Mein Leben Live - Ausgabe 4 Oktober 2020

Mein.Leben.Live.Online

Interaktives Mindstyle-Magazin

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wieder geht ein Jahr zu Ende und in Bezug auf die Corona-Krise,

war es leider für sehr viele nicht unbedingt ein erfolgreiches

und glückliches Jahr 2020. Es bleibt nur zu wünschen, dass die

Lage sich schnell entspannt und wir möglichst bald wieder in

der „Normalität“ ankommen.

Wir vom Team -Mein Leben Live- tun unser Möglichstes, um

dabei ein wenig mitzuwirken. Wie unschwer zu erkennen ist,

läuten wir nicht nur in der äußeren Aufmachung eine entscheidende

Phase ein. Mit der nächsten Ausgabe im Januar, sind

wir dann auch endlich an vielen Verkaufsstellen im Handel zu

finden. Euer Engagement und Vertrauen sowie neue Partner an

unserer Seite, ermöglichen es uns, immer weiter zu wachsen.

Damit sind wir in der Lage, unsere Versprechen Euch gegenüber

zu halten. Zum Beispiel wird es auch weiterhin eine kostenfreie,

digitale Version unseres Magazins geben und wir bleiben

auch weiterhin auf Augenhöhe mit unseren Leser*innen. Dies

bedeutet, dass Eure Beiträge bzw. Meinungen auch zukünftig

herzlich willkommen sind und wir selbst noch viel mehr dazu

beitragen möchten, indem wir Euch ein ganzes Stück weit entgegenkommen.

Für die kommenden Ausgaben dürfen wichtige Fragen zu den

Themen Recht und Psychologie gestellt werden, die dann direkt

durch unsere Experten beantwortet werden. Natürlich bezieht

sich dies nicht nur auf Beiträge, die im Printmagazin erscheinen

und dadurch begrenzt sein werden. Das Team leitet Eure

E-Mail-Anfragen auch gern an die Experten weiter und die Antworten

können dann zwischenzeitlich auch auf unserer Webseite

eingesehen werden. Immer mehr Experten der verschiedensten

Fachbereiche schließen sich uns an und somit sind wir in

der Lage, nicht nur umfangreich und kompetent zu informieren,

sondern auch zu helfen.

In diesem Sinne, auf eine gemeinsame und spannende Zukunft.

Bleibt gesund!

Euer Team

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82 Basteln - Upcycling

64 Die Seele baumeln lassen

35 Glück - Zufriedenheit

114 Mr. Extreme - der

Freak

10 Von Fröschen umzingelt

60 Gestresste Haut

Beautyelixier für die

kalten Tage

47 Ich esse

gesund

nach Lust

und Laune

(Rezepte)

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Inhalt

Heft 4 - 2020

3 Editorial

Selbstverwirklichung

6 Vom Mauerblümchen zur Powerfrau

- Schenk dir ein Leben voller

Leichtigkeit und Natürlichkeit!

10 Von Fröschen umzingelt – Online-

Partnervermittlung heute (Satire)

14 Geld ist Ausdruck Deiner Energie

Inspiration

20 Feng -Shui (Teil 4) Die Küche - Oh,

wie lecker!

25 Astrologie – Partnerschaft in

turbulenten Zeiten

82 Kreatives Upcycling mit Birgit -

Geschenktüten aus Kalenderblättern

Gesundheit

31 Epigenetik - Mach was aus Deinen

„Genen“ (Wir können unsere

Zellen jederzeit in Richtung Gesundheit

und Lebenskraft verändern!)

35 Auf der Suche nach dem Glück

und zur inneren Zufriedenheit (Die

Qi Formel und ihre 5 Geheimnisse)

41 Buch Rezension – Corona und

seine Maßnahmen

Gourmet - Rezepte

47 Ich esse gesund nach Lust und

Laune (Rezepte)

Beauty – Tipp

60 Gestresste Haut – Beautyelixier

für die kalte Jahreszeit

Wohlfühl-Oase (Für Herz u. Seele)

64 Einfach mal die Seele baumeln

lassen – Glückshormone aktivieren

68 Unsere schönen Jahreszeiten –

Der Herbst

70 Im Hier und Jetzt – Augenblicke

festhalten

74 Der Glaube einer Mutter

76 Der Rest meines Lebens

78 Der Hirte und die weise Eule

Psychologie

90 Angst besiegen – Betrachtungen

und Selbstanalyse

92 Ich bin anders - und doch gleich

(Wege aus einer psychischen Erkrankung)

Herz - Projekte

96 Bio – Taschen mit Pfiff – Holzleder

(echt cool)

101 Klein-Unternehmer mit Herz

und Tourette-Syndrom

104 Naturheilpraxis ohne Grenzen –

Therapeut*innen für Bedürftige

Extra

106 Zu Gast im geschichtsträchtigen

Donaustauf (Bayern) – Besuch der

Gaststätte Burgfrieden

112 Verlosung (Hier gibt’s ein Überraschungspaket

zu gewinnen)

114 Mr. Extreme - der Freak aus

dem „Zirkus des Grauens“ - persönliche

Einblicke in ein aufregendes

Leben

120 Leser*innen - Briefe / Meinungsfreiheit

123 Vorstellung (Für Euch da –

Rechts- und Lebensberatung durch

unser Team

125 Impressum

Im nächsten Heft:

Web-Shop für Unternehmer*innen

Eventkalender

Neu: Schicksale (Erzähl Deine Geschichte!)

Unser Titel-Thema

„Selbstfindung“

ist farbig markiert

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Vom Mauerblümchen zur Powerfrau

Schenk dir ein Leben voller Leichtigkeit und Natürlichkeit!

von Sabine Reischl

Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich!

Das konnte ich viele Jahre nicht von mir behaupten.

Erst als ich mich auf meine persönliche

Reise begab, verstand ich die Lebensregeln

und fand mich selbst.

Heute unterstütze ich vor allem feinfühlige

Frauen dabei, authentisch und selbstbestimmt

ihr wahres Potential zu entfalten, ohne sich dabei

zu verbiegen!

Meine Geschichte:

Von klein auf fühlte ich mich anders. Ich spürte sehr

schnell, dass meine Fragen nicht erwünscht sind

bzw. mein Umfeld überfordern. Mit oberflächlichen

Gesprächen konnte ich schon als Kind nicht viel anfangen,

so zog ich mich immer mehr zurück in mein

Schneckenhaus, meine persönliche kleine Welt. Ich

spielte meistens alleine in meinem Zimmer oder in

der Natur. Freunde hatte ich keine. In der Schule wurde

ich nur gehänselt und ausgeschlossen, weil ich ja

offensichtlich anders war. Mit den Jahren lernte ich

jedoch, was in der Gesellschaft erwünscht ist und

was nicht. So legte ich mir viele Masken zu, die mein

„Überleben“ in der Gesellschaft erleichterten. Glücklich

darüber war ich jedoch nicht. Schon als Kind

wurde mir eine Depression diagnostiziert und diese

Diagnose begleitete mich mein halbes Leben. Schon

damals glaubte ich, dass die Welt ohne mich besser

dran wäre. Gott sei Dank, traute ich mich nicht, meine

Gedanken umzusetzen!

Im Berufsleben war es nicht anders. Meine erste

Ausbildung zur Näherin musste ich aus gesundheitlichen

Gründen aufgeben. Die zweite Ausbildung zur

Bürokauffrau machte mir Spaß, so dass ich mich im

Laufe der Jahre bis zur Finanzbuchhalterin weiterbildete.

Ich hatte immer interessante Arbeitsstellen,

und die mir übertragenen Aufgaben bereiteten mir

meist Freude, weil sie, genau wie ich, sehr facettenreich

waren. ABER… mit den Kollegen und Vorgesetzten

hatte ich oftmals Schwierigkeiten. Bossing und

Mobbing zog sich wie ein roter Faden durch meinen

Lebenslauf. Jetzt, Jahre später, verstehe ich auch, warum

das so war.

In diesem Artikel möchte ich dir zum einen meine

Geschichte erzählen und zum anderen ein paar Impulse

schenken, wie auch du deine Leichtigkeit und

Natürlichkeit finden kannst.

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Selbstverwirklichung

Ich habe meine Lernaufgabe verstanden. Seit der

Grundschule war ich sehr melancholisch, schüchtern

und depressiv. Meine Gefühle schwankten immer

wieder zwischen Traurigkeit, Wut und in den seltensten

Fällen hin zur Freude (diese war jedoch nie von

langer Dauer). Nicht selten reagierte auch mein Körper

mit verschiedenen Krankheitsbildern wie Herzrasen,

Panikattacken, Herzstechen usw. Immer, wenn

ich wegen dieser Symptome zum Arzt ging, bekam

ich die gleiche Antwort. „Mädel, du bist körperlich

völlig gesund, du bist depressiv. Hier, nimm Tabletten!“

Gott sei Dank sträubte sich alles in mir, diese zu nehmen.

Anfangs diskutierte ich auch noch mit den Ärzten,

dass ich nicht nervenkrank bin und es auch keine

Depression ist, leider vergebens. So holte ich mir

letztendlich immer brav die Tabletten, um sie dann

zu Hause in den Müll zu werfen.

Ich fühlte mich immer unvollständig und nicht verstanden.

Ich war immer irgendwie auf der Suche,

wusste aber nicht, wonach. Die ganzen Mobbingangriffe

gingen natürlich ebenfalls nicht spurlos an mir

vorbei. Ich wusste aber auch nicht, was ich machen

sollte. Ich war wie gelähmt. Ich hatte das Gefühl,

machtlos zu sein und mein ganzes Leben so fristen

zu müssen. Schon in sehr jungen Jahren begab ich

mich unbewusst auf die Suche, wie ich mir selbst

helfen könnte, denn mein Umfeld (einschließlich der

Ärzte) war mir ja keine Hilfe. Ich hatte bereits als Jugendliche

ein Faible für die Psychologie, und so entschloss

ich mich, die Ausbildung zum Heilpraktiker

für Psychotherapie zu machen. Während dieser Ausbildung

erkannte ich aber sehr schnell, dass ich nicht

mit „kranken“ Menschen arbeiten möchte, sondern

schon vorher Hilfestellung geben will, damit sie erst

gar nicht „krank“ werden. Ich entschloss mich bewusst

dazu, die HP-Prüfung nicht zu machen. So bekam

ich den Titel Psychologische Beraterin. Wie der

Zufall oftmals so spielt, kam unmittelbar danach eine

neue Ausbildung hinzu, nämlich der Sport-Mental-

Coach. Mit dieser Ausbildung ging es auch mit mir

sehr schnell bergauf. Ich erkannte meinen eigenen

Wert, erkannte einige meiner Stärken und Talente,

und langsam wuchs auch das Selbstbewusstsein, zu

mir stehen zu können. Eben weil ich es WERT bin!

Nun tauchte aber ein neues Problem auf: Da ich mir

im Laufe der Zeit so unendlich viele Masken zugelegt

hatte, stand ich eines Tages vorm Spiegel und

erkannte mich selbst nicht mehr. Ich wusste nicht,

wer ich wirklich bin. Ich war wie ein Roboter, der nur

noch funktionierte und für jede Situation die passende

Maske hatte, um nicht aufzufallen, damit ich von

der Gesellschaft akzeptiert wurde.

So sollte es aber nicht mehr weitergehen. Also beschloss

ich für mich, dass ich mich auf die Reise begebe,

mich selbst zu suchen und neu kennen zu lernen.

Und was soll ich sagen? Es war die beste Entscheidung,

die ich je getroffen habe!

Je mehr Wissen ich mir zu den unterschiedlichsten

Themen aneignete und je besser ich mich kennenlernte,

desto besser verstand ich eines Tages, wie wir

als Mensch funktionieren und wie einfach das Leben

eigentlich sein könnte, wenn das jeder verstehen

würde. In völliger Euphorie über diese Erkenntnisse,

setzte ich mich an den PC und fing an ein Buch zu

schreiben, das den Menschen eine Hilfe sein sollte,

den Einstieg in die eigene Persönlichkeitsentwicklung

zu erleichtern, um das Leben selbst in die Hand

nehmen zu können.

All dies ist nun fünf Jahre her. Nach wie vor entwickle

ich mich persönlich weiter und entdecke immer noch

neue Facetten und Seiten an mir, die ich liebe. Ich

habe vieles losgelassen, was nicht mehr zu mir passte

und tue dies immer noch. Es treten immer mehr

Menschen in mein Leben, die mich inspirieren, mich

unterstützen und mein Leben bereichern. Mittlerweile

überwiegen die positiven Dinge weitaus stärker

als die negativen, und ich kann stolz sagen: JA,

das Leben ist lebenswert, wenn man den Mut hat,

sich anzunehmen und authentisch zu zeigen! ...

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Heute umgebe ich mich gerne mit Menschen

und bringe auch gerne Menschen zusammen,

die sich gegenseitig bereichern können.

Meine wichtigsten Erkenntnisse:

• Ich bin Hochsensibel

Dies war eine meiner wichtigsten Erkenntnisse überhaupt.

Das Wissen über die Hochsensibilität war der

Startschuss für mein Leben in Leichtigkeit und Natürlichkeit.

Ich befasste mich sehr intensiv mit diesem

Thema, und im Laufe der Zeit entwickelte ich auch

Wege, wie ich als „Andersartige“ in der „rauen“ Welt

klarkomme

• Die Menschen wollen mir nichts Schlechtes, sie

wissen es nur nicht besser!

Im Laufe meines Lebens habe ich viele Phobien entwickelt.

Ich habe mich völlig in meinem Schneckenhaus

verschanzt. War der felsenfesten Überzeugung,

die ganze Welt hasst mich. Jeder Mensch will mir

nur Böses und mich schlechtmachen. Es ging sogar

so weit, dass ich alleine das Haus kaum noch verlassen

wollte. Aber je selbstbewusster ich wurde und

je mehr Talente ich an mir erkannte, umso leichter

wurde es.

• Ich stand mir „nur“ selbst im Weg!

Ich liebe es, auch einmal Kind zu sein und meinen

Spieltrieb auszuleben. Ich probiere gerne

Neues aus, weil Abenteuer einfach Spaß machen.

Probleme sind für mich „nur noch“ Herausforderungen,

die mir helfen, zu wachsen

und mich weiterzuentwickeln.

Im Grunde waren es meine eigenen Gedanken, die

mir im Weg standen. Ich blockierte mich selbst und

hatte verlernt, ich selbst zu sein. Es waren die ganzen

anerzogenen, antrainierten und eigens kreierten Programme

und Muster, welche sich im Laufe der Jahre

automatisiert hatten und die mein Verstand nur noch

automatisch abspulte und die mich blockierten.

Starte auch Du so richtig durch !

Du kannst es !

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• Ich selbst bin für mein Glück verantwortlich!

Lange Zeit suchte ich die Schuld immer bei den Anderen,

im Außen. „Die Welt ist böse zu mir. Sie will mich

einfach nicht verstehen. Wie kann sie nur so respektlos

sein?“

Erst als ich erkannte, dass ich mein Leben selbst in

die Hand nehmen muss, wurde mir klar, dass auch

ich mein Glück finden kann.

• Natürlich und ehrlich währt am Längsten

Seitdem ich wieder ICH bin und all meine Facetten

auch auslebe, macht das Leben immer mehr Spaß

und ich liebe es mittlerweile auch, ständig neue

Dinge auszuprobieren, um auch meinem inneren

Spieltrieb gerecht zu werden.

Natürlich ist es nicht immer einfach, diesen Weg zu

gehen in einer Welt, in der noch sehr viele Masken

existieren. Es wird gelogen, betrogen, manipuliert

und gespielt. Manche verkaufen sich einfach so gut,

dass es egal ist, ob sie auch halten können, was sie

versprechen. Egal, Hauptsache verkauft. Wer sagt,

was die anderen hören wollen, hat es immer leichter.

Aber hey… es ist mir wichtiger, mich ehrlich im Spiegel

betrachten und nachts ruhig schlafen zu können,

als dass ich jemandem nur erzähle, was er hören will.

Schließlich weiß derjenige das ja schon! Aber ja, wir

wissen ja, Wahrheit kann auch manchmal wehtun!

Wenn ich mich mit einem Satz beschreiben

müsste, wäre das:

„Vom Mauerblümchen zur Powerfrau!“

oder

„Raus aus dem Schneckenhaus und mit

Vollgas rein ins Leben!“

https://sabine-reischl.com/

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Von Fröschen

umzingelt ...

von Lesley B. Strong

Wenn alles andere versagt, nimm’s mit Humor


eine jener Lebensweisheiten, die Gold wert

sind. Ja, Humor kann mitunter helfen, die

Ereignisse in ein – zumindest unterhaltsames

– Licht zu rücken. Insbesondere, wenn

man (oder Frau) von Fröschen umzingelt

wird.

Wie’s dazu kam?

Nun, was macht man (oder Frau) frisch getrennt und

nun wieder als Single durchs Leben streifend anno

2020? Richtig. Man (oder Frau) loggt sich auf einer

Dating Plattform ein. Sie ahnen bereits, was nun folgen

wird? Vielleicht haben Sie auch einige „einzigartige“

Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt.

Meine möchte ich hier mit Ihnen teilen – mit einer

großen Portion Humor. Auch wenn die Schilderungen

den realen Ereignissen entsprechen, empfehle

ich, diese keinesfalls als Verallgemeinerung über

das „vermeintlich starke Geschlecht“ zu verstehen.

Es gibt Prinzen da draußen, davon bin ich felsenfest

überzeugt, aber offenbar nicht dort, wo ich mich eingeloggt

habe.

Als Neuling in der Dating-Welt aktivierte ich vor rund

zwei Monaten einen Account bei einer jener Plattformen,

die mit sehnsuchtserfüllenden Sprüchen wie

„Singles, die es ernst meinen“ oder „Singles mit Niveau“

oder ähnlichem werben. Kaum war mein Profil

online, die Hälfte der Fragen noch lange nicht ausgefüllt,

kamen schon die ersten Nachrichten. Cool,

dachte ich damals noch bei mir, das scheint ja wirklich

zu funktionieren. Oh, wie naiv war ich in dieser

Anfangsphase. Wie ernüchternd war das, was folgte.

Der Reihe nach.

Zuerst lernte ich die Lektion „Fleischbeschau“. Die

lässt sich wie folgt zusammenfassen: Zuerst eine

recht ansprechende Nachricht in der Art von „Hey,

dein Profil finde ich total interessant. Möchte dich

gerne kennenlernen. Zeig dich doch mal“.

Zum besseren Verständnis: Die hochgeladenen Profilbilder

werden zunächst mit einer Art Milchglas-Effekt

angezeigt. Vereinfacht gesagt: Man (oder Frau)

sieht nur schemenhaft sein virtuelles Gegenüber.

Erst durch die Freigabe werden die Bilder scharf

– oder eher langweilig, abhängig von der Person.

Wenn man (oder Frau) Glück hat, gibt es vielleicht

noch eine weitere Nachricht, aber häufig stellt man

(oder Frau) fest, dass der andere urplötzlich seine

Partnerin gefunden (natürlich eine andere) und jegliches

Interesse damit verloren hat. Deshalb nenne

ich diese Lektion „Fleischbeschau“. Es geht nicht darum,

die Person kennen zu lernen, sondern nur um

die Optik. Okay, ich bin 50+, ziemlich sportlich und

werde meistens für jünger geschätzt, aber für viele

Herren, die um einige Jahre älter und offensichtlich

wesentlich unsportlicher sind als ich, war ich dann

doch wohl zu abschreckend. Pech gehabt. Dem Schema

„Sugar Babe“ entspreche ich halt so gar nicht.

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Selbstverwirklichung

Das ist echt nervig!!! Vor allem, wen man (oder Frau)

dem anderen erzählt, beruflich im Sozialbereich tätig

zu sein und postwendend die Antwort erhält: „Etwa

bei den Psychos???“ Ganz ehrlich, geht’s noch??? Ein

akademischer Abschluss ist kein Garant für Niveau!!!

Diese Lektion lernte ich nachhaltig!!!

Am Niveau mangelte es vielerorts in der von Fröschen

beherrschten virtuellen Dating-Landschaft.

Spannend fand ich auch jenen Hüpfer, der sich in der

zweiten Nachricht bereits erkundigte, ob ich denn

„offen“ sei? Wofür, so meine Gegenfrage. Die hätte

ich besser nicht gestellt, denn es ging – wie hätte es

auch anders sein können – um sexuelle Praktiken.

Keine Sorge, nichts Arges, kein Blut, Kot oder ähnliches

… wie war das doch gleich? Singles, mit Niveau,

die es ernst meinen? „Auf welche besondere Weise

gedenkst du mich zufriedenzustellen?“ Nun, wenn

mir jemand diese Frage nach der oben genannten

Aufzählung stellt, lautet meine Antwort: „Gar nicht!“

Doch nicht alle liefen sofort davon. Manche verschreckte

ich nachhaltig mit meiner aufrichtig ehrlichen

Selbstbeschreibung: „Ich stehe mit beiden

Beinen im Leben, bin unabhängig, selbstbewusst

und erfolgreich. Ich suche keinen Versorger oder Beschützer,

sondern einen Partner, um die angenehmen

Seiten des Lebens zu teilen.“ Diese Sätze entfalteten

meistens eine ähnliche Wirkung wie Knoblauch

bei Vampiren, oder Weihwasser beim Teufel. Zapp,

und weg waren sie. Tja, was soll ich sagen? Es ist alles

andere als angenehm, einfach so „weggeklickt“

zu werden, also wurde ich ein klein wenig „vorausschauend

provokativ“ und schrieb manchmal Sätze

wie: „Männer, die in ihrer Partnerin eine Haushälterin

und Ersatz-Mami sehen, sind bei mir an der falschen

Adresse.“ Nicht ganz nett oder politisch korrekt,

zugegeben, aber mein grassierender Schwund

an Enthusiasmus macht sich lautstark und zynisch

bemerkbar.

Etwas schräg fand ich auch die Frage nach meiner

Schuhgröße bzw. Fotos von meinen Füßen, wohlgemerkt

ohne Schuhe oder Socken. Nun, ich bin mit

1,83 m größer als die durchschnittliche Frau. Selbiges

gilt für meine Füße, doch als „begehrenswert“ hat sie

niemand je zuvor eingestuft. Noch schräger – oder

bedauernswerter – waren Kontaktaufnahmen in der

Art von „Na du, Lust auf einen sinnlich-romantischen

Liebhaber?“ … in der 1. Nachricht, wohlgemerkt. ...

Wobei – lautstark war ich nicht. Also nicht im Vergleich

zu jenem, der mich im Chat regelrecht anschrie.

Okay, wie schreit man in einem schriftlichen

Chat? Bis vor wenigen Wochen hätte ich diese Frage

nicht beantworten können. Mittlerweile weiß ich es.

Man muss einfach nur jeden Satz so beenden: !!!

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... In meinen aktuellen Ranking schräger Aufreißsprüche

lanciert eine Nachricht im Ausmaß von ungefähr

zwei A4-Seiten, in denen ein unverkennbarer

Märchenprinz mit familiärem Stammsitz-Schloss sogleich

eine Hochzeit in der Privatkapelle in Aussicht

stellte sowie ein Leben unter den oberen 10.000,

wie es einem Privatier gebührt. Zum Drüberstreuen

waren etliche Links zu Medienberichten eingebettet,

welche die Vorzüge einer Beziehung zwischen einem

jüngeren Mann und einer älteren Frau beschworen.

Uff, Überzeugungsarbeit zum Quadrat. Nun ja, eine

Zeit später waren die Fotos vom Profil verschwunden

und die deutlich „abgespeckten“ Infos spiegelten

wohl die echten Fakten wider.

Mehr und mehr erhärtete sich mein Verdacht, auf

dem völlig falschen Dampfer gelandet zu sein.

Selbst vor den scheinbar omnipräsenten Romance

Scammer-Banden und ihren unverkennbaren Einheitsbrei-Texten

(offenbar arbeiten die alle mit dem

gleichen Handbuch) war ich auf den Dating-Plattformen

nicht gefeit. Im Unterschied zu Facebook

und Instagram, wo sie derzeit wie Schwammerl aus

dem Boden sprießen, greifen die Betreiber der Dating-Plattformen

rigoros durch. Wohl auch deshalb,

weil die nicht unerheblichen Kosten für ein Profil von

Scammer-Banden vermutlich nicht korrekt beglichen

werden. Ich tippe da eher auf gefälschte Kreditkarten.

Witzig fand ich vor allem die Kontaktaufnahmen

von sehr jungen Romeos, die offenherzig ihre Vorliebe

für ältere Damen (wie sich das anfühlt, als ältere

Dame bezeichnet zu werden) zum Ausdruck brachten.

Uff, Cougar? Dazu konnte ich mich dann doch

nicht überwinden.

Optimistin –, in der Welt der Dating-Plattformen fündig

zu werden. Umzingelt von Fröschen – und keinen

einzigen davon wollte ich küssen.

Meine ernüchternde Conclusio zu diesem kurzen,

wenig erfreulichen Erlebnis: Man (oder Frau) sollte

sich mit unerschütterlichen Selbstvertrauen wappnen,

bevor man (oder Frau) die virtuelle Arena betritt.

Rhetorische Schlagfertigkeit ist ebenso von Vorteil

wie gesunde Skepsis und Misstrauen. Dort, wo

sich alles ums Interesse am anderen, Kennenlernen

und Verlieben drehen sollte, geht’s häufig um ganz

etwas anderes. Manche scheinen den Schutz der Anonymität

zu nutzen, um endlich einmal Macht ausüben

und andere „wegklicken“ zu können. Vielleicht

weil sie im realen Leben öfters „übersehen“ wurden?

Andere sind offenkundig nur auf schnellen Sex aus.

Und bei einigen kann ich mir lebhaft vorstellen, warum

sie Single sind.

Ich traf auf der Dating-Plattform mehr Frösche,

als ich jemals kennen lernen wollte. Als Prinz

hat sich bislang keiner davon entpuppt. Aber

vielleicht wartet der auch im echten Leben auf

mich. Vielleicht hinter der nächsten Ecke?

Happy End ?!

Ach ja, und etliche versuchten, möglichst schnell die

Konversation außerhalb der anonymen Plattformen

zu verlegen. Fast zwangsläufig erfordert das die Bekanntgabe

der privaten Telefonnummer. Im ersten

Ansatz mag das harmlos klingen, aber anno 2020

kann dieser Schritt Tür und Tor für jegliche Form

von Betrug, Stalking u.a. öffnen. Wie viel darf man

jemand verraten, den man gerade mal von ein paar

Nachrichten auf einer anonymen Plattform kennt?

Backgroundchecks gehören mittlerweile zu meinem

Standardverfahren, aber ohne den vollständigen Namen

sind die kaum möglich.

Was ich (bislang) vollständig vermisse: Romantik,

spielerisches Flirten, aufrichtiges Interesse …

Gerade mal acht Wochen, nachdem ich mein Profil

angelegt hatte, hatte ich jegliche Illusion verloren –

und ich bin normalerweise eine unerschütterliche

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

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Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

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Geld ist Ausdruck deiner

Energie

https://yvonneirisheil.mykajabi.com/shadow-cleaning-und-yoga-retreat-sudafrika-1

... und hochspirituell. Geld ist ein Thema, das alle Menschen betrifft. Trotzdem ist es

für die meisten ein Tabuthema. In diesem Artikel gebe ich Einblick in meine

persönliche Beziehung zu Geld und beleuchte, warum Geld hochspirituell ist und eng

mit der eigenen Energie und dem Gesetz der Anziehung zu tun hat.

von Yvonne Iris Heil

BER DIE SOMMERMO-

NATE habe ich mich einer

intensiven Reflexion

meines Lebens gewidmet

und einem ständig präsenten

Thema. Dem Geld. Dabei hab ich

mir mehrere Fragen gestellt: Was

bedeutet Geld für mich? Wie ist

meine Beziehung dazu? Was sind

meine Glaubenssätze diesbezüglich

und wie kann ich es schaffen

kontinuierlich so viel Geld anzuziehen,

dass ich gefühlt nie wieder

einen Tag arbeiten muss?

Reichtum ist die Anzahl der Tage,

an denen man nicht arbeiten

muss, um seine monatlichen Kosten

zu decken.

-Robert Kiyosaki-

Und da ist mir eines klar geworden.

Frauen finanziell frei zu machen,

ist meine Mission. Meine

Mission spiegelt sich in der Vision

wieder, Frauen durch Geldbildung

und Neuprogrammierung ihres

Mindsets auf Fülle und Erfolg dabei

zu unterstützen, ein finanziell

freies und selbstbestimmtes Leben

mit Beziehungen auf Augenhöhe

zu führen.

Geld war schon immer meine Leidenschaft

Während ich mitten in meiner

meditativen Analyse bin und tief

in meine früheste Kindheit eintauche,

wird mir klar, dass Geld

immer schon ein wesentlicher Teil

meines Lebens war, und dass ich

Geld und den Umgang damit liebe!

Durch diese Erkenntnis bin ich

– ganz nebenbei – auf meine absolute

Herzensmission gestoßen.

