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Baumag: Sicherheit - Das Magazin für ein geschütztes Zuhause

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Inhalt<br />

04 | Unwetterschutz<br />

06 | Kellerabdichtung<br />

10 | Regenwasser- und Rückstauschutz<br />

12 | Abdichtung und Entwässerung – Steildach<br />

14 | Abdichtung und Entwässerung – Flachdach<br />

16 | Sturmschutz – Maßnahmen am Dach<br />

18 | Entwässerung der Außenanlage<br />

20 | Unwetterschutz beginnt bei der Außenanlage<br />

Unwetterschutz<br />

04<br />

22 | Brandschutz<br />

24 | Brandschutz im Holzbau<br />

26 | Dämmung vs Brandschutz<br />

28 | Brandschutz durch Trockenbau<br />

30 | Keller- und Brandschutztüren<br />

32 | Rauchmelder und Feuerlöscher<br />

22<br />

Brandschutz<br />

Bild: Hörmann<br />

34 | Einbruchschutz<br />

36 | Kellerfenster und Lichtschächte<br />

richtig abgesichert<br />

38 | Einbruchschutz an Fenstern<br />

40 | <strong>Sicherheit</strong> bei Haustüren und Garagentoren<br />

42 | Schlösser und Schließanlagen<br />

44 | Technische Lösungen<br />

<strong>für</strong> <strong>ein</strong> <strong>geschütztes</strong> <strong>Zuhause</strong><br />

Einbruchschutz<br />

34<br />

Bild: WENKO<br />

46 | <strong>Sicherheit</strong> im Alltag<br />

48 | <strong>Sicherheit</strong>, wenn es drauf ankommt!<br />

50 | Beleuchtung und Sensorik<br />

46<br />

<strong>Sicherheit</strong> im Alltag


Gefahren<br />

<strong>für</strong> Ihr <strong>Zuhause</strong><br />

Extreme Wetterereignisse, Einbruch oder Feuer beflügeln die Ängste von Hausbesitzern, weil sie mitunter die größten Gefahren <strong>für</strong> ihr <strong>Zuhause</strong><br />

darstellen. Allerdings lassen sich mit gezielten Maßnahmen zur Schadensverhütung, oftmals schon ohne großen Aufwand, Schäden<br />

minimieren und sogar vermeiden. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie alles über mehr <strong>Sicherheit</strong> <strong>für</strong> Ihr <strong>Zuhause</strong>. Gleichzeitig erhalten Sie<br />

<strong>ein</strong>en Überblick über bautechnische Lösungsansätze – ganz nach dem Motto: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.<br />

Unwetter<br />

Schäden in Höhe<br />

von 2,9 Milliarden<br />

Euro.<br />

Es ist längst k<strong>ein</strong> Geheimnis mehr, dass<br />

das Unwetterpotenzial von Jahr zu Jahr<br />

steigt. Seit 1980 hat sich die Anzahl sogar<br />

verdoppelt, was vor allem am Klimawandel<br />

liegt. Denn warme Luft kann<br />

mehr Wasserdampf aufnehmen als<br />

kalte. <strong>Das</strong> Resultat sind enorme Niederschlagsmengen,<br />

die unter anderem<br />

auch zu Hochwasser führen. Darum<br />

sollten bereits von Anfang an bauliche<br />

und versicherungstechnische Vorkehrungen<br />

getroffen werden.<br />

Brände<br />

Alle 2 – 3 Minuten<br />

brennt es in<br />

<strong>ein</strong>em Haushalt.<br />

Zumindest statistisch gesehen. Nur selten<br />

steht das ganze Haus in Flammen.<br />

Meistens brennen <strong>ein</strong>zelne Gegenstände.<br />

Manchmal kann das Feuer direkt gelöscht<br />

werden oder der Brand geht sogar<br />

von selbst aus. Aber oft kann nur die<br />

Feuerwehr helfen. Beispielsweise bei<br />

Bränden in Altbauten, da dort oft leichtentflammbaren<br />

Baumaterialien verwendet<br />

wurden, durch die sich das Feuer<br />

schneller ausbreiten und auf andere Gebäudeteile<br />

übergreifen kann.<br />

Einbruch<br />

Alle 4 Minuten<br />

geschieht<br />

<strong>ein</strong> Einbruch.<br />

Die Zahl der Einbrüche nimmt stetig zu.<br />

Für 80 % sind sogenannte Spontanund<br />

Gelegenheitstäter verantwortlich.<br />

Anders als <strong>ein</strong> Profi nutzen Spontantäter<br />

die Gelegenheit, wenn gerade niemand<br />

<strong>Zuhause</strong> zu s<strong>ein</strong> sch<strong>ein</strong>t. Besonders beliebt<br />

sind da<strong>für</strong> die Wochenenden oder<br />

der Zeitraum von 8 – 22 Uhr. Bei 7 %<br />

aller Einbrüche sind die Eigentümer<br />

sogar anwesend.


Schwachstellen<br />

im Überblick:<br />

A Fenster- und Türöffnungen<br />

B Lichtschächte, Kellerfenster, Kellertüren<br />

C Rückstau Kanalnetz<br />

D Undichte Dachhaut und Regenrohre<br />

E Leitungsdurchführung<br />

F Durchnässung Außenwand<br />

G Defekte und undichte Grundleitung<br />

H Durchnässung Bodenplatte<br />

Schutz vor<br />

Unwetter


5<br />

Hausratversicherung<br />

Die häufigsten<br />

Unwetterschäden<br />

Grundsätzlich hat jede Jahreszeit s<strong>ein</strong>e<br />

typischen Eigenheiten. So ist es<br />

möglich, dass die Schneeschmelze<br />

im Frühling, starke Gewitter im Sommer oder<br />

andauernder Regen im Herbst zu Überschwemmungen<br />

führen. Aber auch der Winter<br />

hat s<strong>ein</strong>e Tücken, insbesondere die oft unterschätzte<br />

Schneelast auf dem Dach. Dachlawinen<br />

sind dabei nicht ungefährlich. Darüber<br />

hinaus können zu jeder Jahreszeit Stürme<br />

und Orkane schwere Verwüstungen anrichten.<br />

Diese Wetterlagen haben alle <strong>ein</strong>es gem<strong>ein</strong>sam:<br />

Sie können Schäden an der Gebäudestruktur<br />

hinterlassen.<br />

Sturmschäden<br />

Je nach Stärke können Stürme immense Schäden<br />

am und ums Haus anrichten. Nicht selten<br />

sind die Folgen abgedeckte Dächer, zerstörte<br />

Fassaden oder zerbrochene Fenster. Vor allem<br />

aber das Dach bietet viel Angriffsfläche. Dachziegel<br />

können sich lösen und Gegenstände beschädigen<br />

oder Menschen verletzen.<br />

Überschwemmungsschäden<br />

Starkregen kann dazu führen, dass Flüsse und<br />

Bäche über die Ufer treten und infolge Straßen,<br />

Keller und Garagen überfluten. <strong>Das</strong> Wasser<br />

kann sogar Häuser unterspülen, die Statik<br />

erschüttern oder sie unbewohnbar machen.<br />

Besonders in Risikoregionen ist Hochwasserschutz<br />

<strong>ein</strong> wichtiges Thema. Weil hauptsächlich<br />

Keller betroffen sind, sollte die Nutzung als<br />

Wohnraum, oder <strong>für</strong> den Technikbereich, wie<br />

Heizung, Elektrik oder EDV grundsätzlich vermieden<br />

werden. Außerdem sollten in ihm k<strong>ein</strong>e<br />

hochwertigen Gegenstände lagern.<br />

Schäden durch Schneelast<br />

Sehr oft wird das Gewicht von Schnee unterschätzt.<br />

2 – 3 Meter Neuschnee an <strong>ein</strong>em Tag,<br />

die in vielen Regionen normal sind, sind <strong>für</strong><br />

jedes Dach <strong>ein</strong>e enorme Belastung und können<br />

Dächer und Gebäude beschädigen. Aber<br />

auch Schneeverwehungen, die das Dach nur<br />

<strong>ein</strong>seitig beanspruchen, können <strong>für</strong> die Statik<br />

des gesamten Hauses <strong>ein</strong>e Gefahr darstellen.<br />

Darum sollte bereits bei der Planung des Dachaufbaus<br />

berechnet werden, wie viel Schneelast<br />

das Dach tragen muss.<br />

Besonders Haus- und Wohnungseigentümer<br />

sowie Mieter sollten <strong>ein</strong>e Hausratversicherung<br />

abschließen, die Schäden<br />

durch Sturm oder Blitz<strong>ein</strong>schlag<br />

an beweglichen Gütern abdeckt. Alles,<br />

was in der Wohnung und im Keller in<br />

Mitleidenschaft gezogen wird, ist versichert.<br />

Schäden am Hausrat durch<br />

Überschwemmung übernimmt die Versicherung<br />

nur, wenn <strong>ein</strong>e Elementarversicherung<br />

vorhanden ist.<br />

Wohngebäudeversicherung<br />

Die Wohngebäudeversicherung deckt<br />

Feuer-, Leitungswasser-, Sturm- und<br />

Hagelschäden ab. Je nach Police sind<br />

selbst Schäden an Gartenhäuschen und<br />

Carports <strong>ein</strong>geschlossen. Im Fall von<br />

Starkregen und daraus resultierenden<br />

Überschwemmungen tritt sie grundsätzlich<br />

nicht <strong>ein</strong>. Deshalb ist <strong>ein</strong>e Elementarversicherung<br />

empfehlenswert, sie kommt<br />

<strong>für</strong> alle Schäden auf, die von Naturgewalten<br />

verursacht werden, wie Hagel, Überschwemmung,<br />

Erdbeben und viele mehr.<br />

Private<br />

Haftpflichtversicherung<br />

Sie ist <strong>ein</strong>e der wichtigsten Versicherungen<br />

und deckt gegebenenfalls Unwetterschäden<br />

ab. Beispielsweise wenn <strong>ein</strong><br />

Sturm <strong>ein</strong>en Blumenkasten vom Balkon<br />

weht, der <strong>ein</strong>en Passanten trifft. <strong>Das</strong> gilt<br />

auch, wenn der Baum <strong>ein</strong>es Gartenbesitzers<br />

auf das Auto oder den Zaun des<br />

Nachbarn fällt.


Unwetterschutz<br />

Keller-<br />

Planung der Bauwerksabdichtung<br />

Der Keller ist <strong>ein</strong> Bauteil, das mit drückendem<br />

Grundwasser, Sickerwasser und Bodenfeuchtigkeit<br />

in Berührung kommt. Gerade weil er später<br />

von außen nicht mehr zugänglich und <strong>ein</strong>e nachträgliche<br />

Sanierung mit sehr viel Aufwand verbunden<br />

ist, benötigt er besonderen Schutz. Eine<br />

hochwertige Abdichtung ist deshalb sinnvoll.<br />

Doch vor der Auswahl des geeigneten Materials<br />

ist <strong>ein</strong> Baugutachten wichtig, das gleichzeitig die<br />

Art der Kellernutzung berücksichtigt. Denn gegen<br />

abdichtung<br />

Bodenfeuchte muss anders abgedichtet werden,<br />

als gegen zeitweise aufstauendes Sickerwasser.<br />

Damit der Keller auch nach Jahren noch trocken<br />

ist, müssen viele Faktoren mit<strong>ein</strong>bezogen werden.<br />

Bild: PCI<br />

Schwarze Wanne<br />

Weiße Wanne<br />

Viele Wohnhauskeller haben <strong>ein</strong>e Bodenplatte aus Beton,<br />

ansonsten bestehen sie aus gemauerten Außenwänden,<br />

die mehr oder weniger wasserdurchlässig<br />

sind. Aus diesem Grund wird das Mauerwerk von außen<br />

durch <strong>ein</strong>e vollflächige Dichtungshaut geschützt – meist<br />

auf Basis schwarzer Bitumenbaustoffe. Alternativ werden<br />

auch Kunststoffbahnen <strong>ein</strong>gesetzt. Dieses System<br />

besitzt <strong>ein</strong>e Lebensdauer von ungefähr 40 – 50 Jahren<br />

und macht nötige Nachbesserungen <strong>ein</strong>facher. Insgesamt<br />

sinken dadurch die Baukosten, die Bauzeit verlängert<br />

sich allerdings.<br />

Bei dieser Methode werden k<strong>ein</strong>e Bitumenbaustoffe oder<br />

Kunststoffbahnen verwendet, genaugenommen sind sie<br />

überflüssig. Hierbei bieten die Kellerwände selbst den<br />

notwendigen Schutz, weil sie genau wie die Bodenplatte<br />

aus wasserundurchlässigem Beton bestehen, dem WU-<br />

Beton. Weiße Wannen werden entweder auf der Baustelle<br />

aus frischem Beton gegossen oder aber aus Betonfertigteilen<br />

zusammengesetzt. Die Fugen zwischen<br />

Bodenplatte und Wänden werden mit wasserdichten<br />

Fugenbändern abgedichtet. Diese Variante ist extrem<br />

haltbar und weist <strong>ein</strong>e Lebensdauer von 60 – 80 Jahren<br />

auf. Die Planung sowie die Konstruktion <strong>ein</strong>er weißen<br />

Wanne sind sehr anspruchsvoll, wobei die Bauzeit durch<br />

das Wegfallen nachträglicher Abdichtung verkürzt wird.


7<br />

Bitumen Dichtbahnen<br />

Innovative Abdichtungstechnik besteht aus kaltselbstklebenden<br />

Bitumen-Dichtbahnen (KSK).<br />

Aufgrund ihrer hohen Klebkraft und der sehr<br />

guten Formbarkeit lassen sie sich <strong>ein</strong>fach und<br />

sicher verarbeiten, auch bei niedrigen Temperaturen<br />

von bis zu -5 °C. Als Sofortlösung sind<br />

Dichtbahnen die schnellste Abdichtungsart, da<br />

sie direkt nach dem Anbringen der Bahnen regenfest<br />

sind.<br />

Bitumen Dickbeschichtung<br />

Moderne Bitumen-Dickbeschichtungen werden<br />

mit polymeren oder elastomeren Kunststoffen<br />

vermischt. <strong>Das</strong> verringert die Sprödigkeit<br />

bei tiefen Temperaturen und erhöht die Verformungsbeständigkeit,<br />

außerdem verbessert sich<br />

dadurch die elastische Rückverformung nach<br />

physikalischen Belastungen, und ermöglicht<br />

<strong>ein</strong>en leichten, gleichmäßigen Auftrag, auch bei<br />

hohen Schichtdicken. Selbst wenn Bitumen jahrelang<br />

Wasser ausgesetzt wird, sieht man die<br />

Einwirkung nur oberflächlich.<br />

Bild: PCI<br />

Bitumenfreie Alternativen<br />

Mineralische Dichtschlämme (MDS) und sogenannte<br />

„Reaktivabdichtungen“ sind die bitumenfreien<br />

Alternativen zur Abdichtung erd be rührter<br />

Bauteile. Sie punkten mit hervorragender Haftung<br />

durch klimaunabhängige, schnelle und<br />

nahezu verlustfreie Durch trocknung.<br />

Tipp! Sichere<br />

Rohrdurchführungen<br />

Rohrdurchführungssysteme, mit abgestimmten<br />

Boden- und Wandelementen,<br />

machen den Wasserschutz<br />

am Haus perfekt. Ihr Dichtprofil sorgt<br />

<strong>für</strong> <strong>ein</strong>en wasserdichten Anschluss<br />

zwischen Wand und Kanalgrundrohr.<br />

Mit <strong>ein</strong>em zusätzlichen<br />

Einsatz bleibt das Rohr bei<br />

durchführenden Gas-,<br />

Wasser- oder Abwasserrohren<br />

sowie Kabel dicht.<br />

(Bild: MEA)<br />

9/10<br />

Bauschäden im<br />

Kellerbereich<br />

entstehen durch<br />

Nässe, die von<br />

außen <strong>ein</strong>dringt!


Unwetterschutz<br />

90 % aller Schäden im Keller können durch<br />

fachgerechte Dränung verhindert werden. Sie<br />

trägt maßgeblich zur Werterhaltung des Eigentums<br />

bei. Es ist wichtig, dass erdberührende<br />

Bauteile vor Sicker- oder Schichtenwasser<br />

geschützt werden. Feuchte Wände erzeugen<br />

bekanntermaßen nicht nur <strong>ein</strong> unbehagliches<br />

Raumklima und erhöhen die Schimmelpilzgefahr,<br />

sondern schädigen das Mauerwerk. <strong>Das</strong><br />

Bodenwasser enthält viele Salze, die große<br />

Schäden an den Außenwänden hinterlassen.<br />

Gebäudedrainage. Standardgemäß<br />

kommt bei <strong>ein</strong>er Gebäudedrainage<br />

<strong>ein</strong>e Rohrdrainage zum Einsatz. Dabei werden<br />

Kunststoffrohre unterhalb des Kellerbodens<br />

<strong>ein</strong>gebaut, die mit <strong>ein</strong>em Mindestgefälle<br />

von 0,5 % ringförmig um das Gebäude verlegt<br />

werden. Durch kl<strong>ein</strong>e Löcher oder Schlitze in<br />

den Rohren kann Wasser aus der Gebäudeumgebung<br />

<strong>ein</strong>dringen, die anschließend abgeleitet<br />

wird. Aber damit die Rohre das Wasser<br />

richtig aufnehmen können, ist es wichtig, dass<br />

sie von <strong>ein</strong>er wasserdurchlässigen Kiesschicht<br />

umschlossen werden. Diese Schicht sorgt<br />

da<strong>für</strong>, dass das Wasser auch tatsächlich in<br />

die Drainagerohre fließt. Die Kiesschicht wird<br />

allerdings zusätzlich mit <strong>ein</strong>em Filtervlies ummantelt,<br />

das sie vor Verschlammung schützt<br />

und gewährleistet, dass sie dauerhaft wasserdurchlässig<br />

bleibt. <strong>Das</strong> Vlies wird zudem von<br />

der Kelleraußenwand bis zur Geländeoberkante<br />

verlegt.<br />

R<strong>ein</strong>igung und Wartung<br />

Über senkrechte Rohrschächte, die in den<br />

Drainagering integriert sind, wird das System<br />

ger<strong>ein</strong>igt und gewartet. Die Schächte werden<br />

grundsätzlich an Stellen <strong>ein</strong>gebaut, an denen<br />

die Drainageleitung die Richtung wechselt.<br />

Über die Schachtzugänge können die Rohre<br />

kontrolliert und gegebenenfalls durchgespült<br />

werden. Außerdem haben die Schächte Anschlussstellen<br />

<strong>für</strong> Rohre, mit denen das Wasser<br />

auf die vorgesehenen Versickerungsflächen<br />

geleitet wird. In der Regel ist es verboten,<br />

das Drainagesystem an die Kanalisation anzuschließen.<br />

In Gem<strong>ein</strong>den mit <strong>ein</strong>er getrennten<br />

Schmutzwasser- und Regenwasserkanalisation<br />

ist es nach <strong>ein</strong>er Genehmigung jedoch<br />

möglich, das Wasser darin abzuleiten.<br />

Bild: Dörken


9<br />

Noppenbahnen<br />

Noppenbahnen bieten dem Fundament<br />

oder den Kellerwänden Schutz vor Feuchtigkeit,<br />

denn sie werden zwischen den<br />

Grundmauern und dem Erdreich verlegt.<br />

Sie schützen die Wand vor Beschädigungen<br />

durch Oberflächen- oder Sickerwasser.<br />

Um Wasser ableiten zu können,<br />

ist zusätzlich <strong>ein</strong> Filtervlies auf den Noppen<br />

aufgeschweißt, das verhindert, dass<br />

F<strong>ein</strong>bestandteile aus dem Erdreich <strong>ein</strong>geschlämmt<br />

werden und die Dränschicht verstopfen.<br />

Noppenbahnen schützen darüber<br />

hinaus die Bausubstanz vor Wurzeln und<br />

verhindern Wärmeverluste über die Kellerwände.<br />

Noppenbahnprofile<br />

Oftmals ist der Übergang von der Noppenbahn<br />

zur Putzfassade <strong>ein</strong> vernachlässigtes<br />

Detail, sodass Noppenbahnenden ausfransen<br />

und herausstehen. Mit Noppenbahnprofilen<br />

kann dieses Problem behoben<br />

und <strong>ein</strong> nachhaltig formschöner Übergang<br />

im Sockelbereich geschaffen werden. Moderne<br />

Noppenbahnprofile aus Edelstahl<br />

verleihen der Fassade <strong>ein</strong>en zeitlosen und<br />

eleganten Abschluss. Auskragende Profilschenkel<br />

leiten Oberflächenwasser gezielt<br />

ab und schützen die Noppenbahn vor<br />

Feuchtigkeit und Fremdkörpern. Alternativ<br />

erhältlich sind Abdeckprofile aus Aluminium<br />

und PVC, sie decken Noppenbahnen<br />

ab und stellen <strong>ein</strong>e saubere Trennung zwischen<br />

erdberührtem Bereich und Sockelfläche<br />

her.<br />

Sockelabdichtung<br />

Sockelbereiche sind der mechanisch und physikalisch<br />

am stärksten beanspruchte Teil der<br />

Außenwand. Deshalb ist es enorm wichtig,<br />

diesen Bereich <strong>ein</strong>es Gebäudes ausreichend<br />

zu schützen, etwa gegen <strong>ein</strong>dringende Feuchtigkeit<br />

durch aufspritzendes Regenwasser. Die<br />

Spritzwasserzone reicht normalerweise von<br />

der Bodenfläche 30 cm an der Wand hinauf.<br />

Um spätere bauphysikalische oder optische<br />

Mängel zu verhindern, wird empfohlen die<br />

Putzoberfläche im erdberührten Bereich durch<br />

<strong>ein</strong>e zusätzliche, schützende Schlämmschicht<br />

abzudecken. Bestens geeignet da<strong>für</strong> sind <strong>ein</strong>komponentige<br />

Reaktivabdichtungen auf Zement-Dispersionsbasis.<br />

Sie sind elastisch und<br />

flexibel, rissüberbrückend und dauernässebeständig.<br />

Darüber hinaus sind solche Dichtschlämmen<br />

filz-, strukturier- und streichbar und<br />

lassen sich daher perfekt den gestalterischen<br />

Wünschen anpassen.<br />

1<br />

Abdichtungsbahnen<br />

Um Bodenplatten gegen aufsteigende Feuchte<br />

bzw. Bodenfeuchte zu schützen eignen sich<br />

spezielle Abdichtungsbahnen. Die zumeist<br />

wärmereflektierenden, bitumenfreien Bahnen<br />

werden direkt auf der Bodenplatte oder<br />

zwischen Dämmung und Estrich verlegt. Da<br />

die Produkte in der Regel bitumenbeständig<br />

sind, können die Abdichtungsbahnen an den<br />

Wandanschlüssen mit bitumenhaltigen Mauersperrbahnen<br />

verklebt werden, was <strong>ein</strong>e sehr<br />

schnelle Verlegung gewährleistet. Besonders<br />

hochwertige Abdichtungsbahnen bestehen aus<br />

vier Schichten, die im Verbund <strong>für</strong> maximale<br />

<strong>Sicherheit</strong> sorgen. Ein PP-Vlies und <strong>ein</strong>e zusätzliche<br />

Bändchengewebe<strong>ein</strong>lage schützen<br />

vor mechanischen Beschädigungen und erhöhen<br />

die Reißfestigkeit. Die Mittellage – <strong>ein</strong>e<br />

Aluminiumfolie gewährleistet Dampfdichtheit<br />

sowie Wärmereflexion und die abschließende<br />

PET-Versiegelung der Oberfläche schützt die<br />

Aluminiumfolie vor Alkali und mechanischer<br />

Beschädigung.<br />

2<br />

1<br />

2<br />

Eine zusätzliche Schicht mineralischer Dichtschlämme<br />

schützt den stark beanspruchten Sockelbereich<br />

vor <strong>ein</strong>dringender Feuchtigkeit.<br />

Auf erdberührten Bodenplatten, schützen Abdichtungsbahnen<br />

den Estrich bzw. Bodenaufbau gegen<br />

aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich.<br />

Bild: Hasit<br />

Bild: Alujet<br />

3<br />

3<br />

Noppenbahnprofile aus Edelstahl schaffen <strong>ein</strong>en<br />

nachhaltigen und sicheren Übergang zwischen Noppenbahn<br />

und Putzfassade.<br />

Bild: Protektor


Unwetterschutz<br />

&<br />

Regenwasser-<br />

Rückstauschutz<br />

Zahlreiche<br />

Hausbesitzer...<br />

und Bauherren haben es sicher schon <strong>ein</strong>mal<br />

erlebt, Schäden durch Rückstau oder Überschwemmung.<br />

Die wiederkehrenden Starkregenereignisse,<br />

vor allem in den Sommermonaten,<br />

erfordern nachhaltige Vorkehrungen,<br />

die dauerhaft und wirkungsvoll das Eigentum<br />

schützen. Denn <strong>ein</strong>e fach- und bedarfsgerechte<br />

Entwässerung von Grundstücken und<br />

Gebäuden vermeidet nicht nur unliebsame Beschädigungen,<br />

sondern sichert auch den Werterhalt<br />

der Immobilie.<br />

Ursachen Rückstau<br />

Bei enormen Niederschlagsmengen droht die<br />

Überlastung der Kanalisation: Weil diese nicht<br />

mehr Wasser aufnehmen kann, es genaugenommen<br />

nicht schnell genug abfließt, staut<br />

sich das Abwasser aus dem Kanal bis zur sogenannten<br />

Rückstauebene. Damit ist die Höhe<br />

der Geländeoberfläche gem<strong>ein</strong>t. Tieferliegende<br />

Räume im Souterrain oder Keller können dadurch<br />

geflutet werden. Wenn die Kapazität der<br />

Kanalschächte allerdings vollkommen überschritten<br />

ist, staut sich das Wasser bis in die<br />

Leitungen der Häuser – nur mit <strong>ein</strong>er Rückstausicherung<br />

lässt sich verhindern, dass das Gebäude<br />

überschwemmt wird.<br />

Umfassender Rückstauschutz<br />

Entwässerungsanlagen, wie Bodenabläufe,<br />

Waschmaschinen, Waschbecken, Duschen<br />

oder WCs, die unterhalb der Rückstauebene<br />

liegen, müssen daher wirkungsvoll und<br />

dauerhaft gegen Rückstau geschützt werden.<br />

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen aktiver<br />

und passiver Rückstausicherung. Unter<br />

aktiver Rückstausicherung versteht man Abwasserhebeanlagen<br />

mit Rückstauschleife. Aktiv,<br />

weil Abwasser auch bei Rückstau aus dem<br />

Gebäude gepumpt wird. Rückstauverschlüsse<br />

hingegen gelten als passiver Rückstauschutz.<br />

Bild: ACO


11<br />

Die Bezeichnung passiv bedeutet, dass nur<br />

der Durchfluss des Abwassers gestoppt wird.<br />

Besonders beim Neubau bietet sich der homogene<br />

Einbau in die Bodenplatte an. Neben<br />

ästhetischen Aspekten ist vor allem der Wohnraumgewinn<br />

<strong>ein</strong> Pluspunkt. Welche Lösung <strong>für</strong><br />

<strong>ein</strong> Bauvorhaben optimal ist, hängt jedoch von<br />

der Höhe der Ablaufstelle ab. Besteht <strong>ein</strong> Gefälle<br />

von der Entwässerungsebene zum Kanal,<br />

ist <strong>ein</strong> Rückstauverschluss grundsätzlich möglich.<br />

Sobald k<strong>ein</strong>es besteht, ist <strong>ein</strong>e Hebeanlage<br />

erforderlich.<br />

Bild: MEA<br />

Kellerfenster<br />

Bereits kl<strong>ein</strong>ere Überflutungen können ärgerliche<br />

und kostspielige Konsequenzen haben.<br />

Beispielsweise wenn Wasser durch Kellerfenster<br />

dringt und schnell erhebliche Schäden verursacht.<br />

Dazu sind wasserdichte Zargenfenster<br />

erhältlich, die auch stärkerem Wasserdruck<br />

standhalten. Da<strong>für</strong> sorgen spezielle Dichtsysteme<br />

an Zarge, Blendrahmen und Flügel, <strong>ein</strong>e<br />

Zwei- oder Dreifachverglasung sowie optional<br />

<strong>ein</strong> zusätzlich umlaufender Dichtflansch.<br />

Bild: ACO<br />

Lichtschächte. Der Lichtschacht<br />

sorgt <strong>für</strong> Frischluft und Licht in Kellerräumen.<br />

Gleichzeitig schafft er <strong>ein</strong>en ausreichenden<br />

Abstand zwischen Erdreich und Fenster. Mit<br />

kompressionsbeständigen Dichtbändern an der<br />

Montageseite der Schächte oder mit speziellen<br />

Kleb- und Dichtstoffen lassen sich die Lichtschächte<br />

wasserdicht und wärmebrückenfrei<br />

an der Dämmung montieren. Abhängig von der<br />

Einbausituation können sie mit oder ohne Boden<br />

verbaut werden. Um zu verhindern, dass der<br />

Schacht bei Starkregen vollläuft, empfiehlt es<br />

sich, den Lichtschacht mit <strong>ein</strong>er Entwässerungsöffnung<br />

inklusive integrierter Rückstausicherung<br />

zu verbauen. Lichtschachtkörper aus Beton können<br />

in jeder Größe hergestellt werden, müssen<br />

jedoch mit <strong>ein</strong>em Baukran montiert werden. Die<br />

leichten Lichtschächte aus weißem Kunststoff<br />

können hingegen ohne Kran am Rohbau angebracht<br />

werden.<br />

Lichtschachtabdeckung<br />

Regenwasser, das von der Fassade in den Lichtschacht<br />

läuft, verursacht Schäden im Keller und<br />

am Fundament. Moderne Abdeckungen sind<br />

lichtdurchlässig und verhindern dennoch, dass<br />

Kl<strong>ein</strong>tiere, Schmutz und Regen in den Lichtschacht<br />

gelangen. Die Abdeckung wird ganz<br />

<strong>ein</strong>fach auf den vorhandenen Gitterrost montiert.<br />

Eine klappbare Glasabdeckung wird geneigt aufgebracht<br />

und bietet zusätzlichen Schutz.<br />

Bild: MEA


Unwetterschutz<br />

Unterdeckbahn<br />

Zum zusätzlichen Schutz vor Wind und Regen<br />

werden diffusionsoffene Unterdeckbahnen unterhalb<br />

der Dachdeckung auf den Dachsparren<br />

angebracht. Eine spezielle Konterlattung oberhalb<br />

der wärmedämmenden Bahnen dient hierbei<br />

als Belüftungsraum und Traglattung <strong>für</strong> die<br />

Ziegel. Die Bahnen schützen die Dachkonstruktion<br />

nicht nur vor Regen, sondern auch vor<br />

Schnee und Staub. Außerdem leiten sie <strong>ein</strong>dringende<br />

Feuchtigkeit zur Traufe hin ab und<br />

dienen der Dachkonstruktion als zuverlässiger<br />

Feuchteschutz.<br />

Abdichtung<br />

Dampfbremse<br />

Gedämmte Dächer sind generell innen dichter<br />

und außen dampfdurchlässig. Werden<br />

beispielsweise diffusionsoffene Mineralwolldämmstoffe<br />

verarbeitet und ist <strong>ein</strong>e wasserdampfdurchlässige<br />

Unterdeckbahn vorhanden,<br />

wählt man Dampfbremsen, die den angestauten<br />

Wasserdampf vom Innenraum nach außen<br />

weiterleiten. Die Verlegung <strong>ein</strong>er Dampfbremsfolie<br />

erfordert extreme Sorgfalt, denn schon<br />

die kl<strong>ein</strong>ste Undichtigkeit genügt, um die Dämmung<br />

zu durchnässen.<br />

und Entwässerung<br />

Steildach.<br />

Dachst<strong>ein</strong>e oder Dachziegel bieten nicht immer<br />

ausreichend Schutz gegen das Eindringen von<br />

Regenwasser. Verantwortlich da<strong>für</strong> sind Überlappungen<br />

und Fugen. Damit die Dachkonstruktion,<br />

die Dämmung und der Innenraum nicht<br />

durch angestautes Wasser beschädigt werden,<br />

wird <strong>ein</strong> Unterdach benötigt. <strong>Das</strong> Unterdach ist<br />

<strong>ein</strong>e spezielle Konstruktion zur Regensicherheit<br />

unter Dachdeckungen. Jedoch ist nicht<br />

jede Art <strong>für</strong> jedes Dach geeignet. Bei steilen<br />

Dächern beispielsweise ist durch den Wasserabfluss<br />

zur Traufe <strong>ein</strong>e Verlegung unter der<br />

Konterlattung möglich. Ist das Dach allerdings<br />

nicht so stark geneigt, müssen andere Maßnahmen<br />

getroffen werden. Die sogenannte<br />

„wasserführende Schicht“ muss dann über der<br />

Konterlattung verlegt werden, damit k<strong>ein</strong> Wasser<br />

<strong>ein</strong>dringen kann. Auch die Konterlattung<br />

muss da<strong>für</strong> entsprechend ausgeführt s<strong>ein</strong>, um<br />

<strong>ein</strong> Verlegen des Unterdachs auf der Lattung<br />

zu ermöglichen.<br />

Dachkehle<br />

Die Dachkehle ist der tiefste Bereich der Dachkonstruktion,<br />

an dem sich zwei Dachflächen<br />

treffen. An dieser Stelle kommt besonders viel<br />

Regenwasser zusammen, sodass die Dach<strong>ein</strong>deckung<br />

äußerst sorgsam verlegt werden<br />

muss, um spätere Schäden zu vermeiden.<br />

Dazu wird <strong>ein</strong>e spezielle Kehlrinne aus Kehlblech<br />

konstruiert, die Dachflächen wasserdicht<br />

mit<strong>ein</strong>ander verbindet und Niederschläge<br />

sicher in die Dachrinne ableitet, ohne dass<br />

Feuchtigkeit in die Unterkonstruktion dringt.<br />

Außerdem ist es möglich, <strong>ein</strong>en Kehldichtstreifen<br />

unter die angeschnittenen Dachziegel<br />

oder -st<strong>ein</strong>e anzubringen, der vor Flugschnee<br />

und starkem Regen schützt. Einige Hersteller<br />

bieten bereits passend geformte Kehl-Dachziegel<br />

an. Aber auch Bitumenbahnen, Kunststoffdachbahnen<br />

sowie PVC-Profile können<br />

verwendet werden. Am häufigsten kommen<br />

allerdings wasserführende Kehlrinnen aus Aluminium,<br />

Zink oder Kupfer zum Einsatz.<br />

Bild: Dörken<br />

Bild: Braas


13<br />

Bild: VELUX<br />

Dachdurchführungen<br />

Dachdurchführungen <strong>ein</strong>zubauen, ist bei jedem<br />

Dach notwendig, um Kabel, Wasser- oder Elektroleitungen<br />

integrieren zu können. Typische<br />

Anwendungsbereiche <strong>für</strong> Dachdurchführungen<br />

sind außerdem Abgas- und Lüftungsanlagen.<br />

Mit Durchführungsziegeln und -st<strong>ein</strong>en können<br />

verschiedenste Anwendungen realisiert und<br />

unkompliziert und lückenlos in die Dach<strong>ein</strong>deckung<br />

<strong>ein</strong>gearbeitet werden. Noch dazu werden<br />

sie farblich ans Dach angepasst, so tragen<br />

sie nicht nur zu <strong>ein</strong>em homogenen Gesamtbild<br />

bei, sie schützen das Dach zusätzlich zu den<br />

bereits verbauten Klebeflanschen und Dichtmanschetten<br />

vor <strong>ein</strong>dringenden Schmutz und<br />

Regenwasser.<br />

Dachfenster<br />

Beim nachträglichen Einbau von Dachfenstern muss zunächst <strong>ein</strong>mal die richtige Position <strong>für</strong> die<br />

Fensterausschnitte gefunden und die Größe der Fenster festgelegt werden. Möchte oder muss<br />

man zum Einpassen <strong>ein</strong>es Fensters etwas an den Dachsparren ändern, so muss der Eingriff zwingend<br />

von <strong>ein</strong>em Fachmann hinsichtlich der Statik geprüft und abgesegnet werden. Für maximalen<br />

Licht<strong>ein</strong>fall, sollten Dachflächenfenster möglichst weit außen sitzen und sich bündig in die Ebene<br />

der Dach<strong>ein</strong>deckung <strong>ein</strong>gliedern.<br />

Ein besonderes Augenmerk gilt auch dem luftdichten Anschluss des Fensterrahmens an die Abdichtungsebene<br />

des Daches. Ist die Luftdichtheit nicht gegeben, dringt feuchte Luft in die Dämmebene<br />

<strong>ein</strong> und kondensiert dort. Die Reduktion der Dämmwirkung und Schimmelbildung sind langfristig die<br />

Folgen. Deshalb sollten die Anschlüsse des Fensterrahmens mit <strong>ein</strong>em Dämmrahmen optimal <strong>ein</strong>gepasst<br />

werden, damit k<strong>ein</strong>e Feuchtigkeit oder Schmutz <strong>ein</strong>dringen können. Eine Anschlussschürze<br />

gewährleistet <strong>ein</strong>en regensicheren Anschluss an die Unterdeck- oder Unterspannbahn. Sie wird mit<br />

dem Fensterrahmen verklebt und mit Tackerklammern an den Dachlatten befestigt.<br />

Bild: Braas<br />

Bild: Wienerberger<br />

Bild: Sarei<br />

Schneefanggitter<br />

Im Winter sind – gerade in schneereichen Gegenden<br />

– Schneefangsicherungen unerlässlich.<br />

Schneefanggitter oder Halterungen <strong>für</strong> Rundhölzer,<br />

die den Schnee aufhalten, sind hier das<br />

Mittel der Wahl. Zusätzlich können Schneefanghaken<br />

auf der Dachfläche verteilt werden,<br />

die den Schnee halten und damit das jeweilige<br />

Schneefangsystem entlasten. Bei der Montage<br />

ist darauf zu achten, dass sowohl das Material<br />

als auch die Verankerung auf der Unterkonstruktion<br />

der Schneelast standhalten können.<br />

Dann kann der Schnee kontrolliert über das Entwässerungssystem<br />

ihres Daches abschmelzen.<br />

Dachrinnen-Systeme<br />

Dächer sind Niederschlägen direkt ausgesetzt. Perfekt abgestimmte Vorrichtungen zur Entwässerung<br />

leiten Wasser zielgerichtet an der Außenseite des Gebäudes ab und verhindern dadurch, dass<br />

Niederschlag unkontrolliert überall hinfließt und möglicherweise zu Überschwemmungen führt. Entwässerungssysteme<br />

<strong>für</strong> das Steildach bestehen in der Regel aus waagerechten Hängerinnen, die<br />

mit speziellen Haltern an den Dachtraufen befestigt werden und senkrechten Fallrohren, die das<br />

Wasser aufnehmen und zu <strong>ein</strong>em Gully auf dem Grundstück weiterleiten. Soll das Niederschlagswasser<br />

allerdings nicht in die öffentliche Kanalisation abfließen, kann es auch in <strong>ein</strong>e Versickerungsanlage<br />

oder <strong>ein</strong>en Regenwassertank geleitet werden. Grundsätzlich sind Dachrinnen <strong>für</strong> Steildächer<br />

in unterschiedlichen Formen erhältlich. Bei den Materialien unterscheidet man vor allem zwischen<br />

Zink, Titanzink, Aluminium und Kunststoff als günstigere Variante.<br />

Ist die Dachrinne aufgrund von angesammeltem Laub verstopft, läuft sie bei Regen über. Ungehindert<br />

sucht sich das Wasser nun <strong>ein</strong>en Weg an der Fassade entlang und verursacht dort ernsthafte<br />

Schäden. Darum ist <strong>ein</strong>e regelmäßige R<strong>ein</strong>igung oder aber die Montage von Laubschutzgittern,<br />

Dachrinnenbürsten oder gar Auffangkörben unerlässlich. Schutzgitter verhindern zusätzlich das<br />

Eindringen von Ungeziefer. Erhältlich sind sie in vielen verschiedenen Materialien und Formen.


Unwetterschutz<br />

Flachdach<br />

Abdichtung und Entwässerung<br />

Flachdach. Heute sind Flachdächer höheren<br />

Beanspruchungen ausgesetzt als noch<br />

vor <strong>ein</strong>igen Jahren. Dazu kommt, dass Niederschläge<br />

langsamer abgeführt werden als<br />

bei <strong>ein</strong>em Steildach. Aufgrund der geringen<br />

Neigung kann es vorkommen, dass sich auf<br />

der Dachfläche Pfützen bilden. Damit in das<br />

darunterliegende Bauwerk k<strong>ein</strong> Wasser <strong>ein</strong>dringt,<br />

ist <strong>ein</strong>e dauerhafte und leistungsstarke<br />

Abdichtung notwendig. Je nach Einsatzzweck<br />

und weiterem Dachaufbau kommen folgende<br />

Flachdachabdichtungen zum Einsatz:<br />

Bitumen in Bahnen und Flüssig<br />

Eine Flachdachabdichtung besteht traditionell<br />

aus wasserdichtem Bitumen und <strong>ein</strong>er Träger<strong>ein</strong>lage<br />

aus Polyester, Glas oder Jute. Bitumenbahnen<br />

sind preisgünstig, formstabil und<br />

langlebig. Oft werden sie zum besseren Schutz<br />

mehrlagig verlegt und mit<strong>ein</strong>ander verschweißt.<br />

Eine Alternative zu den Bahnen ist flüssiges<br />

Bitumen, das ausgegossen und mit <strong>ein</strong>em speziellen<br />

Vlies zur Armierung <strong>ein</strong>gedrückt wird,<br />

bevor <strong>ein</strong>e weitere Bitumenschicht folgt. Der<br />

Vorteil <strong>ein</strong>er Dachabdichtung mit flüssigem Bitumen<br />

besteht in der Vermeidung von Nähten,<br />

durch die Feuchtigkeit <strong>ein</strong>dringen kann.<br />

Bild: Lamilux<br />

Bild: Austrotherm<br />

Flüssigkunststoff<br />

Innovative 1-Komponenten-Flüssigkunststoffe<br />

sind ohne Anmischen sofort gebrauchsfertig<br />

und innerhalb kürzester Zeit regenfest. Der<br />

Flüssigkunststoff wird entweder mit <strong>ein</strong>er Vliesfolie<br />

verarbeitet oder enthält bereits Fasern zur<br />

Armierung. So kann er auch an schwierigen<br />

Stellen <strong>ein</strong>gesetzt werden und garantiert <strong>ein</strong>e<br />

sichere Flachdachabdichtung.<br />

Kunststoffbahnen<br />

Die wirtschaftliche Alternative zu Bitumenbahnen<br />

wird <strong>ein</strong>lagig verlegt. Verschweißt werden<br />

die Kunststoffbahnen mit <strong>ein</strong>em Heißluftföhn<br />

im Bereich der Nahtüberdeckungen. Als Materialien<br />

kommen PVC und EPDM zum Einsatz.<br />

Eine Flachdachabdichtung aus Kunststoffbahnen<br />

zeichnet sich durch <strong>ein</strong>e hohe Temperaturbeständigkeit<br />

aus. Sie ist widerstandsfähig<br />

gegen UV-Licht und aggressiven Medien, wie<br />

saurer Regen, Mineralöle und Fettsäuren.<br />

Bei diesem Umkehrdach liegt die Feuchtigkeitsabdichtung, in diesem Fall<br />

Flüssigbitumen, unter der XPS-Dämmschicht, die k<strong>ein</strong> Wasser aufnimmt.<br />

Darauf ist <strong>ein</strong> wasserdurchlässiges Vlies mit Kiesbedeckung verlegt.


