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Pinneberg

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Jetzt für den 4. Skoda autohof reimerS

SIMPLY CLEVER

BeachSoccer-cup BewerBen

Am Samstag, den 20. August startet wieder das beliebte Fußballturnier in

der Wasserskiarena, bei dem die Erlöse der Jugendarbeit in Pinneberg und

Rellingen zu Gute kommen. Organisiert wird das Turnier vom Round Table

27 Pinneberg in Zusammenarbeit mit der Wasserskiarena. Tatkräftige Unterstützung

kommt auch von famila. Denn in der famila-Lounge richtet das

Beim Beachsoccer geht es ordentlich zur Sache

Foto: Behrens

Warenhaus am gleichen Tag eine große Grillparty aus. Auch hier sind alle

Einnahmen für den guten Zweck bestimmt. Selbstverständlich trägt auch

der namensgebende Skoda Autohof Reimers wesentlich zum Gelingen der

Veranstaltung bei. Beim Turnier treten bis zu zehn Teams (gerne auch im

eigenen Firmendress) gegeneinander an. Anmeldeschluss ist der 31. Juli

oder früher, wenn alle Startplätze vorzeitig vergeben sein sollten.

Höchste Zeit also, sich als interessierte Mannschaft zu bewerben. Ein Team

besteht aus vier Feldspielern und einem Torwart. Da Beachsoccer sehr anstrengend

ist, sind drei Ersatzspieler pro Team eine sinnvolle Maßnahme.

Die Startgebühr beträgt 100 Euro, darf aber gerne freiwillig erhöht werden.

Weitere Auskünfte erteilt Michael Patt vom Round Table unter 04101-

20 60 91. Fragen und Anmeldungen können auch an die Mailadresse:

beachsoccer@rt27.de gesendet werden.

Der tolle Tag für die ganze Familie wird durch ein großes Kinderfest abgerundet,

bei dem es kostenlos jede Menge Spiel und Spaß für die Kleinen

gibt. Der Eintritt zum Beachsoccer-Cup ist selbstverständlich auch frei.

Aus eigener Mast und Schlachtung:

Frischgeflügel und geräucherte Puten

Delikatessen von der Pute · Partyplatten · eigene Räucherei

Verkauf ab Hof: Mi.-Fr. 8-18 Uhr · Sa. 8.-13 Uhr

Meinung

Das aus am see

Ein (Nicht-) Badetag der besonderen Art

Puh, das war ein wirklich heißer Tag.

Ausnahmsweise hatten wir nichts

vor, daher beschloss ich zusammen

mit meiner Familie, einen spontanen

Badetrip an die Appener Kieskuhle

zu unternehmen. Dort gefällt es uns

meistens echt gut. Und es geht uns

dort gut. Bei freiem Eintritt lädt der

saubere See zu einem ausgedehnten

Badevergnügen ein. Zwar ist der

See längst kein Geheimtipp mehr,

doch im Grunde bietet er Platz für

alle. Besonders die riesige Liegewiese

ist super. Schon als kleines

Kind zog es mich immer wieder an

dieses herrliche Gewässer. Runter

vom Rad und rein in die Fluten!

Mit Familie läuft es heute zwar etwas

gemächlicher ab, doch nach kurzer

Zeit hatten wir am besagten Tag unsere

kleine Oase auf der Liegewiese

gefunden. Eigentlich wollten wir nur

ein wenig abschalten und das herrliche

Wetter genießen. Als wir jedoch

auf unsere Nachbarn aufmerksam

wurden, die ihr Lager zeitgleich etwa

drei Meter entfernt aufgeschlagen

hatten, war es mit der chilligen Stimmung

schnell vorbei. Mann, Frau und

Kind, dazu zwei männliche Freunde.

Die Erwachsenen mögen so Mitte 20,

der Sohn etwa 4 Jahre alt gewesen

sein. Einer der Freunde riss Sekunden

nach der Ankunft eine Bierpulle

auf und während er den Gerstensaft

in atemberaubender Geschwindigkeit

seiner Kehle überließ, schaffte er

es problemlos, eine schwachsinnige

Anekdote nach der nächsten in den

Äther zu emissionieren. Dennoch schien

er eine Art Wortführer der Gruppe zu

sein. Die anderen waren eher stumm

und ließen die Tiraden mit einer gewissen

Gleichgültigkeit über sich ergehen.

Nun war aber auch mal endlich der

kleine Junge dran. Ist doch klar: Frisch

am Baggersee angekommen, will so

ein lütter Bengel doch spielen und

plantschen. Das gestaltete sich schnell

als schwierig, denn die besagte Labertasche

nahm sich seiner an. Nach

wenigen Minuten hatte er das drit-

te Bier am Hals und sagte nuschelig

aber laut zum Jungen: „Baden darfst

Du erst gehen, wenn Du nicht mehr

am Daumen nuckelst!“ Irgendwie

schaffte er es gleichzeitig, seinerseits

am Bier rumzunuckeln. Gluck, gluck!

„Oooch, komm schon“, versuchte der

Nachwuchs noch einmal sein Glück.

Gluck, gluck, gluck. „Neeee, jetz nich

digger, frag doch mal deine Eltern.“

Schweigen im Walde bei Mama und

Papa. Während sich Freund Tasche die

vierte Galone in den Schlund presste,

wurde der Junge völlig zu recht ungeduldig

und stupste den Mann ein

wenig in die Seite. Das schien dem

durstigen Wortakrobaten dann endlich

zu gefallen: „Du musst noch viel härter

hauen. Midde Fäuste. Doller, digger.“

(Gluck, gluck, säusel). Dann folgte die

Top-Idee: „Du musst zum Kampfsport,

Digger, Alder. Da wollte ich früher

auch schon immer hin, aber…“ Dann

schaltete sich endlich der Vater ein.

„Ja, super Idee! Das hat auch etwas

mit Selbstbewusstsein zu tun. Wenn

Dir später einer dumm kommt, dann

klatscht Du ihn einfach wech und die

Marmelade ist auf dem Brötchen…

Digger.“ Der Junge wirkte hilflos. Er

wollte doch nur Baden.

Tschak, Plopp, Doppelbock!

Die nächsten Jollen wurden entkorkt.

Und weitere wertvolle Tipps wurden

der breiten Öffentlichkeit kund getan:

„Du kannst mit hauen alles selber besser

wegstecken, Digger. Fester musst

Du hauen, fester! Midde Fäuste, midde

Fäääuuuste!!!“ Gluck, brabbel, gluck,

gluck, gluck. Der Junge hatte sich das

Baden abgeschminkt und saß dann

nur noch still vor sich hin, während die

„Erwachsenen“ es sich im Endspurt

so richtig gut gingen ließen. Allzu viel

habe ich dann nicht mehr verstanden.

Es ist zwar bekannt, dass wir Norddeutschen

gelegentlich eine breite

Aussprache haben – aber so breit…?

Etwas desillusioniert schwamm ich

dann meine Runden und mir ging nur

eine Frage durch den Kopf: Wann gibt

es endlich den Führerschein für Kinder-

erziehung? n Oliver Barth

Foto: Barth

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