Aue-Bote-04

landundleute

Kostenlos an alle Haushalte

19. Okrober 2020 Telefon 0 50 22 - 13 63

Foto:Andreas Hermsdorf_pixelio.de


Seite 2

Aue-Bote Liebenau

Ehrenamtsüberraschung für Claudia Eckhardt

Binnen. Theresa Gand vom Kreis Sportbund

Nienburg, überraschte und ehrte

Claudia Eckhardt am 23. September 2020,

beim Übungsabend der Volleyballer mit

einer Urkunde, Konfettiregen und weiteren

kleinen Geschenken.

Helmut Tonn, stellv. Vorsitzender Organisation

beim SJB Binnen, bedankte sich bei

Claudia Eckhardt für ihren unermüdlichen

Einsatz bei den Volleyballern.

Claudia Eckhardt ist die Beachvolleyballspartenleiterin

des SJB Binnen und hat die

Volleyballsparte 2010 gegründet. Seitdem

ist sie für den Aufbau, Pflege des Platzes

und die Beachpunktspielsaison im Sommer

verantwortlich. 2018 wurde eine Volleyballspielgemeinschaft

des SJB Binnen / TSV

Lemke beschlossen.

Die Anlage in Binnen ist im Landkreis Nienburg

einmalig, nirgendwo wird soviel Beachvolleball gespielt.

Sechsmal die Woche trainieren unterschiedliche Gruppen auf

der Anlage, an zwei Tagen die offizielle Spielgemeinschaft des

SJB Binnen/TSV Lemke.

Helmut Tonn

Völlers besucht Liebenauer EHAP-Projekt

Förderung wird verlängert

Liebenau. Die heimische Bundestagsabgeordnete Marja-

Liisa Völlers (SPD) besuchte kürzlich das EHAP-Projekt „BIBA

Land - Beraten, Integrieren, Begleiten, Ankommen in der

Mitte Niedersachsens“ in Liebenau. Hauptprojektträger ist der

Nienburger Verein Herberge zur Heimat. Nun ist klar: Das Projekt

kann bis 2022 gefördert werden. Dazu die heimische

Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers:

„Die Möglichkeit der Verlängerung der Förderung des Projekts

ist eine großartige Neuigkeit! Dass unser Landkreis weiterhin

so umfassend gefördert werden kann, freut mich riesig.

Ich habe mich bereits in der Vergangenheit für die Förderung

eingesetzt und mich vor Ort in Liebenau sowie beim Verein

Herberge zur Heimat als Hauptprojektträger in Nienburg von

der wertvollen Arbeit des BIBA Land-Teams überzeugt“, so

Völlers.

Teamleiterin Marthe Nietfeld fügt hinzu: „Das Projekt hat sich

mittlerweile gut etabliert, die Nachfrage ist enorm hoch und

kann in dieser Form nur über die Förderung gedeckt werden.

Knapp die Hälfte aller Zugewanderten im Landkreis Nienburg

kommt aus dem europäischen Ausland, fast ein Viertel von

ihnen lebt in Liebenau. Damit nimmt die Samtgemeinde landkreisweit

eine gewisse Sonderstellung mit besonderen Herausforderungen

ein. Umso mehr hat uns natürlich die

Nachricht über die Möglichkeit der Projektverlängerung gefreut!“

Ca. 500 Personen aus der Europäischen Union leben in Liebenau,

berichten die Mitarbeitenden. Das Beratungsteam bietet

eine Art „Brückenfunktion“. Ratsuchende aus dem europäischen

Ausland erhalten eine erste Orientierung und Unterstützung

bei der Inanspruchnahme von bereits bestehenden

Angeboten. Das EHAP-Projekt ist ein Kooperationsverbund

mit dem Verein Herberge zur Heimat, der Stiftung Bethel

Diepholz sowie dem Haus der Generationen e.V. Stolzenau.

Der EHAP (Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten

Personen) unterstützt Projekte für besonders benachteiligte

neuzugewanderte EU-Bürgerinnen und -Bürger.

Im EHAP Kooperationsverband BIBA Land (Beraten - Integrieren

- Begleiten - Ankommen in der Mitte Niedersachsens) beraten

die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen EU-Zugewanderte

und deren Kinder bis 7 Jahre. Das Konzept beinhaltet die Vernetzung

mit örtlichen Institutionen und Diensten, um besonders

Benachteiligte an das Hilfesystem anzubinden. Außerdem

sollen über Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

Vorurteile gegen die beschriebenen Personengruppen

abgebaut werden.

Anna Tiedtke


Aue-Bote Liebenau Seite 3

Impressum: Aue-Bote Liebenau

Herausgeber: Verlag Land und Leute

Elke Backhaus - Bremer Straße 24

31608 Marklohe/Neulohe

Anzeigen: Klaus Eckelmann, Elke Backhaus

Satz & Layout: Klaus Eckelmann

Redaktion: Elke Backhaus (eb)

Druck:

Weserdruckerei Stolzenau

Auflage:

ca. 3.000 Exemplare

Vertrieb:

Hausverteilung an alle erreichbaren Haushalte in

der Samtgemeinde Liebenau.

Kostenlos, ein Anspruch besteht nicht.

Telefon: 0 50 22 - 13 63

Fax: 0 50 22 - 89 13 74

E-mail:

liebenau@aue-bote.de

Jorunn Wissmann erhält

Ehrenamtskarte des Landes

Weitere Monats-Magazine aus unserem Verlag:

Ausgabe: Mittelweser-Region

Samtgemeinden Marklohe und

Heemsen

Auflage: 4.000 Exemplare Hausverteilung

Auflagestellen und online

e-mail: redaktion@land-und-leute.de

Veranstaltungskalender

und Messe-Journale

Nachdruck, auch in Auszügen, nur mit Genehmigung unseres Verlages.

Die Redaktion behält sich Kürzungen der eingereichten Artikel

vor. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung.

Helmut Tonn, Vorsitzender d. Sport- u. Jugendbundes, Jorunn

Wissmann, Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner.

Binnen. Jorunn Wissmann aus Binnen erhält aus den Händen

des Samtgemeindebürgermeisters Walter Eisner für ihren

selbstlosen und uneigennützigen ehrenamtlichen Einsatz zur

Bewahrung der Natur die Ehrenamtskarte des Landes Niedersachsen.

In seiner Laudatio

führt der Samtgemeindebürgermeister

an, dass sich Frau

Wissmann bereits seit mehreren

Jahren dem Projekt „Insektenfreundliches

Dorf“ gewidmet

hat. Als Projektkoordinatorin

hat sie durch Anlegen

von Blühstreifen, einer Obstbaumpflanzaktion und anderen

Maßnahmen vieles vorangetrieben, wobei gesellschaftliche

Gruppen u.a. der Sport- und Jugendbund, der Kindergartenförderverein

und andere einbezogen worden sind. Sie hat

diese Idee hineingetragen in die Gesellschaft und insbesondere

auch Kinder und Jugendliche dafür begeistert. Besonders

bedeutenswert ist die Anbindung des Nachwuchses;

denn nur, wenn die nachfolgenden Generationen mit den natürlichen

Ressourcen schonend umgehen, wird unsere Zukunft

gesichert werden können. Abschließend bedankte sich

Walter Eisner für ihren aufopferungsvollen Einsatz und hofft,

dass diese Bewegung weiter anwächst und über die Gemeinde

Binnen hinaus Früchte trägt. Helmut Tonn


Seite 4

Aue-Bote Liebenau

Jetzt online registrieren

Corona-Einreisemeldung aus

Risikogebieten

Landkreis. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind Reiserückkehrerinnen

und -rückkehrer aus Risikogebieten verpflichtet,

sich umgehend in Quarantäne zu begeben und sich

beim örtlichen Gesundheitsamt zu melden. Eine Liste mit den

aktuellen Risikogebieten finden Interessierte hier: www.rki.de/

covid-19-risikogebiete. Um die Kontaktaufnahme zu vereinfachen,

können betroffene Personen ein Online-Formular auf

der Internetseite des Landkreises Nienburg ausfüllen, und

zwar unter www.lk-nienburg.de/Einreisemeldung. Die Daten

werden direkt per E-Mail unter infektionsschutz@kreis-ni.de

an das Gesundheitsamt des Landkreises Nienburg geschickt.

Wichtig ist, dass alle betroffenen Personen sich einzeln registrieren.

