31.10.2020 Aufrufe

Recht & Geld 2020

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

2020

RECHT & GELD

FÜR BREMEN UND DIE REGION

Geldanlage in schwierigen Zeiten

Gibt es ein Recht auf Homeoffice?

Nachhaltigkeit während der Pandemie

Verlagssonderveröffentlichung


2 VON KOPF BIS FUSS

AUCH IM ALTER –

ENSTPANNT WOHNEN

AUF HOHEM NIVEAU

Barrierearme Miet- und Kaufobjekte in Bremen

AKTION

HAUSNOTRUF

für 2 Jahre umsonst*

25 %

Zuschuss für

Umzugskosten**

AUSSTATTUNGSMERKMALE

› hoher Wohnkomfort

› bodentiefe Duschen

› Tiefgarage, Aufzug

› große Sonnenbalkone

› Kooperation mit dem

Bremer Pflegekreis

INFORMIEREN SIE SICH JETZT UNVERBINDLICH

0421 - 30 80 68 91

www.justus-grosse-immobilien.de

* / ** Nähere Informationen hierzu lassen wir Ihnen gerne zukommen


EDITORIAL · INHALT

3

Nachhaltigkeit

trotz Pandemie

Eine Pandemie hält die Welt in Atem. Auch in unserer Sonderveröffentlichung

Recht & Geld“ kommen wir an Covid 19 nicht

vorbei. Es stellen sich fast automatisch Fragen nach der richtigen

Geldanlage und entsprechenden Vorsorgemaßnahmen in Zeiten

von Corona. Auch arbeitsrechtlich ist es spannend. Haben Arbeitnehmer

ein Recht auf Homeoffice? Dürfen Arbeitgeber Mitarbeiter

ins Homeoffice schicken? Und was kann man machen, wenn das

Gehalt nicht aufs Konto überwiesen wird?

Foto: AdobeStock

Das zweite große Augenmerk dieser Ausgabe ist dem Thema Nachhaltigkeit

gewidmet. Während die meisten Energieunternehmen

längst auch auf erneuerbare Energien setzen, spielt der Klimaschutz

mittlerweile auch bei Finanzunternehmen eine wichtige

Rolle. Eine spannende Entwicklung ...

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Inhalt

Geldanlage und Altersvorsorge 4

Tipps der Verbraucherzentrale Bremen

Gut verhandeln, Rechte kennen 6

Die Arbeitnehmerkammer zum Thema Gehalt

IMPRESSUM

Eine Anzeigen-Sonderveröffentlichung der

WESER-KURIER Mediengruppe

Magazinverlag Bremen GmbH

Martinistraße 43, 28195 Bremen

Telefon 04 21 / 36 71-49 90

E-Mail info@stadtmagazin-bremen.de

Redaktion: Martin Märtens (V.i.S.d.P.),

Kristina Wiede, Jennifer Fahrenholz

Grafik/Layout: B.O. Beckmann

Lektorat: Kerstin Radtke

Anzeigen: Volker Schleich (verantwortlich),

Anja Höpfner, Anne Zeidler

Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG,

Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel

Urheberrechte: Der Nachdruck von Beiträgen ist nur mit

Genehmigung des Verlages und mit Quellenangabe gestattet.

Titelbild: AdobeStock

Trendthema Homeoffice 9

Übergangslösung oder Dauerzustand

Die eigene Energie 10

Interview mit Benergie-Vorstand Florian Schulz

Für Tiere und Pflanzen 12

Aktionsprogramm der Sparkasse Bremen

Tradition und Moderne 14

Bethmann Bank rückt Nachhaltigkeit in den Fokus

Editorial 3

Impressum 3


4 RECHT UND GELD

Geldanlage und

Altersvorsorge

Corona-Folgen: Tipps der

Verbraucherzentrale Bremen

In der aktuellen Krise, hervorgerufen

durch die Corona-Pandemie, sind viele

Menschen in Geldangelegenheiten verunsichert.

Verliert meine Altersvorsorge

an Wert? Sollte man jetzt in Aktien, Indexfonds

oder Branchen investieren?

Die Angst vor dem Coronavirus hat auf

den Finanzmärkten Kursstürze verursacht.

Viele Anleger sind entsprechend verunsichert

und verkaufen ihre Anteile beziehungsweise

bangen um ihre anderweitige

Altersvorsorge. Aber ist jetzt überhaupt

die Zeit für solche Entscheidungen? Wir

raten: Aktienbesitzer sollten Ruhe bewahren

und nicht hektisch verkaufen. Aktienfonds-Sparpläne

als Altersvorsorge sollten

einfach weiterlaufen. Auch wer seine Altersvorsorge

anders organisiert hatte, sollte

vor allem in Ruhe entscheiden.

Das bedeutet aber nicht, dass jegliche

Geldanlage einfach so weiterlaufen sollte

wie bislang. Oft gibt es Verbesserungsmöglichkeiten,

über die es sich lohnt in

Ruhe nachzudenken. Die Verbraucherzentrale

bietet Beratung, anbieterneutral

und unabhängig. Garantieleistungen einer

privaten Rentenversicherung sind aktuell

nicht in Gefahr. Sollte es aber in Folge einer

schweren Rezession zu einer erneuten Bankenkrise

oder sogar Staatsschuldenkrise

kommen, kann man nicht ausschließen,

dass auch Garantieleistungen herabgesetzt

werden müssen. Das dürfen Gesellschaften

aber nicht einfach so tun, sondern es

müssen dafür bestimmte Voraussetzungen

erfüllt sein. Beispielsweise müssen Treuhänder

bzw. Aufsichtsbehörden involviert

sein und zustimmen. Aktuell sieht es nicht

danach aus, und jeder Blick in die Zukunft

ist reine Spekulation.

Kursverluste möglich

Bei einer Renten- oder Lebensversicherung,

die die Beiträge dagegen ohne besondere

Garantien in Fonds anlegt, sind Kursverluste

möglich. Informationen zur Anlage

der Ersparnisse finden Sie in den jährlichen

Standmitteilungen sowie in der Versicherungspolice.

Problematisch an diesen Produkten

ist, dass die Versicherungen meist

mit hohen Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungskosten

verbunden sind. Außerdem

fallen Kosten für die Verwaltung der Fonds

an. Unterm Strich kostet das Verbraucher

oft rund zwei Prozent ihres Vermögens pro

Jahr. Außerdem ist nicht immer sichergestellt,

dass die Fonds auch eine solide, breit

gestreute Anlagestrategie verfolgen. Dann

besteht Handlungsbedarf.

Riester-Verträge müssen laut Gesetz

das eingesetzte Kapital inklusive Förderung

am Ende der Ansparphase garantieren.

Verluste müssen ausgeschlossen sein.

Daher versuchen die Anbieter, Risiken zu

minimieren. Gehen die Aktienkurse in den

Keller, schichten sie in sichere Anlagen um,

meist in Rentenfonds. Erst nach Erholung

der Märkte kann die Aktienfondsquote

wieder erhöht werden.

Das ganze Hin und Her zur Risikosteuerung

geht aber zu Lasten der Rendite. Riester-Fondssparpläne

leiden daher besonders

unter Börsencrashs. Unter Umständen

kann es sinnvoll sein, Riester-Verträge beitragsfrei

zu stellen oder zu kündigen und

den Anbieter zu wechseln, selbst wenn

hier aktuell Verluste zu Buche stehen. Achtung:

Kündigung bedeutet Rückzahlung der

staatlichen Förderung – Zulagen und eventuelle

Steuerersparnisse – sofern nicht innerhalb

einer vorgegebenen Frist das Geld

in einen anderen Riester- beziehungsweise

Wohn-Riester-Vertrag fließt. Gerade wenn

es noch viele Jahre bis zur Rente sind, sollte

man sichergehen, dass die Beiträge noch

mit guten Aussichten auf positive Renditen

angelegt werden. Das ist aber bei Riester-Verträgen

nicht immer der Fall.

Aktien, Indexfonds oder Branchen?

Eine ehrliche Antwort darauf kann nur lauten,

dass man den perfekten Zeitpunkt nie

erwischen wird. Man sollte es auch nicht

versuchen. Denn die Aktienmärkte reagieren

jede Sekunde auf Veränderungen der Erwartungen

der Marktteilnehmer. Niemand

kann heute wissen, welche Auswirkungen

das Coronavirus auf die Gewinne der Unternehmen

in diesem oder nächstem Jahr haben

wird – es bildet sich am Markt aber fortlaufend

eine Erwartung dazu, gespeist von

Abertausenden Experten weltweit.

Mit jeder neuen Information wird die

Erwartung korrigiert. Die Experten nennen

das „einpreisen“. Erwartungen, Stimmungen,

Geschäftszahlen und ihre Risiken, ja

aktuell auch die Infektionszahlen und natürlich

die Diskussionen über Kontaktbeschränkungen

und deren perspektivische

Lockerungen: All das wird stets in den aktuellen

Kursen eingepreist.

Letztlich weiß aber niemand, wie es

kommen wird: Die Kurse können in so

einer Phase hoher Unsicherheit ebenso

schnell wieder steigen wie auch fallen.

Die Verbraucherzentrale rät:

• Wer einzelne Aktien besitzt, sollte sein

Depot prüfen. Einzelaktien sind übrigens

– unabhängig von Corona – immer eine

Strategie mit höherem Risiko als bei Aktienfonds.

• Vorsicht gilt auch im Umgang mit Gold als

Geldanlage und mit ungefragtem Rat von

Beratern. Die Corona-Krise sorgt für neue

Rekorde beim Goldpreis. Seit Jahresbeginn

2020 ist er zeitweilig um rund einem Viertel

gestiegen. Doch der Goldpreis unterlag in

den letzten 20 Jahren starken Schwankungen.

Daher ist Gold alles andere als eine sichere

Geldanlage. Wir raten deshalb davon

ab, mehr als 10 Prozent des Vermögens in

Gold anzulegen. Generell ist Gold als Geldanlage

aber nicht ungeeignet. In einem Anlagemix

– zum Beispiel mit Zinspapieren

und Aktienfonds – können Sie das Risiko

insgesamt senken, bei der Geldanlage große

Verluste zu erleiden. (VBZ)

Hilfe und anbieterneutrale Beratung in der

Verbraucherzentrale Bremen. Termine unter

www.verbraucherzentrale-bremen.de oder über

unser Termintelefon: 0421-160777

Foto: Pixabay


Wer zahlt die Rechnungen

bei Berufsunfähigkeit?

Unabhängige Finanzdienstleister beraten

Berufstätige bei Versorgungslücken

5

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Jeder Vierte wird laut

Statistik im Laufe seines Arbeitslebens berufsunfähig und

kann somit seinen Lebensunterhalt nicht mehr selbst erwirtschaften.

Die eigene Arbeitskraft ist eines der größten Vermögen. Summiert

man einmal das eigene Bruttoeinkommen auf, kommt man

im Laufe eines Berufslebens schnell auf 1,5 bis 2 Millionen Euro.

Der Einkommensstrom versiegt allerdings, wenn man aus gesundheitlichen

Gründen nicht mehr arbeiten kann.

Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit:

27 % Psychische Erkrankungen

20 % Krebserkrankungen

20 % Orthopädische Erkrankungen

12 % Unfälle

08 % Herz- und Kreislauferkrankungen

07 % Sonstige Erkrankungen

06 % Neurologische Erkrankungen

Der Gesetzgeber hat die Ansprüche auf Berufsunfähigkeitsschutz

in der Deutschen Rentenversicherung für alle nach 1960 Geborenen

drastisch eingeschränkt. Man bekommt – wenn überhaupt –

nur noch die sogenannte Erwerbsminderungsrente, die zum Leben

zumeist nicht ausreicht

Voll oder halb – wenige Stunden entscheiden

Sollte der Ernstfall eintreten, gibt es nur dann die volle Erwerbsminderungsrente,

wenn man am Tag weniger als drei Stunden

irgendetwas arbeiten kann. Sollte man noch in der Lage sein,

zwischen drei und sechs Stunden zu arbeiten, erhält man von der

Deutschen Rentenversicherung lediglich die halbe Erwerbsminderungsrente.

Kann man täglich sechs Stunden und mehr arbeiten,

bekommt man gar nichts.

Für den Durchschnittsverdiener bedeutet dies in Zahlen:

· Höhe der halben Erwerbsminderungsrente = 15 % bis 20 % vom

letzten Bruttoeinkommen

· Höhe der vollen Erwerbsminderungsrente = 30 % bis 40 % vom

letzten Bruttoeinkommen

Die Frage ist momentan nicht mehr, ob man tatsächlich arbeitet,

sondern nur noch, ob man arbeiten könnte. Für alle, die nach

1960 geboren wurden, gilt: Wer theoretisch im Stande ist, noch

sechs Stunden am Tag zu arbeiten, dem kann jede Tätigkeit auf dem

allgemeinen Arbeitsmarkt zugewiesen werden. Dabei muss nicht

einmal ein freier Arbeitsplatz zur Verfügung stehen. Einen Berufsschutz,

wie er früher bestand, gibt es nicht mehr.

Die Versorgungslücke lässt sich schließen. Und zwar ganz einfach:

Indem man frühzeitig für die finanzielle Absicherung der

Arbeitskraft sorgt. Egal, ob ausschließlich die Berufsunfähigkeit

abgesichert oder zusätzlich noch etwas für die Altersvorsorge sowie

die Angehörigen gemacht wird.

Foto: Fotolia

Ihr unabhängiger Finanzdienstleister

und Kreditvermittler

Profi tieren Sie von unserer Unabhängigkeit aus Regionalen

und Überregionalen 100 Banken und 300 Produktpartnern

Eine Baufinanzierung ohne

Baufinanzierungsschutz

ist nicht = Baufinanzierung

HAFINDO GmbH

0421 491 500 70

www.hafindo.de

Unter allen

Immobilienbesitzern

die sich vom

1. bis 30. November

bei uns melden verlosen

wir 10 Gutscheine für eine

kostenlose Bewertung

der Immobilie!


6 RECHT UND GELD

„Eine Abmahnung ist keine Einbahnstraße“

Arbeitnehmerkammer Bremen: Dr. Alireza Khostevan über Fragen zum Thema Gehalt

Foto: F. T. Koch

Es ist der elementarste Ausdruck geleisteter Arbeit: das Gehalt.

Vor allem zum Monatsende kontrollieren zahlreiche

Angestellte ihren Kontostand, um zu sehen, ob der Arbeitgeber

seiner Zahlungspflicht nachgegangen ist. Doch was passiert,

wenn das Geld wider getroffener Vereinbarungen auf sich warten

lässt? Und was zeichnet ein faires Gehalt aus? Darüber haben wir

mit Dr. Alireza Khostevan gesprochen. Er ist Rechtsberater bei der

Arbeitnehmerkammer Bremen.

Die Begriffe „Gehalt“ und „Lohn“ werden im Alltag oft synonym

verwendet. Worin unterscheiden sie sich und wie definiert sich

das Gehalt konkret?

Dr. Alireza Khostevan: Juristisch unterscheiden sich die zwei Begriffe

tatsächlich nicht mehr. Früher hat man davon gesprochen,

dass Arbeiter Lohn bekommen und Angestellte Gehalt beziehen.

Mittlerweile meinen beide Begriffe das Gleiche, nämlich die Vergütung.

Das bedeutet: die Gegenleistung, die Arbeitnehmer für

die erbrachte Arbeitsleistung erhalten. Ob diese Gegenleistung in

Geld erbracht wird oder in Naturalien, in regelmäßigen Zahlungen

oder Einmalzahlungen – das ist komplett frei und wird im Vorfeld

festgelegt. Das Gehalt ist nämlich Verhandlungssache.

Sie sind als Rechtsberater tätig. Was sind Ihrer Erfahrung nach

die häufigsten Anliegen und Fragen, die Arbeitnehmer zum Thema

Gehalt haben?

Die Anliegen und Situationen sind unterschiedlich, allerdings

kommen bestimmte Szenarien öfter vor. Ausgebliebene Gehälter

sind unter anderem so ein Problem, also wenn der Arbeitgeber gar

nicht oder verspätet zahlt. Auch unberechtigte Abzüge kommen

vor. In vielen Fällen haben Arbeitnehmer auch Probleme beim Lesen

und Verstehen der Abrechnung. Wobei man sagen muss, dass

das auch eine Wissenschaft für sich ist. Gerade in der aktuellen

Zeit, in der mitunter Kurzarbeit bezogen wird, wird es da schnell

unübersichtlich. Das sind Themen, bei denen wir unterstützen

können.

Stichwort Gehaltshöhe: Gerade für Berufsanfänger ist es oft

schwer, eine realistische und zugleich angebrachte Gehaltsvorstellung

zu formulieren. Was raten Sie Betroffenen in dieser Situation?

Das ist eine schwierige Situation, in der es vor allem auf Verhandlungsgeschick

ankommt. Aus eigener Erfahrung kann ich nur raten,

sich im Vorfeld schlau zu machen, sei es auf Portalen oder in

Datenbanken, um ein Gefühl dafür zu kriegen, was Berufsanfänger

in der jeweiligen Branche und Position verdienen. In den Gehaltsverhandlungen

und Bewerbungsschreiben muss man dann mutig

sein und eine Zahl nennen. Diese sollte realistisch sein, vielleicht

sogar über die Summe, die einem vorschwebt, hinausgehen. Nur so

ist genug Verhandlungsmasse da.

Klingt so, als würde es Sinn machen, taktisch in Gehaltsverhandlungen

zu gehen.

Ja, eine Gehaltsverhandlung ist ihren Strukturen mit einem Flohmarkt

vergleichbar. Wenn Sie etwas verkaufen wollen, können

Sie davon ausgesehen, dass der Interessent versucht, den Preis

herunterzuhandeln. So ist es auch in Gehaltsverhandlungen. Aus

diesem Grund macht es Sinn, sich einen Puffer zu schaffen und die

Vorstellung im Gespräch etwas höher anzusetzen.

Gibt es so etwas wie ein faires Gehalt?

Für mich als Jurist ist alles fair, worauf sich die Parteien im Vorfeld

geeinigt haben. Natürlich gibt es Mindestanforderungen, wie

sie etwa durch den Mindestlohn definiert sind. Sobald das Gehalt

sittenwidrig niedrig ist, ist es juristisch angreifbar. Ansonsten ist

alles, was sich darüber bewegt, zumindest rechtlich fair. Unfair ist

ein Gehalt dagegen ganz klar, wenn es um Diskriminierung geht,

also wenn Personengruppen systematisch diskriminiert werden

und aufgrund ihrer Zugehörigkeit weniger verdienen als andere

Angestellte in der gleichen Position. In Bezug auf Frauen ist das

unter dem Titel „Gender-Pay-Gap“ ein altbekanntes Problem. Allerdings

können auch Sprachbarrieren ein Problem sein, womit wir

wieder beim Thema der Gehaltsverhandlung wären. Wenn Betroffene

ihre Vorstellungen nicht formulieren können und das Angebot

des Arbeitgebers nicht richtig verstehen, will ich nicht ausschließen,

dass sie über den Tisch gezogen werden.

Wird in Gehaltsverhandlungen wirklich verhandelt oder herrscht

eher ein Machtgefälle, in dem der Arbeitgeber eine Vorstellung

formuliert, von der er gar nicht abweichen will?

In solchen Gesprächen herrscht definitiv ein Machtgefälle zugunsten

des Arbeitgebers. Allerdings versuche ich Arbeitnehmern in

Schulungen und Vorträgen immer wieder bewusst zu machen, dass


7

es sich nicht um eine Gefälligkeit handelt. Der Arbeitgeber möchte

etwas von dem potenziellen Arbeitnehmer, nämlich seine Arbeitskraft.

Dessen sollte man sich bewusst sein und sie nicht zu billig

verkaufen. Natürlich ist es in der Praxis oft so, dass der Arbeitgeber

ein Angebot unterbreitet und angibt, davon nicht abweichen zu

wollen. Spielraum ist in den meisten Fällen jedoch trotzdem vorhanden.

Man muss lernen, seinen Marktwert einzuschätzen. Dann

kann man auch mit Selbstbewusstsein auftreten.

Neben dem Mindestlohn gibt es das Instrument des Tarifvertrages,

um finanzielle Mindeststandards in einer Branche oder

Firma festzulegen. Wie präsent sind Tarifverträge aktuell noch

am Arbeitsmarkt?

Tarifverträge sind tatsächlich noch präsent, wir haben damit in

unseren Beratungen noch sehr häufig zu tun. Allerdings ist ein Abwärtstrend

zu beobachten.

Wie sollten sich Beschäftigte verhalten, wenn das Gehalt später

als vereinbart kommt und sich dadurch für Betroffene sogar finanzielle

Engpässe ergeben?

Das ist ein häufiges Problem, wonach ich sogar die Uhr stellen

kann. Am Anfang des Monats werden wir regelmäßig von Betroffenen

angerufen, die auf ihr Gehalt warten und beispielsweise ihre

Miete nicht bezahlen können. Dadurch können Verzugsschäden

entstehen, beispielsweise Überziehungs- oder Rücklastgebühren.

Das sind Schäden, die der Arbeitgeber ersetzen muss. Kommt eine

verspätete Gehaltszahlung einmalig vor, würde ich empfehlen darüber

hinwegzusehen. Wird diese Unpünktlichkeit allerdings zur

Regelmäßigkeit, sollte der Arbeitgeber zur Rechenschaft gezogen

werden. Da kommen wir als Arbeitnehmerkammer ins Spiel.

Wie ist das Vorgehen in so einem Fall?

Zunächst setzen wir ein Schreiben auf und weisen den Arbeitgeber

auf seine Pflichten hin. Bringt das nichts, würden wir den Arbeitgeber

in einem nächsten Schritt abmahnen. Die meisten Arbeitnehmer

wissen nicht einmal, dass das geht. Dabei gilt: Eine Abmahnung

ist keine Einbahnstraße. (JF)

Sind tarifvertragliche Vereinbarungen eigentlich ein durchweg

positives Instrument oder gibt es auch Nachteile, die auf dem

ersten Blick nicht ersichtlich sind?

Manchmal ruht sich der Arbeitgeber – umgangssprachlich ausgedrückt

– auf den Inhalten des Tarifvertrages aus. Das bedeutet,

dass er sich tarifvertraglich gebunden hat, um nicht mit jedem

Arbeitnehmer individuell verhandeln zu müssen. Aus dieser Perspektive

sind Tarifverträge für ihn eine Vereinfachung. Zwar ist ein

finanzielles „Mehr“ grundsätzlich und rechtlich möglich, kommt

jedoch selten vor.

Wenn es um das Thema Gehalt geht, ist auch der Zeitpunkt ein

wichtiger Faktor. Gibt es eine Regel, bis wann der Arbeitgeber

das Gehalt spätestens überwiesen haben muss?

Es kann individuell geregelt sein. Ist das nicht der Fall, gilt das Gesetz.

Das bedeutet, dass das Gehalt dem Arbeitnehmer am ersten

Tag des Folgemonats zur Verfügung stehen muss.

Rechtsberater Dr. Alireza Khostevan.

Foto: Stefan Schmidbauer

www.arbeitnehmerkammer.de

Für Ihr gutes Recht!

Ärger

im Job?

Rufen Sie an:

0421.3 63 01-11

Beratung bei Fragen zu Vertrag, Lohn, Kündigung –

kostenlos und vertraulich

Wir helfen Ihnen, Ihr gutes Recht als Arbeitnehmerin

und Arbeitnehmer im Betrieb wahrzunehmen. Sie

haben Fragen zu Ihrem Arbeitsverhältnis? Unsere

Juristinnen und Juristen beraten Sie kostenlos und

umfänglich. Für Ihr gutes Recht.

ARBEIT & RECHT

Weitere Informationen:

0421.3 63 01-11

Arbeitnehmerkammer

Bremen

Bürgerstraße 1

28195 Bremen


8 RECHT UND GELD

Komplettpaket für ein wohliges Zuhause

Mit swb ohne Investitionskosten zur neuen Heizung – „swb Wärme pro“ enthält alle Dienstleistungen

Foto: Paige Cody on Unsplash

Eine neue Heizung arbeitet mit modernster

Technik, was Kosten spart

und den Ausstoß von Kohlendioxid

reduziert. Mit dem Komplettpaket swb

Wärme pro bieten der Bremer und Bremerhavener

Energiedienstleister swb – im

Schulterschluss mit dem örtlichen Handwerk

– Privathaushalten einen bequemen

und günstigen Weg zu einer modernen Erdgasbrennwertheizung.

Heizungs-Bonus nach Montage

Das durchdachte, einfache Komplettpaket

swb Wärme pro beinhaltet alles, was zum

Heizungseinbau gehört. swb übernimmt

die komplette Organisation von der Planung

über Lieferung und Montage bis zum

späteren Wartungs- und Reparaturservice

– und auf Wunsch auch die Erdgaslieferung.

Die Kunden haben dabei keine Investitionskosten.

Sie zahlen die neue Heizung

inklusive aller Dienstleistungen Monat für

Monat mit einer fixen, günstigen Pauschale,

die alles abdeckt, Schornsteinfeger inklusive.

Angebote erstellen die swb-Wärme-pro-Partner

nach den individuellen

Bedürfnissen der Kunden. Danach richtet

sich auch die Höhe der monatlichen Pauschale.

Ist die neue Heizung bis spätestens

31. August 2021 installiert und beziehen die

neuen Wärme-pro-Kunden zudem ihr Erdgas

bei swb, erhalten sie einen Bonus von

250 Euro.

Weniger Kosten, mehr Umweltschutz

Die hochwertigen Markenheizungen, die

die Wärme-pro-Kunden erhalten, arbeiten

mit modernster Brennwerttechnik. Das

heißt, die Leistung der Heizung passt zu

den Räumen und zum Nutzungsverhalten,

und der Energieverbrauch ist im Vergleich

zu älteren Heizungsanlagen ohne Brennwerttechnologie

bis zu 30 Prozent niedriger.

Das spart Kosten und reduziert die

CO 2 -Emissionen, was mit Blick auf die von

der Bundesregierung angekündigte Einführung

einer CO 2 -Abgabe für Brennstoffe ab

Januar 2021 wichtig wird. Darüber hinaus

plant die Europäische Union gerade die Anhebung

des EU-Treibhausgasreduktionsziels

2030, was bedeutet, dass Industrie und

Bevölkerung für Einsparerfolge so schnell

wie möglich zu CO 2 -armen Heiztechnologien

wechseln sollen.

Einfach um nichts kümmern

Der Komfort beginnt von Anfang an: Im zu

vereinbarenden Beratungstermin kommen

alle Details zur Sprache. Dann kann die Beratung

in den swb-Kundencentern stattfinden

oder per Video unter swb.de/live. Dazu

melden sich die Interessenten ganz einfach

entweder telefonisch unter 0421 359–2656,

füllen auf der Infoseite swb.de/waerme-pro

ein online-Formular aus oder schreiben eine

Nachricht an waerme@swb-gruppe.de.


Provisorium oder Dauerzustand?

Homeoffice: Diese Rechte und Pflichten sollten Arbeitnehmer kennen

Kein Stau im morgendlichen Berufsverkehr,

mehr Eigenverantwortung

und mehr Flexibilität bei der Einteilung

der Tagesabläufe: Viele Arbeitnehmer

haben in den vergangenen Monaten – meist

eher unfreiwillig – die Vorteile eines Homeoffice

kennengelernt und möchten diese

nun nicht mehr missen. Auch die Arbeitgeber

ziehen zumeist eine zufriedene Bilanz:

In einer Studie des Fraunhofer-Instituts für

Arbeitswirtschaft und Organisation bestätigte

die Mehrzahl der 500 befragten Unternehmen

positive Erfahrungen, viele planen

dauerhaft mit dieser flexiblen Arbeitsform.

Kein Rechtsanspruch aufs Homeoffice

Habe ich ein Anrecht darauf, von zu Hause

zu arbeiten? Diese Frage stellen sich derzeit

viele. Einen rechtlichen Anspruch, wie er

beispielsweise seit 2015 in den Niederlanden

gültig ist, gibt es in Deutschland noch

nicht. Entsprechende Überlegungen bestehen

unter anderem im Bundesarbeitsministerium.

Auf der anderen Seite können

Chefs auch keine Heimarbeit anordnen,

wenn dies nicht ausdrücklich im Arbeitsvertrag

geregelt ist. „Momentan basiert

vieles auf Improvisation und gegenseitigem

Goodwill. Gefragt sind daher unternehmensspezifische

Lösungen, die, wenn

vorhanden, am besten der Betriebsrat mit

der Geschäftsführung verhandeln sollte“,

erklärt Rainer Knoob, Bundesvorsitzender

der Arbeitnehmervertretung AUB. Dazu

gehöre es unter anderem, klare Regeln zu

Tagen und Arbeitszeiten oder zur Erreichbarkeit

im Homeoffice festzuschreiben.

Wer zahlt die Ausstattung?

Zudem sind Arbeitsschutzrichtlinien und

Datenschutz wichtige Aspekte, die auch bei

der Heimarbeit nicht unter den Tisch fallen

dürfen. „Genau genommen ist der Arbeitgeber

verpflichtet, auch das Homeoffice so

auszustatten, dass es den Arbeitsschutzauflagen

entspricht“, sagt Knoob weiter. Das

9

Arbeiten auf einem wackligen Küchenstuhl

bei schlechter Beleuchtung könne jedenfalls

kein Dauerzustand sein. Zudem kommen

auf Arbeitnehmer höhere Stromkosten

zu. Der Tipp der Experten: „Wenn man

eigene Arbeitsmittel zur Verfügung stellt,

kann man mit dem Chef eine Aufwandspauschale

vereinbaren, die monatlich zu

zahlen ist.“ Das sollte am besten im Vorfeld

offen angesprochen und geklärt werden.

Ein Tipp noch: Die Arbeitszeiten im

Homeoffice sollte man tunlichst genau

festhalten. Denn die Erfahrung zeigt, dass

viele eher mehr arbeiten als vorher. Dabei

gelten die Regeln zur Höchstarbeitszeit, zu

Ruhepausen und das Verbot von Sonn- und

Feiertagsarbeit auch im Homeoffice. (DJD)

Foto: DJD


10 RECHT UND GELD

Die „eigene“ Energie

Auf einen Kaffee mit: Florian Schulz, Vorstand der Vertriebsgenossenschaft Benergie

Für Vorstand Florian Schulz spielt es eine große Rolle, dass der Benergie-Ökostrom zu 100 Prozent durch Wasserkraft produziert wird. Fotos: MÄR / Fotolia

entstand in Bremen aus

2005 einer Bürgerinitiative eine

der ersten Energiegenossenschaften der

Bundesrepublik. Wir trafen uns mit deren

Vorstand Florian Schulz auf einen Kaffee,

um über das Konstrukt zu sprechen.

Was für eine Sorte Kaffee trinken Sie?

Privat trinke ich gerne Cappuccino. Hier im

Büro gibt es der Einfachheit halber Filterkaffee.

Er stammt von einer kleinen Bremer

Kaffeerösterei hier ganz in der Nähe.

Wie sind Sie zur Benergie gekommen?

Ich bin gelernter Industriekaufmann und

arbeite im Prinzip mein gesamtes Berufsleben

in Energieunternehmen. Meine Ausbildung

habe ich damals bei den Stadtwerken

Diepholz gemacht. 2014 bin ich zu

einem Ökostromanbieter nach Hamburg

gewechselt und dann zurückgekommen, da

ich die mir angebotene Aufgabe sehr spannend

fand. Zunächst habe ich die Abrechnungsabteilung

sowie die Abteilung für

Marktkommunikation aufgebaut und bin

dann 2017 in den Vorstand gewählt worden.

Welche Rolle spielte das Thema erneuerbare

Energien bei ihrem Wechsel?

Eine sehr große. Davon bin ich persönlich

überzeugt, aufgrund der momentanen kli-

mapolitischen Debatten ja auch zurecht.

Zudem glaube ich, dass es bald fossile

Brennstoffe in der bisher bekannten Form

so auf dem Markt nicht mehr geben wird.

Was bieten Sie an?

Wir bieten Ökostrom, der zu 100 Prozent

durch Wasserkraft produziert wird, sowie

mit Erdgas die sauberste fossile Energie,

unter anderem auch mit zertifiziertem

CO 2 -Ausgleich. Zudem kann man bei uns

als Genossenschaft selbst Einfluss auf die

von Benergie angebotenen Produkte nehmen.

Wir bieten dadurch die größtmögliche

Transparenz.

Die Benergie ist eine Vertriebsgenossenschaft

im Energiebereich – ein Modell,

welches es bisher kaum in Deutschland

gibt. Wie kam es dazu?

Die Benergie ist 2005 aus der Bürgerinitiative

gegen Gaspreiserhöhung entstanden.

Im Zuge dessen haben die Mitglieder der

Bürgerinitiative beschlossen, dass sie gerne

ihre eigene Energie beschaffen würden.

Also wurde eine Genossenschaft gegründet

und seitdem beziehen wir unseren Strom

und unser Gas selbst. In Dresden gibt es

eine ähnliche Genossenschaft, die ich kenne,

welche eine nahezu deckungsgleiche

Entstehungsgeschichte hat.

Was genau bedeutet Genossenschaft für

Ihre Mitglieder?

Das bedeutet im Prinzip, dass ich als Mitglied

in der Genossenschaft Miteigentümer

meines Energieversorgers bin. Jedes

Mitglied kann sich auf der jährlichen Generalversammlung

einbringen. Wir haben

immer ein offenes Ohr, jedes Mitglied kann

auch uns Vorstände jederzeit ansprechen.

Hinzu kommt, dass wir als Genossenschaft

nicht gewinnorientiert arbeiten und somit

versuchen, Preiserhöhungen solange es

geht, zu vermeiden. Insgesamt sind wir sehr

stolz darauf, dass es uns gelungen ist, aus

einer Initiative heraus ein Energieversorger

und auch Arbeitgeber zu werden – bei uns

arbeiten acht Personen in Festanstellung.

Muss man bei Ihnen Genossenschaftsmitglied

sein, um die Energie von Ihnen

beziehen zu können?

Nein, das war einmal so, hat sich aber inzwischen

geändert. Wir haben mittlerweile

etwa 2500 Mitglieder in der Genossenschaft,

aber mehr als 5000 Haushalte beziehen

ihre Energie über uns. (MÄR)

Weitere Informationen im Internet unter

www.benergie.de sowie unter der Telefonnummer

0421 - 957 99 280.


Energie effizienter

nutzen

Verbraucherzentrale Bremen:

Energiemanagementsystem für zu Hause

Energiemanagementsysteme (EMS) wurden ursprünglich

für Industrie und Gewerbe entwickelt. Mittlerweile sind

sie aber auch für private Haushalte verfügbar. Die hierfür

entwickelten Lösungen werden üblicherweise als Home Energy

Management Systems (HEMS) bezeichnet.

Ziel eines Energiemanagementsystems ist es, die zu Hause

erzeugte Energie möglichst effizient zu speichern und zu nutzen.

Das Monitoring-Gerät erfasst und analysiert die von Ihnen ausgewählten

Energieströme, so dass Sie bei allen mit Strom betriebenen

Geräten, auch für Warmwasser und die Heizung, Einsparpotenzial

erkennen und nutzen können. Das spart Kosten und ist

gut fürs Klima, hat aber auch seinen Preis.

Das kleine Gerät sitzt meist im Zählerkasten, wo bereits viele

Messdaten rund um den Strom zusammenfließen. Je nach Umfang

des Systems werden auch weitere Daten erfasst, wie etwa

die der Solarstromanlage oder der Wärmepumpe. Auf einem

weiteren Endgerät, wie beispielsweise einem Tablet oder Smartphone,

können die Daten grafisch aufbereitet angesehen werden

sowie einzelne Geräte im Haus sich steuern und regeln lassen.

Macht

11

benergie.de

Bremen

klimaneutral!

Mit Naturstrom von Benergie.de

Jetzt 30 €

Wechsel-Bonus

sichern*

Zu den einzelnen Komponenten gehören:

• Energiemanager (zentrales Gerät im Zählerkasten)

• Portal und Gerät zur Bedienung

• bspw. Anbindung an Solaranlage, Batteriespeicher und

Wärmepumpe

• evtl. Adapter für Anbindung einzelner Haushaltsgeräte

Ein Energiemanagementsystem lässt sich auch in ein Smart

Home einbinden und kann mit einem Smart Meter, also einem

intelligenten Zähler, kommunizieren.

Ein Energiemanagementsystem im Privathaushalt kann dabei

helfen, Energie effizienter einzusetzen und so Kosten zu sparen.

Besitzen Sie eine Solarstromanlage und möchten Sie Ihren

Solarstrom besser nutzen, dann sorgt das System beispielsweise

über eine intelligente Verteilung des Stroms für einen höheren

Eigenverbrauch.

Für das Einspeisen von Solarstrom ins öffentliche Stromnetz

erhalten Sie eine deutlich geringere Vergütung im Vergleich zum

üblichen Endverbraucherstrompreis, den Sie pro Kilowattstunde

(kWh) zahlen müssen. Je nach Anbieter können Sie durch ein

Energiemanagementsystem den Eigenverbrauch um 10 bis 20

Prozent erhöhen.

Somit ist ein Energiemanagementsystem insbesondere

dann interessant, wenn Sie eine eigene stromerzeugende Anlage

betreiben, eine strombasierte Heizung nutzen oder ein Elektroauto

besitzen. Aber mit einem Energiemanagementsystem

können Sie auch direkt Energie sparen: So werden beispielsweise

Geräte mit einem hohen Stand-by-Verbrauch automatisch

erkannt und ausgeschaltet.

Zudem lassen sich die Energieerzeugung und der -verbrauch

mit Hilfe eines Energiemanagementsystems auf einem Tablet oder

Smartphone grafisch darstellen. So können starke Schwankungen

beim Stromverbrauch sowie deren Ursache schnell erkannt und

entsprechend gegengesteuert werden. (VZB)

www.verbraucherzentrale-bremen.de

* Gutschrift auf erster Abrechnung. Auch telefonisch bestellbar. Freibleibendes Angebot der

Benergie-Service GmbH, Schlachte 45, 28195 Bremen, Tel. 0421 957 99 280. Gültig nur bis

31.01.21 für Neukunden bei Abschluss eines 12-Monatstarifs Strom, Gas oder Kombi. Die vollständigen

Aktions- und Vertragsbedingungen finden Sie unter www.benergie.de/wechsel


12 RECHT UND GELD

Nachhaltig für Bremen

Sparkassen-Aktion für Tiere und Pflanzen

Foto: krisana/stock.adobe.com

Geldanlage und Nachhaltigkeit passen

zusammen. Das ist die Überzeugung

der Sparkasse Bremen,

die mit einer Spendenaktion zum Tier- und

Artenschutz in der Hansestadt beiträgt.

Nachhaltigkeit ist längst in der Mitte

der Gesellschaft angekommen. In den

Wohnquartieren öffnen Unverpackt-Läden,

bei Lebensmitteln wird auf Transportwege

geachtet und das Fahrrad ist präsenter im

Stadtverkehr als je zuvor. Auf diese Entwicklung

stellen sich Unternehmen wie die

Sparkasse Bremen ein.

Als Finanzdienstleister hat sich die

Sparkasse einem nachhaltigen Geschäftsmodell

verschrieben, das sie quasi seit

Gründung innehat: ein regionales Unternehmen,

das mit seinen Erträgen die

Lebensqualität in Bremen verbessert.

Gleichzeitig hat sie Prozesse und Ressourcenverbrauch

im Blick. Beispiele: der energetische

Neubau im Technologiepark oder

die Nutzung von Cambio-Fahrzeugen für

Dienstfahrten.

Fair investieren

Auch bei Finanzprodukten denkt die Sparkasse

nachhaltig. Ein gutes Gewissen kann

man sich zwar nicht kaufen. Aber wer als

Anleger umsichtig handelt, trägt seinen Teil

dazu bei. Bereits seit 2019 hat der Finanzdienstleister

einen eigenen, nachhaltigen

Fonds aufgelegt, in den er selbst investiert.

Das Besondere: Neben den wirtschaftlichen

Faktoren sind ebenso ökologische und

soziale Aspekte wichtig. „Die Zusammensetzung

von BremenKapital FairInvest wird

mit starken Partnern wie der unabhängigen

Ratingagentur ISS-oekom nach einem

bestimmten Auswahlverfahren ermittelt“,

sagt Björn Mahler, Chefanalyst der Sparkasse

Bremen. „Das Ergebnis stellt sicher,

dass konsequent in Unternehmen investiert

wird, die etwas Gutes zum Thema Nachhaltigkeit

beitragen.“ Das zahlt sich aus: für die

Natur, das Klima und die Menschen. Auch

Transparenz gehört zur Nachhaltigkeitsoffensive

der Sparkasse Bremen.

Aktion für Tiere und Pflanzen

Sein Geld nachhaltig anzulegen, soll sich

lohnen. Nicht nur, weil damit ebenso viel

Rendite erwirtschaftet werden kann wie

mit herkömmlichen Anlageformen. Es soll

zusätzlich erlebbar sein, hat sich das Team

der Sparkasse Bremen gesagt.

„Wir schenken für jede entsprechende

Neuinvestition ein

Extrastück Nachhaltigkeit: einen

bunten Strauch in der Pauliner

Marsch als Schutzraum für

Bienen oder eine Spende zum

Erhalt der kostbaren Arten im

Naturschutzgebiet Borgfelder

Wümmewiesen.

Dr. Sascha Otto, Wertpapierexperte

der Sparkasse Bremen

Nachhaltig helfen

Interessierte können sich beteiligen, indem

Sie in BremenKapital FairInvest oder anderen

nachhaltigen Produkten Geld anlegen.

Auch als Sparplan ab 50 Euro monatlich ist

dies möglich. Für jede Investition bis Jahresende

wird ein bienen- oder schmetterlingsfreundlicher

Strauch, ausgesucht mit

dem NABU, in der Pauliner Marsch gepflanzt

sowie eine Spende an die Stiftung

NordWest Natur für die Artenerhaltung in

den Wümmeniederungen getätigt.

„Die Stiftung NordWest Natur

kann auf langjährige Erfahrung

bei der Betreuung der Naturund

Landschaftsschutzgebiete

in der bremischen Wümmeniederung

zurückblicken. Ob

Artenschutz, Umweltbildung

oder Besucherinformation in den

Schutzgebieten – unsere Arbeit

ist vielfältig und die Spenden der

Sparkassen-Aktion kommt ihr

zugute.“

Rebekka Lemb, Geschäftsführerin

Stiftung NordWest Natur

Ob das Geld so schnell wie ein Strauch in

der Marschlandschaft wächst, kann niemand

vorhersagen. Dass es nachhaltig etwas

Gutes in Bremen bewirkt, allerdings

schon.

Weitere Informationen zum Thema nachhaltige

Geldanlage: www.nachhaltigfuerbremen.de


Vorbereitet für den Notfall

Neuer Vorsorge-Ordner für Bremen und die Region jetzt erhältlich

13

kann ich auch später noch erledigen.“

Ein Satz, den vielleicht jeder

schon einmal ausgesprochen

„Das

hat. Was aber ist zu tun, wenn ein Horrorszenario

eintritt, ein schwerwiegender Unfall

passiert, mit dem so keiner gerechnet

hat? Plötzlich ist man selbst oder ein Angehöriger

nicht mehr in der Lage, eigene

Entscheidungen zu treffen. Wo sind die

wichtigen Unterlagen zu finden? Welche

Medikamente werden benötigt? Gibt es

eine Patientenverfügung? Wo ist das Testament?

Ein Vorsorge-Ordner kann in einer

solche Situation sehr nützlich sein. Er soll

bei der Regelung wichtiger Angelegenheiten

helfen, bei der Darstellung der Situation

zuverlässig begleiten und beim Zusammenstellen

aller wichtigen Informationen

zuverlässig unterstützen.

Was genau ist der Vorsorge-Ordner?

Ein Vorsorge-Ordner bietet eine optimale

Hilfe, alles zu bedenken und nicht jedes

Thema einzeln in Angriff nehmen zu müssen.

Er unterstützt mit einer durchdachten

und strukturierten Übersicht aller wichtigen

Themen und beinhaltet Tipps, Vordrucke,

Checklisten und einen Notfallausweis,

den man immer bei sich tragen sollte. So

weiß jeder, wo im Fall der Fälle die wichtigsten

Unterlagen hinterlegt sind.

Aktualisierungs-Service

Im Falle von Gesetzesänderungen

werden aktualisierte Formulare auf

www.der-vorsorgeordner.de kostenfrei

zum Download bereitgestellt.

Hierzu gibt es unter www.der-vorsorgeordner.de/aktualisierungen

auch

einen Aktualisierungs-Service, über den

die Inhaber eines Vorsorge-Ordners automatisch

informiert werden.

Der Vorsorge-Ordner von WESER-KURIER,

STADTMAGAZIN Bremen und VRS Media ist

ab 19,90 Euro in den WESER-KURIER-Kundenzentren

sowie unter https://shop.weser-kurier.de

und vorsorgeordner.de erhältlich.

WICHTIGE KONTAKTE

DER REGION.

DER-VORSORGEORDNER.DE

Fotos: VRS

B R E M E N

01_Aufkleber-Bremen-Entwürfe.indd 1 21.09.20 18:14

Ich investiere

in Klima.

Die neue nachhaltige

Geldanlage aus Bremen.


14 RECHT UND GELD

Tradition in der Haltung,

Modernität im Handeln

Die Bethmann Bank berät vermögende Kunden auf Augenhöhe mit Fokus auf Nachhaltigkeit

Seit 2014 ist die Bethmann Bank in Bremen mit Sitz an der Contrescarpe auf Wachstumskurs.

Fotos: Bethmann Bank

Beratung auf Augenhöhe – das setzt

eine gewisse Kenntnis voraus: Es bedeutet,

seine Kunden genau zu kennen.

Nicht nur die Vermögenssituation,

sondern auch Lebensziele, Interessen und

Vorlieben, also alles, was die Persönlichkeit

ausmacht. Es bedeutet auch, die Kunden

langfristig und persönlich durch ihr Leben

zu begleiten und als fester Ansprechpartner

in allen Finanzfragen zu dienen. Deshalb

basiert „echte“ Beratung nicht nur auf einer

ausgezeichneten Expertise, sondern ebenso

auf Empathie und Verständnis.

Die Bethmann Bank zählt heute zu

den größten Privatbanken in Deutschland

und weiß aus ihrer mehr als 300-jährigen

Geschichte um die Belange vermögender

Kunden. Ihre Kernkompetenzen liegen in

der Anlageberatung sowie in der Vermögensverwaltung

und sie bietet umfassende

Expertise in Stiftungsmanagement oder

Vermögens- und Nachfolgeplanung. Dabei

agiert die Bethmann Bank als Vorreiter mit

einem nachhaltigen Investmentangebot,

folgt seit vielen Jahren strengen Nachhaltigkeitskriterien

und arbeitet mit einem

unabhängigen, externen Nachhaltigkeitsbeirat

zusammen.

Wer Vermögen besitzt, trägt in der Regel

eine besondere Verantwortung – für seine

Michael Gröger leitet die Niederlassung der

Bethmann Bank in Bremen.

Familie und für kommende Generationen.

Die Bethmann Bank steht deshalb in allen

Fragen der Vermögensplanung an der Seite

ihrer Kunden. Sie entwickelt individuelle

Anlagestrategien über alle Assetklassen wie

Aktien und Anleihen, Immobilien, Private

Equity, M&A oder alternative Anlagen hinweg.

Die Experten der Bank verwalten und

gestalten privates und unternehmerisches

Vermögen. Und sie sind es gewohnt, mit den

steuerlichen und rechtlichen Beratern ihrer

Kunden Hand in Hand zu arbeiten.

Je nach Anforderung bietet die Bethmann

Bank die Expertise von Spezialisten,

sei es aus den Bereichen Finanzierung,

Vorsorge, Versicherung, Nachfolgeplanung

oder Finanzplanung. Darüber hinaus kann

die Bank als Teil der niederländischen ABN

AMRO auf die Ressourcen, das Research

und das Know-how einer der finanzstärksten

Banken in Europa zurückgreifen.

Die Bethmann Bank versteht sich als

Privatbank der Moderne – Tradition in der

Haltung, Modernität im Handeln. Das betrifft

unter anderem den flexiblen Kontakt

über digitale Kanäle und damit ein insgesamt

verbessertes Kundenerlebnis. Mehr

noch: Die Bethmann Bank hat neue, agile

Formen der Zusammenarbeit etabliert. Ein

wichtiger Faktor ist dabei die Fähigkeit der

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, schnell

und wandlungsbereit auf veränderte Anforderungen

zu reagieren.

Das Team der Bethmann Bank in Bremen

freut sich auf Ihren Anruf oder Besuch.

Infos: www.bethmannbank.de/bremen


15

DER VORSORGE-ORDNER

Sind Sie vorbereitet?

Es kann jeden Moment passieren:

ein Unfall oder eine plötzliche

Erkrankung reißen einen

Menschen aus dem Alltag und

das ganze Leben ändert sich

von einem auf den anderen

Moment.

Was ist nun zu tun, welche Entscheidungen

müssen getroffen

werden und welche Unterlagen

werden benötigt?

Im Vorsorge-Ordner finden Sie

alle Themen, die Sie bedenken

sollten verständlich sortiert in

sechs übersichtlichen Kapiteln

zusammengefasst: Persönliches,

Finanzen, Vollmachten, Krankenhauseinweisung,

Testament und

Todesfall.

Schieben Sie diese wichtigen

Vorbereitungen nicht auf!

Halten Sie Ihre Wünsche fest!

B R E M E N

Alles auf einen Blick, griffbereit in 6 Kapiteln!

Vordrucke, Checklisten und Formulare

Wichtige Kontakte aus Bremen und umzu

Viel Platz für Ihre Dokumente

WICHTIGE KONTAKTE

DER REGION.

DER-VORSORGEORDNER.DE

Jetzt online erhältlich!

Sowie in den Kundenzentren

des WESER-KURIER!

Ab 19,90 Euro

01_Aufkleber-Bremen-Entwürfe.indd 1 21.09.20 18:14

Online bestellen auf: www.der-vorsorgeordner.de/bremen


16 RECHT UND GELD

Eine gute Rendite?

Natürlich will ich die.

Aber nicht um jeden Preis.

Wer stellt sicher, dass ich

nicht in Ausbeutung und

Umweltverschmutzung investiere?

Wir unterstützen Sie mit Investments in Unternehmen, die hohe Standards bei Themen wie Umwelt und

Gesellschaft erfüllen. Überwacht wird dies von unserem unabhängigen Nachhaltigkeitsbeirat.

Mehr dazu erfahren Sie persönlich von Michael Gröger unter T: 0421 64922-220.

Echt. Nachhaltig. Privat.

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!