sporting hamburg Dezember 2020 / Januar 2021

sportinghh
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Stadtsportmagazin

Dezember 2020/Januar 2021

monatlich & kostenlos

Need for

Speed –

Klettern

Hammer:

Schnellster Hamburger

Rennfahrer

Oberhammmer:

Wachablösung beim Hockey

Weltraumhammer:

Der Lockdown Countdown von sporting

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Die besten Tipps gibt’s

in der Heftmitte.

präsentiert von


Editorial

Ihr Lieben!

© Foto: Witters

Auch wir sind nicht frei

von Corona-Erschütterungen,

das könnt Ihr

mal glauben. Und erstaunlicherweise

setzt

das bei uns dauerhaft

Extra-Energie frei. Haben wir uns vorgenommen.

Wir haben zunächst zwei eher schwerere Themen am Start, nämlich, welchen Einfluss

das ätzende C-Wort auf die Sportmöglichkeiten für Menschen mit geistiger Behinderung

hat und welche blöden Risiken das nach sich zieht. Und dann schnacken wir mit einem der

Sportpsychologen des Olympiastützpunktes, der aufzeigt, in welcher Bandbreite er mit

den unterschiedlichsten Kader-Athlet*innen deren Gefühlslagen und die Auswirkungen

auf u. a. die Motivation diskutiert – und hilft. Und das war jetzt eine perfekte Überleitung

zu unserer energetischen Motivation, Euch mit unserem Lockdown Countdown aus der

Reserve zu locken. Ein Happy End für möglichst alle, zumindest, wenn es um Bewegung

geht. Lest hierzu unseren Aufruf auf den Seiten 16–18 und macht doch einfach mit. Und

vor allen Dingen macht das Superbeste draus.

Und dann liefern wir Euch News zu den HSVH-Handballern, haben dazu mit Toto Jansen

geschnackt; berichten über die Wellenbrecherinnen ein Jahr danach; über „ganz normale“

Kinder, die sich schon an den Triathlon wagen; über die Badminton-Hochburg in

Hamburg-Horn (ist nämlich nicht nur ein Kreisel); über das Stevens Racing Team; und

wo wir gerade bei Racing sind: den schnellsten Rennfahrer aus der schönsten Stadt,

den Hockey-Aufschwung im Hamburger Westen, eine extreme Schnellkletterei in der

Europa Passage und den Corona-Nothilfefonds Sport der Stadt Hamburg. Womit wir

wieder beim Thema sind:

Bleibt gesund und alles Gute, und etwas früh, aber

nicht minder herzlich:

Habt ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches

neues Jahr!

© Foto: Mediaserver Hamburg/Timo Sommer

Martin Blüthmann (martin@sporting-magazin.de)

Partner:

2 3

© Foto: DAV/René Oberkirch


sporting hamburg

Das ist

drin:

© Foto: Mediaserver Hamburg/Martin Elsen, luftbild.fotograf.de

Editorial 3

Schuss des Monats: Justus Hollatz/Towers

Wie toll ist das denn 6/7

Handball Sport Verein Hamburg

Mit Vollspeed durch die Pfütze 8–10

Hockey: Wachablösung??!!

Hamburger Polo Club 12–14

MITMACHEN!!

Der Lockdown Countdown 16–18

Rudern: Wellenbrecherinnen

Chips sind wichtig 20–23

sporting-Lars

Badminton-HUB Hamburg-Horn 24/25

Die sporting-Tipps

im Dezember/Januar 26/27

Sportförderung

BITTE BEANTRAGEN!! 28/29

Sportpsychologie: „Corona ...

... ist die Antithese zum Leistungssport“ 30–32

Laufschule mit Nils Goerke

„König der Welt!“ 33–35

Motorsport: Tim Tramnitz

Hamburgs Schnellster 36/37

(Speed-)Klettern in Hamburg

Von Null auf Fünfzehn 39–41

Verein: Oberalster VfW

Vom Staubaufwirbeln … 42/43

Impressum 43

IRONKIDS

Triathlon für Kids beim Farmsener TV 44/45

sporting-Katharina

Der Schweinehund ist (fast) unbezwingbar! 46/47

Radsport: Wusstet Ihr?

STEVENS Racing Team 48–50

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* Zieh durch!

Tel.: 040/432084520 • www.steuermann-hamburg.com


Wie toll ist das denn:

Justus Hollatz (19), von den Hamburg Towers, wurde gerade

erstmalig für einen Lehrgang der AAAAAAAAAHHHH-

Nationalmannschaft berufen. Herzlichen Glückwunsch,

das ist super. Sehr schade, dass eine Verletzung nun den

geplanten Einstand verhindert. Der wird kommen.

© Foto: Dennis Fischer

6


Handball Sport Verein Hamburg

© Fotos: Fishing4

Mit Vollspeed durch

die Pfütze

gangenen Corona-Monaten und für die nächste Zeit. Wie er selbst

mit dem ganzen Schlamassel umgeht, wie viel Wasser und Dreck

er so abbekommt, auf dem Rad in der Pfütze? „Ich nehme mich

schon mal raus, lasse mein Notebook im Büro, mache nicht noch

mal eben ´ne Videoanalyse zu Hause“, sagt der vierfache Vater, und

er hat offensichtlich genug Ablenkung zu Hause und eine Frau, die

als Pädagogin unterwegs ist und ihm bei Bedarf sicher mit Rat zur

Seite steht.

Richtig planbar war diese Saison lange gar nichts, aber: „Mental bzw.

motivational haben wir nicht die krassen Themen der Olympiasportler“,

sagt er. „Wir haben einen ganz anderen Rhythmus, haben nicht

ein großes Fernziel, sondern immer wieder Spieltage, das ist kein

Vergleich. »

Für Stimmung müssen sie bei den leeren Rängen selber sorgen. Das kriegen sie aber hin.

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8

Sportlich läuft es eigentlich richtig rund, aber wir haben das Gefühl, dass, wenn eine Mannschaft

in Hamburg Corona-mäßig so richtig Heckmeck hat, eher hatte, dann die Handballer

vom HSV Hamburg.

Bildlich kommen Trainer Toto Jansen und wir auf jemanden, der mit

dem Fahrrad mit Volldampf in die Pfütze brettert. Es spritzt zu allen

Seiten, und der Radfahrer sieht leider auch aus wie Dreck am Ärmel

... – und das Rad erst. Phasenweise sechs, in Summe neun Corona-

Infizierte/-Kranke in der Mannschaft machten zunächst erst mal derbe

Sorgen genug, und zwar um die Jungs bzw. Männer selbst, denn

Gesundheit steht über ALLEM. Sie machten aber auch das Training,

auch als trainiert werden durfte, phasenweise unmöglich, Quarantäne

mehrmals im Wechsel,

Spielabsagen und -verschiebungen

inklusive: „Wer zum

Beispiel, abgesehen von

uns selbst, ordentlich von

der Pfütze abgekriegt hat,

ist der Verband“, erklärt Toto,

der mit all den Absagen

umgehen muss. „Unsere regelmäßigen

Tests sind zwar

eine gute Kontrolle, aber sie

Sportlich läuft's gut, Trainer Toto Jansen hat aber auch mit Corona ganz schön viel um die Ohren gehabt.

verhindern natürlich keine

Infektionen bzw. schützen

nicht vor Infektionen, so dass

wir vorsichtig sein müssen“,

sagt Toto und betont: „Das

Ding darf man auf keinen

Fall auf die leichte Schulter

nehmen“, und er benennt auch Sportler und Freunde aus seinem

Umfeld, denen es richtig beschissen geht. Toto weiter: „Das wirft

jeden Sportler mental und physisch ordentlich zurück“, und er stellt

fest, dass es sich bis zur vollen Regeneration ganz schön hinzieht.

Und baut zwingend auf die Eigenverantwortung aller.

„Jedes kleine Anzeichen ist ernst zu

nehmen, für einen selbst, aber auch

für das Umfeld.“

Falscher Ehrgeiz à la „nur die

Harten komm’ in’ Garten“ wäre

fatal, „Offenheit und Vertrauen

ist eine extrem wichtige Basis,

wenn nicht bei mir, dann zum

Beispiel bei unserer Physio

Christina Dressel, die nämlich

auch die Tests durchführt“,

seine Learnings aus den ver-

CORONA

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Hamburg zurück auf Kurs:

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Handball Sport Verein Hamburg

© Fotos: Fishing4

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SICHERN!

Oben: Bauer-Power. Unten rechts: Trainer Toto Jansen offensichtlich kurz vor der Auszeit.

Wir sind angetreten, in dieser Saison trotz allem wieder eine Schippe

mehr draufzulegen, da ist sich die Mannschaft, da sind wir uns einig.“

Den nächsten Schritt machen, ist das Ziel. „Die Jungs haben, als gar

nichts erlaubt war, tierisch viel Kraft gemacht, haben teilweise richtig

enorme Zuwächse, sind viel gelaufen“, schildert er und fährt fort: „Und

als es dann bei uns wieder losging, hatten wir kaum Zeit, uns wieder

an die Halle zu gewöhnen. Der Orga- und Abstimmungsaufwand ist

enorm, auch bei den Spielern, die bei zwei Einheiten am Tag noch für

Klausuren lernen.“ Krafttraining nur in kleinen Gruppen, im Wechsel

oder nacheinander.

„Wir behalten nämlich das Athletik-

Training bei, wie Du hörst“, grinst er,

wobei wir nur gesellige Techno-Motivations-meets-Malle-Style-Rhythmen

aus dem Kraftraum nebenan

hören, und Gelächter. Krafttraining

mit der freien Stange, vorsichtiges

Absetzen wohl inklusive, sonst würde

das Rummsen die Musik übertönen.

„Die Stimmung ist aber an sich ok. Tabellenplatz fünf aktuell ist

cool, könnte noch besser sein“, ärgert sich Toto zum Beispiel immer

noch über die dämliche Niederlage gegen den Tabellenführer

Gummersbach. „Mir geht es um das Wie“, unterstreicht er seinen

Anspruch und zeigt damit sogar noch Luft nach oben auf. „Wobei

der Tabellenplatz durch die ganzen Verlegungen aktuell schon sehr

verzerrt ist“, erklärt er. „Wir haben jetzt als Folge im Dezember noch

8(!!!) Spiele, spielen alle paar Tage.“ Abgesehen davon, dass man

da sehr situativ entscheiden und planen muss, „müssen wir da erst

mal möglichst schadlos durchkommen. Und vor allen Dingen gesund

bleiben“, sagt Toto ehrfürchtig.

Kurz vor sporting-Andruck gab es leider eine 28:31-Niederlage gegen VfL Lübeck-Schwartau.

Hier Niklas Weller im Zweikampf gegen Martin Waschul aus Lübeck.


Hockey

© Fotos: Jan Oliver Pemoeller

© Foto: privat

Die zwei Sonnyboys von Polo: Krümel und Luca.

Wachablösung??!!

der 1. Bundesliga. „Könnte sein“, sagen die drei einhellig, denn letztlich

will man wohl mit bestem Hamburger Hockey national auftrumpfen.

„Das klingt besser“, verwerfen die Jungs alternative Formulierungen

und haben gut lachen. „Einerseits geht es bei uns sicher um Professionalisierung

im Hockey-Sport“, sagt Billy, „andererseits gibt es bei uns

sehr viel Leidenschaft“, was den Polos gern auch mal abgesprochen

wird. Frank Schmidt nebst Mitstreitern haben inzwischen im „Club 100“

reichlich enthusiastische Partner versammelt, die viel mehr tun als nur

Geld rauszutun. „Da geht es um Ausbildungs- und Praktikumsplätze, die

Vermittlung von Wohnungen, vielfältige Hilfestellung für die 1. Herren“,

Stichwort Spitzensport. Aber auch Hausaufgaben wurden möglich,

sprich in den letzten Jahren wurde

die Jugend- und Nachwuchsarbeit Anfang Oktober: Hamburger Polo Club vs. Der Club an der Alster, Endstand: 4:1.

extrem intensiviert, Frauenteams

wurden gebildet, die ganze Hockeyabteilung wurde aufgemöbelt. Selbst

mit 4 Jahren können Zwerge bei Polo inzwischen schon Hockey spielen. »

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Wir schielen ja auch immer mit Argusaugen in die Hockey-Szene und freuen

uns, wenn wilde Dinge passieren. Aktuell fällt das natürlich einerseits

schwer, andererseits aber eigentlich doch nicht, denn Ergebnisse gibt es ja,

wenn auch eben ohne Zuschauer.

Und da stolperten wir zuletzt über den Hamburger Polo Club, vielmehr

über das Resultat Polo gegen den UHC (5:0), über Polos Sieg gegen

den aktuellen Tabellenführer RW Köln und über das Unentschieden

beim amtierenden Meister Uhlenhorst Mülheim. Wir führten ein paar

Gespräche, und weil wir immer wieder so etwas hörten wie „das Team

ist King“, treffen wir uns nun also mit dem Team – mit drei Spielern,

wegen Corona und Anzahl Haushalte und so, bei Indian Summer auf

dem Altonaer Balkon. Ganz in der Nähe wohnen nämlich Krümel (25) und

Luca Müller (26), „in einer der

legendären Hockey-WGs“,

sagt Billy (Julian Hofmann-

Jeckel, 32), der dritte Spieler

im Bunde. Interessant der Mix:

Erst kurz da (Luca), bisschen

länger da (Billy), schon immer

da (Krümel). Krümel heißt Krümel, auch schon immer, im Pass steht

Jan-Hendrik Bartels. Er hat mit 5 angefangen, Hockey zu spielen, kam

über die Eltern dazu, kann auch Tennis, aber offensichtlich besser Hockey.

Vorprescher, Initiator, Head of … in Sachen Hockey bei Polo ist Frank

Schmidt (53), er beerbte Jost Hartmann als Hockeyvorstand und machte

2014 Ernst, spätestens mit der Verpflichtung von Rekord-Nationalspieler

und zweimaligem Olympiasieger Witti (Matthias Witthaus, 38) als

Chefcoach bzw. Spielertrainer.

„Da ging das bei Polo richtig los“,

sagt Billy. Anfangs waren die

Ambitionen des Clubs im Hamburger

Westen wahrscheinlich

nicht wirklich für voll genommen

worden, inzwischen munkelt

man von Wachablösung, sind

doch die Jungs und Männer aus

dem Westen aktuell der beste

Hamburger Verein (von fünf) in

Jan-Hendrik Bartels („Krümel“), Luca Müller und Julian Hoffmann-Jekel („Billy“) (v. l.)


© Fotos: Jan Oliver Pemoeller

Hockey

MOVE, RIDE, SPRINT,

RACE, STRIKE, SUCCEED,

WIN!

Frank Schmidt, Hockey-Motor bei Polo, freut sich, dass sein Plan offensichtlich aufgeht.

„Viele der ‚Club 100‘-Partner sind Mitglieder, die selber auch noch den

Schläger in die Hand nehmen“, erklärt Krümel, wohlwissend, dass

die Dietmar-Hopp-Gesänge bei Lokal-Derbys noch nicht soooo lange

verhallt sind. 2017 wurde die 1. Herren ausgegründet, im deutschen

Hockey auch eher ungewöhnlich, aber et löppt. Und die Ambitionen,

sicher auch der Ausbildungsaspekt nebst Aussicht auf langfristigen

Erfolg, ziehen Talente, junge Talente. „Insgesamt sind wir eigentlich ein

sehr junges Team, der Jüngste bei uns ist 18, 8 Spieler der Jahrgänge

1994–97, der älteste Spieler ist dafür aber auch 36.“ Luca erklärt: „Im

Hockey kennen sich alle irgendwie.“ Er kam 2019 aus Mannheim zu

Polo, folgte Krümel, der zwischenzeitlich in Mannheim BWL studiert

und natürlich auch dort Hockey gespielt hatte. Und dann kannte er

selbstverständlich Billy aus seiner Heimat Wiesbaden, Billy war nämlich

mal sein Trainer und eigentlich der Grund, aus dem er zum Hockey

kam. Klüngel? „Neeee, nett“, sagen die Jungs. „Wir sind total offen, fast

jeder kommt aus einem anderen Verein, und genau das macht uns aus,

keine Sippschaften, absolute Offenheit, Kollegialität, Professionalität.“

Und viel Spaß. Die gerade nach Hamburg gewechselten Spieler aus

Neuseeland haben sie gleich unter ihre Fittiche genommen. „Nach zwei

Wochen waren die voll integriert.“ Auch mit dem entstehenden Druck,

ein neuer Spieler könnte den eigenen Stammplatz gefährden, gehen

sie nicht um, weil keiner da ist, sagen sie: „Das ist gar kein Thema, wir

brauchen ein Team in der Stärke und Größe.“ Denn letztlich wollen

sie in der aktuellen Saison, sie geht im kommenden Frühjahr weiter,

unter die Top 4 der Liga, haben ihr Spiel umgestellt: „Wir spielen jetzt

Manndeckung, sind wendiger, flexibler – richtig geil.“ In der letzten Saison

als Aufsteiger konnten sie nur Raum, „da wären wir mit Manndeckung

untergegangen“, stellt Krümel fest. Nun Fokus auf das (wohl geflügelte

Wort - weil alle drei lachen) „individuelle Abwehrverhalten“. „Wir sind

insgesamt deutlich fitter“, erklärt Billy weiter, „haben richtig flinke Jungs,

mit und ohne Ball“: Constantin Staib, Max Silanoglu, Leon Thörnblom

und Krümel eben, „die kaufen sich die Top-Leute, jagen ihnen heftig

den Ball ab.“ Top-Schützen sind Kane Russell, Ecken-Kracher Tomas

Procházka oder Jojo Fröschle. Nationalspieler gibt es auch inzwischen:

Constantin Staib, Mathias Müller und Niklas Garst. „Und sowieso sind

wir die beste deutsche Mannschaft der letzten 11 Spiele“, flachsen

sie rum, wohlwissend, dass jede Stimme gezählt wird. Nun steht erst

mal die Hallensaison an: „Wir wissen noch gar nicht wirklich, ob die

losgeht“, sagen die drei. Um dann auf ihrem Hartplatz im Frühjahr die

Top 4 klarzumachen, oder den einen oder anderen Grottenschluck.

Das ist ein wahrscheinlich isotonisches Getränk, das bei Siegen aus

dem Bauwagen am Platz, genannt Grüne Grotte, gereicht wird, nebst

Currywurst. Das werden wir zwingend testen.

WIN WIN!

Wer in schwierigen Zeiten zusammenhält, kann nur

gewinnen! Deshalb geht unser Dank an all diejenigen,

die den Segelsport in diesem besonderen Jahr

unterstützt und gefördert haben. So konnten wir mit

einem ausgeklügelten Konzept 2020 erfolgreich an

verschiedenen Wettbewerben teilnehmen, wie zum

Beispiel dem Helga Cup, der Inklusions Weltmeisterschaft

und beim Double (Meisterschaft und Pokal).

Außerdem konnten wir sechs WM- und EM-Medaillen

in den olympischen Bootsklassen nach Hamburg

holen. Auf viele gemeinsame Erfolge und unsere vertrauensvolle

Partnerschaft auch in 2021. WIN WIN!

Das Team zeigt sich in dieser Saison technisch noch besser.


ALLE MITMACHEN!!!!!

Der Lockdown

Countdown ist Eure

Challenge!

Wir sind ja auch, wie Ihr wahrscheinlich schon geahnt habt,

der Hamburger Stützpunkt für Sport-Euphorie UND lecken

darüber hinaus ja morgens immer auch einmal am lustigen

Stein. Deswegen drehen wir alle Dinge einfach einmal um

und sehen wenn möglich lieber die positiven Seiten.

Lockdown ist doof, Countdown ist cool. Also ein Countdown im Lockdown

die sporting-Konsequenz. Die Idee ist leicht erklärt: Jede*r von

Euch, allein oder in der Familie, der Nachbarschaft, unter Kolleg*innen,

in der Mannschaft, und bitte immer UNTER WAHRUNG DER HYGIENE-

AUFLAGEN, nimmt sich bis Ende dieses etwas verdrehten Jahres etwas

vor, was Sportliches, irgendwie Bewegung, vielleicht Ernährung, oder

einfach nur nett.

Diese persönliche Challenge formuliert Ihr und schickt sie uns an unter

info@sporting-magazin.de, Stichwort „Alles wird gut“ oder Ihr postet

sie auf unserer Facebook-Seite (sporting hamburg) unter unseren

Aufruf vom 21.11.2020, ebenso geht das bei Insta unter sportinghh.

Seid kre-aktiv, habt Spaß und macht einfach. Setzt Zeichen(!!!), motiviert

andere, lauft ums Haus, streicht den Fahrstuhl (nicht rot – nehmt die Treppe),

esst ganz viel Obst, fangt an zu walken oder joggen, einmal die Woche,

alle zwei Tage, aber challenget Euch. Die tollsten drei Challenges

werden wir richtig feiern, kommen in die Februar-Ausgabe (wie

jedes Jahr ist dieses eine Doppelausgabe Dezember/Januar)

UND kriegen jeweils 500 Euronen.

In den Sozialen Medien, z.B. auf Facebook

(sporting hamburg) sind wir vor ein paar Tagen

bereits gestartet und wurden wild hin und her

geteilt: der Betriebssportverband, der Hamburger

Fußball-Verband, der Verband für Turnen und

Freizeit, das TEAM HAMBURG, Hamburg Active

City, der Landesruderverband, viele Vereine,

aber auch Firmen und natürlich Privatpersonen

sind dabei. Auf Insta (sportinghh) haben wir u. a. Schriftstellerin Ildikó

von Kürthy begeistert, und wir kriegen Feedback und Challenges aus

München, Leipzig, Frankfurt, dem Sauerland, Kiel und Singapur. Krass. Die

einen lassen bis zum Jahresende ihr Rad stehen, 3-mal-wöchentliches

Kickboxen, die ba group wünscht sich von jeder Mitarbeiterin, jedem

Mitarbeiter eine gute Tat am Tag, Johann auf Insta will ab sofort Liegestütze

machen, bis Jahresende täglich einen mehr (und er startet bei

25, Respekt!), Klaus in Frankfurt steigert sein Laufpensum um 10 km

wöchentlich und in Rellingen geht es auf den „Jetzt-erst-recht-Parcours“.

In diesem Sinne freuen wir uns auf Eure Ideen und Vorschläge. Und wer

mag, schnappt sich eine der fünf Challenge-Ideen aus der Abteilung

Fittipaldi von sporting-Marco auf der nächsten Seite.

Die Aktion wird unterstützt

von Wärme Hamburg.

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Wärme Hamburg macht

Schaumpartys schöner.

100 % lokale Fernwärme: effizient und nachhaltig.

Für die Menschen, für die Stadt.

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sporting-Marco

#LEISTUNGLEBEN

© Foto: Daniela Kerschbaumer

Give me 5

Challenge-

Ideen

Wer noch keinen blassen Schimmer hat, wie eine passende

Lockdown Challenge aussehen könnte, bekommt von mir

nun die Top 5 Give me 5-Challenges.

Natürlich könnt Ihr jede einzelne für Euch persönlich umbauen oder

ergänzen. Wichtig ist der gute Vorsatz, dabei-sein-ist-alles, Arschhoch-100,

und dann das (hoffentlich) Erfolgserlebnis zum Ende des

Jahres. Lasst Euch also inspirieren von meinen 5 Paketen, addiert

vielleicht ein Müsli ohne Zucker am Morgen dazu :-).

5×5×5: Bereite 5 Workouts für 5 Tage für je 5 Min. vor, heißt es stehen

z. B. von Montag bis Freitag je 25 Min. Sportprogramm auf dem Zettel,

Samstag und Sonntag wäre Pause und Planung für die nächste Woche.

Nimm Dir Übungen vor, die Dir guttun, an Deinen Schwächen arbeiten

oder Dich an Deine Fitnessziele bringen. Beispiel: Mo: Seilspringen,

Bauchcrunch, Kniebeugen, Herabschauender Hund und Liegestütz – Di:

Hanteltraining Bizeps, Dips, Sit-ups, Superman, Schattenboxen – Mi:

5 x 5 Intervalle laufen an der frischen Luft – Do: 5 Zyklen Warm-kalt-

Wechselduschen nach Kneipp – Fr: Stretching von Brust, Hüftbeuger,

Beinen, Wirbelsäule und Nacken

Der Winter kann laaaang werden: Dehnungsgegner*innen

und unbewegliche Kandidat*innen sorgen für ungewohnte Länge am

eigenen Leib. Versprochen! Nach der 3. Einheit merkst Du bereits

gravierende Unterschiede. Was ist zu tun? Jeden Tag 5 Sonnengrüße.

Sie sind intensiv, trainieren Arme, Beine, Rücken, Bauch, bringen Länge

in den Körper und sorgen für Ausgeglichenheit. Namaste.

Rauchen ist schädlich! Kann nun aber nützlich sein. Bis Ende

des Jahres soll der Glimmstengel in der Schachtel, besser noch, im

Automaten bleiben. Ob’s klappt? Jede verbotenerweise gerauchte

Zigarette spielt Dir 5 Min. Laufen oder 5 Liegestütze ins Programm. Du

siehst Ende Dezember hoffentlich nicht aus wie ein*e Bodybuilder*in.

Übrigens: Die gesamte monetäre Ersparnis von allen verbotenen

Schachteln wird für eine gute Sache gespendet!

Five things out: Wie befreiend, wenn man was aufgeräumt, sortiert,

entrümpelt oder erledigt hat. Nach dem Prinzip misten wir an 5

Tagen in der Woche 5 Dinge aus, die wir verschenken, wegschmeißen,

spenden oder verkaufen. Das könnt Ihr mit einem Supersatztraining

verbinden, heißt, Du absolvierst 3–5 Übungen für die gleichen Muskeln.

Für Montag könnte das heißen: Waffeleisen, erstes Handy, Vorhänge

von Oma und Schaukelstuhl beenden ihr Mietnomadentum. Als Belohnung

gibt es Squat, Ausfallschritte, Wandsitz, Beckenheben und

Strecksprünge. Morgen fliegen 5 weitere Dinge aus der Bude und die

Arme werden trainiert.

Das Randomprinzip: Du möchtest Sport machen, fitter werden

und weißt nicht, was Du machen sollst? Für kleines Geld bestellst

Du Dir im Internet sog. Fitnesskarten zu verschiedenen Themen. Sie

geben die Intensitätsstufen an und beschreiben die Übungen gut. An

Deinen vorher festgelegten Sporttagen ziehst Du 5 Karten und legst

los. Die absolvierten Karten kommen erst wieder in den Stapel, wenn

alle Übungen abtrainiert wurden.

Challenge accepted?

Wenn Eure Challenge steht, formuliert

sie und postet sie bei sporting hamburg

(Facebook der Instagram) oder schickt

eine Mail an

info@sporting-magazin.de

Los geht’s.

WIR FÖRDERN

4.000 ATHLETEN.

UND JEDE MENGE

GLÜCKSMOMENTE.

18


Wellenbrecherinnen

© Foto: Atlantic Campaigns Patrick Duffy

© Foto: Bjarne Kieckbusch

CHIPS sind wichtig

streiterin Timna fühlt sich noch immer „wie ein Luftballon, der zu

platzen droht“. So dermaßen voll ist sie von Eindrücken, dass sie

übersprudelt und extrem emotional wird, wenn Menschen,

Kolleg*innen, Freunde sie nach ihren Erlebnissen befragen. „Es

ist wunderbar zu erleben, wie viele Menschen wir tatsächlich

berührt haben.“ Und ja, wir waren auch zu Tränen gerührt, als die

vier am 23. Januar mittags mit

ihren Leuchtdingern da drüben

ankamen. Wie gesagt, wir waren

mal besorgt gewesen. »

Nachstellen des Zieleinlaufs mit Freudenfackeln bei der Team-Filmpremiere auf dem Heiligengeistfeld,

Gänsehaut für alle inklusive.

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In diesem Jahr wird vieles überlagert, und im Sport findet vieles

mal sowieso gar nicht statt. Also gibt es deutlich weniger

Hamburger Sport-Wows des Jahres als sonst. Ein Wow waren

sicherlich die vier Mädels von ROWHHOME, die sich aufgemacht

hatten, mit einem Spezial-Ruderboot den Atlantik zu

überqueren.

Gefühlt hatten wir von sporting (im November 2018) als Erste

über diese schräge Idee geschrieben, u. a. unsere Sorge zum

Ausdruck gebracht, haben die vier begleitet. Und jetzt kommen

wir noch mal mit den

vier tollen Strahlefrauen,

denen das Grinsen

seit ihrer Ankunft auf

Antigua ins Gesicht

gezimmert scheint.

Denn: Mediale Aufbereitung

von Lanz über

die ARD bis hin zur Anzeigetafel

am Hamburger

Hauptbahnhof gab

© Foto: Wellenbrecherinnen/

Close Distance Productions

es reichlich („Wir waren mit einem Selfie auf dem Titelblatt

des Abendblattes, das ist krass!“, sagt Cätschi), und wir

wollen nicht noch mal erfragen, wer wie oft seekrank war

und wer die Muscheln wann und wo vom Rumpf der

Doris abklopfen musste. Wir sind vielmehr neugierig und

fragen, was diese Nummer aus und mit den vier Ladies

gemacht hat. Und wir können Euch sagen: So einiges.

Große Themen und kleine, die dann auch groß werden,

und viele schöne Gedanken in Richtung Ehrfurcht und

Demut. Steffi sagt: „Meine Seele hängt oft noch auf dem

Atlantik, und je größer der Abstand, desto mehr berührt mich die

Natur, die Purheit, der Himmel, das Meer und immer wieder das

Licht. Unmittelbarer

kann man in der Natur

nicht aufwachen“, sagt

sie. Und Aufwachen

gab es reichlich, denn

Schichtwechsel war

alle zwei(!!) Stunden.

Achtung: Wir hatten

nach dem tollsten Erlebnis

„danach“ gefragt.

Steffis Tochter und Mit-

IMMER MIT

AN BORD!

Wer den ROWHHOME

Wegbegleiter „Sylter

Salatfrische“ an Bord

hat, ist für jede Küchen-

Challenge geschmackvoll

ausgerüstet.

Dreamteam aus Hamburg!

20

Von der Welle erwischt – Cätschi beim Zähneputzen, Spülung inklusive.

Einfach mal vorbeirudern!

www.zum-dorfkrug.de


Wellenbrecherinnen

© Foto: Wellenbrecherinnen/

Close Distance Productions

Cätschi sagt: „Wir sind alle glücklich“, sie haben was geschafft, was ihnen keiner

nehmen kann, menschlich, körperlich, mental. Bewusstes Erleben – für Meike, die am

coolsten scheint, fand das im Nachgang beim Corona-Open-Air-Kino auf dem Heiligengeistfeld

statt: „Wir vier, auf unserem Boot, intimer geht es kaum, auf dieser Riesenleinwand,

vor vielen Menschen, die uns sehr, sehr gewogen sind, das war unglaublich.“

„Und es gab noch mal Fackeln“, strahlt Steffi. Steffi strahlt sowieso ohne Unterlass.

Ihren Job hat sie nun gekündigt, weil irgendwie, hat sie gelernt, kann es das noch nicht

gewesen sein. So viel zu was ist passiert, seitdem. Timna und ihr Mann Timo sind ab

April zu dritt. Cätschi bleibt dem Projekt irgendwie erhalten, denn ihre neue Beziehung

Andi ist ein herrliches Ergebnis dieser ganzen Aktion: Sein Bruder war als Solo-Ruderer

am Start, in diesem Dezember begleiten Cätschi und Andi die Regatta auf der

Support-Yacht über den Atlantik.

„Ich habe den Drang, das Optimale aus meinem

Leben rauszuholen“, sagt Meike, „nach unseren

Erlebnissen hängt nur die Messlatte für Glück

sehr hoch“, macht sie ihren Punkt. „Ich gehe

schon anders durchs Leben“, sagt auch Steffi,

„das Leben ist zu kurz für Tretmühle.“

Cätschi ist noch gelassener als sowieso schon, ihr ist dennoch

sehr bewusst, dass Corona viel Freude und Aufbereitung zunichte

gemacht hat, so richtig feiern ging z. B. gar nicht. Die

Premiere des Kinofilms „Wellenbrecherinnen“ wird auch zum

x-ten mal verschoben. Dafür gibt es aber einen Bildband über

die vier. „Wir haben nie das Ziel aus den Augen verloren“, erklärt

Meike, „… und Aufgeben wäre keine Option gewesen, wir wollten

die ganze Zeit zu viert auf Antigua ankommen, daran bestand

kein Zweifel.“ Ob es eine Grenzerfahrung gab, wollen wir wissen,

so Wellengang, grimmige Haifische und so? „... haben wir nicht

gemacht“, ordnet Meike die Sache für uns ein, „Todesangst

hatten wir nie.“ Learnings, so im Allgemeinen und Speziellen?

Timna trifft’s offensichtlich: „Man muss sich immer hinten anstellen.

Du kannst mal einen Scheißtag haben, aber zieh andere

nicht runter.“ Steffi untermauert die Erfahrung: „Leave your ego

in the cabin.“ Team ist King. Perfekt. „Probleme immer gleich

ansprechen“, sagen sie, auch sicher ein Learning. Aber gut,

finden wir, da muss man nicht mal über den Atlantik gerudert

sein, um dann mal auf die „wirklich wichtigen Dinge“ zu sprechen

zu kommen, nämlich: Was WICHTIGSTES die vier einer Crew für

die nächste Challenge empfehlen würden. „CHIPS“, die erste,

superprompte Antwort. Krass. Oder kross, aber Salziges hat

wohl gefehlt an Bord, so rein ernährungstechnisch, oder einfach

nur Seelenschmaus? Auch wichtig, offensichtlich: die Wasserpipette,

klein aber entscheidend, zum Umfüllen des aufbereiteten

Wassers in Trinkflaschen. Und last but not least: Musik. Viel, viel

Musik, von bis …. Welcher Song stellvertretend sein könnte?

„Weinst Du?“ (von Echt). Echt schön die Geschichte.

Wann der Kinofilm startet, verfolgt Ihr am

besten im Netz. Aber den Bildband, den könnt

Ihr locker auf Amazonas bestellen oder bei

www.wellenbrecherinnen.de/shop

WELLENBRECHERINNEN – Im Ruderboot über

den Atlantik

Bildband mit exklusiven Links zu 30 Bonus-

Videos aus der Vorbereitung und vom Atlantik

Redaktion: Paul Burba und Guido

Weihermüller, Gestaltung: Barbara Kloth

Hardcover, Format: 24,5 x 30 cm, 200 Seiten

ISBN 978-3-00-066154-9

35 Euro (zzgl. Versandkosten)

Ganz schön mutig:Timna entfernt Algendiesedas (großes Bild). Unten: Euphorie trotz Schietwetter.


sporting-Lars

© Foto: Matthias Kicklitz

© Foto: privat

© Foto: Badminton Europe

Badminton-HUB

Hamburg-Horn

sich auch in den Ergebnissen der Deutschen

Das deutsche Team war sehr erfolgreich, mittendrin die beiden Hamburger Thuc und Matthias.

Jugendmeisterschaften wieder, hier war der

Hamburg-Horner TV in den letzten fünf Jahren

erfolgreichster Verein.

Auch Thuc und Matthias haben ihre Wurzeln im Hamburg-Horner TV. Bei

beiden wurde das Ausnahmetalent schnell erkannt, dank Marianne Flatos

Engagement erhielten sie früh die Chance, am Landesleistungszentrum

zu trainieren. Auch mit einer Mannschaft in der 2. Bundesliga, und der

möglichen Integration der Nachwuchsspieler*innen in diese Mannschaft,

ist der Hamburg-Horner TV attraktiv für junge Talente. Hier haben sie

dann nämlich die Chance, früh auf hohem Niveau zu spielen und nicht

wie bei anderen Vereinen lauter Vertragsspieler vor der Nase zu haben.

Matthias startet seit dieser Saison sogar in der 1. Bundesliga, und zwar für

Blau-Weiß Wittorf. Dennoch bleibt er Mitglied beim Hamburg-Horner TV,

ein weiteres Zeichen für die enge Bindung zum Verein. Der seinerseits hat

dann auch schon die nächsten hoffnungsvollen Nachwuchsspieler*innen

am Start: Mit Jonathan Dresp, Kenneth Neumann und Lara Dreessen gibt

es gleich drei, die Matthias und Thuc nacheifern wollen. Schöne Aussichten.

© Foto: Badminton Europe

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Sportler*innen, die in diesem Jahr einen echten Saisonhöhepunkt hatten, sind

rar gesät. Und sie werden von vielen anderen Athlet*innen schwer beneidet,

könnte man meinen. Aber auch die vermeintlich Glücklichen haben auf alle

Fälle immer das Thema Ungewissheit an ihrer Seite, im Nacken trifft’s wahrscheinlich

noch besser.

wenn man international gegen die Nationen spielt,

die dann auch bei der Europameisterschaft dabei

sind“, erklärt Thuc. Die Leistung hat dann aber ja

zum richtigen Zeitpunkt gestimmt, das zeigt das

großartige Ergebnis, mit dem beide zurück nach

Hamburg gekommen sind: Im Mixed an Nummer

vier der Setzliste, schalteten sie zusammen in einem

Drei-Satz-Krimi die an Nummer eins gesetzten Rus-

Zwei, die das gerade alles gemeistert haben, sen im Halbfinale aus und sicherten sich dann im Finale souverän die

und das sogar extrem gut, mit Bravour Goldmedaille und damit den Titel EUROPAMEISTER. Der erste Titelgewinn

klingt auch schön, sind Thuc Nguyen für die U19-Nationalmannschaft des Deutschen Badminton-Verbandes

(17) und Matthias Kicklitz (18), beide seit 2015 und der erst zehnte Titel insgesamt seit dem Bestehen der

aus Hamburg und die zwei größten U19-EM. Matthias spielte sich zudem bis ins Halbfinale, wo er sich dem

deutschen Badmintontalente. Im finnischen

Lahti fand nämlich Ende Oktober Damendoppel sicherte sich Thuc zusammen mit ihrer Partnerin Leona

späteren überragenden Europameister geschlagen geben musste. Im

die U19-Europameisterschaft statt, dort Michalski als ungesetztes Doppel den Vize-Europameister-Titel.

waren Thuc und Matthias zusammen im

Mixed am Start, zusätzlich spielte Matthias Hinter all den Erfolgen steht in der Regel ein Verein, der die Talente

im Einzel und Thuc im Damendoppel. Vier Starts, entdeckt, aufbaut und dann auch weiter an die Stützpunkte gibt, damit

vier Medaillen, das ist mal eine fantastische Quote. eine Leistungsförderung Richtung Nationalmannschaft funktioniert. Ein

Für Thuc und Matthias war vor dem Turnier klar, dass sie Paradebeispiel in Hamburg ist der Hamburg-Horner TV, dessen gesamte

eine Medaille gewinnen wollten, „das war unser Ziel“, so Matthias. Dass Badmintonabteilung mit viel Herz und Leidenschaft von einer Familie

die Europameisterschaft am Ende wirklich stattfinden würde, haben auch geführt wird: Thorsten Flato ist Badminton-Aktiver in der 3. Generation,

sie erst knapp drei Wochen vorher erfahren. In dieser Saison hatten beide Abteilungsleiter im Verein, seine Frau Marianne ist die Jugendwartin. Sie

Talente bis zur Europameisterschaft kein Spiel auf internationalem Niveau. war früher selber aktive Spielerin, Funktionärin bis hin zur Vizepräsidentin

Somit fiel es noch schwerer, den aktuellen Leistungsstand einzuschätzen. des Landesverbandes. Die Strukturen kennt sie also genau, sie entdeckt

„National haben wir nur zwei Ranglisten mitgespielt, in der Bundesliga Talente früh und bietet den Kindern und Jugendlichen beim Hamburg-Horner

hatten wir auch unseren Einsatz, aber das ist etwas ganz anderes, als TV eine Ausbildung auf technisch extrem hohem Niveau. Das spiegelt

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Die sporting-Tipps, präsentiert

von LOTTO Hamburg:

01.12. VIRTUAL BUNDESLIGA: LOKALDERBY

Kann man bei E-Sport von Lokalderby sprechen? In dem Fall schon: Am 01.12. um 20 Uhr

spielen HSV und FC St. Pauli in der Virtual Bundesliga Club Championship (VBL CC) gegeneinander.

Das digitale Pendant zur Fußball-Bundesliga ist am 10. November mit 26 Teams in

die 3. Saison gestartet.

Infos + alle Spieltage: virtual.bundesliga.com/de

02.12. TANZ: INTERDISZIPLINÄR

„Der Tanz ist unsere Sprache. Diese Sprache steht in einem steten Dialog und einer fließenden

Wechselwirkung zu der Musik, der Fotografie, dem Film und dem Design.“ Spannend. Choreografin

Suse Tietjen gibt Einblicke in die interdisziplinäre Arbeit von THE CURRENT DANCE COLLECTIVE.

Info + Registrierung: www.cross-innovation-conference.eu

04.12. EISHOCKEY-OBERLIGA: CROCODILES HAMBURG

Heimspiele der Crocodiles im Dezember: 04.12. vs. TecArt BlackDragons, 11.12. vs. EXA Icefighters

Leipzig, 18.12. vs. Krefelder EV 81, 23.12. vs. Herner EV, 30.12. vs. Hannover Indians (jeweils 20 Uhr).

Infos und Livestream buchen: www.crocodiles-eishockey.de

05.12. FUSSBALL 2. BUNDESLIGA: HSV

Letzte Heimspiele des Jahres für die Rothosen, gegen lauter Lieblingsgegner: am 05.12. (13 Uhr)

gegen Hannover 96, am 15.12. (18:30 Uhr) gegen SV Sandhausen. Am 03. Januar geht’s aber

schon wieder los, siehe Januar-Termine.

News zum HSV: www.hsv.de/news/hsv-splitter

06.12. ST. PAULI XMASS RUN

„Kurz und knapp: Wenn wir dürfen, dann laufen wir vor Ort – denn die Rute führt durch St. Pauli.

Falls wir nicht dürfen, dann wird alles digital.“ So hieß es bei Redaktionsschluss vom Veranstalter.

Info zum aktuellen Stand: www.stpauli-x-mass-run.de

06.12. HÖRGI-RALLYE

Auf der Rallye rund ums im Bau befindliche neue Gemeinschaftshaus Hörgensweg können die

Teilnehmer*innen das Quartier Eidelstedt-Nord kennenlernen, es gibt sogar für jede*n einen Preis.

Anmeldung über die App „Actionbound“

20.12. HELDENLAUF4U

Aus der Corona-bedingten Absage des Blankeneser Heldenlaufs entstand die neue Laufserie

Heldenlauf4U: 24 Stunden lang sind die Sportler*innen eingeladen, die schönsten Strecken in

Hamburg einzeln zu laufen, aber gemeinsam zu helfen: Unter dem Motto „Heldenbeine laufen

für…“ werden diesmal die Hamburger Bühnen unterstützt. Schöne Idee!

Info + Anmeldung: www.heldenlauf4u.de

25.12. BILLWERDER BUCHT MARATHON

Rund um die Billwerder Bucht, die Rundenlänge von 10,4 km heißt: Marathon = Auftaktstück +

4 Runden, Halbmarathon = Auftaktstück + 2 Runden. Der Start ab 8 Uhr erfolgt minimal zeitversetzt,

entsprechend der gültigen Abstandsregelung. Maximal 30 Teilnehmer*innen.

Anmeldung: my.raceresult.com/159063/

28.12.–31.12. PARKOUR-FERIENCAMP

Während der Winterferien zum Großstadt-Ninja werden! In den Feriencamps zeigen

professionelle Parkour-Trainer und Traceure (Parkour-Läufer) Kids und Teens (8–14 Jahre)

die Grundlagen von Parkour und Freerunning (9–14 Uhr).

Anmeldung + Infos: www.diehalle.hamburg/

parkour-feriencamps/winter-anfaenger-camp-2020

30.12. HANDBALL-BL: BUXTEHUDER SV

Heimspiel in der Halle Nord gegen Ketsch (19 Uhr), um 21 Uhr werden öffentlich unter

notarieller Aufsicht die Gewinnnummern der Weihnachts-Tombola gezogen. Lose könnt Ihr

bis 30.12. kaufen, der Erlös geht zu 100 % in die BSV-Handball-Nachwuchsarbeit.

Livestream: www.bsv-live.tv

31.12. SILVESTERLAUF

Beim Hamburger Silvesterlauf „Rund um die Teichwiesen“ (ab 12 Uhr) geht es in 3 Distanzen

auf Parkwegen durch ein teilweise bewaldetes und hügeliges Naturschutzgebiet.

Anmeldung: lav-hamburg-nord.de

02.01. BASKETBALL BUNDESLIGA: HH TOWERS

Neujahr ist kaum vorbei, da sind die Towers schon wieder am Start: Am 02.01. (20:30 Uhr)

kommt Pedro Calles’ Ex-Truppe RASTA Vechta nach Wilhelmsburg, am 10.01. (18 Uhr)

geht’s gegen die HAKRO Merlins Crailsheim, am 23.01. (20:30 Uhr) gegen die FRAPORT

SKYLINERS.

www.hamburgtowers.de

10.12. BASKETBALL BUNDESLIGA: HH TOWERS

Pflichtspiele der Towers auf dem heimischen Parkett der edel-optics.de Arena: 10.12. (19 Uhr)

gegen JobStairs Gießen 46ers, 13.12. (15 Uhr) gegen ratiopharm ulm, 27.12. (15 Uhr) gegen

NINERS Chemnitz.

www.hamburgtowers.de

12.12. HANDBALL 2. BUNDESLIGA: HSVH

Volle Programm: Der Handball Sport Verein Hamburg empfängt am 12.12. (19 Uhr) den TSV Emsdetten,

am 15.12. (20 Uhr) den TSV Bayer Dormagen, am 23.12. (20 Uhr) den Dessau-Roßlauer

HV und am 29.12. (20 Uhr) die DJK Rimpar Wölfe.

Infos + Livestream: hamburg-handball.de

03.01. FUSSBALL 2. BUNDESLIGA: HSV

Die ersten HSV-Heimspiele im neuen Jahr: 03.01. (13:30 Uhr) gegen SSV Jahn Regensburg,

17.01. gegen den VfL Osnabrück, 31.01. gegen SC Paderborn.

News zum HSV: www.hsv.de/news/hsv-splitter

03.01. EISHOCKEY-OBERLIGA: CROCODILES HAMBURG

Die Crodiles starten das neue Jahr mit 6 Heimspielen: Am 03.01. (16 Uhr) geht’s gegen den

Krefelder EV 81, am 10.01. (16 Uhr) gegen die Rostock Piranhas, am 15.01. (20 Uhr) gegen

den Herner EV, am 24.01. (16 Uhr) gegen die EG Diez-Limburg, am 26.01. (20 Uhr) gegen die

Hannover Scorpions und am 31.01. (16 Uhr) gegen Saale Bulls Halle.

Infos und Livestream buchen: www.crocodiles-eishockey.de

13.12. FUSSBALL 2. BL: FC ST. PAULI

Die Kiezkicker spielen am Millerntor gegen FC Erzgebirge Aue, am 20.12. gegen Fortuna Düsseldorf

(jeweils 13:30 Uhr). Neu: Alle Pflichtspiele laufen live in einem Audio-Grafik-Stream – Du

hörst das AFM-Radio und siehst zeitgleich eine Simulation dessen, was gerade auf dem Rasen

passiert.

www.fcstpauli.com/tv/

13.12. BRAMFELDER WINTERLAUFSERIE

Die Bramfelder Winterlaufserie 2020/21 findet unter anderen Voraussetzungen statt:

Allen Teilnehmer*innen bieten sich zwei unterschiedliche Möglichkeiten – digital

oder vor Ort (Teilnehmerlimit aktuell: 33 TN/15 Minuten).

Infos + Anmeldung: www.winterlaufserie-hamburg.de

18./19.12. EISKUNSTLAUF DM

Die 122.(!!) Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen: Damen, Herren, Paarlaufen und

Eistanzen sowie Junioren- und Nachwuchsklasse. Leider sind Stand Ende November in der

(früher Volksbank Arena, jetzt heißt sie:) q.beyond Arena keine Zuschauer zugelassen.

Infos, Livestream, Ergebnisse: www.eislauf-union.de

09.01. HANDBALL-BL: BUXTEHUDER SV

Heimspiel der Handballfrauen aus Buxtehude gegen VfL Oldenburg (16 Uhr).

Livestream: www.bsv-live.tv

10.01. FUSSBALL 2. BL: FC ST. PAULI

Am 10.01. spielt St. Pauli gegen Holstein Kiel, am 24.01. gegen SSV Jahn Regensburg, am

27.01. gegen VfL Bochum 1848.

Live-Audio-Grafik-Stream: www.fcstpauli.com/tv/

24.01. BRAMFELDER WINTERLAUFSERIE, NÄCHSTER AKT

Wie schon im Dezember haben die Teilnehmer*innen (Stand Ende November) die Möglichkeit,

vor Ort oder digital mitzumachen.

Infos + Anmeldung: www.winterlaufserie-hamburg.de

31.01. SÜDERELBE CROSS

Ob die 4. Ausgabe des Crosslaufs durch die Neugrabener Heide stattfinden kann, stand bei

Redaktionsschluss noch nicht fest. Wenn ja, wird’s richtig schmutzig…

Infos: www.suederelbe-cross.de

Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Bitte informiert Euch über den aktuellen Status der jeweiligen Veranstaltung sowie die

geltenden Hygienevorschriften direkt auf der Webseite des Veranstalters.

© Foto: HASPA Marathon Hamburg

© Foto: Hella Höppner

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BITTE BEA NTRAGEN!!!

© Foto: Landessportamt

Toughe Zeiten, auch für den Sport natürlich,

viele Sportler*innen können ihren

Sport nicht ausüben.

Mannschaftssport, Sport in Gruppen, …, Laufevents, was auch immer:

Die Anbieter würden gern ihre Mitglieder und Teilnehmer*innen glücklich

machen, dürfen sie aber nicht. Dilemma. Um hier zu helfen, hat die Stadt

weitere Unterstützungsmaßnahmen – auf Deutsch: weitere 4 Mio. Euro für

NICHT ZURÜCKZAHLBARE ZUSCHÜSSE – beschlossen. Diese können seit

dem 20.11. beantragt werden. Ran da. Wir haben dazu dann jetzt einfach

mal im Landessportamt bei Sportstaatsrat Christoph Holstein nachgefragt,

was Sache ist. UND IHR STELLT JETZT HOFFENTLICH EURE ANTRÄGE.

Herr Holstein, Sie managen mit Ihren Kolleginnen und Kollegen

im Landessportamt die Corona-Krise in Sachen Sport. Bei Ihnen

brennt doch sicher die Hütte, oder?

Klar, aber löschen gehört zu unserem Job. Das muss jetzt auch sein.

Die Vereine und alle anderen im Sport sind durch die jüngsten Corona-

Maßnahmen verstärkt unter Druck geraten. Und unser gemeinsames Ziel

ist, den Sport so gut wie möglich durch diese Krise zu bekommen. Da

helfen die millionenschweren Hilfspakete der Stadt – aber auch Optimismus und Zuversicht

aller Verantwortlichen. Klar, die Lage ist ernst. Wir liegen zur Halbzeit drei-null zurück

und brauchen jetzt – im übertragenen Sinne – Körpersprache. Im Sinne von „Corona, Du

kriegst uns nicht klein.“

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen im Sport – im

Allgemeinen, für die Vereine?

Die Unsicherheit, wann wir wirklich wieder langfristig in den Normalbetrieb übergehen

zu tun. Klar, es gibt an der einen oder anderen Stelle Unwuchten und

gefühlte Ungerechtigkeiten. Aber man kann das erklären: Schulen

z. B. sind privilegiert. Deshalb kann Schulsport stattfinden. Muss er

sogar. Und beim Reha-Sport haben wir die Gruppengrößen erhöht,

weil es für die betroffenen Menschen keine andere Möglichkeit

gibt, aktiv zu sein. Die Kanzlerin hat es so gesagt: Es gebe bei den

Corona-Maßnahmen nur zwei Varianten der Gerechtigkeit: Alles

für alle verbieten. Oder alles für alle zulassen. Klingt logisch. Wäre

aber nicht klug.

Nun gibt es den Nothilfefonds II, welche Learnings gibt

es aus der 1. Runde? Ist das Budget komplett abgefragt

worden?

Nein. Bei der ersten Auflage im Sommer standen 5 Mio. Euro zur

Verfügung. Damals – da hatte die Krise ja gerade erst begonnen

– wurden lediglich 1,1 Mio. Euro abgefordert. Jetzt haben wir den

Nothilfefonds Sport II gestartet. Hier kommen jetzt die restlichen

knapp 4 Mio. Euro zum Tragen. Wir haben dabei die Berechnungsgrundsätze

deutlich erhöht, sodass pro Verein eine höhere Auszahlung

möglich ist – maximal 40.000 Euro. Und auch Anbieter von

Rehasportgruppen können jetzt Förderbeträge beantragen. Ganz

wichtig ist auch, dass die Hilfsmöglichkeiten im Sport bekannt gemacht

werden. Wir machen die Hilfen da publik, wo der Hamburger

Sport hinsieht – in der sporting zum Beispiel.

Welche Fehler wurden bei der Antragstellung gemacht,

worauf müssen die Antragsteller*innen achten?

Wir beide würden mit den Anträgen klarkommen. So schwer

kann es also nicht sein. Es gab an der einen oder anderen Stelle

noch Ergänzungs- oder Erläuterungsbedarf. Wichtig: Die Anträge

müssen an die richtige Stelle geschickt werden. Mitgliedsvereine

des Hamburger Sportbund e. V. können ihren Antrag online beim

HSB einreichen, Rehabilitationssportgruppen wenden sich an den

Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Hamburg e. V., und

für alle anderen Antragssteller ist das Landessportamt zuständig.

Wenn Anträge jetzt gestellt werden, wann können die

Antragsteller dann mit dem Geld rechnen?

Wir prüfen die Anträge zügig und zahlen das Geld dann auch zügig

aus. Nach den ersten beiden Wochen war schon gut eine halbe

Million Euro unterwegs.

Vielen Dank, Herr Holstein. Wir haben das Wichtigste

im Folgenden einmal zusammengefasst.

Das Wichtigste in Kürze

© Foto: Mediaserver Hamburg/Lucas Pretzel

können, ist die derzeit wohl größte Herausforderung – im Allgemeinen und für die Vereine.

Und es ist harte Arbeit, die Vereinsmitglieder jetzt bei der Stange zu halten.

Gibt es die befürchtete Austrittswelle?

Schwer zu sagen. Die Austrittszahlen waren anfangs im Rahmen der normalen jährlichen

Fluktuation. Es treten aber jetzt keine neuen Mitglieder ein, die die Austritte auffangen.

Der Rückgang bei den zahlenden Mitgliedern führt zu finanziellen Schwierigkeiten bei den

Vereinen. Deshalb unser Appell, dem eigenen Verein gerade jetzt, in schwieriger Zeit, die

Treue zu halten. Und wenn ich mir beispielsweise die vielen online-Angebote der Clubs

ansehe – dann haben die das auch mehr als verdient.

Gibt es Vereine, Anbieter, denen das Wasser bis zum Hals steht?

Viele Vereine machen sich jedenfalls große Sorgen. Wenn laufende Ausgaben z. B. nicht mehr

durch Kurseinnahmen gedeckt werden können, gerät das Geschäftsmodell in Schieflage.

Der Nothilfefonds Sport 2 soll hier sowohl Rettungsanker als auch Überbrückungshilfe

sein. Und zusätzlich zu diesen knapp vier Millionen Euro wird es eine Million Euro für

Corona-bedingte Mehrausgaben geben – für Desinfektion, für zusätzliche Reinigung oder

Testung von Ligaspielerinnen und -spielern.

Manchmal gibt es Widersprüche (Schulsport vs. Vereinssport vs. Rehasport),

wie gehen Sie damit um?

Wir müssen einen Spagat aushalten: einerseits die Interessen des Sports vertreten und

andererseits die Verantwortung wahrnehmen, das Mögliche zur Eindämmung der Pandemie

• Die Zuschüsse sind nicht zu zurückzuzahlen!!!

• Anträge stellen dürfen:

• Gemeinnützige Sportvereine erhalten für die laufenden

Kosten bei der Fortsetzung des Sportangebots

nach Wiederaufnahme des Sportbetriebs

einen max. Zuschuss von 40.000 Euro

• Anbieter von REHA-Sportkursen können Anträge

für max. 3 Monate stellen und erhalten pauschal

pro Gruppe und Monat Förderbeträge von bis zu

85 Euro.

• Veranstalter von Sportveranstaltungen können

für im Zusammenhang mit der pandemiebedingten

Absage von Veranstaltungen entstandene

Liquiditätsengpässe einen Zuschuss in Höhe von

60 Prozent des Liquiditätsengpasses erhalten.

Die maximale Förderhöhe beträgt dabei 250.000

Euro.

• Als Wirtschaftsbetrieb ausgegliederte Lizenzspielerabteilungen

erhalten eine Förderung in

Abhängigkeit von ihrer Mitarbeiterzahl.

• Die Anträge auf Zuschüsse sind bis zum 31. März

2021 (nach Möglichkeit per E-Mail) zu stellen.

• Mitgliedsvereine des Hamburger Sportbunds e. V.

können ihren Antrag online einreichen:

www.hamburger-sportbund.de/corona-nothilfe

• Anbieter von Rehabilitationssportgruppen richten

ihren Antrag unter dem Stichwort „Nothilfe Sport II“

an den Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband

Hamburg e. V. (mail@brs-hamburg.de).

• Alle übrigen Antragssteller wenden sich an das

Landessportamt der Behörde für Inneres und Sport

(poststelle@sportamt.hamburg.de). Die entsprechenden

Formulare werden auf Anforderung

bereitgestellt.

• Die vollständige Förderrichtlinie ist online abrufbar:

www.hamburg.de/innenbehoerde/14574870/2020-

11-06-nothilfefonds-sport/

• Keine Hemmungen: Bei Fragen wendet Euch bitte

an poststelle@sportamt.hamburg.de

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Sportpsychologie

© Foto: privat

© Foto: Sven Jürgensen

„Corona ist die Antithese zum

Leistungssport“

Wir wissen, dass es auf der Welt lauter superwichtige Themen

gibt. Und Corona macht sowieso ’ne Menge Ärger.

Aber wir sind ein Hamburger Sportmagazin, und wir machen

uns auch Sorgen um all die Hamburger Athlet*innen,

die sich in den letzten Jahren komplett, und wir meinen

sowas von komplett, dem Sport untergeordnet haben, um

ein(!!) einziges Ziel zu erreichen: Olympia.

Wir schreiben seit Jahren über all die TEAM HAMBURG-Athlet*innen

und die Sportler*innen am Olympiastützpunkt, denen die Mohrrübe

vor die Nase gehalten wird, aber beim Zugreifen wird das

Mistding gefühlt immer wieder weggezogen. Um mehr und

nachhaltig zu erfahren, was in all jenen vorgeht, treffen wir des

Abends im leeren OSP Prof. Dr. Thorsten Weidig, einen der vier

für den Stützpunkt arbeitenden Sportpsychologen. Er ist seit

Jahren in vielen Sportarten als Berater und Coach unterwegs,

arbeitet für Vereine, Verbände, reist z. B. mit der Hockeynationalmannschaft

zu Länderspielen, war sogar von 2010–2013 beim

HSV zuständig für die psychologische Betreuung der Profi-

Fußballer. Thorsten kennt sich aus, in vielen Sportarten, hilft

Sportler*innen in unterschiedlichen Lebenssituationen, aber

auch Trainer*innen, die ihrerseits ja mit ihren Athlet*innen

umgehen, natürlich auch ihre eigenen Themen mitbringen. „Ich

mache ein Angebot“, sagt er von

sich selbst, „und wer mag, kann

das annehmen. Man kann niemanden

verpflichten.“ Viele Sportler

kommen direkt zu ihm, rufen –

wenn unterwegs – zwischendurch

auch schon mal nur an; er wird

untereinander weiterempfohlen

und Hemmungen hat niemand. Er

sagt: „Zwischen den Ohren ist ein

Muskel, den kann man trainieren,

ich bin Dienstleister zur Leistungsoptimierung.“

Das ist ja das Ziel. „Wenn’s mich schneller macht,

komme ich“, sagt ein bekannter Hamburger Schwimmer unumwunden

– und kommt. Die Themen sind vielfältig ohne Ende,

classic: Leistungsdruck und wie damit umgehen; Verletzungsmanagement,

wie wieder Mut und Kraft für den Anschluss finden;

Probleme mit der Fokussierung/Konzentration; Team-Konflikte;

Zoff mit dem Trainer, ... – superclassic, aber auch so Aspekte

wie Schmerzen und wie damit umgehen. „Schmerzen sind ein

sehr eigenes, wichtiges Thema, die kommen ungefragt. Wenn

Ruderer von ‚Rudern im Tunnel’ oder ‚Kotzgrenzen’ sprechen,

dann sind Schmerzen auch mal positiv, denn letztlich wird da ja

dann auch was, Stichwort Leistungsoptimierung, sehr richtig

gemacht. Schmerz als Freund zu verstehen ist auch eine meiner

Aufgaben“, grinst Thorsten. Klingt auch schräg, und bislang

beschreibt er lediglich das Tagesgeschäft, ohne das böse C-Wort.

Darauf angesprochen ist das erste, was er sagt, dass es auch

Sportler*innen gibt, die von der Verschiebung der Spiele in Tokio

profitieren. Ein Jahr mehr Training, das macht was aus, kann

Quali-Chancen erhöhen. Die Gefühlslage des viel größeren Teils

der betroffenen Athlet*innen beschreibt er in Schwankungen,

macht seine Beobachtungen an drei wesentlichen Faktoren fest:

„Wir Menschen brauchen Stabilität, Orientierung sowie Selbstwirksamkeit“,

ein eher ungewöhnliches, aber schönes Wort.

„Gerade Sportler, die in einem System stecken, das da Verband,

Mannschaft etc. heißt: Ihre Tage folgen immer dem gleichen

Rhythmus, die Wochen haben eine sehr ausgefeilte Struktur,

Trainingspläne, konkreteste Inhalte bis hin zu Essensplänen und

im Grunde Schlafzeiten. Das sind Strukturen, die teilweise

komplett weggebrochen sind,

viele fühlen sich fast hilflos, in

eine passive Rolle gedrängt“,

beschreibt er. Ein fieses Dilemma

für jemanden, der gerade

als Leistungssportler*in auf der Aktivseite unterwegs ist. Thorsten

kommt auf den Vergleich „Hamsterrad“. Fehlende Orientierung

macht die aktuell schwierige Situation noch offensichtlicher.

Ist das Ziel weg, wird’s düster. „Da kann man auch die aktuell

angekündigte Botschaft von Thomas Bach (Anm.: „Die Spiele

finden statt“, sagt er.) nur bedingt als trostreich empfinden, weil

es noch soooo lange hin ist, sehr abstrakt erscheint und bis

dahin noch viel passieren kann. Es fehlt das Unmittelbare.“

Abgesehen davon lebt Leistungssport von Vergleichen, Wettkämpfen

– nicht nur für Ruhm und Ehre, sondern auch für unter

anderem die wichtige Abwechslung im Trainingsalltag, nicht zu

vergessen den Spaß und dergleichen. Und die vielen öffentlich

geführten Diskussionen, ständigen Neu-Planungen der Verbände

„führen zu einem Gefühlskarussell aus Angst, Wut, Ärger,

Frust“. Da würde man gern bremsen. »

Auch die Tischtennis-Nationalmannschaften (männlich, weiblich und Nachwuchs) stehen auf der

ellenlangen Referenzliste des Hamburger Sportpsychologen Prof. Dr. Thorsten Weidig.

© Foto: privat

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Auch für die Hockey-Nationalteams steht er zur Verfügung.


Sportpsychologie

© Foto: Henning Angerer für BKK Mobil Oil

© Foto: Sven Jürgensen

Die Selbstwirksamkeit leidet, weil man in dem Durcheinander

machtlos ist. „Die Athleten haben keinen Einfluss mehr auf ihre

Ziele.“ Für ihn ist Corona „die Antithese zum Leistungssport“.

Denn: „Klarheit, Vorhersehbarkeit, Erreichbarkeit, alles weg.“

Klingt und ist alles schlimm, und dennoch macht Thorsten keinen

erschütterten Eindruck. „Wir haben hier niemanden mit einer

wirklich tiefen Depression“, sagt er beruhigenderweise. „Zum

einen haben wir hier ja keine Vollzeitprofis am Start“, erklärt

Thorsten. „Viele konnten und können sich um ihr Studium kümmern,

ein paar Scheine machen, sich Erfolgserlebnisse anderweitig

holen“, und dann seien dank der vielen kreativen Trainer

selbst Zoom-Trainings-Sessions eine Möglichkeit, wieder ein

wenig Struktur zu bieten:

„Ich lerne, dass die Sportler auf einmal

selbst das Stabi-Training cool

finden.“ Oder man beschäftigt sich

dann vermehrt mit Taktik, wenn Athletik

nicht geht.

Und zwei Athleten haben sich offensichtlich reproduziert, wobei

er natürlich keine Namen nennt. Auch ein schönes Erfolgserlebnis,

dann in ein paar Monaten. „Wichtig ist, ehrlich mit sich zu

sein, die Scheiß-Phase anzunehmen und auch Sorgen und

Ängste ernst zu nehmen und sich zuzugestehen. Wenn man

eine schlimme Zeit hat, dann muss man das auch anerkennen,

auch äußern dürfen.“ Thorsten weiter: „Das ist wie bei einer

schweren Verletzung. An einem Kreuzbandriss gibt es erst mal

überhaupt nichts schönzureden.“

Gleiches gilt im Grunde auch für die ganzen Trainer*innen, die

Physios, alle Beteiligten im Hintergrund, die natürlich genauso

in der Luft hängen, oftmals ähnliche Sorgen und Nöte erleben.

Auch sie dürfen unbedingt die eigenen Themen äußern. „Wir

reden hier von mündigen Sportlerinnen und Sportlern. Ein aufrichtiger

Trainer und ein entsprechender Austausch stärken das

Wir-Gefühl ungemein“, beschreibt Thorsten und lässt hoffen,

dass viele Athlet*innen vielleicht sogar gestärkt aus dieser Situation

herauskommen.

„König der

Welt!“

Was sollen wir sagen, Nils Goerke und wir

hatten für diese Ausgabe, Teil vier der Serie

„Laufen ist ultra-allerbest“, das Thema

Motivation auf dem Zettel – und nun das

schon wieder: Lockdown-Light-bis …

Und was uns allen fast nur noch bleibt, ist:

Individualsport.

Ihr könnt also Rad fahren, ... und eben laufen. Und alle gebremsten

Basketballerinnen und Zumba-Könige, macht es zu Eurem Privileg,

laufen zu dürfen. „Gott sei Dank, ich darf laufen.“ Die richtigen

Schuhe an, die letzten drei sporting-Ausgaben schnell noch mal

geblättert und wichtig nachgelesen, dem Schweinehund ins Hinterteil

getreten und ab die Post. „Eines ist sicher“, sagt Nils, „schon nach

fünf Minuten fühlst Du Dich hammermäßig – toll.“ „Tatsächlich ...“,

erklärt er weiter, und wir würden ihm ganz sicher auch

seinen Gebrauchtwagen abkaufen, „… ist selten ein

Lauf richtig scheiße“, sagt er, „das muss man wissen.“

Abgesehen von der Zeit für Seele und Geist, der Natur,

der frischen Luft, dem Durchgepustet-werden, den

ganzen anderen coolen Läuferinnen und Läufern, bist

Du schon mal einfach nur froh, „dass Du Dich aufgerafft

hast“. Eins zu Null. Und wäre/ist man dann schon etwas

versierter, „hat auch die Dynamik des Laufens einen

sehr emotionalen, mentalen Effekt, sie beflügelt und

motiviert im Grunde doppelt.“ „Man hat ja ein gutes Gefühl, wenn’s

läuft“, beim Laufen. Dynamik, die ansteckt.

Und auch Wetter kann uns ja mal gar nichts anhaben. Auch das

abzurocken wie Chuck Norris gibt wiederum ein gutes Gefühl. Nils

sagt, „das ist Dopamin, Glückshormone, die der Körper raushaut, als

Belohnung für das bloße Loslaufen.“ Er meint: „Die erfüllen Dich.“ »

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© Foto: Henning Angerer

Nils 2019 beim Hamburg-Marathon.

© Foto: clickclackmedia

Wem das immer noch nicht reicht, neben den klassischen körperlichen

Fitness-Aspekten, dem sei gesagt, dass Hamburg eine tolle

Läuferstadt ist. Du kannst Urban Running machen – HafenCity.

Elbbrücken bis Wilhelmsburg oder Natur pur in den Boberger Dünen.

Will sagen: Nimm Dir vor, im Winter die Stadt zu erlaufen. Geht

nämlich auch, wenn’s dunkel ist.

Oder Du schnappst Dir einen Buddy (mehr sollte ja gerade nicht),

und ihr committet Euch gegenseitig, das motiviert on top. Es gibt

Strava oder andere Running-Apps, da wird der Sozialdruck dann

noch größer, aber die sind auch schon wieder etwas advanced.

Und last but not least, auch der BKK Mobil Oil-Lauftreff, jeden

Dienstag um 19 Uhr (zurzeit leider ausgesetzt), ist eine Möglichkeit,

gemeinsam zu starten, denn da sind bis zu 50 Spaßgenoss*innen

am Start. Ihr könnt auch Musik aufsetzen, „kann Spaß machen, ich

bevorzuge gerade, mal keine Medien am Start zu haben und ’ne

Weile ohne Ping auszukommen“, sagt Nils, „das muss aber jeder für

sich entscheiden.“ Er erklärt: „Mich motiviert vielmehr der Sound

meiner Schritte oder das rhythmische Atmen.“ Das unterstreicht

tatsächlich das obige schöne Dynamik-Empfinden. „Was vielen

Menschen für ein regelmäßiges, konsequenteres Laufen hilft, sind

tatsächlich Ziele“, ergänzt er sachlich. „Die kleinste Distanz beim

Heldenlauf in Blankenese, 6,7 km, oder einfach nur eine Alsterrunde

ohne Gehen.“ Auch toll.

Und als wäre das alles an motivationalen Aspekten noch nicht

genug, kommt Nils nun mit dem „ab 3-mal die Woche nimmst Du

zwangsläufig ab“ um die Ecke. Der Körper zollt also sodann nicht

nur psychisch, sondern auch physisch positiven Tribut. „Richtig gute

Trainingseffekte, wie in den letzten Ausgaben geschildert, stellen

sich ein, UND die Pfunde purzeln“,

erklärt er. Noch ein Argument,

so in der Weihnachtszeit. Wir

beschränken uns zunächst mal

auf die Glücksabteilung, und

dann mal sehen.

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Nils Goerke, Vize-Europameister auf der Triathlon Langdistanz (2004): „Meine Athleten nennen mich einfach ‚Coach‘.“


Motorsport

© Fotos: Tramnitz

Hamburgs

Schnellster!

Tim ist im November nämlich gerade erst 16 geworden, also heißt es

warten, mit der Fahrerlaubnis. Dabei gilt der Bergedorfer als eines

der größten Motorsporttalente Deutschlands. Seine erste Saison in

der Nachwuchsklasse Formel 4 hat er mit einem Rennsieg und vier

zweiten Plätzen als Rookie of the Year abgeschlossen, als allerbester

Neuling. In der Gesamtwertung belegte er Platz vier. „Ich bin echt

happy. Das ist mehr, als ich mir von meiner ersten Saison erhofft

hatte“, strahlte er. Da bleibt uns nur zu sagen: Glückwunsch, Hut ab

und fetter Respekt, Tim. Der Junge hat es offensichtlich drauf. Schon

mit fünf Jahren hat er ein Quad geschenkt bekommen, mit sechs im

ADAC Ortsklub Bergedorf seine ersten Runden im Slalomkart gedreht,

das Feuer war entzündet. „Ich bin dann begeistert um Hütchen

Slalom gefahren“, erzählt Tim von seinen Anfängen, „da war mir

echt schon klar, dass ich das machen will.“ Seinen ersten eigenen

Rundstreckenkart hat er mit acht bekommen und ist damit begeistert

über die Kartstrecke bei Lüneburg gekurvt. „Ich glaube, das ist wie in

jedem Sport: Je eher man anfängt, desto besser ist das“, meint Tim.

Er hatte natürlich das Glück, dass sein Vater Jürgen auch ein Faible

für Autos und Motoren hat. Der Bergedorfer Unternehmer hat sich

mit einer Werkstatt für „Oldies“ im Sommer einen eigenen Traum

verwirklicht, er sammelt selbst besonders schöne, alte Autos. Und

er fördert seinen Sohn, ohne das wäre eine Karriere im Rennsport

wohl, sagen wir: schwierig.

Karts sind ja der klassische Einstieg in das Rennsportgeschäft. Praktisch

alle erfolgreichen Formel-1-Fahrer haben im Kart begonnen. Ob

das Lewis Hamilton ist, Sebastian Vettel oder, klar: Michael und Ralf

Schumacher auf der berühmten Kartbahn in Kerpen. Apropos Ralf

Schumacher: Den kennt Tim schon aus dem Kartsport. Vor dieser Saison

stieg er für dessen Team „US

Racing“ in die Formel 4 ein,

die Nachwuchsrennklasse.

„Ich habe mich immer wohl

gefühlt, super professionell

ist es da“, schwärmt er, „ich

habe wahnsinnig viel gelernt.“

Ralf gibt das Kompliment zurück:

„Er ist sehr motiviert

und hat einen guten Speed.“

Tim feierte im November seinen ersten Sieg in der ADAC Formel 4, Happy End im letzten Saisonrennen.

Glaubt man nicht, ist aber so – Hamburgs wohl schnellster Autofahrer

hat keinen Führerschein. Krass: Mit bis zu 240 Sachen rast Tim Tramnitz

über die Rennstrecken dieser Welt, aber auf die Stresemann- oder die

Ost-West-Straße darf er noch nicht.

Nun ist es in diesen Nachwuchsklassen nicht

so, dass die Fahrer schon wer weiß wie viel

Kohle einfahren. Eher das Gegenteil ist der

Fall: Du musst Dich für die Leistungen bei

einem Rennteam quasi einkaufen. So ein

Formel-4-Auto kostet etwa 55.000 Euro.

Tim hat zwar Sponsoren und er wird von der

ADAC Stiftung Motorsport gefördert, dennoch sagt er: „Man selbst

verdient praktisch nichts daran.“ Das kommt erst später, wenn der

Erfolg so weitergeht. Immerhin hat er durch die erfolgreiche Saison

in diesem Jahr seine Verhandlungsposition gegenüber dem Team

schon verbessert, er wird weniger eigene Kohle mitbringen müssen.

Man redet, aber die Entscheidung auch im nächsten Jahr wieder für

US Racing an den Start zu gehen, scheint schon gefallen. Dann soll

es um den Gesamtsieg gehen, „das ist klar unser Ziel.“

Das alles geht natürlich nur, wenn die Schule mitmacht. Da hat er

offenbar Glück, das Luisen-Gymnasium unterstützt ihn mit Freistellungen,

„wichtig ist am Ende, dass meine Noten stimmen“, sagt er.

Tun sie aber, auch wenn es hart ist: „Ich habe viel gefehlt, musste

viel nacharbeiten.“ Als Norddeutscher im Rennzirkus merkst Du eben

auch: „Hamburg liegt nicht gerade zentral.“ Es ist immer ein Akt, zu

den Rennstrecken wie Lausitzring, Nürburgring oder Hockenheimring

zu kommen, nicht nur zum Rennen am Wochenende, sondern auch

zu Tests. Wenn er zu Hause ist, steht neben Schule weiter Sport auf

dem Zettel. Logisch, Motorsport ist nicht nur im Auto sitzen und Gas

geben. Da musst Du rundum fit sein. „Wir haben einen kleinen Raum

mit Geräten, da arbeite ich viel. Viermal in der Woche gehe ich laufen,

und ich mache Boxtraining“, erzählt Tim, „und einmal in der Woche

arbeite ich mit einem Mentaltrainer.“ Der Kopf muss klar sein, wie

in jedem Spitzensport. Und ganz besonders auch, wenn du in drei

Sekunden von Null auf Hundert beschleunigst. Bisher passt das Paket

offenbar gut zusammen und das Ziel ist klar: „Mein Traum ist natürlich

die Formel 1. Aber ich muss halt von Jahr zu Jahr gucken.“ Und wir

gucken mit, voller Spannung, was da noch passiert. Und spätestens

in der Formel 1 hat er dann auch bestimmt seinen Führerschein.

36

Krasses Geschoss, hier auf der Deutschen Kart Meisterschaft.

Tim Tramnitz ist der Rookiechampion der ADAC Formel 4 2020, und das ohne Führerschein.


Speedklettern

© Fotos: DAV/René Oberkirch

SO VIEL

LECKER

GIBT’S NUR

HIER!

Deshalb bieten wir unsere

vielfältige Food-Auswahl aktuell

zum Mitnehmen an.

Von Null auf

Fünfzehn

Wer schon mal als Laie in einer Boulderhalle war, wäre am

01. Novem ber in der Europa Passage wahrscheinlich ein Häufchen

Elend gewesen. So ging es zumindest uns, die wir sogar durchaus

schon mal ein paar hilflose Kletter-Versuche hinter uns haben.

Sieht man dann allerdings die Könner, die da die in 3 Tagen von

Spezialisten aufgebaute Wand rauflaufen wie die Echsen oder wie

bei der Augsburger Puppenkiste, so an Bändern hochgezogen, staunt

man beeindruckt und sucht doch heimlich die Seile. Die gibt es, aber

nur zur Sicherung.

Wir sprechen von den Deutschen Meisterschaften im Speedklettern,

die in diesem Jahr am 1. November noch Stunden vor dem Lockdown

selbstredend coronakonform stattfanden, und zwar direkt an der

Binnenalster, in der Europa Passage. Coole Location für so etwas,

nur eben leider ohne

Zuschauer. Die

hätten ihren Spaß

gehabt, konnten aber

per Livestream des

Jörg Harengerd, Center Manager Europa Passage

NDR die Wettkämpfe

verfolgen. Ausrichter

war der Deutsche Alpenverein

(DAV) als Dachverband.

Jörg Harengerd, Center Manager der Europa Passage: „Bereits im

vergangenen Jahr begeisterte der Klettersport tausende Besucher

und Teilnehmer in der Europa Passage. Coronabedingt mussten wir

die Kletterwoche für alle in unserem Hause in diesem Jahr leider

absagen. Gleichwohl konnten wir die gebotene Chance nutzen und

die Deutschen Meisterschaften im Speedklettern ausrichten – leider

ohne Zuschauer. Ich bin sehr froh, dass wir es geschafft haben,

diesen sehr spannenden und spektakulären Wettkampf hier in der

Europa Passage stattfinden zu lassen und freue mich bereits auf

das nächste Jahr!” »

© Fotos:Witters

Hier geht’s langsamer runter als rauf – genug Zeit fürs Jubeln. Nur die Anspannung fällt.

39


Speedklettern

Am Start war die gesamte deutsche Speedkletterspitze,

geklettert wurde in unterschiedlichen

Altersklassen, es gab den Deutschen Jugendcup

(Jugend B) und die DM der Erwachsenen. Und

man sah den Athlet*innen an, wie heiß sie nach

Monaten ohne Wettkampf waren. Und wer denkt,

das Klettern ist in Deutschland den Freunden und

Freundinnen aus den südlichen Bundesländern

vorbehalten, der hat sich schwer getäuscht.

Auch im Norden ist Klettern ein großes Thema,

in einer Active City wird selbstverständlich auch

geklettert. Nicht zuletzt durch die diversen

Kletterhallen, vor allen Dingen aber auch

durch die Aktivitäten und Angebote der

einzelnen Nord-Sektionen des Alpenvereins.

In einem Verein sollte

man sein, denn tatsächlich wird

Norm-Speedklettern 2021 olympisch,

und wenn bislang noch andere

Nationen führend sind, kommen

die Europäer langsam, aber

sicher, auch die Deutschen.

Der Knaller ist, ehrlich gesagt, dass wir hierbei weltweit immer von

den gleichen sogenannten „Routen“ sprechen. Da kommt also nicht

je Event ein pfiffiger Routenbauer und tobt sich aus, baut „seine“

Route an die 15 Meter hohe Wand: Es ist alles vorgegeben. Weltweit

krabbeln alle Sportler bei dieser Disziplin den gleichen Weg an die

Die Routen beim Speedklettern sind weltweit genormt.

Bei den Männern durften Sebastian Lucke (1. Platz).

Leander Carmanns (Platz 2) und Thorben Perry Bloem aufs Treppchen klettern.

Spitze. Das macht es irgendwie noch mehr wow, weil ultimativ

vergleichbar, weswegen man auch von Weltrekorden spricht. Jeweils

zwei Kontrahenten treten in den Quali-Races und in den Halbfinals

und Finals gegeneinander an. In den Quali-Races zählen die Zeiten,

in den Finalrunden gibt es ein spannendes KO-System, das bei den

Juniorinnen und Junioren Anna Maria Apel vom DAV München-

Oberland und Jakob Schiefer vom DAV Schwaben für sich entscheiden

konnten. Bei der Deutschen Meisterschaft sicherten sich Franziska

Ritter (DAV Wuppertal) und Sebastian Lucke (DAV Konstanz) den

jeweils 1. Platz, Zweite wurden Sandra Hopfensitz (DAV Augsburg)

und Leander Carmanns (DAV Rheinland-Köln). Die Drittplatzierten

waren Flachland-Tiroler, was hoffen lässt, dass in Zukunft auch mal

ein Hamburger oder eine Hamburgerin sehr schnell ganz oben ist.

Bei den Damen war das Nuria Brockfeld aus Osnabrück, bei den

Herren Thorben Perry Bloem aus Braunschweig. Spannend war es

auch, weil Rekorde ja durchaus wichtig sind:

Zwei neue deutsche Rekorde gibt es aus

der Damen-Quali und dem kleinen Finale zu

berichten. Die erst 16-jährige Nuria brach den

gerade von Sandra Hopfensitz aufgestellten

Rekord (8.225 Sekunden) und schaffte die

15 m-Wand in 8.183 Sekunden. In der Zeit

schaffen wir es nicht mal auf der Treppe.

© Fotos: DAV/René Oberkirch

Unterstützt von: Europa Passage

Klettern an sich hat im letzten Jahrzehnt ordentlich zugelegt, spürbar

natürlich am Erfolg der Boulderangebote: in Hamburg das Boulderquartier

in Wandsbek, die Nordwandhalle in Wilhelmsburg, das FlasHH

in Bahrenfeld, auch die HT16 bietet Bouldern und Klettern satt, und

zwar nigelnagelneu, und dann natürlich der Deutsche Alpenverein

mit seinen extrem vielfältigen Kletter- und Boulder-Möglichkeiten in

Lokstedt. Wir treffen aus gegebenem Anlass den sehr netten und

kompetenten Nils Kremeskötter (41), er ist Landestrainer Nord (heißt:

verantwortlich für die Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-

Holstein, Bremen und die schönste Stadt) – für leistungsorientiertes

Klettern, ist klar.

Dazu gehören drei Disziplinen:

zum einen das Speedklettern (hatten

wir schon auf den vorherigen

Seiten :-)), das Leadklettern und

das Bouldern.

Hier geht es um „möglichst schwierige, trickreiche Bewegungsabfragen“,

erklärt Nils, maximal vier Meter hoch über Weichsprungmatte,

weil ohne Sicherung. Und dann gibt es Lead. „Da klettert man nicht

zwingend schnell, sondern vielmehr eine sehr schwere Route in sechs

Minuten möglichst weit hoch“, erklärt Nils. Alle drei Disziplinen sind

als Mehrkampf dann nun 2021 erstmalig olympisch. Und es gibt nur

diesen, einen Mehrkampf, alle Teilnehmer*innen müssen also in

allen drei Disziplinen ran, an die Wand.

Derweil die erwachsenen Klettermaxe und -maxinnen im Grunde für sich

trainieren, kümmern sich die Landestrainer*innen fast ausschließlich

Trendsport

Klettern

in Hamburg

Speedklettern – weil medial so schön zu verwerten,

weil schnell, attraktiv, athletisch – boomt.

um die jugendlichen Talente ab 13 bis 19/20.

Trainiert werden die Athlet*innen in Hamburg

in den drei Disziplinen von einem Trainerteam

beim DAV, aber auch die Privatwirtschaft

(das Boulderquartier, die Nordwandhalle

und das FlasHH) zeigt sich sehr kollegial und

lässt teilweise für lau die Talente ran. Etwa 15 Spitzensportler*innen

sind es im Norden, zwei von ihnen gewannen bei der DM Bronze,

aus Hamburg sind 4 Sportler*innen am Start. Bis zu 5-mal die Woche

wird trainiert, „dazu

kommt dann noch

die Grundlagenarbeit:

Kraft, Ausdauer, Dehnen

sowie auch hier

Technik und Taktik.“

Interessant: Wenn

man denken könnte,

die Kolleg*innen

ziehen sich an den

Armen nach oben,

Wer neugierig geworden ist

weit gefehlt: Die Beine

sind beim Speed als nur als Raumteiler, der darf sich gern

und findet, dass Wände für mehr da sind,

King. Die Hände

vertrauensvoll an den DAV wenden. Es gibt

– sie sind nur so für

die Kontaktpunkte

für Kids ab 6 und für Jugendliche ca. 20

(beim Speedklettern).

Und alle zwei ist, landet vielleicht bald bei Nils.

Kurse die Woche, und wer dann richtig fit

Monate gibt es dann

DAV Kletterzentrum,

zusätzlich übergeordnete

Trainings-

Tel: (040) 60 08 88 66,

Maßnahmen für alle Mail: kletterzentrum@dav-hamburg.de

Sportler*innen, plus

natürlich die Wettkämpfe.

© Foto: Stefan Bühl

Zum Ziel-Buzzer wird regelrecht gehechtet, die meiste Kraft kommt sowieso aus den Beinen.

41


Verein: Oberalster VfW

© Fotos: Oberalster VfW

IMPRESSUM

sporting hamburg

Stadtsportmagazin

c/o steuermann sport GmbH

Stresemannstraße 375

Eingang 8, 4. OG

22761 Hamburg

Telefon 040-432 08 45 20

info@sporting-magazin.de

www.sporting-magazin.de

© Foto: SPORTPLATZ GmbH

Das „Alte Bootshaus“ früher und (ein Traum!) in hoffentlich naher Zukunft.

© Foto: Jan Klinker Architekten/Oberalster VfW

Herausgeber

Martin Blüthmann (V.i.S.d.P.)

martin@sporting-magazin.de

Redaktion

Martin Blüthmann,

Andreas Hardt, Marco Santoro,

Manuela Tanzen, Lars Wichert

Lektorat, Schlussredaktion

Manuela Tanzen

manuela@sporting-magazin.de

Art Direction und Layout

Arndt Grutke

arndt@sporting-magazin.de

Vom

Staubaufwirbeln …

Druck

Eversfrank Preetz

© Foto: privat

Bei Generationenwechseln in Sportvereinen gibt’s immer Folgen,

sone und solche. Neu denken ist wichtig, stößt aber nicht zwingend

auf 100%ige Begeisterung.

Nizar Müller (41) ist seit Anfang letzten Jahres 1. Vorsitzender des

Oberalster Vereins für Wassersport e. V., einem an sich ganz normalen

Verein anno 1912, an der schönen Oberalster gelegen (für

Schlaumeier und Stadt-Land-Fluss-Freaks: Der Fluss, an dem das

Boots-/Vereinshaus liegt, heißt tatsächlich Oberalster, es handelt

sich zwar auch um die obere Alster, aber ...). Mit einem etwas crazy

Sportarten-Mix – Paddeln überrascht jetzt nicht, weil Wassersport,

aber Tischtennis, Fechten, Leichtathletik durchaus: die Wundertüte

auf der Grenze zwischen Ohlsdorf und Wellingsbüttel.

Mit zwei zukunftsweisenden Themen überzeugte Nizar 2019 die

Mitgliederversammlung des Vereins mit ca. 621 Mitgliedern: Digitalisierung

und Trendsportarten.

Bääämmm. Das hat gesessen,

in dem Bootshaus, das

durchaus etwas in die Jahre

gekommen scheint. Nizar

wurde gewählt, und auch

ein bisschen Angst, aber

andererseits Arbeitsgruppen

machten sich breit.

Er erklärt: „Wir haben dann gemeinsam Themen

über vier Arbeitsgruppen definiert“, die da lauten:

1. Kommunikation/Vereinszeitung/Digitalisierung,

2. Überführung der Satzung in das Jetzt ;-),

3. Verschönerung des Bootshauses,

4. Weiterentwicklung des Sportplatzes (der

bezirklich ist, aber von Oberalster betreut wird).

Das Thema Digitalisierung, der zeitgleich stattfindenden Digital-initiative

der Alexander Otto Sportstiftung sei Dank, läuft über die Pros von

Clubity, die auch unbedingt für mittelgroße Vereine da sind und offen

und gemeinsam mit ihnen entwickeln. Haken dran.

Das Thema Clubhaus („das Ding ist abgängig“, noch nie gehört in Verbindung

mit einem Gebäude, klingt aber ziemlich kaputt), wird hoffentlich

über einen Traum von Neubau gelöst: viel Holz, richtig schön, dem

Landschaftsschutzgebiet Alstertal auf den Leib geschnitten, die Politik

hat wohl vorsichtig grüne Signalleuchten in den Himmel geschossen.

„Jetzt gilt es, die Umweltbehörde und die Entscheider beim Städtebau

zu begeistern“, schildert Schatzmeister Hans Streckenberg (sieht

nicht aus wie 65), der ins Vorstandszimmmer reinschneite. Vielleicht

gereicht die aktuelle Entwicklung als überzeugendes Argument, vom

ersten Spatenstich in 2023 wird geträumt: „Allein der Active City

Summer hat im Rahmen unseres Angebotes SUP und Yoga auf SUP

richtig viele Neu-Mitglieder in diesem Jahr eingebracht“, trotz C.!!!, „wir

bauen das deswegen weiter aus, planen deutlich mehr Liegeplätze für

Paddelboote und Boards“, beschreibt er weiter die Konsequenz aus

der ersten neuzeitlichen Marketing-Aktion, kann man sagen. Haken

dran, am Trendsport.

Über neue Satzungen gibt es nicht wirklich Spannendes zu berichten: mehr Gewaltenteilung,

beschränkte Ämter-Laufzeiten etc. ... Des Weiteren geht es um die Fortführung des sehr etablierten

Laufs im Alstertal und des Lauftreffs. Da gab es ein wenig Hickhack, der auch durch die

Presse ging (wir würden mal sagen, vertragt Euch einfach), aber die sportliche Ausrichtung ist

ein weiterer Schwerpunkt: „Im Kanusport wird bei Oberalster gerade ein kleiner Stützpunkt für

Norddeutschland eingerichtet“, schildert der ungebremst euphorische Nizar (weil sie’s auch können).

Und dann, was auf Neudeutsch vielleicht den ultimativen Fusion-Sportverein ausmacht: „... wollen

wir uns noch mehr wieder auf unsere Tischtennis-Kompetenz konzentrieren.“ Seit Jahren spielen

sie nämlich hamburgweit und in Norddeutschland ganz vorn mit, waren mal in der 2. Bundesliga,

aber keiner weiß es mehr. Einer der besten Hamburger Tischtennisspieler, Kai-Enno Kleffel,

kommt aus einem, diesem Wassersportverein, ist mit den 1. Herren um Teamchef Gerrit Weber

gerade wieder in die Oberliga aufgestiegen und schon wieder Tabellenführer … tsss. Da geht

was, weswegen Nizar Müller und der neue Oberalster VfW u. a. neben SUP-Yoga auch auf

Tischtennis setzt. Passt.

Frank Druck GmbH & Co. KG

Industriestraße 20

24211 Preetz

Auflage: 70.000 Exemplare

Anzeigen, Mediadaten

Telefon 040-432 08 45 20

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eingesandtes Text- und

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geklärt sind. Erscheinungsort

und Gerichtsstand ist Hamburg.

sporting hamburg erscheint

monatlich. Anzeigen- und

Redaktionsschluss jeweils am

15. des Vormonats.

Nizar Müller hat große Pläne für seinen Verein.

Die Oberalster-Tischtennistruppe ist gerade wieder in die Oberliga aufgestiegen.


© Fotos: FTV-TriKids Hamburg

© Foto: soenkeehlers

Triathlon für Kids

IRONKIDS

„Seit zwei Jahren gibt es uns jetzt im Verein“, erzählt Sascha. 15 bis 20

Kinder zwischen 9 und 16 Jahren sind immer dabei, das ist schon mal

sehr okay bei solch einem – sagen wir: außergewöhnlichen – Sport für

Kinder und Jugendliche. Vier Kurze waren es schließlich nur, als das

Abenteuer 2018 begann. Irgendwas müssen Sascha und sein Mitstreiter

und Ebenfalls-Trainer Sören Bruhs wohl richtig machen.

Die sind richtig fit: die TriKids aus Farmsen.

nicht öfter? Das rockt doch.“ So oder so ähnlich muss das

mal angefangen haben im Hause Schramme. Julian, damals

neun und in der 3. Klasse, bereitete sich auf einen Schul-Triathlon

vor. Vater Sascha, Hobby-Triathlet, half den Kids gern beim

„Warum

Training. Kleine Distanzen natürlich, kindgerecht. Dann wurde aus der ersten Idee ein

Projekt und schließlich eine eigene Abteilung: die FTV-TriKids im Farmsener TV.

Natürlich wird nicht nur Kondition gebolzt und werden nicht nur stur die

Kilometer im Wasser, auf dem Fahrrad oder der Laufbahn abgerissen.

Dann wären die Kinder wahrscheinlich schneller wieder weg, als man

gucken kann. Sie gestalten das Training einfach als ein kunterbuntes

Durcheinander. Abwechslungsreiches Zirkeltraining, auch an Geräten,

immer Neues, immer kreativ. Ganzheitliche körperliche Ausbildung, das soll

es sein. Gut so, und oft dringend notwendig. „Selbstverständlich kommen

auch Spiele und Bälle dazu, kleine Wettkämpfe“, erzählt Coach Sascha,

gerne am Ende der Trainingsstunde, zum Rest-Energie-Austoben und für

maximale Bettreife. „Abwechslung ist wichtig. Völkerball oder Reise nach

Jerusalem mit Tennisbällen. Am Ende bleibt nur einer übrig.“ Aber doch,

die Basis sind natürlich Schwimmen, Radfahren und Laufen. Vor allem

Schwimmen ist dabei wichtig, am Anfang waren sie deswegen auch der

Schwimmabteilung des Vereins zugeordnet –„die haben uns wirklich sehr

geholfen.“ Schwimmzeiten, kennt man, ist in ganz Hamburg ein schwieriges

Thema. Aber nun haben sie sich „freigeschwommen“ und sind seit Mitte

2019 eine eigene Abteilung. Mit dem Strandbad Farmsen wurde eine

Vereinbarung getroffen, sodass das Freiwassertraining gesichert ist. Die

Laufeinheiten können sie auf der Sportanlage am Berner Heerweg abreißen,

zu den Fahrradtrips treffen sie sich oft am ehemaligen Truppenübungsplatz

Höltigbaum, wo in den letzten Jahren ein wirklich sehr nices Freizeit- und

Naturparadies entstanden ist. So kommen dann dreimal Training in der

Woche zusammen –

im Sommer.

Sportanlagen, in Schwimmbädern und Sporthallen

musste eingestellt werden. Auch die

geplante Reise nach Malente musste abgesagt

werden. Alternativ wurde das Trainingslager im

Höltigbaum absolviert, leider ohne Schwimmen,

aber mit entsprechendem Koppeltraining. „In der

Zeit, in der kein ordentliches Training stattfinden

konnte, haben wir den Kindern aber Aufgaben

gegeben und Trainingspläne über Apps“, erzählt

Sascha, alle haben mitgezogen. Die Sache mit

dem Schwimmen war extrem schwierig: Auch

Bäderland muss auf Abstände achten. „Wenn

Sport war, durfte kein Publikumsschwimmen

sein, die Bahnen wurden verbreitert, und jede

Gruppe musste in exakt einer Stunde komplett

mit allem in der Halle durch sein: umziehen,

duschen, schwimmen, duschen, umziehen, föhnen.

Bloß keinen Kontakt zu den Nächsten – das

verkürzt die Trainingszeit im Wasser natürlich“,

erzählt Sascha.

Seit November ist das Training aufgrund des

erneuten Lockdown light wieder unterbrochen.

Aber die TriKids werden diese blöde Zeit überstehen,

sicher. Dafür haben sie schon zu viele coole

Sachen gemeinsam auf die Beine gestellt. „Ein Team – ein Weg – ein Ziel“

ist ihr Motto. Sie haben Sponsoren organisiert, ein eigenes Logo entwickelt,

sie haben 2018 sogar Platz drei beim Sparda-Bank Hamburg Award belegt.

Das brachte immerhin 3.000 Euro rüber, die kann so eine kleine Abteilung

absolut brauchen. „Triathlon ist zwar eine Einzelsportart, aber bei uns

steht das ‚Wir’ im Mittelpunkt“, lautet das Credo der TriKids. Das soll keine

Phrase sein, gemeinsame Trainingsreisen fördern den Teamgeist. Von

dem Trip nach Bornhöved letztes Jahr schwärmen heute noch alle, die

dabei waren. Im Zelt übernachten direkt an der Wettkampfzone, Grillen,

beim Aufbau geholfen, alles super, super, super. Sportlich stimmt es auch:

Christopher und Finn wurden 2019 Hamburger Meister, Christopher gehört

sogar zum Hamburger

Nachwuchskader.

Triathlon für Kids – kann

man also machen. „Auch

wenn es mal anstrengend

wird, gibt jeder

sein Bestes“, freut sich

Abteilungsleiter Sascha,

„die Verbesserung bei

Kondition und Technik

ist nicht zu übersehen.“

Über all dem aber steht

vor allem: Spaß haben.

Läuft also – und die Schule

gab den Anstoß dazu.

Siehste wohl.

Werde Teil …

… einer starken Gemeinschaft, mal was

anderes als Fussi, melde Dich bei Sascha

Schramme und Sören Bruhs, FTV-TriKids

im Farmsener TV.

Mail: hh-trikids@gmx.de,

Tel. (Geschäftsstelle): (040) 64 55 11 14

Corona war und ist für

die FTV-TriKids wie bei

allen Sportgruppen

ein großes Thema.

Das Training auf den

Outdoor-Schwimmtraining und Athletikzirkel in der Halle – das Training ist super abwechslungsreich. 45


sporting-Katharina

© Foto: Aktion Mensch, Dominik Buschardt

Der Schweinehund

ist (fast) unbezwingbar!

zu entwickeln“, und findet das offensichtlich nicht richtig. „Bei so

wenig Freiraum für eine eigene Entfaltung können unsere Klienten

kein Ego entwickeln,“ erklärt Katharina. „Und in Bezug auf den

Sport haben sie es eben nicht gelernt, sich von allein aufzuraffen,

sich zu bewegen“, Katharina weiter. „Sie haben also ihre Yvonnes

und Mariannes, die sie anleiten, aber zunächst im Wesentlichen

auch motivieren, immer wieder, sehr substanziell.“ Fällt das alles

wegen Corona aktuell und seit dem Frühjahr mehr oder weniger

weg, fehlt auch der extrem wichtige Kontakt zu den Bezugspersonen,

oftmals Vorbildern. Dadurch haben die Menschen deutlich

weniger persönliche Kontakte oder Bindungen, und sie rauschen

mental noch tiefer in den Keller.

„Wenn jeder normale Mensch hier

und da – es regnet draußen, ist

arschkalt – einen Kampf mit dem

persönlichen Schweinehund führt,

ist der für unsere Sportler*innen

inzwischen schier unbezwingbar.

Sie resignieren total, Bewegung

haben sie gar nicht mehr auf dem

Zettel. Wir sind in großer Sorge“,

sagt Yvonne sichtlich betroffen,

„denn das Ganze fällt zurück in alte

Systeme der Fürsorge und Bevormundung,

zu noch mehr Struktur

einerseits, zu noch weniger Freiraum

und Selbstbestimmung

andererseits.“

Katharina führt aus: „Wir stellen extreme Gewichtszunahmen fest,

und eben eine teilweise absolute Vereinsamung, wir haben einen

Läufer mit Down-Syndrom, der durfte lange nicht mal das Haus

verlassen, entsprechend seinen Trainer und seine Trainingsgruppe

nicht sehen, zu Zeiten, in denen es im normalen Vereinssport

durchaus erlaubt war. Eine echte Katastrophe.“ Er ist auf dem

Papier Risiko-, darf keine Fremdperson treffen. Das sagen die

Regeln der Wohneinrichtung.

Katharina erklärt: „Unsere Klienten haben oftmals nicht die Möglichkeit,

in Alternativen zu denken.“ Also, beklagen wir uns nicht

über Joggen im Park. Und Corona: Mach Dich vom Acker!

Keine Hemmungen!

Eine Extra-Corona-Hotline für Menschen

mit Behinderung bietet das Sengelmann Institut

(SMI) im Evangelischen Krankenhaus

Alsterdorf:

Unterstützt von: Evangelische Stiftung Alsterdorf

040-5077 7227 (Di + Do 10–14 Uhr)

Infos, auch in Leichter Sprache, und

Leidenschaftlich berichten wir, wie Ihr wisst, auch über

Sportler*innen, die von Haus aus – sozusagen – keinen

unmittelbaren Zugang zum Sport haben, aufgrund ihrer

körperlichen Einschränkungen oder auch aufgrund anderer

Barrieren wie einer geistigen Behinderung.

Es kann einfach sein, dass der liebe Gott

dem einen oder der anderen nicht so

viel Motivation und Bock mit auf den

Weg gibt. Wie es ihnen in der aktuellen

Corona-Situation geht,

wollen wir mal hinterfragen, auch

um festzustellen, dass es kein

wirkliches Problem ist, wenn man

mal ein paar Wochen NUR laufen

darf, oder die Sit-ups im Park machen

muss. Um Einblicke zu erleben,

fahren wir mit sporting-Katharina nach

Wilhelmsburg und treffen Yvonne Stick (30),

sie ist Heilerziehungspflegerin und arbeitet für die

alsterdorf assistenz west (aaw), eine Tochtergesellschaft

der Evangelischen Stiftung Alsterdorf,

im Treffpunkt Wilhelmsburg. Yvonne ist die vermenschlichte

Motivation und ihr Overall-Auftrag

ist: Teilhabe. Was für ein an sich schönes Wort,

meint, Menschen, die weniger ein Teil der Gesellschaft

sein könnten, aktiv einzubeziehen. Ihr Hebel

im Treffpunkt Wilhelmsburg ist unter anderem

Sport. Und deswegen werden von dort diverse

inklusive Sportgruppen initiiert und angeboten. Der

Assistenzbedarf der Teilnehmer*innen ist so divers wie Wilhelmsburg

divers ist, aktuell geht es uns gerade aber insbesondere um

Menschen mit einer geistigen Behinderung, einer psychischen

Erkrankung, oftmals auch in Doppeldiagnose, geht es uns darum,

deren Situation zu verdeutlichen. „Die Angebote, die meine Kollegin

Marianne und ich hier aufgebaut haben, sind natürlich deutlich

niedrigschwellig“, sagt sie, „Sitzgymnastik“ ist so ein Ding. Die

Teilnehmer*innen gehen ihrer Beschäftigung in Werkstätten nach,

werden darüber hinaus in ihrem Wohnumfeld unterstützt. „Viele

werden morgens abgeholt, kriegen pünktlich Mittag, werden nach

Hause gebracht, haben einen extrem geregelten Tag“, beschreibt

Yvonne. „Und ein Teil dieses strukturierten Tages sind wir hier.“ Sie

stellt fest: „Es fehlen Rahmen und Möglichkeiten, Selbstständigkeit

© Foto: Katharina Pohle

Kontaktformular für Mails:

www.evangelisches-krankenhausalsterdorf.de/2020/05/12/corona-virusinfo-telefon

© Foto: sporting hamburg

46

Das Sprach- und Bewegungszentrum in Wilhelmsburg ist seit Anfang November geschlossen.

Rechtes Bild: Yvonne Stick(li.) und sporting-Katharina.


Radsport

© Fotos: www.ego-promotions.de

© Foto: STEVENS

© Foto: STEVENS

Wusstet

Ihr?

Exterm erfolgreich, professionell unterwegs: das STEVENS Racing Team. Dass die

aber ein Amateurteam sind, ihren Schwerpunkt auf Nachwuchs- und Talentförderung

setzen, sehr eng mit Vereinen zusammenarbeiten, ist Außenstehenden

weniger bekannt.

Und damit wir nicht außenstehend bleiben, sind wir drinsitzend und

treffen uns mit dem STEVENS Marketing-Leiter Jacob von Hacht

(31) und mit Max Lindenau (26), er ist einer der Sportler. Wir reden

von Highend-Radsport, das STEVENS Racing Team aus Hamburg ist

nämlich in Deutschland das beste Amateur-Team. Zuletzt wurde

Luisa Daubermann, ihre zwei Schwestern fahren auch im Team,

Deutsche Meisterin und Vize-Weltmeisterin im Mountainbiking.

Die Geschichte geht so: Die Familie von Hacht betreibt ein großes

Radsportgeschäft in Eppendorf,

gegründet 1979 von

den Brüdern Werner und

Wolfgang von Hacht. Und

weil sie sinnigerweise viel

von Rädern verstehen und

selbstbewusst genug waren,

gründeten sie 1991 eine eigene Marke für sportliche bis sehr

sportliche Fahrräder, die Marke STEVENS. Und wer an der Ampel

immer dachte, da sitzt jemand aber auf einem flotten Hirsch, der

weiß jetzt, die schicken Räder kommen aus Hamburg. Sie starteten

damals mit drei bis fünf Modellen, inzwischen sind es über 100

Modelle in verschiedenen Rahmengrößen und Formen, sie vertreiben

die Marke europaweit und verkaufen ausschließlich über

den Fahrrad-Fachhändler. Mittlerweile sind sie eine der führenden

Marken in Europa. Wichtig:

Hamburg kann auch Fahrräder.

Und nun gibt es da den Harvestehuder

Radsportverein

von 1909 e.V., mit seinen über

100 Mitgliedern mehr oder

weniger die Herkunft der von

Hachts im Radsport, Jacobs

Großvater Gerhardt von Hacht

(89!!) ist dort nämlich seit über

55 Jahren 1. Vorsitzender, das mal so am Rande (ist so wie es

aussieht mal ’ne eigene Story wert). Und weil es einem Verein

selbstverständlich um die Förderung von Jugend und Talenten geht,

ist es kein Zufall, dass die von Hachts das zum einen ehrenamtlich

tun, eben im e. V., auf der anderen Seite aber auch inzwischen das

erfolgreichste Amateur-Radsportteam Deutschlands hegen und

pflegen. Coole Kombi. Und sie unterstützen bei weitem nicht nur

Athleten aus dem eigenen Verein, sondern z. B. auch Max, „ich

komme vom RV Germania in Stellingen, wir könnten den ganzen

Aufwand mit unser Vereinsstruktur nicht bewältigen.“ Max fährt

im Sommer Straße, im Winter Cyclocross,

neudeutsch für Querfeldein,

die Disziplin, die richtig

abgeht, weil Matsch im Gesicht,

Räder geschultert wenn zu steil, ein Mix aus allem und vor allen

Dingen sehr telegen, will sagen: medial bestens zu vermarkten. »

Uns

auf

Oben: Unsere Gesprächspartner Jacob von Hacht (li.) und Max Lindenau.

Rechts: Vize-Weltmeisterin und aktuelle Deutsche Meisterin Luisa Daubermann.

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Guckt uns beim Entstehen

der nächsten Ausgabe über

die Schulter, erfahrt frühzeitig,

welche Themen anstehen, und

füttert uns mit Ideen und Infos.

Wir freuen uns auf Euch.

48

Das Hamburger STEVENS MTB Racing Team wird von diversen Sponsoren unterstützt.


Radsport

KÖNNEN SOWIESO

© Foto: www.ego-promotion.de

Marcus Eydt, Jahrgang 2001. Sein Rennmotto: „Wer bremst, verliert“ – auch schön.

Ingrid Unkelbach

Katharina von Kodolitsch

Dörte Kuhn

© Foto: Heike Lindenau

Beruflich ist Max dann nicht ganz zufällig im Vertrieb bei STEVENS,

organisiert dort unter anderem aber auch für das Racing Team die

unzähligen unterschiedlichen Events, die Rennplanung bis hin zu

den Hotelbuchungen, „den ganzen Orga-Kram“, sagt er.

„Wir engagieren uns in den drei Disziplinen

Mountainbike, Straße und

Cyclocross“, beschreibt Jacob. „Stellen

Trainer und Betreuer, übernehmen

die Trainingsplanung, die Trainings,

Trainingslager usw. Über 50

Menschen sind in und mit unserem

Team aktiv“, erklärt er weiter, und

die Erfolge sprechen für sich.

Über 30 deutsche Meistertitel sprechen für die Arbeit in diesem

Team, und natürlich auch für das Material, was natürlich auch das

eine oder andere Verkaufsargument ist. Besser geht’s ja nicht. Sportlicher

Leiter für die Junioren ist Jens Schwedler, selber erfolgreicher

Masters-Fahrer, u. a. im letzten Jahr Deutscher Meister. „Wir wollen

junge Sportler an den Sport heranführen, wir werden deswegen ein

Amateur-Team bleiben“, sagt Jacob, „und freuen uns sogar, wenn

Sportler den Sprung zu den Profis schaffen.“ „Wir haben uns in den

letzten Jahren im Radsport einen sehr guten Namen erarbeitet. Die

meisten Fahrer der Cyclocross-Nationalmannschaft kommen von

uns, ebenso bei den Montainbikern, … wir sind sehr zufrieden“,

sagt Jacob, zu Recht. Und wir freuen uns darüber hinaus, dass wir

nach fast 5 Jahren sporting hamburg immer wieder auch noch

in neue Szenen reintappen, in denen sehr engagiert, ambitioniert

und mit großer Leidenschaft gearbeitet wird.

© Foto: Heike Lindenau

Sylvia Pille-Steppat

Josephine Pora

Juliane Timmermann

Juliane Bötel

S˛ükran Gencay

DAS WAREN DIE TOLLEN

HAMBURGER SPORTS-

FRAUEN 2020.

Und es geht natürlich

weiter, zum Beispiel jetzt

im Dezember mit dem

Digitalen Netzwerktreffen

am 08.12.20 um 19 Uhr.

Klinkt Euch ein, nähere

Informationen unter:

www.vtf-hamburg.de/

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Hamburger Sportsfrauen fordern Fairplay!

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Kontakt: d.kuhn@hamburger-sportbund.de

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