15<br />

Entwässerungssysteme <strong>für</strong> Flachdächer<br />

Anders als bei Steildächern, die sich aufgrund ihres Gefälles praktisch selbst entwässern, sieht es<br />

bei Flachdächern aus. Bei ihnen können Regen und Schnee Pfützen bilden, die die Dachhaut oder<br />

Dachdämmung schädigen, und sogar die Gebäudetechnik überfordern. Um dem vorzubeugen,<br />

werden auf diesen Flächen Dachgullys installiert, die mit Fallrohren verbunden sind. Diese Rohre<br />

verlaufen durch das Innere des Haues. Man spricht daher von <strong>ein</strong>er innen liegenden Entwässerung.<br />

Im Falle der Gullys richtet sich die Anzahl nach der Größe der Fläche. Diese Gullys – man<br />

sagt auch Dachabläufe – sind mit Kies- und Laubfangkörben ausgestattet, um <strong>ein</strong>e Verstopfung<br />

der Fallrohre zu vermeiden. Dachabläufe werden meist mit Einbaumanschetten geliefert, die mit<br />

den Abdichtungsbahnen verklebt oder verschweißt werden.<br />

Freispiegelentwässerung<br />

Die Freispiegelentwässerung wird auch heute noch am häufigsten zur Flachdachentwässerung<br />

verwendet. Bei ihr wird jeder Dachgully mit <strong>ein</strong>em eigenen Fallrohr an die Grundleitung angeschlossen.<br />

Der Name „Freispiegel“ kommt daher, dass das Rohrsystem, das zur Grundleitung<br />

führt, so dimensioniert ist, dass es bei hohem Entwässerungsvolumen nie vollständig voll ist. Damit<br />

das System funktioniert, dürfen die Fallrohre nach DIN 1986-100 nur maximal zu knapp <strong>ein</strong>em Drittel<br />

mit Wasser gefüllt s<strong>ein</strong>. Bei der Grundleitung darf <strong>ein</strong> Füllungsgrad von 0,7 nicht überschritten<br />

werden. Außerdem ist es zwingend erforderlich, dass auch die Grundleitung <strong>ein</strong> durchgehendes<br />

Gefälle aufweist.<br />

Kfw-<br />

Förderung <strong>für</strong><br />

Flachdächer<br />

Wird im Zuge <strong>ein</strong>er Sanierung das Flachdach<br />

nicht nur neu abgedichtet, sondern<br />

<strong>ein</strong>e Wärmedämmung angebracht, gewährt<br />

das KfW-Programm 152 <strong>ein</strong>en<br />

Kredit plus Tilgungszuschuss. Kann der<br />

Hausbesitzer die Flachdachsanierung aus<br />

Eigenmitteln bestreiten, unterstützt ihn das<br />

KfW-Programm 430 mit <strong>ein</strong>em attraktiven<br />

Investitionszuschuss.<br />

<strong>Das</strong> Gefälle ist<br />

entscheidend!<br />

Dämmplatten mit<br />

integrierten Sensoren<br />

Um stehendes Wasser und Nässe schnellstmöglich<br />

zu erkennen und so größere Schäden<br />

vorzubeugen, gibt es EPS-Flachdach-Dämmplatten<br />

mit integrierter Leckageortungsfunktion.<br />

Genauso wie herkömmliche Modelle gibt es<br />

diese in verschiedenen Druckfestigkeiten und<br />

Wärmeleitfähigkeiten. Auch in der Verlegung<br />

unterscheiden sich die Dämmplatten kaum.<br />

Der Unterschied liegt an den in das Dämmmaterial<br />

integrierten Sensoren, welche Undichtigkeiten<br />

der Abdichtung frühzeitig erkennen und<br />

diese mittels RFID-Technik batterie- und kabellos<br />

und somit ohne Einfluss auf die Dachabdichtung<br />

melden. Die Daten der individuell platzierten<br />

Sensoren können mit <strong>ein</strong>em Scanner<br />

ausgelesen werden, wodurch sich die nasse<br />

Stelle zentimetergenau lokalisieren lässt und<br />

Schäden frühzeitig behoben werden können.<br />

<strong>Das</strong> verlängert die Lebensdauer <strong>ein</strong>es Flachdaches,<br />

gibt <strong>Sicherheit</strong> vor Nutzungsausfällen<br />

und verhindert aufwändige Reparaturen.<br />

Bild: Klöber<br />

Damit das Wasser schnell zu den jeweiligen<br />

Abflüssen fließen kann, werden<br />

Flachdächer nahezu immer mit <strong>ein</strong>em<br />

leichten Gefälle von mindestens 2 Prozent<br />

versehen. Um zu verhindern, dass sich<br />

nach starken Regenfällen Pfützen auf der<br />

Dachfläche bilden ist aber <strong>ein</strong> Gefälle von<br />

mindestens 5 Prozent nötig. <strong>Das</strong> Gefälle<br />

kommt entweder durch <strong>ein</strong>en Gefälleestrich<br />

oder <strong>ein</strong>e Gefälledämmung zustande.<br />

Bei letzterer Methode – die heute standard<br />

ist – kommen Dämmstoffplatten zum Einsatz,<br />

die sich zu <strong>ein</strong>er Seite leicht verjüngen.<br />

Richtig <strong>ein</strong>gebaut und abgedichtet,<br />

gewährleistet die Dämmschicht <strong>ein</strong>e sichere<br />

Entwässerung.<br />

Bild: HIRSCH Porozell


Unwetterschutz<br />

Windlast<br />

In der DIN EN 1991-1-4 sind die Windlasten<br />

beschrieben, die auf <strong>ein</strong>e Dach<strong>ein</strong>deckung<br />

<strong>ein</strong>wirken können. Um genau <strong>ein</strong>schätzen<br />

zu können, welche Maßnahmen zum<br />

Schutz der Dachdeckung ergriffen werden<br />

müssen, sind folgende Grunddaten von Bedeutung:<br />

» Gebäudestandort<br />

» Dachform<br />

» Gebäudeabmessungen<br />

» Dachneigung<br />

» Deckunterlage<br />

» Dachziegelmodell<br />

Windlastzonen<br />

Anhand der abgebildeten<br />

Windlastzonenkarte<br />

können Sie sich vorab<br />

<strong>ein</strong> Bild davon machen,<br />

welchen Windlasten<br />

Ihr Dach in etwa<br />

standhalten muss.<br />

Windzone 1<br />

>/= 22,5 m/s<br />

Windzone 2<br />

>/= 25,0 m/s<br />

Windzone 3<br />

>/= 27,5 m/s<br />

Windzone 4<br />

>/= 30,0 m/s<br />

Aachen<br />

Köln<br />

Dortmund<br />

Siegen<br />

Mainz<br />

Bremen<br />

Fulda<br />

Frankfurt<br />

Karlsruhe<br />

Hamburg<br />

Stuttgart<br />

Hannover<br />

Nordhausen<br />

Erfurt<br />

Rostock<br />

Berlin<br />

Magdeburg<br />

Leipzig<br />

Zwickau<br />

Nürnberg<br />

Chemnitz<br />

Dresden<br />

Freiburg<br />

Augsburg<br />

München<br />

Lindau<br />

Sturmschutz<br />

Maßnahmen am Dach<br />

Es gibt verschiedene Bezeichnungen <strong>für</strong> starken Wind – Starkwindereignis, Sturm oder Orkan, was sie aber alle gem<strong>ein</strong>sam haben, ist das, was<br />

sie zurücklassen können. Mal sind es abgedeckte Dächer, mal beschädigte Häuser. So kann es sich lohnen, <strong>ein</strong> Dach sturmsicher zu machen.<br />

Welche Faktoren dabei <strong>ein</strong>e Rolle spielen, wird auf dieser Seite erläutert.


17<br />

Häufig wird nicht die Seite des Daches beschädigt,<br />

gegen die der Wind drückt, sondern die abgewandte.<br />

<strong>Das</strong> liegt daran, dass der Wind die<br />

Dachpfannen nicht ans Dach presst, er zieht<br />

sie durch Sogwirkung weg. Außerdem steigt<br />

der Gefährdungsgrad mit der Windexposition.<br />

Steht das Haus auf <strong>ein</strong>er Anhöhe, <strong>ein</strong>er Kuppe<br />

oder inmitten <strong>ein</strong>er freien Fläche, bekommt<br />

der Wind größere Angriffsmöglichkeiten, weil<br />

windbrechender Schutz in der Umgebung fehlt.<br />

So können bereits kl<strong>ein</strong>e Lecks Schäden verursachen.<br />

Alles beginnt mit <strong>ein</strong>em <strong>ein</strong>zigen<br />

lockeren Ziegel – ist der <strong>ein</strong>mal angehoben,<br />

folgen unter Umständen rasch weitere, weil der<br />

gegenseitige Halt durchbrochen ist. Gerade<br />

bei älteren Dächern kann es vorkommen, dass<br />

die <strong>ein</strong>e oder andere Dachpfanne nicht mehr<br />

optimal liegt. Wenn es dann auch noch regnet,<br />

bleiben dauerhafte Feuchteschäden. Daher ist<br />

es wichtig, das Dach regelmäßig und vor allem<br />

nach Stürmen zu kontrollieren. Gebäude,<br />

die nach 2011 errichtet oder saniert wurden,<br />

haben weniger zu be<strong>für</strong>chten. Seit dieser Zeit<br />

gelten neuen Vorschriften <strong>für</strong> die Windsogsicherung,<br />

die <strong>für</strong> Architekten und Dachdecker<br />

verbindlich sind.<br />

<strong>Sicherheit</strong>sfaktor Dachneigung<br />

Klassische Steildächer haben aufgrund der<br />

Aerodynamik <strong>ein</strong>en wesentlichen Vorteil: Je<br />

steiler das Dach, desto größer ist der Anpressdruck<br />

an der dem Wind zugewandten Seite.<br />

Die Windkräfte brechen dann am First. Die<br />

Sogkräfte auf der dem Wind abgewandten Seite<br />

sind nur noch gering. Bei flachen Dächern<br />

dagegen brechen die Windkräfte deutlich weniger.<br />

Dadurch ist die Sogwirkung stärker und<br />

das Eindeckmaterial wird leichter abgehoben.<br />

Auf die Sturmfestigkeit des Dachs haben Bedachungsmaterial<br />

und Bauweise enormen Einfluss.<br />

Dächer aus Schiefer und Titanzink halten<br />

auch größeren Windstärken stand, weil jede<br />

Schieferplatte <strong>ein</strong>zeln mit drei Nägeln oder<br />

Schrauben auf <strong>ein</strong>er Unterschalung befestigt<br />

wird. Auch <strong>ein</strong>e Hartbedachung mit Dachst<strong>ein</strong>en<br />

und Dachziegeln ist in der Regel sturmfest.<br />

Bild: Braas<br />

Bild: Wienerberger<br />

Befestigung und Sturmsicherung<br />

In Regionen mit stärkeren Windböen sollte die<br />

Dach<strong>ein</strong>deckung zusätzlich mit Sturmklammern<br />

zum Einhängen oder Anschlagen an die<br />

Traglattung gesichert werden. Bei neu gedeckten<br />

Dächern werden diese Fixierungen mittlerweile<br />

standardmäßig verbaut. Ältere Dächer<br />

können aber problemlos nachgerüstet werden.<br />

Die Kosten <strong>für</strong> Sturmklammern sind überschaubar<br />

und die Montage zügig umsetzbar. Mit wie<br />

vielen Klammern <strong>ein</strong> Dach gesichert werden<br />

muss, hängt vor allem von der Dachform und<br />

Neigung sowie vom Eindeckungsmaterial ab.<br />

Auch die geografische Lage bildet <strong>ein</strong>en wichtigen<br />

Faktor. Es empfiehlt sich, je nach Windlast,<br />

jede dritte, zweite oder gar jede <strong>ein</strong>zelne Dachpfanne<br />

mit Sturmklammern zu befestigen. Mit<br />

dem richtigen Zubehör gelingt <strong>ein</strong>e adäquate<br />

Windsogsicherung nach DIN EN 1991-1-4.


Unwetterschutz<br />

E in wichtiges Thema, egal ob Neubau oder<br />

Modernisierung, ist die Entwässerung. Ihr<br />

sollte jeder Bauplan besondere Beachtung<br />

schenken. Dazu ist es notwendig, sich über<br />

die örtliche Wetterlage, wie zum Beispiel die<br />

Niederschlagsrate, zu informieren. Nur so lässt<br />

sich herausfinden, welches System passend<br />

ist. Entwässerungssysteme werden in den genormten<br />

Belastungsklassen A 15 (Fußgänger)<br />

bis F 900 (Schwerlastverkehr) angeboten. In<br />

der Regel geht die Auswahl des Entwässerungssystems<br />

ohnehin mit der Planung <strong>für</strong> den<br />

neuen Belag der Einfahrt <strong>ein</strong>her, bei der der<br />

Untergrund und ausreichend Gefälle zum Abfluss<br />

berücksichtigt wird.<br />

Entwässerung<br />

der Außenanlage<br />

Entwässerungsformen<br />

Punktentwässerung<br />

Für Höfe, Auffahrten und große Flächen, aber<br />

auch <strong>für</strong> den Einsatz unter Wasserzapfstellen<br />

im Garten ist <strong>ein</strong> Punktablauf die <strong>ein</strong>fachste<br />

Entwässerungslösung. Der Ablauf lässt sich<br />

mithilfe des besonderen Aufsatzes in Höhe<br />

und Neigung optimal <strong>ein</strong>stellen und ist dazu<br />

noch 360° drehbar. Um den im Wasser enthaltenen<br />

Schmutz aufzufangen, haben Punktabläufe<br />

<strong>ein</strong>en integrierten Schlammeimer, der<br />

regelmäßig ger<strong>ein</strong>igt werden sollte, sodass<br />

das Wasser ablaufen kann. Damit <strong>ein</strong> Wasserstau<br />

nicht zur Rückflutung führt, ist zudem <strong>ein</strong>e<br />

Rückstausicherung vorhanden. Allerdings erfolgt<br />

die eigentliche Entwässerung über <strong>ein</strong>en<br />

Abflussstutzen am Rinnenkörper, an dem die<br />

Entwässerungsleitung angeschlossen wird, die<br />

in die Kanalisation führt.<br />

Bild: ACO<br />

Linienentwässerung<br />

Bei <strong>ein</strong>er Linienentwässerung handelt es sich<br />

um <strong>ein</strong>e Entwässerungsrinne, die das Niederschlagswasser<br />

entweder in die Kanalisation<br />

leitet oder in <strong>ein</strong>e Versickerung. Die bruchsicheren,<br />

frost- und tausalzbeständigen Rinnensysteme<br />

bestehen aus <strong>ein</strong>em Unterteil sowie<br />

<strong>ein</strong>em Rost als Abdeckung. Die untere Komponente<br />

kann aus verschiedenen Materialien gefertigt<br />

s<strong>ein</strong>, beispielsweise aus Edelstahl oder<br />

verzinktem Stahl, Polymerbeton oder Kunststoff.<br />

Auch die Roste sind in unterschiedlichen<br />

Materialien sowie Schlitz-und Maschenweiten<br />

erhältlich.


19<br />

Entwässerungssatzung<br />

Bild: ACO<br />

Terrassenentwässerung. Wer auf schwellenlose Tür- und Fassadenbereiche nicht<br />

verzichten möchte, benötigt leistungsfähige Entwässerungslösungen, damit der Balkon oder die<br />

Terrasse bei jedem Wetter geschützt ist.<br />

Entwässerungsrinnen im Tür- und Fassadenbereich<br />

Fassadenrinnen entwässern nicht nur die Terrasse, sie fangen vor allem herabfließendes Wasser<br />

von der Fassade auf. Um Regenwasser richtig abzuleiten, muss die Rinne <strong>für</strong> die anfallende<br />

Wassermenge ausreichend dimensioniert s<strong>ein</strong>. Dazu sind verschiedene Rinnenkörper sowie<br />

höhenverstellbare Systeme erhältlich, die <strong>ein</strong>e individuelle Anpassung des Aufnahmevolumens<br />

ermöglichen. Der Einbau sollte dicht an der Fassade erfolgen, mit nicht mehr als 5 cm Abstand.<br />

Kiesgebettete Abflussrinnen, bestehend aus dem Rinnenkörper und <strong>ein</strong>er Edelstahlabdeckung,<br />

werden gerne zur Entwässerung von Balkon und Terrasse verwendet. Rinnen und Abdeckungen<br />

gibt es in verschiedenen Ausführungen.<br />

Drainagematten zur Bodenentwässerung<br />

Damit sich unter wasserdurchlässigen Belägen auf Terrassen oder Balkonen k<strong>ein</strong> Wasser staut,<br />

gibt es sogenannte Flächendrainagen. Heute kommen da<strong>für</strong> in der Regel Drainagematten aus<br />

Kunststoff zum Einsatz. Die belastbaren Matten verfügen über Erhöhungen, auf denen die darüber<br />

liegende Belagskonstruktion aufliegt. Dazwischen befinden sich Hohlräume, die als Drainkanäle<br />

dienen und anfallendes Wasser zur angrenzenden Fassadenrinne leiten. Außerdem haben die<br />

Matten <strong>ein</strong> aufkaschiertes Vliesgewebe als obere Abdichtung, damit die Drainkanäle nicht durch<br />

Kies, Splitt oder abgeplatzten Klebemörtel verstopft werden.<br />

Bild: KANN<br />

In der Entwässerungssatzung <strong>ein</strong>er Kommune<br />

werden Vorgaben zur Genehmigung<br />

<strong>ein</strong>es neuen Entwässerungsanschlusses<br />

festgelegt. Je nach Region unterscheiden<br />

sich die Vorgehensweise und die <strong>ein</strong>zureichenden<br />

Unterlagen. Dennoch gilt in vielen<br />

Kommunen grundsätzlich die Regelung,<br />

dass jeder Grundstückseigentümer das<br />

gesamte auf dem Grundstück anfallende<br />

Abwasser in die öffentliche Abwasseranlage<br />

<strong>ein</strong>leiten muss. Allerdings ist in dieser<br />

Satzung oftmals <strong>ein</strong>e Ausnahmeregelung<br />

<strong>für</strong> die Beseitigung von Regenwasser festgelegt.<br />

Danach kann die Versickerung,<br />

Nutzung oder Speicherung von Regenwasser<br />

gesondert beantragt werden.<br />

Versickerung<br />

statt<br />

Entwässerung<br />

Entsiegelte Flächen helfen nicht nur dabei,<br />

die angrenzende Kanalisation zu entlasten,<br />

mit ihnen ist es auch möglich, Niederschlagswassergebühren<br />

zu sparen. Im Gegensatz<br />

zu versiegelten Flächen ist k<strong>ein</strong>e zusätzliche<br />

Entwässerungslösung nötig, da das Regenwasser<br />

im Boden versickern kann. Damit<br />

diese Flächen trotzdem mit dem Pkw befahrbar<br />

sind und nicht aus der Form geraten,<br />

gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine<br />

Lösung sind Rasenwaben. Sie eignen sich<br />

überall dort perfekt, wo Flächen und Wege<br />

natürlich aussehen und dennoch stabil s<strong>ein</strong><br />

sollen, wie z. B. Garagenzufahrten. Eine<br />

weitere beliebte Alternative zu versiegelten<br />

Flächen sind Einfahrten und Wege aus Kies.<br />

Kiesstabilisierungen sorgen da<strong>für</strong>, dass alles<br />

da bleibt, wo es hingehört.<br />

Bild: ACO


Unwetterschutz<br />

Gartenhäuser,<br />

Carports & Co.<br />

Ein wichtiger Schutz <strong>für</strong> Gartenhäuser<br />

und Carports sind Regenrinnen.<br />

Sie verhindern Beschädigungen<br />

am Holz und das Aufweichen<br />

des Bodens. Außerdem ist <strong>ein</strong>e<br />

feste Verankerung notwendig um<br />

Schäden durch Sturm und Starkwinde<br />

zu verhindern.<br />

1. H-Pfostenanker<br />

Als stabile Trägerelemente befestigen<br />

Betonanker in H-Form<br />

Holzbalken, Holzpfosten und Kanthölzer.<br />

Die sogenannten H-Anker<br />

oder H-Pfostenschuhe sind so<br />

tragfähig, dass sie vor allem <strong>für</strong><br />

schwere Holzkonstruktionen wie<br />

zum Beispiel, Carports, Vordächer,<br />

usw. verwendet werden.<br />

2. Erdanker<br />

Diese, auch als Erdschrauben<br />

oder Schraubfundamente bezeichneten,<br />

Metallhülsen eignen sich<br />

besonders <strong>für</strong> Kinderspielgeräte.<br />

Sie werden nur durch händisches<br />

oder maschinelles Eindrehen im<br />

Boden verankert. Ein Höhenausgleich<br />

bei schrägen Untergründen<br />

lässt sich so <strong>ein</strong>fach realisieren.<br />

3. Sturmwinkel<br />

Um bei Unwetter <strong>ein</strong> Abheben des<br />

Gartenhauses vom Fundament<br />

zu verhindern, sollte in allen vier<br />

Ecken des Hauses <strong>ein</strong> Sturmwinkel<br />

gesetzt werden. Bei größeren<br />

Gartenhäusern empfehlen sich<br />

auch mehrere Winkel, die zusätzlich<br />

in der Mitte jeder Wand angebracht<br />

werden.<br />

Unwetterschutz<br />

beginnt bei der Außenanlage


21<br />

Regenwasserversickerungsmaßnahmen<br />

Wer auf s<strong>ein</strong>em Grundstück Regenwasser<br />

versickern lassen möchte, hat dazu verschiedene<br />

Möglichkeiten. Allerdings entscheidet<br />

die Wasserbehörde, was erlaubt ist und was<br />

nicht. In vielen Wohngebieten ist das Umsetzen<br />

von Versickerungsmaßnahmen verboten<br />

oder genehmigungspflichtig.<br />

Bild: Karibu<br />

Bäume kontrollieren. Instabile Bäume können bei Sturm enormen Schaden anrichten.<br />

