the etf & etp newsletter - 10x10

10x10.ch

the etf & etp newsletter - 10x10

the etf & etp newsletter i ausgabe 06, 2011

Neue Produkte en masse

Sommerflaute allerorts?

Nicht an der Schweizer Börse.

Marc Weber, VZ Depotbank

erklärt die neue Online-Plattform

für Sparpläne und Anlagen in ETF.

B R E N N P U N K T

Kluge Investoren

informieren sich

10x10.ch / 15.08.2011 / 6. Jahrgang / 10 x jährlich

K O M P A K T 07 G E S P R Ä C H S S T O F F 10 G A S T B E I T R A G

12

ETF-Performancevergleich

Dr. Alex Hinder stellt erhebliche

Performanceunterschiede fest.


E D I T O R I A L

Keine Langeweile in der

Ferienzeit

Stau am Gotthard und Konserven im TV machen es klar: Der Sommer ist da – und mit

ihm das Sommerloch. Normalerweise ist die Lethargie auch an den Finanzmärkten zu

spüren. Doch dieses Jahr ist alles anders: Wenn irgendwo ein «Loch» zu sehen ist, dann

in einer Staatskasse. Die Staatsdefizite haben die Märkte im Sommer auf Trab gehalten.

Auch im ETF-Markt kann von Langeweile keine Rede sein. So hat iShares den Winterschlaf

hierzulande beendet und nach langer Abwesenheit 24 neue Produkte lanciert. Aus

dem Mutterhaus BlackRock ist zu vernehmen, die Pipeline sei weiterhin gefüllt. Auch

andere Anbieter waren keineswegs untätig. So hat ComStage unter anderem den S-DAX

investierbar gemacht und einen ETF auf den SPI lanciert. Dasselbe tat just einen Tag später

UBS. Während UBS physisch repliziert, bildet ComStage den Index synthetisch ab.

Wessen Methode erfolgreicher ist, erfahren Sie in einer der kommenden Ausgaben.

Auch wir haben den Sommer genutzt und den ETF-Newsletter 10x10 leichten Anpassungen

unterworfen. Mit den Änderungen im Layout wurden Lesbarkeit und Lesefluss

optimiert. Mit den neuen oder ausgebauten Rubriken wie «Wissen», «Rohstoffe» oder

«Marktmonitor» wollen wir dem aufstrebenden Markt für ETF und ETP gerecht werden.

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spass beim Lesen.

Ihr Rino Borini

I N H A L T

B R E N N P U N K T

Kluge Köpfe informieren

sich Swaps oder synthetisch,

Hauptsache «Gewusst wie!»

K O M P A K T

Neue Produkte en masse

Sommerflaute allerorts?

Nicht an der Schweizer Börse.

I N D E X D E R A U S G A B E

Swiss Performance Index

Der SPI steht oft im Schatten

des SMI. Zu Unrecht.

G A S T B E I T R A G

ETF-Performancevergleich

Dr. Alex Hinder vergleicht

historische ETF Renditen.

W I S S E N

Steuerliche Behandlung

Dominique Böhler erklärt,

was bei ETF zu beachten ist.

I M P R E S S U M

04

07

09

12

13

Erscheinungsweise: 10mal jährlich und kostenlos!

(Feb, März, April, Mai, Juni, Aug, Sept, Okt, Nov,

Dez) Verlag: financialmedia AG, Redaktion 10x10,

Pfingstweidstrasse 6 / 8005 Zürich Kontakt: Email:

info@10x10.ch, Web: www.10x10.ch, Tel.: +41 44 277

75 30, Fax: +41 44 277 75 35 Redaktion: Rino Borini

– Leitung (RB), Olivier Bühler (OB), Cyril Schicker

(CS), Barbara Kalhammer (BK) Umsetzung/Layout/Grafik:

Fabian Widmer Cover: ©iStockphoto.com/mevans

L Y X O R E T F : 3 B U C H S T A B E N ,

J E T Z T 7 8 L ö s u n g E n

verlinkte Anzeige


D A S N E U S T E Z U E R S T

das

neuste

zuerst

News Ticker Small- und Mid-

Caps im Fokus

> Weltweite ETF-Anlagen

Ende Juni 2011 waren weltweit

1,45 Mrd. Dollar in Exchange

Traded Funds investiert.

> Allzeithoch Marktverwerfungen

treiben die Preise von

Gold- und Silber-ETF. Gold kostet

erstmals über 1755 Dollar,

Silber knapp 40 Dollar.

> Kupfer-ETC ETF Securities

hat mit dem ETFS Physical Copper

den ersten physisch besicherten

Industriemetall-ETC an

der Deutschen Börse gelistet.

> Reger Handel Im ersten

Halbjahr stiegen die Umsätze

an der SIX Swiss Exchange um

23% auf rund 45.8 Mrd. Franken.

UBS erweitert ihr Angebot um

ETF auf SPI und SPI-Mid. Anleger

können damit vom Diversifikationspotenzial

der Small-

und Mid-Caps profitieren. Der

SPI umfasst aktuell 222 Titel,

nahezu alle zugelassenen

schweizerischen Aktiengesellschaften.

Doch nicht nur die

Diversifikationseigenschaften

gegenüber dem SMI mit nur 22

Titeln sind ein Vorteil. Vielfach

können kleine und mittlere

Unternehmen auch mit höheren

Gewinnen punkten.

Börsenplatz: SIX Swiss Exchange

ISIN: CH0131872431

TER: 0.60%

3

Nachhaltiges

Indexprodukt

1 2 3

Amundi hat den Green-Tech-

Living-Planet-ETF lanciert. Der

Index wurde von Living Planet

Fund Management, eine Tochtergesellschaft

des WWF, und

von CA Cheuvreux entwickelt.

Der Index bietet Zugang zu

Aktien europäischer Unternehmen,

die mehr als 20 Prozent

ihres Gesamtumsatzes aus Aktivitäten

im Bereich «Grüne

Technologien» erwirtschaften.

In dem Index sind auch

Schwei zer Werte vertreten wie

Geberit, ABB und SGS.

Börsenplatz: SIX Swiss Exchange

ISIN: FR0010949479

TER: 0.45%

1

2

SEITE 03

Schwellenländer

Sektoren-ETF

db x-trackers hat an der Deutschen

Börse die ersten Schwellenländer-ETF

auf Sektor-

Indizes gelistet. Die zehn ETF

bilden weltweite Sektoren wie

Energie, Konsum, Gesundheit

und Finanzen aus insgesamt

23 Emerging Markets ab. Die

unterliegenden MSCI-Indizes

setzen sich zusammen aus

den wichtigsten Unternehmen

dieser Länder. Im MSCI-EM-

Energy- Index finden sich beispielsweise

Gazprom, Petrobras,

Cnooc und Lukoil.

Börsenplatz: Xetra

ISIN: LU0592216633

TER: 0.65%

verlinkte Anzeige


B R E N N P U N K T

Kluge Investoren informieren sich

Swapbasierte ETF gehören inzwischen zum Alltag eines europäischen Indexinvestors. An der Schweizer

Börse wird die Mehrheit der zugelassenen Indexvehikel synthetisch repliziert. Grundsätzlich sind diese

Produkte nichts Schlechtes, der Endinvestor muss sich jedoch der Risiken bewusst sein. Die Anbieter

tun das ihrige, um die Transparenz hoch zu halten.

Landauf, landab ist bekannt, dass Anlagefonds

Gegenparteienrisiken beherbergen.

Fondsanbieter, egal ob aktiv- oder passivorientiert,

dürfen nach der europäischen

Fondsrichtlinie Ucits-III derivative Produkte

einsetzen. Der maximale Gegenwert der

enthaltenen Derivate ist auf maximal zehn

Prozent des Fondsvermögens beschränkt.

Bei börsengehandelten Indexfonds, die

Anleger müssen jederzeit

wissen, in welche Vehikel das

Vermögen investiert ist.

nicht 1:1 physisch abgebildet werden, nutzen

die Anbieter Swaps. Dabei tauscht der

Fonds die Indexrendite mit einer Investmentbank.

Statt dass er in die effektiven

Indextitel investiert, legt der Fonds das

Vermögen in einem sogenannten Träger-

portfolio an, auch Substitute Basket genannt.

Darin befinden sich nicht die effektiven

Indexmitglieder, sondern eine

Auswahl anderer Wertpapiere. Einige Anbieter

sichern zusätzlich das Swaprisiko

ab. Dominique Böhler, verantwortlich für

das ETF-Geschäft bei Com Stage in der

Schweiz, erläutert: «Wir übersichern den

Swapanteil. Dazu setzen wir deutsche

Staatsanleihen ein. Sollte eine Swappartei

ausfallen, können diese Titel liquidiert werden.

In diesen Marktphasen ist durchaus zu

erwarten, dass die Nachfrage nach Staatsanleihen

steigt. Somit kommen zur Übersicherung

zusätzlich steigende Anleihenpreise

hinzu.»

Synthetische ETF in Europa gefragt

Per Ende Mai 2011 waren europaweit 318

Milliarden Dollar in ETF investiert. 44 Prozent

dieser Vermögen sind in Indexfonds

angelegt, die nach der synthetischen

Abbildungsmethode aufgesetzt sind. Der

SEITE 04

Rest ist in Fonds investiert, die einen Index

weiterhin in der ursprünglichen Form abbilden,

nämlich mit der physischen Replikatonsmethode.

Insbesondere Europäer

nutzen die swapbasierte Indexabbildung.

In den Regionen Asien-Pazifik und Amerika

dominieren die physischen Indexfonds.

Anleger, die also in einen swapbasierten

ETF investieren, müssen sich dem möglichen

Ausfallrisiko bewusst sein. Aber dieses

Counterparty Risk kann auch bei der

Wertschriftenleihe erfolgen. Die Fondsmanager

nutzen Securtities Lending, um

Zusatzerträge zu generieren. Sowohl aktiv

verwaltete Anlagefonds wie auch passive

Fonds tätigen diese Geschäfte. Einige

Anbieter von synthetischen ETF sind dafür

eher verhalten eingestellt und tätigen keine

zusätzlichen Leihgeschäfte, so unter anderem

Lyxor Asset Management. «Lyxor-

ETF haben seit der Lancierung des ersten

ETF vor mehr als zehn Jahren nie Securities

Lending betrieben», WEITER S. 05


B R E N N P U N K T

so Roger Bootz, Chef von Lyxor

Asset Management Schweiz.

Spätestens seit dem Zerfall der einstigen

Ikone Lehman Brothers weiss jeder Anleger,

dass dem Gegenparteienrisiko Beachtung

geschenkt werden muss. Zudem kann

sich eine Diversifikation des Gegenparteirisikos

lohnen, indem synthetische ETF von

verschiedenen Anbietern gewählt werden

und der Anleger dabei darauf achtet, dass

die Swapgegenpartei ein gutes Rating aufweist.

Wer macht was? Anbieter solcher Produkte

haben in den letzten Jahren zahlreiche

Bemühungen unternommen, damit

ein Anleger jederzeit weiss, in welche

Werte er effektiv investiert ist. Man kann

die Fondshäuser in drei Gruppen einteilen:

Die erste repliziert mehrheitlich

mit der synthetischen Form. Dazu zählen

Lyxor, db x-trackers, ComStage, Royal

Bank of Scotland und Amundi. Die zweite

Anbieter kategorie wählt primär die physische

Replikationsform und bildet beispielsweise

exotische oder schwerinvestierbare

Märkte und Anlageklassen mittels der synthetischen

Abbildungsform. Dazu zählen

iShares, Credit Suisse oder UBS. Die dritte

Gruppe schliesslich wählt nur die physische

Replikationsform, ohne wenn und

aber. Hier sind die ZKB oder State Street

(SPDR) zu erwähnen. Das soll aber keine

Garantie für die Zukunft sein. Märkte und

ebenso Personen ändern ihre Positionen

heutzutage schnell.

Aus Anlegersicht ist zentral, jederzeit zu

wissen, in welche Vehikel das Vermögen

investiert ist. Um ein allfälliges Gegenpar-

teirisiko beurteilen zu können, sollte der

Fondsanbieter offenlegen, mit welchen

Banken die Swapvereinbarungen abgeschlossen

wurden. Ebenso wertvolle Hinweise

sind Angaben bezüglich des effektiven

Werts der Swaptransaktion. Last but

not least erleichtert eine klare Kennzeichnung

der Indexvehikel nach deren Abbildungsmethode

die Auswahl enorm. Dies

gibt auch dem Anbieter die Garantie, dass

ein Investor das Produkt kauft, das er auch

effektiv will.

Willkür in der Produktdarstellung

Einige Anbieter schlagen bei der Produktdarstellung

einen vorbildlichen Weg

ein, bei anderen wiederum ist sicherlich

Handlungsbedarf nötig. Einen sehr konsequenten

Weg hat Lyxor gewählt. Bevor

SEITE 05

SWAP ETF IM VERGLEICH Quelle: 10x10 / Anbieter

Emittent Synthetische ETF Gegenpartei Rating Trägerportfolio Swapbewertung

Amundi 45 «Credit Agricole A+ nicht ersichtlich nicht ersichtlich

Société Généralé»

AXA 2 k.A. k.A. nicht ersichtlich nicht ersichtlich

ComStage 87 Commerzbank A ersichtlich ersichtlich

Credit Suisse 16 Credit Suisse A+ ersichtlich nicht ersichtlich

Deutsche Bank 76 Deutsche Bank A+ ersichtlich ersichtlich

HSBC 0 - - - -

iShares 0 - - - -

Julius Bär 0 - - - -

Lyxor 78 Société Générale A+ ersichtlich ersichtlich

PowerShares 0 - - - -

Royal Bank of Scotland 20 RBS N.V. A+ nicht ersichtlich nicht ersichtlich

State Street 0 - - - -

UBS 42 UBS A+ nicht ersichtlich nicht ersichtlich

ZKB 0 - - - -

Neu:

ComStage

ETFs auf

SPI & DAX

www.comstage-etf.ch

auf die Fondszusammensetzung zugegriffen

werden kann, muss jeder Investor bestätigen,

dass er mit der Replikationsform

vertraut ist. Diese wird auch grafisch dargestellt.

Neben Lyxor zeigen auch die Häuser

db x-trackers, ComStage, iShares und

Credit Suisse auf täglicher Basis den effektiven

Fondsbasket. Bei UBS, Royal Bank of

Scotland und Amundi sucht man vergeblich

nach der effektiven Fondszusammensetzung.

Die erwähnten Häuser haben dies

geplant, in wenigen Wochen sollten sie

verfügbar sein. Bis dahin müssen Anleger

zum Telefon greifen und nachfragen.

Bei der Entscheidungsfindung ist die

Kenntnis des effektive Swapwerts ein Vorteil.

iShares, db x-trackers und Lyxor stellen

auf täglicher Basis die Swapbewertung auf

ihrer Internetpräsenz WEITER S. 06

ComStage ETFs

auf Währungen Valor

Pauschal-

geb. p. a.

SPI ® TR CHF 12603146 0,40 %

SDAX ® TR CHF & EUR 12603144 0,70 %

DivDAX ® TR CHF & EUR 12603139 0,25 %

ShortDAX ® TR CHF & EUR 12603142 0,30 %

Gemeinsam mehr erreichen

verlinkte Anzeige


B R E N N P U N K T

dar. Stöbert man durch die verschiedenen

ETF, stellt man fest, dass der

Wert der Swaptransaktion oftmals massiv

unter dem maximalen Wert von zehn Prozent

zu stehen kommt.

Aus der Vergangenheit lernen Über

die Gegenpartei ist bei einigen Anbietern

ebenfalls nicht viel in Erfahrung zu bringen.

Doch genau dies ist ein zentraler Punkt.

Es liegt auf der Hand, dass Credit Suisse

Asset Management den Swap mit ihrer Investmentbank

umsetzt. Das gleiche Prinzip

wenden Commerzbank, UBS und Deutschen

Bank an. Bei Amundi und Lyxor ist es

jeweils die Muttergesellschaft Crédit Agricole

beziehungsweise Société Générale.

Als vor über zwei Jahren zahlreiche

Inves toren ihr Vermögen verloren haben,

weil sie in Lehman-Papiere investiert waren,

wur de insbesondere die Branche der

struktu rierten Produkte an der Achillessehne

getroffen. Eine der Lehren: Auch Gegenparteirisiken

müssen ersichtlich sein und

BASEL

MO. 29.8.11 Hotel Les Trois Rois

17:00 – 19:15 Uhr

diversifiziert werden. Bei swapbasierten ETF

ist dies einfach. Der Anleger kann es selbständig

umsetzen, indem er Swap-ETF von

verschiedenen Anbietern auswählt. Einen

klugen Weg fährt iShares: Der

weltweit grösste ETF-Anbieter

repliziert die meisten Index- Gerade in schwierigen Marktphafonds

weiterhin nach der physen

lohnt es sich, mögliche Risiken

sischen Methode. Bei den wenigen

swapbasierten Indexfonds klar und transparent aufzuzeigen.

wird der Swap auf mehrere Parteien

verteilt, um eine automatische

Diversifikation zu erreichen.

Gerade in diesen schwierigen Marktphasen

lohnt es sich, dem Anleger jederzeit und

überall mögliche Risiken klar und transparent

aufzuzeigen. Nur so kann verhindert

werden, dass die Erfolgsgeschichte ETF ein

abruptes Ende findet. Denn auch synthetische

ETF bringen ganz klar ihren Nutzen

und Mehrwert. Am Ende des Tages entscheidet

der Anleger, was er lieber will.

Web-Link: ETF Übersicht 10x10

strukturiert unterwegs

ST. GALLEN

DI. 30.8.11 Pfalzkeller

17:00 – 19:15 Uhr

DIE ROADSHOW FÜR STRUKTURIERTE PRODUKTE

– WISSEN DIREKT VON EXPERTEN

29. August bis 5. September 2011

THEMEN

– QUALITÄTSMERKMALE UND PFANDBESICHERUNG

– ERHALT DER KAUFKRAFT

– ANLEGEN IM TIEFZINSUMFELD

– VOLATILITÄT ALS ANLAGEKLASSE

BERN

MI. 31.8.11 Distelzwangkeller

17:00 – 19:15 Uhr

EVENT-INFOS

ANMELDUNG:

& (Kostenlose Veranstaltung)

www.struktour.ch

info@struktour.ch

044 277 75 30

ZÜRICH

MO. 5.9.11 Metropol

17:00 – 19:15 Uhr

Premium-Partner Event-Partner Medien-Partner Veranstalter

SEITE 06

verlinkte Anzeige


K O M P A K T

Novitäten am laufenden Band

Man könnte meinen, die ETF-Branche kenne keine Sommerpause.

Denn zumindest die Anbieter haben über den Sommer

einiges hervorgebracht – darunter einige Novitäten.

Der Weltmarktführer iShares hat seinen Dornröschenschlaf

definitiv beendet. Nach einer längeren Pause, zumindest in der

Schweiz, brachte das US-Haus auf einen Schlag 24 neue ETF auf

den Markt. Auf der Aktienseite findet sich der erste ETF auf den

MSCI-Emerging-Markets-Small-Cap-Index, ebenso ein Produkt

auf den S&P-Emerging-Markets-Infrastructure-Index.

Auch die Obligationen-Palette wurde mit acht neuen Produkten

erweitert. Spannend ist hier vor allem der ETF auf den

iBoxx-Euro-High-Yield-Bond. Mit diesem bekommen Anleger Zugang

zu den grössten und liquidesten in Euro denominierten Unternehmensanleihen.

Das Rating liegt zwischen CCC- und BB+.

Im Index finden sich nur Anleihen mit einem ausstehenden Volumen

von mindestens 250 Millionen Euro. Der maximale Anteil

der einzelnen Emittenten ist auf fünf Prozent beschränkt.

Ebenfalls neu gelistet wurde der iShares-Barclays-Capital-Euro-

Corporate- Bond-ETF. Der Index enthält in Euro denominierte

Unternehmens anleihen mit Investment Grade aus den Bereichen

Industrie, Versorgung und Finanz. Der ETF ist einer der grössten

ETF auf Unternehmensanleihen.

AUSWAHL NEUER E TF Quelle: 10x10 / Anbieter

Basiswert Symbol Anbieter Replikation TER p.a.

SPI CBSPI ComStage synthetisch 0.40%

SPI SPICHA UBS physisch 0,48%

SPI Mid SPMCHA UBS physisch 0,48%

S&P Emerging Markets Infrastructure IEMI iShares physisch 0.74%

MSCI Emerging Markets SmallCap IEMS iShares physisch 0.74%

iBoxx Euro HighYield Bond IHYG iShares physisch 0.50%

Barclays Capital Euro Corporate Bond IEAC iShares physisch 0.20%

ComStage, der ETF-Bereich der Commerzbank, und UBS sind

mit einer weiteren Novität aufgefallen. Praktisch zeitgleich haben

die beiden Häuser den breitgefassten Swiss Performance Index

(SPI) investierbar gemacht. Das Barometer beherbergt über

220 Titel, die Mehrheit davon ist im Segment der Small- und Mid-

Cap-Aktien zu finden. Die Abbildung dieses Index ist alles andere

als ein leichtes Unterfangen. Als Folge davon unterscheiden sich

auch die gewählten Methoden zur Indexnachbildung. UBS bildet

ihn physisch ab, das heisst, alle im Index enthalten Bestandteile

werden effektiv gekauft. Wahlweise kann sie jedoch auch einen

Sampling-Ansatz einsetzen, indem sie auf gewisse weniger relevante

Titel verzichtet. Die ComStage hingegen wählt den synthetischen

Ansatz. Damit soll die perfekte Indexrendite garantiert

sein, denn diese liefert ihr der Swappartner. Dabei können

jedoch Ausfallrisiken entstehen. ComStage dagegen übersichert

dieses potenzielle Risiko mit erstklassigen Staatsanleihen. UBS

bietet zugleich das SPI-Segment der mittelgrossen Unternehmen

(SPI Mid). In diesem sind 80 Unternehmen vertreten, er ist damit

deutlich breiter abgestützt als der SMI-Mid-Index. RB

Web-Link: Neulancierungen an der Schweizer Börse

10 sekunden

SEITE 07

> Pionierarbeit ComStage hat neue ETF

in die Schweiz gebracht, darunter Produkte

auf den S-DAX und den DivDAX. Somit

können Schweizer Anleger erstmals in

deutsche Small-Cap-Werte investieren. Im

S-DAX finden sich 50 kleinere Industrietitel.

Darüber hinaus wird Anlegern der Zugang

zum DivDAX ermöglicht. Dieser enthält die

15 Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite

des Leitindex DAX.

> Geplanter Yuan-ETF Noch sind ETF

auf chinesische Yuan-Anleihen Zukunftsmusik.

Erschwert wird das Vorhaben durch

geringe Liquidität. Dennoch hat Van Eck

bei der Finanzaufsicht SEC Zulassungsanträge

für zwei ETF auf chinesische

Unternehmensanleihen, die in Yuan- und

Dollar-Papiere investieren, vorgelegt. Zwei

weitere US-ETF-Häuser haben ebenfalls

Zulassungen beantragt.

> Volatilität handeln Volatilität ist

das Mass für die Schwankungen von Wertpapieren.

Je grösser sie sind, desto volatiler

und damit risikoreicher ist eine Anlage.

Lyxor hat diese Anlageklasse nun mit dem

ETF auf den S&P 500 VIX Futures Enhanced

Roll investierbar gemacht. Der Index misst

die erwarteten Kursschwankungen in Form

der impliziten Volatilität am US-amerikanischen

Aktienmarkt.

> Startschuss in Ghana Schon bald

sollen ETF auch an der Ghana Stock Exchange

eingeführt werden. Laut einem

Bericht der Ghana News Agency ist das

Listing für September geplant. Dabei soll

es sich um einen Gold-ETF des südafrikanischen

Vermögensverwalters Absa Capital

handeln, der Barrengold im Portfolio hält.

Der NewGold-ETF ist bereits an den Börsen

in Südafrika und Botswana gelistet.

> Umsätze steigen wieder Sommerflaute?

Mitnichten. So steigerte sich das

ETF-Segment im Juli gegenüber dem Vormonat

um knapp 20 Prozent. Insgesamt

wurde dieses Jahr ein ETF-Umsatz von

53 Milliarden Franken generiert, dies entspricht

einem Wachstum von 25 Prozent

gegenüber dem Vorjahr.


K O M P A K T

Amis erobern die Schweiz

Für die weltweite Erfolgsgeschichte der ETF war der Pioniergeist

von Vanguard und State Street entscheidend. Nun haben

die beiden renommierten Häuser auch den Schweizer Markt für

sich entdeckt. Man darf gespannt sein.

Mit dem Markteintritt von Vanguard und State Street ist die

Riege der grossen Drei in der Schweiz vollzählig. Weltweit belaufen

sich die Assets under Management (AuM) der drei grössten

ETF-Anbieter per Ende Juni 2011 auf 1,45 Billionen Dollar. Der

Löwenanteil in Höhe von 649,6 Milliarden Dollar ist in ETF von

iShares investiert, gefolgt von State Street mit 263,1 Milliarden

und Vanguard mit 177,6 Milliarden Dollar verwalteten Vermögen.

Doch die beiden zählen nicht nur zu den grössten ETF-Anbietern.

Die Amerikaner waren auch massgeblich an der Entstehungsgeschichte

der kostengünstigen Produkte beteiligt.

Vorreiter Sharp und Fouse Der erste Indexfonds «Samsonite

Pension Fund» wurde von dem US-Wirtschaftswissenschafter

William Sharp und dem Investmentexperten Bill Fouse im Jahr

1971 geschaffen. Nur fünf Jahre später gab es bereits den ersten

ETF für Privatanleger, den Vanguard 500. Es war der Vermögensverwalter

State Street Global Advisors, der in den 70-er Jahren

die ersten Produkte für die breite Masse auf den Markt gebracht

hat. Einen Nachteil jedoch hatten diese Produkte, sie waren nicht

an der Börse kotiert.

Der Ur-ETF Die Erfolgsgeschichte der Exchange Traded Funds

begann erst einige Jahre später. 1993 wurde der «Standard &

Poor’s Depository Receipt» von der amerikanischen SEC (Securities

and Exchange Commission) zugelassen und an der American

Stock Exchange kotiert. Der SPDR, auch Spider genannt, ermöglichte

den Anlegern eine Partizipation an der Entwicklung

des S&P 500, dem grössten Aktienindex der Welt. Ab 1995 wurde

das ETF-Angebot kontinuierlich ausgebaut. Bis die Produkte auch

in Europa Einzug hielten, dauerte es dann jedoch noch einmal

fünf Jahre. Um die Jahrtausendwende starteten die ersten ETF in

Deutschland, Grossbritannien, der Schweiz und Schweden. Vor

kurzem hat sich nun State Street in die Schweiz gewagt. Bislang

Deutsche Bank

db X-trackers

db X-trackers Exchange Traded Funds

Einfach den Index kaufen

Weitere Informationen

?

171 MRD

171 MRD

USD

in Rohstoffprodukten. Gemäss Angaben des ETF-

Anbieters ETF Securities waren per Ende Juni weltweit

171 Milliarden Dollar in Rohstoff-ETF und -ETC investiert.

Im Vergleich zum Vorjahr entspricht diese einem

Anstieg um 33 Prozent. Seit Jahresbeginn ist die Investitionssumme

um etwa fünf Prozent gewachsen. «Die

Investoren haben aber auch ihre Wachstums- und

Zinserwartungen erhöht und vermehrt in zyklische Anlageklassen

gewechselt», sagt Nicholas Brooks, Marktanalyst

bei ETF Securities.

SEITE 08

hat der Gigant zwölf ETF an der SIX Swiss Exchange gelistet. Vanguard

ist ebenfalls bereits vor Ort, der Start der ersten Produkte

dürfte bald erfolgen.

Der Markt hat sich in den vergangenen Jahren stark fragmentiert,

und die Zahl der Produkte ist enorm gewachsen. Das hat jedoch

nichts an der Rolle der renommierten Anbieter State Street

und Vanguard verändert. Noch immer ist der ETF aus dem Hause

State Street auf den S&P 500 der Grösste überhaupt. Das verwaltete

Vermögen beläuft sich auf rund 90 Milliarden Dollar. Dahinter

rangiert mit rund 49 Milliarden Dollar der Vanguard-ETF

auf den MSCI-Emerging-Markets-Index. Gefolgt von drei ETF aus

dem Hause iShares. BK

Web-Link: ETF Landscape von BlackRock

verlinkte Anzeige


I N D E X D E R A U S G A B E

Das wichtige Aktienbarometer

Swiss

Performance

Index

Anleger legen ihr Hauptaugenmerk meist auf das Bluechip-Barometer

SMI. Doch auch die Beliebtheit des SPI

steigt bei institutionellen sowie privaten Anlegern. Und

für andere wiederum galt sowieso schon immer: Die bedeutendere

Messgrösse ist der SPI.

Bis anhin konnten Anleger im Schweizer Aktienmarkt lediglich die

Indexfamilie SMI spielen. Dazu gehört der bekannte SMI (Swiss

Market Index) sowie der SMIM (SMI Mid), also mittelgrosskapitalisierte

Unternehmen. Letzterer bildet lediglich die 30 grössten

Mid-Cap-Unternehmen aus dem Swiss Performance Index (SPI)

ab und wird zudem als Preisindex berechnet. Allfällige Dividenden

fliessen also nicht in den Index ein.

Der SPI kann als Gesamtmarktindex für den Schweizer Aktienmarkt

bezeichnet werden. Er enthält nahezu alle börsengehandelten

Aktien. Der Index kann in drei Lager unterteilt werden; in

SPI-Large, SPI-Mid und SPI-Small. Insgesamt beinhaltet der SPI

222 Werte. SMI und SMIM bilden zusammen den SPI-Large ab.

Doch der SMIM widerspiegelt nicht das ganze Spektrum der mittelkapitalisierten

Unternehmen, er zeigt lediglich 30 Titel. Der

gesamte SPI-Mid hingegen beinhaltet 80 Werte und ist damit

brei ter abgestützt.

Indexzusammensetzung & Performance Auch der SPI wird

von den drei Schwergewichten Nestlé, Novartis und Roche bestimmt.

Diese drei Unternehmen bestimmen 45 Prozent der gesamten

Marktkapitalisierung des Index. Beim SMI haben diese

drei Aktiendinosaurier ein noch stärkeres Gewicht: Dort vereinnahmen

sie sogar über 55 Prozent der Gesamtkapitalisierung. Die

Indextiefe im SPI verhilft dem Barometer zu einer vielfältigeren

Sektorenaufteilung, wobei auch im SPI die Sektoren Industrie,

Verbrauchsgüter und Gesundheitswesen eine äusserst dominante

Stellung aufweisen. Die grösser Breite des Index manifestiert sich

in der Performance.

Die renditetreibende Kraft ist im Segment der Small- und Mid-

Caps zu finden. Diese verhelfen dem SPI gegenüber dem SMI

(inklusive Berücksichtigung der Dividenden) historisch betrachtet

zu einer besseren Kursentwicklung. So konnte der SPI über

die letzten zehn Jahre 11,5 Prozent generieren, währenddessen der

SMI auf 6,7 Prozent zu stehen kommt. Auf kurze Frist (1 Jahr) hingegen

konnten die grosskapitalisierten Werte aufholen. Dementsprechend

liegen die beiden Barometer beinahe gleich auf. RB

BRANCHENANTEILE

DIE 10 GRÖSSTEN POSITIONEN

Richemont

3,1%

CS Group

3,6%

ABB

5,4%

Novartis

14,4%

Zurich

Financial

3,2%

Nestlé

20,3%

Transocan

2%

Roche

11,1%

Syngenta

2,9%

UBS

5,5%

SEITE 09

%

1. Gesundheitswesen 28,8%

2. Verbrauchsgüter 26,8%

3. Finanzdienstleistungen 19,7%

4. Industrieunternehmen 14,0%

5. Grundstoffe 4,6%

6. Erdöl & Erdgas 3,4%

7. Verbraucherservice 1,0%

8. Telekommunikation 1,0%

9. Technologie 0,6%

10. Versorger 0,2%

PRODUKTE auf den SPI- und SPI-Mid-Index

10

top 10

SPI

Anbieter Symbol Swap TER p.a. AuM Spread ETF YtD Index YtD

ComStage CBSPI Ja 0.40% 23 Mio. CHF 0.25% na. -24.67%

UBS SPICHA Nein 0.48% 1.6 Mio. CHF 0.33% na. -24.67%

UBS SPICHI Nein 0.34% 1.6 Mio. CHF 0.33% na. -24.67%


G E S P R Ä C H S S T O F F

Interview mit Marc Weber, CEO VZ Depotbank

Mit www. vzfinanzportal.ch hat das VZ VermögensZentrum

eine neue Online-Plattform

für Sparpläne und Anlagen in ETF lanciert.

Warum?

Die Idee war, Privatanlegern Investitionsmöglichkeiten

zugänglich zu machen,

die bisher institutionellen Anlegern

vorbehal ten waren. Mangels Alternativen

investier ten Privatanleger bisher primär in

Strategie fonds, die sehr teuer sind. Unsere

Überlegung war, eine leicht verständliche

und günstigere Alternative anzubieten. In

unserem Online-Prozess können sich die

Kunden selbst beraten und damit sogar die

Kosten für einen Bankberater sparen.

Unsere Kunden

können ihr Depot

börsentäglich einsehen

sowie ETF kaufen

und verkaufen.

Worin bestehen die Unterschiede zu anderen

ETF-Sparlösungen (beispielsweise

Netto bank oder Swisscanto)?

Bei der Lösung der VZ Depotbank handelt

es sich weder um eine Vermögensverwaltung

noch um einen Strategiefonds. Wir

bieten eine Direktanlage in ETF, mit der

die Kunden ihre Portfolios völlig flexibel

nach ihren eigenen Präferenzen gestalten

können. Bei ETF- und Fondssparlösungen

anderer Anbieter können die Anleger

nicht aus Teilbereichen aussteigen, sondern

müs sen den entsprechenden Fonds

komplett verkaufen und in einen anderen

investieren. Im Gegensatz zu den meisten

anderen Banken bieten wir keine eigenen

Fonds an, sondern wählen lediglich die besten

aus, die auf dem Markt erhältlich sind.

Mit dem Finanzportal hat das VZ die technische

Voraussetzung geschaffen, mithilfe

derer sich Kunden selbst beraten können

und Zugang zu institutionellen Anlageansätzen

bekommen.

Welche Vorteile oder Nutzen haben Anleger

mit einer solchen Lösung?

Auch wenn wir verschiedene Anlageempfehlungen

abgeben, können Sparer

und Anleger ihr ETF-Portfolio beim VZ vollständig

individuell gestalten. Besonderen

Marc Weber ist CEO der VZ

Depotbank in Zürich. Nach sei-

nem Einstieg in die VZ-Gruppe im Jahr

SEITE 10

1999 war er zunächst im Financial Consul-

ting und Wealth Management tätig. Da-

nach leitete er das Portfoliomanagement

und die Wertschriftenabwicklung. Ab 2005

war er technischer Projektleiter beim Auf-

bau der VZ Depotbank. Seit 2009 ist Weber

deren Geschäftsführer. Weber hat an der

Zürcher Fachhochschule Betriebsökono-

mie studiert sowie einen Master in Bank-

management absolviert.

Wert legen wir dabei auf Transparenz, Kosten

und Flexibilität. Unsere Kunden können

ihr Depot jederzeit einsehen und börsentäglich

ETF kaufen und verkaufen. Überzeugend

sind auch die geringen Gebühren.

Gegenüber klassischen Strategie fonds

liegen sie um bis zu 50 Prozent niedriger.

Selbst das Rebalancing, die regel basierte

Rückführung des Port folios auf die Anlagestrategie,

ist inklusive.

Mit welchen Kosten muss der Anleger rechnen?

Ist der monatliche Sparbetrag nicht

auch kostenfördernd?

Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt

0,55 Prozent der Anlagesumme. Darin enthalten

sind Kosten für Depotführung, Administration,

Strategieänderungen, Reporting,

allfällige telefonische Unterstützung

durch einen Berater und das regelbasierte

Rebalancing. Ausgabe- und Rückgabekommissionen

fallen nicht an. Realtime-

Express aufträge sind mit 39 Franken sehr

günstig. Lediglich die Gebühren der ETF

kommen hinzu. Die Gesamtkostenquote

(TER) der ETF beträgt im Durchschnitt 0,3

Prozent. Für regelmässige Einzahlungen,

ob monatlich, quartalsweise oder jährlich,

fallen weder Einzahlungs- noch Transaktionskosten

an.

WEITER S. 11


G E S P R Ä C H S S T O F F

Welche Strategien stehen den

Investoren zur Verfügung?

Wenig erfahrenen Anlegern geben wir vier

Anlagevorschläge an die Hand. Die Standardstrategien

sehen Aktienanteile zwischen

25 und 100 Prozent vor, die um Zinswerte

(wie Obligationen), Immobilien und

Rohstoffe ergänzt werden. Versierte Anleger

können mit unserem Online-Tool ihre

Anlagestrategie auch selbst festlegen.

Wie wird die passende Anlagestrategie

ermittelt?

Kunden beantworten online elf einfache

Fragen über ihre Anlageerfahrungen,

ihre Renditeerwartungen und ihre Risikobereitschaft.

Daraus ermittelt der Rechner

die individuelle Risikotoleranz und

em pfiehlt eine Anlagestrategie, die die

Anleger aber jederzeit ändern können.

Strategieermittlung und Depotverwaltung

wer den über das Internet. Bei Fragen

stehen unsere Anlageexperten aber telefonisch

zur Verfügung.

Wie werden die passenden Produkte aus

den über 700 an der Börse gelisteten ETF

ausgewählt?

Für Anleger ist es nur schwer möglich,

den Überblick über den Markt zu behalten

und ETF im Detail zu bewerten. Da das

Das Rebalancing ist von

Zeit zu Zeit notwendig, um

eine Anlagestrategie sauber

einhalten zu können.

UBS ETFs. Smarte, indexbasierte

Anlagelösungen für Ihr Portfolio.

VZ keine eigenen Produkte anbietet, ermitteln

unsere Anlageexperten unabhängig

in einem Selektionsprozess die besten

und kostengünstigsten Fonds. Sie vergleichen

alle ETF, die pro Anlageklasse zur Verfügung

stehen. Als Beurteilungskriterien

gelten die historische Gesamtrendite, die

Gesamtkostenquote (TER), der Tracking

Error, die Handelsliquidität und die Abbildungsmechanik.

Werden die Strategien ausschliesslich mit

ETF umgesetzt?

Grundsätzlich ja. Ausnahmen stellen jedoch

einzelne Anlageklassen dar, in denen

es heute noch nicht genügend Auswahl an

qualitativ hochwertigen ETF gibt. Dazu gehören

beispielsweise Euro-Obligationen,

die in Schweizer Franken gehedged sind,

und breite Rohstoffindizes.

Werden die ausgewählten ETF überwacht

und notfalls ausgetauscht?

Unsere Anlageexperten überwachen ständig,

ob die ausgewählten ETF immer noch

tatsächlich die besten sind. Die regelmässig

aktualisierte ETF-Selektionsliste stellen

wir Anlegern auf dem Finanzportal zur Verfügung.

Über Änderungen werden unsere

Kunden automatisch benachrichtigt. Anleger,

die unseren Empfehlungen folgen,

können die ETF dann in ihrem Portfolio

austauschen.

Wird das Portfolio nach dem Auswahlprozess

noch verändert?

Das Rebalancing des Portfolios ist von Zeit

zu Zeit notwendig, um eine Anlagestrategie

sauber einhalten zu können. Wir füh-

© UBS 2011. Weitere Informationen und Risiken auf www.ubs.com/etf. Das Schlüsselsymbol und UBS gehören zu den geschützten Marken von UBS. Alle Rechte vorbehalten.

5 FRAGEN

Bauch oder Kopf?

Chaos oder Ordnung?

Bier oder Wein?

SEITE 11

Kopf

Ordnung

Bier

Städtetrip oder Strandurlaub?

Strandurlaub

Europa oder Asien?

Europa

ren das kostenlose Rebalancing in jedem

Quartal durch, in dem definierte Wert-

grenzen eines Portfolios «verletzt» werden.

Das nennt man regelbasiertes Rebalancing.

Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass

ein regelbasiertes Rebalancing eine risikoadjustierte

Mehrrendite gegenüber einem

periodischen Rebalancing oder einer «Buyand-Hold»-Strategie

erzielt.

Kann die Auswahl später noch angepasst

werden?

Unsere Online-Plattform bietet Sparern

und Anlegern rund um die Uhr die Möglichkeit,

sich in ihr Depot einzuloggen. ETF

lassen sich per Auswahl in einem Dropdown-Menü

austauschen. Um die prozentualen

Anteile der Anlageklassen zu

ändern, geben die Kunden die Werte per

Hand ein, speichern sie ab – und fertig.

Neukunden können sich in einer Präsentation

auf unserem Finanzportal anschauen,

wie einfach das geht. BK

– Wettbewerbsfähiges Pricing: Anteilsklasse A für Privatkunden,

I für vermögende Privat- und institutionelle Kunden.

– Besicherte Gegenparteirisiken: Sowohl bei Wert papieranleihe

als auch bei Swap-Geschäften (synthetisch replizierten ETFs).

– Tiefer Tracking Error: Fixierter Performance-Drag-Ansatz bei

synthetisch replizierten ETFs.

Wir werden nicht ruhen

www.ubs.com/etf

verlinkte Anzeige


G A S T B E I T R A G

Performancevergleiche von ETF

Obwohl sich die Indexfonds- und ETF-Branche in den letzten Jahren rasant

entwickelt hat, fehlen bis jetzt historische Performancevergleiche. Dies ist

erstaunlich, denn im Fondsbereich spielen Performancevergleiche und Rang-

listen normalerweise eine sehr wichtige Rolle.

Die meisten ETF-Anleger gehen wohl davon

aus, dass Indexfonds ihren Index (abzüglich

der Verwaltungsgebühren) in der Regel

sehr gut nachbilden. Die Höhe der Verwaltungsgebühren,

der Total Expense Ratio

(TER), des Tracking Errors oder die Replikationsmethode

scheinen als Kriterien bei der

Selektion eine grössere Rolle zu spielen als

historische Renditen.

Unsere Analysen zeigen jedoch, dass diese

Annahme nur bedingt richtig ist: Unter

den ETF gibt es überraschend grosse Performanceunterschiede.

Wir haben ein Ranking

entwickelt, das die Performance über

vier Perioden vergleicht; 2008, 2009 und

2010 sowie die Gesamtperiode von 2008 bis

2010. Die Analyse basiert auf den NAV-Zahlen

(Quelle: Bloomberg). Performancewerte

sind dividendenbereinigt, es wird also angenommen,

dass Dividenden vollumfänglich

(ohne Steuerabzug) in den Fonds zurückfliessen.

Wir berechnen für jedes Jahr den Performance-Rang

und ermitteln daraus eine

Rangliste. Für unsere Rankings haben wir

den Euro-Stoxx 50 und den MSCI Emerging

Markets ausgewählt. Bereits früher hatten

wir Analysen zu SMI und SLI durchgeführt.

In unseren Übersichtstabellen wurde

der jeweils beste ETF mit Blau, der jeweils

schlechteste mit Rot markiert. Bei allen

Vergleichen wird der entsprechende Total

Return Index verwendet.

Tiefe Kosten dank grosser Vielfalt

Das Angebot von ETF auf den Euro-Stoxx-

50-Index ist sehr gross. Dank starker Konkurrenz

profitieren Anleger von tiefen Verwaltungskosten.

Bei einem ETF wurde die

Verwaltungsgebühr sogar auf null Prozent

gesenkt. Auf Rang eins liegt das Produkt

von iShares, das über die Periode von 2008

bis 2010 die beste Performance erzielte.

Dahinter rangieren nach unserem Ranking

die ETF von ETFLab und db x-trackers. Unbefriedigend

ist die Performance des UBS-

ETF auf den Euro-Stoxx 50, der in drei von

vier analysierten Zeitperioden die schlech-

teste Performance aufweist und deshalb in

unserer Tabelle den letzten Platz belegt.

Swapbasierte ETF schwächeln Infolge

der grossen Popularität der Schwellenländer

weisen einzelne dieser ETF ein sehr

hohes Fondsvolumen auf, beispielsweise

der Vanguard-ETF mit einer Marktkapitalisierung

von 50 Milliarden Dollar. Der

Fonds ist mit einer TER von lediglich 0,22

Prozent auch mit Abstand der günstigste.

Insgesamt am besten schneidet der ETF der

CS ab, der über die Periode von 2008 bis

2010 den Index um beinahe drei Prozent

übertrifft. Ebenfalls gut lief der in Europa

SEITE 12

kotierte iShares ETF. Es fällt auf, dass auf

den ersten drei Plätzen immer Indexfonds

liegen, die eine optimierte Replikationsmethode

verfolgen. Die swapbasierten ETF

dagegen befinden sich eher auf den hinteren

Ranglistenplätzen. Die Renditedifferenz

zwischen dem besten und dem schlechtesten

ETF betrug im Jahre 2009 satte 684

Basispunkte, über die dreijährige Periode

immerhin 486 Basispunkte. Dies zeigt, dass

signifikante Renditeunterschiede zwischen

den verschiedenen ETF vorhanden sind.

Unser Fazit: Ein Anleger sollte vor einem

Investitionsentscheid unbedingt die historischen

Renditen der verschiedenen ETF miteinander

vergleichen, da zum Teil erhebliche

Performanceunterschiede bestehen.

Alex Hinder ist CEO des ETF-Spezialis-

ten Hinder Asset Management AG.

PERFORMANCE ETF EURO STOXX 50 Quelle: Anbieter / Bloomberg

Name (Börsenplatz) Replikation TER Rang 2010 2009 2008 2008-2010

EuroStoxx 50 Net Return Index -2.81% 25.65% -42.40% -29.66%

Amundi ETF EuroStoxx 50 C (FR) Swaps 0.15% 5 -2.52% 25.92% - -

0.30% 0.27% - -

iShares EuroStoxx 50 (DE) Vollständig 0.17% 1 -2.27% 25.58% -41.51% -28.22%

0.55% -0.07% 0.88% 1.44%

db x-trackers EuroStoxx 50-1C (DE) Swaps 0% 2 -1.96% 26.09% - -

0.86% 0.44% - -

UBS-ETF DJ EuroStoxx 50 (CH) Vollständig 0.35% 6 -2.80% 25.76% -42.53% -29.74%

0.01% 0.11% -0.13% -0.08%

ETFLab EuroStoxx 50 (DE) Vollständig 0.15% 2 -1.79% 25.93% - -

1.03% 0.28% - -

Lyxor ETF EuroStoxx 50 (FR) Swaps 0.25% 4 -2.63% 24.99% -41.15% -28.38%

0.18% -0.66% 1.25% 1.28%

PERFORMANCE ETF MSCI EMERGING MARKETS Quelle: Anbieter / Bloomberg

Name (Börsenplatz) Replikation TER Rang 2010 2009 2008 2008-2010

MSCI Emerging MarketsTR Index 18.88% 78.51% -53.33% -0.97%

iShares MSCI Emerging Mkts (CH) Optimiert 0.75% 2 16.72% 78.61% -51.78% 0.52%

-2.15% 0.11% 1.55% 1.49%

db x-tracker Emerging Mkts (CH) Swaps 0.65% 5 18.06% 77.47% -53.65% -2.88%

-0.82% -1.03% -0.31% -1.91%

CS ETF on MSCI Emerging Mkts (CH) Optimiert 45% 1 18.99% 75.44% -51.15% 1.98%

0.12% -3.07% 2.18% 2.95%

Lyxor ETF MSCI Emerging Mkts-B (CH) Swaps 0.45% 6 17.08% 76.79% - -

-1.80% -1.71% - -

iShares MSCI Emerging Mkts (US) Optimiert 0.68% 4 15.92% 71.78% -50% -0.43%

-2.95% -6.73% 3.34% 0.54%

Vanguard MSCI Emerging Mkts (US) Optimiert 0.22% 3 18.94% 76.32% -52.77% -0.96%

0.06% -2.18% 0.56% 0.01%


W I S S E N

Steuerliche Behandlung von ETF

Inwiefern sollten steuerliche Aspekte bei

der ETF-Selektion berücksichtigt werden?

Von zentraler Bedeutung ist, wo der Handel

mit der Swap-Gegenpartei stattfindet, beziehungsweise

bei vollreplizierten ETF, wo

das Basisportfolio domiziliert ist. Auskunft

darüber gibt der ETF-Anbieter. Zur Veranschaulichung

zwei Beispiele: Bei der Dividendenausschüttung

der einzelnen SMI-

Titel wird jeweils die Verrechnungssteuer

belastet. Werden die Titel von einem im

Ausland domizilierten Portfolio gehalten,

wird es nicht möglich sein, die komplette

Verrechnungssteuer zurückzufordern. Hierdurch

entgeht diesem ETF im Vergleich zu

einem ETF mit einem in der Schweiz gehaltenen

Portfolio der entsprechende Betrag

für die Wiederanlage im Fonds. Es gilt jedoch

zu erwähnen, dass nicht die kompletten

35 Prozent Verrechnungssteuer verloren

gehen, sondern nur rund 15 bis 20 Prozent.

Ähnlich verhält es sich auch beim DAX. Die

Kapitalsteuer von 25 Prozent sowie der Solidaritätszuschlag

(etwa 1,38 Prozent) werden

von der dividendenausschüttenden Gesellschaft

direkt an den Staat geführt. Während

deutsche Institute 100 Prozent dieser

Abzüge anrechnen können, beträgt der erstattungsfähige

Anteil bei ausländischen

Banken zwischen fünf und sechs Prozent.

Somit ist ein ETF mit einer deutschen Swap-

Gegenpartei oder einer deutschen Domizi-

lierung des Basisportfolios im Vergleich zu

einem in der Schweiz domizilierten Portfolio

im Vorteil. Vermutlich wird es ebenfalls

einen geringeren Tracking-Error aufweisen.

Die Performanceunterschiede bleiben nach

wie vor im Rahmen des Ermessens.

Wie werden ETF besteuert?

Hier müssen verschiedene Steuern berücksichtigt

werden. Bezüglich Einkommenssteuer

ist Folgendes zu beachten: 1) Vermögenserträge

(Stufe Fonds) wie Zinsen

und Dividenden unterliegen der Einkommensbesteuerung,

egal ob diese Erträge

ausgeschüttet oder thesauriert werden; 2)

Kapitalgewinne (Stufe Fonds) sind grund-

Die Besteuerung von ETF

ist sehr umfangreich.

sätzlich steuerfrei, sofern sie in der Jahresrechnung

des Fonds separat ausgewiesen

oder über einen separaten Coupon ausgeschüttet

werden; 3) Kapitalgewinne bei der

Veräusserung von Anteilen seitens des Anlegers

sind grundsätzlich ebenfalls steuerfrei.

Bei «Stufe Fonds» handelt es sich um

Gewinne und Erträge innerhalb des Fonds.

Für die Vermögenssteuer ist der Net Asset

SEITE 13

Value (NAV) per 31. Dezember des jeweiligen

Kalenderjahres massgebend. Dieser

anteilige NAV unterliegt dann der Vermögenssteuer.

Müssen noch andere Steuern berücksichtigt

werden?

Ja, die Verrechnungssteuer. Die Zins- und

Dividendenerträge inländischer ETF unterliegen

der Steuer – egal ob ausgeschüttet

oder thesauriert –, die Kapitalgewinne hingegen

nicht. Bei ausländischen ETF unterliegen

diese Erträge nicht der Verrechnungssteuer.

Die Steuer bezieht sich hier

auf den ETF. In der ersten Frage wurde hingegen

die Handhabung der Verrechnungssteuer

innerhalb des jeweiligen Portfolios

des ETF beantwortet. Der Handel mit Anteilen

an inländisch domizilierter ETF unterliegt

grundsätzlich der Umsatzabgabe von

bis zu 0,15 Prozent. Im Sekundärmarkt von

ausländisch domizilierten ETF beträgt sie

0,3 Prozent. In beiden Fällen ist die Rücknahme

von Anteilen grundsätzlich von der

Umsatzabgabe ausgenommen. Die Besteuerung

von ETF ist sehr umfangreich. Zur

Unterstützung kann der Anleger die entsprechenden

Daten für die relevanten ETF

auf der Internetseite der Eidgenössischen

Steuerverwaltung auffinden. BK

Web-Link: Eidg. Steuerverwaltung


M O N I T O R R O H S T O F F E

Top & Flop Rohstoff ETF/ETP Quelle: 10x10 / Stand: 4.8.2011

EDELMETALLE

Underlying ISIN Issuer Swap hedged TER Kurs YTD

Unze Gold

Gold Fix PM 1Unze CH0044781174 SGAM No Yes 0.40% EUR 1292.64 20.86%

Gold Fix PM 1Unze CH0106027144 UBS No Yes 0.35% EUR 117.46 20.76%

NYSE Arca Gold BUGS LU0259322260 RBS Yes No 0.70% EUR 154.69 -9.48%

NYSE Arca Gold BUGS LU0488317701 ComSt Yes No 0.65% USD 53.01 -6.36%

Unze Silber

Silver Fix PM 1 Unze GB00B57Y9462 DB No No 0.45% USD 415.90 35.96%

Silver Fix PM 1 Unze CH0118929048 UBS No No 0.45% USD 414.48 35.23%

Silver 3Kg CH0029792717 ZKB No No 0.60% CHF 2812.46 4.09%

Silver 100 Unzen CH0047533556 ZKB No No 0.60% EUR 2705.97 19.23%

Unze Platin

Platinum Fix PM 1 Unze CH0116014934 UBS No No 0.50% USD 174.50 -0.29%

Platinum Fix PM 1 Unze CH0106407049 SGAM No Yes 0.50% GBP 1067.54 -0.32%

Platinum 50g CH0029792709 ZKB No No 0.50% CHF 2085.44 -19.97%

Platinum Fix PM 1 Unze CH0106406280 SGAM No Yes 0.50% CHF 1740.54 -0.86%

Unze Palladium

Palladium Fix PM 1 Unze CH0118929022 UBS No No 0.50% USD 77.98 -0.48%

Palladium Fix PM 1 Unze CH0106407205 SGAM No No 0.50% USD 766.83 -0.68%

Palladium 100g CH0029792683 ZKB No No 0.50% CHF 1812.12 -22.56%

Palladium Fix PM 1 Unze GB00B5VYVZ75 DB No No 0.45% USD 76.45 -3.69%

AGRAR

S&P GSCI Agriculture TR

S&P GSCI Corn TR XS0417184552 Source Yes No 0.49% USD 17.02 11.97%

Agriculture Booster GB00B3WKJL25 DB Yes No 0.45% USD 154.35 2.02%

S&P GSCI Wheat TR XS0417182937 Source Yes No 0.49% USD 21.08 -25.33%

Rogers Int'l Agric. TR LU0259321452 RBS Yes No 0.85% EUR 103.72 -10.04%

ENERGIE

S&P GSCI Energy TR

Gold Fix PM 1Unze CH0044781174 SGAM No Yes 0.40% EUR 1292.64 20.86%

Gold Fix PM 1Unze CH0106027144 UBS No Yes 0.35% EUR 117.46 20.76%

NYSE Arca Gold BUGS TR LU0259322260 RBS Yes No 0.70% EUR 154.69 -9.48%

NYSE Arca Gold BUGS TR LU0488317701 ComSt Yes No 0.65% USD 53.01 -6.36%

INDUSTRIEMETALLE

S&P GSCI Ind. Metals TR

S&P GSCI Metals TR FR0010821744 Amundi Yes No 0.30% USD 364.22 2.58%

Industrial Metals Booster GB00B3WKDS73 DB Yes No 0.45% USD 129.13 -2.48%

UBS CMCI WTI Crude Oil TR CH0109967908 UBS Yes No 0.45% EUR 54.70 -6.05%

UBS CMCI WTI Crude Oil TR CH0116015352 UBS Yes No 0.45% CHF 52.54 -6.04%

Surf the curve.

SEITE 14

Während die Investorennachfrage

nach dem gelben Metall täglich zunimmt

– liquides Asset mit negativer

Korrelation bei «Financial Distress»

– werden auch langfristige Positionen

eingenommen. So wurde letzte

Woche bekannt, dass die Zentralbank

von Südkorea im Verlauf der letzten

zwei Monate 25 Tonnen an neuen

Goldbeständen erwarb.

Dies ist besonders beeindruckend,

da das Land in den letzten zehn Jahren

kein einziges Mal das Bedürfnis verspürte,

seine Anlagen mit Edelmetall

zu diversifizieren. Wenn man nun bedenkt,

dass die chinesischen Reserven

in Gold bei gerade mal zwei Prozent

ihrer Gesamtreserven liegen und der

Durchschnitt der weltweiten Zentralbankreserven

bei 11 Prozent liegt.

Bleiben noch die Rohstoffe exklusiv

Gold. Bei Betrachtung der letzten

drei Episoden von extremen

Preis schwankungen sieht man, dass

vor allem Aluminium den Rest des

Industrie metallkomplexes outperformen

konnte. Ebenfalls aufgehen könnten

«surf the curve»-Strategien: Kaufposition

am langen Ende – short am

kurzen. Während aktuelle Positionen,

in Öl zum Beispiel, aufgelöst werden,

halten sich längere Kontrakte deutlich

besser, da eine Beruhigung der Märkte

unterstellt wird.

präsentiert von:

verlinkte Anzeige


M O N I T O R E U R O P A

Russland Top –

Staatsanleihen Flop

Das zweite Quartal 2011 war geprägt von

einer hohen Nervosität an den weltweiten

Finanzmärkten. Insbesondere die Schulden

problematik vieler Nationen widerspiegelt

sich in den Zu- und Abflüssen

der europäischen ETF. Innerhalb des Segments

der Fixed-Income ETF verzeichneten

die Indexfonds auf Staatsanleihen seit

Anfang Jahr die höchsten Abflüsse. Insgesamt

zogen Investoren 1,1 Milliarden Dollar

ab. Im gleichen Atemzug litten ebenso die

Money Market ETF. Investoren sind regelrecht

aus diesen Produkten geflohen und

zogen rund 665 Millonen Dollar ab. Zuflüsse

konnten inflationsgeschützte ETF (+487

Millionen) und High-Yield-ETF (487 Millionen)

generieren.

Nebst Aktien-ETF haben auch Rohstoff-

ETF im ersten Semster dieses Jahres hohe

Zuflüsse verzeichnen können. Von den drei

Milliarden Dollar Net New Assets (NNA)

generierten alleine die physischen ETF/

ETP einen Drittel der neuen Vermögen.

Mittlerweilen liegen in diesen Anlageprodukten

über 41 Milliarden Dollar Vermögen,

beinahe soviel wie in allen Schwellenländer-ETF.

Bei den Schwellenländer-ETF konnte

Russland bei der Anlegerschaft überzeugen.

Im ersten Semster flossen knapp 1,5

Milliarden Dollar in Russland-ETF. Ebenso

flossen europaweit über 212 Millionen in

Indexvehikel, welche die Südkoreanischen

Indizes abbilden. Am meisten Abflüsse, auf

Länderebene betrachtet, verzeichnete Indien

(128,4 Mio. Dollar). RB

ETF in Europa: Zu- und Abflüsse

AKTIEN

präsentiert von:

SEITE 15

Quelle: BlackRock / Stand: 30.6.2011

Markt Juni 2011 Zu-/Abflüsse

Welt 80 13 989 -42 858 2 522

Europe 467 128 968 1 200 6 707 7 839

North America 88 28 249 970 5 803 4 795

Asia Pacific 62 14 066 301 634 3 694

Emerging Markets 155 42 222 1 405 3 436 12 306

Broad 40 20 599 1 640 1 416 7 254

Asia Pacific 5 1 439 67 233 443

Eastern Europe 12 1 662 -16 288 306

Middle East and Africa 6 250 -5 8 184

Latin America 10 1 414 4 55 228

Country 82 16 859 -277 1 561 3 892

Total 852 227 494 3 835 17 437 31 155

FIXED INCOME

Aktiv 3 151 39 146 0

Broad/aggregate 6 791 174 239 422

Corporate 22 11 978 92 526 2 401

Covered 8 1 047 0 -57 360

Credit Spreads 13 921 46 -46 -25

Emerging Markets 7 1 644 39 -77 1 120

Government 137 29 672 603 -1 118 4 649

High Yield 2 1 073 -45 487 473

Inflation 15 5 178 12 643 -122

Money Market 19 7 139 -334 -665 -995

Mortgage 1 1 695 8 -57 -6

Diverse 4 1 846 47 89 -6

Total 233 61 288 633 22 8 275

ROHSTOFFE

#ETF/ETP AuM Mio. U$ NNA (US$) YTD-11 NNA 2010 NNA

Broad 86 9 772 -475 1 087 1 707

Alternative 1 2 0 -1

Agriculture 118 4 834 53 250 -353

Energy 103 4 881 -125 394 510

Industrial Metals 80 2 421 18 200 331

Livestock 23 146 19 19 15

Precious Metals 123 41 543 564 1 053 7 221

Total 534 63 598 53 3 003 9 429

verlinkte Anzeige


M O N I T O R S C H W E I Z

H A F T U N G S A U S S C H U S S

SEITE 16

Meistgehandelte ETF an der Schweizer Börse Quelle: 10x10, SIX Swiss Exchange / Stand: 30.7.2011

AKTIEN (INDUSTRIELÄNDER)

Basiswert ISIN Whr Anbieter Swap TER Umsatz in CHF Trades Ø Ø

(in 1000) Umsatz/ Trade Spread t

SMI CH0008899764 CHF CS Nein 0.38% 331 977 3 129 106 097 0.07

MSCI USA TR LU0274210672 USD DB Ja 0.30% 192 915 944 204 359 0.10

S&P 500 IE0031442068 USD iShares Nein 0.40% 190 855 1 462 130 544 0.12

SMI Mid Cap CH0019852802 CHF CS Nein 0.49% 134 563 2 013 66 847 0.11

SMI CH0017142719 CHF UBS Nein 0.35% 125 182 1 206 103 799 0.07

MSCI Japan IE00B02KXH56 USD iShares Nein 0.59% 99 265 443 224 075 0.22

AKTIEN (ENT WICKLUNGSLÄNDER)

MSCI Emerging Market IE00B0M63177 USD iShares Nein 0.75% 326 062 2 746 118 741 0.17

MSCI Emerging Market LU0254097446 USD CS Nein 0.73% 124 469 1 246 99 895 0.22

MSCI Emerging Market TR LU0292107645 USD DB Ja 0.70% 116 379 1 846 63 044 0.20

MSCI Emerging Market TR IE00B3Z3FS74 USD UBS Ja 0.60% 99 704 894 111 526 0.68

MSCI India FR0010375766 USD Lyxor Ja 0.85% 54 988 276 199 231 0.35

FTSE/Xinhua China 25 IE00B02KXK85 USD iShares Nein 0.74% 47 471 383 123 946 0.22

OBLIGATIONEN

SBI DOM Government 7+P CH0016999861 CHF CS Nein 0.25% 94 910 122 777 954 0.30

SBI DOM Government 1-3 T CH0118923884 CHF UBS Nein 0.14% 28 308 3 9 435 925 0.15

SBI DOM Government 3-7 P CH0016999846 CHF CS Nein 0.19% 27 745 438 63 344 0.27

SBI DOM Government 1-3 P CH0102530786 CHF CS Nein 0.15% 24 570 274 89 672 0.13

Barclays USD Treasury Bond 7-10Y IE00B1FZS798 USD iShares Nein 0.20% 14 938 121 123 456 0.13

Barclays USD Treasury Bond 1-3Y IE00B14X4S71 USD iShares Nein 0.20% 12 214 232 52 647 0.08

ROHSTOFFE

Gold Fix PM 1Unze CH0047533549 USD ZKB Nein 0.40% 281 579 2 153 130 785 0.10

Gold 100g CH0103326721 CHF ZKB Nein 0.40% 270 345 1 629 165 958 0.14

Gold 100g CH0024391002 CHF ZKB Nein 0.40% 202 807 2 987 67 896 0.14

Silver 3Kg CH0029792717 CHF ZKB Nein 0.60% 189 389 2 971 63 746 0.21

Gold Fix PM 1Unze CH0047533523 EUR ZKB Nein 0.40% 119 880 1 310 91 512 0.15

ANDERE ANLAGEKLASSEN

HFRX Global Hedge Index IE00B53B4246 USD UBS Ja 0.60% 19 793 21 942 529 0.98

EPRA/NAREIT Global Div+ IE00B1FZS350 USD iShares Nein 0.59% 16 311 620 26 308 0.34

DB Hedge Fund LU0434446976 CHF DB Ja 0.70% 12 141 143 84 901 0.61

EPRA/NAREIT Eur. Ex UK Fd Div+ IE00B0M63284 EUR iShares Nein 0.40% 5 787 66 87 686 0.27

SXI Real Estate Funds CH0105994419 CHF UBS Nein 0.25% 4 841 22 220 058 0.78

10x10, das PDF Magazin über und zu passiven Investmentprodukten, stellt ausdrücklich keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf dar. Die erwähnten Anlage-/Finanzinstrumente können je nach Risikofähigkeit, Anlageziel

und Anlagehorizont für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Vor dem Erwerb von Anlage-/Finanzprodukten empfiehlt es sich einen Anlage- oder Finanzberater zu konsultieren. Die financialmedia

AG schliesst jede Haftung aus. Auszüge aus 10x10 dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages vervielfältig oder abgedruckt oder in irgendwelcher Form verwendet werden. © financialmedia AG

www.lyxoretf.ch

info@lyxoretf.ch

+ 41 (0)58 272 33 44

Bloomberg L Y X O R < G O >

Lyxor ETF Commodities Thomson Reuters/Jefferies CRB TR

ISIN FR0010318998 • BLOOMBERG CRB SW • WÄHRUNG USD • TER p.a. 0,35 %

L Y X O R E T F : 3 B U C H S T A B E N , J E T Z T 7 8 L ö S U n g E n

Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen haben einen rein indikativen und informativen Charakter, dessen Sinn es einzig und allein ist, die Eckdaten der Fonds aufzulisten.

Die Daten stellen in keiner Weise eine Verpflichtung oder ein Angebot seitens der Société Générale („SG“) und/oder Lyxor AM („Lyxor“) dar. Für die Zeichnung von Fondsanteilen

ist ausschliesslich der offizielle Verkaufsprospekt massgebend. SG und Lyxor übernehmen keinerlei treuhänderische Verantwortung oder Haftung für finanzielle oder anderweitige

Konsequenzen, die sich durch die Zeichnung oder den Erwerb der in dieser Anzeige beschriebenen Fonds ergeben. Der Anleger sollte sich einen eigenen Eindruck über die Risiken

bilden und für zusätzliche Auskünfte in Bezug auf eine Zeichnung oder einen Erwerb einen professionellen Berater konsultieren. Vor allem sollte sich der Anleger bei Zeichnung und

Kauf von Fondsanteilen bewusst sein, dass die Fonds Risiken beinhalten und die Rückzahlung unter Umständen unter dem Wert des eingesetzten Kapitals liegen kann, im schlimmsten

verlinkte Anzeige

Fall kann es zu einem Totalverlust kommen. Vergangene Wertentwicklung ist keine Garantie für zukünftige Wertentwicklung. Der Fond Lyxor ETF Commodities Thomson Reuters/

Jefferies CRB TR ist zum öffentlichen Vertrieb in der Schweiz oder von der Schweiz aus im Sinne von Artikel 120 des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen vom 23. Juni

2006 zugelassen. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat Société Générale, Paris, Zweigniederlassung Zürich, als Vertreter und als Zahlstelle der Fonds in der Schweiz

bewilligt. Die entsprechenden Prospekte, Statuten, Jahres- und Halbjahresberichte der Fonds, sowie die Aufstellung der Käufe und Verkäufe, welche die Fondsleitung im Berichtsjahr

auf Rechnung der Fonds abgeschlossen hat, können mittels einfacher Anfrage kostenlos beim Vertreter in der Schweiz (Société Générale, Paris Zweigniederlassung Zürich, Talacker

50, Zürich, Schweiz) bezogen werden. Die Verkaufsprospekte können unter www.lyxoretf.ch heruntergeladen werden.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine