50 Jahre 1.TCM - Meidling.org

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50 Jahre 1.TCM - Meidling.org

Originalausgabe

anlässlich des 50 jährigen Bestehens des 1. TC Meidling

Veröffentlicht November 2011

Copyright © 2011 1.TC Meidling

Fotos unentgeltlich zur Verfügung gestellt von Mitgliedern des Vereins

Inhalt ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


HAPPY BIRTHDAY!


Liebe Tennisfreundinnen,

Liebe Tennisfreunde!

Unser Tennisclub der 1.TC Meidling WAT ist 50 Jahre jung geworden. Aus diesem Anlass haben wir den

Versuch gewagt ein kleines Buch über unsere Geschichte zusammen zu fassen. Wir erheben keinen

Anspruch auf Vollständigkeit, aber es ist doch ein interessanter Abriss unseres Clubgeschehens in den

vergangenen 50 Jahren geworden. Bei unseren Recherchen sind wir auf viele Ereignisse gestoßen die es

wert sind, erwähnt zu werden. Wir wollten aber ein Buch verfassen, das die wesentlichen Ereignisse abbildet

und sicher stellen, dass der Charakter des TC Meidling nicht verloren geht. Wir verstehen uns als ein

Sportverein in dem Tennis im Vordergrund steht, aber auch als eine Freizeitoase zur Entspannung.

Besonders die sportlichen Erfolge unserer Mannschaften und unserer Spielerinnen und Spieler in allen Altersklassen bestätigen uns

eine ausgezeichnete Performanz. Wir haben aber auch bittere Zesuren einstecken müssen. Besonders die erzwungene Übersiedlung unseres

Platzes von der Oswaldgasse in die Eibesbrunnergasse hat uns alles abverlangt. Es ist letzlich doch gelungen unseren Tennisclub über die Jahre zu

führen und uns eine neue schöne Sportstätte zu gestalten. Die wirtschaftlichen und die finanziellen Probleme machten uns aber trotzdem zu schaffen.

Die Höhe der Pacht war oftmals ein Punkt in Verhandlungen mit unserem Verpächter. Hier ist uns der WAT 12 einige Male doch entgegen gekommen.

Besonders aber durch dass gemeinsame Zusammenstehen unserer Clubmitglieder und unserer Vorstände ist es immer wieder gelungen, alle diese

Probleme zu bewältigen.

Viele, manche auch schmerzliche Sparmaßen mussten verordnet bzw. gemeinsam beschlossen werden und genau diese “Gemeinsamkeit” machte

unseren Club aus. Darauf können wir besonders stolz sein.

Nochmals bedanken wir uns bei allen für die Unterstützung über alle Jahrzehnte hinweg und auch für das Zustandekommen dieses Buches.

Gemeinsam können wir hoffungsvoll in die nächsten Jahre blicken.

Für den Vorstand:

Karl Haas

Obmann des 1.TC Meidling

Christiane Holoubek

Obmann Stellvertreterin

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Liebe Mitglieder und Freunde 1.TCM,

ein Bestandsjubiläum eines halben Jahrhunderts können nicht viele Tennisklubs in Wien vorweisen.

Der 1.TC Meidling kann nun ebenso stolz auf diese lange Kontinuität und Tradition zurückblicken.

Es freut mich ganz besonders, zu diesem Ereignis zu gratulieren - aber nicht nur wegen der erfolgreichen

Vergangenheit sondern vielmehr zu den aktuellen erfreulichen Aktivitäten des Klubs.

Ein Blick auf das breite Klubangebot überzeugt, dass der 1.TCM ein umsichtig und aktiv geführter Klub mit moderner

Ausrichtung ist, wo sich Jung und Alt wohlfühlen können. Meisterschaft, Turniere, Kindertennis, Schwimmbad,

Shop,Training für alle Altersklassen u.v.m. sind eine Palette von Services, die im 1.TCM geboten werden.

Es ist uns als Verband wichtig, dass neben den sportlichen Bewerben auch das gesellschaftliche Ambiente nicht zu kurz kommt. Diese Kombination

von Breiten- und Leistungssport garantiert, dass Tennisvereine weiterhin Zulauf haben, und einem nächsten Jubiläum nichts im Wege steht.

In diesem Sinne wünsche ich dem 1.TCM Alles Gute und seinen Mitgliedern weiterhin viel Freude beim Tennisspielen,

Dr.Franz Sterba,

Präsident WTV

Liebe Tennisfreundinnen und Tennisfreunde,

den Ball gut ins Spiel zu bringen ist das A und O eines jeden Tennismatches.

Die Mitglieder des 1.TC-Meidling WAT von einst und jetzt haben das nicht nur bei vielen Spielen erfolgreich getan.

Sie haben auch ihren Verein gut ins Spiel gebracht. Ihr Faible für den kleinen runden Ball hat sich zu einer rundum

runden Sache entwickelt – und deshalb können sie in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiern.

Ich freue mich, Euch ganz herzlich zu diesem schönen Jubiläum zu gratulieren.

Ehrenamtliche Vereinsarbeit ist nicht selbstverständlich, aber selbstverständlich ein großes Plus.

Denn aktive Vereine sind ein Gewinn für jede Gesellschaft. Deshalb möchte ich euren Vereinsvorstand und

den Vereinsmitgliedern für ihre langjähriges gemeinsames Wirken mit dem WAT-12 ganz herzlich danken

und wünsche dem Verein noch viele sportliche Erfolge und eine erfreuliche Zukunft.

Euer

Michael Grandinger


1961 - 2011: Fünfzig Jahre 1. TC Meidling - WAT,

50 Jahre Happy Tennis unter Freunden

Die Vorgeschichte - elitäres Tennis in der Oswaldgasse

Bald nach Kriegsende wurde auf dem Schuttgelände Oswaldgasse

34 von Mitgliedern des WAT 12 eine Sportanlage für verschiedene

Disziplinen, wie Volleyball, Turnen, im Winter auch Eislaufen und

Eishockey, errichtet.

Etwa um 1950 erweiterte man die Anlage um 3 Tennisplätze.

Tennis, damals als elitärer Sport geltend, erwies sich jedoch bald

als kaum finanzierbar, bzw. im Rahmen der WAT-Organisation

als schwer administrierbar. Für einen geregelten Tennisbetrieb

fehlten dem WAT aber die Mitglieder und daher die budgetären

Mittel, sodass er sich um einen Pächter für die Tennisanlage

bemühte. Man war daher sehr froh, als sich damals Leute fanden,

zum Teil WAT-Mitglieder, aber auch Außenstehende, die sich bereit

erklärten, einen selbstständigen Tennisklub zu gründen und dem

WAT 12 hierfür einen angemessenen jährlichen Betrag zu entrichten.

1955 zog Herr Paul Herraut (Direktor der Firma Küfferle) als

privater Sektionsleiter einen Tennisbetrieb auf. Unterstützt

wurde er von Manfred Pez (Verkaufsleiter bei Küfferle), Emil Mann,

Ferdinand Hey und Franz Musil. Die Pachtkosten für 3 Plätze

betrugen damals 20.000 öS pro Jahr, die Mitgliedsbeiträge

für die etwa 40 Mitglieder waren für damalige Zeiten bedeutend,

das Clubkapital betrug ca. 4.000 öS.

Blick vom Clubhaus auf die Tennisplätze

Zwischen Tennisclub und WAT gab es keinen Vertrag, bestenfalls

einige private schriftliche Vereinbarungen, im Wesentlichen

auf persönliches Vertrauen aufgebaut. Die Hierarchie Gemeinde

Wien - WAT Wien - WAT Meidling - 1. TCM war seinerzeit hinsichtlich

der Miet- und Untermietverhältnisse eher unübersichtlich,

weshalb man sich mit dieser (schlampigen) Lösung begnügte.

Man sah auch keine Veranlassung zu einer Änderung, als sich die

Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen des WAT und des

1. TCM in den folgenden Jahrzehnten reibungslos gestaltete.

Blick von den Tennisplätzen auf das Clubhaus

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1961: Die Gründung des 1. Tennisclub Meidling

Zu Beginn der 60er-Jahre wandelte sich das Image des

Tennissports - er war nicht länger der High Society vorbehalten,

sondern es begann auch das Interesse weiterer Bevölkerungs-

schichten - nicht gerade der Ärmsten – daran größer zu werden.

Der unklare rechtliche Status des

Clubs und auch eine gewisse

Unzufriedenheit mit der Clubleitung

- der „Patriarch“ Direktor

Herraut betrachtete den Club

gewissermaßen als sein Privateigentum

- bewog die Tennisfreunde,

ihr Freizeitvergnügen auf

eine rechtlich gesicherte Basis zu

Statutenentwurf an die Bundespolizei 1961 stellen.

Das war damals noch recht kompliziert: Vereinsstatuten mussten

entworfen werden - dies besorgte Dkfm. Herbert Lanator - und eine

ganze Reihe von Amtswegen und Eingaben mussten erledigt werden.

Emil Mann, der praktischerweise auch in der Oswaldgasse wohnte

und seit Jahren im Club spielte, musste im Auftrag seiner Mitspieler

den Statutenentwurf bei der Sicherheitsdirektion einreichen. Diese

wiederum verlangte von der Polizeidirektion Wien Auskunft, ob hier

alles rechtens wäre.

Erst nach dem „okay“ der Polizeidirektion gab die Sicherheitsdirektion

am 20. Februar 1961 Herrn Emil Mann Bescheid, dass „die Bildung

des Vereins nach Inhalt der vorgelegten Statuten gemäß den Paragraphen

4 und 7 des Vereinsgesetzes 1951, BGB1. 233, nicht untersagt

wird“. Damit konnte sich der Verein organisieren und etablieren.

Genehmigung der Bundespolizeidirektion

Die tatsächliche Konstituierung des Vereines

Emil Mann � - hier hat sich kein Dokument oder Protokoll

erhalten - erfolgte dann laut Vereinsbüro der

Bundespolizeidirektion Wien am 28. Februar 1961. Aus der ersten

Amtsbestätigung des jungen Vereins ist der neue Vorstand ersichtlich.

Erster Obmann wurde Victor Schuster, vertreten durch Emil Mann,

Ernst Witka wurde Kassier, vertreten durch Franz Musil, Manfred Pez

wurde Schriftführer, vertreten durch Franz Tomaschek, Ferdinand

Hey wurde Spielführer, vertreten

durch Paul Herraut - das

waren im Großen und Ganzen

die Leute, die schon vorher

„privat“ in der Oswaldgasse

gespielt hatten. Emil Mann

war auch bis 1980 offizieller

Platzbetreuer.

Bescheid der Bundespolizeidirektion


Der Club hatte zunächst 3 Tennisplätze in Pacht, die Baulichkeiten

und sanitären Einrichtungen waren eher kümmerlich, und auf so „Nebensächliches“

wie einen Kanalanschluss hatte man überhaupt verzichtet.

Dafür gab es Ruhe und Abgeschiedenheit, ausreichend Platz

und einen schönen alten Baumbestand – beste Voraussetzungen für

eine erholsame Freizeitgestaltung.

Versammlung vor dem Clubhaus

Für das leibliche Wohl sorgte - auf engstem Raum - zuerst Herr

Walten, dann wurde ein Herr Enzfelder, vulgo Enzi „Mädchen für

alles“ (Platzwart, Gärtner, Kantineur). Eine Zeit lang besorgte auch

die Mutter des Tennislehrers Ebenhöchwimmer die Kantine, auch

die Familien Spengler, Hörmadinger und kümmerten sich für

einige Jahre um die Kantine, bevor die Familie Gadolla dies mehr

oder weniger hauptberuflich besorgte.

Am 15. Jänner 1962 wurde

im „Goldenen Hecht“ in der

Waaggasse ein neuer Vorstand

gewählt. Neu dazu

kamen DI Max Melhardt

(Obmannstellvertreter),

Eleonore Ferner (Schriftführerstellvertreter)

und

Dkfm. Ing. Herbert Lanator

- an Stelle des „entmachteten“

Paul Herraut, der

bald ganz aus dem Club

ausschied.

Das Freizeitparadies Oswaldgasse

Ansuchen mit Stempelmarken um ein Vereinskonto

Die neue Clubleitung ging mit Feuereifer daran, den jungen Club

auf- und auszubauen und Mitglieder zu

gewinnen. Jeder - nicht nur Direktoren

- war willkommen. Man warb eifrig

Mitglieder und war darin sehr erfolgreich

- wozu auch die günstigen Preise

beitrugen: Einschreibgebühr 100 öS,

Jahresgebühr (ganzjährig!) 600 öS.

Sehr bald schon hatte man 70-80

Vollmitglieder und ging daran, das

Freizeitangebot auszuweiten: der TCM

- und nicht der Hauptmieter WAT –

begann, einen 4. Tennisplatz und ein

Schwimmbad zu bauen.

Urkunde über den ersten sportlichen Erfolg

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Bald entwickelt sich die Anlage zu einem wahren Freizeitparadies.

Die baulichen Voraussetzungen waren zwar noch immer nicht atemberaubend,

dafür gab es ausreichend Platz auf gepflegten Grünflächen,

ein reicher Baumbestand sorgte für Schatten an heißen Tagen,

und das Schwimmbad wurde vor allem von der reichlich vorhandenen

Jugend genützt. Die Anlage wurde den sportlichen Voraussetzungen

ebenso gerecht, wie sie auch Möglichkeiten zur Entspannung und

Erholung schaffen konnte. Die meisten Familien verbrachten ihre gesamte

Freizeit in der Anlage, manche sogar ihren ganzen Urlaub. Der

Sommer gehörte dem Tennissport, der Geselligkeit und dem gemütlichen

Beisammensein. Tennis übte auch auf Kinder und Jugendliche

Viel und gerne genutzt - Das erste Pool

eine große Anziehungskraft aus- die Konkurrenz von PC-Konsolen,

Inline-Skating etc. existierte noch nicht. Tennis wurde vom Sport der

Begüterten zum Massensport, was auch die finanzielle Basis für den

Club bildete. Die jährliche Pacht an den WAT 12 wurde immer wieder

angepasst, und zwar deutlich über der Inflationsgrenze und bildet seit

Jahr und Tag das finanzielle Fundament des WAT 12.

Auch sportlich ging es von Anfang an stetig bergauf: von den ÖBB

und dem TC Schwarz-Weiß wurden Meisterschaftsspieler übernommen,

sodass der neu gegründete Club von Anfang an recht erfolgreich

war. Der systematische Aufbau des Tennisclubs als Pflege des

Leistungs- und Breitensports führte dazu, dass die Mannschaft des

1. TCM wiederholt bis in die Landesliga vorstoßen konnte. Durch

intensive Jugendförderung konnte der Verein auf bezahlte

Fremdspieler verzichten.

Das erste Vierteljahrhundert

In die Saison 1964 fiel die Neuwahl des Vorstandes am 26. Februar –

Victor Schuster verließ aus beruflichen Gründen den Club,

aber der restliche alte Vorstand blieb weiterhin in Funktion.

Obmann wurde DI Max Melhardt, vertreten durch Emil Mann. Emil

Mann wurde auch Kassier, vertreten durch Dkfm. Herbert Matras,

Herbert Holer wurde Schriftführer, vertreten durch Johanna Ackermann,

Ferdinand Hey wurde Spielführer, vertreten durch G. Ilczuk.

Von der abgelaufenen Saison 1964 ist ein (leider nur kurzes)

Protokoll von der Hauptversammlung vom 30. November 1964

erhalten. Diese wurde im Restaurant „Goldener Hecht“, Waaggasse 5,

abgehalten, 39 stimmberechtigte Mitglieder waren anwesend. Die

Höhe der Mitgliedsbeiträge und die Aufnahmegebühr wurden neu

festgesetzt. Besonders erwähnt wird in diesem Protokoll, dass der

neu eröffnete vierte Tennisplatz voll ausgenützt wurde. In der gleichen

Versammlung wurde auch ein neuer Vorstand für das Folgejahr gewählt:

Obmann blieb DI Max Melhardt, vertreten durch Manfred Pez,

Arthur Chlud wurde Kassier, vertreten durch Gottfried Herok, Ing.

Herbert Holer wurde Schriftführer, vertreten durch Johanna Ackermann,

Manfred Pez wurde auch Spielführer, vertreten durch G. Ilczuk.


Über die Saison 1965 informiert ein etwas ausführlicheres Protokoll

von der Hauptversammlung am 22. November. Im Restaurant

Marhold, Fleischmarkt 9, waren 40 stimmberechtigte Mitglieder anwesend.

Es gab damals 119 Vollmitglieder, 20 Jugendliche und 17

Unterstützende. Die Einnahmen betrugen 115.000 öS, die Ausgaben

83.000 öS. Von einem aufgenommenen Kredit - zur Errichtung des

Schwimmbades - waren nur noch 40.000 öS offen.

Der Spielbetrieb war sehr rege, vor allem die Ranglistenspiele

erreichten ein noch nie da gewesenes Ausmaß. Dem Verein ging es

finanziell so gut, dass Kassiere und Schriftführer für ihre Arbeit eine

Entschädigung erhielten - sie bekamen je einen Mitgliedsbeitrag (800 öS).

In der Bildmitte: Langzeitobmann DI Max Melhardt mit Gattin Dkfm. Grete Melhardt

Links: Peter und Rosmarie Rath, rechts: Ingrid und Heinz Blebann

Der neue alte Vorstand: Obmann blieb DI Max Melhardt, vertreten

durch Gerhard Ilczuk, Arthur Chlud wurde Kassier, vertreten durch

Ing. Gerhard Roider, Ing. Alfred Schimka wurde Schriftführer, vertreten

durch Eleonore Ferner, Franz Ebenhochwimmer wurde Spielführer,

vertreten durch Gottfried Herok. Vier Mitglieder des Vorstandes arbeiteten

in der nahe gelegenen Firma Kapsch, deren Betriebsrat auch

das Tennisspielen der Firmenangehörigen sponserte.

Von der Hauptversammlung im Restaurant Adria Jadran, Liebenbergg.

2, am 25. Jänner 1967 hat sich ebenfalls ein ausführliches Protokoll

erhalten. Anwesend waren 34 stimmberechtigte Mitglieder. Es

gab damals 121 Vollmitglieder, 24 Jugendliche und 23 Unterstützende.

Die Einnahmen betrugen 110.000 öS, die Ausgaben 115.000 öS.

Von dem aufgenommenen Kredit für das Schwimmbad waren nur noch

30.000 öS offen. Die Ausgabenerhöhung erklärt sich durch höhere

Platzmiete, da nun auch ein fünfter Tennisplatz errichtet wurde. Die

Aufnahmegebühr betrug zu diesem Zeitpunkt 1.000 öS - und nicht

mehr 100 öS, wie vier Jahre zuvor. Vollmitglieder zahlten 1.000 öS

Jahresbeitrag, das sind laut Statistik Austria 4.770 öS. (bzw. 360 €)

des Jahres 2011, Jugendliche 500 öS und Unterstützende 300 öS.

Frau Preissler regte die Nennung einer 2. Damenmannschaft an - was

sich aber mangels Nachfrage nicht durchsetzte.

Der Vorstand erfuhr nur wenig Veränderungen: Obmann blieb DI Max

Melhardt, vertreten durch Walter Hörmadinger, Arthur Chlud wurde

Kassier, vertreten durch Ing. Gerhard Roider, Ing. Alfred Schimka

wurde Schriftführer, vertreten durch Eleonore Ferner, Gerhard Ilczuk

wurde Spielführer, vertreten durch Hans Preißler.

Die Hauptversammlung der Saison 1967 fand am 21. November

im Restaurant Schedl, Klimschgasse 17, statt. Anwesend waren 36

stimmberechtigte Mitglieder. Es gab damals 119 Vollmitglieder, 25

Jugendliche und 18 Unterstützende. Die Einnahmen betrugen

163.000 öS, die Ausgaben 155.000 öS. Von einem aufgenommenen

Kredit waren nur noch 18.000 öS offen. Die Aufnahmegebühr

betrug unverändert 1.000 öS. Vollmitglieder zahlten jetzt 1.300 öS

Jahresbeitrag, Jugendliche 500 öS und Unterstützende 300 öS. Die

Beitragserhöhung war wegen der dringend notwendigen Sanierung

des Clubhauses notwendig geworden.

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Eine 2. Damenmannschaft sollte angemeldet werden, wenn sich 7

Spielerinnen finden - was sich aber nicht ergab.

Die Wahl des Vorstandes ergab folgendes Ergebnis: Obmann wurde

wieder DI Max Melhardt, vertreten durch Ferdinand Hey, Arthur

Chlud wurde Kassier, vertreten durch Ing. Gerhard Roider, Ing. Alfred

Schimka wurde Schriftführer, vertreten durch Eleonore Ferner, Gerhard

Ilczuk wurde Spielführer, vertreten durch Hans Preissler.

In der Saison 1968 wurde zur Sanierung des Clubhauses ein Kredit

aufgenommen. Für die Saison 1970 hat sich lediglich die Anzeige

über die Wahl des Vorstandes am 15. Jänner erhalten. Obmann

wurde wieder DI Max Melhardt, vertreten durch Ferdinand Hey,

Arthur Chlud wurde Kassier, vertreten durch Ing. Gerhard Roider,

Dkfm. Gertraud Schindl wurde Schriftführer, vertreten durch Elke Erhart,

Eduard Hegenbart wurde Spielführer, vertreten durch Peter Rosenauer.

Am 8. Februar 1972 wurde ein neuer Vorstand gewählt. DI Max Melhardt

kandidierte nicht mehr, so wurde Werner Ehart Obmann, vertreten

durch Gerhard Ilczuk, Dkfm. Margarete Melhardt wurde Kassier,

vertreten durch Franz Musil, Dkfm. Gertraud Schindel wurde Schriftführer,

vertreten durch Friederike Kuntscher.

Bei der Wahl des am 28. Jänner 1974 für 3 Jahre gewählten Vorstandes

wurde eine richtungsweisende Entscheidung für die Zukunft getroffen:

Nachdem Werner Ehart nicht mehr als Obmann kandidierte,

strebte der rührige Baumeister Suppan dieses Amt an - allerdings unter

der Bedingung, dass er auf der Anlage Hallenplätze errichten und

diese im Winter für sich kommerziell nutzen dürfe. Dagegen wendete

sich ein großer Teil der Mitglieder und ersuchte Max Melhardt, gegen

Suppan zu kandidieren. In einer Kampfabstimmung unterlag Suppan,

trat in der Folge aus dem Club aus und baute seine Halle in Liesing.

Obmann war nun also wieder DI Max Melhardt, vertreten durch Ing.

Peter Schneck, Werner Ehart wurde Kassier, vertreten durch Franz

Musil, Dkfm. Gertraud Schindl wurde Schriftführer, vertreten durch

Getrude Pangerl, Irmfried Kobierski wurde Spielführer, vertreten durch

Dkfm. Helmut Rapp.

JUX-Turnier 1977

Fredi Mittasch, Jan Konetzky, Ernst Witka, Walter Borecky;

Von der Hauptversammlung 1977 hat sich wieder nur die Liste des

am 28. November für drei Jahre gewählten

Vorstandes erhalten: Dkfm. Dr.

Heinz Schuster - nicht mit dem gleichnamigen

ersten Obmann des Clubs

verwandt - wurde Obmann, vertreten

durch DI Max Melhardt, Dkfm. Gertraud

Schindel wurde Kassier, vertreten durch

Walter Hörmadinger, Reinhard Kronhofer

wurde Schriftführer, vertreten durch Lea

Berger, Spielführer war Gerhard Ilczuk,

vertreten durch Walter Borecky. Max

Melhardt, seit 1962 im Vorstand und

langjähriger Obmann, trat nun in die

zweite Reihe zurück.


Seniorenmeister 1978, stehend: Bertl Petri, Irmfried Koberski,

vorne: Heiz Blebann, Franz Mussil, Walter Strobl

Über die 1980 beginnende Funktionsperiode des Vereinsvorstands

fehlt uns leider jede Information. Bei der Vereinspolizei hat sich nicht

einmal die Liste der für drei Jahre gewählten Vorstandsmitglieder erhalten

- eine eigentlich ungewöhnliche „Schlamperei“, die aber anscheinend

niemandem

aufgefallen ist. Dafür gibt

es von nun an zahlreiche

(mehr oder weniger

brauchbare) Fotos, die das

Clubleben dokumentieren.

1981 wurde Ernst Witka

(gest. 1996) neuer Platzbetreuer,

der diese Funktion

bis 1993 ausübte.

Wandertag 1981

Meister in der 3. Kl. 1981

Stehend: Gerhard Strobl, Robert Suhaj jun., Fredi Mittasch, Peter Rosenauer, Gerhard Ilczuk,

vorne: Ernst Witka, Johann Ferus, Walter Holoubek;

Faschings-Juxturnier 1981

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hinten von links nach rechts: Petra Dworak, Stefanie Kauvicka, Andi Trupp, Martina Spengler, Robert Suhaj Jun.,

Stefan Melhardt, Thomas Schindl, Gerald Hoschek , Kemal Durmaz, Philip Kauvicka;

Vorne : Barbara Hörmadinger, Doris Rosenauer, Barbara Ferus, Miriam Schuster, Alex Rath, Georg Merthan;

Jugendturnier-Preisverleihung 1982 durch den Vorstand :

Obmann Dkfm. Dr. Heinz Schuster, Irmfried Kobierski und

Heinz Bleban

Am 10. November 1983 wurde wieder ein neuer Vorstand gewählt: Dkfm. Dr. Heinz Schuster wurde Obmann,

vertreten durch Reinhard Kronhofer, Dkfm. Gertraud Schindel wurde Kassier, vertreten durch Ernst Witka,

Werner Schnabl wurde Schriftführer, vertreten durch Peter Rosenauer, Spielführer wurde Heinz Blebann,

vertreten durch Irmfried Kobierski.

Ein sehr geselliger Obmann: Dr. Heinz Schuster

1985 Fussballspiel der Mitglieder ALT gegen JUNG


1986 wurde das erste Jubiläum gefeiert:

Der 1. TCM wurde 25 Jahre alt. Aus diesem Anlass fand eine große

Feier beim Hübner in Hietzing statt.

Ernst Witka und Willibald Dworak

1. Manschaft des 1. TC Meidling 1985 - 1987

stehend: Stefan Melhardt, Robert Suhaj jun., Manfred Leonard, Andreas Köpf, Fred Mittasch,

vorne: Alexander Blebann, Gerald Hoschek, Andreas Trupp;

Am 29. Oktober 1987 erfolgte die Wahl eines neuen Vorstands: Dkfm.

Dr. Heinz Schuster wurde wieder Obmann, vertreten durch Kurt Klar,

Günter Jung wurde Kassier, vertreten durch Ernst Witka, Josef Berger

wurde Schriftführer, vertreten durch Irmfried Kobierski, Spielführer

blieb Heinz Blebann, vertreten durch Andreas Köpf. Die Einschreibgebühr

für neue Mitglieder betrug 7.000 öS.

Die Neuwahl des Vorstandes am 20. Oktober 1989 brachte nur zwei

Änderungen: Willy Dworak wurde Kassier, Sissi Ostrawsky Spielführer-Stellvertreter.

In der Saison 1990 hatte der Club 245 Mitglieder,

davon 153 Vollmitglieder, und war in Wiener Tenniskreisen hoch angesehen

und auch einigermaßen exklusiv: um Mitglied zu werden,

brauchte man zuerst zwei Bürgen, kam auf eine Warteliste, musste

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eine hohe Einschreibgebühr (2 Mitgliedsbeiträge) und den alljährlichen

Mitgliedsbeitrag zahlen. Das Ehepaar Haas etwa musste sich

den Eintritt für 24.000 öS. erkaufen, das entspricht einer heutigen

Kaufkraft von ca. 3.000 €.

In der Saison 1992 fand ein „Tag

der offenen Tür“ und ein „Tennis-

Duell“ mit der österreichischen

Tennislegende Hans Kary statt.

Am 15. November 1992 wurde

ein neuer Vorstand gewählt: Kurt

Klar wurde Obmann, vertreten

durch Willy Dworak, Günter Jung

wurde Kassier, vertreten durch

Hans Perus, Gerhard Ostrawsky

wurde Schriftführer, vertreten

durch Brigitta Mayr, Spielführer

wurde Dr. Stefan Melhardt, vertreten

durch Bernd Merthan. Der

Club hatte 261 Mitglieder, davon

Kurt Klar mit dem Vorgänger Dr. Heinz Schuster waren 171 Vollmitglieder.

Tag der offenen Tür 1992 , Tennisduell mit der Tennislegende Hans Kary

Aus dem Jahr 1993 hat sich ein

schriftlich fixierter Vertrag zwischen

dem WAT Meidling, vertreten

durch Peter Heiss, und dem

l. TCM, vertreten durch Kurt Klar,

erhalten. Der l. TCM bezahlte ab

1.Jänner 1993 halbjährlich

105.000 öS (indexgebunden)

für die ganzjährige Nutzung der

Tennisanlage Oswaldgasse.

WAT-Mitglieder hatten ein Mitbenutzungsrecht

an den Plätzen 5-6

(wochentags von 8.00 Uhr - 15.00

Uhr), an Sanitäreinrichtungen,

Schwimmbad und Kantine. Dafür

zahlten sie dem TCM pro Kopf

und Saison 1.200 öS.

Senioren Damenmeister 1993

Lea Berger, Friederike Kuntscher, Christa Holoubek, Ingrid Rosenauer, Maria Merthan, Mag. Gerlinde Klar


Die Saison 1994 wies zwei Höhepunkte auf, sollte aber zum letzten Jahr in der Oswaldgasse werden. Das große „Nostalgie-Turnier“

- zuerst nur als „Kostümfest“ gedacht, wurde zu einer wirklich nostalgischen Abschiedsfeier, zum letzten Turnier in der Oswaldgasse.

Am 19. November 1994 fand noch einmal ein aufwändiges Vereinsfest mit verschiedenen Attraktionen statt: im noblen Vienna International

Center Schloss Laxenburg - Kostenbeitrag 350 öS pro Person.

Unser Nostalgie-Turnier in der Oswaldgasse 1994 mit riesiger Beteiligung

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Alexander Schuster, Bernd Merthan, Stefan Melhardt, Alexander Blebann, Andireas Köpf

und Mag. Helmut Langegger, die letzten Clubmeister der Oswaldgasse

Die Vertreibung aus dem Paradies - das Aus für die Oswaldgasse

Am 7. September 1994 informiert Obmann Kurt Klar seine Mitglieder,

dass der Club höchstwahrscheinlich auf ein freies Gelände in der

Eibesbrunnergasse (ehemaliger Autoabschleppplatz der Stadt Wien)

wird übersiedeln müssen. Grund hierfür sei die Erweiterung der Firma

Grundig und die deshalb beabsichtigte Verlegung des benachbarten

Fußballplatzes des FC Victoria auf das Areal des 1. TCM.

Im August hatte der Vorstand dagegen bei Planungsstadtrat Swoboda,

bei Stadtrat Häupl, beim Bezirksvorsteher und beim Leiter des Sportsamtes

der Stadt Wien protestiert. Auch das Auftreten persönlicher

Delegationen bei den zuständigen Behörden blieb erfolglos. In einer

Vorsprache der Clubmitglieder Schuster, Blebann, Mertan und Haas

bei Stadtrat Häupl im September wurde darauf hingewiesen, dass es

doch wirtschaftlich viel günstiger wäre, den Fußballclub Victoria in der

Eibesbrunnergasse anzusiedeln und den l. TCM in der Oswaldgasse

zu belassen - man müsste dann nur eine neue Sportstätte bauen.

Aller Einsatz der Vertreter des Clubs brachte lediglich gute Worte und

die vage Zusage, dass der 1. TCM auf alle Fälle wieder eine Anlage

mit 6 Plätzen, Clubhaus und Parkplatz zu den gleichen Bedingungen

erhalten würde. Eine vertragliche Fixierung dieser Zusage wurde allerdings

nicht gegeben.

Das vorgesehene Ersatzgrundstück

Eibesbrunnergasse war nicht einmal

unumstritten, denn die Aufzugfirma

Schindler wollte das Areal für die Erweiterung

des angrenzenden bestehenden

Fertigungsgeländes für sich

erstehen - sie warb, wie Grundig, mit

der Schaffung neuer Arbeitsplätze,

war aber nicht bereit, einen realistischen

Grundstückspreis zu bezahlen,

sodass ihr Kaufangebot abgelehnt

wurde.

Wie fadenscheinig das vorgebliche

Obmann Kurt Klar:

Blick in die ungewisse Zukunft?

Engagement der Firmen um die Schaffung

neuer Arbeitsplätze war, sollte

sich später zeigen: wie zum Hohn haben mittlerweile sowohl Grundig

als auch Schindler ihre Arbeitsstätten - und Arbeitsplätze - ins billigere

Ausland transferiert.

Am 28. Oktober 1994 beschloss der Sportausschuss des Wiener

Gemeinderates die Verlegung des 1.TCM in die Eibesbrunnergasse

und stellte für die Errichtung der neuen Anlage 21,2 Millionen Schilling

zur Verfügung.


Dagegen nützte auch eine neuerliche Demarche der Clubmitglieder

Haas, Schuster, Melhardt und Blebann bei Michael Häupl - mittlerweile

Bürgermeister - nichts mehr. Alle weiteren Bemühungen des

1. TCM um einen Verbleib in der Oswaldgasse waren vergeblich –

mit Beschluss des Gemeinderates konnte die Firma Grundig ihren

Standort ausbauen.

Verschiedene Schreiben an den Bürgermeister Dr. Häupl, an die

Sportstadträtin Grete Laska und an andere Amtsträger wurden abschlägig

beantwortet, am ausführlichsten von Frau Laska am 5. Dezember

1994, die ihr Schreiben mit den folgenden Worten schließt:

Eingriffe in bestehende Sportstrukturen sind immer mit Erschwernissen

verbunden, aber im Hinblick darauf, dass nunmehr zwei vollkommen

neue Sportanlagen entstehen, erscheint mir doch das Positive

über dem Negativen zu überwiegen.“

Ein schwacher Trost für die Freunde der Oswaldgasse, die dort mit

Freunden und Familie die schönsten Tage ihrer Freizeit verbracht

hatten. Der 1.TCM, der in der Oswaldgasse auf eigene Kosten ein

Schwimmbad und 3 Tennisplätze errichtet hatte, ging leer aus. Der

WAT war der große Gewinner - er bekam sieben Tennisplätze und

einen gut funktionierenden Neubau.

Schwieriger Neubeginn in der Eibesbrunnergasse

Am 18. Jänner 1995 hieß es in einer Aussendung der Clubleitung,

dass die Übersiedlung in die Eibesbrunnergasse fix ist, mit „Aufnahme

des Spielbetriebes auf der neuen Anlage ist ab April/Mai zu rechnen“.

Der Jahresbeitrag auf der neuen Anlage betrug zu diesem Zeitpunkt

5.200 öS für Vollmitglieder, 2.600 öS für Unterstützende und Studenten,

1.300 öS für SLP und 650 öS für Kinder. Die Aufnahmegebühren

dementsprechend 7.500 öS, 3.750 öS, 1.875 öS und 855 öS. Ein

Säumniszuschlag von 500 öS sollte sicherstellen, dass alle Beiträge

bis zum 31. März eingezahlt werden. Spieler, die am Ranglistenturnier

teilnehmen wollten, mussten 60 öS extra bezahlen. Gastgebühr: 150 öS.

„Natürlich“ wurde die neue Anlage nicht zeitgerecht fertig, die

Clubleitung bemühte sich daher, auf der alten Anlage in der Oswaldgasse

einige Plätze provisorisch spielbereit zu machen,

um die Meisterschaft abwickeln zu können. Es gelang, dank

persönlichem Einsatz von Christa Holoubek, Robert Suhaj und

Billy Ferus, die Plätze 1-4 herzurichten. Außerdem wurde die Kantine

provisorisch weitergeführt.

Am 15. Mai wurde im Restaurant „Resi Tant“ in der Speisinger

Straße 201 eine außerordentliche Hauptversammlung über die Zukunft

des 1. TCM abgehalten. Nicht weniger als 76 Mitglieder debattierten

von 19.00 - 22.25 Uhr. Zunächst berichtete der Obmann, dass

die Nutzung der neuen Anlage erst nach Abschluss eines neuen

Vertrages mit dem WAT-Meidling möglich sei. Der Vertragsentwurf, der

dem 1. TCM - nach mehrfachen Urgenzen - erst Ende April zugestellt

wurde, sah eine Erhöhung der Pacht von 220.000 öS auf 360.000 öS

(60.000 öS pro Platz) vor.

Es tauchte die Frage auf, ob sich der Club diese erhöhte Pacht überhaupt

leisten könne - der Vorstand erklärte, dass dies möglich sein

wird, wenn der Mitgliederstand jährlich um 3 neue Vollmitglieder

erhöht werden kann. Jedes Mitglied sollte versuchen, neue Mitglieder

zu werben. Es wäre allerdings zu bedenken, dass der Zuspruch zu

Tennisanlagen lange nicht mehr so groß sei, wie in der Oswaldgasse.

Schließlich stellte Obmann Kurt Klar den Antrag, dass die Hauptversammlung

den Vorstand ermächtigen solle, den Vertrag mit dem

WAT-Meidling abzuschließen. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen

- 57 dafür, 10 dagegen, 5 Enthaltungen.

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Die neue Anlage war in baulicher und sanitärer Hinsicht zufrieden-

stellend, allerdings noch recht „seelenlos“, das heißt kahl, ohne

nennenswerten Baumbestand und ziemlich windoffen. Auch ein

Swimmingpool fehlte noch.

Unsere neue Anlage in der Eibesbrunnergasse 9

Ab 6. Juni konnte die neue Anlage bespielt werden, bis dahin konnte

noch der alte Platz in der Oswaldgasse benützt werden. Das neue

Clubgebäude stand nur eingeschränkt zur Verfügung, mit vollwertigem

Kantinenbetrieb war erst Ende Juni zu rechnen.

Die Clubmitglieder mussten nicht gleich entscheiden, ob sie in die

Eibesbrunnergasse übersiedeln wollen. Sie konnten die neue Anlage

ein Monat lang (bis zum 15. Juli) „beschnuppern“ und erhielten dann

bei Ablehnung der Anlage ihren Mitgliedsbeitrag zu 60% refundiert.

Robert Suhaj sen. wurde bis 2000 neuer Platzbetreuer.

Am 14. November 1995 wurde ein neues Vorstandsteam gewählt:

Karl Haas wurde Obmann, vertreten durch Heinz Blebann,

Ilse Stadlmann wurde Kassier, vertreten durch Christine Holoubek,

Mag. Reinald Westreicher wurde Schriftführer, vertreten durch

Rosemarie Rath, Michael Schweitzer wurde sportlicher Leiter,

vertreten durch Mag. Helmut Langegger.

Erstes Mixed-Doppel- Turnier 1996 mit dem neuen Obmann Karl Haas


Die ersten Jahre im neuen „Zuhause“

Um das Clubleben auch während der „tennisarmen“ Zeit aufrecht

zu erhalten, wurden in der

Saison 1996 verschiedene

Aktivitäten organisiert.

Dazu gehörten etwa ein

Schi-Ausflug im Februar,

ein Wandertag im Frühjahr,

gemeinsames Fitness-

training, etc.

Fitnesstraining unsere Damen

1996 wurden alle Manschaften mit neuen Dressen ausgestattet.

Die neueingekleideten Manschaften des 1. TCM

Die 1. Manschaft des 1. TCM

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Die 1. Damen-Manschaft des 1. TCM

Die Damen-Senioren-Manschaft des 1. TCM

Kleinfeldturnier 1996, Bernhard Kupferschmid (Sieger), Gerhard Piribauer, Alessa Djordjewic,

Dominque und Manuel Blaas, Trainer Michael Schweitzer und Mag. Helmut Langegger


In der Hauptversammlung am 13. November 1997 wurde die

Aufnahmegebühr für 1998 - und in der Folge auch für alle kommenden

Jahre - ausgesetzt. Ein Indiz für den Rückgang der allgemeinen

Tennisbegeisterung. Am 12. November 1998 wurde wieder ein neuer

Vorstand gewählt. Karl Haas blieb Obmann, vertreten durch Christine

Holoubek, Ilse Hauswirth wurde Kassier, vertreten durch Bernhard

Pulpan, Mag. Ulli Knorr wurde Schriftführerin, vertreten durch Robert

Suhaj sen., Michael Schweitzer wurde Spielführer, vertreten durch

Alex Blebann.

Unsere Spielerinnen und Spieler „eröffneten“ die Saision 1997

rechts: Artur Papik mit dem von ihm

gestalteten Wanderpokal

Sieger 1998 Mag. Reinhard Leopold

Damenmasters 1998 ,Siegerin Erni Hauswirth

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Siegerin der Clubmeisterschaft der Damen 1998 Christiane Wegerer

In der Saison 1999 wurden eine Reihe

vielfältiger Aktivitäten organisiert.

Am 27. Juni gab es ein gut besuchtes

Schnapsturnier, das in den Folgejahren

mehr und mehr durch Tarock abgelöst

wurde. Das Jux-Turnier fand nach der

Clubmeisterschaft am 12. September

stand unter dem Motto „Die Außer-

irdischen kommen“. Am 26. September

wurde ein Wandertag im Hochwechsel-

gebiet mit abschließender Einkehr im

Molzbachhof abgehalten.

Schnapsturnier 1999

Clubmeister Damendoppel 1999 Barbara Hörmadinger und Ulli Knorr

Mit den „Gegnerinnen“ Lea Berger und Christiane Holoubek

Clubmeister Herrendoppel 1999 Bernd Merthan und Alexander Blebann


Clubmeister der Herren 1999 Manfred Klika

Jux-Turnier „Die Ausserirdischen kommen!“

Die Hauptversammlung fand am 9. November 1999 in der Kantine

des TCM statt. 55 Mitglieder waren anwesend. Günter Hörist und

Gerhard Ilczuk wurden Spielführer (statt Schweitzer-Blebann).

Am 20. November veranstaltete der Verein ein Clubfest im Schloss

Wilhelminenberg.

Unsere Damen beim Clubfest im Schloss Wilhelminenberg 1999

In der Saison 2000 wurde das neue Schwimmbad eröffnet und

Herr Rockenbauer wurde neuer Platzwart - bis Ende 2010.

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Feierliche Eröffnung durch den Obmann Peter Heiss (WAT 12) und Obmann Karl Haas (1. TCM)

Die Sieger im Clubturnier, aber auch die Erfolge bei den ÖTV-Meisterschaften

sind auch ein Ergebnis der guten Trainingsmöglichkeiten im

Club. Von Beginn an strebte die Clubleitung danach, den Mtgliedern

gute Trainer zur Verfügung zu stellen. Die Trainer sollten auch den

Verein bei den Meisterschaftsspielen verstärken, sodass man nich

teuere Meisterschaftsspieler „einkaufen“ muss - wie dies bei vielen

Vereinen praktiziert wird.

Lange Jahre fungierte Michael Schweitzer erfolgreich als

„Cheftrainer“ und als erfolgreicher Spieler für den Verein bei den

ÖTV-Meisterschaften.

Ihm folgte Wolfgang Koschek mit

seiner „Better Tennis Academy“.

Mit großem Elan versuchte er und

sein Team das Niveau unserer

Clubmitglieder zu verbessern.

Allerdings betreute er geichzeitig

meherere Vereine, sodass er sich

nicht voll in den Club integrieren

konnte und den Verein bei Meisterschaftsspielen

nicht unterstützte.

Obmann Karl Haas und Christine Holoubek stoßen auf

eine gute Zusammenarbeit mit Wolfgang Koschek und

seiner „Better Tennis Academy“ an.

Erfolgreiche Herren-Seniorenmanschaft im Wintercup

Billy Ferus, Gerhard Ilzcuk, Reinhard Kronhofer und Werner Schnabel

Sie repräsentieren zusammen stolze 190 Jahre Mitgliedschaft beim 1. TCM


Am 7. November desselben Jahres kam es zu einer stürmischen

Hauptversammlung. In der Kantine des 1. TCM waren der Vorstand

und insgesamt 67 Mitglieder anwesend. Zuerst ein positiven Bericht:

Seit Jahren gab es erstmals wieder einen Höchststand an Mitgliedern.

238 gegenüber 214 im Vorjahr. Nach einer heftigen Diskussion und

der Ablehnung einer vom Vorstand gewünschte Statutenänderung

(§ 8: ein vom Club gefördertes Mitglied soll nicht für einen anderen

Verein spielen) trat der Obmann Karl Haas zurück.

Dies erforderte am 28. November 2000 eine außerordentliche Hauptversammlung.

Die Mitgliederbeteiligung war ungewöhnlich hoch:

In der Kantine des TCM waren der Vorstand und insgesamt 78 Mitglieder

anwesend. Die Obmannstellvertreterin Christa Holoubek leitete die

neuerliche Abstimmung über die gewünschte Statutenänderung, die

nun - in abgemilderter Form - eine Mehrheit fand. Geändert wurde

auch § 10 der Statuten: der Vorstand wird in Zukunft auf die Dauer

von 4 Jahren gewählt. Der Vorstand trat zurück, um Neuwahlen zu

ermöglichen. Das Clubfest 2000 wurde abgesagt.

Der 1. TCM im neuen Jahrtausend

Am 25. Jänner 2001 fand die außerordentliche Hauptversammlung

zur Neuwahl des Vorstandes statt. In der Kantine des 1. TCM waren

der Vorstand und insgesamt 54 Mitglieder anwesend. Karl Haas,

Christa Holoubek, Ernestine Hauswirth und Bernhard Pulpan

wurden in ihren Ämtern bestätigt, Alexander Schuster wurde

Schriftführer, vertreten durch Nai-Tseng Chen, Gerhard Ilczuk wurde

Spielführer, vertreten durch Martin Urbanetz. Der Mitgliedsbeitrag für

unterstützende Mitglieder wurde von 1.500 öS auf 2.000 öS erhöht.

Mitgliedsbeitrag für A-Mitglieder 5.200 öS.

Am 30. September war Wandertag. Es sollte eigentlich nach Weitra

und auf den Nebelstein gehen; da der Bus aber nicht kam, fuhren

wir mit unseren Autos zum Friedrichshof, machten die Anningerrunde

und beschlossen den Abend beim Heurigen in Gumpendorf.

Am 8. November 2001 fand die Hauptversammlung in der Kantine des

1. TCM. Anwesend waren der Vorstand und insgesamt 49 Mitglieder.

Die Mitgliederanzahl, vor allem

die der Vollzahler, ging von 238

auf 227 zurück, sodass bei steigender

Pacht der Rechnungsabschluss

stark negativ war. Der

Mitgliedsbeitrag für unterstützende

Mitglieder von 1.500 öS wurde

beibehalten.

Am 24. November 2001 feierte der 1. TCM sein Clubfest und sein

40-Jahrjubiläum im Parkhotel Schönbrunn.

Erfolgreiche Herren-Seniorenmanschaft in der Meisterschaft +55 im Jahr 2002

Günter Antoni, Bernhard Pulpan, Herbert Uhlir, Franz Suhaj �, Gerhard Ilczuk, Karl Haas, Peter Rath, Alfred Benisek

Bei der Hauptversammlung am 7. November 2002 in der Kantine des

1. TCM. waren 53 Mitglieder anwesend. In einer Gedenkminute wurde

des verstorbenen Ehrenmitgliedes Emil Mann gedacht - er war es, der im

Jahr 1961 bei der Vereinspolizei die Gründung des 1. TCM in die Wege

geleitet hatte. Die Mitgliedsbeiträge wurden erhöht: A-Mitgliedschaft

von 380 € auf 390 €, B-Mitgliedschaft von 255 € auf 295 €. Eine neue

„Familycard“ brachte der Familie mit Kind eine deutliche Ermäßigung.

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Mit vielen Aktionen wurde versucht

neue Mitglieder, ob alt oder

jung zum 1. TCM zu bringen.

Elfi Steinmetz, Maria Germin, Mag. Gerlinde Klar,

Ute Medvey und Rosemarie Rath

Beschlossen wurde, im Jänner

2003 Verhandlungen mit dem

WAT über eine Änderung des

Pachtvertrages aufzunehmen.

Schon im März 2002 war Herbert

Uhlir in den Vorstand kooptiert

worden (statt Martin Urbanetz).

Das Clubfest des Jahres 2002

fand am 23. November im

Restaurant Napoleonwald statt,

Kostenbeitrag 25 €.

Die neugebildete 2te Manschaft Herren Allgemine Klasse 2002

Alfred Benisek, Gerald Kures, Alexander Gadolla,Thomas Navarsartian, Andreas Kaltenhuber,

Christian Gadolla und Norbert Harrer

Die Hauptversammlung des Jahres 2003 am 3. November in der

Kantine des 1. TCM mit 51 anwesenden Mitgliedern war geprägt von

einem erschreckenden Bericht des Kassiers: Durch die Erhöhung

der Pacht bei gleichzeitigem Mitgliederschwund ergab sich in der

Clubgebarung ein Minus von rund 3.700 €. Es wurde festgehalten,

dass in Hinkunft überall gespart werden müsse. Neu in den Vorstand

kooptiert wurden Dr. Christian Sapper (Schriftführer), Ilse Stadlmann

(Schriftführer-Stv.), Norbert Harrer (Spielführer-Stv.). Einen erfreulicher

Bericht konnte der Spielführer präsentieren: In dieser Saison

gab es gleich 4 Meistertitel: Damen (allgemeine Klasse), Herren 55+,

Herren 60+, Burschen U18.

Am 22. November 2003 fand im Restaurant Napoleonwald das

Clubfest statt.


Mörbischer Festspiele 2003, Beuch der Operrette „GIUDITTA“

Robert Suhaj jun. drufte sich den Pokal durch den dritten Gewinn

der Clubmeisterschaft Herren mit nach Hause nehmen

Ulli Knorr, Siegerin der vorhergegangenen drei Jahre, gratuliert der neuen Meisterin Tina Mizner

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Tina Mizner wurde 2003 zum ersten Mal Clubmeisterin der Damen

Der Wandertag der Saison 2004 am 19. September führte in die

Fischbacher Alpen. Bei der Hauptversammlung in der Kantine des

1. TCM am 12. November waren 62 Mitglieder anwesend. Nach dem

Bericht des Kassiers hatte der Club 230 Mitglieder, davon allerdings

nur 142 Vollmitglieder, d.h. die finanzielle Lage war weiterhin sehr angespannt.

Erfreulicher war der Bericht des Spielführers: Das Clubturnier

war überaus erfolgreich - es gab so viele Teilnehmer wie nie zuvor.

In der Meisterschaft waren 16 Mannschaften gemeldet.

Die erfolgreichen Senioren des 1. TCM

Die erfolgreichen Seniorinnen des 1. TCM


Die Neuwahl des Vorstandes ergab: Karl Haas blieb Obmann,

vertreten durch Christine Holoubek, Margit Kargl wurde Kassier,

vertreten durch Ilse Stadlmann, Dr. Christian Sapper wurde Schriftführer,

vertreten durch Bernhard Pulpan, Norbert Harrer wurde Spielführer,

vertreten durch Gerald Kures, Gerhard Ilczuk wurde Beirat.

Auch das Clubfest der Saison 2004 am 20. November wurde im Restaurant

Napoleonwald gefeiert.

Die Saison 2005 war gekennzeichnet durch einen bedeutenden

sportlichen Erfolg: Der 1. Platz in der Landesliga A ist der bislang

höchste Erfolg einer unserer Mannschaften - geschafft hat es die

Damenmannschaft 50+.

Maria Germin, Ute Medvey, Erni Hauswirth, Christa Holoubek, Lore Berwein, Edith Skrinner

mit dem „Fan“ Obmann Karl Haas

Durch diesen Meisterschaftsgruppensieg

kam die

Damenmannschaft in die

Qualifikation für die Staatsliga,

die höchste Klasse in

Österreich. Dies wurde mit

großer Siegerehrung und

Gala-Dinner gefeiert - der

Österreichische Tennisverband

lud Spieler und Funktionäre

in die Stadthalle, wo

jeder Spieler mit einem Pokal

geehrt wurde.

Gegen einen Kostenbeitrag

konnten auch die Fans

mitfeiern - das haben viele

Clubmitglieder gemacht, so

war unser Club mit ca. 30

Leuten vertreten.

Die siegreichen Damen mit der gegnerischen Manschaft des TC Knittelfeld

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Anschließend spielten unsere Damen die Qualifikation für die

Staatsliga. Das erste Spiel war in Knittelfeld. Von unserem Club

reisten ca. 30 Fans mit und feuerten unsere Spielerinnen an.

So wurde die erste Runde gewonnen.

Das zweite Spiel fand in Neunkirchen/NÖ statt. Da lief alles schief:

Regen, Ausweichen in eine Halle, keine Fans - so ging das Spiel

verloren und das „Gastspiel“ Staatsliga war leider vorbei.