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Selbstverwirklichung

Jedenfalls wurden mir wieder einige

Erinnerungen sehr lebhaft

ins Gedächtnis gerufen. Schon als

kleiner Stöpsel von 6 Jahren, saß

ich bei meiner Mutter, die Bankangestellte

war, im Kassenschalter,

um ihr fasziniert dabei zuzusehen,

wie sie Geld zählte. Oder,

dass ich meinen Opa auf die Bank

begleitet habe, um Geld auf sein

Sparbuch einzuzahlen. Oder wie

ich mir aus der Geldbörse meiner

Oma immer Geld nehmen durfte,

um mir ein Eis zu kaufen. Wie

ich selbst mein erstes Sparkonto

im Alter von 14 Jahren bei einer

Bank, die es heute längst nicht

mehr gibt, eröffnete.

Ja und dann sind da noch die Erlebnisse,

die mir ganz anders im

Gedächtnis geblieben sind, da sie

es mir über weite Teile meines Erwachsenenlebens

fast unmöglich

gemacht haben, für mich Wohlstand

aufzubauen und eine Liebesbeziehung

mit meinem Geld

zu führen. Vielleicht kennst du das

ja auch!? Das sind die Erlebnisse,

in denen ich Sätze gehört habe

wie: „Geld macht nur geizig und

verdirbt den Charakter.“ „Das können

sich nur die Reichen leisten.“

„Die Reichen nehmen immer den

Armen etwas weg.“ „Da haben

nur die Reichen etwas davon.“

oder „Das können wir uns nicht

leisten.“ Lebhaft in Erinnerung ist

mir auch, dass mir meine Mutter

immer vorgerechnet hat, wie sehr

ihr Konto gerade in den Miesen

ist.

Und das wir uns deswegen jetzt

gerade nicht dieses und jenes leisten

könnten. Oder da war mein

Ex-Mann, der immer sofort alles

Geld unter die Leute gebracht hat,

denn schließlich muss ja die Wirtschaft

von etwas leben. Nur um

sich dann munter Konsumkredite

aufzunehmen, die mühsam von

Jahr zu Jahr irgendwie abgestottert

wurden. Alles selbstverständlich

ohne daran zu denken, einen

gewissen Teil des Einkommens so

anzulegen, dass es eines Tages

mal für ihn arbeitet statt umgekehrt.

Unterm Strich waren mein

Mindset und meine Beziehung zu

Geld in einem katastrophalen und

negativen Zustand, dessen ich mir

zuvor in dieser Klarheit nicht bewusst

war.

All diese Prägungen, die es sich

seit frühester Kindheit in meinem

Unterbewusstsein gemütlich gemacht

haben und mein Leben

prägten, formten die entsprechenden

Handlungsmuster und

verhinderten, dass ich ein Leben

in finanzieller Freiheit leben konnte.

Und obwohl ich schon lange

weiß, dass alles, was uns umgibt,

reine Energie ist und obwohl ich

die universellen Gesetze kenne

wie meine Westentasche, konnte

ich dieses Wissen einfach nicht

auf meine Geldbeziehung anwenden.

Geld spiegelt immer genau deine

Energie wieder.

Geld ist nun mal genau wie das

Glas auf dem Tisch; der Sessel, auf

dem wir sitzen; das Auto, in dem

wir fahren oder das Essen auf dem

Teller, reine Energie. Der wir entweder

eine hohe Frequenz oder

eine niedrige Frequenz geben. Je

nachdem in welcher Frequenz und

Energie du dich gerade befindest.

Daher kann Geld niemals den Charakter

verderben, sondern diesen

nur unterstreichen und hervorheben.

Mit anderen Worten: Geld ist

immer nur so gut wie die Energie

desjenigen, der es hat und wird

diese Energie sichtbar machen

und unterstützen.

Terror-Barriers sind da, um sie zu

durchbrechen

Ein weiterer großer Wake-up Call

zum Thema Geld kam für mich im

Juli diesen Jahres, als mich mein

spiritueller Lehrer anrief und mich

damit konfrontierte, Geld auf einfache,

leichte und spaßbringende

Art und Weise zu verdienen.

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Hier erkannte ich wirklich wo meine

Terror-Barrier zu diesem Thema

ist. Denn sofort spulte innerlich

ein Programm ab, das da hieß

„Ich kann doch nicht einfach und

leicht Geld verdienen und dabei

auch noch Spaß haben. Ich muss

doch hart für mein Geld arbeiten

und es mir sauer verdienen.“ So

hatte ich es ja von zuhause vorgelebt

bekommen und kannte es

auch aus meinem Umfeld nicht

anders. Ja, ich hatte mich schon

mit Anlageformen beschäftigt

und wusste, dass einige meiner

Bekannten und Freunde Geld

durch Investments, Firmenbeteiligungen

und dergleichen machten.

Doch in meinem Mindset war

fix einprogrammiert, dass dieses

Konzept für mich nicht in Frage

kam. Sowas funktioniert ja immer

nur bei anderen. Und meine

Erfahrungen bestätigten sich immer

wieder. Denn sobald ich nur

im Ansatz in dieser Richtung tätig

wurde, zahlte ich immer drauf.

Klar, war ja so in meinem Mindset

programmiert und so folgte

das Gesetz der Anziehung meinen

Geld abweisenden Energien. Da

ich ja nur anziehen kann, was ich

ausstrahle.

Wieso Geldbildung auch für Dich wichtig ist

Ich vernichtete also immer wieder

selbst meine Chance auf ein finanziell

freies und selbstbestimmtes

Leben, weil meine Mindset Programme

einfach noch auf Mangel

programmiert waren.

Jedenfalls begann ich mich nach

diesem Wake-up Call noch gezielter

und intensiver mit dem Thema

Geld und Geldbildung zu beschäftigen.

Ich hinterfragte wieder und

wieder mein Mindset, meine Muster,

meine Erfahrungen und legte

für mich fest, wie es für mich in

Zukunft laufen sollte. Angetrieben

von meinen eigenen Erkenntnissen,

begann ich Gespräche mit

Freunden und Bekannten zu diesem

Thema zu führen. Es waren

gute 100 Gespräche.

Dabei fiel mir auf, dass Geld und

Geldbildung nach wie vor zu den

größten Tabuthemen zählen, die

es gibt.

Denn auf gar keinen Fall spricht

man darüber freiwillig mit Freunden,

denn wer weiß wie die darüber

denken könnten, wenn sie

wüssten wie viel oder wie wenig

man hat. Und selbst ist man sowieso

der/die ExpertIn im Veranlagen

von Geld.

Bilde dich zum Thema

Veranlagung

Zu wissen wie du dir

von dem Geld, dass du

hast so viel auf die Seite

legst, dass es für dich arbeitet

statt umgekehrt,

ist heute unerlässlicher

denn je. Dabei hilft es

ungemein

dich mit Veranlagungsmethoden

auszukennen,

die diese Geldbildung

für dich lukrativ möglich

machen.

Mach’s dir einfach

Sobald du verstanden

hast wie Geldbildung

funktioniert, wirst du

es um eine Vielfaches

leichter haben und dein

Geld viel mehr genießen

können. Denn du

weißt und hast verstanden

wie das Geldspiel

funktioniert und kannst

es auf die bestmögliche

Art und Weise für dich

nutzen und die Früchte

deines Geldes genießen.

Finanziell frei leben

Durch Geldbildung

erlangst du Freiheit,

Unabhängigkeit und

Selbstbestimmung. Nie

mehr bist du abhängig

von einem Job, einem/r

Chef/in, KundInnen,

Eltern, Ge-schwistern,

einer Bank oder wem

auch immer, von dem

du finanziell abhängig

sein könntest, um dir

deine Träume und Wünsche

zu erfüllen.

Vorsorgen statt Nachsicht

haben

Aktuell fehlen in Österreich

24,1 Milliarden

Euro, um künftige Pensionsansprüche

zu decken.

Vor allem Frauen

sind die Verliererinnen.

Denn durch die neue

Durchrechnungszeit der

Reform von 2008 schaut

am Ende des Tages sehr

weniger raus als angenommen.

Nämlich

schlappe 890 Euro.

Davon zu leben wird

einfach schwierig.

16


Das sind die einen. Die anderen

wieder sind diejenigen, die mit

ihrem Geld so im Außen sind und

es so heraushängen lassen – ohne

Scham, ohne Scheu – dass es dann

für viele wieder abschreckend und

protzig wirkt. Doch das ist wieder

ein eigenes Kapitel. Die meisten

meiner Gesprächspartner waren

Frauen. Und obwohl sich gerade

Frauen besonders mit dem Thema

Geld auseinandersetzen sollten,

machen es die wenigsten.

Denn den wenigsten ist bewusst,

dass sie genauso gut wie Männer

sich selbst um ihr Geld kümmern

können und vor allem welche Vorteile

ihnen ein finanziell freies Leben

bringen kann.

In Österreich sind Frauen stark

von Altersarmut bedroht, sehen

sich ungleicher Entlohnung gegenüber

und überlassen ihr Geld

gerne mal sich selbst. Oder gleich

ganz jemand anderem. Und ich

vermute mal, dass es in Deutschland

ähnlich ist.

Der Moment, in dem mir meine

Mission klar wurde

In den erwähnten 100 Gesprächen,

stieß ich auf die unterschiedlichsten

Mindsets zum

Thema Geld, finanzielle Freiheit,

Zukunftsvisionen und Ziele.

Danach und nach einer Reihe an

inspirierenden Gesprächen mit

meinem spirituellen Lehrer, hatte

ich die klare Botschaft meiner

Seele erhalten, finanzielle Freiheit

und Selbstbestimmung in

die Welt zu bringen. Und zwar für

Frauen. Damit sie endlich wieder

Beziehungen auf Augenhöhe führen

und sich in dieser Welt bedingungslos

verwirklichen können.

Denn für mich ist klar, dass wahre

Freiheit nur möglich ist, wenn die

Finanzen passen.

Geld ist Gradmesser deiner

Energie

Bei vielen Inputs aus den Gesprächen

blieb mir innerlich der Mund

offen stehen und ich merkte, dass

hier ein richtig großer Bedarf ist.

Nämlich der Bedarf nach Geldbildung

und Geldbewusstsein. Du

musst erkennen, dass Geld reine

Energie ist, die du durch dein

Mindset und deine Frequenz entweder

anziehst oder abstößt.

Geld ist unter anderem ein guter

Gradmesser dafür, wie es um dein

Selbstbild und die damit ausgestrahlte

Energie bestellt ist. Denn

nichts ist so ein gnadenloser Indikator

deiner Energie wie dein

Bankkonto.

Wahre Freiheit gibt es erst, wenn

du finanziell frei bist

In der Welt etwas zu bewirken, ist

der Traum vieler Menschen. Doch,

in unserer vom Geld geführten

Welt, ist es fast unmöglich, ohne

Geld etwas richtig, richtig Großes

zu bewegen und entspannt

durch den Tag zu gehen. Denn

entspannt zu sein, wenn du gar

nicht weißt, wie du die nächste

Miete bezahlst, wie du deinen

Kindern das heiß ersehnte Spielzeug

schenken kannst oder wie

du dir mal wieder etwas gönnst

ohne dabei gleich einen Anfall

von allerschlechtestem Wissen zu

bekommen, ist schier ein Ding der

Unmöglichkeit.

Ich hab’s probiert über Jahre.

Glaub mir, es funktioniert nicht.

Durch den ständigen Mangel der

unterbewusst in deinem Mindset

vorherrscht, verspannt und

verkrampft sich dein Körper und

deine Energie sinkt auf eine niedrige

Frequenz, die gar nicht erst

zulässt, dass du mehr von guten

Umständen oder mehr Geld anziehen

kannst. Die interessante

Frage, die sich ebenfalls stellt, ist:

Wem ist denn geholfen, wenn du

glaubt, dass es nicht okay ist, viel

Geld zu haben und dir und deinen

Liebsten entspannt alles leisten zu

können, was euer Herz begehrt?

Niemandem. Ganz im Gegenteil.

Du kannst nämlich dadurch viel

weniger Gutes in die Welt bringen,

als du es mit Geld könntest.

Denn erst mit der positiven Energie

von Geld kannst du entspannt

geben, kannst entspannt die Projekte

fördern, die du von Herzen

gerne unterstützen möchtest.

Fange also an, Geld mit einem

neuen Mindset zu sehen und dich

vertrauensvoll dem Gesetz der

Anziehung hinzugeben.

Über die Autorin

Yvonne Iris Heil ist Expertin für

Money Mindset und Wohlstandsplanerin.

Ihr Weg führte sie weg

von der Corporate Welt, in der

sie als Marketing Managerin tätig

war, hin zu ihrem Wirken als

energetischer Coach mit dem Fokus

auf die Förderung von Potenzialen

bei Frauen, um ihnen zu

ermöglichen, ein finanziell freies

und selbstbestimmtes Leben mit

Beziehungen auf Augenhöhe zu

führen.

https://www.yvonneirisheil.com/

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

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Auf Veränderung zu hoffen,

ohne selbst etwas dafür zu

tun, ist wie am Bahnhof zu

stehen und auf ein Schiff zu

warten. (Albert Einstein)

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

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Feng Shui – Teil 4

Die Küche – Oh, wie lecker!

von Andrea Docter-Haslach – Die Hausflüsterin.com

Auf unserer Reise durch die Räume werfen

wir heute einen genaueren Blick auf

die Küche.

„Eine glückliche Köchin macht glückliche Menschen”

sagt ein altes Sprichwort und deshalb ist es sehr

wichtig, die gute Energie in deiner Küche zu stärken.

Je besser die Energie in der Küche, desto besser die

nährenden Qualitäten des Essens. Und je besser das

Essen, desto gesünder und glücklicher die Bewohner,

und somit ihr Leben.

Genaugenommen ist die Küche – neben dem Wohnzimmer

oft der Lebensmittelpunkt eines Zuhauses.

Denn hier bereitest du nicht nur vor, was der Körper

braucht und wovon im idealen Fall deine Seele profitiert,

sondern oft ist die Küche der ideale Ort für ein

geselliges Miteinander.

Harmonie in der Küche

In der Küche dreht sich alles um die Ernährung – für

Körper, Seele und Geist von dir und deinen Liebsten.

Auch in allen Kulturen nahm und nimmt die Herdstelle,

das Feuer, eine zentrale Stelle ein. Man kommt

zusammen, kocht vielleicht zusammen und tauscht

sich aus.

Nur eine Mahlzeit, die in der richtigen Atmosphäre

und mit Liebe zubereitet wird, enthält ausreichend

gute Energie, die sich auf lange Sicht unterstützend

und heilend auf alle Bewohner auswirkt.

Auch im Feng-Shui gilt die Küche als einer der wichtigsten

Räume im Haus.

20


Inspiration

Eine besondere Bedeutung hat auch hier der Herd –

er steht als Symbol für Glück und Reichtum – denn er

versorgt die Familie mit Nahrung und ist deshalb der

Schlüssel zur Gesundheit.

Klare Strukturen, Funktionalität und eine einladende

Atmosphäre sollen dir das Arbeiten in der Küche so

angenehm wie möglich machen und für Wohlbefinden

sorgen.

Kochen ist ein alchemistischer Prozess

Kochen ist ja ein alchemistischer Prozess. Verschiedene

Zutaten, die du vorbereitet hast, fügst du zusammen

und lässt so eine wohlschmeckende und

leckere Mahlzeit entstehen.

Deshalb ist es wichtig, dass die Küche gut organisiert

ist, um diesen Prozess so angenehm wie möglich verlaufen

zu lassen. Klarheit und Übersichtlichkeit tragen

hierzu bei.

Es geht nicht darum, alles zu verstauen, sondern darum,

Platz für Wichtiges zu gewinnen. Dazu müssen

vor allem die Arbeitsflächen frei sein. Denn schnell

liegen auf der Küchenablage überall Sachen, die hier

eigentlich gar nicht hingehören, so dass das Kochen

beschwerlich ist und dann gar keinen Spaß mehr

macht.

Schau dir deine Ablage an und gehe auch

durch deine Küchenschränke und frage

dich:

• Was gehört überhaupt nicht hierher?

• Brauche ich es noch und wenn ja, wie häufig

benutze ich es?

• Sind alle Dinge die ich bewahre, noch up-todate

oder bereits abgelaufen?

• Was wird eigentlich gar nicht mehr benötigt?

• Ist es praktisch verstaut, so wie es jetzt ist oder

finde ich eine andere Aufbewahrungsmöglichkeit

hierfür?

• Was könnte ich hier noch besser organisieren?

Dinge, die ganz woanders hingehören, solltest du

auch an ihren richtigen Platz bringen. Um deinen

Arbeitsfluss in der Küche nicht zu unterbrechen,

sammle diese in einer sog. „Transit-Box‘ und bringe

sie am Ende deiner Aktion zur richtigen Aufbewahrungsstelle

in deinem Zuhause.

21


Suche für alles einen richtigen Ort. Nachdem du etwas

benutzt hast und nicht mehr brauchst, kommt

es direkt an seinen richtigen Platz. Das macht es dir

leichter, die Klarheit in der Küche auf lange Zeit zu

behalten.

Eine gute Küche wirkt insgesamt sehr hell und

freundlich. Ausreichend Tageslicht ist daher besonders

wichtig, aber auch am Abend sollten genügend

Lampen eine warme und stimmungsvolle Raumatmosphäre

schaffen.

Ideal ist es auch, wenn Küche und Essplatz eine günstige

Anbindung an das Wohnzimmer oder an andere

häufig genutzte Räume haben. Wer in der Küche zu

tun hat, sollte sich nicht ausgesperrt fühlen, sondern

in das Geschehen miteinbezogen werden.

22


Herd & Co.

In der Feng-Shui Küche spielen insbesondere das

Element Feuer für die Herdnutzung und das Element

Wasser für die Spüle eine zentrale Rolle.

Der Herd/Ofen hält somit eine zentrale Funktion in

der Küche inne und symbolisiert im Feng-Shui Reichtum

und Fülle. Je häufiger du deinen Herd aktiv benutzt,

desto besser. Stelle aber sicher, dass alles in

deiner Küche einwandfrei funktioniert. Schmutzige

Arbeitsflächen und ein verkrusteter Herd sind da

eher ungünstig.

Eine saubere Spüle kann Wunder bewirken.

Sie hebt die Stimmung durch ihren Glanz und motiviert

dich, weiter Ordnung zu schaffen und diese

auch zu halten.

Noch ein kleiner Tipp: Beim nächsten Mal, wenn du

etwas kochst, zünde in der Küche eine Kerze an. So

schaffst du dir sofort eine Atmosphäre besonderer

Achtsamkeit. Eine Kerze bringt dir nicht nur Ruhe

und Zentriertheit, sondern hilft auch dabei, deine

Aufmerksamkeit auf das Kochen zu richten. Erleuchtet

kochen, sozusagen.

Praktische Küchentipps

Diese Tipps kannst du natürlich auch in jedem Feng-

Shui oder Ordnungsratgeber nachlesen. Ich habe dir

hier jedoch einige der besten Tipps – meiner Meinung

nach – für deine Küche zusammengestellt.

• Die Küche hell und freundlich einrichten! Setze

auch gerne farbige Akzente – sei es durch Farbe

an der Wand, farbige Tischsets, Servietten oder

einen Blumenstrauß. Ein Schuss Farbe verwandelt

jede Küche in einen vitalen Lebensraum.

• Spüle, Kühlschrank und Herd bilden das „Arbeitsdreieck“

einer Küche. Zwischen diesen 3 Punkten

sollten keine Hindernisse stehen. Schaffe genug

Platz, um dein Gemüse zu schnippeln oder den

Teig zu kneten.

• Ordnung und Sauberkeit sind das oberste Prinzip.

Schließe idealerweise möglichst alles Kleinteilige

in geschlossene Schränke ein – ob Töpfe,

Mixer, Saftpresse, Gewürzdosen oder Nahrungsmittel.

Sortiere aus, was du doppelt hast. Und:

Lasse Messer nicht offen herumliegen!

• Klarheit und Übersichtlichkeit sind wichtig. Sie

helfen, dass dir die täglichen Abläufe leichter von

der Hand gehen.

• Halte die Arbeitsflächen frei und schaue auch regelmäßig

in deine Schränke und Schubladen und

sortiere diese aus. Das braucht nicht viel Zeit und

du kannst das in den Zwischenzeiten während

des Kochens machen.

• Dinge, auf die du am häufigsten zugreifst, sollten

auch am besten erreichbar sein und einen festen

Platz haben. Nutze z.B. den Raum unter der Spüle

besser und definiere klare Bereiche, wo du zukünftig

Spül- und Reinigungsmittel, Schwämme

aufbewahren möchtest.

• Teile einzelne Bereiche der Regale / Schubladen

in Kategorien ein. Somit behältst du die Übersicht

und kannst Dinge schneller finden. Ein paar

Beispiele: Kochen, Backen, Getreide, Gewürze,

Pasta, Dosen, Cerealien, Getränke usw.

• Schaue auch, dass alles gut funktioniert. Tropft

z.B. ständig der Wasserhahn, so steigt nicht nur

deine Wasserrechnung – es versickert symbolisch

auch ein Teil deiner Lebensenergie (und

vielleicht auch deiner Finanzen?) ungenutzt aus

dem Haus. Repariere deshalb Dinge sofort, um

die Energie am Fließen zu halten.

• Eine „Krimskrams“-Schublade“ für alle Dinge,

die noch keinen festen Platz haben ist ideal. Das

hilft dir, auch mal schnell alles zu verstauen und

die Arbeitsfläche frei zu haben. Hier kommt alles

hinein, was herumliegt, wie z. B. Quittungen,

Batterien, Stifte, Notizen, Taschentücher usw.

Wichtig ist hier allerdings: Schaue sie regelmäßig

durch und miste sie aus.

• Auch in der Küche kannst du mit Hilfe des Bagua’s

herausfinden, in welcher Himmelsrichtung

sie liegt, welche Lebensthemen sie aktiviert und

welche Elemente die vitale Lebenskraft – das Chi

unterstützen.

23


Andrea Docter-Haslach ist leidenschaftliche Feng -

Shui Raumexpertin + Home Energy-Coach für äußere

und innere Ordnung und Klarheit, besser bekannt als

„Die Hausflüsterin“.

Ihr Motto lautet: Räum dich glücklich und frei! Schaffe

Platz für das Leben, das du leben willst und Räume,

die du aus ganzem Herzen liebst – innen wie außen.

In ihren Kursen, Seminaren und Beratungen unterstützt

sie Menschen dabei, Altes aufzulösen und

Neues möglich zu machen – ohne Angst, das Falsche

loszulassen und es später zu bereuen.

Andrea zeigt in einfachen Schritten wie man mentalen

und physischen Ballast einfach loslässt und wie

durch Einbeziehung von Feng Shui neue Impulse in

einem Zuhause gesetzt werden können. Dies bereichert

nicht nur die Räume, sondern auch das Leben

selbst und es wird somit noch schöner, freudvoller

und sinnerfüllter. – Andrea lebt mit ihrem Mann in

den Niederlanden.

https://diehausfluesterin.com

Kontakt: andrea@bright-delight.com

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Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/ u. A. Docter Haslach


Inspiration

Astrologie

Die Astrologen haben es vorausgesagt:

2020 stehen große

Veränderung an. Die seltene

Pluto-Saturn-Konstellation befeuert

die Transformation. Das

beeinflusst das persönliche

Leben genauso wie das wirtschaftliche.

Flexibilität ist gefragt, manchmal

ein radikales Umdenken angesichts

der durch Covid-19 verursachten Krise.

Beispielsweise wurde, was vorher nur

wenig Akzeptanz hatte, zur einzig sinnvollen

Arbeitsform: Mitarbeiter*innen

arbeiten im Home-Office.

Doch was macht das mit der Partnerschaft,

wenn sie oder er plötzlich ständig

zu Hause ist? Astrologie kann für mehr

Verständnis in der Beziehung sorgen.

Gerade jetzt könnte das dazu beitragen,

dass sie ein stabiles Fundament bekommt

und dadurch belastbarer wird.

Zu nah, zu fern – jegliche Art von Beziehungspflege

hat es schwer in diesen Zeiten.

Corona stellt uns vor ungewöhnliche

Herausforderungen. Besonders betroffen

sind die Paare, die durch Home-Office-

Lösungen plötzlich 24/7 zusammen sein

„müssen“.

Die Zeit des großen Wandels

oder

Partnerschaft in

turbulenten Zeiten

Sogar die Möglichkeit, sich

mithilfe sonst üblicher Freizeitaktivitäten

aus dem Weg zu

gehen – heutzutage oft Fehlanzeige!

Zusammenrücken ist

angesagt, ob man will oder

nicht. Viele Menschen wundern

sich, weil die vorher funktionierende

Beziehung plötzlich Risse bekommt.

Sie nehmen neue Seiten aneinander

wahr. Während der eine beispielsweise

den zwangsweisen Rückzug als Wohltat

empfindet, fühlt sich der andere wie ein

Tiger im Käfig. Laut einer Umfrage von

Parship im April*, waren sich rund ein

Viertel der Deutschen, die in einer festen

Beziehung leben, unsicher, ob diese stabil

genug ist, um die Corona-Krise zu überstehen.

Abgesehen von dieser in jeder

Hinsicht extremen Lage, ist es immer von

Vorteil, wenn man sehr genau weiß, mit

wem man Tisch und Bett teilt. Die aktuelle

Situation war Grund genug, diesem

Thema den Vorrang zu geben, um die ein

oder andere zwischenmenschliche Krise

zu entschärfen.

Die Mutter aller Beziehungsfragen: Passen

wir denn überhaupt zusammen?

25


Astrologie ist weder

fauler Zauber...

„Selbst nach 15 Ehejahren kommen Paare

in meine Praxis und wollen wissen, ob

sie zusammen passen. Anfangs irritierte

mich das, jetzt schmunzle ich in mich hinein

und denke‚ das Universum weiß, was

es tut’, erzählt Ernst Vöhringer. Wenn man

zusammenkommt, gibt es einen Grund

dafür. Davon ist der erfahrene Astrologe

überzeugt. Die Astrologie, besser gesagt

die Astrologin oder der Astrologe können

diesen Grund herausfinden.

...noch schwarze Magie

Indem analysiert wird, wie die Grundhoroskope,

also die geistigen Anlagen der

Partner aufeinander wirken. Wer gibt wo

den Ton an? Wer tickt wie? Und was gibt

es an gemeinsamen Zielen? Kein seriöser

Astrologe wird also eine simple Antwort

darauf geben, ob es mit einem (potenziellen)

Partner, einer Partnerin gutgehen

kann. Grundsätzlich kann jede Beziehung

funktionieren, wenn sich die Menschen

auf Augenhöhe begegnen und sich verstehen.

In der Partnerberatung geht es

insofern nicht darum, einen Nachruf auf

eine Beziehung zu formulieren oder ...

26


*

Astrologie

ist keine

Wahrsagerei

*

Gründe dafür zu finden, warum sich ein

Paar liebt – womöglich in perfekter Harmonie.

Es geht darum, herauszufinden,

was die Partner aneinander erkennen

und wie sie sich unterstützen können.

Vielleicht haben sie eine gemeinsame

Lebensaufgabe, vielleicht könnten sie zusammen

beruflich tätig sein. Die Analyse

bringt dieses Beziehungspotenzial ans

Licht. Und sie verhindert, dass Schattenthemen

und die eigenen ungeliebte Seiten

auf den Partner oder die Partnerin

projiziert werden – ein häufiger Grund für

eine Trennung.

Wie die astrologische Partnerberatung

für ein tieferes Verständnis sorgt

Die Basis für eine Partnerberatung ist

grundsätzlich die Analyse der beiden Geburtshoroskope.

Schon hier bekommen

beide Seiten einen anderen, detaillierten

Blick auf ihr Gegenüber. Nicht selten sieht

der jeweils andere in der gemeinsamen

Sitzung manches klarer als der Betroffene

selbst. Dieser erste Schritt trägt bereits

zu einem besseren Verständnis innerhalb

der Beziehung bei. Ein Verhalten, das vorher

vielleicht als persönlicher Affront, ja

als verletzend gewertet wurde, wird als

das gesehen, was es ist: der persönliche

Lebensplan eines Menschen. Darauf aufbauend

erfolgt die eigentliche Partneranalyse,

die Synastrie.

Jetzt geht es darum, in welchem Lebensbereich

die Beteiligten in harmonischer

Energie zueinander stehen und wo eventuell

Konfliktpotenzial lauert. Es wird

deutlich, in welchem Lebenszyklus sie

sich befinden und welche Chancen sich

für Ihre Partnerschaft daraus ergeben.

„Was mir jedoch besonders wichtig ist:

Die Partner dürfen nicht aufhören, zu

kommunizieren, was ihnen wichtig ist und

welche Bedürfnisse sie haben. Das nimmt

ihnen keine astrologische Beratung ab“,

betont Vöhringer.

Zarte Bande – was zieht uns an, was

stößt uns ab?

Was zu einer astrologischen Partneranalyse

unbedingt dazugehört, ist die Betrachtung

der Elementeverteilung im Horoskop

der Beteiligten. Beim einen überwiegt die

dynamische Feuerenergie, beim anderen

die auf Beständigkeit ausgerichtete Erdenergie.

Ob kommunikativer Luftmensch

oder sozialer intuitiver Wassertyp, das

macht den vielleicht entscheidenden

Unterschied. Wie überall im Leben ziehen

sich anfangs meist die Gegensätze an. Ob

es auf lange Sicht zu Reibereien kommt,

hängt ganz davon ab, wie stark man den

fehlenden Anteil in sich selbst entwickeln

kann, denn das stellt die Lernaufgabe für

jeden Menschen dar. In einer astrologischen

Partnerberatung werden ein paar

Lebensbereiche intensiver beleuchtet als

andere:

Wie steht es mit den Wertvorstellungen

der Partner? Auch das Verhältnis zu gemeinsamen

materiellen Werten sind

wichtige Aspekte. Hat das Paar in puncto

Geselligkeit ähnliche Bedürfnisse, sprich,

sind beiden Freunde und Gruppen gleichermaßen

wichtig? Das kann in der Beziehung

eine elementare Rolle spielen. So

wie auch die Art und Weise zu kommunizieren

und Beziehungen insgesamt anzugehen.

Ein Blick auf das Geburtshoroskop

der Partner verrät übrigens auch, welche

Eigenschaften und Energie die Traumfrau

oder der Traummann mitbringen sollte.

Wichtige Planeten sind hier Sonne und

Mars bei der Frau. Beim Mann sind es

Mond und Venus, welche die

27


Traumfrau beschreiben. Für Singles erleichtert

das die Suche enorm, denn die

Richtung wird klarer.

Kann Astrologie die steigende Scheidungsrate

senken?

Die Stuttgarter Nachrichten schrieben

Ende Juli, dass laut einer repräsentativen

Umfrage des Berliner Meinungsforschungsinstituts

Civey die Zahl der

Scheidungen in Deutschland infolge der

Corona-Einschränkungen voraussichtlich

um ein Fünffaches steigen wird.

Mit der Fülle von Informationen, welche

die Astrologie bietet, könnten ein Großteil

der Trennungen vielleicht verhindert

werden. Es ist also nie zu spät und nur

selten zu früh für eine astrologische Partnerberatung.

Diese ist im Übrigen nicht

auf reine Liebesbeziehungen beschränkt.

Auch geschäftliche Partnerschaften lassen

sich auf diese Weise intensiv beleuchten.

Dazu in der nächsten Ausgabe mehr.

Ernst Albrecht Vöhringer

Wirtschaftsastrologe

unter starsandbusiness.de

Text: Sabine Muth

Angehende Astrologin, Konzeptionerin

und Texterin. www.sabinemuth.de

*Umfrage der Online-Partnervermittlung

Parship (www.parship.de) unter rund 1.000

Bundesbürgern

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Der Stier

Der Stier ist das zweite Tierkreiszeichen

im Zyklus. Er beginnt am 21. April.

Es ist die Zeit des Säens und des geduldigen

Abwartens mit dem sicheren

Wissen, dass Wachstum Zeit braucht.

Eigenschaften:

Der Stier gilt als standhaft, weltbezogen,

natürlich. Er ist ein Diplomat, ein

Pragmatiker, ein Genießer. Einer, der

Freude am Vertrauten hat. Er gilt auch

als bewahrend, absichernd, abwartend

und er genießt die Ruhe.

Wichtig sind ihm Treue, Sinnlichkeit,

Zärtlichkeit. Er geht entschlossen, beharrlich,

geduldig und selbstständig

seinen Weg. Aber der Stier kann auch

rasend eifersüchtig

werden. Manchmal überkommt ihn

eine Schwerfälligkeit und das macht

ihn zum Faulpelz.

Die Venus

Als einziger Planet ist sie in der modernen

Astrologie die Herrscherin zweier

Zeichen. Zum einen steht sie im Tierkreiszeichen

Stier, zum anderen in der

Waage.

Eigenschaften

Die Venus steht für den Wunsch nach

zwischenmenschlichen Verbindungen,

Harmonie, Ausgeglichenheit, Gleichgewicht,

Diplomatie. Mit was wollen

wir uns verbinden, was fehlt uns

selbst, was suchen wir im Gegenüber?

Sie steht auch für Sinnesfreuden und

für das, was unseren persönlichen

Geschmack angeht. Neben der Sinnlichkeit

spricht sie auch für das Selbstwertgefühl,

Natur, Besitz, Kunst, Geld,

Schönheit, Liebe, Gefühl. Zusammen

mit dem Mond verkörpert die Venus

im Horoskop das weibliche Prinzip, also

das Passive, Aufnehmende.

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/ u. https://stock.adobe.com/de/

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Seelenblau

Meine Seele lebt ein Blau. Klar und ruhig.

Mit dem Rücken zu einem hitzigen, ungeduldigen Rot.

Zarte Tupfer von Gelb, ein feines grünes Winken.

Mehr nicht. Mehr geht nicht.

Kühl und unbeweglich ist dieses Blau, seelenfüllend…

Mein Seelensee ist eine spiegelglatte Fläche.

Ein müdes Lächeln schaut mich an, erschöpft und traurig.

Mich fröstelt.

Was ist, wenn mein Seelensee eine Eisschicht bekommt, zufriert,

erstarrt?

Doch da fällt mir das flammende, feurige Rot wieder ein

und ich weiß, es wird nichts passieren, es ist gut.

Für diesen Augenblick, der zählt, ist es gut.

von Heidemarie Kießlich

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

30


Mach was aus Deinen Genen !

Gesundheit

- Epigenetik -

Wir können unsere Zellen jederzeit in Richtung

Gesundheit und Lebenskraft verändern!

https://www.regenbogenvision.com/

von Dr. Petra Sieber

Ist unsere Gesundheit vorbestimmt oder sind wir die

Schöpfer unseres Lebens?

Wir alle kennen den Spruch „Gesundheit ist nicht alles

– aber ohne Gesundheit ist alles nichts“

[Wie wichtig es für uns ist, ein

Leben ohne Schmerzen in einem

kräftigen Körper mit einem brillanten

Geist zu führen, erkennen

wir meistens erst, wenn irgendein

Erlebnis uns aus der Bahn wirft.

Unsere Selbstbeobachtung ist im

Alltag der unzähligen Verpflichtungen

verloren gegangen und

wir halten häufig erst dann inne,

wenn eine Krankheit uns aus dem

Verkehr zieht. In jungen Jahren

überstehen wir diese unfreiwilligen

Pausen, die sich meistens in

Erkältungen zeigen, relativ zügig.

Je älter wir werden, desto länger

brauchen wir für die Erholung.

Viele Menschen glauben, das gehört

zum Altern dazu. Sie nehmen

es einfach hin, dass ein Zipperlein

nach dem anderen dazu kommt

und versäumen es, rechtzeitig die

Regie für ihre Gesundheit in die

eigenen Hände zu nehmen. Der

Gang zum Hausarzt wird zur

Gewohnheit, die Überweisungen

zu Fachärzten nehmen zu, die Medikamentenliste

wird länger. So

dreht sich ein Krankheitskarussell,

aus dem wir keinen Ausstieg mehr

finden.]

Wie sieht es mit den Menschen

aus, die von Geburt an eine Veranlagung

für bestimmte Krankheiten

haben? Menschen, die

bereits mit Behinderungen auf

die Welt kommen oder schon im

Kleinkindalter erkranken? Häufig

zu beobachten sind Hautkrankheiten

oder Asthma. Wie ergeht

es Menschen, deren Eltern bereits

Erkrankungen hatten, von denen

bekannt ist, dass sie an die nächste

Generation weiter vererbt werden?

Denken wir an das bekannte

„Brustkrebs-Gen“. Wie entwickeln

sich Kinder, deren Eltern sich –

vor der Gründung einer Familie

– wenig Gedanken um ihre eigene

Gesundheit gemacht haben, aber

natürlich auch das Beste für ihre

Kinder wollen? Welche Chancen

haben Menschen, in deren Familie

in früheren Generationen bestimmte

Gesundheitsprobleme,

wie z.B. Krebs, Bluthochdruck,

Diabetes, Allergien, Rheuma, Parkinson,

Übergewicht, Demenz

oder Geisteskrankheiten etc. aufgetreten

sind? Müssen sie es einfach

als „gegeben“ hinnehmen?

DNA - Strang

Erbinformations-Faden DNA in

jeder Zelle

31


Einfache Zellkernteilung - Mitose

Ist es eine nicht veränderbare

Tatsache, die wir nicht beeinflussen

können? Eine immerwährende,

stille Bedrohung unserer

Gesundheit, die wir akzeptieren

müssen?

In den folgenden Abschnitten

werde ich versuchen, darauf eine

hoffnungsvolle Antwort zu geben.

Es gibt dazu spannende Erkenntnisse

aus der Gen-Forschung, die

jedem Menschen Chancen auf ein

langes, selbstbestimmtes Leben

in Gesundheit und Wohlbefinden

eröffnet.

Zunächst dürfen wir verstehen,

dass die kleinste Einheit unseres

Körpers eine Zelle ist, in deren

Zellkern sich unser Erbmaterial

(DNA) befindet. Ein Mensch besteht

aus mehreren Billionen Zellen

und in jeder befindet sich das

gleiche Erbmaterial, dass wir von

unseren Eltern erhalten haben.

Nun weiß man mittlerweile, dass

diese Informationen, die dort gespeichert

sind, nicht für alle Zelltypen

relevant sind. Eine Leberzelle

muss nicht die Informationen

einer Muskelzelle wissen, eine

Hautzelle interessiert sich nicht

für die Informationen einer Gehirnzelle.

Damit ein geordnetes

Ablesen (Umsetzung) der genetischen

Information in die jeweilige

Praxis erfolgt, verfügen wir über

sogenannte Schalter, die genau

regeln, ob (wird sie gebraucht?),

wann (wird sie jetzt gebraucht?),

was (welcher Abschnitt wird gebraucht?)

abgelesen wird.

Der Vergleich mit dem Bauplan

eines Architekten bei einem Hausbau

liegt nahe. Der Bauplan ist die

DNA, aber wann das Bad gebaut

wird und ob vorher die Wasserleitungen

gelegt werden müssen,

entspricht den Schaltern der DNA

in unseren Zellen. Diese Schalter

werden auch „epigenetische

Schalter“ und das Spezialgebiet

der Medizin Epigenetik genannt.

Die Epigenetik untersucht den

Einfluss dieser ca. 30.000 Schalter

pro Zelle in Bezug auf vererbbare

Krankheiten. Denn interessanterweise

erkranken nicht alle Menschen,

die eine Veranlagung von

der früheren Generation vererbt

bekommen haben, an eben dieser

Krankheit. Und das liegt mit größter

Wahrscheinlichkeit an den epigenetischen

Schaltern.

Was uns zu der spannenden

Frage führt:

Können wir diese Schalter während

unseres Lebens selbst beeinflussen?

Die Antwort lautet

„JA“!

Wir können unsere Zellen jederzeit

in Richtung Gesundheit und

Lebenskraft verändern!

Wie wichtig die Ernährung und

die Bewegung für unsere Gesundheit

sind, wird uns immer wieder

vermittelt. Wenn wir begreifen,

dass andere Lebewesen und auch

Pflanzen aus Genen bestehen,

dann ergibt sich sofort die Frage:

Welche genetischen Informationen

nimmst Du täglich mit Deiner

Ernährung in Deine Zellen auf?

Denken wir dabei an gen-manipulierte

Nahrung, Schlachttiere,

die mit Antibiotika gefüttert und

unter grausamen Bedingungen

gehalten wurden, Pestizide, Gülle

usw. Wir verändern mit jedem

Bissen und jedem Schluck, den

wir zu uns nehmen, unser Leben

entweder in Richtung Krankheit

oder Gesundheit.

32


Es ist eine Frage des Bewusstseins

und der Achtsamkeit. Wir sind die

Schöpfer, wir können wählen.

Es ist erwiesen, dass bestimmte

Lebensmittel einen schützenden

Effekt auf unsere Gene in Bezug

auf chronische Erkrankungen haben.

Und dass andere Lebensmittel

diesen schützenden Effekt

verhindern und die Wahrscheinlichkeit

eines Ausbruches deutlich

erhöhen. In diesem Zusammenhang

sei die Bedeutung von Mikronährstoffen

erwähnt.

Omega-3-Fettsäuren, Vitamine,

Mineralstoffe, Spurenelemente

und sekundäre Pflanzenfarbstoffe

sind eine große Hilfe gegen den

Alterungsprozess und damit auch

gegen Hirnabbauprozesse und

Krebs. Vitalstoffe schalten krankmachende

Gene aus und gesundheitsfördernde

Gene an. Vitamin

C und D haben Hauptrollen im Bereich

der Epigenetik.

Wir wissen außerdem seit einiger

Zeit, dass die Zellen unseres

Körpers über Blut- und Nervenbahnen

in enger Kommunikation

stehen.

Eine schwedische Studie hat belegen

können, dass regelmäßiges

Training der Muskeln nicht nur die

Muskeln stärkt, sondern gleichzeitig

die Gene in den Muskelzellen

verändert. Die Kommunikation

der Muskelzellen mit anderen

Körperzellen bewirkt, dass wir

über Bewegung (Muskeltraining)

ca. 20% aller Körperzellen in Richtung

Gesundheit verändert können.

Das ist jede 5. Körperzelle!

Es geht dabei nicht nur um einen

Zuwachs an Muskeln, sondern um

die Veränderung der epigenetischen

Schalter in der Muskelzelle

und – wie gesagt – vielen anderen

Zellen in unserem Körper. Nicht

umsonst gibt es das Sprichwort

„Bodybuilding is Brainbuilding“.

Was so viel bedeutet wie: „trainierst

Du Deinen Körper, trainierst

Du gleichzeitig Dein Gehirn.“

Wir wissen, dass Bewegung und

Sport ein wunderbares Mittel

gegen Depressionen und Demenz

sind. Es hat aber auch einen signifikant

positiven Einfluss auf

den Ausbruch eines Diabetes

(Zuckerkrankheit) oder einer

Krebserkrankung. Muskelzellen

kommunizieren mit unserem Immunsystem.

Bewegung ist eine

natürliche Methode zur Stärkung

unseres Immunsystems. Natürlich

gibt es keine Garantie, aber wir

können mit unserer Lebensweise

entscheidende Weichen für ein

gesundes Leben stellen.

Nun gibt es neben dem Gentransfer

zwischen unserer Nahrung

und unseren Zellen und der Bewegung

noch einen dritten Faktor,

der einen markanten Einfluss auf

unsere Gene hat und von vielen

Menschen unterschätzt wird. Es

ist der Einfluss unserer Gedanken.

„Wir sind, was wir denken“ ist ein

Spruch, der einmal mehr deutlich

macht, wie wichtig Gedankenkontrolle

ist. Wenn in unserem genetischen

Bauplan Informationen gespeichert

sind und geistiger Input

ist nichts anderes als Information,

dann kann ein Zusammenhang

zwischen Geist und Körper bis auf

Zellebene nur logisch erscheinen.

Und auch hier gilt, wenn wir diese

Spur weiter verfolgen, enden wir

bei der kleinsten Einheit der Materie,

dem Atom.

Die Quantenphysik hat herausgefunden,

dass Atome schwingen

und dabei Energie in Form von

Licht emittieren. Menschen sind

also auch Sender und Empfänger

von Schwingung und Licht. Geistige

Energie ist in der Lage, eine positive

oder negative Schwingung

auf uns auszuüben. Wir drücken

es z. B. in dem Wort „Stress“ aus.

Chronische Angst ist ein Gesundheitskiller.

Somit ist es von entscheidender

Bedeutung, unser

Bewusstsein und unsere Achtsamkeit

in Richtung Gesundheit

zu schulen. Studien haben gezeigt,

dass Menschen, die regelmäßig

meditieren – also einen Entspannungszustand

mit friedvollen und

liebevollen Aspekten kombinieren

– neue Synapsen im Gehirn bilden

und eine strukturelle Umformung

ihres Gehirns erzeugen können.

Darüber hinaus wirken sich Entspannung,

positives Denken über

sich selbst und Vertrauen in den

Fluss des Lebens im Hinblick auf

unsere Gene als Schutzfaktoren

gegen freie Radikale (stressreduzierend)

aus. Freie Radikale zu reduzieren

ist einer der wichtigsten

Faktoren gegen Krebs.

Die Epigenetik gibt uns die

Möglichkeit, die Regie für

unsere Gesundheit in die

eigenen Hände zu nehmen.

Wir dürfen verstehen, dass

wir für unsere Gesundheit

selbst verantwortlich sind

und uns jeder Tag neue

Chancen zur Selbstveränderung

bietet.

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Gesundheit

Herr Fu auf der Suche nach dem Glück und zur

inneren Zufriedenheit ...

aus dem Buch

von

Awai Cheung

Lachen ist gesund und ein Spiegelbild unserer Seele. Das

ist auch das Motto von Herrn Fu. Herr Fu lächelt viel. Ich

habe viel von ihm gelernt. Über das Leben, die Kunst der

inneren Harmonie und was es bedeutet, einfach glücklich

zu sein.

„Mit einem scharfen Messer an einem Sommernachmittag

auf einem großen, dunkelroten Teller in eine hellgrüne

Wassermelone schneiden. Ist das vielleicht nicht Glück?“

(Jin Shengtan, 17. Jh.)

35


Ich habe mich immer schon gefragt, warum manche

Menschen zufriedener sind und glücklicher wirken

als andere. Und ich

habe beobachtet, dass

der Grad der Zufriedenheit

nur in wenigen

Fällen mit materiellem

Reichtum einhergeht.

Die glücklichsten Menschen,

diejenigen, welche

die größte Harmonie

ausstrahlen, habe

ich in meinem Heimatland

China getroffen.

Dort habe ich auch gelernt,

was die Ursachen

für eine tiefe, innere

Zufriedenheit sind –

von einem alten Mann,

dem ich eines Tages

zufällig über den Weg

lief. Er erzählte mir viel

über das Leben, über die Kunst der inneren Harmonie

und was es bedeutet, auf einfachste Weise glücklich

zu sein. Er erzählte von seiner Art, den großen und

kleinen Problemen des Lebens zu begegnen und sie

mit Leichtigkeit und einer Prise Humor zu meistern.

Und ich lerne immer noch dazu. Denn das Lernen,

sagt Herr Fu, ist wie Rudern gegen den Strom: Sobald

man aufhört, treibt man zurück. Glück »Lebensfreude,

glücklich sein – für jeden bedeutet es etwas

anderes. Aber für mich gibt es ein einfaches Rezept,

das ich vor langer Zeit in einem alten Tagebuch entdeckt

habe: die Qi-Formel.« »Die Qi-Formel? Was ist

das? Eine mathematische

Formel für innere

Zufriedenheit?« Ich

überlegte skeptisch,

ob es möglich wäre,

die Lebensfreude eines

Menschen mithilfe einer

Formel zu errechnen.

Herr Fu schüttelte

aber nur den Kopf:

»Die Qi-Formel hat

nichts mit Mathematik

oder dergleichen

zu tun, sondern mit

dem Verständnis und

dem Bewusstsein für

die Zusammenhänge

zwischen Körper, Geist

und Seele. Sie benennt

die inneren Schätze,

die uns helfen, zufriedener und glücklicher zu sein.

Die Formel ist leicht zu merken: Man kann sie an den

Fingern einer Hand abzählen«. Er hielt eine Hand

hoch und deutete jeweils auf einen Finger, angefangen

beim Daumen: »Die fünf Geheimnisse lauten:

Gesundheit, Harmonie, Stille, Lebensfreude und Bescheidenheit«,

und wies zuletzt auf den kleinen Finger.

»Darüber hinaus gibt es Bewegungsübungen, die

das Qi, unsere Lebensenergie, stärken und wieder ins

Gleichgewicht bringen.«

36


Die 5 Geheimnisse zur inneren Zufriedenheit

sind…

Gesundheit: Das Qi muss fließen, wie ein Strom

• In der asiatischen Philosophie steht Qi für die Lebenskraft,

die Lebensenergie. Schmerzen, Krankheiten

oder Stress-Symptome sind ein Zeichen

dafür, dass das Qi nicht ungehindert durch den

Körper fließen kann. Eine der wichtigsten Maßnahmen,

um das Qi zum Fließen zu bringen und

somit Krankheiten vorzubeugen, ist regelmäßige

Bewegung. „Halten Sie Ihren Körper geschmeidig

– selbst im fortgeschrittenen Alter!“, weiht der

weise Erzähler des neuen Ratgebers, „Herr Fu“,

den Leser in das erste Geheimnis eines zufriedenen

Lebens ein. Eine besonders gute Übung, um

das Qi zum Fließen zu bringen, ist der „Tanz des

Phönix“.

Langsam werden, wenn es hektisch wird

• Die Lebensenergie Qi bewirkt auch Wandel und

Wachstum. Schlechtes Qi äußert sich in negativen

Emotionen wie Ärger oder Wut; positives Qi

in Gelassenheit und Freude. In der chinesischen

Philosophie lässt sich außerdem jede Emotion

einem Organ und einem der fünf Elemente zuordnen.

So etwa wird Wut der Leber und dem

Holz-Element zugeordnet. Saure Lebensmittel

(wie etwa Zitrusfrüchte) können hier ausgleichend

wirken. Sorgen schlagen sich auf den Magen,

der dem Erde-Element entspricht. Getreide

und süße Früchte wirken hier stärkend. Es geht

also immer darum, Körper und Geist (wieder) in

Harmonie zu bringen: „Werde langsam, wenn es

hektisch wird. Und stärke dein inneres Qi, damit

von außen keine Krankheiten eindringen können“,

so Lehrmeister Fu.

Suche die Stille und werde zum „Tagesmönch“

• Sie haben das Handy stets bei sich, um immer

erreichbar zu sein? Fernsehen ist abends ein

Muss? Dann ist es gut möglich, dass es Ihnen

an innerer Ruhe fehlt. Einfaches Gegenmittel:

ab und zu loslassen. Meister Fu sagt: „Nur wer

loslässt, hat zwei Hände frei. Was wichtig und

unwichtig ist, liegt im Verständnis dessen, was

einem selbst wichtig erscheint.“ Die Wahl liegt

letztlich immer bei Ihnen. Sehr hilfreich: Ab und

zu „Tagesmönch“ werden und sich an einem stillen

Ort (es muss kein Kloster sein!) für 24 Stunden

eine Auszeit nehmen – vom Handy, Internet

und Fernsehen. So kann man wieder Kraft und

Muße tanken.•

Lächle, wenn andere schlechte Laune haben

• Für die Chinesen ist Lachen das beste Anti-Aging-

Mittel: „Jede Minute, die du lachst, verlängert

dein Leben um eine Stunde“, so Meister Fu. Dazu

gehört auch, sich nicht über Mitmenschen zu

ärgern, die unfreundlich oder taktlos sind. Ein

China-Spruch lautet: „Der beste Weg, um deinen

Feind loszuwerden, ist, ihn zum Freund zu

machen.“ Gute Laune und ein langes Leben kann

man auch trinken: Grüner Tee weckt die Lebensgeister

und beruhigt gleichzeitig die Nerven.

Ebenso gesund ist Pu-Erh-Tee, der entschlackend

wirkt und dadurch schlank hält.

Achte die kleinen Dinge wie die Großen

• Die Chinesen sind überzeugt: „Glück entsteht

aus den kleinen Dingen. Unglück oft durch Vernachlässigung

kleiner Dinge.“ Und somit lautet

das fünfte Geheimnis: Bescheidenheit. Und das

heißt auch: Nicht stets auf der Suche sein nach

dem, was einem fehlt. Sondern sich vor allem an

den Dingen freuen, die man bereits hat.

37


Innere Zufriedenheit und Lebensfreude

lässt sich üben

Hinter der Übung „die Rückkehr zum Frühling“ verbirgt

sich die Lebensfreude.

„Im Frühling erwacht das Leben und erzeugt neue

Energie und Lebenskraft. Das wichtigste Fest der

Chinesen ist das Frühlingsfest. Gemäß dem Mondkalender

wird das alte Jahr verabschiedet, und man

begrüßt das neue Jahr mit bunten Lampions, Löwentanz

und Glück bringenden Schriftzeichen an den Türen.“

Übung Die Rückkehr zum Frühling

Grundhaltung:

Stehen Sie aufrecht, die Füße parallel zusammen,

die Knie flexibel. Die Arme hängen locker, die Hände

berühren die Oberschenkel seitlich, der Blick geht

geradeaus.

Stellen Sie sich schulterbreit hin, und legen Sie Ihre

Hände mit den Handrücken vor dem Körper aneinander.

Beim nächsten Einatmen heben Sie die Hände so

langsam vor dem Körper hoch bis zum Gesicht. Dann

öffnen Sie die Arme nach oben und außen zu einem

V, und Ihr Blick geht in Richtung Himmel.

Beim Ausatmen senken Sie die Arme wieder bis vor

den Bauchnabel. Die Handflächen zeigen zum Boden

und der Blick ist nach vorn gerichtet.

Drehen Sie nun die Hände in einem kleinen Bogen

nach außen, als ob Sie über Gras streichen würden.

Mit dem Einatmen heben Sie die Arme vor dem

Körper bis auf Schulterhöhe und wenden dabei die

Handflächen nach oben. Gleichzeitig heben Sie die

Fersen an.

Mit dem Ausatmen senken Sie die Fersen zum

Boden und führen gleichzeitig die Hände wieder bis

vor den Bauchnabel, die Handflächen weisen nach

unten. Dann zurück in die Ausgangsposition.

Dauer: 1 Minute - Wirkung ...

38


Wirkung: Die Übung schult Gleichgewicht und

Standfestigkeit.

Indem man sich, während des Übens, die Schönheit

der Natur und die Farbenpracht der Blumen

vorstellt, wird die Lebensfreude gestärkt. Richtet

man seine Aufmerksamkeit auf folgende Meridianpunkte,

fördert dies die innere Zufriedenheit:

Nierenmeridian 1 („hervorströmender Frühling“, an

der Fußsohle, mittig am Übergang vom Ballen zum

weichen Mittelfußbereich) und Herzbeutelmeridian

8 (Laogong-Punkt, auch „Palast der Besorgnis“ genannt,

in der Mitte des Handtellers).

Weitere Übungen finden Sie in meinem Buch „Die

Qi Formel – die 5 Geheimnisse der inneren Zufriedenheit“

Kindle-Version: https://tinyurl.com/yyp9tvlk

Über Awai Cheung

„Du behältst deine äußere Kraft, wenn du beständig

deine innere Ruhe trainierst.“ (Awai Cheung)

Awai Cheung ist Dozent, Redner, Lehrbeauftragter

und Bestsellerautor zum Thema asiatische Bewegungskünste

und nachhaltige Gesundheitsprävention.

Seit mehr als 25 Jahren hält er Fachvorträge, gibt

Seminare im In- und Ausland und vermittelt wertvolle,

sofort umsetzbare Impulse, Inspiration und Motivation

auf humorvolle Art.

Er hat von Kindheit an die asiatischen Kampfkünste

Judo, Kung Fu und Tae Kwon Do bei chinesischen und

koreanischen Großmeistern gelernt. Das Studium

der Kampfkünste betrieb er mit äußerster Konzentration

und Hingabe. Seine Vorträge, Workshops und

Seminare bietet er in Deutschland, Österreich und in

der Schweiz an.

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Leben: Ihre Gesundheit.

Ausbildung zum Yoga & Qigong Coach:

www.yoga-meets-qigong.de/ausbildung

Mehr Termine auf Anfrage

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/ u. Awai Cheung

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In der Ruhe liegt

die Kraft

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

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Gesundheit

Buch Rezension – Jochen Dürselen

Medizin-Student im praktischen Jahr

- Betrachtungen zum Thema Corona -

In der Regel bieten sich einem

Autor viele Möglichkeiten, ein

passendes Thema für den nächsten

Artikel zu suchen. Doch wenn

man sich nun einer bestimmten

Kategorie verschworen hat und

diese seit Monaten von nur einem

prägnanten Thema regiert

wird, so erscheint es schnell unglaubwürdig,

wenn man sich etwas

abseits dessen sucht.

Genau aus diesem Sinne erschien

es mir „unwirklich“ ein anderes

Thema für meinen nächsten Artikel

heranzuziehen, als unseren

guten Bekannten: das Coronavirus.

Doch was soll man noch

schreiben, wenn man im Grunde

genommen schon seine eigene

Position mehr als deutlich klar

gemacht hat? Da kann ein Blick

in die Außenwelt nicht schaden!

Da eine der Perspektiven unserer

öffentlichen Medien bereits tagtäglich

mehr als genug beleuchtet

wird, kann es sicherlich nützlich

sein, einmal einen kleinen Blick

in die andere Richtung zu werfen.

Schließlich spielt man Schach

auch nicht nur mit einer Farbe.

Man möge mir dabei im Vorhinein

verzeihen, dass ich meine Grenzen

von dem, was erwähnenswert

und zulässig ist, selbst wähle.

Insofern darf ich heute eine von

mir verfasste Buchrezension vorstellen.

Die Autoren sind keine geringeren,

als die Ihnen mit Sicherheit

bereits bekannten Doktoren Karina

Reiss und Sucharit Bhakdi.

Der Titel kein anderer als: „Corona

Fehlalarm? Zahlen, Daten und

Hintergründe“. Ihr Buch erschien

dieses Jahr im Goldegg-Verlag und

wurde prompt zum Spiegel-Best

seller ernannt. Die Motivation der

beiden Autoren ist es, in diesem

Buch auf ca. 160 Seiten, Meinungen,

Neuigkeiten und Informationen

zu diesem Thema aus ihrer

Sicht heraus zu erläutern.

