Alpine Technologien 2020

VerlagMediaRadius

Kostenloses

Exemplar

I.R.

MAGAZIN

FÜR DIE EUROPAREGION TIROL

Nr. 5

Dezember 2020

www.mediaradius.it

Poste Italiane S.P.A. - Sped. - A.P. - 70% - CNS Bolzano - Einzelnummer 2€ - Unzustellbare Exemplare an Absender zurück. Der Absender verpflichtet sich die Portospesen zu tragen. TASSA PAGATA/TAX PERCUE. Zweimonatlich

Alpine

Technologien


2

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KÖNIG

LAURIN

1.740 m - 2.337 m

Neu ab

Dezember

2020


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3

Danke!

Das Jahr 2020 wurde von einem historischen Ereignis geprägt.

Wir arbeiteten von zu Hause aus und unter schwierigen Bedingungen,

trotzdem gelang es uns mit großer Entschlossenheit alle Neuanlagen fertigzustellen.

Ein Dankeschön geht an unsere Mitarbeiter, an die Betreibergesellschaften

und an alle, die an unseren Projekten mitgearbeitet haben,

denn nur dank ihnen wird, trotz Allem, ein jeder Traum Realität.

doppelmayr.com


INHALT & IMPRESSUM

6

16

Impressum

Herausgeber: Athesia Druck GmbH, Bozen,

Eintrag LG Bozen

Nr. 26/01, am 27.11.2001

Chefredakteur: Franz Wimmer

Produktion/Redaktion: Magdalena Pöder

Verkaufsleitung/Koordination:

dott. Marita Wimmer

Redaktion: Franz Wimmer,

Dr. Nicole D. Steiner, Cvetina Kaneva, Elisabeth

Stampfer, dott. Marita Wimmer,

Werbung/Verkauf: Michael Gartner, Alois

Niklaus, Helene Ratschiller, Patrick Zöschg

Verwaltung: Weinbergweg 7

39100 Bozen | Tel. 0471 081 561

info@mediaradius.it | www.mediaradius.it

Fotos: Dolomiten-Archiv, shutterstock,

verschiedene Privat-, Firmen- und

Online-Archive sowie Verkaufsunterlagen.

Fotos Titelseite: Carezza Dolomites,

Moosmair GmbH, Studio Schlotthauer

Matthiessen und Leitner Gruppe

Konzept und Abwicklung:

MediaContact Eppan

Grafik/Layout: Achim March, Elisa Wierer

Lektorat: Magdalena Pöder

Produktion: Athesia Druck Bozen

www.athesiadruck.com

Vertrieb: Als „Dolomiten“-Beilage und

im Postversand

Druckauflage: 23.000 Stück

Preis: Einzelpreis 2 Euro, A+D: 2,60 Euro

Inhalt

Aktuell

6 Nachhaltiges Mobilitätskonzept

unterm Rosengarten

8 König Laurin und die

„unsichtbare Bergstation“

18 Olang 1+2:

Ein starkes Zeichen für die ganze Region

31 Leichtigkeit und Transparenz:

Bauen mit Glas und Metall

36 Wiederaufbau der Stettiner Hütte

43 Speicherbecken Rienz:

Das modernste Kleinskigebiet

47 Schutz vor Naturgefahren

52 Partschins: Neue Sammelstelle

für die Trinkwasseraufbereitung

54 Schwemmalm:

Gut gerüstet für den Winter

55 Speikboden:

Modernste Technik für die Piste

56 St. Valentin: Trinkwasserversorgung

auf dem neuesten Stand

58 Helmjet Sexten:

Aufstieg in die Champions League

62 Eine große logistische Herausforderung …

Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung

für die Inhalte der Werbeseiten, PR-Seiten und

der angeführten Webseiten.

47


INHALT & IMPRESSUM

EDITORIAL

18

Info-PR

14 Pichler Projects GmbH, Bozen

16 Karl Wieser OHG, Sand in Taufers

30 IN-Metall GmbH, Meran

32 Leitner-Gruppe, Sterzing

34 Moosmair GmbH, St. Martin in Passeier

48 Niederstätter AG, Bozen

49 Karl Wieser OHG, Sand in Taufers

5 1 WPK Südtirol GmbH, Vintl

66 NICOM Securalarm GmbH, Bozen

Rubriken

64 Portrait: Daniela Niederstätter

66 Gesundheit: Natürliche Immun-Booster

68 Bunte Meldungen

25

64

34

Wir bleiben unserer Philosophie

treu und berichten auch

in dieser Situation positives

über die Südtiroler Wirtschaft.

Die Kompetenz der heimischen

Unternehmen in Sachen alpiner

Technologien und das Knowhow

zur Abwicklung hochalpiner

Baustellen sind weltweit

anerkannt.

Einen neuen Stellenwert

bekommt die Architektur.

Mit dem Aufsehen erregenden

Projekt der Carezza AG,

in Kooperation mit Architekt

Werner Tscholl, wird wohl

ein neues Kapitel – in Sachen

(unsichtbarer) Architektur – im

sensiblen hochalpinen Bereich,

aufgeschlagen. Man kann davon

ausgehen, dass diese Anlage

zahlreiche Besuche von Architekten

und „Seilbahnern“ aus

ganz Europa verzeichnen kann.

In zahlreichen Skigebiete wird

den Sommer über in mehr

Qualität investiert. Besonders

investitionsfreudig zeigten sich

auch die Bergbahnen in Olang

und Sexten, mit neuen Umlaufbahnen

zum Gipfel ihrer

Hausberge. Neueste Seilbahnen-

Technologie verbunden mit

maximalem Fahrkomfort für die

Gäste und einer entsprechenden

Förderleistung zeichnen beide

Anlagen aus.

Wann immer sie beginnt – aus

technologischer Sicht steht

einem guten Start und einer

ebenso guten Saison 2020/21

nichts mehr im Wege.

36


Franz Wimmer


6

AKTUELL

Nachhaltiges Mobilitätskonzept unterm

Begonnen hat es schon mit dem

Bau der neuen Umlaufbahn von

Welschnofen zur Frommeralm

im Jahr 2013. Dieses Jahr wurde

neben dem Bau der König Laurin-

Kabinenbahn 1 und 2 auch der

Sessellift Tschein nach unten bis

zur Moseralm verlängert. Den

Schluss bildet dann nächstes Jahr

die Pendelbahn von Tiers zur

Frommeralm.

Das Gebiet am Fuße des Rosengartens

ist dann von Südtiroler Seite

aus über Tiers und von Welschnofen

aus autofrei erreichbar. Damit wird

neben einer weiteren Optimierung für

den Skibetrieb auch für den Sommer

ein neues, zeitgemäßes Angebot erreicht.

Auch kann dadurch eine weitere

alte Liftanlage, der Babylift Moseralm

abgebaut werden. Dazu Florian Eisath,

Geschäftsführer von Carezza Dolomites:

„Unsere Vision besteht darin,

das Hochplateau unterm Rosengarten

autofrei erlebbar zu machen. So kann

man künftig von Welschnofen mit der

Kabinenbahn starten und umweltfreundlich

zu Fuß, mit dem Rad oder

mit den Bahnen bis zum Karer See und

wieder retour wandern oder Rad fahren.

Auch vom Karer See aus erreicht

man in 20 Minuten Fußweg die Talstation

des Sesselliftes Tschein neben der


AKTUELL

7

Rosengarten

Moseralm. Dieser stellt wiederum die wird ab Weihnachten 2020 barrierefrei

Verbindung zur neuen König-Laurin- möglich sein. Dank der Neuinvestition

in eine moderne Aufstiegsanlage

Bahn bis zur Kölner Hütte her.

Das Gebiet am Fuße des Rosengartens können alle Personen ohne Einschränkungen

das einzigartige Panorama am

wehrt sich vehement gegen unnötigen

Energieverbrauch – der Umwelt und Rosengarten erleben. Carezza Dolomites

engagiert sich schon seit Jahren

den zahlreichen Pistenfans im Winter

und den Wanderern im Sommer zuliebe.

Ab der Landeshauptstadt mit um-

im Herbst 2019 dem Klimaneutrali-

für nachhaltigen Tourismus und ist

weltfreundlichen STUDIO Verkehrsmitteln ASSOCIATO di-rekt zum Felsen Dott. des Michele Rosengartens, Nobile; das Dott. bewusstes Lorenzo und Cadrobbi verantwortungsvol-

BÜROGEMEINSCHAFT

tätsbündnis 2025 beigetreten. „Durch

Dott. Stefano Paternoster; Dott. Claudio Valle

STUDIO ASSOCIATO - BÜROGEMEINSCHAFT

Dott. Michele Nobile; Dott. Lorenzo Cadrobbi

Dott. Stefano Paternoster; Dott. Claudio Valle

les Wirtschaften ist es das Ziel, ein

zukunftsweisendes und nachhaltiges

Bergerlebnisangebot ganzjährig zu

etablieren und als Impulsgeber für

die Region und andere Unternehmen

zu agieren. Gerade in der derzeitigen

Krise ist es wichtig, positive Signale zu

setzen und nachhaltiges Wirtschaften

in den Vordergrund zu rücken“, betont

Florian Eisath. Weitere Informationen

Bolzano, via Kravogl 18

Bozen, Kravoglstraße 18

Tel. 0471/202125 fax

0471/051037

unter www.carezza.it

Bolzano, via Kravogl 18

Bozen, Kravoglstraße Email: info@geologiaeambien

18

Tel. 0471/202125 fax

0471/051037

Email: info@geologiaeambiente.it

STUDIO ASSOCIATO - BÜROGEMEINSCHAFT

Dott. Michele Nobile; Dott. Lorenzo Cadrobbi

Dott. Stefano Paternoster; Dott. Claudio Valle

Bolzano, via Kravogel 18

Bozen, Kravogelstraße 18

Bolzano, via Kravogl 18

Bozen, Tel. Kravoglstraße 0471/20212518

Tel. 0471/202125 Fax 0471/051037 fax

0471/051037 E-mail: info@geologiaeambiente.it

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König Laurin und die „unsichtbare“

Das erste Bahnprojekt des renommierten Südtiroler

Architekten Werner Tscholl – die Realisierung der 10er-

Kabinenumlaufbahn König Laurin Sektion 1 und 2 am Fuße

des Rosengartens – sorgt schon seit Baubeginn im Mai für

Aufsehen. Und das in höchst positivem Sinn.

Die insgesamt 1.807 Meter lange Bahn mit Mittelstation

ersetzt die zwei Sessellifte Laurin II und Laurin III und

bringt die Fahrgäste künftig bequem und wettersicher in 6,5

Minuten 560 Höhenmeter nach oben direkt an den Felsen des

Rosengartens zur Kölner Hütte auf 2.337 Metern.

Werner Tscholl, der in erster Linie für die Gestaltung der

Bergstation verantwortlich zeichnet, wollte von Anfang an in

dieser delikaten und exponierten Lage keine rein technische

Struktur einer Seilbahnstation in herkömmlicher Form in

die Landschaft setzen. Die Bergstation liegt unmittelbar im

Blickfeld des Rosengartens. Die vorher bestehende Ansammlung

vorhandener Strukturen mit der Sesselliftstation, der

Kölner Hütte und der Laurins Lounge ist laut Tscholl dem

wunderbaren Panorama ohnehin nicht zuträglich. Angelehnt

an die sagenumwobenen unterirdischen Paläste vom Zwerg

König Laurin entstand die Idee der unsichtbaren Bergstation.

Möglichst wenig sichtbare Einfügung in die Umgebung galt als

oberste Priorität bei der Planung. „Bergstationen, also Konstruktionen,

die aus purer Technik, Kunststoff und Glashauben

bestehen, sind Gebilde, die hier oben nichts zu suchen

haben. Alles, was Technik ist, muss verschwinden, sodass

die Seilbahnstation selbst nicht mehr sichtbar ist“, so Italiens

Architekt des Jahres 2016, Werner Tscholl.

Alpine Baustellen als Herausforderung …

… für Planer und Firmen gleichermaßen. Atmosphärische

Bedingungen stellen auf 2.337 Metern Höhe bei Bauprojekten

eine große Herausforderung dar: Es kann stürmen, es

kann schneien oder regnen. Davon betroffen sind besonders

die Baufirma Zelger sowie die Liftbaufirma Doppelmayr und

deren Mitarbeiter. Dem Zufall wurde hier oben nichts überlassen:

Von der Aufzeichnung über die Ausschreibung bis hin

Containerdienst

Recycling

I-39056 Welschnofen - Dolomitenstraße 35

Tel. + Fax 0471 610015 - info@ebrgmbh.com

Tiefbau


Bergstation

9

Foto © Rendergraph Architekt Tscholl Foto © Rendergraph Architekt Tscholl

zur Entscheidung, mit welchen Materialien und mit welchen

Firmen gebaut wird – und es kamen noch viele Schritte dazu.

Es ist es ein Prozess, der mittlerweile seit über einem Jahr

andauert. Zu beachten sind auch jede Menge Details, die man

am Ende gar nicht sieht. Daher legt Tscholl eine Vielzahl von

Grundrissen und Schnitten an, damit auch sicher alles passt.

Und wie es sich herausgestellt hat – es hat gepasst.

Höhlenartige Ein- und Ausgänge für Gondel- und Skifahrer

Die Bergstation ist als eigenständiges architektonisches Objekt

nicht sichtbar. Nur die Ein- und Ausfahrtshöhlen, durch welche

die Kabinen in die unterirdisch angelegte Station ein- und

ausfahren, sowie der Zugangstunnel für Wanderer und Skifahrer

sind als sichtbare Zeichen in den Hang eingeschnitten.

Von hier kann der Skifahrer direkt auf die Skipiste ausfahren

bzw. können die Wanderer auf die bestehenden Wanderwege

gelangen. Eine Rolltreppe führt direkt von der Ankunftsebene

auf die Ebene der Laurins Lounge und stellt somit einen Bezug

zur Laurinsage her, die Skifahrer und Wanderer kommen im

unterirdischen Palast von König Laurin am Rosengarten an.

Gemäß der Sage, wonach „Vergessen sind heute die Zugänge zu

König Laurins verzaubertem Reiche, versunken seine Tore, verloren

ihre Schlüssel, […] „aber einmal wird alles von Kindern

und Sängern wiedergefunden und erschlossen werden“. Kinder

und Sänger waren hier nicht am Werk; dafür aber ein Architekt,

der es mit einem bisher einmaligen Projekt versucht hat, so

behutsam wie möglich in König Laurins Reich einzudringen.

Ein besonderes Erlebnis für künftige Besucher

Die Wanderer und Skifahrer, die zukünftig nach Carezza kommen,

erwartet auf jeden Fall ein mystisches Erlebnis: Kommen

sie mit der Kabinenbahn an der Bergstation an, gelangen die

Besucher in eine Höhle, die durch besondere Lichtinstallationen

Laurins unterirdischem Kristallpalast nachempfunden ist.

Der Star sei aber weiterhin die Natur, betont Tscholl. Nicht

die Architektur stehe im Vordergrund, sondern die imposante

Kulisse der Dolomiten. Damit alle Gäste unter den Felsen des

Rosengartens die Aussicht entsprechend genießen können, wird

Seilbahntechnik Ingenieur

(+39) 347 9941030

massimo@ingcalderara.it

Neubruchweg 13C

I - 39100 Bozen


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Foto © Rendergraph Architekt Tscholl

vor der Laurins Lounge eine dem Gebäudeverlauf folgende Terrasse

angelegt, welche sich zu einem Aussichtspunkt erweitert,

indem das ehemalige Podest des Sessellifts integriert wird.

Die 10er-Gondelumlaufbahn von Doppelmayr

Die neue Kabinenbahn – bestehend aus zwei miteinander

verbundenen Abschnitten, ersetzt zwei veraltete fix geklemmte

Sessellifte und erreicht direkt die Kölner Hütte.

Zur sensiblen Planung der Gesamtanlage passen die in der

isoliert gelegenen Mittelstation positionierten Motoren vom

Typ Doppelmayr Direct Drive. Aufgrund fehlender Getriebe

und Schmiermittel sind sie besonders leise und umweltfreundlich.

Bei den 58 Kabinen handelt es sich um Kabinen des Typs

Omega V, schwarz glänzend und mit gepolsterten Sitzbänken.

Einmal die Kabine betreten, kann der Fahrgast ohne Umstieg

die Fahrt bis in die Bergstation genießen.

Carezza Dolomites

Karerseestraße 21A | 39056 Welschnofen

Tel. +39 0471 614139

info@carezza.it | www.carezza.it

Technische Daten

Sektion Laurin 1

Antriebsstation: am Berg

Höhenunterschied zwischen den beiden Stationen: 253,40 Meter

Geneigte Gesamtlänge: 868,97 Meter

Maximale Förderleistung: 1.800 (2.400) Personen pro Stunde

Maximale Fahrgeschwindigkeit: 6,0 m/s

Förderseildurchmesser: 50 Millimeter

Leistung des Hauptantriebes: 630 kW

Anzahl der Stützen: 10

Sektion Laurin 2

Antriebsstation mit Spanneinrichtung: im Tal

Umkehrstation: am Berg

Höhenunterschied zwischen den beiden Stationen: 313,10 Meter

Geneigte Gesamtlänge: 945,98 Meter

Maximale Förderleistung: 1.800 (2.400) Personen pro Stunde

Förderseildurchmesser: 50 Millimeter

Leistung des Hauptantriebes: 630 kW

Anzahl der Stützen: 7


11

„Eine außergewöhnliche, innovative Anlage …

… die es sicher in unser Doppelmayr-Magazin schaffen

wird“, davon ist Georg Gufler, Geschäftsführer von Doppelmayr

Italia überzeugt. Das Magazin präsentiert die weltweit

interessantesten Doppelmayr-Projekte.

Radius: Was macht die Anlage so außergewöhnlich?

Georg Gufler: Zum einen die Lage unter dem Rosengarten

neben dem Schlern, dem 2.Südtiroler Wahrzeichen, zum

anderen das Gesamtkonzept und die Zusammenarbeit mit

einem so renommierten Architekten wie Werner Tscholl.

Radius: Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem

Architekten Tscholl?

G. Gufler: Ich würde sagen ausgezeichnet. Die technischen

Vorgaben dieser 10er-Kabinenbahn waren dem Architekten

bekannt; darüber hinaus konnten wir zusammen mit der

Baufirma Zelger schon die eine oder andere Idee von Werner

Tscholl mit übernehmen und verwirklichen.

Radius: Gab es eine „unsichtbare Bergstation“ mit einer höhlenartigen

Ein- und Ausfahrt schon einmal bei Doppelmayr?

G. Gufler: In dieser Form für eine 10er-Kabinenbahn meines

Wissens nicht.

Radius: Was waren die besonderen Kriterien

von der Planung bis zur Montage?

G. Gufler: Für die Planung ist vom

Auftraggeber, der Familie Eisath, sehr

viel Vorarbeit geleistet worden. Ein

besonderes Kriterium war die möglichst

begrenzte Ein- und Ausfahrt in

der Bergstation und die darin integrierte

„letzte“ Stütze vor der Einfahrt.

Georg Gufler,

Geschäftsführer

Doppelmayr Italien

Radius: Die Montagearbeiten verliefen ohne

Zwischenfall, die Kollaudierung läuft derzeit?

G. Gufler: Ja, es gab keinerlei Probleme für unsere Monteure,

wir sind voll im Zeitplan. Die technische Abnahme der Anlage

ist für die Kalenderwoche 50 geplant.

Radius: Sind weitere Projekte in Zusammenarbeit mit dem

Architekten Tscholl von eurer Seite aus vorstellbar?

G. Gufler: Selbstverständlich, nicht nur vorstellbar, sondern

auch interessant! Die Doppelmayr-Technologie – nicht nur

bei Bahnen in den Bergen, mit besonderen architektonischen

Lösungen von Werner Tscholl zu verbinden – verspricht interessante

Lösungen.

WIR DANKEN FÜR DAS VERTRAUEN UND WÜNSCHEN DER LATEMAR KARERSEE GMBH VIEL ERFOLG

WIR BAUEN MIT MENSCHEN FÜR MENSCHEN, TERMIN- UND QUALITÄTSGERECHT


12

„Es war ein ganz besonderes Abenteuer …

… noch größer als ich es mir vorgestellt habe, und zwar für

alle Beteiligten“, so Architekt Werner Tscholl über seinen

ersten Auftrag im Bereich der Seilbahnen.

Radius: Haben Sie sich bisher mit Seilbahnprojekten beschäftigt.

Wie ist die Vorgeschichte zu diesem Auftrag?

Werner Tscholl: Das liegt schon Jahre zurück und betrifft

die alpinen Skulpturen an der Timmelsjochstraße;;

mein erste Erfahrung in diesen Bereich. Maria

Gufler aus Passeier, die Frau von Florian Eisath,

war damals Gemeindereferentin in Moos und

begleitete dieses Projekt. Als ich von ihr zum

König-Laurin-Projekt kontaktiert wurde, war

ich sofort Feuer und Flamme dafür.

Radius: Was hat sie daran am meisten begeistert?

W. Tscholl: Im diesem hochalpinen Umfeld, wo jede

Spitze, jeder Turm mit einem Mythos behaftet ist, im

sagenumwobenen Reich von König Laurin, mit den

unterirdischen Glaspalästen, tätig zu sein, das war eine neue

Dimension. Die Dolomitensagen samt der König-Laurin-Sage

kannte ich natürlich, aber nach der ersten Besichtigung als Architekt

sieht man dieses Reich dann mit ganz anderen Augen.

Werner Tscholl,

Architekt

Radius: Wie war die Zusammenarbeit mit Doppelmayr und

der Baufirma Zelger?

W. Tscholl: Die technischen Vorgaben waren seitens der

Firma Doppelmayr ohnehin gegeben. Die Baufirma Zelger,

mit der bautechnischen Seite der unterirdischen Bergstation,

war da schon mehr gefordert.

Radius: Gab es im Laufe der Bauarbeiten und dem

extremen Umfeld Änderungen?

W. Tscholl: Vom Gesamtkonzept gab es keine

Änderungen, allerdings gab es situationsbedingte

Änderungen, denn der Berg hat uns

einigen Wiederstand entgegengebracht; der

Fels war nicht so perfekt wie wir angenommen

hatten. Dazu die extremen Wetterbedingungen

des heurigen Sommers, sie machten das Ganze

unglaublich schwierig – speziell für die Baufirma

eine Riesenherausforderung.

Radius: Wie oft sind Sie als Bauleiter auf der Baustelle?

W. Tscholl: Einmal pro Woche, und wenn es mich zusätzlich

braucht, auch öfter. Mein Stellvertreter, Baumeister Albert Zelger,

und Vorarbeiter Thomas Pichler kennen auch jedes Detail.

Radius: Der Familie Eisath, so nehme ich an, war bewusst,

dass Werner Tscholl etwas ganz Besonderes planen würde?

W. Tscholl: Für mich war es von vornherein klar, in diese

großartige Bergwelt kein architektonisches Denkmal zu

setzten, sondern mich dem Mythos des Zwergenreiches und

der unterirdischen Paläste anzupassen, und demnach die

Bergstation ebenfalls in den Berg hineinzubauen. Mit der

Kölner Hütte und der König-Laurin-Lounge gab es ohnehin

schon zwei Fremdkörper in diesem sensiblen Gelände.

Radius: Wäre der Glasturm ein Fremdkörper gewesen?

W. Tscholl: Architektur ist immer ein Fremdkörper, es geht

darum, dass so was richtig gemacht wird, es geht um die

Qualität. Auch die Kölner Hütte war in ihrer ursprünglichen

Bauweise und Größe passend.

Radius: Was imponiert Sie am meisten am ganzen Projekt?

W. Tscholl: Das Gesamtkonzept inklusive der künftigen

Pendelbahn von Tiers zur Frommeralm. Damit verbunden

der enorme finanzielle und persönliche Einsatz der Latemar

Karersee GmbH mit der Familie Eisath an der Spitze. Sie

hätten es sich mit einer x-beliebigen Berg- und Talstation

einfach machen können. Denn auch bei der Pendelbahn von

Tiers herauf wird man nach Fertigstellung die Tal- und Bergstation

oberirdisch vergeblich suchen. Wir nehmen uns von

der Natur den Platz zum Bauen und geben ihn dann wieder

zurück. Kein Denkmal, das sich ein Architekt setzt, sondern

ein klares Understatement.

Eine ganz neue Art als nachahmenswertes Beispiel im sensiblen,

hochalpinen Bereich zu bauen, ohne eine nach außen

sichtbare architektonische Handschrift zu hinterlassen.

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13

Vom Skilift zur sanften Ganzjahresmobilität

Florian Eisath bestritt im März 2018 in Aare sein letztes

Weltcuprennen und beendete mit einem 10. Platz

im Riesentorlauf seine Skikarriere, um sich

fortan in Vollzeit um die Weiterentwicklung

des Ganzjahresski- und -wandergebietes

Carezza Dolomites zu kümmern. Zehn

Jahre vorher, im Winter 2007/08 übernahm

Florians Vater Georg Eisath die Latemar Karersee

GmbH mit damals elf Liftanlagen und

startete sogleich mit der Modernisierung der

Anlagen unterm Rosengarten.

Radius: Die erste Frage noch an den ehemaligen

Rennläufer. Spitzensport ist eine harte Schule. Was

war Ihr größter Erfolg, und was können Sie aus dieser Zeit

mitnehmen?

Florian Eisath: Der größte Erfolg war zweifellos der 3. Platz

bei Weltcup Riesentorlauf 2016 auf der Gran Risa in Alta

Badia. Was man aus dem Spitzensport mitnehmen kann –

sich zu behaupten, konsequentes Handeln, Durchhaltevermögen

und die Freude auf jede neue Herausforderung.

Radius: Mit welcher Motivation sind Sie in ihre neue Aufgabe

als Bergbahnunternehmer gestartet?

F. Eisath: Die Motivation war und ist einer historisch sehr

beliebten Destination und den nächstgelegenen Punkt in den

Dolomiten, von der Landeshauptstadt Bozen aus gesehen,

wieder zum ursprünglichen Glanz zu verhelfen. Den nicht

so einfachen Weg, welchen mein Vater vor zehn Jahren

begonnen hat, mit Energie und Elan fortzuführen und dabei

zukunftsweisende Akzente zu setzen: so wie aktuell mit dem

Bau der beiden König-Laurin-Bahnen und der Verlängerung

des Sesselliftes Tschein. 50 Jahre nach der ersten Bahnverbindung

zur Kölner Hütte sind die neuen Bahnen nicht nur

ein klassischer Lift, sondern eröffnen ein neues Kapitel eines

sanften Tourismus unterm Rosengarten.

Radius: Sanfter Tourismus, wie können wir das verstehen?

F. Eisath: Durch die neu entstehende Mittelstation am Tscheiner

Berg und die Inbetriebnahme des Sesselliftes Tschein auch

im Sommer kann man künftig von Welschnofen aus in kürzester

Zeit zu Fuß und mit den Bahnen den Karer See erreichen,

zur Kölner Hütte aufsteigen, weiter zur Paolinahütte wandern

und mit dem Paolinasessellift nach Karersee gelangen. Das

gesamte Hochplateau unterm Rosengarten wird autofrei

erlebbar gemacht. Auch für all jene, die gerne mit dem Mountainbike

unterwegs sind, tun sich ganz neue Runden auf.

Florian Eisath,

Geschäftsführer

Carezza Dolomites

Radius: Konnten die Bauarbeiten plangemäß abgewickelt

werden?

F. Eisath: Aufgrund der Besonderheit des Projektes sind bei

den beteiligten Firmen und Personen ungeahnte Kräfte frei

geworden. Dafür möchte ich mich herzlichst bei allen bedanken.

Die Voraussetzungen durch die Corona-Pandemie,

der viele Regen im Sommer und der frühe Wintereinbruch

im September haben die Arbeit speziell

an der auf 2.337 Meter hohen Bergstation zu

einer Mammutaufgabe gemacht. Das schöne

Wetter im November ist uns schlussendlich

noch entgegengekommen, sodass wir mit den

neuen Anlagen pünktlich in Betrieb gehen

können. Wir konnten weiters im heurigen

Sommer fünf alte Lifte abtragen und somit die

Modernisierung der Anlagen in Carezza Dolomites

abschließen. In nur zwölf Jahren wurden

nahezu alle Anlagen im Gebiet erneuert. Die

König-Laurin-Bahnen mit „unsichtbarer“ Bergstation

stellen die Krönung dieses Prozesses dar.

Radius: Ein ganz besonderes, ein wahres „Leuchtturmprojekt“

für Südtirol …

F. Eisath: Es ist eine große Herausforderung, die Modernisierung

der Anlagen voranzutreiben, wohl wissend, dass wir

in einem sensiblen Gebiet am Fuße des Rosengartens und

Latemars operieren. Der Rosengarten ist einer der schönsten

Dolomitenbergstöcke, von der Landeshauptstadt Bozen aus

sichtbar und zählt zu einem der Symbolberge Südtirols. Es

ist uns ein großes Anliegen, jede Entscheidung hinsichtlich

der Nachhaltigkeitskriterien zu prüfen. Wir sind als erstes

privat geführtes Bergbahnunternehmen dem Klimaneutralitätsbündnis

2025 beigetreten, weil wir uns der großen –

auch sozialen – Verantwortung bewusst sind. Es gilt die

Natur zu schützen, aber zeitgleich auch erlebbar zu machen,

da viele Familien und Betriebe, welche am Berg arbeiten

und leben, hier ihren Lebensunterhalt verdienen.

Baustart im Mai 2020: Architekt Werner Tscholl (links) und

Florian Eisath (rechts) verschaffen sich einen ersten Überblick

über die Situation vor Ort an der Bergstation.


14

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Foto © Kleinwalsertal Bergbahnen AG Oberstdorf

Ein Partner. Viele Kompetenzen.

PICHLER Projects konnte auch in diesem Jahr an einigen

spannenden Seilbahnprojekten mitarbeiten. Die Projektbeteiligten

schätzen die Zuverlässigkeit, Professionalität

und Leidenschaft, mit der die Mitarbeiter von PICHLER dabei

sind. Vor allem aber haben die Projektbeteiligten mit

PICHLER einen Ansprechpartner für viele Kompetenzen

wie Stahl- und Fassadenbau, technisches Büro, Projektund

Baustellenmanagement.

Das Jahr 2020 ist für alle ein besonderes Jahr, denn Termine

wurden ständig verschoben, Projektabläufe häufig

geändert, und viele Prozesse konnten nur schwer geplant

werden. In Zeiten wie diesen zeigt sich aber mehr denn je,

welche Partner besonderen Einsatz zeigen, flexibel reagieren

und Leistung bringen.

Söllereckbahn

Das Söllereck in Oberstdorf soll als führender Ganzjahres-

und Familienberg im Allgäu bis 2022 weiter ausgebaut

werden. PICHLER Projects durfte heuer für die Kleinwalsertaler

Bergbahn AG bei der neuen Söllereckbahn an der Tal-,

Mittel- und Bergstation bauen.

Die Bergbahn AG machte das Beste aus den Einschränkungen

des Liftbetriebs während der Corona-Krise und nutzte die

Zeit, um bereits Ende April – und damit zwei Monate früher

als geplant – mit den Bauarbeiten zu starten. Die alte 6er-

Gondelbahn von 1997 wurde durch eine moderne, barrierefreie

10er-Kabinenbahn ersetzt. PICHLER Projects hat für

die neue Bahn insgesamt fast 190 Tonnen Stahlstrukturen

produziert, geliefert und montiert. Der größte und wichtigste

Teil davon wurde an der Talstation verbaut mit 70 Tonnen

für die Seilbahnhalle, 23 Tonnen für die Überdachung des

Kassabereichs und 25 Tonnen für die oben genannte neue

Fußgängerbrücke. An der Mittelstation wurden 10 Tonnen

für die Seilbahnstation und 50 Tonnen für die Gondelgarage

verbaut. Dort können die 71 Kabinen untergebracht werden.

Die 415 Quadratmeter große Halle wurde auf drei Seiten mit

einer Pilkington-Profilitverglasung versehen, die den Gästen

einen faszinierenden Einblick in die Technik ermöglicht. An

der Bergstation wurden 10 Tonnen für das Kommandogebäude

der neuen Seilbahn verbaut. Die Arbeiten konnten

trotz der speziellen Umstände im Jahr 2020 Ende November

abgeschlossen werden, und die neue Bahn soll in der zweiten

Dezemberwoche in Betrieb gehen.


Foto © Bergbahnen AG Wagrain

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Flying Mozart

Mit der Erneuerung der Flying-Mozart-Gondelbahn in der

Wintersaison 2021/22 in Wagrain setzt das Snow Space Salzburg

als Premium-Skigebiet neue Maßstäbe in punkto Komfort

und Förderleistung. Im nächsten Jahr wird als Ersatz

für die 31 Jahre alte Kabinenbahn von der Bergbahnen AG

Wagrain eine moderne und leistungsstarke Einseilumlaufbahn

mit 10er-Kabinen errichtet, geplant von der Johannes

Hasenauer Technisches Büro GmbH. Das Herzstück der

Bahn bildet die neue zum Teil unterirdische Mittelstation,

sie ermöglicht künftig einen Zugang auf demselben Niveau

zur G-Link Pendelbahn, die das Grießenkar mit dem

Grafenberg verbindet. PICHLER Projects wird genau bei

dieser Mittelstation insgesamt 240 Tonnen Stahlstrukturen

verbauen. Außerdem werden für die Frontansicht der Mittelstation

circa 500 Quadratmeter Pfosten-Riegel-Fassade

verbaut, hinzukommen diverse Fenster, Türen, Sektionaltore

und eine automatische Schiebetür. Derzeit werden die dafür

notwendigen Pläne im technischen Büro von PICHLER

Projects erarbeitet. Beginn der Ausführung mit den Baumeisterarbeiten

wird voraussichtlich April 2021 sein, und

die Montage der Stahlstrukturen und der Fassadenelemente

ist zwischen August und November 2021 geplant. Die neue

Gondelbahn soll im Dezember 2021 eröffnet werden. Die

Flying-Mozart-Bahn wird die 970 Höhenmeter auf das

Grießenkareck in weniger als 11 Minuten überwinden und

bis zu 4.000 Gäste pro Stunde bergwärts befördern, somit

gehören Wartezeiten an der Tal- und Mittelstation endgültig

der Vergangenheit an.

PICHLER Projects GmbH

Edisonstraße 15 | 39100 Bozen

Tel. 0471 065 000

info@pichler.pro | www.pichler.pro

Foto © AlexFilz


16

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Eine Traumspur durch den Wald

„Pilat“ war eine Skipiste in St. Ulrich/Gröden, die mehr als

ein Vierteljahrhundert im Dornröschenschlaf lag. Jetzt

erweckt sie das Tief- und Hochbauunternehmen Wieser

wieder zu Leben und verbindet die höchstgelegene Alm

Europas, die Seiser Alm, wieder mit dem Grödner Tal.

Jahre sind eine lange Zeit. Und 25 Jahre lang etwas

25 nicht zu können, was man gerne möchte, muss schon

fast eine Qual sein. So ist es vielen Skifahrern in Gröden

ergangen. 25 Jahre keine Talabfahrt von der Seiser Alm hinunter

nach St. Ulrich. Eine bittere Pille.

Die gute alte „Pilat“, sie galt fast schon als berüchtigt. Oft

schmal und kurvenreich, immer durch den Wald, teilweise

kaum vier Meter breit, und „schieben“ musste man auch.

An manchen Stellen hatte man die Piste mühselig mit einer

Bretterkonstruktion unterfüttert, um sie so wenigstens ein

bisschen zu verbreitern. Wer da verkantete, musste hoffen,

dass ein rudimentärer Maschendrahtzaun den Sturz milderte.

Irgendwann, vor mehr als einem Vierteljahrhundert, wurde

die Abfahrt dann geschlossen. Nur die Skitourengeher hatten

dort im stillen Aufstieg noch ihre Freude.

Ein Werk der Superlative

2019 im September fuhr dann schweres Gerät hinauf zur Seiser

Alm. Der Neubau der Pilat begann. Die Grödner Macher,

allesamt erfahren im Dolomiti Superski, dem größten Skiverbund

der Welt, hatten das Unternehmen Wieser Tief- und

Hochbau aus Sand in Taufers beauftragt, diese traditionsreiche

Abfahrt wieder attraktiv zu gestalten. Da fanden die richtigen

Partner zueinander. Die Grödner wollen beste Qualität, und

die Wieser OHG ist für ihren Pistenbau weit über die Grenzen

des Landes hinaus bekannt. Inzwischen lassen sich längst mehr

als nur Konturen erkennen. Wenn die Pilat-Abfahrt dann im

Winter 2021/22 für den Skibetrieb offen sein wird, ist das

Ganze schon rein bautechnisch ein Werk der Superlative. Da

wurden zunächst bewehrte Erden für die Skipistenverbreiterung

im Ausmaß von 20.000 Quadratmeter Sichtfläche

errichtet, aufgrund der geologischen Vorkommnisse zum Teil

auf Mikropfählen gegründet. In den acht bestehenden Bachquerungen

wurde mittels ortstypischer Zyklopensteine ein

neues Gerinne ausgebildet. Die gesamten Erdbewegungsarbeiten

spielten sich auf einer Fläche von insgesamt fünf Hektar

ab. Schon dies sind imponierende Leistungen binnen eines

Jahres. Im Anschluss wurden umfangreiche Felssicherungsarbeiten

entlang der Skipiste

durchgeführt und im Laufe des

Spätsommers ein unterirdischer

Wasserspeicher mit 5.000 Kubikmeter

Fassungsvermögen,

Pumpstation, Elektroräumen,

Kühltürmen sowie eine Skipistenunterführung

unterhalb der

Bergstation Mont Sëuc realisiert.

Rund fünf Kilometer messen die

neuen Beschneiungsleitungen Franz Wieser, Firmeninhaber

hin zu den 55 Schneelanzen,

welche Schneesicherheit auf

der gesamten Strecke garantieren,

während auf einer Länge

von viereinhalb Kilometern

moderne Sicherheitszäune für

die Sicherheit der Skifahrer

sorgen.

An der breitesten Passage misst

die Abfahrt nun fast 40 Meter,

an ihrer schmalsten Stelle Kurt Niederkofler, Projektleiter

fahrbare acht Meter Breite. So

gelang es, eine rote, familienfreundliche Abfahrt bis ins Tal

zu errichten und parallel dazu als „Sahnehäubchen“ eine

schwarze Variantepiste. „Diese Piste gehört zu den aufwendigsten,

die wir in unserem Unternehmen je realisiert haben“,

erklärt Franz Wieser. Vielleicht wird die „Pilat“ ja bald wieder

legendär, vielleicht wird sie auch eine der schönsten Waldabfahrten

Südtirols. 30, manchmal sogar über 40 Mitarbeiter

von Franz Wieser und den Partnern haben sich jedenfalls alle

Mühe gegeben, dass es so werden könnte.


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50.000 + 400 + 5 + 130 +1050 =

Die Formel im Skigebiet Speikboden

Im Skigebiet Speikboden im Tauferer-Ahrntal wurde ein

ambitionierter 4-Jahres-Plan umgesetzt. Maßgeblich

daran beteiligt war das Unternehmen Wieser Tief- und

Hochbau.

Wasser, das den Berg hinauffließt? Klingt zwar gut, gibt es

aber leider noch nicht naturgegeben. Also hat die Firma

Wieser Tief- und Hochbau wieder einmal einen Speichersee

gebaut – in 2.200 Meter Höhe. Das ist für das Pustertaler

Unternehmen aus Sand in Taufers fast schon Routine, national

wie international. Doch diesmal geschah es direkt vor der

eigenen Haustür, im Skigebiet Speikboden, im Ahrntal, gleich

hinter der trutzigen Burg Taufers. Mit Speicherseen ist das

so eine Sache. Das muss man können. Und Wieser kann das.

Das haben die Mitarbeiter mit ihren wuchtigen Maschinen

oft genug bewiesen. So entstand am Fuße des Kleinen Nock

ein See mit einem Fassungsvermögen von 50.000 Kubikmetern

– immerhin genug, um eine ordentliche Menge technisch

erzeugten Schnee im Skigebiet zu verbreiten.

In nur hundert Stunden

Doch dieser See war nur der Auftakt eines ambitionierten

4-Jahres-Planes. Denn wer Wasser aus einem See schaffen

will, muss pumpen. Kraftvoll pumpen. Also wurden alle

Pumpstationen ausgebaut. Die speisen heute über ein ebenfalls

erneuertes Netz aus Stich- und Füllleitungen insgesamt 130

Schneekanonen. 400 Liter Wasser in der Sekunde lassen nun

weißes Gold regnen. Das ist das 13-Fache im Vergleich zu

2016 und doch kein Gigantismus. „Am Speikboden ist man

heute in der Lage, bei optimalen Witterungsverhältnissen, alle

Pisten des Skigebietes in rund hundert Stunden vollständig zu

beschneien“, erklärt Franz Wieser. Speichersee, Pumpstationen,

fast fünf Kilometer Leitungen, viele neue Schneekanonen.

„Für uns hat sich daraus zwingend ein weiterer Schritt

ergeben, wir mussten und wollten die Piste hinunter ins Tal

neu anlegen“, sagt Martin Unterweger,

der Geschäftsführer der Speikboden

AG. Wieder rückten Bagger

und schweres Gerät an. Doch es

ist imponierend, wenn das, was so

grob beginnt, in einen sanften, fast

liebevollen Prozess des Modellierens

übergeht. Wenn riesige Greifarme sanfte

Wellen generieren, über die später mit

einem „Juchizer“ Skifahrer ins Tal

carven.

Die neue „Michl“-Abfahrt

Andreas Kaiser,

Projektleiter

1.050 Höhenmeter coole Piste, Spaß und Genuss zwischen

Berg- und Talstation – das ist die neue „Michl“-Piste am

Speikboden. Nicht mehr „schwarz“ wie früher, sondern nun

„rot“ und ohne die Straße, die man zuvor oft mit stockendem

Atem überqueren musste. Wenn man von ganz oben, von

der Sonnklarhütte in 2.400 Meter Höhe, startet, fährt man

bemerkenswerterweise die Abfahrt mit dem größten Höhenunterschied

Südtirols bis hinunter ins Ahrntal. „Diese Piste

ist etwas ganz Besonderes, ich hoffe, dass sie bald eingeweiht

werden kann“, sagt Franz Wieser, stolz darauf, im Heimatdorf

so etwas realisiert zu haben.

Taufererstraße 4 | 39032 Sand in Taufers | Tel. 0474 659 001 | info@wieser.it | www.wieser.it


18

AKTUELL

Olang 1+2: Ein starkes Zeichen

für die ganze Region

Sie ist innovativ, schnell, komfortabel

und ein architektonisches

Highlight: Die Kabinenbahnen

Olang 1+2 ist die neue Attraktion

am Kronplatz.

Der Kronplatz gehört zu den modernsten

Skigebieten im Alpenraum.

Die Ansprüche der Skigäste haben sich

in den vergangenen Jahrzehnten stark

verändert. Heute erwarten sich viele

nicht nur bestens präparierte Pisten

verschiedener Schwierigkeitsstufen und

ein vielseitiges Rahmen- und Eventprogramm,

sondern auch moderne und

komfortable Aufstiegsanlagen. Dass der


AKTUELL

Foto Foto © © Studio Schlotthauer Matthiessen

19

Kronplatz auch hier mithalten kann,

wurde in den letzten Jahren bewiesen.

Am Kronplatz setzt man unter anderem

verstärkt auf spektakuläre Architektur,

die sich in die Landschaft einfügt. Mit

dem Messner Mountain Museum aus

der Feder der internationalen Stararchitektin

Zaha Hadid und dem Lumen –

Museum für Bergfotografie in der

ehemaligen Bergstation der Kronplatzseilbahn,

hat man neue Maßstäbe gesetzt

und ein neues Publikum begeistert.

Die neuen Kabinenbahnen Olang 1+2,

die im Winter 2020/21 in Betrieb gehen,

fügen sich in diesen Reigen ein.

iPM INGENIEURBÜRO

TECHNISCHE DIENSTLEISTUNGEN FÜR SKIGEBIETE

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20 OL ANG 1+2

Foto © Skirama Kronplatz

Foto © Skirama Kronplatz

„Starbesetzte Architektur

schafft Mehrwert“

Interview mit Andrea del

Frari, Direktor Skirama

Kronplatz über die Strategien

und Ziele, welche mit dem Neubau

der Kabinenbahnen Olang 1+2

erzielt werden wollen.

Radius: Herr del Frari, der Kronplatz

hat in den vergangenen Jahren vor

Andrea del Frari,

Direktor Skirama Kronplatz

allem auch mit architektonischen

Highlights für Schlagzeilen

gesorgt. Welche

Strategie steckt dahinter?

Andrea del Frari: Als Kronplatz

wollen wir uns ganz klar von der

Masse hervorheben. Unsere anspruchsvollen

Kunden suchen heute nicht nur

Aufstiegsanlagen und Pisten. Schon seit

Jahren sind wir daher bemüht, unseren

Gästen und Kunden einen besonderen

Mehrwert zu geben. Ein wichtiger Meilenstein

war 2015 die Eröffnung des

Messner Mountain Museums. Für den

Bau konnten wir keine Geringere als

Stararchitektin Zaha Hadid gewinnen.

Radius: Welche Rolle spielt die Wahl

eines bedeutenden Namens, wie eben

Reinhold Messner, Zaha Hadid oder

Cornelius Schlotthauer für einen Skiberg

wie den Kronplatz?

Die gesamte Inneneinrichtung des Büros

wurde mit hochwertigen Materialien in

bester Qualität ausgeführt.

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OL ANG 1+2

21

Foto © Skirama Kronplatz

Foto © Skirama Kronplatz

A. d. Frari: Es ist wichtig, dass eine

prominente Marke dahintersteht.

Deutlich wird das beim MMM Corones.

Neben dem bekannten Alpinisten

Reinhold Messner macht auch die

Stararchitektin die Kunden neugierig.

So kamen plötzlich auch im Sommer

mehr Besucher auf den Berg. Und das

wollten wir damit bezwecken. Das

Produkt funktioniert. Starbesetzte

Architektur bringt einen Mehrwert

mit sich. Wenn ein weltberühmtes

Architekturbüro am Kronplatz baut,

dann stärkt das auch die Begehrlichkeit

der Marke Kronplatz.

Radius: Fiel deshalb die Wahl wieder

auf ein internationales Architekturbüro?

A. d. Frari: Ja, auf jeden Fall, da die

architektonische Ausschreibung im

Vordergrund stand. Mit Cornelius

Schlotthauer von Schlotthauer-

Matthiesen konnten wir einen tollen

Architekten für das Projekt gewinnen.

Klar ist, auch diese Kabinenbahnen

gehen über die reine Beförderung

hinaus. Architektonisch haben sie eine

Leuchtturmfunktion. Wenn ich heute

am Berg etwas Neues baue, dann sollte

es den Prinzipien der „instagrammability“

folgen. Es muss nicht nur

gut gebaut sein, sondern auch einen

medial-kommunikativen Mehrwert

Ausführung der Spengler- Abdichtungsarbeiten

sowie sämtliche Metallverkleidungen bei der

Tal- Mittel- und Bergstation.

Vielen Dank, dass wir bei diesem

Highlight-Projekt mitwirken durften.

Sandweide 3 · I-39030 Mühlwald (BZ) · T +39 0474 656 270 / M +39 335 833 57 32 · www.prennwerk.com · info@prennwerk.com


22

AKTUELL

Foto © Skirama Kronplatz

bringen. Und ich hoffe, dass uns dies

mit den neuen Kabinenbahnen gelingt.

Radius: Erwartet sich der Gast dieses

Zusatzangebot?

A. d. Frari: Eine exzellent präparierte

Piste oder eine erneuerte Anlage, das

erwartet sich am Kronplatz jeder. Das

bringt keinen Wow-Effekt mehr. Heute

wie damals gilt es, Vorreiter zu sein.

Wir waren vor vielen Jahren das erste

Skigebiet mit einer Kabinenbahn mit beheizten

Ledersitzen. Da haben viele nur

die Köpfe geschüttelt, uns aber brachte

es Aufmerksamkeit und eben diese Vorreiterrolle.

Wir waren auch die ersten

mit kostenlosem WiFi in der Bahn. Und

jetzt setzen wir mit einer Landmark-

Architektur wieder neue Maßstäbe.

Radius: Warum gerade zeitgenössische

Architektur?

A. d. Frari: Das kam mit der Zeit. Die

erste Investition, die abseits von Seilbahn-

bzw. Pisteninfrastruktur getätigt

wurde, war die Friedensglocke Concordia

am Gipfel des Kronplatzes im Jahr

2003. Noch heute kann man beobachten,

dass viele Skigäste um 12 Uhr ihr

Handy zücken und mitfilmen oder gebannt

stehen bleiben, wenn die Glocke

schwingt. Wichtige Schritte waren dann

der Bau des MMM Corones 2015,

2019 schließlich das Lumen Museum

und 2020 die neuen Kabinenbahnen

Olang 1+2. Diese außergewöhnliche

Architektur am Berg strahlt eine besondere

Anziehungskraft für den Kunden

und darüber hinaus aus. Reiseveranstalter

und Journalisten berichten darüber.

So kann sich die Marke Kronplatz von

anderen Skibergen abheben.

Baugeologie

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Foto © Skirama Kronplatz

AKTUELL

23

„Das Auge fährt mit!“

Matthias Prugger, Präsident Olanger

Seilbahnen, über die Notwendigkeit

für eine Erneuerung der Kabinenbahn.

Radius: Wann fiel die Entscheidung

zur neuen Bahn Olang 1+2, und was

war ausschlaggebend?

Matthias Prugger: Im Jahr 2019 entschied

der Verwaltungsrat der Olanger

Seilbahnen, die bestehenden Bahnen

mit einer der schnellsten, innovativsten,

komfortabelsten und sicherlich

architektonisch beeindruckendsten

Aufstiegsanlagen in Alpenraum zu

ersetzen. Die Entscheidung, dafür

auch eine einzigartige Architektur

zu wählen, ist dem Vorzeigeprojekt

MMM Corones am Kronplatz

geschuldet. Auch damals haben wir

keine alltägliche Architektur gewählt.

Die Zahlen der Besucher am Berg, im

Sommer wie im Winter, sind seit der

Eröffnung des Museums gestiegen

und sprechen für sich. Eine herkömmliche

Kabinenbahn hat mittlerweile

ja jedes Skigebiet!

Radius: Warum war eine Erneuerung

notwendig geworden?

M. Prugger: Die Kabinenbahnen

Olang 1+2 wurden 1989, also vor 31

Jahren, errichtet. Sie hat gute Dienste

geleistet, aber sie war einfach nicht

mehr zeitgemäß. Die neuen Kabinen

sind geräumiger und bringen Gäste

schneller und komfortabler auf den

Gipfel.

Radius: Am Berg ist Technik allein

heute nicht mehr genug. Welche Rolle

spielt moderne Architektur am Berg?

Elpo durfte die gesamte Elektroinstallation, Beleuchtung

und Gebäudeautomation in der Tal- und Bergstation ausführen.

Wir bedanken uns herzlich und wünschen viel Erfolg.

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Technik ist unsere

Leidenschaft.

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www.ers.it | ERS info@ers.it GmbH durfte | +39 0474 die gesamte 474179 Elektroinstallation

der Mittelspannungsanlage, die Beleuchtung und

Gebäudeautomation der Mittelstation ausführen.

Wir bedanken uns herzlich und wünschen viel Erfolg.

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Handwerkerzone Aue 9

39030 St.Lorenzen

Tel. 0474 474179

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24 OL ANG 1+2

Foto © Skirama Kronplatz

Foto © Skirama Kronplatz

M. Prugger: Wie bereits

erwähnt spielt Architektur

eine immer

größere Rolle. Der

Kronplatz hat es

vorgemacht mit

dem MMM Corones

von Zaha Hadid

im Jahr 2015, wo ich

Matthias Prugger,

Präsident Olanger Seilbahnen

als Präsident von

Skirama Kronplatz

in der Rolle des Bauherrn beteiligt

war. Man kann heute durchaus „Das

Auge fährt (beim Skifahren) mit!“

sagen.

Radius: Mit welchen

technischen Finessen ist

die neue Aufstiegsanlage

ausgestattet?

M. Prugger: Die Anlage

ist das Modernste, was es

derzeit auf dem Markt gibt.

Die Kabinenbahnen aus dem

Hause Doppelmayr ist eine hoch

technologisch geplante Anlage,

die nicht nur dem Gast

Vorteile bringt. Auch für unsere Mitarbeiter

sind Wartung und Handhabung

der neuen Anlage wesentlich

einfacher.

Radius: Was waren die Herausforderungen

dieses Bauvorhabens? Was hat

besonders gut geklappt?

M. Prugger: Das Projekt wurde sehr

detailliert geplant, und wir hatten das

Glück, mit qualifizierten Südtiroler

Firmen zusammenzuarbeiten, die dieses

große einzigartige Projekt professionell

und termingerecht durchgeführt haben.

Die heimischen Firmen sind gewohnt,

in Höhen von 2.300 Meter und bei

jeder Witterung zu arbeiten. Die größte

Herausforderung war für die Olanger

Seilbahnen AG aber die Entscheidung

im Frühjahr nach dem Lockdown, das

Ausführung der Bauarbeiten

bei der Talstation

Furkelstraße 11 | 39030 Enneberg | Tel. 333 475 140 4 | trebobau@rolmail.net


OL ANG 1+2

25

Foto © Auroport

Foto © Skirama Kronplatz

Projekt durchzuziehen und diese für die

gesamte Region so wichtige Investition

von rund 40 Millionen Euro auf das

Jahr 2021 zu verschieben. Bei dieser

Entscheidung ließ man sich von den

Pionieren am Kronplatz inspirieren die

schon vor über 50 Jahren ein hohes

Risiko eingegangen sind, als sie den ersten

Skilift auf der Olanger Seite gebaut

haben. Mit der Entscheidung im Frühjahr

2020 wollte man auch ein Zeichen

für die ganze Region setzen, positiv in

die Zukunft blicken und gemeinsam

gestärkt wieder durchstarten. Deshalb

bin ich auch stolz und danke dem Verwaltungsrat,

der, ohne zu zögern hinter

dieser schwierigen Entscheidung stand

und dies auch jetzt immer noch tut!

Radius: Was bietet die neue Anlage für

Skifahrerinnen und Skifahrer?

M. Prugger: Die neue Anlage ist eine

der größten 10er-Kabinenbahnen

in Südtirol und im gesamten Alpenraum.

Die 182 Kabinen verfügen

über Sitzheizung, WiFi und Panoramafenster.

Weil die Olanger Piste

eine viel befahrene und beliebte

Piste ist, haben sich an der Tal- und

an der Mittelstation öfters Schlangen

gebildet. Das gehört nun der

Vergangenheit an. Als erste Einseilumlaufbahn

in Italien fahren wir

mit einer Höchstgeschwindigkeit

von 6,5 Meter pro Sekunde. Damit

erreichen wir eine Förderkapazität

von 3.900 Personen pro Stunde. Zum

Vergleich: Die alte Anlage hatte eine

Förderkapazität von 2.160 Personen

pro Stunde und eine Geschwindigkeit

von 5 fünf Meter pro Sekunde. Jetzt

gelangen unsere Skigäste in nur 12

Minuten auf den Gipfel des Kronplatzes

und haben noch mehr Zeit,

die einmaligen Pisten zu genießen!

Wir bedanken uns bei der Olanger Seilbahnen AG für das in uns gesetzte Vertrauen

und wünschen viel Erfolg mit der neuen Aufstiegsanlage.

Entwicklung, Fertigung und Installation der Sondertoranlagen zum wetterfesten

Abschluss der Stationen in anspruchsvollem Design.

AUROPORT TECHNOLOGIE AUS STAHL TRIFFT DESIGN

info@auroport.it • www.auroport.it


26

Foto © Skirama Kronplatz

Foto © Skirama Kronplatz

Bewegung und Transparenz

bei Olang 1+2

Die Seilbahnstationsgebäude der

Olang 1+2 stammen aus der Feder

vom studio schlotthauer matthiessen

architecturemade aus Hamburg. Die

neuen Bauten bestechen mit dem

markanten Dach (Stahlbau überzogen

mit transparenter ETFE-Folie), das wie

eine Welle geformt ist und als Gruß

der Hamburger Elbphilharmonie in

den Dolomiten interpretiert werden

kann: Bewegung und Transparenz sind

die Merkmale des Baus.

Tal-, Mittel- und Bergstation wurden

mit einer neuen Außenhaut ausgestattet.

Die Firma Kargruber-Stoll zeichnete

sich für die Baumeisterarbeiten

an der Bergstation verantwortlich, die

Firma Trebo Bau hingegen für jene an

der Talstation sowie das Bauunternehmen

Gasser Paul für Baumeisterarbeiten

an der Mittelstation. Die gesamten

Abbruch- und Grabungsarbeiten gehen

auf das Konto von Brunner Matthias

& Leiter Paul.

Bei der Tal-, Mittel- und Bergstation

führte die Firma Prennwerk die

Spengler-Abdichtungsarbeiten aus. Die

wellenförmigen Dachkonstruktionen

Foto © Studio Schlotthauer Matthiessen

ST. LORENZEN, Tel. +39 0474 474 063

www.gasserpaul.it

JAHRE

TERRABONA.IT

BAUMEISTERARBEITEN: Kronplatz Seilbahn Mittelstation, Olang


Foto © Skirama Kronplatz

Foto © Skirama Kronplatz

27

wurden von der Stahlbaufirma IN-

Metall aus Meran gefertigt, weitere

Stahlbauarbeiten führte das Unternehmen

Pellegrini aus.

Das Ingenieurbüro IPM erstellte den

gesamten Ausführungsplan und war

zudem für die Sicherheitskoordination,

die Bauleitung und die Statik zuständig,

wobei die Geologische Bauleitung

der Bürogemeinschaft Geo3 oblag.

Studio GM war für die Elektroplanung

verantwortlich, die Firmen Elpo

und ERS führten die Elektroinstallationen

an der Berg- und Talstation

sowie der Mittelstation und Mittelspannung

aus.

Das Unternehmen Auroport Tore &

Haustprem entwickelte, fertigte

und installierte die Sondertoranlage

für den wetterfesten Abschluss der

Stationen. Die Inneneinrichtung der

neuen Büroräumlichkeiten wurde

von der Tischlerei Laner Daniel

gemacht.

Das transparente Dach ermöglicht

einen freien Blick in die offene,

nur vom Himmel begrenzte Berglandschaft

und setzt gleichzeitig die

Technik der Kabinenumlaufbahn ins

Blickfeld. Die pulsierende Seilbahn-

UNSERE LEISTUNGEN:

» Abbau & Abbrucharbeiten

der alten Liftanlage

» Gesamte Erdarbeiten

» Betonarbeiten Linie

» Kranarbeiten

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Brunner Matthias & Leiter Paul OHG | Weißenbach Außertal 27 | 39030 Valle Aurina | Tel. 0474 680 640 | info@brunner-leiter.com


28 OL ANG 1+2

Foto © Skirama Kronplatz

technik, der Schwung der Skifahrer

und die wechselvollen Silhouetten

der Berge wiederholen sich gleichsam

im wellenartigen Auf und Ab

der Dachkonstruktion, die auch von

oben einen packenden Anblick bietet.

Statt das Außen und das Innen voneinander

zu trennen, lassen Dach und

Wände hier beides ineinanderfließen

und miteinander verschmelzen. Für

den Neubau der Aufstiegsanlage hat

sich der Kronplatz die Firma Doppelmayr

Italia GmbH, den Weltmarktführer

im Seilbahnbereich, mit ins

Boot geholt. Damit vereinen sich

zwei Unternehmen, die für Innovation

und Qualität im Seilbahnbereich

stehen.

Technische Daten

Olang 1+2:

Talstation: 1.164 Meter ü.d.M.

Mittelstation: 2.073 Meter ü.d.M.

Bergstation: 2.273 Meter ü.d.M.

Schräge Länge: 4.073 Meter

Höhenunterschied: 1,109 Meter

Anzahl der Fahrzeuge: 182

Anzahl Stützen: 31

Fahrgäste pro Kabine: 10

Maximale Förderleistung: 3.900 P/h

Maximale Fahrgeschwindigkeit: 6,5 m/s

Förderseildurchmesser: 64 Millimeter

AUSFÜHRUNG DER

GESAMTEN STAHLBAUARBEITEN

Projekt Olang I + II

Vielen Dank für Euren Auftrag und viel Erfolg!

Handwerkerzone Rienz 3, I-39034 Toblach (BZ), T +39 0474 972 174, pellegrini.bz.it

STAHLBAU/LASER


AKTUELL

29

Fertigung der wellenförmigen Dachstrukturen der Seilbahnstationsgebäude „Olang I + II“

IN-METALL GmbH-SRL

Sinichbachstrasse / 39012 Meran, Sinich (BZ)

Tel. 0473/24 40 04 / info@in-metall.it

www.in-metall.it


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IN-Metall

Der Schlosserei- und Stahlbaubetrieb IN-Metall aus Sinich

hat sich seit einigen Jahren auf den Stahlbau für den

Membranbau spezialisiert. Heute mischt der Betrieb bei

internationalen Großaufträgen mit. Zuletzt hat IN-Metall

die wellenförmigen Dachstrukturen der Seilbahnstationsgebäude

„Olang I + II“ im Südtiroler Skigebiet Kronplatz

realisiert.

Zwei Gesellschafter und drei Mitarbeiter. Klein, agil,

flexibel: Das ist der Schlosserei- und Stahlbaubetrieb IN-

Metall aus Sinich bei Meran. Gegründet 2004, hat sich der

Betrieb seit 2015 auf den Membranbau – also Stahlbau mit

Membranbau – spezialisiert. Seither tritt IN-Metall in enger

Zusammenarbeit mit dem Membranbauspezialisten Temme //

Obermeier aus Rosenheim auch bei Großbauprojekten in Erscheinung.

Gemeinsam haben die beiden Firmen zuletzt auch

die Überdachungen und die Fassadenelemente aus Stahl und

ETFE-Membran bei der Tal-, Mittel- und Bergstation sowie

beim Kabinenmagazin der Seilbahn Olang I+II umgesetzt. Ein

spannendes Projekt, das Mitte November 2020 fristgerecht

und nach nur sieben Monaten Produktionszeit umgesetzt

wurde. Bereits seit 2015 arbeitet der Betrieb aus Sinich mit

Projektpartnern an internationalen Großprojekten weltweit:

von Holland bis nach Mumbai. Das Projekt Het Gelder Huis

im niederländischen Arnheim, eine Gemeinschaftsarbeit mit

Temme // Obermeier, wurde 2018 sogar mit dem niederländischen

Stahlpreis 2018 ausgezeichnet. Für die Stahlbauer aus

Sinich ein Grund, stolz zu sein. Und auch für das kommende

Jahr konnte ein Großauftrag für ein Wohnbauprojekt in Regensburg

auf Schiene gebracht werden.

Radius: Welche waren die besonderen Herausforderungen

bei der Umsetzung des Projektes Olang I+II?

Andreas Egger: Als kleine Firma, wie wir es sind, beginnt

die erste Hürde schon in der Überzeugung des Kunden. Diesen

müssen wir davon überzeugen, dass wir als kleine Firma

ein so großes Projekt stemmen können. Dann ist natürlich

auch die Planung ein wesentlicher Faktor. Hier haben wir in

den letzten Jahren viel investiert und uns weiterentwickelt.

Dank Daniel Windegger sind wir heute beim Thema 3-D-

Planung gut aufgestellt.

Radius: Den Zuschlag hat ihre Firma zu Beginn 2020 bekommen,

dann musste alles recht rasch gehen, um für diese

Wintersaison schon öffnen zu können.

A. Egger: Ja, wir sind im April mit der Produktion gestartet,

und im Juni waren wir schon bei der Montage. Die Baustellenlogistik

spielt bei solchen Projekten eine besonders große

Rolle. Das Material muss ja erst mit speziellen Lastern auf den

Berg gebracht werden. Aber organisatorisch lief diese Baustelle

einwandfrei, und auch die Zusammenarbeit war da: Das ist

wichtig, damit so etwas in kurzer Zeit realisiert werden kann.

Radius: Worin liegen die Stärken von IN-Metall?

A. Egger: Ich denke, unsere Stärken sind die Genauigkeit in

der Planung und unsere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.

Wir sind ein kleiner Betrieb, verfügen aber über ausgezeichnete

Zulieferer und ein gutes Netzwerk – wo wir in kürzester

Zeit auf eine ganze Reihe von Toparbeitern zurückgreifen

können. Wir können uns für unsere Arbeit begeistern, und unser

Motto ist: Geht nicht, gibt’s nicht. Nach wie vor machen

wir auch kleinere Schlosserarbeiten und arbeiten auf gewöhnlichen

und kleineren Baustellen. Die Entscheidung, immer

wieder aber auch bei außergewöhnlichen Großbauprojekten

mitzuwirken, spornt uns zu Hochleistungen an und fördert

unseren Teamspirit. Dieses Zusammenspiel macht es aus.

IN-Metall GmbH

Sinichbachstraße 38 | 39012 Meran

Tel. 0473 244 004

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AKTUELL

Foto © Casino Bregenz

31

Leichtigkeit und Transparenz:

Bauen mit Glas und Metall

Gebäude müssen heute ästhetisch,

funktional und energetisch sein. Mit

Glas und Stahl sind den Anforderungen

des modernen Bauens kaum

noch Grenzen gesetzt.

Stahl und Glas sind als Werkstoffe

des 21. Jahrhunderts nicht mehr

wegzudenken. Dabei nahm die Stahlarchitektur

ihren Anfang bereits vor über

150 Jahren, als Mitte des 19. Jahrhunderts

die ersten Eisenbrücken und 1850

in London mit dem Crystal Palace die

erste Eisen-Glas-Konstruktion errichtet

wurden. Damit wurde Geschichte

geschrieben und eine Revolution in der

Bautechnik eingeleitet. Bis heute ist die

Innovationskraft des Werkstoffs Stahl

ungebrochen, und Stahl-Glas-Konstruktionen

haben in den vergangenen

Jahrzehnten einen regelrechten Boom

erfahren. Denn wie kaum ein anderes

Material erlauben Stahl und Glas eine

Bauweise im Sinne von Ästhetik und

Modernität und größtmöglicher architektonischer

Freiheit.

Stahlkonstruktionen bieten maximale

Flexibilität in der Planung und

eine vielfältige und ganz individuelle

Formensprache. Mit einem geringen

Eigengewicht, filigraner Optik und

einer hohen Tragfähigkeit ermöglichen

Glas-Stahlkonstruktionen das Überspannen

von großen Weiten ganz ohne

Stützen. Dadurch entstehen offene und

weite Räume, von denen eine beeindruckende

Leichtigkeit ausgeht, die auf

den Menschen eine besondere Faszination

ausübt.

Architektur mit Wow-Effekt

Fast jeder architektonische Entwurf und

jede noch so eigenwillige Form sind

heute dank innovativer Technologien

als Stahl-Glas-Konstruktion fertigbar.

Verschiedenste geometrische Formen

werden in 3-D-Technik geplant und

schließlich umgesetzt. Ob repräsentativer

Firmensitz, Geschäftsstelle oder Eigenheim,

Stahl und Glas machen nicht

nur bei herausragenden Architekturen

mit Wow-Effekt eine gute Figur. Stahl

und Glas sind auch ideal für das Bauen

im Bestand und lassen sich wunderbar

mit anderen Materialien wie Beton

oder Holz kombinieren. Stahl ist nicht

nur vielseitig einsetzbar, er kann auch

verlustfrei recycelt werden, weshalb er

auch den Ansprüchen eines umweltfreundlichen

Bauens gerecht wird.

Metalltreppe von Metalps, Biathlon Antholz

Foto © Rubner Haus

Metall in Perfektion!

Ihr Partner in Sachen

Metall- und Glasbau

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32

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Foto © Freddy Planinschek Costoratta

LEITNER – Erneuerungen

in Italiens Skigebieten

Im bekannten Südtiroler Skigebiet 3 Zinnen Dolomites

wird zuversichtlich nach vorn geschaut und trotz vorzeitiger

Beendigung der Wintersaision 2019/20 kräftig in

die Zukunft investiert. Inmitten der Dolomiten zwischen

Sexten und dem Skiberg Helm konnte LEITNER die neue

Kabinenbahn Helmjet errichten, welche eine 40 Jahre alte

Pendelbahn ersetzt hat.

Die zwei Kilometer lange Anlage überwindet einen

Höhenunterschied von 730 Metern. Dabei

erleben die Passagiere in den Luxuskabinen Symphony

10 samt Lodenpolsterung eine angenehme Fahrt.

Die neue Bahn erzielt eine höhere Transportkapazität,

wodurch lange Wartezeiten an der Talstation nun

der Vergangenheit angehören. In Moos bei Sexten

wurde der alte Tellerlift Bruggerleite durch einen

neuen Schlepplift ersetzt.

In Cortina d’Ampezzo in der Provinz Belluno errichtet

LEITNER die neue 10er-Kabinenbahn Son

dei Prade–Bai de Dones, welche inmitten

der Dolomiten das Tofanemassiv mit

den Cinque Torri am Falzaregopass

verbinden wird. Den Auftrag erhielt

LEITNER von der Provinz Belluno

im Rahmen des von der italienischen

Regierung aufgestellten Infrastrukturinterventionsplans.

Die neue Verbindung

ist langfristig für die touristische

Entwicklung von Cortina wichtig.

Denn damit wird der Grundstein

für eine künftige direkte Verbindung

zwischen dem Skigebiet Tofane und der

Sellarunde gelegt.

Zwei neue Sesselbahnen in Alta Badia

In Alta Badia hat LEITNER die neue 6er-Sesselbahn La Brancia,

ausgestattet mit Sicherheitsbügel, realisiert. Ebenfalls in

Alta Badia ist mittlerweile anstelle der alten fixen 4er-Sesselbahn

Costoratta eine moderne 8er-Sesselbahn mit Premium-

Sesseln und Wetterschutzhauben im Einsatz, um großen sowie

kleinen Skifahrern eine sichere Fahrt zu gewährleisten.

Alto Sangro in der Provinz L’Aquila in den Abruzzen ist mit

insgesamt 100 Pistenkilometern das größte Skigebiet in Zentralitalien

und umfasst die Orte Roccaraso, Rivisondoli

und Pescocostanzo. Im 1.236 Meter hoch gelegenen

Roccaraso hat LEITNER die neue 10er-Kabinenbahn

Pallottieri errichtet. Die Bahn trägt zu einer deutlichen

Kapazitätssteigerung bei und garantiert vor

allem auch für die vielen kleinen Fahrgäste eine

sichere Fahrt. Die Diamond-10-Kabinen bieten

eine komfortable Fahrt entlang der

unveränderten Trasse und sorgen

mit jeweils 100 Kilogramm

zusätzlichem Gewicht für noch

mehr Windstabilität. Auf der

Hochebene von Asiago in der

Region Venetien verbindet

eine neue 6er-Sesselbahn von

LEITNER inklusive blauen

Wetterschutzhauben die

Verenettahütte mit dem

Monte Verena. Ebenfalls

im Veneto, in der Ortschaft

Palafavera, baute LEITNER

einen Schlepplift. Auch im

Südtiroler Gsieser Tal wurde ein

neuer Schlepplift gebaut.


33

PRINOTH X CAMP:

Südtiroler Know-how am Stilfser-Joch-Gletscher

Topmaschinen, modernste digitale Snowpark-Planung

und die besten Freestyle-Athleten der Welt – das sind die

Zutaten für das PRINOTH X CAMP. Heuer fand es zum

dritten Mal am Stilfser Joch statt. PRINOTH ist weltweit

bekannt für perfekte Pistenpräparierung. Firmengründer

Ernst Prinoth begann als einer der Ersten, Maschinen

einzusetzen, um das Skifahren einfacher und sicherer zu

machen. Heute ist das Traditionsunternehmen PRINOTH

Teil der Unternehmensgruppe HTI und führender Hersteller

von Pistenfahrzeugen. Und wenn es in Bezug auf

Pistenpräparierung ans Eingemachte geht, so ist PRINOTH

die erste Adresse.

Eine besondere Herausforderung an die Präparierungsarbeit

stellen Snowparks für Freestyle-Disziplinen mit ihren

sogenannten Rails, Halfpipes und Kickern dar. Ein derartiges

Setup der Extraklasse entsteht jedes Jahr am Stilfser

Joch – das PRINOTH X CAMP, ein exklusives Trainingscamp

für die internationale Freestyle-Elite. Hier kommt

rundum Südtiroler Kowhow zum Einsatz: PRINOTH und

F-TECH Snowparks lassen mit der Unterstützung der Liftgesellschaft

Sifas/Capitani am Stilfser-Joch-Gletscher eine

Snowpark-Anlage entstehen, die internationalen Freestyle-Athleten

optimale Trainingsbedingungen bietet: ein

großartiges Slopestyle-Setup auf über 3.200 Meter Meereshöhe.

Die perfekte Kombination spektakulärer Features

lockt die Weltelite zu ihrer Vorbereitung auf die Saison auf

das Stilfser Joch. Die größten Stars der Szene waren schon

mit dabei: Anna Gasser, Markus Eder, Sven Thorgen, Yuki

Kadono u. v. m.

PRINOTH und F-TECH Snowparks sind das perfekte

Team für anspruchsvolles Parkdesign: F-TECH Snowparks

dank ihrer langjährigen Erfahrung und ihrer modernsten

Technologien in Sachen Planung, Aufbau und Pflege

von Snowparks und PRINOTH dank der speziell für den

Parkbau konzipierten Fahrzeuge. Das Stilfser Joch, eines

der schönsten Sommerskigebiete der Alpen, ist ein Referenzpunkt

für internatio nale Teams und bietet die idealen

Trainingsbedingungen.

DEMACLENKO: Nachhaltige Beschneiung nach Maß

Das Unternehmen DEMACLENKO mit Hauptsitz in Sterzing

ist seit Jahren eine der bekanntesten internationalen Referenzmarken

für die Realisierung vollautomatischer Beschneiungsanlagen

und garantiert pünktliche Wintersaisonstarts

weltweit. Technischer Schnee hat nichts mit Chemikalien

oder unnötiger Umweltbelastung zu tun, denn für die Schneeerzeugung

werden nur Wasser und kalte Luft benötigt.

Die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Beschneiung

sowie ein möglichst umweltschonender Schneibetrieb stehen

im besonderen Fokus der Entwicklungsarbeit von

DEMACLENKO. Dabei werden auch die Chancen der

Digitalisierung gewinnbringend genutzt, damit die Produkte

effizient und ressourcensparend arbeiten. Dieses Erfolgsrezept

hat auch 2020 wieder zahlreiche Südtiroler Skigebiete

überzeugt. Sie setzen auf das Know-how von DEMACLEN-

KO und haben umfassend in den Ausbau ihrer Beschneiungsanlagen

investiert. Darunter finden sich beispielsweise

Plose, Sciovie Ortisei, Dantercepies, Ciampinoi, Ladurns,

Seceda, Funivie San Vigilio, ASV Pichl/Gsies, Ratschings-

Jaufen, Schwemmalm und Sotsasslong. Darüber hinaus hat

DEMACLENKO 2020 bereits zu Beginn der Pandemiekrise

versucht, neue Geschäftsfelder auszuloten und die

Produktpalette zu diversifizieren. Auf Basis des Know-how

in der Beschneiung und der bereits vorhandenen Technologien

und Ressourcen wurden deshalb schon im März

verschiedene Tests gestartet, um beispielsweise Desinfektionsmaßnahmen

mit Schneeerzeugern durchzuführen.

In kürzester Zeit ist daraus ein effizientes, vollautomatisches

Desinfektionssystem mit einem speziellen Ventilator

gereift, der eine exakt dosierbare und flächendeckende

Zerstäubung der Desinfektionsflüssigkeit ermöglicht. Das

Desinfektionssystem hat sich besonders bei der Desinfektion

von geschlossenen Kabinenbahnen bewährt, die zu den

neuralgischen Punkten eines Skigebietes zählen, wenn es

um die Einhaltung der Hygienerichtlinien geht.

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www.prinoth.com

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34

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„Schaugmer amol, epis

wert schun gian …“

… nach diesem Motto vom Moosmair-Führungstrio, den

beiden Brüdern Anton und Andreas mit Schwager Walter

Auer aus dem Passeier, arbeitet die ganze Mannschaft.

Denn da, wo andere aufgeben, da fängt das Moosmair-

Team erst an. Technisches Know-how und jede Menge

Erfahrung im hochalpinen Bereich zeichnen die Bau- und

Montagefirma mit Sitz in St. Martin/Passeier aus.

Das erste Mal so richtig in die Schlagzeilen kam Moosmair

Ende der 1990er Jahre mit einem „fliegenden

Bagger“. Eine Aktion, bei der ein 15 Tonnen schweres

Gerät per Materialseilbahn in der Luft von einer Talseite

auf die andere transportiert wurde. Da die Seile kaum

sichtbar waren, entstand der Eindruck vom „fliegenden

Bagger. Heute, über 20 Jahre und Hunderte alpiner Einsätze

später, ein kleiner Rückblick auf besondere Aufträge und

ein Ausblick auf die aktuellen Projekte in Südtirol. Dazu

gehört auch die Grundeinstellung der Firmenleitung, wenn

es um die Mitarbeiter – in erster Linie Burschen von den

Bergbauerhöfen – geht: „Die verfügen über handwerkliches

Geschick und haben einen guten Stand. Wenn man eine

Hand braucht zum Festhalten, kann man mit der anderen

alleine nicht arbeiten.“

Spezialisierung auf hochalpine Einsätze

Das Passeirer Unternehmen spezialisierte sich immer mehr

auf Bau- und Montagearbeiten für Einsätze im hochalpinen,

unzugänglichen Gelände. Dazu Anton Moosmair: „Beginnen

tut es meist mit der Installation einer Materialseilbahn;

damit verbunden ist, am höchsten Punkt der zukünftigen

Baustelle einen Arbeitsplatz einzurichten. In manchen Fällen

muss von unseren Leuten erst mal eine ebene Fläche für den

Werkzeugcontainer geschaffen werden. Sobald die Materialseilbahn

betriebsfertig ist, kann z. B. mit den eigentlichen

Arbeiten wie dem Fundament einer Liftstütze oder den ersten

Arbeiten für die Erneuerung einer Schutzhütte begonnen

werden.“ Je nach Auftragsvergabe reichen die Arbeiten von

Logistik und Transport zur Baustellenversorgung über den

Bau bis zur fertigen Montage der Stützen und Seilbahnstationen,

inklusive Seilzug. Der gesamte deutsch- und itali-

Materialseilbahn am kleinen Matterhorn Materialseilbahn für König Laurin 1 und 2 Kunstinstallation am Schnalstaler Gletscher


35

Materialseilbahn Stettiner Hütte

enischsprachige Alpenraum gehört zum Einsatzgebiet des

Moosmair-Teams, aber auch darüber hinaus wie die Türkei

oder Venezuela.

Ein ganz besonderer Einsatz und seine „Folgen“

Schon seit 20 Jahren ist Moosmair im Aostatal aktiv. Die

Arbeiten am Montblanc für das Skyway-Projekt ab dem Jahr

2010 brachten für das Passeirer Unternehmen eine neue Dimension,

was die Bekanntheit in Insider-Kreisen betraf. Die

Arbeitsweise und Sicherheit der alpinerfahrenen Moosmair-

Monteure unter derart extremen Bedingungen sorgte auf

französischer wie auf italienischer Seite gleichermaßen für

Aufsehen. Beeindruckt waren auch die Seilbahnbetreiber aus

diversen Ländern, die im Laufe der Zeit die Baustelle besuchten.

Es folgten Aufträge im Rahmen der beiden Seilbahnprojekte

am Klein Matterhorn, die jeweils von italienischer Seite

aus versorgt werden. Aktuell wird die komplette Montage

der neuen Leitner-Bahn von Testa Grigia auf das Klein Matterhorn

gemacht. Auch der prestigeträchtige Auftrag von der

Zugspitzbahn AG ist darauf zurückzuführen.

Aktuelle Arbeiten in Südtirol: Kunstobjekt Schnalstal,

Liftanlage Olang, Materialseilbahn Karerpass …

In der Nähe der Bergstation am Schnalstaler Gletscher

wurde das Kunstobjekt von Olafur Eliasson installiert.

Seitens Moosmair wurde ein etwa 300 Meter Transportweg

von der Bergstation dem Grat entlang bis zum

Kunstwerk angelegt und der Aushub gemacht. Das

Fundament samt Verankerung wurde betoniert, darauf

wurden die von Pichler Projects vorgefertigten Teile an

Ort und Stelle platziert. Was sich hier so einfach liest,

bedarf bei Einsätzen auf 3.200 Meter Höhe immer ganz

besonderer logistischer Vorbereitung; Mitte Oktober

wurde die Kunstinstallation auf 3.200 Meter Höhe

eröffnet. Die zwei neuen Kabinenbahnen von Doppelmayr

– von Olang hinauf zum Kronplatz – brachten

einen besonders umfangreichen Auftrag, was Zeit und

Personal betrifft. „Die gesamte Montage der Tal-, Mittel

und Bergstationen, der Stützen, der kompletten Linienführung

inklusive Seilzug wurde uns von der Firma

Doppelmayr übertragen. Von Mai bis Mitte November

waren die Moosmair-Mitarbeiter bei diesem Projekt im

Einsatz“, berichtet Walter Auer.

Unterm Rosengarten wurde von Moosmair – im Auftrag

der Baufirma Zelger, die Materialseilbahn zur Versorgung

der Baustelle für die Bahnen Laurin 1+2 geliefert.

Auch die Autonome Provinz Bozen setzt bei einem

Projekt, welches in diesem Magazin umfangreich präsentiert

wird, auf das Know-how und die Erfahrung der

Passeirer. Eine Freude für die Firmenchefs und besonders

auch für die Mitarbeiter: Die Baustelle der Stettiner

Hütte auf knapp 3.000 Meter Höhe, im eigenen Tal,

sozusagen vor der Haustür, hat einen besonderen Reiz.

Der Bau der viel diskutierten neuen Stettiner Hütte hat

dieses Jahr begonnen. Ein Auftrag wie geschaffen für das

gesamte Team.

Moosmair GmbH

Holzländestraße 89 | 39010 St. Martin in Passeier

Tel. 0473 650 066

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Olang: Montage der Stützen

Olang: Montage der Mittelstation

Stettiner Hütte: Fundament für Materialseilbahn


36

AKTUELL

Wiederaufbau

der Stettiner Hütte

Foto © Stephan Brunner

Im Naturpark Texelgruppe, am Südhang der Ötztaler Alpen gelegen, gilt

die „Stettiner Hütte“ (2.875 Meter) als Herzstück des alpinen Tourismus im

Passeier- und Pfossental. Sie ist auf dem Meraner Höhenweg von Pfelders

und von Pfossental-Vorderkaser erreichbar und stellt den Endpunkt der

10. Etappe des Tiroler Höhenwegs dar. Außerdem liegt die Hütte an verschiedenen

Routen zur Alpenüberquerung mit dem Mountainbike. Das

Schutzhaus mit Öffnungszeiten von Anfang Juli bis Ende September ist

somit ein äußerst bedeutender alpiner Stütz- und Knotenpunkt vieler Wanderwege

und Mountainbike-Routen.


STETTINER HÜTTE

37

Foto © Stefan Canale

Die ursprüngliche Hütte wurde

zwischen 1895 und 1897 von

der Sektion Stettin des DÖAV

(Deutsch-Österreichischer Alpenverein)

zusammen mit dem Wegebau

zum Pfelderer Tal errichtet und in

den Jahren 1900 und 1913 erweitert.

1922 wurde die Hütte der

Sektion Stettin enteignet und infolgedessen

der Sektion Padua des CAI

übergeben. Später übernahm sie die

CAI-Sektion Bozen. Im Jahr 1931

zerstörte eine Lawine das Gebäude

teilweise. Nach dem Wiederaufbau

wurde die Stettiner Hütte von der

CAI-Sektion Meran betreut – bis

sie vom italienischen Militär besetzt

wurde.

39013 Moos in Passeier (BZ)

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was er schon kann,

bleibt immer das,

was er schon ist.

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38

STETTINER HÜTTE

Foto © LR Massimo Bessone

Foto © Arch. Fregoni Andrea

Bewegte Geschichte

In den Jahren zwischen 1990 und

1995 erfolgte in mehreren Bauabschnitten

die Errichtung des großen

Schutzhauses, das im Winter 2013/14

durch einen Lawinenabgang zerstört

wurde. Im Zuge eines Kontrollflugs

des Landeswetterdienstes am 6.

Februar 2014 zeigte sich, dass Teile

der Stettiner Hütte beschädigt wurden.

Eine Woche später erfolgte der

Lokalaugenschein durch das Amt für

Bauerhaltung der Autonomen Provinz

Bozen zur Feststellung der genauen

Schäden. Nach der Begutachtung

entschied sich die Landesregierung

für einen Neubau und einen Planungswettbewerb.

Im Sommer 2014

fanden der Abbruch der beschädigten

Strukturen, die Entfernung des durch

die Lawine verteilten Bauschutts

sowie die Ausarbeitung der Machbarkeitsstudie

statt. Am 16. September

desselben Jahres erteilte die Landes-

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Foto © Graf & Söhne

STETTINER HÜTTE

Foto © Graf & Söhne

39

regierung mit Beschluss Nummer

1.084 die Genehmigung für das

Raumprogramm.

Das Raumprogramm

Im Erdgeschoss umfasst das Projekt

den Eingangsbereich inklusive der

Stube mit 96 Sitzplätzen und Theke,

die Küche mit Nebenräumen,

einen Trockenraum, Sanitärräume

und Zimmer für Gäste mit Hunden.

Lager- und Technikräume sind im

UG vorgesehen. Im 1. Obergeschoss

befinden sich die Räumlichkeiten des

Pächters und des Personals sowie ein

Winterraum. Im nächsten Stockwerk

Stettiner Hütte

Standort:

2.875 Meter ü. d. M.

Bauparzelle: 565

Katastralgemeinde: Platt in Passeier

Gemeinde: Moos in Passeier

Büro für

Geologie & Umwelt

Baugeologie

Hydrogeologische

Gefahrenprüfung

www.geologie.it

Geologische

Beratung


40 STETTINER HÜTTE

Foto © Graf & Söhne

sind die restlichen Gästebetten situiert.

Insgesamt beträgt die Kapazität

der Schutzhütte 92 Schlafplätze. Die

innere Erschließung erfolgt mittels

zweier geschützter Haupttreppenn –

eine auf der Nordseite, welche das

Erdgeschoss mit dem 1. Obergeschoss

verbindet, sowie eine auf der Südseite,

welche die verschiedenen Stockwerke

erschließt. Die einzelnen Räume

werden durch einen zentralen Gang

erschlossen. Im Winter bleibt die

Schutzhütte mit Ausnahme des Winterraums

geschlossen. Dieser ist durch

eine mobile Stahltreppe von außen

erreichbar.

Lawinensichere Konstruktion

Die Tragkonstruktion wurde aus

Stahlbetonwänden und -decken konzipiert,

damit sie dem dynamischen

Druck von Lawinen standhalten kann.

Das Erdgeschoss ist entlang der Strömungsrichtung

der Lawine ausgerichtet

und ist stromaufwärts von dem

Felssporn, an den es angebaut wurde,

geschützt. Die übrigen Stockwerke

sind so angeordnet, dass sie einen

spitzen Winkel in Richtung Lawinenkopf

(wie der Bug eines Schiffes)

aufweisen. Dadurch steht keine Wand

senkrecht zur Gleitrichtung. Mit

dieser Bauweise wurde sichergestellt,

dass die Tragkonstruktion nur durch

geringe Normalkräfte belastet wird

und die Reibungsbelastung parallel

zu den starken Stahlbetonmauern

verläuft. Die Außenschicht der Fassaden

wird mit gefärbten Betonflächen

gestaltet, wobei die Tönung an die

Farben der bestehenden Felsen angelehnt

wird.

Planungswettbewerb

für den Wiederaufbau

Beim offenen, anonymen Wettbewerb,

der 2015 in zwei Phasen durchgeführt

wurde, gingen 64 Anträge termingerecht

ein. Davon wurden 56 Teilneh-


STETTINER HÜTTE

41

Foto © Canale Stefan

mer aus Österreich, Deutschland,

Kroatien, Spanien und Italien sowie

acht Kandidaten aus Südtirol zugelassen.

Als Gewinner wurde Architektur-

Büro Area Architetti Associati aus

Bozen gekürt, welches im Juli 2016

den Planungsauftrag erteilt bekam.

Die Ausschreibung für die Bautätigkeit

gewann Ende 2019 die Bietergemeinschaft

Graf & Söhne mit Holka-

Genossenschaft. Der Vertrag mit einem

Preis von 3.155.000 Euro wurde

am 22. Mai 2020 geschlossen. Als

Baubeginn ist darin der 3. Juni festgelegt,

das voraussichtliche Bauende

wird für Sommer/Herbst 2022 datiert.

Viele Baumaßnahmen

bereits durchgeführt

Auch wenn der Bauprozess voraussichtlich

erst in zwei Jahren abgeschlossen

werden soll, wurden bereits

im Sommer 2018 mehrere kleine

Holzhütten als Schlafstätten realisiert.

Diese Unterkünfte sind sowohl als Einzelhütten

mit vier Betten als auch als

Gruppenhütten mit acht Betten konzipiert.

Um das Transportgewicht so

gering wie möglich zu halten, wurden

die Unterkünfte in vorgefertigter Holzbauweise

geliefert. Dadurch entstanden

insgesamt ca. 40 Schlafplätze sowie ein

Sanitärraum in einer der Holzhütten.

Ausführende

Unternehmen

Bauunternehmen:

Graf & Söhne GmbH mit

Holka Genossenschaft

Geologische Beratung:

Büro für Geologie & Umwelt

Dr. Geol. Konrad Messner

Installation der Materialseilbahn:

Moosmair GmbH

Stahlbau- und Schlosserarbeiten:

Gufler Metall

Einbau einer Pumpwasserstation

für Trinkwasser, Ankerbohrungen

für das Fundament:

Gebr. Oberprantacher GmbH

Sanitäranlagen: Demetz Helmuth

Elektroinstallationen: Elektro Team

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42 STETTINER HÜTTE

Landesrat Massimo Bessone (rechts) auf der Stettiner Hütte mit den Betreibern

Die Realisierung des Projekts wurde

von der Holka-Genossenschaft aus

Moos im Passeier unter der Planung

und Leitung von Philipp Gamper aus

Meran durchgeführt. Auch die Trinkwasserleitung

wurde 2019 realsiert.

Der Quellaustritt für die Versorgung

liegt auf einer Höhe von circa 2.691

Metern und damit circa 175 Höhenmeter

unterhalb der Hütte. Aus diesem

Grund wird das Wasser zunächst in

einer Quellsammelstube aufbewahrt

und von dort mittels zwei Förderpumpen

bis zum Zwischenspeicher auf ca.

2.923 Meter befördert. Die Bauarbeiten

wurden im Sommer 2019 durch

die Firma Oberprantacher Gottlieb &

Karl aus St. Leonhard in Passeier realisiert.

Planung und Bauleitung durch

Ing. Pohl & Partner.

Ergebnisse zum Vorzeigen

Mit den bisherigen Ergebnissen zeigt

sich Landesrat Massimo Bessone sehr

zufrieden: „Die neue Stettiner Hütte

integriert sich sehr gut in die wunderschöne

Landschaft. Die Schutzhütten

sind sozusagen Südtirols Visitenkarten

und daher von großer Bedeutung.“

Bessone versichert außerdem, beim

Bau der Schutzhütten besonders viel

Wert auf „die Umweltverträglichkeit,

die Ästhetik und die Funktionalität“

zu legen und auf das ordnungsgemäße

Einsetzen der öffentlichen Gelder zu

achten.

Foto © Massimo Bessone

Technische Daten

Zuständiges Amt:

Abteilung 11

Amt für Hochbau West 11.2

Projektbeteiligte

Abteilungsdirektorin:

Dott. Arch. Marina Albertoni

Amtsdirektor: Geom. Stefan Canale

EVV/TU: Geom. Stefan Canale,

Arch. Raimund Gross

Generalplanung: Area Architetti

Associati, Arch. Andrea Fregoni,

Arch. Roberto Pauro

Planer Mech. Anlagen und

Elektroanlagen: Brescia 2 Prog. Srl,

Ing. Dario Ferrari, Ing. Monica Salvi

Statik und Sicherheit: GAP Progetto

Ing. Alessandro Gasparini

Ausführende Unternehmen:

Bietergem. Graf & Söhne,

Holka-Genossenschaft

Baukosten

Arbeiten: 3.697.000 Euro

Einrichtung: 350.000 Euro

Verwaltung: 2.159.000 Euro

Summe: 6.206.000 Euro

Kubatur: 3.300 Kubikmeter

Bauzeiten

12-2018: Genehmigung

Ausführungsprojekt

12-2018: Ausschreibung der Arbeiten

12-2019: Ausschreibung der Arbeiten

2020-2022: Ausführung der Arbeiten

2022: Fertigstellung

Heizung- Sanitär - Gasanlagen

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Verantwortlich für die Sanitäranlagen

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43

Das modernste

Kleinskigebiet Südtirols

Dank eines umfassenden Ausbaus

kann Skicenter Rienz in Zukunft mit

den großen Skigebieten Südtirols

mithalten. Neben den neuen Anlagen

trägt auch die Realisierung eines

nachhaltigen Beschneiungskonzepts

zur erheblichen Modernisierung bei.

Seit 2012 fungiert der Unternehmer

Christian Pircher als Präsident der

Skicenter Rienz(a) GmbH und setzt

sich in dieser Funktion für die Aufwertung

und Modernisierung des Skigebietes

ein. Vor acht Jahren entschied

der Vorstand, die veraltete Infrastruktur

zu sanieren und zu ersetzen. Nachdem

bereits in den vergangenen Jahren

zwei neue Schlepplifte, die Berg- und

Talstationen, die Beschneiungsanlagen

auf der Rienz- und Trenkerpiste, das

Schneepräpariergerät und das Kassaund

Servicegebäude erneuert worden

waren, wurde Ende Oktober mit

der termingerechten Fertigstellung

eines neuen Wasserspeichers, einer

Pumpstation und zweier Trafokabinen

(Berg- und Taltrafo) die Großsanierung

des Toblacher Kleinskigebiets

beendet.

Neues Speicherbecken

Dank des neu entstandenen Speicherbeckens

aus Stahlbeton mit einem

Volumen von circa 10.000 Kubikmetern

und der neuen Pumpstation

ist die optimale Pistenbeschneiung

auch an weniger kalten Tagen sichergestellt.

Der Innendurchmesser

des Rundbehälters, der zur Hälfte

unterirdisch in einer Tiefe von ca.

8 Metern

errichtet wurde,

beträgt

43 Meter.

Eine Schieberkammer

samt

Pumpstation von

Christian Pircher

etwa 99 Quadratmetern

unterhalb

mit Mikaela Shiffrin

der Rienzskipiste gewährleistet die

Wasserversorgung. In der Pumpstation

sind die Steuerung, Leitungsführung,

Schieber, Pegelmessung,

Filteranlagen, Kontrolleinrichtungen

und Pumpen untergebracht.

Für den Bau des Wasserspeichers

waren Erdbewegungsarbeiten

nötig. Der Aushub betrug ca. 5.500

Kubikmeter Material, wobei 3.500

Kubikmeter davon für die Auffül-

TRENKER-TRAININGSPISTE

SEIT 03.12. GEÖFFNET


44 SPEICHERBECKEN RIENZ

Foto © Kottersteger

lung rund um den Speicher verwendet

wurden. Für insgesamt 11

Schneekanonen und eine Fläche von

86.000 Quadratmetern werden 50

Liter Wasser pro Sekunde benötigt,

um circa 45.500 Kubikmeter Schnee

zu produzieren. Ein neuer Stromübergabepunkt

von 600 Kilowatt

Mittelspannung kommt dabei ebenfalls

zum Einsatz. Der Speicher wird

aktuell mit Wasser aus der Rienz

befüllt – im nächsten Jahr wird die

Entnahme aus dem auf 1.405 Meter

gelegenen Sarlbach erfolgen.

Finanzierung

Die Kosten für die Errichtung des

Wasserspeichers werden zu 80 Prozent

vom Land getragen. Das Gesellschaftskapital

wurde von 909.725 Euro auf

1.243.611 Euro aufgestockt. Dennoch

war es nicht einfach, die finanziellen

Mittel für die Investitionen aufzutreiben,

stellt Christian Pircher, Präsident

der Skicenter Rienz(a) GmbH fest.

„Die Partner, die uns sehr geholfen

haben, sind der Tourismusverband,

die Gemeinde und die Fraktion. Nicht

vergessen dürfen wir auch unsere/-n

Hausbank/Hauptsponsor, die Raiffeisenkasse

Toblach, die uns tatkräftig

unterstützt hat, mittel- und langfristige

Kredite zu bekommen.“ Dennoch

sei die Finanzierung einer wichtigen

Investition noch nicht gedeckt, erklärt

Pircher. Eine Berggarage, in der


SPEICHERBECKEN RIENZ

45

Pistengeräte, Transporter und mobile

Schneekanonen Platz finden, wird

noch dringend benötigt. „Wir hoffen,

dass die neue Gemeindeverwaltung einen

Großteil der Kosten decken wird“,

so der Unternehmer.

Konkurrenzfähiges Kleinskigebiet

Nach einigen Schwierigkeiten freut

sich das Kleinskigebiet auf einen

erfolgreichen Neustart. „Dieser hat

bereits vor einigen Jahren begonnen.

Die großen Skigebiete werden immer

attraktiver. Die Kleinen müssen deshalb

umso mehr „am Ball“ bleiben“,

resümiert Christian Pircher und fügt

hinzu: „Der neue Vorstand hat alles

darangesetzt, unserem letzten Dorfskilift

neues Leben einzuhauchen. Die

Investitionen waren längst überfällig.“

Der Unternehmer blickt positiv in die

Zukunft und erklärt die Perspektiven

für das Skigebiet Rienz so: „Für die

nächsten 30 Jahre ist unser Kleinskigebiet

technisch gut gerüstet. Es ist eines

der modernsten im Pustertal oder sogar

in ganz Südtirol.“ Die Vorfreude auf

die Olympischen Spiele in sechs Jahren

ist bereits groß, denn die Trenkerpiste

hat gute Chancen, als Trainingsstrecke

für den lokalen, nationalen und

internationalen Wintersportnachwuchs

eingesetzt zu werden. In dieser Hinsicht

steht eine weitere Neuerung bevor: Die

Koordination der Trenkerpiste (Online-

Booking und Betreuung vor Ort) soll

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46

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ein kompetentes Trainerteam übernehmen.

Ziel ist es, den Skiteams nicht nur

ein optimales Training zu ermöglichen,

sondern auch den Skiclubs für verschiedene

Rennen die Slalompiste zur

Verfügung zu stellen.

Mit den neuen Anlagen bietet das

Kleinskigebiet in Toblach Winterspaß

für jede Zielgruppe. Auf der Trenkerpiste

kommen anspruchsvolle Skifahrer

auf ihre Kosten. Dort trainieren auch

mehrere internationale World-Cup-

Teams, denn die Piste gehört zu den

besten Trainingshängen im Alpenraum.

Dank der umfassenden Modernisierung

kann beim ersten Kälteeinbruch das gesamte

Skigebiet innerhalb von maximal

sieben Tagen eingeschneit werden.

Auf der Rienz-Piste dagegen fühlen

sich vor allem ungeübte Skifahrer und

Snowboarder wohl. Einfache, breite Anfängerpisten,

eine familiäre Atmosphäre

und eine Langlaufloipe sind nur einige

der Vorzüge. Die Strecke gehört zu den

beliebtesten Kinderpisten in der Region

„3 Zinnen Dolomites“. Für die Kleinen

stehen zwei Skischulen, ein Kinderpark

mit zwei Zauberteppichen und ein

Miniskilift zur Verfügung. „Unser Ziel

war es, den Kindern im Dorf weiterhin

eine zeitgerechte Struktur zu bieten, um

das Skifahren zu erlernen. Nach bestem

Wissen und Gewissen haben wir die

Investitionen verwaltet und eingesetzt –

zum Wohle unser aller und unserer

Kinder und Kindeskinder im Besonderen“,

sagt der Präsident der Skicenter

Rienz(a) GmbH.

Das Kleinskigebiet ist mit dem City-Bus

erreichbar und mit einem der Skipässe

„3 Zinnen Dolomites“ oder „Skipass

Dolomiti Superski“ befahrbar.

BETONFERTIGTEIL-TRAFOKABINE FÜR DAS PROJEKT RIENZ

UNSER REZEPT

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HANGSICHERUNG

Foto © Agentur für Bevölkerungsschutz – Amt für

Wildbach- und Lawinenverbauung Süd

47

Schutz vor Naturgefahren

Peter Egger, Direktor im Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung

West, im Gespräch über neue Naturgefahren

im Hochgebirge und die Bedeutung von entsprechenden

Schutzbauten.

Radius: Herr Egger, in den vergangenen Jahren hat der

globale Temperaturanstieg sich auch im Hochgebirge mit

tagelangen Plusgraden bemerkbar gemacht. Welche Gefahren

gehen davon aus?

Peter Egger: Wenn im Hochgebirge über einen längeren

Zeitraum hinweg die Temperaturen über dem Gefrierpunkt

liegen, hat das vor allem Auswirkungen auf den Permafrost.

Permafrost oder auch Dauerfrost bezeichnet einen Boden,

der dauerhaft gefroren ist. Permafrost festigt daher das

Bodenmaterial in höheren Lagen.

Wenn dieser nun auftaut, kann

sich das Material, beispielsweise bei

einem Gewitter, lösen und mit einer

Mure zu Tale donnern. Dann wird das

Peter Egger

Bodenmaterial zur Gefahr für Siedlungen an

Hängen oder sogar im Tal. Wir haben das im

Sommer 2020 erlebt, als eine Mure im Tschenglser Bach mit

sehr viel Geschiebematerial abgegangen ist. An die 12.000

Kubikmeter Material wurden innerhalb kürzester Zeit in

den von uns eigens errichteten Rückhaltebecken abgelagert.

Die Rückhaltebecken haben gute Dienste geleistet. Aber solche

großen Materialmengen können nun eben in Bewegung

geraten, wenn der Permafrost auftaut.

> Stahlschneebrücken

> Gleitschneebrücken

> Dreibeinböcke aus Stahl

> Triebschneewände

> Lawinenablenkwände

> Stahlteile für Schutzbauten

• Stahlschneebrücken

• Gleitschneebrücken

• Dreibeinböcke aus Stahl

• Triebschneewände

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• Stahlteile für Schutzbauten

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Böschung

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Radius: Sind dadurch neue Gefahrenzonen in einigen betroffenen

Gebieten entstanden?

P. Egger: Überall dort, wo Permafrost langsam auftaut,

lauert nun eine zusätzliche Gefahr. Im Pustertal genauso wie

im Schnalstal oder in Tschengls. Der abtauende Permafrost

gefährdet nicht zuletzt auch die Schutzbauten selbst. Vom

• Stahlschneebrücken

Damm an der Nocklawine • Gleitschneebrücken im Schnalstal etwa ist die bergseitige

Stützmauer

• Dreibeinböcke aus Stahl

• Triebschneewände

eingesunken. Das Abtauen können wir

• Lawinenablenkwände

im Moment nicht aufhalten. Wir versuchen aber, oberhalb

• Stahlteile für Schutzbauten

der besonders betroffenen Siedlungsgebiete Geschieberückhaltebecken

zu schaffen. Hier kann sich das Geschiebematerial

• Gleitschneebrücken

im Falle eines • System Murenabgangs Farfalla Böschung ablagern und wird dann

• Stahlschneebrücken

• System Farfalla Bachverbauung

von • Dreibeinböcke uns entfernt. aus Im Stahl Zuge der Gefahrenzonenplanung, die

• Triebschneewände

in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinden fällt, wird jede

• Lawinenablenkwände

einzelne • Stahlteile Situation für Schutzbauten überprüft. Besteht für einen Siedlungsbereich

oder auch einen anderen Bereich eine erhöhte Gefahr,

wird ein Maßnahmenkatalog erstellt und entsprechend

• Stahlschneebrücken

• Gleitschneebrücken

• Dreibeinböcke aus Stahl

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• System Farfalla Böschung

• System Farfalla Bachverbauung

Radius: Nach welchen Kriterien werden Entscheidungen

über Lawinen und Hangsicherungsarbeiten im hochalpinen

Bereich gefällt?

P. Egger: Die Entscheidung wird entsprechend den Gefahrenzonenplänen

der Gemeinden getroffen. Diese Pläne sehen

drei Zonen vor: die rote (höchste Gefahr), die blaue und die

Mair Wilfried Gmbh | I-39030 St. Lorenzen | www.mairwilfried.it

gelbe Zone. Die Einstufung erfolgt je nach Schadenspotenzial.

Wenn ein Siedlungsgebiet in einer roten Zone liegt, werden

die Arbeiten in diesem Gebiet priorisiert. Eine große Herausforderung

ist für uns die Zugänglichkeit der Baustellen.


48 HANGSICHERUNG

Foto © Agentur für Bevölkerungsschutz – Amt für

Wildbach- und Lawinenverbauung Süd

Foto © Agentur für Bevölkerungsschutz – Amt für

Wildbach- und Lawinenverbauung Süd

Verbauung der Mitteregglawine in Proveis –

aufwendige Bohrarbeiten im steilen Gelände

Verbauung der Mitteregglawine in Proveis –

unterste Reihen der Schneenetze

Es geht darum, das kostengünstigste

und gleichzeitig für diesen Hang

sicherste Bauwerk zu errichten. Das

kann eine Schneebrücke sein oder auch

Schneenetze: Das sind Querwerke im

Anbruchsgebiet einer Lawine, die das

Losbrechen der Schneemassen verhindern.

Radius: Welche Eingriffe in die Natur

sind bei solchen Anlagen notwendig?

P. Egger: Der Eingriff in die Natur

ist beträchtlich und erfolgt immer im

Sinne eines qualitativ hochwertigen,

landschaftlich verträglichen Gefahrenschutzes.

Die Bauten werden mit

Bohrarbeiten im Gelände verankert.

Da steckt viel Handarbeit unserer

Mannschaft drinnen. Schließlich

werden die Stahlträger dann mit einem

Hubschrauber vor Ort montiert.

Auch wenn der Eingriff in die Natur

nicht unerheblich ist, geht davon

keine weitere Gefahr aus. Durch den

Einbau von Querwerken verhindern

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Der Winter – Eine Freude für viele, viel Arbeit für andere!

Doch mit den Radladern von Kramer ist der Winterdienst

ein Leichtes. Die Niederstätter-Experten beraten zu den

verschiedenen Möglichkeiten und bieten eine breite Produktpalette

von Maschinen und Anbaugeräten sowohl im

Verkauf als auch zur Miete sowie einen optimalen Service.

Die schnellstmögliche Räumung von Straßen und Parkplätzen

in der Wintersaison ist für die Sicherheit der

Bewohner von größter Wichtigkeit. Die Beseitigung von

Schneemassen muss auch auf privaten Grundstücken berücksichtigt

werden, um die Funktionstüchtigkeit der Flächen

nicht einzuschränken und niemanden zu gefährden. All diese

Aufgaben kann ein Kramer mit Leichtigkeit bewältigen. Die

Radlader sind kraftvoll, resistent und für dauerhafte Einsätze

konzipiert. Durch besondere Wendigkeit und Schnelligkeit

können die Maschinen für alle Flächen eingesetzt werden.

Die verschiedenartigen Anbaugeräte garantieren vielfältige

Einsätze der Maschinen, möglich sind zum Beispiel Schneeschild,

Streugerät oder Schneefräse. Der starre Rahmen und

die Allradlenkung verleihen Stabilität und ermöglichen ein

sehr sicheres Arbeiten, auch auf glatten Straßen. Um je nach

Schneefall auch nachts und an Feiertagen mit der Maschine

einsatzbereit zu sein, ist eine gute und termingerechte Wartung

unumgänglich. Das Niederstätter-Serviceteam kümmert

sich um alle Belange rund um die Arbeitsmaschine und ist mit

dem Servicezentrum in Bozen und den zahlreichen mobilen

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49

Rutschung am Reinbach

Durch die heftigen Regenfälle kam es an der orografisch

linken Seite des Reinbaches vom 29. auf den 30. August

2020 unterhalb der Steinschutzgalerie der Landesstraße

LS48 zu einer Rutschung begründet auf die Unterspülung

des Hangfußes durch den Hochwasserabfluss.

Dadurch brach ein Teil der Straßenstützmauer der alten

Reiner Straße ab, und es wurden wichtige Infrastrukturen

wie Abwasserhauptsammler, Trinkwasserleitung und Glasfaserkabel

punktuell zerstört. Die Druckrohrleitung aus Stahl

(DN 1400) des Wasserkraftwerkes Rein blieb hingegen intakt.

größten Hydraulikbagger, den Liebherr R964 in das Einsatzgebiet,

um die großen Zyklopen vor Ort und die Baustellenzufahrt

auf einer Länge von vier bis fünf Meter Breite

in möglichst kurzer Zeit zu bewerkstelligen. Anschließend

wurde das Bachbett leicht korrigiert und das linkseitige Ufer

befestigt sowie die zerstörten Infrastrukturleitungen ausgetauscht

und das Gelände wieder aufgeschüttet.

Umgehende Wiederherstellungsarbeiten

Eine sofort eingeleitete Task Force bestehend aus Vertretern

der Gemeinde Sand in Taufers, der Kraftwerksbetreiber

TEW AG, des Geologen Dr. Michael Jesacher, des Sachverständigen

vom Amt für öffentliches Wassergut Geom.

Gottfried Kompatscher, des Ing. Andreas Schrott von der

EUT Engineering GmbH aus Brixen und des Baggerunternehmens

WIESER aus Sand in Taufers koordinierte mithilfe

eines effizienten Monitoringsystems die nicht einfachen

Wiederherstellungsarbeiten in diesem schwierigen Gelände.

Aufgrund der fast unmöglichen Zugänglichkeit und der

notwendigen großen Gerätschaften brachte WIESER seinen

Taufererstraße 4 | 39032 Sand in Taufers | Tel. 0474 659 001 | info@wieser.it | www.wieser.it


Foto © Agentur für Bevölkerungsschutz – Amt für

Wildbach- und Lawinenverbauung West

50

AKTUELL

Verbauung der Hochegglawine in Schnals oberhalb Vernagt – Materialtransport mit Hubschrauber

wir, dass sich eine Lawine im Kern

überhaupt erst bilden kann. Dank

so einem Schutzbau konnte etwa für

die Mairhöfe in Proveis sichergestellt

werden, dass die Verbindungsstraße

auch im Winter jederzeit gefahrenfrei

passierbar bleibt.

Radius: Wie werden die Baustellen

eingerichtet bzw. versorgt?

P. Egger: Die Baustellen für Hangsicherungsarbeiten

und Lawinenschutz

befinden sich meistens über der

Waldgrenze, auf einer Höhe zwischen

2.000 und 2.500 Meter. Dort kann

man nur von Juni bis Oktober arbeiten.

Die Bauarbeiten ziehen sich oft

über mehrere Jahre hin, das kann

schon mal vier bis fünf Jahre oder

auch länger dauern, bis ein guter Lawinenschutz

errichtet ist. Für den Bau

des Lawinenschutzes Mitteregg in Proveis

etwa haben wir bei der Clozalm

an der Landesstraße Ulten-Proveis eine

Art Basislager eingerichtet. Bis dorthin

wurde alles mit Lastkraftwagen angeliefert

und von dort mit einem Helikopter

zur Baustelle geflogen. Direkt an

der Baustelle wurden Schlafcontainer

und ein Küchencontainer montiert.

Die Bauarbeiter waren von Montag bis

Donnerstag vor Ort und haben auch

dort übernachtet.

Radius: Wie sieht es mit der Ausbildung

und mit der Arbeitssicherheit vor

Ort aus?

P. Egger: Unsere Bauarbeiter haben

eine lange Ausbildung hinter sich und

werden regelmäßig geschult. Das ist

wichtig. Jeder Arbeiter weiß genau,

welche Gefahren auf der Baustelle

lauern und wo es gilt, besonders

vorsichtig zu sein. Kälteregen und die

Steilheit des Geländes sind nur einige

der besonderen Herausforderungen

am Berg.

Radius: Arbeitet das Landesamt auch

mit privaten Firmen zusammen?

P. Egger: Den Großteil der Arbeit

erledigen wir in Eigenregie. Im Amt für

Wildbachverbauung gibt es rund 200

Bauarbeiter, die für diese Arbeiten eigens

geschult sind. Die Zusammenarbeit mit

privaten Firmen besteht hauptsächlich

bei der Beschaffung von Baumaterialien

und bei den Arbeiten mit Aushub-

(Baggern) und Transportgeräten (Lkw).

Radius: Werden die bestehenden

Schutzanlagen laufend überprüft?

P. Egger: Ja, die Schutzbauten werden

laufend überprüft. Zwei Techniker

sind dafür das ganze Jahr über

unterwegs. Im Sommer werden die

Lawinenverbauungen auf ihre Funktionalität

hin überprüft und eventuelle

Schäden dem Amt gemeldet. Diese

laufende Überprüfung ist sehr wichtig.

Radius: Wo wurden bisher die höchstgelegenen

Verbauungen gemacht?

P. Egger: Zu den höchstgelegenen

Verbauungen gehört u. a. der Schutz

vor der Lenkspitzlawine im Ahrntal

auf 2.400 Metern und die Verbauung

der Eberhöferlawine im Bereich

der Göflaner Scharte in Martell auf

2.500 Meter.

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51

WPK Südtirol:

Für eine sichere Bergfahrt

Die 2019 gegründete WPK Südtirol GmbH mit Sitz in

Vintl im Pustertal ist die Nachfolgerin der CERTRA GmbH,

welche 2004 als Erste sogenannte benannte Stelle für

Seilbahnen in Italien gegründet wurde.

Als Südtiroler Außenstelle und Gesellschafter der

in Kaprun (Salzburg) ansässigen akkreditierten

Prüf- und Inspektionsstelle WPK Austria hat die

WPK Südtirol ihren Tätigkeitsbereich von der

reinen Zertifizierung von Seilbahnkomponenten

auf die Fachbereiche Seilbahnüberprüfungen,

zerstörungsfreie Materialprüfungen (zfP) sowie

Schweißerprüfungen und Qualitätssicherungen im

Stahlbau erweitert.

Seilbahnüberprüfungen

„Man hat gleich gemerkt, dass

die Techniker der WPK Südtirol

schon seit Jahren in der

Seilbahnbranche tätig sind.

Die Kompetenz der Prüfer und

die Qualität der Prüfungen haben

uns absolut überzeugt!“

Josef Hofmann,

Betriebsleiter Olanger Seilbahnen AG

Neben der Durchführung der Überprüfungen durch

den verantwortlichen Techniker sind an den Südtiroler Seilbahnen

auch zahlreiche zerstörungsfreie Materialprüfungen

an den einzelnen Komponenten und Bauteilen der Anlage

durchzuführen. Hierzu zählen z. B. die Überprüfungen der

Stützen- und Stationsbauwerke, die Überprüfung der Fahrzeuge

(Kabinen und Sessel) und Rollenbatterien oder auch

die magnetinduktive Seilprüfung. „Folgende zerstörungsfreie

Prüfverfahren können wir dabei durchführen: visuelle

Prüfung (VT), Magnetpulverprüfung (MT), Ultraschallprüfung

und Wanddickenmessung (UT) sowie Farbeindringprüfung

(PT). Darüber führen wir auch die behördlich geforderten

magnetinduktiven Prüfungen (MRT) von Förder-,

Zug- und Tragseilen durch“, so Stephan Obexer, Geschäftsführer

der WPK Südtirol.

Sämtliche Prüfungen werden von in Südtirol stationierten

Prüfern durchgeführt, wodurch kurze

Anfahrtswege für die Seilbahnkunden entstehen

und auch kurzfristige Prüftermine

gewährleistet werden können.

Die Leistungen der WPK Südtirol haben

sich bereits bei den Südtiroler Seilbahnunternehmen

herumgesprochen,

und es konnten in diesem Sommer

zahlreiche Prüfungen unter anderem für

die Olanger Seilbahnen AG am Kronplatz

Ing. Stephan Obexer,

Geschäftsführer und Inhaber

und die Plose Ski AG in Brixen durchgeführt

werden.

Zertifizierungen für Seilbahnhersteller

Auch auf dem ursprünglichen Tätigkeitsfeld der früheren CER-

TRA GmbH ist die WPK Südtirol als eine von zwei benannten

Stellen für Seilbahnen in Italien weiterhin tätig. So ist man unter

anderem für die Südtiroler Seilbahnhersteller Doppelmayr

und LEITNER sowie die Mitglieder der LEITNER-Gruppe

POMA, Agudio und Sigma sehr aktiv bei der Zertifizierung

von Teilsystemen und Sicherheitsbauteilen tätig.

Schweißerprüfungen und Qualitätssicherung im Stahlbau

Als Außenstelle und Gesellschafter der WPK Austria konnte

man außerdem noch ein weiteres Geschäftsfeld erschließen,

die Abnahme von Schweißerprüfungen und die Qualitätsaufsicht

im Stahlbau. Viele Regelwerke wie die EN 1090

oder die Maschinenrichtlinie verlangen den Einsatz von

geprüften Schweißern. Die dazu erforderliche Schweißerprüfung

wird von den Schweißfachingenieuren der WPK

abgenommen, wobei die WPK auch die Bedienerprüfung

sowie die externe Schweißaufsicht übernehmen kann.

WPK Südtirol GmbH

Staatsstraße 16 | 39030 Vintl

Tel. 0471 095 166

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52

AKTUELL

Foto © Dolomiten, Lisa Ehrenstrasser

Neue Sammelstelle

für die Trinkwasserversorgung

In der neuen Trinkwassersammelstelle

in Partschins läuft das Wasser

verschiedener Quellen aus dem

Naturpark Texelgruppe zusammen

und wird dank hochmoderner Aufbereitung

die Trinkwasserversorgung in

der Gemeinde sichergestellt.

Der Trinkwasserbedarf der Gemeinde

Partschins wird zum größten Teil von

den Quellen des Zieltals im Naturpark

Texelgruppe gedeckt. Die Gemeindeverwaltung

hat nun die Kötterlequelle

in der Ortschaft Salten neu fassen lassen

und zudem ein Trinkwasserbauwerk

errichtet, in dem eben jene Quelle sowie

die Ackerriesquelle, die Elisabethquelle,

die Hausriesquelle, die Zielbachquelle

und das Wasser des Tiefbrunnens Salten

gemeinsam gesammelt werden.

Der neue Sammelschacht wurde mit

hochwertigen Materialien ausgeführt.

Hier kann das Wasser aller Quellen

auf eventuelle Verunreinigungen

untersucht und bei Bedarf über eine

UV-Anlage geleitet werden. Die

UV-Anlage ermöglicht eine schonende

Trinkwasseraufbereitung ohne

den Zusatz von Chlor oder anderen

Fremdstoffen. Der ganze Prozess

läuft in Partschins hochmodern und

voll automatisiert ab. Im Inneren der

Anlage wurden alle Wasserleitungen

und Behälter in Inoxstahl ausgeführt,

um höchste Trinkwasserqualität zu

gewährleisten. Mit diesem Projekt ist

die Trinkwasserversorgung in Partschins

und Rabland mit den Quellen

aus dem Naturpark Texelgruppe

gesichert. Baubeginn war im Februar

2020, nun stehen die Arbeiten kurz

vor dem Abschluss.

Die Planung der Anlage hat das Ingenieurbüro

Georg Karbacher und Pius

Abler aus Lana übernommen. Die Projektplanung

erfolgte in enger Absprache

mit der Gemeindeverwaltung, dem

Trinkwasserwärter Adolf Tappeiner

und dem Geologen Konrad Messner.

Den Zuschlag für die Baumeisterarbeiten

sicherte sich die Firma Pföstl Ludwig

GmbH aus Partschins. Außerdem

waren am Bau die Fischer & Fischer

GmbH aus Partschins für die Erdarbeiten

und Inox Thaler System GmbH

aus Reinswald für die Schlosserarbeiten

beteiligt. Die UV-Anlagen wurden

von der Firma Laimer GmbH aus Bozen

geliefert. Die Baukosten belaufen

sich auf rund 500.000 Euro.

Ausführung der

Elektroinstallationen

sowie Anschluss der

UV-Anlagen mit

Datenübertragung

und Visualisierung.

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Foto © Dolomiten, Lisa Ehrenstrasser

Foto © Dolomiten, Lisa Ehrenstrasser

53

Drei Fragen an Bürgermeister Alois Forcher

Radius: Was

zeichnet das neue

Sammelbecken in

Partschins aus?

Alois Forcher: Es

ist sicher ein großer

Fortschritt, wenn

alle Quellen, die der

Trinkwasserversorgung in Alois Forcher,

Partschins dienen, an einer

Bürgermeister

Partschins

einzigen Stelle zusammenlaufen,

analysiert und schließlich von

dort aus verteilt werden können. Da

es sich bei den Quellen des Zieltales

um relativ oberflächennahe Quellen

handelt, können bakteriologische Verunreinigungen

nicht gänzlich ausgeschlossen

werden. Die Gemeindeverwaltung

hat deshalb entschieden, den

Sammelschacht Kötterle zu errichten

und dort für die Aufbereitung

des Wassers aus allen Quellen

eine UV-Anlage vorzuschalten.

Radius: Wie läuft die Aufbereitung

ab?

A. Forcher: Das Wasser fließt

nach der Analyse und bei Bedarf

durch das UV-Licht hindurch, das die

Bakterien beseitigt. Die Vorteile der

UV-Anlage bestehen vor allem darin,

dass dem Wasser keine Fremdstoffe

wie etwa Chlor zugefügt werden müssen.

Das Wasser bleibt naturnah und

entspricht so allen Anforderungen des

Trinkwassers.

Radius: Welche waren die Herausforderungen

bei der Planung und in der

Realisierung dieses Projektes?

A. Forcher: Die Anlage wurde außerhalb

des bebauten Gebietes in einem

Landwirtschaftsgebiet errichtet. Es

gab die Anforderung, das Gebäude

bestmöglich in die Landschaft zu integrieren.

Ich denke, das ist uns gelungen.

Bei den Arbeiten in der Hanglage

waren vor allem die großflächigen

Hangsicherungen herausfordernd.

Die wenigen sichtbaren Gebäudefronten

Richtung Südwesten wollte man

ebenso mit der umliegenden Natur

verschmelzen lassen, weshalb wir uns

für eine Verkleidung aus Natursteinmauerwerk

entschieden haben. Im

Inneren bestanden die Herausforderungen

vor allem in der Logistik und

Verteilung der Wassermengen – das

war bei der Anzahl der einfließenden

Quellen durchaus knifflig.

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54 SCHWEMMALM

Gut gerüstet für den Winter

Die Schwemmalm in Ulten gehört

zu den schneesichersten Skigebieten

Südtirols. Dank der günstigen

Lage kommt es nicht selten zu ergiebigen

Schneefällen, die für eine

meterhohe weiße Pracht sorgen.

Doch auch für den Fall, dass die Natur

nicht mitspielt, ist man in Ulten

gut vorbereitet.

Im Winter 2015/16 war es aufgrund

des nicht ausreichenden

Naturschnees problematisch, einen

Großteil der Pisten für die Skifahrer

freizugeben. Daher hat der Betreiber

des Skigebietes Schwemmalm, die

Ultner Ski- und Sessellift Gesellschaft,

die Beschneiungsanlage in

einem 4-Jahres-Programm

modernisiert und

ausgebaut. Der umfangreiche

Prozess

verlief eher

unauffällig im

Hintergrund –

trotzdem ist

das Bauvorhaben

erfolgreich

abgeschlossen.

„Wir haben über

zehn Kilometer

Leitungen als Infrastruktur im Gebiet

verlegt und dabei den Eingriff in

die Umwelt so gering wie möglich

gestaltet“, informiert der Geschäftsführer

Franz Holzknecht. Damit

wurden die Voraussetzungen für die

Beschneiung des ganzen Gebietes

geschaffen.

Franz Holzknecht,

Geschäftsführer Schwemalm

Modernste

Beschneiungstechnik

Im Sommer 2020 wurde

schließlich ein wichtiger

Bauabschnitt vollendet. Dieser

ermöglicht die Beschneiung der

Breitlaner Piste, eine wichtige

und sehr attraktive Strecke, die

zudem von der Umlaufbahn ins

Zentrum des Skigebietes nach Breiteben

führt. In Zukunft kann die

gesamte Piste automatisiert in weniger

als der Hälfte der bisherigen

Zeit mit Schnee bedeckt werden.

Für die Beschneiungsmeister bringt

diese Modernisierung eine große

Erleichterung, da es nicht mehr

notwendig sein wird, Hunderte

Meter Kabel und Schläuche durch

Nacht und Kälte zu ziehen. An allen

neuralgischen Punkten befinden sich

Anschlüsse und Schneekanonen, die

dank modernster Technik vom Handy

aus gesteuert werden können,

was eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis

bedeutet. Die neuen

Schneeerzeuger vom Typ TT10 der

Firma TechnoAlpin sind nicht nur

ein Highlight in der Schneeproduktion,

sondern auch ein Eyecatcher.

Nun wird auch für jeden sichtbar,

welche Vorbereitungen für die Wintersaison

die Schwemmalm getroffen

hat.

Elpo durfte für die Mittelspannungs-Schaltanlagen und für die

Niederspannungs-Hauptverteilung die elektrotechnischen Anpassungen ausführen.

Wir bedanken uns herzlich und wünschen viel Erfolg.


SPEIKBODEN

55

Modernste Technik für die Piste

Auf der Talabfahrt „Michl“ im Skigebiet Speikboden sorgt

eine neue Beschneiungsanlage in diesem Winter für ideale

Pistenverhältnisse.

Acht moderne Liftanlagen und rund 40 Kilometer Pisten

lassen im Skigebiet Speikboden Skifahrerherzen höherschlagen.

Der Fun Park bietet Snowboardern und Freestylern

Adrenalin pur. Ob Anfänger oder Profi: Hier ist für jeden

Geschmack etwas dabei. Geht es um die Schneequalität und

die Schneesicherheit, wird im Ahrntaler Skigebiet nichts dem

Zufall überlassen. Seit 20 Jahren vertraut Speikboden auf das

Know-how von TechnoAlpin – dem Weltmarktführer für die

technische Beschneiung. Kanonen sind Schnee von gestern:

Heute gilt es, bei der Schneeproduktion viele Aspekte zu

berücksichtigen, von der ressourcenschonenden Wasseraufbereitung

bis hin zur optimalen Nutzung von Kältefenstern.

Schnee von morgen

In den vergangenen Jahren hat Speikboden Schritt für Schritt

auf moderne Beschneiungstechnologie umgerüstet. 2018

wurde die Rodelbahn Tristenbach in Weißenbach mit einer

komplett neuen Beschneiungsanlage ausgestattet. Die 5 Kilometer

lange Naturbahn schlängelt sich durch den Wald und

ist dank modernster Technik nun schneesicher und immer

bestens präpariert. In diesem Winter setzt Speikboden einen

weiteren wichtigen Schritt: 10 hochmoderne Propellermaschinen

und zwölf Schneilanzen sorgen auf der sieben Kilometer

langen Talabfahrt „Michl“ für optimale Schneeverhältnisse.

Die Installation der fixen Schneeerzeuger erlaubt

eine gezielte Nutzung der Kältefenster. Ist die Infrastruktur

nämlich vor Ort installiert, kann innerhalb kürzester Zeit auf

Temperaturschwankungen reagiert werden.

und Technologie haben sich bezahlt

gemacht. Kommen die kalten

Temperaturen, kommt der perfekte

Schnee am Speikboden in diesem

Winter nicht (nur) vom Himmel, sondern

aus den neuen Propellermaschinen

und Schneilanzen.

Wolfgang Psenner

Beschneien mit System

Dabei kommt dem Skigebiet Speikboden zugute, dass bereits

in den vergangenen Jahren kontinuierlich in den Ausbau

der gesamten Infrastruktur zur Schneeerzeugung investiert

wurde. „Das gesamte System muss punktgenau aufeinander

abgestimmt sein, will man die vorhandenen Ressourcen bestmöglich

nutzen“, sagt Wolfgang Psenner von TechnoAlpin,

„das reicht von der nachhaltigen Wasserversorgung bis hin

zur Software-Installation für präzise Wettervorhersagen.“

Schon kleinste Temperaturunterschiede können in der

Schneeerzeugung große Auswirkungen haben. Je kälter es

ist, desto weniger Wasser und Energie werden verbraucht.

Bereits vor drei Jahren wurden der neue Speicherteich und

die Pumpstation so angelegt, dass heute der Einsatz der neuen

Schneilanzen und Propellermaschinen reibungslos funktioniert.

Der Speicherteich fängt im Frühling das Schmelzwasser

und im Sommer das Regenwasser auf und wird somit über

das Jahr hindurch stetig und langsam befüllt. Das schont die

Umwelt; und das Wasser kann wiederverwendet werden. Der

Weitblick und die kontinuierliche Investition in Infrastruktur

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56

AKTUELL

Trinkwasserversorgung

auf dem neuesten Stand

Im Laufe des Jahres 2020 hat die

Gemeinde Graun i. V. Investitionen

in die Infrastrukturen vorgenommen

und die Trinkwasserversorgung für

die Fraktion St. Valentin auf der Haide

auf Vordermann gebracht.

Der schlechte Zustand des bestehenden

Trinkwasserspeichers war

der ausschlaggebende Grund für die

Realisierung eines neuen Hochbehälters,

der den aktuellen gesetzlichen

Vorgaben entspricht. Vor allem

im etwas höher gelegenen Ortsteil

„Dörfl“ war der Betriebsdruck für die

einzelnen Haushalte und vor allem im

Brandfall nicht ausreichend. „Der neue

Speicher wurde etwa 30 Meter oberhalb

des bisherigen errichtet, damit

mehr Druck entstehen kann“, erklärt

Grauns Bürgermeister Franz Prieth.

„Nun konnte eines der wichtigsten

Infrastrukturprojekte in der Gemeinde

abgeschlossen werden. Damit ist das

Dorf St. Valentin bestens mit Trinkwasser

von hoher Qualität versorgt.“

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen

sich auf circa 700.000 Euro.

Neuer Trinkwasserspeicher

Als Standort für den neuen Hochbehälter

wurde ein Waldstück der

Eigenverwaltung Bürgerlicher Nutzungsrechte

St. Valentin etwas oberhalb

der Talstation der Umlaufbahn

zur Haider Alm ausfindig gemacht.

Die neue Lage des Speichers macht

ihn gut für die Wasserwärter der Gemeinde

erreichbar, obwohl er nach

Fertigstellung der Bauarbeiten nicht

mehr einsehbar ist. Bei dem Projekt

wurde neben der Verlegung verschiedener

Rohrleitungen auch ein neuer

Quellsammelschacht, in den das

Wasser von sechs Quellen mit einer

Schüttung von insgesamt 8,5 Liter

pro Sekunde zusammengeführt wird,

realisiert. Der neue Hochbehälter

wurde als Brillenbehälter mit zwei

runden Speichern ausgeführt. Diese

weisen jeweils einen Durchmesser

von 9,50 Metern und eine nutzbare

Höhe von 4,30 Metern auf. Das

gesamte Speichervolumen beträgt ca.

600 Kubikmeter. Damit können auch

Zeiten mit hohem Wasserverbrauch,

welche vor allem während der

touristischen Hochsaison auftreten,

problemlos überbrückt werden. Die

besondere Bauweise gewährleistet

außerdem die Redundanz der Trinkwasserversorgung,

wenn allfällige

Revisions- oder Reparaturarbeiten

an einem der Speicher durchgeführt

werden müssen.

Umfangreiches Bauvorhaben

Das Bauvorhaben wurde ausschließlich

von lokalen Unternehmen im

Zeitraum von Juni bis November

2020 abgewickelt. Walter Gostner,

Gesellschafter der Ingenieure

Patscheider & Partner GmbH mit

Sitz in Mals im Vinschgau, war für

die Planung und Bauleitung des

Projektes verantwortlich. Er zeigt

sich sehr zufrieden mit dem Verlauf

und dem Ergebnis der Arbeiten:

„Wir sind von der Gemeinde Graun

mit den Planungsleistungen betraut

worden und haben diese vollständig

in unserem Ingenieurunternehmen

abgewickelt. Aufgrund unseres hoch

qualifizierten Mitarbeiterstabs von

etwa 50 Personen sind wir imstande

I-39024 MALS

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Rudi +39 335 693 800 1

Roland +39 346 218 775 5

AUSFÜHRUNG DER ABDICHTUNGSARBEITEN


TRINKWASSER ST. VALENTIN

57

Foto © Mair Josef & Co. KG

Foto © Mair Josef & Co. KG

gewesen, alle Fachbereiche intern

abzudecken und das Projekt in all

seinen Phasen zu betreuen.“ Hauptunternehmen

des Projektes war das

Tiefbauunternehmen Mair Josef &

Co., dazu Klaus Mair, Geschäftsführer:

„Wir möchten uns bei der

Gemeinde Graun und der Bauleitung

für die gute Zusammenarbeit bedanken

und sind stolz darauf, das Projekt

in kürzester Zeit zur Zufriedenheit

aller abgeschlossen zu haben.“

Nach den Baumschlägerungsarbeiten

wurde der Aushub durchgeführt, wobei

circa 7.500 Kubikmeter an Material

bewegt wurden. Anschließend

folgten die Baumeister-, Abdichtungs-,

Schlosser- und Elektroarbeiten

sowie die Herstellung des Sichtmauerwerks.

Das Wiederherstellen

des Geländes, die Anbringung von

Abschlussblechen, Verfliesungen des

Armaturenraums und Umzäunungsarbeiten

bildeten den Abschluss der

Bautätigkeit. Besonderes Augenmerk

wurde auf den Einsatz von qualitativ

hochwertigen Materialien und auf

die Sicherheit der Anlage im Betrieb

gelegt. So bestehen alle Leitungen im

Armaturenraum aus rostfreiem Stahl.

Bei Sicherheitsproblemen an der

Rohrleitung, die den Quellsammelschacht

(1.930 Meter

ü. d. M.) mit dem neuen

Hochbehälter (1.600 Meter

ü. d. M.) verbindet, oder

an der Hauptzuleitung vom

Hochbehälter zum Dorf können

die am Rohrabgang positionierten

Absperrarmaturen über Fernwartung

geschlossen werden.

Projektleiter Walter Gostner zeigt

sich sehr zufrieden über den Verlauf

und das Ergebnis der Arbeiten:

„Dank der sehr guten Zusammenarbeit

mit dem Bauherrn und den

zuständigen Behörden sowie der

vorzüglichen Arbeit der beteiligten

Firmen ist uns gelungen, die Planung

und den Bau der Anlagen reibungslos

über die Bühne zu bringen. Allen

Beteiligten gebührt deshalb großer

Dank.“

Dr. Ing. Walter

Gostner

Gesellschafter der

Ingenieure Patscheider &

Partner GmbH mit Sitz in Mals im

Vinschgau, war für die Planung und

Bauleitung des Projektes verantwortlich.

Er zeigt sich sehr zufrieden

über den Verlauf und das Ergebnis

der Arbeiten.

Errichtung des Trinkwasserspeichers und Sammelschachtes mit

Erneuerung sämtlicher Infrastrukturen und Automatisierung der

gesamten Anlage

Mair Josef & Co. KG des Mair Klaus I Kiefernhainweg 98 I 39026 Prad am Stilfserjoch I Tel: 0473 730261 I info@mairjosef.it

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58 HELMJET SEXTEN

Helmjet Sexten: Aufstieg in die

Champions League

Foto © Kottersteger

Durch einen strukturierten Ausbauplan

in den vergangenen Jahren, ist

das Skigebiet 3 Zinnen Dolomites

nun endlich in der Champions League

angekommen. Begonnen hat alles

im Jahr 2014 mit großen Visionen

und viel Mut. Die damals errichtete

Skiverbindung zwischen den zwei

Skibergen Helm und Rotwand war die

erste vieler weiterer Investitionen.

Heute, sechs Jahre und viele mutige

Entscheidungen später, ist das

Skigebiet endlich in der Königsklasse

der Skigebiete angekommen. Die

neue Premium-10er-Umlaufbahn

„Helmjet Sexten“ welche im Winter

2020/21 eröffnet wird, ist so was

wie der letzte Schliff des Juwels, der

Sport- und Bergdestination 3 Zinnen

Dolomites. Es ist das wohl wichtigste

Puzzlestück derzeit, mit dem die

3 Zinnen AG jene Lücke schließt, die

dem Skigast eine neue Komfortzone

eröffnet und speziell in Corona-

Zeiten mehr Abstand und Sicherheit

bietet. Ein jahrelanges Herzensanliegen

hat damit Gestalt angenommen

und lässt das Skigebiet gemeinsam

mit den 2018 und 2019 rundum erneuerten

Aufstiegsanlagen „Mittelsta-

Die Firma bedankt sich

für das entgegengebrachte Vertrauen.

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Die Firma bedankt sich

für das entgegengebrachte Vertrauen.

Errichten der neuen Bergstation

„Helmjet Sexten“


HELMJET SEXTEN

59

Foto © Kottersteger

tion“ und „Hasenköpfl“

endgültig in die Königsklasse

aufsteigen.

Herzensprojekt

vollendet

„Jede neue Aufstiegsanlage,

die wir bauen, ist für

mich etwas ganz Besonderes.

Aber der „Helmjet Sexten“

Mark Winkler,

Geschäftsführer der

3 Zinnen AG

ist eines meiner Herzensprojekte,

welches wir

alle seit vielen Jahren

herbeisehnen. Die neue

Aufstiegsanlage stellt das

vorerst letzte Puzzlestück

bezogen auf die Investitionen

der letzten Jahre dar. Wir

werten unseren Haupteinstieg

in Sexten enorm auf,

Fakten:

• 5 verbundene Skiberge

• 115 Pistenkilometer

• 31 Aufstiegsanlagen

• 24 Skihütten

• 2 liftgebundene Rodelbahnen

• 1 Nachtskigebiet

• 100 % technisch beschneibar

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Errichten der LINIENFUNDAMENTE


60 HELMJET SEXTEN

Foto © Kottersteger

Foto © Kottersteger

indem wir unseren Gästen durch die

hochmoderne Anlage mehr Komfort

bieten. Ich persönlich kann es kaum

erwarten, im Winter 2020/21 das

erste Mal in der neuen Premiumkabine

„Symphonie“ zu sitzen und von

dort aus den Blick auf die Sextner

Sonnenuhr zu genießen“, so der

Geschäftsführer der

3 Zinnen AG, Mark Winkler.

Lange Wartezeiten gehören

der Vergangenheit an

Die Hightech-Anlage des Sterzinger

Seilbahnbauers Leitner wurde in nur

knapp achtmonatiger Bauzeit realisiert

und ist nun bereit, Fahrt aufzunehmen

und seine „Flügel“ in die

Lüfte zu erheben. Als Antrieb kommt

hier ein besonders leistungsstarker

Leitner DirectDrive zum Einsatz. Mit

einer Förderleistung von 2.800 Personen

pro Stunde entschärft der über

2 Kilometer lange Helmjet Sexten ein

Nadelöhr, das in den letzten Jahren

nahezu täglich für lange Wartezeiten

an der Talstation verantwortlich war.

Die 58 Luxuskabinen Symphony der

italienischen Designschmiede

Pininfarina, ausgestattet mit bequemer

Sitzflächenpolsterung aus Süd-

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HELMJET SEXTEN

61

Foto © Kottersteger

Foto © Kottersteger

tiroler Loden, bieten je 10 Personen

Platz. Ihre großzügige Panoramaverglasung

eröffnet spektakuläre Ausblicke

auf die Sextener Bergsonnenuhr,

die ihresgleichen sucht.

Eröffnung noch ungewiss

Bleibt noch die Frage, wann der neue

Helmjet Sexten offiziell in Betrieb

genommen werden darf. Zu Redaktionsschluss

stand ein dementsprechender

Termin zur Öffnung der Südtiroler

Skigebiete aufgrund der noch fehlenden

staatlichen Verordnungen in Bezug

auf die grassierende Covid-19-Pandemie

noch aus. Ungehindert dessen

gilt die neue Premium-Gondelbahn als

Juwel des Wintertourismus in der Dolomitenregion

3 Zinnen, dessen Start

mit Spannung erwartet wird.

Skiregion 3 Zinnen Dolomites

Technische Daten

Bergstation: 2.050 Meter

Talstation: 1.315 Meter

Förderleistung: 2.400 p/h

Geschwindigkeit: 6 m/s

Anzahl Kabinen: 58

Das Skigebiet 3 Zinnen Dolomites

zählt mittlerweile 31 Aufstiegsanlagen

mit 115 Pistenkilometern, welche

5 Skiberge miteinander verbinden.

Gelegen mitten in der Dolomitenregion

3 Zinnen wird hier Besuchern

eine einzigartige alpine Welt mit den

markantesten Gipfelformationen und

einem unvergleichbaren Naturerlebnis

geboten. Ein Skigebiet und eine Region,

welche mit ihrer Überschaubarkeit,

der Erlebnisdichte, mit imposanten

Naturkulissen, den ortsverwurzelten

Menschen sowie durch ihre markante

Eigenart immer wieder überrascht.

Ausführende

Unternehmen

Errichtung der neuen Bergstation:

Bauunternehmen Georg Villgrater

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Errichten der Linienfundamente:

Bauunternehmen Burgmann

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62 LOGISTIK

Große logistische Herausforderung

für Hüttenwirte und Liftbetreiber

Das betrifft die Organisation des

Personentransportes mit Lifte und

Kabinenbahnen; vom Warte- und

Einstiegsbereich bis zur Auslastung

der Anlagen. Auch die Gastronomie

speziell auf Skihütten – von den

Mitarbeitern bis zum Wareneinkauf,

ist ganz neu zu organisieren. Gespräche

dazu mit Klaus Pichler von

der „Ganischger-Gastronomie“ in

Obereggen und Mark Winkler von

der 3 Zinnen AG in Sexten.

Zur Ganischger Gastronomie gehören

ein 4-Sterne-Wellnesshotel,

zwei große Skihütten (Ganischger

Alm und Gardoné) und die komplette

Gastronomie an der Talstation in

Obereggen mit Bar, Restaurant und

Loox.

Radius: Mit knapp 130 Mitarbeitern

in der Saison, seid ihr im Tal

der größte Arbeitgeber. Wie wird in

einer Situation wie heute geplant?

Klaus Pichler: Wir planen so wie

bisher, denn trotz der Ungewissheit

können wir es uns nicht leisten, zu

Beginn – ob am 4. oder 11. Dezemer

oder erst vor Weihnachten – ohne

Leute dazustehen. Darüber hinaus

gibt es ohnehin Probleme mit den

Saisonkräften aus Ländern wie

Tschechien, der Slowakei.

Radius: Es sind vier höchst unterschiedliche

Betriebe. Speziell bei

Schön- oder Schlechtwetter auf den

Skihütten mit den großen Sonnenterassen

sind es ganz unterschiedliche

Anforderungen.

K. Pichler: Etwa 90 Prozent unserer

Mitarbeiter sind Saisonskräfte,

5 Prozent sind Fixangestellte und

5 Prozent auf Abruf. Natürlich wird

es den Après-Ski wie bisher nicht

geben. Davon besonders betroffen

ist unsere Ganischger-Schirmbar und

die Gastronomie an der Talstation,

samt dem Loox. Im Gardonè macht

Klaus Pichler vor der Baita Gardoné

das nicht so viel aus; dort planen wir

eine neue, Covid-19-gerechte Form

des Aperitifgeschäftes.

Radius: Und wie war das mit dem

Waren-Einkauf?

K. Pichler: Beim Wareneinkauf gibt

es einen enormen Unterschied;

70 Prozent weniger Stockware, die

im Sommer per Lkw zu den Hütten

transportiert wird. Das ergibt für den

Winter eine enorme, logistische Herausforderung.

Wir werden doppelt

so viel mit Pistenbully, Snowmobiles,

Gondelbahnen usw. transportieren

müssen – hoffentlich. Aber das nehmen

wir gerne in Kauf!

Radius: Zurück zu den Mitarbeitern,

die werden von euch mehrmals

getestet?

K. Pichler: Ja natürlich, das ist –

neben der Beachtung der Regeln – die

Voraussetzung für eine funktionierende

Wintersaison! Als Beispiel unsere

Eggentaler Herbst Classic mit den

Oldtimern im Oktober. Mit 250 Rallye-Teilnehmern,

und etwa 3.000

Kontakten (Familie, in den Restaurants,

auf den diversen Etappen usw.)

haben wir es mit ganz klaren Regeln

und einer professionellen Betreuung

– samt Tests aller Teilnehmer –

geschafft, dass keiner von der Rallye

mit irgendwelchen Symptomen nach

Hause gekommen ist.

Radius: Hohe Professionalität und

Erfahrung sind mehr denn je die Voraussetzung

für den Erfolg. Du bist ein

Befürworter der landesweiten Tests.

K. Pichler: Ich sehe es als einziges

Mittel, doch noch eine Wintersaison

zu beginnen. Aber nicht stehen bleiben,

sondern weitertesten und die Bestimmungen

vor allem im privaten Bereich

einhalten! Und wenn es braucht, einzelne

Hotspots wie eine ganze Gemeinde

sofort für zehn Tage sperren.

Radius: Die Erwartungen für diese

spezielle Wintersaison?

K. Pichler: Wenn wir alles gut in

Griff bekommen, es noch besser

managen, dann hoffen wir, mit einer

„schwarzen Null“ durchzukommen.


LOGISTIK

63

Tägliche Desinfektion der Kabinen –

für die Gäste sichtbar

Während z. B. im Skicenter Latemar

in erster Linie kuppelbare 4er-, 6erund

8er-Sessellifte im Einsatz sind,

die laut letzten Bestimmungen voll

ausgelastet werden dürfen, sieht es

in der 3 Zinnen Region mit sechs

Kabinenbahnen, die mit verminderter

Förderleistung fahren, ganz anders

aus. Dazu Mark Winkler: „Wir desinfizieren

jeden Tag auf jeder Anlage

jede einzelne Gondel. Dabei bringen

wir mit speziellen Kaltvernebelungsgeräten

einen

lang anhaltenden,

schwebfähigen

Tröpfchennebel

aus. Innerhalb

einer Minute

werden dadurch

99,99 Prozent der

Viren, Bakterien

und Sporen an den Mark Winkler,

behandelten Oberflächen

eliminiert. Aber

3 Zinnen AG

nicht etwa erst nach Betriebsschluss,

sondern sichtbar für alle Gäste –

beginnend am späten Nachmittag und

vor dem täglichen Start der Anlage.“

Eine weitere Sicherheit ist die

50-Prozent-Auslastung der Kabinen,

die dank der hohen Förderleistung

der Anlagen kaum für längere Warteschlangen

oder Drängereien sorgen

dürfte.

Organisiertes Anstehen und Einsteigen

Für Sessellifte und Gondelbahnen gleichermaßen

müssen bei Bedarf das Anstehen

vor dem Lift und das Einsteigen

„begleitet“ werden. Möglicherweise

wird jedes 2. Drehkreuz gesperrt, und

der Zutritt zu den einzelnen Kabinen

wird so gestaltetet, dass keine Drängereien

entstehen können. Mark Winkler

weiter: „Wir ziehen auch für die

Zubringerbahnen einen Beginn schon

um 8.30 Uhr statt 9 Uhr in Betracht.

Damit am Vormittag beispielsweise in

Vierschach oder anderen Zubringerliften

kein Gedränge entsteht, kann

auch die Talabfahrt von 9.30 bis

11 Uhr gesperrt werden. Damit

wird die Anlage nur mit dem

Kaltvernebelung zur Deisinfizierung der Umlaufbahnen

Ersteinstieg belastet, da von oben keine

Skiläufer kommen.“ Die Erneuerung

der Seilbahn Sexten zum Helm wurde

vorgezogen und wird schon diesen

Winter durch den neuen Helmjet

Sexten ersetzt. Die Premium-10er- Umlaufbahn

bietet ausreichend Platz und

verdreifacht die Transportkapazität

der bisherigen Pendelbahn. „Insgesamt

werden wir für die Abstandskontrollen

auch einige Mitarbeiter mehr

brauchen. Abgesehen davon haben wir

schon im Sommer ein umfassendes

Hygienekonzept erstellt, welches auf

unserer Homepage www.dreizinnen.

com an vorderster Stelle abgerufen

werden kann“, so der Geschäftsführer

der Dreizinnen AG.

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64 PORTRAIT

Lieben, was man tut –

tun, was man liebt

Daniela Niederstätter – vom Geschichtsstudium

in die Firmenleitung.

Sie ist eine Frau in einer Männerdomäne,

aber eigentlich lässt

sie das nicht (mehr) gelten. Heute

lebt die Gesellschaft das anders,

sagt sie. Was zählt, ist, wie man sich

einsetzt. Wenn man seine Arbeit

liebt und dementsprechend gut

macht, dann sei das kein Thema, ob

man Mann oder Frau ist. Daniela

Niederstätter ist dabei, zusammen

mit ihrem Bruder Manuel als zweite

Generation das erfolgreiche Familienunternehmen

zu übernehmen,

die Niederstätter AG, entstanden

aus der Vision ihrer Tante Maria, die

in den 1970er Jahren, als das noch

als verwegen angesehen wurde, mit

Erfolg gewagt hat, als Frau ihren

Mann zu stehen.

Das Core-Business, Verkauf und

Vermietung von Baumaschinen, hat

sich längst ausgeweitet. Niederstätter

ist heute ein Rundumpartner für den

Bauunternehmer. Nicht nur, was Kauf

oder Miete von hochwertigen Baumaschinen

angeht. Bei Niederstätter erhalten

die Unternehmer auch Beratung

für die Finanzierung der Investitionen

in Baumaschinen, Informationen über

staatliche Förderungen, Planung der

perfekten Position und Nutzung der

Maschinen auf der Baustelle, Ausbildung

in der sicheren Bedienung

der Maschinen und

zu guter Letzt auch noch

die perfekte Wartung.

Denn, so Daniela Niederstätter:

„Was wir verkaufen

und vermieten soll,

lange halten!“ Mit ihrem

Bruder hat sie Anfang 2020

außerdem eine Online-Sharing-

Plattform für Baumaschinen

gegründet: Rentmas. Das Konzept:

365 Tage im Jahr die richtige Maschine

in direkter Nähe zur Baustelle

finden. Ihr Motto ist, die beste und

einfachste Lösung für ihre Kunden zu

finden, das Know-how kontinuierlich

weiterzuentwickeln und die Dienstleistungen

stetig zu verbessern, um den

Kunden perfekte Arbeitsbedingungen

zu ermöglichen.

Generationenwechsel mit Coach und

Einbeziehung der Mitarbeiter

Das Unternehmen ist nicht nur ein

Familienunternehmen, sondern wird

auch als erweiterte Familie gelebt.

Die wichtigste Stütze sind die Mitarbeiter,

eines der bedeutendsten Ziele

des Unternehmens ist die kontinuierliche

Aus- und Weiterbildung und

Motivation ihrer Mitarbeiter. Auch in

die Phase des Generationenwechsels,

der vor ein paar Jahren eingesetzt hat

und für den sich die Niederstätter

Daniela Niederstätter

Zeit nehmen und sich professionell

coachen lassen, sind die Mitarbeiter

des Unternehmens aktiv mit einbezogen.

„Schließlich haben sie es jetzt

plötzlich mit vier anstelle von zwei

Personen zu tun, und schließlich

müssen vor allem auch sie sich auf

Änderungen einstellen, die so ein

Wechsel, so harmonisch er auch abläuft,

mit sich bringt“, betont Daniela

Niederstätter.

Eigentlich wollte sie zunächst nicht in

das Familienunternehmen eintreten.

Als junges Mädchen jobbte sie dort in

den Ferien, aber dann nahm sie nach

Abschluss der Matura ein Studium

der Geschichte auf. Ein Thema, das

sie nebenbei immer noch interessiert.

Aber irgendwann ging es dann doch in

die Firma zurück; seit drei Jahren ist

Wir sind ein Netzwerk von

Südtiroler Experten für

die Komplett abwicklung

von Seilbahn- und

Beschneiungsprojekten:

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PORTRAIT

65

sie in der Geschäftsleitung und ebenso

fasziniert von allem, was mit Personalführung

zu tun hat, wie von den

technischen Seiten der Firmentätigkeit.

Heute fühlt sie sich dort genau am

rechten Platz.

Volles Engagement

bei Arbeit und Familie

Daniela Niederstätter zusammen mit ihrem Bruder Manuel

Und nicht nur dort. Auch zu Hause,

mit ihrem Mann Robbie und ihren

zwei Töchtern Ilvie (10) und Lia (8).

Für Daniela Niederstätter, 38 Jahre

alt, ist es ganz normal, beides voll zu

leben. Und als normal wird es auch in

ihrem Umfeld angesehen. „Ich hätte

etwas anderes nie akzeptieren können,

möchte mich dem widmen, was ich

gerne mache, und das ist Arbeit und

Familie.“ Dass dies so gut klappt, verdankt

sie auch, wie sie sagt, der Tatsache,

dass sie einen tollen Mann hat.

„Wir teilen uns die Kindererziehung,

ich mache zweimal in der Woche nachmittags

Homeoffice, er als Freiberufler

wartet am Morgen, bis die Kinder in

der Schule sind …“ Keine Frage, dass

Abend- und Wochenendarbeit dann

allerdings keine Seltenheit sind.

Dass Daniela Niederstätter eine durch

und durch positiv eingestellte Person

ist, zeigt sich auch, wenn sie über

Covid-19 spricht. Das Unternehmen

war über zwei Monate geschlossen.

Aber sie sieht neben den damit verbundenen

Verlusten vor allen Dingen

auch die Chancen: „Natürlich ist die

Situation alles andere als schön, aber

wir haben die Zeit zu nutzen gewusst,

haben an den Strukturen gearbeitet,

neue Ideen für die Zukunft entwickelt,

in unserer Academy die Online-Schulungen

eingeführt …“ Nach ihrer besten

Eigenschaft gefragt, antwortet sie

sehr offen. „Ich habe nicht eine beste

Eigenschaft, aber ich denke doch viele

gute und viele ausbaufähige.“ Sie ist

offen, unkompliziert, direkt, lustig, engagiert,

hat Freude an dem, was sie tut.

Als negative Eigenschaft stuft sie ein,

dass sie vielleicht zu emotional ist und

manchmal zu entschlossen. Auf was sie

nicht verzichten könnte, sind Momente

für sich. Am liebsten in Bewegung beim

Spazierengehen oder Wandern. Viele

sind es nicht, aber das braucht sie, um

die Batterien wieder aufzuladen und

Ordnung zu schaffen im Kopf.

Kunst und Kultur lehren neue

Blickwinkel, auch für das Business

Kunst und Kultur sind ein wichtiges

Thema für sie. „Meine Tante hat das

begonnen, und ich bin mit hineingewachsen.“

Niederstätter fördert regionale

Kulturprojekte, Kunst, Theater,

Transart … nicht im Sinne von Subventionen,

sondern als Investitionen.

„Kunst und Kultur sind sehr vielfältig.

Wenn man sich damit intensiv auseinandersetzt,

sich darauf einlässt,

eröffnen sich immer neue Blickwinkel,

auch mal links oder rechts daneben.

Daraus lässt sich vieles lernen.“

Was würde Daniela Niederstätter einem

jungen Mädchen und Jungen mit

auf den Weg in die Zukunft geben?

„Hör auf dein Herz, das zeigt dir den

richtigen Weg. Versuche immer die

beste Version von dir selbst zu sein, sei

demütig und vertrauenswürdig und

gehe deinen Weg.“

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66

GESUNDHEIT

Titel Titel

Natürliche Immun-Booster

Wenn die Temperaturen sinken,

steigt erfahrungsgemäß das Erkältungsrisiko.

Ein starkes Immunsystem

ist gerade wichtiger denn je.

Zum Glück bietet die Natur einige

Mittel, mit denen die körpereigenen

Abwehrkräfte besonders in der kalten

Jahreszeit unterstützt werden können.

Ingwer

Die angenehm scharfe

Knolle ist eine Wunderwaffe

gegen jede Erkältung, denn sie

Sicheres Skifahren

In vielen Skigebieten wurde mit den Jahren erkannt, dass

ein zuverlässiges Videoüberwachungssystem eine wichtige

Einrichtung für den Skibetrieb ist.

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So wurden im Skigebiet Obereggen,

verschiedene Kameramodelle von Panasonic i-PRO Extreme

Full HD wie DOME-360°-ANTIVANDALISMUS oder

Mini-DOME für die allgemeine Sicherheit auf den Pisten

erfolgreich installiert.

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Ziel ist, zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis eine optimale

Überwachung der ganzen Ski Area zu gewährleisten.

Die hochwertigen Objektive mit Regenschutzbeschichtung

sind in der Lage, sowohl beim Tag- als auch beim Nachtskifahren

und bei schlechten Wetterverhältnissen Bilder in

höchster Qualität zu liefern.

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Skianlagen auf, garantiert die Kontrolle der Parkplätze bis hin

zu Einrichtungen für Skipassverkauf und Skiverleih.


GESUNDHEIT

67

enthält neben ätherischen Ölen auch einige Spurenelemente,

die entzündungshemmend wirken. Ob als Tee, Shot oder

pur – der Ingwer lindert Schmerzen und hilft gegen Übelkeit.

Mit Honig und Zitrone garniert verwandelt sich der

Ingwertee in einen wohltuenden Wellnessdrink.

Zwiebel und Knoblauch

Nicht nur in der Küche sind die beliebten Gemüsesorten

wahre Künstler – sie können auch die

Abwehrkräfte ankurbeln. Den sekundären Pflanzenstoffen

Allicin und Kaempferol wird eine antibakterielle

Wirkung nachgesagt. Zum Vorbeugen von Erkältungen

sollten die tollen Knollen möglichst roh verzehrt werden –

beispielsweise im Salat oder im Gemüse-Smoothie. Selbst

gemachter Saft aus Zwiebeln und Zucker lindert außerdem

den Husten.

ZZZ

Genug Schlaf

Es ist kein Geheimnis, dass guter Schlaf essenziell

für die Körperregeneration ist. In wissenschaftlichen

Studien haben Forscher der Uni Tübingen herausgefunden,

dass die Funktion der sogenannten T-Zellen im

Organismus durch zu wenig Schlaf erheblich gestört wird.

Diese Zellen fungieren als Wächter und zirkulieren ständig

im Blutkreislauf auf der Suche nach Erregern, die sie

bekämpfen sollen. Je effektiver die T-Zellen arbeiten, desto

besser funktioniert also das Immunsystem. Empfehlenswert

sind sieben bis acht Stunden Erholung, um die Abwehrkräfte

zu stärken. Bei Schlafstörungen helfen pflanzliche Mittel wie

Baldrian oder Lavendel.

Kräuter

Salbei, Thymian, Kamille und Melisse sind wahre

Schätze aus der Natur, die dem Körper guttun. In

Form von Tee tragen sie dazu bei, Viren abzuwehren

und sich gegen Erkältungen zu wappnen. Diese Heilpflanzen

enthalten ätherische Öle, die besonders an den Schleimhäuten

antiseptisch wirken. Melisse soll auch einen beruhigenden

Effekt auf die Psyche haben.

Sauerkraut

Der Klassiker der deutschen Küche ist ein Super-

Food! Als fermentiertes Lebensmittel wirkt sich

Sauerkraut dank der Milchsäurebakterien sehr positiv

auf die Darmflora aus. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass

ein gesunder Darm ausschlaggebend für ein funktionierendes

Immunsystem ist. Zusätzlich ist das leckere Kraut reich

an Vitamin C und hat wenig Kalorien.

Vitamin D

Mithilfe von Sonnenlicht kann der Körper selbst

dieses essenzielle Vitamin produzieren, das nicht nur

für gesunde Knochen, sondern auch für eine starke

Abwehr sorgt. Besonders in der dunklen Jahreszeit ist es

umso wichtiger, regelmäßig Zeit draußen zu verbringen –

am besten beim Spazierengehen oder Sport.

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Das Handy wird zum

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Wartezeit an der Kasse, ohne eine Karte. Das

AX500 Smart Gate NG BLE weist den Weg in

eine noch bequemere und COVID-19-

sicherere Zukunft. teamaxess.com


68 BUNTE MELDUNGEN

Athesia im ALGO Shopping Center

My Panino

Am 2. Dezember wurde die 16.

Athesia-Buch-Filiale für Bücher,

Papier, Schulwaren und Schreibwaren

im ALGO Shopping Center in Algund

eröffnet. Sechs neue Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter betreuen die Kundinnen

und Kunden unter der Leitung

von Andrea Wenin. Das ALGO

Shopping Center, vormals Maxi Mode

Center Algund, ist das zweite große

Südtiroler Einkaufszentrum und wird

bis nächstes Frühjahr auf rund 70

Geschäfte erweitert. Vorgesehen sind

auch ein Mehrsaal-Kino, Bowlingbahnen,

Restaurants sowie Cafés, neue

Parkflächen und eine direkte Anbindung

an den Zug- und Bus-Bahnhof

Radius 190 x 93

10.12. Alpine Technologien - infrastrutture

Algund. Die Athesia-Buch-Filiale umfasst

350 Quadratmeter Verkaufsfläche

und befindet sich direkt im Eingangsbereich,

in bester Lage gegenüber dem

M-Preis-Geschäft und einem Café.

Errichtet wurde die Filiale unter der

Führung des Generalunternehmens

IG-Service aus Cles am Nonsberg, für

die helle und kundenfreundliche Einrichtung

zeichnet das österreichische

Unternehmen Umdasch verantwortlich.

In der Athesia-Buch-Filiale, die

fristgerecht für das Weihnachtsgeschäft

öffnete, werden auch alle bewährten

Dienstleistungen angeboten wie zum

Beispiel ein Bestellservice, Tickets für

Veranstaltungen usw.

Athesia Buch im neuen ALGO Shopping Center

16. Filiale in Algund eröffnet – Viel Fläche, sechs Mitarbeiter/innen

Gestern eröffnete Athesia Buch im ALGO Shopping Center Algund die 16. Filiale für Bücher,

Papier, Schul- und Schreibwaren sowie Geschenkartikel. Sechs neue Mitarbeiterinnen und -

Mitarbeiter betreuen die Kundinnen und Kunden unter der Leitung von Andrea Wenin.

Das ALGO Shopping Center, vormals Maxi Mode Center Algund, ist das zweite große Südtiroler

Einkaufszentrum und wird bis nächstes Frühjahr auf rund 70 Geschäfte erweitert. Vorgesehen

sind auch ein Mehrsaal-Kino, Bowlingbahnen, Restaurants sowie Cafés, neue Parkflächen und

eine direkte Anbindung an den Zug- und Bus-Bahnhof Algund.

Wir sind Ihr Partner für den

alpinen Landschaftsbau:

Die Athesia-Buch-Filiale

Speicherbecken,

umfasst 350 m² Verkaufsfläche und befindet sich direkt im

Eingangsbereich, Steinschlagschutz,

bester Lage gegenüber dem M-Preis-Geschäft und einem Café. Errichtet

wurde die Filiale Lawinenprävention,

unter der Führung des Generalunternehmens IG-Service aus Cles am

Nonsberg, für die Hangsicherung

helle und kundenfreundliche Einrichtung zeichnet das österreichische

Unternehmen Umdasch sowie Schutzdämme.

verantwortlich.

www bautechnik.it

In der Athesia-Buch-Filiale, die fristgerecht für das Weihnachtsgeschäft öffnete, werden auch

alle bewährten Dienstleistungen angeboten wie zum Beispiel ein Bestellservice, Tickets für

Vom Fach.

Veranstaltungen etc.

Eine Idee die gerade

zu diesen Zeiten gut

ankommen dürfte.

Dazu Philipp

Spiess, verantwortlich

für das

Projekt „myPanino“

der Bäckerei Eisenstecken

in Kaltern:

„Wir beliefern Südtiroler

Unternehmen

mit frischen belegten

Broten. Das

Brot kommt frisch

aus dem Ofen der

Bäckerei Eisenstecken

und wird von

unseren Mitarbeitern

mit ausgewählten

Zutaten belegt, verpackt

und geliefert. Unsere Produkte sind

frei von Konservierungsstoffen und

bilden in der Kombi mit Wurstwaren,

aber auch veganen Aufstrichen, einen

nährreichen und schnellen Snack!“

Die Idee hinter diesem Konzept ist die

Wiederbelebung des klassischen belegten

Brotes, in einer sehr schnellen und

hektischen Welt, wo nicht viel Zeit

bleibt, um eine frische Mahlzeit oder

Snack zu sich zu nehmen. Weitere

Informationen unter

philipp@eisenstecken.com


BUNTE MELDUNGEN

69

Kronplatz-Holding: Ein neue, zeitgemäße Struktur

Die Kronplatz Seilbahn AG stellt sich

neu auf. Bei der außerordentlichen

Generalversammlung haben die 589

Aktionären der Kronplatz Seilbahn AG

die Umstrukturierung in die Kronplatz

Holding AG, mit drei operativen

Tochtergesellschaften, beschlossen.

Die Kronplatz Seilbahn AG hat sich als

eine erfolgreiche und solide, aber auch

komplexe Gesellschaft etabliert. Bis

dato übte die Kronplatz Seilbahn AG

eine Doppelfunktion aus: Die

operative Seilbahntätigkeit,

mit all

ihren bekannten

und vielschichtigen

Geschäftsfeldern,

zum

anderen eine

Holdingfunktion

als Muttergesellschaft

der Tochterunternehmen

Andreas Dorfmann,

CEO Kronplatz Seilbahn AG

Kronplatz Gastronomie GmbH und

Kronplatz Touristik GmbH. Anlässlich

der außerordentlichen Generalversammlung

(als Videokonferenz) wurde die

Kronplatz Holding AG aus der Taufe

gehoben; eine Holdinggesellschaft mit

drei Geschäftsfeldern. Alle operativen

Unternehmen – die Kronplatz Seilbahn

GmbH, die Kronplatz Touristik GmbH

und die Kronplatz Gastronomie GmbH,

sind als Tochtergesellschaften unter der

Führung der gemeinsamen Holding

tätig. Die Neuordnung verfolgt das Ziel

die gesamte Struktur der Unternehmensgruppe

klar zu definieren, mit eindeutig

abgesteckten Tätigkeitsbereichen, um so

gezielter, effizienter und leistungsfähiger

agieren zu können. Die Seilbahn GmbH,

als Tochtergesellschaft der Holding,

wird von einem geschäftsführenden Direktor

zusammen mit einem schlanken

Verwaltungsrat, gemeinsam geführt.

Unterstützen und

Vorteile genießen

Ehrenamtliches Engagement, schnelle und professionelle

Hilfe im Notfall, Sicherheit, Verlässlichkeit, Gemeinschaft:

Dies und vieles andere zeichnet den Landesrettungsverein

Weißes Kreuz aus. Mit den Mitgliedschaften wird in erster

Linie die Arbeit der mehr als 3.600 Freiwilligen unterstützt,

und es werden Leistungen ermöglicht, die andernfalls nicht

finanziert werden könnten. Mit der Basismitgliedschaft

SÜDTIROL sichern Sie sich viele Vorteile vor Ort wie eine

Anzahl von kostenlosen Krankentransporten, die Übernahme

von anfallenden Rettungskosten und den Besuch eines kostenlosen

Erste-Hilfe-Grundkurses. Mit den Mitgliedschaften

WELTWEIT und WELTWEIT

PLUS werden Sie mit Rückholungen

und Verlegungen

sowie Blutkonserven- und

Medikamententransporten im

Ausland unterstützt. Weitere

Informationen entnehmen Sie

der Webseite www.werdemitglied.it.

Und zu Bürozeiten

werden etwaige Fragen unter

der Rufnummer 0471 444 310

beantwortet.

GEMEINSAM.

JAHRESMITGLIEDSCHAFT 2021

weisseskreuz.bz.it


70

AKTUELL

Kostengünstige Eisfeldverkleinerung

Die Frage nach der Größe eines

Eishockey-Spielfelds lässt sich nicht

pauschal beantworten. Sie hängt davon

ab, wo es sich befindet. In Europa misst

die Eisfläche 60 x 30 Meter, in der amerikanischen

National Hockey League

(NHL) ist sie um vier Meter kleiner (60

x 26 Meter). Offen ist, ob auch in den

nationalen Ligen, wie der Deutschen

Eishockey-Liga (DEL), in Zukunft

Anpassungen nötig werden. Markus

Profanter engo-Geschäftsführer kennt

die Realitäten der öffentlich betriebenen

Eisstadien. Deswegen machte das

Entwicklungsteam von engo sich sofort

daran, sich mögliche Alternativen zu

überlegen, um den Eisstadien-Betreibern

eine kostengünstigere Lösung zu bieten.

Da in den meisten Eisstadien nicht nur

Hockey gespielt wird, sondern auch

andere Eissportarten betrieben werden.

Nach relativ kurzer Entwicklungszeit

war es dann soweit. Engo präsentierte

sein innovatives Quick Adapt System –

das weltweit erste hydraulische System

zur Eisfeldverkleinerung.

Dank dem ausgefeilten System können

Stadien Betreiber ab sofort mit ihrem

bestehenden Stadion ohne Neubau

zwischen beiden Eisfeldgrößen wählen.

Insgesamt 16 hydraulisch betriebene

Zylinder schieben die Eishockeybande

pro Seite um je zwei Meter in Richtung

Eisfeldmitte. Dort wird die Bande dann

wieder fixiert. Die Verschiebung dauert

insgesamt nur knapp drei Stunden.

Agentur für Architektur-Marketing

Insider kennen ap35 als führenden

Agentur für „Architecture Management

& Relationship Marketing“ im Bereich

der Architektur- und Baubranche – mit

Sitz in Zürich, Ulm und neuerdings

auch in Meran. In Südtirol ist ap35

schon seit 2009 aktiv. Die Agentur führte

gemeinsam mit IDM Südtirol sowie

Südtiroler Unternehmen im Bausektor

und im Architekturumfeld die internationale

Architektur-Plattform ‚alpitecture‘

durch und am Kronplatz wurden

mehrmals die „GAM Open – German

Architects Masters“ organisiert. „Menschen

zusammenführen, die sich mit Architektur,

Design und Bau beschäftigen,

sei es als Experte, Kunde, Entscheider

oder als interessierter Zeitgenosse – das

beschreibt unsere Tätigkeit am besten,“

meint Andreas Pfetsch, Gründer des

Unternehmens. Markus Walder wird als

Geschäftsführender Gesellschafter die

ap35 Italien GmbH mit Sitz in Meran

aufbauen. Der erfahrenen Marketingexperten

und Netzwerker im Bereich

Architektur und Bau, ist in Südtirol – als

Ex-Vizedirektor und Bereichsleiter der

EOS und später als Marketingleiter bei

PICHLER Projects in Bozen, bestens

bekannt. „Die Unternehmen und die

Qualität aus Südtirol ist leider noch zu

oft nur mit dem Tourismus und den

Lebensmittelprodukten verbunden. Als

ap35 werden wir aktiv daran arbeiten,

dass unsere Architekten und die Handwerksbetriebe

international bekannter

und vor allem begehrlicher werden“,

betont Markus Walder. Weitere Informationen

unter: mw@ap35.it

Intelligente

Stromzähler

Edyna, der größte Stromverteiler

Südtirols, hat in Auer und Neumarkt

die Installation der neuen intelligenten

Stromzähler erfolgreich umgesetzt.

Der Austausch der alten Stromzähler

mit den sogenannten Smart Meter

startete im September 2020 in den

beiden Gemeinden des Unterlands.

In den kommenden vier Jahren ist

der Austausch der Stromzähler aller

238.000 Kunden von Edyna vorgesehen.

In den vergangenen Wochen

wurden in den Gemeinden Auer und

Neumarkt mehr als 5.000 neue intelligente

Zähler installiert. „Wir konnten

den Zeitplan trotz der zusätzlichen

Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang

mit Covid19 perfekt einhalten“,

sagt Luis Amort, CEO von Edyna.

„Ein Ergebnis, das dem Einsatz des

gesamten Projektteams zu verdanken

ist, aber auch unseren Kunden, die

den Zugang zu den Zählerräumen

ermöglicht sowie Verständnis für den

mit dem Eingriff verbundenen kurzen

Stromausfall gezeigt haben.“ Die neu

installierten Zähler ermöglichen den

Benutzern eine bessere Kontrolle ihres

Stromverbrauchs und dem Verteiler

eine effizientere Verwaltung des Netzes.

Der Austausch der Zähler beginnt

demnächst in der Gemeinde Kaltern,

gefolgt von acht weiteren Gemeinden

im Unterland in der ersten Hälfte

des Jahres 2021, mit dem Ziel, den

Austausch in allen 96 Gemeinden, in

denen Edyna als Energieverteiler tätig

ist, bis 2024 abzuschließen.


AKTUELL

71

Errichtung der neuen Piste „CIR II“ im Skigebiet

Dantercepies in Wolkenstein mit einer Länge

von 1.110 m und maximaler Neigung von 52%

„In diesem Jahr durften wir

wieder bei mehreren bedeutenden

Projekten in und

außerhalb Südtirol mitarbeiten.

Wir möchten uns hiermit

bei unseren Kunden für das

entgegengebrachte Vertrauen

bedanken und wünschen

viel Erfolg”

Klaus Mair, Geschäftsführer

Anpassungsarbeiten an der Skipiste „Labirinti“ im

benachbarten Cortina d‘Ampezzo, wo 2021 der

Riesentorlauf der Herren stattfindet. Die Weltcuppiste

mit einer Länge von 690 m und einer Neigung

von 62% stellt auch für die Profis eine große

Herausforderung dar.

Mair Josef & Co. KG des Mair Klaus I Kiefernhainweg 98 I 39026 Prad am Stilfserjoch I Tel: 0473 730261 I info@mairjosef.it

www.mairjosef.it


72

CORTINA

AKTUELL

AT ITS

BEST

EINE GRUPPE INNOVATIVER TECHNOLOGIEUNTERNEHMEN.

Seilbahnen, Pistenfahrzeuge und Beschneiungsanlagen aus einer

Hand, die einiges gemeinsam haben: technische Exzellenz, Design

und einen hohen Spezialisierungsgrad.

www.leitner.com

www.prinoth.com

www.demaclenko.com

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