Sogar Tage später können noch lose Teile aus der Baumkrone fallen. Grundstückseigentümer<br />

haben da<strong>für</strong> Sorge zu tragen, dass Bäume auf ihrem Grundstück regelmäßig im belaubten<br />

und unbelaubten Zustand kontrolliert werden. Herabhängende, dürre Äste sollten beseitigt, erkennbare<br />

Schäden am Stamm dringend von <strong>ein</strong>em Fachmann untersucht werden. Wer solche<br />

Schutzmaßnahmen unterlässt, verstößt gegen die Verkehrssicherungspflicht. Wird beispielsweise<br />

<strong>ein</strong> Auto durch herabstürzende Äste beschädigt, wird als erstes der Grundstückseigentümer<br />

kontaktiert. Ist der s<strong>ein</strong>en Pflichten nachgekommen, übernimmt dessen Haftpflichtversicherung<br />

die Schadensregulierung. Ist dem nicht so, muss er den Schaden selbst zahlen.<br />

Versickerungsfähige Flächen erhalten<br />

Mehr als die Hälfte aller bebauten Flächen sind versiegelt, was den Nachteil hat, dass Regenwasser<br />

nicht direkt im Boden versickern kann. <strong>Das</strong> Wasser sammelt sich auf der Oberfläche und<br />

führt bei enormen Niederschlagsmengen unter anderem zu <strong>ein</strong>er Überlastung des Kanalsystems.<br />

Dabei haben versickerungsfähige Flächen deutliche Vorteile. Sie entlasten das Kanalsystem und<br />

zahlen sich auch finanziell aus. Viele Kommunen rechnen Abwassergebühren nach Schmutzund<br />

Niederschlagswasser ab. Die Kosten <strong>für</strong> Letzteres bemessen sich am Versiegelungsgrad des<br />

Grundstücks. Je wasserdurchlässiger die Gesamtfläche, desto geringer die Gebühren.<br />

Versickerungsmulde<br />

Für Grundstücke mit wenig Platz und <strong>ein</strong>em<br />

mäßig durchlässigen Boden bietet sich <strong>ein</strong>e<br />

Muldenversickerung an. Da<strong>für</strong> werden <strong>ein</strong>e<br />

oder mehrere ca. 30 cm tiefe Mulden ausgehoben,<br />

in die das Wasser von den versiegelten<br />

Flächen mithilfe über- oder unterirdischer<br />

Rinnen abgeleitet wird. Dazu sollte der<br />

Boden unterhalb der Mulde sickerfähig s<strong>ein</strong>,<br />

damit sie sich innerhalb <strong>ein</strong>es Tages durch<br />

Versickerung oder Verdunstung wieder entleeren<br />

kann.<br />

Rigolenversickerung<br />

Ist die obere Bodenschicht wasserundurchlässig,<br />

der Unterboden jedoch durchlässig,<br />

kann <strong>ein</strong>e Versickerung über Rigolen installiert<br />

werden. Darunter versteht man unterirdische<br />

Pufferspeicher, in die das Regenwasser<br />

über Rohrsysteme geleitet wird und zeitverzögert<br />

über <strong>ein</strong>en <strong>ein</strong>gebauten Kieskörper in<br />

den Untergrund versickert. Der Rigolenkörper<br />

sollte von <strong>ein</strong>em Vlies umgeben s<strong>ein</strong>, damit<br />

k<strong>ein</strong>e Bodenf<strong>ein</strong>teile <strong>ein</strong>dringen können.<br />

Der Zulauf erfolgt über <strong>ein</strong>en Schacht, der<br />

als Filter, zur Wartung und R<strong>ein</strong>igung dient.<br />

Rigolen- und Schachtversickerungen sind<br />

genehmigungspflichtig!<br />

Mulden-Rigolen-Versickerung<br />

Die Mulden-Rigolen-Versickerung ist <strong>ein</strong>e<br />

Kombination aus den vorangegangenen<br />

Methoden. Die Mulde befindet sich über der<br />

mit Kies gefüllten Rigole. <strong>Das</strong> Regenwasser<br />

fließt erst in die Mulde und sickert dann durch<br />

<strong>ein</strong>e bewachsene Mutterbodenschicht in den<br />

Rigolengraben. Diese Kombination ermöglicht<br />

den Einsatz auch bei schlecht sickerfähigen<br />

Böden.


Die häufigsten<br />

Brandursachen<br />

Laut IFS-Brandursachenstatistik aus dem<br />

Jahr 2015 entstehen die meisten Brände<br />

in Deutschland durch Elektrizität. Küchengeräte<br />

stellen dabei <strong>ein</strong> hohes Risiko dar<br />

Wer zahlt bei<br />

<strong>ein</strong>em Wohnungsbrand?<br />

Die Hausratversicherung<br />

übernimmt Schäden, die durch Feuer<br />

oder Löschwasser an Möbeln, Elektrogeräten<br />

und Wertgegenständen entstanden<br />

sind.<br />

Die Gebäudeversicherung<br />

übernimmt Schäden, die durch Feuer<br />

und Löschwasser am Gebäude entstanden<br />

sind.<br />

Die private<br />

Haftpflichtversicherung<br />

übernimmt Schäden und Folgeschäden,<br />

die durch Feuer an Dritten, also beispielsweise<br />

an Nachbarn, entstandenen sind.<br />

Rauch ist<br />

schneller als<br />

Feuer<br />

31,7 % Elektrizität<br />

Auslöser <strong>für</strong> Brände sind Elektrogeräte, die<br />

<strong>ein</strong>en Kurzschluss haben, überhitzen oder<br />

aber unsachgemäß angeschlossen wurden.<br />

Kühlschränke, Heizgeräte, überbelastete<br />

Mehrfachsteckdosen oder schlecht reparierte<br />

technische Geräte spielen als Brandauslöser<br />

<strong>ein</strong>e entscheidende Rolle. VDE-, CE-, TÜVoder<br />

GS-Zeichen garantieren, dass die Geräte<br />

geprüft wurden.<br />

18 % Menschliches Fehlverhalten<br />

Unachtsamkeit und Leichtsinn machen <strong>ein</strong>en<br />

großen Teil als Brandursachen aus. Dazu zählen<br />

achtlos weggeworfene Zigaretten sowie<br />

brennbare Flüssigkeiten, die zu nahe an Wärmequellen<br />

gelagert wurden. Überhitzte Spraydosen<br />

können sogar explodieren. Außerdem<br />

werden brennende Kerzen oftmals <strong>ein</strong>fach<br />

vergessen. Zu beachten ist allerdings: lässt<br />

sich <strong>ein</strong> Brand tatsächlich auf Fahrlässigkeit<br />

zurückführen, darf die Versicherung die Leistungen<br />

kürzen oder versagen.<br />

0,4 % Blitzschlag<br />

Sehr selten entstehen Haus- oder Wohnungsbrände<br />

durch Blitz<strong>ein</strong>schlag. Einige Statistiken<br />

gehen von weniger als <strong>ein</strong>em Prozent der versicherten<br />

Schadensfälle aus. Dies spricht da<strong>für</strong>,<br />

dass die Brandursache Blitzschlag in der<br />

Öffentlichkeit überdimensioniert wahrgenommen<br />

wird.<br />

80 % der jährlichen Brandopfer sterben<br />

an den Folgen von Rauchvergiftungen.<br />

Bei der Verbrennung von Kunststoff entsteht<br />

Salzsäure, die die Lungen verätzt<br />

und Blausäure, die das Nerven- und<br />

Zellensystem angreift. Zusätzlich bilden<br />

sich Kohlenstoffdioxid und Kohlenmonoxid.<br />

Bei <strong>ein</strong>er solchen Rauchschicht können<br />

bereits drei Atemzüge zur Bewusstlosigkeit<br />

oder zum Tod führen. Schwer<br />

entflammbare Baustoffe sind so hergestellt,<br />

dass sie der Rauchentwicklung<br />

entgegenwirken und die Auswirkungen<br />

minimieren.


Brandschutz<br />

23


Brandschutz<br />

Brandschutz<br />

im Holzbau<br />

B eim Hausbau gelten hohe Ansprüche an<br />

den Brandschutz. So muss bei Einfamilienhäusern<br />

die Feuerwiderstandsklasse F30 als<br />

Mindestanforderung erfüllt werden. Massive<br />

Bauteile aus mineralischen Bestandteilen sind<br />

nicht brennbar und erreichen daher meist bereits<br />

die Widerstandsklasse F90. <strong>Das</strong> hat zur<br />

Folge, dass Mauerwerk bei fachgerechter<br />

Gesamtausführung nach <strong>ein</strong>em Brandfall sogar<br />

weiterverwendet werden kann.<br />

Wer jetzt aber denkt, ähnliche Anforderungen<br />

können Holzhäuser nicht erfüllen, der irrt.


25<br />

Feuerwiderstandsklassen<br />

nach DIN 4102<br />

Die Feuerwiderstandsklassen geben an,<br />

wie viele Minuten <strong>ein</strong> Bauteil <strong>ein</strong>em Feuer<br />

standhält. Beispiel: Eine Wand der Feuerwiderstandsklasse<br />

F30 kann mindestens<br />

30 Minuten brennen, ohne dass sie die<br />

Tragfähigkeit oder ihre Wärmedämmung<br />

verliert. Außerdem müssen Bauteile das<br />

Durchdringen von Flammen und heißen<br />

Gasen verhindern. In der DIN 4102 werden<br />

insgesamt fünf Feuerwiderstandsklassen<br />

unterschieden:<br />

» F30 - feuerhemmend<br />

Widerstandsdauer: mind. 30 Minuten<br />

» F60 - hochfeuerhemmend<br />

Widerstandsdauer: mind. 60 Minuten<br />

» F90 - feuerbeständig<br />

Widerstandsdauer: mind. 90 Minuten<br />

» F120 - hochfeuerbeständig<br />

Widerstandsdauer: mind. 120 Minuten<br />

» F180 - höchstfeuerbeständig<br />

Widerstandsdauer: mind. 180 Minuten<br />

OSB-Platten<br />

Der Allrounder im Holzbau.<br />

OSB-Platten (Oriented Strand Board),<br />

auch Grobspanplatten genannt, bestehen<br />

aus großflächigen, mit<strong>ein</strong>ander verleimten<br />

Schälspänen. Die Platten setzen sich aus<br />

drei Schichten zusammen, in denen die<br />

Späne jeweils anders ausgerichtet sind.<br />

Dadurch entsteht <strong>ein</strong>e extrem formstabile,<br />

belastbare Platte, die je nach Stärke <strong>für</strong><br />

verschiedenste Projekte im Innen- oder<br />

Außenausbau <strong>ein</strong>gesetzt werden kann. Im<br />

Brand- und Schallschutz erfüllt die OSB-<br />

Platte Teilfunktionen. OSB-Platten werden<br />

nach DIN EN 300 in vier Klassen unterteilt,<br />

wobei die Klassen OSB/1 und OSB/2 im<br />

modernen Holzbau allgem<strong>ein</strong> k<strong>ein</strong>e Verwendung<br />

finden.<br />

» OSB/3<br />

Einsatz <strong>für</strong> tragende Zwecke im<br />

Trocken- und Feuchtbereich.<br />

» OSB/4 (hochbelastbar)<br />

Einsatz <strong>für</strong> tragende Zwecke im<br />

Trocken- und Feuchtbereich (hohe<br />

Belastbarkeit).<br />

Bild: Sonae Arauco/Agepan System<br />

„<br />

Haben<br />

Holzhäuser <strong>ein</strong>e<br />

höhere Brandgefahr?<br />

“<br />

Zum Glück ist dem nicht so. Denn moderne<br />

Holzhäuser sind genauso brandsicher wie Häuser<br />

aus St<strong>ein</strong>. Holz brennt langsam und kontinuierlich<br />

ab. Es schützt den tragenden Kern bei<br />

hohen Temperaturen durch <strong>ein</strong>e Kohleschicht.<br />

Noch dazu sind die Rauchgase von Holz weit<br />

weniger giftig, als die von anderen Baustoffen.<br />

Zudem sind massive Holzbauteile schwer entflammbar.<br />

Ein Nachgeben der hölzernen Tragkonstruktion<br />

kündigt sich immer an und ist zeitlich<br />

gut abschätzbar. Allerdings verursacht <strong>ein</strong><br />

Brand in <strong>ein</strong>em Holzgebäude nur selten <strong>ein</strong>en<br />

Tragwerk<strong>ein</strong>sturz, anders ist es bei Stahlkonstruktionen,<br />

die schnell nachgeben.<br />

Heutzutage werden im Holzbau als Konstruktionswerkstoffe<br />

Vollholz, Brettschichtholz, Brettsperrholz<br />

und <strong>ein</strong>e Vielzahl plattenförmiger<br />

Holzwerkstoffe, wie OSB, Furnierschichtholz<br />

(LVL) oder Sperrholz verwendet. Die europäische<br />

Klassifizierung lautet D-s2, d0. <strong>Das</strong><br />

bedeutet, dass der Holzbaustoff „normal entflammbar“<br />

ist und die Rauchentwicklungsklasse<br />

2 hat sowie nicht brennend abtropfend ist.<br />

Wird Holz mit feuerhemmenden Mitteln behandelt<br />

oder mit nicht brennbarem Material bekleidet,<br />

rückt es in die Baustoffklasse B1 auf und<br />

gilt als „schwer entflammbar“. Des Weiteren<br />

müssen <strong>für</strong> den Brandschutz im Holzbau wesentliche<br />

baurechtliche Vorgaben, aber auch<br />

materialspezifische Eigenschaften, beachtet<br />

werden.<br />

Massive Holzbauelemente<br />

Vorgefertigte, massive Holzbauelemente erreichen<br />

Feuerwiderstandsklassen bis zu F90 und<br />

erfüllen sogar die erhöhten Brandschutzanforderungen<br />

an Hochhäuser. Obwohl die massiven<br />

Einzelelemente aus brennbarem Material<br />

bestehen, ist das <strong>für</strong> die Beurteilung der Brandwiderstandsdauer<br />

nicht maßgeblich. Wichtiger<br />

ist, wie lange die Konstruktion dem Feuer<br />

standhält. Bei üblichem Raumklima speichert<br />

<strong>ein</strong> Kubikmeter der Massivholz-Elemente rund<br />

45 Liter Wasser – im Brandfall hemmt es durch<br />

Verdunstung den Abbrand.<br />

Kaminwirkung verhindern<br />

Kommt es während <strong>ein</strong>es Brandes zu Zugeffekten<br />

im tragenden Bauteil (Kaminwirkung),<br />

breitet sich das Feuer unkontrolliert aus. Darum<br />

ist Winddichtheit im Brandfall entscheidend. Um<br />

<strong>ein</strong>e maximale <strong>Sicherheit</strong> zu bieten, muss die<br />

Brandschutzbekleidung in Öffnungsleibungen<br />

mit Fugenversatz, Stufenfalz oder Nut- und Federverbindung<br />

ausgeführt werden.


Brandschutz<br />

Dämmung<br />

VS Brandschutz<br />

Brandverhalten der <strong>ein</strong>zelnen<br />

Dämmstoffe.<br />

Nicht brennbare Dämmstoffe sollten immer<br />

Vorrang vor allen anderen haben. Leicht entflammbares<br />

Material brennt unkontrolliert und<br />

schnell ab. In welchem Grad die <strong>ein</strong>zelnen<br />

Dämmstoffe entflammbar sind, ist gemäß DIN<br />

EN 13501- 1 festgelegt und klassifiziert. Dieses<br />

Klassifizierungssystem, mit Gültigkeit in ganz<br />

Europa, teilt Baustoffe nach ihrer Entflammbarkeit<br />

in unterschiedliche Klassen <strong>ein</strong>. Zusätzlich<br />

gelten auch die deutschen Brandschutzklassen.<br />

Beide Normen bilden die Grundlage zum<br />

Nachweis des Brandverhaltens von verschiedenen<br />

Dämmstoffen.<br />

Die Entflammbarkeit der Dämmstoffe ist leicht<br />

zu ermitteln. Jedoch kommt es darauf an, wie<br />

diese Materialien in der jeweiligen Dämmung<br />

verbaut werden. Brandschutzmittel, Kleber<br />

oder Beschichtungen be<strong>ein</strong>flussen nämlich<br />

das Brandverhalten. Die folgende Übersicht<br />

zeigt die Klassifizierung der Baustoffe nach<br />

ihrer Entflammbarkeit:<br />

» Polystrol-Dämmstoffe<br />

Beispiele: EPS, XPS<br />

Brandschutzklasse: B1/B2<br />

Häufigkeit der Nutzung: sehr häufig<br />

» Mineralwolle<br />

Beispiele: Glaswolle, St<strong>ein</strong>wolle<br />

Brandschutzklasse: A1<br />

Häufigkeit der Nutzung: sehr häufig<br />

» Polyurethan (PUR)<br />

Brandschutzklasse: B1/B2<br />

Häufigkeit der Nutzung: sehr häufig<br />

» Pflanzliche/tierische<br />

Dämmstoffe<br />

Beispiele: Stroh, Schafwolle<br />

Brandschutzklasse: B2<br />

Häufigkeit der Nutzung: seltener<br />

Brandschutz-Maßnahmen<br />

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, unabhängig von den Vorschriften, den Brandschutz im<br />

Eigenheim nach eigenem Ermessen zu erhöhen. Dazu gibt es verschiedene Maßnahmen <strong>für</strong><br />

noch mehr <strong>Sicherheit</strong> in den vier Wänden:<br />

Dämmung Ausführung Maßnahme<br />

Fassade<br />

Dach<br />

Keller<br />

Kern<br />

Schacht<br />

Wärmedämmverbundsystem<br />

Aufsparren-, Zwischensparren-,<br />

Untersparrendämmung<br />

Kellerdecken-, Kellerboden-,<br />

Kellerwanddämmung<br />

Einblasdämmung in Fassade, Dach<br />

und Keller<br />

Einblasdämmung<br />

Dämmmatten<br />

Anbringung mehrer Brandriegel aus<br />

Mineralwolle mit Mineral-Klebemörtel und<br />

Sturzschutz an Fassadenöffnungen<br />

Verwendung von nichtbrennbaren,<br />

mineralischen Dämmstoffen,<br />

(z. B. St<strong>ein</strong>wolle, Glaswolle)<br />

Verwendung von nichtbrennbaren,<br />

hitzebeständigen Dämmstoffen<br />

(z. B. St<strong>ein</strong>wolle)<br />

Verwendung von<br />

nichtbrennbaren Dämmstoffen<br />

(z. B. St<strong>ein</strong>wolleflocken)<br />

Verwendung von<br />

nichtbrennbaren Dämmstoffen<br />

(z. B. Mineralwolle, Perlit)


27<br />

Brandschutzvorschriften.<br />

Um <strong>ein</strong>en Brand bzw. s<strong>ein</strong>e Ausbreitung im Gebäude zu verhindern, gibt es vielfältige Brandschutz-Vorschriften.<br />

Unumgänglich dabei ist, die Verwendung von bauaufsichtlich geprüften Systemen<br />

und <strong>ein</strong> darauf abgestimmter, fachgerechter Einbau. Die Auswahl des Dämmstoffes und<br />

dessen Montage ist in der Landesbauordnung gesetzlich festgelegt. Die Anforderungen unterscheiden<br />

sich je nach Gebäudeklasse, die sich aus Höhe und Fläche des Bauwerks ergibt. Bei<br />

Gebäuden mit <strong>ein</strong>er Höhe von bis zu sieben Metern ist die Verwendung von normal entflammbaren<br />

Dämmstoffen rechtmäßig. Dies sind Dämmstoffe der Klasse B2 gemäß DIN 4102-1.<br />

Schachtdämmung<br />

Um die Ausbreitung <strong>ein</strong>es Brandes über<br />

Schächte zu verhindern, sollten auch hier<br />

Brandschutz-Maßnahmen erfolgen. Je nach<br />

Schacht-Typ bietet sich die Schachtdämmung<br />

mit Dämmmatten oder Einblasdämmung an.<br />

Leicht und günstig ist die Einblasdämmung.<br />

Ist aufgrund der Bauweise ausschließlich <strong>ein</strong>e<br />

Schachtdämmung mit Dämmmatten möglich,<br />

werden zusätzliche Ebenen und feuerfeste<br />

Deckenplatten installiert. Diese Arbeit ist im<br />

Vergleich zur Einblasdämmung wesentlich aufwendiger<br />

und daher auch kostenintensiver.<br />

Zellulose<br />

Dabei handelt es sich um <strong>ein</strong>en organischen<br />

Dämmstoff, der zum Großteil aus recyceltem<br />

Altpapier besteht. Er besitzt hervorragende<br />

Wärmedämmungsleistung sowie gute Hitzeund<br />

Schallschutzeigenschaften. Als Flammund<br />

Fäulnisschutz werden der Fasermischung<br />

12 bis 20 % Borax, Borsalze oder Ammoniumpolyphosphat<br />

sowie 2 % Naturharze hinzugefügt.<br />

Wasserkristalle, die durch die Zusatzstoffe<br />

in der Zellulose gebunden werden, setzen sich<br />

unter Hitze<strong>ein</strong>wirkung mit löschenden Effekten<br />

frei. Auf der Oberfläche der Dämmung bildet<br />

sich unter Einfluss von Feuer außerdem <strong>ein</strong>e<br />

Carbonschicht, die wie bei Holz als Schutzschicht<br />

gegen das Feuer wirkt.<br />

Brandschutzklassen<br />

Eines der wichtigsten Kriterien <strong>für</strong> die<br />

Beurteilung von Baustoffen ist ihr Verhalten<br />

im Brandfall. Die Einteilung erfolgt nach<br />

DIN 4102-1 in folgende Klassen:<br />

» A1, A2 - nicht brennbar<br />

Zement, St<strong>ein</strong>, Glas, Ziegel, Mineralwolle<br />

sowie Stoffe mit geringen Mengen<br />

organischen Materials.<br />

» B1 - schwer entflammbar<br />

Imprägniertes Holz oder Dämmstoffe,<br />

die nach dem Entfernen der Zündquelle<br />

nicht selbstständig weiterbrennen.<br />

» B2 - normal entflammbar<br />

Nicht imprägniertes Holz oder Rohre<br />

aus PVC-U. Diese Klasse müssen alle<br />

Baustoffe, die in Gebäuden verwendet<br />

werden, mindestens erfüllen.<br />

» B3 - leicht entflammbar<br />

Papier, Stroh und Stoffe die in der<br />

Regel als Baumaterial verboten sind.<br />

Vorgehängte<br />

hinterlüftete<br />

Fassaden<br />

Die Hinterlüftung <strong>ein</strong>er Fassade hat den<br />

Vorteil, dass Feuchtigkeit schnell und zuverlässig<br />

abgeführt wird. Damit es im<br />

Brandfall nicht zum Kamineffekt hinter der<br />

Fassade kommt, müssen Brandsperren<br />

montiert werden, die den Hinterlüftungsquerschnitt<br />

auf beiden Geschossen schließen.<br />

Da<strong>für</strong> werden <strong>ein</strong>fach oder zweifach<br />

gekantete Stahlbleche zwischen Dämmstoff<br />

und Fassadenmaterial montiert,<br />

sofern der Schmelzpunkt der Dämmung<br />

oberhalb 1000 °C liegt. Sobald das Blech<br />

mindestens 1 mm dick ist und die Befestigungspunkte<br />

nicht weiter als 600 mm aus<strong>ein</strong>anderliegen,<br />

gilt der Feuerwiderstand<br />

als ausreichend. Eine Überlappung von<br />

≥ 30 mm ist sicherzustellen. Inzwischen<br />

sind Systeme erhältlich, bei denen die<br />

Brandsperre in der Dämmebene liegt.<br />

Bild: Steico


Brandschutz<br />

Kapselung im<br />

Holzbau<br />

Der bauliche Brandschutz hat <strong>für</strong> den Holzbau<br />

<strong>ein</strong>e ganz besondere Bedeutung.<br />

Ein wichtiger Aspekt dabei ist die brandschutztechnisch<br />

wirksame Bekleidung von<br />

tragenden Bauteilen mit nicht brennbaren<br />

Materialien. Mit Trockenbauplatten können<br />

Wand-, Decken- und Dachkonstruktionen<br />

mit geprüfter <strong>Sicherheit</strong> und bauaufsichtlichen<br />

Verwendbarkeitsnachweisen realisiert<br />

werden. Durch diese Kapselung wird <strong>für</strong><br />

<strong>ein</strong>en definierten Zeitraum das Bauteil vor<br />

<strong>ein</strong>er Entflammung geschützt.<br />

Brandschutzwand<br />

Brandwände müssen aus nicht brennbaren<br />

Baustoffen der Klassen A1 oder A2<br />

bestehen und mindestens der Feuerwiderstandsklasse<br />

F90 entsprechen. Außerdem<br />

müssen sie sowohl das Übergreifen von<br />

Flammen als auch die Ausbreitung von<br />

Rauch über <strong>ein</strong>en klar definierten Zeitraum<br />

unterbinden – das ist in der § 30 der deutschen<br />

Musterbauordnung geregelt. Ziel<br />

dieser Bauordnung ist es, benachbarte Gebäude<br />

sowie Flucht- und Zugangswege vor<br />

Feuer, Rauch und Hitze zu schützen.<br />

Bild: James Hardie/Fermacell<br />

Brandschutz durch<br />

Trockenbau<br />

Bei der Sanierung <strong>ein</strong>er Immobilie sollte Brandschutz <strong>ein</strong>en Schwerpunkt bilden. Dabei gilt es, nicht nur die äußere Gebäudehülle, sondern auch<br />

innen liegende Bauteile brandschutzsicher zu gestalten. Hochwertige Trockenbausysteme aus Gipsplatten bieten da<strong>für</strong> <strong>ein</strong> breites Spektrum<br />

Lösungen. Im Vergleich zu alten Holzständersystemen haben die modernen Metallprofile <strong>ein</strong>en entscheidenden Vorteil: Sie verformen sich bei<br />

Belastung durch Feuchtigkeit nicht. Außerdem tragen sie im Gegensatz zu dünnen Holzlattenkonstruktionen nicht zur Brandbeschleunigung bei.


29<br />

Die aus dem natürlichen Rohstoff Gips bestehenden<br />

Platten, enthalten kristallgebundene<br />

Wasseranteile, die im Brandfall als „<strong>ein</strong>gebautes<br />

Löschwasser“ dienen. Eine 25 mm dicke Gipsplatte<br />

enthält pro Quadratmeter etwa 5 Liter<br />

chemisch gebundenes Kristallwasser. Bei Hitze<br />

durch Feuer wird der Wasserdampf freigesetzt<br />

und legt sich wie <strong>ein</strong> Schleier auf der Oberfläche<br />

der Gipsplatten ab. <strong>Das</strong> bewirkt, dass die<br />

Temperatur auf der dem Brand abgewandten<br />

Seite nicht über 100 °C steigt. Bereits normale<br />

Gipskartonplatten leisten <strong>ein</strong>en wesentlichen<br />

Beitrag zum Brandschutz. Ihnen werden Glasfasern<br />

untergemischt, um <strong>ein</strong>en Zerfall nach<br />

der Entwässerung zu verzögern. Ähnlich wie<br />

bei <strong>ein</strong>er Stahlbewehrung im Beton wird der<br />

Gefügezusammenhalt der Platte damit deutlich<br />

verbessert. Feuerschutzplatten, spezielle<br />

Brandschutzplatten sowie optimal auf<strong>ein</strong>ander<br />

abgestimmte Systemkomponenten sorgen<br />

beim Thema Brandschutz <strong>für</strong> maximale <strong>Sicherheit</strong>.<br />

Innere Trennwände<br />

Mit Gipsplatten lassen sich problemlos innere<br />

Trennwände mit hohen Feuerwiderstandsklassen<br />

erstellen. Es können mit 12,5 mm dicken<br />

Feuerschutzplatten bei <strong>ein</strong>er doppelten Beplankung<br />

auf jeder Seite des Ständerwerks bereits<br />

Montagewände mit <strong>ein</strong>er Feuerwiderstandsklasse<br />

von F 90-A erreicht werden. Obwohl<br />

<strong>ein</strong>e Dämmung zwischen den Platten brandschutztechnisch<br />

nicht erforderlich ist, lässt sich<br />

dieser durch den Einsatz von nicht brennbaren<br />

Dämmstoffen allerdings erhöhen. Geeignet da<strong>für</strong><br />

ist Mineralwolle. Einlagig beplankte Wände<br />

aus 25 mm dicken Gipsplatten erreichen ebenfalls<br />

<strong>ein</strong>e Feuerwiderstandsklasse bis F 90-A.<br />

Für Wandsysteme mit <strong>ein</strong>er höheren Feuerwiderstandsklasse<br />

als F 90 muss <strong>ein</strong>e mehrfache<br />

Beplankung erstellt werden. Denn je dicker die<br />

Platten, desto größer der Feuerwiderstand.<br />

Brandschutztechnische Sanierung<br />

Die Sanierung von Bestandsgebäuden nimmt<br />

im Baugewerbe immer mehr zu. Dazu müssen<br />

auch bestehende Wände aufgrund ihrer Brandschutzeigenschaften<br />

aufgebessert werden.<br />

Wo bei <strong>ein</strong>igen F30 genügt, ist das bei anderen<br />

deutlich zu wenig, wie etwa Flurwänden.<br />

Sie dienen als Fluchtweg und müssen daher<br />

die Feuerwiderstandsklasse F90 aufweisen.<br />

Häufig gelingt es schon, Montagewände durch<br />

zusätzliche Beplankungen auf beiden Seiten<br />

brandschutzsicher zu machen. Jedoch ist <strong>ein</strong><br />

großes Problem dabei, dass in <strong>ein</strong>igen Gebäuden<br />

<strong>ein</strong>e beidseitige Beplankung aufgrund der<br />

Gegebenheiten nicht möglich ist – z. B. wenn<br />

sich Einbauschränke auf <strong>ein</strong>er Raumseite befinden.<br />

Mittlerweile bieten Hersteller <strong>für</strong> solche<br />

Fälle Lösungen an, bei denen mit <strong>ein</strong>er zusätzlichen<br />

Beplankung auf nur <strong>ein</strong>er Wandseite der<br />

vorgeschriebene Brandschutz erreicht wird.<br />

Bild: Knauf Gips<br />

Tipp!<br />

Feuerschutzplatten<br />

Um den höchsten brandschutztechnischen<br />

Anforderungen gerecht zu werden,<br />

lassen sich mit Feuerschutzplatten<br />

vielfältige Systemkonstruktionen<br />

<strong>für</strong> Brandwände, Deckenbekleidungen<br />

und Trägerbekleidungen umsetzen.<br />

Die leicht zu verarbeitenden Platten<br />

zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht<br />

und die Brandschutzklasse A1 aus.<br />

Gem<strong>ein</strong>sam mit feuerfesten Spachtelmassen<br />

und Glasfaser-Fugendeckstreifen<br />

ist die <strong>Sicherheit</strong> auf höchstem<br />

Niveau gewährleistet.


Brandschutz<br />

Keller- &<br />

<strong>Das</strong> <strong>ein</strong>geschaltete Bügeleisen auf dem Hemd,<br />

der vergessene Topf auf dem Herd, der Christbaum<br />

mit Echtkerzen – in den eigenen vier<br />

Wänden können viele Gefahren lauern. Umliegende<br />

Materialien können Feuer fangen,<br />

sodass sich der Brand schnell ausbreitet. Um<br />

die Ausbreitung zu verhindern, sind spezielle<br />

Brandschutztüren erhältlich. Diese Türen retten<br />

im Brandfall Leben, weil sie <strong>für</strong> <strong>ein</strong>e gewisse<br />

Zeit davor schützen, dass sich Feuer ausbreitet<br />

und da<strong>für</strong> sorgen, dass Fluchtwege freibleiben.<br />

Brandschutztüren<br />

Brandschutztüren, auch Feuerschutztüren genannt,<br />

dienen als vorbeugender Brandschutz<br />

und müssen immer selbstschließend s<strong>ein</strong>. <strong>Das</strong><br />

bedeutet, dass sie von all<strong>ein</strong> zufallen müssen<br />

Die Selbstschließung wird entweder über Federbänder<br />

oder komfortabler über Türschließer<br />

realisiert. Brandschutztüren werden verschiedenen<br />

Feuerwiderstandsklassen zugeordnet.<br />

Zum <strong>ein</strong>en bieten sie Schutz vor Feuer, zum<br />

anderen sind sie je nach Bedarf rauchdicht,<br />

<strong>ein</strong>bruchhemmend und schalldicht. Die Vorschriften<br />

<strong>für</strong> Brandschutz sind von Bundesland<br />

zu Bundesland unterschiedlich. Bauherren und<br />

Modernisierer sollten deshalb im Vorfeld die<br />

Bestimmungen abklären. Vor allem die Feuerwiderstandsklasse<br />

<strong>ein</strong>er Brandschutztür hängt<br />

von der Gebäudenutzung ab. Auch die Anforderungen<br />

der umgebenden Wände haben<br />

Einfluss auf die zulässigen Klassen. Beispielsweise<br />

macht <strong>ein</strong>e T90-Tür kaum Sinn in <strong>ein</strong>er<br />

Wand, die im schlimmsten Fall schon nach 30<br />

Minuten Feuer <strong>ein</strong>lässt. Grundsätzlich sollte<br />

die Tür immer die gleiche Widerstandsklasse<br />

wie die umliegenden Wände aufweisen.<br />

Bild: Hörmann<br />

Brandschutz und Design<br />

In der heutigen Zeit sind Brandschutztüren<br />

erhältlich, die nicht nur in ihrer Funktionalität<br />

überzeugen, sondern auch durch ihr Design. In<br />

diesem Fall kauft man sich nicht nur <strong>ein</strong> sicheres<br />

Gefühl, man erwirbt gleichzeitig <strong>ein</strong> hochwertiges<br />

Gestaltungselement, das interessante<br />

Akzente setzt. Die robusten Stahltüren sind sogar<br />

mit eleganten Verglasungen möglich. <strong>Das</strong><br />

<strong>ein</strong>gesetzte Brandschutzglas sorgt dabei <strong>für</strong><br />

mehr Licht und Offenheit zwischen den Räumen<br />

und das ganz ohne Verlust der <strong>Sicherheit</strong>.


31<br />

Feuerwiderstandsklassen<br />

von Türen<br />

Nach der EN 1634-1 werden alle Feuerschutztüren<br />

<strong>ein</strong>er Brandprüfung unterzogen<br />

und müssen sich bei <strong>ein</strong>er Temperatur<br />

von ca. 1.000 °C <strong>für</strong> 30, 60 bzw. 90 Minuten<br />

bewähren. Während dieses Zeitraums dürfen<br />

bestimmte Grenztemperaturen auf der<br />

brandabgewandten Seite nicht überschritten<br />

werden und k<strong>ein</strong>e Flammen durch das<br />

Türblatt oder die Zarge austreten. Die Türen<br />

werden in folgende Klassen <strong>ein</strong>geteilt:<br />

Bild: Hörmann<br />

» T30-Tür<br />

feuerhemmend<br />

» T60-Tür<br />

hochfeuerhemmend<br />

» T90-Tür<br />

feuerbeständig<br />

<strong>Das</strong> „T“ steht <strong>für</strong> „Tür“ und die Zahl beziffert<br />

die Dauer in Minuten, die die Tür im Brandfall<br />

mindestens standhält. Brandschutztüren<br />

mit Rauchschutz werden Zusätzlichen<br />

mit „RS“ <strong>für</strong> Rauchschutz gekennzeichnet.<br />

(Brand- und Rauchschutztür T30RS)<br />

Brandschutztüren<br />

im Eigenheim<br />

sind besonders<br />

wichtig, weil<br />

dadurch...<br />

» das Entstehen <strong>ein</strong>es Brandes<br />

und die Ausbreitung von<br />

Feuer und Rauch verhindert<br />

werden.<br />

» das Retten von Menschen<br />

und Tieren im Brandfall<br />

ermöglicht wird.<br />

» wirksame Löscharbeiten<br />

ermöglicht werden.<br />

Bild: Hörmann<br />

Garage<br />

In Garagen lagert oftmals <strong>ein</strong>iges an brennbarem<br />

Material. Nicht nur all<strong>ein</strong> das Auto<br />

könnte in Brand geraten – Holz <strong>für</strong> den Kamin,<br />

Kissen <strong>für</strong> Gartenmöbel, Winter oder<br />

Sommerreifen sowie Kanister mit Benzin.<br />

Falls <strong>ein</strong> Feuer ausbricht und das Wohngebäude<br />

direkt an die Garage anschließt, ist es<br />

besonders wichtig, Vorkehrungen zu treffen,<br />

die vermeiden, dass die Flammen auf das<br />

Wohnhaus übergehen. Für die Absicherung<br />

werden feuerhemmende Funktionstüren<br />

<strong>ein</strong>gesetzt. Optional sollten diese auch <strong>ein</strong>bruchhemmend,<br />

rauchdicht und schalldämmend<br />

s<strong>ein</strong>.<br />

Keller<br />

Brände im Keller werden oft erst spät bemerkt,<br />

was sie besonders fatal macht. Bevor<br />

das Feuer den Wohnraum erreicht, sind<br />

Fluchtwege über das Treppenhaus oder den<br />

Flur bereits verraucht. Diesem Szenario können<br />

Feuerschutztüren vorbeugen. Ganz speziell<br />

Heizungsräume sollten mit <strong>ein</strong>er Brandschutztür<br />

versehen werden – dazu gibt es<br />

auch bestimmte Vorschriften, die sich nach<br />

der Nutzung richten. Gerade Öltanks und<br />

Heizkessel verwandeln sich bei <strong>ein</strong>em Defekt<br />

in ausdauernde Brandquellen. Bereits <strong>ein</strong>e<br />

T30-Tür verschafft dann ausreichend Zeit<br />

zum Rückzug.


Brandschutz<br />

Rauchmelder<br />

und Feuerlöscher<br />

Im Haushalt können <strong>ein</strong>ige Missgeschicke passieren,<br />

da kann es schonmal vorkommen, dass<br />

man die brennende Zigarette vergisst, die Kerze<br />

umstößt oder <strong>ein</strong>fach nur das Fett in der Pfanne zu<br />

stark erhitzt. Um das Schlimmste zu verhindern und<br />

den Schaden gering zu halten, ist <strong>ein</strong> Feuerlöscher<br />

oder <strong>ein</strong> Feuerlöschspray unerlässlich. Aber auch<br />

unbemerkt können Rauch oder Feuer entstehen,<br />

beispielsweise durch <strong>ein</strong> defektes Elektrogerät, da<strong>für</strong><br />

bieten Rauchmelder den optimalen Schutz.<br />

Gefahrenmelder<br />

Rauchwarnmelder<br />

Funkmelder<br />

& Smarthome<br />

Bild: ABUS<br />

Sofern Rauchpartikel in die Messkammern<br />

des Rauchmelders gelangen, ertönt<br />

<strong>ein</strong> Alarmsignal – <strong>für</strong> Gehörlose<br />

sind Geräte mit Blitzlicht oder Vibration<br />

erhältlich. Thermooptische Rauchmelder<br />

reagieren erst, wenn die Rauchpartikel<br />

und Raumtemperatur steigen. Beide<br />

Modelle werden am höchsten Punkt im<br />

Zimmer angebracht, idealerweise ist<br />

das an der Decke. Sobald die Batterie<br />

getauscht werden muss, meldet das<br />

Gerät sich optisch und auch akustisch.<br />

Trotzdem sollte regelmäßig die Funktion<br />

des Melders über die Prüftaste getestet<br />

werden.<br />

Warnmelder kommunizieren mit den<br />

verbauten Funkmodulen unter<strong>ein</strong>ander.<br />

Registriert also <strong>ein</strong> Gerät Rauch, gibt<br />

es das an die anderen weiter, die ebenfalls<br />

Alarm auslösen. Dies ist besonders<br />

wichtig, wenn sich Rauch in Räumen<br />

bildet, die nicht so oft im Gebrauch sind<br />

oder aber auf dem Dachboden und im<br />

Keller. Noch mehr <strong>Sicherheit</strong> bieten allerdings<br />

smarte Rauchmelder, die <strong>ein</strong>en<br />

Brand umgehend ans Smartphone weiterleiten.<br />

So ist es möglich, auch von<br />

unterwegs sofort zu Handeln. Batterien,<br />

Sensoren und die Internetverbindung<br />

werden stetig überprüft und Störungen<br />

direkt gemeldet.<br />

Viele Haushalte kochen und heizen mit<br />

Gas. Trotz regelmäßiger Überprüfung<br />

der Anlage kann es zu Gasaustritt kommen.<br />

Auch beim Kaminofen ist Vorsicht<br />

geboten, weil durch die Verbrennung<br />

von Holz Kohlenmonoxid (CO) entsteht.<br />

Wird das nicht wahrnehmbare, farb-, geruch-<br />

und geschmacklose, toxische Gas<br />

beispielsweise nicht richtig abgeleitet,<br />

kann es bereits nach wenigen Minuten<br />

tödlich enden. Um tragische Unfälle dieser<br />

Art zu vermeiden, gibt es spezielle<br />

Gas- und Co-Warnmelder, die nicht nur<br />

in ihrer Funktionsweise Rauchmeldern<br />

ähneln, sondern sich unauffällig in den<br />

Raum <strong>ein</strong>fügen.


33<br />

Rauchmelderpflicht<br />

Die Rauchmelderpflicht ist mittlerweile in<br />

fast allen Landesbauordnungen verankert<br />

und richtet sich nach der DIN 14676. So ist<br />

es Pflicht, dass in Schlafräumen, Kinderzimmern<br />

und Fluren mindestens jeweils<br />

<strong>ein</strong> Rauchmelder installiert s<strong>ein</strong> muss. Ab<br />

2021 gilt nun auch Rauchmelderpflicht in<br />

den Bundesländern Brandenburg & Berlin.<br />

Q steht <strong>für</strong><br />

Qualität<br />

Mittlerweile sind viele verschiedene Rauchmelder<br />

in ganz unterschiedlichen Preisklassen<br />

erhältlich. Deshalb sollte man vor<br />

dem Kauf unbedingt auf die Prüfzeichen<br />

achten. <strong>Das</strong> Qualitätszeichen „Q“ beruht<br />

auf den Anforderungen der Richtlinie 14-01<br />

der Ver<strong>ein</strong>igung zur Förderung des Deutschen<br />

Brandschutzes (vfdb). Rauchmelder<br />

mit diesem Qualitätszeichen weisen<br />

automatisch das CE-Zeichen und die DIN<br />

EN 14604 aus. Sie sind besonders stabil<br />

gegen äußere Einflüsse und verfügen über<br />

<strong>ein</strong>e fest <strong>ein</strong>gebaute 10-Jahres-Batterie.<br />

Feuerlöscher<br />

Obwohl <strong>ein</strong> Feuerlöscher im Privathaushalt k<strong>ein</strong>e Pflicht ist, ist es dennoch ratsam, <strong>ein</strong>en zu<br />

besitzen. Der Anschaffungspreis ist gering, aber die Hilfe in <strong>ein</strong>em Brandfall unbezahlbar. Am<br />

besten eignen sich Pulver- und Schaumlöscher. Pulver hält Brände bei höheren Temperaturen<br />

<strong>für</strong> <strong>ein</strong>en längeren Zeitraum in Schach und dringt schnell überallhin. Der Nachteil: Es zersetzt<br />

im Nachgang empfindliche Bauteile und Stoffe. Schaum hingegen deckt Flammen kurzfristig ab<br />

und hinterlässt deutlich weniger Spuren als Pulver. Darum empfiehlt es sich, Pulverlöscher lieber<br />

<strong>für</strong> Werkstatt und Keller zu benutzen und Schaumlöscher <strong>für</strong> Wohnräume. Zu beachten ist,<br />

dass es k<strong>ein</strong>en Universal-Feuerlöscher gibt, nicht jeder ist auch <strong>für</strong> jede Brandklasse geeignet.<br />

Eine Überprüfung von Feuerlöschern im privaten Bereich ist nicht vorgeschrieben, sollte aber<br />

zur eigenen <strong>Sicherheit</strong> alle zwei Jahre erfolgen. Dazu muss <strong>ein</strong> Fachmann hinzugezogen werden,<br />

der testet, ob alle Dichtungen intakt sind, alle Teile beweglich und leichtgängig. Ohne Beschädigung<br />

oder falsche Lagerung halten neue Löscher bis zu 20 Jahre.<br />

» Schaum-Feuerlöscher<br />

Brandklassen A und B<br />

häufige Verwendung in Haushalten<br />

» Pulver-Feuerlöscher<br />

Brandklassen A, B, C und D<br />

sehr hohe Löschkraft<br />

» Feuerlöscher mit Wasser<br />

Brandklasse A<br />

sehr geringe Löschkraft<br />

» Kohlendioxid-Löscher<br />

Brandklasse B<br />

rückstandslose Löschung<br />

» Fettbrandlöscher<br />

Brandklassen A, B und F<br />

besonders <strong>für</strong> Küchen geeignet<br />

Brandklassen<br />

nach DIN EN 2<br />

Brände werden nach ihrem brennenden<br />

Stoff klassifiziert und in die folgenden<br />

Brandklassen <strong>ein</strong>geteilt:<br />

Brandklasse A<br />

geeignet zum Löschen von festen<br />

Stoffen z. B. Holz, Textilien<br />

Brandklasse B<br />

geeignet zum Löschen von<br />

flüssigen Stoffen z. B. Benzin<br />

Brandklasse C<br />

geeignet zum Löschen von<br />

Gasen z. B. Propangas<br />

Brandklasse D<br />

geeignet zum Löschen von<br />

Metallen z. B. Aluminium<br />

Brandklasse F<br />

geeignet zum Löschen von<br />

Speiseölen bzw. -fetten<br />

Dauerdrucklöscher<br />

Bei <strong>ein</strong>fachen »Standardfeuerlöschern«, den<br />

Dauerdruckfeuerlöschern, ist das Löschmittel<br />

und das Druckgas im gleichen Behälter<br />

untergebracht, der ständig unter Druck<br />

steht. Bei unsachgemäßer Wartung kann <strong>ein</strong><br />

Druckverlust entstehen, sodass der Feuerlöscher<br />

im Brandfall versagt. Dauerdrucklöscher<br />

sollten unbedingt mit Manometer<br />

gekauft werden – ist der Zeiger im grünen<br />

Bereich, funktioniert der Löscher fehlerfrei.<br />

Aufladelöscher<br />

Bei den qualitativ hochwertigen Aufladefeuerlöschern<br />

wird Gas in <strong>ein</strong>er besonders<br />

dickwandigen Treibmittelflasche gespeichert.<br />

Der Löscher besteht aus zwei Behältern<br />

– Löschmittel und Treibgasbehälter.<br />

Er wird durch Öffnen der Treibmittelflasche,<br />

per Ventil oder Schlagknopf aktiviert, sodass<br />

das Treibmittel in den Löschmittelbehälter<br />

strömt und der Löscher betriebsbereit<br />

ist. Aufladelöscher sind in der Regel langlebiger<br />

und wartungsfreundlicher als Dauerdrucklöscher.


Die häufigsten<br />

Irrtümer<br />

In oberen Stockwerken wird<br />

kaum <strong>ein</strong>gebrochen.<br />

Ganz im Gegenteil: Gerade die oberen Stockwerke<br />

<strong>ein</strong>es Mehrfamilienhauses sind <strong>für</strong> Einbrecher<br />

reizvoll, weil sie weniger gestört werden<br />

und auch nicht Gefahr laufen, von außen<br />

gesehen zu werden.<br />

Einbrüche passieren hauptsächlich<br />

nachts.<br />

Laut <strong>ein</strong>er Studie des Gesamtverbands der<br />

deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geschehen<br />

gut 70 % der Einbrüche zwischen<br />

8 und 22 Uhr, wenn die Eigentümer nicht im<br />

Haus sind. 7 % passieren bei Anwesenheit.<br />

Wie kommen<br />

Einbrecher<br />

ins Haus?<br />

Bei Einbrechern sind Balkon- und Terrassentüren<br />

sowie Erdgeschossfenster<br />

von abseits gelegenen Häusern besonders<br />

beliebt. Dagegen sind Keller oder<br />

Fenster in anderen Stockwerken eher<br />

uninteressant. Aber weil Einbrecher k<strong>ein</strong>e<br />

lange Ausdauer und nicht viel Zeit haben,<br />

geben sie nach zirka drei Minuten<br />

auf. Deshalb ist <strong>ein</strong> richtiger Einbruchschutz<br />

an Fenstern, Balkon- und Terrassentüren<br />

<strong>ein</strong>e sehr effektive Investition.<br />

Die Hausratsversicherung<br />

Es wird hauptsächlich bei<br />

Reichen <strong>ein</strong>gebrochen.<br />

Jeder kann Opfer werden. Einzeltäter schlagen<br />

zum Beispiel oft in ihrer unmittelbaren Umgebung<br />

zu. Sie suchen Bargeld, Schmuck oder<br />

<strong>ein</strong> Smartphone, das sich rasch verkaufen<br />

lässt. In jeder Wohnung befindet sich etwas<br />

davon.<br />

Einbrecher sind schwarz<br />

gekleidete Männer mit großen<br />

Taschen und Sturmhaube.<br />

Weit gefehlt, denn Einbrecher sind darauf bedacht,<br />

nicht als solche erkannt zu werden und<br />

nach getaner Arbeit schnell und unbemerkt zu<br />

entkommen. Gestohlen wird demnach nur, was<br />

in die Jackentaschen passt, wie z. B. Bargeld,<br />

Schmuck oder Smartphones. Auch Laptops<br />

sind beliebt, <strong>ein</strong> Fernseher dagegen ist meist<br />

zu unhandlich. Obwohl es korrekt ist, dass<br />

überwiegend Männer Einbrüche begehen, ist<br />

es mittlerweile so, dass gerade in organisierten<br />

Banden vermehrt Frauen geschickt werden, da<br />

sie weniger Misstrauen wecken.<br />

Doch wenn alles nichts hilft und Einbrecher<br />

dennoch ins Haus gelangen, ersetzt<br />

die Hausratversicherung den Wert<br />

der Gegenstände, die aus dem Haus<br />

gestohlen worden und kommt gleichzeitig<br />

<strong>für</strong> Beschädigungen auf und <strong>für</strong> die<br />

Kosten, die durch Aufräum- und Reparaturarbeiten<br />

entstanden sind. Allerdings<br />

deckt <strong>ein</strong>e <strong>ein</strong>fache Hausratversicherung<br />

nicht alles ab. Kann Vorsatz oder<br />

Fahrlässigkeit nachgewiesen werden<br />

– dazu zählt <strong>ein</strong> verlorener Schlüssel<br />

–, wird die Versicherung den Schaden<br />

nicht regulieren.


35<br />

Tipps<br />

zum Einbruchschutz:<br />

1.<br />

2.<br />

3.<br />

4.<br />

5.<br />

6.<br />

7.<br />

8.<br />

Sämtliche Türen, Fenster und Garagentore<br />

schließen: auch bei kurzer<br />

Abwesenheit.<br />

Gegenstände die als Aufstiegshilfen<br />

dienen können (Leitern, Mülltonnen<br />

oder Gartenmöbel) nicht herumstehen<br />

lassen.<br />

Hausschlüssel niemals draußen<br />

verstecken.<br />

Bei Verlust der Schlüssel sofort das<br />

Schloss auswechseln.<br />

Wertgegenstände niemals offen im<br />

Haus herumliegen lassen.<br />

Für <strong>ein</strong>e ausreichende Beleuchtung im<br />

Außenbereich sorgen – im Idealfall mit<br />

Bewegungsmelder.<br />

Für zusätzlichen Schutz <strong>ein</strong>e Alarmoder<br />

videoüberwachte Gegensprechanlage<br />

installieren.<br />

Niemals <strong>ein</strong>en Hinweis auf Abwesenheit<br />

hinterlassen, insbesondere nicht in<br />

den sozialen Medien.<br />

Einbruchschutz<br />

Bild: Teckentrup


Einbruchschutz<br />

& Kellerfenster<br />

Lichtschächte<br />

Schwachstellen beheben<br />

Damit Kellerfenster wirksam gegen Einbruch gesichert werden können, ist es wichtig, zuerst die Schwachstellen<br />

herauszufinden. Gerade bei älteren Häusern sind Kellerfenster oberirdisch <strong>ein</strong>gebaut und verfügen nur über <strong>ein</strong>en<br />

simplen Hebel. Obwohl der bewegliche Teil des Fensters in der Regel aus <strong>ein</strong>er Glasscheibe und <strong>ein</strong>em Gitter<br />

besteht, können die Fensterteile von geübten Händen schnell geöffnet werden. Auch Kellerfenster, die von <strong>ein</strong>em<br />

Lichtschacht umgeben sind, sind nicht sicher. Sehr gern wird das von Hausbesitzern angenommen, allerdings sind<br />

die Gitter nicht fest genug verankert und können bereits mit wenig Kraftaufwand angehoben werden. Zudem bietet<br />

<strong>ein</strong> Lichtschacht sogar die Möglichkeit, das Fenster unbemerkt zu bearbeiten. Wird im Sommer das Kellerfenster<br />

zum Lüften geöffnet, haben Einbrecher leichtes Spiel. Bei all den erschreckenden Erkenntnissen gibt es auch<br />

etwas Positives – der Einbruchschutz kann unabhängig vom Alter des Hauses nachträglich installiert werden. Wer<br />

jedoch neu baut, sollte von Anfang an auf <strong>ein</strong>en wirksamen Einbruchschutz achten, wie beispielsweise betonierte<br />

Lichtschächte, weil die sich besonders gut sichern lassen.


37<br />

Bild: ABUS<br />

Fenstergitter<br />

Die beliebteste Variante ist zweifelsohne das außen montierte Kellerfenstergitter,<br />

das bereits <strong>ein</strong>e abschreckende Wirkung auf Einbrecher<br />

hat. Auch <strong>ein</strong> unbemerkter Einbruch wird bei ihnen schwierig. Die Anschaffungskosten<br />

<strong>für</strong> Kellerfenstergitter liegen in <strong>ein</strong>em überschaubaren<br />

Rahmen, sodass sie sich zur Nachrüstung sehr gut anbieten. Zu beachten<br />

dabei ist nur, dass <strong>ein</strong>e <strong>ein</strong>fache Montage in den Putz nicht ausreicht,<br />

da sich die Stäbe durchsägen lassen. Um das zu verhindern, sollte <strong>ein</strong><br />

spezielles <strong>Sicherheit</strong>sgitter verwendet werden, dessen Rohre im Innenleben<br />

über <strong>ein</strong>en sogenannten Rollstab verfügen.<br />

Bild: Wirus<br />

Abschließbarer Fenstergriff<br />

Ein abschließbarer Fenstergriff bietet <strong>ein</strong>en guten Schutz, ohne die Optik<br />

zu be<strong>ein</strong>flussen. Mit diesem speziellen Griff wird mehr Stabilität erzielt<br />

und <strong>ein</strong> sogenannter Glasdurchgriff verhindert. Einbrecher können dadurch<br />

den Griff nicht mehr so leicht abdrehen, abreißen oder umlegen,<br />

um durch das Fenster <strong>ein</strong>zusteigen. Gegen die gängigste Einbruchmethode,<br />

dem Aufhebeln von Fenstern mit <strong>ein</strong>em Schraubendreher sind<br />

abschließbare Fenstergriffe nicht ausreichend. Hier benötigen Sie nachrüstbare<br />

Fenstersicherungen.<br />

Bild: ABUS<br />

Teleskopstange/Panzerriegel<br />

Eine Teleskopstange ist <strong>ein</strong>e praktische und günstige Einbruchsicherung,<br />

die das Öffnen des Fensters verhindert. Durch zwei Verriegelungspunkte ist<br />

sie sehr widerstandsfähig gegen Angriffe. Montiert wird die Teleskopstange<br />

ausschließlich in der Mauerlaibung, das Fenster muss demnach nicht angebohrt<br />

werden – ideal <strong>für</strong> Mietwohnungen. Verriegelt bzw. geöffnet wird<br />

die Sicherung mit <strong>ein</strong>em Schlüssel. Wer auf <strong>ein</strong>e noch widerstandsfähigere<br />

Lösung zurückgreifen will, sollte sich <strong>ein</strong>en Fenster-Panzerriegel zulegen.<br />

All<strong>ein</strong> das Aussehen des massiven Riegels schreckt Einbrecher ab.<br />

Bild: ABUS<br />

Gitterrostsicherung<br />

Mit <strong>ein</strong>er Gitterrostsicherung kann wirksam verhindert werden, dass<br />

der Gitterrost angehoben wird, was <strong>ein</strong> Eindringen durch das Fenster<br />

unmöglich macht. Im Zuge der Gitterrostsicherung wird im Schacht <strong>ein</strong><br />

Halter verschraubt, der mit Kette und Lasche geöffnet wird. Pro Schacht<br />

sollten zwei bis vier Systeme <strong>ein</strong>kalkuliert werden und da man sowieso<br />

nur sehr selten an den Lichtschacht muss, stört <strong>ein</strong> abgeschlossener<br />

Rost weniger als <strong>ein</strong>e Fenstersicherung, die man vor und nach jedem<br />

Öffnen betätigen muss. Sind die Lichtschächte gut gesichert, kann man<br />

auf Einbruchschutz am Kellerfenster selbst verzichten.


Einbruchschutz<br />

Die Bestandteile <strong>ein</strong>es<br />

sicheren Fensters<br />

Die <strong>Sicherheit</strong>sbeschläge<br />

wie zum Beispiel Eckverriegelungen, Beschläge<br />

mit Pilzkopfverriegelung oder <strong>Sicherheit</strong>sschließbleche<br />

am Rahmen sollten aus hartem<br />

Stahl s<strong>ein</strong>. Der Pilzkopf krallt sich beim Schließen<br />

hinter das <strong>Sicherheit</strong>sschließblech.<br />

Der <strong>Sicherheit</strong>sgriff<br />

lässt sich im geschlossenem Zustand nicht<br />

betätigen, was <strong>ein</strong> Öffnen des Fensters bei<br />

zerstörtem Glas per durchgreifen unmöglich<br />

macht. Zusätzlich widersteht <strong>ein</strong> abschließbarer<br />

Griff <strong>ein</strong>er Kraft<strong>ein</strong>wirkung von 100 Nm.<br />

Der Anbohrschutz<br />

ist aus gehärtetem Stahlblech und wird hinter<br />

dem Getriebe fixiert, was das Durchbohren des<br />

Flügels von außen stark erschwert. Somit ist<br />

der Zugriff auf das Getriebe des Fensters mit<br />

Einbruchwerkzeug nicht möglich.<br />

<strong>Das</strong> <strong>Sicherheit</strong>sisolierglas<br />

oder auch Verbundsicherheitsglas (VSG) genannt,<br />

besteht aus <strong>ein</strong>zelnen Glasscheiben, die<br />

mit <strong>ein</strong>er zäh-elastischen, transparenten Folie<br />

verklebt werden. Durch diesen Aufbau kann<br />

k<strong>ein</strong>e Durchgreiföffnung geschaffen werden.<br />

Anders als gewöhnliches Glas zerbricht Verbundsicherheitsglas<br />

(VSG) nicht vollständig.<br />

Einbruchschutz<br />

an Fenstern<br />

Fenster, Balkon- und Terrassentüren sind die größten Schwachstellen im Haus. Einbrechern gelingt es in Sekunden, diese sogenannten Fenstertüren<br />

mit dem Schraubenzieher zu öffnen. Umlaufend <strong>ein</strong>bruchhemmende Fensterbeschläge, abschließbare Fenstergriffe mit Sperrmechanismen<br />

und <strong>Sicherheit</strong>sisolierglas hindern Täter effektiv am Eindringen. Wichtig bei allen Vorkehrungen ist, dass Fenster und Fenstertüren nach<br />

DIN EN 1627 geprüft und zertifiziert sind.


39<br />

Bild:Wirus<br />

Bild: Kneer<br />

<strong>Das</strong> richtige<br />

Fenster am<br />

richtigen Ort.<br />

Fenster und Fenstertüren werden in Widerstandsklassen<br />

(Resistance Class) von<br />

1 bis 6 <strong>ein</strong>geteilt. Für private Einfamilienhäuser<br />

reichen die Klassen RC 1 bis 3 in<br />

der Regel aus, die Klassen RC 4 bis RC<br />

6 sind insbesondere im gewerblichen Bereich<br />

sinnvoll.<br />

RC 1 N<br />

Für Fenster und schwer zugängliche Balkonfenstertüren<br />

im Obergeschoss, die<br />

von außen <strong>ein</strong>sehbar sind, wird mindestens<br />

<strong>ein</strong> Einbruchschutz der Widerstandsklasse<br />

RC 1 N empfohlen, sodass <strong>ein</strong><br />

Grundschutz gegen Einbruchversuche mit<br />

körperlicher Gewalt, wie Gegentreten, Gegenspringen<br />

oder Hochschieben besteht.<br />

RC 2 N<br />

Für Fenster und Türen, bei denen nicht<br />

mit <strong>ein</strong>em gezielten Angriff auf das Glas<br />

gerechnet werden muss, empfiehlt sich<br />

Widerstandsklasse RC 2 N. Mit dieser<br />

Klasse besteht <strong>ein</strong> Schutz gegen Gelegenheitstäter,<br />

die das Fenster mit <strong>ein</strong>fachen<br />

Werkzeugen wie Schraubendrehern oder<br />

Zangen aufbrechen wollen.<br />

ab RC 2<br />

Dazu zählen nicht <strong>ein</strong>sehbare Fenster im<br />

Erdgeschoss, Souterrain- und Kellerfenster<br />

sowie Haustüren. Für diese Widerstandsklassen<br />

besteht <strong>ein</strong> Schutz gegen Einwirkung<br />

von Werkzeugen, wie Schraubendrehern,<br />

Zangen, Keilen oder <strong>ein</strong>em Kuhfuß.<br />

Bild: Wirus<br />

Fast alle<br />

Einbrecher<br />

kommen durch<br />

Fenster, Balkonoder<br />

Terrassentüren.<br />

Schutz durch<br />

Rollläden<br />

Ein geschlossener Rollladen all<strong>ein</strong> ist bereits<br />

<strong>ein</strong>e Abschreckung. Denn er bedeutet <strong>ein</strong>e<br />

Barriere, die Zeit in Anspruch nimmt. Allerdings<br />

ist nicht jeder Rollladen auch wirklich<br />

<strong>ein</strong> Hindernis. Einfache Modelle lassen sich<br />

hochschieben, <strong>ein</strong>drücken oder aus den seitlichen<br />

Führungen ziehen. Einbruchhemmende<br />

Rollläden der Widerstandsklasse RC 2 bestehen<br />

aus mehreren Komponenten, die dies<br />

verhindern:<br />

» <strong>ein</strong> sehr stabiler Rollpanzer<br />

Der Panzer besteht im besten Fall aus<br />

Aluminium, Stahl oder Holz.<br />

» <strong>ein</strong>e Welle<br />

Diese Sperre verhindert das unerwünschte<br />

Hochschieben zuverlässig.<br />

» zwei Führungsschienen<br />

Sie verhindern, dass sich der Rollpanzer<br />

aushebeln lässt.<br />

Schutz durch richtige Steuerung<br />

Eine Automatisierung der Rollläden kann<br />

ebenfalls zum Einbruchschutz beitragen.<br />

Denn wenn sie sich durch <strong>ein</strong>e Zeitschaltuhr<br />

hoch- und runterfahren, simulieren sie die Anwesenheit<br />

der Bewohner, obwohl sie unterwegs<br />

sind.<br />

K<strong>ein</strong> Ersatz <strong>für</strong> sichere Fenster<br />

Der Rollladen ersetzt aber trotzdem nicht die<br />

<strong>ein</strong>bruchhemmenden Fenster, er dient lediglich<br />

der Unterstützung. In der Vergangenheit<br />

ereigneten sich viele Einbrüche tagsüber, weil<br />

Geräusche weniger auffallen.


Einbruchschutz<br />

Ausstattung<br />

<strong>ein</strong>bruchhemmender Haustüren<br />

Bild: Wirus<br />

Stahlschwenkriegel<br />

Stahlschwenkriegel senken sich aus<br />

dem Türflügel in den <strong>Sicherheit</strong>srahmen<br />

am Blendrahmen. Sie sind so robust,<br />

dass sie <strong>ein</strong> Aufhebeln der Tür unmöglich<br />

machen.<br />

Automatische Verriegelung<br />

Beim Schließen der Haustür wird die<br />

Verrieglung an allen wichtigen <strong>Sicherheit</strong>spunkten<br />

aktiviert.<br />

<strong>Sicherheit</strong>srosette<br />

Mit ihr kann der Profilzylinder nicht aufgebohrt<br />

werden.<br />

Bandseitensicherung<br />

Widerstandsfeste Sicherungsbolzen<br />

verzahnen Blendrahmen und Türflügel<br />

auf der Bandseite mit<strong>ein</strong>ander. Damit<br />

kann der Gehflügel nicht aufgehebelt<br />

werden.<br />

Türwächter<br />

Er ist in das Schließsystem integriert,<br />

sodass die Tür zunächst nur <strong>ein</strong>en<br />

Spaltbreit geöffnet werden kann. Erst<br />

die Entriegelung erlaubt die vollständige<br />

Öffnung.<br />

Intelligente Zutrittsysteme<br />

Diese Systeme sind nicht nur besonders<br />

praktisch, sondern auch sicherer als <strong>ein</strong><br />

Schlüssel, der verloren, gestohlen und<br />

gefälscht werden kann. Beispiele finden<br />

Sie auf der folgenden Seite.<br />

<strong>Sicherheit</strong><br />

bei Haustüren und Garagentoren<br />

Damit <strong>ein</strong>e Haustür dem Einbruchsversuch standhalten kann, müssen viele Komponenten auf<strong>ein</strong>ander abgestimmt s<strong>ein</strong>.<br />

Eine stabile Verbindung zwischen Haustür und Mauerwerk bildet die grundlegende Basis <strong>für</strong> <strong>ein</strong>e reibungslose Funktionalität.<br />

Einbruchhemmende Haustüren sind unter anderem mit <strong>ein</strong>er durchgehenden Schließleiste ausgestattet ebenso mit <strong>ein</strong>em<br />

Aufbohrschutz oder <strong>ein</strong>er Mehrfachverriegelung mit Schwenkriegeln. Diese massiven Haustüren sind so konstruiert, dass<br />

Rahmen, Zargen und Türblätter geschützt sind und die Tür nicht aufgehebelt werden kann. Wie hoch Widerstandsklasse<br />

und Einbruchhemmung der Haustür tatsächlich s<strong>ein</strong> sollen, ist <strong>ein</strong>e persönliche Entscheidung und hängt von verschiedenen<br />

Faktoren ab, wie Budget und <strong>Sicherheit</strong>sbedürfnis, auch die Lage des Hauses spielt dabei <strong>ein</strong>e wichtige Rolle.


41<br />

Einbruchsichere Garagentore<br />

<strong>Das</strong> Garagentor sollte grundsätzlich immer verriegelt<br />

s<strong>ein</strong>, k<strong>ein</strong>e Schwachstellen aufweisen und über<br />

<strong>ein</strong>e ausreichende Beplankung verfügen. Alte Tore<br />

auf den neusten Stand nachrüsten, kann zu <strong>ein</strong>em<br />

Problem werden. Da lohnt es sich oft, <strong>ein</strong> neues Tor<br />

<strong>ein</strong>zubauen, das mit entsprechender <strong>Sicherheit</strong>sausstattung<br />

in der Gesamtkonstruktion k<strong>ein</strong>erlei<br />

Schwachpunkte aufweist. Aufhebeln ist nicht möglich,<br />

weil die seitliche Zarge vollständig geschlossen<br />

ist. Bei elektrischen Torantrieben, die sich per Funk<br />

bedienen lassen, ist darauf zu achten, dass die<br />

Fernsteuerung sicher vor Code-Grabbing ist, wobei<br />

die Diebe den <strong>Sicherheit</strong>s-Code mit spezieller Software<br />

auslesen und kopieren. Je nach Garagentor<br />

und Art des Antriebes sorgen unterschiedliche Elemente<br />

<strong>für</strong> <strong>ein</strong>en guten Einbruchschutz:<br />

» Garagentore mit automatischem Torantrieb<br />

gelten als besonders sicher. Bei geschlossenem<br />

Tor sitzt die Verriegelung direkt in der<br />

Antriebsschiene, die über <strong>ein</strong>e mechanische<br />

Aufschiebesicherung verfügt, diese wird beim<br />

Schließen des Tores automatisch verriegelt,<br />

sodass das Tor nicht aufgehebelt werden kann.<br />

» Für manuell betriebene Tore ist die Schnäpperverriegelung<br />

die sicherste Variante. Dabei<br />

greift im geschlossenen Zustand des Tores<br />

<strong>ein</strong>e Scheibe um <strong>ein</strong>en massiven Stahlbolzen.<br />

» Drehfallen-Verriegelungen an Schwingtoren<br />

halten die Torblattdecken am Rahmen fest und<br />

schließen das Garagentor vollständig, sodass<br />

auch k<strong>ein</strong> Aufhebeln möglich ist.<br />

Die Widerstandsklasse<br />

Wie lange <strong>ein</strong>e Tür <strong>ein</strong>em Einbruch standhält,<br />

zeigen die Widerstandsklassen RC<br />

(engl.: Resistance classes). Die Klassen<br />

werden von RC 1N (geringer Widerstand)<br />

bis RC 6 (extrem hoher Widerstand) <strong>ein</strong>gestuft.<br />

Wichtig ist, geprüfte, zertifizierte<br />

Türen nach DIN EN 1627 und der höchsten<br />

Widerstandsklasse RC 3 <strong>für</strong> den privaten<br />

Bereich <strong>ein</strong>zubauen.<br />

KfW-<br />

Förderung <strong>für</strong><br />

Haustüren<br />

Für den perfekt Schutz bietet die KfW <strong>ein</strong><br />

Förderprogramm mit der Nr. 445-E „Altersgerecht<br />

Umbauen – Investitionszuschuss<br />

– Einbruchschutz.“ Ausschlaggebend <strong>für</strong><br />

die Förderung ist der UD-Wert von 1,3 W/<br />

(m²·K) oder geringer, die Erhöhung des<br />

Einbruchschutzes. Eine Förderung ist ab<br />

Widerstandsklasse RC 2 und <strong>ein</strong>er Investitionssumme<br />

von min. 2.000 € möglich.<br />

Bild: Hörmann<br />

Bild: Teckentrup<br />

Beleuchtung<br />

Die Außenbeleuchtung des Eingangsbereichs<br />

schafft nicht nur <strong>ein</strong> <strong>ein</strong>ladendes,<br />

gemütliches Ambiente, sondern sorgt<br />

gleichzeitig <strong>für</strong> <strong>Sicherheit</strong>. Da<strong>für</strong> eignet<br />

sich auch <strong>ein</strong> Bewegungsmelder, der Einbrecher<br />

abschreckt, weil sie sich nicht unbemerkt<br />

ans Haus anschleichen können.<br />

Eine Kombination mit <strong>ein</strong>er LED-Beleuchtung<br />

am Garagentor setzt die Gesamtarchitektur<br />

des Hauses stimmungsvoll in<br />

Szene und hält Unbefugte fern.<br />

Bild: Teckentrup<br />

Verbindungstür zum Haus<br />

Oft dringen Einbrecher in Garagen <strong>ein</strong>, um durch<br />

<strong>ein</strong>e Verbindungstür ins Wohnhaus zu gelangen<br />

– in der Regel ist dies <strong>ein</strong>e Brandschutztür. An<br />

ihr dürfen auch unter dem Gesichtspunkt der Einbruchhemmung<br />

k<strong>ein</strong>e Veränderungen vorgenommen<br />

werden. Mittlerweile bieten jedoch zahlreiche<br />

Hersteller sogenannte Multifunktionstüren an, die<br />

den Anforderungen an den Brandschutz und an die<br />

Einbruchhemmung erfüllen.


Einbruchschutz<br />

Schlösser<br />

und Schließanlagen<br />

Funkschalter<br />

Fingerscan<br />

Code<strong>ein</strong>gabe<br />

Bild: BURG-WÄCHTER<br />

Mit komfortablen Funksystemen lassen<br />

sich Haustüren ganz <strong>ein</strong>fach ohne<br />

Schlüssel öffnen. Dazu ist die Tür mit<br />

<strong>ein</strong>em speziellen Automatikschloss ausgestattet<br />

und kann mit <strong>ein</strong>em Funkschalter<br />

oder über <strong>ein</strong>e Smartphone-App bedient<br />

werden. <strong>Das</strong> System ist so sicher,<br />

dass das Signal nicht abgefangen oder<br />

kopiert werden kann. Vorteilhaft sind<br />

Funkschalter zudem bei modernen Garagentoren,<br />

sodass man beispielsweise bei<br />

strömendem Regen nicht mehr aus dem<br />

Auto aussteigen muss. Aber auch <strong>für</strong> Terrassentüren<br />

lohnt sich dieses System, da<br />

Sie beispielsweise beim Joggen den üblichen<br />

Hausschlüssel durch <strong>ein</strong>e kl<strong>ein</strong>e<br />

Funkfernbedienung ersetzen können.<br />

Besonders praktisch ist die Haustüröffnung<br />

per Fingerabdruck. Der Scanner<br />

ist entweder im Türblatt oder Türgriff <strong>ein</strong>gelassen<br />

und erkennt bis zu 100 Fingerabdrücke.<br />

Durch auflegen des Fingers<br />

entriegelt sich die Tür. Dieses System<br />

bietet mehrere Vorteile, der Schlüssel<br />

kann nicht verlorengehen oder unschöne<br />

Kratzer hinterlassen, und ermöglicht<br />

<strong>ein</strong>en komfortablen Zutritt. Allerdings<br />

sollten die Fingerabdrücke, gerade bei<br />

Kindern oder älteren Menschen, regelmäßig<br />

erneuert werden, da die Erkennung<br />

durch die Veränderung der Haut<br />

gestört werden könnte.<br />

Mit <strong>ein</strong>em Zahlencode können Haustüren<br />

und Garagentore schnell und <strong>ein</strong>fach<br />

geöffnet werden. Der da<strong>für</strong> benötigte<br />

Codetaster ist im Türblatt, Türgriff<br />

oder in der Wand integriert und kann<br />

von allen Bewohnern komfortabel mit<br />

<strong>ein</strong>em eigenen <strong>Sicherheit</strong>scode bedient<br />

werden. Vorteilhaft dabei ist auch, dass<br />

andere Personen <strong>ein</strong>en Zugang erhalten,<br />

wie beispielsweise Haushaltshilfen<br />

oder Babysitter.


43<br />

Moderne Gegensprechanlagen ermöglichen<br />

den perfekten Schutz, da man sehen<br />

kann, wer vor der Tür steht, bevor<br />

man sie öffnet. Gegensprechanlagen mit<br />

Infrarotsensoren erhöhen die <strong>Sicherheit</strong><br />

im Dunklen enorm. Ins Smart Home integrierte<br />

Anlagen bieten diese Funktion<br />

auch über Handy-Apps an – so kann<br />

man sogar im Urlaub sehen, wer an der<br />

Haustür klingelt.<br />

Video-<br />

Gegensprechanlage<br />

<strong>Sicherheit</strong>sschloss<br />

Automatische Torverriegelung<br />

Gegen Einbrecher schützen selbst zuverlässige<br />

Garagentore nicht, wenn die Verriegelung<br />

nicht ordnungsgemäß funktioniert – mit <strong>ein</strong>er<br />

automatischen Torverrieglung wird das Tor<br />

auch ohne Stromversorgung gesichert. Bei<br />

Schwing- und Sektionaltoren befindet sich<br />

die Verrieglung in der Antriebsschiene, die in<br />

den Anschlag der Führungsschiene <strong>ein</strong>rastet.<br />

Diese Verrieglung kann selbst durch Aufhebeln<br />

nicht geöffnet werden. Der Antrieb sowie<br />

das Tor und die Schiene bilden <strong>ein</strong>e kompakte<br />

Einheit. Zusätzliche Steuerungs<strong>ein</strong>heiten sind<br />

nicht nötig. Durch die Notentriegelung von innen<br />

lässt sich das Tor auch bei <strong>ein</strong>em Stromausfall<br />

öffnen.<br />

1<br />

Smart Home<br />

Moderne Smart-Home-Systeme ersetzen den<br />

klassischen Hausschlüssel und erhöhen dabei<br />

die <strong>Sicherheit</strong>. Dies gelingt durch smarte<br />

Schlösser, die <strong>ein</strong>fach per Bluetooth oder App<br />

gesteuert werden. Ist auf dem Handy Bluetooth<br />

aktiviert, entriegelt sich die Tür automatisch,<br />

ganz ohne Schlüsselkramen und Taschen abstellen.<br />

<strong>Das</strong> gilt auch <strong>für</strong> Freunde und Verwandte,<br />

denen man von überall auf der Welt das Haus<br />

freischalten kann. Per App können außerdem<br />

Garagen-Sektionaltore mit <strong>ein</strong>em oder mehreren<br />

Geräten gesteuert werden. Wem ist das<br />

nicht schon mal passiert, man sitzt abends auf<br />

dem Sofa und plötzlich fragt man sich, ob das<br />

Garagentor geschlossen ist. Mit Smart-Home-<br />

Systemen lässt sich das ganz <strong>ein</strong>fach über das<br />

Tablet checken und schließen.<br />

2<br />

Anders als bei normalen Schlössern<br />

können Einbrecher die Tür nur öffnen,<br />

wenn sie das Schloss vollständig zerstören.<br />

Damit <strong>ein</strong> <strong>Sicherheit</strong>sschloss <strong>für</strong> die<br />

Haustür als <strong>ein</strong>bruchhemmend gilt, muss<br />

es zwingend der Klasse 4 entsprechen.<br />

Die DIN-Norm 18251 unterteilt Einsteckschlösser<br />

in insgesamt fünf Klassen:<br />

» Klasse 1 - leichtes Innentürschloss<br />

» Klasse 2 - Innentürschloss<br />

» Klasse 3 - Objektschloss<br />

» Klasse 4 - Behördenschloss<br />

» Klasse 5 - erhöhte Einbruchhemmung<br />

Bild: ABUS<br />

Bild: ABUS<br />

3<br />

1<br />

2<br />

Batteriebetriebene, abschließbare Fenstergriffe<br />

an Terrassentüren lassen sich mittels Funk-<br />

Sender oder -Tastatur öffnen und schließen.<br />

Moderne Zugangssysteme, wie z. B. smarte<br />

Türschlösser sind nicht nur komfortabel, sie erhöhen<br />

sogar die <strong>Sicherheit</strong> in Ihrem <strong>Zuhause</strong>.<br />

3<br />

Die komfortable Fernsteuerung moderner<br />

Sektionaltore macht Sie unabhängig von den<br />

Launen des Alltags und Wetters.<br />

Bild: Hörmann


Einbruchschutz<br />

Technische Lösungen<br />

<strong>für</strong> <strong>ein</strong> <strong>geschütztes</strong> <strong>Zuhause</strong><br />

Nicht viel größer als <strong>ein</strong> WLAN-Router – die zentrale Funkstation der Alarmanlage.<br />

Sie regelt die Kommunikation der <strong>ein</strong>zelnen Komponenten und der Anwendungs-App auf<br />

Ihrem SmartPhone. Im Falle <strong>ein</strong>es Einbruchs schlägt die Station Alarm und sendet Ihnen<br />

parallel Push-Benachrichtigungen via App oder E-Mail.<br />

Bild: ABUS<br />

Alarmanlage. Trotz <strong>ein</strong>er Alarmanlage oder Überwachungskamera bietet Smart-Technologie<br />

zusätzlich <strong>ein</strong>e gute Präventivmaßnahme, um Einbrecher abzuschrecken. Eine App ermöglicht<br />

rund um die Uhr Zugriff auf das Videomaterial der Überwachungskamera. Außerdem hilft sie, auch<br />

von unterwegs Statusmeldungen der <strong>ein</strong>zelnen Geräte abzurufen. Wird <strong>ein</strong> Alarm ausgelöst, zeigt<br />

die App genau an, welcher Bereich betroffen ist. Die Kombination aus Alarmanlage und Smart<br />

Home bietet viele weitere Vorteile:<br />

» Sensible Bewegungssensoren, die Sirenen, Hundegebell oder Lichtquellen aktivieren<br />

» Falschalarmsicherheit und Sabotageschutz<br />

» Erfassen des Schließzustandes von Fenstern und Türen<br />

Magnetkontakte <strong>für</strong> Fenster<br />

Um das <strong>Zuhause</strong> noch sicherer zu machen, empfehlen sich Magnetkontakte, die an der Tür oder<br />

dem Fenster montiert werden. Sie übermitteln <strong>ein</strong>e direkte Benachrichtigung aufs Handy, wenn<br />

<strong>ein</strong> Fenster oder <strong>ein</strong>e Tür vergessen wurde zu schließen oder absichtlich geöffnet wurde. Einige<br />

Systeme bieten auch <strong>ein</strong>e intelligente Glühbirne, die rot zu blinken beginnt und damit vermittelt,<br />

dass der Eigentümer vor <strong>ein</strong>em Einbruch gewarnt wird.<br />

Bild: Smartwares


45<br />

Anwesenheitssimulation. Mit Smart Home lassen sich Lichter- und Rollläden<br />

nicht nur auf Knopfdruck aktivieren, sie täuschen mit programmierten Intervallen<br />

auch die Anwesenheit der Bewohner vor, wenn diese gerade im Urlaub sind. Dazu<br />

beleuchtet intelligente Technik zufallsgeneriert sogar den nächtlichen Gang zum Kühlschrank<br />

und fährt Rollläden dämmerungsabhängig herunter. Für die Installation müssen<br />

nicht <strong>ein</strong>mal Wände aufgestemmt werden, denn die meisten Geräte funktionieren per<br />

Funk oder über das heimische Internet. Es sind Rollladensysteme erhältlich, die Push-<br />

Meldungen per App senden, falls der Rollladen aufgrund <strong>ein</strong>es Hindernisses blockiert<br />

wird. So behalten Eigentümer die Lage immer im Blick, obwohl sie nicht zu Hause sind.<br />

Zeitschaltuhren<br />

Um Einbrecher fernzuhalten, kann man auch im Inneren des Haues <strong>ein</strong>iges tun. Wohnungen,<br />

die leer stehen, wirken oft besonders anziehend. Wer s<strong>ein</strong>e Anwesenheit nicht<br />

per Smart Home vortäuschen möchte, kann Zeitschaltuhren benutzen. Diese werden so<br />

programmiert, dass Licht zu <strong>ein</strong>em bestimmten Zeitpunkt an- oder ausgeht. Damit professionelle<br />

Einbrecher diese Täuschung jedoch nicht durchschauen, ist es sinnvoll, verschiedene<br />

Varianten <strong>ein</strong>zustellen.<br />

Bild: Smartwares<br />

<strong>Das</strong> <strong>Zuhause</strong><br />

immer im<br />

Blick!<br />

<br />

Mit <strong>ein</strong>er Über-<br />

wachungskamera<br />

– fest verkabelt<br />

<br />

oder als mobile<br />

<br />

Lösung – werden<br />

<br />

Hausbesitzer augenblicklich<br />

über <strong>ein</strong>en Einbruch informiert. Mit<br />

der Datenübertragung zum Monitor, Smartphone<br />

oder anderen Aufzeichnungsgeräten<br />

gelingt es, Situationen oder mögliche<br />

Bedrohungen richtig <strong>ein</strong>zuschätzen. Die<br />

Benachrichtigung erfolgt per Push-Nachricht.<br />

Kameras mit Nachtsichtfunktion erfassen<br />

Diebe und Einbrecher in der Dunkelheit<br />

perfekt. Sollte <strong>ein</strong> Einbruchsversuch<br />

allerdings erst später erkannt werden, helfen<br />

die Aufzeichnungen, das Geschehen<br />

nachzuvollziehen. Überwachungskameras<br />

werden in verschiedenen Größen und mit<br />

unterschiedlichen Features, wie Bewegungssensoren,<br />

Schwenk- und Neigefunktionen<br />

angeboten.<br />

Bild: Schellenberg<br />

Bewegungssensoren<br />

Eine simple und dennoch effektive Methode<br />

sind Bewegungsmelder. Sie sollten <strong>für</strong> mehr<br />

<strong>Sicherheit</strong> ums Haus und ganz besonders<br />

am Haupt<strong>ein</strong>gang installiert werden. Zu beachten<br />

dabei ist, dass sie mit <strong>ein</strong>er selektiven<br />

Alarmunterdrückung oder Tierimmunfunktion<br />

ausgestattet sind. Sie sollen zwar empfindlich<br />

reagieren, jedoch nicht jedes Mal anspringen,<br />

wenn jemand am Zaun vorbeigeht oder <strong>ein</strong>e<br />

Katze über das Grundstück läuft. <strong>Das</strong> würde<br />

den eigentlichen Sinn dahinter be<strong>ein</strong>trächtigen.<br />

Außerdem können Bewegungsmelder hervorragend<br />

im Innenraum zur Unfallverhütung beitragen.<br />

Der Melder erfasst Bewegungen oder<br />

Körpertemperaturen und reagiert darauf.<br />

Der Wunsch nach <strong>Sicherheit</strong> kollidiert in vielen<br />

Fällen jedoch mit dem Datenschutz. Um<br />

strafrechtliche Folgen zu vermeiden, sollte<br />

der Besucher z. B. mit Hilfe <strong>ein</strong>es Schilds<br />

auf die Videoüberwachung hingewiesen<br />

werden und die Reichweite der Kamera nur<br />

das eigene Grundstück <strong>ein</strong>schließen. Um<br />

sicher zu gehen, sollten Sie sich vor der<br />

Montage des gewünschten Produkts nach<br />

weiteren Richtlinien erkundigen.<br />

Bild: Hans Raum


<strong>Sicherheit</strong> im Alltag<br />

Normalerweise kennt man sich in s<strong>ein</strong>en<br />

eigenen vier Wänden bestens aus –<br />

dennoch passieren jedes Jahr viele Unfälle.<br />

Genaugenommen sind es fast drei Millionen<br />

Menschen, die in ihrem <strong>Zuhause</strong> verunglücken.<br />

<strong>Das</strong> geht aus den Angaben der Bundesanstalt<br />

<strong>für</strong> Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin<br />

hervor. Oftmals sind es gerade Stolperfallen,<br />

die dazu führen. Vom rutschigen Bodenbelag<br />

über schlecht beleuchtete Treppen bis<br />

hin zum quer durch den Raum gezogenen<br />

Stromkabel, lauern in <strong>ein</strong>em Haushalt zahlreiche<br />

solcher Stolperfallen. Wer bei der Auswahl<br />

des Bodens auf Rutschsicherheit achtet,<br />

minimiert dieses Unfallrisiko. Aber wichtig ist<br />

grundsätzlich auch <strong>ein</strong>e gute Ausleuchtung<br />

von Treppen, Fluren und Gehwegen oder<br />

Räumen. Bewegungsmelder beispielsweise<br />

helfen dabei, Bereiche wie Zugangswege<br />

zum Haus, Gänge sowie Treppen rechtzeitig<br />

auszuleuchten, wenn man sie betritt.<br />

Unfall-Hotspots<br />

im eigenen <strong>Zuhause</strong><br />

Größere Schäden verhindern<br />

<strong>Das</strong> Abendessen steht auf dem Herd und<br />

plötzlich klingelt der Nachbar mit <strong>ein</strong>em<br />

Anliegen. Schon hat man die Pfanne mit<br />

dem heißen Fett aus den Augen verloren.<br />

Mit modernen Feuerlöschersprays lassen<br />

sich Entstehungsbrände sowie kl<strong>ein</strong>ere<br />

Fettbrände schnell ersticken. Die Bedienung<br />

erfolgt intuitiv und wie bei <strong>ein</strong>er handelsüblichen<br />

Spraydose. Damit ungeübte<br />

Personen nicht selbst in Gefahr geraten<br />

verfügt das Spray über <strong>ein</strong>e Sprühweite<br />

von vier Metern. Darüber hinaus ist es<br />

leicht an Gewicht und kann deshalb überall<br />

dort platziert werden, wo Sie es stets<br />

griffbereit haben möchten. <strong>Das</strong> handliche<br />

Feuerlöscherspray eignet sich perfekt als<br />

kl<strong>ein</strong>er Haushaltshelfer um in brenzlichen<br />

Situationen schlimmeres zu verhindern.<br />

» Küche 32 %<br />

» Garten 24 %<br />

» Bad 8 %<br />

» Wohnzimmer 7 %<br />

» Treppe 6 %<br />

» Kinderzimmer 1,8 %<br />

Private<br />

Unfallversicherung<br />

Im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung,<br />

die Sie am Arbeitsplatz<br />

oder bei Wegeunfällen schützt, deckt<br />

die private Unfallversicherung auch<br />

Unfälle zu Hause und in der Freizeit<br />

ab. Neben den Folgekosten <strong>ein</strong>es Unfalls<br />

übernimmt die Versicherung auch<br />

die anfallenden Genesungskosten, wie<br />

Therapien oder spezielle Hilfsmittel. Je<br />

nach Umfang des Vertrags können Partner<br />

oder Kinder mit versichert werden.


47<br />

<strong>Sicherheit</strong><br />

im Alltag!<br />

Bild: ABUS


<strong>Sicherheit</strong> im Alltag<br />

Bild: Karibu<br />

Sicherer Halt<br />

wenn es drauf ankommt<br />

Kindersichere Spielgeräte<br />

Beim Kauf von Kinderspielgeräten sollten Sie neben<br />

der vorgeschlagenen Altersangabe auf bestimmte <strong>Sicherheit</strong>skriterien<br />

achten: Damit die Kl<strong>ein</strong>en sich beim<br />

Spielen nicht verletzen und ihre Fantasie frei entfalten<br />

können, muss das Spielgerät fest im Boden verankert<br />

s<strong>ein</strong>. <strong>Das</strong> Material spielt hierbei <strong>ein</strong>e wichtige Rolle.<br />

Holz eignet sich aufgrund s<strong>ein</strong>er natürlichen Eigenschaften<br />

gut. Jedoch müssen die Kanten abgerundet,<br />

und die Oberflächen so behandelt s<strong>ein</strong>, dass sich spielende<br />

Kinder k<strong>ein</strong>e Splitter <strong>ein</strong>reißen können. Anstriche<br />

– am besten auf Basis natürlicher Öle – müssen<br />

schadstofffrei, sowie nach DIN EN 71-3 speichel- und<br />

schweißecht s<strong>ein</strong>. Auf der sicheren Seite sind Sie in<br />

jedem Fall, wenn Sie sich <strong>für</strong> <strong>ein</strong> TÜV-zertifiziertes<br />

Produkt entscheiden. Alle gesetzlichen Vorgaben sind<br />

dann definitiv erfüllt.<br />

Bodentreppen. Wird Ihr Dachboden nur als Abstellraum<br />

genutzt, bietet sich <strong>ein</strong>e Bodentreppe aus Holz oder Metall<br />

an. Sie besteht aus dem Lukenkasten, dem Lukendeckel<br />

und der Leiter, wobei man bezüglich der Bauweise zwischen<br />

Falt- und Scherentreppen unterscheidet. In Brandschutzdecken<br />

sollten nur feuerhemmende Dachbodentreppen <strong>ein</strong>gebaut<br />

werden, da sie, wie die Decke, dem Feuer bis zu 90 Minuten<br />

Widerstand leisten. Um Stürze zu vermeiden empfiehlt<br />

sich die Montage <strong>ein</strong>es Handlaufs und <strong>ein</strong> Schutzgeländer.<br />

Die Tiefe der Stufen sollte 9 cm oder mehr betragen, um <strong>ein</strong><br />

Abrutschen beim Hinauf- oder Hinabsteigen vorzubeugen. Bei<br />

der Bestellung Ihrer Bodentreppe sollten Sie immer die Länge<br />

und Breite der Deckenöffnung, die Deckenstärke sowie die<br />

lichte Raumhöhe angeben. Nur so erhalten Sie die passende<br />

Treppe mit DIN-gerechtem Stufenabstand und, falls erforderlich,<br />

<strong>ein</strong>er Zusatzstufe am Austritt.<br />

Bild: Dolle<br />

Bild: Wellhöfer


49<br />

Rutschsichere Bodenbeläge<br />

Dadurch, dass viele Unfälle <strong>Zuhause</strong> die Folge von zu nassen, schmutzigen, fettigen oder glatten<br />

Böden sind, sollte neben Design unbedingt auf Rutschhemmung geachtet werden. Die Rutschsicherheitsklassen<br />

sind <strong>für</strong> Fliesen, die nur im Privatbereich angewendet werden, oft nicht angegeben,<br />

denn sie haben in der Regel nur im gewerblichen Bereich Gültigkeit. Dennoch sollten sie<br />

im privaten Bereich <strong>ein</strong> wichtiger Faktor s<strong>ein</strong>. Für Böden im Wohnbereich, ohne den sogenannten<br />

Barfuß-Nassbereich, reichen Fliesen der Gruppe R 9 aus. Diese sind bereits ausreichend rutschhemmend<br />

und an unglasiertem, mattem oder stumpf glasiertem St<strong>ein</strong>zeug zu erkennen.<br />

Rutschsicherheitsklassen<br />

Trittsichere Oberflächen sorgen <strong>für</strong> die optimale<br />

Unfallverhütung. Zur Beurteilung der<br />

<strong>Sicherheit</strong> sind Bodenbeläge <strong>für</strong> den Gewerbebereich<br />

in die Bewertungsgruppen R 9 bis<br />

R 13 <strong>ein</strong>geteilt:<br />

» R 9 - geringer Haftreibwert<br />

Anwendungsbereich: Privat<br />

Trittsicherheit: 3° bis 10° Neigung<br />

» R 10 - normaler Haftreibwert<br />

Anwendungsbereich: barrierefrei<br />

Trittsicherheit: 10° bis 19° Neigung<br />

» R 11 - erhöhter Haftreibwert<br />

Anwendungsbereich: Gewerbe<br />

Trittsicherheit: 19° bis 27° Neigung<br />

» R 12 - großer Haftreibwert<br />

Anwendungsbereich: Gewerbe<br />

Trittsicherheit: 27° bis 35° Neigung<br />

» R 13 - sehr großer Haftreibwert<br />

Anwendungsbereich: Gewerbe<br />

Trittsicherheit: über 35° Neigung<br />

Die gegebenenfalls beigefügten Buchstaben<br />

A, B und C geben Bewertungsgruppen <strong>für</strong><br />

den Barfuss-Nassbereich an:<br />

» A - trockene Böden<br />

» B - nasse Böden<br />

» C - Schwimmbäder<br />

Bild: Meissen<br />

Jetzt schon an morgen denken!<br />

Barrierefreiheit ist <strong>ein</strong> Begriff, der mit dem Altwerden<br />

verbunden wird. Allerdings profitieren<br />

auch Menschen mit temporären körperlichen<br />

Be<strong>ein</strong>trächtigungen oder Kinder von <strong>ein</strong>er barrierefreien<br />

Umgebung. Deshalb ist es sinnvoll,<br />

bereits in jungen Jahren an Barrierefreiheit zu<br />

denken. Treppen mit bequemen Steigungsverhältnissen<br />

und bodengleiche Türen sind <strong>ein</strong><br />

Anfang. Die Barrierefreiheit im Badezimmer<br />

hat sich in den letzten Jahren sogar zum Stilelement<br />

der modernen Architektur entwickelt.<br />

Mit fortschreitendem Alter lassen die Bewegungsfreiheit<br />

und der Gleichgewichtssinn immer<br />

mehr nach: Ein sicherer Halt und <strong>ein</strong> sicherer<br />

Tritt sind nun umso wichtiger, besonders<br />

beim Duschen und Baden. Formschöne Haltegriffe<br />

<strong>für</strong>s Bad, hochwertige Duschhocker oder<br />

Stütz- und Aufstehhilfen <strong>für</strong> die Toilette gewährleisten<br />

<strong>ein</strong> sicheres, altersgerechtes Bad. Sehr<br />

wichtig bei jeglicher Montage von Stützen oder<br />

Haltegriffen ist die Wahl des richtigen Dübels<br />

um <strong>ein</strong>e ausreichend hohe Belastbarkeit zu gewährleisten.<br />

Denn das kann unter Umständen<br />

lebenswichtig s<strong>ein</strong>.<br />

Bild: WENKO


<strong>Sicherheit</strong> im Alltag<br />

Beleuchtung<br />

und Sensorik<br />

Garagentore mit Lichtschranke<br />

Moderne Technik erleichtert viele Momente des Alltags.<br />

Dies betrifft auch Nebensächlichkeiten, wie<br />

zum Beispiel das tägliche Öffnen und Schließen<br />

des Garagentores. Der Vorgang erfolgt heute in der<br />

Regel automatisch per Torantrieb – ohne dass man<br />

dazu das Auto verlassen muss. Technik steckt auch<br />

in der dazugehörigen Lichtschranke. <strong>Das</strong> elektronisch-optische<br />

System erkennt die Unterbrechung<br />

<strong>ein</strong>es nicht sichtbaren Lichtstrahls. Dabei stoppt<br />

das Tor und wird wieder <strong>ein</strong> Stück nach oben gefahren,<br />

um <strong>ein</strong> Einquetschen unmöglich zu machen.<br />

Denn die größte Gefahrenquelle bei Garagentoren<br />

ist die Hauptschließkante. Die Lichtschranke sorgt<br />

da<strong>für</strong>, dass genau dieser Bereich abgesichert ist.<br />

Gerade dann, wenn sich beim Schließen spielende<br />

Kinder, Haustiere oder Gegenstände unter dem Tor<br />

befinden, ist dies elementar.<br />

Bild: Novoferm<br />

Bild: Ledvance<br />

Treppenbeleuchtung<br />

Schlecht beleuchtete Treppen sind sowohl drinnen<br />

als auch draußen <strong>ein</strong> hohes <strong>Sicherheit</strong>srisiko und<br />

sollten deshalb immer gut beleuchtet s<strong>ein</strong>. Batteriebetriebene<br />

Multifunktionsleuchten mit Bewegungssensoren<br />

lassen sich ganz <strong>ein</strong>fach mit Hilfe von<br />

Klebeband oder Schrauben montieren. Auch im Außenbereich.<br />

Der Tag-Nacht- und Bewegungssensor<br />

sorgt da<strong>für</strong>, dass das Licht nur dann angeht, wenn<br />

es gebraucht wird. Über <strong>ein</strong>en Schalter lassen sich<br />

die Spots An, Aus oder in den Automodus schalten.<br />

So können Sie sicher gehen, dass auch in der Eile<br />

k<strong>ein</strong>e Stufe übersehen wird.<br />

Außengestaltung ohne Risiko.<br />

Um Unfällen vorzubeugen, sollten Wege auf dem<br />

Grundstück immer gut ausgeleuchtet s<strong>ein</strong>. Dazu<br />

sollte darauf geachtet werden, dass die automatische<br />

Beleuchtung gerade nachts richtig <strong>ein</strong>gestellt<br />

ist und nicht blendet. Empfehlenswert sind hier<br />

Strahler und Leuchten mit Bewegungssensoren.<br />

Treppen und Eingänge müssen in der Dunkelheit<br />

klar ersichtlich s<strong>ein</strong>. Wege sollten zur optimalen<br />

Ausleuchtung nicht zu breit oder verwinkelt s<strong>ein</strong>.<br />

Generell eignen sich da<strong>für</strong> großformatige Plattenbeläge<br />

oder Pflaster. Mit wenigen und schmalen<br />

Fugen sowie <strong>ein</strong>em fachgerechten Aufbau können<br />

die durch Frost-Tauwechsel entstehenden<br />

Niveauunterschiede zwischen den Platten- oder<br />

Pflasterst<strong>ein</strong>en vermieden werden. Vorsicht geboten<br />

ist bei glatten Bodenbelägen, wie z. B.<br />

polierten Naturst<strong>ein</strong>fliesen. Die <strong>ein</strong>gesetzten Bodenfliesen<br />

sollten mindestens die Rutschhemmungsklasse<br />

R 10 oder R 12 aufweisen.<br />

Bild: EGLO


51<br />

Starke Marken <strong>für</strong> Ihr Bauvorhaben<br />

natürlich besser dämmen<br />

Impressum<br />

Herausgeber<br />

EUROBAUSTOFF Handelsgesellschaft<br />

mbH & Co. KG<br />

Auf dem Hohenst<strong>ein</strong> 2<br />

61231 Bad Nauheim<br />

Deutschland<br />

Tel.: +49 6032 805-0<br />

Fax: +49 6032 805-265<br />

www.eurobaustoff.com<br />

Konzeption/Gestaltung<br />

FULLHAUS GmbH<br />

Maxhüttenstraße 12<br />

93055 Regensburg<br />

www.fullhaus.de<br />

Druck<br />

PVA Druck und Medien-<br />

Dienstleistungen GmbH<br />

Industriestraße 15<br />

76829 Landau/Pfalz<br />

Garantie- und Haftungsausschlussklausel<br />

Die in diesem <strong>Magazin</strong> gezeigten Anwendungsbeispiele und Tipps<br />

sind Richtlinien, die auf üblichen Handwerkstechniken beruhen. Alle<br />

Angaben, auch produktbezogene Informationen, basieren auf Vorgaben<br />

der Hersteller. Der <strong>Magazin</strong>verfasser und s<strong>ein</strong>e an diesem Projekt<br />

beteiligten Subunternehmer schließen jegliche Gewährleistung<br />

<strong>für</strong> die im <strong>Magazin</strong> gemachten Angaben aus. Für die Verwendbarkeit<br />

von Produkten zu bestimmten Zwecken sowie <strong>für</strong> das Entstehen von<br />

Schäden oder das Auftreten von Mängeln durch die hier gemachten<br />

Angaben und Tipps wird ebenfalls k<strong>ein</strong>e Gewährleistung übernommen.<br />

Irrtümer, Druckfehler und technische Änderungen – soweit sie<br />

dem Fortschritt dienen – vorbehalten. Fotos und Abbildungen sind<br />

nicht farbverbindlich. Für Druck- und Bildfehler k<strong>ein</strong>e Haftung. Nachahmung<br />

und Nachdruck, auch auszugsweise, sind nicht gestattet.<br />

EUROBAUSTOFF bedankt sich bei allen Firmen, die zum Gelingen<br />

dieses <strong>Magazin</strong>s, insbesondere durch Verfügungstellung von Textund<br />

Bildmaterial, unterstützend beigetragen haben.<br />

Die auf den Seiten abgebildeten Zubehörteile sind Dekorationsgegenstände<br />

der verschiedenen Lieferanten. <strong>Das</strong> <strong>Magazin</strong> zeigt lediglich<br />

<strong>ein</strong>e Auswahl an Produkten.<br />

Bild: St<strong>ein</strong>el<br />

Stand: Oktober 2020

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