Handwerk in Bremen - Handwerkskammer Bremen

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Handwerk in Bremen - Handwerkskammer Bremen

Foto: Fotostudio Penz

Vertrieb: Verlag Wilhelm Schintz Druck GmbH

12/2010 · 5,– €

Handwerk in Bremen

Die Zeitschrift

für das Handwerk in Bremen

und Bremerhaven

Siegertypen 2010:

Bremens beste Azubis

sind Handwerker

Über 200 Gäste beim

Mahl des Handwerks

Innovatives Handwerk:

Preise in sechs

Kategorien vergeben

Zahntechniker:

Innungen

fusionierten


Liebe Handwerkerinnen und Handwerker,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Auf ein Wort – Editorial

der Schriftsteller und Träger des Literaturnobelpreises Thomas Mann sagte einst:

„Arbeit ist schwer, ist oft genug ein freudloses und mühseliges Stochern; aber nicht arbeiten

- das ist die Hölle.“ Entsprechend froh sind viele der insgesamt rund 320.000 Ein-Euro-

Jobber in Deutschland, dass sie wenigstens vorübergehend eine Beschäftigung haben –

denn sie gibt ihnen das gute Gefühl gebraucht zu werden, selbst wenn ein Ein-Euro-Job

zumeist nicht unmittelbar den Weg in den ersten Arbeitsmarkt ebnet.

Doch immer wieder werden Ein-Euro-Jobber für Arbeiten ausgenutzt, die sie nicht

durchführen dürfen, denn diese Tätigkeiten sind oft weder „zusätzlich und im Interesse

der Allgemeinheit“ oder stehen schlichtweg in Konkurrenz zu gewöhnlichen ungeförderten

Unternehmen. Mehr als die Hälfte aller von den Kommunen geförderten Ein-Euro-

Jobs sollen demnach illegal sein.

Das Fatale daran: Immer wenn staatlich finanziell geförderte – und daher zwangsläufig

billige – Arbeit mit regulären Betrieben um Aufträge konkurriert, entgehen den regulären Betrieben Aufträge.

In letzter Konsequenz bedeutet dies, dass gut gemeinte Ein-Euro-Jobs nicht Arbeit schaffen, sondern

sogar für MEHR Arbeitslosigkeit sorgen!

Seit Jahren beschweren wir Handwerker uns deshalb über diesen beschäftigungspolitischen Irrsinn, doch

geändert hat sich wenig. Jetzt aber haben wir überraschend Rückendeckung bekommen. Denn wie wir prangert

mittlerweile sogar der Bundesrechnungshof die vielen offenkundigen Mängel an! Ein-Euro-Jobs stellen

für Langzeitarbeitslose kaum eine Brücke in eine dauerhafte Beschäftigung dar, heißt es in einem veröffentlichten

internen Bericht. In der Mehrzahl der Fälle würden die geförderten Jobs nicht helfen, „die individuellen

Vermittlungshemmnisse erwerbsfähiger Hilfebedürftiger zu verringern“, liest man darin, und auch eine Studie

des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) über die Erwerbsverläufe von 160.000 Hartz-

IV-Empfängern bestätigt, dass Ein-Euro-Jobber seltener einen regulären Arbeitsplatz finden als andere Hartz-

IV-Empfänger. Besonders Männer OHNE Migrationshintergrund haben demnach spürbar schlechtere

Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wenn sie zuvor einen Ein-Euro-Job angenommen haben – doch auch alle

anderen Gruppen würden durch die Beschäftigungsmaßnahme benachteiligt, urteilten die Experten.

Als Gründe für das schlechte Abschneiden der Maßnahme wird genannt, dass die im Ein-Euro-Job vermittelten

Qualifikationen an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes vorbeigehen.

Angesichts leerer Kassen gehört darum dieser arbeitsmarkpolitische Unfug abgeschafft! Und offenbar gibt

es für die rasche Eindämmung sogar einen breiten gesellschaftlichen Konsens von der Bundestagsfraktion der

FDP über die Oppositionsparteien bis hin zum DGB. Die Grünen-Abgeordnete Brigitte Pothmer beispielsweise

forderte die Arbeitsministerin auf, endlich den massenhaften Einsatz von Ein-Euro-Jobs zu beenden.

Zweifellos ist die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen eine wichtige Aufgabe – umso mehr

angesichts des sich abzeichnenden Mangels an Fachkräften. Wir Handwerker stehen deshalb auf dem Stand -

punkt, dass es keine weitere Förderung von öffentlichen Betrieben oder Einrichtungen geben darf, die Handwerksbetrieben

Konkurrenz macht. Handwerkliche Tätigkeiten sind darum ausschließlich von Handwerksbetrieben

durchzuführen, wie es die Handwerksordnung vorschreibt! Die Kreishandwerkerschaft Bremen

hat bereits gute Vorschläge zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen gemacht. Ihre Empfehlung:

Benachteiligte Menschen werden direkt Handwerksbetrieben beigestellt und auf diese Weise ar beitsmarktgerecht

qualifiziert und in den Berufsalltag integriert. Dies ist sinnvoll und vernünftig. Für alle Ein-

Euro-Jobs sollten Handwerker flächendeckend mit überprüfen, ob die Arbeitsgelegenheiten wirklich wettbewerbsneutral

sind und nicht mehr länger eine unzulässige Konkurrenz für örtliche Betriebe darstellen.

Herzlichst

Ihr

Joachim Feldmann

Präses der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Handwerk in Bremen 12/2010 | 3


INHALT

BREMEN & BREMERHAVEN

Zukunftsberufe Gesundheit:

6 „Man muss vom Reden ins Handeln kommen“

6 Kastendiek zum Thema Abwasser GmbH

7 Förderung für umweltfreundlichere Heizungen

7 Rathaus sucht Mäzenaten

DAS HANDWERK

Niedersachsen und Bremen:

8 Zahntechniker-Innungen zusammengeschlossen

HANDWERKSKAMMER BREMEN

10 Konjunkturkurve im Handwerk zeigt nach oben

11 Ausbildung: Gute Bilanz für 2010

12 Mahl des Handwerks: Für Partnerschaft und Fairness

14 Leichter um Nachwuchs werben

15 Bremens engagierteste Azubis sind Handwerker

16 Gleich drei Bundesleistungswettbewerbe in Bremen

KREISHANDWERKERSCHAFT BREMEN

18 KH und AGVH tagten „an Bord“

19 Ehrung für jahrelangen Einsatz

19 Werklohnforderungen verjähren

20 Aus den Innungen

25 UFH mit neuem Landesvorstand

25 Raumausstatter und Sattler im Wettbewerb

KREISHANDWERKERSCHAFT BRHV-WEM

26 Beruf und Familie unter einem Hut

27 Schnitt für Schnitt seit 100 Jahren

28 Leichte Entspannung am Ausbildungsmarkt

29 Auszeichnung für erfolgreiche Übernahme

4 | Handwerk in Bremen 12/2010

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NAMEN & NOTIZEN

32 Weihnachts- und Neujahrswünsche, Geburtstage, Jubiläen

33 Kfz-Gewerbe feierte 75 Jahre

34 „Seifriz-Preis“ ging an Bremer Yachtwerft

35 Erstmalig: Bremer Preis für Denkmalpflege vergeben

36 Freundlicher Service gepaart mit Fachkompetenz

37 „Baukasten“ für Kfz-Versicherung

TIPPS & TERMINE

38 Angebote zur Aus- und Weiterbildung, Veranstaltungen

THEMEN & TITEL

40 Innovation? Wie aus Glühbirnen Heizungen werden

41 Aufgeblättert: Buchvorstellungen

MARKTPLATZ

42 Betriebsbörse der Handwerkskammer Bremen

SCHLUSSPUNKT

43 Nachgefragt: Rainer Brüderle

43 Impressum

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INHALT

Handwerk in Bremen 12/2010 | 5


BREMEN & BREMERHAVEN

„MAN MUSS VOM REDEN INS HANDELN KOMMEN“

Auf der „G_win – Zukunftsberufe Gesundheit“ zeigten Gesundheitshandwerker

und Handwerkskammer die großen Chancen und guten Karrieremöglichkeiten in

den Gesundheitsberufen auf.

„Wir wollen in Bremen mit einem Bündel an

Maßnahmen dem Fachkräftemangel begegnen.

Deshalb unterstützen wir mit dieser Jobmesse

die regionale Gesundheitswirtschaft bei Ihren

Bemühungen, geeignetes Personal zu finden

und die Besucher über die Möglichkeiten der

Branche zu informieren“, erläutert Ingelore

Rosenkötter, Senatorin für Arbeit, Frauen,

Gesundheit, Jugend und Soziales, anlässlich der

Eröffnung der ersten „G_win – Zukunftsberufe

Gesundheit“, die ein Wochenende lang im World

Trade Center Bremen stattfand. 37 Aussteller –

darunter die Handwerkskammer und Betriebe

des Gesundheitshandwerks – präsentierten sich

auf der Jobmesse, rund 200 Teilnehmer erschienen

zum Fachsymposium.

„Die Gesundheitswirtschaft ist ein wichtiges

Innovationsfeld in Bremen und wir wollen das

regionale Potenzial stärken und weiter entwickeln“,

erklärt Andreas Heyer, Vorsitzender der

Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung

Bremen GmbH, die die Veranstaltung in

Kooperation mit dem Erwin-Stauss-Institutes im

Auftrag der Senatorin für Arbeit, Frauen,

Gesundheit, Jugend und Soziales durchführt.

KASTENDIEK: „BANKROTTERKLÄRUNG“

Mit der Absage, eine Abwasser GmbH zu gründen, würde die rot-grüne Koalition

die Unternehmen belasten, klagt CDU-Politiker Jörg Kastendiek.

Das drohende Aus für steuerliche Entlastungen

der Unternehmen bei der Berechnung

von Abwassergebühren ist eine wirtschaftspolitische

Bankrotterklärung des rot-grünen

Senats. Das sagt der Bremer CDU-Bürgerschaftsabgeordnete

Jörg Kastendiek nach der

jüngsten Berichterstattung, wonach SPD und

Grüne der Gründung einer Abwasser GmbH

eine Absage erteilen wollen. „Die Koalition hat

die Unternehmen mit ihren versprochenen

Entlastungen schlicht und ergreifend hinters

Licht geführt“, so Kastendiek.

Die CDU-Fraktion hat sich mehrfach für die

Gründung einer Abwasser GmbH stark

gemacht. Durch sie wäre es möglich, die fällige

Mehrwertsteuer bei der Berechnung von

Abwasser als Vorsteuer geltend zu machen.

Kastendiek bemängelt, dass weder Sozialdemokraten

noch Grüne die Entlastung von

6|Handwerk in Bremen 12/2010

„Aber wir wollen auch zeigen, was Bremen auf

dem Feld der Gesundheitswirtschaft bereits zu

bieten hat.“

Neben der Handwerkskammer, deren Beratungsangebot

von den Messebesuchern stark

nachgefragt wurde, waren auch Innungen und

Betriebe des Gesundheitshandwerks sowie das

Kompetenzzentrum der Handwerkskammer auf

der Messe vertreten. Augenoptiker, Orthopädietechniker,

Orthopädieschuhtechniker und Zahntechniker

präsentierten sich den interessierten

Besuchern und boten konkrete Stellenangebote

sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

an. Gemeinsam zeigten sie auf, dass es ein hohes

Potenzial und gute Karrieremöglichkeiten für

Arbeitskräfte im Bereich Gesundheit und Pflege

gibt. Impulsvorträge ergänzten das Programm.

Für die Betriebe des Bremer Gesundheitshandwerks

und die Handwerkskammer bot die

Messe gute Gelegenheit, sich ins Gespräch bei

den jungen Menschen zu bringen, die sich in der

Phase der Berufs- und Ausbildungsplatz-wahl

befinden. „Für uns war die Messe ein voller

Erfolg“, sagt Wolfgang Lüllmann, der den Stand

der Handwerkskammer mit betreute.

Unternehmen ernsthaft geprüft haben. „Alle

bislang genannten Gründe für die Ablehnung

sind vorgeschoben. Es fehlt schlicht der politische

Wille, Standortnachteile zu beseitigen

und auf diese Weise zur Sicherung von

Arbeitsplätzen beizutragen. Noch nie hat eine

Koalition im Land Bremen die Wirtschaftspolitik

derart als Teufelszeug betrachtet wie diese

rot-grüne Regierung“, kritisiert der wirtschaftspolitische

Sprecher der CDU-Fraktion.

Er erinnert daran, dass Bremen nach wie vor

bei der Höhe der Abwassergebühren bundesweit

einen Spitzenplatz belegt. „Niemand

muss sich wundern, wenn angesichts dieser

wirtschaftsfeindlichen Haltung ansiedelungswillige

Unternehmen günstigere Standorte im

Umland bevorzugen und dort Menschen in

Beschäftigung bringen“, so Kastendiek.

Die CDU wird in der kommenden Bürger-

Bremen hat im Kernbereich der Gesundheitsbranche

etwa 35.000 Beschäftigte, dazu kommen

weitere in Gesundheitsverwaltung, Krankenkassen,

Apotheken, Gesundheitshandwerk,

Gerontotechnik und weiteren Branchen. Laut

aktueller Studie der Wirtschaftsprüfungs- und

Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers

und des Darmstädter WifOR-Instituts wird es für

Deutschlands Gesundheitswirtschaft schon

bald eng: 140.000 Pflege- und andere nicht-ärztliche

Fachkräfte fehlen bis zum Jahr 2020, zehn

Jahre später sollen es schon 950.000 sein. Der

Bedarf im Bereich Altenpflege ist dabei nicht

einmal berücksichtigt.

„Man muss vom Reden ins Handeln kommen.

Das tun viele unserer Unternehmen und

Institutionen bereits mit Erfolg. Wir unterstützen

diese Entwicklung mit dieser neuen Veranstaltungskombination“,

so Rosenkötter. Die

Frage, wie zukünftig gehandelt werden soll und

kann, stand deshalb im Mittelpunkt des Fachsymposiums.

Hier wurden in 13 Fachvorträgen

und Podiumsdiskussionen Lösungswege für

aktuelle Probleme wie den drohenden Fachkräftemangel

aufgezeigt und diskutiert. Auf dem

Programm standen beispielsweise neue Ausbildungsformen

oder auch die Neuaufteilung der

Kompetenzbereiche zwischen Medizinern und

Pflegepersonal.

CDU-Bürgerschaftsabgeordneter Jörg Kastendiek.

schaftssitzung weiter für Entlastungen der

Unternehmen bei der Berechnung von Abwassergebühren

kämpfen. Einen entsprechenden

Antrag haben die Christdemokraten bereits

eingebracht.


Wer die Elektroheizung seines Gebäudes

oder seiner Wohnung durch eine umweltfreundlichere

Zentralheizungsanlage ersetzen

möchte, kann dafür jetzt Fördermittel des Landes

Bremen in Anspruch nehmen. Die Deputation

für Umwelt und Energie hat dafür eine

Änderung der Förderrichtlinie „Ersatz von

Elektroheizungen“ beschlossen. Die Förderrichtlinie

ist am 1. November in Kraft getreten.

Mit der geänderten Förderrichtlinie reagiert

Bremen auf den Wegfall der Zuschussförderung

des Bundes für den Ersatz von Nachstromspeicherheizungen.

Nach den Förderbestimmungen

beträgt der Landeszuschuss für

ein typisches Einfamilienhaus, bei dem eine

Umstellung auf Gas vorgenommen wird, 2.250

Euro, für ein Zweifamilienhaus 3.750 Euro. Für

die Entsorgung von asbesthaltigen Nachtstromspeicherheizungen

können zusätzlich

RATHAUS SUCHT MÄZENATEN

Die Bremer lieben ihr Rathaus,

das Weltkulturerbe mitten im Herzen

der Stadt. Gäste sind zu Recht

immer wieder beeindruckt von der

Oberen Rathaushalle, die bremischen

Gastgeber zeigen diesen wunderschönen

Raum nicht ohne Stolz. Der

Zahn der Zeit aber macht auch vor

dem Rathaus nicht Halt. Immer wieder

muss erhalten und ausgebessert

werden. Die Mittel dazu sind knapp.

Ein Blick in die Geschichte zeigt,

dass die Stadtväter vor hundert Jahren

vor ähnlichen Problemen standen.

Auch die Ausstattung des

Neuen Rathauses war ohne private

Unterstützung nicht denkbar, Kunst -

werke und wertvolle Möbel, Delfter

Porzellan oder Leuchter wurden von

Bremerinnen und Bremern gestiftet.

So spiegeln die repräsentativen

Räume, Säle und Flure das Mäzenatentum

bremischer Firmen und Persönlichkeiten

wider.

Bürgermeister Jens Böhrnsen

wen det sich jetzt mit einem Aufruf

an Bremer Bürger sowie an Unter-

nehmensvertreter: „Werden Sie Pate

oder Patin für einen Stuhl in unserem

schönen Rathaus!“ Die alten Lederstühle

müssen dringend ersetzt werden.

Wer jemals eine Feier, eine Konzert-

oder Vortragsveranstaltung in

den Festräumen des Rathauses sitzend

verbracht hat, wird dies bestätigen.

Die jetzige Bestuhlung ist kein

schöner Anblick und auch nicht

mehr bequem. Wer eine Patenschaft

übernimmt, dessen Name wird auf

einem Messing schild am Stuhl verewigt.

Böhrnsen: „Ich kann zwar nicht

versprechen, dass jeder immer auf

„seinem Stuhl“ sitzen kann. Doch

für 444 Euro pro Stuhl können auch

Sie zu den Bremerinnen und Bremern

gehören, denen wir so vieles in

unserem Rathaus verdanken.“

Für Fragen und Patenschaften ist

im Rathaus Kornelia Buhr Ansprechpartnerin,

Telefon (04 21) 36 16 200.

Weitere Informationen gibt es unter

www.rathaus.bremen.de und E-Mail:

rathaus.stuhlpate@sk.bremen.de.

BREMEN & BREMERHAVEN

FÖRDERUNG FÜR UMWELTFREUNDLICHERE HEIZUNGEN

Für die Umstellung von Elektro- auf umweltfreundliche Heizsysteme gibt es jetzt im Land Bremen kräftige Zuschüsse.

Für 444 Euro Pate eines Rathaus-Stuhles werden.

Zuschüsse in Höhe von 100 Euro je Gerät für

Ein- und Zweifamilienhäuser und 75 Euro für

Mehrfamilienhäuser gewährt werden. Eine

Förderung setzt voraus, dass die neue Heizungsanlage

auf Basis von Energieträgern

betrieben wird, die keine oder relativ geringe

CO 2 -Emissionen verursachen – wie etwa

erneuerbare Energien, Nah- und Fernwärme

auf Basis von Kraft-Wärme-Kopplung oder

Abwärmenutzung sowie Gas – und dass die

demontierten Nachtspeicherheizgeräte ordnungsgemäß

entsorgt werden.

Förderanträge nach dem Bremer Programm

„Ersatz von Elektroheizungen“ können in den

Kundencentern der swb in Bremen und Bremerhaven,

die vom Senator für Umwelt, Bau,

Verkehr und Europa mit der Antragsbearbeitung

beauftragt worden sind, gestellt werden.

swb gibt die Förderanträge heraus, berät zu

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dem Förderprogramm und hilft bei der Antragstellung.

Das swb-Kundencenter in Bremen ist

unter der Telefon (0421) 359-3590, das swb-

Kundencenter in Bremerhaven unter Telefon

(0471) 477-1111 erreichbar.

Vorbild bei Ausbildung

Bremen will mit seiner hohen Ausbildungsquote

von 8,4 Prozent auch in 2011 eine Vorbildfunktion

einnehmen. „Der Senat hat für

das kommende Jahr 467 Ausbildungsplätze

beschlossen,“ erklärte jetzt Bürgermeisterin

Karoline Linnert. Bei allen Personalentscheidungen

müsse stets zwischen notwendigen

Sparanstrengungen und wünschenswerter

Personalausstattung abgewogen werden. Der

frühzeitige Ausbildungs-Beschluss soll Bremen

gute Chancen im Wettstreit um die bes -

ten Bewerberinnen und Bewerber sichern.

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Handwerk in Bremen 12/2010 | 7


DAS HANDWERK

ZAHNTECHNIKER-INNUNGEN ZUSAMMENGESCHLOSSEN

Einstimmig gaben Zahntechniker der Innung Niedersachsen und der Innung Bremen ihre Zustimmung zum Zusammenschluss

zur Zahntechniker-Innung Niedersachsen-Bremen (ZINB). Lutz Wolf aus Osnabrück ist neuer Obermeister.

Auf der Gründungsversammlung der

Zahntechniker-Innung Niedersachsen-Bremen

(ZINB) in Verden hatten die roten Stimmkarten

die genau gegenteilige Bedeutung zur

im Sport üblichen Hinausstellung. Je mehr

davon in die Luft gehalten wurden, desto größer

wurde die Freude aller Verantwortlichen;

denn die rote Karte war in diesem Fall ein Zeichen

der Zustimmung. Alle stimmberechtigt

anwesenden Mitglieder aus Bremen und

Niedersachsen gaben der Gründung einer

gemeinsamen Innung von Niedersachsen

und Bremen einstimmig ihre Zusage.

„Die Vorstände beider Innungen folgen zur

Steigerung der berufsständischen Interessenvertretung

dem im Gesundheitswesen dynamisch

verlaufenden Konzentrationsprozess.

Am Ende dieser Veranstaltung werden Sie die

Mitglieder einer in jeder Hinsicht stärkeren

Zahntechnikerinnung sein.“ Mit diesen Worten

begrüßte der niedersächsische Obermeister

Lutz Wolf die zahlreichen, vom VDZI-Präsidenten

Jürgen Schwichtenberg angeführte

Liste der Ehrengäste sowie die Mitglieder beider

bisherigen Innungen.

ELENA gestoppt

Der zentrale Arbeitnehmer-Datenspeicher

ELENA ist gestoppt – zumindest für die kommenden

vier Jahre. Bundeswirtschaftsminister

Rainer Brüderle (FDP) hatte schon im April

des Jahres gefordert, kleine und mittlere

Unternehmen von der Pflicht zur elektronischen

Übermittlung von Angestelltendaten

für ELENA auszunehmen. Nun haben sich

die Spitzen der Regierungskoalition geeinigt,

ELENA auszusetzen.

HANDWERK IN BREMEN erfuhr die Nachricht als

eines der ersten Medien, da es mit dem

Bundeswirtschaftsminister wegen eines Kurz -

interviews in Kontakt stand (siehe „Nachgefragt“

auf der vorletzten Seite). Rainer Brüderle:

„Wir haben uns gerade darauf verständigt,

das Elena-Verfahren bis 2014 auszusetzen. Es

verursachte gerade für Handwerksunternehmen

eher zusätzliche Bürokratie, der kein entsprechender

Nutzen gegenüberstand. Ich

freue mich deshalb sehr, dass wir nun zu einer

gemeinsamen Entscheidung gelangt sind.“

8 | Handwerk in Bremen 12/2010

„Wir geben als

kleine Innung in

Deutschland mit diesemZusammenschluss

nichts auf

und gewinnen im

großen neuen Verbund

doch viel an

Organisations- und

Gestaltungskraft

sowie mit vielfachen

synergetischen Effekten

hinzu“, mit diesen

Worten führte

der Bremer Obermeister,

Theodor

Overhoff, in die

umfangreiche Tagesordnung

ein.

Mit eindrucksvollen 98 Prozent wurde Lutz

Wolf aus Osnabrück zum Obermeister der

neuen Innung gewählt. Stellvertretende

Obermeister wurden Jürgen Schwichtenberg

aus Osnabrück, Frank Schollmeier aus Hannover

und Sven Davidsmeyer aus Bremen.

Mit der Bestätigung der bisherigen

gesundheitspolitischen Grundüberzeugungen,

der zu erwartenden Strukturveränderungen

im Gesundheitswesen und der Vermittlung

von Zukunftsprojekten im Bereich

moderner Fertigungstechnologien waren

viele bedeutende Aspekte der Unternehmer

im Zahntechnikerhandwerk thematisiert

worden. Im Vordergrund aller Diskussionsbeträge

stand – wie angesichts bekannt gewordener

gesundheitlicher Schädigungen von

Patienten durch Zahnersatz aus dem Ausland

nicht anders zu erwarten war – die Sicherung

der zahnprothetischen Versorgungsqualität.

Ebenfalls wurde der neue Vorstand aufgefordert,

alles zur Überwindung der bestehenden

Strukturfehler im Festzuschuss-System zu

unternehmen.

Die Teilnehmer der Gründungsversammlung

waren sich in der Qualitätsorientierung

in der Versorgung mit hochwertigem Zahnersatz

in der Leistungspartnerschaft mit dem

Zahnarzt vor Ort einig.

Warben für den Zusammenschluss: Bremens Obermeister der Zahntechniker,

Theodor Overhoff (li.), und der niedersächsische Obermeister der Zahntechniker,

Lutz Wolf, der nun die neue Zahntechniker-Innung Niedersachsen-Bremen

anführt.

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HANDWERKSKAMMER

KONJUNKTURKURVE IM HANDWERK ZEIGT NACH OBEN

Gute Nachrichten aus dem bremischen Handwerk: Laut Herbst-Umfrage der

Handwerkskammer Bremen hat sich der Aufwärtstrend weiter verfestigt.

Bundesweit war in der Krise die Wirtschaft

um 4,7 Prozent eingebrochen. Bremen hingegen

stand mit einem Minus von „nur“ 3,4 Prozent

noch vergleichsweise gut da. Sicher war

dies das Ergebnis klugen Handelns, der Konjunkturpakete

und nicht zuletzt der Stabilität

des Handwerks. Vor wenigen Wochen verkündete

nun der Bundeswirtschaftsminister

einen „XL-Aufschwung“ und dass „die Konjunktur

in Deutschland solide auf zwei Beinen“

steht. „Ganz so euphorisch wie der

Industrie oder Exportbereich sehen wir das

nicht“, sagte der Präses der Handwerkskammer

Bremen, Joachim Feldmann, bei der Vorstellung

der Ergebnisse der Herbst-Umfrage

der Handwerkskammer, „auch wenn wir feststellen,

dass die Binnennachfrage stabiler

wird, die Beschäftigungslage anzieht und die

Wirkungen der Konjunkturpakete deutlich

spürbar sind.“

Die Umfrage-Ergebnisse bekräftigen die

zuversichtliche Grundstimmung im bremischen

Handwerk. 77 Prozent der Teilnehmer

beurteilen ihre derzeitige Geschäftslage als

gut oder befriedigend. Von 18 Prozent der

Unternehmen wird eine zukünftig gute

Geschäftslage erwartet – das sind 5 Prozent

mehr als im Vorjahr; wenngleich der Anteil

der Betriebe, die eine schwierigere Lage

erwarten, im Vergleich zum Vorjahr unverändert

geblieben ist.

10 | Handwerk in Bremen 12/2010

Der Beschäftigungssaldo ist auch in der

Herbstumfrage positiv. Rund 14 Prozent der

Unternehmen haben zusätzliches Personal

eingestellt, nur 9 Prozent mussten die Belegschaft

verkleinern. 77 Prozent konnten ihren

Personalbestand unverändert halten.

Der Beschäftigungssaldo wird auch für die

Zukunft positiv erwartet: 82 Prozent rechnen

mit dem Beibehalten ihres Mitarbeiterstammes.

Der Anteil der Betriebe die angeben,

dass sie zukünftig Personal abbauen müssen,

hat sich von 14 Prozent auf 8 Prozent verringert.

Auch die Umsatzentwicklung zeigt eine

deutliche Aufwärtsbewegung. Nur noch 24

Prozent berichten von gesunkenen Umsätzen,

15 Prozent von weniger Umsatz als im Vorjahr.

23 Prozent können gestiegene Umsätze

melden (im Vorjahr waren dies nur 15 Prozent

der Umfrageteilnehmer). Von einer besonders

positiven Entwicklung berichten hier die Ausbaugewerke,

die Gewerke für den gewerblichen

Bedarf das Nahrungsmittel-Handwerk.

Die Verkaufspreise konnten sich im Berichtsquartal

leicht erholen. Bauhauptgewerbe und

das Kfz-Handwerk sind dagegen nach wie vor

einem besonderen Preisdruck ausgesetzt.

Immerhin haben 14 Prozent der Unternehmen

ihre Investitionen gesteigert und 23 Prozent

haben ihre Investitionen zurückgefahren (im

Vorjahr 33 Prozent). Dieser Saldo bleibt daher

Handwerkskammer-Präses

Joachim Feldmann konnte

bei der Vorstellung der

Ergebnisse aus der Herbst-

Umfrage der Handwerkskammer

gute Nachrichten

verkünden.

77 Prozent der befragten

bremischen Handwerker

beurteilen ihre derzeitige

Geschäftslage mit gut oder

befriedigend. 18 Prozent

erwarten zukünftig eine

gute Geschäftslage, fünf

Prozent mehr als im Jahr

zuvor. Und auch die

Umsatzentwicklung zeigt

deutlich nach oben.

(Foto: Fotostudio Penz)

Insgesamt befragte die Handwerkskammer

nach dem Zufallsprinzip 1.200 Unternehmen

aus 39 Gewerken. Diese Stichprobe

deckt rund 30 Prozent aller Betriebe

der Gewerke ab, die in die Umfrage einbezogenen

sind. Die befragten Gewerke be -

inhalten rund 85 Prozent der bremischen

Handwerksbetriebe, beschäftigen fast 88

Prozent der bremischen Handwerker und

erzielen nahezu 87 Prozent der Umsätze.

231 Unternehmen haben teilgenommen.

weiterhin negativ. Auch in den nächsten

Monaten wird keine positive Veränderung

erwartet.

Die Kapazitätsauslastung des Handwerks

ist nahezu identisch mit den Ergebnissen der

Herbstumfrage 2009. Von einer Auslastung

unter 50 Prozent sind etwa 10 Prozent der

Umfrageteilnehmer betroffen, eine Auslastung

von 81 bis 100Prozent geben 44 Prozent

an. Die Auftragsentwicklung gestaltet sich

erfreulich. Der Saldo der Betriebe mit gestiegenen

und gesunkenen Auftragseingängen

ist nahezu ausgeglichen. Im Vorjahr meldeten

noch 31 Prozent der Teilnehmer einen gesunkenen

Auftragsbestand und nur 16 Prozent

konnten von Steigerungen berichten. Deutlich

unter Durchschnitt sind die Gesundheitsgewerke

und die Kfz-Betriebe ausgelastet.

Die Lage im Ausbau-Gewerbe, in den Gewerken

für den gewerblichen Bedarf und das

Nahrungsmittelhandwerk hat sich positiv

entwickelt.

Michael Busch, Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer, sieht eine leichte Entspannung

im Baugewerbe. „Allerdings laufen

die Konjunkturprogramme mitten im Winter

am 31.12.2010 aus“, warnt er und betont: „Der

Aufschwung ist noch kein Selbstläufer! Ein

weiterhin selbsttragender Aufschwung ist

nur möglich, wenn es keine zusätzlichen

Belastungen für kleine und mittelständische

Unternehmen gibt“, und verweist dabei auf

die Diskussion um die Veränderung des Mutterschutzes.

Deutlich unter Durchschnitt sind

die Gesundheitsgewerke und die Kfz-Betriebe

ausgelastet. Die Lage im Ausbau-Gewerbe, in

den Gewerken für den gewerblichen Bedarf

und das Nahrungsmittelhandwerk hat sich

positiv entwickelt.

(Details zu den Gewerken siehe nächste Seite)


Herbst-Umfrage:

Details für die Gewerkegruppen

Bau

Die Lage im Bauhandwerk hat sich entspannt.

75 Prozent der Teilnehmer beurteilen

ihre Lage als gut oder befriedigend (das sind

16 Prozent mehr als im Vorjahr).

Von gesunkenen Auftragseingängen berichten

noch 36 Prozent (Vorjahr 41 Prozent). Die

Erwartungen für das Winterhalbjahr sind

wieder deutlich von Vorsicht geprägt, jedoch

optimistischer als im Vorjahr und auch als

noch im Frühjahr dieses Jahres.

Ausbau

85 Prozent berichten von einer guten bis

sehr guten Auslastung. Die Ausbaugewerke

liegen damit ganz vorn unter den Gewerkegruppen.

Auch die Zeichen für die Zukunft

stehen hier deutlich auf grün. 91 Prozent

rechnen mit einer guten bis befriedigenden

Geschäftslage. 94 Prozent planen mit steigenden

oder gleichbleibenden Umsätzen. 11

Prozent der Unternehmen wollen ihren Personalbestand

erhöhen

Gewerblicher Bedarf

74 Prozent konstatieren eine gute bis befrie-

Dank des Engagements der bremischen

Betriebe hat der hiesige Ausbildungsmarkt die

Konjunkturkrise gut bewältigt. Trotzdem führt

die demografische Entwicklung im abgelaufenen

Geschäftsjahr zu Problemen: Fast 200

Ausbildungsplätze blieben unbesetzt. Damit

stehen die Betriebe vor ganz neuen und eher

ungewohnten Herausforderungen.

Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer

Michael Busch und Dr. Götz von Einem,

Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bremen,

sind sich deshalb einig: Der Ausbildungsmarkt

erlebt in diesem Jahr eine Trendwende.

„Waren die Arbeitgeber es bisher gewohnt,

aus einem großen Pool an Bewerbern mit den

gewünschten Ausgangsqualifikationen die

aus ihrer Sicht am besten geeigneten Kandidaten

auszuwählen, kippt diese Situation

zusehends“, sagte Dr. Götz von Einem bei der

Vorstellung der Ausbildungsbilanz 2010 und

sieht tendenziell weniger Bewerber bei gleich-

digende Geschäftslage (18 Prozent mehr als

im Vorjahr). Auftragsreichweite wird mit 15

Wochen gemeldet. Dies ist eine Verdoppelung

im Vergleich mit dem Vorjahr und der

mit Abstand größte Vorlauf unter den

Gewerke-Gruppen. Der Beschäftigungssaldo

ist positiv. Die zuversichtlichen Erwartungen

aus der Frühjahresumfrage wurden noch

leicht übertroffen und setzen sich entsprechend

der allgemeinen Wirtschaftslage auch

für die nächsten Monate fort.

Kraftfahrzeuge

Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen

beurteilen ihre Geschäftslage als

schlecht (im Vorjahr 44 Prozent und im Frühjahr

22 Prozent). Die Talsohle ist hier noch

nicht durchschritten. Lediglich 6 Prozent der

Betriebe melden einen gestiegenen Auftragsbestand

und 42 Prozent sinkende Aufträge.

Lebensmittel

85 Prozent geben ihre Geschäftslage mit gut

oder befriedigend an und erwarten zukünftig

sogar eine weitere Verbesserung (92 Prozent).

Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als

auch die Zukunftserwartungen unterscheiden

sich deutlich vom Vorjahr.

Dennoch ist der Preisdruck immer noch ein

AUSBILDUNG: GUTE BILANZ FÜR 2010

Der Ausbildungsmarkt trotzt der Konjunkturkrise: Unbesetzte Ausbildungsplätze

als erste Auswirkungen des demografischen Wandels. Die Arbeitsagentur stellt

die Ausbildungsbilanz 2010 vor.

zeitig mehr Auswahlmöglichkeiten.

„Deshalb wird die Handwerkskammer alles

tun damit die noch nicht besetzten Lehrstellen

besetzt werden können“, sagt Michael Busch –

auch vor dem Hintergrund, dass für viele Lehrstellen

die richtige Qualifikation der Bewerber

nicht gegeben ist oder Berufsbilder als nicht

attraktiv angesehen werden.

Dr. von Einem appellierte schwächere

Jugendliche zu fördern, um ihr gesamtes

Potenzial entfalten zu können. „Sie dürfen

nicht zurückgelassen werden, denn der

zukünftige Fachkräftebedarf auf dem Arbeitsmarkt

lässt sich nur sichern, wenn die Ausbildungspotentiale

aller jungen Menschen weitgehend

ausgeschöpft werden“, sagte er.

Hinsichtlich der Ansprüche an Ausbildungsplatzbewerber

forderte er ein Umdenken in

den Unternehmen: „Wir haben nur die

Jugendlichen, die da sind.“

HANDWERKSKAMMER

wesentliches Merkmal im Nahrungsmittelhandwerk.

Die Zahl der Nennungen der

Betriebe, die Preiserhöhungen durchsetzen

konnten deckt sich mit der Zahl der Nennungen

der Betriebe, die ihre Preise senken muss -

ten.

Gesundheit

63 Prozent geben ihre Geschäftslage als gut

und befriedigend an (Verbesserung gegenüber

der Frühjahresumfrage), die Situation

wird allerdings schlechter eingeschätzt als

im Herbst 2009. Die Zukunftsaussichten

werden wieder deutlich positiver gesehen.

Persönliche Dienstleistungen

83 Prozent beurteilen die Geschäftslage mit

gut und befriedigend, im Vergleich zum Vorjahr

sind dies 15 Prozent mehr. Die Menge

der Betriebe mit einer Auslastung von bis zu

50 Prozent ist von 21 Prozent auf 11 Prozent

zurückgegangen. Die Investitionstätigkeit

wurde jedoch im Vergleich zum Vorjahr

deutlich nach unten korrigiert. Der Beschäftigungsstand

per Saldo hat sich erhöht.

Knapp 30 Prozent rechnen in den nächsten

Monaten mit sinkenden Umsätzen (im Vorjahr

waren dies nur 21 Prozent).

Die Agentur für Arbeit Bremen bietet zahlreiche

Hilfen für Auszubildende und

Betriebe an. Beispielsweise unterstützt sie

Langzeitpraktika und Einstiegsqualifizierungen

und verbessert so die Ausbildungschancen

von Jugendichen. Der Ausbildungs -

erfolg lässt sich mit Hilfe von gezielter

Finanzierung von Nachhilfestunden und

ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) absichern.

Handwerk in Bremen 12/2010 | 11


HANDWERKSKAMMER

FÜR PARTNERSCHAFT UND FAIRNESS

Die Sparkasse lud zum 44. Mahl des Handwerks ein. Mehr als 200 Gäste erlebten

spannende Impulse für eine zukunftsorientierte Betriebsführung.

Kann es ein größeres Zeichen von Verbundenheit

geben, als dass Unternehmen vierundvierzig

Jahre in ununterbrochener Folge alljährlich

eine gemeinsame Feier abhalten? Seit 1967

schon veranstaltet die Sparkasse Bremen für

Handwerksbetriebe das so genannte ‚Mahl des

Handwerks‘ und unterstreicht damit ihre Verlässlichkeit

in ihr Selbstverständnis als Hausbank

des Handwerks. „Die Sparkasse und das

Handwerk – das ist auch angesichts von

Finanzkrise und vermeintlicher Kreditklemme

eine Erfolgsgeschichte geblieben und wird es

auch beim Wirtschaftsaufschwung und dem

einhergehenden Liquiditätsbedarf bleiben“,

sagte Dr. Heiko Staroßom, Mitglied des Vorstandes

der Sparkasse Bremen, in seiner Rede

anlässlich des Festes. „Solidarität, Stabilität, flächendeckende

Präsenz, Fairness, Nähe und

Innovationsbereitschaft“ sieht er bei Sparkasse

und Handwerk gleichermaßen und ist sich

sicher: „So kann Partnerschaft gelingen!“ Deshalb

freute er sich besonders, dass die Sparkasse

anlässlich der Veranstaltung zum dritten

Mal die Auszeichnungen des Wettbewerbs

‚Innovatives Handwerk‘ an die Preisträger

überreichen konnte. Mit dabei zum ersten Mal

auch ein Preisträger der neu eingeführten

Kategorie ‚Beruf und Familie‘.

„Der demografische Wandel stellt die Innovationsfähigkeit

unserer Gesellschaft auf eine

entscheidende Probe. Im Wettbewerb um die

begehrten Fachkräfte nimmt die Vereinbarkeit

von Beruf und Familie eine immer wichtigere

12 | Handwerk in Bremen 12/2010

Die Preisträger „Innovatives Handwerk 2010“ mit Sparkassen-Vorstand Heiko Staroßom (Mitte) und

eingerahmt von Präses Joachim Feldmann (li.) und Hauptgeschäftsführer Michael Busch (re.).

(Fotos: Fotostudio Penz)

Rolle ein“, sagte der Sparkassen-Vorstand.

Handwerker erfinden nicht nur, sondern

sie verbessern und kultivieren ihre Ideen und

sorgen so dafür, dass diese Neuerungen auch

bei den Menschen ankommen. Studien haben

festgestellt, dass der große Erfolg, den viele

Handwerksbetriebe haben, nur möglich ist

weil handwerkliche Betriebsinhaber eine hohe

Lernbereitschaft haben und zu überschaubaren

Risiken bereit sind. Sie sind kreativ, erschließen

neue Märkte, arbeiten mit neuen Technologien,

integrieren Kundenwünsche, und

setzen neueste Techniken der Betriebsführung

ein. Dass dies in der Bevölkerung deutlich

wahrgenommen wird, ist der Wunsch der

Handwerkskammer Bremen“, betonte der Prä-

ses Joachim Feldmann und bedankte sich, dass

die Sparkasse dem Handwerk und den Preisträgern

mit dem Mahl des Handwerks einen tollen

Rahmen dafür gibt.

Die Festrede hielt die Präsidentin des Wissenschaftszentrums

für Sozialforschung in Berlin,

Prof. Jutta Allmendinger. Es sei das erste

Mal, dass sie eine Laudatio auf die Sache halte

ohne die Betriebe zu kennen, die ausgezeichnet

würden, betonte sie zu Beginn ihres Vortrag zur

‚Vereinbarkeit von Beruf und Familie als

Zukunftsfaktor im Handwerk‘. Angesichts der

Situation, dass im Jahr 2050 in Deutschland

ebenso viele Personen im Alter von über 80 wie

unter 15 Jahren leben werden und schon 2025

die Unterbeschäftigung von 13 Prozent auf 3,4

Prozent sinke, spreche alles für eine höhere

Inklusion von Frauen, sagte sie. Die Wissenschaftlerin

prognostizierte, dass die Zahl der

Betriebe der produzierenden Gewerke sinkt,

während gleichzeitig die dienstleistenden

Branchen wachsen. „Aktuell wächst effektiv

Sparkassen-Vorstand Heiko Staroßom

sieht eine Reihe von Gemeinsamkeiten bei

Sparkasse und Handwerk.


nur der Bereich der wissensbasierten Dienstleistungen“,

hob sie hervor. Sie wies darauf hin,

dass seit 1977 immer mehr junge Frauen Abitur

machen würden, während laut PISA überproportional

viele Jungen in unteren Kompetenzbereichen

verharren. Dennoch unterscheiden

sich die Arbeitsvolumen von Männern und

Frauen offenbar stark. Aktuell seien etwa 5,6

Millionen Frauen im erwerbsfähigen Alter

weder erwerbstätig noch arbeitslos gemeldet.

Aufgrund solcher Erwerbslosigkeit oder Teilzeit-Arbeit

hätten Frauen oft niedrige Renten-

Ansprüche. Die Wissenschaftlerin warnte deshalb

vor zunehmender Frauen-Altersarmut.

Deutlich wurde ihre Ablehnung der aktuellen

gesetzlichen Regelung zu Fragen von

Arbeitgebern bei Bewerbungsgesprächen nach

bestehender Schwangerschaft. Dieser Weg sei

falsch. Anstatt offen mit Familienplänen umzugehen

und für beide Seiten eine bessere Planbarkeit

zu erlauben, zwinge die bestehende

Regelung zum Verheimlichen und Lügen.

„Frauen wollen nicht anders behandelt werden

als Männer. Protektionismus von Frauen ist der

verkehrte Weg!“, machte die Professorin deutlich

und untermauerte dieses Ergebnis ihrer

verschiedenen Studien mit Grafiken und Zahlen.

Viel wichtiger sei Geschlechtergerechtigkeit

und gleicher Lohn für gleiche Arbeit, denn

die Einkommen von Männern würden statistisch

um 23 Prozent steigen, während sich im

selben Zeitraum die Einkommen von Frauen

lediglich um 3,7 Prozent erhöhen würden. Teilzeitarbeit

sieht sie als Sackgasse und stellte

klar, dass Länder ohne Teilzeitkultur weniger

starke Unterschiede beim Einkommen haben.

Im Übrigen sei es ein rein deutsches Phänomen

Erwerbstätigkeit von Müttern als schädlich für

eine innige Bindung des Kindes anzusehen und

wünschte sich mehr Frauen in Führungspositionen

– die dann weitere Frauen nachziehen.

HANDWERKSKAMMER

Jutta Allmendinger ist Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung

an der Humboldt-Universität Berlin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums

Berlin für Sozialforschung (WZB). Anlässlich der Verleihung des Communicator-Preises

2009 des Stifterverbandes heißt es über sie (Auszug):

„Das wissenschaftliche Interesse der 52-jährigen Professorin für Soziologie gilt seit

ihrer Promotion an der Harvard University Themen von außerordentlich hoher

gesellschaftlicher Relevanz. Bekannt geworden sind vor allem ihre Arbeiten zu Fragen

der Gleichstellung von Männern und Frauen, die sie beispielsweise in ihrer

Habilitation am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und an der Freien Universität

Berlin sowie als Professorin an derLMU München anhand des Rentensystems

und der finanziellen Ungleichheit der Geschlechter im Alter untersuchte.

In der Bildungsforschung zeigte Allmendinger – noch vor den Pisa-Studien – die in

Deutschland besonders engen Zusammenhänge zwischen Bildung und sozialem

Auf- und Abstieg auf und ging den vielfältigen Auswirkungen geringer Bildung

auf die Gesundheit und Lebenserwartung oder die politische Partizipation nach.

Der von ihr mitgeprägte Begriff ‚Bildungsarmut‘ ist längst zu einer Chiffre in der

politischen und gesellschaftlichen Diskussion geworden.“

Handwerkskammer-Präses

Joachim Feldmann

bedankte sich bei der Sparkasse

Bremen für den „tollen

Rahmen“, den das ‚Mahl des

Handwerks‘ für die Preisträger

und das Handwerk

darstellt.

Der von der Sparkasse

gestiftete Preis ‚Innovatives

Handwerk‘ wurde in diesem

Jahr zum dritten Mal an

herausragende Bremer

Handwerksbetriebe

verliehen.

‚Innovatives Handwerk‘ – Sechs Betriebe erhalten die begehrte Auszeichnung

Neue Produkte, neue Märkte, neue Technologien

Handwerksbetriebe gehören zu den

Innovatoren unseres Wirtschaftsstandorts.

Zum dritten Mal zeichnete deshalb jetzt die

Handwerkskammer Bremen gemeinsam mit

der Sparkasse Bremen Handwerksbetriebe

für überdurchschnittlichen unternehmerischen

Einsatz und gute Ideen mit nachweisbaren

Erfolgen bei deren Umsetzung mit

dem Preis ‚Innovatives Handwerk‘ aus. Im

Rahmen des 44. ‚Mahl des Handwerks‘ in der

Sparkasse am Brill verliehen sie in sechs

Kategorien die begehrte Auszeichnung.

Die beste Existenzgründung erfolgte nach

Meinung der Jury durch die Raumausstatterin

und Gestalterin Vera Kerzel.

Bester Betriebsnachfolger ist Dennis Otten

in seiner Bäckerei Schröder.

Mit der Umsetzung eines zertifizierten

Arbeits- und Gesundheitsschutz-Manage-

ments überzeugte der Malereibetrieb

Kühnast GmbH die Juroren.

Die Sanitär-Klempnerei Hasch & Co. wurde

in der Kategorie ‚Vereinbarkeit von Beruf

und Familie‘ ausgezeichnet.

Innovative Technologien in ein traditionelles

Gewerk erfolgreich eingeführt hat das Radhaus

Schwachhausen.

Die HST Hanseatische Straßen- u. Tiefbaugesellschaft

m.b.H. hat sich als Mitglied im

Verbund ‚partnerschaft umwelt unternehmen‘

und mit der Einführung des zertifizierten

Managementsystems des Qualitätsverbunds

umweltbewusster Betriebe ganz dem

Umweltschutz verschrieben.

HANDWERK IN BREMEN wird die Gewinner sowie

deren Einsatz und Ideen in den kommenden

Ausgaben näher vorstellen.

Handwerk in Bremen 12/2010 | 13


HANDWERKSKAMMER

LEICHTER UM NACHWUCHS WERBEN

Handwerkskammer Bremen und die Verlagsrepräsentanz (Weser Presse Verlag)

von der KPS Verlagsgesellschaft mbH vereinbaren Medienkooperation für das

erfolgreiche Ausbildungsmagazin ‚my first job‘.

Das Bild des Handwerks in der deutschen

Öffentlichkeit ist nicht schlecht. Handwerker

werden sogar mehr als vor 10 oder 20 Jahren

als kompetent und zuverlässig bewertet. Das

Manko jedoch: Viele handwerkliche Berufe

werden heute nicht mehr als Handwerk wahrgenommen

und vor allem Jugendliche vermissen

beim Handwerk Modernität. Dies zu

ändern hat sich das Handwerk mit seiner

bundesweiten Imagekampagne auf die Fahnen

geschrieben.

Damit die Dachkampagne auch in Bremen

viele Jugendliche erreicht, haben sich die Mitarbeiter

der Handwerkskammer viele gute

Ideen einfallen lassen. Eine davon ist die

Medienkooperation mit der Verlagsrepräsentanz

Weser Presse Verlag und des Ausbildungsmagazins

‚my first job‘ aus dem Hause KPS Verlagsgesellschaft

mbH. Das erfolgreiche

Magazin erscheint bereits seit 2007 jeweils im

Februar zur Ausgabe der Zwischenzeugnisse

und nach den Sommerferien mit einer Auflage

von 24.500 Exemplaren und wird über die Klassenlehrer

an Schüler der 9.-13. Abschlussklassen

von mehr als 200 Schulen Gymnasien,

Real- und Hauptschulen in Bremen, Bremerhaven

und Umgebung verteilt. Inhalt und Aufmachung

des Heftes sind jugendlich sympathisch,

so dass ‚my first job‘ den Schülern einen hohen

Informationswert vermittelt.

„Wir freuen uns über die Kooperation. Sie

gibt der Handwerkskammer die Möglichkeit

das wichtige Thema ‚Ausbildung & Hand-

14 | Handwerk in Bremen 12/2010

Bekanntmachung der Handwerkskammer Bremen

Sitzung der Vollversammlung der HANDWERKSKAMMER BREMEN

Hiermit geben wir gemäß § 10 Abs. 2 unserer Satzung (Amtsblatt der Freien Hansestadt Bremen

2006 Nr. 36 S. 231) bekannt, dass am

Dienstag, den 14. Dezember 2010 um 17:00 Uhr

im Handwerkssaal des Gewerbehauses,

Ansgaritorstr. 24, 28195 Bremen,

eine Sitzung der Vollversammlung der HANDWERKSKAMMER BREMEN stattfindet.

Bremen, 22.11.2010

HANDWERKSKAMMER BREMEN

gez. Feldmann gez. Busch

Präses Hauptgeschäftsführer

werksberufe‘ direkt

die Abschlussklassen

der Schulen zu

kommunizieren und

dadurch das

Bewusstsein über

die hervorragenden

Perspektiven vieler

Handwerksberufe

zu schärfen“, sagt

Michael Busch,

Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Bremen. Auch die Ausbildungsbetriebe profitieren

direkt von der Zusammenarbeit, denn ab

sofort können sie direkt und ohne Streuverluste

inmitten ihrer Zielgruppe auf ihre Ausbildungsangebote

per Stellenanzeige aufmerksam

machen.

Informationen & Kontakt: my first job, Verlagsrepräsentanz

Weser Presse Verlag GmbH & Co.

KG, Thomas Werner.

Telefon (04 21) 3 30 35-0, Fax (04 21) 3 30 35-29,

E-Mail: werner@bremen-magazin.de, Internet:

www.myfirstjob.de.

Tipp der Handwerkskammer:

Mit einer Anzeige über die Ausbildungsplatzangebote

2011 in der nächsten Ausgabe

von ‚my first job‘ erreichen Betriebe

die zukünftigen Auszubildenden genau

rechtzeitig zur Ausgabe der Zwischenzeugnisse

im Februar 2011.

Neu: Der ‚E-Berufsausbildungsvertrag‘

Die Handwerkskammer Bremen bietet ab

sofort einen neuen Service über ihre Internetseite

(www.hwk-bremen.de). Dort besteht jetzt

die Möglichkeit, einen Lehrvertrag elektronisch

auszufüllen.

Das Unternehmen muss bei Aufruf des Lehrvertrages

nur noch die Angaben zum Betrieb,

zum Lehrling und zum Beruf eingeben. Sämtliche

weiteren Angaben, etwa zur wöchentlichen

Arbeitszeit, zur angemessenen Vergütung

und zum Jahresurlaub sind bereits

hinterlegt und müssen nicht mehr ausgefüllt

werden. Natürlich können diese Daten bei

Bedarf auch individuell geändert werden.

Der auszubildende Betrieb muss dann den fertig

ausgefüllten Vertrag nur noch ausdrucken,

selbst und durch den Auszubildenden (bzw.

dessen Eltern, wenn er noch nicht volljährig ist)

unterschreiben und kann dann, wie gewohnt,

den Vertrag an die Kammer schicken. Das

Besondere dabei ist, dass bereits eine Vollständigkeitsprüfung

vor Ausdruck vornimmt.

Damit ist gewährleistet, dass alle notwendigen

Angaben auch vorliegen.

Der elektronische Lehrvertrag wird die bislang

immer wieder auftretenden Rückfragen, die zu

Verzögerung und erhöhten Arbeitsbelastung

bei den Betrieben geführt haben, beseitigen.

Bei der herkömmlichen Form passierte es etwa,

dass der Jahresurlaub falsch berechnet war, die

Fachrichtungen oder Schwerpunkte nicht vollständig

angegeben waren oder die Vergütung

nicht korrekt verzeichnet war. Das gehört jetzt

der Vergangenheit an.

Natürlich können Berufsausbildungsverträge

auch weiter auf den üblichen Formularen (im

Downloadbereich abrufbar) eingereicht werden.

Und selbstverständlich stehen Mareike

Behrmann und Beate Malorny wie bisher auch

bei Rückfragen persönlich und telefonisch

gerne zur Seite. (Michael Weiß)

AMTLICHE BEKANNTMACHUNG DER

HANDWERKSKAMMER BREMEN

SACHVERSTÄNDIGENWESEN

Gemäß § 25 der Sachverständigenordnung

der Handwerkskammer Bremen geben wir

bekannt, dass die öffentliche Bestellung

und Vereidigung des

Herrn Hans-Jürgen Meyer

als Sachverständiger für das Kraftfahrzeugelektrikerhandwerk

per 08.06.2010 erloschen

ist.


Die beiden angehenden Kfz-Mechatroniker

Jan-Rouven Backer und Mohamed Salem-Cherif

vom Bremerhavener Karosserie-Lackierzentrum

Blanke GmbH sind Bremens engagierteste Azubis.

Beide wurden im Bremerhavener ‚Theater im

Fischereihafen‘ als ‚Siegertypen 2010‘ ausgezeichnet.

Der Wettbewerb von Handwerkskammer Bremen,

Handelskammer Bremen sowie der Industrie-

und Handelskammer Bremerhaven bewertet

außergewöhnliches Engagement von Auszubildenden

und zeigt, dass es sich lohnt, eine Ausbildung

zu absolvieren, eigene Ziele zu verfolgen,

und an ausbildungsübergreifenden Projekten teilzunehmen,

Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Jan-Rouven Backer und Mohamed Salem-Cherif

nehmen in der Berufsschule die Funktion als

direkter Draht zwischen den Lehrern und den

Schülern wahr. Schülern, die sprachliche Defizite

oder Bildungslücken haben, unter Mobbing oder

anderen sozialen Problemen leiden, stehen sie zur

Seite und helfen als Mentoren bei Problemen und

Aufgabenstellungen auch in ihrer Freizeit sowie

am Wochenende.

Als Anerkennung für ihr ungewöhnliches und

wichtiges Engagement erhielten die ‚Siegertypen

2010‘ den mit 3.000 Euro dotierten Preis, der

gemeinsam von der Hermann-Leverenz-Stiftung

und der Karl-Nix-Stiftung ausgelobt wurde.

Den zweiten Platz erreichten die Zerspanungsmechaniker

Kevin Fernengel, Alexander Kröger,

Christian Leistikow und Özcan Ugurlu von der

Tandler Zahnrad- und Getriebefabrik GmbH & Co.

KG in Bremen mit ihrem Projekt „Wir zeigen Schülern

wie es läuft“. Die Vier geben in einem Workshop,

den sie gemeinsam mit den Schülern und

Lehrern der Wilhelm-Kaisen-Schule regelmäßig

durchführen, ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen

mit der Ausbildung an Schüler weiter und vermitteln

in ihrer Freizeit die Grundkenntnisse des Drehens

und den Umgang mit der Drehmaschine. Am

Ende des Workshops fertigen die teilnehmenden

Schüler einen Schmuckring aus Edelstahl. Auf

diese Weise machen Kevin Fernengel, Alexander

Kröger, Christian Leistikow und Özcan Ugurlu ihr

Berufsbild bekannter und vermitteln den Schülern

in einem Stadtteil mit einer schwierigen Sozialstruktur

ein persönliches Erfolgserlebnis.

Auf den dritten Platz kam die Groß- und

Außenhandelskauffrau Annika Schendell von der

Domeyer GmbH & Co. KG. Als aktive Feuerwehrfrau

stellte sie fest, dass immer weniger Jugendliche

sich für ehrenamtliche Arbeit und die Jugendfeuerwehr

interessieren. Dies führt dazu, dass es

HANDWERKSKAMMER

BREMENS ENGAGIERTESTE AZUBIS SIND HANDWERKER

Projekt ‚Gemeinsam schlau‘ gewinnt den Wettbewerb ‚Siegertypen 2010‘

Die Gewinner des Wettbewerbs ‚Siegertypen gesucht 2010‘ (v. l.): Mohamed Salem-Cherif,

Jan-Rouven Backer, Kevin Fernengel, Annika Schendell, Christian Leistikow, Alexander Kröger und

Özcan Ugurlu. (Foto: Frank Pusch)

Mohamed Salem-Cherif

und Jan-Rouven Backer mit

ihrem Ausbilder Frank

Oppermann (Mitte).

auch immer weniger Mitglieder in den Freiwilligen

Feuerwehren gibt. Annika Schendell organisiert

Informationstage und begeistert Jugendliche

für diese Tätigkeit dergestalt, dass ihre eigene

Feuerwehr einen Aufnahmestopp aussprechen

musste, um mit der Grundschulung der Interessenten

nachzukommen.

Die Finalisten:

ROBERT STEIMAN, Mediengestalter Digital und Print,

Brandfisher Werbeagentur, Bremen. CHRISTIAN

SPIESL, Restaurantfachmann, Blattlaus Cafe Bar,

Bremerhaven. ANJA BARTELS, Keramikerin, Frauke

Alber Keramik, Bremen. ANDRÉ ALM, Informatikkaufmann,

und JASMIN BUCK, CAGLA CELIKLER, ALEXAN-

DER DAVIDOFF, ANNIKA FREESE, TATJANA HONSTEIN, JENNIFER

KRAMER, BIRTHE LANGE, RONNY SPETTMANN und TIM

WOHLLEBE, Kaufleute im Groß- und Außenhandel,

Henry Lamotte Food GmbH, Bremen. REBECCA

MARSCHALK, Kauffrau für Tourismus und Freizeit,

Klimahaus Betriebsgesellschaft mbH, Bremerhaven.

ANNALENA MANZ, Silberschmiedin, Koch &

Bergfeld Silbermanufaktur, Bremen. DENISE NON-

NAST und CLAUDIA GATTKOWSKI, Medienkauffrauen

Digital und Print, Nordseezeitung GmbH, Bremerhaven.

Die Jury: Manuela Bleeck, Nordsee-Zeitung; Dr.

Margareta Brauer-Schröder, Landesinstitut für

Schule; Michael Busch, Handwerkskammer Bremen;

Christian Ehlers, Industrie- und Handelskammer

Bremerhaven; Helge Haas, Radio Bremen;

Karlheinz Heidemeyer, Handelskammer Bremen;

Martin Johannsen, Industrie- und Handelskammer

Bremerhaven; Dr. Jens-Uwe Nölle, Karl-Nix-

Stiftung; Jürgen Roggemann, Hermann-Leverenz-

Stiftung; Sebastian Rösener, Bild Bremen;

Hans-Joachim Stehr, Handwerkskammer Bremen.

Handwerk in Bremen 12/2010 | 15


HANDWERKSKAMMER

GLEICH DREI BUNDESLEISTUNGSWETTBEWERBE IN BREMEN

Die Hansestadt war Austragungsort der Bundesleistungswettbewerbe der

Gebäudereiniger, Raumausstatter und Sattler sowie der Schornsteinfeger.

Die Raumausstatter und Sattler nach der Preisübergabe des Bundesleistungswettbewerbs.

Raumaustatter und Sattler

26 Raumausstatter und Sattler waren zum

Bundesleistungswettbewerb der Handwerksjugend

im Berufsbildungswerk Bremen angetreten.

Die 16 Raumausstatter, fünf Fahrzeugsattler

und fünf Sportsattler hatten ihren Sieg auf Landesebene

bereits geschafft. So auch Steffi Pfützner,

die bei der Prüfung der Raumausstatter vor

der Handwerkskammer Bremen den besten

Abschluss dieses Jahres erzielte (Ausbildungsbetrieb

Timo Klatte & Lutz Drewes, Bremen Nord).

Den Bundesleistungswettbewerb gewannen

bei den Raumausstattern Petra Stolze aus Stendal,

Sachsen-Anhalt; bei den Fahrzeugsattlern

Andre Sauerschell aus Knetzgau, Bayern; und bei

den Sportsattlern Franziska Böhme aus Marke,

Sachsen.

Die Gäste aus den andern 15 Bundesländern

genossen ihren Aufenthalt in Bremen. Trotz

Wettbewerbsaufregung war der Besuch des

Freimarkts ein Muss.

Lob und Anerkennung ernteten die Ausbilder

der Raumausstatterwerkstatt des Berufsbildungswerkes

für die Vorbereitungsarbeiten und

die Unterstützung bei der Durchführung des

Wettbewerbs. Dieter Augustin, Vorsitzender des

Berufsbildungsausschusses, bedankte sich aus-

Die Wettbewerbssieger der Gebäudereiniger (von

links): Alexander Kendel (3. Platz), Steffen Hahn

(Bundessieger) und Stephanie Mickelat (2. Platz).

16 | Handwerk in Bremen 12/2010

drücklich bei Gerd Meyer-Rockstedt, Geschäftsführer

des Berufsbildungswerkes Bremen, und

Wilfried Müller, Fachbereichsleiter der Raumausstatterausbildung,

für die Räumlichkeiten und

die hervorragende Organisation. Sponsor der

Geldpreise für die Leistungsbesten war die Firma

Jordan, die durch Heiko Chlebos vertreten war.

(Weitere Bilder auf den KH-Bremen-Seiten.)

Gebäudereiniger

Die Teilnahme an einem Bundesleistungswettbewerb

an sich ist schon eine besondere

Auszeichnung. Noch besonderer ist sie, wenn

man den renommierten Wettstreit gewinnt, mit

dem alljährlich begabte Gesellinnen und Gesellen

im Gebäudereiniger-Handwerk in ihrer

beruflichen Entwicklung unterstützt werden

und mit dem das Gebäudereiniger-Handwerk

auf Ausbildungsleistung und -qualität aufmerksam

macht. Erstmals nach zehn Jahren fand wieder

einmal ein solcher Bundesleistungswettbewerb

in Bremen statt. Prüfungsobjekt war die

Bremische Bürgerschaft. An ihr ermittelten die

besten Gesellinnen und Gesellen Deutschlands

und Landessieger der einzelnen deutschen

Bundesländer ihren Bundessieger. Dies war in

diesem Jahr Steffen Hahn aus Brandenburg, der

sich in den vier Disziplinen Glasreinigung, Sanitärreinigung,

Teppichreinigung sowie Hartbodenreinigung

gegen das elfköpfige Teilnehmerfeld

durchsetzte. Platz 2 belegte Stephanie

Mickelat aus Mecklenburg-Vorpommern. Dritter

wurde Alexander Kendel aus Baden-Württemberg.

Die Bürgerschaft erstrahlt nun in neuem

Glanz, denn die vier Wettbewerbsdisziplinen

waren die Glasreinigung, Sanitärgrundreinigung,

Teppichreinigung im Treppenaufgang

sowie die Grundreinigung des Marmorbodens

im Eingangsbereich. Der stellvertretende

Bundesinnungsmeister Horst Stippschild wies

deshalb bei der anschießenden Feier auf die

immer neuen Herausforderungen für die

Gebäudereiniger hin. „Die Ansprüche der Kunden

in dieser vielfältigen Dienstleistungsbranche

wachsen. Waren wir vormals ausschließlich

Reinigungsbetriebe, so hat die Branche viele

neue Aspekte in das Berufsbild integriert, so dass

der moderne Gebäudereiniger vielfältige Aufgaben

im Objekt übernimmt und letztlich in die

Rolle des Gebäudemanagers, in manchen Fällen

sogar schon des ganzheitlichen Facility Managers

schlüpft“, sagte er als er die Urkunden und

eine Siegprämie in Höhe von 2.500 Euro, 1.500

sowie 500 Euro aus dem Carl-Gegenbauer-Preis

an die drei Erstplatzierten überreichte. Der Lan-


Nach 19 Jahren kämpften die Schornsteinfeger wieder einmal in Bremen um den Titel des Bundessiegers.

desinnungsmeister Wolfgang Kruse verlieh seiner

Freude besonderen Ausdruck und sagte: „Es

macht Spaß zu sehen, mit welchem Elan die Teilnehmer

des Bundesleistungswettbewerbs

heute gearbeitet und sich im Wettkampf

zusammengerauft haben und sich trotz aller

Konkurrenz im Rahmen der Möglichkeiten

gegenseitig unterstützt haben“, und bedankte

sich im Namen des Vorstandes der Landesinnung

Bremen und Nord-West-Niedersachsen

bei der Bremischen Bürgerschaft, dass Sie den

Absolventen die einmalige Gelegenheit gegeben

hat, nach allen Regeln der Kunst in einem

Landesparlament ihr Können unter Beweis zu

stellen.

Schornsteinfeger

Insgesamt rund 1.400 Lehrlinge werden zurzeit

bundesweit im Schornsteinfegerhandwerk

ausgebildet. Neue Technologien, veränderte

Gesetze und aktualisierte Dienstleistungen steigern

dabei immer wieder die Ansprüche an den

Nachwuchs. Dass die Jugend die Anforderungen

erfüllt, zeigt der jährlich stattfindende Praktische

Leistungswettbewerb bei dem die besten

Schornsteinfeger-Gesellen aus verschiedenen

Bundesländern teilnehmen. Nach neunzehn

Jahren fand der Wettbewerb Anfang November

wieder einmal in Bremen statt. Geprüft wurde

dabei im praktischen Teil die Dichtigkeit einer

Abgasleitung, Messungen an einer Ölfeuerungsanlage

sowie eine CO-Messung an einer

Gasfeuerstätte. Daneben sollten die Teilnehmer

innerhalb des Praxisteils – vor dem Hintergrund

des QM/UM-Systems im Schornsteinfegerhandwerk

– ein Kundengespräch führen, in dem sie

ihre Fähigkeiten im Umgang mit Kunden unter

Beweis stellen mussten. In der theoretischen

Prüfung waren unter anderem Kenntnisse der

Technischen Mathematik, Verbrennungsrechnung,

Schornstein-Physik sowie das Erstellen

von Dachskizzen gefragt.

Neben acht männlichen Gesellen trat in diesem

Jahr auch eine Schornsteinfegerin an. Sieger

jedoch wurden Rainer Seelen aus Nordrhein-

Westfalen, Maximilan Grünbeck aus Bayern und

Steffen Menger aus Niedersachsen.

Der Präsident des Bundesverbandes des

Schornsteinfegerhandwerks, Hans-Günther

Beyerstedt, und der Präses der Handwerkskammer

Bremen, Joachim Feldmann, gratulierten

den Absolventen und zeigten sich stolz auf den

engagierten Nachwuchs. „Sie haben bei Ihrem

Bundesleistungswettbewerb gezeigt, dass Sie

was auf dem Kasten haben, fleißig sind und

etwas aus ihrem Leben machen“, sagte der Präses.

HANDWERKSKAMMER

Frank Homfeld heißt der neue Sachverständige

für Rolladen-, Jalousienbau für Bremerhaven

und Bremen (Foto unten in der Mitte mit

Ehefrau Christine). Der Geschäftsführer der

hebu GmbH und langjährige Vorstand der Landesinnung

Niedersachsen/Bremen für Rolladen-

und Sonnenschutz wurde von Handwerkskammer-Präses

Joachim Feldmann und

Justiziar Christian Flathmann erstmals vereidigt

und nimmt für die kommenden fünf Jahre

diese wichtige behördliche Aufgabe wahr.

Immer wieder musste Frank Homfeld in der

Vergangenheit fachlich nicht korrekt montierte

Rolläden nachjustieren, die zuvor von

nichtqualifizierten Personen eingebaut worden

waren. „Es muss mehr Ordnung in den Rolladenbau

kommen“, sagt er deshalb und

bereitete sich in rasant kurzer Zeit an der Akademie

des Handwerks in Raesfeld auf die

Sachkundeprüfung vor. Innerhalb eines halben

Jahres bestand er erfolgreich sein Examen.

„Treten Sie ein für Qualität und vertreten Sie

als Sachverständiger das Gesamthandwerk“,

wünschte sich der Präses als er Frank Homfeld

zur öffentlichen Bestellung gratulierte.

Dass das duale deutsche Bildungssystem weltweit

einen Vorbild-Charakter besitzt, ist

bekannt. Um sich mit den Vorzügen vertraut zu

machen, besuchten jetzt Vertreter des Ministry

of Manpowers des Sultanats Oman die Hand-

WERK gGmbH (Foto links). Dabei informierten

sich die Direktorin des ‚Quality Assurance

Department‘, Fatma Al-Barwani, und Dr. Ahmed

Al-Ghassani vom ‚Higher College of Technology‘

(Mitte) beim kaufmännischen und pädagogischen

Leiter des HandWERK, Reiner Krebs (li.),

und Dr. Lars Windelband von der Universität

Bremen (re.) unter anderem auch über die Ausstattung

der handwerklichen Bildungsstätte.

Handwerk in Bremen 12/2010 | 17


KH BREMEN

KH UND AGVH TAGTEN „AN BORD“

Die Kreishandwerkerschaft und der Arbeitgeberverband Handwerk Bremen e.V.

hielten ihre Jahresmitgliederversammlung auf dem Theaterschiff ab.

So ’ne richtige Schifffahrt auf der Weser

war das nicht, dennoch ging es für die Delegierten

und Obermeister der Innungen an

Bord eines Schiffes auf der Weser – und ein

kleines bisschen schaukelte es auch. Die Mitgliederversammlung

der KH und des AGVH

fand in diesem Herbst nämlich auf dem Theaterschiff

statt. Es schloss sich ein sehr gelungener,

geselliger Part mit Büffet und Livemusik

an, doch zunächst stand die Tagesordnung

der Versammlung auf dem Programm.

Bei den Regularien ist vor allem die Nachwahl

von Nuray Özalp zur Beisitzerin im KH-

Vorstand zu erwähnen. Der Obermeisterin der

Friseur-Innung wurde herzlich gratuliert.

Kreishandwerksmeister Jan-Gerd Kröger

machte auf die Erfolge der Kreishandwerkerschaft

Bremen in den letzten Monaten aufmerksam.

Man stelle sich den höchst unterschiedlichen

Herausforderungen in den

Innungen und arbeite bei einzelnen Problemen

an konstruktiven Lösungen. Es gelte, die

Zeichen der Zeit zu erkennen und das optimale

Ergebnis für das Handwerk und die

Innungen zu erzielen, indem man durchaus

auch neue Wege gehe.

Der Kreishandwerksmeister berichtete

weiter über die Erfolge, die sich aus Gesprächen

mit der Politik ergeben hätten. Hier

wolle man weiter aktiv dem Handwerk Gehör

verschaffen, so gerade aktuell mit einem Forderungskatalog

zur Bürgerschaftswahl 2011.

Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes,

Matthias Winter, verdeutlichte nochmals,

es sei wichtig, dass die Handwerker sich an

der Imagekampagne des Handwerks beteiligten.

Ein großer Erfolg sei die Beratung durch

den Arbeitgeberverband im Arbeitrecht. Auch

die kostengünstige Vertretung der Mitglieder

18 | Handwerk in Bremen 12/2010

vor dem Arbeitsgericht sei zu erwähnen.

Diese spare den Mitgliedern bereits bei einmaliger

Nutzung viele hundert Euro.

Ein Vortrag über die Firma MVS Zeppelin

GmbH & Co. KG, Marktführer in der Vermietung

von Baumaschinen, Baugeräten, Baustelleneinrichtungen

und Fahrzeugen, rundete

die gelungene Versammlung ab.

(Bericht und Foto: Stefan Schiebe)

Mehr als Hobellocken

Wer seine Wohnung schöner und komfortabler

einrichten möchte oder mit neuen Fenstern

und Türen Energie und Geld sparen will,

konnte Anfang November eine Premiere erleben:

Erstmals lockte der bundesweite ‚Tag

des Tischlers‘ mit einem bunten Programm

Gäste in die Tischler-Werkstätten. In Bremen

informierten sich zahlreiche Gäste bei Tisch-

Termine AGVH und KH Bremen

6.12. Vorstandssitzung Friseure

6.12. Innungsversammlung SHK

7.12. Vorstandssitzung Tischler

7.12. Vorstandssitzung Elektro

7.12. Innungsversammlung Zahntechniker

8.12. Treffen „Jungsenioren“ Bäcker

9.12. Weihnachtsessen Zweiradmechaniker

13.12. Weihnachtsfeier Bäcker

13.12. Vorstandssitzung Orthopädiemechaniker

13.12. Innungsversammlung Orthopädiemechaniker

13.12. Vorstandssitzung Maler und Lackierer

14.12. Vorstandssitzung Förderverein Tischler

14.12. Vorstandssitzung Metall

15.12. Weihnachtsfeier Senioren Maler

15.12. Vorstandssitzung Kfz

20.12. Mitgliederversammlung LIV Elektro

21.12. Vorstandssitzung Metall

22.1.2011 (Vorankündigung) Winterfest der

Tischler-Innung

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen

entnehmen Innungsmitglieder den Einladungen

oder telefonisch beim AGVH sowie

der KH Bremen: (04 21) 22 28 06 00.

lermeister Matthias Winter über Einbruchschutz

an Fenstern und Türen und erlebten

mit, wie der Meister Baumstämme aufsägte

(Foto), um daraus einen individuellen Tisch zu

fertigen. Beim bunten Rahmenprogramm

konnten Holzarten erraten, Locken gehobelt

oder beim Gewinnspiel mitgemacht werden.

Gleichzeitig bestand natürlich jederzeit die

Gelegenheit zu individuellen Beratungen.


EHRUNG FÜR JAHRELANGEN EINSATZ

Die Raumausstatter und Sattler ehrten zwei ehrenamtlich Tätige für ihren Einsatz.

Ehrenamtliches Engagement wird oftmals

unterschätzt und manchmal nicht wertgeschätzt.

Unterschätzen sollte man es nicht,

weil Ehrenamt Dinge bewegt und große

Erfolge erzielt. Wertschätzen sollte man es,

weil hier Menschen freiwillig ihre Freizeit in

ehrenamtliche Aktivitäten stecken und sich

für andere engagieren.

Zwei Männer wurden jetzt auf der

Innungsversammlung der Raumausstatter

und Sattler Bremen geehrt, die auf jahrzehntelanges

ehrenamtliches Engagement

zurückblicken können und denen von Obermeister

Wolfgang Steffens und den anwesenden

Innungsmitgliedern herzlich für ihren

unermüdlichen Einsatz für die Innung

gedankt wurde.

Dem Raumausstatter-Gesellen Rolf von

Ahsen wurde für seine langjährige Mitarbeit

im Gesellenprüfungsausschuss der Innung

gedankt. Er erhielt eine Urkunde, das Ehrenabzeichen

des Raumausstatter- und Sattlerhandwerks

in Silber sowie eine Medaille. Der

Prüfungsausschuss ist seit Kurzem in den

Händen der Handwerkskammer Bremen; diesem

gehört Rolf von Ahsen wieder an. Die

Innung bedankte sich für die langjährige vertrauensvolle

Zusammenarbeit.

Jürgen Peters war seit 1985 im Vorstand

der Raumausstatter- und Sattler-Innung Bremen

tätig. Seit 1992 bekleidete er das Amt des

Schriftführers und wurde schließlich auch

zum stellvertretenden Obermeister gewählt.

Mit der Übergabe seines Betriebes an die

Tochter musste er sein Vorstandsamt nun leider

aufgeben. Obermeister Wolfgang Steffens

überreichte eine Urkunde, das Ehrenabzeichen

in Gold und ebenfalls eine Medaille. Die

Innungsversammlung wählte Jürgen Peters

schließlich zum Ehrenmitglied. Der Geehrte

zeigte sich gerührt und bedauerte in seiner

kurzen Rede, aus dem Vorstand ausscheiden

zu müssen. Dies sei jedoch der Lauf der Zeit,

und er blicke auf viele schöne Jahre und ohne

Groll zurück. Er mache gerne Platz für den

Nachwuchs.

(Bericht und Fotos: Stefan Schiebe)

Rechts oben: Obermeister Wolfgang Steffens und

Rolf von Ahsen. Rechts: Jürgen Peters mit Obermeister

Wolfgang Steffens.

WERKLOHNFORDERUNGEN VERJÄHREN

Zum Jahresende verjähren Rechnungsforderungen aus dem Jahr 2007.

Mit Ablauf des 31.12.2010 verjähren die Forderungen

der Handwerksbetriebe auf Werklohn

oder Kaufpreis, die im Jahre 2007 fällig

wurden.

Alle Rechnungen, die im Jahre 2007

gestellt wurden und bis heute nicht bezahlt

sind, sollten rechtzeitig vor dem 31.12. auf ihre

Durchsetzbarkeit geprüft werden.

„Es gibt zwar Hemmungstatbestände im

Verjährungsrecht, die dafür sorgen, dass die

Fristen sich verlängern, im Allgemeinen ist

allerdings die dreijährige Verjährungsfrist zu

beachten“, warnt Rechtsanwalt Patrick von

Haacke vom Arbeitgeberverband Handwerk

Bremen e.V.

Um sicher zu gehen, dass die Verjährung

nicht eintritt, sind solche Forderungen zumindest

im Wege des Mahnbescheides gerichtlich

geltend zu machen. „Wenn sich der

Schuldner gegen den Mahnbescheid aller-

dings wehrt, ist es notwendig, die Forderung

in weiteren sechs Monaten vor dem Gericht

zu begründen“, erklärt Patrick von Haacke.

Der Arbeitgeberverband Handwerk und

die Kreishandwerkerschaft Bremen weisen

auf die Inkassostelle des Handwerks hin, die

die Einziehung der Forderungen für Innungsmitglieder

betreibt. Die Fragen zu der eventuellen

Verjährung von Forderungen können

in diesem Zusammenhang schnell und zuverlässig

geprüft werden.

Rückfragen können über die Kreishandwerkerschaft

und den Arbeitgeberverband

Handwerk unter der bekannten Telefonnummer

(04 21) 22 28 06 12 oder bei Patrick von

Haacke direkt unter (04 21) 22 28 06 14 schnell

beantwortet werden.

Witterungsverhältnisse

im Vertrag festschreiben!

KH BREMEN

Wer jetzt mit dem Bauen beginnt, der sollte

daran denken: Der Bau wird sich über den

Winter hinziehen. Dauerregen, Eis und

Schnee könnten die Bauarbeiten verzögern.

Der Rohbau und auf der Baustelle lagernde

Materialien könnten bei eisiger Witterung

beschädigt werden. Verantwortlich für die

Baustelle ist grundsätzlich der Bauunternehmer.

Was aber, wenn ein extremer Winter

bevorsteht? Wer zahlt dann die nötigen

zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen?

Die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und

Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen

Anwaltverein (DAV) rät Bauunternehmern,

solche Details vorsichtshalber im Leistungsverzeichnis

festzuschreiben und sich

so wirkungsvoll abzusichern.

Weitere Informationen zur ARGE Baurecht

unter www.arge-baurecht.com.

Handwerk in Bremen 12/2010 | 19


KH BREMEN

Zum zweiten Mal konnten sich Hausbesitzer

und Mieter auf der Verbrauchermesse „Bremer

Abwassertage“ über den Schutz vor Starkregen,

feuchte Kellerwände und undichte Kanalrohre

informieren. Die Innung Sanitär-Heizung-Klima

Bremen und hanseWasser Bremen GmbH hatten

gemeinsam als Veranstalter Besucher in die

Handwerkskammer Bremen eingeladen.

Umwelt-Staatsrat Wolfgang Golasowski eröffnete

im Beisein vom Obermeister Kai Schulz

und seinem Stellvertreter Jörg Troegel sowie

Jörg Broll-Bickhardt, Geschäftsführer von hanseWasser

Bremen GmbH, die Messe.

Die Bremer Abwassertage boten neben der

individuellen Beratung durch unabhängige

Fachleute gab es Kurzvorträge sowie erstmals

einen Vortrag für das Fachpublikum. Sieben

Herstellerfirmen zeigten Alternativen zum

EIN BISSCHEN „HEILE WELT“

Wenn im November die letzten Blätter von

den Bäumen fallen und der Freimarkt die Stadt

verlassen hat, die feuchte und kalte Luft die

letzte Ahnung eines goldenen Herbstes zu vertreiben

sucht, dann findet diese goldene Jahreszeit

in der Unteren Rathaushalle eine letzte

Zuflucht. Es ist wieder Zeit für „Gold am Fluss“.

In der halb dunklen Halle stehen wie leuchtende

Inseln die hell strahlenden Vitrinen der

zwanzig Aussteller, gefüllt mit kostbaren

Schmuckstücken aus ihren Ateliers und Werkstätten.

Zum 15. Mal zeigte die Gold- und Silberschmiede-Innung

Bremen mit der Ausstellung

„Gold am Fluß“ ihre Arbeiten in der Unteren

Rathaushalle des Bremer Rathauses.

Besonders gespannt war man im Vorfeld auf

die Arbeiten des im Rahmen der Ausstellung

gezeigten Nachwuchswettbewerbes. „Heile

Welt“ lautete das Thema in diesem Jahr. Die

Wettbewerbsarbeiten wurden wieder von Auszubildenden

aus ganz Norddeutschland eingesandt.

Auch einige Bremer Nachwuchs-Goldund

Silberschmiede gehörten zu den Preisträgern.

Gratuliert werden konnte:

20 | Handwerk in Bremen 12/2010

Schutz des häuslichen Kellers. hanseWasser präsentierte

stündlich die Aufnahme einer Kanalinspektion

per TV-Kamera.

Mit der Messe zufrieden zeigten sich hanseWasser-Geschäftsführer

Jörg Broll-Bickhardt (Foto

oben li.), SHK-Obermeister Kai Schulz (2.v.re.) und

Mit ihrer Jahresausstellung „Gold am Fluss“ brachten die Bremer Gold- und

Silberschmiede Glanz in die Untere Rathaushalle.

Auf der 15. Ausstellung „Gold am Fluss“ der Bremer

Gold- und Silberschmiede wurden die Arbeiten

des Nachwuchswettbewerbs gespannt erwartet.

Rechts einige der ausgezeichneten

Auszubildenden.

• Inka Turczyk zum 1. Preis im 1. Lehrjahr (Ausbildungsbetrieb

Schmuck+Schmuck, Winfried

Sommer),

• Anastasia Larinova zum 2. Preis im 2. Lehrjahr

(Ausbildungsbetrieb Dorte Peymann),

• Lisa Machner zum 2. Preis im 3. Lehrjahr (Ausbildungsbetrieb

Goldschmiede Haarstick,

Peter Haarstick) und

• Julia Wenk zum 3. Preis im 4. Lehrjahr (Ausbildungsbetrieb

„Die Platinschmiede", Claudia

Mintert).

Die Ausstellung „Gold am Fluss“ erfreut sich

auch nach 15 Jahren einer großen Beliebtheit.

Trotz widrigen Wetters kamen wieder einige tausend

Besucher in die Untere Rathaushalle.

(Text: Peter Haarstick/Stefan Schiebe,

Fotos: Peter Haarstick)

der stellvertretender Obermeister Jörg Troegel

(re.), im Bild zusammen mit Staatsrat Wolfgang

Golasowski.

Weitere Infos im Web: www.shk-bremen.de und

www.hansewasser.de


praxis aktuell

Kein Zusatzbeitrag 2011

Mehr erfahren Sie auf Seite 4 des Branchenreports

BRANCHENREPORT

HANDWERK

6 I 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

was wären wir ohne unser Girokonto?

Dieses einfache Kapital-Verwaltungssystem

für den täglichen Gebrauch lässt

Spielraum für das Ansparen kleiner Vermögen

ebenso wie für kurzfristige Verschuldungen

– und hält dennoch Soll und

Haben in einer dauerhaften Balance.

Bedarfsgerechtes Arbeitspensum.

Was das Girokonto für die Privatfinanzen

ist, das sind Arbeitszeitkonten

im betrieblichen Alltag des Handwerks.

Eine praktikable Sammelstelle für Arbeitszeit

– für solche, die ein Arbeitnehmer

bereits geleistet hat, und für

solche, die er seinem Arbeitgeber noch

schuldet. Das Berechnen von Überstundenzuschlägen

entfällt damit ebenso

wie das „Verbummeln“ vergüteter Arbeitsstunden

in auftragsschwachen

Zeiten. Ein Instrument mit Selbstregulierungsmechanismus,

das – sofern

über Betriebsvereinbarungen sorgfältig

austariert – dem Flexibilisierungsbedarf

beider Seiten entgegenkommt.

Bewährte Kräfte für jede Auftragslage.

Zunehmend entpuppen sich Arbeitszeitkonten

auch als probates Mittel zur

Bindung nicht nur von Fach- und Führungskräften:

Bei saisonal oder konjunkturell

bedingten Auftragsflauten

brauchen Mitarbeiter nicht in Kurzarbeit

geschickt oder gar entlassen zu

werden, sondern können sozial voll

abgesichert und ohne Einkommenseinbußen

mehr Freizeit genießen –

bis die nächste Auftragsspitze wieder

ihren vollen Einsatz erfordert. Das

könnte sich auch für Handwerksbetriebe

als das entscheidende Mehr

an Flexibilität erweisen.

Guter Rat. Was ändert sich sozialversicherungsrechtlich

für Sie, wenn Ihre

Mitarbeiter Arbeitszeitkonten führen?

Ihr persönlicher Firmenkundenberater

beantwortet all Ihre Fragen rund um

die Arbeitszeitkonten. Er hilft Ihnen

auch gern dabei, alle relevanten Unterlagen

zusammenzustellen – so kann bei

der nächsten Betriebsprüfung nichts

Information

der AOK Bremen/

Bremerhaven

Arbeitszeitkonten im Handwerk

AUFBLÄTTERN

Flexible Arbeitszeit Die Bundesanstalt

für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

(BAuA) hat zum Thema flexible Arbeitszeit

die Broschüre „Im Takt? – Gestaltung

von flexiblenArbeitszeitmodellen“

veröffentlicht.

In der mehr als

60 Seiten umfassendenPublikationwerden

15 Arbeitszeitmodelle

ausführlich vorgestellt – von

Teilzeit, Kurzarbeit und Mehrarbeit bis

hin zu Nacht- und Schichtarbeit sowie

Bereitschaftsdienst.

www.baua.de > Publikationen

> Broschüren

Expertenrat Flexible Arbeitszeiten mit

Stundenkonten für Mitarbeiter sind als

moderne Instrumente der Arbeitsorganisation

nicht mehr wegzudenken. Für

den Einsatz von Zeitwertkonten sind

die rechtlichen Anforderungen jedoch

klar definiert: Wertguthaben müssen

zum Beispiel gegen Insolvenzen abgesichert

werden, und die Deutsche Rentenversicherung

prüft genau, ob die

gesetzlichen Regeln eingehalten werden.

Für weitere Details steht Ihnen

das Expertenforum unter www.aokbusiness.de/bremen

zur Verfügung.

Mailen Sie uns Ihre Fragen zum Thema,

die AOK-Experten antworten prompt –

garantiert binnen 24 Stunden.

schief gehen. Da das Flexi-II-Gesetz

Teilzeitbeschäftigten gleiche Rechte

wie Mitarbeitern in Vollzeit zuspricht,

können auch Minijobber Wertguthaben

bilden. Doch Vorsicht: Übersteigt das

Entgelt regelmäßig 400 EUR im Monat,

werden diese Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig.

Wenn Sie bei der Beurteilung

unsicher sind, steht Ihnen Ihr

Firmenkundenberater der AOK Bremen/

Bremerhaven gern mit Rat und Tat zu

Seite. Sprechen Sie uns einfach an.

Heinzpeter Mühl,

Vorstand der AOK Bremen/Bremerhaven

ANKLICKEN AUFSCHREIBEN

Radelspaß Auch das „verflixte siebte

Jahr“ hat die Begeisterung nicht gebremst:

„Mit dem Rad zur Arbeit“ war

2010 mit 5 477 Teilnehmer so erfolgreich

wie nie. 425 Betriebe beteiligten

sich an der gemeinsamen Aktion von

AOK Bremen/Bremerhaven und ADFC

Bremen. Den Hauptpreis, einen Reisegutschein

im Wert von 1350 EUR, gewann

Kerstin Müller-Maiworm von der

Firma Friedrich Tiemann GmbH & Co. KG.

Über den Teampreis, eine Ballonfahrt

über die Heimatregion, freuten sich Kelvin

Arnold, Marlies Koch und Andreas

Lanisnik (Gewoba, Bremen). Nicht vergessen:

2011 startet die nächste Runde

der erfolgreichen Mitmachaktion.

www.aok-business.de/bremen www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de


praxistipps

LEBENSARBEITSZEITKONTEN IM HAND-

WERK Das Instrument der Lebensarbeitszeitkonten

ermöglicht es einem Arbeitnehmer,

die letzte Phase seines Erwerbslebens

– auch vor dem Hintergrund der Rente

mit 67 – zu verkürzen bzw. einen gleitenden

Übergang in den Ruhestand zu

wählen und dabei sozialversicherungsrechtlich

beschäftigt zu bleiben. Arbeitgeber

wiederum können Lebensarbeitszeitkonten

zum Beispiel zur Optimierung der

Altersstruktur ihrer Belegschaft, zur Mitarbeitermotivation

oder zur Verringerung

von Fluktuationskosten einsetzen.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks

(ZDH) hat ein Merkblatt hierzu veröffentlicht.

Darin werden Nutzen und Organisation

von Lebensarbeitszeitkonten

sowie die rechtlichen Vorgaben erläutert:

www.zdh.de > Soziale Sicherung

> Alterssicherung

FLEXIBLER MIT „BEST-ZEIT“ Studien

zufolge sind es bislang vor allem Großunternehmen,

in denen Arbeitszeitkonten

geführt werden. Dagegen haben kleine

und mittlere Betriebe noch erheblichen

Nachholbedarf. Hier setzt das im Auftrag

des NRW-Wirtschaftsministeriums entwickelte

Projekt „Best-Zeit“ des Instituts der

deutschen Wirtschaft Köln (IW) an – mit Informations-

und Beratungsangeboten zur

Verbreitung neuer Arbeitszeitmodelle im

Mittelstand. Das Onlineangebot von „Best-

Zeit“ umfasst unter anderem Praxisbeispiele,

Leitfäden und Checklisten:

www.flexible-arbeitszeiten.de

GESUNDHEIT ON AIR „Fit bei der Arbeit“

- unter dem Motto gibt die AOK Bremen/

Bremerhaven bei Hit-Radio Antenne Bremen

hilfreiche Tipps rund um die Themen

Gesundheit, Sport und Ernährung. Wie

kann man ein paar überflüssige Pfunde loswerden?

Was sorgt im Betrieb für Entspannung?

Die Fitnesstrainerin Anja Turleyski

gibt dazu und zu vielen weiteren Fragen

Auskunft. Jeweils montags, mittwochs und

freitags um 12.10 Uhr werden die Gespräche

auf Hit-Radio Antenne Bremen (Frequenz:

104.8, Bremen und 107.9, Bremerhaven)

gesendet. Als Audiofile können sie auch gehört

oder heruntergeladen werden:

www.aok.de

Flexibel im Handwerk

„Meine Mitarbeiter wollten einfach nicht!“, schimpft ein Malermeister aus

Dortmund. „Ich konnte sie nicht dazu bewegen, auch mal an Wochenenden

zu arbeiten – bis ich schließlich Aufträge absagen musste.“ Vor fünf Jahren

hatte er in seinem Betrieb ein Arbeitszeitkonten-Modell eingeführt. Als

dieses jedoch an der mangelnden Flexibilität der Mitarbeiter scheiterte, zog

er Konsequenzen: Er kündigte der gesamten Belegschaft bis auf einen Mitarbeiter.

Mit diesem erledigt er seine Aufträge nun alleine – notfalls auch

nachts und an Wochenenden.

Guter Wille zur Flexibilität. „Arbeitszeitflexibilisierung kann nur erfolgreich

sein, wenn der Arbeitgeber die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter kennt

und berücksichtigt“, weiß Dethard Schnitker, Arbeitszeitberater der Handwerkskammer

Ostwestfalen-Lippe, aus fast 30-jähriger Berufserfahrung.

„Zwar müssen Angestellte darauf eingestellt sein, dass bestimmte Arbeiten

nun einmal Sonderschichten erfordern können. Dennoch können Arbeitgeber

nicht die betrieblichen Bedürfnisse über alles andere stellen, auch sie

müssen lernen, Kompromisse einzugehen.“ Nach Schnitkers Erfahrung können

Zeitkontenmodelle, die nicht nur die Flexibilisierungsbedürfnisse des

Betriebs, sondern auch die seiner Mitarbeiter berücksichtigen, das Arbeitsklima

sogar deutlich verbessern – und vieles mehr.

Effektivere Arbeitsorganisation. Mehrfach bereits hat der

Arbeitszeitexperte der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe

erlebt, wie Handwerksbetriebe durch die Einführung von

flexiblen Arbeitszeitmodellen quasi nebenbei ihre gesamte

Betriebsdatenerfassung auf Vordermann gebracht haben,

wie sie über die Planung von Personaleinsätzen die Vor- und

Nachkalkulation von Aufträgen verbessern und ihre Arbeitsschutzmaßnahmen

optimieren konnten. „Gerade viele der

kleineren, tarifungebundenen Betriebe arbeiten ja traditionell

mit flexiblen Arbeitszeiten. Diese brauchen also ein Instrument,

das Anfang und Ende der Arbeitseinsätze unbürokratisch

erfassen kann, um sie besser planbar und kontrollierbar zu machen.“

Dafür brauche es nicht unbedingt eine teure EDV-Anlage. „Unternehmen

sollten die Personaleinsatzplanung auf Zeitkontobasis eine Zeit lang mit

Zettel und Stift ausprobieren“, rät Schnitker. Erst wenn die Grundstrukturen

des Modells auf diese Weise erprobt sind, mache es Sinn, die passende

Software dazu zu suchen. „Dabei stehen die Berater der Handwerkskammern

den Unternehmern natürlich mit Rat und Tat zur Seite.“

Krisenüberbrückung mit Plusstunden. Und wie können Arbeitszeitkonten

zur Abmilderung von saisonalen Flauten beitragen? „Betriebe, deren Mitarbeiter

Plusstunden auf ihren Zeitkonten haben, verfügen über einen größeren

Puffer“, sagt Schnitker. „Dadurch können sie ihre Fachkräfte so lange

halten, bis die nächste Auftragsspitze wieder ihren vollen Einsatz erfordert.“


Optimale Zeiteinteilung

Für kleine und von festen Öffnungszeiten abhängige Handwerksbetriebe –

wie Bäcker oder Fleischer – sind Gleitzeit- oder gar Lebensarbeitszeitkonten

nicht wirklich einsetzbar. Anders auf dem Bau. Dieter Smieja, Geschäftsführer

der Bau-Innung Bremen und des Verbandes Baugewerblicher Unternehmer

im Lande Bremen: „Arbeitszeitkonten helfen den Betrieben“, sagt

er und nennt die Vorzüge der Flexibilität. „Die kommt Arbeitgebern und

Arbeitnehmern zugute und gibt Raum für individuelle Freiheiten.“ Flexible

Arbeitszeiten sind gerade für Bau-Betriebe ideal. So wurde im April 2006

das Saison-Kurzarbeitergeld (Saison-Kug) eingeführt, eine Spezialregelung

für die Bauwirtschaft, die bei witterungsbedingtem Arbeitsausfall oder Auftragsmangel

in der Schlechtwetterzeit Leistungen der Bundesagentur für

Arbeit vorsieht.

Auch im Baugewerbe lohnen sich Arbeitszeitkonten: Bei

witterungsbedingtem Arbeitsausfall kann der Arbeitnehmer

seine angesparten Guthabenstunden abbauen.

Arbeitsflexibilisierung

lohnt sich. Ein Teilaspekt

dieser Regelung ist für

gewerbli che Arbeitnehmer

besonders interessant.

Smieja: „Kann etwa

aus Witterungsgründen

auf der Baustelle nicht

gearbeitet werden, hat

der Arbeitnehmer dem

Grunde nach Anspruch

auf Saison-Kug, das in

der Höhe dem allgemeinen

Kurzarbeitergeld entspricht.

Hat der Arbeitnehmer

jedoch im Sommer

Guthabenstunden angespart

und kann die bei

witterungsbedingtem Arbeitsausfall

einsetzen und

so den Bezug von Saison-Kug vermeiden, erhält er für jede Ausfallstunde

zusätzlich 2,50 EUR netto, das sogenannte Zuschuss-Wintergeld. Man sieht,

Arbeitszeitflexibilisierung lohnt sich, denn sie kann das Arbeitseinkommen

der gewerblichen Arbeitnehmer im Winter spürbar erhöhen.“

Weniger Bürokratie. Hinzu kommt, dass sich der Verwaltungsaufwand mit

dem Einsatz von Arbeitszeitkonten erheblich verringern kann. Ein wichtiger

Aspekt für Matthias Lüllmann von der Bremer Bauunternehmung Kathmann.

„Betriebe, die mit ihren Mitarbeitern Arbeitszeitmodelle vereinbaren,

können eine Menge Bürokratie sparen und ein Plus an Arbeitszufriedenheit

gewinnen“, sagt Prokurist Lüllmann. Statt strammer Vorgaben regelt

eine gemeinsam ausgearbeitete Betriebsvereinbarung Anwesenheitspflicht,

individuelle Gleitzeiten sowie den Spielraum der Plus- und Minusstunden.

Entsprechende Programme verwalten die einzelnen Zeitkonten

und „spucken“ am Monatsende Soll- und Habenlisten für Mitarbeiter und

Geschäftsführung aus.

Blitzschnelle Zeiterfassung. Bundesweit arbeitet knapp über die Hälfte

aller Arbeitnehmer mit Arbeitszeitkonten; im produzierenden Gewerbe sind

es vergleichsweise mehr, bei den Dienstleistern weniger. Aus der Stempeluhr,

in die früher die Zeitkarten gesteckt wurden, sind inzwischen Computer

gesteuerte Systeme geworden, die über den Mitarbeiterausweis alle

Arbeits- und Pausenzeiten erfassen. Für Baustellen entwickelte Handysoftware

macht aus Mobiltelefonen ortsungebundene Terminals zur Arbeitszeiterfassung

– blitzschnell und ohne Verwaltungsaufwand.

nachgefragt:

Rechtsanwalt Harald Bex,

Mitglied im Referat Recht und

Sachverständigenwesen beim

Westdeutschen Handwerkskammertag

Auftragsschwankungen, Kostendruck und kürzere Produktzyklen fordern

auch im Handwerk immer mehr Flexibilität. Nun steht Betrieben traditionell

eine ganze Palette an Flexibilisierungsinstrumenten von Gleitzeit bis Kurzarbeit

zur Verfügung. Sollen sich Handwerksunternehmer dennoch mit den

Möglichkeiten von Arbeitszeitkonten auseinandersetzen?

Harald Bex: Gerade bei einer saisonal bedingt schwachen Auftragsschaftslage

kann die Einführung von Arbeitszeitkonten die Lösung sein. Entscheidender

Vorteil zu den bekannten Flexibilisierungsinstrumenten wie Gleitzeit

und Kurzarbeit ist der größere Zeitraum, auf den die vereinbarte

Arbeitszeit verteilt werden kann.

Besonders beliebt im Handwerk ist das sogenannten Ampelmodell.

Welche Vorteile bietet es?

Harald Bex: Das Instrument des „zweiphasigen Ampelkontos“ unterscheidet

wie bei einer Fußgängerampel eine rote und eine grüne Ampelphase.

Die grüne Phase gibt eine Grenze für die Anzahl der Plus- und Minusstunden

vor, bis zu der Mehr- oder Minderarbeit problemlos ausgeglichen werden

kann. Wird diese Grenze überschritten, gelangen die Arbeitskräfte mit

ihrem Plus- oder Minusstunden in eine rote Phase, und es ist Aufgabe der

Führungskraft, das Arbeitszeitkonto auf einen längeren Zeitraum zu erweitern

oder dadurch Abhilfe zu schaffen, dass Mitarbeiter umbesetzt oder

neu eingestellt werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Einsatz der

Mitarbeiter kann so problemlos an eine schwankende Auftragslage angepasst

werden. Überstunden werden nicht gesondert vergütet, sondern angesammelt

und in auftragsschwachen Zeiten durch Freizeit ausgeglichen.

Wie können Handwerksbetriebe die Arbeitszeitflexibilisierung über

Zeit kontenmodelle in Einklang mit den bestehenden tarifvertraglichen

Regelungen bringen?

Harald Bex: Regelungen zu flexiblen Arbeitszeiten sind im Individualarbeitsvertrag

nur insoweit zulässig, als Gesetz, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung

keine anderweitigen abschließenden Bestimmungen enthalten. Auch

abweichende Regelungen des Arbeitsvertrags zuungunsten der Mitarbeiter

sind nur zulässig, wenn Gesetz, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung

es ausdrücklich erlauben. Empfohlen wird daher aus Gründen der Rechtssicherheit,

die Einführung flexibler Arbeitszeiten im Arbeitsvertrag schriftlich

festzuhalten.

Arbeitszeitflexibilisierung ist in mehrfacher Hinsicht eine komplexe

Materie. Können Handwerksunternehmer Arbeitszeitkonten in kleinen

Betrieben auch selbst erfolgreich einführen, oder ist die Begleitung durch

einen externen Arbeitszeitexperten unabdingbar?

Harald Bex: Wir haben in dem Modellprojekt „Flexible Arbeitszeitgestaltung

im Handwerk“ die Erfahrung gemacht, dass eine Beratung und Betreuung

der Handwerksbetriebe vor Ort über die Arbeitszeitberater der Handwerkskammern

eine erfolgreiche Umsetzung eines neuen Arbeitszeitmodells

begünstigt hat. Als Ergebnis dieses Modellprojekts sind zahlreiche Broschüren

entstanden. Darüber hinaus hat der Westdeutsche Handwerkskammertag

eine Software entwickelt, die die Vorteile der Einführung flexibler

Arbeitszeiten darstellbar macht.


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Impressum: Herausgegeben und verlegt von der AOK Bremen/Bremerhaven, 28195 Bremen, und CW Haa r feld GmbH,

Postfach 10 15 62, 45015 Essen · Verantwortlich für den Inhalt: Heinzpeter Mühl · Fotos: AOK, Christian Volk, Gettyimages,

iStockfoto, Masterfile, Stills Online · Redaktionsschluss war der 24 . November 2010 · Gemäß § 13 SGB I sind die Sozialversicherungsträger

verpflichtet, die Bevölkerung im Rahmen ihrer Zuständigkeit aufzuklä ren.

Durch die jetzt beschlossene Gesundheitsreform

erhöht die Bundesregierung den Beitragssatz

für alle Krankenkassen ab dem

1. Januar 2011 wieder von 14,9 auf 15,5 Prozent

– ein Stand, den er von Januar bis Juli

2009 schon einmal hatte. Sowohl Arbeitnehmer

wie Arbeitgeber müssen ab Jahresanfang

deshalb jeweils 0,3 Prozent mehr für

den Krankenkassenbeitrag aufwenden.

AOK-Versicherte werden auch 2011 keinen

Zusatzbeitrag zahlen. Das liegt unter anderem

daran, dass die AOK Bremen/Bremerhaven

wie in den Vorjahren gut und solide gewirtschaftet

hat. Für 2011 ist ein Plus im

Haushalt eingeplant, der insgesamt fast 600

Mio. EUR umfassen wird. „Wir bleiben somit

bei unserem Kurs. Die AOK-Versicherten

müssen auch im kommenden Jahr keine Belastung

fürchten, die bei manch anderen

Kassen noch obendrauf kommen kann“, sagt

der AOK-Vorstandsvorsitzende Norbert

Kaufhold. Die AOK müsse durch die solide

Haushaltspolitik der vergangenen Jahre

auch keine Schulden tilgen.

Mit der Gesundheitsreform werden eine ganze

Reihe von Weichen anders gestellt: So

wird der Arbeitgeberbeitrag auf 7,3 Prozent

des Brutto lohnes festgeschrieben – alle künftigen

Ausgabensteigerungen im Gesundheitswesen

sol len die Kassenmitglieder allein tragen.

Gleichzeitig will die Bundesregierung die

vom Einkommen unabhängigen Zusatzbeiträge,

die 16 Krankenkassen in Deutschland

bereits 2010 verlangt haben, künftig mit einem

Sozialausgleich aus Steuermitteln koppeln –

der vom Arbeitgeber durchzuführen ist und

großen Mehraufwand mit sich bringt.

Thema des nächsten Branchenreports:

Professionelle Werbung im Handwerk

Die Wünsche und Erwartungen der Kunden von Handwerksbetrieben

ändern sich. Auftraggeber werden im

Schnitt immer älter, die Ansprüche an die Leistungen

und Angebote steigen. Außerdem verschärft sich der

Wettbewerb, Trends werden immer kurzlebiger. Für die

Betriebe kommt es darauf an, sich auf die wandelnden

Märkte einzustellen. Produkte und Leistungen werden

zusehends maßgeschneidert – dafür sind aber auch entsprechende

Marketingstrategien nötig. Denn handwerkliche

Leis tungen und Produkte wollen auch meisterlich

vermarktet werden.


UFH MIT NEUEM

VORSTAND

Bei der jüngsten Hauptversammlung des

Landesverbands Bremen der Unternehmerfrauen

im Handwerk stand auch die Wahl des

Vorstands auf der Tagesordnung. Das Treffen

fand in Bremerhaven statt, als Ort für die Versammlung

hatten die Unternehmerfrauen

das Restaurant Fiedlers Aalkate im Schaufenster

Fischereihafen ausgewählt.

Gaby Krinke aus Bremerhaven, 1. Vorsitzende,

wurde bei der Wahl in ihrem Amt

bestätigt. Als ihre Stellvertreterin wurde Silvia

Junge, die 1. Vorsitzende des Arbeitskreises

Unternehmerfrauen im Handwerk Bremen,

gewählt. Kassenführerin ist Anna Sommer;

Beate Kupferschmidt wurde als Schriftführerin

wiedergewählt. Susanne Gerken aus Bremen

ist aus dem Vorstand der Unternehmerfrauen

ausgeschieden.

Mit größter Konzentration und unter

Hochdruck wurde in den Räumen des Berufsbildungswerkes

Bremen, das seit 1984 selber

erfolgreich junge Menschen mit Behinderung

zum Raumausstatter ausbildet, gewerkelt.

Auszubildende des Raumaustatter- und Sattler-Handwerks

aus dem Bundesgebiet trugen

den Bundesleistungswettbewerb in den drei

kategorien Raumausstatter, Fahrzeugsattler

und Reitsportsattler aus.

Die Raumausstatter hatten die Aufgabe,

möglichst akkurat und sauber zu tapezieren,

einen Fußbodenbelag zu verkleben, eine Textilwandbespannung

vorzunehmen und

schließlich einen Fußhocker fertig zu stellen.

KH BREMEN & KH BRHV-WEM

Der neue Vorstand des Landesverbands der Unternehmerfrauen (von links): Silvia Junge (stv. Vorsitzende),

Gaby Krinke (1. Vorsitzende), Anna Sommer (Kassenführerin), Beate Kupferschmidt (Kassenführerin).

(Text: Gerda Cordes, Foto: UFH)

RAUMAUSSTATTER UND SATTLER IM WETTBEWERB

Petra Stolze aus Stendal

arbeitete für die Juroren

vorbildlich und wurde

Bundessiegerin.

Die Fahrzeugsattler

hatten unter anderem zu

demonstrieren, dass sie

verschiedene Nähte in

Kunstleder und Stoffen

beherrschen und dass sie

einen Motorradsitz

beziehen können. Die

Ergebnisse konnten sich

alle sehen lassen, bei

einem Wettkampf geht

es aber ja darum, den

Besten zu küren. Bundessieger wurde André

Sauerschell aus Knetzgau in Bayern.

Schließlich mussten die Reitsportsattler

beweisen, dass die Herstellung einer Umhängetasche

und das

Nähen eines

Knobelbechers

keine Probleme

für sie darstellen.

Auch eine Nähtafel

gehörte zu

den Aufgaben.

Am besten

gelang dies Franziska

Böhme aus

Marke in Sachsen,

die Bundessiegerin

wurde.

„Mit dem

Bundesleistungswettbewerb

soll

die Leistung der

Handwerksjugend

gefördert

und anerkannt werden. Und letztlich spiegelt

sich natürlich auch die Fähigkeit und die Fachkompetenz

junger Handwerker und des

Raumausstatter- und Sattler-Handwerks insgesamt

wider. Mit hoher Qualität, Kreativität

und individueller Kundenbetreuung möchten

wir uns von der Billigkonkurrenz abgrenzen“,

so Wolfgang Steffens, Obermeister der Raumausstatter-

und Sattler-Innung Bremen.

(Text: Stefan Schiebe/Fotos: Wolfgang Steffens)

Handwerk in Bremen 12/2010 | 25


KH BRHV-WEM

BERUF UND FAMILIE UNTER EINEM HUT

Die Stadtbäckerei Engelbrecht pflegt eine familienfreundliche Philosophie und

wird dafür ausgezeichnet. Vereinbarkeit von Beruf und Familie bringt Vorteile für

das gesamte Unternehmen.

Zufriedene und motivierte Mitarbeiter,

geringer Krankenstand, gutes Betriebsklima.

Diese Ziele verfolgen wohl die meisten Unternehmen.

Um sie zu erreichen, gibt es viele

Wege. Von großer Bedeutung ist die Vereinbarkeit

von Beruf und Familie. Aus diesem

Grund zeichneten das Bremer Verbundprojekt

Beruf und Familie und Bürgermeisterin Karoline

Linnert jetzt elf familienfreundliche

Unternehmen mit dem Audit der berufundfamilie

gGmbH der Hertie-Stiftung aus.

In diesem Jahr wurden erstmals auch

Unternehmen gewürdigt, die sich im Rahmen

eines zweijährigen Modellprojekts auf dem

Weg zum familienfreundlichen Betrieb

gemacht haben, darunter auch die Stadtbäckerei

Engelbrecht aus Bremerhaven.

Der Innungsbetrieb mit 23 Standorten und

über 200 Mitarbeitern hat schon lange

erkannt, dass Familienfreundlichkeit dem

ganzen Unternehmen zugute kommt. „Als

Bäckerei haben wir nicht immer die einfach-

26 | Handwerk in Bremen 12/2010

sten Arbeitszeiten, auch deshalb ist uns die

Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Herzensangelegenheit“,

sagt Geschäftsführer

Gerd Engelbrecht, der in diesem Jahr auch

zwei Auszubildende eingestellt hat, die

bereits Kinder haben.

Die Familienfreundlichkeit hat in der Traditionsbäckerei

viele Seiten, von flexiblen

Arbeitszeiten über Informationen zu den Themen

Elternzeit und Pflege bis hin zur Weihnachtsbäckerei

und vergünstigten Ferienpässen

für Mitarbeiterkinder. Die positiven Seiten

einer familienfreundlichen Unternehmensphilosophie

machen sich laut Engelbrecht

unter anderem bei der Personalsuche, bei der

geringen Fluktuation und einen geringen

Krankenstand bemerkbar. Engelbrecht:

„Außerdem haben wir in der Produktion und

im Service eine sehr gute Atmosphäre. Und

das merken natürlich auch unsere Kunden.“

(Oliver Brandt)

Über die Auszeichnung freuten sich im Bremer Rathaus (von links): Maike Weihrauch, Sabine und Gerd

Engelbrecht, Alwin Borowsky, Dina Hoops und Silvia Kämmerer. (Foto: Engelbrecht)

Schnelle Streitbeilegung am Bau

Wenn Baufirmen, Investoren und Planer

miteinander arbeiten, kommt es häufig zu

Interessenskonflikten. Das liegt, so weiß

die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und

Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen

Anwaltverein (DAV), an der Kom -

plexität heutiger Bauvorhaben.

Diese Konflikte müssen im Interesse aller

Baubeteiligten schnell gelöst werden. Statt

langwieriger Gerichtsprozesse, mit ungewissem

Ausgang, sind schnelle pragmatische

Lösungen wie etwa die Schlichtung

gefragt. Grundlage dazu ist die Schlichtungs-

und Schiedsordnung für Baustreitigkeiten

„SOBau“ der ARGE Baurecht. Sie

ist eine schnelle, baurechtliche Möglichkeit

zur Streitbeilegung am Bau. Ideal ist es,

wenn die Bauvertragspartner die SOBau

bereits bei Vertragsabschluss vereinbaren.

Dann sitzen im Streitfall Schlichter und

Kontrahenten innerhalb weniger Stunden

gemeinsam am Tisch und suchen nach für

alle tragbaren Kompromissen, um den

Baufortgang nicht unnötig lange aufzuhalten.

Informationen sowie Verträge und

Vereinbarungen der SOBau zum Herunterladen

unter: www.arge-baurecht.com/

rechtsuchende/sobau.


SCHNITT FÜR SCHNITT SEIT 100 JAHREN

„Frisör Helmer“ in Langen blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück.

Die Haarmode wechselt von Saison zu Saison,

ein schnelllebiges Geschäft. Doch das

bedeutet nicht, dass Tradition im Friseurhandwerk

keine Rolle spielt. Das Geschäft von Hans

und Hannelore Helmer ist dafür der beste

Beweis. Seit 100 Jahren besteht es nun schon im

Zentrum von Langen bei Bremerhaven, und ist

damit eines der ältesten Geschäfte vor Ort. 2007

bekamen die Helmers, die den Salon in dritter

Generation führen, den Unternehmerpreis der

Stadt Langen in der Kategorie Traditionsunternehmen.

Was die Mode angeht, sind sie und ihre 13

Mitarbeiterinnen, darunter drei Auszubildende,

stets auf dem aktuellsten Stand. „Fortbildung

schreiben wir groß“, sagt Hans Helmer, dessen

Mitarbeiterinnen sich unter anderem im Kreativteam

der Friseurinnung engagieren und

dadurch viele neue Ideen mitbringen.

Für Kreativität sorgen auch die Auszubildenden.

„Wir legen großen Wert auf die Ausbildung.

Das kommt dem ganzen Unternehmen zugute

weil es neue Impulse bringt. Gerade ein Traditionsunternehmen

wie unseres braucht junge

Menschen mit neuen Ideen“, sagt Hans Helmer.

Ein Schwerpunkt des Salons ist das Thema

Farbe. Hans Helmer:„Außer dem Schneiden ist

das heute extrem wichtig, schließlich geht

heute kaum eine Kundin ohne Farbe aus dem

Geschäft.“

Gegründet wurde der Friseursalon im Jahr

1910 von Friedrich Helmer. Im Alter von 22 Jahren

war er aus der Nähe von Bodenwerder nach Langen

gekommen, weil dort gerade ein E-Werk

gebaut wurde. Deswegen war er bei seiner

Arbeit nicht länger auf das flackernde Licht von

Petroleumlampen angewiesen. In den ersten

Jahren konnte er vom Haareschneiden allein

aber nicht leben. Deshalb betrieb er außerdem

eine Malerei mit elf Gesellen sowie eine kleine

Landwirtschaft. Ab den 20er Jahren, als auch die

Damen zum Friseur gingen, verbesserte sich die

Lage. 1963 übernahm Friedrich Helmer jr. das

Geschäft, seit 1982 wird es von Hans und Hannelore

Helmer geführt. Bei den Feierlichkeiten zum

Betriebsjubiläum haben sie nicht allein an ihr

Geschäft gedacht. Die Spenden der zahlreichen

Besucher sollen dem Bürgerfonds der Stadt Langen

zugute kommen.

(Oliver Brandt)

Nachhaltigkeit gefragt

KH BRHV-WEM

Zusammen mit ihrem

Team setzen Hans und

Hannelore Helmer

(Mitte) auf hohe

handwerkliche Qualität

und Fortbildung.

Unten: 1901 gründete

Friedrich Helmer mit

seinem kleinen Salon

(links im Bild) den

Grundstein des Traditionsunternehmens.

(Fotos: Helmer)

Neben dem Preis und der Qualität von Produkten

spielt zunehmend auch das Thema Nachhaltigkeit

eine Rolle bei der Kaufentscheidung.

Eine Konsumentenbefragung des ECC Handel

in Zusammenarbeit mit der Internet-Plattform

www.stayfair.de zeigt, dass Konsumenten

sämtlichen Nachhaltigkeitsaspekten eine

hohe Bedeutung beimessen, aber unzufrieden

mit der Erfüllung ihrer Ansprüche sind.

Allen abgefragten Nachhaltigkeitskriterien

zu sozialen, ökologischen und ökonomischen

Aspekten wurde eine vergleichsweise hohe

Bedeutung zugeschrieben. Den höchsten

Stellenwert für die 615 Befragten hat das Kriterium

„Achtung der Menschenrechte“, während

„Investitionen in die Ladeneinrichtung“

zwar ebenfalls als wichtig angesehen werden,

im Vergleich zu anderen Aspekten aber

eher unbedeutend sind.

Die Zufriedenheit der Konsumenten liegt in

allen Kriterien jedoch nicht nur unter der

zugeschriebenen Bedeutung, sondern auch

unter dem Skalenmittelwert von 3 Punkten,

der einer neutralen Bewertung entspricht.

Lediglich die Konsumentensicherheit und der

Preis von nachhaltigen Waren und Dienstleistungen

werden als annähernd zufriedenstellend

beurteilt. Alle anderen Kriterien sind

zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur unzureichend

gelöst. „Die Unzufriedenheit mit der

Erfüllung der geforderten Nachhaltigkeits -

aspekte durch die Unternehmen könnte ein

Grund für die gegenwärtige Kaufzurückhaltung

der Konsumenten sein. Hier bestehen

für Hersteller und Händler ungenutzte Potenziale,

Kunden über entsprechende Informationsangebote

für sich zu gewinnen“, so

Dipl.-Kauffrau Aline Eckstein, Projektmanagerin

des ECC Handel.

Ausgewählte Ergebnisse der Studie kostenfrei

zum Download auf der Website des

ECC Handel: www.ecc-handel.de.

Handwerk in Bremen 12/2010 | 27


KH BRHV-WEM

LEICHTE ENTSPANNUNG AM AUSBILDUNGSMARKT

Agentur für Arbeit, Handwerk und Industrie stellen Bilanz 2009/2010 vor.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz

stellten die Agentur für Arbeit, die Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde und

die IHK Bremerhaven die Ergebnisse des vergangenen

Berufsberatungsjahres (01.10.2009

bis 30.09.2010) vor. In den Räumen des jungen

und stark in der Ausbildung engagierten

Innungsbetriebs Frese und Salbert Elektround

Gebäudetechnik GmbH zogen sie eine

leicht positive Bilanz.

Die Zahl der bei der Arbeitsagentur gemeldeten

betrieblichen Ausbildungsstellen stieg

um 1,2 Prozent über das Vorjahresniveau und

liegt nun bei 1.123 Stellen. Die Zahl der insgesamt

gemeldeten Stellen nach dem Berufsbildungsgesetz

sank um 5,0 Prozent (-68) auf

1.280. Unbesetzt waren davon am 30. September

noch 57 Stellen (Vorjahr 19). Unversorgt waren

am 30. September 33 Jugendliche (Vorjahr:

34). Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen

und Bewerber ist auf 2.267 Personen angestiegen

(238 oder 11,7 Prozent mehr als 2009).

Die Kreishandwerkerschaft erfasste An fang

Oktober 381 Lehrverhältnisse, ein Anstieg um

1,6 Prozent zum Vorjahr (2009: 375). Wie

schon vor einem Jahr gab es Zuwächse im

28 | Handwerk in Bremen 12/2010

Landkreisgebiet (+ 11 Verträge), in Bremerhaven

wurden 5 Verhältnisse weniger eingetragen.

Bei der Industrie- und Handelskammer ging

die Anzahl eingetragener Ausbildungsverhältnisse

um 8,7 Prozent zurück.

„Die Entspannung am Ausbildungsmarkt

setzt sich fort“, beschrieb Roland Dupák, Vorsitzender

der Geschäftsführung der Agentur

für Arbeit Bremerhaven, die Situation. „Trotz

der Auswirkungen der Wirtschaftskrise legte

das betriebliche Ausbildungsangebot um

immerhin 1,2 Prozent zu.“ Schulische Warteschleifen

spielten aber weiterhin eine zu

große Rolle. „In Anbetracht einer gestiegenen

Anzahl sogenannter ‚Altbewerber’ ist ein weiteres

Engagement der Beteiligten des Ausbildungspaktes

unbedingt sinnvoll!“, so Dupák.

„Um diese jungen Leute haben wir uns

auch von der Arbeitgeberseite her besonders

intensiv in der Nachvermittlungsaktion ge -

kümmert“, unterstreichen Martin Johannsen,

Geschäftsführer der IHK und Josef Solscheid,

Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Besonders über die Praktika im Rahmen der

Einstiegsqualifizierung (EQ) würden die Be -

triebe die Möglichkeit anbieten, Berufspraxis

Josef Solscheid und Roland Dupák stellten die Ausbildungsbilanz in den Geschäftsräumen von Stefan

Salbert und Dirk Frese (v.l.n.r.) vor. Mit ihrem jungen Unternehmen Frese & Salbert Elektro- und Gebäudetechnik

GmbH engagieren diese sich stark für die Ausbildung. (Foto: Oliver Brandt)

zu erwerben. Oft schließe sich dann ein reguläres

Ausbildungsverhältnis an. Solscheid

betont zudem, wie wichtig eine gute Infrastruktur

an den Berufsschulen für eine hohe

Aus bildungsbereitschaft der Betriebe ist.

Kürzungen erschweren Integration

Durch die bundesweiten Sparmaßnahmen

in der Arbeitsmarktpolitik droht in Bremerhaven

nicht nur eine Kürzung bei Beschäftigungsprojekten

sondern auch ein herber

Einschnitt bei der langfristigen Qualifizierung

von Arbeitssuchenden. Die für Langzeitarbeitslose

elementar wichtigen Förderketten,

die sich aus mehreren, aufeinander

aufbauenden Maßnahmen vom Ein-Euro-

Job bis zur fachlichen Qualifizierung zu -

sammensetzen, werden durch diesen Einschnitt

unterbrochen. Eine Integration auf

den ersten Arbeitsmarkt wird so erheblich

schwieriger. Darauf weist die Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde auch

im Hinblick auf den Fachkräftemangel in der

Seestadt hin.

Geschäftsführer Josef Solscheid betont in diesem

Zusammenhang die große Bedeutung

der fachlichen Qualifikation von Arbeits -

suchenden für Bremerhaven und die ge -

samte Unterweserregion: „Sie ist sowohl für

Menschen, die auf dem Weg in den ersten

Arbeitsmarkt als letztes Glied der Förderkette

aktuelle Fachkenntnisse benötigen, als auch

für Unternehmen, die Fachkräfte suchen,

extrem wichtig.“

Bei der Verteilung der Mittel für die Integration

Langzeitarbeitsloser, die in Bremerhaven

von 23 auf 15 Millionen Euro gekürzt werden,

sieht die Kreishandwerkerschaft eine gefährliche

Entwicklung zulasten der fachlichen

Qualifizierung. „Die Zahl der Bildungsgutscheine

für längerfristige Qualifizierungs -

maß nahmen wird im kommenden Jahr nicht

ausreichen, um den Teilnehmern von Be -

schäftigungsprojekten eine vernünftige An -

schlussperspektive zu bieten“, prognostiziert

Solscheid.

Durch diese Entwicklung droht die langfristige

Förderung Langzeitarbeitsloser an einer entscheidenden

Stelle unterbrochen zu werden.

Solscheid: „Die bewährte Förderkette wird

nun durch die ungleiche Mittelverteilung

zulasten der Qualifizierung geschwächt.“


AUSZEICHNUNG FÜR ERFOLGREICHE ÜBERNAHME

Felix Huth erhält für die erfolgreiche Übernahme seines Familienbetriebes einen

Bremerhavener Gründerpreis.

Im Bundesland Bremen stehen jährlich

rund 160 Unternehmen zur Übernahme an,

bei rund einem Drittel von ihnen ist die Nachfolge

ungeklärt. Diese Zahlen zeigen die

große gesamtwirtschaftliche Bedeutung des

Themas. Für die Auslober des Bremerhavener

Gründerpreises war das der Grund, im vergangenen

Jahr eine neue Kategorie einzuführen.

Jetzt wurde der junge Bremerhavener

Unternehmer Felix Huth für die erfolgreiche

Übernahme des elterlichen Betriebsverbunds

gewürdigt. Er teilt sich den mit 50 000 Euro

dotierten Preis mit Nicole Steffens, die sich

mit ihrer Buchhandlung „Mausbuch“ im

Stadtteil Lehe selbstständig gemacht hat.

„Die wichtigste erneuerbare Energie ist

der Optimismus“, begrüßte Claus Brüggemann,

Vorstandschef der Sparkasse Bremerhaven,

die den Gründerpreis zusammen mit

der Dieckell-Stiftung und der Wirtschaftförderungsgesellschaft

BIS ausschreibt, die beiden

Gewinner. Und an Optimismus mangelt

es Felix Huth nicht. Mit 15 Jahren hatte er sich

entschieden, die Familieunternehmen Huth

Metallbau GmbH sowie Huth Zaun + Torsysteme

GmbH einmal übernehmen zu wollen.

Von diesem Zeitpunkt an verfolgte er sein Ziel

konsequent und lernte das Handwerk mit

einer Lehre in Bremerhaven und Lübeck von

der Pike auf. 2005 wird er Metallbaumeister

und Schweißfachmann, 2006 legt er die Prüfung

zum Betriebswirt des Handwerks ab.

Den Übergabeprozess haben er und sein

Vater Gerd Huth gemeinsam gestaltet.

Zusammen haben sie das Traditionsunternehmen

mit Investitionen fit für die Zukunft

gemacht. Wie sein Vater in der Vergangenheit

legt auch Felix Huth großen Wert auf ein

freundliches und modernes Arbeitsumfeld,

Aus- und Weiterbildung spielt für ihn ebenso

ein große Rolle wie für die 36 Mitarbeiter, darunter

sieben Auszubildende.

Zu diesen hat Felix Huth ein ausgesprochen

gutes Verhältnis, auch wenn er heute

nicht mehr der Sohn vom Chef sondern der

Chef selbst ist. „Einige Mitarbeiter kennen

mich noch als ganz kleinen Jungen“, sagt der

27-Jährige. Als er nach der Meisterausbildung

wieder in den Betrieb gekommen sei, hätten

sie ihn gefragt, ob er jetzt mit „Sie“ angeredet

werden wolle. „Nee, das lass mal, das Du ist

schon in Ordnung“, hat er ihnen geantwortet.

(Text und Foto: Oliver Brandt)

KH BRHV-WEM

Oben: Bojen für die Gewinner. Bei der Übergabe

des geteilten Gründerpreises freuten sich (von

links): Sparkassen-Vorstand Claus Brüggemann,

Oberbürgermeister Jörg Schulz, die Preisträger

Nicole Steffens und Felix Huth, Dirk Grotheer von

der Dieckell-Stiftung und Stephan Limberg von

der Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS.

Bäcker und Konditoren

begrüßen Initiative

Die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft

und Verbraucherschutz, Ilse Aigner,

möchte die Leitsätze des Lebensmittelbuches

im Rahmen der Initiative „Klarheit und Wahrheit“

stärken und den Schutz der Verbraucher

vor Irreführung in einem allgemein gültigen

Teil besonders hervorheben. Der Zentralverband

des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

und der Deutsche Konditorenbund begrüßen

und unterstützen dieses Vorhaben. Peter

Becker, Präsident des Zentralverbandes des

Deutschen Bäckerhandwerks e.V.: „Die Deutschen

Bäckermeister unterstützen die Initiative

der Ministerin. Wir haben die Leitsätze für

Brot und Kleingebäck stets als Selbst -

verpflichtung respektiert und als Maßstab für

hohe Qualität betrachtet. Sie sorgen darüber

hinaus für einen fairen Wettbewerb.“

Handwerk in Bremen 12/2010 | 29


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DAS BESTE KOMMT

ZUM SCHLUSS!

Mit dieser Werbeaktion möchten wir uns bei

unseren Kunden für ein erfolgreiches Jahr bedanken.

Wir wünschen Ihnen zum Jahresabschluss

eine schöne, besinnliche

Weihnachtszeit und einen guten

Rutsch und Neustart ins Jahr 2011.

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Wir bedanken uns für das Vertrauen unserer Kunden

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NAMEN & NOTIZEN

Glückwunsch zum Geburtstag

Am 2. Dezember

CLAUS HILLEBRANDT, Obermeister der Innung

des Tischlerhandwerks, Montagegewerbes

und Bestattungsgewerbes Bremerhaven-

Wesermünde.

Am 8. Dezember

PETER HAARSTICK, Obermeister der Innung des

Gold- und Silberschmiedehandwerks Bremen

STEFAN HARTMANN, Obermeister der Friseur-

Innung Bremerhaven-Wesermünde

Am 15. Dezember

BODO JENTSCH , Stellvertretender Obermeister

der Friseur-Innung Bremerhaven-Wesermünde

(Land)

Am 18. Dezember

HEINZ JÜCHTERN, Ehrenobermeister der Friseur-Innung

Bremerhaven-Wesermünde

TORSTEN WOLFF, Stellvertretender Obermeister

der Glaser-Innung Bremen

Am 23. Dezember

HOLGER DAHL, Stellvertretender Kreishand-

Allen Lesern von HANDWERK IN BREMEN, allen Handwerkern,

Inhabern, Geschäftsführern und Mitarbeitern der Betriebe

32 | Handwerk in Bremen 12/2010

ein frohes Weihnachtsfest und

ein erfolgreiches Jahr 2011

wünschen

Präsidium, Geschäftsführung und Mitarbeiter

der Handwerkskammer Bremen,

Vorstände, Geschäftsführung und Mitarbeiter

der Kreishandwerkerschaften Bremen

und Bremerhaven-Wesermünde

sowie Verlag und Redaktion

von HANDWERK IN BREMEN

werksmeister Bremerhaven-Wesermünde,

Obermeister des Bäcker-Innung Bremerhaven-Wesermünde

Am 25. Dezember

HANS-HERMANN NIENABER, Stellvertretender

Obermeister der Innung des Musikinstrumentenmacherhandwerks

Bremen

Am 27. Dezember

ROLAND WINTER, Obermeister der Bildhauerund

Steinmetz-Innung Bremen

Am 30. Dezember

ADOLF KUPKE, Ehrenpräses der Handwerkkammer

Bremen

Glückwunsch zum Jubiläum

25 Jahre

Am 1. Dezember

GISELA STEILEN, Bremen, Kosmetikergewerbe

Am 3. Dezember

MANFRED SCHLEUFE und MICHAEL LÜERS, Bremen,

Kraftfahrzeugmechanikerhandwerk

Inter verleiht „Ausbildungs-Ass“

Die Inter Versicherungsgruppe hat jetzt

zum 14. Mal ihren Wettbewerb „Ausbildungs-

Ass“ abgeschlossen. Ausgezeichnet werden 13

Unternehmen aus dem Handwerk, dem

Bereich Industrie, Handel, Dienstleistungen

sowie Ausbildungsinitiativen. Am 23. November

wurden in Berlin die Sieger geehrt. Insgesamt

gingen 204 Bewerbungen bei der Inter

ein. In der Kategorie Handwerk qualifizierten

sich: die Bäckerei Erich Lehnen, Brüggen; die

Fleischerei „Der Ludwig“, Schlüchtern; die

Sevals Traum Frisuren & TrendStyle, Dortmund;

die Simonmetall GmbH & Co KG, Tann;

die Stendaler Landbäckerei, Stendal. In den

drei Kategorien werden jeweils 2.500 Euro für

die ersten Preise, 1.500 Eufo für die zweiten

Preise und 1.000 Euro für die dritten Preise

verliehen.

Bei Anruf kommt der

Weihnachtsmann

Ab sofort kommt der „echte Weihnachtsmann“

wieder von der Job Vermittlung der

Agentur für Arbeit Bremen. Unter der „himmlischen

Hotline“ (04 21) 178 1173 können bis

zum 10. Dezember Firmen für die Weihnachts-

feier und Familien für den Heiligabend den

rotbemäntelten Gesellen buchen. Nach einer

Unterbrechung der über 35-jährigen Tradition

hat die Arbeitsagentur Bremen diesen beliebten

Service jetzt wieder aufgenommen.

Nachdem der Weihnachtsmann in einem

Casting im Bremer Waldau Theater sein

Bodenpersonal erfolgreich aufgestockt und

mit Hilfe von Theaterprofis fachlich auf den

letzten Wissensstand gebracht hat, kann die

Weihnachtszeit kommen. Ob für Promotion

oder Einsätze auf Firmenweihnachtsfeiern, zu

Nikolaus und natürlich an Heiligabend: Für

jede Gelegenheit hält der Weihnachtsmann

über sein irdisches Job-Weihnachtsmannbüro

einen qualifizierten Helfer im roten Mantel

bereit. Und auch das Christkind hat in diesem


Feierten „Geburtstag“: Vorstand und Präsidium des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen mit

Ehrenpräsident Herbert Freese (rechts), Ministerpräsident David McAllister (Mitte), Bundesinnungsmeister

Wilhelm Hülsdonk (4.v.l.), ZDK-Präsident Robert Rademacher (rechts neben McAllister).

Mit auf dem Bild: Obermeister Jörg Kossmann, Bremen (7.v.l.) und Obermeister Sieghardt

Reinhardt, Bremerhaven (4.v.r.). (Foto: Kfz-Gewerbe Nieders.-Bremen)

KFZ-GEWERBE FEIERTE 75 JAHRE

Mit einem Branchentag in der Landeshauptstadt

Hannover hat das Kraftfahrzeuggewerbe

Niedersachsen-Bremen das 75-jährige

Bestehen gefeiert. Prominenz aus Politik, Sport

und Automobilwirtschaft mit dem niedersächsischen

Ministerpräsidenten David McAllister

und ZDK-Präsident Robert Rademacher an der

Spitze gratulierte zum Jubiläum, das Verbandspräsident

Karl-Heinz Bley in seinen Reden als

in der Tradition verwurzelt, der Zukunft zugewandt“

präsentierte. Einer der großen Landesverbände

im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe,

sagte Bley, habe starke geografische

und personelle Wurzeln zum Bundesverband,

denn nach dem Zweiten Weltkrieg sei der Zentralverband

mit zwei Niedersachsen an der

Spitze in Peine wieder an den Start gegangen.

Bleys „begrüßender Rückblick“ zum Start

des Branchentages hatte Automodelle und

Stationen der Automobilgeschichte als visuellen

Hintergrund dargestellt, um die wechselvolle

Geschichte des Landesverbandes zu dokumentieren,

in dessen Verbandsgebiet Europas

größter Hersteller seinen Hauptsitz hat.

Das Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen

zählt 3.600 Betriebe mit 42.000 Beschäftigen.

Die berufsständische Interessenvertretung

präsentiert sich im Jubiläumsjahr mit einem

modernen Dienstleistungsangebot für die

Meisterbetriebe der Kfz-Innungen. Manfred

Steinbrecher, Landesinnungsmeister und Vizepräsident

des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes,

in seinem Schlusswort: „Eines verspreche

ich Ihnen heute: Das 75-jährige Bestehen des

Verbandes Niedersachsen-Bremen ist für uns

alles andere als ein Anlass, uns selbstzufrieden

zurückzulehnen und auf den Leistungen und

dem Vollbrachten von gestern selbstzufrieden

auszuruhen. Dieser Branchentag ist Ansporn

und Motivation. Wir fühlen uns nach wie vor

der Tradition verpflichtet, wir vertreten die

Interessen unserer Mitglieder aber zeitgemäß.

In unserer handwerklichen Tradition verwurzelt

verharren wir nicht, sondern sind der

Zukunft zugewandt. Wir packen die Herausforderungen

an.“

NAMEN & NOTIZEN

Loewenstein im Amt bestätigt

Die Mitgliederversammlung des Zentralverbandes

des Deutschen Baugewerbes hat

Hans-Hartwig

Loewenstein

(Foto) für weitere

vier Jahre

in seinem Amt

als Präsident

des Verbandes

bestätigt.

Loewenstein

steht seit

2006 an der

Spitze des

größten deutschenBauverbandes,

der

rund 35.000

mittelständischeBauunternehmen

repräsentiert. Neben Loewenstein

wurden die bisherigen Vizepräsidenten

Walter Derwald und Frank Dupré in ihren

Ämtern bestätigt.

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Handwerk in Bremen 12/2010 | 33


NAMEN & NOTIZEN

„SEIFRIZ-PREIS“

GING AN BREMER

YACHTWERFT

Dass Bremer Unternehmen auch bundesweit

Anerkennung für ihre innovativen Leistungen

erhalten, wird wieder einmal eindrucksvoll

am Beispiel der Bremer Yachtwerft

Meyer demonstriert. Gerade Mittelständler

wie Bootsbaumeister Jan Meyer, der sich auf

seiner Werft insbesondere auf hochwertige

Tenderboote für Yachten und Megayachten

spezialisiert hat, sind oft die Motoren für

bahnbrechende Entwicklungen.

Um auch auf technischen hoch innovativen

Gebieten Ideen verwirklichen und umsetzen

zu können ist oft jedoch ein erheblicher

Forschungsaufwand nötig. Hier bietet sich

eine Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten

insbesondere Hochschulen an.

Als bundesweiter Technologie-Transfer-

Preis des deutschen Handwerks prämiert der

„Professor-Adalbert-Seifriz-Preis“ jedes Jahr

erfolgreiche Kooperationen zwischen Handwerk

und Wissenschaft.

Unter dem Motto „Meister sucht Professor“

werden innovative Produkte und Leistungen,

die durch Zusammenarbeit von Wissenschaft

und Handwerk zur Marktreife gebracht

wurden, mit Preisgeldern von insgesamt

25.000 Euro belohnt. Wobei sich die Kooperation

sowohl auf die Entwicklung von Produkten

und Verfahren als auch auf Dienstleistungen

oder die Einführung neuer Formen der

betrieblichen Organisation beziehen kann.

Seit über 20 Jahren wird der Technologietransfer-Wettbewerb

vom Wirtschaftsblatt

„handwerk-magazin“ zusammen mit der

Steinbeis-Stiftung und der Signal Iduna

Gruppe veranstaltet. Er findet Unterstützung

vom Verein Technologietransfer Handwerk,

dem Baden-Württembergischen Handwerkstag

sowie dem Zentralverband des Deutschen

Handwerks.

Zu den Preisträgern des Jahres 2010 gehören

auch die „yachtwerft meyer gmbh“ und

die Fachhochschule Dortmund, die gemeinsam

elektrisch beheizbare Formen in Kunststoffbauweise

entwickelt und bis zur Marktreife

geführt haben, mit denen auch die

Produktion von Bootskörpern und anderen

Bauteilen aus Faserverbundwerkstoffen optimiert

werden kann.

Die Innovation von fibretemp, unter die-

34 | Handwerk in Bremen 12/2010

Bei der Preisverleihung (v.l.n.r.): Reinhold Mulatz („handwerk magazin“), Prof. Dr.-Ing. Herbert Funke (FH

Dortmund), Michaela Meyer (yachtwerft meyer gmbh), Prof. Dr. Johann Löhn (Präsident der Steinbeis-

Hochschule Berlin).

sem Namen ist das System mittlerweile auch

patentiert, liegt darin, die zum Aushärten der

Faserlaminate erforderliche Beheizung, die

üblicherweise durch dickwandige Formen von

außen erfolgt, unmittelbar in die Oberfläche

der Form zu verlagern. Eingesetzt werden leitfähige

Carbonfasern, die mit Strom beaufschlagt,

Wärme unmittelbar an der Oberfläche

zum Laminat erzeugen. Dadurch werden

enorme Energieeinsparungen erzielt.

Bereits zahlreiche Formen hat die Bremer

Yachtwerft für verschiedenste Anwendungsbereiche

erfolgreich gebaut. „Der anfänglichen

Skepsis weicht schnell Begeisterung

bei unseren Kunden“, weiß Bootsbaumeister

Meyer zu berichten. Inzwischen wird das Verfahren

in vielen Bereichen des Formenbaus

eingesetzt. So konnte die Yachtwerft Meyer

bereits zahlreiche Formen für die Windenergie-Industrie

entwickeln und bauen. Auch im

Boots-und Flugzeugbau wird das Verfahren

erfolgreich eingesetzt.

Professor Herbert Funke, vom Lehrstuhl für

Fahrzeugtechnik der Fachhochschule Dortmund

erinnert sich: „Gerade beim Bootsbau

herrscht oftmals noch traditionelles Handwerk

vor. Aber mit Herrn Meyer haben wir

einen Partner gefunden, der das Risiko eingegangen

ist, eine erste marktfähige Form mit

uns gemeinsam zu bauen.“ Das anfänglich

für einen vorliegenden Auftrag, zur Herstellung

von großflächigen Innenraumverkleidungen

für Flugzeuge, entwickelte fibretemp-System

etabliert sich zunehmend im

Bereich der Fertigungstechnologie für faserverstärkte

Kunststoffe.

„Momentan bauen wir sogar Formen für

einen britischen Flugzeughersteller.“ Diese,

nicht ohne berechtigten Stolz, eingeworfene

Bemerkung des Werftinhabers zeigt die mittlerweile

auch internationale Anerkennung

des fibretemp-systems.

Das Ergebnis der engen Zusammenarbeit

von Hochschule und Handwerk überzeugt auf

dem Gebiet der Fertigungstechnologie durch

eine Reihe von Vorteilen.

Durch den speziellen Aufbau, bei dem das

CFK-Laminat sowohl die tragende Funktion

übernimmt, als auch als Widerstandsheizung

fungiert, sinken Energieaufwand und Kosten

erheblich.

Da die Wärme direkt an der Formenoberfläche

entsteht, ergeben sich sehr kurze Wärmeflusswege.

In aktuellen Anwendungsbeispielen

konnte der Energiebedarf im

handwerklichen und industriellen Produktionsprozess

auf diese Weise um mehr als 90

Prozent reduziert werden. Aufgrund der

besonderen Werkstoffanordnung sind die

Formen außergewöhnlich dimensionsstabil.

Das gewährleistet eine bisher unerreichte

Maßhaltigkeit selbst bei sehr großen Bauteilen.

Von besonderem Vorteil ist, dass die Formen

extrem leicht sind. Durch den Aufbau in

Sandwichbauweise verfügen die Formen über

eine sehr geringe Wärmekapazität, flankierend

ergeben sich verbesserte Taktzeiten in

der Fertigung.

Referenzprojekte in den Industriebereichen

Luft-und Raumfahrttechnik, der Windenergiebranche

und dem handwerklichen

Boots-und Schiffbau bestätigen den Technologievorsprung,

die Effizienz und Zuverlässigkeit

des fibretemp-Systems.

Über die Erstentwicklung hinaus arbeiten

die Yachtwerft Meyer und die Fachhochschule

Dortmund kontinuierlich an weiteren Verbesserungen

und Optimierungen des Systems

und der Prozesstechnik. Hier werden zunehmend

auch weitere Partner mit ins Boot

genommen, die von den Ergebnissen profitieren

und eigene Ideen einbringen können.


Siegertreppchen im Rathaus: Preisträger des

Bremer Denkmalpflegepreises mit Bürgermeister

Böhrnsen und Jurymitgliedern.

(Fotos: Landesamt für Denkmalpflege)

ERSTMALIG:

BREMER PREIS FÜR

DENKMALPFLEGE

Im November wurde zum ersten Mal der Bremer

Denkmalpflegepreis verliehen. Im Rahmen

eines Festaktes im Bremer Rathaus zeichnete

Bürgermeister Jens Böhrnsen, der die Schirmherrschaft

für den Denkmalpflege-preis übernommen

hat, die Preisträger aus.

Insgesamt wurden fünf Preise und fünf

besondere Anerkennungen in drei Kategorien

vergeben, wovon ein Sonderpreis gemeinsam

vom „Weser-Kurier“ und der „Nordsee-Zeitung“

gestiftet und von den Chefredakteuren Lars Haider

und Dr. Jost Lübben übergeben wurde.

Mit dem Bremer Denkmalpflegepreis, der

zukünftig alle drei Jahre ausgelobt wird, werden

besondere Leistungen zur Erhaltung und Pflege

von Baudenkmälern in Bremen und Bremerhaven

ausgezeichnet. Vergeben wird der Preis vom

Landesamt für Denkmalpflege und der Aufbaugemeinschaft

Bremen e.V. in Kooperation mit der

Architektenkammer, der Handelskammer und

der Handwerkskammer Bremen sowie der IHK

Bremerhaven gemeinsam mit den Medienpartnern

„Weser-Kurier“ und „Nordsee-Zeitung“.

Der Vorsitzende der neunköpfigen Jury, Professor

Udo Mainzer, Landeskonservator des

Rheinlandes, berichtete über die Herausforderungen

an die Jury, aus 77 Bewerbungen die

Besten zu ermitteln. Landeskonservator Professor

Georg Skalecki stellte in seiner Laudatio die

einzelnen Preisträger vor:

„as2 architekten schomers.schürmann“ erhielten

den Preis in der Kategorie I – an der Bauaus-

führung beteiligte Handwerker, Architekten, Ingenieure

– für die denkmalgerechte und vorbildliche

Gesamtplanung zur Sanierung und Revitalisierung

von Speicher XI in der Überseestadt Bremen.

Der Restaurator Matthias Seefried konnte

sich mit seiner vorbildlichen Wiederherstellung

der historischen Wandmalerei im Chor- und Triumphbogenbereich

in der Lutherischen Kirche

Bremen Alt-Aumund über einen Preis freuen.

„Mit dem Bremer Denkmalpflegepreis 2010 in

der Kategorie I wird die äußerst qualitätsvoll ausgeführte

Arbeit und die methodisch sinnvolle

Trennung von Punktretusche und historischer

Chorausmalung gewürdigt“, so der Laudator.

In der Kategorie II – öffentliche und private

Bauherren – ging der Bremer Denkmalpflegepreis

2010 an die Familie Melanie und Matthias Wobbe.

Geehrt wurden sie für ihre vorbildlichen Bemühungen

zur energetischen und denkmalgerechten

Sanierung ihres Wohnhauses in Bremen-

Schwachhausen.

Die Auszeichnung mit 3.000 Euro in der Kategorie

III – für alle ehrenamtlich Tätigen, wie Vereine,

Einrichtungen und Einzelpersonen – ging

an das Alte Pumpwerk e.V. Die Vereinsmitglieder

sind seit 13 Jahren unermüdlich tätig, um das

1913 errichtete Pumpwerk zu erhalten.

Mit dem Sonderpreis wurden die Freunde

Einen Preis erhielt der Restaurator Matthias

Seefried fürdie Wiederherstellung von Malereien

im Chor der Kirche Bremen Alt-Aumund.

Eine Anerkennung erhielt die Johann Osmers

GmbH & Co. KG für die Wiederherstellung des

Kupferdachs des Schütting.

NAMEN & NOTIZEN

des Sendesaales e.V. ausgezeichnet. Der Verein

verhinderte mit seinem Einsatz den Abriss des

ehemaligen Sendesaales von Radio Bremen und

zeigte damit bürgerschaftliches Engagement.

Fünf Anerkennungen wurden für drei Architekturbüros,

ein Handwerksunternehmen und

eine private Bauherrin im Rahmen des Bremer

Denkmalpflegepreises 2010 ausgesprochen.

Darunter die Johann Osmers GmbH & Co. KG,

die eine Anerkennung für ihre in allen Details

sehr qualitätvollen Arbeiten zur Wiederherstellung

des Kupferdaches des Hauses Schütting in

Bremen erhielt.

Handwerk in Bremen 12/2010 | 35


NAMEN & NOTIZEN

FREUNDLICHER SERVICE GEPAART MIT FACHKOMPETENZ

Mitarbeiterqualifizierung: Im HandWERK wurden jetzt Abschlusszertifikate an Kfz-Service-Assistentinnen übergeben.

Der Altersdurchschnitt der PKWs wächst

und die Fabrikate sowie die Typen der Fahrzeuge

sind für Laien immer schwieriger voneinander

zu unterscheiden. Nicht zuletzt

durch die längeren Kundendienstintervalle

gewinnt der Service am Kunden zunehmend

an Bedeutung und spielt inzwischen eine zentrale

Rolle für den Umsatz in Kfz-Werkstätten.

Um sich positiv von seinen Mitbewerbern

abzuheben braucht es besonders geschulte

Mitarbeiter/innen, die dem jeweiligen Unternehmen

eine individuelle Note verleihen.

Deshalb hat die HandWERK gGmbH (Das

Kompetenzzentrum der Handwerkskammer

Bremen) in Kooperation mit dem ITB (Institut

Technik und Bildung) der Universität Bremen

den mehrmonatigen Lehrgang zum/zur Kfz-

Serviceassistent/-in als einen neuen Weg der

Mitarbeiterqualifizierung platziert. Ziel war

es die Kundenzufriedenheit zu steigern, die

Annahmemeister zu entlasten und das Alleinstellungsmerkmal

zu stärken.

36 | Handwerk in Bremen 12/2010

Im Mittelpunkt dieses berufsbegleitenden

Lehrgangs stand die Vermittlung grundlegender

Kompetenzen in den Bereichen Kfz-Technik,

Kommunikation und Recht.

Die Teilnehmerinnen der Betriebe aus Bremen,

Bremerhaven und dem Bremer Umland

bekamen zuerst wichtige theoretische

Grundlagen vermittelt. Darauf aufbauend

erarbeiteten sie themenbezogene Lösungen,

übten in Rollenspielen praxisnahe Lösungsstrategien

und reflektierten die Ergebnisse

zusammen mit den Dozenten. Die Kleingruppe

ermöglichte ein individuelles Eingehen

auf die jeweiligen Arbeitsschwerpunkte

der Teilnehmerinnen. So wurde beispielsweise

in der Kfz-Werkstatt des HandWERKs

unter Anleitung ein Ottomotor in seine

Hauptbestandteile zerlegt und wieder

zusammen gebaut. Dabei wurden die einzelnen

Bauteile „greifbar“ und ihre Funktionsweise

verständlich.

Besonders positiv beurteilten die Teilneh-

Auf dem Foto v.l.n.r: Birgit Müller, Petra Boemke,

Johann Dirks (Projektkoordinator HandWERK),

Nils Petermann (Dozent ITB), Andreas van de Pas

(Dozent HandWERK), Daniela Brettschneider,

Janina Bielefeld und Kathleen Pfeifer.

Unten: Sehen, wie’s funktioniert. Zum Lehrgang

gehörte selbstverständlich eine gehörige Portion

Praxiswissen.

merinnen, dass die Lehrinhalte an den jeweiligen

individuellen Voraussetzungen ausgerichtet

und von den Dozenten praxisnah vermittelt

wurden.

Am 29. Oktober gratulierten der Projektkoordinator

des HandWERKs Johann Dirks

und die Dozenten Nils Petermann und

Andreas van de Pas den Absolventinnen zu

der erfolgreichen Teilnahme. Die Teilnehmerinnen

des modular aufgebauten Lehrgangs

haben jetzt nachgewiesen, dass sie in der

Lage sind, Kunden und Kundinnen kompetent

und umfassend zu beraten.

Der Lehrgang wurde im Rahmen des Projektes

InTAKt (Innovative Techniken und alternative

Antriebe in der Kraftfahrzeugtechnik)

durchgeführt, das durch den Europäischen

Sozialfonds (ESF) und dem Land Bremen im

Rahmen des Landesprogramms „Bremer

Fachkräfteinitiative“ gefördert wird.


Rechtzeitig zum Start einer neuen Umschulung zum Kfz-Mechatroniker wurde im HandWERK ein neuer Schulungsraum

im Kfz-Bereich eingerichtet (Foto oben). Theorie und Praxis im engsten Zusammenhang war das Ziel,

alle Erfahrungen und neueste Technik sind in die „Kfz-Werkstatt 5“ eingegangen. Laptops mit Zugriff durch den

Dozenten und aktueller Kfz-Software gewährleisten zum einen Mobilität, zum anderen Verschließbarkeit und

damit Diebstahlschutz. Gleich dahinter wird am Fahrzeug auf einer Hebebühne der Praxisbezug herstellt. Tester

und Schul-Computer sind vernetzt, das heißt unter Einsatz der Abgas-Absauganlage kann selbst bei laufenden

Motor nicht nur über den Tester, sondern auch über die Computer Diagnose gelehrt und gelernt werden.

Kathrin Gebhardt (Foto rechts) ist seit September zumeist in den Abendstunden beim HandWERK Ansprechpartnerin

in der Information. Vormittags bearbeitet sie in einem SHK-Betrieb alles was so in einem Büro anfällt,

wie Angebote, Rechnungen, Mahnungen, Telefon und mehr. Gebhardt: „Die Beschäftigung in der Abend-Information

macht mir viel Spaß, da es sich um eine vielfältige Tätigkeit handelt und man hier mit vielen netten Leute

Kontakt hat“. (Text und Fotos: Dirk Troue)

„BAUKASTEN“ FÜR KFZ-VERSICHERUNG

Flotte Select heißt das Rahmenvertragskonzept

der Signal Iduna Gruppe, Dortmund/Hamburg,

das speziell konzipiert ist

für den Bedarf mittelständischer Unternehmen.

Es basiert auf einem marktgängigen

Grundversicherungsschutz, den der Kunde

um einzeln wählbare Zusatzdeckungen

erweitern kann.

Mit Flotte Select beschreitet die Signal

Iduna bewusst einen alternativen Weg in der

Versicherung von Fahrzeugflotten. Anstelle

der verbreiteten Rundumversicherung bietet

das Konzept ein modulares System, mit dem

sich der Versicherungsschutz bedarfsgerecht

zusammenstellen lässt. Dies hat den Vorteil,

dass für den Unternehmer keine Kosten

anfallen für nicht benötigte, aber auch nicht

abwählbare Bausteine, die ein „All-Inclusive-

Versicherungsschutz“ zwangsläufig enthält.

Schließlich benötigen nicht alle Betriebe die

gleichen Deckungen für ihre Fahrzeugflotten,

so die Experten von der Signal Iduna. So ist es

beispielsweise für einen Malerbetrieb in der

Regel nicht nötig, auch das Fährschiffrisiko

abzusichern.

Flotte Select ist abschließbar für Flotten ab

einer Größe von 20 Fahrzeugen gleicher Wagnisart.

Setzt sich der Fuhrpark aus unterschiedlichen

Fahrzeugarten, etwa aus PKW,

LKW und Anhängern zusammen, so beträgt

die versicherbare Mindestflottengröße 30

Fahrzeuge. Im Versicherungsschutz enthalten

ist eine Deckungssumme von pauschal 100

Millionen Euro in der Kfz-Haftpflichtversicherung.

Dazu verzichtet die Signal Iduna auf

Leistungskürzung bei grober Fahrlässigkeit,

ausgenommen Unfälle beispielsweise infolge

Trunkenheit am Steuer. Generell versichert

sind auch Schäden, die durch den Zusammenstoß

mit Tieren aller Art verursacht sind.

Ebenfalls abgedeckt sind Schäden am Fahrzeug

infolge von Tierbissen.

Bei PKW ist außerdem beitragsfrei die

Mallorca-Police ebenso enthalten wie die

Neuwertentschädigung für Fahrzeuge bis zu

einem Alter von sechs Monaten und – auch

für Anhänger im Werksverkehr - die Umweltschadenversicherung.

Dazu gilt hier die Vorteilskasko,

bei der der Versicherte bei einem

Kasko-Schaden die Reparaturwerkstatt in

Absprache mit der Signal Iduna auswählt.

Diese Partnerwerkstätten bieten für PKW

weitere kostenlose Serviceleistungen an wie

das Abholen und Zurückbringen des Fahrzeugs.

Über diesen „Basiskatalog“ hinaus kann

sich der Unternehmer den Versicherungsschutz

für seine Fahrzeuge bedarfsgerecht im

NAMEN & NOTIZEN

Baukastensystem zusammenstellen. Das

Angebot reicht hier von der Umweltschadenversicherung

über die Versicherung von

Brems-, Betriebs- und Bruchschäden, die GAP-

Deckung für Leasingfahrzeuge, sowie den Einschluss

der Fährschiffklausel bis hin zur

Erstattung von Bergung- und Abschleppkosten.

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Handwerk in Bremen 12/2010 | 37


TIPPS & TERMINE

Die hanseBAU und die Bremer Altbautage finden

2011 erstmals gemeinsam statt.

(Foto: Messe Bremen/Michael Ihle)

DOPPELPACK:

hanseBAU UND

ALTBAUTAGE

„Gemeinsam sind wir noch besser.“ Das

haben sich die Veranstalter der Bremer Altbautage

und der Messe hanseBAU, die Bremer Energie-Konsens

GmbH und die Messe Bremen,

gesagt und sind eine Kooperation eingegangen.

Künftig werden beide Veranstaltungen gemeinsam

stattfinden. Premiere ist von Freitag, 21.

Januar, bis Sonntag, 23. Januar 2011, in den Hallen

5 und 6 der Messe Bremen. Dann öffnet die hanseBAU

zum zweiten Mal ihre Tore – mit den Bremer

Altbautagen als Sonderausstellung.

„Mit dieser Kooperation wollen wir unsere

Synergien nutzen und noch mehr Interessierte

ansprechen“, erklärt Ingo Kleemeyer, Projektleiter

bei der Messe Bremen. „Die Bremer Altbautage

umfassten bisher nur das Land Bremen. Die

hanseBAU hat aber einen größeren Einzugsbereich.

Da das Thema Sanierung auch bei der hanseBAU

vertreten ist, haben wir schnell Schnittmengen

erkannt. Hier wollen wir unsere

Kompetenzen nun bündeln, größer werden und

unseren Stellenwert in der Baumessenlandschaft

Norddeutschlands steigern.“

Mehr als 200 Aussteller haben sich bereits

angekündigt. Die Verbrauchermesse widmet

sich allen Themen rund ums Haus: Bauen, Sanieren,

Renovieren, Energieversorgung, Einrichten,

Gartengestaltung, Finanzierung und Immobilien.

So findet man auf der Messe bei verschiedenen

Anbietern Baugrundstücke und Immobilien

unterschiedlicher Art und Preislage – vom Häuschen

im Grünen in der Samtgemeinde Kirchdorf

bis zur Ferienwohnung in Spanien. Die Sparkasse

Bremen stellt die dazu passenden Finanzierungsmöglichkeiten

vor.

Neben den Ausstellern wird es zwei Vortragsbereiche

für Endverbraucher und am Freitag ein

Programm für Fachbesucher wie Architekten

oder Ingenieure geben. Die Vorträge widmen

sich den Themen Klimaschutz und Energieeffizienz,

Sanierung, Immobilienbewertung, Förderung

und Finanzierung. Darüber hinaus werden

verschiedenen Bau- und Werkstoffe vorgestellt

und die Referenten liefern viele praktische Beispiele

und Anwendungsmöglichkeiten. Handwerklich

geht es außerdem bei den Werkzeugund

Gerätevorführungen im Foyer der Halle 6

sowie an den Ständen einzelner Aussteller zu –

dort kann es dann zuweilen auch etwas lauter

werden.

38 | Handwerk in Bremen 12/2010

Angebote und Termine Kompetenzzentrum HandWERK

Unternehmensführung

Betriebswirt/in (HWK), 4 Semester, 480 Stunden,

2 Abende/Woche: ab 7. Februar 2011

Meistervorbereitung (berufsbegleitend)

Installateur und Heizungsbau: ab 11. Januar

Technische/r Fachwirt/in (HWK) - Teil III, Wirtschaftliche

und rechtliche Kenntnisse: ab 10. Januar

Ausbildung der Ausbilder, AEVO: ab 1. März

Meistervorbereitung (Vollzeit)

Gebäudereiniger: ab 27. Februar

Installateur und Heizungsbau: ab 4. April

Ausbildung der Ausbilder, AEVO: 2 Wochen,

auch als Bildungsurlaub möglich: ab 1. März

Neu: Meistervorbereitungslehrgänge in Vollzeit

ab dem 1. August 2011 in den Gewerken

Elektrotechnik, Maler- und Fahrzeuglackierer,

Tischler und Bäcker

Fachlehrgänge (berufsbegleitend)

Öl- und Gasfeuerungsmonteur, praktischer

Lehrgang, 40 Stunden: ab 11. Januar

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

im SHK - Handwerk, 56 Stunden: ab 24. Januar

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

BGV A3, 108 Stunden: ab 15. Februar

CNC-Grundstufe, 80 Stunden: ab 25. Januar

SPS-Grundstufe Siemens S7 zum SPS-Techni-

Angebote und Termine Akademie des Handwerks an der Unterweser e.V.

Meisterausbildung

Teil I & II

Friseur-Handwerk: ab 28. Februar

Bau-Handwerke (Maurer, Stahl-Betonbauer,

Zimmerer): ab 9. Februar

Kfz-Handwerk (Teil II): ab 14. Februar, Teil I auf

Anfrage

Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk: ab

22. Februar

Elektrotechniker-Handwerk: ab 15. März

Metallbauer-/Feinmechaniker-Handwerk: ab 12.

September

Teil III

Technischer Fachwirt (HWK): ab 10. Januar

Teil IV

(AEVO, Teilzeit): ab 22. August

ker, 60 Stunden: ab 1. Februar

Fachlehrgänge (Vollzeit)

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, 3

Wochen: ab 7. Februar 2011

SPS - Techniker, 4 Wochen: ab 14. Februar 2011

Siemens LOGO, 1 Woche: ab 14. Februar 2011

SK – Schweißtechnische Kurstätte des DVS

Internationale/r Schweißfachmann/-frau SFM/

EWS/IWS Teil 1 - 3, berufsbegl.: ab 7. Januar

Praktische Übungen in diversen Schweißverfahren,

6 Wochenenden (Freitag ab 14:00 Uhr

und Samstag): ab 29. Januar 2011

Gewerkeübergreifende Bildungsangebote

Fachkraft Schimmelpilzsanierung (HWK), 64

Std., ca. 5 Wochenenden (Fr. + Sa.): ab 21. Januar

Akademie des Ehrenamtes

Rhetorik im Ehrenamt, Do. + Fr., 10. + 11. Februar

Informationen und Anmeldungen:

HandWERK gemeinnützige GmbH,

Das Kompetenzzentrum der

Handwerkskammer Bremen

Schongauer Str. 2, 28219 Bremen,

Telefon (0421) 222744 - 422 oder 421

E-Mail: info@handwerkbremen.de

Internet: www.handwerkbremen.de

Berufsbegleitende Fortbildungen

Technische/r Fachwirt/in (HWK): ab 10. Januar

Betriebswirt/in (HWK): ab 1. März

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung

(Vollzeit) 2. - 4. Mai / 17. - 29. Oktober

Seminare

• Bauvorhaben: Die 10 gravierendsten Fehler (und

wie man sie vermeidet): 1. Dezember, 18 - 21.15 Uhr

• Kaufmännischer Schriftverkehr (in Koop. mit

der IHK Bremerhaven): 10. Dez., 9 - 16 Uhr

Informationen und Anmeldungen:

Akademie des Handwerks an der Unterweser

e.V., Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven,

Telefon: (04 71) 185-249

info@akademie-bremerhaven.de

www.akademie-bremerhaven.de


WAS GEHT MICH DER KLIMAWANDEL AN?

Forschungsprojekt ‚nordwest2050‘ stellt Quick-Check für Unternehmen vor.

Das Forschungsprojekt ‚nordwest2050‘

will die Metropolregion Bremen-Oldenburg

im Nordwesten auf die Folgen des Klimawandels

vorbereiten. Globale und regionale Klimaszenarien

zeigen bereits heute deutliche

Trends der Veränderung. Was bedeuten diese

für Unternehmen? Welche Branchen sind

besonders stark betroffen? Welche Prozesse

in Unternehmen sind empfindlich, welche

robust? Anhand von zehn Fragen will das Projekt

‚nordwest2050’ Unternehmen eine erste

Orientierung für die eigene Betroffenheit

geben.

Die Testfragen wurden auf Grundlage der

speziell für die Metropolregion Bremen-

Oldenburg entwickelten Klimaszenarien

erstellt. Aus denen geht hervor, dass es im

Durchschnitt ganzjährig wärmer wird, die

Sommer jedoch trockener und die Winter

feuchter werden. Zudem werden im Nordwesten

Deutschlands Starkregenereignisse,

Hitzeextreme und Sturmtage zunehmen.

„Der Quick-Check ist ein Instrument, mit dem

Unternehmen überprüfen können, ob Sie der

Aber Sicher! – Das ist das Motto des diesjährigen

Arbeitsschutzpreises, der vom

Bundesministerium für Arbeit und Soziales,

dem Länderausschuss für Arbeitsschutz und

Sicherheitstechnik (LASI) und die Deutsche

Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ausgeschrieben

wurde. Prämiert werden Produkte

und Arbeitsschutzmaßnahmen, die auf

vorbildliche Weise die Gesundheit und Sicherheit

am Arbeitsplatz fördern. Bewerben können

sich bis zum 28. Februar 2011 Unternehmen

und Institutionen unabhängig von

Größe und Branche ebenso wie Einzelpersonen.

Auch Unternehmen aus Bremen sind eingeladen,

am Wettbewerb teilzunehmen. Die

feierliche Auszeichnung der Preisträger findet

dann im Oktober 2011 im Rahmen des 32.

Internationalen Kongresses für Arbeitsschutz

und Arbeitsmedizin in Düsseldorf statt.

Die Bewertung und Auswahl der Beiträge

erfolgt durch eine prominent besetzte Jury,

die für die besten Konzepte Preisgelder von

insgesamt 40.000 Euro vergibt. Den Juryvor-

Klimawandel überhaupt etwas angeht“,

erklärt Andreas Lieberum, Geschäftsführer

von ‚nordwest2050‘. Die Beantwortung der

Fragen dauert drei bis fünf Minuten. Das

Ergebnis zeigt auf, ob es notwendig ist, sich

schon heute Gedanken über Anpassungsmaßnahmen

zu machen, da einige Unternehmen

durch bestimmte Merkmale wie Zulieferketten

oder Produktionsverfahren

anfälliger für die Auswirkungen des Klimawandels

sind, als andere.

Ziel von ‚nordwest2050‘ ist es, gemeinsam

mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft

und Politik innovative Anpassungsmaßnahmen

zu entwickeln und damit langfristig die

Wettbewerbsfähigkeit der Region zu sichern.

Bei Bedarf haben Unternehmen die Möglichkeit,

mit dem ‚nordwest2050‘-Team in Kontakt

zu treten und sich über klimawandelbedingte

Chancen und Risiken auszutauschen.

Der Quick-Check sowie Informationen zu

den Klimaszenarien und ‚nordwest2050‘

unter: www.nordwest2050.de im Internet.

ARBEITSSCHUTZPREIS: „ABER SICHER!“

Unternehmen aus Bremen sind gefragt. Bewerbungen bis zum 28. Februar.

sitz haben Gerd Hoofe, Staatssekretär im

Bundesministerium für Arbeit und Soziales,

Marina Schröder, Vorstandsvorsitzende der

Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

(DGUV) und Dr. Hermann Schulte-Sasse,

Staatsrat bei der Senatorin für Arbeit, Frauen,

Gesundheit, Jugend und Soziales in Bremen.

Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen

zum Wettbewerb „Aber sicher!

Deutscher Arbeitsschutzpreis 2011“ finden

Interessierte auf den Seiten der Gemeinsamen

Deutschen Arbeitsschutzstrategie unter

www.gda-portal.de/arbeitsschutzpreis.

Der Deutsche Arbeitsschutzpreis ist Teil

der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie

(GDA) von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern.

Für den Zeitraum 2008

bis 2012 haben sich die Träger der GDA zum

Ziel gesetzt, die Zahl und Schwere von

Arbeitsunfällen in den Betrieben zu verringern,

Muskel-Skeletterkrankungen zu reduzieren

und Hauterkrankungen zu vermeiden.

TIPPS & TERMINE

Großer Preis des Mittelstandes 2011

Unter dem Motto „Gesunder Mittelstand –

Starke Wirtschaft – Mehr Arbeitsplätze“ ist

der „Große Preis des Mittelstandes 2011“

gestartet. Nominierungen sind bis zum 31.

Januar 2011 möglich.

Die Ausschreibung für den jährlichen bundesweiten

Wettbewerb der Oskar-Patzelt-Stiftung

läuft. Der Preis wird für das Jahr 2011

zum 17. Mal ausgeschrieben und hat sich seit

der Erstverleihung im Jahr 1995 zum bedeutendsten

deutschen Mittelstandswettbewerb

entwickelt. Das bekunden nicht zuletzt die für

das Wettbewerbsjahr 2010 von mehr als 1.100

Kommunen, Institutionen und Verbänden

bundesweit nominierten 3.586 Unternehmen

aus allen 16 Bundesländern.

Träger des Wettbewerbs sind gemeinsam mit

der Oskar-Patzelt-Stiftung (Sitz in Leipzig)

sowie in Zusammenarbeit mit Ministerien,

Institutionen und Verbänden unter anderem

die Industrie- und Handels- sowie die Handwerkskammern

und Kommunen.

Mit der Nominierung von Unternehmen für

diesen Wettbewerb können Nominierende –

auch Einzelpersonen – effektiv Wirtschaftsförderung

und Regionalmarketing miteinander

verbinden. Für Kunden, Lieferanten und

Kooperationspartner ist es die Chance, eine

langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zu

würdigen. Die Nominierungen erfolgen

online im Rahmen des Internet-Portals

www.kompetenznetz-mittelstand.de.

Für die nominierten Firmen ist bereits die Teilnahme

am Wettbewerb – insbesondere die

Auszeichnung zum Erreichen der „Juryliste“

(2. Wettbewerbsstufe) und danach möglicherweise

als „Finalist“ oder „Preisträger“ – ein

starkes Alleinstellungsmerkmal mit vielfältigen

Vermarktungsmöglichkeiten.

Dr. Helfried Schmidt, Vorstand und Gründer

der Oskar-Patzelt-Stiftung, erklärte dazu:

„Allein durch die Nominierung für den ‚Großen

Preis des Mittelstandes‘ gehört ein

Unternehmen zur Creme de la Creme des

deutschen Mittelstandes.“

Wettbewerbskriterien sind die Gesamtentwicklung

des Unternehmens, die Schaffung

und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen,

Modernisierung und

Innovation, das Engagement in der Region

sowie Service, Kundennähe und Marketing.

Die Teilnahme an zusätzlich ausgeschriebenen

Sonder-Wettbewerben ist unabhängig

vom Wettbewerb um den „Großen Preis des

Mittelstandes“.

Handwerk in Bremen 12/2010 | 39


THEMEN & TITEL

INNOVATION? WIE AUS GLÜHBIRNEN HEIZUNGEN WERDEN

Es gibt sie wieder, die von der EU aufs Abstellgleis geschobenen und von den Deutschen dennoch heißgeliebten Glühbirnen.

Als Mini-Heizung ist der „Heatball“ in der 75-Watt- und der 100-Watt-Ausführung zu bestellen – und derzeit ausverkauft.

Eine revolutionäre Entwicklung kleinster

Heizgeräte findet derzeit höchsten Anklang

bei den Verbrauchern: der „Heatball“. Ein

Heatball ist keine Lampe, passt aber in die für

Glühbirnen übliche E27-Fassung. Im Internet

können Liebhaber der in Europa verbotenen

Glühlampen mit über 60 Watt Leistung nun

baugleiche Mini-Heizungen unter www.heatball.de

bestellen. Dort heißt es: „Der Einsatz

von Heatballs vermeidet den fehlenden Wärmeeintrag.

Die bestimmungsgemäße Verwendung

von Heatballs ist das Heizen.“

Auf die Idee, Glühbirnen als Heizungen

anzubieten, ist der Maschinenbauingenieur

Siegfried Rotthäuser gekommen. Mit der

Kennzeichnung als „Kleinheizgerät“ und dem

Aufdruck „Heatball“ will er das Verbot der EU-

Verordnung zu Haushaltslampen umgehen.

Und bislang scheint ihm das auch zu gelingen.

Die von Rotthäuser in China georderten

4.000 „Kleinheizgeräte“ waren in wenigen

Tagen verkauft. Nun wartet Rotthäuser auf

die nächste Lieferung. Bis dahin kann vorbestellt

werden: Das 100-Watt- und das 75-

Watt-Kleinheizgerät kosten jeweils 1,69 Euro

(zuzügl. Versandkosten), wovon Rotthäuser

auf jedes verkaufte Gerät 30 Cent für ein

Dr. Markus Merk

Partner der INTER

Regenwald-Schutzprojekt spendet. Geld verdienen

will der Ingenieur aus Essen mit seiner

Idee nicht. Vielmehr geht es ihm um „Aktionskunst“

und den Widerstand gegen die Bevormundung

aus Brüssel.

Ein Blick auf die Heatball-Website ist

ebenso belustigend wie nachdenklich stimmend.

So heißt es: „Der Heatball hat einen

Wirkungsgrad von 95 Prozent“, er liegt damit

„sehr hoch und das Kunstwerk Heatball wäre

in der Effizienzklasse A“ einzustufen. Und weiter:

„Die Leuchtwirkung während des Heizvorgangs

ist produktionstechnisch bedingt. Sie

ist völlig unbedenklich und stellt keinen

Reklamationsgrund dar.“

Zugleich nennt der Ingenieur, der ansonsten

hydraulische Pressen und Maschinen

entwirft, bedenkenswerte Argumente und

ernsthafte Kritik gegen das EU-Verbot. So

sagt er: „Heatball ist auch ein Widerstand

gegen die Unverhältnismäßigkeit von Maßnahmen

zum Schutze unserer Umwelt. Wie

kann man nur ernsthaft glauben, dass wir

durch den Einsatz von Energiesparlampen das

Weltklima retten und gleichzeitig zulassen,

dass die Regenwälder über Jahrzehnte vergeblich

auf ihren Schutz warten.“

Den Glühbirnen mit über 60 Watt Leistung hat

die EU das Licht ausgepustet. Ein Ingenieur aus

Essen hat nun die vielfach beliebten Lichtspender

zu Kleinheizgeräten erklärt, die er als „Heatballs“

im Internet anbietet.

(Foto: designritter/pixelio.de)

Zeit zum Wechseln!

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6-mal 6-mal in Folge Folge „SEHR „SEHR GUT“

GUT“


AUFGEBLÄTTERT... Führungsstil radikal

ändern. Basierend auf

Schritt für Schritt zurück in den Job

Ob Familienpause, Sabbatical, Krankheit oder

Arbeitslosigkeit: viele Menschen suchen nach

einer längeren Pause den Weg zurück in den Job.

Dieser Schritt gestaltet sich oft schwieriger als

gedacht. Wirtschaftliche Krisen, neue Technologien

oder veränderte Arbeitsformen erschweren

den beruflichen Wiedereinstieg. Um dieses Projekt

zu stemmen, bietet der Ratgeber „Das

Wiedereinstiegsbuch“ eine Schritt-für-Schritt-

Planung an. 152 Seiten helfen dabei, die eigenen

Qualifikationen und Kompetenzen, aber auch

die eigenen Wünsche und Ziele kennenzulernen

und sich mit möglichen Problemen beim

Wiedereinstieg auseinander zu setzen. Buchautorin

und Beraterin Branka Kramarie ist überzeugt:

„Das Prinzip Patchwork gilt heute zunehmend

auch für das Berufsleben: Die eine

Berufstätigkeit bis zum Rentenalter gibt es nicht

mehr. Heute möchten Frauen und Männer alles:

Familie, Karriere, persönliche Entfaltung. Diese

Bereiche miteinander zu vereinbaren, bedeutet

häufig einen Spagat und beinhaltet Ein- und

Ausstiege, oft auch verschiedene Karrieren nacheinander.“

Der Cornelsen-Band macht Mut und gibt

Hinweise für ein erfolgreiches Comeback auf der

Bühne der Berufswelt. Hilfestellungen für die

Berufsorientierung sowie wertvolle Praxistipps

zu Bewerbung und Organisation des neuen Alltags

runden das Buch ab, das von der BAG Berufliche

Perspektiven für Frauen e.V. herausgegeben

wird. Die Deutsche Gesellschaft für Karriereberatung

e.V. empfiehlt den Ratgeber allen, die den

beruflichen Wiedereinstieg suchen.

Mehr unter: www.berufskompetenz.de und

www.das-wiedereinstiegsbuch.de.

Branka Kramaric, Das Wiedereinstiegsbuch –

Schritt für Schritt zurück in den Job.

ISBN 978-3-589-23794-4, Cornelsen, 14,95 Euro.

Von Möwen und Hannibal lernen

Was Führungskräfte von Hannibal, dem karthargischen

Feldherren, und der Möwe Charlie

lernen können, zeigen die Führungsbücher „Das

Möwen-Prinzip“ von Travis Bradberry und „Das

Hannibal-Prinzip“ von Joachim Franz (u.a.).

Wind machen, Geschrei veranstalten und die

anderen mit ihrem Mist alleine lassen – mit dieser

Art von Führung werden Manager gerade in

Krisenzeiten selbst zu einem Problem. Das muss

auch Chefmöwe Charlie erkennen und ihren

einer umfassenden

Studie zeigt der Psychologe

Travis Bradberry in

seiner Fabel „Das

Möwen-Prinzip“ die

drei Geheimnisse

erfolgreicher Führung

auf und nennt wertvolle wie praxisnahe

Erkenntnisse für die Herausforderungen des

Managementalltags.

Travis Bradberry, Das Möwen-Prinzip, 140 Seiten.

EAN 9783593389899, Campus, 14,90 Euro.

Glaubwürdigkeit ist eine der entscheidenden

Führungsqualitäten. Manager erlangen sie

durch die Besinnung auf fundamentale Werte:

Mut, Disziplin, Intelligenz, Vertrauen und

Menschlichkeit. Für

diese Werte gibt es ein

historisches Vorbild:

Hannibal – den karthagischen

Feldherrn. Was

Manager heute noch

von Hannibal lernen

können, zeigen Joachim

Franz (Europäer des Jahres

2009), Christoph

Kreimeyer und Uwe Kuntz in „Das Hannibal-

Prinzip“. Mutig führen, menschlich bleiben.

Joachim Franz, Das Hannibal-Prinzip, 192 Seiten.

EAN 9783593391120, Campus, 24,90 Euro.

Dämmen im Dach nach EnEV

Das Fachbuch liefert Dachdeckern und Zimmerern

über hundert Konstruktionen mit unterschiedlichen

Dämmstoffen und Aufbauten zu

den Bauteilen Steildach, Flachdach und oberste

Geschossdecke. Alle Konstruktionen sind wärmetechnisch

nachgewiesen. Darüber hinaus

gibt der Autor verschiedene U-Werte an.

Michael Balkowski, Dämmen im Dach nach

EnEV, Dimensionierung, Materialien, Ausführung,

136 Seiten mit 104 Abbildungen und 218

Tabellen. ISBN 978-3-87104-173-0, Bruderverlag,

59 Euro.

Welcher Ziegel passt…?

Das Fachbuch fasst die Produktdaten und technische

Informationen von rund 240 Dachziegelund

Dachsteinmodellen der führenden Hersteller

auf einen Blick zusammen.

Hrsg.: Angela Müller, Nachschlagewerk Welcher

THEMEN & TITEL

Ziegel passt…?, 720 Seiten mit zahlreichen Abbildungen

und Tabellen.

ISBN 978-3-481-02736-0, Verlagsgesellschaft

Rudolf Müller, 39 Euro.

Bauprodukte für den Holzbau

„Bauprodukte für den Holzbau“ ist ein Informationspaket

(CD), das die tägliche Arbeit in Planung,

Ausführung und Überwachung im Holzbau

wesentlich erleichtert.

Die CD enthält alle nach den Landesbauordnungen

verwendbaren Hölzer, Holzprodukte,

Holzbauteile, Verbindungsmittel und Dämmstoffe

mit ihren wichtigen Kenndaten und Angaben

zur Einbindung in das bauaufsichtliche

Regelwerk sowie mit Hinweisen, was bei einer

Verwendung bauaufsichtlich beachtet werden

muss.

Bauprodukte für den Holzbau, CD-ROM Version

08/2010.

ISBN 978-3-87104-178-5, Bruderverlag, 119 Euro

(Grundversion), 39 Euro (je Aktualisierung, 3 x im

Jahr).

Sanierung im Mittelstand

Das Sanierungshandbuch ist als „Betriebsanleitung

zum Sanieren“ für den Mittelstand von

Praktikern geschrieben und spricht Mittelständische

Unternehmen, Unternehmer und

Geschäftsführer an. Enthalten sind alle betriebswirtschaftlichen

und juristischen Handlungsfelder

der Sanierung mit neuester Rechtsprechung.

Die CD bietet ein vollumfängliches operatives

Sanierungsmanagement mit entsprechenden

Tools (Sanierungssoftware Liquiditätsplanung).

Praxis-Checklisten zum „Abhaken“ und

anschauliche Fallbeispiele vervollständigen das

umfängliche Werk.

Dr. Dr. Stefan Hohberger und Hellmut Damlachi,

Sanierung im Mittelstand, 1.008 Seiten, CD-Beilage.

ISBN 978-3-8288-2190-3, Tectum, 98 Euro.

Balkone und Terrassen

Das Fachbuch vermittelt Planern und Ausführenden

wichtige Konstruktionsdetails, um

durch richtige Planung und fachgerechte handwerkliche

Ausführung Bauschäden und -mängel

zu vermeiden.

Dipl.-Ing. Helga Öttl-Präkelt, Balkone und Terrassen

– Planen und Ausführen, 260 Seiten, 101

Abbildungen, 68 Tabellen.

ISBN 978-3-481-02722-3, Verlagsgesellschaft

Rudolf Müller, 59 Euro.

Handwerk in Bremen 12/2010 | 41


MARKTPLATZ

BETRIEBSBÖRSE DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

Sie suchen einen Nachfolger für Ihr Unternehmen?

Sie möchten Ihr Unternehmen verkaufen? Oder

suchen Sie einen Partner, Gesellschafter mit Knowhow

und/oder Kapital? Hier können Sie fündig werden.

Nutzen Sie die Betriebsbörse für Ihr Angebot

oder Ihr Gesuch. Geben Sie Ihren Text für eine kostenlose

Veröffentlichung zusammen mit Ihrem

Namen, Ihrer Anschrift, Telefonnummer und gegebenenfalls

einem Ansprechpartner per Fax an die

Abteilung Betriebsberatung der Handwerkskammer

Bremen, Stichwort: Betriebsbörse (Kontakt:

unten rechts). Die Offerten werden kostenlos und

ohne Gewähr veröffentlicht.

Bremen Angebote

1130 Friseurgeschäft in Bremen-Nord mit 9 Plätzen,

guten Stammkunden, aus Altersgründen

abzugeben.

1131 Damen-Friseursalon (florierend und kostengünstig)

in Bremen-West zu verkaufen.

1134 Überseestadt: TOP-Herrensalon (2 Plätze,

ausbaufähig, konkurrenzlose Lage, gut als Filiale

geeignet) zu verkaufen. Preis VB.

1136 Malermeister als Nachfolger für alteingesessenen

Malerbetrieb gesucht.

1163 Friseursalon im Zentrum von Bremen-

Lesum (ca. 100 qm) aus Altersgründen zu vermieten,

zu verpachten oder zu verkaufen.

1170 Autosattlerei sucht dynamischen Mitarbeiter

zur späteren Teilhaberschaft bzw.

Erwerb/Pacht möglich.

1177 Aus Altersgründen alteingeführtes, erfolgreiches

Fliesen- und Natursteingeschäft für Großund

Einzelhandel zu verkaufen. Die Möglichkeit

zur Übernahme auf Rentenbasis wie auch Jungunternehmerteilhaberschaft

ist gewünscht.

Eigenkapital ist erforderlich.

1182 Verkauf/Vermietung eines Radio- und

Fernsehtechnikergeschäftes + Inventar (auch

separat): Arbeitsplatz mit Trenntrafo, Regeltrafo,

Beistelltische, Regalsystem mit Glastüren bzw. für

Hifianlagen plus Verkabelung.

1183 Sehr leistungsfähiger Feinmechanikerbetrieb

abzugeben.

1191 Langjähriger (25 Jahre) und erfolgreicher

Elektroinstallationsbetrieb sucht Nachfolger bzw.

Beteiligung mit späterer Übernahme (2 Mitar-beiter),

Werkstatt- und Bürogebäude vorhanden,

Fahrzeug Ez. 2008 kann übernommen werden).

1195 Gewerbeobjekt in der Bayernstraße zu verkaufen,

ca. 1200 qm Grundstück, 520 qm Büro und

Wohnung, 330 qm Werkstatt + Lager, abgeschlossene

Hoffläche, ideal für Handwerksbetrieb.

42 | Handwerk in Bremen 12/2010

1196 Heizungs- u. Sanitärbetrieb sucht Nachfolger,

Kauf oder Pachtbasis, Werkstatt/Lager und

Kundenstamm vorhanden, Preis VB.

1201 Renommierter Glasereibetrieb sucht Meister/Techniker/Teilhaber/Käufer

zur kurzfristigen

Einstellung/Teilhaberschaft oder Übernahme

(Kauf).

1202 Friseureigentumsladen mit Friseurmuseum

in Schwachhausen aus Altersgründen zu

verkaufen bzw. zu vermieten.

1203 ISO 9001 zertifizierter Kommunikationsbetrieb

aus Altersgründen zu verkaufen. Büro, Lager,

fester Kundenstamm vorhanden, Zertifizierung

nach DIN 14657 erforderlich.

1209 Friseursalon mit Kosmetikstudio, guter

Kundenstamm vorhanden, ca. 80 qm, mit 9 Plätzen,

separater Fußpflegesalon ca. 20 qm (vermietet)

in Bremen-Peterswerder zu vermieten, verpachten

oder zu verkaufen.

Betriebsbörse (04 71) 97 24 9-0

1212 Nachfolger/Pächter für kompl. eingerichtete

Tischlerei im nördl. Landkr. von Cuxh. gesucht,

gute Auftragsl. + großer Kundenstamm.

1213 Mieter/Pächter gesucht für Tischlerei zwischen

Bremen u. Hamburg, Kundenstamm vorhand.,

gute Verkehrsanbindung.

1214 Alteingesessener Glasereibetrieb in zentr.

Lage im Bremer Westen aus gesundheitlichen

Gründen abzugeben.

1215 Kleiner, rentabler Friseurbetrieb mit kaufkräftigem

Kundenstamm und hochwertiger Einrichtung

aus persönl. Gründen abzugeben.

1216 Nachfolger für Augen-Optik-Geschäft in

zentraler Lage gesucht.

1219 Nachmieter für Friseur- u. Kosmetikgeschäft

gesucht, Nähe Hauptbahnhof.

1220 Alteingesessener Metallbaubetrieb (1939

gegründ.) mit Landmaschinenhandel, -reparatur

und Tankstelle aus Altersgründen abzugeben, am

Rande Bremens mit sehr guter Autobahnanbindung.

1221 Bäckerei mit Ladengeschäft, auch als Filiale

zu vermieten oder zu verkaufen. Ladengeschäft

70 qm, Sozialräume 37 qm, Bäckerei 95 qm.

1222 Wellness-Studio, 190 qm, mit Kosmetik-,

Fußpflege- und Nagelstudio, sowie 5 Solarien,

zum 1.01.2011 oder früher zu verkaufen.

Bremen Gesuche

2038 Friseursalon zur Übernahme in Bremen

gesucht; mind. 6 Plätze; Kosmetik- bzw. Wellness-

Angebot in Planung.

2044 Suche Backstube, ca. 1000 – 1200 qm, zu

mieten, zu pachten oder zu kaufen, möglichst in

Gewerbe- oder Mischgebiet (Verkaufsgeschäft

nicht notwendig).

2049 Suche einen attraktiven Friseursalon in

guter Lage (ausgenommen Randgebiete Bremens).

2052 Tischlerei, mit oder ohne Mitarbeiter, zur

Übernahme in Bremen oder 20 – 30 km Umgebung

gesucht

2055 Malermeister sucht Betrieb zur Übernahme

zwecks Selbstständigk., Kenntnisse in

Hanwerk/Industrie und kaufmänn. Erfahrung

vorhanden.

Bremerhaven Angebote

3039 Werkstatträume mit Wohngebäude

besonders geeignet für Nutzung in den Bereichen

Lebensmittel (Fleischerei), Sanitär-Heizung-Klima,

Malerei etc., günstig zu verkaufen oder zu verpachten.

3057 Alteingesessenes Ladengeschäft aus dem

Bereich Bodenbeläge und Heimtextilien aus

Altersgründen abzugeben.

3058 Friseurgeschäft sucht Nachfolger, 53 qm, 4

Plätze, günstige Miete, Ablöse 3.000 Euro.

3059 Moderner Friseursalon, ca. 60 qm, 7 Plätze,

in bevorzugter Lage, ab sofort zu verkaufen/zu

verpachten. Auf Wunsch mit Immobilie zu erwerben.

Erwerb der Saloneinrichtung (modernes

Design, neuwertig) separat möglich.

3074 Werkstatträume, Halle, Garagen und

Wohnhaus in guter Verkehrslage, Samtgem. Sietland,

günstig zu verkaufen.

Interessenten wenden sich unter Angabe der

Chiffre-Nr. an die Abteilung Betriebsberatung

der Handwerkskammer Bremen, Außenstelle

Bremerhaven, Ansprechpartnerin: Anke Pötsch,

Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven,

Telefon (04 71) 97 24 9-0, Telefax (04 71) 20 70 29,

E-Mail: hwk-bremerhaven@hwk-bremen.de.

Die vollständige Betriebsbörse der Handwerkskammer

Bremen und weitere Angebote und

Gesuche aus dem gesamten Bundesgebiet

unter www.nexxt-change.org im Internet.


Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle.

(Foto: BMWI/Chaperon)

NACHGEFRAGT:

RAINER BRÜDERLE

Rainer Brüderle ist seit Oktober 2009 Bundesminister

für Wirtschaft und Technologie. Der Liberale

ist seit 1973 Mitglied der FDP, studierte Publizistik,

Jura, Volkswirtschaft und Politische

Wissenschaften und schloss als Diplomvolkswirt

ab. Handwerk in Bremen befragte ihn zu den

wirtschaftlichen Aussichten, zur Bürokratie und

zu seiner Steuererklärung.

HANDWERK IN BREMEN: Herr Brüderle, mit der Wirtschaft

geht es aufwärts und die Arbeitslosenzahlen

sinken. Ist der Turnaround nach der Krise

geschafft?

RAINER BRÜDERLE: Die deutsche Wirtschaft hat

schon weit mehr geschafft als nur die Wende

nach der Krise. Wir erleben gegenwärtig den

stärksten Aufschwung seit der Wiedervereinigung.

Angestoßen wurde dieser Aufschwung

über unsere Exporte. Mit einer wachsenden

Binnennachfrage steht er nun fest auf zwei Beinen.

Unsere Wirtschaft wird im nächsten Jahr

weiter beachtlich wachsen. Der Arbeitsmarkt ist

bereits heute insgesamt in einer besseren Verfassung

als vor der Krise.

Die Bundesregierung hat mit ihren Konjunkturpaketen

dem Mittelstand über die Krise geholfen.

Was kann speziell das Handwerk für 2011 erwarten?

Der Aufschwung ist in erster Linie der Verdienst

der vielen fleißigen Menschen in Deutschland.

Die Politik hat hier nur die richtigen Rahmenbedingungen

gesetzt. Vor allem der Mittelstand,

insbesondere auch das Handwerk, haben unserer

Volkswirtschaft geholfen, die Krise so schnell

zu überwinden. Das Handwerk liefert sehr

erfreuliche Daten. Bundesweit haben im letzten

Monat 86 Prozent der Handwerksbetriebe ihre

Geschäftslage positiv beurteilt. Damit übertreffen

wir erstmalig die Höchstwerte von Anfang

der neunziger Jahre. Die Umsätze steigen wieder,

das Handwerk schafft wieder Arbeitsplätze.

Rund ein Fünftel der Betriebe wollen noch in diesem

Jahr einstellen. Das ist der positivste Ausblick

für das nächste Jahr, den wir uns wünschen

können!

Wir müssen das Wachstum jetzt verstetigen.

Dazu habe ich kürzlich die Initiative „Deutschlands

Zukunft sichern – Fachkräfte gewinnen!“

auf den Weg gebracht. Als Teil dieser Initiative

haben wir Ende Oktober den erfolgreichen Ausbildungspakt

nicht nur verlängert, sondern ihn

mit Blick auf benachteiligte Jugendliche und sol-

che mit Migrationshintergrund auch wesentlich

erweitert. Um unseren steigenden Fachkräftebedarf

zu sichern, müssen wir auch einen vereinfachten

Zuzug von qualifizierten Kräften aus

dem Ausland ermöglichen. Alle diese Herausforderungen

meistern wir im intensiven Dialog mit

dem Mittelstand und dem Handwerk. So erreichen

wir unser gemeinsames Ziel, den Aufschwung

über das Jahr 2011 hinaus zu gewährleisten.

Die Bürokratie – Stichwort: Elena – blüht und

gedeiht. Sehen Sie hier Besserungen für die

Zukunft?

Wir haben uns gerade darauf verständigt, das

Elena-Verfahren bis 2014 auszusetzen. Es verursachte

gerade für Handwerksunternehmen eher

zusätzliche Bürokratie, der kein entsprechender

Nutzen gegenüberstand. Ich freue mich deshalb

sehr, dass wir nun zu einer gemeinsamen Entscheidung

gelangt sind. Auch sonst haben wir

beim Bürokratieabbau bereits beachtliche

Erfolge erzielt. Zum Beispiel haben wir das Vergaberecht

mittelstandsfreundlicher gestaltet.

Statt offizieller Nachweise reicht es hier nun aus,

dass die Unternehmen ihre Eignung durch

Eigenerklärungen nachweisen. Dies entlastet

die Wirtschaft um rund 260 Millionen Euro jährlich.

Der wirksame Abbau bürokratischer

Hemmnisse muss natürlich weiter und schnell

vorangehen.

Es gab mal einen Bundeskanzler, der seine Stromrechnung

nicht verstand. Durchschauen Sie Ihre

Steuererklärung?

Ja, wenn ich mich ihr mit der nötigen Ruhe und

Konzentration widme. Aber Sie haben Recht: Das

Steuerrecht ist sehr komplex und bietet viel

Raum für Vereinfachungen. Wir arbeiten deswegen

an konkreten Lösungen, wie wir den

administrativen Aufwand für die Steuerpflichtigen

senken können. Mir ist wichtig, dass nicht

nur die Finanzbehörden durch neue Regelungen

entlastet werden, sondern vor allem die kleinen

und mittleren Unternehmen. Erst kürzlich habe

ich hierzu Vorschläge gemacht, die nun diskutiert

werden.

Handwerk-Kontakt

SCHLUSSPUNKT

Handwerkskammer Bremen

Ansgaritorstraße 24

28195 Bremen

Telefon (04 21) 30 50 0-0

Telefax (04 21) 30 50 0-1 09

Außenstelle Bremerhaven

Columbusstraße 2

27570 Bremerhaven

Telefon (04 71) 2 80 14

Telefax (04 71) 20 70 29

Internet: www.hwk-bremen.de

E-Mail: service@hwk-bremen.de

Redaktionsleitung HWK:

Thomas Dürr

Telefon (04 21) 3 64 99 10

Mobil (01 51) 14 13 68 10

E-Mail: info@thomas-duerr-bremen.de

KH Bremen: Stefan Schiebe

Telefon (04 21) 222 80 620

E-Mail: schiebe@bremen-handwerk.de

KH Bremerhaven-Wesermünde:

Oliver Brandt, Telefon (04 71) 18 52 18

E-Mail: brandt@kreishandwerkerschaftbremerhaven.de

Impressum

HANDWERK IN BREMEN

Verlag: Schintz Druck GmbH & Co. KG

Oppenheimerstraße 26, 28307 Bremen

Telefon (04 21) 48 57 8-0

Telefax (04 21) 48 57 848

Internet: www.schintz-druck.de

Herausgeber:

Handwerkskammer Bremen (s.o.)

Anzeigen: Schintz Druck

Telefon (04 21) 48 57 822

Telefax (04 21) 48 57 848

anzeigen@handwerk-in-bremen.de

Redaktion: Rainer Haase (V.i.S.d.P.)

Telefon (01 71) 64 25 483

redaktion@handwerk-in-bremen.de

HANDWERK IN BREMEN ist das

offizielle Mitteilungsmagazin der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Alle redaktionellen Beiträge sind sorgfältig

recherchiert oder stammen aus

zuverlässigen Quellen. Jegliche Haftung

ist ausgeschlossen. Für unverlangt

eingesandte Beiträge und Fotos

wird keine Haftung übernommen.

Handwerk in Bremen 12/2010 | 43


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Jahre alt, mind. 6 Monate auf Halter zugelassen), zzgl. € 890,- Frachtkosten inkl. MwSt. Kraftstoffverbrauch (in l/100 km nach 80/1268/EWG): 7,4 (kombiniert), 9,1 (innerorts), 6,4

(außerorts), Co2-Emission: 195 g/km (kombiniert). 2 Umweltprämie von Ford für Gewerbetreibende, bei Ankauf Ihres Nutzfahrzeuges oder PKW (mind. 3 Jahre alt, mind. 6 Monate

auf den Halter zugelassen) und Kauf eines neuen Ford Nutzfahrzeuges. Aktion gültig bis 31.12.2010.

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