TRAVEL INSIDE 2020-460

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Der Stellenmarkt

der Reisebranche

www.traveltopjobs.ch

NR. 45/46 | 12. NOVEMBER 2020 | www.travelinside.ch

TOP DESTINATION STORIES

REPORT

Corona Die Pläne bremste des neuen ein gutes Chefs des

Jahr Garantiefonds aus – die Marco Zahlen Amos 3

TRAVEL MARKET

Cruise: MSC und Costa in

turbulenten Wassern 8

DESTINATION REPORT

China Indischer Ozean 10–11

Indischer Asien Ozean 13 12

TRAVEL TOP JOBS

Aktuelle

Jobangebote 14

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

Katz: «2021 werden wir über das

Thema Dachverband reden»

Reisebüro-

Gruppierungen

Max E. Katz, Präsident des Schweizer Reise-Verbands (SRV), über den Ablauf der

Generalversammlung und seine Erwartungen an die neuen Vorstandsmitglieder.

Max E. Katz: «2021 wird noch

nicht das Jahr sein, in dem wir

uns um Themen wie Nachhaltigkeit

kümmern.»

Die kommende Generalversammlung

des Schweizer Reise-Verbands (SRV) hat

eine historische Dimension. Nicht nur

wird sie schriftlich durchgeführt, sie

wird auch den Vorstand wesentlich

verändern. Erstmals werden nach der

Generalversammlung drei Frauen im

Führungsgremium des grössten Branchenverbands

sitzen, auch die Retailer

bekommen mehr Gewicht, und

schliesslich werden auch die fünf

grössten Unternehmen der Branche

wieder vertreten sein.

WIE PRÄSIDENT MAX E. KATZ mit dieser

stark erneuerten Equipe das kommende

Jahr angehen will, erklärt er im

Interview mit TRAVEL INSIDE: «2020

war das Jahr des Krisenmanagements,

2021 werden wir sicher mehr über

Strategien, Strukturen, Aufgaben

und Mittel reden» – auch über das viel

diskutierte Thema Dachverband. 2021

werde aber sicher noch nicht das Jahr

sein, in dem man zur Normalität zurückkehre.

CM / Interview Seiten 4 und 5

Die Reisebranche ist ausserordentlich

gefordert und die verschiedenen Reisebüro-Gruppierungen

müssen ihre

Mitglieder unterstützen, wo und wie

sie können. In solchen Zeiten zeigen

sich die Vorteile einer Vereinigung und

sei dies auch nur der Erfahrungs- und

Meinungsaustausch: Zusammenhalt

ist wichtig. Die Fahnenträger der

wichtigsten Gruppierungen erklären,

welche anderen Vorteile eine Mitgliedschaft

bei ihnen mit sich bringt, wo

der Schuh ihrer Mitglieder am meisten

drückt und wie sie die Aussichten für

die Branche generell beurteilen.

YS / Seiten 6 und 7

UMFRAGE

17 %

NEIN

83 %

Sollen die unabhängigen Retailer einen

weiteren Sitz im SRV-Vorstand erhalten?

JA

MEHR RETAILER IM SRV-VORSTAND

Eine klare Mehrheit plädierte in einer TI-Online-Umfrage Ende Oktober für einen

weiteren Retailer-Sitz im Vorstand des Schweizer Reise-Verbands (siehe Grafik).

Dem Wunsch wird entsprochen werden, mit der voraussichtlichen Wahl der Aktion-Mayday-Mitgründerin

Birgit Sleegers. Insgesamt wird der SRV-Vorstand um

einen Drittel erneuert, vier der elf Sitze werden von den Mitgliedern mit einer

schriftlichen Generalversammlung am 26. November neu besetzt.

TRAVEL INSIDE hat den zwei Kandidatinnen, Birgit Sleegers (Rhyner Travel) und

Jacqueline Ulrich (L’Esprit du Voyage SA), sowie den zwei Kandidaten Tim

Bachmann (Hotelplan Suisse) und Philipp von Czapiewski (TUI Suisse) je vier

Fragen gestellt. Seite 2

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Foto & Grafik: TRAVEL INSIDE

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TRAVEL MARKET

TRAVEL INSIDE

45/46 | 12. November 2020

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

«Das Pauschalreisegesetz überarbeiten»

TRAVEL INSIDE bietet hier einen Beitrag zur Meinungsbildung über die vier Kandidaturen für den SRV-Vorstand:

Den vier Kandidaten wurden vier Fragen gestellt.

TIM

BACHMANN

JACQUELINE

ULRICH

BIRGIT

SLEEGERS

PHILIPP VON

CZAPIEWSKI

CEO Hotelplan

Suisse

Co-Manager

L’Esprit du

Voyage SA

Geschäftsleiterin

Rhyner Travel

CEO TUI Suisse

Warum wollen Sie in

den SRV-Vorstand?

Als einer der grossen Schweizer

Reiseveranstalter ist es berechtigt,

dass wir im SRV-Vorstand

vertreten sind. Zudem

sind wir einer der grössten Ausbildner

und Zahler im Verband,

entsprechend sollten wir uns

auch einbringen dürfen. Der

SRV ist für die Branche sehr

wichtig. Ich bringe viel Erfahrung

und ein grosses Netzwerk

mit, das nützlich ist.

Meine Berufserfahrung und

Kompetenz als Unternehmerin

in der Reisebranche, sowie in

KMU-Organisation und -Kommunikation,

kann ein bedeutsamer

Mehrwert für den Vorstand

sein. Als «Bilingue» kann ich der

Binde strich zur Romandie sein,

da ich auf dem Röstigraben

wohne. Es würde mich freuen,

meine Dynamik, Neugierde und

Leidenschaft einzubringen.

Ich bin jung und mir liegt die

Reisebranche am Herzen. Ich

möchte etwas bewirken und die

Branche für die Zukunft prägen.

Mir ist es zudem ein Anliegen,

dass die Branche den Kräften

entsprechend im Vorstand abgebildet

ist.

Nach dem Start bei TUI Suisse

habe ich mich gefreut, dass der

SRV meine Nachfolge als

TUI-Vertreter im Verband begrüsst.

Ich möchte meine Perspektive

und mein Wissen aus

unserem Unternehmen einbringen.

Gleichzeitig freue ich mich

auf einen Branchen-Gesamtblick

und den Austausch mit

Branchenteilnehmern als Bereicherung

für die TUI Suisse.

Welche Schwerpunkte

werden Sie im

Vorstand setzen?

Obwohl ich seit Jahren in der

Reisebranche tätig bin, bin ich

ein unbeschriebenes Blatt, was

den SRV-Vorstand angeht. Das

ermöglicht mir, eine frische

Perspektive einzubringen. Zudem

sollten wir das Pauschalreisegesetz

anpacken und

überarbeiten. Gerade nach

Covid-19, ist das für alle in der

Branche ein wichtiges Thema.

Eine Struktur mit einer strategischen

Linie im Vorstand und

Prioritäten, die dringend erreicht

werden müssen: Das

Pauschalreisegesetz, die Ausund

Weiterbildung (für 2021

haben wir im Moment 75 %

weniger Lehrstellen und die

neue Reform 2022 steht vor der

Tür). Wir müssen uns Gedanken

machen über die Zukunft unserer

Branche. Die Reisewelt wird

sich verändern.

Die unabhängigen Reisebüros

der Deutschschweiz brauchen

eine weitere Stimme. Die «Kleinen»

haben eigene Anliegen,

und diese möchte ich vertreten.

Ich setze mich auch für die

Ausbildung ein, denn wir brauchen

in Zukunft gut ausgebildete

Fachleute. Ich möchte zudem

das Image der Reisebüros aufpolieren,

denn viele Leute haben

immer noch ein verstaubtes

Bild der Branche im Kopf.

Die Weiterentwicklung der Tourismusbranche

im Bereich Digitalisierung,

aber auch die Ausbildung

in unserer Branche sind

aus meiner Sicht wichtige Themen.

Zudem bin ich überzeugt,

dass wir als Branche gemeinsam

mehr erreichen als gegeneinander,

und möchte die gute

Zusammenarbeit sowie den inhaltlichen

Dialog zwischen den

unterschiedlichen Unternehmen

unterstützen.

Wie soll sich der SRV

über die Corona-Zeit

hinaus entwickeln?

Covid-19 zeigt: Es braucht eine

gewisse Reformation im SRV.

Wir müssen als Gesamtbranche

geschlossen gegen aussen auftreten

und uns nicht in Diskussionen

wie «Klein gegen Gross»

verlieren. Auch eine noch breitere

Abstützung unter Einbezug

von Interessengruppen wie

STAR, TPA, Fair oder Mayday

und eine entsprechende Aufstellung

im Vorstand sollte mittelfristig

ein Thema sein.

Unsere Branche braucht dringend

innovative Projekte, welche

sowohl die Stellung der

Reisebüros in der Wirtschaft

und ihren Mangel an Ressourcen,

die Digitalisierung, als

auch die Sensibilisierung der

Jung-Generation zur Nachhaltigkeit

thematisieren. Das ist

essentiell für unsere Zukunft.

Der SRV soll die Leaderfunktion

als Dachverband wahrnehmen

und als Flaggschiff gegenüber

allen Stakeholdern agieren. Unsere

Branche braucht eine einheitliche

Stimme, welche von

aussen als solche wahrgenommen

wird. Mit der Wahl aller

Kandidaten wird die Branche

ausgeglichen im Vorstand vertreten

sein und somit alle die

Chance haben, ihre Werte zukunftsgerichtet

einzubringen.

Ich habe den SRV bisher nur in

der Corona-Zeit mit Fokus auf

die Krise kennengelernt und

den offenen Austausch sehr geschätzt.

Für die Zukunft halte

ich eine gemeinsame und abgestimmte

Vertretung der Brancheninteressen

für sehr wichtig.

Eine Diskussion über die Weiterentwicklung

und mögliche

Rolle des SRV bei der Vertretung

der Gesamtbranche halte

ich für sinnvoll.

Was muss sich aus

Ihrer Sicht bei der

Verbandsarbeit

ändern?

Ich denke da zum einen an eine

Modernisierung in Bezug auf

technische Kommunikation.

Zum anderen sollte der SRV als

Dachverband der Outgoing-​

Branche gegenüber Politik,

Leistungsträgern und Öffentlichkeit

mit einer Stimme sprechen

und als brancheninterne

Plattform für einen regen Austausch

dienen.

Ich glaube sehr an die kollektive

Intelligenz und denke, dass

der SRV auch so mit dem Vorstand

arbeiten muss. Die Bereiche

Organisation, Kommunikation

und Teamleitung müssen

an die heutige Zeit angepasst

werden. Der SRV-Vorstand

muss sich intensiv für unsere

Branche, ihre Mitglieder und

deren Bedürfnisse einsetzen.

Der SRV muss mit der Zeit gehen,

agil sein, digitaler werden

und auch so kommunizieren. Es

gibt beispielsweise bei der Nutzung

von Social Media zur Information

an die Mitglieder

noch Verbesserungspotential.

Ausserdem finde ich es wichtig,

dass gerade in Krisenzeiten

eine Einheit innerhalb der Branche

gefunden und auch so gegen

aussen kommuniziert wird.

Die Verbandsarbeit vor Corona

kenne ich nicht und kann dies

noch nicht beurteilen. Für mich

waren der Austausch und die

Zusammenarbeit innerhalb des

SRV bislang angenehm und

konstruktiv. Als Grundlage für

jede gute Zusammenarbeit sollte

man sich stets weiterentwickeln

und offen sein für neue

Ideen. Dies habe ich in den vergangenen

Vorstandssitzungen

immer erlebt.

Zusammenstellung TRAVEL INSIDE

Fotos: zVg


TRAVEL INSIDE

45/46 | 12. November 2020 TOP STORIES

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CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

«Mache mir Gedanken über neue Angebote»

Marco Amos über seine Ziele und Ideen als neuer Geschäftsführer des Garantiefonds

der Schweizer Reisebranche.

Foto: TRAVEL INSIDE

Christian Maurer

Seit dem 1. September sind Sie Geschäftsführer

des Garantiefonds der

Schweizer Reisebranche. Überraschend,

die Stelle war nicht ausgeschrieben;

und dass Ihr Vorgänger Stefan

Spiess geht, war nicht bekannt. Wie

sind Sie zu diesem Job gekommen?

Ich bin angefragt worden, ob mich die

Stelle interessieren könnte. Die Prozedur

der Auswahl und die Art und

Weise meiner Anstellung liegt nicht in

meiner Kompetenz. Eine Findungskommission

hat meines Wissens einen

Vorschlag gemacht und der Stiftungsrat

hat dann entschieden.

Wurden Sie nicht von Ihrem früheren

Chef bei TUI, Martin Wittwer, direkt

angefragt? Er ist ja auch Vizepräsident

des Garantiefonds-Stiftungsrats.

Martin Wittwer war Teil dieser Findungskommission

und ich habe mit

ihm gesprochen. Wie auch mit André

Dosé, Daniel Bühlmann und Walter

Güntensperger.

Sie sind in der Branche bekannt als

Marketing-Mann, beim Garantiefonds

geht es um Zahlen und Betriebswirtschaft.

Was bringen Sie mit für die

Leitung des Fonds?

Vieles. Ins Marketing bin ich eher

reingerutscht. Ich habe viele Jahre in

der Reisebranche verbracht und hatte

diverse Managementaufgaben, bei

denen man finanzielle Zusammenhänge

verstehen muss. Ich kann Bilanzen

lesen, ich habe einen MBA in Betriebswirtschaft

an der Uni St. Gallen gemacht.

In meiner Zeit im Consulting

habe ich gelernt, Dinge schnell zu erfassen

und zu strukturieren. Und in

der Branche bin ich auch gut vernetzt

und in der Lage, die komplexe Problematik

des Garantiefonds sowohl unseren

Teilnehmern wie auch dem breiten

Publikum verständlich zu machen.

Den kommunikativen Aspekt dieses

Jobs darf man nicht unterschätzen.

Marco Amos will den

Garantiefonds der Zeit

anpassen: «Man muss

sich fragen, was man

ändern sollte.»

Was gibt es denn zu kommunizieren?

Zum Beispiel muss man auch innerhalb

der Branche immer wieder daran erinnern,

dass der Garantiefonds dem

Endkunden verpflichtet ist, nicht dem

Reisebüro. Wir schützen nicht das Lieferantenrisiko

eines Veranstalters oder

Vermittlers. Wenn aktuell ein Reisebüro

als Teil eines Packages einen Baustein

von der konkursiten STA verkauft hatte,

haftet es gegenüber seinem Kunden für

den STA-Teil, bekommt aber vom Garantiefonds

kein Geld für den STA-Ausfall.

Das Pauschalreisegesetz, auf dem

der Garantiefonds beruht, ist ein Konsumentenschutzgesetz.

Kann man sich als Reisebüro beim Garantiefonds

über die Bonität eines potenziellen

Lieferanten erkundigen?

Ich glaube, das würde den Rahmen

unserer Aufgaben sprengen und es

wäre wahrscheinlich auch rechtlich

nicht ganz einfach. Ob man mit einem

Rating vor dem STA-Konkurs hätte

«Wir überlegen, wie

wir mit den Zahlen

2020 umgehen.»

warnen können, halte ich für fraglich.

Wer hätte denn gedacht, dass Diethelm

Keller STA fallen lässt. Aber wenn das

gewünscht wäre, würden wir das als

zusätzliche Dienstleistung überlegen.

Wie sehen die Gebühren für 2021 aus?

Die Gebührensätze werden 2021 gleich

bleiben. Im Rahmen von Überlegungen

zum Gebührenmodell werden wir uns

die schon über 20 Jahre alten Definitionen

anschauen, wer ein Vermittler

und wer ein Veranstalter ist. STA etwa

hat sich selber als Vermittler gesehen

und auch als Vermittler bezahlt.

Wird das teurer oder günstiger?

Das kann ich so heute nicht sagen.

Aber sicher ist der Garantiefonds

heute eine der günstigsten Lösungen

für die Kundengeldabsicherung in

Europa.

Bald steht die jährliche Durchleuchtung

der Garantiefonds-Teilnehmer an.

Wie gehen Sie angesichts der ausserordentlichen

Zahlen von 2020 vor?

Wir überlegen uns, wie wir mit den

Zahlen 2020 umgehen sollen, und

werden unsere Teilnehmer in der

zweiten Novemberhälfte über das

Vorgehen bei den Bonitätsprüfungen

2021 informieren. Es wird Anpassungen

geben. Auf das Verhältnis von

Netto-Umlaufvermögen und Eigenkapitalquote

abzustützen, ist grundsätzlich

auch in schwierigen Zeiten richtig.

Weil wir aber überall weniger Umsatz

haben, braucht es vielleicht auch weniger

Garantien. Der potenzielle

Schaden ist sicher kleiner in Zeiten

ohne Buchungen. Andererseits steigt

in der jetzigen Zeit das Risiko, dass ein

Schaden eintritt.

Was müssen Sie anders machen als

Ihr Vorgänger, der nicht ganz freiwillig

den Platz räumte?

Ich kann nicht beurteilen, wie und

warum es zu dem Wechsel kam. Ein

Thema bei meinen Kennenlerngesprächen

war die Kommunikation mit den

Teilnehmern und der Öffentlichkeit.

Das ist dem Stiftungsrat sehr wichtig.

Und jetzt natürlich aktuell das Krisenmanagement

und dann die Entwicklung

des Garantiefonds in der Zukunft.

Der Garantiefonds beruht auf einem

Gesetz, das vor 25 Jahren geschrieben

wurde, und bietet Lösungen, die im

Markt von damals funktioniert hatten.

Jetzt muss man sich fragen, ob sie noch

zeitgemäss sind und was man verändern

sollte.

Viele Leute waren mit Ihrem Vorgänger

nicht ganz glücklich. Wie haben Sie

den Garantiefonds angetroffen?

Stefan Spiess wird bei seinen Mitarbeitern

eine Lücke hinterlassen. Ich hoffe,

dass ich sie füllen kann. Der Garantiefonds

selber funktioniert sehr effizient

und ist intern gut organisiert.

Verbessern und intensivieren kann

man, wie gesagt, die Kommunikation

gegen innen und aussen sowie das

Nachdenken darüber, was in den

letzten 20 Jahren mit der Reisebranche

passiert ist und welche Schlüsse der

Garantiefonds daraus ziehen soll, damit

er besser in die heutige Zeit passt.

Dazu gehört, wie das Pauschalreisegesetz

neu geschrieben werden soll.

Der Garantiefonds als Stiftung und die

Vorgaben des Pauschalreisegesetzes

lassen nicht viel Gestaltungsraum.

Das ist richtig, aber wir müssen uns

trotzdem weiterentwickeln. Die

Grundlage ist immer der Teilnehmervertrag

und das Pauschalreisegesetz.

Die Existenzberechtigung des Garantiefonds

und die Minimalanforderung

aus dem Gesetz ist, wie ich die Interessen

der Konsumenten schützen kann.

Wie wir das umsetzen, bezüglich Bonitätsprüfungen,

Gebühren, Dienstleistungsangeboten

wie die gesetzlich

nicht vorgeschriebene Delkredere-Absicherung

und die Finanzierung des

Ombudsmanns, ist nirgends festgelegt.

Welche neuen Angebote planen Sie?

Ich kann und will nichts Konkretes

versprechen, werde mir aber Gedanken

machen über neue Angebote. Wir

könnten etwa aus den Daten unserer

Teilnehmer systematisch anonymisierte

und konsolidierte Kennzahlen ziehen

und ihnen diese Marktdaten zur

Verfügung stellen. Das haben wir jetzt

gemacht, damit die Reisebranche mit

konkreten Zahlen in die Verhandlungen

über die Härtefallhilfen mit den

Kantonen gehen kann. Ich kann mir

vorstellen, dass wir als Garantiefonds

unsere Teilnehmer aufgrund dieser

Daten auch unternehmerisch beraten

könnten, wenn sie das wünschen.


4

MAX E. KATZ

TRAVEL INSIDE

45/46 | 12. November 2020

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

«2021 wird das Jahr werden, in dem wir

uns mit uns selber beschäftigen»

SRV-Präsident Max E. Katz über die neuen Vorstandskandidaturen, die Verbandsarbeit in der Corona-Krise

und wie der Schweizer Reise-Verband in die Zukunft gehen wird.

Christian Maurer

Drei Kandidaturen, zwei freie Sitze,

keine bekannten Rücktritte – so sah

die Ausgangslage für die Vorstandswahlen

an der Generalversammlung

bei Ablauf der Anmeldefrist für Traktanden

Mitte Oktober aus. Warum gab

es am 15. Oktober, einen Tag nach

Eingabeschluss für die SRV-Generalversammlung,

vom SRV keine Auskunft

auf die Frage, wer für den Vorstand

kandidiert und ob es Rücktritte

gibt?

Weil der Vorstand über die Anträge an

die Generalversammlung entscheidet

und wir erst am 27. Oktober eine Vorstandssitzung

hatten.

Max E. Katz über die

künftige Verbandslandschaft:

«Ich glaube nicht, dass wir

einen Verband über den

Verbänden machen sollten.»

Worüber musste denn entschieden

werden, die Art und Weise der Kommunikation?

Über die Kandidaten. Wer bleibt, wer

zurücktritt, wer zur Wiederwahl antritt

und wer zur Neuwahl vorgeschlagen

wird.

Soweit ich weiss, werden die Kandidaturen

für den Vorstand von den Mitgliedern

vorgeschlagen, oder?

Kandidaturen von Seiten der Mitglieder

ja. Aber es gibt selbstverständlich

auch Kandidaten, die vom Vorstand

angegangen werden.

Der SRV hätte kommunizieren können,

wer neu vorgeschlagen wurde.

Das war an diesem Tag noch nicht

opportun. Wir kommunizieren, sobald

wir wissen, was wir mit diesen Vorschlägen

machen, ob wir sie unterstützen

oder nicht. Dafür haben wir einen

ganz klaren Ablauf. Wir diskutieren

die Vorschläge, schauen, ob sie Sinn

machen oder nicht. Ich muss dazu mit

den Kandidaten reden. Dafür war ich

auch im Glarnerland und habe mit

Birgit Sleegers ein Gespräch geführt

als Basis für die Entscheidung im

Vorstand.

Ob jemand gewählt wird oder nicht,

obliegt den Mitgliedern an der Generalversammlung.

Selbstverständlich. Aber es ist ein

Vorstandsentscheid, wer unterstützt

wird. Und die Vorstandssitzung fand

eben am 27. Oktober statt. Anschliessend

haben wir ausnahmsweise

gleich mit einem Communiqué informiert.

Normalerweise verschicken wir

die Traktandenliste erst mit der Einladung

zur GV.

Lassen wir das mal so stehen. Wie

läuft nach der Absage der physischen

Versammlung die Generalversammlung

konkret ab?

Die Generalversammlung findet

schriftlich statt, nicht virtuell, wie

vermeldet wurde. Das heisst, die Einladungen

werden am 13. November

2020 verschickt und die Mitglieder

werden bis am 23. November 2020

schriftlich abstimmen können. Die

Resultate werden wir an einer Informationsveranstaltung

am 26. November

2020 mit einer Zoom-Konferenz

bekannt geben und wir werden in Ergänzung

des Geschäftsberichts über

einige Themen Bericht erstatten wie

an einer normalen Generalversammlung.

Normalerweise präsentieren sich die

Kandidatinnen und Kandidaten an der

GV, das können sie jetzt nicht. Wie

findet jetzt die Meinungsbildung statt?

Wie immer schon vor der GV. Wir

verschicken mit der Einladung zur GV

die Lebensläufe der Kandidaten und

einige sind ja auch in der Branche

schon sehr bekannt. Ich glaube nicht,

dass die Meinungsbildung zu einem

Kandidaten erst an der GV selber

stattfindet.

Rechnen Sie mit einer höheren Beteiligung

an der GV, weil man nirgends

hinreisen muss?

Ich hoffe, dass möglichst viele Mitglieder

ihre Stimme abgeben werden. Das

ist immer das Ziel eines demokratischen

Prozesses.

Wie schwierig war der Entscheid, die

GV nicht als Präsenzveranstaltung

abzuhalten?

Der Entscheid fiel uns sehr schwer. Wir

haben bis zum letzten Moment gewartet,

zuletzt war der Fall allerdings klar.

Aufgrund der behördlichen Vorgaben

war eine Präsenz-GV gar nicht mehr

möglich.

Es werden vier neue Mitglieder in den

Vorstand kommen, eine Erneuerung

um einen Drittel. Was wird sich in der

Vorstandsarbeit ändern?

Das weiss ich noch nicht, aber ich kann

mir vorstellen, dass sich mit der neuen

Zusammensetzung die Dynamik im

Vorstand verändern wird.

Was sind Ihre Erwartungen?

Es kommen zwei Neue von den Big

Three und ich gehe davon aus, dass sie

sich so aktiv und konstruktiv einbringen

werden wie ihre Vorgänger aus

diesen beiden Firmen. Der Retail-Bereich

wird mit zwei Damen gestärkt.

Man hat uns ja immer wieder vorgehalten,

der Retail sei untervertreten,

und dabei stets vergessen, dass auch

die drei Vorstandsmitglieder aus der

Romandie Retail-Vertreter sind. Wir

haben also künftig die drei ganz

Grossen, zwei Mittelgrosse, fünf Retailer

und – was noch nie der Fall war

im Vorstand des SRV – drei Damen. Wir

werden somit eine femininere und

auch jüngere Zusammensetzung haben

als in der Vergangenheit.

Foto: TRAVEL INSIDE


MAX E. KATZ 5

TRAVEL INSIDE

45/46 | 12. November 2020

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

Warum ist es nötig, Frauen im

Vorstand zu haben, es sollte doch

geschlechtsunabhängig um

Kompetenz gehen?

Wir werden sehr kompetente Frauen

im Vorstand haben. Auch wenn ich kein

Freund von Quoten bin: es ist an der

Zeit, dass wir mehr Frauen im Vorstand

haben in einer Branche mit einem

Frauenanteil von über 80 Prozent.

Wird sich mit der grösseren Retail-

Vertretung das latente Gefühl legen,

der SRV diene vor allem den Grossen?

Das wird sich zeigen. Wir haben immer

wieder versucht, mit Fakten die tatsächlichen

Verhältnisse aufzuzeigen.

Aber es gibt Leute, die sind nicht an

Fakten interessiert. Ob man diese

«umerziehen» kann, weiss ich nicht.

Der Vorwurf war ohnehin nie berechtigt.

Gerade auch wenn man die

Stimmenverhältnisse an der Generalversammlung

anschaut. Die meisten

Mitglieder haben eine Stimme, die

Grossen zwischen vier und sechs. Damit

haben diese keine zehn Prozent

der Stimmen.

Die Grossen haben aber weiterhin einen

quasi-permanenten Sitz im

Vorstand.

Aus meiner persönlichen Sicht ist das

auch sinnvoll. Sie haben nun einmal

grossen Anteil am Geschäft und sind

als Veranstalter auch wichtige Partner

der Retailer. Wenn man neue Ideen

umsetzen will, braucht man oft ihre

Zustimmung und Unterstützung. Ich

habe immer gesagt, dass ich die Entscheidungsträger

der fünf grössten

Unternehmen am Tisch haben will.

Nehmen wir die Ausbildung als Beispiel:

In den letzten drei Jahren boten

die Big Three durchschnittlich über 80

Prozent der Lehrstellen in der Branche

an, im letzten Jahr sogar 87 Prozent.

Und sie wollen auch in diesen schwierigen

Zeiten weiterhin Lehrstellen

anbieten, das ist gerade jetzt sehr positiv.

Ein ganz wichtiger Teil unserer

Vorstandsarbeit ist die Ausbildung des

Nachwuchses, wo wir in diesem und

im nächsten Jahr vor grossen Herausforderungen

stehen.

Warum haben sich die drei Grössten

der Branche bei den Gesprächen mit

dem Bund über Corona-Hilfen zurückgehalten?

Weil sie mit ihren grossen und starken

Mutterhäusern nicht den gleichen finanziellen

Bedarf hatten wie die KMU.

Es wäre wahrscheinlich nicht gut angekommen,

wenn Hotelplan, DER

Touristik oder TUI Bundesgeld verlangt

hätten. Sie haben uns bei unseren

Überlegungen unterstützt, drängten

sich aber nicht in den Vordergrund.

Unsere ganze Arbeit war und ist auf

die KMU ausgerichtet.

Wie hat sich die Vorstandsarbeit in der

Corona-Zeit verändert?

Sie ist selbstverständlich viel intensiver

geworden. Wir hatten sehr viele ausserordentliche

Telefonkonferenzen, in

unterschiedlichsten Zusammensetzungen

je nach Thema.

Welche Learnings aus der Krise gibt es

jetzt für den Vorstand?

Wie wir schon nach einer ersten Analyse

im August kommuniziert hatten,

hätten wir in der Kommunikation gewisse

Sachen besser machen können.

Unsere Kommunikation ist nicht so

angekommen, wie wir das gehofft

hatten. Wir waren in einer alten Welt,

es hätte eine neue Welt gebraucht. Seit

dem 6. Februar, als wir zum ersten Mal

Corona thematisierten, gingen über

hundert «Info aus erster Hand» an die

Mitglieder. Wir kommunizierten alles,

was wir kommunizieren konnten, allerdings

als Einwegkommunikation

wie immer. Dazu richteten wir auch

Hotlines ein, zu Rechtsfragen und

Martin Wittwer hatte sich für unternehmerische

Fragen zur Verfügung

gestellt, allerdings mit überraschend

kleiner Resonanz. Aber wenn die

Kommunikation als nicht gut empfunden

wird, dann war sie nicht gut:

«Perception is reality.»

Wo lag der Fehler?

Unser Fehler war, dass wir keine

Zweiwegkommunikation aufbauten.

Wir gaben zwar alle Informationen

weiter, es gab aber ein Bedürfnis, auch

direkt Fragen stellen zu können. Und

ich glaube, die Leute lesen heute weniger

und hören lieber zu. Das macht die

Aktion Mayday mit ihren Video-Calls

sehr gut und praxisnah. Damit war

abgedeckt, dass sich die Leute einbringen

können und sich gegenseitig Hilfe

zur Selbsthilfe geben. Ein Problem ist

«Es ist an der Zeit,

dass wir mehr Frauen

im Vorstand haben.»

auch, dass unsere Mitteilungen in

vielen Firmen irgendwo hängen bleiben,

aber nicht bei allen Mitarbeitern

landen und so der Eindruck entsteht,

wir würden nicht informieren.

Was erwartet den Vorstand im kommenden

Jahr 2021, geht es weiter mit

Corona-Bewältigung?

2020 war das Jahr des Krisenmanagements.

2021 werden wir sicher mehr

über Strategien, Strukturen, Aufgaben

und Mittel reden. Einerseits über den

SRV selber, andererseits über das schon

oft diskutierte Thema Dachverband.

Wir werden mit den anderen Verbänden

darüber reden, ob es eine Bereitschaft

zum Zusammengehen gibt, und

diskutieren, wie wir einen Verband mit

einer Sprache haben können, ob das

einen rechtlichen Rahmen braucht

oder ob eine permanente Task-Force

reicht. Damit wird sich eine Arbeitsgruppe

nächstes Jahr befassen.

«Wir sollten keinen

Verband über den

Verbänden machen.»

Ihre persönliche Meinung zu einem

Dachverband?

Ich glaube nicht, dass wir einen Verband

über den Verbänden machen

sollten. Das wäre rein kostenmässig

kaum machbar. Aber ein zu lösendes

Problem ist, dass die möglichen Partner

alles Hybridkonstrukte sind, die nicht

nur Verbandstätigkeiten haben und

von denen viele sagen, sie seien gar

keine Verbände, weil sie auch Kundengeldabsicherung,

Einkaufsgemeinschaft

oder IT-Support machen.

Stichwort Strukturen: In der Westschweiz

haben sich die kantonalen

Gruppierungen als sehr nützlich erwiesen

für den Kontakt mit den Kantonen,

die über Härtefall-Hilfen entscheiden.

War es ein Fehler, dass die regionalen

Gruppen in der Deutschschweiz 2007

abgeschafft wurden?

Regionalgruppen in der Deutschschweiz

wären jetzt sicher hilfreich.

Aber wir sollten jetzt nicht unter Corona-Bedingungen

zurück in die Vergangenheit

gehen. Die Westschweizer

Gruppierungen dienten in den vergangenen

Jahren vornehmlich der Kontaktpflege

innerhalb der Branche. In

der Deutschschweiz, wo ohnehin viele

Branchenanlässe stattfinden, hat

meines Wissens niemand die Regionalgruppen

vermisst.

Kommen 2021 auch wieder Themen

aufs Tapet, die dieses Jahr im Schatten

von Corona verschwunden sind?

Neben Corona sind ganz viele Dinge

verblasst – waren doch vor einem Jahr

noch Umwelt und Soziales mit Greta

Thunberg oder Overtourism ganz

grosse Themen. Das Thema Nachhaltigkeit

hat sicher gelitten, wird aber

post-Corona wieder ein Thema werden.

2021 wird indes noch nicht das Jahr

sein, in dem wir uns wieder grossmehrheitlich

um solche Themen kümmern

werden. Es wird das Jahr sein, in dem

wir uns mit uns selber beschäftigen

werden, sobald hoffentlich die Corona-Situation

dank Impfungen oder

Medikamenten besser ist, die Unterstützung

da ist und das Geschäft vielleicht

wieder anläuft.

