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Möbel & Einrichtung, Uhren

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ONE OF THE LEADING AUCTION HOUSES IN EUROPE<br />

KATALOG I<br />

MÖBEL & EINRICHTUNG, UHREN<br />

CATALOGUE I<br />

FURNITURE & INTERIOR, CLOCKS<br />

AUKTIONEN / AUCTIONS:<br />

DONNERSTAG, 3. & FREITAG, 4. DEZEMBER 2020<br />

Besichtigung: Samstag, 28. November – Dienstag, 1. Dezember<br />

THURSDAY, 3 & FRIDAY, 4 DECEMBER 2020<br />

Exhibition: Saturday, 28 November – Tuesday, 1 December<br />

KATALOG<br />

CATALOGUE<br />

I<br />

DONNERSTAG<br />

THURSDAY


FURNITURE<br />

&INTERIOR<br />

AUS DEM HAUS<br />

JAMES DE ROTHSCHILD


1<br />

ETIENNE LENHOIR,<br />

UM 1880 – 1910<br />

PORTRAITBÜSTE EINER DAME<br />

Höhe: 74 cm.<br />

Rückwärtig auf dem Schulterblatt signiert „Lenhoir“.<br />

In weißem Marmor gestaltete Damenbüste, auf Rundsockel<br />

stehend. In Rokoko-Manier mit hochgebundenen<br />

Haaren und gefälteltem, dem Körper anliegendem<br />

Gewand sowie die Brust umspielende, plastisch ausgestaltete<br />

Locken. (1250231) (1) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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2<br />

PAAR ROKOKO-CHENETS<br />

Höhe: ca. 37 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Bronze und Messing, gegossen, bruniert und vergoldet.<br />

Auf vollplastisch aufgefassten Rocailleschwüngen,<br />

aus welchen sich aufstrebende vegetabile Formen entwickeln,<br />

eine männliche und eine weibliche plastische<br />

brunierte Figur. (1250093) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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3<br />

PARISER KOMMODE<br />

ANTOINE CRIAERD<br />

(1724–1787), ZUG.<br />

83 x 133,5 x 65 cm.<br />

Paris, 1735/ 40.<br />

Korpus furniert in Bois de violette mit ziselierten vergoldeten<br />

Bronzen versehen, auch an den Seitenwangen.<br />

Niedrige vier Füße mit ausgebuchteten Knien. Fünfschübiger<br />

Korpus de forme tombeau mit zweigeteilten<br />

Schüben im oberen Segment und Geheimfach. Durch<br />

vergoldete Kehlung geteilt. Sabots und Knielösungen<br />

mit reichen vergoldeten Rocaillen. Profilierte, den Zügen<br />

des Möbels folgende Marmordeckplatte in Rouge<br />

de Flandres. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

Literatur:<br />

Pierre Kjellberg, Le Mobilier Francais du XVIII. Siècle,<br />

S. 212, 213. (1250066) (13)<br />

PARIS COMMODE<br />

ANTOINE CRIAERD<br />

(1724–1787), ATTRIBUTED<br />

83 x 133.5 x 65 cm.<br />

Paris, 1735/ 40.<br />

Structure veneered in Bois de violette with chased<br />

gilt-bronze fittings on sides. Rouge de Flanders marble<br />

top. With one key.<br />

Literature:<br />

P. Kjellberg, Le Mobilier Français du XVII. Siècle, pp.<br />

212, 213.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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15


4<br />

ITALIENISCHER BILDHAUER DES<br />

19. JAHRHUNDERTS<br />

BEWAFFNETER AMOR<br />

Höhe: 62 cm.<br />

In weißem Marmor gestaltete Amorfigur mit hinter dem<br />

Rücken versteckten Bogen und zu seinen Füßen liegendem<br />

Pfeileköcher, eine Hand mit Zeigefinger nach vorne<br />

gerichtet (Zeigefinger gebrochen). (1251162) (3) (13)<br />

€ 4.500 - € 5.500<br />

Sistrix<br />

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5<br />

BERGKRISTALL-GIRANDOLE<br />

Höhe: 68,5 cm.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, getrieben, ziseliert. Rundfuß mit<br />

abgesetztem Schaft, dieser balustriert. Rundfuß und<br />

Schaft mit floralen Ornamenten ziseliert. An gebogenen<br />

Armen befindliche Brennstellen mit dazwischenliegenden<br />

Bergkristallbäumchen und zentral überhöhtem balustrierten<br />

Bergkristallbaum mit reichem geschliffenem<br />

Bergkristallbesatz. Minimal besch. (12214733) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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PAAR GIRANDOLEN MIT SPHINGEN,<br />

ANDRÉ-CHARLES BOULLE, UMKREIS<br />

Um 1720<br />

6<br />

ANDRÉ-CHARLES BOULLE,<br />

1642 – 1732, UMKREIS<br />

Höhe: 51,5 cm.<br />

Frankreich, um 1720.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Dreistrahlige<br />

Basis mit aufliegenden Sphingenfiguren, welche<br />

durch Lambrequins verbunden werden. Mittig ein balustrierter,<br />

mit Voluten und Portraits gestalteter Schaft,<br />

welcher in einer zentral überhöhten Brennstelle endet,<br />

um welche sich drei Brennstellen angeordnet haben,<br />

mit weiten Traufschalen und Widderkopfmaskarons.<br />

Die beiden Girandolen folgen einem Modell, das im<br />

ersten Viertel des 18. Jahrhunderts entstand und hohes<br />

Kunstgewerbe gegen Ende der Regentschaft Louis<br />

XIV wiederspiegelt, wie es von André-Charles Boulle<br />

(1642 - 1732) und Jean I Bérain (1640 - 1711) vertreten<br />

wurde. Formal folgen unsere Leuchter den Entwürfen<br />

von Boulle, wie sie bei Pierre-Jean Mariette (Tafel 7a)<br />

veröffentlicht wurden.<br />

Vergleiche:<br />

Ein ähnliches Paar Girandolen aus der Sammlung<br />

Greenberg wurde im Mai 2004 in New York für<br />

400.000 USD verkauft.<br />

ANDRÉ-CHARLES BOULLE,<br />

1642 – 1732, CIRCLE OF<br />

Height: 51.5 cm.<br />

France, ca. 1720.<br />

Bronze; cast, chased and gilt. Base with three radial<br />

rays with applied sphinx figures connected by lambrequins.<br />

Central baluster-shaped shaft decorated with<br />

volutes and portraits with central tall sconce and surrounded<br />

by three further sconces with wide drip pans<br />

and rams head masquerons.<br />

Comparative examples:<br />

A similar pair of girandoles from Greenberg Collection<br />

was sold for 400,000 USD in May 2004 in New York.<br />

Literature for comparison:<br />

Mariette, Nouveaux Deisseins de Meubles et Ouvrages<br />

de Bronze et de Marqueterie, Paris ca. 1720.<br />

€ 70.000 - € 100.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Vergleichliteratur:<br />

Mariette, Nouveaux Deisseins de Meubles et Ouvrages<br />

de Bronze et de Marqueterie, Paris um 1720.<br />

Zwei Paar Girandolen werden 1776 im Château de<br />

Garges erwähnt, das sich im Besitz von Blondel de<br />

Gagny, einem der größten Sammler des 18. Jahrhunderts,<br />

befand. Schließlich wurden in Paris 1788 und<br />

1789 zwei weitere Paare verkauft: das erste gehörte<br />

dem Herzog von Richelieu, und das zweite, das als<br />

„im Stil von Boulle mit vier Lichtern und Sphinxen“<br />

beschrieben wurde, befand sich in der Sammlung<br />

eines gewissen Monsieur Coclers. Ein Paar Girandolen<br />

mit starken Ähnlichkeiten mit unserem Modell<br />

befindet sich jetzt in der Sammlung von Waddesdon<br />

Manor, ein weiterer war Teil der prestigeträchtigen<br />

Sammlung der Herzöge von Hamilton im Hamilton<br />

Palace in Schottland und schließlich ein weiterer befindet<br />

sich in der Sammlung von Horace Wood Bock,<br />

die 2009 im Bostoner Museum of Fine Arts ausgestellt<br />

wurde. (1251818) (13)<br />

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19


7<br />

ELEGANTE LOUIS XV-JARDINIÈRE<br />

188 x 72,5 x 38 cm.<br />

Paris, um 1750.<br />

Weichholz, geschnitzt, gefasst und vergoldet. Über<br />

quadratischer Basis mit symmetrischer Kartusche, eine<br />

Palmstammhalterung mit auskragendem geschnitztem<br />

Blattwerk und darüberliegendem vergoldetem<br />

Profil, ein Zinnbecken rahmend. Wandseitige naturalistische<br />

Darstellung einer Uferlandschaft mit stilisiertem<br />

Wasser und einem Hund, einen Wasservogel reißend.<br />

ELEGANT LOUIS XV JARDINIÈRE<br />

188 x 72.5 x 38 cm.<br />

Paris, ca. 1750.<br />

Literature for comparison:<br />

B. Pons, Grand décors français 1650-1800, Dijon<br />

1995, pp. 269-282.<br />

€ 70.00 - € 100.000<br />

Sistrix<br />

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Vergleichsliteratur:<br />

Bruno Pons, Grand décors français 1650 - 1800, Dijon,<br />

1995, S. 269 - 282.<br />

Anmerkung:<br />

Besonders das Motiv des eine Ente reißenden Hundes<br />

in der Bekrönung unserer Wandjardinière nimmt<br />

Bezug auf das zentrale Detail aus Jacuqes- Charles<br />

Oudrys (1720-1778) Gemälde „Chien barbet saisissant<br />

un colvert“ von 1753. Auch ähnelt der Vogel<br />

einem solchen in der Boisserie im Grand Salon des<br />

Château d‘Asnières, weshalb anzunehemn ist, dass<br />

auch unsere Jardinière sich ehemals im Château d‘Asnières<br />

befand und eine Zuschreibung an Nicolas und<br />

Dominique Pineau und deren Werkstatt zulassen.<br />

(12518120) (13)<br />

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8<br />

SEHR HOHER SCHRANK MIT FEINEN INTARSIEN<br />

Höhe: 270 cm.<br />

Breite: 125 cm.<br />

Tiefe: 50 cm.<br />

Piemont, 19. Jahrhundert.<br />

Der Holzkorpus mit feinem Buchsbaumfurnier und<br />

teils geschwärzten gravierten Elfenbeinintarsien. Acht<br />

geschweifte Beine mit dreischübigem Korpus, von denen<br />

jeweils zwei zu Seiten eines Beinkompartiments<br />

liegen, welches von einem durchgehenden Schub<br />

überfangen wird. Leicht überkragende Deckplatte mit<br />

aufliegenden versteckten, durch Schiebemechanismen<br />

zu öffnenden geschweiften Kompartiments. Sehr<br />

hoher schlanker und wenig tiefer Aufsatz mit geschweiftem<br />

Giebel, mit Voluten und plastischer Muschelung<br />

in Holz und Elfenbein. Die Intarsien zeigen<br />

aus Bandelwerk gebildete Kartuschen mit Putti und<br />

Landschaften, umrankt von Blüten und Akanthuszier.<br />

(1252073)<br />

VERY TALL CABINET WITH FINE INLAYS<br />

Height: 270 cm.<br />

Width: 125 cm.<br />

Depth: 50 cm.<br />

Piedmont, 19th century.<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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9<br />

TAFELAUFSATZ<br />

Höhe: 20 cm.<br />

Breite: 38 cm.<br />

Tiefe: 18 cm.<br />

Frankreich oder Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Weißer Scherben mit polchromem Aufglasurdekor<br />

und Goldradierung. Vergoldete Bronzemontierung<br />

mit Greifenzier und Akanthushandhaben an den Kurzenden.<br />

Innenwandung vertikal unterteilt. Außenwandung<br />

einerseits mit Puttokartusche, andererseits mit<br />

galanter Szene in leuchtenden Farben. (1252074)<br />

€ 6.500 - € 8.500<br />

Sistrix<br />

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10<br />

PARISER KREDENZ<br />

122 x 155 x 58 cm.<br />

Gestempelt: MERCIER FRÉRES.<br />

Paris, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Über vier vegetabil gestalteten Bronzesabos der geschweifte<br />

zweitürige Korpus mit Veilchenholzfurnier<br />

im Louis XV Stil. Umlaufende Ormoluprofile unterbrochen<br />

von à jour gestaleten Rocaillemotiven, die ihre<br />

Entsprechung auch auf den Knien finden. Türen mit<br />

Blütenmarqueterie. Überkragende den Zügen des<br />

Möbels folgende grau weiß geäderte Marmordeckplatte.<br />

Rest. (1252071)<br />

PARISIAN SIDEBOARD<br />

122 x 155 x 58 cm.<br />

Stamped: MERCIER FRÉRES.<br />

Paris, second half of the 19th century.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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11<br />

BAROCK-SPIEGEL<br />

Höhe: 98 cm.<br />

Breite: 63 cm.<br />

Franken, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, gefasst, vergoldet. Hochrechteckige<br />

Form mit eingezogenen Längsseiten und gewölbtem<br />

oberen Abschluss mit gemuschelter Bekrönung. Umlaufender<br />

geschnitzter floraler Dekor mit Akanthusblättern<br />

und teils durchbrochenem Charakter sowie<br />

plastisch dargestellten Weintrauben, die der Gegend<br />

der Entstehung entsprechen. Spiegelglas vermutlich<br />

erg. Rückwärtig mit sekundärem Holzverschluss und<br />

Aufhängung. (1251222) (13)<br />

€ 7.000 - € 7.500<br />

Sistrix<br />

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12<br />

PAAR GESCHNITZTE LEUCHTERENGEL<br />

Höhe: je ca. 65 cm.<br />

Sockelbreite: 19 cm.<br />

Sockeltiefe: 15 cm.<br />

18. Jahrhundert.<br />

Als Gegenstücke gearbeitet, jeweils im Kontrapost<br />

stehend, in beiden Händen ein Füllhorn als Tülle. Einheitlich<br />

gesockelt auf ebenfalls geschnitzten, unten sich<br />

verjüngenden Wandsockeln mit reichem Rokoko-Dekor.<br />

Die ehemalige Fassung abgenommen, in den Tüchern<br />

zum Teil noch erhalten. (1251972)<br />

€ 800 - € 1.000<br />

Sistrix<br />

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27


13<br />

PIERRE GOUTHIÈRE,<br />

1732 – 1813<br />

PAAR LOUIS XVI-KANDELABER<br />

62 x 19 x 22 cm.<br />

Paris, um 1785.<br />

In weißem Marmor und in ziselierter vergoldeter Bron ze<br />

gestaltet. Über gedrückten Kugelfüßen der rechteckige<br />

Korpus mit gekonchten Kurzenden. Der gestufte<br />

Sockel mit Zungenfries und Perlband in Ormolu.<br />

Leuchterschaft als vollplastisch ausgeformter Widder<br />

mit aufsitzendem Putto, der den gedrehten Aufbau<br />

mit Akanthusblattzier und drei Brennstellen sowie<br />

fruktaler Überhöhung trägt.<br />

PIERRE GOUTHIÈRE,<br />

1732-1813<br />

A PAIR OF LOUIS XVI CANDELABRA<br />

62 x 19 x 22 cm.<br />

Paris, ca. 1785.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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Vergleiche:<br />

Ein Chenet mit plastisch ausgeformten Widdern von<br />

Pierre Gouthière (1732-1813) wurde in Versaille am<br />

30. September 1793 unter Lot 2354 verkauft, stammt<br />

aus der Sammlung der Königin Marie-Antoinette und<br />

befindet sich heute im Museum of Fine Arts, Boston.<br />

Ebenfalls in Boston im selbigen Museum befindlich<br />

eine Kanne mit Widderhandhabe, ebenfalls von Pierre<br />

Gouthière (Inv. 60.243).<br />

Ein ähnliches Paar Leuchter: Auktion 02.-05. November<br />

1928, Falke, Lot 167 und 168.<br />

Hans Ottomeier, Peter Pröschel, Vergoldete Bronzen,<br />

München 1986, Bd. II, 4.13.I, Uhr mit Widdern und<br />

Putti. (12518123) (13)<br />

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29


14<br />

LOUIS XVI-KOMMODE<br />

MARTIN CARLIN, UM 1730 – 1785, ZUG.<br />

91 x 128 x 59 cm.<br />

Paris, um 1775.<br />

Palisander auf Eiche, Intarsien in Amaranth, Palisander,<br />

Hainbuche und Seidenholz, mit Schattierungen in<br />

Buchs baum und Ebenholz; ziselierte und vergoldete<br />

Bronze. In bronzenen Würfelsabots übers Eck gestellte,<br />

kantige, leicht konisch auslaufende Beine mit Akanthusblattbeschlag.<br />

Rechteckiger Korpus mit zentralem<br />

zweischübgem Vorbau mit flankierenden Schwingtüren.<br />

Die Schübe unterfangen von kugelflankiertem<br />

Lambrequin und übergreifendem Ormolu-Profil mit<br />

jeweils zwei Zugringen und Schlüsselschild in Ormolu.<br />

Türen ebenfalls mit Ormolu-Profil und wie die Schübe<br />

mit ornamentalen symmetrischen, teils dreidimensional<br />

aufgefassten Intarsien. Zarge mit drei Schüben<br />

und dichtem Laufendem Hund-Dekor. Den Zügen des<br />

Möbels folgende, weiß-grau geäderte Marmordeckplatte<br />

mit leichter Stufung.<br />

LOUIS XVI COMMODE<br />

MARTIN CARLIN, CA. 1730 - 1785, ATTRIBUTED<br />

91 x 128 x 59 cm.<br />

Paris, ca. 1775.<br />

Notes:<br />

An almost identical commode, initially held at the<br />

collection Rikoff (see ill.) and then in the collection<br />

Alfred Sussmann and was sold until 1922: Auction,<br />

Galerie Georges Petit, Mes F. Lair-Dubreuil et Baudoin,<br />

18-19 May 1922, lot 144.<br />

Another almost identical commode was held at the<br />

collection Polès and was also sold on 22-24 June<br />

1927 at Georges Petit, lot 295.<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 120.000 - € 250.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Anmerkung:<br />

Eine quasi identische Kommode, welche sich erst in<br />

der Sammlung Rikoff (siehe Abb.) und dann in der<br />

Sammlung Alfred Sussmann befand, wurde 1922<br />

versteigert: Auktion, Galerie Georges Petit, Mes F.<br />

Lair-Dubreuil et Baudoin, 18.-19. Mai 1922, Lot 144.<br />

Eine weitere quasi identische Kommode befand sich<br />

in der Sammlung Polès und wurde am 22.-24. Juni<br />

1927 ebenfalls bei Georges Petit unter Lot 295 versteigert.<br />

(12518118) (13)<br />

Kommode aus der<br />

Sammlung Rikoff<br />

Kommode aus der Sammlung De Polès<br />

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15<br />

GIUSEPPE VALADIER,<br />

1762 – 1839, ZUG.<br />

SCHREIBZEUG ALS FONTANA DEI DIOSCURI<br />

39,5 x 33 x 33 cm.<br />

Rom, 1. Viertel 19. Jahrhundert, um 1818.<br />

Marmo rosso antico, schwarzer und weißer Marmor,<br />

Cipolin und vergoldeter ziselierter Bronze. Auf gedrückten<br />

Kugelfüßen das gestufte Tableau in weißem<br />

Marmor mehrfach geschweift. Darauf im Rund eine<br />

galeriegesäumte rote Kuppa, hinter der sich ein Obelisk,<br />

flankiert von zwei gesockelten Reiterstandbildern in<br />

vergoldeter Bronze abhebt. Das Design dieses ungewöhnlichen<br />

Schreibzeuges orientiert sich am Dioskurenbrunnen<br />

in Rom auf der Piazza del Quirinale und<br />

zeigt rechts und links des Obelisken die beiden Dioskuren<br />

Castor und Pollux. Diese messen 560 cm und<br />

stammen möglicherweise von einem einst in der<br />

Nähe befindlichen Tempel des Serapis, wenngleich sie<br />

in den Thermen des Konstantin gefunden wurden. Sie<br />

wurden 1469-1470 von Papst Paul II restauriert. 1780<br />

ließ Papst Pius VI den Platz durch Giovanni Antinori<br />

neu gestalten und ein Obelisk, der am Eingang des<br />

Augustusmausoleums stand, wurde in heutiger Form<br />

zwischen die Figuren gestellt. Das auch bei unserem<br />

imposanten Schreibzeug sichtbare Becken wurde<br />

1818 auf Initiative von Papst Pius VII durch den Architekten<br />

Raffaele Stern hinzugefügt, sodass sich auch<br />

für unser Schreibzeug ein terminus post quem ergibt.<br />

Provenienz:<br />

Ehemals Sammlung der italienischen Königsfamilie.<br />

Sammlung des letzten Königs von Italien Umberto III.<br />

(1904-1983) und von Marie-José von Belgien, Tochter<br />

von König Albert II. von Belgien.<br />

An deren Kinder: Prinz Victor-Emmanuel von Savoyen,<br />

Prinz von Neapel (geb. 1937), Prinzessin Maria-Pia von<br />

Bourbon-Parme (geb. 1934), Prinzessin Marie-Gabrielle<br />

von Savoyen (geb. 1940) und Prinzessin Marie-Béatrice<br />

von Savoyen (geb. 1943).<br />

Letztere schenkte das Schreibzeug Lord Forte zu<br />

Weih nachten 1983 im Gedenken an ihren Vater, König<br />

Umberto III. von Italien.<br />

Vergleiche:<br />

M. Parsons, A Monument of Rome, Minneapolis Institute<br />

of Arts Bulletin, LVIII, 1969, S. 47-54.<br />

The Age of Neoclassicism catalogue, London 1972,<br />

Kat.Nr. 1753.<br />

K. A. Piacenti, Curiosita di una reggia, Vicende delle<br />

guardaroba di Palazzo Pitti, Florence 1979, Kat.Nr. 19.<br />

Alvar González-Palacios, Il Tempio del Gusto, Le arti<br />

decorative in Italia fra classicismi e barocco, Roma e il<br />

regno delle Due Sicile, Band II, Mailand 1984, S. 143,<br />

Abb. 321-322.<br />

Aurora Spinosa, I Nuovi Quaderni dell' Antiquariato,<br />

Bronzo nella Decorazione, Mailand 1981-1991, S. 72.<br />

Vergleichsobjekte:<br />

Vergleichsobjekte befinden sich etwa im Minneapolis<br />

Institute of Art (Inv. 69.80.1a,b), aber auch ein Objekt,<br />

welches unserem besonders nahe kommt im Palazzo<br />

Pitti in Florenz, welches Giuseppe Valadier (1762-1839)<br />

zugeschrieben wird. (12518119) (13)<br />

GIUSEPPE VALADIER,<br />

1762 - 1839, ATTRIBUTED<br />

DESK SET AS FOUNTAIN OF DIOSCURI<br />

39.5 x 33 x 33 cm.<br />

Rome, first quarter of the 19th century, ca. 1818.<br />

Rosso antico, black and white and Cipollino marbles,<br />

chased gilt-bronze. Scene shown in white marble on<br />

stepped and curved base on compressed ball feet.<br />

Provenance:<br />

Formerly collection of Italian royal family.<br />

Collection of the last king of Italy, Umberto II (1904-<br />

1983) and Marie-José of Belgium, daughter of King<br />

Albert I of Belgium.<br />

Handed down to their children:<br />

Prince Victor-Emmanuel of Savoy, Prince of Naples<br />

(born 1937), Princess Maria-Pia of Bourbon-Parme<br />

(born 1934), Princess Marie-Gabrielle of Savoy (born<br />

1940) and Princess Marie-Béatrice of Savoy (born<br />

1943).<br />

The latter gave the desk set to Lord Forte for Christmas<br />

1983 in memory of his father King Umberto II of Italy.<br />

Comparative examples:<br />

M. Parsons, A Monument of Rome, Minneapolis<br />

Institute of Arts Bulletin, LVIII, 1969, pp. 47-54.<br />

The Age of Neo-classicism, exhibition catalogue,<br />

London 1972, cat. no. 1753.<br />

K. A. Piacenti, Curiosita di una reggia, Vicende delle<br />

guardaroba di Palazzo Pitti, Florence 1979, cat. no.<br />

19.<br />

A. González-Palacios, Il Tempio del Gusto, Le arti<br />

deco rative in Italia fra classicismi e barocco, Roma<br />

e il regno delle Due Sicile, vol. II, Milan 1984, p.<br />

143, ill. 321-322.<br />

A. Spinosa, I Nuovi Quaderni dell‘ Antiquariato, Bronzo<br />

nella Decorazione, Milan, 1981-1991, p. 72.<br />

Object of comparison:<br />

Objects of comparison are held at the Minneapolis<br />

Institute of Art (inv. no. 69.80.1a,b), but also an object,<br />

which is very similar to the one on offer for sale<br />

in this lot is held at the Palazzo Pitti in Florence, attributed<br />

to Giuseppe Valadier (1762-1839).<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

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16<br />

PAAR LOUIS XVI-ZIERVASEN<br />

57 x 21,5 x 17 cm.<br />

Italien, um 1790.<br />

Alabaster mit Marqueterie in Pietra Dura, Ormolu-Montierung.<br />

Oktogonaler Stand mit getreppter Basis. Sockel<br />

mit allseitigen ornamentalen farblich variierenden<br />

Pietra Dura-Feldern gerahmt in vergoldeter Bronze.<br />

Die Ziervasen auf Rundsockel in Halbkugelform mit<br />

eingezogener Schulter, plastischen Ormoluschlangenhenkeln<br />

und zweifach profiliertem Korpus. Die beiden<br />

Ziervasen können Giuseppe Valadier (1762 - 1839) zugeschrieben<br />

werden (12518124) (13)<br />

A PAIR OF LOUIS XVI DECORATIVE VASES<br />

57 x 21.5 x 17 cm.<br />

Italy, ca. 1790.<br />

€ 70.000 - € 90.000<br />

Sistrix<br />

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17<br />

BIBLIS UND KAUNOS<br />

(ABB. FOLGENDE SEITEN)<br />

Höhe: 70 cm.<br />

Basis: 27,5 x 27,5 cm.<br />

Frankreich oder Italien, Ende 18. Jahrhundert.<br />

Auf rechteckigem mit Blattfries dekoriertem Stand die<br />

vollrund in Marmor gestaltete Figurengruppe Biblis<br />

und Kaunos darstellend, wobei Biblis ihren Zwillingsbruder<br />

umarmt und ihn zu küssen sucht, während dieser<br />

sich abwendet. Die Kleidung des Geschwisterpaares<br />

ist spärlich und das reich gefältete Tuch der<br />

Biblis scheint in innerem Gegensatz zu stehen zu ihrer<br />

Verliebtheit zu ihrem Bruder.<br />

Anmerkung:<br />

Die Skulptur geht zurück auf eine von Pierre le Gros<br />

ergänzte antike Skulpturengruppe, welche 1711 in<br />

der Villa Hadriana ausgegraben wurde, an der Arme<br />

und Köpfe jedoch fehlten. Le Gros machte aus der<br />

antiken Amor und Psyche - Gruppe eine Biblis und<br />

Kaunos Gruppe. Zahlreiche Nachbildungen des 18.<br />

Jahrhunderts, wie auch die Gruppe von Francesco<br />

Carradori im Palazzo Pitti in Florenz und von Laurent<br />

Delvaux (1696-1778) im Museum für Byzantinische<br />

Kunst in Berlin bekannt ist, die vermutlich nach seinem<br />

ersten Romaufenthalt in Nivelles entstand.<br />

(1251793) (13)<br />

BYBLIS AND CAUNOS<br />

Height: 70 cm.<br />

Base: 27.5 x 27.5 cm.<br />

France or Italy, end of 18th century.<br />

On rectangular stand decorated with leaf frieze. Threedimensionally<br />

carved figural group of Byblis and<br />

Caunos in marble.<br />

Notes:<br />

This group has its paragon in an ancient sculptural<br />

group discovered at Hadrian‘s Villa in 1711, which<br />

was complemented by Pierre le Gros.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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35


BEDEUTENDES PAAR<br />

EMPIRE-GIRANDOLEN,<br />

THOMIRE ZUGESCHRIEBEN<br />

Um 1800<br />

18<br />

BEDEUTENDES PAAR EMPIRE-GIRANDOLEN,<br />

PIERRE-PHILIPPE THOMIRE (1751 – 1843)<br />

ZUGESCHRIEBEN<br />

Höhe: 122 cm.<br />

Paris, um 1800.<br />

Quadratischer Stand mit Basis in rotweiß geädertem<br />

Marmor mit reich ziselierter und vergoldeter Bronzezier,<br />

ganz der Zeit um 1800 verpflichtet. Zwischen Stand<br />

und Basis ein ziseliertes leicht aufstrebendes Reliefband,<br />

die blockhafte Basis mit Lorbeerkranzkartuschen<br />

in ziselierter und vergoldeter Bronze mit eingesetzten<br />

Götterbüsten, welche durch ihre attributiven Beigaben<br />

kenntlich gemacht sind. So sind etwa Helena Minerva,<br />

Juno und Apoll zu erkennen. Auf den durch einen Blattfries<br />

begrenzten Sims je eine gegenläufige Standfigur<br />

der Eirene in braun patinierter Bronze mit in der Hand<br />

gehaltenem vergoldetem Palmzweig und halb angelegten<br />

Flügeln. Die andere Hand hält jeweils einen ebenfalls<br />

in ziselierter und vergoldeter Bronze gestalteten<br />

Aufbau mit sieben Brennstellen in zwei Registern, jeweils<br />

aus kannelierten Akanthusstäben erwachsend<br />

und mit weiten Traufschalen ausgestattet und durch<br />

voluteusem Blattwerk umspielt.<br />

Anmerkung:<br />

Eirene, eine Tochter von Zeus und Themis, gilt als<br />

Personifizierung des Friedens und häufig ist ihr ein<br />

Palm- oder Ölzweig attributiv beigegeben.<br />

Vergleiche:<br />

Vergleichbare Girandolen befinden sich im Schloss<br />

Fontainebleau. (1251792) (13)<br />

AN IMPORTANT PAIR OF EMPIRE GIRANDOLES,<br />

ATTRIBUTED TO PIERRE-PHILIPPE THOMIRE<br />

(1751 – 1843)<br />

Height: 122 cm.<br />

Paris, ca. 1800.<br />

Square stand with base in red and white veined marble<br />

with richly chased and gilt bronze fittings typical<br />

for ca. 1800. Chased, slightly raised relief between<br />

the stand and the base. The block-shaped base decorated<br />

with laurel wreath cartouches in chased and gilt<br />

bronze with applied busts of gods identified by their<br />

attributes such as Helena, Minerva, Juno and Apollo.<br />

The ledge with revolving leaf frieze decorated with a<br />

counter-rotating standing figure of Eirene in brown<br />

patinated bronze each, holding a gilt palm frond in her<br />

hand and almost closed wings. The other hand is also<br />

holding a chased and gilt bronze structure with seven<br />

nozzles on two registers, each growing out of fluted<br />

acanthus staffs with wide drip pans and decorated<br />

with volutes and scrollwork.<br />

Notes:<br />

Eirene was a daughter of Zeus and Themis and was<br />

considered the personification of peace in ancient<br />

Greece, often shown with an attribute of a palm or<br />

olive branch.<br />

Examples of comparison:<br />

Similar girandoles are held at Fontainebleau Palace.<br />

€ 60.000 - € 80.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildungen zu Lot 18<br />

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41


19<br />

KOMMODE À L‘ANGLAISE<br />

91 x 130,5 x 60 cm.<br />

Gestempelt: BENAR (Joseph-Marie Bénard,<br />

aktiv 1825-1850).<br />

Paris, um 1825.<br />

Korpus in Mahagoni und Mahagonifurnier, ziselierte<br />

und vegoldete Bronze, staffierte Porzellanplaketten.<br />

Auf Löwentatzenfüßen mit Akanthusknien der rechteckige<br />

Korpus auf gestuftem Sockel. Zwei frontale<br />

Türen mit tieferliegenden Kartuschen mit eingegliederten<br />

gegossenen und ziselierten vergoldeten Ornamentbändern<br />

dem Empire verpflichtet. Zentrale Rundmedaillons<br />

Ormolu-gerahmt mit polychrom staffierten<br />

Sevrès-Porzellanplaketten mit Allegorien auf die Dichtkunst<br />

und die Musik. Innen mit drei Schubladen à<br />

l'anglaise. Zarge mit zwei horizontal ausgerichteten,<br />

ziselierten Ormolu-Applikationen. Überkragende Marmordeckplatte.<br />

Schlüssel fehlt, kleine Fehlstellen.<br />

Ausstellungen:<br />

Catalogue de l'exposition des Arts au début du siècle,<br />

Paris, Palais du Champs de Mars, 09. Mai 1891,<br />

S. 32, Katalog Nr. 236 bis 240.<br />

Musée centennal du matériel de l'art théâtral, Paris,<br />

Weltausstellung 1900.<br />

La Chambre à coucher, Arts ménagers, Paris, Grand<br />

Palais, 26. Januar-12. Februar 1933, S. 58.<br />

Chefs d'oeuvre des grands ébénistes 1790-1850,<br />

G. Jacob à Giroux, Jacques Robiquet und Denise<br />

Ledoux-Lebard, Paris, Musée des Arts décoratifs,<br />

Januar und Februar 1951, Katalog Nr. 14 bis 18.<br />

(12518117) (13)<br />

Provenienz:<br />

Schlafzimmer im Hôtel de Mademoiselle Mars, 1 rue<br />

de la Tour-des-Dames, um 1825.<br />

Nachlassauktion ihres Sohnes Louis-Alphonse Bronner<br />

(gestorben 1874), am 12.-14. November 1874, Lot 78.<br />

Sammlung Monsieur Loyer.<br />

1937 erworben durch Loyère Fils, rue de Tournon à<br />

Paris.<br />

Sammlung Doktor Guy Ledoux-Lebard.<br />

Auktion Osenat, L‘Empire à Fontainebleau: Succession<br />

Ledoux-Lebard chez Osenat, Fontainebleau,<br />

9.12.2006, Lot 133.<br />

Französische Privatsammlung.<br />

Anmerkung:<br />

Joseph-Marie Bénard wurde 1823 an der Exposition<br />

des Produits de l‘ndustrie für seine „meubles en bois<br />

indigènes et richement décorés“ (reich geschmückten<br />

Möbel aus regionalen Hölzern) gerühmt. Er arbeitete<br />

unter dem Namen „Bénard Frères“ zudem einige<br />

Jahre mit seinem Bruder bis zu deren Insolvenz im<br />

Jahre 1829. Ab 1836 nahm er wieder seine Tätigkeit<br />

als eigenständiger Ebenist auf.<br />

Literatur:<br />

René et Christian Ledoux-Lebard, Le décor de la<br />

chambre à coucher du Consulat à la Restauration.<br />

Mme Récamier, la Reine Hortense, Mlle Mars,<br />

Bulletin de la Societé de l‘Histoire de l‘Art français,<br />

1947-1948, S. 9-17.<br />

Denise Ledoux-Lebard, Les ébénistes parisiens,<br />

Paris 1951, Tafel V und VI.<br />

Denise Ledoux-Lebard, Les ébénistes du XIXe<br />

siècle, 1795-1889, leurs oeuvres et leurs marques,<br />

Paris 1984, S. 66-67.<br />

Kommode 1951 im Musée des Arts décoratifs in<br />

Paris Während der Ausstellung: “Chefs-d’oeuvre<br />

des grands ébénistes”<br />

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COMMODE À L‘ANGLAISE<br />

91 x 130.5 x 60 cm.<br />

Stamped: BENAR (Joseph-Marie Bénard,<br />

active 1825-1850).<br />

Paris, ca. 1825.<br />

Mahogany structure with mahogany veneer, chased,<br />

gilt-bronze, adorned porcelain plaques. Key lost, minor<br />

blemishes.<br />

Provenance:<br />

Bedroom at Hôtel de Mademoiselle Mars, 1 rue de<br />

la Tour-des-Dames, ca. 1825.<br />

Estate auction of her son Louis-Alphonse Bronner<br />

(died 1874), on 12-14 November 1874, lot 78.<br />

Collection Monsieur Loyer.<br />

1937 purchased through Loyère Fils, rue de Tournon<br />

à Paris.<br />

Collection Doctor Guy Ledoux-Lebard.<br />

Auction Osenat, L‘Empire à Fontainebleau: Succession<br />

Ledoux-Lebard chez Osenat, Fontainebleau,<br />

9 December 2006, lot 133.<br />

Private collection, France.<br />

Notes:<br />

Joseph-Marie Bénard was praised at the Exposition<br />

des Produits de l‘Industrie in 1823 for his meubles<br />

en bois indigènes et richement décorés (richly decorated<br />

pieces of furniture from regional woods).<br />

He worked under the name of „Bénard Frères“ and<br />

several years together with his brother until their insolvency<br />

in 1829. From 1836 he continued his job as<br />

an autonomous ebonist.<br />

Literature:<br />

René et Christian Ledoux-Lebard, Le décor de la<br />

chambre à coucher du Consulat à la Restauration.<br />

Mme Récamier, la Reine Hortense, Mlle Mars,<br />

Bulletin de la Societé de l‘Histoire de l‘Art français,<br />

1947-1948, pp. 9-17.<br />

D. Ledoux-Lebard, Les ébénistes parisiens, Paris<br />

1951, plate V and VI.<br />

D. Ledoux-Lebard, Les ébénistes du XIXe siècle,<br />

1795-1889, leurs oeuvres et leurs marques, Paris<br />

1984, pp. 66-67.<br />

Exhibitions:<br />

Catalogue de l‘exposition des Arts au début du<br />

siècle, Paris, Palais du Champs de Mars, 9 May<br />

1891, p. 32, cat. no. 236 to 240.<br />

Musée centennal du matériel de l‘art théâtral, Paris,<br />

World Exhibition 1900.<br />

La Chambre à coucher, Arts ménagers, Paris, Grand<br />

Palais, 26 January -<br />

12 February 1933, p. 58.<br />

Chefs d‘oeuvre des grands ébénistes 1790 - 1850,<br />

G. Jacob à Giroux, J. Robiquet and D. Ledoux-Lebard,<br />

Paris, Musée des Arts décoratifs, January and<br />

February 1951, cat. no. 14 to 18.<br />

€ 30.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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43


20<br />

VIER APPLIKEN VON CLAUDE GALLE,<br />

1759 – 1815<br />

62 x 38 x 22 cm.<br />

Frankreich, um 1805 – 1810.<br />

Fein ziselierte, patinierte und vergoldete Bronze. Dieses<br />

Ensemble von vier Wandleuchten mit vier Zweigen<br />

in Form von Jagdhörnern und einem pfeilförmigen<br />

Schaft, der zum Boden zeigt, gekrönt von einer großen<br />

stilisierten Palmette, der Schaft mit einem Diana<br />

Maskaron und einem Löwenkopf geschmückt, wurde<br />

während des Kaiserreichs von Claude Galle um<br />

1805-1810 ausgeführt, zusammen mit Pierre-Philippe<br />

Thomire und André-Antoine Ravrio, einem der größten<br />

Bronzegießer der Epoche, allesamt Lieferanten des<br />

Kaiserhauses.<br />

1806 lieferte Galle für das Château de Fontainebleau<br />

zwei identische, aber vollständig vergoldete Wandleuchtenpaare:<br />

„2 paires de bras à tête de Diane<br />

dorés et à corps de chasse à 4 lumières“.<br />

Drei Jahre später, am 23. Dezember 1809, lieferte er<br />

vier weitere Wandleuchter desselben Modells für den<br />

Speisesaal des Kaisers im Grand Trianon in Versailles:<br />

„Zwei Paar Arme mit Pfeilen, Dianas Kopf trägt vier<br />

ziselierte und vergoldete Lichter in Mattgold“.<br />

Diese Wandleuchter sind noch heute im Château de<br />

Fontainebleau bzw. im Grand Trianon in Versailles erhalten.<br />

„Une paire de bras à flèches tête de Diane à<br />

quatre branches“ erhielt sich noch beim Untergang<br />

des Kaiserreichs 1815 in den Werkstätten von Galle.<br />

Provenienz:<br />

Auktion Hôtel Drouot, 10. November 1913, Salle 1,<br />

Lots 35 und 36.<br />

Vergleichsliteratur:<br />

Ernest Dumonthier, Les bronzes du Mobilier national,<br />

Bronzes d‘éclairage et de chauffage, Paris, Massin,<br />

Tafel 29, Abb. 3.<br />

Denise Ledoux-Lebard, Inventaire général du musée<br />

national de Versailles et des Trianons, Le Grand Trianon,<br />

Meubles et Objets d‘art, Editions des Musées nationaux,<br />

Paris 1975, S. 174-175.<br />

Hans Ottomeyer und Peter Pröschel, Vergoldete<br />

Bronzen, Band II, München 1986, S. 706, Abb. 23.<br />

Jean-Pierre Samoyault, Musée national du Château<br />

de Fontainebleau, Catalogue des collection de mobilier,<br />

Band 1, Pendules et bronzes d‘ameublement<br />

entrés sous le Premier Empire, Paris 1989, S. 141,<br />

Kat. Nr. 114. (12518125) (13)<br />

FOUR APPLIQUES BY CLAUDE GALLE,<br />

1759 – 1815<br />

62 x 38 x 22 cm.<br />

France, ca. 1805 - 1810.<br />

Finely chased, patinated and gilt bronze.<br />

Provenance:<br />

Auction Hôtel Drouot, 10 November 1913, Salle 1,<br />

lots 35 and 36.<br />

Literature for comparison:<br />

E. Dumonthier, Les bronzes du Mobilier national;<br />

bronzes d‘éclairage et de chauffage, Paris, Massin,<br />

plate 29, ill. 3.<br />

D. Ledoux-Lebard, Inventaire général du Musée<br />

natio nal de Versailles et des Trianons, Le Grand<br />

Trianon: Meubles et objets d‘art, Paris 1975, pp.<br />

174-175.<br />

H. Ottomeyer and P. Pröschel, Vergoldete Bronzen,<br />

vol. II, Munich 1986, p. 706, ill. 23.<br />

J.-P. Samoyault, Musée national du Château de<br />

Fontainebleau, Catalogue des collection de mobilier,<br />

vol. 1, Pendules et bronzes d‘ameublement<br />

entrés sous le Premier Empire, Paris 1989, p. 141,<br />

cat. no. 114.<br />

€ 30.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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45


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Detailabbildungen Lot 20<br />

vier Appliken von Claude Galle, 1759 – 1815


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47


21<br />

PAULINE BONAPARTE<br />

Maße inkl. Sockel: 80 x 104 x 34 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In weißem Marmor die auf einer Recamière liegende<br />

Figur der Pauline Bonaparte. Das Bett wird hier durch<br />

einen geschnitzten und teilvergoldeten Holzsockel<br />

gebildet, der die Marmorfigur trägt, welche Pauline<br />

Bonaparte als siegreiche Venus zeigt. Fehlstellen.<br />

Anmerkung:<br />

Die angebotene Figur zeigt das bekannte Motiv, welches,<br />

von Antonio Canova (1757-1822) ausgeführt, aus<br />

der Villa Borghese bekannt ist. Dessen Skulptur wurde<br />

1805-1808 geschaffen und zeigt die Lieblingsschwester<br />

Napoleons Pauline Borghese, italienisch Paolina<br />

Borghese (1780 in Ajaccio-1825 Florenz).<br />

(1252021) (3) (13)<br />

PAULINE BONAPARTE<br />

Dimensions incl. base: 80 x 104 x 34 cm.<br />

Italy, 19th century.<br />

In white marble; reclining figure of Pauline Bonaparte<br />

on Récamière.<br />

Notes:<br />

The figure on offer for sale here shows a popular motif,<br />

known by Antonio Canova (175-1822) at the Villa<br />

Borghese. His sculpture was created 1805-1808 and<br />

shows Napoleon´s favourite sister Pauline Borghese<br />

1780 Ajaccio - 1825 Florence).<br />

€ 80.000 - € 110.000<br />

Sistrix<br />

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Pauline Borghese, ca. 1805 - 1808, Antonio Canova<br />

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49


22<br />

KLEINER OVALER BEISTELLTISCH IM<br />

LOUIS XV-STIL<br />

90 x 74 x 48 cm.<br />

In vegetabilen Bronzesabots stehende leicht geschwungene<br />

und gekantete Beine, in die Zarge mit Nierenform<br />

übergehend. Verschiebbare leicht überkragende<br />

Deckplatte mit radial auseinanderstrebenden Intarsienfeldern,<br />

inmitten einer aus C-Bögen gebildeten Intarsienkartusche,<br />

mit überliegendem Marketerie-Dekor in<br />

floraler Form. Zentrale Muschelung. Ein schiebbarer<br />

Schub mit lederbezogener Schreibplatte und Kompartiments<br />

für Schreibutensilien. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

Minimal rest. (12409226) (2) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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23<br />

PAAR GROSSE VENEZIANISCHE ZIERVASEN<br />

Höhe: 85 cm.<br />

Venedig, 18. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, lackiert, polychrom gestaltet und vergoldet.<br />

Über zierlichen Blattwerkfüßen aus C-Formen<br />

gebildete Basis mit darüberliegendem Balusterkorpus,<br />

dessen Schulter mit Zungenfriesmotiv und geschnitzten<br />

Rocaillewerkornamenten. Der Korpus mit polychrom<br />

gestalteten Lackdarstellungen chinoiser Art,<br />

Figuren inmitten einer Landschaft darstellend, in Arte<br />

Povera-Technik auf Goldgrund. Der Hals jeweils mit tordiertem<br />

Ornamentband und abschließendem Pseudohaubendeckel<br />

mit tordiertem Rand und geschnitztem<br />

Blattwerkdekor. Minimal besch. (1251092) (3) (13)<br />

A PAIR OF DECORATIVE VENETIAN VASES<br />

Height: 85 cm.<br />

Venice, 18th century.<br />

Wood; carved, lacquered, polychrome, gilt. With minimal<br />

damage.<br />

€ 14.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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zum Größenvergleich<br />

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24<br />

NEAPOLITANISCHE KOMMODE<br />

101 x 145 x 68,5 cm.<br />

Neapel, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Der Korpus furniert in teils gefärbtem Rosenholz, alle<br />

drei Schauseiten marketiert. Handhaben, Sabots und<br />

Knielösungen in durchbrochen gearbeiteter und vergoldetert<br />

Bronze. Zweischübiger Korpus mit Spiegelfurnier.<br />

Den Zügen des Möbels folgende gekehlte<br />

Marmordeckplatte in Giallo di Verona. Kein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Andrea Disertori, Il Mobile Del Settecento, Istituto<br />

Geografico de Agostini, 1988, S. 68, 69, 72.<br />

(1250067) (13)<br />

NEAPOLITAN COMMODE<br />

101 x 145 x 68.5 cm.<br />

Naples, mid-18th century.<br />

Structure veneered in partially stained tulipwood with<br />

marquetry on three sides. Handles, sabots and fittings<br />

in open-work gilt-bronze. Structure with two<br />

drawers with mirror veneer. Moulded Giallo di Verona<br />

marble top following the outline of the commode.<br />

Without keys.<br />

Literature:<br />

Compare A. Disertori, Il Mobile Del Settecento, Istituto<br />

Geografico de Agostini, 1988, pp. 68, 69, 72.<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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51


25<br />

ITALIENISCHER BILDHAUER DES<br />

19. JAHRHUNDERTS<br />

MARMORFIGUR DER BADENDEN VENUS<br />

Höhe: 61 cm.<br />

Weißer ungeäderter Carrara-Marmor. Nach antiken<br />

Vorbildern, die Göttin nackt im Kontrapost auf hoher<br />

Plinthe stehend, zu ihrer rechten Seite ein Delfin, auf<br />

dem das Tuch abgelegt ist. Kopf und Arme fehlen in<br />

Art antiker Statuen. (1251164) (3) (11)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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26<br />

ZWEI IMPOSANTE ZIERVASEN<br />

Höhe: 79 cm.<br />

Frankreich und China, 19. Jahrhundert.<br />

Vergoldete Bronze über quadratischem Stand mit runden<br />

Einbuchtungen und Lorbeerblattkranz plastisch<br />

gestaltet. Darüber zwei Rouleauvasen mit Bronzemontierung,<br />

welche sich in Form von Akanthusbättern<br />

plastisch über den Rand hinweg bewegt und von zwei<br />

seitlichen Handhaben begleitet wird. Steckhaubendeckel<br />

mit Zapfenknauf. Die Porzellanvase mit Ochsenblutglasur.<br />

(12508418) (2) (13)<br />

TWO IMPRESSIVE DECORATIVE VASES<br />

Height: 79 cm.<br />

France and China, 19th century.<br />

Gilt-bronze on square stand with round indentations<br />

and three-dimensional laurel wreath. Porcelain vase<br />

with oxblood glaze.<br />

€ 15.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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53


27<br />

JEAN-ETIENNE LIOTARD,<br />

1702 GENF – 1760, ZUG.<br />

BILDNIS EINES PAGEN VOM HOF LUDWIG XV IN<br />

TÜRKISCHER TRACHT<br />

Pastell.<br />

48 x 37 cm.<br />

Auf der Rückseite befindet sich ein Inventaretikett des<br />

„Centraal Museum der Gemeente Utrecht“ von 1985,<br />

auf dem das vorliegende Werk als ein Pastell von J.E.<br />

Liotard bezeichnet wird.<br />

Hinter Glas in vergoldetem Rahmen mit abgerundeten<br />

Ecken.<br />

Vor grauem Hintergrund das Halbportrait eines jungen<br />

Mannes in Livree, der traditionellen Kleidung für Männer<br />

des Hofstaats Ludwig XV. Er trägt einen weißgrauen<br />

Turban, der in der Mitte mit einer wertvollen<br />

Brosche verziert ist. In seinen Händen hält er wohl den<br />

Mantel des Königs, mit Hermelin und der goldenen<br />

französischen Lilie auf blauem Samtstoff. Er hat ein<br />

sehr feines weiches Gesicht, schmale Lippen und sein<br />

Kopf ist leicht nach unten gewandt und der Blick zur<br />

Seite gerichtet. Die hellen Farben, die Konstruktion<br />

und der türkische Turban lassen den Stil von Liotard<br />

erkennen. Die Perle im rechten Ohr könnte auch darauf<br />

hinweisen, dass es sich nicht um einen Mann,<br />

sondern um eine Frau handelt, jedoch ist in dieser Ära<br />

eine Frau in Männerkleidung meist nur denkbar bei<br />

Theaterkostümen; in diesem Fall könnte es vielleicht<br />

auch eine Mögleichkeit sein.<br />

Anmerkung:<br />

Das Gemälde wurde ausgestellt in einer Liotard<br />

gewidmeten Ausstellung.<br />

Literatur:<br />

Ausstellungskatalog, Frans Grijzenhut, Liotard in<br />

Nederland, Kwadraa-Utrecht 1985, S. 176-177.<br />

Dieser Katalog veröffentlicht zum ersten Mal das vorliegende<br />

Portrait, das in der Literatur bisher unbekannt<br />

geblieben ist und während Liotards Pariser Zeit (1747-<br />

1758) entstanden sein soll. (12506463)<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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28<br />

AUSSERGEWÖHNLICHER BEISTELLTISCH<br />

Höhe: 68 cm.<br />

Breite: 50 cm.<br />

Tiefe: 35 cm.<br />

Genua, 18. Jahrhundert.<br />

In Palisander furnierter Barock-Tisch mit geschwungenen<br />

gekanteten Beinen, bewegter Zarge und zwei<br />

seitlichen Schüben, von denen einer mit einer gold<br />

punzierten Lederplatte belegt ist. Auch die obere, an<br />

der Längsseite befindliche Schublade mit einem lederbezogenen<br />

Einsatz. Deckplatte an drei Seiten leicht<br />

erhöht und mit Spiegelfurnier dekoriert. Die Zuggriffe<br />

in Bronze gegossen und ziseliert. (12409216) (2) (13)<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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29<br />

LOUIS XV-KOMMODE<br />

Höhe: 84 cm.<br />

Breite: 124 cm.<br />

Tiefe: 60 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

In ziselierten Bronzesabots stehende, geschweifte<br />

Beine, den leicht trapezförmigen Korpus mit zwei<br />

Schüben sans traverse tragend. Der untere Schub von<br />

einer Lambrequinzone mit reich ziseliertem Bronzebeschlag<br />

unterfangen. Die Bronzebeschläge vegetabil<br />

gestaltet und genau wie die Rokoko-Schlüsselschilder<br />

vergoldet. Den Zügen des Möbels folgende, profilierte<br />

und gekehlte Marmordeckplatte, rest.<br />

(12409220) (2) (13)<br />

€ 5.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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55


30<br />

FRANCESCO RIGHETTI,<br />

1738/49 – 1819 ROM, ZUG.<br />

VENUS KALLIPYGOS<br />

Höhe: 60 cm.<br />

Gesamthöhe mit ebonisiertem Sockel: 78 cm.<br />

Große Venusfigur in jaspisfarbigem Marmo rosso. Der<br />

Figurentyp folgt dem antiken Vorbild, das die griechische<br />

Bezeichnung entsprechend des auffallend schönen<br />

Gesäßes als die „Schönhintrige“ genannt wurde.<br />

Auf unten angebrochenem Sockel mit abgewinkeltem<br />

Bein stehend, Kopf und Oberkörper umgewandt, um<br />

den Betrachter auf ihr markantes Schönheitsmerkmal<br />

hinzuweisen, das Badetuch hochgenommen, weist sie<br />

auch als „Venus im Bade“ aus. Der hier angenommene<br />

Künstler war bekannt für seine Repliken nach antiken<br />

Statuen und Werken der Bildhauerkunst im italienischen<br />

19. Jahrhundert. Feine Ausführung in edlem<br />

Steinmaterial; Teile des oberen Tuches angebrochen.<br />

(1251163) (3) (11)<br />

FRANCESCO RIGHETTI,<br />

1738/49 – 1819 ROME, ATTRIBUTED<br />

VENUS CALLIPYGE<br />

Height: 60 cm.<br />

Total height with ebonized base: 78 cm.<br />

Large figure of Venus in jasper-coloured Marmo Rosso.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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31<br />

ZIERDECKELGEFÄSS<br />

Höhe: 14 cm.<br />

China und Paris, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Aus zwei chinesischen Porzellankoppchen gebildeter<br />

Korpus mit Deckel. Die Koppchen innen weiß, außen<br />

blau glasiert mit Resten von Goldradierung. Ormolu-<br />

Bronzen und polychrom staffierte Porzellanblüten<br />

(Samson) französisch. Deckel mit minimalen Chips.<br />

(1240185) (13)<br />

€ 2.000 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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32<br />

PAAR LOUIS XV-VASEN<br />

Höhe: 21 cm.<br />

China und Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Das Porzellan China, wohl noch Kangxi-Dynstie, der<br />

Scherben innen weiß glasiert, außen blau glasiert.<br />

Montierung Paris, 18. Jahrhundert in feuervergoldeter<br />

und ziselierter Bronze. Eine Vase mit zwei kleinen<br />

Glasurfehlern. (1240183) (13)<br />

€ 4.500 - € 5.500<br />

Sistrix<br />

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57


33<br />

GENNARO DI FIORE,<br />

WERKSTATT DES<br />

PAAR GROSSE KONSOLEN<br />

Höhe: 102 cm.<br />

Breite: 135 cm.<br />

Tiefe: 65 cm.<br />

Italien, 18. Jahrhundert.<br />

Beigegeben Dokumentation, die Konsolen der Werkstatt<br />

des Gennaro di Fiore zuschreibend.<br />

Weichholz, geschnitzt, gefasst, vergoldet. Über vier<br />

Volutenfüßen die geschwungenen Beine, in Knielösungen,<br />

mit plastisch geschnitztem Rocaillewerk,<br />

übergehend. Dieses mit vollplastischen kleinen Blüten<br />

beschnitzt. Lambrequinzarge mit darüberliegendem<br />

Profil und gekehlter profilierter, den Zügen des Möbels<br />

folgender Deckplatte in rot-weiß geädertem Marmor.<br />

(12409227) (2) (13)<br />

GENNARO DI FIORE,<br />

WORKSHOP OF<br />

A PAIR OF LARGE CONSOLES<br />

Height: 102 cm.<br />

Width: 135 cm.<br />

Depth: 65 cm.<br />

Italy, 18th century.<br />

Accompanied by a documentation attributing the<br />

consoles to the workshop of Gennaro di Fiore.<br />

Softwood, carved, mounted and gilt.<br />

€ 30.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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59


34<br />

SIMON LOUIS BOIZOT,<br />

1743 – 1809, ZUG.<br />

FIGURENGRUPPE TOILETTE DER VENUS<br />

Höhe ohne Sockel: 42 cm.<br />

Paris, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Terrakotta, geformt, gebrannt. Auf sekundärem, aber<br />

dazu passendem, vergoldetem Holzsockel mit Perlstabornament<br />

die allansichtige Darstellung der Toilette der<br />

Venus mit Putti und Nymphen. Venus erhöht auf einem<br />

Felsen, umgeben von Mädchen ihres Gefolges, die<br />

das Haar richten bzw. Tauben entgegenhalten, während<br />

der Amorputto die Sandalen bindet. In Nähe des<br />

Sockels eine geöffnete Schmuckschatulle.<br />

Das Objekt mag als Modell für die Sèvres-Ausformung<br />

von Louis-Simon Boizot geschaffen worden sein und ist<br />

diesem zuschreibbar. Rest., erg.<br />

Provenienz:<br />

Sammlung Roger Peyrefitte (1907-2000), Paris.<br />

Privatsammlung Nürnberg.<br />

Anmerkung:<br />

Simon Louis Boizot war Bildhauer König Louis XVI<br />

und wurde 1773 Direktor der Skulpturenabteilung in<br />

Sèvres.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Émile Bourgeois, Le biscuit de Sèvres, recueil de<br />

modèles de la manufacture au XVIIIè siècle, n°582,<br />

Taf. 36.<br />

Vgl. Tamara Préaud, La manufacture des Lumières: la<br />

sculpture à Sèvres de Louis XV à la Révolution, Sèvres,<br />

S. 327. (1250891) (13)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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35<br />

PAAR LOUIS XV-DECKELVASEN<br />

52 x 23 cm.<br />

Frankreich, spätes 19. Jahrhundert.<br />

Im Stil Louis XV gestaltete elegante Objekte in rot-weiß<br />

gesprenkeltem Marmor mit Ormolumontierung. Über<br />

runden Sockeln die gefußte Balusterform mit eingezogenem<br />

Deckel. Seitliche Volutenhandhaben und<br />

Ormolumontierung in durchbrochen gearbeiteter Trellisund<br />

Foliageform mit Blüten. (†) (1220033) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000 INFO | BIETEN<br />

Sistrix


36<br />

GROSSE CHINESISCHE LACKSCHATULLE<br />

Höhe: 14 cm.<br />

Breite: 36,5 cm.<br />

Tiefe: 25,5 cm.<br />

China, Mitte 19. Jahrhundert.<br />

Auf gedrückten ebonisierten Kugelfüßen der rechteckige<br />

Korpus mit ausgestellten Zargen, abgerundeten<br />

Ecken und Scharnierdeckel. Allseitiger figürlicher, teils<br />

in Goldlack, teils als Perlmutteinlagenarbeit ausgeführter<br />

Dekor auf Schwarzlackfond, umrandet von<br />

geschweiften Kartuschen und Wellenfond. Innen mit<br />

roter gesteppter Seideneinrichtung. Minimal besch.<br />

(1250711) (13)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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37<br />

TRANSITIONS-SCHREIBKOMMODE<br />

Höhe: 77 cm.<br />

Breite: 48,8 cm.<br />

Tiefe: 33,8 cm.<br />

Zarge rückwärtig unterhalb gestempelt „BOUDIN“.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

In vegetabilen Bronzesabots stehende, gekantete Beine<br />

mit eingesetztem, ornamental intarsiertem Mitteltableau.<br />

Tiefe Zarge mit drei Schüben sans traverse mit<br />

einem Zugknauf und einem Schlüsselschild. Der obere<br />

Schub durch den unteren Schub abschließbar, darüber<br />

eine Schreibplatte mit gegossenem Zuggriff und eingesetzter<br />

punzierter Lederschreibplatte. Abschließende,<br />

den Zügen des Möbels folgende Deckplatte mit den<br />

gleichen Ornamentintarsien in verschiedenen, teils<br />

gefärbten Hölzern, abgeschlossen durch eine nach<br />

vornehin weniger erhabene Messingumrandung. Knielösungen<br />

mit Köcher und Pflanzenintarsien sowie<br />

plastisch ausgestalteten Bronzen. Seitliches Schubfach<br />

für Schreibzeug (leer). Dadurch frontseitig der<br />

obere Schub als Scheinschub. (1240882) (1) (13)<br />

TRANSITION SECRETARY<br />

Height: 77 cm.<br />

Width: 48.8 cm.<br />

Depth: 33.8 cm.<br />

Stamepd “BOUDIN” under furniture frame.<br />

France, second half of the 18th century.<br />

€ 14.000 - € 16.000<br />

Sistrix<br />

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63


38<br />

PAAR FRANZÖSISCHE ROKOKO-APPLIKEN<br />

Höhe: 42 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Gebildet aus<br />

gegenläufigen C-Schwüngen im Rokoko-Stil mit auseinanderstrebenden<br />

C-förmigen Armen mit Blattwerktraufschale<br />

und unterschiedlichen Rocailletüllen. Eventuell<br />

minimal erg. (1251112) (1) (13)<br />

€ 7.500 - € 8.500<br />

Sistrix<br />

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39<br />

BAROCK-KONSOLE<br />

Höhe: 81 cm.<br />

Breite: 140 cm.<br />

Tiefe: 64 cm.<br />

Süddeutschland, um 1750.<br />

Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Vier aus C-<br />

Schwüngen gebildete Beine, sich mittels einer horizontalen<br />

Zarge in einem à jour gearbeiteten Rocaillemedaillon<br />

treffend, mit durchbrochen gearbeiteten Rocaillen<br />

und geschnitzten Flügeln und Blüten. Die Beine mit<br />

Rocaillezier über Trellismusterfond, die Zarge à jour<br />

gearbeitet, mit einzelnen Flügeln inmitten von Blüten<br />

und Rocaillezier. Überkragende, den Zügen des Möbels<br />

folgende, rot-weiß geäderte Marmordeckplatte, (rest.).<br />

(1250606) (1) (13)<br />

BAROQUE CONSOLE<br />

Height: 81 cm.<br />

Width: 140 cm.<br />

Depth: 64 cm.<br />

Southern Germany, ca. 1750.<br />

Softwood; carved und gilt.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

40 – 42 ENTFÄLLT<br />

Sistrix<br />

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65


43<br />

CHINOISER LOUIS XV-SEKRETÄR<br />

Höhe: 110 cm.<br />

Breite: 62 cm.<br />

Tiefe: 33,5 cm.<br />

Unter der Abdeckplatte gestempelt „Boudin“<br />

und „JVE“.<br />

Paris, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Der Holzkorpus mit Vernis Martin gefasst, mit polychromem<br />

chinoisen vegetabilen Dekor auf schwarzem<br />

Fond. In Bronzesabots stehender zweitüriger Korpus<br />

mit darüberliegender Klappschreibplatte und dahinterliegender<br />

mehrschübiger Inneneinrichtung in Rosenholz.<br />

Den Zügen des Möbels folgende profilierte<br />

Marmordeckplatte. Zwei Schlüssel vorhanden.<br />

(1250591) (1)<br />

CHINOISERIE LOUIS XV SECRETARY<br />

Height: 110 cm.<br />

Width: 62 cm.<br />

Depth: 33.5 cm.<br />

Stamped “Boudin” and “JVE” under the table top.<br />

Paris, second half of the 18th century.<br />

With two keys.<br />

€ 40.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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67


44<br />

LOUIS XVI-ROLLSEKRETÄR<br />

Höhe: 124 cm.<br />

Breite: 142 cm.<br />

Tiefe: 77,5 cm.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Eichenholzkorpus, in verschiedenen Edelhölzern furniert.<br />

In offen gearbeiteten vergoldeten Bronzesabots vier geschwungene<br />

Beine mit bewegter Zarge, in welcher drei<br />

Schübe eingegliedert sind. Schreibkompartiment mit<br />

ausziehbarer lederbezogener goldpunzierter Deckplatte<br />

mit Rollzylinder. Dahinter sechs Schübe sowie fünf offene<br />

Kompartiments. Leicht zurückgesetzte, mit Würfelmuster<br />

furnierte Deckplatte mit offener Bronzegalerie.<br />

Zwei Schlüssel vorhanden. Griffe sowie Schlüsselschild<br />

in gegossener ziselierter, vegetabil gestalteter Bronze.<br />

Die Marketeriefelder frontal und seitlich mit Würfelmarketerie<br />

und abstrahierten Blüten. Lederdeckplatte erneuert.<br />

(1250605) (1) (13)<br />

LOUIS XVI ROLL-TOP SECRETARY<br />

Height: 124 cm.<br />

Width: 142 cm.<br />

Depth: 77.5 cm.<br />

France, second half of the 18th century.<br />

Leather top renewed.<br />

€ 22.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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69


45<br />

IMPOSANTER SILBERNER TAFELAUFSATZ MIT<br />

PORZELLANFIGUREN, SAMSON<br />

90 x 65 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Silber, gegossen, ziseliert. Applizierte, polychrom staffierte<br />

Porzellanfiguren (Samson), Meister François<br />

Camus. Rechteckiger Grund mit an die Ecken gesetzten<br />

gegossenen Pferdefiguren, welche von der Idee<br />

her dem Brunnen der Gärten in Versailles entstammen.<br />

Zentrales ovales Spiegelbildfeld, leicht erhöht<br />

und mit plastisch herabströhmendem stilisiertem<br />

Wasser. Mit vier stilisierten Gesteinsbasen umstellt,<br />

welche Platz bieten für vier polychrom gestaltete<br />

Porzellanfiguren. Auch die Kurzenden der Basis mit<br />

polychromen Porzellanfiguren dekoriert, welche auf<br />

goldgehöhten Rocaillesockeln sitzen. Rest. (1240139)<br />

(13)<br />

IMPRESSIVE SILVER CENTERPIECE WITH<br />

PORCELAIN FIGURES, SAMSON<br />

90 x 65 cm.<br />

France, 19th century.<br />

Silver; cast, chased. Applied, polychrome porcelain<br />

figures (Samson), master François Camus.<br />

€ 35.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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46<br />

LOUIS XV-BEISTELLTISCH<br />

Höhe: 76 cm.<br />

Maximale Breite: 52,5 cm.<br />

Tiefe: 42 cm.<br />

Gestempelt „R. Lacroix“, „R.V.L.C.“ und „JME“.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

LOUIS XV SIDE TABLE<br />

Height: 76 cm.<br />

Maximum width: 52.5 cm.<br />

Depth: 42 cm.<br />

Stamped “R. Lacroix”, “R.V.L.C.” and “JME”.<br />

France, 18th century.<br />

In vergoldeten Bronzesabots stehende geschwungene<br />

gekantete Beine mit eingezogenem Mitteltableau und<br />

mit Schreibplatte gefüllter Zarge, diese an Ringhenkeln<br />

herausziehbar und mit punzierter Lederplatte besetzt.<br />

Umlaufendes Kreisornamentband, durchbrochen gearbeitet.<br />

Die Deckplatte und das Tableau mit radialem<br />

Tondo intarsiert auf Palisandergrund, mit gefärbten<br />

Hölzern umschlossen und von einem ovalen Intarsienfeld<br />

mit Trellismuster dekoriert. (1240881) (1) (13)<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 22.000 - € 26.000<br />

Sistrix<br />

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Schlagstempel R. LACROIX,<br />

R.V.L.C. und JME (Zunftstempel)<br />

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71


47<br />

PAAR TRUMEAU-SPIEGEL<br />

Höhe: 254 cm.<br />

Breite: 105 cm.<br />

Venezianischer Palazzo, 18. Jahrhundert.<br />

Weichholz, geschnitzt, vergoldet, gefasst. Mit Spiegelglas<br />

hinterfangen und jeweils einem Gemälde mit<br />

Landschaftsdarstellungen. Hochrechteckige Form mit<br />

lisenenartiger seitlicher Flankierung, die dortigen<br />

Spiegel mit geschnitzten und vergoldeten Ranken<br />

überfangen. Zentraler Spiegel mit darüberliegendem<br />

Passspiegel, jeweils von geschnitztem Blatt- und Blütenwerk<br />

umschlossen. Darüberliegend eine passige<br />

Kartusche mit Landschaftsdarstellung mit Brunnenarchitektur<br />

und Gebirgen sowie einer Rocaillebekrönung<br />

in stark plastischer Ausformung und Vergoldung. Oben<br />

mit abschließendem Profilgesims. Besch.<br />

(12409228) (2) (13)<br />

A PAIR OF TRUMEAU MIRRORS<br />

Height: 254 cm.<br />

Width: 105 cm.<br />

Venetian Palazzo, 18th century.<br />

Softwood, carved, gilt and mounted.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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75


48<br />

MUSIKZIMMER-KOMMODE<br />

Höhe: 86 cm.<br />

Breite: 88 cm.<br />

Tiefe: 44 cm.<br />

Unter der Deckplatte signiert „L.N. Malle“, trägt den<br />

Stempel „Louis Noel Malle“.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Eichenholzkorpus, furniert. In vegetabilen Bronzesabots<br />

stehende gekantete Beine, den zweischübigen<br />

Korpus tragend, mit risalitartig hervorspringender<br />

Mittelzone, dadurch vertikale Dreifachgliederung. Die<br />

beiden zurückspringenden Seiten jeweils mit einem<br />

Zugring, in Bronze gegossen. Das Mittelteil mit Knitterschleifen,<br />

Schlüsselschild und Lambrequinzarge. Die<br />

Seiten, und auch die vorspringende Mittelfront, fein in<br />

verschiedenen, teils gefärbten Hölzern intarsiert und<br />

brandschattiert. Mittig mit Darstellung von verschiedenen<br />

Instrumenten, zu den Seiten flankiert durch sich<br />

kreuzende Fackeln, überfangen jeweils durch ein Band<br />

aus Trellismuster. Die Züge des Möbels aufnehmende<br />

Breche d'Alep-Marmordeckplatte mit Randkehlung. Seiten<br />

mit Louis XVI-Kartuschen und floraler Intarsierung.<br />

(12409219) (2) (13)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

49<br />

LOUIS XV-SEKRETÄR À ABATTANT<br />

(ABB. FOLGENDE SEITE)<br />

Höhe: 144 cm.<br />

Breite: 93 cm.<br />

Tiefe: 40 cm.<br />

Frankreich, um 1760.<br />

Anbei eine Expertise in Kopie von Siegfried Bohm<br />

vom 28. November 1989, Göttingen.<br />

Rosenholz und Palisander auf Eichen- und Weichholzkorpus,<br />

en papillon furniert. Farbige florale Intarsien,<br />

von Palisanderkartuschen gerahmt. Geschweifte, in<br />

Bronzesabots stehende Füße mit darüberliegender<br />

Zone mit zwei Türen und darüberliegender Schreibplatte.<br />

Ein Schlüssel vorhanden. Fünf offene dahinterliegende<br />

Kompartimens und sechs Schübe sowie eine<br />

gold punzierte Lederschreibplatte. Profilierte Breccia-<br />

Marmordeckplatte, den Zügen des Möbels folgend.<br />

Seitlich ebenfalls in Kartuschen intarsiert und teilweise<br />

gefärbt. Minimal besch.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Guillaume Janneau, Les Petits Meubles, Paris<br />

1977, Tafel 29. (1240861) (13)<br />

LOUIS XV SECRETAIRE À ABATTANT<br />

(ILL. FOLLOWING PAGE)<br />

Height: 144 cm.<br />

Width: 93 cm.<br />

Depth: 40 cm.<br />

France, ca. 1760.<br />

A copy of the expert´s report by Siegfried Bohm<br />

dated 28 November 1989, Göttingen is enclosed.<br />

Rosewood and palisander “en papillon” veneer on oak<br />

and softwood structure. Colourful floral inlays framed<br />

by rosewood cartouches. Bronze sabots with curved<br />

legs supporting an zone with two doors and ted by<br />

Zone with two doors and desk top. With one key. With<br />

minimal damage.<br />

Literature:<br />

Compare G. Janneau, Les Petits Meubles, Paris<br />

1977, panel 29.<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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77


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50<br />

VIER FAUTEUILS<br />

Lehnenhöhe: 107 cm.<br />

Sitzhöhe: 41 cm.<br />

Frankreich, um 1730/ 40.<br />

Holz, geschnitzt, vergoldet. Auf vier Rollwerkfüßen mit<br />

Akanthusblattdekor die niedrigen Rocailleknielösungen<br />

mit leicht bewegter rocaillereliefierter Zarge. Trapezförmige<br />

Sitzfläche mit sekundärer weinroter Polsterung<br />

und in C-Schwüngen gebildeten Armlehnen mit<br />

vegetabiler Schnitzornamentik, die Armlehnen aufgepolstert.<br />

Geschweifte Rückenlehne mit Muschelung<br />

und Blattwerkschnitzereien, ebenfalls geschnitzt und<br />

vergoldet. Die sekundäre Polsterung durch Metallziernägel<br />

akzentuiert. (1250604) (1) (13)<br />

FOUR FAUTEUILS<br />

Height of backrests: 107 cm.<br />

Height of seats: 41 cm.<br />

France, ca. 1730/ 40.<br />

Wood; carved, gilt.<br />

€ 22.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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79


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81


51<br />

PAAR LOUIS XVI-VASEN<br />

Höhe: 40 cm.<br />

China, Qianlong-Periode (1735 – 1796) und<br />

Frankreich, um 1780.<br />

Balustervasen in Powder Blue in ziselierter und vergoldeter<br />

Bronzemontierung. Runder Stand mit vier<br />

Triglyphenpilastern und seitlichen geschweiften Pilasterformen<br />

mit Akanthusblattzier und Efeublättern. Profilierte<br />

Halsmontierung mit Schleifen und Blattfestons.<br />

Provenienz:<br />

Alexandre Louis Philippe Marie Berthier (1833-<br />

1918), vierter Prinz von Wagram. Danach in Erbfolge<br />

zu Vorbesitzern. (12518143) (13)<br />

A PAIR OF LOUIS XVI VASES<br />

Height: 40 cm.<br />

China, Qianlong period (1735 - 1796) and<br />

France, ca. 1780.<br />

Provenance:<br />

Alexandre Louis Philippe Marie Berthier (1833-1918),<br />

4th Prince of Wagram. Subsequently passed down<br />

to previous owners by succession.<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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52<br />

LOUIS XV-KONSOLE<br />

73 x 90 x 51 cm.<br />

Frankreich, um 1730.<br />

Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Über zwei Volutenfüßen<br />

die Beine im S-Schwung in die à jour gearbeitete<br />

Zarge übergehend. Zwischen den Beinen ein<br />

aus Rocaillen gearbeitetes Verbindungselement mit<br />

geflügelten Drachen, deren Körper sich um die Beine<br />

winden und dort in plastisch gestalteten Köpfen und<br />

Blütenschnitzereien enden. Zargenansätze mit Löwenmaskarons<br />

und Rankenschnitzerei sowie einer großen<br />

zentralen Rocaillegruppe. Überkragende, den Zügen<br />

des Möbels folgende Marmordeckplatte in grau weiß<br />

geädertem Marmor.<br />

LOUIS XV CONSOLE<br />

73 x 90 x 51 cm.<br />

France, ca. 1730.<br />

Provenance:<br />

Max Fould-Springer collection (1906-1999) and Cécile<br />

de Rothschild (1913-1995).<br />

€ 35.000 - € 45.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Provenienz:<br />

Sammlung Max Fould-Springer (1906-1999) und Cécile<br />

de Rothschild (1913-1995). (12518145) (13)<br />

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83


53<br />

LOUIS XIV-BOULLE-SCHREIBZEUG<br />

8 x 33 x 22 cm.<br />

Paris, Anfang 18. Jahrhundert.<br />

Aufbau in Eichenholz mit Schildpattfond und eingelegten<br />

ziselierten gesägten Messingplatten. Inneneinrichtung<br />

mit ornamental verzierter Messingeinlage und<br />

Containern für Tinte und Sand (ohne Deckel). Korpus<br />

auf gedrückten Kugelfüßen mit Zierfries stehend. Boden<br />

ebonisiert, sonst allseits mit deckelseitigem<br />

Lambrequindekor mit Figuren- und Tierzier in Positivund<br />

Negativform. Einsatz per Zuggriff herausziehbar.<br />

(1220585) (13)<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 3.500 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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54<br />

PAAR DREIFACH-BALUSTERVASEN<br />

Höhe: 34 cm.<br />

Durchmesser: 13 cm.<br />

China und Frankreich, 17./ 18. Jahrhundert.<br />

Über Rollwerkfüßen die hängende Basis mit Akanthusblattdekor<br />

und Eichelknauf, darin eingepasst die dreifach<br />

balustrierte Vase in weißem Porzellan mit beschliffener<br />

Mündung und aufgesetztem Ormolu-Stülpring,<br />

welcher zur Mündung hin ausläuft. Auf weißem Grund<br />

umlaufender ornamentaler Dekor in gold gehöhtem<br />

Eisenrot, zarte Blüten- und Blattformen über Lotusblattkartuschen<br />

zeigend sowie Glückssymbole. Altersund<br />

Gebrauchssp., wenige Ascheanflugsp.<br />

(12003826) (13)<br />

A PAIR OF TRIPLE BALUSTER VASE<br />

Height: 34 cm.<br />

Diameter: 13 cm.<br />

China and France, 17th/ 18th century.<br />

With few areas of accidental ash glaze.<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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55<br />

EXZEPTIONELLE DRACHENKONSOLE<br />

90 x 149 x 70 cm.<br />

Frankreich, um 1860.<br />

Über trapezförmigem Grund vier leicht geschwungene<br />

Beine in eine zweischübige Zarge übergehend. Beine<br />

und Zarge in schwarz-dunkelblau changierendem Lack<br />

mit überreichem appliziertem gegossenem ziselierten<br />

und vergoldeten Bronzebeschlag. Dieser ausgeformt<br />

als Sabots in Klauenform, die Knie mit stark raumgreifenden<br />

Drachenfiguren mit aufgerissenem Maul, die<br />

Zargenmitte als Lambrequin mit aufsitzender Figur<br />

eines asiatisch anmutenden Würdenträgers von zwei<br />

Ganzfiguren flankiert und von Ehrentuch überfangen.<br />

Den Zügen des Möbels folgende, grün-weiße Marmor<br />

Deckplatte mit umlaufendem, in die Kehlung der Platte<br />

eingelegtem Ormolu-Profil. (12518131) (13)<br />

EXCEPTIONAL DRAGON CONSOLE<br />

90 x 149 x 70 cm.<br />

France, ca. 1860.<br />

€ 70.000 - € 90.000<br />

Sistrix<br />

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87


Detailabbildung der Drachen und der Chinoiserien der Zarge<br />

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56<br />

LOUIS XV-SCHATULLE<br />

34 x 48 x 30,5 cm.<br />

Paris, um 1745.<br />

Amaranth- und Palisanderfurnier auf Eiche, polychrom<br />

gefärbte Holzintarsien, vergoldete und ziselierte Bronzen.<br />

Rechteckiger Korpus mit Scharnierstülpdeckel<br />

mit bewegter Wandung und tief hängender Lambrequinzarge,<br />

die niedrigen Füße mit Volutensabots, die in<br />

vollplastischen vergoldeten Espagnolettes. Kurzseiten<br />

mit gegossenen und ziselierten Handhaben, Längsseiten<br />

mit Rocaillekartuschen und Blumencachepot<br />

mit Vögeln auf Spiegelfurnier. Deckel mit Kartusche mit<br />

Musikinstrumenten auf Spiegelfurnier gefüllt. Schlüs selschild<br />

ersetzt.<br />

Provenienz:<br />

Nachlass Madame Henry Farman, Auktion Paris,<br />

Palais Galliera, Mes Etienne Ader, Jean-Louis Picard,<br />

Antoine Ader und Jacques Tajan, 15. März 1973, Lot<br />

38, mit Abb. (12518115) (13)<br />

LOUIS XV BOX<br />

34 x 48 x 30.5 cm.<br />

Paris, ca. 1745.<br />

Provenance:<br />

Estate of Madame Henry Farman, Auction Paris,<br />

Palais Galliera, Mes Etienne Ader, Jean-Louis Picard,<br />

Antoine Ader and Jacques Tajan, 15 March 1973, lot<br />

38, with ill.<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 25.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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89


57<br />

PAAR LOUIS XV-FAUTEUILS À CHÂSSIS<br />

103 x 77 x 55 cm.<br />

Gestempelt „TILLIARD“ (Jean Baptiste Tilliard,<br />

1685-1766, Meister ab 1717).<br />

Frankreich, um 1750.<br />

Holz, geschnitzt, vergoldet. Vier niedrige gebogte Beine<br />

in die leicht trapezförmige Sitzfläche übergehend, Zarge<br />

mit plastisch geschnitzten Blüten und Rocaillen. Offen<br />

gearbeitete Armlehnen in Knorpelwerk mit Polsterung,<br />

Rückenlehne passig, als Bekrönung mit plastisch geschnitzten<br />

Blüten und Lambrequinzier inmitten von<br />

Profilen. Neuerer Seidenbezug. (1220584) (13)


A PAIR OF LOUIS XV FAUTEUILS À CHASSIS<br />

103 x 77 x 55 cm.<br />

Stamped “TILLIARD” (Jean Baptiste Tilliard,<br />

1685-1766, Master since 1717).<br />

France, ca. 1750.<br />

Carved and gilt wood.<br />

€ 16.000 - € 18.000 INFO | BIETEN<br />

Sistrix


58<br />

EXZEPTIONELLER ROKOKO-SPIEGEL VON<br />

JOHANN MICHAEL HOPPENHAUPT IN ZUSAM-<br />

MENARBEIT MIT JOHANN MELCHIOR KAMBLY<br />

160 x 79 cm.<br />

Berlin/ Potsdam, um 1760.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert. Der außergewöhnliche<br />

vergoldete Spiegel geht in seiner Form auf eine Zeichnung<br />

von Johann Michael Hoppenhaupt zurück für den<br />

Konzertsal im Schloss Sanssouci. Schwerer, teils à jour<br />

gearbeiteter, vergoldeter und ziselierter Bronzeguss<br />

mit stark plastisch wiedergegebenen Rocaillen, welche<br />

teils übereinandergreifen. Spiegelglas teils von Rocaillen<br />

überspielt und mit Trellismuster überzogen. Das<br />

evtl. teils erneuerte und teils blinde Spiegelglas flankiert<br />

von Palmstäben.<br />

Der bedeutendste deutsche Bildschnitzer des Rokoko,<br />

der seine Arbeiten in Holz schuf, arbeitete mit dem besten<br />

Lieferanten für feuervergoldete Bronzebeschläge<br />

für seine herausragenden Möbel zusammen. 1752<br />

grün dete Johann Melchior Kambly in Potsdam eine<br />

Manufaktur für die Herstellung von vergoldeter Bronze<br />

und arbeitete nicht nur mit Hoppenhaupt, sondern<br />

auch mit den Gebrüdern Spindler in Berlin zusammen.<br />

Da der hier vorliegende Spiegel aus feuervegoldeter<br />

Bronze gefertigt ist, ist anzunehmen, dass ein in Holz<br />

geschnitzter Spiegel von Hoppenhaupt von Kambly<br />

abgeformt, in Bronze gegossen und anschließend in<br />

Glanz- und Mattgold feuervergoldet wurde.<br />

Anmerkung:<br />

Diese Vorzeichnung ist abgebildet in Heinrich Kreisel,<br />

Die Kunst des deutschen Möbels, Spätbarock und<br />

Rokoko, München 1970, Abb. 717. Johann Michael II<br />

Hoppenhaupt (1709-um 1755) ab 1740 in Berlin und<br />

Potsdam als Bildhauer und Dekorateur tätig, vor allem<br />

aber für Innendekorationen in Gebäuden Friedrichs<br />

des Großen. Gesichert sind aus seiner Hand Friedrichs<br />

Schreibzimmer im Berliner Schloss und die Arbeiten<br />

im Schloss Sanssouci sowie mehrere Zimmer im<br />

Schloss Zerbst.<br />

EXCEPTIONAL ROCOCO MIRROR FROM JOHANN<br />

MICHAEL HOPPENHAUPT IN COLLABORATION<br />

WITH JOHANN MELCHIOR KAMBLY<br />

160 x 79 cm.<br />

Berlin/ Potsdam ca. 1760.<br />

Bronze; cast and chased. The shape of this exceptional<br />

gilt mirror is based on a drawing by Johann Michael<br />

Hoppenhaupt for the concert hall in Sanssouci Palace.<br />

Heavy, gilt and chased bronze casting, partially in à jour<br />

technique with almost three-dimensional, overlapping<br />

rocaille décor, in places reaching over the mirror glass<br />

and covered in trellis pattern. The mirror glass possibly<br />

renewed in places and several cloudy areas.<br />

Notes:<br />

This preliminary sketch is illustrated in Heinrich Kreisel,<br />

Die Kunst des deutschen Möbels, Spätbarock und<br />

Rokoko, Munich 1970, ill. 717. Johann Michael II.<br />

Hoppenhaupt (1709-ca. 1755) was active in Berlin and<br />

Potsdam as sculptor and decorator since 1740, especially<br />

for the interior décor of buildings for Frederick<br />

the Great. Verified works by him are in the secretarial<br />

room of Frederick at the Berlin Palace, at Sanssouci<br />

Palace as well as several rooms at Zerbst Palace.<br />

Examples of comparison:<br />

A similar mirror also in gilt-bronze is held at the old<br />

collection in Ségoura.<br />

€ 80.000 - € 120.000<br />

Sistrix<br />

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Vergleiche:<br />

Ein vergleichbarer Spiegel, ebenfalls in vergoldeter<br />

Bronze, befindet sich in der alten Sammlung vom<br />

Kunstsammler Ségoura. (1251815) (13)<br />

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59<br />

AUSSERGEWÖHNLICH ELEGANTE<br />

KLEINE LOUIS XV-JARDINIÈRE<br />

Höhe: 16 cm.<br />

Länge: 24 cm.<br />

Tiefe: 16 cm.<br />

Frankreich, wohl Paris, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Rechteckiger kastenförmiger Aufbau in vergoldeter<br />

Bronze mit Porphyr. Die Seiten durch rote geschliffene<br />

Porphyrplatten gebildet, gerahmt und getragen von<br />

einem kräftigen Rahmenwerk mit Blatt- und Rocailleschweifungen,<br />

mit C-bogigen Füßen sowie dazwischenstehenden<br />

Blüten und Blättern. Der gestalterische Entwurf<br />

von hoher Qualität, etwa Jan Joseph Saint-Germain<br />

(1719-1791) zuschreibbar. Vergoldung in Matt- und Glanzgold,<br />

fein nachgearbeitet. Der grün gefärbte Blecheinsatz<br />

herausnehmbar. (1251901) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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60<br />

LOUIS XVI TAFELAUFSATZ<br />

Höhe: 24,2 cm.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Über dreistrahligem Porphyrstand mit gerundeten<br />

Zwickeln, der vergoldete Bronzekorpus, gegossen und<br />

ziseliert mit drei auf einer Basis stehenden Voluten,<br />

welche in weiblichen Hermenfiguren enden und einen<br />

Ring halten, der zu dem von Cherubinen dekoriert wird.<br />

Eingesetzte Porphyrschale mit ausgestellter Mündung<br />

und unten abschließendem Zapfenknauf. Bei den Bestandteilen<br />

handelt es sich eventuell um eine Mariage.<br />

(1251683) (3) (13)<br />

€ 2.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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95


61<br />

PAAR ZIERVASEN<br />

Höhe: 55 cm.<br />

Durchmesser: 44 cm.<br />

Italien, 20. Jahrhundert.<br />

Über gedrückten vergoldeten Kugelfüßen die quadratische<br />

Basis in Alabaster, mit Campagna-Vasen mit Zungenfries<br />

und Ormolu-Montierung um die Mündung.<br />

(1251666) (3) (13)<br />

€ 5.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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zum Größenvergleich<br />

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62<br />

PAAR SELTENE WANDSPIEGEL<br />

MIT RAHMUNGEN IN BOULLE-MARKETERIE<br />

Höhe: 78 cm.<br />

Breite: 58,5 cm.<br />

Um 1700.<br />

A PAIR OF RARE WALL MIRRORS<br />

WITH FRAMES IN BOULLE MARQUETRY<br />

Height: 78 cm.<br />

Width: 58.5 cm.<br />

Ca. 1700.<br />

Im Hochrechteck, die Rahmungen gewölbt, beidseitig<br />

eingefasst durch Messingprofile. Der Oberrand besetzt<br />

mit einer zusätzlichen gekehlten Sockelleiste,<br />

die seitlich schräg ausszieht. Nach unten ziehender<br />

Abschluss, mehrfach S-bogig geschweift. Insgesamt<br />

in bräunlich-rotem Schildpatt, die Boulle-Einlagen in<br />

Messing und Silber, durch Dekorkartuschen gegliedert,<br />

mit Blattbandwerk und Kreuzblumenmotiven.<br />

Der untere Auszug mittig dekoriert mit einem zackig<br />

geschweiften Feld, darin eine gehörnte bärtige Maske.<br />

Bis auf wenige Ausbesserungen tadellos erhalten.<br />

Einer der Spiegeleinsätze alt und getrübt, der zweite<br />

etwas jünger. (1251811) (11)<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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97


63<br />

PAAR GERAHMTE BILDNISRELIEFS DES<br />

BAROCK, WOHL LUDWIG XIV<br />

Höhe: 81 cm.<br />

Breite: 60 cm.<br />

Frankreich, um 1700 (Büsten später).<br />

Als Gegenstücke gearbeitet: Büste einer nach rechts<br />

gerichteten Dame, sowie der nach links gewandte<br />

Kopf eines Herren mit Allongeperücke. Ausgeführt jeweils<br />

in steingrauer Stucco-Modelliermasse, aufgelegt<br />

auf marmorroter Unterlage, jeweils in kräftigen vergoldeten<br />

gekehlten und mit barockem Blattwerk dekoriertem<br />

Rahmen, oben halbrund geschlossen mit kräftiger<br />

Blattzier. Eine gewisse Ähnlichkeit der Herrendarstellung<br />

mit Ludwig XIV von Frankreich lässt sich erkennen, wonach<br />

die beiden Hochreliefs Darstellungen des Königspaars<br />

wären. (1250601) (1) (11)<br />

A PAIR OF FRAMED BAROQUE RELIEFS,<br />

PROBABLY LUDWIG XIV<br />

Height: 81 cm.<br />

Width: 60 cm.<br />

France, ca. 1700 (Busts later).<br />

€ 10.000 - € 14.000<br />

Sistrix<br />

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101


BEDEUTENDE, PRACHTVOLLE<br />

SCHATULLE AUS DEM HAUSE<br />

JAMES DE ROTHSCHILD<br />

64<br />

JEAN MARIE PIE CLARET,<br />

GEB. 1805<br />

BEDEUTENDE, PRACHTVOLLE SCHATULLE AUS<br />

DEM HAUSE JAMES DE ROTHSCHILD,<br />

EIN GESCHENK ZUR GEBURT FÜR ALFRED<br />

CHARLES DE ROTHSCHILD, 1842 PARIS<br />

Höhe: 51 cm.<br />

Länge: 62 cm.<br />

Tiefe: 50 cm.<br />

Die Schlossabdeckung trägt die Bezeichnung des Herstellers<br />

und Entwerfers „PARIS 1842 / J. N. CLARET<br />

- ARCH. / INVt & DELINEAVIT“.<br />

Elfenbein, vergoldete Bronze und Lapislazuli. Das<br />

prächtige, erstrangig gestaltete Meisterstück des<br />

Kunsthandwerks zählt zum Besten, was im 19. Jahrhundert<br />

in Frankreich hervorgebracht wurde. Bereits<br />

der Entwurf zeigt höchste künstlerische Raffinesse,<br />

indem der Schatullenkasten über seinem durchbrochen<br />

gearbeiteten Fußbereich wie schwebend erscheint.<br />

War es das Bedürfnis des Historismus, den Stil des<br />

jeweiligen Vorbildes noch zu überhöhen und zu vervollkommnen,<br />

so wird dies bei dieser Schatulle gänzlich<br />

erkennbar. Die Wahl der Materialien beschränkt sich<br />

auf Elfenbein, vergoldete Bronze und Lapislazuli, demgemäß<br />

auf die Farben Weiß, Gold und Blau. Die Dekoration<br />

zeigt höchste Eleganz und trotz der Größe des<br />

Kastens eine erstaunliche Leichtigkeit.<br />

Die längsrechteckige Schatulle wird von einer kehligen<br />

Einziehung unterfangen, die auf dem floralen goldenen<br />

Unterbau aufliegt, mit Volutenfüßen, Blättern<br />

und verschlungenen Zweigen. Die Ecken sind abgeschrägt<br />

und jeweils doppelt mit kleinen vorgestellten<br />

Lapislazulisäulen besetzt, die die ebenfalls blauen<br />

Eckfelder flankieren. Längs- und Seitenwandungen je<br />

mittig konvex leicht vorschwingend und von goldenen<br />

Perlstableisten umzogen. Ein kräftiges Deckelrandprofil<br />

umläuft stark vortretend. An den Schmalseiten<br />

plastische weibliche Maskenköpfe mit Blätterkränzen<br />

und Trageringen. Der Deckel selbst schwingt zunächst<br />

flachkehlig an, um sich dann zur Mitte hin kräftig zu erheben.<br />

Diese Aufwärtsbewegung wird begleitet und<br />

betont durch je vier von den Seiten hochschwingende,<br />

florale, zweigförmige Spangen, die hinauf zu einer<br />

achtseitigen Erhebung in Elfenbein und Gold und einer<br />

Bekrönung führen. Hier ruht die Freiherrnkrone mit<br />

Elfenbeinkugeln. Der Aufsatz und die Deckelecken sind<br />

zudem mit vergoldetem Blattwerk besetzt, dazwischen<br />

eine goldblattgerahmte, silberne Kartusche mit aufgelegtem<br />

ligiertem Monogramm „AC“ (für Alfred Charles<br />

de Rothschild). Höchst raffiniert ist der Verschlussmechanismus:<br />

ein kleiner Blattknoten im Zentrum der<br />

Frontmittelrosette lässt sich vorziehen, wodurch die<br />

Entriegelung ausgelöst wird.<br />

Die Schlossabdeckung, in Form einer rechteckigen<br />

Messingeinlage, trägt die Bezeichnung des Herstellers<br />

und Entwerfers „PARIS 1842 / J. N. CLARET -<br />

ARCH. / INVt & DELINEAVIT“. Inneres mit Taftseide<br />

ausgekleidet.<br />

Claret war Architekt und Dekorateur der Rothschilds.<br />

Neben Projekten für das Chateau de Pegny war er u.a.<br />

auch für das Palais des James de Rothschild in der<br />

Rue Lafitte tätig. A.R.<br />

Monogramm „AC“ für Alfred Charles de Rothschild<br />

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Anmerkung:<br />

Bei der Schatulle handelt es sich ganz offensichtlich<br />

um ein Geschenk anlässlich der Geburt des Alfred<br />

Charles de Rothschild (20. Juli 1842-1918). Sein Monogramm,<br />

wie oben beschrieben, findet sich auf der Deckelkartusche<br />

unter der Freiherrnkrone. Alfred Charles<br />

war Sohn des Lionel (1808-1879) und der Charlotte<br />

de Rothschild (1819-1884). Er war das vierte von fünf<br />

Kindern und wurde, wie die meisten der Familienmitglieder,<br />

in der Finanzpolitik tätig. Daneben wird seine<br />

Großzügigkeit und Armenspenden-Freigiebigkeit<br />

überliefert.<br />

Die kunsthandwerkliche Qualität der Schatulle geht<br />

einher mit der vielfältigen und höchst anspruchsvollen<br />

Ausstattung der Rothschild-Palais, aus dem die Schatulle<br />

stammt, nämlich dem Hótel de la Rue Lafitte des<br />

James de Rothschild (1792-1868). Für dieses und weitere<br />

Palais wurden die bedeutendsten Archikteten von<br />

Paris, wie Dupenchel gerufen. Kunstwerke und Gemälde<br />

höchsten Ranges bildeten auch die <strong>Einrichtung</strong>. So<br />

berichtete der Pariser Figaro 1888, zwei Jahre nach<br />

dem Tode von Betty Rothschild, dass das Palais ein<br />

Familien-Museum war, das sich ganz der Fortsetzung<br />

der französischen Kunsttradition gewidmet hat. Das<br />

Gebäude wurde 1867 abgerissen.<br />

Jean Claret, der Schöpfer des Werkes, stand in enger<br />

Beziehung zu dem Dichter und Literaten Honoré de<br />

Balzac.<br />

Literatur<br />

Pauline Prevost-Marcilhacy, Romantic Paris, 1815-<br />

1848: L´Hotel James de Rothschild, a Paris, un lieu<br />

Emblematique, S. 405-407. Katalog Nr. 577, Ganzseitige<br />

Abb. S. 407.<br />

Anka Muhlstein, James de Rothschild, Paris, Gallimard,<br />

1981.<br />

Pauline Prevost-Marcilhacy, Les Rothschild battisseurs<br />

et mécènes, Flammarion, Paris 1995.<br />

Duchesse de Dino, Chronique de 1831-1862, Paris,<br />

Plun-Nourrit et Cie. 1909-1910, T. II, S. 26.<br />

Ausstellung:<br />

Paris romantique, 1815-1848, Musée de la vie romantique<br />

- Petit Palais; Musée Des Beaux-Arts De La Ville<br />

De Paris, Paris 22.05.2019-15.09.2019.<br />

(1250944) (11)<br />

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JEAN MARIE PIE CLARET,<br />

BORN 1805<br />

IMPORTANT, MAGNIFICENT BOX FROM THE ES-<br />

TATE OF JAMES DE ROTHSCHILD, A GIFT FOR THE<br />

BIRTH OF ALFRED CHARLES DE ROTHSCHILD,<br />

1842 PARIS<br />

Height: 51 cm.<br />

Length: 62 cm.<br />

Depth: 50 cm.<br />

The escutcheon is inscribed with the name of the<br />

manufacturer and designer “PARIS 1842 / J. N. CLAR-<br />

ET - ARCH. / INVt & DELINEAVIT”.<br />

Ivory, gilt bronze and lapis lazuli. The magnificent,<br />

high-quality artisan masterpiece is one of the best<br />

examples of 19th century France. The design already<br />

shows highest artistic refinement with the box appearing<br />

to float over the open-work base. The top part<br />

and the corners of the lid are set with gilt scrollwork,<br />

interspersed with a silver cartouche with applied monogram<br />

“AC” in ligature with a gilt scrollwork surround<br />

(for Alfred Charles de Rothschild). The lock mechanism<br />

is highly refined: a small leaf node at the centre of the<br />

central rosette can be pulled out, which triggers the<br />

unlocking mechanism. The escutcheon in the shape of<br />

a rectangular brass inlay is inscribed with the name of<br />

the manufacturer and designer: “PARIS 1842 / J. N.<br />

CLARET - ARCH. / INVt & DELINEAVIT”. Claret was an<br />

architect and decorator of the Rothschild family. Apart<br />

from projects at the Château de Pegny he was also<br />

active at the Palais des James de Rothschild at the<br />

Rue Lafitte.<br />

Notes:<br />

The box is obviously a gift for the birth of Alfred Charles<br />

de Rothschild (20 July 1842-1918). His monogram can<br />

be found, as described above, on the cartouche of the<br />

lid surmounted by a baron´s crown. Alfred Charles was<br />

the son of Lionel (1808-1879) and of Charlotte de Rothschild<br />

(1819-1884). He was the fourth of the five children<br />

and, as most of the family members, became involved<br />

in financial policy. He is also well known for his<br />

generosity and for his support of the poor. The artisan<br />

quality of the box goes hand in hand with the diverse<br />

and highly sophisticated furnishing of the Rothschild<br />

Palais, from where the box originates, namely the Hôtel<br />

de la Rue Lafitte des James de Rothschild (1792-<br />

1868).<br />

Literature:<br />

P. Prevost-Marcilhacy, Romantic Paris, 1815-1848:<br />

L'Hôtel James de Rothschild, a Paris, un lieu emblématique,<br />

pp. 405-407, cat. no. 577, full page ill. p. 407.<br />

A. Muhlstein, James de Rothschild, Paris, Gallimard,<br />

1981.<br />

P. Prevost-Marcilhacy, Les Rothschild bâttisseurs et<br />

mécènes, Flammarion, Paris 1995.<br />

Duchesse de Dino, Chronique de 1831-1862, Paris,<br />

Plon-Nourrit et Cie. 1909-1910, plate II, p. 26.<br />

Exhibitions:<br />

Paris Romantique 1815-1848, Musée de la vie romantique<br />

- Petit Palais; Musée Des Beaux-Arts De La Ville<br />

De Paris, Paris, France, 22.02.2019-15.09.2019.<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 110.000 - € 150.000<br />

Sistrix<br />

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65<br />

PAAR LOUIS XV-BERGÈREN<br />

Höhe: 98 cm.<br />

Breite: 71 cm.<br />

Tiefe: 80 cm.<br />

Paris, um 1755/ 60.<br />

Holz, geschnitzt, vergoldet. Über vier Rollwerkfüßen<br />

mit Akanthusblattschnitzerei die niedrigen gebogten<br />

Knie mit Blattwerkrelief, in die aus C-Schwüngen gebildete<br />

Zarge mit Blütenschnitzerei übergehend. Geschlossene<br />

Armlehnen mit Blüten und Kanneluren<br />

sowie gebogte Rückenlehne mit antikisierendem<br />

Ornamentband und plastisch ausgestalteten Blüten<br />

und Blättern sowie Muschelwerkschnitzerei. Sekundäre<br />

beige Polsterung.<br />

A PAIR OF LOUIS XV BERGÈRES<br />

Height: 98 cm.<br />

Width: 71 cm.<br />

Depth: 80 cm.<br />

Paris, ca. 1755/ 60.<br />

Wood, carved, gilt.<br />

Notes:<br />

The piece of furniture can be attributed to Jean-Baptiste<br />

Tilliard the Younger (1723-1797), master since<br />

1752.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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Anmerkung:<br />

Das Möbel kann zugeschrieben werden an Jean-Baptiste<br />

Tilliard d.J. (1723-1797), Meister ab 1752.<br />

(1250681) (1) (13)<br />

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109


Detailabbildung<br />

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66<br />

ELEGANTES LOUIS XV-HANDARBEITSTISCHCHEN<br />

Höhe: 83,2 cm.<br />

Durchmesser der obigen Schale: 26 cm.<br />

Frankreich, 1765 – 1770.<br />

In verschiedenen Edelhölzern furnierter Holzkorpus<br />

mit drei Mäanderfüßen, welche in die geraden gekanteten,<br />

nach unten leicht geschwungenen Beine übergehen.<br />

Diese durch zwei Rundtableaus verbunden,<br />

welche von gegossenen und ziselierten vegetabilen<br />

Galerieumrandungen gesichert werden und durch<br />

vegetabile, teils gefärbte Intarsien verziert sind. Der<br />

eigentliche Korpus nach oben hin durch eine vergoldete<br />

Bronzeschale an Scharnier zu öffnen und innen<br />

mit Textil ausgekleidet. Die Außenwandung dreifach in<br />

quadratischen Kartuschen mit geschwungenen Ecken<br />

dekoriert und jeweils durch Voluten mit Aktanthusblatt-Ormolu-Bronzen<br />

flankiert. Die Kartuschen gefüllt<br />

mit intarsierten vegetabilen Formen, welche ehemals<br />

eventuell gefärbt und brandschattiert waren. Die Deckplatte<br />

mit einer nach oben hin gebogten Ormolu-Fahne<br />

und zentraler, durch Rosenblüten staffierter Porzellanschale<br />

dekoriert. Alters- und Gebrauchssp.<br />

ELEGANT LOUIS XV NEEDLEWORK TABLE<br />

Height: 83.2 cm.<br />

Diameter of top bowls: 26 cm.<br />

France, 1765 – 1770.<br />

The tabletops are decorated with an ormolu flag bent<br />

to the top and a central porcelain bowl decorated with<br />

rose petals. Signs of ageing and wear.<br />

Literature:<br />

Compare The Wallace Collection - Catalogue of Furniture<br />

II, full-page comparative ill. on pp. 1071 and 1077.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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Literatur:<br />

Vgl. The Wallace Collection - Catalogue of Furniture II,<br />

ganzseitige Vergleichsabbildung auf S. 1071 und S.<br />

1077. Einmal mit drei Sevresporzellantableaus, statt<br />

der unteren beiden Etagen mit Intarsien, einmal vertiefte<br />

Deckplatte mit zwei Brennstellen. Formal jedoch<br />

im gleichen Aufbau wie das vorliegende Tischchen.<br />

(1230392) (13)<br />

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111


67<br />

FIGÜRLICHER LEUCHTER<br />

Höhe: 148 cm.<br />

Venedig, 20. Jahrhundert.<br />

Messing, Bronze, gegossen und patiniert. Über kreuzförmiger<br />

Plinthe ein auf naturalistischem Boden dargestellter,<br />

vollrund gegossener und ziselierter Knabe in<br />

orientalisierender Kleidung mit reichem vegetabilen<br />

Blütenbrokat und federbesetztem Turban. In seiner<br />

rechten Hand ein überlanges Zepter mit Blütenbesatz<br />

tragend, welches als Basis für eine Lampe gedient<br />

haben mag. Ehemals elektrifiziert. (1240571) (3) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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68<br />

RÉGENCE-KOMMODE<br />

Höhe: 86 cm.<br />

Breite: 163 cm.<br />

Tiefe: 70 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Trapezförmiger Korpus mit zwei kurzen Füßchen, vorne<br />

in durchbrochen gearbeiteten, ziselierten und vergoldeten<br />

Bronzesabots stehend. Der zweischübige Korpus<br />

sans travers mit zwei darüberliegenden Schüben.<br />

Jeweils mit eleganten, aus gedrehtem Blattwerk gebildeten<br />

ziselierten Bronzegriffen und eleganten Schlüsselschildern,<br />

welche in den unteren beiden Kompartiments<br />

mittig liegen und zwischen den Griffen blind<br />

sind, in dem oberen Segment in der Mitte blind und<br />

zwischen den Griffen als Schlüssellöcher fungieren.<br />

Die Marketerie in Kreuzband, kontrastierend gelegt, in<br />

verschiedenen Edelhölzern. Die Deckplatte in rot-weiß<br />

geädertem Marmor, den Zügen des Möbels folgend.<br />

Rest., Marmorplatte mit kleineren Chips.<br />

(1250821) (13)<br />

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RÉGENCE COMMODE<br />

Height: 86 cm.<br />

Width: 163 cm.<br />

Depth: 70 cm.<br />

France, 18th century.<br />

Trapeze-shaped body with two short legs, at the front<br />

on open-work chased and gilt bronze sabots. Restored,<br />

marble top with minor chips.<br />

€ 16.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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113


69<br />

GÉRARD DAGLY,<br />

1660 SPA - UM 1715 BERLIN, ZUG.<br />

PAAR LACKTRUHEN MIT CHINOISERIEN<br />

Berlin, Anfang 18. Jahrhundert.<br />

Höhe: 64,5 cm.<br />

Breite: 83 cm.<br />

Tiefe: 45,5 cm.<br />

Holzkorpus lackiert und mit ziselierten Eisenbeschlägen<br />

verziert. Auf gestelzten Balusterbeinen der kastenförmige<br />

Korpus mit gegossenen Handhaben an den Kurzseiten.<br />

Scharnierstülprunddeckel mit Eisenbeschlägen<br />

in japanischer Art. Allseitiger weißgrundiger Lackdekor<br />

mit Goldlackdarstellung chinoiser Landschaften mit Architektur,<br />

zarten Bäumen und Figurenstaffage. Besch.<br />

Vergleiche:<br />

Ein Spinett von Michael Mietke, welches von Gérard<br />

Dagly mit weißgrundigen Chinoiserien dekoriert wurde,<br />

befindet sich in Berlin im Schloss Charlottenburg.<br />

Ein weiteres weißgrundiges Chinoiserie Lackpaneel<br />

gehört der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten.<br />

Auch ein Tisch mit solchem Dekor befand sich im<br />

Schloss Sanssouci bzw. im Chinesischen Teehaus in<br />

Potsdam. (12518146) (13)<br />

GÉRARD DAGLY,<br />

1660 SPA – CA. 1715 BERLIN, ATTRIBUTED<br />

A PAIR OF CHINOISERIE LACQUER BOXES<br />

Berlin, beginning of the 18th century.<br />

Height: 64.5 cm.<br />

Width: 83 cm.<br />

Depth: 45.5 cm.<br />

Comparative examples:<br />

A spinet by Michael Mietke decorated by Gérard<br />

Dagly with chinoiseries on white background, is<br />

held at Charlottenburg Palace in Berlin. Another<br />

chinoiserie lacquer panel on white background is<br />

held by the Stiftung Preußische Schlösser und<br />

Gärten. A table with the same décor was also held<br />

at Sanssouci Palace respectively the Chinese House<br />

in Potsdam.<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildung<br />

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115


70<br />

FONTAINE À PARFUM<br />

Höhe: 39 cm.<br />

Frankreich, wohl noch Ende 18. Jahrhundert.<br />

Porzellan, gegossen, gemodelt und über gemodeltem<br />

Dekor türkis glasiert. In ziselierter und vergoldeter<br />

Bronzemontierung. Über vier naturalistisch gebildeten<br />

Löwentatzenfüßen das leicht emporschwingende Tableau<br />

mit Ormolu-Lambrequindekor. Aufmontiert zwei<br />

gegenläufige Shishi-Löwen, deren eine Pfote auf einer<br />

Achatkugel liegt, eine Bare mit vollplastisch ausgestaltetem<br />

gefältetem Lambrequin tragend. Auf diesem<br />

stehend eine Meijping-Vase mit vergoldeter Tülle als<br />

Blüte über einem separat stehenden gefußten, ebenfalls<br />

türkis glasierten Becken. Vasenöffnung mit Ormolu-Stöpsel<br />

in Flammenform. Minimaler Chip.<br />

Anmerkung:<br />

Ein ähnliches Modell befindet sich in der Sammlung<br />

Marie-Antoinette im Musee du Louvre in Paris und<br />

ist abgebildet in: D. Alcouffe, A. Dion-Tenenbaum<br />

und G. Mabille, Les bronzes d'ameublement du<br />

Louvre, Dijon 2004, S. 253, 254 und 255.<br />

(1250581) (1) (13)<br />

FONTAIN À PARFUM<br />

Height: 39 cm.<br />

France, probably late 18th century.<br />

Porcelain; cast, modelled over modelled décor, turquoise<br />

glaze. In chased and gilt bronze mounting.<br />

Notes:<br />

A similar model is held in the Collection Marie-Antoinette<br />

at the Musée du Louvre in Paris and illustrated<br />

in: D. Alcouffe, A. Dion-Tenenbaum and G. Mabille,<br />

Les bronzes d'ameublement du Louvre, Dijon 2004,<br />

pp. 253, 254 and 255.<br />

€ 10.000 - € 12.000 INFO | BIETEN<br />

Sistrix


71<br />

VENEZIANISCHE TÄNZERIN<br />

Skulptur Höhe: 85 cm.<br />

Gesamtmaß mit Sockel: 165 cm.<br />

Venedig, 19. Jahrhundert.<br />

Auf hoher runder Säule mit drei breiten Tatzenfüßen<br />

stehend, auf einem flachen quadratischen goldfarbenen<br />

Kissen mit Blumenmalerei, mit nackten Füßen<br />

eine Frau in prachtvollem goldenen Kleid mit reicher<br />

bunter Blumenverzierung, das um die Hüfte gegürtet<br />

ist und seitlich in einer Schleife endet; ihre linke Brust<br />

ist dabei unbedeckt. Auf dem Kopf einen Turban, zudem<br />

um Hals, Arme und um das rechte Bein goldenen<br />

Schmuck. Sie hat den rechten Arm ausgestreckt und<br />

den linken Arm hinter ihrem Kopf zum Tanz leicht abgewinkelt<br />

erhoben. Prachtvolle Darstellung, teils vergoldet.<br />

Rest., insbesondere der linke Arm, teils Farbabrieb<br />

und kleine Absplitterungen. (1250871) (18)<br />

€ 5.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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117


72<br />

BAROCK-FAUTEUIL<br />

Lehnhöhe: 104 cm.<br />

Sitzhöhe: 40 cm.<br />

Frankreich, um 1730.<br />

Nussholz, geschnitzt. Leicht geschweifte niedrige Beine<br />

mit bewegter Rocaille beschnitzter Zarge mit Blütenzier.<br />

Trapezförmige Sitzfläche mit offen gestalteten<br />

Armlehnen, diese, wie auch die passige Rückenlehne,<br />

mit gelbem Seidenbezug durch Tapeziernägel gepolstert.<br />

Der Bezug mit Chinoiserie-Dekoration inmitten<br />

von ornamentalen Kartuschen. Altwurmstichig.<br />

(1251411) (1) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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Lot 73<br />

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73<br />

BAROCKER KONSOLTISCH<br />

Höhe: 79 cm.<br />

Breite: 150,5 cm.<br />

Tiefe: 85 cm.<br />

Süddeutschland, 18. Jahrhundert oder später.<br />

Über Volutenfüßen, in Weichholz gearbeiteter und<br />

vergoldeter sowie geschnitzter Korpus mit vier geschweiften<br />

gekanteten Beinen. Diese in die mit Trellismuster<br />

grundierte Zarge übergehend, mit gegenläufigen,<br />

in C- Schwüngen geschnitzten Akan thus blättern<br />

und Flügeln. Den Zügen des Möbels folgende, grauweiß<br />

geäderte Marmordeckplatte mit seitlichen Profilen.<br />

Minimal besch. (1251415) (1) (13)<br />

€ 4.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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74<br />

PAAR BAROCK-FAUTEUILS<br />

Lehnenhöhe: 128 cm.<br />

Sitzhöhe: 50 cm.<br />

18. Jahrhundert.<br />

Thronartig großformatiger Aufbau des in Weichholz<br />

gearbeiteten Sitzmöbels, geschnitzt und vergoldet.<br />

Volutenfüße in die rocaillebesetzten Beine und Zarge<br />

übergehend. Leicht trapetzförmige Sitzfläche mit offen<br />

gestalteten Volutenarmlehnen mit teilkannelierter<br />

Oberfläche. Passige Rückenlehne mit Lorbeerblattfestons<br />

umrandet und von einer zentralen Rocaillekartusche<br />

mit Blütenschnitzerei bekrönt. Sekundärer floraler<br />

pinker Seidenbezug. Minimal besch., rest.<br />

(1251412) (1) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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119


HOCHBEDEUTENDES<br />

LOUIS XVI-BUREAU PLAT<br />

dem Ebenisten Guillaume Beneman zugeschrieben<br />

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75<br />

GROSSES BUREAU PLAT,<br />

GUILLAUME BENEMAN (GEST. 1811), ZUG.<br />

Höhe: 88 cm.<br />

Breite: 190 cm.<br />

Tiefe: 77 cm.<br />

Paris, 18. Jahrhundert.<br />

In zylindrischen vergoldeten Bronzesabots mit Perlbanddekor<br />

die kegelförmigen, nach oben auslaufenden<br />

Beine mit blockhaften Kapitellen, mit gegossenen und<br />

ziselierten Tuchfestons, übers Eck gelegt. Die gerade<br />

Zarge mit drei Schüben, die Schübe und Seiten mit<br />

schwarzem Japanlack, Goldlackmalerei auf schwarzem<br />

Fond, Vögel inmitten von Landschaften darstellend<br />

mit Architekturstaffage. Die Schlüsselschilder als gekreuzte<br />

Fackel- und Pfeilköcher dargestellt. Leicht überkragende,<br />

den Zügen des Möbels folgende Deckplatte<br />

mit umlaufendem feuervergoldeten gestuften Bronzedekor<br />

und zentral eingelegter, goldpunzierter brauner<br />

Lederschreibplatte, inmitten von Schwarzlackfond. Der<br />

Korpus in Eiche gearbeitet. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

Guillaume Beneman war einer der bekanntesten Pariser<br />

Ebenisten der Zeit, lernte in Deutschland und kam<br />

geschult nach Paris, wo er sich in der Rue du Faubourg<br />

Saint-Antoine niederließ und 1785 Meister wurde.<br />

Seine beliebten Möbel finden sich u.a. im Paul Getty<br />

Museum (Kommode um 1785), ein Bureau plat aus<br />

seiner Hand befindet sich in der Waddesdon Manor<br />

Collection, aber auch in der Wrightsman Collection im<br />

Metropolitan Museum of Arts in New York (Sekretär).<br />

(1250682) (1) (13)<br />

LARGE BUREAU PLAT<br />

GUILLAUME BENEMAN (DIED 1811), ATTRIBUTED<br />

Height: 88 cm.<br />

Width: 190 cm.<br />

Depth: 77 cm.<br />

Paris, 18th century.<br />

In cylindrical gilt bronze sabots with bead and reel décor,<br />

the cone-shaped legs with block-shaped capitals<br />

with cast and chased cloth festoons draped across<br />

dthe corners. The straight apron with three drawers,<br />

the drawers and sides decorated in black Japanese<br />

lacquer, gold lacquer paint on black background, birds<br />

among landscapes with architectural staffage. The escutcheons<br />

are designed as crossed torches and quivers.<br />

The slightly projecting top follows the table's outline<br />

with revolving fire-gilt and graduated bronze décor<br />

and central inlaid brown leather panel with gilt embossing<br />

amidst black lacquer background. Structure in<br />

oak. With one key.<br />

Guillaume Beneman was one of the most famous<br />

cabinet makers of Paris at the time. He was apprenticed<br />

in Germany and came to Paris, where he settled<br />

at the Rue du Faubourg Saint-Antoine and became a<br />

master in 1785. His popular pieces of furniture can be<br />

found, among others at the Paul Getty Museum (commode<br />

ca. 1785), a bureau plat at the Waddesdon Manor<br />

Collection, but also at the Wrightsman Collection at<br />

the Metropolitan Museum of Arts in New York (secretary).<br />

€ 100.000 - € 120.000<br />

Sistrix<br />

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121


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123


76<br />

EXZEPTIONELLE LOUIS XVI-KONSOLE<br />

Höhe: 86 cm.<br />

Breite: 146 cm.<br />

Tiefe: 68 cm.<br />

Paris, Ende 18. Jahrhundert.<br />

Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Vier trapezförmig<br />

angeordnete Füße mit einem geschweiften Steg und<br />

zentraler Mittelvase, darüber die durchbrochen gearbeitete<br />

Zarge mit gezogenem Ochsenaugenrelief und<br />

darunterliegendem symmetrischen Lorbeerblattfeston,<br />

welches sich mittig als klassizistische Schleife<br />

formiert. Über den Füßen blockhafte Würfelkapitelle<br />

mit vegetabiler Füllung in Schnitzerei. Den Zügen des<br />

Möbels folgende Brèche violet-Marmorplatte mit profilierter<br />

Umrandung. Minimal rest. (1250822) (13)<br />

EXCEPTIONAL LOUIS XVI CONSOLE<br />

Height: 86 cm.<br />

Width: 146 cm.<br />

Depth: 68 cm.<br />

Paris, end of the 18th century.<br />

Softwood; carved and gilt. With minimal restoration.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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77<br />

PAAR LOUIS XVI-PORPHYRZIERVASEN<br />

Höhe: 46,5 cm.<br />

Frankreich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Hoher, in vergoldeter und ziselierter Bronze gearbeiteter<br />

Sockel als gefußter Kubus mit akanthusgefüllten<br />

Blütenblöcken und umlaufendem Perlbanddekor. Schauseitiges<br />

lorbeerblattumranktes Maskaron und darüberstehende<br />

gesockelte ovoide Vase in ägyptischem<br />

Marmor mit seitlichen gegossenen und vergoldeten<br />

Maskarons. Die Vasen gefüllt mit vollplastischer, teils<br />

geblänkter Traubenzier. (1250594) (1) (13)<br />

A PAIR OF DECORATIVE LOUIS XVI<br />

PORPHYRY VASES<br />

Height: 46.5 cm.<br />

France, 18th/ 19th century.<br />

Tall gilt and chased bronze base.<br />

€ 18.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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78<br />

PAAR HÖCHST QUALITÄTVOLLE<br />

KERZENSTÄNDER DES FRÜHKLASSIZISMUS<br />

Höhe: je 33 cm.<br />

Paris, Frankreich, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Bronze, feuervergoldet. Der weite Rundfuß mit kräftigem<br />

Perlstab umzogen, darüber Akanthushängeblätter<br />

als Sockel, der einen dreiseitigen Hermenschaft trägt,<br />

mit weiblichen Köpfen sowie Pansmasken über separat<br />

gegossenen und altmontierten Früchtefestons. Über<br />

den Häuptern ein kannelierter Sockel, der eine godronierte<br />

Dreifußvase mit Tragespangen trägt, mit vollplastischen<br />

Löwenköpfen. Die Tropfschale mit feinem<br />

Perlstab, darunter Zungenblattfries. Insgesamt in tadelloser<br />

Erhaltung, nach hochrangigem Entwurf, fein gestaltet<br />

und in Kaltarbeit nachziseliert. (1251819) (11)<br />

A PAIR OF HIGH QUALITY CANDLESTICKS OF<br />

EARLY CLASSICISM<br />

Height: 33 cm each.<br />

Paris, France, second half of the 18th century.<br />

€ 18.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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79<br />

PAAR ELEGANTE DEKORATIVE ZIERVASEN<br />

Gesamthöhe: 43 cm.<br />

Maximale Breite: 30 cm.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

In grün-weiß gesprenkeltem Marmor mit vergoldeten<br />

Bronzen. Querovalziehende Gefäßformen der Ziervasen<br />

(Deckel nicht zu öffnen) auf eingezogenem Fuß, über<br />

vergoldetem Fußsockel und jeweils einem großen,<br />

ebenfalls im entsprechenden Stein gearbeiteten rechteckigen,<br />

eckeingemuldeten schweren Standsockel<br />

mit je acht bocksbeinigen Füßen. Die feuervergoldete<br />

Dekoration zeigt kräftige Weinblattfestons mit Trauben<br />

sowie Bacchantenknäblein mit Bocksfüßen an den<br />

Schmalseiten. Somit gilt die Thematik dem Weinkult<br />

des Bacchus. Elegante feine Ausarbeitung nach hochrangigem<br />

Entwurf. (1251817) (11)<br />

A PAIR OF ELEGANT DECORATIVE VASES<br />

Total height: 43 cm.<br />

Maximum width: 30 cm.<br />

France, second half of the 18th century.<br />

In green-white speckled marble with gilt bronze.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildung Bacchantenknäblein<br />

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80<br />

PAAR FIGÜRLICHE TORCHÈREN<br />

Höhe inkl. Sockel: 210 cm.<br />

Höhe ohne Sockel: 60 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Über oktogonalem Sockel mit ebonisierter Oberfläche,<br />

Porphyr mit Dekoration in Scagliola mit geschnitzten<br />

reliefierten Blütenblattfestons. Die stehenden Figuren<br />

mit spärlicher Bekleidung, in einer Hand jeweils ein<br />

Kind mit Füllhorn tragend, welches in einer planen<br />

Oberfläche endet, in der anderen eine Tazza mit Zungenfries<br />

haltened. Die Kleidung mit exotischen Schriftzeichen,<br />

Ornamenten und Blütenmalerei dekoriert.<br />

Be krönung der Figur mit einem Turban bzw. mit einer<br />

Federkrone. Rest., besch. (1251821) (1) (13)<br />

A PAIR OF FIGURAL TORCHÈRES<br />

Height incl. base: 210 cm.<br />

Height excl. base: 60 cm.<br />

Italy, 19th century.<br />

Restored, damaged.<br />

€ 25.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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81<br />

TISCH AUS DER NACHFOLGE DAVID ROENTGENS,<br />

1743 – 1807<br />

Höhe: 75 cm.<br />

Breite: 56 cm.<br />

Tiefe: 37,5 cm.<br />

Deutschland, Mitte 19. Jahrhundert.<br />

Tujamaser auf Nussbaum furniert. Auf vier Metallrollen<br />

stehende, konisch auslaufende gekantete Beine<br />

mit geriffeltem eingelegten Messingedekor. Einschübiger<br />

Korpus mit Flankierungen von Triglyphenkapitellen<br />

und gegossenen Perlstabdekorationen mit Schlüsselschild<br />

als Raute. Durchbrochen gearbeitete Galerie,<br />

zu drei Seiten in vergoldeter Bronze. Komplett zerlegbares<br />

Möbel mit abschraubbaren Beinen mit Gewinden<br />

aus Eisen. Platte und Tablett sind abnehmbar. Ein<br />

Schlüssel vorhanden.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Hans Huth, Abraham und David Roentgen und<br />

ihre Neuwieder Moebelwerkstatt, Berlin 1928, S. 53,<br />

Abb. oben rechts.<br />

Vgl. Achim Stiegel, Präzision und Hingabe: Möbelkunst<br />

von Abraham und David Roentgen, Kunstgewerbemuseum<br />

Berlin 2007, S. 106-109.<br />

Vgl. Judith Miller, Furniture: World Styles from Classical<br />

to Contemporary, 2005, S. 143. (1250061) (13)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildungen Mikromosaikeinlagen<br />

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82<br />

PIETRA DURA-KAMIN MIT<br />

MIKROMOSAIKEINLAGEN<br />

Höhe: 113 cm.<br />

Breite: 135,5 cm.<br />

Tiefe: 39,5 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Die Seitenwangen mit Dreiviertelpilastern, die Kanneluren<br />

ausgearbeitet in Porphyr, der Kaminkorpus in<br />

grau-weiß geädertem Marmor. Über den kannelierten<br />

Seitensäulen korinthische Kapitelle, die Zarge mit breitem<br />

Porphyrband und drei eingelegten liegenden Ovalkartuschen<br />

mit feinen Mikromosaiken, den Petersdom,<br />

das Forum Romanum und das Pantheon darstellend.<br />

Überkragende Deckplatte mit Porphyrprofil.<br />

(12508422) (2) (13)<br />

PIETRA DURA FIREPLACE SURROUND WITH<br />

MICROMOSAIC INLAYS<br />

Height: 113 cm.<br />

Width: 135.5 cm.<br />

Depth: 39.5 cm.<br />

Italy, 19th century.<br />

The surround in grey-white veined marble with the<br />

sides decorated with three-quarter profile pilasters and<br />

porphyry flutes. Apron decorated with wide porphyry<br />

band with three oval cartouches decorated with fine<br />

micromosaics.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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135


83<br />

SATZ VON VIER LOUIS XVI-FAUTEUILS<br />

Lehnenhöhe: 99 cm.<br />

Sitzhöhe: 44 cm.<br />

Frankreich, um 1780.<br />

Holz, geschnitzt, vergoldet. Kannelierte, nach oben<br />

auslaufende Beine, in Würfelkapitellen mit Blütenfüllung<br />

endend. Zarge nach vorne mit ausgeschwungenem<br />

Lorbeerblattfries verziert, offene Armlehnen mit<br />

partieller Verzierung, trapezförmige Sitzfläche in die<br />

hochovale Rückenlehne übergehend, diese mit antikisierendem<br />

plastischen Ornamentband und Akanthusblattschnitzereien.<br />

Eleganter Seidenbezug in rot-weiß<br />

stilisierten Palmetten mit alternierenden Blattbordüren<br />

auf beigem Grund. Die Vergoldung minimal besch.,<br />

Seidenbezug erg. (1240186) (13)<br />

SET OF FOUR LOUIS XVI FAUTEUILS<br />

Height of backrest: 99 cm.<br />

Height of seat: 44 cm.<br />

France, ca. 1780.<br />

The gilding with minimal damage. Silk lining replaced.<br />

€ 15.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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84<br />

LOUIS XVI-ROLLSEKRETÄR<br />

120 x 120 x 68 cm.<br />

Zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Auf quadratischen Füßchen stehende, auseinanderstrebende<br />

vierkantige Beine mit Wurzelholzfurnier und<br />

Würfelmarketerie. Darüber der zweischübige Korpus<br />

sans travers mit risalitartig hervorspringender Mitte<br />

und sechs Festonhandhaben. Herausziehbare lederbeschlagene<br />

Schreibplatte, darüberliegend vier Kompartiments<br />

sowie Rollklappe mit zwei kannelierten<br />

Rundgriffen und liegender rechteckiger Kartusche, gefüllt<br />

mit Wurzelholzfurnier und umrandet von geometrischem<br />

Ornamentband. Leicht überkragende, fein<br />

gestufte Deckplatte, ebenfalls mit Wurzelholz furniert.<br />

Ein Schlüssel vorhanden. Minimal besch., die Schreibplatte<br />

erg. (1250065) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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137


85<br />

SALONENSEMBLE IM KLASSIZISTISCHEN STIL<br />

Sitzhöhe der Stühle: 46 cm.<br />

Lehnenhöhe: 90 cm.<br />

Sitzhöhe der Sitzhocker: 50 cm.<br />

Höhe der Tabourets: 24 cm.<br />

Lombardei, 19. Jahrhundert.<br />

Das in Holz gearbeitete Ensemble bestehend aus acht<br />

Stühlen, zwei Sitzhockern und zwei Tabourets, jeweils<br />

in klassizistischem Stil gestaltet mit teilkannelierten<br />

und mit Perlband verzierten Beinen, diese in Petrolgrün<br />

und Altrosé gefasst sowie goldgehöht. Die Zarge<br />

mit antikisierendem blau gestaltetem Relief und<br />

champagnerfarbenem Seidenbezug mit ornamentaler<br />

Akzentuierung. (12409221) (2) (13)<br />

SALON SUITE IN CLASSICAL STYLE<br />

Seat height of chairs: 46 cm.<br />

Height of backrests: 90 cm.<br />

Height of stools: 50 cm.<br />

Height of tabourets: 24 cm.<br />

Lombardy, 19th century.<br />

Wooden suite comprising eight chairs, two stools and<br />

two tabourets.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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86<br />

KLASSIZISTISCHES NOTENPULT<br />

172 x 55 x 33 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Ganz in Holz gearbeitete und gefasste Form. Dreieckige<br />

profilierte Basis mit Volutenfüßen vermittels<br />

Akanthusblattschnitzereien in den Lanzettblattschaft<br />

übergehend. Drehbares Tableau mit antikisierenden<br />

grün gefassten Reliefs, welche sich vom rosa Fond<br />

abheben. Zentraler Zapfenknauf. Partiell vergoldet.<br />

Fassung übergangen. (12409222) (2) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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139


87<br />

EMPIRE-PIETRA DURA-GUÉRIDON<br />

Höhe: 75 cm.<br />

Durchmesser: 52 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Das Gestell in vergoldeter und ziselierter Bronze, teilweise<br />

à jour gearbeitet. Mitgegossene Bronzesabots<br />

in die vier auseinanderstrebenden Beine übergehend,<br />

welche in aufsitzenden Hermenköpfen enden. Diese<br />

tragen Würfelkapitelle mit dazwischenliegender gerundeter,<br />

durchbrochen geabeiteter Zarge mit vegetabilen<br />

Ornamenten und Maskaronköpfen. Überkragende Pietra<br />

dura-Deckplatte mit geometrischen antikisierenden<br />

Formen in unterschiedlichen Steinen. (1251018) (13)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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88<br />

PAAR GROSSE CASSOLETTE-VASEN<br />

Höhe: 59 cm.<br />

Sockel Durchmesser: je 14,5 cm.<br />

Frankreich, Ende 19. Jahrhundert.<br />

Über rundem Bronzestandring der in grün-weiß gesprenkeltem<br />

Marmor getreppte Fuß. Darüber Bronzeschaft<br />

mit birnförmigem Korpus in Marmor mit seitlich<br />

ansetzenden Putti, einen Aulos blasend, und von ihnen<br />

ausgehend vegetabile Bronzereliefs als Festons. Deckel<br />

mit Zapfenknauf. Ein Aulos fehlend. (†) (12200320) (13)<br />

€ 3.500 - € 3.800<br />

Sistrix<br />

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FEINER GLOBUS-SEKRETÄR<br />

Wien, Anfang 19. Jahrhundert<br />

89<br />

FEINER GLOBUS-SEKRETÄR<br />

Höhe: 113 cm.<br />

Wohl Wien, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

Über dreieckigem Grund mit eingezogenen Kanten<br />

und gekappten Spitzen die gekanteten Beine, in<br />

Löwen tatzensabots stehend, mit Lanzettblättern. Eingesetztes<br />

Mitteltableau mit Malachitplatte und daraufsitzender<br />

gegossener und vergoldeter Figur des Atlas,<br />

die Weltkugel in Form des Möbelkorpus tragend.<br />

Der Möbelkorpus liegt auf drei Hermenköpfen, welche<br />

den gekanteten Beinen aufliegen. Korpus mit einem<br />

Schloss inmitten eines Rautenornamentwerks.<br />

Aufklappbarer Runddeckel mit Segmentfurnier, herausziehbare<br />

Schreibplatte mit eingelegtem Malachit-<br />

Elfenbeinschachbrett, inmitten einer goldpunzierten<br />

Lederschreibplatte. Darüber drei Schubfächer mit<br />

Rautenzier und flankierenden Malachitpilastern, daneben<br />

zwei Segmenttüren mit innenliegenden Kerzenstöcken.<br />

Kein Schlüssel vorhanden. Unter der Schreibplatte<br />

sechs Schubfächer für Kerzen und großes<br />

Kompartiment. (1250471) (1) (13)<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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143


90<br />

EMPIRE-JARDINIÈRE<br />

Höhe: 101 cm.<br />

Durchmesser: 78 cm.<br />

Paris, um 1810.<br />

Dreipassiger Sockel mit aufliegenden, vollplastisch im<br />

Barock-Stil gestalteten Delfinen, diese in Holz geschnitzt<br />

und grün-weißlich gefasst. Ihre Schweife um<br />

den Mittelbaluster spielend, welcher die eigentliche<br />

Jardinière trägt. Der Baluster unter sechs Volutenblöcken,<br />

mit Mahagoni furniert und durch vergoldete und<br />

ziselierte Bronzen dekoriert. Zarge mit Stern- und Blütendekor<br />

in Ormolu über Mahagonifond. Umlaufende,<br />

à jour gearbeitete, leicht auskragende Eisengalerie,<br />

diese in Dunkelbraun gefasst. Metalleinsatz in Petrol.<br />

Kleinere Furnierfehlstellen. (12511026) (13)<br />

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EMPIRE JARDINIÈRE<br />

Height: 101 cm.<br />

Diameter: 78 cm.<br />

Paris, ca. 1810.<br />

Trefoil-shaped base surmounted by three-dimensional<br />

Baroque-style dolphins carved in wood and painted in<br />

green and white hues. Their fins swirl around the central<br />

baluster, which supports the jardinière. The baluster<br />

surmounted by six volute-shaped blocks with mahogany<br />

veneer and decorated with gilt and chased<br />

bronze fittings. The apron is decorated with ormolu<br />

star and blossom décor over a mahogany background.<br />

Revolving, slightly projecting à jour iron gallery in dark<br />

brown. Metal insert in petrol blue. With minor veneer<br />

blemishes.<br />

€ 11.000 - € 13.000<br />

Sistrix<br />

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91<br />

FRANZÖSISCHER EMPIRE-GUÉRIDON<br />

Höhe: 76 cm.<br />

Durchmesser: 82 cm.<br />

Frankreich, um 1800.<br />

Drei in Holz geschnitzte, vergoldete und dunkelgrün<br />

patinierte Beine in Löwentatzenform, in abstrahierten<br />

Adlerköpfen endend. Die Beine leicht geschwungen<br />

und durch ein Rundtableau verbunden, welches durch<br />

ein vergoldetes Bronzeband umrahmt ist und welchem<br />

eine grau-weiß geäderte Marmorplatte eingelegt ist.<br />

Gerundete holzfurnierte Zarge, darüber die grau-weiß<br />

geäderte Marmordeckplatte mit umlaufender Herzchengalerie,<br />

à jour gearbeitet und vergoldet.<br />

(1251117) (1) (13)<br />

€ 5.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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92<br />

PRUNKVASE, ALFRED BEURDELEY, ZUG.<br />

Höhe: 56 cm.<br />

In grünem Serpentin gestaltete Prunkvase auf quadratischer<br />

Basis mit Perlbanddekor, in den balustrierten,<br />

tief eingeschnürten Korpus übergehend. Mit weit ausgestellter<br />

Mündung, diese mit Festons mit Quasten<br />

in Ormolu. Die Schulter mit Schleifen- und Quastenbesatz.<br />

(1251051) (13)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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145


93<br />

PAAR LOUIS XVI-APPLIKEN<br />

(HIER EINE DER BEIDEN ABGEBILDET)<br />

63 x 50 x 34 cm.<br />

Paris, um 1770.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Jeweils<br />

symmetrisch gestalteter Aufbau mit aus Weintraube<br />

erwach sendem Blattwerkschaft. Daraus bilden sich<br />

jeweils drei Astwerkarme mit Traubenbehang an den<br />

Traufschalen und blattwerkreliefierten Brennstellen.<br />

Wandseitig durch Knitterschleife bekrönt.<br />

Vergleichsliteratur:<br />

Pierre Verlet, Les bronzes dorés français du XVIIIe<br />

siècle, Paris 1987, S. 89, Abb. 94, S. 284 - 285.<br />

Jean-Pierre Samoyault, Musée national du Château de<br />

Fontainebleau, Catalogue des collections de mobilier,<br />

1. Pendules et bronzes d‘ameublement entrés sous<br />

le Premier Empire, Paris 1989, S. 124, Kat. Nr. 89.<br />

(12518141) (13)<br />

A PAIR OF LOUIS XVI APPLIQUES<br />

(HERE JUST ONE DEPICTED)<br />

63 x 50 x 34 cm.<br />

Paris, ca. 1770.<br />

Bronze; cast, chased and gilt. Symmetrical design<br />

with a scrollwork shaft emerging from a bunch of<br />

grapes each.<br />

Literature for comparison:<br />

P. Verlet, Les bronzes dorés français du XVIIIe siècle,<br />

Paris 1987, p. 89, ill. 94, pp. 284 - 285.<br />

J.-P. Samoyault, Musée national du Château de Fontainebleau,<br />

Catalogue des collections de mobilier, vol.<br />

1. Pendules et bronzes d‘ameublement entrés sous le<br />

Premier Empire, Paris 1989, p. 124, cat. no. 89.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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Spieltisch im aufgeklapptem Zustand<br />

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94<br />

SPIELTISCH<br />

75 x 90 x 65 cm.<br />

Zuschreibbar an Robert Adam (1728-1792).<br />

Großbritannien, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

In unauffälligen Bronzesabots stehend die vier leicht<br />

geschwungenen Beine in die leicht gebogte Zarge<br />

übergehend. Diese und die Deckplatte mit symmetrischer<br />

ornamentaler teilschattierter Zier: Schleifenmedaillons<br />

mit Blütenfüllung werden flankiert von<br />

Festons mit fruktalem Behang. Deckplatte aufklappbar<br />

zum Spieltisch. Innen mit sekundärem grünem Samtbezug<br />

und umlaufenden vier oblongen Vertiefungen,<br />

deren Zwickel den Außendekor wieder aufnehmen<br />

mit feinen teilgefärbten Intarsien über Satinholz.<br />

(12518137) (13)<br />

GAMING TABLE<br />

75 x 90 x 65 cm.<br />

Can be attributed to Robert Adam (1728-1792).<br />

Great Britain, second half of the 18th century.<br />

€ 20.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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147


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95<br />

PAAR EMPIRE-SOMNOS<br />

95 x 67 x 35 cm.<br />

Jacob Desmalter, zug.<br />

Paris, um 1805.<br />

Mahagoni, ziselierte und vergoldete Bronze, Bleu Turquin-Marmorplatte.<br />

Hohe Sockelzone mit gegenläufig<br />

zu öffnenden Türen. Diese mit hochrechteckiger Ormolu-Kartusche<br />

mit Rautenornamentfeld aus Akanthus<br />

erwachsend und mit figürlicher Genienfüllung auf<br />

Kugel stehend, wohl als Victoria zu identifizieren, einen<br />

Siegeskranz und Palmblatt tragend und wiederum<br />

als Gegenstücke konzipiert. Getrepptes Gesims<br />

mit zurückgesetzter blockhafter Marmordeckplatte.<br />

Anmerkung:<br />

Vergleichbare Somnos gibt es von Jacob Desmalter<br />

zum Beispiel für die Kaiserin Joséphine im Château<br />

de Fontainebleau (Inv. F 4071). Der Dekor ähnlich zu<br />

finden bei: Jean Nicolay, L'Art et la Manière des<br />

Maîtres ébeneistes francais au XVIIIe siècle, Paris<br />

1956, S. 243, Abb. C.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Denise Ledoux-Lebard, Le mobilier français du<br />

XIXe siècle, Dictionnaire des ébénistes, Paris 2000.<br />

Vgl. Jean-Pierre Samoyault, Meubles entrés sous le<br />

Premier Empire, catalogue des collections de mobilier,<br />

Paris 2004, S. 163-164.<br />

Vgl. Jean-Pierre Samoyault, Mobilier français Consulat<br />

et Empire, Paris 2009. (12518127) (13)<br />

A PAIR OF EMPIRE SOMNOS<br />

95 x 67 x 35 cm.<br />

Jacob Desmalter, attributed.<br />

Paris, ca. 1805.<br />

Mahogany; chased and gilt bronze, Bleu Turquin marble<br />

top.<br />

Notes:<br />

A comparable somnos by Jacob Desmalter was for<br />

example made for the Empress Joséphine at the<br />

Château de Fontainebleau (inv. F 4071). A similar décor<br />

can be found at: J. Nicolay, L’Art et la Manière<br />

des Maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle,<br />

Paris 1956, p. 243, ill. C.<br />

Literature:<br />

Compare D. Ledoux-Lebard, Le mobilier français du<br />

XIXe siècle, Dictionnaire des ébénistes, Paris 2000.<br />

Compare J.-P. Samoyault, Meubles entrés sous le<br />

Premier Empire, catalogue des collections de mobilier,<br />

Paris 2004, pp. 163-164.<br />

Compare J.-P. Samoyault, Mobilier français Consulat<br />

et Empire, Paris 2009.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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149


GIOVANNI BATTISTA CALLEGARI<br />

1785 – 1855<br />

PORTRAIT MARIE LOUISE VON ÖSTERREICH,<br />

HERZOGIN VON PARMA<br />

Um 1820<br />

96<br />

GIOVANNI BATTISTA CALLEGARI,<br />

1785 PARMA – 1855<br />

PORTRAIT DER MARIE-LOUISE VON ÖSTERREICH,<br />

UM 1820<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

162 x 106 cm.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

Das um 1820 entstandene Portrait zeigt die mit Napoleon<br />

I verheiratete Marie-Louise auf einem goldenen<br />

Thronsessel vor und unterhalb eines roten schweren<br />

Vorhangs mit Goldbordüre und goldener hängender<br />

Quaste. Sie trägt ein helles langes Kleid, das mit Goldfäden<br />

reich bestickt ist und einen weißen Spitzenkragen<br />

sowie einen silbernen Gürtel hat. Schräg über ihre<br />

Brust trägt sie ein himmelblaues Ordensband aus<br />

Seide, an dessen unterem Ende der Konstantinorden<br />

(Konstantinischer St.-Georgs-Orden), mit Kreuz und<br />

Stern, Goldkrone und Darstellung des Heiligen Georgs<br />

hängt, der Ritterorden, der unter ihrem Protektorat<br />

stand. Die Dekoration ist ein rot emailliertes konstantinisches<br />

Lilienkreuz mit goldener Einfassung. Aufgelegt<br />

ist mittig in Gold ein großes Christusmonogramm<br />

X und P und an seinen Enden die Buchstaben I.H.S.V.<br />

Diese stehen für die Ordensdevise „in hoc signo vinces“<br />

(lateinisch; unter diesem Zeichen wirst du siegen).<br />

Auf der rechten Seite wird ihr Untergewand zudem<br />

von einem Hermelinpelz bedeckt. Sie trägt weiße<br />

kurze Handschuhe und hält in ihrer rechten Hand einen<br />

gebundenen Lorbeerkranz. Auf ihren sorgsam frisierten,<br />

lockigen braunen Haaren ist ein wertvolles Diadem<br />

mit Diamanten und einem geschwungenen Palmettenmotiv<br />

eingearbeitet, hinzu kommt ein Paar wertvoller<br />

lange Ohrringe. Die Halskette mit Diamanten wurde<br />

ihr zur Geburt des Thronfolgers von Napoleon geschenkt.<br />

Es wurde von Nitot hergestellt und ging nach<br />

dem Tod von Marie-Louise an die Erzherzogin Sophie,<br />

die Mutter des späteren Kaisers Franz-Joseph von<br />

Österreich und blieb bis 1948 im Besitz der Nachkommen.<br />

Die Dargestellte hat ihren Kopf zur linken Seite<br />

gewandt und schaut mit ihren blauen Augen voller Interesse<br />

aus dem Bild heraus. Zu dem Zeitpunkt der<br />

Darstellung war sie nicht mehr Kaiserin, sondern Gräfin<br />

von Parma, Piacenza und Guastalla. Obwohl sie sich<br />

bereits entschieden hatte, Napoleon auf der Insel Elba<br />

nicht mehr zu besuchen, hält die ehemalige Herrscherin<br />

immer noch einen Lorbeerkranz in der Hand und<br />

trägt ein Diadem mit Palmette und Sternen, die an das<br />

damalige Reich ihres Mannes erinnern. Retuschen.<br />

Anmerkung:<br />

Marie-Louise von Österreich (1791 Wien-1847 Parma),<br />

später (seit 1817) auch Maria Luigia D‘Asburgo-Lorena,<br />

Duchessa di Parma, Piacenza e Guastalla war die Tochter<br />

von Franz II/I und seiner zweiten Ehefrau Maria<br />

Theresia von Neapel-Sizilien. 1810 wurde sie mit dem<br />

französischen Kaiser Napoleon verheiratet. Aus dieser<br />

Verbindung ging 1811 der ersehnte Thronfolger hervor:<br />

Napoléon Charles Joseph Bonaparte, genannt Napoleon<br />

II. Nach der Abdankung Napoleons 1814 floh sie<br />

mit ihrem Sohn nach Wien und gelangte nach Schönbrunn.<br />

Auf dem Wiener Kongress 1814/15 wurden ihr<br />

die Herzogtümer Parma und Piacenza sowie Guastalla<br />

zugesprochen. Ihre Interessen wurden dabei vom<br />

Grafen Adam Albert von Neipperg (1775-1829) vertreten,<br />

mit dem sie dann in Parma zusammenlebte<br />

und mehrere Kinder hatte. 1834 heiratete sie den Grafen<br />

Charles-René de Bombelles. Im Dezember 1847<br />

verstarb sie in Parma an einer Brustfellentzündung.<br />

Literatur:<br />

Parma 1816 dal ministro Magawly alla duchessa Maria<br />

Luigia, a cura di Francesca Sandrini, testi di Francesca<br />

Sandrini, Mariachiara Bianchi. Museo Glauco Lombardi.<br />

Quaderni del Museo n. 16, S. 48 inkl. Abb. des Gemäldes.<br />

Christophe Vachandez, Stéphane Bern, Chaumet en<br />

Mejesté: Joyaux de souveraines depuis 1780, Paris<br />

2019, S. 146, Nr. 55. (12409230) (2) (18)<br />

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151


GIOVANNI BATTISTA CALLEGARI,<br />

1785 PARMA - 1855<br />

PORTRAIT OF MARIE-LOUISE OF AUSTRIA,<br />

CA. 1820<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

162 x 106 cm.<br />

In magnificent gilt frame.<br />

The portrait was created in ca. 1820 and shows Marie-<br />

Louise, the wife of Napoleon I on a gilt throne beneath<br />

a heavy red curtain with a gold border and gold tassel.<br />

She is wearing a sky-blue silk ribbon across her chest<br />

holding the Sacred Military Constantinian Order of<br />

Saint George with the cross and star, gold crown and<br />

depiction of Saint George, a chivalric order under her<br />

protectorate. The décor shows an enamelled lilyshaped<br />

Red Cross of Constantine with gilt surround.<br />

Christ‘s monogram with the gilt letters X and P are<br />

applied at the centre, each end of the cross holds a<br />

letter of the abbreviated motto in Latin I.H.S.V., i.e. “in<br />

hoc signo vinces” (In this sign thou shalt conquer).<br />

When this portrait was created she was no longer Emress,<br />

but Duchess of Parma, Piacenza and Guastalla.<br />

Notes:<br />

Marie-Louise of Austria (1791 Vienna - 1847 Parma),<br />

later (since 1817) also Maria Luigia D‘Asburgo-Lorena,<br />

Duchess of Parma, Piacenza and Guastalla. She was<br />

the daughter of the Holy Roman Emperor Francis II<br />

and his second wife Maria Theresa of Naples and Sicily.<br />

She was married to the French Emperor Napoleon I<br />

in 1810.<br />

Literature:<br />

Parma 1816 dal ministro Magawly alla duchessa Maria<br />

Luigia, a cura di Francesca Sandrini, testi di Francesca<br />

Sandrini, Mariachiara Bianchi. Museo Glauco Lombardi,<br />

Quaderni del Museo n. 16, 2016, p. 48 incl. ill. of the<br />

painting.<br />

C. Vachaudez, S. Bern, Chaumet en Majesté: Joyaux<br />

de souveraines depuis 1780, Paris 2019, p. 146, no.<br />

55.<br />

€ 80.000 - € 100.000<br />

Sistrix<br />

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97<br />

PAAR JARDINIÈREN<br />

WOHL AUS DER WERKSTATT VON<br />

CHARLES GRIMARD, PARIS<br />

83,5 x 76,5 x 52,5 cm.<br />

Die Bronzen rückwärtig punziert „G“.<br />

Frankreich.<br />

Amaranth und Amaranthfurnier sowie Ebenholz und<br />

gefärbtes Ahorn; ziselierte und vergoldete Bronzen.<br />

Auf konisch auslaufenden Spiralfüßen die vier balustrierten<br />

schlanken und durch Profilringe gegliederten<br />

Beine, zwischen denen ein Tableau in à jour gearbeiteter<br />

unendlicher Knotenform mit eingelegter, zentraler,<br />

ovaler Ormolu-Galerie ist. Die Beine mit korinthisch<br />

anmutenden Kapitellen, denen eine Segmentsäule obliegt,<br />

die sich optisch in den ovalen Jardinierenkorpus<br />

schiebt, dessen Querseite mit einer vergoldeten Bronzeleier<br />

mit umlaufendem Lorbeerblattzier verziert ist.<br />

Umlaufende à jour gearbeitete Ormolu-Galerie.<br />

A PAIR JARDINIÈRES<br />

PROBABLY WORKSHOP OF<br />

CHARLES GRIMARD, PARIS<br />

83.5 x 76.5 x 52.5 cm.<br />

Bronzes hallmarked “G” on the reverse.<br />

France.<br />

Notes:<br />

These fine pieces of furniture with their décor suggesting<br />

their original intention for a music room interior,<br />

could have been made in the workshop of the<br />

Maison Charles Grimard in Paris, who also made<br />

similar pieces with twisted, tapered feet.<br />

€ 80.000 - € 120.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Anmerkung:<br />

Die feinen Möbel, deren Dekor einen ursprünglichen<br />

Standort in einem Musikzimmer wahrscheinlich macht,<br />

könnten aus der Werkstatt von Maison Charles Grimard<br />

in Paris stammen, aus dessen Hand auch weitere solche<br />

Möbel mit gedrehten konisch auslaufenden Füßen<br />

bekannt sind. (12518147) (13)<br />

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155


98<br />

PAAR SELTENE MARMORKONSOLEN<br />

(HIER EINE ABGEBILDET)<br />

90 x 170 x 40 cm.<br />

Italien, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

In französischem rotem Marmor und Marmo Statuario<br />

als Gegenstücke gestaltete Möbel mit zwei Seitenwangenfüßen<br />

auf gestuftem Grund stehend mit Löwentatzen<br />

und Löwenmaskarons gestaltet. Aufliegend plane<br />

rechteckige profilierte rote Marmordeckplatte.<br />

(1251665) (3) (13)<br />

A PAIR OF RARE MARBLE CONSOLES<br />

90 x 170 x 40 cm.<br />

Italy, beginning of the 19th century.<br />

Created as counterpart pieces in French red marble and<br />

Statuario marble. On stepped base, two feet with lions‘<br />

paws and lions‘ masquerons. With flat rectangular and<br />

profiled top in red marble.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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99<br />

DELFIN ALS BRUNNENFIGUR<br />

82 x 41 x 25 cm.<br />

Ende 17. Jahrhundert.<br />

In Stein gearbeitete Brunnenfigur mit Wasserausfluss<br />

in barocker Delfinform. Vermutlich ehemals als Teil<br />

einer Brunnengruppe fungierend. (12511012) (13)<br />

€ 4.500 - € 5.500<br />

Sistrix<br />

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100<br />

ÖSTERREICHISCHER MALER DES<br />

19. JAHRHUNDERTS<br />

BILDNIS DER THERESE VON<br />

PFERSMANN- EICHTAHL<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

69 x 55 cm.<br />

Verso auf Leinwand betitelt, mit Geburtsangaben der<br />

Dargestellten.<br />

In dekorativem Wiener Rahmen.<br />

Halbportrait der Dargestellten vor weiter Landschaft,<br />

unter hohem blauen, teils wolkigen Himmel, in einem<br />

eleganten roten Kleid mit spitzenbesetztem weiten<br />

Dekolleté. Auf ihrem dunkelblonden Haar mit Korkenzieherlocken<br />

sitzt ein wertvolles Diamantdiadem, zudem<br />

trägt sie einen wertvollen langen Ohrring und<br />

eine zweireihige Perlenkette um ihren Hals. Sie hat<br />

helles Inkarnat, ein feines Gesicht mit leicht geröteten<br />

Wangen, einem schmalen roten Mund und leuchtenden<br />

hellblauen Augen, mit denen sie würdevoll auf<br />

den Betrachter aus dem Bild herausschaut. Repräsentative<br />

Darstellung in zurückhaltender Farbgebung.<br />

Rest., kleine Retuschen, vereinzelt kleine Farbabsplitterungen.<br />

(1251024) (3) (18)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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101<br />

PAAR ALABASTERZIERVASEN<br />

Höhe: 63 cm.<br />

Durchmesser: 35 cm.<br />

Italien, 17. Jahrhundert.<br />

In Alabastro fiorito antico (genannt alabastro a rosa)<br />

gestaltetes Ziervasenpaar auf quadratischem Stand,<br />

mit konisch zulaufendem Rundfuß mit ovaloider Kuppa<br />

mit profilierter Schulter, eingezogenem Hals und<br />

Haubendeckeln mit Kugelknäufen.<br />

Vergleiche:<br />

Alabastro fiorito antico aus der Sammlung Corsi, Oxford<br />

University Museum of Natural History (Inv. Corsi<br />

314). (12518144) (13)<br />

A PAIR OF DECORATIVE ALABASTER VASES<br />

Height: 63 cm.<br />

Diameter: 35 cm.<br />

Italy, 17th century.<br />

Comparative examples:<br />

Alabastro fiorito antico from the Corsi Collection, Oxford<br />

University Museum of Natural History (inv. Corsi<br />

314).<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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102<br />

AMAZONE<br />

Höhe der Amazone: 113,5 cm.<br />

Höhe der Basis: 91 cm.<br />

Italien, um 1800.<br />

In weißem Marmor vollrund gearbeitet. Auf rundem<br />

Sockel mit naturalistisch gearbeiteter Oberfläche die<br />

Standfigur einer durch ihren geharnischten Körper als<br />

Amazone zu identifizierende Frau mit Bogen, kurzem<br />

gegürteten Chiton, einem Köcher unter ihrem linken<br />

Arm und einem Bogen, der bei der Amazone Mattei in<br />

Rom fehlt. Hierzu muss gesagt werden, dass die Amazone<br />

Mattei vermutlich keinen Bogen, jedoch eine<br />

Lanze trug, wie eine Gemme mit dieser Darstellung<br />

vermuten lässt, sodass eine Zuschreibung an Phidias<br />

gerechtfertigt ist, da der Schriftsteller Lukian überliefert,<br />

dass sich die Amazone des Phidias auf eine Lanze<br />

gestützt habe. Diese sehr feine Marmor skulptur ist<br />

nach der berühmten Mattei Amazone in den Vatikanischen<br />

Museen gearbeitet, einer römischen Skulptur,<br />

die vermutlich einem Bronzeguss des großen griechischen<br />

Bildhauers Phidias (ca. 480-430 v. Chr.) aus<br />

dem 5. Jahrhundert um 430 v. Chr. folgte. Laut Plinius<br />

wurden die größten Bildhauer Griechenlands – Phidias,<br />

Polykleitos, Cresilas, Cydon und Phradmon – eingeladen,<br />

an einem Wettbewerb teilzunehmen, bei dem<br />

sie sich gegenseitig übertreffen sollten, um die schönste<br />

Statue einer Amazone zu schaffen, der mythischen<br />

Kriegerinnen, deren Ursprung in Kleinasien vermutet<br />

wird. Die fertiggestellten Werke wurden im Tempel der<br />

Artemis in Ephesus eingeweiht.<br />

Die Bildhauer wurden dann gebeten, für die schönste<br />

Statue zu stimmen, wobei jeder Künstler für sein eigenes<br />

Werk stimmte. Der siegreiche Beitrag, der alle<br />

Zweitstimmen erhielt, gehörte dem Polykleitos. Es<br />

wird angenommen, dass drei der Modelle entdeckt<br />

wurden: der Mattei-Typus, der als Modell von Phidias<br />

identifiziert wird und vermittels der Skulptur im Vatikan<br />

bekannt ist, sowie ein weiteres Modell in den Kapitolinischen<br />

Museen, nämlich der Lansdowne-Typus, der<br />

als Modell von Polykleitos identifiziert wird und hauptsächlich<br />

aus einer Marmorskulptur bekannt ist, die<br />

1771 von Gavin Hamilton entdeckt wurde und sich heute<br />

im Metropolitan Museum of Art befindet; und der<br />

Kapitolinische Typus, der Cresila und Polykleitos zugeschrieben<br />

wird und vermittels einer Skulptur in den<br />

Kapitolinischen Museen bekannt ist, die sich früher in<br />

der Albani-Sammlung befand.<br />

Die Mattei Skulptur wurde 1770 entdeckt und ist nach<br />

seinen ersten Besitzern benannt, bevor sie in die Vatikanischen<br />

Museen gelangte.<br />

Die hier angebotene Marmorskulptur ist eine besonders<br />

schöne Version, die um 1800 hergestellt wurde,<br />

nur wenige Jahrzehnte nach der Entdeckung dieses<br />

ikonischen antiken Modells. (12518113) (13)<br />

AMAZON<br />

Height of amazon: 113.5 cm.<br />

Height of base: 91 cm.<br />

Italy, ca. 1800.<br />

Three-dimensionally carved in white marble. Depiction<br />

of a naturalistically carved standing figure of an<br />

armour-clad amazon in short belted chiton, holding a<br />

quiver under her left arm and a bow surmounted on a<br />

round base. The design of this very fine marble sculpture<br />

is based on the famous Mattei Amazon held at<br />

the Vatican Museums, a Roman sculpture which, in<br />

turn, was probably based on a bronze casting of the<br />

great ancient Greek sculptor Phidias (ca. 480-430 BC)<br />

dating ca. 430 BC. The marble sculpture on offer for<br />

sale in this lot is a very beautiful version, created ca.<br />

1800 only a few decades after the discovery of the<br />

iconic ancient paragon.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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103<br />

PAAR KLASSIZISTISCHE KONSOLEN<br />

(HIER EINER DER BEIDEN ABGEBILDET)<br />

88,5 x 154 x 66,5 cm.<br />

Italien, Ende 18./ Anfang 19. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, weiß gefasst und vergoldet, verspiegelt.<br />

Über rechteckigem Grund zwei niedrige Wangen<br />

mit aufstehenden gekanteten Pilastern mit Velumfeston<br />

und Karyatiden. Diese die Deckplatte tragend, die<br />

eine zentrale rechteckige Kartusche mit Löwenmaskeron<br />

und Blütenzier aufweist sowie von klassizistischen<br />

Blütenmotiven flankiert wird. Überkragende Deckplatte,<br />

hinterfangen durch teils blinden Spiegel.<br />

Enrico Cole, Il mobile Impero in Italia, arredi e decorazioni<br />

d'interni dal 1800 al 1843, Mailand 1998.<br />

(12518138) (13)<br />

A PAIR OF CLASSICISTIC CONSOLES<br />

(HERE JUST ONE DEPICTED)<br />

88.5 x 154 x 66.5 cm.<br />

Italy, end of the 18th/ early 19th century.<br />

104<br />

PAAR ZIERKANNEN<br />

44 x 18 x 13 cm.<br />

Frankreich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Diese qualitätvolle Kombinationsarbeit besteht aus<br />

Elementen roten Marmors und aus fein ziselierter,<br />

vergoldeter Bronze. Runder profilierter Stand mit<br />

doppelkonischem vergoldetem Schaft. Ovoider Marmorkorpus<br />

mit Lanzettblattfries und umlaufendem<br />

Ornamentband an welchem auch die Handhabe als<br />

Drachenwesen ansetzt, dessen Maul sich mit der<br />

hohen Schnaupe verbindet. (12518129) (13)<br />

Wood; carved, painted white and gilt, mirrored.<br />

E. Cole, Il mobile Impero in Italia, arredi e decorazioni<br />

d‘interni dal 1800 al 1843, Milan 1998.<br />

€ 60.000 - € 90.000<br />

Sistrix<br />

A PAIR OF DECORATIVE JUGS<br />

44 x 18 x 13 cm.<br />

France, 18th/ 19th century.<br />

INFO | BIETEN € 18.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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106<br />

PAAR LOUIS XVI-BLUE JOHN POTPOURRIVASEN<br />

Höhe: 25 cm.<br />

Frankreich, um 1785.<br />

Bronze vergoldet und ziseliert, Blue John geschliffen.<br />

Über quadratischem Stand mit liegenden satinierten<br />

Kartuschen der kannelierte Rundfuß mit Perlbanddekor.<br />

Polygonaler, leicht konisch auslaufender Korpus in<br />

Blue John mit vollplastischem Perlenfeston nebst reliefierten<br />

Akanthusblättern, die in Schwanenkopfhenkel<br />

mit Perlbehang übergehen. Hals à jour mit Kreisornamenten<br />

gearbietet, durchbrochen gearbeiteter Haubensteckdeckel<br />

mit stark plastisch wiedergegebenem,<br />

fruktalem Knauf. Blue John war in der zweiten Hälfte<br />

des 18. Jahrhunderts besonders beliebt und wurde besonders<br />

in Frankreich und in England, wo die größten<br />

Vorkommen erschlossen worden waren, zu kunstgewerblichen<br />

Zwecken verwendet. (12518126) (13)<br />

A PAIR OF LOUIS XVI BLUE JOHN POTPOURRI<br />

VASES<br />

Height: 25 cm.<br />

France, ca. 1785.<br />

Bronze; gilt and chased, cut Blue John.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

105<br />

VIER JAGDLICHE LOUIS XVI-APPLIKEN<br />

(HIER ZWEI ABGEBILDET)<br />

74 x 34,5 x 21,5 cm.<br />

Frankreich, um 1785.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Aus einem<br />

Pseudoquastenbehang erwächst plastisches Blattwerk<br />

und aus diesem drei einem Posthorn ähnelnde<br />

Arme mit weiten Trichtertraufschalen und Vasentüllen.<br />

Wandaufhängung als Velum mit Eichenlaubkranz in<br />

Ormolu. Das Urmodell zu diesen Appliken wurde für<br />

Louis XVI gestaltet, wahrscheinlich durch Jean-Jacques<br />

Bachelier.<br />

Vergleichsliteratur:<br />

Ulrich Leben, Object Design in the Age of Enlightment,<br />

Los Angeles, Hrsg. The J. Paul Getty Museum,<br />

2004, S. 35.<br />

Denise Ledoux-Lebard, Le Petit Trianon, Paris 1989,<br />

S. 98.<br />

Connaissance des Arts, Nr. 23, Januar 1954, S. 32.<br />

(12518142) (13)<br />

FOUR LOUIS XVI HUNTING APPLIQUES<br />

74 x 34.5 x 21.5 cm.<br />

France, ca. 1785.<br />

Bronze; cast, chased and gilt.<br />

Literature for comparison:<br />

U. Leben, Object Design in the Age of Enlightenment,<br />

Los Angeles, The J. Paul Getty Museum (ed.), 2004,<br />

p. 35.<br />

D. Ledoux-Lebard, Le Petit Trianon, Paris 1989, p. 98.<br />

Connaissance des Arts, no. 23, January 1954, p. 32.<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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107<br />

PAAR QUALITÄTVOLLE LOUIS XVI-VASEN<br />

Höhe: 78 cm.<br />

Paris, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Auf quadratischem gestuftem Marmorsockel mit schauseitigem<br />

durch ein Ormoluperlband gerahmtes weißes<br />

figürlich gestaltetes Marmorrelief mit Satyrn bei der<br />

Traubenernte, die gefußte Ziervase mit Profilrundsockel<br />

und horizontaler Profilgliederung. Umlaufender ornamentaler<br />

und vegetabiler Dekor mit Akanthusbandhenkeln<br />

in vergoldeter Bronze und Spulenhals. Min. besch.<br />

(12518139) (13)<br />

A PAIR OF HIGH-QUALITY LOUIS XVI VASES<br />

Height: 78 cm.<br />

Paris, second half of the 18th century.<br />

With minor damage.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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165


109<br />

PAAR LEUCHTERAUFSÄTZE<br />

Höhe: 85,5 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, ziseliert, patiniert, vergoldet. Auf ovalem Stand<br />

mit Kymationfries die zylindrische Basis mit klassischem<br />

Blütendekor und jeweils zwei aufstehenden<br />

Figuren. Eine männliche und eine weibliche Figur in<br />

antikisierender Gewandung, gehöhlt und dunkelbraun<br />

patiniert, einen Schaft haltend mit eingearbeiteter<br />

Marmorkuppa, diese gewellt und bewegt, vermutlich<br />

zur Aufnahme eines Glaskörpers gedacht. Mittig mit<br />

zylindrischer Aussparung, vermutlich für eine Kerze.<br />

Minimal besch.<br />

108<br />

PAAR ENGLISCHE KANDELABER<br />

Höhe: 80,5 cm.<br />

England, 18. Jahrhundert.<br />

Holz geschnitzt, gedreht. Auf quadratischer Basis der<br />

mit ornamentalen Blattwerkranken verzierte Trompetenfuß.<br />

Hoch emporstrebender Balusterkoprus mit<br />

geschnitztem Akanthusrelief, klassizsistischen Schleifen,<br />

Quasten und Tuchfestons. Hals zweifach durch<br />

Perlstabdekor gegliedert. Zentrale gedrehte Brennstelle<br />

erhaben, zwei seitliche geschnitzte Brennstellen<br />

kanneliert aus Akanthusblattwerk erwachsend und beweglich.<br />

Rest. Rissig.<br />

Anmerkung:<br />

Laut Angaben des Einlieferers ehemals in einer Sammlung<br />

eines englischen Adelshauses. (1251104) (13)<br />

A PAIR OF CANDLESTICKS<br />

Height: 85.5 cm.<br />

France, 19th century.<br />

Notes:<br />

According to the tradition of the present owners,<br />

formerly part of the collection of an English noble<br />

house.<br />

INFO | BIETEN<br />

€ 28.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

zum Größenvergleich<br />

Anmerkung:<br />

Die Kandelaber erinnern an Arbeiten von Thomas<br />

Hope (1769-1831). (1251023) (3) (13)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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167


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110<br />

PARKZIERVASE<br />

Höhe: 144 cm.<br />

Breite: 77 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In weißem, grau geädertem Marmor die quadratische<br />

Basis mit reliefartig hervortretendem Blattfries. Hochrechteckige<br />

vertiefte profilgerahmte Kartuschen mit<br />

Wappenzier in Relief. Gesims mit plastischem Eierstab.<br />

Darauf auf gestuftem Sockel eine weite Vase im<br />

klassizistischen Stil mit kanneliertem Fuß und Zungenfries,<br />

Blattwerkhandhaben mit Maskaronansätzen. Minimal<br />

besch. (12509410) (13)<br />

DECORATIVE GARDEN VASE<br />

Height: 144 cm.<br />

Width: 77 cm.<br />

Italy, 19th century.<br />

In white marble with grey veins on square base decorated<br />

with relief leaf frieze. With minimal damage.<br />

€ 30.000 - € 35.000 INFO | BIETEN<br />

Sistrix


111<br />

GROSSER PRACHTVOLLER STANDSPIEGEL<br />

(PSYCHE)<br />

210 x 118 x 78 cm.<br />

Ovale Spiegelmaße: 72 x 78 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Hochovaler beweglicher am Rand facettierter Spiegel,<br />

holzgerahmt mit vergoldetem durchlaufendem Blattdekor,<br />

das Abschlussgesims mit vergoldetem Blattkranz<br />

und flankiert von je einer vergoldeten Palmette.<br />

Die beiden seitlichen achteckigen Säulen, an denen der<br />

Spiegel gehalten wird, tragen als oberen Abschluss<br />

einen vergoldeten Bronzeadler auf einer Kugel gehalten<br />

von Blattdekor. Der untere Abschluss mit den jeweils<br />

nach außen gebogenen vier Füßen sowie die Säulen<br />

reich mit vergoldetem Bronzezierat besetzt, unter anderem<br />

mit vier Blüten und Fruchtfestons, zudem der Spiegel<br />

auf vier Rollenfüßen stehend. Bronzen teils oxidiert,<br />

Holzverkleidung teils leicht gerissen.<br />

(1240924) (2) (18)<br />

LARGE MAGNIFICENT STANDING MIRROR<br />

(PSYCHE)<br />

210 x 118 x 78 cm.<br />

Oval mirror dimensions: 72 x 78 cm.<br />

France, 19th century.<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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112<br />

GROSSES MARMORBASSIN<br />

Höhe: 71 cm.<br />

Durchmesser: 73 cm.<br />

Venetien, 19. Jahrhundert.<br />

Quadratische Basis mit geflügelten Löwenköpfen und<br />

horizontal gegliedertem, mit klassizistischen Ornamenten<br />

besetztem Schaft. Das Marmorbecken mit<br />

umlaufendem, dicht reliefiertem Bacchantenzug mit<br />

Bacchus und seinen Bacchantinnen von Weinstöcken<br />

gerahmt. Maskaronzier und Blüten- und Fruchtfestons.<br />

Minimal rest. (1251281) (1) (13)<br />

LARGE MARBLE BASIN<br />

Height: 71 cm.<br />

Diameter: 73 cm.<br />

Veneto, 19th century.<br />

With minimal restoration.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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113<br />

AUGSBURGER REISEBESTECK<br />

Maße des Etuis: 6 x 26,5 x 15,7 cm.<br />

Gewicht der Silberobjekte mit Fremdmetallen: 542 g.<br />

An verschiedenen Stellen punziert: Augsburger Beschau<br />

von 1737-1739 (Seling Nr. 212) und Meistermarke evtl.<br />

Johann V. Beckert (Seling 2392/235), wird jedoch erst<br />

später Meister.<br />

Augsburg, 1737 – 1739.<br />

In original mit grünem Samt ausgeschlagenem Lederfutteral<br />

das in Silber getriebene, vergoldete und ziselierte<br />

Reisebesteck bestehend aus Gabel, Messer,<br />

Eierbecher, Gewürzdose, Haken, Gabel, Marklöffel,<br />

Necessaire und passiger Schale. Futteral beschädigt.<br />

Stahlelemente mit Rostflecken. (12506443) (13)<br />

AUGSBURG TRAVELLING CUTLERY SET<br />

Dimensions of case: 6 x 26.5 x 15,7 cm.<br />

Weight of silver objects including other metals: 542 g.<br />

Hallmarked in various places: Augsburg city mark,<br />

1737-1739 (Seling no. 212) and maker´s mark possibly<br />

Johann V Beckert (Seling 2392/235), however, he only<br />

becomes a master at a later date.<br />

Augsburg, 1737 – 1739.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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114<br />

PAAR LOUIS XVI-VASEN IN PORPHYR<br />

Höhe: 35,5 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Über quadratischem grauen Porphyrsockel, mit darüberliegendem<br />

gegossenen und ziselierten Ornamentband,<br />

die quadratische Porphyrbasis mit darauf montiertem<br />

ovoiden Korpus, welcher mit reich ziselierten<br />

Bronzen montiert ist. Die Bronzen vergoldet und durch<br />

Gliederketten verbunden. Ägyptisierende Hermenköpfe<br />

zwei vollplastisch ausgebildete Löwen als Handhaben<br />

tragend. Steckdeckel mit frucktalem ziselierten<br />

Bronzeknauf. (1250845) (2) (13)<br />

A PAIR OF LOUIS XVI PORPHYRY VASES<br />

Height: 35.5 cm.<br />

Italy, 19th century.<br />

On square grey porphyry base, surmounted by cast<br />

and chased ornamental bands mounted with oval<br />

body, richly decorated with chased bronze fittings.<br />

€ 14.000 - € 16.000<br />

Sistrix<br />

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116<br />

CHRISTIAN DANIEL RAUCH,<br />

AROLSEN 1777 – 1857 DRESDEN, ZUG.<br />

ZAR ALEXANDER I (1777-1825)<br />

Höhe inkl. Sockel: 63 cm.<br />

Weißer Marmor. Die Büste frontal mit nacktem Oberkörper,<br />

der Kopf leicht nach links gewandt. Büste über<br />

eingezogenem gekehltem Rundsockel. Das Modell<br />

wurde in Bronze, Eisen und Marmor ausgeführt, Exemplare<br />

befinden sich u.a. im Nationalmuseum in<br />

Warschau und im Pavlovsk Palast bei Zarskoje Selo.<br />

Der Zar war verheiratet mit Marie Louise Auguste von<br />

Baden-Baden.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Jutta von Simson, Berlin 1996, Kat. 52.1.<br />

(12504017) (13)<br />

€ 25.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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115<br />

PAAR KOMPOSITOBELISKEN<br />

Höhe: 43,7 cm.<br />

Die silberne Bodenplatte mit zwei unidentifizierten<br />

Punzen.<br />

Frankreich oder Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Mit Malachit und poliertem Schiefer beschlagener<br />

Marmorkorpus mit gegossenem Silberbeschlag.<br />

Quadratische Rankenbasis, Sockel und Obelisk mit<br />

teils figürlichem Empiredekor.<br />

(12409215) (2) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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117<br />

WIENER SCHREIBPULT<br />

106 x 66,5 x 55,3 cm.<br />

Wien, um 1808.<br />

Gestreiftes Ebenholz, Ahorn, Mahagoni und Eibe, Einlagen<br />

in Buchsbaum, Silber und Kupfer. Grün gefasste<br />

und vergoldete Schnitzereien in Lindenholz. Ormolu-<br />

Beschläge, Lederauflage ergänzt. Die geschnitzten<br />

Elemente aus der Danhauserschen k.k. priv. Möbelfabrik.<br />

Gestaltet nach einer Meisterzeichnung von<br />

Gottlieb August Pohle, 29. März 1806 (Seiten- und<br />

Grundriss in der Höhe der Kurbelwelle, Quer- und<br />

Längsschnitt. Vier naturalisch gestaltete, auseinanderstrebende<br />

Füße mit Stegverbindung. Seitlich den eigentlichen<br />

Korpus tragend. Schreibplatte zusätzlich in<br />

der Ausrichtung verstellbar. Druch einen Mechanismus<br />

(Kurbelwelle) in der Höhe verstellbar. Drei Geheimladen<br />

im Kasten über der Schreibfläche. Diese ist<br />

zweifach, zum höheren Stehpult verstellbar.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Gabriele Fabiankowitsch, Christian Witt-Dörring,<br />

Genormte Phantasie, Hrsg. Peter Noever für MAK-<br />

Österreichisches Museum für angewandte Kunst,<br />

Wien 1996, S. 59, Abb. 11 links.<br />

(1250063) (13)<br />

VIENNA WRITING DESK<br />

106 x 66.5 x 55.3 cm.<br />

Vienna, ca. 1808.<br />

Striped ebony, maple, mahogany, yew wood inlaid<br />

with boxwood, silver and copper. Green and gilt lime<br />

wood carvings. Ormolu fittings, leather lining replaced.<br />

The carved elements created at Danhauserschen<br />

k.k. priv. furniture factory. Created after a master<br />

drawing by Gottlieb August Pohle, 29 March 1806<br />

(layout and outline at the level of the crank, in profile.<br />

Four naturally carved diverging feet with connecting<br />

struts carrying the structure on the sideways. Writing<br />

desk can be adjusted additionally. Height can be adjusted<br />

mechanically (crank). Three secret compartments<br />

within the box above the writing desk, which<br />

can be adjusted twice to create a taller lectern.<br />

Literature:<br />

Compare G. Fabiankowitsch, C. Witt-Dörring, Genormte<br />

Phantasie, Peter Noever (ed.) for MAK-Österreichisches<br />

Museum für angewandte Kunst, Vienna 1996, p. 59,<br />

ill. 11 left.<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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177


Lot 117<br />

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Lot 117 Höhenverstellbarer Korpus und Schreibplatte<br />

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179


118<br />

KLASSIZISTISCHES SILBERSCHREIBZEUG<br />

Höhe: 21 cm.<br />

Gewicht: 1450 g.<br />

An verschiedenen Stellen punziert: Römische Beschau,<br />

Meistermarke Antonio Cappelletti (1811-1838).<br />

Rom, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Silber, geschnitten, gegossen, vergoldet, montiert. Auf<br />

vier Löwentatzenfüßen das ovale Tableau mit à jour gearbeiteter<br />

Ornamentgalerie. Darauf zwei als Chachepots<br />

getarnte Schreibzeuggefäße sowie eine dazwischen<br />

stehende Amorfigur auf Delfin stehend, darunter<br />

ein Compartiment. (12506423) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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119<br />

PAAR LEUCHTER IM EMPIRE-STIL<br />

Höhe: 98 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Qudratischer Stand mit grün-weiß geädertem Marmorblock,<br />

dieser mit in Ormolu gearbeiteten Reliefs, einen<br />

Lorbeerkranz bzw. eine figürlich antikisierende Szene<br />

darstellend. Auf der Basis eine brünierte Hermenfigur<br />

mit erhobenen Armen und aufgespannten Flügeln, in<br />

den Armen die fünf Brennstellen, an Volutengeäst angebracht,<br />

mit einzelnen Traufschalen und zentraler, an<br />

eine Köcherform erinnernde Erhöhung mit plastischer<br />

Flammenzier in Ormolu. (1251105) (13)<br />

A PAIR OF CANDELABRAS IN EMPIRE STYLE<br />

Height: 98 cm.<br />

France, 19th century.<br />

Square stand with green-white veined marble block<br />

with ormolu reliefs depicting a laurel wreath and an<br />

antique-like figural scene.<br />

€ 15.000 - € 17.000<br />

Sistrix<br />

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181


zum Größenvergleich<br />

120<br />

WIENER NÄHTISCH<br />

69 x 69,5 x 49 cm.<br />

Wien, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

Mahagoni, Kirschbaum, ebonisierter Birnbaum, Messing,<br />

Ormolu, partiell kolorierter Kupferstich auf Papier<br />

französische Zahlungsmittel der Revolutionszeit als<br />

Quod Libet darstellend und durch Glas geschützt. Auf<br />

vier Rollen stehende vier Beine mit ovaler Zarge, welche<br />

durch Klötzchenkapitelle mit Ormolu-Blüten akzentuiert<br />

wird. Korpus durch Stege durchbrochen gearbeitet<br />

und mit Scharnierdeckel mit dem Quod Libet<br />

versehen. Deckel mit Messingknäufchen.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Josef Folnesics, Innenräume und Hausrat der<br />

Empire- und Biedermeierzeit in Österreich-Ungarn,<br />

S. 43, 56. (1250062) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

121<br />

IMPOSANTER DECKENLÜSTER<br />

MIT KRISTALLBEHANG<br />

Höhe: 120 cm.<br />

Durchmesser: 120 cm.<br />

Berlin, wohl Werner & Mieth, um 1810.<br />

Vergoldete gebogene Bronzestreben mit fein geschliffenem<br />

Kristallglasbehang. Zwölfflammiger elektrifizierter<br />

Aufbau mit plastischer Akanthusblattzier und nach<br />

oben palmettartig ausladendem Deckenabschluss<br />

ebenfals mit geschliffenem Behang. Der schöne Leuchter<br />

kann der Berliner Firma Werner & Mieth zugeschrieben<br />

werden, welche von 1791-1819 tätig war.<br />

(1231111) (13)<br />

IMPRESSIVE CRYSTAL CHANDELIER<br />

Height: 120 cm.<br />

Diameter: 120 cm.<br />

Berlin, probably Werner & Mieth, ca. 1810.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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183


122<br />

KONVOLUT SILBER<br />

Maximaler Durchmesser: 30 cm.<br />

Bodenseitig punziert mit Kopenhagener Beschau und<br />

einmal mit Meistermarke.<br />

Kopenhagen, Dänemark, 1927 und 1951.<br />

Silber, geschnitten und gedrückt, ziseliert. Sechs Teller<br />

mit geschweiftem Rand, ein tieferer Teller mit Muschelung<br />

und gemuschelter Fahne, eine größere niedrige<br />

frühere Schale. (1250661) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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123<br />

SÜDDEUTSCHE ROKOKO-LATERNE<br />

Höhe: 70 cm.<br />

Süddeutschland, 18. Jahrhundert.<br />

Metallblech, geschmiedet und gefasst. Sechsseitiger<br />

Korpus mit reicher Blüten- und Blattapplikation, ebenfalls<br />

gefasst. Für vier Brennstellen vorgesehen, elektrifiziert<br />

und verglast. Alters- und Gebrauchssp.<br />

(1251118) (1) (13)<br />

€ 3.800 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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124<br />

PAAR DEKORATIVE EMPIRE-DECKELVASEN<br />

Höhe: 35,5 cm.<br />

Frankreich, um 1800.<br />

Gearbeitet in braunem Achat und feuervergoldeter<br />

ziselierter Bronze. Über quadratischem Stand mit abgesetzten,<br />

fein ziselierten Empire-Motiven über satiniertem<br />

Grund die blockhafte Basis mit Ährenkranz<br />

und aufmontierter gefußter ovoider Vase mit Hermenköpfen<br />

und hoch nach oben strebenden rechteckigen<br />

Handhaben sowie Steckdeckel mit Zapfenknauf.<br />

(1250844) (2) (13)<br />

A PAIR OF DECORATIVE LIDDED EMPIRE VASES<br />

Height: 35.5 cm.<br />

France, ca. 1800.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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125<br />

CHINESISCHER LACKSEKRETÄR<br />

170 x 68,5 (85,5 in geöffnetem Zustand) x 68,5 cm.<br />

Kanton, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Für den europäischen Markt gestaltetes Exportmöbel<br />

mit Schwarzlack und feiner Goldmalerei auf Holzkern<br />

und Papiermaché. Vierteiliges Möbel mit schlanken<br />

Beinen die leicht geschweifte Zarge tragend. Darauf<br />

der Schreibkasten, der zweitürige Aufsatz und die Bekrönung.<br />

Schreibplatte innen mit purpurfarbenem<br />

Samtbezug. Aufsatz mit mittiger Spiegeltür, darüber<br />

zwei offene Fächer. Allseits mit vollflächiger Fassung<br />

in Kanton-Goldlack mit chinesischen Stadtlandschaften<br />

mit Wasserstraßen, Ornamenten, Tierdarstellungen<br />

und Pagoden mit Figurenstaffage.<br />

CHINESE LACQUER SECRETARY<br />

170 x 68.5 (85.5 cm open) x 68.5 cm.<br />

Canton, first half of the 19th century.<br />

Literature:<br />

Compare G. Gabbert, Ostasiatische Lackkunst,<br />

Museum für Kunsthandwerk, Frankfurt am Main<br />

1978, pp. 10, 59, 60, 64, 97, 112.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Literatur:<br />

Vgl. Gunhild Gabbert, Ostasiatische Lackkunst, Museum<br />

für Kunsthandwerk, Frankfurt am Main 1978,<br />

S. 10, 59, 60, 64, 97, 112. (1250064) (13)<br />

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187


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Lot 125


126<br />

PAAR PATINIERTE BRÛLE DE<br />

PARFUM-CASSOLETTES<br />

Höhe: 32 cm.<br />

Durchmesser: 15 cm.<br />

Frankreich, Louis XVI-Periode, spätes 18. Jahrhundert.<br />

Über konisch auslaufenden Füßchen, über dreipassigem<br />

Grund, die Basis mit eingezogenen Kanten. Darüberstehend<br />

Bocksbeine mit verbindendem Mittelring<br />

und darin gelagertem tordierten Mittelstab, welcher<br />

einem Granatapfel entwächst. Korpus stark gebaucht<br />

und mit gekehlter Schulter, dunkelbraun patiniert und<br />

mit Satyrköpfen versehen. Abschließend durch mit<br />

Laufendem Hund-Dekor durchbrochenem Ring, welchem<br />

der patinierte Haubensteckdeckel mit fruktalem<br />

Knauf aufliegt. Alters- und Gebrauchssp.<br />

(12003820) (13)<br />

€ 3.500 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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127<br />

PAAR CHARLES X-GIRANDOLEN<br />

Höhe: 78 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert, brüniert und vergoldet.<br />

Über dreieckigem Grund mit eingezogenen Kanten<br />

und gekappten Spitzen kannelierter Schaft, auf drei<br />

plastisch ausgeformten Löwentatzenfüßen stehend.<br />

Darüber jeweils fünf im Rund angeordnete Brennstellen<br />

mit zentraler überhöhter Brennstelle mit plastisch<br />

ausgeformter Flamme. (1250524) (1) (13)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildung<br />

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189


128<br />

NACH VORBILD VON FRANÇOIS JOSEF BOSIO,<br />

1769 MONACO – 1845 PARIS<br />

KAISERIN MARIE-LOUISE VON FRANKREICH<br />

(WIEN 1701 – 1847 PARMA)<br />

Höhe: 67,2 cm.<br />

Breite: 47,5 cm.<br />

Verso bezeichnet „Bartolini ni direxit-Bosio“.<br />

Um 1811.<br />

Carrara-Marmor. Die Dargestellte war die zweite<br />

Gattin Napoleons I. Bonaparte, seit 1816 Herzogin von<br />

Parma, Piaccenza und Goastalla. Büste der Kaiserin in<br />

antikischem Umhang, an der rechten Schulter durch<br />

einen Knopf zusammen gebunden. Auf dem zurück<br />

gekämmten, mit Stirnlocken frisiertem Haar ein Diademreif,<br />

das Haar hinten zu einem Zopf geflochten<br />

und als Zopfkranz in Art der römischen Antike gebunden.<br />

Das Antlitz in leichtem Lächeln wiedergegeben.<br />

(12504018) (10)<br />

AFTER A MODEL OF FRANÇOIS JOSEPH BOSIO,<br />

1769 MONACO - 1845 PARIS<br />

MARIE LOUISE, EMPRESS OF FRANCE (VIENNA<br />

1701 - 1847 PARMA)<br />

Height: 67.2 cm.<br />

Width: 47.5 cm.<br />

Inscribed “Bartolini ni direxit-Bosio” on the reverse.<br />

Ca. 1811.<br />

Carrara marble. The lady is the second wife of Napoleon<br />

Bonaparte, since 1816 Duchess of Parma, Piacenza<br />

and Guastalla.<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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191


129<br />

GUÉRIDON<br />

Höhe: 96 cm.<br />

Durchmesser: 82 cm.<br />

Paris, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

Der Guéridon ist zuschreibbar an Bernard Molitor<br />

(1755-1833), Meister 1787, oder dessen Umkreis.<br />

Über drei Rollen die Löwentatzenfüße mit geschwungenen<br />

Beinen, welche mit Messingblech verkleidet<br />

sind. Diese zusammenlaufend in einem Tondotableau<br />

mit durchbrochen gearbeiteter Galerie und eingelegter,<br />

rot-weiß gesprenkelter Marmordeckplatte. Die Zarge<br />

mit Messingprofil und eingelegten Messingbändern<br />

auf Mahagoni sowie überkragender Deckplatte in rotweiß<br />

gesprenkeltem Marmor mit umlaufender durchbrochener<br />

Rautenmessinggalerie und zentralem Mitteltableau,<br />

welches sich über einer kannelierten,<br />

partiell gefüllten Säule erhebt und ebenfalls mit einer<br />

Galerie versehen ist. Die Zarge mit Löwenkopfringhandhaben<br />

versehen. (1210735) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

130<br />

PAAR FLORALE LOUIS XVI-KANDELABER<br />

Höhe: 86 cm.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

In Ormolu montierter balustrierter Vasenkorpus auf<br />

quadratischem Sockel stehend. Die Vase mit ziselierten<br />

Blatt- und Blütenfestons sowie seitlichen Blatthandhaben.<br />

Eingezogener Hals mit Aufsatz in Form plastisch<br />

emporragender Lilien- und Nelken mit Brennstellen in<br />

deren Blüten. (1250593) (1) (13)<br />

A PAIR OF FLORAL LOUIS XVI CANDELABRA<br />

Height: 86 cm.<br />

France, second half of the18th century.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

zum Größenvergleich<br />

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193


131<br />

SEHR GROSSER LOUIS XVI-SPIEGEL<br />

200 x 94 cm.<br />

Frankreich, um 1780.<br />

Hochrechteckiger Spiegelrahmen mit geriffeltem Ornamentband<br />

zwischen Blattwerkornamenten. Die Ecklösungen<br />

als Würfelkapitelle mit Blütenfüllung gestaltet,<br />

die oberen Kapitelle mit Blattfestons verbunden und<br />

flankiert. Über ihnen geschnitzte vergoldete Vasen mit<br />

absteigenden Zügen und eingestecktem Blattwerk.<br />

Zwischen ihnen Architektursymbolik inmitten eines von<br />

Knitterschleife überfangenem Lorbeerblattkranzes und<br />

fruktaler Eichenlaubschnitzerei. Holzwurmschäden, minimal<br />

besch., rest., Spiegelglas vermutlich erg.<br />

(1251172) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

132<br />

TISCH IM EMPIRE-STIL<br />

Höhe: 66 cm. Durchmesser: 61 cm.<br />

19./ 20. Jahrhundert.<br />

Auf drei Löwentatzenfüßen, in Holz geschnitzt, dunkelgrün<br />

gefasst und durch ein geschnitztes Wurzelholztableau<br />

verbunden, ruhend die Deckplatte, umrandet<br />

von messinggetriebenem Ornamentband und darunterliegenden,<br />

aus den Beinen erwachsenden Greifenköpfen<br />

mit Ringhandhaben. Deckplatte intarsiert in<br />

verschiedenen, kontrastreich nebeneinandergesetzten<br />

Hölzern, Blattwerk und Blüten zeigend.<br />

(1251282) (1) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

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133<br />

PAAR FIGÜRLICHE KANDELABER<br />

Höhe: 77 cm<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Auf quadratischer roter Marmorbasis mit eingezogenen<br />

Ecken und daraus erwachsendem Säulenstumpf, ein<br />

in brünierter und vergoldeter Bronze wiedergegebener<br />

Putto einen Aufsatz mit fünf Brennstellen und erhabener<br />

Spitze tragend. Wenig Grünspan.<br />

(1251021) (3) (13)<br />

A PAIR OF FIGURAL CANDELABRA<br />

Height: 77 cm<br />

France, 19th century.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

134<br />

LOUIS XVI-BUREAU PLAT<br />

Höhe: 77 cm.<br />

Breite: 163 cm.<br />

Tiefe: 76 cm.<br />

Frankreich, wohl 18. Jahrhundert.<br />

In kegeligen Bronzesabots stehende, runde kannelierte<br />

Beine, welche sich konisch nach oben erweitern, mit<br />

seitlichem lederbezogenen Auszug. Frontseitig fünfschübig<br />

mit Blattzierringen. Den Zügen des Möbels<br />

folgende Holzdeckplatte mit gekehlten Kanten. Eingelegte<br />

grüne Lederdeckplatte mit ornamentaler Goldpunzierung.<br />

Kein Schlüssel vorhanden. Besch.<br />

(1250823) (13)<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

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195


Rückseite<br />

135<br />

TINTENFASS ALS AMOR<br />

Höhe ohne Sockel. 15 cm.<br />

Höhe mit Sockel: 20 cm.<br />

Venedig, 17. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, patiniert. Auf Nussbaumsockel<br />

montierte Figura Serpentinata einen auf einem Dreieckssockel<br />

sitzenden nach links gedrehten Amor darstellend,<br />

der seinen Finger an den Mund trägt und<br />

auf seinem Oberschenkel eine Schneckenschale als<br />

Tintenfass balanciert, seine Flügel ausgestellt. Sockel<br />

evtl. aus der Zeit. (12504022) (13)<br />

€ 7.500 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

136<br />

PAAR GROSSE FIGÜRLICHE KANDELABER<br />

Höhe: 88,5 cm.<br />

Frankreich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

INFO | BIETEN<br />

Auf quadratischer Marmorbasis ein marmorner Säulenstumpf<br />

mit umlaufendem ziseliertem Ormolu-Dekor,<br />

Lorbeerblattreife und Blütenfestons zeigend. Darauf<br />

brünierte Figuren alternierenden Geschlechts je ein<br />

überdimensioniertes Ormolu-Gebilde in Blütenform<br />

mit je zwei Brennstellen tragend. Eine Basis von unten<br />

mit Riss. (1240189) (13)<br />

Detail<br />

A PAIR OF LARGE FIGURAL CANDELABRA<br />

Height: 88.5 cm.<br />

France, 18th/ 19th century.<br />

€ 12.000 - € 16.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

196 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6,500 additional images.


137<br />

AUGSBURGER ROKOKO-TINTENZEUG<br />

IN VERMEIL<br />

Höhe: 18 cm.<br />

Maximale Breite: 21 cm.<br />

Tiefe: 23,5 cm.<br />

Alle Teile gemarkt mit Augsburger Pinienzapfen sowie<br />

Meistermarke „CD“ für Christian Drentwett d.J.<br />

(1729-1801).<br />

Augsburg, 1777 – 1779.<br />

Geschweifte Standplatte auf kurzen Füßchen mit getriebener<br />

Rocailleranddekoration, unterhalb der Ring in<br />

Form eines Blätterzweigs. Entsprechender geflochtener<br />

Zweig zieht vom Tablett hoch und trägt eine florale<br />

Kerzentülle mit weitem Wachsteller. Auf der Fläche<br />

Pflanzen- und Vogeldekoration in Treibarbeit, dazwischen<br />

drei Standringe mit den Einsätzen für Tintenfass,<br />

Streusandgefäß sowie eine Tischglocke. Das Tintengefäß<br />

abgedeckelt, die Wandungen jeweils ebenfalls<br />

reich in Treibarbeit dekoriert. (12506416) (11)<br />

€ 2.800 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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138<br />

PAAR BLUE JOHN-LOUIS XVI-DECKELZIERVASEN<br />

Höhe: 36 cm.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Über vergoldetem Bronzestand der kubische Fuß mit<br />

profiliertem Rundfuß und in Alabaster gearbeitetem,<br />

weißen ovoiden Sockel mit seitlichen ziselierten Löwenkopfhandhaben<br />

in Ormolu. Blue John-Hals und Ziersteckdeckel<br />

mit ziseliertem vergoldeten Zapfenknauf.<br />

(12508427) (2) (13)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildung des Tafelaufsatzes<br />

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139<br />

FONTANA DEL MORO<br />

26 x 47 x 42 cm.<br />

Gewicht mit Marmorbasis: ca. 17,1 kg.<br />

Signiert (Aurelio) „Mortet, Roma“, 800er Feingehalt,<br />

zwei verschlagene Punzen.<br />

Rom.<br />

Auf geschweiftem schwarzweiß geädertem Marmorsockel,<br />

welcher die Züge der in Silber gegossenen und<br />

ziselierten Darstellung aufnimmt, eine Miniaturdarstellung<br />

der „Fontana del Moro“ auf der Piazza Navona in<br />

Rom, welche 1574 -1576 von Giacomo della Porta<br />

geschaffen wurde. Die Figur des mit einem Delphin<br />

kämpfenden Äthiopiers, welcher dem Brunnen seinen<br />

Namen gab, etwas locker. Der Bozetto für diese Figur,<br />

welche von Giovanni Antonio Mari ausgeführt wurde,<br />

stammte von Bernini. (12314130) (13)<br />

€ 4.500 - € 5.500<br />

Sistrix<br />

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201


140<br />

VIER OPULENTE MAILÄNDER SAUCIÈREN<br />

Höhe jeweils: 21,2 cm.<br />

Gewicht zusammen inkl. Löffel: ca. 4400 g.<br />

Mailänder Beschau, Meistermarke Eugenio Brusa<br />

(gest. 1827).<br />

Mailand, um 1805.<br />

Silber, gegossen, getrieben, gesägt, ziseliert, vergoldet.<br />

Über vier Eichelfüßen die Basis mit Kymation-Fries und<br />

Stufe mit à jour gearbeitetem Laufenden Hund-Fries.<br />

Hoher Dorn zur Einführung und Sicherung des einzusteckenden<br />

Saucierenkoprus. Dieser mit Wellenbandmotiv<br />

und vier plastisch ausgearbeiteten Löwentatzen.<br />

Weiter Korpus mit ausladender Schaupe und einer<br />

Handhabe in zwei Drachenköpfen endend. Löffel vergoldet<br />

mit Fadendekor.<br />

Anmerkung:<br />

Eugenio Brusa war der bekannteste Meister einer<br />

Mailänder Goldschmiededynastie, der an der Realisierung<br />

des Silberservice für den Mailänder Hof mitwirkte,<br />

welches sich heute in der Hofburg zu Wien<br />

befindet. (12506429) (13)<br />

FOUR LAVISH MILAN SAUCIÈRES<br />

Height: 21.2 cm each.<br />

Weight incl. spoon: ca. 4400 g.<br />

Milan city mark, maker´s mark Eugenio Brusa<br />

(died 1827).<br />

Milan, ca. 1805.<br />

Silver; cast, wrought, cut, chased and gilt.<br />

Notes:<br />

Eugenio Brusa was the most famous master of a<br />

well-known Milan dynasty of goldsmiths, who was<br />

involved in creating the silver service for the Royal<br />

Court of Milan today held at the Hofburg in Vienna.<br />

€ 35.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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141<br />

WIENER SAMOWAR<br />

Höhe: 51 cm.<br />

Gewicht: 3100 g.<br />

An verschiedenen Stellen meist undeutlich punziert:<br />

Wiener Beschau mit 13 lötigem Feingehalt, verschlagene<br />

Meistermarke und Französischer Feingehaltsstempel.<br />

Wien, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

Silber, getrieben, gegossen, ziseliert. Über dreieckigem<br />

Grund mit eingezogenen Kanten und gekappten<br />

Ecken die drei schlanken Bocksbeine um den Rechaud<br />

stehend. Balusterkorpus mit absteigenden satinierten<br />

Zügen und Akantusblattdekor. Röhrenausguss mit<br />

Ebenholzregler. Wandung mit seitlich ansetzenden vollplastischen<br />

Widderköpfen. Spuleneinsatz mit à jour<br />

gearbeiteter Galerie mit vollplastischer Baumbekrönung.<br />

In original Lederfutteral (besch.).<br />

(12506415) (13)<br />

VIENNESE SAMOVAR<br />

Height: 51 cm.<br />

Weight: 3100 g.<br />

Mostly hallmarked indistinctly in various places: Vienna<br />

city mark with 13 loth fineness, mis-struck hallmark<br />

and French hallmark.<br />

Vienna, beginning of the 19th century.<br />

In original leather case (damaged).<br />

€ 28.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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142<br />

ELEGANTE PARISER VASENUHR<br />

Höhe: 50,5 cm.<br />

Breite: 46 cm.<br />

Das Zifferblatt bezeichnet „Le Paute Hr de Roi“ und<br />

über der Sechs „À Paris“.<br />

Paris, 19. Jahrhundert.<br />

Weißes Emailzifferblatt mit römischen Stunden und<br />

arabischen Minuten, zwei Zeiger für Stunden und<br />

Minuten, Aufzugslöchlein über der Vier und der Acht.<br />

Alabasterkorpus, geschnitten und poliert, auf Rollwerkfüßen<br />

mit quadratischer Basis und Lorbeerblattfries.<br />

Die Vase montiert in ziselierter und vergoldeter<br />

Bronze mit frontseitigem verglasten Zifferblatt und<br />

seitlich ausladenden Akanthushenkeln sowie oben<br />

abschließendem Perlstabrand. Rest., Schlüssel und<br />

Pendel fehlen. (†) (12200336) (13)<br />

€ 2.600 - € 2.800<br />

Sistrix<br />

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143<br />

DECKENLEUCHTER VON HENRY DASSON,<br />

1825 – 1896<br />

Höhe: 58 cm.<br />

Durchmesser: 47 cm.<br />

Signiert.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, vergoldet, fein ziseliert. Mit sechs Brennstellen<br />

an vegetabilen Armen mit ausladenden Traufschalen<br />

und Vasentüllen, Blätter und plastische Faunsköpfe<br />

sowie Weinreben zieren den Leuchter. (†)<br />

Anmerkung:<br />

Henry Dasson besaß eine Werkstatt in der Rue Vielle<br />

du Temple 106, welche er 1871 für 14.000 Francs von<br />

der Witwe des Ebenisten Charles-Guillaume Winckelsen<br />

(1812-1871) erworben hatte. Schon bald wurde er<br />

als hervorragender Ebenist und Bronzier bekannt und<br />

stellte 1878 auf der Pariser Weltausstellung aus.<br />

(12200335) (13)<br />

€ 4.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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144<br />

KABINETTSCHRANK IN DER ART VON LINKE<br />

155,5 x 125 x 46 cm.<br />

Paris, Ende 19. Jahrhundert.<br />

In vier Bronzesabots stehende vier Füße mit Zentraltür<br />

mit zwei Kompartiments, Marketerie in Veilchenholz<br />

mit Ormolubronzezier. Eingezogener oberer Abschluss<br />

mit Deckplatte in Breche d‘Alep. (†)<br />

(12200347) (13)<br />

€ 6.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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145<br />

STEHLAMPE IM EMPIRE-STIL<br />

Höhe: 198 cm.<br />

Wien, um 1850.<br />

Auf dreieckigem Grund mit gestauchten und eingezogenen<br />

Kanten drei Bocksbeine mit brünierten gekanteten<br />

Beinen und aufsitzenden weiblichen Karyatiden,<br />

mit ihren plastisch gestalteten Flügeln, welche durch<br />

Lorbeerblattfestons vermittelt werden. Mittige kannelierte<br />

Säule, das Ölfass tragend, dieses ebenfalls<br />

brüniert und mit Lorbeerblattkränzen und Knitterschleifen<br />

versehen. Darüber brüniertes Gefäß mit<br />

Sterndekor und drei aus ihm wachsenden, vegetabilen<br />

Armen mit geschuppten Brennstellen, elektrifiziert.<br />

Oben abschließende plastische Empire-Vase.<br />

(1241499) (13)<br />

€ 3.600 - € 3.800<br />

Sistrix<br />

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146<br />

ELEGANTE VITRINE<br />

Höhe: 191 cm.<br />

Breite: 110 cm.<br />

Tiefe: 39 cm.<br />

Schloss signiert „P. Sormani/ 10r. Charlot/ Paris“.<br />

Paris, spätes 19. Jahrhundert.<br />

Vier geschweifte, in Bronzesabots stehende Beine, den<br />

verglasten Korpus furniert in Veilchenholz tragend, welcher<br />

vertikal dreifach gestaffelt ist. (†)<br />

Anmerkung:<br />

Paul Sormani (1817-1877) gründete seine Firma 1847<br />

in der 7 Cimetière Saint-Nicholas in Paris und war spezialisiert<br />

auf besonders feine Möbel im Stil Louis XV<br />

und Louis XVI. (12200348) (13)<br />

ELEGANT DISPLAY CABINET<br />

Height: 191 cm.<br />

Width: 110 cm.<br />

Depth: 39 cm.<br />

Lock signed “P. Sormani/ 10r. Charlot/ Paris”.<br />

Paris, late 19th century.<br />

Glazed triple-layered cabinet with kingwood veneer<br />

on four curved legs in bronze sabots.(†)<br />

Notes:<br />

Paul Sormani (1817-1877) founded his company in<br />

1847 at 7 Cimetière Saint-Nicholas in Paris and was<br />

specialised in especially fine pieces of furniture in<br />

the style of Louis XV and Louis XVI.<br />

€ 14.000 - € 16.000<br />

Sistrix<br />

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147<br />

ELEGANTE VITRINE IM TRANSITIONS-STIL<br />

Höhe: 164,5 cm.<br />

Breite: 69 cm.<br />

Tiefe: 38,5 cm.<br />

Frankreich, Ende 19. Jahrhundert.<br />

In vergoldeten Bronzesabots stehende gekantete und<br />

geschwungene Beine, den kastenförmigen hochrechteckigen<br />

Korpus mit dreiseitiger Verglasung tragend.<br />

Innen mit rotem Samt tapeziert. Außen mit feinem<br />

Furnier und ziselierten vergoldeten Bronzen. Kein<br />

Schlüssel vorhanden. (†) (12200342) (13)<br />

€ 1.600 - € 1.800<br />

Sistrix<br />

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148<br />

POUDREUSE<br />

139 x 104 x 60 cm.<br />

Signiert „Charles Bernel, 4 passage St. Pierre Amelot,<br />

Paris“.<br />

Paris, erste Hälfte 20. Jahrhundert.<br />

Vier in Bronzesabots stehende schlanke Beine sich in<br />

einer geschweiften Zarge mit drei Schüben und Kniekompartiment<br />

vereinend. Überkragende nierenförmige<br />

Deckplatte mit rückwärtiger Psyche und zwei Brennstellen.<br />

Reich in Rosenholz furniert und diamantiert.<br />

(†) (12200346) (13)<br />

€ 6.000 - € 7.000 INFO | BIETEN<br />

Sistrix


149<br />

SCHAUKABINETT IM LOUIS XVI-STIL<br />

124 x 40 x 122 cm.<br />

Gemarkt „mobilier decoration ancient et modern<br />

Mercier Frères St. Antoine Paris“.<br />

Paris, spätes 19. Jahrhundert.<br />

In bronzenen Löwentatzensabots stehender kantiger<br />

Korpus mit zweigeschossigem Aufbau. Sockelzone mit<br />

Ormolulambrequin. Darüber Mittelschwingtüre mit Rosenholzfurnier<br />

und ovaler Louis XVI-Ormolukartusche<br />

mit bruniertem Relief, eine Muse mit zwei Amoretten<br />

zeigend. Daneben zwei Schiebetüren. Darüberliegendes<br />

offenes, teilweise durch eine Galerie abgegrenztes<br />

Kompartiment, von Ochsenaugenrelief und querrechteckigem<br />

Relief überfangen. Überkragende, von grauen<br />

Schlieren durchzogene, weiße Marmordeckplatte. (†)<br />

(12200345) (13)<br />

LOUIS XVI STYLE DISPLAY CABINET<br />

124 x 40 x 122 cm.<br />

Marked “mobilier decoration ancient et modern<br />

Mercier Frères St. Antoine Paris”.<br />

Paris, late 19th century. (†)<br />

€ 6.500 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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150<br />

PAAR EMPIRE-WANDLEUCHTER<br />

Höhe: 38 cm.<br />

Breite: 34 cm.<br />

Frankreich, um 1790.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert, vergoldet. Aus einem<br />

zentralen, radial gestalteten, runden Blatttondo mit<br />

umlaufendem glatten Zierring ein zentraler akanthusblattbesetzter<br />

Arm, in einer fackelähnliche Brennstelle<br />

endend, aus welcher drei weitere Arme, teils kanneliert<br />

und mit Akanthusblättern besetzt, erwachsen.<br />

Mit untersichtiger Blattwerkornamentik und jeweils<br />

drei Brennstellen. Erg. (12414916) (13)<br />

€ 1.300 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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151<br />

PAAR KANDELABER IM LOUIS XVI-STIL<br />

Höhe: 80 cm.<br />

Breite: 44 cm.<br />

Wohl Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Kombinationsarbeiten aus weißem Marmor und Bronze.<br />

Über vier Bronzefüßchen stehende kreisrunde Marmorbasis<br />

mit Risalitvorsprüngen und drei aufstehenden<br />

Bronzevoluten, aus denen ein Aufbau mit zahlreichen<br />

Brennstellen erwächst. Jeweils eine fehlende Applikation<br />

im Sockelbereich. (†) (12200324) (13)<br />

€ 4.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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152<br />

PAAR APPLIKEN IM LOUIS XIV-STIL<br />

Höhe: 88 cm.<br />

Messingbronze, gegossen, vergoldet. Rollwerkkartusche<br />

mit fruktalem Behang und Cherubimaufsätzen,<br />

welche plastisch aus einem Strahlenkranz hervortreten.<br />

Fünf Rollwerkarme mit Akanthusblättern und ziselierten<br />

Lanzettblättern und Vasentüllen. Ehemals elektrifiziert.<br />

(1220413) (13)<br />

€ 4.800 - € 5.200<br />

Sistrix<br />

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153<br />

PAAR APPLIKEN IM LOUIS XIV-STIL<br />

Höhe: 43 cm.<br />

Wohl Frankreich.<br />

Bronze, gegossen, vergoldet. Symmetrischer Aufbau<br />

des Rückenschildes mit Bandelwerkdekor, plastischen<br />

Puttiapplikationen und Strahlenkränzen sowie ausladenden<br />

Flügeln. Fünf auswachsende Brennstellen mit<br />

weiten Traufschalen und mit Lorbeerblattfries umrahmten<br />

Vasentüllen. (†) (12200330) (13)<br />

€ 4.800 - € 5.200<br />

Sistrix<br />

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154<br />

PAAR APPLIKEN IM LOUIS XIV-STIL<br />

Höhe: 88 cm.<br />

Messingbronze, gegossen, vergoldet. Rollwerkkartusche<br />

mit fruktalem Behang und Cherubimaufsätzen,<br />

welche plastisch aus einem Strahlenkranz hervortreten.<br />

Fünf Rollwerkarme mit Akanthusblättern und ziselierten<br />

Lanzettblättern und Vasentüllen. Ehemals elektrifiziert.<br />

(1220412) (13)<br />

€ 4.800 - € 5.200<br />

Sistrix<br />

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215


155<br />

PAAR FIGÜRLICHE WANDAPPLIKEN NACH<br />

CLAUDE GALLE (1759-1815)<br />

Höhe: 50 cm.<br />

Frankreich, um 1890.<br />

Messingbronze, gegossen und ziseliert, vergoldet.<br />

Als weibliche Gestalt in Hermenform auf einem Pilaster<br />

stehend mit einem gegossenen Rosenblüten- und<br />

unten abschließendem akanthusblattbesetzten Kapitell.<br />

Die Figuren mit Schleifen im Haar dekoriert und<br />

jeweils eine Brennstelle an einem durch C-Schwünge<br />

und vegetabile Stränge gebildeten Arm tragend. Die<br />

Arme in Vasentüllen auslaufend. Elektrifiziert.<br />

(1241493) (13)<br />

€ 2.700 - € 2.900<br />

Sistrix<br />

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156<br />

PAAR BAROCK-KONSOLEN<br />

Höhe: 82 cm.<br />

Breite: 84 cm.<br />

Tiefe: 43 cm.<br />

Österreich, 18. Jahrhundert.<br />

Weichholz, geschnitzt, vergoldet. Über Löwentatzenfüßen<br />

stehender einbeiniger Aufbau mit Blütenzier<br />

am Knie und darüberliegendem Perlbanddekor. Die<br />

Zarge reich beschnitzt durch Rocaille- und C-Schwünge<br />

mit darüberliegendem Lorbeerblattrelief. Den Zügen<br />

des Möbels teils folgende unterschiedliche Marmorplatten.<br />

Rest. (12414915) (13)<br />

€ 2.500 - € 2.800<br />

Sistrix<br />

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157<br />

VERGOLDETE BRONZEGARNITUR<br />

Mittelstück Höhe: 23 cm.<br />

Paar Höhe: je 21 cm.<br />

Frankreich, Mitte 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Zwei Ziervasen<br />

mit rundem flachem Korpus und eine Zierdeckelvase<br />

mit geschweiften Handhaben und figürlichem<br />

Zierknauf. (†) (12200337) (13)<br />

GILT-BRONZE SET<br />

Height of central part: 23 cm.<br />

Height of pair: 21 cm each.<br />

France, mid-19th century.<br />

Bronze; cast; chased and gilt. (†)<br />

€ 6.800 - € 7.200 INFO | BIETEN<br />

Sistrix


158<br />

HALLENBANK<br />

Höhe: 125,5 cm.<br />

Breite: 198 cm.<br />

Tiefe: 42 cm.<br />

Holz, geschnitzt, marmoriert. Stark rest., erg.<br />

Provenienz:<br />

Christie´s, Amsterdam am 24.09.2002, Sale 2559<br />

The Dutch interior including V.O.C. & Former dutch<br />

colonies, für 31.070,- Euro verkauft. (12511011) (13)<br />

HALLWAY BENCH<br />

Height: 125.5 cm.<br />

Width: 198 cm.<br />

Depth: 42 cm.<br />

Wood; carved, marbled. Heavily restored, mended.<br />

Provenance:<br />

Christie´s, Amsterdam on 24.09.2002, Sale 2559 The<br />

Dutch interior including V.O.C. & Former dutch colonies,<br />

sold for 31,070.00 EUR.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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159<br />

DIE ALLEGORIE DER VIER JAHRESZEITEN<br />

Maximale Höhe: ca. 52 cm.<br />

Vermutlich Frankreich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Blei, gegossen und patiniert. Vier Puttofiguren, mit<br />

ihren entsprechenden Attributen, sich für eine der vier<br />

Jahreszeiten ausweisend. (1250949) (13)<br />

THE ALLEGORY OF FOUR SEASONS<br />

Maximum height: ca. 52 cm.<br />

Probably France, 18th/ 19th century.<br />

Lead; cast and patinated. Four putto figures with their<br />

respective attributes symbolizing one of the four seasons<br />

each.<br />

€ 15.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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219


160<br />

PAAR TAFELAUFSÄTZE IM LOUIS XVI-STIL<br />

Höhe: 16 cm.<br />

Breite: 17 cm.<br />

Tiefe: 11,5 cm.<br />

Rechteckiger Stand mit zentralem Akanthus- und Zapfenmotiv.<br />

Risalitartige Ausbuchtungen, die vier schlanken<br />

Beine tragend, welche in plastischen Widderköpfen<br />

enden. Deren Hinterköpfe tragen die ovale Zarge mit<br />

zartem vegetabilen Relief in vergoldeter Bronze und die<br />

eingelegte, grün-weiß geäderte Marmordeckplatte.<br />

(12214728) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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161<br />

LOUIS XVI-DECKELVASE IN GRIOTTE-MARMOR<br />

Höhe: 35,2 cm.<br />

Zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Auf quadratischem, mit Muldenbronzen beschlagenem<br />

Stand, der gestufte Aufbau mit gedrehtem Banddekor<br />

in vergoldeter und ziselierter Bronze sowie eingestellten,<br />

durchbrochen gearbeiteten Rosenornamenten.<br />

Runder Profilfuß mit Zungenfries und Akanthusblattformen,<br />

die stark gebauchte über der Schulter<br />

abknickend und Korpus in Griotte-Marmor zeigend,<br />

zum Hals hin mit vergoldeten Bronzen dekoriert. Der<br />

Steckdeckel mit fruktalem Zapfenknauf, ebenfalls in<br />

vergoldeter Bronze über Griotte-Marmor. Kleine Chips<br />

an der Schulter. (12508419) (2) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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162<br />

PAAR ELEGANTE LOUIS XVI-TAFELAUFSÄTZE IN<br />

FORM ANTIKER DREIFUSSGEFÄSSE<br />

Höhe: 47 cm.<br />

Frankreich, Ende 18. Jahrhundert.<br />

Die Beine spangenartig mit abschließenden Bockshufen<br />

und oben angesetzten, antropomorphen Maskarons,<br />

bärtige Bacchusköpfe mit gedrehtem Gehörn,<br />

das sich zur Wandung des ovaloiden Vasenkörpers<br />

anlegt. Gewölbte Deckel mit Pinienzapfen und Hängeblattbekrönung.<br />

Ausführung in dunkelrotem Rouge<br />

Griotte, die Bronzen feuervergoldet. An Oberrand und<br />

Sockel umziehende Perlstabdekoration.<br />

(12510110) (11)<br />

A PAIR OF ELEGANT LOUIS XVI CENTREPIECES<br />

IN THE SHAPE OF ANTIQUE TRIPODS<br />

Height: 47 cm.<br />

France, end of the 18th century.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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zum Größenvergleich<br />

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221


163<br />

MONTIERTE SAMSON-VASE<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Volutensockel mit plastischer ziselierter Akanthusblattdekoration,<br />

darüber bombierte Porzellanvase in<br />

den Farben der Famille Verte mit zentralem Korbmotiv,<br />

mit Crysanthemenblüten gefüllt und von fliegenden<br />

Schmetterlingen begleitet. Die Schulter dekoriert<br />

mit Trellismustermotiv und dazwischenliegenden<br />

passigen Kartuschen sowie Ruyi-Band in blau-grünen<br />

Farben. Zweiseitiges Henkelmotiv mit geharnischten<br />

Hermen, die Mündung von vergoldeten Rokoko-Bronzen<br />

umrahmt. Stülpdeckel mit plastisch ausgestaltetem<br />

Beerenmotiv und Wiederaufnahme des Korbmotivs<br />

des Korpus, in den Farben der Famille Verte.<br />

MOUNTED SAMSON VASE<br />

France, 19th century.<br />

Volute-shaped base with chased acanthus leaf décor,<br />

bombe shaped porcelain vases famille verte colouration<br />

with central basket motif filled with chrysanthemums<br />

and fluttering butterflies.<br />

Literature:<br />

F. Slitine, Samson. Génie de l'imitation, p. 8., with ill.<br />

“Vue de deux salles d'exposition, 7 rue Béranger”<br />

(respective copy enclosed).<br />

€ 18.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Literatur:<br />

Florence Slitine, Samson. Génie de l'Imitation, S. 8.,<br />

mit Abb. „Vue de deux salles d'exposition, 7 rue<br />

Béranger“ (entsprechende Kopie beigegeben).<br />

(12506454) (13)<br />

zum Größenvergleich<br />

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223


164<br />

NAPOLEON III-JARDINIÈRE<br />

20,5 x 41 x 28,5 cm.<br />

Frankreich, zweites Drittel 19. Jahrhundert.<br />

Auf vier ziselierten Akanthus-Messingfüßen der geschweifte,<br />

in unterschiedlichen Hölzern, Perlmutt,<br />

Lapislazuli und Messingblatt furnierte Korpus. Kurzenden<br />

mit Blattornamenthandhaben, Zwickel der<br />

Schweifungen mit gegossenem Köcher-Bogen- Zierwerk.<br />

Galerie in gegossenem und ziseliertem Messing.<br />

Grün gefasster, mit zwei Eisenringen versehener<br />

Inneneinsatz. (1240034) (13)<br />

€ 400 - € 500<br />

Sistrix<br />

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165<br />

PAAR FEUERVERGOLDETE LÖWENFIGUREN IN<br />

BRONZE<br />

Höhe der Figuren: ca. 7 cm.<br />

Länge: 14 cm.<br />

Gesamthöhe: 15 cm.<br />

Sockellänge: 17 cm.<br />

Wohl Florenz, 17. Jahrhundert.<br />

Als Gegenstücke gearbeite, jeweils einen Hund mit<br />

Halsband in den Pranken. Die Haltung der Tierkörper<br />

äußerst bewegt, feine Ausarbeitung und Ziselierung.<br />

Vergoldung in sehr guter Erhaltung. Beide Figuren auf<br />

spätere polierte und ebonisierte Holzsockel montiert.<br />

(12506444) (11)<br />

€ 6.500 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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166<br />

TAFELAUFSATZ ALS KANDELABER<br />

Höhe: 80 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Dreistrahliger, rot-weiß geäderter Marmorfuß mit<br />

daraufstehendem Dreibein in vergoldeter und ziselierter<br />

Bronze und zentralem Sonnenflammenmotiv. Die<br />

Beine in bärtigen Maskarons endend sowie mit à<br />

jour gearbeiteten, vegetabilen Ornamenten, welche<br />

ein Tableau mit Zungenfries tragen. Dieses mit drei<br />

Brennstellen in Öllampenform mit einer sich verjüngenden,<br />

dreiseitigen Plattform, welche alternierend<br />

drei weitere Brennstellen trägt und eine fackelartige<br />

Erhebung mit einer zentralen überhöhten größeren<br />

Brennstelle. Die Brennstellen jeweils in flammenartiger<br />

Ziselierung gestaltet sowie mit Gliederketten verbunden.<br />

(12508420) (2) (13)<br />

CANDELABRA-SHAPED CENTREPIECE<br />

Height: 80 cm.<br />

France, 19th century.<br />

Red and white veined marble foot shaped in three<br />

radial rays surmounted by a gilt and chased bronze<br />

tripod with central sun flame motif.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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167<br />

ÄUSSERST AUFWENDIG GESTALTETES,<br />

FIGÜRLICH BESTÜCKTES SCHREIBZEUG DES<br />

FRÜHEN KLASSIZISMUS<br />

Höhe: 40 cm.<br />

Breite: 29,5 cm.<br />

Tiefe: 21,5 cm.<br />

Frankreich, Ende 18. Jahrhundert.<br />

Ovale kräftige Sockelplatte in grauem Marmor auf<br />

sechs vergoldeten Halbkugelfüßen mit umziehender<br />

Tuchfestondekoration. Darauf vergoldete Bronzefigur<br />

der sitzenden Göttin Minerva, die einen Schild mit dem<br />

Gorgoneion hält, in der rechten Hand eine noch unbeschriebene<br />

Papierrolle. Der korinthische Helm mit hohem<br />

Federschmuck, der Schuppenharnisch umschließt<br />

einen schlanken Oberkörper, bedeckt von einem Manteltuch.<br />

Auf der Platte mittig eingelassener vergoldeter<br />

Sockel mit umziehendem Blattkranz, darin eingestellt<br />

eine Handglocke, seitlich Tintenfass und Streusandgefäß,<br />

abgedeckelt, ohne Inneneinsätze. Die vergoldeten<br />

Bronzen in feiner nachziselierter Ausführung und<br />

eleganter Gestaltung. (12506452) (11)<br />

€ 4.800 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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225


168<br />

ANTWERPENER SCHILDPATTKABINETT<br />

Höhe: 178,5 cm.<br />

Breite: 136 cm.<br />

Tiefe: 49 cm.<br />

(Maße inkl. des Unterbaus).<br />

Antwerpen, 17. Jahrhundert.<br />

Unterbau in gedrehtem und ebonisiertem Holz auf vier<br />

gegeneinanderstrebenden Beinen mit Verbindungsstegen<br />

und Verbindungselementen in Eisen. Überkragende<br />

Deckplatte mit ebonisierter Oberfläche. Das<br />

eigentliche Kabinett auf Ball and Claw-Füßen stehend,<br />

auf rechteckigem Grund mit risalitartig hervorspringender<br />

Mitte. Die Seiten mit vier Schüben, welche durch<br />

ebonisierte Profile gerahmt werden und schauseitig<br />

rot hinterlegte Schildpattfurniere zeigen, deren Mitte<br />

ein gegossenes Bronzeschlüsselschild ziert. Die Mitte<br />

hervorspringend und architektonisch aufgefasst. Das<br />

Mittelportal mit gedrehten Säulchen und einem Fond<br />

aus rot hinterlegtem Schildpatt. Mittiger Rundbogen<br />

mit plastischer Reliefdarstellung, Herkules im Kampf<br />

mit dem Löwen zeigend. Das Kabinett wird oben abgeschlossen<br />

durch aus den Zügen des Möbels folgender<br />

Balustergalerie in ebonisiertem Holz. Ein Schlüsselloch<br />

zur Öffnung des Mittelportals hinter der linken<br />

gedrehten Säule, welche nach links zu schieben ist.<br />

Dahinter offenbart sich eine <strong>Einrichtung</strong> von sieben<br />

Schüben, welche dreifach zu zweit zusammengefasst<br />

sind. Zwei Schlüssel vorhanden. Seitliche gegossene<br />

Tragehenkel. Mittelportal mit versteckter Verriegelung.<br />

(1250561) (13)<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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227


169<br />

MONUMENTALER BERLINER DRACHEN<br />

144 x 140 x 53 cm.<br />

Auf einem Arm signiert „Schulz & Holdefleiss“.<br />

Berlin, 1890 - 1900.<br />

Eisen, gegossen und patiniert. Diese Skulptur ist von<br />

hoher handwerklicher Qualität. Auf einer rechteckigen,<br />

ornamental verzierten Plinthe ruhend zeigt der aufgerichtete<br />

Drache das unvollständige Wappen einer großen<br />

Familie.<br />

Ottomar Holdefleiss wurde in Salzmünde, Deutschland<br />

geboren. Er ließ sich zum Metallurgen ausbilden,<br />

wozu auch die Arbeit als Schlosser und Schmied gehörte.<br />

Er kam 1888 nach Berlin und gründete mit dem<br />

Schlosser Schulz die Firma Schulz & Holdefleiss,<br />

Fennstraße 13 in Wedding. Berlin florierte, die Aufträge<br />

strömten herbei und das Unternehmen hatte schon<br />

bald 300 Mitarbeiter.<br />

1896 gewann Schulz & Holdefleiss auf der Berliner<br />

Messe die Goldmedaille mit der lebensgroßen Brunnenfigur<br />

eines knienden Ritters mit den Gesichtszügen<br />

Bismarcks. Auf der Weltausstellung 1900 in Paris<br />

wurde der Ausstellungsbereich der deutschen Textilindustrie<br />

mit Werken des Unternehmens dekoriert.<br />

Von 1903 bis 1904 ließ Holdefleiss auf einem mehr als<br />

5.000 m² großen Grundstück in der Adelheidallee, unweit<br />

des Gutshofes Tegel, eine Villa des Architekten<br />

Julius Wendler errichten. Der sorgfältig entworfene<br />

schmiedeeiserne Gartenzaun ist erhalten geblieben.<br />

Fehlstellen, ein Teil mit ungewissem Zusammenhang<br />

angedrahtet. (1251813) (13)<br />

MONUMENTAL BERLIN DRAGON<br />

144 x 140 x 53 cm.<br />

Signed on arm “Schulz & Holdefleiss”.<br />

Berlin, 1890 - 1900.<br />

Iron; cast and patinated. This sculpture is of high artisan<br />

quality. An upright dragon is showing the incomplete<br />

coat of arms of a great family is mounted on a rectangular<br />

plinth with ornamental décor. Ottomar Holdefleiss<br />

was born in Salzmünde, Germany. Flaws, one<br />

part attached with wire for unknown reason.<br />

€ 60.000 - € 90.000<br />

Sistrix<br />

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Rückseite<br />

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Vorderseite<br />

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231


170<br />

CHARLES II-CHINOISERIE-KABINETT<br />

Gesamthöhe: 131 cm.<br />

Kabinett: 55 x 77 x 38,5 cm.<br />

Unterbau: 77,5 x 89 x 45 cm.<br />

England, um 1680.<br />

Holz, geschnitzt, lackiert und versilbert. Der Unterbau<br />

gebildet aus plastisch auskragenden Akanthusformen<br />

an den Beinen und einer à jour gearbeiteten, tief hängenden<br />

Zarge mit plastischer Darstellung eines Putto,<br />

ein textiles Feston mit Blüten hebend. Auf diesem<br />

Unterbau mit überkragendem Deckprofil der eigentliche<br />

Kabinettkorpus in rechteckiger Kastenform. Dieser<br />

zweitürig und mit Klappscharnierdeckel. Außen mit<br />

rotem und schwarzem Fond mit passigen blütengefüllten<br />

Lackkartuschen. Türen je mit einer hochrechteckigen<br />

Kartusche mit chinoisen Figuren inmitten abstrahierter<br />

Landschaft. Inneneinrichtung mit zentraler<br />

Tür und zehn umliegenden Schüben mit vergoldetem<br />

Wellenleistenprofil und Lacklandschaften. Ein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

Vergleiche:<br />

Ein Chinoiseriekabinett mit entsprechendem Untergestell<br />

aus der gleichen Epoche wird im Victoria and<br />

Albert Museum in London verwahrt, ein anderes ist<br />

aus der Sammlung David Gubbay bekannt.<br />

(1251814) (13)<br />

CHARLES II CHINOISERIE CABINET<br />

Total height: 131 cm.<br />

Cabinet: 55 x 77 x 38.5 cm.<br />

Substructure: 77.5 x 89 x 45 cm.<br />

England, ca. 1680.<br />

Wood; carved, lacquered and silvered. With one key.<br />

Comparative examples:<br />

A chinoiserie cabinet with matching substructure<br />

from the same period is held at the Victoria and Albert<br />

Museum in London, another is known from the<br />

collection of David Gubbay.<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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235


171<br />

BRONZEFIGUR DES MERKUR<br />

NACH GIAMBOLOGNA (UM 1529-1608)<br />

Gesamthöhe: 71 cm.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Schöner Bronzeguss mit brauner Patina, auf rundem<br />

Marmorsockel. (1251595) (1) (11)<br />

€ 900 - € 1.100<br />

Sistrix<br />

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172<br />

PAAR WANDAPPLIKATIONEN IM EMPIRE-STIL<br />

Höhe: jeweils 175 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, bronziert, vergoldet. In Relief übereinander<br />

angeordnete Empire-Elemente mit plastisch<br />

ausgestaltetem Löwen, Instrumenten und Waffen.<br />

Daran zwei Reihen Brennstellen, einmal mit zwei und<br />

einmal mit vier Brennstellen an Akanthusblättern mit<br />

blütenförmigen Traufschalen. Elektrifiziert. Nicht auf<br />

Funktionsfähigkeit geprüft. (1251022) (3) (13)<br />

€ 5.500 - € 6.500<br />

Sistrix<br />

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173<br />

BRONZEBÜSTE DES ANTIKEN DICHTERS HOMER<br />

Höhe: 48 cm.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Bronze, schwarze Patina. Guss nach dem Fantasiebildnis<br />

und hellenistischen Blindentypus im Nationalmuseum<br />

Neapel. Auf rund gedrehtem, polierten Marmor sockel.<br />

(1251596) (1) (11)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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174<br />

TISCHCHEN IM EMPIRE-STIL<br />

Höhe: 87,5 cm.<br />

Durchmesser: 45 cm.<br />

Süddeutschland, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Drei Löwentatzenfüße, durch schlanke Beine in Greifenköpfe<br />

übergehend, welche durch ein mittleres schwarzes<br />

Marmortableau verbunden sind. Hellbraun furnierte<br />

Zarge mit aufliegender runder, leicht überkragender<br />

Marmordeckplatte. Erg. (1251521) (13)<br />

€ 1.200 - € 1.600<br />

Sistrix<br />

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237


175<br />

VENEZIANISCHE FIGÜRLICHE TORCHÈRE<br />

Höhe inkl. Sockel: 201 cm.<br />

Höhe ohne Sockel: 121 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Auf oktogonalem Stand, mit marmoriertem Sockel<br />

und Lambrequindekor, im Relief, die stehende Figur<br />

einer leicht bekleideten Frau auf naturalistisch gestaltetem<br />

Boden mit einem Umhang aus polychrom, mit<br />

Ornamenten verziertem Textil und Schmuckbehang.<br />

In der einen Hand eine Fackel, elektrifiziert, nicht auf<br />

Funktionsfähigkeit getestet. (1251575) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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176<br />

MONETIÊRE<br />

Höhe: 151 cm.<br />

Breite: 54 cm. Tiefe: 116 cm.<br />

Spanien, 17. Jahrhundert.<br />

Auf niedrigem Gestell mit abstrahierten Löwentatzenfüßen<br />

(wohl 19. Jahrhundert), mit gedrehten Säulchen<br />

und durchbrochen gearbeitetem Verbindungssteg, in<br />

balustrierten Rundbögen mit Kugelknäufen und geschnitzten<br />

Rosetten. Die aufliegende kastenförmige<br />

Möbelform mit frontal besetzten gesägten Ornamenten,<br />

über rotem Samt. Aufwändige mehrschubige und<br />

teilvergoldete Inneneinrichtung. Seitliche gegossene Tragehenkel.<br />

Kratzer, Samt ausgeblichen. Kein Schlüssel<br />

vorhanden. Untergestell besch. (12510314) (3) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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239


177<br />

ZIERLICHER BOULLE-TISCH<br />

Höhe: 64 cm.<br />

Breite: 71 cm.<br />

Tiefe: 47 cm.<br />

Frankreich, um 1720.<br />

Über vier gedrückten Kugelfüßen, welche durch einen<br />

X-förmigen Steg miteinander verbunden sind, der sich<br />

in einem ovalen Medaillon trifft, vier gekantete Beine<br />

mit überkragenden Kapitellen. Die vier Beine über Eck<br />

gestellt, gerade Zarge, überkragende, den Zügen des<br />

Möbels folgende Tischplatte mit goldpunzierter Lederschreibplatte.<br />

Allseitig mit Boulle-Dekoration in geschnittenem<br />

Messing über rot hinterlegtem Schildpattfond,<br />

dekoriert mit Bandelwerk und Blütenkartuschen.<br />

Minimal rest. (1250683) (1) (13)<br />

DELICATE BOULLE TABLE<br />

Height: 64 cm.<br />

Width: 71 cm.<br />

Depth: 47 cm.<br />

France, ca. 1720.<br />

With minimal restoration.<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 35.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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178<br />

KABINETTKÄSTCHEN IN BOULLE-MANIER<br />

27,7 x 32 x 21 cm.<br />

Frankreich, 17./ 18. Jahrhundert.<br />

Auf gedrückten Kugelfüßen stehender, rechteckiger<br />

zweitüriger Korpus mit überkragender Deckplatte. Inneneinrichtung<br />

mit zentralem, durch Messingring akzentuierten<br />

Schub und umliegenden fünf Schüben, wobei<br />

die beiden unteren Scheinschübe zu einem Schub<br />

zusammengefasst sind. Allseits mit feiner Boulle-<br />

Marketerie in Messing und graviertem Zinn über hinterlegtem<br />

Schildpattfond, von Ebenholz gerahmt. Ein<br />

Schlüssel vorhanden. Rest. Erg. (1250041) (13)<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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243


Detailabbilungen Lot 178<br />

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179<br />

LOUIS XVI-BUREAU PLAT<br />

77 x 194 x 88 cm.<br />

Signiert „B. Molitor“ (Bernard Molitor, 1755-1833).<br />

Paris, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

In vier kegelförmigen, sich nach unten verjüngenden,<br />

vergoldeten Bronzesabots die vier in Mahagoni gearbeiteten,<br />

kannelierten Beine mit Rundfriesabschlüssen.<br />

Der fünfschübige Korpus mit erhöhter Mittelschublade<br />

und flankierenden Kannelurpilastern in<br />

Dreiviertelrund. Leicht überkragende Deckplatte mit<br />

goldpunzierter Lederdeckplatte und Seitenauszug.<br />

(1251012) (13)<br />

LOUIS XVI BUREAU PLAT<br />

77 x 194 x 88 cm.<br />

Signed “B. Molitor” (Bernard Molitor, 1755-1833).<br />

Paris, second half of the 18th century.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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245


180<br />

RHEINISCHE BAROCK-KOMMODE<br />

Höhe: 88 cm.<br />

Breite: 122 cm.<br />

Tiefe: 61,5 cm.<br />

Rheinland, um 1760.<br />

Auf vier leicht geschwungenen Beinen mit geschweifter<br />

Zarge der dreischübige Korpus mit passigen liegenden<br />

Kartuschen, mit teils gefärbten Blütenintarsien<br />

gefüllt. Dazwischenliegende, fein ziselierte, inmitten<br />

von Wurzelholzfurnier ruhende Schlüsselschilder in<br />

Rocailleform. Die Rocailleformen sich in den vergoldeten<br />

Bronzegriffen wiederfindend. Leicht überkragende,<br />

den Zügen des Möbels folgende Deckplatte mit<br />

oberseitigen geschweiften Kartuschen, ebenffalls mit<br />

gefärbten Blütenintarsien. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

Rest. (1251113) (1) (13)<br />

RHENISH BAROQUE COMMODE<br />

Height: 88 cm.<br />

Width: 122 cm.<br />

Depth: 61.5 cm.<br />

Rhineland, ca. 1760.<br />

181<br />

BAROCKSCHRANK<br />

Höhe: ca. 260 cm.<br />

Breite: 185 cm.<br />

Tiefe: 65 cm.<br />

Mainfranken, 18. Jahrhundert.<br />

Auf geschnitzten Volutenfüßen der zweitürige oben<br />

halbrund abschließende Korpus mit bewegter Zarge<br />

mit Rocailleschnitzereien die auf über Eck gestellten<br />

Pilastervorlagen mit Rollwerk plastisch ausgestaltet<br />

und geschnitzt sowie in Voluten endend. Die beiden<br />

Türen mit Intarsienkartuschen mit Fischgrätmarke terie<br />

und Bandelwerkintarsien auf Wurzelholzfurnier. Oben<br />

der hervorspringede Gibel mit Profilschnitzereien und<br />

plastischem à jour gearbeitetem Rocailleschnitzwerk.<br />

Beschläge in vergoldeter und ziselierter Bronze. Ein<br />

Schlüssel vorhanden. Einlegbretter, rest. Instabil.<br />

Provenienz:<br />

Aus deutscher Privatsammlung, Ankauf in den<br />

1980er- Jahren zu 165.000 DM, laut Einlieferer.<br />

(1251101) (10)<br />

BAROQUE CABINET<br />

Height: ca. 260 cm.<br />

Width: 185 cm.<br />

Depth: 65 cm.<br />

Mainfranken, 18th century.<br />

With one key.<br />

Provenance:<br />

From a German private collection, purchased in the<br />

1980s for 165,000 DM, according to the consignor.<br />

€ 20.000 - € 22.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

With one key. Restored.<br />

€ 14.000 - € 16.000<br />

Sistrix<br />

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183<br />

TABERNAKEL-SCHREIBSCHRANK<br />

Höhe: 125 cm.<br />

Breite: 205 cm.<br />

Sachsen, um 1740.<br />

Nussbaum, Nussmaser, Pflaume, Mooreiche, Ahorn,<br />

Buchs auf Fichte furniert. Auf gedrückten Kugelfüßen<br />

geschweifter dreischübiger Korpus mit darüberliegendem<br />

schrägen Schreibplattenkompartiment und siebzehntürigem<br />

Aufbau, zentraler Tabernakeltür und gesprengtem<br />

Giebel mit darunterliegendem Wappen.<br />

Schlüsselschilder mit geschlossener Fürsten oder<br />

Königskrone. Mittelsegment mit klappbarer Schreibplatte<br />

und großem offenen, mit Papier tapeziertem<br />

Kompartiment. Drei Schlüssel vorhanden.<br />

Provenienz:<br />

Laut Einlieferertradition evtl. aus Schloss Pillnitz oder<br />

Moritzburg. (1250069) (13)<br />

TABERNACLE WRITING DESK<br />

Height: 125 cm.<br />

Width: 205 cm.<br />

Saxony, ca. 1740.<br />

Walnut, walnut burl, plum, moor oak, maple, boxwood<br />

and spruce wood veneer. Supported on squeezed ball<br />

feet structure with three drawers, angled writing desk<br />

compartment and top section with 17 doors, central<br />

tabernacle door surmounted by a coat of arms and<br />

broken pediment. Escutcheons with closed crown.<br />

With three keys.<br />

Provenance:<br />

According to the tradition of the current owner, possibly<br />

originally from Pillnitz or Moritzburg Castle.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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182<br />

BAROCKER AUFSATZSEKRETÄR<br />

Gesamthöhe: 186 cm.<br />

Breite: 118 cm.<br />

Tiefe: 74,5 cm.<br />

Süddeutschland, um 1760.<br />

In Weichholz gearbeiteter Korpus mit partiell in Wurzelholz<br />

gefülltem Furnier, in umrandeten Kartuschen<br />

durch Spiegelfurnier geteilte Felder. Der Aufsatz ebenfalls<br />

mit umrandetem Wurzelholzfurnier auf den zwei<br />

Türen, diese mittig mit ehemals gefärbten Papageienintarsien<br />

dekoriert. Beschläge in gegossenem Messing<br />

mit Rokoko-Dekor. Der Korpus dreischübig mit<br />

zweifach hervorspringender Front. Deckplatte teilfurniert<br />

mit rechteckiger Aussparung für den aufliegenden<br />

Schrägklappenaufsatz und den darauf sitzenden<br />

zweitürigen Aufsatz. Der Schreibaufsatz mit bodenseitigem<br />

Etikett und Verzapfungslöchlein sowie mit<br />

herunterklappbarer Deckplatte und vier mit Knöpfchen<br />

versehenen Schubfächern und zentralem Kompartiment.<br />

Ein Schlüssel vorhanden. (1230683) (13)<br />

€ 2.200 - € 2.400<br />

Sistrix<br />

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184<br />

TAPISSERIE MIT HERMES,<br />

APHRODITE UND HERA VOR ZEUS<br />

Höhe: ca. 240 cm.<br />

Flämisch, 17. Jahrhundert.<br />

In großem hochrechteckigen Format mit umlaufender<br />

ornamentaler von Blumen und Vasen gefüllter Bordüre<br />

mit liegenden Rollwerkkartuschen, welche figürlich gefüllt<br />

sind, ein hochrechteckiges zentrales Bildfeld. In<br />

diesem thront rechts der Göttervater Zeus unter einem<br />

goldverbrämten blauen Baldachin mit seinem Symbol,<br />

dem Adler, vor seinen Füßen. Eine sich bis zum Horizont<br />

erstreckende hügelige Landschaft mit Architekturstaffage<br />

wird formal abgeriegelt durch drei Personen,<br />

welche sich durch ihre Attribute benennen lassen. Hermes<br />

mit den Flügeln an der Kopfbedeckung und dem<br />

Hermesstab, Aphrodite mit dem Amorknaben und<br />

Hera, welche den zu ihren Füßen befindlichen Pfau<br />

geschaffen haben soll. Rest. Minimal besch.<br />

(1251109) (13)<br />

€ 6.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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185<br />

TAFELAUFSATZ IN FORM EINER VASE<br />

40 x 60 x 32 cm.<br />

Italien, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

In Giallo Siena Broccatello gearbeitetes Vasenobjekt im<br />

antikiserenden Stil. Quadratische Plinthe mit profiliertem<br />

Rundfuß und gekehltem Schaft. Stark bombierter<br />

kannelierter Korpus mit zwei Volutenhandhaben und<br />

gekehlterm Hals sowie ausgestellter profilierter Mündung.<br />

(1251015) (13)<br />

€ 3.800 - € 4.500<br />

Sistrix<br />

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186<br />

VENEZIANISCHE SCHREIBKOMMODE<br />

118 x 153 x 61 cm.<br />

Venetien, 17. Jahrhundert.<br />

Ahornfurnier auf Nussbaum. Niedrige in Bandelwerk<br />

symmetrisch ausgebildete Beine, darüber der dreischübige<br />

Korpus mit darüberliegender Klapplade mit<br />

sechsschübiger Inneneinrichtung und Scharnierdeckelung.<br />

Schübe alle mit dichtem symmetrischem Rankenwerk<br />

und gegossenen Handhaben. (1251472) (3) (13)<br />

€ 3.500 - € 7.500<br />

Sistrix<br />

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251


187<br />

VASE IN VERGOLDETER BRONZEMONTIERUNG<br />

Höhe: 54 cm.<br />

Frankreich und Japan, 19. Jahrhundert.<br />

Schultertopf in den Farben der Famille Noir mit reliefierter<br />

Herausarbeitung von passigen Kartuschen mit<br />

unterglasurblauer vegetabiler Füllung. Der schwarze<br />

Fond mit lichtgrüner, weißer, goldener und eisenroter<br />

Dekoration, einen Adler in Landschaft zeigend. Der<br />

Schultertopf als Fragment in vergoldete und ziselierte<br />

Bronzemontierung im Louis XV-Stil eingefügt mit zwei<br />

Blattwerkhandhaben. (1251019) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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188<br />

PAAR UNGEWÖHNLICH GROSSE<br />

KLASSIZISTISCHE GRANITVASEN<br />

Höhe: 75 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In rotem ägyptischen Granit gearbeitete Ziervasen.<br />

Oktogonaler Stand mit Wulstfuß und gefußtem Korpus<br />

mit auf - bzw. absteigenden Zügen. Tief eingeschnürter<br />

Hals und abgesetzter Haubendeckel mit Eichelknauf.<br />

(12510112) (13)<br />

A PAIR OF NEOCLASSICAL GRANITE VASES<br />

Height: 75 cm.<br />

Italy, 19th century.<br />

Decorative red Egyptian granite vases. Octagonal<br />

stand with noded foot. Body with deeply recessed<br />

neck with cover decorated with acorn handle.<br />

€ 18.000 - € 22.000<br />

Sistrix<br />

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189<br />

CHINESISCHE SELADON-VASE DER<br />

MING-DYNASTIE<br />

Höhe: 30 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Mit feinem dunklen Craquelé, seitlichen Wolfs- oder<br />

Fuchsköpfen sowie vergoldeter Bronzemontierung.<br />

Die Vase einmontiert in einen Rokoko-Fuß, gekehlt,<br />

mit Rocaillen und S-Bögen, unterschiedlich breiten<br />

Volutenfüßen und gebündelten Stäben. Oberrand mit<br />

Perlstababschluss, an den Porzellanreliefköpfen in sich<br />

gedrehte Henkel in Bronze. Besch. (eine Maulspitze<br />

des Maskarons abgebrochen, der Henkel jedoch eingepasst).<br />

(1251432) (11)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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190<br />

ENGLISCHE DEMI-LUNE-VITRINE<br />

218 x 120 x 45 cm.<br />

England, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Auf vier leicht konisch auslaufenden Füßen die im<br />

Halb rund angelegte geschweife Zarge mit zweitüriger<br />

Front in Seidenholz. Vier Kassetierungen mit hochovalen<br />

Intarsienkartuschen mit rechteckigen, figürlich und<br />

landschaftlich gefassten Kartuschenfeldern. Eintüriger,<br />

nach rechts zu öffnender Korpusaufsatz dreiseitig verglast<br />

mit gotisierender Maßwerkornamentik in Schnitzwerk.<br />

Überkragendes schmalbogiges und profiliertes<br />

Gesims. Kleinere Furnierfehlstellen. (1251013) (13)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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191<br />

PAAR NAPOLEON III-KOMMODEN<br />

94 x 137 x 68 cm.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Als Gegenstücke gearbeitete Kommoden im Louis<br />

XV-Stil mit reich ziselierten Bronzebeschlägen. Palisander<br />

auf Eiche. Breite gekantete Beine in Akanthussabots<br />

stehend. Vierschübiger Korpus von vergoldeten<br />

Kanneluren in zwei untere Geschosse gegliedert, mit<br />

je einer Lade und einem oberen leicht zurückspringenden<br />

Geschoss mit zwei Schüben und dazwischen liegendem<br />

Scheinschlüsselschild. Knie mit ziselierten Bronzen<br />

und Espagnolettes. Leicht überkragende den<br />

Zügen des Möbels folgende Marmordeckplatte in graubraun<br />

gesprenkeltem Marmor. Kleine Furnierfehlstellen.<br />

Rest. (1251471) (3) (13)<br />

A PAIR OF NAPOLEON III COMMODES<br />

94 x 137 x 68 cm.<br />

France, second half of the 19th century.<br />

Commodes created as counterparts in Louis XV style<br />

with opulently chased bronze fittings. With minor<br />

veneer blemishes. Restored.<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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192<br />

EIN PAAR TÜRKISE SALONKANDELABER<br />

Höhe: 81 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Auf quadratischem ziselierten Bronzestand die kannelierte<br />

und profilierte Basis mit antikisierenden Reliefs.<br />

Türkis glasierte Balustervase mit Deckel und<br />

Akanthus- sowie Festondekor in vergoldeter und ziselierter<br />

Bronze, dem Deckel aufsitzend eine zentrale,<br />

aus einem Blattwerk entspringende Brennstelle mit<br />

Traufschale, um diese geordnet sechs weitere aus<br />

Blattwerk entspringende Arme mit entsprechenden<br />

Brennstellen. Ein Arm und Brennstelle fehlend.<br />

(1251414) (1) (13)<br />

Sistrix<br />

€ 3.000 - € 4.000 INFO | BIETEN<br />

zum Größenvergleich<br />

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257


193<br />

PAAR RHINOZEROSKANDELABER<br />

75 x 45 x 22 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Auf quadratischen gestuften und profilierten Sockeln<br />

aus schwarz-weiß geädertem Marmor und Marmo<br />

Giallo die vollrund wiedergegebenen Basen der Kandelaber<br />

in Rhinozerosform. Darüber die ovoiden Kandelaber<br />

mit je zwei Brennstellen in vergoldeter Bronze<br />

und Carrara-Marmor, wobei die Kombination an den<br />

Elefanten von Bernini vor der Basilika Santa Maria sopra<br />

Minerva in Rom erinnert, das Rhinozeros vor allem<br />

Bezüge zu Albrecht Dürers (1471-1528) Rhinozeros<br />

aufweist. (12510115) (13)<br />

A PAIR OF RHINOCEROS CANDELABRA<br />

75 x 45 x 22 cm.<br />

Italy, 19th century.<br />

Three-dimensional bases of the candelabra in the<br />

shape of rhinoceros on square stepped and polished<br />

base in black and white veined and Marmo Giallo marble.<br />

€ 18.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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194<br />

PAAR GROSSE KLASSIZISTISCHE MARMORVASEN<br />

Höhe: 75 cm.<br />

Italien.<br />

Auf quadratischer vergoldeter Basis der kannelierte<br />

Fuß mit ovoidem mit Zungenfries dekoriertem Korpus.<br />

Schulter mit reliefiertem Wellenmotiv. Deckel niedrig<br />

mit gegossenem und ziseliertem Zapfenknauf. Seitliche<br />

Löwenkopfmaskarons mit Ringhandhabe.<br />

(12510111) (13)<br />

A PAIR OF NEOCLASSICAL MARBLE VASES<br />

Height: 75 cm.<br />

Italy.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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259


194 A<br />

AUGSBURGER ROKOKO-KONSOLE<br />

Höhe: 80,5 cm.<br />

Breite: 77 cm. Tiefe: 27 cm.<br />

Augsburg, 18. Jahrhundert.<br />

Über einem plastisch gestalteten Wolkenwirbel die<br />

drei in gegenläufigen C-Schwüngen gebildeten Beine<br />

mit umspielendem vegetabilen Dekor und Rocaillen.<br />

Teils durchbrochen gearbeitete Zarge mit stark reliefierter<br />

Schnitzerei, Rocaillen und Blüten darstellend.<br />

Leicht überkragende profilierte, den Zügen des Möbels<br />

folgende Marmordeckplatte. (1251115) (1) (13)<br />

€ 5.000 - € 6.000<br />

194 B<br />

BAROCK-KONSOLE<br />

Höhe: 79 cm.<br />

Breite: 92 cm.<br />

Tiefe: 49,5 cm.<br />

Süddeutschland, 18. Jahrhundert.<br />

Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Über zwei Volutenfüßen,<br />

welche in einer zentralen, teils à jour gearbeiteten<br />

Rocaillekartusche zusammengeführt werden, die in<br />

C-Schwüngen gebildeten Beine, welche die durchbrochen<br />

gearbeitete Zarge mit Astwerk- und Rocailledekor<br />

tragen. Den Zügen des Möbels folgende Marmordeckplatte,<br />

rest. (1251114) (1) (13)<br />

€ 4.500 - € 5.500<br />

Sistrix<br />

Sistrix<br />

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194 C<br />

HEBE MIT ADLER<br />

Höhe: 170 cm.<br />

Stand signiert „A. Matteini“ (Anna Matteini).<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In Carrara-Marmor vollrund ausgearbeitete, nahezu<br />

lebensgroße Figur der Hebe, Tochter von Zeus und<br />

Hera, mit halbent blößten Brüsten in tanzendem Gestus.<br />

Neben ihr auf dem Boden ein Adler wohl als Hinweis<br />

auf Zeus. Kleinere Chips und Verfärbungen.<br />

(12510114) (13)<br />

HEBE WITH EAGLE<br />

Height: 170 cm.<br />

Stand signed “A. Matteini” (Anna Matteini).<br />

Italy, 19th century.<br />

Three-dimensional carving of a young, almost life size<br />

Hebe, daughter of Zeus and Hery, in Carrara marble.<br />

Minor chips and discolouration.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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195<br />

PAAR ELEGANTE HERMENFIGUREN<br />

Höhe: 176 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In weiß-grauem Marmor gestaltete Hermen auf gestuften<br />

quadratischen Postamenten mit konisch auslaufenden<br />

Schäften und quadratischer Plinthe. Einander<br />

zugewandte, figürliche Aufsätze einen Satyr und<br />

eine Bacchantin zeigend. Minimal besch.<br />

(1251017) (13)<br />

A PAIR OF ELEGANT HERM SCULPTURES<br />

Height: 176 cm.<br />

Italy, 19th century.<br />

With minimal damage.<br />

€ 22.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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196<br />

TISCH MIT LACKDEKORATION<br />

Höhe: 78 cm.<br />

Breite: 82,5 cm.<br />

Tiefe: 56 cm.<br />

Zugeschrieben an Martin Schnell.<br />

Dresden, um 1720.<br />

In Weichholz gearbeitet und mit Schwarzlack grundiert.<br />

Darüber geschnitzter vergoldeter Dekor sowie Chinoiserien<br />

und Goldlackmalerei. Balustrierte und mit Maskarons<br />

versehene Beine, welchen ein X-förmiger Verbingunssteg<br />

zwischengelegt ist. Einschübige Zarge<br />

und samtbezogene Deckplatte. Minimal besch.<br />

Provenienz:<br />

Alte schwedische Botschaftssammlung in Berlin.<br />

(12518111) (13)<br />

TABLE WITH LACQUER DECORATION<br />

Height: 78 cm.<br />

Width: 82.5 cm.<br />

Depth: 56 cm.<br />

Attributed to Martin Schnell<br />

Dresden, ca. 1720.<br />

197<br />

MARMORVASE IM KLASSIZISTISCHEN STIL<br />

Höhe: 146 cm.<br />

Durchmesser: 97 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In weißem geädertem Marmor gestaltete Gartenvase<br />

auf quadratischem Sockel mit Ornamentprofil und<br />

akan thusblattbesetztem Sockel mit umlaufendem<br />

Ornamentreif und seitlich ansetztenden plastischen<br />

Maskarons mit Hörnern. Minimal besch.<br />

(1251454) (13)<br />

MARBLE VASE IN NEOCLASSICAL STYLE<br />

Height: 146 cm.<br />

Diameter: 97 cm.<br />

Italy, 19th century.<br />

With minimal damage.<br />

€ 19.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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Provenance:<br />

Old Swedish Embassy Collection, Berlin.<br />

€ 18.000 - € 22.000<br />

Sistrix<br />

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198<br />

PAAR PORPHYRTAFELAUFSÄTZE<br />

Höhe: 33 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Auf einem Sockel aus Giallo Antico-Marmor die auf<br />

einer quadratischen Basis stehende gefußte Kuppa<br />

mit Zungenrelief in rotem Porphyr, mit gewulsteten<br />

Rand und genodetem Zentrum. (1251662) (3) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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199<br />

VENUS DE‘MEDICI<br />

Höhe: 215 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In Carrara-Marmor gearbeitete Skulptur, die Venus<br />

de‘ Medici darstellend. Auf runder Basis die Figur der<br />

Venus in leichtem Kontrapost mit ihrer linken Hand<br />

ihre Scham verdeckend. Der andere Arm fragmentartisch<br />

vorhanden. Zu ihrer Linken ein sie stützender<br />

Baumstamm und ein absteigender Delfin, welcher<br />

von zwei Putti umspielt wird.<br />

Anmerkung:<br />

In ihrer Haltung nimmt die hier angebotene Skulptur<br />

die Merkmale der Knidischen Aphrodite auf, kopiert<br />

jedoch in Haltung und Dekor die Venus de Medici,<br />

welche in den Uffizien verwahrt wird. (1251463) (13)<br />

VENUS DE‘ MEDICI<br />

Height: 215 cm.<br />

Italy, 19th century.<br />

Carrara marble sculpture depicting the Venus de‘<br />

Medici.<br />

Notes:<br />

The posture of the sculpture on offer for sale in this<br />

lot shows features of the Aphrodite of Knidos, however,<br />

in its posture and décor it copies the Venus de‘<br />

Medici held at the Uffizi Gallery in Florence.<br />

€ 28.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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200<br />

PAAR GROSSE KLASSIZISTISCHE<br />

PORZELLAN-AMPHORENVASEN<br />

Höhe: 49 cm.<br />

England.<br />

Quadratischer kräftiger Sockel, darüber eingezogener<br />

Rundfuß, ovale Gefäßkörper mit einziehendem Hals<br />

und gewölbtem Deckel. Die Sockel in Glasur braun<br />

marmoriert, die Vasen in der Marmorierung bräunlich<br />

quergestreift. Die Feston- und Maskenapplikationen<br />

sowie die Henkel und der Blattknauf des Deckels weiß<br />

glasiert. (12501028) (11)<br />

€ 600 - € 800<br />

Sistrix<br />

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201<br />

DISKOBOLOS<br />

Höhe: 177 cm.<br />

Italien, Ende 19. Jahrhundert.<br />

In weißem Marmor gestaltet und auf oblongem Sockel<br />

stehend, nach einer römischen Kopie nach der griechischen<br />

Originalbronze. Originalgetreue Kopie nach dem<br />

in der Villa Hadriana gefundenen Werk, welches sich<br />

heute im British Museum in London befindet.<br />

(1251453) (13)<br />

DISCOBOLUS<br />

Height: 177 cm.<br />

Italy, end of the 19th century.<br />

White marble, mounted on oblong base after a Roman<br />

copy of the original Greek bronze. Faithful copy after<br />

the original object found at Hadrian‘s Villa, today held<br />

at the British Museum in London.<br />

€ 35.000 - € 45.000<br />

Sistrix<br />

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202<br />

BAROCKER PIETRA DURA-TISCH<br />

80 x 165 x 102 cm.<br />

Italien, 17. Jahrhundert und früher.<br />

Auf zwei Pilasterbasen mit Löwentatzenfüßen ein<br />

Seitensegment eines korinthischen Kapitells mit vollplastisch<br />

ausgreifenden Akanthusblättern aus wohl<br />

antiker römischer Periode. Darauf eine Pietra Dura-<br />

Platte aus dem 17. Jahrhundert mit grünen Marmorbandeinlagen<br />

und runden sowie ovalen roten und<br />

gelben Marmoreinlagen. (1250824)<br />

BAROQUE PIETRA DURA TABLE<br />

80 x 165 x 102 cm.<br />

Italy, 17th century and earlier.<br />

€ 22.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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203<br />

PAAR MARMORSÄULEN<br />

Höhe: 115 cm.<br />

Durchmesser: 32 cm.<br />

Italien, 20. Jahrhundert.<br />

Kombinations-Ziersäulen aus grau geädertem, weißem<br />

Marmor und Säulenschäften aus Brescia-Marmor. Minimal<br />

besch. (1251455) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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204<br />

PAAR DEKORATIVE MARMORSÄULEN<br />

Höhe: 115 cm.<br />

Durchmesser: 32 cm.<br />

Italien, 19./ 20. Jahrhundert.<br />

Die Basen in grau geädertem weißem Marmor, die<br />

glatten Säulenschäfte in poliertem Brescia-Marmor.<br />

(1251465) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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205<br />

PAAR ELEGANTE MARMORPILASTER<br />

129 x 28 x 41 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In afrikanischem Marmor, Rosso Antico und Carrara-<br />

Marmor gearbeitete Zierpilaster mit vorgesetzten<br />

Negativkanneluren in Rosso Antico mit Zierknäufen.<br />

Basis und Gesims in weißem profiliertem Marmor.<br />

(1251464) (13)<br />

€ 9.000 - € 11.000<br />

Sistrix<br />

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271


206<br />

PAAR FIGÜRLICHE TORCHÈREN<br />

Höhe: 97 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, vergoldet, ebonisiert und gefasst.<br />

Dreibeiniger Stand mit daraus hervorwachsendem<br />

Schaft, als turbantragende Figur mit Trauben in den<br />

Händen und entsprechender Weinlaubzier. Darüber die<br />

lambrequinbesetzte Tischplatte mit beiger Fassung<br />

und ornamental geschnitztem Blattreliefrand sowie<br />

polychromer Blütenmalerei. Minimal besch.<br />

(1251593) (1) (13)<br />

€ 1.800 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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207<br />

TERRAKOTTABÜSTE EINER DAME<br />

Höhe: 64 cm.<br />

Frankreich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Terrakotta, gegossen, patiniert. Über quadratischer,<br />

leicht gekanteter Basis die in reich gefälteltem Gewand<br />

dargestellte weibliche Figur, nach links blickend.<br />

Das Gewand durch eine Kette mit figürlicher Agraffe<br />

gehalten. Minimal besch. (1251592) (1) (13)<br />

€ 5.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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208<br />

PAAR TORCHÈREN<br />

Höhe: 172 cm.<br />

Spanien, 18. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, gefasst. Über drei Volutenbeinen,<br />

welche mittig durch C-Schwungstege zusammengeführt<br />

werden, der durchbrochen gearbeitete kannelierte<br />

Schaft, umspielt von plastisch gestalteten Blütenranken<br />

und Maskarons unter abstrahierten Federn.<br />

Darauf eine plastisch mit Akanthusblattrelief gestaltete<br />

Ziervase mit flachem Tableau. (1251001) (3) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

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273


209<br />

STATUE EINER ANMUTIGEN TÄNZERIN AUS<br />

TERRAKOTTA<br />

Höhe: 185 cm.<br />

Mailand, um 1870.<br />

Auf einem oktagonalen Sockel mit floralem Relief und<br />

Tierkopf stehende Tänzerin in langem orientalischen<br />

Kleid, um die Hüfte einen geknoteten Schal tragend.<br />

Ihren rechten Arm hat sie anmutig nach oben gestreckt,<br />

während sie ihre linke Hand grazil vor ihre<br />

Brust hält. Ihr Kopf und ihre strahlenden Augen sind<br />

bei leicht geöffnetem Mund ebenfalls nach oben gerichtet.<br />

(1250911) (18)<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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210<br />

STATUE EINER FISCHERIN AUS TERRAKOTTA<br />

Höhe: 185 cm.<br />

Mailand, um 1870.<br />

Auf einem oktagonalen Sockel mit floralem Relief und<br />

Tierkopf stehende Fischerin in langem Kleid mit Randverzierung,<br />

um die Hüfte und um ihren rechten Arm hat<br />

sie ein großes Fischernetz gewickelt, das sie zudem<br />

nach unten mit ihrer linken Hand hält. In dem Netz sind<br />

zudem zwei gefangene Fische zu erkennen. Durch das<br />

Kleid ist nur ihre rechte Schulter bedeckt, während die<br />

linke frei bleibt. Sie hat schulterlanges Haar und ihren<br />

Kopf und den Blick nachdenklich leicht nach unten gerichtet.<br />

(1250912) (18)<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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211<br />

PAAR SCABELLI<br />

Lehnhöhe: 94 cm.<br />

Sitzhöhe: 45 cm.<br />

Italien, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Nussbaum, gearbeitet, partiell à jour geschnitzt mit<br />

vegetabilen symmetrischen Ornamenten und passiger<br />

gerillter Sitzfläche. Jeweils mit zwei Füßen brettförmig<br />

nach vorne und nach hinten strebend ausgestattet<br />

sowie ornamental verzierter Zarge. À jour<br />

gearbeitete Rückenlehne mit Akanthusblattschnitzereien,<br />

wurmstichig und dunkel patiniert.<br />

(12504312) (13)<br />

€ 150 - € 250<br />

Sistrix<br />

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212<br />

TERRAKOTTAFIGUR IN FORM EINES HUNDES<br />

Höhe: 65 cm.<br />

England, 19. Jahrhundert.<br />

Terrakotta, gegossen und glasiert. (12504313) (13)<br />

€ 350 - € 450<br />

Sistrix<br />

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213<br />

PAAR PRÄCHTIGE KAMINVASEN<br />

Gesamthöhe: 54 cm.<br />

Maximaler Durchmesser: 30 cm.<br />

Frankreich, Louis XVI-Periode.<br />

In weißem Marmor mit vergoldeten Montierungen<br />

sowie einem hochziehenden Blütenstrauß, mit Blättern<br />

und drei Kerzentüllen in Blütenform, in Vergoldung.<br />

Der zweiteilige Aufbau in Form eines runden Säulenstumpfes,<br />

am Sockel umziehender Perlstab, an der<br />

Wandung drei kleine Löwenköpfe, durch Kettenbehang<br />

verbunden. Darauf Vase in antikischer Kraterform<br />

mit vergoldeten Applikationen. (11915135) (11)<br />

€ 3.500 - € 3.800<br />

Sistrix<br />

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275


214<br />

IMPOSANTER MALACHITTISCH<br />

79 x 240 x 124 cm.<br />

Italien, 20. Jahrhundert.<br />

In Holz geschnitzt, vergoldet und lackiert der aus plastisch<br />

geschnitzten Voluten und Akanthusblättern gestaletete<br />

Unterbau mit zwei Beinen und verbindenden<br />

Mittelsteg. Aufliegend die durch einen in vergoldeter<br />

Bronze gestalteten Profilrahmen begleitete Malachitkomposit-Deckplatte<br />

mit konzentrischem Muster.<br />

(12519421) (13)<br />

IMPRESSIVE MALACHITE TABLE<br />

79 x 240 x 124 cm.<br />

Italy, 20th century.<br />

Carved in wood, gilt and lacquered. Substructure<br />

carved with volutes and acanthus leaves on two legs<br />

with connecting central strut. Surmounted by giltbronze<br />

moulded surround with malachite composite<br />

top decorated with concentric pattern.<br />

€ 35.000 - € 45.000<br />

Sistrix<br />

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215<br />

PAAR LOUIS XVI-LEUCHTER<br />

Höhe: 24,2 cm.<br />

Paris, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet, Malachitbesatz.<br />

Über gedrückten Kugelfüßen niedriger Sockel<br />

mit vertieftem Ornamentband. Kannelierter Malachitsockel<br />

mit ziselierten Bronzeprofilen. Vase in Malachit<br />

in gefußter Eiform mit Lorbeerblattfestons und Knitterschleifen.<br />

Brennstelle verwandelbar in zapfenbekrönten<br />

Vasenaufsatz. Besch. (12513216) (13)<br />

€ 3.500 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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216<br />

PAAR HALBSCHRÄNKE IM EMPIRE-STIL<br />

Höhe: 97,5 cm.<br />

Breite: 112 cm.<br />

Tiefe: 48 cm.<br />

Demi-Lune Form mit pilasterartigen Vorbauten denen<br />

ägyptisierende Karyatiden eingestellt sind, mit vergoldeten<br />

Bronzefüßen und -köpfen, sie flankieren jeweils<br />

eine nach links eine nach rechts auf zu öffnende<br />

Schwingtüren. Jeweils zwei Schlüssel vorhanden.<br />

Überkragende schlichte weiß-schwarz geäderte Marmordeckplatte<br />

den Zügen des Möbels folgend. Rest.<br />

(1250472) (1) (13)<br />

A PAIR OF EMPIRE-STYLE CUPBOARDS<br />

Height: 97.5 cm.<br />

Width: 112 cm.<br />

Depth: 48 cm.<br />

Rest.<br />

€ 10.000 - € 14.000<br />

Sistrix<br />

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277


217<br />

PAAR FIGÜRLICHE KONSOLPILASTER<br />

65 x 20 x 23 cm.<br />

Italien.<br />

In weißem grau-geäderten Marmor als hochrechteckige<br />

Blöcke gestaltete Konsolen mit in Relief gearbeiteter<br />

Ornamentbandzier und darüber liegendem<br />

halbplastisch herausgearbeitetem Cherubim. Zum<br />

Boden rote Pigmentspuren. (1251037) (3) (13)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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218<br />

JEAN-LÉON GÉRÔME,<br />

1824 – 1904<br />

59 x 42 x 17 cm.<br />

Die Basis signiert: „J.L GEROME“.<br />

Paris, 19. Jahrhundert.<br />

Auf rechteckigem massivem durch Profile und Kehlungen<br />

akzentuiertem Marmorsockel die in Bronze gegossene<br />

und ziselierte Figur des berittenen Napoleon<br />

Bonaparte (1769-1821). Dessen Kopf in geschnitztem<br />

Elfenbein.<br />

Anmerkung:<br />

Diese Skulptur basiert auf der Bronzeskulptur von<br />

Gérôme, die 1897 im Pariser Salon ausgestellt und<br />

anschließend von der französischen Regierung für die<br />

Galerie du Luxembourg angekauft wurde. Dieses Werk<br />

ist eine erstaunliche historische Referenz und zugleich<br />

ein Beispiel für die Wiederbelebung des Neoklassizismus<br />

im 19. Jahrhundert.<br />

Anmerkung 2:<br />

Jean-Léon Gérôme war einer der gefeiertsten akademischen<br />

Maler des 19. jahrhunderts. Er, der 1824 in<br />

einfachen Verhältnissen geboren wurde, folgte auf<br />

Jacques-Louis David. 1847 debuttierte er mit seinem<br />

Genre Gemälde „Der Hahnenkampf“. Zwischen 1854<br />

und 1872 bereiste er den Mittleren Osten, sodass er<br />

auch als Orientalist bekannt wurde. Ab 1878 bis zu seinem<br />

Tod schuf er auch viele Skulpturen, welche zwar<br />

historistische Anklänge bedienten, jedoch in mancher<br />

Weise auch innovativ waren. (12515313) (13)<br />

JEAN-LÉON GÉRÔME,<br />

1824 - 1904<br />

59 x 42 x 17 cm.<br />

Base signed „J.L GEROME“.<br />

Paris, 19th century.<br />

Notes:<br />

This sculpture is based on a bronze sculpture by<br />

Jean-Léon Gérôme, exhibited in 1897 at the Salon<br />

in Paris and subsequently purchased by the French<br />

Government for the Galerie du Luxembourg. The<br />

work is an amazing historic reference and, at the<br />

same time, an example for the revival of neo-classicism<br />

in the 19th century.<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 16.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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219<br />

PAAR LOUIS XVI-BRÛLE DE PARFUMS<br />

Höhe: 26,5 cm.<br />

Paris, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Auf quadratischem vergoldetem Stand die quadratische<br />

Basis in grünem, weiß geädertem Marmor mit<br />

lanzettblattbesetztem Trompetenfuß mit Lorbeerblattumrandung.<br />

Ovoider Korpus mit an der Schulter ansetzenden<br />

Satyrmaskarons und durchbrochenem Hals.<br />

Steckdeckel mit fruktalem ziseliertem Ormolu-Knauf.<br />

Minimaler Chip. (1251323) (13)<br />

€ 1.800 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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220<br />

ELEGANTER NAPOLEON III-KAMIN<br />

116 x 157 x 51 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In grün weiß geädertem Marmor mit ziselierten Bronzen<br />

der rechteckige Kamin. Auf quadratischen Blöcken<br />

die Kannelierten Köcherpfeiler mit Kapitellen in Form<br />

von Pfeilenden. Überkragendes Gesims mit symmetrischer<br />

Ornamentkartusche in ziselierter Pronze einen<br />

Pfeil mit Efeublattzier zeigend. Leicht überkragende<br />

Marmordeckplatte. (12519422) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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279


221<br />

BÜSTE EINER JUNGEN FRAU<br />

Höhe: 70 cm.<br />

Breite: 50 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In weißem Marmor gearbeitet. Über profiliertem Rundsockel<br />

die Büste einer nach vorn blickenden jungen<br />

Frau mit fein gefältetem Gewand, welches vor ihrer<br />

Brust mit einer Portraitagraffe zusammengehalten<br />

wird. Das Haar hinten durch Haarknoten gehalten und<br />

in feinem Schnitt die Ohren umspielend.<br />

(1251692) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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222<br />

IN BRONZE GEGOSSENE FIGUR EINES<br />

WASSERSPEIERS<br />

Höhe: 30 cm.<br />

Entstehungszeit schwer einzuordnen.<br />

Nach dem steinernen Vorbild an der Kathedrale von<br />

Notre Dame in Paris. Ausgeführt in Gestaltung eines<br />

gehörnten und geflügelten Teufels in Halbfigur, der<br />

sein Haupt in zwei Händen trägt. Über mitgegossenem<br />

Sockel mit gotischem Bogen und Kreuzblume.<br />

Schöne dunkle Alterspatina. (1251845) (1) (11)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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223<br />

BÜSTE EINES JUNGEN MANNES<br />

Höhe: 70 cm.<br />

Breite: 50 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In weißem Marmor gearbeitet. Auf profiliertem doppelkonischem<br />

Rundfuß die in schlichtem Umhang mit tief<br />

untergreifender Fältelung dargestellte Büste eines<br />

jungen, nach vorn blickenden Mannes mit fein ausmodelierten<br />

Ohren und Haaren, deren übergreifende<br />

Form tief unterschnitten ist und somit an Realitätsnähe<br />

gewinnt. Minimal besch. (1251691) (13)<br />

BUST OF A YOUNG MAN<br />

Height: 70 cm.<br />

Width: 50 cm.<br />

Italy, 19th century.<br />

White marble. With minimal damage.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

224<br />

VIER ZIERDECKELVASEN<br />

Höhe: 97 cm.<br />

Durchmesser: 41 cm.<br />

Italien.<br />

Sistrix<br />

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In schwarzem weiß geädertem Marmor die als Gegenstücke<br />

gestaltete Ziervasen mit gewulstetem Rundfuß<br />

und ovoidem Korpus mit gekanteter Schulter und<br />

eingezogenem Hals sowie Haubendeckel mit Kugelknauf.<br />

Min. besch. (1251597) (1) (13)<br />

FOUR DECORATIVE LIDDED VASES<br />

Height: 97 cm.<br />

Diameter: 41 cm.<br />

Italy.<br />

With minimal damage.<br />

€ 15.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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281


225<br />

ROLLBUREAU IM EMPIRE-STIL<br />

Höhe: 126,5 cm.<br />

Breite: 118 cm.<br />

Tiefe: 68 cm.<br />

Frankreich oder Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In bronzierten Sabots die leicht geschweiften Beine in<br />

geflügelte, plastisch ausgestaltete und vergoldete<br />

Löwenköpfe übergehend. Fünfschübiger Korpus mit<br />

erhabenem Mittelschub und dadurch entstehendes<br />

Beinkompartiment. Rolldeckel mit sechs dahinterliegenden<br />

Schüben und offenen Kompartiments. Gesims<br />

dreischübig mit vergoldeter Bronzezier. Überkragende,<br />

den Zügen des Möbels folgende, grün-weiß geäderte<br />

Marmordeckplatte. (1252072)<br />

EMPIRE STYLE ROLL-TOP BUREAU<br />

Height: 126.5 cm.<br />

Width: 118 cm.<br />

Depth: 68 cm.<br />

France or Italy, 19th century.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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226<br />

KARL CAUER,<br />

1828 – 1885<br />

PORTRAITBÜSTE<br />

Höhe der Säule: 122 cm.<br />

Höhe der Büste: 75 cm.<br />

Gesamthöhe: 197 cm.<br />

Signiert und datiert „C. Cauer 1871“.<br />

Kreuznach, 1871.<br />

Auf Kombinationssäule in weißem und grün-weiß<br />

geädertem Marmor im dorischen Stil die in weißem<br />

Marmor gearbeitete Büste einer jungen nach links<br />

blickenden Dame mit fein gefälteltem Gewand und<br />

zurückgebundenem Haar mit Velum auf gekanteter<br />

Basis stehend. Minimal besch.<br />

Anmerkung:<br />

Karl Cauer war Schüler von Christian Daniel Rauch und<br />

Albert Wolff in Berlin, lernte in Rom anhand der Antiken<br />

und pendelte in den folgenden Jahrzehnten zwischen<br />

Kreuznach und Rom. (1251693) (13)<br />

KARL CAUER,<br />

1828 – 1885<br />

PORTRAIT BUST<br />

Height of column: 122 cm.<br />

Height of bust: 75 cm.<br />

Total height: 197 cm.<br />

Signed and dated „C. Cauer 1871“.<br />

Kreuznach, 1871.<br />

With minimal damage.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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283


227<br />

PAAR FIGUREN IN DER ART GOTISCHER<br />

WASSERSPEIER<br />

Höhe: 26,5 cm.<br />

Rückwärtig mit weißer Sammlungsnummer „128.“<br />

und „14 E.“.<br />

Frankreich.<br />

Bronze, gegossen, dunkelbraun patiniert. Auf blockhaftem<br />

Grund dreiviertelrund gegossen die kompakte<br />

abstrahierte Figur eines Drachen, wie wir ihn aus der<br />

französischen Gotik als Wasserspeier kennen, etwa<br />

von der Kathedrale in Carcasonne aus dem 13. Jahrhundert.<br />

(1251843) (1) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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228<br />

PAAR PIETRA DURA-TONDI<br />

Durchmesser: 60 cm.<br />

20. Jahrhundert.<br />

Im Rund gestaltete Deckplatten mit reicher ornamentaler<br />

Pietra dura-Zier auf schwarzem Fond unter Verwendung<br />

zahlreicher Gesteinssorten wie Malachit,<br />

Marmo Giallo, Lapislazuli und vielen Marmorsorten<br />

und polychrom gegeneinander gesetzter Wirkung.<br />

(1250171) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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229 ENTFÄLLT<br />

230<br />

PIETRA DURA-PLATTE<br />

60 x 60 cm.<br />

Quadratische Platte mit reicher Einlagenmusterung;<br />

das zentrale Bildfeld mit Arabesken auf schwarzem<br />

Grund. Der Randbereich auf rötlichem, weiß ädertem<br />

Marmorgrund mit diversen Segmentkartuschen mit<br />

Blumen, Blüten, Früchten und Vögeln. Sehr feine Einlegearbeiten<br />

unter Verwendung verschiedenartiger<br />

und -farbiger Marmor- und Steinarten wie Lapislazuli,<br />

Jade, Onyx, Achat, Jaspis, Malachit.<br />

Anmerkung:<br />

Das Stück ähnelt im Design der prachtvollen Tischplatte<br />

aus dem 18. Jahrhundert, die sich im Schloss<br />

Nymphenburg befindet und in Annamaria Giusti´s<br />

Buch „Pietre Dure The Art of Semiprecious Stonework“<br />

auf Seite Nr. 106 und 107 abgebildet ist.<br />

(1250172) (18)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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285


CLOCKS


SELTENE UND BEDEUTENDE<br />

GLOBUSUHR IN SILBER<br />

1811 Liège – 1898 Paris<br />

231<br />

ALEXIS FALIZE,<br />

1811 LIÈGE – 1898 PARIS<br />

SELTENE UND BEDEUTENDE GLOBUSUHR<br />

IN SILBER<br />

Höhe: 41 cm.<br />

Kleine Punzmarken: ca. 3 mm.<br />

Marmor, schwerer Silberguss, ziseliert und teilvergoldet.<br />

Die ungewöhnliche Kaminuhr in Silber und Vermeil<br />

zeigt einen dreiteiligen Aufbau: über einem hohen<br />

Felsensockel in dunklem Rosso antico-Marmor kniet<br />

die Gestalt des Atlas, das linke Knie angezogen, der<br />

Oberkörper gekrümmt von der Last des großen Himmelsglobus,<br />

den er mit beiden Händen über den<br />

Schultern trägt. Der Silberglobus in feinem Relief mit<br />

den figürlich angegebenen Sternbildern überzogen,<br />

darauf vergoldete, fünfzackige, erhaben aufgesetzte<br />

Sterne in diversen Größen, entsprechend dem Sternenhimmel.<br />

In schrägem Zug ist die Milchstraße angegeben,<br />

die Gestirne mit symbolischen Attributen,<br />

wie Lyra, Krone, Pegasus oder Altar; insgesamt durchzogen<br />

von den figürlich sich abhebenden astronomischen<br />

Sternbildern. Der Ziffernring, der durch das Werk<br />

bewegt wird, zieht waagerecht um den Globus, mit<br />

Sternen besetzt und mit erhaben aufgelegten römischen<br />

Ziffern. An der Rückseite, unter dem Ring drei<br />

durch kleine Schieber verschließbare Öffnungen zur<br />

Schlüsseleinführung. Das gangbare Werk mit Halbstunden-<br />

und Stundenschlag auf Glocke.<br />

Die gegossene Atlasfigur sowie der gesamte Aufbau<br />

von hoher bildhauerischer und entwurfskünstlerischer<br />

Qualität. Die gestalterische Idee geht bereits auf Beispiele<br />

der Renaissance zurück. Bereits der Bildhauer<br />

Severo da Ravenna (tätig um 1496 - um 1543) zeigte<br />

mit seiner Bronzefigur den knienden globustragenden<br />

Atlas in derselben Haltung, mit einem linken aufgestellten<br />

und einem am Boden abgestützten rechten<br />

Knie. Mit ähnlichen Uhrgestaltungen, wie denen des<br />

Elias Lenker (Augsburg 1624-1628), sollte der Zusammenhang<br />

von Zeitablauf, Weltbewegung und Gestirnenwanderug<br />

augenfällig gemacht werden.<br />

Die Werkstatt des Pariser Silber- und Goldschmieds<br />

Alexis Falize wurde 1838 gegründet und belieferte<br />

bedeutende Luxus-Verkaufsgeschäfte hochrangiger<br />

Werke wie Mellerio, Boucheron oder Tiffany. Falizes<br />

Arbeiten wurden bereits 1876 vom South Kensington<br />

Museum (heute Victoria and Albert Museum) erworben.<br />

Sein Sohn Lucien (1839-1897) eröffnete seine Etablissements<br />

auf der Avenue de l’Opera in Paris und<br />

erwarb sich internationales Ansehen durch seine Arbeiten<br />

auf den Weltausstellungen 1878 und 1889.<br />

Als Lucien Falize 1897 verstarb, führten seine drei<br />

Söhne das Unternehmen unter der Bezeichnung „Falize<br />

Fréres“ fort. Bedeutende Aufträge ergingen etwa<br />

vom Königshaus Peters I von Serbien, bis an die Kronenkammer<br />

der Königin Marie von Rumänien 1932.<br />

Das Unternehmen schuf, dem historistischen Stil des<br />

19. Jahrhunderts entsprechend, Werke in den verschiedensten<br />

Stilrichtungen, angeregt vom Mittelalter,<br />

über Renaissance und Barock. In letztgenannter Stilauffassung<br />

ist auch der Entwurf der Globusuhr gedacht.<br />

Daneben wurden auch Werke in persischem<br />

Stil oder entsprechend des zeitgenössischen Art nouveau<br />

fabriziert.<br />

Falize-Werke finden sich in vielen öffentlichen Sammlungen,<br />

wie etwa in The Metropolitan Museum of Art,<br />

New York, The Walters Art Gallery, Baltimore, The Victoria<br />

and Albert Museum, The British Museum London,<br />

dem Musée des Arts Décoratifs Paris, dem Musée<br />

d’Orsay Paris, dem Ajuda Palace Lissabon oder dem<br />

Schmuckmuseum Pforzheim.<br />

Verschlagene Marke etwa in Form eines Eberkopfes<br />

sowie Schwan im Queroval am rechten Unterarm sowie<br />

an der Ferse des rechten Fußes, wohl Reimportpunzierungen<br />

ab 1893. Beide Schlüssel vorhanden. A.R.<br />

Provenienz:<br />

Sotheby’s, Paris, 26. April 2017.<br />

Anmerkung:<br />

Die Globusuhr wurde durch Sotheby´s diesem<br />

Künstler zugewiesen.<br />

Literatur:<br />

Katalog Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Skulpturensammlung<br />

(Severo da Ravenna).<br />

Peter Frieß und Eva Langenstein, Katalog Deutsches<br />

Museum Bonn, 41. Deutsche Kunst und Antiquitätenmesse<br />

München, Mechanik aus der Wunderkammer,<br />

1996.<br />

Klaus Maurice und Otto Mayr, (Hrsg.), Die Welt als<br />

Uhr, Deutsche <strong>Uhren</strong> und Automaten 1550-1650,<br />

München/Berlin 1980. (1250641) (11)


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ALEXIS FALIZE,<br />

1811 LIÈGE – 1898 PARIS<br />

A RARE AND IMPORTANT SILVER GLOBE CLOCK<br />

Height: 41 cm.<br />

Small hallmarks: ca. 3 mm.<br />

Marble, heavy silver casting, chased and parcel-gilt. The<br />

unusual mantelpiece clock in silver and vermeil has a<br />

three-part structure: over a tall, dark Rosso Antico marble<br />

rock base, the kneeling figure of Atlas is shown<br />

with his left knee drawn up. His upper body is bent<br />

from the heavy load of the celestial globe, which he is<br />

holding above his shoulders with both hands. The silver<br />

globe is covered in figural star constellations in fine<br />

relief set with gilt, five-pointed stars in various sizes<br />

according to the night sky. The horizontal band of the<br />

dial, set with stars and applied Roman numerals is<br />

revolving around the globe and moved by the clock<br />

mechanism. There are three small apertures with sliding<br />

closure to insert keys at the back. The clock mechanism<br />

is in working order with half hour and hour<br />

strike on bell. The cast Atlas figure and overall design<br />

is of very high sculptural and compositional quality.<br />

The creative design has paragons in Renaissance: the<br />

sculptor Severo da Ravenna (active ca. 1496 - ca. 1543)<br />

shows a kneeling bronze figure of Atlas carrying the<br />

globe in the same posture, with his left knee drawn up<br />

and the right knee supporting him on the ground. Similar<br />

clock designs with regards to the course of time,<br />

the movement of the world and star constellations are<br />

known, for example, by Elias Lenker (Augsburg 1624-<br />

1628). The workshop by the Paris silver and goldsmith<br />

Alexis Falize was founded in 1838 and it supplied luxury<br />

shops alongside high-ranking manufacturers such<br />

as Mellerio, Boucheron or Tiffany. Falize´s works were<br />

already purchased by the South Kensington Museum<br />

(today Victoria and Albert Museum) as early as 1876.<br />

His works can also be found in public collections such<br />

as The Metropolitan Museum of Art, New York, The<br />

Walters Art Gallery, Baltimore, The Victoria and Albert<br />

Museum and The British Museum, both London, the<br />

Musée des Arts Décoratifs Paris, the Musée d´Orsay<br />

Paris, the Ajuda Palace in Lisbon or the Schmuckmuseum<br />

Pforzheim. Mis-struck hallmark in the shape of<br />

a boar’s head and a swan in horizontal oval on the<br />

right underarm and the heel of the right foot, probably<br />

reimport hallmark since 1893. With both keys.<br />

Provenance:<br />

Sotheby’s, Paris, 26 April 2017.<br />

Notes:<br />

Sotheby’s attributed this globe clock to the artist.<br />

Literature:<br />

Catalogue Stiftung Preußischer Kulturbesitz, sculpture<br />

collection (Severo da Ravenna).<br />

P. Frieß and E. Langenstein, catalogue Deutsches<br />

Museum Bonn, 41st Deutsche Kunst und Antiquitätenmesse<br />

München, Mechanik aus der Wunderkammer,<br />

1996.<br />

K. Maurice and O. Mayr (ed.), Die Welt als Uhr, Deutsche<br />

<strong>Uhren</strong> und Automaten 1550-1650, Munich/Berlin 1980.<br />

€ 200.000 - € 300.000<br />

Sistrix<br />

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293


232<br />

EICHSTÄTTER HORIZONTALUHR<br />

Höhe: 8 cm.<br />

Durchmesser maximal: 10 cm.<br />

Rückplatine ritzsigniert „Peter Krenckel Eüchstet“.<br />

Eichstätt, um 1700.<br />

Auf drei gedrückten Kugelfüßen der hexagonale verglaste<br />

Aufbau mit satinierten und geblänkten Zinndekorationen.<br />

Zifferblatt in Zinn mit römischen Stunden<br />

und arabischen Minuten in Niello sowie Zeiger für<br />

Stunden und Minuten. Fein gravierte Rückplatine und<br />

Schließkante. Schlag auf Glocke. (1250406) (13)<br />

HORIZONTAL CLOCK FROM EICHSTÄTT<br />

Height: 8 cm.<br />

Maximum diameter: 10 cm.<br />

Backplate with incised signature “Peter Krenckel<br />

Eüchstet”.<br />

Eichstätt, ca. 1700.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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295


233<br />

PASSAUER HORIZONTALUHR<br />

Höhe: 7,5 cm.<br />

Durchmesser: 6,5 cm.<br />

Rückplatine ritzsigniert „Josephus Ims Passau“.<br />

Passau, erstes Viertel 18. Jahrhundert.<br />

Bronze gegossen, ziseliert und vergoldet, Zinn satiniert<br />

und emailliert, verglast. Über drei von Stelzen überfangenen,<br />

gedrückten Kugelfüßen der mit verglasten<br />

Kartuschen versehene Korpus mit Sicht auf das Werk.<br />

Überkragende Deckplatte mit zinnernem Zifferblatt<br />

mit römischen Stunden in Niello und arabischen Minuten.<br />

Repetition und Schlag auf Glocke.<br />

(1250405) (13)<br />

HORIZONTAL CLOCK FROM PASSAU<br />

Height: 7.5 cm.<br />

Diameter: 6.5 cm.<br />

Backplate with incised signature “Josephus Ims<br />

Passau”.<br />

Passau, first quarter of the 18th century.<br />

Bronze; cast, chased and gilt. Satinized and enamelled<br />

pewter. Glazed.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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297


234<br />

AUGSBURGER HORIZONTALUHR<br />

10 x 14 x 14 cm.<br />

Rückplatine ritzsigniert „Jacob Wideman / Augsburg“.<br />

Augsburg, um 1650.<br />

Bronze gegossen und ziseliert, Zinn gegossen und<br />

ziseliert. Über vier geriefelten Kugelfüßen der aufklappbare<br />

Boden mit drei Glocken. Quadratischer Korpus<br />

mit vier liegenden rechteckigen Kartuschen mit absidialen<br />

Ausbuchtungen. In Feinzinn hochfeine Basreliefs<br />

den Raum der Sabinerinnen darstellend. Eingelassenes,<br />

zu überholendes Uhrwerk mit fein gegossenem<br />

Zifferblatt mit römischen Stunden und arabischen<br />

Minuten. Zwei Stahlzeiger für Stunden und Minuten.<br />

Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.<br />

Anmerkung:<br />

Jacob Widemann III stammte aus einer berühmten<br />

Augsburger Uhrmacherfamilie, die über Antwerpen<br />

und Mantua nach Augsburg kam. Er wurde 1614<br />

geboren und starb 1664.<br />

AUGSBURG HORIZONTAL CLOCK<br />

10 x 14 x 14 cm.<br />

Backplate with incised signature “Jacob Wideman /<br />

Augsburg”.<br />

Augsburg, ca. 1650.<br />

Bronze; cast and chased. Pewter; cast and chased.<br />

Working order not tested.<br />

Notes:<br />

Jacob Widemann III is descended from a famous<br />

Augsburg clock maker family that came to Antwerp<br />

via Mantua. He was born in 1614 and died in 1664.<br />

Literature:<br />

Compare J. Abeler, Meister der Uhrmacherkunst,<br />

Wuppertal 1977, p. 658.<br />

€ 25.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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Literatur:<br />

Vgl. Jürgen Abeler, Meister der Uhrmacherkunst,<br />

Wuppertal 1977, S. 658. (1250409) (13)<br />

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299


235<br />

IMMENSTÄDTER HORIZONTALUHR<br />

6 x 6,3 x 6,3 cm.<br />

Rückplatine signiert: Xav: Liebherr / Imenstadt Franz<br />

Xaver Liebherr I (Thalkirchdorf 1725-1802 Immenstadt).<br />

Immenstadt, um 1770.<br />

Messing vergoldet, silberne Beschläge, graviert. Über<br />

vier gedrückten Kugelfüßen der quadratische Korpus<br />

mit à jour gearbeiteten gravierten vegetabilen Beschlägen.<br />

Überkragende Deckplatte mit weißem Emaillezifferblatt<br />

mit schwarzen römischen Stunden und arabischen<br />

Minuten. Vergoldete Lilienzeiger für Stunden und<br />

Minuten, sowie Aufzugslöchlein. In originaler verglaster<br />

Holzschatulle mit Messingbeschlägen.<br />

Anmerkung:<br />

Der in Konstanz geborene Liebherr soll bei Pierre<br />

Jacquet-Droz gearbeitet haben und fertigte 1771 das<br />

Werk für die Turmuhr der Ottobeurer Basilika und<br />

1773 die dortige Konventuhr.<br />

Ausstellung:<br />

Eine Ausstellung in Immenstadt würdigte 2006 das<br />

Werk der Uhrmacherfamilien Liebherr und Mahler.<br />

(1250407) (13)<br />

HORIZONTAL CLOCK FROM IMMENSTADT<br />

6 x 6.3 x 6.3 cm.<br />

Backplate signed: Xav: Liebherr / Imenstadt Franz Xaver<br />

Liebherr I (Thalkirchdorf 1725-1802 Immenstadt).<br />

Immenstadt, ca. 1770.<br />

Brass gilt, silver fittings, engraved. In original glazed<br />

wooden box with brass fittings.<br />

€ 25.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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301


236<br />

BAROCKE HORIZONTALUHR<br />

8,5 x 11,5 x 11,5 cm.<br />

Rückplatine ritzsigniert „MICHAEL PFVNLER IN<br />

RIGA“.<br />

Riga, um 1700.<br />

Über vier originellen Maskaronfüßen in gegossener<br />

und vergoldeter Bronze, der quadratische Korpus mit<br />

verglasten, passig auslaufenden Rechteckkartuschen<br />

als Fenster zum Uhrwerk. Rundes Zifferblatt mit römischen<br />

Stunden und innen liegendem Kreis mit arabischen<br />

Ziffern. Bronzegegossener Stundenzeiger mit<br />

Lilienspitze. Zwickel mit feinen Blüten graviert. Ebenso<br />

die Rückplatine mit floral gravierten und à jour gearbeiteten<br />

Elementen sowie Schlag auf Glocke. Kein<br />

Schlüssel vorhanden. (12504010) (13)<br />

HORIZONTAL BAROQUE CLOCK<br />

8.5 x 11.5 x 11.5 cm.<br />

Back plate signed “MICHAEL PFVNLER IN RIGA”.<br />

Riga, ca. 1700.<br />

Without key.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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303


237<br />

ROKOKO-KAMINGARNITUR<br />

Höhe der Uhr: 28,5 cm.<br />

Höhe der beiden Leuchter: 17 cm.<br />

Das Zifferblatt signiert „Étienne Lenoir“.<br />

18. Jahrhundert<br />

In vergoldeter Bronze und Porzellan. Die Garnitur dreiteilig,<br />

als typische Ausstattung für ein höfisches Damenboudoir.<br />

Die drei Teile jeweils mit durchbrochen und<br />

geschweift gearbeiteten Standsockeln, mit C- und<br />

S-Bögen sowie stilisierten Rocailleblättern. Darüber<br />

erhebt sich je ein weit verzweigter Strauch mit zahlreichen,<br />

polychrom bemalten Porzellanblüten. Auf<br />

den Sockeln jeweils Porzellanfiguren: Unterhalb der<br />

Uhr ein Putto mit Vase, die seitlich zu stellenden Kerzenhalter<br />

mit Lämmchen, als Gegenstücke gearbeitet,<br />

darüber erhebt sich je eine florale Kerzentülle in<br />

Vergoldung. Die Uhr zwischen seitlich hochschwingenden<br />

Zweigen in einem flachen durchbrochenen<br />

Rokoko- Rahmen mit Gitter- und Blattwerk. Weißes<br />

Emailzifferblatt mit römischen Stunden. Das Werk an<br />

der Rückseite durch Glas abgedeckt.<br />

Der Uhrmacher Étienne le Noir (auch Lenoir) (1699-<br />

1778) war seit 1717 Meister. Seinerzeit gehörte er zu<br />

den hervorragenden Meistern der französischen Uhrmacherzunft,<br />

auch seine beiden Söhne signierten<br />

ihre Werke mit dem Namenszug des Vaters. Die Werkstatt<br />

bestand bis um 1820. Bekannt und beliebt waren<br />

auch seine Tischuhren in Zusammengestaltung mit<br />

Porzellan, wie sich solche Exemplare in verschiedenen<br />

öffentlichen Sammlungen befinden, wie etwa in der<br />

Münchner Residenz, Eremitage Sankt Petersburg,<br />

Getty Museum Malibu sowie Schloss Wilhelmsthal,<br />

Calden.<br />

ROCOCO MANTEL SET<br />

Height of clock: 28.5 cm.<br />

Height of candelabras: 17 cm.<br />

The dial signed “Étienne Lenoir”.<br />

18th century.<br />

Gilt bronze and porcelain. Three-part set as a typical<br />

interior design feature of a lady‘s boudoir. The three<br />

pieces are each standing on C- and S-shaped curved<br />

and open-work bases and are decorated with rocaille<br />

scrollwork. Each surmounted with broad bushes with<br />

numerous colourfully painted porcelain blossoms. The<br />

bases each show porcelain figures. The clock features<br />

twigs curving upwards on each side and a flat openwork<br />

Rococo frame. The table clocks in combination<br />

with porcelain by this clockmaker were also famous<br />

and popular and are held in numerous public collections<br />

such as the former Royal Palace Munich Residenz,<br />

the State Hermitage Museum in Saint Petersburg,<br />

the Getty Museum in Malibu and Wilhelmsthal<br />

Palace in Calden.<br />

Literature:<br />

P. Kjellberg, Encyclopédie de la pendule française du<br />

Moyen Age au XXe siècle, Paris 1997.<br />

€ 14.000 - € 16.000<br />

Sistrix<br />

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Literatur:<br />

Pierre Kjellberg, Encyclopédie de la pendule française<br />

du Moyen Age au XXe siècle, Editions de l'Amateur,<br />

Paris 1997. (1250603) (1) (11)<br />

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238<br />

PRACHTVOLLE, BEDEUTENDE LOUIS XV-<br />

PENDULE MIT RAUB DER EUROPA<br />

Höhe: 71 cm.<br />

Breite: 50 cm.<br />

Tiefe: 28 cm.<br />

Der Gesamtaufbau in höchster Eleganz und reifem Stil<br />

der Louis V-Epoche, und damit auch ein kunsthandwerkliches<br />

Werk hohen Ranges. Mit Werk von „FES-<br />

TEAU À PARIS“ Die figürliche Gestaltung von J. J. de<br />

Saint-Germain bezieht sich auf den antiken Mythos<br />

Raub der Europa.<br />

Der figurale Aufbau ist dem Bildhauer Jean-Joseph<br />

de Saint- Germain (geb. 1719) zuzuordnen, der 1748<br />

Meister wurde und von dem mehrere ähnliche Gestaltungen<br />

für <strong>Uhren</strong> bekannt sind, wie etwa weitere Versionen<br />

des Europa-Stier-Themas oder mit Rhinozeros,<br />

bzw. mit Chinoiserie-Motiven. Saint-Germains<br />

Produktion an Uhraufbauten war von großer Bedeutung,<br />

er fertigte für bekannteste Uhrmacher des 18.<br />

Jahrhunderts, wie eben Festeau, aber auch Dutertre,<br />

P. Leroy, J. Martin, J. Gudin und viele weitere. Zu seinen<br />

Abnehmern gehörte der Hochadel Frankreichs,<br />

wie etwa die Duchesse d´Orleans, Marquise de Pange,<br />

Duc de Praslin usw. Frankreichs Hof erwarb mehrere<br />

Pendulen seiner Hand. Eine der Pendulen – mit einem<br />

Rhinozeros – zählte zum Besitz der Marie Antoinette.<br />

Ausführung in vergoldeter und brünierter Bronze. Die<br />

Sockelbasis in Art eines Rasenstücks, virtuos mit kräftigem<br />

Rocaillebogen umlegt, zum Teil an der rechten<br />

Seite als geschweifter, gekehlter architektonisch geformter<br />

Sockel gestaltet. In origineller Weise zieht ein<br />

naturalistischer Felsbrocken nach vorne, von großer<br />

Rocaillevolute umfangen.<br />

Auf dem Basissockel der mythische Stier, in den sich<br />

der Göttervater Zeus der griechischen Legende gemäß<br />

verwandelt hat, um Europa zu entführen. Er steht<br />

nach links, mit erhobenem Vorderhuf, dem Betrachter<br />

zugewandtem Kopf und geöffnetem Maul, was als<br />

Ausdruck einer Emotion zu verstehen ist. Auf dem<br />

Rücken ein Rocaille-Zwischensockel, gewissermaßen<br />

als Sattel, mit Riemenband, das um den Leib zieht.<br />

Um das Werkgehäuse selbst ziehen die Blattdekorationen<br />

seitlich hoch, bis zu einem bekrönenden kurzen,<br />

geschweiften Aufsatz, dem die Figur der Europa aufsitzt.<br />

Dem Zeitstil gemäß ist die Sitzhaltung legére<br />

wiedergegeben, was nicht nur die Leichtigkeit des<br />

Rokoko dokumentiert, sondern auch zur interpretativen<br />

Aussage gehört: die Entführung geschieht im Einverständnis<br />

der Nymphe, wenngleich sie nachdenklich<br />

gezeigt wird, sich jedoch ihrem Los fügend, mit einem<br />

Blumensträußchen. Ihr Gewand zieht links seitlich in<br />

voluminösen Falten herab, eingebunden in Blattwerk.<br />

Selbstverständlich wurden in der mit Allegorien vertrauten<br />

Zeit solche Bildgestaltungen auch als Anspielungen<br />

verstanden, die oft im Zusammenhang mit<br />

Schenkungen oder Raumausstattungen standen. Der<br />

Gesamtaufbau an der Rückseite ebenso durchgestaltet,<br />

das Werkgehäuse seitlich floral vergittert, ebenso<br />

die runde Werkabdeckung. Das weiße Emailziffernblatt<br />

unter gewölbter Verglasung zeigt römische Stunden<br />

und arabische Minuten; die durchbrochen gearbeiteten<br />

und fein ziselierten Zeiger hochglanzvergoldet.<br />

Auf dem Ziffernblatt signiert „FESTEAU / A * PARIS“<br />

(Simon I-er Francoise Festeau, genannt „Le jeune“,<br />

war Meister 1750). Der Uhrmacher unterhielt seine<br />

Werkstatt zunächst in der Rue Saint Denis, zog dann<br />

mehrmals um. Nach Rückzug in den Ruhestand übergab<br />

er seinen „Fonds“ Francois-Bonnaventure, der die<br />

Signatur weiterführte. Die Messing-Rückplatine in<br />

kursiver Gravurschrift ebenfalls signiert „Feston À Paris“.<br />

Pendel an Fadenaufhängung; Schlossscheibenschlagwerk<br />

für Halbstunden- und Stundenschlag auf<br />

Glocke. Insgesamt in tadellosem Erhaltungszustand,<br />

ein Objekt hohen Ranges für die französische Epoche<br />

Louis XV. Schlüssel vorhanden. A.R.<br />

Literatur:<br />

H.L. Tardy, Dictionnaire des horlogers français, Paris<br />

1972, S. 226 (biografische Angaben zu S.F. Festeau).<br />

J.D. Augarde, Les ouvriers du temps, Genf 1996 (Angaben<br />

zu S.F. Festeau).<br />

Hans Ottomeyer/P. Pröschel, Vergoldete Bronzen,<br />

München 1986 (Angaben zu J.J. de Saint-Germain).<br />

E. Niehüser, Die französische Bronzeuhr, München<br />

1999. (1250592) (1) (11)<br />

MAGNIFICENT, IMPORTANT LOUIS XV PENDU-<br />

LUM CLOCK WITH THE RAPE OF EUROPA<br />

Height: 71 cm.<br />

Width: 50 cm.<br />

Depth: 28 cm.<br />

The overall design is highly elegant in the mature style<br />

of the Louis V period and is therefore a highly important<br />

artisan object. The clockwork by “FESTEAU À PARIS”<br />

and the figural design by J. J. de Saint-Germain, makes<br />

reference to the ancient myth of the Rape of Europa.<br />

The figural composition can be attributed to the sculptor<br />

Jean-Joseph de Saint-Germain (born 1719), who<br />

became a master in 1748 and who is known for several<br />

similar clock designs with the Europa subject or rhinoceros<br />

or chinoserie motifs. Saint-Germain‘s production<br />

of clock designs was of great importance, he<br />

created them for the most famous clock makers of<br />

the 18th century such as Festeau, but also Dutertre,<br />

P. Leroy, J. Martin, J. Gudin and many more. His clients<br />

were mainly from the French aristocracy, including<br />

the Duchesse d‘Orleans, the Marquise de Pange<br />

or the Duc de Praslin etc. With key.<br />

Literature:<br />

H. L. Tardy, Dictionnaire des horlogers français, Paris<br />

1972, p. 226 (biographical references to S.F. Festeau).<br />

J. D. Augarde, Les ouvriers du temps, Geneva 1996<br />

(information regarding S. F. Festeau).<br />

H. Ottomeyer/P. Pröschel, Vergoldete Bronzen, Munich<br />

1986 (information regarding J. J. de Saint-Germain).<br />

E. Niehüser, Die französische Bronzeuhr, Munich 1999.<br />

€ 40.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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239<br />

ELEGANTES KAMINUHREN-ENSEMBLE<br />

Uhr: 48 x 37 cm.<br />

Paar Kandelaber: 56 cm.<br />

Auf dem Zifferblatt Bezeichnung in Blau „Lechopie<br />

à Paris“.<br />

Paris, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Der <strong>Uhren</strong>korpus auf oblongem Alabastersockel mit<br />

darauf stehenden, berittenen Ziegenböcken. Die sie<br />

reitenden Putti rücklings mit ihren Schwingen, das Tonnengehäuse<br />

tragend, dieses mit ehemals verglaster<br />

Lünette und weißem Emailzifferblatt mit arabischen<br />

Stunden und Minuten. Flankiert durch zwei tropfenförmige<br />

Vasen mit Schlangenhenkeldekor und umlaufendem<br />

Perlstabrand sowie größtenteils noch vorhandener,<br />

gegossener floraler Ornamentdekoration und<br />

drei Brennstellen als Rosenblüten, jeweils in Bronze,<br />

vergoldet. Das <strong>Uhren</strong>gehäuse bekrönt durch eine trinkende<br />

Frau. Stunden- und Minutenzeiger, Aufzugslöchlein<br />

über der Sieben und der Fünf. Kein Pendel<br />

und kein Schlüssel vorhanden. (†) (12200350) (13)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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240<br />

LOUIS XVI-KAMINUHRGARNITUR<br />

Uhr Höhe: 58 cm.<br />

Sockel: 38 x 24 cm.<br />

Seitenelement Höhe: je 52 cm.<br />

Sockel: je 16,5 x 16,5 cm.<br />

Signiert „Lemire“. Rückplatine graviert<br />

„Medaille d'Argent“.<br />

Frankreich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Weißer Marmor mit Ormoludekoration. Die dreiteilige<br />

Garnitur auf hohen Eichelfüßen stehend mit gestufter<br />

Basis und Ormolurelief. Mittelpart mit bruniertem Amorknaben<br />

und verglastem <strong>Uhren</strong>gehäuse. Die Seitenelemente<br />

mit vierflammigen Leuchtern mit brüniertem<br />

Putto. (†)<br />

Anmerkung:<br />

Charles Gabriel Sauvage Lemire (1741-1827) wurde als<br />

Sohn eines Bronzehandwerkers geboren und begann<br />

seine Karriere 1759 in einer Werkstatt in Niderviller, wo<br />

er 1781 Direktor der Manufaktur wurde. Seit 1802 arbeitete<br />

Lemire in Paris und arbeitete für die Skulpturenmanufaktur<br />

Dihl und Guérhard. Er stellte seine Werke<br />

von 1808-1819 in den Pariser Galerien aus.<br />

Werke aus Lemires Hand sind zu finden im Musée de<br />

Tours, Musée de Marseille und Musée historique de<br />

lorraine à Nancy. (12200318) (13)<br />

€ 4.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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309


241<br />

FRANZÖSISCHE PENDULE DES<br />

18. JAHRHUNDERTS<br />

Höhe: 58 cm.<br />

Auf der Werkplatine in Messing Herstellergravur<br />

„C. Louzier à Paris“.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Gehäuseaufbau in Form eines seitlich geschwungenen<br />

Sockels, über vier halbkugeligen gestelzten Füßen,<br />

mittig rundziehend, mit eingezogenem Aufsatz mit<br />

Segmentgiebel und darüber leicht hochziehendem kleinen<br />

Podest. Darüber vierseitige, nach oben sich verjüngende<br />

Verdachung mit einer Vase als Bekrönung.<br />

Front und Seiten in Boulle-Technik auf Schildpatt,<br />

Messing- und Silbereinlagen in symmetrischem Arabeskendekor.<br />

An den Kanten reiches vergoldetes Bronzebeschlagwerk<br />

mit einschwingenden Akanthusblattvoluten,<br />

Barock-Palmette im unteren Zentrum sowie<br />

bärtigem Maskaron am Giebel unter einer Doppelvolute.<br />

Unter verglaster Frontrahmung vergoldeter<br />

Ziffernring mit weißen Emailkartuschen und schwarzen<br />

römischen Ziffern sowie gravierten arabischen<br />

Minuten. Pendelaufhängung im 19. Jahrhundert durch<br />

Metallfeder erneuert, Schlossscheibenschlagwerk mit<br />

Halbstunden- und Stundenschlag auf oben liegende<br />

Glocke. Ebenfalls erneuert die hölzerne rückseitige<br />

Abdeckung. (1250602) (1) (11)<br />

FRENCH 18TH CENTURY PENDULUM CLOCK<br />

Height: 58 cm.<br />

Manufacturer’s engraving in brass on the plate<br />

“C. Louzier à Paris”.<br />

France, 18th century.<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 10.000 - € 14.000<br />

Sistrix<br />

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311


242<br />

KONSOLUHR IM BOULLE-STIL<br />

Höhe inkl. Konsole: 130 cm.<br />

Das Zifferblatt signiert „Gosselin à Paris“.<br />

Die Signatur des Zifferblatts auf eine Enstehung in der<br />

ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts verweisend.<br />

Im Louis XIV-Stil gestalteter <strong>Uhren</strong>korpus mit Eichenholzkorpus<br />

und aufliegendem Lackdekor mit gesägten<br />

Messinblättern, diese ziseliert und mit Pseudokanneluren<br />

und Blüten gestaltet. Die Konsole unten in ein<br />

vergoldetes und ziseliertes Blattwerk endend und den<br />

<strong>Uhren</strong>korpus vermittels zweier Maskarons mit Akanthusblattdekor<br />

tragend. Gebogter, dreiseitig verglaster<br />

<strong>Uhren</strong>korpus mit rundem Zifferblatt, dieses mit zwölf<br />

Emailziffersegmenten mit römischen Stunden, die arabischen<br />

Minuten in das Messingzifferblatt graviert.<br />

Gesägte Stahlzeiger für Stunden und Minuten, Sonnenpendel,<br />

zwei Schlüssel vorhanden. Gebogter Aufsatz<br />

mit Boulle-Dekoration auf schwarzem Fond und figürlichem<br />

Putto mit Füllhorn. Unter dem Aufsatz eine<br />

Glocke. Ein Glas fehlend. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />

getestet. Besch.<br />

Anmerkung:<br />

Gemeint ist als Uhrmacher Jean-Philippe Gosselin<br />

(um 1690-1766), welcher das Geschäft seines Vaters<br />

Jacques Gosselin weiterführte, nachdem er wahrscheinlich<br />

bei diesem gelernt hatte und am 26. August<br />

1717 Meister wurde. Er war Garde Visiteur de la Communauté<br />

des Maîtres-Horlogers Parisiens von 1752<br />

bis 1753 und von 1755 bis 1757. Seine Werkstatt lag<br />

ab 1748 in der Rue St-Honoré. Seine Werke befinden<br />

sich u.a. im Metropolitan Museum, im Woodstock<br />

Museum und im La Chaux-de-Fonds-Museum.<br />

(1251413) (1) (13)<br />

€ 6.500 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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313


243<br />

EMPIRE-ENSEMBLE EINER HÄNGEUHR MIT<br />

ZUGEHÖRIGEM BAROMETER<br />

Gesamthöhe: 57 cm.<br />

Breite: 43 cm.<br />

Frankreich, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

Beide Instrumente in einem schildförmigen Gehäuse in<br />

bronzierter und vergoldeter Bronze, jeweils bekrönt mit<br />

vergoldeten Globen. Die einheitliche Dekoration zeigt<br />

feine Zungenblattrahmungen, in den Zwickeln, von der<br />

unteren Spitze nach oben ziehende Füllhörnern, aus denen<br />

geflügelte weibliche Büsten hervorziehen. Jeweils<br />

weißes Zifferblatt, die Uhr mit römischen Stunden und<br />

arabischen Minuten sowie gebläuten Breguet- Zeigern.<br />

Pendel an Fadenaufhängung, an der Frontrahmung fein<br />

regulierbar, Halbstunden- und Stundenschlag auf Glocke<br />

über Schlossscheibenschlagwerk. Das Barometer französisch<br />

beschriftet, mit arabischer Skalierung. Die beiden<br />

Gehäuse eingehängt auf original hochachteckigen<br />

Unterlagen mit radial faltenbespanntem ockerfarbenen<br />

Samt. Feiner Außenrahmen in brünierter Bronze. Pendel<br />

und Schlüssel fehlen. (1251011) (11)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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315


244<br />

BEDEUTENDE PARISER LOUIS XVI-PENDULE,<br />

CA. 1780 – 1785<br />

Höhe: 52 cm.<br />

Breite: 62 cm.<br />

Tiefe: 18 cm.<br />

Signiert „G. Merlet“ (verwischt) „á Paris“.<br />

Weißes, gewölbt-verglastes Emailziffernblatt mit römischen<br />

Stunden, arabischen Minuten- und Datumsanzeigen.<br />

Pendel an Fadenaufhängung, Schlossscheibenschlagwerk<br />

mit Halbstunden- und Stundenschlag auf<br />

Glocke.<br />

Von diesem bedeutenden Beispiel der Ausstattungen<br />

des französischen Hofes haben sich nur wenige erhalten.<br />

Eine mit nur wenigen Details gleich gestaltete<br />

Kaminuhr (1780) ist in Versailles zu sehen (musée<br />

national des Chateaux de Versailles et de Trianon, Inv.<br />

GML 10018), ein weiteres Exemplar, um 1781, in der<br />

Wallace Collection in London (Inv. F269).<br />

Alle genannten Ausführungen, wie auch die des vorliegenden<br />

Exemplars, gehen auf Kupferstich von Colinet,<br />

nach Entwurd von Jean-Francois Forty zurück, dort<br />

allerdings noch nicht ägyptisierend (Abb.). Eine ähnliche<br />

Gestaltungsidee war Grundlage für eine Uhr im<br />

Salon de Bagatelle, ausgeführt nach Zeichnungen von<br />

Bélanger.<br />

Die Grundidee des figuralen Aufbaus ist ein Ergebnis<br />

der Ägyptenbegeisterung bereits im ausgehenden 18.<br />

Jahrhundert, bezeichnenderweise noch vor der Expedition<br />

Napoleons in den Jahren von 1798 bis 1801.<br />

Der längsziehende, an den Schmalseiten gerundete<br />

Marmorsockel ist auf zehn gequetschten Füßen, die<br />

Wan dung gegliedert, in den Vertiefungen gereiht- verbundene<br />

Reliefmedaillons mit Sternzeichenmotiven.<br />

Der Uhrwerkzylinder liegt einem Kissen auf, getragen<br />

von zwei geflügelten Sphingen mit Löwenleibern und<br />

weiblichen Häuptern mit altägyptischer Perücke, wobei<br />

die hochgestellten Flügel die Uhr flankieren, die mit gebauschten<br />

Wolken bekrönt ist, in denen zwei Tauben<br />

turteln.<br />

Die gestalterischen Unterschiede zu den oben genannten<br />

Exemplaren zeigen sich in einigen Details, wie etwa<br />

abgeänderte Füße, Festonzier am Sockel anstelle eingelegter<br />

Reliefs, oder Halsketten an der Brust der<br />

Sphingen. Auffallend ist der Unterschied in der Wiedergabe<br />

der Löwenschweife. Während sie in den genannten<br />

Beispielen hochgeschlungen gezeigt sind, liegen sie<br />

in unserem Exemplar am Boden. Gerade mit diesem<br />

Motiv steht unsere Uhr dem ursprünglichen Entwurf<br />

von Forty näher.<br />

Im Zifferblatt ist Georges Adrien Merlet genannt,<br />

(1754-nach 1812), Kollege und Konkurrent von Coteau<br />

und Dubuisson. A.R.<br />

Anmerkung:<br />

Das oben genannte Exemplar, das sich im Metropolitan-Museum<br />

befindet (Inv.Nr. 1972.284.16), wird<br />

Pierre Gouthiére (1732-1813) zugeschrieben, die<br />

Figuren von Louis Simon Boizot (1743-1809). Das<br />

Werk ist von Jean-Baptiste Lepaute, Paris um 1783.<br />

Auch das Versailles-Beispiel enthält ein Werk von<br />

Lepaute, der Marmor dort in „vert de mer“, die Füße<br />

höher gestelzt.<br />

Literatur:<br />

Pierre Kjellberg, Encyclopédie de la pendule française<br />

du Moyen Age au XXe siécle, Paris 1977,<br />

S. 173, Abb. C.<br />

Zum Exemplar Versailles: Ausstellungskatalog, Le<br />

cháteau de Versailles raconte le Mobilier nationla,<br />

Quatre siècles de création, Paris, 2011, S. 149 ff.<br />

Abgebildet in: C. Jagger, Royal Clocks, The British<br />

Monarchy and ist Timekeepers 1300-1900, London<br />

1983, S. 155, Abb. 212. (1251812) (11)<br />

IMPORTANT PARIS LOUIS XVI PENDULUM CLOCK,<br />

CA. 1780 – 1785<br />

Height: 52 cm.<br />

Width: 62 cm.<br />

Depth: 18 cm.<br />

Signed “G. Merlet” (smudged) “á Paris”.<br />

Notes:<br />

The above-mentioned example held at the Metropolitan<br />

Museum (inv. no. 1972.284.16), is attributed<br />

to Pierre Gouthière (1732-1813), the figures to Louis<br />

Simon Boizot (1743-1809). The work is by Jean-Baptiste<br />

Lepaute, Paris ca. 1783.<br />

The example at Versailles also includes a work by<br />

Lepaute, the marble there in “vert de mer”, the feet<br />

stilted higher.<br />

Literature:<br />

P. Kjellberg, Encyclopédie de la pendule française du<br />

Moyen Age au XXe siécle, Paris 1977, p. 173, ill. C.<br />

Regarding the Versailles example: Le château de Versailles<br />

raconte le Mobilier national, Quatre siècles de<br />

création, exhibition catalogue, Paris, 2011, pp. 149 ff.<br />

Illustrated in: C. Jagger, Royal Clocks, The British<br />

Monarchy and its Timekeepers 1300-1900, London<br />

1983, p. 155, ukk. 212.<br />

€ 60.000 - € 80.000<br />

Sistrix<br />

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245<br />

FRANZÖSISCHE REISEUHR DES<br />

18. JAHRHUNDERTS MIT KALENDARIUM<br />

Höhe mit hochgestelltem Tragebügel: 20 cm.<br />

Breite: 10 cm.<br />

Tiefe: 9 cm.<br />

Das Zifferblatt signiert „Renard/ à Reims“.<br />

Das Hauptfederwerk datiert „1776“.<br />

Um 1780.<br />

Hochrechteckiger Aufbau, Seiten und Rückwand verglast,<br />

die Front mit aufgelegtem Festondekor unterhalb<br />

des Zifferblattes, sowie halbrund hochziehende Bekrönung<br />

mit Akanthusblattwerk. Gequetschte gestelzte<br />

Kugelfüße sowie ähnlich geformte vasenförmige Aufsätze<br />

an den Ecken. Der hochgestellte Henkel schwenkbar.<br />

Zifferblattring mit doppeltem feinen Perstalb und<br />

gewölbtem Glas. Weißes Emailzifferblatt mit römischen<br />

Stunden und arabischen Minuten. Die Zeiger durchbrochen<br />

ziseliert und vergoldet, der Monatszeiger gebläut.<br />

Anker, Pendel, Schlossscheibenschlagwerk für<br />

Halbstunden- und Stundenschlag auf Glocke.<br />

Literatur:<br />

Tardy, Dictionnaire des horlogers français, Paris 1971,<br />

S. 549. (1251193) (11)<br />

€ 7.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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246<br />

ELEGANTE PARISER LOUIS XVI-KAMINUHR<br />

VON PIERRE LE ROY<br />

Höhe: 50 cm.<br />

Länge: 41 cm.<br />

Tiefe: 15 cm.<br />

Auf dem Zifferblatt die Herstellerbezeichnung<br />

„P re Le Roy à Paris“ in Rotemail.<br />

Aufbau in weißem Marmor, schwarzem Schiefer und<br />

vergoldeten Bronzen. Der Gesamtaufbau von künstlerisch<br />

hohem Rang, zeigt zwei kannelierte Pfeiler in<br />

schwarzem Schiefer auf einem rechteckig längsziehenden<br />

weißen Marmorsockel, zwischen den Pfeilern<br />

hochgestellter zylindrisch liegender Uhrwerkkasten,<br />

flankiert von plastischen Fasanen, die den Pfeilern<br />

aufsitzen. Die Bekrönung in Form eines kurzen, hochziehenden,<br />

schwarzen Sockels darauf eine weiße<br />

Marmorvase mit vergoldeten Blüten zwischen hochziehenden<br />

Blattvoluten. Das Pendelauge frei sichtbar<br />

in Form des Sonnenantlitzes des Apollo im Strahlenkranz,<br />

Symbol für das absolutistische Königshaus<br />

Frankreich. Die Bronzeapplikationen sämtlich vergoldet,<br />

am Sockel vertieft eingelegte Blattwerk und Zentralrosette.<br />

Gestelzte vergoldete Füße, in den Pfeilerkanelluren<br />

ebenfalls vergoldete Pfeifen. Das weiße Emailzifferblatt<br />

durch gewölbtes Glas mit Perlstabeinfassung<br />

abgedeckt, mit arabischen Stunden sowie arabischen<br />

Minuten, die Zeiger fein durchbrochen und ziseliert.<br />

Der Stundenzeiger mit französischem Lilienabschluss.<br />

Auf dem Zifferblatt die Ziffern in Schwarz, die Herstellerbezeichnung<br />

„P re Le Roy à Paris“ in Rotemail. Achttagegehwerk,<br />

Pendel an Fadenaufhängung, Schlossscheibenschlagwerk<br />

für Halb- und Stundenschlag auf<br />

Glocke. Schlüssel vorhanden. Die <strong>Uhren</strong>manufaktur Le<br />

Roy gehörte zu den bedeutendsten ihrer Zeit, im 17.<br />

Jahrhundert bereits in Paris ansässig, über mehrere<br />

Generationen bis ins 20. Jahrhundert tätig. Berühmt<br />

geworden für die Entwicklung der Chronometrie. Unter<br />

den mehreren Uhrmachern dieses Namens wird ein<br />

Pierre Le Roy als 1735 geboren und bis 1820 tätig<br />

genannt.<br />

Literatur:<br />

Dictionnaire des horlogers français, Tardy, S. 394-410<br />

(besonders S. 405). (1251201)<br />

€ 4.000 - € 4.500<br />

Sistrix<br />

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247<br />

LOUIS XVI-TISCHUHR<br />

Zifferblatt signiert in Eisenrot: „Ragot A Paris“<br />

(François Ragot, Meister ab 1785).<br />

Paris, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Auf Füßen der rechteckige Marmorsockel mit schau seitigem<br />

à jour gearbeitetem Relief in ziselierter Bronze.<br />

Darauf das gefußte <strong>Uhren</strong>gehäuse, dessen Fuß mit<br />

plastischer Akanthusblattzier gesäumt ist. Rundes verglastes<br />

weißes Emailzifferblatt mit römischen Stunden,<br />

Arabischen Minuten, und eisenroter Datumsangabe.<br />

Gesägte und vergoldete Zeiger für Stunden und Minuten,<br />

gebläuter Zeiger zur Datumswiedergabe. Aufzugslöchlein<br />

über der IIII und VIII. Das Zifferblatt flankiert<br />

durch halbplastisch wiedergegebene Widdermaskarons<br />

von Lorbeerblattfestons unterfangen. Scheindeckel<br />

mit fruktalem Knauf. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />

getestet. (12518140) (13)<br />

€ 8.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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321


248<br />

FRANZÖSISCHE KAMINUHR IN FEUER-<br />

VERGOLDUNG MIT FIGÜRLICHEM AUFBAU<br />

Höhe: 36 cm.<br />

Länge: 35,5 cm.<br />

Tiefe: 15,5 cm.<br />

Das Zifferblatt signiert „Boulon à Bourg“.<br />

Der längsziehende Rechtecksockel über vier kräftigen<br />

Spindelfüßen, umziehendem Zungenblattfries, darauf<br />

eine aufwändig gestaltete Récamière, die an der Lehnenseite<br />

schaufelförmig hochzieht und mit klassizistischem<br />

Palmetten- und Volutendekor besetzt ist. Die<br />

Zarge zeigt herabhängende geflochtene Fransenornamentik.<br />

Auf der Liege eine nach rechts sitzende junge<br />

Dame mit hochgebundenem Haar in antikisch anmutender<br />

Kleidung gemäß der Mode der Zeit. In der linken<br />

Hand hält sie ein Buch, in dem sie liest. Diese Darstellung<br />

erzählt – wie zahlreiche weitere Beispiele in der<br />

Geschichte der Kunst der Zeit der Aufklärung – von den<br />

Motiven der Frauenemanzipation. Hier wird erstmals<br />

die Bildung der Frau deutlich thematisiert. Weißes<br />

Emailzifferblatt mit römischen Stunden und arabischen<br />

Minuten, die vergoldeten Zeiger fein ziseliert, Achttagegehwerk,<br />

Pendel an Fadenaufhängung, Schlossscheibenschlagwerk<br />

mit Halbstunde- und Stundenschlag auf<br />

Glocke. Pendel und Schlüssel vorhanden.<br />

Anmerkung:<br />

Der <strong>Uhren</strong>hersteller Boulon, Burg wird in Tardy S. 72<br />

für das Jahr 1834 erwähnt. (1251195) (11)<br />

€ 4.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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249<br />

LOUIS XIV-CARTELUHR<br />

64 x 30 x 16 cm.<br />

Das Werk signiert „Claude de La Porte à Dieppe“.<br />

Frankreich, um 1700.<br />

Hochrechteckiger in Nussholz gearbeiteter Korpus auf<br />

Rollwerkfüßen stehend und reich in ziselierter und vergoldeter<br />

Bronze dekoriert. Rundes verglastes Zifferblatt<br />

von Karyatiden flankiert. Das Zifferblatt mit zwölf eingelegten<br />

weißen Emailfeldern mit römischen Stunden.<br />

Zeiger für Stunden und Minuten. Aufzugslöchlein zwischen<br />

der IIII und der V sowie zwischen der VII und der<br />

VIII. À jour gearbeiteter Schallkasten mit aufmontierten<br />

Bekrönungen in Ormolu in einen figürlichen vergoldeten<br />

Aufsatz endend. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />

getestet.<br />

Vergleiche:<br />

P. Kjellberg, Encyclopédie de la Pendule française,<br />

Paris 1997, S. 47.<br />

Anmerkung:<br />

Claude de La Porte 1639 verstorben.<br />

(12518136) (13)<br />

LOUIS XIV CARTEL CLOCK<br />

64 x 30 x 16 cm.<br />

Clockwork signed „Claude de La Porte à Dieppe“.<br />

France, ca. 1700.<br />

Tall, rectangular clock with walnut case surmounted<br />

on scrollwork feet and richly decorated in chased and<br />

gilt bronze.<br />

Comparative examples:<br />

P. Kjellberg, Encyclopédie de la Pendule française,<br />

Paris 1997, p. 47.<br />

Note:<br />

Claude de La Porte died in 1639.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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325


250<br />

FRANZÖSISCHE EMPIRE-KAMINUHR VON<br />

DAUTEL PARIS<br />

Höhe: 39 cm.<br />

Signiert „Dautel/Rue de Thionville á Paris“.<br />

Der Aufbau gefertigt in feuervergoldeter Bronze, in<br />

Glatt- und Mattvergoldung sowie einem schwarzen<br />

längsziehenden an den Ecken abgeschrägten Schiefersockel<br />

über Spindelfüßen. Die figürliche Szenerie auf<br />

dem vergoldeten <strong>Uhren</strong>sockel zeigt eine junge Frau<br />

auf einem klassizistischem Sessel mit Armlehnen in<br />

Form von Sphingen sitzend, während sie einem Knäblein<br />

ein zu damaliger Zeit beliebtes Fang-Ball-Spiel<br />

erklärt. Der Knabe auf einem gepolsterten Hocker,<br />

neben dem Sessel ein Mopshund sowie eine Katze.<br />

Der Sockel besetzt mit aufgelegten mattvergoldeten<br />

Applikationen auf Glanzgold: nach rechts schreitender<br />

Widder, Weinkannen sowie Füllhörner und behelmter<br />

Merkurkopf an Ecken und Seiten. Die Zwischenfüße<br />

in Form von Löwenpranken. Das im Sockel eingebaute<br />

Werk mit weißem Emailzifferblatt, römischen<br />

Stunden und arabische Minuten. Die Breguet-Zeiger<br />

gebläut. Achttagegehwerk, Pendel an Fadenaufhängung,<br />

Schloss scheibenschlagwerk mit Halbstundenund<br />

Stundenschlag auf versilberter Glocke. Tadellose<br />

Erhaltung. (1251194) (11)<br />

€ 7.500 - € 8.500<br />

Sistrix<br />

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251<br />

BEDEUTENDE UND IN HÖCHSTER QUALITÄT<br />

GEFERTIGTE EMPIRE-KAMINUHR MIT<br />

FIGÜRLICHER GESTALTUNG VON CLAUDE GALLE<br />

(1759 – 1815)<br />

Höhe: 56 cm.<br />

Breite: 59 cm.<br />

Tiefe: 18,5 cm.<br />

Paris, um 1810.<br />

Bronze, vergoldet und schwarz patiniert, grüner Marmor.<br />

Der Aufbau betont vorrangig die skulpturale, bildkünstlerisch<br />

hervorragende Leistung als klassizistische<br />

Plastik, als das in der Gesamterscheinung untergeordnete<br />

Uhrwerk. Die Betonung der beiden Farbwirkungen<br />

Schwarz und Gold verleiht gediegene Eleganz. Der<br />

grünfarbene getreppte Sockel in Vert de Mer-Marmor<br />

erscheint dabei zurückhaltend, durch die vergoldeten<br />

Rundfüße jedoch mit dem Figurenwerk verklammert.<br />

Gezeigt ist eine schwarz patinierte Récamière, reich<br />

mit vergoldeten Applikationen besetzt, auf der eine<br />

bacchantische Mänade auf einem Kissen liegt. Der<br />

Körper nur mit einem um die Hüften gelegten Tuch<br />

bekleidet. Die Körperhaltung zeigt sie räkelnd, mit<br />

hochgenommenen Armen, wobei sie eine große Traube<br />

mit Blättern über dem Gesicht hält. Ihr Blick ist verschleiert,<br />

nahezu weintrunken wiedergegeben. Zu ihren Füßen<br />

ein Tamburin mit Tyrsosstab zwischen zwei Wein kannen<br />

am Fußende des Bettes. Dem antiken Thema entsprechend<br />

beziehen sich auch die Applikationen an der Vorderseite<br />

der Liege auf das Bacchusthema: Zwei Panther<br />

die sich an Trauben in einem Korb laben. Es sind die Attributtiere<br />

des Weingottes Bacchus, wurde er doch der<br />

Legende gemäß von einer Pantherin aufgezogen. Seitlich<br />

Panflöten, darunter erscheinen die Masken des gehörnten<br />

Pan an den Bocksfüßen der Kline. Ein hochsteigender<br />

Bock sowie ein Widderkopf-Rhyton an der Lehne<br />

ergänzen das Bildprogramm.<br />

Das Uhrwerk im Zentrum unterhalb der Récamière<br />

eingefügt. Das weiße Emailzifferblatt zeigt römische<br />

Stunden und arabische Viertelstunden, über der VI bezeichnet<br />

„A Paris“.<br />

Das Werk mit runden Messingplatinen, durch vier<br />

Pfeiler verbunden. Ankerwerk mit Pendel an Fadenaufhängung.<br />

Vierzehntagegehwerk. Schlossscheibenschlagwerk<br />

für Halbstunden- und Stundenschlag auf<br />

versilberte Glocke.<br />

Das Thema der figürlichen Darstellung lässt sich auf<br />

reiche antike Sagenstoffe zurückführen, die von dem<br />

römischen Dichter Ovid überliefert wurden. Dabei<br />

spielt die vorgeschichtliche Erfindung der Weinherstellung<br />

eine übergeordnete Rolle, etwa die Legenden<br />

von Bacchus und Erigone, der Tochter des Ikarios.<br />

Hier wird erzählt, Bacchus hätte die Herstellung des<br />

Weines verraten, ohne die Folgen der Betrunkenheit<br />

zu erwähnen, woraufhin Ikarios getötet wurde. Aber<br />

auch ohne diese Vorgeschichte fand das Motiv der<br />

trunkenen Mänade im Gefolge des Bacchus vielfach<br />

Anregung zu künstlerischer Gestaltung. Und dies auch<br />

in der Plastik, in Zusammenhang mit <strong>Uhren</strong>gehäusen.<br />

So hat Clodion ebenfalls eine Bacchusnymphe in Marmor<br />

auf einer Liege gestaltet, für eine Musikuhr, die<br />

in die Sammlung von Prinz Napoleon in Brüssel kam.<br />

Als ein weiteres Vergleichsbeispiel kann eine ähnliche<br />

Kaminuhr zitiert werden, gefertigt von Courvoisier &<br />

Compagnie, La Chaux-de-Fonds, mit der ebenfalls vergoldeten<br />

Bronze von Thomire, Paris (Inv. Nr. IV-693).<br />

Die Zuweisung an Thomire basiert auf einem Entwurf<br />

im Stockholm National Museum of Fine Arts.<br />

Letztlich jedoch verrät uns ein Katalog des Hotel<br />

Drouot, Paris, (Salle M. Etienne Ader, Lot Nr. 121) vom<br />

18. Juni 1848, mit Abb. den Bronzier Claude Galle<br />

(1759-1815).<br />

Der Uhrmacher unterhielt sein Atelier laut seiner Briefadresse<br />

in der Rue Vobert N. 1 sowie Rue Vivienne<br />

Nr. 9, wurde 1786 Meister, dann Lieferant für die Ausstattung<br />

der Schlösser Fontainebleau, Les Touileries,<br />

Compiégne und Rambouillet. Auch außerhalb Frankreichs<br />

belieferte er höchstrangige Auftraggeber, wie<br />

etwa das Savoy-Schloss Stupinigi bei Turin oder den<br />

Quirinal in Rom. Unter Napoleon I galt er als einer der<br />

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edeutendsten Bronzehersteller Frankreichs. Als Hersteller<br />

und Distributeur unterhielt er im Jahre 1811<br />

nahezu 400 Mitarbeiter, somit eines der größten Unternehmen.<br />

1806 wurde er anlässlich einer Kunstindustrieausstellung<br />

mit einer Medaille ausgezeichnet;<br />

für eine figürlich gestaltete Uhr, die sich heute im<br />

Museum des Chateau Malmaison befindet.<br />

Nicht allein der Entwurf, sondern auch die hervorragende<br />

Fertigung macht dieses Objekt zu einem der<br />

markantesten Beispiele des Pariser Empire und ist<br />

ohne Zweifel als bedeutend museal zu bezeichnen.<br />

Tadelloser Zustand. A.R.<br />

Provenienz:<br />

Privatsammlung Mulhouse.<br />

Literatur:<br />

Michael Shapiro, Monsieur Galle, Bronzier et Doreur,<br />

in: The J. Paul Getty Museum Journal, Vol 6/7,<br />

1978/1979, S. 57-74.<br />

Louna Zek, Bronzes d'ameublement et meubles<br />

français achetés par Paul I-er pour le Chateau Saint<br />

Michel de Saint Petersbourg 1798/99, in: Bulletin de<br />

la Société de l’Histoire de l’Art Francais, 1994.<br />

Jean Dominique Augarde, Une nouvelle vision du<br />

bronze et des bronziers sous le Directoire et l’Empire,<br />

in: L’Estampille – L’Objet ’art, Januar 2005, Nr. 298,<br />

S. 62-85. (1251196) (11)<br />

IMPORTANT HIGH-QUALITY EMPIRE<br />

MANTELPIECE CLOCK WITH FIGURAL DESIGN<br />

BY CLAUDE GALLE (1759 – 1815)<br />

Height: 56 cm.<br />

Width: 59 cm.<br />

Depth: 18.5 cm.<br />

Paris, ca. 1810.<br />

Bronze; gilt and black patina, green marble. The composition<br />

predominantly emphasizes the excellent neoclassical<br />

sculpture while the clockwork is subordinated<br />

to the overall appearance. The accentuation of<br />

black and gold as the dominating colours makes for<br />

a very elegant design. A bacchanalian maenad is reclining<br />

on a cushion on a black patinated recamier,<br />

richly decorated with gilt mountings. The subject of an<br />

intoxicated maenad in Bacchus’ entourage was popular<br />

and lent itself as inspiration for artistic designs, as<br />

in the sculpture on offer for sale here, in conjunction<br />

with a clock case.<br />

Clodion also designed a bacchanalian nymph in marble<br />

on a lounger for a musical clock held at the collection<br />

of Prince Napoleon in Brussels. A further comparative<br />

example is a similar mantelpiece clock manufactured<br />

by Courvoisier & Compagnie, La Chaux-de-Fonds, also<br />

with a gilt-bronze by Thomire, Paris (inv. no. IV-693).<br />

The attribution to Thomire is based on a design held in<br />

the Stockholm National Museum of Fine Arts. Finally,<br />

a catalogue from Hôtel Drouot, Paris, (Salle M. Etienne<br />

Ader, lot 121) dated 18 June 1848, with illustration of<br />

the bronze maker: Claude Galle (1759 - 1815). Not only<br />

the design but also the excellent manufacture makes<br />

this object one of the most striking examples of the<br />

Paris Empire period and can undoubtedly be considered<br />

of museum-quality. In pristine condition.<br />

Provenance:<br />

Private collection, Mulhouse.<br />

Literature:<br />

M. Shapiro, Monsieur Galle, Bronzier et Doreur, in:<br />

The J. Paul Getty Museum Journal, vol. 6/7, 1978/<br />

1979, pp. 57-74.<br />

L. Zek, Bronzes d’ameublement et meubles français<br />

achetés par Paul I-er pour le Château Saint Michel de<br />

Saint Petersbourg 1798/99, in: Bulletin de la Société<br />

de l’Histoire de l’Art Français, 1994.<br />

J. D. Augarde, Une nouvelle vision du bronze et des<br />

bronziers sous le Directoire et l’Empire, in: L’Estampille<br />

– L’Objet d’art, January 2005, no. 298, pp. 62-85.<br />

€ 35.000 - € 45.000<br />

Sistrix<br />

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252<br />

PARISER EMPIRE-PENDULE<br />

Höhe: 42 cm.<br />

Sockelbreite: 23,5 cm.<br />

Sockeltiefe: 11,5 cm.<br />

Die Hersteller durch Signatur im Zifferblatt genannt<br />

„Ledur/Bronzier à Paris“ sowie „Hémon-H(orologer)“.<br />

Erstes Drittel 19. Jahrhundert.<br />

In Bronze und Feuervergoldung mit plastischer Darstellung<br />

eines griechischen Kämpfers mit Schwert und<br />

Schild. Der ungewöhnliche Aufbau des Modells, von<br />

dem bekannten Bronzenfertiger Ledure, das Werk von<br />

Hémon. Der Aufbau insofern einzigartig, als sich über<br />

dem kräftigen Quersockel mittig lediglich eine kannelierte<br />

Säule erhebt, vor der die Figur des antiken<br />

Kriegers in bewegter, nach links schreitender Haltung<br />

steht. Die Säule mit Kriegstrophäen behangen, am<br />

Fuß zwei weitere korinthische Helme, Bekrönung in<br />

Form einer Kriegsstandarte mit bekrönender Lanzenspitze<br />

und Lorbeerkranz. Das <strong>Uhren</strong>gehäuse in Form<br />

eines liegenden Zylinders, von Tuchfestons umzogen,<br />

mit weißem Emailzifferblatt und römischen Stunden<br />

sowie gebläuten Breguet-Zeigern. Der Sockel selbst<br />

noch einmal mit reliefierten Kriegstrophäen besetzt,<br />

über gequetschten Kugelfüßen mit ziseliertem Lorbeerblattdekor.<br />

Die figürliche Gestaltung in hervorragendem<br />

Stil und feiner Ausführung. Pendel an<br />

Faden aufhängung, Schlossscheibenschlagwerk mit<br />

Halbstunden- und Stundenschlag auf Glocke (Pendel<br />

fehlt). Original Vergoldung. (12511017) (11)<br />

€ 4.500 - € 5.500<br />

Sistrix<br />

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253<br />

PARISER EMPIRE-KAMINUHR<br />

IN FEUERVERGOLDETER BRONZE<br />

Höhe: 44,5 cm.<br />

Breite. 27,5 cm.<br />

Tiefe: 15 cm.<br />

Erstes Drittel 19. Jahrhundert.<br />

Gehäuseaufbau dreiteilig: Der kräftige glatte Sockel,<br />

über konischen Füßen mit stark abgeschrägten Ecken,<br />

trägt einen Aufsatz in Form eines Cheminée, vor dem<br />

ein geflügeltes Amorknäblein sich die Hände wärmt,<br />

auf einem Kissen sitzend. Rechts sind Pfeileköcher,<br />

Fackel und Bogen abgelegt. Über dem Kamin seitlich<br />

zwei Flammenvasen, die einen hochrechteckig aufragenden<br />

Aufsatz flankieren mit segmentbogigem Giebel.<br />

Sämtliche Lisenen mit Applikationen besetzt. Im<br />

bekrönenden Segmentgiebel zwei Turteltauben in<br />

Wolken im Hochrelief. Das weiße Emailzifferblatt mit<br />

römischen Stunden über einer Spiegelfrontfläche, mit<br />

Ortsbezeichnung „à Paris“. Die Rückplatine deckt das<br />

Werk gänzlich ab. Pendel an Fadenaufhängung, Schlagwerk<br />

nicht einsehbar, Gangfähigkeit nicht geprüft.<br />

Schlüssel vorhanden, Pendel fehlt. (12511018) (11)<br />

€ 6.500 - € 7.500<br />

Sistrix<br />

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333


254<br />

KAMINUHR MIT ORPHEUS<br />

43 x 32 x 11 cm.<br />

Zifferblatt signiert „FRANCOIS A MARSEILLE“.<br />

Frankreich, 1815 – 1830.<br />

Gehäuse: Auf fein ziselierten Füßchen der rechteckige<br />

Korpus mit eingezogenem antikisierendem Bas-Relief<br />

mit einer feinen Darstellung des Orpheus, welcher<br />

Dank seines Spiels Eurydike aus dem Hades befreit.<br />

Das Uhrwerk mit umliegender brünierter Naturfelsdarstellung<br />

mit aufsteigendem Löwen und aufsitzendem,<br />

Lyra spielendem Orpheus, welcher den Löwen<br />

verzaubert. Zifferblatt: Umrandet von Blütenreliefzier,<br />

römische Stunden, zwei Aufzugslöchlein über der IIII<br />

und der VIII, guillochiert, Zeiger für Stunden und Minuten,<br />

Stabindizes für Minuten. Ein Pendel und zwei nicht<br />

passende Schlüssel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />

geprüft. (1240035) (13)<br />

€ 2.300 - € 2.600<br />

Sistrix<br />

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255<br />

GROSSE KAMINUHR, SIGNIERT „THOMIRE“<br />

Höhe: 54 cm.<br />

Länge: 43 cm.<br />

Tiefe: 18 cm.<br />

Auf dem Ziffernring die Distributeursignatur „Thomire<br />

à Paris“, seitlich der römischen Sechs Uhrmachersignatur<br />

„Moinet-Horloger“. Der Gehäusesockel an der<br />

linken Seite signiert „Thomire-Paris“.<br />

Bronze, brüniert und vergoldet. Gehäuseaufbau in Form<br />

eines längsrechteckigen liegenden Sockels über vortretender<br />

Basis mit Stollenfüßen und brüniertem Reliefdekor,<br />

in Form von Zungenblattfries und Lorbeerkränzen.<br />

Auf dem Sockel die nach rechts thronende<br />

Figur der griechischen Göttin Athena (lateinisch Minerva),<br />

Göttin der Wissenschaften und des Kriegshandwerks.<br />

Dem mythologischen Kontext entsprechend,<br />

trägt sie einen korinthischen Helm, bekrönt mit einer<br />

Sphinx und reliefiert mit zwei Widderköpfen, in der<br />

Hand ein vergoldeter Rotolus, an der Brust ein Gorgoneion.<br />

In lockerer Sitzhaltung hat sie den rechten Arm<br />

auf die hochovale Wange des Throns gelegt, in dem<br />

ein reliefiertes Feld vergoldet erscheint, darin ein weiß<br />

emaillierter Ziffernring mit römischen Stunden. Gebläute<br />

Breguet-Zeiger, Vierzehntagegehwerk, Pendel<br />

an Fadenaufhängung, Schlossscheibenschlagwerk für<br />

Halbstunden und Stundenschlag auf Glocke. Werk<br />

nicht geprüft.<br />

Der Uhrmacher Louis Moinet (1768-1853) war Erfinder<br />

des Chronographen und Verfasser des berühmten<br />

Uhrmacherlehrbuchs Traité d’horlogerie. Pierre Philippe<br />

Thomire (1751-1843) war der prominenteste Bronzier<br />

seiner Zeit in Frankreich. (1241116) (2) (11)<br />

LARGE MANTLE CLOCK, SIGNED “THOMIRE”<br />

Height: 54 cm.<br />

Length: 43 cm.<br />

Depth: 18 cm.<br />

Distributor signature “Thomire à Paris” on dial ring,<br />

next to the Roman numeral six clock maker´s signature<br />

“Moinet-Horloger”. The clock case base signed<br />

“Thomire-Paris” on the left.<br />

Bronze, burnished and gilt.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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256<br />

GROSSE KOMMODENUHR<br />

Höhe: 64 cm.<br />

Breite: 38 cm.<br />

Tiefe: 19 cm.<br />

Rückwärtig nummeriert „5117 M“.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Weißes Emailzifferblatt mit zwei gesägten Lilienzeigern,<br />

Aufzugslöchlein über der Vier und der Sieben<br />

mit arabischen Stunden und Stabindizes, in verglaster<br />

Lünette und Tonnengehäuse. Die rote Marmorbasis auf<br />

vier vergoldeten Bronzefüßen ruhend und allseitig von<br />

ziselierten fruktalen und vegetabilen Dekorationsformen<br />

geschmückt. Darauf stehend die allegorische<br />

Figur der Liebe, zu ihren Füßen der Pfeileköcher des<br />

Amor sowie auf dem Boden sitzende Tauben. Die allegorische<br />

Figur in Bronze, brüniert, die restlichen<br />

Bronzegebilde ziseliert und vergoldet. Das <strong>Uhren</strong>gehäuse<br />

von Lorbeerblattfestons begleitet. Nicht auf<br />

Funktionsfähigkeit geprüft. Ein Pendel vorhanden, kein<br />

Schlüssel vorhanden, Glocke fehlend. (†)<br />

(12200319) (13)<br />

€ 3.300 - € 3.600<br />

Sistrix<br />

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257<br />

KAMINUHR IM LOUIS XVI-STIL<br />

50 x 54 x 20 cm.<br />

Zifferblatt und rückwärtig signiert „Raingo Freres à<br />

Paris, no. 3422“.<br />

Paris, spätes 19. Jahrhundert.<br />

Über vier Ormolufüßchen die rechteckige rote Marmorbasis.<br />

Diese gestuft und mit ornamentalen Goldbronzen<br />

versehen. <strong>Uhren</strong>gehäuse in Ormolu, Zifferblatt<br />

mit Zeiger für Stunden und Minuten, weiß emailliert,<br />

schwarze römische Stunden. Neben dem Gehäuse<br />

lagernde, weibliche allegorische brünierte Bronzefigur.<br />

Rest. (†)<br />

Anmerkung:<br />

Raingo Fres. oder Frères wurde 1823 von Zacharie<br />

Joseph Raingo gegründet und wurde zum Beispiel<br />

auf der Ausstellung in Paris 1834 geehrt. Sie arbeiteten<br />

unter anderem mit Francois Linke (1855-1946)<br />

zusammen. (12200349) (13)<br />

€ 1.500 - € 1.800<br />

Sistrix<br />

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337


258<br />

KAMINUHR IM EMPIRE-STIL<br />

58 x 42 x 16 cm.<br />

Zifferblatt signiert „Le Dieu a Paris“.<br />

Paris, spätes 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, vergoldet. Über vier Löwentatzenfüßen<br />

rechteckige Ormolubasis mit gestuftem Sockel<br />

und dreigeteiltem Relief, unter anderem mit Lorbeerkränzen.<br />

Darüber das verglaste Zifferblatt mit Zeigern<br />

für Stunden und Minuten. Figürliche Ormoludarstellung<br />

des Herkules, dessen Keule zur Linken des Uhrwerks<br />

lagert, und dem nemeischen Löwen. Glocke<br />

fehlend. (†) (12200329) (13)<br />

€ 2.500 - € 2.800<br />

Sistrix<br />

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259<br />

KAMINUHR MIT AMOR UND PSYCHE<br />

72 x 46 x 17 cm.<br />

Rückwärtig mit Marke „Medaille d'Argent S. Marti et<br />

Cie 1889“.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Kombinationsarbeit aus ziselierter Bronze und geädertem<br />

Marmor. Über vier gekanteten Beinen die querrechteckige<br />

Marmorbasis mit gestuftem Aufbau und<br />

schauseitigem Bronzerelief, die Geschichte von Amor<br />

und Psyche darstellend. Um das <strong>Uhren</strong>gehäuse Bronzereliefring<br />

und brünierte Bronzefiguren, Amor und<br />

Psyche darstellend. Das Ziffernblatt weiß emailliert mit<br />

römischen Stunden und durchbrochenen Zeigern. (†)<br />

(12200321) (13)<br />

€ 3.200 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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260<br />

AUSSERGEWÖHNLICHE AMERIKANISCHE<br />

TISCHUHR DES AESTHETIC MOVEMENT<br />

Höhe: 43,5 cm.<br />

Sockelbreite: 20 cm.<br />

Sockeltiefe: 13,8 cm.<br />

Um 1890.<br />

In betont feiner Ausführung in mattvergoldeter Bronze<br />

mit Elfenbein. Vorder- und Rückseite als Schauseiten<br />

gearbeitet. Vierteiliger Aufbau, über einer querrechteckigen<br />

Sockelplatte in weißem Marmor ein vergoldeter<br />

Basissockel, allseitig im Relief dekoriert. Darüber<br />

erhebt sich ein schlank-hochrechteckiger, beidseitig<br />

von S-bogig hochschwingenden Sirenen flankierter<br />

Aufsatz, der ein feingeschnitztes zentrales Elfenbeinrelief<br />

rahmt. Bekrönung ist die große runde Front des<br />

Uhrwerks, originellerweise ohne Ziffern, durch einen<br />

glatten, mit feinem Perlstab umzogenen Ring umzogen.<br />

Anstelle des Zifferblattes eine Elfenbeinscheibe,<br />

radial-speichenförmig kanneliert, auf der sich die gravierten<br />

und durchbrochenen Zeiger abheben. Die Scheibe<br />

wird von Akanthusvoluten getragen.<br />

Die vergoldeten Sockelreliefs zeigen Phantasiesphingen,<br />

die eine mittlere Ädikula flankieren, dazwischen<br />

Palmetten. Das Elfenbeinrelief in feinteiliger Komposition,<br />

die an Stilformen der italienischen Frührenaissance<br />

anknüpft. Im oberen Zentrum ein Rundmedaillon<br />

mit einem Reiter, der über einen Kämpfer hinwegspringt.<br />

Daneben Kriegstrophäen, Löwen, Vögel und<br />

Füllhörner sowie Masken und Halbfiguren unter<br />

Früchtefestons. Vorder- und Rückseite identisch gestaltet,<br />

das Elfenbeinrelief und das Reitermedaillon in<br />

Bronze wiederholt.<br />

Die Platine des Unruhewerkes signiert „CELSEA –<br />

CLOCK – CO / BOSTON USA“. Werknummer 145609.<br />

Die Chelsea Clock Company begann mit der Produktion<br />

um 1880 und gehörte zu den bedeutendsten Fabrikanten<br />

der USA.<br />

Entsprechend dem Amerikanischen Aesthetic Movement,<br />

zu dem auch die berühmten Arbeiten der Fa.<br />

Tiffany zählen, ist auch diese Uhr von hohem kunsthandwerklichen<br />

Anspruch. Die Zurückhaltung der weniger<br />

aufleuchtenden Vergoldung ist eines der stilistischen<br />

Merkmale der Bewegung, die ursprünglich vom<br />

sogenanntem Aestheticism und dem Arts and Crafts-<br />

Movement in England ausging und sich in der zweiten<br />

Hälfte des 19. Jahrhunderts in den USA fortgesetzt hat.<br />

Ziel der Bewegung war, den allgemeinen Geschmack<br />

und den Kunstwert-Anspruch generell zu heben. A.R.<br />

Literatur:<br />

Alexander Rauch, In Pursuit of Beauty – Jugendstil<br />

und Ästhetik – Bewegung in Amerika, Ausstellungsbesprechung:<br />

Metropolitan Museum New York, in:<br />

PAN, 10/1986.<br />

Charlotte Gere, Nineteenth-century decoration. The<br />

art of the interior, London 1989.<br />

Charlotte Gere, Artistic Circles. Design & Decorations<br />

in the Aesthetic Movement, London 2010.<br />

(1251275) (1) (11)<br />

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EXCEPTIONAL TABLE CLOCK OF THE AMERICAN<br />

AESTHETIC MOVEMENT<br />

Height: 43.5 cm.<br />

Base width: 20 cm.<br />

Base depth: 13.8 cm.<br />

Ca. 1890.<br />

Especially finely executed in matte gilt-bronze with ivory.<br />

Both, the front and the back are worked out equally elaborately.<br />

Four-part structure, over rectangular base in white<br />

marble on gilt base decorated in relief all around. Instead of<br />

a dial there is an ivory disk with radial grooves and engraved<br />

and open-work clock hands. The plate of the clockwork<br />

is signed “CELSEA – CLOCK – CO / BOSTON USA”.<br />

Clockwork no. 145609. The Chelsea Clock Company started<br />

production in ca. 1880 and was one of the most important<br />

US manufacturers.<br />

Literature:<br />

A. Rauch, In Pursuit of Beauty – Jugendstil und Ästhetik<br />

– Bewegung in Amerika, Ausstellungsbesprechung:<br />

Metropolitan Museum New York, in: PAN, 10/1986.<br />

C. Gere, Nineteenth-century decoration. The art of the<br />

interior, London 1989.<br />

C. Gere, Artistic Circles. Design & Decorations in the<br />

Aesthetic Movement, London 2010.<br />

Export restrictions outside the EU.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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341


261<br />

SALONUHR IN FORM EINES GERISSENEN<br />

ELEFANTEN<br />

Höhe: 66,5 cm.<br />

Das Zifferblatt signiert „Passeral à Paris“.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Auf oktogonalem Stand, auf rechteckigem Grund, die<br />

eingezogene und von Akanthusbronzen gezierte Basis<br />

in rot-weiß geädertem Marmor. Mit zentralem, weiß<br />

emailliertem Zifferblatt mit arabischen Stunden und<br />

rot emaillierten arabischen Minuten. Die Zwickel zwischen<br />

den arabischen Stunden durch polychrom getestaltete<br />

Blütenfestons geschmückt, die Zeiger in<br />

durchbrochen gearbeiteter vergoldeter Bronze für<br />

Stunden und Minuten. Zwei Aufzugslöchlein über der<br />

IV und VIII. Verglaste Lünette, mit Perlband motiv umspielt.<br />

Daraufstehend die vollplastisch ausgestaltete<br />

Figur eines steigenden Elefanten, der von zwei plastischen<br />

Tigerfiguren gerissen wird. Die Stoßzähne in<br />

Bein gearbeitet. Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.<br />

(1250848) (2) (13)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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262<br />

KAMINGARNITUR IM LOUIS XVI-STIL<br />

Höhe der Uhr: 50 cm.<br />

Höhe der Girandolen: 47 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert oder später.<br />

Jeweils in weißem Marmor auf vergoldeten Bronzefüßen<br />

mit ornamentalem Ormolubesatz und eingelegten<br />

Soft paste-Plaketten im Wedgwood-Stil. Die<br />

Portaluhr mit tonnenförmigem <strong>Uhren</strong>korpus in den<br />

Architrav eingelassen, seitlich davon mit antikisierenden<br />

Väschen versehen. Das Zifferblatt mit römischen<br />

Ziffern, arabischen Minuten und bezeichnet „Thierry a<br />

Paris“. Zeiger gesägt und durchbrochen für Stunden<br />

und Minuten. Zwei Aufzugsmöglichkeiten. Schlag auf<br />

Glocke. Ein Pendel vorhanden, das Pendelblatt in<br />

Sonnenform. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft. Die<br />

Girandolen mit jeweils vier Brennstellen und reichem<br />

geschliffenen Bergkristallbesatz.<br />

LOUIS XVI STYLE MANTLE CLOCK SET<br />

Height of clock: 50 cm.<br />

Height of girandoles: 47 cm.<br />

France, 18th century and later.<br />

Working order of the mantle clock not tested. Four<br />

light girandoles set with richly carved mountain<br />

crystal.<br />

Literature:<br />

A. rauch, Herrenchiemsee Castle, 1976, p. 451.<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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Anmerkung:<br />

Die auf dem Zifferblatt genannte Firma „Thierry<br />

à Paris“ war Hoflieferant, unter anderem für König<br />

Ludwig II von Bayern und wurde von dessen Baubüro<br />

für die Ausstattung der Schlösser Linderhof und<br />

Herrenchiemsee beauftragt. Die Münchner Dependants<br />

der Pariser Firma befand sich in der Maximilianstraße.<br />

Literatur:<br />

Alexander Rauch, Schloß Herrenchiemsee, 1976,<br />

S. 451. (11804315) (13)<br />

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343


263<br />

LOUIS XVI-STANDUHR<br />

Höhe: 230 cm.<br />

Signiert „Charles Bernet“ sowie ortsbezeichnet<br />

„à Paris“ (ligiert).<br />

Paris, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Weichholz, geschnitzt, cremefarben gefasst und vergoldet.<br />

Die dreieckige Basis, mit eingezogenen Kanten<br />

und gekappten Ecken, den mit Voluten gestalteten<br />

Schaft tragend, welchem Eichenlaubfestons mit Früchten<br />

in geschnitzter und vergoldeter Weise vorgestellt<br />

sind. Kanneliertes und mit Camaieu-Gemälden verziertes<br />

Gesims. Darauf ruhend drei in sich verschränkte<br />

barocke Delfine, auf abstrahiertem Wasserfall, deren<br />

Schweife den <strong>Uhren</strong>kasten tragen. Dieser frontseitig<br />

verglast, rückwärtig mit geschnitzter Muschelung und<br />

Vergoldung versehen. Zifferblatt in weißem Email mit<br />

Römischen Stunden und Arabischen Minuten, Aufzugslöchlein<br />

über der VI. Gesägte und vergoldete<br />

Zeiger für Stunden und Minuten. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />

getestet. Rest. (1251816) (13)<br />

LOUIS XVI LONGCASE CLOCK<br />

Height: 230 cm.<br />

Signed “Charles Bernet” with toponym “à Paris”<br />

(ligated).<br />

Paris, second half of the 18th century.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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264<br />

GROSSE STOCKUHR/ BRACKET CLOCK<br />

Höhe: 70 cm.<br />

Breite: 43 cm.<br />

Tiefe: 29 cm.<br />

Auf der Rückplatine Werk- oder Modellnummmer<br />

„218“.<br />

Neuzeitlich.<br />

Mit Carillon Glockenwerk und Tonfederschlag. Hochrechteckiges<br />

Gehäuse in poliertem Mahagoni Holz<br />

nach Vorbildern des 17. Jahrhunderts mit reicher vergoldeter<br />

Bronzedekoration, schräg stehenden Tatzenfüßen,<br />

Pinienzapfenaufsätzen und hochziehendem<br />

Dach. Die Frontplatine rundbogig, die Frontverglasung<br />

in Kristall mit Randschliff. Über dem Zifferblatt, mit römischen<br />

Stunden und arabischen Minuten, drei weitere<br />

Komplikationsanzeigen für lauten und leisen Schlag,<br />

schnelle und langsame Tonfolgeneinstellung sowie<br />

Regulierung für die acht Glocken bzw. den Westminsterschlag.<br />

Pendel an Metallfederaufhängung, die acht<br />

versilberten Glocken obenliegend, vor der Rückplatine<br />

große Tonfeder. Viertel-, Halb- und Stundenschlag auf<br />

jeweilige Glocken. (1251721) (1)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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265<br />

LOUIS XVI-CARTELUHR<br />

Höhe: 71,5 cm.<br />

Zifferblatt signiert „Paliard A PARIS“.<br />

Paris, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Architektonisch aufgefasstes, symmetrisch aufgebautes<br />

Gehäuse in vergoldeter und ziselierter Bronze mit<br />

verglastem Pendelkasten und Zifferblatt. Das Zifferblatt<br />

weiß emailliert mit römischen Stunden und arabischen<br />

Minuten sowie Stabindizes. Gesägte und vergoldete<br />

Zeiger für Stunden und Minuten. Aufzugslöchelin<br />

über der IIII und der VIII. Flankiert durch Widderkopfpilaster<br />

und Lorbeerblattfestons. Schallkasten mit Trellisrelief<br />

à jour gearbeitet. Aufsatz als Halterung mit<br />

Weltkugel. Ein Pendel vorhanden. (1251722) (1)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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266<br />

KAMINPENDULE IM LOUIS XVI-STIL<br />

Höhe: 54 cm.<br />

Breite: 46 cm.<br />

Tiefe: 17,5 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Symmetrischer<br />

Aufbau mit oblongem Grund und eingezogener<br />

Basis, umspielt von plastischem Akanthusblattwerk.<br />

Eigentliches <strong>Uhren</strong>gehäuse kastenförmig mit perlbandumzogenen<br />

verglasten Zifferblatt, dieses in weißem<br />

Email mit schwarzen römischen Stunden und arabischen<br />

Minuten. Die vergoldeten, à jour gearbeiteten<br />

Zeiger für Stunden und Minuten. Aufzugslöchlein über<br />

der IV und der VIII. Darüber eine Deckelziervase mit<br />

Lorbeerblattfestons und Blütenzapfenknaufgebilde. Ein<br />

Pendel vorhanden. Schlag auf Glocke.<br />

(1251723) (1) (13)<br />

€ 2.400 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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347


267<br />

LOUIS XVI-CARTELWANDUHR<br />

71 x 36 x 13 cm.<br />

Zifferblatt signiert in Rot „h. Sarton A LIEGE.“<br />

Liège, um 1785.<br />

GEHÄUSE<br />

Feines Ormolu-Gehäuse, zugeschrieben an Robert<br />

Osmond (Rue Maclous, Paris, ab 1773). Er arbeitete<br />

auch für Lepaute, Robin und Charles Le Roy. Symmetrischer<br />

Aufbau mit fruktalem unterem Ende, rundem<br />

Zifferblatt, umlaufenden Knitterschleifen und Blattfestons,<br />

oben mit Maskaron und Flammenziervase abschließend.<br />

Ein Schlüssel und ein Pendel vorhanden.<br />

ZIFFERBLATT<br />

Weiß emailliertes Zifferblatt mit Römischen Stunden<br />

und Arabischen Minuten. Aufzugslöchlein über der IIII<br />

und der VIII. Vergoldete und gesägte Zeiger für Stunden<br />

und Minuten.<br />

Anmerkung 1:<br />

Hubert Sarton (1748-1828) lebte in Liège, wo er auch<br />

aufwuchs; eine Stadt, die zu seiner Zeit eine der dynamischsten<br />

Kunst- und Industriezentren Europas<br />

war. Er lernte bei seinem Onkel Dieudonné Sarton<br />

ab 1762, wo er ob seiner mechanischen Fertigkeiten<br />

auffiel. Vier Jahre lernte er dann in Paris bei Pierre<br />

Leroy, dem ältesten Sohn von Julien und Bruder von<br />

Jean-Baptiste Leroy, bevor er 1772 als Uhrmacher<br />

nach Liège zurückkehrte.<br />

Anmerkung 2:<br />

Museen seiner Hand befinden sich in Brüssel<br />

(Musées Royaux d'Art et d'Histoire), Mons (Musée<br />

Francois Duesberg), Liège (Musée Curtius et Musée<br />

d'Ansembourg) sowie in Wien (<strong>Uhren</strong>museum).<br />

(1251192) (13)<br />

Vergleichsliteratur:<br />

Tardy, Dictionnaire des horlogers français, Paris, 1972.<br />

Jean-Dominique Augarde, Les Ouvriers du Temps, La<br />

Pendule à Paris de Louis XIV à Napoléon Ier, Genève<br />

1996; Florent Pholien, L‘Horlogerie et ses Artistes au<br />

Pays de Liége, 1933.<br />

Ann Chevalier et André Thiry, L‘Age d‘Or de l‘Horlogerie<br />

Liégeoise, 2003.<br />

Jacques Nève, Les pendules d‘Hubert Sarton, 1748-<br />

1828, Horloger-Mécanicien, Inventeur, mémoire présenté<br />

en 2009 à la Chambre Nationale des Experts<br />

Spécialisés en Meubles, Estampes, Livres, Objets<br />

d‘Art et de Collection, Paris, 2009.<br />

€ 8.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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268<br />

LOUIS XV-CARTELUHR<br />

102 x 37 x 20 cm.<br />

Signiert auf dem Zifferblatt „DELAMOTTE A<br />

CHARTRES“ sowie „De La Motte A Chartres“<br />

auf der Rückplatine.<br />

Chartres, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

GEHÄUSE<br />

Dreiteiliger Aufbau in Holz mit grün hinterlegtem Horn<br />

und vergoldeten Bronzen. Geschweifte Konsole mit<br />

ziselierter Akanthusblattzier. <strong>Uhren</strong>gehäuse gefußt mit<br />

verglaster Front, Gehäuse am Zifferblatt bombiert und<br />

nach links zu öffnen. Bekrönung teils mit à jour gearbeiteten<br />

Ormolu-Beschlägen. Ein Schlüssel und ein<br />

Linsenpendel vorhanden. Altersrissig.<br />

ZIFFERBLATT<br />

Weiß emailliertes Segmentzifferblatt mit Römischen<br />

Stunden und Arabischen Minuten, Aufzugslöchlein über<br />

der IIII und der VIII. Gesägte Zeiger für Stunden und<br />

Minuten.<br />

UHRWERK<br />

Siebentagegehwerk, Halbstundenschlag auf Glocke<br />

unter dem Aufsatz.<br />

Anmerkung:<br />

Nicolas-Louis De La Motte gründete seine Werkstatt<br />

in Chartres und wird dann 1761 in Rouen registriert,<br />

später zog er nach London, wo er unter anderem bemerkenswerte<br />

Bracket Clocks schuf. (1251191) (13)<br />

Vergleichsliteratur:<br />

Tardy, Dictionnaire des horlogers français, Paris, 1972.<br />

G.H. Baillie, Watchmakers & Clockmakers of the World,<br />

London and Edinburgh, 1929.<br />

€ 8.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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KATALOG II<br />

GEMÄLDE ALTE MEISTER – TEIL 1<br />

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