Patchwork Professional 01/2021

partnermedienverlag

Ab dem 12.12.2020 im Handel erhältlich!

Seit nun schon mehr 10 Jahren befasst sich das Patchwork Professional intensiv mit den Themen Quilt & Textilkunst. Das Heft erscheint 6x im Jahr. Wir möchten unseren Lesern nicht nur weiterführende Informationen zur vielseitigen Textilkunstbranche bieten sondern auch inspirieren und Anregungen zum Experimentieren geben. Außerdem stellen wir neue Techniken sowie Materialien vor und präsentieren Werke von ausgesuchten Künstlern. Das Patchwork Professional ist sowohl für Fortgeschrittene als auch für Profis geeignet. Zahlreiche Workshops und Projekte laden zum Nacharbeiten ein. Hier werden nicht nur neue Techniken Schritt-für-Schritt erklärt, sondern auch ein Mystery Quilt aus mehreren Teilen gemeinsam von Ausgabe zu Ausgabe genäht.

PARTNER Medien Verlag

PATCHWORK PROFESSIONAL

68 Spektakuläre Quilts•Workshops•Interessante Techniken zum Experimentieren

Quilt- & Textilkunst

PATCHWORK

PROFESSIONAL 01/2021

21

Seiten

Projekte &

Workshops

Aktuelle Informationen rund

um das Thema Patchwork

und Quilten

LINDSAY OLSEN

Brückenbauerin

zwischen Kunst &

Naturwissenschaften

Im Interview:

PAOLA ZANDA

Heidi Parkes quiltet

ausschließlich von Hand

Gabi Mett Workshop

Textil triff Papier

Deutschland 9,90 €

A: 10,90 € · CH: 15,90 SFr · BeNeLux: 11,50 €

F/E/I/SK: 13,50 € · FIN: 13,90 € · DK:105 DKr

S: 120 SKr

Mary McCauley Dreidimensionale

genähte Objekte

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PARTNER Medien Verlag

Aktuelle Informationen rund

um das Thema Patchwork

und Quilten

ausschließlich von Hand

Textil triff Papier

dimensionale genähte Objekte

INHALT

INTERVIEWS & PORTRÄTS

6 Lindsay Olson

Textile Kunstwerke im Namen der Wissenschaft

18 Heidi Parkes

Näht und quiltet ausschließlich mit der Hand

30 Regina Benson

Im Einklang mit der Natur

42 Sarah Nishiura

Traditionelle Techniken modern interpretiert

52 Mary McCauley

Beindruckende textile 3D-Objekte

60 Paola Zanda

Baumrinde als Inspiration für abstrakte Formen

68 Mein Lieblingsquilt

Stairway to Heaven von Edith Bieri-Hanselmann

70 Shoshi Rimer

Zu Besuch bei der israelischen Quilterin

58

30

PROJEKTE, TIPPS

& WORKSHOPS

14 Textil trifft Papier

Von Gabi Mett

26 Der Mysteriöse

Teil-02 von Pia Welsch

34 Workshop Entfärben im Schnee

Von Regina Benson

36 Workshop Färben mit Rost

Von Regina Benson

38 Floated

3D-Quilt von Ruth Ann Berry

48 Call of the Wild

One-Block-Wonder von Anke Wechsung

58 Mosaik

Verschnitttechnik von Ursel Josefs-Kirschbaum

RUBRIKEN

3 Editorial

37 Neues von der NADELWELT

51 Leserforum

66 News

67 Das Fachgeschäft in Ihrer Nähe

81 Impressum

82 Termine

83 Vorschau

Titelthema in Rot

Titelbild: selbstporträt von Paola Zanda

76 Stickvlies-Schule

Teil-02

78 Fliegender Wechsel

Applikation von Angelika Steinböck

80 Tipps für Trips

Zu Besuch im Quilthouse Purgstall

Quilt- & Textilkunst

PATCHWORK

PROFESSIONAL 01/2021

PATCHWORK PROFESSIONAL

68 Spektakuläre Quilts•Workshops•Interessante Techniken zum Experimentieren

21

Seiten

Projekte &

Workshops

LINDSAY OLSEN

Brückenbauerin

zwischen Kunst &

Naturwissenschaften

Im Interview:

PAOLA ZANDA

Heidi Parkes quiltet

Gabi Mett Workshop

Mary McCauley Drei-

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im Abonnement – inklusive Sparvorteil!

Mehr Infos dazu auf Seite 24/25.

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INTervIeW LINDsAy OLsON

Die Wunderwelt der Wissenschaft

Die US-amerikanische Textilkünstlerin Lindsay Olson ist eine leidenschaftliche Brückenbauerin zwischen der

Kunst und der faszinierenden Welt der Naturwissenschaften. In ihren textilen Mixed-Media-Kunstwerken

illustriert sie detailgetreu Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschung mit dem Ziel, Neugier zu wecken,

Berührungsängste abzubauen und dem Betrachter diese komplexe, oft verborgene Welt ein Stück weit

begreiflich zu machen. Unsere Redakteurin Anke B. Calzada hat die Künstlerin interviewt.

Foto: Cindy Trim

Circular sounds: Passive Acoustics, 2019, 36 x 36 Inch

Wir sind visuelle Wesen. Aber unter Wasser nimmt die Sicht dramatisch ab und die Art der visuellen Beobachtungen, die Biologen zur Untersuchung

terrestrischer Ökosysteme verwenden, ist hier nicht praktikabel. Die Erforschung dessen, was unter dem Ozean geschieht, erfordert einen anderen

Ansatz. Die Ozeanakustik verwendet Schall, um dem Geschehen zuzuhören und Daten zu sammeln, die das Leben im Ozean erhellen. In der passiven

Akustik verwendet man Unterwassermikrofone, die das Leben im Meer abhören - einschließlich Geräusche von Meeressäugern, Geräusche menschlicher

Aktivitäten, seismische Aktivitäten und abiotische Geräusche wie Wind, Eisdrift und Wellen. Aufgrund der eingeschränkten Sichtverhältnisse sind

Meeressäuger und Fische in hohem Maße an die Erzeugung und Wahrnehmung von Geräuschen im Ozean angepasst. Sie sind für viele Zwecke auf

Geräusche angewiesen, z.B. für die Navigation, die Aufrechterhaltung sozialer Interaktionen, oder die Nahrungssuche. Das ist es, was die Wissenschaft

der Akustik so wertvoll für die Erkundung des Lebens in den Ozeanen macht.

6

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WorkshoP TexTil TriffT PaPier

Textil trifft Papier

Collagen aus alltäglichem Material

Die deutsche Textilkünstlerin Gabi Mett möchte uns in einem kleinen Workshop zeigen, dass man auch

ohne kostspielige Materialien, mit Dingen, die sich in jedem Haushalt finden lassen, sehr erfolgreich kreativ

arbeiten kann.

Darf ich zu einem kleinen Spiel einladen? Viel wird nicht gebraucht,

um einzusteigen. Greifen Sie auf interessantes, alltägliches Papier

zurück. Zeitungen, Zeitschriften, Packpapier, ich denke, Sie haben

sicher eine schöne Sammlung in Schachteln und Boxen.

1. Ich zeige Ihnen eine kleine Auswahl aus meiner Fülle von Papieren.

Ich habe sie zum Teil stark verändert. Oft sind sie mir zu

glatt und haben zu wenig Charakter. Dann gehe ich hin und knete

sie so lange in meinen Händen, bis sich das Material wie Stoff

anfühlt. Oft bügle ich es auch noch, das kommt darauf an, wie es

mir besser gefällt. Auch farblich kann ich sie noch verändern mit

Aquarellfarben oder -stiften, Teeaufguss, Kaffee oder Zwiebelsud.

3. Großen Spaß macht das Arbeiten mit Locherpunkten. Man kann

sie sammeln, dann hat man eine überraschende Mischung mit einer

interessanten Farbgebung. Man kann aber auch zwei Papiere mit

Vliesofix aufeinanderbügeln und diese dann lochen. So kann man

die Auswahl steuern.

2. Besonders altes und beschädigtes Papier klebe ich auf einen

Stoffuntergrund, der mit Vliesofix präpariert ist. So kann ich die

Kanten, Risse und Falten gut weiterbearbeiten. Wenn Sie ein solches

Fragment aufbügeln, legen Sie Backtrennpapier darüber,

damit das Bügeleisen nicht durch den Kleber verunreinigt wird.

Ein dünner transparenter Stoff oder Transparentpapier kann dann

noch als Schutz über das Papier gelegt und festgebügelt werden.

Und hier kommen Sie ins Spiel. Schneiden Sie ein Stück Baumwollstoff

in der Größe 20 x 30 cm zu und bügeln Sie in gleicher Größe

Vliesofix auf. Ziehen Sie das Papier ab. Nun streuen Sie die Locherpunkte

auf die Fläche, bis sie ganz bedeckt ist. Legen Sie Backtrennpapier

darüber und bügeln Sie die Papierpunkte fest. Lassen Sie

alles abkühlen, nehmen Sie das Stück Stoff hoch und schütteln Sie

alle Papierpunkte ab, die nicht festgebügelt sind. Sie haben nun

immer wieder Zwischenräume, durch die der Stoff sichtbar ist. Ich

lege über die gesamte Fläche eine Pergamentpapierseite aus einem

alten Fotoalbum und bügle sie ebenfalls fest. Sie wird durch die

kleinen Zwischenräume gehalten.

4. Im Anschluss daran nähe ich mit der Nähmaschine einmal um

die gesamte Fläche. Ich teile sie mir in 10 x 10 cm große Quadrate

Fotos: Gabi Mett

14

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IntervIeW HeIdI Parkes

Wie viel Zeit braucht es,

um einen perfekten Quilt zu fertigen?

Die amerikanische Textilkünstlerin Heidi Parkes näht und quiltet ausschließlich mit der Hand. Dies bietet ihr

die Möglichkeit, die Dinge zu durchdenken und ganz bewusste Designentscheidungen zu treffen.

Fotos: Heidi Parkes

A breath has Four Parts, 85 x 85 Inch

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WORKSHOP

Der Mysteriöse – Teil-02

Wie viele Eistüten (siehe Teil-01 in der Ausgabe PP-06-2020) sind es denn letztendlich geworden? Waren Sie

auch so fleißig wie wir und haben jede Menge schöne Papiermotive ausgeschnitten und Ihre gemachten

Erfahrungen und Ideen in einem Workshopbuch festgehalten? Denn diesmal steht bei unserem neuen

Mystery von und mit Pia Welsch die Förderung der eigenen Kreativität im Vordergrund. Ganz entspannt, aber

trotzdem sehr gründlich, wollen wir unsere Ideen ausprobieren und vor allem dokumentieren.

Bevor wir weitermachen, möchten wir noch eine Antwort von Frau

Welsch auf die vielen Zuschriften nach der Größe des fertigen Mysterys

haben: „Eine meiner Lieblingsfragen ist die fertige Größe eines

Projekts“ sagt Frau Welsch. „Bitte versuchen Sie einmal ernsthaft

nicht darüber nachzudenken, wo der Mystery am Ende hängen soll

… lassen Sie uns einfach mal sehen, wo die Reise hinführt! Denn eine

genaue Angabe der fertigen Größe würde uns schon wieder sehr

einschränken. Wir werden jetzt über mehrere Wochen beschäftigt

sein, denn unser Mystery besteht aus mehreren kleineren Teilen.

Damit wir in der verbleibenden Adventszeit, zwischen den Jahren

und im neuen Jahr nicht immer nur in unserem stillen Kämmerlein

sitzen müssen, empfehle ich eine stabile Unterlage (zum Beispiel ein

festes Stück Pappe, eventuell mit einer Klappe zum Schutz) zu basteln.

So können Sie die Arbeit überall hin mitnehmen.

Ein 8-armiges Ornament

Bei unserem Mystery wird es ein größeres Teil geben,

das der Mittelpunkt des Projekts sein kann, aber nicht

muss! Es könnte auch mehr oben, mehr unten oder ganz

woanders sitzen. Das entscheidet jeder selbst, aber erst

später. Um dieses größere Teil kümmern wir uns jetzt.

Es soll ein Mandala werden oder ein symmetrisch aufgebautes

Ornament. Um zu zeigen, wie das funktioniert,

spielen wir die Arbeitsweise an einem 8-armigen Mandala

durch. Egal, ob das dann vielleicht auch einmal mehr ein

Oval wird, bitte bleiben Sie bei der Zahl 8! Alle unsere geschnittenen

Papierteile sind weiß, deshalb macht es jetzt Sinn, als

Untergrund einen unifarbenen Stoff zu nehmen. Der Stoff wird auf

einen Karton gelegt, umgeschlagen und mit Klebeband fixiert. Jetzt

können Sie alles problemlos mit sich herumtragen. Man weiß nie,

wo und wann einen die Muse küsst.

1. Die Farbe des Untergrundes ist, wie bereits erwähnt, egal, etwas

Neutrales würde ich vorschlagen. Welchen Hintergrund Sie später

nehmen, muss jetzt nicht entschieden werden. Wir arbeiten jetzt erst

einmal alle Einzelteile und wählen dann den passenden Hintergrundstoff

dafür aus.

Ich habe mich hier für ein Mandala mit einer Größe von zirka 40 x

40 cm entschieden. Mit vier zirka 40 cm langen Wollfäden habe ich

mir ein Gerüst aus zwei Kreuzen auf dem Untergrundstoff markiert.

Die Fadenenden werden mit Klebestreifen fixiert.

PIAS TIPP

Um die einzelnen Teile besser hin- und herschieben zu können,

ist es hilfreich, die auseinandergefalteten Teile mit Backpapier

glatt zu bügeln.

2. Mit dieser Kombination habe

ich angefangen.

Das untere Teil der Eistüte auseinandergefaltet.

Das obere Teil der Eistüte auseinandergefaltet.

Das obere Teil in vier Teile geschnitten.

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Porträt rEgINa V. BENsoN

Im Einklang mit der Natur

Die in Colorado lebende Textilkünstlerin Regina V. Benson entwirft und fertigt textile Arbeiten an, die an

Wänden und Decken zu schweben scheinen. Mit ihrer aktuellen Installation möchte sie auf die immer

schlimmeren Waldbränden in ihrer neuen Heimat aufmerksam machen.

Fotos: John Bonath

Aufbau der Installation „Burning Monoliths“ für die Ausstellung „Catching Fire“. Hier wurden alle elf Monolithen gezeigt.

„Die Idee zu meiner Installation „Catching fire“ entstand

nach den furchtbaren Waldbränden, die hier in Colorado

immer öfter wüten. Auch ich war davon persönlich betroffen.

„Catching fire“ – das sind elf Monolithen, jeder knapp

drei Meter hoch. Jeder präsentiert sich in einem anderen

Grad der Entzündung. Im Inneren jedes Monolithen sind

unterschiedlich pulsierende Lichter installiert, die den

Feuereffekt zum Leben entfachen.

Der ganz speziell gefärbte Stoff für die Oberfläche der Monolithen

unterstützt diesen Effekt zusätzlich. Insgesamt 120

Meter eines reinweißen Stoffes habe ich dafür verwendet.

Zunächst wurde der Stoff auf Schnee und Felsplatten ausgelegt.

Dann habe ich ihn gefärbt, entfärbt, bemalt und

teilweise mit Brandlöchern versehen und anschließend

zerschnitten und wieder zusammengenäht. Jetzt hoffe ich

sehr, dass die Besucher sich eine Vorstellung davon machen

können, wie es sich anfühlt, mitten in einem brennenden

Wad zu stehen. Nur die enorme Hitze kann ich leider

nicht mit in diese Installation einbeziehen.

baltic seaside, 112 x 112 x 10 cm

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WORKSHOP

Workshop Entfärben im Schnee

Die sogenannte „Nass in Nass“ Technik, bei welcher der Maler flüssige Farbe auf nasses Papier aufträgt

– sicher jedem bekannt, der sich schon einmal mit der Aquarellmalerei beschäftigt hat – habe ich hier für mein

Entfärben im Schnee adaptiert. Mit der „Nass in Nass“ Technik entstehen dank des freien Farbflusses und des

sogenannten Dochteffektes dynamische Muster. Das Entfärben von bereits gefärbtem Stoff auf Schnee bietet

mir die Möglichkeit, das Gleiche zu tun, nur eben in umgekehrter Reihenfolge.

Ich lege meinen zuvor gefärbten Stoff direkt auf den Schnee. Dann

besprühe ich den Stoff immer wieder mit heißer Entfärberlösung.

Der darunterliegende Schnee schmilzt und das Schmelzwasser

wird vom Stoff aufgesogen. So entstehen einzigartige Muster auf

dem Stoff.

Oftmals bin ich einen ganzen Tag mit dem doch recht anstrengenden

Prozess des Entfärbens beschäftigt. Meist lasse ich den Stoff dann

noch bis zum Einbruch der Nacht auf dem Schnee liegen. Unser

Grundstück grenzt an offenes Feld, so kann es schon manchmal vorkommen,

dass in den frühen Abendstunden neugierige Tiere mein

Tagwerk begutachten.

Das schneebedeckte Feld hinter meinem Haus bietet mir genug Fläche,

um auch mehrere Meter Stoff zu bearbeiten, die ich für meine

großen Installationen benötige. Der schmelzende Schnee sorgt auch

hier dafür, dass die Farbe auf der Oberfläche zu beeindruckenden

Mustern verlaufen kann.

Der entfärbte Stoff bereit zur Weiterverarbeitung.

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WORKSHOP

Workshop Färben mit Rost

Mein sogenannter Rostgarten. Über die Jahre habe ich mir eine

Sammlung von großen und kleinen Stücken an verrostetem Metall

angelegt. Ich lagere sie alle draußen zwischen meinen Irisstauden.

Da liegen sie geschützt und können weiter vor sich hin rosten.

Es ist schon eine große Herausforderung, den Stoff in einer feuchten

Umgebung in ständigem festen Kontakt mit den verrosteten Metallteilen

zu halten, gerade wenn man wiederholende Muster auf langen

Stoffbahnen mit Rost färben möchte. Mein Mann hat mir diese Kiste

aus Holz gebaut. Hier kann ich meinen Stoff aufgespannt von Kante

zu Kante wie eine Ziehharmonika gefaltet einlegen. Zwischen die einzelnen

Lagen lege ich kontrolliert kleine verrostete Objekte wie Nägel

und Draht zu Mustern aus. Anschließend besprühe ich jede Lage

mit einer Mischung aus Essig und Wasser und versiegle die Kiste

mehrere Tage lang mit einer Plastikfolie. So bleibt alles schön feucht

und der Rost kann sich in Ruhe auf den Stoff übertragen.

Meiner Meinung nach erziele ich die besten Muster, je einfacher die

verwendeten verrosteten Teile sind. Am liebsten verwende ich für

das Färben mit Rost ganz einfache, unterschiedlich gebogene Nägel

oder Drahtstücke.

Das Endergebnis, hier frisch aus meiner Rostkiste, ein Stück Seidenorganza.

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Einkaufen, staunen &

selbst kreativ werden ...

30. 4.

– 2. 5.

2021

Karlsruhe

ADELWELT

Die internationale Veranstaltung für HANDARBEITEN

The international Event for NEEDLECRAFT

HOCHKLASSIGE

INTERNATIONALE

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- Andrea Glittenberg-Pollier

- Béatrice Bueche

- Britta Ankenbauer

- Brunhilde Scheidmeir und

Jude Kingshott

- Das Quilt Kollektiv

- die alküns

- Dörte-Ina Liebing

- Dominique Leleux-Hardy

- Gabriele Schultz-Herzberger und

Klaus Herzberger

- Hilde van Schaardenburg

- Ingrid Alteneder

- Marianne Seelbach

- Modern Quilt Guild

- Monika Neumann und Heike Rüeck

- Paola Zanda

- Patchwork Gilde Deutschland e.V.

- Patchworkgruppe Karlsruhe

- Pia Lenhardt

- Quilt around the World

- Renate Kämmer

- TeXperanto

- TeXperiment

- tex21

- Trudy Kleinstein

… und weitere.

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Öffnungszeiten: Freitag & Samstag 10.00 – 18.00 Uhr

Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr

Kartenvorverkauf unter: tickets.nadel-welt.de

Immer aktuell informiert: www.facebook.com/NADELWELT

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Veranstaltet von:

PARTNER Medien Verlags- und Beteiligungs GmbH

PARTNER MedienWerkstatt UG (haftungsbeschränkt)

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3D-Quilt vOn RutH Ann BERRy

3D-Quilt Floated

Fotos: Windborne Studios, Inc.; INSTRUCTIONAL PHOTOGRAPHY, Estefany Gonzalez von C&T Publishing, Inc. Zeichnungen: Mary E. Flynn

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PorTräT Sarah NiShiura

Traditionelle Techniken

modern interpretiert

Die einzigartigen Quilts von Sarah Nishiura werden aus recycelter Baumwolle nach eigenen, abstrakten,

geometrischen Entwürfen gefertigt und anschließend von Hand gequiltet.

Fotos: Adam Milton

white blue yellow, 85 x 86 Inch

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Projekt von Anke WeChsung

Call of the Wild

Kaleidoskop-Quilts – in den USA „One Block Wonder“ genannt – faszinieren mich immer wieder. Gerne

verwendet man hierfür großgemusterte Stoffe, die im Detail gar nicht so wirklich hübsch sein müssen,

sondern durch ihre Farben überzeugen. Manchmal ist es aber auch der Stoff selbst, der so begeistert,

dass man ihn gerne in den Quilt integrieren möchte. Fragt sich aber oft nur wie? Ein Unterfangen,

das nicht ganz einfach ist, da die 60° Kaleidoskopblöcke schwer im Vorwege zu berechnen sind.

Wie also vorgehen? Das möchte Ihnen Anke Wechsung hier vorstellen.

Foto: Mirjam Anselm, Zeichnungen: Anke Wechsung

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Porträt Mary Mccauley

Die, die immer beschäftigt werden muss

Diesen Spitznamen bekam die amerikanische Textilkünstlerin Mary McCauley schon in jungen Jahren von

ihre Familie verpasst. Heute noch genauso rührig wie damals, fertigt sie beindruckende textile 3D-Objekte.

Wie es dazu kam, berichtet sie uns hier.

Foto: Gregory Case

self portrait as pottery, 35 x 38 x 38 cm

Schon als kleines Mädchen stand mir bei uns zu Hause alles erdenkliche

Bastelmaterial zur freien Verfügung. Stundenlang konnte

ich mich mit Stift und Papier, Knete und Wachsmalstiften beschäftigen.

Ich lernte das Stricken bereits sehr früh, dann Häkeln

und anschließend auch Nähen. Als ich etwas älter wurde, nähte ich

mir meine Kleidung selbst und fertigte Kostüme für unsere Theatergruppe.

Mein Lieblingsfach in der Schule war Kunst, hier bekam

ich oft Extraaufgaben, um mich zu beschäftigen. Ich durfte Poster

oder Pinnwände für den Unterricht gestalten. Ich war immer am

Malen, zeichnete Comics, oder an der Töpferscheibe zu finden,

deshalb wunderte es niemanden, dass ich als Studienfach Kunst

belegte. Mein erster Kunstprofessor und ich hatten leider keinen

guten Start, ich wechselte das Fach und machte schließlich mein

Examen in kognitiver Psychologie. Nach meinem Studium war ich

immer gut beschäftigt, ich arbeitete in einem großen Unternehmen

und musste mich ebenfalls um unsere zwei kleinen Mädchen

kümmern. Ich hatte kaum Zeit (oder Energie), mich mit Kunst zu

beschäftigen. Ich sorgte jedoch stets dafür, dass auch meinen Kindern

immer ausreichend Bastelmaterial zur Verfügung stand. Zudem

nähte ich noch immer als freiwilliger Helfer die Kostüme für

die Theatergruppe der Schule.

Erst nach meiner vorzeitigen Pensionierung war Kunst wieder

mehr als nur eine angenehme Beschäftigung im Hintergrund – etwas,

was mich bei Laune hielt. Die Kinder waren aus dem Haus, ich musste

nicht mehr zur Arbeit gehen und plötzlich war ich im Paradies

angekommen. Ich belegte Kunstkurse und Workshops, absolvierte

eine Ausbildung für botanische Illustration an der School of Botanical

Art and Illustration des Botanischen Gartens in Denver. Aktuell

belege ich dort einen weiterführenden Kurs, den ich dann hoffentlich

bald mit einer Diplomarbeit abschließen werde.

Neben der Kunst fühlte ich mich immer schon sehr zur Natur

hingezogen. Ich bin mit Campingausflügen und Gartenarbeit aufgewachsen

und immer umgeben von den verschiedensten Haustieren.

Später, als ich dann nach Kalifornien gezogen bin, waren lange

Wanderungen durch die beeindruckenden Mammutwälder und

entlang der kalifornischen Küste für mich wie der Himmel auf Erden.

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Porträt Mary Mccauley

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nen soll. Meine Erfahrungen der letzten Zeit waren, dass Quiltshows weniger Interesse

zeigten, Museen aber schon.

Ich werde daran arbeiten, denn ich hatte vor Kurzem in einem Glückskeks folgende

Botschaft: „Wenn deine Träume dir keine Angst machen, sind sie nicht groß genug“.

Daraufhin habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich meine Arbeit ernst genug nehme.

Trete ich auf der Stelle, sollte ich mich in eine andere Richtung orientieren? Auf jeden

Fall arbeite ich im Moment daran, einen meiner größten Träume wahr werden zu

lassen. Ich nähe an einem „Wearable Art“ Teil, das ich bei der internationalen Ausschreibung

der “World of Wearableart“, einer großen Veranstaltung in Neuseeland,

einreichen möchte. Es wird ein Ganzkörperanzug. Ich verwende dafür Materialien,

Techniken und Formen, die ich zuvor noch nie benutzt habe. Alles weit außerhalb

meiner sonstigen Komfortzone und alles auf einmal. Ich habe schreckliche Angst,

bin aber gleichzeitig noch nie so glücklich mit meiner Arbeit gewesen. Wenn ich

dann noch angenommen werde, geht mein allergrößter Traum in Erfüllung. Ich werde

berichten.

Wenn Sie nun auch einmal ein dreidimensionales

Projekt nähen möchten, empfehle ich für den

Anfang eine Schachtel, diese einfach flach auseinanderfalten

und schon hat man das passende

Schnittmuster. Zu diesem Thema habe ich ein gut

bebildertes Workshopbuch verfasst. “Fabric and

Form: Quilted Pop Ups” . Hier finden Sie Anleitungen,

angefangen vom Papiermodell, bis hin zum

fertigen Modell.

Zu beziehen über meine Website:

www.mccauleyart.com

PARTNER Medien Verlagsund

Beteiligungs GmbH

Hefte bestellen unter

www.partnermedienstore.de

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Projekt von ursel josefs-kirschbauM

Mosaik

Für diesen modernen Quilt wurden die wunderschönen Oakshott Fabrics verwendet. Dank einer

raffinerten Verschnitt-Technik macht Experimentieren an der Designwand großen Spaß und das

Nähen geht leicht von der Hand.

Foto: Mirjam Anselm, Zeichnungen Ursel Josefs-Kirschbaum

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Porträt Paola Zanda

Von der Baumrinde zu abstrakten Formen

Paola Zanda arbeitet sehr akribisch und färbt für ein perfektes Ergebnis sogar ihre Stoffe selbst.

Fotos: Paolo Zanda

The Devil, 152 x 193 cm

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Mein LiebLingsquiLt

Mein Lieblingsquilt

Vor einiger Zeit hatten wir dazu aufgerufen, dass Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch die Möglichkeit bekommen,

Ihren Lieblingsquilt in der Patchwork Professional einmal vorzustellen. Diesmal möchte Frau Edith

Bieri-Hanselmann uns ihren Favoriten zeigen.

Wenn auch Sie Ihren Lieblingsquilt in der Patchwork Professional einmal präsentieren möchten, melden Sie

sich einfach bei uns: Redaktion Patchwork Professional, Leserforum, Backesstraße 12, 65795 Hattersheim,

oder per E-Mail an: Leserforum@partner-medienwerkstatt.de

Foto: Edith Bieri-Hanselmann

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IntervIew ShoShI rImer

Die Arbeit mit Stoffen und Fäden

bringt Freude und Farbe in unser Leben

So das Motto der israelischen Quilterin Shoshi Rimer

mona Liza from the galilee, 120 x 120 cm

Bei Ausgrabungen in Tzipori kamen Teile eines

prächtigen Mosaiks zum Vorschein, das als eines

der qualitativ hochwertigsten seiner Art gilt, die

jemals in Israel erstellt wurden. Ich war von diesem

Werk fasziniert und wählte das Motiv aus,

um die Figur der Frau darzustellen. Nie werden

wir ihre Identität erfahren.

info Flow, 60 x 90 cm

Die Medien heutzutage machen den Begriff der

Zeit bedeutungslos. Alle Gefühle, Botschaften

und Informationen werden sofort durch verschiedene

Emojis weitergegeben. Zeit läuft so schnell,

wie Sand in einer Sanduhr und schafft eine neue

und sofortige Art der Kommunikation.

erzählen sie uns, wie haben sie ihren weg als Künstlerin gefunden? wie haben

sie ihre Leidenschaft zur Textilkunst entdeckt?

Seit ich denken kann, interessiere ich mich schon für Handarbeit und Kunst im allgemeinen.

Früher habe ich gestrickt, gewebt und mit 3D-Elementen gearbeitet. Mit dem

Quilten kam ich erstmals 1995 während meines Studiums am „Itzuvim” – Combined

Art College in Berührung. Der Kurs, der sich auf traditionelle Techniken konzentrierte,

führte mich in die jahrhundertealten Grundlagen des Quiltens ein und hat mich seither

nicht mehr losgelassen.

wo finden sie ihre inspirationen und wie wählen sie die Themen ihrer werke aus?

Können sie uns etwas über die entstehung eines ihrer Kunstwerke erzählen?

Für mich ist das Quilten eine sich ständig weiterentwickelnde Kunstform, die unendlich

viele kreative Möglichkeiten und Ideen bietet. Die Inspiration für meine Quilts hat

vielerlei Quellen. Es kann die Natur sein, ein Ausdruck, eine Farbe oder einfach nur

ein Wort. Für jedes Projekt, das ich für eine Ausstellung anfertige, recherchiere ich zunächst

ein wenig über das Thema und dann sammle ich eine Menge Fotos darüber,

die mir helfen, die erste Skizze für die neue Arbeit zu zeichnen. Nehmen Sie zum

Beispiel meinen Quilt mit dem Titel „Homeland”. Die israelische Quiltgilde kündigte

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STicKvliES-SchulE – TEil 02

Das kleine Einmaleins der Stickvliese – Teil 02

In unserer letzten Ausgabe (PP-06-2020) haben wir ausführlich über die Stickvliese zum Wegreißen und

Ausschneiden, sowie über wasserlösliche Folien und Vliese berichtet. Heute wollen wir uns mit weiteren

Hilfsmitteln beschäftigen, die für ein perfektes Ergebnis beim Maschinensticken eingesetzt werden können.

Doppelseitige permanente Klebefolie zum Aufbügeln

Diese Bügelfolie ist zum dauerhaften Kleben an Kanten, Rändern und Säumen sowie Applikationen, Aufnähern und Emblemen geeignet.

Den Grundstoff vor der Anwendung abbügeln, die Stoffappretur verdampft, wodurch eine dauerhaftere Fixierung ermöglicht wird. Die volle

Klebekraft ist nach 48 Stunden erreicht. Sie ist auch nach dem Waschen vorhanden (Feinwäsche bis 40 Grad geeignet), löst sich also nicht auf.

Anwendung beim beschichten von stick mustern

zum beispiel für Aufnäher/ embleme

1. Das Motiv auf einen festen Stickgrund sticken.

2. Anschließend das Stickmuster knappkantig an

der Außenkontur ausschneiden und von links bügeln,

damit Folie darauf anschließend besser haften

kann.

3. Die Klebefolie (hier BsN) etwas größer als das

Stickmotiv zuschneiden und auf die Rückseite des

Stickmusters mit dem Bügeleisen (2 Pkt.) ungefähr

20 – 25 Sekunden ohne Dampf aufbügeln. Als Unterlage

wird Back- oder Silikonpapier verwendet.

Noch im warmen Zustand das Schutzpapier abziehen.

1 2

4. Der überschauende Kleber wird auf die linke

Stoffseite gestrichen.

Den so vorbereitete Aufnäher auf den gewünschten

Untergrund legen und aufbügeln.

3 4

Anwendung bei der Verarbeitung mit dem Plotter

Für das Ausschneiden mit dem Plotter ist diese

Folie perfekt, da die Klebeseite sehr glatt

ist und besonders gut auf der Schneidematte

haftet.

Fotos und Stickmuster: Nähwelt Flach

5 6

5. Die linke Stoffseite auf die Folienseite legen.

Zum Fixieren mit dem Bügeleisen (2 Pkt.) ca.

20 – 25 Sekunden ohne Dampf fest aufdrücken.

Das Schutzpapier abziehen und mit der Seite

vom Kleber auf die Schneidematte legen und

blasenfrei aufdrücken.

6. Nach dem Plotten das vorbereitete Motiv

auf den gewünschten Untergrund legen, aufbügeln

und wenn gewünscht mit der Näh- bzw.

Stickmaschine weiter verarbeiten.

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Projekt von AngelikA Steinböck

Fliegender Wechsel

Dieser elegant-verträumte Wandbehang besticht durch seine klare Linienführung und die unterschiedlichen

Oberflächenstrukturen, die durch das Raw-Edge-Appliqué und die verschiedenartigen antiken Knöpfe

entstehen. Viel Material brauchen Sie nicht und auch die Vorbereitungen und das Nähen sind schnell

bewältigt. Ein wenig Sorgfalt ist geboten, damit die kontrastierenden Streifen und die Blume sauber und

akkurat ausgerichtet sind. Das Aufnähen der Knöpfe können Sie dann ganz entspannt auf dem Sofa erledigen.

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Quilthouse Purgstall

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DAs Quilthouse in PurgstAll

Das Quilthouse in Purgstall

Hoffentlich dauert es nicht mehr allzu lange, um wieder unbeschwert

reisen zu können. Eine Reise, die sich sicher lohnt, auch als

Abstecher auf der Fahrt in den Urlaub, ist das ausgezeichnet geführte

und liebevoll ausgestaltete Quiltgeschäft von Angelika Steinböck.

35 km südlich der A1, der Autobahn, die Wien mit Linz und Salzburg

verbindet, liegt Purgstall. Dort, im Mostviertel, dem Teil von Niederösterreich,

der sich zu den östlichen Ausläufern der Alpen hinstreckt,

findet man das Quilthouse. Schon seit über 16 Jahren bezaubert Angelika

Steinböck mit ihrer zuvorkommenden und freundlichen Art,

genauso wie mit ihrem sicheren Geschmack, sowohl bei der Auswahl

ihres breit gefächerten Stoffangebots, als auch bei der Gestaltung

der Ladenräume und des großen Kurs- und Ausstellungsraums.

Schon der barrierefreie Eingang zur Kirchenstraße, die übrigens

auch zahlreiche kostenlose Parkplätze bietet, lädt Quilterinnen und

Quilter ein, die ca. 130 m² zu erkunden, die sich hinter der Ladentür

auftun. Meist sind hier im Freien auch schon ein bis zwei Quilts

zu bewundern, die Angelika Steinböck mutig der Witterung und der

mehr oder weniger guten Erziehung der Vorbeilaufenden aussetzt.

Die Stoffe decken ein sehr breites Spektrum ab, von Basics bzw.

falschen Unis, über englisch anmutende Rosenstoffe, bis hin zu extravaganten

Mustern in kräftigen Farben, ist alles geboten. Batikstoffe

stehen genauso in den Regalen, wie Stoffe von bekannten DesignerInnen

und StoffherstellerInnen.

Werfen Sie auch immer einen vorsichtigen Blick hinter die beiden

Zuschneidetische! Dort verstecken sich nämlich die neu angekommenen

Stoffe, die noch keinen Platz in den Regalen gefunden haben.

Auf eine höfliche Anfrage hin kann man in der Regel – wenn der

Verkaufspreis schon kalkuliert ist – auch schon das eine oder andere

Stück ergattern.

Neben den Stoffen bleiben im Quilthouse Purgstall auch beim Zubehör

und Vlieseinlagen keine Wünsche offen. Sehr glücklich werden

alle begeisterten TaschennäherInnen sein. Sie können in einer fast

unüberschaubaren Menge an Taschenhenkeln, Verschlusshaken,

Karabinern, Gurtbändern in allen erdenklichen Farben, Korkstoffen

mit unterschiedlichen Mustern und Designs schwelgen und noch

vieles mehr.

Angebot

Insgesamt findet man im Quilthouse ca. 1.500 verschiedene Stoffe

und das sowohl auf Ballen, als auch als fertige Halbmeter- und Fat-

Quarter-Zuschnitte. Bei der Mehrzahl der Stoffe handelt es sich um

„klassische“ Patchworkstoffe, aber auch um Jerseystoffe und festere

Stoffqualitäten, z.B. für Taschen und Dekoprojekte.

Kurse

Das vielseitige Kursangebot, das leider wegen der Pandemie ausgesetzt

werden musste, hofft Frau Steinböck bald wieder in gewohnter

Vielfalt anbieten zu können. Ein wichtiger Schwerpunkt sind hier

alle Arten von Taschennähkursen. Neben Bekleidungsnähkursen

sind auch Technik- und Projektkurse für AnfängerInnen und für

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VORSCHAu

Ausgabe 02/2021 erscheint am 13. Februar 2021

1

2 3

4

1. Timna Tarr

Alle Neuigkeiten direkt aus dem Studio der amerikanischen Quilterin.

2. Mj Kinman

Wenn es mit dem dicken Klunker zu Weihnachten wieder nicht

klappen sollte, nähen wir uns einfach einen.

3. Ruler around

Regina Klaus stellt ein neue Modell vor und zeigt wie es gelingt,

exakte Kreise zu quilten.

4. Alicja Kozłowska

Die polnische Künstlerin verwandelt alltägliche Gegenstände

zu einzigartig textilen Objekten.

5. Linda Anderson

Bei ihren Arbeiten muss man wirklich zweimal hinsehen,

ob es nicht doch ein Foto ist.

5

Verkaufsstelle in Ihrer Nähe finden:

www.mykiosk.com

Auf dem Laufenden bleiben unter

Facebook: facebook.com/vernadelt

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Änderungen vorbehalten

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www.nadel-welt.de

ADELWELT

Die internationale Veranstaltung für HAnDArbEiTEn

The international event for nEEDLECrAFT

Karlsruhe

30.4. – 2.5.

2021

Friedrichshafen

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2021

Verkauf – Workshops

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Veranstaltet von:

PARTNER Medien Verlags- und Beteiligungs GmbH / PARTNER MedienWerkstatt UG (haftungsbeschränkt)

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