AV Magazin Nr. 04/2020

werner.pfeifer

Quartalsmagazin des Alpenvereins Villach

MAGAZIN DES ALPENVEREINS VILLACH | 04/2020

AKTION „VILLACH LEBT GRÜN“

„Z’rucksackerl“

schärft Bewusstsein am Berg

Damit der Müll zurück ins Tal kommt. S. 9

© Stadt Villach

JAHRGANG 41

Virtuell

7 Lawinen-Update

2020/21

Statt der geplanten Tour wird der

Vortrag im Internet übertragen.

Natur

14

Kräuter- & Wurzeltag

mit Monika Kofler

Zurück zu unseren heimischen

Wurzeln und Wildkräutern.

Ski-Technik

16

Training auf der Piste =

mehr Spaß in jedem Gelände

Optimale Vorbereitung auf die

Skitouren- und Ski Alpin-Saison.


EDITORIAL | Christine Lastin, Redaktionsleitung

Ein unglaubliches Jahr

neigt sich dem Ende zu

Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist unglaublich, was wir in diesem Jahr an Veränderungen

(er)leben mussten. Außergewöhnlich ist aber, wie gut

wir es bisher geschafft haben, durch diese Krise zu kommen.

Und erfreulich ist es, wie viel trotz der Umstellungen

noch immer machbar war.

Rückblickend konnten wir zwar unser Jubiläumsjahr

nicht wie geplant feiern; dennoch ließ sich unser Tourenprogramm

sehr gut umsetzen und wir konnten viele

schöne Touren unternehmen. Wir beobachten, dass es

die Menschen verstärkt in die

Natur zieht. Dies ist verständlich,

denn sich in der Natur zu

bewegen bringt viel an guter

Energie zurück und hebt die

Lebensfreude. Wenn man die

Natur nicht nur als Sportgerät

benutzt, wie es leider immer

mehr in Mode kommt, bleibt auch Zeit, innezuhalten, um

die Wunder in der Natur wahr- und aufzunehmen.

Dazu passt es, dass das Interesse an unseren Ausbildungskursen,

gleich in welcher Disziplin, größer als je

zuvor ist. Um alpine Sportarten unbeschwert genießen

zu können, braucht es eine gute Vorbereitung.

Das Alpinteam wird weiterhin versuchen, die Kurse im

Rahmen der jeweils aktuellen Möglichkeiten abzuhalten.

Es kann sein, dass die Kurse diesmal etwas anders

als gewohnt ausfallen werden. Flexibilität ist gefragt

– von unseren Tourenführern, aber auch von unseren

Teilnehmern. Versuchen wir, positiv die veränderte Situation

anzunehmen, denn wir werden wohl noch länger

mit Covid oder auch mit anderen neuen Gegebenheiten

leben (lernen) müssen. Mit vereinten Kräften sollte es

uns gelingen, auch weiterhin diese Anforderungen zu

meistern.

Das Leben besteht aus Veränderungen und auch wir verändern

uns. So darf ich mit einem lachenden Auge ganz

herzlich ein neues Mitglied in unserem Redaktionsteam

begrüßen: Sabine Schagerl wird zukünftig die beliebte

Blitzlichter-Seite bearbeiten und wir freuen uns auf

ihre tatkräftige Unterstützung. Nun

kommt aber auch das weinende Auge,

welches leider gleich zwei Redaktionsmitglieder

ab 2021 in eine vorübergehende

„Zeitungskarenz“ gehen

lassen muss: Marina Hartlieb, unsere

sportliche Redakteurin, die von Anbeginn

an schwungvoll mit Tipps und

Tricks unseren sportspezifischen Horizont ausbaute,

und Franz Kohlhuber, der unser Wissen, aber auch unseren

Blickwinkel mit seinen fundierten und kritischen

Berichten über den Naturschutz und die Artenvielfalt

erweiterte. „Euch beiden ein herzliches Dankeschön für die

großartige Mitarbeit“.

Das alte Jahr geht zu Ende, um dem neuen Platz zu

machen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe

Weihnachten und für 2021 viel Gesundheit, Freude,

Optimismus und Mut.

Herzlichst

Christine Lastin und das Redaktionsteam

Impressum: Medieninhaber/Herausgeber: ÖAV Zweig Villach | Redaktion: ÖAV Villach, Schanzgasse 3,9500 Villach | Für d. Inhalt verantwortlich: Dr. Klaus

Dalmatiner u. Christine Lastin, beide Villach | Titel-Foto: Dobratsch, Stadt Villach | Gedruckt n. d. Richtlinie „Druckerzeugnisse“ d. Österreichischen Umweltzeichens,

Kreiner Druck- u. Verlagsgesellschaft m.b.H. & Co, UW-Nr. 933, Villach | Grafik: Michael Kravanja | Offenlegung: Medieninhaber ausschließlich

Österreichischer Alpenverein Zweig Villach. Unternehmensgegenstand: Information d. Mitglieder d. ÖAV über alpines Geschehen.

2 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04

DRUCKLAND

e

KA RNTEN

PER FECT PRI NT


© Wiltrud Wiegele

Alpines Kletterwochenende in den Lienzer Dolomiten

Neues Dobratsch Gipfelkreuz

© Klaus Bäck

S. 21 S. 12

© Sportkletter-/Wettkampfteam © © Helmut Kranabenter

S. 8

Ein völkerverbindender Dreiländerweg

JULIUS KUGY ALPINE TRAIL

S. 25

Rücksicht auf das Hüttenpersonal?

BERG- & HÜTTENKNIGGE

S. 33

Sportkletter-/Wettkampfteam

ENDLICH WIEDER WETTKÄMPFE

BERG & LEUTE: Blitzlichter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S. 4

ZUR AKTUELLEN SITUATION: Dr. Klaus Dalmatiner, 1. Vorsitzender . . . . . . S. 6

ALMLANDSCHAFT STATT STEINLANDSCHAFT: Wiederbegrünung Dobratsch. S. 7

JULIUS KUGY ALPINE TRAIL. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S. 8

„Z’RUCKSACKERL“ SCHÄRFT BEWUSSTSEIN AM BERG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S. 9

VURFERTEN: Schitouren. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S. 10

INFOS AUS DEM AV-BÜRO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S. 11

TOURENBERICHT: Alpines Kletterwochenende Lienzer Dolomiten. . . . .S. 12

TOURENBERICHT: Sonnenuntergangswanderung am Kosiak. . . . . . . . . . . . S. 13

KRÄUTER- & WURZELTAG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 14

SKIHOCHTOUREN: Sonne – Schnee – die Weite –„oben“ sein . . . . . . . . . .S. 15

BEWERTUNGSSCHEMA FÜR UNSERE TOUREN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 16

SKI-TECHNIKTRAINING AUF DER PISTE: Mehr Spaß in jedem Gelände. . . . . S. 16

TOUREN-PROGRAMM: Dezember 2020 – Mai 2021 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 17

NEUES DOBRATSCH GIPFELKREUZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 21

DIE KÄRNTNER NOCKBERGE: Broschüre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 21

KLETTERTRAINING: Klettertraining & Ernährung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 22

TRAININGSLEHRE: Dehnen – bleibt geschmeidig! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S. 23

KOMPETENZ AUS DEM ALPINTEAM: Spitzkehren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 24

DOS & DON'TS AUF TOUR: Berg- & Hüttenknigge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 25

NATURSCHUTZ: Die Natur spielt verrückt, sie hat Fieber und streikt. . . . S. 26

KLIMA: Ohne Wetter keine Lawinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 28

FÜR LESE-MURMELTIERE: Alpenvereins-Bücherei . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 29

5 MINUTEN GEOLOGIE & MINERALOGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 30

POWER CARD WANDERN | MOUNTAINBIKE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 32

SPORTKLETTER-/WETTKAMPFTEAM. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 33

NEWS & ACTION: Alpenvereins-Jugend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 34

...ZU GUTER LETZT: Veranstaltungen & Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .S. 36

3


Manchmal läuft man am

Berg den Wolken davon …

1.8.2020, Silva Koren – Krn

© NICOLA CARBONE

…oder direkt in sie

hinein!

13.9.2020, Zirbitzkogel

© PETER KIRCHMAIER

Ein Gipfelkreuz kann durchaus

praktisch sein …

16.8.2020 Monticello

© ALPINTEAM MOUNTAINBIKEN

...oder die Landschaft

verhübschen!

25.8.2020 Landawirsee © PETER KIRCHMAIER

Auf die Größe kommt’s nicht an!

…und auch das

Berghemd ist wieder

voll im Trend – Luis

Trenker lässt grüßen!

10.10.2020 Monte

Amariana © HERBERT KOFLER

„Speed kills” – zum Glück nicht immer!

17.9.2020 MTB Abendausfahrt

Aber manchmal ist es auch der Weg

zum Glück? © ALPINTEAM MOUNTAINBIKEN

Kleiderordnung am Klettersteig?

Gibt es nicht!

10.10.2020 Monte Amariana

Manche gehen ihn „an der Leine“ … © HERBERT KOFLER

Frühstücksgenuss für für alle Sinne

• verführerische • Frische, regionale Qualität und und Vielfalt

• Bio- • Bio- und und Diätprodukte, hausgemachte Köstlichkeiten

• vitaminreiche • Kraftspender und und Geschmackserlebnisse

Täglich ab ab

6:30 6:30 Uhr! Uhr!

Sämtliche Installationen

Blitzschutz

Tag-und-Nacht-Störungsdienst

Gebäudetechnik

Antennenbau

Netzwerktechnik

Urlauben, Tagen Tagen und und sich sich rundum Wohlfühlen!

Übernachtung mit mit Frühstück –10% –10% für für ÖAV-Mitglieder bei bei Direktbuchung

Hotel Hotel City City • Karin • Karin Strickner GmbH GmbH • Bahnhofplatz • 3 3

9500 9500 Villach • +43 • +43 4242 4242 278 278 96 96 • info@hotelcity.at • hotelcity.at

4 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04

9500 Villach, Italienerstraße 56

+43 (0) 4242 / 23 359

www.elektro-maschke.at


Blitzlichter

BERG & LEUTE

Richtungsweisende Bergtouren, multifunktionale

Gipfelkreuze und esoterische Kletterzugänge – all das

erlebten unsere TeilnehmerInnen im vergangenen

Sommer. COVID? Ja, war noch immer da, aber davon

ließ sich niemand bremsen. Schließlich wurden die

Abstandsregeln eingehalten!

Von untn nach obn gehts hier mit Ho-Ruck

(und einem Express-Flaschenzug). © MANUEL STABENTHEINER

26.7.2020 Klettersteigkurs Sicherungstechnik

DIE RICHTUNG STIMMT!

6.9.2020 Defereggental

„Dort, wo Bein und Hand

hinzeigen, gehts weiter!“

© BERGTOURENGRUPPE

22.8.2020 Power Card Wandern – Mölltaler Gletscher

Achtung Skitourengeher: „Stein-Ski“ auspacken!!!

Wo bitte ist denn da die weiße Pracht?! © DIETHARD RAUTER

Der Winter wird kommen!

26.9.2020 Dreiländereck

... ah ja – da ist sie ja! Die „Steinböcke“ haben

Freude daran! © MARC TIEBOUT

Schaut mal, dort müssen wir hin!

© HERBERT KOFLER

16.8.2020 Götterband (light)

Kehrtwende einmal anders …

14.–16.8.2020 Johannisberg & Bärenköpfe

Dort, wo Hand und Bein hinzeigen, gehts

nicht mehr weiter! Daraus folgt: Zeit für

den Abstieg! © ALOIS GOLLER

Den Baum umarmen …

8.–11.10.2020 Kletter-(Steig-)

Wochenende Arco

…wollen nicht nur die Esoteriker,

sondern manchmal auch die Kletterer.

Möglicherweise zu einem ganz

anderen Zweck? © SILKE VAN DER PIEPEN

...und Corona?

8.–11.10.2020 Kletter-(Steig-)

Wochenende Arco © SABINE SCHAGERL

Ja, gibt’s leider noch immer! Silke

überlegt gerade, was ihr wichiger ist:

die Abstandsregel oder der optimale

Blick auf das Frühstücksbuffet.

5


Liebe Mitglieder

des Villacher Alpenvereins,

seit dem Erscheinen der Ausgabe 03/2020 unseres Magazins hat sich

im Villacher Alpenverein wieder viel bewegt. Wie bereits berichtet, hat

der Villacher Alpenverein beschlossen, aufgrund der Corona Pandemie im

Jahr 2020 die Jahreshauptversammlung der eigenen Sektion samt Festakt

nicht durchzuführen und beides auf 2021 zu verschieben.

© AV-Villach

Wir, das waren vor allem Werner Pfeifer und Dr. Heiner

Zechmann, konzentrierten uns daher voll und ganz auf

die Organisation für die im Oktober geplante Hauptversammlung

des Hauptvereins im Congress

Center Villach.

Am 5. Oktober erging vom Präsidium des

Hauptvereins ein E-Mail an alle Sektionen,

dass die Jahreshauptversammlung 2020 des

Hauptvereins in Villach aufgrund der aktuellen Entwicklung

der Pandemie heuer nicht stattfinden kann

und auf Oktober 2021 verschoben wird. Veranstaltungsort

ist wiederum das Congress Center Villach.

Über drei besondere Ereignisse möchte ich Sie informieren:

1.

Im September wurde am Dobratsch eine neue

Initiative der Stadt Villach gestartet. Frau Irene

Hochstetter-Lackner, Vizebürgermeisterin und Nachhaltigkeitsreferentin,

hat im Naturpark Dobratsch sogenannte

„Z'rucksackerl“ ausgeteilt. Da Wanderer leider

oft die notwendige Sensibilität vermissen lassen

und Abfälle einfach in der Natur

wegwerfen, wurden wiederverwendbare

Sackerl verteilt. Der

Villacher Alpenverein hat diese

Aktion gerne unterstützt.

2.

Vom Naturpark Dobratsch

wurde am

22. September unter dem

Motto „Almlandschaft statt

Steinlandschaft“

ein Pilotversuch

zur Wiederbegrünung

des Dobratschgipfels

gestartet. Unter

der Leitung von Alex-

ander Kleinegger, Bakk.,

vom Verein Naturpark Dobratsch wurde mittels eines

speziellen Nasssaatverfahrens im Gipfelbereich südwestlich

unseres Dobratsch Gipfelhauses mit der Wiederbegrünung

begonnen. Der Villacher Alpenverein

unterstützt diese Aktion und hofft, dass damit die weitere

Verkarstung des Gipfelbereiches unseres Hausberges

verhindert werden kann. Näheres zu diesem

Projekt können sie auf der nächsten Seite erfahren!

3.

Schließlich fand am 26. September das

56. Dreiländertreffen statt, das diesmal

vom Österreichischen Alpenverein Landesverband

Kärnten organisiert wurde. Es wurde

eine gemeinsame Wanderung vom Gasthof

Baumgartnerhof auf den Mallestiger Mittagskogel

durchgeführt. Damit sollte auch das anlässlich des

Jubiläumsjahrs vom Land Kärnten initiierte Projekt

„CARINTHIja. 2020“, organisiert von der Landwirtschaftlichen

Fachschule Stiegerhof, unterstützt werden. Eine

Menschenkette sollte vom Mallestiger Mittagskogel

bis zum Dreiländereck gebildet werden. Der Aufstieg

auf den Mallestiger Mittagskogel war wegen 30 cm

Neuschnee im Gipfelbereich sehr schwierig.

Den Weitwanderweg Julius Kugy Alpine Trail stellen wir

auf Seite 8 in diesem Magazin noch genauer vor.

Weil dies das letzte Magazin im Jahr 2020 ist, wünsche ich

Ihnen jetzt schon:

Frohe Weihnachten

& ein gutes neues Jahr!

Mit Bergsteigergrüßen

Dr. Klaus Dalmatiner

(1. Vorsitzender)

6 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04


© Verein NaturparkDobratsch (3)

Almlandschaft

statt Steinlandschaft

Wiederbegrünung mittels Spritzbegrünung in

ausgewählten Bereichen am Gipfel des Dobratsch

Gemeinsam mit Grundbesitzern, dem Alpenverein Villach und Vertretern des

Tourismus sowie der vier Naturparkgemeinden wurde in vielen Arbeitssitzungen

einstimmig die Umsetzung des Projektes beschlossen. Ziel dieses Pilotversuches

ist es, eine geschlossene Vegetationsdecke am Dobratsch Gipfel wiederherzustellen,

um hier in einigen Jahren den Charakter einer Alm wieder zu finden.

Spritzbegrünung als Erfolg versprechende Methode

Am Dienstag, 22.09.2020, fand die Wiederbegrünung mittels einer Spritzbegrünung

(Nasssaatverfahren) im Gipfelbereich des Dobratsch statt. Hierbei werden

Samen von heimischen, standortgerechten Gräsern und Kräutern, die in solchen Lagen

wachsen, mit biologisch sehr verträglichem Holzfasermulch und mit Wasser

vermengt und mit einem Schlauch gezielt auf die zu begrünenden Flächen ausgebracht.

Der Zeitpunkt dieser Wiederbegrünung muss immer vor dem ersten

Schneefall oder direkt nach der Schneeschmelze liegen, damit die Samen

ordentlich austreiben können.

Almlandschaft statt Steinlandschaft

Durch das oftmalige Verlassen der markierten Wanderwege entstehen

sogenannte Wegabschneider (Abkürzungen) und dadurch in weiterer

Folge wiederum Bodenerosionsprozesse, die den blanken Felsen

sehr gemächlich und schleichend zum Vorschein bringen. Kommen

Starkregenereignisse dazu, die, wie wir wissen, durch die Klimaveränderung

immer mehr zunehmen werden, wird der Boden durch

das Regenwasser zusätzlich weggespült. In einer solchen Höhenlage

von ca. 2.150 m ü. A. sollte jedoch eine Almlandschaft mit frischen

Gräsern und Kräutern vorzufinden sein und keine karge Steinlandschaft.

„Der Alpenverein Villach ist stets darum bemüht, naturnahe Landschaften

in den Bergen, so auch am Dobratsch, wieder zu finden. Daher wird

der Pilotversuch des Naturparks, den Gipfelbereich um das

Dobratsch Gipfelhaus herum wieder zu begrünen, sehr

begrüßt.“ betont Dr. Klaus Dalmatiner, 1. Vorsitzender

des Alpenvereins Villach.

Begrünung mittels Nasssaatverfahren

WERNER PFEIFER

Tour abgesagt,

dafür Live-Übertragung

Aufgrund der sich stetig

verschlechternden Situation bezüglich

Corona sowie der Stornierung bereits

fixierter Termine wurde entschieden, die

Tour diesen Winter abzusagen.

Allerdings wird eine Alternative

angeboten: Am 09.12.2020 wird der

Vortrag in Hall i. T. (= Geburtsort

des Lawinen Updates) Corona-gemäß

durchführt und per Livestream auf

YouTube übertragen. Sie finden den

Youtube-Link sofort nach Verfügbarkeit

als Topnews auf unserer Startseite unter

www.alpenverein.at/villach.

Diesmal habe ich keine hohen Berge

ausgesucht, sondern kleine in der

näheren Umgebung. Da gibt es nämlich

südöstlich von Villach, im Rosental, eine

4-Gipfel-Aussichtstour:

Wauberg (689 m)

Bleiberg (770 m)

MARION UNTERLECHNER

Petelin (802 m)

Tabor (725 m)

Woher der Wauberg seinen Namen

hat, war trotz umfangreicher Recherche

leider nicht zu eruieren.

Petelin ist ein slowenisches Wort und

bedeutet Hahn. Das lässt den Schluss zu,

dass in diesem Fall ein jagdlicher Begriff

namensgebend war.

Es ist nicht schwer zu erraten, dass

am Bleiberg nach Erzen (Blei, etc.)

gegraben wurde.

Der Tabor hat es mir hingegen wieder

schwer gemacht. Tabor (slowenisch)

bedeutet Lager. Warum sich dieser

Begriff im Namen des Berges manifestiert

hat, konnte ich nirgendwo finden.

Vielleicht war der Tabor seit vor christlicher

Zeit immer wieder einmal besiedelt.

Was uns Bergnamen zu sagen haben …

7


Julius Kugy Alpine Trail

Ein völkerverbindender Dreiländerweg –

Berge der Freundschaft

WERNER PFEIFER

Die Idee eines gemeinsamen, alle drei Staaten verbindenden Weges

gibt es schon seit längerer Zeit. So hat etwa der langjährige Referent

für überregionale Angelegenheiten im Landesverband Kärnten,

DI Helmut Lang, bereits im Jahr 2004 auf die Idee eines gemeinsamen

Dreiländer-Rundweges verwiesen, die auf Milan Naprudnik aus Laibach,

den damaligen Vizepräsidenten des Club Arc Alpin, zurückgeht.

Entstehungsgeschichte

Im Jahr 2014 wurde diese Idee schließlich

wieder aufgegriffen. Ziel sollte es

unter anderem auch sein, die touristische

Bedeutung der Bergwege, Schutzhütten

und Dörfer im gemeinsamen

Arbeitsgebiet zu beleben. Es ging aber

auch darum, konkrete Umsetzungsmaßnahmen

der auch in der Alpenkonvention

vorgezeichneten grenzüberschreitenden

Zusammenarbeit

voranzutreiben. Nach einiger Zeit des

Nachdenkens brachten dann die Jahre

2019 und 2020 einen raschen Durchbruch.

Auf Initiative des Vorsitzenden

der ÖAV Sektion Klagenfurt, Karl

Selden, machte sich Dr. Valentin Wulz

(langjähriger Wanderführer der Sektion

und leidenschaftlicher Marathonläufer)

daran, den „Dreiländerweg“

digital aufzuzeichnen und ihn auf den

im Wesentlichen bereits 2014 erarbeiteten

Grundlagen zu kartografieren.

Die ursprüngliche Idee, den Rundweg

als alpine Variante des ebenfalls alle

drei Staaten berührenden Weitwanderwegs

„Alpe Adria Trail“ (AAT),

als „Alpe Adria Alpine Trail“ (AAAT)

zu bezeichnen wurde aufgrund der

Verwechslungsgefahr fallen gelassen.

Man einigte sich schließlich – im Andenken

an den gemeinsamen Bergpionier

– auf den Namen „Julius Kugy

Alpine Trail“.

Dr. Valentin Wulz

Marathonleistung

Für die Aufzeichnung der Wegabschnitte,

das Fotografieren und die digitale

Übertragung auf alpenvereinaktiv.com

und OpenStreetMap (OSM) durch Dr.

Valentin Wulz waren rund 270 Stunden

Gehzeit (etwa 720 km Wegstrecke

und rund 45.500 Hm) und etwa 620

Stunden Zeit am Computer erforderlich,

wahrlich eine Marathonaufgabe!

Die allein dafür notwendigen beinahe

1.000 Arbeitsstunden wurden von Valentin

Wulz ehrenamtlich geleistet.

© Kleine Zeitung

Gemeinsames Abkommen

Der 1. Vorsitzende des ÖAV Landesverbandes

Kärnten, Dr. Werner Radl, hatte

rasch erkannt, dass eine gemeinsame

Idee auch eines gemeinsamen,

gleichsam verpflichtenden Bandes

bedarf. Er machte sich daher daran,

einen „Staatsvertrag der Alpenvereine“

zu entwerfen. Das schließlich am

6. September 2020 am Dreiländereck

von den Präsidenten der drei beteiligten

Alpinen Vereine – Jože Rovan für

die PZS, Silverio Giurgevich für den

CAI FVG und Werner Radl – in den

drei Landessprachen verfasste und

von den Vertretern der Alpenvereine

unterzeichnete „Übereinkommen Julius

Kugy Alpine Trail“ stellt dieses verpflichtende

Band dar. Mit der Absicht,

die Völkerverständigung und die Zusammenarbeit

im Arbeitsgebiet zu

vertiefen und damit auch einen Beitrag

zur Friedenssicherung zu leisten,

haben sich die Vertragspartner dazu

bekannt, die Beschilderung, die Betreuung

und die Wartung des gemeinsamen

Weges in ihren jeweiligen Ländern

(Regionen) sicherzustellen.

8 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04


„Z’rucksackerl“ schärft

Bewusstsein am Berg

Am Dobratsch wurde am Anfang Oktober erstmals das „Z’rucksackerl“

an Wanderer und Bergsteiger ausgeteilt. In diesem Behälter kann man

bequem seine Abfälle vom Berg zum nächsten Mülleimer

oder zur nächsten Tonne mitnehmen.

Im Rahmen der Aktion „Villach lebt

Grün“-Initiative hat Nachhaltigkeitsreferentin

Vizebürgermeisterin Irene

Hochstetter-Lackner im Naturpark

Dobratsch das „Z’rucksackerl“ ausgeteilt.

Die Sackerln, die ab sofort auch

im Büro des Villacher Alpenvereins

gratis abgeholt werden können, sind

aus Kunststoff, wasserdicht, leicht

verschließbar und einfach zu reinigen.

Die ersten Reaktionen auf die Sackerln

waren sehr positiv, die Wanderer und

Naturliebhaber, die ein Sackerl erhielten,

zeigten sich sehr angetan von der

Idee.

WERNER PFEIFER

„Der Villacher Alpenverein setzt sich

seit Jahrzehnten dafür ein, besonders

in den Bergen und auf Wanderwegen

auch auf die Umwelt zu achten.

Das ‚Z’rucksackerl‘ ist ein großartiger

Service der Stadt Villach und fördert

den Nachhaltigkeitsgedanken und die

Achtsamkeit für die Natur“. Dr. Klaus

Dalmatiner, 1.Vorsitzender des Alpenvereins

Villach.

Dr. Klaus Dalmatiner, 1. Vorsitzender des AV Villach,

Gemeinderat Horst Hoffmann,

Mag. Walter Egger, Geschäftsgruppenleiter

Betriebe & Unternehmen, Stadt Villach,

Vizebürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner,

Gemeinderat Ewald Michelitsch MAS, MBA (v.l.n.r.)

Herzlich willkommen

Wir begrüßen alle neuen Mitglieder und

freuen uns auf eine gemeinsame tolle

Skitourensaison.

Wir gratulieren

unseren Tourenführern zu erfolgreich

absolvierten Ausbildungen:

Theresia Lepuschitz:

Übungsleiterin Bergwandern

Update Erste Hilfe Outdoor

Manuel Stabentheiner:

Übungsleiter Klettersteig

Maximilian Wiedenig:

Übungsleiter Alpinklettern

Jörg Groschacher:

Staatlich geprüfter Instruktor

Sportklettern/Breitensport

Wir suchen …

Freiwillige, die uns bei der Betreuung

unserer Wanderwege helfen.

Du gehst zufällig oder absichtlich auf

einem unserer Wege und entdeckst eine

Besonderheit (z.B. Schäden am Weg,

fehlende Markierungen od. Wegweiser):

Mach ein Foto, mach dir Gedankennotizen

und melde dich bitte bei uns!

Dr. Roswitha ORTNER

T: +43 650 2248500, r.ort@a1.net

Ein letztes Berg Heil!

© Stadt Villach

Gudrun Foelsche

Josefine Petritsch

Anna Rank

Götz von Hohnhorst

Genauso

anspruchsvoll

und und individuell

wie wie ich ich Will!roider.

Das Das Meisterhaus.

9


Vurfert'n

Geschichten

Die Osterführungstour wurde

von Fritz Gabriel organisiert

und war ökologisch

einwandfrei. Mit dem Postbus

ging es über Malta bis

zum Zirmhof. Dort wartete

bereits die Wirtin mit

einem Reindling auf die

Gruppe. Mit dem Traktor

samt Anhänger ging es

weiter zur Gmünder Hütte.

Dann begann der Aufstieg

mit den Schiern über die

Ochsenalm zur Villacher

Hütte. Bis zu 40 Teilnehmer

versuchten, einen der

Schlafplätze zu ergattern, selbst der

Dachboden und die Holzlage wurden

belegt. Am nächsten Tag ging es auf

die Schneeige Hochalm. Die Abfahrt

erfolgte über die Preimelscharte zur

Osnabrücker Hütte. Der Wirt sperrte

extra für die Villacher die Hütte auf. Es

hat sich für ihn gerechnet. Am nächsten

Tag ging es, je nach Wetter und

Schneelage, entweder auf den Ankogel

oder gleich über die Grosselendscharte

und das Pleschischg ins Seebachtal und

dann zur Seilbahnstation.

Schitouren

© Walter Lackner (3), AV-Villach (2)

Montblanc

Die Schitour auf den Sonnblick hatte im

Schnitt bis zu 50 Teilnehmer. Übernachtet

wurde in der Fleiß beim Alten

Pocher. Die Nacht war saukalt trotz

Restalkohol. Walter baute sich mit seiner

Gruppe ein Iglu zum Schlafen. Der

geschäftstüchtige Wirt Schmiedl kam

in der Früh zum Kassieren der Schlafgebühr.

Grüppchenweise kamen dann

alle zum Zittelhaus am Gipfel, wo die

Wetterwarte uns mit Tee versorgten.

Hinunter ging es dann je nach Können

mit einem Wedler oder Preiselbeerschwung.

Im Hotel Post in Winklern

gab es den Abschluss. Die Kellnerin

war genial und merkte sich von jedem

im Kopf die Konsumation

aus der verklärten Erinnerung über

das Villacher Vereinsleben – frei nacherzählt von

WALTER LACKNER und WOLFGANG GABRIEL

Bericht in der Kleinen Zeitung vom 4. März 1981

Der Dobratschabfahrtslauf

(1970–1988) spornte

den Ehrgeiz an. Tage zuvor

wurde bereits trainiert

und die schnellste

Spur ausgetüftelt. Gestartet

wurde beim

Ludwig

Walter Haus, dann ging

es über den

Zehner, bei

der Knappenhütte vorbei

(außer man ist irrtümlich

nach Heiligengeist abgebogen)

zur

Kaserin, weiter

nach Möltschach, wo die

Schitechnik im Zielhang

lauthals

kommentiert

wurde. Die ewige Bestzeit hält Gerhard

Riedel mit 32 Minuten. Die Ergebnislisten

wurden händisch von Walter

mit Hilfe einer Flasche Wein ausgerechnet.

Fritz Gabriel

Das

Bier

und

das

Gulasch in

der Bahnhofsreste

in Mall nitz

füllte

die

Spei cher

wieder auf.

Die

Schiführungstour auf den Mont-

blanc

führte Walter Lackner, Siegi Fellner

lenkte den Postbus. Die hinteren

Sitze waren ausgebaut worden,

wodurch Stauraum für

das Gepäck entstand. In

Chamonix angekommen

fuhr Siegi einige Runden

im Kreisverkehr mit vollem

Posthorn. Der Gipfelanstieg

wurde wegen

Schneesturms abgebrochen.

Als es später aufgerissen

hat, wurde wieder

aufgestiegen und von den

meisten noch der Gipfel

erreicht.

10 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04


Infos aus dem AV-Büro

Margret Gross Bürozeiten: Di & Do: jeweils 16:30–19:30 Uhr

Informationen

zum Mitgliedsbeitrag

Schanzgasse 3, 9500 Villach | Tel. & Fax: 04242 / 28 95 84 | oeav-villach@aon.at

www.alpenverein.at/villach | ZVR 650 900 871

Bank Austria, IBAN: AT58 1200 0004 2257 0705

Ihre Mitgliedschaft gilt für das aktuelle Kalenderjahr und wird

jährlich automatisch verlängert.

Die Alpenvereinsversicherung

Der Alpenverein Weltweit Service ist im Mitgliedsbeitrag

inkludiert und bietet Versicherungsschutz für:

© AV-Villach (3)

Kategorie Altersgruppe Beitrag

Standard-Mitgliedschaft 28 bis 64 Jahre 62 €

Partner 1) 48 €

Senior ab 65 Jahre 48 €

Junior / Student 19 bis 27 Jahre 48 €

Kind und Jugend 0 bis 18 Jahre 26 €

Kind / Jugend / Student in Familie 1) 0 €

Familienmitgliedschaft:

Eltern + Kinder Kinder bis 18 (27) Jahre gratis! 110 €

AlleinerzieherIn + Kinder Kinder bis 18 (27) Jahre gratis! 62 €

Treuemitglied ab 70. Lj + 50 Mitgliedsjahre 11 €

Gastmitglieder 2) 18 €

Menschen mit Beeinträchtigung (ab 50 %) 26 €

Auslandszuschlag 3,30 €

1) Beide Partner müssen Mitglied beim Alpenverein Villach sein.

2) Voraussetzung: Sie sind bereits Vollmitglied bei einer anderen Sektion des

Alpenvereins.

Änderungen Adresse / persönliche Daten:

Teilen Sie uns dies bitte umgehend mit, damit Sie Ihr

BERGAUF, Ihr Sektionsmagazin „Auf Tour“ und Ihre Mitgliedskarte

an die richtige Adresse erhalten. Auf

können Sie diese Änderungen

und noch viel mehr auch selbst erledigen.

www.mein.alpenverein.at

Beitragsfreie Mitgliedschaft:

Für Kinder und Jugendliche in Ausbildung (Lehrlinge, Zivil-

und Präsenzdiener, Studierende) ist die Mitgliedschaft

mit vollem Versicherungsschutz bis zum 27. Lebensjahr

kostenlos, wenn beide Elternteile Alpenvereinsmitglieder

sind. Dies gilt auch für Kinder von AlleinerzieherInnen.

Voraussetzung ist, dass alle Familienmitglieder derselben

Sektion angehören.

Für Jugendliche in Ausbildung ab dem 19. Lebensjahr

muss ein Ausbildungsnachweis (Schulbesuchs-, Studienbestätigung,

Lehrvertrag, Präsenzdienstnachweis) an uns

übermittelt werden.

• Bergungskosten bis EUR 25.000,- in der Freizeit

im In- und Ausland, weltweit

• Rückhol- und Überführungskosten aus dem Ausland

ohne Summenbegrenzung

• Kostenersatz für einen stationären

Krankenhausaufenthalt im Ausland bis EUR 10.000,-

weltweit bei Unfall oder Krankheit, sowohl in der

Freizeit als auch im Beruf

• Haftpflichtversicherung in Europa für viele Sportarten

bis EUR 3.000.000,-

(Selbstbehalt bei Sachschäden EUR 200,-)

• Rechtsschutzversicherung in Europa für viele Sportarten

bis EUR 35.000,- für Anwalts- und Gerichtskosten

(Strafrechtsschutz bis EUR 35.000,- für Anwalts-und

Gerichtskosten, bei Schadenersatzansprüchen wegen

Personenschaden Kosten für anwaltliche Beratung bis

EUR 500,-)

Jedes Alpenvereinsmitglied, das seinen Mitgliedsbeitrag

für das laufende Jahr bezahlt hat, ist versichert. Auch beitragsfreie

Mitglieder wie Kinder und Jugendliche ohne

Einkommen bis max. 27 Jahre, deren beide Elternteile (bei

Alleinerziehern ein Elternteil) Mitglieder sind, sind voll

versichert, sofern sie beim Verein gemeldet sind und damit

eine gültige Mitgliedskarte besitzen.

Detaillierte Informationen gibt es auf www.alpenverein.at

oder fordern Sie den Flyer bei uns im AV-Büro an.

Achtung:

Vor Rückholung, Überführung, stationärer medizinischer

Heilbehandlung im Ausland und Verlegung im Inland

(nicht bei Bergung) unbedingt Kontaktaufnahme mit dem

24-h-Notfallservice (ansonsten werden max. EUR 750,–

ersetzt):

Europ Assistance

T: +43/1/253 3798 | F: +43/1/313 89 1304 | M: aws@alpenverein.at

Bei Bergung, Rückholung, Verlegung und medizinischer

Heilbehandlung bitte eine Schadensmeldung an:

KNOX Versicherungsmanagement GmbH

Bundesstraße 23, 6063 Rum | T: +43 (0) 512 238300-30

F: +43 (0) 512 238300-15 | M: AV-service@knox.co.at

Im Schadensfall helfen wir gerne bei den Formalitäten!

11


Alpines Kletterwochenende

in den Lienzer Dolomiten

Gemäß dem Motto „der frühe Vogel fängt den Wurm“ trafen

wir, zwei Führer und acht Teilnehmer, uns um 6 Uhr am

Parkplatz Drauboden in Villach und machten uns gemeinsam

in Fahrgemeinschaften auf den Weg in die Lienzer Dolomiten.

DORIT

ASCHAUER

Freitag, 04.09.2020 Nach kurzem

Zustieg von der Dolomitenhütte erreichten

wir bald unser Zuhause für

die nächsten 3 Tage, die am wunderschönen

Laserzsee gelegene Karlsbader

Hütte. Begrüßt von strahlendem

Sonnenschein und angenehmen

Temperaturen überlegten wir uns

sogleich, welche Routen heute noch

geklettert werden. Willi mit Dorit,

Andrea und Sonja versuchte sich an

der Doménigg Führe auf die Teplitzer

Spitze (2613 m), Jürgen mit Günter,

Peter und Lili wählte die direkte Nordwand

auf den Seekofel (2738 m).

Am späten Nachmittag genossen wir

noch die letzten Sonnenstrahlen und

das beeindruckende Bergpanorama auf

der Terrasse, bevor wir uns beim gemeinsamen

Abendessen über den gelungenen

ersten Tag austauschten und

uns sogleich an die Tourenplanung für

den nächsten Tag heranmachten.

Samstag, 05.09.2020 Willi, Andrea,

Sonja und Dorit entschieden sich für

die Egerländerkante auf die kleine Laserzwand

(2568m), eine feine Genusskletterei

mit 20 Seillängen. Der griffige

Fels, die wunderbare Aussicht und das

Kaiserwetter bereiteten uns eine große

Freude bei der Kraxlerei und wir erreichten

unser Ziel mit einem breiten

Grinsen im Gesicht. Um die Aussicht

noch besser genießen zu können, beschlossen

wir, noch auf den Gipfel der

großen Laserzwand zu wandern. Am

Rückweg trafen wir dann auf die zweite

Gruppe Lili, Günter und Peter unter

Führung von Jürgen. Diese waren den

Holzteller, ebenfalls in der kleinen Laserzwand,

geklettert. Laut Topo soll

diese Genusstour nur eine 5-er Stelle

und viele 4-er Längen bringen. Nach

einer kurzen freien Länge ging‘s aber

bald in durchgehend fordernder Kletterei

dahin. Auch hier wusste Jürgen

genau, wo er passend unterstützen

musste. Jammern über die doch höhere

Schwierigkeit hatte jedoch eh keinen

Sinn, weil wir uns die Tour selbst ausgesucht

hatten, wie Jürgen richtig anmerkte.

Nach ausgesetzter Kantenkletterei,

Durchsteigen von Kaminen und

Querungen über tiefe Schluchten standen

wir am Ausstieg. (10 SL, 350 m).

Genusstour? Ja, schon, wenn man sie

gemeistert hat. Aber trotzdem auch

wieder eine Erinnerung an die gestrige

Route, der wir nachträglich das Motto

Lal (Leben am Limit) gegeben haben.

Den Tag ließen wir wieder auf der

sonnigen Hüttenterrasse ausklingen,

während sich die Mutigen unter uns

eine Abkühlung im Laserzsee gönnten.

Sonntag, 06.09.2020 Verwöhnt

vom perfekten Wetter der letzten

Tage versprach die Wettervorhersage

für Sonntag leider nichts Gutes.

Regenschauer und Gewitter waren

bereits für Vormittag angesagt und

durchkreuzten somit unsere Tourenplanung.

Doch es kam besser als gedacht:

der Regen kündigte sich dann

doch erst um die Mittagszeit an, die

Gewitter haben sich nach Nordtirol

verzogen. Da es uns trotzdem zu riskant

war, in eine Mehrseillängenroute

einzusteigen, beschlossen wir stattdessen,

Sportklettern zu gehen und

uns Wissen über das Sichern mit mobilen

Sicherungsmitteln und den alpinen

Standplatzaufbau anzueignen.

Ein paar Minuten bevor es dann

wirklich anfing zu regnen, erreichten

wir den Parkplatz der Dolomitenhütte,

von wo aus wir zum

Gasthaus Trunk nach Dellach fuhren,

um das gelungene Kletterwochenende

mit einem verdienten

Abschlussessen Revue passieren

zu lassen.

© Wiltrud Wiegele, Jürgen Vospernik

Abschließend ein großes Dankeschön

den Führern und

Kletterkollegen &

-kolleginnen

für die schöne Zeit! :-)

12


Sonnenuntergangswanderung

am Kosiak

Eine gut gelaunte und hoch motivierte Truppe

machte sich an einem Donnerstag-Nachmittag

Mitte August auf den Weg zum Kosiak.

SABINE SCHAGERL

Da der Wettergott am Dienstag zuvor – dem eigentlich

geplanten Tag der Sonnenuntergangs-Wanderung – kein

Einsehen gehabt hatte und es – wie in diesem Sommer

üblich – wieder einmal wechselhaft war, setzte Christine

auf die Spontanität der TeilnehmerInnen und nutzte ein

stabiles Zwischenhoch für die Wanderung.

Unser Weg führte uns zunächst durch den Wald zur Klagenfurter

Hütte, die wir beim Aufstieg aber „liegen ließen“.

Stattdessen steuerten wir bei fetzblauem Himmel

direkt den sanft gerundeten Berg an. In flottem Tempo

und mit viel Dynamik waren wir bereits nach eineinhalb

Stunden auf dem Gipfel und hatten ca. 870 hm bewältigt.

Auf der Klagenfurter Hütte ließen Jause und die in herrliches

Abendrot getauchte Bergkulisse unsere

Herzen höher schlagen. Der Rückweg

durch den stockdunklen Wald

war dank vieler kraftvoller LED-Stirnlampen

gut ausgeleuchtet, was zwar

die Mystik dämpfte, uns aber sicher

zu den Autos brachte. Bei der nächtlichen

Verabschiedung waren sich alle

TeilnehmerInnen einig: beim nächsten

Mal sind wir wieder mit dabei.

Oben erwartete uns ein fantastisches Panorama; der

Blick reichte vom Faaker See bis zu den Steiner Alpen.

Nach vielen kreativen Gipfel-(Kreuz)Fotos stiegen wir

über den Ostgrat zur Klagenfurter Hütte ab. Besonders

amüsiert haben uns am Rückweg die entzückenden

braun-weiß gefleckten Schafe – dafür waren wohl eindeutig

eine Mama mit weißem und ein Papa mit schwarzem

Fell (oder umgekehrt) verantwortlich! Ein einsames

Edelweiß blieb nicht unentdeckt, aber ungepflückt.

© Teilnehmerfotos

13


Kräuter- & Wurzeltag

Zurück zu unseren heimischen Wurzeln und

Wildkräutern: Unsere Natur und Pflanzenwelt

ist einfach wunderbar. Sie stellt uns Kraftpakete

einfach so und noch dazu kostenlos zur Verfügung!

WERNER PFEIFER

Monika Kofler, eine passionierte

Kräuter- und Wurzelsammlerin,

weiß nicht nur, wo diese

Naturschätze zu finden sind, sondern

auch, wie sie zu Tinkturen, Salzen

oder Aufstrichen verarbeitet werden.

Groß war das Interesse, als wir dieses

nicht ganz neue Angebot „Kräuter und

Wurzeln sammeln“, in unserem letzten

Magazin bzw. auf der Homepage

veröffentlichten. Gleich an zwei Terminen

führte Monika die jeweils acht

Teilnehmerinnen in den Eichholzgraben

bei Villach, wo sie sich durch die

Kräuter- und Wurzelwelt arbeitete.

Im Anschluss wurden diese bei Monika

zu Hause in Tinkturen, Salze und in

einen Aufstrich verarbeitet bzw. haltbar

gemacht. Verarbeitet wurden:

die Bibernellenwurzel – ein Doldenblütler

und Breitband-Antibiotikum,

die Eibischwurzel – ein Malvengewächs,

das schleimlösend und

schmerzstillend wirkt,

der Meerrettich-Kren – ein Kreuzblütengewächs,

das antibakteriell

wirkt,

die Brombeeren – ein

Rosengewächs, sind reich

an Vitaminen und wirken

antioxidantisch.

„Auf die Schätze unserer Natur zurückzugreifen,

in Verbindung mit einem

Spaziergang, zahlt sich in jedem

Fall aus – wir sollten es uns Wert sein“

– schließt Monika ihren ca. 4-stündigen

Wurzeltag.

Herzlichen Dank dir, liebe Monika,

für deine interessanten Einblicke in die

Kräuter- und Wurzelwelt unserer wunderschönen

Natur. Wir freuen uns schon

auf nächstes Mal!

© Magret Gross (6)

14 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04


Skihochtouren

Sonne – Schnee – die Weite – „oben“ sein

Auch in dieser Saison versuchen wir,

Mehrtagestouren im Hochgebirge durchzuführen.

Ob die Veranstaltung Corona-bedingt durchgeführt

werden kann, und wie konkret, werden wir

kurzfristig entscheiden müssen.

Daher: Achtung auf den geänderten

Anmeldemodus! (Details auf der Website)

Skihochtouren

Venedigergruppe

9. bis 11. April 2021

mit Werner Pfeifer

• max. 8 Personen

• Führungsbeitrag: 60 €

Skihochtouren Ostalpen

22. bis 25. April 2021

mit Alois Goller

© AV-Villach (2)

• max. 10 Personen

• vorerst nur Interessensbekundung, Details werden

bei Zustandekommen bekannt gegeben

15 % AKTIONSWOCHEN

FÜR ALPENVEREINSMITGLIEDER

30.11. – 12.12.2020

Skinfit Shop Villach

Ossiacher Zeile 27 | 9500 Villach

www.skinfit.eu

15


Neues Bewertungsschema für unsere Touren

KONDITION

leicht mittel schwer

Bis 800 Hm, bis 3

Std. im Aufstieg, bis

12 km Gesamtlänge

(zu Fuß). Gemütliches

Tempo.

TECHNIK

800 bis 1200 Hm.

Zügiges Tempo (300

bis 400 Hm/h). Beim

Klettern: Bis max.

8 SL.

Über 1200 Hm und/

oder über 20 km

Gesamtlänge (zu

Fuß). Flottes Tempo

(über 400 Hm/h).

In größeren Höhen (> 2500 m) und bei schwererem Rucksack

(bzw. Tragen des MTB) sind die Anforderungen an die Kondition

entsprechend höher. Tempo-Abweichungen werden gesondert

angegeben: Z.B. „slow motion“ oder „Berglauf“.

leicht mittel schwer

Schneeschuhtour

WT1 lt. SAC: Gelände

bis 25°, keine Lawinengefahr,

keine Absturzgefahr.

Skitour

Bis 30° Neigung.

Sicherer Stemmschwung

bei

unterschiedlichen

Schneeverhältnissen.

Wir wünschen sichere

Skibergsteigen

Skihochtour

& erlebnisreiche Touren!

© Tomaž Druml

WT2 und WT3 lt.

SAC: Gelände bis 30°

und kurze steilere

Passagen, gute

Gehtechnik.

Bis 35° Neigung.

Gute Spitzkehrentechnik.

Sicherer

Parallelschwung

bei wechselnden

Schneeverhältnissen.

Trittsicherheit

(ausgesetzte Passagen

sind möglich).

WT4 und darüber lt.

SAC: Gelände typ.

über 30°, sichere

Gehtechnik bei allen

Schneeverhältnissen,

alpine Erfahrung.

Über 35° Neigung.

Sehr sichere Spitzkehrentechnik.

Exakt platzierter

Parallel schwung

in jedem Schnee.

Trittsicherheit und

Schwindelfreiheit,

alpine Erfahrung.

Wie bei Skitour Wie bei Skitour

schwer, zusätzlich schwer, zusätzlich

Erfahrung mit Steigeisen

und Pickel. Steigeisen und Pickel.

sicherer Umgang mit

Freie Kletterei bis

UIAA I-II, auch über

längere Passagen.

Wie bei Skibergsteigen

schwer, steigen schwer,

Wie bei Skiberg-

zusätzlich Aufstieg zusätzlich Aufstieg

und Abfahrt am Seil. und Abfahrt am Seil.

Freie Kletterei

ABKÜRZUNGEN

stellenweise

Hm/h | Höhenmeter pro Stunde

bis UIAA III.

SL | Seillängen

WTx | Schneeschuhtouren

UIAA | Union Internationale des Associations d’Alpinisme

SAC | Schweizer Alpen-Club

16 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04

Skitechnik-Training auf

der Piste – viel mehr Spaß

in jedem Gelände!

Alle Jahre wieder freuen sich ambitionierte Skifahrer

auf den ersten Schnee und die damit beginnende

Skitouren und Ski Alpin Saison.

Viele beschäftigen sich daher schon früh mit den Themen

„wie sieht es mit meiner Kondition aus, passt

mein Material für mein Einsatzgebiet und meinen

Verwendungszweck, …?“ Einiges kann man im Internet, in

Zeitschriften und in diversen Quellen nachlesen, aber ein

Punkt ist essentiell, der leider zu oft vernachlässigt wird –

und zwar die Skitechnik! Wie bei allen Sportarten fallen nur

wenige „Meister“ vom Himmel, das heißt somit klein anfangen

und üben, üben, üben. Daher bieten wir im Alpenverein

Villach, zeitgerecht am Beginn der Saison, einen Skitechnik

Kurs Piste auf unserem Hausskiberg, der Gerlitzen, an.

Ab Dezember (siehe Programm) wollen wir an fünf Terminen

effizienteres und effektiveres Skifahren vermitteln. Als

leidenschaftlicher Skifahrer und Skilehrer werde ich oft gefragt:

„Warum soll ich einen Skitechnik Kurs auf der Piste

machen, ich möchte doch mit meinen Tourenskiern feine

Schwünge ins Gelände ziehen und sicher unten ankommen?“

Um eine Abfahrt im Gelände auch richtig genießen zu

können, braucht es eine skifahrerische Grundtechnik. Diese

kann am besten oder fast nur auf einer Skipiste erlernt

werden. Es werden gezielte Technikübungen methodisch

aufgebaut und an das jeweilige Können der Teilnehmer angepasst.

Um eine höchstmögliche Qualität zu bieten, haben wir uns

dazu entschlossen, die Gruppen mit max. 6 Personen zu begrenzen.

Die Gruppen werden in Anfänger, Fortgeschrittene

und stark Fortgeschrittene eingeteilt. Egal ob ihr mit dem

Tourenski oder mit dem Alpinski eure Technik verbessern

wollt, beides ist gerne gesehen, denn die Grundtechnik

bleibt immer dieselbe!

Die Fortsetzung findet in Heiligenblut

an einem intensiven Wochenende mit

Pisten- und Geländefahren statt.

Dort wollen wir das Gelernte

umsetzen und in Theorie sowie

Praxis vertiefen.

JÖRG GROSCHACHER

Falls jetzt jemand auf den Geschmack gekommen ist, unser Programm

findet ihr im Magazin oder immer aktuell auf der Website.

© Tomaž Druml; Skifahrer: Jörg Groschacher


TOURENPROGRAMM | SicherAmBerg | Dezember 2020 – Mai 2021

Liebe Mitglieder! Wir haben für Sie wieder ein umfangreiches Touren- und Kursprogramm für den Winter 2020/2021 erstellt.

Durch die besonderen Umstände von Covid-19 kann es jedoch zu kurzfristigen Änderungen, ja sogar Absagen kommen. Bei

coronabedingten Absagen werden bereits bezahlte Führungs-/Kursbeiträge umgehend zurück überwiesen. Jeweils aktuelle

Informationen veröffentlichen wir auf unserer Homepage. Bitte beachten Sie die Sichterheits- und Hygieneempfehlungen und

befolgen Sie die Anweisungen unserer Tourenführer*innen.

Alpinteam | Wanderungen | Bergtouren

VA-Nr. Datum Tour Art Kond. Technik Führung /Organisation VB / Beitrag

21003 So 27.12. Skitour AT-IT-SLO ST Lassnig Manuel Info über TF 0676 82058823

21004 Mi 06.01. Skitour AT-IT-SLO ST Imhof Gerd Info über TF 0676 7326915

21005 Sa 09.01. Skitour AT-IT-SLO ST Jelinek Michael Info über TF 0677 61183544

21006 Sa 09.01. Skitour AT-IT-SLO ST Macher Maj-Britt Info über TF 0650 5122505

21007 Sa 16.01. Skitour AT-IT-SLO ST Pfeifer Werner Info über TF 0650 4304441

21009 Sa 23.01. Skibergsteigen SBS Pfeifer Werner Info über TF 0650 4304441

21011 So 24.01. Skitour AT-IT-SLO ST Lassnig Manuel Info über TF 0676 82058823

21012 Mi 03.02. Skitour AT-IT-SLO ST Lassnig Manuel Info über TF 0676 82058823

21013 So 07.02. Skitour AT-IT-SLO ST Imhof Gerd Info über TF 0676 7326915

21015 Di 09.02. Skitour „slow motion“ ST Kirchmaier Peter Info über TF 0676 6127058

21018 Sa 13.02. Skitour AT-IT-SLO ST Macher Maj-Britt Info über TF 0650 5122505

21019 So 14.02. Skitour AT-IT-SLO ST Goller Alois Info über TF 0650 7006010

21020 Sa 20.02. Skitour AT-IT-SLO ST Jelinek Michael Info über TF 0677 61183544

21021 So 21.02. Skitour AT-IT-SLO ST Pfeifer Werner Info über TF 0650 4304441

21022 So 21.02. Skitour AT-IT-SLO ST Lassnig Manuel Info über TF 0676 82058823

21024 Sa 27.02. Skitour „slow motion“ ST Kirchmaier Peter Info über TF 0676 6127058

21025 Sa 27.02. Skibergsteigen Silbereck (Muhrtal) SBS Pfeifer Werner Info über TF 0650 4304441

21026 Di 02.03. Skitour AT-IT-SLO ST Lassnig Manuel Info über TF 0676 82058823

21027 Sa 06.03. Skitour AT-IT-SLO ST Macher Maj-Britt Info über TF 0650 5122505

21028 Sa 06.03. Skitour AT-IT-SLO ST Jelinek Michael Info über TF 0677 61183544

21029 So 07.03. Skitour AT-IT-SLO ST Imhof Gerd Info über TF 0676 7326915

21032 Sa 13.03. Skitour „slow motion“ ST Kirchmaier Peter Info über TF 0676 6127058

21033 Sa 13.03. Forcella Sagherza ST Pfeifer Werner Info über TF 0650 4304441

21036 Sa 20.03. Skitour AT-IT-SLO ST Jelinek Michael Info über TF 0677 61183544

21037 So 21.03. Hocheiser ST Lastin Christine Info über TF 0664 75032664

(Anreise am Vortag NM)

21040 So 28.03. Skitour AT-IT-SLO ST Lassnig Manuel Info über TF 0676 82058823

21042 Mo 05.04. Skibergsteigen SBS Jelinek Michael Info über TF 0677 61183544

21043 Mi 07.04. Skitour AT-IT-SLO ST Lassnig Manuel Info über TF 0676 82058823

21045 Sa 10.04. Skitour „slow motion“ ST Kirchmaier Peter Info über TF 0676 6127058

21046 So 11.04. Skitour AT-IT-SLO ST Imhof Gerd Info über TF 0676 7326915

21047 Sa 17.04. Skitour AT-IT-SLO ST Pfeifer Werner Info über TF 0650 4304441

21051 So 25.04. Skitour AT-IT-SLO ST Lassnig Manuel Info über TF 0676 82058823

21049 So 02.05. Skitour AT-IT-SLO ST Lassnig Manuel Info über TF 0676 82058823

21052 Di 04.05. Skitour AT-IT-SLO ST Lassnig Manuel Info über TF 0676 82058823

21053 So 16.05. Skitour AT-IT-SLO ST Imhof Gerd Info über TF 0676 7326915

21054 So 23.05. Skitour AT-IT-SLO ST Imhof Gerd Info über TF 0676 7326915

Bei allen Touren u. Kursen sind im Führungs- bzw. Kursbeitrag Eigenanreise, Unterkunft, Verpflegung, Lift, Ausrüstung, etc. nicht enthalten u. sind vor Ort selbst zu bezahlen.

17


GENAUE TERMINE/INFOS FINDEST DU AUF: WWW.ALPENVEREIN.AT/VILLACH

Alpinteam | Schneeschuhwanderung

VA-Nr. Datum Tour Art Kond. Technik Führung /Organ. VB Beitrag

21008 So 17.01. Schneeschuhtour AT-IT-SLO SSW Ibovnik Michael Info über TF 0650 3923835 –

21010 Sa 23.01. Schneeschuhtour „slow motion“ SSW Kirchmaier Peter Info über TF 0676 6127058 –

21014 So 07.02. Schneeschuhtour AT-IT-SLO SSW Ibovnik Michael Info über TF 0650 3923835 –

21017 Sa 13.02. Schneeschuhtour „slow motion“ SSW Kirchmaier Peter Info über TF 0676 6127058 –

21030 So 07.03. Schneeschuhtour AT-IT-SLO SSW Ibovnik Michael Info über TF 0650 3923835 –

21031 Di 09.03. Schneeschuhtour „slow motion“ SSW Kirchmaier Peter Info über TF 0676 6127058 –

21039 Sa 27.03. Schneeschuhtour „slow motion“ SSW Kirchmaier Peter Info über TF 0676 6127058 –

21050 Sa 24.04. Schneeschuh(Ski)tour „slow motion“ SSW Kirchmaier Peter Info über TF 0676 6127058 –

Alpinteam | Ski Alpin

VA-Nr. Datum Tour Art Kond. Technik Führung /Organ. VB Beitrag

20241 So 06.12. Gerlitzen, jew. 9-12 Uhr

20242 Di 08.12. Ski 1 Kurstag KB: 40€

20243 So 13.12. Skitechnik Piste (Erwachsene) Alpin Bäck Klaus 3 Kurstage KB: 100€

20244 So 27.12. Kurs 5 Kurstage KB: 150€

20245 So 03.01.

20246 16.-17.01. Telemark-Skikurs (Vertiefung) Telemark Gorianc Giada jew. 08.30-12.30 Uhr

KB: 60€

VB per E-Mail / Telefon

20247 22.-24.01. Skitechnikkurs Heiligenblut Ski Alpin Bäck Klaus VB: Di 19.01. | 18.30 KB: 90€

21023 26.-28.02. Freeride Wochenende Lungau

(Veranstalter: Schulsportwochen.at)

Ski Alpin Scholz Wolfgang Führung: Wolfgang Scholz,

Thomas Niederfriniger

Voranmeldung über AV Villach

20248 Sa 06.03. Telemark-Skikurs (Anfänger) Telemark – Gorianc Giada jew. 08.30-12.30 Uhr

VB per E-Mail / Telefon

2) Interessenten melden sich via Onlineanmeldung an, bei Zustandekommen der Veranstaltung werden weitere Details kommuniziert.

Alpinteam | Kurse und mehrtägige Skitouren | Skihochtouren

KB: 415€ 2)

KB: 40€

VA-Nr. Datum Tour Art Kond. Technik Führung /Organ. VB Beitrag

20249 Sa 12.12. Skitourenkurs Teil 1 - LVS Tag 1) ST Christine Lastin keine VB,

KB: 20 €

Lawinensicherheitstag Dobratsch

TP: 09.00 Uhr GH Aichholzer

20250 So 10.01. Skitourenkurs Teil 1 - LVS Tag 1) ST Christine Lastin keine VB,

KB: 20 €

Lawinensicherheitstag Dobratsch

TP: 09.00 Uhr GH Aichholzer

20252 23.-24.01. Eiskletterkurs 2021 EK Gerhard Presser VB: 18.00 bei Bergsport Korak KB: 105 €

20251 29.-31.01. Skitourenkurs Teil 2 - Lesachtal 1) ST Christine Lastin Do 09.01. | 18.30 AV Büro KB: 85 €

21016 12.-14.02. Skitourentage Asten ST Bäck Klaus Info über TF 0650 3920373 FB: 60 €

21035 19.-21.03. Skitourentage Sillian ST Goller Alois Info über TF 0650 7006010 FB: 60 €

Abkürzungen

KSt | Klettersteig

Ams | Anmeldeschluss MTB | Mountainbike

BT | Bergtour RT | Radtour

FB | Führungsbeitrag PP | Parkplatz

(E)K | (Eis)Klettern SBS | Skibergsteigen

KB | Kursbeitrag SHT | Skihochtour

18 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04

SSW | Schneeschuhwanderung

ST | Skitour

TP | Treffpunkt

VB | Vorbesprechung

W | Wandern

MITMACHEN – ANMELDEN: Rechtzeitige Anmeldung im AV-Büro

Anmeldung: gültig nach Bezahlung d. Beitrages (Reihung nach Datum d. Einzahlung).

KONDITION: leicht mittel schwer

TECHNIK: leicht mittel schwer


ANMELDUNG BITTE IMMER BIS SPÄTESTENS ZUR VORBESPRECHUNG.

21038 26.-28.03. Skitourentage Defereggental ST Bäck Klaus Info über TF 0650 3920373 FB: 110 €

21044 09.-11.04. Skihochtouren Venedigergruppe SHT Pfeifer Werner Info über TF 0650 4304441 FB: 60 €

(Essener-Rostocker-Hütte)

21048 22.-25.04. Skihochtouren Ostalpen SHT Goller Alois Info über TF 0650 7006010 Voranmeldung

1) Voraussetzung für Skitourenkurs Teil 2 im Lesachtal ist der Besuch von Skitourenkurs Teil 1 LVS-Tag am 12.12.2020 oder 10.01.2021 oder im Vorjahr.

2) Interessenten melden sich via Onlineanmeldung an, bei Zustandekommen der Veranstaltung werden weitere Details kommuniziert.

Alpinteam | Bergtouren | Wanderungen

VA-Nr. Datum Tour Art Kond. Technik Führung /Organisation VB Beitrag

20279 Di 15.12. Wanderung „Unta da Wochn“ W Lepuschitz Theresia Info über TF 0664 3902341 –

21001 Di 16.03. Wanderung „Unta da Wochn“ W Lepuschitz Theresia Info über TF 0664 3902341 –

21002 Di 23.03. Wanderung „Unta da Wochn“ W Lepuschitz Theresia Info über TF 0664 3902341 –

21041 So 28.03. Bergtour AT-IT-SLO BT Brame Florian Info über TF 0676 82057254 –

PowerCard-Wandern | Anmeldung u. Information Diethard Rauter, T: 0664-738 81 909

Datum Tour Art Kond. Technik Führung

Do 17.12. PCW Advent Renate u. Diethard Rauter

Sa 16.01. Faak am See W leicht Renate u. Diethard Rauter

Sa 20.02. Schwaigerhütte W leicht Renate u. Diethard Rauter

Sa 20.03. Hundsmarhof W leicht Renate u. Diethard Rauter

Sa 17.04. Ossiacher Tauern W leicht Renate u. Diethard Rauter

08.-15.05 Wanderwoche Rab W leicht Renate u. Diethard Rauter

Ortsgruppe Unteres Drautal | Info und Anmeldung beim/bei der Tourenführer*in

Datum Tour Art Kond. Technik Führung Anmeldung

Sa 12.12. LVS Übung Mainhart Jutta /

Rauter Bruno

T: 0664 3114833

T: 0676 5649473

Do 31.12. Traditionelle Silvestertour Dezember Stammtisch Rauter Bruno T: 0676 5649473

Sa 16.01. Großer Speikkofel (Nockberge) ST Rauter Bruno T: 0676-5649473

Sa 30.01. Rodresnock (Nockberge) ST Scharf Hubert T: 0660-5290597

Sa 20.02. Sagranberg (Karnische Alpen) ST Cwioro Tanja E: tanja.cwioro@gmx.at

Sa 27.02. Sauereggennock (Nockberge) ST Jester Udo T: 0676-6068970

Sa 13.03. Peitler-, Bärnaunock (Nockberge) ST Cwioro Tanja E: tanja.cwioro@gmx.at

Sa 27.03. Sonnblick (Hohe Tauern) ST Scharf Hubert T: 0660-5290597

Sa 24.04. Mte. San Simeone (Karnische Alpen) W Mainhart Jutta T: 0664 3114833

WELTWEIT VERSICHERT:

Vor Rückholung (Unfall, Krankheit) oder Überführung

unbedingt Kontakt mit Tyrol Air Ambulance aufnehmen:

Tel.: +43 512 22 422; Fax: 288 888

KNOX Versicherungsmgt GmbH: Tel.: +43 512 238 300

BERGRETTUNG: 140 EURO-NOTRUF: 112

1. Mobiltelefon einschalten

2. Statt PIN-Code „112“ wählen

3. Verbindungstaste wählen

19


GENAUE TERMINE/INFOS FINDEST DU AUF: WWW.ALPENVEREIN.AT/VILLACH

Sportkletter-/Wettkampfteam | Sportklettern

VA-Nr. Datum Tour Art Kond. Technik Führung /Organ. VB Beitrag

20264 Fr 08.01. Seilkurs Indoor

Erwachsene Fortgeschrittene

21056 Mo 11.01. Klettertechnik

Erwachsene Anfänger

21057 Do 14.01. Seilkurs Indoor

Erwachsene Anfänger

21058 Di 27.04. Klettern 50-99

(Outdoor & Indoor)

K Anderwald Harald 8 Einheiten á 2 Std., jew. 17-19 Uhr,

inkl. Halleneintritt

K Groschacher Jörg 8 Einheiten á 2 Std., jew. 17-19 Uhr,

exkl. Halleneintritt

K Meyer Katrin 8 Einheiten á 2 Std., jew. 17:30-19:30 Uhr,

inkl. Halleneintritt

K Wiegele Wiltrud 10 Einheiten á 2 Std., jew. 17-19 Uhr,

exkl. Halleneintritt

KB: 210 €

KB: 140 €

KB: 185 €

KB: 160 €

21059 21.+22.05. Umstieg von Halle auf Fels K Anderwald Harald 2 Einheiten á 3 Std., Alpen Arena Villach KB: 50 €

Sportkletter-/Wettkampfteam

VA-Nr. Starttermin Zielgruppe Kursleitung Einheiten Dauer Beitrag

18065 Einstieg Hoffnungsteam Hausherr Hannes 2 x pro Woche 2 Std 250 €

18066 jederzeit Nachwuchsteam Hausherr Hannes 2–3 x pro Woche 2 Std 250 €

18067 möglich Wettkampfteam Hausherr Hannes 3 x pro Woche 2 Std 250 €

TERMINE

Alpenverein Jugend (Stand August 2020 – Änderungen vorbehalten)

Datum Tour *) Jahrgang 2006–2009 Führung

06.12.2020 Nikolaustour Familiengruppe STEINBÖCKE *) mit Silke und Marc [silke@ steinboecke.at]

23.12.2020 Nachtwanderung am Kanzi (16:30 Uhr) Familiengruppe STEINBÖCKE *) mit Silke und Marc [silke@ steinboecke.at]

28.12.2020 Schlittschuhlaufen am Weißensee Familiengruppe STEINBÖCKE *) mit Marc und Silke [marc@ steinboecke.at]

Jänner Kinder-Skitour je nach Schneelage Familiengruppe STEINBÖCKE *) mit Marc [marc@ steinboecke.at]

Februar Rodeln & Skitour (Dobratsch) Familiengruppe STEINBÖCKE *) mit Marc und Silke [marc@ steinboecke.at]

Genaue Termine/Infos findest du auf:

www.alpenverein.at/villach/jugend

Oder schreib uns einfach eine E-Mail an:

avjugendvillach@gmx.at

Holen Sie die Sonne in Ihre Küche!

Sie die Sonne in Ihre Küche!

Holzherde mit starker Schamottierung

zu 100% aus eigener Fertigung in der

Holzherde Liesertaler mit starker Herdfabrik. Schamottierung

zu 100% Besuchen aus eigener Sie unsere Fertigung Ausstellung, in der

Liesertaler wir beraten Herdfabrik. Sie gerne!

Besuchen Sie unsere Ausstellung,

wir beraten Sie gerne!

20 www.wohnherde.at

ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04 | 9851 Lieserbrücke | Gewerbestr. 2 | T 04762/4369-0


Neues Dobratsch Gipfelkreuz

Der Alpenverein Villach unterstützte das Projekt spontan mit 1.500 Euro.

Vor einigen Monaten wurde das

Gipfelkreuz am Dobratsch

(2.166 m) durch einen Blitzschlag

stark beschädigt. Auf Initiative

der Gemeinde Bad Bleiberg entstand

nun in den Werkstätten einiger ehem.

Bleiberger Knappen ein neues Gipfelkreuz,

das – nachdem es die Witterung

zuließ – von der Feuerwehr des Bleiberger

Tales und der Bergrettung zum

Gipfel gebracht und aufgestellt wurde.

Der Alpenverein Villach begrüßte diese

Initiative, wertschätzt die Arbeit der

vielen Freiwilligen und unterstützte

das Projekt „Neues Dobratsch-Gipfelkreuz“

spontan mit einer finanziellen

WERNER PFEIFER

Zuwendung von 1.500 Euro. Die vielen

Gipfelstürmer freuen sich bereits

über das neue „Knappenkreuz“.

© Hans Wallner / Bergkrone (2)

Unsere Bücherei platzt

aus allen Nähten!

Führer & Karten

zur freien

Entnahme

Um Raum für interessante neue Werke

zu gewinnen, geben wir vorerst einmal

nicht mehr ganz junge oder seit langer

Zeit nicht benutzte Führer und Karten

gerne ab. Eine kleine freiwillige Spende

freut uns natürlich immer. Die Wühlkiste

steht in der Kanzlei bereit!

Die Kärntner Nockberge

Vom Ringen um ein Schutzgebiet (1980) bis zum Biosphärenpark (2013)

HELMUT LANG

1980, also vor 40 Jahren, wurden Pläne

bekannt, an der damals nahezu fertiggestellten

neuen Nockalmstraße große

Hoteldörfer, Freizeiteinrichtungen,

Seilbahnen, Lifte und Pisten zu errichten.

Die älteren unter unseren Mitgliedern

werden sich noch an den großen

Widerstand gegen diese Projekte erinnern,

der schließlich zu einer Volksbefragung

am 7. Dezember 1980 führte.

Eine überwältigende Mehrheit der

gültigen Stimmen sprach sich für den

Schutz dieses Gebietes und somit gegen

die touristische Erschließung aus.

In einer durch zahlreiche Dokumente

und Fotos ergänzten Broschüre zeichnet

Dr. Herwig Gräbner, der durch

viele Jahre Obmann

der Sektion

Spittal/Drau

und auch des

Landesverbandes

Kärnten im

ÖAV war, den

von ihm maßgeblich

geprägten

Weg vom

Widerstand gegen

die touristischen

Großprojekte

über den (international nicht

anerkannten) „Nationalpark Nockberge“

bis zum 2013 geschaffenen „Biosphärenpark

Nockberge“ nach.

Die vom Österreichischen Alpenverein,

Abteilung Raumplanung und Naturschutz,

im Jahre 2014 herausgegebene

Dokumentation liegt in unserer

Geschäftsstelle auf. Alle Interessenten

können diese lesenswerte Broschüre

dort kostenlos erhalten.

21


Klettertraining

Klettertraining & Ernährung

Mit dem Krafttraining wird der Körper geschwächt,

es entstehen kleine Verletzungen im Muskel und in den Faszien.

In der darauffolgenden Pause werden diese Verletzungen

ausgebessert und der Muskel wird stärker gemacht.

Das ergibt den Trainingseffekt.

HANNES HAUSHERR

Um jedoch Muskeln und Faszien

wieder aufbauen (Anabolismus)

zu können, benötigt der Körper genügend

Bausteine (Aminosäuren). Acht

Aminosäuren kann der Körper nicht

selbst herstellen, sie müssen durch

die Nahrung zugeführt werden. Nach

einem Kraft- oder Klettertraining sollte

1–2 Stunden nach dem Training

(anaboles Fenster) eine Nahrung mit

viel Eiweiß zugeführt werden. Ideal

wären 1,5–2 g Eiweiß pro kg Körpergewicht

und Tag.

Kollagen:

Für den Aufbau der Faszien (Sehnen,

Bänder, Knorpel, Haut, …) ist Kollagen

notwendig. Kollagen ist das häufigste

Eiweiß in unserem Körper und es ist

Bestandteil fast aller Körperstrukturen.

Mit zunehmendem Alter lässt die

Kollagenproduktion nach, wodurch

eine Zufuhr von Kollagen über die

Nahrung wichtig ist. Kollagen ist vor

allem in Knorpeln, Sulzen, Innereien,

usw. enthalten. Wer das nicht essen

will, kann Kollagen in Form von Gelatine

zuführen. Ausreichend Kollagen

macht nicht nur Sehnen und Knorpel

stärker, es vermindert auch die Faltenbildung

und stärkt die Haut.

Mikronährstoffen wie

Antioxidantien, Vitaminen,

Mineralstoffen

und Spurenelementen

notwendig. Diese sind

vor allem in Gemüse, Beeren und

natürlichen Lebensmitteln enthalten.

Süßigkeiten, Weißmehlprodukte,

hochgezüchtete und stark verarbeitete

Lebensmittel und Fertigprodukte

enthalten kaum Mikronährstoffe. Im

Gegenteil, diese Nahrungsmittel übersäuern

den Körper, fördern Entzündungen

und führen daher zu einem

Mangel an Mikronährstoffen.

Kaffee, Alkohol und Fertigprodukte

enthalten Stoffe, die die Regeneration

hemmen und so den Trainingseffekt

reduzieren bzw. langfristig zu

Mangelerscheinungen führen können.

Entzündungen:

Der größte Feind des Trainings sind

Entzündungen. Eine Entzündung ist

die Reaktion des Immunsystems auf

Störungen. Dabei findet Oxidation

statt. Stoffe, die durch Oxidation entstehen,

sind schädlich für den Körper

und müssen durch Antioxidantien unschädlich

gemacht werden. Da durch

das Training kleine Verletzungen entstehen,

besteht immer die Gefahr, dass

Entzündungen auftreten können. Dies

führt dazu, dass die Regeneration sehr

lange dauert, Schmerzen entstehen

und sogar das Gewebe geschwächt

wird. Heute haben die meisten Menschen

durch den stressigen Lebensstil

und die moderne Ernährung ein

Milieu im Körper, das Entzündungen

begünstigt. Entzündungshemmende

Nahrungsmittel, wie viele Mikronährstoffe

und Omega 3 Fettsäuren, werden

meist zu wenig aufgenommen.

Daher kann eine Zufuhr von Fischöl

(Omega 3) und ausreichend Vitaminen

und Mineralstoffen eine deutliche

Verbesserung von Beschwerden bewirken

bzw. eine sehr gute Prophylaxe

für viele Probleme sein.

Ebenso kann Fasten oder Intervall-

Fasten das Entzündungsmilieu verbessern.

Ist der Verdauungstrakt leer,

kann der Körper sich der Reparatur

der Zellen widmen. Wie beim Training

sind auch bei der Nahrungsaufnahme

Pausen wichtig, damit der Körper Zeit

hat, gut zu regenerieren und stark zu

werden.

© Hannes Hausherr, istockphoto.com

Mikronährstoffe:

Damit die Aufbauprozesse (und auch

alle anderen Prozesse im Körper)

gut funktionieren, ist eine ausreichende

Versorgung mit

Weitere Infos zum Training

und zur Trainingsplanung unter:

www.hannes-hausherr.at

Bis auf wenige Vitamine und Omega 3

Fettsäuren ist eine ausreichende Versorgung

über die Nahrung möglich.

Wenn man zu Nahrungsergänzungsmitteln

greift, ist die richtige Qualität

wichtig. Bei diesbezüglichen Fragen

könnt ihr mich gerne kontaktieren.

(hannes.hausherr@gmx.at.)

Frische Lebensmittel, am besten aus dem eigenen

Garten, frisch zubereitet, sind reich an Vitaminen

und anderen Mikronährstoffen. Sie sind meist

auch gute Kohlenhydrat- und Eiweißquellen.

22 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04


© Marina Hartlieb (2)

Trainingslehre

Dehnen – bleibt geschmeidig!

Hallo Freunde der Bewegung – egal, ob ihr es klassisch Dehnen, Stretchen, Yoga

oder Faszienmobilisierung nennt – es gehört zu einem guten, ausgeglichenen

Training dazu. Bewegung beginnt mit Loslassen! Empfehlungen und Studien

über die Dauer und den Zeitpunkt der Übungen gibt es wie Sand am Meer. Diese

Tatsache beweist, dass Dehnen wichtig ist und individuell angepasst werden muss.

Unterschiedliche Dehnungsformen:

Prinzipiell unterscheiden wir statisches

Dehnen und dynamischen Dehnen.

Wir können auch die Dauer variieren.

Meine Empfehlung beim statischen

Dehnen lautet: Mindestens 30 Sek.

in der Dehnung verbleiben und diese

drei Mal wiederholen!

Dehnung als Vorbereitung zum Sport:

Es gibt verschiedene Sportarten, bei denen

Aufwärmen bzw. Dehnen der beanspruchten

Strukturen unumgänglich

ist. Jede/r Kletterer/in sollte vor

Beginn seiner/ihrer Trainingseinheit

zumindest seinen/ihren Oberkörper

durchmobilisieren, endgradige Bewegungen

in Schulter-, Hand- und Fingergelenken

durchführen, diese Positionen

für einige Sekunden halten und

wiederholen. Schifahrer/innen sind

gut beraten, wenn sie ihre Beine, Knie

und Füße mobilisieren, aufwärmen,

bis zum Bewegungsende gehen und

kurz die Position halten. Ich kann die

Wichtigkeit vieler Experten nur bestätigen,

dass einfaches, sportartenspezifisches

und kurzes Stretchen vor der

eigentlichen Bewegungseinheit

dringend empfohlen wird!

Dehnung im Anschluss

an den Sport:

Hier beginnen sich die

Geister zu scheiden: Wer,

was, wann und wo gedehnt

werden sollte. Fest steht, dass

direkt nach dem Sport nicht gedehnt

werden darf, da der Körper

gerade vermehrt durchblutet ist.

Durch eine Dehnung kommen

die Gefäße auf Zug und

somit wird die Durchblutung verringert,

dies zieht einen stärkeren Muskelkater

nach sich. Das wäre geradezu

kontraproduktiv. Der beste Zeitpunkt

zum Dehnen danach ist aus meiner

Sicht eine Stunde nach dem Sport,

bzw. nach dem Duschen.

Therapeutisches Dehnen:

Bei Verletzungen kommt es immer wieder

zu Ruhigstellungen durch Bandagen

oder Gipsverbände. Allerdings

erfordern diese durchaus sinnvollen

Maßnahmen im Anschluss eine professionelle

Mobilisierung der betroffenen

Körperteile. Die Ruhigstellung

lässt das Bindegewebe austrocknen

und die Gelenkskapseln verkleben,

das führt somit zu einer starken Bewegungseinschränkung.

Gelenke,

welche nicht ausreichend mobilisiert

werden, drohen zu versteifen. Damit

dies nicht passieren kann, muss hier

professionelle Hilfe zu Rate gezogen

werden. Ein/e Therapeut/in mobilisiert

und dehnt die betroffenen Gliedmaßen

und beugt somit Langzeitdefiziten

vor!

Marina Hartlieb

Ich biete physiotherapeutische Hilfe bei:

MARINA HARTLIEB

Indikationen:

– Bewegungseinschränkungen,

– Steifigkeitsgefühl, Verspannungen,

– Muskuläre Dysbalancen

– einseitiger Sport,

– sitzende Tätigkeiten

Kontraindikationen:

Bei akuten Entzündungen, Muskelkater,

Muskelfaserrissen oder erhöhter Körpertemperatur

sollte man sich schonen

und nicht dehnen. Bei frischen

Verletzungen ist auch eher davon

abzusehen. Bei chronischen Erkrankungen

empfehle ich, mit einem/r

Trainer/in oder einem/r Therapeut/

in zu besprechen, welche Übungen indiziert

sind.

Auswirkungen:

– Die Durchblutung der Muskulatur

wird angeregt!

– Das Verletzungsrisiko sinkt!

– Die Beweglichkeit von Gelenken,

Bändern, Sehnen wird verbessert!

– Das allgemeine Wohlbefinden

steigert sich, da der Körper weniger

verspannt ist und sich lockerer und

leichter anfühlt!

– Die Regeneration wird beschleunigt!

– Die Muskulatur wird auf

eine Belastung vorbereitet!

So, liebe Freunde der körperlichen Ertüchtigung, bleibt am Ball, macht es mit Freude

und denkt daran: „Bewegung ist Leben und Nahrung ist Medizin“.

Akuter Schmerzbehandlung • Verspannungsschmerzen • Schulterbeschwerden

• Beinachsen Korrekturen • Haltungsberatung • Geburtsvorbereitung

• Kieferfehlstellungen • Inkontinenztherapie mit Elektrostimulation

• Kinesio Taping

Marina Hartlieb

PHYSIOTHERAPIE

Keltenweg 5 Tel.: 060 /37 22 282

9241 Wernberg hartliebmarina@gmx.at

Keltenweg 5

9241 Wernberg

Tel: 0 650/37 22 282

23


Kompetenz aus dem Alpinteam

Spitzkehren

Durch geschickte Spuranlage schafft

man es hier auch ohne Spitzkehren.

ALOIS GOLLER

Wir reden hier vom Skitourengehen. Es gibt zwar auch bei anderen Sportarten Spitzkehren, z.B. beim

MTB, aber das sind Spezialthemen. Bei Skitouren gehören Spitzkehren jedoch zum Standardrepertoire.

Stumpfkehre

Häufig sieht man Spuren, deren Richtung

sich plötzlich um ca. 90° ändert.

Das Gelände ist mäßig steil, aber jedenfalls

flach genug, um einen Bogen

zu gehen oder zu treten. Warum hat

hier der Erste, der die Spur gemacht

hat, eine Spitzkehre versucht? Und

warum machen es alle Nachfolgenden

genauso? „Aus Gewohnheit“ wäre ein

falscher Grund.

Die beste Kehre ist die "runde"

Unter 25° Geländeneigung ist es nicht

notwendig, Spitzkehren zu machen.

Ergo sollten sie auch nicht gemacht

werden, da sie den Geh-Rhythmus stören

und anstrengend sind. Besonders

das Bogentreten ist eine gute Alternative,

mit einem sehr engen Radius

„die Kurve zu kratzen“ und dabei im

Rhythmus zu bleiben.

Wird das Gelände steiler, sind Spitzkehren

unausweichlich. Aber Achtung!

Meist ist das Gelände keine

ideale schiefe Ebene, sondern es gibt

kleine Mulden, Kuppen und andere

Geländestrukturen. Durch geschickte

Spuranlage können diese Geländeformen

genutzt werden, um in möglichst

flachen Bereichen die Kurve zu machen.

So kann oft auch ein 30°-Hang

ohne Spitzkehren erklommen werden.

Arten von Spitzkehren

In entsprechend steilem Gelände ist es

dann aber doch notwendig, eine Spitzkehre

zu machen. Aber welche? Ich kenne

zumindest sechs verschiedene Arten.

Einige beginnen mit dem Talski, andere

mit dem Bergski. Bei einer ist der Drehpunkt

vor dem Schuh, bei einer anderen

dahinter. Wieder eine andere nimmt

einen Höhenverlust in Kauf.

Zwar gibt es einige spezielle Ausprägungen

für besondere Situationen,

die meisten Spitzkehr-Techniken sind

aber „Allrounder“. Sie eignen sich also

für jede Situation. Egal für welche von

diesen man sich entscheidet: Wichtig

ist, dass man sich damit vertraut

macht und sie übt. Und übt, und übt!

Dies gilt insbesondere bei relativ einfachen

Kehren, wo rasch der Schlendrian

einkehrt. Aber nichts ist blöder

(und gefährlicher), als im guten Glauben

zu sein, dass man die Spitzkehre

eh gut beherrscht, um dann im kritischeren

Gelände draufzukommen,

dass dem leider doch nicht so ist …

Beim Erlernen von verschiedenen Spitzkehr-Techniken im Flachen

(links) und Üben von Spitzkehren (rechts) – Skitourenkurs Lesachtal

Auch wenn es auf den ersten Blick anders aussieht: Das

sind keine Spitzkehren! (Sehr gut gewählte Aufstiegsspur

über den Rücken unter Ausnutzung der ganzen Breite.)

© Foto: Maj-Britt Macher (3), Alois Goller (3), AV-Villach

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder und ist nicht notwendigerweise

in allen Aspekten konform mit der offiziellen Lehrmeinung des ÖAV.

24 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04


Dos & Don'ts

auf Tour

Berg- & Hüttenknigge

Bei einer AT-IT-SLO Tour, hier im Aufstieg zur Aignerhöhe. Besser

üben, wo's leicht geht, auf dass man's kann, wenn man's braucht.

Flacher Stand und Stabilität

Bei allen Spitzkehren ist es wichtig, am Beginn der Kehre

waagrecht zu stehen. Und zwar muss der Ski waagrecht

sein, nicht die Schuhsohle. Je nach eingestellter Steighilfe

kann das beträchtlich unterschiedlich sein und man hat

u.U. das Gefühl, bergab zu stehen. Dabei trifft das aber nur

für den Schuh zu, und der Ski steht nach wie vor bergauf.

MAJ-BRITT MACHER

Schutzhütten in den Bergen sind eine feine Sache –

sie schützen uns vor Kälte, Regen und Hunger und

machen viele schöne Touren durch die Verkürzung

des Zustiegs überhaupt erst „machbar“. Würdigen

wir das eigentlich ausreichend?

Je härter der Untergrund ist, also je weniger Kontakt der

Ski mit dem Schnee hat, desto wichtiger ist diese waagrechte

Ausgangslage. Eine Schräglage führt dazu, dass

sich der am Boden verbleibende Ski gerne entweder nach

hinten oder (seltener) nach vorne in Bewegung setzt, während

man sich mühevoll um den anderen Ski kümmert. Ein

Sturz ist vorprogrammiert!

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist die Stabilität. Einen Gutteil

davon kann man mit passender Platzierung der Skistöcke

erreichen. Dennoch: Je weiter die Skischuhe voneinander

entfernt sind, desto instabiler wird die Gesamtlage.

Somit gilt, sooft wie möglich: Schuh zum Schuh!

Spitzkehren sind ein Dauerthema beim Skitourengehen.

Das ist uns Tourenführern bewusst. Und es ist auch gut

so. Auf allen unseren Skitouren AT-IT-SLO helfen wir gerne

beim Verfeinern der individuellen Spitzkehrentechnik

oder machen auch mal entsprechende Übungen. Entsprechendes

Interesse vorausgesetzt ;-)

Am Preber: Einige nehmen die anstrengende Diretissima, andere die

ebenfalls anstrengende Spur rechts mit vielen Spitzkehren. Aber –

wer sucht, der findet – es gibt auch Spuren mit weniger Spitzkehren.

Im letzten Beitrag ging es um gegenseitige Rücksichtnahme

im Lager. Aber wer nimmt eigentlich Rücksicht auf das

Hüttenpersonal? Machen wir uns zuerst einmal Folgendes

bewusst: Es ist nicht selbstverständlich, dass sich jemand die

Bewirtschaftung einer Hütte überhaupt „antut“. Viele Dinge sind

mühsamer als im Tal, von der Versorgung bis zu den äußeren

Bedingungen. Und dann gibt es noch die Gäste … ;-)

Zugegeben, diese Art des Umgangs ist nicht unbedingt

bergspezifisch, aber in einigen Facetten unterscheiden sich

Berg und Tal doch ziemlich: Im Tal kommen die Gäste eher

selten verschwitzt und/oder frierend und mit dreckigen

Schuhen hereingestolpert. Im Normalfall bringen sie auch keine

Rucksäcke mit, stellen diese an den unpassendsten Stellen ab

und entsorgen den Müll daraus dann in den WC-Mülleimern.

Über den Unterschied in Angebot und Nachfrage von heißen

Duschen kann ich nur spekulieren.

Dass es natürlich auch Hüttenwirtsleute gibt, für die Gäste

ein notwendiges Übel in der ansonsten schönen Landschaft

sind, ist die andere Seite. Da ist man dann zwar froh um

den *Schutz*hüttenaspekt, der einen zumindest nicht vor

verschlossener Tür stehen lässt, aber sonderlich willkommen

fühlt man sich auch nicht. Interessanterweise tritt dieses

Phänomen gegen Ende der Saison manchmal auch bei

grundsätzlich freundlichen Wirtsleuten auf …

Trotzdem nicht vergessen: Der primäre Zweck einer Hütte ist

immer noch der Schutz und die oben erwähnte Ermöglichung

von Bergzielen – da kann man schon mal ein Auge zudrücken.

© Helmut Kranabenter

25


Naturschutz

Die Natur

spielt verrückt,

sie hat Fieber

und streikt.

Irgendwie merken wir es alle: „Es passt einfach nicht mehr.“ Enorme

Waldbrände, lange Dürreperioden, Hitzewellen, häufigere Stürme, heftige

Gewitter. Wetterextreme nehmen unausweichlich zu und wer die Augen

offenhält, kann den Klimawandel nicht länger leugnen. Die Gefährdung macht

vor keiner Grenze halt. Eine globale Erwärmung heizt den Planeten auf und das

Ausmaß sowie die Geschwindigkeit sind höher denn je. Mutter Erde benötigt

dringend Hilfe. Nicht in Form von Ignoranten und Egoisten, sondern in Form von

Helden und Heldinnen, denn es geht um unser aller Leben!

Eines ist fix – es wird wärmer

Die Erde wehrt sich vehement gegen

die beispiellose Wirtschafts- und Lebensweise

des Menschen. Für ein Anhalten

oder Umkehren der Erderwärmung

ist es bereits zu spät. Der Mensch

hat noch eines in der Hand: „Wie stark

wird er diese Erwärmung ausfallen lassen.“

Marcus Wadsak, der Meteorologe,

bekannt aus dem Fernsehen, stellt

mit augenscheinlichen Studien und

Statistiken klar, dass es Prognosen einer

Klimakrise schon vor Jahrzehnten

gab. Die Auswirkungen waren also der

älteren Generation bewusst und viele

Experten kannten bereits die Möglichkeiten,

wie das Schlimmste hätte

verhindert werden können. Derzeit ist

das Thema in aller Munde und endlich

bei uns angekommen. Bis dato ist jedoch

wertvolle Zeit verstrichen, in der

Handeln anstatt Zusehen notwendig

gewesen wäre. Umso wichtiger ist es

nun für jeden Einzelnen, der Realität

ins Auge zu sehen, anstatt ohnmächtig

auf Verschwörungstheorien und Fake

News zu verweisen oder salopp zu sagen

„Das war ja früher auch so“. Das,

was wir derzeit erleben, gab es in den

letzten 250 Jahren nicht. Hitzerekorde

am laufenden Band. Weltweit gesehen

sind die letzten 6 Jahre die wärmsten

seit Messbeginn. Laut Wetterexperten

handelt es sich dabei keineswegs um

26 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04

einen Zufall. Nein, die Welt spielt nicht

verrückt. Wir bezeichnen das als Klimawandel!

Exkurs – Verstärkung

des Treibhauseffektes

Sonnenstrahlen gelangen in die

Atmosphäre und erwärmen den Planeten.

Die Rückstrahlung der Wärme

ins Weltall wird durch Treibhausgase

wie Wasserdampf, CO 2

, Methan, Ozon,

Lachgas etc. reduziert. Es kommt im

Prinzip mehr Strahlung von der Sonne

herein, als im Gegenzug wieder abgestrahlt

werden kann. Dieser Treibhauseffekt

macht ein Leben auf Erden

erst möglich. Ohne ihn könnten wir

gar nicht leben. Der Haken an der Sache

ist, wir verstärken diesen enorm,

insbesondere durch das Hinzufügen

von CO 2

und Methan. Das geschieht

durch die Verbrennung fossiler Energieträger

(Erdöl, Erdgas, Braun- und

Steinkohle, Torf), übermäßige Rinderzucht,

Reisanbau und Auftauen von

Permafrostböden.

SCHON GEWUSST...? Seitdem die Erde

existiert, wandelt sich das Klima.

Ständige Veränderungen zählen zu den

Grundeigenschaften. Vor Milliarden

Jahren war es schon einmal viel wärmer,

aber da haben Menschen noch keine

Rolle gespielt. Sie haben noch nicht

FRANZ KOHLHUBER

existiert. In den letzten 11.000 Jahren

betrug der Temperaturanstieg etwa 5° C

pro Jahrhundert also nur 0,05° pro Jahr.

Die durch den Menschen verursachte

Erderwärmung ist 20 x schneller. Allein

im letzten Jahrhundert erfolgte eine

Temperaturerhöhung um 1° C und in

diesem Trend geht es weiter.

Die Menschheit verliert

die Kontrolle

Pflanzen und Tiere haben sich über

den Globus ständig an neue Klimabedingungen

(Lebensräume, Vegetation

etc.) angepasst. Über einen langen

Zeitraum hinweg sind sogar viele Arten

ausgestorben und neue haben

wiederum deren frei gewordene Plätze

eingenommen. Die Situation spitzt

sich jedoch dahingehend zu, dass zur

problematischen Erwärmung noch

die enorme Geschwindigkeit hinzukommt.

Für viele Pflanzen- und Tierarten

ist eine Anpassung durch das

rasante Tempo nicht mehr möglich.

Wir rotten jeden Tag ca. 150 Tier- und

Pflanzenarten aus. Menschen sterben

ebenso, da wir uns nicht schnell genug

an die neuen Bedingungen gewöhnen

können. Hitzeassoziierte Sterblichkeitsfälle

sind in Österreich stark angestiegen.

Die Zahl der „Hitzetoten“ ist

mittlerweile doppelt so hoch wie die

der Verkehrstoten.

Die Wissenschaft sagt: „Ohne Menschen

ginge es der Erde besser“ – eine

Behauptung, die bestimmt zutrifft,

doch ändern wir einmal den Blickwinkel

und erläutern: „Unser Dilemma liegt

nicht in der übergroßen Anzahl an

Menschen, sondern in unserem Mangel

an Menschlichkeit.“

© iStockphoto


Ignoranz – der Hauptfeind Nr. 1

Aufgrund von Ignoranz, Gier und

fehlender Achtung vor dem Leben auf

Erden entsteht eine Ausbeutung unserer

natürlichen Ressourcen. In gerade

mal 300 Jahren raubten wir der Natur

die Rohstoffe, die sie mühevoll in Millionen

von Jahren ansammelte.

„ Die Umweltkatastrophen und die Art und

Weise, wie wir von ihnen betroffen werden,

sind der Widerschein unserer konfliktreichen

und destruktiven Denkweise, die auf einem

egoistischen Trachten nach Wohlstand und

Profit beruhen!“

14. Dalai Lama (Tenzin Gyatso)

Die Unmengen an Abgasen blasen

wir weiterhin in die Luft und entstandene

Löcher stopfen wir mit Müll zu.

Ökonomen sprechen hierbei auch

noch von „Fortschritt“. Der Begründer

der „Gemeinwohl-Ökonomie“,

Christian Felber, beschreibt dies folgendermaßen:

„Die Trennung von

Ökonomie und Ökologie ist einer der

größten Sündenfälle der Wirtschaftswissenschaft.“

Besonders Ökonomen,

Lobbyisten, selbsternannte „Visionäre“

u.v.m. denken, Geld sei die Basis

allen Wirtschaftens und vergessen zu

gerne den Kern der Sache: die Natur!

Sie ist der Grundstein der Ökonomie

und nicht das Finanzielle. Sie verdrängen

das Wesentliche: Auf einem toten

Planeten zu wirtschaften ist unsinnig

und bringt auch keine Jobs. Fortschritt

und Wachstum machen die Welt nicht

reicher, sondern ärmer. Was haben

wir denn erreicht? „…dass wir in den

letzten 50 Jahren die Hälfte aller Tierund

Pflanzenarten ausgerottet haben?

Na dann, ein Hoch auf den perversen

Wachstums- bzw. Fortschrittsgedanken,

den die Politik auch noch anfeuert!“

Damit nicht genug. Die Politik

scheitert derzeit in allen Umweltbelangen.

Das Ziel des Pariser Klimagipfels,

die globale Erwärmung bei +1,5°C

zu stoppen, wird klar verfehlt. Zurzeit

steuern wir auf die +5°C Marke zu. Im

Landesinneren sogar auf +9°C. Das

bedeutet, Europa wird zu Afrika und

Afrika unbewohnbar.

WIR ERNTEN, WAS WIR SÄEN! Die

Industriestaaten verursachen den

größten CO 2

Ausstoß und die armen,

ausgebeuteten Länder wie z.B. jene in

Afrika sind die Opfer unseres

katastrophalen Handelns. Der Anstieg

des Meeresspiegels um nur 1 cm

bedeutet: ca. 6 Millionen Menschen sind

weltweit dem Risiko von Überflutungen

ausgesetzt. Die UNO prognostiziert am

Ende dieses Jahrhunderts 400 Millionen

Klimaflüchtlinge. Sie werden dorthin

fliehen, wo es ökonomische Perspektiven

gibt, unter anderem nach Europa.

Sind wir noch zu retten?

Angesichts solcher Verzweiflung

stiftender Tatsachen neigen

viele Menschen dazu, hilflos

und hoffnungslos zu sein,

in eine Art Ohnmachtsstellung

zu verfallen und die Schuld

anderen zuzuweisen. Nichts

leichter als das, aber wenn wir

stattdessen alle vor unserer eigenen

Haustür kehren, wird die ganze Welt

sauberer. Wir sollten unsere angebliche

Sonderstellung als Mensch endlich

ablegen und erkennen, dass meine/deine

Zukunft abhängig ist von der

anderer und umgekehrt. Es ist also

unsere gemeinsame Pflicht, die Umwelt

zu retten. Um jedoch die Frage

zu beantworten: Ja, solange es Helden

gibt, gibt es Hoffnung!

Was wir tun können

Eine gute Methode, um aus der verzweifelten

Ohnmachtsstellung zu entfliehen

und dem Nichtstun entgegenzuwirken

ist, etwas zu bewirken, und

zwar jeden Tag. Einfach tätig werden

und alles in unserer Macht Stehende

tun, auch wenn es noch so geringfügig

ist. Leisten wir Tag für Tag einen wertvollen

Beitrag zu Klima-, Umwelt-,

Natur- und Artenschutz. Die Rede ist

nicht von extremen Maßnahmen, die

ohnehin niemand einhalten kann. Der

Mensch ist nun mal auf der Welt und

schädigt sie allein schon durch sein

Dasein (ökologischer Fußabdruck).

Finden wir lieber die Balance zwischen

unseren Wünschen und dem,

was die Erde aushält, ohne auf Wichtiges

verzichten zu müssen.

Bescheidener Mittelweg

anstatt Extreme

Ernährungsheld: Bis zu 30 % der

jährlichen Treibgas-Emissionen

sind auf die Produktion von Lebensmitteln

zurückzuführen. Lass

uns den CO 2

-Fußabdruck durch bewusste

Lebensmittelauswahl (am

besten regional, saisonal und bio)

reduzieren und das mit Bedacht.

Keine Irreführung mehr durch unsere

Lebensmittelkonzerne. Mehr

hinterfragen, z.B. auch regional. Ist

ein Stück Fleisch regional, wenn

die einheimische Kuh, von der es

stammt, mit brasilianischem Soja

gefüttert wurde? Ist ein Bio-Leinsamen

vom Reformhaus mit der

Aufschrift Herkunftsland Ukraine

wirklich der Bio-Gedanke? Verzichten

wir nicht unbedingt auf

Fisch oder Fleisch, aber beschränken

wir dies auf 1–2 Portionen pro

Woche. Fragen erlaubt, im Lokal,

Supermarkt usw. Woher stammt

das Fleisch und wie wurde das

Tier, von dem es stammt, ernährt?

Die Antworten dazu sind oftmals

sehr amüsant.

Konsumverhaltensheld: Nachhaltiger

Konsum hat nichts mit Verzicht

zu tun. Es bedeutet lediglich

eine Umstellung der Lebensweise,

sprich Ressourcen schonender zu

leben. Bei Bekleidung, Kosmetik,

Pflegeprodukten usw. gibt es unzählige

fair produzierte und ökologische

Alternativen. Beim Kleingedruckten

auf der Verpackung kann

uns die „Codecheck"-App helfen.

Tagesheld: weitere banale Dinge

mit großer Wirkung, um ein

Held zu sein: Auto stehen lassen

und ab und zu die Füße vertreten,

Licht im Haushalt nicht unnötig

brennen lassen, ein Stoffsackerl

für den Einkauf tut’s auch, mehr

Verzicht auf Plastik, Müll vom Boden

gehört eigentlich in die Tonne

usw. oder versuchen wir es mit:

www.eingutertag.org

Traumheld: Träumer ändern die

Welt mehr als Zweifler. Erfolgsgeschichten

motivieren und inspirieren,

um aktiv zu bleiben/

werden.

BUCHTIPP

Die Erde gehört uns nicht allein.

Klimawandel (Marcus Wadsak)

(Jane Goodall)

Die Welt reibt sich die Augen und beginnt

endlich, aufzuwachen. Schluss

mit Heuchelei, Jammerei und gegenseitigen

Schuldzuweisungen, werden

wir zu Helden!

27


Ohne Wetter keine Lawinen

Der Wind ist der Baumeister der Lawinen. Diesen Spruch kennen wohl

alle BergsportlerInnen, welche im Winter unterwegs sind. Aber welche

anderen Wettereinflüsse gibt es noch für Lawinen und warum zahlt es

sich aus, das Wetter im Winterhalbjahr ständig zu beobachten?

Es fängt eigentlich alles sehr einfach

an: Fällt im Winter kein Schnee, so

gibt es auch keine Lawinen. Schnee

stellt also die Grundlage für alle Lawinen

im Winter dar. Bei Schneefall ist

es jedoch meistens so, dass die Niederschlagsereignisse

mit Wind einhergehen.

Damit es in der Region Villach

ergiebig schneit, braucht es das

Zusammenspiel von feuchter Luft aus

dem Süden und kalter aus dem Norden.

Deshalb kommt der Wind während des

Schneefalls bei uns zunächst oft aus

südwestlicher bis südöstlicher Richtung.

Klingt der Schneefall ab, dreht der

Wind häufig auf Nordwest bis Nordost.

Dadurch wird der Schnee während des

Schneefalls vielfach auf der Nordseite

von Rücken oder Kämmen abgelagert,

am Ende oder nach dem Schneefall sorgen

Winde aus nördlicher Richtung hingegen

für Schneeablagerungen auf der

Südseite. Somit finden sich auf beiden

Seiten von Bergkämmen Triebschneepakete,

welche teilweise durch etwas

Neuschnee auch überdeckt sein können.

Während frischer Pulverschnee ungebunden

ist (beim Schitourengehen

fällt der Schneekeil zwischen den

Schiern leicht zusammen), sorgt der

Wind für eine stärkere Verbindung

der Schneekristalle. Im Schnee bauen

sich Spannungen auf, welche durch

eine/n Wintersportler/in gelöst werden

können. Ein klassisches Schneebrett.

Fällt der Schnee ohne nennenswerten

Windeinfluss, dann bauen sich diese

Schneebretter nicht auf. Je nach Neuschneemenge

und Verbindung zur Altschneedecke

kann es aber trotzdem

zu Lawinen kommen. Oftmals handelt

es sich dabei um Lawinen, welche einen

punktförmigen Ausgangspunkt

haben und sich nach unten kegelförmigen

ausbreiten.

Neben den Neuschneemengen und dem

Wind hat auch die Temperatur einen

wichtigen Einfluss auf den Aufbau einer

Schneedecke.

BERGWETTER | GERHARD HOHENWARTER

Bekannt und unter Schitourengehern

gefürchtet ist der Oberflächenreif. In

klaren und kalten Nächten bildet sich

an der Schneeoberfläche eine Reifschicht.

Hierbei handelt es sich um

große Eiskristalle, welche untereinander

eine ganz schlechte Bindung

aufweisen. Wird diese Schichte nun

eingeschneit, kann sich der frisch gefallene

Schnee nicht mit der Altschneedecke

verbinden. Die Reifschichte fungiert

als Gleitschicht, auf welcher der

frische Schnee abrutschen kann.

Aber auch die Temperatur des Erdbodens,

der Schneedecke sowie die Lufttemperatur

können einen Einfluss auf

die Lawinengefahr haben. Ein großer

Temperaturunterschied innerhalb der

Schneedecke (oben kalt unten warm)

kann z.B. zur sogenannten aufbauenden

Umwandlung führen. Hierbei

steigt Feuchtigkeit aus den unteren

(relativ) warmen Bereichen in (relativ)

kalte Bereiche nahe der Schneeoberfläche

auf. Da kalte Luft weniger

Feuchtigkeit aufnehmen kann als

warme Luft, kondensiert die Feuchtigkeit

in den kälteren Schichten zu den

sogenannten Becherkristallen. Diese

haben eine schlechte Verbindung zu

den umgebenden Schneeschichten

und sorgen somit für eine gefährliche

Schwachschicht. Je wärmer der Boden

(Stichwort frühe Einwinterung bei

warmem Boden) bzw. je dünner die

Schneedecke ist, desto leichter kommt

dieser Prozess zum Tragen.

Um die Lawinengefahr besser einschätzen

zu können, zahlt es sich also aus,

das Wetter über den gesamten Winter

hinweg genau zu beobachten.

© Gerhard Hohenwarter

Bekannt und unter Schitourengehern gefürchtet ist der Oberflächenreif.

28 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04


HRSG: DAV MÜNCHEN

1 ÖAV INNSBRUCK | AVS BOZEN

ALPENVEREINS-JAHRBUCH

BERG 2021

Tyrolia-Verlag, Innsbruck, 2020

Dieses neue Jahrbuch wird sicher viele

unserer Mitglieder interessieren

und begeistern, weil die Beiträge im

einleitenden Abschnitt BergWelten

dem Karnischen Kamm gewidmet

sind. Vor allem aber

auch, weil dem Jahrbuch

eine völlig neu

gestaltete AV-Karte

des westlichen Karnischen

Hauptkamms

(zwischen Sexten und

dem Plöckenpass)

beiliegt.

Von diesen Beiträgen über den Karnischen

Kamm kann ich nur einige erwähnen:

Ingeborg Guggenberger, die

nach ihrem Vater 35 Jahre lang Hüttenwirtin

des Hochweißsteinhauses

war, erzählt, wie sich der Hüttenbetrieb

im Laufe der Zeit geändert hat.

Hans Peter Schönlaub beschreibt die

Faszination Karnische Alpen aus der

Sicht der Geologie. Der „Wetterfrosch“

unserer Mitgliederzeitschrift, Gerhard

Hohenwarter jun., berichtet über die

Forschungen am Eiskar, dem südlichsten

Gletscher Österreichs. Und den

Abschluss des Kapitels über den Karnischen

Kamm bildet ein Porträt von

Sepp Lederer, dem unverwüstlichen

Obmann der Sektion Obergailtal-Lesachtal.

Aus den vier weiteren Abschnitten

möchte ich nur die Beiträge

über folgende bekannte Personen

nennen: Günter Mussnig, Ralf

Gantzhorn, Andrea Eisenhut und

Robert Renzler. Im Kulturteil: Die

deutschen Sprachgemeinschaften

in Friaul-Julisch Venetien.

2 ROMY ROBST

SENTIERO DELLA PACE

Bergverlag Rother, München,

1. Auflage, 2020

Im Ersten Weltkrieg

hatte die Front zwischen

Österreich und

Italien in ihrem westlichen

Teil die Form

eines großen, nach

oben offenen „U“. Vom

Stilfser Joch unweit

des Ortler zog sie zum

Gardasee und durch

LESE-TIPPS VON HELMUT LANG

Aus unserer Bücherei

Im Namen unserer Mitglieder danke ich allen Verlagen, die uns

so wertvolle Bücher, Führer und Karten übergeben haben.

die Vizentiner Alpen, die Fleimstaler

Alpen und die Dolomiten bis Sexten.

Wie in den Karnischen und in den Julischen

Alpen gab es auch dort zahlreiche

im Zuges des Krieges errichtete

Straßen, Wege und Steige, die gegen

Ende des vergangenen Jahrhunderts

als durchgehender, 700 km langer

Weitwanderweg „Sentiero della Pace“,

also als „Friedensweg“, saniert, markiert

und beschildert worden sind.

Der neue Führer von Romy Robst

beschreibt nicht nur alle 45 Etappen

dieses überwiegend einsames Weges,

sondern auch viele geschichtliche

Hintergründe und manche Sehenswürdigkeiten,

auf die man unterwegs

trifft.

3 FREYTAG & BERNDT

WANDERATLAS WIENERWALD

Freytag & Berndt, Wien, 2020

Dies ist ein handlicher, „echter“ Atlas,

der 38 doppelseitige Kartenblätter im

gut lesbaren Maßstab 1:40.000 enthält.

Sie stellen den gesamten Wienerwald

dar und reichen von der Donau

im Nordosten bis zu den

Gutensteiner Alpen im

Südwesten. Dem Kartenteil

vorangestellt sind

allgemeine Kapitel über

den Wienerwald (z.B.

Geologie, Geschichte und

Naturschutz), Hinweise

auf Sehenswürdigkeiten

und Ausflugsziele und

Beschreibungen zweier

Weitwanderwege, soweit sie durch

den Wienerwald verlaufen.

4 KOMPASS

WANDERLUST ALPEN

KOMPASS-Karten GmbH, Innsbruck,

1. Auflage, 2020

Dieser mit 656 Seiten wahrhaft „gewichtige“

Band enthält Vorschläge

für 300 Wanderungen, die sich bis

zur Côte d´Azur reihen. Auf je einer

Doppelseite stellen Autoren von Wanderführern

aus dem Hause Kompass

Touren vor, die den unterschiedlichsten

Anforderungen

genügen können. Jede

Tour ist knapp, aber ausreichend

genau beschrieben,

dazu kommen Kurzinformationen,

Fotos und eine

Landkarte mit eingetragener

Route. Sehr erfreulich

ist es, dass in dem Buch

auch viele Wanderungen

in Kärnten und bei unseren

Nachbarn aufscheinen.

5 HANNES LEXER | STEFAN LIEB-LIND

BEST OF SÜDOSTALPEN

Kletterführer Karnische

& Julische Alpen

Panico Alpinverlag,

Köngen, 1. Auflage, 2020

In der Einleitung zu seinem

Beitrag im neuen

Alpenvereins-Jahrbuch

BERG 2020 über das Klettern

am Karnischen Kamm

in Osttirol schreibt Reinhold

Scherer: „Der Karnische

Kamm war bislang

nicht unbedingt als Kletterdestination

bekannt. Das könnte sich ändern,

denn in den letzten Jahren sind im Bereich

des Tiroler Gail- und Lesachtals

zahlreiche neue alpine Sportkletterrouten

und Klettergärten entstanden.“

Dass und wie schnell sich das bereits

geändert hat, beweist der soeben erschienene

Kletterführer, der auf mehr

als 500 Seiten eine Auswahl mit Hunderten

Routen zwischen 4 und 11 für

das Alpinklettern, das Sportklettern

und das Bouldern von Kartitsch im

Westen über den Wolayersee, den Plöckenpass

und das Nassfeld im Osten

enthält. In den Julischen Alpen sind

die Umgebungen der Gilbertihütte

und der Corsihütte, der Mangart und

der Bereich des Vršičpasses im Führer

vertreten. Zu den steckbrief-artigen

Beschreibungen der Routen gibt es

exakte Topos und eindrucksvolle Fotos,

viele auch mit eingezeichnetem

Verlauf der Anstiege.

29


„ Wohl ist alles in der Natur Wechsel,

aber hinter dem Wechsel ruht ein Ewiges.“

J. W. von Goethe

© Tomaž Druml

5 Minuten

GEOLOGIE & MINERALOGIE

Geologische Vorgänge geschehen im Laufe von hunderten Millionen Jahren –

unvorstellbar lange Zeiträume. Während dieser Zeit können ganze Gebirge zerkleinert

und ins Meer geschwemmt oder in tiefere Schichten der Erdkruste transportiert

werden. Dabei werden die Gesteine durch verschiedene Prozesse umgewandelt zu

metamorphen Gesteinen – diese sind heute unser Thema.

Allgemeines zur Umwandlung

von Gesteinen

Wie bereits beschrieben, ist die Erdoberfläche

nur eine dünne Schicht,

die quasi auf dem heißen, zähflüssigen

Erdinneren schwimmt. Diese feste

Oberfläche ist im Allgemeinen nur

ca. 60 km dick – das ist gemessen am

Erddurchmesser von ca. 13.000 km äußerst

wenig. Die feste Erdoberfläche

ist in verschieden große sogenannte

Platten „zerbrochen“, die sich langsam

gegeneinander bewegen (Plattentektonik).

Dabei können Gesteine in die

Tiefe wandern und dort hohen Temperaturen

(bis 900°C) und Drücken (bis

28.000 bar) ausgesetzt sein. Da kann

man sich schon vorstellen, dass auch

der härteste Stein weich wird und es

zu Veränderungen des Gesteins kommt.

PETER POLAK

Umwandlungsgesteine, metamorphe Gesteine TEIL 1

So entstehen durch Änderungen des

Gesteinsgefüges unterschiedliche Typen

von metamorphen Gesteinen und

neue Minerale. Die chemische Zusammensetzung

eines Gesteins ändert sich

bei der Metamorphose nicht. Bei einer

Metamorphose durch Druck erfolgt oft

eine Ausrichtung der Mineralkörner im

Gestein (Schieferung, Bänderung), die

wiedergibt, aus welcher Richtung der

größte Druck erfolgte.

Andere Einflüsse, die zur Veränderung

von Gesteinen führen, sind Wind,

Wasser, Eis, Temperaturunterschiede

(kurz: das Klima), Vulkanismus oder

chemische Verwitterungsvorgänge. Wobei

es sogar Gesteine gibt, die wiederholt

durch Metamorphosen umgewandelt

wurden, das Ganze gleicht einem

Kreislauf.

Arten der Gesteins metamorphose

Es gibt mehrere Arten der Metamorphose,

zwei wesentliche sind hier angeführt.

1. Regionalmetamorphose

Diese Art der Metamorphose umfasst

große Volumina (z. T. über mehrere

1.000 km³), meistens hervorgerufen

durch Senkung großer Teile der Erdkruste

an den Rändern der Kontinentalplatten.

Dabei geraten Gesteine in

der Tiefe unter hohen Druck und hohe

Temperatur, die zur Umwandlung der

Minerale führen. Typische Gesteine

sind zum Beispiel Gneise und Glimmerschiefer.

2. Kontaktmetamorphose

Hier handelt es sich um eine Metamorphose,

die vor allem auf hohe Temperaturen

– vor allem im Umfeld von

Magma – zurückgeht. Das heiße Magma

heizt das umgebende Gestein auf und

führt so zur Umwandlung, eine Schieferung

fehlt meist. In der Nordwand

des Prisank (Hanza-Steig) kann man in

der Kontaktzone einer magmatischen

Schicht, die in die Kalke eingedrungenen

ist, gebrannten Kalk beobachten –

auch eine Metamorphose. Wird fortgesetzt …

30 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04


Weihnachtsgeschichte

WEIHNACHTSWUENSCHE.COM

Der kleine Wichtel

Barta ImmoBIlIentreuhand GmBh

Immobilienmakler und Verwalter seit 1928

9500 Villach/Bahnhofplatz 9

Tel.: 04242/24 264

E-Mail: office@immobilien-barta.at

Homepage: www.immobilien-barta.at

Der kleine Wichtel war schon alt,

sehr alt und er hatte schon viele

Weihnachten erlebt. Früher, als

er noch jung war, ist er oft in der Adventszeit

in das Dorf gegangen und

überraschte die Menschen mit kleinen

Geschenken. Er war lange nicht mehr

im Dorf gewesen. Aber in diesem Jahr

wollte der kleine Wichtel wieder einmal

die Menschen besuchen. So machte

er sich schließlich auf den Weg,

setzte sich vor das große Kaufhaus

der nahegelegenen Stadt und beobachtete

still und leise das rege Treiben

der vorbei eilenden Menschen. Diese

suchten Geschenke für ihre Familien

und Freunde. Die meisten Menschen

kamen gerade von der Arbeit und

hetzten eilig durch die Straßen.

Ca. 700 Angebote in Kärnten unter www.immobilienring.at

• Kompetenz und Sicherheit für Ihre Immobilie

• Marktgerechte Bewertung, österreichweites und

internationales Netzwerk zur Vermarktung

• Verwaltung von Mietshäusern und

Eigentumswohnanlagen nach neuestem Standard

• Vermietung von Wohnungen, Geschäfts- und

Gewerbeflächen

• Renovierungen nach dem Stand der Technik und

nachhaltige Werterhaltung

ca. 250 ImmobIlIen- und mIetwohnungsangebote

fInden sIe auf unserer homepage.

Die Gedanken des kleinen Wichtels wanderten zurück zu

jener Zeit, als es noch keine elektrischen Weihnachtsbeleuchtungen

gab und er überlegte, ob die Menschen

damals auch schon mit vollen Tüten durch die Straßen

geeilt sind.

Nun, die Zeiten ändern sich, dachte der kleine Wichtel und

schlich unbemerkt aus der überfüllten Stadt hinaus, zu

dem alten Dorf, wo er früher immer gerne gewesen ist.

Er hatte genug von hetzenden Menschen, die scheinbar

keine Zeit hatten. Ist die Adventszeit nicht eine ruhige

und besinnliche Zeit?

So kam er an das alte Haus, in dem schon viele Menschen

gewohnt hatten. Früher war dieses Haus sein Lieblingshaus

gewesen. Früher, als es noch kein elektrisches Licht

gab und die Menschen ihr Haus mit Kerzen erleuchteten.

Er erinnerte sich, dass sie auch keine Heizung hatten

und die Menschen Holz ins Haus schafften, um es warmzuhalten.

Er sah damals während der Adventszeit immer

wieder durch das Fenster und beobachtete jedes Jahr

dasselbe. An manchen Abenden sah er die Mutter und

Großmutter Plätzchen backen. Der Duft strömte durch

das ganze Haus und drang sogar zu ihm nach draußen.

Der Vater und der Großvater machten sich auf, um im Wald

einen Weihnachtsbaum zu schlagen und ihn mühevoll

nach Hause zu bringen. Es war kalt und sie freuten sich

beim Heimkommen auf den warmen Tee, den die Mutter

gekocht hatte. Oftmals saßen die Menschen zusammen,

um gemeinsam zu singen und der Großvater erzählte

den Kindern spannende Geschichten. Die Kinder konnten

es kaum erwarten, bis die Großmutter auf den Speicher

stieg, um die Weihnachtskiste zu holen, denn das

tat sie immer erst kurz vor Weihnachten. In dieser Kiste

gab es viel zu entdecken: Sterne aus Stroh, Kerzen, Engel

mit goldenem Haar und viele andere kostbare Dinge.

Aber das war schon lange her und es war eine andere Zeit.

Eine Zeit des gemeinsamen Tuns, eine Zeit miteinander,

eine Zeit füreinander. Von seinen Gedanken noch ganz

benebelt, sah der kleine Wichtel auch heute durch das

Fenster des alten Hauses und entdeckte die Familie, wie

sie gemeinsam um den Adventskranz saß und der Vater

den Kindern eine Geschichte vorlas. Nanu, dachte der

kleine Wichtel, eine Familie, die nicht durch die Straßen

hetzt. Menschen, die Zeit miteinander verbringen und

die ihr Haus mit Kerzen erleuchten. Ja, heute ist eine andere

Zeit, aber auch heute finden Menschen wieder füreinander

Zeit. Dem kleinen Wichtel wurde es ganz warm

ums Herz und er schlich leise und unbemerkt dorthin

zurück, woher er gekommen war.

© 2011-2019 by weihnachtswuensche.com

31


...pain is temporary, glory is forever!

© Diethard Rauter (5)

Dobratsch

DIETHARD RAUTER

Wetterfeste

Power Card Wanderer

„Betrachte alles von der guten Seite.“ Diesem Gedanken

von Jefferson zu folgen, wird durch die Sorgen

um Corona und oft durch Wetterkapriolen erschwert.

Trotzdem konnten fünf Touren durchgeführt werden.

Die Wanderung zum Mölltaler Gletscher wurde mit einem

nachfolgenden Besuch der Fotoausstellung von

Edward Quinn in Gmünd verbunden. Nebelfetzen begleiteten

uns am Weg auf den Pfannnock, den einige

Gipfelstürmer erreichten, während sich viele am Oswalder

Bocksattel für eine Abkürzung entschieden.

Maltschacher See

Süduferweg

Aufgrund von Schnee fast bis

in Tallagen verlegten wir die

Goldeckwanderung zum

Süduferweg am Millstätter

See in Verbindung mit einer

Schifffahrt. Ein Mix aus Nebel,

Sturmböen, Leichtregen

und Sonne veranlasste

uns zur Routenänderung:

statt Dobratschgipfel hieß

es Alpengarten, Waagtal,

Rosstratte und zurück.

Das Naturidyll Maltschacher

See lernten wir bei

einer entspannten Tour

über Mattersdorf und Zingelsberg

kennen. Die Zusammengehörigkeit

wurde

jedenfalls durch diese Tagesausflüge

weiter gefestigt.

MTB

MOUNTAINBIKEGRUPPE VILLACH

Nächstes Jahr

wird alles anders!?!?

mehr Infos

WWW.BERGFAHRRAD.AT

ALEXANDER HRADETZKY

2020 entwickelte sich definitiv nicht wie geplant und wie

2021 aussehen wird, steht noch in den Sternen. Dennoch

blicken wir zuversichtlich auf den nächsten Frühling und

stellen euch kurz unsere Pläne für 2021 vor. Es wird spannend …

Die Abendausfahrten und Führungstouren haben sich

bestens bewährt, daher wird sich zumindest daran auch

nächstes Jahr nichts ändern – außer vielleicht, dass wir

für Interessierte unser Programm etwas in Richtung

Kondition und/oder Fahrtechnik schwer erweitern.

Das Fahrtechniktraining (mit und ohne Motor) gibt’s

natürlich auch nächstes Jahr – da bekommt ihr wieder

Gelegenheit, zu Saisonbeginn eure Basisfertigkeiten am

Bike aufzubauen und zu verbessern.

Fahrtechnik-Seminare hatten wir noch nicht! Geplant

schon für 2020, Corona hatte uns aber einen Strich

durch die Rechnung gemacht. Diese Seminare sind

halb- bis (fast) ganztägige Trainingsblöcke zu verschiedenen

Themen. Für den Start haben wir uns Folgendes

vorgenommen:

E-Bike Basics Die wichtigsten Grundfertigkeiten für

alle E-Biker, auch für jene, die nicht am Trail unterwegs

sind!

MTB Spitzkehren Ihr lernt, wie man Spitzkehren sauber

fährt und wie es vielleicht in Richtung Hinterrad

Versetzen weitergeht.

MTB Hindernisse XXL Es geht hoch hinaus, hier nehmt

ihr hohen Stufen und steilen Abfahrten den Schrecken

und verwandelt diesen in puren Fahrspaß!

Die Details zu den Kursen kommen dann nächste Saison,

bei Interesse schaut immer wieder ins AV-Heft, auf die

Webseite oder kontaktiert uns! Bis dahin wünschen wir

euch viel Spaß im etwas kälteren Teil der 365 Tage-Bike-

Saison! Alex & das Guide-Team

Mölltaler Gletscher

Pfannnock

© MTB Villach

32 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|04


Leon Hoja

Sophie Kreuzberger

© Sportkletter-/Wettkampfteam (2)

Sportkletter-/Wettkampfteam

Endlich wieder Wettkämpfe …

SILVIA MORITZ

Lange war es nicht fix, doch dann kam die Zusage, dass vom 28. August bis 6. September in

Imst und Innsbruck die Österreichischen Meisterschaften für U12-U16, ACup U 16 und die

Staatsmeisterschaften der Erwachsenen in den Disziplinen Lead, Speed und Bouldern stattfinden

können. Natürlich unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, ohne Zuschauer, nur mit

den jeweiligen Trainern.

Voller Motivation, endlich wieder Wettkampfluft zu schnuppern, fuhren die Kärntner

KaderathletenInnen nach Imst, wo die ersten der über mehrere Tage dauernden Bewerbe

durchgeführt wurden. Austragungsstätte war die imposante Kletterwand im

Außenbereich mit einer Höhe von 21,5 m, mit bis zu 28 Klettermetern und knackigen

Touren. Ausdauer war gefragt. Nach den Disziplinen Lead und Speed ging es weiter ins

Kletterzentrum (KI) nach Innsbruck, wo der Boulderbewerb stattfand.

Unseren AthletenInnen vom Wettkampfteam Villach kann ich nur gratulieren!

Top-Platzierungen

Sophie Kreuzberger (U12) stand in

allen drei Disziplinen am Podest. Sie

holte in Speed, Lead und Bouldern

sowie in der Kombination jeweils die

Bronzemedaille.

Auch Leon Hoja (U14) triumphierte,

mit seiner persönlichen Bestzeit kürte

er sich zum Österreichischen Meister in

Speed.

Weitere Top-Ten-Platzierungen im Feld

der besten KlettererInnen Österreichs

sicherten sich Paul Steiner (U14) und

Marlene Rieger (U16).

Ihr Fachhandel für Damen-Herrenschuhe,

Lederwaren & Reisegepäck!

Moritschstraße 1 • 9500 Villach • Tel.: +43 4242 52662 • www.lederfranz.at • Join us on


WER BIN ICH?

RÄTSEL

Ich bin fast überall zu

finden. Manchmal werde

ich gesehen, ein andermal

bin ich plötzlich da und

erschrecke damit hin und

wieder Menschen.

Meine Verwandtschaft ist

riesengroß und vielfältig.

Man findet mich auf Wegen,

Bäumen, in Häusern und Wiesen.

Jugendteam sucht Verstärkung

Der Alpenverein Villach ist ein jugend- und familienfreundlicher Verein und somit liegt es unserem

Jugendteam am Herzen, spezielle Angebote für die Zielgruppen Kinder, Jugendliche und

Familien anzubieten. Egal, ob Staudamm bauen, Spielen, Toben, Klettern, Mountainbiken,

Wandern, Klettersteige gehen, Skifahren, Skitouren, Biwakieren ... zusammen macht es mehr Spaß.

© Franz Kohlhuber

Manchmal springe ich, manchmal

krabble ich und wenn ich Spaß

haben will, seile ich mich ab. Wenn

ich noch ganz klein bin, dann kann

ich sogar mit dem Wind mitfliegen

und einige von uns sind auch gerne

im Wasser. Meine Nahrung kommt

immer zu mir, denn ich habe eine

spezielle Vorrichtung, um sie zu

fangen. Mein Körper ist rund und

ich habe einen dicken Bauch.

Beinchen habe ich mehr als zwei.

Ich bin ein Meister der Tarnung,

nur manchmal verrät mich mein

wunderschönes Kreuz am Rücken!

MARTINA KOHLHUBER

Spinnentier (Gartenkreuzspinne)

Um das vielfältige Angebot der Alpenvereinsjugend Villach aufrecht zu erhalten bzw. weiter

auszubauen, braucht es ein buntes Team von engagierten Menschen, die in der Freizeit mit Gleichgesinnten

einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten und gemeinsam etwas bewegen wollen!

!

Du bist gerne in der Natur oder in der

Kletterhalle unterwegs?

Du hast Lust und Interesse an der Arbeit

mit Kindern, Jugendlichen oder

Familien?

Melde dich bitte:

Du möchtest dich ehrenamtlich in unserer

Sektion oder Ortsgruppe engagieren?

Du möchtest die vielfältigen Aus- und

Weiterbildungsmöglichkeiten (Bergsport,

Pädagogik, …) des Alpenvereins nutzen?

(www.alpenverein-akademie.at)

Ob jung oder jung geblieben, bei uns bist du herzlich willkommen & eingeladen, mitzumachen!

Selbstverständlich kannst du uns auch auf einer Tour kennen lernen, freie Auswahl im Jugendprogramm

Marc Tiebout – Jugendreferent, Alpenverein Villach

T: +43 670 5069303, M: marc@steinboecke.at

Udo Jester – Ortsgruppenleiter OG Unteres Drautal

T: +43 676 6068970, M: udo.jester136@aon.at

VILLACH, Oberer Kirchenplatz 5 neben der Stadtpfarrkirche gelegen, gemütlicher Sitzgarten, ca. 50 verschiedene Süßspeisen, Mittagsküche,

ganzjährig geöffnet: MO–SA 7.00–19.00 Uhr, SO 9.30–19.00 Uhr · Tel. 04242/243 77 · konditorei.rainer@aon.at · www.konditorei-rainer-restaurant.at


Karawanken

Menschenkette

MARC | 26.09.2020

Anlässlich der Feierlichkeiten zu 100 Jahre Kärntner

Volksabstimmung organisierte der Stiegerhof die Aktion

„Menschenkette“ auf den Karawanken. Vom Mallestiger

Mittagskogel bis zur Dreiländerecke sollte dabei die

Grenze mit einer Menschenkette sichtbar gemacht werden.

Nicht, um das Trennende der Grenze hervorzuheben,

sondern um Brücken zu bauen.

Die Idee fanden und finden wir toll und dank kostenloser

Seilbahnfahrt auf das Dreiländereck war es leicht, die Familiengruppe

zum Mitmachen zu bewegen. Das Wetter

machte uns mit intensivem Schneefall fast einen Strich

durch die Rechnung, bescherte uns aber letztendlich einen

Riesenspaß im Schnee. Mit 3 Familien waren vier Nationalitäten

dabei: Österreich, Deutschland, Großbritannien

und Belgien.

Sommerfreizeit

für 8 – 10 jährige Kinder

SILKE

Treffpunkt Finkenstein.

Acht Kinder treffen sich Anfang August fünf Tage

lang zum Wandern, Klettern, Baden, Radln, Klettersteige

Gehen und Spielen. Wir erwandern die Drachenmeile Woroun,

finden viele Eierschwammerl, erhöhen den Lärmpegel

in der Kletterhalle beträchtlich, erklimmen die Rotschitzaklamm

und radeln zum Baden an den Faaker See.

Und streicheln Meerschweinchen und führen den Hund

Gassi usw … Vielen Dank für die vielen helfenden Hände an

Lydia (macht alles mit), Matthias (Klettern) und Marc (Koch).

NEWS

Die neue Ausbildung

zum Jugendleiter

Aktuelle Jugend-Infos findet ihr auf unserer Website:

www.alpenverein.at/jugend-villach

Buchhaltung | Bilanzierung | Lohnverrechnung | Unternehmensberatung

Controlling | Start Up Services | Förderungen | Finanzierungen

Sommerfreizeit

11 -14 Jährige Jugendliche

Treffpunkt Finkenstein. Neun Jungs gehen Klettern am

Kanzi, bis die Finger nicht mehr halten, die Klettersteige

Rotschitzaklamm und Kanzi werden gestürmt, im Klettergarten

Arnoldstein schwitzen sie bei 30 Grad und in

der Alpenarena ist Abseilen ein Highlight. Zum Glück gibt

es jeden Nachmittag die Radltour zum Faaker See zum Abkühlen

und Blödsinn machen …

Völkendorferstr. 57, 9500 Villach

+43 676 848 267 267

martina@bilanzbuchhaltungsbuero.at

www.bilanzbuchhaltungsbuero.at

35


P.b.b. GZ 02Z032447M

Verlagspostamt 9500 Villach

Retouren an 9500 OAV Villach

Schanzgasse 3

AUSBLICK | WEITERE INFOS AUF WWW.ALPENVEREIN.AT/VILLACH ODER IM AV-BÜRO

06. | 08. | 13. | 27. DEZEMBER 2020&03. JÄNNER 2021

Skitechnik Piste

für Erwachsene

Zum Verbessern des Eigenkönnens bzw.

leichteren Einstieg in die neue Skisaison.

Organisation: Klaus Bäck

• jew. 9–12 Uhr

• 1 Kurstag 40 €

• 3 Kurstage 100 €

• 5 Kurstage 150 €

Je nach Schneelage und Witterung –

Details siehe Homepage.

Telemark-Skikurse

mit Giada Gorianc

Einmal etwas anderes probieren?

Spaß haben? Die eigene Technik verbessern?

06. MÄRZ 2021

Einführung

• Kursbeitrag: 40 €

16.–17. JÄNNER 2021

Vertiefung

• Kursbeitrag: 60 €

23.–24. JÄNNER 2021

Eiskletterkurs

Kletter-/Sicherungstechnik im Eis,

Materialkunde, Umgang mit Eisgeräten und

Eisschrauben, Begehen von Wasserfällen

Organisation: Gerhard Presser

• Kursbeitrag: 105 €

© Gerhard Presser

22.–24. JÄNNER 2021

Skitechnikkurs Heiligenblut

Für Skifahrer, Variantenfahrer, Anfänger und

Fortgeschrittene, die ihre Technik verbessern wollen.

Organisation: Klaus Bäck

• Kursbeitrag: 90 €

AB 08. JÄNNER 2021

SPORTKLETTERN

Seilkurs Indoor

Erwachsene Fortgeschrittene

mit Harald Anderwald

• 8 Einheiten á 2 Stunden (17–19 Uhr)

• KB: 210 € (inkl. Halleneintritt)

© Klaus Bäck

09.–11. APRIL 2021

Skihochtouren

Venedigergruppe

mit Werner Pfeifer

• max. 8 Personen

• Führungsbeitrag: 60 €

22.–25. APRIL 2021

Skihochtouren Ostalpen

mit Alois Goller

• max. 10 Personen

• vorerst nur Interessensbekundung, Details

werden bei Zustandekommen bekannt gegeben

©Werner Pfeifer

12.–14. FEBRUAR 2021

Skitourentage Asten

2 Skitouren mit Klaus Bäck

• Schwierigkeit: mittel/mittel

• Führungsbeitrag: 60 €

19.–21. MÄRZ 2021

Skitourentage Sillian

3 Skitouren mit Alois Goller

• Schwierigkeit: schwer/mittel

• Führungsbeitrag: 60 €

26.–28. MÄRZ 2021

Skitourentage Defereggental

3 Skitouren mit Klaus Bäck

• Schwierigkeit: mittel/mittel

• Führungsbeitrag: 110 €

Bei allen mehrtägigen Touren sind Eigenanreise, Unterkunft, Verpflegung, Liftkarte, etc.

vor Ort selbst zu bezahlen.

AB 11. JÄNNER 2021

Klettertechnik

Erwachsene Anfänger

mit Jörg Groschacher

• 8 Einheiten á 2 Stunden (17-19 Uhr)

• KB: 140 € (exkl.Halleneintritt)

SPORTKLETTERN

AB 14. JÄNNER 2021

SPORTKLETTERN

Seilkurs Indoor

Erwachsene Anfänger

mit Katrin Meyer

• 8 Einheiten á 2 Stunden (17:30–19:30 Uhr)

• KB: 185 € (inkl.Halleneintritt)

AB 27. APRIL 2021

SPORTKLETTERN

Klettern 50–99

Indoor u. Outdoor

mit Wiltrud Wiegele

• 10 Einheiten á 2 Stunden (17–19 Uhr)

• KB: 160 € (exkl. Halleneintritt)

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine