Fairnessbericht_2017

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Fairness

BERICHT 2017


Fairness

BERICHT 2017

Inhalt

Vorwort Seite 5

Geschäftsmodell Seite 6

Eigentümer Seite 8

Leitbild Seite 11

Faire Veranlagung Seite 13

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Seite 21

Soziale Verantwortung Seite 25

Lagebericht Seite 26

Bilanz zum 31. Dezember 2017 Seite 34

Gewinn- und Verlustrechnung 2017 Seite 36

Anhang für das Geschäftsjahr 2017 Seite 38

Entwicklung des Anlagevermögens Seite 42

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk Seite 44

Bericht des Aufsichtsrates Seite 46

Nachhaltige Wohnimmobilien Seite 49

Auszeichnungen | Mitgliedschaften Seite 54

Kunden über fair-finance Seite 55


FAIRNESS ALS GRUNDLAGE UNSERER ARBEIT

Im Duden wird Fairness als anständiges Verhalten und gerechte,

ehrliche Haltung anderen gegenüber definiert. Genau das ist die

Grundlage unserer täglichen Arbeit. Wir sind offen und transparent

in unserer Kommunikation, respektvoll im Umgang miteinander,

sozial gerecht in unserem gesellschaftlichen Anspruch und

verantwortungsvoll in unserer nachhaltigen Ausrichtung.


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Vorwort

Das Jahr 2017 verlief für unsere Stakeholder erfreulich. Unsere

Kundinnen und Kunden können sich über eine überdurchschnittliche

Performance, eine Gewinnbeteiligung, die fast

einen sechsstelligen Betrag erreicht und eine weitere Gebührensenkung

für Neukunden freuen. Unsere Aktionäre freut das

Jahresergebnis und der Zugewinn an Marktanteilen. Und in

Bezug auf Nachhaltigkeit konnten wir trotz Diversifikation unsere

Investments hinsichtlich ihres sozialen und ökologischen

Impacts weiter entwickeln und fokussieren. Stolz und dankbar

sind wir auf die Auszeichnung Beste Vorsorgekasse 2017 durch

das Fachmagazin „Börsianer," welche wir zum zweiten Mal in

Folge erhalten haben.

Insbesondere die Entwicklung unserer Vermögensveranlagung

verlief 2017 sehr erfreulich, wenngleich auf extrem tiefen

Zinsniveau. Die Weltwirtschaft stellte sich mit einem BIP-

Wachstum von 2,3 % in den USA und 2,5 % in den EU-Staaten

robust dar. Während anleihelastige Investoren wie Betriebliche

Vorsorgekassen zufrieden sein mussten, feierten Aktieninvestoren

neue Rekorde. Der DAX legte 12,51 %, der Dow Jones

25,08 % zu, während mit einer 10-jährigen Österreichischen

Staatsanleihe nicht einmal ein halbes Prozent verdient wurde.

Mit unserer nachhaltigen, risikogesteuerten Multi Asset Strategie

konnten wir eine Jahresperformance von 2,61 % erzielen

und den Marktdurchschnitt von 2,15 % übertreffen. Abermals

wurde ein Performanceunterschied erwirtschaftet, wie er dem

Fünfjahresvergleich mit 2,85 % p.a. gegenüber dem Branchenschnitt

von 2,47 % p.a. entspricht.

Obwohl das Veranlagungsergebnis die fair-finance Zinsgarantie,

das einzigartige und gerne unterschätzte Alleinstellungsmerkmal

unserer Vorsorgekasse, von 0,75 % in 2017 und auch

im mehrjährigen Durchschnitt übertroffen hat, konnten sich

wieder 740 Anspruchsberechtigte über Zinsgarantieleistungen

freuen. Dies, zumal die Höhe der kumulierten Zinsgarantie auf

Beitragszahlungen in Vorjahren deutlich höher liegt und zum

Beispiel für unser Startjahr 2010 stolze 15,25 % beträgt. Die

fair-finance Zinsgarantie bedeutet einfach mehr Sicherheit!

In Bezug auf nachhaltige Vermögensveranlagung wurde 2017

ein ausgewogenes Verhältnis der unterschiedlichen Handlungsfelder

im Rahmen unserer „Triple A“ – nachhaltigen

Veranlagungsstrategie hergestellt. Das erste A von AAA steht

für Ausschlusskriterien, welche fair-finance seit Gründung

sehr konsequent anwendet. Da die Anzahl und Konkretisierung

der Ausschlusskriterien in unserer Richtlinie stark ausgeprägt

sind, werden wir oftmals in der Nähe der ethischen Investoren,

wie es sie vor allem im kirchlichen Bereich gibt, gesehen. Das

zweite A, welches für Auswahlkriterien (Positivkriterien oder

Best-In-Class) steht, wird von jenen Investoren favorisiert, die

zusätzliche Informationen zur Risikominimierung suchen und

erkannt haben, dass ESG-Filter (Environment Social Governance)

dabei ein mehr als tauglicher Ansatz sind. Das Defizit an

Operationalisierung der Positivkriterien, welches unsere Richtlinie

bislang aufwies, wurde 2017 vom Kundenbeirat beseitigt.

Die neue Nachhaltige Veranlagungsrichtlinie Version 13, welche

mit 30. November 2017 in Kraft gesetzt wurde, enthält nun

einen gut anwendbaren und verständlichen Katalog zur Umsetzung

des Best-In-Class-Ansatzes. Und auch im Bereich des

dritten A von Triple A, welches für Ansprache oder Engagement

steht, wurde mit der Gründung und Mitarbeit im Netzwerk

„Shareholders for Change" ein Rahmen geschaffen, der unserer

international kleinen Kasse im Pool mit Gleichgesinnten das

Gewicht von EUR 22 Mrd. für einen zielgerichteten Dialog mit

Emittenten verleiht.

Anfang 2018 werden etwa 75 % unseres Portfolios in Form von

Einzeltitel und Core-Investments in unsere fair-finance Fonds

anhand der fair-finance Nachhaltigen Veranlagungsrichtlinie investiert.

Die verbleibenden 25 % stellen Satelliten-Investments

dar, die ihre jeweils eigene Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen,

quartalsweise von fair-finance geprüft und zu Verbesserungen

im Sinne unserer Ausschlusskriterien angehalten und

schlimmstenfalls auch de-investiert werden. Wir sehen uns

nun sowohl methodisch als auch im real investierten Portfolio

hinsichtlich Nachhaltigkeit sehr gut aufgestellt und der Vision

eines sozialverantwortlichen und fairen Finanzdienstleisters

ein weiteres Stück näher gekommen. Die Auszeichnung „Most

Socially Responsible Pension Fund Winner Central Europe“ von

Capital Finance International, welche wir nach 2015 und 2016

auch 2017 erhalten haben, ermuntert uns, den eingeschlagenen

Weg weiterzugehen.

Geld ist für fair-finance mehr als Rendite und Risiko. Es ist

zentrales Gestaltungsmittel für eine lebenswerte und sichere

Zukunft. Nach sieben Jahren erfolgreicher Geschäftstätigkeit

kann als Zwischen-Resümee festgehalten werden, dass Nachhaltigkeit,

soziale Verantwortung, echter Kundennutzen und

wirtschaftlicher Erfolg keine Gegensätze sind, sondern in einem

positiven Verhältnis zueinanderstehen.

Vielen Dank an alle Kundinnen und Kunden für Ihr Vertrauen

und Ihre Unterstützung!

Mag. Markus Zeilinger

Gründer und Vorstandsvorsitzender


6

Geschäftsmodell

Auch im achten Jahr seit Bestehen unserer Betrieblichen

Vorsorgekasse verfolgen wir klar und mit Nachdruck unsere

Vision, als verantwortungsvoller Investor Vorteile für unsere

Kundinnen und Kunden mit einer Leistung für das Gemeinwohl

zu verbinden. Anstelle von Gewinnmaximierung stellen wir

dabei den sozialen und ökologischen Impact in den Vordergrund.

Nachhaltigkeit spielt dabei eine ganz wesentliche Rolle

– erweitert um eine ethische Dimension.

Neben der einzigartigen Zinsgarantie, die für 2017 mit 0,75 %

in einem teilweise negativen Zinsumfeld nach wie vor attraktiv

gestaltet werden konnte, sind es die partnerschaftliche

Erfolgsbeteiligung und die rechtlich bindenden Informationsund

Kontrollrechte des Kundenbeirats, die fair-finance so

besonders machen. Arbeitgeberseitige und/oder arbeitnehmerseitige

Vertreter von Kunden entwickeln dabei in einem

umfangreichen Kriterienkatalog die Nachhaltigkeitskriterien

für die Vermögensveranlagung laufend weiter. Durch den Kundenbeirat

erfolgte auch die Nominierung eines Aufsichtsratsmitgliedes

als Kundenvertreter in diesem Kontrollgremium.

Hinsichtlich der Vermögensveranlagung verfolgt fair-finance

einen strengen SRI-Ansatz (Social Responsible Investment).

Anhand von Ausschlusskriterien und des Best-in-Class-

Ansatzes werden die hohen ethischen Werte auf Basis der

Vorgaben des Kundenbeirats von fair-finance umgesetzt und

Risikoaspekte aufgrund nicht zukunftsorientierter oder nicht

vertretbarer Geschäftsfelder und -praktiken in ebenfalls

vergleichsweise hohem Ausmaß berücksichtigt. Nur bei fairfinance

ist das Veranlagungsportfolio mit dem Österreichischen

Umweltzeichen zertifiziert.

2017 wurde das Geschäftsfeld Immobilien wie geplant weiterentwickelt

und es konnten über einen Immobilien-Spezialfonds

Immobilien erworben werden, die alle dem eigens entwickelten

nachhaltigen Immobilien-Rating von fair-finance entsprechen.

Der von der Semper Constantia verwaltete Fonds fair-finance

real estate wurde als erster Immobilienfonds mit dem Österreichischen

Umweltzeichen ausgezeichnet. 2017 befanden sich 9

Wiener Zinshäuser, eine Immobilie in Wiener Neustadt und eine

Sozialimmobilie im Besitz der fair-finance Fonds.

In der Seestadt

Aspern entsteht mit

dem Projekt Living

Garden bis 2019 ein

Vorzeigeprojekt für

Urban Gardening.

GELD IST MEHR ALS RENDITE UND RISIKO

fair-finance setzt in der Umsetzung von „Abfertigung Neu“

auf innovative und visionäre Ansätze.

Als nachhaltiger institutioneller Investor übernehmen wir

bewusst Verantwortung, schaffen Mehrwerte und setzen

Geld als Gestaltungsmittel für eine lebenswerte Zukunft ein.


7

Zu Beginn 2018 wurde dieses Immobilienprojekt sowohl mit

dem klima:aktiv Gold Standard als auch von der ÖGNB (Österreichische

Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) als besonders

nachhaltiges Projekt ausgezeichnet.

Die vergleichsweise geringen Gebühren in der Vorsorgekasse

sind ebenso verbindlich im Geschäftsmodell von fair-finance

verankert wie eine partnerschaftliche Gewinnbeteiligung. So

werden seit 2015 jährlich 10 % des Betriebsergebnisses an

die Kundinnen und Kunden refundiert – betragsmäßig jährlich

steigend.

Aber nicht nur im Außenverhältnis kommt mit diesem genossenschaftsähnlichen

Ansatz die Besonderheit von fair-finance

zum Ausdruck. Der Grundgedanke von Fairness spielt auch

im Innenverhältnis eine ganz wesentliche Rolle. So hat eine

optimale Work-Live-Balance für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

bei fair-finance einen besonderen Stellenwert, was auch

durch die Re-Auditierung als familienfreundliches Unternehmen

vom Bundesministerium für Familien und Jugend 2017 bestätigt

wurde.

Der ausgeprägte Nachhaltigkeitsansatz unseres Veranlagungsportfolios

wurde 2017 bereits zum 6. Mal in Folge mit

dem ÖGUT Gold-Zertifikat, der höchsten Auszeichnung in der

Branche, prämiert und auch der 1. Platz im dreisäuligen Scoringmodell,

mit dem das Finanzfachmagazin Börsianer alle Vorsorgekassen

des Landes bewertet hat, konnte 2017 erfolgreich

verteidigt werden. Im Gesamtranking aller 140 analysierten

Finanzunternehmen des Landes verbesserte sich fair-finance

als beste Vorsorgekasse auf den hervorragenden 5. Platz.

Nicht zuletzt die Verabschiedung der Ziele für nachhaltige

Entwicklung/SDGs (Sustainable Development Goals) durch die

Vereinten Nationen und die 2017 erfolgte Erarbeitung zur Umsetzung

der Agenda 2030 durch Österreich zeigt, wie wichtig

die bewusste Übernahme von Verantwortung ist. Durchaus

auch in Form freiwilliger Selbstverpflichtungen, wie sie in den

von fair-finance unterzeichneten UN-Principles for Responsible

Investment, einer Initiative für nachhaltige Investoren, festgeschrieben

sind.

Ein klares Commitment zu genau dieser Verantwortung als

institutioneller Investor ist auch in unserem Leitbild verankert,

das unseren werteorientierten Anspruch zum Ausdruck bringt,

um einen Beitrag zur Erhaltung und Entwicklung einer sozial gerechten

Gesellschaft und einer lebenswerten Umwelt zu leisten.

Natürlich sind auch wirtschaftliche Kennzahlen für die Entwicklung

unseres Unternehmens von Bedeutung. Schließlich

ermöglicht wirtschaftlicher Erfolg den bestmöglichen Impact

für das Gemeinwohl. Und diese Kennzahlen sprechen für sich.

Anstieg des verwalteten Vermögens in 2017 um knapp

EUR 100 Mio., über 150.000 beitragspflichtige Anspruchsberechtigte

und ein Marktanteil von knapp 5,2 %. Zahlen, die

vor allem eines zeigen: Fairness macht sich bezahlt!


Eigentümer

Private

fair-finance Immobilien Wien

100 %

KlimaGut Immobilien Berlin

51 %

16 %

16 %

fair-finance

Holding

68 %

Bernhard Erich

Binder Wolfgang

Cottogni Birgit

Deml Max

Eichert Helmut (AR-Vorsitzender)

Eichler Andreas

Gassauer-Fleissner Christian

Hafenscher Kurt

Hörweg Günter

(Vorstand bis 31.12.2017)

Huber Manfred

Just Werner

Ladentrog Rainer

Popovic Viktor

Puhr Johannes

(Vorstand ab 1.1.2018)

Richling Joachim

Rohla Martin

Schiff Erich

Zeilinger Markus

(Gründer und Vorstandsvorsitzender)

Nach dem erfolgreichen Aufbau

der Vorsorgekasse konnte 2017 der

Bereich „Nachhaltige Wohnimmobilien“

weiter ausgebaut und entwickelt

werden. Ende 2017 befinden

sich bereits 9 Wiener Zinshäuser,

eines in Wiener Neustadt und eine

Sozialimmobilie im Besitz der

fair-finance Fonds. Zudem wurden

Anfang 2018 51,22 % der KlimaGut

Immobilien AG, Berlin, einer auf

die Entwicklung und Errichtung

klimaneutraler Wohngebäude spezialisierten

Gesellschaft, erworben.

100 %

fair-finance Vorsorgekasse

Immobilien stehen als Asset

Klasse in direktem Zusammenhang

mit dem Veranlagungsportfolio der

Vorsorgekasse. Aufgrund des steigenden

Veranlagungsbedarfes und

der Attraktivität der Asset Klasse

wird der Geschäftsbereich nachhaltige

Immobilien weiter ausgebaut.

Beteiligungsverhältnisse Stand Februar 2018 gerundet


9

GLS GEMEINSCHAFTSBANK eG

BANK DES JAHRES

Zum 8. Mal wurde die GLS 2017 zur Bank des Jahres gewählt. Sowohl in

der Gesamtwertung als auch in den Kategorien Hausbank, Spezialbank,

Girokonto und Sparanlagen erreichte sie den ersten Platz. An der Abstimmung

des Nachrichtensenders n-tv und des Deutschen Instituts für

Service-Qualität (DISQ) beteiligten sich 20.000 Kundinnen und Kunden.

Die GLS Bank ist die größte nachhaltige Bank Deutschlands mit einem Kreditvolumen von mehr als EUR 3 Mrd. Als erste sozialökologische

Universalbank zielt die GLS darauf ab, nachhaltige, individuelle und gesellschaftliche Entwicklung zu ermöglichen

und investiert als Pionier sozial-ökologischer Bankarbeit das bei ihr angelegte Geld sinnstiftend und transparent.

Neben dem Ausbau des nachhaltigen Bankgeschäfts will die GLS Bank in 2018 auch politische Akzente setzen. Sie setzt sich für

eine CO 2

-Abgabe und eine umfassende Finanzreform ein. Beides sind wichtige Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung.

Die GLS Bank ist eine Genossenschaftsbank mit über 48.000 Mitgliedern (Stand Ende Dezember 2017), die durch ihre Mitgliedsanteile

das notwendige Eigenkapital für die Vergabe von Krediten stellen. Die Bilanzsumme übersteigt erstmals die 5 Milliarden

Euro Grenze und beträgt zum 31.12.2017 EUR 5,04 Mrd.

"Das Ziel des Zusammenschlusses ist gegenseitige Hilfe, nicht die Gewinnerzielung für das einzelne Mitglied oder für die Genossenschaft.“

(Satzung GLS Bank)

Die GLS Bank ist bislang nur in Deutschland tätig. Hauptsitz ist Bochum, außerdem gibt es Filialen in Frankfurt, Freiburg, Hamburg,

Stuttgart, Berlin und München. Die GLS Bank unterstützt die Gründung der genossenschaftlichen Bank für Gemeinwohl,

die 2017 den Antrag auf Erteilung einer Konzession als Zahlungsinstitut gemäß Zahlungsdienstegesetz bei der österreichischen

Finanzmarktaufsichtsbehörde gestellt hat.

www.gls.de

CONCORDIA VERSICHERUNGSGRUPPE

Die Concordia oeco Lebensversicherungs-AG ist im Jahr 2014 aus der Verschmelzung der Concordia Lebensversicherungs-AG

(gegründet 1975) und der oeco capital Lebensversicherung AG – dem ersten ökologischen Lebensversicherer Deutschlands

(gegründet 1995) – entstanden. Sie ist eine 100 % ige Tochter der Concordia Versicherung Holding AG in Hannover und damit

Teil eines der ältesten deutschen Gegenseitigkeits-Versicherers, dessen Anfänge bis auf das Jahr 1864 zurückgehen.

In ihrer Satzung hat sich die Concordia oeco Lebensversicherungs-AG einer nachhaltigen Unternehmensführung verpflichtet.

Entsprechend dem Mandat ihrer Kundinnen und Kunden wird für einen signifikanten Teil ihrer Kapitalanlagen eine nachhaltige

Anlagepolitik verfolgt. Diese Aktivitäten werden durch einen externen Nachhaltigkeits-Beirat überwacht.

www.oeco-capital.de


WERTEORIENTIERTES HANDELN

Soziale, ökologische und ökonomische Kriterien

bilden den Rahmen für alle unsere Entscheidungen.

Werte der Fairness, des partnerschaftlichen

Umgangs, des Forderns & Förderns sowie der

Wertschätzung bestimmen unser Handeln.


Leitbild

Wir lassen uns bei unserer täglichen Arbeit von

nachfolgenden Ideen, Grundlagen und Werten leiten:

Wir sind FAIR

gegenüber Kundinnen und Kunden

Wir hören unseren Partnern gut zu und können so die Bedürfnisse

und Wünsche unserer Kundinnen und Kunden erfüllen.

Durch offene Kommunikation und konkrete Hilfestellungen

schaffen wir Vertrauen. Unser Angebot ist einfach verständlich

und enthält keine versteckten Klauseln. Wir weisen

nicht nur auf Vorteile hin, sondern stellen auch Risiken und

Nachteile dar. Bei allem was wir tun, zeigen wir Leistungsbereitschaft.

Wir handeln aufrichtig und glaubwürdig. Als zuverlässiger

Partner stehen wir zu unserem Wort. Wir wollen die

Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden auf höchstem

Niveau weiter verbessern.

Wir leben

gesellschaftliche VERANTWORTUNG

Wir sind den heutigen und zukünftigen Generationen gegenüber

verantwortlich und tragen zur Bewahrung und Verbesserung

ihrer Lebenschancen bei. Offen für alle, deren Ziel

eine sozial gerechtere Gesellschaft und eine lebenswerte

Umwelt ist, wollen wir gemeinsam die Welt verbessern und

treten aktiv für unsere Werte ein. Wir bringen jeder Person,

ungeachtet ihrer Herkunft, Religion und Weltanschauung,

Respekt und Wertschätzung entgegen.

Wir streben nach wirtschaftlichem

ERFOLG und UNABHÄNGIGKEIT

Unser Streben nach wirtschaftlichem Erfolg ist Garant dafür,

den in uns gesetzten Erwartungen und den übernommenen

Verpflichtungen dauerhaft gerecht zu werden. Wir treffen

alle Entscheidungen im Sinne unserer Werte unabhängig

von Konzernen oder Einzelinteressen. Diese Unabhängigkeit

ist Grundlage für unser Handeln und die Voraussetzung für

unseren Erfolg, an dem auch unsere Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter und unsere Kundinnen und Kunden Anteil haben.

Erfolg macht uns stark.

Wir schätzen und fördern

unsere MITARBEITERINNEN

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen ihre außerordentlichen

fachlichen, persönlichen und sozialen Fähigkeiten

ein und entwickeln diese ständig weiter. Ideenreichtum,

Eigenverantwortung, unternehmerisches Denken und

Handeln werden durch einen offenen, teamorientierten und

kooperativen Führungsstil unterstützt. Wir fordern Einsatz

und fördern die Potenziale jeder und jedes Einzelnen. Wir

sehen uns als Teil des Ganzen. Denn nur gemeinsam kommen

wir ans Ziel.

Wir sind VORBILD

und suchen neue LÖSUNGEN

Wir geben Impulse für einen strukturellen Wandel. Im

Rahmen unserer Organisation wägen wir jede Entscheidung

nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien

ab und gewichten im Sinne unserer Grundlagen und Werte.

Wir schaffen und betreiben professionell Finanzdienstleistung.

Wir nutzen Geld als soziales Gestaltungsmittel,

engagieren uns und fördern eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung.

Wir suchen Chancen und neue Lösungen

und wollen wachsen, da unser Erfolg den Markt im Sinne

unserer Werte positiv verändert. Wir schaffen Transparenz,

stellen uns konstruktiver Kritik und versuchen laufend

besser zu werden.


12

VIER DIMENSIONEN DER VERANLAGUNG

Nachhaltigkeit als 4. Dimension der Veranlagung stellt

sicher, dass die eingesetzten Mittel ihre ökologische und

soziale Wirkung voll entfalten können.

Schlanke Strukturen, die Konzernunabhängigkeit sowie

eine transparente und privatwirtschaftliche Organisation

sind die Basis für den Veranlagungserfolg.


0

13

Faire Veranlagung

Veranlagungsstrategie

fair-finance hat den üblichen und gesetzlich vorgegebenen

Kanon der Anlagekriterien von Rendite, Sicherheit und

Verfügbarkeit (Liquidität) um eine vierte Dimension erweitert.

Der Nachhaltigkeit des Anlageobjektes oder allgemeiner der

ökologischen und sozialen Wirkung der Mittelverwendung

kommt zentrale Bedeutung zu. Ziel der Vermögensveranlagung

ist die Erzielung eines maximalen Ertrags und die

Einhaltung einer Ertragsuntergrenze durch die kombinierte

Anlage in verschiedene Assetklassen. Diese Zielsetzung

wird durch die nachhaltige und risikogesteuerte Multi Asset

Strategie von fair-finance erfüllt.

Im Veranlagungsportfolio von fair-finance stellen die fremdgemanagten

fair-finance Fonds Core-Investments in den

wesentlichen Assetklassen Anleihen, Aktien und Immobilien

dar. Grundsätzlich dominiert ein aktiver Managementstil,

nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die vom Kundenbeirat

in Form der Nachhaltigen Veranlagungsrichtlinie vorgegebenen

Selektionskriterien abgebildet werden müssen.

Neben diesen Core-Investments wird auf Fremdfonds/Produkte

als Satelliten zurückgegriffen.

Bei der Auswahl von Assetklassen, aber auch bei der Auswahl

von Managern und Veranlagungsprodukten wird eine Diversifikationsstrategie

zur Neutralisation von Portfoliorisiken

angewendet. Basierend auf den vorgegebenen Bandbreiten

der strategischen Asset Allokation wird danach getrachtet,

Opportunitäten zu nutzen und eine Outperformance zu erzielen.

Entscheidungen zur taktischen Allokation beruhen – im

Gegensatz zu anderen Konzepten – nicht auf Konzern- oder

Teameinschätzungen, sondern vor allem auf Konsensusdaten

externer Dienstleister. Generell sind die Unabhängigkeit von

fair-finance, die schlanken Strukturen, der vergleichsweise

hohe Mittelzufluss, die selbstauferlegte Transparenz und

Kontrolle sowie die privatwirtschaftliche Organisation als

Vorteile gegenüber den Marktbegleitern zu sehen.

Zur Einhaltung der Risikobudgets für jede Assetklasse und

für das Gesamtportfolio dient das von fair-finance entwickelte

Ampelsystem, welches zur Ergreifung von definierten

Maßnahmen bei Erreichen definierter Schwellwerte verpflichtet.

In diesem Sinne verfolgt fair-finance einen „Absolut

Return Ansatz“. Automatisierte Verfahren sind nicht vorgesehen.

Gemäß der Klasseneinteilung der ÖKB (Österreichische

Kontrollbank) verfolgt fair-finance eine defensive (risikoarme)

Veranlagungsstrategie.

Obwohl die erzielten Veranlagungserfolge und verschiedene

Auszeichnungen den eingeschlagenen Weg bestätigen, wird

konsequent an Verbesserungen gearbeitet. Mit Anfang 2018

wurde sowohl die Depotbank der fair-finance Vorsorgekasse

als auch die Kapitalanlagegesellschaft für alle fair-finance

Wertpapierfonds gewechselt. Die Fonds selbst werden von

Single-Manager-Spezialfonds auf Segmentefonds umgestellt,

um mehr Diversifikation und mehr Effizienz zu erzielen.

Mittels eines eigenen fair-finance opportunitiesFonds für

Wandel-/Hybridanleihen und eines Mikrofinanzdachzertifikats

wird weiter im Rahmen der nachhaltigen und risikogesteuerten

Multi Asset Strategie fokussiert.

VERANLAGUNGS- UND RISIKOMANAGEMENT

40

35

Auszahlungen

mit Zinsgarantie

30

20

Performance fair-finance

Mindestzinsgarantie je Beitragsjahr

Ertragsuntergrenze

2017 erhielten 740

Anspruchsberechtigte

Zinsgarantieleistungen

10

Aktives Risikomanagement

stellt sicher, dass die Performance

die ERTRAGSUNTERGRENZE

nicht unterschreitet.

30.06.2010

31.12.2010

30.06.2011

31.12.2011

30.06.2012

31.12.2012

30.06.2013

31.12.2013

30.06.2014

31.12.2014

30.06.2015

31.12.2015

30.06.2016

31.12.2016

30.06.2017

31.12.2017


14

AUSSCHLUSSKRITERIEN BEI DER AUSWAHL VON INVESTMENTS

Kriterium

Ausgeschlossen werden

Unternehmen

Alkohol

Arbeitsrechte

Atomenergie

Ausbeuterische

Kinderarbeit

Bilanzfälschung

Biozide

Verbrauchende

Embryonenforschung

Glücksspiel

Grüne Gentechnik

Kohle

Kontroverse Rohstoffgewinnungsmethoden

Korruption

Menschenrechte

Pornografie

Tabak

Tierversuche

Kontroverses

Umweltverhalten

Waffen und Rüstung

Mikrofinanzinvestitionen

Länder

Arbeitsrechte

Atomenergie

Ausbeuterische

Kinderarbeit

Geldwäsche

Klimaschutz

Konflikte und Kriege

Korruption

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Rüstungsbudget

Todesstrafe

Totalitäre Regimes

Unterdrückung

Produktion und Handel von hochprozentigen alkoholhaltigen Getränken ab 5 % Umsatzanteil.

Massive Verletzung mindestens eines der vier grundlegenden Prinzipien der ILO Declaration on Fundamental

Principles and Rights at Work (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Diskriminierung),

sowie systematische Umgehung von Mindestarbeitsstandards (z.B. in den Bereichen Sicherheit & Gesundheit,

Bezahlung, Arbeitszeit).

Errichtung bzw. Produktion von Grundkomponenten von Kernkraftwerken, Gewinnung von Uran und Produktion von

Atomstrom. Nicht „dual use - Produkte“.

Ausbeuterische Kinderarbeit entsprechend der Definition von UNICEF oder ILO durch das Unternehmen oder durch

Zulieferer/Subunternehmer.

Erwiesene Bilanzfälschung sowie Beihilfe zur Bilanzfälschung.

Produktion von Bioziden, die laut Einstufung durch die WHO "extremely or highly hazardous" sind.

Nachweislich auf verbrauchende Forschung am menschlichen Embryo bzw. an entsprechenden embryonalen

Stammzellen spezialisiert Unternehmen bzw. Spezialisierung auf diese Technologie wahrscheinlich.

Glücksspielaktivitäten und –produkte ab 5 % Umsatzanteil. Nicht Lotterien oder Gewinnspielbetreiber.

Vornahme gentechnischer Veränderungen am Erbgut und Produktion entsprechenden Saatguts oder Tiere.

Sowie Verwender und Händler ab 5 % Umsatzanteil.

Ausgeschlossen werden Kohleproduzenten und Unternehmen, die Energie aus Kohle erzeugen, sofern deren

Anteil am Umsatz über 5 % liegt.

Ausgeschlossen werden Unternehmen, die bei der Förderung von Erdgas- und Erdölvorkommen das technologische

Verfahren des Hydraulic Fracturing (hydraulisches Aufbrechen, kurz "Fracking") verwenden bzw. aus Öl-/Teersand

Erdöl gewinnen, sofern deren Anteil am Umsatz über 5 % liegt. Ebenso ausgeschlossen sind Zulieferer (Technologie-

Produzenten), deren Technologie ausschließlich für Fracking eingesetzt wird.

Annahme oder Forderung von Bestechungsgeldern oder entsprechenden geldwerten Vorteilen sowie Bestechung

oder der Bestechungsversuch Dritter.

Massive Verletzung von international anerkannten Normen, wie z.B. der UN Universal Declaration of Human Rights,

durch das Unternehmen selbst oder durch Zulieferer/Subunternehmer.

Produktion von verunglimpfenden und erniedrigenden Darstellungen von Individuen bzw. von sexuellen Handlungen.

Ferner der Handel ab 5 % Umsatzanteil.

Produktion von allen Arten von Tabakprodukten. Ferner der Handel ab 5 % Umsatzanteil. Nicht Produktion und

Handel von Bestandteilen und Zubehör.

Zu Forschungszwecken durchgeführte Tests von Konsumgütern (z.B. Kosmetika, Waschmittel) mit lebenden Tieren,

die das Risiko beinhalten, den Tieren Schaden bzw. Leid zuzufügen, sofern nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Massive Missachtung von Umweltgesetzen oder allgemein anerkannten ökologischen Mindeststandards durch das

Unternehmen selbst oder durch deren Zulieferer/ Subunternehmer. Insbesondere Errichter, Betreiber und

spezialisierte Finanzierungsgesellschaften von kontroversen Projekten.

Produktion von und Handel mit nach dem Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofes geächteten

Waffen (-systemen) sowie sonstigen Rüstungsgütern. Nicht “dual use – Produkte“.

Fonds ohne nachvollziehbare/transparente Geschäftsgebarung mit unangemessen hoher Vergebührung oder die in

irgendeiner Weise ein gesellschaftlich schädliches oder zumindest bedenkliches Verhalten zeigen.

Massive Verletzung mindestens eines der vier grundlegenden Prinzipien der ILO Declaration on Fundamental Principles

and Rights at Work (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Diskriminierung)

bleibt unbestraft. Mindestarbeitsstandards (z.B. in den Bereichen Sicherheit & Gesundheit, Bezahlung, Arbeitszeit)

fehlen oder werden systematisch ungeahndet umgangen.

Anteil von Atomenergie an der gesamten Energieerzeugung über 10 % bzw. kein Beschluss für einen Atomausstieg.

Ausgenommen Länder mit einem Anteil von max. 30 %, sofern Senkung des Anteils von mind. 1 % p.a. über einen

Zeitraum von 3 Jahren vorliegt.

Ausbeuterische Kinderarbeit bleibt entsprechend der Definition der UNICEF oder ILO unbestraft.

Keine ausreichenden Standards gegen Geldwäsche laut FATF (Financial Action Task Force on Money Laundring).

Kyoto Protocol to the United Nations Framework Convention on Climate Change ist nicht ratifiziert.

Land befindet sich im „Krieg“ oder „eingeschränkten Krieg“ (Definition gem. HIIK und SIPRI).

Der Wert des Corruption Perception Index von Transparency International


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Stand November 2017

Kriterium

Ausgeschlossen werden

Immobilien

Asbest

Bauausführung, Luftdichtigkeit,

Raumqualität

Bauökologie

Bleirohre

Energieeffizienz

Erfassung der Energieverbräuche

Klimaschädliche

Substanzen

Sommertauglichkeit

Wirtschaftlichkeitsberechnung

Holzschutzmittel in

Innenräumen

Infrastruktur im Nahbereich

Kontaminierungen im

Erdreich

Lärmbelastung

Mieterschaft

Die Sanierung bzw. Entsorgung von asbesthaltigen Materialien ist nicht oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand

durchführbar.

Die Mindestanforderungen lt. klima:aktiv-Basiskriterien 2014 werden nicht erfüllt (betrifft Neubauobjekte und umfassend

sanierte Objekte).

Die Mindestanforderungen lt. klima:aktiv-Basiskriterien 2014 werden nicht erfüllt (betrifft nur Neubauobjekte).

Ein Indexwert OI3BGF >200 der vorhandenen oder geplanten Baukonstruktion des Gesamtgebäudes anhand des

Ökoindex 3, welcher das Treibhauspotential, das Versauerungspotential und den Bedarf an nicht erneuerbaren energetischen

Ressourcen darstellt.

Die Sanierung bzw. Entsorgung von asbesthaltigen Materialien ist nicht oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand

durchführbar.

Die Mindestanforderungen lt. klima:aktiv-Basiskriterien 2014 werden nicht erfüllt.

(betrifft Neubauobjekte und umfassend sanierte Objekte)

Die Sanierung bzw. Entsorgung bei Nachweis von Holzschutzmitteln in Innenräumen ist nicht oder nur mit

unvertretbar hohem Aufwand durchführbar.

Keine bzw. weniger als 2 Einrichtungen für den Bedarf des täglichen Lebens im Nahbereich (25 dB über den Immissions-Planungsrichtwerten lt. ÖNORM S 5021

(betrifft nur Neubauobjekte).

Anteil an den Mieterträgen des Gesamtgebäudes von Unternehmen oder Institutionen, die gemäß den Negativkriterien

für Unternehmen ausgeschlossen sind, liegt über 10 % und die Laufzeit dieser Mietverträge ist länger als 5 Jahre. fairfinance

wird ferner keine Mietverträge mit Unternehmen oder Institutionen schließen oder Mietverträge verlängern, die

gemäß den Negativkriterien ausgeschlossen sind und nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Nachhaltige Veranlagung

Hinsichtlich nachhaltiger Vermögensveranlagung ist fairfinance

Vorreiter. Als einziger Anbieter können wir auf ein

nach dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziertes

Gesamtportfolio verweisen. Das von fair-finance entwickelte

Nachhaltigkeits-Ratingsystem für Immobilien hat sich erfolgreich

etabliert und wird von anderen nachhaltigen Investoren

übernommen. Aktuell läuft eine universitäre Studie betreffend

seriöser CO 2

-Messung in Wertpapierportfolios anstelle von

„greenwashing“. fair-finance kombiniert die unter ethischen

Investoren beliebte Methode der „Ausschlüsse“ mit dem

„Best-In-Class-Ansatz“ anhand von ESG-Kriterien, wie er von

konventionellen Investoren zur Portfoliooptimierung gerne

eingesetzt wird. Die vom fair-finance Kundenbeirat beschlossene

Nachhaltige Veranlagungsrichtlinie dient dabei zur Operationalisierung

und als Selektionsfilter für das Investmentuniversum.

Engagementmaßnahmen erhöhen den Impact. In diesem

Zusammenhang haben wir gerne die Initiative SfC Sharholders

for Change als Mitgründer unterstützt. Dieses europäische

Netzwerk von verantwortungsvollen Investoren repräsentiert

EUR 22 Mrd., die in abgestimmten Engagement-Aktivitäten als

Treiber für eine nachhaltige Entwicklung eingebracht werden

sollen.

fair-finance hat 2017 das 6. Jahr in Folge das ÖGUT-Nachhaltigkeitszertifikat

in Gold mit Bestnote A+ für das Portfolio

erhalten. 2017 wurde unsere Kasse bereits zum dritten Mal mit

dem internationalen Award „Most Socially Responsible Pension

Fund Winner Central Europe“ ausgezeichnet.

INVESTITIONSPROZESS

Motive

Ethik

Risikovermeidung

Impact

Mission

Methodik

Ausschluss

Geschäftsfelder

Geschäftspraktiken

Normbasierend

Auswahl

Positivkriterien

ESG-Performance

Best-in-Class

Fokussierung

Themen

Projekte

Faktoren

Ansprache

Engagement

Öffentlichkeitsarbeit

Stimmrechte

Ausprägung

fair-finance im

Branchenvergleich

sehr stark

stark sehr stark sehr stark


16


17

Mindestzinsgarantie

Die einzigartige Mindestzinsgarantie von fair-finance federt Kapitalmarktschwankungen ab und reduziert das Risiko einer möglichen

Negativ- oder Minderperformance für die Anspruchsberechtigten. Eine bilanzielle Rücklage sichert zweckgebunden mögliche

Kundenansprüche ab, wodurch Garantieleistungen nie zu Lasten von Kundinnen und Kunden gehen.

Diese Form der erhöhten Risikotragung ist einzigartig in der Branche und steht im Widerspruch zu den Intentionen der

Finanzbranche, jegliche Risiken an die Kunden zu überwälzen.

ZINSGARANTIE = MEHR SICHERHEIT OHNE MEHR KOSTEN

Die nachstehende Grafik zeigt, wie sich die Zinsgarantie im Verhältnis

zu den beiden Referenzwerten 12-Monats EURIBOR und

Rechnungszins der Lebensversicherung vergleichsweise erfreulich

entwickelt hat.

ENTWICKLUNG FAIR-FINANCE ZINSGARANTIE

2

1,5

1

0,5

12-Monats-EURIBOR

Rechnungszins Lebensversicherung

0

fair-finance Zinsgarantie

-0,25

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018


18


19

PORTFOLIO

Zusammensetzung siehe Seite 29

Die Kennzeichen des Nachhaltigkeitsportfolios von fair-finance:

π Ein strenger SRI-Ansatz, der die Basis für die überdurchschnittliche Performance ist. Anhand von Ausschlusskriterien und des

Best-in-Class-Ansatzes werden die hohen ethischen Werte auf Basis der Vorgaben des Kundenbeirats von fair-finance umgesetzt und

Risikoaspekte aufgrund nicht zukunftsorientierter oder nicht vertretbarer Geschäftsfelder und -praktiken in ebenfalls vergleichsweise

hohem Ausmaß berücksichtigt.

π fair-finance ist die einzige Vorsorgekasse, bei der das Veranlagungsportfolio mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert ist.

π Treiber für die ausgezeichnete Performance ist die Asset Allokation. Hier setzt fair-finance anstelle von hohen Einzelgewichten

(wie z. B. Aktien, welche hohes Risiko implizieren) auf Diversifikation und auf laufende taktische Anpassungen. So lassen sich die

Assetklassen Mikrofinanz oder auch Wandel- und Hybridanleihen bei keiner anderen Vorsorgekasse finden.

π Die Unabhängigkeit aufgrund der Eigentümerstruktur garantiert bei der Auswahl der Manager und Dienstleister Kosteneffizienz und

verhindert Interessenskonflikte, wie diese üblicherweise innerhalb von Finanzkonzernen nicht vermeidbar sind. Die kurzen Entscheidungswege

und der vergleichsweise kleine Investitionsbedarf bei fair-finance ermöglichen die Nutzung von Opportunitäten.

π Im täglichen Risikomanagement werden moderne Methoden und Prozesse zur laufenden Optimierung und zur taktischen Steuerung

eingesetzt. Dynamische Risikobudgets je Assetklasse verhindern ein Unterschreiten der definierten Performance-Schwellwerte.

π Wesentlich erscheint, dass das gesamte, jeweils aktuelle Portfolio monatlich nachvollziehbar auf der Homepage veröffentlicht wird.

Diese Transparenz, als einer der Grundsätze des Veranlagungskonzeptes, ist die Basis für die Kontroll- und Mitspracherechte, die

fair-finance seinen Kundinnen und Kunden über den Kundenbeirat einräumt.

π fair-finance ist ein EURO-Investor. Fremdwährungsrisiken müssen ab gewissen Grenzen abgesichert werden. Gemäß dem innovativen

Veranlagungskonzept ergibt sich eine vergleichsweise geringe TER (Total Expense Ratio) von 1 % inkl. der eigenen Kosten der

Vermögensverwaltung.


20

43 % Frauenanteil im Aufsichtsrat

55 % Frauenanteil MitarbeiterInnen gesamt

27 % MitarbeiterInnen 50 plus

5 % Lehrlingsanteil


21

Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

Mit einem starken und gut eingespielten Team konnte fairfinance

auch 2017 jenen hohen Qualitätsanspruch aufrecht

erhalten, der von Kundinnen und Kunden, ebenso wie von

Lieferanten und Kooperationspartnern gleichermaßen

geschätzt wird. Die Zufriedenheit, das Zusammenspiel im

Team und die Motivation jeder einzelnen Mitarbeiterin/

jedes einzelnen Mitarbeiters, sich überdurchschnittlich

einzusetzen, sind dabei unabdingbare Voraussetzungen für

den gemeinsamen Erfolg.

Nur wenn es gelingt, ein WIR zu schaffen, das die verschiedenen

Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter bestmöglich zusammenführt und dabei

auch die individuellen Bedürfnisse nicht aus dem Blick verliert,

kann die Vision fair-finance auch erfolgreich umgesetzt

und verwirklicht werden.

Einer der fair-finance Leitsätze lautet daher Wir schätzen

und fördern unsere MitarbeiterInnen. Dass dies kein Lippenbekenntnis

ist, soll die nachstehende Aufstellung von

Maßnahmen veranschaulichen, mit denen wir uns bemühen,

das Zusammenspiel zwischen beruflichem und privatem

Umfeld für jeden einzelnen aus unserem Team optimal zu

gestalten.

2017 erfolgte die Re-Zertifizierung des staatlichen Gütezeichens

als familienfreundlicher Arbeitgeber, mit dem wir seit

2014 ausgezeichnet sind.

VERTRAUENSVOLLE

ARBEITSZEITGESTALTUNG

Fairer Umgang miteinander als gelebte Unternehmenskultur

- mit unseren Kundinnen und Kunden ebenso wie im beruflichen

Alltag mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die privaten Bedürfnisse mit allen familiären Konstellationen

bestmöglich für jeden einzelnen mit den beruflichen

Anforderungen zu verbinden, ist uns ein echtes Anliegen.

Der Schlüssel zur Umsetzung liegt im gegenseitigen

Vertrauen. So wie jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter

darauf vertrauen darf, dass fair-finance als Arbeitgeber

seinen Verpflichtungen nachkommt, vertraut auch das Unternehmen

umgekehrt darauf, dass jede(r) weiß, was ihre/

seine Aufgaben sind.

Zum Ausdruck gebracht wird dies durch eine vertrauensvolle

Arbeitszeitgestaltung, zu der sich fair-finance in einer

eigenen Betriebsvereinbarung bekennt.

BETRIEBSÄRZTIN

Auch 2017 konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

von fair-finance die arbeitsmedizinische Betreuung durch

unsere Betriebsärztin wieder in Anspruch nehmen.

HOMEOFFICE

Jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Aufgabenbereich

eine außerbetriebliche Arbeitsstätte zulässt, sollen

auch die Möglichkeit haben, ihre Arbeitsleistung tageweise

von zu Hause aus zu erbringen. Eine weitere vertrauensbildende

Maßnahme, um Familie und Beruf bestmöglich in

Einklang bringen zu können.

WEITERBILDUNG

Sich ändernde Aufgabenstellungen, das Ausweiten von

Geschäftsfeldern und die aufsichtsrechtlichen Anforderungen

bedingen eine laufende persönliche und berufliche

Weiterbildung. Jährliche Mitarbeitergespräche bilden den

Rahmen, um diese Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen

festzulegen, Ziele zu definieren und Maßnahmen zu

beschließen, um diese bestmöglich zu erreichen.

Abgesehen von diesen individuellen Weiterbildungsmaßnahmen

finden regelmäßig Strategie- und Teambuilding-

Seminare statt, in denen das Wir-Gefühl gestärkt, das

Miteinander gefördert und das Gemeinsame herausgearbeitet

wird.

GESUNDHEIT

fair-finance stützt die Kosten für den Besuch eines im

Gebäudekomplex der Büroräumlichkeiten befindlichen

Fitness-Centers durch Zuzahlung und stellt allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern zu Beginn jeder Woche einen saisonalen

Obstkorb aus nachhaltigem Anbau zur Verfügung.

ALTERSSTRUKTUR

Eine ausgewogene Altersstruktur unter den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern, deren Bandbreite vom Lehrling bis 50

Plus reicht, sorgt für ein Arbeitsklima, das von Wertschätzung,

Respekt und gegenseitigem Lernen geprägt ist.

OFFENE TÜREN

Transparenz, also das klare Bekenntnis, stets offen zu

agieren und zu kommunizieren, ist fixer Bestandteil unseres

Geschäftsmodells. Einerseits unseren Kundinnen und

Kunden gegenüber – ausgedrückt durch die monatliche Veröffentlichung

unseres Portfolios auf unserer Website oder

durch die Kontroll- und Mitspracherechte des fair-finance

Kundenbeirates. Andererseits entspricht auch im Innenverhältnis

zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

untereinander und auch gegenüber den Vorständen eine

offene Kommunikation der vertrauensvollen Kultur unseres

Unternehmens.


Unsere

22

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Verschiedene Persönlichkeiten mit unterschiedlichen

Fähigkeiten. Gemeinsam sind WIR fair-finance!

Fair finde ich …

Unfair finde ich ...

π Gleichwertigkeit

aller Menschen

π Zuverlässigkeit

anderen gegenüber

π Gleichgültigkeit

π Tierversuche

Dipl.-Kfm. Stefan Stolzenberg

Leiter Finanz

Mag. Rainer Ladentrog

Marketing & Vertrieb,

Kundenberatung

Mag. (FH) Johannes Puhr

Mitglied des Vorstandes

π Für Schwächere einzutreten

– egal in welcher Form

π Sich einzubringen – im

Job, in der Familie, bei allem,

was einem wichtig ist

π Die

Ausbeutung

(sozial) Schwächerer

π Menschen,

die nur auf ihren

Vorteil bedacht sind

π Manchmal

das Aufstehen am

Montag

π Alle Menschen so zu

behandeln, wie man selbst

behandelt werden will

π Andere Menschen runterzumachen

und gering zu schätzen

nur weil sie „anders“ sind!

Angela Latin

Marketing-Assistenz

Günter Hörweg

Mitglied des Vorstandes

π Wenn allen Menschen die

gleichen Arbeitsbedingungen

zur Verfügung stehen

π Wenn Banken mit Kundengeldern

spekulieren, ohne dafür

zur Rechenschaft gezogen zu

werden

π Sich für Schwächere und

gegen Ungerechtigkeit und

Willkür einzusetzen

π Ausgrenzung bzw. eine ablehnende

Haltung „Anderen“

gegenüber, also „anders-Denkenden“,

„anders-Aussehenden“,

„anders-Gläubigen“

π Direktheit

π Gleichberechtigung

π Handschlagqualität

π keine Wertschätzung

π leere Versprechen

π Courage

π Ehrlichkeit

π Ungerechtigkeiten

Laura Slomka

Auszubildende

Dr. Maria Schietz

Kundenberatung

π Willkür

π Lügen

π Ehrlichkeit und

Direktheit

π Gleichberechtigung

π Vorurteile

π Wenn Gleiches gleich

und Ungleiches ungleich

behandelt wird

π Wortbruch und Willkür

Martina Wieczorkowski

Kundenservice

π Benachteiligung

π Das Arbeitsklima bei fair-

Mag. Jochen Raab

Leiter Kundenservice &

Kundenbetreuung

finance

π Teamarbeit

π Unfaire Behandlung

von Menschen

Florinda Ukaj

Kundenservice


23

Mag. Markus Zeilinger

Gründer & Vorstandsvorsitzender

π Wenn alle Beteiligten an einem

Tauschprozess mit dem

Ergebnis zufrieden sind und

wenn dieses Ergebnis auch

von Dritten als angemessen

und vertretbar gesehen werden

kann

π Gewinn-

und Profitstreben

auf Kosten anderer

π Ungerechtigkeit

und Verantwortungslosigkeit

Martina Wienberg, BA

CSR & Projektmanagement

π Courage zeigen

π Sozial, ökologisch und ökonomisch

über den Tellerrand

schauen und zu Gunsten

Schwächerer etwas ändern

π Vorschnelles Urteil

π Eine

ungleiche Geldverteilung

π Wohlstand

auf Kosten anderer

π Toleranz


π Gleichberechtigung

Ing. Kurt Hafenscher, BA

Kundenberatung &

Risikomanagement

π Wenn man weiß,

was drinnen ist

π Gleichgewicht bzw. Ausgewogenheit

– sowohl gesellschaftspolitisch

als auch

wirtschaftlich

π Üble Nachrede und

Verbreitung von

Unwahrheiten

π Verschwendung,

Täuschen und

Ausbeuten

Violeta Mitrovic

Unsere Perle, die alles

zum Glänzen bringt

π Verlässlichkeit

π Gewalt

π schlechtes Benehmen

π Ungerechtigkeit

π Gleichberechtigung

π Auch jene zu begünstigen,

die es im Leben nicht so

leicht haben

π Einer sozialen Umverteilung

gerecht zu werden

Monika Horvath

Kundenservice

π Menschen aufgrund

ihrer Herkunft zu

be- oder verurteilen

Mag. Andreas Eichler

Kundenberatung &

Business Development

π Wenn Politiker trotz ihrer

Fehlentscheidungen auch

noch profitable Versorgungsposten

erhalten

π Egoisten, die sich eine Welt

nur nach ihren Vorstellungen

schaffen

π Nachhaltig und bewusst

zu leben und auch an

Morgen zu denken

Stefanie Steindl

Kundenservice

π Höfliche

Umgangsformen

π Fröhliches

Miteinander

π Toleranz

π Ungerechtigkeit,

Rücksichtslosigkeit,

Gewalttätigkeit

π Missgunst u. Neid

Janine Balak

Finanz- und Rechnungswesen

π Dass Ausbildungsmöglichkeiten

nicht für alle

gleich sind

π Den Versuch, jedem

Menschen die gleichen

Chancen und Möglichkeiten

zu geben, sich weiterzuentwickeln

– beruflich

wie privat

Mag. Sabine Scharf

Recht & Compliance

π Jedem eine zweite Chance

zu geben

π Auch

an die nächste Generation

zu denken und keine

Ressourcen zu verschwenden

π Jemanden aufgrund seiner

Herkunft zu diskriminieren

π Vorurteile

Paula Zeilinger

Kundenservice

π Vorurteile und

Intoleranz gegenüber

Mitmenschen


24

FAIRE VISION

Fairness reicht in der Werteskala von fair-finance auch in

den sozialen, gesellschaftlichen Bereich. Wir treten daher

aktiv und offen für eine Verbesserung der Lebenschancen

gegenwärtiger und zukünftiger Generationen ein – für eine

sozial gerechtere Gesellschaft und eine lebenswerte Umwelt.


25

Soziale Verantwortung

Wir nehmen gesellschaftliche Verantwortung nicht nur in

unserem Kerngeschäft wahr, sondern haben uns mit dem

2008 von uns initiierten Betrieblichen Sozialpreis dafür stark

gemacht, dass soziale Anstrengungen Österreichischer

Unternehmen entsprechende Wertschätzung erfahren und in

Form von best-practice Beispielen einer breiten Öffentlichkeit

zugänglich gemacht werden, um so zu sozialen Verbesserungen

anzuregen.

Unterstützt wurde die Initiative u.a. durch das Sozialministerium,

dessen Wegfall nach dem Ausscheiden von Minister

Hundstorfer 2016 letztlich zum Ende dieses Projektes

geführt hat.

JUGENDHAUS DER CARITAS

Der Verantwortung als nachhaltiger institutioneller Investor

auch über das Kerngeschäft der Vermögensveranlagung hinaus

gerecht zu werden, ist uns eine Herzensangelegenheit.

Daher engagieren wir uns seit Jahren für jene Menschen, die

am Rande der Gesellschaft leben – von der Öffentlichkeit und

den Medien oftmals zu wenig beachtet. Konkret unterstützt

fair-finance junge Erwachsene, die im Jugendhaus der Caritas

(JUCA) die Möglichkeit bekommen, durch Mitarbeit in der

Werkstatt JUCAN oder im Beschäftigungsprojekt JuCantine

wieder zu einem selbstbestimmten, geregelten und in die

Zukunft gerichteten Leben zu finden. Wohnungslosigkeit wird

in dieser Kooperation mit der Caritas der Erzdiözese Wien

zum Thema gemacht – auch in der Kommunikation unseren

Kundinnen und Kunden gegenüber, welche die Möglichkeit

haben, den finanziellen Beitrag, den fair-finance leistet, durch

ihre Spende zu erhöhen.

Mit der von fair-finance gebotenen und durch Zuzahlungen

geförderten Möglichkeit der Spende werden zukünftig auch

andere Projekte unterstützt.

Michael Landau, Caritas Österreich und Rainer Ladentrog, fair-finance, beim Tag der offenen Tür

2017 feierte das JUCA sein 35-jähriges Bestehen mit einem

Tag der offenen Tür. Neben einer Hausführung durch BewohnerInnen

und MitarbeiterInnen gab es ein Tischfußballturnier,

Live Musik, Fußballtipps vom Profi Andreas Herzog und die

Möglichkeit zum Gespräch mit Michael Landau, dem Präsidenten

der Caritas Österreich.


26

ERFOLG DURCH FAIRE VORTEILE

Hohe Flexibilität aufgrund schlanker Strukturen und kurzer

Entscheidungswege. Unabhängigkeit von Finanzkonzernen.

Starkes Wachstum im Vergleich. Strenges Risikomanagement

und Kontrolle durch den Kundenbeirat. Vorteile, die

auch 2017 eine Erfolgsbeteiligung wieder möglich machen.

Lagebericht

des Vorstandes

Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wurde mit Notariatsakt am 9. März 2010

gegründet und zur Hereinnahme und Veranlagung von Abfertigungsbeiträgen

und Selbständigenvorsorgebeiträgen gemäß

§ 1 Abs. 1 Z 21 BWG (Bankwesengesetz) konzessioniert. Seit

Gründung werden sämtliche Anteile an der Gesellschaft von

der fair-finance Holding AG gehalten.

Die fair-finance Vorsorgekasse AG ist Gesellschafterin der

Einlagensicherung der Banken & Bankiers Gesellschaft m.b.H.

und der Nachfolgeorganisation Einlagensicherung AUSTRIA

Ges.m.b.H (ESA), Mitglied der Wirtschaftskammer Wien

und der als Verein organisierten Plattform der Betrieblichen

Vorsorgekassen. fair-finance ist Mitglied der Österreichischen

Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT), von respACT

– austrian business council for sustainable development, von

CRIC – Verein für ethisch orientierte Investoren, des Controller

Instituts und des NPO-Instituts für interdisziplinäre

Nonprofit-Forschung an der Wirtschaftsuniversität Wien sowie

des Klimabündnis' Österreich. Zudem ist fair-finance Unterzeichner

der „Prinzipien für Verantwortliches Investieren der

Vereinten Nationen“ (UN PRI) und hat 2017 an der Gründung

des Engagement-Netzwerkes „Shareholders for Change“

(SfC) maßgeblich mitgewirkt.

Entwicklung der Branche

Das Gesamtvermögen der Branche beträgt aufgeteilt auf die

acht Betrieblichen Vorsorgekassen per Ende 2017 EUR 10,61

Milliarden (VJ: EUR 9,42 Mrd.). Laut Statistik der Plattform der

Betrieblichen Vorsorgekassen wurden zum Ultimo 2017 für

über 3,37 Millionen (VJ: 3,21 Mio.) unselbständig und selbständig

Erwerbstätige laufende Beitragszahlungen zur "Abfertigung

Neu" geleistet. Die laufenden Beitragszahlungen haben EUR

1,48 Milliarden (VJ: EUR 1,36 Mrd.) und die Auszahlungen EUR

488,12 Millionen (VJ: EUR 442 Mio.) betragen.


27

Unser Geschäftsverlauf

Unsere Gesellschaft ist weiterhin die einzige Neugründung

nach Einführung der „Abfertigung Neu“ im Jahr 2003. Auch

im Geschäftsjahr 2017 konnten wir stärker als der Markt

wachsen. Per Jahresultimo 2017 ist die Anzahl der Beitrittsverträge

mit Dienstgebern auf 3.089 (VJ: 2.569) und jene

mit Selbständigen auf 4.120 (VJ: 3.558) angewachsen. Die

Beitragszahlungen haben EUR 97,96 Millionen (VJ: EUR

113,91 Mio.) betragen. EUR 76,56 Millionen (VJ: EUR 65,59

Mio.) entfallen auf laufende Beitragszahlungen, EUR 20,82

Millionen (VJ: EUR 47,61 Mio.) auf Übertragungen von

anderen BV-Kassen und EUR 0,58 Millionen (VJ: EUR 0,70

Mio.) auf Übertragungen von Alt-Abfertigungsanwartschaften.

Die Anzahl der beitragsfreien Anspruchsberechtigten

beträgt zum Ultimo 157.202 (VJ: 101.111) und liegt erstmals

in der Unternehmensgeschichte über der Zahl der beitragspflichtigen

Anspruchsberechtigten von 151.838

(VJ: 134.834). EUR 20,55 Millionen (VJ: EUR 14,99 Mio.)

wurden an Leistungen ausbezahlt. Das verwaltete Vermögen

der Veranlagungsgemeinschaft ist um knapp einhundert

Millionen Euro angewachsen und beträgt zum Jahresende

EUR 461,65 Millionen (VJ: EUR 375,13 Mio.). Der Marktanteil

unserer Gesellschaft beträgt zum 31.12.2017 4,35 %

(VJ: 3,98 %) auf Basis des Vermögens, 4,97 % (VJ: 4,19 %)

auf Basis der beitragspflichtigen Anspruchsberechtigten und

5,19 % (VJ: 4,82 %) anhand der laufenden Beitragszahlungen

2017. Bezogen auf den Marktanteil belegen wir den 6. Rang

vor der Niederösterreichischen Vorsorgekasse und der BUAK

Vorsorgekasse.

Neben der Verwaltungs- und Betreuungstätigkeit für unsere

Bestandskunden konnten wir auch 2017 eine erfreuliche

Anzahl von Neu- und Wechselkunden für unser einzigartiges

Angebot und für unser auf Fairness und soziale Verantwortung

ausgelegtes Unternehmenskonzept gewinnen. Neben

dem erfreulichen Feedback und Zuspruch unserer Kundinnen

und Kunden durften wir uns nach 2016 auch 2017 über das

Branchenranking des Fachmagazins „Börsianer“ freuen, welches

unsere Gesellschaft auf dem 1. Platz sieht.

Unser Marktanteil wird somit 2018 weiter steigen. Auf diesen

Erfolg sind wir stolz und danken unseren Kundinnen und Kunden

für Ihr Vertrauen.

Vermögensveranlagung

Das Jahr 2017 hatte es in sich. Die Konjunktur brummte.

Die Arbeitsmarktbilanz fällt in den maßgeblichen Volkswirtschaften

positiv aus. Die Weltwirtschaft stellt sich mit einem

BIP-Wachstum von 2,3 % in den USA, 2,5 % in den EU-Staaten

und stolzen 3 % in Österreich robust und in Europa so

gut, wie seit 10 Jahren nicht mehr, dar. Während Besitzer von

Anleihen durchaus zufrieden sein konnten, gingen Aktionären

beinahe die Superlative aus: Kursrally, Allzeithochs und Rekordstände.

Die lockere Geldpolitik der EZB stützt die Märkte.

Der Fokus lag auf der stark expandierenden Wirtschaft, wobei

die politischen Spannungen (Spanien, Nordkorea) kaum

Spuren hinterließen. 2017 war eines dieser seltenen Jahre,

die praktisch nur positive Überraschungen brachten und

damit Anlegern substanzielle Erträge gepaart mit niedrigen

Wertschwankungen bescherten. Der DAX zeigte eine Jahresperformance

von 12,51 %, der Dow Jones von 25,08 %.

Demnach war 2017 auch kein schlechtes Jahr für unsere

anleihelastigen Veranlagungen. Nach der Wahl von Donald

Trump im November 2016 sind die Anleihekurse stark gefallen,

doch die Verzögerungen bei der Umsetzung der Pläne

des Präsidenten stärkten den Anleihenmarkt wieder. In Europa

profitierten Investoren von den Anleiherückkäufen der

EZB. Die EZB hat erst anlässlich ihrer Sitzung am 26. Oktober

2017 gemäß den Markterwartungen ihr Anleihekaufprogramm

halbiert und gleichzeitig um neun Monate verlängert.

Die Rendite 10-jähriger Österreichischer Staatsanleihen liegt

zum Jahresende bei 0,47 %, nach 0,42 % zu Jahresbeginn

– kommend von einem Wert von 0,90 % Ende 2016. Diese

Entwicklung zeigt, dass die Talsohle erreicht und überwunden

wurde. Mit EUR 141,1 Millionen zum Ultimo oder 30,6 %

des Gesamtvermögens stellen Anleihen zum Tageswert die

größte Assetklasse dar. Das Volumen der als Daueranlage

gewidmeten Anleihen (Held to Maturity oder HtM-Methode)

liegt zum Ultimo annähernd unverändert gegenüber dem

Vorjahr bei 22,2 % des Portfolios. Die durchschnittliche HtM-

Rendite beträgt erfreuliche 3,44 % p.a. bei einer mittleren

Restlaufzeit von 11,1 Jahren und einer durchschnittlichen

Bonität von BBB. Die stillen Reserven sind von EUR 10,5

Millionen zu Jahresbeginn auf EUR 14,0 Millionen oder 3,0 %

des Gesamtvermögens angewachsen.

Aktive Anspruchsberechtigte

beitragsfreie Konten unberücksichtigt

Vermögen in Mio. EUR

Marktanteile laufende Beiträge in %

2010

2011

151.838

462

5,19

2012

134.834

375

4,82

2013

2014

2015

2016

2017

62.366

81.218

107.074

268

190

3,85

3,02

2,12

120

27.913

54

0,87

5.572

300 0,02

9

0,01

0,21


28

Die Aktienquote beträgt zum Ultimo mit EUR 41,1 Millionen

8,91 % des Gesamtportfolios und liegt leicht über der strategischen

Zielgewichtung von 8 %. Die Jahresperformance der

Aktien übertrifft mit 10,38 % den als Vergleichswert dienenden

MSCI World Euro mit 6,99 % deutlich. Aktien waren

somit 2017 die Asset Klasse mit der höchsten Performance.

Sehr erfreulich hat sich auch die Asset Klasse der Wandelund

Hybridanleihen entwickelt. Vergleichsweise bescheiden

stellt sich hingegen die Performance im Bereich Mikrofinanz

dar. Die niedrigen Zinsen und die Vergabe der Darlehen in

Fremd- bzw. Lokalwährung belasteten die Assetklasse ebenso

wie lokale Gegebenheiten, wie sie in Aserbaidschan oder

Ecuador zu Tage traten. Der Zielsetzung entsprechend stellen

sich Immobilieninvestments dar. Bei geringer Volatilität liegt

die Jahresperformance über 3 %.

Wesentlich erscheint die Tatsache, dass der fair-finance real

estate fonds als erster und bislang einziger Immobilienfonds,

so wie auch der fair-finance bond, der fair-finance global equity

und nicht zuletzt der fair-finance masterfonds, nach dem

Österreichischen Umweltzeichen gemäß der Richtlinie UZ 49

"Nachhaltige Finanzprodukte" geprüft und zertifiziert sind.

Die erzielte Performance von 2,61 % in 2017 – gemessen

nach der Messmethode der Österreichischen Kontrollbank

(ÖKB) – entspricht der Zielsetzung von fair-finance. Der

Marktdurchschnitt liegt mit einer im Vergleich deutlich

höheren Aktienquote von 15 % und signifikanten Abstrichen

im Bereich Nachhaltigkeit bei 2,15 %. Auch im Fünfjahresvergleich

liegen die Veranlagungsergebnisse unserer Veranlagungsgemeinschaft

mit 2,85 % p.a. erfreulich deutlich über

dem Branchenschnitt von 2,47 % p.a..

Trotz vergleichsweise geringer Volatilität, aber bei extrem

niedrigen Zinsen und hohem Rückschlagspotenzial der

Aktien märkte erscheint die von fair-finance als einzigem

Anbieter gewährte Mindestzinsgarantie von besonderer

Bedeutung. Obwohl das Veranlagungsergebnis 2016 und

2017 mit 2,39 % und 2,61 % deutlich über dem Mindestzinsgarantiewert

von 1,25 % bzw. 0,75 % lag, haben in 2017 740

(VJ: 2.955) Anspruchsberechtigte einen um Garantieleistungen

erhöhten Auszahlungsbetrag erhalten. Somit haben

4,89 % (VJ: 26 %) aller im Jahr 2017 ausbezahlten Anspruchsberechtigten

von der Mindestzinsgarantie profitiert.

Diese erhöhte Sicherheit für Anspruchsberechtigte ist ein

wesentliches Produktmerkmal von fair-finance und bringt

die Zielsetzung zum Ausdruck, Vorteile für Kundinnen und

Kunden zu schaffen und jedenfalls nicht Risiken zum eigenen

Vorteil an Kundinnen und Kunden zu übertragen.

Personal und Organisation

Der Mitarbeiterstand beträgt zum Jahresultimo 7 (VJ: 8)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wobei davon eine Mitarbeiterin

die Ausbildung zur Bürokauffrau absolviert. Weitere 15

(VJ: 13) Personen, die bei der Muttergesellschaft in einem

Dienstverhältnis stehen, waren 2017 überwiegend für unsere

Gesellschaft tätig.

Ein partnerschaftliches und faires Verhältnis mit den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern prägt die Unternehmenskultur.

23 % (VJ: 35 %) aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten

Teilzeit, 68 % befinden sich in einem Vollzeitdienstverhältnis,

womit sich ein Vollzeitäquivalent von 16,8 (VJ: 14,7)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergibt. Für die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in der Verwaltung gilt ein Gleitzeitmodell

mit einer Kernzeit, die sich nach den Bedürfnissen der

Kundinnen und Kunden richtet, aber auch die Bedürfnisse

der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berücksichtigt. Darüber

hinaus baut fair-finance auf eine vertrauensvolle und ergebnisorientierte

Teamarbeit, so dass sich alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten im Sinne von Vertrauensarbeitszeit

flexibel und selbstorganisiert einteilen können,

wodurch wiederum eine ausgewogene work-life-balance

optimal unterstützt wird.

ASSET ALLOKATION ZUM 31. DEZEMBER 2017

8,5 %

Aktien

7,6 %

Wandel-/Hybridanleihen

5,0 %

Cash

0,2 %

Derivate zur Sicherung

4,4 %

Festgeld

1,1 %

Schuldscheine

29,7 %

Anleihen Tageswert

9,5 %

Mikrofinanz

22,5 %

Anleihen HtM

7,9 %

Immobilien

3,6 %

AIF (Pflegeimmobilien)


29

DETAILLIERTE ZUSAMMENSETZUNG DES PORTFOLIOS ZUM 31.12.2017

WP-Kennnummer Fonds / Titel Anteil in %

Aktienfonds 8,94

AT0000A1EZU5 fair-finance Global Equity Strategy 6,39

AT0000A1PKR9 Raiffeisen Nachhaltigkeit-Momentum 1,00

AT0000A1QDP6 Natura Semper NX-25 0,45

FR0010971705 Sycomore Sélection Responsable - I 1,10

Wandel-/Hybridanleihenfonds 9,03

LU1098101345 AZ Multi Asset-Sustainable Hybrid 4,51

LU0993947141 UniInstitutional Global Convertibles Sustainable 2,22

LU1098101345 Salm-Salm Sustainability Convertible I 2,30

Anleihenfonds 30,50

AT0000A0Z7X2 fair-finance Bond - Tranche VTI 19,60

AT0000A1FV69 Raiffeisen Greenbonds 0,22

DE000A0MYQX1 Siemens Euroinvest Corporates 8,45

FR0011288489 Sycomore Sélection Credit - I 2,23

Immobilien 7,86

AT0000A1BNM4 fair-finance real estate 4,34

MT7000017968 fair-finance real estate sustainable fund 3,52

Mikrofinanz 9,45

XS0554544428

Zertifikat auf den DUAL RETURN FUND

3,90

Vision Microfinance I EUR

XS0554549575

Zertifikat auf den DUAL RETURN FUND

1,30

Vision Microfinance Local Currency I EUR

XS1151620801 Sustainable Bee Finance 0,09

XS1725782681 Sustainable Multi-Asset Notes - AGV41 4,16

Schuldscheine 1,10

QOXDBA031750

Schuldschein des Landes Kärnten

Alternative Investmentfonds 3,58

LU0969407690

AviaRent - CareVision III

HtM-Anleihen (Held to Maturity) 23,43

Staatsanleihen 9,85

Pfandbriefe 0,25

Kreditinstitute 2,81

Unternehmen 10,52

Festgeld 4,43

Hypo Vorarlberg Bank AG 3,33

Raiffeisenbank Gunskirchen eGen 1,10

Cash 1,68

Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG

Gesamt 100,00

PERFORMANCEVERGLEICH

PERFORMANCE fair-finance ø - Markt

Jahresperformance 2017 2,61 % 2,15 %

Jahresperformance 2016 2,39 % 2,25 %

Jahresperformance 2015 0,03 % 1,20 %

Jahresperformance 2014 5,95 % 3,98 %

Jahresperformance 2013 3,33 % 2,80 %

5-Jahresperformance p.a. 2,85 % 2,47 %


30

Zudem bringen Regelungen zu Homeoffice oder ein betriebliches

Pensionskassenmodell die Wertschätzung und Verantwortung

des Unternehmens und seiner Eigentümer für die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für ihre Familien auch

über die Beschäftigungszeit hinaus zum Ausdruck.

Per Jahresultimo sind bei fair-finance 55 % (VJ: 60 %) Frauen

beschäftigt, 27 % (VJ: 30 %) aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

sind über 50 Jahre alt – unsere jüngste Mitarbeiterin

ist 19 Jahre, unser ältester Mitarbeiter ist 76 Jahre alt – und

das Durchschnittsalter beträgt 40,0 (VJ: 40,5) Jahre. 2017

betrug die Fluktuationsrate 9 % (VJ: 13 %) bei einer durchschnittlichen

Unternehmenszugehörigkeit von 3,6 (VJ: 3,4)

Jahren, die in Anbetracht des Mitarbeiterwachstums kein

sehr aussagekräftiger Indikator ist.

Führungspositionen werden von 23 % Mitarbeitern innegehalten,

wobei per Jahresultimo 2017 keine Führungsposition

weiblich besetzt war. Eine Mitarbeiterin und zwei Mitarbeiter

verfügen über die Prokura.

Im Sinne der gelebten sozialen und ökologischen Verantwortung

von fair-finance werden den Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern die Kosten der städtischen Verkehrsmittel

ersetzt. 91 % aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen

aus Wien und 9 % aus Niederösterreich.

fair-finance fördert die persönliche und berufliche Aus- und

Weiterbildung. Im Jahr 2017 wurden von den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern 76,6 (VJ: 70,8) Aus- und Weiterbildungstage

(ohne Berufsschule) in Anspruch genommen. Dies

entspricht 3,48 (VJ: 3,54) Tage je MitarbeiterIn. Neben einem

Kommunikationsseminar, Excel-Schulungen und einzelnen

Fachseminaren durchläuft eine Mitarbeiterin die Ausbildung

zur Finanzbuchhalterin und zwei weitere MitarbeiterInnen

befinden sich im Bildungskarenz.

Wert wird auch auf das körperliche Wohlbefinden und die

Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelegt, so

dass der Besuch eines Fitnesscenters finanziell unterstützt

und ein wöchentlicher Obstkorb mit saisonalem Bio-Obst zur

Verfügung gestellt wird. Das Angebot an arbeitsmedizinischer

Betreuung wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

gerne angenommen.

Darüber hinaus ist fair-finance Klimabündnis-Betrieb und

besitzt die staatliche Auszeichnung als familienfreundlicher

Arbeitgeber, welche in 2017 wieder auditiert wurde.

Nachhaltigkeitsbericht

In Form einer freiwilligen Selbstverpflichtung hat sich fairfinance

in der Satzung der Gesellschaft zur Nachhaltigkeit

verpflichtet. Neben einem auf fairen Kundennutzen ausgerichteten

Produkt, einem auf soziale Verantwortung und

Partnerschaft ausgerichteten Umgang mit Kundinnen und

Kunden, mit Lieferanten und vor allem mit Mitarbeiterinnen

PERFORMANCE SEIT BEGINN IN %

45

40

35

fair-finance

alle Vorsorgekassen

Trend fair-finance

Trend alle Vorsorgekassen

30

25

20

15

10

5

0

-5

30.6.2010

31.12.2010

30.6.2011

31.12.2011

30.6.2012

31.12.2012

30.6.2013

31.12.2013

30.6.2014

31.12.2014

30.6.2015

31.12.2015

30.6.2016

31.12.2016

30.6.2017

31.12.2017


31

und Mitarbeitern, setzt fair-finance seit Gründung im Sinne

gesellschaftlicher unternehmerischer Verantwortung auf

eine nachhaltige Vermögensveranlagung und auf Nachhaltigkeit

in den allgemeinen unternehmerischen Entscheidungen.

Der Kundenbeirat ist das wesentliche Gremium für Mitgestaltung

und Kontrolle durch die Kundinnen und Kunden. Bereits

2015 wurde auf Vorschlag des Kundenbeirats erstmals eine

Kundenvertreterin in den Aufsichtsrat unserer Gesellschaft

gewählt. Frau Mag.a Christine Cernin, Director HR bei Swarovski,

nimmt diese Funktion sehr engagiert wahr und stellt

gemeinsam mit dem Vertreter des Betriebsrats und den

beiden vom Österreichischen Gewerkschaftsbund entsandten

Mitgliedern sicher, dass Entscheidungen des Aufsichtsrats

der nachhaltigen Zielsetzung und sozialverantwortlichen

Vision von fair-finance entsprechen. Keine andere Vorsorgekasse,

vermutlich keine andere Bank oder Versicherung in

Österreich, kann auf eine Mehrheit von Personen im Aufsichtsrat

verweisen, die nicht von den Eigentümern entsendet

wurden.

Der Kundenbeirat hat 2017 zweimal (VJ: dreimal) getagt.

Dieses 28 Personen (VJ: 26) umfassende Gremium ist unter

anderem verantwortlich für die Weiterentwicklung der

„Nachhaltigen Veranlagungsrichtlinie“, welche die Grundlage

für die Titelselektion im Investmentprozess bildet. Nach den

Ausschlusskriterien wurden 2017 die Positivkriterien, welche

die Basis für die Beurteilung anhand des Best-In-Class-

Ansatzes sind, komplett überarbeitet.

Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt stellten wieder die Engagementmaßnahmen

dar. Auf Basis unserer Engagement-

Richtlinie wurden nach der Prüfung des Portfolios durch

oekom research 13 Fondsmanager um Stellungnahme zu den

Prüfergebnissen und Verstößen gebeten. Es haben alle geantwortet

und sind teilweise sehr detailliert auf die einzelnen

Verstöße eingegangen. Betroffene Fonds wurden zum Teil

bereinigt bzw. aus dem Bestand entfernt.

Für 2017 wurde vom Kundenbeirat „Violation of Labour

Rights“ als Engagement-Schwerpunkt definiert. Es wurden

alle genannten Unternehmen in einem Brief auf den Verstoß

gegen unsere Richtlinie aufmerksam gemacht und im

Rahmen eines konstruktiven Dialogs zur Stellungnahme

aufgefordert.

fair-finance verpflichtet sich als Signatory der „Principles for

Responsible Investments (UN PRI) zur Umsetzung der sechs

Prinzipien für verantwortliches Investieren und hat 2017 als

Gründungsmitglied des Engagement-Netzwerks „Shareholders

for Change“ (SfC) ein starkes Signal in Richtung gemeinsamer

europäischer Engagement-Aktivitäten gesetzt.

Die Nachhaltigkeit unserer Vermögensveranlagung wurde

auch 2017 zum sechsten Mal in Folge mit dem ÖGUT-Zertifikat

in Gold ausgezeichnet. Das Österreichische Umweltzeichen

für den fair-finance Masterfonds, erstmals 2015

erteilt, wurde auch 2017 bestätigt. fair-finance verfügt somit

als einzige Vorsorgekasse über ein zertifiziert nachhaltiges

Gesamtportfolio.

Spende werden nicht nur Mittel für Sozialprojekte aufgebracht,

sondern vor allem Themen angesprochen, die in den

breiten Massenmedien keinen Raum finden. Mit dem Projekt

JUCA wird versucht, jungen obdachlosen Menschen Halt

zu geben. In Summe betrug das von fair-finance für unterschiedliche

soziale Projekte zur Verfügung gestellte Spendenvolumen

im Jahr 2017 rd. TEUR 52 (VJ 49).

Risikobericht

Die Summe der einer Betrieblichen Vorsorgekasse zugeflossenen

Beiträge zuzüglich allfälliger übertragener Altabfertigungsanwartschaften

sowie allfälliger aus einer anderen

Betrieblichen Vorsorgekasse übertragenen Anwartschaften,

stellt einen gesetzlich garantierten Mindestanspruch der

Anspruchsberechtigten dar (Kapitalgarantie). Darüber hinaus

gewährt fair-finance eine Mindestzinsgarantie, welche vom

Vorstand mit 0,75 % p.a. für 2017 (VJ: 1,25 %) festgelegt war.

Für 2018 beträgt die vom Vorstand mit Zustimmung des

Aufsichtsrates festgesetzte Mindestzinsgarantie unverändert

0,75 %. In Anbetracht der Kapitalmarktsituation und eines

historisch niedrigen Zinsumfeldes – der 3-Monats-EURIBOR

ist 2017 nochmals marginal gefallen und betrug im Dezember

2017 -0,33 % (VJ: -0,31 %) – erscheint das Mindestzinsversprechen

von fair-finance wohl als sehr wertvolles Asset

einer Geschäftsbeziehung mit unserer Gesellschaft.

fair-finance steuert das Veranlagungsrisiko durch Diversifikation

und eine taktische Veränderung der Veranlagungsstruktur.

Durch eine Reduktion volatiler, überbewerteter

Assetklassen kann das Anlagerisiko reduziert und verändert

werden. Das Risikomanagement von fair-finance hat über

das gesamte Jahr 2017 keine Handlungssignale gesendet,

so dass weder risikobedingte taktische Allokationsentscheidungen

noch zusätzliche Sicherungsmaßnahmen mittels

Derivaten ergriffen werden mussten.

Trotz einer vorsichtigen und risikobewussten Veranlagungsstrategie

können allgemeine Kursrisiken, die dem Geld- und

Kapitalmarkt immanent sind, Verluste verursachen. Zur Abdeckung

des möglichen Verlustpotenzials werden gesonderte

Rücklagen dotiert. Die Zinsgarantierücklage beträgt zum

31.12.2017 EUR 2,33 Millionen und die Kapitalgarantierücklage

EUR 1,39 Millionen.

Die operationellen, rechtlichen und technischen Risiken wurden

laufend beobachtet. Insbesondere das für eine junge und

stark wachsende Organisation typische Schlüsselpersonenrisiko

konnte weiter reduziert werden. Dem technischen Risiko,

wie es aufgrund des steigenden Datenbestandes insbesondere

im Zusammenhang mit der bevorstehenden Umstellung

von jährlichen auf monatliche Beitragsgrundlagenmeldungen

seitens der Sozialversicherungsträger vorhanden ist, wird

durch den planmäßigen Wechsel per 01.01.2018 auf ein modernes

Verwaltungsprogramm eines auf Versicherungs- und

Banklösungen spezialisierten deutschen Softwareanbieters

begegnet.

Besonderer Dank gilt jenen 371 Anspruchsberechtigen

(VJ: 238), die die Möglichkeit einer Spende zu Gunsten des

Projektes JUCA der Caritas Wien genutzt haben. Mit der von

fair-finance durch Zuzahlungen geförderten Möglichkeit der


32

Jahresergebnis

Das Geschäftsjahr 2017 wird mit einem Ergebnis vor Steuern

von EUR 1.141.484,41 (VJ: TEUR 634) abgeschlossen. Entsprechend

dem partnerschaftlichen Modell von fair-finance

wird allen Anspruchsberechtigten eine Erfolgsbeteiligung

in Höhe von EUR 90.037,64 (VJ: TEUR 52) auf Basis des

Kapitalstandes zugeteilt, wobei jedem einzelnen Anspruchsberechtigten

zumindest 1 Cent gutgeschrieben wird. Die

Selbstverpflichtung einer Erfolgsbeteiligung zu Gunsten der

Kundinnen und Kunden ist eine weitere Besonderheit des

partnerschaftlichen Geschäftsmodells von fair-finance.

Die Rücklage für die Kapitalgarantie wurde um

EUR 460.997,87 (VJ: TEUR 375) erhöht. Die Auflösungen

der Zinsgarantie- und Kapitalgarantierücklagen betrugen im

Geschäftsjahr EUR 18.166,92 (VJ: TEUR 70).

Der Jahresgewinn kann mehr als verdoppelt werden und

steigt auf EUR 624.053,46 (VJ: TEUR 284) an. Der Bilanzverlust

beträgt nach Verrechnung mit dem Partizipationskapital

der Gesellschaft EUR 2.310.496,04 (VJ: TEUR 2.626), wobei

das Eigenkapital der Gesellschaft zum Ultimo EUR 6,18 Millionen

(VJ: EUR 5,12 Mio.) beträgt.

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung

vorzutragen.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft hat im Jahr 2017 keine Forschungs- und

Entwicklungsaufwendungen getätigt

Trotzdem sind wir extrem vorsichtig gestimmt. Das Zinsniveau

zieht langsam an, Risikoprämien, an historischen

Tiefstständen angelangt, ebenso. Somit gibt es nur mehr

eine klassische Veranlagungskategorie, die das Ergebnis

einer statischen Veranlagung positiv beeinflussen kann,

nämlich Aktien. Hier sind wir jedoch an Bewertungsniveaus

angelangt, die kaum mehr Wertsteigerungen erwarten

lassen. Gleichzeitig muss damit gerechnet werden, dass die

Volatilitäten deutlich zunehmen werden. In den kommenden

Jahren wird somit einem taktischen Ansatz der Vermögensverwaltung

und gutem Risikomanagement wieder erhöhte

Bedeutung zukommen. Wir werden also mit einer sinnvollen

Diversifikation danach trachten, positive Trends einzelner

Assetklassen zu nützen, gleichzeitig aber das Vermögen vor

Wertminderungen zu bewahren und die vorgegebenen Risikobudgets

tunlichst einzuhalten. In Anbetracht steigender

Zinsen werden wir die Gewichtung HtM-gewidmeter Anleihen

und Anleihen zum Tageswert zurücknehmen und „Alternative“

als neue strategische Assetklasse sehen.

Mit einem Mindestzinsgarantiesatz von 0,75 % bieten wir

auch 2018 für unsere Kundinnen und Kunden eine attraktive

Sicherheit, wie sie von kaum einem Finanzprodukt und

jedenfalls von keiner anderen Betrieblichen Vorsorgekasse

geboten wird. Aufgrund dieser Tatsache erwarten wir weiterhin

ein signifikantes Neugeschäft und weiteres Wachstum.

Das Ergebnis 2018 wird in Folge des anhaltenden Wachstums

eine weitere Verbesserung zeigen. Die Anspruchsberechtigten

werden unabhängig von der Veranlagungsperformance

über die Gewinnbeteiligung von diesem Erfolg

profitieren.

Voraussichtliche Entwicklung

Wien, am 05. März 2018

Im Jahr 2018 erwarten wir ein weiteres Wachstum des Kundenbestandes,

der Beitragszahlungen und der Auszahlungen.

Das verwaltete Vermögen wird zur Jahresmitte den Wert von

einer halben Milliarde Euro übersteigen.

Hinsichtlich der Vermögensveranlagung haben wir nun

beinahe zehn Jahre hinter uns, in denen sich – ähnlich wie

zwischen 1983 und 2000 – ein „buy and hold“ Ansatz der

Vermögensgestion gelohnt hat. Renditen sind immer weiter

zurückgegangen, Risikoprämien aller möglichen Anleihekategorien

ebenso, und Aktienmärkte haben sich nach einer

raschen Erholungsphase im Ausklang der Weltwirtschaftskrise

von einem Höchststand zum nächsten hochgeschaukelt.

Aktuell brummt die Wirtschaft sogar wie schon lange

nicht mehr, die Arbeitslosigkeit sinkt und die Inflation ermöglicht

vorsichtig steigende Zinsen. Für das Veranlagungsjahr

2018 stehen die Vorzeichen also gut.

Mag. Markus Zeilinger

Vorstandsvorsitzender & Gründer

Mag. (FH) Johannes Puhr, CIIA, CEFA

Mitglied des Vorstandes


Jahresabschluss

2017


34

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva 31.12.2017

in EUR

31.12.2016

in TEUR

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen

II.

9.000,00 14

Finanzanlagen

1. Beteiligungen 1.070,00 0

2. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.337.003,24 4.321

5.347.073,24 4.334

B. Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderung gemäß § 26 Abs. 3 Z 2 BMSVG 0,00 0

2. Forderungen gegenüber der Veranlagungsgemeinschaft 235.683,52 154

davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr: EUR 0,00 (VJ: TEUR 0)

3. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 325.504,97 337

davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr: EUR 0,00 (VJ: TEUR 0)

4. Sonstige Forderungen 56.011,61 46

davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr: EUR 0,00 (VJ: TEUR 0)

II. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Banken 443.803,55 416

1.061.003,65 953

C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.979,95 3

D. Aktiva der Veranlagungsgemeinschaft

I. Guthaben auf Euro lautend 28.020.869,63 20.212

II. Guthaben auf ausländische Währung lautend

III. Darlehen und Kredite auf Euro lautend 5.046.250,00 5.046

IV. Darlehen und Kredite auf ausländische Währung lautend

V. Forderungswertpapiere auf Euro lautend 19.069.782,30 0

VI. Forderungswertpapiere auf ausländische Währung lautend

VII. Beteiligungswertpapiere auf Euro lautend

VIII. Beteiligungswertpapiere auf ausländische Währung lautend

IX. Anteilscheine von Investmentfonds und AIF auf Euro lautend 409.512.485,71 346.177

X. Anteilscheine von Investmentfonds und AIF

auf ausländische Währung lautend

XI. Anteilscheine von Immobilienfonds auf Euro lautend 0,00 3.694

XII. Anteilscheine von Immobilienfonds auf ausländische Währung lautend

XIII. Forderungen 0,00 6

XIV. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

XV. Sonstige Aktiva

461.649.387,64 375.135

Total 468.059.444,48 380.425


35

Passiva 31.12.2017

in EUR

31.12.2016

in TEUR

A. Eigenkapital

I. Nennkapital 2.000.000,00 2.000

Nennkapital: EUR 2.000.000,00 (VJ: TEUR 2.000)

II. Partizipationskapital 1.776.797,05 1.469

davon Verlustanteil: EUR 173.202,95 (VJ: TEUR 481)

III. Kapitalrücklagen

1. Gebundene 1.000.000,00 1.000

IV. Gewinnrücklagen

V. Rücklagen zur Erfüllung der Kapitalgarantie 1 1.386.221,85 934

VI. Rücklagen zur Erfüllung der Zinsgarantie 2 2.331.958,62 2.341

VII. Bilanzverlust -2.310.496,04 -2.626

davon Verlustvortrag EUR 2.626.472,48 (VJ: TEUR 2.770)

6.184.481,48 5.118

B. Rückstellungen

1. Steuerrückstellungen 104.100,00 33

2. Sonstige Rückstellungen 96.102,00 88

200.202,00 121

1

Kapitalgarantierücklagen

sind in

Höhe von 0,1 % der

Abfertigungsanwartschaft

p.a. zu bilden,

bis 1 % der Abfertigungsanwartschaft

erreicht ist.

2

Zinsgarantierücklagen

sind in

Höhe des halben

Garantiezinssatzes

bezogen auf die Abfertigungsanwartschaft

zu halten.

fair-finance bildet

als einzige Vorsorgekasse

Zinsgarantierücklagen.

C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.605,27 30

davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 15.605,27 (VJ: TEUR 30)

3. Sonstige Verbindlichkeiten 9.768,09 21

davon aus Steuern EUR 3.620,37 (VJ: TEUR 5)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 6.003,09 (VJ: TEUR 6)

davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 9.768,09 (VJ: TEUR 21)

25.373,36 51

D. Passiva der Veranlagungsgemeinschaft

I. Abfertigungsanwartschaften 460.997.871,57 374.555

II. Verbindlichkeiten 651.516,07 580

III. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

IV. Sonstige Passiva

461.649.387,64 375.135

Total 468.059.444,48 380.425

Rundungshinweis: Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte

Rechendifferenzen auftreten.


36

Gewinn- und Verlustrec

A. Ergebnis der Veranlagungsgemeinschaft

I. Veranlagungserträge

II. Garantien

1. Kapitalgarantie

2. Zinsgarantie 1

III. Beiträge

IV. Kosten 2

V. Auszahlungen von Abfertigungsleistungen

VI. Ergebnis der Veranlagungsgemeinschaft

VII. Verwendung des Ergebnisses der Veranlagungsgemeinschaft

B. Erträge und Aufwendungen der Betrieblichen Vorsorgekasse

1. Verwaltungskosten

2. Betriebsaufwendungen

a) Personalaufwand 3

- Gehälter

- Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Vorsorgekassen

- Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge

- Sonstige Sozialaufwendungen

b) Abschreibungen auf das Anlagevermögen

c) Sonstige Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen 2

Betriebsergebnis 2

3. Finanzerträge

a) Zinserträge und sonstige laufende Erträge aus der Veranlagung der Eigenmittel und der nicht der Veranlagungsgemeinschaft zugeordneten Fremdmittel

b) Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen, die nicht den Veranlagungsgemeinschaften zugeordnet sind

4. Finanzaufwendungen

a) Abschreibungen auf sonstige Finanzanlagen, die nicht den Veranlagungsgemeinschaften zugeordnet sind

b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

5. Sonstige Erträge

6. Ergebnis vor Steuern

7. Steuern vom Einkommen und Ertrag

8. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss

9. Veränderung von Rücklagen

Zuweisungen

a) Zuweisung zur Kapitalgarantierücklage

b) Zuweisung zur Zinsgarantierücklage

Auflösungen

a) Auflösung der Kapitalgarantierücklage

b) Auflösung der Zinsgarantierücklage

10. Verlustvortrag

11. Ergebnisanteil des Partizipationskapitals

12. Bilanzverlust


37

hnung 2017

1.1. – 31.12.2017

in EUR

13.023.669,41 11.680

1.1. – 31.12.2016

in TEUR

1

Im Jahr 2017

wurden in 740

Fällen Zinsgarantieleistungen

erbracht.

9.159,00 19

9.007,92 51

97.959.414,17 113.914

-4.008.735,49 -4.769

-20.549.289,39 -14.993

86.443.225,62 105.901

-86.443.225,62 -105.901

0,00 0,00

3.869.426,20 3.869.426,20 3.149 3.149

2

Gewinnbeteiligung

berücksichtigt 2017

rund EUR 90.000.

3

Die gemeinsamen

Personalaufwendungen

mit

der fair-finance

Holding AG für 22

Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

betragen für 2017

EUR 1.305.992.

-223.519,99

-8.456,84

-59.855,76

-855,85

-191

-11

-54

0

-4.500,00 -42

-2.704.525,78 -3.001.714,22 -2.355 -2.653

867.711,98 496

164.323,63 106

101.885,00 12

-25.100,60 -8

-0,00 0

32.664,40 273.772,43 27 138

1.141.484,41 634

-74.600,00 -37

1.066.884,41 598

-460.997,87 -375

0,00 -9

9.159,00 19

9.007,92 -442.830,95 51 -314

-2.626.472,48 -2.770

-308.077,02 -140

-2.310.496,04 -2.626


Anhang für das

Geschäftsjahr 2017


39

Grundsätze

Der Jahresabschluss 2017 wurde nach den Bestimmungen

des Unternehmensgesetzbuches unter Berücksichtigung der

spezifischen Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) und

des Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbstständigenvorsorgegesetzes

(BMSVG) erstellt. Die Gliederung der Bilanz und der

Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den in der Anlage

1 zu § 40 BMSVG enthaltenen Formblättern.

Die Gesellschaft ist als kleine Kapitalgesellschaft i.S. des

§ 221 UGB einzustufen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung, sowie unter Beachtung der Generalnorm,

ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund

Ertragslage des Unternehmens zu ermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz

der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und

Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet

und von einer Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass

nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen

wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste,

die in dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr

entstanden sind, wurden berücksichtigt.

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

wurden im Geschäftsjahr nicht geändert.

Die Bewertung des immateriellen Anlagevermögens erfolgt zu

Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen.

Den planmäßigen Abschreibungen werden Nutzungsdauern

zwischen 3 und 10 Jahren zugrunde gelegt.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw.

zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert

bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei

voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen

werden gem. § 208 Abs. 1 UGB entsprechende Zuschreibungen

vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind

mit dem Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken

wird der niedrigere beizulegende Zeitwert ermittelt und

angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 198

Abs. 5 UGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen,

soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind.

Die Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des

Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren

Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse

Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach

bestmöglicher Schätzung erforderlich sind.

Die Rückstellung für nicht konsumierte Urlaube wird für alle

Dienstnehmer mit dem zum Bilanzstichtag offenen Rückständen

unter Einbeziehung von Lohn- und Gehaltsnebenkosten

berechnet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens

und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen

Posten sind in der Anlage 1 dargestellt.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurden im

Geschäftsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in der Höhe

von EUR 25.100,60 (VJ: TEUR 8) vorgenommen,

auf Zuschreibungen entfiel ein Betrag von EUR 630,00

(VJ: TEUR 12). Die im Wertpapierbestand enthaltenen stillen

Reserven betragen EUR 195.926,71 (VJ: TEUR 2).

Der Bestand am 31. Dezember 2017 setzt sich aus Renten

und Rentenfonds zusammen. In der Direktveranlagung

werden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Die Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen

gegenüber verbundenen Unternehmen und aus sonstigen

Forderungen. Gegenüber der Veranlagungsgemeinschaft

besteht eine Forderung in der Höhe von EUR 235.683,52

(VJ: TEUR 154).

Die Guthaben bei Banken in der Höhe von EUR 443.803,55

(VJ: TEUR 413) sind täglich fällig.

Aktiva der Veranlagungsgemeinschaft

Die Aktiva der Veranlagungsgemeinschaft wurden unter

Beachtung des § 30 BMSVG sowie der besonderen Veranlagungsbestimmungen

des § 29 BMSVG veranlagt.

Passiva

Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017

beträgt EUR 2.000.000,00 (VJ: TEUR 2.000) und ist in

2.000.000 Stückaktien zerlegt.

Das nominelle Partizipationskapital beträgt zum Bilanzstichtag

EUR 1.950.000,00 (VJ: TEUR 1.950).

Gemäß den Bedingungen für das Partizipationskapital der

fair-finance Vorsorgekasse AG nehmen die Inhaber der

Partizipationsscheine am Ergebnis des Geschäftsjahres der

Gesellschaft teil. Der anteilige Jahresgewinn des Geschäftsjahres

2017 in Höhe von EUR 308.077,02 (VJ: TEUR 140)

wurde dem Partizipationskapital erfolgswirksam über die

Gewinn- und Verlustrechnung zugewiesen.


40

Die Zuweisung des anteiligen Gewinns erfolgte aufgrund

des Verhältnisses des Nominales des gesamten gewinnberechtigten

nominellen Partizipationskapitals zur Summe des

gesamten nominellen Gesamtkapitals und Partizipationskapitals

zum Bilanzstichtag 31.12.2017.

Zum 31. Dezember 2017 werden EUR 1.000.000,00 (VJ:

TEUR 1.000) als gebundene Kapitalrücklage ausgewiesen.

Der gebundenen Kapitalrücklage wurde das bei der Aktienausgabe

erzielte Aufgeld zugewiesen.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 104.100,00

(VJ: TEUR 33) betreffen die Rückstellungen für die Körperschaftsteuer

der Jahre 2016 und 2017.

Die sonstigen Rückstellungen in der Höhe von EUR 96.102,00

(VJ: TEUR 82) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen

für Prüfungs- und Beratungsaufwendungen, sowie

Rückstellungen für Fremdleistungen, der Rückstellungen für

noch nicht konsumierte Urlaube sowie Prämien und sonstige

Rückstellungen zusammen.

Passiva der Veranlagungsgemeinschaft

Die Abfertigungsanwartschaft wird mit EUR 460.997.871,57

(VJ: TEUR 374.555) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten der Veranlagungsgemeinschaft werden

mit EUR 651.516,07 (VJ: TEUR 580) ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

Die Anteile an der fair-finance Vorsorgekasse AG sowie das

Nominale am Partizipationskapital werden zu 100 % von der

fair-finance Holding AG gehalten.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich

8 (VJ: 8) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Vorstand und Aufsichtsrat

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden

weder Vorschüsse noch Kredite gewährt.

Die Vorstände sind in der fair-finance Holding AG beschäftigt

und daher wurden ihnen im Geschäftsjahr 2017 keine Bezüge

vom geprüften Unternehmen ausbezahlt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit

für die Gesellschaft im Jahr 2017 keine Bezüge.

Handelsbuch

Ein Handelsbuch gemäß §64 Abs. 1 Z 15 BWG wurde nicht

geführt.

Ereignisse von besonderer Bedeutung

nach dem Abschlussstichtag

Es sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach

dem Abschlussstichtag eingetreten oder bekannt.

Erläuterungen zur

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Verwaltungskosten wurden entsprechend den vertraglichen

Vereinbarungen in Höhe von 1,7 %, ab dem 5. Dienstjahr

in Höhe von 1,5 % und ab dem 11. Dienstjahr in Höhe von 1,0 %

jeweils zzgl. 0,3 % Inkassogebühr für die Sozialversicherungsträger

aus den einbezahlten laufenden Beträgen entnommen.

Die Betriebsaufwendungen bestehen aus Abschreibungen auf

das Anlagevermögen, Personalaufwendungen, Rechts- und

Beratungsaufwendungen, Aufwendungen für Wartungs- und

EDV-Arbeiten, Miet- und Betriebskostenaufwendungen,

Kosten für Fremdpersonal, Gebühren sowie anderen sonstigen

Aufwendungen. Der überwiegende Teil der Sonstigen

Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen in Höhe

von EUR 1.772.000,00 (VJ: TEUR 1.541) entfällt auf die Leistungsverrechnung

mit der Muttergesellschaft. Gegenstand

der Leistungen ist die Organisation und Ausführung der für den

Betrieb der Vorsorgekasse erforderlichen Tätigkeiten durch

die Bereitstellung der erforderlichen Infrastruktur (Büroräumlichkeiten,

kaufmännische und technische Betriebsausstattung

etc.) und von Personalressourcen nach Maßgabe der

Anforderungen seitens der Vorsorgekasse.

Wien, am 05. März 2018

Mag. Markus Zeilinger

Vorstandsvorsitzender & Gründer

Mag. (FH) Johannes Puhr, CIIA, CEFA

Mitglied des Vorstandes


41


42

Entwicklung des Anlag

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand am

01.01.2017

in EUR

Zugänge

in EUR

Abgänge

in EUR

Stand am

31.12.2017

in EUR

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile

sowie daraus abgeleitete Lizenzen

II. Sachanlagen

205.480,17 0,00 -145.614,00 59.866,17

205.480,17 0,00 -145.614,00 59.866,17

1. andere Anlagen,

Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00

III. Finanzanlagen

0,00 0,00 0,00 0,00

1. Beteiligungen 70,00 1.000,00 0,00 1.070,00

2. Wertpapiere 4.395.446,74 2.278.399,50 -1.240.620,00 5.433.226,24

4.395.516,74 2.279.399,50 -1.240.620,00 5.434.296,24

4.600.996,91 2.279.399,50 -1.386.234,00 5.494.162,41


43

evermögens

kumulierte Abschreibungen

Buchwerte

Stand am

01.01.2017

in EUR

Zugänge

in EUR

Zuschreibungen

in EUR

Abgänge

in EUR

Stand am

31.12.2017

in EUR

31.12.2016

in EUR

31.12.2017

in EUR

191.976,17 4.500,00 0,00 -145.610,00 50.866,17 13.504,00 9.000,00

191.976,17 4.500,00 0,00 -145.610,00 50.866,17 13.504,00 9.000,00

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 70,00 1.070,00

74.752,40 25.100,60 -630,00 -3.000,00 96.223,00 4.320.694,34 5.337.003,24

74.752,40 25.100,60 -630,00 -3.000,00 96.223,00 4.320.764,34 5.338.073,24

266.728,57 29.600,60 -630,00 -148.610,00 147.089,17 4.334.268,34 5.347.073,24


44

Uneingeschränkter

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der fair-finance Vorsorgekasse

AG, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2017,

der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag

endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss

den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst

getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum

31.12.2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das

an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung

mit den österreichischen unternehmens- und

bankrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen

Bestimmungen.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung

mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer

Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern

die Anwendung der International Standards on Auditing

(ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften

und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des

Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses"

unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung

mit den österreichischen unternehmensrechtlichen

und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere

sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen

Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von

uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet

sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen

Vertreter und des Aufsichtsrats für den

Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung

des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in

Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensund

bankrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen

Bestimmungen ein möglichst getreues Bild der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich

für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten,

um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,

der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten

– falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen

Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der

Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu

beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung

der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig –

anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der

Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei

denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die

Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit

einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des

Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Bankprüfers für die

Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen –

beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen

ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser

Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein

hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass

eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen

ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung

der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine

wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt,

stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen

Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als

wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt

vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie

die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen

wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den

österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung,

die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir

während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes

Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.


45

Darüber hinaus gilt:

— Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher –

beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen

im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als

Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen

Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um

als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko,

dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche

falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher

als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen

betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte

Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das

Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

— Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung

relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen

zu planen, die unter den gegebenen Umständen

angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil

zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der

Gesellschaft abzugeben.

— Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen

Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden

sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern

dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung

und damit zusammenhängende Angaben.

— Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit

der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung

der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen

Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise,

ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang

mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht,

die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft

zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann.

Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche

Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk

auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss

aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben

unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren.

Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage

der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten

Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten

können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der

Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.

— Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und

den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben

sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden

Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt,

dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

— Wir tauschen uns mit dem Aufsichtsrat unter anderem

über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche

Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame

Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer

Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer

Abschlussprüfung erkennen, aus.

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmens-

und bankrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob

er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach

den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung

des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen

unternehmensrechtlichen Vorschriften und den

sondergesetzlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den

Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den

geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden

und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses

gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses

über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche

fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

Wien, am 5. März 2018

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Georg Weinberger

Wirtschaftsprüfer


46

Bericht des

Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres die ihm

nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Ihm wurde regelmäßig vom Vorstand über die

Geschäftslage sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle

mündlich und schriftlich berichtet. Im Geschäftsjahr 2017

fanden vier Sitzungen statt. Der Aufsichtsrat konnte sich

von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und des

Jahresabschlusses überzeugen.

Die Buchführung, der Jahresabschluss 2017 samt Anhang

sowie der Lagebericht wurden von der KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft

und der darüber verfasste Prüfbericht dem Aufsichtsrat

vorgelegt. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis

keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben, weshalb

der Jahresabschluss 2017 mit dem uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk versehen wurde.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss

und den Lagebericht ebenfalls geprüft und sich

von deren Ordnungsmäßigkeit und sachlichen Unbedenklichkeit

überzeugt. Der Aufsichtsrat hat sich somit dem Ergebnis

der Abschlussprüfung angeschlossen und den Jahresabschluss

und den Lagebericht über das Geschäftsjahr 2017

einstimmig gebilligt.

Der vorgelegte Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 Abs. 4

AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat die Anlagen gem. § 63 Abs. 5 und 7

BWG zum Prüfungsbericht des Bank- und Abschlussprüfers

entgegengenommen und nach Einsicht festgestellt, dass

keine Beanstandungen vorliegen.

Organe der Gesellschaft 2017

Im Geschäftsjahr tätige Mitglieder des Vorstandes:

Mag. Markus Zeilinger

Günter Hörweg

Vorsitzender

des Vorstandes

Vorstandsmitglied

(bis 31.12.2017)

Im Geschäftsjahr tätige Mitglieder des Aufsichtsrates:

DI Mag. Dr. Helmut Eichert

Mag. a Claudia Kral-Bast

Dr. Wolfgang Binder

Mag. a Christine Cernin

Henning Mettler

Kerstin Repolusk, MA

Mag. Rainer Ladentrog

Staatskommissäre:

MR Andreas Pircher, BA MSc

ADir. Klaus Horvath

Vorsitzender, Eigentümervertreter

Stellvertretende Vorsitzende, ÖGB

Aufsichtsratsmitglied,

Eigentümervertreter

Aufsichtsratmitglied,

vom Kundenbeirat nominiert

Aufsichtsratsmitglied,

Eigentümervertreter

Aufsichtsratsmitglied, ÖGB

Aufsichtsratsmitglied, Betriebsrat

Den Mitgliedern des Vorstandes sowie den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat seinen Dank für

Ihren Einsatz und die geleistete Arbeit aus.

Wien, im März 2018

Die Zusammensetzung des fair-finance

Aufsichtsrates ist insofern besonders,

als nur drei der sieben fair-finance Aufsichtsräte

der Eigentümerseite zuzuordnen

sind, wodurch sich eine Stakeholder-

Mehrheit in diesem Gremium ergibt.

DI Mag. Dr. Helmut Eichert

Vorsitzender des Aufsichtsrates


47


48


49

Nachhaltige

Wohnimmobilien

Ausbau und Entwicklung

Wohnimmobilien stellen im Veranlagungsmix von fair-finance

einen wichtigen Baustein des Veranlagungsportfolios dar.

Wäre die Gewichtung von Immobilien nicht mit 10 % des

Gesamtvermögens gesetzlich begrenzt, würde der Anteil

aufgrund des attraktiven Risiko/Ertragsverhältnisses sogar

bei 20 % liegen. Ärgerlich und teuer ist auch die gesetzliche

Einschränkung für Betriebliche Vorsorgekassen auf indirekte

Immobilieninvestment über Immobilienfonds. Um Gebühren

zu sparen und um in geprüfte, nachhaltige Immobilien

investieren zu können, wurden die fair-finance real estate

Fonds gegründet.

Was ist nun eine nachhaltige Immobilie? Diese Frage ist

ebenso schwer zu beantworten, wie die Frage welche Aktie

oder welche Anleihe wirklich nachhaltig ist und welche nicht.

Sicherlich gibt es Aktien, Anleihen und wohl auch Immobilien,

die ohne detaillierte Recherche und ohne umfangreiche

Checkliste, beurteilt werden können. Für den überwiegenden

Teil der möglichen Investitionen gilt dies aber nicht. Bestehende

Gebäudezertifikate zielen in der Regel auf Energieeffizienz

ab und definieren somit bestehende Bestandsobjekte,

wie klassische Wiener Zinshäuser, oft als nicht nachhaltig.

Da es aus Sicht von fair-finance oftmals nicht nachhaltig und

auch nicht wirtschaftlich ist, diese Objekte abzureißen und

an ihrer Stelle neue, wärmegedämmte Gebäude zu errichten,

wurde ein eigenes fair-finance Ratingsystem für Neubauund

Bestandsobjekte entwickelt. Für fair-finance ergibt sich

Nachhaltigkeit von Immobilien aus einer Kombination aus

Standort-, Baustoff-, Energie- und Ethikkriterien. Vergleichbar

dem Kriterienkatalog für die Auswahl nachhaltiger Wertpapiere

wurden Ausschlusskriterien definiert, die jedenfalls

auch den Mindeststandards für das in Österreich gebräuchliche

Klima:aktiv-Zertifikat entsprechen. Vergleichbar dem

Best-In-Class-Ansatz wurde zusätzlich ein Ratingmodell

erstellt, das eine Beurteilung der vier Kriteriengruppen und

des Gesamtobjekts ermöglicht.

Ein Beispiel für ein derartiges Nachhaltigkeitsrating ist auf

den nachfolgenden Seiten angeführt.

Der von fair-finance auf der Grundlage dieses integrierten

Nachhaltigkeitsratings ins Leben gerufene Immobilienspezialfonds

fair-finance real estate wurde 2016 als erster

österreichischer Immobilienfonds mit dem Österreichischen

Umweltzeichen ausgezeichnet. Das Fondsvolumen beträgt

zum 31.12.2017 rd. EUR 26 Mio. (Vorjahr EUR 22 Mio.) und

umfasst 6 Einzelobjekte. Im Besitz der fair-finance Fonds

befinden sich insgesamt 9 Wiener Zinshäuser, eines in Wiener

Neustadt und eine Sozialimmobilie. Die Performance konnte

von 1,3 % in 2016 auf 2,25 % in 2017 gesteigert werden. Die

durchschnittliche Performance der offenen österreichischen

Immobilienfonds betrug 2017 1,76 %.

Das starke Engagement und der hohe Aufwand, den fairfinance

im Bereich Immobilien betreibt, entspricht der

Zielsetzung und Vision von fair-finance, mittels Innovationen

Mehrwert zu schaffen und Geld als soziales und ökologisches

Gestaltungsmittel einzusetzen. Der Erfolg der getroffenen

Maßnahmen bestätigt: Es ist möglich, durch entsprechenden

Einsatz und Empathie ohne Nachteile wie höhere Kosten oder

geringere Performance für die Kunden ökologisch und sozialverantwortlich

zu investieren und somit einen Beitrag für eine

lebenswerte Umwelt und menschenwürdige Gesellschaft zu

leisten.

Dass dies auch von dritter Seite wertgeschätzt wird, zeigt die

Auszeichnung des fair-finance Neubauprojektes „Living Garden“

in der Seestadt Aspern mit dem klima:aktiv Gold-Standard.

Die Auszeichnungsveranstaltung wurde gemeinsam mit

der ÖGNB, der österreichischen Gesellschaft für nachhaltiges

Bauen, organisiert, die ebenfalls die besten nachhaltigen

Bauprojekte auszeichnete. Auch hier war das Projekt „Living

Garden“ mit dabei. Eine schöne Bestätigung für die Vereinbarkeit

der nachhaltigen Herangehensweise von fair-finance

mit Wirtschaftlichkeit und ansprechender Architektur.

Verleihung der Auszeichnungen, © Alfred Arzt/klimaaktiv


50

IMMOBILIENBESTAND FAIR-FINANCE ZUM 31.12.2017

Gentzgasse 135-137, 1180 Wien

Baujahr: ca. 1900

Nutzfläche: 3.466,72 m 2 (gesamtes Haus)

Anzahl Wohnungen: 14

Grünbergstraße 11, 1120 Wien

Baujahr: 1880-1900

Nutzfläche: 2.132 m 2

Anzahl Wohnungen: 45

Enenkelstraße 38, 1160 Wien

Baujahr: ca. 1900

Nutzfläche: 1.273,13 m 2

Anzahl Wohnungen: 14

Zeillergasse 34, 1170 Wien

Baujahr: 2004

Nutzfläche: 1.561 m 2 (gesamtes Haus)

Anzahl Wohnungen: 23

Hütteldorfer Straße 108, 1140 Wien

Baujahr: 1905, Dachgeschoss 2013

Nutzfläche: 1.712 m²

Anzahl Wohnungen: 30 Wohnungen + 2 Geschäftslokale


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BEISPIEL FÜR EIN IMMOBILIENRATING

fair-finance-Nachhaltigkeitsreport

Immobilienrating NH 003 / 01 / 2016, erstellt am 30.07.2016

Objekt:

Gebäudetyp:

zu beurteilen als:

Hauptnutzung:

Baujahr/Alter:

bewerteter Gebäudeteil:

Anzahl Einheiten/Tops:

Besonderheiten:

Bewertungsgrundlage:

1160 Wien, Enenkelstraße 38

Altbau mit Aufstockung, Zinshaus

Bestand

Wohnen

ca. 1900, Aufstockung 2008

gesamtes Gebäude, inkl. Aufstockung

14 Wohnungen, 4 Geschäfte

Aufstockung DG (2 Geschoße)

Erläuterungen "fair-finance-rating_Nachhaltige

Immobilien_Wohnen" (Version 2.5, Juli 2016)

Definition fair-finance-Nachhaltigkeitsrating für Immobilien:

Das Nachhaltigkeitsrating ist ein standardisiertes Verfahren, um die nachhaltige Qualität einer Immobilie darzustellen. Maßstab der Qualität

sind die fair-finance-Nachhaltigkeitsstandards, dargelegt in den fair-finance-Erläuterungen "Nachhaltige Immobilien" idgF.

Das gegenständliche Rating berücksichtigt die definierten Anforderungen sowie die Positiv- und Negativkriterien der "Grundsätzlichen

Richtlinie nachhaltiger Vermögensveranlagung" idgF. der fair-finance Vorsorgekasse AG. Die Bewertungskriterien berücksichtigen auch die

Erfordernisse des Österreichischen Umweltzeichens UZ 49 "Nachhaltige Finanzprodukte" (Stand 1.1.2016).

Die gewählte Rating-Methode ist in seiner Systematik (Ratingskala, Gewichtung und Zweitgewichtung) angelehnt an

- Leitfaden für europäisches Objekt- und Marktrating der TEGoVA (10/2003)

- Leitfaden für das Immobilienrating nachhaltiger Wohnbauten IMMO-RATE (Haus der Zukunft, Österreichisches Ökologie-Institut, 06/2006)

weicht aber in der Festlegung der Kriteriengruppen, der Teilkriterien und auch in den %-Sätzen der Gewichtungen von diesen Leitfäden ab.

Die langfristige Nachhaltigkeit von Objekt und Standort stehen im Fokus. Die Marktgängigkeit und die mittelfristige Verkäuflichkeit sowie die

Bonität der Nutzer bzw. Eigentümer sind nicht Gegenstand dieses Nachhaltigkeitsratings.

Ergebnis Gesamtrating Nachhaltigkeit:

gut

excellent

sehr gut

gut

leicht überdurchschnittlich

durchschnittlich leicht unterdurchschnittlich

1 2 3 4 5 6 7 8 9

katastrophal

oder

Ausschluss

Kriteriengruppe 1 (Standort) 4,1

25%

Kriteriengruppe 2 (Energie) 4,3

25%

Kriteriengruppe 3 (Ressourcen) 2,5

25%

Kriteriengruppe 4 (Ethik) 1,3

25%

mäßig

schlecht

sehr schlecht

10

Gewichtung

Gesamtrating

für das Bestandsobjekt

3,1 100%

Beurteilung

Es handelt sich um eine insgesamt als gut bewertete Immobilie, deren Nachhaltigkeitsrating durch leicht

überdurchschnittliche Standorteigenschaften, leicht überdurchschnittliche Energieperformance, eine sehr gute

Ressourcenbewertung und excellenter Bewertung der Ethikparameter gekennzeichnet ist.

Chance für nachhaltige

Sanierungsmaßnahmen

Gebäude wurde im Jahr 2008 aufgestockt, das DG ausgebaut und alle Fenster erneuert.

Technische Restnutzungsdauer für Dach und Fenster noch ca. 20-25 Jahre.

Thermische Verbesserung der Fassaden im Zuge von zukünftigen Instandsetzungszeitpunkten sinnvoll.

Erfüllungsgrad

klima.aktiv Basiskriterien

8 von 10

klima:aktiv Basiskriterien

sind erfüllt

bzw. sind leicht erfüllbar

noch nicht erfüllt sind:

-Heizwärmebedarf

-Energiemonitoring

zukünftige - Thermische Sanierung

Maßnahmen - Zählereinbau und

im Sinne klima:aktiv: Energiebuchhaltung

erstellt am:

beurteilt von:

30.07.2016

SV Dipl.Ing. Erich Reiner


52

IMMOBILIENBESTAND FAIR-FINANCE ZUM 31.12.2017

Ullmannstraße 24/Sechshauser Straße 23, 1150 Wien

Baujahr: 1912

Nutzfläche: 1.446 m 2

Anzahl Wohnungen: 18

Antonigasse 86, 1180 Wien

Baujahr: 2007

Nutzfläche: 559 m 2

Anzahl Wohnungen: 8 Wohnungen

Living Garden, Seestadt Aspern

Baujahr: 2018,

Nutzfläche: 4.445 m 2 ²

Anzahl Wohnungen: 37 Wohnungen + 19 Apartments

+ 3 Geschäftslokale + 5 Büros

Wiener Neustadt

Baujahr: 1700, Wiederaufbau 1952

Nutzfläche: 1.744 m 2 ²

Anzahl Wohnungen: 13 Wohnungen + 2 Geschäftslokale

+ 1 Büro

Schönbrunner Straße 103, 1050 Wien

Baujahr: Sanierung 2015

Nutzfläche: 692 m 2

Anzahl Wohnungen: 8 Wohnungen + 2 Geschäftslokale


53


54

Auszeichnungen

Das Finanzfachmagazin Börsianer vergab

2017 zum dritten Mal auf Basis eines

dreisäuligen Scoringmodells (Peergroup/

Kennzahlen/Redaktion) unter 140 Finanzunternehmen

(darunter acht Vorsorgekassen)

Auszeichnungen für die besten Finanzunternehmen.

fair-finance sicherte sich dabei

im Vorsorgekassen-Ranking wie schon 2016

den 1. Platz und verbesserte sich im Gesamtranking

unter allen 140 Unternehmen auf

den 5. Rang.

Die neuerliche Verleihung des internationalen

Awards „Most Socially Responsible

Pension Fund Winner Central Europe“

bereits zum dritten Mal in Folge bestätigte

auch 2017 den besonders sozialverantwortlichen

Anspruch von fair-finance.

Der Nachhaltigkeitsansatz der Vermögensveranlagung

wurde 2017 von der Österreichischen

Gesellschaft für Umwelt und

Technik bereits zum 6. Mal in Folge mit der

höchsten Auszeichnung, dem ÖGUT-Gold

Zertifikat, honoriert.

Das gesamte Veranlagungsportfolio von

fair-finance ist seit 2015 nach den strengen

Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens

geprüft und ausgezeichnet.

Als Klimabündnisbetrieb wurde die

fair-finance Vorsorgekasse bereits 2013

ausgezeichnet. Geld als soziales Gestaltungsmittel

zu nutzen, entsprechendes Engagement

und das Fördern einer nachhaltigen

Gesellschaftsentwicklung entsprechen

nicht nur dem Leitbild, sondern sind gelebte

Unternehmenskultur.

fair-finance wurde 2014 mit dem staatlichen

Gütezeichen für Familienfreundlichkeit

ausgezeichnet. Damit wurde dem klaren

Bekenntnis von fair-finance Rechnung

getragen, Fairness in allen Unternehmensbereichen

zu verankern und nach außen wie

nach innen zu leben. Im November 2017

erfolgte die Re-Zertifizierung.

Der Ansatz für den Responsible Investment

Standard 2017 liegt im Divestment. Unternehmen

mit ethisch besonders problematischen

Geschäftsaktivitäten werden aus dem

Portfolio ausgeschlossen. Ein Umstand, dem

fair-finance schon seit langem in enger Abstimmung

mit dem Kundenbeirat, der über

die Einhaltung des Kriterienkataloges für die

nachhaltige Veranlagung wacht, Rechnung

trägt.

Mit der Unterzeichnung der sechs Prinzipien

für nachhaltiges Investieren 2017

verpflichtet sich fair-finance als Investor

öffentlich zur ihrer Einführung und Umsetzung,

soweit dies mit den treuhänderischen

Verpflichtungen vereinbar ist.

Mitgliedschaften

KLIMABÜNDNIS ÖSTERREICH – Größtes kommunales Klimaschutz-Netzwerk in Europa

ÖGUT – Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik

NPO – Institut für interdisziplinäre Nonprofit Forschung an der Wirtschaftsuniversität Wien (fair-finance ist förderndes Mitglied)

CONTROLLER INSTITUT – nachhaltiger Aufbau fachlich spezialisierter Kompetenzen

BVK – Plattform der Betrieblichen Vorsorgekassen

CRIC – Verein für ethisch orientierte Investoren

respACT – austrian business council for sustainable development


Kunden über fair-finance

fair-finance dankt allen Kundinnen und Kunden für das Vertrauen.

Nachhaltiges Handeln

als integraler Bestandteil

der unternehmerischen

Verantwortung optimiert die Produkte und die Prozesse

und trägt zum wirtschaftlichen Erfolg von PALFINGER

entscheidend bei. Nachhaltigkeit ist uns auch bei unseren

Partnern ein ganz besonderes Anliegen. fair-finance als

Betriebliche Vorsorgekasse auszuwählen, die als verantwortungsvoller

Investor die Abfertigungsgelder der

Kolleginnen und Kollegen nicht nur besonders nachhaltig,

sondern auch überdurchschnittlich erfolgreich veranlagt,

war daher der logische Schritt für uns.

Daniela Werdecker, Head of Sustainability Management

Fair handeln beginnt für SONNENTOR

nicht in den Entwicklungsländern oder

der so genannten 3. Welt. Jeder Biobauer,

Mitarbeiter, Vertriebspartner, Ladner

und Konsument ist ein wichtiger Teil

des fairen Handels. Ökologie, Ökonomie

und Ethik werden bei uns seit jeher nicht nur durch Worte,

sondern auch durch eine Vielzahl von Taten verbunden.

Daher war es für uns wichtig, auch im Bereich der Mitarbeitervorsorge

auf einen fairen Partner zu setzen. Seit

2014 arbeiten wir mit der „fair-finance Vorsorgekasse AG“

zusammen. Alle Beiträge der MitarbeiterInnen „Abfertigung

NEU“ werden an diese Vorsorgekasse einbezahlt.

fair-finance versteht sich als sozial verantwortliches

Unternehmen, bei dem nicht Profitmaximierung das Ziel

ist. Es sollen der individuelle Nutzen und ein gesellschaftlicher

Mehrwert in Einklang gebracht werden. Das lässt

auch bei uns Freude wachsen.

Johannes Gutmann, Gründer

fair-finance zeichnet sich

durch eine zertifiziert

nachhaltige Vermögensveranlagung

und überdurchschnittliche Ergebnisse aus,

was einerseits die verantwortungsvolle Ausrichtung in

die Zukunft widerspiegelt und gleichzeitig belegt, dass

nachhaltige Investments durchaus zu guter Performance

führen können. Die Mindestzinsgarantie in Verbindung mit

attraktiven Gebühren stellt zudem sicher, dass auch in

wirtschaftlich turbulenteren Zeiten die Abfertigungsguthaben

bestmöglich abgesichert sind. Diese Kombination

aus gelebter gesellschaftlicher Verantwortung und klaren

wirtschaftlichen Vorteilen war letztendlich ausschlaggebend

für die Überlegung der Arbeitnehmervertreter und

der Geschäftsführung, zu fair-finance zu wechseln.

Josef Tagwerker, Vorsitzender Angestelltenbetriebsrat,

Klaus Bachmair, Vorsitzender Arbeiterbetriebsrat

Als Familienbetrieb blicken wir

gerne auf unsere Vergangenheit

zurück. Doch wir blicken genauso in

die Zukunft und tragen darum unseren Teil dazu bei, schon

heute die Weichen für ein lebenswertes Morgen zu stellen.

Aus diesem Grund haben wir uns für fair-finance als

Betriebliche Vorsorgekasse entschieden. Denn auch bei

fair-finance wird Nachhaltigkeit und somit gesellschaftliche

Verantwortung zukünftigen Generationen gegenüber groß

geschrieben. Dass darüber hinaus mit einer exklusiven

Zinsgarantie mehr Sicherheit und mit der Gewinnbeteiligung

eine echte Partnerschaft mit den Kundinnen und

Kunden geboten wird, hat uns in der Entscheidung für fairfinance

bestärkt.

Alexander Trummer, Betriebsratsvorsitzender

Abgesehen von der über die Jahre

sehr guten Performance und dem

guten Gefühl, mit der einzigartigen

Zinsgarantie einfach mehr Sicherheit

als bei anderen Anbietern zu haben,

waren und sind es die Kontroll- und Mitspracherechte im

Kundenbeirat, die ein wichtiger Grund für den Wechsel zu

fair-finance waren. Sie ermöglichen es sehr transparent,

die uns relevant erscheinenden Geschäftspraktiken von

fair-finance maßgeblich mitzugestalten. So haben wir im

Kundenbeirat einen Kundenvertreter für den Aufsichtsrat

von fair-finance nominiert.

Da hat man wirklich das Gefühl, etwas mitgestalten und

bewegen zu können.

Andreas Richter-Huber, Vorsitzender Betriebsrat

Als Dienstleiter im Bereich

normengerechte Technische

Dokumentation und Fachübersetzungen

sehen wir unsere Mitarbeiter als unser größtes

Potential. Ihnen verdanken wir unseren langjährigen Erfolg

und den – uns kürzlich verliehen - tekom Dokupreis 2017.

Wir gehen auf unsere Mitarbeiter ein und ermöglichen individuelle

Lösungen, so arbeiten wir beispielsweise auch vom

Homeoffice aus. In der fair-finance Vorsorgekasse haben

wir einen Partner gefunden, der hier sehr ähnliche Ansätze

verfolgt, was auch durch die Zertifizierung berufundfamilie

zum Ausdruck gebracht wird. Die nachhaltige Veranlagung,

die sich mit Ihren Erfolgen nicht verstecken muss und die

kompetente Fachberatung hat uns die Entscheidung, unsere

Vorsorgekasse zu wechseln, zusätzlich leichtgemacht.

Ing. Michael Plattner, Geschäftsführung


fair-finance Vorsorgekasse AG

Alser Straße 21, 1080 Wien

Telefon: +43 1 405 71 71 - 0

Fax: +43 1 405 71 71 - 71

E-Mail: office@fair-finance.at

www.fair-finance.at

Österreichweiter Telefonservice

zum Ortstarif: 0810 810 061

Das Österreichische Umweltzeichen

für Druckerzeugnisse, UZ 24, UW 686

Ferdinand Berger & Söhne GmbH.

Unbenannt-1 1 07.07.2009 13:28:58

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