Ein Testergebnis kann jeweils als PDF hochgeladen

werden. Sofern kein negativer Corona-Test vorliegt, werden

sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes

zeitnah mit den registrierten Personen in Verbindung

setzen. Solange kein negativer Corona-Test der jeweiligen Person

vorliegt, müssen Reiserückkehrer in Quarantäne bleiben.

Weitere wichtige Informationen sind auf der Internetseite des

Landkreises Nienburg unter www.lk-nienburg.de/corona erhältlich.

Michael Duensing

Aue-Bote

Jetzt auch online zum Blättern

www.land-und-leute.de


Aue-Bote Liebenau Seite 5

Eröffnung Hallenbad – Mit

neuem Team geht es in die

Saison 2020/2021

Das Badevergnügen kann in Liebenau endlich wieder losgehen.

Wenn „Corona“ uns keinen Strich durch die Rechnung

macht starten wir am Sonntag, 1. November 2020 um 8 Uhr!

Auch in der Saison 2020/21 werden im Hallenbad Liebenau

verschiedene Aqua-Kurse und Schwimmkurse für Kinder angeboten.

Aufgrund der Coronaeinschränkungen leider nur in

abgespeckter Form und mit weniger Teilnehmern.

Das den zahlreichen Badbesuchern bekannte Bäderteam um

Elke Klein als Badleitung steht auch in dieser Saison wieder

mit voller Mannschaft zur Verfügung. Silke Bargemann hat

im Rathaus die Aufgaben des Bäderwesens übernommen.

In den zurückliegenden Monaten wurden wieder zahlreiche

Unterhaltungsarbeiten am Hallenbad durch die Mitglieder des

Fördervereins ausgeführt. Alle erforderlichen Reparaturen,

Wartungs- und Pflegearbeiten konnten zeitgerecht erledigt

werden. Hierfür ein großes Dankeschön an alle Helfer!

Die Bewirtung des Kiosks sowie der Eintrittskartenverkauf

werden ebenfalls wieder vom Förderverein des Hallenbades

erledigt.

Die Samtgemeinde Liebenau dankt nochmals allen Aufsichtskräften

für ihr Engagement, sowie Hartmut Albe, stellvertretend

für alle ehrenamtlichen Helfer des Fördervereins, für

deren große Unterstützung. „Ohne die vielen Helferstunden

der Fördervereinsmitglieder würde das Hallenbad Liebenau

wohl heute nicht mehr existieren.

Die Samtgemeinde Liebenau und der Förderverein des Hallenbades

Liebenau freuen sich auf zahlreiche Besucher in der

kommenden Badesaison und wünschen allen Badegästen

eine schöne Saison.

Aktueller Coronahinweis:

• Max. 12 Badegäste im öffentlichen Badebetrieb

• Max. 15 Teilnehmer/innen pro Aquakurs

• Hygieneregeln sind einzuhalten

• Bitte den Mindstabstand von 1,5 m einhalten

• Datenerfassung zwingend erforderlich

( Verwahrung 3 Wochen)

Samtgemeinde Liebenau

Öffentlicher

Badebetrieb

Hallenbad

Liebenau

ab 01. 11. 2020

Wir bieten Badevergnügen bei 28 ° C Wassertemperatur

und eine Reihe besonderer Attraktionen

Aqua-Jogging bei 28°C und 3,00 m

Aqua-Gymnastik bei 30° C Wassertemperatur

und 1,30 m Wassertiefe

Aqua-Fitness bei 28° C Wassertemperatur

und 1,30 - 3,00 m Wassertiefe

u. a. mit Stepper und Kleingeräten

Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene

Spielgeräte und Kinderplanschbecken für unsere

kleinen Badegäste

Warmbadetag

Freitag und Samstag (ca. 30 ° C Wassertemperatur)

Sonnenbaden im Solarium

Kindergeburtstagsfeier

Nach Anmeldung

Sonderveranstaltungen

werden frühzeitig bekanntgegeben

Cafeteria

Hier gibt es nach dem erlebnisreichen Badevergnügen

die Möglichkeit für eine kleine Erfrischung oder einen

Snack.

Die Kursgebühren werden nicht von Krankenkassen

übernommen!

Anmeldungen werden im Hallenbad entgegen genommen.

Unsere Öffnungszeiten:

Dienstag15.00 – 17.00 Uhr 1,30 m

17.00 – 20.00 Uhr 3,00 m

Mittwoch 15.00 – 17.00 Uhr 1,30 m

17.00 – 19.00 Uhr 3,00 m

18.00 – 19.00 Uhr Sportschwimmen 3,00 m

Freitag 15.30 – 17.00 Uhr (Warmbadetag, ca. 30° C

1,30 m)

Samstag 7.30 – 9.30 Uhr (Warmbadetag, ca. 30° C

3,00 m)

9.30 – 11.00 Uhr 1,30 m

13.00 – 15.00 Uhr 1,30 m

15.00 – 17.00 Uhr 3,00m

Sonntag 8.00 – 10.00 Uhr 3,00 m

10.00 – 13.00 Uhr 1,30 m

Samtgemeinde Liebenau


Seite 6

Aue-Bote Liebenau

Förderprogramm Dorferneuerung Binnen verlängert

Rechtzeitig Anträge für private Dorferneuerungsmaßnahmen stellen

Liebenau. Das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-

Weser, Geschäftstelle Sulingen, hat auf Antrag der Gemeinde

Binnen den Förderzeitraum für private und öffentliche Maßnahmen

zur Dorferneuerung verlängert. Das eigentlich am

Jahresende auslaufende Förderprogramm endet nun am 31.

Dezember 2023.

Bis zu diesem Termin können Maßnahmen gefördert werden,

die den Förderrichtlinien entsprechen.

Dazu gehören u. a.:

• Die Erhaltung und die Gestaltung von ortsbildprägenden

oder landschaftstypischen Gebäuden sowie die Umgestaltung

von Bausubstanz hin zu einem ortsbildprägenden

oder landschaftstypischen Erscheinungsbild einschließlich

der dazugehörigen Hof-, Garten- und Grünflächen.

• Die Anpassung von Gebäuden einschließlich Hofräume

und Nebengebäuden land- und forstwirtschaftlicher Betriebe

an die Erfordernisse zeitgemäßen Wohnens und

Arbeitens, um sie vor Einwirkungen von außen zu schützen

oder in das Ortsbild oder in die Landschaft einzubinden,

soweit sie nicht im Rahmen des einzelbetrieblichen

Agrarinvestitionsförderungsprogramms gefördert werden.

• Die Umnutzung ortsbildprägender oder landschaftstypischer

Gebäude sowie von Bausubstanz hin zu einem ortsbildprägenden

oder landschaftstypischen Erscheinungsbild,

vor allem zur Innenentwicklung, unter gestalterischer

Anpassung an das Ortsbild.

Wenn beispielsweise die Absicht besteht, das Dach neu eindecken

zu lassen, neue Fenster einzubauen, das Fachwerk des

Hauses zu sanieren, den Außenanstrich oder den Zaun zu erneuern,

dann kann für diese Maßnahmen ein Antrag auf Gewährung

eines Zuschusses im Rahmen der Dorferneuerung

gestellt werden.

Um eine mögliche Förderung für Maßnahmen in Anspruch

nehmen zu können, muss der Antrag spätestens am 15. September

eines jeden Jahres beim Amt für regionale Landesentwicklung

Leine-Weser, Geschäftstelle Sulingen, vorliegen.

Verspätet eingegangene Anträge können dann nicht mehr

berücksichtigt werden. Da das Programm für die Gemeinde

Binnen am 31.12.2023 ausläuft, können Anträge somit letztmalig

zum Stichtag 15.09.2022 gestellt werden.

Für die Antragstellung werden u. a. eine Kostenermittlung

durch einen Fachplaner oder ein oder mehrere Kostenvoranschläge

von Handwerksbetrieben benötigt. Unbedingt zu beachten

ist, dass mit der Maßnahme erst begonnen werden

darf, dazu gehört auch der Materialkauf oder eine Auftragsvergabe,

wenn der Zuwendungsbescheid vom Amt für regionale

Landesentwicklung Leine-Weser vorliegt. Unschädlich ist

die Einholung von Angeboten oder einer Kostenschätzung.

Die Höhe der Förderung beträgt bei privaten Vorhaben bis zu

30 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Dabei müssen jedoch

Mindestinvestitionen von rund 8.350,00 Euro je Maßnahme

getätigt werden.

Für Fragen, Auskünfte, Beratungen und Antragstellungen zur

Dorferneuerung steht allen interessierten Bürgern die Samtgemeinde

Liebenau unter der Rufnummer 05023-2926 zur

Verfügung.

Thorsten Friedrich


Aue-Bote Liebenau Seite 7

Der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (CDU)

besuchte im Rahmen seiner Sommertour

den DRK-Stützpunkt in Pennigsehl

Pennigsehl. Wenn

von Stützpunkten die

Rede ist, denkt man in

der Regel zuerst ans Militär,

doch auch beim

DRK findet man sie. Der

heimische Bundestagsabgeordnete

Maik Beermann

(CDU) hat sich

nun im Rahmen seiner

Sommertour den DRK-

Stützpunkt in Pennigsehl

angeschaut und die Arbeit

des DRK im Rahmen

des Katastrophenschutzes

erklären lassen.

Beim DRK Stützpunkt in

Pennigsehl, stehen rein

ehrenamtlich tätige Personen,

unter der Leitung

von Oliver Böhm, für

den Katastrophenschutz

Gewehr bei Fuß, um die

hauptamtlichen Kräfte

bei verschiedenen Einsätzen zu unterstützen. Ein MTW und

ein Lastwagen gehören zum Fuhrpark in der kleinen Ortschaft,

mit dem das DRK z.B. auch beim Moorbrand vor einiger

Zeit dabei war.

Bürokratie und wenig neue Mitglieder bereiten den Ehrenamtlichen

Sorgen. „Die Einführung eines allgemeinen Dienstjahres

würde uns helfen", so Böhm. Früher waren es die Zivis

und Bundis, die es häufig nach dem Dienst dauerhaft ins Ehrenamt

verschlagen hat. "Auch wenn die politische Debatte

dieses Thema gerade nicht im Fokus hat, so finde auch ich

viele Argumente für statt gegen ein solches Dienstjahr", so

Beermann zustimmend.

Viktor Jahn


Seite 8

Aue-Bote Liebenau

Insektenfreundliches Dorf als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet

Binnen. Zu einer Feierstunde

im coronabedingt eher kleinen

Rahmen hatten die Aktiven des

Binner Vereinsprojekts „Insektenfreundliches

Dorf“ am Sonnabend,

dem 3. Oktober 2020,

auf den Hof der örtlichen Kita

Mullewapp geladen. Freudiger

Anlass: die Auszeichnung als offizielles

Projekt der „UN-Dekade

Biologische Vielfalt“.

Die Vereinten Nationen (UN)

haben die Jahre 2011–2020 als

Dekade der Biologischen Vielfalt

ausgerufen, um das weltweite Bewusstsein für den Rückgang

der Biodiversität (also der Vielfältigkeit der Arten und der

Ökosysteme) zu fördern und die Menschen in aller Welt dazu

aufzurufen, sich für deren Erhalt einzusetzen. Themenschwerpunkt

der Jahre 2019 und 2020 ist „Insekten schützen – gemeinsam

für die Vielfalt der Natur“. Dies hatten die

Projektmacher zum Anlass genommen, am UN-Dekade-Wettbewerb

„Biologische Vielfalt“ teilzunehmen – mit Erfolg! Das

Projekt konnte die deutsche Jury überzeugen und freut sich

nun über die Auszeichnung.

Nach der Begrüßung der Gäste durch die Vorsitzenden der

beiden Trägervereine, Helmut Tonn (SJB Binnen) und Inga

Vehrenkamp (Förderverein Kiga Binnen), beschrieb Gemeindebürgermeister

Heinrich Schomburg in seinem Grußwort

eindringlich die Bedeutung der Insekten für die gesamte

Natur. Mit ihrem Rückgang seien auch viele andere Tierarten

wie etwa das Rebhuhn bedroht, die dauerhaft oder zeitweise

auf Insekten als Nahrung angewiesen seien. Auch hier sei ein

dramatischer Rückgang zu beobachten. Samtgemeindebürgermeister

Walter Eisner, der die Auszeichnungsurkunde und

Trophäe überreichte, hob besonders die Einbindung der Kindergartenkinder

in das Projekt hervor. So würden diese schon

frühzeitig lernen, dass man die Schöpfung aktiv bewahren

müsse. Der stellvertretende Landrat Dr. Frank Schmädeke

schließlich betonte, dass Insekten vielerlei wichtige Funktionen

erfüllten, auch solche Arten, deren Bedeutung sich uns

Menschen nicht unmittelbar erschließe. Wie seine Vorredner

lobte er das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten.

Seit Anfang 2018 sind die Naturfreunde in Binnen und umzu

aktiv, um die Lebensbedingungen (nicht nur) für Insekten zu

verbessern und der Verarmung der Lebensräume entgegenzuwirken.

Auslöser waren die zahlreichen Berichte über den

dramatischen Rückgang der Insekten, die 2017 verstärkt

durch die Medien gingen. Das Phänomen an sich war dabei

durchaus schon länger bekannt – nur hatte es eben bisher

nicht genug Beachtung gefunden, vor allem in der breiten Bevölkerung.

Seither haben die Aktiven vielerlei umgesetzt, von

der Anlage von Blühstreifen und Pflanzung zahlreicher Obstbäume

über mehrere Aktionen mit den Kindergartenkindern

bis hin zur Abgabe von Regiosaatgut und zahllosen Insektenpflanzen

an Privatgärtner. Ein jährliches Highlight ist die Binner

Pflanzentauschbörse Ende April, die dieses Jahr

kurzerhand als einwöchige „SB-Tauschbörse“ stattfand, was

sehr gut angenommen wurde.

„Insektenfreundliches Dorf“ ist ein gemeinsames Projekt des

SJB Binnen und des Fördervereins Kindergarten Binnen; es begreift

sich als Aktionskreis, der „von unten“ wirkt, um die biologische

Vielfalt zu bewahren. Um dem äußerst bedrohlichen

Rückgang sowohl der Arten- als auch der Individuenzahlen

entgegenzuwirken, braucht es jedoch schnelles Handeln auf

allen Ebenen: Die Politik müsse rasch eingreifen, indem sie

etwa Wirtschaftsunternehmen strengere Vorgaben bei der

Produktion und der Nutzung von Ressourcen mache, so Koordinatorin

Jorunn Wissmann. Verbraucher sollten beim Einkaufen

gezielt nachhaltige Produkte wählen und auch danach

fragen. Und schließlich sollten alle Bürgerinnen und Bürger

viel mehr Naturschutz einfordern. Sonst müssten spätere Generationen

einen hohen Preis bezahlen.

Nachdem die Insektenfreunde in den ersten Jahren schon etliche

Maßnahmen umgesetzt hatten, wurden sie 2020 von

der Corona-Pandemie stark ausgebremst. Gerade deshalb

wirke die Auszeichnung sehr motivierend, so Wissmann, die

abschließend die für 2021 geplanten Vorhaben erläuterte und

mit Nachdruck versicherte: „Wir machen auf jeden Fall weiter!“

Helmut Tonn

Foto v. l. n. r.: Helmut Tonn, Inga Vehrenkamp, Heinrich

Schomburg, Jorunn Wissmann, Walter Eisner, Dr. Frank

Schmädeke (Foto: Fleischer).


Aue-Bote Liebenau Seite 9

Neuer Radweg über 111 Kilometer von der Ellerburg bis nach

Liebenau/Binnen eröffnet

Ellerburg/Binnen. Am Donnerstag (24.09.) wurde auf der

Ellerburg der neue Ellerburg-Aue-Radweg eröffnet. Prof. Dr.

Hans Werner Schürmann, Vorsitzender des Vereins Herrenhäuser

und Parks begrüßte gemeinsam mit Georg Droste zahlreiche

Gäste aus Politik, Ehrenamt und Tourismus. Der

Ellerburg-Aue-Radweg begleitet die Große Aue von der

Quelle bis zur Mündung in die Weser. Mit dieser Verbindungslinie

zwischen dem Kreis Herford, dem westlichen Kreis Minden-Lübbecke

bis zur Weser im Landkreis Nienburg kann man

in faszinierender Weise erleben, wie die Große Aue von einem

kleinen Bach auf 88 Kilometern Länge zu einem respektablen

Fluss wird. Abwechslungsreiche Landschaft mit schönen Orten

und viel Geschichte liegen am Wegesrand. Der Radweg startet

am Parkplatz auf dem Gelände der Ellerburg am Rand der Ortschaft

Fiestel, die zur ostwestfälischen Stadt Espelkamp in

Nordrhein-Westfalen gehört.

Die Große Aue ist ein 88 Kilometer langer und nach Hunte

und Diemel der drittgrößte linke Nebenfluß der Weser. Sie

entspringt auf einer Quellhöhe von 118 m über NN auf der

Südseite des Wiehengebirges im Ortsteil Dono der Gemeinde

Rödinghausen und mündet unterhalb von Liebenau auf halbem

Wege nach Nienburg bei Binnen in die Weser. Der Radfahrer

fährt überwiegend auf ebenen landwirtschaftlichen

Wegen abwechselnd auf beiden Seiten des Flusses durch zum

Teil urwüchsige Landschaften, die geprägt sind von Wiesen,

Wäldern, Landwirtschaft, Spargelfeldern, Seen, Bauernhöfen,

Mühlen und Herrenhäusern.

Der Ellerburg-Aue-Radweg kreuzt mehrere ausgewiesene

Radwege wie den Weser-Radweg, sodass auch größere Rundtouren

und Mehrtagestouren möglich sind. Der Radweg ist

nicht ausgeschildert. DieTouren sind digital im Teutonavigator

und in Komoot erfasst. Ein kostenfreies Faltblatt gibt es in den

Rathäusern am Wegesrand und bei der Mittelweser-Touristik

GmbH, Tel. (05021) 917630, www.mittelweser-tourismus.de.

Martin Fahrland

Der Ausgangspunkt an der Ellerburg wurde gewählt,

weil hier in der Geschichte ein wichtiger

Übergang über die Auewiesen war. Außerdem

hat der Wasserstand der Großen Aue letztlich zum

Rückbau der Ellerburg geführt. Der erste Teil verläuft

von der Ellerburg nach Nord-Osten bis zur

Mündung der Großen Aue in die Weser bei Binnen

in der Samtgemeinde Liebenau. Er ist 110 km

lang und überquert 20 Mal die Große Aue. Um

verkehrstechnisch angebunden zu sein und Parkmöglichkeiten

zu haben, wird er weitergeführt bis

zum Hotel/Restaurant Schweizerlust in Liebenau.

Der zweite Teil führt nach Süden von der Ellerburg

zur Aue-Quelle nach Dono (Rödinghausen). Er ist

23,5 km lang und überquert 5 Mal die Große Aue.

Um auch hier verkehrstechnisch angebunden zu

sein und um Parkmöglichkeiten zu haben, wird er

weitergeführt bis zum Busbahnhof in Rödinghausen

(ca. 4 Kilometer).


Seite 10

Aue-Bote Liebenau

Ärztliche Versorgung im Grundzentrum Liebenau ho

Leitende Oberärztin Dr. Nicol Hollmann übernimmt einzig verbliebe

Liebenau. Positive Nachrichten für die Bevölkerung des Flecken

und der Samtgemeinde Liebenau. Lange Zeit waren die Verwaltung

der Samtgemeinde sowie die kommunale Wirtschaftsförderung auf

der Suche nach einer Ärztin/einem Arzt für Liebenau. Mit tatkräftiger

Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen

(KVN), Bezirksstelle Verden, konnte nun Frau Dr. Nicol Hollmann

dafür gewonnen werden, nach Liebenau zu kommen und dort die

Praxis von Dr. Schulte zu übernehmen. Dieser hörte am 1. 10. 2020

altersbedingt auf zu praktizieren. Frau Dr. Hollmann übernahm die

Praxis mit sämtlichen Mitarbeiterinnen zum 1.10. 2020.

„Dass wir Frau Dr. Nicol Hollmann dafür gewinnen konnten, in Liebenau

die einzig verbliebene Arztpraxis zu übernehmen ist ein echter

Glücksfall für den Flecken und die Samtgemeinde Liebenau;“ betont

Liebenaus Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner und fährt fort:

„Hierdurch können wir nach langer Zeit vergeblicher Bemühungen

endlich die allgemeinmedizinische Grundversorgung im Flecken und

der Samtgemeinde Liebenau sicherstellen, und zwar sehr hochkarätig

in Gestalt einer leitenden Oberärztin mit profunder beruflicher

Erfahrung und Fachkenntnissen. Die Niederlassung von Frau Dr. Hollmann

setzt auch für die Kommunalentwicklung Liebenaus positive

Impulse. Denken Sie nur daran, wie schwer es für die Zukunftsfähigkeit

eines Grundzentrums ist, wenn die ärztliche Grundversorgung

nicht mehr vorhanden ist. Zum Beispiel wäre dann im

Standortwettbewerb zu anderen Kommunen die Gewinnung von

Neubürgern, die Bestandssicherung der einzigen Apotheke vor Ort

oder die Weiterentwicklung von Seniorenzentren eingeschränkt

oder sogar zum Teil gefährdet“.

Die Gewinnung von Ärzten für einen ländlichen Ort ist allerdings

alles andere als ein Selbstläufer. Dass es einen Ärztemangel gerade

für den ländlichen Raum gibt, ist allgemein bekannt. Die Verwaltung

der Samtgemeinde und die kommunale Wirtschaftsförderung waren

allerdings bei ihrer langwierigen und intensiven Suche nach einer

medizinischen Nachfolgelösung negativ überrascht, welch gravierende

Ausmaße der Ärztemangel für den ländlichen Raum mittlerweile

erreicht hat, Tendenz weiter steigend. Erschwerend kommt

hinzu, dass seit langem deutlich zu wenig Allgemeinmediziner und

Internisten an den Universitäten ausgebildet werden, blickt man auf

die anlaufende Pensionierungswelle gerade im ländlichen Raum.

Ohne finanzielle Anreize, wie es der Flecken Liebenau mit einem eigenen

Förderprogramm und die KVN mit einer Zuschussförderung

getan hat, können Kommunen bei der harten Standortkonkurrenz


Aue-Bote Liebenau Seite 11

chkarätig gesichert

ne Arztpraxis in Liebenau

zwischen den einzelnen ländlichen Regionen auf der einen Seite und

dem großen Ärztemangel auf der anderen Seite keine Ärzte mehr

für den ländlichen Raum gewinnen.

Walter Eisner: „Die Bereitstellung von Fördermitteln sind mittlerweile

eine Voraussetzung für heutige Arztansiedlungen im ländlichen

Raum. Sie reichen aber bei weitem nicht aus. Es braucht hierzu bei

all den zahlreichen attraktiven beruflichen Angeboten für Mediziner

in Kliniken oder in urbanen Räumen noch einen gewissen Idealismus,

wie es bei Frau Dr. Hollmann der Fall ist, sich für eine Praxisgründung

im ländlichen Raum zu entscheiden. Wir hätten nicht im

Traum daran gedacht, eine leitende Oberärztin für Liebenau gewinnen

zu können. Hierfür sind wir Frau Dr. Hollmann sehr dankbar.

Bedanken möchten wir uns auch bei der kommunalen Wirtschaftsförderung

sowie bei der KVN-Verden, die in Standortkonkurrenz zu

anderen Regionen den entscheidenden Kontakt zu Frau Dr. Hollmann

hergestellt hat und das ganze Vorhaben sehr positiv begleitet

hat“.

Frau Dr. Hollmann hat zuletzt als Leitende Oberärztin am Westpfalz-

Klinikum in Rheinland-Pfalz gearbeitet. Die gebürtige Hildesheimerin,

die an der Medizinischen Hochschule in Hannover studierte,

wollte mit ihrem Ehemann zurück nach Niedersachsen und sich als

hausärztlich tätige Internistin in Liebenau niederlassen. Die Region

Mittelweser ist für sie einladend und von der Lage her so, dass von

hier aus sowohl ihre alte Heimat in Hildesheim als auch die Nordsee

gut zu erreichen ist.

Liebenaus Bürgermeisterin Margit Schmidt fasst zusammen: „Die

Nachricht, dass Frau Dr. Hollmann sich in Liebenau niederlassen wird,

sorgte im Rat des Flecken Liebenau als auch in der Bevölkerung für

große Erleichterung. Wir freuen uns sehr darüber. Das ist ein positives

Zeichen für die Gemeindeentwicklung. Auch im Namen des

Rates und des Flecken Liebenau möchte ich Frau Dr. Hollmann in

Liebenau herzlich willkommen heißen“.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine