Wirtschaftsforum Graubünden - Zahlen und Fakten aus der Bündner Denkwerkstatt

grimpuls

Die Zahlen und Fakten des Wirtschaftsforums Graubünden (früher Chartset) werden zweimal jährlich erhoben und zeigen die Entwicklung und Lage der Bündner Wirtschaft.

November 2020

Wirtschaftsforum Graubünden| Poststrasse 3 | 7000 Chur

www.wirtschaftsforum-gr.ch | info@wirtschaftsforum-gr.ch | +41 81 253 34 34


Inhaltsverzeichnis

1. Wirtschaftsstruktur Graubündens

2. Umfeld

3. Wirtschaft

4. Gesellschaft

5. Staat

6. Fazit

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1 Wirtschaftsstruktur Graubündens

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1 Wirtschaftsstruktur Graubündens

Volkswirtschaftliches Wirkungsmodell Graubünden des Wirtschaftsforums

Um die wichtigsten Transmissionsmechanismen in der Volkswirtschaft Graubünden abzubilden und

zueinander in Beziehung zu setzen, verwendet das Wirtschaftsforum Graubünden ein

Wirkungsmodell, dass die wichtigsten Zusammenhänge qualitativ darstellt. Sie finden es auf der

nachfolgenden Seite.

Das Modell kann von Links nach Rechts gelesen werden, in dem zu Beginn externe Faktoren

(Wirtschaft EU / Welt; Wechselkurse; Energiepreise; Zinssätze) auf die Volkswirtschaft Graubünden

einwirken. Diese beeinflussen sowohl die Wettbewerbsfähigkeit Graubündens gegen Aussen

(Exportfähigkeit) sowie auch die Binnenwirtschaft. Motor der volkswirtschaftlichen Entwicklung

bilden die Exporte. Die wirtschaftliche Entwicklung schlägt sich auf die gesellschaftliche Entwicklung

nieder. Diese wiederum wirkt sich auf den Spielraum der staatlichen Tätigkeit aus. Welche wiederum

über die Gestaltung der Steuern, Infrastrukturen und Wohnattraktivität auf die

Entfaltungsmöglichkeiten von Wirtschaft und Gesellschaft wirkt.

Am Ende dieses Dokuments findet im Sinne eines sehr stark vereinfachten «Cockpits» eine

Bewertung der in den einzelnen Grafiken abgebildeten Entwicklungen statt. Die wichtigsten

Einflusswege sind qualitativ, nach ihrer Wirkungsintensität geordnet eingezeichnet. Positive, neutrale

oder negative Wachstumsimpulse werden mit den Farben grün, orange oder rot gekennzeichnet und

jedes Themenfeld im Modell entsprechend eingefärbt.

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1 Wirtschaftsstruktur Graubündens

Volkswirtschaftliches Wirkungsmodell Graubünden

Umfeld Wirtschaft GR Bevölkerung Staat

Wirtschaft

Welt / EU

Exportwirtschaft

Binnenwirtschaft

Primäre Einflüsse sind

dargestellt:

− Wachstumsimpuls / positiv

− neutral / unklar

Steuersätze

Investitionen

Wechselkurse

Tourismus

− Bremsend / negativ

− Wichtigste Einflusswege

Volkswirtschaft

Kantonssteuereinnahmen

Zinsen

Handel /

Transport und

übrige Binnenwirtschaft

Umwelt

Energiepreise

Zweitwohnungen

Staat /

Infrastruktur /

Versorgung

Übrige

Einnahmen

Verkehr

Soziales

Industrie

Soziales /

Gesundheit /

Bildung

Bevölkerung

Gesundheit

Kultur &

Freizeit

Dienstleistungen

ex. Tourismus

Transfereinnahmen

Bildung

Stromsektor

Baugewerbe

Sicherheit

Zinssätze

Nat. Ressourcen

Pendler

Geburten

Migration

Verwaltung

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1 Wirtschaftsstruktur Graubündens

Bündner Wirtschaftsmotoren in den Regionen

Spezifische Probleme / Chancen der Grenzgebiete

Wohnen und Pendeln

Land- und Forstwirtschaft, Wasserkraft und Zweitwohnen

Überkantonale Funktionsräume

Tourismus

Energie

Dienstleistungen und Industrie

Bildung und Gesundheit

Quellen: Karte: Administrative Einteilung Kanton Graubünden (01.01.2018), Grafik: Wirtschaftsforum Graubünden

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1 Wirtschaftsstruktur Graubündens

Pendler in Graubünden (2013)

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1 Wirtschaftsstruktur Graubündens

Wirtschaftsstruktur Graubünden

Quelle: Wirtschaftsforum Graubünden

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1 Wirtschaftsstruktur Graubündens

Langfristige Entwicklung der Beschäftigten

50%

40%

30%

20%

Langfristige Entwicklung der Beschäftigten in ausgewählten Regionen

2011-2018

1995-2008

1985-1995

1975-1985

10%

0%

-10%

-20%

Kanton Zürich Kanton Graubünden Bündner Rheintal GR ohne Bündner

Rheintal

Anmerkungen aufgrund beschränkter Datenverfügbarkeit

Veränderungen bis 1995 basieren auf Anzahl Beschäftigte, die Veränderungen ab 1996 basieren auf Beschäftigten-Vollzeitäquivalente

Die Veränderung von 2008 - 2011 fehlt, da die Erhebung methodisch neu aufgesetzt wurde und die vom BFS veröffentlichten Zahlen für diese Periode nicht glaubhaft sind.

Ab 2011 basieren die Daten auf STATENT

Trotz dieser Datenunterbrüche wird in der vorliegenden Darstellung Gleiches mit Gleichem verglichen und es wird ein zutreffendes Gesamtbild der Entwicklung vermittelt.

Definition Bündner Rheintal: Bonaduz, Chur, Domat/Ems, Felsberg, Fläsch, Flims, Haldenstein, Jenins, Landquart, Maienfeld, Malans, Rhäzüns, Tamins, Trimmis, Trin,

Untervaz und Zizers

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1 Wirtschaftsstruktur Graubündens

Leistungsfähigkeit der Bündner Regionen 2010

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1 Wirtschaftsstruktur Graubündens

Zwischenfazit Wirtschaftsstruktur Graubündens

Indikator

Kernaussagen

Wirtschaftszweige

der Regionen

Leistungsfähigkeit

der Regionen

Pendlersaldo

Wirtschaftsstruktur

Beschäftigte

In den Regionen Landquart, Plessur und Moesa bilden Dienstleistungen und Industrie die stärksten

Wirtschaftszweige. In der Region Bernina ist das Cluster Energie der stärkste Wirtschaftsmotor, während in

den restlichen Regionen insbesondere der Tourismus wichtig ist.

In den Regionen Plessur, Maloja, Prättigau/Davos, Engiadina Bassa/Val Müstair spielen zudem Bildung und

Gesundheit eine mitprägende Rolle als Ergänzung zum Tourismus.

Aus Sicht aller drei Staatsebenen (Bund, Kanton und Gemeinden) sind die starken Tourismusorte

Nettozahlerregionen, das Bündner Rheintal ausgeglichen und die übrigen Regionen Nettoempfänger.

Nur aus Sicht von Kanton und Gemeinden sind die meisten Regionen entweder positiv oder ausgeglichen.

Die Subventionierung der Regionen erfolgt primär über Bundesmittel (Finanzierung des Verkehrs,

Sozialversicherungen, Landwirtschaft).

Insbesondere die an den Kantonsgrenzen liegenden Gebiete Graubündens verfügen über einen stark

negativen Pendlersaldo (u.a. die Regionen Landquart, Plessur, Maloja und Moesa).

Die Bündner Volkswirtschaft lässt sich in eine Binnenwertschöpfung und in eine Exportwertschöpfung

unterteilen, wobei beide Teile in etwa gleich gross sind. Die Gesamtgrösse des Bruttoinlandprodukts hängt

primär von der Grösse der Exportwirtschaft ab. Denn diese sorgt dafür, dass jenes Geld in den Kanton

fliesst, welches danach innerhalb vom Kanton weitergegeben werden kann. Der Tourismus stellt rund die

Hälfte der Exportwirtschaft Graubündens. Daher hängt 50 Prozent der Volkswirtschaft Graubünden von

der Tourismusentwicklung ab. Denn die Binnenwertschöpfung folgt bekanntlich dem Export. Aufgrund der

demografischen Alterung beziehen immer mehr Personen in Graubünden ihr Einkommen von den

Sozialversicherungssystemen, was die Gemeinden als Wohnorte im Vergleich zu ihrer Funktion als

Arbeitsorte deutlich krisenresistenter macht.

Der Kanton Graubünden weist bei der langfristigen Entwicklung der Anzahl Beschäftigten ein schwaches

Wachstum auf. Einzig das Bündner Rheintal verfügt über eine vergleichsweise starke Entwicklung der

Anzahl Beschäftigten auf, wobei diese sehr stark durch staatlich regulierte/finanzierte Unternehmen

geschaffen wird (Verwaltung, Bildung und Gesundheit).

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2 Umfeld

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2 Umfeld

Weltweite Entwicklung

120'000

Bruttoinlandprodukt pro Kopf, laufende Preise in USD

Schätzungen IWF

100'000

in USD

80'000

60'000

40'000

20'000

China

Frankreich

Deutschland

Italien

Japan

Schweiz

Grossbritanien

USA

-

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

Quelle: Wirtschaftsforum Graubünden basierend auf Internationaler Währungsfonds (IWF)

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2 Umfeld

Zinssätze

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2 Umfeld

Rohstoffpreise

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2 Umfeld

Elektrizitätspreise

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2 Umfeld

Devisen (1)

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2 Umfeld

Devisen (2)

Quelle: Max Lüscher-Marty: https://www.ibf-chur.ch/Header-Navigation/DEVISENBAROMETER-SCHWEIZ/ (abgerufen am 12.05.2020)

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2 Umfeld

Zwischenfazit Umfeld

Indikator

Historische

Entwicklung

Letzte 5 Jahre

Aktuelle Lage

Zukunft

Einschätzung

WIFO für das

kommende Jahr

Kommentar zur aktuellen Lage

Konjunktur


Devisen


Zinsen


Strompreise


Die weltweite konjunkturelle Lage hat sich durch die Corona-Krise stark

verschlechtert. Das SECO rechnet mit einem BIP-Rückgang in der

Schweiz von 3.8% für das Jahr 2020, und einer langsamen Erholung im

Jahr 2021. Der Kanton Graubünden scheint die Corona-Krise bislang –

den Umständen entsprechend – relativ gut gemeistert zu haben (vgl.

COVID19-Impulsprogramm Wirtschaft Graubünden). Gerade der

Tourismus hatte durch die gesteigerte inländische Nachfrage

grundsätzlich ein gutes Jahr bislang. Entscheidend wird nun aber die

Wintersaison sein.

Die Devisen sind international aufgrund der Corona-Krise stark

gesunken. Problematisch ist insbesondere der schwache Euro im

Vergleich zum Schweizer Franken.

Dieser wirkt sich im Kanton Graubünden insbesondere auf den Export

der Industriebranche und den Tourismus aus.

Durch die Corona-Krise erreichen die Leitzinssätze international einen

Tiefpunkt. Die Geldaufnahme wird vergünstigt, Investitionen werden

vermehrt getätigt, die Wirtschaft wächst.

Das Preisniveau ist aufgrund der Corona-Krise und dem daraus

entstandenen Überangebot stark gesunken. Zudem sind auch die

Ölpreise sehr tief. Der Strompreis bemisst sich jedoch für Graubünden

je länger desto mehr an der Verfügbarkeit von Wind/Sonne und den

Preisen für CO 2 .

Einfluss: • positiv für GR, • neutral für GR, • wachstumshemmend für GR

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Vergleich Schweiz – Graubünden

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Bruttowertschöpfung

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Tourismusnachfrage Hotellerie nach Herkunftsmärkten

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Tourismusnachfrage Hotellerie nach Saisons

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Bergbahnen / Skigebiete

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Baunachfrage

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Wohnungsbau

Anzahl neu erstellter Wohnungen

2'500

2'000

1'500

1'000

500

Entwicklung des Wohnungsbaus in Graubünden

Bündner Rheintal

Graubünden ohne Bündner Rheintal

Total

Einführung Zweitwohnungsgesetz

0

Anmerkung: Berechnung der Variablen Gebäude und Wohnungen basierend auf der Entität Gebäude anstatt des Bauprojektes. Die Daten ab 2013 sind nicht mehr mit den von 1995-2012 vergleichbar.

Prognose: Einschätzung Wirtschaftsforum Graubünden basierend auf Berichterstattung GBV

Quelle: Wirtschaftsforum Graubünden basierend auf Bundesamt für Statistik (BfS)

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Industrieexporte

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Agrarwirtschaft

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Forstwirtschaft

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Beschäftigte (1)

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Beschäftigte (2)

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Beschäftigte (3)

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Beschäftigte (4)

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Unternehmensgewinne

6'000'000

Entwicklung des steuerbaren Reingewinns der Unternehmen in Graubünden

2

in Tsd. CHF

5'000'000

4'000'000

3'000'000

2'000'000

1'000'000

0

Steuerbarer Reingewinn gesamt (in Tsd.

CHF)

Indexierte Steuereinnahmen der jur.

Personen in Graubünden (2007 = 1)

1.5

1

0.5

0

-0.5

-1

Indexierte Entwicklung Steuereinnahmen Jur. Personen in GR

Anmerkung: Interpolation des Jahres 2013 aufgrund der Vermutung eines Statistikfehlers

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3 Aktuelle Entwicklung Graubünden

Zwischenfazit Entwicklung Graubünden

Indikator

Historische

Entwicklung

(Vergangene 5

Jahre)

Zukunft

Einschätzung WIFO

für die nächsten 5

Jahre

Tourismus


Industrieexporte


Beschäftigte


Baunachfrage


Einfluss: Wachstum, Stagnation auf aktuellem Niveau, Schrumpfung

Kommentar

Der Tourismus in Graubünden hat bislang – mit Ausnahme einiger

Destinationen – trotz Corona-Krise ein gutes Jahr erlebt. Dies ist

insbesondere auf die erhöhte inländische Nachfrage zurückzuführen.

Entscheidend wird nun aber die Wintersaison sein. Gelingt es, das

Angebot trotz Corona-Eindämmungsmassnahmen aufrecht zu erhalten,

kann der Tourismus in Graubünden mit einem blauen Auge durch die

Corona-Krise kommen.

Exporte der Industrie (in CHF) sind krisenbedingt (EU) stark gesunken

und haben sich auf dem Niveau von 2005 eingependelt. Durch die

Corona-Krise hat sich die weltweite konjunkturelle Lage wieder stark

verschlechtert. Mittelfristig ist wieder mit einem Anstieg der Exporte zu

rechnen. Einige Bündner Unternehmen (insbesondere im Bereich der

Medizinaltechnik) konnten von der Corona-Krise durchaus auch

profitieren.

Dienstleistungen: Zunahme Beschäftigung bei Staat und Bildung,

Gesundheit und Soziales. Sinkende Beschäftigung in der Landwirtschaft

und Tourismus. Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den

Arbeitsmarkt sind noch nicht vollumfänglich absehbar.

Infolge des Zweitwohnungsgesetzes kam es zu einem starker Einbruch

des Zweitwohnungsbaus. Durch staatliche Investitionen in den Tiefbau

wird ein Teil des Einbruchs im Hochbau kompensiert. Seit 2019 weist

die Entwicklung wieder eine leicht steigende Tendenz auf.

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4 Gesellschaft

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4 Gesellschaft

Bevölkerung (1)

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4 Gesellschaft

Bevölkerung (2)

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4 Gesellschaft

Geburten

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4 Gesellschaft

Bevölkerung vs. Geburten

Geburten pro 100 Einwohner

Jahr Bündner Rheintal Graubünden ohne Bündner Rheintal

1981 1.32 1.30

2018 0.99 0.85

zum Vergleich: Reproduktion erfordert ca. 1.25

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4 Gesellschaft

Altersentwicklung (1)

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4 Gesellschaft

Altersentwicklung (2)

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4 Gesellschaft

Wohlstandsentwicklung

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4 Gesellschaft

Zwischenfazit Gesellschaft

Indikator

Historische

Entwicklung

(Vergangene 5

Jahre)

Zukunft

Einschätzung WIFO

für die nächsten 5

Jahre

Geburten


Zuwanderung


Bevölkerungs

stand

Disparitäten

in den

Regionen


Kommentar

Die Geburtenrate sinkt – nach einer kurzen Erholung im Jahr 2018 –

wieder. Wir sehen langfristig das Halten des aktuellen Niveaus.

Regional sind die Entwicklungen sehr unterschiedlich.

Nach wie vor ist Graubünden ein Zuwanderungskanton, insbesondere

aufgrund der Schaffung von Arbeitsplätzen im öffentlichen Sektor

(Gesundheit und Pflege).

Die Bevölkerung wächst, insbesondere auch aufgrund von

demografischen Veränderungen (längere Lebenserwartung). Einzelne

Regionen sind jedoch mit Schrumpfungstendenzen konfrontiert.

Disparitäten haben sowohl bezüglich der Beschäftigung, wie auch bei

den Geburtenzahlen und den Bevölkerungszahlen stark zugenommen.

Das Rheintal gewinnt, ländliche Regionen verlieren.

Einfluss: Wachstum, Stagnation auf aktuellem Niveau, Schrumpfung;

Disparitäten nehmen zu bzw. ab

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5 Staat

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5 Staat

Kantonsausgaben (1)

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5 Staat

Kantonsausgaben (2)

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5 Staat

Kantonsausgaben (3)

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5 Staat

Steuersubstrat: Natürliche Personen

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5 Staat

Zwischenfazit Staat

Indikator

Historische

Entwicklung

(Vergangene 5

Jahre)

Steuersubstrat


Reale Steuereinnahmen


Reale Staatsausgaben


Zukunft

Einschätzung WIFO

für die nächsten 5

Jahre


Das


Die


Die

Kommentar

Steuersubstrat hat in den letzten Jahren zugenommen. Auch das

steuerbare Einkommen pro Kopf weist einen Anstieg auf.

Steuereinnahmen der natürlichen Personen weisen seit 2013

wieder eine leicht steigende Tendenz auf. Die Steuereinnahmen der

juristischen Personen steigen auch wieder leicht an.

Staatsausgaben nahmen 2019 wieder leicht ab.

Die grösste Nettobelastung fällt in der Bildung und der Gesundheit an.

Einfluss: • positiv für GR, • neutral für GR, • wachstumshemmend für GR

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6 Fazit

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6 Fazit

Fazit: Aktuelle Situation

Umfeld Wirtschaft GR Bevölkerung Staat

Wirtschaft

Welt / EU

Exportwirtschaft

Binnenwirtschaft

Primäre Einflüsse sind

dargestellt:

− Wachstumsimpuls / positiv

− neutral / unklar

Steuersätze

Investitionen

Wechselkurse

Tourismus

− Bremsend / negativ

Volkswirtschaft

Kantonssteuereinnahmen

Zinsen

Handel /

Transport und

übrige Binnenwirtschaft

Umwelt

Energiepreise

Zweitwohnungen

Staat /

Infrastruktur /

Versorgung

Übrige

Einnahmen

Verkehr

Soziales

Industrie

Soziales /

Gesundheit /

Bildung

Bevölkerung

Gesundheit

Kultur &

Freizeit

Dienstleistungen

ex. Tourismus

Transfereinnahmen

Bildung

Stromsektor

Baugewerbe

Sicherheit

Zinssätze

Nat. Ressourcen

Pendler

Geburten

Migration

Verwaltung

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Weitere Infos finden Sie auf

www.wirtschaftsforum-gr.ch

Das Wirtschaftsforum Graubünden versteht sich als

Denkwerkstatt der Wirtschaft und setzt sich für die

Verbesserung der Rahmenbedingungen des

Wirtschaftsstandortes Graubünden ein.

Das Wirtschaftsforum Graubünden stellt sein Wissen über

wirtschaftliche Entwicklungen und Zusammenhänge in

Graubünden der Öffentlichkeit in Form von Berichten,

Referaten und Diskussionen zur Verfügung.

Auf Einladung sind Vertreter des Wirtschaftsforums

Graubünden jederzeit gerne bereit, an

Podiumsdiskussionen teilzunehmen oder als Referenten

aufzutreten.

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