Bahnsport aktuell Ausgabe 10/2020

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Hallo zusammen,
der Oktober ist da! Und wir begrüßen Sie herz-
lich zu unserer neuesten Ausgabe.
Was ist das nur für eine Saison? Was ist das nur
für ein Jahr? Lange haben wir warten müssen,
aber zumindest ist sie doch noch angerollt, die
Saison 2020. Und wir dürfen aktuell zumindest
doch noch etwas Methanol schnuppern in die-
sem Jahr...

50. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 10/20

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

LANGBAHN-WM

Lukas Fienhage

gewinnt Auftakt

STECKBRIEF

Jonny Wynant

SPEEDWAY-WM

Es geht los!


50. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 6/20

ABO-TIPP

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

15

STORY

Bruce Penhall

STECKBRIEFE

Michael Härtel

Tom Finger

für

12

Greifen

Sie zu!

• Sie bekommen im ersten

Bezugsjahr 15 Ausgaben Bahnsport

aktuell und müssen nur

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INHALT & EDITORIAL

Kurz und knackig

8

11

Fredrik Lindgren gewann Speedway-GP Nr. 4 in Gorzow vor Leon Madsen (li.) und Jason Doyle

• Foto: Jarek Pabijan

SPEEDWAY

WM: GP 1+2 Wroclaw/POL 6

WM: GP 3+4 Gorzow/POL 8

WM: Challenge Gorican/KRO 10

WM: Junioren Team Outrup/DEN 11

EM: Junioren Team Lodz/POL,

125 ccm Youth Track Racing Cup

Plzen/CZE 13

LANGBAHN

WM: Finale 1 Morizes/FRA 14

Auf dem Titel: Fredrik Lindgren • Foto: Jarek Pabijan

STECKBRIEF

Jonny Wynant 16

SONSTIGES

People & Facts 4

International 20

Clubnotizen/Notizen 28

Bazar/Impressum 31

Polen holte Gold bei der Junioren-Team-WM. Dominik Kubera (re.) hier im Fight mit Mads Hansen, holte

die meisten Punkte für seine Mannschaft • Foto: Jarek Pabijan

- von Nadine Pfeiffer -

Hallo zusammen,

der Oktober ist da! Und wir begrüßen Sie herzlich

zu unserer neuesten Ausgabe.

Was ist das nur für eine Saison? Was ist das nur

für ein Jahr? Lange haben wir warten müssen,

aber zumindest ist sie doch noch angerollt, die

Saison 2020. Und wir dürfen aktuell zumindest

doch noch etwas Methanol schnuppern in diesem

Jahr.

So ist zum Beispiel der Speedway Grand Prix in

vollem Gange, mit Fredrik Lindgren zum aktuellen

Zeitpunkt an der Spitze.

Und das Polen-U21-Team wurde jüngst einmal

mehr Weltmeister! Herzlichen Glückwunsch dazu

an dieser Stelle! Überhaupt spielt Polen in

dieser Saison eine besondere Rolle. Findet

doch vieles, wovon wir hier derzeit nur träumen

können, dort statt.

So auch (leider überschneidend mit unserem

Erscheinungstermin) das Langbahn-WM-Finale

2020.

Wie gerne hätten wir ein WM-Langbahnrennen

auch bei uns besuchen dürfen. Kein Herxheim,

kein Mühldorf und auch kein Vechta. Bitter, bitter.

Wo doch die Langbahn bei uns seit jeher

solch eine große Rolle spielt und besonderen

Stellenwert hat. Und ob der Oktober golden

wird und uns der WM-Ausgang das Saisonende

doch noch versüßt, entscheidet sich also parallel

mit unserem Erscheinen. Unsere Daumen

sind auf jeden Fall fest gedrückt für Lukas Fienhage!

Und auch der FIM Europe U19 Speedway Pairs

Cup in Güstrow verspricht Spannung an besagtem

Wochenende. Auch hier haben wir mit Ben

Ernst und Norick Blödorn zwei vielversprechende

Youngster am Start und somit hoffentlich

auch als Team beim Paarfahren. Auch hierauf

haben wir unseren Blick und fiebern mit.

Dann geht es Schlag auf Schlag weiter. Mit der

U21-Speedway-WM in Pardubice. Und auch hier

wieder mit Lukas Fienhage in der Hauptrolle! Es

ist und bleibt also spannend.

Aber auch in Hessen brummen im Oktober die

Motoren. So findet hierzulande in Neuenhaßlau

das einzige Grasbahnrennnen des Jahres

statt. Und in Diedenbergen dürfen wir uns auch

noch auf den Speedway Team-Cup (nebst Flat-

Track-WM) freuen.

Eine absolute Ausnahmesaison, gefühlt gerade

erst verspätet begonnen, geht quasi im Oktober

jetzt auch schon wieder zu Ende. Kurz und

knackig, aber oho!

Und jetzt viel Spaß beim Lesen. In dieser Ausgabe

auch wieder mit der Vorstellung eines Nachwuchsfahrers,

nämlich von Jonny Wynant.

Ansonsten halten Sie sich tapfer!

Und bis bald!

MfG

Nadine P.

Besuchen Sie uns auf


PEOPLE & FACTS

Während in Deutschland die Speedway- und Sandbahnsaison von ein

paar Ausnahmen abgesehen weitestgehend ausfallen und auch die geplanten

Rennen in Herxheim der Corona-Pandemie zum Opfer fallen, werden

in Polen schon seit Juni wieder Rennen gefahren und auch in Frankreich

finden Motorsportveranstaltungen mit Zuschauern statt.

Lukas Fienhage auf Goldkurs

In seiner zweiten vollen WM-Saison steht Lukas Fienhage auf der Langbahn

schon vor dem ganz großen Coup. Aufgrund der Corona Pandemie

wurde die Weltmeisterschaft von fünf, auf zwei Rennen verkürzt. Im südfranzösischen

Morizes fand der erste Lauf zur Langbahn-Weltmeisterschaft

statt (s. auch Bericht auf Seite 14). Der 20-jährige Lohner musste in

den Vorläufen nur einen Punkt an den Niederländer Theo Pijper abgeben

und war somit punktbester Fahrer nach den Vorläufen. Auch das Semifinale

konnte Lukas gewinnen, sodass er sich für das alles entscheidende

Finale als Erster den Startplatz aussuchen konnte. Nach einem guten

Start, ging Fienhage zusammen mit seinem ärgsten Rivalen Mathieu Trésarrieu

in die erste Kurve: „Das Finale war der absolute Kracher. Es wurde

in der ersten Kurve ganz schön eng und ich bin weit nach außen an die Airfence

gekommen. Da habe ich dann zum Glück den nötigen Grip gefunden

und konnte mich bis zum Schluss auf dem 1. Platz behaupten“, erzählte

Fienhage.

Damit zeigt sich der MSC Clubfahrer vor seinen nächsten Aufgaben in bestechender

Form. Doch bevor es am 27. September zum finalen Rennen in

Rzeszow kommt, stehen noch ein paar Matches in der polnischen Liga mit

den „Wölfen“ aus Wittstock an. Aber damit noch nicht genug. Auch auf der

Speedwaybahn möchte sich Lukas noch einen Traum erfüllen: „Ich stehe

im Speedway-U21-Europa- und WM-Finale und möchte dort natürlich

nicht einfach nur mitfahren, sondern auch versuchen zu siegen,“ so Fienhage

weiter.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für das Speedway Team Cup Finale

am 18.10.2020 im hessischen Diedenbergen auf Hochtouren. Hier treffen

die Cloppenburg Fighters in einem Eintagesfinale auf die Teams aus

Olching, Berghaupten und Gastgeber Diedenbergen. Teamchef Manfred

Bäker kann aus dem Vollen schöpfen und wird mit Kapitän René Deddens,

Norick Blödorn, Jonny Wynant, Niels Oliver Wessel und eben Lukas Fienhage

ins Rennen gehen.

• Text: Presseteam MSC Cloppenburg; Foto: MSC/Jesper Veldhuizen

Max Dilgers logistische

Meisterleistung

Max Dilger und Lukas Fienhage, die für die Motorsportvereinigung

Herxheim starten, traten beim ersten von zwei Finalrennen der Sandbahnweltmeisterschaft

in Morizès bei Bordeaux an. Fienhage gewann

den WM-Auftakt und führt derzeit die WM-Wertung an, während Dilger

nach einer logistischen Meisterleistung knapp das Finale verpasste.

Max Dilger, war bereits einige Male in diesem Jahr in Frankreich und nach

diversen Absagen rückte der in Lahr bei Offenburg wohnende Sandbahnund

Speedwayfahrer in die Langbahn-Weltmeisterschaft nach und war

somit beim ersten Finalrennen in Morizès mit dabei. Aus der Nähe von Offenburg

wäre die Anreise ins knapp 900 Kilometer entfernte Morizès kein

großes Meisterstück, hätte Dilger nicht am Vorabend des Rennens in

Frankreich in der zweiten polnischen Liga in Rzeszow unweit der ukrainischen

Grenze starten müssen. Auf der Straße wäre diese Strecke in der

Kürze der Zeit nicht zu bewältigen gewesen und so musste Dilger sein Material

teilen und zwei Teams auf die Reise schicken. Am Donnerstagabend

startete Dilger mit einem Mechanikerteam die 1323 km lange Anreise

nach Rzeszow und bestritt dort das Ligarennen für sein Ligateam aus Rawicz.

Fünf Punkte aus fünf Läufen waren eine durchwachsene Ausbeute

und zu allem Überfluss unterlag Dilgers Team auch noch in Rzeszow. Für

Dilger blieb nach dem Rennen nicht viel Zeit zum Einpacken, denn da die

Strecke nach Frankreich auf der Straße nicht rechtzeitig zu bewältigen

war, reiste Dilger per Flugzeug. Eine neunstündige Autofahrt brachte Dilger

nach Berlin an den Flughafen, wo es in der Wartehalle eine Mütze

Schlaf gab, ehe es im Flieger über London nach Bordeaux ging. Dort wurde

Dilger am Flughafen abgeholt und traf um 13:50 Uhr im Fahrerlager in

Morizes ein. Das zweite Mechanikerteam, das die Anreise nach Morizès

ohne Dilger absolviert hatte, hatte die Bikes bereits für das Training, das

um 14:05 Uhr begann, vorbereitet. Das erste Finalrennen lief für Dilger um

einiges besser als noch das Speedwayrennen am Vorabend in Polen. Dilger

verpasste im Halbfinale den Finaleinzug knapp und wurde im ersten

von nur zwei Finalrennen der Langbahn-Weltmeisterschaft Siebter und

hat beste Chancen, beim zweiten Finalrennen Ende September in Polen

sich zumindest einen Startplatz für die WM 2021 zu sichern. Sonntagvormittag

kehrte Dilger dann wieder ins heimische Lahr zurück und konnte

auf 5000 Kilometer, die er mit seinem Team innerhalb von 62 Stunden

durch Europa absolvierte, zurückblicken. • Manuel Wüst

DMSB-Prädikate 2020

endgültig abgesagt

Nachdem bereits kurz nach Beginn der Corona-Pandemie die deutsche

Speedway-Bundesliga für das Jahr 2020 abgesagt wurde, erfolgte nun

auch die endgültige Gewissheit für die weiteren DMSB-Prädikate. „Ersatzlos

gestrichen“, heißt es aus dem Fachausschuss Bahnsport. Drei

Wettbewerbe fallen dieser Entscheidung zum Opfer: U21 Deutsche Meisterschaft

in Olching, Deutsche Speedway-Einzelmeisterschaft in Stralsund

und DMSB Speedway Paar Cup in Abensberg.

Wie kam diese Entscheidung zustande? Die oben genannten Clubs standen

in regelmäßigem Austausch mit dem DMSB und bewerteten die regionalen

wie überregionalen Entwicklungen ständig neu. Für die Wettbewerbe

wurden mehrfach neue Termine angesetzt. Diese können jedoch mit

Blick auf den Kalender und auf die aktuelle Corona-Lage nun auch nicht

mehr realisiert werden. Behördliche Genehmigungen werden entweder

nicht erteilt oder nur unter derart strengen Auflagen, dass für die Veranstalter

organisatorisch und finanziell keine Planungssicherheit besteht.

Somit verständigten sich der Fachausschuss Bahnsport beim DMSB und

die örtlichen Clubs auf eine endgültige Absage der Rennen. „Man hätte

womöglich kurzfristig eine Genehmigung für ein Geisterrennen bekommen.

Aber macht das sportlich und finanziell Sinn?

„Schlussendlich sind wir als Motorsportclubs immer auf die Behörden

angewiesen, um ein Rennen starten zu dürfen. Dass sich dies aktuell als

quasi unmöglich darstellt, steht wohl außer Frage. Das ist in Bayern ähnlich

wie im Rest von Deutschland, siehe Stralsund“, so Sascha Dörner

vom MSC Abensberg.

Es bleibt also der Blick auf das Jahr 2021 verbunden mit der Hoffnung auf

Rückkehr zur Normalität. • Bernhard Härtinger

4 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


Weltmeister Jerzy Szczakiel verstorben

Am 1. September verstarb der erste polnische Speedway-Weltmeister Jerzy

Szczakiel nach langer, schwerer Krankheit einem Krankenhaus in Opole.

Der Pole wurde am 28. Januar 1949 in Grudzice, heute ein Stadtteil von

Opole, geboren. Kein Wunder also, dass er seine ersten Runden auf der

Bahn von Kolejarz (Eisenbahner)

Opole drehte und dann

dem Verein seine ganze sportliche

Laufbahn über treu

blieb. 1967 gab Szczakiel sein

Ligadebüt. Im Heimmatch gegen

das Team von Stal Torun

erzielte der damals 18-Jährige

3 Punkte. Bald wurde der junge

Fahrer zu einer der Hauptstützen

des schlesischen

Zweitligisten und stieg 1969

mit Kolejarz in die 1. Liga auf.

Seine guten Leistungen blieben

nicht unbemerkt und führten

dazu, dass Szczakiel Mitglied

der Nationalmannschaft

wurde. 1970 nominierte man

ihn für das Speedway-WM-Finale

in Wroclaw als Reservist,

aber er kam im Olympia-Stadion nicht zum Einsatz. In der darauf folgenden

Saison feierte Szczakiel seinen ersten großen internationalen Erfolg.

Im Best-Pairs-Finale in Rybnik holte er mit Andrzej Wyglenda die Goldmedaille.

Das polnische Duo erkämpfte ein makelloses Punktemaximum und

beide Fahrer kamen auf jeweils 15 Zähler. Im 15. Heat schlugen die Polen

dabei das hochfavorisierte Team aus Neuseeland, Ivan Mauger und Barry

Briggs, mit einem 5:1. In der Einzel-WM war Szczakiel ebenfalls erfolgreich.

Nach einem 2. Platz im Konti-Semifinale in Gorzow wurde der

Speedway-Pilot im Kontinentalfinale im tschechischen Slany Vierter und

zog ins Europafinale im Wembley-Stadion ein, wo er mit 7 Zählern den 7.

Platz belegte und als einziger Pole das Weltfinale erreichte. Im Ullevi-Stadion

in Göteborg zahlte Szczakiel Lehrgeld, blieb ohne Punkte und belegte

den letzten Rang. Im nächsten Jahr qualifizierte er sich fürs Kontifinale

im sowjetischen Tscherkessk, konnte jedoch dort verletzungsbedingt

nicht antreten.

Und dann kam das Jahr 1973. Der polnische Verband war Organisator des

Einzel-Weltfinals und durfte fünf Fahrer für das Rennen in Chorzow nomi-

nieren. Zunächst hatte man Szczakiel als Rennteilnehmer nicht in Betracht

gezogen, doch dann verletzte sich Cieslak und der Fahrer von Kolejarz

bekam seine Chance. Und er nutzte sie! Szczakiel galt vor dem Finale

als krasser Außenseiter. Zum Favoritenkreis gehörten Mauger, Michanek,

Olsen und die Polen Jancarz, Plech, sowie Waloszek. Aber nicht sie, sondern

Jerzy Szczakiel fuhr am 2. September 1973 im Slaski-Stadion das

Rennen seines Lebens. Nach drei Durchgängen war der damals 24-Jährige

noch ungeschlagen, während Mauger im achten Lauf nicht nur hinter dem

Polen ins Ziel kam, sondern sich auch noch Waloszek beugen musste. Im

15. Heat ließ Szczakiel seinen ersten Punkt liegen, als er hinter Chlynovski

Zweiter wurde. Und auch im letzten Durchgang musste sich der Schlesier

erneut geschlagen geben. Diesmal war es Olsen, der damit ein Stechen

um den Weltmeistertitel zwischen Szczakiel und Mauger erzwungen hatte.

Das Duell um Gold war seltsam. Referee Georg Traunspurger ließ das

Band hochschnellen, obwohl der Neuseeländer noch nicht ganz startbereit

war. Der Pole übernahm die Führung, Mauger kam jedoch immer näher

heran. Statt auf eine gute Gelegenheit zu warten, griff der Titelverteidiger

in der zweiten Runde innen an, flog dabei über das Hinterrad von

Szczakiel und stürzte in der Kurve. Unverständlicherweise brach der

Schiedsrichter den Lauf nicht ab. Mauger lag am Zaun, mehrere Personen

versuchten ihm zu helfen, Szczakiel drehte unter dem ohrenbetäubenden

Riesenjubel seine Runden und über hunderttausend polnische Fans waren

völlig aus dem Häuschen. Ihr Landsmann hatte die Goldmedaille gewonnen!

Später konnte der Pole nicht mal mehr annähernd an seinen Erfolg von

Chorzow anknüpfen. Verschiedene Verletzungen warfen ihn immer wieder

zurück. Aber eine WM-Medaille gewann er noch. 1974 holte Szczakiel

im Team-WM-Finale in Chorzow mit Zenon Plech, Andrzej Jurczynski, Jan

Mucha und Andrzej Tkocz Bronze.

In Polen war der Sportler aus Opole weniger erfolgreich. 1970 holte er mit

dem Team von Kolejarz die Bronzemedaille. Viermal qualifizierte er sich

für die Einzelmeisterschaft und gewann 1971 in Rybnik die Silbermedaille.

In der gleichen Saison belegte Szczakiel im Goldhelm den 3. Gesamtrang

und wurde ein Jahr später Junioren-Vizemeister.

1979 beschloss der Pole, nach einer schweren Rückenverletzung seine

Karriere zu beenden. Danach arbeitete er unter anderem als Trainer und

organisierte seit 2002 in Opole Speedwayrennen für Nachwuchsfahrer.

Ein Kreisel in Opole trägt schon seit einigen Jahren seinen Namen.

Ruhe in Frieden, lieber „Eda“. Noch zu Lebzeiten wurdest du zur Legende.

• Text u. Foto: Georg Dobes

+

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genanntes Konto helfen sowie spendenbedürftige

verunfallte Fahrer vorschlagen

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Oktober '20 BAHNSPORT AKTUELL 5


1 + 2 - Wroclaw/POL

Auftaktsieg für

Artem Laguta (Mitte)

vor Maciej Janowski (li.)

und Fredrik Lindgren

• Foto: Jarek Pabijan

Verspäteter Saisonstart

Am 16. Mai sollte ursprünglich die diesjährige GP-Saison in Warschau starten, aber die Pandemie machte den Organisatoren einen

dicken Strich durch die Rechnung. Aus diesem Grund sagte Rechteinhaber BSI die GP-Runden ab oder verlegte sie auf das kommende

Jahr. Diese Taktik konnte jedoch nicht ewig aufgehen, denn BSI ist verpflichtet, mindestens acht GP-Rennen in einer Saison

durchzuführen.

Ansonsten müssten die sich scheinbar in der

Finanzbuchhaltung blendend auskennenden

Engländer der FIM hohe Vertragsstrafen zahlen

und das wollten sie auf keinen Fall. Da nahm es

der Vermarkter sogar in Kauf, willigen Veranstaltern

einen kleinen Rabatt zu gewähren und

er wurde – wie erwartet – in Polen und in der

tschechischen Hauptstadt fündig. Man wählte

insgesamt vier Austragungsorte aus und einigte

sich darauf, dass dort jeweils zwei Rennen

ausgetragen werden. Wegen der Doppelveranstaltungen

verzichtet man in diesem Jahr auf

das Qualifying. Stattdessen werden die Startplätze

wie früher ausgelost. Auch das System

der Punktevergabe ist neu. Die Teilnehmer bekommen

sie jetzt nicht mehr für erkämpfte

Zähler in ihren Läufen, sondern für die am Ende

belegten Ränge. Der Sieger einer GP-Runde

bekommt z. B. immer 20 Punkte, der Zweitplatzierte

18, der Dritte 16, der Vierte 14 usw.

Am 28. August ging dann die 2020er-GP-Saison

in Wroclaw endlich los. Unter Einhaltung

der COVID-19-Regeln und vor nur zirka 4500

Zuschauern kämpfte die Speedway-Elite um

WM-Punkte. Das Rennen im Olympia-Stadion

brachte einige Überraschungen. In der Qualifikation

war Artem Laguta eine Klasse für sich.

Der Russe hatte gute Starts und war auf der

Distanz unheimlich schnell. Im 13. Lauf fuhr er

mit 62 Sekunden die Tagesbestzeit. Laguta erzielte

in den Vorläufen 14 Punkte und beugte

sich nur Maciej Janowski. Der Pole zeigte sich

auf seiner Heimbahn ebenfalls in Hochform.

Der 29-Jährige kam auf 12 Zähler und war nach

20 Heats mit Leon Madsen punktgleich. Emil

Sayfutdinov hatte nach vier Durchgängen

11 Punkte, startete aber im 17. Heat schlecht

und zeigte sich danach überraschenderweise

nicht kämpferisch. Martin Vaculik verzeichnete

zwei Siege und erzielte ebenfalls 11 Zähler.

Auch Tai Woffinden und Bartosz Zmarzlik zogen

mit jeweils 10 Punkten ins Semifinale ein,

wobei der Engländer einen unverschuldeten

Sturz im letzten Durchgang zu beklagen hatte.

Titelverteidiger Zmarzlik tat sich in Wroclaw

schwer. Seine Technik lief nicht optimal und er

musste um jeden Punkt hart kämpfen. Fredrik

Lindgren hatte nach zwei Heats nur 2 Punkte,

doch dann steigerte sich der Schwede und

schrieb 5 weitere dazu. Im 18. Rennen lag der

34-Jährige an 2. Stelle, fuhr aber in der zweiten

Runde in den führenden Zmarzlik und stürzte.

Der Pole konnte sich auf dem Sattel halten,

aber Woffinden legte seine Maschine um und

ging ebenfalls zu Boden. Korrekterweise disqualifizierte

Referee Krister Gardell seinen

Landsmann, dessen Weiterkommen nun an einem

seidenen Faden hing. Im 20. Lauf lag nämlich

Gleb Chugunov, der in Wroclaw mit der

Wildcard unterwegs war, über zwei Runden

lang in Führung, bis dann Jason Doyle und Mikkel

Michelsen an ihm vorbeizogen. Hätte der

junge Wahl-Pole seine Führung halten können,

wäre er auf 8 Punkte gekommen und Lindgren

hätte seine Technik nach der Qualifikation packen

können. Doyle fuhr am Freitag deutlich

unter den Erwartungen. Der Exweltmeister hatte

nach vier Rennen nur 2 Punkte auf dem Konto

und auch ein Sieg im gerade erwähnten Lauf

konnte das Ausscheiden nicht abwenden. Eine

enttäuschende Leistung erbrachte auch Patryk

Dudek, der am Ende mit dem Australier punktgleich

war.

Im ersten Semifinale legte Laguta einen Bombenstart

hin und ließ seinen Gegner keine

Chance. Woffinden überholte Sayfutdinov,

wurde Zweiter und qualifizierte sich für den

Endlauf. Zmarzlik lag zunächst an letzter Stelle,

konnte jedoch in der letzten Runde Sayfutdinov

niederringen. Beide Fahrer schieden allerdings

aus. Der Titelverteidiger wurde somit

Sechster, während der Russe mit einem

7. Rang vorlieb nehmen musste. Im zweiten Semifinale

kam Janowski von Bahn 3 fahrend vom

Start am besten weg und meldete sich als Sieger

im Ziel. Überraschend konnte sich Lindgren

gegen Madsen sowie Vaculik durchsetzen

und kam auch ins Finale. Der Däne belegte am

Ende Platz 5 und Vaculik wurde nur Achter und

das, obwohl der Slowake einen verheißungsvollen

Rennanfang hatte. Im Finale setzte sich

Laguta an die Spitze und gewann ungefährdet

auf der 352 Meter langen Bahn. Der 29-Jährige

trat damit als 42. Speedwayfahrer dem exklusiven

Club der GP-Sieger bei. Es war seine insgesamt

fünfte Finalteilnahme und Laguta

stand zum dritten Mal auf dem Podium. „Ich

bin sehr glücklich. Die Bahn war gut präpariert

und mein Motorrad war sehr schnell. Ich freue

mich sehr über meinen ersten GP-Sieg und hoffe,

dass es in den nächsten Runden genauso

gut laufen wird. Ich will in dieser Saison um etwas

mehr kämpfen, als nur um einen Platz unter

den Top-Sechs“, sagte der sichtlich gerührte

Triumphator nach dem Rennen. Um den

2. Rang tobte ein spannender Kampf. In der

zweiten Runde konnte sich Janowski etwas absetzen

und kreuzte hinter Laguta die Ziellinie.

„Ich war sehr konzentriert und freue mich,

dass der Renntag für mich mit so einer guten

Platzierung endete. Während des Rennens hatte

ich etwas an Speed verloren, aber es ist uns

schnell gelungen, dieses Manko zu beheben.

Ich bin sehr zufrieden. Ich habe noch nie an

zwei GP-Runden innerhalb 48 Stunden teilgenommen.

Ich absolviere zwar sehr viele Rennen

und bin dran gewöhnt, aber GP-Events

sind doch sehr anstrengend“, erzählte der Pole,

der bereits zum 17. Mal das Finale erreichte.

Lindgren und Woffinden lieferten sich ein hartes

Duell, aus dem der Schwede letztendlich

als Sieger hervorgegangen war. Der Skandinavier

war eindeutig der Nutznießer der neuen

WM-Punktevergabe. Er bekam für den 3. Platz

16 WM-Zähler – sechs mehr, als er tatsächlich

eingefahren hatte. „Mein Rennanfang verlief

sehr schwach. Erst mein Sieg über Iversen (in

Lauf 9, Anm. der Red.) baute mich auf. Als ich

dann das Semifinale erreichte, bekam ich einen

neuen Energieschub, weil ich ja wusste,

dass die bisher erzielten Punkte nicht mehr

zählen und das Rennen – sozusagen – neu beginnt“,

erzählte Lindgren.

Am 29. August sollte eigentlich der Grand Prix

von Russland in Togliatti stattfinden, doch auf-

6 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


grund der Corona-Krise gingen die GP-Teilnehmer

erneut im Olympia-Stadion in Wroclaw an

den Start. Im Vergleich zum Vortag verirrten

sich diesmal etwas mehr Zuschauer in die Paderewski-Allee.

Laut offizieller Angabe waren

zirka 5000 Zuschauer da und sie kamen voll

auf ihre Kosten. Schon der Auftaktlauf riss sie

von den Plätzen. Janowski griff in der Zielkurve

Doyle außen an und entriss dem Australier den

Sieg. Im dritten Rennen hatte Lindgren wieder

viel Glück. Der Schwede siegte, hatte aber

gleich hinter dem Ziel eine Reifenpanne. Im darauf

folgenden Heat rollte Laguta ans Startband

und er fing es so an, wie er den Vortag

beendete – mit einem unangefochtenen Sieg.

Doch schon im nächsten Rennen ging der Russe

leer aus. Janowski holte einen weiteren

Dreier und Zmarzlik zog in der dritten Runde an

Laguta innen vorbei. Auch Lindgren verbuchte

im sechsten Rennen seinen zweiten Sieg,

musste aber vorher alle Register seines Könnens

ziehen, um sich gegen Iversen zu behaupten.

Madsen wurde Dritter und Sayfutdinov

blieb punktlos. Nach drei Durchgängen

führte Lindgren mit 8 Zählern das Feld an, gefolgt

von Janowski, der in Heat 9 nur Dritter

wurde. Hinter ihnen lagen Laguta, Iversen und

Chugunov mit jeweils 6 Punkten. Als Sayfutdinov

im 13. Lauf wieder Letzter wurde, war klar,

dass der 30-Jährige die nächste Runde nicht

mehr erreichen würde. Er hatte nur 3 Zähler. In

Heat 15 erkämpfte Woffinden vor Chugunov

seinen ersten Sieg, während Lindgren nicht

über den 3. Rang hinauskam. Der letzte Durchgang

begann mit einem weiteren Sieg von Janowski,

der die Vorläufe mit 13 Punkten abgeschlossen

hatte und vor dem Semifinale an

1. Position lag. Völlig überraschend kreuzte

Lindgren als Letzter den Zielstrich, kam jedoch

mit 9 Punkten weiter. Zmarzlik gewann vor

Woffinden den anschließenden Lauf und beide

erreichten das Semifinale, während Madsen

nur Dritter wurde und mit 7 Zählern schon unter

die Dusche gehen konnte. Im 19. Lauf verzeichnete

Laguta seinen vierten Sieg. Im Vergleich

zum Freitag konnte sich Iversen deutlich

steigern. Der 38-Jährige erkämpfte 10 Punkte

und kam unter die Top-Acht des Abends. Chugunov

fuhr am Sonnabend sehr konstant. Der

Wildcard-Fahrer erreichte viermal als Zweiter

Maciej Janowski, hier vor

Gleb Chugunov, Artem

Laguta und Bartosz

Zmarzlik, gewann GP 2

• Foto: Daniel Sievers

das Ziel und stand mit einem Bein im Semifinale,

aber im 20. Rennen verlor der 20-Jährige in

der Startkurve die Kontrolle über seine Maschine,

kollidierte mit Sayfutdinov und beide

stürzten. Chugunov wurde vom Re-run ausgeschlossen

und musste ums Weiterkommen

bangen. Hätte nämlich Dudek in der Wiederholung

gewonnen, wäre der gebürtige Russe

rausgewesen. Aber Sayfutdinov bezwang den

Polen, der damit wieder den Einzug in die

nächste Runde verpasste.

Der erste Semifinallauf brachte keine Sensation.

Janowski gewann souverän vor Lindgren,

während Iversen und Max Fricke ausschieden.

Der junge Australier fährt in der Ekstraliga für

Sparta Wroclaw und nutzte am Sonnabend den

Heimvorteil. Er landete auf Tagesplatz 5. Iversen

wurde Sechster. Im zweiten Semifinale duellierten

sich Zmarzlik und Woffinden aufs

Schärfste. Der amtierende Weltmeister hatte

am Ende die Nase vorne, aber beide Fahrer

qualifizierten sich für den Endlauf. Laguta wurde

Dritter und schied zusammen mit Chugunov

aus. Der Sieger vom Vortag belegte am Ende

Rang 5. Im Finale ließ Janowski seinem Gegner

nicht den Hauch einer Chance und holte einen

Start-Ziel-Sieg. Es ist bereits der siebte GP-Triumph

des Polen. „Ich möchte mich bei meinem

Team bedanken. Die Jungs haben heute einen

perfekten Job gemacht. Ich danke auch meinen

Fans, obwohl die Tatsache, dass sie diesen

Sieg erwartet haben, die Aufgabe nicht unbedingt

leichter gemacht hat. Wenn man vor eigenem

Publikum fährt, ist der Druck größer als

sonst. Ich freue mich, dass ich heute gewonnen

habe“, sagte „Magic“. Um den 2. Platz

kämpften erneut Zmarzlik und „Woffy“, aber

diesmal konnte sich der Engländer am Titelverteidiger

für die Niederlage im Semifinale revanchieren.

Die niedrigste Podiumsstufe erklomm

schließlich Zmarzlik, wobei Lindgren

dem 25-Jährigen am Ende dicht im Nacken saß.

„Der heutige Abend lief für mich viel besser als

der gestrige, obwohl ich Gefühl habe, dass es

noch besser hätte laufen können. Ich habe

heute zwei andere Motoren als gestern genutzt,

aber eins kann ich sagen: Es gibt keine

Motoren und keine Abstimmungen, die auf allen

Strecken genauso schnell sind und funktio-

nieren. Darum bin ich mit dem 3. Platz zufrieden“,

gab Zmarzlik zu Protokoll.

Antonio Lindbäck wurde sowohl am Freitag als

auch am Sonnabend Letzter. Als die FIM im vergangenen

Jahr beschloss, ihm eine Wildcard zu

geben, hagelte es Kritik. Die Rennen in Wroclaw

bewiesen, dass sie teilweise berechtigt

war. Der Schwede erzielte an beiden Renntagen

jeweils einen Laufpunkt. Am Freitag kam

der 35-Jährige vor Iversen ins Ziel und am

Sonnabend bezwang er Sayfutdinov.

• Texte: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

DEIN REIFEN IST WEICHER

ALS MEINER ...

Große Kontroversen rief die Wahl der Reifen

in Wroclaw hervor. Jahrelang spielten die

Produkte des tschechischen Herstellers Mitas

eine dominierende Rolle im GP, aber

auch andere Pneus sind von der FIM zugelassen

und können verwendet werden. Darunter

befinden sich auch Reifen der türkischen

Firma Anlas. Ihre Produkte benutzten

Laguta und Janowski, die ja in Wroclaw die

Konkurrenz beherrschten, aber auch Michelsen

und Iversen. Die anderen GP-Fahrer

behaupteten jedoch nach der ersten GP-

Runde, die Reifen von Anlas seien zu weich,

um die Norm erfüllen zu können. Denn je

weicher ein Reifen ist, desto besser ist seine

Bodenhaftung, was logischerweise dem

Fahrer Vorteile bringt. Die Mitas-Fahrer

wollten Protest einlegen, aber die FIM-Funktionäre,

die in Wroclaw anwesend waren,

sagten, die Tests müssten im Labor durchgeführt

werden und die Ergebnisse könnte

man frühestens nach zwei oder sogar drei

Monaten erwarten. „Man könnte nun fragen,

wo liegt das Problem, wenn die Anlas-

Reifen zugelassen sind? Das Problem aber

ist, dass es sein könnte, dass der Hersteller

die Mischung der Komponenten nach Genehmigung

geändert hat“, sagte der ehemalige

Speedwayfahrer Krzysztof Cegielski.

„Momentan sind die Reifen eindeutig zu

weich. Wenn der Weltverband Proben im Labor

durchführen möchte, sollte man die Reifen

vielleicht so lange nicht benutzen dürfen,

bis alle Zweifel beseitigt sind“, fügte er

hinzu. Das Problem scheint bei der FIM zu

liegen. Die Funktionäre versuchten, in

Wroclaw die Diskussion herunterzuspielen.

Jedenfalls besteht ein Interessenkonflikt,

denn das Unternehmen Anlas ist seit drei

Jahren GP-Partner. Nach der zweiten GP-

Runde stellte man jedoch fest, dass die FIM

bereit wäre einzulenken, jedoch logischerweise

keine voreiligen Schlüsse ziehen wolle.

Izak Santej, technischer Berater des

Weltverbandes, nahm zwei Reifen mit, einen

von Janowski (Anlas) und einen von

Woffinden (Mitas). Der Slowene will erste

Tests noch vor den Runden in Gorzow

durchführen lassen.

Eins ist sicher, kein Fahrer dürfte nachträglich

bestraft werden, denn es wurden von

der FIM genehmigte Pneus verwendet. „Ich

benutzte im GP Reifen, die erlaubt sind.

Nicht nur Anlas, aber auch fünf andere Reifenmarken

sind ja zugelassen. Darum finde

ich die ganze Diskussion lächerlich. Es interessiert

mich überhaupt nicht, was die anderen

Fahrer sagen. Auch wenn sie behaupten,

ich hätte betrogen“, sagte Maciej Janowski

in einem Fernseh-Interview zu dem

Thema.

Oktober '20 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 3 + 4 - Gorzow/POL

As fast

as Freddie

could

Das zweite GP-Wochenende in Gorzow brachte einige Überraschungen.

Bartosz Zmarzlik gewann zwar einen GP in seiner

Heimatstadt, aber es gelang ihm nicht, die WM-Spitze zu

erobern. Fredrik Lindgren qualifizierte sich an beiden Renntagen

fürs Finale, siegte am Sonnabend und übernahm die

Gesamtführung.

Die dritte GP-Runde fand am 11. September

statt, aber schon zwei Tage zuvor fiel die erste

wichtige Entscheidung. Der Weltverband wandte

sich nämlich mit folgender Mitteilung an die

GP-Fahrer: „Die FIM hat beschlossen, die Verwendung

von Anlas-Reifen mit sofortiger Wirkung

vorübergehend einzustellen. Die Anlas-

Reifen dürfen bis auf Weiteres bei jeglichen

Speedway-WM-Veranstaltungen nicht mehr

verwendet werden. Dazu gehören auch die

SGP-Runden in Gorzow am kommenden Wochenende.

Verwenden Sie bitte an diesem Wochenende

andere von der FIM zugelassene Reifen.“

Izak Santej, technischer Berater des Weltverbandes,

hatte nach den Rennen in Wroclaw

genaue Tests der Reifenmarken Anlas und Mitas

im slowenischen Nationalinstitut für Hochund

Tiefbau durchführen lassen und und dort

war man zu dem Schluss gekommen, dass die

Anlas-Pneus nicht den Anforderungen des

Technischen FIM-Regelwerkes entsprechen.

Diese Entscheidung brachte viele Spekulationen

mit sich. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgte

man in Gorzow vor allem das Abschneiden

von Maciej Janowski und Artem Laguta, die

in Wroclaw Reifen des türkischen Herstellers

benutzt hatten und dort ganz oben auf dem Podium

standen.

Bartosz Zmarzlik galt vor dem GP-Wochenende

in Gorzow als großer Favorit, denn er kennt die

329 Meter lange Strecke in- auswendig und

weiß ganz genau, wo schnelle Fahrlinien zu finden

sind. Und der 25-Jährige wurde am Freitag

seiner Rolle gerecht. Nach vier souveränen Siegen

beugte sich der amtierende Weltmeister

erst im 19. Lauf Tai Woffinden und schloss die

Qualifikation mit 14 Zählern ab. Im Semifinale

ließ der Pole seinen Gegnern keine Chance und

holte einen Start-Ziel-Sieg. Der Endlauf hatte es

in sich. Jason Doyle kam vom Start am besten

weg, aber ausgangs der Startkurve lag Zmarzlik

schon an der Spitze. Der Australier gab jedoch

nicht auf und ging auf der letzten Gerade am Titelverteidiger

innen vorbei. In der Zielkurve ließ

Doyle sich etwas nach außen treiben, aber

Zmarzlik fand an der Planke eine Lücke, wo er

durchschlüpfen konnte, und hatte im Ziel vor

zirka 4000 Zuschauern knapp die Nase vorne.

„Ein Sieg vor eigenem Publikum ist etwas Besonderes.

Es ist jedoch nicht einfach, das zu erreichen,

weil die ganze Aufmerksamkeit der Zuschauer

sich auf den heimischen Fahrer fokussiert“,

sagte der glückliche Gewinner von Stal

Gorzow. Es war sein sechster GP-Triumph insgesamt

und zweiter im Edward-Jancarz-Stadion.

Eine (fast) Sensation war die Performance

von Jason Doyle. Bisher fuhr der Australier nämlich

deutlich unter den Erwartungen. Nach den

GP-Runden in Wroclaw lag er in der WM-Wertung

an 15. Stelle und auch in der Ekstraliga war

seine Form instabil. Zunächst deutete nichts

darauf hin, dass Doyle in Gorzow etwas reißen

könnte. Nach drei Durchgängen hatte der

34-Jährige nur 3 Punkte, doch dann konnte er

sich enorm steigern. Mit 8 Zählern schaffte

Doyle gerade noch den Einzug ins Semifinale,

wo er hinter Zmarzlik, aber vor Woffinden und

Janowski als Zweiter ins Ziel kam. Dank seines

2. Tagesranges katapultierte sich Doyle in der

Gesamtwertung um 8 Positionen nach oben

und lag an 7. Stelle.

Fredrik Lindgren verzeichnete in den Vorläufen

zwei Siege und war drittbester Fahrer in dieser

Rennphase. Im zweiten Semifinallauf war der

Schwede nach dem Start Letzter, konnte sich

aber nach einem Fahrfehler von Matej Zagar auf

die 2. Position setzen und kreuzte hinter Leon

Madsen den Zielstrich. Im Endlauf revanchierte

sich Lindgren am Dänen und wurde letztendlich

Dritter. Madsen hatte nach vier Durchgängen

6 Zähler auf dem Konto und brauchte im

20. Heat unbedingt einen Dreier, um weiterzukommen.

Nach einem spannenden Fight rang er

Doyle nieder und erreichte als Fünftbester die

nächste Runde. Eine starke Leistung bot Martin

Vaculik in der Anfangsphase. Mit zwei Laufsiegen

und 12 Zählern qualifizierte sich der Slowake

als Zweiter fürs Semifinale, wurde dann jedoch

hinter Madsen, und Lindgren Dritter und

schied aus. Genauso erging es Tai Woffinden.

Der dreifache Weltmeister war nach 20 Heats

mit 11 Punkten Vierter, aber im ersten Semifinale

kam er nur als Dritter ins Ziel und konnte die

Technik vorzeitig in seinem Transporter verstauen.

Von Janowskis Überlegenheit in Wroclaw

war nicht mehr viel übrig. Der WM-Führende

schaffte zwar den Sprung unter die Top-Acht,

aber das war auch schon alles an diesem Renntag.

Nichtsdestotrotz blieb der 29-Jährige weiterhin

an der WM-Spitze, hatte aber nur noch

ein Pünktchen Vorsprung auf Zmarzlik und 2 auf

Lindgren.

Laguta verpasste das Semifinale knapp. Der

Russe hatte nach zwei Durchgängen noch keine

Punkte geschrieben, fuhr danach allerdings

deutlich besser und wurde mit 7 Zählern Neunter.

Der 29-Jährige rutschte im WM-Klassement

um drei Plätze ab und lag an 5. Position. Emil

Sayfutdinov fuhr wieder unter den Erwartungen.

Er schrieb einen Sieg, aber sonst war seine

Punkteausbeute alles andere als berauschend.

Der Russe belegte mit 6 Zählern Tagesrang 10,

gefolgt vom punktgleichen Niels Kristian Iversen.

Weiter folgten Mikkel Michelsen und Max

Fricke. Der junge Australier hatte nach zwei Läufen

4 Punkte, aber danach kam er dreimal nicht

über den letzten Platz hinaus. Besonders peinlich

für das „Känguru“ war das in Heat 11, als er

nach einem schwachen Start den 19-jährigen

Reservisten Wiktor Jasinski am Ende erfolglos

versuchte zu überholen. Anders Thomsen bekam

von den Organisatoren die Wildcard und

erzielte am Freitag 4 Punkte. Er konnte unter anderem

die beiden Russen sowie seinen Landsmann

Madsen hinter sich lassen. Zum dritten

Mal in Folge wurde Antonio Lindbäck Sechzehn-

8 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


ter. Der Schwede verbuchte diesmal 2 Zähler.

Schon im Auftaktlauf kam es zu einem spektakulären

Sturz. Zuerst kollidierten Patryk Dudek

und Thomsen leicht. Dann touchierte der Pole

das Motorrad von Sayfutdinov, verlor Kontrolle

über sein Bike, blieb auf dem Lenker hängen

und krachte in die Planke. Die Wucht des Stoßes

war so groß, dass die Maschine über die

Bahnbegrenzung flog und in der Sicherheitszone

liegen blieb. Der Pole verletzte sich dabei am

rechten Bein. Auch der Däne ging zu Boden,

aber glücklicherweise passierte ihm nichts. Es

ist unfassbar, aber Dudek konnte den Wiederholungslauf

noch gewinnen, bis die Schmerzen

so stark wurden, dass er sich nach zwei Durchgängen

abmeldete.

Fast 5500 Zuschauer kamen am Sonnabend ins

Edward-Jancarz-Stadion, um noch einen Sieg

ihres Idols zu sehen und zu feiern. Und tatsächlich

sah es am Anfang so aus, als ob Zmarzlik

wieder ganz oben auf dem Podium stehen würde.

Der Titelverteidiger flog förmlich über die

Strecke und fuhr von einem Sieg zum nächsten.

Nach vier Durchgängen war der Pole noch ungeschlagen,

aber im 18. Lauf startete er schlecht

von der Innenbahn und Doyle machte ihm innen

die Tür zu. Der Australier wehrte alle Angriffe

von Zmarzlik gekonnt ab und kam als Zweiter

ins Ziel. Woffinden startete von der Außenbahn,

fand dort eine schnelle Fahrlinie und siegte unangefochten.

Der amtierende Weltmeister war

mit 13 Punkten bester Mann der Vorläufe und

wählte im Semifinale die Außenbahn. Er erwischte

wieder keinen guten Start und Sayfutdinov

zeigte ihm in der Kurve das Hinterrad.

Zmarzlik lag an letzter Stelle und konnte danach

nur noch Woffinden niederringen. Statt eines

weiteren Triumphes musste sich der 25-Jährige

mit einem für ihn enttäuschenden 5. Tagesrang

begnügen, was dem Fahrer am Ende

12 WM-Punkte brachte.

„Aller guten Dinge sind ... vier“, dieses Motto

hätte Lindgren vor der vierten GP-Runde wählen

können. Der Schwede qualifizierte sich

nämlich in dieser WM-Saison jedes Mal fürs Finale,

aber dabei kamen „nur“ zwei 3. Plätze heraus.

Der 34-Jährige begann am Sonnabend mit

einem 2. Platz hinter Zmarzlik, holte aber danach

zwei Siege. In der Endphase der Qualifikation

beugte sich der Skandinavier zwar Doyle

und Sayfutdinov, war jedoch mit 12 Zählern

drittbester Pilot der Vorläufe. Im Semifinale

fügte ihm der Australier noch eine Niederlage

zu, aber beide Fahrer zogen in den Endlauf ein.

Im Finale setzte sich Doyle nach dem Start an

die Spitze, aber Lindgren griff in der zweiten

Kurve außen an. Diese Attacke wehrte der

Downunder-Fahrer noch ab, aber in der nächsten

Kurve markierte Lindgren eine Attacke außen,

zog dann blitzschnell nach innen, ging in

Front und kreuzte als Erster die Ziellinie. „Das

ist ein großer Tag für mich. Ich habe die Attacken

der Polen abgewehrt. Wenn zwei sich

streiten, freut sich der Dritte, sagt man und das

war heute der Fall. Ich will noch gar nicht daran

denken, was als Nächstes kommt. Ich sehe

aber, dass ich große Chancen habe und ich werde

alles tun, um sie zu nutzen“, sagte Lindgren

nach dem Rennen. Es war sein fünfter GP-Sieg.

Fast „Freddie“ bekam dafür 20 WM-Punkte und

führt nach vier Runden das Feld an. Sein Vorsprung

auf Zmarzlik beträgt derzeit 7 Zähler.

Jason Doyle is back. Am Freitag holte der Australier

einen hervorragenden 2. Rang und es

scheint, als ob dieses Erfolgserlebnis ausschlaggebend

für ihn war, um wieder im Kampf

um die vorderen Plätze mitzumischen. Der

Weltmeister von 2017 holte in der Quali 12 Zähler

und erreichte nach seinem Sieg im zweiten

Semifinallauf das Finale. In der Zielkurve ließ er

etwas zu viel Platz innen und Madsen nutzte

das eiskalt aus. Er startete eine überharte Attacke.

Ausgangs der Kurve gab es einen heftigen

Körperkontakt zwischen den beiden und Madsen

sicherte sich letztendlich den 2. Rang, dicht

gefolgt von Doyle. Wäre der Australier dabei gestürzt,

hätte Referee Steentoft seinen Landsmann

disqualifizieren müssen. Kein Wunder,

dass sich der Exweltmeister gleich nach dem

Lauf bei GP-Renndirektor Phil Morris beschwerte.

Madsen wollte sich vor der Siegerehrung mit

Doyle aussprechen, aber das „Känguru“ hatte

keine Lust dazu. „Die Rennen in Gorzow zeigten,

dass ich die Krise schon hinter mir habe.

Ich bin wieder da, wo ich schon mal war. Ich habe

in letzter Zeit häufiger Kontakt mit meiner

Frau und das ist sehr wichtig für mich“, sagte

Doyle. Leon Madsen überholte in der WM-Wertung

Laguta und ist momentan Fünfter. Sein

Rückstand auf Lindgren beträgt 17 Punkte. Zum

ersten Mal schaffte es Emil Sayfutdinov, unter

die Top-Vier zu kommen, aber im Finale griff er

nicht ins Geschehen ein. Der Rennanfang sah

für den 30-Jährigen recht düster aus. Nach zwei

Läufen hatte er nur einen Punkt auf dem Konto,

aber danach erzielte der Russe vier Siege in Folge.

Wieder scheiterte Martin Vaculik im Semifinale

ganz knapp und musste mit dem 6. Platz vorlieb

nehmen. Der Slowake ist im WM-Klassement

Neunter, aber sein Rückstand auf den sechstplatzierten

Laguta beträgt schon 10 Punkte.

„Ich dachte im Semifinale, ich könnte Doyle außen

überholen, aber es hat nicht geklappt. Ich

bin sauer, weil ich ein weiteres Finale verpasst

habe und beim neuen Punktesystem ist das

enorm wichtig“, so der 30-Jährige. Hinter ihm

landete Tai Woffinden. Der Engländer holte in

den Vorläufen – wie Madsen und Vaculik –

11 Punkte, aber dann kam das Aus. Der 30-Jährige

wurde Tagessiebter und ist zurzeit WM-Vierter.

Das Samstagsrennen war insgesamt die zehnte

GP-Runde in Gorzow, aber es war das erste Mal,

dass kein Vertreter der Gastgeber den Endlauf

erreicht hatte. Maciej Janowski fuhr etwas besser

als am Vortag, aber es reichte nur für

Rang 8. Der Pole wurde in der Gesamtwertung

von Lindgren und Zmarzlik überholt und hat

2 Punkte weniger als sein Landsmann. Patryk

Dudek entschied sich, nach seinem Sturz am

Freitag doch an den Start zu gehen, war aber

sichtlich gehandicapt. Der Pole riss im Auftaktrennen

das Startband und seinen einzigen Zähler

holte er im 20. Heat, als er Michelsen hinter

sich ließ. Der 28-Jährige belegte Rang 16.

Eine kleine Steigerung konnte man bei Max Fricke

feststellen. Der 24-Jährige erkämpfte

8 Punkte, schied nach 20 Heats knapp aus und

wurde Neunter. Artem Laguta und Niels Kristian

Iversen, die in Wroclaw mit Anlas-Reifen unterwegs

waren, schrieben jeweils 3 Punkte und sicherten

sich die Plätze 12 bzw. 13. Punktgleich

mit ihnen war Antonio Lindbäck, der diesmal

Vierzehnter wurde.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

SPEEDWAY-WM

(nach 4 von 8 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 (VP) GP2 (VP) GP3 (VP) GP4 (VP) Ges.

1. Fredrik Lindgren SWE 16 (10) 14 (11) 16 (16) 20 (17) 66

2. Bartosz Zmarzlik POL 11 (11) 16 (14) 20 (20) 12 (12) 59

3. Maciej Janowski POL 18 (17) 20 (19) 10 (8) 9 (9) 57

4. Tai Woffinden GBR 14 (12) 18 (18) 11 (12) 10 (11) 53

5. Leon Madsen DEN 12 (13) 6 (7) 14 (12) 18 (15) 50

6. Artem Laguta RUS 20 (20) 12 (13) 8 (7) 5 (3) 45

7. Jason Doyle AUS 6 (5) 2 (3) 18 (12) 16 (16) 42

8. Emil Sayfutdinov RUS 10 (11) 5 (6) 7 (6) 14 (13) 36

9. Martin Vaculik SVK 9 (11) 3 (4) 12 (13) 11 (12) 35

10. Matej Zagar SLO 8 (6) 4 (4) 9 (8) 6 (5) 27

11. Niels Kristian Iversen DEN 3 (3) 11 (11) 6 (6) 4 (3) 24

12. Max Fricke AUS 2 (2) 10 (8) 4 (4) 8 (8) 24

13. Mikkel Michelsen DEN 4 7 (7) 5 (5) 2 (2) 18

14. Gleb Chugunov RUS 7 (6) 9 (8) 16

15. Patryk Dudek POL 5 8 (7) 2 (3) 1 (1) 16

16. Anders Thomsen DEN 3 (4) 7 (7) 10

17. Antonio Lindbäck SWE 1 (1) 1 (1) 1 (2) 3 (3) 6

18. Rafal Karczmarz POL 0 (1) 0 (0) 0

19. Wiktor Jasinski POL 0 (1) 0

20. Przemyslaw Liszka POL 0 (0) 0

21. Michal Curzytek POL 0 (0) 0

GP1 - Wroclaw/POL - SF1: Laguta, Woffinden, Zmarzlik, Sayfutdinov; SF2: Janowski, Lindgren,

Madsen, Vaculik; Finale: Laguta, Janowski, Lindgren, Woffinden.

GP2 - Wroclaw/POL - SF1: Janowski, Lindgren, Iversen, Fricke; SF2: Woffinden, Zmarzlik, Laguta,

Chugunov; Finale: Janowski, Woffinden, Zmarzlik, Lindgren.

GP3 - Gorzow/POL - SF1: Zmarzlik, Doyle, Woffinden, Janowski; SF2: Madsen, Lindgren, Vaculik,

Zagar; Finale: Zmarzlik, Doyle, Lindgren, Madsen.

GP4 - Gorzow/POL - SF1: Sayfutdinov, Madsen, Zmarzlik, Woffinden; SF2: Doyle, Lindgren, Vaculik,

Janowski; Finale: Lindgren, Madsen, Doyle, Sayfutdinov.


SPEEDWAY-WM

Challenge - Gorican/CRO

Oliver Berntzon vor Timo Lahti, Matej Zagar und Dimitri Bergé

Corona-Challenge

Der GP-Challenge in Gorican, der am 22. August ausgetragen wurde, war eine der seltsamsten WM-Qualifikationen der letzten

20 Jahre. Wegen der Pandemie war die FIM gezwungen, alle Qualirunden – bis auf das Rennen in Kroatien – abzusagen und auch der

Challenge, der ursprünglich ja in Zarnovica stattfinden sollte, musste aufgrund strenger COVID-19-Regeln in der Slowakei nach Gorican

verlegt werden.

Da sich keine Fahrer vorher für das Rennen

qualifizieren konnten, beschloss der Weltverband

15 Startplätze an 15 nationale Föderationen

zu vergeben, die sich vor der Corona-Krise

für das Speedway of Nations gemeldet hatten.

Darüber hinaus verfügte der Organisator über

eine Wildcard, die logischerweise Jurica Pavlic

bekam. Ohne das Niveau des Rennens herabstufen

zu wollen, muss man jedoch sagen, hätte

es keine Pandemie gegeben, hätten einige

Starter unter normalen Umständen im Millennium-Stadion

nichts zu suchen gehabt.

Vor dem Rennen galten die GP-Teilnehmer Matej

Zagar und Max Fricke als große Anwärter

auf einen der heißbegehrten Qualifikationsplätze.

Zum Favoritenkreis gehörten auch Mikkel

Michelsen, der in diesjähriger GP-Serie den

verletzten Martin Smolinski ersetzte, Grigorij

Laguta und Timo Lahti, der in der EM eine starke

Leistung gezeigt hatte. Da sich nur die drei

besten Fahrer für den GP 2021 qualifizieren

konnten, machte sich die Nervosität schon von

Anfang an breit, denn jeder Fehler hätte womöglich

das Weiterkommen kosten können.

Dass ein enormer Druck auf den Fahrern lastete,

bewiesen Laguta und Michelsen schon im

Auftaktheat, der zweimal wiederholt werden

musste. Zuerst holte der an 3. Stelle liegende

Russe Michelsen in der zweiten Kurve vom Motorrad

und wurde vom Re-run ausgeschlossen.

Im zweiten Anlauf kollidierten Mikkelsen und

Krzysztof Kasprzak. Der Pole stürzte und Referee

Steentoft aus Dänemark schickte seinen

Landsmann zurück ins Fahrerlager. Die Situation

war jedoch nicht eindeutig und genauso gut

hätte es Kasprzak treffen können. Schließlich

blieben nur Matej Zagar und der Vizeweltmeister

von 2014 auf der Bahn und überraschend

kreuzte Kasprzak nach einem spannenden Duell

als Sieger die Ziellinie. Im vierten Rennen

ließ auch Fricke einen Punkt liegen, als er sich

Aleksandr Loktajew geschlagen geben musste.

Im siebten Lauf erlitt Zagar seine zweite Niederlage.

Der Slowene startete schlecht, konnte

sich zwar letztendlich nach einem Kampf gegen

Lahti durchsetzen, aber 3 Punkte sicherte

10 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20

sich Oliver Berntzon. Nach dem nächsten Heat

konnte Mikkelsen das Unternehmen „GP 2021“

für gescheitert erklären. Der Skandinavier wurde

hinter Loktajew und Vaclav Milik nur Dritter

und hatte nur einen Zähler auf dem Konto. Dasselbe

Schicksal ereilte Laguta und Lahti im

neunten Rennen. Sie kamen hinter Loktajew

und Nicolas Covatti ins Ziel und verzeichneten

jeweils nur 3 Punkte. Völlig überraschend waren

Kasprzak und Loktajew nach drei Durchgängen

unbezwungen, gefolgt von Zagar, Fricke

und Berntzon mit jeweils 7 und Milik mit

6 Zählern.

Im vierten Durchgang brachte Zagar dem Wahl-

Ukrainer Loktajew die erste Niederlage bei.

Vorher hatte Fricke große Probleme, ging im

14. Heat leer aus und hatte keine Chance mehr,

unter die Top-Drei zu kommen. Vor dem alles

entscheidenden letzten Durchgang führte

Kasprzak mit 12 Punkten. Die Performance des

36-Jährigen auf der 305 Meter langen Bahn war

eine große Überraschung, weil er in der Ekstraliga

deutlich unter den Erwartungen fuhr und

schließlich seinen Stammplatz in der Mannschaft

aus Gorzow verlor. Loktajew hatte

11 Punkte und lag vor Zagar (10). Weiter folgten

Berntzon und Milik mit jeweils 9 Zählern. Rennen

18 hatte es in sich, denn Kasprzak, Loktajew

und Berntzon trafen aufeinander. Der Pole

hatte die Qualifikation fast geschafft. Nur eine

Nullfahrt hätte seine Pläne durchkreuzen können.

Doch dann ging es richtig los. In der Startkurve

stürzte Loktajew ohne Fremdeinwirkung

und wurde disqualifiziert. Das hieß, dass

Kasprzak nur noch das Ziel sehen musste, um

den Einzug in den GP feiern zu können. Das

wäre allerdings für ihn viel zu unspektakulär

gewesen. In der Wiederholung fuhr der Pole in

der zweiten Kurve in den führenden Adam Ellis

und beide knallten in die Bande. Kasprzak kam

sofort auf die Beine, wurde jedoch korrekterweise

ausgeschlossen. Der Engländer brach

sich – wie sich später herausstellte – drei Wirbel

und wurde im Re-run durch den Reservisten

Nick Skorja ersetzt. Nach dem Motto, „Wenn

zwei sich streiten, freut sich der Dritte“, holte

Berntzon problemlos 3 Punkte und zog in der

Wertung mit Kasprzak gleich. Im darauf folgenden

Lauf lag Milik über drei Runden lang in

Führung, aber dann spielte Zagar seine ganze

Erfahrung aus und fing den Tschechen kurz vor

dem Ziel ab. Damit sicherte sich der Slowene

vor zirka 3000 Zuschauern mit insgesamt

13 Zählern den Gesamtsieg und auch Kasprzak

und Berntzon lösten ihre GP-Tickets. Hätte Milik

die Führung ins Ziel gerettet, hätten vier

Fahrer jeweils 12 Punkte gehabt und es hätte

ein Viererstechen um den Tagessieg gegeben.

Milik wurde am Ende Fünfter. Er war mit Loktajew

punktgleich, hatte jedoch einen Laufsieg

weniger vorzuweisen. Warum kein Stechen um

Platz 4 ausgetragen wurde, bleibt wohl das süße

Geheimnis von Jesper Steentoft und Armando

Castagna, der in Gorican als Jury-Präsident

fungierte. Es kann nämlich gut passieren, dass

Zagar sich im diesjährigen GP einen Platz unter

den Top-Sechs sichert und dann der Viertplatzierte

von Gorican in den GP 2021 nachrückt.

Wäre es nicht gerechter gewesen, wenn der

Ukrainer und der Tscheche im Kampf Mann gegen

Mann diesen 4. Platz unter sich ausgemacht

hätten? Stattdessen wurde ein im Prinzip

bedeutungsloser Zusatzlauf um den

2. Rang angeordnet, den Berntzon schließlich

gewann.

Kevin Wölbert war im Millennium-Stadion

chancenlos. Der 31-Jährige erzielte 3 Punkte

und wurde Fünfzehnter. Dem Deutschen war

die mangelnde Fahrpraxis deutlich anzusehen.

Wegen der Pandemie bestritt Wölbert in der

polnischen 2. Liga lediglich drei Rennen.

• Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan

Speedway-WM - Challenge - Gorican/CRO - 22.8.2020

Ergebnis:

Qualifiziert für GP-Serie 2021: 1. Matej Zagar, SLO, 13 Punkte;

2. Oliver Berntzon, SWE, 12+3; 3. Krzysztof Kasprzak,

POL, 12+2.

Ausgeschieden: 4. Aleksandr Loktajew, UKR, 11; 5. Vaclav

Milik, CZE, 11; 6. Timo Lahti, FIN, 8; 7. Max Fricke, AUS, 8;

8. Mikkel Michelsen, DEN, 7; 9. Grigorij Laguta, RUS, 7;

10. Jevgenij Kostigov, LAT, 6; 11. Jurica Pavlic, CRO, 5;

12. Adam Ellis, GBR, 4; 13. Nicolas Covatti, ITA, 4; 14. Broc Nicol,

USA, 3; 15. Kevin Wölbert, GER, 3; 16. Dimitri Bergé, FRA,

2; 17. Nick Skorja, SLO, 2.


Junioren-Team-WM - Finale - Outrup/DEN

Erwartungen erfüllt

Erwartungsgemäß holte die polnische Mannschaft beim Junioren-Team-WM-Finale am

5. September im dänischen Outrup die Goldmedaille. Doch die siegesgewohnten Polen

mussten sich auf dem 300 Meter langen Oval enorm anstrengen, um letztendlich die

Oberhand zu gewinnen.

Das Rennen im Westen Dänemarks hatte zwei

Phasen. Wegen widriger Wetterbedingungen

musste das Training abgesagt werden und die

Teilnehmer konnten erst eine Stunde vor dem

Rennbeginn einige Runden drehen, um die

Bahn etwas kennenzulernen. Der Regen führte

allerdings dazu, dass die Bahnpräparation viel

zu wünschen übrig ließ. Es gab in der Anfangsphase

viele Stürze und von Speedwayfahren

konnte man dabei nicht wirklich reden. Die

Fahrer konzentrierten sich überwiegend darauf,

nicht zu Boden zu gehen und die schwarzweiß-karierte

Flagge zu sehen, anstatt mit den

Gegnern zu kämpfen. Diese Schwierigkeiten

meisterte die dänische Mannschaft am besten.

Die Gastgeber holten am Anfang fünf Siege

hintereinander und lagen deutlich in Führung.

Die Polen setzten Kubera schon im sechsten

Heat als Joker ein und der 21-Jährige schrieb

6 Punkte. Nach acht Läufen führte Dänemark

mit 21 Zählern, gefolgt von Polen (16) und

Großbritannien (12). Die Letten hatten nur

2 Punkte auf dem Konto und waren schon deutlich

abgeschlagen. Zu allem Übel mussten sie

noch nach einem Sturz auf Daniils Kolodinskis

verzichten.

Gelungene Titelverteidigung für Team Polen (v.l.):

Teammanager Rafal Dobrucki, Dominik Kubera, Viktor

Trofimov, Jakub Miskowiak, Norbert Krakowiak,

vorne Wiktor Lampart

Referee Gardell aus Schweden ordnete sodann

einen intensiven Bahndienst an. Nach fast einer

halben Stunde konnte das Rennen fortgesetzt

werden. Die Strecke war danach wesentlich

besser und die Titelverteidiger kamen damit

viel besser zurecht als vorher. Im dritten

Durchgang erzielten sie, genauso wie die Dänen,

9 Punkte und ergriffen danach die Initiative.

Im vierten Durchgang erkämpften sie drei

Siege und hatten vor dem Finaldurchgang nur

noch einen Zähler weniger als die Skandinavier.

Im 17. Lauf kam Jakub Miskowiak vor Matias

Nielsen ins Ziel und beide Titelaspiranten

waren punktgleich. Im darauf folgenden Heat

siegte der junge Lette Francis Gusts, während

Mads Hansen und Viktor Trofimov verbissen

um 2 Punkte kämpften. Der Pole setzte sich

schließlich durch und sein Team übernahm

zum ersten Mal die Führung. Als Wiktor Lampart

im 19. Rennen Tim Sörensen bezwang,

wurde die Titelverteidigung plötzlich wieder

sehr real. Im letzten Lauf machte Dominik Kubera

schon in der Startkurve alles klar und die

Jungs um Teammanager Rafal Dobrucki konnten

sich über den Gesamtsieg freuen. Sie holten

bereits zum siebten Mal in Folge und insgesamt

zum 13. Mal die Goldmedaille.

Das polnische Team erzielte in Outrup vor zirka

1000 Zuschauern insgesamt 47 Punkte. Den

besten Eindruck hinterließ Wiktor Lampart, der

drei Siege verzeichnete. Auch die Ausbeute

von Dominik Kubera und Jakub Miskowiak war

zweistellig. Norbert Krakowiak stürzte im Auftaktlauf

und bestritt danach keine Läufe mehr.

Da Jonas Seifert-Salk im 20. Heat Dritter wurde,

hatten die Gastgeber am Ende 4 Zähler weniger

als die Sieger. Tim Sörensen war mit

13 Punkten bester Mann der Dänen. Auch Mads

Hansen und Jonas Seifert-Salk zeigten sich in

guter Form. Marcus Birkemose erzielte in Outrup

4 Punkte, aber nach zwei Heats beschloss

Teammanager Henrik Möller den 16-Jährigen

durch Matias Nielsen zu ersetzen.

Die jungen Engländer holten auf Jütland die

Bronzemedaille und standen zum dritten Mal

in Folge auf dem Podium. Sie errangen

32 Punkte, wobei Daniel Bewley im Alleingang

mehr als die Hälfte der ganzen Ausbeute holte.

Im 15. Rennen wurde der 21-Jährige als Joker

eingesetzt und erkämpfte 6 Zähler. Bewley

hatte leider keine nennenswerte Unterstützung

seitens seiner Kameraden. Das lettische

Team griff nicht ins Geschehen ein. Seine Fahrer

hatten in der Anfangsphase riesengroße

Probleme mit der Bahn und vier Stürze zu beklagen.

Im Endeffekt schlossen die Letten das

Finale mit nur 6 Zählern ab.

• Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan

Speedway-Junioren-Team-WM - Finale - Outrup/DEN

5.9.2020

Ergebnis:

1. Polen, 46 Punkte (Wiktor Lampart 13, Norbert Krakowiak

0, Wiktor Trofimov 9, Jakub Miskowiak 10, Dominik Kubera

14); 2. Dänemark, 42 (Mads Hansen 10, Jonas Seifert-Salk

10, Marcus Birkemose 4, Tim Sörensen 13, Matias Nielsen 5);

3. Großbritannien, 32 (Daniel Bewley 17, Drew Kemp 5, Jordan

Palin 2, Tom Brennan 7, Leon Flint 1); 4. Lettland, 6

(Francis Gusts 3, Ernests Matjusonoks 1, Daniils Kolodinskis

0, Ricards Ansviesulis 2, Olegs Mihailovs 0).


SPEEDWAY-EM

Junioren-Team - Finale - Lodz/POL

Heimsieg

Wegen der Corona-Pandemie konnten keine

Semifinals durchgeführt werden und aus diesem

Grund wurde das 13. Finale der europäischen

U21-Teammeisterschaft in einem etwas

modifizierten Paarmodus ausgetragen. Im polnischen

Lodz rivalisierten sieben Teams um

den Titel, wobei jede Mannschaft aus drei Fahrern

und einem Reservisten bestand. Die Gastgeber

galten als Favoriten und das Team um

Manager Rafal Dobrucki wurde seiner Rolle gerecht.

In der Anfangsphase hielt die dänische

Mannschaft mit Polen Schritt. Nach zwölf

Heats hatten die „Weiß-Roten“ nur einen Punkt

Vorsprung (14:13), doch im 14. Lauf erlitten die

Skandinavier im Duell mit Lettland eine bittere

1:5-Niederlage und der Traum vom Gold war

damit ausgeträumt. Die polnische Mannschaft

erzielte auf dem 321 Meter langen Oval insgesamt

27 Punkte und wurde vor lediglich

500 Zuschauern zum zehnten Mal Europameister.

Norbert Krakowiak, Dominik Kubera und

Jakub Miskowiak holten vier Doppelsiege. Nur

Jan Kvech und Mads Hansen gelang es, die Polen

zu trennen bzw. zu bezwingen. Dänemark

und Lettland schlossen das Rennen mit jeweils

21 Punkten ab und mussten in einem Stechen

unter sich ausmachen, welche Nation die Silbermedaille

gewinnt.

Olegs Mihailovs, der als Reservist fungierte

und vorher nur dreimal zum Einsatz gekommen

war, übernahm zunächst die Führung, aber

Mads Hansen griff anfangs der dritten Runde

innen an, setzte sich durch und sicherte der

dänischen Mannschaft den Vizetitel. Der

21-Jährige erzielte in Polen 11 Zähler und beugte

sich nur Kvech. Lediglich einen Punkt weniger

als die Medaillengewinner erkämpfte das

schwedische Team und belegte am Ende den

4. Platz. Etwas mehr als Rang 5 hatte sich sicherlich

Filip Sitera, Manager der Tschechen,

ausgerechnet, aber seine Fahrer ließen zu viele

Punkte liegen, um im Kampf um die Medaillen

mitreden zu können. Die Slowaken und die

Mannschaft von Young Europe spielten in Lodz

keine bedeutsamen Rollen und landeten letztendlich

auf Platz 6 bzw. 7.

• Text: Georg Dobes; Fotos: FIM Europe

Speedway-Junioren-Team-EM - Finale - Lodz/POL

29.8.2020

Ergebnis:

1. Polen, 27 Punkte (Norbert Krakowiak 8, Dominik Kubera 9,

Jakub Miskowiak 10, Mateusz Cierniak N); 2. Dänemark,

21+3 (Mads Hansen 11+3, Jonas Seifert-Salk 6, Marcus Birkemose

4, Matias Nielsen N); 3. Lettland, 21+2 (Ricards Ansviesulis

6, Francis Gusts 6, Ernests Matjusonoks 0, Olegs Mihailovs

9+2); 4. Schweden, 20 (Alexander Woentin 9, Philip

Hellström-Bängs 6, Anton Karlsson 5, Jonathan Grahn 0);

5. Tschechien, 17 (Jan Kvech 8, Daniel Klima 3, Petr Chlupac

6, Jan Macek N); 6. Slowakei, 11 (Jakub Valkovic 6, Jan Mihalik

0, David Pacalaj 5, Rastislav Cifersky 0); 7. Young Europe,

8 (Dennis Fazekas/HUN 1, Drew Kemp/GBR 6, Mika Meijer/

NED 1).

Bahnsport-Jugend-Europapokal 125 ccm

Finale - Pilsen/CZE

Tschechische

Macht

Schon in den vergangenen Jahren zeigten die

junge tschechische Nachwuchsfahrer, dass sie

in der 125-ccm-Klasse eine dominierende Rolle

spielen. In Pilsen, wo man am 29. August um

den Europapokal kämpfte, stellten die Gastgeber

einmal mehr unter Beweis, dass sie in der

Kategorie eine Macht sind. Insgesamt gingen

24 Teilnehmer auf der 365 Meter langen Bahn

an den Start. Zuerst bildete man zwei Gruppen

mit jeweils zwölf Fahrern. Jeder Aktive absolvierte

in dieser Rennphase jeweils vier Läufe.

Die vier besten Piloten aus jeder Gruppe qualifizierten

sich anschließend fürs Semifinale.

Die Veranstaltung endete dann schließlich mit

zwei Finals – „A“ um den Gesamtsieg und „B“

um Rang 5.

Sieger des Pokalwettbewerbs wurde Adam

Bednar. Der 12-jährige Marketa-Prag-Fahrer,

der 2019 in der Jugend-FIM-Goldtrophäe Bronze

gewann, zeigte sich in Pilsen in Hochform

und fand an diesem Renntag keinen Bezwinger.

Neben ihm erreichten zwei weitere Fahrer

der Gastgeber den Endlauf, etwas überraschend

mussten sie sich in diesem aber Maksymilian

Pawelczak beugen. Der Pole von BTZ

Bydgoszcz erzielte in seiner Gruppe 11 Punkte

und unterlag in dieser Phase nur Sachl. Im Semifinale

kam er hinter Bednar ins Ziel und auch

im Finale holte er Rang 2. Vojtech Sachl war bereits

zum dritten Mal dabei. 2018 wurde der

Tscheche Gesamtzweiter und gewann im Vorjahr

Bronze. Folgerichtig strebte er in Pilsen

Gold an und zunächst lief alles nach Plan.

Sachl erzielte in der Gruppe A Punktemaximum

und kreuzte auch im Semifinale als Erster den

Zielstrich. Im A-Finale hatte Sachl jedoch kleine

Probleme mit der Technik und musste sich

letztendlich mit dem 3. Platz begnügen. Matej

Fryza von dem heimischen PK Pilsen wurde im

Endlauf Vierter. Der Lokalmatador hatte erst

wenige Tage vor dem Rennen sein gebrochenes

Bein soweit auskuriert, dass er an den

Start gehen konnte, darum muss seine Endplatzierung

als Erfolg bewertet werden. Max

Perry gewann in der vergangenen Saison in

Vechta die FIM-Goldtrophäe und galt vor dem

Rennen als einziger Favorit, der in die Phalanx

der tschechischen „Kaliber“ eindringen könn-

te. In der Anfangsphase konnte der Engländer

den Erwartungen gerecht werden. In der Gruppe

B beugte sich Perry nur Bednar und lag im

zweiten Semifinallauf in Führung, bis er stürzte

und disqualifiziert wurde. Als kleine Schadenbegrenzung

gewann der Engländer das

B-Finale und wurde letztendlich Fünfter vor

dem Polen Antoni Kawczynski und seinen

Landsleuten Ben Trigger und Ace Pijper.

Mit von der Partie waren auch fünf deutsche

Nachwuchsfahrer*innen. Ihnen gelang es jedoch

nicht, unter die Top-Acht zu kommen.

Ganz knapp verfehlte diese Mario Häusl. Der

MSC-Olching-Fahrer vermasselte in seinem

ersten Heat den Start und kam hinter Trigger

als Zweiter ins Ziel. Dieser eine Punkt fehlte

ihm dann, um das Semifinale zu erreichen. Die

restlichen DMSB-Vertreter belegten im Westen

Tschechiens hintere Plätze. • Georg Dobes

Bahnsport-Jugend-Europapokal 125 ccm

Finale - Pilsen/CZE - 29.8.2020

Ergebnis:

1. Adam Bednar, CZE, 12 Vorlaufpunkte; 2. Maksymilian Pawelczak,

POL, 11; 3. Vojtech Sachl, CZE, 12; 4. Matej Fryza,

CZE, 10; 5. Max Perry, GBR, 11; 6. Antoni Kawczynski, POL, 9;

7. Ben Trigger, GBR, 9; 8. Ace Pijper, GBR, 7; 9. Roman Kapustin,

UKR, 7; 10. Mario Häusl, GER, 8; 11. Kacper Cymerman,

GER, 6; 12. Frido Ving Viidas, EST, 6; 13. Silvar Avi, EST,

6; 14. Mikolaj Duchinski, POL, 5; 15. Josef Cerny, CZE, 5;

16. William Cairns, GBR, 4; 17. Lester Matthijssen, NED, 3;

18. Niek Meijerink, NED, 4; 19. Mascha Schwend, GER, 2;

20. Oliver Schmid, CZE, 2; 21. Alina Sassenhagen, GER, 1;

22. Stepan Sevcik, CZE, 2; 23. Dominik Hrbek, CZE, 1;

24. Freyja Redlich, GER, 0.

Junioren - Finale - Nagyhalasz/HUN

Abgesagt

Das Finale des europäischen Juniorwettbewerbs,

das am 12. September in Nagyhalasz

stattfinden sollte, wurde abgesagt. Aufgrund

der schweren Corona-Krise in Ungarn hatte die

Landesregierung zum 1. September die Staatsgrenzen

geschlossen. Das Speedwayrennen

wurde zwar nicht verboten, aber FIM-Europe

sagte es ab, um die Teilnehmer nicht unnötig

einem Infektionsrisiko auszusetzen. Ob das

Rennen zu einem späteren Termin durchgeführt

wird, war zu Redaktionsschluss noch

nicht bekannt. Es kursieren jedoch Gerüchte,

dass das Finale möglicherweise im polnischen

Rawicz ausgetragen werden könnte.

• Georg Dobes

12 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


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LANGBAHN-WM

Finale 1 - Morizès/FRA

Lukas

Fienhage

siegt

Lukas Fienhage triumphierte beim ersten Grand Prix der Langbahn-WM in Morizès. Der 20-Jährige vom AC Vechta distanzierte

den favorisierten Franzosen Mathieu Trésarrieu und Romano Hummel aus den Niederlanden im Finale deutlich und holte

sich 25 WM-Punkte.

Nur zwei Grand Prix gibt es in dieser Langbahnsaison,

die durch die Folgen der Corona-

Pandemie geprägt ist. Für den ersten GP im

südfranzösischen Morizès gab es schon im

Vorfeld fünf Änderungen in der Starterliste.

Der Brite Zach Wajtknecht rückte für den verletzten

Vizeweltmeister Martin Smolinski

nach, der Tscheche Martin Malek ersetzte den

Briten Richard Hall, Max Dilger aus Lahr fuhr

für Bernd Diener, der aus Corona-Gründen auf

die WM verzichtete, der Niederländer Romano

Hummel ersetzte aus gleichen Gründen den

Finnen Jesse Mustonen und Jérôme Lespinasse

(FRA) wurde für den Schweden Tomas H. Jonasson

nominiert.

Der Morizès Moto Club hatte alle Anstrengungen

unternommen, um eine prächtige Veranstaltung

auf die Beine zu stellen. Die Hygienebedingungen

waren einigermaßen streng. Gesichtsmasken

waren zu jeder Zeit obligatorisch,

ebenso wie das Desinfizieren der Hände

und Abstand halten. Lukas Fienhage lobte die

Franzosen nach dem Rennen: „Ich kann nur sagen,

es war ein top organisiertes Event vom Anfang

bis zum Ende.“

Sportlich gesehen lief es für den jungen Mann

aus dem niedersächsischen Lohne ebenfalls

sehr gut. Nach den 15 Heats, in denen jeder

Fahrer fünf Vorläufe absolvieren musste, führten

er und der Franzose Mathieu Trésarrieu die

Konkurrenz mit jeweils 19 Punkten an. Dahinter

folgten der Niederländer Theo Pijper mit 17

Zählern, vor dem Dänen Kenneth Kruse Hansen

(13), Max Dilger (12) und Zach Wajtknecht (11).

Nach dem neuen WM-Reglement war Fienhage

damit als Einziger für das alles entscheidende

Finale gesetzt. In den beiden folgenden Halbfinals,

sinnigerweise K.o.-Rennen genannt,

mussten damit vier weitere Finalisten gefunden

werden. Im ersten gelang das dem neuen

Europameister Mathieu Trésarrieu vor Wajtknecht.

Der starke Dilger verpasste als Dritter

knapp die Chance auf einen Podestplatz vor

dem Briten James Shanes und „Bomber“ Chris

Harris.

Das zweite Halbfinale gewann Hummel vor seinem

Landsmann Theo Pijper. Der Däne Kenneth

Kruse Hansen blieb hier nur der undankbare

3. Platz vor dem Tschechen Josef Franc

und Stephan Katt aus Neuwittenbek, der nach

schwachem Beginn des Abends immer stärker

wurde.

Das Finale war nach der ersten Kurve quasi

schon entschieden. „Mein Start war ziemlich

gut und ich konnte mit Mathieu gleichzeitig in

die erste Ecke einbiegen“, erinnerte sich Fienhage

später, „der hat mich dann aber sehr weit

rausgedrückt bis zu den Airfences, wo ich dann

auf einmal richtig Grip bekommen habe und an

ihm vorbeiziehen konnte.“

Und nicht nur das, Fienhage konnte seinem

größten Konkurrenten davon fahren und sich

einen immensen Vorsprung bis zum Ziel sichern.

Trésarrieu wurde Zweiter vor Hummel,

Pijper und Wajtknecht. Als GP-Sieger kassierte

der Deutsche nach der neuen Punkteregelung

25 WM-Punkte, Trésarrieu 22 und Hummel auf

Rang 3 ganze 19 Zähler, obwohl er nach den

Vorläufen nur magere 8 Punkte eingefahren

hatte. Pijper und Wajtknecht auf den Plätzen 4

und 5 notierten immerhin noch 17 bzw. 15

Punkte. • Text: Rudi Hagen; Fotos: Jesper Veldhuizen

Langbahn-WM - Finale 1 - Morizès/FRA - 5.9.2020:

Ergebnisse:

1. Lukas Fienhage, GER, 19 Vorlaufpunkte; 2. Mathieu Trésarrieu,

FRA, 19; 3. Romano Hummel, NED, 8; 4. Theo Pijper,

NED, 17; 5. Zach Wajtknecht, GBR, 11; 6. Kenneth Kruse Hansen,

DEN, 13; 7. Max Dilger, GER, 12; 8. Josef Franc, CZE, 9;

9. James Shanes, GBR, 8; 10. Chris Harris, GBR, 8; 11. Stephan

Katt, GER, 7; 12. Stéphane Trésarrieu, FRA, 7; 13. Martin

Malek, CZE, 7; 14. Gaétan Stella, FRA, 4; 15. Jérôme Lespinasse,

FRA, 1; 16. Gabriel Dubernard, FRA, N; 17. Steven Goret,

FRA, N.

Semifinale 1: 1. M.Trésarrieu; 2. Wajtknecht; 3. Dilger;

4. Shanes; 5. Harris.

Semifinale 2: 1. Hummel; 2. Pijper; 3. Kruse Hansen;

4. Franc; 5. Katt.

Finale: 1. Fienhage; 2. M.Trésarrieu; 3. Hummel; 4. Pijper;

5. Wajtknecht.

Stand nach 1 von 2 Veranstaltungen: 1. Fienhage, 25 Punkte;

2. M.Trésarrieu, 22; 3. Hummel, 19; 4. Pijper, 17; 5. Wajtknecht,

15; 6. Kruse Hansen, 12; 7. Dilger, 11; 8. Franc, 10;

9. Shanes, 9; 10. Harris, 8; 11. Katt, 5; 12. Trésarrieu, 4;

13. Malek, 3; 14. Stella, 2; 15. Lespinasse, 1; 16. Dubernard,

0; 17. Goret, 0.

14 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


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Nation: Deutsch

Geburtsdatum: 2. Januar 2004

Geburtsort: Oldenburg

Autogrammadresse:

Dorfstr. 21, 49699 Lindern,

E-Mail: jonny-wynant@t-online.de

Größe: 1,78 m

Gewicht: 67 kg

Beruf: Schüler

Sponsoren: MSC Cloppenburg (Lothar

Koopmann, Burkhard Timme), Wocken,

Öffentliche Versicherung André Lürßen,

Liqui Moly, JTR, Holger Lund, Alfers

Abschleppdienst, ADAC Team Weser

Ems, DMSJ, Fahrschule Sascha Niehoff,

Projekt Lernen, timepartner,

remmers und gut, ABC Bruns

• Fotos: privat (Porträt); Holger Lund (Action)

Steckbrief

Jonny Wynant

16 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


Jonny Wynant (re.) und Marlon Hegener mit Cloppenburg Fighters-Teammanager Thore Weiner beim dmsj-Paar-Cup

in Olching 2019 • Foto: Klaus Goffelmeyer

Oktober '20 BAHNSPORT AKTUELL 17


STECKBRIEF JONNY WYNANT

Größte Erfolge: 125er-Weltmeister 2017

Größte Enttäuschung: 250er-Weltmeisterschaft 2018

Größte Gegner: Meine Unbeherrschtheit

Einfluss auf deine Karriere: Eltern, Sponsoren, Freunde

Sportliches Vorbild: Greg Hancock, Kai Huckenbeck

Deine Stärken: Technisches Wissen, keine Angst,

Talent zum Fahren

Deine Schwächen: Konzentration

Lieblingsstrecken: Cloppenburg, Danzig

Was wirst du nach deiner aktiven Laufbahn tun:

Das ist noch ungewiss

Welchen Sport hättest du sonst noch gerne

zum Beruf gemacht: Motocross

Wie findest du die Bahnsport-Berichterstattung

im Fernsehen: Schlecht, da zu wenig berichtet

oder gezeigt wird

Lieblingsessen: Lasagne von Mama

Lieblingsgetränk: Orangensaft

Lieblings-Kinofilm: Fluch der Karibik

Lieblingsschauspieler*in: Johnny Depp

Lieblings-Fernsehsendung: Top Gear

Dein Fahrzeug: Eine 125er-Yamaha

Wie entspannst du dich am liebsten: Motorrad fahren

Was bedeutet für dich Glück: Motorrad fahren, mit den

richtigen Leuten was machen und das Leben genießen

Wem vertraust du: Eltern und engste Freunde

Worüber kannst du lachen: Über fast alles

Wovon träumst du: Speedway-Profi zu werden

und ein schönes, aufregendes Leben zu führen

Was hat dich zuletzt bewegt:

Als meine Oma starb und Corona

Woran glaubst du: Karma

Was ist deine schlechteste Angewohnheit:

Schnell sauer zu werden

Was ödet dich an: Wenn es nicht rund läuft

Kennst du Angst: Ja

Was würdest du gerne an dir ändern: Ruhiger werden

Wie verwöhnst du dich: Super Plus tanken

Welche Fähigkeiten möchtest du besitzen:

Essen zu können, was man will, ohne zuzunehmen

Wen oder was würdest du auf eine einsame Insel

mitnehmen: Meine engsten Freunde

Wo hast du deinen letzten Urlaub verbracht: Ibiza

Was würdest du mit Lottomillionen machen:

Mir meine Träume erfüllen, investieren und spenden

Was wäre das Schlimmste für dich: Wenn meiner Familie

was Schlimmes zustoßen würde und ich meine

Träume nicht leben könnte

Was ist dein Lebensziel: Ein erfülltes Leben zu führen

Deine Pläne während und nach Corona (COVID-19):

Während Corona viel Sport machen und trainieren,

nach Corona bestmögliche Rennergebnisse

einzufahren

Jonny Wynant vor seinem

Fighters-Teamkollegen

Marlon Hegener

• Foto: Klaus Goffelmeyer

18 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


Oktober '20 BAHNSPORT AKTUELL 19


INTERNATIONAL

British Youth Championship - Runde 2 - Leicester

Dan mit Maximum

Ohne den Gewinner der ersten Runde in Scunthorpe, Jordan Palin, hatten

die Thompson-Brüder leichtes Spiel. Dan fuhr in bestechender Form. Nahezu

fehlerlos. Seine Starts waren durchweg gut. Und das war auf dieser

– an diesem Tage – doch recht glatten Bahn, entscheidend. In der

250-ccm-Klasse dominierte, wie Dan Thompson bei den 500ern, Luke Harrison.

Beim Auftakt in Scunthorpe bestimmte noch Max James das Geschehen.

An diesem Sonntag konnte er nur einen Lauf gewinnen. In der

125er-Klasse feierte Max Perry seinen ersten Sieg in dieser Serie, obwohl

er im ersten Lauf als Sturzverursacher disqualifiziert wurde. Ace Pijper

stürzte im Finale.

Ergebnisse - 500 ccm - Vorläufe: 1. Dan Thompson, 12 Punkte; 2. Joe Thompson, 10; 3. Eliott Kelly,

8; 4. Harry McGurk, 6; 5. Mickie Simpson, 4; 6. Sam McGurk, 3; 7. Sam Peters, 3; 8. Sam Hagon, 1.

Finale: 1. D.Thompson; 2. J.Thomson; 3. Kelly; 4. H.McGurk.

250 ccm: 1. Luke Harrison, 12 Punkte; 2. Max James, 6; 3. Ashton Vale, 5; 4. Cameron Tayler, 4;

5. William Hocaniuk, 3.

Finale: 1. Harrison; 2. James; 3. Vale; 4. Taylor.

125 ccm: 1. Max Perry, 9 Punkte; 2. Sonny Springer, 9; 3. Ben Trigger, 9; 4. Ace Pijper, 8; 5. Jamie

Etherington, 5; 6. Jack Shimelt, 3; 7. William Cairns, 3; 8. Billy Budd, 0.

Finale: 1. Perry; 2. Springer; 3. Trigger; 4. Pijper.

British Youth Championship - Runde 3 - King’s Lynn

Frust in Norfolk

Die dritte Runde dieser Jugendmeisterschaft fand in der Adrian Flux Arena

in King’s Lynn statt. Dan Thompson konnte seinen Triumph von Leicester

nicht wiederholen. Es war sein Zwillingsbruder Joe, der das Finale der

500er-Klasse vor Harry McGurk gewann. Dan Thomson hatte Maschinenprobleme

auf der Startlinie. Luke Harrison dominierte einmal mehr die

250er-Klasse. Höhepunkt war das Finale mit einem spannenden Kampf

Harrison gegen Max James, den Harrison für sich entscheiden konnte.

Ganz überlegener Gewinner in der 125er Klasse wurde Sonny Springer.

Ergebnisse - 500 ccm - Vorläufe: 1. Dan Thompson, 11 Punkte; 2. Joe Thompson, 11; 3. Harry

McGurk, 6; 4. Eliott Kelly, 8; 5. Archie Freeman, 7; 6. Sam McGurk, 6; 7. Mickie Simpson, 4; 8. Danny

Smith, 2; 9. Alex Goldsbrough, 2; 8. Sam Peters, 0.

Finale: 1. J.Thomson; 2. H.McGurk ; 3. Kelly; 4. D.Thompson A.

250 ccm: 1. Luke Harrison, 12 Punkte; 2. Max James, 9; 3. Ashton Vale, 6; 4. William Hocaniuk, 2;

5. Jody Scott, 1.

Finale: 1. Harrison; 2. James; 3. Vale; 4. Scott.

125 ccm: 1. Sonny Springer, 12 Punkte; Jamie Etherington, 7; 2. Billy Budd, 7; 3. Jack Shimelt, 5;

4. Charlie Wood, 3; 5. Freddie Fox-Baron, 1.

Finale: 1. Springer; 2. Budd; 3. Etherington; 4. Shimelt.

ENGLAND

ben. Die Fahreraufstellung lautet wie folgt: Henry Atkins, Kyle Bickley,

Tom Brennan, Jason Edwards, Leon Flint, Archie Freeman, Daniel Gilkes,

Sam Hagon, Jordan Jenkins, Elliot Kelly, Drew Kemp, Harry McGurk, Jake

Mulford, Jordan Palin, Dan Thompson und Joe Thompson.

Ab 2021 auf Anlas

British Speedway ist nunmehr offizieller britische Händler für Anlas-Reifen.

Rob Godfrey, der Vorsitzende der British Speedway Promoters Ltd.,

sagte dazu: „Wir freuen uns, Anlas Tyres im britischen Speedway willkommen

zu heißen. Wir sind der erste Verband, der diesen Weg beschreitet.

Dies ist ein positiver Schritt zum Wohle des Speedwaysports im United

Kingdom. Wir möchten aber auch unseren Dank an Mitas Tyres zu Protokoll

geben und wünschen Mitas für die Zukunft alles Gute. Wir haben im

Laufe der Jahre eine gute Beziehung zu Mitas Tyres aufgebaut.“

Der türkische Reifenhersteller Anlas machte zuvor bei den ersten beiden

Grand Prix in Wroclaw Schlagzeilen. Einige Fahrer, darunter die GP-Gewinner

Artem Laguta und Maciej Janowski, sind mit Anlas-Reifen gefahren.

Nach der Zusammenarbeit mit der SGP-Serie ist Anlas nun ab der Saison

2021 der offizielle Reifen von British Speedway. Dies ist ein exklusives

Projekt für den britischen Speedway und völlig unabhängig von jedem

anderen Verband oder internationalem Wettbewerb.

British Final

Das British Final wird trotz einer drastischen Reduzierung der Zuschauerzahlen

durch die Regierung am 26. September stattfinden! Austragungsort

ist das Foxhall Stadium in Ipswich.

National Development League - Scunthorphe

Auswärtssieg

Endlich wieder ein Teamwettbewerb in England! Wenn auch nicht in der

Profiklasse. Bis zu Lauf 10 konnten die Gastgeber ein Unentschieden halten,

dann aber zog Leicester auf und davon. Luke Harrison fuhr im Scunthorpe-Team

ein Maximum. Simon Lambert enttäuschte mit nur 5 Punkten.

Leicesters Dan Thompson unterstrich einmal mehr seine überragende

Form und gab in fünf Läufen nur einen Punkt an Ryan Kinsley ab. Das Ergebnis

war eigentlich nebensächlich.

Ergebnis: Scunthorpe, 53 Punkte (Jordan Palin 14, Luke Harrison 12, Archie Freeman 7, Ryan Kinsley

6, Simon Lambert 5, Wayne Carter 4, Harry McGurk 3, Jamie Halder 2, Sam McGurk 0); Leicester,

61 (Dan Thompson 13, Connor Mountain 9, Joe Thompson 9, Danyon Hume 9, Max James 8, Joe Lawlor

6, Ashton Vale 4, Kean Dicken 2, James Chattin 1, Tom Spencer 0).

U19-Championship

Wieder in Scunthorpe

Die diesjährige U19-Meisterschaft darf stattfinden. Das Rennen wird in

Scunthorpe, auf dem Eddie Wright Raceway ausgetragen. Nach dem großen

Erfolg der vorangegangenen Rennen mit reduzierten, aber ausverkauften

Kartenkontingenten haben die Clubchefs nun verkündet, dass sie

diese Vorzeigeveranstaltung ausrichten werden. Mit dabei ist definitiv

der britische Jugendmeister Jordan Palin, der auf seiner Heimbahn zu den

Favoriten zählt. Auch mit dabei ist Titelverteidiger Drew Kemp. Eine begrenzte

Anzahl von Karten für die Veranstaltung ist nur online zu erwer-

Titelverteidiger Charles Wright • Foto: Ian Charles

Dieses erste Profirennen seit Ausbruch der Coronakrise wurde als eine

der Testveranstaltungen der Regierung ausgewählt, bei der es um die

Wiedereinführung von Zuschauern in die Stadien im ganzen Land geht.

Für die Pilotveranstaltung sind allerdings nur maximal 1000 Fans zugelassen.

Rob Godfrey, Vorsitzender der British Speedway Promoters Ltd: „Wir

fordern alle Fans, die offensichtlich verzweifelt einige Live-Rennen sehen

wollen, dringend dazu auf, geduldig zu bleiben. Der Kartenverkauf bleibt

ausgesetzt, bis wir die Pläne für die Veranstaltung unter den neuen Regierungsbedingungen

letztendlich fertigstellen können. Wir respektieren

voll und ganz die Notwendigkeit, den Virus unter Kontrolle zu halten, und

wie andere Sportarten müssen wir innerhalb der Grenzen arbeiten, die

auf Regierungsebene festgelegt wurden.“ Die British Speedway Promo-

20 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


ters Ltd. kämpft weiter darum, dass doch noch mehr als 1000 Zuschauer

zugelassen werden. Die Eintrittskarten können ausschließlich nur online

im Voraus bestellt werden. Dank eines neuen Streaming-Dienstes wird

dieses hochkarätige Rennen live zu sehen sein. Die British Speedway Promoters

Ltd. hat sich mit der erfahrenen Streaming-Firma Sports Central

darauf geeinigt, dass das Rennen als hochwertige Mehrkameraproduktion

mit Live-Kommentaren und Moderation hinter den Kulissen als Stream

on demand empfangbar ist. Ein Abruf bei sportcentral.tv kostet 14,- Euro.

• Andreas Fahldiek

AUSTRALIEN

Invitation Race - Brisbane

Unbefriedigender Ausgang

Wegen des immer schlechter werdenden Wetters, wurde das Rennen

dann doch nach drei von vier Durchgängen abgebrochen und Ryan Douglas

zum Sieger gekürt. Er gewann seine ersten drei Läufe, obwohl er von

Joel Coyne und später von Zaine Kennedy stark gefordert wurde. Cordell

Rogerson beendete als einziger Fahrer das Rennen mit vier Starts.

Cruise McVie/Jett Webber gewannen den Seitenwagen-Wettbewerb mit

9 Punkten knapp vor Stuart Firth/Chris Howard (8) und Hamish Golding/

Bailey Ogilvie mit 7 Punkten.

Ergebnis: 1. Ryan Douglas, 9 Punkte; 2. Cordell Rogerson, 8; 3. Declan Kennedy, 7; 4. Zaine Kennedy,

4; 5. Joel Coyne, 4; 6. Jedd List, 3; 7. Jacob Hook, 3; 8. Broc Hall, 2; 9. Hector Crespo, 1; 8. James

Gauld, 0.

Solo Masters - Bowen

Jedd, der Jet

Nach fast acht Monaten Pause fand in der Kleinstadt Bowen (knapp 600

Kilometer südlich von Cairns) wieder ein Speedwayrennen im Bowen

Showground statt. Jedd List gewann seine fünf Vorläufe mit maximalen

15 Punkten. Er präsentierte sich in überragender Form. Auch sein Halbfinale

gewann er klar vor Dale Borlase. Kozza Smith gewann das zweite Semifinale

vor Joel Coyne. Beide Semifinals waren beste Werbung für den

Speedwaysport. Im Grand Final lief es nicht so gut für Smith. Nach verpatztem

Start hatte er das Nachsehen hinter List und Coyne. Dennoch

geht Kozza in die Historie des Showgrounds ein. In Lauf 7 fuhr er mit 49,47

Sekunden einen neuen Bahnrekord.

In der Seitenwagenklasse waren Scott Christopher/Hagan Campbell

nicht zu stoppen. Sie gewannen ihre Vorläufe mit einem 15-Punkte-Maximum

und anschließend auch den alles entscheidenden Endlauf.

• Andreas Fahldiek

Ergebnis - Vorläufe: 1. Jedd List, 15 Punkte; 2. Joel Coyne, 13; 3. Dale Borlase, 12; 4. Kozza Smith, 11;

5. Cordell Rogerson, 11; 6. Broc Hall, 8; 7. Steven Reid, 8; 8. Hayden Barr, 4; 9. Hagan Campbell, 3.

Halbfinale 1: 1. List; 2. Borlase; 3. Rogerson; 4. Hall.

Halbfinale 2: 1. Smith; 2. Coyne; Barr; 4. Reid.

Finale: 1. List; 2. Coyne; 3. Smith; 4. Borlase.

Speedway-Meisterschaft - Mâcon - 12.9.2019

Jorden Dubernard Meister

Jorden Dubernard heißt der neue französische Meister auf der Speedwaybahn.

Er unterlag in der Vorrunde nur dem am Ende auf Rang 4 platzierten

Steven Goret, der im Finale ausfiel. Vizemeister wurde Julien Cayre.

Meister Dubernard sowie Vize Cayre fahren aber nicht nur Speedway. Beide

sind auch auf der Langbahn unterwegs und werden beim Langbahn-

WM-Challenge in Roden (nach Redaktionsschluss) um die begehrten Tickets

für die WM 2021 kämpfen. • Daniel Becker

Ergebnisse - Meisterschaft: 1. Jorden Dubernard; 2. Julien Cayre; 3. John Bernard; 4. Steven Goret;

5. Benjamin Cambe; 6. Mathias Trésarrieu; 7. Thomas Valladon; 8. Maxence Rodriguez; 9. Enro Dubernard;

10. Theo Bernard; 11. Valentin Huguet; 12. Lucas do Vale.

250 ccm: 1. Tino Bouin; 2. Lucas Mourier; 3. Terence Paget.

FRANKREICH

Kids: 1. Boris Charbonnier; 2. Santiago Charriere; 3. Elise Chansard.

TSCHECHIEN

Junioren-Teammeisterschaft - Pardubice - 26.8.2020

Gold für Marketa Prag

In Pardubice, wo am 26. August das Finale der Junioren-Teammeisterschaft

stattfand, dominierte das Team von Marketa klar das Geschehen.

Petr Chlupac, Jan Kvech und Daniel Klima, die jeweils vier Läufe absolvierten,

erzielten auf der 391 Meter langen Bahn insgesamt 27 Punkte.

Die Prager holten drei Doppelsiege und nur dreimal gelang es ihren Gegnern,

sie zu trennen. Silber holte das Gastgeberteam, das Lukas Fienhage

für das Rennen verpflichten konnte. Der 20-Jährige aus Lohne verzeichnete

drei Laufsiege und erkämpfte respektable 15 Zähler. Da sein

Teamkollege Daniel Silhan nur 6 Punkte beisteuern konnte, hatte Pardubice

am Ende 6 Punkte weniger als die Sieger. Den niedrigsten Podestplatz

sicherte sich das Duo aus Koprivnice. Jan Macek und der Pole Bartlomiej

Kowalski kamen zusammen auf 20 Zähler. Eine starke Leistung

bot Ricards Ansviesulis. Der 18-jährige Lette schrieb für AK Slany

15 Punkte, wurde jedoch von seinem Teampartner Vojtech Zamazal nicht

wirklich unterstützt und belegte letztendlich Gesamtplatz 4.

Ergebnis: 1. Marketa Prag, 27 Punkte (Petr Chlupac 7, Jan Kvech 11, Daniel Klima 9); 2. Zlata Prilba

Pardubice, 21 (Daniel Silhan 6, Lukas Fienhage 15); 3. WALBO Koprivnice, 20 (Jan Macek 6, Bartlomiej

Kowalski 14); 4. AK Slany, 19 (Ricards Ansviesulis 15, Vojtech Zamazal 4); 5. SC Zarnovica, 15

(David Pacalaj 10, Jakub Valkovic 5); 6. PK Pilsen, 14 (Vaclav Kvech 12, Jakub Exler 2); 7. Marketa

Prag - Team B, 10 (Michal Bastecky 2, Pavel Kuchar 8).

Lukas Fienhage (Foto) holte mit seinem Partner Daniel Silhan Silber

• Archivfoto: Daniel Sievers

Nick Varner Cup - Perris

Start-Ziel-Sieg

USA

Titelverteidiger Gino Manzares konnte zwar die Vorläufe und sein Halbfinale

gewinnen, musste sich aber Max Ruml im Grand Final geschlagen geben.

Ruml (mit der blauen Helmfarbe) legte einen perfekten Start hin und

ließ sich den Sieg – trotz anfänglicher Angriffe von Manzares – nicht mehr

nehmen. • Andreas Fahldiek

Ergebnis - Vorläufe: 1. Gino Manzares, 9 Punkte; 2. Max Ruml, 8; 3. Luke Becker, 7; 4. Aaron Fox, 7; 5.

Blake Borello, 6; 6. Austin Novratil, 5; 7. Sebastian Palmese, 5; 8. Michael Wells, 5; 9. Sara Cords, 2;

10. Eddie Castro, 2; 11. Rees Todd, 2; 12. Rheten Todd, 1; 13. Mike Miller, 0; 14. Greg Moore (Res.), 0.

1. Halbfinale: 1. Manzares; 2. Borello; 3. Fox; 4. Wells 2. 3. Green; 4. D.Ruml.

2. Halbfinale: 1. Becker; 2. Ruml; 3. Palmese; 4. Novratil (M).

Finale: 1. Ruml; 2. Manzares; 3. Becker; 4. Borello.

Oktober '20 BAHNSPORT AKTUELL 21


INTERNATIONAL

Einzelmeisterschaft - Pilsen - 2.9.2020

Eduard Krcmar Champion

Ursprünglich sollte in zwei Finalrennen

der neue tschechische

Landesmeister ermittelt

werden, aber aufgrund

der Corona-Krise wurde das

erste Finale in Svitavy abgesagt.

Am 2. September wurde

dann in Pilsen der neue

Champion gekürt. Zum Favoritenkreis

gehörten Titelverteidiger

Vaclav Milik, Eduard

Krcmar und Josef Franc, der

bisher zweimal den Titel gewinnen

konnte. Eine gewisse

Chance hatte man auch Jan

Kvech eingeräumt, aber der

18-Jährige stürzte im 13. Heat

und wurde schließlich mit

9 Zählern nur Sechster.

Schon im zweiten Lauf trafen

Franc und Milik aufeinander.

Den besten Start erwischte

zwar Daniel Klima, aber der

junge Prager wurde bald

durchgereicht. Als Erster meldete sich der Titelverteidiger vor Franc im

Ziel. Im achten Rennen war dann Krcmar Miliks Gegner. Beide Fahrer lieferten

sich ein spannendes Duell, bis Milik in der letzten Runde ins

Straucheln kam. Der Titelverteidiger konnte sich zwar vor einem Sturz

retten, musste sich aber dann dem Fahrer von AK Slany geschlagen geben.

Krcmar war nach drei Durchgängen noch ungeschlagen und traf im

16. Lauf auf Franc. Hätte der 41-jährige Prager Krcmar bezwungen, hätte

es unter Umständen ein Dreierstechen geben können. Doch Krcmar ließ

seinem Rivalen keine Chance und kreuzte zum vierten Mal als Sieger die

Ziellinie. Als der 24-Jährige sich dann in der letzten Serie auch gegen

Smetana, Klima und Macek durchsetzte, konnte Eduard Krcmar mit

Punktemaximum seinen ersten Meistertitel feiern. Vaclav Milik wurde Vizemeister

und Josef Franc holte die Bronzemedaille.

• Archivfoto: Klaus Goffelmeyer

Ergebnis: 1. Eduard Krcmar, 15 Punkte; 2. Vaclav Milik, 14; 3. Josef Franc, 13; 4. Hynek Stichauer,

11; 5. Daniel Klima, 9; 6. Jan Kvech, 9; 7. Zdenek Holub, 9; 8. Petr Chlupac, 8; 9. Ondrej Smetana,

7; 10. Jaroslav Petrak, 6; 11. Vaclav Kvech, 6; 12. Jan Macek, 4; 13. Filip Hajek, 3; 14. Pavel Kuchar,

3; 15. Jakub Exler, 1; 16. Vojtech Zamazal, 1.

Team aus dem Norden nur 3 mickrige Punkte, wurde von Marketa und

Zlata Prilba überholt und belegte am Ende den letzten Rang. Die Gastgeber

holten danach fünf Siege und hatten vor der Finalrunde bereits

9 Punkte Vorsprung. Als Zdenek Simota in Rennen 18 hinter Jan Kvech

Zweiter wurde, war AK Slany nicht mehr einholbar. Die Mannschaft kam

auf insgesamt 42 Zähler. Sie hatte drei sehr starke Fahrer. Jakub Jamrog

erzielte Punktemaximum und Eduard Krcmar beugte sich nur Daniel

Bewley von Interteam und schrieb 14 Zähler. Auch Simotas Punkteausbeute

war zweistellig.

Um den 2. Rang kämpften die Teams aus Prag und Pardubice, wobei

Letztere ohne Milik auskommen musste. Der 27-Jährige fuhr am gleichen

Tag in der polnischen Ekstraliga. Vier Heats vor Schluss trennten beide

Mannschaften nur 2 Punkte voneinander (25:23 für Marketa), doch dann

machten die Hauptstädter alles klar und standen schon vor dem letzten

Lauf als Gesamtzweite fest. Ihre Hauptstützen waren Josef Franc und Jan

Kvech, die jeweils auf 12 Zähler kamen. Pardubice belegte Rang 3. Das

Team erzielte 27 Punkte, wobei das Duo Andzejs Lebedevs, der im Gegensatz

zu Milik von ROW Rybnik freigestellt wurde, und Hynek Stichauer

zusammen 22 davon erkämpfte. Bester Mann von Liberec war Daniel

Klima, der von Marketa ausgeliehen wurde. Deutlich mehr hätte man von

Daniel Bewley erwartet. Der junge Engländer fing vielversprechend an,

ließ danach jedoch deutlich nach.

Ergebnis: 1. AK Slany, 42 Punkte (Krcmar 14, Macek 3, Jamrog 15, Simota 10); 2. AK Marketa Prag,

33 (Franc 12, Smetana 2, Chlupac 7, J.Kvech 12); 3. AMK Zlata Prilba Pardubice, 27 (Lebedevs 12,

Stichauer 10, Valkovic 4, Petrak 1); 4. S.C. Interteam Liberec, 21 (Klima 9, Hajek 0, Bewley 7, Holub

4, Blazykowski 1).

1. Liga - Koprivnice - 5.9.2020

AK Marketa verteidigt Titel

Das Team von AK Marketa verteidigte in der 1. Liga erfolgreich seinen Titel.

Auch in der zweiten, entscheidenden, Runde des Wettbewerbes, die

in Koprivnice durchgeführt wurde, holten die Prager den Tagessieg. Die

weitere Reihenfolge war die gleiche, wie in der ersten Runde im slowakischen

Zarnovica. Walbo Koprivnice holte Gesamtrang 2, gefolgt von Pardubice

und der Mannschaft aus der Slowakei. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. AK Marketa Prag, 34 Punkte (Klima 10, Chlupac 8, Hajek 8, J.Kvech 8); 2. Walbo

Koprivnice, 28 (Macek 12, Simota 6, Bambuch 0, Skupien 10); 3. Zlata Prilba Pardubice, 18

(Stichauer 7, Holub 5, Petrak 6); 4. SC Zarnovica, 12 (Valkovic 8, Mihalik 2, Cífersky 0).

Endstand nach 2 Rennen: 1. Prag, 8 Matchpunkte; 2. Koprivnice, 6; 3. Pardubice, 4; 4. Zarnovica,

2.

Jakub Jamrog (hier auf einem Archivfoto vor Martin Smolinski) fuhr Maximum für

AK Slany • Foto: Klaus Goffelmeyer

Extraliga - Slany - 9.9.2020

Auftakt

Erst am 9. September wurde in

Slany die Auftaktrunde der Extraliga

ausgetragen. Die Gastgeber

galten vor dem Rennen als

Favoriten und sie wurden

schließlich ihrer Rolle gerecht,

aber für den Sieg mussten sie

hart arbeiten. Das Team von AK

Slany übernahm nämlich erst

nach sechs Läufen die Führung.

Erstaunlicherweise waren nicht

die Mannschaften aus Prag oder

Pardubice, sondern Interteam

Liberec war in dieser Rennphase

der größte Gegner der Gastgeber.

Der Extraliga-Neuling hatte

nach zwei Durchgängen nur einen

Zähler Rückstand auf Slany

(14:15). Doch in den darauf folgenden

acht Heats erzielte das

22 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


RUSSLAND

Teammeisterschaft (Speedwayliga)

Der Kampf um den Meistertitel tritt in die entscheidende Phase ein. Das

Team von Turbina erlitt zwar seine erste Niederlage, konnte sich jedoch in

der Tabelle ziemlich deutlich absetzen und die Goldmedaille ist zum Greifen

nah. Balakovo wird noch fünf Rennen bestreiten, davon zwei zu Hause

und braucht höchstens 6 Matchpunkte, um für die Konkurrenz dann uneinholbar

zu werden.

Wostok bestritt zuletzt auf der Heimbahn vier Matches, aber die Bilanz der

Duelle mit Mega-Lada und Turbina war für den Titelverteidiger ziemlich ernüchternd.

Der Begriff „Heimbahn“ ist allerdings etwas irreführend. Die

Mannschaft aus dem Fernen Osten trägt nämlich in dieser Saison ihre

Rennen im Patriot-Stadion in Ussurijsk aus, zirka 100 Kilometer nördlich

von Wladiwostok entfernt, weil die eigene Sportstätte gründlich renoviert

wird. Zuerst fuhren die Titelverteidiger zwei Rennen gegen Togliatti. Im

ersten Match lieferten sich beide Teams einen spannenden Kampf. Vor

dem letzten Lauf führte Wostok mit 43:41, aber dann glichen Gafurov und

Saidullin mit einem 4:2 den Punktestand aus und beide Mannschaften

trennten sich unentschieden. Zwei Tage später konnten sich die Gastgeber

gegen Mega-Lada mit 52:40 durchsetzen. Sehr spannend war auch

das erste Match von Wostok gegen Turbina. Nach 13 Läufen herrschte

noch Gleichstand (39:39), doch dann holte der Tabellenführer einen

4:2-Sieg und Balakovo konnte nach einem Unentschieden im letzten Heat

einen knappen Sieg mit 46:44 feiern. Eine bärenstarke Leistung bot Borodulin,

der bei sechs Einsätzen im Patriot-Stadion keinen Bezwinger fand.

Im zweiten Duell konnte der Titelverteidiger den Spieß umdrehen und

fügte der Mannschaft aus Balakovo mit 46:44 die erste Niederlage zu. Borodulin

erzielte diesmal „nur“ 17 Punkte. Er beugte sich Karion.

Das Team aus Oktjabrskij empfing am 8. September Mega-Lada und errang

ziemlich überraschend seinen zweiten Sieg. Die Gastgeber waren

deutlich besser als Togliatti und gewannen letztendlich mit 60:32 haushoch.

Sie verpflichteten kurz davor Roman Kaschirin, der vor vielen Jahren

die Farben von Salavat vertrat. Der mittlerweile 44-Jährige rollte viermal

an den Start, verzeichnete einen Sieg und kam auf 9 Punkte. Bester Mann

von Baschkirija war jedoch Gatijatov, der nur Gafurov unterlag. Zwei Tage

später trafen beide Mannschaften in Togliatti wieder aufeinander und Mega-Lada

konnte sich mit 50:42 an den Baschkiren revanchieren.

Ergebnisse - 18.8.: Wladiwostok, 45 Punkte (Bondarenko 1, Korovko 3, Karion 15, Kotlar 11, P.Laguta

15); Togliatti, 45 (Darkin 9, Zubkov 1, Kononov 9, Gafurov 13, J.Saidullin 8, Zujev 5).

20.8.: Wladiwostok, 50 Punkte (Bondarenko 9, Karion 12, Korovko 2, Kotlar 13, P.Laguta 14); Togliatti,

42 (Darkin 9, Zubkov 1, Kononov 11, Gafurov 14, E.Saidullin 3, Zujev 4).

25.8.: Wladiwostok, 44 Punkte (Bondarenko 8, Karion 13, Kotlar 12, P.Laguta 11); Balakovo, 46 (Sirotkin

2, Bogma 2, Berdyschev 1, Chalov 14, Kaibuschev 9, Borodulin 18).

1. Liga

EKSTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Balakovo 7 12 80

2. Wladiwostok 8 7 -3

3. Togliatti 7 7 -12

4. Oktjarbrskij 8 4 -65

27.8.: Wladiwostok, 46 Punkte (Bondarenko 6,

Karion 15, Krasnokutskij 1, Kotlar 9, P.Laguta 15;

Balakovo, 44 (Sirotkin 1, Bogma 4, Berdyschev 1,

Chalov 14, Kaibuschev 7, Borodulin 17).

8.9.: Oktjabrskij, 60 Punkte (Gatijatov 12, Wlasov

9, Nagibin 10, Kashirin9, Fayzulin 9, Gizatullin

11); Togliatti, 32 (Darkin 2, Zubkov 1, Kononov 6,

Gafurov 18, E.Saidullin 1, Zujev 4).

10.9.: Togliatti, 52 Punkte (Darkin 8, Zubkov 1,

Gafurov 16, Kononov 10, E.Saidullin 15, Zujev 2);

Oktjabrskij, 40 (Gatijatov 7, Vlasov 3, Nagibin 5,

Kashirin 6, Fayzulin 11, Gizatullin 8).

Das Team von Speedway-Triumph wurde in Nowosibirsk Meister in der

1. Liga. In einem Stechen setzte sich der Ex-Eisspeedwaystar Sergej Karachintsev

gegen Igor Artemenko von Sibir Nowosibirsk durch. Das Rennen

wurde im Paarmodus mit sechs Mannschaften ausgetragen.

Ergebnis - 15.8.: 1. Speedway-Triumph Nowosibirsk, 20+3 Punkte (Karachintsev 13+3, R.Gatijatov

7); 2. Sibir-2 Nowosibirsk, 20 (Jagodkin 2, Artemenko 14+2, A.Kotenev 4); 3. Start Krasnokamsk,

19 (A.Simikov 7, Kulagin 8, I.Simikov 4); 4. Zastava Jermaka Tara, 11; 5. Sibir Nowosibirsk, 11; 6. Kama

Krasnokamsk, 5.

Weitere Rennen

85-ccm-Meisterschaft in Togliatti - 4.9. - Ergebnis: 1. Maxim Sirotkin, 14 Punkte; 2. Semen Grechov,

10+3; 3. Matvej Korobelchikov, 10+2; 4. Timofej Filatov, 10+1; 5. Jegor Schtschurin, 10+0;

6. Jegor Khartshenko, 9; 7. Kyrill Burkin, 9.

Anatoli-Stepanov-Memorial (85 ccm) in Togliatti - 5.9. - Ergebnis: 1. Grechov, 14 Punkte; 2. Korobelchikov,

12+3; 3. Sirotkin, 12+2; 4. Schtschurin, 10; 5. Burkin, 10.

Juri Dubinin verstorben

Am 26. August verstarb in Nowosibirsk

im Alter von 72 Jahren Juri Dubinin,

einer der Spitzenmotorsportler

der Sowjetunion. Als Speedwayfahrer

wurde er zweimal sowjetischer Juniorenmeister

(1967, 1968). 1969 holte

Dubinin zuerst die Goldmedaille

im russischen Finale und wurde dann

auch Landesmeister im Einzelwettbewerb.

Im polnischen Rybnik beim

Team-WM-Finale gewann der Sportler

zusammen mit Klementjev, Kurilenko,

Smirnov und Trofimov Bronze.

Seinen größten Erfolg in der Einzel-

WM erzielte Dubinin 1970, als er das

Europafinale erreichte. In Leningrad

belegte er Rang 10.

Juri Dubinin war auch als Eisspeedwayfahrer erfolgreich. 1968 wurde er

im Einzelfinale des Landes Gesamtdritter. 1970 holte der Sibirier im russischen

Finale Bronze, zwei Jahre später stand er bereits ganz oben auf dem

Podium. 1978 gewann Dubinin mir der Mannschaft der Nowosibirsk-

Oblast den Teammeistertitel. 1970 qualifizierte er sich fürs WM-Finale im

schwedischen Nassjö, wo er Sechster wurde. Zwei Jahre später wurde der

Russe erneut in Nassjö Achter. Vorher siegte er im Semifinale in Inzell.

Ruhe im Frieden, Juri. • Georg Dobes

Oktober '20 BAHNSPORT AKTUELL 23


INTERNATIONAL

POLEN

Ergebnis: 1. Maciej Janowski, 15 Vorlaufpunkte; 2. Bartosz Zmarzlik, 10; 3. Szymon Wozniak, 12;

4. Janusz Kolodziej, 10; 5. Patryk Dudek, 10; 6. Piotr Pawlicki, 10; 7. Maksym Drabik, 8; 8. Jaroslaw

Hampel, 7; 9. Bartosz Smektala, 7; 10. Krystian Pieszczek, 6; 11. Kacper Woryna, 5; 12. Pawel

Przedpelski, 5; 13. Dominik Kubera, 4; 14. Przemyslaw Pawlicki, 4; 15. Norbert Kosciuch, 3;

16. Krzysztof Kasprzak, 3; 17. Jakub Jamrog, 1.

Bestenliste der polnischen Einzelmeisterschaft

Pl./Name Gold Silber Bronze

1. Tomasz Gollob 8 5 3

2. Zenon Plech 5 2 0

3. Andrzej Wyglenda 4 2 1

4. Janusz Kolodziej 4 0 3

5. Florian Kapala 4 0 2

6. Edward Jancarz 2 1 3

Maciej Janowski 2 1 3

8. Slawomir Drabik 2 1 0

9. Roman Jankowski 2 0 3

10. Stanislaw Tkocz 2 0 1

Jacek Gollob 2 0 1

Rune Holta 0 1

Einzelmeisterschaft - Finale - 7.9.2020

Maciej Janowski Meister

Maciej Janowski war beim Einzelmeisterschaftsfinale, das am 7. September

in Leszno ausgetragen wurde, eine Klasse für sich. Der 29-Jährige erzielte

in der Qualifikation ein tadelloses Punktemaximum und zog direkt

ins Finale ein. „Magic“ musste jedoch hart um die Punkte kämpfen, denn

er hatte nicht immer gute Starts. Im Endlauf übernahm Janowski ausgangs

der Startkurve die Führung und gab sie nicht mehr ab, obwohl Bartosz

Zmarzlik ihm vier Runden lang dicht im Nacken saß. In der Zielkurve

griff der Weltmeister innen an, aber der Fahrer von Sparta Wroclaw hatte

im Ziel vor zirka 3500 Zuschauern doch die Nase vorn. Es ist der zweite

Meistertitel von Janowski. Zum ersten Mal holte er die Goldmedaille im

Jahre 2015.

Bartosz Zmarzlik musste sich zum dritten Mal mit der Silbermedaille begnügen,

kann aber von Glück reden, dass er das Finale überhaupt erreichte.

Der Fahrer von Stal Gorzow erzielte in den Vorläufen 10 Punkte und

musste im Semifinale an den Start gehen. Er lag hinter Patryk Dudek und

Piotr Pawlicki an 3. Stelle, ehe Letzterer in der dritten Runde völlig unnötig

Dudek vom Motorrad holte. Der Lauf wurde abgebrochen, Pawlicki disqualifiziert

und Zmarzlik kam im Re-run hinter Janusz Kolodziej als Zweiter

ins Ziel, während Dudek ausgeschieden war. Die Bronzemedaille holte

Szymon Wozniak im Alfred-Smoczyk-Stadion. Der 27-jährige Stal-Gorzow-Fahrer

verzeichnete in der Quali drei Siege, schloss diese Rennphase

mit 12 Punkten ab und kam direkt ins Finale, wo er ständig Angriffe von Kolodziej

erfolgreich abwehren konnte. Eine schwache Leistung bot Krzysztof

Kasprzak. Der 36-Jährige, der sich zwei Wochen zuvor im kroatischen

Gorican für den GP qualifizierte, schrieb auf der 346 Meter langen Bahn

nur 3 Zähler und wurde Sechzehnter. • Foto: Daniel Sievers

Teammeisterschaft

Ekstraliga

11. Runde: Am 16. August beschloss Michal Swiacik, Clubpräsident von

Wlokniarz, die Bahn in Czestochowa „attraktiver“ zu machen. Ohne sich

beraten zu lassen, ordnete er an, den Belag aufzureißen und eine große

Menge von neuem Material dazuzumischen. Darüber informierte der unternehmungslustige

Chef jedoch die Ekstraliga GmbH nicht. Denn solche

große Veränderungen führen unweigerlich dazu, dass die Bahn die Lizenz

verliert und sie danach genau neu inspiziert werden muss. Da es die folgenden

zwei Tage in Czestochowa heftig geregnet hatte, war das Oval am

21. August, als Wlokniarz gegen Stal Gorzow fahren sollte, nicht befahrbar

und das Duell wurde abgesagt. Da Trainer Marek Cieslak mit den

Bahnarbeiten nicht einverstanden war, reichte er am 21. August seine

Kündigung mit sofortiger Wirkung ein. Und dann wurde der Club zu allem

Übel auch noch mit einer technischen Niederlage bestraft, weil die Bahn

durch eigenes Verschulden für das Rennen nicht ordnungsgemäß präpariert

werden konnte.

Zu einer großen Überraschung kam es in Zielona Gora, wo das Gastgeberteam

der Mannschaft aus Wroclaw mit 41:49 unterlag. Die Gäste lagen von

Anfang an in Führung und kontrollierten den Rennverlauf.

Ergebnisse - 21.8.: Leszno, 60 Punkte (Sayfutdinov 12, Kolodziej 7, Smektala 6, Lidsey 11, Piotr

Pawlicki 14, Szlauderbach 5, Kubera 5); Grudziadz, 30 (N.Pedersen 11, Pieszczek (Gast) 2, Bjerre 5,

Pr.Pawlicki 4, A.Laguta 7, Lobodzinski 1, Zielinski 0). Bonuspunkt für Leszno.

Czestochowa, 0 Punkte (technische Niederlage); Gorzow, 40. Bonuspunkt für Gorzow.

23.8.: Rybnik, 38 Punkte (Woryna 8, Milik 8, Logachev 6, Mat.Szczepaniak 3, Lambert 9, Nowacki

1, Tudziez 3); Lublin, 52 (Miesiac 3, G.Laguta 10, Zagar 4, Hampel 13, Michelsen 14, W.Lampart 5,

Trofimov 3). Bonuspunkt für Lublin.

Zielona Gora, 41 Punkte (Lindbäck 1, Vaculik 12, Protasiewicz 8, Jepsen Jensen 1, Dudek 13, Pawliczak

1, Krakowiak 5, Tonder 0); Wroclaw, 49 (Janowski 12, Drabik 6, C. Holder (G) 8, Fricke 7, Woffinden

10, Chugunov 6, M.Curzytek 0, Liszka 0). Bonuspunkt für Wroclaw.

12. Runde: Zu einer Sensation kam es in Lublin beim Match zwischen Motor

und dem wegen technischer Niederlage arg gebeutelten Team von

Wlokniarz. Die Gäste gewannen den Auftaktheat, übernahmen die Führung

und bauten sie kontinuierlich aus. Am Ende stand es 51:39 für Czestochowa.

Ein toller Jobanfang für den neuen Trainer Piotr Swiderski. Ganz

andere Stimmung herrschte in Rybnik. Die Mannschaft von ROW fuhr in

Leszno, unterlag gegen Unia mit 25:65 klar und stieg damit in die 1. Liga

ab. Stal Gorzow bezwang im Derbyrennen das Team von Falubaz, holte dabei

auch den Bonuspunkt und hat noch alle Chancen, sich für die Play-off-

Runde zu qualifizieren.

Ergebnisse - 31.8.: Leszno, 65 Punkte (Sayfutdinov 11, Kolodziej 13, Smektala 6, Lidsey 10, Pi.Pawlicki

11, Szlauderbach 4, Kubera 10); Rybnik, 25 (Woryna 3, Mat.Szczepaniak 3, Logachev 4, Lebedevs

3, Milik 1, Nowacki 1, Tudziez 0, Lambert 10). Bonuspunkt für Leszno.

Lublin, 39 Punkte (Miesiac 1, G.Laguta 7, Zagar 13, Hampel 7, Michelsen 1, W.Lampart 1, Trofimov 9);

Czestochowa, 51 (Madsen 9, Przedpelski 8, Holta 6, Doyle 12, Lindgren 11, J.Miskowiak 5, Swidnicki

0). Bonuspunkt für Czestochowa.

2.9.: Gorzow, 52 Punkte (Sz. Wozniak 11, Zmarzlik 14, Kasprzak 3, Thomsen 12, J.Holder (G) 7, Jasinski

1, Karczmarz 4); Zielona Gora, 38 (Kulakov (G) 0, Vaculik 7, Jepsen Jensen 9, Protasiewicz 3, Dudek

12, Krakowiak 6, Tonder 1). Bonuspunkt für Gorzow.

9.9.: Grudziadz, 36 Punkte (N.Pedersen 10, Buczkowski 3, Bjerre 7, Pr.Pawlicki 1, A.Laguta 14, Lotarski

1, Zielinski 0); Wroclaw, 54 (Janowski 10, Drabik 1, C.Holder (G) 9, Fricke 9, Woffinden 12,

Chugunov 10, Liszka 3). Bonuspunkt für Wroclaw.

24 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


13. Runde: Das Team aus Gorzow sorgte in Wroclaw für Sensation. Nach elf

Läufen führten die Gastgeber mit 38:28 und es gab im Olympia-Stadion

wohl keinen, der geglaubt hätte, dass Sparta das Match noch verlieren

könnte. Und doch: Stal gewann in der Endphase vier Heats und triumphierte

schließlich mit 46:44. Falubaz fuhr zu Hause gegen Unia Leszno

und siegte mit 52:38 überraschend deutlich. Im Endeffekt holte der Titelverteidiger

zum ersten Mal seit drei Jahren keinen Bonuspunkt. Sehr ausgeglichen

war das Match in Grudziadz zwischen GKM und Motor Lublin.

Vor dem letzten Heat herrschte noch Gleichstand, aber dann erzielten Artem

Laguta und Nicki Pedersen einen 4:2-Sieg und die Gastgeber gewannen

letztendlich denkbar knapp. Die Niederlage erschwerte den Gästen

den Einzug ins Play-off deutlich.

Laut Terminkalender sollte Wlokniarz am 4. September die Mannschaft

aus Rybnik empfangen. Doch wegen angeblichen Regens wurde das Rennen

auf den 9. September verlegt. Da die Bahn in Czestochowa jedoch immer

noch keine Lizenz hatte, drohte den Gastgebern eine weitere technische

Niederlage. Da schlug Krzysztof Mrozek, Präsident von ROW, vor,

das Rennen in Rybnik auszutragen. Die Ekstraliga GmbH gab zu der Idee

ihre Zustimmung und Wlokniarz bezwang die Mannschaft von ROW auswärts

mit 60:30.

Ergebnisse - 6.9.: Wroclaw, 44 Punkte (Janowski 14, Drabik 3, C.Holder (G) 7, Fricke 3, Woffinden 8,

Chugunov 6, Liszka 3); Gorzow, 46 (Wozniak 6, J.Holder (G) 8, Thomsen 10, Zmarzlik 15, Iversen 5,

Karczmarz 1, Jasinski 1). Bonuspunkt für Gorzow.

Zielona Gora, 52 Punkte (Lindbäck 2, Vaculik 12, Protasiewicz 7, Jepsen Jensen 11, Dudek 10, Tonder

7, Krakowiak 3); Leszno, 38 (Sayfutdinov 10, Kolodziej 4, Smektala 1, Lidsey 6, Piotr Pawlicki 8, Kubera

8, Szlauderbach 1). Bonuspunkt für Zielona Gora.

8.9.: Grudziadz, 46 Punkte (N.Pedersen 13, Buczkowski 3, Bjerre 10, Pr.Pawlicki 5, A.Laguta 14, Lobodzinski

0, Zielinski 1); Lublin, 44 (Jamrog 1, G.Laguta 9, Zagar 5, Hampel 13, Michelsen 8, W.Lampart

4, Trofimov 4). Bonuspunkt für Lublin.

9.9.: Rybnik, 30 Punkte (Woryna 5, Mat.Szczepaniak 0, Logachev 9, Milik 6, Miedzinski (G) 1, Nowacki

2, Tudziez 2, Lambert 5); Czestochowa, 60 (Madsen 8, Przedpelski 13, Holta 10, Doyle 13,

Lindgren 5, J.Miskowiak 8, Swidnicki 3). Bonuspunkt für Czestochowa.

14. Runde : Das Team von Wlokniarz hatte vor der letzten Runde noch eine

kleine Chance, das Play-off zu erreichen, müsste dann aber in Leszno das

Unmögliche schaffen, und zwar den Titelverteidiger schlagen. Daraus

wurde natürlich nichts, denn Unia siegte mit 54:36 deutlich. Stal Gorzow

bezwang schon am 24. August GKM Grudziadz zu Hause mit 57:33 und zog

ins Semifinale der Teammeisterschaft ein. Um ebenfalls unter die Top-Vier

zu kommen, musste Motor auf der Heimbahn im Rennen gegen Falubaz

53 Punkte holen. In Lublin tobten verbissene Kämpfe um jeden Punkt,

denn hätten die Gastgeber ihr Ziel erreicht, wäre die Mannschaft aus Zielona

Gora diejenige gewesen, die das Weiterkommen knapp verpasst hätte.

Nach 13 Heats hatte Motor 10 Zähler Vorsprung (44:34), aber dann holten

die Gastgeber einen Doppelsieg und der Einzug ins Semifinale war

zum Greifen nach. Sie brauchten „nur“ ein 4:2 erringen, doch Dudek, der

zwei Tage zuvor beim GP in Gorzow spektakulär gestürzt war, kreuzte als

Sieger die Ziellinie und das Rennen endete mit 52:38. Im Endeffekt trennten

sich beide Mannschaften nach zwei Matches mit 90:90 unentschieden,

brachten sich gegenseitig um den Bonuspunkt und Motor belegte

schließlich in der Tabelle einen enttäuschenden 6. Rang. Erwartungsgemäß

siegte Sparta Wroclaw in Rybnik und erreichte damit auch die Playoff-Runde.

EKSTRALIGA

(NACH DER HAUPTRUNDE)

Pl./Club R P/BP Ges.

1. Leszno 14 28/6 +162

2. Gorzow 14 21/5 +66

3. Wroclaw 14 20/4 +46

4. Zielona Gora 14 20/3 +25

5. Czestochowa 14 19/5 +28

6. Lublin 14 19/3 +56

7. Grudziadz 14 10/1 -102

8. Rybnik 14 2/- -281

ROW Rybnik steigt in die 1. Liga ab.

Die vier besten Team qualifizieren

sich für die Play-off-Runde

Ergebnisse - 24.8.: Gorzow, 57 Punkte (Wozniak

10, Zmarzlik 12, Kasprzak 10, Thomsen 11, J.Holder

(G) 6, Jasinski 3, Karczmarz 5); Grudziadz, 33

(N.Pedersen 8, Buczkowski 0, Pr.Pawlicki 1, Bjerre

7, A.Laguta 16, Zielinski 1, Lobodzinski 0, Lahbaum

0). Bonuspunkt für Gorzow.

13.9.: Leszno, 54 Punkte (Sayfutdinov 12, Kolodziej

6, Smektala 11, Lidsey 9, Pi.Pawlicki 9, Szlauderbach

1, Kubera 6); Czestochowa, 36 (Madsen

13, Przedpelski 0, Holta 3, Doyle 12, Lindgren 4,

J.Miskowiak 4, Swidnicki 0). Bonuspunkt für Leszno.

Lublin 52 Punkte (Jamrog 6, G.Laguta 11, Zagar

10, Hampel 11, Michelsen 11, W.Lampart 0, Trofimov

3); Zielona Gora, 38 (Lindbäck 5, Vaculik 1,

Jepsen Jensen 6, Protasiewicz 7, Dudek 11, Krakowiak

5, Tonder 3). Kein Bonuspunkt (90:90).

14.9.: Rybnik, 39 Punkte (Woryna 12, Mat.Szczepaniak

8, Logachev 0, Milik 5, Lambert 8, Nowacki

2, Tudziez 4); Wroclaw, 51 (Janowski 10, C.Holder

(G) 9, Fricke 12, Woffinden 13, Chugunov 4, Liszka

1, Bewley 2). Bonuspunkt für Wroclaw,

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INTERNATIONAL

1. Liga

8. Runde: Das Match in Lodz zwischen Orzel und Unia Tarnow musste nach

acht Läufen wegen eines Wolkenbruchs abgebrochen werden. Zunächst

war das Duell sehr ausgeglichen und der Punktestand oszillierte ums Unentschieden.

Entscheidend für den Sieg der Gastgeber war der siebte Heat,

als ein Doppelsieg errungen wurde und man letztendlich mit 28:20 gewannen.

Apator empfing in der MotoArena das Team aus Bydgoszcz und

siegte erwartungsgemäß mit 54:36. Kai Huckenbeck erkämpfte einen

Sieg und erzielte bei sechs Einsätzen 6 Punkte.

Ergebnisse - 22.8.: Ostrow, 58 Punkte (Walasek 8, Gapinski 12, Cyfer 7, Okoniewski 11, Klindt 13,

Krawczyk 2, Szostak 5); Gdansk, 31 (Pieszczek 3, R.Jensen 10, Thorssell 6, Gomolski 3, Kildemand

6, Zupinski 3). Bonuspunkt für Ostrow.

22.8.: Lodz, 28 Punkte (Kosciuch 5, Nowak 4, Kurtz 3, Jeleniewski 4, Tungate 9, Dul 1, Pioro 2); Tarnow,

20 (Nilsson 4, Kaczmarek 1, Mroczka 3, Gruchalski 2, Koza 3, Konieczny 6, Cierniak 1). Nach

acht Läufen wegen Regens abgebrochen. Bonuspunkt für Lodz.

23.8.: Torun, 54 Punkte (C.Holder 8, J.Holder 14, Kulakov 11, Miedzinski 7, Musielak 9, Kopec-

Sobczynski 1, Marciniec 4); Bydgoszcz, 36 (Batchelor 4, Huckenbeck 6, D. Lampart (G) 10, Ivacic 1,

Orwat 3, Lyager 12). Bonuspunkt für Torun.

24.8.: Daugavpils, 50 Punkte (Aspgren 6, Puodzuks 5, Kostigovs 11, Tarasenko (G) 9, Kudriashov 8,

Gusts 7, Mihailovs 4); Gniezno, 39 (Pavlic 4, K.Fajfer 6, Lahti 16, O.Fajfer 10, Gala 2, Stalkowski 1).

Bonuspunkt für Gniezno.

9. Runde: Noch bis zum 13. Lauf war das Team von Wybrzeze für den Tabellenführer

aus Torun ein einigermaßen ebenbürtiger Gegner (32:40), doch

dann erzielte Apator drei Doppelsiege in Folge und gewann in Gdansk mit

55:35 sicher. Erst am 10. September trafen die Teams von Polonia und Lokomotiv

in Bydgoszcz aufeinander. Das Rennen hatte große Bedeutung,

denn hätten die Letten gewonnen, hätte es für Polonia keine Rettung

mehr vor dem Abstieg gegeben. Die Gastgeber hatten nach 13 Heats noch

8 Punkte Vorsprung, aber das Match endete schließlich nur mit 46:44 für

Polonia. Daugavpils holte den Bonuspunkt und hatte in der Tabelle einen

Zähler mehr als Bydgoszcz. Kai Huckenbeck erfuhr für die Gastgeber respektable

10 Punkte. Zum ersten Mal nach seiner Verletzung ging Bellego

an den Start und der Franzose trug mit 11 Zählern maßgeblich zum Sieg

von Polonia bei.

Ergebnisse - 28.8.: Gdansk, 35 Punkte (Thorssell 5, Kildemand 5, Pieszczek 12, Gomolski 2, R.Jensen

6, Zupinski 4, Gryszpinski 1); Torun, 55 (C.Holder 10, Kulakov 11, Musielak 6, Miedzinski 10,

J.Holder 12, Marciniec 2, Kopec-Sobczynski 4). Bonuspunkt für Torun.

29.8.: Gniezno, 47 Punkte (Gala 9, Berntzon 6, O.Fajfer 9, K.Fajfer 5, Lahti 11, Czapla 3, Stalkowski

4); Lodz, 43 (Kosciuch 10, Loktaev 11, Tungate 7, Kurtz 6, Nowak 7, Pioro 2). Bonuspunkt für Lodz.

30.8.: Tarnow, 52 Punkte (Nilsson 11, Gruchalski 5, Koza 10, Mroczka 7, Ljung 9, Konieczny 7, Cierniak

3; Ostrow, 38 (Walasek 6, Gapinski 12, Okoniewski 5, Cyfer 2, Klindt 12, Krawczyk 1). Bonuspunkt

für Tarnow.

10.9.: Bydgoszcz, 46 Punkte (Huckenbeck 10, Batchelor 7, D.Lampart (G) 7, Bellego 11, Orwat 2, Lyager

9); Daugavpils, 44 (Aspgren 3, Kostigovs 3, Puodzuks 3, Tarasenko (G) 14, Kudriashov 6, Mihailovs

10, Gusts 5). Bonuspunkt für Daugavpils.

10. Runde: Apator ist nicht mehr ungeschlagen. In Ostrow lag die Mannschaft

aus Torun nach neun Heats mit 31:23 in Führung, doch dann setzte

Ostrovia seine „Wunderwaffe“ ein. Reservist Jeppesen rollte in den letzten

sechs Rennen fünfmal ans Startband, erzielte fabelhafte 15 Punkte

und die Gastgeber siegten letztendlich mit 46:44 sensationell. Das Team

von Polonia beugte sich in Gniezno mit 40:49. Kai Huckenbeck war im

Match gegen Start Leistungsträger der Gäste. Der Deutsche hatte einen

Laufsieg vorzuweisen und kam auf 11 Zähler.

Ergebnisse - 5.9.: Ostrow, 46 Punkte (Walasek 5, Gapinski 7, Cyfer 6, Klindt 8, Krawczyk 1, Szostak

4, Jeppesen 15); Torun, 44 (J.Holder 6, C.Holder 10, Kulakov 8, Musielak 9, Miedzinski 6, Marciniec

1, Kopec-Sobczynski 4). Bonuspunkt für Torun.

6.9.: Lodz, 52 Punkte (Kosciuch 11, Nowak 9, Jeleniewski 5, Loktaev 13, Tungate 8, Grygolec 5, Pioro

1); Gdansk, 38 (Pieszczek 4, R.Jensen 6, Thorssell 11, Chmiel 2, Kildemand 10, Zupinski 1, Gryszpinski

4). Bonuspunkt für Lodz.

7.9.: Gniezno, 49 Punkte (Gala 1, F.Jakobsen 11, O.Fajfer 14, K.Fajfer 11, Lahti 10, Stalkowski 2);

Bydgoszcz, 40 (Batchelor 9, Huckenbeck 11, Bergé 5, D.Lampart (G) 3, Bartoch 2, Orwat 6, Lyager

4). Bonuspunkt für Gniezno.

11. Runde: Zwei Jahre lang war die Mannschaft von Ostrovia in ihrem Stadion

ungeschlagen, aber am 12. September ging die Erfolgsserie zu Ende.

1. LIGA

Pl./Club R P/BP Ges.

1. Torun 11 24/4 +208

2. Lodz 11 18/4 +42

3. Gniezno 11 17/3 +23

4. Tarnow 10 11/1 -16

5. Ostrow 11 11/1 -34

6. Gdansk 11 11/1 -34

7. Daugavpils 10 5/1 -58

8. Bydgoszcz 11 4/0 -131

Nach einem spannenden Duell bezwang

das Team aus Lodz die Gastgeber

mit 46:44. Das Team aus Bydgoszcz

verlor in Gdansk gegen

Wybrzeze mit 38:51 deutlich und seine

Situation in der Tabelle wird immer

schwieriger. Kai Huckenbeck

hatte einen Sturz zu beklagen und

schrieb insgesamt 5 Punkte.

Ergebnisse - 10.9.: Tarnow, 38 Punkte (Nilsson 6,

Gruchalski 3, Koza 2, Mroczka 6, Ljung 5, Konieczny

2, Cierniak 14); Gniezno, 52 (K.Fajfer 1,

F.Jakobsen 13, Lahti 8, Berntzon 14, O.Fajfer 14,

Stalkowski 2). Bonuspunkt für Gniezno.

12.9.: Gdansk, 51 Punkte (Thorssell 12, Kildemand 5, Pieszczek 12, Gomolski 6, R.Jensen 11, Zupinski

4, Gryszpinski 1); Bydgoszcz, 38 (Bellego 9, Batchelor 1, Huckenbeck 5, D.Lampart (G) 8, Orwat

3, Lyager 12). Bonuspunkt für Gdansk.

Ostrow, 44 Punkte (Walasek 7, Gapinski 9, Cyfer 9, Okoniewski 1, Klindt 15, Szostak 2, Jeppesen 1);

Lodz, 46 (Kosciuch 6, Loktaev 12, Tungate 5, Jeleniewski 9, Nowak 8, Grygolec 2, Pioro 4). Bonuspunkt

für Lodz.

13.9.: Torun, 54 Punkte (Musielak 8, C.Holder 14, J.Holder 15, Kulakov 7, Miedzinski 5, Kopec-

Sobczynski 2, Marciniec 3); Daugavpils, 36 (Aspgren 3, Kostigovs 11, Puodzuks 1, Tarasenko (G) 7,

Kudriashov 1, Mihailovs 7, Gusts 5, Ansviesulis 1). Bonuspunkt für Torun.

2. Liga

4. Runde: Die Mannschaft aus Rzeszow erlitt ihre dritte Niederlage in Folge.

Diesmal beugte sie sich zu Hause dem Team aus Poznan mit 43:46. Eine

starke Leistung brachte Kevin Wölbert. Der Heidhofer verzeichnete

zwei Siege und trug mit 10 Zählern wesentlich zum Sieg der Gäste bei. Eine

deutliche Niederlage mussten auch die Wölfe aus Wittstock gegen die

Wölfe aus Krosno einstecken. Zwei Durchgänge konnte die Heimmannschaft

mithalten, bis sich die Gäste immer weiter absetzten und schließlich

mit 61:29 Punkten die Heimreise antraten.

Ergebnisse - 21.8.: Rzeszow, 43 Punkte (P.Hansen 11, Stachyra 8, Rolnicki 8, Ellis 6); Poznan, 46

(Chmiel 12, Birkemose 11, Wölbert 10, Suchecki 6).

22.8.: Opole, 48 Punkte (M.Hansen 9, Polis 9, Legowik 8, Tonder 7, Bach 6, Masters 6); Rawicz, 42

(Smektala 17, Szlauderbach 11, Lidsey 10).

23.8.: Wittstock, 29 Punkte (Steven Mauer 7, Sandro Wassermann 4, Marcin Koscielski 1, Ben

Ernst 1, Michael Härtel 0, Lukas Baumann 4, Lukas Fienhage 12); Krosno, 61 (Kowalski 5, Drozdz

12, Krcmar 12, Karpov 14, Tarasienko 10, Wojdylo 5, Cierniak 3).

5. Runde: Eine weitere bittere Niederlage erlitten die Wölfe in Opole. Die

Mannschaft aus Wittstock beugte sich den Gastgebern mit 26:64. Nur Lukas

Baumann und Sandro Wassermann konnten jeweils einen Sieg verzeichnen.

„Das ist unsere erste Saison in der Liga und wir zahlen Lehrgeld.

Für manche Fahrer war dies das erste Rennen auf dieser Bahn. Ich

denke, im kommenden Jahr wird es für uns besser laufen“, sagte Marcin

Sekula, Teammanager der Brandenburger.

Max Dilger bestritt sein erstes Ligarennen und zeigte sich in guter Form. Er

erzielte 11 Zähler und war einer der Leistungsträger von Rawicz im Match

gegen das Team aus Rzeszow. Auch Kevin Wölbert brachte eine starke Performance.

Der 31-Jährige erkämpfte 10 Punkte, aber seine Mannschaft

hatte im Duell gegen Krosno keine Chance und unterlag mit 30:59 deutlich.

Robert Lambert holte die meisten Punkte

bei der Begegnung Wittstock vs. Opole

26 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


Wittstock vs. Opole am 6.9.: Lukas Baumann (Wittstock) vor Hubert Legowig, Robert Lambert (Wittstock) und Rene Bach

Ergebnis - 28.8.: Opole, 64 Punkte (Legowik 11, Bach 12, M.Hansen 13, Polis 14, Masters 9,

Osyczka 5, Rowecki 0); Wittstock, 26 (Monakhov 2, Koscielski 2, Mauer 5, Wassermann 7, Fienhage

4, Ernst 1, L.Baumann 5).

29.8.: Rawicz, 54 Punkte (Smektala 12, Dilger 11, Lidsey 10, Rew 8, Szlauderbach 7); Rzeszow, 35

(D.Lampart 13, K.Hansen 9, P.Hansen 6).

30.8.: Krosno, 59 Punkte (Tarasenko 14, Karpov 11, Krcmar 10, Drozdz 7, Jedrzejewski 6, Kowalski

6); Poznan, 30 (Wölbert 10, Birkemose 10, Hjelmland 7).

6. Runde: Das Team aus Rzeszow bezwang Kolejarz

Rawicz mit 59:31 haushoch. Die Gäste

traten im Südosten Polens ohne ihre Ekstraliga-Stars

an. Max Dilger wurde fünfmal eingesetzt

und schrieb für Rawicz 5 Zähler. Die Wittstocker

Wölfe verloren gegen Opole 36:56. Bester

Punktelieferant war Europameister Robert

Lambert. Krosno setzte sich auswärts gegen

das Team aus Poznan durch und bleibt weiterhin

unbezwingbar. Kevin Wölbert verzeichnete

einen Sieg und erzielte für die Gastgeber

6 Punkte.

Ergebnisse - 4.9.: Rzeszow, 59 Punkte (D.Lampart 14, Chalov

14, K.Hansen 12, P.Hansen 10, Stachyra 7); Rawicz, 31 (Rowe 9,

Pludra 6, Dilger 5, Balinski 5). Bonuspunkt für Rzeszow.

6.9.: Wittstock, 36 Punkte (Mauer 1, Wassermann 4, Koscielski

3, Valentin Grobauer 0, Robert Lambert 12, Ernst 6, L.Baumann

10); Opole, 54 (Legowik 11, Bach 8, Hansen 11, Polis 13, Masters

10, Osyczka 1, Rowecki 0). Bonuspunkt für Opole.

7.9.: Poznan, 39 Punkte (Birkemose 14, Hjelmland 8, Suchecki

8, Wölbert 6); Krosno, 51 (Tarasenko 12, Drozdz 10, Wojdylo 10,

Krcmar 9, Karpov 7). Bonuspunkt für Krosno.

7. Runde: Im Duell der Wölfe war die Mannschaft

aus Krosno wesentlich besser und gewann

zu Hause gegen Wittstock mit 64:25. Die

Gäste waren dem Tabellenführer deutlich unterlegen.

Nur Lukas Fienhage war für die Gastgeber

ein ebenbürtiger Gegner. Der 20-Jährige

holte den einzigen Laufsieg für die Gäste und

erzielte insgesamt 10 Punkte.

Kolejarz Rawicz erlitt auf der Heimbahn im

Match gegen Opole eine bittere Niederlage.

Max Dilger absolvierte vier Läufe und schrieb

für die Gastgeber 3 Punkte. PSZ Poznan setzte

sich gegen die Mannschaft aus Rzeszow mit 51:38 deutlich durch. Kevin

Wölbert erzielte zwei Siege und schloss das Rennen mit 11 Zählern ab.

Ergebnisse - 11.9.: Krosno, 64 Punkte (Jedrzejewski 9, Drozdz 11, Krcmar 10, Karpov 9, Tarasenko

15, Przybylski 0, Wojdylo 10); Wittstock, 25 (Wassermann 4, Grobauer 2, Mauer 1, Fienhage 10,

Koscielski 5, L.Baumann 2, Ernst 1). Bonuspunkt für Krosno.

12.9.: Rawicz, 28 Punkte (Balinski 7, Rew 6, Kajzer 5, Pludra 4, Dilger 3); Opole, 62 (Legowik 14,

Masters 13, Bach 13, Polis 12, Osyczka 6). Bonuspunkt für Opole.

13.9.: Poznan, 51 Punkte (Jasinski 15, Birkemose 13, Wölbert 11); Rzeszow, 38 (Lahbaum 11, P.Hansen

9, Stachyra 8, K.Hansen 7). Bonuspunkt für Poznan.

2. LIGA

Pl./Club R P/BP Ges.

1. Krosno 7 16/2 +175

2. Opole 7 12/2 +61

3. Poznan 7 7/1 -3

4. Rawicz 7 6/- -51

5. Rzeszow 7 5/1 +5

6. Wittstock 7 2/- -187

Silberhelm (U21) - 26.8.2020

Kubera triumphiert

Eine ungünstige Wettervorhersage führte in Gdansk dazu, dass das Silberhelmrennen

eine halbe Stunde früher gestartet werden musste. Erst

vor dem dritten Durchgang fing es dann an zu regnen. Man trug noch zwei

Läufe aus und der Referee ordnete eine halbstündige Pause an. Zum

Glück konnte man später das Rennen fortsetzen. Erwartungsgemäß wurde

Dominik Kubera Triumphator des Rennens. Der Titelverteidiger von

Unia Leszno fand auf der 349 Meter langen Strecke keinen Bezwinger. Um

den 2. Gesamtrang duellierten sich Viktor Trofimov von Motor und Jakub

Miskowiak von Wlokniarz, die jeweils 13 Zähler erkämpften. Daraus ging

letztendlich Ersterer als Sieger hervor.

• Texte: Georg Dobes; Fotos: Peter Grüne

Ergebnis: 1. Dominik Kubera, 15 Punkte; 2. Viktor Trofimov, 13+3; 3. Jakub Miskowiak, 13+2; 4. Mateusz

Tonder, 12; 5. Norbert Krakowiak, 11; 6. Mateusz Cierniak, 10; 7. Wiktor Lampart, 9; 8. Igor Kopec-Sobczynski,

6+3; 9. Karol Zupinski, 6+2; 10. Szymon Szlauderbach, 5; 11. Mateusz Swidnicki,

5; 12. Damian Pawliczak, 5; 13. Przemyslaw Liszka, 3; 14. Damian Stalkowski, 2; 15. Marcin Turowski,

1; 16. Rafal Karczmarz, 1; 17. Kamil Nowacki, 1; 18. Tomasz Orwat, 1.


CLUBNOTIZEN

Sem Ensing

Andreas Obermeier (knieend) und Uwe Ebler probten einige Starts mit den Jungs

MSV Herxheim

Jugend im Vordergrund

Das dritte Clubfahrerspeedwaytraining der MSV Herxheim in diesem Jahr,

das von Jugendwart Andreas Obermeier und Uwe Ebler am Samstag,

5. September, organisiert wurde, war schwerpunktmäßig auf die Jugend

ausgerichtet. Um die 125-ccm-Jungs weiter voranzubringen, konnten Stefan

und Erik Bachhuber engagiert werden. Die beiden führten intensive

Gespräche mit den Teilnehmern, zeigten ihnen via Hütchenpylonen die

grundsätzliche Fahrlinie, gaben wichtige Tipps, was auch unter anderem

die Einstellungen der Motorräder betrifft. Erik und Stefan hat es Spaß gemacht,

sie kommen gerne wieder.

MSC Mulmshorn

Training

Der Ansturm beim Training des MSC Mulmshorn am 6. September war mit

50 Teilnehmern groß. Aus folgenden Sparten nutzten die Fahrer die Gelegenheit,

ihre fahrbaren Untersätze zu bewegen: Flat Track, Seitenwagen

inklusive Oldies, I- und B-Solo, Speedkart, Junior B sowie Cross Junior.

Auch die Speedkarts nutzten die Trainingsgelegenheit

Trainieren konnten die Teilnehmer sowohl auf der Lang- als auch auf der

Speedwaybahn. Trotz zwischenzeitlich kurz einsetzendem Regens musste

die Bahn gewässert werden. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt,

außerdem wurden Lose für die Tombola verkauft. Die Ausgabe der

Preise erfolgte nach dem Ende des Trainings gegen 17:00 Uhr.

• Text u. Fotos: Ubbo Bandy

Jan Kempa und Sina Stickling in Aktion

Erik Bachhuber gibt sein Wissen gerne weiter und hilft den Anfängern

Die Teilnehmer Felix Leiling, Tim Widera, Kimi Weber, Tim Arnold und Julien

Walther waren begeistert von dieser tollen Trainingssession und

konnten viele Tipps aufsaugen, teilweise auch umsetzen. Mario Wüst

kümmerte sich wieder um die 50-ccm-Fahrer*innen Bastian Urbanzyk und

Kiara Reifert. Am Nachmittag konnten dann auch die anderen Klassen

trainieren, was natürlich auch Erik Bachhuber nutzte. Sebastian Trapp,

Raphael Buchholz, Viktor Caric, Dustin Schulz und Oldie Martin Theobald

drehten ebenfalls am Nachmittag am Gashahn. Als Zaungäste waren auch

der Rheinland Pfälzische ADAC-Chef Rudi Zeiter, Heiko Zeiter (MSC Zweibrücken),

Thomas Gallus (MSC Berghaupten) und natürlich MSVH-Chef

Edelbert Müller und Rennleiter Joachim Ohmer vor Ort. Alle wünschen sich

natürlich, dass 2021 die Bahnsportveranstaltungen wieder normal durchgeführt

werden können. • Text: Andreas Obermeier; Fotos: Franz Peter Bär

28 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


MSC Olching

Jahreshauptversammlung

und ein „Geisterrennen“

Normalerweise geht die Jahreshauptversammlung beim MSC Olching immer

im Frühjahr über die Bühne – aber wegen des Coronavirus ist in diesem

Jahr eben alles anders.

Neuer 2. Schatzmeister

Torsten Grunwald

Jedenfalls konnte das große Treffen des Vereins dann am 4. September

endlich stattfinden. Der Verein erlebt derzeit ein nicht gerade einfaches

Speedwayjahr: Zum einen wurde mit dem Kauf neuer Airfences eine große

und absolut notwendige

Anschaffung getätigt,

zum anderen

können coronavirusbedingt

keine Veranstaltungen

stattfinden

– zumindest

nicht im normalen

Umfang. Sowohl das

Rennen um das Goldene

Band der

Schlossbrauerei

Maxlrain als auch

das Finale zur U21

Deutschen Meisterschaft

wurden komplett

abgesagt. Doch

einen kleinen Lichtblick

gibt es dann

doch: der MSC Olching

wird am

27. September einen

Vorlauf zum ADAC Bayerncup veranstalten – allerdings als „Geisterrennen“

unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Ebenfalls abgesagt wurde die Feier zum 70-jährigen Jubiläum des MSC Olching.

Hier hatte man eigentlich vorgehabt, den runden Geburtstag des

Vereins ausgiebig zu würdigen.

Äußerst positiv war, dass der MSCO einen der beiden seit langem offenen

Posten im Beirat endlich besetzen konnte: Torsten Grunwald stellte sich

für das Amt des zweiten Schatzmeisters zur Verfügung. Der 34-jährige

Pfaffenhofener ist bereits seit 25 Jahren Mitglied im Verein und möchte

sich zukünftig noch mehr als bisher engagieren.

• Text: Tanja Schön; Foto: MSCO

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Oktober '20 BAHNSPORT AKTUELL 29


CLUBNOTIZEN

Speedway Team Wolfslake

Krowdrace

Am 23. August fand auf dem Eichenring Wolfslake der

erste Lauf der Krowdrace Flat Track-Serie statt. Es meldeten

sich über 60 Fahrer aus sechs Nationen in zehn

verschiedenen Klassen an.

Mit dabei waren unter anderem der letztjährige

Krowdrace-Sieger Martin Sulzbacher aus Wien und

die Siegerin des österreichischen Flat Track Pokals

2017 Yasmin Poppenreiter, aber auch viele erfolgreiche

Cupfahrer aus den Niederlanden, Slowenien und

Italien nahmen am Rennen teil.

Die Bahnsport-Asse Celina Liebmann und Markus Jell

nahmen zum ersten Mal an einem Flat-Track-Rennen

teil. Celina trat in der Pro-Klasse bei den Supergirls

an, wo sie hinter Yasmin Poppenreiter und Michelle

Kornelsel (beide Österreich) den 3. Platz belegen

konnte.

Der größte Teil des Fahrerfelds kam aus Deutschland

und bestand hauptsächlich aus Amateur- und Hobbyfahrern,

die ihr Können unter Beweis stellten.

In den einzelnen Klassen starteten bis zu zwölf Fahrer

in drei Vorläufen zusammen und das aus je drei verschiedenen

Startreihen zu viert nebeneinander, um

sich für den Finallauf einen der heiß begehrten vier

Startplätze in der ersten Reihe zu sichern. Gefahren

wurden jeweils sechs Runden bis zum Zieleinlauf. Es

gab richtig Action auf der Bahn und es wurde den Zuschauern

spannender Bahnsport mit packenden

Zweikämpfen geboten.

Dank den Krowdrace-Machern Hermann Köpf, Martin

Hüning und dem Speedway Team Wolfslake wurde

das Rennen zu einer sehr gelungenen Veranstaltung

unter besonderen Bedingungen.

Flat Track wird in Deutschland immer beliebter, da es

Neueinsteiger und Anfängern die Chance bietet, auch

mit geringem Aufwand in den Bahnsport einzusteigen.

• Text: Elmo Schröder; Fotos: Vincent Paarmann

Celina Liebmann wurde Dritte

in der Pro-Klasse der Supergirls

Markus Jell (82) im Fight mit Michael Schmid

30 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


Vielen Dank!

Wir möchten uns auf diesem

Wege recht herzlich beim

MC Güstrow, besonders bei Jakob

Femerling und Thomas Koch, für

die Ausrichtung des Kaffeetrinkens

anlässlich unserer Hochzeit

bedanken. Ihr habt uns damit

eine sehr große Freude bereitet.

Die Tische waren wunderschön

von den Frauen dekoriert worden

und Jacob hat an diesem Tag extra

für uns ein paar Runden gedreht.

Somit konnten wir am Tag unserer

Hochzeit in dem Stadion, in dem

wir uns kennengelernt haben,

auch ein klein wenig Speedway

genießen.

Herzlichen Dank sagen

Kathi und Jörg Baumgart

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LETZTE MELDUNGEN

Dänisches Finale am 30.9. in Vojens

Jakob Olsen und sein Team bereiten sich auf das etwas andere Finale vor,

das mit entsprechenden Corona-Auflagen mit einer begrenzten Zuschauerzahl

durchgeführt wird. Unter anderem gibt es ausschließlich Sitzplätze

für die namentlich zu registrierenden Besucher.

Sportlich ist das DM-Finale sicherlich das Highlight bei den nördlichen

Nachbarn, nachdem die Metal Speedway League komplett abgesagt wurde.

Kann Kenneth Bjerre, der im Vorjahr mit Maximum die Serie von Niels

Kristian Iversen mit sieben Meisterschaften in Folge beendete, seinen Titel

verteidigen? • Text u. Foto: Peter Grüne

Gesetzt (Platz 1 bis 5 Vorjahr): Kenneth Bjerre, Niels Kristian Iversen,

Rasmus Jensen, Bjarne Pedersen, Nicki Pedersen, Leon Madsen (Wildcard).

Qualifiziert über Semifinale 1: Anders Thomsen, Frederik Jakobsen, Mikkel

Bech, Marcus Birkemose, Kenneth Kruse Hansen, Lasse Bjerre (Reserve).

Qualifiziert über Semifinale 2: Nicolai Klindt, Rene Bach, Peter Kildemand,

Jonas Jeppesen, Andreas Lyager, Mads Hansen (Reserve).

Favoriten auf den

Titel: Kenneth

Bjerre und Niels

Kristian Iversen

Bahnsport aktuell 11/2020 erscheint am 26. Oktober 2020

IMPRESSUM

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