Hoffnungszeichen

reinhardt.ch

Andrea Marco Bianca

Katharina Hoby

HOFFNUNGS

zeichen

in Krisenzeiten

50 Bibelworte

zu Schlagzeilen

von Persönlichkeiten

kommentiert

und kalligrafiert


Andrea Marco Bianca

Katharina Hoby

HOFFNUNGS

zeichen

in Krisenzeiten

50 Bibelworte

zu Schlagzeilen

von Persönlichkeiten

kommentiert

und kalligrafiert

FRIEDRICH REINHARDT VERLAG


Impressum

Alle Rechte vorbehalten

© 2020 Friedrich Reinhardt Verlag

Herausgeber: Andrea Marco Bianca, Katharina Hoby

Projektleitung: Michael Martin, Friedrich Reinhardt Verlag

Grafik: Franziska Scheibler

Korrektorat: Daniel Lüthi

ISBN: 978-3-7245-2452-6

Der Friedrich Reinhardt Verlag wird vom Bundesamt für Kultur

mit einem Strukturbeitrag für die Jahre 2016–2020 unterstützt.

www.bianca.ch

www.reinhardt.ch


Inhalt

Zum Sinn der Hoffnungs zeichen 6

Zu den Kalligrafien und ihrer Entstehung 10

Manuela Maurer

Zu den Schlagzeilen und ihrer Bedeutung 12

Heimito Nollé

Zu den Kommentaren und ihrer Wirkung 14

Martin Peier

50+4 Hoffnungszeichen 16 –129

«Hosianna» – Fragen 58

«Halleluja» – Hoffnung 90

«Metanoia» – Veränderung 114

«Maranatha» – Glauben 130


Zu den Bibelworten und ihrer Auswahl 134

Angela Wäffler-Boveland

Zehn Corona-Gebote 138

Nachworte 140

Verzeichnis der Kalligrafierenden 142

Verzeichnis der Kommentierenden 143


Tages-Anzeiger 19.03.20

Bund schnürt

riesiges

Hilfspaket für

Wirtschaft

NICHT, DASS DIE ANDEREN RUHE

HABEN UND IHR NOT LEIDET,

SONDERN DASS ES ZU EINEM

AUSGLEICH KOMME.

2. KORINTHER 8,13

ANNA HIGGS


Am Spruch gefällt mir, dass es im Glauben wie in der Wirtschaft

letztlich immer um das Wohlergehen der Menschen gehen muss.

Eine gesunde Wirtschaft ermöglicht möglichst vielen Menschen ein

eigenständiges Leben durch ihre eigene Arbeit. Gesunde Menschen

ermöglichen es Firmen, innovative Produkte zu erzeugen und

wettbewerbsfähig zu sein. Die Unternehmen brauchen gesunde

Mitarbeitende – und die Mitarbeitenden gesunde Unternehmen.

Die Herausforderung des Spruchs liegt für mich in der Aussage,

dass dieses Wohlergehen sowohl für die Gemeinschaft als auch

für das einzelne Individuum möglichst ausgeglichen sein soll.

Sich für einen solchen Ausgleich einzusetzen entspricht meinem

ethischen Denken und Handeln.

Die Luftfahrt und der Flughafen sind besonders hart getroffen von

den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. In Krisenzeiten

braucht es erst recht ein hohes Mass an Solidarität der Unternehmen

zu ihren Mitarbeitenden – und im Notfall auch Solidarität der

Gemeinschaft gegenüber den Unternehmen. Als Flughafen wollen

wir diese Krise aus eigener Kraft meistern. Dank Reserven, die wir

in guten Zeiten gebildet haben, können wir auch allen Mitarbeitenden

den vollen Lohn zahlen. Nicht allen ist dies möglich. Deshalb

ist auch die Unterstützung der Gemeinschaft für diejenigen Unternehmen

wichtig, die sonst nicht überleben können. Damit diese

weiterhin möglichst vielen Menschen sinnstiftende Arbeit bieten

können.

Stephan Widrig – CEO Flughafen Zürich AG

23


Blick 20.03.20

Die Schweiz

applaudiert den

Corona-Helden:

Heute sagen wir

euch Danke!

SEID GEFESTIGT IM GLAUBEN,

SO WIE IHR UNTERRICHTET WORDEN

SEID – UND VOLLER DANKBARKEIT.

KOLOSSERBRIEF 2,7

PIA-MARIA INDERBITZIN


Der Bibelspruch führt mir vor Augen, dass wir Glauben und Dankbarkeit

dem Alltag zu oft unterordnen. Während der Corona-Krise

wurde es mir und vielen anderen wieder bewusst, wie sehr der

Glaube uns stärkt, Dankbarkeit uns demütig und glücklich macht.

Auch ich bin auf dem Balkon gestanden und habe für das Pflegepersonal

in den Spitälern applaudiert. Schlecht bezahlte Fachkräfte,

die sich nicht scheuen, unermüdlich im Einsatz zu stehen. Dass sie

ihre persönlichen Umstände der lebenswichtigen Hilfe für andere

untergeordnet haben, erfüllt mich mit grosser Dankbarkeit.

Ich bin gespannt darauf, ob und was sich für sie verändert, im

besten Falle verbessert, wenn sich die Corona-Krise entspannt hat.

Als ich mit meinem Lebenspartner Felix auf dem Balkon stand,

freute ich mich auf alle unsere Nachbarn in unserem beschaulichen

Quartier in Zollikon auf einen Schwall an Applaus, doch wir

waren die einzig Hörbaren. Weshalb wir die Einzigen waren, weiss

ich nicht, möchte ich auch nicht werten. Ich bin froh, haben wir es

getan und haben uns aus Respekt vor all diesen Menschen bewusst

diesen Moment genommen – ein Moment, der nur ihnen gehörte.

Wenn ihre generellen Arbeitsbedingungen besser werden, stehen

wir vielleicht bald wieder auf den Balkonen und applaudieren - zu

Recht.

Dankbarkeit ist ein Pfeiler meiner Erziehung, der meiner Töchter

und die Stütze unseres sozialen Lebens. Ich bin immer wieder

fasziniert davon, wie sehr Dankbarkeit Not erträglich macht. Dies

ist mein Learning aus der Krise und das Wissen, dass wir es nur

schaffen, wenn wir’s gemeinsam tun.

Flavia Schlittler - Journalistin,

People Redaktion Blick und Sonntags-Blick

25


Tages-Anzeiger 21.03.20

Seien Sie

solidarisch:

Bleiben Sie

Zuhause!

LASST UNS, SOLANGE WIR

NOCH GELEGENHEIT HABEN,

ALLEN MENSCHEN GUTES TUN.

GALATER 6,10

PATRIZIA MIRAGLIA


Am Bibelspruch gefällt mir, dass er dazu aufruft, Gutes zu tun.

Und das nicht nur in der Corona-Zeit. Ich hoffe darum, dass diese

Krise uns lehrt, auch in anderen Zeiten und bei anderen Themen

solidarisch zu sein und einander Gutes zu tun, den Menschen,

den Tieren, der Natur. In meiner beruflichen Tätigkeit fokussiere

ich mich mit der Entwicklung von emissionsarmen Fahrzeugen

wie dem Microlino darauf, der Umwelt etwas Gutes zu tun. Trotz

all der negativen Aspekte der Corona-Krise bin ich voller Hoffnung:

Wenn wir auch bei der Umweltkrise wieder mehr zusammenhalten

und solidarisch mit allen Mitmenschen sind, haben wir eine

echte Chance.

Allerdings packen wir diese nur, wenn wir die Gefährdung der

Umwelt ernst nehmen und uns selber hinterfragen, wie wir auch

dem Klima Gutes tun können. Das kann durchaus mit Rückschlägen

verbunden sein. Als Quereinsteiger haben wir das bei Microlino

selber so erlebt. Um von einem Prototypen zu einem richtigen

Serienfahrzeug zu kommen, braucht es nicht nur inten sive Entwicklungsphasen,

sondern auch ein überzeugtes Festhalten an der

Vision des Guten. Gerade auch dann, wenn andere das nicht so

sehen und unsere Vision nicht teilen.

So haben wir gelernt, gleichzeitig grösser zu denken und konsequenter

zu handeln. Das hat uns zwischendurch auch viel Kopfzerbrechen

bereitet, aber letztendlich hat es sich gelohnt. Das ist

auch bei der Umwelt so. Und zwar gerade jetzt, so wie es im Bibelspruch

heisst: solange wir Gelegenheit dazu haben. Und bei beidem,

beim Microlino und bei der Umwelt, entscheidet man sich bei der

täglichen Nutzung für das Gute; sei es den Weg zur Arbeit, beim

Besuch von Freunden oder beim Einkaufen.

Oliver Ouboter – COO & Co-Founder Microlino

27


NZZ am Sonntag 22.03.20

Vor der grossen

Corona-Welle:

Was wir wissen –

und was nicht

GLAUBENSSTARKE UND HOFFNUNGS-

VOLLE LIEBE VERSAGT NIEMALS –

VORAUSSAGEN UND WISSEN WERDEN

ZUNICHTE GEMACHT, DENN SIE

SIND LÜCKENHAFT.

1. KORINTHER 13,8.13

ANNIE IMBODEN


Wir planen privat und geschäftlich kurz-, mittel und langfristig.

Dabei gehen wir davon aus, dass wir alles zumindest mehr oder

weniger unter Kontrolle haben. Doch dann kommt wie aus dem

«Nichts» ein kleines Virus und alles ist Makulatur. Corona hat uns

zu einem «Pit Stop» gezwungen, den niemand erwartet hat. Dieser

Boxenstopp, der länger dauert, als wir es wollen, hat uns aufgezeigt,

wie wenig es braucht, das weltweite System ausser Kontrolle geraten

zu lassen, es aus den Angeln zu heben. Wir müssen wohl oder

übel erkennen, dass wir zu wenig wissen, um weiter mittel- oder

langfristig planen zu können. Ja, selbst unser kurzfristiges Planen

ist lückenhaft, denn es wird durch wechselnde Massnahmen

immer wieder neu eingeschränkt.

Was bleibt einem also übrig? Mit dem christlichen Glauben haben

wir etwas, das jenseits von allem menschlichen Planen und Wissen

unvergänglich ist. Nämlich das Vertrauen auf einen «lebendigen»

Gott, der – wie es im Alten Testament heisst – nicht stehen bleibt,

sondern mit den Menschen mitgeht. Dies gilt gerade auch für die

Corona-Zeit. Wie ein solches Mitgehen aussieht, zeigt sich im

Neuen Testament am Beispiel von Jesus, der einen Aussätzigen

besucht. Aussatz war in sozialer Hinsicht damals dramatisch. Man

hatte Angst vor einem solchen Kranken und hielt sich von ihm

fern. Doch Jesus als Verkörperung des lebendigen Gottes durchbricht

die soziale Ausgrenzung und zeigt Zuwendung. Um ein

solches Durchbrechen und eine solche Zuwendung geht es auch

heute in einer Krisenzeit. Das erreichen wir mit Gottvertrauen,

denn das vertreibt Angst und Verzagen. Wir gewinnen damit – wie

es im 2. Timotheusbrief heisst – einen Geist der Kraft, der Liebe und

der Besonnenheit. Drei Werte, die wir über die Corona-Zeit hinaus

brauchen werden.

29

Ernst Tanner – Unternehmer, VRP Lindt & Sprüngli


Die Kalligrafierenden

Althof Rachel

S. 84

Blust Andreas

S. 17, 54, 70

Bösch Judith

S. 108, 118, 124

Conte Nathalie

S. 80

Eichen Anja

S. 102, 134

Erni Eva

S. 56, 134

Herzig Käthi

S. 76, 78

Hess Gabriela

S. 98

Higgs Anna

S. 22

Huggel Charlotte

Cover, S. 66, 144

Imboden Annie

S. 28

Inderbitzin Pia-Maria

S. 24

Karlen Peter

S. 20

Kunz Margrit

S. 42

Lux Andreas

S. 86

Mafli Marina

S. 46

Maurer Manuela

S. 50, 52

Meyer Monika

S. 30

Miraglia Patrizia

S. 26

Monnet Regula

S. 110, 120

Morf Jacqueline

S. 14, 44

Mugier Henri

S. 100

Rey Jasmin

S. 68, 106, 128

Rigendinger Annikki

S. 88, 96

Schaer Monique

S. 12, 82

Schamaun Vreny

S. 64

Schenk Tiziana

S. 74

Schulz Bärbel

S. 48

Spengler-Wohlgensinger

Jasmin

S. 104

Stieger Roland

S. 36, 58, 90, 114, 130, 138

Struck Jutta

S. 32

Suter Marianne

S. 72

Verbeek Sophie

S. 10, 18

Wegmüller Elvira

S. 34

Zaugg-Flori Rosmarie

S. 94

Zemp Marietheres

S. 38

Zimmermann Irene

S. 112, 122, 126

Zünd Priska

S. 40


Die Kommentierenden

Achana Vera

S. 51

Althaus Nicole

S. 53

Badran Jacqueline

S. 69

Bianca Amanda Virginia

S. 121

Bidermann Martin

S. 37

Binsack Evelyne

S. 65

Bourquin Anja & René

S. 97

Canepa Ancillo

S. 95

D. F. Isolierte

Heimbewohnerin

S. 45

Fluri Guido

S. 119

Frey Walter

S. 21

Gloor Christoph

S. 103

Grossenbacher Martin

S. 81

Heiniger Thomas

S. 71

Hoby Christina

S. 75

Hunziker-Ebneter

Antoinette

S. 99

Husseini Seyid Hussein

S. 107

Koechli Richard

S. 47

Kübler Werner

S. 79

Kux Barbara

S. 123

Leonhard Manuela

S. 55

Luxem Wilhelm

S. 19

Meier Michael

S. 33

Meister Deborah

S. 113

Mente, Michael

S. 59, 91, 115, 131

Müller & Wanger

Nils & Claudia

S. 83

Müller-Möhl Carolina

S. 77

Muntwyler Johannes

S. 35

Niethammer Nik

S. 89

Ouboter Oliver

S. 27

Péclard Michel

S. 105

Petri Bea

S. 101

Pfändler Peter

S. 87

Piller-Röthlisberger

Katharina

S. 63

Rhomberg Franz

S. 111

Ringier Ellen

S. 43

Schlatter Beat

S. 49

Schlittler Flavia

S. 25

Soolfrank Darko

S. 57

Stirnimann Beatrice

S. 109

Straub Jacqueline

S. 125

Stucki Christian

S. 85

Studer Sandra

S. 73

Tanner Ernst

S. 29

U.S. Dargebotene Hand

S. 39

Ungerer Heidi

S. 31

Viana-Bachmann

Katharina

S. 129

Vonmont Carmen

S. 67

Wernly Fabienne

S. 127

Wick Roman

S. 41

Widrig Stephan

S. 23


«Hoffnungszeichen in Krisenzeiten» ist ein einzigartiges

Buch: Es überrascht mit einer Kombination von 50 Schlagzeilen

zur Corona-Krise und 50 dazu passenden

Bibelworten, die weit über die Krise hinausweisen.

Das Buch berührt mit Kommentaren von 50

Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Gesellschaft

und fasziniert mit vielfältigen Kalligrafien von Kunstschaffenden.

Es verbindet so Medien, Gesellschaft und

Kultur auf eine neue Weise.

Die Bibelworte atmen einen freien, offenen Geist:

Sie regen zum Nachdenken an, trösten und machen Mut.

Die Kommentare zeigen ehrlich, feinfühlig und

glaubwürdig, wie eine Krise persönlich erlebt wird

und wie sie bewältigt werden kann.

Wer das Buch liest, nimmt für sich selbst etwas Hoffnungsvolles

mit. Dieses «Etwas» ist für die Lesenden im

schönsten Fall ein Zeichen dafür, worauf sie in ihren

eigenen Krisenzeiten selber hoffen können.

ISBN 978-3-7245-2452-6

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