Im August veranstaltete der Verein wieder sein Clubturnier.

Clubmeisterin 2005, Roberta Kriegl

Sonderpreis für den jüngsten Teilnehmer

an den Clubmeisterschaften 2005

Nach der alten Weisheit „ohne

Sänger keine Helden“ ist erstmals

2002 eine vereinseigene Berichterstattung

durch unser Mitglied

Herbert Uhlir in den Druck

gegangen. Sein „Netzroller“ - Die

reich bebilderte Vereinszeitung

informierte die Mitglieder über

sportliche Ergebnisse, Clubleben,

Aktivitäten, Sportmedizin und

allgemeines Tenniswissen. Das

Motto der Zeitung lautete: „Der

Netzroller ist allen Tennisbegeisterten

und jenen, die es noch werden

wollen gewidtmet. Sie soll die

Freude an diesem schönen Sport

allgemein hervorheben und unter-

Clubzeitschrift „Netzroller“, Ausgabe April 2005

streichen.“ Heute ist die Printausgabe der Homepage www.netzroller.at

gewichen, die direkt mit der Vereinshomepage verlinkt ist.


Bei der Hauptversammlung am 11. November 2005 in der Kantine des

1. TCM waren 48 Mitglieder anwesend. Kassier und Spielführer waren

deprimiert: Der Club hatte 196 Mitglieder (davon 121 Vollmitglieder),

das war der niedrigste Stand seit 1995 und ergab gegenüber dem

Vorjahr ein Einnahmen-Minus von 10.000 €. Auch das Clubturnier war

mit 48 Teilnehmern sehr schlecht besucht. Am 19. November fand

das Clubfest - aus Kostengründen - im Schutzhaus des KGV Gartenfreunde

statt. Es war sehr gut besucht, doch für ein Fest war das

Ambiente doch recht nüchtern. Die Weihnachtsfeier des Jahres 2005

in der Rieglerhütte fand wieder im gewohnt festlichen Rahmen statt.

Aperitif zur Operrette

Die Operrette

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Damen-Clubmeisterin 2006 Tina Mizner mit Ulli Knorr,

Norbert Harrer, Barbara Hömadinger und Christa Holoubek

Herren-Clubmeister 2006 Robert Suhaj jun.

mit dem Finalisten Gerald Hoschek

Am 23. Juli 2006 stand ein Besuch der Operette „Der Graf von

Luxemburg“ in Mörbisch auf dem Programm. Das Clubturnier im

August war mit 55 Teilnehmern besser besucht als im Vorjahr.

Am 10. September fand das Juxturnier im Mozartjahr, am 24. September

der Wandertag im Hochwechselgebiet statt.

Bei der Hauptversammlung am 8. November 2006 im Schutzhaus

des KGV Gartenfreunde 12. waren 42 Mitglieder anwesend. Der

Club hatte weitere Mitglieder verloren, sodass er zu noch rigoroseren

Einsparungen gezwungen war.

In der Meisterschaft waren 14 Mannschaften gemeldet, die Mannschaft

U14 erreichte den 1. Platz. Am 18. November fand das feierliche

Clubfest im Schloss Wilhelminenberg statt - bei der prekären

Lage des Clubs war diese kostspielige Veranstaltung nur dank des

großzügigen Sponsors UNIQA möglich.


Der TCM versuchte, der sinkenden Zahl der Mitglieder entgegenzuwirken.

Die Aufnahmegebühr war - zur Gewinnung von neuen Mitgliedern

- seit Jahren ausgesetzt. Vielmehr erhalten neue Mitglieder im 1. Jahr

oft besonders günstige Konditionen, um sie an den Verein zu binden.

Am 29. Juli 2007 reiste der Club zu Wasser und zu Land nach Mörbisch,

zur Aufführung der Operette „Wiener Blut“. Das Clubturnier im August

war mit 53 Teilnehmern wieder gut besucht.

Am 30. September 2007 führte der Wandertag in das Sonnwendsteingebiet

- um die Kosten für den Autobus zu sparen, reisten die Teilnehmer

mit dem eigenen PKW an. Die Stationen: Kummerbauerstadl,

Pollereshütte, Sonnwendstein Kirchenwirt.

Der Gipfelsieg, rechts: Bernhard Pulpan, der Organisator der meisten Wandertage

An der Hauptversammlung am 8. November 2007 im Schutzhaus

des KGV Gartenfreunde 12. nahmen 33 Mitglieder teil. Der Club hatte

weitere Mitglieder verloren - es gab nur noch 103 Vollmitglieder -

sodass die Zahlungsbilanz wieder negativ ausfiel.

Die verdiente Stärkung

Erstmals wurde auch ein Tarockturnier veranstaltet, da das Spiel im

Club eine große Beliebtheit gewonnen hatte.

Tarockturnier initiert von unserer „Tarock-Präsidentin“ Ingeborg Kobierski

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Zahlreiche Teinehmerinnen und Teilnehmer

15 Mannschaften waren für die Meisterschaft gemeldet, die Mannschaften

U18, Herren allgemein und Herren 55+ wurden Meister ihrer

Klasse. Bernhard Kupferschmied wurde an Stelle von Gerald Kures

Spielführer-Stellvertreter.

Clubmeisterin 2007 Ulli Knorr

Clubmeister 2007 Bernhard Kupferschmid

Das Clubfest fand am 17. November 2007 im Restaurant Napoleonwald

statt. Das Weihnachtsfest am 16. Dezember 2007 in der Rieglerhütte

stand ganz im Zeichen des 60. Geburtstages des langjährigen

Obmannes Karl Haas. Das von ihm gesponserte Büffet fand reichlichen

Zuspruch.

Auch in der Saison 2008 stand am

29. Juli wieder ein Besuch in Mörbisch

auf dem Programm. Mit dem

Bus ging es nach Podersdorf zum

Mittagessen und dann mit dem

Boot nach Mörbisch zum „Weißen

Rössl“.

Am 22. Juli löste Obmann Karl

Haas sein Geburtstagsgeschenk

vom Vorjahr (Trainerstunden) ein -

bei großem Publikumsandrang.

Obmann Karl Haas und Rafael Lughammer

Stark besuchtes Vormittags-Doppelturnier


Clubschaftsmanschaft 2008, Rbert Suhaj, Alexander

Grabenweger und im Hintergrund Stefan Seywald

Seit 2008 stellt die Tennisschule

von Stefan Seywald nicht nur hervorragende

Trainer, sondern auch

sehr gute Meisterschaftsspieler.

Durch zahlreiche Tenniskurse für

Kinder wirbt Stefan Seywald für

Tennis als Breitensport, sorgt für

Nachwuchsförderung und bringt

dem Club viele neue Mitglieder.

Neuerungen wurden für den Trainingsbetrieb beschlossen:

Das Training sollte ab 2009 Herr Stefan Seywald übernehmen, der

auch für die Meisterschaft spielt. Die Zusammenarbeit mit der „Better

Tennis-Academy“ war zwar positiv, die emotionale Bindung zwischen

Club und Tennisschule fehlte jedoch.

Die Neuwahl des Vorstandes brachte nur eine Änderung: Ursula

Weiss wurde stellvertretende Schriftführerin. Der geplante Wandertag

und das Juxturnier fielen dem Schlechtwetter zum Opfer.

Bei der Hauptversammlung am 6. November 2008 im Schutzhaus des

KGV Gartenfreunde 12. waren 42 Mitglieder anwesend. Der Kassier

musste berichten, dass die Anzahl der Clubmitglieder trotz großer

Werbekampagne stagnierte. Es gab nur noch 101 Vollmitglieder, so

dass die Zahlungsbilanz wieder stark negativ ausfiel. Erfreulicher

war der Bericht des Spielführers: Das Clubturnier war mit 55 Teilnehmern

gut besucht und brachte mit dem „Ladies Special“ einen neuen

Bewerb, der gerne angenommen wurde. In der Meisterschaft waren

14 Mannschaften gemeldet, die Mannschaften U18 und Damen 60+

wurden Meister ihrer Klasse.

Clubmeister 2008 Rafael Lughammer

mit Obmann Karl Haas und dem sportlichen Leiter Norbert Harrer

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Spanferkelessen - die vielleicht wichtigste Veranstaltung des 1. TCM - als Abschuss jeder Clubmeisterschaft

Im 4. September 2008 fand eine große Geburtstagsfeier der im

Zeichen der Jungfrau geborenen statt.

Eine liebgewonnene Tradition - die Jungfrauen des Clubs zu feiern. Susi Uhlier, Fritz Pangerl, Elfi Steinmetz,

Edi Kures, Christine Olsina und Ernst Hoffmann

Traditionell Ende Oktober fand das Maroni-Sturm

-Fest statt.

Am 15. November 2008 fand das Clubfest im Restaurant

Napoleonwald statt. Es sollte für einige

Zeit das letzte Clubfest werden. In den Jahren 2009

und 2010 musste auf das zuletzt ohnedies nur

spärlich besuchte Clubfest aus finanziellen Gründen

verzichtet werden.

Am 14. Dezember 2008 war das Jahresabschussfest

auf der Rieglerhütte ein

schöner und besinnlicher ausklang des

Clubjahres.

Musikalisch Begleitung durch Herbert Uhlir

Maria Merthan trägt heiter Weihnachtsgeschichten vor Gemütlichs Lauschen


In der Saison 2009 war das Clubturnier mit 57 Teilnehmern gut besucht. Die Busfahrt nach Mörbisch fiel

dem Sparkurs zum Opfer, desgleichen das traditionsreiche Clubfest. Wandertag und Juxturnier wurden nicht

angenommen und daher gestrichen.

Zum „Tag der offenen Tür“ gibt es immer viele Tombolapreise zu gewinnen

Einer der Tomolagewinner: Charly Hammer

„Blumenfee“ Susi Kutschera ist immer hilfsbereit und kümmert sich alljährlich um den Blumenschmck auf der Anlage. Hier gemeinsam mit der Vize-Obfrau Christa Holoubek.

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An der Hauptversammlung am 12. November 2009 im Schutzhaus

des KGV Gartenfreunde 12. nahmen 30 Mitglieder teil. Nach dem

Bericht des Kassiers war die Anzahl der Club-Mitglieder erstmals seit

Jahren wieder leicht gestiegen - allerdings gab es nur noch 98 Vollmitglieder,

sodass die Zahlungsbilanz wieder leicht negativ ausfiel. Ohne

eine großzügige Spende von Raiffeisen (5.000 €) wäre die Bilanz

noch schlechter ausgefallen. Immerhin schien der Abwärtstrend gestoppt.

Dem Bericht des Spielführers nach waren in der Meisterschaft

16 Mannschaften gemeldet.

Am 13. Dezember 2009 fand die Adventfeier des Clubs wieder in der

Rieglerhütte statt.

Obmann Karl Haas, Tennislegende Hans Kary, Siemensdirektor Gerhard Denk und Obfrau Christa Holoubek

bei der Gala des Wiener Tennisverbandes

Die Saison 2010 begann mit einem traurigen Ereignis: Clubmitglied

Jan Caban, wurde mit 59 Jahren aus dem Leben gerissen.

Jan Caban �, stets hilfreich und allseits beliebt, ein leidenschaftlicher Tennisfreund

Die Clubaktivitäten wurden in diesem Jahr eingeschränkt. Sowohl

die Busfahrt nach Mörbisch als auch das Clubfest wurden Opfer des

Sparstifts. Wandertag und Juxturnier wurden wieder nicht angenommen

und daher nicht mehr in das Jahresprogramm aufgenommen.


Für das leibliche Wohl am Platz verantwortlich:

Christian Gadolla beim Grillabend anlässlich

der Auslosung der Clubmeisterschaft.

Ulli Knorr, Clubmeister 2010

mit der Finalistin Claudia Friedsam

Mit dem Pokal: Seniorendoppel -Meister 2010,

Herbert Uhlir und Gerhard Riegler

Markus Rudischer, Clubmeister 2010

Die traditionsreiche Adventfeier am

12. Dezember 2010 mit dem Engerl-

Bengerl-Spiel fand in diesem Jahr in

Gumpoldskirchen im Weingut Krug

statt. Der davor geplante Spaziergang

durch die Weingärten fiel einem heftigen

Schneetreiben zum Opfer. Die Jahreshauptversammlung

für 2010 wurde

am 13. Jänner 2011 im Schutzhaus

des KGV Gartenfreunde 12. abgehalten.

48 Mitglieder waren anwesend.

Seit vielen Jahren konnte der Kassier

wieder mehr Eintritte als Austritte

melden - der Mitgliederschwund

scheint gestoppt. Die Mitgliedsbei-

träge für 2011 bleiben im Wesent-

Fritz Germin bei den letzte Feineinstellungen

vor dem Radausflug nach Thallern

zum Backhendlessen am 12. September 2010

lichen gleich, für die B-Mitglieder aber wurden sie von 295 € auf

320 € erhöht. Eine Aufnahmegebühr für 2011 wurde nicht vorgesehen.

Flutlichtbeleuchtet, wunderschöne Abendstimmung auf der Anlage des 1.TCM

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50 Jahre nach der Clubgründung präsentiert sich die Anlage des

1. TCM mit ihrem neuen Schwimmbad heute wieder als ein

Freizeitparadies, in dem man Sport betreiben, Relaxen, Kartenspielen

oder Plaudern - kurzum sich wohlfühlen - kann.

Ansichten unserer Anlage


Juni 2011, Vergleichskampf unserer Damen mit den Seniorinnen des Tennisclubs Gerasdorf

Beim Clubturnier 2011, an dem die Vorrundenspiele an den heißesten

Tagen des Jahres stattfanden, gab es ausgerechnet bei den

Finalspielen, der Preisverleihung und dem Spanferkelessen, einen

heftigen Sturm mit anschließendem Regen. Der Wanderpokal wurde

wieder von unserem Clubmitglied Artur Papik entworfen. Die Wanderschaft

wurde jedoch durch den dritten Sieg von Markus Rudischer

beendet und dem schönen Pokal ein fixer Platz geschaffen.

Clubmeister Herrendoppel Senioren:

Robert Suhaj und Michael Grandinger

Clubmeister Damendoppel:

Ulli Knorr und Barbara Hörmadinger

2011 zum wiederholten Male Clubmeisterin Ulli Knorr

und zum dritten Mal in Folge Clubmeister Markus Rudischer

Die Sieger des Clubturniers der letzten 15 Jahre

Herren Damen

Roland Fiedler 1996 Sabine Weiss

Stefan Melhardt 1997 Sabine Weiss

Reinhard Leopold 1998 Christiane Wegerer

Manfred Klika 1999 Lea Berger

Robert Suhaj jun. 2000 Ulli Knorr

Alexander Schuster 2001 Ulli Knorr

Robert Suhaj jun. 2002 Ulli Knorr

Robert Suhaj jun. 2003 Tina Mizner

Bernhard Kupferschmid 2004 Roberta Kriegl

Günter Melhort 2005 Roberta Kriegl

Robert Suhaj jun. 2006 Tina Mizner

Bernhard Kupferschmid 2007 Ulli Knorr

Rafael Lughammer 2008 Tina Mizner

Markus Rudischer 2009 Roberta Kriegl

Markus Rudischer 2010 Ulli Knorr

Markus Rudischer 2011 Ulli Knorr

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Danksagung:

Die Führung eines Vereines wie die des 1. TCM ist nicht immer ein

leichte Aufgabe. Im Bemühen, immer das Beste für den Club und seine

Mitgliederinnen und Mitgliedern zu tun, waren seit Gründung folgende

Obmänner (und es waren bisweilen wirklich nur Männer) tätig:

Obmänner der 1. TC Meidling

Victor Schuster 1962 - 1964

DI Max Melhardt 1964 - 1972

Werner Ehart 1972 - 1974

DI Max Melhardt 1974 - 1977

Dkfm. Dr. Heinz Schuster 1977 - 1992

Kurt Klar 1992 - 1995

Karl Haas 1995 - 2012

Ehrenmitglieder: Emil Mann,

Ferdinand Hey

DI Max Melhardt

Gerhard Ilzcuk

Der Vorstand im Jubiläumsjahr

Obmann: Karl Haas

Obmann Stellvertreter: Christiane Holoubek

Kassier: Margit Kargl

Kassier Stellvertreter: Isolde Stadlmann

Schriftführer: Dr. Christian Sapper

Schriftführer Stellvertreter: Ursula Weiss

Sportlicher Leiter: Norbert Harrer

Sportlicher Leiter Stellvertreter: Bernhard Kupferschmid

Folgende Personen waren direkt oder indirekt an diesem Buchprojekt

beteiligt und ohne ihre Mithilfe wäre das Buch sicher nicht fertig

geworden. Deshalb danken wir besonders:

Dr. Christian Sapper, Christiane Holoubek, Karl Haas, Hannes Prudlo

und allen die ihre Fotos, ihre Erinnerungen und ihre Zeit zur Verfügung

gestellt haben.

Doch der Dank des Clubs gilt allen Mitgliedern und auch den

Sponsoren für die bisherige hervorragende geleistete Arbeit und

Unterstützung. Der Club besteht aus, für und durch seine Mitglieder.

Ohne das ehrenamtliche Engagement und durch die finanzielle Unterstützung

vieler Sponsoren, sind viele Dinge heute nicht mehr möglich.

Der Rückgang an Mitgliedern, die geringeren Mitgliedsbeiträge aber

auch die steigenden Pachtkosten, machen es immer schwieriger den

Club zu führen.

Wir möchten daher alle ermutigen, sich weiterhin für den 1. TC Meidling

stark zu machen und für Ihren Club einzutreten - für eine schöne Zeit in

Ihrem Club.


Herzlichen Dank für die langjährige Unterstützung:

AUGENOPTIK MEDVEY

1120 Wien, Edelsinnstraße 2

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