bedacht wurde.

Die Band free yard, die seit vier Jahren am FGY exisitiert

und regelmäßig, oft auch kurzfristig, für musikalische

Untermalungen an der Schule angefragt wird,

stellte zum Abschluss des ersten Teils ihr Können unter

Beweis. Herrn Mayer, der als Chemielehrer der Schule

hier sozusagen „fachfremd“ wirkt, arrangierte zwei

songs, die vier Solisten und ihre dazugehörige Band

(Bläser, Klavier, Schlagzeug, Bass) in the fist cut ist the

deepest und spinning wheel gelungen interpretierten.

Monique Kranz-Janssen (E, Klasse 6c)


2

Als das Publikum nach der Pause in die Halle

zurückkehrte, hatte das beeindruckend große

Kooperationsorchester mit Musikern des Hohenstaufen

und des Freihof Gymnasiums unter

der Leitung von Frau Schurr bereits die Bühne bis zum

letzten Platz gefüllt!

Mit den Sätzen Air und Menuett (Pomposo) aus der Suite

Nr. 1 und dem sehr bekannten Stück Alla Hornpipe

aus der zweiten Suite der Wassermusik von G. F. Händel

ging es zunächst auf eine Lustfahrt mit King George

I über die Themse. Ein Chronist der Uraufführung berichtete,

was sich auch im Applaus an diesem Abend

widerspiegelte: "… Sie spielten die ganze Zeit die

schönsten, besonders für diese Lustfahrt von Mr. Hendel

komponierten Sinfonien, welche Seiner Majestät derart

gefielen, dass sie auf dem Hin- und Herweg dreimal

wiederholt werden mussten".

Von England aus dem Golfstrom zur Quelle folgend,

musizierte das Orchester als nächstes ein Medley mit

Filmmusiken aus dem "Fluch der Karibik" so gekonnt,

dass anschließend ein wahrer Beifalls-Hurrikan anhob.

Dazu kontrastierend spielte die folgende Theater Szene

"Liebhaber" von der Dynamik her eher im windstillen

Auge eines solchen Hurrikans. Der männliche Akteur

und die beiden Schauspielerinnen der Theater-AG von

Herrn Baumetz verstanden es sehr gut, die surreale, etwas

beklemmende Stimmung der Szene darzustellen.

Nach diesem retardierenden Moment, versprühte der

von Frau Fernbach geführte Unterstufenchor 2 wieder

jede Menge Schwung und Fröhlichkeit mit einem Potpourri

aus Musicals von Andrew Lloyd Webber. Von Jesus

Christ Superstar über Phantom der Oper, Cats,

Evita und Joseph zog sich der mit viel Applaus bedachte

Reigen bekannter Hits.

Mit Thank you und 2 weiteren Stücken verabschiedeten

sich, nach abgelegter Abiturprüfung, mit Nikola Sofanak

ein toller Musiker und eine große Stimme vom Freihof

Publikum. Zusammen mit zwei Musikerkollegen begeisterte

das Gitarren-Trio NIKOLA! mit fetziger, geradliniger

Musik und eindringlichen Texten vor allem die jüngeren

Zuhörer.

Die Duette von Niko und Sinja Hänssler waren dann

auch die Highlights beim Vortrag des Oberstufenchors

aus dem Musical Summer Lovin´. Sie liessen John Travolta

und Olivia Newton-John aus dem Film Grease glatt

vergessen. Aber auch der rhythmisierte Chor verstand

es, die Zuhörer in Stimmung zu bringen.

Wegen der vorgerückten Stunde fasste sich Herr Roos

in seinem Dankwort kurz. Er war aber voll des Lobes für

das anspruchsvolle und abwechslungsreiche Programm.

Auch die Oranisatoren und die Betreuer der einzelnen

AGs verdienten eine große Anerkennung. Als er dann

den ca. 200 beteiligten Schülern für den nächsten Tag 2

Freistunden versprach, konnte Herr Roos den größten

Jubel des Abends ernten!

Freihof Mitteilungen 2008/2009

58

Zum Abschluß des Festivals gab es eine Jazz-Performance

"vom Allerfeinsten". Michael Hauser (vom HoGy)

am Klavier, Holger Bihr am Schlagzeug und Sebastian

Schiller an der Bassgitarre – allesamt aus dem gemeinsamen,

4 stündigen Musik-Leistungskurs von HoGy,

WHG und FGy - improvisierten das Stück Red Baron mit

einer atemberaubenden Perfektion und Leichtigkeit.

Schade nur, dass das zweite Stück der vorgerückten

Zeit zum Opfer viel und gestrichen werden musste.

H. Schranz (E, Kl. 6d und 8b)

Wozu Deutsch noch gut sein kann!

Nicht nur literarisches oder lyrisches lässt sich mit

Deutsch ausdrücken; auch für andere Zwecke gibt es

Beispiele besonderer Fertigkeiten.

"Besteht ein Personalrat aus einer Person, erübrigt

sich die Trennung nach Geschlechtern." (Info des deutschen

Lehrerverbandes Hessen)

"Ausfuhrbestimmungen sind Erklärungen zu den Erklärungen,

mit denen man eine Erklärung erklärt." (Protokoll

des Wirtschaftsministeriums)

"Der Wertsack ist ein Beutel, der auf Grund seiner besonderen

Verwendung nicht Wertbeutel, sondern Wertsack

genannt wird, weil sein Inhalt aus mehreren Wertbeuteln

besteht, die in den Wertsack nicht verbeutelt,

sondern versackt werden." (Merkblatt der deutschen

Post)

"Ehefrauen, die ihren Mann erschießen, haben nach

einer Entscheidung des BSG keinen Anspruch auf Witwenrente."

(Verbandsblatt des bayrischen Einzelhandelsverbandes)

"Der Tod stellt aus versorgungsrechtlicher Sicht die

stärkste Form der Dienstunfähigkeit dar." (Unterrichtsblatt

für die Bundeswehrverwaltung)

"Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so

ist damit die Dienstreise beendet." (Kommentar zum

Bundesreisekostengesetz)

"Es ist nicht möglich, den Tod eines Steuerpflichtigen

als 'dauernde Berufsunfähigkeit' im Sinne von §16 Abs.

1 Satz 3 EStG zu werten und demgemäß den erhöhten

Freibetrag abzuziehen." (Bundessteuerblatt)

"An sich nicht erstattbare Kosten des arbeitsgerichtlichen

Verfahrens erster Instanz sind insoweit erstattbar,

als durch sie erstattbare Kosten erspart bleiben." (Beschluss

eines Landgerichtes)

"Die Fürsorge umfasst den lebenden Menschen einschließlich

der Abwicklung des gelebt habenden Menschen."

(Vorschrift Kriegsgräberfürsorge)


escherten die Schülerinnen und Schüler der Theater-

AG des FG unter Leitung von Friedmann Baumetz den

Zuschauern an drei Tagen im Sommer (14.-16.07.2007)

im Mehrzweckraum der Schule.

Unter dem Motto „Die Rhetorik der Liebe“ entführten die

7 actores die zahlreich erschienenen specatores meist

in lyrischer Form in die Tiefen und Untiefen der Liebe.

Vor kargem Bühnenbild, das dann und wann in brechtscher

Manier in den kurzen Unterbrechungen offen

sachte geändert wurde, bildete mittelhochdeutsche Lyrik

von Walther von der Vogelweide den Auftakt. Danach

ging es Schlag um Schlag in Ausschnitten der Lyrik und

Prosa von Eduard Möricke, Joseph von Eichendorff,

Clemens von Brentano, Paul Flemming, Heinrich Heine,

Wilhelm Busch, Erich Kästner, Franz Opitz und anderen

weiter. Fehlen durfte in den sich unmittelbar aneinanderreihenden

Gedichts- und Prosaausschnitten über Ausdrucksformen

der Liebe auch Johann Wolfgang von

Goethe und Friedrich Schiller natürlich nicht.

Interessant auch die immer wiederkehrende hintersinnige,

einfühlsame Lyrik und sowohl komische als auch essayistische

Prosa des erst Mitte 2006 verstorbenen

deutschen Schriftstellers und Malers Robert Gernhardt.

Auch Passagen aus dem

Alten Testament (König

David) und Auszüge aus

dem Brief eines NS-

Schergen an seine Frau

ob dessen Sorge, den gemeinsamen

Kindern die zu

vernichtenden Unmenschen

zu ersparen, vermittelten

die auf die Bühnenbretter

gebrachte Rhetorik

der Liebe. Teils allein, teils

in Zwei- oder Mehrpersonenstücken

(Dantons Tod

von Büchner) schafften

die jungen Schauspieler in

überzeugender Weise den

ständigen Wechsel zwischen

tiefgründigen, rea-

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Einen Abend voller Liebe

59

listischen bis hin zu flapsigen (eins, zwei, drei, vier, Vater

braucht ein Bier; vier, drei, zwei, eins, Mutter braucht

keins – Berthold Brecht) Ausdrucksformen der Liebe

sprachlich wie künstlerisch dem gebannten Publikum

darzubringen.

Unterstützt durch eine die Darbietungen jeweils glänzend

ergänzende Beleuchtung – meist in verschiedenen

Rot-, Orange-, oder Gelbtönen – durch weitere Mitglieder

der Theater-AG - konnte die Aufführung insgesamt

wirklich überzeugen. Auch das jähe Ende der Vorstellung

mit einer Totenbettszene, in der die den Leichnam

umgebenden Akteure sich einig waren, dass „nichts

mehr läuft“ war ebenso hintersinnig wie tiefgründig und

ließ für den Betrachter offen, ob er darin eher einen lustigen

Schluss sehen oder die tiefe Sorge einer jungen

Generation vor ihrer Zukunft erblicken wollte.

Nach diesem gelungenen Auftritt darf man gespannt auf

neue Taten der Theater-AG sein.

Matthias Rieker(E)


Die „freie Bühne Scheselong“ zu Gast am Freihof-Gymnasium.

Am Donnerstag den 17. Januar

2008 hatten drei Klassen

(10c /Fr. Welz; 9c / Fr. Blennemann;

10d/ Fr. Blessing)

des Freihof-Gymnasiums im

Rahmen ihres Deutschunterrichts

Gelegenheit, sich die

szenische Collage „Geschichten

aus dem Tagebuch

der Anne Frank“ anzusehen.

Das Kinder- und Jugendprojekt

„Jebedaya“ aus Jebenhausen

hatte im Rahmen des

lokalen Aktionsplans gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

das Ensemble der „freien Bühne Scheselong“

aus Berlin nach Göppingen eingeladen.

Das rund 50 Minuten andauernde Theaterstück umfasst

die Jahre 1942 bis 1944, in denen sich die jüdische Familie

Frank in dem Hinterhaus der Fabrik Otto Frank vor

den Nationalsozialisten versteckt hält. Die jüngste

Tochter Anne schreibt ihre Erlebnisse und Gefühle in ihr

Tagebuch, welches bis heute zu den bedeutendsten

Zeugnissen des Holocaust zählt.

Die zwei Darstellerinnen versetzten sich abwechselnd in

die Rollen der Anne oder der Margot Frank oder auch in

die der anderen Hinterhausbewohner.

Eindrücklich schilderten

sie, u. a. mit wörtlichen

Ausschnitten aus dem

Tagebuch, die Gefühlswelt

der 14-jährigen Untergetauchten.

Dazu trug auch die

schlichte, aber äußerst wirkungsvolle

Kulisse bei.

Bemerkenswert war auch,

wie die Schüler, als das

„deutsche Volk“, direkt in das

Stück mit einbezogen wurden.

Das harsche Auftreten

Freihof Mitteilungen 2008/2009

"Theater wegen Anne"

60

eines NS-Offiziers, dem lautes Gebrüll und scharfe Zurechtweisungen

folgten, hinterließ bei den Schülern

einen bleibenden Eindruck.

Durch die Vielseitigkeit der

Schauspielerinnen blieb das

Stück bis zum Ende sehr

spannend.

Im Anschluss an die Vorstellung

folgten die Jugendlichen

der Aufforderung des künstlerischen

Leiters, Cüneyt Ogan,

an einer Frage- und Kritikrunde

teilzunehmen. Ausführlich

wurde über das Stück, die

Schauspielerinnen und das

Dritte Reich diskutiert. Unter

erneutem kräftigem Applaus ging die Vorstellung zu

Ende. Für die Schülerinnen und Schüler war es eine Be-

reicherung im Kampf gegen den Antisemitismus und den

Rassismus.

Sonja Maier und Lucienne Schlürmann, 10c


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Projekte, AG’s, SMV, Verschiedenes

Interesse an Technik - PISA-Sieger aus Finnland am Freihof-Gymnasium

Seit Beginn des Schuljahres 2007/08 wird das neue

Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) an den

Schulen von Baden-Württemberg unterrichtet und bildet

somit die Alternative zur dritten Fremdsprache. Wie

schon der Name verrät, ist Technik ein wichtiger Bereich

für dieses Fach. Am Freihofgymnasium kommt diesem

Aspekt besondere Bedeutung zu, bedingt durch die Zusammenarbeit

mit der Firma Festo-Didactic.

Das Esslinger Unternehmen, weltweit führend in der industriellen

Aus- und Weiterbildung, hat ein spezielles

Lernsystem entwickelt, das den Schülern einen faszinierenden

Einblick in die Welt der Automatisierungstechnik

ermöglicht. Wobei Einblick ein eher untreffender Ausdruck

ist, denn hier wird nicht nur hingesehen, sondern

intensiv und konkret gearbeitet. Das am FGY eingesetzte

Lernsystem MecLab®, ermöglicht den Schülern

nämlich, selbst technische Prozesse zu planen, zu entwickeln

und umzusetzen. Dazu arbeiten sie mit Fluid-

SIM®, einer professionellen

Software zum Entwickeln und

Testen von Steuerungen, sowie

mit drei echten Stationen,

an denen typische Arbeitsschritte

in automatisierten

Prozessen real ablaufen.

Diese Arbeit mit den Werkzeugen

eines Ingenieurs ist

bis jetzt noch eine Besonderheit

an allgemein bildenden

Gymnasien nicht nur in Baden-Württemberg.

Wir am

Freihof sind stolz darauf, vom

ersten Tag an dabei gewesen zu sein. Dr. Eberhard

Veit, Vorstandssprecher bei Festo, Göppinger Bürger

und Vater eines Freihofschülers, hat ein Team von

Festo-Didactic beauftragt, hier ein Konzept zu entwickeln.

Wir waren als eine von acht Testschulen mit von

der Partie. Das Ergebnis zweijähriger Arbeit liegt nun vor

und wird wohl dem NwT-Unterricht in ganz Baden-

Württemberg eine neue Richtung geben.

Und so waren am Dienstag, dem 7. 10. 2008, sechs Abgesandte

des finnischen Ministery of Education zu Besuch

am FGY, um sich hier über diese neue Art des

Lernens zu informieren. Begleitet wurden sie von fünf

leitenden Mitarbeitern der Firma Festo-Didactic aus

Deutschland und Skandinavien. Schulleiter Günther

Roos, die Fachbeauftragten Dr. Gerhard Eisele und Eike

Bender sowie Nadine Kerler, Christine Schedel aus

Klasse 11 und Fabian Berg, Sebastian Sturm aus

Klasse 9 waren bereit, den Besuchern aus Finnland

Rede und Antwort zu stehen. „Finnisch reden müsst ihr

nicht, aber Englisch sollte es schon sein“, hatte Herr Eisele

angekündigt. Aber niemand ließ sich dadurch ab-

Wie schraubt man das Teil fest?

61

schrecken und alle haben sich dann bravourös geschlagen.

Herr Roos begrüßte die Gäste aus dem Norden im NwT-

Raum des Neubaus und stellte unsere Schule vor. Aus

der Sicht des Lehrers schilderte dann Herr Dr. Eisele

seine Eindrücke und Erfahrungen bei der Arbeit mit

MecLab®. Er machte deutlich, welche Herausforderungen

die Arbeit mit diesem neuen Lernsystem für seine

Schüler darstellt und welche Kompetenzen sie dabei

entwickeln können. „Sie lernen dabei vieles, was weit

über die spezielle Technik hinausgeht, mit der wir uns

befassen“.

Technik gilt als typisch männliche Domäne und das

Fach NwT ist immer noch das bevorzugte Profilfach von

Jungen. Deshalb war die Begeisterung der Mädchen für

diese Materie natürlich ein ganz wichtiges Gesprächsthema

in der multinationalen Runde. Die finnischen Gäste

waren sichtlich erstaunt darüber und stellten den beiden

Damen viele Fragen, die

Christine und Nadine mit großer

Souveränität und Glaubwürdigkeit

beantworten

konnten. Fragen und Antworten

ließen dann erkennen,

dass es doch so etwas wie eine

geschlechtsspezifische Arbeitsweise

gibt: Jungen legen

Hals über Kopf los, während

Mädchen dazu neigen, sich

erst einmal zu informieren, zu

planen und zu diskutieren.

Doch am Ende zählt nur das

Ergebnis, und das muss von allen gleichermaßen hart

erarbeitet werden.

Die manchmal stundenlange Fehlersuche war immer

wieder schwierig und frustrierend, aber unbestritten

auch sehr lehrreich. Teamarbeit zur Fehlerbehebung

und Durchhaltevermögen waren angesagt, wenn Greifarme

und Hubmagnete nicht das taten was sie sollten.

Der Lohn war das hart erkämpfte, aber dafür umso

schönere Erfolgserlebnis: „Es war einfach großartig,

wenn nach zwei Stunden das Fließband endlich lief -

und dann sogar in die gewünschte Richtung!“ Und eins

wurde auch klar: Für Schülerinnen und Schüler ist es

motivierend zu sehen, dass auch der Lehrer ein Lernender

sein kann und nicht immer alles besser weiß.

Die vier jungen NwT-Experten haben mit ihrem Bericht

einen lebhaften Eindruck vom NwT-Unterricht am FGY

mit dem Thema Automatisierungstechnik vermittelt. Die

Festo-Manager und die finnischen Delegation konnten

sehen, dass das Konzept funktioniert und die Jugendlichen

mit Begeisterung bei der Sache sind. Wir alle warten

nun mit Spannung darauf, ob sich in naher Zukunft


auch finnische Schülerinnen und Schüler auf die Spuren

unserer Freihof-Pioniere setzen werden.

Marie Hunger (10e) und Dr. Gerhard Eisele (L)

Freihof Mitteilungen 2008/2009

62


Seit dem letzten Schuljahr haben alle Schülerinnen und

Schüler des Freihof-Gymnasiums, die die Klassen 5 bis

7 besuchen, wieder die Möglichkeit, an dem schulinternen

Wettbewerb „Problem des Monats“ teilzunehmen,

dessen Träger das Ministerium für Kultus, Jugend und

Sport Baden-Württemberg ist.

Jeweils am ersten Schultag im Monat wird eine neue

Rätselaufgabe veröffentlicht; gleichzeitig erscheint die

Lösung des Problems aus dem Vormonat. Die Schüler

haben dann bis zum letzten Schultag des Monats Zeit,

das Problem zu lösen und die Lösung bei ihren Mathematiklehrern

oder Frau Rode abzugeben. Je nach Richtigkeit

und Dokumentation der Lösungsvorschläge werden

Punkte vergeben, die die Schüler sammeln können.

Am Ende des Schuljahres erhalten alle Teilnehmer eine

Urkunde. Wer die Aufgaben besonders erfolgreich löst,

kann sich zudem über einen gespendeten Buchpreis

freuen.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Unterstufenwettbewerb „Problem des Monats“

63

Im letzten Schuljahr gab es gleich drei Gewinner des

Wettbewerbs: Christian Bauer (5b, fehlt leider auf dem

Bild), Felicitas Deutschkämer (5d) und Samra Vodenicarevic

(5d) gelang es, bei allen Problemen hervorragende

Lösungen abzugeben.

Besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch Herrn Mayr,

der mir bei der Korrektur der Lösungen geholfen hat.

Miriam Rode (L)


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Neigungsfach Musik 2006 – 2008: KOOP- Kurs mit 10 SchülerInnen aus FGY, WHG und HoGY

Probenbesuch beim RSO des SWR Stuttgart

Am Montag, den 26.11. 2007 gegen 9.30 Uhr trafen wir

in der Villa Berg, dem Sitz des Radiosinfonieorchesters

des SWR in Stuttgart ein. Dem sehr freundlichen Empfang

folgte eine allgemeine Information über das Orchester,

seine Geschichte und die Orchestermitglieder.

Im anschließenden Gespräch mit dem Soloschlagzeuger

im Schlagzeugprobenraum wurden interessante Fragen

über die Besetzung des Orchesters, Berufsaussichten

für Musiker und auch ganz konkret über Gehörschutz für

Schlagzeuger beantwortet.

Während der Probe saßen wir direkt vor dem Orchester,

hatten also den hervorragenden Dirigenten und die ebenso

hochklassigen Orchestermusiker genau im Blick.

Geprobt wurde „Prélude à l’après-midi d’un faune“ von

Claude Debussy und die Ballett-Suite „Estancia“ von Alberto

Ginastera für das Mittagskonzert am darauf folgenden

Mittwoch in der Liederhalle.

Besonders auffallend für uns war, dass bei der Probe

nicht das Zusammenspiel im Vordergrund stand (wie wir

es von aus unseren Jugendorchestern kennen), sondern

nur noch der letzte Schliff durch den Dirigenten vorgenommen

wurde, wobei wir überaus beeindruckt waren

von der Präzision und Leichtigkeit des Musizierens und

der spürbaren Freude der Musiker an ihrem Beruf.

Die Programmauswahl kam uns sehr entgegen, da die

beiden Stücke zu Im- und Expressionismus gehören –

Epochen, die wir zuletzt ausführlich im Unterricht behandelt

hatten. Daher war es jedem von uns möglich,

epochenspezifische Merkmale aus Rhythmik, Dynamik

und Instrumentation wieder zu erkennen.

Nach diesem eindrucksvollen Probenerlebnis durften wir

zum Abschluss noch einen Blick in das Tonstudio werfen.

Tonmeister, Toningenieur und Tontechniker gaben

uns jeweils einen kurzen Einblick in ihr Berufsbild, erklärten

uns die Funktionen des Mischpultes und die

Grundzüge einer optimalen Aufnahmetechnik.

Wussten Sie, dass ein Tonmeister ein sehr guter Pianist

sein muss, um die schwierigen Partituren der aufzunehmenden

Werke selbst am Klavier spielen zu können?

Es war einfach toll – hoffentlich wird es noch vielen Kursen

vergönnt sein, in den Genuss so gelungener Exkursionen

zu kommen, wie wir sie jetzt schon mehrmals

erlebt haben!

Opernbesuche

Sara Mück, Ulrike Thullen, FGY 13

Wozu Musik als Neigungsfach wählen? Um Gehörbildung

zu trainieren, um diverse Stücke zu analysieren

oder um Musikgeschichte zu studieren?

64

Ein Grund könnte auch sein, nackten Tatsachen nachzuforschen.

Wie und wo? Natürlich in der Oper! So

machten wir uns regelmäßig mit dem Zug auf den Weg

in die Kulturmetropole Stuttgart. Nachdem wir uns mit

dem nötigen Proviant (Gummibärchen etc.) eingedeckt

hatten, wurden wir – selbstverständlich kostenlos – von

einem auf den ersten Blick sehr merkwürdigen, dann

aber äußerst kompetenten und temperamentvollen

Dramaturgen, in die oft komplizierten Inszenierungen

eingeführt.

Da Stuttgart in allen kulturellen Bereichen jeder anderen

Stadt einen Schritt voraus, d.h. ultramodern, ist, waren

diese Informationen auch dringend notwendig. Denn

grüne Männchen mit roten Nasen, Babys in Kühlschränken

oder eben nackte Männer u.ä. wären uns ewig ein

Rätsel geblieben. Auch wenn trotz unserer hervorragenden

Plätze manch einer von uns nicht immer die ganze

Spielzeit (oft 5 Stunden und mehr) durchhielt, kann jeder

unseres Musikkurses behaupten, dass es überaus lohnende

Ausflüge und tolle Erfahrungen waren.

Schlussendlich unser Tipp: Augen schließen und der

wirklich ausgezeichneten Musik lauschen…

Kapfenburg

Jeder Freihof-Musiker freut sich auf den jährlichen Höhepunkt

seiner musikalischen Schullaufbahn: Die

Kapfenburg.

Natürlich mussten auch wir - der 4-stündige Musikkurs –

auf so eine „Schulungsmaßnahme“ nicht verzichten.

Auf unseren zwei Ausflügen haben wir einiges erlebt:

Neben unseren Intensivkursen in Gehörbildung und dem

Studium der Epochen für die praktische Abiturprüfung

war es uns auch möglich, unsere eigenen Instrumente

und Noten mitzunehmen und in eigenen Räumen unserer

Leidenschaft, dem Musizieren in wechselnden Besetzungen

nachzugehen.

Aber nicht nur tagsüber waren wir voll bei der Sache,

auch nach den deliziösen Abendessen konnten wir mit

neu gewonnenen Musikerfreunden aus Stuttgart im neu

renovierten „Partykeller“ beweisen, dass wir zu Musik

auch tanzen können. Oft trafen wir uns auch zum gemütlichen

Beisammensein im größten Schlafquartier, um

dort u.a. zu singen (Toastbrotbaby...) und Ligretto

(Fernbach: „Autistenspiel“) zu zocken. Insgesamt muss

hervorgehoben werden, dass diese Ausfahrten maßgeblich

zu unserem überragenden Erfolg im Abitur beigetragen

haben: 8 Teilnehmer erreichten einen Durchschnitt

von 14,1 Punkten!

Christopher Dick (FGY) , Regina Hechler (WHG)


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Jugend trainiert für Olympia - Fußball

Hinten: Katharina Strienz, Sara Kreher, Michelle Esposito, Heike Gerl, Antonia Höchst

Vorne: Kim Heinzl, Rebecca Werner, Natalie Strohsacker, Sara Pittermann, Anika Dobusch

Mädchenmannschaft Wettkampf IV (Jahrgang 95-97) qualifiziert sich für das

BUNDESFINALE

Wie alles begann:

Kreisfinale Göppingen:

Das Freihof-Gymnasium

nimmt mit 2

Mannschaften – eine

aus Klasse 5 und eine

aus Klasse 6 – am

Kreisfinale teil. Beide

Mädchenmannschaften

des Freihof-Gymnasiums

qualifizieren sich mit ihrem 1. und 2. Platz für

die Zwischenrunde!

65

Zwischenrunde:

Von den 4 Mannschaften

der Zwischenrunde

kommt nur der Gewinner

weiter! Außerdem

muss vor jedem Spiel

ein Technikteil absolviert

werden. Aufgrund

der Leistungen im

Technikteil beginnen die Spiele anschließend entweder

mit dem Spielstand 1:0 oder 0:1 oder 1:1. Die Sechstklässlerinnen

des Freihof-Gymnasiums gewinnen knapp

vor der Realschule aus Filderstadt, dank des besseren

Technikteils!

Regierungspräsidiumsfinale (früher Oberschulamtsfinale)

in Stuttgart:


Aus den beiden Freihof

Mannschaften (5. und 6.

Klasse) werden die besten

Spielerinnen zu einer neuen

Mannschaft zusammengefasst.

Sie müssen

sich gegen stake Mannschaften

durchsetzen.

Gegner sind die Burgfeldschule

Sachsenheim, das

Werkgymnasium Heidenheim,

das Gymnasium

Gerabronn und das Eduard-Spranger-Gymnasium

Filderstadt.

Durch eine hervorragende Abwehr, viel Kampfgeist,

Konzentration und etwas Glück gewinnen die Mädchen

knapp das Regierungspräsidiumsfinale in Stuttgart.

Sensationell!

Landesfinale in Ostfildern-Ruit:

Hoch motiviert treten die

Fußballmädchen in Ostfildern-Ruit

gegen die Gewinner

der Regierungspräsidien

Karlsruhe, Freiburg

und Tübingen an, um den

Landessieger zu ermitteln.

Das Landesfinale besteht

aus 3 Spielen in der Vorrunde

und 3 Spielen in der

Rückrunde. Die Mannschaft

des Freihof-Gymnasiums

startet gut mit einem

Sieg gegen das Bildungszentrum Nord Reutlingen

und muss sich danach trotz vieler Torchancen jeweils

nur mit einem Unentschieden gegen das Integrierte

Gymnasium Mannheim und das Gymnasium Ochsenhausen

zufrieden geben.

In der Mittagspause liegt das Freihof-Gymnasium auf

Platz 2 hinter den Mannheimern.

In der Rückrunde legen die Mädchen richtig los. Mit einem

tollen Kombinationsspiel und der konditionellen

Überlegenheit können viele Punkte gesammelt werden.

Mit einem 3:0 gegen Reutlingen und einem erneuten

Unentschieden gegen Mannheim sind alle Möglichkeiten

offen, da Mannheim gegen Ochsenhausen auch nur unentschieden

gespielt hat. Beim letzten Spiel geben die

Mädchen des Freihof-Gymnasiums alles, da sie viele

Tore benötigten um weiterzukommen.

Mit einem hervorragenden 5:0 gegen Ochsenhausen

schaffen sie es diesmal ihre klare Überlegenheit in Toren

deutlich zu machen.

Nach Ende der Spiele ist die Anspannung groß:. Punktegleichstand

zwischen Mannheim und Göppingen. Der

Freihof Mitteilungen 2008/2009

66

Sieger wird so aufgrund

der Tordifferenz ermittelt.

Das Freihofgymnasium ist

Baden-Württemberg-Sieger.

Bundesfinale in Rust:

Zum ersten Mal bei Jugend

trainiert für Olympia

findet auch für Wettkampf

IV ein Turnier auf Bundesebene

statt. Jedoch nicht

wie für die älteren Schüler

in Berlin sondern in Rust

bei Freiburg.

Vom 05.-08. Oktober vertreten unsere Mädchen daher

das Land Baden-Württemberg. Dazu dürfen sie im Tipidorf

in Rust übernachten. Neben den anstehenden Fußballspielen

steht zur Belohnung auch ein Besuch im Europapark

auf dem Programm.

M. Singer (Sportlehrerin)


In der Woche vor und in der Woche nach den Herbstferien

waren die Schüler/innen der Klassen 10 a, b sowie

die Klassen 10 c und 9e im Sozialpraktikum tätig.

Das so genannte „Compassion Projekt“ geht auf die

Gebrüder Kennedy zurück, die in den 60er Jahren vom

amerikanischen Volk ein soziales Engagement eingefordert

hatten.

Dadurch sollten Achtung, Einfühlungsvermögen, Zuwendung

und Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitmenschen

gefördert werden.

Herr Wedemeyer und Herr Münch hatten für das Projekt

eine enorme Vorarbeit geleistet und die Kontakte zu den

verschiedensten Einrichtungen hergestellt, so dass den

Schülern ein breites Spektrum an sozialen Tätigkeitsfeldern

zur Auswahl angeboten werden konnte.

Hierzu gehörten Alteneinrichtungen, Mobile Dienste, Carisatt

/ Göppinger Tafel, aber auch Schulen und Kindergärten

für Behinderte oder das Rupert–Mayer–Haus.

Welche Erfahrungen haben nun die Schüler bei ihrem

Praktikum gemacht? Hierzu einige Aussagen von

Schüler/innen der Klasse 10 c:

„Ich habe gelernt mit kranken Menschen besser umzugehen.“

(Oliver)

"Die 5 Tage haben mir gezeigt, dass Altenpfleger ein

verantwortungsvoller und schwieriger Job ist“. (Sebastian)

“Das Praktikum hat mir auf jeden Fall etwas gebracht.

Ich habe sowohl Verantwortung, Selbstbewusstsein und

den Umgang mit alten Menschen gelernt, als auch einen

Einblick in das Leben und Arbeiten in einem Altersheim

bekommen, was durchaus interessant und neu für mich

war.“ (Sina)

„Das Sozialpraktikum war in meinen Augen ein voller

Erfolg. Spaß, Vertrauen und Verantwortung haben mich

in diesen 5 Tagen begleitet. Der einzige Nachteil: 5 Tage

sind eindeutig zu kurz.“ ( Nadine)

„Mir hat die Woche im mobilen Sozialdienst viel gebracht.

Ich erhielt gute Einblicke, wie ältere, oft auch

kranke Menschen zu Hause leben und dort gepflegt

werden. Über die Arbeit, die die Pfleger täglich verrichten,

habe ich viel gelernt, aber auch über den Umgang

mit alten Menschen.“ (Christopher)

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Sozialpraktikum der Klassen 10 a,b,c und 9e

Gudrun Ramm, Mutter

67

Stimmen zum Sozialpraktikum

„Es sollte bessere Arbeitszeiten geben. Ich hatte nach

meiner Pause nichts mehr zu tun.“

„Ich fand es toll. Kritik: zu viel gearbeitet (ca. 7-15 Uhr).“

„Das Praktikum hat viel Spaß gemacht, aber es war entschieden

zu kurz, denn man hatte kaum Zeit, sich richtig

einzuleben und die Gespräche mit den Betroffenen zu

vertiefen; man müsste es um mindestens eine Woche

verlängern.“

„Ich würde diese Praktikumsstelle nicht weiterempfehlen,

da man nichts zu tun hatte (…). Es gab so gut wie

keine positiven Momente!“

„Die Lehrer sollten alle besuchen und es davor ankündigen.“

„Man kommt mit Menschen in Kontakt, die man sonst

nicht wahrnimmt.“

„Ich denke, durch diese Woche kann man sehr viel fürs

Leben lernen, z.B. den Umgang mit alten, behinderten

und kranken Menschen. Außerdem tut es gut, mal eine

Woche Abstand von der Schule zu haben und etwas

anderes machen zu dürfen.“

„Wichtige Erfahrung (evtl. auch für die spätere Berufswahl).“

„(…) Gut, dass ein Lehrer einen besucht hat.“

„Insgesamt hilft es, Vorurteile gegenüber speziellen

Randgruppen der Gesellschaft wenigstens ein wenig zu

beseitigen.“

„Ich fand es richtig gut, die Chance zu haben, ein Sozialpraktikum

zu machen, denn ich wäre nicht auf die Idee

gekommen, beim Bogy so einen Beruf zu wählen.“

„Ich fand das Praktikum gut, denn es gab mir die Möglichkeit,

ins Berufsleben hineinzuschauen (…) und ich

habe viele nette Leute kennengelernt. Daher freue ich

mich auf das Bogy, da wir da in eine Einrichtung unseres

beruflichen Interesses gehen können.“

„Ich finde das Sozialpraktikum sehr gut, denn es hilft zu

lernen, mit Menschen umzugehen, denen es nicht so gut

geht.“

„Ich fand das Praktikum gut und fand es auch gut mal zu

sehen, dass es auch Menschen gibt, denen es schlechter

geht und die auf Menschen angewiesen sind, die ihnen

helfen. Insgesamt fand ich die Dauer des Praktikums

aber zu kurz.“

„Ich fand es eine tolle Woche und würde es anderen

Klassen weiter empfehlen.“


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Gesamtergebnisse der Kurzumfrage (in Klammern Ergebnisse aus dem Vorjahr)

1. In meiner Einrichtung fühlte ich mich während des

Praktikums

- zu sehr ausgelastet. 5,7% (5,7%)

- normal ausgelastet. 86,3% (83,6%)

- zu wenig ausgelastet. 8,0 % (10,6%)

3. Im nachhinein betrachtet, hat mir das Sozialpraktikum

- sehr viel gebracht. 37,5% (49,5%)

- einiges gebracht. 50,0% (40,6%)

- wenig gebracht. 12,5% (9,7%)

68

2. Nach meinen persönlichen Erfahrungen wäre ich dafür,

die Dauer des Praktikums

- zu verlängern. 52,3% (75,4%)

- bei 5 Tagen zu belassen. 44,3% (22,9%)

- zu verkürzen. 3,4% (1,6%)

Simon Münch/ Dirk Wedemeyer (L)


Seit Beginn des Schuljahres 2008/09 unterrichte ich an

der Deutschen Evangelischen Oberschule (DEO) in

Kairo, Die Schule befindet sich seit dem Jahr 1873 in

der Trägerschaft der Deutschen Evangelischen Gemeinde

Kairo und wird von der Bundesrepublik Deutschland

als deutsche Auslandsschule und vom ägyptischen Erziehungsministerium

als ausländische Privatschule anerkannt.

Sie ist eine der wenigen Schulen in Ägypten, an

der keine Schuluniformen getragen werden.

Die Schule umfasst die Bereiche Kindergarten, Vorschule,

Grundschule, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II.

Über 1000 Kinder und Jugendliche werden von etwa

120 Lehrern unterrichtet. Die Schullaufbahn unterteilt

sich in das deutsche und das arabische Programm.

Um 7.15 Uhr stellen sich die Schüler vor der Sonnenuhr

auf dem Schulhof klassenweise auf und singen die Nationalhymne

(Bilädi). Anschließend beginnt der Fachunterricht.

Der Vormittag gliedert sich in sieben Unterrichtseinheiten

und endet um 13.15 Uhr. Nach einer zehnminütigen

Mittagspause beginnt die “2. Tour”, der Nachmittagsunterricht.

Große Unterschiede zur

Organisation des Schulalltags

in Deutschland gibt

es somit nicht. Sonntags

findet vor Unterrichtsbeginn

ein halbstündiger

Gottesdienst statt, den jeder

Schüler oder Lehrer

besuchen kann. Hier verschieben

sich die darauf

folgenden Stunden nach

hinten. Zu Beginn ist dies

sehr gewöhnungsbedürftig, da man sich die Unterrichtszeiten

schwer einprägen kann. Einen gesonderten Zeitplan

gibt es für den vierwöchigen Ramadan, denn hier

sind die Unterrichtseinheiten jeweils um fünf Minuten

verkürzt.

Der Schulalltag an sich gestaltet sich allerdings beschwerlicher

als in Deutschland. Die Hitze kann einem

neuen Lehrer sehr zu schaffen machen, insbesondere

wenn er das Fach Sport unterrichtet. Es gibt zwar verschiedene

Sportstätten, aber selbstverständlich auch

Sportstättenpläne. Wenn man Pech hat, unterrichtet

man in der Mittagshitze auf dem Basketballplatz in der

prallen Sonne.

Auch das Temperament der ägyptischen Kinder ist zu

Beginn gewöhnungsbedürftig. Die Lautstärke im Unterricht

nimmt teilweise Ausmaße an, die ich bis dahin von

Deutschland her nicht kannte. Geht es um emotionale

Aspekte, ist eine geregelte Konversation erst nach einer

viertel Stunde möglich, wenn sich die Gemüter etwas

beruhigt haben.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Lehreralltag in Kairo

69

Diese für den Unterricht eher negativen Folgen des

ägyptischen Temperamentes wirken sich in der Beziehung

zwischen Lehrer und dem einzelnen Schüler wiederum

positiv aus. Die herzliche und offene Art der

ägyptischen Kinder spürt man jeden Tag. Es wird viel

gelacht und ist man als Lehrer beliebt, dann wird man

auf dem Schulhof begrüßt wie ein Familienmitglied. Man

darf auch nicht vergessen, dass die Jugendlichen, verstärkt

durch die Wohn- und Verkehrsverhältnisse, oft

sehr spät nach Hause kommen und der Lehrer somit

auch eine besondere Stellung als Bezugsperson einnimmt.

Außerunterrichtliche Aktivitäten, Schulausflüge und

Klassenfahrten gibt es selbstverständlich auch an der

DEO. Allerdings fährt man hier nicht ins Skischullandheim,

sondern zur Klassenfahrt auf die Sinai-Halbinsel.

Diese durfte ich hier in meinem ersten Jahr bereits mit

meiner siebten Klasse durchführen und es war ein Erlebnis.

Volleyball- und Fußballspiele, Schwimmen im

Meer, Strandspiele, Sandburgenbauwettbewerbe und

Ausflüge zu nahegelegenen Sehenswürdigkeiten standen

auf dem Proramm.

Weitere Höhepunkte für

Schüler und Lehrer sind

beispielsweise der Klaus-

Heller-Lauf (Benefizlauf),

der Pyramidenlauf, die

Sportvergleichswettbewerbe

mit der Deutschen

Schule Athen und Ausflüge

mit dem Sozialkomitee

zum Lepradorf oder in eines

der Waisenhäuser

Kairos.

Am 28. November verwandelt sich das Schulgelände in

ein Weihnachtsdorf. Bei 25 Grad werden Bratwürste und

Glühwein verköstigt, Weihnachtsgeschenke gekauft und

wer Glück hat ergattert eine der begehrten, von der

Deutschen Botschaft eingeschifften, Sektflaschen.

Jeder Tag in Kairo ist eine Bereicherung. Die Leichtigkeit

des Seins ist ansteckend. Auch wenn der Unterrichtsalltag

im Vergleich zu Deutschland ein höheres

Maß an Energie abverlangt, gehe ich jeden Tag zufrieden

nach Hause und genieße die Vorzüge der ägyptischen

Lebensphilosophie. Irgendwie ist das Leben hier

intensiver, man lacht mehr, macht sich weniger Sorgen

um die Zukunft und spürt ein tiefes inneres Glücksgefühl.

Obwohl ich des öfteren meine Schüler und meine Kollegen

vom Freihof-Gymnasium ehrlich vermisse, den

Schritt nach Kairo gegangen zu sein bereue ich keine

Sekunde.

Bilädi DEO

Kerstin Bruhn (L)


Seit Jahren wird das Nepal-

Schulprojekt durch das Freihof

Gymnasium unterstützt.

Das Projekt ist mit den Jahren

gewachsen und es konnte einiges

bewegt werden für Kinder

in Nepal. Neben 2 Kindergärten,

einer Schule für

Landbevölkerungskinder am

Rande von Katmandu und einem

Heim für 22 Flüchtlingskinder

aus der Humla-Region

wird vielen Kindern durch das Projekt ein Schulbesuch

ermöglicht, indem wir das Schulgeld zahlen.

Nicht zuletzt durch die Unterstützung des Freihof Gymnasiums

und anderer Schulen können wir weiteren Kindern

den Schulbesuch ermöglichen.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Nepal-Schulprojekt - Zukunft für Kinder

Außerdem konnte

im unwegsamen

Humla

ein Wohnheim

mit Schule gebaut

werden.

Der Dia-Vortrag

über das Projekt

für die Klassen

der Oberstufe

wurde mit

großem Interesse

verfolgt.

Die anschließendeKurzbeschreibung

gibt

etwas wieder

von der Faszination

Nepals

und besonders der Region Humlas, in der unser Hostel

entstanden ist. In dieses Projekt sind auch die zwei

letzten größeren Unterstützungen des Freihofgymnasiums

geflossen.

Nepal – das Land im Himalaja ist ein Land der großen

Vielfalt und Unterschiede.

Prachtvolle Tempel, alte Pagoden, quirliges Leben in der

Hauptstadt, westlich gekleidete

Menschen, Buddhismus

und Hinduismus nebeneinander

in friedlicher Symbiose,

dazwischen alte Traditionen,

tiefe Gläubigkeit und die erschreckende

Armut, die oftmals

mit Gleichmut ertragen

wird.

70

in Tibet.

Dies alles macht das Land

bunt, interessant, geheimnisvoll

und übt dadurch eine faszinierende

Wirkung auf uns

aus.

Kaum je ist aber über Humla

geschrieben worden, ziehen

doch ausschließlich Pilger

durch dieses Gebiet, Menschen,

die auf der uralten Pilgerroute

zum heiligsten Berg

der Erde gehen, dem Kailash,

Es gibt in Humla keine besonderen Attraktionen wie

wunderschöne Tempel oder ähnliches und es gibt auch

keinerlei Infrastruktur dort.

Es gibt aber die grandiose Natur, die Ursprünglichkeit

der Menschen und ihre Lebensgewohnheiten sind dort

wie vor hunderten

von Jahren.

Es ist eine willde,unvorstellbar

schöne Region;

es raubt

einem den Atem

angesichts

dieser riesigen

Dimensionen,

der Wasserfälle,

des Flusses

Kanali, der das

Humla-Tal

durchschneidet.

Auf dem ganzen

Weg durch

Humla wird man begleitet von den schneebedeckten

Gipfeln des Himalaja, die man bei gutem Wetter sieht.

Man darf dabei aber nicht die Augen verschließen vor

der bitteren Armut dieser Menschen, die dort leben. Der

Boden ist karg und kann nur wenige Monate im Jahr bestellt

werden. Die Ursprünglichkeit und die Traditionen

gilt es zu bewahren. Anfänge sind gemacht worden

durch das Nepal-Schulprojekt, das dort eine Schule mit

Wohnheim erstellt hat .

Es unterstützt, damit die Menschen

eine Perspektive für

ihre Kinder sehen und nicht

ihre Heimat verlassen müssen,

um im Schmelztiegel Katmandu

letztendlich ihre Identität

zu verlieren.

Scheckübergabe an Frau Vöhringer

Astrid Vöhringer


„Lang lebe Eleutheria!“ - mit diesen Worten begann der

Direktor des Freihof-Gymnasiums, Herr Günther Roos,

seine Ansprache zur Überreichung eines Spendenschecks.

Eleutheria war der Name des Staates, den

die Schüler für ihr Projekt „Schule als Staat“ im letzten

Schuljahr gewählt hatten, und da die Eleutherianer hervorragend

gewirtschaftet hatten, waren viele „Ellis“ (so

die dortige Währung) übrig geblieben. Von diesem Geld

konnte dann beispielsweise ein Trinkwasserautomat für

die Mensa angeschafft werden, und aus dem weiteren

Gewinn, der an die Unternehmer ausgezahlt wurde, kam

eine Spende von 2367,83 € zusammen, die Herr Roos

an Frau Vöhringer, der ehrenamtlichen Initiatorin des

Nepal-Schulprojektes überreichte.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

71

Schon vor 2 Jahren hatte das FGY bei einem Benefiz-

Lauf 2000€ für das Nepal-Schulprojekt „Zukunft für Kinder“

„erlaufen“, inzwischen ist das Hostel in Humla fertig.

Dabei handelt es sich um ein Wohnheim für ca. 100

Kinder, die aus weit verstreuten Dörfern kommen und

den täglichen Schulweg nicht auf sich nehmen können.

Astrid Rahlves-Hülscher


Eleutherias Vermächtnis

- Ein Abschlussbericht -

Das Freihof-Gymnasium, ein Land für sich.

Das Schulgelände

wird nun

nicht mehr von

Schülerinnen

und Schülern

betreten, auch

nicht nur von

Geschäftsfrauen,Parlamentariern,Künstlerinnen

oder Bankkaufleuten, sondern vor allem von

Bürgerinnen und Bürgern einer selbständigen Demokratie.

Auch verführt an jeder Schulhofecke ein anderer Geruch

dazu, sein nunmehr selbstverdientes Geld über die

Theke zu schieben, um dann mit einem Leckerbissen in

der Hand in das bunte Treiben der Republik einzutauchen.

Die beschriebenen Bilder

waren Alltag in Eleutheria.

Doch gehören sie nun, wie

Eleutheria selbst, der Geschichte

an. Ein neues

Schuljahr folgte auf die

Staatsauflösung, brachte

Neues, persönliche Sensationen

und Schulalltag.

Das Projekt „Schule als

Staat“ ist vorüber. Doch

was bleibt?

Eleutheria lebt weiter, in Erinnerungen, Erfahrungen, geknüpften

Freundschaften. Doch das Erbe unseres

Staates findet sich nicht nur in den Köpfen der ehemaligen

BürgerInnen und Touristen. Eleutheria hinterlässt

der Nachwelt noch etwas anders.

Was zunächst nur eine Zahl auf der Kontostandanzeige

am Geldautomat war, sollte zu etwas Handfestem werden,

einem bleibenden Wert. Es sollte all die Mühe und

den Fleiß, die im Projekt SaS steckten, verkörpern.

Doch verfolgen wir den Geldfluss von dort, wo er seinen

Ursprung nahm. Hier folgen nun für alle ehemaligen BürgerInnen,

Touristen und Fans eine Offenlegung der

staatlichen Finanzen und deren Verwendung.

Eleutherias Kapital speiste sich aus verschiedenen

Quellen. Eine stattliche Summe von 8.413 € kam von

den SchülerInnen in Form der Teilnehmerbeiträge und

bildete den Grundspiegel der finanziellen Mittel. Verschiedene

Sponsoren ließen 1.550 € aus ihrem Reser-

Freihof Mitteilungen 2008/2009

72

voir und die Kreissparkasse trug weitere 550 € bei. Doch

der stärkste Zufluss erfolgte aus den Taschen der Touristen.

Über Visa, Umtausch und Spenden flossen beachtliche

16.627,65 € in die Staatskasse. Durch Pfand

und Zinsen plätscherten noch 111,81 € hinzu. Somit

blieb der Staat zu jedem Zeitpunkt flüssig. Da es jedoch

bekanntlich Geld ist, das einen Staat funktionsfähig erhält,

musste ein Teil des Zuflusses abgezweigt werden.

Mit 12.329,67 € wurden die Lebensmittel für das Warenlager

und Ausleihgebühren für Zelte und elektrische

Geräte finanziert. Nach Projektende führte die SaS –

Kasse schließlich noch 14.922,79 €.

Ein Teil des Geldes war schon vor Projektbeginn für die

tüchtigen Geschäftsleute und fleißigen Arbeiter Eleutherias

gedacht. Prämien entsprechend dem Gewinn einzelner

Unternehmen waren geplant. Während des Projekts

sollte die Aussicht auf Prämien einer Inflation am

Ende der SaS - Woche entgegenwirken. Gewinnauszahlungen

sollten schließlich die Konsequenzen des eigenen

Wirtschaftens in Bargeld verwandeln. So wurden

am 30. November 2007 in einer Aktion mit Reden und

fliegenden Ellischeinen 4.382,00 € ausgezahlt: an erfolgreiche

Betriebe und eingestellte Beamten.

Nun ließ sich der Gewinn der Projektwoche auf eine

Summe von 10.540,79 € beziffern.

Ein Teil des Geldes war für die Unterstützung eines sozialen

Projektes unter dem Gesichtspunkt „von Schüler-

Innen für SchülerInnen“ vorgesehen. Der andere Teil

war dafür bestimmt, schulinterne Anschaffungen zu unterstützen

und zu finanzieren, die einer möglichst breiten


Schülerschaft zu Gute kämen. Auf Feedback-Bögen

hatten SchülerInnen und LehrerInnen die Möglichkeit

Vorschläge abzugeben, die die Basis der endgültigen

Auswahl bildeten.

Die Ideen waren vielseitig: Gestaltung der Aufenthaltsräume

und Kuscheltiere für die Mensa, Unterstützung

von AGs oder Schokolade für alle, Schüleraustausch

und Klassenfahrten, Schließfächer, eine Bolderwand sowie

häufig ein Getränkeautomat

wurden gewünscht.

Das Organisationsteam prüfte

die Vorschläge auf Realisierbarkeit

und Nutzen für alle

Schüler. Nach einer gemeinsamen

Besprechungsrunde,

bestehend aus Schulleitung

(Herr Roos), Elternvertretern

(Frau Obermann, Herr Dold),

Schülervertretung (Corinna

Kamitz, Katharina Zimmermann)

und Lehrervertretung

(Frau Welz, Herr Förschler), wurde dann der Gewinn wie

folgt verteilt:

Mit einer Schankanlage für Tafelwasser (3.498,58 €) in

der Mensa wurde dem Schulprojekt ein Denkmal gesetzt.

Auf einer Erinnerungstafel (30,75 €) liest man heute:

„Wasser ist ein Lebensspender. Lang lebe Eleuheria!“

Mit der Beteiligung an der Anschaffung von vier Ausstellungsvitrinen

für die Flure der Hauptgebäude (1.300 €)

zollt Eleutheria ihren Tribut an die Kunst und den Mut

zur Präsentation der eigenhändigen Arbeit.

Mit je 200 € wurden die Schülerbücherei und die Oberstufenbibliothek

unterstützt. Denn bekanntlich ist „Lesen

für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.“

Es soll im Freihof-Gymnasium Klassenzimmer gegeben

haben, in denen die aktuelle Uhrzeit ein Rätsel gewesen

war; dem ist nun Abhilfe geschafft. Es wurden 28 Uhren

(1.490,48 €) besorgt, solarbetrieben und funkgesteuert.

So weiß nun jeder Schüler stets wie viele kostbare Unterrichtsminuten

ihm noch bleiben.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

73

Um Schülerfahrten und Veranstaltungen sinnvoll zu unterstützen,

wurden 800 € der Elternspende beigesteuert.

Hiermit wären gut zwei Drittel der Gelder verteilt. Das

übrige Drittel war für ein schulexternes soziales Projekt

bestimmt. Das Projekt, das sowohl Vertrauen gewann,

als auch überzeugte, ist das Nepal-Schulprojekt. Es wurde

von Astrid Vöhringer aus Ebersbach gegründet und

wird ohne unnötige Bürokratie geführt. Dieses Schulprojekt

hat sich zur Aufgabe gestellt, Kindern aus verarmten

Gebieten Nepals eine Schulbildung und somit eine

Zukunft in ihrer eigenen Heimat zu bieten. (Nähere Informationen

zum Nepal-Schulprojekt finden Sie unter

www.nepal-schulprojekt.info,

einen Artikel der Gründerin finden Sie auch in diesem

Heft). Beim Sommerfest, am 9. Juli 2008, überreichte

Herr Roos im Namen des Freihof-Gymnasiums der Projektleiterin

einen Scheck über 2.367,83 €. Nun unterstützen

die ehemaligen BürgerInnen Eleutherias mit ihrem

erwirtschafteten Geld im Himalaja Schulbau, Unterrichtsmaterial

und die Zukunft bedürftiger Kinder.

Eleutheria gehört

der Geschichte an,

doch hat das Projekt

„Schule als

Staat“ Spuren hinterlassen

und einen

Weg bis in die Zukunft.

gelegt

Anna Simon, Staatsrätin

a. D.


Frage Lösung

1 Wie heißt die sprichwörtliche

Tochter der Vorsicht?

2 Was ist mit der Eigenschaft vieler

Mineralwässer gemeint, "enteisent"

zu sein?

3 Captain Kirk ist mit seinem

Raumschiff Enterprise 5 Lichtjahre

von der Erde entfernt unterwegs.

Ein vor wenigen Minuten

abgesandter Funkspruch von

der Erde warnt ihn vor einer

feindlichen Raumflotte, die Kurs

auf die Enterprise hält und sie in

wenigen Stunden erreichen soll.

Wie soll der Captain mit der Warnung

umgehen?

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Anhang

Lösung des Preisrätsels aus der letzten Ausgabe

"Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste". Also ist ihre Tochter die Porzellankiste.

Lösung: Z

Wegen der Endung "ent" ist das Adjektiv passiv/reflexiv gebraucht (stellt eine

Eigenschaft und keine Wirkung dar). Dem Wasser wurde also Eisen entzogen.

Zu sehr eisenhaltiges Wasser ist unschön gefärbt und schmeckt brackig.

Eigenschaft F (Eisen zu entziehen) hieße "enteisend" und wäre wohl kaum

gesund.

Lösung: E

Da jedes Signal von der Erde zum Raumschiff höchstens mit Lichtgeschwindigkeit

unterwegs ist, würde eine echte Warnung Jahre benötigen und die angekündigte

Frist wäre längst verstrichen. Es handelt sich also um eine Finte.

Lösung: P

74


Frage Lösung

4 Paul zeigt Tim wie man nach

dem Satz des Thales mit Kreide,

einem Nagel, einer Schnur und

einer Latte rechtwinklige Dreiecke

auf den Gehweg zeichnen

kann.

Nach etwas Überlegung behauptet

Tim, dass umgekehrt bei

rechtwinkligen Dreiecken der

Umkreismittelpunkt immer die

Mitte der dem rechten Winkel gegenüberliegenden

Seite (Hypothenuse)

ist.

5 Das chemische Element Fluor ist

das reaktivste überhaupt und insbesondere

wesentlich reaktiver

als Iod, das sich in der gleichen

chemischen Gruppe befindet.

Tina behauptet deshalb: Fluorwasserstoff

bildet eine viel stärkere

Säure als Iodwasserstoff.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Tim hat Recht! Genau bei den rechtwinkligen Dreiecken liegt der Umkreismittelpunkt

auf der Mitte einer Dreiecksseite (Hypothenuse).

Lösung: O

Die Behauptung ist falsch.

HI ist eine viel stärkere (Brönstedt-) Säure als HF gemäss folgender Dissoziation

HX + H20 � H3O + + X -

Der Hauptgrund dafür ist die elektrostat. Coulomb-Kraft, die zwischen 2 Ladungen

q1 und q2 mit Abstand r wirkt:

1 q1q2

FC =

4ππππ

2

r

Wenn sich von einem HX-Molekül ein Proton ablösen soll (um sich an ein

Wassermolekül anzulagern, muß dieses Arbeit im elektr. Feld gegen das

verbleibende Anion leisten. Ein Iodid-Anion ist aber viel größer (mehr gefüllte

Elektronenschalen) als ein Fluorid-Ion. Insofern hat das Proton bei HI eine

deutlich größere Entfernung vom Schwerpunkt der negativen Ladung (diese

kann im Durchschintt als über das Anion gleichverteilt angenommen werden),

wird also wegen des Faktors 1/r2 deutlich weniger stark zum Anion zurückge-

75


Frage Lösung

6 Paul behauptet, dass er ein dreieckiges

"Rad" aus Holz basteln

kann, das ein nur wenig geneigtes

Brett hinunterrollt.

Tim wettet, dass dies nicht möglich

ist.

7 Wenn welches der beiden Jahre

nicht gewesen wäre, würde die

englische Sprache heute vermutlich

wesentlich anders aussehen.

8 Der Name eines bekannten Komponisten

besteht nur aus Notenbezeichnungen,

die aber in keiner

Tonleiter zusammen vorkommen.

9 Bir Hakeim est le nom d'une station

de Métro à Paris

10 Auf Julius Cäsar ist es zurückzuführen,

dass das Kalenderjahr

auch heute noch nach 12 Monaten

mit dem Dezember endet.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

zogen.

So können durch vergleichsweise geringe Energiezufuhr viele HI Moleküle

dissoziieren.

Lösung: T

Die Lösung ist eine Walze mit dem Profil eines Bogendreiecks. Dieses hat offensichtlich

3 Ecken.

Beim Bogendreieck werden über die Seiten

eines gleichseitigen Dreiecks 3 Kreissegmente

mit Kreismittelpunkt in der dem Segment

gegenüberliegenden Spitze gelegt.

Beim Abrollen verhält sich die Walze wie ein

richtiges Rad. Sie rollt allerdings wegen der bei

der Rotation wandernden Lage des

Schwerpunktes nicht so "harmonisch" und gleichmäßig.

Lösung: E

1066 gelang durch den Herzog Wilhelm II. der Normandie ("Wilhelm der Eroberer",

"William the conqueror", "Guillaume le Conquérant") die letzte Eroberung

Englands ("Battle of Hastings").

Nach seiner Krönung zum König Wilhelm I. von England unterwarf er das

ganze Land und besetzte alle wichtigen Grafschaften und Bistümer mit seinen

Gefolgsleuten.

In den etwa 100 Jahren normannischer Herrschaft war das normannische

Französisch Amtssprache und Sprache der Oberschicht. Viele französische

Sprachelemente hielten dauerhaft Einzug in die englische Sprache.

Lösung: F

Der Name B-a-c-h besteht nur aus Notenbezeichnungen. b und h kommen in

keiner Tonleiter zusammen vor.

Lösung: C

Bir Hakeim est le nom (un peu exotique) de la station de Métro la plus proche

de la Tour Eiffel.

Bir Hakeim est un point d'eau au désert de Libye auprès du quel se passait

une grande bataille pendant la Seconde Guerre mondiale.

Lösung: A

Die Behauptung ist falsch!

Richtig ist, dass Julius Cäsar die uneinheitlichen römischen Kalender reformieren

und den nach ihm benannten Julianischen (am Sonnejahr orientierten)

Kalender einführen ließ. Dieser wurder erst im 16. Jhdt durch den Gregorianischen

(heutigen) abgelöst, wobei die Monatsnamen erhalten blieben. Auch

wurde der Monat Juli nach Cäsar benannt (davor Quintilis).

Die meisten römischen Monatsnamen (incl. Dezember) standen aber schon

lange vor Cäsar fest und wurden nur übernommen. Im ursprünglichen römischen

Kalender begann das Jahr mit dem März (wurde erst im 2. Jhd. v. Chr

auf Januar geändert). Somit war im alten Rom der heutige 12. Monat erst der

Zehnte (�Dezember).

Lösung: H

76


Frage Lösung

11 Würde im Rahmen der Klimaänderung

nur das Eis des Nordpols

(ohne das auf Grönland, Nordamerika,

Nordeuropa und Nordasien)

schmelzen. Wie würde

sich der Meeresspiegel ändern?

12 Sina behauptet: obwohl sich

Wasser als Flüssigkeit mit steigender

Temperatur nur wenig

ausdeht gibt es eine den Passatwinden

vergleichbare Strömung

auch in den Meeren.

13 Paul will einmal Naturforscher

werden und am liebsten einen

neuen Stamm von Urbakterien

(Archaea) entdecken.

Dazu hat er vor, sich ein U-Boot

zu besorgen und den Meeresgrund

vor den Vulkaninseln von

Hawaii abzusuchen.

Ist dort die Wahrscheinlichkeit

größer, solche unbekannte Urlebewesen

zu entdecken als in

Göppingen?

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Der Meeresspiegel bliebe in etwa gleich.

Das Eis der Arktis schwimmt im Gegensatz zur kontinentalen Antarktis auf

dem Nordpolarmeer.

Die x Tonnen des vorhandenen polaren Eises verdrängen somit x Tonnen

Wasser. Wenn sie schmelzen, entstehen aus x Tonnen Eis genau die x Tonnen

Wasser, die sie bis dahin schon verdrängt haben. D.h. das bisher verdrängte

Wasser wird einfach volumen-neutral durch das Wasser des geschmolzenen

Eises ersetzt.

Marginale Effekte könnten sich dadurch ergeben, dass mehr Wasser von 0°

mit etwas größerer Dichte als das der Durchschnittstemperatur entsprechenden

in die Ozeane gelangt. Andererseits läge die Durchschnittstemperatur der

Ozeane unter der Annahme des Schmelzens der Polkappe höher als heute

und die durchschnittliche Dichte wäre geringer als derzeit.

Lösung: K

Die Behauptung von Sina ist richtig.

Lösung: M

Die Passatwinde entstehen durch die Erwärmung der Luft im Bereich der Tropen.

Die wärmere Luft ist weniger dicht, erfährt einen Auftrieb und steigt auf.

Etwa auf der Höhe der Wendekreise hat sie sich soweit abgekühlt, dass sie

wieder absinkt. Durch diese Dichtedifferenzen entsteht ein Druck- und Sogmotor.

Ähnliches passiert unter Wasser (neben anderen Effekten z.B. auch beim

Golfstrom) mit mehr oder weniger salzhaltigem Wasser. Eine stärker konzentrierte

Salzlösung ist dichter als eine verdünntere oder reines Wasser. Wenn im

Nordatlantik (z.B. vor Grönland) Eis gebildet wird, bleibt das Salz im Wasser

zurück (in den Eiskristallen kann fast kein Salz eingeschlossen werden).

Ebenso trägt auch die selbst in diesen Breiten nicht unerheblliche Verdunstung

zur steigenden Salzkonzentration im Oberflächenwasser bei.

Übrig bleibt in beiden Fällen Wasser mit höherer Salzkonzentration und damit

größerer Dichte. Diese Salzlösung sinkt ab (bis sie sich mit dem umgebenden

Wasser so weit durchmischt hat, dass die Konzentration angeglichen ist),

saugt in der Nähe der Meeresoberfläche Wasser auch aus den warmen Tropen

und Subtropen an und fließt in der Tiefe zum Druckausgleich dem zufließenden

Wasser entgegen. Die geringere Dichte des zugeführten "warmen"

Wassers verstärkt den Effekt noch. Im Bereich des Äquators (nähe der Karibik)

kann das salzhaltige Wasser dann infolge Erwärmung wieder aufsteigen.

Man erkennt also eine Strömungen nach dem gleichen Prinzip wie in der Atmosphäre.

Lösung: N

Wie der Name schon andeutet stammen die Urbakterien aus der Anfangszeit

der Entstehung des Lebens und haben sich nicht wesentlich weiterentwickelt.

Damals war die Erde noch mehr oder weniger anaerob und die Wahrscheinlichkeit

ist groß, dass die Archaea für ihre Energiegewinnung "Nischen besetzen"

mussten (z. B. Produktion von H2S, CH4. anstelle von Oxidationen mit

Sauerstoff).

Um Hawaii herrscht eine große geothermische und vulkanische Aktivität und

somit sind unter Wasser sowohl günstige Bedingungen für anaeroben Energieumsatz

gegeben als auch genügend chemische Grundsubstanzen für einen

Stoffumsatz vorhanden (Schwefel etc.).

77


Freihof Mitteilungen 2008/2009

Zur Ermittlung der Reichenfolge dieser Buchstaben waren die folgenden Fragen zu beantworten.

Hinweise auf die Zahl, die die Position des gefundenen Buchstabens

im Lösungswort angibt.

1 erste Primzahl, deren Quersumme durch 4 teilbar ist. 13

78

Lösung

2 Märchen- und Fabelgestalt Elfe → 11

3 Mit Goethe gesprochen: "Wer reitet so spät durch .... und Wind?" Nacht → 8

4 Eine der Hauptfiguren in Mozarts Oper La clemenza di Tito ist der

_ _ _ _us.

5 Verbote gibt es viele, Gebote, die einen festen Begriff darstellen gibt es

___?

Sextus → 6

6 Mit Pluto waren es ___? 9 Planeten

7 Mathematisch multiplikativ gesehen ein ultrakonservatives Element. 1 (neutrales Element bzgl. der Multiplikation)

8 N2+_ H2 → 2 NH3 3

9 How many periods a candidate can run for president of the U.S.? 2

10 Wieviele Evangelisten gibt es? 4

11 Zusammen mit der Essenz bestimmt diese Zahl das Wesentliche. Quintessenz → 5

12 Provinz eines weniger bekannten romanischsprachigen Landes. Siebenbürgen in Rumänien → 7

13 Immer noch gebräuchliche Bezeichnung für eine bestimmte Stückzahl. Dutzend → 12

Lösung: Fachkompetenz

Fachkompetenz bewiesen

und einen Buch-Gutschein über 25 € gewonnen hat:

Rabea Rick aus Klasse 9b

Herzlichen Glückwunsch!

10


Rätsel der Einbandseite

1 2 4 8 16 32 64

2 8 2 9 2 10 2 11 2 12 2 13 2 14

2 42 2 43 2 44 2 45 2 46 2 47 2 48

Abbildung 2 Anzahl Pfennige pro Feld des "Schachbretts"

Um die Summe (1) zu ermitteln,

1 2 n

1 ) S n = 1+

q + q + ... + q (hier: speziell q=2)

(

kann man einen Trick anwenden. Multipliziert man diese

Gleichung mit q:

1

( 2 ) q ⋅ S = q + q + ... + q

n

2

n + 1

ergibt sich durch Subtraktion der Gleichung 1 von Gleichung

2 eine entscheidende Vereinfachung:

n+

1

q ⋅Sn

− Sn

= q − 1

.

also

n+

1

q − 1

Sn

=

q − 1

Im vorliegenden Fall also:

49

2 − 1 49

S 48 = = 2 − 1=

5629499

53421310

.

2 − 1

Mit einem ähnlichen Trick soll Carl Friedrich Gauß schon

als Schüler eine Summationsaufgabe, die der Lehrer zur

Überbrückung seiner Abwesenheit gestellt hat, in Rekordzeit

gelöst haben.

Sein Ansatz war folgendermaßen.


i=

1

n

2

n

i=

1

1+

2 + 3 + K + n

+ n + K+

3 + 2 + 1=

n⋅

( n + 1)

also :


I=

1

i :


n

i =

n⋅

( n + 1)

i =

2

Freihof Mitteilungen 2008/2009

Lösung der Rätsel in dieser Ausgabe

79

Rätsel auf den Kollegiumsseiten

Der Händler erklärte den verdutzten

Griechen, dass die unendliche

Reihe

1 1

1+

+ +

4 9

1

+ ... =

16

∑ ∞

1

2

n= 1 n

mit der bei den Tetragoniern

die Fläche des Palastes wachsen

darf, konvergiert, d.h. einen

endlichen Wert hat (die

Summe ist π 2 /6º1,6).

Die ebenfalls harmlos aussehende Reihe der Harmonier (die

„harmonische Reihe“ genannt wird) habe aber keinen endlichen

Wert, d.h. irgendwann bedeckt der „harmonische“ Palast

das ganze Staatsgebiet!!!

Mit einem kleinen Trick konnte der Händler dies den Bürgern

klar machen:

Wie man sieht,

kann man regelmäßigTeilsummen

mit Werten

größer 1/2 finden.

Insgesamt wird somit unendlich oft mehr als 1/2 addiert!

Für Interessierte sei das Ganze etwas mehr im Detail skizziert.

Die Teilreihe der harmonischen ist nach den vorigen Überlegungen

divergent wegen einer divergenten Minorantenreihe:

1+



n n= 2

1

≥ 1+



n=

0

2

2

n

n+

1

= 1+



n=

0

Die tetragonische Reihe konvergiert dagegen auf jeden Fall

gegen eine Summe kleiner 2 wegen:

S ( n)

=

n


1

2

i = 1 i

=

n


i = 1

1 1 1

1

1 + + + + ... = 1 + ∑

1⋅

2 2 ⋅ 3 3 ⋅ 4

i = 1 i(

i + 1)

1 1 i + 1−

i 1

Wegen − = = gilt :

i i + 1 i(

i + 1)

i(

i + 1)

n


i = 1

1 1

= ( −

i(

i + 1)

1

1

)

2

1

2

1

1−

, insgesamt

n + 1

also :

n

1

S(

n)

= ∑ 2

i

1

≤ 1+

1−

< 2

n + 1

i = 1

1 1 1

= 1 + + + ... ≤

ii 2 ⋅ 2 3 ⋅ 3

+

1

(

2


1

)

3

n

1 1

+ ..( − ) =

n n + 1

Da alle Summanden größer Null sind und die gesuchte Summe

beschränkt ist, muss sie kleiner gleich 2 sein:


∑ 2

n

n→∞

n= 1 n

1

1 ≤ lim 2 − + 1 = 2

1 1 1 1 1 1 1

1

+ + ( + ) + ( + + + ) + ... ≥

2 3 4 5 6 7 8

1 2 4

1 1 1

1 + + + + ... = 1 + + + + ...

2 4 8

2 2 2


Bei der Skizze handelt es sich um die Erklärung für das

Zustandekommen eines Regenbogens, genauer: dessen

Hauptbogens und des Winkels unter dem er am

Himmel erscheint.

Freihof Mitteilungen 2008/2009

80

Die Kugel stellt einen überdimensionalen Wassertropfen

dar, der im freien Fall tatsächlich nicht die vermutete

längliche Tropfenform hat, sondern kugelförmig ist.


Für diejenigen, die es etwas

genauer wissen wollen

und sich für die Berechnungen

bzw. Überlegungen

interessieren, sei

die (zugegebenermaßen

etwas abschreckende)

Berechnung grob erklärt.

Mit geometrischen Überlegungen

lässt sich der Winkel

φ bestimmen, den die

Strahlen mittlerer Wellenlänge

nach Reflexion und

Brechung (mittlerer Bogen)

gegenüber der Horizontalen

einnehmen.

Wegen der Brechung am

Wassertropfen wird aus

4

0

dem Eingangswinkel α der Strahlen im weiteren Verlauf

der Winkel β (Snellius'sches Brechungsgesetz).

Beim Hauptbogen des Regenbogens liegt einmalige Reflexion

an der Oberfläche des Tropfens vor (rechts im

Bild), wobei dieStrahlen unter erhalt des Winkels β zurück

ins Innere des Tropfens gelenkt werden.

Wenn die Strahlen aus dem Tropfen austreten (links

unten) erfolgt erneut eine Brechung. Aus dem Winkel β

zum Lot hin wird wieder α.

Der entscheidende Winkel γ (aus dem sich der Winkel

φ als Komplement zu 180° ergibt) kann man wie folgt

bestimmt werden: addiert man zu α 180°−2β, so sieht

man über den Stufenwinkel im zentralen, gleichseitigen

Dreieck an der Reflexionsstelle, dass man damit γ plus

den kleinen Winkel (mit dem Lot an der Reflexionsstelle

als Schenkel) berechnet hat.

Diesen Winkel kann man aus dem gleichschenkligen

Dreieck in der oberen Hälfte des Tropfens und dem

Einfallswinkel berechnen (Rechnung s. am Stufenwinkel

des gesuchten bei γ).

r

2

2

d φφφφ

( h)

=

2

dh

denn :

2

n r

und

r

2

2

− h

also :

− h

2

0

1

− h

3

2

0

2

0

3

2

0

r

2

4h

− h

2

Freihof Mitteilungen 2008/2009

3

2

2

1 2

( n r

1

2

3

2

0

2

2

n r

− h

8h

2

2

− h

3

3

2

81

= 4h(

für h0

= r

4 − n

3

( ≥ 0)

gilt :

1


2

> 0(

für alle r > 0)

2

r − h

2 2

n r − h

2 2 4 − n 2 4 2 2 2

= n r − r = ( n r − r ) ( ≥ 0)

3 3

2

n r

2

8

− h

2

1

3

2

0

− h

3

2

2

n r

2

2

2

2 2

n r

2 4 − n 2 1 2 2 2 1 2 2 2

= r − r = ( n r − r ) = ( n r − h0

) ( ≥ 0)

3 3

4

=


)

=

r

>


− h

− h

3

2

0

3

2

)

Mittels des eingezeichneten

rechtwinkligen Dreiecks

mit Kathete h, Hypothenuse

r und der Snellius'schenBrechungsformel

ergibt sich eine Funktion

φ(h) bei konstantem

Kugelradius r. Durch Differentiation

nach h findet

man einen Extremwert für

ein h0.

Es zeigt sich, dass es

sich dabei um ein (lokales)

Minimum handelt:

Man sieht also zum einen,

dass der Winkel zur Horizontalen

ein Minimum annimmt

und dieses Mini-

mum unabhängig vom Radius r (also der Größe) des

Tropfens ist.

φmin ist also der Winkel des Scheitelpunktes (des Mittelbogens)

des Regenbogens.

Der Hauptbogen eines Regenbogens erscheint somit

vom Boden gemessen (Wechselwinkel zu φ) immer unter

einem Winkel von ca. 42° ☺.

Durch Dispersion (Brechung abhängig von der Wellenlänge)

erscheint blau im Regenbogen unten und rot

oben.

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