Auch wenn eine Frage als Titel

den Leser immer dazu anregen

soll sich selbst eine Antwort zu suchen,

so dürfte landläufig bekannt

sein, welche Grundeinstellung die

beiden Autoren hinsichtlich des

reichhaltig thematisierten Nachrichtenlieblings

haben.

41


Es sollte daher nicht erschrecken,

dass hier Aussagen gefällt werden,

die nicht mit dem allgemein dargestellten

Bild übereinstimmen.

Aber gerade dies macht meiner

Meinung nach den Reiz an diesem

Buch aus. Klingt nach einem Hexenevangelium?

Ist es aber nicht!

In jedem Falle darf man sich über

ein paar anregende Gedankenanstöße

freuen, über die letztendlich

jeder für sich selbst entscheiden

muss. Wer mich kennt, wird

wissen, dass ich es bevorzuge und

empfehle, sich selbst eine Meinung

über eine Sache zu bilden

– aber erst nachdem man beide

Seiten beleuchtet hat!

Dabei bestechen die beiden Autoren

schon von der ersten Zeile

an mit einem Sprachstil in einer

Mischung aus Direktheit und Sarkasmus.

Dieser wird sich über das

komplette Buch so fortsetzen und

den Leser mit dem Gefühl einer

von den Autoren empfundenen

Unzufriedenheit konfrontieren.

Auch wenn man sich hin und wieder

das ein oder andere Schmunzeln

nicht verkneifen kann, weil

man vielleicht selbst schon einmal

ähnliche Gedankengänge zumindest…

„aus aller Ferne gehört

hat“! Wobei es auch hier nicht

an Quellennachweisen mangelt!

(208 An der Zahl)

Die beiden Autoren gehen chronologisch

vor und beginnen mit

ihren Ausführungen in den ersten

Monaten dieses Jahres, und

beleuchten rückblickend den Anfang

der Lage. Dabei findet man

sich schon in der Einleitung sehr

schnell selbst wieder, wenn es um

die zahlreichen Medienmitteilungen

geht, die nochmals zusammenfassend

genannt werden und

vor dem geistigen Auge Revue

passieren. Dabei geht es anfangs

um laiengerechtes Basiswissen:

mögliche Symptome einer Coronavirusinfektion

und den Verlauf

des Ausbreitungsbeginns in China.

Nach diesen Ausführungen kommen

die beiden Autoren relativ

schnell zum Punkt und bieten

dem Leser ihre Grundlage für die

Interpretation der aktuellen Situation

dar. Unter dem Titel

„Wie gefährlich ist das neue Killer-

Virus?“

gesteht man sich ein, dass eine

Aussage zur Gefährlichkeit der

neuen Lage insbesondere zu Beginn

der Situation nicht möglich

war. Dann jedoch räumen die Autoren

mit den aus ihrer Perspektive

festgestellten Fehlern in der

Betrachtungsweise und den Entscheidungen

der vergangenen Anfangsphase

auf und

betonen insbesondere die unorganisierte

Herangehensweise der

Regierungen. Auch einige interessante

Statements zur Tödlichkeit

des Virus und der Gefahrengruppen

werden dargelegt und zeigen

laut den Autoren mit aller Deutlichkeit

darauf, dass es sich hierbei

um eine gnadenlose Überschätzung

der Gefährlichkeit des Coronavirus

handelt. All dies wird mit

Diagrammen und Zahlen untermauert,

die auch für den medizinischen

Laien leicht zu verstehen

sind und plausibel erscheinen.

Schließlich wird der Fokus auf

Deutschland selbst gelenkt. Im

nächsten Kapitel steht insbesondere

das Robert-Koch-Institut in

der Kritik, nicht zuletzt aber auch

die Herren Drosten, Spahn und

Söder. Dabei scheuen sich die Autoren

auch nicht davor, die heutige

Regierung mit den Zeiten der

DDR zu vergleichen.

Schließlich wird auch der Lockdown

thematisiert und auch hier

macht man schnell klar, dass diese

Maßnahme in ihrer Wirksamkeit

wohl mehr als zweifelhaft war.

Das lag vornehmlich daran, dass

zu diesem Zeitpunkt das Virus seinen

Verbreitungshöhepunkt bereits

gehabt habe.

42


Recht anschaulich, fast schon

unterhaltsam, werden hier klare

Worte gewählt, mit denen gezeigt

wird, wie sehr man vor der

Öffentlichkeit mit Zahlen spielen

kann. Schließlich wird auch

die immer noch sehr strittige

Maskenpflicht angesprochen und

scharf kritisiert. Es gebe keine

wissenschaftliche Evidenz für eine

Wirksamkeit und vor einer Ansteckung

schützen sie schon gar

nicht. Auch die Situationen in den

Krankenhäusern werden aufs Nähere

beleuchtet. Hier richtet man

seinen Blick wieder ein Stück nach

außen, insbesondere im Zusammenhang

mit den Gruselmeldungen

aus Spanien und Italien....

Auch hier laden die Autoren den

Leser dazu ein, sich die Sache einmal

näher anzuschauen. Als Fazit

macht man auch hier klar, dass zu

keinem Zeitpunkt von einer Überlastung

unseres kompletten Gesundheitssystems

die Rede sein

konnte – die Daten beweisen dies.

Im Folgenden wird der sonst kaum

genannte Aspekt aufgegriffen,

welcher sich mit den „Kollateralschäden“

der Corona-Maßnahmen

beschäftigt.

Sowohl hinsichtlich der wirtschaftlichen

Lage, hinsichtlich des alltäglichen

Lebens eines jeden einzelnen,

und nicht zuletzt hinsichtlich

der geistigen und körperlichen

Gesundheit von uns Betroffenen,

wird ganz klar eines festgestellt:

Die Maßnahmen haben negative

Auswirkungen, die kaum einer in

der Deutlichkeit auszusprechen

wagt. Und so wird auch die Frage

nach einem positiven Gegenbeispiel

aufgeworfen, was sodann

auch die Nation Schweden zum

Inhaltsgegenstand macht. Gegen

Ende hin mündet das Buch dann

auch in eine Frage, die uns wahr

scheinlich in Zukunft noch begleiten

wird: die Frage nach

einer Möglichkeit zur Impfung

gegen das Coronavirus, sowie

der Sinnhaftigkeit dessen. Auch

hier versuchen die Autoren dem

medizinischen Laien eine sachkundige

Basis zu vermitteln, die

sie als Grundlage zur Vermittlung

ihrer Meinung, dass eine Impfung

vollkommen unsinnig sei, verwenden.

Dazu machen die beiden

sehr wohl klar, dass sie durchaus

viele Impfungen befürworten

– diese aber eben nicht! Letztendlich

wird auch die fehlende

offene Diskussion der öffentlichrechtlichen

Medien mit Gegenmeinungen

angeführt, die sich in

Diffamierung, Diskreditierung und

Meinungszensur fortsetze. Ganz

zum Schluss machen die beiden

Autoren Karina Reiss und Sucharit

Bhakdi ihre Motivation nochmals

deutlich: „Möge dieses kleine

Buch dazu beitragen, dass

sich Geschichte nicht wiederholt.“

(vgl. S. 145). Bleibt also nur noch

übrig zu sagen, was mich persönlich

an diesem Buch bewegt. Von

dem Wunsch getrieben, sich eine

Alternativmeinung anzuhören, las

ich das Werk von Dr. Karina Reiss

und Dr. Sucharit Bhakdi. Meiner

Meinung nach ist es notwendig,

an dieses Buch mit einem offenen

Geist heranzutreten – ansonsten

hält man es wahrscheinlich schon

nach den ersten zwei Seiten nicht

mehr aus, weiter zu lesen. Denn

die beiden Autoren machen auf

sehr direkte Art und Weise klar,

was ihre Standpunkte sind.

Mit den meisten von diesen komme

ich sehr gut zurecht, auch

wenn die Formulierungen dazu

für meinen eigenen Schreibstil an

einigen Stellen etwas zu sarkastisch

gewesen wären. Ganz besonders

inspiriert hat mich jedoch

folgender Satz aus dem rezensierten

Werk:

43


Beitrag zum Thema

Corona - Maßnahmen

„Das nichts mehr in diesem Land

hinterfragt wird, ist alarmierend.“

(vgl. Seite 66). Nun kann man es

bekanntlich mit allem übertreiben,

auch mit dem Hinterfragen,

wenn dieses einen Bereich verlässt

in dem es effizient und zielführend

betrieben wird.

Doch gerade in der heutigen Zeit

verhält es sich meiner Meinung

nach so, dass eben dieses Hinterfragen

sogar viel zu wenig praktiziert

wird! Wir wollen unsere

Kinder zur Individualität, Toleranz

und zur Selbstständigkeit führen.

Doch wenn es einmal darum geht,

all dies zu verwirklichen, dann

schnellt uns eine verbale Wand

an Vorwürfen entgegen, wie sie

simpler nicht sein könnte.

Natürlich haben mich ganz im

Persönlichen auch die Schilderungen

über die Situationen in

den Krankenhäusern berührt.

Auch aus meiner Perspektive, war

die Lage in den Kliniken mehr als

entspannt. Und letztendlich geblieben

sind eine Menge nicht beschäftigter,

hastig eingewiesener

Leute auf Beatmungsgeräte, eine

ganze Latte an abgesagten

Operationen und ein mich nun

sehr fröhlich anlächelndes Überstundenkonto.

Wer meinen letzten

Beitrag gelesen hat, der weiß

auch, dass ich mir schon von Beginn

an eine gute Schwerpunktversorgung

für die definitiven Risikogruppen

gewünscht hätte.

Das wäre meiner Meinung nach

ein wirklich effizienter Schritt gewesen.

Dass gerade diese Forderung

auch im vorliegenden Buch

genau so verlangt wird, erfüllt

mich mit der Erkenntnis, dass es

doch Menschen gibt, die mich zu

verstehen scheinen.

Meine Empfehlung steht jedenfalls

ganz klar für das Lesen dieses

Buches! Und selbst wenn man

allem widersprechen möge, was

dort genannt ist, würde man sich

dann nicht doch auch wesentlich

wohler und gefestigter fühlen,

wenn man die Gewissheit erlangt

hat, dass die eigene Meinung auf

einer Basis fußt, die sogar in der

Lage ist, so etwas wie einer Opposition

standzuhalten? Vorausgesetzt

natürlich, man hat sich

damit auch beschäftigt.

von Jochen Dürselen

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Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/


Naturheilpraxis ohne Grenzen

Ein Team mit

für Bedürftige

45


Im Anschluss

Empfehlungen vom

Chefkoch...

Gute - Gewürze - u. wo sie

zu finden sind...

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Gourmet - Rezepte

Leckere Rezepte

von Hermann Dürselen

Ich Esse Gesund

...nach Lust und Laune

Ich esse gesund nach Lust und Laune.

Kann man das überhaupt?

Richtig ist, der Trend zur gesunden Ernährung boomt.

Noch nie wussten die Menschen so viel über Ernährung

und das, was ihnen gut tut. Unzählige Ausgaben

von Zeitschriften, die sich mit gesunder Ernährung,

Diätplänen und der neuen Traumfigur befassen, sind

im Handel. Das Internet steht dem nicht hinterher.

Auch hier bietet Dr. Google zahlreiche Webseiten an,

die dem User die Hoffnung bieten, wenn man ihren

Tipps und Vorschlägen folgt, dass sie ruck zuck „ihre

Traumfigur“ bekommen, die sie wünschen und sich

darüber hinaus gesund ernähren.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die meisten Interessierten,

nach ihrem „Studium“ des Lesens zum

Thema „Gesunde Ernährung“, nicht mehr wissen,

was sie eigentlich essen dürfen. Leckeres Essen gehört

zu den schönsten Dingen des Lebens und wer

möchte darauf schon gerne verzichten?

Wohl keiner! Irritationen entstehen vielfach dadurch,

dass es viele sogenannte Skandale in der Lebensmittel

Industrie in den letzten Jahren gab.

Denken wir nur an den letzten Skandal der Fleischindustrie.

Deshalb muss Fleisch aber nicht gleich schlecht oder

ungesund sein!

Verunsicherung ist das, was dem Menschen dann

entgegenströmt. Darf oder soll ich überhaupt noch

dies oder jenes essen?

47


Genmanipuliertes und hormonell behandeltes

Fleisch, Billigfleisch, das ist das womit der Verbraucher

konfrontiert wird. Darüber hinaus zeigen die

zahlreichen Tiermisshandlungen in der Fleischindustrie

auf, wo der Mensch sich an der Kreatur vergreift.

Und wenn wir überhaupt Fleisch essen, wie sieht es

mit dem Fleischkonsum aus? Muss ich jetzt Vegetarier

werden, um mich gesund zu ernähren? Darf ich

überhaupt noch aus erwähnten Gründen Fleisch essen

und dann wieviel? Angeraten wird, dass man den

Fleischverzehr auf ca. 300-400g Fleisch in der Woche

beschränken sollte.

Mein Tipp wäre sowieso, mehr Fisch zu essen, denn

Fisch ist im Prinzip unsere Grundnahrung.

Garantiert schlägt man dann den richtigen Weg ein!

Eine Ausgewogene Mischkost ist hier der Maßstab!

Nach unserem Motto „Ich esse gesund nach Lust und

Laune“ sollte auch der Alkoholverzicht, oder zumindest

die strikte Reduzierung dessen, unser Maßstab

sein, um unserem Motto gerecht zu werden. Alles in

Maßen Genießen, ist wohl die beste Devise. Hier sind

sich auch die studierten Ernährungswissenschaftler

einig. Eine ausgewogene Kost verhilft zur Erhaltung

der Gesundheit. Statistiken zeigen auf, wie viel Lebensmittel

der verschiedenen Arten, wir im Verlauf

eines Lebens zur Ernährung unseres Körpers zu uns

nehmen.

Betrachten wir die Ernährungsweise, kann man feststellen,

dass der Mensch sich im Laufe der Zeit mehr

mit seiner Ernährungs-Verhaltensweise auseinander

gesetzt hat. Doch sind wir mal ehrlich, haben wir

nicht alle oft einmal Heißhunger auf die verschiedensten

Lebensmittel?

• Werden wir 75 Jahre, verbringen wir fast fünf

Jahre mit Essen

• Insgesamt 80 000 Mahlzeiten nehmen wir zu

uns.

• Jeder Bundesbürger verbraucht ca. 700 kg Nahrung

im Jahr

• 95 kg Fleisch verzehrt der Bundesbürger jährlich

• 15 kg Fisch (Fischprodukte) jährlich

Dafür sollten besser mehr Obst, Gemüse und Milchprodukte

konsumiert werden !

Dann hält einen nichts mehr und Schwups sind diese

„Köstlichkeiten“ schon in unserem Magen gelandet.

Mit oder ohne Reue danach.

Es stellt sich im Nachhinein die Frage, war unsere

kleine Sünde jetzt so schädlich für unsren Körper?

Ich glaube eher nein, denn meine Ansicht ist, dass

worauf man Heißhunger hat, kann nicht schädlich

sein. Natürlich, und nun kommt doch noch der erhobene

Zeigefinger, sollte man diese Attacken nicht

übertreiben.

48


Alles in Maßen! Es sollte uns nicht die Lust am Essen

genommen werden, durch zu strikte Beachtung

eines Diätwahnes. Mein Motto ist, man kann

sich auch genussvoll gesund ernähren. Es ist schon

schlimm zu erkennen, wie paradox so manches Essverhalten

geworden ist. Einerseits lieben wir Pizza

und Schokolade, auf der anderen Seite plagt uns im

Nachhinein das schlechte Gewissen, uns doch wieder

einmal nicht nach den Regeln ernährt zu haben.

Die neue Diät ist dahin. Ich sage ganz ehrlich,

man darf sich auch mal etwas gönnen. Was natürlich

nicht bedeuten soll, dass wir nicht gleichzeitig

wachsam und aufmerksam bei der Essenswahl sein

sollten. Schließlich sind wir Deutschen mittlerweile

eines der dicksten Völker Europas. Fast die Hälfte

der Deutschen nehmen sich vor, ihren Essensplan

gesünder zu gestalten. Doch kaum einer hält dieses

Vorhaben auch wirklich durch. Deshalb nimmt man

auch an Gewicht zu und schon bald ist der nächste

Diäten-Wahnsinn im Anrollen.

zu ernähren und das noch mit Lust und Laune.

Denn essen dürfen wir alles, was uns schmeckt.

Vielleicht sollte man versuchen, Alternativen in der

Ernährung

zu suchen und zu finden, die es uns ermöglichen,

lecker und gesund zu kochen. Schließlich lassen

wir uns das Genießen nicht verbieten! Doch leider

wissen die meisten Menschen nicht mehr, wie eine

gesunde und lustvolle Ernährung aussieht.

Ich weiß nicht, ob das immer so gesund sein kann.

Aktuelle Umfragen haben aber leider ergeben, ja,

wir Deutsche essen einfach zu gerne und das auch

noch falsch. Daraus resultiert, was ich schon in

einigen anderen Koch-Blogs erwähnt habe, dass

man dem Wahnsinn seinen Lauf lässt und so einfach

drauf los isst. Bitte ja, auch gerne einmal einen

Hamburger, eine Currywurst von meiner Lieblings

Pommes-Bude oder einen herzhaften Döner.

Alles sollte erlaubt sein, aber nicht als

Standard Ernährung dienen.

Wie gehen wir jetzt vor und essen das worauf wir

Lust haben?

Es kann schön sein, sich mit Bedacht seinen Speiseplan

für die Woche zu erstellen. Soll heißen, sich einen

Speiseplan zu erarbeiten, der einem dabei hilft,

sich ausgewogen zu ernähren. Wir essen ja nicht

nur um satt zu werden. Essen sollte gesund sein

und Spaß machen. Beides darf kein Widerspruch

sein. Wir essen schließlich gerne und schöpfen aus

dem vollen Angebot. Doch noch ein kleiner Tipp.

Essen sollte man nicht nach der Uhrzeit, sondern

dann, wenn man Hunger hat und auch nur das,

was einem auch schmeckt. Ab heute heißt es „Esse

worauf Du Lust hast“. Sollte das unser Lebens- und

Essgewohnheits-Motto werden, sind wir auf einem

guten Weg, unseren Kern-Leitsatz zu erfüllen und

uns gesund

Machen wir uns doch einfach ein Küchen-Gesetz-Buch.

Soll heißen, dass wir planen, was wir essen und

das an 7 Tagen der Woche. Es darf auch einmal,

wie schon erwähnt, ein „Ausrutscher“ dabei

sein. Doch was haltet ihr davon, wenn wir

diese „Ausrutscher“ selber zubereiten, so, dass

sie ihren Fast-Food Charakter verlieren? Hier

ein paar Anregungen zum Nachkochen. Lasse

Dich doch von raffinierten Rezeptideen inspirieren,

die Lust auf leckeres Fast-Food machen....

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Süßkartoffel Pommes Frites mit Schnittlauch Quark-

Dip

Die Alternative überhaupt zu den üblichen Pommes

Frites und der Clou, wir verzichten auf die geliebte

Mayonnaise und sind dazu voll im vegetarischen

Trend.

Schnittlauch-Quark-Dip:

Für 4 Pers.:

• 250 g Quark 40% Fettgehalt.

• 150 g Creme fraîche 30 % Fettgehalt

• Gerne kann man hierfür auch Magerquark und

Sauerrahm mit einer 20 % Fettstufe verwenden.

• Schnittlauch in feine Ringe schneiden

• Salz, weißen Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Den Quark und die Creme fraîche zusammen mit den

Schnittlauchröllchen, Salz und weißem Pfeffer verrühren.

Gegebenenfalls etwas Milch 3,5% hinzugeben,

wenn der Dip zu fest sein sollte.

Für 4 Pers.:

• 600 g Süßkartoffeln

• 40 g Speisestärke

• 5 g Paprikapulver

• Salz

Die Süßkartoffeln in 8-10 cm dicke Sticks schneiden

und ca. 45 Minuten in kaltem Wasser wässern.

Anschließend auf einem Baumwolle-Küchenhandtuch

trocken tupfen.

Die Süßkartoffeln in einen ausreichend großen Gefrierbeutel

mit der Speisestärke und dem Paprikapulver

vermengen. Bitte darauf achten, dass die

Kartoffeln so gut wie möglich trocken sind, bevor

die Speisestärke und das Paprikapulver hinzugegeben

werden.

Die Pommes frites werden zunächst in einer Frittüre

bei ca. 130 ° 5 Min. vorgebacken. Nach dem Abtropfen

werden die erkalteten Pommes frites bei

160 ° nochmals 5 Min. fertig gebacken. So lange, bis

sie die richtige Farbe haben und kross sind. Danach

ausreichend salzen.

Schnittlauch-Quark-Dip

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Süßkartoffelscheiben mit Beilage (Das Auge isst mit )

Wraps mit Hackfleisch und Römer Salat gefüllt

Wraps kann man im Handel überall kaufen, aber auch

mit etwas Arbeit gut selbst herstellen. Ich bin überzeugt,

dass diese dann auch viel besser schmecken.

Für 4 Pers.:

Zutaten für den Wrap Teig:

• P 200 g Weizen-Mehl Typ 405

• P Etwas Salz

• P 100 ml warmes Wasser

• P10 g Backpulver

• P15 g Pflanzen Öl

Aus den angegeben Zutaten einen geschmeidigen

Teig kneten.

Anschließend für 15 Min. abgedeckt im Kühlschrank

ruhen lassen.

In acht kleine Kugel formen und mit einem Nudelholz

rund und so dünn wie möglich ausrollen. Sofort

in einer leicht gefetteten beschichteten Pfanne

backen, bis dass der Wrap blasen schlägt.

Die Wrap mit einem leicht feuchten Leinentuch abdecken,

damit sie nicht aushärten.

Zutaten für die Wrap Füllung:

• 400 g Hackfleisch ½ & ½

• Salz & Pfeffer aus der Mühle

• 20 g Pflanzen-Öl

• 50 g feinst gewürfelte Zwiebeln

• 1 Knoblauchzehe

• 150 g Römer-Salat

• 200 g Fetakäse

• 60 g Tomatenketchup

Zubereitung:

Das Hackfleisch in dem Pflanzen-Öl scharf anbraten,

salzen und pfeffern.

Die Zwiebelwürfel und den Knoblauch hinzugeben

und das Fleisch anschließend auf einen Teller

geben.

Den geputzten und gewaschenen Salat in Streifen

schneiden.

Wraps auf einer Arbeitsfläche verteilen und den

Tomatenketchup aufstreichen.

Das Hackfleisch, Römersalat und den zerbröckelten

Fetakäse über die Wraps verteilen, dann ....

51


.... Das Hackfleisch, Römersalat und den zerbröckelten

Fetakäse über die Wraps verteilen.

Zum Schluss die Wraps an der rechten und linken

Seite nach innen zuklappen, damit das Wrap zugerollt

werden kann. Bitte darauf achten, dass der

Wrap stramm zugerollt wird. Schräg in der Mitte

aufschneiden und in Pergamentpapier wickeln.

Wraps

Wraps mit Hackfleisch und Römer Salat gefüllt s.o.

Exotischer Edel Fisch Burger

Einmal nicht zum Burger Restaurant gehen. Nein,

wir machen unseren Fisch-Burger selber. Aber ein

wenig machen wir es uns doch einfach und kaufen

die Hamburger Brötchen im Handel, weil sie dort in

guter Qualität zu erhalten sind. Hamburger Brötchen

selber backen, braucht viel Zeit. Wer dennoch ein gutes

Rezept haben möchte, kann sich gerne an mich

wenden.

Für 4 Pers.:

Zutaten:

• 4 Hamburger Brötchen (gute Qualität)

• 480 g frisches Lachsfile in jeweils 120 g Scheiben.

• Salz & Pfeffer aus der Mühle

• 15 g Sesam-Öl

• 40 g Pflanzen-Öl

• 25 g Sesamkörner

• 20 g Ingwer fein gerieben

• Etwas Chilipulver

• 150 g Creme Fraîche

• 50 g Kokosflocken

• Grün 1 Stg Frühlingszwiebeln in Ringe

• ½ reife Mango in Würfel

• 40 g Rucola Salat

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Exotischer Edel Fisch Burger

Zubereitung:

Chicken Mc Nuggets

Die Lachsscheiben salzen und pfeffern und mit dem

Sesam-Öl beträufeln.

Die Sesamkörner über das Lachsfilet auf beide Seiten

streuen.

Pflanzen-Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen

und die Lachsscheiben darin zart braten. Inzwischen

die halbierten Hamburger Brötchen im Backofen bei

schwacher Hitze (150 °) aufbacken.

Creme fraîche, Ingwer gerieben, Kokosflocken und

das Chilipulver mit Salz und Pfeffer würzen und verrühren.

Etwas von der Kokos-Creme fraîche auf die Unterseite

der Hamburger Brötchen verteilen und mit

dem gewaschenen Rucola Salat belegen.

Die gebratenen Lachsscheiben verteilen und nochmal

von der Kokos-Creme-fraîche obenauf geben.

Mango-Würfel und Frühlingszwiebel-Ringe als Abschluss

auf dem Hamburger verteilen. Das obere

Teil des Hamburgers aufsetzen und nach Bedarf mit

einem langen Holzspieß fixieren.

Chicken Mc Nuggets mit Süß-sauer-Sauce

Für 4 Pers.:

Zutaten für die Chicken Mc Nuggets:

• 800 g Hähnchenbrust ohne Haut

• 50 g Ahorn Sirup

• 2 Zehen Knoblauch gepresst

• Etwas Chilipulver

• Salz aus der Mühle

• 200 g Cornflakes (mit den Händen in einer

Schüssel fein zermahlen)

• Zwei Eier Größe M (aufquirlen)

• Mehl zum Panieren

• Pflanzen-Öl zum Braten

Zutaten für Süß-sauer-Sauce:

• 150 g rote Paprika in feine Würfel

• 1 große Knoblauchzehe gepresst

• 200 g Aprikosen oder Ananas aus der Dose in

kleine Würfel schneiden

• 100 ml Saft einer der Früchte aufbewahren

• 20 g Sesam-Öl

• 20 g Weißwein oder Kräuter-Essig 5 % Säure

• 30 g Honig

• 200 g Tomatenketchup

• 150 ml Hühnerbrühe (kann auch Instant Brühe

sein)

• 10 g Speisestärke und etwas kaltes Wasser

Fischburger in Brötchen oder Hamburger-Brötchen

Zubereitung Chicken Mc Nuggets...

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Zubereitung Chicken Mc Nuggets:

Hähnchenbrust in walnussgroße Würfel schneiden

Aus dem Ahornsirup, gepressten Knoblauch und

dem Chilipulver eine Marinade erstellen und das

Hähnchenfleisch damit marinieren.

Die Hähnchen-Würfel salzen, mehlieren, in dem Ei

wenden und anschließend in den Cornflakes panieren.

Im Pflanzen-Öl kross gar braten.

Arme Ritter mit Vanillesauce

Dieses Gericht erinnert viele Menschen an ihre Kindheit,

wo dieser Nachtisch des Öfteren zubereitet

wurde. Meistens wurden hierfür älter Brötchen verwendet,

weil schließlich nichts verderben sollte.

Für 4 Pers.:

Zutaten Arme Ritter:

• 4 altbackene Brötchen (nicht zu harte Brötchen)

Alternativ kann auch Toastbrot verwendet werden.

• 400 ml Milch 3,5% Fettgehalt

• 3 Eier

• 4 cl Rum

• 50 g Butter

• Puderzucker zum bestäuben

Zubereitung Arme Ritter:

Brötchen in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden.

Milch, Eier und den Rum gut verquirlen.

Zubereitung Süß-sauer-Sauce:

Die Paprikawürfel in Sesamöl andünsten. Knoblauch

hinzufügen.

Mit dem Fruchtsaft, Essig, Honig, Tomatenketchup

und der Hühnerbrühe aufgießen und leicht für 2-3

Min. köcheln lassen.

Gegebenenfalls mit der angerührten Speisestärke

zur richtigen Konsistenz abbinden.

Nach dem Abkühlen der Sauce (darf gerne noch etwas

warm sein), die gewürfelten Fruchtstücke in die

Sauce geben.

Die Brötchenscheiben nebeneinander in der Eier-

Rum-Milch einweichen lassen und anschließend,

nach etwas abtropfen, bei mittlerer Hitze in der Butter

anbraten und zum Schluss mit dem Puderzucker

bestäuben.

Hierfür eine beschichtete Pfanne mit einem hitzebeständigen

Griff verwenden.

Nach dem wenden der Brötchen die Pfanne im

Backofen auf mittlerer Schiene unter dem Grill goldbraun

karamellisieren lassen.

Zutaten für die Vanillesauce:

In diesem Rezept werden wir die Vanillesauce so zubereiten,

dass es schnell von der Hand geht.

• 250 ml Milch 3,5% Fettgehalt

• 150 ml Sahne

• 50 g Zucker

• 1 Eigelb

• 5 g Speisestärke (Mondamin)

• 1 Vanilleschote

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Arme Ritter

Zubereitung der Vanillesauce:

Milch, Sahne, Speisestärke und das Eigelb gut verquirlen.

