Magazine Wallis Winter 2020

valais

AUSGABE 11 11. DEZEMBER 2020

WALLIS

INS HERZ GEMEISSELT

Reck wird dank Florent Massy zum Suchhund

Germaine Cousin und die Kräuter

Instagrammer zeigen das Wallis

Freiheit auf Freetracks Winter-Specials


Find, was Dir güet tüet.

Seien wir ehrlich. Wir wussten zwar, dass es ein Covid-19-

Marathon wird. Doch wir wussten nicht, wie er sich anfühlen

wird. Deshalb ist es wichtig, dass wir gut zu uns schauen,

uns Pausen gönnen: Kraft tanken, auspowern, durchatmen.

Wir wollen für solche Auszeiten sorgen.

Unter dem Motto «Find, was Dir güet tüet» bieten wir den

Menschen an, die besondere Kraft des Wallis in all seiner

Vielfalt zu erleben. Dazu gehören klassische Winter-Aktivitäten

oder einfach ein Tapetenwechsel. Raus aus dem

Stadtnebel, hinein in ein romantisches Walliser Dorf, durch

stiebenden Pulverschnee auf den gelb markierten Freetracks

gleiten oder mit der ganzen Familie den Winter beim

Langlaufen und Schneeschuhwandern geniessen.

Damit Sie bequem und einfach finden, was Ihnen guttut,

haben wir unser Wallis-Portal wallis.ch neu aufgesetzt.

Mit wenigen Klicks finden Sie inspirierende und passende

Angebote. Und sei es nur für einen kurzen Ausflug hin zur

Walliser Wintersonne.

Damit Sie Ihre Auszeit im Wallis geniessen können, geben

wir unser Bestes. Der Kanton Wallis und die verschiedenen

Leistungsträger tun alles, um die notwendigen Schutzkonzepte

bestmöglich umzusetzen. Wir freuen uns auf Sie und

Ihre ganz persönliche Pause im Wallis.

Haben Sie eine besonders

schöne Erinnerung an

den Winter im Wallis?

Teilen Sie diese auf

Facebook, Twitter oder

Instagram mit dem Hashtag

#MeinWinterImWallis

EDITO

Herzlich, Damian Constantin,

Direktor Valais/Wallis Promotion

impressum

Titel Marco Schnyder

«Wallis» erscheint als Beilage der Schweizer

Illustrierten am 11. Dezember 2020 Redaktion |

«Wallis», Schweizer Illustrierte, Flurstrasse 55,

Postfach, 8021 Zürich, Tel. 058 269 26 26, info@

schweizer-illustrierte.ch Leitung Wallis | Urs

Heller Leiter Publikumszeitschriften | Stefan

Regez Redaktionsleitung | Monique Ryser

Layout / Produktion | Kathrin Hefel (Leitung)

Designkonzept | Beling Thoenen Design

Bildredaktion | Regula Revellado (Leitung),

Sandra Zutter Korrektorat | Barbara Siegrist

Mitarbeiter dieser Ausgabe | Manuela

Lavanchy Fotografen | The Alpinists, Dario

Andenmatten, David Boraley, David Carlier,

Arnaud Dorsaz, Guillaume Dorsaz, Thomas

Luisier, Sedrik Nehmet, Marco Schnyder,

Silvan Widmer Bildbearbeitung | Ringier

Redaktions-Services Verlag | Ringier Axel

Springer Schweiz AG, Flurstrasse 55,

Postfach, 8021 Zürich, Tel. 058 269 20 00

Vermarktung | Admeira SA, Flurstrasse 55,

Postfach, 8021 Zürich, Tel. +41 58 909 99 62,

salesservices@ringier.ch Anzeigenpreise

und AGB | www.admeira.ch Director Brand

Sales | Thomas Passen Head of Sales

RASCH | Beniamino Esposito Head of Sales

People & Family | Tobias Hunziker Sales |

Tanja Schwarz Media Service Print | Esther

Staub Produktionsleiter | Nico Kutsomanolakis

Druck | Swissprinters, 4800 Zofingen

3


20

Germaine Cousin-

Zermatten sammelt seit

Jahrzehnten alte Rezepte.

INHALT

12

34

Sicherheitschef Paul-Victor

Amaudruz entscheidet,

wo gesprengt werden muss.

Gourmets kommen

sowohl in den Bergen als im

Tal voll auf ihre Kosten.

6

STARTER

#MeinWinterImWallis

Das Gewinnerbild beim Wettbewerb

12

FREESKI

Freiheit im Pulverschnee

Der Sicherheitschef Paul-Victor

Amaudruz sorgt für das Freiheitsgefühl

auf Freetrackpisten

20

WISSEN DER VORFAHREN

Germaine Cousin

Die 95-Jährige sammelt Gesundheitstipps

von früher und weiss,

wie wir mit Kräutern gesund bleiben

24

SCHNEESCHUHLAUFEN

Auf grossem Fuss

Allein auf weiter Flur – und ruhigen

Schrittes vorwärtskommen

26

LANGLAUF

Sportlich und gemütlich

Die Langlaufloipen im Goms sind

die sonnigsten der Schweiz!

28

INDUSTRIE

Strickmaschinen

Die Firma Steiger aus

Vionnaz strickt für die Medizin.

Aber auch für Luxusmarken

4

34

KULINARIK

Wandern und Schlemmen

Drei Wandertipps mit kulinarischen

Genüssen als Belohnung

38

FLORENT MASSY

Junger Hund in der Lehre

Patrouilleur Florent will Hund Reck

zum Lawinenhund ausbilden

45

WIRTSCHAFT

Impfstoff aus dem Wallis

Die Lonza in Visp baut im Ibex-Biopark

Produktionslinien für die Herstellung

des Moderna-Impfstoffs


11

Inhalt

56 26

Das Wallis und seine

mächtige Natur ist beliebtes

Sujet auf Instagram.

Das weite Hochtal

Goms ist DAS Langlaufparadies.

46

SÉVERINE PONT-COMBE

Skibergsteigen in Crans-Montana

Auf den Spuren der Gewinnerin

der Patrouille des Glaciers

52

CHRISTOPHE CLIVAZ

Auch die Städte besuchen

Der erste grüne Nationalrat

des Wallis im Interview

56

PORTFOLIO

Wallis auf Instagram

Zahlreiche Fotografen posten

Bilder vom Wallis auf Instagram.

Die schönsten Sujets

66

WEIN

Marke Wallis

Jetzt gibt es auch Weine mit

dem Qualitätsmerkmal «Marke Wallis»

70

JUBILÄUM

Xtreme Verbier

Der Event am Bec des Rosses war

Geburtsstunde der Freeride World Tour

73

KT GORIQUE

Die Walliser Rapperin

Ivorische Wurzeln, Heimat Martigny,

beste Rapperin der Schweiz –

die 27-Jährige räumt ab

74

WINTER-SPECIALS

Von früh bis spät

Tagsüber Schnee, Sonne, frische Luft

und Freiheitsgefühle geniessen,

abends im Thermalwasser oder Spa

entspannen und sich dann kulinarisch

verwöhnen lassen. Oder einmal etwas

tun, was man noch nie getan hat?

Für alle Interessen, ob während der

Ferien oder eines Kurzaufenthalts –

die Spezialangebote des Winters

82

SO NAH

In zwei Stunden im Skigebiet

Das Wallis liegt näher, als man denkt,

und ist bestens mit dem ÖV erschlossen

Fotos David Carlier, Sedrik Nemeth, Silvan Widmer, Pascal Gertschen

5


13 STERNE

#MeinWinterImWallis

David Boraley ist der Gewinner des letztjährigen Fotowettbewerbs.

Posten auch Sie Ihre Wallis-Bilder!

Walliser Winter | Der Lac de Taney Anfang

Dezember. «Das ist mein Ort der

Ruhe, nicht weit von meinem Zuhause

entfernt», so David Boraley. Er steige häufig

zum See hinauf, an diesem frühen Dezembertag

ging er aber extra hin, um zu

fotografieren. «Ich wollte die Landschaft

mit dem ersten Schnee abbilden. Noch

früh genug, dass der See nicht gefroren

und dann eben noch nicht schneebedeckt

ist», erklärt er. «Ich stellte mir die

Stimmung sehr mystisch vor.» Und genau

so war es dann auch, wie das Bild beweist.

David Boraley ist gelernter Koch, hat aber

seinen Job vor einem Jahr an den Nagel

gehängt und arbeitet nun vollberuflich als

Fotograf. «Die Geburt meiner Tochter

gab dafür den Ausschlag.»

6

Sein Bild hat Boraley unter dem Hashtag

#MeinWinterImWallis gepostet. Treten

auch Sie der Wallis-Community bei, und

posten Sie Ihre Wallis-Winterbilder unter

#MeinWinterImWallis. Alleine auf Instagram

gibt es bereits über 3200 Einträge

mit diesem Hashtag, darunter die schönsten

Landschaften in Bildern und Video.

www.wallis.ch/MeinWinterImWallis


Walliser

Wimmelbuch

Arbeiten

im Ferienparadies

Commeire | Arbeiten und entspannen

in den Walliser Alpen: Das Angebot

«workation» von Montagne Alternative

verbindet Komfort mit Tradition und ermöglicht,

Telearbeit mit Natur pur zu kombinieren.

Als Reaktion auf die aktuellen

Verhaltens- und Hygieneregeln mit der

Aufforderung zum Homeoffice kommt

das Angebot gerade richtig. Denn auch

wenn es die Technologie ermöglicht,

ist das Arbeiten von zu Hause nicht immer

einfach. Wieso also nicht arbeiten

auf Distanz, natürlich mit Highspeed-

Internet, aber aus dem Hotelzimmer auf

1450 Metern über Meer? Das ist dank

«workation» des innovativen Hotelkonzepts

von Montagne Alternative möglich.

Die Hotelstruktur bietet Unterkünfte in

jahrhundertealten Scheunen, renoviert

mit Stil und Respekt vor der Tradition.

Gelegen im idyllischen Weiler Commeire

oberhalb von Orsières befinden sich

die Unterkünfte im Herzen des Pays du

St-Bernard im Wallis. Ideal, um sich zu

fokussieren und neue Energie zu tanken.

Gemietet werden können ganze Scheunen

oder einzelne Zimmer.

www.montagne-alternative.com

Kinderbuch | Kinder lieben Wimmelbücher:

Unzählige Szenen, Menschen,

Gegenstände und Landschaften gibt es

zu entdecken. Und jedes Mal, wenn man

das Wimmelbild vor sich hat, sieht man

wieder Neues. Diese Faszination hat auch

Phil Schüpbach und Julien Valentini

gepackt – ausgelöst durch den Sohn von

Phil, der ein grosser Fan von Wimmelbüchern

ist. «Mir ist aber aufgefallen, dass

alle etwas altmodisch sind», sagt Phil

Schüpbach. Kurz entschlossen setzte er

sich hin und wollte eigene Wimmelbilder

zeichnen. Er gab aber schnell auf – und

kontaktierte Julien Valentini, spezialisiert

auf digitale Illustrationen. Dann ging

alles schnell: 2018 erschien ein erster

Band mit touristischen Orten, Landschaften

und Bräuchen im Wallis. Es folgte

ein Band mit Sportanlässen und jetzt

Band 3 über Industrie und Innovation.

www.valexperience.com

Kinderkrippe

auch

für Gäste

Crans-Montana | Géraldine Bestenheider-Patterson

ist eine Frau, die keine

Langeweile kennt: Sie ist Delegierte des

Gemeindeverbands von Crans-Montana,

Direktorin des Hotels Étrier, Mutter von

drei Töchtern und Gründerin einer Kinderkrippe

– die auch Gästen offensteht.

Von Dezember bis April können dort

Kinder von Feriengästen und Saisonniers

einen schönen Tag verbringen.

Die Kinderkrippe Bibi im Herzen ihres

Hotels entstand in weniger als zwei

Monaten. Mit der Unterstützung der Gemeinde

Crans-Montana hat Géraldine

Bestenheider-Patterson zwei Studios im

Erdgeschoss umbauen und miteinander

verbinden lassen, um die jungen Gäste

der Destination aufzunehmen. Zwischen

Indoor-Aktivitäten, Aktivitäten im Schnee,

einem Kochworkshop, dem Vorlesen von

Geschichten oder einem kleinen Nickerchen

können Kinder im Alter von zwei

bis acht Jahren dort eine tolle Zeit verbringen.

Denn Géraldine Bestenheider-

Patterson weiss: «Wenn die Kinder glücklich

sind, verbringen die Eltern schöne

Ferien.»

www.hoteletrier.ch

Fotos David Boraley, Sedrik Nemeth (2)

7


Vero hext den

Trübsinn weg

13 STERNE

Walliser

Start-ups ganz

gross

Innovation | Mit vier Technologie-Startups

in den Schweizer Top 100 rangiert

das Wallis beim diesjährigen Startup

Award unter den Schweizer Kantonen

an vierter Stelle. Ausgezeichnet wurde

Eyeware Tech aus Martigny, das als Spinoff

des Forschungsinstituts Idiap und der

EPFL eine Software entwickelt hat, welche

die Bewegungen des menschlichen

Auges erkennt. Dies ermöglicht die Zusammenarbeit

von Robotern und Menschen.

Dufour Aerospace aus Visp baut

Drohnentaxis, die bis fünf Personen mit

bis zu 350 Kilometern pro Stunde befördern.

GRZ Technologies aus Sion ermöglichen

die sichere und erschwingliche

Speicherung von Wasserstoff. Depoly

hat ein Verfahren entwickelt, mit dem

PET-Objekte nach umweltfreundlicher

chemischer Zersetzung recycelt werden

können. Alle diese Start-ups werden von

The Ark unterstützt, der Stiftung für

Innovation im Wallis. Der Kanton fördert

seit 2004 über The Ark und die Forschungsinstitute

(Idiap, EPFL Wallis,

HES-SO Valais-Wallis, Icare, Crem) die

Entstehung neuer Technologien.

www.theark.ch

Belalp | Die Hexe Vero lässt sich von

nichts beeindrucken: Sie hat im Gegenteil

diesen Winter noch für zusätzliche

Attraktionen gesorgt. Ein neuer vierter

Zauberteppich und ein Hexentunnel,

mit dem ein Zauberteppich überdacht

wird, stehen den Kindern zur Verfügung.

Das Hexenland liegt direkt neben der

Bergstation und wird – logisch – am besten

mit der Hexengondel angesteuert.

Gerade jetzt ist die Gondel eine gute

Alternative zur Grosskabine. Zeit ihres

Lebens hat sich die Hexe Vero – sie lebt

schon seit 105 Jahren in der Region

Blatten-Belalp – dem Vergnügen der

Kinder verschrieben. Zusammen mit

Rabe Rasputin und ihrem Hexenbesen

unterhält sie Kinder. Sei es auf der

Hexen besen-Tubingbahn, im verzauberten

Hexenwald, auf den Hüpfburgen

oder am Fotopoint – Spass garantiert.

www.belalp.ch

Bäcker

presst Traubenkerne

Susten | Wenn die Walliser Winzer ihre

Trauben ernten, beginnt auch für Bäcker

Paul Mathieu in Susten eine arbeitsintensive

Zeit: Er holt in den Kellereien

der Region ab, was von den Trauben

nach dem Pressen übrig geblieben ist.

Eine matschige Mischung aus Traubenschalen,

Ästen und Kernen. In seiner

Backstube siebt er die Mischung und

trocknet die Kerne. Diese sind reich an

Antioxidantien und damit äusserst gut

für die Haut. Aus den Kernen entsteht

einerseits der sogenannte Presskuchen,

aus dem Bäcker Mathieu das Traubenkernmehl

mahlt. Andererseits tröpfelt

aus der Presse auch Traubenkernöl

heraus. «Ein paar Tropfen davon über

den Salat oder in ein Fondue, das

schmeckt köstlich», sagt Anneliese Mathieu.

Und damit nicht genug: Aus

dem Mehl fertigen Mathieus ihr Traubenkernbrot:

Es wird ohne Hefe hergestellt,

ist aber dennoch luftig und erst

noch voller Vitamin C. Brot, Öl und

Kosmetika – für eine schöne Haut – aus

Resten! Das Beste: Per Post wird in

die ganze Schweiz geliefert.

www.baeckerei-mathieu.ch

8


Rock ’n’ Roll bis

ins letzte Detail

Priscilla Mayor hat sich auf die Herstellung

von Gitarrengurten spezialisiert.

Exaktheit,

Teamgeist und

Spass

Anzère | In den USA ist es ein blühendes

Geschäft, und dort hat es Priscilla

Mayor entdeckt: von Hand gefertigte

und sorgfältig gestaltete Gitarrengurten.

Das war es, was sie machen wollte. Also

hat sich die 30-Jährige in die Selbstständigkeit

gewagt. Dass sie ausgerechnet

auf Gitarrengurten kam, ist nicht ganz

zufällig: Selber ist sie talentierte Gitarristin

und Sängerin, und ihr Vater ist Paul

Mac Bonvin, Rocker, Bluesman und Liebling

der Westschweiz. Den ersten selbst

gemachten Gurt schenkte sie denn auch

ihrem Vater. Mit ihrem Geschäft kann

Priscilla Mayor, die vor Kurzem Mutter

geworden ist, all ihre Leidenschaften

verbinden. Das Label Blackdust hat verschiedene

Modelle im Angebot, Priscilla

macht aber auch personalisierte Gurten.

www.blackdust.ch

Curling | Curling und Eisstockschiessen

finden immer mehr Fans und gelten mittlerweile

als Volkssport. Mehrere Destinationen

und Curlinghallen führen ihre

Gäste im Winter aufs Glatteis, um dem

Schach auf dem Eis zu frönen. Darunter

sind die Iischi Arena in Brig-Glis, Eisbahnen

in Saas-Fee und Zermatt, im Obergoms,

in der Aletsch Arena, in Verbier,

Champéry, Crans-Montana und Hérémence.

In der Iischi Arena etwa können

aktive Curlingspieler, Einsteiger, Plauschcurler,

Kinder und Jugendliche von passenden

Spielzeiten, qualitativ hochwertigem

Material und Eisqualitäten sowie

attraktiven Preisen profitieren. Oder in

Champéry auf der Curlingbahn im Palladium

– wo Stéphane Lambiel auf dem

Eis nebenan Schlittschuhläufer der Spitzenklasse

trainiert – können Kinder bereits

ab 9 Jahren den Curlingsport testen.

Auch hier gibt es für alle Stärkeklassen

die Möglichkeit, sich in Exaktheit,

Teamgeist und Konzentration zu

üben. Curling ist auch eine Alternative,

um Abwechslung ins Ferienprogramm zu

bringen und etwas Neues zu lernen.

www.wallis.ch

Fotos Valais/Wallis Promotion, Sedrik Nemeth, HO, Getty Images

9


13 STERNE

Gut gerüstet in den Winter

Mit einem Halsschlauch bietet das Wallis

einen bequemen und sicheren Virenschutz.

Sicherheit | Mit dem Halsschlauch im

Wallis-Design in einen sorgenfreien

Winter: Mit dem bequemen Accessoire

schützen sich die Gäste im Skigebiet

optimal, ohne auf den Komfort während

des Skitags verzichten zu müssen. Der

Halswärmer, der als Mund- und Nasenschutz

getragen werden kann, erfüllt die

Vorgaben der Empfehlungen der Swiss

National Covid-19 Science Task Force

des BAG und ist von den Swiss Quality

Testing Services geprüft. Hersteller ist das

junge Walliser Unternehmen hä?wear.

«In dieser schwierigen Zeit wollen wir

mithelfen, dass die lokalen Unternehmen

wieder an Fahrt aufnehmen. Die

Zusammenarbeit mit dem Oberwalliser

Unternehmen hä?wear ist ein klares

Zeichen in dieser Richtung», unterstreicht

Raphaël Favre, Direktor von

10

Brand Activation bei Valais/Wallis Promotion.

Der Halsschlauch ist bei 60 Grad

waschbar, und es gibt ihn in vier Designs.

Er ist bei verschiedenen Walliser Destinationen

und weiteren Walliser Partnern

erhältlich. Valais/Wallis Promotion verkauft

den Halsschlauch über die Website

www.wallis.ch zum Sonderpreis von

CHF 29.90 statt CHF 39.90.

www.wallis.ch


Eine saubere

Sache

Museen,

Konzerte,

Dialekte

Kultur | Viele Walliser Ferienorte bieten

kostenlose kulturelle Aktivitäten an.

Einige von ihnen organisieren thematische

Besichtigungen: etwa Hérémence

mit einer Besichtigung des Dorfs zwischen

Vergangenheit und Gegenwart.

Auch einige Museen bieten freien Eintritt,

darunter zum Beispiel das Musée

de Bagnes, das Freilichtmuseum von

Champéry, der Espace Ella Maillart in

Chandolin oder die alten Getreidespeicher

im Val d’Illiez. Auch die fesselnde

Multimedia-Ausstellung «Gletscherwelt

Bettmerhorn» in der Aletsch Arena kann

kostenlos besichtigt werden. Und auch

Sprache ist Kultur: Im Oberwallis stellt

das Goms auf seiner Website einige Wörter

zur Einführung in den Gommer Dialekt

vor. Das Theater La Poste in Visp hat

regelmässig Stücke auf Walliserdeutsch

im Programm. Auf Instagram stellt walliserditsch.ch

jeden Tag ein Wort oder

eine Redewendung in Dialekt vor. Alle

Kulturveranstaltungen im Wallis gibt es

zudem im Kalender von Kultur Wallis.

www.wallis.ch/kultur

www.kulturwallis.ch

www.instagram.com/walliserditsch.ch

Sierre | Marion Constantin hat ihr Glück

gefunden: Zusammen mit ihrem Mann

Olivier hat sie aus eigenen Kräften ein

Atelier für Seifen und Kosmetik erschaffen.

Der Name Le Skáli de Khatone ist

von der Mythologie des hohen Nordens

inspiriert, die Rohstoffe sind alle pure

Natur und nach Möglichkeit in Bio-Qualität.

Marion Constantin hat bei sich in

der Küche angefangen, mit Unterstützung

durch das Wissen von Olivier, der

Drogist gelernt hat. «Wir möchten den

Menschen das Einfache näherbringen,

und zwar mit den Rezepten und dem

Wissen unserer Vorfahren», erklärt Marion

Constanti. Die Produkte haben

Namen wie Valkyrie, Valhalla und Freyja.

Honig aus dem Wallis wird ebenso dafür

verwendet wie Ziegenmilch. Die Haarshampoos

in fester Form enthalten Tonerde

und Tenside aus der Kokosnuss.

www.skali.ch

Cervo

startet neue

Dekade

Zermatt | Für eine Corona-konforme

Bewirtung seiner Gäste hat das Cervo

Mountain Resort die Democratic Mountain

Community ins Leben gerufen.

Registrierte Mitglieder der neuen Gäste-

Community erhalten exklusiven Zugang

zur Onlinereservation für das Après-Ski-

Areal. Mit einer Reservation für bis zu

sechs Personen umgeht der Gast Warteschlangen,

und seine Kontaktangaben

für das Contact Tracing werden am Eingang

automatisch erfasst.

Das Cervo startet zudem in eine neue

Dekade. Den Sommer über wurde renoviert,

umgebaut und ergänzt. Mit dem

neuen Mountain Ashram Spa, drei Restaurants

sowie zusätzlichen Zimmern

und Suiten wurde ein Angebot ausgearbeitet,

das sich flexibel nach den Bedürfnissen

und Wünschen der Gäste richtet.

Nachhaltigkeit ist aber immer noch

gleich wichtig: Mit der eigenen Erdwärmepumpe,

einem Wärmerückgewinnungssystem

und Fotovoltaik können bis

zu 95 Prozent des Energiebedarfs für

Warmwasser und Heizung selbst abgedeckt

werden.

www.cervo.ch

Fotos Valais/Wallis Promotion, Sedrik Nemeth, Bernard van Dierendonck

11


DIE GROSSE

FREIHEIT

Damit die Fahrt im stiebenden Pulverschnee

genossen werden kann, sorgen Fachleute wie

Paul-Victor Amaudruz für Sicherheit.

Text Monique Ryser Fotos David Carlier

FREETRACK

Paul-Victor Amaudruz sichert

mit 30 Leuten das Skigebiet in

Verbier. Auch die Freetracks,

die Strecken für die Freerider.

12


13


FREETRACK

Die Tage von Sicherheits- und Pistenchef

Paul-Victor Amaudruz

beginnen frühmorgens zwischen

sechs und halb sieben. Als einer der

Ersten trifft er im Büro der Bergbahnen

Téléverbier ein und macht eine erste Einschätzung

der Lage. Hat es geschneit,

wie war das Wetter in der Nacht, welche

Wettervorhersagen gibt es für den Tag,

mit welchen Temperaturen ist zu rechnen?

Alle diese Informationen braucht

er, um die nötigen Massnahmen einzuleiten.

«Es kann sein, dass wir eine

Schneeverwehung sprengen oder einen

Streckenabschnitt sperren müssen», erklärt

er. Danach steht er auf die Ski und

fährt die Pisten ab, bei denen er eine

Kontrolle für notwendig hält. «Dabei gibt

es teilweise noch Korrekturen bei der

Strecke.» Unterstützt wird Amaudruz

von 30 Mitarbeitern, die täglich für die

Sicherheit der Gäste unterwegs sind.

Seit fast 30 Jahren macht er diese Arbeit

schon. Ein Bergler, der mehr sieht

und spürt als andere und der nie vergisst,

dass beim Aufenthalt in den Bergen

nur eines zählt: «Respekt und Vorsicht».

In «seinem» Verbier können sich

Skifahrer und Snowboarder auf 250 Kilometern

Piste austoben. Doch mehr

und mehr Gäste wollen ausbrechen – in

die unberührten Hänge des Skigebiets.

«Das kann auch zum Problem werden»,

warnt Paul-Victor Amaudruz. Er ver stehe

das Bedürfnis, selber liebe er es auch,

durch unberührten Pulverschnee zu

gleiten. «Wenn es frisch geschneit hat,

gibt es nichts Schöneres, als eine Spur

in den glitzernden Pulverschnee zu

zeichnen.» Aber diese Freiheit sei nur

schön, wenn man sich und andere nicht

gefährde. Rund ein Viertel des gesamten

Skigebiets wurde deshalb als Freetracks

ausgeschildert. Das sind kontrollierte

und klar umrissene Gebiete, die

zwar gesichert sind, aber nicht präpariert

werden. «Ich rate allen Fans von

Freeride-Fahrten, solche Abschnitte zu

benützen. Man hat das richtige Freeride-

Feeling, wird damit aber nicht zur Gefahr

für die anderen.» Denn es sei leider

so, dass Free rider Gefahr laufen, Lawinen

auszulösen, die im schlimmsten Fall

auf eine gut besuchte Piste rollen und

dort Menschen gefährden.

Was viele nicht wissen: In allen Skigebieten

werden tägliche Kontrollen gemacht,

und es wird häufig gesprengt, um

die Gäste zu schützen. «Pro Jahr und je

nach Witterung brauchen wir bis zu zehn

Tonnen Sprengstoff», erklärt Amaudruz.

Rund 250 fest installierte Sprenganlagen

sichern die Punkte, die dauernd

gesichert werden müssen, situativ müssen

dann noch per Helikopter Sprengladungen

abgeworfen werden. An schwer

zugäng lichen Stellen kommen Gasex-

Lawinensprenganlagen zum Einsatz, die

während des Sommers mit Gastanks bestückt

und dann im Winter per Funk aus-

2

1 Die Bergbahn

Téléverbier

bringt die Sicherheitsleute

auf den Berg. 2 Paul-Victor

Amaudruz und ein Mitarbeiter bereiten

eine Sprengladung vor. Sprengstoff

wird gezielt eingesetzt, um mögliche

Lawinen und Schneeverwehungen

zu sprengen. 3 Freetrack-

Strecken sind nur für

gute Skifahrer!

1

14


3

«In den Bergen

braucht es

Respekt und

Vorsicht»

Paul-Victor

Amaudruz

15


FREETRACK

16


Auch ein Sicherheitschef muss aufpassen.

Nach 30 Jahren und als richtiger Bergler kann

Paul-Victor Amaudruz die Hänge im Skigebiet

von Verbier «lesen». Hier sichert er die unter

den Felsen liegenden Pisten und Freetracks.

17


FREETRACK

1

«Mit Freetracks

haben wir

ein Angebot

geschaffen,

das Sicherheit

und Freiheit

verbindet»

18


1 Totale Freiheit

in der Stille

der unberührten Natur.

2 Amaudruz in der Gondelbahn

auf den Mont-Fort auf 3330 Metern.

Die Aussicht ist atemberaubend. 3 Paul-

Victor Amaudruz versteht das Bedürfnis

nach Freeriden bestens.

Sagt aber: «Nur, wenn ich

niemanden gefährde,

ist es Freiheit.»

2

3

gelöst werden können. Die kontrollierte

Explosion findet rund drei Meter oberhalb

der Schneedecke statt. «Wir benützen

Gasex auch für die Stellen, an denen

unsere Mitarbeiter in der Nacht mit den

Pistenbullys ihre Arbeit machen.»

Sämtliche Patrouilleure werden sorgfältig

geschult. Schneekunde und Schulung

im Umgang mit Sprengstoffen gehören

ebenso dazu wie medizinische Grundkenntnisse

und, in der letzten Phase,

auch das Wissen zu rechtlichen Grundlagen.

Pro Jahr gibt es im Gebiet Verbier-4

Vallées 600 bis 800 Verletzte, die

von ihnen betreut werden. An schönen

Tagen sind schon mal bis zu 25 000 Gäste

im Gebiet, die sich aber im grossen Ski-

Paradies gut verteilen.

19

Die Sicherheitschefs des gesamten

Wallis tauschen sich regelmässig aus und

haben sogar eine Vereinigung, die auch

Kollegen aus dem benachbarten Italien

und Frankreich einschliesst. «Das ist

wichtig. Wir haben alle die gleichen Herausforderungen

zu meistern.» Überall

sei der Wunsch nach Fahren abseits der

Piste gestiegen, die Menschen sehnten

sich nach Natur pur. «Mit Freetracks

haben wir ein Angebot geschaffen, das

Sicherheit und Freiheit verbindet.»

Verbier-4 Vallées ist nicht das einzige

Gebiet, das sich zum Freeski-Paradies

gewandelt hat. Auch in Zinal und Zermatt

finden Freeride-Liebhaber solche

unberührten gesicherten Pisten an steilen

Hängen.

Auch neun Gebirgslandeplätze für das

Heliskiing bieten geübten Freeridern

weitere Optionen, um Spuren im unberührten

Pulverschnee zu hinterlassen.

Verschiedene Walliser Skigebiete

ermöglichen ausserdem rasante Abfahrten

auf dem Fatbike anstatt auf Ski – für

ein ganz neues Fahrgefühl. Wer für den

Trip ins freie Gelände den Umgang mit

Lawinengeräten üben möchte, kann dies

in sogenannten Safety Parks tun. Im

Wallis gibt es davon drei: jeweils einen

in Verbier, Zinal und Les Crosets.

Aber auch das Pistenfahren macht Freude,

vor allem wenn man als Familie unterwegs

ist. Insgesamt gibt es im Wallis

36 Skigebiete und sagenhafte 2000 Pistenkilometer.

Die 45 majestätischen

Viertausender bilden die Kulisse und

eine einzigartige Erlebniswelt für den

Wintersport. Das Wallis hat die höchstgelegenen

Skigebiete der Schweiz und

garantiert Schneesicherheit. Und statt

Freeride kann es ja auch mal eine Traumabfahrt

sein. 25 Kilometer lang fahren,

ohne je einen Skilift zu benützen: Das

geht im Matterhorn paradise von der

Bergstation Matterhorn glacier paradise

bis nach Zermatt, der längsten Abfahrt

des Wallis. Oder um in Verbier zu bleiben:

die zehn Kilometer lange Piste von

Les Attelas nach Verbier hinunter. Das

fordert die Oberschenkel – fast so wie

eine Freeride-Abfahrt.


WALLISERIN

Germaine Cousin-

Zermatten hat

jahrhundertealte

Gesundheitsrezepte

gesammelt.

20


Das Wissen

der Vorfahren

95-jährig ist Germaine Cousin-Zermatten.

Aber fit wie ein Jungspund. Das Geheimnis:

vorsorgen mit dem, was die Natur uns gibt.

Text Monique Ryser Fotos Sedrik Nemeth

Kicher-Tragant (Astragalus cicer)

Die Pflanze wird auch Bocksdorn

genannt. Hilft als Bad, Salbe,

Öl gegen Abszesse, Schwellungen,

Verletzungen und Schmerzen.

Verwendet werden Blätter, Blüten

und Wurzeln.

Am Schluss des Gesprächs kommt

der Satz, bei dem man nicht

weiss, ob man laut lachen oder

ernst nicken soll: «Man stirbt besser am

Abend als am Morgen. Dann hat man

noch die Chance gehabt, etwas zu lernen,

denn man lernt jeden Tag.» Germaine

Cousin-Zermatten sitzt zusammen

mit ihrem Sohn Raymond in einem kleinen

Chalet gleich unterhalb ihres Wohnhauses

in St. Martin. Am Hang über dem

Val d’Hérens gelegen, haben sie hier ihr

Büro eingerichtet. Raymond Cousin unterstützt

seine Mutter seit ein paar Jahren,

er soll das, was sie aufgebaut hat,

weiterführen. Jahrzehntelang hat sich

die Walliserin mit der Wirkung von Kräutern,

Anwendungen und Extraktionsmöglichkeiten

beschäftigt. «Meine Mutter

und unsere Grossmütter hatten ein

immenses Wissen über die Wirksamkeit

von natürlichen Wirkstoffen. Doch mir

wurde plötzlich bewusst, dass es verloren

geht.» Deshalb ist Germaine Cousin

von Dorf zu Dorf gereist, hat mit alten

Frauen gesprochen, sie nach ihren Rezepten,

Tipps und Tricks gefragt. Auch

Hebammen seien ein wahrer Quell des

Wissens gewesen, denn oft seien sie die

Einzigen im Dorf gewesen, die medizinisches

Wissen gehabt hätten. Dazu hat

sie Bücher über die wissenschaftlichen

Erkenntnisse gelesen. Sie hat sich auch

nicht gescheut, andere naturmedizinische

Lehren kennenzulernen, und in Indien

eine Ayurveda-Kur gemacht. «Ich habe

mich dort mit dem Arzt ausgetauscht

und festgestellt, dass sehr vieles auf

denselben Prinzipien beruht: Wir müssen

vorsorgen, uns im Alltag gesund er-

Foto HO

21


Vier Naturrezepte

Aprikosen bei Müdigkeit und

hohem Cholesterinspiegel

Zutaten | Getrocknete Aprikosen |

Wasser

Zubereitung | Vor dem Zubettgehen

in einem grossen Glas Wasser drei bis

sechs getrocknete Aprikosen einweichen.

Die eingeweichten Früchte morgens

auf nüchternen Magen essen und

das Einweichwasser trinken. Während

mindestens drei Wochen anwenden,

wenn nötig die Kur verlängern.

Zwiebeltee bei Erkältung

und Schnupfen

WALLISERIN

Zutaten | 1,5 l Wasser | 6 Zwiebeln |

1 Handvoll Wacholderbeeren |

2 Messerspitzen geriebener Muskat |

4 Lorbeerblätter | 10 Gewürznelken |

5 Zimtstangen | Honig | 6 Zitronen

Zubereitung | Die Zwiebeln vierteln

und im Wasser zusammen mit den

Gewürzen 25 Minuten lang kochen.

Durch ein Sieb oder Tuch abseihen

und den Saft der Zitrone beifügen.

In einer Thermoskanne warm halten

und über den Tag verteilt jeweils mit

einem Löffel Honig gesüsst trinken.

Salbei (Salvia officinalis L.)

Wird auch heiliges Kraut oder provenzialischer

Tee genannt. Wirkt

antiseptisch, krampflösend, verhindert

übermässiges Schwitzen. Wird als

Tee, Öl, Sirup, Likör verwendet.

Eignet sich gut zum Inhalieren.

Gurgeln bei Halsweh

Zutaten | 1 Messerspitze Ackerkraut

oder Ruprechtskraut | 1 TL Honig |

1 Zitrone | 1 Tasse Wasser

Zubereitung | Das Wasser mit den

Kräutern aufkochen, vom Herd nehmen,

10 Minuten ziehen lassen. Den Saft

der Zitrone und Honig beigeben. Mehrmals

täglich damit gurgeln und mehrmals

täglich je einen Suppenlöffel davon

(Kinder einen Teelöffel) schlucken.

Inhalation bei Schnupfen

Zutaten | Salbei | Meisterwurz oder

Thuja | Balsamöl (am besten in

der Drogerie besorgen)

Zubereitung | Wasser aufkochen, in eine

Schüssel giessen und je eine Messerspitze

der Kräuter und einige Tropfen

Balsamöl beifügen. Wenn das Wasser

genügend abgekühlt ist, den Dampf tief

inhalieren – Wirkung durch ein Tuch

über Kopf und Schüssel verbessern.

22


Raymond Cousin

mit seiner

Mutter Germaine

beim täglichen

Spaziergang.

Meisterwurz

(Peucedanum ostruthium)

Entwässert, ist verdauungsfördernd

und schleimlösend. Wird verwendet

als Bad, Wickel, Öl, Salbe,

Sirup oder Tee. Verwendet werden

Blätter, Blüten, Wurzeln.

halten, damit die Krankheit keine Chance

hat.» Im Westschweizer Fernsehen hatte

sie sogar eine eigene Sendung, heute

gibt sie immer noch regelmässig Kurse.

Im Lauf der Jahre sind so unzählige Anwendungen

und Rezepte zusammengekommen,

die der Prävention dienen. In

einem Buch (auf Französisch verfügbar)

hat sie ihr Wissen zu Papier gebracht.

«Es ist illusorisch, Krankheit verhindern

zu wollen, wenn man nicht aufs Essen

und auf das tägliche Verhalten achtet.»

Raymond Cousin setzt das beispielsweise

so um, dass er an einem Tag der

Woche fastet. «Das entlastet den Körper

und sorgt dafür, dass man bewusster isst

und darauf schaut, was man isst.» Germaine

Cousin-Zermatten ihrerseits macht

immer im Frühling und im Herbst eine

Kräuterkur. «Zuerst geht es darum, die

Organe zu entgiften, danach den Körper

zu kräftigen. Der Wechsel der Jahreszeiten

ist dazu ideal, da sich dann auch der

Körper neu einstellen muss.» Natürlich

sei sie auch privilegiert, sagt Germaine

Cousin – in den Bergen seien Luft und

Wasser sauber, alles, was man brauche,

wachse in der Umgebung, Kräuter gehe

sie selber sammeln, und Bergler seien

immer tätig und in Bewegung – also sei

es viel einfacher, Wohlstandskrankheiten

zu vermeiden.

Sie habe trotz ihres Alters nicht im Sinn,

demnächst zu sterben, sagt die Kräuterspezialistin

aus dem Wallis. «Angst davor

habe ich aber auch nicht. Und ich weiss,

ich werde gesund sterben.» Aber wenn

es denn so weit sei, dann lieber am

Abend, so könne sie tagsüber noch etwas

Neues lernen.

Fotos HO (2)

23


ZU FUSS

Foto Pascal Gertschen

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Wanderlust im

Schnee

Ein nachhaltiger Trend. Schneeschuhwandern

ist zum beliebten Wintersport geworden.

Das Gute daran: Jeder kanns. Sei es auf einer

genüsslichen Wanderung oder als sportliche Tour.

Text Manuela Lavanchy

Schneeschuhwandern

ist gesund

und naturfreundlich.

Die Schneeschuhe

werden an wasserdichten

und warmen

Schuhen befestigt.

181

lokale Routen sind auf der App

Schweiz Mobil. Auch auf

der App Outdooractive

findet man Kurzbeschriebe.

Früher glichen sie Tennisschlägern

mit Holzrahmen, heute bestehen

moderne Schneeschuhe aus Aluminium

und Hartplastik. Sie sind kleiner

und wendiger und mit Harsch- und

Steigeisen ausgestattet. Diese geben auf

hochalpinen Touren auch bei stark geneigten

Querungen und auf hartem Firn

Halt. Den indigenen Völkern Nordamerikas

und Zentralasiens dienten sie bereits

vor Jahrhunderten als Gehhilfe, um

nicht in die Schneemasse abzusinken.

Die Schneeschuhtrails führen abseits

des Skirummels durch verschneite Wälder,

über weite Ebenen und Berggipfel.

Speziell trainiert sein muss man dafür

nicht, und auch technisch braucht es

keine Vorkenntnisse. Wichtig ist, dass

die Wanderung in Dauer und Schwierigkeit

auf die persönliche Fitness abgestimmt

ist. Regelmässiges Schneeschuhwandern

fördert nicht nur die Ausdauer,

sondern kräftigt auch Arme und

Beine. Die homologierten Pfade sind

klar markiert, werden instand gehalten

und gesichert. Aber auch eine grössere

Tour mit einem ortskundigen Bergführer

lohnt sich.

25

Lauchern-Trail, Lötschental

Schwierigkeit Leicht Länge 2,2 km

Höhenmeter +145 m/–145 m

Dauer Circa 1 Stunde

Start- und Zielort Bergstation Lauchernalp.

Einfache Route für alle mit einer

wunderschönen Aussicht übers Lötschental

bei der Kapelle Lauchernalp

auf 2110 Metern über Meer.

Rothwald-Trail, Region Simplon

Schwierigkeit Mittel Länge 6,3 km

Höhenmeter +470 m/–502 m

Dauer Circa 3 Stunden

Start- und Zielort Rothwald Post

nach Rothwald Ganterwald. Der Trail

führt durch Europas höchstgelegene

Lärchenwälder und hinunter in die

Durstbachschlucht.

Wannihorn-Trail, Grächen

Schwierigkeit Schwer Länge 2,3 km

Höhenmeter +476 m/–2 m

Dauer Circa 1,5 Stunden

Start- und Zielort Hannigalp nach Wannihorn.

Hier brauchts gute Kondition,

es geht ganz schön bergauf. Die Aussicht

vom Wannihorn ist atemberaubend.


Das Mekka

der Langlauf-Fans

Nordisch unterwegs im Südkanton. Ob klassisch

oder im Skating-Stil – Langlaufen ist eine der

beliebtesten Wintersportarten. Das Wallis ist der

ideale Ort, um sich auf der Loipe auszutoben.

Text Monique Ryser

LANGLAUF

Foto Valais/Wallis Promotion

Sonne satt, frische Luft, knirschender

Schnee: So muss ein genussvoller

Tag auf den Langlaufski sein.

Genau das bieten die Langlaufloipen im

Wallis. Die Sonne verwöhnt den Kanton

mit 300 Sonnentagen, und dank der

Höhe der Skigebiete ist auch Schneesicherheit

garantiert. Das eigentliche

Mekka der Langläufer ist das Goms, das

weite Hochtal im Oberwallis. Fast 100 Kilometer

perfekt präparierte Loipen erstrecken

sich von Niederwald (1243 m)

nach Oberwald (1363 m). Da das ausgedehnte

Loipennetz mit der Matterhorn

Gotthard Bahn erschlossen ist (Kombiticket

«Loipenpass Goms» mit unbeschränkten

Zugfahrten im Gebiet), kann

man seinen Ausflug individuell zusammenstellen.

Auch die Profis kennen die

Region: Hier finden vom Nachwuchsrennen

über den Internationalen Gommerlauf

bis hin zu FIS-Veranstaltungen zahlreiche

Langlaufwettkämpfe statt. Die

Loipen werden laufend präpariert, die

Pistenfahrzeuge legen 16 000 Kilometer

pro Winter zurück. Auch in allen Seitentälern

gibt es unzählige Loipen für alle

Stärkeklassen.

Gommer Sonnenloipe

Schwierigkeit Leicht Länge 8,8 km

Dauer Circa 1,5 Stunden

Start Bahnhof Obergesteln (1352 m)

Ziel Münster (1395 m)

Die Loipe verläuft mit geringfügigen

Steigungen vorbei an Restaurants,

Loipencafés und urchigen sonnengegerbten

Walliser Häusern.

Gommer Rottenloipe

Schwierigkeit Schwer Länge 19,4 km

Dauer Circa 3 Stunden

Start Oberwald (1363 m)

Ziel Niederwald (1243 m)

Kann in Teilstrecken absolviert werden,

Sie können nach Belieben in einem

der Bergdörfer in den Zug steigen und

zum Ausgangspunkt zurückkehren.

Blatten–Fafleralp

Schwierigkeit Mittel Länge 10,4 km

Dauer Circa 3 Stunden

Start Blatten Post (1533 m)

Ziel Fafleralp (1533 m)

Quer durchs Unesco-Welterbe­ Gebiet,

in Serpentinenkurven hinauf bis auf

die Fafleralp.

Beim Langlauf kommt

auch der Geist zur

Ruhe – man kann

die Landschaft richtig

geniessen. Loipen:

www.wallis.ch/langlauf

26


4

Pfoten sind auf der Loipe nicht

erwünscht: ausser zwischen

Obergesteln und Oberwald

auf vier Kilometern

Hundeloipe.


INDUSTRIE

Das sind die

Strickprofis

28


Vor Kurzem etwas

Gestricktes gekauft?

Gut möglich, dass es

auf einer Maschine

von Steiger aus Vionnaz

entstanden ist.

1 2

1 Fadenhalter in

einer der Strickmaschinen

von

Steiger Textil.

Jede Dicke braucht

eigene Nadeln.

2 Pierre-Yves

Bonvin führt die

Firma seit 2006.

29


INDUSTRIE

Text Monique Ryser Fotos Sedrik Nemeth

Man kann es sich ganz leicht

merken: Jeder Stoff, der elastisch

ist – also auch die Skinny

Jeans oder die Sportjacke –, ist gestrickt

und nicht gewebt. Natürlich werden

auch die Wollpullover, die kuschligen

Sofadecken und die Socken aus feinstem

Garn gestrickt. Im Gegensatz dazu

ist es bei Stoffen aber eben nicht so offensichtlich,

sind sie doch so fein, dass

man den Unterschied fast nicht mehr

sieht. Und was man auch nicht sieht, ist,

wer denn da was strickt. Oder wussten

Sie, dass im Wallis einer der renommiertesten

Strickmaschinenhersteller beheimatet

ist? In Vionnaz, in der Nähe von

Monthey im Unterwallis, werden seit

1963 in Fabrikhallen Strickmaschinen

hergestellt. «Die Gemeinde hatte dem

Gründer der Firma, die in Frankreich beheimatet

war und vergrössern wollte,

ein gutes Angebot gemacht. Ziel war,

Arbeitsplätze ins Dorf zu holen», erzählt

CEO Pierre-Yves Bonvin.

Die Spezialisten der Firma waren ihrer

Zeit voraus: 1979 hat Steiger Participations

SA die erste elektronische

Strickmaschine weltweit erfunden, die

nomen est omen Electra. 1999 folgte

eine weitere weltweite Neuerung, die

Vesta-Multi-Maschine mit motorisiertem

Fadenführer. Nur ein Jahr darauf gab es

ein Patent auf die revolutionäre Schiebernadel,

und 2015 lieferte Steiger die

erste Strickmaschine für Kohlefasergewebe

und 3-D-Strick. Darunter können

sich Laien nun nicht viel vorstellen. Aber

darunter, dass grosse Designer wie beispielsweise

Max Mara, Dior oder Hermès

ihre wertvollen Stoffe auf Steiger-

Maschinen stricken lassen. «Haute Couture

macht etwa 25 Prozent der Kunden

aus», so Bonvin. Obwohl diese Gewebe

Prestige bedeuten und alle sofort

ansprechen, gibt es noch wichtigeren

Strick: denjenigen, der in der Medizin gebraucht

wird. Spezialisten sind die Maschinenbauer

in Vionnaz für Ganzkörperanzüge

für Verbrennungsopfer. Denn es

hat sich gezeigt, dass bei sofortigem vollständigem

Abdecken einer Verbrennung

die Verletzung besser heilt. Und auch

hier hat Steiger eine Innovation vorzuweisen:

«Unsere Informatiker haben eine

Software entwickelt, mit der die Ärzte

die Körpermasse scannen können. Die

Daten werden sofort an die Maschine

geliefert, so kann diese sehr schnell einen

passgenauen Anzug erstellen.» Maschinen

für Gesundheitsprodukte, dazu gehören

beispielsweise auch Knie- und Ellbogenbandagen,

machen denn auch den

grössten Teil der Produktion aus.

Zukunftsweisend ist ebenfalls das Verstricken

von Kohlefasergewebe. So können

etwa gut sitzende Helme hergestellt

werden, deren Strickform dann mit einem

Kunststoff gehärtet wird. Auch mit

Flugzeugherstellern ist Steiger im Gespräch:

Die Nase des Flugzeugs würde

mit einer ausgehärteten Strickform sehr

viel leichter werden, wäre aber gleich

stabil. Bonvin: «Flugzeugbauer sind um

jedes Kilo weniger froh. Wir sind nun daran,

einen Prototyp zu testen.»

Erfahrungen mit Strick am Bau hat die

Firma dank der ETH-Absolventin Mariana

Popescu ebenfalls. Während ihrer

Doktorarbeit entwickelte die Architektin

Algorithmen, die einen architektoni-

30

39 000 Einzelstücke,

das Herz der

Maschine

ist das Nadelbett

mit

15 000 Teilen

1 Bruno Neves überprüft

bei einer Maschine,

ob die Fadenführung

korrekt läuft.

2 Das Nadelbett ist

das Herzstück jeder

Strickmaschine.

Es besteht aus rund

15 000 Einzelteilen.

3 Wegen Corona: jetzt

Produktion von Masken

in allen Farben.


1

2

3

31


INDUSTRIE

schen Entwurf automatisch in eine textile

Form übersetzen. Industriemaschinen

können eine solche Form in wenigen

Stunden stricken, zudem ist die

Form leicht und flexibel. Gemeinsam mit

ihren Kolleginnen hat sie herausgefunden,

wie die gestrickte Form mithilfe von

Stahlseilen aufgespannt werden kann,

damit die Form an Ort und Stelle bleibt,

während Beton darübergegossen wird.

Hilfe dazu erhielt sie von Bonvin und

seinen Leuten: «Sie kam zu uns, lernte

Stricken, und wir haben sie mit Knowhow

und Maschinen unterstützt. Das war

sehr spannend, für sie und für uns», erinnert

sich Bonvin.

Seit 2010 ist Steiger Participations SA im

Besitz der chinesischen Ningbo-Cixing-

Gruppe. Bereits vorher haben die Firmen

im Vertrieb zusammengearbeitet,

nun beliefert Vionnaz den europäischen

Markt und Ningbo Cixing den asiatischen.

«Wir mussten uns etwas aneinander

gewöhnen», meint Bonvin lachend.

Der Verkauf habe vor allem in seiner

Fabrik mit den rund 50 Angestellten die

Angst ausgelöst, dass die Chinesen lediglich

das Know-how wollten und den

Standort schliessen würden. «Ich sagte

also den Besitzern, dass es am besten

wäre, wir würden unsere Fabrikationsgebäude,

in denen wir zur Miete waren,

kaufen und so ein Bekenntnis ablegen.

Das haben wir dann getan.» Heute profitiere

man gegenseitig voneinander,

er reise normalerweise viermal pro Jahr

nach China, um sich mit dem Verwaltungsrat

auszutauschen. Das laufe nicht

genau so ab wie in der Schweiz, sagt er

schmunzelnd. «Hier muss man mit einer

«Wir sind in

die Maskenproduktion

eingestiegen,

das gab

einen Motivationsschub»

Pierre-Yves

Bonvin

klaren Präsentation kommen und sich

kurzfassen. In China sind die persönlichen

Gespräche wichtiger, es gelten

nicht nur Zahlen.»

Dieses Jahr war der Vionnaz-Chef noch

nicht in China. Die Corona-Krise hat

nicht nur den Reiseverkehr zusammenbrechen

lassen, auch die Bestellungen

sind von einem Tag auf den anderen storniert

worden. «Wir sind auf Kurzarbeit,

da wir im Moment keine Maschine ausliefern

können.» Die Stimmung sei im

Keller gewesen, gibt Bonvin zu. Also startete

er ein Projekt, das es in der Strickmaschinenfabrik

noch nie gegeben hat.

Sie stellten für sich eigene Maschinen

zusammen, Bonvin besorgte das nötige

Material und stieg mit seinen Leuten in

die Maskenproduktion ein. «Das ist überhaupt

nicht unser Spezialgebiet, wir sind

Maschinenbauer. Unsere in 3-D gestrickten

Masken sind zertifiziert. Wir haben

getüftelt, und es gab einen richtigen Motivationsschub

in der Firma. Jetzt sind

wir stolze Maskenproduzenten.»

1 Musterstrick

von einer Steiger-

Maschine.

2 Medizinalprodukte

wie etwa Bandagen

werden auf

Maschinen aus

Vionnaz gestrickt.

3 Eine Maschine

besteht aus rund

39 000 Einzelteilen.

32


1

2

3

33


Winterwandern

und schlemmen

KULINARIK

Eine gemütliche Wanderung im Schnee und dann

bei feinster Kost und atemberaubender Aussicht

pausieren. Das Wallis zählt 75 GaultMillau-

Restaurants, verteilt über das ganze Tal und die

Skigebiete. Im Winter sind sie teilweise über

ausgeschilderte Winterwanderwege zu erreichen.

Wer bis zum Gourmetrestaurant durch die verschneite

Landschaft marschiert, setzt sich mit

Appetit an den Tisch. «Zermatt ist in den Alpen

einsame Spitze», schwärmt GaultMillau-Chef Urs

Heller, «die Chefs scheuen keinen logistischen

und kochtechnischen Aufwand, um ihre Gäste

glücklich zu machen.» Der kleine Weiler Findeln

ist gleich mit drei (!) Restaurants im Guide:

«Chez Vrony», «Findlerhof bei Franz und Heidi»,

«Paradies». In Zermatt führt der Winterwanderweg

Sunnegga nach Findeln ins Schlemmerparadies.

Ob Crans-Montana geht es vom Cry

d’Er auf direktem Weg ins Hotel Chetzeron.

Und auf der Verbindungsstrasse von der Belalp

zum Aletschbord empfängt das historische Hotel

Belalp auf einen kulinarischen Zwischenhalt.

Text Manuela Lavanchy

Paradies: Das kleine, aber feine

Gourmet- Bergrestaurant gehört neu zu

«Chez Vrony» und heisst @paradies.

Gastgeber ist Pirmin Zurbriggens Sohn Elia.

www.paradies-zermatt.ch

34


35

Foto HO


KULINARIK

Fotos Thomas Andenmatten, Tamara Berger,

David Birri (2), Sedrik Nemeth, HO

WINTERWANDERWEG SUNNEGGA

Zermatt

Mit dieser schönen Aussicht macht das

Wandern den Berg hinauf noch mehr

Spass. Nach dem Quartier Winkelmatten

verschwindet der Weg im Bannwald,

wo es im lichten Schatten bergauf geht.

Trotz der Bäume ist es hell, weil Lärchen

im Winter keine Nadeln tragen. Ab und

zu wird der Blick auf das Matterhorn frei.

Sobald man die Baumgrenze überwunden

hat, leuchten die Schneeflächen.

In Findeln angekommen, hat man die

Qual der Wahl: in welchem Restaurant

einkehren? Findeln ist das Gourmet-

Mekka schlechthin. Nach der Stärkung

folgt man dem Weg, der sich entlang der

Skipiste hoch nach Sunnegga schlängelt.

Ab Sunnegga fahren Sie bequem mit der

Bahn zurück nach Zermatt. Prüfen Sie

die Fahrzeiten frühzeitig. Zu Fuss retour

müssen Sie circa 1,5 Stunden einrechnen.

Schwierigkeit Mittel

Länge 3,7 Kilometer

Dauer 2 Stunden

Start- und Zielort Zermatt nach

Sunnegga (via Winkelmatten)

Einkehren Im Weiler Findeln

«Chez Vrony», «Findlerhof

bei Franz und Heidi»

WINTERWANDERWEG ALETSCHBORD

Blatten–Belalp

Von Blatten bei Naters führt Sie die Luftseilbahn

bis zur Bergstation Belalp auf

2094 Metern. Auf der Verbindungsstrasse

zum Aletschbord auf 2130 Metern bewältigen

Sie gerade mal 36 Höhenmeter.

Ergo werden Sie auf diesem Winterwanderweg

kaum ausser Atem kommen.

Zumindest nicht der Steigung wegen.

Allerdings könnte Ihnen der Blick auf

den Grossen Aletschgletscher den Atem

rauben – er ist mit 23 Kilometern der

längste Alpengletscher und gehört zum

Unesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch. Bei

der umwerfenden Aussicht auf die Walliser

Viertausender werden Sie aus dem

Staunen nicht mehr herauskommen.

Auch von der Panoramaterrasse des Hotels

Belalp geniessen Sie einen einmaligen

Rundblick. Das Hotel wurde in

der Belle Époque 1858 in Betrieb genommen

und 2015 stilgemäss renoviert. In

den Anfangszeiten beherbergte es vor

allem Gäste aus England, allen voran den

irischen Alpinisten und Naturwissenschaftler

John Tyndall, der sage und

schreibe 44 Sommer dort verbrachte.

Schwierigkeit Mittel

Länge 2,8 Kilometer

Dauer 50 Minuten

Start- und Zielort Bergstation

Belalp nach Aletschbord Belalp

Einkehren Hotel Belalp

WINTERWANDERWEG CRY D’ER

Crans-Montana

Mit der Bergbahn erreichen Sie den

Cry d’Er, wo Sie dem Cry-d’Er-Club und

dem Bergrestaurant einen Besuch abstatten

können. Gehen Sie bergabwärts

Richtung Chetzeron. Ein Grossteil der

Strecke verläuft parallel zur Skipiste. Auf

der rechten Seite können Sie am Talende

den Tseuzier-Stausee sehen, der durch

die Rawyl-Staumauer gebildet wird und

für die Energieproduktion der Region

zuständig ist. Bald kommen Sie am exklusiven

Hotel Chetzeron vorbei, das an

aussichtsreicher Lage mit einer einladenden

Bergterrasse aufwartet. Setzen

Sie die Wanderung bis Merbé, der Mittelstation

der Gondelbahn Cry d’Er, fort.

Sie können sie verkürzen, indem Sie die

Gondelbahn zurück nach Crans-Montana

nehmen. Die Terrasse des Restaurants

Merbé lädt ebenfalls zum Verweilen

ein. Anschliessend erreichen Sie den

Lac de Chermignon, wo mehrere Picknickplätze

zur Verfügung stehen. Der

letzte Abstieg führt Sie bis ins Zentrum

von Crans-Montana.

Schwierigkeit Leicht

Länge 7,3 Kilometer

Dauer 2 Stunden

Start- und Zielort Cry d’Er

nach Crans-Montana

Einkehren Hotel Chetzeron

36


«Findlerhof bei Franz und Heidi»: perfekte

Harmonie zwischen traditioneller Schweizer

Küche und italienischen Spezialitäten –

im Sommer wie im Winter. Der «Findlerhof»

verdiente sich 14 GaultMillau-Punkte.

www.findlerhof.ch

Hotel Belalp: Das geschichtsträchtige Haus thront

mitten im Unesco-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch.

Das Panoramarestaurant serviert

Produkte und Weine aus der Region – den Ausblick

auf den Grossen Aletschgletscher gibts dazu.

www.hotel-belalp.ch

Chetzeron: Umbau – Hotel und Restaurant Chetzeron

ob Crans-Montana ist die rundum erneuerte

alte Chetzeron-Seilbahnstation auf 2112 Metern.

12 GaultMillau-Punkte – grosszügige Terrasse mit

wunderschöner Aussicht über die Alpen.

www.chetzeron.ch

«Chez Vrony»: Familientradition – das Restaurant

in Findeln auf 2100 Metern wird seit über hundert

Jahren von der Familie Julen betrieben. Vronys

Bruder Heinz hat es gestaltet. 14 GaultMillau-

Punkte. Von der Findler Heusuppe über Klassiker.

www.chezvrony.ch

37


FREUNDE


FLOS NEUER

«COPAIN»

Florent Massy und Reck sehen

dem Winter entgegen. Der Patrouilleur

will seinen jungen Golden Retriever

zum Lawinenhund ausbilden.

Text Manuela Lavanchy Fotos Marco Schnyder

39

Florent und Reck am Stausee

Moiry. Reck ist der Nach folger

von Shadow, der bei «Gens

d’Hiver» auf RTS zu sehen war.


FREUNDE


Reck ist der Nachfolger

von Shadow, der bei

«Gens d’Hiver» auf RTS

zu sehen war. Der Abschied

von seinem treuen

Begleiter Shadow fiel

Florent schwer, doch nun

hat Reck sein Herz erobert.

Bonjour, c’est le nouveau?», begrüsst

eine Dame Florent Massy,

als wir beim Staudamm Moiry

ankommen. Seit der Sendung «Gens

d’Hiver» des Westschweizer Fernsehens

erkennen ihn die Leute beim Vorbeigehen.

Florent bestätigt und stellt seinen

jungen Golden Retriever vor: «Er heisst

Reck und ist auf den Tag genau sieben

Monate alt.» Er werde rund zehnmal am

Tag von Fremden angesprochen. Diesmal

muss Florent aber nicht erklären,

dass Reck Shadows Nachfolger ist. «Mittlerweile

wissen die Leute, dass Shadow

nicht mehr unter uns weilt.» Und er ergänzt:

«Am Anfang war das ganz schön

hart, immer zu wiederholen, was ihm widerfahren

ist.» Shadow war Florents Begleiter,

sein «Arbeitsbinom» und treuer

Freund während elf Jahren. Er folgte ihm

wie sein Schatten bei fast allem, was er

tat. Zusammen hatten sie an die zehn

Einsätze, um Lawinenverschüttete zu suchen.

Zusammen waren sie auch in der

Sendung «Gens d’Hiver» zu sehen. Das

Fernsehteam begleitete die beiden bei

der einwöchigen Ausbildung mit Diplomprüfung

für Lawinenhunde und ihre Führer

im Januar 2019. Ausgestrahlt wurde

41

die Sendung jedoch erst ein Jahr später.

Unterdessen war etwas Furchtbares

geschehen. Shadow hatte einen Fremdkörper

verschluckt, der seinen Magen

verletzte und eine schlimme Infektion

verursachte. Trotz zwei Operationen

ging es ihm nicht besser. Er litt. Sein Herz

wurde schwächer. Florent und seine Familie

entschieden, Shadow von seinem

Leiden zu erlösen, und liessen ihn gehen.

«Es war schrecklich, als hätte ich einen

Sohn verloren», erinnert er sich, «während

Wochen trauerte ich.» Auch beim Erzählen

schiessen ihm die Tränen in die Augen.

«Er war ein aussergewöhnlicher Hund.

Extrem herzlich und kontaktfreudig.»

Shadow war so etwas wie ein Maskottchen

der «Gens d’Hiver» geworden. Als

«Flo», wie seine Freunde ihn nennen, an

der Reihe war, die anderen sechs Kandidatinnen

und Kandidaten in seiner

Heimat im Val d’Anniviers zu empfangen,

stellte Shadow sein Können unter Beweis.

Er war ein erfahrener Lawinenhund

und spürte die gestellten Lawinenopfer

im Nu auf. Florent träumte schon

immer davon, Lawinenhundeführer zu

werden, und stellte sich der Herausforderung

zusammen mit Shadow, als dieser

noch ein junger Hund war. In all den

Jahren haben die beiden eine extrem

starke Bindung und Vertrauensbeziehung

aufgebaut. «Wir zählten aufeinander»,

sagt Florent. «Er wusste genau,

wann es ernst war. Ein stechender Blick,

und er konnte es kaum erwarten, dass

ich ihm sein Arbeitsgilet umlegte und er

losrennen durfte.» Der Einsatz im Ernstfall

bleibe für den Hund eine Art Spiel,

und natürlich freue er sich auch auf die

Belohnung danach. Als Lawinenhundeführer

sei es die grösste Ehre, jemals einem

Lawinenopfer das Leben zu retten.

Im Zweiergespann mit Shadow kam es

nie dazu. Vielleicht wird Nachfolger Reck

eines Tages zum Rettungshelden.

Reck muss allerdings zuerst ausgebildet

werden. Dafür muss er die Aufnahmeprüfung

zur Ausbildung als Lawinenhund

absolvieren. Diese wird während einer

ganzen Woche stattfinden. Es wird sich

erst noch zeigen, ob er bereit ist, in die


FREUNDE

Fussstapfen von Shadow zu treten. Florent

ist zuversichtlich, Reck habe einen

klaren Kopf. Er stammt aus der gleichen

Zucht wie Shadow und ist sein Verwandter.

Mit sieben Monaten sei er allerdings

mitten in der Pubertät und teste seine

Grenzen.

Das zeigt sich auch auf dem gemeinsamen

Spaziergang zum Stausee Moiry.

«Viens ici, copain», ruft ihm Florent liebevoll

zu, wenn er ihn nicht mehr in

Sichtweite hat. «Bei den Golden Retrievern

muss man stets aufpassen, was sie

fressen, denn sie haben leider die Tendenz,

einfach alles runterzuwürgen», erklärt

er. Und das kann zum Verhängnis

werden. «Am vergangen Samstag war ich

schrecklich besorgt. Reck hatte an einem

Holzbalken genagt und dabei einen

Spleiss verschluckt, der in seinem Hals

stecken geblieben ist, nur ein paar Millimeter

neben der Halsschlagader. Eine

Geschwulst hatte sich darum gebildet.

Die ganze Szene erinnerte mich zu sehr

an die Sache mit Shadow. Und das Verfluchte

daran war, dass Shadow genau

an diesem Wochenende vor einem Jahr

eingeschläfert worden war. Ich war so

erleichtert, dass Reck weiterhin Appetit

hatte und he rumtollte. Es ging ihm trotzdem

gut.» Zum Glück! Aber dennoch

musste Reck ein paar Tage darauf operiert

werden, um den Holzspleiss zu entfernen.

In der Zwischenzeit gehe es ihm

wieder prima.

Sofern sich Reck mit den anderen Hunden

in der Lawinenhundeschule gut verträgt,

steht seiner Ausbildung nichts im

Weg. Das ist Voraussetzung für einen Lawinenhund,

er muss umgänglich sein. Zudem

soll er eine gute Grundausbildung

haben und bei Sitz, Platz oder Fuss gehorchen.

Das haben ihm Florent, seine

Frau Julie und ihr 12-jähriger Sohn David

in den vergangenen Monaten beigebracht.

«Damit er sich besser an die

Kälte gewöhnt, schläft Reck draussen in

seiner Hundehütte und nicht bei uns im

Haus», sagt Florent. Das komme dem

Hund bei seinen Lawineneinsätzen zugute.

Bereits in der einwöchigen Ausbildung

ist das hilfreich. Dann ist er nämlich

mehrere Stunden im Schnee unterwegs.

Er wird lernen, so schnell wie möglich

verschüttete Personen oder ihnen

gehörende Dinge wie einen Rucksack

aufzuspüren und effizient zu buddeln.

Auch das Helikopterfliegen will gelernt

sein. Der Hund muss dabei unbedingt ruhig

bleiben, um nicht mit seinen Pfoten

oder dem wedelnden Schwanz Hebel

und Knöpfe zu betätigen. Es könne

schon drei bis vier Jahre dauern, bis ein

ausgebildeter Lawinenhund auf Topniveau

sei, so Florent. «Shadow war top.

Er hatte sich den Ruhestand verdient.»

An gewöhnlichen Wintertagen wird Reck

Florent zwar zur Arbeit begleiten, aber

im Hundezwinger an der Bergstation

bleiben, damit er ausreichend Energie

hat, wenn ein Ernstfall eintreten sollte.

Unterdessen ist der Patrouilleur unterwegs

im Skigebiet von Grimentz-Zinal –

für die Instandhaltung und Sicherung

der Pisten oder um gestürzten Skifahrern

zu Hilfe zu eilen. Sobald es Zeit für

die Mittagspause ist, kehrt Florent zu

seinem «Copain» zurück und lässt ihn im

Schnee herumtoben. «Ist er nicht an meiner

Seite, habe ich schon Längizyt nach

ihm», sagt Flo lächelnd.

Die Lawinenhundeschule

des Unterwallis in Siviez

bildet jährlich drei bis vier

neue Hunde und Führer

im Zweiergespann aus.

42


In Zusammenarbeit mit

dem Klub der Unternehmen

Impfstoffproduktion Covid-19:

Die Welt blickt nach Visp

Lonza Visp will schon bald dank einer Partnerschaft mit

der amerikanischen Firma Moderna einen Impfstoff gegen

Covid-19 produzieren. Das Werk Visp rüstet sich für die

Installation von mehreren Produktionslinien im Ibex-Biopark.

Foto HO

Als Energieproduzent vor über 120 Jahren gestartet, ist die Lonza Group AG

bevorzugter globaler Partner der Pharma-, Biotech- und Speciality-Ingredients-

Märkte. Die Lonza Visp ist der grösste Standort des Unternehmens und mit

über 3600 Angestellten auch der grösste Arbeitgeber im Kanton Wallis.

Am 1. Mai 2020 gaben Lonza

und Moderna eine zehnjährige

Zusammenarbeit zur Herstellung

von Modernas Impfstoffkandidaten

(mRNA-1273) gegen das neuartige Coronavirus

und weiteren Impfstoffen bekannt.

mRNA-Impfstoffe haben grosse

Vorteile gegenüber herkömmlichen Impfstoffen.

Die meisten Impfstoffe erfordern

die Produktion des eigentlichen Virus

oder von Teilen des Virus. Diese werden

ausserhalb des Körpers produziert und

injiziert, um das Immunsystem zu einer

Reaktion zu veranlassen. Im Gegensatz

dazu verwendet ein mRNA-Impfstoff

Boten-RNA (mRNA), um die körpereigenen

Zellen zur Produktion eines Viruspro

teins anzuweisen und dadurch eine

Immunantwort im Körper hervorzurufen.

Verglichen mit der Herstellung anderer

Impfstoffe kann mRNA äusserst effizient

produziert werden: Für die Herstellung

einer grossen Anzahl Dosen ist

eine relativ geringe Produktionsfläche

und vergleichsweise wenig Personal

notwendig.

Lonza stellt den Wirkstoff im Ibex-Biopark

am Standort Visp (drei Produktionslinien)

sowie in Portsmouth, New Hampshire,

USA (eine Produktionslinie) her.

Das Angebot Ibex® Solutions in Visp

wurde exakt für solche Herausforderungen

konzipiert. Der Biopark ermöglicht

Lonza, die Bauzeit der Anlage erheblich

zu verkürzen, und gibt die Flexibilität,

eine breite Palette an Fertigungstechnologien

zu installieren. Diese Vorteile

kommen nun insbeson dere auch während

einer Pandemie zum Tragen. Die im

Rahmen dieser Zusammenarbeit eingerichteten

Produktionslinien sollen insgesamt

zwischen 500 Millionen und einer

Milliarde Dosen pro Jahr produzieren

können, wobei in einer ersten Phase

rund 300 Millionen in Visp hergestellt

werden. Es besteht auch die Möglichkeit,

die Produktion bei Bedarf auf

zusätzliche Standorte innerhalb des

Lonza-Netzwerks auszudehnen.

Noch ist aber nicht klar, ob der Impfstoff

auf den Markt kommt. Die klinische

Phase 3 ist erfolgreich verlaufen, nun

muss der Impfstoff das behördliche Zulassungsverfahren

bestehen. Es wäre die

erste mRNA-Impfung, die eine Zulassung

erhält. In Visp wird die Produktion für

die kommerzielle Nutzung ab Ende 2020

bereitstehen.

Die Investitionen am Standort Visp für

dieses Projekt belaufen sich auf rund

200 Millionen Franken, wobei Lonza

einen Drittel und Moderna zwei Drittel

der anfallenden Kosten trägt. Zudem

entstehen durch die Impfstoffanlage am

stark wachsenden Standort nochmals

200 neue Arbeitsplätze. Für den Fall,

dass Moderna das Rennen um den

Corona-Impfstoff machen sollte, hat

auch der Bund bereits vorgesorgt und

4,5 Millionen Dosen bestellt.

WIRTSCHAFT

45


TOURENSKI

ZURÜCK ZUM

URSPRUNG

Séverine Pont-Combe gehört zu den

besten Skibergsteigerinnen. Ihren Spuren

kann man in Crans-Montana folgen.

Text Monique Ryser Fotos David Carlier

46


Der Rando

Parc in Crans-

Montana bietet 15 unterschiedliche

Routen. Hier können

Anfänger ihre ersten Schritte

auf Tourenski machen, und Profis finden

Routen, die bestes Training

für grosse Rennen sind. Die

Strecken sind gesichert,

werden aber nicht

präpariert.

47

Séverine Pont-Combe ist eine der

ganz Grossen in einer Sportart,

die wenig Beachtung findet: im

Skibergsteigen oder Skialpinismus, wie

es offiziell genannt wird. Ja, es ist das,

was man sich vorstellt. Auf Tourenski

und Fellen erklimmt man sonst nicht zugängliche

Berge und kann als Belohnung

eine Spur in den Schnee ziehen,

in dem vielleicht noch nie jemand war

oder doch zumindest erst sehr wenige.

Das tönt anstrengend? Ja, das ist es

auch. Vor allem wenn man sich in einen

Wettkampf stürzt und beispielsweise

die legendäre Patrouille des Glaciers im

Wallis absolvieren will. Séverine Pont-

Combe hat genau das getan und mit

ihren Mannschaftskolleginnen die Patrouille

des Glaciers gleich viermal gewonnen

(2006/2008/2012/2014), zweimal

in Rekordzeit. Noch vor zwei Jahren

kämpfte sie sich auf den zweiten

Platz. Auch bei der Pierra Menta in

Savoyen, neben der Patrouille das härteste

Rennen, gewann sie 2019 und

stand siebenmal auf dem Podest. Dazu

kommen ein Weltmeistertitel und zahlreiche

Spitzenränge. Heute trifft man

sie in ihrer Heimat Crans-Montana an –

im Rando Parc, wo Gross und Klein,

Alt und Jung sich von ihrer Leidenschaft

anstecken lassen.


TOURENSKI

1

2

1 Auch Ausruhen,

Aussicht

geniessen und Verpflegung

sind im Rando Parc wichtig.

Séverine Pont-Combe und ihr

Mann haben ihn gestaltet. 2 Die Karte

des Parks, der 15 gesicherte Strecken

umfasst. Ist man am Morgen die

Erste, legt man die Spur.

3 Séverine auf einer

Kon trolltour.

48


«Wichtig ist leichtes

Material. Vor allem

bei Kindern ist das

wichtig. Mieten und

testen lohnt sich»

3

Zusammen mit ihrem Mann Nicolas

Combe wollte sie das Tourenskifahren

für alle möglich machen. «Dabei wurden

wir von Crans-Montana Tourismus, den

Bergbahnen und Crans-Montana Exploitation

unterstützt. Erst diese Zusammenarbeit

machte es möglich, unseren

Traum zu verwirklichen», sagt Séverine

Combe-Pont. 15 unterschiedlich schwere

Routen von Blau bis Schwarz stehen

den Gästen nun zur Verfügung. «Jede

und jeder sollte es unbedingt mal ausprobieren»,

rät sie. «Man kehrt zurück

zum Ursprung des Wintersports: Mit

Fellen unter den Ski geht man in seinem

ganz eigenen Tempo und Rhythmus

abseits der Pisten den Berg hinauf.»

Klar, in einem Wettkampf sei es oft hart

gewesen, aber sie habe sich immer damit

gerettet, dass sie sich gesagt habe:

«Welch ein Glück ich doch habe, in

freier Natur mit eigener Kraft vorwärtszukommen.»

Für Anfänger hat sie folgende Tipps:

«Das Material sollte leicht sein. Es

braucht keine Spitzensportausrüstung,

aber die richtige.» Am besten miete man

das erste Mal das Material, so könne man

auch testen, womit einem am wohlsten

sei. Und dann, auch wichtig: «Es geht um

die Ruhe, das Spüren des Körpers und

den Genuss. Die blauen Strecken sind

49

für alle geeignet, erst danach auf eine

schwerere wechseln. «Sonst verliert man

die Freude.» Auch für Kinder ist das Tourenskifahren

ideal. Die Combes haben

zwei Töchter, die von klein auf mit auf

die Routen gingen. Und im Dorf halten

Séverine Combe-Pont und ihr Mann

jeden Mittwoch ein Kindertraining ab,

das sehr beliebt ist.

Auch der Tourismusdirektor von Crans-

Montana, Bruno Huggler, liess sich anstecken.

«Dank Séverine waren wir bei

den Ersten, die einen Rando Parc angelegt

haben. Das hat mich motiviert.»

Unter kundiger Führung machte sich

Huggler für die Kleine Patrouille des Glaciers

von Arolla nach Verbier fit. «Wir sehen,

dass sich immer mehr für Tourenski

interessieren. Vor allem jetzt ist es der

ideale Sport: Man ist draussen, meidet

Menschenmengen, ist in der freien Natur

und kann trotzdem eine schöne Abfahrt

auf der Piste geniessen.» Mehr als

40 Kilometer gesicherte Wege umfasst

der Rando Parc in Crans-Montana. Fortgeschrittene

wählen die Tour La X’trême

mit 3000 D+ und vier Anstiegen – falls

man in Séverines Fussstapfen treten will.

www.crans-montana.ch

Weitere Destinationen mit

Rando Parcs auf der nächsten Seite


AROLLA

VERBIER

VEYSONNAZ

QR-Codes zum Zeitvergleich

Die gesicherte und markierte Skitouring-

Piste Arolla Rando verläuft entlang der

Skipiste Fontanesses bis zum Bergrestaurant

Buvette 3000 auf circa 4,5 Kilometern.

Je nach Rhythmus dauert der

Aufstieg 1,5 bis 2,5 Stunden. Leitpfosten

mit QR-Codes erlauben, die Zeit zu

messen und über die Applikation Evotrail

mit anderen Sportlerinnen und

Sportlern zu vergleichen. Der Parcours

der Bergbahnen von Evolène zwischen

Lannaz und Chemeuille ist immer am

Mittwochabend offen.

www.arolla.com

Auf über 2200 Metern

Verbier bietet sieben gesicherte Touring

Tracks. Länge und Anforderungsniveau

sind unterschiedlich – zwischen

1,5 und 3,5 Stunden mit Anstiegen bis zu

1000 Höhenmetern. Die Pisten reichen

teilweise bis über 2200 Meter. Die gesicherte

Piste von La Barmasse bis zur Cabane

Brunet ist eine Teilstrecke des Skitourenrennens

Intégrale du Rogneux.

Der Sektor Savoleyres sowie das Restaurant

Savoleyres bleiben ab Januar für

nächtliche Skitouren jeweils bis 21 Uhr

geöffnet.

www.verbier.ch

740 Meter Höhenunterschied

Die Route startet bei Mayens-de-l’Ours

und ist ein gelb und schwarz markierter

Weg. Der Aufstieg über 740 Höhenmeter

erfolgt ausserhalb der Pisten und

führt rund zwei Stunden zwischen Chalets

und Wald hindurch. Auf der Piste

des Mayens gibt es von Dezember bis

Ende März jeden Dienstag von 17 bis

21.30 Uhr eine Nachtwanderung auf einer

nicht gepisteten Strecke. Für den

zweistündigen Aufstieg benötigen Sie

eine Stirnlampe. Das Restaurant Mont-

Rouge bleibt extra bis 21.30 Uhr offen.

www.veysonnaz.ch

NENDAZ

TORGON

ANNIVIERS

TOURENSKI

Neu auch in Nendaz

Nendaz bietet diesen Winter erstmals

vier Skitourentrails mit einer Gesamtlänge

von 15 Kilometern. Die in Zusammenarbeit

mit Movement Skis realisierten

Touring Tracks sind ausgeschildert und

in drei Schwierigkeitsstufen (Blau, Rot,

Schwarz) unterteilt. Die Tracks starten in

Haute-Nendaz beziehungsweise Siviez.

Die Abfahrt erfolgt über die Skipisten.

www.nendaz.ch

Gespurt und gesichert

Der Skitourenpark von Torgon bietet

drei gespurte und gesicherte Tourenskistrecken

in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

(Blau, Rot und Schwarz).

Die insgesamt 15 Kilometer langen Strecken

eignen sich für Anfänger wie auch

für Fortgeschrittene. Auch Familien sind

hier herzlich willkommen. Die Touren

dauern zwischen 1,15 und 1,45 Stunden.

www.torgon.ch

Von Profis erstellt

Das Skigebiet St-Luc/Chandolin bietet

27 Kilometer markierte Strecken für alle

Niveaus und über 4000 Meter Höhenunterschied!

Instand gehalten werden

die Strecken von zwei namhaften Athleten:

Florent Troillet, dem Weltmeister

und Gewinner der Patrouille des Glaciers,

und Maximilien Drion, dem Sieger

der Petite Patrouille des Glaciers 2018.

www.valdanniviers.ch

VERCORIN

MORGINS

LES MARÉCOTTES

Jeden Dienstag nachts geöffnet

Der neue Skitourenpark St-Luc, Chandolin

und Vercorin bietet zwei mar kierte

mittlere Routen mit einem Höhenunterschied

von je 1000 Metern. Der Aufstieg

endet im Bergrestaurant Crêt-du-Midi.

Die Touringrouten führen über die

Tracuit-Alp oder durch den Eingang

zum Vallon de Réchy. Die Piste Vercorin–

Crêt-du-Midi ist jeden Dienstagabend

bis 22 Uhr für nächtliches Tourenskifahren

geöffnet.

www.valdanniviers.ch

Ideal zur Einführung

Der Rando-Parc powered by Movement

Skis in Morgins im Gebiet Portes du Soleil

richtet sich an Tourenskifahrer aller

Stärkeklassen mit zwei blauen, drei roten

und einer schwarzen Piste. Die Touren

dauern zwischen 1,5 und rund 3 Stunden

und bewältigen bis zu 600 Höhenmeter.

Der ideale Rahmen für die Einführung

ins Tourenfahren im schweizfranzösischen

Skigebiet am Massiv der

Dents-du-Midi.

www.regiondentsdumidi.ch

Ganz gemütlich aufwärts

Ab La Chaulée im Trienttal startet die in

drei Teilen zu absolvierende Strecke –

La Chaulée d’en bas, La Chaulée d’en

haut und La Chaulée neuve. Ein Teil ist

leicht zu bewältigen, der andere etwas

schwerer. Der Weg ist gänzlich in Rosa

markiert und befindet sich ausserhalb der

Skipisten – mit Ausnahme einiger signalisierter

Querungen. Für die gesamte

Strecke ist bei mittlerem Rhythmus mit

rund 2,5 Stunden zu rechnen.

www.telemarecottes.ch

50


Er ist der erste grüne Nationalrat des Wallis:

Christophe Clivaz wurde ins nationale Parlament

gewählt, nachdem er bereits während elf Jahren

im Gemeinderat der Hauptstadt Sion für Städteplanung

verantwortlich war. Der Politologe und

Professor für Tourismus über das Reiseverhalten

nach Corona, den Innovationsgeist, die Start-up-

Szene und die Urbanität im Wallis.

INTERVIEW

Christophe

Clivaz

Interview Monique Ryser

Fotos Sedrik Nemeth

52


INTERVIEW

Die Schweiz staunte: Im Wallis

war mit Christophe Clivaz ein

Grüner in den Nationalrat gewählt

worden. Für den Kanton selber war

es weniger überraschend, der 51-Jährige

hatte sich bereits als Mitglied der

Exekutive der Hauptstadt Sion einen

Namen gemacht. Clivaz ist Politologe

und unterrichtet am Institut für Geographie

und Nachhaltigkeit der Universität

Lausanne, die dafür in Sion einen

Aussenstandort hat. Sein Spezialgebiet:

Tourismus im alpinen Raum. Zurzeit beschäftigt

er sich mit seinen Studentinnen

und Studenten mit der Corona-Pandemie

und den Folgen für den Tourismus.

Es geht vor allem darum, ob aus der

Krise eine Chance werden kann für einen

nachhaltigeren und umweltfreundlicheren

Tourismus.

Steigen wir doch gleich hier ein:

Wird die Krise unser eigenes Verhalten

in Bezug auf Ferien und Kurztrips

verändern?

Wir haben es bereits diesen Sommer

gesehen: Wegen geschlossener Grenzen,

Reisebeschränkungen und Quarantäneregelungen

haben viele Schweizerinnen

und Schweizer ihr eigenes Land

wiederentdeckt. Auch Leute, die sich gewohnt

waren, regelmässig in exotische

Länder zu reisen, stellten plötzlich fest:

Hey, die Schweiz hat ja wunderschöne

Orte und Regionen. Ob das zu einer

54

langfristigen Änderung führen wird, ist

noch nicht sicher. Was ich sagen kann:

Je länger die Beschränkungen dauern,

desto stärker wird sich das Verhalten

ändern. Heute ist es so, dass die Schweizer

Bevölkerung rund eine Milliarde

Franken mehr Feriengeld im Ausland

ausgibt als ausländische Touristen in

der Schweiz. Einheimischer Tourismus

hat also noch grosses Potenzial.

Reisen und Fremdes entdecken hilft

aber auch, den Horizont zu erweitern.

Im Prinzip schon, aber sicher nicht, wenn

man zehn Stunden auf die Seychellen

oder Mauritius fliegt und dann nur an einem

Strand liegt. Mit dem CO2-Gesetz

hat das Parlament jetzt eine Flugabgabe


«Unsere Startup-Szene

gehört zu

den Besten

der Schweiz»

Christophe Clivaz in

der Mediathek in

Sion. «Das Wallis ist

auch sehr urban

und kulturell reich.»

beschlossen. Diese wird mithelfen, dass

die Ferien im eigenen Land wieder attraktiver

werden. Wir dürfen auch nicht

vergessen, dass das, was wir punkto Reisen

als «normal» ansehen, ein Phänomen

ist, dass es erst seit etwa 30 Jahren gibt.

Noch nie in der Geschichte der Menschheit

ist man so viel gereist. Der Zusammenbruch

des Ostblocks, offene Grenzen

weltweit und die sinkenden Preise

in der Flugindustrie haben seit den 80er-

Jahren zu dieser historisch einmaligen

Situation geführt.

Wie kann der Tourismus in den

Bergen noch attraktiver werden?

Wir müssen unsere Angebote noch besser

vernetzen und Erlebnisse bieten.

Es hat im Wallis nicht wenige, die als

Touristen hierherkamen und denen es

derart gefallen hat, dass sie sich hier niedergelassen

haben und nun anderen

Gästen dasselbe Erlebnis bieten wollen.

Das ist für mich das Beste, was einer Region

passieren kann. Dieses Ziel erreicht

man mit Herzlichkeit, mit Produkten der

Region, mit dem Lebensgefühl, das man

vermittelt. Wir müssen aber unbedingt

auch die Angebote und Regionen besser

verbinden. Wäre es nicht schön, man

könnte in einem Bergdorf zu Gast sein,

tagsüber Ski fahren oder wandern und

abends im Tal unten ins Kino gehen oder

ein Konzert besuchen? Es gab schon

Diskussionen, mit Kabinenbahnen die

Städte im Rhonetal mit den Dörfern in

55

den Bergen zu verbinden. Das tönt auf

den ersten Blick verrückt, wäre aber umweltfreundlich

und eine Attraktion.

Welchen Reisetipp würden Sie geben?

Mit dem Zug die Städte im Rhonetal

besuchen: Brig, Visp, Sierre, Sion, Martigny

– das sind alles historische Städte

mit viel Geschichte, die sehr viel zu bieten

haben. Das Wallis hat ein grosses kulturelles

Angebot und städtebaulich interessante

Orte. Das Wallis sind nicht

nur Berge und Gletscher, wir sind urban,

wirtschaftlich kompetitiv und haben mit

Filialen der Universitäten ausgezeichnete

Bildungsinstitute. Und wir sind innovativ,

unsere Start-up-Szene gehört zu

den Besten der Schweiz.

Als Gemeinderat in Sion waren Sie für

die Stadtplanung zuständig. Was lag

Ihnen besonders am Herzen?

70 Prozent der Walliser Bevölkerung leben

in der Rhoneebene im urbanen Raum.

Es braucht kurze Wege, die zu Fuss oder

mit dem Velo zurückgelegt werden können.

Mit dem Klimawandel müssen wir

zudem dafür sorgen, mehr Grünflächen,

Bäume, vertikale Bepflanzungen zu planen,

um die Städte zu kühlen. Wir haben

dazu an einem schweizerischen Projekt

teilgenommen.

Was fehlt Ihnen, wenn Sie nicht im

Wallis sind?

Das Licht. Im Wallis herrscht ein einzigartiger

Glanz, eine spezielle Helligkeit.

Die will man nie mehr missen.


WALLIS AUF

INSTAGRAM

PORTFOLIO

Das Wallis inspiriert auch einflussreiche Instagrammer.

Unzählige Bilder der eindrücklichen Natur sind auf

der beliebten und viel beachteten Plattform zu finden.

Eine Auswahl der schönsten Werke der Fotokünstler.

56


Grosser St. Bernhard im tiefsten

Winter. Das Bild stammt von

David Boraley, der hinaufstieg,

um Ruhe zu finden. @davidboraley

(Bild links) Der Untere Theodulgletscher

im Abendlicht vom Riffelsee

aus gesehen. Fotografiert

hat Silvan Widmer. @silvan_widmer

Fotos Silvan Widmer, David Boraley


PORTFOLIO

Fotos Dario Andenmatten, Thomas Luisier

58


Ein See voller Zauber – der Lac

de Derborence, fotografiert von

Thomas Luisier. @thomas.luisier

(Bild links) Skitourengänger auf

dem Aletschgletscher. Dario

Andenmatten zeigt, wie klein der

Mensch ist. @dario.andenmatten


PORTFOLIO

«Die Berge und

die Gletscher sind

für mich ein Grund,

immer wieder ins

Wallis zu kommen»


Mont-Miné-Gletscher im

Val d’Hérens im Gegenlicht.

Von Joni Hedinger vom

Kollektiv @thealpinists.

Foto Joni Hedinger / The Alpinists


PORTFOLIO

Fotos Arnaud Dorsaz, Guillaume Dorsaz


Die Emosson-Staumauer im Trienttal

aus der Vogelperspektive. Guillaume

Dorsaz erwischte den letzten Moment

bei Wintereinbruch. @guiph__

(Bild links) Arnaud Dorsaz’ Blick auf

eine natürliche Höhle im Unteren Arollagletscher

im Val d’Hérens, die an ein

Kirchen gewölbe mahnt. @nonodors

63


Das Wallis als

Inspirationsquelle

Text Monique Ryser

PORTFOLIO

Die Social-Media-Plattform Instagram

bietet Fotografinnen und

Fotografen die Möglichkeit, ihre

Kunst einem grossen Publikum zu präsentieren.

Der Account @valaiswallis hat

über 77 000 Abonnenten, auf #Wallis

wurden schon über 500 000 Beiträge gepostet.

Zum zehnjährigen Bestehen von

Instagram hat Valais/Wallis Promotion

einige der Fotografen um Bilder angefragt,

die hier publiziert werden. Und Sie

sagen uns, was sie am Wallis fasziniert.

Thomas Luisier «Ich bin oft im Wallis, es

gibt so viel zu entdecken. Manchmal frage

ich mich, ob ich überhaupt genügend

Zeit habe, alles zu sehen», sagt der Social-Media-Manager

aus Massongez im

Unterwallis, der Fotografie aus Leidenschaft

betreibt. Der 23-Jährige ist fasziniert

von der Vielfalt des Wallis, immer

wieder gebe es Neues zu entdecken.

David Boraley Dank Instagram konnte

der 35-Jährige seine Passion zum Beruf

machen. «Ich bin Autodidakt, habe mir

alles mit Youtube-Videos und Büchern

beigebracht.» Er wohnt in Port-Valais

und ist im Winter vor allem mit Schneeschuhen

unterwegs, das Snowboard auf

den Rücken geschnallt, um danach eine

Abfahrt zu geniessen. Am Wallis liebt er

die Berge, die Wälder und – die Apéros!

Silvan Widmer Der Sankt Galler ist mindestens

einmal pro Jahr im Wallis, vor allem

in Zermatt, «weil es mir dort einfach

sehr gefällt. Man fühlt sich entschleunigt,

und ich habe viele nette Menschen kennengelernt.»

Der Inhaber und Creative

Director einer Werbeagentur teilt auf

Instagram seine Liebe zu den Bergen.

Guillaume Dorsaz Der 24-jährige Zimmermann

aus Vollèges liebt die Fotografie

und hat bereits eine von Kultur

Wallis unterstützte Ausstellung (mit Steven

Carrier) im Palmarès. Er geht gerne

auf nächtliche Wanderungen: «Ich suche

immer eine spezielle Atmosphäre.» Ein

Fondue in der Cabane Brunet, bei Sonnenuntergang

am Fuss der Dents du

Midi – «da muss man das Wallis lieben».

Joni Hedinger Berge, Gletscher, spektakuläre

Landschaften – das führt den

Fotografen Joni Hedinger von Rapperswil

SG ins Wallis. Er ist Teil des Kol lektivs

The Alpinists und hat einige der Kollegen

durch Instagram kennengelernt. Angefangen

hat der 28-Jährige mit iPhone-

Bildern. «Das Abenteuer und die Geschichte

hinter jedem der Bilder ziehen

mich immer wieder in die Berge zurück.»

Arnaud Dorsaz Den Studenten aus Fully

faszinieren im Wallis vor allem die Orte,

die von Menschen unberührt sind. Die

Höhle, die sich im Vordergrund auftürmende

Wand und Decke erinnern ihn an

eine Kirche. «Es ist unglaublich, was man

im Wallis auf einer Wanderung alles

entdeckt.»

Dario Andenmatten Der Walliser ist Molekular-

und Zellbiologe und arbeitet in

Zürich. Am Wochenende ist er aber

immer in seinem Heimatkanton. «Nach

jedem Ausflug in die Berge hat man ein

grosses Grinsen im Gesicht, und die

Batterien sind aufgeladen. Erst, als ich in

Zürich war, habe ich gemerkt, wie sehr

mir die Berge fehlen.»

Fabio Zingg Er ist einer der erfolgreichsten

Influencer der Schweiz. «Ich halte die

schönsten Momente meines Lebens fest»,

erklärt sich der 21-Jährige den Erfolg.

Im Wallis seien viele Täler noch fast unberührt,

er schätze aber auch «Schlösser,

Weinberge, Bergseen und den feinen

Raclettekäse», so der Thurgauer.

Die Natur,

die Berge,

die Stimmungen,

die Vielfalt

sind das,

was die

Fotografen

am Wallis

lieben

Die Hängebrücke Fürgangen

über der Rhone im Goms –

festgehalten von Fabio Zingg,

der Teil von @thealpinists ist.


65

Foto Fabio Zingg / The Alpinists


1

WEIN

Echte Walliser

Gewächse

Die Marke Wallis steht für Qualität, Ursprünglichkeit

und Hochgenuss. Der Heida von Madeleine

und Jean-Yves Mabillard-Fuchs ist einer der Weine,

die neu zum Labelprogramm gehören.

Fotos Sedrik Nemeth

66


2

1 Madeleine und Jean-

Yves Mabillard-Fuchs

bei der Arbeit in ihrem

Keller in Venthône.

2 Die Maische im Holzbottich,

hier aus Syrah-

Trauben. Sie besteht aus

Fruchtfleisch, Schalen,

Traubenkernen und Saft.


WEIN

Schon als Studentin arbeitete sie

in den Weinbergen, um sich ein

Taschengeld zu verdienen. Madeleine

Mabillard-Fuchs wollte immer Winzerin

werden. «Es ist eine Einstellung, ein

Lebensgefühl und ganz einfach der

schönste Beruf, den es gibt», sagt die

Weinbäuerin, die seit 1993 zusammen

mit ihrem Mann Jean-Yves das Gut Mabillard-Fuchs

ihr Eigen nennt. Davor hat

die in der Weinbauschule Changins ausgebildete

Önologin als selbstständige

Winzerin gearbeitet.

3,5 Hektaren zwischen Sierre und

Venthône werden vom Paar nach den

Prinzipien der Integrierten Produktion (IP)

gehegt und gepflegt. Als Dünger oder

Spritzmittel kommen nur organische

Stoffe zum Einsatz, die Böden sind mit

Naturrasen bedeckt. Das heisst, dass die

Gräser und Kräuter, die natürlich wachsen,

nicht gejätet, sondern stehen gelassen

werden. Werden sie zu hoch, wird

gemäht. «Das Wallis hat über 300 Sonnentage

und wenig Regen, also muss

man aufpassen, dass der Naturrasen den

Reben nicht zu viel des kostbaren Wassers

wegnimmt», erklärt Madeleine Mabillard-Fuchs.

Nun hat sich das Weingut entschieden,

einen seiner Weine, den Heida, von

der Marke Wallis zertifizieren zu lassen.

«Wir beginnen mal mit einer Parzelle und

sammeln Erfahrungen», so die Winzerin.

Denn die Regeln, um die Marke Wallis im

Namen zu tragen, sind streng. Das Label

will den biologischen und nachhaltigen

Weinbau aufwerten. So dürfen beispielsweise

keine Unkrautvernichtungsmittel

eingesetzt werden, und die Biodiver sität

soll gefördert werden. Zudem werden

vor allem einheimische oder traditionelle

Sorten aufgenommen.

Ebenfalls wichtig: Die meisten Weinberge

im Wallis liegen am Hang, viele davon

werden von Trockensteinmauern stabilisiert.

Der Unterhalt der jahrhundertealten

Mauern ist aber sehr aufwendig

und teuer. Aber sie sind eben auch für

die Biodiversität wichtig, weshalb sie un-

68

Die Marke

Wallis will

den biologischen

und

nachhaltigen

Weinbau

aufwerten

1


1 Das ganze Weingut

wird nach den Grundsätzen

der Integrierten Produktion

bewirtschaftet.

2 Madeleine rührt in der

Maische. Danach werden

die Trauben ausgepresst,

und der Trester, also die

Rückstände, wird vom

Traubenmost getrennt.

2

bedingt erhalten werden sollen. Klar ist

aber auch, dass Reben an den steilen

Hängen viel aufwendiger zu bearbeiten

sind. Auch das soll Wertschätzung erfahren

und in den Fokus gestellt werden.

Bereits haben sich an die 20 Weinbaubetriebe

jeder Grösse dem Pflichtenheft

des Labels unterstellt und müssen sich

systematischen Kontrollen unterziehen.

«Die Konsumentinnen und Konsumenten

sind sensibel auf Ethik, Verantwortung

gegenüber der Natur und soziale

Standards», sagen die Verantwortlichen

der Marke Wallis. Man wolle zeigen, dass

im Wallis, dem grössten Rebbaugebiet

der Schweiz, in dem über 50 Rebsorten

wachsen, diese Grundsätze ernst genommen

werden.

Madeleine und Jean-Yves Mabillard-

Fuchs produzieren neben Heida ebenfalls

weitere der beliebten Walliser

Weine. Mit dem Heida sind sie nun in der

Welt der Marke Wallis vertreten. Erhältlich

ist er seit Mai 2020.

69


VERBIER

EINE

IKONE

Der Bec des Rosses ist

der steilste Freeridehang.

Hier entstand mit dem

Xtreme die World Tour.

Fotos David Carlier

70


71

Der Bec des Rosses

im Val de Bagnes:

3223 Meter hoch, hat

die Nordwand 55

bis 60 Grad Gefälle.


VERBIER

Nur die besten der

Freeride World Tour

dürfen am Xtreme

in Verbier teilnehmen.

Für die Zuschauer

ist es ein Spektakel.

72

Das Jubiläum zum 25-jährigen

Bestehen fiel dem Coronavirus

zum Opfer. Zum ersten Mal in all

den Jahren musste das legendäre Rennen

abgesagt werden. Doch die Free ride

World Tour erwies dem Gründer Nicolas

Hale-Woods trotzdem die Ehre: Der

Grat wurde mit 25 Fackeln erleuchtet,

getragen von den Stars dieses legendären

Wettkampfs am Bec des Rosses in

Verbier. 1996 gegründet, legte der Event

Xtreme Verbier den Grundstein für die

weltumspannende Freeride World Tour,

die mit jeweils fünf oder sechs Wettbewerben

die Spitzenfahrer der Disziplin

zu Höchstleistungen trägt. Der Bec des

Rosses als schwerstes Rennen bildet

jeweils den Abschluss, und nur die Allerbesten

dürfen sich an diesen steilen

Hang wagen. Nicolas Hale-Woods hatte

Tränen in den Augen, als zum Jubiläum

Stars wie die Walliser Jérémie Heitz und

Yann Rausis oder der Franzose Xavier

De Le Rue mit Stirnlampen den Hang

hinunterkurvten und so eine Lichtspur

legten. Vom 17-jährigen Sohn von Nicolas,

Victor Hale-Woods, bis zum 72-jährigen

Jean Troillet war die ganze

Freeridefamilie vereint. Der Gründer

der Tour wie auch alle Fahrerinnen und

Fahrer hoffen nun, dass sie sich 2021

zum Saisonhöhepunkt wieder in Verbier

sehen. «Damit wir dann gemeinsam die

25 Kerzen zum Jubiläum ausblasen können»,

sagt Hale-Woods.

www.freerideworldtour.com


Die Rapperin aus Martigny

Sie ist die erfolgreichste Schweizer Rapperin,

und Fans nennen sie wegen ihrer Vielseitigkeit schon mal

«Sackmesser»: KT Gorique ist nicht mehr aufzuhalten.

Ihr neues

Album «Akwaba»

enthält alles, was sie

liebt: KT Gorique hat es im

Mai herausgebracht und beweist

darauf ihre Vielseitigkeit und

ihr Talent. Den offiziellen

Trailer gibt es auf Youtube

zu sehen.

Umgezogen in ihre neue Wohnung

ist die Walliserin einige Tage,

bevor im März die Schweiz teilweise

stillgelegt wurde. Mit Humor nahm

KT Gorique die Tatsache, dass sie für

eine Weile nicht viel mehr als ein paar

Stühle in ihrem neuen Heim in Martigny

hatte, wie sie in einem Interview mit dem

Sender Virus von SRF sagte. «Martigny

gefällt mir sehr, es ist eine der multikulturellsten

Städte im Wallis.» Das Einzige,

was manchmal nerve, sei der Wind, der

oft durch die Gassen ziehe. «Aber andererseits

ist er auch hilfreich, wenn ich mit

dem Skateboard unterwegs bin», meint

sie lachend.

Aus dem, was da ist, das Beste machen –

das ist, was KT Gorique auszeichnet.

Mit elf Jahren kam sie von Abidjan in

der Elfenbeinküste ins Wallis. «Mich interessieren

die gesellschaftlichen Spannungen.

Und ich muss einfach über die

Absurditäten des Lebens schreiben»,

sagt sie. Ihr neues Album heisst «Akwaba»

– «Willkommen» in Baoulé, einem

ivorischen Dialekt. Aus der Liebe zum

Schreiben und zur Musik wurde die Leidenschaft

fürs Rappen. Mit 21 Jahren

hat sie bereits nationale Preise eingeheimst.

In New York nahm sie als erste

Schweizerin am Wettbewerb «End of the

Weak» teil, gewann einen Titel und wurde

für den Film «Brooklyn» gebucht.

Die 27-Jährige schreibt ihre Texte selber,

komponiert und ist begabte Hip-Hop-

Tänzerin. Ihren Musikstil bezeichnet sie

als «future roots»: «Ich verbinde die

Modernität der Musik des 21. Jahrhunderts

mit den Wurzeln und Einflüssen,

die mich geprägt haben.» 2019 gewann

KT Gorique den Schweizer Musikpreis

und heizte als Eröffnungsakt der Hip-

Hop-Ikone Nicki Minaj im Hallenstadion

dem Publikum ein. In der Corona-Krise

hat KT Gorique in Rekordzeit 20 Rapperinnen

aus aller Welt für einen Cypher

(Gruppen-Freestyle im Hip-Hop) zusammengetrommelt.

Der «Biggest Female

Allstars Cypher» ist über ihren Facebook-Account

abrufbar und wurde von

Radiostationen hochgelobt. Das Energiebündel

hat das Lob verdient!

RAP

Foto Sedrik Nemeth

73


Draussen sein,

frische Luft einatmen,

den Schnee glitzern

sehen. Von dieser Unbeschwertheit

träumen wir. Und diese kann man

haben: bei Winterferien mit Sport im Freien,

einer Pause auf der Terrasse eines

Bergrestaurants und – warum

nicht – bei einem Fondue

draussen. Das Wallis

ist parat.

ANGEBOTE

WINTER-

SPECIALS

Der Winter im Wallis geht

einher mit Schneesport und

Gaumenfreuden. Erleben Sie es

selbst mit diesen Angeboten.

74


75

Foto Yves Garneau


VON FRÜH BIS SPÄT

Wintersportler aufgepasst: Diese Angebote werden Sie

verführen, von frühmorgens bis spätabends draussen

im Schnee unterwegs zu sein, sei es zum Skifahren oder

Schneeschuhlaufen. Den krönenden Abschluss eines aktiven

Wintertages erleben Sie im wohltuenden Thermalwasser

oder in einer geselligen Runde bei Fondue oder Raclette.

1

ANGEBOTE

PACKAGE SKISAFARI

Ganzes Wallis

Profitieren Sie von den vielfältigen Angeboten

im Wallis, und entdecken Sie

jeden Tag ein neues Skigebiet! Sie logieren

zentral in einer der zahlreichen

zur Wahl stehenden Unterkünfte im Tal

oder in den Bergstationen und geniessen

mit dem exklusiven Skisafari-Skipass

freien Zugang zu allen Skipisten des

Wallis. Darunter entdecken Sie kleine,

aber feine Skigebiete und erproben international

renommierte Destinationen.

Dank hohen Lagen bis 3883 Meter erwarten

Sie garantierte Schneesicherheit

und legendäre Abfahrten bis zu 25 Kilometer

Länge. Die zahlreichen gesicherten

Freeridestrecken verlocken zudem

zum Pulverschneefahren. Auf Skisafari

entscheiden Sie täglich aufs Neue, in

welchem Skigebiet Sie auf die Pisten

wollen, je nach Lust, Laune und Wetterverhältnissen.

Angebot 4 Übernachtungen im

Doppelzimmer des Hotels Ihrer Wahl

und 3-Tages- Skisafari-Skipass gültig

in allen Walliser Skigebieten (1 Tag

pro Skigebiet; einzulösen innerhalb

von 5 aufeinanderfolgenden Tagen)

Gültig Gemäss Öffnungszeiten

der Skigebiete

Preis Ab CHF 455.– pro Person

Reservation www.wallis.ch/skisafari

76


1 Skifahren, wo

das Herz begehrt:

Mit dem Package Skisafari

hat man im Wallis die

Qual der Wahl – bei den Unterkünften,

den Skigebieten und den Pisten.

2 Auf die Piste und bei der Rückkehr

ins schön warme Bad: Wer das

in Leukerbad einmal erlebt

hat, will es nicht

mehr missen.

2

SKI UND FONDUE FÜR NACHTEULEN

Champéry

Mit diesem Angebot beginnt Ihr Skiwochenende

prächtig! Sie nehmen am

Nachmittag den Zug von Monthey nach

Champéry, machen bis um 20 Uhr ein

paar Abfahrten auf der Piste Champéry–

Les Crosets und geniessen danach vor

Ort ein Fondue oder eine Käseschnitte.

Zurück nach Monthey gehts bequem

mit dem Zug am selben Abend. Und das

alles in einem Forfait unter 50 Franken!

Angebot Hin- und Rückfahrt mit

dem Zug von Monthey-Ville nach

Champéry ab 15 Uhr (letzte Rückfahrt

ab Champéry um 22.26 Uhr);

Forfait Nachtskifahren auf der Piste

Champéry–Les Crosets von 15 bis

20 Uhr; Fondue oder Käseschnitte

inklusive eines Getränks

Gültig Jeden Freitag und Samstag,

vom 26. Dezember 2020

bis 14. März 2021

Preis CHF 49.90 pro Person

(Normaltarif Erwachsene)

Reservation www.rddm.ch/

fondueski/de

SCHNEE- & BADEPASS

Leukerbad

Egal, ob Sie den Kick auf den Skipisten

suchen, abseits der Pisten die Winterromantik

geniessen oder einfach nur im

natürlichen Thermalwasser von Leukerbad

entspannen wollen, der Schnee- &

Badepass vereint die atemberaubende

Bergwelt mit dem wohltuenden Thermalwasser

von Leukerbad und macht beides

für Sie zugänglich.

Angebot Zugang zu den Bergbahnen

Gemmi und Torrent sowie Zutritt

zu 3 Thermalbädern

Gültig Gemäss Öffnungszeiten

der Skigebiete

Preis Ab CHF 66.– pro Person mit

Gästekarte (ohne Gästekarte CHF 74.–)

Reservation www.leukerbad.ch/

schneebaden

SCHNEESCHUHWANDERN

BEI VOLLMOND

Aletsch Arena

Diese geführte Wanderung auf Schneeschuhen

lockt kleine Gruppen von mindestens

fünf Personen bei Mondschein

von der Riederalp zu einer Berghütte, wo

bei Glühwein und einem Walliser Imbiss

pausiert wird. Horchen Sie dabei der

Erzählung einer Walliser Sage, und geniessen

Sie die Stille der Bergwelt und

das von Lichtverschmutzung verschonte

Sternenspektakel am Himmel.

Angebot Mindestens 5 Personen,

Treffpunkt 17 Uhr beim Skischulbüro

Riederalp, Wanderung von

circa 3 Stunden, bis 20 Uhr

Gültig 30. Dezember 2020 |

28. Januar 2021 | 26. Februar 2021 |

29. März 2021

Preis CHF 65.– pro Person

Reservation 1 Tag im Voraus bis 17 Uhr,

info@skischule-riederalp.ch,

027 927 10 01, www.aletscharena.ch/

gratzugwanderung

Fotos David Carlier, Valais/Wallis Promotion

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ZUM ERSTEN MAL …

Wenn nicht jetzt, wann dann? Gerade in diesem Jahr mussten

alle vermehrt zu Hause bleiben. Nun sehnen Sie sich vielleicht

danach, etwas Aussergewöhnliches, Neues zu erleben.

Dafür brauchen Sie nicht weit zu reisen, sondern bloss Ihre

Neugier zu wecken. Hier finden Sie eine Auswahl an Aktivitäten,

die Sie zum ersten Mal im Wallis erleben können.

ANGEBOTE

1 Das Walliser

Roggenbrot AOP

hat einen einmaligen

Geschmack. Wie wird es gemacht,

welches ist das Geheimnis?

Das können Sie an verschiedenen Orten

erfahren. 2 Mit dem First Ski Experience

stehen Sie zum ersten Mal

auf Ski und können es auch

geniessen – für alles

ist gesorgt.

AUF DIE SKI

Saas-Fee, Aletsch Arena,

Crans-Montana

Sie wollten es schon immer probieren,

hatten aber nie Gelegenheit dazu? Egal,

wie alt und in welcher körperlichen Verfassung

Sie sind, Skifahren ist einfach,

ohne Risiko, und Sie werden derart viel

Spass dabei haben! Es ist Ihr erstes

Mal, Sie verfügen weder über Ski noch

über passende Kleidung? Kein Problem!

Wir kümmern uns um alles. Ihr Skilehrer

wird Sie ins Sportgeschäft begleiten und

helfen, Sie für Ihre First Ski Experience

aus zurüsten. Kleidung, Schuhe, Ski und

Stöcke, sogar Helm und Brille können Sie

ausleihen, damit Sie eine aussergewöhnliche

erste Erfahrung machen.

Angebot Das First Ski Experience

umfasst die Miete der Ausrüstung,

den Skipass sowie zwei Stunden

begleitetes Skifahren mit einer Skilehrerin

oder einem Skilehrer

Gültig Gemäss Öffnungszeiten

der Skigebiete

Preis Ab CHF 205.–

Reservation www.myswitzerland.com/

first-ski-experience-wallis

FOXTRAIL IM SCHNEE

Saas-Fee

Der Foxtrail im Saastal wurde letzten

Sommer als Erster im Wallis eröffnet.

Folgen Sie jetzt dem Fuchs durch die

verschneite Saaser Landschaft. Sie begeben

sich auf die Spuren des sagenumwobenen

Pfarrers Imseng. Um seine

Geheimnisse zu erfahren, müssen die

Teams sein historisches Wohnhaus nach

Indizien absuchen. Eine Exklusivfahrt

mit dem Elektromobil hält die Teilnehmer

auf Trab und sorgt für ein unvergessliches

Erlebnis!

Angebot Foxtrail, ca. 1,5 Stunden

inklusive Fahrt mit Elektromobil

Gültig Von November 2020 bis

Ende April 2021

Preis Erwachsene CHF 26.–,

Kinder bis 16 Jahre CHF 14.–,

Familienticket CHF 59.–

Reservation: www.saas-fee.ch/

winterfoxtrail

UNTERWEGS MIT YAKS

Crans-Montana

Während eines halben Tages wandern

Sie in Begleitung von Himalaya-Yaks

durch die Bergwelt. Eine Wanderung,

bei der Sie in Ihrem eigenen Tempo eine

gewaltige Portion frische Luft und Natur

geniessen können. Alle dürfen, müssen

aber nicht, ein Yak am Halfter führen, immer

in Begleitung von zwei Profis. Sie

müssen dafür keine erfahrenen Wanderer

sein. Es ist eine ideale Aktivität für

Familien mit Kindern ab 6 Jahren.

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Angebot Halbtägige geführte

Wanderung mit zwei Profis, den Yaks

und einem Aperitif

Gültig Vom 13. Dezember 2020

bis 30. April 2021, jeweils an

den Wochenenden, ab 4 Personen

Preis CHF 37.– pro Person

Reservation Anmeldung bis 4 Tage

im Voraus unter cmtc.cc/randoyak_de

1

2

ROGGENBROT IM DORFOFEN BACKEN

Diverse Orte

Roggen wird im Wallis seit Jahrhunderten

angebaut. Er hat hier günstige Bedingungen

vorgefunden: ein gebirgiges

Gelände, die Höhenlage und extreme

Temperaturen. Lassen Sie sich zu diesem

Erlebnis hinreissen, und backen Sie in

der Gruppe das traditionelle Walliser

Roggenbrot in den historischen Backhäusern

der Dörfer Ausserberg, Grächen,

Grimentz, Erschmatt, Blatten,

Nax, Obergoms und Saint-Luc. In diesen

Destinationen finden Sie entsprechende

Angebote.

Angebot Erläuterungen,

Formen und Backen des Roggenbrots

Gültig Gemäss Angaben

in den Destinationen

Preis Gemäss Angaben

in den Destinationen

Reservation www.wallis.ch/

roggenbroterlebnis

Fotos Pascal Gertschen, Valais/Wallis Promotion

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GOURMETS UNTERWEGS

Das Wallis ist bekannt für seine Weine und den Käse

Walliser Raclette AOP. Entdecken Sie die Köstlichkeiten,

die das Wallis darüber hinaus zu bieten hat, und wie sie

veredelt werden. Bitte einsteigen oder – besser gesagt –

ab auf die Ski, und los geht die Degustationstour.

1

ANGEBOTE

GOURMET-LANGLAUF

Goms

Diese kulinarische Tour unternehmen

Sie auf Langlaufski im Langlaufparadies

Goms im Oberwallis. Gleiten Sie dabei

entspannt durch die malerische Winterlandschaft,

und kehren Sie in drei ausgewählten

Gastronomiebetrieben ein.

Die Gastgeber verwöhnen Ihren Gaumen

nach jeder Etappe mit lokalen Köstlichkeiten.

Das Dreigangmenü ist zwischen

Oberwald und Niederwald auf einer

Distanz von mindestens zwanzig Loipenkilometern

zu erfahren. Gestalten Sie

Ihren Genusstag ganz nach Belieben.

Mit der Matterhorn Gotthard Bahn gelangen

Sie bequem an den Ausgangspunkt

Ihrer Tour zurück. Die perfekte

Genusskombination.

Angebot Loipenticket (inklusive

Zugbenützung Oberwald–Fiesch) und

Dreigangmenü, zu geniessen in

ausgewählten Gastronomiebetrieben

zwischen Oberwald und Niederwald

Gültig Von Mitte Dezember 2020

bis Mitte März 2021

Preis Angebot mit Loipenticket

(inklusive Zugbenützung Oberwald–

Fiesch) CHF 81.– pro Person,

Angebot bei vorhandenem Loipenticket

CHF 65.– pro Person

Reservation www.obergoms.ch/

langlauf/gourmet-langlauf

80


1 Das Goms

ist das Langlaufparadies.

Auf der Gourmettour

wird der Genuss durch

kulinarische Stopps noch vergrössert.

2 Eine Weindegustation muss immer

sein! Nicht nur, um Spitzenweine zu

testen, sondern auch, um mit

Winzern und Winzerinnen

ins Gespräch zu

kommen.

2

GORNERGRAT GOURMETTICKET

Zermatt

Das Gornergrat Gourmetticket verbindet

Naturerlebnis mit kulinarischem Hochgenuss:

Sie steigen in Zermatt ein, fahren

bequem hinauf zum Gornergrat zum

Apéro, weiter auf den Riffelberg für den

Hauptgang und für Dessert und Kaffee

auf die Riffelalp. Unterwegs haben Sie

Gelegenheit, auf idyllischen Winterwanderwegen

die Winterlandschaft mit

Schneeschuhen zu erkunden oder eine

Abfahrt auf der höchstgelegenen Schlittelpiste

der Schweiz zu geniessen.

Angebot Zugfahrt Zermatt–Gornergrat–

Riffelberg–Riffelalp–Zermatt, Aperitif

im 3100 Kulmhotel Gornergrat, Dreigang-

Gourmetmenü im Hotel Riffelhaus,

Dessert und Kaffee im Berg restaurant

Alphitta auf der Riffelalp. Schlittelpiste

Rotenboden–Riffelberg inklusive

Schlitten- oder Schneeschuhmiete

Gültig Täglich vom 19. Dezember 2020

bis 28. März 2021

Preis Ab CHF 115.– pro Person

Reservation www.gornergrat.ch/

gourmetticket

VALAIS WINE PASS

Diverse Orte

Im Wallis können Weinliebhaber ihren

persönlichen Degustationspass erwerben.

Der Walliser Weinpass gilt in ausgewählten

Weinkellereien, Weinlokalen

und Vinotheken des Kantons. Er wird in

Form eines Gutscheinhefts ausgegeben

und ermöglicht Ihnen, bei den Partnerunternehmen

zehn verschiedene Weine

(je 1 dl) zu verkosten. So können Interessierte

und Passionierte zwanglos

zahlreiche Rebsorten und Schätze aus

den Walliser Weinbergen entdecken.

Angebot Kommentierte Degustation

von zehn Gläsern Wein (je 1 dl)

Gültig Ganzjährig

Preis CHF 49.– pro Person

Reservation www.wallis.ch/winepass

AUF DEN SPUREN

DER PETITE ARVINE

Fully, Saillon

Der Start der Weinreise erfolgt in der

Vinothek Fol’terres, wo Sie bei einer

kommentierten Degustation einige Walliser

Weine und dazu passende Regionalprodukte

geniessen. Anschliessend folgen

Sie dem Weinlehrpfad «Die Weine

und seine Weinhäuschen» bis nach Fully,

der Heimat der Petite Arvine. Dort angekommen,

empfangen die Gastgeber Sie

im Herzen des Weindorfs zum Mittagessen.

Schliesslich können Sie den ereignisreichen

Tag in den Thermalbädern von

Saillon entspannt ausklingen lassen.

Angebot Weindegustation und regionale

Köstlichkeiten, Mittagessen,

Eintritt ins Thermalbad von Saillon,

Postautofahrt Martigny–Saillon

(Hin- und Rückreise)

Gültig Ganzjährig

Preis Ab CHF 79.50 pro Person

Reservation www.wallis.ch/

fully-weinerlebnis

WINE BUS

Sion

Der Weinbus fährt jeweils samstags zwischen

11 und 18 Uhr nonstop von Weinkeller

zu Weinkeller. Sie können ein- und

aussteigen, wann und wo Sie wollen, einen

Halt im Stadtkern von Sion machen,

durch die wunderschönen Weinberge

spazieren oder einfach wieder in einen

Weinkeller zur Degustation einkehren.

Sie wählen Ihre Route nach Belieben.

Das Billett für den Weinbus können Sie

bei den Partnerunternehmen kaufen.

Damit haben Sie während des ganzen Tages

freie Fahrt und können die angebotenen

Weine der teilnehmenden Weinkeller

degustieren. Aufgepasst: Ab dem

Kauf von zwölf Flaschen Wein wird der

Ticketpreis zurückerstattet.

Angebot Busfahrt zu den 7 Weinkellern,

Weindegustation: 35 Weine zur Auswahl

(mindestens 5 Weine pro Keller)

Gültig Jeweils samstags, ganzjährig

Preis CHF 30.– pro Person

Reservation www.sionwine.ch

Fotos Pascal Gertschen, Valais/Wallis Promotion

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SO NAH!

Näher, als man denkt: Die Walliser Berge sind von einem grossen

Teil der Schweiz aus in nur wenig mehr als drei Stunden erreichbar.

Besonders schnell gehts von der Deutschschweiz aus mit der Bahn

durch den Lötschberg-Basistunnel oder mit dem Autoverlad am

Lötschberg. Wer auf Genuss setzt, nimmt den «Lötschberger» der

BLS und fährt über die alte, landschaftlich spektakuläre Strecke.

Crans-Montana

Leukerbad

Sion

Zürich 2:30 h 2:50 h

Bern 1:30 h 1:30 h

Luzern 2:50 h 2:40 h

Basel 2:50 h 2:30 h

Genf 1:45 h 1:50 h

Lausanne 1:00 h 1:05 h

Neuchâtel 2:10 h 1:50 h

Zürich 3:10 h 3:15 h

Bern 2:05 h 2:05 h

Luzern 3:10 h 3:10 h

Basel 3:10 h 3:05 h

Genf 2:40 h 2:15 h

Lausanne 1:50 h 1:35 h

Neuchâtel 2:40 h 2:20 h

Zürich 3:05 h 3:30 h

Bern 2:00 h 2:20 h

Luzern 3:10 h 3:10 h

Basel 3:10 h 3:20 h

Genf 3:05 h 2:20 h

Lausanne 2:20 h 1:40 h

Neuchâtel 3:05 h 2:25 h

Champéry

Zürich 3:50 h 2:40 h

Bern 2:45 h 1:30 h

Luzern 4:20 h 2:30 h

Basel 3:50 h 2:30 h

Genf 2:20 h 1:35 h

Lausanne 1:30 h 1:15 h

Neuchâtel 2:45 h 1:30 h

Riederalp

Zürich 2:50 h 2:40 h

Bern 1:40 h 2:20 h

Luzern 2:50 h 2:25 h

Basel 2:50 h 3:20 h

Genf 3:10 h 2:40 h

Lausanne 2:30 h 2:00 h

Neuchâtel 2:50 h 2:45 h

Nendaz/

Veysonnaz Zermatt Saas-Fee

Zürich 3:20 h 3:15 h

Bern 2:15 h 1:50 h

Luzern 3:30 h 3:00 h

Basel 3:30 h 2:50 h

Genf 2:25 h 2:10 h

Lausanne 1:40 h 1:25 h

Neuchâtel 2:25 h 2:00 h

Zürich 3:10 h 3:45 h

Bern 2:05 h 2:30 h

Luzern 3:10 h 3:15 h

Basel 3:15 h 3:30 h

Genf 3:40 h 2:55 h

Lausanne 2:50 h 2:15 h

Neuchâtel 3:10 h 3:00 h

Zürich 2:50 h 3:45 h

Bern 1:50 h 2:30 h

Luzern 3:05 h 3:15 h

Basel 3:05 h 3:30 h

Genf 3:30 h 2:55 h

Lausanne 2:45 h 2:15 h

Neuchâtel 3:05 h 3:00 h

Infografik Laura Bendixen, Simona Guarino

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