humanistisch! Das Magazin #12 - 1/2021
Die Stühle bleiben leer: Kultur in der Coronakrise – ein Zwischenbericht
Die Stühle bleiben leer: Kultur in der Coronakrise – ein Zwischenbericht
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<strong>humanistisch</strong>! <strong>#12</strong> / Januar <strong>2021</strong><br />
<strong>#12</strong> / Januar <strong>2021</strong> <strong>humanistisch</strong>!<br />
INHALT<br />
editorial<br />
03<br />
Editorial<br />
04<br />
Kurznachrichten<br />
06<br />
Kultur in<br />
der Coronakrise<br />
10<br />
Kunst & Kultur in Zahlen<br />
12<br />
In den Augen<br />
vieler Betrachter:<br />
der KulTurm Nürnberg<br />
14<br />
Supermärkte bleiben offen<br />
15<br />
Nah am Puls –<br />
Neues aus der HV<br />
17<br />
Buchtipps<br />
18<br />
Leicht gesagt.<br />
Schwer gehört.<br />
20<br />
Meet a humanist –<br />
Joachim Kahl<br />
Die säkulare<br />
Weihnachtsmarke<br />
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Preis je 20er Bogen: 24 Euro.<br />
22<br />
Der Kulturrucksack<br />
im Klassenzimmer<br />
24<br />
Der Mensch als<br />
begründendes Wesen<br />
26<br />
Weltspiegel<br />
28<br />
Ein <strong>humanistisch</strong>er Kommentar<br />
zur US-Wahl 2020<br />
31<br />
Nachschlag & Impressum<br />
Über einen<br />
Spendenaufschlag<br />
von 40 Cent<br />
unterstützen<br />
Käufer*innen<br />
wohltätige gemeinnützige<br />
Zwecke von<br />
Initiativen und<br />
Projekten der<br />
Humanistischen<br />
Vereinigung.<br />
Humanismus befürwortet künstlerische Kreativität und Imagination<br />
und erkennt die transformative Macht der Kunst an.<br />
Humanismus bekräftigt die Wichtigkeit von Literatur, Musik sowie<br />
der visuellen und darstellenden Künste für die persönliche Entwicklung<br />
und Erfüllung.<br />
So steht es in der Amsterdam-Deklaration der Humanists International, in der<br />
sich die Humanist*innen dieser Welt auf gemeinsame Ziele geeinigt haben. Die<br />
Herausforderungen der Coronavirus-Pandemie stellen uns derzeit vor die Frage: Wie<br />
ernst nehmen wir diese Passage, welche wirkliche Bedeutung messen wir ihr bei?<br />
Seit bald einem Jahr nun befinden sich erhebliche Teile des Kulturbetriebs in<br />
einem Ausnahmezustand sondergleichen: Aufführungen und Konzerte, Lesungen und<br />
Podiumsdiskussionen, aber auch Kabaretts vor Publikum können nicht stattfinden.<br />
Museen wurden monatelang geschlossen, sie sind es wieder oder dürfen nur unter<br />
Auflagen öffnen. Selbst privaten Chören ist es verwehrt, die geliebten Gesangsproben<br />
abzuhalten. Und vom Ausnahmezustand am wenigsten schwerwiegend betroffen<br />
sind dabei ja diejenigen, die sich „nur“ auf der Seite der Konsument*innen künstlerischer<br />
Tätigkeit bewegen.<br />
Dramatisch sieht es vielfach auf der Seite der Kunst- und Kulturschaffenden aus,<br />
die durch ihre Arbeit vor Publikum einen Lebensunterhalt zu bestreiten haben, und<br />
nicht selten auch den einer Familie mit Kindern. Für viele von ihnen haben die Einschränkungen<br />
aufgrund der Pandemie eine sehr existenzielle Bedeutung gewonnen,<br />
in der sie sich ihrer Berufung, ihrer Einkommenschancen und jeglicher Planbarkeit<br />
zugleich beraubt sehen. Unser Titelbeitrag will deshalb den Blick auf die Situation<br />
des Kulturwesens in der Corona-Krise lenken und zur praktizierten Solidarität anstiften.<br />
Wenn auch geringfügiger, sind schließlich die Menschen auf der Konsument*innen-Seite<br />
ebenfalls betroffen: Gemeinsame Erlebnisse wie der Genuss von künstlerischem<br />
und kulturellen Schaffen gehören zu dem, was uns in unseren Leben miteinander<br />
und das noch über Jahre hinweg verbindet, durch die geteilten Erinnerungen<br />
in unseren Freundschaften. Wir sollten deshalb zugleich kritisch bedenken, was es<br />
mit uns macht, wenn Teile des Kulturbetriebs auf bis jetzt noch unabsehbare Zeit<br />
in „Lockdowns“ oder anderen harten Einschränkungen verharren müssen sollten.<br />
Bleiben Sie gesund!<br />
Es grüßt Sie herzlich<br />
Ihr<br />
Arik Platzek<br />
Redakteur<br />
Liebe Leserinnen,<br />
liebe Leser,<br />
3