Hitliste verbandliche Erfolge - Sanitär Heizung Klima-Innung

shk.frankfurt.de

Hitliste verbandliche Erfolge - Sanitär Heizung Klima-Innung

Am Werke erkennt man den Meister.

(Jean de la Fontaine)

Herausgeber:

Zentralverband Sanitär Heizung Klima

Rathausallee 6 - 53757 St. Augustin

Telefon: (0 22 41) 92 99-0

Fax: (0 22 41) 2 13 51

E-Mail:info@zentralverband-shk.de

Internet: www.wasserwaermeluft.de

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Hitliste verbandliche Erfolge

- Stand September 2004 -

Inhalt

1. TOP-Themen 4

2. Aktionen zur Marktbelebung für Innungsbetriebe 8

3. Entwicklung neuer Geschäftsfelder 15

4. Rahmenbedingungen aktiv gestalten 20

5. Neue ZVSHK-Partnerschaften 26

6. Praxisnahe Weiterbildung und Qualifizierung 27

7. Publikationen für SHK-Innungsbetriebe 30

8. Weiteres 40

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Seite


1. TOP-Themen

Novellierung der Handwerksordnung

Seit dem 1.1.2004 ist die novellierte Handwerksordnung in Kraft. Die unter dem Oberbegriff

„wirtschaftliche Notwendigkeit“ und „Schaffung von Chancengleichheit“ vorgenommenen

Änderungen bedeuten den bislang größten Eingriff in das deutsche

Handwerksrecht seit über 50 Jahren.

Der ZVSHK war bereits im Vorfeld der Novellierung aktiv; er hat durch fachliche Stellungnahmen

Einfluss genommen, in den Arbeitsgremien beim ZDH Alternativ- und Verbesserungsvorschläge

erarbeitet, die dem Gesetzgeber als Vorlagen an die Hand gegeben

wurden und bei der Anhörung im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Arbeit

Position zur Novelle bezogen.

Durch die intensive Information und Diskussion mit den zuständigen Vertretern im Bundesrat

und Bundestag konnten im Entwurf der Bundesregierung zumindest einige wichtige

Änderungen zugunsten eines modernen Handwerks durchgesetzt und Schlimmeres

abgewendet werden. Beispielsweise konnte in der Regelung über die Ausübung sogenannter

einfacher Tätigkeiten ein Kumulationsverbot verankert werden. Dadurch wird

verhindert, dass mittels einer Häufung derartiger Tätigkeiten wesentliche Bereiche eines

Gewerkes ohne erforderliche Handwerksrolleneintragung abgedeckt werden.

Nach Einführung der neuen Regelungen beobachtet der ZVSHK die Umsetzung der

neuen Regelungen kritisch, gibt Hilfestellung bei Auslegungsproblemen, informiert über

die Auswirkungen und mahnt eine bundeseinheitliche Praxis an. Letzteres insbesondere

bei der Eintragung qualifizierter Gesellen und der Einordnung von sogenannten „einfachen

Tätigkeiten“. Hier konnte von Seiten der Handwerksorganisation im letzten Moment

durch ein Kumulationsverbot die Häufung mehrerer "einfacher" Tätigkeiten verhindert

werden, durch die im Endeffekt ein wesentlicher Teilbereich des jeweiligen

Handwerks komplett abgedeckt werden könnte.

In Bezug auf die Änderungen der Anlage A konnte der ZVSHK einen Erfolg erringen.

Der Klempner, für den ja bekanntermaßen die Gefahr einer Verschiebung in die neue

Anlage B1 (zulassungsfreie Handwerke) bestand, konnte gerettet werden.

Neue Chancen für das Klempnerhandwerk

Seit dem 1.7.2004 sind Klempner und Dachdecker verwandt. So

sieht es die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

(BMWA) geänderte Verordnung über verwandte Handwerke vor.

Durch intensive Lobbyarbeit und Information der zuständigen

Stellen im BMWA und Bundesrat konnte der ZVSHK verhindern,

dass eine zuerst angedachte einseitige Verwandtschaft zugunsten

des Dachdeckerhandwerks Wirklichkeit wurde. Die neue Verwandtschaft

ermöglicht es Klempnermeistern, sich ohne Nachweis

einer zusätzlichen Qualifikation mit dem Dachdeckerhandwerk in

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die Handwerksrolle eintragen zu lassen. Zum wesentlichen Teil des Dachdecker-

Handwerks gehört auch die Herstellung und Reparatur von Dachstühlen. Hierdurch bieten

sich dem Klempnerbetrieb eine Reihe neuer Möglichkeiten bis hin zum Dach aus

einer Hand. Mehr Informationen erhalten Sie bei Ihrem Fachverband oder im Mitgliederbereich

des wasserwaermeluft-Portals unter der Rubrik Recht – Aktuelles.

Imagebildung für SHK-Innungsbetriebe durch die ZVSHK-Pressearbeit

Der ZVSHK organisiert zentral

die Pressearbeit für die

Absatzförderung und

Nachwuchsförderung sowie für

die Imagepflege des Berufsbildes

(Produkt-PR und

Nachwuchs-PR). Ziel ist es, die

Leistungsangebote der SHK-

Innungsmitglieder breitenwirksam

in den Medien zu

platzieren, so dass potenzielle

Kunden darauf aufmerksam

werden. Darüber hinaus zielt

die PR auf die positive

Imagebildung für die SHK-

Innungsbetriebe. Dies wird erreicht, indem positive Botschaften über die Leistungsfähigkeit

der organisierten Betriebe in den Medien präsent sind.

Verknüpft mit intelligenten Leistungsangeboten - wie beispielsweise der SmartHouse-

Technologie oder dem Trinkwasser-Check - nimmt die Öffentlichkeit über die Medien

wahr, wie fortschrittlich, nützlich und verantwortungsvoll SHK-Innungsbetriebe ihre

Aufgaben wahrnehmen. Zur Nachwuchsförderung platziert der ZVSHK Berufsinformationen

in den Medien. Die Attraktivität der einzelnen Ausbildungen wird dabei in den

Vordergrund gestellt.

Der Erfolg der Pressearbeit wird kontinuierlich überprüft. Die Zahl der Veröffentlichungen

(Belege) sowie die erzielte Auflagenhöhe

werden von unabhängigen Medienbeobachtungsgesellschaften

erfasst und ausgewertet.

Eine positive Resonanzentwicklung wird dabei

bescheinigt, das heißt: Die positive Berichterstattung

über das SHK-Handwerk ist so intensiv

wie nie zuvor.

Um die Präsenz für SHK-Inhalte in den Medien

zu steigern, werden attraktive Fotos sowie Info-

Grafiken eingesetzt. Dadurch wird auch die

Marke des Eckrings attraktiv in Tageszeitungen,

Anzeigenblättern und weiteren Zeitschriften

platziert.

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Umsatz steigern – Qualität sichern – Unternehmenserfolg nachhaltig verbessern!

Zu diesen und vielen anderen Themen hat die SHK-Organisation eine Vielzahl an Fachliteratur,

wie Handbücher, Merkblätter, Fachinformationen und Arbeitshilfen erstellt, die

bei Kundengesprächen, zur Auftragsakquisition und für den richtigen Einsatz der Technik

genutzt werden können. Regelgerechte Vorgehensweisen in der Planung, Ausführung,

Wartung oder Qualitätssicherung sind ausnahmslos wirtschaftlich und umweltschonend.

Mit dem fachmännischen Know How wird der SHK-Betrieb als Meister seines

Faches anerkannt und der Kunde traut ihm die Erfüllung seiner Ansprüche in die Qualität

zu.

Hier einige Beispiele:

��Handbuch „Gebäude- und Grundstücksentwässerung“ mit allen relevanten

europäischen und nationalen Normen, wie die DIN EN 12056, Teile 1-5, DINE N

752, Teile 1-7 und DIN EN 1610 sowie DIN 1986-100 und Teile 3, 4 und 50. Der

alleinige Wert an Normen beträgt 835 €. Mitgliedsbetriebe sparen 43 € gegenüber

Nichtmitgliedern.

��Fachregeln für die Ausführung von Klempnerarbeiten an Dach und Fassade

(Klempnerfachregeln) inkl. CD-ROM

Mitgliedsbetriebe erhalten die Fachregeln 83 € günstiger als Nichtmitglieder.

��Fachinformation „Dämmung von Sanitär- und Heizungsrohrleitungen“

Aufgrund der Anforderungen der Energieeinsparverordnung ist eine fachgerechte

Ausführung von Dämmungen oder Umhüllungen unumgänglich. Die

Fachinformation enthält dazu alle wichtigen Hinweise.

��„Haustechnischer Service“ – Praktischer Leitfaden für den Auf- und Ausbau

des SHK-Servicegeschäfts (6. Auflage)

Wertvolle Tipps für einen gut funktionierenden SHK-Kundendienst, wichtige

Hinweise zur Kundenakquisition sowie Anregungen und Ausführungen zu personellen,

organisatorischen und kalkulatorischen Voraussetzungen sind Beispiele

aus dem Inhalt. Mitglieder sparen 14 € gegenüber Nichtmitgliedern.

��Handbuch Nr. 8 „Formular-Mustermappe“ inkl. CD-ROM – nur für Innungsmitglieder

– mit weit über 100 Formularen für den kaufmännischen und technischen

Bereich, die den aktuellen gesetzlichen Regelungen bzw. technischen

Normen entsprechen. Bei der CD-ROM besteht die Möglichkeit, einen großen Teil

der Formulare den eigenen betrieblichen Erfordernissen anzupassen.

Nutzung des Eckringes und anderer Zeichen

Die SHK-Organisation besitzt mehrere geschützte Marken. Hierzu

gehören neben dem Eckring u.a. das Logo der Initiative Solar

Wärme Plus sowie des „Fachbetriebs Gebäude- und Energietechnik“.

Sinn der Marken ist es, bei den der SHK-Handwerksorganisation

angeschlossenen Innungsbetrieben ein Corporate-Identity in

der Öffentlichkeit und gegenüber den Auftraggebern zu entwickeln

und sich als Teil einer starken Leistungsgemeinschaft zu präsentieren.

Wird zum Beispiel der Eckring von einem angeschlossenen

Innungsbetrieb genutzt, so erscheint er potentiellen Auftraggebern als ein SHK-

Handwerksbetrieb, der aufgrund der Informationen seiner SHK-Organisation, der bereitgestellten

Arbeitsmaterialien zur technischen und wirtschaftlichen Betriebsführung

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und der angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten die nötige Fachkunde und Leistungsfähigkeit

zur Auftragsausführung besitzt. Der Eckring ist bei potentiellen Kunden

bekannt und wird als Signet für gute Betriebe angesehen. Dies wurde in einer Verbraucherstudie

ermittelt.

Gibt der angeschlossene Innungsbetrieb auf Geschäftspapieren noch seine langjährige

Mitgliedschaft in der SHK-Organisation zu erkennen, so vermittelt er den Marktteilnehmern

seine Zuverlässigkeit und Beständigkeit. Die Nutzung der Marken steht ausschließlich

den angeschlossenen Innungsbetrieben zu.

Rahmenabkommen:

Günstige Grund- und Verbindungspreise fürs Telefonfestnetz und den Mobilfunk

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat mit der Deutschen Telekom AG

Rahmenabkommen für den Telefonfestnetz- und den Mobilfunk-Bereich abgeschlossen.

Diese Vereinbarungen ermöglichen den SHK-Innungsbetrieben, sehr günstige Grund-

und Verbindungspreise in Anspruch zu nehmen und dadurch ihre Telefonkosten erheblich

zu senken. Weitere Informationen sind im Mitgliederbereich unter

www.wasserwaermeluft.de abrufbar.

Öffentlichkeitsarbeit "pro SHK-Handwerk":

SHK-Unternehmerin aus Monschau Mitglied der Jury beim Designwettbewerb

„Outlook – Shaping Water“ zur ISH 2005

Weit im Vorfeld der ISH 2005 haben die Messe

Frankfurt, die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft

(VDS) und der Zentralverband Sanitär Heizung

Klima (ZVSHK) im Rahmen der geplanten ISH

Sonderschau „Outlook – Shaping Water“ einen

Designwettbewerb ausgelobt.

Neue Perspektiven für das Verhältnis zwischen

Mensch, Wasser und Raum aufzuzeigen – das ist das Thema von „Outlook – Shaping

Water“. Gesucht sind innovative Ideen und Realisierungsvorschläge für neue Bad-Szenarien.

Mit Birgit Roder, einer SHK-Unternehmerin aus Monschau, deren Familienbetrieb seit

zwei Generationen Kompetenz und Erfahrung in Sachen Bäderkultur gesammelt hat,

gehört eine Vertreterin des Handwerks der hochkarätigen Jury an. Frau Roder zeichnet

sich durch professionelle Planung der Raumgestaltung und Auswahl vielfältiger Materialien

bei der Planung individueller Bäder aus. Mit Hilfe von computergestützter Animation

und Livecollagen kreierte sie mit namhaften Designern und Herstellern der Sanitärbranche

neue Bäder.

Aus den eingereichten Arbeiten wählt die Jury, diejenigen Entwürfe aus, die auf der

Messe gezeigt werden. Die Projekte der drei Hauptgewinner werden im Maßstab 1:1

auf der Weltleitmesse ISH realisiert!

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2. Aktionen zur Marktbelebung für Innungsbetriebe

Interaktiver HeizEnergieCheck zur Kundenbindung

Dieses Marketingtool wird ausschließlich Innungsmitgliedern zur Verfügung gestellt!

Was ist das?

Mit dem interaktiven HeizEnergieCheck der in Zusammenarbeit mit der KfW-Bank entwickelt

worden ist, haben Verbraucher die Möglichkeit, den Energieverbrauch ihrer Immobilie

auf Basis eines regionalen Vergleichs zu ermitteln. Der HeizEnergieCheck ist

neutral und schlägt keine einzelnen Modernisierungsmöglichkeiten vor, sondern stellt

die fachliche Beratungskompetenz des Innungsfachbetriebes heraus.

Eingebettet im eigenen Internet-Auftritt oder aber als neutrale Website erhält der Fachbetrieb

die Möglichkeit explizit seinen Kunden dieses Berechnungstool anzubieten, um

anschließend für eine weitergehende Beratung zur Verfügung zu stehen.

Wie funktioniert es?

Im Sportverein, im Freundeskreis oder aber direkt beim Kunden kann der Fachbetrieb

seinen „eigenen HeizEnergieCheck“ bewerben. Er informiert damit jetzige oder zukünftige

Kunden, ob ein rationaler Heizenergieverbrauch vorliegt. Mittels weniger Eingaben

erhält der Kunde eine Aussage darüber, inwieweit die eigene Immobilie Energie verschwendet

bzw. im grünen Bereich liegt. Auch ohne eigenen Internetauftritt können

Mitgliedsbetriebe an diesem Marketingtool partizipieren. Anhand der eigenen Telefonnummer

kommen Betriebe ebenfalls in den Nutzen einer "quasi eigenen Homepage".

Dazu wird dem Kunden, z. B. über die Visitenkarte, einfach die entsprechende Internetadresse

samt Telefonnummer mitgeteilt. Mitmachen kann jeder - Vorraussetzung ist

lediglich die aktive Teilnahme an einer Kampagne wie z. B. MOVE oder Solarwärme Plus.

Wir tun was: Mehr Durchblick im Dschungel der aktuellen bundesweiten, regionalen

und kommunalen Förderprogramme zum Thema „Bauen, Modernisieren

und Energiesparen“

Völlig kostenfreie Informationen über aktuelle Förderprogramme erhalten Innungsbetriebe

und ihre Kunden unter dem WISO-Heizenergiecheck beziehungsweise www.co 2online.de.

Letztere enthält dabei im Gegensatz zum interaktiven Heizenergiecheck zusätzlich

eine umfangreiche Datenbank für Kunden als sogenanntes „Branchenverzeichnis

zu Experten in Ihrer Nähe“. Dort sind zahlreiche Innungsfachbetriebe der Bundesvereinigung

Bauwirtschaft (BVB) gelistet. Für eine bessere Internetpräsenz kann sich jeder

Innungsbetrieb kostenlos in die Datenbank unter www.wasserwaermeluft.de eintragen

lassen.

Auftragswerbung für Innungsbetriebe

Heizung

Seit mehr als 15 Jahren organisiert und koordiniert der Zentralverband

Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) die Heizungsgemeinschaftswerbung.

Hierbei bringt der Zentralverband gemeinsam mit verschiedenen

Marktpartnern aus Großhandel, Industrie und Energie-

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wirtschaft ein Budget von mehreren Millionen Euro auf, um bundesweite Werbung für

die Modernisierung von Heizungsanlagen durchzuführen. Dabei werden die Endkunden

über Zeitungsanzeigen und zum Teil über Hörfunkspots für das Thema Heizungsmodernisierung

sensibilisiert (Bedarfsweckung) und durch ein Callcenter in Richtung der teilnehmenden

SHK-Innungsbetriebe direkt zum Fachmann vor Ort gelenkt (Bedarfslenkung).

Zum Vorteil der Innungsmitglieder konnte der Verband durchsetzen, dass in die

entsprechenden Handwerkerdatenbanken nur Innungsmitglieder aufgenommen werden.

Die aktuelle Heizungsgemeinschaftswerbung (MOVE-Kampagne) ist

eine außerordentlich erfolgreiche Gemeinschaftswerbung. Sie ist seit

fast vier Jahren am Markt und konnte pro Jahr mehr Endkunden dazu

bewegen, Informationsmaterial und Handwerkerlisten anzufordern, als

es den Vorgängerkampagnen gelang. Zwischenzeitlich sind für die Heizungsmodernisierungs-Kampagne

MOVE

o fast 14.500 SHK-Innungsbetriebe registriert und es wurden fast

o 50.000 Endkunden motiviert, Informationsmaterial anzufordern.

Markt machen und den Innungsmitgliedern Wettbewerbsvorteile verschaffen, das ist die

Devise der Heizungsgemeinschaftswerbung (MOVE). Im Rahmen der marktforscherischen

Begleitung der Kampagne wurden zwischenzeitlich die Endkunden nochmals kontaktiert,

die vor ca. einem Jahr Informationsmaterial erhalten hatten. Bei diesen Interessenten

(ca. 10.000 Befragte) wurde u. a. abgefragt, ob sie das Modernisierungsvorhaben

bereits begonnen oder abgeschlossen haben. Die durch die Kampagne und die

qualifizierte Nachbetreuung realisierte Umwandlungsquote lag bei fast 50 %. Dies ist

ein außergewöhnlich hoher Wert; besagt er doch, dass innerhalb eines Jahres jeder

zweite Interessent zum Kunden geworden ist.

Solar

Nach dem Ablauf der auf drei Jahre (1999 – 2001) angelegten Kampagne

„Solar - na klar!“ hat der Zentralverband Sanitär Heizung Klima

gemeinsam mit

o Deutsche Energieagentur (dena),

o Bundesverband Solar Industrie (BSI),

o Ruhrgas AG,

o Verbundnetz Gas AG (VNG AG)

die neue Solarkampagne „Initiative Solarwärme Plus“ realisiert. Sie ist pünktlich zum

Beginn der Solarsaison im März 2003 gestartet. Um sicherzustellen, dass die Kampagne

die Endkunden auch wirklich überzeugt, wurde im Vorfeld Marktforschung betrieben.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es stehen neue, speziell für den SHK-Handwerker

entwickelte Werbemittel und ein neues Logo zur Verfügung, das schon auf den ersten

Blick sagt: Solarwärme und SHK-Handwerk gehören zusammen. Die Werbemittel mit

diesem Logo sind exklusiv für Innungsmitglieder vorgesehen.

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Die Pressearbeit, die im Juni 2002 begann, sowie weitere Aktivitäten haben zwischenzeitlich

dazu geführt, dass 20.000 interessierte Endkunden das Callcenter angerufen

haben und das Informationspaket erhielten. Rückenwind für das Solargeschäft bringt

auch die Förderung installierter Kollektorfläche, was ein Erfolg der Lobbyarbeit der neuen

Kampagne ist. Registrierte Innungsfachbetriebe werden in die Datenbank des Callcenters

aufgenommen. Ihre Anschriften werden bei Verbraucher-Anfragen aus ihrer

Umgebung gemeinsam mit dem Informationsmaterial versandt. Die registrierten Betriebe

erscheinen auch im Internet und können eine Verlinkung zu ihrer eigenen Internetseite

herstellen lassen.

Sanitär

Auch für den Bereich Sanitär wurde in der Vergangenheit mehrfach eine Gemeinschaftswerbung

umgesetzt, an welcher der ZVSHK konzeptionell und organisatorisch

mitgearbeitet hat. Hier wurde entweder sichergestellt, dass nur Innungsmitglieder teilnehmen

können oder aber zumindest - falls es eine Teilnahmegebühr gab - sichergestellt,

dass Innungsmitglieder deutlich besser gestellt werden als Nichtinnungsmitglieder.

Aktionen zur Kundenbindung – Fachbetrieb Gebäude- und Energietechnik

Mit dem Fachbetrieb für Gebäude- und Energietechnik 2010, der als Konzept vom Zentralverband

Sanitär Heizung Klima entwickelt wurde, bietet die Verbandsorganisation

dem Innungsmitglied u. a. vielfältige Möglichkeiten in Kontakt mit seinem Kunden zu

bleiben. Hintergrund ist die Tatsache, dass aus Marktforschungsuntersuchungen bekannt

ist, dass Endkunden in der Regel Aufträge an die ihnen bekannten Installateur-

und Heizungsbauunternehmen vergeben („mein Installateur“).

o Mit dem Modul "Gas ganz sicher"

wurde ein Check aufgesetzt, der es

dem Handwerksbetrieb ermöglicht,

seinem Kunden eine zusätzliche

Dienstleistung anzubieten. Im Rahmen

der Maßnahme „Gas - ganz sicher“

wurde neben dem bestehenden Prüfzertifikat,

bei der die Dichtheit der Gas-

Installation bewertet wird, zusätzlich

eine Checkliste entwickelt. In der

„Checkliste der durchzuführenden Arbeiten“

soll neben der Bewertung der

Dichtheit auch der allgemeine Zustand der Gas-Installation, wie z. B. Verbrennungsluftversorgung,

Abgasabführung, Manipulationssicherheit und Rohrleitungen und

Armaturen, für einen dauerhaft sicheren Betrieb bewertet werden. Zwischenzeitlich

beteiligen sich am Projekt "Gas ganz sicher" fast 1.500 Unternehmen und es sind

über 2.000 Teilnehmer in den entsprechenden Begleitseminaren gewesen. Verbunden

ist das Projekt "Gas ganz sicher" mit einem Rundumpaket bestehend aus Schulung

und Werbe- und Akquisitionsmaterial. Zusätzlich bewirbt der Zentralverband

Sanitär Heizung Klima die Aktion durch bundesweite Pressearbeit und hat ein Call-

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center eingerichtet, in welchem interessierte Endkunden einen Nachweis von "Gas

ganz sicher"-Betrieben in ihrer Nähe erhalten können.

o Weitere Checks wie der „Trinkwassercheck“ und der „Entwässerungscheck“, die der

ZVSHK für die Betriebe entwickelt hat, funktionieren nach dem gleichen Grundprinzip.

Aufgrund der bestehenden Rechtsvorschriften ist der Hausbesitzer im Rahmen seiner

Verkehrssicherungspflichten verpflichtet, solche Vorkehrungen zur Gewährleistung

der Betriebssicherheit der in den Gebäuden betriebenen Trinkwasser-Installationen

zu treffen, die den anerkannten „Regeln der Technik“ entsprechen. Auf dieser

Grundlage wurde eine Konzeption mit z. B. Vertragsmuster, Checkliste, Fachbetriebslistung

im Internet und Haustechnik-Hotline erarbeitet, an der sich interessierte

Mitgliedsbetriebe beteiligen können.

Neben den wasser- und abwasserrechtlichen Vorschriften sowie Vorgaben in einzelnen

Bauordnungen der Länder wird eine Instandhaltung von Entwässerungsanlagen

für einen bestimmungsgemäßen und sicheren Betrieb vorgeschrieben. Die Inspektion

und die Wartung haben nach DIN 1986-3 zu erfolgen. Die häufigsten von Kunden

reklamierten Beeinträchtigungen sind z. B. Ablauf- bzw. Gurgelgeräusche, Geruchsprobleme,

Rückstau und Verstopfungen bzw. reduziertes Ablaufen. Für Fachbetriebe

wurden Checklisten und Marketingkonzeptionen entwickelt, damit sie ihren Kunden

ein Angebot mit Bewertung des Zustandes der Entwässerungsanlagen erstellen können.

o Zu den Checks gehört auch der „Tank- und Technikcheck“. Er gibt den SHK-

Innungsbetrieben die Möglichkeit, dem Endkunden einen umfassenden Service rund

um das Thema Öl anzubieten: Der Kundendienst informiert über den aktuellen Zustand

des Öltanks samt Zubehör und kann genau sagen, ob und wann eine Tankreinigung

oder weitergehende Tankschutzmaßnahmen ratsam oder erforderlich sind.

Des weiteren sorgt er durch die optimale Einstellung der Tankanlage für bestmögliche

Funktionstüchtigkeit und Betriebssicherheit.

Modul Trinkwassercheck

Auf der Basis des TÜV-Checks beim Auto wurde das Formular für

den Trinkwassercheck entwickelt. Mit diesem Formular werden zum

einen Hinweise der durchzuführenden Kontrollen gegeben und zum

anderen dient es gleichzeitig für eine Bestandsaufnahme, deren

Angaben dann in einer Kundenkartei geführt werden können.

SHK-Mitgliedsbetriebe haben die Möglichkeit, sich an der Aktion „Trinkwassercheck“ zu

beteiligen, indem sie sich für die Aktion bei ihren Fachverbänden anmelden.

Neben einer Vielzahl von Werbemitteln, Musterbriefen für unterschiedliche Kundengruppen

ist auch eine Listung im Internet unter www.wasserwaermeluft,de, Rubrik

Handwerkersuche möglich.

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Modul Entwässerungscheck

- in Vorbereitung –

Dort, wo Wasser ausläuft, muss es auch aufgefangen werden und ablaufen können.

Deshalb macht es Sinn, den Kunden gleichzeitig mit dem Trinkwassercheck auch den

Entwässerungscheck anzubieten und durchzuführen. Mit dem Entwässerungscheck

können eventuelle Belästigungen, die den Nutzer immer schon gestört haben, wie z. B.

Ablauf- und Gurgelgeräusche, Verstopfungen oder Rückstauprobleme, ermittelt werden.

Bis zur ISH 2005 wird der Entwässerungscheck beim ZVSHK erhältlich sein.

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Selbstverständlich stehen diese

Angebote nur Innungsbetrieben

zur Verfügung.

„Blei und Trinkwasser“ – gemeinsame Aktion mit dem Ministerium für Verbraucherschutz,

Ernährung und Landwirtschaft

Am 1. Januar 2003 ist die neue Trinkwasserverordnung in Kraft getreten.

Sie legt verschärfte Grenzwerte für die Trinkwasserqualität fest. Dies gilt

auch für Blei und sonstige Schwermetalle; denn erhöhte Mengen dieser

Stoffe im Trinkwasser gefährden die Gesundheit. So darf z. B. der Bleianteil

pro Liter Trinkwasser nicht über 0,04 Milligramm liegen. Seit Dezember

2003 ist hier eine weitere Verschärfung eingetreten.

Vor diesem Hintergrund hat das Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung

und Landwirtschaft gemeinsam mit BGW, DVGW und ZVSHK die

Aktion „Blei und Trinkwasser“ ins Leben gerufen. Es wurde ein Faltblatt

für Endverbraucher erstellt, welches in den betroffenen Gebieten verteilt wird. In diesem

Hinweisblatt werden potentielle Gefahren sowie die rechtliche Situation und auch Möglichkeiten

zur Überprüfung vom einfachen Selbsttest bis zur Untersuchung des Wassers

durch ein Institut angesprochen. Unter „Tipps für den Endkunden“ wird auf die Kompetenz

des SHK-Fachhandwerks und die Möglichkeit hingewiesen, eine Hotline anzurufen,

die technische Fragen beantwortet und SHK-Innungsbetriebe als Ansprechpartner

nennt.

Innungsbetriebe können profitieren

Innungsfachbetriebe können sich kostenlos für die Aktion listen lassen, so dass deren

Anschrift im Callcenter und im Internet für interessierte Endkunden zur Verfügung steht.

Weiterhin wird auch die Internet-Adresse www.wasserwarmeluft.de aufgeführt, wo

man ebenfalls Hilfen und Ansprechpartner zum Thema „Blei und Trinkwasser“ findet.


Neuauflage BadGuide

Aufgrund des großen Erfolgs des ersten BadGuides „Bäder

vom Profi“ wird die Kundenbroschüre aktualisiert und neu

aufgelegt. Zur ISH 2005 wird das attraktiv gestaltete Adressverzeichnis

der SHK-Innungsbetriebe mit Badausstellungen erscheinen.

Bis zum 30. Oktober 2004 können sich Betriebe zum Paketpreis

von 27,50 Euro zzgl. Mwst. als Schutzgebühr für den Eintrag in

der Printfassung des BadGuides sowie im Internet unter dem

Stichwort „Bäder vom Profi“ listen lassen.

Der BadGuide wird bei Endkundenanfragen versendet und

macht deutlich, dass es nicht nur beim Großhandel, sondern vor allem beim SHK-Handwerk

qualifizierte Ausstellungen gibt.

SHK–Portal www.wasserwaermeluft.de

Das Internetportal der SHK-Organisation hat sich inzwischen als Informationsplattform

sowohl bei den Innungsbetrieben als auch bei den Handwerkskunden etabliert. Dies

belegen die steigenden Zugriffszahlen auf www.wasserwaermeluft.de

Handwerkersuche stark genutzt

Gerade die Handwerkersuche, mit deren Hilfe Endkunden

den SHK-Fachbetrieb in ihrer Nähe finden, verzeichnet

wachsende Seitenzugriffe. Somit geht die Rechnung auf,

mit dieser Suchmaschine ein Werkzeug bereitzustellen, das

die Betriebe bei der Auftragsakquisition unterstützt. Hinter

dem Menüpunkt „Handwerkersuche" verbirgt sich eine umfassende

Datenbank, in der sich die SHK-Innungsmitglieder

unter Angabe ihrer Schwerpunkte und Besonderheiten registrieren

lassen können. Dadurch erhält der Besucher die Möglichkeit, einen SHK-Innungsbetrieb

zu finden, der die Dienstleistung anbietet, die er gerade sucht.

Die wachsenden Zugriffszahlen im offenen Bereich zeigen das Interesse am SHK-Portal

und belegen die zielgruppengenaue Ausrichtung auf den Endkunden.

Mitgliederbereich: Info-Pool für das SHK-Handwerk mit zusätzlichen Angeboten

Die passwortgeschützten internen Seiten halten eine Fülle von Informationen und praxisnahen

Arbeitshilfen für die Mitglieder bereit. Im Info-Park erhalten Betriebe Auskunft

zu den Themen Aus- und Weiterbildung, Betriebswirtschaft, Marketing, Recht und

Technik. Im Service-Park können sich SHK-Innungsbetriebe über das Angebot an Werbemitteln

informieren oder das technische Informationssystem nutzen. Durch die individuelle

Zugangskennung erhalten Innungsmitglieder spezielle Auskünfte von ihrem Landesverband,

sofern dieser Informationen eingestellt hat.

Durch die Zusammenarbeit mit der ARGE NEUE MEDIEN haben Innungsmitglieder einen

vereinfachten Zugang zum Portal der ARGE NEUE MEDIEN über

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www.wasserwaermeluft.de. Sie erhalten mit dem Benutzernamen und dem Passwort

von www.wasserwaermeluft.de Zugang zu den bereitgestellten Informationen. Dort

stehen u. a. die folgenden Funktionen zur Verfügung:

• Produkte: Produktrecherche unter über 50 Herstellern z. T. mit Bruttopreisempfehlungen

• Ersatzteile: Benutzung des Ersatzteil-Informations- und -Bestellsystems

• Datenservice: Download von Artikelstammdaten, Bilddaten und Daten zur

Computerbadplanung

Mit diesem Passwort für verschiedene Anwendungen wird Innungsmitgliedern ein weiterer

Service im Rahmen von wasserwaermeluft.de angeboten. Der Zugang erfolgt unter

http://www.shk-branchenportal.de (Handwerker).

Innungsbetriebe finden darüber hinaus im internen Bereich des Portals

www.wasserwaermeluft.de, im Bereich Service-Park, einen Link zum Portal der ARGE

NEUE MEDIEN.

Seit 2003 erscheint regelmäßig ein Newsletter für interessierte Mitgliedsbetriebe, der

u. a. über aktuelle Kampagnen, Werbemittel und Hintergründe der SHK-Branche berichtet.

Innungsbetriebe, die noch keine Zugangsdaten haben, können bei ihrem Landesverband

oder auf der Startseite von www.wasserwaermeluft.de ihr Passwort anfordern. In Abstimmung

mit dem Landesverband erhalten die Unternehmen dann ihre persönlichen

Zugangsdaten.

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3. Entwicklung neuer Geschäftsfelder

Die „Informationsstelle für Technologietransfer, Energie- und Umwelttechnik“

beim ZVSHK

Die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen in Deutschland

führen auch zu nachhaltigen Veränderungen der Handwerksstrukturen.

Wesentlich für die Zukunftsfähigkeit des Handwerks ist die Bewahrung seiner Flexibilität

und Innovationskraft. Deshalb muss das SHK-Handwerk stärker als bisher innovative

Technologien mitgestalten und die gewonnenen Erkenntnisse frühzeitig in die handwerkliche

Aus- und Weiterbildung einbeziehen können. Dieser Wissenstransfer ist

gleichzeitig der erste und wichtigste Schritt für den Technologietransfer, also die Etablierung

neuer Entwicklungen und Technologien in den Fachbetrieben.

Die „Informationsstelle für Technologietransfer, Energie- und Umwelttechnik“

beim ZVSHK, zu deren Aufgaben im technischen Bereich die

Beobachtung der technologischen Entwicklung und die Vermittlung entsprechender

Erkenntnisse – also der Technologietransfer – gehört, übernimmt

gemeinsam mit dem Berufsbildungsreferat diese Aufgaben. Die

Anerkennung und Förderung sogenannter SHK-Kompetenzzentren ist

ein erstes wichtiges Ziel der Informationsstelle beim ZVSHK.

So geht`s! Wissenstransfer im SHK-Handwerk

Dabei gehen die SHK-Kompetenzzentren mit gutem Beispiel voran. Sie bedienen sich

moderner Informations- und Kommunikationstechnologien, um Projekte abzuwickeln,

sich mit Partnern zu vernetzten und die Ergebnisse ihrer Arbeit bereitzustellen.

Dazu nutzen Sie ein Extranet, das die Möglichkeit bietet, elektronische Dokumente gemeinsam

zu verwalten oder diese anderen Kompetenzzentren zugänglich zu machen.

Auf den geplanten Internetseiten stellen die SHK-Kompetenzzentren ihr Profil dar und

eröffnen sich ihren Zugang zum Bildungsmarkt.

Für die Projektkommunikation zwischen den SHK-Komzet sind in einer fortgeschrittenen

Projektphase Videokonferenzen vorgesehen.

SmartHouse aktueller denn je!

SmartHouse zur Light+Building 2004 medial präsentiert

Das SmartHouse Projekt konnte ein weiteres Mal mit geringem Budget der Fachöffentlichkeit

präsentiert werden. Diesmal auf der Light+Building 2004, der internationalen

Fachmesse für Architektur und Technik. Dabei lag es nahe, gemeinschaftlich mit der

ICONAG AG, die zu den SmartHouse Partnern zählt, zu agieren.

Virtueller Besuch im SmartHouse und Newsletter

Die Website www.shk-smarthouse.de wurde mit neuem Foto- und Informationsmaterial

aktualisiert und bietet nun die Möglichkeit zum virtuellen Besuch des SmartHouse. Jeder

einzelne Raum wie auch der Außenbereich können als 360°-Panorama betrachtet werden.

In kurzen Audiosequenzen wird die vernetzte Gebäudetechnik in den einzelnen

Räumen des SmartHouse erläutert.

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Die aktuellen Informationsmaterialien einschließlich der SmartHouse Animationen lassen

sich bequem downloaden.

SmartHouse Newsletter

Mit dem SmartHouse Newsletter „update“ informiert

der ZVSHK über zurückliegende und zukünftige Aktionen

im Gemeinschaftsprojekt SmartHouse Technologie

sowie aktuelle Tendenzen im Markt für die Home Automation.

Bisher sind zwei Ausgaben des Newsletters erschienen,

in denen neben den vorgenannten Themen auch über

Aktionen und Seminare der SmartHouse Partner sowie

die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Projekt berichtet wird.

Fachausschuss „Überprüfung Haustechnischer Anlagen“

Im Zuge der fortschreitenden Deregulierung werden Überprüfungs- und Nachweispflichten

auf Bauherren und Gebäudebetreiber verlagert. Jüngstes Beispiel ist die Verordnung

über Prüfungen von technischen Anlagen und Einrichtungen (AnlPrüfVO) des Landes

Berlin. Im Gegenzug treten die Verkaufs- und Versammlungsstättenverordnung und die

Garagenverordnung außer Kraft.

Von dieser Entwicklung sind nicht nur – wie bei der AnlPrüfVO - größere Gebäude oder

Bauvorhaben betroffen. Auch dem „Häuslebauer“ werden an vielen Stellen zusätzliche

Pflichten auferlegt. Neben einer Kostenverlagerung entstehen so auch ernstzunehmende

Verantwortlichkeiten für die Haus- und Gebäudetechnik.

Gebäudeeigentümern, Gebäudebetreibern und Bauherren bleibt vielfach keine andere

Wahl, als diese Prüfungen, Aufgaben und Pflichten einem sachkundigen Fachmann, oft

auch Sachverständigen zu übertragen. Als Beispiel sei die Überprüfung der Dichtheit von

Grundleitungen genannt, die bereits in vielen Landesbauordnungen verankert ist und

nur durch anerkannte Fachbetriebe ausgeführt werden darf.

Mit dem zunehmenden Bedarf an handwerklichen Leistungen und Dienstleistungen

durch anerkannte Fachbetriebe oder Sachverständige insgesamt, speziell jedoch in den

Themenbereichen Energieeffizienz, Trinkwasserhygiene, Umweltschutz und Ressourcenschonung,

Hygiene in raumlufttechnischen Anlagen und in ordnungsrechtlichen Belangen,

stellt sich die Frage nach entsprechenden Antworten des SHK-Handwerks.

Der ZVSHK-Fachausschuss Überprüfung Haustechnischer Anlagen, nahm dazu seine Arbeit

auf und unterstützt damit die Bestrebungen des ZVSHK, die neuen Aufgaben in

diesem Bereich innerhalb der bestehenden Überwachungsgemeinschaft technische Anlagen

der SHK-Handwerke (ÜWG) zu etablieren.

Seine Aufgaben sieht der Ausschuss in der Definition und Ausarbeitung der Tätigkeitsfelder

und Kompetenzen eines Fachbetriebs für die Überprüfung Haustechnischer Anlagen

sowie in der Unterstützung des ZVSHK bei der Konzeption einer entsprechenden

Qualifizierungsmaßnahme.

16


Das neue Geschäftsfeld eines Fachbetriebs für die Überprüfung Haustechnischer

Anlagen könnte zukünftig neben den bereits angesprochenen

Dienstleistungen auch die von Behörden oder Versicherungen geforderte

Überwachung und Dokumentation sowie die Qualitätssicherung

im technischen Ausbau umfassen, um so den Gebäudeeigentümer,

Gebäudebetreiber oder Bauherren bei der Erfüllung seiner Betreiberpflichten

zu entlasten.

Neues Geschäftsfeld für qualifizierte SHK-Fachbetriebe durch die Überprüfung haustechnischer

Anlagen

Dezentrale Klimatechnik – lukrativer Trend für SHK-Betriebe

Der ZVSHK hat mit dem Projekt Die Klimamacher – individuelles Raumklima mit

SmartHouse-Technologie ® und Erdgas gezeigt, wie gerade auch in Wohngebäuden

„smarte“ Raumklimalösungen für angenehme und behagliche Lebens- und Arbeitsbedingungen

sorgen können. Sogenannte Erdgas-Klimageräte entwickeln sich in die kleineren

Leistungsbereiche häuslicher und kleingewerblicher Anwendungen hinein und

ermöglichen dem SHK-Handwerk sehr leicht die Erschließung eines lukrativen Marktfeldes

mit bewährtem Know How.

Dass Kälte ausgerechnet aus der Verbrennung von Erdgas entstehen kann, basiert auf

dem sogenannten Absorptionskälteprozess. Die neue Generation der als Gasklimageräte

bezeichneten Kälteerzeuger entwickelt sich mit bis zu 16 kW Kühlleistung immer weiter

in die kleineren Leistungsbereiche häuslicher und kleingewerblicher Anwendungen hinein.

Über ein Kaltwasserrohrnetz und entsprechende Klima-Innengeräte oder auch eine

Flächenkühlung in Wand oder Decke wird der Raumluft Wärme entzogen und aus dem

Gebäude abgeführt. Verschiedenste Raumklimalösungen sind denkbar: vom klassischen

Innen-Umluftkühlgerät über bauteilintegrierte Flächenkühlung für Wohn-, Schlaf und

Aufenthaltsräume, Büros usw. bis hin zur Frischhaltung von Lebensmitteln in einem besonderen

Vorratsraum.

Das Gasklimagerät selbst ist für die Außenaufstellung vorgesehen und benötigt neben

Strom- und Gasanschluss nur die Verbindung zum Kaltwassernetz. Technisch ermöglicht

das Gerät alternativ auch die Wärmeerzeugung zu Heizzwecken. Vor dem Hintergrund

der Energieeinsparverordnung (EnEV) ist dies eine wichtige Entwicklung! Außerdem

sieht der ZVSHK in der Klimatisierung mit Erdgas auch einen zukunftsweisenden Beitrag

zum erdgasvollversorgten Haus.

ZVSHK-Initiative Wohnungslüftung

Durch die am 1. Februar 2002 in Kraft getretene EnEV hat das Thema Luftqualität und

kontrollierte Lüftung in Wohnungen und anderen Gebäuden einen besonders hohen

Stellenwert erhalten. Bereits anlässlich der ISH 1991 hat der ZVSHK zusammen mit

maßgeblichen Branchenverbänden im Rahmen einer Sonderschau sich des Themas

Wohnungslüftung angenommen und anhand von Praxislösungen die verschiedensten

Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt.

17


In den folgenden Jahren wurde die ZVSHK-Planungsbroschüre Wohnungslüftung und

der Leitfaden Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung erstellt.

In den Jahren 1993 bis 1999 wurde auf jeder ISH ein besonderes Thema aus dem Bereich

Wohnungslüftung den Fachbesuchern vorgestellt.

Die in der WSVO 1995 enthaltene Bonusregelung für Wohnungslüftung wurde aufgrund

der Intervention des ZVSHK und anderer Branchenverbände in die Verordnung

aufgenommen.

Der ZVSHK hat mit der kontinuierlichen Bearbeitung des Themas Wohnungslüftung über

mehr als 10 Jahre den Innungsbetrieben ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld aufbereitet.

Konzentrierte Aktion Wohnungslüftung

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das Thema noch nicht die notwendige Marktdurchdringung

erreicht hat. Aus diesem Grund werden ZVSHK, FGK, Hersteller, Energiewirtschaft

und TU Dresden unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für

Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBW) eine konzentrierte Aktion pro Wohnungslüftung

im Rahmen der Kampagne Initiative Architektur und Baukultur bzw. Zukunft Haus etablieren.

Die bisherigen Aktivitäten und Publikationen des ZVSHK werden voll in diese

Kampagne eingebracht. Das BMVBW wird die ideelle Schirmherrschaft übernehmen. Ziel

ist es, breiteren, am Bau beteiligten Kreisen, hier insbesondere Architekten, die Notwendigkeit

der definierten Wohnungslüftung näher zu bringen, um dieses Geschäftsfeld für

die SHK-Betriebe zu beleben.

Qualifizierungsmaßnahme "Fachbetrieb für Komfort Klima"

Zügig wurde die Qualifizierungsmaßnahme vom Fachausschuss

Lüftungs- und Klimatechnik zusammen mit einem maßgeblichen

Klimagerätehersteller ausgearbeitet und von den Gremien des

ZVSHK verabschiedet.

Um das Spektrum der "dezentralen Klimatechnik" abzurunden,

wird derzeit vom Fachausschuss das Modul "Wasserkühler"

ausgearbeitet, um auch dieses Segment für die Betriebe zu erschließen.

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Fachbetrieb Bio-Wärme

Auf der ISH 2003 wurde erstmalig in einer Sonderschau des ZVSHK zusammen mit dem

Bundesministerium für Verbraucherschutz (BMVEL) sowie der Fachagentur nachwachsende

Rohstoffe (FNR) und dem Brennstoffhandel das Konzept der Qualifikation und

Information einer breiten Fachöffentlichkeit vorgestellt. Zwischenzeitlich ist ein Antrag

auf Förderung beim BMVEL eingereicht, um ein möglichst umfassendes Schulungskonzept

zu finanzieren, in das neben dem SHK-Betrieb auch der Brennstoffhandel und die

Brennstoffproduzenten eingebunden sind, damit der Bauherr/Modernisierer gleichlautende,

fundierte Aussagen zum Thema Energie aus Biomasse erhält. Dem SHK-Betrieb

wird somit ein in sich geschlossenes Konzept an die Hand gegeben, um dieses junge

Marktfeld zu erschließen.

19


4. Rahmenbedingungen aktiv gestalten

Vertriebsweg

Am 26. April 2004 trafen sich auf Einladung des ZVSHK Branchenvertreter in Bonn, um

im so genannten Berliner Verfahren eine Stärken-/Schwächen-Analyse des professionellen

Vertriebsweges durchzuführen. Zu der nicht öffentlichen Tagung waren

circa 50 Teilnehmer eingeladen und

erschienen. Umsatzeinbrüche bei

Industrieunternehmen verschiedener

Segmente durch zunehmenden

Direkteinkauf des Handwerks waren ebenso

Thema wie die Gründe des Handwerks für

die Wahl dieses Einkaufswegs. Deutlich

wurde bei der Anhörung, dass es derzeit

keine neuen Strategien gibt, um die

Abwanderungstendenzen vom dreistufigen

in den zweistufigen Absatzweg überzeugend und nachhaltig entgegenzutreten, vom

Handwerkermarken-Konzept einmal abgesehen.

Der ZVSHK wird dieses zentrale Thema weiterhin aktiv begleiten und sich für die Belange

der SHK-Innungsbetriebe einsetzen.

Umsetzung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz für Gebäude

Nachfrageschub für SHK-Leistungen durch Gebäudeenergiepass zu erwarten

Die seit Mitte Dezember 2002 vorliegende EU-Richtlinie 2002/91/EG "Gesamtenergieeffizienz

von Gebäuden" fokussiert ausschließlich die Haus- und Gebäudetechnik

und stellt in diesem Bereich Anforderungen, die diejenigen der national geltenden Energieeinsparverordnung

(EnEV) übertreffen.

So ist ein Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (einschließlich der

Klima- und Beleuchtungstechnik) mit der Angabe von Referenz- und Vergleichskennwerten

sowie Verbesserungsvorschlägen festgeschrieben. Weiterhin sind die regelmäßige

Inspektion von Heizkesseln mit einer Nennleistung von mehr als 20 kW und eine besondere,

einmalige Inspektion der gesamten Heizungsanlage mit Beratung für Wärmeerzeuger

vorgesehen, die darüber hinaus älter als 15 Jahre sind.

Für Klimaanlagen mit mehr als 12 kW Nennleistung wird die regelmäßige Inspektion

festgelegt, die eine Wirkungsgradanalyse, die Überprüfung der Dimensionierung und

Verbesserungsvorschläge umfasst.

Der ZVSHK spricht sich dafür aus, die innerhalb der EU-Richtlinie geforderten Inspektionstätigkeiten

(Inspektionsumfang) sowie die damit direkt verbundenen bedarfsorientierten

Wartungsarbeiten (Energetische Verbesserungsmaßnahmen) innerhalb eines DIN-

Normungsvorhabens transparent zu machen. Dieses Normungsvorhaben wird dazu beitragen,

den werkvertraglich zu vereinbarenden Umfang von Inspektions- und Wartungstätigkeiten

an Heizungs- und Klimaanlagen exakt zu spezifizieren. Mit dieser Anforderung

an eine regelmäßige Inspektion besteht die einmalige Chance, das Modernisierungsgeschäft

bei Heizungs- und Klimaanlagen positiv zu beleben. Ob bestehende

oder neue Inspektions- und/oder Wartungsverträge dem Anspruch der neuen EU-Richtlinie

bereits gerecht werden, ist noch zu klären.

20


Die EU-Richtlinie enthält weiterhin die Verpflichtung für die Mitgliedstaaten, eine gemeinsame

Methode für die Berechnung der Energieprofile von Gebäuden festzulegen.

Die Mitgliedstaaten werden verpflichtet, Mindestnormen auf die Energieprofile neuer

Gebäude anzuwenden. Bei Transaktionen (Kauf oder Vermietung) muss ein Energiezertifikat,

das nicht älter als 5 Jahre ist, vorgelegt werden.

Der ZVSHK hat sich dafür ausgesprochen, dass einheitliche Qualifizierungsanforderungen

für die Aussteller der Gebäudeenergiepässe festgelegt werden, so dass alle am Bau

Beteiligten (Handwerk, Architekten und Ingenieure) die Möglichkeit haben, den Gebäudeenergiepass

ausstellen zu können, wenn die fachlichen Qualifikationen hierzu gegeben

sind.

Der ZVSHK wird alles daran setzen, dass qualifizierte SHK-Fachbetrieb den Gebäude-

Energiepass ausstellen dürfen.

Sanierung von sanitärtechnischen Anlagen

- Trinkwasser -

Zahlreiche der in Nutzung befindlichen Trinkwasser-Installationen sind geschädigt und

können ihre Funktion nicht mehr bestimmungsgemäß erfüllen. In der VDI-Richtlinie

6001, bei der der ZVSHK aktiv beteiligt war, ist die Vorgehensweise, die bei der Entscheidung

für ein bestimmtes Sanierungsverfahren getroffen werden muss, beschrieben.

Die Angaben beschränken sich nicht nur auf die Sanierungsmethoden selbst, sondern

stellen die Stärken, wie z. B. Flexibilität, Ökonomie und Zeit, sowie Einsatzgrenzen, die

aufgrund der Wasserbeschaffenheit oder des Werkstoffs bestehen, hervor und bewerten

auch die möglichen Folgekosten der jeweiligen Verfahren.

Somit sind erstmalig die bekannten Sanierungsverfahren in einer Regel für Planer und

ausführenden Betriebe übersichtlich zusammengefasst.

Handwerkermarken-Idee auf Wachstumskurs – zwei neue Partner

Das Konzept der Handwerkermarke versteht sich als Qualitäts-

und Leistungsbündnis für die Marktpartner der SHK-Branche. Das

vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima entwickelte Signet dürfen

Industrieunternehmen zusätzlich zu ihren eingeführten Marken

verwenden, wenn sie die Kriterien erfüllen, die ein Lizenzvertrag festschreibt. Hierzu

zählen neben einer Gewährleistungsvereinbarung u. a. eine Nachkaufgarantie, eine

prompte Ersatzteilversorgung sowie die exklusive Vermarktung über den professionellen

Vertriebsweg. Mittlerweile gehören 15 führende Unternehmen zum Partnerkreis

„Handwerkermarke“.

Zwei neue Partner

2004 sind zwei neue Partner zum Handwerkermarken-Kreis hinzugekommen. Dehoust

(Hersteller von Druckbehältern und Heizöl-Tanks) und GEP (Regenwasser-Nutzung) unterzeichneten

im Frühjahr 2004 die Vereinbarung. Im Rahmen der Nürnberger Messe

IFH/Intherm wurde die neue Partnerschaft offiziell bekannt gegeben.

21


Um die Identifikation mit dem Thema im Handwerk zu erhöhen, hat der ZVSHK

gemeinsam mit seinen Partnern ein Aktionspaket zusammengestellt.

Mitglieder im Partnerkreis

Handwerkermarke

(Stand September 2004)

�� Duravit �� Kermi

�� Duscholux �� Oras

�� Dehoust �� Oventrop

�� Emco

�� GEP

�� Hansa

�� Hoesch

�� Hüppe

�� Reflex

�� Roth

�� Sasserath

�� Sanipa

Haftungsübernahmevereinbarung

Über 2.000 Handwerksbetriebe haben inzwischen

dieses Bekennerpaket bestellt und setzen

das Signet aktiv bei Werbung und Verkaufsaktionen

ein. Das Paket enthält neben Fahne, Fensterkleber

und Endkunden-Information u. a. diverse

Vorteilsangebote von 13 Herstellern, die

über ein Scheckheft abgerufen werden können.

Somit blieb auch 2004 die Handwerkermarke

als herausragendes Zeichen für die Marktpartnerschaft

durch die zahlreichen Angebote und

Aktionen im Gespräch.

Industrielle Gewährleistungspartner stehen den Mitgliedsbetrieben bei

Treten nach einem ausgeführten Auftrag Mängel an der Werkleistung auf, liegen die

Ursachen sehr oft in fehlerhaften Materialien. Da die SHK-Handwerksbetriebe ein fehlerfreies

Werk herzustellen haben, haben die Betriebe zum Zeitpunkt der Abnahme nicht

nur für die handwerkliche Ausführung, sondern auch für die Fehlerfreiheit der eingebauten

Materialien gegenüber ihren Kunden einzustehen, obwohl die Betriebe auf den Herstellungsprozess

der Materialien keinen Einfluss nehmen können.

Diese Lage ist unbefriedigend. Aus diesem Grund schließt der ZVSHK mit industriellen

Herstellern sogenannte Haftungsübernahmevereinbarungen mit dem Inhalt ab, dass der

industrielle Gewährleistungspartner den Schaden des Mitgliedsbetriebs im Rahmen der

Mängelbeseitigung übernimmt, soweit das Produkt des Gewährleistungspartners den

Schaden beim Endkunden verursacht hat. Auf dieser vertraglichen Grundlage werden

viele Gewährleistungsfälle der angeschlossenen Innungsbetriebe geregelt, wobei den

Innungsbetrieben zur leichteren Abwicklung ein Schadensmeldeformular im Mitgliederbereich

des Internetauftritts www.wasserwaermeluft.de unter InfoPark/Recht/Service zur

Verfügung steht. Hier kann auch die Liste der Gewährleistungspartner eingesehen werden.

Auch nach Inkrafttreten des Schuldrechtsmodernisierungsgesetzes haben die Haftungsübernahmevereinbarungen

weiterhin ihre Existenzberechtigung. Diese Leistung des Verbandes

wird von den angeschlossenen Innungsbetrieben rege in Anspruch genommen.

Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB)

Der Zentralverband vertritt seit vielen Jahren die Interessen seiner Mitgliedsbetriebe im

Deutschen Vergabe- und Vertragsausschuss, also in dem Ausschuss, in dem die Regeln

der VOB Teil A (= Regeln zur Vergabe öffentlicher Bauaufträge bis zum Zuschlag), der

VOB Teil B (= Regeln zur Vertragsgestaltung des einzelnen Bauvertrages) und die Allgemeinen

Technischen Vertragsbedingungen der VOB Teil C für die Bereiche Sanitär, Hei-

22


zung, Klima und Klempner in den ATV DIN 18339, 18379, 18380 und 18381 festgelegt

werden.

Unter dem Stichwort „Bürokratieabbau“ plante das Bundeswirtschaftsministerium, die

Vergaberegeln der VOB, VOL und VOF (jeweils Teil A) abzuschaffen und die Vergaben

öffentlicher Aufträge auf der Grundlage einer umfassenden ministeriellen Vergabeverordnung

ohne Beteiligung der Bauverbände zu regeln. Die Verbände der deutschen

Wirtschaft (einschließlich des ZVSHK) haben beim Bundeskanzler und bei weiteren politischen

Entscheidungsträgern protestiert und in einer „Gemeinsamen Erklärung“ gefordert,

von der Abschaffung der seit vielen Jahren bewährten Vergaberegeln abzusehen.

Die politischen Entscheidungsträger sind der Forderung für den Bereich der öffentlichen

Bauvergabe unterhalb der Schwellenwerte nachgekommen.

Präqualifizierung von Bauunternehmen

Die neue EU-Vergaberichtlinie sieht vor, dass auf nationaler Ebene amtliche Verzeichnisse

mit zertifizierten Wirtschaftsteilnehmern erstellt werden können. Daraufhin hat das

BMWA und das BMVBW ein Eckpunktepapier mit den Bedingungen für ein Präqualifizierungssystem

vorgelegt.

Bereits in dieser ersten Planungsphase hat der ZVSHK sichergestellt, dass das Eckpunktepapier

keine systembedingte Benachteiligung der Fachunternehmer und keine Bevorzugung

der Generalunternehmer enthält. Insbesondere ist aufgrund gehobener Nutzeransprüche

die fortschreitende Gebäudetechnisierung zu beachten und deshalb ein selbständiger

Präqualifizierungsbereich „Technische Gebäudeausrüstung“ einzuplanen.

Dieser Erfolg kommen allen SHK-Betrieben zugute. Der Vorteil für angeschlossene Innungsbetriebe

liegt darin, dass sie frühzeitig über Entwicklungen unterrichtet werden

und wie hier, auf die Ausgestaltung der Präqualifizierung Einfluss nehmen können.

Rahmentarifvertrag im Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerk

Der ZVSHK schließt regelmäßig mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt einen

Rahmentarifvertrag für die der SHK-Handwerksorganisation angeschlossenen Innungsbetriebe

des Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerks ab. Ist ein OL-Handwerksbetrieb

Mitglied der SHK-Handwerksorganisation, muss der OL-Innungsbetrieb keine Beiträge

zur Sozialkasse des Baugewerbes zahlen, soweit er überwiegend Arbeiten des OL-

Handwerks ausführt. Ein OL-Betrieb, der nicht der SHK-Organisation angehört, wird dagegen

von der Sozialkasse zur Zahlung herangezogen. Ein neuer Abschluss mit der IG-

BAU steht unmittelbar bevor.

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Bauverträge“, die der ZVSHK bisher zusammen

mit der VOB Teil B, Fassung 2002, als Faltblatt herausgegeben hat, sind wegen

eines BGH-Urteils zurückgezogen worden. Bei Bauverträgen (also Werkverträgen mit

fünfjähriger Verjährungsfrist für Mängelansprüche) kann aber weiterhin die VOB Teil B

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vereinbart werden, um z. B. die Verjährungsfrist für Mängelansprüche auf vier Jahre zu

verkürzen. Die VOB/B kann als Faltblatt beim Zentralverband SHK bezogen werden.

Für Reparatur-, Ausbesserungs-, Instandhaltungs-, Instandsetzung-, Erneuerungs- oder

Umbauarbeiten (also Werkverträge mit zweijähriger Verjährungsfrist für Mängelansprüche)

hat der ZVSHK „Allgemeine Geschäftsbedingungen für Werkverträge“ erstellt. Mit

diesen AGB kann z. B. die zweijährige Verjährungsfrist auf ein Jahr verkürzt werden. Die

AGB können beim ZVSHK bezogen werden.

Ferner hat der ZVSHK „Allgemeine Geschäftsbedingungen für Kaufverträge“ herausgegeben,

die von SHK-Innungsmitgliedern verwendet werden können, die ihre Einzelhandelsfunktion

wahrnehmen. Die angeschlossenen Innungsbetriebe können die „AGB für

Kaufverträge“ im Mitgliederbereich des Internetauftritts www.wasserwaermeluft.de

unter Info-Park/Recht/Service herunterladen.

Entwicklung Energiepass

führung gewährleistet ist.

Anders als bei Autos oder Haushaltsgeräten wissen Käufer

oder Mieter von Wohnungen und Häusern nur wenig über

deren Energiebedarf. Objektive Informationen sind Mangelware,

Vergleichsmaßstäbe fehlen. Die Deutsche Energie-Agentur

(dena) entwickelt deshalb einen einheitlichen

Energiepass für Gebäude.

Er informiert Verbraucher objektiv, zeigt Einsparpotenziale

auf und ermöglicht es, den Energiebedarf von Häusern

bundesweit unkompliziert zu vergleichen

Gemeinsam mit Experten aus Politik, Wissenschaft, Verbänden

und Energieagenturen beteiligt sich der ZVSHK an

diesem Projekt. Im Jahre 2004 laufen zur Anwendung in

der Praxis Feldtests, so dass später eine reibungslose Ein-

Energetische Bewertungsverfahren für den Gebäudebestand erstellt

Mittlerweile liegen normative Grundlagen sowohl für die energetische Bewertung von

Altbauten, als auch für die Abschätzung der Wirksamkeit unterschiedlicher Modernisierungsmaßnahmen

vor. Zur Berechnung der Gebäudehülle dient die DIN 4108-6 und zur

Bewertung der Anlagentechnik die DIN V 4701-12 und die PAS 1027. Die Analyse des

Gebäudes anhand der genannten Normen führt zum so genannten Energiepass.

Der ZVSHK hat sich beteiligt an der begleitenden Normung zur Energieeinsparverordnung.

Während die Energieeinsparverordnung sich im anlagentechnischen Bereich auf

die DIN V 4701-10 „Energetische Bewertung heiz- und raumlufttechnischer Anlagen“

bezieht und damit hauptsächlich auf Neubauten, wurde im zuständigen Arbeitsausschuss

des DIN ergänzend die DIN V 4701-12 erarbeitet. Teil 12 befasst sich mit der e-

24


nergetischen Bewertung heiz- und raumlufttechnischer Anlagen im Bestand und zwar

für Wärmeerzeuger und Trinkwassererwärmung.

PAS 1027 „Energetische Bewertung heiz- und raumlufttechnischer Anlagen im Bestand“

ist eine Ergänzung zu DIN V 4701-12 (eine PAS = Publicly Available Specification ist eine

öffentlich verfügbare Spezifikation).

Diese PAS ermöglicht eine umfassende Bewertung der gesamten heiztechnischen Anlagen

im Gebäudebestand, d.h. neben der Wärmeerzeugung und der Trinkwassererwärmung

die Berücksichtigung der Wärmeübergabe und der Wärmeverteilung. Sie gibt ein

Verfahren zur energetischen Bewertung der Anlagen im Bestand an, das damit einen

entscheidenden Beitrag zur Energieeinsparung bei Modernisierung der heiztechnischen

Anlagen aufzeigt.

Der ZVSHK hat ebenfalls mitgewirkt in dem Arbeitskreis dem noch weitere Verbände

angehörten.

Innovative Kamintechnik für die Zukunft

Bereits bei der Diskussion um die neue EnEV wurde klar, dass die klassische Bauweise

von Kachelofen und Kamin in nach EnEV errichteten Häusern nicht mehr ohne weiteres

realisierbar ist. Auf Intervention des ZVSHK haben die im

HKI organisierten Hersteller zusammen mit dem ZVSHK und

den Prüfstellen einen Anforderungskatalog für raumluftunabhängige

Feuerstätten für feste Brennstoffe erarbeitet

und mit dem DIBt abgestimmt. Bei der Formulierung der

Anforderungen wurde seitens des ZVSHK darauf geachtet,

dass die Kosten für die zusätzlichen Nachweise der Raumluftunabhängigkeit

in vertretbaren Grenzen blieben, um die

Produkte nicht unnötig mit Kosten zu belasten. Die Anforderungen

wurden vom DIBt in Zulassungsgrundsätze überführt.

Die Hersteller können jetzt Kamineinsätze, Kaminöfen

und Kachelofenheizeinsätze nach diesen Kriterien bauen

und zulassen. Dem Handwerk stehen somit Produkte zur Verfügung, die eine problemlose

Integration in ein NE-Haus mit Wohnungslüftung ermöglichen.

Verbrennungsluftversorgung für Kachelofen und Kamin: einheitliche Berechnungsgrundlagen

Im Zuge der Überarbeitung der TRGi, der Fachregeln des Ofen- und Luftheizungsbauer-

Handwerks und der neuen Installationsnormen wurde die Berechnung der Verbrennungsluftmenge

auf einer einheitlichen Basis für alle Brennstoffe aufgebaut. Besondere

Berücksichtigung fand hier der intermittierende Abbrand bei festen Brennstoffen. Das

bereits aus den Fachregeln bekannte Berechnungsblatt wurde aktualisiert und in die

Formularmustermappe aufgenommen und steht somit jedem Betrieb sowohl elektronisch

wie auch in Papierform zur Verfügung.

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5. Neue ZVSHK-Partnerschaften

ZVSHK und VNG festigen Marktpartnerschaft durch Kooperationsvertrag

Gebäude- und Energietechnik Deutschland und Verbundnetz Gas (VNG) haben am Jahresende

2003 einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist die

gegenseitige Absatzförderung durch eine verbesserte Nutzung von Synergien, die gegenseitige

Unterstützung der Partner bei Gemeinschaftsprojekten und die gemeinsame

Erschließung zukünftiger Geschäftsfelder.

Die VNG ist als Gasversorgungsunternehmen vornehmlich in den neuen Bundesländern

tätig und hat den Schwerpunkt ihrer Interessen bei der weiteren Verbreitung von Erdgas

als Energieträger. Dabei kommen der Bereitstellung und Distribution von Erdgas für

haus- und gebäudetechnische Anwendungen sowie dem Thema Erdgas als Kraftstoff

besondere Bedeutung zu.

Die Kooperation zeigte sich im Jahr 2004 bereits durch die erfolgreiche Zusammenarbeit

mit VNG beim Dresdener Erdgasforum.

Kooperationsvertrag mit FGK

ZVSHK und FGK haben ihre jahrelange Partnerschaft durch die Unterzeichnung eines

Kooperationsvertrages am 26.6.2004 in Frankfurt/Main nun auch offiziell festgeschrieben.

Das Fachinstitut Gebäude-Klima e.V. (FGK) ist ein Zusammenschluss

verschiedenster auf dem Gebiet der

Gebäude- und Klimatechnik tätiger Verbände, Hersteller

und Verarbeiter. Es widmet sich der Aufgabe,

Klimaverbesserung in Räumen auf verschiedenste Art

zu fördern. Dabei steht neben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

die Forschung und Wissenschaft und

ein weit gefächerter Informationstransfer im Vordergrund.

Durch die Kooperation will der ZVSHK die Kompetenz der von ihm vertretenen Gewerke

für die Bereiche Wohnungslüftung und dezentrale Klimaanlagen noch einmal ausdrücklich

hervorheben.

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6. Praxisnahe Weiterbildung und Qualifizierung

Seminare zur Vorbereitung auf Basel II/Rating

Jeder SHK-Betrieb als Kreditnehmer wird zukünftig - wenn nicht schon heute - von seiner

Hausbank verstärkt unter Risikoaspekten beurteilt. Deshalb ist es auch für die SHK-

Unternehmen sehr wichtig, sich schnell auf die neue Rating-Mentalität der Hausbanken

einzustellen und dadurch den Zugang zu Fremdmitteln zu erhalten. Der ZVSHK hat deshalb

in Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungswerk der Gebäude- und Energietechnik-Handwerke

praxisorientierte Seminare zur Thematik entwickelt:

Zwei-Tages-Seminar: Trotz Rating Kredit!

� Was versteht man unter Basel II/ Rating?

� Woran werde ich gemessen?

� Was kann ich verbessern?

Ein-Tages-Seminar: Bankengespräche richtig führen!

� Wie bereite ich mich auf ein Bankengespräch optimal vor?

� Wie präsentiere ich mich erfolgreich im Bankengespräch?

� Welche Schlussfolgerung ziehe ich aus diesem Gespräch und wie leite ich Verbesserungen

ein?

Dezentrale Klimatechnik für das SHK-Handwerk

Die dezentrale Klimatechnik ist ein gutes Geschäftsfeld im Bereich der Raumklimageräte.

Leider sind die SHK-Betriebe an diesem expandierenden Markt bisher kaum beteiligt und

tätigen im Klimabereich nur einen geringen Umsatzanteil. Aber das soll sich ändern.

Um den Mitgliedsfirmen diesen Geschäftszweig nahe zu bringen, ist bereits im Sommer

2003 ein spezieller Sachkundelehrgang entwickelt worden, der die Bereiche Produktschulung,

sachgerechten Umgang mit Kältemitteln sowie Marketing professionell vermittelt.

Der auf vier Tage ausgelegte Kurs (jeweils Freitag und Samstag) wird in Kooperation des

ZVSHK mit der Herstellerfirma Stiebel-Eltron und den Fachverbänden durchgeführt und

vermittelt die Sachkunde für Planung, Installation, Inbetriebnahme, Instandhaltung und

Entsorgung fabrikmäßig hergestellter Klimageräte mit Kältemittel der Gruppe I bis zu

einem Füllgewicht von 5 kg je Klimagerätekreislauf.

In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind inzwischen mehrere Kurse erfolgreich

durchgeführt worden. Alle Fachverbände sind aufgerufen sich anzuschließen und

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den vom ZVSHK und Stiebel-Eltron entwickelten Kurs zu übernehmen. Der ZV stellt den

Teilnehmern nach erfolgreicher Prüfung ein bundeseinheitliches Zertifikat aus.

Qualifizierung von Fachbetrieben für die Ausführung von Grundstücksentwässerungsanlagen

In verschiedenen Satzungen deutscher Städte finden sich globale, allgemein gehaltene

Anmerkungen zur Herstellung, Erweiterung und Unterhaltung von Anschlusskanälen

und Grundstücksentwässerungen, die auf die Erzielung einer hochwertigen Qualität der

damit verbundenen Bauleistungen ausgelegt sind.

Ein einheitlicher Anforderungskatalog unter anderem bestehend aus:

• allgemeinen Anforderungen,

speziellen Anforderungen bezüglich Ausstattung sowie

Art und Umfang der Überwachung,

mittels dessen die Qualifikation von bauausführenden Firmen geprüft und nachgewiesen

werden kann, existiert nicht. Das Gleiche gilt auch für einen Verfahrensablauf und die

Nachweisführung.

Damit auch Grundstücksentwässerungen den anerkannten Regeln der Technik entsprechen,

muss sichergestellt werden, dass nur Firmen mit der Ausführung von Grundstücksentwässerungen

beauftragt werden, die über ausreichende Fach- und Sachkunde

verfügen.

Hierzu wird in einer Arbeitsgruppe der ATV/DVWK unter Beteiligung des Zentralverbands

versucht, eine Ergänzung in der Muster-Abwassersatzung zu erreichen. Der Deutsche

Städtetag und der Deutsche Städte und Gemeindebund werden daran beteiligt,

damit auch bei den Städten und Gemeinden eine Akzeptanz für diese Qualifizierungsmaßnahme

erreicht wird.

Qualifizierung zum SHK-Fachbetrieb Komplettsanierung von Leitungswasserschäden

In Kooperation mit dem SHK-ZERT-Inhaber Monty

GmbH wurde eine Weiterbildungsmaßnahme zum

SHK-Fachbetrieb für Komplettsanierung von Leitungswasserschäden

erarbeitet.

Kenntnisse von Leckortungs- und Bautrocknungsverfahren

werden in einem 2-Tage-Seminar vermittelt.

Die Qualifizierungsmaßnahme schließt mit einer

Sachkundeprüfung ab. Es wird ein bundeseinheitliches

Zertifikat vom ZVSHK ausgestellt.

Auf der ZVSHK-Webseite

www.wasserwaermeluft.de werden unter Handwerkersuche

die qualifizierten Fachbetriebe gelistet und

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können über diesen Weg von Kunden, die einen Wasserschaden haben, leicht gefunden

werden.

Qualifizierungsmaßnahme

SHK-Fachbetrieb für Hygiene und Schutz des Trinkwassers

Aufgrund der neuen Trinkwasserverordnung wurden von Gesundheitsbehörden und

einzelnen Verbänden, wie z. B. des Hotel- und Gaststättenverband Bayern, Nachfragen

an die SHK-Organisation gestellt, welche Firmen qualifiziert sind, bei festgestellten hygienischen

Beeinträchtigungen, Instandsetzungsmaßnahmen vorzuschlagen.

Gleichfalls möchte der VDI mit der VDI-Richtlinie 6023, Blatt 2 durch Zertifizierungsmaßnahmen

auch ausführende Fachbetriebe qualifizieren und zertifizieren.

Auf dieser Basis ist die neue Qualifizierungsmaßnahme SHK-Fachbetrieb für Hygiene und

Schutz des Trinkwassers entstanden. Die Fachverbände können diese Maßnahme ihren

Mitgliedsbetrieben anbieten.

Mit mehr Wissen immer einen Schritt voraus!

Dem Inhaber dieses Zertifikates wird bestätigt, dass er

mit den einschlägigen Verordnungen und technischen

Regeln vertraut und damit qualifiziert ist, Planungen,

Ausführungen, Instandhaltungen und Trinkwasseranlagen-Checks

im Hinblick auf Gesundheit und Hygiene,

Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit von Trinkwasser-

Installationen vorzunehmen und Betreiber in einen bestimmungsgemäßen

Betrieb einzuweisen.

Die Schulungsunterlagen und die Konzeption für die

Qualifizierungsmaßnahme wurde vom Zentralverband

entwickelt und kann hier abgerufen werden.

In vielen Foren, Symposien und Seminaren mit Fachvorträgen und Diskussionsrunden

werden den Mitgliedsbetrieben rechtliche, betriebswirtschaftliche und technische Aspekte

vermittelt bzw. Neuerungen erläutert und besprochen. Das Wissen, die Erfahrung

und die Einblicke verhelfen dem SHK-Betrieb, sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorsprung

zu sichern.

Hier einige Beispiele:

�� Erdgasforum

�� Deutscher Klempnertag

�� SHK-Unternehmerseminar

�� Deutscher Kupferschmiedetag

�� Öl-Symposium

�� Anhörungen und Diskussionskunden zu aktuellen Themen

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7. Publikationen für SHK-Innungsbetriebe

Formular-Mustermappe inklusive CD-Rom

Die sachgerechte Gestaltung der Geschäftsvordrucke bildet oftmals eine Schwachstelle

innerhalb des SHK-Geschäftsbetriebes. Deshalb hat der

ZVSHK eine praktische Arbeitshilfe für den betrieblichen Alltag

entwickelt. Diese setzt sich sowohl aus kaufmännischen

als auch aus technischen Formularen zusammen und entspricht

den aktuellen gesetzlichen Regelungen bzw. technischen

Normen.

Alle Formulare sind neben der Papierversion als Dateien auf

einer beiliegenden CD verfügbar sind. Es existieren folglich

Editiermöglichkeiten, wodurch der jeweilige Betrieb einen

großen Teil der Formulare speziell seinen betrieblichen Erfordernissen anpassen kann.

Leitfaden „Haustechnischer Service“

ZVSHK-Kalkulationsprogramme

Serviceorientierung und Dienstleistungsqualität sind heutzutage

auch in der SHK-Branche entscheidende Wettbewerbsfaktoren.

Deshalb bietet der ZVSHK den SHK-Unternehmern den neu

überarbeiteten Leitfaden „Haustechnischer Service“ an.

Dieser Leitfaden motiviert den SHK-Unternehmer, seine

Geschäftsfelder serviceorientierter auszugestalten sowie neue

Service- und Dienstleistungsfelder für sich zu entdecken.

Untermauert mit vielfältigen Beispielen aus der täglichen Praxis

erfolgreicher SHK-Unternehmen ergeben sich zudem wertvolle

Anregungen für die eigene betriebliche Praxis.

Die kaufmännischen Anforderungen an den Handwerksunternehmer steigen von Tag zu

Tag. Deshalb ist der Aufbau von betriebswirtschaftlichen Planungs- und Steuerungsinstrumenten

in den Betrieben enorm wichtig, um auch gerade in wirtschaftlich schwierigen

Zeiten zu bestehen.

Der ZVSHK leistet dazu seinen Beitrag, in dem er u. a. den SHK-Innungsbetrieben folgende

praxisorientierte Kalkulationsprogramme anbietet:

� ZVSHK-Deckungsbeitragsrechnung

Das Programm ist ein einfaches und praxisorientiertes Hilfsmittel zur Ermittlung der Kalkulationswerte

und zur Analyse der betrieblichen Kostenstruktur.

� ZVSHK-Kostenstellenrechnung

Das Programm ermöglicht zusätzlich die Zuordnung der betrieblichen Kosten und Erlöse

auf einzelne Unternehmensbereiche.

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Die Entwicklung der Programme basiert auf dem Know-how der betriebs-wirtschaftlichen

Berater der SHK-Verbandsorganisation. Das Rechenschema ist bewusst einfach

gestaltet. Ausführliche Hilfetexte, ein übersichtliches Handbuch und die anwenderfreundliche

Benutzerführung erleichtern den Weg durch die Programme.

Merkblatt „Erste Hilfe bei Auftraggeberinsolvenz in der Bauwirtschaft“

Über 40.000 Unternehmensinsolvenzen, davon 9.000 im Bau- und Ausbaugewerbe allein

im Jahr 2003, sind ein deutliches Alarmsignal: Die Baubranche ist besonders betroffen.

Die drohende Insolvenz des Geschäftspartners kann auch gesunde Unternehmen

erheblich belasten. Nur wer sich in einer solchen Situation professionell verhält, kann

den drohenden Schaden möglichst gering halten oder ganz abwenden.

Als Arbeitshilfe hierzu hat der ZVSHK in Kooperation mit den anderen in der Bundesvereinigung

Bauwirtschaft (BVB) vertretenen Zentralverbänden ein Merkblatt erstellt. Das

Merkblatt kann beim jeweiligen Fachverband abgefragt oder im Mitgliederbereich des

wasserwaermeluft-Portals in der Rubrik Recht – Schwerpunktthema heruntergeladen

werden.

Änderung der TRGI

Manipulationsabwehr in der Gas-Installation

Mit Ausgabedatum Dezember 2003 wurde die beiden Arbeitsblätter G 600 als Beiblatt

zum DVGW-Arbeitsblatt G 600 Technische Regeln für Gas-Installationen (TRGI 86/96)

und G 459-1 als Beiblatt zum DVGW-Arbeitsblatt Gas-Hausanschlüsse veröffentlicht. In

den beiden Beiblättern werden die technischen Maßnahmen gegen Unfälle durch Baggerangriffe

an Hausanschlussleitungen und zum Schutz gegen Eingriffe Unbefugter

(Manipulationsabwehr) festgelegt.

Zu dieser Thematik hat der ZVSHK eine Weiterbildungsmaßnahme

erarbeitet und eine Schulung der technischen

Referenten aus den Landesverbänden am 27.01.2004 in

St. Augustin durchgeführt. Des Weiteren wurde ein

ZVSHK-Sonderdruck des Beiblatts G 600 B herausgegeben,

welcher kostengünstig den Mitgliedsbetrieben bei

Schulungsveranstaltungen angeboten wurde.

Eine zweiseitige Fachinformation „Regelwerksänderung

der DVGW-TRGI zum Thema Manipulationserschwerung“

wurde für den Schnellleser praxisgerecht aufgearbeitet.

31


Neue DIN 1986-3 Betrieb und Wartung von Entwässerungsanlagen

gehalten werden.

Die Konzeption dieser Neufassung der DIN 1986-3 wurde durch

die Praxiserfahrungen des Handwerks geprägt. Der Normaufbau ist

so gestaltet, dass sie Planern und ausführenden Betrieben als

Grundlage für die Erstellung einer Betriebs- und Wartungsanleitung

dient. Mit diesen Normvorgaben sollen dem Eigentümer bzw.

Betreiber Hilfestellungen gegeben werden, damit er seine Grundstücksentwässerungsanlagen

bestimmungsgemäß betreiben, inspizieren

und warten lassen kann, damit die öffentlich-rechtlichen

Vorschriften und allgemein anerkannten Regeln der Technik ein-

In einer Tabelle sind alle relevanten Anlagenteile einer Entwässerungsanlage aufgeführt

und hierzu die Durchführungshinweise für Inspektion und Wartung sowie die Zeitintervalle

angegeben.

Auf der Grundlage der neuen Norm wurde auch die Überarbeitung der ZVSHK-Betriebsanleitung

Gebäude- und Grundstücksentwässerung notwendig.

Diese kann jedem Kunden bei der Übergabe seiner neuen Hausinstallation für den Bereich

Entwässerungsanlagen übergeben werden. Jeder Hausbesitzer kennt dann seine

Pflichten für einen bestimmungsgemäßen Betrieb seiner Entwässerungsanlage.

Neu ZVSHK-Merkblatt

Dichtheitsprüfungen von Trinkwasser-Installationen mit Druckluft, Inertgas

oder Wasser

Bei der Wahl des Dichtheitsprüfungsverfahrens sind aufgrund der

neuen Trinkwasserverordnung hygienische Anforderungen zu

berücksichtigen. Wenn lange Stillstandszeiten (Stagnation) vom

Zeitpunkt der Dichtheitsprüfung bis zur Inbetriebnahme zu erwarten

sind, sollte eine trockene Prüfung mit Druckluft oder inerten

Gasen durchgeführt werden.

Eine Prüfung mit Trinkwasser und anschließendem Entleeren

muss aus hygienischen Gründen vermieden werden.

Wann darf noch eine Wasserprüfung, und wann muss eine

Druckluftprüfung oder sogar eine Inertgas-Prüfung ausgeführt werden? Dies wird in

dem neuen Merkblatt geregelt.

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NEU Fachinformation Dämmung von Sanitär- und Heizungsrohrleitungen

beschrieben.

Bei der Planung und Ausführung bestehen für SHK-Fachbetriebe

vielfach Auslegungsfragen zur Dämmung nach der

EnEV oder der DIN 1988 für Heizungs- und Sanitärrohrleitungen.

Die Fachinformation gibt Hinweise über die fachgerechte

Ausführung von Dämmungen oder Umhüllungen, damit

die Anforderungen der Energieeinsparverordnung sowie

der bestehenden Normen und Regelwerke erfüllt werden.

Ausführungen gegen Wärmeabgabe oder Erwärmung,

Tauwasserbildung, Frosteinwirkung, Schall- und Brandschutzanforderungen

sowie zum Korrosionsschutz werden

Expertenanhörung der Trinkwasserkommission

Thema: „Hausinstallation als potentielles Infektionsreservoir“

Seit dem nach der neuen Trinkwasserverordnung durch örtliche Gesundheitsämter

Trinkwasser-Installationen in öffentlichen Gebäuden überwacht werden, sind der Trinkwasserkommission

des Bundesgesundheitsministeriums bei der Inbetriebnahme von

neuen Gebäuden mit medizinischen Einrichtungen zum Teil hohe Kontaminationen von

Hausinstallationen gemeldet worden.

Sowohl Ausbrüche von Legionellen-Infektionen als auch Kontaminationen mit Pseudonomas

aeruginosa standen im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme oder dem unsachgemäßen

Betrieb von Trinkwasser-Installationen.

Vor diesem Hintergrund hatte die Trinkwasserkommission

beschlossen, im Rahmen einer Expertenanhörung, bei der

auch der ZVSHK für die ausführenden SHK-Fachbetriebe

beteiligt war, den derzeitigen Kenntnisstand sowie Maßnahmen

zur Prävention und Kontrolle zu ermitteln. Ein

Ergebnis war, dass die wichtigsten Anforderungen für

hygienisch einwandfreie Trinkwasser-Installationen bereits

in bestehenden technischen Regeln, wie z. B. DIN 1988

und DVGW AB W 551, enthalten sind, aber in der Praxis

sich nicht immer an die Vorgaben gehalten wird.

Aufgrund dieser Vorgänge wird im Herbst 2004 das neue

ZVSHK-Merkblatt Spülen, Desinfizieren und Inbetriebnahme

von Trinkwasser-Installationen herausgegeben

werden. In diesem Neuen Merkblatt finden planende und ausführende Fachbetriebe die

Hinweise, die für eine hygienisch einwandfreie Trinkwasser-Installation erforderlich wird.

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Beispielskizzen zur richtigen Dämmung und Trassenführung von Rohrleitungen im Fußbodenaufbau

sind ebenso enthalten wie Hinweise zu Mindestabständen zwischen Dämmungen.

Neues Regelwerk für die Klempner/Spengler vorgestellt

Die neustrukturierten und technisch überarbeitete „Richtlinie für die Ausführung von

Klempnerarbeiten an Dach und Fassade (Klempnerfachregeln)“ wurden anlässlich der

Internationalen Fachmesse ISH 2003 in Frankfurt präsentiert.

Die Richtlinien zur Ausführung fachgerechter Klempnerarbeiten wurden grundlegend

überarbeitet. In einer neuen, an der Praxis orientierten Struktur, wurde mit den Klempnerfachregeln

für die ausführenden Betriebe, Architekten und Planer eine gemeinsame

Grundlage für die Planung und Ausführung von Metalldächern, allgemeinen Klempnerarbeiten

und Fassaden geschaffen.

Merkblatt “Turmdeckung in Klempnertechnik“ überarbeitet und neu erschienen

Im Januar 2004 ersetzte das neu überarbeitetes Merkblatt “Turmdeckung in Klempnertechnik“

die Ausgabe 1998.

In der neu erstellten Fassung, die ausschließlich als CD-ROM erhältlich ist, wurden auch

die Erkenntnisse aus aktuellen Schadensbildern bei Turmdeckungen mit einbezogen.

Fachinformation „Anwendungsbeispiel zur Dokumentation zur Dokumentation

nach DGRL 97/23/EG“ auf CD-ROM wurde fertig gestellt

Gemäß der Europäischen Druckgeräterichtlinie 97/23/EG sind vom Hersteller von Druckgeräten

eine Dokumentation zu erstellen die eine Gefahrenanalyse und Betriebsanleitung

beinhaltet.

Die nun erarbeitete Fachinformation soll den Herstellern von Druckgeräten anhand von

Anwendungsbeispielen eine Hilfestellung zur Dokumentation nach der Druckgeräterichtlinie

97/23/EG geben.

Sie gibt eine beispielhafte Anleitung zur Erstellung der erforderlichen Dokumentation

auf einer bearbeitbaren CD-ROM Formatvorlage, die den individuellen Firmenanforderungen

angepasst werden können.

Hilfen zur Modernisierung von Heizungsanlagen

Viele Hausbesitzer leben in energetisch ineffizienten Altbauten und sind sich über Art

und Nutzen möglicher energetischer Modernisierungsmaßnahmen nicht im Klaren. Oftmals

herrschen vage oder falsche Vorstellungen, die Modernisierungsmaßnahmen mit

dem größten Nutzen sind nicht bekannt.

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Informationsblatt zur Anlagenmodernisierung

Der ZVSHK hat daher im Berichtsjahr das Informationsblatt Nr. 19 „Argumentationshilfen

zur Anlagenmodernisierung“ gemeinsam mit den Verbänden BDH, BGW, DVGW,

figawa, IWO und ZVEI erstellt, das mit Ausgabedatum März 2004 veröffentlicht wurde.

In dem Informationsblatt werden die genormten Bewertungsverfahren aufgelistet und

die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen Energiepass erläutert, der zukünftig

durch die neue europäische Richtlinie 2002/91/EG über die „Gesamtenergieeffizienz von

Gebäuden“ gefordert wird. Diese Richtlinie muss bis 2006 in nationales Recht umgesetzt

werden und wird damit in die Überarbeitung der Energieeinsparverordnung (EnEV)

einfließen.

Durch den Energiepass soll dem Endverbraucher Transparenz geboten werden. Diese

und weitere Auswirkungen stellt das Informationsblatt ebenso dar, wie Beispielrechnungen,

die eine Orientierung geben für energetische Sanierungsmaßnahmen. Diese Beispielrechnungen

lassen sich bequem und individuell erstellen durch eine geeignete

Software.

ZVSHK GebäudeEnergieBerater

Analog zum EnEV-Nachweisverfahren

für Neubauten werden

zur Bewertung von Altgebäuden

und verschiedenen Modernisierungsmaßnahmen

leicht

und intuitiv bedienbare Softwareprodukte

angeboten. Der

ZVSHK bietet hierzu den ZVSHK

„GebäudeEnergieBerater“ an,

der bereits auf den oben erwähnten

Bewertungsverfahren

basiert. Über Kataster und Kataloge sind die Daten eines Bestandsgebäudes sehr leicht

in die Software einzugeben.

Das mit dem Inkrafttreten der EnergieEinsparVerordnung fortentwickelte EDV-Programm

kann zur energetischen Bewertung sowohl im Alt- wie auch im Neubaubereich

eingesetzt werden. Es wird erneut angepasst, wenn die verabschiedete Reparatur-Novelle

der EnEV im Herbst 2004 in Brüssel notifiziert wird.

Mitgliederausgabe zu DIN EN 12828 und DIN EN 12831

DIN EN 12828

Die Planungsnorm für Heizungsanlagen DIN EN 12828 „Heizungssysteme in Gebäuden -

Planung von Warmwasser-Heizungsanlagen" ist im Juni 2003 erschienen; sie wurde mit

einer Übergangsfrist veröffentlicht, in der beide, alte und neue Norm anwendbar sind.

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Diese Europäische Norm ersetzt hauptsächlich die Reihe der DIN 4751 zur sicherheitstechnischen

Ausrüstung von Wasserheizungsanlagen.

Im Gegensatz zur nationalen Norm wurden auf europäischer Ebene nur die grundsätzlichen

Funktionsanforderungen festgelegt, ohne sämtliche Einzelheiten eines Entwurfs in

allen Details zu regeln. Neben diesen grundsätzlichen Funktionsanforderungen bzw.

Schutzzielanforderungen sind auch einzelne Lösungsvorschläge und Empfehlungen für

die Ausführung der Anlagenplanung, die jedoch nur beispielhaft sein können, da es

nicht möglich ist, alle Eventualfälle einer Heizungsanlagenplanung in einer Norm zu erfassen.

Inzwischen liegen erste Erfahrungen aus der Praxis vor, die der ZVSHK in einem Kommentar

verarbeitet.

DIN EN 12831

Die Berechnungsnorm DIN EN 12831 „Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast“ ist

im August 2003 erschienen. Diese Europäische Norm ersetzt die Normen der Reihe DIN

4701 „Regeln für die Berechnung des Wärmebedarfs von Gebäuden“. Sie wurde mit

einer Übergangsfrist veröffentlicht, in der beide, alte und neue Norm anwendbar sind.

Der nationale Anhang NA enthält neben Parametern, die sich aufgrund regionaler bzw.

nationaler Gegebenheiten und Gewohnheiten ergeben, auch Formblätter und ein Berechnungsbeispiel.

Die Herausgabe hat sich jedoch verzögert und erfolgte erst im April

2004.

Zur Anwendung wurde empfohlen den nationalen Anhang zur Norm zu verwenden. In

der zu kurz angesetzten Übergangsfrist war dies jedoch nicht möglich, da zur Anwendung

beispielsweise Berechnungsprogramme der Softwarehäuser auf dem Markt sein

müssen oder entsprechende Schulungen der Beteiligten stattfinden müssen. Die Übergangszeit

wurde daraufhin auch aufgrund einer Intervention des ZVSHK durch einen

Beschluss des zuständigen Lenkungsgremiums beim DIN um ein halbes Jahr verlängert.

Zu Norm und nationalem Anhang wird ein Kommentar vorbereitet und ebenfalls ein

EDV-Programm, welches eine leicht verständliche, selbsterklärende Bedienerführung zur

Anwendung in der Praxis hat.

Mitgliederausgabe von BHKS und ZVSHK

Es ist durch BHKS und ZVSHK beabsichtigt ab Herbst 2004 den jeweiligen Mitgliedern

ein Paket mit den beiden Normen, den jeweiligen Kommentaren und auf CD das Berechnungsprogramm

zu DIN EN 12831 anzubieten.

Für dieses Paket soll ein attraktiver Preis angeboten werden, der unter dem Wert der

Normen im Einzelbezug liegt.

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Handbuch Berufliche Grundlagen für die

Gebäude- und Energietechnikhandwerke

Teil: Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Zum 01.01.2003 trat die neue Meisterprüfungsverordnung für das Installateur und Heizungsbauer-Handwerk

in Kraft und zum 01.08.2003 die neue Ausbildungsverordnung

für den Beruf Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Dadurch

wurde eine Überarbeitung des Handbuchs Nr. 9 „Berufsordnungsmittel“, Ausgabe

1991, notwendig.

Der neue Beruf Anlagenmechaniker-SHK enthält einerseits bewährte Inhalte, die von

den ehemaligen Berufen Gas- und Wasserinstallateure und Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

übernommen worden sind, andererseits sind neue Ausbildungsinhalte wie

Qualitätsmanagement, Kundenorientierung und Kundenkommunikation sowie vertiefende

Kenntnisse und Fertigkeiten auf dem Gebiet der Elektrotechnik hinzugekommen.

Die Betriebe bilden jetzt Fachkräfte aus, die den gesamten Bereich der Gebäude- und

Energietechnik kompetent abdecken. Der einzelne Betrieb hat dadurch noch mehr Möglichkeiten,

gewerkeübergreifend tätig zu werden.

Aus dem Inhalt:

• Überblick über die Berufsausbildung inklusive der überbetriebliche Ausbildung in

den Berufsbildungsstätten

• Struktur der Vermittlung des berufsschulischen Lehrstoffs, der jetzt erstmals in

Lernfeldern angeboten wird

• neue Meisterprüfung und die Meistervorbereitung im Installateur- und Heizungs

bauer-Handwerk

• Zusammenstellung diverser Schreiben von Ministerien zu Auslegungsfragen der

Verordnungstexte

Das Handbuch enthält eine übersichtlich geordnete Sammlung wissenswerter Texte zur

Ausbildung, Berufsschule und Meisterprüfung. Es ist deshalb auch als Nachschlagewerk

gut geeignet und sollte in keinem Ausbildungsbetrieb fehlen.

Neue Schulungsmaßnahme „SHK- Fachbetrieb für Komplettsanierung von Leitungswasserschäden“

aus der Taufe gehoben

Der ZVSHK führt die vielversprechende Maßnahme in Kooperation

mit Monty GmbH und den Fachverbänden durch.

Derzeit wird die Schulung nur an den beiden Standorten

Bünde in Westfalen und Fellbach bei Stuttgart angeboten.

Das soll sich aber demnächst ändern, denn die übrigen

Fachverbände sind aufgerufen, sich zu beteiligen.

Die Schulungsmaßnahme „SHK- Fachbetrieb für Komplettsanierung

von Leitungswasserschäden“ umfasst zwei Tagesseminare,

in denen die Kursteilnehmer mit Leitungswasserschäden,

Schäden durch Rohrbruch bzw. durch nicht

bestimmungsgemäß ausgetretenes Wasser sowie mit den

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einschlägigen Verfahren zur Bautrocknung vertraut gemacht werden.

Vermittelte Kenntnisse und Fertigkeiten:

- Kenntnisse über die Physik des Wassers und die bei Eintreten einer Leckage mög-

lichen Schäden

- Kenntnisse über Gesetze, Vorschriften, Verordnungen, Normen und anerkannte

Regeln der Technik

- Geräteauswahl und Geräteeinsatz, Umgang mit Lecksuchgeräten

- Kenntnisse über die einschlägigen Messverfahren

- Kenntnisse über die entsprechenden Sanierungsmethoden bei unterschiedlichen

Schadensfällen

- Wartung, Instandsetzung, Wartungsvertrag

- Kenntnisse im Bereich Marketing/Werbung und Kundenkommunikation

Zertifikat:

Die Qualifizierungsmaßnahme schließt mit einer Sachkundeprüfung ab, in der fachtheoretische

(schriftlich) Aufgaben zu bearbeiten sind. Es wird ein bundeseinheitliches Zertifikat

vom ZVSHK ausgestellt.

ZVSHK stellt neue CD-ROM für die Lehrlingswerbung

in Schulen vor

Nach dem der neue Beruf Anlagenmechaniker für

Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zum

01.08.2003 in Kraft getreten ist, wurden vom ZV

relativ schnell entsprechende Flyer und Plakate erstellt,

die sehr erfolgreich die Lehrlingswerbung

unterstützen.

Inzwischen ist vom ZV eine CD-ROM mit dem Titel

„Lehrlingswerbung in Schulen“ entwickelt worden,

die sich an Haupt- und Realschüler wendet.

In einem persönlichen Vortrag, soll z.B. ein Obermeister oder Lehrlingswart, der selbst

Lehrlinge ausbildet, das Interesse der Schüler für den Beruf Anlagenmechaniker für Sanitär-,

Heizungs- und Klimatechnik wecken.

Unterstützen soll ihn dabei eine Power-Point-Präsentation auf CD-ROM, die den Schülern,

die eigentlich recht wenig über Berufe wissen, die wichtigsten Informationen zum

Beruf Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik an Hand einiger einprägsamer

Bilder darstellt.

Der Vortragende soll sich selbst kurz vorstellen und seine eigene berufliche Entwicklung

schildern. Dazu reicht es, wenn er erläutert, wie er zu dem Beruf gekommen ist, warum

er einen Handwerksbetrieb gegründet hat, warum er Lehrlinge ausbildet und warum

ihm der Beruf insgesamt Spaß macht. Er soll darauf hinweisen, dass er bewusst die Du-

Form für die Ansprache der Schüler gewählt hat, weil das mehr „Nähe“ und weniger

„Distanz“ schafft.

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Der gesamte Vortrag ist auf 1 Schulstunde (45 Minuten ) ausgelegt und soll im wesentlichen

Antwort geben auf Fragen wie:

- was ist das für ein Beruf

- was mache ich in diesem Beruf / wofür muss ich Talent haben

- welche Chancen habe ich in diesem Beruf

- an wen muss ich mich bei Interesse wenden

Anschließend soll der Vortragende offen gebliebene Fragen der Schüler beantworten. Es

sollte auch nicht vergessen werden, Adressenlisten von Betrieben mit freien Ausbildungsplätzen

zu verteilen.

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8. Weiteres

Demografie-Initiative mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung

„Wenn die Bevölkerung immer älter wird, können

die Belegschaften nicht jünger werden.“ Diese Erkenntnis

und die Tatsache, dass zum Teil Betriebe

bereits mit Anzeichen der Überalterung und des

Fachkräfte-/Nachwuchsmangels konfrontiert sind,

hat den ZVSHK motiviert, die „Demografie-Initiative“

zu starten.

In diesem Projekt wurden – unterstützt durch das

Bundesministerium für Bildung und Forschung

(BMBF) – betriebliche Strategien für eine altersgerechte Arbeits- und Personalpolitik im

Handwerksbetrieb entwickelt. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima erarbeitete die

Konzepte gemeinsam mit SHK-Betrieben, damit diese auf die Veränderungen der Bevölkerungs-

und damit auch der Belegschaftsstrukturen vorbereiten und Gegenmaßnahmen

einleiten können.

Schon heute können ausscheidende ältere Mitarbeiter in Handwerksbetrieben nicht immer

mühelos durch qualifizierten Nachwuchs ersetzt werden. Durch Nachwuchsmangel

und die Abwanderung von Fachkräften sinkt die Zahl der leistungsfähigen Mitarbeiter in

den SHK-Betrieben. Die Betriebe werden zunehmend schwerer geeignete Auszubildende

und Fachkräfte finden und somit verstärkt auf die Mitarbeit älterer Mitarbeiter angewiesen

sein. Da sich diese Situation zukünftig verschärfen wird, sind Maßnahmen zum Erhalt

der Leistungsfähigkeit und die Optimierung der Ablauforganisation notwendig.

Im Rahmen dieses durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten

Projekts haben SHK-Betriebe – unterstützt durch Seminare und Beratungsleistungen –

Lösungsansätze erarbeitet und umfassende Personalkonzepte entwickelt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wasserwaermeluft.de.

Literatur- und Informationsquellenliste zur Unternehmensnachfolge

www.wasserwaermeluft.de/b2a/infopark/bwl/tipps abrufbar.

Laut des Bundesverbandes der mittelständischen

Unternehmen (BVMW) werden in den

nächsten 10 Jahren ungefähr 700.000 mittelständige

Unternehmen einen Nachfolger suchen.

Darunter werden auch viele SHK-Betriebe

fallen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen

müssen.

Aus diesem Grund hat der ZVSHK für die Innungsbetriebe

eine Literaturliste, die wichtige

Informationsquellen zur Unternehmensnachfolge

im Handwerk beinhaltet, zusammengestellt.

Diese ist im Mitgliederbereich unter

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In Vorbereitung:

Bankengerechte Unternehmenspräsentation als Visitenkarte für die Hausbank

Hausbanken werden vor dem Hintergrund der Verschärfung der Kreditrichtlinien mehr

und zeitnähere Informationen über die finanzielle Lage ihres Unternehmens benötigen;

insbesondere wird auch die Bedeutung qualitativer Informationen zunehmen. So könnten

Gründe für das Scheitern von Kreditverhandlungen bzw. für höhere Kreditkonditionen

u. a. in dem Fehlen der zur Entscheidungsfindung benötigten Unterlagen sowie in

der Art und Weise, wie diese Informationen präsentiert werden, liegen.

Um dieses zu vermeiden, hat der ZVSHK in Abstimmung mit der Kreditwirtschaft und

SHK-Unternehmern eine Vorlage für eine bankengerechte Unternehmenspräsentation

für die SHK-Innungsmitglieder erarbeitet. Diese wird nun in einem nächsten Schritt in

eine bedienerfreundliche Softwarelösung umgesetzt werden. Sie versetzt den SHK-Unternehmer

in die Lage, ein professionelles Unternehmensprofil zu erstellen, das er bei

seiner Hausbank vorhalten kann.

SHK-Zertifizierung technischer Berechnungsprogramme

Geberit wurde von SHK-ZERT bescheinigt,

dass die EDV-Programme Geberit ProPlaner

• DIN EN 12056-2, -4, DIN 1986-100

Schmutzwasserleitungen

• DIN EN 12056-3/DIN 1986-100/VDI 3806

Dachentwässerung mit Druckströmung

• DIN 1988/W 533

Trinkwasser-Installationen

die ZVSHK-Anforderungen erfüllen.

Nach den „Änderungen und Prüfungen an technische

Berechnungsprogramme“ die gemeinsam mit

Softwareanbietern aufgestellt wurden, haben sich

im Mai 2004 die Firmen Dendrit und Geberit ihre

neuesten Versionen von Sanitär-Berechnungsprogrammen

testen lassen.

Dendrit wurde von SHK-ZERT bescheinigt, dass die

EDV-Programme Windows Dendrit Version 4.4

• DIN EN 12056/DIN 1986-100

(Entwässerungsanlagen Schmutzund

Regenwasser)

• DIN 1988

(Trinkwasser-Installationen)

die ZVSHK-Anforderungen erfüllen.

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