Den Zucker mit dem ausgekratzten Vanillemark und

der Schote zu dem Milch- Sahne Gemisch hinzugeben

und mittels einem Schneebesen gut verrühren.

Unter ständigem Rühren die Vanillesauce zum Kochen

bringen, bis diese bindet.

Die Vanillesauce „eiskalt“ mit den Armen Rittern

servieren und nochmals mit Puderzucker bestreuen.

Ich wünsche mir, ihr hattet Spaß daran, das geliebte

Fast Food einmal frisch und lecker zubereitet zu genießen.

Essen sollte, wie erwähnt, Spaß machen, ohne

schlechtes Gewissen und Reue satt machen. Eine

ausgewogene Ernährung erlaubt auch hin und wieder

den Griff nach Fast-Food-Essen. Die Herausforderung

besteht darin, eine ausgewogene gesunde

Ernährung im Alltag hinzubekommen.

Die Planung durch mein empfohlenes Küchen-Gesetzbuch,

indem wir alles notieren, was wir für die

Woche als Essensplan vorgesehen haben, kann helfen,

eine gesunde Organisation unserer Ernährung

hinzubekommen. Ich wünsche allen ein gutes Gelingen.

Gerne gehe ich auch per eMail auf Fragen ein:

Arme Ritter mit Vanillesauce

f.hermannduerselen@gmx.de

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

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von unserem Gourmet (Chef-Koch)

Hermann Dürselen getestet…

der Gewürz-Verlag

Gerade in der ausklingenden Stangenbohnenzeit, war ich sehr an dem Stangenbohnengewürz interessiert.

Einen schmackhaften Bohneneintopf mit Bohnenkraut zu würzen, unterstützt den Geschmack

intensiv. Ohne das Bohnenkraut als Gewürzzutat, fehlt dem Eintopf der richtige Geschmack. Gerade

das würzige Bohnenkraut sollte immer bei Bohnengerichten Verwendung finden. Aber nicht nur für

deftige Bohnengerichte ist das Bohnenkraut zu verwenden. Gerade bei Hülsenfrüchten, denen nachgesagt

wird, dass sie schwer verdaulich sind, eignet sich die Zugabe von Bohnenkraut. Durch einen

leicht geschärften Akzent, rundet es die verschiedensten Gerichte der Hülsenfrüchte hervorragend ab.

Gerne habe ich auch das Mix Gewürz für meine Grundbrühen genutzt. Nicht immer hat man ausreichend

frisches Gemüse vorrätig und hier kommt dann das „Mix Gewürz“ für Brühen zum Einsatz. Eine

leckere Hühnerbrühe oder Rinderbrühe mit der geschmackvollen Gewürzmischung angereichert und

man wird überrascht sein, von dem überaus schmackhaften Ergebnis. Pastinaken, Möhren, Zwiebeln

und Petersilie kommen hier voll zur Erfaltung.

Mit den kombinierten Fleisch-Gewürzzubereitungen des Gewürzverlages werden ihre Fleischgerichte,

egal ob Lamm, Geflügel, Rind und Schwein, zu einem Highlight für ihre Gäste und ihre Familie. Für

meine Fleischzubereitungen werde ich immer weiter gern auf die o.g. Gewürze zurückgreifen, weil sie

mich komplett überzeugt haben!

Natürlich, ist auch an Fischliebhaber*innen gedacht worden, welche bei Fischzubereitungen nicht auf

das Fischgewürz verzichten sollten. Das Fischfilet gewürzt mit dieser Zubereitung, bestehend unter

anderem aus Liebstöckel, Thymian und Knoblauch, lassen auch überzeugte Fleischesser*innen neidisch

werden.

Ein schmackhaftes Tzatziki schnell zubereitet für ein herzhaftes Gyros oder als Dipp für gesunde Gemüsesticks,

ist mit der Gewürzmischung für „Tzatziki“ überhaupt kein Problem mehr. Hier findet dann

auch für unser leckeres Gyros die „Gyros Gewürzmischung“ Verwendung. Das Gyros, mit dem Gewürz

mariniert, bestehend aus vielen einzelnen Komponenten, wie roter Pfeffer, Oregano, Knoblauch, Muskat

und vielem mehr, verhilft dem Griechischen Klassiker zu einen wahrhaftigen Geschmackserlebnis.

Durch viele Jahre Erfahrung in der Gastronomie

als Küchenchef und Küchenmeister,

bin ich gerade bei Gewürzen sehr wählerisch.

Die Gewürze des „Gewürzverlages-

Ruhrgigant“ haben mich wahrhaftig

überzeugt.

Hermann Dürselen

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https://gewuerzverlag.de/

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Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/


Geliebtes Leben

Lass mich teilhaben am beschwingten Lebenstanz,

lass mich das Glitzern und Funkeln der Freude fühlen.

Gib mir ein Halteseil, wenn die Wege ins Dunkel

gehen, wenn Ängste von allen Seiten mich bedrängen.

Bitte schenk mir Hoffnung in schweren Zeiten.

Wiege mich sanft, wenn ich mutlos werde.

Erinnere mich, wenn ich versäume zu danken.

Wenn ich ungerecht bin, halte mir den Spiegel vor.

Verleihe mir die Wahrnehmung der leisen

Zwischentöne, das Erkennen der Schatten.

Lehre mich, wahrhaftig und authentisch zu sein.

Ermahne mich, wenn ich mich drücken möchte

vor meinen Lebensaufgaben, hole mich ein, wenn ich

davon stürmen will.

Leg einen milden Nebelschleier überall zu grelle

Lebensfarben.

Danke, geliebtes Leben,

Danke Schöpferkraft.

von Heidemarie Kießlich

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G e stre sste H a u t

B e a u ty-E lix ie r für die kalte Jahreszeit

Man betrachtet sich selbst immer am kritischsten.

Unreinheiten, Mitesser, Verklebungen, Spannungsgefühl…

im Ganzen gesehen, fühlt

sich unsere Haut aktuell

einfach müde und träge

an. Die Spuren des intensiven

Sonnenbadens im

Sommer, die ungesunden

Leckereien wie Eiscreme,

Aperol & Co. sind nicht

nur oberflächlich sichtbar,

sondern auch in der

Hauttiefe spürbar. „Man

gönnt sich ja sonst nichts“

– war unser Motto im

Sommer.

Mit diesem Motto, sollten

wir von nun an auch an

unsere Haut herangehen.

In den Herbstmonaten ist

unsere Haut so empfindlich

wie den ganzen Sommer nicht. Je typgerechter

und bewusster man die Haut im Herbst pflegt, desto

schöner die Haut im Winter. Wie jeder von uns weiß,

wird es in den kalten Monaten nicht einfacher. Denn

dann wirkt zusätzlich noch die Heizungsluft und die

enormen Temperaturschwankungen von Drinnen

und Draußen auf unser gesamtes Hautbild.

Mit meiner Unterstützung erstellen wir gemeinsam

ein auf Sie angepasstes Hautpflegekonzept. Unter

der Berücksichtigung Ihrer Hautentwicklung, der

Ernährung und dem allgemeinen Wohlbefinden in

und auf Ihrer Haut konzipieren wir ein Pflegesystem,

welches Ihre Haut und zu jeder Jahreszeit

unterstützt.

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Beauty - Tipps

Im Herbst liegt der Fokus auf der „Befreiung“ der

Haut von abgestorbenem Zellmaterial.

Während dem Sommer bildet sich aufgrund

der enormen UV-Einstrahlung eine

Lichtschwiele. Die Lichtschwiele dient als

natürlicher Schutzmechanismus der Haut.

Sie verdickt die Hornhaut als Reaktion

auf die UV-A und UV-B Strahlen. Die Zellteilung

wird dabei beschleunigt, sodass

mehr Zellen an der Hautoberfläche sind

und die Hornschicht dicker wird. Daher

wird gleichzeitig auch der Hautalterungsprozess

aktiviert.

Diese „Lichtschwiele“ wird im Herbst aufgrund

mangelnder UV-Strahlung wieder

abgebaut. Darin eingebettet sind die Sünden

des Sommers. Talg- & Schweißreste,

Bakterien, überschüssiges und abgestorbenes

Hautmaterial verursachen schlussendlich

Unreinheiten, Rötungen, Verklebungen

und ein trockenes oder öliges

Hautgefühl.

Die Lösung ist ganze einfach.

Die Hautbenötigt bei dem Abbau der

überschüssigen Lichtschwiele unsere

Hilfe.

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Reinigung: Eine typgerechte und hautangepasste

Reinigung revitalisiert die Haut an der Oberfläche

und versorgt sie mit den wichtigsten Pflegekomponenten

aus Feuchtigkeit und hautberuhigenden

Wirkstoffen.

Tonic: Reinigt die Haut intensiv. Verfeinert die Poren

sichtbar und sorgt für ein frisches, glattes Hautgefühl.

Peeling: Mithilfe von feinen, milden Peeling Granulaten

unterstützen Sie die Haut bei der „Befreiung“ des

überschüssigen Zellmaterials an der Hautoberfläche.

Gleichzeitig aktivieren Sie die Durchblutung und minimieren

Hautunebenheiten sichtbar. ACHTUNG

nicht jede Haut ist für Peeling geeignet – bitte suchen

Sie daher unbedingt ein Beratungsgespräch auf.

Feuchtigkeitspflege: Auch hier unbedingt eine typgerechte

Pflege verwenden. Die Gesichtscreme unterstützt

die Haut bis in die Hauttiefe und schützt sie

von äußerlichen Faktoren.

Sensible Hauttypen brauchen ab und an besonderen

Schutz, um die Haut wieder ins Gleichgewicht

zu bringen. Die Schutzcreme mit Mimose und Wüstenasternextrakt

unterstützt die natürliche Barriere

und bewahrt die Haut vor schädlichen Umwelteinwirkungen

und oxidativem Stress.

Bio-Mandelöl und Bio-Granatapfelsamenöl sind indes

für die Feuchtigkeit zuständig und sorgen für ein

streichelzartes Hautgefühl.

Mimose

Tipp! Verwenden sie unbedingt Produkte auf natürlicher

Basis! Nur diese könne am besten von der Haut

aufgenommen werden und sie langfristig verändern.

Besonders empfehle ich Ihnen die Produkte von

Channoine!

Jetzt kostenlosen Ersttermin vereinbaren: Juliane

Brummayer Beauty Advisor & Make-Up Artist

Starten Sie also jetzt den Kampf gegen Unreinheiten,

Falten, Mitesser, Spannungsgefühl & Co. indem sie

Ihre Haut von nun an RICHTIG pflegen!

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Lass auch in der dunklen

Jahreszeit die Sonne in Dein Herz

und in Deine Seele

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

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Einfach mal die Seele baumeln lassen und

von Sabina Furthmayer

Mit Lach-Yoga und Wechsel-Duschen (warm/

kalt) gegen Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit

im Herbst. Mit einfachen Tipps und

Tricks im Alltag können Sie nicht nur Ihre Stimmung

heben, sondern auch gut gelaunt durch

die dunkle Jahreszeit kommen.

Lach-Yoga (Hasya-Yoga oder auch Yogalachen) ist eine Form des

Yoga, bei der das grundlose Lachen (Sanskrit hasya) im Vordergrund

steht. Beim Lachyoga soll der Mensch über die motorische

Ebene zum Lachen kommen; ein anfangs künstliches Lachen soll

in echtes Lachen übergehen.

Quelle Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Lachyoga

Zum Beispiel jeder dritte Österreicher ist vom

sogenannten Herbstblues betroffen.

Sie fühlen sich niedergeschlagen, müde und antriebslos?

Dieses Stimmungstief ist zu dieser Jahreszeit besonders

häufig und gilt als typischer Herbstblues. Wenn

die kalte Jahreszeit einsetzt, die Tage kürzer werden

und es draußen nebelig und kühl ist, dann drückt das

auf unsere Stimmung. Mit kleinen Tipps kann man

aber der Seele ein paar Streicheleinheiten gönnen

und sich selbst „besonnen“ durch die dunkle Jahreszeit

bringen.

In der Fachsprache spricht man auch von einem saisonal

abhängigen Verstimmungszustand – kurz SAD

genannt. Aber wieso sind wir in der kalten Jahreszeit

so anfällig für Stimmungstiefs?

Durch die kürzeren Tage und den dadurch entstehenden

Lichtmangel, wird die Produktion

des Glückshormons Serotonin heruntergesetzt.

Eine normale oder erhöhte Ausschüttung des Hormons,

wirkt in der Regel antriebssteigernd und stimmungsaufhellend.

Aber auch die Produktion von Botenstoffen

wie Dopamin und Noradrenalin werden

reduziert. Das Resultat? Man fühlt sich müde und

niedergeschlagen!

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Wohlfühl - Oase

Glückshormone

aktivieren ...

Wie man spielend leicht gegen die schlechte

Laune im Herbst ankommt?!

Nun da gibt es viele Möglichkeiten. Wo das natürliche

Licht fehlt, sorgen wir für mehr Licht in unseren

Herzen und unserer Seele. Neben mehr sportlicher

Aktivität, einer gesunden Ernährung und zahlreichen

Entspannungsverfahren, kann man sich auch mit

schönen Dingen aufheitern und die Glückshormone

für sich arbeiten lassen.

Sauna -

entspannen u.

entschlacken

Hot Stone - Massage entspannt, wirkt sich

positiv auf Muskulatur u. Bindegewebe aus

Ätherische Öle und Düfte wirken anregend

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Bewegung an frischer Luft erhellt immer

das Gemüt. Das falsche Wetter

gibt es bekanntlich nicht.

Einfach raus in die Natur

Ich persönlich setze hier auf die kleinen Freuden

im Leben, wie zum Beispiel wunderschön

modellierte Herbstnägel in den klassischen modernen

Herbstfarben.

Bring ein bisschen Mode und Beauty auch in

Dein Leben und Du fühlst dich gleich wieder

besser!!!

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Ich liebe modellierte Nägel einfach. Als Model,

Moderatorin, Schauspielerin, Designerin und

auch Journalistin, bin ich sehr oft den ganzen

Tag unterwegs und sollte möglichst immer perfekt

aussehen.

Am Abend bin ich müde und bereite oft noch bis weit

in die Nacht hinein Sachen und Unterlagen für den

nächsten Tag vor. Da habe ich keine Lust und auch

keine Energie mehr, um noch lange an meinen Nägeln

herumzufeilen oder zu lackieren.

Ich wähle mir bei meinen Nägeln auch immer einen

Look aus, der zu vielen Anlässen passt und dann auch

gut einen Monat hält. Bevorzugt trage ich natürlich

rot lackierte Nägel, so wie die Diven aus den wunderbaren

alten Hollywood Filmen. Ich persönlich finde es

sehr sexy, weiblich, elegant und gepflegt, wenn eine

Frau mit schönen langen Nägeln aufwarten kann.

Außerdem sind Kunstnägel praktisch. Jede Art von

Hausarbeit lässt sich mühelos verrichten, und die

von meiner Freundin Fidane modellierten Kunstwerke

halten exzellent.

In diesem Sinne, meine Lieben Fashionistas wünsche

ich Euch viel Spaß beim Ausprobieren und einfach

beim „Frau sein“ sowie beim Relaxen. Tut was für

Eure Glückshormone!

Und es muss auch nicht unbedingt Lach-Yoga sein -

Natürlich ist es viel einfacher sich einen lustigen Film

anzusehen oder sich mit Freunden einen schönen und

lustigen Abend zu gestalten.

Eure Sabina

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/ Sabina Furthmayr

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Unsere schönen Jahreszeiten

Der Herbst!

Jede Jahreszeit ist einzigartig, so auch

der Herbst. Die Zeit des Sommers neigt

sich dem Ende zu. Wir genießen die

letzten warmen Spätsommertage, wohlwissend,

dass bald die kälteren Jahreszeiten

folgen.

Noch einmal zeigt sich die Natur in ihrer Pracht und

Ernten werden jetzt eingeholt. Der „Herbst des Lebens“

ist ähnlich. Auch wir Menschen fahren unsere

persönliche Ernte ein. Es ist die Summe all dessen,

was wir seit unserer Kindheit, Jugend und Erwachsenenzeit

gelebt, gelernt, gefühlt, gedacht und getan

haben.

Es ist der Stand unserer persönlichen Entwicklung in

all unseren Lebensbereichen: Liebe und Selbstliebe,

Wissen und Weisheit, Gesundheit und Krankheit,

Beziehungen und Freundschaften, Beruf und Karriere,

Geld und materieller Besitz usw.

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

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Wohlfühl - Oase

Das sind die Resultate unserer Ernte.

Das Reflektieren dieser Erkenntnis gibt

uns zwei Möglichkeiten:

Wir sind mit unserer Ernte zufrieden.

Oder eben nicht. Oder nur teilweise.

Die Frage ist dann: Was haben wir gesät?

Oder umgesetzt: Was haben wir gedacht und gefühlt,

wie gehandelt oder nicht gehandelt?

Welche Ursachen haben wir geschaffen für unsere

Ernte-Resultate?

Wir sind der Schöpfer unserer Welt – was und wie

haben wir also geschöpft?

Es geht nicht darum, in der Vergangenheit zu suhlen,

um im eigenen Versagen zu baden oder anderen die

Schuld in die Schuhe zu schieben.

Es geht um unsere Ziele. Vielleicht hatten wir zum

Teil die falschen.

Wir können das nicht rückgängig machen. Aber wir

können jetzt die Segel neu setzen. Wir können unsere

Ziele neu überdenken. Reflektiere sie also. Nimm

dir Zeit und Ruhe dafür. Spüre nach. Intensiv. Höre

auf die Stimme deines Herzens.

Mach den Herbst zu deinem persönlichen Fest!

Viele liebe Grüße

von Ralf Kellmereit

Besuche auch meinen Blog, ich freue mich auf dich:

https://ralf-k.blogspot.com/

Es ist nicht zu spät. Selbst wenn du 50 Jahre oder älter

bist – immer kannst du einen neuen Weg gehen.

Und noch für Jahrzehnte davon profitieren: Mehr

Fülle und innerer oder äußerer Reichtum in deinem

Leben. Also eine „bessere“ Ernte – weil sie dir mehr

entspricht. Dem, was du wirklich bist – oder werden

kannst. Wie du es willst. Du kannst neu säen – und

neu ernten!

Es ist deine Entscheidung!

Ich wünsche dir von Herzen: Genieße den Herbst

und dein Leben!

69 69


… und ich verstand, was das Leben mir sagen wollte:

manchmal kommt es nicht auf einen Gedanken an,

und schon gar nicht darauf, den Augenblick irgendwie

festzuhalten, sondern einfach in diesem Augenblick

zu leben.

Im Hier und Jetzt

von Lesley B. Strong

Oder wie ich es Jana formulieren ließ: „Nicht denken,

nicht reden, nichts mehr, nur leben in dem einen

Atemzug, dem einen Herzschlag, den mein Bewusstsein

erfassen und halten konnte.“

Das ist es, was ich unter „Leben im Hier und Jetzt“

verstehe.

… in diesem Sinne: komm zur Ruhe, in diesem Augenblick,

hier und jetzt, kein Ziel verfolgen, keinen Plan,

keine Absicht, einfach nur im Sein verweilen, das Leben

fühlen, wie es mit jedem Atemzug durch Deinen

Körper strömt, mit jedem Herzschlag Dich daran erinnert,

dass Du lebst – und das Leben Dich umarmt,

auch wenn es Dir vielleicht nicht immer bewusst ist.

Auf der Heimfahrt gestern Abend überlegte

ich intensiv, welchen Gedanken ich

von diesem Tag mitnehmen wollte. Es

hatte sich so gar nichts Tiefgreifendes zugetragen.

Als ich so darüber sinnierte, wie verrückt meine Challenge

im Grunde war, ein ganzes Jahr lang täglich einen

philosophischen Gedanken in die Welt zu setzen,

da fiel mein Blick auf die Hügel vor mir, hinter denen

gerade die Sonne versank. Das Blau des Himmels hatte

diese dunkle Färbung angenommen, kurz bevor

das Abendrot sich zeigen würde. In diesem Augenblick

fächerten sich über dem pyramidenförmigen

großen Hügel direkt vor mir einzelne Sonnenstrahlen

auf, ähnlich wie der Strahlenkranz am Kopf der Freiheitsstatue

in New York, und jeder dieser Strahlen

schien auf magische Weise zu leuchten.

Einen kurzen Augenblick dachte ich darüber nach,

stehen zu bleiben, ein Foto zu machen, doch das

Schauspiel hatte nicht vor zu verweilen und auf mich

zu warten – es zog einfach vorüber …

Lass Dich für einen Augenblick lang in diese

Ruhe fallen – und in die Umarmung des

Lebens.

https://www.facebook.com/Lesley.B.Strong/

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Dein Lächeln

Du lächelst mir zu

und raubst mir die Ruh.

Du schaust in mein Herz,

dort schmilzt schon der Schmerz.

Mit lockerer Hand

knüpfst Du ein Band

zum Grund meiner Seele.

Doch bitt´ ich Dich, quäle

mich jetzt nicht mit Fragen

und lass Dir noch sagen:

Gib Zeit mir zum Schauen

zum langsam Aufbauen,

die Stacheln abschneiden,

sonst werden wir leiden.

will die Mauer abbauen,

die Gefühle verdauen.

Ich sehe Dich nicken,

mich freundlich anblicken.

Du verstehst mich sehr gut

und das macht mir Mut.

Ich lächle Dir zu und komm nun zur Ruh.

von Heidemarie Kießlich

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Wohlfühl - Oase

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

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Der Glaube einer Mutter

Diese Geschichte trug sich vor weit über hundert Jahren zu. Thomas war

ein wissbegieriger, kleiner Junge. Daher konnte er es kaum erwarten, endlich

in die Schule zu kommen. Da er jedoch seit seiner Geburt schwerhörig

war, tat er sich dann schwer, den Erklärungen und Anweisungen seiner

Lehrer zu folgen.

Eines Tages überreichte ihm der Schulleiter einen versiegelten Brief, welchen

er seiner Mutter aushändigen sollte. Als die Frau dieses Schreiben

las, traten ihr Tränen in die Augen. Besorgt wollte Thomas wissen, was in

dem Brief geschrieben stand. Da las ihm seine Mutter Folgendes vor:

»Ihr Sohn verfügt über außergewöhnliche Begabungen. An unserer Schule

fehlen uns die Möglichkeiten, den Jungen zu fördern. Daher bitten wir Sie,

Ihren Sohn selbst zu unterrichten.«

Jahre später machte Thomas weltweit Schlagzeilen, denn er galt mittlerweile

als einer der größten Erfinder seiner Zeit.

Als er nach dem Tod seiner Mutter ihre Unterlagen durchsah, entdeckte

er dabei den Brief, welchen er damals von der Schule erhalten hatte. Als

er diesen las, traten ihm, wie damals seiner Mutter, Tränen in die Augen.

Es stand geschrieben: »Ihr Sohn ist nicht nur schwerhörig, sondern auch

geistig behindert. Daher können wir ihn an unserer Schule nicht weiter

unterrichten!«

Nach einer Geschichte

© Aus dem Buch von Gisela Rieger: „111 Herzensweisheiten“

ISBN: 978-3-9819881-0-9

Verurteile niemals vorschnell Menschen und halte nichts für unmöglich.

Denn es gibt vieles, das nicht seine Stunde bekäme, wenn man nicht daran

glauben würde!

Gisela Rieger

https://www.facebook.com/gisela.rieger.10

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Der Rest meines Lebens

Es war ein sonniger Montagmorgen, als ich meinem Arzt zu einem Abschlussgespräch gegenübersaß.

Ich hoffte auf ein Rezept, das gegen meine in der letzten Zeit auftretenden,

massiven Kopfschmerzen wirksam wäre.

Mein Arzt jedoch rang mit seinen Worten. Er versuchte mir anhand des CT-Bildes so schonend

wie möglich beizubringen: »Es tut mir sehr leid, Ihnen die schreckliche Diagnose

mitteilen zu müssen. Sie haben einen Hirntumor, der inoperabel ist. Ihre Lebenserwartung

beträgt schätzungsweise nur noch ein Jahr!« Alle weiteren Sätze, von möglichen Behandlungsmethoden

etc., hat mein Gehirn dann verständlicherweise völlig ausgeblendet.

Ich flüchtete nach Hause, packte meine Sachen und schrieb meiner Frau auf einen Zettel,

dass ich dringend beruflich verreisen müsse.

Meine Reise führte zu der abgelegenen Alm meines Lieblingsonkels. Ich wusste, wo der

Schlüssel versteckt lag. Auf dem Weg dorthin ging ich einkaufen und gönnte mir alle möglichen

Delikatessen für die nächsten Tage, denn wofür sollte ich nun noch sparen?

Am Berg angekommen ging es mir sofort wesentlich besser. Ich verstaute meine Sachen,

packte den Rucksack und bestieg den Berggipfel, der einen herrlichen Ausblick über das

Tal bot. Verzweifelt versuchte ich, die Aussicht zu genießen, doch es gelang mir nicht, denn

mein Leben rauschte an mir vorüber. Ich fragte mich: Warum gerade ich? Ich habe doch

nie etwas Schlimmes gemacht, habe gesund gelebt, war immer für andere da, stets hilfsbereit

und fürsorglich. War mit den Jungs gerne am Fußballplatz, habe meine Tochter zu

ihren Tennisspielen begleitet … Natürlich habe ich hart gearbeitet – sehr hart sogar, denn

ich wollte immer, dass es meiner Frau und den Kindern an nichts mangelt.

Bei meinen Überlegungen, was ich falsch gemacht haben könnte, fiel mir auf, dass ich

vorwiegend für meine Karriere und meine Familie gelebt hatte. Wo war ich geblieben?

Vieles, was ich noch erleben wollte, sparte ich für die Zeit nach meinem Renteneintritt

auf. Ja, zwei Jahre hätte ich nun noch bis zum Rentenalter. Diese Zeit würde ich nicht mehr

erleben dürfen, geschweige das, was ich noch alles vorgehabt hätte!

In den drei Tagen auf der Alm, das Handy war abgestellt, hatte ich viel Zeit zum Nachdenken.

So fasste ich den Entschluss, dass ich, solange es ging, niemandem von meiner

Diagnose erzählen würde. Ich erstellte mir meine eigene Liste mit all den Dingen, die ich

während meines letzten Jahres noch erleben wollte. Da ich stets ein Realist war, plante ich

in die ersten Monate all die Aktivitäten ein, bei deren Ausübung ich voraussichtlich noch

einigermaßen körperlich aktiv sein konnte.

Als Erstes teilte ich meinem Chef mit, dass ich künftig keine Überstunden mehr machen

und auch meine Arbeitszeit drastisch reduzieren würde. Doch kam es statt des gefürchteten

Donnerwetters zu einer Lösung ganz in meinem Sinne. Mein Arbeitgeber war der Meinung,

nachdem ich so viele Jahre für die Firma mein Bestes gegeben und zu ihrer vollsten

Zufriedenheit gearbeitet hätte, sei meinem Wunsch stattzugeben.

76 76


Wohlfühl - Oase

Meiner Frau legte ich Reisebroschüren für die Toskana auf den Tisch. Ich fragte, ob sie

sich nächste Woche freinehmen könnte, um endlich einmal die Städte zu erobern, die wir

gemeinsam noch nie besucht hatten. Sie war etwas irritiert und fragte: »Wie meinst du

das? Ein Urlaub, nur wir zwei? Keine geschäftlichen Kontakte und Meetings oder ein Golfurlaub,

wo du um acht Uhr auf der Driving Range stehen musst und von wo du erst abends

wieder zurückkehrst?«

Sichtlich beschämt antwortete ich: »Nein mein Schatz, ich denke, es ist an der Zeit, wieder

einen Urlaub nur für uns zu machen, wie in früheren Jahren.«

Meine sämtlichen Ehrenämter und zeitraubenden Verpflichtungen gab ich leichten Herzens

ab. Ich konnte mittlerweile gar nicht mehr verstehen, in welcher Welt ich überhaupt

gelebt hatte. Getrieben von Ehrgeiz, Verpflichtungen und vermeintlicher Verantwortung.

Die weiteren Monate vergingen wie im Flug und ich genoss jeden Tag und jede Stunde.

Ich bedauerte sehr, dass erst eine solch schreckliche Diagnose dazu geführt hatte, dass ich

endlich aufwachte und erkannte, was das Leben wirklich ausmacht!

Da es mir gesundheitlich wesentlich besser ging, hegte sich in mir die leise Hoffnung, dass

mir vielleicht noch ein paar Monate mehr geschenkt würden. So saß ich nach einem knappen

Jahr wieder meinem Arzt gegenüber.

Wieder rang dieser mit seinen Worten: »Es ist mir unerklärlich, wie dies geschehen konnte!

Ihr CT-Bild wurde damals vertauscht und erst jetzt habe ich diesen unverzeihlichen

Fehler bemerkt. Sie sind kerngesund, wenn ich das so sagen darf.«

Nicht nur für mich erwies sich die vertauschte Diagnose als Glücksfall. Wenige Wochen

später stand ein Mann mit Kopfverband vor meiner Türe. Er stellte sich mir vor und erklärte

sich: »Dank des vertauschten ärztlichen Befunds sonnte ich mich in der Gewissheit,

gesund zu sein. Wie durch ein Wunder hat sich mein Tumor in der Zwischenzeit verkapselt

und konnte nun komplett entfernt werden.« Seither gehe ich mit diesem Mann jede Woche

auf den Golfplatz und ständig philosophieren wir, wie wunderschön doch das Leben

ist!

© Aus dem Buch von Gisela Rieger: „111 Herzensweisheiten“ ISBN: 978-3-9819881-0-9

Die Natur ist ein wunderbarer Lehrmeister und Heiler.

Ganz egal, welche Sorgen und Probleme dich bedrücken,

sie werden in ein anderes Licht gerückt.

Gisela Rieger

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

77 77


Der Hirte und

die weise Eule

von Petra Milkereit

Es war einmal vor langer Zeit, vielleicht auch erst

gestern und es könnte sogar morgen sein, ein braver

Hirte, der seine Herde stets zu den saftigsten Wiesen

führte. Er liebte jedes einzelne seiner Schafe,

kannte alle beim Namen und ließ nie eines zurück.

Er schaute stets ob Ädur, Fringa, Asrun, Einurd, Fenna,

Saida, Halbjörg, Klipa, Lotta, Perla, Rudda, Embla

und wie sie alle hießen, gesund und friedlich am

Grasen waren.

Dabei half ihm sein treuer Hütehund Scauri. Ein Pfiff,

ein Ruf reichte, um dem guten Tier Anweisungen zu

geben wie: „Schau dort nach rechts! Lenke sie alle

geradeaus durch die Senke“ und was es sonst noch

zu sagen gab zwischen Herr und Hund. Vertrauen

war ihr Band und Liebe zueinander ihre unverbrüchliche

Basis.

Eine dieser dunklen, mondlosen Nächte war vorüber,

der Morgennebel hob sich zögernd und gab den Blick

frei auf die lieblich geschwungenen Felder, unterbrochen

von kleinen Hainen, die Schatten boten, wenn

die Sonne ihr Tagwerk verrichtete. Der Hirte stand

ruhig da, fest verankert im Leben durch den geerdeten

Stand seiner starken Beine und zählte seine Schafe,

während Scauri voller Tatendrang die Herde umrundete.

„Alle wohlauf und unversehrt“, dachte der Hirte. Er

kannte seine Schäfchen sehr genau und spürte, dass

sie oftmals in der Dunkelheit der Nacht Ängste entwickelten

vor Gefahren, die sich in furchtsame Herzen

schlichen durch Schattenspiele oder rätselhafte

Geräusche. Die größte Gefahr wäre ein Wolf. Obwohl

seiner Herde noch niemals Schlimmes zugestoßen

war, wussten trotzdem alle Tiere von den Geschichten,

die man sich von jagenden und reißenden Wölfen

erzählte und so nährten sie ihre Furcht, ohne

wirkliche Gründe dafür zu haben.

Doch sie waren auch an diesem Morgen alle guter

Dinge und konnten einen neuerlichen Tag gemächlich

weiterziehen zu den nächsten fetten Wiesen.

„Was für ein herrliches Leben“, rief der Hirte seinem

Hund freudig zu und dieser antwortete mit einem

fröhlichen Bellen. Bis zum Abend hatten sie mit all

ihren Schafen den Platz erreicht, der ihnen am Rande

eines sattgrünen Haines zum Nachtlager wurde.

Der Hirte setzte sich an den Fuß einer Buche, stützte

seinen Hirtenstab vor sich auf und streichelte Scauri,

der sich neben ihm niedergelassen hatte, liebevoll

durch das Fell. „Braver Junge, bist mir ein starker

Partner und Freund hier in Gottes freier Natur“, murmelte

er in seinen grauen gepflegten Bart.

Es war diese Stunde zwischen Tag und Traum, mit all

ihren Schattengebilden, die sich aus dem Waldsaum

lösten und diesem guten Duft nach Feuchte und segensreichem

Wachstum, als er ein sanftes Rauschen

in der Luft vernahm. Er begann zu lächeln, wusste er

doch genau, wer auf weiten Schwingen fast lautlos

gleitend zu ihm kam. Der Ast knapp oberhalb seines

Kopfes, der von einem breitkrempigen Hut bedeckt

war, geriet in feine doch kurze Bewegung, als seine

Besucherin sich auf ihm niederließ.

78


Er schaute empor zu ihr, dieser prachtvoll gefiederten

Eule, hob seine linke Hand und strich sachte mit

den Rücken seiner Finger über das weiche Brustgefieder.

„Willkommen, Thordis, meine weise Eule – sei mir

Vertraute im Gespräch wie schon in vielen Nächten

vorher“, begrüßte er seine Freundin.

Ein warmer, gutturaler Ruf war die Antwort, gefolgt

von „Wie ergeht es dir, mein lieber Lasse, und deinen

Lieben?“. Der Hirte berichtete seiner Freundin von

den Ängsten der Nacht, die so viel ungesunde Unruhe

in seine Herde brachten und von dem Kummer,

den dies in ihm hervorrief.

Thordis lauschte seinen Worten und sprach verständnisvoll:

„Die Dunkelheit verbirgt euren Augen,

was die meinen klar erkennen können. So hilft die

Phantasie dabei, ein Bild zu formen aus Andeutungen,

huschenden Schatten und all den Geräuschen,

die nachts so viel lauter klingen als im Tageslicht.“

Lasse, der Hirte, nickte und sein treuer Hund Scauri

folgte mit leicht geneigtem Haupt dem Gespräch

zwischen Thordis und seinem Herrn. Er schien zu verstehen,

worum sich die Unterhaltung drehte, denn

er winselte leise, bevor er seinen Kopf auf seine vor

ihm gefalteten Pfoten legte, ohne den Blick von den

beiden zu lassen.

„Ich würde meinen Schäfchen so gerne diese Ängste

nehmen können, liebe weise Thordis. Doch nichts,

was ich bisher tat und sagte, konnte die Furcht bezwingen,

die mit den Nachtwinden über die Hügel zu

uns kommt.“

Thordis schwieg, wiegte sich langsam von Fuß zu Fuß

und ließ aus ihrer Kehle diesen sanften Ton aufsteigen,

was so typisch für sie war. Dann begann sie, zu

sprechen:

„Lieber Lasse, nichts was du sagst und tust, kann die

furchtsamen Gedanken aus den Köpfen deiner Schäfchen

vertreiben. Sie selber dürfen der Angst keinen

Raum mehr geben in ihren Gedanken und ihren Herzen.“

„Wohl wahr, meine weise Freundin“, bestätigte der

Hirte. „Nur weiß ich keinen Weg, ihnen dabei hilfreich

zur Seite zu stehen…“.

„Hmmmm“, gurrte Thordis, „so werde ich versuchen,

euch dabei zu helfen, indem ich jeden Abend und

jede Nacht alle an etwas erinnern komme, dass ihr

anscheinend vergessen habt!“

„Was mag dies sein?“, fragte Lasse verwundert.

So hob Thordis an: „Alle Lebewesen, alles was wächst,

alles was ist auf dieser Erde, wurde geschaffen von

dem Einen, der nur Liebe kennt, weil er selbst Liebe

ist. Er schuf den Tag mit all seiner Pracht – mit dem

79


Licht, der Wärme, dem Wachsen und Gedeihen hinauf

der Sonne entgegen. Ebenso schuf er die Nacht

mit ihrer Dunkelheit, mit der Ruhe, die sie bringt, der

Zeit für Schlaf und Träume.

Wie könnte die Nacht Gefahren beherbergen, wenn

sie doch aus Liebe gemacht ist?

Es ist nicht ihre Natur! Auch der Tag ist nicht gemacht,

um Gefahren zu bringen. Alles und jedes ist

entstanden, um in Liebe und Freude die Zeit auf dieser

Erde zu verbringen. So ist es gedacht und dafür

ist alles gemacht.

Wenn wir dies nie vergessen, können wir uns stets

sicher und geliebt fühlen – sei es bei Tag, sei es bei

Nacht. Denn der Eine, der alles aus Liebe erschaffen

hat, weil er selbst Liebe ist, gibt in jedes Herz, das ihn

nicht vergisst, den liebevollen Frieden seines liebevollen

Seins.“

Lasse, der brave Hirte, und sein treuer Freund Scauri

blickten beide zu ihrer weisen Freundin hinauf, und

Lasse hob erneut lächelnd seine linke Hand, um mit

den Rückseiten seiner Finger ganz zart über das weiche,

so prachtvolle Gefieder seiner weisen Eule zu

streicheln.

Morgens, wenn auch seine Schäfchen erwachten,

spürte der Hirte mehr und mehr, dass die Angst vor

den Schattengebilden der Nacht von Ädur, Fringa, Asrun,

Einurd, Fenna, Saida, Halbjörg, Klipa, Lotta, Perla,

Rudda, Embla und wie sie alle hießen, wich.

„Wie weise sie ist, meine wunderbare Freundin Thordis“,

dachte er. So wissen wir nun, was die Rufe der

Eulen tief in der Nacht für eine Bedeutung haben

und können durch dieses Erinnert-Werden unseren

Ängsten den Raum nehmen, der unser Herz vergessen

ließ, was doch die einzig wahre Wahrheit ist.

Und er bedankte sich für diese Freundschaft bei dem,

der selbst Liebe ist und alles aus Liebe erschaffen hat.

© Petra Milkereit Als Video auf YouTube zu finden:

https://www.youtube.com/watch?v=_b8byFppwio&t=8s

„Wie wahr sind deine Worte, meine Thordis, wie

wahr!“

Und Thordis sprach: „So werde ich abends und irgendwann

in der Nacht, wenn ihr alle im Traumland

seid, zu euch kommen. Ich werde lautlos auf meinen

weiten Schwingen über euch hinweggleiten und meine

tiefen Rufe werden euch von nun an erinnern an

den, der alles aus Liebe erschaffen hat und der selbst

Liebe ist. Und dieses Erinnern wird jedes Mal mehr

und mehr Raum einnehmen in euch, sodass irgendwann

kein Platz mehr sein wird für Furcht und Angst.“

Dann hob Thordis, die weise Eule, ihre weiten

Schwingen und stieß sich mit ihren kraftvollen Klauen

ab, um sich in den Nachthimmel zu erheben und

fast geräuschlos in großen Kreisen über die Herde zu

gleiten. Ihr tief-gurrender Ruf wurde von der Nachtluft

weithin getragen und wie es Thordis versprochen

hatte, kam sie jeden Abend und später in der Nacht

nochmals, um ihren Erinnerungsruf an den, der alles

aus Liebe erschuf, weil er selbst Liebe ist, erschallen

zu lassen.

Petra Milkereit auf Facebook (Gruppe

Seelenschaukel)

https://www.facebook.com/groups/1814971505398675/

Lasse, der seinen treuen Freund Scauri liebevoll im

Arm hatte, lauschte jedes Mal diesem Ruf, um danach

mit einem Lächeln einzuschlafen.

80


Wohlfühl - Oase

Bild-Quelle: Stefan Korbion

81 81


Kreatives Upcycling mit Birgit

In meiner Küche hängt als „Farbklecks“ und

Inspiration ein großformatiger Kalender mit

Fotos der saisonalen Früchte und Küchenprodukte.

Jahr für Jahr kaufe ich einen neuen Kalender, und

jedes Mal fällt es mir schwer, den alten zu entsorgen,

denn die Bilder sind schön und das Papier ist

von guter Qualität. So haben sich bereits ein paar

Kalender angesammelt, die darauf warten, einer

neuen Verwendung zugeführt zu werden.

Es gibt Gegenstände, die sich schwer in Geschenkpapier

einschlagen lassen. Das gilt insbesondere

für kulinarische Mitbringsel aus der eigenen Küche,

wie z. B. Flaschen mit Säften oder Kräuterölen,

Gläser mit Marmeladen, Chutneys u.s.w. Ideal sind

in diesem Fall Geschenktüten aus stabilem Papier.

Was liegt also näher, als die Kalenderblätter zu Geschenktüten

zu verarbeiten und so die passende

Verpackung zur Hand zu haben. Das ist wirklich einfach

und geht schnell. Hier bekommst du eine kleine

Anleitung.

82


Inspiration

Geschenktüten aus Kalenderblättern

Das Material hast du im Haus. Es kann also gleich

losgehen! Du brauchst:

• Schere,

• Papierkleber,

• durchsichtigen Klebefilm,

• optional einen Locher, Schnüre oder Bänder,

• Papier von stabiler, kräftiger Qualität. Anstelle

von Kalenderblättern kannst du auch Zeitschriftenseiten,

Buchseiten oder Tapetenreste

verwenden.

Schneide dein Papier in einer beliebigen Rechteckform

zu. Je größer dein Papierbogen ist, desto

größer wird natürlich auch die Tüte. ( rechts )

Markiere auf der Rückseite die Mitte der langen

Seiten. Falte die kurzen Seiten jeweils etwa einen

halben Zentimeter über die Mittellinie und klebe die

überlappenden Teile aneinander fest. Die Klebestelle

kannst du von außen zusätzlich mit Klebeband

sichern. Dann wird die Tüte stabiler. (links)

83


Kreatives Upcycling mit Birgit

Jetzt entsteht der Boden der Tüte. Knicke den unteren

Rand nach oben. (A)

A

Nimm die obere Schicht und ziehe sie wieder nach

unten. Dabei entstehen zwei Dreiecke an den Seiten.

Drücke alles flach. (B+C unten)

B

C

84


Geschenktüten aus Kalenderblättern

Die obere und untere Kante faltest du nun überlappend

zur Mitte hin und klebst sie aufeinander fest.

Sichere diese Klebestelle zusätzlich mit Klebeband.

D+E unten

Falte die Seitenteile der Tüte nach innen wie auf

dem Foto und falte noch einmal in die andere Richtung,

also zur Vorderseite der Tüte.

F+G unten

D

F

Falte die Seitenteile der Tüte nach innen wie auf e.

E

G

85


Kreatives Upcycling mit Birgit

Öffne diese Faltung wieder, greife vorsichtig

in die Tüte und bringe sie in Form.

Für mehr Stabilität schneide ein Stück Karton

in Größe des Bodens zu und lege ihn vor dem

Befüllen in die Tüte. Fertig! (links)

Probiere verschiedene Verschlussvariationen.

Du kannst z. B. Löcher stanzen und eine

Schnur durchziehen oder den oberen Teil

einfach nach hinten biegen und mit Kleber

befestigen.

Wenn du magst, kannst du aus den Resten des

Papierzuschnitts passende Geschenkanhänger

basteln, die deine Verpackung komplettieren.

Das Verarbeiten von Kalenderblättern ist nur eine Möglichkeit. Je nach vorhandenem Papier und

Anlass gibt es viele weitere Variationen. Fang einfach an und experimentiere mit Materialien, Größen,

Verschlusslösungen u.s.w.

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren und wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim Nacharbeiten!

86


Geschenktüten aus Kalenderblättern

Und so sehen die

fertigen Tüten aus.

Mein Name ist Birgit Bruhns. Ich bin Autorin, Kreativschaffende

und Pädagogin. Es ist mir ein besonderes Anliegen, ressourcensparend

und nachhaltig zu arbeiten und aus Gebrauchtmaterial

neue, schöne und nützliche Dinge zu erschaffen.

Falls du Fragen hast zu dieser Anleitung oder Wünsche für weitere

Tutorials, schreibe mir einfach eine Mail unter:

froekenbruhns@gmail.com

Mehr von mir und meiner Arbeit erfährst du auf Instagram und

Facebook:

https://www.instagram.com/brubiruby/

https://www.facebook.com/brubiruby/

Schau gern mal dort rein!

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/ Birgit Bruhns u. weitere, freie Bildquellen (z.B pexel)

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Luzern und Zug

mit Innovations - Blog von

Lars Rominger

(Erfinder + Unternehmer + Autor)

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Mit dem Innovationsblog sollen Menschen hinter einer Idee gezeigt und spannende Projekte

vorgestellt werden. Im Fokus stehen junge Unternehmer und Entwickler aus dem Raum

Zug und Luzern

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auch ein allgemein kreativer Zeitgeist. Sein Buch - Lars War´s - zeigt einmal mehr, was

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Sprache: : Deutsch

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ich die Lektüre als Gesundheitsdirektor

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Angst - Betrachtungen

Vor einiger Zeit habe ich in einem

psychosomatischen Buch etwas

über die Angst vor dem Leben

gelesen. Die Vorstellung oder das

Gefühl, als sei DAS LEBEN gegen

einen gerichtet, fand damals

nicht wirklich Resonanz in mir.

Können wir Einfluss nehmen,

haben wir Kontrolle über unsere

Leben, und das Leben selbst kann

uns nichts anhaben, außer dass

es uns irgendwann genommen

wird.

Zu dieser Zeit waren mir eher reale

Ängste vertraut. Die Angst, mit

dem Auto liegen zu bleiben usw.

Natürlich war da auch die Angst

vorm Sterben, aber das lag ja

noch in weiter Ferne und meine

Naivität, mir keine großen Gedanken

über das *wie* zu machen,

wünsche ich mir heute zurück.

Wurde ich in den letzten Monaten

Zeuge vieler tragischer

Geschichten von Menschen

meiner Altersgruppe, hörte ich

ständig von Elend, Not und Tod.

Krebsdiagnosen standen ganz

oben auf der Liste, gefolgt von

Depressionen, Burn-outs, sozialer

Isolation, Altersarmut und all den

anderen modernen Zivilisationskrankheiten.

Nicht zu vergessen

die vielen schrecklichen Berichte

von versäumter Fürsorgepflicht in

Altenheimen. Als hätte ich mit 52

die Schallmauer durchbrochen,

die Halbwertszeit schon zu weit

überschritten, rase ich nun in

halber Lichtgeschwindigkeit, ganz

ohne rosa Brille, einem eher beängstigenden

Ende entgegen.

Ich bin jetzt ein realer Teil dieser

oben beschriebenen Psychosomatik,

denn eine realitätsbezogene

Ängstlichkeit umschleicht mich

und ich erwische mich immer

häufiger auch einmal bei durchaus

übersteigerten Erwartungen

an das Schlimmste. Meiner

kindlichen Illusionen über das

Leben & der Menschen beraubt,

stehe ich nicht nur meinem realistischen

Anteil an tatsächlicher

Selbstwirksamkeit gegenüber,

weiß ich mittlerweile auch, dass

ich mich am besten nur noch

auf mich selbst verlassen sollte.

Vertrauen ist nur noch dann eine

schöne Sache, wenn ich es vorab

meiner Kontrolle unterzogen

habe. Als wäre ich mittlerweile

paranoid, misstraue ich mittlerweile

auch meinen Ärzten. Mein

Anspruch ist gewachsen, ich will

mehr als nur abgefertigt werden.

Ein akuter Hautausschlag muss

heute schon einmal zwei Monate

warten wenn er es mit einer undifferenzierten,

machtorientierten

Arzthelferin zu tun bekommt.

Ich weiß alle sind überfordert,

die Gelder knapp, die Patienten

ängstlich, das Personal überlastet,

schlecht bezahlt und wen

wundert es, unmotiviert.

Jetzt wendet mancher womöglich

ein, es lese sich wie Jammern auf

hohem Niveau, wo es doch in anderen

Ländern, das höre ich recht

oft, weitaus schlechter um die

Gesundheitsversorgung bestellt

ist. Sich an schlechter Qualität

zu messen, mag vielleicht beruhigen,

es verhindert allerdings

Fortschritt & Entwicklung. Dieser

gern genutzte Vergleich gleicht

einem Alibi, einer ungebührlichen

Ausrede, um das Wesentliche zu

verdrängen. Ich spüre im Außen

oft Unbehagen und mein diplomatisches

Geschick lässt leider

immer noch zu wünschen übrig.

Auch wenn ich mittlerweile keine

Hemmungen vor notwendigen

lösungsorientierten Notlügen

habe, fühle ich mich oft emotional

überfordert und

90


Psychologie

von Marion Fischer

ausgeliefert, von meiner offensichtlichen

Beißhemmung ganz

abgesehen. Der Ausdruck Beißhemmung

steht symbolisch

für die Schwierigkeit, sich auch

einmal bissig zur Wehr zu setzen,

wenn das Gegenüber, ignorant,

resistent oder undifferenziert die

sachliche Ebene längst verlassen

hat. Es schadet dem Selbstwert

und mindert das Selbstvertrauen,

am Katzentisch Platz zu

nehmen, um anderen zu gestatten,

sich seiner ungebührlich zu

bemächtigen. Aber kommen wir

zurück zu meiner Angst. Diese

hat sich potenziert und vergiftet

zunehmend meine Gedanken.

Unerfreuliche Erfahrungswerte

und ein klarer Verstand sind die

Ursache, dass ich die Realität

manchmal nicht mehr gut aushalte,

auch ohne Geschehnisse

persönlich zu nehmen. Gestresst,

genervt, enttäuscht und unzufrieden

halten sich die Menschen

mit Kleinigkeiten emotional über

Wasser und härten immer mehr

ab. Um gefühlsmäßig zu überleben,

werden wir immer unsensibler,

unseren Mitmenschen

gegenüber ignoranter und lenken

uns, natürlich völlig unbewusst,

mit übermäßigem Aktivismus ab.

Wir konsumieren ausnahmslos

alles, auch Menschen, flüchten

in oberflächliche, schnelllebige

soziale Netzwerke, haben Angst,

sind einsam, emotional distanziert

und missgönnen im Geheimen

anderen ihr Glück, wenn sie

denn etwas davon haben.

Hören wir von echter Not, wenden

wir uns lieber ab, sind meist

ohne echte Anteilnahme und

ohne Wertschätzung für das Eigene,

einfach nur froh, dass es uns

selbst besser geht. Es gibt kaum

noch Solidarität, es sei denn

unser eigenes Wohl ist bedroht.

So erscheint uns fast alles selbstverständlich

und verliert mehr

und mehr an Wert. Meine Selbstwirksamkeit,

mein Handlungsspielraum

und meine Möglichkeiten

der Einflussnahme sind

einfach zu gering, in Bezug auf

das überdimensional vernetzte,

oberflächliche, unreflektierte,

narzistische Außen. Habe ich oft

nicht einmal Einfluss auf die Menschen

in meiner unmittelbaren

Umgebung. Ich bin ihren resistenten,

unreflektierten, selbstüberschätzenden,

fahrlässigen

und intoleranten Charakterzügen

ebenso ausgeliefert.

Wenn meine Gelassenheit nicht

mehr reicht, rettet mich oftmals

nur noch der Rückzug, Verzicht

und die emotionale Distanz zu

ihnen. Ein Gefühl der Angst & Einsamkeit

schleicht sich ein und ob

ich will, oder nicht, geht es meist

nur noch um knallharte Diplomatie

und kleinste gemeinsame

Schnittmengen.

Immer auf der Hut schwanke ich

auf dem schmalen Grat zwischen,

lösungsorientierter Plastizität,

Gelassenheit und Furcht. Was

meine Angst betrifft, versuche

ich mich intellektuell zu beruhigen,

es auszuhalten. Ich habe das

Gefühl immer besser werden zu

müssen, autonomer, diplomatischer,

mutiger, bewusster und

freier. Mittlerweile fühle ich mich

existenziell bedroht und es zieht

mich hinein in diesen Teufelskreis

von Abhängigkeit, Ursache &

Wirkung.

Und nein, ich bin kein unglücklicher

Mensch!

91


Ich bin anders - und doch gleich

von Andrea Weihs

Anders und doch gleich

Geboren mit all diesem Glück,

genommen worden, langsam Stück für Stück.

Vergessen kann die Seele nicht,

nur jetzt steht es nicht mehr im Gewicht.

Auf Dauer macht das krank.

Die Seele schreit nach mehr,

nach Freude doch so sehr.

Langsam muss ich wieder lernen zu leben,

zulassen, dem schönen Leben.

Doch wo ist der Einstieg eben?

Oft dreht man sich im Kreis,

weil man den Weg nicht weiß.

Du siehst, ich bin anders und doch gleich.

Leben ist das, was aus uns weicht.

Ich wünsche dir, dass dich das niemals erreicht!

92


Psychologie

Meine Erkrankung sah und merkte man mir nicht

an. Ich sah aus wie du und wie jeder andere. Ich benahm

mich normal und ich redete wie jeder andere

Mensch.

Das was mich anders und besonders macht, ist meine

Seele. Eine Seele, die das Glück wieder erkannt

hat und spürt. Eine Seele, die Emotionen kennt und

auch wieder spürt. Meine Seele lebt, wenn auch anders.

Ich bin anders und doch gleich!

Meine Seele starb von Tag zu Tag, immer mehr. ch

bekam einen Enkel, dieses Kinderherz, Kinderlachen

und auch tiefe Liebe und Zuneigung zeigten mir meinen

Wert!

Meine Emotionen und Gefühle waren nicht normal.

Wo Menschen Glück empfanden, empfand ich

nichts, wo Menschen lachen konnten, lachte ich

nicht. Wo Menschen weinten, sah ich ihren Schmerz,

aber eigenen Schmerz kannte ich nicht. Ich konnte

ihre Emotionen spüren, nur meine eigenen nicht.

Meine Seele war leer, kalt und tot, voller Traurigkeit,

voller Einsamkeit. Trotzdem bin und war ich Empath.

Ich gehe auf Menschen ein, halte deren Hand, gebe

gerne meine Hilfe, denn ich weiß, wie sie sich fühlen.

Gefühle der Empathie und der Emotionen.

Mein Leben drehte sich um Depressionen, jahrelang,

ohne zu wissen warum. Ich lebte mit einer Amnesie

und entwickelte Ängste. Ich bekam sogar Panikattacken.

Mein Körper fiel in eine Starre, wurde taub und

Atmen konnte ich gar nicht mehr. Ich kam ins Krankenhaus.

Diesen Zustand erlebte ich einige Male.

Von Tag zu Tag wurde ich immer weniger. Jeder Tag

war ein Kampf ums Überleben.

Mein kleiner Enkel Finn kam mir in die Arme gelaufen

und rief immer wieder:

“Omi, oh Omi, meine Omi, ich liebe dich so sehr.”

Das war mein Anfang! Mein Anfang zum Leben. Mit

diesem Augenblick endete mein Leid.

Ich beschloss zu leben und nicht zu überleben. Das

sollte erst der Anfang sein.

Ich bestellte mir Fachliteratur. Ich setzte mich mit

meiner Krankheit auseinander.

Ich las, nein ich saugte förmlich alles in mir auf. Ich

beendete meine Selbstständigkeit, ich wälzte den

Druck von mir ab.

Ich kämpfte mich frei. Ich lehnte mich zurück und

fing an zu Schreiben.

93


Malen war meine beste Therapie.

Das waren und sind immer noch meine Ressourcen.

Mit meiner Familie beschlossen wir gemeinsam mein

kleines Reich aufzubauen. Ich richtete mir zuhause

ein Atelier ein und fing an, meine künstlerischen Tätigkeiten

zu planen. Ich malte, plante und veranstaltete

Ausstellungen.

Ich schrieb und verarbeitete meine Ereignisse, die

nach und nach wieder in Erinnerung kamen. Oftmals

war das schwer und sie ließen mich meinen

Weg immer wieder über Steine gehen. Durch Zufall

lernte ich eine gute Trauma-Therapeutin kennen, die

mit mir gemeinsam diesen Weg ging. Durch Hilfe zur

Selbsthilfe lernte ich eigene Strategien einzusetzen

und umzusetzen. Kam eine Panikattacke, konnte ich

mich bewusst runter atmen und entspannen. Mir

kamen immer wieder Ideen und Einfälle für meine

Kinderbücher, die ich schrieb. Wenn es mir nicht gut

ging, nahm ich Finn an die Hand, und wir gingen in

den Wald. Wenn Finn Angst bekam, hatte auch ich

Angst. Wenn er weinte, weinte ich auch. Das konnte

und durfte so nicht sein. Ich musste mir etwas überlegen

und dann kam mir die Idee.

In meinem Wald leben Elfen. Diese Elfen sind sehr

klein und scheu. Sie sind immer um uns herum.

Wenn mein Enkel und ich in den Wald gehen, weil

wir Angst haben, mache ich uns Elfenmusik an. In der

Hosentasche habe ich eine Feder. Die Federn finden

wir manchmal. Diese heben wir auf und sammeln

sie ein. Die Federn nehmen wir immer mit, wenn wir

die Elfen besuchen. Um uns herum leben wir mit Engeln.

Kinder können diese sehen, spüren und fühlen.

Manchmal entwickelt sich daraus die Sensibilität.

Diese Hochsensibilität ist eigentlich schon angeboren.

Sie zeigt sich deutlich durch starke Reize, empathisches

Verhalten und starker Wahrnehmung. Die

kindliche und sensible Art verliert sich meist im Alter.

Vorgegeben von der erwachsenen Welt.

Damit die Engel immer gut fliegen können, sammeln

wir die verlorenen Federn und bringen sie den Engeln

zurück. Federn schmücken unsere Taschen. Mit

Elfenmusik in den Ohren gehe ich mit meinem Finn

in den Wald. Als wir an einem großen dicken Baum

ankommen, bleiben wir stehen. Ich hocke mich auf

die Augenhöhe zu meinem Enkel. Hier verweilen wir.

Wir schauen den schönen Stamm hoch und sehen

den wunderbaren Efeu, der sich um den Stamm empor

hangelt.

Unsere Augen suchen die Baumgipfel ab. Mein Enkel

hebt den Finger und flüstert: “Schau Omi, da fliegen

Elfenkinder und möchten unsere Federn für die Engel.

Komm, gib sie mir.” Ich greife in meine Hosentasche,

atme die schöne Waldluft tief ein und aus.

Mein Enkel spürt das Atmen und atmet mit. Ich reiche

Finn die Feder. Er nimmt die Feder in die Hand

und atmet ruhig weiter. Er flüstert: “Elfen, kommt!”

Er sagt zu mir:

“Omi, du brauchst keine Angst zu haben, die Elfen

tun uns nichts, sie haben uns lieb!” Ich atme ruhig

weiter und Finn hält die Hand in die Luft. Es weht ein

kleiner Windzug. Finn dreht sich um, schaut mich an

und lächelt. Als ich seine Hand sehe, hebt sich die

Feder in die Luft und schwebt davon. Finn flüstert:

“Omi siehst du, da holt die Elfe meine Feder für das

Engelchen.”

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Mich überkommt ein Glücksgefühl!

Finn nimmt mich in den Arm und drückt mir liebevoll

einen Kuss auf die Wange. Ich halte seine kleine Hand

und wir nicken uns zu. Wir sind ganz sicher, dass die

Engel um uns sind. Ich nehme Finns Hand und lege

sie ihm auf seine kleine Brust. Er spürt, pock, pock,

pock sein Herz schlagen. Langsam, schön langsam

atmet er mit mir die tiefe Waldluft ein und wir sind

voller Ruhe, voller Glück und innerer Zufriedenheit.

Ich nehme meinen Finn an die Hand und wir treten

den Rückweg an. Meine Idee war geboren.

Am Abend habe ich mich hingesetzt und weitere Geschichten

geschrieben. Immer mehr, immer weiter.

Diese Geschichten haben sich in meinem Kopf festgesetzt.

Jede Geschichte habe ich mit einem Duft, einem

Musikstück, einem Gegenstand, manchmal auch

einem Geschmack verbunden. Die Angst kommt, ich

atme, ich lasse mein Ereignis entweder wegfliegen,

oder sie werden eingepackt und versenkt. Manchmal

bringen diese Gedanken verschiedene Tiere weg. Ich

reise in ferne Länder. Immer wieder finde ich eine

Möglichkeit, die schlimmen Ereignisse zu verpacken.

Ich werde ruhiger und entspannter. Meine Unruhe

verliert sich in meinen Traum(a)reisen. Meine Entspannungsmethode

war geboren.

Heute nach dem ich gesund bin und gut mit meiner

Erinnerung leben kann, darf ich mit meinen Geschichten

Menschen helfen und ihre schlimmen Ereignisse

einpacken, wegbringen, wegfliegen oder versenken.

Der Mensch fühlt wieder Leben, kann sich wahrnehmen,

leben und nicht überleben. Das ist mein ganzes

Glück!

Denn jedes Lächeln, was mir der Mensch entgegenbringt,

ist mein Tor zum Glücklichsein!

https://www.facebook.com/andreaweihs68

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/ u. A.Weihs

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Holzleder – echt cool!

Ulrike Treiber im Gespräch mit Rupert Stockinger

Die meisten von uns werden sich jetzt fragen, Holzleder, was ist das?

Genauso ist es mir auch ergangen, als ich Rupert Stockinger vor einiger Zeit an

seinem Ausstellungsstand traf. Holzleder, ein Produkt der Zukunft, umweltschonend

und außergewöhnlich zugleich! Eine perfekte Kombination, die wir uns

merken sollten. Jetzt hatte ich das Vergnügen Rupert Stockinger für ein Interview

– natürlich auf Abstand – zu gewinnen und das, was er zu sagen hat, ist äußerst

interessant:

96


Herz - Projekte

Erzählen Sie ein bisschen über sich!

Mein Name ist Rupert Stockinger, ich lebe und

arbeite in Niederösterreich und hatte das Glück am

Bauernhof aufzuwachsen. Ich betone gerne dieses

Aufwachsen am Bauernhof, denn die dort gelernte

Fähigkeit – Probleme mit vorhandenen Ressourcen

zu lösen, sowie aus dem, was man hat, das Beste zu

machen – sind das, was mein Leben prägen.

Ich liebe es Dinge zu erschaffen und Leuten zu

helfen.

Welche Ausbildung haben Sie gemacht? Wie ist Ihr

beruflicher Werdegang?

Nach Abschluss meiner Studien in England (Cranfield

– Marketing ) und Italien (Bocconi – Fashion

& Design Management) und dem Sammeln von

Berufserfahrung, gründete ich 2016 das Unternehmen

2g8er. Seitdem arbeitet das Unternehmen an

Projekten in den Bereichen Produktentwicklung und

Design mit namhaften Firmen wie Sony, A1 Telekom

Austria sowie an künstlerischen Projekten wie z.B.

für die Ars Electronica Linz.

Wollten Sie schon immer handwerklich etwas Besonderes

machen?

Jein. Ich wollte schon immer Dinge erdenken und

auch ins Leben rufen.

Wie kamen Sie mit dem Produkt Holzleder in Berührung?

2017 bekam ich als Hilfsstoff für ein Projekt in der

Bekleidungsindustrie hoch verpresste Holzfaserplatten

– ein gängiges Industriematerial, mit spannenden

Eigenschaften. Nach Abschluss des Projektes

fertigte ich aus Resten dieses Materials eine Tasche

für meine Freundin, die das Aufsehen vieler Leute

erregt hat.

Sechs Monate lang beschäftigte ich mich mit diesem

Material und dessen Verbesserung, bis schließlich

Holzleder® daraus entstand. Von einer saugenden,

harten Faserplatte zu einem wasserabweisenden,

weichen Lederersatz. Seitdem arbeite ich ständig an

der Verbesserung der Eigenschaften: Wasserbeständigkeit,

Oberflächenstruktur, Farbeffekte, Haptik.

War erst der Designer da oder das Ausgangsmaterial

Holzleder?

Erst der Designer!

Wodurch werden Sie inspiriert?

Durch die Genialität anderer, sei es Design, Kunst

oder Situationen im Alltag.

War es schwer, das Produkt Holzleder am Markt zu

etablieren, bzw. hatten Sie Unterstützung?

Wir hatten keine Unterstützung, aber das Glück, das

wir mit Holzleder® genau den Puls der Zeit getroffen

haben.

Als Sie das erste fertige Produkt in Händen hielten,

was haben Sie da gefühlt?

Freude! Denn ich wusste, das wird ein gutes Geburtstagsgeschenk

für meine Freundin.

Was ist Ihr Lieblingsstück?

Die Holzleder® Bauchtasche. All meine Gegenstände

des täglichen Gebrauchs passen hinein und ich muss

nie nachdenken: „Habe ich meine Geldbörse dabei?

Habe ich meine Maske mit?“

Haben Sie schon Designpreise erhalten? Wenn ja,

welche?

Ich hatte mich nie für Preise beworben, erst meine

Mitarbeiterin Sarah Merler hat heuer darauf gedrängt,

endlich einmal daran teilzunehmen. Wir

haben nun schon bei zwei Ausschreibungen mitgemacht.

Die erste haben wir gewonnen (Creative

Business Award 2020) und bei der Zweiten sind wir

in der Endrunde. (Riz Up Genius Ideen und Gründerpreis

2020).

Was macht Ihr Produkte so besonders?...

Das Material, das Design und die Tatsache, dass sie

komplett lokal bzw. regional gefertigt werden....

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Wie erklären Sie einem Laien das Produkt Holzleder?

Holzleder wird aus Holzfasern gewonnen, welche

mehrschichtig querverleimt und verpresst werden

(98,6% Holzfasern, 1,4% Kautschuk als Kleber).

Somit entsteht ein reiß- und abriebfestes Material,

welches wie Leder verarbeitet wird, im Unterschied

zu diesem aber wasserunempfindlich ist und nur ¼

des Gewichtes hat.

Durch ein weiteres Wachsen, Laminieren, Walzen

oder Lackieren können die Oberflächenstruktur und

Optik zusätzlich verändert werden, um einen noch

lederähnlicheren Effekt zu erzeugen.

Welche guten Gründe gibt es, Produkte aus Holzleder

zu kaufen?

Produkte aus Holzleder® sind meist viel dünner

aber vor allem viel leichter als die vergleichbaren

Produkte aus Leder. Außerdem sind sie aus einem

nachwachsenden Rohstoff produziert und somit

nachhaltiger und umweltfreundlicher als Leder oder

Kunststoffe.

Lässt sich jedes Taschenmodell aus Holzleder herstellen

oder gibt es Einschränkungen?

Grundsätzlich ja, allerdings ist Holzleder® nicht so

weich wie echtes Leder. Daraus ergeben sich also

optische Einschränkungen.

Gibt es ein Lieblingsteil, dass Sie tagtäglich begleitet?

Ja, meine Fold Wallet (Geldbörse). Diese benutze ich

nun schon seit fast drei Jahren Tag ein Tag aus und

je mehr ich sie verwende, desto schöner wird sie.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei Ihnen aus?

Das ist schwer zu sagen, ich mache immer das, was

gerade gemacht werden muss. Von Materialbearbeitung,

Nähen, Produktfotografie, Onlinewerbung

bis Verkaufen auf Märkten und Messen.

Wie kann man sich Ihr Atelier bzw. Ihre Werkstatt

vorstellen?

Wir arbeiten in einer Lagerhalle in Theresienfeld

und die Werkstatt erstreckt sich darin auf mehrere

Räume. Einen Lackier- und Holzlederbearbeitungsraum,

einen Raum mit schweren Maschinen wie

Stanzen und dann natürlich unser Nähstudio. Wie

kann man sich das Ganze in einem Wort vorstellen –

leider etwas chaotisch.

Was bedeutet für Sie „Gutes Design“?

Für mich ist gutes Design in seiner Funktionalität

durchdacht, leicht für das Auge

(alltagstauglich), und es sollte dafür sorgen, dass

Menschen ein Gefühl oder eine Meinung dazu

haben.

Wie vertreiben Sie Ihre Produkte? Haben Sie ein

Geschäftslokal oder kann man Sie auf Messen antreffen?

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Direkt vertreiben wir unsere Produkte online auf

www.2g8er.com und auf diversen Kunst- und

Design-Märkten wie Feschmarkt, Blickfang oder

WearFair.

Seit Anfang des Jahres sind wir aber auch im Einzelhandel

vertreten. Aktuell noch vereinzelt, aber es ist

unser Ziel, diesen Kanal auszubauen.

Wie entstand der Name 2g8er?

2g8er – [two-g-eight-er] – together – gemeinsam

Unsere Unternehmensphilosophie besteht darin,

mit unseren Kunden, Partnern oder Käufern zusammenzuarbeiten,

um durch kreativen Austausch

das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen. Deshalb

verwirklichen wir die meisten Projekte gemeinsam

mit – 2g8er with... – unseren Kunden.

Gibt es Ziele für die nächsten Jahre?

Wir sehen eine unserer Stärken im Bereich Produktentwicklung

und Marketing, deshalb möchten wir in

Zukunft auch Dienstleistungen in diesem Bereich anbieten.

Das heißt, zusätzlich zur Umsetzung eigener

Ideen, wollen wir mit unseren Ideen andere Unternehmen

unterstützen – wie es auch von Anfang an

geplant war, deshalb der Name.

Alone we can do so little, 2g8er we can do so much

Welchen Ausgleich betreiben Sie zu Ihrer Arbeit?

Haben Sie Hobbies?

Vorwiegend Laufen, Tennis und Krafttraining. Ich

muss sagen, meine Freundin ist Künstlerin und ich

liebe es, sie in meiner Freizeit so gut ich kann bei

ihren Projekten zu unterstützen.

Gibt es etwas in der freien Natur, dass für Sie das

perfekte Design hat? Ich denke, es gibt nichts, das

Gott geschaffen hat, das nicht perfekt ist.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema Bio und Umweltschutz?

Biologischer Anbau, Umweltschutz und Regionalität

sind Themen, die wir nicht nur als Firma, sondern

vor allem auch privat unterstützen. Ganz wichtig

finde ich das Vermeiden von Plastik. Deshalb verwenden

wir als Firma z.B. nur Verpackungsmaterial

aus Papier bzw. Karton und verzichten komplett

auf Plastik. Es gibt so viele Punkte, an denen jeder

und jede einzelne arbeiten kann, aber generell finde

ich es ermutigend, dass sich aktuell sehr viel tut,

speziell rund um das Reduzieren von Einwegplastik.

Es ist doch nichts schöner, als Strohhalme, die nun

wieder aus Stroh sind.

Haben Sie eine Botschaft, die Sie uns allen mit auf

den Weg geben möchten?

Seid lieb zueinander!

Bild-Quelle: Rupert Stockinger

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Kleinunternehmer mit Herz und

Tourette-Syndrom...

Patrick Neuhofer - ein mutiger Mann mit Handicap

ein Bericht von Birgit Lehner

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

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Herz - Projekte

(unten) Birgit Lehner mit Patrick Neuhofer

An einem schönen herbstlich anmutenden Samstagvormittag

sind wir zum Marktbesuch in Bad Wimsbach

in Oberösterreich eingeladen. Dort sind wir mit

Patrick verabredet, der von seinem „rollenden Hofladen“

aus, seine regionalen Produkte verkauft, um

mit ihm ein Interview zu führen.

Patrick Neuhofer aus Vorchdorf in Oberösterreich,

hat das Tourette-Syndrom. Das nach dem Erstbeschreiber

Georges Gilles de la Tourette bezeichnete

Tourette-Syndrom (TS) ist eine chronisch verlaufende

neuropsychiatrische Erkrankung, die sich durch eine

Mischung von motorischen und vokalen Tics äußert.

Diese löst Zuckungen, fahrige Bewegungen oder das

unkontrollierte, plötzliche Ausstoßen von Lauten aus.

Die meisten der von diesem Syndrom Betroffenen

leiden nicht unbedingt an den Symptomen selbst,

sondern hauptsächlich an den Reaktionen ihrer Umgebung.

Es gibt einige Menschen, die „Tourette-Kranke“

unbegründet für „geistig behindert“ halten.

Wegen seines Tourette-Syndroms, das sich im Alter

von etwa 6 Jahren zum ersten Mal gezeigt hat,

fand der 26-Jährige nach vielen Versuchen keine

Arbeit, es hagelte nur Absagen und die Türen blieben

verschlossen. Sehr verzweifelt macht sich Patrick

schlussendlich als Kleinunternehmer selbstständig.

Wie mir Patrick berichtet, „ist eine finanzielle Unterstützung

durch die öffentliche Hand für Menschen

wie mich anscheinend nicht vorgesehen.“ Aus diesem

Grund lebt er bei seinen Eltern und hat sich dort

einen eigenen Betrieb aufgebaut.

Unterstützung bekommt er von Meli, die er vor ca.

drei Jahren beim Marktfahren kennengelernt hat.

Seit diesem Zeitpunkt sind sie ein unzertrennliches,

herzliches Paar und teilen Leid und Freud miteinander.

Im Dezember erwarten Sie Nachwuchs. (rechts)

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Patrick verkauft regionale landwirtschaftliche Produkte,

wie z.B. Eier, die zu hochwertigen Nudeln verarbeitet

werden, eingelegtes Gemüse, Speck, Honig,

Kräuter und viele andere Delikatessen, die er von

Bauern aus der Region bezieht, auf den Wochenmärkten

in Gmunden, Vöcklabruck, Laakirchen, Stadl

Paura, Bad Wimsbach und Vorchdorf, sowie in seinem

eigenen Laden.

der rollende Hofladen von Patrick

Patrick ist ein stolzer zukünftiger

Vater, macht sich

im gleichen Atemzug aber

große Sorgen über ihre gemeinsame

Zukunft.

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Wie schon erwähnt bekommt er keine staatliche

Unterstützung und kommt mit den Einkünften vom

Marktverkauf nicht wirklich aus. Patrick ist sehr sparsam,

aber da die Fixkosten nicht zu unterschätzen

sind, hat er große Zukunftsängste. Patrick möchte

sein Leben eigenständig mit Meli leben. Aber durch

die finanzielle Situation ist das nahezu unmöglich.

Wenn er einmal nicht auf den Markt fährt, gibt es

kein Einkommen – das ist das Leid der Selbstständigen.

Patrick ist sehr fleißig und sucht immer nach neuen

Ideen. Zu Martini kann man eine hauseigene Weidegans,

die in der Früh auf die Weide getrieben und am

Abend wieder in den Stall gebracht wird, bestellen.

Für das Weihnachtsessen eine glückliche Pute aus

der eigenen Zucht und regelmäßig Grillhendel auf

Vorbestellung.

Patrick ist sehr stolz auf seine eigenen Waren und

mag es sichtlich, mit Menschen über Bio und die Umwelt

zu diskutieren. Er hat sich eine große Zahl treuer

Stammkunden erarbeitet. Sie kennen ihn und können

mit Patrick gut umgehen. Wenn Patrick mitten

im Gespräch ein lautes „Fuck-die-Bohne“ entfährt

oder er sich spontan auf den Oberkörper schlägt.

Produkte aus Patrick‘s Hofladen sind nicht nur lecker,

sondern auch eine Möglichkeit für individuelle Geschenkideen

während des ganzen Jahres einzukaufen:

(unten von links) Sabine Gebeshuber, Patrick Neuhofer,

Sabina Furthmayer u. Birgit Lehner

Patrick‘s Hofladen, Peintal 15, 4655 Vorchdorf, Telefon:

0664 5297114

Öffnungszeiten: nach telefonischer Vereinbarung

Wer Patrick und Meli als junge Familie unterstützen

möchte, kann sich direkt an die Redaktion

wenden.

Bild-Quelle: Peter Gebeshuber

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Verein „Naturheilpraxis ohne Grenzen“

eröffnet neue Praxis

von Heike Goebel

Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren haben wir

als Verein „Naturheilpraxis ohne Grenzen e.V.“ unsere

erste Praxis in einer Essener Kirche für Menschen

in Armut und Not eröffnet. Viele Studien belegen,

dass Armut krank macht und die Lebenserwartung

verkürzt. Paradoxerweise erhalten Menschen in

Armut und finanzieller Not nur die Mindestleistungen

unseres Gesundheitssystems. Der ganzheitliche

Ansatz der Naturheilkunde, bei der der Patient im

Sinne von Körper, Geist und Seele im Mittelpunkt

der Behandlung steht, zählt dazu nicht.

Ein Grund für uns zu handeln. Bei Naturheilpraxis

ohne Grenzen leisten wir ganzheitliche naturheilkundlich-medizinische

Hilfe und psychologische

Beratung für Menschen in Armut oder sozialer Not.

Wir engagieren uns vollständig ehrenamtlich, so

dass unser Angebot für unsere PatientInnen unentgeltlich

ist. Als Schirmherren konnten wir Sarah

Wiener und Günter Wallraff gewinnen.

Was mit einem Pilotteam aus vier HeilpraktikerInnen

und psychologischen Beratern in besagter

Kirche begann, hat sich innerhalb kürzester Zeit als

eine kleine Bewegung entwickelt. Inzwischen engagieren

sich über 120 ganzheitliche TherapeutInnen

in den Praxen Essen, Duisburg, Düsseldorf, Frankfurt

und Köln.

In unserem Kölner Praxisteam standen räumliche

Veränderungen an, so dass das Team dies zum Anlass

genommen hat, nochmal seine bisherige Ausrichtung

zu überdenken. Bislang hat sich das Team

für alleinerziehende und traumatisierte Frauen

engagiert. Das Team hat den Wunsch, sich stärker

für Frauen am Rande unserer Gesellschaft

zu engagieren. Schnell wurde klar, dass sich unser

Kölner Therapeutenteam, welches sehr empathisch

für Menschen in Not ist und darüber auch Erfahrungen

z.B. in der Suchthilfe aufweisen kann, für naturheilkundliche

Behandlungen und niedrigschwellige

psychologische Beratung für Frauen ohne Obdach

engagieren möchte.

Unser vielfältiges Angebot umfasst Innere Medizin

sowie Schmerztherapien. In unserem ganzheitlichen

Konzept schließen wir die seelischen Auslöser bei

Krankheiten und Schmerzen mit ein. Gemeinsam

mit unserer psychologischen Beratung arbeiten wir

bei psychosomatischen Leiden eng zusammen an

Lösungen. Wir unterstützen in akuten Belastungssituationen

und erarbeiten gemeinsam Wege aus

der Krise. Uns liegt es am Herzen, das psychische

Wohlbefinden zu stärken, um so letztendlich auch

psychischen wie physischen Erkrankungen vorzubeugen.

Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln war

sofort offen für unsere Idee und ermöglichte uns, in

seinen Räumen des Café Auszeit – eine Kontakt- und

Beratungsstelle für Frauen ohne Obdach – unsere

Sprechstunde einmal wöchentlich anzubieten. Neben

unserem naturheilkundlichen Therapieangebot

gibt unsere Praxis Raum für Geborgenheit, Vertrauen

und offene Kommunikation. Im vertrauensvollen

Miteinander schaffen wir für Frauen ohne Obdach

die Gesundheits- und therapeutische Versorgung,

die ihnen in unserem Gesundheitssystem verwehrt

bleibt – so wie allen Menschen in finanzieller Not

und am Rande der Gesellschaft. Denn Armut und

Köln ist auch weiblich.

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Herz - Projekte

Naturheilkundliche Behandlungen für Frauen

ohne Obdach in Köln

Gründerin Heike Goebel oben vorn auf dem Bild

Weitere Informationen finden Interessierte auf der

Homepage des Vereins www.nog-praxen.de

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Zu Gast im geschichtsträchtigen Donaustauf

in Bayern - „Gaststätte Burgfrieden“

Besuch bei Familie Leber

Bericht von Birgit Lehner & Sabina Furthmayer

Unser Besuch in Donaustauf sollte mit

einem Besuch im bekannten Armen-Spital

beginnen, um das schöne Ambiente

und die Umgebung von Walhalla zu genießen.

Eine unvorhergesehene Planänderung,

wo dieses Zitat von Coco Chanel

unsere Situation am besten beschreibt

„Verschwende nicht deine Zeit gegen eine

Wand zu treten, in der Hoffnung, sie in

eine Tür zu verwandeln“, hat uns zu neuen

interessanten Menschen gebracht.

Nachdem wir vor „verschlossenen“ Türen

im Armenspital – im übertragenen Sinn

– standen, haben wir uns in Donaustauf

erneut auf die Suche nach Personen begeben,

die uns etwas über diesen interessanten

Ort erzählen könnten. So sind

wir auf unserem Streifzug durch Donaustauf

auf der Suche nach einer „offenen

Tür“ der wunderbaren Familie Leber vom

Gasthof Burgfrieden begegnet.

106


Extra

Auf dem Weg durch Donaustauf sind wir

auf den Chinesischen Turm, der eine original

erhalten gebliebene Holzkonstruktion

aus dem Jahre 1842 ist, gestoßen. Laut

Berichten ist das damalige Donaustaufer

Schloss beim großen Marktbrand im Jahre

1880 völlig niedergebrannt; der Chinesische

Turm blieb damals verschont.

Auf einer Anhöhe

haben wir die

Burgruine Donaustauf

und natürlich haben

wir die geschichtsträchtige

Stätte von Walhalla

besucht.

107


Walhalla ist eine sehr sehenswerte

Gedenkstätte in

Donaustauf im bayerischen

Landkreis Regensburg.

Auf damalige Veranlassung

des bayerischen Königs

Ludwig I. – seit dem Jahr

1842 – werden in diesem

Gebäude berühmte Persönlichkeiten

geehrt. Benannt

nach Walhall, der „Halle der

Gefallenen“ laut der nordischen

Mythologie. Im Inneren

des Tempels, der nach

dem Vorbild des Pantheon

auf der Akropolis erbaut

wurde, kann man über hundert

Marmorbüsten und

Gedenktafeln bedeutender

Persönlichkeiten wie z.B.

König Ludwig, Barbarossa,

Goethe, Schiller und viele

mehr bestaunen.

Die Gaststätte Burgfrieden liegt direkt

im Zentrum und hat uns vor allem

mit regionaler und frischer bayerischer

Küche überzeugt. Eine Spezialität des

Hauses ist der täglich frisch zubereitete

Schweinebraten mit hausgemachter

Sauce oder den wunderbaren Mehlspeisen.

An warmen Tagen sitzt man besonders

schön im schattigen Biergarten.

Frau Carmen Leber, die Senior-Chefin,

war bereit uns etwas über den Ort Donaustauf

und über ihren Familienbetrieb

zu erzählen.

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Frau Carmen Leber war bereit uns etwas über den

Ort Donaustauf und über ihren Familienbetrieb zu

erzählen:

„Ich bin in Donaustauf geboren, meine Eltern hatten

auch eine Gaststätte, somit bin ich in diesem Metier

aufgewachsen und hab da auch immer mitgearbeitet.

Ursprünglich wollte ich eine ganz andere berufliche

Laufbahn einschlagen, mich begeistern Obduktionen.

Die Fragen, wie und woran sind die Menschen

genau verstorben, sind faszinierend für mich! Das

ist ein sehr spannendes Gebiet und das hat mich

immer schon sehr interessiert. Beruflich habe ich

dann die Laufbahn der Metzgerin eingeschlagen.

2011 haben mein Mann und ich den Gasthof Burgfried

übernommen, und nach längeren aufwändigen

Renovierungsarbeiten 2013 eröffnet.

Meine Kinder sagen immer, wenn ich unsere Spezialitäten,

wie z.B. einen Schweinebraten vorbereite

„Mama du streichelst ja das Fleisch“! Ja, natürlich,

das war auch ein Lebewesen und man muss vorsichtig

damit umgehen.

Meine Familie ist mir das wichtigste und ich schau

natürlich, dass ich gesund bleibe, um sie unterstützen

zu können. Mittlerweile hat mein Sohn Manuel

das Gasthaus übernommen und meistert diese Aufgabe

sehr gut.“

Was ist Ihnen wichtig im Leben?

„Niemand kann etwas dafür, wie und wo er hineingeboren

wurde, es kommt letztlich immer auf den

Menschen selber an, was er aus seinem Leben

macht.“

Ich habe schon oft Menschen, die sich kein Essen

mehr leisten konnten, auf eine kostenlose Mahlzeit

bei uns im Gasthof eingeladen. Natürlich kann

das auch schnell ausgenutzt werden, da muss man

trotzdem vorsichtig sein.“

„Einmal hatte eine Mutter ihre Arbeitsstelle verloren

und kein Geld mehr für Essen gehabt, da habe

ich sie und ihr Kind eingeladen, diese Dame hat mir

ein halbes Jahr später, als es ihr wieder besser ging,

das Geld zurückgebracht. So sollte unsere Gesellschaft

funktionieren – .....

Familie Leber

vor ihrer Gaststätte

Burgfrieden

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– jeder hilft jedem und man schaut aufeinander.

Das Materielle ist am Ende nicht so wichtig,

dass können wir auch nicht mitnehmen,

wenn wir hinübergehen. Das JETZT zählt.“

Wie groß ist Ihre Familie?

„Ich habe einen Sohn – Manuel Leber und eine

Tochter Michelle, die beide schon erwachsen

sind und meinen Mann mit dem ich zusammen

alles aufgebaut habe.“

Herr Manuel Leber, was können Sie über Ihre

Mutter/Eltern sagen?

Meine Mama ist eine sehr starke, emotionale

Frau, sie hat es nicht leicht gehabt. Ich bin sehr

stolz, was sie und mein Vater zusammen geleistet

und aufgebaut haben.“

Frau Leber mit Sohn Manuel (oben)

Sabina Furthmayer u. Birgit Lehner

zu Gast bei Familie Leber (links)

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Familie Leber für

die sehr persönlichen Einblicke in ihr Familienunternehmen

und die hervorragende Bewirtung.

Auch das damit verbundene „Lerngeschenk“, dass

man verschlossene Türen nicht eintreten soll, wird

uns in Erinnerung bleiben!

Familie Leber freut sich auf Ihren Besuch:

Leber Manuel

Maxstraße 45

93093 Donaustauf

Telefon: +49 9403/9694600

E-Mail: manuel.leber@web.de

Bild-Quelle: Roland Trenz

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Schloss Lichtenstein, auch als „Märchenschloss

Württembergs“ bezeichnet,

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

111


112 112


Verlosung

Als kleines Dankeschön an Euch, verlosen wir ein Überraschungspaket

mit verschiedenen Artikeln. Beteiligt sind u.a. unsere Werbepartner

Special Fitness (Sport-Ernährung u. Zubehör)

Mynatura (Kombi aus Superfood und Natur)

Gewürzverlag (Mega Gewürz-Auswahl garantiert)

die ihre hochwertigen Produkte aus den Bereichen Sport, Ernährung

und Natur zur Verfügung stellen. Diese werden auch in diesem

Heft näher vorgestellt!

Für die Gewinnerin oder den Gewinner, werden verschiedene

Produkte zusammengestellt und durch weitere, kleine Präsente

ergänzt.

Wer teilnehmen möchte, bitte einfach eine E-Mail mit dem

Kennwort „Rotkehlchen“ an:

leben.live.postfach@gmail.com

oder eine Postkarte an:

Redaktion MLL - G.Kreft, Fontanestr. 26, 46242 Bottrop senden.

Einsendeschluß ist der 30.12.2020 ( Es entscheidet das Los. Der

Rechtsweg ist ausgeschlosen! Die Gewinnerin bzw. der Gewinner

wird bis zum 06.01.2021 benachrichtigt)

Das Team von mein Leben Live sagt Danke und wünscht

viel Glück!

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

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Kurt Späth

Mr. Extreme - der Freak aus dem

„Zirkus des Grauens“

Persönliche Einblicke in ein aufregendes Leben

114


Extra

Der Welser Kurt Späth auch MR. EXTREME genannt,

treibt seit über 20 Jahren als Extremkünstler sein

Unwesen. Seine außergewöhnlichen Shows sind die

absoluten Highlights für Veranstaltungen wie z.B. für

private Feiern, Firmenevents, Messen, Großveranstaltungen,

Discos. Eines seiner vielen Highlights bisher

war, als er beim Supertalent in das Finale kam. Er

hat Dieter Bohlen überzeugt, nachdem er Sylvie Meis

und den Juroren nur mit seiner Zunge über die Bühne

zog. Wenn das nicht überzeugend war für Dieter

Bohlen!? So kam Kurt Späth ins Finale. Der außergewöhnliche

Künstler liebt es, das Publikum in Erstaunen

und Schrecken zu versetzten.

„Mr. Extreme ist ein absoluter Schocker“…

... das und noch viele weitere Berichte sind über dich

in den Medien und im Netz zu finden, wann hast du

damit begonnen, so an deine Grenzen zu gehen?

Schon mit 14 Jahren war David Copperfield mein

größtes Vorbild, ich wollte genauso sein wie er.

Schon mit 16 Jahren habe ich damals über eine Million

Schilling investiert um die Illusionen echt aussehen

zu lassen und professionell aufzutreten. Ich habe

damals alle Register gezogen und alles ausprobiert,

von Motorrad verschwinden lassen bis hin zu, meine

eigene Mutter zu zersägen. Sie hat sich freiwillig zur

Verfügung gestellt. Auch in den Discos bin ich aufgetreten

als Zauberer und Illusionist. Später waren wir

dann zu dritt, als „die Magischen Drei“ mit meinem

Bruder und meinem besten Freund, auf den Bühnen

präsent. Unterm Strich waren die Shows mit Besucherzahlen

von 300 bis 500 Personen unrentabel und

die Kosten dafür zu hoch. Ich

hatte immer viele neue Ideen,

in den Discos mit Lasershows

aufzutreten, das waren damals

ein Highlight und ein noch unbekanntes

Terrain.

Ständig war ich auf der Suche

nach neuen Ideen, die noch niemand

zuvor hatte. So kaufte ich

im Baumarkt gefährliche Maschinen

und wurde durch eine

Show von den Shaolin Mönchen

inspiriert, ein Erlebnis der anderen

Art zu kreieren. Ich wollte

etwas Außergewöhnliches und

Modernes bieten, dass noch

niemand kannte und zuvor gesehen

hatte.

115


2003 war ich bei Richard

Lugner in der Lugner City

Wien eingeladen. Es war

alles ausgebucht und die

Leute waren begeistert

von meinen außergewöhnlichen

Show Acts.

So nahm meine Karriere

seinen Lauf. Vom Supertalent

bis zur großen

Chance habe ich mich mit

meinen außergewöhnlichen

und für die Zuschauer

oft schockierenden

Einlagen beworben

und die Menge und Juroren

damit begeistert und

in meinen Bann gezogen.

Warst du in deinem Leben immer schon so extrem,

wie war deine Jugend?

Ich bin ganz „normal“ in die Schule gegangen, habe

dann eine Lehre als Schlosser absolviert. Von der Lagerleitung

bis zum Versicherungsvertreter habe ich

mir verschiedenste Berufe angesehen und auch mit

Leidenschaft gelebt. Am Tag war ich der seriöse und

auch sehr erfolgreiche Versicherungsvertreter mit

ca. 1.000 Kunden, die ich betreut habe. Am Abend

bin ich in die Rolle des MR. EXTREME geschlüpft und

habe immer neue Ideen gehabt und immer gleich

umgesetzt. Zu der Zeit ist auch der Name MR. EXT-

REME entstanden. Ich habe mich natürlich intensiv

damit beschäftigt, wer ich als Künstler bin und was

mein Alleinstellungsmerkmal sei. Alles, was ich in

den Shows gemacht habe, war „sehr extrem“ und

auch nicht ungefährlich. Da bin ich zu dem Namen

MR. EXTREME gekommen, der mich bis heute begleitet

und mein Markenzeichen und Wiedererkennungswert

ist.

Schon immer hatte ich den Drang, im Mittelpunkt

zu stehen, sogar schon in der Kindheit. Das brachte

mir oft auch in der Schule Schwierigkeiten ein. Ich

galt schon immer als Rebell und wollte mich nicht

unterordnen sondern meine Ideen und meinen Willen

durchsetzen. Speziell beim Bundesheer war das

dann etwas problematisch und ich musste viele Strafen

„ausbaden“.

116


Was macht dich als Mensch aus?

Ich bin von Grund auf ein Perfektionist. In meinem

beruflichen Alltag lag z. B. jede Schraube in einer

Linie und alles hatte seine perfekte Ordnung und

seinen Platz. Ich bin auch sehr zielstrebig, alles, was

ich bis jetzt vorhatte, habe ich erreicht. Zugleich

habe ich auch einen „weichen“ Kern und bin sehr

gutmütig und sozial eingestellt. Ich helfe und unterstütze

benachteiligte Menschen und Tiere in verschiedensten

Projekten. Unter anderem unterstütze

ich gegenwärtig das Wiesmayrgut in Gunskirchen.

Ein großes Anliegen ist es, alte Themen bei Menschen

„zu heilen“ und ihre Ursachen zu finden.

Durch meine Shows möchte ich sie in ihrem Innersten

berühren.

Wie sieht deine Zukunft aus, was hast du geplant?

Ich gestalte gerade eine eigene, sehr außergewöhnliche

Beratungspraxis, die bald eröffnet wird. Natürlich

wieder etwas sehr Spezielles, etwas Einzigartiges.

Meine Vision ist, die schönste „Vintage Therapie

Praxis 1930“ zu eröffnen, wo sich meine KundInnen

wohl fühlen und ich mit ihnen gut arbeiten kann.

Bei vielen Individuen sind Qualitäten und verborgene

Talente nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Vergleichbar

mit einem Rohdiamanten, der ungeschliffen

unscheinbar ist. Mit dem „richtigen Schliff“ versehen,

überzeugen sie jedoch mit einem einzigartigen

Funkeln, und Dinge die im Leben wichtig sind, werden

klar und deutlich zu erkennen sein. Das Ergebnis

ist ein kostbarer Edelstein, der in der Umgebung

glanzvoll funkelt. Als Diplomierter Rückführungsund

Clearingtherapeut helfe ich, mittels Raucherentwöhnung,

Gewichtsreduktion, Clearing, Lichttherapie

und Energiearbeit, Menschen vom Rauchen, von

Alkohol oder

sonstigen Lastern

los zu

kommen und

ihre verborgenen

Qualitäten

zu entdecken.

Ich habe bisher

schon viele

Erfolge gefeiert

und sehr zufriedene

KundInnen.

„Life is a Diamond“ – das ist mein Leitgedanke in

meiner Arbeit mit Menschen.

117


Was ist dir im Leben wichtig?

Anerkennung für meine Arbeit und Ideen zu bekommen.

Aber auch langsam zur Ruhe zu kommen. Ich

denke, dass ich langsam „angekommen“ bin und

meine innere Ruhe gefunden habe. Das zeigt sich unter

anderem damit, dass ich eine eigene Praxis aufmachen

möchte, an der ich gerade „Tag und Nacht“

arbeite, um sie bald eröffnen und meine Kunden

empfangen zu können.

Ab Frühjahr 2021 bin ich dann wieder einige Monate

auf Tournee mit dem „Zirkus des Horrors“. Im „Zirkus

des Horrors“ erlebt man die wohl außergewöhnlichste

Zirkusshow Deutschlands!

Text und Interview by Birgit Lehner & Sabina Furthmayer

Fotos: Kurt Späth und Roman Groesswang

https://www.facebook.com/profile.php?id=100011767639139

https://www.facebook.com/kurt.spath

Diese Show vereint höllisch gute Artistik, schräge

Comedy und irre Freaks zu einer einzigartigen, spektakulären

Show und setzt dabei neue Maßstäbe im

Entertainmentbereich. Das muss man einfach selber

einmal gesehen und erlebt haben.

Ich bedanke mich, für deine sehr persönlichen Einblicke

in dein Leben, und das Interview.

118


An Grenzen gehen ...

zeig was in Dir steckt !

Bild-Quelle: https://pixabay.com/de/

119


Leserbriefe und Meinungen

Du bist der Meinung, Dir wurde Unrecht getan

oder Du möchtest einfach so Deine Meinung mit

anderen teilen? Dann schreib uns an:

leben.live.postfach@gmail.com

Meinungsfreiheit

von Dipl. Ing. Ferdinand Brejcha

Meinungsfreiheit ist ein wertvolles Gut. Wir haben

uns daran gewöhnt, alles oder fast alles sagen zu

dürfen. Aber wir müssen wachsam sein, unsere Meinungsfreiheit

ist von einigen Seiten in Gefahr.

Verschiedene Zeitgenossen glauben, die absolute

Wahrheit gefunden zu haben. Andere Meinungen

haben zu unterbleiben, da sie gegen die eigene

vermeintliche Realität verstoßen. Dies beginnt beim

Versuch Diskussionen über anderes, als die vorgegebene

Meinung, zu unterbinden oder den Träger

anderer Ansichten zu verunglimpfen. Am besten

mundtot zu machen, denn es kann nur eine richtige

Meinung geben.

Meinungsfreiheit bedeutet jedoch, die Meinung des

anderen zuzulassen. Unsere Vorfahren haben Jahrhunderte

dafür gekämpft, ihre Meinung frei äußern

zu können. Viele haben dafür gelitten oder sind gestorben.

Sei es in den Kellern der Inquisition, in den

Kerkern des Absolutismus oder in den Straflagern

verschiedener Diktaturen.

Alle die eine andere Meinung vorschnell mundtot

machen wollen, sollten an das berühmte Zitat von

Evelyn Beatrice Hall denken, welches auch gerne

dem französischen Aufklärer Voltaire (1694 – 1778)

in den Mund gelegt wird:

„Ich lehne ab, was Sie sagen, aber ich werde bis auf

den Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen.“

Jeder der gegen den Geist dieses Zitates verstößt, ist

dabei, die Meinungsfreiheit zu unterminieren und

wieder einen Schritt in Richtung Diktatur zu gehen.

Ein Thema wo Meinungen aufeinanderprallen und

keiner bereit ist, auf die Meinung und Ängste des

anderen einzugehen, ist das Ausländerthema.

Es wurden Menschen anderer Kulturen in unser

Land geholt und gelassen. Die Bürger unseres Landes

wurden zu diesem Thema weder gefragt noch

wirklich ehrlich informiert. Erinnert sich noch wer

an die „Gastarbeiter“ die nach ihrem Arbeitseinsatz

wieder nach Hause fahren sollten?

Es wurden Menschen in unser Land gelassen ohne

über die Folgen nachzudenken. Zwischen den verschiedenartigen

Kulturen kam es so zu erheblichen

Reibungspunkten. Anstatt diese Probleme offen anzusprechen,

zu diskutieren und Lösungen zu finden,

wurde das Feld Demagogen überlassen. Jeder, der

berechtigte oder unberechtigte Kritik geäußert hat,

120


wurde als Nazi verunglimpft, oder als gedankenloser

Gutmensch verspottet. Jeder der nicht der

„richtigen“ Meinung war, wurde in diese Kategorien

eingeordnet.

Das Resultat: die verschiedenen Standpunkte stehen

einander unversöhnlich gegenüber. Geholfen ist dadurch

eigentlich niemandem. Unliebsamer Nebeneffekt:

Die „ Nazikeule“ ist stumpf geworden, die

Bürger haben sich daran gewöhnt, dies lockt bis auf

ein paar fanatisch politisch Korrekte niemand mehr

hinter dem Ofen hervor.

Die vielzitierte Meinungsfreiheit hat es heute

schwer. Sie ist in der Verfassung festgeschrieben,

aber wie sieht es in der Realität aus. Darf Meinung

frei geäußert und auch öffentlich diskutiert werden?

Theoretisch ja, aber was sagt die Realität? Wird

Meinung unterdrückt oder zensiert? Es gibt bei uns

keine Straflager für Meinungsabweichler mehr. Die

Zeiten von Haft und Folter sind vorbei.

Gibt es die totale Meinungsfreiheit? Gesetze schränken

diese ein und lenken in vernünftige Bahnen. Die

gelebte Rechtspraxis ist in vielen Fällen zumindest

diskussionswürdig. Es kann auch über das Ziel geschossen

werden.

Abseits der Gesetze ist die Einschränkung der Freiheit

der Meinung jedoch raffinierter geworden.

Es drohen nicht mehr Folter und Kerker sondern

ökonomischer Schaden und als „Strafe“, in ein gesellschaftliches

Eck gestellt zu werden. Ist es schon

aufgefallen, das abseits eines gewissen Meinungs-

Mainstreams wenig zu vernehmen ist? Wirtschaftlich

Starke haben es geschafft ihren Einfluss relativ

brutal durchzusetzen. Gewisse Themen werden

einfach nicht mehr in der öffentlichen Diskussion

behandelt.

Die sogenannte Globalisierung war über Jahre ein

Dogma an dem nicht zu rütteln war. Dann kam ein

Virus und hat uns unsere Abhängigkeiten sichtbar

gemacht. Schutzmasken aus China, Medikamentenrohstoffe

zu 80% aus Indien und China. Ein Gedankenspiel:

Woher hätten wir unsere Schutzausrüstung,

wenn China sie selber noch in großen Mengen

brauchen würde? Europa wäre ein Zentrum der

Epidemie!

Alle, die vor diesem Umstand gewarnt hatten, wurden

totgeschwiegen, einfach nicht beachtet. Welche

Zeitung berichtet über solche Warnungen, besser

welches Medium kann sich so etwas leisten?

Außerdem hat man begonnen, die Dinge nicht mehr

beim Namen zu nennen. Die sprachliche Weichzeichnung

hat Dimensionen erreicht, sodass man

sich in George Orwells 1984 versetzt fühlt. Aus

Entlassenen wurden Freigesetzte, wenn das Militär

das Ziel verfehlt und zivile Opfer zu beklagen sind,

spricht man von Kollateralschäden. Eine Bombe

wird nicht mehr abgeworfen sondern freigesetzt

und dann noch die diversen Sachzwänge.

Wem hilft dies, den Opfern? Eigentlich nichts, denn

ein durch Sachzwänge Freigesetzter landet auch

beim Arbeitsamt. Das ganze Getue dient eigentlich

nur dazu, den Bürgern den Verstand zu vernebeln

und sie auf Meinungslinie zu bringen.

Das einzige, das hilft: Fremde Meinungen zuzulassen,

anzuhören und selbstständig zu denken!

Die Alternative dazu ist eine Meinungsdiktatur.

Ich habe mich geweigert,

meine Seele für ein paar Euro

dem „Teufel“ zu verkaufen.

von Sabina Furthmayer

Ich bin der Meinung, man sollte vorher genau

schauen, wenn man jemanden auf die Füße tritt.

Derjenige könnte evtl. zurück „treten“!

Meine lieben Leser, bei der Zeitschrift „Mein Leben

Life“ handelt es sich ja um eine neue unabhängige,

innovative und extrovertierte Zeitung. Deshalb habe

ich mich auch entschlossen, mit meinen Erlebnissen

und Erkenntnissen an die Öffentlichkeit zu gehen

und dieses Mal nicht das schweigende und leidende

Opfer zu sein.

Das erste Thema, zu dem ich euch gerne meine

Erfahrungen mitteilen möchte, befasst sich mit der

Presse und der Meinungsfreiheit. Ich habe bei einem

kleinen regionalen TV-Sender im Salzkammergut,

der hauptsächlich online präsent ist, gearbeitet.

Dort war ich als Moderatorin und Redakteurin tätig.

Zu meiner Moderation gehörte auch das wöchentliche

Horoskop. Dieses wurde dem Sender von einer

Firma geliefert, einer Plattform und Hotline, auf

der Wahrsager und Energetiker Lebensberatungen

anbieten. Kopf der Firma ist Herr Rlaf B. (Name von

der Redaktion geändert), der auch für den Sender

als Moderator tätig ist. ...

121


Wichtig noch zu erwähnen, dass ich letztes Jahr im

Herbst, den Kontakt zwischen - TV Sender und dem

eigentlich auf den ersten Blick sehr sympathisch

wirkenden Mann hergestellt habe, weil ich seine karitativen

Arbeiten mit Kindern unterstützen wollte.

Ausgemacht war, dass ich ein Kamerateam organisieren

sollte, das mit mir als Redakteurin, kurz vor

Weihnachten 2019 auf das Gut Aiderbichl fahren

sollte, um dort mit einem Beitrag über eine Veranstaltung

von Herrn B. zu berichten. Und das alles

natürlich unentgeltlich!

Gesagt, getan. Einen Kameramann und auch einen

älteren netten Herrn, der kostenlos mit mir und

meinem Team die Strecke nach Salzburg auf sich

genommen hätte, konnte ich überzeugen mitzumachen.

Peter, der Kamera-Profi und ich haben halt

überlegt einen wirklich coolen lässigen Bericht zu

machen, in dem ich als Moderatorin durch die Story

führe und den wir später wenigstens als Referenz

verwenden könnten.

Bis auf einmal von dem kleinen Sender s.o. die Order

kam, Stopp Sabina!

Wir wollen nicht, dass du im Bild bist und auch keinen

extravaganten Bericht, sonst zeigen wir diesen

nicht!!! Mein Team und ich waren daraufhin natürlich

fassungslos. Wir sollen an einem Wochenende

gratis arbeiten, und ich darf nicht mal im Bild

sein ??? Somit hatte sich dieser Bericht natürlich

erledigt.

Nach einiger Zeit der Funkstille von Seiten des regionalen

Senders, wurde mir dann aber überraschend

sogar die Moderation des Wochenhoroskopes angeboten.

120 Euro für 4 Moderationen (an einem

Vormittag) minus die 30 Euro Benzinkosten nach

Gmunden. Aber ich fand die Idee mit dem Horoskop

witzig und habe zugesagt.

Zunächst ging auch alles gut. Meine authentische,

natürliche Moderation wurde vom Publikum sehr

gut angenommen... und dann kam Corona!!!

Wie ihr ja wisst, meine lieben Leser*innen, steht

unsere Zeitschrift auch dafür, die Meinungen der

Leser*innen zu veröffentlichen. Der Herausgeber,

Herr Guido Kreft, ist dafür bekannt, Gast-Autor*innen

bzw. Leser*innen in Form von Leserbriefen

die Chance zu geben, ihre private und persönliche

Meinung der Leserschaft kundzutun. Und so habe

auch ich kein Blatt vor den Mund genommen und

meine private Meinung auch in den sozialen Netzwerken

gepostet. Bis auf einmal ein Anruf von Herrn

Ralf B. und der Betreiberin vom besagten kleinen

Sender kam. Eine Zuschauerin des Horoskopes (welches

auch immer auf der Wahrsager-Plattform von

Herrn B. gezeigt wird) hatte sich in einem langen

unfreundlichen Brief über mich ausgelassen, und

damit gedroht, keine Beratungsdienste der Wahrsager-Agentur

mehr in Anspruch zu nehmen, wenn

(ich) die Moderatorin weiterhin solche Aussagen

postet. Mir wurde also vorgeworfen, Corona Verschwörungstheorien

zu posten und vorgeschlagen

doch lieber bei meinen attraktiven Model-Bildern zu

bleiben.

Die Aussage war ca. ...“Ich weiß, dass du ein hübsches

Pupperl bist und dass die Leute sicher nachsehen

und recherchieren, wer du bist und auf deine

Facebook- Seite gucken. Nur, eine Journalistin hat

den Mund zu halten und keine private Meinung zu

äußern!“ Angeblich gab es auch schon zu einem

früheren Zeitpunkt Moderator*innen, die ihre politische

Meinung zu offensichtlich zeigten und nun weg

sind. Es gab auch die Aussagen ... „Geld regiert die

Welt – nur in diesem Falle gab es für uns keine oder

eine minimale Bezahlung und ich tat vieles aus Kulanzgründen

– und dass Herr Ralf B. in diesem Falle

am längeren Hebel sitzen würde.“ Ich habe mich

im Frühling dieses Jahres daraufhin mit Menschen

meines Vertrauens beraten und habe beschlossen,

das Horoskop einfach weiterhin zu moderieren und

zu schauen, was passiert.

Das Ende meiner Tätigkeit beim Sender kam dann

überraschend im September. Erste Anzeichen

waren, dass ich anscheinend als einzige der freien

Mitarbeiter nicht zum Hochzeitsbrunch der Betreiber

eingeladen wurde, was ich und mein Umfeld

im Salzkammergut noch als nebensächlich empfanden.

Komisch war dann allerdings, dass sich auf

meine Frage, wann wir die nächsten vier Folgen für

das Horoskop drehen, niemand meldete oder die

Ausrede kam, wir sind im Urlaub und melden uns

später. Auch Herr B., der immer sehr viel Wert auf

die pünktliche Aufzeichnung des Horoskopes legte,

reagierte nicht auf meine Nachrichten.

Bis mich dann vor 2 Wochen eine Freundin aus

Gmunden anrief und sagte, ich solle mir mal das

Programm ansehen, da würde so ein komischer

Mann meine Sendung moderieren. Sie wollte

wissen, ob das jetzt ernst gemeint oder mehr als

Comedy gedacht war??? I

Im Gedächtnis ist mir auch noch geblieben, dass

meine gute Freundin Fidane, eine junge sehr elegante

Frau, zu mir gesagt hat ...“Warum machst du

das!? Dieses Horoskop wirkt billig und

122


entspricht überhaupt nicht deinen Fähigkeiten und

Qualifikationen. Außerdem, wo sind deine Postings

auf Facebook hin?

Warum ziehst du den Schwanz ein und verkaufst für

ein paar Euro deine Seele dem Teufel? Das hast du

doch nicht nötig!! So kannst du doch nicht mehr in

den Spiegel schauen.“

Jetzt hat sich die Angelegenheit ja zum Glück von

selbst geregelt. Oder wie unsere liebe Kollegin und

Autorin Birgit Lehner immer sagt ...manchmal regelt

die Zeit viele Angelegenheiten. Und meine Lieben,

traut euch eure Meinung zu sagen!!

im Rhein-Main-Gebiet ansässiger Rechtsanwalt. Zuvor

war ich während sowie nach der Studienzeit in

der mittelhessischen Stadt Gießen bei diversen Professuren

unter anderem auch lehrend vor Studenten

tätig. Meine Heimat wie auch nunmehriger Sitz der

Kanzlei liegen daher in Hessen.

Die von mir ausgeübten kanzleiinternen Tätigkeitsschwerpunkte

belaufen sich weitestgehend auf

alle Rechtsfragen zivilrechtlicher Natur. Bezogen

auf die aktuelle COVID-19-Pandemie ergeben sich

daher derzeit auch vermehrt Mandate und aktuelle

Rechtsfragen zu Reiserücktritten und deren finanziellen

Folgen bzw. den Urlaubern drohende Stornierungskosten

vonseiten der Reiseanbieter.

Das Thema „Corona“ und dessen Auswirkungen wird

wohl noch einige Zeit nicht nur die Wirtschaft und

Arbeitswelt, sondern dem einhergehend auch die

weitere Rechtspraxis zunehmend beschäftigen.

Zu diesen, ähnlichen und/oder weitergehenden

Rechtsfragen und Problemfeldern zivilrechtlicher

Natur stehe ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser,

gerne beratend zur Verfügung. So werde ich gelegentlich

die ein oder andere Rechtsfrage im Rahmen

der nächsten Ausgaben des Magazins für Sie beantworten.

Bitte beachten Sie jedoch, dass lediglich

die Gesetzes- und Rechtslage in Deutschland dabei

Berücksichtigung finden kann.

Weitergehende Rechtsauskünfte über anderweitige

Rechtsordnungen, insbesondere im Hinblick auf geltendes

Recht in Österreich, können trotz Ähnlichkeit

dagegen nicht geleistet werden.

Mit der kommenden Ausgabe im Januar 2021 sind

wir nicht nur im Handel vertreten, sondern es gibt

auch weitere Neuigkeiten zu berichten.

Ihr könnt schreiben, wenn Ihr rechtliche Probleme

zu bewältigen habt. Mit dabei ist nun

auch der Rechtsanwalt

Manuel Eufinger (Deutsches Recht), der sich

nachfolgend kurz vorstellen möchte:

Bei entsprechenden rechtlichen Anliegen können Sie

sich gerne auch per Email an mich wenden.

Manuel Eufinger, Rechtsanwalt

Siemensstraße 11

63071 Offenbach a.M.

069 856073

kanzlei@zeiser.net

Liebe Leserinnen und Leser,

gerne möchte ich mich Ihnen in diesem Rahmen als

tätiger Rechtsanwalt kurz vorstellen.

Ich bin seit 2017 bei der Rechtsanwaltskammer

Frankfurt am Main zugelassener und entsprechend

Aber auch zu anderen Themenbereichen findet

Ihr ab Januar 2021 Hilfe. Für den Bereich

Psychologie ...

123


Werbung in - Mein Leben Live

Birgit Lehner

Dipl. Psychologische Beraterin

Dipl. Sozial- u. Berufspädagogin

Dipl. Kinder- u. Jugendmentaltrainerin

Bacheler of Arts in Counceling

Wir bieten nicht nur kostengünstige Anzeigenwerbung,

sondern vertreten unsere

Werbepartner*innen auch hier mit großer

Reichweite:

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Im nächsten Heft (Januar 2021) mit dabei:

Web-Shop (Für Werbepartner*innen) und

ein „Eventkalender“!

wird Euch auf Wunsch in ihrem Fachbereich zur

Seite stehen und gern Eure Fragen beantworten. Sie

ist auch aus einigen Beiträgen, wie zum Beispiel Typu.

Stilberatung und Interviews zu verschiedenen

Themen bekannt. Ihr könnt Fragen unter folgender

Mail-Adresse einsenden:

birgit.lehner@coaching-and-more.com

Natürlich werden Eure Fragen vertraulich behandelt

und nur auf ausdrücklichen Wunsch veröffentlicht!

Traut Euch, sie auch in sehr persönlichen Angelegenheiten

anzuschreiben.

Euer Team von

Mein Leben Live

124


Impressum:

Heft Nummer 04 – 2020 Oktober

Mein Leben Live – Entdecke die Vielfalt - ISSN 2698-525X

(Print)

Bezugsmöglichkeiten: Exklusive Verteilerstellen und Verlag

(Print)

Ab 2021 auch an über 800 Verkaufsstellen (Handel) erhältlich!

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76131 Karlsruhe (Digital)

Herausgeber/ VGK-Verlag Kreft - Fontanestr.26 - 46242 Bottrop

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BIG: SPESDE3EXXX

Mail: leben.live.postfach@gmail.com

Webseite: https://meinlebenlive.de/

Redaktion: Guido- und Marcel Kreft

Bildbearbeitung / Coverdesign (Art Direktion): Renee Rott

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Text: Guido Kreft / Susanna Csenkey/ Ralf Hillmann

Anzeigen/ Werbung/ Marketing: Guido Kreft / Susanna Csenkey

Druck: Wir machen Druck - 71522 Backnang Deutschland

PR/Öffentlichkeitsarbeit: Marcel Kreft

Hinweise:

Autoren der Berichte und Artikel, können auch über die Redaktion

angeschrieben werden.

Für unaufgeforderte Einsendungen von Text und Bild wird

keine Haftung übernommen. Die Autoren sind für den Inhalt

ihrer Beiträge selbst verantwortlich!

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Meinung der Redaktion!

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Der Verlag behält sich das Recht vor, Beiträge zu kürzen oder

zu ändern. Alle nicht exklusiven Rechte von Autoren-Beiträgen

gehen an den Verlag über, sobald diese von der Redaktion

angenommen worden sind. Diese Rechte beinhalten (Uneingeschränkter

Nachdruck u. Nutzung im digitalen Segment)

Quellen-Hinweise: Bilder zu den einzelnen Artikeln wurden

von den Autoren zur Verfügung gestellt oder sind freien Bildquellen

entnommen. (Für weitere Quellenangaben bitte Hinweise

am Seitenende / Seitenrand beachten. (Texte) Autoren

werden in den einzelnen Beiträgen benannt. Redaktionelle

Hinweise sind gesondert gekennzeichnet.

2020 für den gesamten Inhalt (VGK- Verlag Kreft) Nachdruck,

auch auszugsweise, nur mit vorheriger Genehmigung.

Alle Rechte vorbehalten!

All rights reserved!

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Ein Herz „auch“ für Tiere...

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esonders in dieser Jahreszeit

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