Unser Standort: Europa - Ford

at.ford.com

Unser Standort: Europa - Ford

März 2009

Unser Standort: Europa

GENF2009


Heute für

morgen planen

Die globale Wirtschaftskrise stellt uns

vor nicht gekannte Herausforderungen

und fordert schwere, aber unumgängliche

Entscheidungen.

Vor einem Jahr lauteten die Prognosen

für den Gesamtjahresabsatz der Automobilindustrie

auf 18 Millionen Fahrzeuge. Bis

Dezember brach der Markt bis auf 14 Millionen

ein. Ein weiterer Rückgang im Januar

2009 ließ von nur noch 13,4 Millionen ausgehen

und für die weitere Entwicklung des Jahres fallen die Einschätzungen

nochmals geringer aus.

Angesichts dieses massiven Einbruchs bleibt uns keine ander e

Möglichkeit als unsere Lagerbestände weiter abzubauen und

gezielt Kosten zu senken. Wann sich die derzeitige Krise wieder in

einen Aufschwung verwandeln könnte, ist zum jetzigen Zeitpunkt

unmöglich vorherzusehen und bis es dazu kommt, stehen uns

turbulente Zeiten und weitere einschneidende aber notwendige

Schritte bevor.

Bei einer Erholung des Marktes, so schätze ich, wir d die

Industrie ein jährliches Volumen von 15,5 bis 16 Millionen Fahr -

zeugen erreichen. Weil wir heute die richtigen Entscheidungen

treffen, werden wir für diesen Zeitpunkt gestärkt sein und die

verbesserten Marktbedingungen efektiv nutzen können.

Trotz der zurzeit unsicheren und sich ständig ändernden

Rahmenbedingungen verfolgen wir eine klare Strategie: sie sieht

neben dem Erreichen unserer Geschäftsziele die Investition in neue

Produkte vor. Innerhalb dieser breit angelegten Strategie liegt ein

unmittelbares Ziel in der Senkung unseres Bargeldverbrauchs.

Die schwache Ertragslage machte es notwendig, einige Pläne

in unserem Produktprogramm zu verschieben. Dies schmälert

jedoch keineswegs unser Bekenntnis zu weiteren großartigen,

neuen Fahrzeugen.

Dass wir daran festhalten, demonstrieren wir aktuell auf dem

Genfer Automobilsalon. Unser Stand bestätigt, dass wir heute

nicht nur mit der stärksten Produktpalette unserer Geschichte am

Markt vertreten sind, sondern auch neue, innovative Fahrzeug-

Linien und Technologien für morgen entwickeln.

Wenngleich wir in Genf einen Blick in die Zukunft wagen, so

konzentrieren wir uns für den Moment in erster Linie auf das schon

bald auslaufende erste Quartal des Jahres 2009. Es wird enorme

Anstrengungen verlangen, unsere Geschäftsziele zu erreichen,

dennoch ist es absolut notwendig, dass wir dies tun.

Vielen Dank, dass Sie unser Heute schützen helfen und unser

Morgen mit gestalten.

John Fleming

Executive Vice President FMC

und Chairman & CEO, Ford of Europe

04 Aktuell

Transit Connect goes USA

Auszeichnung für Ford of Europe

Ford forscht mit Ballons

08 Titelgeschichte

Genfer Automobilsalon 2009

12 Reportage

Nachhaltige Initiativen

14 Interview

John Fleming über die Lage und

die Herausforderungen für Ford of

Europe

16 Reportage

Europäisches Flottengeschäft

17 Sport

Rallye-WM: Hirvonen im Titelduell

18 Feature

Ford-Qualität macht Schlagzeilen

März 2009

Unser Standort: Europa

04

08

Ford Report

Eingelegt zwischen

den Seiten 10 und 11

12

16

17

Feel the difference


Aktuell

Ford Transit Connect startet Elektro-Offensive

Bei der Chicago Auto Show feierte im Februar

der Ford Transit Connect für den nordamerikanischen

Markt Premiere.

An die Bedürfnisse von Gewerbetreibenden

und kleinen Unternehmen in den USA angepasst,

ist der in Europa entwickelte Kompakttransporter

mit einem 2,0-Liter-Duratec-

Vierzylindermotor in Verbindung mit einer

4-Stufen-Automatik ausgestattet.

Das Design des Transit Connect erfuhr

verschiedene Modifi kationen. So wurden

Automatikgetriebe-Werk

Bordeaux wird verkauft

Das Automatikgetriebe-Werk von Ford im französischen

Blanquefort bei Bordeaux soll verkauft werden.

Das Unternehmen prüft zurzeit gemeinsam mit dem Betriebsrat

des Werks einen Verkauf an den Finanzinvestor HZ Holding France.

Die Transaktion könnte vorbehaltlich der Freigabe durch die

Behörden bereits Ende April abgeschlossen werden.

Alle Arbeitsplätze in Blanquefort sollen auch nach dem Verkauf

erhalten bleiben, darüber hinaus plant HZ Holding France, bis

2013 Investitionen in Höhe von rund 200 Millionen Euro für

sechs neue Projekte, wie zum Beispiel erneuerbare Energien,

aufzuwenden. Zu den Kooperationspartnern von HZ Holding

gehört unter anderem der deutsche Automobilzulieferer Johann

Hay Automobiltechnik.

„Uns war wichtig, einen Käufer zu fi nden, der so viele

Arbeitsplätze wie möglich sichern will und nicht, wer den

höchsten Preis bietet“, so John Fleming, Chairman und CEO

von Ford of Europe. „HZ Holding hat viel versprechende Investitions-

und Fertigungspläne für den Standort Blanquefort.“

Bis 2011 wird das Werk Blanquefort weiter Automatikgetriebe

an Ford liefern. In enger Zusammenarbeit mit HZ Holding France

wird Ford außerdem neue Kunden aus dem Automobilbereich

für die Automatikgetriebe aus Blanquefort identifi zieren helfen.

Das Werk der Getrag-Ford Transmissions, das in Bordeaux

manuelle Schaltgetriebe fertigt, bleibt vom Verkauf des Automatikgetriebe-Werks

unberührt.

4 | März 2009

Frontstoßfänger und Kühlergrill optisch

überarbeitet und die Scheinwerfer und

Heckleuchten neu gestaltet. Im Innenraum

wurde der Armaturenträger in seiner Funktionalität

noch stärker einem Pkw angeglichen

und die Sitze für höheren Komfort optimiert.

Einen Ausblick auf den neuen Transit Connect

für den europäischen Markt, der zu großen Teilen

von den gleichen Neuerungen profi tiert,

gewährt Ford auf dem Genfer Salon mit dem

Kombi Tourneo Connect. Darüber hinaus sind

1,6-Liter-TDCi-Diesel

erfüllt Euro-5-Norm

eine batteriebetriebene Studie des Fahrzeugs

und ein drittes Modell zu sehen, das in Zusammenarbeit

mit dem Elektrofahrzeug-Marktführer

Tanfi eld entwickelt wurde.

Als erste Baureihe wird der Ford Transit Connect

ab 2010 mit einem reinen Elektroantrieb

den Auftakt für die breit angelegte Ofensive

der Ford Motor Company bilden, die in den

kommenden vier Jahren die Einführung verschiedener

Elektro-, Hybrid- und Plug-in-

Hybrid-Fahrzeuge vorsieht.

Zusätzliche Kooperationen werden Ford helfen,

die Elektro- und Hybridfahrzeug-Ofensive in

Nordamerika schnell voranzubringen.

Der Batteriehersteller Johnson Controls Saft

beispielsweise wird hochmoderne Lithium-

Ionen-Batterien entwickeln, die im ersten

Plug-in-Hybrid-Fahrzeug von Ford zum Einsatz

kommen werden.

In den USA haben sich sieben r

egionale

Stromversorgungsunternehmen Ford und

dem Electric Power Research Institute (EPRI)

angeschlossen und erproben in ausführlichen

Testreihen die Alltagstauglichkeit von Ford

Escape-Modellen mit Plug-in-Hybridantrieb.

Mit dem neuen 1,6-Liter-Duratorq-

TDCi bietet Ford bereits jetzt

einen Dieselmotor, der die

künftige Euro-5-Abgasnorm

erfüllt – und das zwei Jahre

bevor sie in Kraft tritt.

Ab 1. Januar 2011 ist die

Euro-5-Norm für alle

Neufahrzeuge Pfl icht.

Die ab sofort produzierten

1,6-Liter-Duratorq-TDCi in den

Leistungsstufen 90 und 109 PS erfüllen

die strengen Vorgaben dank detaillierter

Modifi kationen vorzeitig. So erhielt das

Einspritzsystem neue Injektoren, die Einlassseite wurde überarbeitet und

das Abgassystem mit einem speziellen Sauerstoffsensor ausgestattet.

Darüber hinaus wurde die Motorelektronik angepasst und es kommt ein

Dieselpartikel-Filter (DPF) mit beschichteten Oberfl ächen zum Einsatz.

Der neue Euro-5-Diesel, verfügbar für Ford Focus 3- und 5-Türer und

Turnier, begnügt sich (gemäß EU-Norm) mit 5durchschnittlich 4,5 Litern

Kraftstoff auf 100 Kilometer und emittiert 119 Gramm CO pro Kilometer.

2

EURO


Auszeichnung für

Ford of Europe

Ford of Europe ist von der Organisation

„Autobest“ zum Automobilhersteller des

Jahres 2009 gewählt worden. In Istanbul

nahm John Fleming die Auszeichnung

im Rahmen der 8. Autobest Awards entgegen.

Die Organisation „Autobest among

emerging markets“, so der vollständige

Name, ist ein Zusammenschluss von Fachjournalisten

aus 15 zentral- und osteuropäischen Ländern

mit Sitz im rumänischen Bukarest.

Verluste im

4. Quartal 2008

Ford of Europe hat für das 4. Quartal 2008 einen Vorsteuerverlust

in Höhe von $330 Millionen gemeldet. Dem gegenüber steht ein

Gewinn von $223 Millionen im Vorjahr.

Der Verlust spiegelt den branchenweit stark gesunkenen

Fahrzeugabsatz sowie ungünstige Wechselkurse und geringere

Bestände bei den Vertriebspartnern wider, was nur teilweise

durch Kosteneinsparungen ausgeglichen werden konnten.

Der Umsatz sank im 4. Quartal 2008 auf $7,6 Milliar den

(2007: $10,4 Milliarden).

Dank guter Ergebnisse in der ersten Jahreshälfte konnte Ford

of Europe für das Gesamtjahr 2008 einen Gewinn in Höhe von

$1 Milliarde erwirtschaften.

Die Ford Motor Company verzeichnete im 4. Quartal 2008 einen

Nettoverlust in Höhe von $5,9 Milliarden. Im Vorjahr hatte der

Verlust $2,8 Milliarden betragen.

Ford forscht mit Ballons

Bei der Erprobung von Fahrer-Assistenzsystemen

und Technologien zur

Unfallvermeidung setzt die Ford Motor

Company ungewöhnliche „Testfahrzeuge“

ein. Zusammen mit den europäischen

Forschungsteams von Ford

wurden Ballons in der Größe und Form

von Fahrzeugen entwickelt, mit denen

reale Verkehrsszenarien gefahrlos

dargestellt werden können.

Am Ford-Entwicklungszentrum in

Dearborn werden die mit Luft gefüllten

Ballon-Autos eingesetzt, um die neue

Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage

mit Auffahrwarnsystem und automati-

scher Abstandskontrolle zu testen.

Dieses System warnt vor sich frontal

nähernden Hindernissen und unter stützt

ein rechtzeitiges Reagieren.

„Wenn man zum ersten Mal auf einen

solchen Ballon zufährt, ist es schon

etwas beängstigend“, berichtet Ingenieur

und Testfahrer Mike Lopez. „Man

fährt geradewegs auf ein stehendes

Objekt zu, das wie ein Auto aussieht,

und das widerspricht nun mal jeglicher

Intuition.“

Die Ballons halten mehrere Kollisionen

problemlos aus - und auch die Testfahrzeuge

und -fahrer bleiben schadlos.

Die Ford-Welt

im Internet

Via @Ford Online www.at.ford.com

sind ab sofort Unternehmensnachrichten

aus aller Welt von jedem Computer mit

Internetzugang abrufbar. Das neue Portal

ersetzt FCN Online und bietet tagesaktuelle

Berichterstattung aus der Welt von Ford.

Informieren Sie sich über die Ford

Produkte, lesen Sie, was die Medien über

Ford berichten oder besuchen Sie den

Multimedia-Bereich. In den kommenden

Monaten werden weitere interessante

Features eingerichtet, um Sie stets auf

dem Laufenden zu halten.

März 2009 | 5


Aktuell

Anteile nach Segment Europa gesamt

2008

1. Fiat Panda

2. Fiat 500

11. Ford Ka

1. Peugeot 207

2. GM Corsa

4. Ford Fiesta

1. GM Meriva

2. Renault Modus

3. Ford Fusion

1. VW Golf

2. Ford Focus

3. GM Astra

SEAT

6 | März 2009

15,2%

12,1%

3,2%

12,7%

11,2%

10,2%

21,9%

16,3%

14,0%

17,0%

13,5%

12,3%

Seat zeigt auf dem Genfer Salon die

Modelle Altea und León in überarbeiteter

Form. Die beiden Kompaktmodelle

erhielten neben optischen

Modifikationen unter anderem das

neue Fahrdynamiksystem „XDS“,

eine Funktionserweiterung der in

das ESP integrierten elektronischen

Differentialsperre.

1. Citroën C4 Picasso 17,0%

2. Renault Mégane 15,4%

5. Ford C-MAX 9,9%

1. VW Passat

2. Ford Mondeo

3. Skoda Octavia

10. Ford S-MAX

1. Ford Galaxy

2. Renault Espace

3. VW Sharan

1. Ford Transit

2. VW Transporter

3. Fiat Ducato

RENAULT

Star am Stand von Renault ist der

neu gestaltete Clio, der nun mehr

Ähnlichkeit zum neuen Mégane

aufweist. Die Kleinwagen-Reihe

wird zudem durch den 94 kW /

128 PS starken Clio GT ergänzt.

MINI

MINI feiert die Premiere des

John Cooper Works Cabrio.

Der 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo

des offenen MINI mit Rennsporttechnik

leistet 155 kW / 211 PS.

18,8%

13,1%

13,0%

4,4%

22,2%

17,1%

12,6%

12,4%

10,7%

7,9%

SAAB

Ford-Marktanteile Januar 2009

Pkw & Nutzfahrzeuge nach Ländern (+/– 2008)

A - Österreich

B - Belgien

CH - Schweiz

CZ - Tschech. Rep.

D - Deutschland

DK - Dänemark

E - Spanien

F - Frankreich

FIN - Finnland/Balt.

GB - Großbritannien

GR - Griechenland

H - Ungarn

I - Italien

IRL - Irland

N - Norwegen

NL - Niederlande

P - Portugal

PL - Polen

S - Schweden

EUROPA 19

Russland

Türkei

EUROPA 21

Saab präsentiert in Genf den

neuen 9-3X.

Der Kombi mit optischen Ofroadkomponenten

bietet modernste

Allrad-Technologie und mehr

Bodenfreiheit.

MAZDA

HYUNDAI

8,2% (+1,4)

7,0% (+0,5)

5,6% (+0,7)

7,3% (+0,5)

7,7% (+2,1)

9,4% (+2,8)

9,8% (–1,4)

5,9% (+0,5)

9,4% (+2,6)

19,1% (+1,4)

6,0% ( –0,3)

13,4% (+0,5)

9,3% (+0,8)

17,9% (+4,2)

9,6% (+0,4)

9,7% (+0,6)

7,0% (+0,7)

5,7% (+0,1)

6,7% (+1,7)

9,31% (+0,5)

7,4% (+2,1)

16,3% (+0,2)

9,26% (+0,7)

Mazda präsentiert in Genf zwei

Neuheiten: den Mazda3 mit dem

fortschrittlichen Start-Stopp-System

„i-stop“ und das Sportmodell

Mazda3 MPS mit dem 191 kW /

260 PS starken 2,3 Liter-Reihenvierzylinder

mit Direkteinspritzung und

Turboaufladung.

Hyundai stellt auf dem Genfer

Autosalon eine neue Designstudie

namens HED-6 vor. Premiere feiern

außerdem die beiden Modelle i30

blue und der dreitürige i20, die

beide erstmals mit einer Start-

Stopp-Automatik ausgerüstet sind.


Top-5-Märkte, sortiert

nach Ford-Absatz (01/2009)

Markt Absatz

1. Großbritannien

2. Italien

3. Deutschland

4. Frankreich

5. Russland

24 288

16 510

15 516

10 813

7 676

Industrie Europa 19 gesamt 01/2009

Pkw

Nutzfahrzeuge

Die Rezession fordert ihren Tribut

von Europas Automobilindustrie. Im

Januar brach der Absatz in den

19 europäischen Kernmärkten um

27 % (oder 405.000 Einheiten) auf

1.083.000 Fahrzeuge ein.

Ausgehend vom Januar lässt sich

für 2009 ein Gesamtjahresabsatz

von 13,4 Millionen Fahrzeugen prognostizieren

– ein Minus von fünf

Millionen Stück oder 28 % in nur 12

Monaten.

Während wir die Nachfrage nur

schwer beeinflussen können,

müssen wir versuchen, unseren

Marktanteil weiter zu steigern.

Im Januar haben wir dies umgesetzt

und unseren Marktanteil gegen

den Trend erhöht. Obwohl unser

Absatz um 23 % auf 98.300

Fahrzeuge sank, wuchs unser

Marktanteil um 0,54 PP auf 9,3 %.

In den 19 Märkten Europas gab

es im Januar auch Erfreuliches: in

14 Märkten gehörten wir zu den

drei absatzstärksten Herstellern und

belegten in Großbritannien, Irland

und Ungarn sogar Rang eins der

Zulassungsstatistiken. In Finnland

betrug der Marktanteil 10,1 %, das

beste Januar-Ergebnis seit 1998.

7.670 Fahrzeuge in Russland,

3.170 in der Türkei und 2.930 in den

europäischen Direktmärkten von

Ford (EDM) erhöhen unser Gesamtergebnis

im Januar auf 112.000

Fahrzeuge.

Trotz eines 27 %-igen Rückgangs

war Großbritannien mit 24.300

Fahrzeugen unser größter Absatzmarkt.

Insgesamt wurden dort 33 %

weniger Fahrzeuge verkauft. Unser

Marktanteil stieg daher um 1,4PP

auf 19,1 %.

916 551 (-329 801)

166 317 (-74 986)

Top-5-Märkte, sortiert nach

Ford-Marktanteilen (01/2009)

Markt Anteil

1. Großbritannien

2. Irland

3. Türkei

4. Ungarn

5. Finnland

In Italien bremste die Unsicherheit

über die erneute Einführung

eines Abwrackprogramms den

Markt. Ford setzte 16.500 Fahrzeuge

ab (minus 26 %) und steigerte

den Marktanteil um 0,8 PP auf

9,3 %. Der Ford Fiesta war in seinem

Segment meistverkauftes Modell vor

dem Fiat Grande Punto und belegte

in der Gesamtstatistik Rang drei hinter

Fiat Panda und 500.

In Deutschland sorgte die

Umweltprämie am Privatkundenmarkt

für steigende Verkäufe. Unser

Absatz kletterte um mehr als 14 %

auf 15.500 Einheiten und bescherte

uns ein Marktanteilsplus von 2,1 PP

auf 7,7 %.

In Frankreich verkauften wir mit

10.800 Fahrzeugen 13,8 % weniger,

unser Marktanteil jedoch legte um

0,5 PP auf 5,9 % zu. Unser Anteil am

Privatkundenmarkt war mit 6,5 %

der höchste seit Januar 2000. Der

Ford Fiesta war erneut das bestverkaufte

Importmodell seiner Klasse.

Der spanische Markt erlebte

einen weiteren dramatischen

Einbruch, unser Absatz sank um

48,4 % auf 6.680 Fahrzeuge. Ein

Lichtblick: die Baureihen Ford

Fusion, Focus, Mondeo und Galaxy

führten ihre jeweiligen Segmente an

und Ford übernahm die Spitze am

Pkw-Markt sowie bei den mittleren

Nutzfahrzeugen.

Der Absatz unserer neuen Kleinwagen

in den 19 Märkten Europas

stimmt zuversichtlich: vom Ford

Fiesta wurden im Januar 28.300

Stück ausgeliefert – 37 % mehr als

erwartet. Der Ford Ka wurde 5.250mal

verkauft.

21.360 Einheiten entfielen auf den

19,1 %

17,9 %

16,3 %

13,4 %

10,1 %

Ford Focus, 5.930 auf den Ford

C-MAX und 4.240 auf den Ford

Kuga. Der Ford Mondeo brachte

es auf knapp 8.000 Neuzulassungen,

von Ford S-MAX und Galaxy

wurden 3.000 beziehungsweise

2.000 Stück abgesetzt.

Vom Nutzfahrzeug-Profi Ford

Transit lieferten wir 8.200 Einheiten

aus sowie 2.850 Transit Connect.

Wir freuen uns, dass unsere

neuen Produkte so viel Anklang

finden und sich dies in steigenden

Marktanteilen widerspiegelt. Leider

steht diesem Marktanteilswachstum

ein stark schrumpfender Markt

gegenüber, sodass wir im Endefekt

ein größeres Stück von einem

beträchtlich kleineren Kuchen

bekommen. Als Antwort auf die

geringeren Umsätze reduzieren wir

unsere Kosten, um zu gewährleisten,

dass wir auch in Zukunft neue,

aufregende Produkte auf den Markt

bringen können und gestärkt aus

dieser Rezession hervorgehen.

FCSD-E

Das Aftersales-Geschäft entwickelte

sich in den europäischen Märkten

sehr unterschiedlich. Während die

osteuropäischen Länder wie Polen

und Russland Wachstum verzeichneten,

hielt der rückläufige Trend in

verschiedenen westeuropäischen

Märkten wie z.B. Spanien an.

Obgleich der Umsatz aus dem Teileverkauf

niedriger ausfiel als im Vorjahr,

stärkte der Verkauf von Karosserieteilen

die Gewinnsituation des

Handels und unsere eigene.

Direktmarketing-Maßnahmen in

Kombination mit Produkt- und Kommunikations-Kampagnen

halfen das

KLARTEXT

von Ingvar Sviggum

Vice President,

Marketing Sales and

Service, Ford of Europe

Ford-Werkstattgeschäft in einigen

Märkten spürbar zu beleben.

Der Verkauf von Ford Protect

Garantie-Schutzbriefen – ein wichtiges

Element langfristiger Kundenbindung

– stieg gegenüber dem Vorjahr

und lag 3 % Prozent über der

Zielvorgabe.

Unter weiterhin schwierigen

Marktbedingungen bleibt der Druck

auf Absatz und Gewinne im Aftersales-Geschäft

hoch. Um unsere Ziele

zu erreichen und die Rentabilität des

Handels zu stützen, erarbeitet

FCSD-E eine Reihe neuer Initiativen

zur Steigerung der Anzahl der Werkstattbesuche

und der durchschnittlichen

Ausgaben pro Werkstattbesuch.

Eine wichtige Rolle spielen

dabei Gemeinschaftsaktionen mit

dem Fahrzeugverkauf sowie eine

Offensive zur Rückeroberung älterer

Fahrzeuge.

März 2009 | 7


Titelgeschichte

Blick nach morgen

Der iosis MAX gewährt einen Blick in die Design-Zukunft von For d im

Segment der so genannten Multi Activity Vehicles (MAV). Der Kompaktvan

sorgt in Genf mit einer gelungenen Kombination aus moder nsten Technologien

und markantem Design für Aufsehen.

Zu den Innovationen des iosis MAX gehör en ein neuartiges Tür-Konzept,

besonders leichte Materialien, optimierte Aerodynamik und die neue Ford

EcoBoost-Motorentechnologie.

Dynamik und Leichtigkeit

Beim Design setzt das jüngste Mitglied der iosis-Familie von Konzeptfahr -

zeugen auf Leichtigkeit und Effizienz. Diese Aspekte werden besonders

durch sein athletisch gespanntes Profil und die großen Glasflächen unterstrichen.

Die Fahrzeugfront kennzeichnet der mittlerweile für Ford-Fahrzeuge

typische Kühlergrill in gespiegelter Trapezform, der beim iosis MAX um dr ei

horizontale Chromzierleisten ergänzt wurde. Den sportlichen Stil der Studie

betont auch die coupéhaft geformte Seitenansicht mit ihr er außergewöhnlichen

Fensterlinie und den schnittigen C-Säulen im markanten

„Schwibbogen“-Design, die sich auch durch ganz praktische Vorteile auszeichnen:

sie leiten den Fahrtwind besonders nah an der Heckklappe vorbei

und optimieren so die aerodynamische Effizienz.

Der iosis MAX besticht außerdem durch viele gestalterische Details,

wie zum Beispiel die Form der Scheinwerfer n und Heckleuchten, die

LED-Leuchten in den Seitenschwellern oder die 19-Zoll Leichtmetallräder ,

die zugunsten geringeren Gewichts zweiteilig hergestellt werden.

Der expressive Charakter der Karosserie wurde auch in den Innenraum

übertragen. Hier treffen modernste Materialien mit innovativen Gestaltungslösungen

zusammen. Die Sitze etwa sind „schwebend“ angeor dnet und

vermitteln ein luftiges Raumgefühl.

Wesentliches Element im Innenraum des iosis MAX ist die Instrumententafel.

Muskulös spannt sie sich zu beiden Fahrzeugseiten, scheint dabei wie

ein Turner an den Ringen über dem Boden zu schweben.

Innovative Formen und Materialien kennzeichnen auch die Mittelkonsole.

Wie ein Band rollt sie sich vom Armaturenträger ab und erstreckt sich bis zu

den Rücksitzen. Dabei dient ihre sanfte Plexiglasoberfläche als Touchscreen-Display,

über das sich das Infotainment-System des Fahrzeugs

steuern lässt.

8 | März 2009

Neue Fahrzeuge und fortschrittliche

Technologien zeigen auf dem Genfer

Automobilsalon Wege aus der aktuellen

Krise auf. Auf dem Stand von Ford steht

die Studie eines innovativen und stylischen

Kompaktvans

Der untere Bereich der Mittelkonsole ruht auf einer Art Brückenkonstruktion,

die sich über die gesamte Länge des Innenraums erstr eckt. Sie dient auch

als tragendes Element für die ansonsten ei fr schwebenden Sitze aus einer

leichten Karbon-Struktur mit integrierter Nylon-Netzbespannung.

Der komplette Fahrzeug-Fußboden bleibt barrierefrei.

Für den Innenraum des iosis MAX wählten die Designer leuchtend warme

Grautöne, die den perlglänzenden Karosserielack in der Farbe „Limelight“

perfekt ergänzen und gleichzeitig das luftige Ambiente des Interieurs

unterstreichen. Details in Gelb setzen Akzente. Die moder nen, technisch

wirkenden Leichtbau-Materialien des Innenraums wurden mit fantasievollen

Stoffen und Oberflächen kombiniert und erhielten auf diese Weise eine

natürliche, angenehme Haptik.

Innovation und Praktikabilität

Dank des außergewöhnlichen Karosserie-Designs, das auch eine hohe

Praxistauglichkeit berücksichtigt, kann die zweigeteilte Heckklappe selbst

bei begrenztem Raum hinter oder über dem Fahrzeug komplett geöf

fnet

und das Gepäckabteil einfach beladen werden. Der Verzicht auf eine

konventionelle B-Säule ermöglicht bei geöf

fneten Seitentüren einen

barrierefreien Zugang zum Innenraum.

Das neue Konzept kommt auch bei der Motorhaube zum T

ragen, die

erhöhten Fußgängerschutz und leichteren Zugang zum Motorraum bietet.


Sparsamer Antrieb

Der Innovationsgeist des iosis MAX erstreckt sich auch auf seinen

Antrieb: hochmoderne Motorentechnologie aus künftigen Ford-Fahrzeugen

demonstriert, dass geringer Kraftstofverbrauch und reduzierte CO 2 -Emissionen

auch ohne Kompromisse bei der Fahrdynamik möglich sind.

Die Studie wird von einem 1,6 Liter großen Vierzylinder-Benzinmotor

mit EcoBoost-Technologie angetrieben, der 180 PS leistet. Optimiert wir

d

das Aggregat durch ein Auto-Start-Stop-System inklusive intelligenter

Lichtmaschine und dem fortschrittlichen Ford PowerShift-Doppelkupplungsgetriebe.

Erste Testsimulationen versprechen eine Reduzierung des

CO 2 -Ausstoßes auf nur noch 125 g/km.

„Auch wenn der iosis MAX kein spezielles neues Serienmodell von For

d

vorwegnimmt, so gewährt er dennoch eine erste Idee, in welche Richtung

das Design eines zukünftigen Kompaktklasse-Fahrzeugs von For

d gehen

könnte“, sagte John Fleming, Chairman und CEO, For

d of Europe.

„Vor dem Hintergrund des aktuellen Wirtschaftsklimas geht von diesem

kühn gestalteten Concept Car aber auch eine deutliche Botschaft aus –

es unterstreicht die Zuversicht, mit der Ford angesichts seiner

erfolgreichen Design-Philosophie sowie der aktuellen und zukünftigen

Modellpalette nach vorne blickt. Der iosis MAX sendet ein kraftvolles Signal

und steigert die Vorfreude auf weitere hochmoderne, überaus begehrenswerte

neue Produkte von Ford, die bereits vor der Tür stehen.“

Die iosis-Story

Den ersten Vertreter der iosis Konzeptfahrzeuge – eine viertürige

Limousine mit muskulösem, coupéhaftem Profi l – präsentierte

Ford im September 2005 auf der IAA in Frankfurt und zeigte

damit erstmals die neue Formensprache „Ford kinetic Design“,

die fortan die Produkte von Ford of Europe kennzeichnen sollte.

Ein Jahr später debütierte auf dem Autosalon in Paris die

Aufsehen erregende Studie iosis X, ein sportliches Cr ossover-

Modell mit fünf Türen, das aufzeigte, wie kinetic Design sich

auch auf Nischenmodelle übertragen lässt.

Der iosis X diente als Wegbereiter für den kompakten Crossover

Ford Kuga, der sich im Segment der kompakten „Sports Utility

Vehicle“ (SUV) erfolgreich etabliert und zahlreiche neue Kunden

für Ford gewonnen hat.

Der iosis MAX markiert als drittes Fahrzeug der iosis-Reihe die

nächste Evolutionsstufe der kinetic Design-Philosophie. Ford hat

die Studie in Zusammenarbeit mit den Kar osserie-Spezialisten

von Coggiola aus Turin konstruiert.

März 2009 | 9


Titelgeschichte

Neues vom Ford Kuga

Genügsam präsentiert sich in Genf der For

d Kuga. In der

2 x 4-Version (Frontantrieb) mit 2,0-Liter-TDCi-Dieselmotor

überzeugt der Crossover durch einen weiter abgesenkten

Kraftstoffverbrauch von 6,1 l/100 km und einen entspr

echend

günstigeren CO ² -Emissionswert von 159 g/km.

In der 4 x 4-Allradversion besticht der Kuga dur

ch

Verbrauchs- und Emissionswerte, die mit nur 6,4 l/100 km

beziehungsweise 169 g/km ebenfalls außergewöhnlich

niedrig liegen.

Erreicht wurden diese verbesserten Werte zum Beispiel

durch die Einführung eines Ruhemodus für die elektr

ohydraulische

Servolenkung EPAS sowie durch eine

Neukalibrierung der Motorsteuerung.

Die perfekte Alternative zum durchzugsstarken

2,0-Liter-Duratorq TDCi-Turbodiesel mit 100 kW/136 PS ist

der leistungsbetonte 2,5-Liter-Duratec mit 147 kW/200 PS.

Der drehfreudige Fünfzylinder basiert auf den bewährten

Turbomotoren der sportlichen Topversionen des Mondeo

und S-MAX sowie des Ford Focus ST. Um den hohen

Erwartungen zu entsprechen, die Kunden an die Leistungsfähigkeit

ihres allradgetriebenen Crossovers stellen, wurde das

Aggregat tief greifend modifi ziert und angepasst.

Der neue Ford Kuga 2.5 Turbo profi tiert von dem intelligenten

Allradantrieb mit hochmoderner Haldex-Kupplung in Kombination

mit einem manuellen 6-Ganggetriebe. Optional steht

für den neuen Ford Kuga 2.5 auch eine Durashift 5-tr

onic-

Automatik zur Verfügung.

10 | März 2009

Die ECOnetic-Familie wächst

Mehr Individualität im Ford Focus

Nach den Ford-Baureihen Ka, Fiesta, Kuga, Mondeo, S-MAX

und Galaxy kommt nun auch der For d Focus in den Genuss

des Ford Individual-Programms.

Die Ford Individual-Pakete bieten eine Reihe zusätzlicher

Ausstattungs-Elemente, die das Leben an Bord des Ford

Focus nochmals komfortabler gestalten. Die Individual-

Pakete sind für den Ford Focus in der Titanium-Version für

Die ECOnetic-Modelle von Ford bieten all jenen Käufern eine Alternative,

die besonders auf geringe Emissionen und niedrigen Verbrauch achten.

Jüngstes Modell dieser Reihe ist der For d Fiesta ECOnetic.

Sein 66 kW/90 PS starker Duratorq TDCi-Motor stellt mit einem

Kohlendioxid-Ausstoß von nur noch 98 g/km einen neuen Bestwert in

seiner Klasse auf.

Dank seines EU-Durchschnittsverbrauchs von 3,7 Liter Diesel/

100 Kilometer ist er der sparsamste For d aus europäischer Produktion

überhaupt. Außerdem erhältlich sind ECOnetic-Varianten des Ford Focus

(Verbrauch: 4,3 l/100 km; CO

²

-Emissionen: 115 g/km) und des

Ford Mondeo (Verbrauch: 5,2 l/100 km; CO

²

-Emissionen 139 g/km).


alle Karosserie-Varianten sowie im Falle der

Ghia-Version für den 5-Türer und den Turnier

verfügbar.

Beide Pakete umfassen beispielsweise

spezielle Einstiegsleisten und (für Modelle mit

manuellem Schaltgetriebe) einen dezent rot-

illuminierten Schaltknauf mit LED-Technologie,

der optisch die rote Instrumenten-Beleuchtung

Ford Focus RS

In Genf ist erstmals die Serienversion des neuen For d Focus RS zu sehen.

Das neue Spitzenmodell der Ford Focus-Reihe, in das das Ford Teams RS

fünf Jahre Entwicklungsarbeit investierte, ist ab dem Frühjahr in ei drFarben

– darunter das charakteristische „Ultimate-Green“ – und passendem

Interieur-Design erhältlich.

Neuer Ford Ranger

Der neue Ford Ranger wird in verschiedenen Ausstattungsvarianten – von

der Einstiegsversion XL bis zum Topmodell Wildtrak – und in drei Kabinenkonfigurationen

(als 2-sitzige Einzelkabine, 2+2-sitzige Extrakabine und als

Doppelkabine) erhältlich sein. Das aufgewertete Pick-up-Modell läuft in

des Ford Focus und die Ambiente-Beleuchtung

der Titanium-Variante ergänzt.

Weitere Elemente des Individual-Angebots sind

besonders hochwertige Velours-Fußmatten, Aluminiumauflagen

für die Pedalerie (Titanium) und

verchromte Außenspiegelschalen (Ghia).

Auch für den Ford Kuga sind drei individuelle

Interieur-Styling-Pakete erhältlich. Angelehnt an

das kinetic Design des Kuga, hat das For

d Individual

Design-Team vollkommen neue Sitzbezüge

und Türverkleidungen entwickelt und mit äußerst

hochwertigen Materialien, kontrastierenden

Farben und Oberflächen kombiniert.

Darüber hinaus ist für den Kuga ein spezielles

Karosserie-Kit im Angebot.

Thailand vom Band und kommt nächsten Monat zu den Händler n.

Der Innenraum überzeugt mit dem Komfort eines Pkw. Hierzu tragen

die geringen Antriebs- und Fahrgeräusche ebenso bei wie ergonomisch

geformte Sitze, die Klimakontrolle oder MP3-kompatible Audiosysteme.

Antriebsseitig stehen ein 2,5-Liter-Duratorq-TDCi-Dieselmotor mit

105 kW/143 PS und ein 3,0-l-Duratorq-TDCi-Dieselmotor mit 115 kW/

156 PS zur Wahl, die entweder mit einem Schaltgetriebe oder mit einem

5-Gang-Automatikgetriebe ausgestattet sind. Alle Varianten des Ranger

verfügen über einen manuell zuschaltbaren Allradantrieb.

Das ohne Zweifel prägnanteste Merkmal des For d Ranger stellt seine

Ladefläche mit den extrastarken Seitenwänden dar. Ihr spezielles Design

und die durchdachten Ausstattungsdetails sorgen für optimale

Flexibilität und überzeugen mit praktischen Vorteilen.

März 2009 | 11


Reportage

Grünes Licht

Ford unterstreicht sein Bekenntnis zur

Nachhaltigkeit mit zahlreichen Produkten

und Initiativen – von den sparsamen ECOnetic-

Modellen bis zu allergikerfreundlichen

Fahrzeuginnenräumen. Ein neues

E-Learning-Programm soll zusätzlich das

Umweltbewusstsein im Unternehmen fördern

Die Umwelt begreifen

Im Februar wurde für die Beschäftigten von Ford of Europe und der

einzelnen Verkaufsorganisationen ein neues E-Learning-Modul zum

Thema Umweltbewusstsein gestartet.

Die Ford Foundation hatte das Programm mit Fördergeldern der EU

ins Leben gerufen. Das Schulungsmodel ist in mehr eren Sprachen verfügbar

und thematisiert ausdruckstark die wichtigsten Aspekte von Nachhaltigkeit

und die Initiativen von Ford.

„Umweltthemen sind heutzutage von großer Relevanz. Deshalb ist es

wichtig, dass die Beschäftigten wissen und verstehen, wie das Unter nehmen

dem begegnet“, meint Dirk Dens, Vertriebs- und Marketingmanager

für Flexifuel-Fahrzeuge und alternative Antriebe bei Ford of Europe.

„Das E-Learning-Modul ist anschaulich und geradlinig strukturiert und

beantwortet beispielsweise Fragen wie ‚Was bedeutet Nachhaltigkeit?’,

‚Was ist CO2?’, ‚Was ist Recycling?’ und ‚Welche Maßnahmen ergreift

Ford in den Werken und bei den Produkten?’“.

Neben leicht verständlichen Informationen umfasst das Schulungs modul

Tests mit Fragen und Antworten sowie Tipps für eine umweltschonende

Fahrweise.

Per E-Mail wurde im Namen von Ingvar Sviggum, Vice President Marketing,

Sales & Service, ein Link an die Beschäftigten versandt, über den das

Schulungsmodul gestartet werden kann.

„Wir planen, das E-Learning-Modul auch den Beschäftigten ohne eigenen

Computer sowie den Händlern zugänglich zu machen“, ergänzt Dirk Dens.

12 | März 2009

Verkauf von „grünen“ Modell-Linien zieht an

Obwohl alternative Antriebe und die ECOnetic-Modelle noch einen relativ

geringen Anteil am Gesamtabsatz von Ford ausmachen, wurden im letzten

Jahr beachtliche Zuwächse beim Verkauf dieser Modell-Linien verzeichnet.

Der Absatz der Ford Flexifuel-Modelle stieg um neun Prozent auf 18.807

Einheiten. Besonders starkes Wachstum verzeichnete Ford in Deutschland,

wo sich der Absatz dieser Fahrzeuge mit 5.277 Stück gegenüber dem V

orjahr

verdreifachte. In den Niederlanden wurden 2.281 Einheiten abgesetzt,

in Schweden, dem größten Markt für Bio-Ethanol-Fahrzeuge, 7.456 Stück.

Der Ford Focus ECOnetic wurde insgesamt 5.647-mal ausgeliefert, womit

die Absatzerwartungen um 84 Prozent übertroffen wurden. Besonders

gefragt war diese Modell-Linie in Belgien und Gr

oßbritannien.

Auf Fahrzeuge mit Erdgas- (CNG) oder Flüssiggas-/Autogasantrieb (LPG),

entfielen 4.908 Einheiten. Künftig ist mit steigenden Absatzzahlen (insbesondere

in Italien) zu rechnen.

„Grüne“ Fahrzeuge bleiben 2009 ein wichtiger Teil unserer Strategie:

Der Fiesta ECOnetic mit einem CO 2-Ausstoß von 98 g/km (Hybrid-Modell

Toyota Prius: 104 g/km), wird neben Ford Mondeo und Ford Focus den

Absatz der ECOnetic-Modelle ankurbeln.


Die Verbreitung von CNG/LPG-Fahrzeugen in bestimmten Ländern, darunter

Italien, Holland und Schweden, wird gefördert; das Werk Saarlouis wird

die Produktionskapazität für LPG-Modelle im Laufe des Jahr es 2009 entsprechend

erhöhen, für die CNG-Baureihen ist dies ebenfalls geplant.

Weitere Märkte haben Bio-Ethanol-Projekte lanciert. Es wird erwartet,

dass der Absatz von Flexifuel-Modellen angesichts kürzlich gesunkener

Kraftstoffpreise nicht wesentlich zunehmen wird, jedoch spricht das wachsende

Angebot (über 40 Bio-Ethanol-Modelle in Eur opa) und die steigende

Verfügbarkeit des E85-Kraftstofs für eine positive Entwicklung.

ECO-Driving-Kurse, wie sie bereits in Deutschland, Großbritannien und

Spanien angeboten werden, sollen Absatz und Interesse weiter steigern.

Die europäische Abteilung für Flotten- und Gewerbekunden unterstützt

zusätzlich Nachhaltigkeitsstrategien und -maßnahmen für große Flotten.

Dank größerer Präsenz und erweitertem Angebot an sparsamen und

umweltfreundlichen Modell-Linien könnte der Absatz der ECOnetic-,

Flexifuel-, LPG/CNG-Fahrzeuge in den kommenden Jahren auf circa 50.000

Einheiten steigen.

Emissions-Ziele

Wie sehen die Vorgaben für den Kohlendioxid-Ausstoß

von Fahrzeugen aus?

Wolfgang Schneider*: Für die durchschnittlichen Flottenemissionen

europäischer Hersteller wurde ab 2012 ein Grenzwert von

130 Gramm CO 2 pro Kilometer festgelegt. Angesichts des aktuellen

Wirtschaftsklimas hat man die Frist bis 2015 verlängert.

Es gibt Technologien, die zusätzlich helfen, die Flottenemissionen

zu begünstigen, zum Beispiel eine Routenplanung für die jeweils

umweltfreundlichste Fahrstrecke oder auch adaptive Geschwindigkeitsregelanlagen.

Bis 2020 soll die CO 2-Grenze auf 95 g/km sinken,

was wesentlicher schwieriger zu erreichen sein wird. Bis dahin

gibt es noch einiges zu planen, aber ich schätze, dass es flexible

Möglichkeiten geben wird und beispielsweise Bio-Kraftstofe und

alternative Antriebe Berücksichtigung finden werden. Dies würde

sich wiederum positiv auf die Gesamtbilanz einer Flotte auswirken.

Die Europäische Kommission versteht die Bedürfnisse der Industrie

und ich halte die CO 2-Gesetzgebung für fair und angemessen.

Kann Ford die Vorgaben einhalten?

WS: Ford ist gut aufgestellt, das Ziel für 2012 zu erfüllen.

Wir werden die Übergangszeit bis 2015 wahrscheinlich nicht benötigen,

ich denke, wir können unser Ziel bereits 2012 erreichen.

Unser Richtwert ist niedriger als jener der Industrie, weil unser e

Fahrzeuge im Durchschnitt kleiner sind (die CO2-Emissionen werden

als Durchschnittswert der gesamten Fahrzeugflotte eines Herstellers

betrachtet, wobei das Fahrzeuggewicht eine Rolle spielt).

Unser internes Ziel liegt bei 127 Gramm CO2 pro Kilometer.

Welche Initiativen gibt es in Europa zur

Förderung emissionsarmer Fahrzeuge?

WS: Fahrzeuge mit geringen CO2-Emissionen werden schon länger

begünstigt und das wird auch so bleiben, wobei dies von Land

zu Land unterschiedlich aussehen wird. Bei einem europaweit geltenden

Grenzwert von 130 Gramm werden einzelne Länder dies

zwar als gesetzliche Vorgabe betrachten, zusätzlich aber Steuernachlässe

gewähren, wenn der CO2-Ausstoß noch geringer ist.

Dies wird sich nicht verhindern lassen, auch wenn uns ein einheitli -

cher Ansatz lieber wäre. Bei der Besteuerung nach CO2-Ausstoß wird es letztendlich zu einer Marktfragmentierung kommen, was

zusätzliche Kosten und erhöhte Komplexität bei der Entwicklung

und Fertigung unserer Produkte zur Folge haben wird.

* Vice President, Rechts-, Regierungs- und Umweltangelegenheiten, Ford of Europe

g CO 2 / km

140

120

CO 2 -Grenzwert der Industrie: 130 g/km

bei einem durchschnittlichen

Fahrzeuggewicht von 1372 kg.

Emissionsziel von Ford: 127 g/km bei 1300 kg

durchschnittlichem Fahrzeuggewicht.

130 g CO 2 / km

127 g CO 2 / km

1300 kg

1372 kg

1000 1250 1500

Bezugsgewicht in Kilogramm

März 2009 | 13


Interview

Die Zukunft bewahren

Während die Verkaufszahlen als Folge der weltweiten Rezession

immer weiter einbrechen, kämpft die europäische Automobilbranche

ums Überleben. John Fleming, Chairman und CEO von Ford of Europe,

erläutert, welche Schwierigkeiten unserem Unternehmen noch

bevorstehen und welche Gegenmaßnahmen geplant sind

Vor welchen Herausforderungen steht Ford of Europe

im Augenblick?

Wir sehen uns mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert, wie alle

anderen Hersteller. Wir erleben eine synchrone Rezession, das heißt, sie ist

besonders schwerwiegend und verschärft sich schnell. Zusammen mit der

Kreditkrise stellt uns dies vor extrem schwierige Bedingungen, unter denen

unser Absatz stark leidet.

Wie reagieren wir darauf?

Wir haben verschiedene Maßnahmen ergrifen. Übergeordnet versuchen

wir natürlich einzuschätzen, wie sich die Nachfrage im Laufe des Jahr es

und darüber hinaus entwickeln wird. Dementsprechend passen wir unsere

Produktion der Nachfrage an, was nicht einfach ist, denn momentan müssen

wir quasi jeden Monat neu planen, und der Markt nimmt immer weiter ab.

Letztendlich bleibt uns nichts anderes übrig, da wir es uns nicht leisten

können auf Überkapazitäten sitzen zu bleiben und zu hof fen, dass sich alles

irgendwann von selbst regelt.

Bezogen auf die monatliche Planung, die Sie erwähnten,

wie lauten die aktuellen Marktprognosen für 2009?

Zuletzt mussten wir von 13,8 Millionen Fahrzeugen für die 19 Märkte

Europas plus zwei Millionen Einheiten für Russland ausgehen. Das Jahr ist

sehr schwach angelaufen, basierend auf den Januar-Zahlen läge der Markt

bei 13,4 Millionen. Aktuell planen wir mit 13 Millionen, das lässt uns nach

oben etwas Luft.

Werden die bereits angekündigten Maßnahmen ausreichen,

um uns durch die schwierige Zeit zu bringen?

Momentan muss man sagen, wahrscheinlich nicht. Wir haben ein erstes

Kürzungsprogramm bekannt gegeben, aber dabei gingen wir noch von

einem Markt von 14,2 Millionen Fahrzeugen aus. Im Augenblick gibt es

einfach mehr Risiken als Chancen.

Die nächste Generation des Ford Transit wurde verschoben, deutet

dies auf eine allgemeine Verlangsamung unserer Produktpläne hin?

Wir müssen Wege finden, unsere Barmittel zu schonen, solange wir keine

Gewinne einfahren. Erschwert wird dies auf unterschiedliche Weise.

Erstens fehlen uns Gewinne; zweitens verlieren wir noch mehr Geld dadurch,

dass wir unsere Produktion herunterfahren. Ein Weg Geld zu sparen führt

über Streichungen oder Verschiebungen innerhalb der Produktpläne.

Uns erscheint eine Verschiebung sinnvoller, denn wir erwarten, dass sich die

Umstände wieder bessern. Wir haben uns für den Ford Transit entschieden,

weil er wahrscheinlich das Produkt in unserem Programm ist, das auch ohne

Überarbeitung seine starke Position halten kann.

14 | März 2009

Biografie

John Fleming ist Executive Vice President

der Ford Motor Company und Chairman

und CEO von Ford of Europe. Seit dem 10.

Oktober 2008 ist er in dieser Position ver -

antwortlich für Ford of Europe, die Volvo

Car Corporation und den Bereich Ford

Export Operations & Global Growth

Initiatives.

Besteht die Gefahr, dass die Lage FoE zu Maßnahmen zwingt,

die uns am Ende der Rezession in eine schlechtere Situation

versetzen könnten?

Es muss genau abgewägt werden. Jede Entscheidung, die wir bislang

getroffen haben, stand unter der Prämisse, dass wir hinterher stärker

dastehen. Wir haben fantastische Produkte, jetzt und auch nach dieser

Rezession. Bei allen Kürzungen gehen wir mit höchster Sorgfalt vor ,

damit wir unsere Zukunft nicht durch vorübergehende Maßnahmen aufs

Spiel setzen.

Vor diesem Hintergrund spielt auch die die Stimmung unter den

Beschäftigten eine wichtige Rolle.

Dies ist mir sehr wichtig, aber ich möchte dabei etwas in Erinnerung rufen.

2008 war eines unserer erfolgreichsten Jahre überhaupt, aber es war auch

von zwei Extremen geprägt. Wir erzielten großartige Ergebnisse, vielleicht

die besten, die Ford of Europe je hatte, unsere Erträge waren hervorragend

und unsere Produkte nicht minder. Unser Geschäft war sehr solide, an

unserer Strategie gab es nichts zu verändern. Ich möchte, dass all unsere

Beschäftigten weiter darin vertrauen, dass unsere Strategie die richtige ist.

Wir können nichts dafür, dass sich die Weltwirtschaft im freien Fall befindet

und eine schwere Rezession herrscht. Wir müssen uns dem nur anpassen,

denn ignorieren können wir es nicht. Trotzdem werden wir, nachdem wir

diese Phase überstanden haben, stärker sein, denn die Grundlagen für

Erfolg waren von Anfang an gegeben.


Kleinwagen werden immer beliebter, kann sich dies auf die

Rentabilität unseres gesamten Produkt-Mix auswirken?

Diese Gefahr besteht durchaus. Wir können nicht zur ‚Fiesta Motor

Company‘ werden, so wichtig diese Baureihe für uns auch ist. Letztendlich

geht es darum, was die Kunden kaufen. Nur weil wir es ger ne hätten, heißt

das nicht, dass sie mehr Ford Transit, Mondeo, S-MAX oder Galaxy kaufen.

In Zeiten wie diesen schränken die Verbraucher ihre Ausgaben stärker ein

und reagieren auf staatliche Anreize, wie wir zurzeit in Deutschland mit der

Abwrackprämie sehen können. Diese Maßnahmen regen die Verbraucher

dazu an, kleinere Fahrzeuge zu kaufen. Wir haben in diesem Segment eine

großartige Auswahl, dennoch bedeutet es für unseren Produkt-Mix und für

unsere Wirtschaftlichkeit ein Problem.

Die Automobilindustrie gehört zu den wichtigsten Arbeitgebern in

Europa. Welche Form der Unterstützung wünschen Sie sich von der

EU und den Ländern?

In den einzelnen Ländern werden verschiedene Anreize geschaffen, am

erfolgreichsten scheint momentan das Konzept in Deutschland aufzugehen.

Zurzeit gehen bei unseren Händler dort täglich etwa 1.600 Bestellungen ein.

Das Gesamtbild aber ist uneinheitlich. In Großbritannien gibt es bislang gar

keine Maßnahmen, Italien fängt erst an und in Spanien sieht das Konzept

wieder ganz anders aus. Wir haben die EU aufgefordert, das Zepter in die

Hand zu nehmen und eine Reihe von Unterstützungsprogrammen zu entwerfen.

Die Mitgliedsstaaten könnten dann nach dem deutschen Vorbild

vorgehen.

Was genau sollte die EU unternehmen?

Wir erleben gerade, dass sich einzelne Ländern um das Wohl ihrer eigenen

Automobilindustrie bemühen. Für uns ist das schwierig, denn Ford hat in diesem

Sinne kein wirkliches ‚Heimatland‘, wir sind in vielen Länder n vertreten.

Hier sollte die EU die Führung übernehmen. Während die EU sich aber einerseits

um Wettbewerbsgesetze sorgt, scheinen Mega-Kredite für einzelne

Hersteller in einigen Ländern in Ordnung zu sein. Ich denke, das ist unfair .

Jeder sollte nach den gleichen Regeln spielen und den Herausfor derungen

unter den gleichen Bedingungen begegnen. Dann kann entschieden

werden, welche Schritte für jedes einzelne Unternehmen notwendig sind.

Wird Ford diese Krise überstehen?

Ford wird diese Krise überstehen, denn wir werden weitere, wenn auch

schwierige Entscheidungen treffen, und das bald. Sicher werden sie nicht

alle auf Zustimmung stoßen, aber wir treffen diese Entscheidungen, um die

Zukunft unseres Unternehmens zu bewahren. Unter den gegebenen

Umständen haben wir den richtigen Plan, einen fundierten Plan. Dennoch

müssen wir gemäß den sich verändernden Bedingungen reagieren.

Das Gespräch führte Emmanuel Lubrani

März 2009 | 15


Reportage

16 | März 2009

Ford weitet paneuropäisches

Flottengeschäft aus

In den letzten Jahren hat Ford of Europe im Flottengeschäft

vermehrt paneuropäische Verträge mit großen Gewerbekunden

abgeschlossen. Große Unternehmen suchen oftmals nicht nur

nach einer Flottenlösung für einen einzigen Markt, sonder n

möchten die Märkte abdecken, in denen sie Geschäfte tätigen.

Durchschnittlich umfasst ein solcher Vertrag 16, manchmal aber

auch bis zu 40 Länder .

„Mehr und mehr schließen wir paneuropäische Flottenverträge

ab und das bedeutet auch eine gr ößere Anzahl an Fahrzeuglieferungen“,

berichtet Miles Maiklem, Manager im eur opäischen

B2B-Geschäft.

„Wir haben schon seit einigen Jahren Aufträge dieser Art, aber

mittlerweile kommen immer mehr große, multinationale Konzerne

auf uns zu, die einen Flottenvertrag für alle Länder , in denen sie

tätig sind, wünschen. Das muss sich nicht zwangsläufig auf Europa

beschränken, sondern kann auch Nordamerika, Asien-Pazifik

oder Südamerika umfassen.“

Zum festen Gewerbekundenstamm von Ford gehören etwa

Siemens, Unilever, General Electric und E.On. 2008 kamen

unter anderem Johnson & Johnson, Cadbury und Nokia

Siemens Networks hinzu.

Vergangenes Jahr wurden im Rahmen solcher Verträge

33.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Damit hat sich das Absatzvolu -

men in diesem Bereich in nur vier Jahren verdoppelt.

Der Abschluss eines so komplexen, mehrere Länder umfassenden

Gewerbekundenvertrags verlangt viel Einsatz von den

fünf zu Miles Maiklems Team gehörenden Account Managern

in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Belgien, die

zusätzlich von Agenturen unterstützt werden.

„Wir arbeiten ab Beginn einer Ausschreibung eng mit den

National Sales Companies zusammen, stimmen ab, welche

Unterstützung wir dem Kunden in den einzelnen Märkten anbie -

ten, bis hin zum Abschluss und zur Umsetzung des ertrags“, V

so Maiklem.

„Wir stellen den NSC alle notwendigen Informationen zum

Vertrag und alle vor-Ort-Kontakte beim Kunden zur Verfügung,

damit bei Vertragsabschluss die Fahrzeugbestellungen und

-lieferungen zeitnah abgewickelt werden können.“

„Die Kunden wissen, was sie wollen und achten auf ein gutes

Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei geht es nicht allein um den

Anschaffungspreis für ein Fahrzeug, sondern um die gesamten

Kosten, von Service, Wartung und Reparatur bis zu Restwerten,

aber auch Kraftstofverbrauch und allgemeine Betriebskosten.

Darüber hinaus wird Nachhaltigkeit immer wichtiger und in

diesem Bereich hat Ford viel zu bieten – nicht nur , was unser

Unternehmen betrifft, sondern besonders auch unser umfassendes

Fahrzeugprogramm, von den ECOnetic-Modellen bis zu

unseren sauberen Dieselfahrzeugen.“

Was die Zukunft angeht, ist Maiklem zuversichtlich, denn

seiner Ansicht nach verfügt Ford über die seit Jahren beste

Produktpalette und „unser Team konzentriert sich darauf,

bestehende Verträge zu erweitern und so viele neue Verträge

abzuschließen wie möglich.“

„Solche europaübergreifenden Abschlüsse sind wichtig für

Ford”, ergänzt Maiklem. „Die großen Unternehmen möchten

einen Vertrag für alle ihre Märkte. Wäre dies nicht so, hätten wir

manches Mal vielleicht nicht den Zuschlag erhalten.“

Kelvin Brown


Hirvonen im Titelduell

Nach den beiden ersten Läufen verspricht die Rallye-Weltmeisterschaft

2009 spannend zu werden. Mikko Hirvonen und Sébastien Loeb geben das

Tempo für den diesjährigen Titelkampf vor.

Als Eröffnungslauf zum erheblich veränderten WM-Kalender 2009 stellte

die Rallye Irland Piloten und Autos auf eine harte obe. Pr Sintflutartige

Regenfälle suchten die grüne Insel heim und die Organisator en sahen sich

gezwungen, am ersten Tag zwei Prüfungen wegen Überschwemmungen

abzusagen.

Ford-Pilot Jari-Matti Latvala legte dennoch einen perfekten Start hin, fuhr

auf der Eröffnungsprüfung Bestzeit. Bereits auf WP2 aber kam das Aus: der

23-Jährige geriet auf der nassen Piste ins Schleuder n und musste seinen

Ford Focus RS WRC mit einem Schaden abstellen. Ab dem Samstag kämpf -

te er sich dann dank SuperRally-Reglement wieder bis auf Rang 14 heran.

Teamkollege Mikko Hirvonen musste sich nach einem Defekt an der

Servolenkung seines Wagens am Ende mit Rang drei zufrieden geben.

„Die Rallye Irland ist bei weitem die schwieriger e von den beiden Asphalt-

Läufen, die in diesem Jahr auf dem Plan stehen“, räumte Hirvonen ein.

„Die sechs Punkte für den dritten Rang gehen in Or dnung – auch wenn

mehr möglich gewesen wäre. Aber die Streckenverhältnisse mit dem vielen

Wasser auf den Straßen machten uns sehr zu schaf fen.“

Dass Citroën in Irland Rang eins und zwei für sich behauptete, schürte im

Ford-Team umso mehr den Willen, beim nächsten Lauf maximale Punkte

zu sichern. In Norwegen warteten mit minus 30 Grad Celsius und ver eisten

Pisten perfekte Verhältnisse für eine echte Winter-Rallye.

Hirvonen, 2007 Gewinner in Norwegen, führte auf weiten eilen T der ersten

Etappe, konnte jedoch keinen beruhigenden Vorsprung auf Weltmeister

Sébastien Loeb herausfahren. Beide Piloten gaben allles, erreichten Spitzengeschwindigkeiten

von über 200 km/h. Loeb über nahm letztlich die Führung

und Hirvonen musste sich mit der Winzigkeit von 9,3 Sekunden seinem

Rivalen geschlagen geben.

„Norwegen war mit Abstand die schönste Winter-Rallye, die ich gefahren

bin“, fasste der 28-Jährige zusammen. „Es hat irrsinnigen Spaß gemacht,

drei Tage lang auf Schnee und Eis am absoluten Limit zu kämpfen und in ein

so spannendes Duell verwickelt zu sein. Dass uns am Ende weniger als zehn

Sekunden vom Sieg trennen, sagt alles. Unter diesen Bedingungen ist die

Grenze zwischen ,schnell‘ und ,zu schnell‘ unglaublich schmal. Wir waren

gezwungen, viele Risiken einzugehen. Daher ist es sehr schade, dass es nur

zur zweiten Position gereicht hat.“

Jari-Matti Latvala konnte in Norwegen nicht ganz mit dem empo T seines

finnischen Landsmannes mithalten, sicherte dem Team mit Rang drei aber

wertvolle sechs Punkte in der Marken-WM. Norweger Henning Solberg im

Ford Focus RS WRC von VK-M-Sport erfr eute vor heimischer Kulisse mit

einem vierten Rang.

Als dritter Saisonlauf startet die Rallye Zyper n, nach zwei Jahren erstmals

wieder im Kalender, in neuer Form. Einst reiner Schotterlauf, wird sie 2009

auf unterschiedlichen Belägen ausgetragen. Am ersten Tag warten Asphaltprüfungen

auf die Teams, die Prüfungen der beiden übrigen Tage finden auf

Schotter statt. Wie in den Jahren zuvor befinden sich Servicepark und

Rallye-Hauptquartier im Küstenort Limassol.

Der Startschuss zur Rallye Zypern fällt am 13. März 2009 und die

Geschehnisse können Sie live unter www.wrcford.com verfolgen.

Richard Franks

März 2009 | 17


Ford S-MAX und Galaxy mit

niedrigster Mängelquote

Ford S-MAX und Ford Galaxy sind in Deutschland die Fahrzeuge mit

der niedrigsten Mängelquote. Dies bestätigte der „Mängelr eport 2009“

der Stuttgarter Sachverständigen-Organisation DEKRA, für den Daten

von mehr als 15 Millionen in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen

ausgewertet wurden.

In der Kategorie „Vans“ wiesen die beiden Ford-Großraummodelle

die wenigsten Mängel (Laufl eistungen null bis 50.000 Kilometer) auf.

Insgesamt sind 96,7 Prozent aller zugelassenen Ford S-MAX und

Galaxy mängelfrei unterwegs.

Der sportliche 5+2-Sitzer Ford S-MAX und die dritte Generation

des Siebensitzers Ford Galaxy wurden im Jahr 2006 am Markt

eingeführt. Der Ford S-MAX wurde unter anderem zum „Auto des

Jahres 2007“ gewählt.

Vier weiteren Ford Modell-Linien bescheinigt der DEKRA

Mängelreport 2009 ebenfalls hohe Zverlässigkeit. Der For d Focus

belegte in der „Kompaktklasse“ Platz zwei für Fahrzeuge mit einer

Laufl eistung von null bis 50.000 Kilometer sowie Platz zwei für Autos

mit einer Laufl eistung von 100.000 bis 150.000 Kilometer; Der For d

C-MAX (Kategorie „Vans“) belegt Platz zwei im Laufl eistungsbereich

50.000 bis 100.000 Kilometer; Ford Fiesta/Fusion („Minicars/Kleinwagen“)

belegten Platz drei im Laufl eistungsbereich 100.000 bis

150.000 Kilometer.

„Der Mängelreport der DEKRA ist bei der

Industrie sowie bei Autokäufern hoch angesehen“,

sagte Kevin O’Neill, Vice President

Quality, Ford of Europe. „Wir haben in den

vergangenen Jahren unablässig daran

gearbeitet, Produkte auf den Markt zu

bringen, die sich nicht nur durch hohe

Fahrqualität auszeichnen, sondern

auch höchste Zuverlässigkeit bieten.“

Ford

Redaktion: Emmanuel Lubrani, elubrani@ford.com | Deutsche Ausgabe: Angela Borkott, aborkott@ford.com | Design: Manfred Müller, mmuell86@ford.com,

Alexander Bertrams | Digitale Reproduktion: purpur, Köln | Produktion: Zetweka, Print & Production Management, Köln | Druck: Neef & Stumme, Wittingen |

Herausgeber: Ford of Europe, Public Affairs

18 | März 2009

Ford für Fahrdynamik-

Kompetenz ausgezeichnet

Ford ist bei den erstmals vergebenen „Vehicle Dynamics

International Awards 2008“ mehrfach geehrt worden. Das Team

von Ford of Europe wurde zum „Dynamics Team of the Year“

gewählt, also zur Top-Mannschaft in Sachen Fahrdynamik.

Den jeweils zweiten Platz belegten der For

d Fiesta in der

Kategorie für das beste Fahrzeug sowie Wolfgang Helbert vom

Fahrdynamik-Team in der Kategorie „Dynamicist of the Year“.

Vehicle Dynamics International, eines der führenden Fachmagazine

rund um das Thema Fahrdynamik, lobte vor allem die

enge Zusammenarbeit und den globalen Austausch von Wissen

und Prozessen unter den Entwicklungsingenieuren von Ford.

Die Jury ergänzte: „Der Fiesta ist ein gr

oßartiger Kleinwagen,

besonders da kompakte Ausmaße und geringer Verbrauch wichtiger

denn je sind. Seine Fahrdynamik sorgt darüber hinaus dafür

, dass

Kunden in Märkten von Amerika bis China mit einem Lächeln auf

dem Gesicht einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.“

Pim van der Jagt, Technikdirektor des Bereichs Global Vehicle

Dynamics bei Ford, freute sich mit seinem Team über die Auszeichnungen:

„Mit dem neuen Fiesta haben wir einmal mehr unser hohe

Kompetenz und unser Know-how in Sachen Fahr

dynamik unter

Beweis gestellt. Wir freuen uns, über die positive Resonanz der

Medien auf den Ford Fiesta und unseren neuen Ford Ka. Wir sind

auf diese Auszeichnungen sehr stolz, insbeson

dere weil in

der Jury so viele internationale Fachleute sitzen.“


Im nächsten @Ford:

Das Ford Design-Team über den iosis MAX

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