Ist eine Imagekampagne für die Reisebüros

ein Thema für 2021?

Wie die Reisebranche in diesen Corona-Zeiten

unseren Kunden geholfen

hat, mit Repatriierungen, Umbuchungen

und Annullationen, hat schon sehr

viel positives Image gebracht. Jetzt

müssen wir schauen, dass wir dieses

Image bei den Konsumenten aufrechterhalten

können. Eine klassische

Werbekampagne kostet Geld, von dem

2021 nicht viel vorhanden sein wird.

Die Generalversammlung wird voraussichtlich

die Halbierung der Mitgliederbeiträge

fürs kommende Jahr beschliessen.

Wo wird der SRV sparen?

Wir haben einen Verlust budgetiert,

den wir aus unseren Reserven finanzieren.

Selbstverständlich sparen wir

an allen Ecken und Enden. Die Geschäftsstelle

macht Kurzarbeit, die

allerdings erst im dritten Anlauf genehmigt

wurde, und arbeitet noch mit

2,9 Stellen statt 4,2. Obwohl wir sehr

viel Arbeit haben und wir gerade in

diesen Zeiten unsere Dienstleistungen

aufrechterhalten müssen. Die Vorstandsmitglieder

der Big Five verzichten

auf ihre Entschädigungen und der

Präsident verzichtet auf einen Teil

seines Honorars. Mietzinserlass haben

wir leider nicht erhalten.

Unklarheit herrscht bei den Härtefall-​

Hilfen. Wann kommen die jetzt?

Das kann ich nicht sagen, das hängt

von den Kantonen ab, welche die

Härtefall-Hilfen zuerst bewilligen

müssen. Von Bundesseite her soll es

der 1. Dezember sein. Der Präsident

der kantonalen Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz

Christoph Brutschin

warnt aber, die Kantone

bräuchten zwei bis drei Monate länger,

weil sie teilweise noch kantonale

Parlamentsbeschlüsse für die Härtefall-Hilfen

benötigen. Es könne auch

sein, dass Reisebüros nicht in allen

Kantonen als Härtefall anerkannt

werden und Hilfe erhalten. Das Covid-19-Gesetz

sagt, die Kantone können

Hilfe leisten, sie müssen aber nicht.

Das ist für mich inakzeptabel, so

könnte der Sinn und Zweck des Härtefall-Gesetzes

gar nicht erfüllt werden.

Es würde zur absurden Situation

führen, dass Reisebüros im Januar

oder Februar in Konkurs gehen, die

im März Anspruch auf Härtefall-Hilfe

hätten. Zumal das Konkursrisiko ab

Januar steigt, weil der Rechtsstillstand

für Reisebüros mit dem Betreibungsstopp

Ende Jahr ausläuft.


6

TRAVEL MARKET

TRAVEL INSIDE

45/46 | 12. November 2020

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

«Eine Soforthilfe ist nun nicht nur fällig, sondern

Acht Gruppierungen äussern sich in der TRAVEL-INSIDE-Umfrage zur aktuellen Situation bei ihren Mitgliedern, z

SERGE

CHABBEY

APR

YVONNE

WALSER

GEORGY

FAIR

CLAUDE

LUTERBACHER

GAVG & AVG

Wie viele Reisebüros sind Stand heute in der Vereinigung, wie

sind diese momentan geöffnet und wie hoch ist der Anteil

Kurzarbeit?

APR vereinigt vier Unternehmen

(Lathion Voyages, Croisitour,

Charter Voyages und Vos Voyages)

mit insgesamt elf Reisebüros.

Diese sind momentan geschlossen,

können aber von

10 bis 12 Uhr und von 14 bis

16 Uhr telefonisch erreicht werden.

80–90 % des Personals

befinden sich in Kurzarbeit.

Nach unserem Wissensstand

sind alle Mitglieder in Kurzarbeit.

Viele KMUs, die auch als

Ein-Mann/Frau-Betrieb aufgestellt

sind, trifft es hart. Das

Gleiche gilt auch für Freelancer,

die selbständig Sozialleistungen

abgerechnet haben und mit

einer Einzelfirma, Kollektivgesellschaft

unterwegs sind.

Wir haben 32 Reisebüros der

Kategorie A, die im Kanton Genf

tätig sind. Die Gesamtzahl der

AVP-Agenturen beträgt zwölf

Verkaufsstellen in Genf und

eine im Kanton Waadt.

Welche Vorteile haben Ihre Mitglieder durch die Mitgliedschaft?

Unser Verband der Freiberufler

wurde gegründet, um bei ausgewählten

Dienstleistern bessere

Konditionen, d. h. auch

bessere Provisionen zu erhalten.

Aber in der gegenwärtigen

Krise dient die APR auch als

wichtige Grundlage für den

Austausch zwischen ihren Mitgliedern.

Der grosse Vorteil einer Mitgliedschaft

bei FAIR (Federation

of Active and Independent Retailers)

ist hauptsächlich die

freie Verfügbarkeit des ganzen

vorhandenen Reiseangebotes.

In wenigen Worten: Mitgliedschaft

im Verband der französischsprachigen

Unternehmen,

einschliesslich Rechtsberatung,

Kommunikation, gegebenenfalls

Unterstützung, Ausbildung

von Lehrlingen, Beziehungen zu

den Behörden.

Was sind die Hauptsorgen Ihrer Mitglieder im Moment und wie

kann die Gruppierung dabei helfen?

Die Branche ist zum Härtefall

erklärt worden. Unser Hauptanliegen

ist es also, rasch

finanz ielle Unterstützung von

den Kantonen zu erhalten. Wir

bleiben jedoch elf unabhängige

Stellen, und jede muss individuell

auf die einzelnen betroffenen

Kantone zugehen.

Einige planen bereits die Geschäftsaufgabe

und orientieren

sich beruflich neu. Wir versuchen

Anlaufstelle zu sein, um neue

Modelle, Zusammenführungen

herzustellen, um bestehende

Kundenstämme auch nach der

Krise wieder betreuen zu können

und damit wirtschaftliche Erfolge

wieder funktionieren.

Natürlich alles, was mit der

kantonalen oder eidgenössischen

Unterstützung in dieser

Zeit von Covid-19 zu tun hat.

Wenn der Schweizerische Reiseverband

seine Arbeit auf

Bundesebene gut gemacht hat,

so hat die GAVG und AVP sie

auch auf kantonaler Ebene

stark gemacht.

Welche Hauptanliegen haben Ihre Mitglieder im Corona-Zeitalter

an die Politik?

Kontakte für Hilfe werden auf

kantonaler Ebene und individuell

hergestellt. Die finanzielle

Unterstützung ist für die nahe

Zukunft unseres gesamten

Zweiges von entscheidender

Bedeutung. Es ist klar, dass die

APR in Kontakt mit allen ihren

Mitgliedern bleibt, um die Krise

gemeinsam zu bewältigen.

Wir fordern eine 100%-Entschädigung

für die uns entgangenen

Geschäfte. Diese sind

auch relativ einfach zu definieren.

Umsatz von 2018 oder

2019 (je nachdem, welches

besser war) und davon 12 %.

Dies ist der Schaden, der allen

Reiseanbietern total unverschuldet

entstanden ist.

Beihilfe zu erhalten, um die Fixkosten

(Mieten usw.) so weit

wie möglich zu senken und im

Jahr 2021 am Leben bleiben zu

können, während man auf eine

Erholung wartet.

Wie beurteilen Sie die Aussichten für die Reisebranche generell

und Ihrer Gruppierung im Einzelnen inskünftig?

Wenn die Krise vorbei ist, wird

es die Reisebüros weiterhin geben:

Kunden, die bei Buchungen

über das Internet auf

grosse Probleme gestossen

sind, werden noch mehr Unterstützung

und professionelle Beratung

benötigen. Aber die

Branche wird auch mit zahlreichen

Konkursen konfrontiert.

Generell gehen wir davon aus,

dass eine echte Erholung nicht

vor 2024 möglich ist und dass

Gruppierungen in Zukunft an

Schlagkraft gewinnen. Gegenseitiger

Nutzen zwischen Lieferanten

und Vertrieb ist wichtiger

denn je. Kostenersparnisse wie

zielgerechtere Katalogverteilung

nützen auch der Umwelt.

Wir hoffen, dass die Verbraucher

sich des wirklichen Mehrwerts

lokaler und stationärer

Agenturen bewusst werden. Die

Erholung wird früher oder später

kommen, und es ist notwendig,

für den Kundendienst bereit

zu sein.


TRAVEL MARKET 7

TRAVEL INSIDE

45/46 | 12. November 2020

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

notwendig!»

Ihr

Kommentar:

feedback@travelinside.ch

u den Aussichten und den Forderungen an die Politik.

MARTIN

REBER

LUC

VUILLEUMIER

SONJA

LABORDE

KURT

EBERHARD

STEPHAN

STALDER

IGUR

STAR

TPA

TTS

TWD

Die Öffnungszeiten sind sehr

reduziert, unterschiedlich zwischen

ca. 6 und 24 Stunden pro

Woche. Viele sind in Kurzarbeit,

meist zwischen 80 und 100 %.

Stand heute sind 299 Reisebüros

(Firmen ohne Filialen)

Mitglied bei STAR. Die durchschnittliche

Öffnungszeit liegt

bei 50 %, die Kurzarbeitsquote

bei 75 %.

Gesamtschweizerisch 126 Mitglieder.

Alle Büros öffnen vier

bis acht Stunden pro Tag. In den

kleinen Reisebüros gibt es keinen

Kurzarbeitsanteil, da sie

inhabe rgeführt sind. Bei denjenigen,

welche Mitarbeiter haben,

liegt der Anteil meistens

bei 85 bis 100 %.

Nach den jüngsten Schliessungen

sind es noch 53 Standorte.

Hier sind alle Filialbetriebe und

jene TO, die auch Direktverkauf

machen, eingeschlossen. Da es

sich um unterschiedliche Firmen

handelt, kann man keine

allgemeingültige Aussage über

Öffnungszeiten und Kurzarbeit

machen.

Zurzeit sind alle Büros erreichbar,

allerdings auf Minimalbetrieb

und teilweise nur telefonisch.

Einige Veranstalter sind

erst jetzt von Absagen/Umbuchungen

betroffen und haben

deshalb mehr Arbeit, da viele

(Fern-)Destinationen noch immer

nicht erreichbar sind. Der

Anteil Kurzarbeit ist über 80 %.

Abgesehen von den guten Verträgen

mit den TOs als potente

Gruppe, der kollegiale Austausch

mit Gleichgesinnten und

Informationen aus erster Hand

(langjährige wichtige Kontakte).

Ausserdem gegenseitige Unterstützung

jeglicher Art, enormer,

wichtiger Zusammenhalt in dieser

schwierigen Zeit.

Persönliches Login und Zugang

zu Produkten wie Sammelcode,

Betriebshaft, Swiss Travel

Secu rity etc. Ausserdem Hit-​

Counter, Job-Börse und Reiseangebote

auf star.ch hochladen.

Mit dem neusten Produkt Web­

Basic werden diese Produkte

auf der eigenen Website des

Reisebüros dargestellt.

Wir bieten nicht nur eine Kundengeldabsicherung

an, sondern

auch Abkommen mit Leistungsträgern,

Versicherungen

und eine (zurzeit nur französische)

CRM-Lösung. Diese Vorteile

ergeben in einem normalen

Geschäftsjahr eine höhere

sechsstellige Zahl, die nur unseren

Mitgliedern zugutekommt.

Die TTS sieht sich in erster Linie

als Einkaufsgemeinschaft. Die

kumulierten Umsätze werden in

die Verhandlungen eingebracht.

Daraus resultieren bessere

Konditionen für alle. Ansonsten

profitieren die Mitglieder von

gemeinsamen Marketingaktionen,

Schulungsangeboten,

Workshops etc.

Genau in solchen Zeiten zeigt

sich der Vorteil einer Vereinigung.

Die monetären Vorteile

sind gerne gesehen, der Erfahrungs-

und Meinungsaustausch

ist aber unbezahlbar. Wir haben

aktive, pragmatische, hoch professionelle

und innovative Mitglieder,

davon profitiert letztlich

jeder und jede Einzelne.

Wir sind nebst Schaustellern

und Eventorganisatoren die

Einzigen in der gesamten Wirtschaft,

die sich seit Monaten in

einem «De-facto-Shutdown»

mit NULL Einkommen befinden.

Die Sorgen der Branche sind

auch die unseren. Sich engagieren,

lokal an Politiker und

Behörden wenden.

Die Hauptsorgen sind die fehlenden

Entschädigungen für

Firmeninhaber, aber auch allgemeine

Existenz- und Zukunftssorgen.

Vielfach können wir unseren

Mitgliedern wertvolle

Tipps geben, manchmal hilft

auch einfach Zuhören.

Ihr Überleben. In den letzten

Monaten haben wir so viel Abhilfe

wie möglich geschaffen

mit Briefvorlagen, Arbeitsmethoden,

juristischen Auslegungen,

Zoomkonferenzen sowie

unserer GV, wo brisante Themen

diskutiert wurden. Und

selbstverständlich der persönliche

Kontakt.

Aktualitätsgetrieben ist dies

u. a. Überlebenssicherung des

eigenen Unternehmens. Hierzu

bieten wir zwar Hand an, aber

schlussendlich ist jede Firma

ein Sonderfall. Allgemein geht

es oft auch um altersbedingte

Nachfolgeregelung.

Es sind definitiv existenzielle

Sorgen, und diese werden

grös ser, je länger die Unsicherheit

über die Härtefallregelung

bleibt. Immerhin ist der Erwerbsersatz

jetzt ein kleines

Licht am Ende des Tunnels, es

sind auch vorwiegend die Firmeninhaber,

welche zurzeit

noch arbeiten.

Die Zahlungen für EO und Härtefälle

(Fixkostenzuschuss)

muss sofort erfolgen. Das Gerangel

zwischen Bund und Kantonen

muss sofort beendet

werden. Die Covid-Notkredite

müssen für den Bund à fonds

perdu abgebucht werden!

Schnelle und rückwirkende

Entschädigung für Firmeninhaber

Übernahme der Fixkosten von

03/20 bis 06/21 und/oder Tilgung

des Covid-Kredits. Zahlung

einer angemessenen Entschädigung

an Arbeitnehmer in

Arbeitgeberstellung. Dass die

Politik sich daran orientiert, was

in anderen Ländern längst Fakt

ist. Eine Soforthilfe ist nun nicht

nur fällig, sondern notwendig!

Diese wurden und werden laufend

manifestiert. Unsere Branche

braucht nicht in einem Jahr

Hilfe, sondern jetzt. Der schon

fast zynische Spruch «Hilfe

kommt» scheint ein leeres Versprechen

gewesen zu sein. Nun

scheint bei der Nothilfe etwas

Bewegung in die Sache zu

kommen.

Die schnelle Erkennung der

Situa tion und Umsetzung der

Massnahmen – genau, wie es

der SRV und andere Gruppierungen

aus der Tourismusbranche

in den obersten politischen

Gremien seit Beginn der Pandemie

fordern. Auch die Anpassung

des Pauschalreisegesetzes

ist überfällig!

Sobald man diesen Virus etwas

in den Griff kriegt, wird die Lust,

Ferien zu machen, zurückkehren.

Dann müssen wir bereit

sein. Wir sind Reiseprofis mit

grosser Erfahrung. Wir sind immer

aktuell und informiert. Ich

denke, das wird die Zukunft der

kleinen unabhängigen Reisebüros

stärken.

Die Aussichten für die Reisebranche

sind langfristig grundsätzlich

gut. Irgendwann wird

Corona erledigt sein und dann

wollen die Kunden wieder reisen.

Die Frage ist mehr, ob die

Reisebüros diesen Zeitpunkt

noch erleben werden.

Die Reisebranche kann sich erholen,

wenn die richtigen Hilfen

schnell eintreten und die Berner

Mühlen ein wenig schneller

drehen! Was die Aussichten für

unseren Verband anbelangt,

sind wir – aufgrund der persönlichen

Gespräche – verhalten

optimistisch.

Wenn man über längere Zeit

kein Licht am Tunnel sieht, wird

es immer schwieriger, Optimist

zu bleiben. Anderseits hat unsere

Branche schon mehrfach

bewiesen, wie resistent sie ist.

Es wird irgendwann wieder aufwärtsgehen.

Wohl nicht vor

Frühling 2021. Bis dahin gilt es

durchzuhalten.

Reisen muss allgemein wieder

einen Wert erhalten, Billigreisen

müssen weitgehend verschwinden.

Vergessen wir die Klimadiskussionen

nicht. Der TWD

wird an Bedeutung gewinnen,

evtl. können weitere Synergien

genutzt werden, falls eine genügend

grosse Anzahl Büros

weitermachen kann!

Zusammenstellung TRAVEL INSIDE

Fotos: zVg


8

TRAVEL INSIDE

45/46 | 12. November 2020

CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE + + + CORONA-KRISE

Beat Eichenberger

Fast zeitgleich haben die beiden grossen

Kreuzfahrt-Vermittler Kuoni Cruises

und Hotelplan diesen Herbst bekannt

gegeben, dass der Vertrieb von

Costa und MSC reduziert wird.

Bei Kuoni Cruises gilt dies auch für

Aida und TUI Cruises (sowie in der

Romandie für Croisieurope). Und

während bei Hotelplan diese Massnahme

nur für Drittreisebüros gilt, sind

bei Kuoni sowohl der Fremdvertrieb

wie die Filialen betroffen – an Endkunden

verkaufen aber beide TO diese

Marken weiterhin.

«Costa wie MSC sind in der Schweiz

sehr präsent und bieten individuelle

Betreuung aller Reisebüros durch die

eigenen Aussendienstmitarbeiter an»,

hält Oliver Hiltpold, Director Touroperating

Hotelplan & Migros Ferien, dazu

fest.

Ähnlich argumentiert Cornelia

Gemperle, General Manager Kuoni

Cruises: «Wir trauen hier dem Vertrieb

eine eigenständige, seriöse Beratung

mit Buchung zu.» Man konzentriere

sich deshalb in Zukunft auf die eigene

Stärke und Kompetenz in der Beratung

und im Verkauf von Nischenprodukten

und wolle dort den Vertrieb unterstützen,

wo das entsprechende Know-how

fehle. Und ja: «Wir haben uns zugunsten

von margenstärkeren Produkten

bewusst entschieden, einen gewissen

Umsatzrückgang in Kauf zu nehmen»,

sagt Gemperle. Der Buchungsweg für

die Volumenreedereien sei nun anders,

der Umsatz verbleibe jedoch im Vertrieb

und bei den Reedereien.

BEIDE VERANSTALTER UNTERSTREICHEN

zudem, dass der getroffene Entscheid

nichts mit dem «angedrohten» Direktinkasso

von MSC zu tun habe. «Diesen

Schritt haben wir schon vor der

MSC-Ankündigung beschlossen und

mit beiden Reedereien abgesprochen»,

TRAVEL MARKET

Weshalb fahren die TO MSC und Costa zurück?

CRUISES Kuoni Cruises und Hotelplan schränken die Vermittlung von Kreuzfahrten der beiden marktführenden

Reedereien massiv ein. TRAVEL INSIDE geht dieser Frage nach.

Cornelia Gemperle (Kuoni Cruises) und Oliver Hiltpold (Hotelplan).

sagt Hiltpold. Mit MSC sei man in Sachen

Direktinkasso noch in Verhandlung

und könne deshalb kein finales

Statement abgeben, aber: «Das Direktinkasso

an sich lehnen wir konsequent

ab.» Zum denkbaren Einfluss der

Margenentwicklung bei den Kreuzfahrten

für den Entscheid sagt Hiltpold:

«Bei günstigeren Angeboten ist zwar

die prozentuale Marge nicht viel

schlechter als bei teureren Reisen und

speziellen Schiffen, aber durch den

günstigen Verkaufspreis deutlich weniger

lukrativ, wenn dahinter ein

grosser Buchungsaufwand steht.»

ZUM DIREKTINKASSO-VORSTOSS von

MSC kann sich Cornelia Gemperle

vorstellen, dass dieser Schritt wohl

aufgrund der Corona-Situation wegen

drohender Insolvenzen und fehlendem

Inhouse-Cashflow rascher vorangetrieben

wurde. «Eine Umstellung auf Direktinkasso

bedeutet aber einiges an

technischer Umstellung. Und auf die

Reisebüros käme viel Aufklärungsarbeit

gegenüber den Kunden zu – und

dies wiederum ohne dafür entschädigt

zu werden», gibt die Kuoni-Cruises-Chefin

zu bedenken. Weiter müsste etwa

auch geklärt werden, wie Gutscheine

vom Kunden akzeptiert und verrechnet

würden, und auch das Handling von

Service-Honoraren wäre zu klären. «Am

Schluss weiss der Kunde nicht mehr,

wen er jetzt für welches Anliegen

kontaktieren muss», befürchtet Gemperle.

ABGESEHEN DER EINSCHRÄNKUNGEN bei

den vier betroffenen Volumenreedereien

ändert sich aber bei Kuoni nichts

im aktuellen Portfolio: «Bekannte

Reedereien wie Hapag-Lloyd Cruises,

Silversea, Cunard, Celebrity oder Oceania

sind nach wie vor Bestandteil

unseres Angebots an den Vertrieb», sagt

Cornelia Gemperle. Und mit dem Angebot

«Sailaway» für kleinere Jachten

und Segler sowie dem in diesem

Sommer lancierten privaten Jachtcharter

entspreche man dem aktuellen

Trend nach weniger Halligalli und

mehr familiärer Atmosphäre. Auch bei

Hotelplan bleibt das Portfolio grundsätzlich

unverändert: «Wir bieten mit

unserem erfahrenen und kompetenten

Experten-Team nach wie vor ein sehr

breites Angebot an Reedereien und

Schiffsreisen aller Art an», so Hiltpold.

DIE AKTUELLE CORONA-KRISE dürfte bei

beiden Veranstaltern, die zwischen

80 und 90 Prozent des Umsatzes

eingebüsst haben, die Überprüfung

des Geschäftsmodells beschleunigt

haben und sie hat auch organisatorisch

ihre Spuren hinterlassen. «Die

Cruise-Abteilung wurde ins Produktmanagement

von Hotelplan unter der

Leitung von Victoria Studer eingegliedert,

ist jedoch nach wie vor ein

eigenständiges Team mit eigener

Reservationsabteilung unter der Leitung

von Marco Strub», hält Hiltpold

dazu fest.

Er geht davon aus, dass sich das

Geschäft wohl erst im Jahr 2022 wieder

erholen wird, bis dahin könnte sich

aber die Kreuzfahrt in der sogenannten

«Bubble» als sichere Alternative profilieren.

«Wir glauben an das Geschäft,

halten den Ball momentan aber etwas

flach, sind jedoch jederzeit bereit

loszulegen, wenn wir sehen, dass sich

der Markt erholt», so der Hotelplan-Manager.

BEI KUONI CRUISES betrifft der von DER

Touristik Suisse angekündigte Stellenabbau

auch das Team von Kuoni Cruises.

Aber Cornelia Gemperle ist überzeugt:

«Cruises will be back. Die

Branche wird sich erholen und viele

werden wieder auf die Schiffe wollen.»

Dabei könnten Reedereien mit kleineren

Einheiten (und dadurch weniger

Passagieren) wieder rascher zu einer

guten Auslastung kommen, gibt sich

die Expertin optimistisch.

«ES IST KOMPLEX, JETZT KREUZFAHRTEN ZU VERKAUFEN»

Cornelia Gemperle, General Manager von Kuoni Cruises,

spricht Klartext: «Aktuell haben wir praktisch einen Stillstand.»

Zu Beginn der Krise habe man noch viele Kunden

auf das nächste Jahr umbuchen können, inzwischen

erschwere der holprige Neustart mit

Annullationen und Anpassungen die Planung: «Wir haben

Kunden, die teils mehr als einmal umgebucht wurden

und nun abwarten, bevor sie sich für eine neue Abfahrt

entscheiden.» Mit dem Restart in Europa habe man

zwar ab Sommer einige erfreuliche Buchungen u. a. für

Hapag-Lloyd Cruises oder Ponant gehabt, ab Herbst

auch kurzfristig für MSC und Costa. Die neuesten Entwicklungen

sorgen aber erneut für Unsicherheiten.

Gemperle: «Abreisen diesen Winter sehe ich mittlerweile

nicht mehr so realisierbar.» Viele Fahrten seien bis Ende

Jahr schon annulliert oder es sei noch ungewiss, wo die

Schiffe überhaupt zum Einsatz kommen. «Es ist wirklich

sehr komplex, jetzt Reisen zu verkaufen», fasst Gemperle

zusammen. Auch die Tatsache, dass die Kreuzfahrten

(inklusive Landgänge) derzeit mehrheitlich in der «Bubble»

stattfinden, sei eine Einschränkung, die nicht jedermann

in Kauf nehmen möchte. Vorausbuchungen für

2021 bis 2023 gebe es vor allem im Luxusbereich, die

in der Regel längerfristig gebucht werden. Gemperle:

«So gesehen bin ich einigermassen mit den aktuellen

Buchungen zufrieden.»


BE

Foto: zVg


TRAVEL INSIDE

45/46 | 12. November 2020 FOCUS

9

Engadiner Wintertraum

BAHNREISEN WELTWEIT

«Halt im Europa-Park»

Deutsche Bahn

verstärkt das Angebot

zu touristischen

Zielen.

Fotos: Railtour Suisse (1), zVg Europapark (2), Shutterstock.com/Mapics (3), Railtour/Shutterstock (4)

Railtour offeriert allen Kunden bei einer Abreise bis 20. Dezember 2020 ein Gratis-Upgrade in die 1. Klasse für die

Bernina-Strecke ab Chur. Die 1. Klasse bietet mehr Wohlbefinden und Beinfreiheit und macht die Reise und die Aussicht

mit den grossen Panoramafenstern perfekt. Der Bernina Express bietet eine eindrückliche Reise über die

höchste Bahntransversale der Alpen. Man erlebt eine Winterwunderwelt, hinauf zum Bernina-Massiv und hinab bis

zu den Palmen Italiens, und dazu das UNESCO-Weltkulturerbe Rhätische Bahn in der Landschaft Albula. Der Bernina

Express fährt den ganzen Winter über einmal täglich ab Chur bis nach Italien mit Übernachtung in Tirano. Auf

Wunsch kann der Aufenthalt im Engadin beliebig verlängert werden, wie zum Beispiel mit Übernachtung in Pontresina

oder St. Moritz. Railtour verfügt über ein grosses Sortiment an Alpenzügen und auch der Glacier Express verkehrt

ab 6. Dezember 2020 wieder täglich von St. Moritz nach Zermatt und umgekehrt.

TI

Mehr und schnellere Verbindungen

nach Mailand und München

Die Fahrt von Zürich nach München verkürzt sich auf vier Stunden.

Der Fahrplanwechsel am 13. Dezember

2020 steht im Zeichen

der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale

(NEAT), die nach

28 Jahren Bauzeit fertiggestellt

wird. Die Flachbahn durch die

Alpen ermöglicht neue Angebote

im nationalen und internationalen

Personenverkehr. Der

Fahrplan 2021 bringt schnellere,

häufigere und bequemere Verbindungen

nach Mailand und

München sowie zahlreiche

Verbesserungen für den Personenverkehr

in der ganzen

Schweiz. Die wichtigsten Angebotsverbesserungen

im internationalen

Personenverkehr und

im nationalen Fernverkehr im

Überblick:

MEHR UND SCHNELLERE VERBIN-

DUNGEN AUF DER NORD-SÜD-

ACHSE GOTTHARD

Mit der Inbetriebnahme des

Ceneri-Basistunnels und der

Fertigstellung der Bauarbeiten

am Zugersee-Ostufer sinkt die

Fahrzeit von Zürich nach Lugano

auf weniger als zwei Stunden,

die Fahrt von Zürich nach Mailand

dauert neu noch 3 Stunden

17 Minuten. Gleichzeitig wird

das Angebot ab Zürich nach

Mailand auf täglich zehn Direktverbindungen

ausgebaut.

Ab Basel gibt es neu fünf Direktverbindungen

pro Tag nach

Mailand, davon verkehren zwei

via Luzern–Gotthard–Chias so

und drei via Bern–Brig–Domodossola.

Der Fahrzeitgewinn

zwischen Basel SBB und Lugano

bei den Verbindungen zur vollen

Stunde beträgt gegenüber 2016

insgesamt 51 Minuten.

Im internationalen Personenverkehr

wird das Fahrplanangebot

auf der Strecke Zürich–

St. Gallen–München für die

Kunden mit neu sechs Zügen

pro Richtung täglich deutlich

ausgebaut. Dieses Angebot bedeutet

eine Verdoppelung der

Direktverbindungen und Sitzplätze

zwischen diesen beiden

Städten. Dank der neuen Züge

des Typs Astoro mit Neigetechnik

verkürzt sich die Fahrzeit

der EC-Verbindung Zürich–

München von heute ca. 4 Stunden

45 Minuten auf rund 4

Stunden.

TI

Im Rahmen des Fahrplanwechsels

2021 verstärkt die

Deutsche Bahn das Angebot

im Fernverkehr auf den

Hauptachsen. Auch touristische

Ziele, wie der Europa-Park,

werden berücksichtigt.

Am bisherigen Bahnhalt

der Gemeinde Ringsheim

halten ab dem 13. Dezember

2020 zweimal täglich Fernverkehrszüge

und bieten so

Gästen aus der Schweiz eine

attraktive Alternative zur

Anreise mit dem eigenen

Auto. Ende 2021 erfolgt die

Umbenennung des Bahnhalts

Ringsheim in «Ringsheim/Europa-Park».

Von zahlreichen Bahnhöfen

in der Schweiz geht es

jetzt mit SBB/Railaway direkt

an den Bahnhof Ringsheim/Europa-Park.

Im Ticket

inbegriffen ist die Busfahrt

direkt zum Eingang des

Europa-Park und Rulantica.

Von Zürich oder Bern zum

Europa-Park dauert es

künftig gut zwei Stunden.

DER EUROCITYEXPRESS

Frankfurt–Mailand hält ab

dem 13. Dezember 2020

täglich in Ringsheim. Mit

den direkten Zustiegsmöglichkeiten

in Brig, Visp,

Spiez, Thun, Bern, Olten und

Basel SBB ist die Zugsanreise

in den Europa-Park, Rulantica

und Yullbe in Rust/

Ringsheim aus der ganzen

Schweiz bequem. Eine

Rückfahrtmöglichkeit gibt

es ebenfalls täglich. TI

RAILTOUR BAUT HOTEL-

ANGEBOT MARKANT AUS

Der Fokus des Ausbaus liegt speziell auf Österreich. Mehr

Unterkünfte gibt es aber auch in anderen europäischen Ländern

und der Schweiz. Im Dynamic Travelshop von Railtour-

Frantour sind ab sofort weitere 1500 Hotels in Österreich und

insgesamt rund 5000 weitere Hotels in Europa mit Schwerpunkt

DACH-Raum verfügbar. Möglich mache dies die neue

Anbindung zu Eurotours. Für Reisebüros ergeben sich viele

Vorteile, welche auch der aktuellen Trendentwicklung mit

den Reisebeschränkungen entspricht. Kurzfristig ist Österreich

zumindest in den angrenzenden Regionen noch bereisbar

und ideal für ein Wellnessweekend oder Winterferien.

Und langfristig bleibt Österreich ein wichtiger Markt. Mit dem

Ausbau des Hotelcontent sind nun auch kleinere Destinationen

in den Alpen im Travelshop verfügbar. Da im Dynamic

Travelshop im Sommer bereits die österreichischen Bahnen

integriert wurden, sind auch Bahn- und Hotel-Buchungen

ideal möglich. Der Ausbau betrifft aber auch die Schweiz,

Deutschland und weitere Länder.

TI

Kitzbühel in Österreich ist

ein beliebtes Ziel.


10

DESTINATION REPORT

INDISCHER OZEAN

TRAVEL INSIDE

45/46 | 12. November 2020

Trauminseln im Indischen Ozean

Rund hundert Inseln gehören zur Gruppe der Seychellen, die wie kaum ein anderes Inselreich

weltweit bekannt wurden, weil sie so exklusiv und natürlich zugleich sind. Mahé ist die

auf den ganzen Archipel bezogen vergleichsweise unattraktive Hauptinsel, aber das Tor zu

jedem weiteren Eiland. Aldabra ist sicherlich die exotischste, Frégate die teuerste und La Digue

die hübscheste der Seychellen-Inseln. Höhepunkte auf La Digue sind die Anse Source

D’Argent mit den wohl schönsten Granitformationen hinter weissen Sandbuchten weltweit,

aber auch Grand und Petite Anse sowie die einsam gelegene Anse Cocos überzeugen. Ausserdem

beim Island Hopping einen Abstecher wert: Praslin, ebenfalls mit Granitsteinstränden

gesegnet und Heimat der wohlgeformten Coco de Mer. Desroches, die etwas abgelegene,

sehr luxuriöse und paradiesisch-schöne «Four Seasons»-Insel. Silhouette, das schroffe

Eiland unter all den Strandschönheiten, und Bird Island, die Insel der Vögel. Zu den Seychellen

gehören Hunderte von Inseln, eine schöner als die andere.

Size Matters – Die grössten Wasservillen der Welt

Soneva Fushi auf den Malediven präsentieren

ultimativen Wohn-Luxus über

Wasser.

Mit einer Fläche von 584 Quadratmetern bei einem

Schlafzimmer und 857 Quadratmetern bei zwei

Schlafzimmern sind die Water Retreats auf Soneva

Fushi die grössten Überwasservillen der Welt. Sie

bieten wahlweise Sonnenaufgangs- oder Sonnenuntergangsblick

und verfügen über ein grosses Al-

Fresco-Deck mit gepolsterten Sonnenliegen, einem

versenkten Sitzbereich und Katamaran-Netzen direkt

über dem Wasser. Gäste haben die Wahl zwischen

dem Schwimmen im Meer oder im privaten Pool,

während eine geschwungene 19-Meter-Rutsche vom

oberen Stockwerk aus in die Wellen taucht.

BEIDE VILLENTYPEN VERFÜGEN ÜBER ein geräumiges

Obergeschoss mit einem Speisesaal. Vom Boden bis

Soneva Fushi –

Villa über Wasser.

zur Decke reichende Fenster durchfluten den geräumigen

Ess- und Wohnbereich mit natürlichem Licht.

Flankiert von einem eigenen Badezimmer, einem

Ankleidezimmer und einem Kinderschlafbereich

verfügt die Hauptschlafzimmer-Suite über ein

Kingsize-Bett. «Wir sind sehr stolz darauf, diese

aufregende neue Phase für Soneva Fushi anzukündigen»,

sagt Sonu Shivdasani, CEO und Gründer von

Soneva. «Als wir Soneva Fushi 1995 ins Leben riefen,

haben wir den Tourismus auf den Malediven mit

unserer einzigartigen Vision neu definiert und den

Weg für das Konzept des nachhaltigen Luxus geebnet.

Nach 25 Jahren an der Spitze des globalen Luxustourismussektors

und als Bucketlist-Destination auf den

Malediven wollen wir uns immer mit unseren Gästen

weiterentwickeln. Auch mit den neuen Water-Retreat-Villen,

die unser Angebot erweitern werden,

bleiben wir der geliebten Philosophie und dem

entspannten Ethos von Soneva Fushi immer treu.

DURCH SIE HABEN UNSERE GÄSTE die luxuriöse Qual

der Wahl, ob sie am liebsten inmitten des tiefen

Grüns des Dschungels nur wenige Schritte vom

Strand entfernt wohnen oder mit Panoramablick auf

den Ozean aufwachen wollen.»

YS

THE LUX COLLECTIVE UND MARK READ HELFEN TIERWELT VON MAURITIUS

The Lux Collective, einer der grössten

Hotelbetreiber im Indischen Ozean, hat

sich mit dem preisgekrönten britischen

Fotografen Mark Read und der Mauritian

Wildlife Foundation zusammengetan, um

durch den Verkauf von Fotoabzügen

Spenden für die von der Ölpest bedrohte

endemische Tierwelt von Mauritius zu

sammeln. Vor ein paar Monaten havarierte

ein Frachter vor der Küste der

Insel. Einige Naturreservate und die

dortige Fauna und Flora sind von der

Umweltkatastrophe stark betroffen.

«Unsere schöne, Covid-freie Insel Mauritius

hat einen Schlag erlitten. Die Ölkatastrophe

ist weder in der Nähe noch hat

sie direkte Auswirkungen auf unsere Resorts,

aber wir sind zutiefst besorgt über

die Folgen, die sie für die Tierwelt, die

Ökosysteme und die Lebensgrundlagen

der Communities haben wird, die von

der biologischen Vielfalt der Meere und

Küsten abhängig sind. Wir rufen alle

Freunde von Mauritius auf, gemeinsam

etwas gegen diese Katastrophe zu tun.

Zusammen mit Mark Read, einem

Freund von LUX* Resorts & Hotels, und

renommierten Fotografen bitten wir Sie

um Ihre Unterstützung», betont Julian

Hagger, Executive Vice President von The

Lux Collective.


YS

Fotos: Shutterstock.com/beboy (1)/Jan Bures (2), Soneva Fushi (3)


TRAVEL INSIDE

45/46 | 12. November 2020 DESTINATION REPORT

11

Aldabra-Kadabra: Zauber auf den Seychellen

Es gibt viele schöne und auch

beeindruckende Inseln im

Indischen Ozean, aber keine

Insel ist so einzigartig wie das

Aldabra-Atoll.

Obwohl es mit einem Umfang von

100 Kilometern das grösste zusammenhängende

Atoll der Welt ist und die

grösste Schildkröten-Population der

Erde beheimatet, kennt kaum jemand

das UNESCO-Weltnaturerbe Aldabra.

Die Gruppe von Atollen gehört zu den

Seychellen und sie liegen mit 1150 Kilometern

am weitesten von der

Hauptinsel Mahé entfernt. Aldabra

setzt sich aus vier grossen Inseln, Grand

Terre, Malabar, Picard und Polymnie,

sowie vielen kleinen Inseln zusammen.

NUR WENIGE NATURWISSENSCHAFTLER

wohnen dauerhaft auf dem Aldabra-

Atoll, Touristen dürfen die Insel der

Naturwunder nur für einen Tagesausflug

und dann auch nur unter sehr

strengen Auflagen besuchen. Ihren

Namen hat die Inselgruppe von arabischen

Seefahrern bekommen, denn sie

tauften das Atoll al Chadra, was so viel

wie die grüne Insel heisst. Vermutlich

gab es das Atoll schon vor 125 000 Jahren

in seiner jetzigen Form, und das

Fundament, auf dem das Aldabra-Atoll

steht, ist ein Vulkan in einem Kilometer

Tiefe, der vor Millionen von Jahren

nach einem Ausbruch im Meer versunken

ist. Weltberühmt wurde das

Aldabra-Atoll durch seine auf der Welt

einzigartige Tierwelt, wobei besonders

INDISCHER OZEAN

Schildkröten haben auf den Atollen einen Platz gefunden, wo sie nicht nur leben können, sondern

auch geschützt sind.

die Schildkröten im Vordergrund stehen.

Sie haben auf den Atollen einen

Platz gefunden, wo sie leben können

und so geschützt sind.

DIE SELTENEN CHAMPIGNON-KORALLEN

kommen ebenfalls nur auf dem

Aldabra-Atoll vor, und wenn man die

dichten Mangrovenwälder auf Grand

Terre und Malabar besucht, dann versteht

man, warum die Inseln zu den

Naturwundern der Seychellen gehören.

Es gibt acht verschiedene Mangroven,

die auf den Inseln heimisch sind,

und sie bilden den natürlichen Lebensraum

für viele seltene Vögel. Flamingos

gehören ebenso dazu, wie auch Fregattvögel,

Reiher, Tölpel, Weisskehlrallen

und Nektar-Vögel. Auch unter Wasser

ist das Aldabra-Atoll ein Naturparadies,

denn es gibt unter anderem Schwarzspitzenhaie,

Delfine, Wale und die

seltenen Gabelschwanz-Seekühe. Dieses

Atoll ist eines der grössten der Welt

und wird oft als lebendes naturhistorisches

Museum bezeichnet.

ALDABRA IST BIS AUF WENIGE MEN-

SCHEN, die zum Schutz des Atolls dort

leben, unbewohnt. Es ist jedoch möglich,

von Kreuzfahrtschiffen aus Tagesausflüge

zu unternehmen. Die

Anreise für längere Trips ist ausschliesslich

über Mahé möglich. Von

da geht es weiter nach Assumption. Die

nächste Reise mit dem Segelschiff «Sea

Star» (max. 14 Gäste) ist im Mai 21 geplant

und kostet ab rund 12 000 Franken

pro Person.

YS

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12

DESTINATION REPORT

ASIEN

TRAVEL INSIDE

45/46 | 12. November 2020

Aufstieg ins

Hochgebirge

Nepals

Nepal ist für Schweizer als praktisch einziges asiatisches Land

für Reisen geöffnet. Knecht-Reisen bietet Touren ins Hochgebirge

Nepals. Beinahe die Hälfte der Bevölkerung des Landes

wohnt in dem fruchtbaren und subtropischen Tiefland an den

Ausläufern der Gangestiefebene an der indischen Grenze. Nepal

ist ideal zum Wandern geeignet, denn hier liegen die meisten

Erhebungen nicht höher als 1800 Meter. Kunden, die es bei

Reisen durch Nepal in diesen Teil des Landes verschlägt, spüren

am auffälligsten den Einfluss Indiens: hohe Luftfeuchtigkeit,

Rikschas und Männer in Lungis, langen Hüftröcken, bevölkern

die Strassen. Man spricht Hindi und in Lumbini befindet sich

der Geburtsort Buddhas. Wohltuend, anregend und aufregend

zeigt sich kontrastreich das Hochgebirge, das beinahe komplett

zu Tibet gehört. Das Mekka für Gipfelbezwinger ist für Trekkingtouren

durch Nepal dank acht der zehn höchsten Berge

weltweit ein Paradies mit vielen Vegetationsschichten und

kaum Zivilisation: Nur zehn Prozent der Einheimischen führen

hier ein uriges Leben. Mehr Infos unter www.knecht-reisen.ch.

UPDATE Nepal hat die Grenzen für Touristen geöffnet,

aber das Einreiseprozedere wurde Ende Oktober

noch einmal geändert:

• Keine Visa on arrival, das Visum muss im Voraus eingeholt

werden.

• Vorweisen eines negativen Covid-19-Tests, welcher

nicht älter als 72 Stunden ist.

• Jeder Tourist muss bei Einreise für sieben Tage in einem

Hotel in Kathmandu in Quarantäne und anschliessend

wird ein weiterer Covid-19-Test gemacht.

• Versicherungsnachweis oder Garantie über USD 5000

im Falle einer Behandlung in Nepal wegen Covid-19.

Magisches Wolkenmeer in Tokyo

Das Hotel Chinzanso Tokyo im

Stadtteil Bunkyo verzaubert seit

Oktober seine Gäste mit einem

magischen Wolkenmeer und

unzähligen Lichtern im angrenzenden

Chinzanso-Garten, der

aufgrund seiner zahlreichen

Kamelienbäume zu den malerischsten

Parks der Metropole

zählt. Mehrmals am Tag hüllt ein

faszinierendes Wolkenmeer den

japanischen Garten ein und

verleiht ihm so eine besonders

mystische Atmosphäre. Dabei

wirkt das Spektakel zu jeder Tageszeit

unterschiedlich auf die

Gäste. Am Abend werden die

«Tokyo Sea of Clouds» von den

«One Thousand Lights» abgelöst:

Von Sonnenuntergang bis

23.00 Uhr lassen 1000 LEDs den

Chinzanso-Garten auf besondere

Weise erstrahlen und setzen

dabei besondere Highlights des

Gartens wie den Wasserfall oder

die historischen Gebäude in

Szene.

YS

Peking feiert 600 Jahre Verbotene Stadt

Die Verbotene Stadt in Peking.

Unter allen Palästen, die in China im Laufe

der Jahrhunderte gebaut wurden, ist die

Verbotene Stadt in Peking der Bekannteste.

Das 720 000 Quadratmeter grosse Areal im Herzen Pekings,

das von 1420 bis 1911 als Regierungsort für

24 Kaiser diente, feiert 2020 das 600. Jubiläum seiner

Vollendung. «Es gibt so unendlich viele Dinge, die man

über die 600 Jahre ihrer Geschichte erzählen könnte»,

sagt Zhao Peng, Kurator des Palastmuseums, das mehr

als 2000 Jahre kaiserliche Geschichte in über einer

Million Ausstellungsstücken zeigt.

«Deshalb haben wir uns für das 600-jährige Bestehen

dazu entschlossen, uns auf die Architektur der Verbotenen

Stadt und ihre Weiterentwicklung zu konzentrieren,

die die Weisheit und Fähigkeiten der alten chinesischen

Baumeister in ihrer Essenz darstellt.»

Wolkenmeer beim

Hotel Chinzanso Tokyo

in Bunkyo.

Innerhalb des Palastmuseums findet bis zum 15. November

2020 eine Unterausstellung statt, in der 450 Objekte

gezeigt werden, die den Bau der Verbotenen Stadt

besonders prägten.

DARUNTER AUCH EINE ORIGINALAUSGABE des Kaogong Ji,

das «Buch der Handwerke». Es stammt aus der Zeit der

Streitenden Reiche (770–476 v. Chr.) und enthält detaillierte

Anweisungen zum Bau von Palästen nach dem

chinesischen Ideal. Zhu Di, der dritte Kaiser der Ming-Dynastie,

gab den Bau der Verbotenen Stadt 1406 in Auftrag,

als er vorschlug, die kaiserliche Hauptstadt von Nanjing

nach Peking zu verlegen.

IM LAUFE DER JAHRHUNDERTE wurde die Verbotene

Stadt immer weiter ausgebaut. Seit 1987 gehört sie

zum UNESCO-Weltkulturerbe.

TI

Fotos: Shutterstock.com/Olga Danylenko (1), zVg/Hotel Chinzanso Tokyo (2), zVg (3)


Mudu Ancient Town,

over 2,500 years old,

with typical landscape

gardens, small rivers and

bridges displays a simple

and peaceful image

CHINA

BEYOND YOUR IMAGINATION

Shantang Street, nearly

1,200 years old,

A representative of the

local streets and alleys

is cited as «the First

Street in Suzhou»

中 华 人 民 共 和 国 驻 苏 黎 世 旅 游 办 事 处

Fremdenverkehrsamt der VR China in Zürich


14

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TRAVEL INSIDE

45/46 | 12. November 2020 PEOPLE & EVENTS

15

BIANCA SCHMIDT VERLÄSST TUI SUISSE

BIANCA SCHMIDT hat bei TUI Suisse auf Ende Februar 2021

gekündigt. «Wohin des Weges weiss ich noch nicht, es soll

einfach mal was Neues sein nach fünf tollen Jahren mit TUI»,

sagt Schmidt gegenüber TRAVEL INSIDE. Vor TUI war sie

bei Royal Reisen in Kloten, wo sie ihre Ausbildung zur Reisefachfrau

machte, und später als Ski & Board Specialist bei

Knecht Reisen. Bei TUI Suisse unter dem ehemaligen CEO

MARTIN WITTWER hatte die heute 28-Jährige eine fulminante

Karriere hingelegt. 2015 hatte sie nach einem Bachelor-

Abschluss an der ZHAW in Organisationskommunikation als

Bianca Schmidt Communications Manager die interne und externe Kommunikation

von TUI Suisse übernommen. 2018 übernahm sie

zusätzlich die Leitung des Marketings, später kamen noch die Themen Umwelt und

Nachhaltigkeit zu ihren Aufgaben. Wer Bianca Schmidts Aufgaben übernehmen wird,

ist noch nicht entschieden.

CM

Dorijan Surutka neu im Glattzentrum

Seit dem 1. Oktober leitet DORIJAN SURUTKA die Filial e von

Kuoni im Glattzentrum. Er bringt 30 Jahre Branchenerfahrung

mit und ist unternehmensübergreifend auch als Prüfungsexperte

des Schweizerischen Reise-Verbands (SRV) bekannt.

Die Kuoni-Filiale im Glattzentrum wird seit Anfang Monat von

Dorijan Surutka geleitet. Seine touristische Laufbahn startete

er bei Imholz Reisen, bei der er vier Jahre im Touroperating

und zwei Jahre als Teamleiter Städtereisen Iberien/Osteuropa

tätig war. Danach wechselte er als Bereichsleiter Kurzfristereisen

zu Frantour Suisse. In den vergangenen 22 Jahren

Dorijan Surutka arbeitete Surutka für TUI Suisse, über 20 davon als Leiter des

Sihlporte-Reisebüros. Seit 2005 darf der Schweizerische

Reise-Verband (SRV) auf seine Dienste bei der Abnahme der mündlichen Prüfungen von

Auszubildenden zählen. JANINE LUITLE-WICKI, Head of Regional Sales Zürich Stadt

bei DER Touristik Suisse, freut sich auf die Zusammenarbeit.

TI

Michael Baden wechselt zu Sea Cloud

Michael

Baden

Sea Cloud Cruises bereitet sich personell

auf den Neustart nach der Corona-

Zwangspause vor. Seit dem 1. November

verstärkt MICHAEL BADEN als Vertriebsdirektor

das Team der Hamburger Reederei

und berichtet künftig direkt an

Geschäftsführer Daniel Schäfer. Der

55- jährige Michael Baden war zuvor in

verschiedenen führenden Positionen für

TUI Cruises tätig. Den erfahrenen Branchenkenner

jetzt einzustellen, während

andere Reiseanbieter ihre Personalstärke

verringern, sei für Sea Cloud Cruises das

Ergebnis einer klaren strategischen Überlegung,

schreibt das Hamburger Unternehmen.

Die Hamburger Reederei hat darüber

hinaus angekündigt, bald weitere

Details zu ihrem neuen reisebürofreundlichen

Provisionsmodell bekannt zu geben.

Dieses deutliche Bekenntnis war ein

wichtiges Entscheidungskriterium für Michael

Baden. «Ich habe die Entwicklung

der Branche in den letzten Monaten aufmerksam

verfolgt und teile die strategischen

Überlegungen der Company.» TI

BAUMELER: SANDRA RÄBER ÜBERNIMMT

SANDRA RÄBER hat per 1. Oktober die

Geschäftsführung des Aktivreise-Spezialisten

Baumeler übernommen. Sie rapportiert

direkt an den Verwaltungsratspräsidenten

der Baumeler Reisen AG,

Thomas Knecht. «Sandra Räber bringt

wertvolle Erfahrung im Touroperating sowie

im Marketing mit», betont Thomas

Knecht, Eigentümer und Verwaltungsratspräsident

der Knecht Holding, zu der

die Baumeler Reisen AG gehört. Zudem

verlässt Serge Brunner das Unternehmen

auf eigenen Wunsch und widmet sich einer

neuen Tätigkeit ausserhalb der Reisebranche,

teilt das Unternehmen mit. Er

hatte die letzten vier Jahre den Aktivreisen-Veranstalter

geführt. 2017 krönte

er sein Wirken mit dem Gewinn des Swiss

Sandra Räber

Serge Brunner

Travel Award in der Kategorie Tour Operators

Special Interest. Seit September

2019 war Brunner zusätzlich Leiter

Reisen bei Knechts Busableger Eurobus-

Gruppe. Im April 2019 war Brunner überdies

Partner bei der Knecht Reisen AG

und damit an der Firma beteiligt. TI

Fotos: ZUI Suisse (1), DER Touristik Suisse AG (2), zVg (3,4), The Langham Hotels & Resorts (5), Udo Mittelberger (6)

STEFAN LESER ERÖFFNET HOTEL IN VENEDIG

IMPRESSUM TRAVEL INSIDE

Michael Nachbaur expandiert

TRAVEL INSIDE | Hammerstrasse 81 | Postfach | CH-8032 Zürich | Telefon +41 (0)44 387 57 57 | Fax +41 (0)44 387 57 07 | E-Mail: info@travelinside.ch

Auflage: 5500

Auflage WEMF/SW-beglaubigt (Basis 2019/20):

> 4929 Exemplare

Gründungsjahr: 1986

TRAVEL INSIDE erscheint 14-täglich, donners tags,

und ist nur im Abonnement zu beziehen.

Abo-Preise 12 Monate: CHF 89.–

(inkl. MwSt.), Auslandtarife auf Anfrage

ISSN: 1420-5580

STEFAN LESER, CEO der Langham Hospitality Group, und die

Langham Hospitality Group geben die Eröffnung eines neuen

Hotels in Venedig für 2023 bekannt. Der gebürtige Bayer ist seit

über 30 Jahren in der Tourismusbranche tätig. In der Schweiz

kennt man Stefan Leser vor allem als CEO von Kuoni Schweiz;

dieses Amt hatte er 2007 von ARMIN MEIER übernommen und

übergab es 2011 im Zuge einer Reorganisation an LEIF

VASE LARSEN. Er verblieb aber im Konzern und leitete

zuletzt die Division Outbound & Specialists, bis er sich

2014 selbst aus dem Rennen um den Posten des

Group-CEO nahm und nach knapp zehn Jahren Kuoni

verliess. Das Hotel an der Lagune ist das erste der

Langham Hospitality Group in Italien und das dritte

in Europa.

TI

Internet: www.travelinside.ch

Herausgeber: Angelo Heuberger

Redaktion: Angelo Heuberger (AH), Chefredaktor;

Christian Maurer (CM), stv. Chefredaktor; Daniela

Oegerli (DOE), Yannick Suter (YS)

Verlag: Primus Verlag AG, Zürich

Natalie Ischi (Vertrieb/Abo-Service), Fabienne Fröhlich

(IT, Web & Facility Manager), Stefania Zingg (Buchhaltung),

Bruno Indelicato (Event & Marketing)

EMIL NACHBAUR, Eigentümer der Nachbaur

Reisen GmbH, tritt 83-jährig in den

Ruhestand und verkauft sein Lebenswerk

nach 36 Jahren an MICHAEL NACHBAUR,

sein Neffe und Eigentümer der High Life

Reisen GmbH. Michael Nachbaur wird das

Unternehmen unter der Marke Nachbaur

Reisen unverändert weiterführen. Mit insgesamt

4 Standorten und 31 Mitarbeitenden

führt Michael Nachbaur künftig eines

Emil (l.) und Michael Nachbaur.

der grössten Reiseunternehmen Westösterreichs.

Rund 70 Prozent der Kundinnen und Kunden von High Life Reisen sind aus

der Ostschweiz und Liechtenstein, 30 Prozent aus Vorarlberg. Bei Nachbaur Reisen buchen

30 Prozent Schweizer und Liechtensteiner, 70 Prozent Österreicher. TI

Layout/DTP:

Christoph Fontanive (Leitung)

Anzeigenverkauf: Muriel Bassin (Leitung),

Bianca Mayer

Anzeigenproduktion und

Stelleninserate: Muriel Bassin, Fabienne Fröhlich

Druck/Herstellung:

AVD GOLDACH AG,

Sulzstrasse 10–12, 9403 Goldach

TRAVEL INSIDE (français)

14–16 Place Cornavin

Case postale 1582

1211 Genève 1

Tél. +41 (0)22 908 69 00

Fax +41 (0)22 908 69 09

E-mail: ti-gva@travelinside.ch

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