Bahnsport aktuell Ausgabe 11/2020

mce71
  • Keine Tags gefunden...

Liebe Leser,
wir begrüßen Sie herzlich zu unserer neuesten Ausgabe, der November-Ausgabe. Die aktuelle
Headline lasse ich mir aber trotzdem nicht nehmen. Die ist sozusagen ein Muss in diesen
Tagen und gleichsam die Krönung dieser Ausnahmesaison 2020.
Wie sehr hat mich das in meinem letzten Artikel gefuchst, dass sich das Langbahn-WM-
Finale genau mit unserem Erscheinungsdatum überschnitten hat und ich in dem Moment nicht
punktgenau darauf reagieren konnte. Aber nicht schlimm. So ist das halt wenn man offline
und im Printbereich tätig ist und das ist auch gut so...

50. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 11/20

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

LANGBAHN-WM

Lukas Fienhage

Weltmeister

SPEEDWAY-WM

Bartosz Zmarzlik

verteidigt Titel


50. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 6/20

ABO-TIPP

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

15

STORY

Bruce Penhall

STECKBRIEFE

Michael Härtel

Tom Finger

für

12

Greifen

Sie zu!

• Sie bekommen im ersten

Bezugsjahr 15 Ausgaben Bahnsport

aktuell und müssen nur

12 bezahlen. Danach erhalten

Sie pro Jahr 12 Ausgaben

• Sie erhalten Monat für Monat Ihre

Bahnsport aktuell pünktlich in Ihren

Briefkasten geliefert

• Es entstehen keine weiteren

Kosten, das Porto für den Versand

des Magazins übernehmen wir

• Sie sparen 20% gegenüber

dem Einzelkauf am Kiosk

• Sie bekommen 12 Ausgaben

Bahnsport aktuell im Jahr für nur

49,- Euro (Ausland 63,- Euro)

Abo-Angebot: 15 für 12


INHALT & EDITORIAL

Goldener Oktober

8

11

Am Ende wurde alles gut: Bartosz Zmarzlik (re., hier bei der Siegerehrung in Prag), verteidigte erfolgreich seinen

Titel in der Speedway-WM. Tai Woffinden holte Silber. Exweltmeister Jason Doyle (Mitte) wurde in Tschechien

Dritter und landete im Klassement letztlich auf Platz 6 • Foto: Jarek Pabijan

SPEEDWAY

WM: GP 5+6 Prag/CZE 6

WM: GP 7+8 Torun/POL 8

WM: Junioren Pardubice/CZE 10

EM: U19-Paar-Cup Güstrow 12

EM: Junioren Finale Gdansk/POL 13

Offene Rennen 18

LANGBAHN

WM: Challenge Roden/NED 14

WM: Finale 2 Rzeszow/POL 16

SONSTIGES

People & Facts 4

International 24

Letzte Meldungen/

Bazar/Impressum 30

Lukas Fienhage sicherte sich beim Langbahn-WM-Finale in Rzeszow/POL den Weltmeistertitel. Für eine

Überraschung sorgte der Däne Kenneth Kruse Hansen, der vor dem Franzosen Mathieu Trésarrieu die

Silbermedaille holte • Foto: David Reygondeau/good-shoot.com

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe Leser,

wir begrüßen Sie herzlich zu unserer neuesten

Ausgabe, der November-Ausgabe. Die aktuelle

Headline lasse ich mir aber trotzdem nicht

nehmen. Die ist sozusagen ein Muss in diesen

Tagen und gleichsam die Krönung dieser Ausnahmesaison

2020.

Wie sehr hat mich das in meinem letzten Artikel

gefuchst, dass sich das Langbahn-WM-Finale

genau mit unserem Erscheinungsdatum

überschnitten hat und ich in dem Moment

nicht punktgenau darauf reagieren konnte.

Aber nicht schlimm. So ist das halt wenn man

offline und im Printbereich tätig ist und das ist

auch gut so.

Es war eh auch umso wichtiger, dass ein ganz

anderer punktgenau unterwegs war und das

war er, aber so was von! Wir gratulieren an

dieser Stelle Lukas Fienhage nochmals ganz

herzlich und offiziell zu seinem Weltmeistertitel

2020. Und das gilt für sein Team mit Tuner

und Mentor Robert Barth an seiner Seite, seine

Familie und Mechaniker um ihn herum natürlich

auch gleich mit.

Der Oktober wurde also golden und hat uns

diese/s schwere Jahr und Saison wahrhaft versüßt.

Und auch Bartosz Zmarzlik konnte triumphieren

und in Torun seinen Weltmeistertitel

eindrucksvoll verteidigen. Gratulation auch

hier!

Wenn Sie, wie ich, die Rennen live am Bildschirm

oder vielleicht ja sogar vor Ort mitverfolgt

haben, können Sie bestätigen, dass

wahrhaft spannende Zeiten hinter uns liegen.

Spannung, Adrenalin, Action, Emotionen,

Gänsehaut, Freudentränen, Feuerwerk und

vieles mehr! All das ist unser schöner Sport

und der Grund dafür diesen so zu lieben. Mitsamt

den Menschen und auch Freundschaften,

die er mit sich bringt.

Das ist unsere Freude hierbei und gleichsam

Antrieb weiterzumachen. Was sowohl in unserer

besonderen Fachsparte als auch in diesem

Jahr wahrhaft schwer genug ist und mit jedem

weiteren Monat in der momentanen Situation

eine große Herausforderung darstellt. Daher

auch mein Appell, wenn Sie eine Werbemöglichkeit

– in welcher Form auch immer – bei

uns sehen, so würde uns dies sehr freuen!

Und auch ein großes Dankeschön an unsere

treuen Leser und Abonnenten, ohne die wir

sonst wahrhaftig aus der Kurve fliegen würden.

Wollen wir aber nicht. Wir wollen auf der

Bahn bleiben und weiterdriften. Mit Ihnen und

euch gemeinsam ...

Last but not least gratulieren wir natürlich

auch noch Team Russland zu Gold. In Russland

kann man halt nicht nur Eisspeedway fahren,

sondern ist auch auf Sand bestens unterwegs.

Bleiben auch wir gut unterwegs und vor allem

auch weiterhin gesund.

Viel Spaß beim Lesen und hoffentlich bis ganz

bald!

MfG

Nadine P.

Auf dem Titel: Lukas Fienhage • Foto: David Reygondeau/good-shoot.com

Besuchen Sie uns auf


PEOPLE & FACTS

Lukas Fienhage, hier bei der

Langbahn-WM in Rzeszow,

ist Reservist im Speedway-GP

Foto: David Reygondeau/

good-shoot.com

Die Verletzung ist zwar noch nicht ganz überstanden, aber der 35-Jährige

ist nach dem erfolgreichen Training deutlich zuversichtlicher gestimmt.

„In den Tagen nach dem Training spürte ich zwar wieder meinen Körper,

aber alles in allem hat es sich deutlich besser als noch vor Wochen angefühlt

und ich bin guter Dinge, dass ich im kommenden Jahr wieder ready to

race sein werde“, zeigt sich Martin Smolinski zuversichtlich im kommenden

Jahr wieder voll ins Renngeschehen eingreifen zu können.

Enttäuscht nahm der Bayer hingegen die Nachricht zur Kenntnis, dass er

im Starterfeld des Speedway Grand Prix weder mit einer permanenten

Wildcard noch mit einer Nachrücker-Wildcard berücksichtigt wurde. „Im

Team sind wir darüber natürlich sehr traurig, denn wir hatten uns bereits

auf die Saison 2020 gefreut und uns nach dem unglücklichen Verlauf erhofft,

2021 berücksichtigt zu werden“, so Smolinski zur Vergabe der Wildcards,

„ich freue mich aber, dass mit Lukas Fienhage immerhin ein Deutscher

Fahrer auf der Nachrückerliste dabei ist und so die deutsche Flagge

nicht gänzlich aus dem Grand Prix verschwinden wird.“

• Text u. Foto: SR Speed Performance

Ben Ernst: Saisonende

Permanente SGP-Wildcards

für 2021 vergeben

Schon am 4. Oktober wurde bekanntgegeben, welche Fahrer in der kommenden

GP-Saison mit permanenten Wildcards fahren werden. Der Weltverband

beschloss, die begehrten Startplätze an diejenigen Aktiven zu

vergeben, die in der WM die Plätze 7 bis 10 belegten. Darüber können sich

also Artem Laguta, Emil Sayfutdinov, Martin Vaculik und Max Fricke freuen.

Auch Anders Thomsen wird im nächsten Jahr seine Chance bekommen,

sich im Feld der besten Speedwayfahrer der Welt zu bewähren. Der

26-jährige Däne konnte die FIM-Funktionäre hauptsächlich durch seine

starke Leistung in der polnischen Ekstraliga überzeugen. Außerdem wurden

die Reservefahrer für die GP-Serie bekanntgegeben. Dabei ist auch

Lukas Fienhage, der als Sechster an der Reihe sein wird. • Georg Dobes

GP-Teilnehmer und Reservisten: 1 Bartosz Zmarzlik, POL; 2 Tai Woffinden,

GBR; 3 Fredrik Lindgren, SWE; 4 Maciej Janowski, POL; 5 Leon Madsen,

DEN; 6 Jason Doyle, AUS; 7 Artem Laguta, RUS; 8 Emil Sayfutdinov, RUS;

9 Martin Vaculik, SVK; 10 Max Fricke, AUS; 11 Matej Zagar, SLO; 12 Anders

Thomsen, DEN; 13 Oliver Berntzon, SWE; 14 Krzysztof Kasprzak, POL;

15 Robert Lambert, GBR.

GP-Reservisten: 1. Aleksandr Loktaev, UKR; 2. Jaimon Lidsey, AUS; 3. Dominik

Kubera, POL; 4. Olegs Mihailovs, LVA; 5. Daniel Bewley, GBR; 6. Lukas

Fienhage, GER; 7. Jan Kvech, CZE.

Martin Smolinski

kann Fortschritte vermelden

Anfang Oktober stieg Martin Smolinski erstmals seit Ende seiner Reha

und der Absage des Speedway Grand Prix wieder aufs Bike und konnte erfreulicherweise

von Fortschritten berichten. „Ich kann es noch und es hat

mächtig Spaß gemacht“, blickt der Olchinger erfreut auf absolvierte Testfahrten

im Olchinger Speedwayoval zurück, „nachdem der erste Rost mal

aus den Knochen war, lief es wieder erstaunlich gut und ich bin erfreut,

dass sich auch in meinem rechten Bein Fortschritte bemerkbar machen.“

Für Ben Ernst kam bereits nach dem ersten Lauf beim Oberkrämerpokal

das Aus. Er war am Abend zuvor bei einem Rennen in Lodz gestürzt und

hatte sich dabei eine Fraktur am Finger zugezogen. In Wolfslake wollte er

aber unbedingt starten, doch die Schmerzen waren zu groß. Vater Martin

fuhr nach Bens Rennaufgabe mit ihm ins Krankenhaus. Dort wurde festgestellt,

dass die Fraktur am Finger eine Sehne durchtrennt hat. „Um die

hundertprozentige Funktionalität dieses Körperteils zu behalten und wiederzuerlagen,

ist eine Operation notwendig sein. Nach gründlicher Abschätzung

der Vor- und Nachteile und in Anbetracht der Tatsache, dass

diese Saison voraussichtlich ’nur’ noch ein Rennen für mich bereit gehalten

hätte, habe ich mich dazu entschieden, diese Operation durchführen

zu lassen und meine Saison 2020 vorzeitig zu beenden“, schreibt Ben auf

seiner facebook-Seite. Wir wünschen gute Besserung.

• Text: Wolfgang Radszuweit: Foto: privat

Celina

Liebmann:

verletzt

Beim Rennen um den Ostseepokal

in Wittstock war Celina Liebmann

im letzten Lauf nach einem

unfairen Manöver von Andrij Rozaliuk

schwer gestürzt. Hierbei

erlitt sie eine Handgelenkfraktur,

bei der Elle und Speiche gebrochen

sind, und zusätzlich einen

Haarriss im Ellenbogen. Inzwischen

wurde Celina am extrem

verschobenen Bruch operiert.

Wir wünschen gute Besserung.

• Foto: Niklas Breu

4 BAHNSPORT AKTUELL November '20


Speedway Team-Cup

in Diedenbergen abgesagt

Nachdem sich in Hessen die Dinge in puncto Corona überschlagen haben

und der Main-Taunus-Kreis zum Risikogebiet erklärt wurde, musste sich

der MSC Diedenbergen nach kontroversen Diskussionen und reiflicher

Überlegung dazu entschließen, das geplante Rennwochenende (17./18.

Oktober) mit den Läufen zur FIM Flat Track-WM, zum Speedway Team-Cup

und Oldies Cup wegen der ansteigenden Corona-Zahlen in der näheren

Umgebung kurzfristig abzusagen.

Die Liste der deutschen Corona-Hotspots wird länger. Die Infektionszahlen

steigen weiter deutlich an. Der Vorstand des MSC kann somit die Verantwortung

gegenüber Fahrern, Helfern und allen anderen Beteiligten,

die in die Veranstaltung involviert wären, nicht mehr tragen und ergreift

diese Maßnahme zur Mithilfe der Minimierung des Ansteckungsrisikos.

Die Entscheidung fiel nicht leicht, insbesondere da bereits alle Vorkehrungen

sowie die Aufbauarbeiten in vollem Gange waren. Alle notwendigen

Beteiligten (Fahrer, DRK, Schiedsgericht etc.) waren informiert, hatten

zugesagt und die Hotelzimmer waren gebucht.

Der MSC dankt an dieser Stelle allen Vorgenannten und ehrenamtlichen

Helfern, die bis zur letzten Minute versucht haben, die Umsetzung möglich

zu machen, für das entgegengebrachte Verständnis und Vertrauen.

• Der Vorstand des MSC Diedenbergen

Eisspeedway Inzell

vorerst abgesagt

Folgendes Statement veröffentlichte die Vorstandschaft der DMV Landesgruppe

Südbayern e.V. auf facebook: „Schweren Herzens müssen wir

euch bereits heute leider mitteilen, dass wir das für März 2021 geplante

Eisspeedwayevent vorerst absagen müssen. Leider ist es für uns aufgrund

der derzeitigen Situation und den damit verbundenen Auflagen aktuell

nicht möglich, eine Veranstaltung für die Wintersaison 2021 zu planen

und durchzuführen. Nicht nur finanziell würden wir ein zu hohes Risiko

eingehen, sondern auch in der aktuellen Lage ist eine Großveranstaltung

mit vielen tausend Zuschauern einfach nicht denkbar und auch nicht

zu verantworten. Wir als Veranstalter sehen uns verantwortlich für die Gesundheit

der Fahrer, unserer ehrenamtlichen Helfer, der Offiziellen und

auch den Fans gegenüber. Als Verein möchten wir ein Vorbild sein und dazu

beitragen, das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten. Zudem

möchten wir durch die frühzeitige Absage der Veranstaltung unseren Fans

die Möglichkeit geben, ihre Planungen für März neu zu gestalten und die

bereits getätigten Hotelreservierungen gegebenenfalls zu stornieren.

Das sind wir unseren Fans nach der kurzfristigen Absage im Frühjahr 2020

einfach schuldig. ABER: Sollten sich in Bezug auf die vorherrschende Covid-19

Situation rasche, positive Veränderungen ergeben, werden wir alles

daran setzen, die Planungen für 2021 wieder aufzunehmen und die

Veranstaltung wie geplant durchzuführen. Es besteht also noch etwas

Hoffnung. Alle Fans, die bereits Tickets für das Eisspeedwayevent 2020

gekauft und für das Event 2021 getauscht haben, erhalten in den nächsten

Wochen ein Schreiben mit der Vorgehensweise des Umtausches bzw. der

Rückerstattung. Aber auch in diesem Jahr sind wir diesbezüglich auf das

Entgegenkommen und die Unterstützung angewiesen und hoffen weiterhin,

dass eine Vielzahl unserer Fans ein Umtauschrecht für 2022 in Anspruch

nehmen und uns damit in dieser schwierigen finanziellen Lage

helfen. Sämtliche Infos um das Eisspeedway in Inzell und die Kartenabwicklung

findet Ihr in Kürze auch auf unserer Homepage www.eisspeed

way-inzell.de. Wir bedauern die frühzeitige Absage unserer Veranstaltung

zutiefst und hoffen, dass uns unsere Fans trotz der großen Enttäuschung

weiterhin zur Seite stehen, uns in Zukunft wieder unterstützen

und unsere Entscheidung ein wenig nachvollziehen können. Wir freuen

uns auf ein Comeback spätestens vom 11.-13. März 2022 und wer weiß,

vielleicht gibt es ja ein vorzeitiges Wiedersehen, wenn sich die Lage entspannt

oder vielleicht auch im Rahmen der Sommer-Eissaison in der Max

Aicher Arena in Inzell.“

Corona zum Trotz

Mutige Pläne fürs 48. Eisspeedway Berlin im März 2021

Mit dem Herbstbeginn schießen einem unweigerlich wieder Gedanken

zur bevorstehenden Zwischensaison durch den Kopf, doch dieses Mal ist

alles anders. Klassische Indoor-Veranstaltungen, wie diverse Supercross,

sind schon vor langem vorsorglich abgesagt worden. Ein Lichtblick

für den diesjährigen Winter könnte das Eisspeedway in Berlin sein. Dieses

könnte nämlich, weil unter freiem Himmel, tatsächlich wieder stattfinden.

„Es stimmt. Da wir es bei uns im Horst-Dohm-Eisstadion in Berlin-

Wilmersdorf mit einer Freiluft-Veranstaltung zu tun haben, könnten wir

nach aktuellem Stand pro Tag vor bis zu 5.000 Zuschauern fahren“, erklärt

Olaf Ehrke, der 1. Vorsitzende des Veranstalters Eisspeedwayunion

Berlin. Und weiter: „Natürlich ist uns bewusst, dass sich der Rahmenbedingungen

ständig ändern können, sodass wir die Vorbereitungen derzeit

lediglich mit angezogener Handbremse vorantreiben.“ „Wir haben ein

Hygienekonzept ausgearbeitet und würden dieses gern schon mal einreichen.

Allerdings versuchen wir derzeit noch, die Zuständigkeiten zu klären.

Das Gesundheitsamt schickt uns zum Sportamt und dieses verweist

wieder auf das Gesundheitsamt. Das ist im Moment zwar eine unbefriedigende

Situation, aber auch die ist sicherlich lösbar“, ergänzt dazu der

2. Vorsitzende der ESU und zugleich Rennleiter, Bernd Sagert. Die grobe

Planung sieht für die 48. Ausgabe des Eisspeedway Berlin wieder das erste

Märzwochenende vor, das 2021 auf dem 6. und 7. März datiert. Ob es

zudem wieder am Donnerstag zuvor eine Deutsche Meisterschaft geben

kann, ist derzeit ebenso ungewiss wie das Prädikat Einzel- oder Team-

WM. Hierzu ist natürlich die FIM gefordert, wobei die derzeit um ihren Job

auch nicht gerade zu beneiden ist. Da Hallenveranstalter wie Inzell oder

Heerenveen in den Niederlanden in einer noch misslicher Situation stecken,

ist ein weiteres Gedankenspiel, sogar zwei Veranstaltungen an zwei

aufeinanderfolgenden Wochenenden durchzuführen. Es bleibt also spannend,

was, wann und wo überhaupt in Sachen Eisspeedway 2021 passieren

kann. • Text u. Foto: Thorsten Horn

+

Auch Sie können mit einer kleinen Spende auf nachfolgend

genanntes Konto helfen sowie spendenbedürftige

verunfallte Fahrer vorschlagen

Bahnsport-aktuell-Unfallkonto“ • Raiffeisenbank Rodenbach • IBAN DE28 5066 3699 0000 0495 57

November '20 BAHNSPORT AKTUELL 5


SPEEDWAY-WM

GP 5 + 6 - Prag/CZE

Bartosz Zmarzlik gegen Tai Woffinden

Zmarzlik feiert Premiere in Prag

Bartosz Zmarzlik ist der neue Speedway-König von Prag. Der Pole gewann beim tschechischen GP-Wochenende beide Rennen und

setzte sich an die WM-Spitze. Tai Woffinden belegte zweimal den 2. Rang und hat noch große Chancen auf eine Medaille.

„Die Marketa-Bahn liebt oder hasst einen“,

sagte einmal die polnische Speedway-Ikone

Tomasz Gollob. Bisher schien es, als ob die

Strecke in der tschechischen Hauptstadt Bartosz

Zmarzlik eher gehasst hätte. Der amtierende

Weltmeister bestritt dort in der Vergangenheit

vier GP-Runden und schied immer spätestens

im Semifinale aus. Sein bestes Resultat

erzielte der Pole bei seinem Prag-Debüt.

2016 belegte er den 5. Rang. Danach lief es nur

noch schlechter und Zmarzlik konnte immer

bereits nach 20 Heats seine Technik packen.

Unter diesen Umständen war es schon verständlich,

dass der 25-Jährige vor dem ersten

Rennen am Freitag etwas beunruhigt war, aber

seine Befürchtungen waren – wie sich später

herausstellte – völlig unbegründet, denn die

Prager Speedwaybahn hatte sich in ihn verliebt.

Am Freitag begann Zmarzlik furios. Nach zwei

Durchgängen war der Titelverteidiger noch ungeschlagen,

aber im zwölften Rennen hatte er

viel Glück. Nach einem inkorrekten Start von

Jason Doyle brach der Unparteiische den Lauf

ab und Zmarzlik konnte rechtzeitig noch seine

„streikende“ Maschine wechseln. Nach einem

schwachen Start lag er dann nur an 3. Stelle.

Kurz vor dem Zielstrich konnte der Pole zwar

Niels Kristian Iversen noch abfangen, aber Jason

Doyle brachte ihn die erste Niederlage bei.

Die Vorläufe schloss der Weltmeister mit

11 Zählern ab und war drittbester Pilot dieser

Rennphase. Das zweite Semifinale nahm einen

ungewöhnlichen Verlauf. Zuerst zuckte Leon

Madsen am Start und der Lauf wurde gestoppt.

Da der Däne sich dabei seine dritte Verwarnung

einhandelte, schickte Craig Ackroyd ihn

ins Fahrerlager zurück. In der Wiederholung

brach der Engländer das Rennen wieder ab.

Diesmal war es Doyle, der zum zweiten Mal

verwarnt wurde und ausschied. Damit standen

Zmarzlik und Tai Woffinden als Finalteilnehmer

fest. Beide lieferten sich ein spannendes Duell,

aus dem schließlich Zmarzlik als Sieger

hervorging. Im Endlauf startete der Pole am

besten, übernahm die Führung und kreuzte vor

lediglich 1000 Zuschauern als Erster die Ziellinie.

„Woffy“ hatte aber Zmarzlik in der Anfangsphase

stark unter Druck gesetzt. Der dreifache

Weltmeister war in Prag Nutznießer der

neuen WM-Punktevergabe. Im Auftaktheat berührte

er das Startband und wurde disqualifiziert.

Danach meldete sich der 30-Jährige nicht

weniger als sechsmal als Zweiter im Ziel und

bekam dafür am Ende 18 WM-Zähler, 6 mehr

als er in den Läufen erkämpft hatte. In der Gesamtwertung

lag Woffinden an 3. Position und

hatte 8 Zähler weniger als der WM-Führende.

Im ersten Semifinallauf ließ Emil Sayfutdinov

seinen Gegnern keine Chance und siegte vor

Martin Vaculik. Der Slowake wehrte dabei alle

Angriffe von Fredrik Lindgren gekonnt ab. Da

der Skandinavier zum ersten Mal in dieser Saison

das Finale verpasste hatte, musste er die

WM-Gesamtführung an Zmarzlik abgeben. Der

35-Jährige hatte nach dem Freitagsrennen einen

Punkt Rückstand (79:78) auf den Polen. Artem

Laguta war mit 13 Zählern bester Fahrer

der Qualifikation, aber im Semifinale spielte

der 29-Jährige keine Rolle, wurde Letzter und

belegte letztendlich Tagesrang 7. Der Russe

war nach 20 Läufen mit Doyle punktgleich. Beide

Fahrer verzeichneten jeweils drei Siege,

aber Laguta bezwang im direkten Duell den

Australier. Im Endlauf kam Vaculik als Dritter

ins Ziel und bestieg zum ersten Mal das Podium.

Sayfutdinov griff im Finale nicht ins Geschehen

ein und musste sich mit dem unbeliebten

4. Platz begnügen.

Ganz knapp verpasste Max Fricke das Semifinale.

Der Australier kam auf 8 Zähler und war

nach den Vorläufen mit Sayfutdinov, Lindgren

und Woffinden punktgleich. Der Russe und der

Schwede hatten jeweils zwei Siege vorzuweisen,

landeten also auf den Plätzen 6 bzw. 7.

Ähnlich wie Fricke konnte Woffinden zwar auch

keine Dreier holen, hatte jedoch einen 2. Rang

mehr auf dem Konto als das junge „Känguru“

(4:3). Maciej Janowski, der vor dem Rennen im

WM-Klassement noch Dritter war, wurde auf

der 353 Meter langen Strecke nur Zwölfer. „Magic“

gewann seinen ersten Heat und hatte nach

vier Durchgängen 6 Punkte. Im 20. Rennen verlor

der Pole aber die Nerven, berührte das

Startband und wurde folgerichtig ausgeschlossen.

Hätte Janowski in diesem Lauf 2 Punkte

geholt, hätte er das Semifinale erreicht. Eine

schwache Leistung zeigte Vaclav Milik. Der

Tscheche, der von den Organisatoren die Wildcard

bekommen hatte, holte am ersten Renntag

keine Zähler. Da der 27-Jährige im ersten

Rennen seinem Landsmann Eduard Krcmar un-

6 BAHNSPORT AKTUELL November '20


terlag (fuhr für Woffinden), wurde er nur Siebzehnter

und bekam auch keine WM-Punkte.

Vorher jedoch stürzten beide Tschechen in der

Startkurve, erlitten jedoch zum Glück keine

Verletzungen und konnten am Re-run teilnehmen.

Im sechsten Lauf stellte Doyle mit 61,949

Sekunden einen neuen Bahnrekord auf. Der

Australier war um 0,38 Sekunden schneller als

Woffinden am 18. Mai 2013.

Zum ersten Mal saß Craig Ackroyd in dieser GP-

Saison im Schiedsrichterturm und der englische

Polizist sorgte wieder für Aufregung. Mit

eiserner Konsequenz ahndete er jegliche Vergehen

am Startband und es gab am Ende kaum

Fahrer, die an diesem Renntag nicht verwarnt

worden waren. Madsen und Doyle wurden für

unkorrekte Starts sogar disqualifiziert, wobei

Ackroyd den Skandinavier zweimal erwischte.

Der Unparteiische beging jedoch auch einen

Fehler, als er den 13. Heat laufen ließ, obwohl

Madsen am Startband deutlich zuckte und

dann noch 3 Punkte erzielte. Hätte Ackroyd

den 32-Jährigen ausgeschlossen, hätte der

Fahrer schon nach der Qualifikation unter die

Dusche gehen können. „Aufgeschoben ist

nicht aufgehoben” – Madsen versuchte im Semifinale

wieder zu schummeln und diesmal

war der Referee wachsam. Erstaunlicherweise

hatte seine Vorstellung am Sonnabend auch

positive Folgen. Der Engländer hatte am zweiten

Renntag kaum etwas zu tun. Den 18. Lauf

brach er jedoch ab, obwohl Madsen diesmal einen

perfekten Start hingelegt hatte. Zum Glück

hatte der Unparteiische genug Zivilcourage

den Fehler zuzugeben und sah von einer Verwarnung

ab.

In der sechsten GP-Runde gab Bartosz Zmarzlik

von Anfang an klar zu verstehen, dass der

Tagessieg nur über ihn gehen würde. Der WM-

Leader war nach drei Durchgängen noch unbezwingbar

und erst Sayfutdinov gelang es, den

Polen im 13. Rennen zu schlagen. Der 25-Jährige

schloss die Vorläufe mit 13 Zählern ab (auch

Leon Madsen konnte ihn bezwingen) und gab

dann in der Endphase der Veranstaltung eine

Galavorstellung. Im ersten Semifinallauf ließ

er der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance

und holte einen souveränen Start-Ziel-Sieg.

Das Finale wurde zweimal abgebrochen. Zuerst

kollidierten Woffinden und Doyle in der Startkurve.

Die Fußraste des Engländers kam dabei

zwischen die Radspeichen des Australiers und

er flog über den Lenker wie aus dem Katapult

geschossen. Glücklicherweise konnte Doyle

auf eigenen Beinen die Bahn verlassen. Craig

„Warning“ Ackroyd ließ alle Fahrer zum Re-run

zu, aber dann musste er wieder das rote Licht

einschalten, weil Doyle sich am Startband bewegte.

Aller guten Dinge sind drei. Nach einem

erneuten Start kam Zmarzlik gut aus den Bändern,

aber ausgangs der Startkurve zog Woffinden

außen an ihm vorbei. Der Titelverteidiger

gab nicht auf und jagte den Engländer erbittert.

In der Zielkurve griff der Pole dann innen

an, ging in überragender Manier an „Woffy“

vorbei und kreuzte vor 2000 Zuschauern

als Sieger den Zielstrich. Es war sein neunter

GP-Triumph und Zmarzlik baute seine WM-Führung

auf. Bei der Siegerehrung verriet der

glückliche Sportler, dass seine Freundin Sandra

ein Baby von ihm erwartet. Woffinden holte

in der Qualifikation drei Siege und war mit

12 Zählern zweitbester Pilot dieser Rennphase.

Im Semifinale beugte sich der Engländer zwar

Fredrik Lindgren, aber im Endlauf revanchierte

er sich am Skandinavier. Da Lindgren am

Sonnabend das Podium verpasst hatte und

Vierter wurde, verkürzte Woffinden im WM-

Klassement etwas seinen Rückstand auf den

Schweden und hatte nur noch 3 Punkte weniger

auf dem Konto. Zmarzlik lag mit 99 Punkten

an der Spitze und hatte 7 Zähler mehr als Lindgren

und 10 mehr als „Woffy“. Doyle belegte

die niedrigste Podiumsstufe und überholte in

der Gesamtwertung Artem Laguta. Man muss

jedoch erwähnen, dass der Rennanfang für

den Exweltmeister alles andere als vielversprechend

war. Nach drei Durchgängen hatte „Doyley“

nur 3 Punkte, erkämpfe jedoch danach

zwei Siege und zog in die nächste Runde ein.

Martin Vaculik knüpfte nicht an seinen Erfolg

vom Vortag an. Der Slowake kam im zweiten

Semifinallauf hinter Zmarzlik und Doyle, aber

vor Sayfutdinov als Dritter ins Ziel und wurde

Tagesfünfter, gefolgt von Madsen. Der Däne

wurde im ersten Semifinale Dritter, während

Maciej Janowski mit technischen Problemen

ausgefallen war. Wie schon am Vortag, schied

Max Fricke nach der Qualifikation denkbar

knapp aus. Nach 20 Läufen war der Australier

mit Sayfutdinov punktgleich, hatte jedoch – im

Gegensatz zum Russen – keinen Sieg vorzuweisen.

Auch Matej Zagar hatte 7 Punkte auf

dem Konto und wurde am Ende nur noch Zehnter.

Laguta schrieb 6 Zähler, belegte einen enttäuschenden

12. Rang. Seine beste Platzierung

verzeichnete Antonio Lindbäck. Der Schwede

erzielte 5 Punkte und wurde Dreizehnter. Milik

ging es am Sonnabend nicht gut und der

Tscheche meldete sich nach vier Durchgängen

ab. Seinen Platz im 18. Lauf nahm Eduard

Krcmar ein, aber der tschechische Meister

blieb ohne Punkte.

Traditionell gab es im Marketa-Stadion sehr

wenige Überholvorgänge. Am Freitag konnte

man die Positionswechsel an den Fingern einer

Hand abzählen. Am zweiten Renntag waren die

Bahnverhältnisse etwas besser, aber von einer

WM-Runde hätte man wesentlich mehr erwarten

können.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Endlich ein Treppchenplatz

für Martin Vaculik.

Er belegte im fünften GP Rang 3

November '20 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 7 + 8 - Torun/POL

Bartosz Zmarzlik

verteidigte erfolgreich

seinen WM-Titel. Der Pole

gewann die abschließende

GP-Runde in Torun.

Tai Woffinden holte nach einem

Stechen die Silbermedaille.

Max Fricke wurde am Freitag

sensationeller Sieger.

Mission erfolgreich

Bartosz Zmarzlik kam als WM-Führender nach

Torun und hatte vor dem letzten GP-Wochenende

in Torun ein kleines Polster von 7 Punkten auf

Fredrik Lindgren. Der Rennanfang verlief nach

Maß und der Pole holte 3 Punkte, aber schon im

fünften Heat packte die Zuschauer das Entsetzen,

als der 25-Jährige in der zweiten Kurve einen

Aufsteiger hatte und stürzte. Zum Glück

konnte Bartosz gleich aufstehen und die Bahn,

ohne medizinische Hilfe in Anspruch nehmen

zu müssen, verlassen. Er wurde jedoch logischerweise

für den Re-run disqualifiziert. Wie

sich später herausstellte, sollte das der einzige

Sturz an diesem Abend bleiben. Danach lief es

für Zmarzlik nicht mehr so gut, wie am Anfang.

Als er im 16. Heat Martin Vaculik und Maciej Janowski

ziehen lassen musste und nur Dritter

wurde, standen 6 Punkte auf seinem Konto und

sein Weiterkommen hing an einem seidenen

Faden, im 18. Rennen hatte der Weltmeister

nämlich Jason Doyle, Leon Madsen und Fredrik

Lindgren als Gegner. Zmarzlik startete von der

Innenbahn, setzte sich an die Spitze und holte

3 Punkte. Dank dieses Sieges zog der Pole gerade

noch als Achter ins Semifinale ein. Dort fuhr

er von der Außenbahn und lag in der Startkurve

noch an letzter Stelle, aber nach einer kühnen

Attacke innen ging Zmarzlik in der zweiten Kurve

in Front und erreichte das Finale, wo er jedoch

später nicht über den letzten Rang hinauskam.

Zmarzliks Glück im Unglück war jedoch,

dass Lindgren keine Punkte auf den Polen gutmachen

konnte. Der Schwede erzielte zwar in

den Vorläufen 10 Zähler und lag nach dieser

Rennphase an 6. Stelle, aber im ersten Semifinallauf

kam er nur als Dritter ins Ziel und schied

aus. Der 35-Jährige wurde am Ende Tagessechster

und sein Rückstand in der Gesamtwertung

auf Zmarzlik war um 3 weitere Zähler gestiegen.

Den Misserfolg des Skandinaviers nutzte Tai

Woffinden. Der dreifache Weltmeister hatte

zwar einen schwachen Auftakt, als er im vierten

Lauf von der Außenbahn startend Letzter wurde,

doch danach lief es für den Engländer wesentlich

besser. Er verzeichnete drei Siege und

schloss die Qualifikation als Dritter mit

10 Punkten ab. Im zweiten Semifinale beugte

sich „Woffy“ zwar Zmarzlik, aber als Zweiter

kam er ebenfalls weiter und belegte dann im

Endlauf den 3. Platz. Der 30-Jährige erzielte am

Freitag 5 WM-Punkte mehr als Lindgren und

überholte den Schweden im Gesamtklassement.

Er hatte 2 Zähler mehr (105:103). Zmarzlik

lag weiterhin an der Spitze und sein Vorsprung

auf Woffinden betrug 8 Punkte.

Für eine echte Sensation sorgte Max Fricke. Der

junge Australier erreichte in den vorherigen GP-

Runden nur einmal das Semifinale und lag in

der WM-Wertung an 10. Position. Man traute

ihm natürlich zu, dass er wieder unter die Top

Acht kommen könnte, denn er scheiterte dreimal

knapp und wurde Neunter, aber das Finale

schien für ihn außer Reichweite zu sein. Der

24-Jährige belehrte jedoch in der Marian-Rose-

MotoArena die „Experten“ eines Besseren. In

den Vorläufen erkämpfte Fricke am Freitag zwei

Siege und qualifizierte sich mit 10 Zählern für

die nächste Runde. Von Bahn 3 startend, fand er

in der Startkurve außen eine schnelle Fahrlinie,

setzte sich eingangs der zweiten Kurve an die

Spitze und siegte souverän. Im Endlauf legte

das „Känguru“ den besten Start hin und landete

auf der 318 Meter langen Bahn einen Start-

Ziel-Sieg, obwohl Maciej Janowski ihn in der

Endphase stark unter Druck setzte und sich im

Ziel Fricke um zirka eine Motorradlänge beugen

musste. Fricke war damit der 43. Speedwayfahrer,

der eine GP-Runde gewinnen konnte. Janowski

wurde vor ungefähr 5000 Zuschauern

Zweiter. „Magic“ erkämpfte in der Qualifikation

12 Zähler und lag nach 20 Läufen an der Spitze.

Der 29-Jährige konnte in der Gesamtwertung

seinen Rückstand auf den drittplatzierten Lindgren

zwar etwas verkürzen, aber er hatte keine

Chance mehr, eine Medaille zu holen. Übrigens,

alle Podiumsplätze belegten am Freitag

Fahrer, die in der polnischen Ekstraliga die Farben

von Sparta Wroclaw vertreten.

Emil Sayfutdinov, der drei Siege vorzuweisen

hatte und nach den Vorläufen Zweiter war, wurde

im zweiten Semifinale nur Dritter und musste

sich letztendlich mit einem 5. Tagesrang begnügen.

Auch Martin Vaculik und Leon Madsen

strichen vorzeitig die Segel und belegten am

Ende Platz 7 bzw. 8. Ganz knapp verpassten Artem

Laguta und Jason Doyle das Semifinale. Obwohl

beide Fahrer auf jeweils 9 Punkte kamen,

8 BAHNSPORT AKTUELL November '20


eichte es nicht, um unter die Top Acht zu kommen.

Da sie in der Qualifikation nur einen bzw.

gar keinen Sieg verzeichneten, platzierten sie

sich hinter Zmarzlik, der zwei Dreier errang und

Achter wurde.

Mit 8 Zählern Vorsprung auf Woffinden und 10

auf Lindgren ging Bartosz Zmarzlik ins abschließende

GP-Rennen der Saison. Im Klartext

hieß es, dass er sich am Sonnabend für das Finale

qualifizieren müsste, um den Weltmeistertitel

aus eigener Kraft erfolgreich verteidigen zu

können. Und schon im zweiten Heat traf er auf

seine Hauptrivalen im Kampf um die WM-Krone.

Es war ein atemberaubender Kampf. Zmarzlik

lag zwei Runden lang in Führung, aber dann

rangen Lindgren und Woffinden ihn nieder. Der

Schwede war an diesem Abend unheimlich motiviert,

erzielte in der Qualifikation 13 Zähler

und zog als bester Fahrer dieser Rennphase ins

Semifinale ein. Er beugte sich nur Maciej Janowski

und Emil Sayfutdinov. „Woffy“ stand

Lindgren in nichts nach. Er erkämpfte einen

Sieg und kam mit 11 Zählern natürlich weiter.

Zmarzlik hatte nach vier Durchgängen 8 Punkte

und, obwohl er im 18. Rennen hinter Leon Madsen

und Jason Doyle nur Dritter wurde, erreichte

als Siebtbester die nächste Runde. Im ersten

Semifinallauf trafen die drei Titelaspiranten

wieder aufeinander. Das bedeutete, dass mindestens

einer von ihnen nach diesem Lauf den

Traum vom Gold erst einmal beiseite legen

musste. Nach dem Start übernahm Lindgren die

Führung und gab sie nicht mehr ab. Um den

2. Platz tobte ein heißer Fight zwischen Zmarzlik

und Madsen. Erst in der dritten Runde konnte

sich der Weltmeister durchsetzen und kam

hinter Lindgren als Zweiter ins Ziel. Damit war

die Entscheidung gefallen. Zmarzlik wurde zum

zweiten Mal Weltmeister. Nach 2008, als Nicki

Pedersen die Goldmedaille geholt hatte, gelang

es wieder einem Fahrer, den WM-Titel zu

verteidigen. Woffinden überholte in der Endphase

Madsen und kreuzte die Ziellinie als Dritter,

aber der Engländer schied aus und es blieb

ihm nur noch zu hoffen, dass er mit Lindgren um

die Silbermedaille stechen könnte. Der Fall

würde jedoch nur dann eintreten, wenn der

Schwede im Finale Letzter würde. Vorher fand

allerdings das zweite Semifinale statt, das wiederholt

werden musste. In der dritten Runde

touchierte der Schmutzfänger von Doyle das

Vorderrad von Sayfutdinov und der Russe stürzte.

Krister Gardell sah sich die Videoaufzeichnung

mehrmals an, ehe er den Osteuropäer

vom Re-run ausschloss. In der Wiederholung

siegte Janowski ungefährdet, gefolgt von Artem

Laguta und Doyle. Als das Startband im Endlauf

hochschnellte, wurde sofort klar, dass es danach

doch noch einen Lauf geben würde. Lindgren

fiel nämlich mit technischen Problemen

aus. Er und Woffinden hatten nach acht GP-Runden

jeweils 117 Punkte erkämpft. Im Finale lag

Janowski zunächst an der Spitze, aber Zmarzlik

griff in der zweiten Runde innen an, zog an seinem

Landsmann vorbei und stand am Ende vor

über 10.000 Zuschauern zum viertel Mal in dieser

Saison ganz oben auf dem GP-Treppchen. Er

erkämpfte insgesamt 133 WM-Zähler. Im Zusatzlauf

um den WM-Vizetitel startete Woffinden

besser als Lindgren, ging in Front und siegte

souverän. Es ist die sechste WM-Medaille

insgesamt und das zweite Silber für den Engländer.

Lindgren gewann nach 2018 eine zweite

Bronzemedaille.

Wie am Vortag, wurde Maciej Janowski auch am

Sonnabend Zweiter. Der Pole hatte am Ende 107

Punkte auf dem Konto und wurde WM-Vierter.

Weiter folgten Leon Madsen und Jason Doyle,

die die GP-Serie mit entsprechend 89 und 87

Zählern abschlossen. Beide Fahrer sicherten

sich damit ihre Teilnahme am nächstjährigen

GP. Laguta, der Tagesdritter wurde, belegte

letztendlich WM-Rang 7, gefolgt von Sayfutdinov,

Vaculik und Fricke. Der Australier konnte

nicht mal annähernd an seinen Erfolg vom Freitag

anknüpfen. Der 24-Jährige hatte nach zwei

Durchgängen 4 Punkte, ging danach jedoch

dreimal leer aus und landete schließlich auf

Rang 13. Antonio Lindbäck sorgte am Sonnabend

für eine Überraschung. Der bis dahin mit

Abstand schwächste GP-Teilnehmer holte

gleich zwei Siege und wurde mit 7 Zählern Tagesneunter.

Niels Kristian Iversen stürzte im

14. Rennen und verzichtete auf seinen letzten

Lauf. Der Däne klagte über Schmerzen am Hals.

Seinen Platz im fünften Durchgang nahm Viktor

Trofimov ein, doch der gebürtige Ukrainer

konnte keine Punkte schreiben. Jack Holder

fuhr in der MotoArena mit der Wildcard. Der

Australier erzielte am Freitag 5 Punkte und

konnte unter anderem Madsen und Sayfutdinov

hinter sich lassen. Der 24-Jährige wurde

Zwölfter. Am nächsten Renntag konnte sich das

junge „Känguru“ etwas steigern. Er kam auf insgesamt

7 Zähler, holte sich unter anderm den

„Skalp“ von Vaculik und belegte Platz 10.

• Texte: Georg Dobes;

Fotos: D.Sievers (Action), Jarek Pabijan (Porträt)

WM-STATISTIK 2020

GP-Siege: Zmarzlik 4, Lindgren 1, Janowski 1,

Laguta 1, Fricke 1.

Podestplätze: Zmarzlik 5 (4-0-1), Janowski 4 (1-3-0),

Woffinden 4 (0-3-1), Lindgren 3 (1-0-2), Doyle 3

(0-1-2), Laguta 2 (1-0-1), Fricke 1 (1-0-0), Madsen 1

(0-1-0), Vaculik 1 (0-0-1).

Finalteilnahmen: Zmarzlik 6, Lindgren 6, Woffinden

5, Janowski 4, Doyle 3, Madsen 2, Sayfutdinov 2,

Laguta 2, Vaculik 1, Fricke 1.

Semifinalteilnahmen: Zmarzlik 8, Woffinden 8,

Lindgren 8, Janowski 7, Madsen 7, Vaculik 6, Sayfutdinov

6, Doyle 5, Laguta 4, Fricke 2, Zagar 1,

Iversen 1, Gleb Chugunov 1.

SPEEDWAY-WM

(Endstand nach 8 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 GP2 GP3 GP4 GP5 (VP) GP6 (VP) GP7 (VP) GP8 (VP) Ges.

1. Bartosz Zmarzlik POL 11 16 20 12 20 (17) 20 (19) 14 (12) 20 (14) 133

2. Tai Woffinden GBR 14 18 11 10 18 (12) 18 (16) 16 (13) 12 (12) 117

3. Fredrik Lindgren SWE 16 14 16 20 12 (9) 14 (15) 11 (11) 14 (16) 117

4. Maciej Janowski POL 18 20 10 9 5 (6) 9 (10) 18 (16) 18 (17) 107

5. Leon Madsen DEN 12 6 14 18 9 (9) 11 (9) 9 (9) 10 (10) 89

6. Jason Doyle AUS 6 2 18 16 11 (13) 16 (12) 7 (9) 11 (9) 87

7. Artem Laguta RUS 20 12 8 5 10 (13) 5 (6) 8 (9) 16 (14) 84

8. Emil Sayfutdinov RUS 10 5 7 14 14 (11) 10 (7) 12 (11) 9 (10) 81

9. Martin Vaculik SVK 9 3 12 11 16 (13) 12 (12) 10 (10) 5 (5) 78

10. Max Fricke AUS 2 10 4 8 8 (8) 8 (7) 20 (16) 4 (4) 64

11. Matej Zagar SLO 8 4 9 6 3 (4) 7 (7) 6 (8) 3 (3) 46

12. Patryk Dudek POL 5 8 2 1 7 (7) 6 (6) 4 (5) 6 (6) 39

13. Mikkel Michelsen DEN 4 7 5 2 6 (7) 3 (3) 3 (2) 2 (2) 32

14. Niels Kristian Iversen DEN 3 11 6 4 4 (5) 2 (3) 1 (0) 1 (2) 32

15. Antonio Lindbäck SWE 1 1 1 3 2 (2) 4 (5) 2 (1) 8 (7) 22

16. Gleb Chugunov RUS 7 9 16

17. Jack Holder AUS 5 (6) 7 (7) 12

18. Anders Thomsen DEN 3 7 10

19. Eduard Krcmar CZE 1 (1) 0 (0) 1

20. Vaclav Milik CZE 0 (0) 1 (2) 1

GP5 - Prag/CZE - SF1: Sayfutdinov, Vaculik, Lindgren, Laguta; SF2: Zmarzlik, Woffinden, Doyle D, Madsen D; Finale: Zmarzlik,

Woffinden, Vaculik, Sayfutdinov.

GP6 - Prag/CZE - SF1: Zmarzlik, Doyle, Madsen, Janowski A; SF2: Lindgren, Woffinden, Vaculik, Sayfutdinov; Finale: Zmarzlik,

Woffinden, Doyle, Lindgren.

GP7 - Torun/POL - SF1: Fricke, Janowski, Lindgren, Madsen; SF2: Zmarzlik, Woffinden, Sayfutdinov, Vaculik; Finale: Fricke,

Janowski, Woffinden, Zmarzlik.

GP8 - Torun/POL - SF1: Lindgren, Zmarzlik, Woffinden, Madsen; SF2: Janowski, Laguta, Doyle, Sayfutdinov S/D; Finale:

Zmarzlik, Janowski, Laguta, Lindgren.


SPEEDWAY-JUNIOREN-WM

Finale - Pardubice/CZE

Jaimon Lidsey Champ

Die Erfolgsserie der polnischen Fahrer, die in den vergangenen drei Jahren Goldmedaillen gewannen, ging in Pardubice zu Ende.

Jaimon Lidsey holte den Junioren-WM-Titel in Tschechien hoch verdient.

Der Juniorenwettbewerb stand in dieser Saison

im tiefen Schatten der Covid-19-Pandemie. Zuerst

hatte man alle Qualifikationsrunden abgesagt

und dann wurden auch die Finalrennen in

Poznan und Stralsund ersatzlos gestrichen. Im

Endeffekt wurde der Kampf um die Junioren-

WM-Krone zum ersten Mal seit 2009 in einem

einzigen Rennen entschieden. Als größter Titelanwärter

galt Dominik Kubera, der im Vorjahr

die WM-Bronzemedaille gewonnen hatte.

Aber auch Mads Hansen, Jaimon Lidsey und

Jan Kvech gehörten zum engen Favoritenkreis.

In der Anfangsphase hinterließ Lidsey den

besten Eindruck. Der Australier bezwang unter

anderem Kvech und war nach drei Durchgängen

noch ungeschlagen. Kubera und Hansen

trafen bereits im dritten Heat aufeinander,

aber weder der eine noch der andere sah als

Erster die schwarz-weiß-karierte Flagge. Überraschend

landete Petr Chlupac einen Start-

Ziel-Sieg, wobei der Tscheche mehrere Attacken

des Dänen abwehren musste. Kubera

konnte das Duo nicht gefährden und erzielte

nur einen Punkt. Der Pole, Kvech und Daniel

Bewley hatten nach zwölf Läufen jeweils

7 Punkte auf dem Konto, gefolgt von Hansen

mit 6. Der Däne lag im siebten Rennen in Führung,

hatte jedoch in der Zielkurve einen Aufsteiger

und Lidsey und Bewley konnten ihn

noch kurz vor dem Ziel abfangen. Im vierten

Durchgang verlor der Australier seine weiße

Weste, als er sich Kubera beugen musste. Nach

der Qualifikation lag das „Känguru“ jedoch mit

14 Zählern an der Spitze, gefolgt von Kvech

und Bewley mit jeweils 13 Punkten. Kubera

fuhr im 18. Heat an 3. Stelle, profitierte jedoch

vom Sturz Marko Levishyns in der Zielkurve

und meldete sich hinter Bewley als Zweiter im

Ziel. Der Pole schloss die Vorläufe mit 12 Punk-

ten ab. Weiter folgten Olegs Mihailovs (11), Jakub

Miskowiak (9) und Hansen, der zweimal

nur Dritter wurde und in der Quali auf insgesamt

8 Zähler kam.

Im ersten Semifinallauf legte Lidsey den besten

Start hin, übernahm die Führung und siegte

souverän. Kubera wurde Zweiter und beide

Fahrer zogen in den Endlauf ein. Hansen überholte

in der Anfangsphase zwar Miskowiak,

aber der Skandinavier schied aus und wurde

schließlich Fünfter. Im zweiten Semifinale fand

Bewley außen eine schnelle Fahrlinie, ging in

Front und siegte. Um den 2. Platz tobte ein verbissener

Fight zwischen Kvech und Mihailovs.

Anfangs der letzten Runde rang der Lette seinen

Gegner nieder und erreichte mit Bewley

das Finale, während der Tscheche in der Zielkurve

stürzte und am Ende Achter wurde. Im Finale

kam Lidsey gut aus den Bändern und setzte

sich an die Spitze. Kubera hatte keinen guten

Start, konnte jedoch in der ersten Runde

mit dem Australier kurz den Kampf aufnehmen.

Lidsey erwehrte sich des Angriffs des Polen,

kreuzte als Sieger die Ziellinie ungefährdet

und konnte vor fast 2000 Zuschauern den

Titelgewinn feiern. Kubera wurde Zweiter, gefolgt

von Mihailovs. Es ist die zweite Bronzemedaille

für Lettland. 2010 erklomm Maksims

Bogdanovs die niedrigste Stufe des WM-Podiums.

Bewley musste sich auf der 391 Meter

langen Bahn mit dem unbeliebten 4. Rang zufrieden

geben.

Mit am Start waren auch zwei deutsche Vertreter.

Lukas Fienhage hatte in seinem ersten Lauf

starke Gegner und kam hinter Lidsey, Mihailovs

und Miskowiak als Letzter ins Ziel. Im achten

Heat erzielte der Fahrer aus Lohne einen

souveränen Sieg. Nach zwei 3. Plätzen wurde

Fienhage im 18. Rennen Letzter und belegte

schließlich den 10. Rang. Witali Kotlar sollte in

Pardubice für Russland fahren, aber der in Wladiwostok

wohnhafte U19-Landesmeister kam

aus Kostengründen nicht in die Tschechische

Republik. Seinen Platz im Finale nahm kurzfristig

Lukas Baumann ein. Der 19-Jährige erzielte

einen Zähler und wurde letztendlich Fünfzehnter.

Seine Platzierung hätte etwas besser sein

können, wäre er nicht im 19. Rennen an 2. Stelle

liegend gestürzt.

Da es keine Qualifikationen gab, durften die

Motorsportverbände, die sich für den Wettbewerb

gemeldet hatten, ihre Fahrer fürs Finale

nominieren. Aus diesem Grund gingen Rennteilnehmer

aus nicht weniger als 13 Nationen

an den Start. Diese Tatsache wirkte sich nicht

unbedingt auf das Niveau des Turniers aus. Die

Leistungsunterschiede im Starterfeld waren

sehr groß. Wenn man außerdem berücksichtigt,

dass die Bahnverhältnisse in Pardubice

schwierig waren, ist es nicht verwunderlich,

dass es viele Stürze gab und man oft Prozessionsrennen

zu sehen bekam. Im Großen und

Ganzen war das Junioren-WM-Finale für die Zuschauer

viel weniger interessant, als in den

vergangenen Jahren.

• Text: Georg Dobes; Foto: Petr Makusev

Speedway-Junioren-WM - Finale - Pardubice/CZE - 2.10.2019

Ergebnis:

1. Jaimon Lidsey, AUS, 14 Vorlaufpunkte; 2. Dominik Kubera,

POL, 12; 3. Olegs Mihailovs, LVA, 11; 4. Daniel Bewley, GBR, 13;

5. Mads Hansen, DEN, 8; 6. Petr Chlupac, CZE, 7; 7. Jakub Miskowiak,

POL, 9; 8. Jan Kvech, CZE, 13; 9. Niklas Säyriö, FIN, 6;

10. Lukas Fienhage, GER, 5; 11. Marko Levishyn, UKR, 5; 12. Mattia

Lenarduzzi, ITA, 5; 13. Luke Becker, USA, 4; 14. Alexander

Woentin, SWE, 3; 15. Lukas Baumann, GER, 1; 16. Steven Goret,

FRA, 0; 17. Daniel Klima, CZE, 0; 18. Pavel Kuchar, CZE, 0.

SF1: Lidsey, Kubera, Hansen, Miskowiak; SF2: Bewley, Mihailovs,

Chlupac, Kvech S; Finale: Lidsey, Kubera, Mihailovs,

Bewley.

10 BAHNSPORT AKTUELL November '20


BARDIA LEATHER

SPEEDWAY BOOTS BY JOPA

Lieferbare Größen: 41 und 42

zum Preis von 74,- Euro* + Porto

Bestellungen an:

Ziegler Verlags OHG • Bahnsport aktuell

Nicole Bauer • Röntgenstraße 4 • 63755 Alzenau

Tel. 06023 9178286

*) nur solange Vorrat reicht


SPEEDWAY-EM

U19-Paar-Cup - Güstrow/GER

Tschechien vs. Dänemark: Petr Chlupac (gelb) vor Emil Breum (blau), Jan Kvech (weiß) und Marcus Birkemose (rot)

Tschechische Dominanz

Deutschland fährt außer Konkurrenz mit Norick Blödorn und Ben Ernst Top Ergebnis ein

Bravo Güstrow! Dass man am Abend des 26.9.

wirklich ein Rennen sehen würde, glaubte

selbst der Vorstand am späten Nachmittag

nicht mehr. Es regnete den ganzen Nachmittag

über Bindfäden. Gott sei Dank war die Bahn ordentlich

abgedeckt. Aber je später es wurde,

desto mehr schwanden die Hoffnungen auf ein

Speedwayrennen. Die gut 1000 Zuschauer , die

eine Karte erobert hatten, warteten geduldig

und gegen 19:00 Uhr hellte es auf und es sollte

tatsächlich trocken bleiben.

Nun zeigte sich, was einen gut organisierten

Club ausmacht. Diverse Mitarbeiter und einige

Maschinen stürmten das Innenfeld, sammelten

die Mengen von Reifen ein, die gleich von

mehreren Radladern abtransportiert wurden

und zogen dann die Planen von der trockenen

Bahn. Gleichzeitig fuhr ein Tankwagen mit

Saugrüssel um die Bahn, um einige Pfützen,

die sich im Dauerregen am Bahninnenrand gebildet

hatten abzusaugen. Um zirka 21:20 Uhr

hatte man die Arbeiten beendet und beim kurzen

Training staubte es sogar. Das folgende

Rennen war großartige Werbung für den Sport.

Deutsches Dream-Team:

Ben Ernst (gelb) und Norick Blödorn

Für fast alle galten natürlich die Polen mit Jacub

Miskoviak, Mateuz Cierniak und Mateuz

Swidnicki die Favoriten. Doch gleich in deren

ersten Rennen gab es nur ein 3:3 gegen die wesentlich

schwächer eingeschätzten Tschechen.

Die Mannschaft mit Jan Kvech, Petr Chlupac

und Daniel Klima fuhr dann schließlich auch

den Titel ein. Immerhin drei 5:1-Siege führen

die Tschechen gegen Dänemark, Schweden

und England heraus. Vor allen Jan Kvech mit

seinen 11 Punkten trug ordentlich zu den insgesamt

23 Zählern und dem U19-Titel bei. Das

einzige Team, das die Tschechen mit 5:1 schlugen,

war das außer Konkurrenz fahrende Team

des MC Güstrow mit Ben Ernst und Norick Blödorn.

Reservist Lukas Wegener wurde von

Teamchef Tobias Busch nicht eingesetzt. In jedem

der sechs Heats gewann einer der jungen

Güstrower und zwei 4:2-Siege gegen Schweden

und Polen (!) waren auch noch drin. Hinzu

kamen drei 3:3-Läufe. Die Zuschauer waren

aus dem Häuschen und der Jubel nach dem

Sieg über Gesamtsieger Tschechien war unbeschreiblich.

Somit hätten die beiden Güstrower

mit 22 Punkten auch die Silber-Medaille

erobert, wenn ... Dazu mehr unter „Am Rande“.

So landete Team Lettland mit 20 Punkten auf

Platz 2. Die Balten stellten mit Richard Ansviesulis

den besten Fahrer des Abends. Er erzielte

16 Punkte. Teamchef Maxims Bogdanovs hatte

seine Jungs, zu denen noch Ernests Matjusonoks

und Francis Gusts gehörten, in die gleichen

Kombis gesteckt. So traten ansonsten nur

noch die Tschechen auf. Etwas enttäuschend

fiel das Ergebnis der auf Sieg getrimmten Polen

um Manager Rafal Dobrucki aus. Vier Siege,

aber kein 5:1, waren die Ausbeute. Bester

Pilot war Mateuz Cierniak mit 14 Punkten. Nur

Vierte wurden die Dänen, die lediglich auf 17

Punkte kamen. Bester war hier Esben Hjerrild

mit 8 Punkten. Marcus Birkemose war in der

Woche zuvor in Polen gestürzt und konnte aus

vier Läufen 6 Punkte beisteuern.

Auch die drei jungen Schweden, von denen Noel

Wahlqvist mit 7 Punkten noch der Beste war,

lieferten eine enttäuschende Vorstellung ab.

Den letzten Platz belegten die beiden Engländer

Jordan Palin und Jason

Edwards. Manager Neil

Vatcher war darüber nicht

gerade begeistert.

• Texte u. Fotos:

Wolfgang Radszuweit

AM RANDE

Seinen ersten Auftritt als FIM-Jury-Präsident

hatte Sönke Petersen. Übrigens hat Sönke sein

Studium erfolgreich absolviert und sucht nun

einen Job.

Bernd Sagert, Pavel Vana

und Sönke Petersen (v.l.))

Sicherlich gut gemeint hatte es der DMSB zu

Beginn der Corona-Pandemie mit dem Abmelden

aller Deutschen Mannschaften von FIM-

Wettbewerben. Der 1. Vorsitzende des MC Güstrow,

Torsten Jürn, wurde sogar gefragt, ob er

nicht auch den U19-Paar-Cup-Wettbewerb angesichts

der Pandemie zurückgeben möchte.

Jürn sah dafür keinen Grund und das war genau

die richtige Entscheidung. Nach der Siegerehrung

bedankte sich Teamchef Tobi Busch

für die tolle Leistung der jungen Fahrer und für

die weggeworfene Chance durch den DMSB, eine

Medaille zu gewinnen. So dachten wohl fast

alle Fans, die dieses Rennen miterlebt hatten.

Speedway-U19-Paar-Cup - Finale - Güstrow/GER -

26.9.2020

Ergebnis:

1. Tschechien, 23 Punkte (Jan Kvech 11, Petr Chlupac 7, Daniel

Klima 5); 2. Lettland, 20 (Ernests Matjusonoks 3, Ricards

Ansviesulis 16, Francis Gusts 1); 3. Polen, 19 (Jakub

Miskowiak 6, Mateusz Cierniak 14, Mateusz Swidnicki 2);

4. Dänemark, 17 (Markus Birkemose 6, Esben Hjerrild 8, Emil

Breum 3); 5. Schweden, 14 (Philip Helström-Bangs 3, Noel

Wahlqvist 7, Casper Henriksson 4); 6. Großbritannien, 11

(Jordan Palin 7, Jason Edwards 4); 7. MC Güstrow (außer Konkurrenz),

22 (Norick Blödorn 11, Ben Ernst 11, Lukas Wegner

N).


Junioren - Gdansk/POL

Verlegtes Finale

Marcus Birkemose Europameister

Als die Zahlen der Neuinfektionen von Covid-19 sprunghaft in die Höhe gingen, verschärfte Ungarn zum 1. September seine Schutzmaßnahmen

im Kampf gegen die Pandemie. Die FIM-Europe beschloss daraufhin, das Junioren-EM-Finale, das ursprünglich am

12. September in Nagyhalasz ausgetragen werden sollte, abzusagen. Zunächst schien es, als ob der Wettbewerb überhaupt nicht

stattfinden würde, doch dann teilte der europäische Motorsportverband mit, dass das Rennen in ein anderes Land verlegen wird.

„Wo sonst, wenn nicht nach Polen?“, dachten sich wohl die Funktionäre und schlugen Rawicz als Austragungsort vor. Doch am Ende

einigte man sich darauf, die Veranstaltung am 12. Oktober in Gdansk stattfinden zu lassen.

Für das Rennen in Polen hatte man sieben Fahrer direkt gesetzt und die

restlichen Teilnehmer mussten sich am 1. August im Semifinale in Divisov

qualifizieren. Dort triumphierte Jan Kvech, vor Marko Levishyn und

Wiktor Lampart, aber der Sieger und der Drittplatzierte konnten verletzungsbedingt

nicht am Finale teilnehmen. Der Pole brach sich am

13. September während des letzten Ligamatches seiner Mannschaft aus

Lublin drei Knochen der Mittelhand und die Saison war für ihn damit zu

Ende. Kvech stürzte am 9. Oktober im polnischen Ekstraliga-Halbfinale

in Zielona Gora und zog sich dabei einen Schlüsselbeinbruch zu. Ihre

Startplätze nahmen dann entsprechend David Pacalaj (nach Absage von

Steven Goret) und Mateusz Swidnicki ein. Als Siegesanwärter galten die

Polen Jakub Miskowiak und Mateusz Cierniak, der Däne Mads Hansen,

aber auch Marcus Birkemose, der erst eine Woche zuvor 17 Jahre jung geworden

war. Mit von der Partie waren auch zwei Deutsche, Lukas Fienhage

und Norick Blödorn, und sie zeigten einen sehr gute Performance.

Doch, der Reihe nach.

Nervosität vor dem Rennstart machte sich breit. Im Auftaktlauf fuhr

Swidnicki ins Band und in der Wiederholung musste sich Hansen überraschend

Petr Chlupac beugen. Das nächste Rennen hatte es in sich. Cierniak

fuhr sehr chaotisch, kollidierte mit Miskowiak und fiel danach aus.

Drei Punkte erkämpfte Birkemose, vor Miskowiak und Blödorn. Fienhage

wurde im dritten Heat hinter Alexander Woentin Zweiter. Im zweiten

Durchgang kreuzten beide Deutsche als Sieger die Ziellinie. Fienhage

schlug Cierniak und Blödorn kam vor Jonathan Grahn ins Ziel. Nach acht

Läufen gab es im Feld keinen ungeschlagenen Fahrer mehr. Da Fienhage

im elften Heat Miskowiak seinen Auspuff zeigte und weitere 3 Punkte

einheimste, lag der 21-Jährige nach drei Durchgängen mit Chlupac und

Birkemose mit an der Spitze. Blödorn wurde im zwölften Rennen Dritter,

aber im darauf folgenden Lauf konnte der 16-Jährige seinen zweiten Sieg

einfahren. Im 16. Heat trafen drei Führende aufeinander. Birkemose legte

einen Bombenstart hin und landete einen Start-Ziel-Sieg. Fienhage

lag an 3. Stelle, stürzte jedoch in der dritten Runde und Referee Oleksandr

Latosinski aus der Ukraine disqualifizierte ihn. Vor dem letzten

Durchgang führte Birkemose mit 11 Zählern das Feld an, gefolgt von

Chlupac und Miskowiak, die jeweils 9 Punkte erkämpften. Fienhage und

Blödorn hatten 8 Zähler auf ihren Konten. Als Miskowiak im 17. Rennen

als Erster die Zielflagge sah, wusste der Pole schon, dass er auf jeden

Fall aufs Podest kommen würde. Die DMSB-Fahrer fuhren im anschließenden

Heat gegeneinander und der Sieger hätte auch eine reale Chance

auf eine Medaille gehabt. Leider machte Daniel Klima den Deutschen

einen Strich durch die Rechnung. Der Tscheche gewann ungefährdet,

während Fienhage und Hansen sich einen erbitterten Kampf um die

2 Punkte lieferten. Der Däne beging jedoch einen groben Fahrfehler und

wurde schließlich durchgereicht. Fienhage kam vor Blödorn als Zweiter

ins Ziel.

Marcus Birkemose brauchte in seinem letzten Lauf 2 Zähler, um Junioren-Europameister

zu werden und das Supertalent aus Dänemark setzte

seinen Plan in die Tat um. Er meldete sich hinter Woentin als Zweiter im

Ziel und konnte Glückwünsche zu seinem Titelgewinn entgegennehmen.

Da Chlupac im 20. Heat stürzte und vom Re-run ausgeschlossen wurde,

stand Jakub Miskowiak mit 12 Zählern als Vizemeister fest und Alexander

Woentin sicherte sich mit 11 Punkten die Bronzemedaille. Lukas Fienhage

kam auf insgesamt 10 Zähler und verfehlte ganz knapp einen Medaillenrang.

Der 21-Jährige wurde auf dem 349 Meter langen Oval Gesamtvierter.

Norick Blödorn erkämpfte im Zbigniew-Podlecki-Stadion nur einen

Punkt weniger als sein Landsmann und belegte einen guten 8. Rang.

• Text: Georg Dobes; Fotos: FIM Europe

Speedway-Junioren-EM - Finale - Gdansk/POL - 12.10.2020

Ergebnis:

1. Marcus Birkemose, DEN, 13 Punkte; 2. Jakub Miskowiak, POL, 12; 3. Alexander Woentin,

SWE, 11; 4. Lukas Fienhage, GER, 10; 5. Jonathan Grahn, SWE, 10; 6. Mateusz Cierniak, POL, 9;

7. Petr Chlupac, CZE, 9; 8. Norick Blödorn, GER, 9; 9. Mads Hansen, DEN, 8; 10. Daniel Klima,

CZE, 8; 11. Marko Levishyn, UKR, 6; 12. Tom Brennan, GBR, 4; 13. Timi Salonen, FIN, 4; 14. Mateusz

Swidnicki, POL, 3; 15. David Pacalaj, SVK, 1; 16. Andrij Rozaljuk, UKR, 1; 17. Karol Zupinski,

PL, 1.


LANGBAHN-WM

Challenge - Roden/NED

Max

Dilger

im GP

Von fünf Deutschen konnte sich beim Langbahn-WM-Challenge in Roden nur Max Dilger mit Platz 3 direkt für die Grand Prix 2021

qualifizieren. Es gewann der Tscheche Josef Franc vor Romano Hummel aus den Niederlanden, Dilger und Theo Pijper (NED) auf

Platz 4, die alle für das kommende Jahr gesetzt sind.

Bernd Diener aus Gengenbach wurde in Roden

Fünfter, wird aber im kommenden Jahr als

Nachrücker ebenfalls an der Langbahn-Weltmeisterschaft

teilnehmen können, wie Josef

„Pepe“ Franc als Sieger des Challenge. Diener,

wenn er denn will und die beteiligten Verbände

zustimmen, profitiert von den Platzierungen

der beiden Niederländer Hummel und Pijper

(Plätze 5 und 6) in der WM 2020.

Beim Challenge im niederländischen Roden in

der Nähe von Groningen waren 250 Zuschauer

zugelassen, die aber immerhin jeweils 100 Euro

pro Ticket „blechen“ mussten. „Wir wollten

einfach etwas für den Bahnsport und die Fahrer

tun“, sagte Bert Oosterling, Vorsitzender

der Stichting Motorsport Roden, nach dem

bestens organisierten Rennen, „wir wollten,

dass die Fahrer die Möglichkeit haben, sich auf

sportliche Weise für den Langbahn-GP im kommenden

Jahr zu qualifizieren und nicht durch

Nominierungen der Verbände in irgendwelchen

Hinterzimmern.“

Der Wettergott meinte es dann auch gut mit allen

Beteiligten. Bei angenehmen Temperaturen,

Sonnenschein und einer bestens, aber

nicht einfach zu fahrenden Sandbahn, kämpften

25 Piloten in insgesamt 25 Läufen um die

vier Plätze für die WM im kommenden Jahr. Jeder

musste fünfmal ans Startband. Alle Punkte

wurden addiert.

Josef Franc fuhr überragend. Der Tscheche

siegte viermal, nur in seinem letzten Heat

musste er den Briten Andrew Appleton vorbeiziehen

lassen. Er war am Ende mit 19 von maximal

20 möglichen Punkten der Tagessieger.

Auf Platz 2 mit nur einem Zähler weniger folgte

Lokalmatador Romano Hummel auf seiner

Heimbahn. Der Groninger hat seine Verletzungen

überstanden und zur alten Stärke zurückgefunden.

Max Dilger aus Lahr-Sulz wurde Dritter. Er

überzeugte mit guten Starts und schlauer Linienwahl.

Seinen stärksten Auftritt hatte der

Schwarzwälder in seinem letzten Heat. Stephan

Katt, der Stärken und Schwächen zeigte

und am Ende nur Zwölfter wurde, hatte den

Start gewonnen und führte vor Dilger. Der Brite

James Shanes hatte in Kurve 1 Dilger touchiert,

daher brach der Schiri aus der Ukraine den

Lauf ab. Beim Re-start hatte Katt einen kurzen

Aufsteiger, übernahm aber auf der Gegengeraden

die Führung. In der Folge entwickelte sich

ein toller Kampf des „Catman“ gegen Dilger,

den der Schwarzwälder dann für sich entscheiden

konnte.

Langbahn-WM - Challenge - Roden/NED - 20.9.2020:

Ergebnis:

Qualifiziert für den Langbahn-GP 2021: 1. Josef Franc, CZE,

19 Punkte; 2. Romano Hummel, NED, 18; 3. Max Dilger, GER,

17; 4. Theo Pijper, NED, 16.

Ausgeschieden: 5. Bernd Diener, GER, 15; 6. Kenneth Kruse

Hansen, DEN, 15; 7. Hynek Stichauer, CZE, 14; 8. Zach

Wajknecht, GBR, 13; 9. Andrew Appleton, GBR, 12; 10. Fabian

Wachs, GER, 11; 11. Paul Cooper, GBR, 11; 12. Stephan Katt,

GER, 11; 13. Dave Meijerink, NED, 10; 14. James Shanes, GBR,

10; 15. Tomas H. Jonasson, SWE, 9; 16. Gaétan Stella, FRA, 7;

17. Julien Cayre, FRA, 7; 18. Henri Ahlbom, FIN, 7; 19. Martin

Malek, CZE, 5; 20. Jacob Bukhave, DEN, 5; 21. Max Koivula,

FIN, 5; 22. Jordan Dubernard, FRA, 4; 23. Marcel Dachs, GER,

4; 24. Gabriel Dubernard, FRA, 3; 25. Alessandro Milanese,

ITA, 1; 26. Jarno de Vries, NED, 1; 27. Mika Meijer, NED, 0.

Bernd Diener musste am Ende mit Platz 5 vorlieb

nehmen. Der Gengenbacher, der die WM in

diesem Jahr aus Corona-

Die Sieger von Roden (v.l.): Romano Hummel, Josef Franc und Max Dilger

Gründen ausließ, lieferte

ebenfalls eine sehr starke

Vorstellung ab. In Heat 18

aber kam er nur auf einen

Punkt, da er Franc, Dilger

und Pijper ziehen lassen

musste.

I-Lizenz-Rookie Fabian

Wachs vom MSC Werlte

machte in Roden eine

überaus gute Figur. Der

21-jährige Emsländer hatte

keine Angst vor großen

Namen, holte sogar einen

Laufsieg und fuhr überraschend

auf Platz 10 von

25 Fahrern. Marcel Dachs (33) aus Weingarten

hatte Pech. Gleich zwei Ausfälle durch technische

Defekte kosteten den Schwaben wichtige

Punkte. • Text u. Fotos: Rudi Hagen

14 BAHNSPORT AKTUELL November '20


50 % RABATT

AUF ALLE BÜCHER

Traumtouren mit dem Motorrad . . 29,90 €

Reparaturanleitung

Honda XRV 750 Africa

Twin .................. 39,90 €

Das Harley-Davidson

Jahrhundert ........ 49,90 €

SAMMLER-STÜCK

Typenkompaß Bimota

Motorräder seit 1973

99,90 €

Harley-Davidsson

Die lebende Legende

39,90 €

Reparaturanleitung

Kawasaki KLE 500 39,90 €

Motorradreisen zwischen

Urlaub und Expedition

Aufl. 2001 ............19,90 €

Kymco Motorroller

14,90 €

Mythos Harley-Davidsson

Sportster. .......................... 24,90 €

Abenteuertouren mit dem

Motorrad .............. 24,90 €

Ayrton Senna - Seine Siege

Sein Vermächtnis . 39,80 €

The Harley-Davidson Motor Co.

Archiv-Kollektion .........49,90 €

Harley-Davidsson

Softail. .............................. 24,90 €

Motorrad-Reisekarten

Toskana ........... 9,99 €

1000x Formel 1 ......19,99 €

Reparaturanleitung Yamaha

XTZ 750 Super Ténéré

TDM 850 ............... 39,90 €

Alle Preise abzgl. 50 % Rabatt, zzgl. 5,00 € Porto- und Versandkosten innerhalb Deutschlands.

Ausland auf Anfrage Bestellungen bitte per E-Mail an: abo@ziegler-verlag.de

Eisige Pisten und Schneegestöber

................. 9,90 €

Ziegler Verlags OHG • Röntgenstraße 4 • 63755 Alzenau • Tel. 06023 9178286


LANGBAHN-WM

Finale 2 - Rzeszow/POL

Lukas Fienhage Weltmeister

Lukas Fienhage ist Langbahnweltmeister 2020. Zwei Wochen nach seinem 21. Geburtstag belegte der Niedersachse beim Grand Prix

in Rzeszow (Polen) Platz 2 hinter dem Dänen Kenneth Kruse Hansen. Damit war Fienhage mit 47 Punkten Weltmeister vor dem Dänen,

der mit 37 Zählern Vizeweltmeister wurde. Auf WM-Platz 3 folgte Mathieu Trésarrieu mit ebenfalls 37 Punkten. Der Franzose

verzichtete auf ein mögliches Stechen.

Was für ein grandioser Erfolg für Lukas Fienhage.

Der junge Mann, wohlerzogen, aus gutem

Hause und mit einer abgeschlossenen Ausbildung

als Werkzeugmechaniker im Rücken,

setzte mit dem Weltmeistertitel auf der Langbahn

seiner bisherigen Karriere im Bahnsport

die höchste Krone auf. Der 21-Jährige aus

Klein-Brockdorf, einem Ortsteil der Stadt Lohne

im Landkreis Vechta, hat in seinem Portfolio

zwar auch schon einen Titel in der Team-WM

(2017) vorzuweisen, wurde 2019 Deutscher

Speedway-Meister U21 und holte sich ebenfalls

im Vorjahr in seiner Rookie-Saison in Roden

(NL) seinen ersten GP-Sieg auf der Langbahn,

aber der Solo-Titel Langbahnweltmeister

hat dann doch noch ein anderes Gewicht.

Lukas Fienhage kann von nun an in einem

Atemzug mit Weltmeistern wie Egon Müller,

Karl Maier, Robert Barth und Gerd Riss genannt

werden. Barth ist nicht nur Fienhages

Vorbild, der Memminger betreut auch dessen

Motorräder. „Ich möchte Robert noch einmal

einen Riesendank für seine Dienste aussprechen,

ich bin super zufrieden mit dem Material

und das seit Jahren“, lobte der frischgebackene

Weltmeister seinen Mentor nach dem Erfolg

von Rzeszow. „Er hängt sich sehr rein in die Sache,

sodass alles funktioniert, wie ich es haben

möchte und brauche. Robert war übrigens

schon mein Idol als Fahrer, als ich noch ein

Kind war. Ich bin damals immer mit seiner Mütze

bei den Rennen herumgelaufen.“

Nach seinem Sieg im ersten GP dieser sehr verkürzten

Corona-Saison in Morizes fuhr Fienhage,

begleitet von Vater Uwe und seinen Mechanikern

Chris Wahle und Burkhard Zoschke, mit

breiter Brust nach Polen. In seinen fünf Vorläufen

sammelte der Clubfahrer des AC Vechta 17

Punkte. Neben drei Laufsiegen wurde er einmal

Zweiter hinter dem Briten Chris Harris und

in seinem vierten Heat Dritter hinter dem überragenden

Dänen Kenneth

Kruse Hansen, der sich als

Punktbester direkt fürs Finale

qualifizierte, und Exweltmeister

Mathieu Trésarrieu.

Im ersten Semifinale dominierte

Fienhage und zog

mit dem Briten Zach

Wajtknecht ins alles entscheidende

Finale ein.

Max Dilger aus Lahr-Sulz

hatte hier Pech mit einem

Ausfall. Er wurde am Ende

Zehnter und belegte in der

WM-Wertung Rang 9. Das

zweite Semi war eine Sa-

che des Polen Stanislaw Burza, der sich als

Wildcardfahrer auf seiner Heim(Speedway)bahn

sichtlich wohl fühlte. Als Zweitplatzierter

stand dann auch Trésarrieu als Finalist

fest.

Im Finale startete Lukas Fienhage nicht besonders

gut. Von der Position Blau war er in Kurve

1 urplötzlich Letzter, fand dann aber über außen

mehr Grip und raste vor Burza, Wajtknecht

und Trésarrieu auf Platz 2 hinter dem klar vorne

liegenden Kruse Hansen ins Ziel.

16 BAHNSPORT AKTUELL November '20


Stephan Katt war der Pechvogel des Abends.

Gleich im ersten Heat rutschte der Neuwittenbeker

in Kurve 2 weg und räumte dabei aber

auch Mathieu Trésarrieu mit ab. Allerdings war

der davor etwas hin- und hergeschleudert und

damit nicht ohne Schuld. Beide wurden in diesem

Lauf disqualifiziert. In seinem nächsten

Heat geriet Katt mit seinem rechten Fuß bei

voller Fahrt unter die Fußraste. Die Verletzungen

stellten sich später als Bruch heraus. Mehr

als Platz 13 war dabei für den „Catman“ nicht

möglich.

• Texte: Rudi Hagen;

Fotos: David Reygondeau/good-shoot.com

STIMMEN ZUM WM-FINALE

Weltmeister Lukas Fienhage: Ich bin so

glücklich, es ist ein Traum. Als ich die Bahn

vor dem Rennen sah, so tief durch den Regen,

da habe ich kurz gezweifelt, aber Robert

Barth hat mir Mut gemacht, indem er sagte,

Langbahn-WM - Finale 2

Rzeszow/POL

27.9.2020

Ergebnis:

1. Kenneth Kruse Hansen, DEN, 20 Vorlaufpunkte; 2. Lukas

Fienhage, GER, 17; 3. Stanislaw Burza, POL, 8;

4. Zach Wajtknecht, GBR, 12; 5. Mathieu Trésarrieu, FRA,

12; 6. James Shanes, GBR, 9; 7. Romano Hummel, NED,

8; 8. Chris Harris, GBR, 13; 9. Theo Pijper, NED, 9; 10.

Max Dilger, GER, 12; 11. Tomas H. Jonasson, SWE, 10;

12. Jesse Mustonen, FIN, 5; 13. Stephan Katt, GER, 4;

14. Martin Malek, CZE, 3; 15. Josef Franc, CZE, 3;

16. Gaétan Stella, FRA, 1; 17. Zdenek Holub, CZE, 0.

Semifinale 1: 1. Fienhage; 2. Wajtknecht; 3. Hummel;

4. Pijper; 5. Dilger.

Semifinale 2: 1. Burza; 2. Trésarrieu; 3. Shanes; 4. Harris;

5. Jonasson.

Finale: 1. Kruse Hansen; 2. Fienhage; 3. Burza, 4. Wajtknecht,

5. Trésarrieu.

Endstand nach 2 Finals: 1. Lukas Fienhage, GER,

47 Punkte; 2. Kenneth Kruse Hansen, DEN, 37; 3. Mathieu

Trésarrieu, FRA, 37; 4. Zach Wajtknecht, GBR, 32;

5. Romano Hummel, NED, 30; 6. Theo Pijper, NED, 26;

7. James Shanes, GBR, 21; 8. Stanislav Burza, POL, 19;

9. Max Dilger, GER, 19; 10. Chris Harris, GBR, 18; 11. Josef

Franc, CZE, 11; 12. Stephan Katt, GER, 8; 13. Martin

Malek, CZE, 5; 14. Tomas H. Jonasson, SWE, 5; 15. Stéphane

Trésarrieu, FRA, 4; 16. Jesse Mustonen, FIN, 4;

17. Gaétan Stella, FRA, 2; 18. Jérôme Lespinasse, FRA, 1;

19. Zdenek Holub, CZE, 0.

die Bahn würde perfekt an dem Tag zu mir

passen. Schon nach meinem Sieg in Morizes

war ich voller Selbstvertrauen, aber als in

Rzeszow das Finale immer näher kam, stieg

auch meine Nervosität. Die Bahn war schwierig

zu fahren, aber ich habe am Ende die einfachste

Linie gefunden und sie mir zunutze

gemacht.

Vizeweltmeister Kenneth Kruse Hansen: Es

war ein fantastisches Gefühl, für einen Langbahn-Neuling

wie mich einen GP zu gewinnen.

Ich dachte mir schon nach den ersten

Läufen, dass ich hier auf meiner Heimstrecke

in der polnischen Speedwayliga ein gutes Ergebnis

erzielen könnte, denn meine Starts

waren gut und ich war schnell.

Stephan Katt: Für mich lief es ganz schlecht.

Mein Sturz gleich im ersten Heat nach der

Kollision mit Mathieu, das war einfach ein

Rennsturz, wie er immer passieren kann. Ich

habe dann die Zähne zusammengebissen,

aber danach bin ich mit meinem rechten Fuß

unter die Fußraste geraten, als Max vor mir einen

Haken geschlagen hat. Schon nach dem

Rennen tat mir der Fuß höllisch weh. Ehrlich,

erst Corona, dann keine Rennen und jetzt so’n

Scheiß.

Mathieu Trésarrieu wurde WM-Dritter in Rzeszow


SPEEDWAY

ADAC-Junioren-Speedwayrennen Wolfslake

Volles Programm

knapp verfehlt hatte Lester Matthijssen (MSC Moorwinkelsdamm), der

extra aus den Niederlanden angereist war.

Für die Klasse Junioren C 250 ccm hatten sich sechs Fahrer angemeldet.

Für Ben Iken war es das erste Rennen der Saison. Kupplung und Reifen

waren neu und das wurde ihm gleich im Training zum Verhängnis. Bei einem

Startversuch stellte sich seine Maschine auf, er konnte sie nicht

mehr abfangen und landete sehr hart auf der Bahn. In seinem ersten

Lauf passierte am Startband das gleiche noch einmal. Das war zu viel

fürs Steißbein. Ben konnte bei den weiteren Läufen nicht mehr antreten.

Der Sieg ging letztlich an Bruno Thomas (MC Post Leipzig) vor Marvin

Kleinert (MSC Nordhastedt) und Nynke Sijbesma (MSC Moorwinkelsdamm).

In der Klasse U21 500 ccm waren leider sehr wenige Nennungen ein. Um

die Läufe etwas interessanter zu gestalten, wurden drei dänische Gastfahrer

verpflichtet, die es dem Rest des Feldes nicht leicht machten. Aus

deutscher Sicht konnte nur Lukas Wegner (ST Wolfslake) mit den starken

Dänen mithalten und schaffte es in den Finallauf. Dort platzierte er sich

hinter Bastian Borke (MC Mecklenburgring Parchim), Patrick Skaarup

(Slangerup) und Mads Dalum (Holstedt) auf dem 4. Rang. Fünfter wurde

Jeffrey Sijbesma (MSC Moorwinkelsdamm) vor Birger Jähn und Manuel

Rau (MC Post Leipzig). • Text: Elmo Schröder; Foto: Vincent Paarmann

Levi Böhme (33), hier mit Valentino Scheibe (34), Magnus Rau (32) und Mike

Jarczewski (35), gewann die Klasse Junior A KTM

Am 20.9.2020 fand auf dem „Eichenring“ Wolfslake ein Speedwayrennen

für alle Juniorenklassen statt. Um den Corona-Auflagen gerecht zu

werden wurde die Veranstaltung in zwei Rennabschnitte geteilt. Drei

Klassen am Vormittag und drei Klassen am Nachmittag.

Den Anfang machten die Jüngsten, mit dabei Wolfslakes Nachwuchstalent

Egon Sichting, der mit acht weiteren Fahrern in der Klasse Junior A

PW 50 an den Start ging. Die Jungs kämpften mit sehr viel Ehrgeiz um ihre

NBM Punkte und am Ende siegte Niklas Bager (MSC Brokstedt) mit

15 Punkten Maximum vor Johannes Ebel (MC Ludwigslust) und Benne

Kruse (MC Mecklenburgring Parchim).

Die Junioren A der KTM-Klasse waren mit vier Fahrern vertreten, die sich

alle erst auf die für sie sehr kleine Bahn (135 Meter) im Innenfeld einstellen

mussten. Sie waren so kurz übersetzt, dass zwei von ihnen gleich einen

Cowboystart hinlegten. Der Schiedsrichter ließ aber alle wieder ans

Band und nach vier Läufen konnte sich Levi Böhme (MC Meißen) den Tagessieg

holen. Valentino Scheibe, ebenfalls MC Meißen, erfuhr sich den

2. Platz, dicht gefolgt von Magnus Rau (MC Post Leipzig), der mit der

Bahn gar nicht zurechtkam. Der 4. Rang ging an Mike Jarczewski (MSC

Dohren).

Bei den Junioren B II 85 ccm gingen ebenfalls nur vier Fahrer an den

Start. Mit dabei Carlos Gennerich (MC Güstrow/ST Wolfslake), der Platz 1

belegte und nur einen Punkt an Paul Weisheit (ST Wolfslake) abgeben

musste. Noel-Maximilian Koch (MC Mecklenburgring Parchim) wurde

Dritter vor Tyler Haupt.

Am Nachmittag ging es dann auf der großen Bahn weiter. Bei den Junioren

B 125 ccm gingen acht Fahrer an den Start, die sich in den Vorläufen

nichts schenkten. Außer Wertung starteten mit Josef Cerny und Oliver

Schmid (beide PK Plzen) zwei Gastfahrer aus der tschechischen Republik,

die zusammen mit Frieda Thomas (MC Post Leipzig) und Alina Sassenhagen

(MSC Wittstock/ST Wolfslake) das Finale bestritten. Platz 1 mit

12 Punkten ging letztlich an Frieda Thomas. Punktgleich auf Platz 2 folgte

Josef Cerny, vor Alina Sassenhagen und Oliver Schmid. Das Finale

ADAC-Bayerncup Abensberg

Heimsieg beim

Geisterrennen

MSC triumphiert auf eigener Bahn

Die Vorzeichen für das Heimrennen des MSC Abensberg im ADAC-Bahnsport-Bayerncup

hätten wahrlich besser sein können. Aufgrund der Corona-Pandemie

verzichtete der MSC Abensberg komplett darauf, Zuschauer

ins Speedway-Stadion zu lassen. Und als sei das noch nicht genug

gewesen, machte der Wettergott auch noch Schwierigkeiten. Den

ganzen Vormittag über regnete es immer wieder, sodass man den Rennstart

um etwa eine Stunde vorzog. Dennoch musste man nach zehn Läufen

wegen des Regens abbrechen. Der MSC Abensberg lag zu der Zeit in

Führung und feierte deshalb seinen ersten Sieg in einem Bayerncup-

Rennen.

Sascha Dörner, Rennleiter beim MSC Abensberg, bezog in seine Bilanz

natürlich auch den Regen mit ein: „Aufgrund der schwierig zu fahrenden

Bahn haben wir mit dem Schiedsrichter nach zehn Läufen die Entscheidung

getroffen, das Rennen abzubrechen. Für die schweren, großen Maschinen

war es schnell einfach zu gefährlich, das zeigten auch ein paar

Ausrutscher, die aber alle glimpflich abgingen.“

Somit wurde das Rennen zu einer großen Show für die kleinen Rennfahrer

auf ihren 50-ccm-Motorrädern. Die kamen mit der Beschaffenheit der

Bahn gut zurecht, aufgrund von weniger Leistung und weniger Ge-

Schwierige Bedingungen beim ADAC-Bayerncup in Abensberg

ADAC-Junioren-Speedwayrennen Wolfslake - 20.9.2020

Ergebnisse:

NBM - Junior A - PW 50 (U11, 50 ccm): 1. Niklas Bager, 15 Punkte; 2. Johannes Ebel, 13; 3. Benne

Kruse, 10; 4. Fynn-Niklas Koch, 8; 5. Egon Sichting, 5; 6. Jarik Perenz, 4; 7. Lukas Nake, 3;

8. Mika Malyschew, 1; 9. Paul Jannis Schröder, 1.

NBM - Junior A - KTM (U11, 50 ccm): 1. Levi Böhme, 11 Punkte; 2. Valentino Scheibe, 7; 3. Magnus

Rau, 6; 4. Mike Jarczewski, 0.

NBM - Junior B II (U16, 85 ccm): 1. Carlos Gennerich, 11 Punkte; 2. Paul Weisheit, 5; 3. Noel-

Maximilian Koch, 5; 4. Tyler Haupt, 3.

NBM - Junior B (U16, 125 ccm): 1. Frieda Thomas, 12 Punkte; 2. Josef Cerny, CZE, 12; 3. Alina

Sassenhagen, 9; 4. Oliver Schmid, CZE, 8; 5. Lester Matthijssen, 7; 6. Freyja Redlich, 3;

7. Mascha Schwend, 2; 8. Thies Schweer, 1.

NBM - Junior C (U17, 250 ccm): 1. Bruno Thomas, 14 Punkte; 2. Marvin Kleinert, 11; 3. Louis

Ruhnke, 6; 4. Nynke Sijbesma, 6; 5. Tom Meyer, 4; 6. Ben Iken, 0.

NBM - Junioren (U21, 500 ccm): 1. Bastian Borke, 13 Punkte; 2. Patrick Skaarup, DEN, 13;

3. Mads Dalum, DEN, 10; 4. Lukas Wegner, 6; 5. Jeffrey Sijbesma, 4; 6. Birger Jähn, 2; 7. Manuel

Rau, 0.

18 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


ADAC-Bayerncup in Olching (v.l.): MSC Abensberg (2.), Sieger MSC Olching und BBM München

schwindigkeit. Magnus Rau (MSC Abensberg), Valentino Scheiber (MSC

Olching), Levi Böhme (BBM München) und Franziska Kober (AC Landshut)

lieferten sich also viermal packende Duelle.

Nach zehn Läufen, also beim Abbruch des Rennens, standen beim MSC

Abensberg um Magnus Rau, Mario Häusl, Patricia Erhart, Maxi Troidl und

Manuel Rau also 23 Punkte auf dem Zettel, 11 davon hatte mit Magnus

Rau der Jüngste im Team beigesteuert. Er siegte dreimal und musste nur

einmal Levi Böhme ziehen lassen. Somit lag der Gastgeber vor Olching

und München, die jeweils 16 Punkte erfahren konnten. Der Losentscheid

um die Plätze 2 und 3 ging zugunsten von Olching aus, die damit auf

Rang 2 geführt wurden. Mit nur 3 Punkten wurde der AC Landshut Vierter.

Die Verantwortlichen des MSC Abensberg freuten sich über den Erfolg.

„Die verstehen sich super. Hoffentlich bleiben sie auch für die nächste

Saison so zusammen, dann ist wieder einiges drin.“ Sie wussten aber

auch, dass man vom Rennabbruch profitiert habe: „Es kam uns entgegen,

dass wir bei den Junioren A sehr stark besetzt waren.“

• Text u. Foto: Bernhard Härtinger

ADAC-Bahnsport-Bayerncup - 2. Lauf - Abensberg - 26.9.2020

Ergebnis:

1. MSC Abensberg, 23 Punkte; 2. MSC Olching, 16; 3. BBM München, 16; 4. AC Landshut, 3.

ADAC-Bayerncup Olching

Ein Wanderpokal

wird endlich

sesshaft

MSC Olching holt den ADAC-Bayerncup-Titel 2020

In der Olchinger „Maxlrainer Arena“ gab es am 27. September 2020 tatsächlich

ein Speedwayrennen. Hören konnte man es bestimmt noch ein

paar Kilometer weiter und auch die rote Sandwolke über dem Stadion

dürfte verräterisch ausgesehen haben. Es waren untrügliche Zeichen der

einzigen Rennveranstaltung in dieser Saison in den Amperauen.

Durchgeführt werden konnte der Wettbewerb jedoch leider nur als „Geisterrennen“

unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Immer wieder mussten

die Funktionäre interessierte Passanten wegschicken, die eigentlich gerne

einen Blick auf das Geschehen im Stadion geworfen hätten. Doch

nicht nur für die Fans, die nicht rein durften, war es seltsam: kein Stadionsprecher,

keine Musik, keine Zuschauer – diese ungewohnte Kulisse

erwartete die Teilnehmer des letzten Vorlaufs zum ADAC-Bayerncup.

Etwas Normalität kehrte allerdings ein, als das Startband dann in die Höhe

schnellte und die Jungs und Mädels am Gasgriff drehten, sodass die

Motoren dröhnten. Den motorsportlichen Kampfgeist der „jungen Wilden“

konnte die Pandemie in keinster Weise bremsen.

Ein paar Tage vor der Veranstaltung hatte man in Olching noch wegen der

haarsträubenden Wettervorhersage um den Zustand der Rennpiste gebangt,

doch der am Tag vor der Veranstaltung einsetzende starke Wind

half, den Bahnbelag zu trocknen. Die verantwortlichen Funktionäre setzten

beim Vorbereiten des sandigen Ovals auf ihre jahrzehntelange Erfahrung

– mit Erfolg: Die Bahn war pünktlich zum Rennen in einem Topzustand,

die Teamleiter zogen durchaus einen Vergleich mit einer sandigen

„Autobahn“.

Es ging in Olching um den diesjährigen Gesamtsieg beim ADAC-Bayerncup,

der in insgesamt drei Rennen ausgetragen wurde. Vor dem Rennen

lag das Team des BBM München mit 53 Zählern knapp vor Gastgeber

MSC Olching, der in den anderen beiden Vorläufen 52 Punkte gesammelt

hatte.

Olching stellte erneut den einzigen Maximumfahrer des gesamten Fahrerfeldes:

Erik Bachhuber gewann in seiner Rennklasse jeden seiner

Läufe. Mit Patrick Hyjek (11 Punkte) und Kacper Cymerman (10 Punkte)

hatten die Olchinger noch zwei weitere Punktegaranten im Boot.

Nur einen einzigen Sturz gab es an diesem Renntag: Olchings Celina

Liebmann rutschte im dritten Durchgang aus und landete in den Airfences.

Der Lauf war für die Gastgeber punktemäßig eine Nullrunde, aber

das ließ Olchings 19-jährige Rennamazone nicht auf sich sitzen: Den

nächsten Lauf gewann sie.

Und schließlich standen die Olchinger am Ende zum dritten Mal in Folge

am Ende der Bayerncup-Saison ganz oben auf dem Podest. Diese konstante

Leistung führte nun letztendlich dazu, dass der Bayerncup-Wanderpokal

endlich sesshaft wird. Diesmal darf das MSCO-Team den riesigen

Pott dauerhaft behalten.

Damit, dass an dem Tag die schnellen Abensberger noch so derart aufholen

würden, dass sie den BBM München in der Gesamtwertung nach

hinten schubsten, hatte vielleicht niemand gerechnet. Allerdings machte

das den ganzen Renntag umso spannender.

Etwas abgeschlagen landeten die Landshuter sowohl in der Tageswertung

als auch im Gesamtergebnis auf Rang 4. Aber: Dabeisein ist alles.

Und die vier Vereine waren sich in der Abschlussbesprechung einig, dass

die Bayerncup-Serie in der nächsten Saison möglichst wieder durchgeführt

werden sollte. Die jungen Fahrer hatten Speedwaysport vom Feinsten

gezeigt und waren in jeder Hinsicht sehr diszipliniert.

Oktober '20 BAHNSPORT AKTUELL 19


SPEEDWAY

Jedenfalls haben die jungen Fahrer und die Organisatoren bewiesen:

Speedway geht auch in Zeiten von Corona! Es ist nur irgendwie ... anders.

• Text u. Foto: Tanja Schön

ADAC-Bahnsport-Bayerncup - 3. u. letzter Lauf - Olching - 27.9.2020

Ergebnis:

1. MSC Olching, 44 Punkte (Valentino Scheibe 4, Kacper Cymerman 10, Marc Paulus 1, Patrick

Hyjek 11, Toni Eichhorn 0, Erik Bachhuber 12, Celina Liebmann 6); 2. MSC Abensberg, 42

(Magnus Rau 11, Mario Häusl 11, Marc Paulus 0, Patricia Erhart 10, Toni Eichhorn 0, Maximilian

Troidl 9, Manuel Rau 1); 3. BBM München, 29 (Levi Böhme 9, Maximilian Gammel 1, Marc

Paulus 0, Leonie Weinhold 6, Toni Eichhorn 0, Sebastian Adorjan 5, Julian Bielmeier 8); 4. AC

Landshut, 17 (Franziska Kober 0, Jenny Apfelbeck 6, Marc Paulus 1, Cyrill Hofmann 3, Toni

Eichhorn 0, Dominik Werkstetter 4, Julian Kuny 3).

Endstand: 1. MSC Olching, 96 Punkte; 2. MSC Abensberg, 90; 3. BBM München, 82; 4. AC

Landshut, 40.

Sam Schubert und Lennard Suhr (beide Brokstedt „Tigers“)

boten in der TTT interessanten und fairen Nachwuchs-Motorsport

ADAC-Speedwayrennen Brokstedt

Norick Blödorn –

das Maß der Dinge

Nachwuchsrennen sorgte für Begeisterung

Am Ende hatten sich sämtliche Anstrengungen und Mühen für die Mitglieder

des MSC Brokstedt e.V. im ADAC gelohnt. Die Tatsache, dass sich

die Verantwortlichen des Speedway-Clubs aus dem Kreis Steinburg in

Schleswig-Holstein entschieden hatten, trotz hoher Auflagen und einer

amtlich limitierten Zuschauerzahl von 500 in diesem Jahr doch noch ein

Rennen zu organisieren, sollte sich letztlich auszahlen. „Der Plan, dem

Rennsportnachwuchs noch einmal eine Plattform zu bieten, reifte im

Sommer, als wir die ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen umsetzen

konnten“, so Michael Schubert, 2. Vorsitzender des MSC. Für die

Macher rund um den Holsteinring war klar, dass der geplante Renntag

ganz im Zeichen der Nachwuchsförderung stehen sollte. Zuvor wurden

sämtliche Maßnahmen des selbsterarbeiteten Hygienekonzepts bis in

das letzte Detail umgesetzt, was laut Schubert einen echten Kraftakt der

Mitglieder vorausgesetzt hatte. „Unsere freiwilligen Helfer haben wirklich

alles gegeben, um die Planungen zu vollenden.“ Was den rund

350 Zuschauern, die den Weg nach Brokstedt fanden, letztlich geboten

wurde, war aller Ehren wert.

Bereits am Vormittag fand der zweite und somit finale Lauf der Talents

Team Trophy (TTT) der Rennklasse 125 ccm sowie der letzte Wertungslauf

der Norddeutschen Bahnmeisterschaft (NBM) der Klasse Junior C (250

ccm) statt.

Waren die Läufe im Vormittagsprogramm schon attraktiv, sollte dem Publikum

spätestens mit dem Hauptrennen der U21-Junioren (500 ccm)

Speedwaysport der Extraklasse geboten werden. Mit 16 teilnehmenden

Fahrern war es dem MSC gelungen, für diesen NBM-Wertungslauf nahezu

die gesamte deutsche Spitze dieser Rennklasse zu verpflichten. Im

Mittelpunkt stand dabei eindeutig das Duell der beiden Favoriten und

Ex-Juniorenweltmeister Norick Blödorn (MSC Brokstedt) und Ben Ernst

(MC Güstrow). Beide Kontrahenten sicherten sich in ihren ersten drei

Durchgängen jeweils einen Laufsieg, sodass sich ein echter Zweikampf

um den Gesamtsieg entwickelte. Da allerdings auch Brokstedts Fabian

Wachs in seinen ersten drei Läufen ohne Fehl und Tadel blieb, kam es im

14. Renndurchgang des Tages zum großen „Showdown“, da alle drei gegeneinander

antreten mussten. Vom Start weg sollten Blödorn und Ernst

das Geschehen bestimmen, ehe nach zwei von vier Runden das Nachwuchstalent

aus Brokstedt die Nase vorn hatte und für die Vorentscheidung

sorgte. Da sich beide auch in ihrem jeweils letzten Lauf keine Blöße

gaben, reichte der Sieg im denkwürdigen 14. Lauf für Norick Blödorn

zum Maximumerfolg vor den eigenen Fans. Für einen echten Achtungserfolg

sorgte aus Brokstedter Sicht Birger Jähn, der am Ende einen ganz

starken 4. Rang für sich verbuchen durfte.

Finaler Lauf der „Talents Team Trophy“ in Brokstedt:

„Moordüvels 2“ sicherten sich den Gesamtsieg

Für die Verantwortlichen sowie die teilnehmenden Mannschaften war

die diesjährige Talents Team Trophy (TTT) der Rennklasse 125 ccm eine

echte Berg- und Talbahnfahrt. Was zunächst als Rennserie geplant war,

stand aufgrund der Ereignisse in diesem Jahr sogar zwischenzeitlich

ganz auf der Kippe. Mit dem MSC Moorwinkelsdamm, dem MSC Mulmshorn,

dem MSC Cloppenburg, dem MSC „Wölfe“ Wittstock und dem MSC

Brokstedt hatten sich vor der Saison fünf Clubs für die Ausrichtung dieser

Nachwuchsrennserie ausgesprochen. Was folgte, war eine erstklassige

Vorbereitung, vor allen Dingen auf medialer Ebene, bei der sich vor

allen Dingen Holger Bornschein (MSC Moorwinkelsdamm) mit viel Elan

engagierte. So schien zu Beginn der Saison alles für einen perfekten

Wettbewerb organisiert. Dies änderte sich schlagartig, als immer schärfere

Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus um sich griffen und

die Hoffnung auf die Durchführung der TTT gegen Null ging. Mit der Organisation

eines Renntages durch den MSC Moorwinkelsdamm bekam die

Entwicklung doch noch eine positive Wende, da die Verantwortlichen

vom Speedway-Club an der Nordseeküste einen TTT-Lauf einplanten.

Kontrovers wurde dabei zuvor unter den teilnehmenden Vereinen der

Modus – Serie oder Tagesfinale – diskutiert, nachdem der MSC Brokstedt

ebenfalls bekannt gegeben hatte, einen Lauf auf dem Holsteinring

durchzuführen. Letztlich sprachen sich vier der fünf Teilnehmer für zwei

Rennen aus, lediglich der MSC „Wölfe“ Wittstock beharrte auf dem Tagesfinale

als Entscheidung und verabschiedete sich nach dem Rennen in

Moorwinkelsdamm ohne weitere Erklärung wortlos aus dem Wettbewerb.

Da der MSC Cloppenburg aufgrund einiger verletzungsbedingten

Absagen einiger Fahrer zudem nicht am zweiten und finalen Lauf in Brokstedt

teilnehmen konnte, waren es letztlich drei Clubs, die allerdings immerhin

noch sechs Mannschaften stellten, die sich dann auf dem Holsteinring

sportlich messen sollten. Neben zwei Teams vom MSC Moorwinkelsdamm

und MSC Mulmshorn (beide Niedersachsen) schickte auch

der gastgebende MSC Brokstedt zwei Mannschaften ins Rennen. Die insgesamt

13 Starterinnen und Starter lieferten sich durchaus interessante

Läufe und zeigten dabei sehr guten und fairen Sport. Nach insgesamt

15 Rennläufen setzten sich die „Moordüwels 2“ aus Moorwinkelsdamm

durch und sicherten sich damit nicht nur den Tagessieg, sondern auch

den Gesamtsieg der gesamten – wenn auch mit nur zwei Läufen – abgespeckten

Serie. • Sam Schneider

Norick Blödorn,

Fabian Wachs

und Ben Ernst

im Fight

• Foto: P.Grüne

ADAC-Speedwayrennen Brokstedt 3.10.2020

Ergebnisse:

U21: 1. Norick Blödorn, 15 Punkte; 2. Ben Ernst, 14; 3. Jonny Wynant, 12; 4. Birger Jähn, 11;

5. Fabian Wachs, 10; 6. Marlon Hegener, 10; 7. Jeffrey Sijbesma, 9; 8. Tom Finger, 8; 9. Timo

Wachs, 8; 10. Lukas Wegner, 7; 11. Nick Haltermann, 5; 12. Jürgen Kramer, 4; 13 . Ann-Kathrin

Gerdes, 3, 14. Jelto Schäfer, 3; 15. Julian Schlüter, 1; 16. Fabian Heinemann, 0.

NBM - Junior C (12-17 Jahre, 250 ccm): 1. Bruno Thomas, 12 Punkte; 2. Ben Iken, 9; 3. Marvin

Kleinert, 7; 4. Louis Ruhnke, 5; 5. Nynke Sijbesma, 3; 6. Tom Meyer, 0.

Endstand: 1. Birger Jähn, 21 Punkte; 2. Jeffrey Sijbesma, 19; 3. Manuel Rau, 12; 4. Ben Ernst,

8; 5. Jonny Wynant, 7; 6. Fabian Wachs, 5; 7. Timo Wachs, 3; 8. Jürgen Kramer, 2; 9. Ann-Kathrin

Gerdes, 1; 10. Jelto Schäfer, 0; 11. Fabian Heinemann, 0.

Talents Team Trophy: 1. MSC Moorwinkelsdamm „Moordüwels 2“, 23 Punkte; 2. MSC Moorwinkelsdamm

„Moordüwels 1“, 17; 3. MSC Mulmshorn „Scorpions 1“, 16; 4. MSC Brokstedt

„Tigers Orange“, 13; 5. MSC Mulmshorn „Scorpions 2“, 12; 6. MSC Brokstedt „Tigers Grün“,

9.

Endstand: 1. MSC Moorwinkelsdamm „Moordüwels 2“, 12 Matchpunkte; 2. MSC Moorwinkelsdamm

„Moordüwels 1“, 10; 3. MSC Mulmshorn „Scorpions 1“, 8; 4. MSC Brokstedt „Tigers

Orange“, 4; 5. MSC Wittstock „Young wolves“ 3; 6. MSC Mulmshorn „Scorpions 2“, 2;

7. MSC Cloppenburg „Young fighters“, 2; 8. MSC Brokstedt „Tigers Grün“, 1.


48. Silberner Stahlschuh Meißen

Erste Speedway-

Großveranstaltung

in Deutschland 2020

Erstmals über 1000 Zuschauer zugelassen

Ein geschichtsträchtiges Jahr liegt hinter dem MC Meißen im ADAC. Drei

Rennen im Corona-Jahr, allesamt außergewöhnlich. Was mit dem Geisterrennen

im Juni begann, im August mit dem Ländervergleich fortgeführt

und traditionell am 3. Oktober mit dem Rennen um den Pokal „Silberner

Stahlschuh“ beendet wurde, verlangte dem Team sehr, sehr viel

Energie ab. Im besonderen Fokus stand in diesem Jahr die Nachwuchsförderung.

Bis zum letzten Tag überschlugen sich die Ereignisse. Das mit einem internationalen

Fahrerfeld angedachte Traditionsrennen wurde aufgrund

der aktuellen Lage kurzerhand in ein nationales Rennen umgeplant.

„Uns ereilten täglich Fahrerabsagen, aus Angst, nach dem Rennen in

14-tägige Quarantäne zu müssen. Lediglich zwei dänische Fahrer, die

mit deutscher Lizenz in diesem Jahr an den Start gehen, folgten unserer

Einladung“, so Ronny Weis, Organisationsleiter des MCM. Neben der

500-ccm-Klasse starteten wieder die Junioren A und Junior C-Fahrer im

Rahmenprogramm.

Valentin Grobauer und die beiden Dänen Bastian Borke und Mads Dalum

waren die Favoriten um die begehrte Trophäe. Richard Geyer und Ronny

Weis (beide MC Meißen) standen auf ihrer Heimbahn ebenfalls hoch im

Kurs. Den 1. Platz auf dem Podium sicherte sich mit lupenreinem Maximum

der Däne Bastian Borke vor Ronny Weis. Richard Geyer erreichte

mit 8 Punkten den 3. Platz.

In der Junior A gewann Magnus Rau (Leipzig) vor den beiden Meißenern

Valentino Scheibe und Levi Böhme. In der 250er-Klasse ging der Sieg an

Patrick Hyjek (Olching/Meißen) vor Leon Krusch (Herxheim) und Patricia

Erhart (Olching).

Zahlreiche Zuschauer erlebten bei bestem Kaiserwetter am Tag der Deutschen

Einheit ein spannendes Rennen in gewohnter, perfekt organisierter

Art und Weise, unter schwierigsten Corona-Hygienevorschriften.

Fazit: Ein aufregendes Jahr mit erstklassiger Nachwuchsarbeit liegt hinter

dem Meißener Club.

Der MC Meißen im ADAC bedankt sich bei allen Mitgliedern, Helfern, Behörden,

Fahrern und der Stadt Meißen für die gute Zusammenarbeit,

trotz der schwierigen Situation in diesem Jahr. Mit den Worten „Wir sind

so stolz auf das, was wir in diesem Jahr bewegt haben“, schließt der Verein

sein Interview um ein bewegtes Jahr ab.

• Sabine Reichelt

48. Silberner Stahlschuh - Meißen - 3.10.2020

Ergebnis:

I-Solo: 1. Bastian Borke, DEN, 12 Punkte; 2. Ronny Weis, 11; 3. Richard Geyer, 8; 4. Valentin

Grobauer, 7; 5. Celina Liebmann, 7; 6. Mads Dalum, DEN, 7; 7. Mirko Wolter, 7; 8. Erik Bachhuber,

5; 9. Mario Niedermeier, 4; 10. Julian Bielmeier, 2; 11. Marcel Dachs, 1; 12. Jörg Tebbe,

1.

Macht Platz im Schrank

für euer neues

Bahnsportfan-T-Shirt!

T-SHIRT-FARBE: Grau (weitere Farben auf Anfrage),

schwarz bedruckt (Siebdruck)

MATERIAL: 100 % Baumwolle

(Grey Melange: 85 % Baumwolle/15 % Viskose),

(Ash: 98 % Baumwolle/2 % Viskose)

GRÖSSEN: XXS, XS, S, M, L, XL, XXL, 3XL

Preis:

21,00 Euro

Ja, ich bestelle das Bahnsportfan-T-Shirt

▫ Stück

inkl. MwSt.

(+ 6,00 € Porto u. Verpackung

Ausland 10,00 €)

Farbe: ▫ Grau ▫ Grau-Melange

Größe:

▫ XXS ▫ XS ▫ S ▫ M ▫ L ▫ XL ▫ XXL ▫ 3XL

Name, Vorname

Straße, Haus-Nr., Postfach

PLZ / Ort - evtl. Land

Sieger Bastian Borke

• Foto: Vincent Paarmann

Datum Unterschrift

Coupon ausschneiden und senden an:

Ziegler Verlags OHG • Röntgenstraße 4

63755 Alzenau • Tel. 06023 9178286

abo@ziegler-verlag.de

Oktober '20 BAHNSPORT AKTUELL 21


SPEEDWAY

Sieger Kevin Juhl Pedersen • Foto: Vincent Paarmann

Oberkrämer-Pokal Wolfslake

Dänische Dominanz

Am 11. Oktober startete das Speedway-Team Wolfslake das Rennen um

den Oberkrämer-Pokal, das gleichzeitig auch das Jubiläumsrennen

„40 Jahre Speedway in Wolfslake“ war. Leider waren bei sonnigem Wetter

nur zirka 400 Zuschauer im Wolfslaker Stadion, die gute Rennen zu

sehen bekamen. Das EU-offene Rennen für Fahrer unter 21 Jahren dominierten

die Dänen. Kevin Juhl Pedersen ließ nichts anbrennen und siegte

in allen fünf Heats souverän. Gegen ihn hatten seine Landsmänner auf

dem Treppchen, Tim Sörensen und Emil Breum, keine Chancen. Auf Platz

4 fuhr der einzige Pole im Fahrerfeld Wiktor Przyjemski aus Bydgoszcz,

der einmal im Kurvenkampf mit einem Dänen zu Boden ging. Auf Rang 5

landete Bastian Borke vor dem besten deutschen Fahrer Lukas Baumann.

Baumann konnte zwei Laufsiege für sich verbuchen. Platz 7 belegte

der Schwede Noel Wahlquist vor Leon Arnheim, der einen Laufsieg herausfuhr.

Der einzige Lette, Rudolfs Sprogis wurde Neunter vor Erik

Bachhuber. Auf den Plätzen folgten Lukas Wegner, Fynn-Ole Schmietendorf

sowie die A-Lizenz Neulinge Tom Finger und Colin Haltermann. Haltermann

war kurzfristig für die am Vortag gestürzte Celina Liebmann ins

Feld gekommen. Ben Ernst gab nach dem ersten Durchgang auf. Der Däne

Patrik Back war in seinem vierten Durchgang in die Airfence gestürzt

und trat nicht mehr an.

Schon am Vormittag wurden die Rennen der Juniorenklassen PW 50 und

B II gestartet. Dafür hatten die Wolfslaker die kleine Bahn im Innenfeld

sehr gut präpariert. Bei den Kleinsten siegte der Sohn des ehemaliges

Brokstedter Fahrers Henning Bager, Niklas, vor Johannes Ebel und Jarik

Perez. Hannah Grunwald gewann die 125-ccm-Klasse vor Janek Konzack

und Carlos Gennerich. • Texte: Wolfgang Radszuweit

Goldhelm u. Goldenes Band

Pardubice/CZE

Doyle zum

Dritten

Aufgrund Covid-19 fand die 72. Ausgabe des tschechischen Goldhelmes

in einer etwas verkürzten Form statt. Die Organisatoren verzichteten auf

die Vorrunde und das Rennen fing mit dem Viertelfinale an. Statt 36 Fahrern

gingen am 4. Oktober nur 24 an den Start. Dabei waren auch die

zwei DMSB-Vertreter Max Dilger und Lukas Fienhage.

In der Anfangsphase des Speedwayklassikers gab es keine größeren

Überraschungen. Matej Zagar und Jason Doyle bestritten in ihren Viertelfinalgruppen

jeweils nur zwei Läufe und zogen ungeschlagen ins Halbfinale

ein. Auch der zweifache Goldhelmsieger Rune Holta überstand die

Rennphase unbeschadet. Für die Deutschen kam jedoch im Viertelfinale

das Aus. Dilger wurde in seinen Heats entsprechend Vierter, Fünfter sowie

Dritter und belegte am Ende Platz 4. Fienhage verzeichnete zwei

3. Plätze und einen 4. Rang und wurde in seiner Gruppe Fünfter. Im Halbfinale

wurde dann die Spreu vom Weizen getrennt. In der ersten Gruppe

fiel Holta im ersten Rennen aus, danach aber kam der Wahl-Pole als

Zweiter und Erster ins Ziel. Mit 9 Punkten erreichte der ehemalige GP-Pilot

zusammen mit Oliver Berntzon und Jan Kvech das Finale. Zagar konnte

zwar einen Lauf gewinnen, wurde jedoch auch zweimal nur Vierter.

Der Slowene belegte am Ende Rang 4 und durfte nur noch im kleinen Finale

um Gesamtplatz 7 kämpfen. In der zweiten Gruppe absolvierte Doyle

auf der 391 Meter langen Bahn wieder nur zwei Heats, die er auch gewann,

und qualifizierte sich für den Endlauf. Auch Brady Kurtz und Vaclav

Milik kamen unter die Top Sechs des Renntages. Im kleinen Finale

triumphierte Zagar, gefolgt von Jakub Jamrog, Lasse Bjerre und Hynek

Stichauer. Matic Ivacic fiel an 3. Stelle liegend aus und landete schließlich

auf Platz 11, während Nicolas Covatti schon am Anfang einen Ausfall

zu beklagen hatte und Zwölfter wurde. Im Endlauf kam Doyle gut aus den

Bändern, übernahm die Führung und kam nach sechs Runden als Sieger

ins Ziel. Es war sein dritter Triumph in Folge. In der über 90-jährigen Geschichte

des Goldhelmes gelang dieses Kunststück vorher nur Leigh

Adams (1999-2001) und Ole Olsen (1970-1972). Für eine Sensation im Finale

sorgte Jan Kvech. Der 18-Jährige wurde vor zirka 2000 Zuschauern

Zweiter. Hinter dem jungen Tschechen kreuzten Kurtz, Milik und Bentzon

den Zielstrich, während Holta an 4. Stelle liegend mit technischen Problemen

ausfiel. Traditionell schon fungierte Jaroslav Petrak, das Urgestein

des heimischen Speedwayclubs, während des Rennens als Reservist.

Der 47jährige bestritt im Viertelfinale 2 Läufe und wurde beide Male

Fünfter.

Am Vortag wurde bereits zum 46. Mal das Rennen um das Goldene Band

ausgetragen. An den Start des U21-Wettbewerbs, ohne deutsche Beteiligung,

gingen 16 Fahrer. Hoch verdient gewann Jakub Miskowiak das Rennen.

Der 19-jährige Pole holte in der Qualifikation vier Siege und ließ im

Finale den Gegnern nicht den Hauch einer Chance. Als Zweiter im Ziel

meldete sich Mads Hansen, gefolgt von Jan Kvech, Drew Kemp und Tim

Sörensen. Das Finale musste wiederholt werden, weil Daniel Klima in der

ersten Runde stürzte und im Krankenwagen abtransportiert wurde.

• Text: Georg Dobes; Foto: Petr Makusev

Leon Arnheim besiegt Patrik Baeck • Foto: Wolfgang Radszuweit

ADAC-Speedwayrennen Wolfslake - 11.10.2020

Ergebnisse:

Oberkrämerpokal: 1. Kevin Juhl Pedersen, DEN, 15 Punkte; 2. Tim Sörensen, DEN, 14; 3. Emil

Breum, DEN, 13; 4. Wiktor Przyjemski, POL, 12; 5. Bastian Borke, DEN, 11; 6. Lukas Baumann,

10; 7. Noel Wahlqvist, SWE, 9; 8. Leon Arnheim, 8; 9. Erik Bachhuber, 7; 10. Rudolfs Sprogis,

6; 11. Fynn-Ole Schmietendorf, 5; 12. Lukas Wegner, 4; 13. Tom Finger, 3; 14. Patrick Baek, 3;

15. Nick Colin Haltermann, 1; 16. Ben Ernst, 0.

NBM - Junior A PW 50 (U11, 50 ccm): 1. Niklas Bager, 15 Punkte; 2. Johannes Ebel, 12; 3. Jarik

Perenz, 10; 4. Benne Kruse, 7; 5. Egon Sichting, 5; 6. Fynn-Niklas Koch, 3; 7. Mika Malyschew,

1; 8. Lukas Nake, 1.

NBM - Junior B II (U16, 85 ccm): 1. Hannah Grunwald, 14 Punkte; 2. Janek Konzack, 13; 3. Carlos

Gennerich, 6; 4. Noel-Maximilian Koch, 5; 5. Paul Weisheit, 3; 6. Kurt Kylian, 1.

72. Goldhelmrennen Pardubice/CZE - 4.10.2020

Ergebnisse:

Viertelfinals - Gruppe 1: 1. Rune Holta, POL, 10 Punkte; 2. Jakub Jamrog, POL, 8; 3. Lasse

Bjerre, DEN, 7; 4. Max Dilger, GER, 5; 5. Josef Franc, CZE, 4; 6. Nicolas Vicentin, I, 0 • Gruppe

2: 1. Vaclav Milik, CZE, 9; 2. Oliver Berntzon, SWE, 8; 3. Matic Ivacic, SLO, 8; 4. Michele Paco

Castagna, ITA, 6; 5. Broc Nicol, USA, 6; 6. Zdenek Holub, CZE, 0 • Gruppe 3: 1. Jason Doyle,

AUS, 10; 2. Nicolas Covatti, ITA, 9; 3. Hynek Stichauer, CZE, 7; 4. Tero Aarnio, FIN, 6; 5. Lukas

Fienhage, GER, 6; 6. Norbert Magosi, HUN, 2 • Gruppe 4: 1. Matej Zagar, SLO, 10; 2. Brady

Kurtz, AUS, 8; 3. Jan Kvech, CZE, 8; 4. Hans Andersen, DEN, 6; 5. Chris Harris, GBR, 4; 6. Daniel

Gappmaier, AUT, 3.

Semifinals - Gruppe 1: 1. Holta, 9 Punkte; 2. Berntzon, 8; 3. Kvech, 8; 4. Zagar, 7; 5. Bjerre, 4;

6. Covatti, 4 • Gruppe 2: 1. Doyle, 10; 2. Kurtz, 9; 3. Milik, 7; 4. Jamrog, 6; 5. Ivacic, 4; 6. Stichauer,

3.

Kleines Finale (Plätze 7-12): 1. Zagar; 2. Jamrog; 3. Bjerre; 4. Stichauer; 5. Ivacic A; 6. Covatti

A.

Finale um den Goldhelm: 1. Doyle; 2. Kvech; 3. Kurtz; 4. Milik; 5. Berntzon; 6. Holta A.

46. Goldenes Band - 3.10.: 1. Jakub Miskowiak, POL, 20 Vorlaufpunkte; 2. Mads Hansen,

DEN, 14; 3. Jan Kvech, CZE, 16; 4. Drew Kemp, GBR, 14; 5. Tim Sörensen, DEN, 15; 6. Daniel

Klima, CZE, 14; 7. Marko Levishyn, UKR, 13; 8. Keynan Rew, AUS, 12; 9. Jakub Valkovic, SVK,

10; 10. Niklas Säyriö, FIN, 10; 11. Jordan Palin, GBR, 10; 12. Petr Chlupac, CZE, 8; 13. Tom

Brennan, GBR, 8; 14. Romano Hummel, NED, 5; 15. Brayden McGuiness, AUS, 5; 16. Sebastian

Kössler, AUT, 4.

Finale: 1. Miskowiak; 2. Hansen; 3. Kvech; 4. Kemp; 5. Sörensen; 6. Klima S/D.

22 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '20


GRASBAHN

Grasbahnrennen Neuenhasslau

The One and Only

Am ersten Oktober-Wochenende richtete der MSC Neuenhasslau sein

Hinterhofwerkstatt DMV Grasbahnrennen aus. Na und? Es war das einzige

in Deutschland 2020!

Es war einmal eine Langbahnsaison im Jahr 2020, die gab es nicht – wegen

Corona. Stimmt fast, aber nicht ganz, denn ein kleines Dorf in Hessen

widersetzte sich der Pandemie und organisierte am 3. und 4. Oktober

mit einem ausgefeilten Hygienekonzept das Hinterhofwerkstatt DMV

Grasbahnrennen auf dem Kinzigtalring in Neuenhasslau. Von den Behörden

wurden 800 Zuschauer genehmigt und somit konnte der MSC Neuenhasslau

als einziger Bahnsportverein dieses Jahr ein Langbahnrennen

durchführen.

SONDERSERVICE

Weihnachts- und Neujahrsgruß-Anzeigen

für Fans, Fahrer und Veranstalter

(zu stark ermäßigten Preisen)

Bedanken Sie sich zum Jahreswechsel bei Ihren

Sponsoren, Freunden und Besuchern. Grüßen Sie

Ihre Bekannten, Freunde, Fahrerkollegen oder Betreuer

zum Weihnachtsfest mit einer Weihnachts- oder einer

Neujahrsgruß-Anzeige in der Dezember-2020-Ausgabe*

von Bahnsport aktuell

(*nur in dieser Ausgabe möglich)

Straub/Löffler (57), Schramm/Schiemer (55) und Maier/Schrempp (90)

Trotz eines erheblichen Mehraufwandes lohnte sich die monatelange

Vorbereitungsarbeit. Die Ränge waren gut gefüllt und die ausgehungerten

Fans sahen in zehn Klassen spannende und unfallfreie Rennen der

Quads und Speedkarts um die MAXXIS REIFEN Deutsche DMV Shorttrack

Quadmeisterschaft, um den DMV Oldie Supercup, der B-Lizenz-Soloklasse

und der Seitenwagen. Bei den Seitenwagen, die natürlich im Mittelpunkt

des Interesses der Zuschauer standen, siegte das Neuenhasslauer

Vereinsgespann Imanuel Schramm/Frank Schiemer. Nach ganz heißen

sechs Vorläufen mit sechs Teams fiel die Entscheidung im Finale zugunsten

von „Immel“, als der zweitplatzierte Tettnanger eine kompromisslose

Attacke auf seinen Teamkollegen Moritz Straub startete. Straub/Löffler

mussten weichen und verloren dann gleich auch noch den 2. Platz an

Manuel Maier und Melanie Schrempp. Fabian Müller/Peter Maurer wurden

Vierte im Finale.

Die B-Soloklasse war mit sieben Piloten gut besetzt. Der direkt aus Meißen

angereiste Julian Bielmeier musste einen einzigen Punkt an Vorjahressieger

Marcel Sebastian abgeben. Im Finale gewann der Pfaffenhofener

vor Dennis Helfer und Sebastian, der den 2. Gesamtrang vor Helfer

behaupten konnte.

Die Oldies fuhren bereits am Samstag: Es siegte souverän der Däne John

Pedersen vor Wolfgang Barth und Thomas Flemming. Sechs Quadklassen

und die Speedkarts, die im vierten Saisonrennen um die MAXXIS

REIFEN Deutsche DMV Shorttrack Quad Meisterschaft antraten, ergänzten

das bunte Rennprogramm, das über zwei Tage ging. Klassensieger

wurden Mirko Züchtig (Automatikklasse), Ronny Rochlitz (Rookies), Dietmar

Ziegler (bis 500 ccm), Marlon Dreier (bis 1000 ccm), Felix Schulze

(Schülerklasse) und Tavis Hinz (Jugendklasse). Bei den Speedkarts holte

auf dem für die niedrigen Karts schwierigen Geläuf Marco Dahms den Tagessieg

vor Peter Heussner und Corinna Wennmann. Doch Heussner sicherte

sich den Meistertitel vorzeitig schon vor dem letzten Rennen in

Güstrow. • Text: PS-Team/Thomas Schiffner; Fotos: Klaus Goffelmeyer

Julian Bielmeier gewann die B-Soloklasse

Für Fans, Fahrer und Veranstalter gelten

folgende Größen und Preise:

1/8 Seite (88 x 60 mm) 139,- €

1/4 Seite (180 x 60 mm) 258,- €

1/3 Seite (180 x 87 mm) 289,- €

1/2 Seite (180 x 130 mm) 407,- €

1/1 Seite (180 x 265 mm) 757,- €

Alle Preise zzgl. MwSt.

Teilen Sie uns Größe und Text mit oder senden Sie uns

Druckunterlagen zusammen mit dem Bestellcoupon

per Post oder E-Mail an:

Ziegler Verlags OHG

Bahnsport aktuell, Stichwort „Grüße“

Röntgenstraße 4, 63755 Alzenau

Tel. 06023 9178286

E-Mail: redaktion@ziegler-verlag.de*

(*bitte bei Auftrag per E-Mail sämtliche Daten aus Bestellcoupon übermitteln)

Wir veröffentlichen dann Ihre Weihnachts- oder Neujahrsgruß-

Anzeige (Einsendeschluss 16. November) rechtzeitig

in der Dezember-Ausgabe von Bahnsport aktuell

Gruß-Anzeigen-Bestellcoupon 11/20:

Anzeigen-Text bitte auf gesondertem Formular einsenden

Hiermit bitte ich um Veröffentlichung einer Gruß-Anzeige:

☐ 1/8 Seite (€ 139,-)

☐ 1/4 Seite (€ 258,-)

☐ 1/3 Seite (€ 289,-)

☐ 1/2 Seite (€ 407,-)

☐ 1/1 Seite (€ 757,-)

Alle Preise zzgl. MwSt.

Gewünschte Zahlungsweise

bitte ankreuzen:

☐ Bargeldlos durch

Abbuchung

☐ per Überweisung

Name

Vorname

Straße, Nr.

PLZ, Wohnort

Tel. (für evtl. Rückfragen)

IBAN

BIC-Code

Datum, Unterschrift


INTERNATIONAL

ENGLAND

Three Team Tournament - Plymouth

Erst im letzten Lauf

Es klingt zwar etwas zynisch, aber dennoch: Die Plymouth Gladiators eröffneten

ihre Saison mit halbjähriger Verspätung! Dennoch war Boss Mattie

Bates froh, dass in diesem Jahr überhaupt ein Rennen im Coliseum

stattfinden konnte. Der Vergleichskampf der drei Mannschaften verlief

äußerst spannend. Erst im letzten Lauf konnte Tom Brennan für seine

Eagles alles klar machen. Den Re-run des Einzel-Finales, „Dash for cash“,

gewann Henry Atkins vor Alfie Bowtell und Connor Coles. Zuvor stürzte

Ben Morley.

Ergebnis: 1. Eastbourne, 31 Punkte (Tom Brennan 10, Jason Edwards 10, Jake Knight 9, Connor King

2); 2. Isle of Wight, 30 (Ben Morley 13, Connor Coles 11, Tom Woolley 4, Chad Wirtzfeld 2); 3. Plymouth,

28 (Alfie Bowtell 12, Henry Atkins 11, Richard Andrews 4, Arran Butcher 1, Kris Andrews 0).

British U19 Final - Scunthorpe

Titel verteidigt

Erstmals fand diese Meisterschaft in Scunthorpe auf dem Eddie Wright

Raceway statt. Auch in diesem Jahr zeigte sich Titelverteidiger Drew Kemp

in beeindruckender Form. Wie schon im letzten Jahr in Redcar gewann er

den Titel wiederum mit Maximum. Härtester Konkurrent war der gleichaltrige

Dan Gilkes. Aber gleich in Heat 4 verlor er den entscheidenden direkten

Vergleich gegen Kemp. Enttäuschend war das Abschneiden von Tom

Brennan. Er ließ wertvolle Punkte gleich im ersten Lauf, in dem er stürzte

und danach zweimal „nur“ Zweiter wurde.

Ergebnis: 1. Drew Kemp, 15 Punkte; 2. Dan Gilkes, 14; 3. Jordan Palin, 10; 4. Joe Thompson, 10;

5. Henry Atkins, 10; 6. Jordan Jenkins, 9; 7. Dan Thompson, 9; 8. Tom Brennan, 8; 9. Harry McGurk,

7; 10. Leon Flint, 7; 11. Elliot Kelly, 6; 12. Jason Edwards, 6; 13. Jake Mulford, 3; 14. Kean Dicken, 3;

15. Kyle Bickley, 2; 16. Mickie Simpson (Res.), 1; 17. Archie Freeman, 0.

British Youth Championship - Runde 4 - Edinburgh

Wieder Joe Thompson

Wie schon in Runde 3 in King’s Lynn konnte sich Joe Thomson vor seinem

Zwillingsbruder Dan platzieren. Dan verlor die entscheidenden Punkte in

Lauf 6, als er mit Maschinenproblemen ausschied. In der 250er-Klasse

stürzte der favorisierte Luke Harrison gleich zweimal und trat danach

nicht mehr zu den zwei letzten Läufen an. Ace Pijper hatte in der A-Gruppe

der 125er-Klasse einen schlechten Tag. Es gelang ihm nur ein Laufsieg.

Hinzu kam ein Ausfall in seinem letzten Heat. In der B-Gruppe der 125er-

Klasse überzeugte sein jüngerer Bruder Stene mit einem Maximum in den

Vorläufen und einem Sieg im Finale.

Ergebnisse - 500 ccm - Vorläufe: 1. Joe Thompson, 11 Punkte; 2. Archie Freeman, 10; 3. Dan Thompson,

8; 4. Harry McGurk, 8; 5. Sam McGurk, 6; 6. Mickie Simpson, 6; 7. Elliot Kelly, 5; 8. Sam Peters,

3; 9. Danny Smith, 2; 10. Sam Hagon, 0.

Finale: 1. J.Thompson; 2. D.Thompson; 3. H.McGurk; 4. Freeman S.

250 ccm - Vorläufe: 1. Max James, 12 Punkte; 2. Ashton Vale, 8; 3. 3. Luke Harrison, 0.

Finale: 1. James; 2. Vale.

125 ccm (A-Gruppe) - Vorläufe: 1. Max Perry, 12 Punkte; 2. Sonny Springer, 11; 3. Ben Trigger, 8;

4. William Cairns, 6; 5. Ace Pijper, 5; 6. Jamie Etherington, 3; 7. Billy Budd, 2; 8. Jack Shimelt, 1.

Finale: 1. Perry; 2. Cairns; 3. Springer; 4. Trigger.

125 ccm (B-Gruppe) - Vorläufe: 1. Stene Pijper, 12 Punkte; 2. Owen Booth, 7; 3. Rebecca Weston, 5;

4. Jake Lee, 3; 5. Harry Fletcher, 2.

Finale: 1. S.Pijper; 2. Booth; 3. Weston; 4. Fletcher.

British Final - Manchester

Zero Zuschauer

Dieses British Final wird sicher als das kurioseste in die Geschichte dieser

Meisterschaft eingehen. Geplant war es, dieses Rennen in Ipswich zu fahren.

Die britische Regierung signalisierte frühzeitig wegen der Corona-

Krise eine maximale Anzahl an Zuschauern von 2200. Es sollte eine Testveranstaltung

werden, bei der es um die Wiedereinführung von Zuschauern

in die Stadien ging. Dieses British Final sollte in Sachen Covid19 richtungsweisend

für den Speedwaysport in Großbritannien sein. Kurz nach

Bekanntgabe der maximalen Zuschauerzahl machte die britische Regierung

einen Rückzieher und die politischen Gängelungen begannen. Zuerst

senkte man die maximale Anzahl der Zuschauer auf nur noch 1000.

Wenig später wurde ein komplettes Zuschauerverbot ausgesprochen. Daraufhin

wurde auch noch der Austragungsort dieser Traditionsveranstaltung

innerhalb von 48 Stunden wegen einer ganz schlechten Wettervorhersage

von Ipswich nach Manchester verlegt. Auch dort natürlich ohne

Zuschauer. Das Fahrerfeld konnte nicht wunschgemäß optimiert werden.

Etliche Fahrer gingen – für nur ein Rennen in dieser Saison – nicht an

Start. Darunter auch der Meister des Vorjahres, Charles Wright!

In diesen ungewöhnlichen Zeiten gab es dann auch noch ein ungewöhnliches

Ergebnis. Zwei Australier erhielten die Starterlaubnis für dieses Fi-

nale. Der Comeback-Fahrer des Jahres, Jason Crump, gab an seiner ehemaligen

Wirkungsstätte einen guten Einstand. Er gewann den Hoffnungslauf.

Im Grand Final kam er aber über einen 3. Platz nicht hinaus. Auch in

Belle Vue wurde das Wetter immer schlechter. Die Bahn war ungewohnt

tief.

Im Endlauf hatte Richard Lawson den besten Start. Es war aber Rory

Schlein, der auf der Innenbahn als Erster in die Startkurve einbog. Bereits

am Ende der Gegengerade war dieses Finale entschieden. Die Rollen waren

verteilt. Schlein hatte keine Mühe, seine Führung bis ins Ziel zu verteidigen.

Nach dem Rennen konnten Fans die Racejackets der Fahrer als Erinnerungsstücke

für 83,- Euro käuflich erwerben. Wie die BSPA bekannt

gab, war die Live-Stream-Übertragung für 14,- Euro ein voller Erfolg. 2021

kann alles nur noch besser werden.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Rory Schlein, 12 Punkte; 2. Richard Lawson, 11; 3. Richie Worrall, 11; 4. Jason

Crump, 11; 5. Chris Harris, 10; 6. Steve Worrall, 10; 7. Drew Kemp, 8; 8. Daniel King, 8; 9. Ben Barker,

8; 10. Lewis Kerr, 7; 11. Paul Starke, 7; 12. Josh Auty, 5; 13. Tom Brennan, 5; 14. Dan Thompson,

3; 15. Josh Bates, 2; 16. Joe Thompson, 2; 17. Ben Woodhull (Res.), 0.

Halbfinale: 1. Crump; 2. S.Worrall; 3. Harris; 4. R.Worrall S.

Grand Final: 1. Schlein; 2. Lawson; 3. Crump; 4. S.Worrall.

Challenge - Plymouth

Keine Chance

Teammanager Neil Vatchers junge Löwen mussten in Plymouth eine herbe

Niederlage einstecken. Zu gut waren die heimischen Gladiators eingestellt.

Auch ohne Chad Wirtzfeld. Besonders Henry Atkins und Alfie

Bowtell stachen mit Maximum bzw. Paid-Maximum heraus.

Ergebnis: Plymouth, 51 Punkte (Henry Atkins 18, Alfie Bowtell 13, Jason Edwards 8, Richard Andrews

7, Arran Butcher 4, Sheldon Davies 1); British Young Lions, 39 (Dan Thompson 10, Tom Brennan

9, Alex Spooner 5, Joe Thompson 4, Harry McGurk 4, Jordan Palin 4, Archie Freeman 3).

Premiership League Challenge - Belle Vue

Heimsieg

Vier Tage vor dem British Final fand ein erstes großes Rennen im National

Speedway Stadion statt. Bis zum zwölften Lauf konnten – nach zeitweiser

Führung – die Gäste ein Unentschieden halten. Dan Bewley war punktbester

Fahrer bei des Aces. In Belle Vue fühlt er sich wie zu Hause. Seine

Schwierigkeiten bei Sparta Wroclaw schienen vergessen. Beim Endspurt

der Aces steuerte er in den Läufen 13 und 15 zwei wertvolle 2. Plätze bei.

Gastfahrer und Publikumsliebling Jason Crump fuhr ein 1-1-1-3 für seinen

ehemaligen Club. Die gesamte Leistung des Teams wirkte sehr homogen.

Bei den Gästen überzeugten Rory Schlein und Lewis Kerr.

Ergebnis: Belle Vue, 49 Punkte (Dan Bewley 13, Brady Kurtz 10, Steve Worrall 9, Jordan Palin 6, Jason

Crump 6, Jye Etheridge 3, Kyle Bickley 2, Teammanager Mark Lemon); All Stars, 41 (Rory

Schlein 11, Lewis Kerr 9, Chris Harris 6, Daniel King 5, Josh MacDonald 4, Richie Worrall 3, Leon Flint

3, Teammanager Alun Rossiter).

Caledonian Riders Championship - Edinburgh

Nicht zu stoppen

Auch für dieses Rennen in der schottischen Hauptstadt wurde – wie schon

beim British Final in Manchester – ein offizieller, kostenpflichtiger Live-

Stream zur Verfügung gestellt. Wie man hörte, will der Club in Zukunft verstärkt

auf Übertragungen via Live-Stream setzen. Der neue britische Vizemeister

William Lawson fand auf Anhieb das richtige Set-up für seine Maschinen

und war einfach nicht zu stoppen. • Andreas Fahldiek

Ergebnis - Vorläufe: 1. William Lawson, 12 Punkte; 2. Kyle Bickley, 10; 3. Leon Flint, 10; 4. Daniel

Smith, 7; 5. Elliot Kelly, 6; 6. Mason Watson, 6; 7. Greg Blair, 5; 8. Gregor Millar, 5; 9. Lewis Millar,

5; 10. Luke Muff, 3; 11. George Rothery, 2 • 1. Halbfinale: 1. Lawson; 2. Kelly; 3. G.Millar; 4. Smith

• 2. Halbfinale: 1. Flint; 2. Bickley; 3. Blair; 4. Watson • Finale: 1. Lawson; 2. Bickley; 3. Flint; 4. Kelly.

AUSTRALIEN

Club Day Nr. 5 - Brisbane

Turbo-Jedd

Wie schon in Bowen gab es hier in Brisbane einen überragenden Jedd List.

Der 18-Jährige gewann das Club-Day-Rennen ebenfalls mit Maximum. Der

Endlauf war ein Knüller. List kam als Bester aus den Bändern, wurde aber

ständig von Zaine Kennedy und Joel Coyne attackiert. Ryan Douglas enttäuschte

mit 4 Punkten in den Vorläufen und schied vorzeitig im Halbfinale

aus. Die 250er-Klasse gewann Tate Zischke vor Joshua Beetham und Liam

Powell. • Andreas Fahldiek

Ergenbis - Vorläufe: 1. Jedd List, 12; 2. Nick Morris, 10; 3. Joel Coyne, 9; 4. Zaine Kennedy, 8; 5. Jacob

Hook, 8; 6. Ryan Douglas, 4; 7. Cordell Rogerson, 4; 8. Declan Kennedy, 4; 9. Bailey Viner, 1;

10. Broc Hall, 0 • Halbfinale: 1. Kennedy; 2. Douglas; 3. Hook • Finale: 1. List; 2. Kennedy; 3. Coyne;

4. Morris.

24 BAHNSPORT AKTUELL November '20


USA

Salute to America - Perris

Max Ruml dominiert

Es war der Tag von Max Ruml. Dem zwei Jahre älteren Bruder von Dillon gelang

fast alles. Nur der routinierte Vorausfavorit Gino Manzares konnte

Ruml im zweiten Durchgang bezwingen. Ältester Teilnehmer mit 61 Jahren

war übrigens „Fast“ Eddie Castro. Sara „Storm“ Cords war ebenfalls wieder

dabei. Die 20-Jährige fährt erst eineinviertel Jahre bei den Senioren

mit.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Gino Manzares, 12 Punkte; 2. Max Ruml, 11; 3. Dillon Ruml, 10; 4. Eddie Castro,

9; 5. Kyle Cunningham, 8; 6. Austin Novratil, 8; 7. Michael Wells, 6; 8. Rheten Todd, 6; 9. Rees

Todd, 4; 10. Sara Cords, 4; 11. Mark Fillebrown, 4; 12. Kayle Leo Grande, 3; 13. Mike Miller, 2.

1. Halbfinale: 1. Castro; 2. Manzares; 3. Wells; 4. Cunningham.

2. Halbfinale: 1. M.Ruml; 2. D.Ruml; 3. Rheten Todd; 4. Novratil S.

Finale: 1. M.Ruml; 2. Manzares; 3. D.Ruml; 4. Castro.

DÄNEMARK

Dänischer Speedwaymeister 2020: Anders Thomsen • Archivfoto: Jarek Pabijan

Meisterschaft - Finale - Vojens - 30.9.2020

Anders Thomsen holt den Titel

Anders Thomsen konnte sich in einem spannenden und dramatischen Finale

den dänischen Meistertitel sichern. Silber ging an Nicolai Klindt vor

Marcus Birkemose.

Vor dem Finallauf hatten Marcus Birkemose und Anders Thomsen je 13

und Leon Madsen und Nicolai Klindt je 12 Punkte geschrieben. Im Finale

setzte sich letztlich Thomsen vor Klindt und Birkemose durch. Für Madsen

blieb nach einer Disqualifikation der undankbare 4. Rang. Eine enttäuschende

Vorstellung lieferte Nicki Pedersen ab, der bereits nach seinem

zweiten Lauf einpacken konnte.

Das Finale im legendären Speedway Center Vojens fand aufgrund der

strengen Covid-19-Beschränkungen vor nur 500 Zuschauern statt.

Ergebnis: 1. Anders Thomsen, 13+3=16 Punkte; 2. Nicolai Klindt, 12+2=14; 3. Marcus Birkemose,

13+1=14; 4. Leon Madsen, 12+D=12; 5. Niels Kristian Iversen, 11; 6. Kenneth Bjerre, 10; 7. Jonas

Jeppesen, 9; 8. Rene Bach, 8; 9. Rasmus Jensen, 7; 10. Andreas Lyager, 6; 11. Peter Koldemand, 5;

12. Mads Hansen, 4; 13. Frederik Jacobsen, 3; 14. Mikkel Bech Jensen, 2; 15. Kenneth Kruse Hansen,

2; 16. Nicki Pedersen, 1.

TSCHECHIEN

Extraliga

Prag führt

Am 15. September war es endlich soweit. Nach genau 45 Jahren und einem

Tag wurde in Liberec wieder ein Rennen der obersten tschechischen

Speedwayliga ausgetragen. Auf der 285 Meter langen Bahn im Ortsteil

Pavlovice fand die zweite Runde der Extraliga statt. Nachdem Lebedevs

und Milik ihre Läufe gewonnen hatten, übernahm das Team von Zlata Prilba

die Führung, aber die Mannschaften aus Prag und Slany saßen dem

Leader dicht im Nacken. Zwischenzeitlich gingen sie sogar kurz in Front,

aber Pardubice konnte immer wieder die Spitze zurückerobern. Vor dem

letzten Durchgang hatte das Team von Zlata Prilba 29 Zähler und sein Vorsprung

auf die Prager und AK Slany betrug 3 bzw. 6 Punkte. Schon im

17. Heat hätte Pardubice seinen Vorsprung auf Marketa fast verspielt.

Chlupac meldete sich als Erster im Ziel, während Valkovic nur Dritter wurde.

Beide Teams trennte nur noch ein Punkt. Macek, der für Slany fuhr,

stürzte in diesem Lauf und das Team von Manager Milan Mach verlor den

Anschluss. Im darauffolgenden Rennen stürzte dann Smetana und Marketa

schrieb keine Punkte, aber Pardubice konnte das Malheur der Rivalen

nicht wirklich ausnutzen, weil Stichauer nur einen Zähler erzielte. Der

19. Lauf hatte es in sich. Der bis dahin unbezwingbare Milik musste sich

Kvech beugen und alles war wieder offen. Und tatsächlich brachte der

letzte Heat eine große Überraschung. Dass Jamrog von AK Slany 3 Punkte

holte, damit konnte man rechnen. Aber dass Lebedevs, der vorher nur

Krcmar unterlag, diesmal nicht über den letzten Platz hinauskam, war

schon völlig unerwartet. Da Levishyn vor dem Dänen Nielsen von Marketa

Zweiter wurde, zog Prag mit der Mannschaft von Zlata Prilba gleich und es

bedurfte eines Stechens, um den Tagessieger zu ermitteln. Kvech zeigte

wieder große Klasse. Der 18-Jährige brachte Milik die zweite Niederlage

bei und sicherte dem Team aus Prag 4 wichtige Matchpunkte. Die Gastgeber

hatten einen schwachen Rennstart und lagen nach zwölf Läufen schon

weit abgeschlagen hinten. Doch dann kam der Ukrainer Levishyn als Joker

zum Einsatz und erkämpfte 6 Zähler. Danach fing Liberec ordentlich an zu

punkten und überholte sogar nach dem 18. Heat völlig überraschend Slany

(26:25). Die Gastgeber konnten jedoch die Platzierung nicht halten. Zuerst

kam Krcmar vor Holub ins Ziel und dann bezwang Jamrog Levishyn.

Am Ende hatte AK Slany nur ein mickriges Pünktchen mehr (29:28) auf

dem Konto.

Am nächsten Tag kämpfte man in Pardubice um Ligapunkte. Nach vier

Heats hatten alle Mannschaften jeweils 6 Zähler vorzuweisen, aber im

zweiten Durchgang setzte sich das Team von AK Slany an die Spitze. Es

hatte schon 4 Zähler Vorsprung auf Pardubice und Prag, aber nach dem

10. Rennen übernahmen die Gastgeber die Führung und gaben sie nicht

mehr ab. Als Milik im vorletzten Lauf als Erster die Ziellinie kreuzte und

Franc nur Vierter wurde, konnte die Mannschaft von Zlata Prilba ihren Gesamtsieg

feiern. Sie kam auf insgesamt 33 Zähler und Milik beugte sich

nur im Auftaktheat Jamrog. Das 20. Rennen musste über den 2. Rang entscheiden,

denn Prag und Slany waren zu diesem Zeitpunkt punktgleich.

Kvech ließ nichts anbrennen und holte einen souveränen Sieg, während

sein Widersacher Simota ohne Punkte blieb. Marketa Prag schloss den

Vierkampf in Pardubice mit 31 Zählern ab. Kvech bestritt vier Läufe und

beugte sich nur Milik und Jamrog. Interteam Liberec war diesmal von Anfang

an ein ebenbürtiger Gegner für die Konkurrenz, hatte jedoch am Ende

einen Punkt weniger als die drittplatzierte Mannschaft aus Slany. Beste

Fahrer des Extraliga-Neulings waren Bewley und Levishyn. Beim Team

von Slany spielte Jamrog die erste Geige. Etwas mehr hätte man sicherlich

von Krcmar erwarten können, aber der Landesmeister hatte einen technischen

Ausfall zu beklagen.

Ergebnisse - Runde 2, Liberec - 15.9.: 1. AK Marketa

Prag, 33+3 Punkte (Smetana 2, Franc 6, Chlupac

11, M.Nielsen 8, J.Kvech 6+3); 2. AMK Zlata

Prilba Pardubice, 33+2 (Lebedevs 11, Stichauer 6,

Valkovic 2, Milik 14+2); 3. AK Slany, 29 (Macek 1,

Krcmar 12, Jamrog 11, Simota 5); 4. SC Interteam

Liberec, 28 (Holub 4, Klima 8, Hajek 0,

Kaczmarek 7, Levishyn 9).

Runde 3 - Pardubice - 16.9.: 1. Pardubice, 33

Punkte (Lebedevs 9, Kuchar 1, Stichauer 9, Milik

14); 2. Prag, 31 (Chlupac 11, Smetana 1, M.Nielsen

3, Franc 6, J.Kvech 10); 3. Slany, 28 (Jamrog 13, Simota

2, Krcmar 8, Valkovic 5); 4. Liberec, 27 (Holub

5, Klima 4, Bewley 11, Levishyn 7).

EXTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Prag 3 10 97

2. Pardubice 3 9 93

3. Slany 3 8 99

4. Liberec 3 3 76

Abgesagte Rennen

Einige Speedwayrennen mussten in der Tschechischen Republik am Saisonende

abgesagt werden. Am 22. September sollte die dritte Runde der

Juniorenmeisterschaft im Marketa-Stadion über die Bühne gehen, doch

aufgrund der widrigen Wetterbedingungen waren die Organisatoren gezwungen,

den Prädikatslauf ersatzlos zu streichen. Am 28. September

hatte man geplant, in Slany das Paarmeisterschaftsfinale stattfinden zu

lassen, aber auch dieses Rennen fiel ins Wasser. Die Organisatoren hatten

sich vorher große Mühe gegeben, weil man das 70. Jubiläum des

Speedwaysports in Slany feiern wollte. Man hatte zunächst vor, das Finale

auf einen späteren Termin zu verlegen, aber dann meldete sich die Pandemie

wieder zu Wort. Am 1. Oktober traten verschärfte Maßnahmen gegen

CoVID-19 in Kraft und das Rennen in Slany musste endgültig abgesagt

werden. Aus diesem Grund konnte auch die letzte Runde des Landespokals

nicht durchgeführt werden. Das Turnier sollte am 10. Oktober in Brezolupy

ausgetragen werden. Auch die vierte Runde der Juniorenmeisterschaft,

die am 11. Oktober in Koprivnice stattfinden sollte, fiel dem Coronavirus

zum Opfer. Im Endeffekt wurde Daniel Klima zum Juniorenmeister

gekürt. Der 17-Jährige lag nach den Rennen in Pilsen und Zarnovica in der

Gesamtwertung des Wettbewerbs an der Spitze. • Georg Dobes

November '20 BAHNSPORT AKTUELL 25


INTERNATIONAL

SLOWAKEI

Friendship Cup - Zarnovica - 12.9.2020

Prag siegt

Am 12. September fand auf der 400 Meter langen Bahn in Zarnovica der

einzige Vierkampf um den Friendship Cup in dieser von der Pandemie

geprägten Speedwaysaison statt. Neben den Gastgebern gingen die

Mannschaften aus der tschechischen Hauptstadt, dem slowenischen

Krsko und Diedenbergen an den Start. Das Team der DMV White Tigers

trat in der Slowakei mit Tom Finger, Celina Liebmann, Marius Hillebrand

und dem jungen Österreicher Sebastian Kössler an. Schon in der Anfangsphase

der Veranstaltung wurde klar, dass die DMV-Fahrer nicht ins

Geschehen eingreifen würden. Die Mannschaft von Diedenbergen hatte

nach 10 Heats nur 2 Punkte auf dem Konto und schloss letztendlich das

Pokalrennen mit 8 Zählern als Letzte ab.

Die restlichen Teams lieferten sich in Zarnovica einen verbissenen Dreikampf

um den Gesamtsieg. Den Auftaktheat gewann David Pacalaj und

die Slowaken übernahmen zunächst die Führung. Nach fünf Läufen hatten

sie 2 Punkte Vorsprung auf Krsko und 3 auf Marketa. Doch dann holten

die Prager 8 Zähler in drei Heats und zogen mit den Führenden

gleich. Im neunten Heat schlug Zarnovica zurück. Pacalaj kassierte wieder

3 Punkte ein, während Filip Hajek hinter dem Slowenen Anze Grmek

nur Dritter wurde. Nach darauf folgenden Siegen von Matic Ivacic und

Nick Skorja meldete auch die Mannschaft aus Krsko ihre Sieganwartschaft

an. Doch gleich danach stürzte ihr Fahrer Miran Praznik zweimal

und konnte keine weiteren Läufe bestreiten. Im 14. Rennen fuhr Pacalaj

ins Band und wurde disqualifiziert. Jan Kvech holte daraufhin einen Sieg

und Marketa ging in Führung.

Nach 16 Heats hatten die Prager 31 Punkte, gefolgt von Zarnovica (30)

und Krsko (29). Doch die Gastgeber meldeten sich kurz danach vom

Kampf um die Trophäe ab. Jan Mihalik und Jakub Valkovic wurden nur je

Dritte und Pacalaj wurde nach einem Sturz vom Re-run ausgeschlossen.

Grmek und Skorja kreuzten hingegen als Sieger die Ziellinie und Krsko

war nach 18 Rennen mit den Tschechen punktgleich. Doch im nächsten

Heat blieb der Startplatz der Slowenen wegen der Verletzung von Praznik

frei. Chlupac schlug Hillebrand und Kvech konnte es sich im letzten

Lauf sogar leisten, hinter dem unbezwingbaren Ivacic als Zweiter ins Ziel

zu kommen. Das Team von Marketa erzielte insgesamt 40 Punkte. Den

2. Platz sicherte sich AMD Krsko (38), gefolgt von SC Zarnovica (33).

Ergebnis: 1. AK Marketa Prag/CZE, 40 Punkte (Daniel Klima 8, Petr Chlupac 11, Jan Kvech 12, Pavel

Kuchar 1, Filip Hajek 8); 2. AMD Krsko/SLO, 38 (Matic Ivacic 15, Anze Grmek 9, Nick Skorja 13,

Miran Praznik 1); 3. SC Zarnovica/SVK, 33 (Jakub Valkovic 8, Stanislaw Burza 11, Jan Mihalik 6,

David Pacalaj 8); 4. DMV White Tigers/GER, 8 (Sebastian Kössler 2, Tom Finger 1, Celina Liebmann

2, Marius Hillebrand 3).

Tschechische Junioren-Einzelmeisterschaft - Zarnovica - 13.9.2020

Klima überrascht

Am nächsten Tag wurde in Zarnovica die zweite Runde der tschechischen

Juniorenmeisterschaft ausgetragen. Etwas überraschend gewann Daniel

Klima das Rennen. Der 17-Jährige beugte sich in seinem ersten Lauf zwar

Favorit Jan Kvech, aber danach errang er vier Siege. Kvech hingegen unterlag

später Jan Macek und Petr Chlupac. Im Endeffekt musste sich der

18-Jährige mit dem 2. Tagesrang begnügen. Da drei Fahrer nach 20 Heats

jeweils 12 Zähler eingefahren hatten, musste ein Dreierstechen durchgeführt

werden. Als Erster erreichte Chlupac das Ziel, gefolgt vom Slowenen

Anze Grmek und Macek. Mit von der Partie war auch Celina Liebmann.

Die Speedwayamazone aus Deutschland erkämpfte in der Slowakei

insgesamt 6 Punkte und belegte schließlich Platz 9. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. Daniel Klima, 14 Punkte; 2. Jan Kvech, 13; 3. Petr Chlupac, 12+3; 4. Anze Grmek, SLO,

12+2; 5. Jan Macek, 12+1; 6. Jan Mihalik, SVK, 10; 7. Jakub Valkovic, SVK, 8; Pavel Kuchar, 8;

9. Celina Liebmann, GER, 6; 10. Rastislav Cifersky, SVK, 6; 11. Michal Bastecky, 5; 12. Jakub Exler,

4; 13. David Pacalaj, SVK, 3; 14. Lubos Krejca, 2; 15. Vaclav Kvech, 0.

Stand (nach 2 von 4 Rennen): 1. Klima, 28 Punkte; 2. Chlupac, 27; 3. Valkovic, 20; 4. Mihalik, 18;

5. Kuchar, 18; 6. Macek, 16.

RUSSLAND

Teammeisterschaft (Speedwayliga)

Turbina Balakovo Meister

Turbina ist neuer russischer Teammeister, zunächst sah es jedoch so aus,

als ob die Mannschaft aus Balakovo zum Saisonende doch Probleme bekommen

könnte. Am 17. September erlitt sie zu Hause im Duell gegen

Wostok eine bittere Niederlage. Die Gäste traten mit Logachev an und der

Polen-Rückkehrer zeigte eine Top Leistung. Wladiwostok bezwang den Ta-

bellenführer schließlich mit 54:36. Nur Borodulin war für das Trio Logachev-Kotlar-Laguta

ein ebenbürtiger Gegner und erzielte drei Siege. Fünf

Tage später verpasste Baschkirija dem Team aus Balakovo einen weiteren

Dämpfer. In Oktjabrskij kam Turbina nicht über ein Unentschieden hinaus.

Nach 13 Heats führten die Gastgeber noch mit 40:38, aber im darauf

folgenden Rennen konnte Turbina ausgleichen.

Am 25. September trafen die Teams von Mega-Lada und Turbina in Togliatti

aufeinander und das Match war für beide Gegner von großer Bedeutung.

Im Auftaktlauf holten die Gastgeber einen 5:1-Doppelsieg, aber

nach neun Heats waren beide Teams wieder punktgleich. Im nächsten

Rennen erzielten die Gäste ein 5:1 und hatten nach zwölf Läufen bereits

8 Zähler Vorsprung. Im anschließenden Heat setzte Mega-Lada Kononov

als Joker ein, aber der Eisspeedwaystar kam hinter Borodulin als Zweiter

ins Ziel. Die Mannschaft aus Balakovo siegte am Ende mit 48:44 und

konnte weiterhin vom Titelgewinn träumen.

Die Entscheidung sollte dann am 30. September in Togliatti fallen, aber so

weit kam es gar nicht. Völlig überraschend schlug das Team von Baschkirija

drei Tage zuvor auf dem eigenen Oval Mega-Lada mit 49:41 und Togliatti

konnte die Mannschaft aus Balakovo nicht mehr einholen. Bärenstarke

Leistungen boten Fajzulin und Gatijatov, die für Oktjabrskij 15 bzw.

14 Zähler erkämpften. Danach unterlag Turbina zweimal der Mannschaft

aus Togliatti (auswärts und zu Hause), aber im Kampf um die Goldmedaille

spielte das keine Rolle.

Ergebnisse - 15.9.: Togliatti, 47,5 Punkte (Darkin 10,5, Gafurov 14, Kononov 5, E.Saidullin 14, Zujev

4); Wladiwostok, 45,5 (Karion 8, Krasnokutskij 1, Bondarenko 6, Kotlar 17, P.Laguta 13,5).

17.9.: Balakovo, 36 Punkte (Petrakov 4, Bogma 8, Chalov 9, Kaibuschev 1, Borodulin 14); Wladiwostok,

54 (Karion 5, Smyschnikov 1, Bondarenko 5, Logachev 14, Kotlar 16, P.Laguta 13).

22.9.: Oktjabrskij, 45 Punkte (Gatijatov 10, Zubarev 4, Nagibin 10, Kashirin 2, Fajzulin 9, Gizatullin

10); Balakovo, 45 (Bogma 11, Berdyschev 1, Borodulin 13, Kaibuschev 5, Chalov 15).

25.9.: Togliatti, 44 Punkte (Darkin 11, Gafurov 3, Kononov 10, E.Saidullin 13, Zujev 7); Balakovo, 48

(Chalov 9, Kaibushev 9, Bogma 13, Sirotkin 2, Borodulin 15).

TEAMMEISTERSCHAFT

Pl./Club R P Ges.

1. Balakovo 12 15 53

2. Togliatti 12 13 -9

3. Wladiwostok 10 9 13

4. Oktjarbrskij 10 7 -57

27.9.: Oktjabrskij, 49 Punkte (Gatijatov 14, Zubarev

4, Nagibin 2, Vlasov 6, Fajzulin 15, Gizatullin

8); Togliatti, 41 (Darkin 10, Kononov 2, Gafurov 11,

J.Saidullin 12, Zujev 6).

30.9.: Togliatti, 48 Punkte (Darkin 11, Gafurov 13,

Kononov 4, E.Saidullin 14, Zujev 6); Balakovo, 40

(Chalov 6, Sirotkin 2, Bogma 9, Lebedevs 10, Kaibushev

5, Borodulin 8).

7.10.: Balakovo, 44 Punkte (Borodulin 19, Sirotkin

1, Chalov 5, Petrakov 1, Bogma 3, Kaibushev 5, Lebedevs

10); Togliatti, 49 (Darkin 8, Zujev 4, Zubkov

2, Gafurov 9, E.Saidullin 12, Gala 14).

Junioren-Einzelmeisterschaft - Balakovo - 13.9.2020

Pavel Laguta siegt

Beim russischen U21-Finale, das am 13. September in Balakovo stattfand,

dominierten die jungen Fahrer von Wostok Wladiwostok das Feld nach Belieben

und belegten alle Podiumsplätze. Zum ersten Mal in seiner sportlichen

Laufbahn holte Pavel Laguta den Meistertitel. Der Neffe der Laguta-

Brüder erzielte im Trud-Stadion insgesamt 14 Punkte und musste sich nur

Evgeny Saidullin beugen. Die Silbermedaille gewann der 20-jährige Mark

Karion. Vorjahressieger Vitalya Kotlyar musste sich in der Stadt an der

Wolga mit dem 3. Rang begnügen. Der 19-Jährige kam auf 12 Punkte. Arslan

Fayzulin von Baschkirija, der in den letzten drei Jahren immer auf dem

Podium stand, schrieb insgesamt 11 Zähler und musste sich mit dem unbeliebten

4. Rang zufrieden geben. Evgeny Saidullin (Mega-Lada) gehörte

zum engsten Favoritenkreis und war nach zwei Durchgängen unbezwingbar,

aber danach lief es für den 19-Jährigen nicht mehr so gut. Vor dem

letzten Lauf hatte er noch gute Medaillenchancen, stürzte jedoch und

wurde am Ende nur Sechster.

Ergebnis: 1. Pavel Laguta, 14 Punkte; 2. Mark Karion, 13; 3. Vitalya Kotlyar, 12; 4. Arslan Fayzulin,

11; 5. Semen Zujev, 11; 6. Aleksandr Kaibushev, 10; 7. Evgeny Saidullin, 9; 8. Pavel Nagibin, 9; 9. Arseni

Zubkov, 7; 10. Dmitri Petrakov, 6; 11. Ivan Sirotkin, 5; 12. Aleksandr Berdyshev, 4; 13. Vassily

Krasnokutsky, 2; 14. Ivan Belajev, 2; 15. Ruslan Akhtjamov, 2; 16. Evgeny Antipov, 1; 17.Daniil Wizgird,

1; 18. Konstantin Kulagin, 0.

RUSSISCHE JUNIORENMEISTER (U21) DER LETZTEN 10 JAHRE

2010 Artem Laguta (Wladiwostok); 2011 Ilja Chalov (Balakovo); 2012 Andrej

Kudriashov (Balakovo); 2013 Vadim Tarasenko (Wladiwostok); 2014

Ilya Chalov (Balakovo); 2015 Vadim Tarasenko (Wladiwostok); 2016 Roman

Lahbaum (Togliatti); 2017 Gleb Chugunov (Togliatti); 2018 Roman

Lahbaum (Togliatti); 2019 Vitaly Kotlar (Wladiwostok); 2020 Pavel Laguta

(Wladiwostok).

Einzelmeisterschaft - Oktjabrskij - 20.9.2020

Champ Logachev

Während der Abwesenheit der russischen Speedwaystars, die in den polnischen

Ligen fuhren, wurde das Finale zur Einzelmeisterschaft ausgetragen.

Weder Sayifutdinov noch die Laguta-Brüder und Titelverteidiger Ku-

26 BAHNSPORT AKTUELL November '20


driashov gingen am 20. September in Oktjabrskij an den Start. Nur Sergej

Logachev hatte in Polen nichts mehr zu tun, nachdem sein Club ROW Rybnik

in die 1. Liga abgestiegen war, und entschied sich, nach Russland zurückzukehren.

Der Fahrer von Wostok zeigte sich in Hochform. Er erzielte

insgesamt 14 Punkte und wurde zum ersten Mal Landesmeister. Der

25-Jährige musste sich nur Renat Gafurov beugen. Der Fahrer von Mega-

Lada war nach vier Durchgängen noch unbezwungen und seine dritte

Goldmedaille war – nach 2006 und 2009 – zum Greifen nah. Im 19. Lauf

lieferte sich der 37-Jährige jedoch mit Vladimir Borodulin einen erbitterten

Kampf um Platz 2, stürzte dabei und musste sich letztendlich mit der

Bronzemedaille begnügen. Borodulin gewann den Re-run und wurde mit

13 Punkten Vizemeister.

Das Rennen wurde unter schwierigen Wetterbedingungen ausgetragen.

Es regnete immer wieder und die Teilnehmer mussten sich mit einer sehr

anspruchsvollen Bahn auseinandersetzen. Im 15. Heat kam es zu einem

fürchterlich aussehenden Massensturz. Vladimir Bogma und Semen Zujev

kollidierten und gingen zu Boden. Aleksandr Hassanov konnte nicht

mehr ausweichen und stürzte ebenfalls. Es sah zunächst so aus, als ob

Zujev die Bahn im Krankenwagen verlassen müsste, aber der Fahrer aus

Togliatti ging letztendlich auf eigenen Beinen ins Fahrerlager. Der 21-Jährige

absolvierte jedoch keine weiteren Läufe.

Ergebnis: 1. Sergej Logachev, 14 Punkte; 2. Vladimir Borodulin, 13; 3. Renat Gafurov, 12; 4. Ilya

Chalov, 11; 5. Denis Gizatullin, 10; 6. Vitalya Kotlyar, 10; 7. Evgeny Saidullin, 10; 8. Marat Gatiatov,

9; 9. Vladimir Bogma, 5; 10. Semen Vlasov, 5; 11. Arslan Fayzulin, 4; 12. Aleksandr Hassanov, 3;

13. Nikita Zubarev, 3; 14. Ivan Simikov, 3; 15. Semen Zujev, 2; 16. Igor Kononov, 2; 17. Dmitri Petrakov,

2; 18. Arseni Zubkov, 1.

MEDAILLENGEWINNER DER LETZTEN 10 JAHRE

2010 1. Platz Artem Laguta, 2. Grigorij Laguta, 3. Denis Gizatullin; 2011

1. Artem Laguta, 2. Daniil Ivanov; 3. Roman Povazhny; 2012 1. Grigorij Laguta,

2. Renat Gafurov, 3. Artem Laguta; 2013 1. Grigorij Laguta, 2. Andrej

Kudriashov, 3. Renat Gafurov; 2014 1. Grigorij Laguta, 2. Renat Gafurov,

3. Vitaly Belousov; 2015 1. Andrej Kudriashov, 2. Ilja Chalov, 3. Renat Gafurov;

2016 1. Grigorij Laguta, 2. Andrej Kudriashov, 3. Renat Gafurov;

2017 1. Andrej Kudriashov, 2. Renat Gafurov, 3. Artem Laguta; 2018 1. Andrej

Kudriashov, 2. Ilya Chalov, 3. Vladimir Borodulin; 2019 1. Andrej Kudrashov,

2. Grigorij Laguta, 3. Viktor Kulakov; 2020 1. Sergej Logachev,

2. Vladimir Borodulin, 3. Renat Gafurov. • Georg Dobes

POLEN

Teammeisterschaft

Ekstraliga - Play-off-Runde

Halbfinals - Hinrunde: In der Hauptrunde zwei Wochen zuvor hatte Falubaz

das Team von Unia mit 52:38 klar geschlagen, aber im Semifinale

nahm das Duell der beiden Mannschaften einen ganz anderen Verlauf.

Nach acht Läufen herrschte noch Punktgleichstand, aber danach ergriff

Unia die Initiative. Vor dem letzten Lauf hatten die Gäste 6 Punkte Vorsprung,

doch dann holten Vaculik und Dudek einen doppelten Sieg. Leszno

gewann in Zielona Gora mit 46:44 und stand bereits mit einem Bein im

Finale. Das Team von Sparta gewann zwar zu Hause gegen Stal, aber

2 Punkte Vorsprung vor der Revanche in Gorzow würden wohl nicht reichen,

um ins Finale zu kommen. Vor dem letzten Lauf gab es noch ein Unentschieden,

aber dann erzielten Woffinden und Janowski einen 4:2-Sieg

über Thomsen und Zmarzlik.

Ergebnisse - 20.9: Zielona Gora, 44 Punkte (Lindbäck 3, Vaculik 10, Protasiewicz 4, Jepsen Jensen

7, Dudek 11, Tonder 6, Krakowiak 3); Leszno, 46 (Sayfutdinov 11, Kolodziej 8, Smektala 3, Lidsey 9,

Pi.Pawlicki 8, Kubera 3, Szlauderbach 4).

Wroclaw, 46 Punkte (Janowski 9, C.Holder (Gast) 7, Fricke 4, Woffinden 10, M.Curzytek 2, Chugunov

10, Bewley 4); Gorzow, 44 (Sz.Wozniak 6, J.Holder (G) 10, Thomsen 11, Zmarzlik 10, Iversen 0,

Karczmarz 6, Jasinski 1).

Halbfinals - Rückrunde: In der Rückrunde gab es keine Überraschungen.

Erwartungsgemäß gab Unia Leszno im Alfred-Smoczyk-Stadion dem Team

aus Zielona Gora keine Chance und siegte letztendlich mit 57:33. Auch

Stal Gorzow setzte sich zu Hause im Duell mit dem Team aus Wroclaw ohne

größere Probleme durch und erreichte das Finale, obwohl die Mannschaft

von Zmarzlik am Saisonanfang sechs Niederlagen in Folge erlitten

hatte.

Ergebnisse - 28.9.: Leszno, 57 Punkte (Sayfutdinov 11, Kolodziej 8, Smektala 12, Lidsey 8, Pi.Pawlicki

12, Szlauderbach 2, Kubera 4); Zielona Gora, 33 (Tungate (G) 3, Vaculik 9, Jepsen Jensen 7, Protasiewicz

9, Dudek 1, Krakowiak 2, Tonder 2). Leszno siegt mit 103:77 und zieht ins Finale ein.

4.10.: Gorzow, 55 Punkte (Sz.Wozniak 11, Zmarzlik 15, Iversen 2, Thomsen 11, J.Holder (G) 8, Jasinski

5, Karczmarz 3); Wroclaw, 34 (Janowski 9, C.Holder (G) 8, Fricke 4, Woffinden 10, Chugunov 0,

M.Curzytek 3, Bewley 0). Gorzow siegte mit 99:80 und zog ins Finale ein.

Finals - Hinrunde: Sehr spannend war das Duell in Gorzow um den Meistertitel.

Zunächst sah es danach aus, dass Unia Leszno keine größeren

Probleme haben würde, im Edward-Jancarz-Stadion zu gewinnen. Nach

zwölf Rennen hatten die Gäste schon 8 Punkte Vorsprung, aber das Team

von Stal legte danach einen bewundernswerten Endspurt ein. Die Gastgeber

erzielten zwei Doppelsiege und schafften vor dem letzten Lauf den

Ausgleich. Im 15. Heat holten Zmarzlik und Thomsen einen 4:2-Sieg über

Kolodziej und Sayfutdinov und Stal gewann schließlich mit 46:44 knapp.

Das Rennen in Zielona Gora, bei dem die Teams von Falubaz und Sparta

Ekstraligameister Unia Leszno im Siegestaumel • Foto: Jarek Pabijan

November '20 BAHNSPORT AKTUELL 27


INTERNATIONAL

um die Bronzemedaille kämpften, war keine Werbung für den Speedwaysport.

Aufgrund von heftigen Niederschlägen vor dem Match war die Strecke

sehr griffig und schwierig zugleich, sodass viele Fahrer große Probleme

hatten, unbeschadet durch die Kurven zu kommen. Es gab viele Stürze,

aber auch einen neuen Bahnrekord. Tungate, der als Gast für Falubaz

fuhr, brauchte nur 57,43 Sekunden, um vier Runden zurückzulegen. Damit

unterbot der Australier den alten Bahnrekord von Hampel aus dem Jahre

2013 um 0,79 Sekunden. Nach acht Läufen fing es erneut an zu regnen und

der Referee entschloss sich, noch vier Heats starten zu lassen, um das

Match dann abzubrechen und es zu werten. Falubaz gewann letztendlich

mit 37:32. Kvech bestritt einen Lauf, stürzte und zog sich dabei einen

Schlüsselbeinbruch zu.

Ergebnisse (um Rang 1) 9.10.: Gorzow, 46 Punkte (Wozniak 10, Zmarzlik 16, J.Holder (G) 10,

Kasprzak 0, Thomsen 9, Jasinski 0, Karczmarz 1); Leszno, 44 (Sayfutdinov 9, Kolodziej 12, Smektala

4, Lidsey 4, Pi.Pawlicki 7, Kubera 4, Szlauderbach 4).

(um Rang 3) 9.10.: Zielona Gora, 37 Punkte (Tungate (G) 8, Vaculik 6, Protasiewicz 4, Jepsen Jensen

8, Dudek 5, Tonder 6, Krakowiak 0, J.Kvech 0); Wroclaw, 32 (Fricke 10, C.Holder (G) 4, Janowski 4,

Chugunov 2, M.Curzytek 0, Bewley 12). Nach zwölf Läufen wegen Regen abgebrochen.

Finals - Rückrunde: Bei der Revanche in Leszno ließ Unia der Mannschaft

aus Gorzow nicht den Hauch einer Chance. Die Gastgeber siegten nach einem

immerhin spannenden Match mit 59:30 und holten zum vierten Mal

in Folge den Meistertitel. Zuletzt konnte die Mannschaft von Stal Gorzow

im Jahre 1978 vier Goldmedaillen hintereinander feiern. Erwartungsgemäß

gelang es dem Team von Sparta im eigenen Stadion den Rückstand

von 5 Punkten auf Falubaz wettzumachen und am Ende noch Bronze zu holen,

obwohl die Gastgeber ohne den verletzten Woffinden angetreten waren.

Bester Fahrer des Abends war Vaculik. Der Slowake bestritt im Olympia-Stadion

sechs Läufe und errang 18 Zähler.

Ergebnisse (um Rang 1) 11.10: Leszno, 59 Punkte (Sayfutdinov 11, Kolodziej 6, Smektala 13, Lidsey

7, Pi.Pawlicki 11, Szlauderbach 2, Kubera 6, Pludra 3); Gorzow, 30 (Kasprzak 1, J.Holder (G) 6,

Wozniak 7, Zmarzlik 3, Thomsen 5, Karczmarz 8, Jasinski 0). Unia Leszno siegt 103:76 und ist Teammeister.

(um Rang 3) 11.10.: Wroclaw, 50 Punkte (C.Holder (G) 14, Fricke 10, Janowski 11, Chugunov 7, M.Curzytek

0, Bewley 8); Zielona Gora, 40 (Jepsen Jensen 1, Vaculik 18, Tungate (G) 3, Protasiewicz 7, Dudek

2, Pawliczak 4, Tonder 5). Sparta Wroclaw siegt mit 82:77 und gewinnt Bronze.

1. Liga

12. Runde: Das Team von Apator erlitt seine zweite Niederlage. Diesmal

gelang es der Mannschaft aus Lodz, den Tabellenführer zu schlagen. Vor

dem letzten Lauf hatten die Gastgeber 8 Punkte Vorsprung, aber Apator

erkämpfte am Ende einen 5:1-Sieg und unterlag schließlich mit 43:47.

Daugavpils verzeichnete auf der eigenen Bahn eine weitere Niederlage.

Diesmal setzte sich das Team von Ostrovia in Lettland mit 47:43 durch, obwohl

die Gastgeber nach zehn Heats 6 Punkte Vorsprung hatten. Polonia

verpflichtete vor dem Rennen gegen Unia Tarnow Grzegorz Zengota, der

Anfang 2019 bei einem Motocrosstraining gestürzt war und sich dabei einen

mehrfachen und sehr komplizierten Beinbruch zugezogen hatte. Mit

dem Neuzugang holte die abstiegsgefährdete Mannschaft aus Bydgoszcz

einen sehr wichtigen Sieg. Sie schlug Tarnow mit 49:41. Kai Huckenbeck

zeigte sich in sehr guter Form. Der Deutsche verzeichnete vier Siege und

war mit Lyager Leistungsträger der Gastgeber.

Ergebnisse - 17.9.: Gniezno, 57 Punkte (Gala 11, F.Jakobsen 10, O.Fajfer 10, Berntzon 7, Lahti 11,

Studzinski 4, Stalkowski 4); Gdansk, 33 (Pieszczek 8, R.Jensen 7, Thorssell 5, Gomolski 3, Kildemand

8, Szczotka 2). Bonuspunkt für Gniezno.

19.9.: Daugavpils, 43 Punkte (Tarasenko (G) 9, Sundström 4, Kostigovs 9, Kudriashov 3, Gusts 6,

Mihailovs 12); Ostrow, 47 (Walasek 11, Gapinski 11, Jeppesen 6, Cyfer 4, Klindt 13, Szostak 2). Bonuspunkt

für Ostrow.

Lodz, 47 Punkte (Kosciuch 8, Tungate 10, Jeleniewski 10, Nowak 5, Loktaev 9, Grygolec 2, Pioro 3);

Torun, 43 (Miedzinski 2, J.Holder 16, C.Holder 7, Kulakov 12, Musielak 3, Kopec-Sobczynski 3). Bonuspunkt

für Torun.

20.9.: Bydgoszcz, 49 Punkte (Huckenbeck 12, Brzozowski 2, Bellego 10, Batchelor 2, Zengota 7,

Bartoch 2, Orwat 4, Lyager 10); Tarnow, 41 (Nilsson 9, Mroczka 6, Koza 6, Ljung 11, Konieczny 6,

Cierniak 3). Bonuspunkt für Tarnow.

10. Runde - Nachholrennen: Die Mannschaft von Lokomotiv verspielte im

Ligarennen gegen Tarnow ihre Chance, sich 2 wichtige Matchpunkte im

Kampf gegen den Abstieg zu sichern. Die Letten unterlagen mit 44:46

ganz knapp und die Luft im unteren Abschnitt der Tabelle wird für sie immer

dünner.

Ergebnis - 18.9.: Daugavpils, 44 Punkte (Sundström 6, Kostigovs 8, Puodzuks 5, Kudriashov 9,

Gusts 6, Mihailovs 10); Tarnow, 46 (Nilsson 2, Kaczmarek 8, Mroczka 6, Koza 9, Ljung 14, Konieczny

2, Cierniak 5). Bonuspunkt für Tarnow.

13. Runde: Apator deklassierte in der MotoArena die Mannschaft aus Tarnow

mit 64:26 und sicherte sich danach den Aufstieg in die Extraliga. Das

Team aus Torun konnte in der Tabelle nicht mehr eingeholt werden. Polonia

sorgte in Lodz für eine große Überraschung und erzielte dort ein

45:45-Unentschieden. Der traditionsreiche Club aus Bydgoszcz ist damit

nur noch einen Schritt davon entfernt, sich in der 1. Liga zu halten. Kai Huckenbeck

absolvierte in Lodz 5 Läufe und erkämpfte 7 Punkte.

Ergebnisse - 26.9.: Torun, 64 Punkte (Miedzinski 12, Musielak 11, C.Holder 13, J.Holder 10, Kulakov

12, Kopec-Sobczynski 4, Marciniec 2); Tarnow, 26 (Nilsson 4, Kaczmarek 5, Mroczka 7, Koza 4,

Ljung 3, Konieczny 2, D.Rempala 1). Bonuspunkt für Torun.

27.9.: Gdansk, 50 Punkte (Thorssell 5, Kildemand 8, Pieszczek 10, Gomolski 6, R.Jensen 12, Zupinski

7, Gryszpinski 2); Daugavpils, 39 (Aspgren 10, Ansviesulis 2, Kudriashov 1, Kostigovs 3, Tarasenko

(G) 12, Gusts 3, Mihailovs 8). Bonuspunkt für Gdansk.

2.10.: Lodz, 45 Punkte (Kosciuch 7, Tungate 11, Jeleniewski 8, Nowak 7, Loktaev 11, Pioro 1); Bydgoszcz,

45 (Huckenbeck 7, Zengota 8, D.Lampart (G) 3, Bellego 9, Orwat 4, Bartoch 3, Lyager 11).

Bonuspunkt für Bydgoszcz.

3.10.: Ostrow, 36 Punkte (Walasek 3, Gapinski 8, Cyfer 2, Jeppesen 12, Klindt 8, Krawczyk 2, Szostak

1); Gniezno, 54 (Gala 10, F.Jakobsen 10, K.Fajfer 2, O.Fajfer 10, Berntzon 11, Studzinski 4, Stalkowski

6, Czapla 1). Bonuspunkt für Gniezno.

14. Runde: Obwohl das Team von Lokomotiv sein letztes Ligarennen gegen

Orzel Lodz mit 47:43 gewann, steigt der lettische Club nach 13 Jahren

in der 1. Liga ab. Polonia Bydgoszcz schlug die Mannschaft aus Ostrow mit

58:31 sehr deutlich und konnte sich in der Endphase der Saison vor dem

Abstieg retten. Kai Huckenbeck erkämpfte gegen Ostrovia zwei Siege und

schloss das Rennen mit 12 Zählern ab. In Gniezno, im allerletzten Match

der 1. Liga, erlitt die Mannschaft von Apator ihre dritte Niederlage. Das

Team von Start führte nach zwölf Rennen mit 39:33, aber dann erkämpften

die Gäste einen 5:1-Sieg und alles war noch offen. Die letzten zwei Heats

endeten jedoch unentschieden und das Team aus Gniezno schlug Apator

mit 46:44. Nichtsdestotrotz wird die Mannschaft aus Torun im kommenden

Jahr wieder in der Ekstraliga fahren. Start belegte am Ende Gesamtplatz

2.

1. LIGA

(ENDSTAND)

Pl./Club R P/BP Ges.

1. Torun 14 29/7 +240

2. Gniezno 14 25/5 +67

3. Lodz 14 22/5 +42

4. Gdansk 14 17/3 -31

5. Tarnow 14 15/3 -76

6. Ostrow 14 14/2 -75

7. Bydgoszcz 14 11/2 -96

8. Daugavpils 14 7/1 -71

Ergebnisse - 4.10.: Daugavpils, 47 Punkte

(Aspgren 10, Kudriashov 7, Kostigovs 12, Gusts 8,

Ansviesulis 5, Mihailovs 5); Lodz, 43 (Nowak 10,

Tungate 14, Kosciuch 7, Jeleniewski 2, Loktaev 8,

Pioro 2). Bonuspunkt für Lodz.

Tarnow, 37 Punkte (Nilsson 7, Kaczmarek 7, Koza

1, Mroczka 9, Ljung 6, Konieczny 1, Cierniak 6);

Gdansk, 53 (Pieszczek 2, R.Jensen 14, Thorssell 9,

Gomolski 11, Kildemand 9, Zupinski 4, Szczotka

4). Bonuspunkt für Gdansk.

11.10.: Bydgoszcz, 58 Punkte (Zengota 11, Bergé

10, Huckenbeck 12, Bellego 8, Bartoch 2, Orwat 4,

Lyager 11); Ostrow, 31 (Walasek 3, Gapinski 7,

Grzelak 2, Cyfer 5, Klindt 11, Krawczyk 3). Bonuspunkt

für Bydgoszcz.

12.10.: Gniezno, 46 Punkte (Gala 4, F.Jakobsen 9,

O.Fajfer 11, K.Fajfer 5, Berntzon 7, Stalkowski 6,

Studzinski 4); Torun, 44 (Musielak 14, Miedzinski

7, C.Holder 11, Kulakov 8, Kopec-Sobczynski 4).

Bonuspunkt für Torun.

2. Liga

8. Runde: Die Wölfe verpflichteten für das Rennen gegen Rawicz Robert

Lambert als Gast und bezwangen das Team von Kolejarz mit 54:36 deutlich.

Eine bärenstarke Leistung bot Lukas Fienhage, der 14 Zähler errang

und nur in einem Lauf hinter Lambert ins Ziel kam. Der Engländer fuhr in

seinem ersten Heat ins Band und wurde ausgeschlossen. Danach holte er

vier Siege. Auch Sandro Wassermann und Steven Mauer konnten überzeugen.

Beide Fahrer erzielten jeweils 11 Punkte. Celina Liebmann gab ihr

Ligadebüt, aber die 19-Jährige hatte vor allem mit ihrer streikenden Technik

zu kämpfen und konnte keine Punkte schreiben.

Kolejarz Opole schlug auf eigenem Oval die Mannschaft aus Poznan mit

59:31 haushoch. Kevin Wölbert präsentierte sich in brillanter Form und erkämpfte

16 Punkte. Der Deutsche hatte jedoch keine nennenswerte Unterstützung

seitens seiner Teamkollegen. Krosno deklassierte in Rzeszow

die heimische Mannschaft mit 63:27 und bleibt weiterhin ungeschlagen.

Ergebnisse - 18.9.: Rzeszow, 27 Punkte (P.Hansen 10, D.Lampart 9, Lahbaum 6); Krosno, 63

(Wojdylo 15, Tarasenko 11, Drozdz 11, Karpov 8, Thörnblom 8, Kowalski 6). Bonuspunkt für Krosno.

19.9.: Opole, 59 Punkte (Polis 12, Masters 12, M.Hansen 10, Legowik 9, Bach 6, Pawliczak 6);

Poznan, 31 (Wölbert 16, Chmiel 7). Bonuspunkt für Opole.

20.9.: Wittstock, 54 Punkte (Monakhov 2, Wassermann 11, Mauer 11, Koscielski 4, Lambert (G) 12,

Liebmann 0, Fienhage 14); Rawicz, 36 (Rew 10, Pawlak 0, Kajzer 2, Rowe 8, Balinski 7, Pludra 7, Sadurski

2). Bonuspunkt für Rawicz.

9. Runde: Die Wittstocker sollten am 3. Oktober auswärts gegen Rzeszow

antreten, aber das Rennen wurde wegen Regen abgesagt und zwei Tage

später nachgeholt. Nach zwei Heats führten die Wölfe mit 7:5, doch danach

gingen die Gastgeber in Front und siegten letztendlich mit 53:37.

Sandro Wassermann, Steven Mauer und Ben Ernst hinterließen im Südosten

Polens einen sehr guten Eindruck. Lukas Fienhage, der acht Tage zuvor

auf dem 395 Meter langen Oval Langbahnweltmeister geworden war,

hatte diesmal technische Probleme und erzielten nur 4 Punkte.

Das Team von Wilki bezwang im eigenen Stadion Kolejarz Opole mit 57:33

und steigt in die 1. Liga auf. Krosno erzielte bereits seinen neunten Sieg.

In Poznan, wo die Mannschaften von PSZ und Kolejarz Rawicz aufeinander

trafen, gingen auch zwei deutsche Fahrer an den Start und beide gehörten

zu den Hauptstützen ihrer Teams. Kevin Wölbert erkämpfte drei Siege und

schrieb für die Gastgeber 12 Punkte. Max Dilger erzielte für Rawicz 9 Zähler.

In den direkten Duellen stand es am Ende 1:1.

Ergebnisse - 2.10.: Poznan, 49 Punkte (Birkemose 15, Wölbert 12, M.Nielsen 9, Skupien 8); Rawicz,

41 (Dilger 9, Rew 9, Balinski 8, Pludra 6, Kajzer 5). Bonuspunkt für Rawicz.

4.10.: Krosno, 57 Punkte (Karpov 14, Tarasenko 12, Wojdylo 11, Krcmar 11, Jedrzejewski 6); Opole,

33 (Polis 11, Masters 7, Pawliczak 7, Bach 6). Bonuspunkt für Krosno.

28 BAHNSPORT AKTUELL November '20


5.10.: Rzeszow, 53 Punkte (Stachyra 11, P.Hansen 12, Rolnicki 10, K.Hansen 7, D.Lampart 10, Zielinski

0, Stojanowski 3); Wittstock, 37 (Wassermann 10, Rozaljuk 1, Monakhov 0, Mauer 9, Koscielski

3, Fienhage 4, Ernst 10). Bonuspunkt für Rzeszow.

10. Runde: Celina Liebmann schrieb im letzten Match der Wittstocker Wölfe

Geschichte. Sie war zwar nicht die erste Speedwaylady, die in den polnischen

Ligen fährt, aber dafür die erste, die Punkte erkämpfte. Die

19-Jährige kam im Heimrennen gegen PSZ Poznan zweimal als Dritte ins

Ziel. Die deutsche Mannschaft bezwang die Gäste mit 51:39 deutlich. Robert

Lambert, der wieder für Wittstock als Gast unterwegs war, erzielte ein

lupenreines Maximum. Lukas Fienhage schrieb 13 Zähler, kam aber zweimal

nur hinter Lambert ins Ziel. Eine starke Leistung erbrachte erneut Steven

Mauer. Hauptstützen der Gäste waren Kevin Wölbert und der erst

17-jährige Marcus Birkemose (feierte übrigens in Wittstock seinen Geburtstag).

Beide Fahrer erzielten jeweils 13 Zähler.

Nach acht Heats war man in Rawicz gezwungen, das Ligarennen gegen

Krosno wegen Regen abzubrechen. Die Gäste holten ihren zehnten Sieg,

blieben in der 2. Liga ungeschlagen und stiegen in die 1. Liga auf. Max Dilger

bestritt für Rawicz zwei Läufe und kam auf 4 Punkte.

2. LIGA

Pl./Club R P/BP Ges.

1. Krosno 10 25/5 +251

2. Opole 10 18/4 +103

3. Poznan 10 10/2 -35

4. Rzeszow 10 8/2 -53

5. Rawicz 10 8/2 -93

6. Wittstock 10 6/- -173

Ergebnisse - 9.10.: Wittstock, 51 Punkte (Wassermann

3, Liebmann 2, Mauer 10, Ernst 5, Lambert

(G) 15, Fienhage 13, L. Baumann 3); Poznan, 39

(Birkemose 13, Skupien 4, Chmiel 5, Wölbert 13,

Poczta 4). Bonuspunkt für Poznan.

10.10.: Rawicz, 16 Punkte (Dilger 4, Balinski 4,

Rowe 3); Krosno, 32 (Karpov 8, Tarasenko 6,

Wojdylo 6, Krcmar 5, Jedrzejewski 4). Nach 8 Läufen

wegen Regen abgebrochen. Bonuspunkt für

Krosno.

11.10.: Opole, 64 Punkte (Polis 14, Bach 13, Masters

12, M.Hansen 10, Legowik 8, Krzykowski 5);

Rzeszow, 26 (Rolnicki 7, D.Lampart 7, P.Hansen 6).

Bonuspunkt für Opole.

Bronzehelm (U19) - 16.9.2020

Bronzehelm für Cierniak

Mateusz Cierniak triumphierte zum ersten Mal im Finale des Bronzehelmes,

das am 16. September in Ostrow über die Bühne ging. Der 17-Jährige

von Unia Tarnow erzielte insgesamt 14 Punkte und beugte sich nur im

17. Lauf Sebastian Szostak. Der Nachwuchsfahrer des heimischen Clubs

sorgte im Finale für Furore. Er erkämpfte 13 Zähler und wurde schließlich

Zweiter. Jakub Miskowiak galt als größter Favorit, aber der Fahrer von

Wlokniarz Czestochowa vermasselte seinen ersten Lauf, in dem er Letzter

wurde. Der 19.Jährige erkämpfte letztendlich 12 Punkte und schlug in einem

Stechen um den 3. Gesamtrang seinen Teamkameraden Mateusz

Swidnicki.

Ergebnis: 1. Mateusz Cierniak, 14 Punkte; 2. Sebastian Szostak, 13; 3. Jakub Miskowiak, 12+3;

4. Mateusz Swidnicki, 12+2; 5. Michal Curzytek, 10; 6. Bartlomiej Kowalski, 8; 7. Denis Zielinski, 8;

8. Kacper Grzelak, 7; 9. Krzysztof Sadurski, 7; 10. Damian Lotarski, 6; 11. Kacper Pludra, 6.

Ergebnis: Polen, 38 Punkte (Zmarzlik 14, S.Wozniak 7, Dudek 6, Hampel 3, Kolodziej 4, Kubera 4);

Russland, 52 (A.Laguta 10, Tarasenko 9, G.Laguta 8, Kulakov 10, Sayfutdinov 12, Kudriashov 3).

Junioren-Teammeisterschaft - Finale in Zielona Gora

Ergebnis - 1.10.2020: 1. Falubaz Zielona Gora, 39 Punkte (Ragus 1, Pawliczak 10, Krakowiak 9, Tonder

13, Osyczka 6); 2. Wlokniarz Czestochowa, 36 (Miskowiak 13, Swidnicki 10, Kowalski 13, Krol

0); 3. Lokomotiv Daugavpils, 31 (Mihailovs 7, Gusts 9, Matjusonoks 9, Ansviesulis 6); 4. GKM Grudziadz,

13.

Junioren-Paarmeisterschaft - Rybnik - 17.9.2020

Erwartungen erfüllt

• Foto: Jarek Pabijan

Erwartungsgemäß holte das Team von Falubaz im Finale der Junioren-

Paarmeisterschaft, das am 17. September in Rybnik stattfand, die Goldmedaille.

Die Sieger erzielten in Oberschlesien insgesamt 26 Punkte und

verteidigten erfolgreich den Titel. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. Falubaz Zielona Gora, 26 Punkte (Norbert Krakowiak 10, Mateusz Tonder 16); 2. Wlokniarz

Czestochowa, 24 (Jakub Miskowiak 11, Mateusz Swidnicki 13); 3. Stal Gorzow, 21 (Wiktor Jasinski

11, Kamil Nowacki 10); 4. Ostrovia Ostrow, 17; 5. ROW Rybnik, 14; 6. Motor Lublin, 14; 7. GKM

Grudziadz, 10.

Junioren-Einzelmeisterschaft - Zielona Gora - 21.9.2020

Kubera zum Ersten

Im Einzelfinale der Junioren, das am 21. September in Zielona Gora ausgetragen

wurde, bedurfte es nach 20 Läufen eines zusätzlich aus vier Heats

bestehenden Miniturniers, um zwei Medaillengewinner zu ermitteln. Erwartungsgemäß

wurde Dominik Kubera zum ersten Mal polnischer Juniorenmeister.

Der 21-Jährige aus Leszno erzielte vier Siege und kam nur im

13. Lauf hinter Rafal Karczmarz und Jakub Miskowiak ins Ziel. Nicht weniger

als fünf Fahrer kamen nach 20 Heats auf jeweils 12 Zähler und kämpften

in vier Zusatzrennen um Silber und Bronze. Am Ende wurde Jakub Miskowiak

(Czestochowa) vor Norbert Krakowiak (Zielona Gora) Vizemeister.

Ergebnis: 1. Dominik Kubera, 13 Punkte; 2. Jakub Miskowiak, 12; 3. Norbert Krakowiak, 12; 4. Wiktor

Trofimov, 12; 5. Rafal Karczmarz, 12; 6. Mateusz Tonder, 12; 7. Mateusz Cierniak, 10; 8. Damian

Pawliczak, 7; 9. Piotr Pioro, 6; 10. Mateusz Swidnicki, 6; 11. Szymon Szlauderbach, 5; 12. Przemyslaw

Liszka, 3; 13. Igor Kopec-Sobczynski, 3; 14. Damian Stalkowski, 2; 15. Karol Zupinski, 1;

16. Marcin Turowski, 1; 17. Kamil Nowacki, 1; 18. Tomasz Orwat, 1.

Weitere Rennen

Testrennen Polen gegen Russland

Am 29. September fand in Bydgoszcz ein Testmatch zwischen den Nationalteams

aus Polen und Russland statt. Das Duell war ein wichtiger Teil

der Vorbereitungen vor dem Finale des Speedway of Nations. Im Marschall-Pilsudski-Stadion

hinterließen die Gäste einen viel besseren Eindruck.

Nach einem Doppelsieg im zweiten Lauf übernahmen sie die Führung

und siegten letztendlich mit 52:38 sehr deutlich. Die russische

Mannschaft war sehr ausgeglichen. Sie erzielte insgesamt sieben Siege,

während die Gäste nur drei zu verzeichnen hatten. Bartosz Zmarzlik war

bester Mann des Abends. Der 25-Jährige holte 14 Punkte und gab einen

Zähler an seinen Teamkameraden Szymon Wozniak ab. Die anderen Fahrer

der „Weiß-Roten“ waren jedoch viel weniger effektiv.

November '20 BAHNSPORT AKTUELL 29


IMPRESSUM

Ziegler Verlags OHG

- Bahnsport aktuell -

Röntgenstraße 4

D-63755 Alzenau

Telefon: 06023 9178286

E-Mail:

redaktion@ziegler-verlag.de

Homepage:

www.ziegler-verlag.de

Herausgeber:

Ziegler Verlags OHG

Redaktion:

Gaby Gasche

Layout:

Ziegler Verlags OHG

Mitarbeiter Inland:

Ubbo Bandy, Georg Dobes,

Andreas Fahldiek, Rudi Hagen,

Wolfgang Radszuweit, Susi Weber

Fotografen: Ubbo Bandy,

Niklas Breu, Georg Dobes,

Ralf Dreier, Sascha Geißler,

Klaus Goffelmeyer, Rudi Hagen,

Jens Körner, Vincent Paarmann,

Wolfgang Radszuweit,

Jens Schwarz, Daniel Sievers,

Susi Weber

Ausland:

Alfred Domes/A, Jarek Pabijan/CZ,

David Reygondeau/F

Geschäftsführer: Stefan Ziegler

Gesamtanzeigenleitung:

Dieter Ziegler

Anzeigenverkaufsleitung:

Ralf Ziegler

Akquisition: Nadine Pfeiffer

Druck und Verarbeitung:

Brühlsche Universitätsdruckerei

GmbH & Co KG, Gießen

Anzeigenpreisliste Nr. 50/20

Bei Anzeigenaufträgen aus dem

Ausland Vorkasse

Gerichtsstand Aschaffenburg

Einzelheft € 4,50 inkl. MwSt.

Österreich: € 5,00

Schweiz: Sfr 8,50

Abonnement jährlich € 49,-

Auslandsabonnement

jährlich € 63,- inkl. Porto

Kündigung nur unter Einhaltung

der Kündigungsfrist von 3 Monaten

vor Ablauf des Bezugsjahres

per Einschreiben oder per

E-Mail,PDF mit Unterschrift).

Zahlungen erbeten an:

Ziegler Verlags OHG,

Postbank Frankfurt, IBAN:

DE06 5001 0060 0333 9506 06,

BIC: PBNKDEFF oder

Commerzbank Hanau, IBAN:

DE68 5064 0015 0234 5866 00,

BIC: COBADEFFXXX

Der Verlag übernimmt keine Haftung

für unverlangt eingeschickte

Manuskripte u. Fotos. Leserbriefe

können aus redaktionellen Gründen

gekürzt werden. Die Zeitschrift

und alle Beiträge sind urheberrechtlich

geschützt. Veröffentlichungen,

auch auszugsweise, nur

mit Genehmigung der Redaktion.

Namentlich gekennzeichnete

Beiträge geben nicht unbedingt

die Meinung der Redaktion wieder.

LETZTE

MELDUNGEN

Speedway of Nations

Lublin/POL - 17.10.2020

Russland Weltmeister

Es war ein trauriges, SoN-unwürdiges

Speedway-Schauspiel mit

dem Wetter in der Hauptrolle.

Statt insgesamt 44 Läufen wurden

nur 15 am Sonnabend durchgeführt.

Danach brach man das Rennen

ab und kürte das russische

Team nach dem Zwischenstand

von 14 Heats zum Sieger. Die Polen

hatten genauso viele Zähler

wie die Gewinner, verloren jedoch

das direkte Duell mit 4:5 und holten

schließlich die Silbermedaille.

Die niedrigste Podiumsstufe erklommen

die Dänen, die im zehnten

Rennen die punktgleichen

Schweden mit 5:4 bezwangen. Die

ANZEIGENCOUPON Anzeigenschluss für BSA Dezember 2020: 16. Nov. 2020

Ziegler Verlags OHG

Röntgenstraße 4

63755 Alzenau

Tel. 06023 9178286

Veranstaltung fand ohne Publikum

statt. • Text: Georg Dobes;

Foto: Jarek Pabijan

Ergebnis: 1. Russland, 23 Punkte (Artem Laguta

8, Emil Sayfutdinov 15, Evgeni Saidullin

N); 2. Polen, 23 (Bartosz Zmarzlik 15, Szymon

Wozniak 8, Dominik Kubera N); 3. Dänemark,

19 (Leon Madsen 10, Anders Thomsen 4, Marcus

Birkemose 5); 4. Schweden, 19 (Fredrik

Lindgren 14, Oliver Berntzon 5, Alexander Woentin

N); 5. Australien, 17 (Jason Doyle 5, Max

Fricke 12, Jaimon Lidsey 0); 6. Großbritannien,

12 (Robert Lambert 6, Drew Kemp N, Daniel

Bewley 6); 7. Tschechien, 11 (Vaclav Milik

11, Eduard Krcmar 0, Petr Chlupac 0).

Speedway-Paar-EM - Finale

Terenzano/ITA - 17.10.2020

Gold für Polen

Etwas überraschend holte das

polnische Team in Italien die

Goldmedaille. Es ist der achte Triumph

der „Weiß-Roten” in der Geschichte

des Paarwettbewerbes.

Die Sieger erzielten insgesamt

25 Zähler und hatten den besten

Fahrer des Abends in ihren Reihen.

Jakub Jamrog fand in Terenzano

keinen Bezwinger. Den Vize-

meistertitel gewannen die Letten,

die am Ende 2 Punkte weniger zu

verzeichnen hatten. Das französische

Team holte Bronze.

• Georg Dobes

Ergebnis: 1. Polen, 25 Punkte (Jakub Jamrog

17, Wiktor Trofimov 8, Mateusz Cierniak N); 2.

Lettland, 23 (Andzejs Lebedevs 17, Evgenijs

Kostigovs 1, Olegs Mihailovs 5); 3. Frankreich,

21 (Dimitri Bergé 12, David Bellego 9,

Jordan Dubernard N); 4. Tschechien, 20 (Josef

Franc 9, Daniel Klima 10, Zdenek Holub 1);

5. Italien, 18 (Nicolas Covatti 12, Michele Paco

Castagna 0, Nicolas Vicentin 6); 6. Ungarn, 12

(Norbert Magosi 9, Roland Kovacs 3); 7. Slowakei,

6 (Jakub Valkovic 0, David Pacalaj 6).

BAZAR

Bahnsport-Solo-Kalender 2021

nur 12,- € + Porto und Nachnahme.

Ubbo Bandy, Eisvogelring 39

26135 Oldenburg

Tel. 0441 203743

E-Mail: u-bandy@t-online.de

Bahnsport aktuell 12/2020 erscheint am 30. November 2020

30 BAHNSPORT AKTUELL November '20


FÜR SAMMLER RETRO-PATCHES

Stückpreis 3,50 Euro (zuzüglich 1,55 Euro Porto; Versandkosten Ausland auf Anfrage)

Ab 50,- Euro Bestellwert – versandkostenfrei*

Bestellungen bitte per E-Mail an: abo@ziegler-verlag.de

Ziegler Verlags OHG • Röntgenstraße 4 • 63755 Alzenau • Tel. 06023 9178286

*) gilt auch für kombinierte Bestellungen von Pins und Patches


FÜR SAMMLER RETRO-PINS

Stückpreis 8,00 Euro (zuzüglich 1,55 Euro Porto; Versandkosten Ausland auf Anfrage)

Bei Abnahme ab 10 Stück – versandkostenfrei*

Bestellungen bitte per E-Mail an: abo@ziegler-verlag.de

Ziegler Verlags OHG • Röntgenstraße 4 • 63755 Alzenau • Tel. 06023 9178286

*) gilt auch für kombinierte Bestellungen von Pins und Patches

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine