Gartenbau Geih
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Gartenbau Geih
Das PLUS im Garten
❖ Basistipps für die Gartengestaltung
❖ Die Artenvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt
❖ Naturbelassene Gärten
❖ Wege und Pfade
❖ Kiesgarten und doch keine Wüste
❖ Nashorn und Löwe / Wildtiere im Hausgarten
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❖ Ein Garten ist ein abgegrenztes Stück Land, in dem Pflanzen oder Tiere
vom Menschen in Kultur genommen und somit gepflegt (kultiviert)[1]
werden. Im Gegensatz zu Parks werden Gärten meist privat genutzt.
❖ Dein Garten – Dein Abenteuer!
❖ Gärten werden nicht nur angelegt, um einen direkten Ertrag zu ernten
(Nutzgarten), sondern auch um einem künstlerischen, spirituellen oder
therapeutischen Zweck zu dienen, oder auch der Freizeitgestaltung und
Erholung, wie Zier- und Kleingärten. (Quelle: Wikipedia)
❖ Was ist Dein Garten für Dich?
Ort zum Erholen
Kreativer Gestaltungsraum
Hobby
Heimat
Früchte
Abgegrenztes Stück Land
Lebensraum für Pflanzen und Tiere
Fitnesscenter
Abenteuer
Seite 04
❖ Basistipps zur Gartengestaltung
Seite 06
❖ Die Artenvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt
Seite 08
❖ Naturbelassene Gärten, Wege
Seite 10
❖ Kiesgarten
Seite 12
❖ Nashorn und Löwe
Seite 14
❖ Was uns motiviert
❖ Basistipps zur Gartengestaltung
Ob groß oder klein, unbebaut oder schon lange in
Nutzung: Bei einer Garten-Neu- oder Umgestaltung
stehen viele Fragen im Raum. Wie ist das beste
Vorgehen? Was sollte zuerst und was zuletzt
gemacht werden? Welche Dinge müssen beachtet
werden?
Bevor man mit der (Um-) Gestaltung seines Gartens
beginnt, sollte man sich überlegen, wie der Garten
genutzt werden soll, und eine Liste der Bedürfnisse
und Wünsche aller Gartennutzer anfertigen. Soll der
Garten vor allem Erholung bieten oder eher als Spieloder
Nutzfläche dienen? Dabei sind auch die
Tageszeiten der Gartennutzung und die Ferienzeiten
zu berücksichtigen. Die zu erwartenden Änderungen
durch das Älterwerden von Kindern und
Erwachsenen sollten in einer zweiten Spalte
festgehalten werden. Denn einige Elemente lassen
sich später ohne viel Aufwand verändern,
beispielsweise eine Sand- und Matschgrube für
kleine Kinder zum naturnahen Gartenteich für ältere.
❖ Eine Planskizze zeichnen
Es ist sehr hilfreich, während der Planung eine oder
mehrere maßstabsgerechte Ansichten mit
Gebäuden, Gartenelementen und vorhandenen,
sowie geplanten Gehölzen zu zeichnen, denn dabei
werden die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der
Gestaltung besser erfasst. Hier sind keine
künstlerischen Fertigkeiten gefragt,
sondern nur Übersichtlichkeit und Maßstabstreue.
Benennt man die Gartenteile und fügt Erklärungen
bei, lassen sich auch gleich die benötigten
Materialien und Arbeitsschritte festhalten.
❖ Erst bauen, dann pflanzen
Erst wenn das „Gerüst“ des Gartens in Form von
Wegen und Plätzen geplant ist, sollten die
Materialien und Pflanzen ausgewählt werden. Lokale
Steine für die Wege und heimische Pflanzen sparen
oft nicht nur Geld, sondern fügen sich auch schöner
in die Umgebung ein.
❖ Die richtige Pflanzenwahl
Bei der Wahl der Pflanzen gibt es neben Standort
und Lichtverhältnissen eine Menge an Kriterien zu
berücksichtigen. Auch Ziersträucher sollten sich frei
entfalten können und ihrer natürlichen Wuchsform
nach geschnitten werden. Statt einer
pflegeintensiven Schnitthecke können passende
Kletterpflanzen einen Zaun oder eine
Sichtschutzwand begrünen. Wer einmal rund ums
Haus läuft, kann jede Menge Standorte entdecken,
die sich begrünen lassen. Auch im tiefen Schatten
von Gebäuden wachsen viele Stauden, Gräser und
Farne, wenn der Boden humos und feucht ist. Sogar
im trockenen Schatten unter alten Gehölzen lassen
sich Spezialisten ansiedeln. Alle heimischen Pflanzen
locken mit ihren Blüten und Früchten Tiere in den
Garten, die ihn schöner und erlebnisreicher machen.
❖ Die Artenvielfalt der Pflanzen- und
Tierwelt
Ein biologisch vielfältiger Garten ist ein hohes Gut –
sowohl für uns Menschen als auch für Tiere und
Pflanzen. Zwischen brummenden Hummeln, singenden
Vögeln und duftenden Blüten kommt für viele
Menschen die schönste Entspannung auf und der eigene
Garten fühlt sich an wie Urlaub. Außerdem erspart man
sich viel Arbeit, denn die Nützlinge, die sich in einem
ökologischen Garten einfinden, übernehmen gern einen
großen Teil der Arbeit.
Mit einem ökologisch geführten Garten kann jeder
einen Beitrag zum Erhalt der Arten leisten, denn unsere
Gärten können so zu wichtigen Lebens- und
Rückzugsräumen für Pflanzen und Tiere werden. Wer
beispielsweise Wildbienen im Garten fördert, gibt vielen
Bestäubern eine Heimat. Wer Vögeln Unterschlupf und
Nahrung bietet, hat die besten Schädlingsbekämpfer vor
Ort.
In einem biologisch vielfältigen Garten wachsen vor
allem heimische Pflanzen, die die Tierwelt einladen und
ihnen Nahrung, Verstecke und Nistplätze bieten. Im
Frühjahr spenden beispielsweise heimische Frühblüher
den Hummeln erste Nahrung und uns bereits im April
einen herrlich bunten Garten. Später bereichern die
frühsommerliche Blütenpracht der Obstbäume und
Stauden den Garten und locken Falter und andere
Insekten an. Heimische beerentragende Gehölze und
Samen von Gräsern und Stauden, sowie viele Insekten
bieten Vögeln ein schmackhaftes Nahrungsangebot im
Sommer und Herbst.
Im Winter erleichtern abgeblühte Samenstände den
überwinternden Vögeln die Nahrungssuche. Auch
optisch sind sie, mit Schnee bepudert, ein schöner
Anblick. Beeren und Früchte sind in dieser
entbehrungsreichen Zeit wichtige Futterquellen.
Nicht nur Vögel und Insekten können sich in unserem
Garten zuhause fühlen. Auch Igel, Eidechsen, Frösche
und Kröten sowie eine Vielzahl anderer Kleintiere
kommen gern vorbei, wenn der Garten vielfältig
gestaltet ist.
Damit sich Tiere in unseren Gärten wohl fühlen, ist es
wichtig, auf den Einsatz von Pestiziden und eine all
zu große Ordnungsliebe zu verzichten. Den Boden zu
bedecken oder zu hacken, hilft gegen ungewollte
Wildkräuter. Wer eine „wilde Ecke“ mit Disteln,
Brennnesseln und Gräsern belässt, bietet den
Raupen von Tagpfauenauge, Kleinem Fuchs und dem
Distelfalter einen gedeckten Tisch.
Auszüge aus Brennnessel und Ackerschachtelhalm
sind wirkungsvolle Pflanzenstärkungsmittel. Ihr
unschlagbarer Vorteil: Sie sind sofort verfügbar und
ungiftig.
© Gartenbau Geih
❖ Naturbelassene Gärten
Einen Naturgarten zu gestalten, in dem sich Mensch
und Tier gleichermaßen wohlfühlen, gelingt mit einem
einfachen Erfolgsrezept: Eine vielfältige
Pflanzenauswahl, natürliche Materialien und ein wenig
"Laisser-faire". "Vielfalt ist Trumpf" lautet das Motto
für den Naturgarten. Mit zahlreichen verschiedenen
Pflanzen – darunter ein hoher Anteil heimischer Arten
– sowie einer abwechslungsreichen Struktur, bieten wir
Insekten, Vögeln, kleinen Säugetieren sowie Amphibien
und Reptilien Lebensraum und können den Wechsel
der Jahreszeiten beobachten.
Möchte man einen Naturgarten gestalten, gibt es
eine Menge zu berücksichtigen: Der Garten ist ein
Ort, an dem wir entspannen und feiern wollen. Auch
ein wenig Obst und Gemüse sowie Kräuter möchten
wir nach Möglichkeit anbauen. Zugleich soll der
Garten ein Refugium mit natürlicher Ausstrahlung
sein. Denn Schmetterlinge, die von Blüte zu Blüte
flattern, oder eine Eidechse, die sich auf den warmen
Steinen der Trockenmauer sonnt, sind herrliche
Naturerlebnisse – und das nicht nur für Kinder.
Eine Gliederung des Gartens ist durch Beete mit
hohen Stauden, Trockenmauern oder auch
durch Totholzhecken möglich. Dafür werden dicke
Äste, Knüppelholz oder auch Reisig aufgeschichtet.
Pflöcke, die in die Erde eingeschlagen werden, geben
dem Ganzen Stabilität. Zwischen den Ästen finden
Käfer, aber auch Spitzmäuse und Kröten
Unterschlupf. Wasser ist im Naturgarten einfach
unverzichtbar. Auch ein Teich muss nicht unbedingt
groß sein. Optimal ist jedoch, ihn mit unterschiedlich
tiefen Wasserzonen anzulegen, um so eine große
Pflanzenvielfalt anzusiedeln.
❖ Wege und Pfade
Gartenwege dienen in erster Linie der Verbindung
zweier Punkte. Neben diesem praktischen Aspekt
darf jedoch ihre gestalterische Wirkung nicht
unterschätzt werden: Sie gliedern den Garten in
verschiedene Bereiche und verbinden
Haus, Terrasse, Rasenflächen und Blumenbeete. Mit
ihnen kann man auch abgelegenere Gartenecken
trockenen Fußes erreichen. Kaum ein anderes
Gestaltungselement ergänzt zudem die Wirkung von
Pflanzen so perfekt wie die Fußpfade zwischen den
Beeten. Daher sollten sie sehr früh in die Planung
einbezogen werden.
Für die optische Wirkung eines Gartenwegs spielt vor
allem der Wegebelag eine entscheidende Rolle – er
sollte in jedem Fall mit dem Material der Gebäude
harmonieren. Funktion und Haltbarkeit dürfen Sie
dabei aber ebenfalls nicht außer Acht lassen. Für
seltener benutzte Pfade eignen sich lose Materialien
wie Rindenmulch, Kies, Splitt oder Sand – letztere
bezeichnet man je nach Ausführung auch als
wassergebundene Decken. Sie sind recht preiswert
und angenehm zu begehen. Nachteil: Bei starken
Regenfällen kann es zu Auswaschungen kommen und
die Schuhe bleiben bei Feuchtigkeit nicht sauber.
Aufgrund seiner individuellen Optik und
Farbstabilität ist Naturstein für viele Hobbygärtner
erste Wahl. Man sollte jedoch beachten, dass die
Oberflächen von Sedimentgesteinen wie zum
Beispiel Sandstein recht empfindlich gegenüber
Verschmutzungen sind. Zudem rangieren
Natursteine am oberen Ende der
Preisskala. Orientieren Sie sich bei der Auswahl der
Gesteinsart am angestrebten Gartenstil:
Mediterranes Flair verströmen heller Sandstein,
Kalkstein und Travertin. In modern gestalteten
Gärten kommt hingegen dunklerer Granit, Basalt
oder Schiefer besser zur Geltung.
Zum Landhausstil passt der in Ihrer Umgebung
vorherrschende Naturstein in der Regel am besten.
Holzbeläge wirken sehr modern, eignen sich jedoch
eher für großflächigere Objekte wie zum
Beispiel Holzterrassen. In schattigen Bereichen sind
sie problematisch, da sie bei Regen und Schnee
gefährlich rutschig werden können. Verwenden Sie
ausschließlich witterungsbeständige Materialien wie
Eiche, Robinie oder Tropenhölzer aus nachhaltiger
Forstwirtschaft.
Lose Wegematerialien wie Kies, Splitt oder
Rindenmulch eignen sich vor allem für seltener
benutzte Nebenwege, da sich auf
ihnen Schubkarre und Rasenmäher schwerer
bewegen lassen. Dafür fügen sie sich sehr
harmonisch ins Grün des Gartens ein. Wer fließende
Übergänge liebt, verzichtet auf eine seitliche
Einfassung und verwendet den Wegebelag
gleichzeitig als Mulch für das angrenzende Beet.
❖ Kiesgarten - Blütenpracht ohne Gießen
In den Bergen bestaunen wir Pflanzen, die unter widrigen
Umständen im kargen Gestein blühen/wachsen. In
mediterranen Ländern bewundern wir die Zähigkeit von
Lavendel, Thymian und Co. die im kargen Kalkschotter der
sommerlichen Hitze trotzen und ihren Duft verströmen. In
den Steppen Südeuropas und Asiens, sowie Nordamerikas
Kurzgrasprärien entfalten Pflanzen Jahr für Jahr ihre Pracht
auf mageren Böden.
Dies fasziniert und begeistert uns und macht uns zu
Liebhabern von Kiesgärten.
Mit dem richtigen Untergrund und der richtigen
Pflanzenwahl lassen sich auch in unserer Gegend
faszinierende Kiesgärten gestalten, in denen es von Frühjahr
bis Herbst eine blühende Vielfalt zu entdecken gibt.
© Gartenbau Geih
© Gartenbau Geih
❖Nashornkäfer – Imposant, aber nicht schädlich:
Bild: Karin Geih
❖ Vom Ameisenlöwen zur Ameisenjungfer
Der Ameisenlöwe ist eine Insektenlarve,
die im sandigen Boden trichterartige Fallen
baut. Wenn eine Ameise oder ein anderes
kleines Insekt in die Falle tappt rutscht sie im
lockeren Sand zum Trichtergrund, wo es kein
Entkommen mehr gibt. Der mit Zangen
bewaffnete Ameisenlöwe wirft mit Sand,
schnappt sich seine Beute, injiziert ein
lähmendes Gift und saugt sein Opfer aus.
Das unter Naturschutz stehende Insekt zählt
aus diesem Grund zu den
gefürchtetsten Kleintierjägern.
Der ausgewachsene Ameisenlöwe ist ca. 1
cm groß und bräunlich gefärbt. Während
einer Entwicklungszeit von zwei Jahren
häutet sich die Larve zweimal und spinnt
und verpuppt sich dann im Sand in
einen Kokon. Nach mehreren
Wochen schlüpft dann die
Ameisenjungfer.
Sie ähnelt einer Libelle, zählt jedoch mit
ihren 35 Millimeter langen Flügeln zu den
Netzflüglern wie die Florfliege. Innerhalb
von Sekunden kann sich der Ameisenlöwe
rückwärts in Sand eingraben.
❖Nashornkäfer - Imposant und nicht schädlich:
Bild: Karin Geih
Bilder © Jürgen Guttenberger, Lauterhofen
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde… 31 Schließlich betrachtete Gott alles, was er geschaffen hatte,
und es war sehr gut! Es wurde Abend und wieder Morgen: Der sechste Tag war vergangen.
Nachzulesen in der Bibel in 1. Mose Kapitel 1
© Gartenbau Geih
16 Gartenbau Geih
❖ Neue Heimat 22
92284 Poppenricht
❖ 09621-64918
❖ info@gartenbau-geih.de
❖ www.gartenbau-geih.de
Der Garten
ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er erfordert das,
was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist,
Zeit, Zuwendung und Raum.
(Dieter Kienast)
© Gartenbau Geih