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Bildungspraxis 04/2020

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4/2020 | November / Dezember / Januar / Februar | 19201 | Deutschland 6,80 € | Österreich 7,50 € | Schweiz 11 CHF

www.bildungspraxis.de

NEUES

GESICHT

WIE KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

DIE ARBEITSWELT

VERÄNDERT

AUSBILDUNG

Unterforderung

vorbeugen

IM FOKUS

KI und

Berufsbildung

WEITERBILDUNG

Ein Blick auf die

didacta 2021


AUSBILDUNG 4.0

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EDITORIAL

VON KI PROFITIEREN

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Foto: © Sascha Kreklau

die Bildungs- und Arbeitswelt

stützt sich immer mehr

auf Prozesse der Künstlichen

Intelligenz, bei denen

Programme Entscheidungen

treffen, die zuvor dem Menschen

vorbehalten waren.

KI kann mittlerweile selbst

Texte verfassen, die von

menschlichen nur schwer zu unterscheiden

sind und aus unübersehbaren Datenmengen

wertvolle Informationen generieren. Die Anwendungsfelder

von KI sind vielfältig – auch

in Aus- und Weiterbildung. So können KI-

Programme sowohl den Lernprozess direkt,

als auch die Ausbildungs- und Unterrichtsplanung

oder sogar die Organisation von Bildungsinstitutionen

als Ganzes beeinflussen.

Für den menschlichen Kompetenzerwerb

bietet diese Entwicklung große Chancen,

wenn Ausbilderinnen und Ausbilder, Berufsschullehrkräfte

und Weiterbildnerinnen und

Weiterbildner in die Lage versetzt werden, KI

sinnvoll und gewinnbringend zu nutzen. Daher

widmen wir uns in dieser Ausgabe von

Bildungspraxis den Möglichkeiten Künstlicher

Intelligenz und laden Sie ein, sich eingehend

mit dem Thema zu beschäftigen.

Ich wünsche Ihnen wie immer

eine spannende Lektüre, Ihr

Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis

Chefredakteur Bildungspraxis


INHALT

KI macht mehr als man denkt,

ab Seite 6

Mit Aufgaben Azubis motivieren,

ab Seite 22

Im Fokus

KI und Berufsbildung

6 KI startet durch

Wie Künstliche Intelligenz

Lernprozesse unterstützen kann

10 Neuland betreten

Wo Ausbilder sich neue Kompetenzen holen

12 Zukünftige Profiteure

Anwendungsmöglichkeiten von KI

Ausbildung

16 Ausbildung – News

18 Die richtige Mischung

Digitales Lernen liegt im Trend

20 Aus der Not wird eine Tugend

Wie Corona-Notlösungen

sich etablieren

22 Zu wenig zu tun

Unterforderte Azubis

neu motivieren

Weiterbildung

26 Weiterbildung – News

28 didacta 2021: Ein Ort des mitund

voneinander Lernens

Die didacta Bildungsmesse

kommt zurück

32 Veranstaltungen 2020/21

Bildungspraxis

gibt es auch als

E-Mag auf:

bildungspraxis.de

DIE NÄCHSTE BILDUNGSPRAXIS ERSCHEINT IM MÄRZ 2021.

2 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


IMPRESSUM

›› Herausgeber: Didacta Ausstellungs- und Verlagsgesellschaft mbH

Rheinstraße 94 • 64295 Darmstadt

AVR Agentur für Werbung und Produktion GmbH

Arabellastraße 17 • 81925 München

›› Chefredaktion: Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis (verantwortlich)

wassilios@fthenakis.de

›› Verlag und AVR Agentur für Werbung und Produktion GmbH

Redaktionsanschrift: Arabellastraße 17 • 81925 München

Telefon: +49 89 419694-43

Fax: +49 89 4705364

›› Anzeigenleitung: Katja Weyer • Telefon: +49 89 419694-27

E-Mail: kweyer@avr-verlag.de

›› Mediaberatung: Anja Löscher • Telefon: +49 89 419694-33

E-Mail: aloescher@avr-verlag.de

›› Art Direction und Patricia Fuchs

Bildredaktion:

›› Grafik Design: Sabrina Gentner

›› Composing: Udo Karohl

›› Titelbild: © Peshkova / Shutterstock.com

›› Erscheinungsweise: 4 × jährlich

E-Mail:

info@avr-werbeagentur.de

bildungspraxis.magazin@avr-verlag.de

›› Druck: GD Gotha Druck GmbH & Co. KG

Gutenbergstraße 3 • 99869 Günthersleben-Wechmar

›› Geschäftsführung: Thomas Klocke

›› Gesamtleitung Tina Sprung

Bildungsredaktion:

Internet: www.avr-werbeagentur.de

www.bildungspraxis.de

›› Projekt- und Vincent Hochhausen

Redaktionsleitung:

›› Redaktion: Benigna Daubenmerkl

Thorsten Timmerarens

Marisa Balz

›› Redaktionsassistenz: Minh-Xuan Do

›› Autoren und Mitarbeiter Susan Beudt

dieser Ausgabe: Jannick Eckle

Nicole Glawe-Miersch

Julia Knopf

Niels Pinkwart

Lothar Schmitz

Ulrich Storck

Gabriele Weingärtner

›› Preis des Heftes: Deutschland 6,80 € inkl. MwSt., Österreich 7,50 €,

Schweiz 11 CHF

›› Abonnement: Jahresabonnement (4 Hefte) 24 €, zzgl. Versandkosten

Bestellung auf: www.bildungspraxis.de

›› Leser- und Aboservice: Mo – Do, 10 bis 12 Uhr

Tel.: +49 89 419694-43

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Hinweis:

Beiträge freier Autoren geben nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder.

Verleger zugleich Anschrift aller Verantwortlichen

Erfüllungsort und Gerichtsstand ist München. Nachdruck oder

sonstige Vervielfältigung – auch auszugsweise – sind nur mit

Genehmigung des Verlages gestattet. Für unaufgefordert eingesandtes

Redaktionsmaterial übernimmt der Verlag keine Haftung.

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Verantwortlich:


IM FOKUS

Foto: © Bas Nastassia / Shutterstock.com

4 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


KOLLEGE KI

Wenn Künstliche Intelligenz

Arbeitsprozesse verändert, wirkt sich

das auch auf die Ausbildung aus.

Wie KI funktioniert, wie sie zum

Einsatz kommt und wie sich

Ausbildungsprofis darauf einstellen,

zeigt das Bildungspraxis-Fokusthema.

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IM FOKUS

KI STARTET DURCH

Bereits seit vielen Jahren gibt es Forschung zu KI in der Bildung.

In den letzten Jahren gab es beachtenswerte Fortschritte,

die für die Ausbildungspraxis relevant sind.

Gastbeitrag Susan Beudt und Niels Pinkwart

Künstliche Intelligenz ist eines der

aktuellen Trendthemen. Viele

Länder der Welt setzen auf die

Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz,

KI, zum Wohl von Wirtschaft und

Gesellschaft – so auch die Bundesregierung,

die Ende 2018 ihre nationale KI-Strategie mit

zahlreichen Förderprogrammen verabschiedete.

Das Feld der KI ist schon über 60 Jahre

alt und damit fast im Rentenalter. Dafür aber

angesagter denn je: Technologien des maschinellen

Lernens, der Robotik und der sensorbasierten

Umgebungswahrnehmung mitsamt

(teil)autonomer Aktionen durch Computer-

NIELS PINKWART

ist Professor für Informatik an

der Humboldt-Universität Berlin

und leitet das Educational

Technology Lab am Deutschen

Forschungszentrum für

Künstliche Intelligenz (DFKI).

SUSAN BEUDT

ist Researcherin und Projektleiterin

am Educational Technology

Lab des DFKI. Hier befasst

sie sich mit Potenzialen und

Herausforderungen Künstlicher

Intelligenz für Arbeit, Bildung

und berufliche Teilhabe.

Fotos: © Susan Beudt und Jan Kopankiewicz; sdecoret / Shutterstock.com

6 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


systeme sind heute allgegenwärtig. Unternehmen

können von KI-basierten Datenanalysen

profitieren, und auch im Privatleben haben

sich viele an KI-gestützte Empfehlungen

in sozialen Netzwerken oder beim Online-

Einkauf gewöhnt.

Arbeitsgebiete

von KI in der Bildung

Auch in Bildungskontexten hat KI eine lange

Tradition, die mit dem Scholar-System des

amerikanischen Informatikers Jaime Carbonell

aus dem Jahr 1970 beginnt. Carbonell programmierte

dieses interaktive Lernprogramm,

um Schülerinnen und Schülern Wissen über

die Geographie Südamerikas zu vermitteln.

Heute sind Anwendungsgebiete Künstlicher

Intelligenz in der Bildung vielseitiger und vielschichtiger

und lassen sich auf drei Ebenen finden:

Zum einen gibt es Systeme, die Lern- und

Übungsprozesse direkt unterstützen – zum

Beispiel durch personalisierte Rückmeldungen

zu Lernleistungen und die Empfehlung von

sinnvollen nächsten Übungsschritten. In Fächern

wie Mathematik oder in den Naturwissenschaften

können solche Systeme genauso

lernförderlich sein wie Schulunterricht im

Klassenverband, und auch in andere Gebiete,

wie den Fremdsprachenunterricht, halten solche

individualisierte Trainingssysteme Einzug.

Zweitens kann KI Unterricht und Prüfungen

unterstützen, etwa durch intelligente Werkzeuge

zur Lehr- und Unterrichtsplanung oder

durch Assistenten im Bereich des Prüfens und

Testens. Dabei analysiert und bewertet sie die

Lernleistungen, prognostiziert künftige Leistungen

und gibt Interventionsempfehlungen

für Lehrkräfte. Und drittens kann KI ganze

Organisationen analysieren und Bildungsangebote

faktenbasiert optimieren – mittels Data

Mining und Learning Analytics. So führen

bereits viele Hochschulen für ihre Studienprogramme

Kohortenanalysen der Studierenden

durch, bei denen mittels KI zum Beispiel

ermittelt wird, an welcher Stelle des Studiums

besonders viele Studierende abbrechen oder

welche Kurse vielen Lernenden Probleme

Geniale Experimente für coole Kids:

3malE – auch für den Unterricht zuhause.

Wildbienen und Schmetterlinge züchten, das Smartphone zum

Mikroskop umfunktionieren oder eine Alarmanlage basteln? Kein

Problem: Rund um Energie-, MINT- und Umweltbildung finden

Kinder, Schüler, Erzieher, Lehrer und Eltern umfangreiches

Material für spannende und lehrreiche Versuche, Experimentierkoffer

zum Verleih, attraktive Wettbewerbe, interaktive Übungen

und vieles mehr. Einfach reinklicken und mitmachen: 3malE.de

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IM FOKUS

bereiten. Auch auf Schulebene erlauben KIbasierte

Managementsysteme eine intensive

Datendiagnostik und -prognostik etwa zu

Fehl- und Ausfallzeiten von Lehrkräften oder

Kompetenz- und Leistungsniveaus der Schülerinnen

und Schüler. Hieraus lassen sich Empfehlungen

für Schulleitungen, Schülerinnen

und Schüler sowie Lehrkräfte ableiten.

Fallbeispiele zu KI-gestützter

Aus- und Weiterbildung

Auch in Aus- und Weiterbildung kommt KI

zum Einsatz. Beispielsweise beim Projekt

NAWID, in dem das Deutsche Forschungszentrum

für Künstliche Intelligenz gemeinsam mit

Unternehmen und weiteren Partnern KI-basierte

Assistenzdienste entwickelt und erprobt,

die personalisiertes Lernen am Arbeitsplatz

unterstützen. Die Anwendungsfälle konzentrieren

sich auf personalisierte Weiterbildung

mittels E-Learning oder personalisierte Ausbildung

in der Produktion. So unterschiedlich die

Bereiche sind: Sie wollen sich mit den Potenzialen

und Herausforderungen des demographischen

und KI-getriebenen digitalen Wandels

der Arbeitswelt befassen und Lösungen für

die digitale Transformation beruflicher Bildung,

lebenslangen Lernens und betrieblicher

Qualifizierung erarbeiten. Dabei beziehen die

Forscherinnen und Forscher Betriebsräte und

Beschäftigte sehr früh in einem ko-kreativen

Prozess mit ein – und erkennen und diskutierten

zusammen Herausforderungen wie

den Datenschutz oder die Akzeptanz der KI-

Systeme. Ein Beispiel: Ein hybrides KI-System

für Auszubildende beim Erlernen eines komplexen

Montageprozesses. Es soll Wissen über

das Fachgebiet und die Auszubildenden, also

Informationen über individuelle Kompetenzen

und Vorerfahrungen, mit datenbasierten Analysen,

etwa zur Erkennung von Bauteilen und

der Interaktion der Auszubildenden mit der

Maschine, verknüpfen. Zudem soll es Schwierigkeiten

während der Montage erkennen und

in Echtzeit geeignete Hilfestellungen anbieten.

KI als Werkzeug

der Inklusion

KI-Technologien haben auch großes Potenzial

für die berufliche Rehabilitation, indem

sie Menschen mit Behinderung in Aus- und

Weiterbildung, beruflicher Neuorientierung

und Qualifizierung unterstützen und so ihre

Teilhabe am Arbeitsleben verbessern. Im

Projekt KI.Assist zum Beispiel erproben und

bewerten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

KI-gestützte Assistenzsysteme

in Lern- und Experimentierräumen gemeinsam

mit Fachkräften und Menschen mit

Behinderungen. Ziel ist, herauszufinden,

welche Systeme einen großen Nutzen und

Mehrwert für Menschen mit Behinderung

bieten. Hierfür testen die Forscherinnen und

Forscher KI-basierte Assistenzsysteme, die

sich an unterschiedliche Personengruppen

richten und diverse Unterstützungsaufgaben

betreffen. So können einige Systeme die

Arbeits- und Lernumgebung für Menschen

mit Sehbehinderung wahrnehmbar machen,

indem sie Texte vorlesen sowie Bilder und

Gesichter erkennen und benennen. Andere

unterstützen die Interaktion mit Medien,

Geräten und Maschinen. So ermöglicht es

ein System Nutzern mit schweren Körperbehinderungen,

allein mit den Augen oder in

Verbindung mit Sprache, Funktionen eines

Webbrowsers anzusteuern, um Suchanfragen

zu stellen, auf Internetseiten zu navigieren

oder mit Kolleginnen und Kollegen

zu kommunizieren. Andere Systeme bieten

Möglichkeiten zur Unterstützung von Menschen

mit kognitiven oder Lernbeeinträchtigungen,

indem Nutzern via Datenbrille,

Tablet oder Smartphone Handlungsempfehlungen

und Hilfestellungen eingeblendet

werden.

Im Überblick:

» KI kann sowohl das Lernen

direkt unterstützen, als auch

Unterrichts- oder Ausbildungsplanung

vereinfachen.

» Zahlreiche Projekte erforschen

die konkreten Anwendungsmöglichkeiten

in der Ausbildung.

» Ein vielversprechender Bereich

für den Einsatz von KI ist die

berufliche Rehabilitation von

Menschen mit Behinderungen.

» Mehr Informationen zu den

Projekten auf: www.dfki.de

8 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


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IM FOKUS

NEULAND

BETRETEN

Das Thema Künstliche Intelligenz,

kurz KI, kann auf Berufsbildungsprofis

einschüchternd wirken. Dabei

gibt es viele Angebote, um sich das

nötige Fachwissen zu erarbeiten.

Gastbeitrag Lothar Schmitz

„Hallo! Ich bin Isa, deine

IHK-Weiterbildungsassistentin.

Mit ein paar

Fragen finden wir gemeinsam den passenden

Zertifikatslehrgang für dich.“ So wird zukünftig

begrüßt, wer im Internet das Weiterbildungsportal

IHK Kompetenz Plus besucht.

Im nächsten Schritt fragt Isa, zu welchem

Thema man sich weiterbilden möchte.

Isa ist keine reale Mitarbeiterin – aber

dennoch intelligent und lernbereit. Genauer:

künstlich intelligent. Denn der

sich derzeit noch in der Entwicklung befindende

IHK-Suchassistent – deswegen

der Name Isa – basiert auf KI. Hinter Isa

verbirgt sich ein Algorithmus, der dafür

sorgt, dass Interessenten zielführend

durch das Suchmenü geleitet werden und

das Weiterbildungsangebot finden, das am

besten zu ihnen passt.

Foto: © PopTika / Shutterstock.com

10 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


KI-Kompetenz schnell gelernt

Ein solcher Lehrgang ist „Elements of AI“

– eine von Isas Empfehlungen, wenn man

ihr sagt, dass man sich in Sachen Künstliche

Intelligenz weiterbilden möchte. Der

in Finnland entwickelte Kurs wurde von

der DIHK-Bildungs-GmbH zusammen

mit weiteren Partnern in Deutschland

kostenlos zugänglich gemacht (siehe auch

Bildungspraxis 2/2020).

Wer zunächst niederschwellig in die

Welt der KI – oder auf Englisch „Artificial

Intelligence“, kurz: AI – einsteigen

möchte, für den gibt es den Kurzkurs

„Künstliche Intelligenz“, abrufbar über die

Basisbox der Google-Zukunftswerkstatt.

Die Basisbox ist ein Trainingsangebot der

Bildungsinitiative Zukunftsoffensive, von

den IHKs Düsseldorf sowie München und

Oberbayern, der Google Zukunftswerkstatt

und der Dienstleistungsgewerkschaft

Verdi. Sie umfasst insgesamt 20 kurze,

kostenfreie Trainings mit Lerninhalten zu

Kommunikation, Kollaboration, Technologie

sowie Sicherheit und Recht. „Unser

gemeinsames Ziel ist es, Unternehmen

sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

für die Chancen der Digitalisierung

zu wappnen“, erklärt Katrin Kühnast,

Geschäftsführerin der IHK Düsseldorf

und Verantwortliche für berufliche

Weiterbildung. Die Basisbox vermittelt

grundlegende Digitalkompetenzen. „Sie

soll außerdem zeigen, wie attraktiv Lernen

sein kann und Lust auf Weiterbildung machen“,

sagt Kühnast.

Neuer KI-Zertifikatslehrgang

Kurzkurse, wie die der Basisbox, können

nur einen ersten Einblick geben. Wesentlich

umfangreicher zu dem Thema informiert

der neue IHK-Zertifikatslehrgang

zum KI-Manager. Die DIHK-Bildungs-

GmbH hat ihn gemeinsam mit der IHK

Düsseldorf entwickelt, die das Projekt

leitete und den Lehrgang als erste anbieten

wird. Er richtet sich an Fach- und

Führungskräfte und bietet pragmatische,

nicht technische Ansätze zur

Anwendung von KI.

Die Idee dahinter: KI erfordert zwar

technische Expertise, doch um langfristig

mit KI einen Mehrwert zu schaffen,

bedarf es gut geschulter Fach- und Führungskräfte.

Deshalb setzt der Lehrgang

den Schwerpunkt auf die Anwendung

von KI, zeigt, welche neuen Geschäftsmodelle

möglich sind und welche Voraussetzungen

ein Unternehmen schaffen

muss, um KI Erfolg versprechend einzusetzen.

Eine weitere Anlaufstelle zu diesem

Thema ist der „Digital Info Space“ auf

Linkedin. Auf diesem Kanal teilt die

DIHK Bildungs-GmbH Informationen

und Neuigkeiten rund um digitale berufliche

Weiterbildung und Qualifizierung.

Userinnen und User erfahren dort Nützliches

zu Künstlicher Intelligenz und anderen

digitalen Themen. Mit der Initiative

will die IHK-Organisation die KI-Kompetenz

unter Wirtschaftsakteuren und in der

Gesellschaft steigern.

Links und

Informationen

» Kostenloser Online-

Kurs Elements of AI

www.elementsofai.de

» Basisbox-Kurse zu

digitalem Lernen

learndigital.withgoogle.com/

zukunftswerkstatt/courses/

initiative/basisbox

» Digital Info Space

mit Informationen zu

digitaler Berufsbildung

www.linkedin.com/company/

digital-info-space

» Das Suchportal für

IHK- Zertifikatslehrgänge

“IHK-Kompetenz.PLUS”

findet man unter ihkkompetenz.plus.

Vergleichbare

Angebote für das

Handwerk gibt es auf

zwh.de/lehrgaenge.

›› BILDUNGSPRAXIS –04/2020 | 11


IM FOKUS

ZUKÜNFTIGE PROFITEURE

Maschinelles Lernen ist auf dem Vormarsch und führt zu rasanten Fortschritten –

gerade in der Berufswelt. Ein Überblick über Künstliche Intelligenz im Alltag.

Gastbeitrag Jannick Eckle, Julia Knopf und Ulrich Storck

Ob Sprachassistenten, Navigationssysteme

oder autonome

Fahrzeuge – ohne Künstliche

Intelligenz wären diese technologischen Innovationen

nicht denkbar. Ziel einer Künstlichen

Intelligenz ist es, Menschen bei Entscheidungen

und Tätigkeiten verschiedenster Art zu

unterstützen, indem sie große Datenmengen

von Bildern, Audios oder Texten analysiert,

strukturiert und Muster daraus ableitet.

Fachleute unterscheiden dabei zwischen

schwacher und starker Künstlicher Intelligenz:

» Schwache Künstliche Intelligenz

Bei einer schwachen Künstlichen Intelligenz

handelt es sich um Algorithmen, die

bestimmte Aufgaben auf Basis des Gelernten

ausführen können. Zeichen-, Text-,

Bild- und Spracherkennung, aber auch

automatisierte Übersetzungen und Korrekturvorschläge

bei Suchanfragen sind Beispiele

für schwache Künstliche Intelligenz.

PROF DR. JULIA KNOPF

leitet den Lehrstuhl Fachdidaktik

Deutsch Primarstufe und das Forschungsinstitut

Bildung Digital an

der Universität des Saarlandes. Sie ist

Gründungspartnerin der Beratungsunternehmen

für digitale Medien

KLEE, Kreativ lernen – Erfolg haben,

und der Didactic Innovations GmbH.

JANNICK ECKLE

ist Head of Content and

Didactic Solutions in der Didactic

Innovations GmbH und Lehrbeauftragter

am Lehrstuhl Fachdidaktik

Deutsch Primarstufe an der

Universität des Saarlandes.

ULRICH STORCK

ist Geschäftsführer der

Didactic Innovations GmbH.

Foto: © HQuality / Shutterstock.com; Didactic Innovations GmbH

12 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


JOURIST DC80

Dokumentenkamera

» Starke Künstliche Intelligenz

Starke Künstliche Intelligenz, auch Superintelligenz

genannt, ist ein System,

das Probleme jeglicher Art lösen kann

– unabhängig von der Schwierigkeit. Ziel

einer starken Künstlichen Intelligenz ist

es, menschliche intellektuelle Fähigkeiten

zu erlangen und diese sogar zu übertreffen

– ein System, das nicht nur reaktiv,

sondern eigeninitiativ handelt. Eine starke

Künstliche Intelligenz zeichnet sich vor

allem durch logisches Denkvermögen

sowie Planungs- und Lernkompetenz aus.

Bis heute ist es Wissenschaftlern noch

nicht gelungen, eine solche Intelligenz zu

entwickeln.

Künstliche Intelligenz

im Alltag

Schon jetzt findet sich Künstliche Intelligenz in

vielen Bereichen des täglichen Lebens wieder:

Streaming-Dienste

Ob Musik- oder Filmvorschläge bei populären

Streaming-Diensten wie Spotify oder Netflix –

diese Anbieter können dem Nutzer passende

Titel vorschlagen, weil eine schwache Künstliche

Intelligenz Informationen über das Nutzerverhalten

sammelt, täglich dazu lernt und

sich so neue Muster erschließt. Das Ergebnis:

Eine individuell zugeschnittene Playlist, die

dem Musik- und Filmgeschmack der einzelnen

Kunden gerecht werden soll.

Soziale Medien

Soziale Plattformen wie Tiktok, Facebook

und Instagram setzen Künstliche Intelligenz

vor allem zur Nutzeroptimierung und zu

Marketingzwecken ein. Anhand verschiedener

Parameter lernt eine Künstliche Intelligenz,

welche Interessen der jeweilige Nutzer

hat. „Gefällt-Mir“-Angaben, Follower oder

gespeicherte Favoriten genügen, um ein

News-Feed zu erstellen, das auf die individuellen

Nutzergewohnheiten zugeschnitten ist.

Gesichtserkennung

Viele Handynutzer entsperren ihr Smartphone

nicht mehr mit einer PIN-Eingabe,

sondern mithilfe eines integrierten Gesichtserkennungsalgorithmus.

Bereits nach einem

kurzen Erkennungs-Training ist die Künstliche

Intelligenz imstande, das Gesicht des

Nutzers zu identifizieren.

Lehrers Liebling

• Ultra HD Auflösung

• USB-Verbindung

• A3-Aufnahmen

• Für PC und Mac

• Robust und leicht

JOURIST DC80 Dokumentenkamera ist ein

Must-have für das Homeschooling und

für kreative Tätigkeiten jeder Art wie die

Bilderstellung, Demonstration, Videoaufnahmen,

Blogging auf PC und Mac.

Die mit Comenius EduMedia Siegel ausgezeichnete

JOURIST DC80 ist robust,

zuverlässig und nimmt Bilder und Videos

im A3-Bereich in der besten Ultra HD Auflösung

auf. Die Kamera wiegt weniger

als ein Kilo. Mit dem Strom wird sie über

ein USB-PC-Kabel versorgt und kommt so

ohne ein Netzteil aus.

Der Gelenkarm der DC80 ist neigbar, faltbar

sowie rotierbar und kann so Objekte

aus jedem Winkel erfassen. Autofokus reagiert

sofort auf die Bewegung des Kameraarms.

Für Zoom- und Skype-Gespräche

ist JOURIST DC80 bestens geeignet.

JOURIST DC80 Dokumentenkamera ist ein

Hochkaräter und trotzdem erschwinglich.

Jourist Verlags GmbH

Ausführliche Infos: www.scanner.expert

Tel: 040-21098290 | scanner@jourist.de

JOURIST

20 Jahre digitale Medien


IM FOKUS

Sprach-Übersetzungen

KI-basierte Übersetzungs-Assistenten sind

inzwischen in der Lage, auch kontextsensitive

Übersetzungen zu realisieren. Selbst

Redewendungen und Sprichwörter übersetzen

solche Programme inzwischen fast

fehlerfrei.

Künstliche Intelligenz

in der Berufswelt

Die Technologie unterstützt auch bereits

viele Bereiche der Arbeitswelt:

Recruiting und Kommunikation:

Künstliche Intelligenz soll künftig in

Vorstellungsgesprächen bei der

Einschätzung der Bewerber helfen und

wichtige Aussagen über deren Eigenschaften

treffen. KI-basierte Software analysiert dabei

die Kandidaten hinsichtlich ihres Kommunikationsverhaltens

und ihrer Persönlichkeit.

Auch kann solche Software zu Schulungszwecken

eingesetzt werden, um Mitarbeitern

Feedback zu ihrem Kommunikationsverhalten

zu geben. Dabei nimmt sich die Software

insbesondere der Sprache, Stimme, Gestik

und Mimik des Mitarbeiters an, gibt ihm

eine Rückmeldung und zeigt produktive

Verbesserungs vorschläge auf.

Medizin:

Mithilfe von KI-basierter Software ist es

möglich, Aussagen über künftige Erkrankungen

eines Menschen zu treffen. Anhand

von computertomografischen Bildern des

Brustkorbs soll die intelligente Software in

einem Zeitfenster von fünf Jahren mit einer

Sicherheit von fast 70 Prozent die Erkrankungswahrscheinlichkeit

eines Menschen

vorhersagen können.

Pharmazie:

Die KI-basierte Software Atomnet ist in der

Lage, Molekularstrukturen von Pharmazeutika

zu analysieren. Sie trifft auf Basis

der gesammelten Daten unter anderem

Vorhersagen, wie verschiedene Moleküle

miteinander reagieren, was für die Pharmaindustrie

von großem Nutzen ist. Auf diese

Weise verkürzt sich nicht nur die initiale

Testphase neuer Medikamente drastisch,

sondern auch die Forschungskosten in der

Pharmaindustrie.

Mode:

Mit der App Coded Couture werden individualisierte

Kleidungsstücke entwickelt,

die auf das Daten- und Bewegungsprofil des

Nutzers zugeschnitten sind. Die App erfasst

eine Woche lang GPS-, Wetter- und Aktivitätsdaten

des Nutzers und analysiert diese.

Nach der Analyse werden die Daten in ein

individuelles Outfit, ein sogenanntes Data

Dress, übersetzt und erstellt, das dem Nutzerverhalten

der App entspricht.

Polizei und Justiz:

Das intelligente Software-Tool VALCRI soll

Polizisten künftig bei der Aufklärung von

Kriminalfällen unterstützen. Das mühsame

und zeitintensive Recherchieren nach ähnlichen

Kriminalfällen kann durch KI-basierte

Software deutlich vereinfacht werden. Innerhalb

von Sekunden erhalten Kriminalisten

plausible Ermittlungsvorschläge, indem das

System in einschlägigen Datenbanken nach

Verhören und Dokumenten sucht.

Wie mächtig Künstliche Intelligenz heute

schon ist, zeigen die obigen Beispiele. Viele

Branchen und Bereiche setzen auf Künstliche

Intelligenz, um Arbeitsprozesse zu vereinfachen.

Gewiss ist, dass sie neben dem Alltag

auch die Arbeits- und Bildungsbranche in

Zukunft immer stärker verändert.


Im Überblick:

» Wissenschaftler

unterscheiden schwache

und starke Künstliche

Intelligenz.

» Schwache Künstliche

Intelligenz unterstützt

uns bereits jetzt im

Alltag, beispielsweise

Übersetzungsprogramme.

» In Zukunft könnten starke

KIs, die selbstständig

denken und handeln,

Arbeitsprozesse optimieren

und erleichtern.

14 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


17

März 2020

Ab die Post! | 02826 Görlitz | 10963 Berlin-Kreuzberg | 27616 Beverstedt | 34295 Edermünde-Besse | 45699 Herten |

52382 Hambach | 69115 Heidelberg | 75378 Bad Liebenzell | 82008 Unterhaching | 99974 Mühlhausen

Demokratie

stärken –

Zivilgesellschaft

fördern

UND ALLES, WAS

DAZWISCHEN IST!

18

Oktober 2020

Corona, und jetzt? | 260 Tage Corona | Solidarität in der Krise | Kinder zu Corona | Politische Bildung vor Ort |

Humor in politischen Debatten | Tipps gegen Verschwörungsideologien | Kultur auf Abstand | Krisenpolitik für morgen

In der nächsten

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AUSBILDUNG

News

Büroberufe

nicht besonders gefährdet

Büroberufe wie Industriekaufleute, Verwaltungsfachangestellte, Kaufleute für

Büromanagement oder Sozialversicherungsfachangestellte sind nicht stärker

durch den technologischen Wandel gefährdet als andere Berufsfelder. Zu diesem

Schluss kommt eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)

und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Die Anforderungen

in diesen Berufen seien in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich

anspruchsvoller und komplexer geworden. Daher seien Büroberufe nicht in

Gefahr, durch den technologischen Wandel überflüssig zu werden.

» www.lit.bibb.de/vufind/Record/DS-185208

UMFRAGE

ZU QUALITÄTS­

PROBLEMEN IN

DER AUSBILDUNG

34 Prozent der Azubis haben

vom Betrieb keinen Ausbildungsplan

bekommen,

obwohl dieser gesetzlich

vorgeschrieben ist. Das ist

ein Ergebnis des DGB Ausbildungsreports,

für den

zwischen August 2019 und

März 2020 über 13 000 Auszubildende

aus den 25 häufigsten

Ausbildungsberufen

befragt wurden. 12 Prozent

gaben an, häufig oder immer

ausbildungsfremde Arbeiten

erledigen zu müssen, 40 Prozent

der Befragten im letzten

Lehrjahr wissen noch nicht,

ob ihr Betrieb sie nach der

Ausbildung übernimmt. 71

Prozent der Befragten gaben

an, insgesamt zufrieden mit

ihrer Ausbildung zu sein.

» www.dgb.de

Starker Rückgang der

Ausbildungszahlen möglich

Aufgrund der Corona-Wirtschaftskrise könnte es in den nächsten

Jahren zu einem starken Rückgang der Ausbildungszahlen

und einem starken Anstieg der Neuzugänge in das Übergangssystem

kommen, in dem Maßnahmen für Jugendliche ohne

Ausbildungsplatz zusammengefasst sind. Zu diesem Ergebnis

kommt eine Analyse des Forschungsinstituts für Bildungs- und

Sozialökonomie. So sei bis zum Jahr 2027 ein Rückgang der

Ausbildungsverhältnisse auf 410 000 bis 435 000 möglich –

2019 waren es 492 000. Für dieses Jahr wird ein Rückgang auf

etwa 475 000 erwartet. Die Forscher basierten ihre Analyse auf

den Entwicklungen der Ausbildungsverhältnisse seit der Weltwirtschaftskrise

2008/09. Damals waren die Ausbildungszahlen

in Deutschland dauerhaft stark zurückgegangen, auch nachdem

sich die Wirtschaft wieder erholt hatte.

» www.fibs.eu/referenzen/publikationen

Fotos: © mrmohock, Zoriana Zaitseva / Shutterstock.com

16 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


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AUSBILDUNG

DIE RICHTIGE

MISCHUNG

Von der Digitalisierung profitieren nicht nur große Unternehmen.

Digitalisierungsexperte Benjamin Wüstenhagen über

Trends in der digitalen Berufsbildung.

Interview Vincent Hochhausen

Im Interview

BENJAMIN WÜSTENHAGEN

leitet die Produktentwicklung

bei Cornelsen eCademy. Er ist einer

der Gründer des Bildungs-Startups

meinunterricht.de.

Bildungspraxis: Die Bildungswelt

verändert sich. Welche Lernformen

sind in der beruflichen Bildung

derzeit im Kommen?

Benjamin Wüstenhagen: Alles, was

verschiedene Lernformen kombiniert,

hat gerade Rückenwind – also im weitesten

Sinne Blended Learning. Das

kann zum Beispiel die Kombination

von E-Learning oder auch Virtual

Reality-Anwendungen mit analogen

Lernformen sein, wie Präsenzlernen

oder praktisches Lernen im Betrieb.

Ist das auf Corona zurückzuführen?

Die Corona-Pandemie ist ein Katalysator

für diese Prozesse, aber den Trend

gab es in Deutschland auch vorher –

wenn auch weniger ausgeprägt als zum

Beispiel in den USA oder Skandinavien.

Durch Corona tatsächlich stark verbreitet

worden sind Videokonferenzen.

Dadurch sinkt auch die Schwelle zu anderen

digitalen Anwendungen und Methoden.

Insgesamt hat die Umstellung

während Corona meiner Ansicht nach

ganz gut geklappt – wäre die Pandemie

vor zehn oder zwanzig Jahren ausgebrochen,

hätte die Berufsbildung viel

schlechter damit umgehen können.

Wie kann das Ausbildungspersonal

die nötigen Kompetenzen für

digitale Lernformen erlangen?

Es ist wichtig, ein Bewusstsein zu

schaffen, dass digital unterstützte

Lernformen zwar kurzfristig durch die

Umstellung eine zusätzliche Belastung

sind, aber mittelfristig die gesamte Ausbildung

und damit das ganze Unternehmen

davon profitiert. Zudem sollte

bei digitalen Angeboten die Usability

für die Ausbilder mehr im Vordergrund

stehen. Denn die ist genauso wichtig

und ein Erfolgsfaktor, um das Lernen

der Auszubildenden zu managen.

Kleine Unternehmen haben für

solche Umstellungen auf digitales

Lernen weniger Ressourcen.

Sehen Sie das als Problem?

Nein, denn die Möglichkeiten für kleine

Unternehmen, digitale Anwendungen

zu nutzen, sind besser als je zuvor. Mitt-

lerweile können sie über Cloudsysteme

Angebote nutzen, die zuvor größeren

vorbehalten waren. Wir bieten unsere

Inhalte zum Beispiel seit kurzem auch

für kleine Unternehmen an, was sich

früher gar nicht gelohnt hätte. Zudem

haben kleinere Betriebe in puncto

Flexibilität oft einen Vorteil gegenüber

größeren, die jede Änderung mit dem

Betriebsrat abstimmen müssen. Und

Mitarbeiter können auch private Geräte,

etwa Smartphones, für solche Anwendungen

nutzen, wenn sie das wollen.

Was würden Sie kleinen Unternehmen,

die keine Erfahrung mit digitalem

Lernen haben, raten, wenn sie sich

auf den Weg machen wollen?

Sie sollten ihre Azubis fragen, wie

sie lernen möchten. Da kommen sie

schnell auf Ideen, in welche Richtung

sie sich bei der Suche nach passenden

Angeboten bewegen können.

Welche Bedingungen brauchen Berufsschulen,

um digital lernen zu können?

Berufsschulen brauchen mehr Ressourcen

und Experimentierraum– denn

oftmals fehlt nicht der Wille an der

Schule, sondern die Ausstattung oder

die Zustimmung des Trägers. Im Idealfall

sind digitale Angebote ein sehr

guter Weg, die Vernetzung der Lernorte

in der Ausbildung zu unterstützen –

und das nützt letztlich allen.


Foto: © Philippe Ramakers

18 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


Die optimale Ausstattung für

das digitale Klassenzimmer

Der Bildungsbereich durchlebt aktuell einen ent-

scheideneden Wandel voller Herausforderungen und

Innovationen.

Das 500-Millionen-Euro-Programm zur Sofortausstattung

und der DigitalPakt Schule sind die

beste Grundlage für die weitere Digitalisierung des

Lernens. Mit dem breiten Produkt-Portfolio und

umfangreichen Services bietet Acer for Education

das optimale Angebot für die Einrichtung des digitalen

Klassenzimmers. Mit den Education-Geräten

von Acer sind Sie dafür bestmöglich ausgestattet

- ganz egal, ob in der Schule oder Zuhause im Fernunterricht.

Die Remote-Lösungen von Acer bieten Lehrkräften,

Schülern als auch Studierenden genau die Technologien,

die sie benötigen. Dazu gehört das Travel-

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und mit einer herausragenden Leistung war es noch

nie so einfach, die richtige Ausstattung für ein

kreatives Lernerlebnis zu finden.

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AUSBILDUNG

AUS DER NOT

WIRD EINE TUGEND

Während des Lockdowns mussten Ausbildungsnetzwerke

unter Hochdruck alternative Angebote für Auszubildende schaffen.

Daraus entstanden Ideen, die aktuell bleiben.

Gastbeitrag Nicole Glawe-Miersch

Berufsschulen und Trainingszentren

mussten Ende März

für zunächst unbestimmte

Zeit schließen. Schnell war klar, dass

die Mitgliedsunternehmen der BANG

Ausbildungsnetzwerke [siehe Kasten]

dringend Unterstützung bei der Ausbildung

der gewerblich-technischen Azubis

benötigten – vor allem im Bereich

der theoretischen Ausbildung, die normalerweise

die Berufsschulen übernehmen.

Wöchentliche Angebote waren

nicht ausreichend, denn aufgrund von

Kurzarbeit war die Wahrscheinlichkeit

zu hoch, dass die Azubis an dem jeweiligen

Tag nicht im Betrieb wären.

In den BANG Netzwerken waren

E-Learning-Angebote und Online-

Betreuung zwar schon länger fester

Bestandteil, um die Theorieausbildung

der Auszubildenden im Verbund zu unterstützen.

Vor Corona wurden sie aber

normalerweise lediglich als Ergänzung

angeboten.

Bereits eine Woche nach den Schulschließungen

stellte das Ausbilderteam

der BANG-Trainingszentren eine

komplett neue Online-Betreuung für

die Auszubildenden auf die Beine.

Sie entwickelten dazu einen Online-

Betreuungsplan mit unterschiedlichen

Angeboten, der für jeden Tag in der

Woche zwischen 8 und 15 Uhr unterschiedliche

Angebote vorsah. Der Plan

berücksichtigte die Bedarfe aller in den

Trainingszentren geschulten Berufe

sowie der unterschiedlichen Lehrjahre.

„Ich war von der Geschwindigkeit beeindruckt,

mit der das tägliche Betreuungsangebot

realisiert wurde“, erzählt

Andreas Rothgänger, Produktionsleiter

der Firma Fuhr, ein Mitglied des

Ausbildungsnetzwerks BANG Lippe.

„Vor allem, weil die Berufskollegs geschlossen

waren und die Betreuung von

dieser Seite währenddessen eher unregelmäßig

war, bedeutete diese Form der

Betreuung eine enorme Entlastung.“

Doch nur mit einem Plan war es nicht

getan. Gewerblich-technische Ausbilder

mussten in kürzester Zeit zu Online-Dozenten

werden – eine erhebliche

Umstellung.

Ein Anfang mit Tücken

Viele Ausbilderinnen und Ausbilder

stießen auf teils unvorhergesehene

Herausforderungen.

Denn nicht jeder von ihnen war

vorher schon in das digitale Unterrichten

einbezogen worden.

Ausbilder, die mit ihren Azubis

normalerweise an der Maschine

oder im Seminarraum stehen,

mussten sich nun daran gewöhnen,

vor einem Bildschirm zu sitzen und

nur via Kamera und Mikrofon mit den

Teilnehmern verbunden zu sein. Selbst

Details wurden zu Lernerfahrungen:

Welchen Bildausschnitt wählen? Wie

gebe ich meinen Bildschirm frei? Wie

baue ich die Dokumentenkamera ein?

Eine weitere Herausforderung war, dass

die Angebote nicht mehr jeweils nur

für ein bestimmtes regionales Netzwerk

angeboten wurden, sondern übergreifend,

was die Anzahl der Teilnehmer

deutlich steigen ließ. Der Arbeitsalltag

vor der Kamera entfachte aber auch

ungewohnte Kreativität: Die leere Lehrwerkstatt

wurde zum „Fernsehstudio“,

Theorie und Praxis wurden direkt an

der Maschine veranschaulicht. Das war

jedoch eher die Ausnahme, die Arbeit

geschah meist von zu Hause, erzählt

Sandi Pavlic, Ausbilder am Standort

BANG Gütersloh. „Anfangs habe ich

Kollegen Tipps gegeben, wie sie ihren

NICOLE

GLAWE-MIERSCH

leitet die BANG

Netzwerke Hövelhof und

Lippe. Sie koordiniert die

Zusammenarbeit aller

an der Ausbildung

beteiligten Partner.

Foto: @ Nicole Glawe-Miersch

20 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


Laptop positionieren, um möglichst wenig

vom privaten Wohnraum zu zeigen.

Aber trotzdem lief auch bei uns mal die

Katze über die Tastatur oder Kinder

riefen Papa zur Hilfe auf die Toilette“, erinnert

er sich. Pavlic wurde als derjenige

mit der meisten Erfahrung bei der Umsetzung

von digitalem Unterricht zum

Ansprechpartner für alle großen und

kleinen Probleme im Ausbilderteam.

Alle mussten sich abstimmen

Auch auf der Seite der Ausbilderinnen

und Ausbilder in den Unternehmen gab

es Nachholbedarf bei der technischen

Umsetzung. Aus diesem Grund gab

es jeden Montagmorgen ein Online-

Meeting für das Ausbildungspersonal

aus den Betrieben und den BANG Ausbildungszentren.

Auch um alle Fragen

zu den Wochenplänen zu klären. So

konnten die Beteiligten die Inhalte des

Wochenplans oder Fragen zur Leistung

von teilnehmenden Azubis besprechen.

In den BANG Netzwerken sind auch

kleine und mittlere Betriebe aus der

Metallbrache vertreten, die in ihren Bereichen

spezialisiert sind. Sie sind zwar

für ihre normalen Aufgaben perfekt ausgestattet,

hatten aber oft keinen Raum

zur Verfügung, der einem Azubi die

Ausbildung am Rechner ermöglichte.

Auch hier wurden gemeinschaftliche

COPAC CS GmbH - Format 1/3 Seite unten.pdf 1 19.10.2020 09:55:22

Lösungswege gesucht und gefunden.

Betriebe organisierten zusätzliche Laptops

und gestalteten Räume so, dass den

Auszubildenden die notwendige Ruhe

und technische Ausstattung zu Verfügung

stand. Viele Unternehmen nutzten

auch die Gelegenheit, Auszubildende

tageweise ins Homeoffice zu schicken.

Das war nur dank des Online-Angebots

überhaupt möglich, denn für gewerblich-technische

Auszubildende wäre dies

inhaltlich sonst nur schwer umzusetzen

gewesen. Sie nutzten dann ihre private

Ausstattung zu Hause.

Das Online-Angebot

bleibt bestehen

Trotz der anfänglichen Tücken, war das

Feedback zu den neuen Ausbildungsangeboten

von allen Seiten positiv, sowohl

von den Ausbildern des Trainingszentrums

BANG Gütersloh, den beteiligen

Unternehmen als auch von den Azubis.

So stand schnell fest, dass das Angebot

auch weiterbestehen soll. Laut aktuellem

Plan gibt es jeden Tag verschiedene Online-Unterrichtsblöcke

ab 13 Uhr. Die

Azubis können vom Betrieb oder von

zu Hause aus an den Web-Seminaren

teilnehmen. Die digitalen Seminare nehmen

inhaltlich und zeitlich einen deutlich

höheren Stellenwert als noch vor

Corona ein, als sie nur begleitend zum

Realunterricht angeboten wurden. ■

Ausbildung

im Netzwerk

Das Netzwerk BANG

(Berufliches Ausbildungsnetzwerk

im Gewerbebereich

e.V.)

wurde 2001 gegründet.

In regionalen BANG

Netzwerken schließen

sich Unternehmen

zusammen und organisieren

neben der

klassischen dualen

Ausbildung im Betrieb

und in der Berufsschule

eine dritte

Säule – ein überbetriebliches

Trainingszentrum.

Mittlerweile

sind deutschlandweit

neun Netzwerke entstanden,

weitere stehen

kurz vor ihrer

Gründung. Sie wurden

mehrfach als Preisträger

ausgezeichnet,

unter anderem hat das

Bundesministerium für

Arbeit BANG 2017 als

„Innovatives Netzwerk“

gekürt.

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AUSBILDUNG

ZU WENIG

ZU TUN

Langeweile, wenig zu tun:

Auszubildende fühlen sich nicht wohl,

wenn sie unterfordert sind. Trainerin Gabriele

Weingärtner gibt Tipps, wie man mit

der Situation umgeht.

Stefanie M., Ausbilderin in einem mittelständischen

Industrieunternehmen,

will wissen, wie sie mit einer Auszubildenden

umgehen soll, die sich unterfordert

fühlt:

„Christiane ist unsere neue kaufmännische

Auszubildende. Sie hat am 1. August mit

viel Motivation ihre Ausbildung bei uns

begonnen. Letzte Woche kam sie zu mir

und ich habe sie kaum wiedererkannt. Von

der hochmotivierten jungen Nachwuchskraft

aus den Bewerbungsgesprächen und

den Probearbeitstagen war nicht mehr viel

zu erkennen. Christiane fühlt sich unterfordert.

Sie wisse nicht, ob sie in der Ausbildung

richtig sei. Sie habe sich sehr auf die

Ausbildung gefreut, der Recruitingprozess

sei positiv gewesen und habe ihr Hoffnung

gemacht, dass sie ihre Eigeninitiative und

ihre Kreativität einbringen könne. Aber

schon am ersten Tag in der Abteilung sei

kein Ansprechpartner dagewesen und kein

Platz für sie vorbereitet gewesen. Seitdem

Foto: © Prostock-studio / Shutterstock.com

22 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


Aus der Praxis für die Praxis!

sei sehr wenig zu tun, sie langweile sich seit

Wochen. Die wenigen Aufgaben bearbeite

sie sehr schnell, und sie fürchtet, dass ihre

ständigen Nachfragen die anderen nerven.

Mittlerweile mache sie langsamer und

frage nicht mehr so viel nach. Das habe die

Situation zwar entspannt, sei für sie aber

nicht in Ordnung. Sie will gerne im Unternehmen

bleiben, aber sie will auch sinnvoll

mitarbeiten und lernen. Sie hat noch einige

Wochen bis zum Ende der Probezeit, und

wisse nicht, was sie machen solle.“

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AUSBILDUNG

Gabriele Weingärtner ist

Trainerin und Coach und

leitet die Ausbilder Akademie

GmbH.

„Ich kann die Auszubildende

Christiane gut verstehen,

ihre Frustration und

Demotivation. Schade, dass

sie den Beginn der Ausbildung

so erlebt. Ich lese

aber auch, dass noch viel Energie da ist,

etwas daran zu ändern. Was können Sie als

Ausbilderin jetzt tun? Schauen wir uns zunächst

die rechtliche Situation an. Christiane

ist noch in der Probezeit. Die Probezeit

ist genau dafür da, auszuprobieren – das

gilt für beide Seiten. Das Ausbildungsunternehmen

sollte die Probezeit nutzen, um

die Auszubildende kennenzulernen und zu

erkennen, ob sie zu dem Unternehmen und

dem Beruf passt. Auch die Auszubildende

hat das Recht, genau das für sich selbst zu

prüfen. Daher ist auch die Trennung in der

Probezeit so unkompliziert gehalten. Das

primäre Ziel ist nun aber nicht die Kündigung,

sondern eine gute Ausbildung mit

dem Ziel, eine neue Mitarbeiterin für das

Unternehmen zu entwickeln.

Ein weiterer rechtlicher Aspekt ist der

betriebliche Ausbildungsplan, in dem

die Lernziele für die Ausbildung festgehalten

werden. Die erste Frage ist, ob für

Christiane ein individueller Ausbildungsplan

existiert, ob er aktuell ist und ob dort

feste Ausbildungsbeauftragte zugeordnet

wurden.

Ich empfehle in diesem Fall,

in drei Stufen zu arbeiten:

Stufe 1: Bitten Sie Christiane, dass sie auflistet,

was ihr in der Ausbildung und an

dem zukünftigen Beruf gefällt. Das ist ihre

Pro-Liste. Ebenso soll sie notieren, was

ihr nicht gefällt. Dabei soll sie ehrlich und

konkret sein – je präziser desto besser. Sie

soll auch eine Aufstellung ihrer konkreten

Erwartungen und Wünsche an die Ausbildung

erstellen.

Erstellen Sie eine vergleichbare Liste mit

Ihren Erwartungen an Christiane und die

Wahrnehmung ihrer Kompetenzen und

der Situation. Dabei kann Ihnen auch ein

Beurteilungs bogen helfen.

Stufe 2: Bitten Sie Christiane um ein offenes

Gespräch in guter Atmosphäre, nehmen

Sie sich Zeit. Die im ersten Schritt

erstellten Listen werden Ihnen beiden

bei der Vorbereitung dieses Gespräches

helfen. Dann thematisieren Sie die aktuelle

Situation und suchen gemeinsam

eine Lösung für den weiteren Verlauf der

Ausbildung. Das kann die Benennung

eines anderen Ausbildungsbeauftragten

in diesem Bereich sein, die Anpassung

des Ausbildungsplans, das Angebot von

Zusatzqualifikationen für Christiane oder

von Projekten, um sie zu fordern und ihr

Herausforderungen zu stellen.

Stufe 3: Suchen Sie das Gespräch mit

der Abteilung und beauftragen Sie eine

geeignete Person als Ausbildungsbeauftragten,

die für Christiane in der Abteilung

verantwortlich ist. Das ist wichtig:

Ausbildungsbeauftragte planen und

strukturieren die Ausbildungsphase in

der Abteilung. Sie erstellen die konkreten

Lern- und Arbeitsaufträge und agieren

wie eine Führungskraft. Vielleicht sind

den Kollegen und Kolleginnen ihre Rolle,

ihre Verantwortung und ihre Aufgaben

nicht im nötigen Maß klar. Das persönliche

Gespräch ist hier der beste Weg zur

Problemlösung. Vielleicht ist die Lösung

für Ihr Unternehmen, mal einen Workshop

mit den Ausbildungsbeauftragten

zu machen.

Wichtig ist, dass Sie schnell handeln.

Denn der Zeitpunkt jetzt in der Probezeit

ist genau richtig. Schieben Sie die

Gespräche nicht auf, sondern gehen Sie

diese wertschätzend mit allen Beteiligten

an. Alle werden daran wachsen und jeder

übernimmt seinen Teil der Verantwortung

für eine erfolgreiche Ausbildung.

Und Christiane merkt, dass Ihnen und

den anderen Mitarbeitern daran gelegen

ist, ihre Probleme zu beheben. Denn eine

motivierte Auszubildende zu verlieren,

weil sie nicht gefordert wird, wäre sehr

ärgerlich. Ich wünsche Ihnen, dass Sie

einen guten Lösungsweg finden.“ ■

Foto: Tania Kraft; privat

24 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


Produktvorstellungen

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TravelMate Spin B3 –

Das optimale Schul-Notebook

Mit bis zu 12 Stunden Akkulaufzeit hat dieses Notebook

Power für langes und flexibles Lernen. Das

wandelbare Design des Geräts stellt sicher, dass

Schüler/-innen leicht zwischen dem Tablet-, Zeltoder

Notebookmodus wechseln können. Der im Gehäuse

integrierte Wacom AES-Stift und die

5 MP-HDR-Kamera sorgen für ein noch

flexibleres Lernerlebnis.

» www.acer.com/ac/de/DE/content/

professional-series/travelmatespinb3

In nur 15 Minuten

interaktive Trainings

selbst erstellen

Neue Regeln, neue Anforderungen, neue

Dokumente. Mitarbeiter sollen nachhaltig

und rechtssicher geschult werden. Für

diese Herausforderung hat Provadis eine

Lösung mit vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten

entwickelt. Zeit- und kostensparend.

Funktioniert offline, online und auf

jeder Lernplattform (SCORM).

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Digitales Mindset testen

Gerade jetzt müssen digitale Herausforderungen gemeistert

und der digitale Wandel vorangetrieben werden. Testen Sie

mit dem Online-Testsystem von u-form das digitale Mindset

Ihrer Bewerber. Dieser Test liefert Ihnen unter anderem

eine Aussage zum digitalen Interesse, der Offenheit und der

Flexibilität der Bewerber. Mehr Testverfahren zum Thema

digitale Kompetenz finden Sie unter

» www.testsysteme.de/Digitalisierung

EDV-Geräte unter

Corona-Bedingungen

Sie organisieren den Wechsel zwischen

normalem Schulbetrieb und Homeschooling?

Sie wollen Schulgeräte verleihen

und Privatgeräte nutzen? Das Phantosys-

Konzept beinhaltet die zentrale Verwaltung

dieser Geräte, die Aktualisierung

und die Selbstheilung. So können Sie

kostengünstig autonome Windows- und

Linux-Systeme mit Ihrer Cloud-Lösung kombinieren.

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Online-Berichtsheft

Berichtsheftführung in der Ausbildung

– digital, von überall, jederzeit

und für alle Akteure? Mit dem Online-

Berichtsheft BLok ist das möglich. Vom

BIBB Hauptausschuss als Referenzlösung

empfohlen, wird BLok bereits in

mehr als 6000 Unternehmen bundesweit

erfolgreich eingesetzt.

» www.online-ausbildungsnachweis.de/

anmeldung

›› BILDUNGSPRAXIS –04/2020 | 25


WEITERBILDUNG

News

WEITER­

BILDUNGS-

INSTITUTE

ERWARTEN

UMSATZ-

RÜCKGANG

92 Prozent der Mitgliedsunternehmen

im

Weiterbildungsverband

Wuppertaler Kreis erwarten

für das laufende Jahr

einen Umsatzrückgang

durch die Corona-Krise.

Das geht aus einer Mitgliederbefragung

des Verbandes

hervor. 49 Prozent

gehen davon aus, dass der

Rückgang mehr als 20

Prozent betragen wird. 60

Prozent der Unternehmen

gaben an, bereits Kurzarbeit

eingeführt zu haben

oder es zu planen.

» www.wkr-ev.de

Gesetzliche Vorgaben zu

Lehrerfortbildung untersucht

In Bundesländern, die konkrete gesetzliche Vorgaben zur Lehrerfortbildung

haben, nehmen mehr Lehrkräfte an Fortbildungen teil. Das ist ein Ergebnis der

Studie „Wie relevant ist die gesetzliche Fortbildungsverpflichtung für Lehrkräfte?“

der Universität Potsdam. Gleichzeitig nahmen auch in diesen Bundesländern zwischen

21 und 33 Prozent der Lehrkräfte nicht an Fortbildungen teil. Ein weiteres

Ergebnis: Frauen nehmen signifikant häufiger an Fortbildungen teil als Männer.

Weiterbildungsbeteiligung

sinkt mit dem Alter

Die Teilnahmequote an Weiterbildung von 50 bis

60-Jährigen liegt europaweit mit durchschnittlich

29 Prozent deutlich unter der von 25 bis 49-Jährigen

mit 38 Prozent. In Ländern mit dualem

Ausbildungssystem und guten Weiterbildungsstrukturen

ist dieser Unterschied zwischen alt und

jung allerdings geringer als in anderen Ländern.

Das ist das Ergebnis der Untersuchung „Berufliche

Weiterbildungsbeteiligung von Älteren im

europäischen Vergleich – Welche Rolle spielen

Institutionen?” von Veronika Philipps, Professorin

für Wirtschaftspädagogik an der Uni Göttingen.

Dieses Ergebnis deutet laut der Autorin darauf

hin, dass Nachteile für Ältere in der Weiterbildung

weniger durch Angebote behoben werden, die sich

speziell an diese Gruppe richten, sondern durch

eine Stärkung der Weiterbildungsinstitutionen für

alle Altersgruppen.

Fotos: © LStockStudio, mavo / Shutterstock.com

26 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


BILDUNG BRAUCHT EIN MITEINANDER.

DER DIDACTA VERBAND – EIN STARKES NETZWERK.

Für mehr Zusammenhalt und eine lebendige Demokratie:

Damit sich diese nachhaltig entwickelt, knüpfen wir

ein starkes Bildungsnetzwerk, das Perspektiven eröffnet.

Informieren Sie sich über unser Angebot.

www.didacta.de


WEITERBILDUNG

DIDACTA 2021:

„EIN ORT DES MIT- UND

VONEINANDER LERNENS“

Im März 2021 kehrt die didacta Bildungsmesse nach Stuttgart zurück.

Die Veranstalter setzen auf gute Inhalte – und zusätzliche digitale Formate.

Text Thorsten Timmerarens

Foto: © koelnmesse

28 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


Die didacta – die Bildungsmesse

bringt Menschen

zusammen, die für Bildung

Verantwortung übernehmen – auch in

Corona-Zeiten. Denn die Pandemie

sorgt für einen hohen Informationsbedarf

bei den Bildungsprofis, deren Kitas,

Schulen und Unternehmen gerade

einen beschleunigten Wandel erleben.

myQ – die Anlaufstelle

für Weiterbildung und

Qualifizierung:

2021 geht der neue

Ausstellungsbereich myQ auf

der didacta an den Start.

Dort bündelt die Messe die

Aktivitäten der Aussteller

zum Thema Weiterbildung und

bietet den Besucherinnen und

Besuchern so eine bessere

Orientierung zur Berufsqualifizierung.

Die Ausstellung

setzt Schwerpunkte im

B2B-Bereich. Sie wird

begleitet von einem Vortragsprogramm,

das sich aktuellen

Herausforderungen im Unternehmensalltag

widmet.

Themen sind unter anderem:

» Das Personal der

Zukunft entwickeln

» Gesellschaftliche

Herausforderungen

der Digitalisierung –

Digitale Ethik

» Digitalisierung

im Mittelstand –

eine kulturelle

Herausforderung

» Quo vadis

Trainer/Coaches?

Sichern Sie Ihren Schülerinnen

und Schülern Teilhabe am

Arbeitsmarkt von morgen

Der Arbeitsmarkt verändert sich und vieles wirkt momentan

ungewiss. Gerade deshalb müssen wir vor allem der jungen

Generation neue Perspektiven eröffnen.

Da Weiterbildung und Qualifi zierungen neue Türen öffnen können, haben

Microsoft, LinkedIn und GitHub in einer neuen Qualifi zierungsinitiative ihre

Ressourcen gebündelt und ein einzigartiges Unterstützungspaket mit gezielten

Lernangeboten geschnürt.

Basierend auf den Kompetenzen, die in den nächsten Jahren besonders stark

nachgefragt werden, wurden sowohl fachspezifi sche Lernpfade als auch

Kurse zum Beispiel zu Schlüsselkompetenzen und virtueller Zusammenarbeit

entwickelt. Von Projektmanagement über digitales Marketing bis zu IT

werden viele Themen abgedeckt. Ergänzt werden diese durch branchenweit

anerkannte Zertifi kate.

Sie bekommen in unserer Online Akademie mit Ihren Lernenden einen

individualisierten Zugang und werden von unserem erfahrenen Team von

Trainerinnen und Trainern begleitet. Des Weiteren geben Expertinnen und

Experten als Gastredner Einblicke in ihre Berufsfelder sowie hilfreiche Tipps.

Das Beste ist: es entstehen für Sie oder für Ihre Lernenden keine Kosten!

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und -schüler?

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+49 30 2938 1680 | info@it-fi tness.de | www.it-fi tness.de


WEITERBILDUNG

Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte,

Verantwortliche der Aus- und Weiterbildung

sowie Bildungsträger benötigen

dringender denn je Unterstützung –

und eine Heimat. Diese Heimat ist auch

2021 die didacta. Sie findet vom 23. bis

27. März in Stuttgart statt.

Das Lehren und Lernen unter Corona-

Bedingungen setzt das Bildungssystem

mehr als ohnehin schon unter

Druck. Während sich die öffentliche

Diskussion auf den Ausbau digitaler

Infrastrukturen konzentriert, bleiben

pädagogische Konzepte für die Digitalisierung

und Fortbildungsangebote

für Fach- und Lehrkräfte rar. Deshalb

stehen Lösungen, die sich bei der

Arbeit mit den Lernenden direkt umsetzen

lassen, im Fokus der didacta.

Die Besucherinnen und Besucher

erhalten vielfältige Anregungen, wie

sie traditionelle Lern- und Lehrformen

mit neuen Medien und Konzepten

ergänzen und die Herausforderungen

im pädagogischen Alltag meistern

können.

Austausch vor Ort

und im virtuellen Raum

Der Didacta Verband ist für große

Teile des Programms verantwortlich,

beispielsweise für die sechs Messeforen,

darunter die Foren Berufliche Bildung

und myQ/Weiterbildung, auf denen

Diskussionen, Vorträge und Interviews

stattfinden werden. Neben diesen altbekannten

und bewährten Angeboten

schafft der Verband im kommenden

Jahr auch neue Formate des Miteinanders

und der Fortbildung. Didacta-

Hauptgeschäftsführer Reinhard Koslitz

sagt dazu: „Mit unseren Mitgliedern

und Partnern werden wir einen neuen

Ort der Erfahrung, des Erlebens, des

mit- und voneinander Lernens kreieren

und dazu einladen, diesen gemeinsam

zu gestalten. Dafür steht die didacta.

Begegnungen und Beziehungen werden

weiterhin unsere Prämisse sein, denn

Covid-19 hat auch gezeigt, wie wichtig

der soziale, interaktive Austausch für

uns Menschen und unsere Entwicklung

ist.“ Zugleich werden Angebote der

didacta auch im virtuellen Raum zugänglich

sein. „Dies gibt uns die Möglichkeit,

die Reichweite der Messe zu

erhöhen und auch Besucherinnen und

Besucher anzusprechen, die nicht vor

Ort sein können“, sagt Koslitz.

Alle Informationen zur didacta –

die Bildungsmesse finden Sie auf

» www.didacta-messe.de. ■

Sicher auf

der Messe

Die Messe Stuttgart als Veranstaltungsort

der didacta

setzt auf umfangreiche Sicherheits-

und Hygienemaßnahmen,

die den Schutz der

Menschen während der Pandemie

gewährleisten. Das Konzept

„Safe Expo“ befolgt die

geltenden Schutzverordnungen

des Landes Baden-Württemberg.

Dazu zählen beispielsweise

die Abstandsregel von 1,5

Metern, die Maskenpflicht in

geschlossenen Räumen, wenn

der Mindestabstand nicht

eingehalten werden kann, der

stetige Luftaustausch in den

Messehallen und eine hohe

Dichte an Desinfektionsmöglichkeiten.

» Mehr Informationen:

www.messe-stuttgart.de/besucher/

aktuelles/hygienekonzept

Freier Eintritt

zur didacta!

Bildungspraxis verlost 30

Tagestickets zur didacta

Bildungsmesse in Stuttgart.

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besuchen und mitmachen!

30 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


Der Bildungsprofi für Technik

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Telefon: 07531 5801-100 oder info@christiani.de


WEITERBILDUNG

VERANSTALTUNGEN 2020/21

Messen, Kongresse und Weiterbildungen aus der Aus- und Weiterbildung

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Jahreskongress Berufliche

Bildung jakobb

Für wen? Aus- und Weiterbildungsprofis

Wo? Online

Der Jahreskongress Berufliche Bildung jakobb wird

wegen der Corona-Pandemie dieses Jahr online

stattfinden. In Online-Vorträgen, Live-Schaltungen in

Schulen und Betrieben sowie Diskussionen beleuchten

die Teilnehmer, wie die duale Ausbildung auf aktuelle

Herausforderungen reagieren kann. Unter anderem

geht es um digitale Transformation, gute Lernortkooperation

und asynchrones Lernen. Die Anmeldung

ist kostenfrei.

» www.jakobb.de/anmeldung

7. – 8.

DEZEMBER

Zukunft Personal Süd

Für wen? Personaler

Wo? Stuttgart

21.–22.

APRIL

Im kommenden April findet wieder die Personalmesse

Zukunft Personal Süd in Stuttgart statt. Über

5000 Führungskräfte und HR-Experten sowie über

300 Aussteller werden dort erwartet. Wichtige und

aktuelle Themen aus dem HR-Bereich – von Employer

Branding über Recruiting bis zu richtigem Bildungsmanagement

– werden dort zur Sprache kommen.

Anmeldung und weitere Informationen auf:

» www.zukunft-personal.com/de/events/zp-sued

Lehrgang geprüfte/r

Berufspädagoge/in (IHK)

Für wen? Ausbilderinnen und Ausbilder

Wo? Frankfurt am Main und online

Im März startet an der Ausbilderakademie der neue

Blended Learning-Lehrgang zum geprüften Berufspädagogen.

Über acht Monate finden wöchentlich

Onlineseminare statt sowie eine Blockwoche im Oktober

2021 als Präsenzveranstaltung. Anschließend

werden die Teilnehmenden online auf die Prüfung im

April 2022 vorbereitet. Der Abschluss entspricht dem

Niveau eines Masterstudiums. Informationen zu Inhalt,

Ablauf, Fördermöglichkeiten und Gebühren auf:

» www.ausbilder-akademie.de

6.

MÄRZ

didacta – die Bildungsmesse

Für wen? Lehrkräfte, Ausbilder und

alle Bildungsinteressierten

Wo? Stuttgart und online

Im März 2021 findet die größte Bildungsmesse Europas

wieder in Stuttgart statt. Neben Hunderten

Ausstellern bieten sechs Messeforen Raum für Diskussionen

zu aktuellen Bildungsthemen. Darunter

das Forum myQ mit Veranstaltungen zu Weiterbildung

und Qualifizierung und das Forum Berufliche

Bildung, auf dem Ausbildungsthemen zur Sprache

kommen. Zahlreiche Veranstaltungen werden zudem

online stattfinden.

» www.didacta-messe.de

23. – 27.

MÄRZ

32 | ›› BILDUNGSPRAXIS – 04/2020


Der Bildungsprofi für Technik

| Schule | Ausbildung | Hochschule | Weiterbildung

Erfolgreich ausbilden –

Automatisierung und Industrie 4.0

mMS Sorting System Compact 4.0 – das neue modulare Lehrsystem

für eine moderne Ausbildung

Mit dem mMS Sorting System Compact 4.0 können Sie Ihre Fachkräfte von morgen kostengünstig

und flexibel auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten:

• Modular und flexibel erweiterbar

• Cloudbasierte Steuerungsmöglichkeiten

• Standortunabhängiges Monitoring in Echtzeit

• Produktverfolgung via RFID

Mehr Informationen unter:

christiani.de/sorting-system-compact


Erleben Sie digitales Lernen, das so

individuell ist, wie der Mensch selbst.

lx.festo.com macht Lernen zum Erlebnis.

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