TRAVEL INSIDE 2020-420

abouttravel

REISEN AUF

DEM FLUSS 2021

Unterwegs in Europa, zu Hause an Bord

GRATIS

Reisen stornierbar

bis 90 Tage

Neu Corona-

Versicherung

13%

Kommission

Katalog 2021 jetzt

erhältlich im

Mailinghouse

Reisebüro Mittelthurgau

Fluss- und Kreuzfahrten AG

Tel +41 71 626 85 85

mittelthurgau.ch

NR. 41/42 | 15. OKTOBER 2020 | www.travelinside.ch

TOP DESTINATION STORIES

REPORT

Corona Was passiert bremste jetzt ein mit gutes der

Jahr Schweizer aus – Reisebranche? die Zahlen 3

DESTINATION REPORT

China Nordischer Winter 108

Indischer Karibik/Lateinamerika Ozean 10 13

TRAVEL TOP JOBS

Aktuelle

Jobangebote 14

PEOPLE & EVENTS

Wo sich die Branche traf,

wer geht, wer kommt 15

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

Kreczy: «Langsam stellt sich

etwas Zuversicht ein»

Jetzt fahren sie

wieder!

Annette Kreczy, Mitglied GL und Chief Sales Officer, DER Touristik Suisse, über

die Gemütslage und die Herausforderung, die die Krise täglich mit sich bringt.

«Wir schauen wieder

optimistischer in die

Zukunft», sagt Annette

Kreczy, CSO DER Touristik

Suisse.

Der «Corona-Blues» hat die ganze Reisebranche

befallen. Auch Annette Kreczy,

Chief Sales Officer von DER Touristik

Suisse, stresst und frustriert Corona ab

und zu extrem, wie sie im Interview

mit TRAVEL INSIDE zugibt. Sie habe in

ihrer Karriere schon so einige Krisen

durchgestanden, das Swissair-Grounding

hautnah miterlebt und war beim

Kuoni-Verkauf an vorderster Front.

Doch Corona toppe alles. Bei DER

Touristik Schweiz sei die Stimmung

nach vielen Entlassungen und über

sechs Monaten im Krisenmodus auf

dem Tiefpunkt.

«Ich habe aber das Gefühl, dass sich

langsam wieder etwas Zuversicht

einstellt und wir wieder optimistischer

in die Zukunft schauen», sagt Kreczy

und erklärt, wie DER Touristik Schweiz

auch in der Krise weiter wachsen will.

Das Unternehmen glaube an die Zukunft

der Reiseberatung und sei bereit,

zu investieren. Dank Rewe, dem starken

Mutterhaus im Rücken, sei man

offen für Übernahmen.

YS/Interview Seiten 4 und 5

Die Corona-Pandemie hat die Kreuzfahrt-Industrie

während Monaten

komplett lahmgelegt. Mit grossem

Elan geht die Cruise-Industrie jetzt

wieder an den Start. Strikte Hygieneprotokolle

und für CLIA-Reedereien

obligatorisch auch Covid-19-Tests für

Pas sagiere und Crew gehören wie

Bubble- Land gänge und weniger Passagiere

an Bord zum neuen Standard.

Während in den USA weiterhin ein

Cruise Ban gilt, sind zumindest in

Europa die Schiffe von Aida, Costa, MSC

und vielen anderen wieder zunehmend

zahlreich unterwegs. TRAVEL

INSIDE hat den derzeitigen Stand der

Kreuzfahrt-Programme zusammengestellt

und kann sogar einen Neubau

vorstellen. TI/Seite 12 und 13

VERTRIEBSLEITER

Quarantäne für Ferienrückkehrer, PCR-Tests an vielen

Destinationen und Flüge, die nicht stattfinden –

die Schweizer mochten in dieser permanenten Unsicherheit

kaum Herbstferien buchen und für den

kommenden Winter sind sie sehr zurückhaltend.

Für die Reiseberater wird es zudem immer

schwieriger, ihre Kunden zu beraten. Die Vertriebsleiter

der fünf grossen Reiseunternehmen

erklären, wie sie damit umgehen, welche

Lösungen sie sehen und welche

Reiseziele die Hoffnungsträger für die

Wintersaison sind.

TI/Umfrage Seiten 6 und 7

TI-NEWS

TÄGLICH AKTUELL

JETZT

abonnieren:

travelinside.ch/newsletter

Fotos: TRAVEL INSIDE (1, 3), zVg (2)

Tagungen & Events organisieren

Erscheint

am

21.10.2020

www.mice-tip.ch


2

TOP STORIES

TRAVEL INSIDE

41/42 | 15. Oktober 2020

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

Die Schuldigen für die

Corona-Folgen

Wird die Gesundheit gegenüber

der Wirtschaft in der Schweiz

zu hoch gewichtet?

UMFRAGE

Würde es uns besser gehen,

hätte die Schweiz

wie Schweden reagiert?

Trotz Notlage sieht fast die Hälfte der Teilnehmer die

Gewichtung der Gesundheit als gerechtfertigt.

46 %

54 %

Yannick Suter

In der Reisebranche liegen die Nerven

blank. Quarantänelisten, Reisebeschränkungen,

Grenzschliessungen

– Kaum noch jemand mag Ferien

buchen, Reisebüros und TOs verdienen

seit Monaten kein Geld mehr. Die

wirtschaftlichen Folgen sind gravierend,

eine Erholung nicht absehbar.

Mit einer Umfrage wollte TRAVEL

INSIDE herausfinden, wer ihrer Meinung

nach die Verantwortlichen für

die Misere sind und ob die Schweizer

Politik die Gesundheit gegenüber

der Wirtschaft zu stark priorisiert.

Das Resultat ist nachvollziehbar

und fällt sogar nüchterner aus, als man

hätte erwarten können – die Reisebranche

sieht die Gründe für die Misere bei

aller persönlichen und emotionalen

Betroffenheit noch sachlich. Allerdings

findet mehr als die Hälfte, dass bei den

Anti-Corona-Massnahmen die Gesundheit

zu hoch gewichtet wird und damit

die wirtschaftlichen Folgen tendenziell

vernachlässigt werden. Wenn es darum

geht, Schuldige für die Auswirkungen

der Corona-Krise zu finden, sind sich

die Antwortenden uneinig. Etwas mehr

als ein Drittel sieht ganz einfach im

Virus selbst die Schuld. Ein Viertel

macht das Bundesamt für Gesundheit

und seine Quarantäneliste verantwortlich.

Nur jeder Fünfte sucht den Sündenbock

in der Politik, nur jeder

Sechste ist der Meinung, die Medien

seien schuld.

Etwas weniger als die Hälfte (46%)

der an der Umfrage teilnehmenden

Reiseprofis hat das Gefühl, der Schweiz

würde es heute besser gehen, hätte

man wie in Schweden reagiert. Dass

jedoch 54% anderer Meinung sind und

das «Schweizer Krisen-Prozedere»

mehr oder weniger befürworten, zeigt,

dass auch in der stark gebeutelten

Reisebranche viel Verständnis für die

Problematik der momentanen Lage

herrscht.

JA

Wer oder was ist für die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie

am meisten verantwortlich?

14 %

2 %

10 %

16 %

1 %

22 %

54 %

35 %

NEIN

Das Virus selbst

46 %

Der Bundesrat und die Politiker

Das BAG (Bundesamt für Gesundheit)

Das Ausland

Die Quarantänelisten

Die Medien

Social Media

Das Herbstgeschäft kommt zum Erliegen

Nur gerade 14 Prozent der

Antwortenden geben an, dass

bei ihnen noch aktiv Reisen

gebucht werden.

TRAVEL INSIDE hat mit einer Online-Umfrage

bei seiner Leserschaft

nachgefragt, ob überhaupt noch

Herbstferien gebucht werden. Nur gerade

14 % der Antwortenden geben an,

dass bei ihnen noch aktiv Reisen gebucht

werden. Bei knapp der Hälfte

werden nur noch vereinzelte Buchungen

getätigt. Bei 41 % läuft gar nichts

mehr.

Um den kurzfristig ändernden

Einreiserestriktionen in vielen Zielländern

und der Quarantäneliste des BAG

ein bisschen entgegenzuwirken, gewähren

immer mehr Spezialisten

kostenlose Stornierungen bis 14 Tage

vor Abreise. Für zwei Drittel der Umfrage-Teilnehmer

ist dies aber nicht die

Lösung der Probleme. Immerhin 33 %

erachten die Bemühungen als sinnvoll

und glauben, dass dadurch mehr Buchungen

generiert werden können.

YS

Würde es helfen, wenn man bis am Tag vor Abreise

umbuchen oder stornieren könnte?

29 %

71 %

NEIN

Sind 14 Tage nicht immer noch zu lange?

21 %

79 %

JA

Ja, Kunden buchen,

wenn überhaupt,

noch kurzfristiger

Nein

67 %

33 %

UMFRAGE

Immer mehr Spezialisten gewähren kostenlose

Stornierungen bis 14 Tage vor Abreise – ist das sinnvoll?

Werden jetzt noch Herbstferien gebucht?

41 %

14 %

45 %

Ja, dadurch können

mehr Buchungen

generiert werden

Nein, das bringt nichts

Ja

Nur vereinzelt

Nein

Grafiken: TRAVEL INSIDE


TRAVEL INSIDE

41/42 | 15. Oktober 2020 TOP STORIES

3

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

Was passiert mit der Reisebranche?

Ihr

Kommentar:

feedback@travelinside.ch

Eine vorläufige Bestandesaufnahme zur aktuellen Situation in der Branche unter den Pandemie-Folgen.

Foto: Armin Grässl

Christian Maurer

Das bald zu Ende gehende Jahr ist für

die Reisebranche ein wirtschaftlich

verlorenes Jahr. Ob und wie viel besser

2021 wird, ist noch völlig unklar. Was

aber glasklar ist: Die Schweizer Reisebranche

dürfte erneut grosse Umwälzungen

erleben. Eine weitere Strukturbereinigung

steht an, neue

Hausaufgaben kommen auf sie zu.

FÜR DIE KMU GEHT ES ums Überleben,

nicht alle werden es schaffen. Im August

schrieb die Beraterfirma Hanser

Consulting in einem Branchenbericht:

«Es ist von einem hohen Konkursrisiko/

Schliessungsrisiko für bis zu 40 % der

Unternehmen in der Branche auszugehen.»

Inzwischen muss man wohl von

einer höheren Zahl ausgehen.

Und wie sieht es bei den Grossen in

der Branche aus? Zwei der drei Grossen

in der Schweiz können lange durchhalten.

Hotelplan und DER Touristik

Suisse/Kuoni haben potente Mütter –

als finanzstarke Detailhandelskonzerne

sind Migros (Hotelplan), die Nummer

1 in der Schweiz, und Rewe (DER Touristik),

die Nummer 2 in Deutschland,

bestens in der Lage, ihre Töchter durch

die Krise zu retten. Zumal beide einen

genossenschaftlichen Hintergrund

haben und ihnen weder Analysten

noch Anleger im Nacken sitzen.

Wenn Migros-Chef Fabrice Zumbrunn

in der «Bilanz» sagt, «klar, die

Reisebranche wird stark leiden»,

kommt das einem wohlwollend-gutmütigen

Bekenntnis für Hotelplan

gleich. In diese Richtung zeigt auch die

Nominierung der E-Commerce-Expertin

Laura Meyer als Gruppen-CEO-Nachfolgerin

für Thomas Stirnimann, der

die Reisetochter als Digital-Labor für

den Konzern aufgestellt hat. Und in

der Schweiz hat Tim Bachmann als

neuer CEO die Pflöcke für eine schlankere

Organisation und fokussiertere

Produkte eingeschlagen.

ETWAS ANDERS, aber nicht akut lebensbedrohlich,

ist die Situation bei TUI

Suisse. Dem börsenkotierten Mutterkonzern

in Deutschland werden zwar

auf absehbare Zeit die Investoren auf

die Finger klopfen und er musste auch

schon mehrmals Geld vom Staat erbitten,

gilt aber wegen seiner Grösse als

systemrelevant und wird von der Regierung

in Berlin kaum fallen gelassen.

RICHTIG SPANNEND WIRD ES HINGEGEN,

bei den beiden Reiseunternehmen

nach den Big Three hinzuschauen, bei

Hier war die Reisewelt

noch in Ordnung:

Swiss Travel

Day 2019.

der Globetrotter Group und Knecht

Reisen. Sie sind, wie man sagen könnte,

«in einem dummen Rank». Werden

sie die Krise überstehen, und wenn ja,

wie? Ein altes Phänomen in der Wirtschaftswelt

ist, dass in der Krise die

Grossen grösser werden, entweder, weil

sie die Kleineren fressen, oder das erben,

was diese hinterlassen, wenn sie

vom Markt verschwinden.

VON DIESEN KLEINEREN gibt es zwei

in der Schweiz, eben die Globetrotter

Group und Knecht Reisen. Beide sind

zu gross, um langfristig nur mit

eigenem Geld und dem ihrer Besitzer

über die Runden zu kommen. Aber

sie sind auch klein genug, um einen

Grossen zu interessieren. Und beide

haben ein grosses Problem gemeinsam:

Sie sind eher im Fernreise-Sektor

engagiert, der wohl auf absehbare

Zeit weiterhin am meisten leiden

wird.

Globetrotter hat mit Diethelm

Travel Holding und deren Besitzerin

Diethelm Keller Holding, einem milliardenschweren

internationalen Handelskonzern,

ebenfalls eine finanziell

hochpotente Mutter im Hintergrund.

Diethelm Travel hält seit sieben Jahren

50 % an der Globetrotter-Gruppe, die

andere Hälfte teilen sich der Gründer

Walter Kamm und der Gruppen-CEO

André Lüthi. Das Diethelm-Keller-Konglomerat

ist ein Familienunternehmen,

dessen Eigentümer, die Brüder

Keller, als treue Investoren gelten.

Allerdings ist auch ihre Geduld

nicht unendlich. Das hat sich im

Spätsommer gezeigt. Diethelm Travel

liess STA fallen, nach vielen Jahren und

etlichen Millionen Verlust. Globetrotter

hat Diethelm Keller in den letzten

Jahren wahrscheinlich einen schönen

Batzen abgeliefert. So zumindest

stellte es Group-CEO Lüthi kürzlich in

einem Interview TRAVEL INSIDE dar.

Jetzt, wo die guten Zeiten vorbei

sind, geht es ans Eingemachte. Die

Globetrotter-Gruppe mit zuletzt rund

einer Viertelmilliarde Franken Umsatz

ist über die Jahre stark gewachsen,

auch mit Zukäufen von Firmen. Über

ein Dutzend AG mit allem Drum und

Dran sind heute in der Gruppe vereint –

eine teure und aufwendige Struktur,

die man sich bisher offenbar leisten

konnte, sicher nicht mehr in der Zukunft.

Denn der Kleinkonzern braucht

«Es bleibt vermutlich

kein Stein auf dem

anderen.»

frisches Geld – oder einen neuen Eigentümer.

Und, wie man hört, laufen Gespräche

im Hintergrund.

ZWEI ASSETS HAT GLOBETROTTER, die

grössere Reiseunternehmen interessieren

könnten: einerseits ein Filialnetz

mit hochengagierten Mitarbeitern und

guten Standorten mit treuen Stammkunden.

Das könnte alle drei Grossen

interessieren. Andererseits hat Globetrotter

eine ganze Palette von Spezialisten-Perlen,

die mit einem Angebot

von Sprachaufenthalten bis Ayurvedaund

Yoga-Reisen ein hochspezialisiertes

Segment mit lukrativen Nischenprodukten

abdeckt. Ein Teil davon

könnte zum Hotelplan-Brand Travelhouse

oder auch zur Premiummarke

Kuoni von DER Touristik passen.

BEI DER KNECHT REISEN AG, mehrheitlich

in Familienbesitz, stellt sich die

Frage anders. Übernimmt Mehrheitseigentümer

Thomas Knecht die operative

Führung, um das Unternehmen

fit für eine Übernahme zu machen?

Als ehemaliger McKinsey-Mann ist das

eine seiner Kernkompetenzen – wohl

mehr, als das tägliche Reisegeschäft.

Hier hat die Konsolidierung früherer

Firmen zu Marken bereits stattgefunden,

auch personell ist das Kader schon

um- und abgebaut worden. Interessant

für allfällige Käufer sind auch bei

Knecht die eigenen Filialen, auf die –

anders als bei Globetrotter, der eine

andere Geschäftsphilosophie hat –

auch ein ausländischer TO ohne eigenes

Filialnetz in der Schweiz ein Auge

werfen könnte.

Interessant für einen ausländischen

Investor wäre auch die Verbindung von

Knecht mit den Reisebüros der

TTS-Gruppe. Im Tour Operating gewänne

Knecht beim Massengeschäft, ein

deutscher TO mit Ambitionen in der

Schweiz bekäme Zugang zu Premium-Fernreisen,

mit denen sich sicher

dereinst wieder ordentlich Geld verdienen

lässt. Sicher, das Geld sitzt weder

bei Schauinsland noch FTI so locker

wie vor der Corona-Krise. Doch hinter

FTI steckt inzwischen der ägyptische

Milliardär Samih Sawiris – und der ist

immer für eine Überraschung gut.

WAS IST DIE KONSEQUENZ? Die Schweizer

Reisebranche wird noch stärker

zweigeteilt aus der Krise kommen. Auf

der einen Seite die kleinteilige KMU-geprägte

Landschaft mit resistenten und

innovativen Unternehmerinnen und

Unternehmern. Und auf der anderen

Seite weniger, dafür noch grössere

Grosse. Das hat nicht nur wirtschaftliche

Konsequenzen, sondern auch

branchenpolitische Auswirkungen,

welche die Branchenverbände mit

ebenfalls neuen Strukturen und Ideen

begleiten müssen. Es bleibt vermutlich

kein Stein auf dem anderen! Ob sich

dies nun positiv oder negativ ist, bleibt

eine Frage der Betrachtung und eigenen

Positionierung.


4

ANNETTE KRECZY

TRAVEL INSIDE

41/42 | 15. Oktober 2020

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

«Wir führen Filialen zu Hubs zusammen»

Annette Kreczy, CSO Chief Sales Officer, Mitglied GL, DER Touristik Suisse, äussert sich zur

Pandemie-Situation und zum Stellenabbau.

Angelo Heuberger/Yannick Suter

Annette Kreczy, wie drückt das Corona-Virus

auf die Gemütslage und das

tägliche Arbeitsklima im Betrieb und

wie gehen Sie persönlich damit um?

Ich gewöhne mich langsam daran, dass

das Thema Corona immer da ist und

wir uns jetzt bereits seit über sechs

Monaten im Krisenmodus befinden.

Aber ja, auch mich persönlich stresst

und frustriert Corona ab und zu extrem.

Das merkt man auch bei unseren

Mitarbeitern, insbesondere eben auch

in den letzten Wochen, wo wir zusätzlich

zu der ganzen Krise auch noch

Entlassungen verkünden mussten. Da

war die Stimmung naturgemäss auf

dem Tiefpunkt. Ich habe aber das Gefühl,

dass sich langsam wieder etwas

Zuversicht einstellt und dass wir wieder

optimistischer in die Zukunft schauen.

Wie empfinden Sie die Reaktionen der

Kundschaft auf die aktuelle Situation?

Wir haben sehr viele positive Feedbacks

von Kunden erhalten. Dies liegt daran,

dass viele Kunden während dem Lockdown

noch unterwegs waren und wir

sie auf teilweise sehr abenteuerlichen

Wegen nach Hause geholt haben. Die

waren sehr dankbar und haben diese

Unterstützung sehr geschätzt. Ebenso

schätzen unsere Kunden die Kulanz, die

wir in den letzten Wochen mit der

Problematik Quarantäneliste an den Tag

legen. Da kann es durchaus sein, dass

ein Kunde am Freitagnachmittag seine

Reise für Samstag kurzfristig noch absagen

möchte, weil das Land auf die

BAG-Liste gekommen ist. Nach der Krise

erhoffe ich mir auch, dass die Kunden

diese Kulanz und unseren Service nicht

vergessen und sich daran erinnern und

auch weiterhin bei uns buchen. Wir

merken auch, dass Kunden ins Reisebüro

kommen, die vorher nicht ins Reisebüro

gekommen sind.

Ist das ein signifikanter Anteil?

Nicht signifikant, aber es kommt vermehrt

vor. Es ist ein Trend. Die Kunden

schätzen jetzt in der Krise, aufgrund

der höheren Komplexität, eine persönliche

Reiseberatung. Das ist auch das

Feedback unserer Filialen.

Gibt es auch negatives Feedback von

Kunden?

Ja, das sind vor allem Kunden, die mit

der Abwicklung der Refunds von

Nur-Flügen unzufrieden sind. Das lag

daran, dass wir bis jetzt noch auf

Rückzahlungen von vielen Airlines

warten.

Bei den Pauschalreisen wurde alles

sofort zurückbezahlt?

Ja, da wurde gemäss Pauschalreisegesetz

zurückerstattet.

Wie ist denn das Verhältnis zwischen

Nur-Flug- und Pauschalreise-Buchungen

bei Kuoni?

Circa drei Viertel Pauschalreisen und

ein Viertel Nur-Flug-Buchungen. Im

Geschäftsreisesegment ist es etwas

anders. Da werden auch viele Nur-Flüge

gebucht.

Apropos Geschäftsreisesegment:

Wie läuft es da?

Da läuft es erstaunlich gut. Zum einen

konnten wir auch in den letzten sechs

Monaten einige Neukunden, hauptsächlich

KMU, gewinnen, die durch die

ganze Komplexität nicht mehr selbst

buchen wollten. Ich habe mir neulich

einmal eine Liste mit den gebuchten

Reisen angeschaut und darauf sind

viele Geschäftsreisen, auch gerade in

Länder wie China oder nach Zentralafrika.

Das sind alles Unternehmen,

die dort in irgendeiner Form aktiv sind

und dort auch hinreisen müssen. Das

Geschäftsreisesegment hat sich bei uns

etwas schneller erholt als das Feriensegment.

Das liegt daran, dass die

BAG-Quarantäneliste die Privatreisenden

mehr verunsichert als die Geschäftsreisenden.

Wie sind die Reaktionen zu Stornound

Umbuchungsbedingungen?

Am Anfang musste viel darin investiert

werden, klare Regelungen aufzustellen.

Es war in viele Fällen eine komplett

neue Situation für uns. Inzwischen

haben wir eine Liste entworfen, wo

genau ersichtlich ist, wie die Bedingungen

für die jeweiligen Fälle aussehen.

Für Kunden und Mitarbeiter ist es aber

trotzdem äusserst frustrierend, wenn

Reisen dreimal umgebucht werden

müssen.

In diesem Zusammenhang spielen die

Airlines wohl die wichtigste Rolle?

«Ich habe das Gefühl, dass

sich langsam wieder etwas

Zuversicht einstellt.»

Ja, die Hotels sind grösstenteils sehr

kulant. Da haben wir die Möglichkeit,

auch sehr kurzfristig zu stornieren.

Inzwischen sind aber auch einige Airlines

sehr kulant, was die Umbuchungsmöglichkeiten

betrifft. Aber vor

allem das Problem am Anfang der

Krise, als die Airlines die Refund-Möglichkeit

über GDS abgeschaltet haben,

hat bei uns einen riesigen administrativen

Aufwand erzeugt.

Ist dieses Geld nun komplett

geflossen?

Komplett nicht. Da wird auch noch

nachgeprüft. Bis wir Klarheit haben,

was zurückbezahlt wurde und was

noch pendent ist, wird es sicher noch

ein paar Wochen dauern.

Mitte August wurde mitgeteilt, dass

DER/Kuoni 140 Stellen abbauen muss

und sich gegen aussen bis Ende September

nicht weiter dazu äussern wird.

Wieso das?

Uns war es sehr wichtig, dass wir mit

allen unseren Mitarbeitenden in den

letzten Wochen gesprochen haben,

Foto: TRAVEL INSIDE


ANNETTE KRECZY 5

TRAVEL INSIDE

41/42 | 15. Oktober 2020

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

unabhängig davon, ob es in der jeweiligen

Filiale oder Abteilung Entlassungen

gegeben hat oder nicht. Der Stellenabbau

ist ein Entscheid, der uns

natürlich nicht einfach gefallen ist, der

aber in der momentanen Situation

unvermeidlich war. Von daher waren

wir alle in den letzten Wochen sehr

viel unterwegs und haben mit den

Teams persönlich über die Veränderungen

im Unternehmen gesprochen und

auch die Entlassungen persönlich

ausgesprochen. Wir wollten nicht, dass

schon vorher was an die Öffentlichkeit

dringt.

Wie ist der Stand Mitte Oktober – wurden

alle Entlassungen ausgesprochen?

Wir mussten nicht 140 Entlassungen

aussprechen. Bei dieser Zahl geht es

um den Stellenabbau zwischen 2020

und 2021. Dazu zählen auch freiwillige

Abgänge, ordentliche Pensionierungen,

Frühpensionierungen usw. – Die

Kündigungen, die wir aussprechen

mussten, wurden im September ausgesprochen.

Wie viele dieser Entlassungen betreffen

den Hauptsitz bzw. die Filialen?

Ungefähr die Hälfte betrifft die Filialen

und das Retail und die andere Hälfte

betrifft den Hauptsitz oder die anderen

Standorte in Baden und Bern – bei den

Spezialisten.

Wir haben nicht nur kurzfristig

geschaut, wer von Corona am meisten

betroffen ist. Wir haben quer durch

das Unternehmen geschaut, wo wir

auch langfristig Anpassungen vornehmen

müssen, damit wir auch in der

Zukunft gut aufgestellt sind. Wir

glauben ganz fest daran, dass die

Menschen wieder reisen wollen, und

wir glauben auch, dass Reiseberatung

eine Zukunft hat.

Nach welchen Kriterien wurden die

Mitarbeiter entlassen – gibt es bei

Ihnen eine «Kuonikratie»?

Nein, das gibt es bei uns nicht. Das

wurde im Retail in Zusammenarbeit

mit den Regionalleitern entschieden.

Die kennen ihre Filialen und die jeweiligen

Situationen sehr gut. Zusätzlich

wurden die Umsatzentwicklungen vor

der Krise und die Personalsituation

angeschaut.

Gab es auch Entlassungen auf

Kaderstufe?

Ja, zwei im Retail. Mike Grossniklaus

von Cotravel und Manuel Posch, der

den Bereich E-Commerce geleitet hat.

Ihre Funktionen sind zu meinem Bedauern

der Zusammenlegung von

Abteilungen zum Opfer gefallen. Die

Leistungsausweise waren tadellos.

Wie steht es um die Kurzarbeit – läuft

diese noch weiter?

Ja, unterschiedlich für die verschiedenen

Bereiche. Auch in den Filialen.

Wie viele Filialen sind noch intakt?

Aktuell sind es noch 78 oder 79 Filialen.

Über den Sommer wurden Horgen und

Wädenswil zusammengelegt. Im Mai

2021 werden Winterthur Kuoni und

Winterthur Helvetic Tours zusammengelegt.

Wir suchen für einige Filialen

neue Standorte bzw. entwickeln neue

Standortkonzepte. Einkaufszentren

sind für die Zukunft nicht mehr so in

unserem Fokus.

Weswegen?

Durch die Pandemie änderte sich

auch das Einkaufsverhalten der

Schweizer. Shopping-Center werden

weniger besucht. Man wird wieder

mehr im eigenen Umfeld einkaufen.

Doch auch schon vor der Krise haben

wir negative Punkte festgestellt. Die

Mieten sind sehr hoch und bei den

Öffnungszeiten ist man sehr gebunden.

Dies wiederum heisst, dass man

einen hohen Umsatz generieren

muss, damit sich das rechnet. In

kleineren Einkaufszentren ist dies

schlicht nicht möglich.

«Wir glauben an die

Zukunft der Reiseberatung.»

Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie

im Moment?

Gut 900, davon etwa die Hälfte im

Vertrieb.

Gibt es Änderungen bei der Führungsstruktur

der Filialen?

Wir führen im Moment Filialen zu

«Hubs» zusammen. Bei diesem Konzept,

das ähnlich bereits bei unseren

Kollegen in Deutschland eingeführt

wurde, sind wir gerade daran, Leiter

für die Hubs aus den Filialen zu rekrutieren.

Was heisst das genau?

Früher war jede Filiale für sich ein

Kosten- oder Profitcenter, wo der Filialleiter/-in,

sich um die finanzielle

Führung, die organisatorische Führung

und Neukundengewinnung usw.

gekümmert hat. Das hat zum einen

dazu geführt, dass Budgets für 80 Kostenstellen

gemacht wurden, zum anderen

wurden Marketingevents pro

Filiale gemacht – was wiederum dafür

gesorgt hat, dass es in einem Kanton

drei Eventabende gab, anstatt man

diese zusammengelegt hätte. Wir

möchten diese Aufgaben nun

voneinander trennen. Der Filialleiter

ist weiterhin zuständig für die operative

Führung einer Filiale und arbeitet

aktiv im Verkauf mit. Die Aufgabe des

Hub-Leiters ist es, den Hub zu entwickeln,

sprich, wie kommen wir an potenzielle

Neukunden ran und wie organisieren

wir Kundenevents im Hub.

Der Hub-Leiter wird dem Regionalleiter

unterstellt sein und es ist geplant,

circa 20–22 solche Leiter zu rekrutieren.

Dafür werden aber keine neuen

Stellen geschaffen.

«Auch mich stresst

und frustriert Corona

ab und zu extrem.»

Wie stark ist der Umsatz in der Pandemie

eingebrochen?

Wir gehen davon aus, dass die gesamte

DER Touristik Suisse dieses Jahr 70–75 %

vom Umsatz des Vorjahres verlieren

wird. Es hängt aber auch noch ein

wenig davon ab, wie die letzten Monate

des Jahres laufen.

Im Corona-Jahr wird nur sehr kurzfristig

gebucht und des Öfteren online –

könnte das auch etwas mit den reduzierten

Öffnungszeiten zu tun haben?

Ich glaube nicht. Auch schon vor Corona

kamen die Kunden vermehrt über

E-Mail oder Telefon auf uns zu. Wir

haben jetzt auch ein Pilotprojekt für

virtuelle Reiseberatung gestartet, damit

Kunden nicht in die Filialen

kommen müssen, sondern die Beratung

über Zoom oder Teams bekommen.

Es wurden Mitarbeiter entlassen und

gleichzeitig werden Kundenstämme

gekauft und teilweise Mitarbeiter

übernommen – wie kommt das an?

Ich weiss, dass das Fragen aufwirft, aber

wir müssen die Krise auch als Chance

erkennen. Wir glauben an die Zukunft

der Reiseberatung, Mitarbeiter sind für

uns das wichtigste Asset. Leider sind

einige Reisebüro-Inhaber durch die

Krise gezwungen, ihre Unternehmen

oder eben ihren Kundenstamm zu

verkaufen. Natürlich ist es für jeden,

der ein Unternehmen aufgeben muss,

unschön und doch sehen wir das unter

den gegebenen Umständen auch ein

bisschen als Win-win-Situation.

Was kostet ein solcher Kundenstamm?

Das kann man so nicht pauschal sagen.

Das ist ein Modell, wo wir den ehemaligen

Inhaber an den zukünftigen

Umsätzen seiner Kunden partizipieren

lassen. Ausserdem schauen wir uns

auch die Mitarbeitenden der Filiale

an – schätzen das Volumen nach der

Krise in unserer Filiale usw.

Wie viele Mitarbeiter wurden

übernommen?

Bei Basilisk wurden zwei Mitarbeitende

übernommen und der ehemalige

Inhaber arbeitet bei uns als Freelancer

weiter. Bei Domino Langenthal gab es

drei Übernahmen und eine Mitarbeiterin

von Traveller in Frauenfeld wird

ebenfalls von uns weiterbeschäftigt.

Wir arbeiten auch immer mehr mit

Freelancern zusammen, im Moment

sind es schweizweit gegen die 20.

DER Touristik Suisse ist «empfangsbereit»

für weitere Reisebüro-Inhaber?

Ja, natürlich.

Wie sieht es mit grösseren Reise büro-

Ketten aus?

Auch da sind wir offen. Ebenso für

Gespräche mit potenziellen Spezialisten.

Wir glauben an den Markt Schweiz

und haben ein starkes Mutterhaus. Von

daher sind wir auch weiter bereit, zu

investieren.

Was steckt hinter dem Deal mit ESL?

Die gemeinsame Nutzung der Filialen.

Es ist eine Art Shop-in-Shop-Konzept.

ESL stand ebenfalls vor der Frage,

wie viele Filialen brauchen sie in der

Zeit nach Corona. Sie sind dann bezüglich

einer Zusammenarbeit auf uns

zugekommen. Sie mieten sich tageweise

bei uns ein, machen ihre Sprachreise-Beratungen

und wir unterstützen

sie bei der Abwicklung der Flüge.

Umgekehrt sparen sie sich Fixkosten,

die sie jetzt noch mit den Standorten

haben.

Thema Direktinkasso: Wie stehen Sie

dazu?

Ich komme aus Deutschland und als

ich in die Schweiz gekommen bin, habe

ich mich auch gefragt, wieso es hier

kein Direktinkasso gibt. Inzwischen

verstehe ich das. Wir sind in der

Schweiz ganz anders aufgestellt. Wenn

jetzt Unternehmen wie MSC entscheiden,

dass sie in der Schweiz Direktinkasso

einführen, ist das rein von den

Prozessen gar nicht möglich. Es

müsste in den Mid-Office- und Abrechnungssystemen

vieles verändert werden,

damit das überhaupt funktionieren

könnte.

Direktinkasso hat Vor- und Nachteile.

Vorteil für ein Reisebüro ist, dass das

Thema Debitorenrisiko komplett zum

Veranstalter geht. Auf der anderen

Seite verliert das Reisebüro so aber

auch die Liquidität und teilweise auch

die Möglichkeit, für gewisse Services

zusätzlich was zu verlangen.


6

TRAVEL MARKET

TRAVEL INSIDE

41/42 | 15. Oktober 2020

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

Wohin im Herbst und Winter? «Es ist schwierig,

Fünf Vertriebsleiter sagen in der TRAVEL-INSIDE-Umfrage, welche Destinationen im kommenden Winter noch ein

Wie viele Filialen sind Stand heute geöffnet

und wie sind die Öffnungszeiten?

Wie hoch ist der Anteil Kurzarbeit?

Was wird im Moment überhaupt noch

gebucht?

Wie sehen die Buchungen für den

Winter aus – welche Regionen sind die

Hoffnungsträger?

ANNETTE

KRECZY

Managing Director

Distribution

DER Touristik Suisse

Alle unsere Filialen sind geöffnet – in der

Regel von 10.00 bis 12.00 Uhr und von

14.00 bis 16.00 Uhr.

Es wird im Moment generell sehr kurzfristig

gebucht. Die wichtigsten Destinationen

sind dabei neben der Schweiz und

unseren Nachbarländern insbesondere

Griechenland, Türkei, Italien oder Ägypten.

Portugal war bis letzte Woche auch

stark gebucht, aufgrund der Tatsache,

dass das gesamte Land seit letzter Woche

auf der BAG-Liste steht, ist die

Nachfrage hier zurückgegangen.

Auch für den Winter gehen wir weiterhin

von sehr kurzfristigen Buchungen aus.

Gut gebucht wird weiterhin die Schweiz,

aber auch Winterferien im Norden. Hoffnungsträger

für den Winter sind Destinationen

wie die Seychellen, Tansania oder

Kenia, Mexiko, die Dominikanische Republik

und hoffentlich bald auch wieder

die Malediven, Südafrika oder Namibia.

CAROLINE

BLEIKER

Verkaufsleiterin

Globetrotter Travel

Service

Zurzeit (30.9.2020) sind 18 Filialen geöffnet,

mit reduzierten Öffnungszeiten.

Diese variieren je nach Lage und Grösse

der Filiale von 9.00 bis 18.00 Uhr zu

10.00 bis 16.00 Uhr.

Ab Oktober sind die beiden Filialen

Zürich Löwenstrasse und Europaallee

geschlossen.

Es gibt tatsächlich kurzfristige Anfragen.

Griechenland, Seychellen, aber auch Italien

werden zurzeit gebucht.

Es ist schwierig, von Hoffnungsträgern

zu sprechen. Dafür ist die Regelung zurzeit

zu unklar und willkürlich. Generell

sind «offene» Länder wie z. B. einzelne

Länder im Indischen Ozean oder Afrika

natürlich der Strohhalm, an dem wir uns

festhalten.

NICOLE

PFAMMATTER

Director Distribution &

Marketing

Hotelplan Suisse

Hotelplan Suisse verfügt über 86 Filialen.

Sie alle sind aktuell mit reduzierten Öffnungszeiten

(10.00–12.00 Uhr sowie

14.00–16.00 Uhr) von Montag bis Freitag

geöffnet. Alle Mitarbeitenden befinden

sich in Kurzarbeit.

Wir verzeichnen täglich Last-Minute-Buchungen

zum Beispiel auf eine der griechischen

Inseln, in die Türkei oder nach

Ägypten. Zudem beraten wir unsere Kunden

zu möglichen Ferien während der

Wintermonate oder teilweise bereits

auch für den nächsten Frühling und

Sommer.

Stand heute sind die Buchungen noch

auf tiefem Niveau. Wir hoffen, dass noch

einige Langstrecken-Destinationen ihre

Grenzen für unsere Kunden öffnen resp.

dass einige Länder wie z. B. die Malediven

bald von der Risikoländerliste des

BAG gestrichen werden.

ROLF

GERBER

Head of Retailing

Knecht Reisen

Aktuell sind alle Filialen geöffnet.

Aktuell sind wir immer noch mit Annullationen

und Umbuchungen beschäftigt.

Auch haben wir einige kurzfristige Buchungen

getätigt für den Mittelmeerraum.

Kreuzfahrtenbuchungen insbesondere ab

2. Hälfte 2021 und bereits 2022 werden

ebenfalls generiert.

Durchzogen. Die vom BAG ständig veränderte

Quarantäneliste kreiert nur Verunsicherung

und Verwirrung: Einmal wird

ein Land als sicher eingestuft und eine

Woche später gehört es vielleicht schon

zu den BAG-Risikoländern. Dies führt

dazu, dass Kunden bezüglich Neubuchungen

zurzeit sehr zurückhaltend sind.

Wir hoffen, dass Reisen nach Südafrika

jetzt rasch möglich sein werden.

ERICH

MÜHLEMANN

Distribution Director

TUI Suisse

Alle TUI-Filialen sind geöffnet. Dies vier

und teilweise auch nur zwei Stunden am

Tag. Gewisse Standorte mit höherer Frequenz

sind teilweise auch am Samstag

geöffnet. Den Kurzarbeitsanteil gestalten

wir sehr flexibel, aktuell liegt er bei

30 bis 40 Prozent.

Nach wie vor wird äusserst kurzfristig

gebucht. Und natürlich dort, wo keine

oder wenig Restriktionen bezüglich Einreise

sowie keine Quarantäne bei Rückkehr

vorliegen. Griechenland und die

Türkei sind aktuell mit Abstand die nachfragestärksten

Zielgebiete, gefolgt von

Italien, Ägypten und der Schweiz.

Der Winter liegt stark unter Vorjahr. Besonders

beliebt sind die Kanaren, Ägypten,

Thailand und Mexiko. Wir hoffen auf

einen baldigen Start der Ziele im Indischen

Ozean, Thailand und in der Karibik

sowie eine schnelle Aufhebung der Quarantäne

für die Kanaren.


TRAVEL INSIDE

41/42 | 15. Oktober 2020 TRAVEL MARKET

7

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

von Hoffnungsträgern zu sprechen»

Ihr

Kommentar:

feedback@travelinside.ch

e Chance haben könnten und was ihre Kunden am Reisen hindert.

Wie ist die Nachfrage bei Städtetrips

und in die Nachbarländer?

Gibt es Fernstrecken-Buchungen und

wohin?

Welches ist die grösste Sorge Ihrer

Kunden?

Ist die Quarantänepflicht nach der

Rückreise das grosse Problem oder

gibt es genügend Kunden, die trotzdem

reisen?

Wir erhalten Buchungen für die Schweiz,

besonders Bergregionen und Tessin,

Kurztrips oder Ferienwochen am Stück.

Gefragt sind auch die deutschen Küsten,

vor allem Nordsee mit den kleinen Inseln

in Kombination mit Hamburg, und Norditalien

mit Südtirol, Gardasee oder Toskana.

Städtereisen beschränken sich fast

ausschliesslich auf Venedig, Florenz, Verona,

Bologna oder deutsche Kleinstädte.

Insbesondere von Geschäftsreisenden

verzeichnen wir vermehrt wieder Buchungen

auf der Langstrecke. Auch touristische

Langstreckenbuchungen haben

wir derzeit nahezu wieder weltweit –

insbesondere auch für nächstes Jahr.

Welche Reisen davon aber tatsächlich

auch stattfinden werden, hängt von der

Entwicklung der Ansteckungszahlen und

den Einreisebestimmungen ab.

Die Kunden beschäftigt insbesondere

das Thema Quarantänepflicht, aber auch

die Einreisebestimmungen (Covid-19-

Testpflicht, Einreiseformalitäten etc.).

Darüber hinaus gibt es viele Fragen zur

Situation vor Ort (Maskenpflicht, Einschränkungen

im öffentlichen Raum,

Situation in den Hotels) und zur gesundheitlichen

Versorgung im Zielgebiet.

Die Quarantänepflicht nach Rückreise

bzw. die kurzfristige Änderung der Länderliste

am Freitagnachmittag ist der

Hauptgrund, warum die aufkeimende

Nachfrage nach Reisen wieder eingebrochen

ist. Es gibt kaum Kunden, die eine

10-tägige Quarantäne auf sich nehmen

können oder wollen. Daran würde auch

eine Verkürzung auf fünf oder sieben

Tage nichts ändern.

Hierzu gibt es durchaus eine Nachfrage,

allerdings gibt es auch hier eine gewisse

Unsicherheit betreffend der ständigen

Quarantäneanpassungen.

Es gibt vereinzelt Buchungen nach einzelnen

Ländern in Afrika sowie für die

Seychellen.

Die wechselnden Einreisebestimmungen

und Bedingungen (Test, Quarantäne etc.)

bei der Einreise im Reiseland, aber auch

bei der Rückreise.

Dies stellt durchaus eine Herausforderung

dar. Hier agieren die Kunden sehr

unterschiedlich.

Die Nachfrage nach Städtetrips und Ferien

in den Nachbarländern ist aktuell auf

tiefem Niveau. Dies hängt sicherlich

auch damit zusammen, dass viele unserer

Kunden verunsichert sind, welche

Regionen unserer Nachbarländer nun auf

der Risikoländerliste des BAG stehen und

welche nicht.

Hotelplan Suisse verzeichnet einige wenige

Buchungen zum Beispiel nach Cancun

(Mexiko). Zudem haben wir einige

Anfragen bezüglich Reisen nach Südafrika.

Die meisten Langstrecken-Destinationen

haben jedoch ihre Grenzen für

Schweizer Kunden aktuell noch nicht

geöffnet.

Die meisten unserer Kunden wollen wissen,

ob sie ihre bereits gebuchte Reise

antreten können oder nicht und was,

falls es zu einer Annullation kommen

sollte, eine mögliche Alternative ist. Im

täglichen Gespräch spüren wir, dass unsere

Kunden im Grunde genommen gerne

in die Ferne schweifen möchten, dies

aber aufgrund der aktuellen Lage teilweise

leider fast unmöglich ist.

Es gibt Kunden, die trotzdem reisen, sie

sind aber klar in der Minderheit. Wir unterstützen

deshalb die Forderung, auf

Tests statt Quarantäne zu setzen. Für die

BAG-Liste selber werden Länder/Regionen

offensichtlich nicht mit gleichen

Massstäben beurteilt. Zudem sollte die

Liste früher, z. B. am Mittwoch, publiziert

werden und ab dem folgenden Montag

gültig sein.

Siehe vorhergehende Antwort links.

Neben Umbuchungen von Reisen auf

2021, die für dieses Jahr geplant waren,

gibt es vereinzelte Buchungen für Reiseziele

in Afrika, Asien, Ozeanien und im

Indischen Ozean. Aber wir sprechen momentan

noch von wirklich tiefen Umsätzen.

Die generelle Unberechenbarkeit der

Lage. Die Willkür, mit welcher das BAG

die Reisebranche – und damit auch die

Kunden – mit der Quarantäneliste weiterhin

knebelt, ist inakzeptabel und geschäftsschädigend.

Es ist höchste Zeit, dass endlich Schnelltests

an Flughäfen durchgeführt werden.

Es ist zweifellos, dass die durch das BAG

verhängte Quarantänepflicht dämpfend

auf die Nachfrage wirkt und somit den

Kunden die Reiselust vermasselt. Es ist

doch eine absurde Voraussetzung, nach

einer zweiwöchigen Ferienreise zehn

oder vierzehn Tage in Quarantäne zu

gehen.

Es gibt bei uns aktuell eine stabile

Nachfrage nach Italien, eine kleinere

für Österreich und Deutschland. Dies

für Städtetrips, aber auch Ferienwohnungen

und Hotels in den Bergen oder

Seen, Italien auch am Meer. Die

Schweiz selber läuft nach wie vor

überdurchschnittlich gut.

Ja, die Reiselust unserer Kunden ist ungebrochen.

Nebst Thailand und Mexiko

sind auch die Dominikanische Republik

oder die Vereinigten Arabischen Emirate

mit Dubai sehr gefragt.

Die fehlende Planbarkeit in Bezug auf die

BAG-Liste und die immer ändernden Einreisebestimmungen.

Aber auch die Hygiene-

und Sicherheitsmassnahmen in den

Destinationen verunsichern unsere Gäste.

Dank unseren flexiblen Umbuchungsbedingungen

und dem TUI-10-Punkte-

Plan für Sauberkeit und Hygiene in

unseren Hotels bieten wir dafür aber

Sorglosigkeit.

Obwohl es Kunden gibt, welche trotz

Quarantänepflicht reisen, sind diese

doch in der deutlichen Minderheit. Das

Problem nach wie vor ist die schlechte

Planbarkeit aufgrund der ständig ändernden

Einreisebestimmungen. Dies

sowohl in den Reiseländern selber, aber

auch für die Schweiz.

Zusammenstellung TRAVEL INSIDE

Fotos: zVg


8

DESTINATION REPORT

NORDISCHER WINTER

TRAVEL INSIDE

41/42 | 15. Oktober 2020

Gruppenreise

in die Eiszeit

Neu auf die kommende Wintersaison 2020/21 hat Island Pro

Travel die Gruppenreise «Eiszeit in Island» aufgelegt. Sie ist

für Kleingruppen mit sechs bis höchstens zwölf Gästen konzipiert

und wird mit einem grossen 4x4-Geländefahrzeug

durchgeführt. Diese Tour beinhaltet natürlich viel Eis, wie zum

Beispiel Eishöhlen, aber natürlich auch heisse Quellen und

wenn es die Natur zulässt auch Nordlichter. Im Übrigen setzt

der Island-Spezialist auf seine bewährten Produkte mit

Standort-, Mietwagen- und Gruppenreisen. «Wir hoffen natürlich

immer noch, dass Island bald wieder bereisbar ist und

unsere Kunden somit den Silvester in Reykjavik und auch auf

dem Land geniessen können», sagt Madelaine Krüsi, stv.

Geschäftsführerin.

Travelhouse pusht Finnisch Lappland

Hotelplans Spezialistenmarke Travelhouse pusht

im kommenden Winter Finnisch Lappland und hat

von Dezember bis März den wöchentlichen Direktflug

mit Helvetic von Zürich nach Kittilä ins Programm

genommen.

Kontiki mit eigenen Direktflügen

Der Skandinavien-Spezialist Kontiki

geht auch im Winter 2020/21 mit exklusiven

Direktflügen nach Norden:

Lappland wird nach Kittilä mit neuen

Flugzeiten ab Zürich mit Edelweiss und

ab Genf mit Swiss angeflogen, ausserdem

zum Nordlicht-Hotspot Tromsø.

Auch Roveniemi, die Heimat des

Hier wohnt der

Weihnachtsmann.

FÜR NATURLIEBHABER UND SPORTLER bietet Travelhouse

die Reise «Von Hütte zu Hütte auf Langlaufski».

Auf Langlaufski geht es im Pallas-Yllästunturi-Nationalpark

durch unberührte Landschaften in

den Weiten Lapplands. Übernachtet wird jeweils in

typischen Wildnishütten. Wer mit seinen Kindern

wieder einmal einen richtigen Winter mit meterhohem

Schnee erleben möchte, dem empfiehlt

Stefanie Roth, Lead Product Manager Northern

Europe & East, die Reise «Familienspass im Tiefschnee»

in Finnland. Für jüngere Kinder ist der

Ausflug zum Samichlaus ein Highlight, ältere

Kinder freuen sich über die Begegnung mit Rentieren

oder eine Schneemobil-Fahrt.

FÜR GRUPPEN HAT TRAVELHOUSE im finnischen Levi

das schöne freistehende Blockhaus «Lupporati» im

Programm. In Island ist die Náttúra Jurte im Goldenen

Dreieck im Angebot. Hier sieht man mit etwas

Glück tanzende Nordlichter am Abendhimmel. TI

Weihnachtsmanns, ist direkt zu erreichen.

Für Nordlicht-Jäger ist für Kontiki-Kunden

auch diesen Winter bis Ende

März neben dem Nordlicht-Alarm auch

die Nordlicht-Vorhersage am Nachmittag

in Betrieb. Ideal für Nordlicht-Fans

sind die Lofoten.

TI

GLUR SETZT AUF LAPPLAND

Immer zauberhaft: Winterliches Nordlicht

über dem verschneiten Lappland.

Glur Reisen geht mit einem auf die Bestseller-Produkte

reduzierten Katalog in

den Winter 2020/21. Aufgrund der speziellen

Situation sei es schwierig zu prognostizieren,

was definitiv stattfinden

kann, erklärt Claudia Crugno, Produktmanagerin

für Finnland. «Wir hoffen jedoch

stark, dass wir bis zum Beginn

der Saison im Dezember langfristige

Lösungen aus den Ländern und Destinationen

erhalten.» Die Partner seien bereit.

«Unsere Favoriten für entspannte

Direktflüge nach Kittilä von Dezember bis März.

und erlebnisreiche Winterferien sind die

‹Arctic Panorama Lodge› mit grandioser

Aussicht aufs Meer und die Lyngenalpen

auf der Insel Uløya in Norwegen sowie

das ‹Iisakki Village› bei Ruka in Finnland,

mit seinen zauberhaften Glasvillen, die

mit etwas Glück den Blick auf das Nordlicht

ermöglichen», sagt Crugno. Ein

Highlight sei auch das nach einem Brand

neu renovierte und teils neu erbaute

«Hotelli Iso-Syöte» in Finnisch Lappland.

In Schwedisch Lappland bietet Glur neu

die Ferienanlage «Sansjögården» an, die

von den Schweizer Auswanderern Daniel

und Caroline Schafer betrieben wird.

Crugno betont: «Schweden ist aktuell

das einzige Land im Glur-Portfolio, das

ohne Corona-Restriktionen wie Quarantäne

oder Covid-19-Tests bereist werden

kann.»

Highlights für Gruppenreisen sind bei

Glur die traditionelle Nordlicht&Sterne-Themenreise

von Hurtigruten sowie

die Silvesterreise nach Island. TI

Fotos: Johann Kristin Hauksdottir (1), Finavia (2), Shutterstock.com/Roman Babakin (3), iStock.com/Oksana_Gracheva (4)


Neulich in Finnisch-Lappland ...

… die frische Luft eingeatmet

Nordic Distancing ganz natürlich:

Die Nordmänner sind Weltmeister im Abstandhalten.

Jetzt vom nordischen Winter profitieren und

ohne Risiko buchen.

Polarkreis

Norwegen

Kittilä

Russland

Finnland

Nordische

Winterträume

Schweden

Lassen Sie sich jetzt beraten und

bestellen Sie den Katalog bei Antalis

T 056 203 66 33 oder info@kontiki.ch

www.kontiki.ch

Estland

Russland


10

DESTINATION REPORT

KARIBIK/LATEINAMERIKA

Aruba: 101 Traumstrände

TRAVEL INSIDE

41/42 | 15. Oktober 2020

Neue Werbekampagnen

für den CH-Markt

Das Tourist Board Dominikanische Republik

plant umfangreiche Werbekampagnen.

Für lange und puderweisse Sandstrände sowie traumhafte Buchten ist Aruba weltweit bekannt. Der wohl berühmteste

Strand auf der Insel ist zweifelsohne der mehrfach ausgezeichnete Eagle Beach. 2020 ist zwar vieles anders,

doch manche Dinge ändern sich nie: Auch in diesem Jahr wurde der Traumstrand von den TripAdvisor-Nutzern in

der Kategorie «Bester Strand der Welt» mit dem siebten Platz gekürt. Er ist ein Paradies für Familien, Ruhesuchende

und Sonnenanbeter, die im türkisen karibischen Meer schwimmen oder einen Tag am Strand geniessen wollen. Für

etwas Schatten zur Abkühlung sorgen hier die für Aruba typischen Divi-Bäume. Doch neben dem Vorzeigestrand

hat die Insel viele weitere paradiesische Sandfleckchen wie Mangel Halto, Arashi Beach, Dos Playa oder die Baby

Beach zu bieten.

Mit SeaDream Yacht Club unterwegs

Touren nach Barbados

und Grenadinen laden

ein, rund 20 Tage zu

entspannen.

Von November 2020 bis April

2021 wird die Yacht SeaDream I

Rundreisen nach Barbados und

die Grenadinen anbieten.

Unbeschwert, wie auf seiner

eigenen Yacht, hat SeaDream

Yacht Club ein ausgeklügeltes

Konzept erstellt, um sicheres

Yachting zu bieten. Nach der

Überfahrt von Rotterdam via

Funchal/Portugal in die Karibik

steht dem Inselvergnügen

nichts mehr im Wege. Die Insel

Palacio de Bellas Artes im Zentrum von Mexiko-Stadt.

Rundreisen wie auf der eigenen

Yacht – mit SeaDream Yacht Club.

Barbados – weitestgehend von

Covid-19 verschont – verlangt

bei der Einreise einen Corona-Test.

Im Anschluss, bevor es

in Bridgetown an Bord geht,

wird seitens SeaDream ein

weiterer Schnelltest (Ergebnis

in 15 Minuten) vorgenommen

und das Gepäck gründlich gereinigt.

Im Vorfeld bis zur Einschiffung

können sich Reisende der

SeaDream darüber hinaus voll

und ganz auf die SeaDream-Reise-Versicherung

verlassen. Ob

bei einer offiziellen Reisewarnung

oder aus einem anderen

Grund. Die mit max. 112 Gästen

besetzte Transatlantik-Tour mit

SeaDream I startet ab Rotterdam

am 17. Oktober 2020 und kommt

am 5. November 2020 in Barbados

an.

YS

Mit der Wiederöffnung des

Tourismus in der Dominikanischen

Republik und den

daraus resultierenden

wachsenden Gästezahlen

passt sich auch die Tourismusstrategie

im Lande

an – neue Kampagnen fahren

langsam wieder auf.

DAZU PETRA CRUZ, Europadirektorin

des Tourist Board

Dominikanische Republik:

«Wir hoffen, dass die touristischen

Regionen, in denen

die Infektionszahlen weit

unter den kritischen Werten

liegen, schon bald wieder

ohne Einschränkungen bereisbar

sind. Schon jetzt

freuen wir uns sehr über die

steigenden Ankunftszahlen

der letzten Wochen und

blicken positiv in die Zukunft.

Damit wir 2021 wieder

möglichst viele Gäste in

unserem wunderschönen

Land begrüssen können,

planen wir gerade grossangelegte

Werbemassnahmen.

MIT DORADO LATIN TOURS NACH MEXICO CITY

Mexiko steht nicht auf der BAG-Liste und

für die Einreise braucht es lediglich ein

Krankenversicherungsnachweis.

Mexico City, auf 2240 Meter über Meer gelegen und

eine der grössten Städte der Welt, beeindruckt nicht nur

durch die Grösse, sondern auch durch die Vielfältigkeit

der verschiedenen Stadtteile. Auch kulturell hat die Metropole

einiges zu bieten. Traumhaft sind die Kolonialstädte,

welche die Hauptstadt umrunden. Queretaro,

Surferparadies in der Dominikanischen

Republik: Playa San Rafael.

Dazu gehört auch die neue

Kampagne ‹Jetzt ist dein

Moment›, mit der wir zu

Reisen in die Dominikanische

Republik animieren

wollen.»

EINE WEITERE KAMPAGNE

richtet sich speziell an den

Schweizer Markt. Gemeinsam

mit der führenden

Schweizer Ferienfluggesellschaft

Edelweiss wurden

dafür bereits einige Konzepte

ausgearbeitet und umgesetzt.

Dazu zählt eine Beteiligung

an der «Open Air

Cinema»-Aktion, bei der

Edelweiss als offizieller

Airlinepartner auftritt. Im

Rahmen der Kinoreihe

wurden zwischen Juli und

September 500 Filmabende

mit über 250000 Zuschauern

in 20 Städten abgehalten.

Die Dominikanische Republik

beteiligte sich mit einem

Werbebanner, der im Rahmen

der Kinoabende eingeblendet

wurde. YS

Puebla, Guanajuato oder San Miguel de Allende sind

nur einige von ihnen. Die kopfsteingepflasterten Gassen

laden zu gedanklichen Zeitreisen ein.

Mexico City ist eine lebendige, bunte und farbenfrohe

Stadt, in welcher man unbedingt zwei bis drei Nächte

einplanen sollte. Dorado Latin Tours bietet verschiedene

City-Packages an, welche unter anderem auch in die

nahen Kolonialstädte im Norden führen, dort, wo Mexiko

noch heute am authentischsten ist. Mehr Infos dazu gibt

es auf dorado-latintours.ch.

YS

Fotos: Shutterstock.com/littlenySTOCK (1), SeaDream (2), Dominikanische Republik Tourist Board (3), Shutterstock.com (4)


PLANEN SIE IHRE RÜCKKEHR ZUR REISE IM SOMMER 2021

AUSSERGEWÖHNLICHE

WELTEN

ENTDECKEN

AN BORD DAS BESTE AM MEER

7-DAY THE BALTIC & ST. PETERSBURG

Seabourn Sojourn

ab Kopenhagen, Dänemark

bis Stockholm, Schweden

3. Juli, 31. Juli und 28. August 2021

7-DAY ST. PETERSBURG & THE BALTIC

Seabourn Sojourn

ab Stockholm, Schweden

bis Kopenhagen, Dänemark

10. Juli, 7. August und 4. September 2021

14-DAY GEMS OF THE BRITISH ISLES

Seabourn Sojourn

ab Kopenhagen, Dänemark

bis Amsterdam, Niederlande

11. September 2021

Erfahren Sie mehr auf seabourn.com

Planen Sie die Rückkehr Ihrer Gäste zu Ultra-Luxus-Reisen im Jahr 2021 mit der Möglichkeit, bis zu 30 Tage vor Abreise zu stornieren. Ihren Gästen

wird auch der beste Preis für ihre Seabourn-Kreuzfahrt garantiert. Zusätzlich erhalten Ihre Gäste 10% Rabatt, wenn sie bis zum 20. November 2020

eine vollständige Zahlung tätigen. Weitere außergewöhnlichere Ersparnisse sind mit unserer Aktion Sensational Suite Savings bis zum 20. November,

auf 2021 Kreuzfahrten in Europa, Alaska, Kanada und Neuengland, möglich.

Kontaktieren Sie für Marketing- und Verkaufsaktivitäten unser Business Development Team: +31 10 297 6613 oder SalesDE@Seabourn.com.

Für weitere Informationen oder um zu buchen, kontaktieren Sie unsere Reservierungsabteilung:

00800 1872 1872 (kostenlos) oder Reservierung@Seabourn.com.

Wir evaluieren derzeit die aktualisierten Sicherheits- und Gesundheitsprotokolle zu COVID-19 und wie sich diese auf unsere zukünftigen Angebote und unsere Kreuzfahrten

auswirken können. Das tatsächliche Angebot kann von dem momentan angezeigten abweichen. Bleiben Sie auf dem Laufenden und informieren Sie sich zu aktuellen

Reisehinweisen und Gesundheits- sowie Sicherheitsprotokollen.


12

FOCUS

CRUISE & FERRY

TRAVEL INSIDE

41/42 | 15. Oktober 2020

Hurra – ein Neubau!

Der Neubauboom ist wegen Corona ins

Stocken geraten – geplant war in diesem

Jahr die Auslieferung von rund

25 neuen Schiffen – inzwischen sind

es gerade mal knapp die Hälfte. Noch

vor dem Shutdown konnten die Costa

Smeralda, die Regent Seven Seas

Splendor, die Celebrity Apex und die

Scarlet Lady übergeben oder getauft

werden. Während der Krise ausgeliefert

wurden das Galapagos-Schiff Silver

Origin, die beiden Ponant-Einheiten

Le Bellot und Le Jacques Cartier sowie

das eine oder andere spezialisierte Expeditionsschiff.

Nun kam es aber endlich

wieder mal zu einem grösseren

Festakt: Auf der Fincantieri-Werft in

Monfalcone (I) wurde die neue Enchanted

Princess an Princess Cruises übergeben

(Bild). Der 145 000-BRZ-Liner

für 3660 Passagiere ist die fünfte Einheit

der Royal-Klasse und soll im Winter

in der Karibik zum Einsatz kommen.

Auch die neue Spirit of Adventure

(1000 Pax) hat ihrerseits die Meyer-

Werft (D) kürzlich an die britische Saga

Cruises ausgeliefert.

Welche Schiffe sind derzeit unterwegs?

Noch beschränkt sich der Restart der

Kreuzfahrten fast ausschliesslich auf

Europa. Hier ein Überblick über die

aktuelle Situation (ohne Gewähr):

›› AIDA: Startet am 17.10. mit Aida Blu

ab Rom und La Spezia (einwöchige

Italien-Kreuzfahrten). Im Winter ab

1. November mit Aida Mar (resp. Aida

Perla) ab Las Palmas in den Kanaren,

ab dem 12.12. mit Aida Stella ab Mallorca

ins westliche Mittelmeer sowie

ab 11. resp. 15.12. ab Dubai resp. Abu

Dhabi mit Aida Prima in den Emiraten.

›› HAPAG-LLOYD CRUISES: Seit Ende Juli

Panoramafahrten ab deutschen Häfen

in Nordeuropa mit der Europa 2, Europa

und Hanseatic Inspiration. Ab November

kreuzt die Europa 2 bis Ende

Januar 2021 in den Kanaren, die Hanseatic

Inspiration legt im Winter verschiedene

Fahrten in Nordeuropa auf.

›› HURTIGRUTEN: Seit Juni Wiederaufnahme

der klassischen Postschiff-Route

Bergen–Kirkenes. Die Expeditionen

sollen ab Januar 2021 wieder aufgenommen

werden.

nach italienischen Häfen und Malta.

Die MSC Magnifica startet am 19.10. ab

Genua ins westliche und östliche Mittelmeer,

danach soll es auf Weltreise

gehen. Unklar ist, wie weit das Winterprogramm

20/21 in der Karibik, den

Emiraten, in Südafrika und Südamerika

durchgeführt wird.

›› NICKO CRUISES: Hat Fahrten mit der

World Explorer im Mittelmeer aufgenommen

und will im Winter verschiedene

Seereisen weiterhin im Mittelmeer

und im Roten Meer auflegen.

Fahrten mit verschiedenen Schiffen

entlang der französischen Küsten und

in die Arktis lanciert. Im Winter werden

die ursprünglichen Fahrten in den

Seychellen, den Emiraten und in der

Karibik bestätigt.

›› SEADREAM YACHT CLUB: Ab Juli

Nordland-Fahrten ab Norwegen. Am

17.10. sticht die Seadream I auf eine

Transatlantik von Rotterdam nach

Barbados in See, danach einwöchige

Karibik-Kreuzfahrten ab Bridgetown

nach den Grenadinen bis April 2021.

›› COSTA: Seit 6.9. ist die Costa Deliziosa

ab Triest nach italienischen Häfen

im Einsatz, ab 10.10. auf einem neuen

Routing mit Griechenland. Am 3.1.21

ist nach wie vor der Weltreisen-Start

geplant. Die Costa Diadema legt im

November einige längere Fahrten nach

den Kanaren und Ägypten/Griechenland

auf. Der LNG-Liner Costa Smeralda

kreuzt seit 10.10. ab Savona im

westlichen Mittelmeer, am 27.12. folgt

der Neubau Costa Firenze ebenfalls ab

Savona. Costa hat das Sommerprogramm

mit Kreuzfahrten im westlichen

und östlichen Mittelmeer sowie

Nordeuropa bekannt gegeben.

›› CROISIEUROPE: Hat im Sommer mit

La Belle des Océans Mittelmeerfahrten

aufgenommen und legt ab Ende Oktober

bis April 2021 einwöchige Kreuzfahrten

im kanarischen Archipel auf.

›› MSC CRUISES: Seit 16. August ist die

MSC Grandiosa ab Genua auf Fahrten

Nun nimmt auch Aida

wieder Fahrt auf.

›› PONANT: Hat bereits am 11. Juli im

Rahmen eines Ersatzprogrammes

›› TUI CRUISES: Hat am 24. Juli mit der

Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 «Blaue

Fahrten» ab Hamburg und Kiel in

Nordeuropa aufgenommen. Seit dem

13.9. ist die Mein Schiff 6 ab Kreta in

griechischen Gewässern unterwegs.

›› VARIETY CRUISES: Der griechische

Spezialist mit kleineren Schiffen bietet

seit August ab Piräus Kykladen-Fahrten.

›› AUSSERHALB VON EUROPA: Möglich

sind Fahrten in Französisch-Polynesien

(Aranui 5, Paul Gauguin), in den Galapagos

sowie in Küstengebieten z. B. in

Schottland, Maine oder im Barrier Reef.

›› DIE AMERIKANISCHEN REEDEREIEN

sind aktuell noch inaktiv (Cruise-Ban

bis Ende Oktober), ebenso einzelne

europäische Reedereien wie Cunard,

P&O, Celestyal, Sea Cloud. BE

Fotos: Pricess (1), NCL (2), Aida (3), zVg (4)


TRAVEL INSIDE

41/42 | 15. Oktober 2020 13

«Aussergewöhnliche Reisen»

SAIL SAFE – Sicher Reisen | Flexibel buchen

Im Rahmen von Peace of Mind präsentiert Norwegian Cruise

Line SAIL SAFE als neue Unternehmensphilosophie.

Erfahren Sie mehr über das von einem Expertenstab entwickelte

neue Gesundheits- und Sicherheitsprogramm und den

umfänglichen Maßnahmenkatalog.

UNSERE PRIORITÄT # 1 –

DIE SICHERHEIT IHRER KUNDEN

Norwegian lanciert neue

und längere Fernreisen.

Fernreisen mit Kreuzfahrtschiffen sind

derzeit kaum möglich, doch das will

Norwegian Cruise Line im nächsten

Jahr vehement nachholen. Unter dem

Begriff «Extraordinary Journeys» hat

die Reederei für 8 ihrer total 17 Schiffe

rund 50 neue und ungewöhnliche 11-

bis 24-tägige Seereisen entwickelt, die

nach Afrika, Alaska, Australien, Europa,

Hawaii und Südamerika führen

werden.

DABEI STEHEN MEHR und exotischere

Häfen im Vordergrund als auf herkömmlichen

Kreuzfahrten. «Diese

aussergewöhnlichen Reisen sollen das

Erlebnis unserer Gäste noch intensiver

machen», sagt Kevin Bubolz, Managing

Director NCL Europe, dazu. Einen

weiteren Schwerpunkt setzt NCL im

Sommer 2021 in Alaska, wo fünf

Schiffe auf unterschiedlichen Routen

zum Einsatz kommen.

SO IST ZUM BEISPIEL von Mai bis Oktober

die Norwegian Bliss auf einwöchigen

Fahrten ab Seattle im Einsatz. Und bereits

bekannt gegeben hat NCL zudem

die Winterrouten 2022/23 im «Heimrevier»

Karibik, durch den Panamakanal,

nach Bermuda und entlang der mexikanischen

Riviera.

BE

Gute Aussichten für Advent

VERBESSERTE SCREENING

PROTOKOLLE

NOCH STRENGERE HYGIENE

LUFTFILTER IN MEDIZINISCHER QUALITÄT

KONSEQUENTE UMSETZUNG

VON ABSTANDSREGELUNGEN

ERWEITERTE MEDIZINISCHE

RESSOURCEN

AUSWEITUNG DER SICHERHEIT

AN BORD AUF LANDGÄNGE

Und das ist erst der Beginn – wir treffen alle Vorkehrungen,

damit Ihre Kunden weiterhin unbe schwert die Welt mit uns

entdecken können.

Ist buchbar: Christkindl-Märkte per Flussschiff.

Die Advents- und Christkindlmärkte

in unseren Nachbarländern werden

voraussichtlich unter bestimmten

Einschränkungen zur Durchführung

kommen. Deshalb bestätigen Flussfahrt-Anbieter

wie Mittelthurgau und

Thurgau Travel, dass wie gewohnt im

November/Dezember verschiedene

stimmungsvolle, meist kürzere Vorweihnachtsfahrten

in Deutschland,

Österreich und Frankreich wie auch

neue Alternativprogramme zur Durchführung

kommen. Mittelthurgau (resp.

die Twerenbold-Gruppe) hat zudem

neu eine kostenfreie Corona-Versicherung

inkludiert, die ab 1.11. im Falle

einer Covid-Erkrankung kurz vor oder

während der Reise die anfallenden

Kosten (Annullation, medizinische

Assistenz) trägt.

BE

MEHR INFORMATIONEN UNTER

NCL.COM/PEACEOFMIND


14

TRAVEL TOP JOBS

ANGEBOTE

GESUCHE

IHR ANSPRECHPARTNER

FÜR DEN STELLENMARKT

Fabienne Fröhlich

Tel. 044 387 57 23

traveltopjobs@travelinside.ch

Bei Ihnen wird

eine Stelle frei?

Die besten Kandidaten suchen

über TRAVEL INSIDE.

Senden Sie Ihr Inserat jetzt per E-Mail an

traveltopjobs@travelinside.ch

Business Development

Manager (w/m) DACH

Akquise, Ausbau und Optimierung

Für einen dynamischen, wachsenden Reiseveranstalter (OTA), spezialisiert auf

Autoferien in Europa, suchen wir eine/n Top Performer/in!

Als Business Development Manager sind Sie massgeblich für die Entwicklung und den

weiteren Ausbau des Produkteportfolios verantwortlich. Sie akquirieren neue Hotels

und schliessen die entsprechenden Verträge ab. Weiter bauen Sie Partnerschaften auf

und betreuen die bestehenden Hotelpartner.

Das Erstellen von Statistiken und Analysen sowie Konkurrenzvergleiche gehören

ebenfalls in Ihr Aufgabengebiet.

Anforderungen:

• Abgeschlossene Ausbildung in der Hotellerie oder im Tourismus

• Betriebswirtschaftliche Weiterbildung

• Destinationskenntnisse der DACH-Region sind von Vorteil

• Fliessende Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch

• Mind. 4 Jahre Berufserfahrung in Einkauf oder Vertrieb in der Hotellerie oder beim

Reiseveranstalter

• Markt- und Branchenkenntnisse

• Zahlenflair

• Vernetztes und analytisches Denken

• Verkaufs- und Verhandlungsgeschick

• Ziel- und ergebnisorientiert

• Belastbar

Möchten Sie eine vielseitige und spannende Herausforderung mit viel

Gestaltungsspielraum in einem innovativen Umfeld antreten?

Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung über unsere Homepage.

Travel Job Market GmbH

Zelgwiesenstrasse 2

8046 Zürich

Telefon: 044 312 21 21

www.traveljobmarket.ch

Finden Sie eine qualifizierte

Tourismuskraft, die zu Ihnen passt.

Packagepreise und Formate

*Preise zuzüglich 7,7 % MwSt.

Crossmedia

Package:

Print, Website,

Newsletter, Jobletter

1/1 Seite

212 × 259 mm

s/w: CHF 2750.–

4c: CHF 2850.–

1/2 Seite quer

212 × 127 mm

s/w: CHF 1400.–

4c: CHF 1500.–

1/2 Seite hoch

103 × 259 mm

s/w: CHF 1400.–

4c: CHF 1500.–

1/3 Seite

103 × 192 mm

s/w: CHF 1050.–

4c: CHF 1150.–

1/4 Seite

103 × 127 mm

s/w: CHF 760.–

4c: CHF 860.–

1/8 Seite

103 × 61 mm

s/w: CHF 440.–

4c: CHF 540.–

Informationen, Angebote und Buchungen: Fabienne Fröhlich, Telefon 044 387 57 57, Fax 044 387 57 77, E-Mail: traveltopjobs@travelinside.ch

Anzeigeschluss: jeweils montags (12:00 Uhr) vor Erscheinen

2. Printschaltung: CHF 85.– inkl. 2 Wochen Verlängerung auf www.traveltopjobs.ch

Der Stellenmarkt der Branche! www.traveltopjobs.ch


TRAVEL INSIDE

41/42 | 15. Oktober 2020 PEOPLE & EVENTS

15

Andy Wetter und seine geschäftsführende

Tochter Sandra

One Travel International AG:

Ein Büro an Passantenlage

ANDY WETTER und seine Tochter SANDRA WETTER haben am 3. Oktober

2020 in Würenlos ihr neues Reisebüro eröffnet. «Bis anhin haben wir den

Betrieb von zu Hause aus geführt», sagt der Chef von One Travel International

AG. Natürlich sei es derzeit nicht gerade ideal, ein neues Reisebüro zu

eröffnen. «Aber wir haben den Mietvertrag im November 2019 unterschrieben,

als von Corona noch keine Rede war.» Andy und Sandra Wetter blicken

auf über 40 Jahre Berufserfahrung zurück. Daher war der Entscheid, ein

eigenes Reisebüro zu gründen, nur eine logische Konsequenz. Eigentlich

suchten sie noch nach Verstärkung, doch Corona machte ihnen einen Strich

durch die Rechnung. Sie hoffen, dass die Reisebeschränkungen bald zu

Ende sind und sie den Betrieb wieder aufnehmen können.

DOE

STIRNIMANN TRITT ALS HOTELPLAN-CEO AB

Thomas

Stirnimann

Laura

Meyer

LAURA MEYER (39) wird neue CEO von Hotelplan Group. Als Verwaltungsrätin

kennt sie das Reiseunternehmen bereits bestens und bringt umfassende

digitale und unternehmerische Erfahrung für die Zukunft der

Hotelplan-Gruppe mit. Laura Meyer tritt Anfang 2021 die Nachfolge von

THOMAS STIRNIMANN (58) an, der die Unternehmensgruppe in den

letzten acht Jahren erfolgreich geführt hat und nun in den Verwaltungsrat

berufen wurde. Stirnimann wird bis zum seit Längerem geplanten

CEO-Wechsel die Hotelplan-Gruppe noch bis Ende Jahr leiten und anschliessend

deren Verwaltungsrat ab 1. Januar 2021 verstärken.

Thomas Stirnimann hat die Hotelplan-Gruppe seit November

2012 geführt und den Reisekonzern in den letzten acht Jahren

trotz stetig neuer Herausforderungen im Tourismusgeschäft

erfolgreich weiterentwickelt.

DOE

Pino Andreano ersetzt Mike Papritz bei Glur

PINO ANDREANO übernimmt per 1. November 2020 die Geschäftsführung

von Glur Reisen, dem Nordlandspezialisten der

Knecht Reisegruppe mit Sitz in Basel. Er ersetzt MIKE PAPRITZ,

der sich entschieden hat, Glur Reisen zu verlassen. Vor seinem

Engagement bei Glur Reisen war Mike Papritz Geschäftsführer

vom Flussreisespezialisten Rivage, die sind bei Eurobus angesiedelt,

welche zur Knecht Holding gehört. Pino Andreano rapportiert

direkt an den Knecht-Reisen-TO-Leiter Markus Maushart. Zuletzt

war Pino Andreano als Head North America, Oceania, Northern Europe

& East für den Bereich Nord- und Osteuropa verantwortlich.TI

Mike Papritz

Pino Andreano

CATHAY PACIFIC SCHWEIZ:

ASHISH KAPUR IST NEUER CM

Ab sofort ist ASHISH KAPUR von Frankfurt am Main aus als neuer

Country Manager für die Cathay-Pacific-Märkte Deutschland,

Schweiz und Skandinavien verantwortlich. Er tritt die Nachfolge

von CHRIS VAN DEN HOOVEN an, der als Senior Vice

President Americas von Cathay Pacific nach San

Francisco gewechselt hat. Ashish Kapur stiess

2001 als Manager on Duty am Flughafen von

Delhi zu Cathay Pacific und bekleidete in den

Folgejahren weitere Positionen wie Airport

Service Manager, Regional Manager Cargo für

Indien, Middle East, Afrika, Pakistan, Bangladesch

und Nepal sowie Country Manager für die

Vereinigten Arabischen Emirate und Oman.

Seit 2017 war Ashish Kapur als Country

Ashish

Kapur

Manager für Südafrika und den Indischen

Ozean in Johannesburg stationiert. TI

Michel Jegerlehner geht

bei BCD Travel

MICHEL JEGERLEHNER

verlässt die Reiseindustrie.

Der 45-Jährige hat seinen

Job als Director Switzerland

beim Geschäftsreiseanbieter

BCD Travel gekündigt

und wechselt zu Medicall,

dem grössten Assistanceund

Notruf-Dienstleister der

Schweiz, bei dem er den

Bereich Personennotruf

übernehmen wird. «Es fällt

mir schwer, die Reisebranche

nach fast 30 Jahren zu

verlassen, freue mich jedoch

sehr auf die tolle Michel Jegerlehner

neue Herausforderung bei

Medicall», sagt Jegerlehner zu TRAVEL INSIDE. Mit der aktuellen

Corona-Krisenlage habe sein Wechsel per Ende Oktober

nichts zu tun. Über seine Nachfolge werde später informiert. TI

Fotos: One Travel (1), zVg (2, 6, 7), Hotelplan Group (3, 4), Glur Reisen (5), TRAVEL INSIDE (8)

GOSSIP

IMPRESSUM TRAVEL INSIDE

›› Da staunt man nicht schlecht: ANNETTE KRECZY, Chief

Sales Officer bei DER Touristik und Kuoni, selber unter dem

Corona-Blues leidend, hat eine für gestresste und frustrierte

Reisebüro-Mitarbeitende Medizin entdeckt und in «Dertouristicum»

(Helvetien) herstellen lassen. «Anti-Coronum»

nennt sie die vollgefüllte Flasche, welche hergestellt wurde.

Die neue Reisemedizin soll, gemäss Etikett, gute Miene

und Zuversicht verschaffen. Das Serum hilft anscheinend

bei grossem Corona-Frust und enthält: 26 % Durchhaltewillen,

26 % Teamgeist, 26 % Innovation & Change und

22 % Aufgeschlossenheit. In Tat und Wahrheit verbirgt sich

inhaltlich in der Flasche ein Bündner Röteli.

TRAVEL INSIDE | Hammerstrasse 81 | Postfach | CH-8032 Zürich | Telefon +41 (0)44 387 57 57 | Fax +41 (0)44 387 57 07 | E-Mail: info@travelinside.ch

Auflage: 5500

Auflage WEMF/SW-beglaubigt (Basis 2019/20):

> 4929 Exemplare

Gründungsjahr: 1986

TRAVEL INSIDE erscheint 14-täglich, donners tags,

und ist nur im Abonnement zu beziehen.

Abo-Preise 12 Monate: CHF 89.–

(inkl. MwSt.), Auslandtarife auf Anfrage

ISSN: 1420-5580

Internet: www.travelinside.ch

Herausgeber: Angelo Heuberger

Redaktion: Angelo Heuberger (AH), Chefredaktor;

Christian Maurer (CM), stv. Chefredaktor; Daniela

Oegerli (DOE), Yannick Suter (YS)

Verlag: Primus Verlag AG, Zürich

Cornelia Brunschwiler (Leitung), Natalie Ischi

(Vertrieb/Abo-Service), Fabienne Fröhlich (IT, Web &

Facility Manager), Stefania Zingg (Buchhaltung),

Bruno Indelicato (Event & Marketing)

Layout/DTP:

Christoph Fontanive (Leitung)

Anzeigenverkauf: Muriel Bassin (Leitung),

Bianca Mayer

Anzeigenproduktion und

Stelleninserate: Muriel Bassin, Fabienne Fröhlich

Annette Kreczy

präsentiert das

ultimative «Corona-Heilmittel»

von

DER Touristik.

Druck/Herstellung:

AVD GOLDACH AG,

Sulzstrasse 10–12, 9403 Goldach

TRAVEL INSIDE (français)

14-16 Place Cornavin

Case postale 1582

1211 Genève 1

Tél. +41 (0)22 908 69 00

Fax +41 (0)22 908 69 09

E-mail: ti-gva@travelinside.ch

Gedruckt

in der Schweiz

Gedruckt

in der Schweiz


Volle

Flexibilität

bei Buchung bis

31.10.2020 *

WIR BIETEN

SICHERHEIT

REISEN OHNE RISIKO

Bei uns können Ihre Kunden ihre Reise

bis 14 Tage vor Anreise kostenlos umbuchen

oder stornieren!

* Bei Neubuchung (Pauschalreise, Hotel-Only oder Rundreise) im Reisezeitraum bis 31.10.2021. Ausgenommen sind TUI light Produkte

sowie TUI Camper und Linienfl üge.

Bei Fragen kontaktieren Sie unser Sales-Team

unter sales@tui.ch oder 044 455 44 13

Weitere Magazine dieses Users