ST:A:R_12

geraldkofler

ST/A/R PRINTMEDIUM WIEN

ST/A/R

Nr. 12/2006

ELKE KRYSTUFEK

04Z035665M – P.b.b. Verlagspostamt 1060 Wien • Adresse: 1060 Wien Capistrangasse 2/8 • office@star-wien.at • Europa € 3,00

Alles Performance

Interview Erwin Wurm

Ferdinand Schmatz

Tondach

Rumänisches Kulturinstitut

Polydecor

Interview Peter Noever

Elke Krystufek

jetzt im MAK

Städteplanung / Architektur / Religion

3,– Euro


2 Nr. 12/2006

Buch I - Krystufek

ST/A/R

Editorial: Alles Performance

Heidulf Gerngross

Bundespräsident Fischer wird über die

ST/A/R-Performance informiert

Handyfoto: W.J.Tolstoj in der Galerie Ulysses

Foto: Sepp Dreissinger

Cornelia Offergeld führt durch

die ST/A/R-Performance

John Sailer leitet die ST/A/R Auktion im MAK

ST/A/R Performance mit dem

jungen Wiener

8

6

3

2

4

1

7

5

W O E S W A S Z U M E N T D E C K E N G I B T !

Siebensterngasse 14

www.kulin.at

Weingut Fritz Wieninger

Stammersdorf

Junge Wienerin 2006,

Chardonnay Classic,

Wiener Trilogie

Spittelberggasse 3

www.lux-restaurant.at

Weingut Richard Zahel

Mauer

Junger Wiener Sprössling 2006,

Wiener Gemischter Satz, Wiener

Komposition Rot (SL, CS, ZW)

1

2

Wein

Gasthaus

GASTHAUS AM

SPITTELBERG

Spittelberggasse 5

www.gasthausamspittelberg.at

3

Weingut Peter Bernreiter

Stammersdorf

Junger Wiener

Sauvignon blanc 2006,

Weissburgunder, Zweigelt

CRÊPERIE-

BRASSERIE

SPITTELBERG

Spittelberggasse 12

www.spittelberg.at

4

Weingut Wien Cobenzl

Grinzing

Junger Wiener 2006 (Rivaner,

GV, Goldburger), Riesling Classic,

Pinot noir Classic

Gutenberggasse 13

www.witwebolte.at

Weingut Peter Göbel

Stammersdorf

Junger Wiener Sankt Laurent

Rosé 2006, Welschriesling,

Zweigelt Die Breiten

Restaurant

Spittelberggasse 19

www.boheme.at

5

6

Weingut Michael Edlmoser

Mauer

Junger Wiener 2006 (Sauvignon

blanc, Rivaner, Riesl.), Sauvignon

blanc Reisberg, Vienna Reserve

(Zweigelt/Cabernet Sauvignon)

Biedermeierrestaurant

Burggasse 13, www.zu-ebenererde-und-erster-stock.at

7

Weingut Rainer Christ

Jedlersdorf

Junger Wiener Sauvignon blanc

2006, Weissburgunder, Vollmondwein,

Zweigelt Bisamberg

Schrankgasse 2

www.plutzerbraeu.at

8

Weinbau Hajszan

Nussberg

Junger Wiener 2006

(Rivaner, GV, Goldburger),

Chardonnay, Riesling Steinberg

A2-Poster_Weinpfad 17.10.2006 22:49 Uhr Seite 1

E

vom weinb erg zum spitt elb erg

wiener weinpfad

am spittelberg

vom weinberg zum spittelberg

wiener wein

eine erfolgsgeschichte

s ist erst ein paar Jahre her, da konnte man den „eigenen“,

den Wiener Wein in der Wiener Gastronomie lange suchen.

„Wenn´s einen Wiener Wein wollen, müssen´s zum Heurigen gehen,“

wurde Freund/inn/en der autochthonen Weinkultur schon mal beschieden.

Heute sind viele Wiener/innen ziemlich stolz darauf, was

für ein guter Tropfen da innerhalb ihrer Stadt wächst. Und zwar zurecht:

Die Wiener Winzer tragen den Ruf des einzigen „metropolitanen“

Weins der Welt weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Der Wiener Wein ist gar der Träger des heurigen Wiener Tourismuspreises

und hat damit wie „Mannerschnitten“ und „Sängerknaben“

Ikonenstatus errungen. Er ist heute viel mehr als ein Kuriosum

und überzeugt durch echte Qualität.

Aber auch viele andere und immer mehr Winzer zeigen, was

in den Wiener Weingärten von Stammersdorf, Nussdorf

oder Mauer steckt. Sie bringen heute Weine

hervor, die mit den besen Weinen aller anderen

Weinbaugebiete des Landes mehr als nur

mithalten können.

herbst 06

frühjahr 07

E i n e A k t i o n d e r S p i t t e l b e r g e r G a s t r o n o m I n n e n


ST/A/R Buch I – Erstes Buch

Nr. 12/2006 3

Editorial

Befindlichkeit unseres Körpers

Unser Körper ist das Gefäß unserer Erfahrungen. Hier ist der Ort unserer

Freuden und Schmerzen. Er ist der Speicher unserer Wahrnehmungen.

An seinen Grenzen versuchen wir uns auszudehnen, um schmerzlich zu

erfahren, das unser auch noch so nahestehendes Gegenüber so weit entfernt

ist, wie der Morgen, der noch nicht angerückt ist.

An diesem Morgen angekommen, in einem Raum, der noch unbeschrieben

ist, versuchen wir uns erneut zu erfahren, um das Fremde und das Vertraute

in uns kennen zu lernen.

Thomas Redl

VKL IM SPIEGEL

„Ich muss mir eingestehen, Sigmund Freud holte die lose gewordenen Geistesverbindungen

aus ihrem Vorhersein herüber – so wurde die Hölle hier. Nicht viel

früher warf Karl Marx unseren Körper und unsere Seele auf den freien Markt –

so wurden wir an Rücksichtslosigkeiten erwachsen, festgelegt an unsere Künstlichkeit.

Also nicht mehr gut aufgehoben, dafür aber zum Weitergeben neu. Später gekommen,

an mir meine losen Teile vorfindend, gewürgt, speichle ich mich ein letztes Mal ein mit

einem Brei aus Magnesium, gerade genug Zeit, um sie zu sehen – diese Kreatur.“

Bruno Gironcoli; Textauszug aus Überlegungen zu einer konventionellen Kunstform Bildhauerei; aus Bruno

Gironcoli, Katlog zur Biennale die Venezia, 2003, Verlag der Buchhandlung Walter König, Köln

PERFORMANCE

Stéphane de Medeiros hat bei der Vorbereitung seiner Performance an Kosuth gedacht, denunziert die Moderne, klammert sich an unsere

Erinnerung, verwirft regelmäßig, vergewissert sich flauer Gewissheiten.

Tsuneko Taniuchi konstruiert für ihr Micro-événement no 25 eine Bar mit Eisblock. Serviert als Bunny Girl den Leuten Vodka, Ice and Peel.

Videos:

Hofstetter Kurt - „hold the line please“ / ST/A/R-HUMAN - Architekturpreisverleihung 04/05

/ Barbara Doser / Benedetta Jacovoni / Thomas Sturm - „DIVA“ / Katalin

Mesterhàzy - Das 1. Archiquanthaus, finanziert von Jan Tabor

ST/A/R - HUMAN - Architekturpreisverleihung 06

Der russische Performanceoligarch W.J. Tolstoj perfomiert:

Die Priesterweihe von Angelo Roventa durch Bischof Arsenik /

Die Performancemönche AlexeeV und PopoV im ASTIGMATISMUS

ER-ICH Salon

Der flanierende, spazierende STANI von ECHT legt den „blinden Fleck“ mit seinen heiligen Tarotkarten.

Inhaltsangabe

Buch 01 -

Krystufek,

Seite 1–8

Buch 02 -

RKI,

Seite 9–16

Buch 03 -

Wurm,

Seite 17–24

Buch 04 -

Schmatz,

Seite 25–32

Buch 05 - Polydecor-

Corian - Zodiaq,

Seite 33–40

Buch 05 -

MAK-insight,

Seite 41–48

Impressum

ST/A/R Printmedium Wien

Europäische Zeitung für den direkten kulturellen Diskurs

Erscheint 4 x jährlich, Nr. 12/2006, 07. Dezember 2006, Erscheinungsort Wien.

Dieser Ausgabe enthält eine 16-seitige Beilage zur ST/A/R-Auktion im MAK.

Medieninhaber:

ST/A/R, Verein für Städteplanung/Architektur/Religion

A–1060 Wien, Capistrangasse 2/8

Herausgeber: Heidulf Gerngross, Thomas Redl

Redaktion: Heidulf Gerngross, Thomas Redl (Kunst, Philosophie), Angelo

Roventa (Auslandskorespondenz, Architektur), Rudolf Gerngross (Waran),

David Staretz (T-shirts), Elisabeth Penker (Kunst), Martin Vlk (Sport & Musik),

Auslandskorrespondenz: Angelo Roventa (Rumänien), Valie Airport (Russland),

Wladimir Jaremenko Tolstoj (Russland), Christian W. Denker (Philosophie und

Verdauung)

Textredaktion für die ST/A/R-Aukionsbeilage: Christian W. Denker

Organisation & Produktion: Thomas Redl

Artdirektion & Grafik: Mathias Hentz

Grafische Mitarbeit: Lukas Goebl

Druckvorbereitung: Michael Rosenkranz

Interviewtranskription: Valie Airport, Martin Vlk

Coverbild: Elke Krystufek

Druck: Herold Druck und Verlags AG, Wien

Vertrieb: ST/A/R, Morawa GmbH.

Aboservice: starabo@morawa.com

Bezugspreis: 3,- Euro (inkl. Mwst.)

Kontakt: office@star-wien.at

ST/A/R ist ein Gesamtkunstwerk und unterliegt dem Urheberrecht.

ST/A/R dankt allen BeitragslieferantInnen, MitarbeiterInnen, KünstlerInnen,

UnterstützerInnen und FreundInnen.

Buch I / II-

ST/A/R-Auktion,

Beilage


Städteplanung / Architektur / Religion Buch I – Krystufek

ST/A/R 5

6 ST/A/R Buch V - H.G.

Nr. 09/2006

Nr. 09/2006

Buch V - H.G. ST/A/R


6

Nr. 12/2006

Buch I - Krystufek

ST/A/R

©Karel Appel Foundation, Amsterdam

Landscape, 2006, Öl auf Leinwand, 65 x 85 cm

©Karel Appel Foundation, Amsterdam

Ein Leben ohne Inspiration ist für mich das Flachste, das

Oberflächlichste, was es gibt. Nur wenn man inspiriert ist,

lebt man, dann muß man noch nicht kreativ arbeiten, aber

man muß inspiriert sein durch etwas. Das kann ein Blatt

an einem Baum sein, oder eine Person, etwas, durch das

man innerliches Glückgefühl erhält. Damit meine ich kein

überschwengliches Gefühl, sondern ein Gefühl des Glücks,

damit zu leben. Wenn das aus Dir verschwunden ist, hat

nichts, was Du tust, einen Sinn. Die Inspiration ist eine

Antriebskraft. Das gilt auch für die Malerei. Wenn man

ohne Inspiration malt, schmiert man lediglich Farbe auf

die Leinwand, sonst nichts. Das Ganze hat dann keine

Spannung, keine Konzentration, nichts entwickelt sich

weiter, nichts bleibt übrig. Aber sobald man inspiriert ist,

dann macht man mit derselben Farbe etwas daraus, das gut

ist.

Karel Appel, aus einem Gespräch mit R. H. Fuchs;

aus dem Buch Karel Appel, Ich wollte ich wäre ein Vogel, Berichte aus dem Atelier;

Haags Gemeentemuseum, Den Haag / Meulenhoff Amsterdam / Josef-Haubrich-

Kunsthalle Köln, 1991.

Animals, 2006,

Öl auf Leinwand, 46 x 33 cm

KAREL APPEL Last Paintings

30. November 2006 – 24. Februar 2007

GALERIE ULYSSES

Wien 1010 • Opernring 21 • Tel.: (01) 587 1226


ST/A/R

Buch I – Krystufek

Nr. 12/2006

7

©Hannah Schwarzbach, Amsterdam, Karel Appel Foundation

Jenseits der Vergänglichkeit

Biographie

Foto: Gabriele Wimmer

geboren 1921 in Amsterdam

1942-44 Studium an der Akademie

of Fine Arts, Amsterdam

1948 Gründung der Gruppe COBRA

(die bis 1951 besteht)

1950 lässt er sich in Paris nieder

Ab 1957 ausgedehnte Reisen unter

anderem in die Vereinigten Staaten

Ab 1960 zahlreiche internationale

Museumsausstellungen

Seit 1972 lebte Appel sowohl in New

York als auch in Europa

1982 arbeitet er zusammen mit dem

Dichter Allen Ginsberg an Bildern

und visuellen Gedichten, gezeigt in

“On the road”, The Jack Keriouc

Exhibition

1995 The Netherlands opera

beauftragt Appel mit szenischer

Gestaltung von Mozarts Zauberflöte,

die 2006 bei den Salzburger

Festspielen gezigt wurde

2001 GroßeRetrospektive im Stedelijk

Museum, Amsterdam

Gestorben am 3 Mai 2006 in Zürich.

Karel Appels letzte Bilder

Ein leeres Atelier, noch vor kurzem verwendete

Pinsel voll mit Farbe, eine ausgebeulte

Arbeitshose, salopp über den Arbeitstisch geworfen –

man hat bei diesem Bild das Gefühl der Maler könnte

das Atelier jederzeit wieder betreten und mit seiner

Inspiration beseelen. Es ist ein melancholisches

Bild, vor allem mit dem Wissen, das dieses Atelier in

dieser Form so nie mehr genützt werden wird. Ein

melancholisches Bild, welches uns auf uns selbst

zurückwirft, auch mit der Frage nach der Endlichkeit

unserer eigenen Existenz. In diesem Atelier sind die

letzten Bilder Karel Appels entstanden.

Die letzten Werke eines Künstlers werden immer

mit einem eigenen Mythos umgeben, ihnen wird

eine spezifische Aura zugeschrieben; um diese Aura

ranken sich Begriffe wie „Transzendenz“ oder „letztes

Vermächtnis“. Ob es diese spezifische Strahlkraft gibt

und ob die letzten Werke von Karel Appel sie besitzen,

das möchte ich hier offen lassen und dem Betrachter

der Werke selbst entscheiden lassen.

Karel Appel war eine der großen Figuren in der Kunst

des 20.Jahrhunderts, das steht außer Zweifel, und er

war auch eine explizite Figur dieses Jahrhunderts, ein

Nomade, lebend an vielen Orten – Amsterdam, Paris,

New York, Toskana, Zürich, hin und her gerissen,

bewegt von den Ereignissen der Zeit und konfrontiert

mit einer Kunst, die auf die großen Traumata der

Zeit reagierte. Beeinflusst von den zentralen Figuren

und wesentlichen Strömungen – Picasso, Matisse,

Schwitters, Pollock, De Kooning, dem abstrakten

Expressionismus, Action Painting, und der Art Brut

– setzte er einen radikalen Akt um sich von der

Last der europäische Kunst- und Kulturgeschichte

zu befreien. Ein neuer Primitivismus ermöglichte

ihm, zurück zu gehen zu den ursprünglichsten und

elementarsten menschlichen Regungen, inspiriert

von bildnerischen Zeugnissen von Kindern und von

der Kunst geistig Behinderter. Mit seinen Mitstreitern

Corneille und Asger Jorn gründete er 1948 die

Gruppe COBRA – der Name setzt sich zusammen

aus den Anfangsbuchstaben der Städte Copenhagen,

Brüssel und Amsterdam, aus denen die Künstler

stammen. COB RA wurde zum Signal des Aufbruchs

und der radikalen Haltung und löste vergleichbare

Bewegungen in Europa aus.

Sehr früh entwickelte Appel seine eigene Sprache, die

zwischen Gegenständlichkeit und reiner Abstraktion

pendelte. Der menschliche Körper, stellvertretend

für die menschliche Existenz, blieb zeitlebens das

große Thema für ihn. Auf seinen Bildern glühen die

Farben – rot, blau, gelb fließen über die Leinwand

wie durch einen Vulkanausbruch hingeworfen, um

auf ihr wie Lava zu erstarren. Mit großer Geste stehen

seine Figuren oft vor dunklem Hintergrund und

wirken wie einem nächtlichen Traum entschlüpft.

Das Gespenstische dieser Gestalten bleibt trotz ihrer

Dramatik letztendlich heiter – in der Malerei Appels

ist das Trauma des 20. Jahrhunderts festgehalten,

aber in einer Form, die erträglich geworden ist. Die

Farben in ihrer Kraft zeugen von Lebensbejahung,

die Formen sind roh und elementar all dies weist auf

Ursprünglichkeit und Leichtigkeit der Malerei von

Kindern hin. Somit ist er einer seiner wesentlichsten

Inspirationen treu geblieben. Gerade die letzten

Werke lösen sich von aller Schwere und Dramatik,

führen weg vom Gegenständlichen in die reine

Abstraktion und zeugen von einer Gelöstheit, die nur

in besonderen Momenten möglich ist.

„Solange du lebst, bist du das Ereignis“, dieser Satz eines

österreichischen Künstlers ist eine wunderschöne

Metapher auf Lebensintensität und Endlichkeit. Im

Falle Karel Appels kann man dieses Zitat erweitern

mit der Anfügung „…und auch darüber hinaus.“ Damit

definiert sich in der Endlichkeit einer Existenz auch

ein Stück Unendlichkeit.

Der Galerie Ulysses, die seit langem Appel vertritt,

ist es zu verdanken, das die letzten Werke dieses

großen Künstlers in Wien zu sehen sind und Wien

ist gleichzeitig der erste Ort, wo man sie bewundern

kann.

Thomas Redl


8 Nr. 12/2006

Buch I - Krystufek

ST/A/R

THE IMPROVISING FAUN

Adam Budak on his curatorial practice at the “Kuratorenprojekt der Akademie der bildenden Künste Wien, 2006”

Adam Budak, Curator of Kunsthaus Graz, was invited by the Academy for

Fine Arts Vienna to develop the annual curatorial project of the academy

with the students. Budak chose a network of themes focusing on Mallarmé’s

construction on planned coincidental parallel trajectories. The curatorial

concept was not only mirrored in the choice of presented works, but also in

the set-up: the exhibition’s architecture and the weave of visible, yet imagined

common threads, between the varying presented positions. A poetic criss-cross

of knowledge, uncertainty and the celebration of the (con-)temporary. The

exhibition is shown at the academy’s studio house which, with its “difficult

architecture” was an interesting space for Budak to work at. “The academy

as such”, said Budak when taking us round the exhibition “is a monumental

organism. There are 1070 students enrolled. The task of the curatorial project

is to work with all students, from first semester to master and from the Visual

Arts Departments, Architecture, Conservation and Restoration and Fine Arts

Education on to Stage Design.” Thus Budak faced an almost Sisyphean task. He

saw over 600 students in five days.

The precarious everyday situation of the students, their positions, their

doubts and their (self-)perception are mirrored in the title as well as Budak’s own

process of bringing the exhibition about and the curatorial concept’s play with

the actual architecture of the space and the academy as an institution. Budak,

who also teaches at academies in Antwerp and Krakow, has so far worked with

post-graduate students who were perceived as artists- not only by themselves,

but also by the art public/market. “This is unlike the situation in Vienna,

where students don’t like to be referred to as students but regard themselves

as artists – at the age of 20 and just because they are enrolled at the academy.

I was interested in this confidence, how it was born and how it shaped into

self-confidence within such an institution as the academy. This confidence is

somehow paradoxical, as an academy is a virtual hierarchic architecture.”

The process of rising and walking up the steps of methodical knowledge

acquirement – as a commonly understood progression within an academy

– is broken by the exhibition on the first floor of the studio house. There are

neither straight verticalities nor simple horizontal flights. The exhibition rather

unfurls and unfolds as a rhizome, a polyphonic baroque labyrinth tracing loosely

knitted paths of practiced thought. Budak likes and wants the public to float

between different disciplines, strings of thought and concepts. This is also the

format of the open journey through which the audience is (un-)guided in the

exhibition. “The viewer is the DJ who puts together the works, whose producers

all come from different places and cultures. There is no straight way through the

exhibition, but many, everyone can build his or her own story.” A multiple and

fluctuating spatial poem.

The poem is set up by different lines of thoughts which rhyme, muse, reflect

and interact with and against each other and by using different expressional

media. Beginning with the exhibition’s architecture, in collaboration with the

Architecture and Stage Design Department and the exceptional documentary

video by students and lecturers/professors of the Department for Conservation

and Restoration who discuss their department, work, everyday and strategic,

practical and theoretical perspectives; further the works set in the dynamic lines

of the architecture – the contact and key points which create the exhibition’s net

of meaning, such as: Andreas Heller’s montage print “ Wie alles so einfach wird”

–which is positioned at one of the possible entrances of the show, an image

which literally lashes out and pulls the audience into the labyrinth. As well, as

the very poetic varying sculptural and installational key nodes by Johannes Vogl,

such as “Watching the waves” – a media imaginary of a life-guard’s everyday

or his musings of a bicycle with the dreamy installation “Small Moon”. The

concentrated paintings by Julia Maurer are a further highlight key zone of the

exhibition – almost tragically absurd yet quietly sobering.

Adam Budak

[Ruby Sircar, 11/2006]

working doubting rolling shining and musing

improvisation of a faun (or on precarious life)

Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien, Lehárgasse

8, 1060 Wien, 17.11. – 2.12.2006.

THE IMPROVISING FAUN

Maria Anwander | Eva Beierheimer + Miriam Laussegger | Katharina Cibulka | Alice Durst + Zoé Byland | Ana Ex | Monika Grabuschnigg

| Maren Greinke | Zoe Guglielmi | Helmut Heiss Andreas Heller | Thomas Hesse | Bruno Hoffmann | Eleni Kampuridis | David Kellner

| Silke Manz | Julia Maurer | Albert Mayr | Sissa Micheli | Diego Mosca | Julian Mullan | David Payr | Drago Persic | Martina Pfingstl

| Miriam Raggam + Gudrun | Gruber, Judith Gruber, Barbara Wilding | Linda Reif | Tina Ribarits | David Roth | Johannes Vogl | Julia

Zborowska | Marko Zink sowie Institut für Konservierung - Restaurierung und Studierende der Studios Lainer und Tschapeller


Städteplanung / Architektur / Religion

Buch II - RKI ST/A/R 9

ST/A/R-PERFORMANCE / MUSIK

Philipp Quehenberger

Trio Parghel

Dj Sufisticated

das wiener underground-trio

((( D I V ))) kommt über weite

strecken ohne gesang aus. man

lässt die motoren heulen mit

titeln wie “upsized car”, fängt

das faust´sche lachen ein und

zersetzt die flower power.

wüstenriffs im sinne von kultureller

verschachtelung, psychedelic-flächen

contra struktur,

indie-rock als leben nach

dem song-tod.

der bandname, das persische

wort für “dämon, böser geist”

wird musikalisch frei interpretiert

- D.I.V. - drastischer

ich-verlust im kollektiven

gedächtnis D.I.V. - dröhnender

instrumental verband stillt den

weltschmerz D.I.V. - deutlich

illusionierte vorband, will trotzdem

gross raus D.I.V. - dreck

im ventil - macht nix, wir fahren

weiter mit sonnenenergie, ged

scho!

transbeat productions presents

music line up: Nina Erber, Elisabeth Penker

Dj sweet susi

Dj Ursula M. Probst

Dj Ruby Sircar

black flash: nina nymand,

bass; rolo mongolo,

git, voc;

jonnyhawaii, drums

(le) MAT

experimental noise formation,

gegründet 2001 von knapp und

rödler. / manuel knapp: tonbandmaschinen,

fx / arnulf rödler:

stimme,fx / manuel.knapp@

chello.at

Elisabeth Grübl

Vlk-ST/A/R empfiehlt:

Das Young–ST/A/R–

movie-team beginnt bei der

ST/A/R-Performance mit dem Film

„AUFERSTEHUNG“.

boris steiner / christian waldhofer / lenny leiter/

alexander wieser / xax su han / aschot movsesian

DIV

Filmarchitektur: Lukas Gustl Goebl

Regie: Gerngross / Tolstoj

Schauspieler: Alle Anwesenden

colorblind

DIV


10 ST/A/R

Buch II - RKI

Nr. 12/2006

SCHÖNTHALER HAUS –

Sitz des Rumänischen Kulturinstitutes

FOTO UM 1890

FRANZ SCHÖNTHALER

1821 - 1904

1821 * NEUSIEDL PIESTINGTAL NÖ

1837 K.K. AKADEMIE WIEN

1840 WIEN LEISTLER

1845 PRAG

1847 PARIS FOURDINOIS

1849 WIEN LEISTLER

ZINSBÜCHL 1890

JULIUS VON BLAAS, 1845 – 1922

RADIERUNG WILLIAM UNGER, 1918

HAUSMEISTER WEBER

1945

RUMÄNISCHES KULTURINSTITUT

INSTITUTUL CULTURAL ROMAN


Nr. 12/2006

Buch II - RKI ST/A/R 11

Jugendstil Impressionen aus Rumänien von Prof. Dr. Peter Schubert, auch als Kalender erhältlich

Das Rumänische Kulturinstitut (RKI),

ein Ort der Kultur und Kommunikation

Seit September 2005 hat sich das Rumänische Kulturinstitut in Wien das Ziel gesetzt,

dem österreichischen Publikum die rumänische gegenwärtige Kultur durch ein

modernes Management bekannt zu machen - ein Management, welches sich für den

komplexen österreichischen Kulturmarkt am besten eignet.

Schwerpunkt der Aktivität ist der Versuch, dem Publikum moderne und international konkurrenzfähige

kulturelle Produkte anzubieten, und ebenfalls ein möglichst komplexes und

inhaltsreiches Bild des multikulturellen Rumäniens zu skizzieren. Gelegentlich präsentiert

das Rumänische Kulturinstitut Wien auch Veranstaltungen, welche der klassischen Kultur,

der Volkskultur und den Traditionen gewidmet sind. Wir haben die Erfahrung gemacht,

dass das Publikum in Österreich an Kommunikationsevents mit verschiedenster Thematik

höchst interessiert ist und demzufolge werden wir auch weiterhin Konferenzen, Podiumsgespräche,

Vorträge und Präsentationen über die rumänische Kunst, Kultur, Gesellschaft

und Geschichte organisieren. Wir hoffen, dass sich diese Gespräche bald zu einem komplexen

und konsequenten, interkulturellen und offenen Dialog gestalten werden.

Das Wiener RKI wird sich in Kürze zu einem modern ausgestatteten Informationszentrum,

zu einem ständigen Forum formeller und informeller Diskussionen über Kultur,

Soziales, Bürgerrechte, Politik und Wirtschaft entwickeln.

Wir möchten, dass das Rumanische Kulturinstitut Wien in den nächsten Jahren zum Zentrum

eines Netzwerks für kulturelle, bildende und bürgerrechtliche Organisationen wird,

ein Bezugspunkt für den interkulturellen Dialog, ein gemütlicher und beliebter Raum, für

ein möglichst breites Publikum, welches sich für Rumänien interessiert.

JUGENDSTIL IMPRESSIONEN

AUS RUMANIEN

Fotoausstellung von Prof. Dr. Peter Schubert

November 2006 – Jänner 2006

Rumänisches Kulturinstitut

Argeninierstr. 39, 1040 Wien

Montag bis Freitag, 10.00 – 18.00 Uhr

Mit Anmeldung auch am Wochenende

Literaturabend mit Dieter Schlesak,

unter der Schirmherrschaft des Botschafters

von Rumanien in Wien,

Univ. Prof. Dr. Andrei Corbea Hoisie

15. Dezember 2006, um 18.30, im RKI Wien

Argentinierstr. 39, 1040 Wien

Lesung und Vortrag

Zeugen an der Grenze unserer Vorstellung

Der siebenburger Ausschwitzapotheker, Victor Capesius.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des RKI Wien,

der Theodor Kramer Gesellschaft

und der Osterreichischen Gesellschaft fur Literatur

Bedeutende Punkte unserer kulturellen Politik sind die bi- und multilateralen Programme

mit kulturellen Organisationen hohen Ansehens und mit anderen Kulturinstituten, sowie

die Zusammenarbeit mit akademischen und Forschungsinstitutionen aus dem Bereich

humanistischer und sozialer Wissenschaften.

Rumänien wird ab 2007 Mitglied der Europäischen Union sein. Das Rumänische Kulturinstitut

hat ein freundliches, hoffentlich anregendes Angebot: Einschnitte in die Kunst

und Kultur, in die gemeinsame rumänisch-österreichische, wie auch in die jüngste Geschichte

des Landes, in die geographische, multiethnische und multikonfessionelle Landschaft

Rumäniens.

RUMÄNISCHES KULTURINSTITUT

Argentinierstr. 39, 1040 WIEN

Tel. +00431 319 10 81

e-mail: office@rkiwien.at

Das Rumänische Kulturinstitut gibt wöchentlich ein Newsletter heraus mit Informationen

und Kurzfassungen von Artikeln über alle bedeutenden wichtigen rumänischen kulturellen

Erreignissen, welche sich in Rumänien und weltweit abspielen.

Das Rumänische Kulturinstitut bietet an, auf Anforderung die vollständige Übersetzung

eines gewünschten Artikels, sowie zusätzliche Informationen zu einem Thema innerhalb

von 48 Stunden zuzusenden. Die Interessenten werden gebeten, sich per e-mail unter kulturraum@rkiwien.at

an uns zu wenden.


Städteplanung / Architektur / Religion Buch II - RKI

ST/A/R 13


14 ST/A/R

Buch II - RKI

Nr. 12/2006

KulturAXE presents at the ST/A/R-Performance:

SPIRIT OF MOZART

23 DesignerInnen aus Bratislava und Zlin

Art direction : Julia Sabova (Bratislava), Sarka Siskova (Zlín)

Thema

Die Arbeiten entstanden zum Thema ‚Mozart und seine Musik’, inspiriert vom

Genie Mozart’s und seinem Leben und suchten die Beziehung zwischen seiner

Musik und den entstandenen Design-Exponaten. Die Materialvorgabe richtete

sich auf Recycling-Textilware – das Alte, ‚Tradierte’ aufbereiten in neuen Zusammenhängen.

So wie die Zeit die Qualität überprüft, so bereichern neue Ideen ein

altes Material.

Ausstellung KulturAXE

Die Exponate sind im Projektraum KulturAXE noch zu sehen

bis 29. Dezember 2006

Kontakt und Adresse :

Caroline Fekete-Kaiser

KulturAXE, Esteplatz 7, 1030 Wien, Tel & Fax 713 38 08

E-mail: info@kulturaxe.net, www.kulturaxe.com

Die Ausstellung wurde gefördert durch Bundeskanzleramt, Sektion Kunst; Kulturkommission des 3. Bezirkes, Tomas

Bata University Zlín, Studio of Fashion Design und Academy of Fine Arts and Design, Studio of Clothing Design


Nr. 12/2006

Buch II - RKI ST/A/R 15

STAR PERFORMANCE


16 ST/A/R

Buch II - RKI

Nr. 12/2006

–GOD BLESS–

Barbara Sophie Nägle

Christian Pußwald

Eine Ausstellung im Rahmen des

Amerika-Schwerpunkts der

Kunsthalle Wien im Herbst/Winter 06/07.

1. Dezember 06 – 2. April 07

im Museumsquartier, A-1070 Wien

Barbara Sophie Nägle „before later“ # 25 2003

Christian Pußwald „Big Trophy“ Detail / aus Mentale Algorithmen, Bildmontage 2006

photo wall @ le méridien wien

Christian Pußwald

Eine Kooperation der Kunsthalle Wien mit dem Hotel

6. Dezember 06 – 30. Juni 07

Hotel Le Meridien

Opernring 13, A-1010 Wien

Museumsplatz 1 im

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Städteplanung / Architektur / Religion

Buch III - Wurm ST/A/R 17

Leopoldstadt, 2004, © Atelier Erwin Wurm

Das Inhalieren der Welt als Künstler

Ein großer Teil meiner Arbeit passiert aus dem Bauch

Interview mit Erwin Wurm am 23. 10. 2006 im Cafe Prückl,

(Erwin Wurm, Christian W. Denker, Thomas Redl)

Erwin Wurm

Thomas Redl: Ich habe die aktuelle Ausstellung

im Mumok gesehen und meine erste Frage

ist: Ganz signifikant für deine Arbeit, finde

ich, ist eine modifizierte Körperlichkeit, die sich

einerseits auf den menschlichen Körper bezieht und

andererseits auf das Objekt – ist das ein zentraler Teil

deiner aktuellen Auseinandersetzung?

Erwin Wurm: Bildhauerei beschäftigt sich nun mal

primär mit dem Körper, wenn man den Menschen

bearbeitet. Aber auf der anderen Seite interessiert

mich der Körper ja nicht, sondern mich interessiert

die Einheit, die Ganzheit des Menschen, der Körper ist

ja nur ein Teil, also alle anderen Teile sozusagen, die

die ganzen psychologischen Aspekte, das Mentale, all

diese Dinge, und da ist ja das Körperliche, der Körper

in dem Sinn ja nur ein Teil. Wie ich zu diesem Bild

komme, dass es so aussieht, wie wenn es quasi primär

um das Körperliche ginge, das hängt wahrscheinlich

damit zusammen, das ich einige Dinge fett gemacht

habe und das nur deswegen, weil ich die Skulptur

immer nur als Katalysator eingesetzt habe oder versuche

als Katalysator einzusetzen; weil ich über diese

sture Verbindung des Alltäglichen und der Welt, die

mich umgibt, mit dem Skulpturalen auf eine andere

Ebene komme, wenn ich zufällig dadurch auf soziale

Aspekte komme, aufs Philosophische, auf alles mögliche.

Es ist, um ein einfaches Beispiel aufzuzeigen

– das habe ich schon oft gesagt –, also Bildhauerei

Arbeit am Volumen. Und zu- und abnehmen ist,

kann man auch sagen, Arbeit am Volumen; in gewisser

Weise kann man auch den Schluss ziehen, zuund

abnehmen ist Bildhauerei. Ich habe zum Beispiel

ein Video gemacht, wo ich jemanden gebeten habe

seine gesamte Garderobe, die er besitzt, auf einmal

hintereinander anzuziehen, das heisst, er ist skulptural

gewachsen und ist mächtiger und kräftiger geworden

auf der einen Seite, auf der anderen Seite kam

sofort ein sozialer Aspekt dazu, nämlich der, dass die

Obdachlosen oder die Homeless ihr gesamtes Hab

und Gut, das sie besitzen, ja mit sich herumschleppen.

Das heißt, das kam da sozusagen dazu geflogen,

es war nicht beabsichtigt dieser Aspekt, und der

nächste Aspekt war zum Beispiel ein Gegenteiliger.

Wie ich die gleiche Aktion noch mal im öffentlichen

Raum gemacht habe. Ich habe ein Paar gebeten in

einem Geschäft so viele Kleidungsstücke anzuziehen

wie sie können und damit dann hinauszugehen, auch

da kippt das dann sofort um und es ist ein anderer

Aspekt da, der des Konsumierens, dass, was sozusagen

unsere Zeit auch ausmacht. Also zwei verschiedene

soziale Aspekte aufgrund eines Themas nur durch

eine leichte Verschiebung. Das ist das interessante

für mich, also die Skulptur, die als Katalysator eingesetzt

wird, und was dann Letztendes herauskommt,

wo es sich dann hin bewegt, das kann man schon ein

bisschen steuern, es passiert aber auch sehr oft, dass

ich überrascht werde von den Ergebnissen und den

Beziehungen, die sich da auftun.

Ja und zu dem Fetten – ich muss leider so lang und

kompliziert antworten –, zu dem Dicken noch, also

dieses Spiel mit dem Fett, da habe ich begonnen, die

beiden liebsten Repräsentationsgüter, das Haus und

das Auto, dick zu machen, mächtig zu machen, auch

um diesen Objekten einen menschlichen Aspekt zu

geben. Man verbindet ja mit dem dicken Auto plötzlich

ein Gesicht oder etwas mehr, eine, wie soll ich sagen,

menschliche Form und das gleiche passiert mit dem

Haus, da ensteht dann auch ein sichtbares Gesicht

und plötzlich kommt der Aspekt des Menschlichen

hinein. Der wurde dann noch verstärkt dadurch, dass

ich diese Skulpturen dann animiert habe und das

Haus tatsächlich sprechen lasse und das Auto auch

tatsächlich sprechen lasse. Da ist dann, was zufällig

aufgetaucht ist, noch einmal verstärkt worden.

TR: Für mich kommt so eine Art psychophysische

Realität zutage, also die Körperlichkeit, die jetzt in

dem Skulpturalem vorhanden ist, zeigt für mich ein

Spezifikum einer mentalen, psychischen oder auch

sozialen Befindlichkeit und es manifestiert sich eine

neue Realität, die sich über die Körperlichkeit ausdrückt.

EW: Ja klar, aber ich möchte es nicht nur auf dem

Körperlichen belassen, weil das sozusagen nur ein

Aspekt unserer Realität ist. Das ist nur ein Teil von

uns, nicht mehr. Du bestehst aus Körper und du

bestehst aus all dem anderen – es wäre eine schräge

Verkürzung, wenn man dich nur als Körper sehen

würde, darum sage ich, es ist das andere immer wichtig.

Das Haus spricht ja auch, das Auto spricht ja auch

– die haben ja etwas zu sagen – da geht es auch um die

Psyche, auch um ihre Gedanken, ihre Gedankenwelt,

um all das. Darum ist es für mich, wenn man nur das

Körperliche anspricht, eine Verkürzung.

Fat convertible, 2005, mixed media


18 ST/A/R

Buch III - Wurm

Nr. 12/2006

Fotos: © MAK/Georg Mayer

Plakatentwurf 1985, Galerie Maeght Lelong,

Paris, 1986. Wurde verwendet.

MAK Sammlung

Ausstellungsansicht, ARNULF RAINER, Überschriftungen,

MAK-Schausammlung Gegenwartskunst

Fotos: © Wolfgang Woessner/MAK

TOTENMASKEN, Plakatentwurf, Fotografi e,

Karton, Tusche, 21 x 23,5 cm, MAK-Sammlung

Rainer als Schriftkünstler

Arnulf Rainers Original-Plakatentwürfe im MAK Wien

Die Ausstellung „RAINER, sonst keiner!

Überschriftungen“ präsentiert eine in diesem

Umfang noch nie gezeigte Werkgruppe Arnulf

Rainers – seine Originalentwürfe zu seinen

Ausstellungsplakaten. Plakate entwarf er für

nahezu alle seine Ausstellungen sowie für zum

Teil in Kooperation entstandene kulturelle

Veranstaltungen, wie etwa Theateraufführungen.

Für jedes Plakat fertigte Rainer eine variantenreiche

Fülle von Entwürfen und detaillierten grafischen

Elementen, die erst im Produktionsprozess zu einer

Einheit zusammengeführt wurden. Die Originale

beeindrucken durch ihre grafische Umsetzung in

kalligrafischer Manier, kombiniert mit malerischen

Elementen. Eine großzügige Leihgabe aller sich

noch im Besitz des Künstlers befindlichen Originale

ermöglicht es, die Entwürfe den gedruckten Plakaten

gegenüberzustellen und damit einen zeitlichen Bogen

über die unterschiedlichsten Werkphasen entlang der

PAINTINGS, DRAWINGS, PHOTOGRAPHS 1951–1979,

Plakatentwurf 1980 für Whitechapel Art Gallery , London;

MAK Sammlung, Leihgabe Arnulf Rainer

Ausstellungshistorie Arnulf Rainers zu spannen.

Die Reihe KÜNSTLER IM FOKUS im MAK schafft

nicht nur Möglichkeiten zur Auseinandersetzung

mit in der Sammlung vertretenen Positionen von

Künstlern. Die Präsentation zusätzlicher Leihgaben gibt

einen Impuls für neue Ankäufe, damit werden neue

Perspektiven zur Erweiterung der Sammlung eröffnet.

In diesem Zusammenhang kündigt die MAK ART

SOCIETY an, die Sammlung der Rainer Plakate für das

MAK anzukaufen.

KÜNSTLER IM FOKUS wird nach Arnulf Rainer mit

Präsentationen von Alfons Schilling, Padhi Frieberger,

Liam Gillick, Franz West, Vito Acconci, Ilya Kabakov,

Michael Kienzer und Brigitte Kowanz fortgeführt.

Die Ausstellung RAINER, sonst keiner!

Überschriftungen ist bis 4. März 2007 zu sehen.


Nr. 12/2006

Buch III - Wurm ST/A/R 19

TR: Deine skulpturalen Ergebnisse verkörpern eine

spezifische Befindlichkeit. Ich sehe auch keine

Grenzziehung zwischen dem menschlichen Körper

und dem Objekt, sondern es ist eigentlich ein nahtloser

Übergang. Also auch das Haus bekommt eine

Persönlichkeit und im Video spricht es dann auch

und hat so etwas wie eine leicht melancholische

Befindlichkeit.

EW: Ja es hinterfrägt sich selbst.

TR: Und das Auto macht im Grund genommen dasselbe.

Also das Objekt bekommt in dieser Form wie

Du es behandelst eine Persönlichkeit. Es wird sozusagen

zu einem Wesen in diesem Sinne.

EW: Genau, da gebe ich Dir vollkommen recht, es ist

eine Subjektivierung der Dingwelt.

TR: Das ist eine ganz aktuelle Situation in unserem

Austausch von unserer Befindlichkeit mit der

Warenwelt, die ja sehr stark miteinander korrespondieren

und wir haben eine unglaubliche, zumindest

in unserer westlichen Hemisphäre, Bezüglichkeit zur

Warenwelt entwickelt.

EW: Wir identifizieren uns über die Warenwelt. Es

gibt den berühmten Begriff Haben oder Sein vom

Psychologen Erich Fromm. Genau mit dem beschäftige

ich mich die ganze Zeit und das thematisiere ich

mit den ganzen Skulpturen, zum Beispiel mit dem

Weltverschlucker. Das Aufnehmen der Welt sozusagen,

das Inhalieren der Welt als Künstler.

Christian W. Denker: Deine Kunst unterstreicht

Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und

Verdauungsprozess. Ich finde das sehr interessant.

Auch der Philosoph Searle setzt ja Bewusstseinsund

Verdauungsvorgänge in Bezug. Deine Arbeit

Feeding Harald Kunde with chocolate? zeigt wie

Nahrungsaufnahme zur Folter werden kann. Da geht

es aber nicht nur um körperliche Zwänge, sondern

auch um psychische Gewalt: Wenn die Menschen

dann im Alltag bei McDonalds essen treibt sie ja

nicht nur ein körperliches Bedürfnis, sondern auch

ihre geistige Überzeugung.

EW: Absolut! Wie gesagt, das ist eben sehr eng

gepaart, das körperliche Bedürfnis und das seelische

oder das psychische. Diese Bedürfnisse liegen so eng

aneinander, dass sie nicht trennbar sind und damit

arbeiten ja die ganzen Firmen letzten Endes, auch

die Werbung arbeitet damit und überhaupt die ganze

westliche Welt. Es werden Bedürfnisse erzeugt,

die sind genauso körperlich wie psychisch. Da bin

ich aber zuwenig Wissenschafter, um mich damit

wirklich eingehend zu beschäftigen. Die Bedürfnisse

funktionieren wahrscheinlich zuerst psychisch und

dann werden sie körperlich oder umgekehrt. Keine

Ahnung! Aber es gibt auf jeden Fall für mich eine

logisch nachvollziehbare Verbindung.

CWD: Siehe Harald Kunde...

EW: Und das mit dem Harald Kunde, das ist ja diese

Serie mit den Kuratoren. Es gibt ja das Märchen in der

Kunstwelt, dass man zu seinen Kuratoren nett sein

muss, um erfolgreich zu sein, was absoluter Quatsch

ist. Und das spielt natürlich da mit. Es gibt ja auch

Märchen, dass man mit seinen Galeristinnen schlafen

muss, damit sie einen überhaupt ausstellen.

CWD: Okay – das ist sehr gut! Die einen glauben

dran, die anderen nicht. Aber wie ist es überhaupt bei

Dir mit Gender-Issues? Zur Zunahme forderst Du ja

nur Männer auf! Trifft Deine Kunst geschlechtsspezifische

Unterscheidungen?

EW: Eigentlich nicht, nein. Ich weiß nicht warum, mir

kommen öfter Männer in den Sinn. Weil ich wahrscheinlich

selbst ein Mann bin und mich mit meiner

eigenen Problematik beschäftige. In Wahrheit ist ja

so, dass am Anfang meiner Arbeit – ist schon relativ

lange her – da war ich so der kleine Künstler und

da war auch die hehre Kunst und die Theorie und

ich habe immer versucht Verbindungen herzustellen

und es ist mir nie wirklich geglückt. Es war immer so

eine trockene spröde akademische Kunst, wie man sie

ja sehr viel sieht. Und erst später hat sich durch tragische

Schicksale etwas verändert. Aber jetzt will ich

das nicht thematisieren, denn dann heißt es sofort

wieder der Künstler muss leiden, um gute Kunst zu

machen. Aber es war in der Tat so, dass ich Erlebnisse

hatte und diese mir dann ermöglichten – auf diesen

Drang, die Kunst und die Theorie zu verbinden – verzichtet

habe und direkt von meinem Umfeld, also

meiner Welt, ausgegangen bin und versuche das,

was ich Weltsicht nenne oder Welterklärung in die

Arbeit einzubauen. Und ich arbeite jetzt über meine

gesamte Welt, über alles was ich sehe. Und ich

sehe halt sehr viele Männer. Jetzt sehe ich schon wieder

zwei Männer und über die arbeite ich dann auch.

Und ich bin auch ein Mann und die Frauen existieren

natürlich auch. Klar, es gibt auch Sexualität und

das kommt auch vor – aber auch viele Männer, und

auch Hunde.

CWD: Oh ja, – Deinen Briefkastenhund habe ich

wirklich sehr gerne. Bezüglich der Einbindung der

Alltagswelt in die Kunst fallen mir bei Dir aber besonders

die Lebensmittel auf, also Ausgangsmaterial des

Verdauungsvorganges. Damit arbeitest Du oft, aber

wenig oder gar nicht mit Exkremente, gibt es dafür

einen Grund? – In der Kunst ist das ein ja sonst ein

relativ verbreitetes Material.

EW: Das interessiert mich einfach nicht. Wenn ich

zum Beispiel Nacktheit zeige – dann sieht man

eigentlich nie Genitalien oder wenn ich bissig und

gemein bin, sieht man nie wirklich Gemeines und

Bissiges. Ich versuche immer auf einer Ebene zu

bleiben die allgemein erträglich ist, die aber trotzdem

so an den Rand geht, dass man das auch mitbekommt.

Es wurden von mir schon Fotos abgehängt,

zweimal schon, einmal bei einer großen Ausstellung

der Deutschen Bank, in Singapur glaube ich. Es ist

in der Frankfurter Allgemeinen gestanden, ich weiß

„Bildhauerei ist Arbeit am Zu- und

Abnehmen, man kann auch sagen,

Bildhauerei ist Arbeit am Volumen.“

es nicht mehr genau. Eine Notiz über die gesamte

Ausstellung – und darin ist es eigentlich nur darum

gegangen, warum dort mein Bild abgehängt wurde,

was ja wirklich lächerlich war. Es sind diese beiden

Orangenmädchen, die sich aneinander lehnen und

die Orangen in der Mitte haben. Das war denen zu

sexuell aufgeladen. So etwas hat immer mit der persönlichen

Befindlichkeit zu tun beziehungsweise mit

der Weltsicht der jeweiligen Gesellschaft – das ist das

Interessante und das auch aufzudecken interessiert

mich. Bei der Ausstellung in Singapur war am Tag

der Voreröffnung, also bei der Besichtigung durch

die Presse, das Bild noch da. Am Tag der Eröffnung

war das Bild weg und ich habe die Direktorin darauf

angesprochen: Wie kommt es, dass das Bild weg ist?

Da sagte sie, ja sie kann es sich auch nicht erklären,

aber jetzt ist es nun einmal im Depot und sie kann es

jetzt auch nicht zurückholen. Aber warum das dort

ist, weiß sie nicht.

CWD: Eine letzte Frage aus dem Themenkreis

Verdauung: wie

erklärt sich überhaupt

Ihr Interesse am

Verdauensvorgang, wie

sind Sie darauf gekommen

zur Verdauung

speziell eine Serie zu

machen?

EW: Da wurde ich eingeladen.

Also mich hat

dies schon immer interessiert,

ich weiß nicht,

irgendwo habe ich gelesen,

das Wittgenstein

Verdauungsstörungen

hatte. Ich weiß nicht

mal ob das stimmt, aber

mir hat das Bild gut

gefallen und ich habe

dann keine sprachanalytische,

sondern eine

bewegungsanalytische

Arbeit gemacht über den

Wittgenstein. Es gibt vier

Positionen, die man einnehmen

soll, man muss

dann ein paar Übungen

Freudsche Rektifi zierung,(Philosophie – Verdauung), 2004

machen um sozusagen die Probleme, die man mit

der Verdauung hat, abzuarbeiten. Man muss sich

über einen Sockel beugen und halt diese üblichen

Dinge tun, was man immer gesagt bekommt als

Kind – wenn du Bauchweh hast, dann beug dich vor

oder wenn du Blähungen hast, dann mach das und

jenes. Und das hat mich einfach interessiert so wie

Wittgenstein die Welt über Sprache zu erklären versucht.

Dieses Phänomen Wittgenstein sozusagen

über seine Blähungen zu erklären zu versuchen.

CWD: Da muss ich mich wohl mal bei einem

Experten erkundigen, also ich bin da jedenfalls auch

nicht informiert.

EW: Eine Arbeit zu dieser Thematik habe ich für das

Wilhelm Lehmbruck Museum, glaube ich, gemacht

habe. Und ansonsten war die Serie schon immer

in meinem Kopf. Weil es ja oft in meinen Arbeiten

um Grundbedürfnisse oder Grundbedingungen

geht: Nahrungszunahme, Körperpflege und ähnliches.

Ob ich und wie ich mein Leben meistere, es

ist immer schwierig, egal ob ich das jetzt mit Hilfe

von Philosophie oder mit Ernährungsdiät mache, es

bleibt immer gleich schwierig und das ist auch die

Aussage meiner künstlerischen Arbeit, das interessiert

mich auch daran. Und so bin ich irgendwann

zur Verdauung gekommen und dann hat es ja eine

gewisse Frau Kamler gegeben – ich glaube, die kennen

Sie?

CWD: Ja, klar! Wenn ich jetzt hier mit euch sitze,

dann hat die Frau Kamler von Biocarbon einen wichtigen

Anteil daran.

EW: Jetzt schließt sich ein Kreis! Also ich hatte immer

Wittgenstein’s space warp, 2005


Städteplanung / Architektur / Religion Buch III - Wurm

ST/A/R 21

so die Idee im Hinterkopf und dann da war die Frau

Kamler, die gesagt hat: Ja machen sie mal, ich würde

mich dafür interessieren, ich kaufe ihnen das dann

sofort ab. Für mich hat sich da ein Weg eröffnet, also

es war quasi ein Auftragswerk, und das hat mich

natürlich auch interessiert.

TR: Wenn man jetzt in deiner Werkbiografie zurückgeht,

hat es diesen Zeitpunkt gegeben, wo du

Staubskulpturen gemacht hast, also wo nur mehr

Staub übriggeblieben ist nach der Anwesenheit des

Objektes. Es ist ja so, das man das wie einen Nullpunkt

des Skulpturalen definieren kann.

EW: Das war für mich damals wichtig. Ich hatte

ja vorher Skulpturen gemacht, die schnell in

diese wilde Schiene gesteckt wurden. Ich wollte

an und für sich Maler werden und da, wo ich die

Aufnahmsprüfung gemacht habe, in Salzburg, war

es so, dass die mich nicht in der Malerei akzeptiert

haben, sondern in die Bildhauerei gesteckt haben.

Und das war für mich ein Schreck, weil ich habe

nie, bis damals zumindest dreidimensional gedacht,

sondern immer nur in Bildern. Ich habe die Welt in

Bildern gesehen und plötzlich behaupten die, ich soll

Bildhauer werden. Das hat mich super irritiert und

hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen.

Dann habe ich mich aber dem gestellt und gesagt

– okay, jetzt probier mal, schau was kannst du damit

machen und dann habe ich begonnen – auch aus

Trotz – klassische Bildhauerthemen zu behandeln

– Gehende, Schreitende Reiterstandbilder – aber mit

Abfallmaterial, zusammengenagelte Bretter und dann

noch bemalt. Weil ich ja die Malerei noch in mir hatte

und da habe ich eine ganze Reihe von Skulpturen

gemacht, Anfang der Achtzigerjahre. Die wurden

sofort – ab der zweiten Skulptur war ich schon bei

einer Ausstellung bei der Galerie Nächst St. Stefan –

verkauft und sofort war ich auf einem Zug, der abgefahren

war. Entdeckt als Neuer Wilder und das gefällt

einem natürlich am Anfang als Student, es war super,

alle wollten das, alle haben es gekauft und so weiter.

Jetzt ärgert mich das, weil diese Arbeiten ständig auftauchen

in irgendwelchen Dorotheen und sonstigen

Auktionen. Nach einigen Jahren, nach drei Jahren

oder so, habe ich mir gedacht, hoppla, das wollte ich

eigentlich gar nicht, das bin eigentlich nicht ich und

habe die Bremse gezogen und bin sozusagen von dieser

Schiene runter. Es hat dann mehrere Jahre gedauert

und der Neubeginn waren die Staubskulpturen.

Da haben natürlich alle aufgequitscht, da waren alle

gegen mich und auch meine Kollegen. Nicht, dass

ich jetzt Staubskulpturen mache, hat sie gestört, sondern

die haben das einfach nicht ernst genommen.

Die Kollegen haben mich als Verräter gesehen, die

haben gedacht, ich verlasse jetzt diese wilde Malerei,

diese wilde Skulptur und fange jetzt was anderes an.

Es sind auch alle Galeristen abgefallen bis auf eine,

alle Kritiker, Kuratoren, die waren alle, auch die

Sammler, gegen mich. Aber für mich war das alles

erledigt und das war mein Nullpunkt. Und darum

setzt auch die aktuelle Ausstellung im MUMOK dort

an und nicht davor.

TR: Diese Staubskulpturen manifestieren für mich

so etwas wie das Negativbild einer Skulptur.

EW: Ja es ist genau das.

TR: Ich habe mit einem Fotografen gearbeitet und

der setzte Polaroids ein. Beim Polaroid gibt es beim

Abzug den Abklatsch vom Polaroid und das ist so

etwas wie eine Negativzeichnung und das hat mich

plötzlich wesentlich mehr interessiert als das fertige

Foto. Wenn man jetzt sagt, die Staubskulptur stellt so

etwas wie die Minusskulptur dar, gibt es da eine direkte

Verbindung zu deinen One-Minute-Skulpturen.

Also ist das der nächster Schritt gewesen?

EW: Nein, das ist nicht so schnell gegangen, da

waren am Anfang eben diese Staubskulpturen und

„ Aber es war in der Tat so, dass ich Erlebnisse hatte und diese mir dann ermöglichten

– auf diesen Drang, die Kunst und die Theorie zu verbinden – verzichtet habe

und direkt von meinem Umfeld, also meiner Welt, ausgegangen bin und versuche

das, was ich Weltsicht nenne oder Welterklärung in die Arbeit einzubauen. Und

ich arbeite jetzt über meine gesamte Welt, über alles was ich sehe.“

parallel dazu die Kleiderskulpturen. Da habe ich

dann begonnen, alles das zu bearbeiten, was um

mich so ist. Der Staub, die Kleider, meine eigenen;

und auch die Kleider haben von einer Abwesenheit

erzählt, von der Abwesenheit des Menschen. Ich habe

Kleiderskulpturen gemacht, da habe ich Mäntel über

Podeste – sieht man in der Ausstellung – gespannt

und der Mantel vermittelt noch etwas Antropomorphes

durch die Verbindung mit dem Menschen. In Wahrheit

wurde der Mantel über einen Sockel gespannt, das

heißt, er hat sich mit einer geometrischen Figur verbunden

und dieser Störfaktor hat mich interessiert,

das hat mir einfach gefallen damals. Und also der

Hausstaub, der Staub ist ja nie wirklich gefallen, den

habe ich ja gestreut, also ich bin ja kein Pathetiker,

dass ich jetzt drei Monate warte bis der Staub fällt.

Es geht ja nur ums Bild, den Staub habe ich aus dem

Staubsaugerbeutel ausgestreut. Kann man auch, wenn

es in Museen ausgestellt ist und wenn es zerstört wird,

sofort wieder machen. Da kriegen die Galeristen oder

die Museen ein Zertifikat, um das wieder machen zu

können. Das Kunstmuseum St. Gallen hat eine große

Vitrine gekauft, die ist ihnen umgefallen, dann

haben sie mich ganz entsetzt angerufen – die Arbeit

ist kaputt, wie können wir das je wieder gutmachen?

Ich sagte: Nehmen sie einen Staubsaugerbeutel und

streuen sie den Staub auf. Die waren darauf irgendwie

ganz entsetzt. Ich habe mich geweigert es zu tun,

ich habe gesagt, ich mache es nicht mehr, ich habe es

einmal gemacht, jetzt müssen sie es machen und sie

haben es dann selber gemacht.

TR: Ja, das heißt aber, die Skulptur ist trotzdem real

vorhanden?

EW: Es geht um das Mentale, Beuys ist ja auch nicht

mit dem Coyoten wirklich eine Woche im Käfig

gesessen, sondern ist am Abend ins Hotel schlafen

gegangen.

CWD: Ständig raus gegangen ist er – ja klar.

Staubskulptur Aperto, 1990, Staub, Holz, Emulsion, Installation, Venedig Biennale

EW: Ich meine, es geht nur um das Bild. Darum geht

es auch bei diesen Sachen. Irgendwann hat es mich

gereizt wieder über den Menschen zu arbeiten – weil

ja Kleidungsstück und Mensch so nahe ist. Ich habe

Videos gemacht, wo ich den Menschen statuarisch

zeige als Skulptur und das bedeutet Stillstand, und

wir sind eben kein Stillstand, sondern wir bewegen

uns. Es gibt ein Video, wo ich einen Freund bitte einfach

stillzustehen und dem habe ich einen Topf aufgesetzt,

damit man nicht sieht, dass sich die Augen

bewegen, weil die Augen kann man ja nicht ruhig

halten. Stillstehen drei Minuten – da habe ich ihn

gefilmt und dann den Film auf eine Stunde geloopt.

Dann sieht man das Video, da steht er nur still, aber

sofort spielt ja sozusagen unser Hirn uns einen

Streich und wir sehen Bewegung hinein, weil wir

ja nicht auf Stillstand programmiert sind, sondern

man sieht ein bisschen die Hände wackeln oder wie

er wackelt. In Wahrheit steht er einfach still und das

war dann die interessante Frage für mich – ist das

jetzt eine Skulptur oder ist es eine Performance? Und

in diesem Zwischenbereich habe ich einiges gemacht

und gleichzeitig mit diesen Pullover-Arbeiten begonnen,

die mit zwei Nägeln an der Wand nach einer

Gebrauchsanweisung aufgehängt werden mussten

von den jeweiligen Sammlern oder Galeristen,

weil die Pullover aufgrund von zwölf verschiedenen

Hängungsformen funktionieren. Da geht es darum:

Es sind zwei Nägel an der Wand, ich habe einen normalen

Pullover genommen, ausgezogen und nach

einer gewissen Anleitung aufgehängt. Und siehe da,

es entsteht das Urinal von Duchamps oder was auch

immer. Das ist erstens eine Handlung und zweitens

existiert die Skulptur nur so lange, wie sie eben da

oben hängt. Wenn man sie wieder herunternimmt,

ist es wieder ein normaler Pulli, den man anziehen

kann und damit weggehen. Wie bei jeder künstlerischen

Arbeit wurde der Beginn definiert, das ist klar,

aber es wurde auch das Ende mit einbezogen. Das hat

es auch schon vorher gegeben, das ist nichts Neues,

aber für mich war es neu. Die Arbeit hat nur für eine

bestimmte Zeit existiert und diese ist dann immer

kürzer geworden und plötzlich war ich bei ganz kurz.

Ich habe Skulpturen gemacht, die über 20 Sekunden

gedauert haben, das ist sind diese Pulloverskulpturen,

wo die Leute in Pullovern drinnen stecken. Nach 20

Sekunden kam die nächste Position und dann die

nächste und nächste – so eine Fülle von Skulpturen

habe ich damit ausgeworfen. Wenn man das Video

sieht, sieht man zwar immer nur eine Skulptur, aber

wenn man sich umdreht und weggeht und dann

wieder hinschaut sieht man die nächste Skulptur.

Aber jede Skulptur hat nur für 20 Sekunden existiert

– also ganz kurz. Und der nächste Schritt war dem

einen Namen zu geben: One-minute – Einminuten-

Skulpturen, ich habe damit ein Schlagwort kreiert,

das werbewirksam war und es hat auch funktioniert.

TR: Jetzt kann man natürlich eine Verbindung, ich

spreche einmal in den freien Raum, also zu Franz

West sehen, der mit seinen Paßstücken auch den

Rezipienten mit einbezieht ...

EW: ... mit einbezieht und sozusagen damit in

ein direktes Handeln hervorruft, ja es gibt auch

Anweisungen von West zur Benützung und sein

Anliegen ist ja auch Befindlichkeiten rüber zu bringen

und da ist natürlich auch eine Querverbindung

vorhanden. Es gibt aber nicht nur den Franz West

als Querverbindung, es gibt auch Franz Erhard

Walter als Querverbindung zum Beispiel, der sehr

früh, also in den Sechzigerjahren mit diesen ganzen

Gebrauchsanweisungen angefangen hatte. Da gibt

es sicher viele Querverbindungen, die gibt es aber

immer. Ich meine, man ist ja immer als Künstler in

dieser Position, man erfindet etwas, was andere schon

hundertmal erfunden haben. Die Frage ist – mache

ich es trotzdem und versuche der Sache ein anderes

Couleur zu geben oder eine andere Richtung? – und

ich habe mich einfach dafür entschieden, da weiterzumachen.

Und die Anderen haben sich auch dann

ganz woanders hin entwickelt, heute redet keiner

mehr über den West. Mir ist inzwischen sogar aufgefallen,

dass der West jetzt Blechskulpturen macht, wie

ich sie gemacht habe ca. 1997, diese ganzen Knödeln

da, die er heute macht.

TR: Ich versuche ein österreichisches oder ein fast

Wiener Spezifika herauszuholen, eine Art psychophysische

Realität in der Skulptur, auch in der Tradition

von Freud gesehen, und ich meine jetzt nicht die

„Es gibt einen Teil, der wirklich unbewusst

ist, der sehr viel mit Intuition zu

tun hat und davor schrecke ich nicht

zurück. Ein großer Teil meiner Arbeit

passiert aus dem Bauch, aus der Idee

und der Intuition heraus, viele Künstler

genieren sich dafür, ich nicht.“

Parallelität des Werks, sondern eine thematische

Kontinuität, wo man sagen kann – von der Freud-

Couch zum Wurm-Pullover – als Gedanken auch einer

bestimmten Psychoplastik?

EW: Ja klar – Freud, Wittgenstein all die. Wir wurden

ja 700 Jahre von einer Familie sozusagen regiert,

niederregiert. Die Habsburger, 700 Jahre, das muss

man sich mal vorstellen, es heißt immer Monarchie,

aber in Wahrheit war das eine Familie. Wie nennt

man das woanders – Oligarchie. Und das war die

eine Seite und die andere Seite war die Katholische

Kirche. Das sind schon gewaltige Machtblöcke und

das monarchistische Staatssystem war ein extrem

Restriktives, es war ein Beamten- und Polizei- und

Militärstaat bei uns. Das war nicht so wie in anderen

Ländern, wie in Frankreich, wo es um Freigeistigkeit

gegangen ist, es wurde zwar auch dort unterdrückt,

aber bei uns war es so richtig, aber so richtig heftig.

Und das sich da natürlich dann plötzlich diese

Türen und Tore alle auftun, dass es dann sozusagen

diese Extreme gibt wie Wittgenstein und Freud, ist

irgendwie fast logisch, eine logische Folge und all

die anderen noch, die dann dahergekommen sind.

Interessanterweise waren die meisten Juden, auch

weil es den Christen verboten war. Man weiß ja von

den Habsburgern, dass zum Beispiel Kaiser Franz

Josef Bildung abgelehnt hat und Bücher zu lesen, das

war ein Faux-pas in der aristokratischen Gesellschaft.

Die Intellektuellen, die wurden nicht geachtet, das

waren irgendwie Würstchen, die Gesellschaft hat

es nicht für notwendig gehalten, sich mit Büchern

zu beschäftigen, weil sie sind jagen gegangen, sie

waren die Herrscher, sie mussten Soldaten sein und

fertig. Also hat man diese Intellektualität auch aus

den ganzen Kreisen verdammt. Darum ist auch die

österreichische Gesellschaft heute noch so intellektualitätsfeindlich,

glaube ich, weil das immer noch

nachwirkt. Das waren die Juden, das waren halt andere

Gesellschaftsschichten, die gewirkt haben. Also

vielleicht stimmt es auch nicht, so sehe ich das – aber

ich bin ja auch kein Soziologe.

CWD: Eine Freundin war in der aktuellen Ausstellung

und ihr wurde gesagt sie denke so wie der Deleuze da

kniet. Sie fand das nicht so gut als Idee, aber ich würde

nun persönlich gerne wissen, wie Du das Denken von

Deleuze vor dem Hintergrund der Meinungsfreiheit

bewertest. Die Unterdrückung des freien Denkens

hat ja auch in Deutschland eine lange Tradition.

EW: Ich glaube, dass es in Österreich oder

Deutschland nicht möglich wäre, dieses Denken, diese

Art von Denken. Deleuze ist etwas typisch französisches.

Egal wer, Baudrillard, all diese Leute, ich

glaube nicht, dass die in Deutschland möglich sind.

Deutschland hat Heidegger und hat Adorno und

Marcuse und all diese Leute hervorgebracht. Ich

bin ja kein Philosoph, ich dilettiere ja, aber es gibt

Gemeinsamkeiten zwischen Kunst und Philosophie

– wenn es um Welterklärung geht, denn der Künstler

macht ja auch in gewisser Weise Welterklärung und

dieses ständige Scheitern der beiden interessiert

mich, schon weil sich diese Fragen immer wieder

neu stellen und immer wieder verschiedene Aspekte

bearbeitet werden. Und dann hat mich Deleuze

und auch Baudrillard und Lyotard interessiert, weil

die ja alle immer wieder von der Kunst wahnsinnig

besetzt und in Beschlag genommen wurden. Es hat

in den 80er Jahren damals ein berühmtes Interview

mit Baudrillard gegeben. Baudrillard wurde in der

Kunst Länge mal Breite verwendet, vor allem von den

Amerikanern damals, Jeff Koons und Haim Steinbach

und anderen. Er wurde ja immer zitiert und er hat

dann gesagt, er findet es entsetzlich, weil er mag diese

Kunst überhaupt nicht, er findet es grauenhaft

und er hat sich dezidiert dagegen ausgesprochen;

auch gegen diese Vereinnahmung. Und mich hat das

einfach gereizt, dem Deleuze einen deutschen biederen

Pullover anzuziehen, das ist nämlich kein französischer

Pullover, außerdem hat es mich interessiert,

ihn nach vorn knien zu lassen, ich weiß nicht mal

warum. Es hat nichts mit Dekonstruktion zu tun,

sondern das hat mich einfach gereizt. Es gibt ja viele

Teile, es verbindet sich ja immer sozusagen mit der

Sicht auf die Welt und da gibt es einen Teil, der wirklich

unbewusst ist, der sehr viel mit Intuition zu tun

hat und davor schrecke ich nicht zurück, das zuzugeben.

Ein großer Teil meiner Arbeit passiert aus dem

Bauch, aus der Idee und der Intuition heraus, viele

Künstler genieren sich dafür, ich nicht.

CWD: Das ist ja auch kein Grund!

EW: Adorno hatte die deutsche, die typisch deutsche

Intellektuellenhose an, der hatte diese Cordhose an.

Meine Arbeit mit Adorno heißt ja Adorno als Oliver

Hardy in The Bohemian Girl und das Bohemian Girl

ist ein Film von Oliver Hardy und Stan Laurel, wo die

beiden gefoltert werden und der Eine wird langgezogen

und kommt dann fünf Meter länger raus und

der Andere wird eben gequetscht und geht auseinander.

Und Adorno hat ja sozusagen dieses gequetschte

Gefühl, durch sein Verantwortungsgefühl dem

Holocaust und all dem gegenüber. Er war ja derjenige,

der gesagt hat, es sei barbarisch nach dem Holocaust

Poesie zu schreiben und Kunst erscheint eben hehr

und heilig und ernst und so weiter. Da mache ich

mich auch ein bisschen lustig darüber oder stellte es

auch zur Diskussion, weil ich glaube, es ist einfach

wieder möglich. Es war ja bestimmt eine Zeit lang

so. Aber das hat sich wieder überholt. Darum gibt es

ja auch eine andere Installation von mir, die heißt

Adorno lag falsch mit seiner Theorie von Kunst. Das ist

eine Bretterinstallation, wo rosarote Bretter in einem

Raum liegen mit Zeichnungen darauf, wo man den

Hegel mit seinem Hintern unterstützen kann indem

man ihm die Hand gegen die Wand drückt und weitere

verschiedene körperliche Übungen machen kann.

TR: Um auf die österreichische Befindlichkeit zurückzukommen:

Eine Hauptarbeit ist ja die Arbeit House-

Attack, die für mich fast so etwas wie ein Signet einer

Befindlichkeit darstellt. Siehst Du sozusagen unsere

Befindlichkeit definiert im Einfamilienhaus?

EW: Schon ganz gewaltig. Ich meine, das ist sozusagen

eine Stimmungslage, die das Land beherrscht,

und die geht vom Einfamilienhaus aus, diesem

Kleingeist, der damit verbunden ist. Und der wurde

ja salonfähig gemacht auch durch den Schüssel und

durch alle anderen auch. Es ist völlig wurscht, ich

meine, es ist vollkommen Scheiße, Zehn vor Zwölf,

vollkommen egal, aber mir ist der Schüssel immer

ein besonderer Dorn im Auge, weil er es eben zugelassen

hat, weil er sich bedient hat und sich instrumentalisiert,

die instrumentalisiert hat – er hat eben

den Haider hinein genommen. Zum ersten Mal

nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine bürgerliche

Rechtspartei, die rechte Rechtspartei wieder in

die Regierung reingeholt, was einfach unerträglich

ist. Schüssel hat diesen Kleingeist wieder zugelassen

und es ist ja nicht nur der Kleingeist, es ist ja auch

das Faschistoide, die faschistoiden Tendenzen, die

es immer gegeben hat. Aber er hat diese Tendenzen

wieder hoffähig gemacht, diese Leute wieder hereingelassen

und das ist unerträglich, das ist echt unerträglich

und damit auch diese ganzen – ich weiß es

jetzt nicht, ob es der Schüssel war oder wer auch

immer – Neidgeschichten. Und das ist irgendwie

Österreich, das gibt es in Deutschland vielleicht nicht,

das weiß ich nicht, aber bei uns gibt es das sehr wohl.

Das alles, was ein bisschen besonders ist, alles, was

sozusagen aus der Masse heraus sticht, wird kritisch

beäugt und die Künstler werden kritisch beäugt und

die Sportler, wenn sie Erfolg haben. Alles was Erfolg

hat, öffnet sozusagen den Neidkomplex neu, und ich

empfinde das sehr stark so.

TR: Das Haus greift ja eigentlich das Museum an,

und es ist sozusagen wie bei einem Hurricane. Es

wirkt, wie wenn es 500 Meter in die Luft geschossen

worden wäre, und dann landet es am Eck des neuesten

Hauses, das eigentlich die zeitgenössische Kunst

für Österreich repräsentiert.

EW: Die wird auch immer angegriffen von dieser

Ecke her, immer und immer wieder. Ich meine,

die Kunst, das ist immer ein Dorn im Fleisch des

Kleinbürgers. Warum weiß ich nicht, aber es ist so.

Du musst Dir das so vorstellen: blaue Lagune – Du

weißt, was das ist – „blaue Lagune“ – Abschussrampe,

Einfamilienhaus, zack auf das Museum.

TR: Also im besten Fall würde eigentlich die

Befindlichkeit des Einfamilienhauses durch zeitgenössische

Kunst irritiert und im schlechtesten

Fall würde die zeitgenössische Kunst durch das

„Ich meine, die Kunst, das ist immer

ein Dorn im Fleisch des Kleinbürgers.

Warum weiß ich nicht, aber es ist so.“

Einfamilienhaus so in Frage gestellt, dass sie keinen

Raum in unserer Gesellschaft mehr hat; das sind

sozusagen die zwei Möglichkeiten.

EW: Ja, aber auf der anderen Seite ist mir die Kunst

ja im Prinzip relativ egal. Es geht ja vielmehr darum,

dass sozusagen unser Lebensqualität ständig

abnimmt, weil sie ständig verkürzt und ständig vereinfacht

wird. Um die Jahrhundertwende hat es bei

uns noch an die 350 verschiedene Gemüsesorten

gegeben, jetzt gibt es vielleicht noch 20 oder 30,

wenn überhaupt. Und es zieht sich ja alles so durch

– ein Abnehmen an Qualität, ein Zurückschrauben

an Erwartungen, ein immer weiteres Absinken, und

man sieht es, und manifest sieht man es eben in der

Architektur, in allem, was uns umgibt. Also, ich sehe

es so und ich empfinde es so.

CWD: Was ist Deine Lieblingsarbeit in der

Ausstellung?

EW: Das kann ich Ihnen jetzt nicht sagen.

TR: Ich habe Dir die Frage schon bei der Eröffnung

gestellt und Du hast geantwortet „der telekinetisch

gebogene Bus“.

EW: Ja genau, der Bus, auch wegen dem Darstellen,

dass man mit Gedankenkraft Skulpturen machen

kann. Was mich irgendwie reizt, diese Vorstellung,

dass sozusagen ein Telekinetiker, ein Jogi, den Bus

gebogen hat.

TR: Das ist ein guter Schluss.

Wurms psyche

Telekinetically bent VW-Van, 2006


22 ST/A/R

Buch III - Wurm

Nr. 12/2006

DIE PLASTISCHE ERSCHEINUNG DER

VERDAUUNG BEI ERWIN WURM

von Christian W. Denker

Erwin Wurms Künstler, der die Welt

verschluckte, als sie noch eine Scheibe

war (2006) hat zumindest eines mit

seinem kugeligen Kollegen gemeinsam:

ein enormes Verdauungsproblem. Beide

Männer haben den Mund wohl sehr voll

genommen, als sie sich die Welten einverleibten!

Dinge von globaler Bedeutung

gehen eben nicht leicht durch die Köpfe,

auch dann nicht, wenn Künstler sich ihrer

bemächtigen. Früher trugen Atlanten die

Welt auf den Schultern, doch da war die

Menschheit noch jung und glaubte an

furchtbare Götter. Nun sind die Welten

in die Menschenkörper hineinverlagert

worden. Dort wirken sie derart mächtig, dass die Gliedmaßen

der Verschluckungskünstler als verkümmerte Überbleibsel

erscheinen.

Was dabei in den Körpern und Köpfen der Künstler vor sich

geht, bleibt offen. Vielleicht haben sie ein Herz - vielleicht gar

ein heißes -, oder vielleicht besitzen sie nicht einmal einen

Blutkreislauf? Haben sie gründlich nachgedacht, was da zu

schlucken, bevor sie es schluckten? Waren sie einfach übermütig?

Offensichtlich scheint jedenfalls, dass es im Bauch

der Künstler nur noch wenig freien Platz geben kann. Als

Träger der Welt wird der Verdauungstrakt zum bestimmenden

Element des Körpers. Von weiterer Nahrungsaufnahme

ist dennoch dringend abzuraten. Angezeigt wäre dagegen ein

Gespräch mit einem medizinischen Spezialisten, doch was die

einen für einen guten Ratschlag halten, das gilt für die anderen

als leichtfertige Meinung.

Manchmal kommt es trotzdem zu Übereinkünften zwischen

verschiedenen Auffassungen der Beziehung zwischen

Welt und der Körper, seien die Unterschiede der gegebenen

Positionen auch noch so scharf. Die Kunst kann solche glücklichen

Momente der Übereinstimmung ersinnen. Die Vermessung

des Bauchumfangs

der beiden Weltverschlucker

unterstreicht dies: Trotz aller

Unterschiede ist der Radius

der Welten konstant. Handkontakte

zum Boden werden

in beiden Fällen erschwert, ob

ein Künstler eine runde oder

eine flache Welt verschluckt.

Ist es also egal, ob ein Künstler

die Welt als Kugel oder als

Scheibe verschluckt? Fragen

wir uns zunächst, welche

Bedeutung das Verschlucken

von Welten bzw. Weltanschauungssystemen

für einen

Künstler auf der einen und

für sein Publikum auf der

anderen Seite hat. Und folgen

wir dem berühmten Ratschlag

des Philosophen Wittgenstein

und schauen hin, bevor wir

uns in komplizierten Gemeinsamkeiten

verlieren. 1

Veränderungen der Beinbeweglichkeit

sind zu bemerken.

Besonders das Verschlucken

von runden Welten

O.: Freudsche

Rektifizierung, 2004.

U.: Aristotelischer

Kurzschluß, 2004

wirkt dabei fatal. Eine schnelle Fortbewegung ist nur noch

rollend möglich, aber mangels Eigenantrieb allenfalls bergab.

Hals und Beinbruch wird dabei riskiert. Sind die Folgen

des Schluckens von flachen Welten weniger gravierend? Zwar

verändert eine verschluckte Scheibe die Beinbeweglichkeit nur

unwesentlich, doch verursacht die Scheibenwelt einen erheblichen

Abstand zwischen ihrem Verschlucker und seinen Mitmenschen.

Im Gedränge kann das angenehm sein. Außerdem

kann die Scheibe als Tisch benutzt werden und den Künstler

zum Mittelpunkt einer Tea Party machen. Diese Möglichkeit

ist nach der Aufnahme von kugelförmigen Welten schwerlich

gegeben; da die Gesetze der Gravitation auf von Körpern

umschlossene Welten nur bedingt anwendbar sind, rutscht an

seinem Kugelbauch alles auf jenen Boden ab, auf welchem der

welttragende Künstler gerade steht. Hat also doch der Kugelschlucker

das schlechtere Los gezogen? Beim Tanzen und

Rangeln ist seine Bauchform wohl doch das angenehmere

Handicap. Jedenfalls macht die dreidimensionale Rundung

einen vertrauenswürdig weichen Eindruck. Wie dem auch sei,

der körperlichen Geschmeidigkeit ist das Weltverschlucken

wenig förderlich. Mangelnde Bewegung macht den Körper

träge, insbesondere in Hinsicht auf seine Verdauungstätigkeit.

Fazit: Es ist egal ob ein Künstler die Welt als Scheibe oder als

Kugel verschluckt. Fest steht jedenfalls das eine: Wer einmal

eine Welt verschluckt, der wird lange an ihr tragen.

Der Wunsch, die Welt körperlich zu umschließen, speist sich

aus dem ursprünglichen Zustand unserer Existenz im mütterlichen

Körper. Einverleibung ist die erste Modalität der libidinösen

Lust 2 . Schon deshalb essen wir gerne gut. Dass Wurms

Verschluckungskünstler die ernährungstechnische Überspannung

ihrer Körper mit gelassener Miene ertragen, ist demnach

nachvollziehbar: Dick ist chic, denn Füllung ist erotisch! Das

gilt aber nicht immer: „Und wer alt war, galt als weise, und wer

dick war, galt als stark“, besagt ein Lied aus den guten alten

Zeiten 3 , aber die fetten Autos von gestern sind nicht die fetten

Autos von Erwin Wurm. Übertriebene Körperfülle ist nämlich

nicht immer Grund

zur Freude. Starke

Motorenleistung

braucht keine aufgeblasene

Karosserie.

Im Gegenteil,

mangelnde Schnittigkeit

bremst.

Dies unterstreicht

Wurm auch mit

seiner Videoarbeit I

love my time, I don’t

like my time (2003).

Die Melancholie

des aufgeblasenen

m e c h a n i s c h e n

Objekts erinnert

an die Qualen fettsüchtiger

Menschen.

Das abendländische

Ideal

der Stärke beruht

nicht mehr auf

einer Zugangsberechtigung

zu den

Fleischtöpfen. Die

Angst vor der Fülle

motiviert den Willen

zur Schlankheit

und manchen

konsumbewegten

Menschen dazu,

seine Finanzstärke

mit gesunder

Ernährung, sportlichem Freizeitverhalten und „ästhetischer“

Chirurgie zu unterstreichen und eventuell durch das eine oder

andere „natürliche“ oder „synthetische“ bio-chemische Mittelchen

zu verstärken. Die Sache hat wiederum einen Haken,

denn sowohl harte Muskelpakete als auch straffe Häute sind

vielleicht sexy, aber nicht zeitlos. Zieht sich die stramme Kraft

mit sinkendem Trainingspensum zugunsten unförmiger

Schwabbeleien zurück, ist es schnell vorbei mit dem Kult ranker

Gedeckter Tisch in Paris, 2004

Sinnesfreude. Geschmeidigkeitswahn schlägt um in Fettsucht.

Die Schwächung der sexuellen Anziehungskraft aufgeblähter

Körper auf den Durchschnittsmedienkonsumenten führt in

den Zirkel von Depression, Unflexibilität und Fettgewebsanlagerung.

Leibesfülle ohne Kraft kennzeichnet eine Vielzahl der

erlöschenden Lichtquellen der Mediengesellschaft. Identitätskrisen

sind unausweichlich. Wurm ironisiert die geistige Haltlosigkeit

einer durch Werbung, Mode und Konsum geprägten

Sinnesleere. Die Krise abendländischer Werte strapaziert

menschliche Körperlichkeit bis zum Unerträglichen. Wirklich

schlimm wird es zum Beispiel dann, wenn verzweifelte Ex-

Modelle in fette Häuser einziehen. In der Kunstwelt Wurms

neigen solche Häuser nämlich ihrerseits zu Daseinzweifeln.

Am I a house? (2005) gibt ein Beispiel: „Am I a house? [...] A

house outside gives hope / a house inside takes our hope / it

makes hopeless / but is that true? 4 ”

Zwar begrenzt Fettleibigkeit einerseits subjektive Freiheitsgefühle,

zum anderen aber ist sie ein Fixpunkt, an welchem

sich Wurms unentwegtes Forschungsprojekt zum Skulpturenbegriff

bzw. humorvolle Erkundung des Raums orientiert.

Der menschliche Körper ist dabei maßgeblich, besonders

der Magen. Auch Wurms gedehnte und gepresste Pullover

betonten den „skulpturalen“ Aspekt des menschlichen Leibes,

bemerkt dazu Peter Weibel 5 . Wenn Franz Erhard Walther

seine Arbeiten zu Sockeln werden lässt, auf welchen die darauf

stehenden Personen zu Skulpturen werden, so bezieht er

Raum, Zeit und Veränderung in einen Handlungszusammenhang

ein. Weibel: „Ein Sockel grenzt an die Skulptur an, Staub

grenzt an den Gegenstand an, Kleidung grenzt an den Körper

an. So hat Wurm in einer ersten Phase Pullover an die Wand

gehängt, Staub, Sockel und Vitrinen mit Leere ausgestellt. Die

leeren Pullover spiegelten die leeren Vitrinen, die Absenz der

Gegenstände spiegelte die Absenz der Körper. [...] Die leeren

Pullover füllten sich mit Körpern, aber anfänglich nicht mit

anthropomorphen Körpern, sondern mit geometrischen

Gegenständen 6 .“ In der Tat, durch spielerischen Umgang mit

dem menschlichen Außen- und Innenleben inszeniert Wurm

die Leiblichkeit als Umwelt und Umwelt als Leiblichkeit. Seine

charakteristischen Experimente mit Volumen, Gewicht, Statik

und Form sind ebenso grotesk wie die Formen, mit welcher

Gott und die Evolution den menschlichen Körper ausstatteten.

Die skurrilen Ausformungen multipler Schichten von Kleidung,

mit welchen Wurm die Körper seiner menschlichen

Skulpturen ausstattet, die Einpassung von Körpern in skurrile,

durch Kleidung definierte Formen sowie die Eingangs behandelten

Weltverschlucker verweisen auf zweierlei: die Ausdehnung

des Menschen im Raum und die Ausdehnung des Raumes

im Menschen. Genau hier thematisiert Wurm durch seine

Arbeit an menschlichen Volumina die Verdauung als plastisches

Ereignis. From Men‘s Size 38 to Size 48 in 8 Days (1993),

also die Anweisungen zur körperlichen Zunahme für Männer

-„Sleep late“, „70 degrees indoor temperature“, „Slow regular

1 Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen, Frankfurt a. M., Suhrkamp, 1984, § 66, S. 277.

2 August Ruhs, „Kunst, Philosophie und Verdauung”, Symposion Biocarbon, Wien, unveröffentlichte Mitschrift, 2004.

3 Franz Joseph Degenhardt, “In den guten alten Zeiten”, Väterchen Franz, Polydor, 1966.

4 Erwin Wurm, The artist who swallowed the world, Ostfildern, Hatje Cantz, 2006, S. 186

5 Peter Weibel, „Handlungsformen der Skulptur“, Exhibition Erwin Wurm Fat Survival, Ostfildern-Ruit, Cantz, 2002.

6 Peter Weibel, Ebd., Ostfildern-Ruit, Cantz, 2002.

7 August Ruhs, „Kunst, Philosophie und Verdauung”, Symposion Biocarbon, Wien, unveröffentlichte Mitschrift, 2004.

8 Elisabeth von Samsonow, „Kunst, Philosophie und Verdauung“, Symposion Biocarbon, Wien, unveröffentlichte Mitschrift, 2004.


Nr. 12/2006

Buch III - Wurm ST/A/R 23

Bitte kreuzen Sie an:

Kunst fördert meine

Verdauung wenn Kunstwelten verschlucke ich Wenn mir der Bauch drückt

❑ sie kein Geld kostet ❑ eher selten ❑ vermisse ich Erwin Wurm

❑ ich eine Toilette aufsuche ❑ mehrmals täglich ❑ gehe ich schnell ins MAK

❑ Weihnachten auf ❑ wann immer es mir gelingt ❑ warte ich auf Neuschnee

einen Mittwoch fällt


Ich interessiere mich für Erwin Wurm und Verdauung

❑ schon immer ❑ ab Heute

Gekrümmter Bauchraum –

Wittgenstein, 2004

Vorname:____________ Alter: ___________________ Beruf: _____________________

mail: ________________________________ Familienstand: _____________________

Es gibt Tage, an denen schlucken wir solange bis die Welt uns

ganz unverdaulich erscheint.

Grübelnd hocken wir da und zweifeln am Dasein. Gut, wenn uns elanvolle

Skulpturen an die Beweglichkeit von Geist und Körper erinnern und

aus dem Tiefsinn reißen! Doch was tun, wenn einmal keine frohsinnige

Kunst um uns ist, die unseren Humor erneut entfachen kann?

Seit 1909 sorgt das pharmazeutische Unternehmen Trenka für

harmonische Verhältnisse im Bauch und bereitet damit Raum

für Freude am entspannten ästhetischen Genuss. Auch deshalb

vertrauen Kunstliebhaber in aller Welt auf die Wirkung der Produktlinie

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Bitte besuchen Sie unsere Website: www.eucarbon.at

Feeding Harad Kunde with chocolate –

Be nice to your curator, 2006

movements“, „Read of watch TV lying down“- unterstreichen

es nachdrücklich: Die Unterscheidung zwischen Künstler,

Zuschauer und plastischer Arbeit ist problematisch, denn

jedes verdauende Wesen ist eine potenzielle Skulptur in vivo,

eine lebendige Skulptur im Kosmos der Performancekultur

nach Gilbert and George. Die zeitliche Dimension solcher

Skulpturen ist offensichtlich, denn Veränderungen im Verdauungsprozess

setzen ja nicht schlagartig ein. Verdauungsvariationen

im Ablauf sind kein auf eine Gegenwart beschränkter

Zustand, sondern stellen ein Bindeglied zwischen vergangenen

und zukünftigen Befindlichkeiten dar. Die zeitliche Kontinuität

der verdauungsbedingten Zu- und Abnahme begleitet

jeden Menschen jederzeit und reicht somit über die individuelle

Fassung des Subjektes hinaus.

Der charakteristische Humor der wurmschen Verdauungskunst

speist sich aus einer grundlegenden Ernsthaftigkeit

im Umgang mit menschlichen Bedürfnissen. Virtuos

spielt der Künstler mit der philosophischen und der psychologischen

Bedeutung der Verdauung für unserer Verständnis

der menschlichen Lebens- und Alltagswelt. So stellte er beim

Symposion „Kunst, Philosophie und Verdauung“ (Wiener

Urania, 2004) eine ganze Bildserie zum Thema Verdauung

vor. Zwar betonte der Psychoanalytiker August Ruhs, dass

sich das Wesen des Menschen nicht auf die Verdauung oder

auf den Verdauungsschlauch – mit dessen Unterstützung

wir die Welt materiell in uns aufnehmen, verarbeiten und

wieder abgeben – allein reduzieren lasse. Nichtsdestoweniger

sei der Leib um die Verdauungsröhre herum organisiert

und in gewisser Hinsicht eine Hilfskonstruktion für diesen

Schlauch 7 . In dieser Hinsicht unterstreicht die besonders die

Arbeit Freudsche Rektifizierung (2004) die Bedeutung des Verdauungsschlauchs

für unser erotisches Empfinden. Sie ironisieren

eine gekünstelte Kopflastigkeit, welche dem Körper

im Allgemeinen und der Verdauung im Besonderen zu wenig

Gewicht bei der Bestimmung des Daseins einräumt. Unser

Denken ist aber an unsere Verdauung gebunden. Der Respekt

für unsere Verdauung motiviert sich aus dem Streben nach

einem glückenden Leben. Wäre der Verdauungsschlauch eine

gerade Röhre, durch die sich zum Beispiel ein Besenstiel hindurchführen

ließe, so wäre der Mensch nicht der Mensch den

wir lieben. Dies gilt in körperlicher sowie in geistiger Hinsicht.

Deshalb richtet sich Folterung durch Zwangsernährung oder

durch Nahrungsentzug gegen den „ganzen“ Menschen. Feeding

Harald Kunde with chocolate – Be nice to your curator (2006)

unterstreicht den engen Bezug zwischen Ernährung und

Gewalt. Auch Selbstverstümmelungen sind in diesem Zusammenhang

leider nicht selten. Falsche Ernährung kann nicht

nur zur bereits angesprochenen konsummotivierten Fettsucht

führen, sondern auch zu quälenden Hungerzuständen.

Die Philosophin Elisabeth von Samsonow setzt Wurms

Arbeit Aristotelischer Kurzschluss (2004) mit jenem Bewegungsanstoß

in Beziehung, welcher das Universum überhaupt erst in

Schwung brachte 8 . Sie geht davon aus, dass sich alles bewegt,

um etwas zu erreichen, um etwas zu werden, um etwas zu

finden, um etwas zu ergattern, um etwas zu essen oder um

etwas zu ergreifen. Alles sei in Bewegung hin zu einem „um

zu“. Der „Appetitus“ sei das allen Lebewesen innewohnende

Bewegungsmotiv. Das überhaupt etwas erstrebt werden kann,

ermögliche die Distanz zwischen dem Strebenden und dem

Erstrebten. Wollten wir also einen „Appetitus“ stillen, so müssten

wir eine Distanz überwinden. Wurms Kurzschluss annulliere

diese Distanz zwischen Strebendem und Erstrebtem. In

der Tat verdeutlicht Wurms Fotographie die Einsamkeit des

durch kurzgeschlossenen „Appetitus“ gelähmten Menschen.

Niemand mag sich zu ihm setzen. Seine handlungsunfähigen

Kiefer verhindern jeden verbalen Austausch mit seiner

Umwelt. Mit dem baldigen Eintritt des Todes ist zu rechnen,

sei es durch Körperliches oder geistiges Verhungern.

Der Wille zum Verspeisen einer Tischplatte, wie ihn die

Arbeit Gedeckter Tisch in Paris (2004) thematisiert, entspringt

dagegen keinem Kurzschluss des „Appetitus“, sondern einem

Mangel an verfügbaren Nahrungsalternativen. Wer nichts zu

essen hat als einen Tisch, der hat auch nicht viel zu Lachen. Das

gilt sowohl für sehr arme Menschen, deren gesunde Ernährung

aufgrund wirtschaftlich motivierter Misstände nicht garantiert

werden kann, wie auch für reiche Menschen, die ihre gesunde

Ernährung einer verfehlten Diät unterwerfen.

Die philosophische Bedeutung des Bauchgefühls ist hoch,

denn es betrifft ja das Überleben und das Leben im Allgemeinen

und den philosophischen Alltag. Was wäre geschehen,

wenn Wittgenstein anstelle seiner Kopf- oder Zahnschmerzen

die Befindlichkeit seines Bauches zum Anhaltspunkt des

sprachlichen Benehmens erklärt hätte? Vielleicht hätte sich der

Philosoph tatsächlich über eine Tür gehängt und geschwiegen,

wie es Wurm in seiner Arbeit Gekrümmter Bauchraum – Wittgenstein

(2004) zu unterstellen scheint? Vielleicht erklärt sich

mangelndes Interesse an abwechslungsreicher Ernährung tatsächlich

durch sein schlechtes Bauchgefühl. Sicher ist, dass

Wittgensteins Bemerkungen über Zahnschmerzen nicht der

einzige Anhaltspunkt für wechselseitige Abhängigkeiten zwischen

Körper, Geist und Sprache sind. Deshalb sollte philosophisches

Denken für seine Einbindung in körperliche Zusammenhänge

einsetzen. Denn ansonsten riskiert es, sich selbst

in absurden Formspielereien zu verlieren, wenn der Bauch

seine Rechte anmeldet: Différence et digestion (2004) gibt uns

das dazu passende Bild.

Différence et digestion, 2004


24 ST/A/R

Buch III - Wurm

Nr. 12/2006

ZUM

ERSTEN,

ZUM

ZWEITEN

UND..

ZUM

w w w. b i l d e r r a h m e n . a t

6. 1 0 6 0 W i e n _ H o f m ü h l g a s s e 1 4 _ T : 0 1 - 5 8 6 7 1 3 2


Städteplanung / Architektur / Religion

Buch IV - Tondach ST/A/R 25

k/haus Programm 2007

Direktor Peter Bogner presents

jeder Strich ist ein Satz!

transparent.qxd 23.11.2006 17:58 Uhr Seite 1

Ona B.

Ona B. hat eine Ausstellung erdacht, die wie ein roter Roman ihr persönliches und künstlerisches

Leben schildert. Es ist festzuhalten, dass das Persönliche nicht immer der

Wahrheit entspricht, diese als solche aber auch nicht ausgeschlossen werden kann. Ein

klandestiner Voyeurismus durchzieht die Arbeiten, die ihrerseits einen absoluten Wahrheitsanspruch

vorantragen, ihn geradezu herausfordern.

(15. Dezember 2006 – 11. Februar. 2007). Eröffnung 14. Dezember 2006

Kurator: Dieter Ronte

ARTmART

Ein Projekt parallel zur Wiener Kunstmesse

Viennafair. Eine Hinterfragung des Kunstmarkts und seiner Mechanismen.

24. April – 1. Mai 2007

Kurator: Lorenz Seidler und Christian Rupp

k/haus – Internationale Graphiktriennale

Das Künstlerhaus präsentiert erstmals die internationalen Graphiktriennale in Kooperation

mit Krakau und Oldenburg. Geboten werden Statements der zeitgenössischen Graphikkunst.

Neue Techniken und neue Medien ermöglichen ungewöhnliche neue Blickweisen auf

das Medium der Graphik (4. September- 14.Oktober), Kurator: Georg Lebzelter

Rudi Molacek

Die vielfältige Position des Künstlerhausmitglieds wird in dieser Einzelausstellung vorgestellt.

Der international und intermediale agierende Künstler zeigt einen Werküberblick,

neueste Arbeiten aus Malerei, Installation, Design und Photographie

Wohnmodelle: Raumkonzeptionen im aktuellen Geschosswohnbau.

Das Wohnen unterliegt immer neuen Anforderungen nicht nur an die Architektur. Die

sich ständig verändernde Gesellschaft und das rasende Wachstum der Städte erfordert neue

Konzepte. Bildende Künstler, Designer und Architekten präsentieren den laufenden Diskurs

Kurator: Michael Rieper, Oliver Elsner

Tod & Kunst in Wien

Der Tod muß ein Wiener sein und hat hier eine oft eigenartig anmutende Objekte der

Kultur und Kunst hinterlassen, die in diesem Projekt ausgehend von einer historischen

Reminszenz in den zeitgenössischen Kunstkontex führen. 19.Oktober 2. Dezember 2007

Kurator Wittigo Keller

ONA B., Dream, 1997 (inszenierte Fotografie), © Ulrich Ghezzi und ONA B.

k/haus

ONA B.

15. 12. 06 — 11. 02. 07

künstlerhaus

karlsplatz 5

a 1010 wien

www.k-haus.at

dienstag bis

sonntag

10 – 18 uhr

donnerstag

10 – 21 uhr

Künstlerhaus, Karlsplatz 5, A- 1010 Wien

WWW.K-HAUS.AT

KÜNSTLERHAUS

KARLSPLATZ 5

A- 1010 WIEN

Cho Haruko

Augustovic Peter


26 ST/A/R

Buch IV - Tondach

Nr. 12/2006

Amerlingpreis 2006 für Oxana Filipova

Oxana filipova

Der Amerlingpreis 2006:

“Schreiben zwischen den Kulturen”

Der Erste Preis ging an die russische

Autorin Oxana Filipova für ihr Theaterstück

“Alle Menschen sind Schwestern”.

Der JungST/A/R geboren 1983, studierte

Theaterwissenschaften in St. Petersburg

an der Theaterakademie.

Oxana Filipova gehört mit Anna

Netrebko zu den bekanntesten lebenden

Russischen Künstlerinnen in Österreich.

Ihre zeitgenössische Dramatik sucht

ihresgleichen.

Ihre Theaterstücke werden seit Jahren in

Russland aufgeführt und im Juni 2006

fand im Pygmalion Theater in Wien eine

szenische Lesung von zwei ihrer Theaterstücken

statt, die wegen der großen

Nachfrage wiederholt werden musste.

Derzeit verhandelt sie mit Steven Spielberg

über die Rechte zur Verfilmung ihrer

Geschichten in Hollywood.

christa stippinger

(leiterin des amerlinghauses)


































KünstlerInnen

gestalten die Mauer des Theresianums

Argentinierstrasse, im Bereich Theresianumgasse-Plösslgasse

Campostellato | Engelmaier | Herfort-Spaller | Latzko | Leibetseder | Mayer |

Rosenbauer | Schamschula | Schwediauer | Stein | Vidam | Weismann |

Permanente Ausstellung bis März 2007 | jeden 15. des Monats 11:00 Uhr Kulturfrühstück an der Mauer

Finissage: 15. März 2007 11:00 Uhr

Agendagruppe St.Elisabeth-Viertel Kunst.Projekt.Annäherung 12+ www.elisabethplatz.at


Nr. 12/2006

Buch IV - Tondach ST/A/R 27

Artmannpreis 2006 für Ferdinand Schmatz

Foto: Andrea Baczynski, 2006

ST/A/R gratulazione!

im wald

(echo: H.C. Artmann)

koträppchen

bist du

rot oder schwer schwarz,

pferd oder haufen,

ist dein schimmern schummel,

trug oder krug,

mir dämmert,

du gehst zum brunnen, bist du

- zerbrichst, koträppchen,

vielleicht schimmelst du

so gar

unter den blättern leise, blattleise

trabst du durch moosmutters säle, die

auen,

bist mittags am läppchen rot,

am abend bleichst du deine blüte

im licht,

legst beider augen perlen – als äpfel,

braun fällt,

was gepflückt

– wäre es das koträppchen,

knödelig und blattleise,

das geht nicht zusammen,

nicht im trab, nicht im ..., sapperlot,

jetzt bist du schon am weg

übersetzt du den bach oder

– pflanzt du uns

oder

– meuterst du über die meute hinter dir

in der landschaft, dein gedicht,

koträppchen, mich lächelst,

ich spinne, dich aus und weg

– das wars

Heute stehe ich vor dem Abgrund,

morgen bin ich einen Schritt weiter

Waran


Städteplanung / Architektur / Religion Buch IV - Tondach

ST/A/R 29

DÄCHER ALS FENSTER ZUR WELT –

Motiv „Menschen aus Somalia“ – Engelsdorf

KUNSTPROJEKT MIT TONDACH ® REALISIERT

Vier Kilometer vor Eggenburg, an einer stark befahrenen Straße bei Engelsdorf steht der

Hof „Himmelsreich“. In einer langen Geraden führt die Straße auf den Hof zu, dessen

Längsseite schon von weitem zu sehen ist. Sie nähern sich ihm eines Morgens ... So

weit, so gut? Nein, etwas ist ungewöhnlich: das Dach! Es schimmert in verschiedenen Farben

- nicht allein ziegelrot, sondern auch weiß, schwarz, grau, kupferbraun, blau. Bald formt sich

aus den Farben ein Bild und Sie erkennen Gesichter. Dachmotiv „Menschen aus Somalia“ Das

Dachbild in Engelsdorf zeigt Menschen aus Somalia und ist eines von mehreren, im Rahmen

des Waldviertel Festivals “ruhe.los”, das die Künstlerin Barbara Krobath initiiert und

entworfen hat. Das Motiv zeigt fünf erwachsene Menschen, die durch ihr Schicksal geprägt sind,

denn Sie leiden an Grauem Star. Die sukzessive Beeinträchtigung ihrer Sehkraft kann durch

eine 15minütige Operation verbessert werden, sodass sich die Lebensqualität der Menschen

in kurzer Zeit durch einen Eingriff bedeutend erhöht. „Das Dachbild verbindet im scheinbar

idyllischen, ländlichen Raum Gegensätze der Realität im Zeitalter der Globalisierung, sodass

sich der Betrachter des Motives der Wirklichkeit nicht entziehen kann. Dies allerdings auf eine

außergewöhnliche Weise, denn die Dächer, auf denen nun - Pixel für Pixel, und für jedes Pixel

ein farbiger Dachziegel - Bilder entstehen, wie sie sonst aus Medien in unsere Köpfe strömen,

verbinden auf einzigartige Weise Tradition und überliefertes Handwerk mit einer Erfahrung

des digitalen Zeitalter. Werden zu weithin sichtbaren, beständigen Symbolen für unsere aus

Widersprüchen zusammengesetzte Wirklichkeit, in der kein Dach vor den Nachrichten aus dem

Fernsehen schützt, keine Idylle vor dem Wissen um ihre Bedrohung und Zerstörung anderswo,“

so Barbara Krobath, Initiatorin des Projektes. Dachmotiv „Stacheldraht“ Das Stacheldraht-Motiv,

das seit kurzem auf einem Dach in Unterthürnau zu sehen ist, wird wohl als “Fenster zur Welt”

viele Einheimische an die Vergangenheit der Region erinnern. Nur einen Kilometer von der

Grenze nach Tschechien entfernt, war der Ort in Zeiten des “Eisernen Vorhangs” selbst in eine

Richtung hin abgeschnitten.

mehr Info: www.tondach.com

Motiv „Stacheldraht“ –Unterthürnau


30 ST/A/R

THEATERCAFE,

Buch IV - Tondach

Linke Wienzeile 6, A-1060 Wien

IVO

Nr. 12/2006

H.G.

Entrée

Bar

Nichtraucherzone

Gute Küche

Wir sind (fast) täglich im

THEATERCAFE!

Beste Weine

Rauchsalon

Sputnic

Mahsuni

IVO

Oberkellner Karl

Stiege zu den Toilettanlagen

Saubere Pissoirs

Das Theatercafe wurde vom Architekten

Hermann Czech entworfen

Fotostory: Wladimir Jaremenko Tolstoj


Nr. 12/2006

Buch IV - Tondach ST/A/R 31

DAVID STARETZ IST BENGT FALLSTRÖM ZUM ANZIEHEN

Bengt Fallström das Cartoonisten-AlterEgo unseres AUTOSTAR-Redakteurs. Unter diesem Label entstehen jetzt auch T-Shirts und Hemden im Draw-or-Die-Stil, die ein spezielles Fallström-

Szenario auffahren lassen: Den King-of-Comedy-Skull, das Fräulein Skelett aus der Sippe Gerippe (sie lächelt ganz nett), es gibt Persönlichkeiten wie den GO FISH, den BACKSEAT ROMEO, BAD

HAIR DAY oder ANCHOR WOMAN. Typisch sind auch böse Wortspiele wie WIDOW SHOPPING oder HERO2.

Alle Hemden und T-Shirts können direkt unter staretz@vienna.at geordert werden, das Hemd kostet 35,–, das T 20,–. Größe beliebig.

Zur Zeit liegt die gesamte Kollektion auf im russischen Designshop NaschMarkt, in der Burggasse (Wien 8) vis a vis Cafe Möbel.

Für das deutsch/österreichische Buch/Kunst-Projekt “Alles&Mehr“, von Georg Valerian

und Raffa Jimenez Heckmann, im viza-Edit Verlag Wien, suchen wir noch Sponsoren,

vornehmlich aus dem Kulturbereich, die ins Konzept eingebundene Kleinanzeigen schalten

möchten. Erscheinen werden die drei Hefte im Schuber im Januar 2007 in Wien und

Frankfurt.

Kontakt: Georg Valerian Klein; Bernardstr.7; D-63067 Offenbach a. M.;

tel.: 0162 8620578

georg_kleinde@yahoo.de


32 ST/A/R

Buch IV - Tondach

Nr. 12/2006

ST/A/R presents:

TURKSTAR DEDE MAHSUNI,

Architekt / DJ Sufisticated und ST/A/R -TRconnection

Architekt Mahsuni`s Vorschlag zur Beleuchtung der “Ginza”, “Kyobashi”, “NihonBashi” in Tokyo.

Afterparty: die ST/A/R PERFORMANCE im MAK geht weiter Im OST Klub mit

Dj Sufisticated, den OSTKLÄNGEN, mit Ausflügen in den Orient, um dann wieder

durch eine Polka in Mitteleuropa aufzutauchen und über den Bosporus im Schwarzen

Meer unterzutauchen, die Donau hinaufzuschwimmen wird Mahsuni sufisticated aufspielen:

get Sufisticated

ST/A/R grüßt Dj's Marx & Jimmy Rosas

Nach der ST/A/R-Performance chill out im OST

OST Klub

Mit einem attraktiven und originellen Veranstaltungs-Programm und kulinarischen

Spezialitäten gewährt der OST Klub Einblicke in die vielfältigen Kulturlandschaften

Osteuropas, Russlands und des Balkans.

Auf beinahe tausend Quadratmeter Fläche bietet der OST Klub Raum zum Wohlfühlen

und Kulturgenuss – ein Klubbereich mit gemütlichen Sofagruppen, der für seine

Akustik berühmte Bühnensaal, die OST Kantine mit original Wiener Kaffeehaustischen

und kleiner Bühne, ein Lounge-Bereich mit wohligen Separees.

Der OST Klub bildet damit eine einzigartige Plattform für Musik, Film, Kunst und Kulinarik

von Wien bis Wladiwostok, der Schwarzenbergplatz wird zur kulturellen Drehscheibe zwischen

Ost und West. Dieser regionale Schwerpunkt integriert in moderner Klub-Kultur ist nicht nur

hierzulande sondern auch international eine Neuheit – der OST Klub ist weit über die

Landesgrenzen hinaus in aller Munde!

openend

OST

Öffnungszeiten Ost Klub: Montag bis Samstag ab 19h

OST Klub,

Schwarzenbergplatz 10/Ecke Schwindgasse

1040 Wien

Tel. / Fax: 01/505 62 28

http://www.ost-klub.at


Städteplanung / Architektur / Religion

Buch V - Polydecor – Corian – Zodiaq ST/A/R 33


34 ST/A/R

Buch V - Polydecor – Corian – Zodiaq

Nr. 12/2006


Nr. 12/2006

Buch V - Polydecor – Corian – Zodiaq ST/A/R 35


Städteplanung / Architektur / Religion Buch V - Polydecor – Corian – Zodiaq

ST/A/R 37


38 ST/A/R

Buch V - Polydecor – Corian – Zodiaq

Nr. 12/2006


Nr. 12/2006

Buch V - Polydecor – Corian – Zodiaq ST/A/R 39


40

Default

ST/A/R

#1

Buch V - Polydecor – Corian – Zodiaq

Nr. 12/2006

Tagung für Grafik und Kommunikation

Samstag, 27. Jänner 2007

MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien

Weiskirchnerstraße 3, 1010 Wien

10.00 – 22.00 Uhr

Eintritt frei!

Workshops – Fachvorträge – Interviews – Diskussionsrunden – Infopoints – Typo-Ausstellung …

Programm: Design Game – Akquise Simulation, Indesign vs. Quark, … quer durch Europa, kreative Abwanderung, Wirtschaftlichkeit, …

ReferentInnen: Cordula Alessandri, Katrin Androschin, Christine Bauer-Jelinek, Johanna Bil’ak, Peter Bil’ak, Petr van Blokland, Ecke Bonk, brand eins, Lo Breier,

Paulus Dreibholz, Tina Frank, Hans Wolbers, TypeRadio, …

Informationen & Anmeldung: www.default-tagung.net

Veranstalterin: REMAprint, Sonja Ruß; Kuratorinnen: Susanne Dechant, Martina Gaigg; Organisation: Susanne Eckhart, Eva Riemer


Städteplanung / Architektur / Religion

Buch VI - MAK insight ST/A/R 41

Foto: © Georg Mayer / MAK

Foto: © Elisabeth Ginthör

Peter Noever, Designer von 1/8 Glas und Hausweinflasche, „Im Griff. Alles für den Hauswein“; Produktion: Lobmeyr © Peter Noever 2005

Noever jetzt

Peter Noever im Interview mit Thomas Redl und Heidulf Gerngross

27. November 2006 im MAK

Heidulf Gerngross: Peter Noever, wir

haben dich um ein Gespräch gebeten,

weil wir dich unseren Lesern vorstellen

wollen. Ich kenne dich ja schon sehr

lange, auch als Mensch der Architektur

und des Designs und als Vertreter einer

gewissen Geisteswelt, die mir schon

in den frühen 60er und 70er Jahren

gefallen hat. Und heute sitzt du da als

Direktor des MAK. Ich möchte gerne

ein bisschen über deine Geschichte

reden, über deinen Ursprung, deine

Intention und was du noch in Zukunft

vorhast.

Wir sitzen jetzt seit fünf Minuten da, du

hast uns ein Glas Wein eingeschenkt,

und das Glas hat ein ganz ungewöhnliches

Design. Es erinnert an das typische

Wiener Achtelglas in Becherform,

hat aber eine kleine Delle drinnen. Als

Designstück ist es etwas ganz Neues

und Überraschendes – beginnen wir

doch unser Gespräch damit, dass du

erzählst, wann du das Glas gemacht

hast, wie es dazu gekommen ist.

Peter Noever: Ausgangspunkt war das

neue Lokal im MAK, das Gregor gestaltet

hat. Es ist für mich eine schreckliche

modische Torheit, dass die Weinländer

ihre Identität verloren haben. Jede Kultur

hatte ihr eigenes Glas, die Franzosen

haben ihr Glas, die Griechen haben

dieses gepresste Glas, die Österreicher

hatten das Achtelglas und den Doppler.

Der Doppler ist nicht nur von der

Form her interessant, er hatte durch

das Volumen auch einen völlig anderen

Klang – dieser akustische Genuss

ist uns abhanden gekommen. Mir ist

es um den Hauswein gegangen, dafür

habe ich eine Flasche und das Glas dazu

entworfen. Die Idee des Hausweines

scheint abhanden zu kommen in einer

Zeit, in der der Wein relativ teuer ist –

Weinbauern fahren einen Porsche und

bauen irgendeine vertrottelte Architektur

in die Weingärten –, und alle Weinverkoster

und Sommeliers zur gleichen

Zeit sind. Natürlich hat das alles auch

mit meiner Arbeit im MAK zu tun. Es

geht darum, Dinge ein bisschen zu

durchschauen, zu durchkreuzen und

nicht jeden Unsinn zu zelebrieren oder

zu unterstützen. Es spricht viel dafür,

dass man aus Bechern trinkt, auch die

Römer haben aus Bechern getrunken.

Ein Glas transportiert ja nicht nur Wein,

sondern auch ein Stück Geschichte.

Heute schwenken von Chile bis ins

Peter Noever und Reinhard Priessnitz,

Weinstube Zeilinger, Wien 3, 1970

Foto: © Gerhart Bartl / Archiv Peter Noever


xxxxxxxxxxxxxxxx

42 ST/A/R

Buch VI - MAK insight

Nr. 12/2006

Burgenland alle dieselben Ballongläser,

selbst die Körpersprache ähnelt sich. Das

ist die Globalisierung eines Unsinns. Es

war mir daher ein Anliegen, ein Glas zu

entwerfen, das an die Wiener Tradition

anknüpft. Tatsache ist, dass es für das

Lokal ÖSTERREICHER IM MAK und

für diejenigen, für die es gemacht wurde,

dann zu banal war, die wollten erlesene

Weine und erlesene Gläser. Das ist die

Geschichte.

H.G.: Dieses Design ist im letzten Jahr

entstanden, neben deiner Tätigkeit als

Direktor des MAK. Du nimmst dir also

noch die Zeit für derlei Designarbeiten,

die sich durch eine ganz bestimmte Sensibilität

auszeichnen. Mein Antrieb für

dieses Gespräch war, auf diese Dinge

hinzuweisen, die ich aus deiner Arbeitsund

Geisteswelt aus den 70er Jahren und

auch später kenne. Mir begegnen ja häufig

Kommentare wie: „Ach, der Noever

ist so arrogant.“ Einer sagte mir „Was, im

MAK willst du das Fest machen, da gehe

ich nicht hin, da ist der Noever.“ Die Leute,

die so reden, wissen meist gar nicht,

dass du aus einer Sphäre kommst, die

mit dieser Kunst-, Kultur- und Designsensibilität

zu tun hat.

Thomas Redl: Es gab ja, bevor du das

Museum übernommen hast, eine starke

Präsenz von dir in der damaligen Architektur-

und Kunstszene der 70er, 80er

Jahre. Wie war die Situation damals in

den späten 70er, Anfang 80er Jahren?

P.N.: Damals war ich an einer anderen

Stelle, in einer anderen Position, aber an

dem, was ich vorhin gesagt habe, hat sich

nichts verändert. Die Zeit war natürlich

in gewisser Hinsicht spannend. Auch

wenn sich später manches gedreht oder

gar umgekehrt hat: Es war ein Potential

vorhanden, Dinge neu zu formulieren

und zu definieren. Es hat so etwas wie

einen Widerstand gegeben – plakativ

sichtbar im Aktionismus –, ein Aufbäumen

gegen die bürgerliche Gesellschaft,

die sich nicht mehr weiterentwickeln

konnte. Das ist aber Geschichte. Ich

glaube, was mir geblieben ist, ist dieser

Versuch, fernab von Modeströmungen

sich selbst zu finden – es geht eigentlich

um nichts anderes. Es geht um eine

Art minimaler Deckungsgleichheit mit

sich selbst. Diese Balance, diese Ausgeglichenheit

ist es, die heute zum Teil

missverstanden wird. Wenn heute ein

individueller Auftritt erfolgt, heißt es

gleich, der macht sein eigenes Ding,

dabei ist eigentlich das Umgekehrte der

Fall. Wenn man sich nicht voll einbringen

kann, wenn man sich nicht identifizieren

kann, wenn es nicht aus dem

Innersten kommt und aus dem Irrationalen,

dann ist man in der Kunst am völlig

falschen Platz, denn Kunst kann man

nicht ausschließlich mit Systemen der

Wirtschaft, mit Systemen des Kommerz

begegnen. In der Kunst wirken andere

Kräfte, und denen muss man zumindest

ein wenig gerecht werden.

H.G.: Vielleicht können wir gleich zu

einem konkreten Beispiel kommen.

1971 hast du mit dem Projekt „Die Grube

/ The Pit“ begonnen. Damals warst du

noch lange nicht Direktor des MAK. Was

hat dich dazu getrieben, so eine „Kultstätte“

im Burgenland zu machen?

„Weinbauern fahren einen

Porsche und bauen irgendeine

vertrottelte Architektur in

die Weingärten“

P.N.: Rückwirkend wird jede Spontaneität

zu einer Art Konzept, und wenn man

ein wenig mit Sprache umgehen kann,

kann man wunderbar erklären, was das

für ein großartiges Konzept war. Im

Prinzip war es nichts anderes als die Verliebtheit

in einen Ort und die Auseinandersetzung

damit, nicht mehr und nicht

weniger.

Damals gab es in Winden am See ein

Lokal, das der ehemalige Koch der

“Andrea Doria” betrieb, diesem Luxusschiff,

das untergegangen ist. Das Lokal

hatte den Ruf, die besten Steaks im ganzen

Umland von Wien zu haben – das

Burgenland war damals kulinarisch noch

etwas unterbesetzt. Viele sind dort hingefahren,

der Walter Pichler, der Qualtinger,

Wilhelm Holzbauer, die Reders

und der Udo Proksch. Es war eben

das Ausflugsziel. Das Burgenland war

damals für uns eine überraschende und

spannende Gegend, völlig exotisch, wie

die Karibik. Es gab ganz andere Gesetze,

auch visuell war es völlig anders. Meine

Familie hat damals ein Grundstück

gekauft, einen Steinbruch, ein relativ

großes Areal mit einem Weinkeller. Es

war nicht so wie meistens, dass man eine

Idee hat und dann besorgt man sich die

Instrumentarien, sondern es war umgekehrt,

ich war sozusagen hineingeworfen

in die Gegend, in die Landschaft: Ich hatte

einen Keller, aber ich war kein Weinbauer.

Also war der erste Akt, den ich

setzte, eine Art Defloration, etwas, was

kein Weinbauer tun würde: Ich öffnete

die Hinterseite des Kellers und grub eine

Grube, einen 8 Meter tiefen Trichter mit

ungefähr 45 Grad, der obere Durchmesser

beträgt 20 Meter, der untere ungefähr

8 Meter. Das war sozusagen mein

Ausstieg aus dem Keller: einen Raum zu

errichten unter freiem Himmel. Schrittweise

hat sich das Ganze weiterentwikkelt.

Nachdem ich schon unter der Erde

war, habe ich den Gang zum Steinbruch

unterirdisch erweitert. Es heißt, Sandstein

aus diesem Steinbruch sei auch

für den Bau des Stephansdoms verwendet

worden. Ich bin davon ausgegangen,

dass einem Ort, aus dem ständig

etwas entwendet wurde, eine Generation

auch einmal Referenz erweisen und das

Gegenteil versuchen muss. Daraus entstand

das Projekt der 36 Beton-Kuben,

jeweils 2,5 Tonnen schwer, gegossen aus

Beton, die ich damals versetzt habe. Das

erste Gebäude war eine Toilettenanlage,

sozusagen ein Doppelsitzer aus Beton,

für eine Toilettenanlage ein relativ großes

Gebäude. Wesentlich später, vor

zwölf Jahren, habe ich den Cube XXX-

VII gebaut, das ist ein Kubus wie die

36 Beton-Kuben, aber in einer anderen

Dimension, hier kann man auch übernachten

und wohnen.

H.G.: Der Kubus ist ein Haus?

P.N.: Ja, ein voll funktionierendes Gebäude

zum Wohnen, ja, ich glaube, wenn ich

das einmal so überheblich sagen darf,

von der Architekturseite her fehlerlos.

H.G.: Das ist natürlich etwas Tolles,

wenn man selbst das Gefühl hat, etwas

fehlerfrei gemacht zu haben. Obwohl: Es

finden sich fast immer andere, die dann

doch einen Fehler gefunden haben wollen.

Wien ist für mich eine Stadt, wo die

Menschen immer Kritik üben, das heißt,

wenn man etwas macht, sagen sie immer,

das ist “ein Schas”. Und daraufhin reduziert

man das, was man macht, so sehr,

bis sie nichts mehr sagen können. Das

ist die Wiener Schule, dass man alles so

reduziert, bis es von niemandem mehr

kritisiert werden kann.

P.N.: Wien ist die Vernichtungsmaschine

par excellence, und ich bin ja selbst

ein Teil davon, ich bin nicht zimperlich

im Austeilen und zugleich nicht unsensibel

im Einstecken. Und in der Funktion,

die ich heute habe, ist der Wind

natürlich noch wesentlich stärker. Im

Prinzip bin ich auch durch diese Schule

gegangen. Bereits in den 60er/70er

Jahren war ich mit den jetztz bedeutendsten

Künstlern und Architekten in Wien

sehr eng zusammen, aber auch wenn

die Freundschaft noch so intensiv war,

kritisierte jeder jeden, vor allem wurde

immer der kritisiert, der gerade nicht

anwesend war!

H.G.: Gehen wir nochmals zu den Beton-

Würfeln im Burgenland. Du hast eine

große Eisenman-Ausstellung gemacht.

Hat Eisenman Fotos von den Beton-

Kuben gesehen? Das muss ja auch ein

kleines Ereignis für ihn gewesen sein.

P.N.: Das kann ich nicht sagen. Ich

habe auch Berlin mit Peter Eisenman

besucht.

H.G.: Deine Kuben waren ja eigentlich

Eisenmans Berlin-Konzept.

P.N.: Topografie und Inhalt sind anders.

H.G.: Aber in 1.000 Jahren wird man

den Inhalt nicht mehr kennen, und es

wird anders interpretiert werden.

T.R.: Kommen wir auf das MAK zurück:

Du hast das Museum 1986 übernommen.

Seither hat sich das Haus permanent

weiterentwickelt: vom großen

Umbau über die Erweiterung nach Los

Angeles bis zum CAT (“Contemporary

Art Tower”) im Flakturm im Arenbergpark..

Es ist zu einem Haus geworden,

wo zeitgenössische und angewandte

Kunst in einer sehr schönen Symbiose

existieren. Das prägt auch die Wahrnehmung

des Hauses. Ich habe in den 90er

Jahren in Linz studiert und bin nach

Wien gefahren, um bestimmte Ausstellungen

zu sehen wie die von Vito Acconci,

Donald Judd oder James Turrell. Es

sind wesentliche Sachen hier passiert.

Ist das Haus an einem Punkt, wo sich

zeitgenössische und angewandte Kunst

zu einer Symbiose treffen?

P.N.: Ich weiß nicht, ob es eine Symbio-

„Die Grube“ (Luftansicht), Breitenbrunn 1983

Steinbruch mit Flügel-Treppen mit Steyr 180, „Die Grube“, Breitenbrunn 1993

Foto: © Gerald Zugmann / MAK

Foto: © Archiv Peter Noever


Nr. 12/2006

Buch VI - MAK insight ST/A/R 43

Magdalena Jetelová: Domestizierung einer Pyramide, Installation MAK-Säulenhalle, 1992

se ist. Ich würde eher sagen, es ist eine

Ambivalenz. Wenn Sie aber Symbiose in

dem Sinn verstehen, dass sie beide unter

einem Dach vereint sind, dann bin ich

damit einverstanden. Genau das wird mir

ja gelegentlich noch immer vorgeworfen.

Es gibt heute noch lokale eingefleischte

reaktionäre Schreiber, die ständig fragen,

wo im MAK die angewandte Kunst

geblieben ist. Es sind weltweit eine ganze

Reihe von Museen ähnlicher Herkunft,

z. B. die Musées des arts décoratifs oder

die Kunstgewerbemuseen, die heute

alle mit ihrer Positionierung kämpfen.

Angewandte Kunst im ursprünglichen

Sinn gibt es nicht mehr, das ist oft ein

Kitschverschnitt. Der Ausweg ist häufig

Design, was ich auch gut finde, aber mir

ist das zu wenig. Ich bin immer davon

ausgegangen, dass Künstler einbezogen

sein müssen. Als ich im Österreichischen

Museum für angewandte Kunst angefangen

habe, gab es einen Riesenaufschrei.

Sehr viele Kunsthistoriker haben damals

gemeutert und gesagt, das sei ein Verrat

am Inhalt, an dem, was angewandte

Kunst ist. Die Ausstellung, die wir jetzt

haben, ist eine von vielen und zugleich

ein extremes Beispiel für das, was ich

meine: Elke Krystufek hat sich ein Jahr

intensivst in das MAK, in die Sammlung

hineingebohrt, hat Sammlungsobjekte

ausgegraben und in völlig ahistorischem

Zusammenhang aufgestellt, sie hat die

Kustoden gefordert, vielleicht belästigt,

verführt, um ihre bestimmten Vorstellungen,

die sie an diese Objekte knüpft,

umzusetzen. So etwas gibt es nirgendwo,

das muss man auch einmal möglich

machen. Es hat eine ganze Reihe von

Künstlern gegeben, die sich auf ähnlich

intensive Weise mit der Geschichte des

Hauses auseinander gesetzt haben, ob

es Kiki Smith, Donald Judd, Greg Lynn

oder Vito Acconci war, der die Ausstellungshalle

sozusagen verschoben hat,

oder Magdalena Jetelová, die unmittelbar

nach der zweijährigen Renovierung der

Säulenhalle eine Sandpyramide errichtet

hat. Solche Konfrontationen waren und

sind mein oberstes Anliegen, denn ich

glaube, kein Museum kann sich Kunstmuseum

nennen, das nicht versucht,

Kunst zu produzieren oder sich damit

auseinanderzusetzen.

Ich habe kein besonderes Problem mit

Blockbuster-Ausstellungen. Das mag

momentan großes Interesse in der

Öffentlichkeit hervorrufen, aber mir geht

es darum, dass man das Projekt Kunst im

weitesten Sinne weiterführt, dass man es

weiterbringt. Das ist ausschließlich mit

Künstlern möglich.

Cube XXXVII, „Die Grube“, Breitenbrunn 1993 36 Beton-Steine im Steinbruch-Gelände, „Die Grube“, Breitenbrunn 1990

Foto: © Gerald Zugmann / MAK

Foto: © Gerald Zugmann / MAK Foto: © Gerald Zugmann / MAK


Städteplanung / Architektur / Religion Buch VI - MAK insight

ST/A/R 45

H.G.: Wie ist die Idee entstanden, das

Archiv mit Elke Krystufek wieder lebendig

zu machen? Habt ihr euch getroffen,

ist das von ihr gekommen, wie entsteht

so etwas?

P.N.: So einer Ausstellung geht immer

ein langer Prozess voraus, aber im Prinzip

liegt es immer bei der Künstlerin

oder dem Künstler, was herauskommt.

Elke Krystufek hat mich als extrem vielschichtige

Künstlerin interessiert. Das

war vielleicht auch, weil ich den Kontext

nicht klar nachvollziehen konnte, in dem

sie operiert. Sie zeigt sich in der Öffentlichkeit,

demonstriert sozusagen eine Art

Wiener Spätaktionismus, setzt verschiedene

Mittel ein wie ihren Körper. Ihre

Arbeit hat viele Seiten. Ihre Zeichnungen

und Malereien zum Beispiel, die höchst

sensibel sind, geben wieder ein ganz

anderes Bild. Was mich interessiert hat,

ist diese Vielschichtigkeit, diese vielen

Schichten der Elke Krystufek. Ich habe

sie also eingeladen, eine Ausstellung zu

entwickeln, und wir haben uns auf einen

Termin geeinigt. Sie hat sich dann ganz

langsam dem Haus angenähert. Es war

zunächst natürlich überhaupt nicht die

Rede davon, dass ihre Arbeit mit Objekten

des MAK zu tun haben soll. Andererseits

glaube ich, dass diese Objekte,

wenn sie nicht zum Leben erweckt werden,

zur Bedeutungslosigkeit verkommen.

Kunsthistoriker sind entscheidend

wichtig für die Bewahrung, und es gibt

natürlich auch solche, die weit über das

hinausgehen. Die Hinterfragung, die wir

immer gemacht haben, mit der permanenten

Schausammlung zum Beispiel,

das sind nie Konzepte gewesen. Ich wehre

mich dagegen, ein einziges Konzept zu

haben. Ich arbeite in Percepts, auch aus

der Empfindung heraus. Man muss auf

die Spontaneität reagieren, ohne immer

Dinge mit sich zu schleppen, die man

schon aus den Erfahrungen kennt und

die man mühelos erklären kann. Das

Problem heute ist, dass Museen dominiert

geführt werden, gegängelt werden

von eiskalten wirtschaftlichen Zusammenhängen.

Aber so kann man der

Kunst nicht gerecht werden. Man kann

tolle Eröffnungen machen, es kommen

tausende Leute, man ist in allen Zeitungen.

Dagegen ist ja nichts zu sagen,

damit habe ich kein Problem, ich habe

nur ein Problem damit, dass man keine

Differenzierungen mehr akzeptiert oder

akzeptieren will. Wir kämpfen dafür,

dass dieses Haus mehr ein Laboratorium

ist als ein Museum, dass man Dinge

ausprobiert, statt sich auf die Seite zu

begeben, wo alles gesichert ist. Das MAK

ist das einzige Haus, das samstags freien

Einritt hat, gegen größten Widerstand.

Wir mussten einen Sponsor finden,

den Verbund, dem wir für seine kulturelle

Aufgeschlossenheit und finanzielle

Unterstützung dankbar sind. Wir haben

ein Kuratorium, das genau schaut. Und

wir haben jeden Dienstag die MAK

NITE, wo bis 24:00 Uhr viele Künstler

zum ersten Mal ihre Arbeiten präsentieren,

Künstler, die auch im Haus vorher

oft niemand gekannt hat. Es kommen

immer mehr, die dieses Forum nutzen

wollen. Es ist die Aufgabe des Kurators,

hier eine Linie zu finden. Andreas Kri_

tof macht das sehr gut, denn ohne eine

erkennbare Linie wäre die Chance, die

wir hier bieten, für niemanden nutzbar,

dann wäre es nur eine „Bruchbude“. Auf

der anderen Seite realisieren wir Projekte

wie die Ausstellung über die Wiener

Werkstätte hier und in Brüssel. Dafür hat

Haimo Zobernig das Logo der Wiener

Werkstätte weiterentwickelt. Das führte

schließlich dazu, dass die Wiener Werkstätte

in ihrem eigenen Logo, von Haimo

Zobernig transformiert, gezeigt wurde.

Diese Art von Auseinandersetzung ist es,

die wir immer suchen. Es gelingt nicht

immer, aber die Intention ist immer

da. Das kann natürlich nicht ich alleine

machen, das Haus trägt das mit. Es ist

immer ein bisschen eine Konfliktsituation,

auch mit Elke Krystufek war es alles

andere als eitel Wonne. Es hat ziemlich

vehemente Aufregungen gegeben zwischen

ihr und jenen, die ihre Aufgabe

vor allem im Bewahren sehen.

„Andererseits glaube ich, dass

diese Objekte, wenn sie nicht

zum Leben erweckt werden,

zur Bedeutungslosigkeit verkommen“

H.G.: Es ist vielleicht so, dass dir vor

allem an der Lebendigkeit liegt, die eine

geistige Vibration ergibt. Die kann vom

Design ausgehen und die alten Werke

mit berücksichtigen, um sie lebendig

zu halten. Nun willst du – mit dem

Domenig-Haus* – auch die Politik in

diese Schwingung einbringen. Vielleicht

kannst du uns da ein wenig erzählen.

* die ehemalige Z-Filiale, ein Meisterwerk der zeitgenössischen

internationalen Architektur

P.N.: Die Phantasien und Vorstellungen

enden ja nicht in den Gemäuern eines

Ferstel-Bauwerks. Deswegen haben

wir auch immer versucht, in die Stadt

zu gehen, sogar darüber hinaus: vor 12

Jahren nach Los Angeles und jetzt nach

Brtnice in Tschechien. Mit Donald Judd

zum Beispiel war es uns vor über 10 Jahren

möglich, einen der bedeutendsten

zeitgenössischen Künstler im öffentlichen

Raum zu verankern. Wir haben

immer versucht, aus dem Haus heraus

zu wirken, was nicht einfach ist, denn

ein Museum bleibt zum Schluss ein

Museum. Aber wir agieren wie alle in

einem Umfeld, und unser Umfeld ist

Wien. Wien, das ist eine schöne, alternde

Dame, die nach wie vor voll Hingabe

und Gefälligkeit Hof hält und Salons

zelebriert und möglichst nicht gestört

werden möchte. Zu Österreich hat Wien

eine ganz eigene Beziehung, wobei das

wirkliche Problem ist, dass dieses Land

fast erstickt an seinem zur Schau getragenen

Reichtum. Ich kenne viel, aber

es ist das absolut reichste Land. Und es

ist auch reich in dem Sinne, dass es ein

Höchstmaß an Trägheit erreicht hat, wo

die Phantasie aussetzt. Die Politik macht

nicht mehr die geringste Anstrengung,

außer dass sie vorgibt, die Pensionen

zu erhöhen. Es gibt keinerlei Versuche,

irgendetwas, auch nur die naheliegendste

Idee in den Vordergrund zu rükken

wie etwa bei den Finnen oder den

Schweden, die zumindest versuchen, in

den nächsten 15 Jahren unabhängig vom

Erdöl zu werden. Das ist ja auch nur eine

kleine Sache, aber immer noch mehr als

diese völlige Regungslosigkeit hier bei

uns. Hier geht es nur mehr darum, ob

große oder kleine Koalition oder ob es die

Grünen, die Schwarzen oder die Roten

sind. Dabei hätte Österreich eine enorme

Chance, einmal etwas zu machen, was

sonst niemand macht. Es gibt in diesem

Land ein riesiges Potential an Menschen,

die, ich will nicht sagen verkommen, aber

zusehends verkümmern, weil sie entweder

weggehen oder sich anpassen, weil

es doch ein relativ bequemes, einfaches,

angenehmes Leben ist. Aber Österreich

könnte einmal sagen, wir sind die Einzigen,

die per Selbstdefinition niemanden

anderen ausbeuten. Wir könnten einmal

Zitat Erwin Wurm, Projektion auf die Feuerwand der Universität für angewandte Kunst Wien,

Aktionsnacht „Gegenwartskunst in die Regierung“, Wien 2006

Bundeskanzler

Foto: © Karl Michalski / MAK

sagen, wir fokussieren und stützen uns

auf das, was wir selbst sind, was wir fühlen,

empfinden, was wir essen, was wir

riechen, was wir denken, wir selbst. Auf

unsere eigene Geschichte, unsere Geistesgeschichte,

unsere Kunst, unsere

Vergangenheit. Wir zentrieren das und

machen kein Kultur- oder Kunstministerium,

sondern wir machen ein Ministerium

für Gegenwartskunst, und das

vielleicht auch in einem anspruchsvollbescheidenen

und effizienten Rahmen,

nicht mit 500 Beamten, sondern es gibt

einen Minister mit 20 Mitarbeitern. Und

die sind möglichst nicht im Haus, sondern

versuchen, ein Netzwerk zu schaffen

und Kunst zu entdecken. Damit

meine ich nicht, auf Messen zu gehen,

sondern die Nischen aufzusuchen, dieses

Land ist nach wie vor reich an Nischen.

Österreich könnte hier tolle Maßnahmen

treffen und sich vom „Rest der Welt“ originell

und positiv unterscheiden.

H.G.: Es wäre schön, wenn wir in diesem

konkreten Punkt zu einer Zusammenarbeit

kommen könnten. Ich entdecke

da einige Gemeinsamkeiten: Du hast

vor Jahren den „Umriss“ gemacht, eine

Zeitung, in der der Prix, der Brus und

der Lyotard, also die ganze Geistes- und

Kulturwelt, vertreten waren. Wir wollen

diese Integration der Künste fortführen

und dazu beitragen, dass die Sprache dieser

Geistigkeit, die uns am Herzen liegt,

auch gegenüber den politischen Machinationen

so viel Kraft und Energie und

Gewicht gewinnt, dass die Dinge, die

du sagst, auch realisierbar werden. Wir

würden gern mithelfen, das, was du jetzt

konzipiert hast, zu realisieren. Vielleicht

führt dieses Gespräch dazu, dass wir Ideen

finden, die wir zusammen realisieren

können.

P.N.: Ein Interview, in dem es nicht nur

um Frage und Antwort geht, sondern in

dem man versucht, Gemeinsamkeiten zu

finden, ja, ja, absolut beachtlich.

T.R.: Es ist ja heute auch in der Medienlandschaft

so, dass keine Experimente

gewagt werden. Das ist wie eine Museumslandschaft,

in der nur Blockbuster,

nur Quoten, nur die Medienaufmerksamkeit

zählt. Zum Beispiel diese neue

Tageszeitung, dieses “Österreich”: Da

wird nichts definiert, sondern nur versucht,

mit bunten Bildern billigst zu verkaufen,

ohne wirklich einen Inhalt zu

liefern. Wir versuchen, die Zeitung an

„Ich wehre mich dagegen, ein

einziges Konzept zu haben“

sich als Experiment zu verstehen, und es

wäre ein interessanter Ansatz, das Museum

als Experiment zu verstehen. Man

kann den Satz prägen: Wie geht man in

eine zeitgenössische Ausstellung und

dann nach Hause in die Biedermeier-

Wohnung? Das ist die Ambivalenz, die

in Wien vorherrscht: das Gefühl eines

Traditionalismus, einer Arriviertheit, verbunden

damit, dass man zwar in eine

zeitgenössische Ausstellung geht, sich

jedoch nicht damit auseinandersetzt. Das

ist ein Gefühl, das für mich in Wien aufkommt.

P.N.: Ja, unsere ganze Arbeit findet im

Umfeld einer zutiefst kulturlosen, barbarischen

Formation statt. Allein die

übersteigerte, gedankenlose Gestaltung

dieser Stadt, der Umgang mit den traditionellen

Gebäuden: Man lässt nichts in

Würde altern, alles gilt gleich als Schandfleck.

Früher hat niemand die Fassaden

© Archiv Peter Noever

angemalt, das gab es nur im Innenraum.

Heute versucht man, Innenräume

nach außen zu verlagern, man spricht

von einer Stadtmöblierung, aber hier

herrscht nun mal kein Klima wie in Rom.

Das ist nur mehr Tourismus. Man redet

viel von Architektur, aber die Architekten

verbannt man auf die andere Seite der

Donau. Architektur muss, wenn sie die

Kraft des Neuen hat, schmerzhaft sein,

und sie kann nur dort passieren, wo es

bereits andere Architektur gibt. Prag ist

eines der besten Beispiele, dort kleben

alle Stile von Renaissance und Barock

dicht nebeneinander, und alles hat eine

bestimmte Qualität. Auch im ersten

Bezirk gibt es sehr gute Beispiele, zum

Beispiel das Hochhaus in der Herrengasse.

T.R.: Das war das erste Hochhaus in

Wien.

P.N.: Ja, es wurde, nach vielen Diskussionen,

von den Architekten Siegfried

Theiss und Hans Jaksch in den 1930er

Jahren gebaut. Es ist modern, hat eine

sehr anständige Architektur und ist überhaupt

kein Problem – anders vielleicht

als das Haas-Haus, das hat keine moderne,

zeitgenössische Gesinnung, sondern

folgt einer Tradition des Historismus

Cover UMRISS, Heft 1+2/89, „Die große

Langeweile. Zur Krise der Moderne“,

Hg. Peter Noever

und der Dekoration mit anderen Mitteln.

Daher kann es nicht so bestehen wie das

Haus in der Herrengasse. Das ist allen

klar außer jenen, die mit der Entwicklung

dieser Stadt zu tun haben bzw. hatten.

Es ist eine Kitschstadt. Wien ist die

Kitschstadt schlechthin und verkauft sich

natürlich herrlich, weil auch die Menschen

bereits sich zunehmend einfügen.

Auch die kultiviertesten und aufgeschlossensten

Mitmenschen geben nach, denn

gegen die Kraft des Kitsches kommt man

nicht an. In Italien gibt es noch edle,

stolze Fassaden, die seit 200 Jahren niemand

angegriffen hat. In Wien muss

sozusagen per Verordnung alles, was

ein bisschen grau ist, lackiert werden,

neuerdings auch die alte Universität,

das war der letzte stolze städtische Platz.

Meistens werden die Fassaden dann

noch gelb und in verschiedenen Farben

angemalt, alles schaut dann aus wie in

Braunau oder Wels. Und dieses Wien ist

zum Modell für die ganze Welt geworden.

Prag malen sie in der Zwischenzeit

genauso an. Dabei gibt es hier gute

Architekten, an den Architekten liegt es

nicht. Aber es ist doch ein Akt absoluter

Unsinnigkeit, jemanden zu holen wie die

Zaha Hadid, und dann bekommt sie das

mieseste Grundstück in Wien. Und nie-


46 ST/A/R

Buch VI - MAK insight

Nr. 12/2006

mand – kein Politiker, kein privater

Bauträger – sagt: das kommt überhaupt

nicht in Frage, oder: sie erhält

Unterstützung, da fühlt sich plötzlich

niemand verantwortlich. Alle

schreien, wir haben den Nouvel,

Zaha Hadid, Coop Himme(l)blau,

aber im Prinzip passiert nichts.

Warum passiert nichts? Diese Frage

muss man sich stellen: Warum

passiert nichts in Wien? Warum

passiert trotz aller Anstrengungen

nichts, das etwas mit dieser Stadt,

vielleicht auch Anspruch auf Architektur,

zu tun hätte? Boulevardzeitungen

kann man ständig füttern

und füllen, aber am Ende ist nichts

passiert.

T.R.: Nun ja, ich glaube, das ist

gesellschaftlich zu sehen, und es ist

ein regressiver Konservatismus.

H.G.: Es bringt nichts, herumzujammern

oder im Kreis zu denken,

sondern es geht darum, dass man

die Kritik, die du formulierst, ernst

nimmt und daraus etwas macht.

Deswegen sitzen wir eigentlich da.

Und in deinem Machen drückst du

ja aus, dass du dagegen kämpfst.

P.N.: Ja, aber es ist ein sehr einsamer

und auch sehr emotioneller

Kampf. Trotzdem glaube ich, bei

allem persönlichem Empfinden,

dass ich auch das Sensorium

dafür habe, dass

man aus dem Potential,

das hier herrscht, ganz

etwas anderes machen

kann. Nochmals: Es

ist unglaublich, was

es für tolle Kräfte

gibt, die hier brachliegen.

Es ist auch

das Problem der

Demokratie, dass

sie mangels Ideen

ausgehungert wird

und jetzt daran ist, in

einer Affengeschwindigkeit

die Bürgerrechte

zu zermalmen. So werden

aus irgendeinem Grund völlig

gedankenlos Videokameras

installiert usw., aber es gibt keine

Vision, wie und wohin sich diese

Gesellschaft entwickeln soll. Die

Kunst ist sozusagen der einzige

Sauerteig, der da noch etwas zum

Gären bringen kann. Wenn man

die Kunst domestiziert, dann geht,

so fürchte ich, diese letzte Chance

auch verloren.

T.R.: Dann hat sie eine reine Repräsentanzfunktion.

P.N.: Andererseits werden durchschnittliche

Maler aufgeblasen,

was natürlich auch Konsequenzen

hat: Die werden so lange hochstilisiert,

bis dann einmal das ganze

Konstrukt in sich zusammenbricht.

Und alle Museumsdirektoren und

Kulturtragenden sind dabei und

lassen sich verführen, nur weil diese

Maler irgendwelche Preise am

Kunstmarkt erzielen. Dabei hat der

Kunstmarkt überhaupt nichts mit

Kunst zu tun, das ist ein Markt wie

jeder andere Markt.

Wien hätte so viele Chancen. Da

gibt es Menschen, die attackieren

noch, ganz junge, aber auch alte

wie der Arnulf Rainer, die sich in

ihrer Arbeit ununterbrochen selbst

angreifen, sich selbst attackieren,

immer noch versuchen, etwas

anders zu machen. Rainer macht

jetzt seit drei Jahren ganz etwas

anderes, atemberaubende Fotografien,

lässt sich auf ein Experiment

ein. Der sagt nicht: Ich bin der große

Rainer, einer der wichtigsten

Künstler in Österreich nach 1945,

und darauf bleibe ich sitzen. Nein.

Viele seiner Studenten sitzen schon

lange, er nicht!

H.G.: Diese – berechtigte! – Kritik

sollte für uns ein Antrieb sein, um

unsere Arbeit fortzusetzen. Auch

das Interview mit dir war gedacht,

um diese Kräfte zu mobilisieren,

die wir uns alle herbeiwünschen.

Der Boden dafür ist da – es geht

darum, jetzt etwas zu machen.

T.R.: Die Situation in Wien ist sehr

ambivalent. Einerseits gibt es eine

sehr lebendige Galerieszene, es gibt

die Hochschulen, es gibt die Künstler,

die hier leben, es gibt viele Leute,

die hier studieren. Auf der anderen

Seite gibt es ein unglaublich konservatives

Sammlerpublikum, es gibt

die konservative Haltung der Gesellschaft.

Es ist absurd: Es gibt eine

sehr lebendige Szene, die schwer

an etwas andocken kann. So erlebe

ich die Situation meiner Generation.

Foto: © Christian Skrein

Die Übergabe der GALAXY-Fauteuils an

den Architekten / Walter Pichler, Gustav

Peichl, Peter Noever. Wien 1967

P.N.: Ich glaube, ein Problem ist

die Information. Die Medienlandschaft

– Medienlandschaft ist ein

komischer Begriff –, diese Medienformation

ist grundsätzlich, mit

wenigen Ausnahmen, total konservativ.

Das ist ein Filter, durch den

nichts durchgeht. Eine anständige

Kunstinstitution muss selber ihre

Botschaft transportieren, die kann

sich nicht darauf verlassen, dass

jemand anderer sich das anschaut

und vermittelt. Das geht nicht.

Die Kunst muss ungefiltert direkt

an die Menschen gehen. Das ist

ein eklatantes Problem. Wir versuchen

in unseren Ausstellungen

den Künstler in seiner pursten

Reinheit zu zeigen, das ist sozusagen

die Spezialität des Hauses. Wir

machen keine Kuratorenausstellungen

mit komplizierten Zusammenhängen,

für die man Künstler

nimmt, die das illustrieren. Nur: Es

genügt nicht zu sagen, der Künstler

muss eine Ausstellung machen.

Man muss ihn provozieren, man

muss ihn lieben, man muss ihn

leiten, man muss das Ganze wieder

zum Abbruch bringen, man

muss versuchen, mit dem Künstler

in irgendeinen Dialog zu kommen.

Jeder ist anders, und es gibt

keine allgemein gültige Methode.

Mit Managementmethoden geht

es jedenfalls nicht. Es geht darum,

sich auf eine Person, und die muss

man schätzen, einzustellen, sich

auf sie einzulassen. Das hat natürlich

viel mit Subjektivität zu tun,

und es ist meine Pflicht, diese Subjektivität

öffentlich zu machen.

H.G.: Auf der anderen Seite muss

man auch sehen, dass du mit dieser

Anschauung, mit der Kritik, die du

übst, doch Direktor des Museums

geworden bist. Wir können uns frei

artikulieren, können in Österreich

eine Zeitung machen und sagen,

was wir wollen. Es gibt schon auch

positive Seiten.

P.N.: Absolut.

H.G.: Als Abschluss des Gesprächs

noch eine letzte Frage: Welche

Sportart spiegelt deine Arbeitsweise

am ehesten – siehst du dich eher

als Boxer oder Fechter oder Judoka

oder Ringer?

T.R.: Ein Boxer wird mit einem

Schlag berühmt, ein Künstler

braucht hunderte Schläge.

P.N.: Ich kann das nicht

in eine Sportart transformieren,

da gibt es

nichts, was mir so

nahe ist. Ich glaube

auch, dass Kunst

nicht unbedingt mit

Sport zu tun hat.

Mir geht es darum

zu versuchen, den

Dingen, die hier

passieren – vielleicht

ist das auch etwas

romantisch –, gerecht

zu werden. Wenn man

einen Künstler ins Haus

einlädt, muss man versuchen,

ihm zu entsprechen.

Das heißt nicht, dass man einfach

sagt, du machst, was du willst,

sondern man muss ihn wirklich

fordern. Vielleicht ist das dann

das sportliche Element, das mich

reizt. Jeder Künstler hat eine völlig

andere Geschichte. Zum Beispiel

Vito Acconci: Seine Ausstellung

fand in der Ausstellungshalle statt,

die 40 Jahre irgendein Depot war.

Sie wurde ausgeräumt, saniert,

renoviert und mit Klimaanlage versehen.

Dann habe ich den Acconci

eingeladen. Er hat verschiedene

Ideen gehabt, und schließlich kam

es dazu, die MAK-Ausstellungshalle

1:1 noch einmal zu bauen. Das

Skylight, das Glasdach war natürlich

nicht begehbar. Acconci wollte,

dass bei seiner Intervention die

Besucher das Glasdach begehen

können, also wurde es für die Ausstellung

ganz solide gebaut. Als

die Ausstellung zu Ende ging, ist

Acconci zwei Tage im Stadtpark

gesessen und war einfach traurig.

Er hat nur geschaut, wie sie da alles

rausgeräumt haben. Denn das war

für ihn ein Herzschnitt. Es gibt kein

anderes Museum auf der Welt, das

hat er auch immer betont, wo er so

etwas nur ansatzweise hätte andenken

können.

H.G.: Ein schöner Schlusssatz!

MAK JETZT

Los Angeles: Schindler House und Pearl M. Mackey

House Das MAK Center for Art and Architecture

(Rudolph M. Schindler, Studio und Wohnhaus,

1921/22), 1994 von Peter Noever gegründet, präsentiert

Innovationen in Kunst und Architektur sowie neue

Tendenzen und interdisziplinäre Entwicklungen. Das

Pearl M. Mackey House (Rudolph M. Schindler, 1939)

wurde 1995 durch die Republik Österreich angekauft

und im Rahmen der MAK Schindler Initiative als erstes

österreichisches Künstlerhaus in den USA begründet.

MAK-Expositur Geymüllerschlössel Das

Geymüllerschlössel, das authentische Biedermeier-

Ensemble, präsentiert sich als Gesamtkunstwerk, in

dem Natur und Kunst, aber auch historische und

zeitgenössische Positionen in Dialog treten: 1997 hat

Hubert Schmalix seine Skulptur „Der Vater weist dem

Kind den Weg“ im Park der Anlage errichtet und

2004 wurde der Skyspace „The other Horizon“ des

amerikanischen Künstlers James Turrell aufgestellt.

MAK-Gegenwartskunstdepot Gefechtsturm

Arenbergpark

Das bereits seit 1995 bestehende MAK-

Gegenwartskunstdepot präsentiert mittlerweile die

gesamte Gegenwartskunstsammlung des MAK.

Josef Hoffmann Museum, Brtnice Das Geburtshaus

Josef Hoffmanns in Brtnice, Tschechische Republik, für

das sich das MAK seit den frühen 90er Jahren engagiert,

wurde mit Beginn 2006 zum Josef Hoffmann Museum

– eine gemeinsame Expositur

des MAK Wien und der Moravská galerie, Brno.

Philip Johnson – Wiener Trio Seit 1998 befindet sich

Philip Johnsons „Wiener Trio“ am Franz-Josefs-Kai/

Schottenring. Philip Johnson hat das Objekt 1996 für die

Ausstellung „Turning Point“ im MAK konzipiert.

Donald Judd – Stage Set Donald Judds „Stage

Set“ ist Ausdruck einer kompromisslosen Vision

zwischen Kunst und Architektur. Innerhalb eines 7,5

x 10 x12,5 m dimensionierten Stahlgerüsts sind sechs

verschiedenfarbige Stoffbahnen in unterschiedlicher

Höhe angebracht. Donald Judd hat das „Stage Set“ im

Jahr 1991 anlässlich seiner Ausstellung „Architektur“ für

das MAK entwickelt. Seit 1996 befindet sich die Skulptur

im Wiener Stadtpark.

Franz West – Vier Lemurenköpfe

Die „Vier Lemurenköpfe“ wurden anlässlich der

Ausstellung „Franz West: Gnadenlos“ im Jahr 2001

an der neben dem MAK befindlichen Stubenbrücke

aufgestellt.

James Turrell – MAKlite

Die permanente Außeninstallation (1998/2004), des

amerikanischen Künstlers James Turrell verleiht dem

Gebäude eine neue Dimension sinnlicher Wahrnehmung.

Durch dieses dauerhafte, aber ungreifbare Kunstwerk

kehrt das MAK seine Inhalte nach außen und

kommuniziert in die städtische Umgebung wortlos, aber

umso präziser die komplexen Verhältnisse, Bewegungen

und Kräfte, die das Leben menschlichen Geistes schafft.

MAK MORGEN

Chris Burden – URBAN LIGHT

Achse / Wien Zentrum / Stadtpark / MAK / Wien Mitte

Projekt Urban Light: Michael Embacher, Peter Noever

Der Künstler illuminiert mit seiner Installation bzw. Groß-

Skulptur den städtisch-öffentlichen Raum. 150 original

historische gusseisern-ziselierte Straßenlaternen aus Los

Angeles sollen kolonnadenartig vor dem MAK postiert

werden; Burdens städtebaulich-künstlerische Intervention

zeichnet einen neuen Leitstrahl, verbindet das nahe beim

Zentrum gelegene MAK mit dem dynamischen Stadtteil

rund um Wien Mitte.

CAT – Contemporary Art Tower

Mit dem Projekt CAT (Peter Noever/Sepp Müller/Michael

Embacher) wurde eine radikal neue programmatische

Strategie zur Präsentation zeitgenössischer Kunst

entwickelt. Ziel ist es, im 1942/43 errichteten

Gefechtsturm Arenbergpark die Sammlung des 21.

Jahrhunderts aufzubauen.


Nr. 12/2006

Buch VI - MAK insight ST/A/R 47

Foto: © Karl Michalski / MAK

Foto: © Rüdiger Andorfer / MAK

Kunstaktion „GegenwartsKunst in die Regierung“

Transparent am MAK Gegenwartskunstdepot,

Gefechtsturm Arenbergpark 2006

Z-Filiale Günther Domenig / Ein Ministerium für die Kunst, Projektion auf die

Feuerwand der Universität für angewandte Kunst Wien,

Aktionsnacht im MAK-Garten, 21. September 2006

Foto: © Peter Kainz

Kunstaktion „GegenwartsKunst in die Regierung“ initiiert von Gerald Bast und

Peter Noever (mit Erwin Wurm und Georg Driendl), Wien 2006


48 ST/A/R

Buch VI - MAK insight

Nr. 12/2006

TOPOGRAFIE

Architekt Rudolph M. Schindler

(1887–1953)

20.03.–20.04.1986

Ulrike Zehetbauer. Schmuck, Email

21.03.– 27.04.1986

Ungarische Jugendstilkeramik. Zsolnay

17.04.– 06.07.1986

Loetz Austria 1900

MAK-AUSSTELLUNGEN 1986–2006

23.05.– 06.07.1986

Netsuke. Japanische Elfenbeinfiguren

des 18. und 19. Jahrhunderts

25.05.– 06.07.1986

Das Möbel als Architekturmanifest.

Bugholzmöbel aus der Sammlung Vegesack

17.07.–14.09.1986

Spitzen des Barock

18.07.– 31.08.1986

Knüpfteppiche

aus China und Ostturkestan.

Schmuck aus dem Orient

C.E.O. PETER NOEVER

19.09.– 30.11.1986

Hamza-Roman

19.09.– 30.11.1986

Wiener Bauplätze. Verschollene Träume

02.10.–16.11.1986

Aspekte der italienischen Kunst 1960–1985

Concetto Pozatti, Emilio Tadini, Enrico Castellani,

Mario Merz, Michelangelo Pistoletto, Mimmo Paladino

09.10.– 09.11.1986

Matteo Thun. The Heavy Dress.

Die Oberflächlichkeit als Manifest

Matteo Thun, Constantin Boyim, Frank Clementi,

Christopher Deam, Maurizio Favetta, Scott Prentice,

Rich Romig

04.12.–14.12.1986

Josef Hoffmann.

Ornament zwischen Hoffnung

und Verbrechen

02.04.– 27.07.1987

Alfons Schilling.Sehmaschinen

10.04.– 01.06.1987

Eva Zeisel. Industriedesign 1926 –1986

26.06.– 03.08.1987

Oberhuber im Oktober. Plakate von

Oswald Oberhuber 1979 bis 1987

01.10.–12.10.1987

Bernard Rudofsky:

Sparta/Sybaris.

Keine neue Bauweise – eine

neue Lebensweise tut not

23.10.1987– 01.02.1988

Winterausstellung „Schau wie schön …“

Lilo Almog-Geppert, Irene Andessner, Carl Auböck,

Anne Backhausen, Maria Baumschlager-Dünser,

Ysabel Bayern, Barbara Büchele, Andreas Burghardt,

Elma Choung, Hermann Czech, Franz Josef Czernin,

Sylvia Driefer, Nikodemus Einspieler, Peter Eis,

Eva Engel, Markus Felberbauer, Verena Formanek,

Gottfried Frais, Irmgard Franz, Andreas Freund,

Renate Fuhry, Ursula Fürtler, Joanna Grabianski,

Ernst Graf, Graf + Zyx, Guenther Grosslercher, Arno

Grünberger, Margarethe Haberl, Andrea Halmschlager,

Brigitte Haubenhofer, Anna Heindl, Elfriede Jelinek,

Ulrike Johannsen, Alexandra Khuen-Belasi, André

Kiskan, Ute Kneissl, Lisa Kodré-Defner, Elisabeth

Krautinger, K.U.SCH., Jaqueline Lillie, M.T. Lischauer,

Pepi Maier, Marion & Nina, Michael Mayerl, Stefan

Metzler, Clara Monti, Gabriella Nandori, Dieter

Nehring, Josef Nöbauer, Peter Noever, Oswald

Oberhuber, Brigitte Orsini-Rosenberg, Karin Pesau,

Walter Pichler, Wolfgang Podgorschek, Reinhard

Priessnitz, Helmut Rainer, Judith Radaitz, Dorothee

Redelsteiner, Ingrid Reichsöllner, Eva Riedl, Renata

Rischka-Ferretti, Eugenia Rochas, Egon Rubin, Hubert

Schmalix, Franz Ferdinand Schmatz, Werner Schmidt,

Susanne Schmögner, Tommy Schneider, Franz Schuh,

Edi Schulz, Martina Schwarz, Veronika Schwarzinger,

Fritz Schwarzl, Akelei Sell, Ebba Sinzinger, Ingrid

Smolle, Wolfgang Streit, Ingeborg Strobl, Miroslawa

Symon, Karl Taucher, Stefan Templ, Gabriele

Tertinegg-Pfeifer, Matteo Thun-Hochenstein, Birgid

Uccia, Päivi Vähälä, Linde Wächter, Michael Wagner,

Gerolf Wicher, Franz Xaver, Helmut Xö

03.12.– 24.12.1987

Kunst und Revolution.

Russische und sowjetische Kunst

1910–1932

Kasimir Malewitsch, Wladimir Tatlin, Ljubow Popowa,

El Lissitzky, Laslar Markowitsch, Wassily Kandinsky,

Boris Kustodiew, Michail Larionow

11.03.– 20.06.1988

Jean-Charles de Castelbajac.

Anti-Körper. Mode 1970–1988

19.05.–29.08.1988

TOPOGRAPHY

Architektur in Finnland.

Eliel Saarinen 1896–1907

07.07.– 31.07.1988

Kurt Kocherscheidt.

Sommerarbeit 1988

05.10.– 09.10.1988

Günther Domenig. Das Steinhaus

10.11.1988 – 09.01.1989

Peter Weibel.

Inszenierte Kunst-Geschichte

MAK

15.12.1988– 31.01.1989

EXHIBITIONS 1986–2006

Design Wien

Helmut Mark, eichinger oder knechtl, Arthur Van den

Broek, Helmut Palla, Brigitte Kowanz, Erwin Wurm,

Oswald Oberhuber, Michael Wagner, Manfred

Nisslmüller, Martin Püspök, Station Rose,

Michael Zinganel, Gangart

16.02.–27.03.1989

Aktionsmalerei – Aktionismus,

Wien 1960 –1965

Günter Brus, Alfons Schilling, Hermann Nitsch,

C.E.O. PETER NOEVER

Otto Muehl, Adolf Frohner, Rudolf Schwarzkogler

16.03.– 29.05.1989

Carlo Scarpa (1906–1978).

Die Bücher des Architekten

02.06.– 04.09.1989

Kunst und Industrie.

Aspekte einer Sammlung

07.07.– 04.09.1989

Carlo Scarpa.

Die andere Stadt

12.10.1989 –15.01.1990

Verborgene Impressionen.

Japonismus in Wien 1870–1930

04.04.–04.06.1990

Trotz Umbau: Orientalische Teppiche

09.05.–25.06.1990

Trotz Umbau: Wiener Porzellan 1718–1864

13.07.–17.09.1990

Kunstbaustelle MAK

Heiko Bressnik, Bart Domburg, Friedrich Eckhardt,

Bernd Fasching, Gudrun Kampl, Franziska Maderthaner,

Peter Nesweda, Claudia Plank, Werner Poschauko,

Tommy Schneider, Leo Schatzl, Rudi Stanzel

18.07.–01.08.1990

Walter Pichler. Skulptur

03.10.1990 – 08.01.1991

Trotz Umbau: Bugholz-, Korb- und

Stahlrohrmöbel des MAK

Michael Thonet, Adolf Loos, Josef Hoffmann

26.10.1990– 31.01.1991

Trotz Umbau: Die Frankfurter Küche von

Margarete Schütte-Lihotzky

26.10.– 31.01.1990

Donald Judd. Architektur

14.02.– 08.04.1991

Präsentation der Projekte des

internationalen Architektenwettbewerbs

für die EXPO ’95

Sepp Frank, Johannes Spalt, Coop Himmelb(l)au),

Hans Hollein, Morphosis Architects, Michael Belov,

Gerhard Brodnig, Steven Holl, Petr Malinsky, u.a.

20.02.–18.03.1991

Rodtschenko/Stepanowa.

Die Zukunft ist unser einziges Ziel

02.05.–31.07.1991

Entwurfzeichnungen der Danhauser’schen

Möbelfabrik 1814–1842

02.10.– 30.11.1991

MAK-Winterausstellung.

Design zum Lieben

Aigner, Assasyn, B.Ä.N.G., B.R.A.N.D., Bernsteiner,

Bestform, Bielowski, Bischur, Donhauser, Driendl &

Steixner, Egg, Esterhazy, Goldfarb, Graf, Hain,

Hammer, Heindl, Jahrmann, Johannsen, Jungwirth,

Kitzwegerer, Kuzmany, Litschauer, Prinzgau/

Podgorschek, Püspök, Ramharter, Redelsteiner,

Rossi Gang, Schneider, Seebacher, Spurey, Stiletto,

Tusek, Wagner, Wisniewski, Zerunian, Zwölfer u.a.

03.12.–23.12.1991

Magadalena Jetelová.

Domestizierung einer Pyramide

13.05.–12.07.1992

Kiki Smith. Silent Work

27.05.–12.07.1992

Eisen. Kunst. Guss der ersten Hälfte

des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung

des Österreichischen Museums für

angewandte Kunst

01.07.– 29.11.1992

Heinz Frank.

Nicht mit weniger mehr sondern

mit allem Nichts, tut not

09.09.–26.10.1992

Edelbert Köb. Geburt der Venus

23.09.–26.10.1992

Lauretta Vinciarelli. Rote Räume

16.12.1992–07.02.1993

Vito Acconci. The City Inside Us

17.03.– 29.08.1993

Pierre Weiss. Tagheit

05.05.–04.07.1993

Margarete Schütte-Lihotzky.

Soziale Architektur-Zeitzeugin

eines Jahrhunderts

16.06.–19.09.1993

Dekorstoffe des Biedermeier 1820–1840 aus

dem Nationalfabriksproduktenkabinett Franz I.

25.06.–28.11.1993

Neuerwerbungen des MAK. Ausgewählte Objekte

zwischen angewandter und freier Kunst

25.10.– 25.11.1993

Andy Warhol.

Abstrakt / The Abstract Warhol

01.12.1993–13.02.1994

Heinz Lechner. Portraits

19.01.– 06.03.1994

Dekorstoffe des Biedermeier 1820–1840 aus

dem Nationalfabriksproduktenkabinett Franz I.

01.03.– 08.05.1994

Tyrannei des Schönen.

Architektur der Stalin-Zeit

06.04.–16.08.1994

Der Georgier Jossif W. Dzugasvili

06.04.–17.07.1994

Ilya Kabakov. Der Rote Waggon

Installation auf dem MAK-Terrassenplateau

06.04.–16.08.1994

Rosemarie Trockel. Anima

11.05.– 02.10.1994

Mark Mack. Easy Living. Leichtsinnige

Architektur aus Kalifornien

08.06.– 28.08.1994

Das Vorlagenwerk der Wiener

Porzellanmanufaktur

24.06.– 27.11.1994

Hans Kupelwieser.

TRANS-FORMATION

28.09.1994–29.01.1995

Der verschollene Fries. Margaret MacDonald’s

Relieffries für den Musiksalon des Hauses

Fritz Waerndorfer

26.10.1994/1995

Donald Judd.

Das druckgraphische Werk

16.11.1994–22.01.1995

Präsentation der MAK-Neuerwerbungen:

Frank O. Gehry. Santa Monica Residence

Otto Wagner. Tisch aus dem Depeschenbüro der „Zeit“

07.03.–19.03.1995

Offenes Ornament

14.03.–28.05.1995

Sergej Bugaev Afrika.

Krimania. Ikonen,

Monumente, Mazàfaka

15.03.–20.08.1995

Jochen Traar. Art protects you

31.03.–28.06.1995

Roland Rainer.

Vitale Urbanität

05.04.– 20.08.1995

Brennpunkt Biedermeier. Ofenentwürfe aus

dem Betrieb der Wiener Hofhafnermeister

Franz Erndt sen. und jun. 1800–1860

02.06.–26.11.1995

SUMI-E. Japanische Tuschemalerei

aus der Sammlung Heinrich Siebold

14.06.–13.08.1995

Monolog des Vertrauens

Otto Mittmannsgruber, Martin Strauss, Wolfgang Kos

19.07.–23.07.1995 (K, NZ, M)

Das andere Haus

05.09.–19.11.1995

medien, apparate, kunst. Projektionsräume.

Beispiele apparativer Kunst in Österreich

1995/1996

Aigner, Uli, Zelko Wiener, Barbara Doser, Klub Zwei,

Franz Xaver, Herwig Turk, Christine Meierhofer, Anna

Steininger, Christoph Nebel, Wrecking Film, MAMAX,

Konrad Becker, GRANULAR SYNTHESIS

Uli Aigner. Metanoia

26.10.–19.11.1995

Zelko Wiener. Der große KnochenSchwund

23.11.–10.12.1995

Koloman Moser. Das graphische Werk

05.12.1995 –18.02.1996

Afrikanische Sitze

13.12.1995–18.02.1996

Barbara Doser.

frame 041994.01.0-4 projekt alpha

14.12.– 07.01.1996

KLUB ZWEI.

Simone Bader, Jo Schmeiser

12.01.– 28.01.1996

Herwig Turk. Parallelaktion

08.02.– 03.03.1996

Chris Burden.

Beyond the Limits.

Maschinen und Modelle. Macht, Zeit, Distanz

28.02.– 04.08.1996

Anna Steininger. in-variable-steps

07.03.–24.03.1996

Rudium und Auerlicht. Wirtschaftsplakate

um 1900 aus der Plakatsammlung des MAK

Heinrich Lefler, Bertold Löffler, Josef Maria

Auchentaller, Hermann Schütz, Hans Schliessmann,

Theodor Zasche, Adolf Karpellus, Julius Klinger,

Josef Diveky, Ferdinand Reznicek, Emil Ranzenhofer,

Heinrich Altwirth, Arthur Berger, Siegmund

Suchodolski, Gustav Marisch, Alexander Blaschke

12.03.–14.07.1996

Final Projects

Swetlana Heger, Plamen Dejanov, Andrea Kocevar,

Flora Neuwirth, Jochen Traar

18.– 24.3.1996

Erwin Wurm. 12 Mülleimer & 1 Video

22.03.– 21.04.1996

mäßig und gefräßig

Olga Chernysheva, Anton Olshvang, Maureen Connor,

Maria Hahnenkamp, Mona Hatoum, Mariusz Kruk,

Marc Quinn, Pipilotti Rist, Andreas Scharf, Romana

Scheffknecht, Jana Sterbak

27.03.–28.07.1996

Christoph Nebel. Vorübergehend öffentlichrechtlicher

Erholungsraum mit Sauerstoff und

Ausblick auf den 05.01.1996

29.03.–14.04.1996

The Havana Project. Architecture Again

Coop Himmelb(l)au, C.P.P.N., Morphosis, Eric Owen

Moss, Carme Pinós, Lebbeus Woods

13.04.– 27.07.1996

The Garage Project

Installationen von Paul McCarthy, Peter Kogler,

Liz Larner, Heimo Zobernig, Swetlana Heger,

Plamen Dejanov

13.04.–14.07.1996

Film/3. Richard Hoeck.

Transatlantik Echoes

19.04.– 21.04.1996

Wrecking film. Der Pulfrich Effekt

Georg Eisnecker, Georg Wasner, Christoph Weihrich

23.04.– 05.05.1996

Valeska Grisebach.

Sprechen und Nicht Sprechen

23.04.–05.05.1996

Genormte Fantasie. Zeichenunterricht

für Tischler Wien 1800–1840

10.05.–24.11.1996

time-out. materialien, apparate, kritik

Georg Eisnecker, Christoph Weihrich

14.05.–19.05.1996

Christine Meierhofer. White Cube

24.05.– 09.06.1996

The Garage Project: For Rent

Swetlana Heger, Plamen Dejanov, Jessica Bronson,

Dave Bailey, Thomas Baldwin, Blake Rayne, Sharon

Lockhart, Art Department der UCLA, Sarah Gavlak,

Tim Stowell, Susanne Weirich, Franz Schnaas

01.06.–22.06.1996

Leichte Stoffe. Biedermeierstoffe

05.06.1996 –26.01.1997

Konrad Becker. e~scape museum

14.06.– 30.06.1996

MAMAX:

MArgarete Jahrmann, MAX Moswitzer.

DataGold www.datagold.priv.at CD-ROM

Skulptur/Domain

20.06.– 30.06.1996

Austria im Rosennetz

Günter Brus, Ernst Caramelle, Heinrich Dunst, Valie

Export, Paul Flora, Heinz Frank, Padhi Frieberger,

Rainer Ganahl, Richard Gerstl, Bruno Gironcoli, Franz

Graf, Franz Gsellmann, Josef Matthias Hauer, Johann

Hauser, Raoul Hausmann, Fritz von Herzmanovsky-

Orlando, Richard Hoeck, Josef Hoffmann, Hans

Hollein, Franz Huemer, Friedensreich Hundertwasser,

Frederick J. Kiesler, Gustav Klimt, Peter Kogler,

Oskar Kokoschka, Kurt Kren, Peter Kubelka, Adolf

Loos, Erich Mallina, Ida Sofia Maly, Franz Xaver

Messerschmidt, Otto Mittmannsgruber / Martin

Strauss, László Moholy-Nagy, Otto Muehl, Hermann

Nitsch, Oswald Oberhuber, Joseph Maria Olbrich,

Max Oppenheimer, Laurids Ortner, Mikelis Pankoks,

Friederike Pezold, Walter Pichler, Ferry Radax,

Arnulf Rainer, Paul von Rittinger, Leopold Wolfgang

Rochowanski, Gerwald Rockenschaub, Gerhard Rühm,

Egon Schiele, Eva Schlegel, ManfreDu Schu, Rudolf

Schwarzkogler, Arnold Schönberg, Dominik Steiger,

Rudolf Steiner, Elmar Trenkwalder, Otto Wagner,

August Walla, Weegee, Hans Weigand, Lois Weinberger,

Franz West, Oswald Wiener, Fritz Wotruba,

Robert Zeppel-Sperl, Heimo Zobernig, Aloys Zötl

11.09.–10.11.1996

Kiki Kogelnik. Hangings

21.11.1996–19.01.1997

Faszinationen. Abbild –Vorbild– Stilkopien und

Vorlageblätter des Historismus aus der

Kunstblättersammlung des MAK

01.12.1996 –16.02.1997

Philip Johnson. Turning Point

05.12.1996 – 23.03.1997

Paul Petritsch & Johannes Porsch.

Die Schleicher von Wien. Depafit

01.01.– 31.01.1997

Heinrich Dunst. Lost

12.02.– 06.04.1997

Japan today. Kunst, Fotografie, Design

26.02.–25.05.1997

Silent & violent: Selected Artists’ Editions

Richard Artschwager, John Baldessari, Stephan

Balkenhol, Georg Baselitz, Ross Bleckner, Alighero

Boetti, Christian Boltanski, Louise Bourgeois,

Sophie Calle, Vija Celmins, Francesco Clemente,

Enzo Cucchi, Martin Disler, Marlene Dumas, Eric

Fischl, Peter Fischli, David Weiss, Günther Förg,

Gilbert Proesch, George Passmore, Katharina Fritsch,

Franz Gertsch, Robert Gober, Felix Gonzalez-Torres,

Andreas Gursky, David Hammons, Damien Hirst,

Jenny Holzer, Rebecca Horn, Ilya Kabakov, Alex Katz,

Mike Kelley, Martin Kippenberger, Imi Knoebel, Jeff

Koons, Jannis Kounellis, Wolfgang Laib, Sherrie

Levine, Brice Marden, Mario Merz, Juan Muñoz, Bruce

Nauman, Meret Oppenheim, Sigmar Polke, Richard

Prince, Markus Raetz, Charles Ray, Gerhard Richter,

Tim Rollins (+ K.O.S.), Susan Rothenberg, Thomas

Ruff, Edward Ruscha, Cindy Sherman, Philip Taaffe,

Rikrit Tiravanija, Rosemarie Trockel, James Turrell,

Jeff Wall, Andy Warhol, Lawrence Weiner, Franz West,

Rachel Whiteread, Robert Wilson, Christopher Wool

20.03.–31.08.1997

Final Projects. Open House/Open Studio

Stefan Doesinger, Ulrike Müller, Judith-Karoline

Mussel, Paul Petritsch, Johannes Porsch, Tanja

Widmann

20.03.–22.03.1997

Gerald Zugmann.

architecture in the box. photographien

30.04.–01.06.1997

Geniales Scheitern.

Nicht realisierte Architekturprojekte

in Österreich. Anspruch und Realität

06.05.–06.07.1997

Shibori. Japanische Textilkunst

aus Arimatsu und Naruma

07.05.–06.07.1997

Bruno Gironcoli.

Die Ungeborenen

21.05.–21.05.1997

Japan yesterday. Spuren und

Objekte der Siebold-Reisen

11.06.–14.09.1997

Wilhelm Scherübl. Der Kreis der Sonnen

11.06.–06.07.1997 (K, NZ, M)

Hans Weigand. SAT

25.06.–28.09.1997

Final Projects

Christine Gloggengiesser, G.R.A.M., Christof Schlegel,

Christian Teckert, Nicole Six

13.09.–28.09.1997

Prima vista. Ankäufe und Schenkungen des

20. Jahrhunderts aus der MAK-Textilsammlung

1987–1997

16.09.1997–29.06.1998

Hiro Yagamata.

Earthly Paradise

05.11.–23.11.1997

Kilengi. Afrikanische Skulpturen

aus der Bareiss-Sammlung

12.11.1997–18.01.1998

Les Maîtres de L’Affiche.

Französische Werbeplakate aus der

Plakatsammlung des MAK

Jules Chéret, Henri de Toulouse-Lautrec, Félix Vallotton,

Pierre Bonnard, Alfons Mucha

18.11.1997–01.03.1998

Gordon Matta-Clark. Anarchitecture

19.11.1997–18.01.1998

MAK L. A. Kunst- und Architekturprojekte

Swetlana Heger, Plamen Dejanov, Gilbert Bretterbauer,

Marta Fuetterer, Christoph Kasperkovitz, Andrea Kocevar,

Andrea Lenardin Madden, Flora Neuwirth, Jochen Traar

26.11.–28.12.1997, 08.01.– 01.02.1998

Granular Synthesis.

NoiseGate-M6

14.01.– 08.02.1998

Marina Faust. Six days

04.02.–10.02.1998

Die Überwindung der Utilität.

Dagobert Peche und die

Wiener Werkstätte

11.02.–17.05.1998

Otto Muehl. 7

18.02.–05.04.1998

Béatrice Stähli. Wiener Blut

18.02.–13.04.1998

Final Projects. Befejezett Munka

Helena Huneke, Martin Liebscher, Isa Rosenberger,

Zsuzsa Schiller

13.03.– 29.03.1998

Gang über die Brücke.

Farbholzschnitte von Keisai Eisen

17.03.–17.05.1998

Zum Lieben. Zeitgenössischer Schmuck

17.03.–30.08.1998

Marko LULIC presents. TOM SIMPSON

09.05.–11.05.1998

New Installation. 12 Projects by R. M. Schindler

20.05.– 28.06.1998

Liz Larner. I thought I saw a pussycat

03.06.– 09.08.1998

Frank O. Gehry. Ausstellung des Modells

des Guggenheim Museums Bilbao

03.06.– 02.08.1998

out of actions. Aktionismus, Body

Art & Performance 1949–1979

Ben Vautier, Jackson Pollock, Mathieu Georges,

Gutai Group, Günter Brus, Otto Muehl, Hermann

Nitsch, Rudolf Schwarzkogler, Joseph Beuys,

Chris Burden, Nam June Paik, John Cage, Valie Export,

Rebecca Horn, Allan Kaprow, Yves Klein, Bruce

Nauman, Hélio Oiticica, Claes Oldenburg, Yoko Ono,

Robert Rauschenberg, Niki de Saint Phalle,

Jean Tinguely, Raphael Montanez Ortiz,

Shozo Shimamoto, Ushio Shinohara

17.06.– 06.09.1998

Linzer Teppiche. Maschinell Gefertigtes

des Biedermeier

19.06.– 29.11.1998

Martin Kippenberger. The Last Stop West

10.07.–11.10.1998

The Havana Project. Architecture Again

02.09.–31.10.1998

Final Projects

Gerry Ammann, gvp. Rochus, Marco Lulic,

Constanze Ruhm

19.09.– 26.09.1998

Agitation für die Moderne. Plakate und

Gebrauchsgraphik der „Vereinigung bildender

Künstler Österreichs – Secession“

13.10.– 22.11.1998

Diana Thater. The best animals are the flat

animals – the best space is the deep space

28.10.–17.01.1999

Georg Salner. SU.SY

11.11.1998 –10.01.1999

James Turrell. the other horizon

02.12.1998– 21.03.1999

Ikonen auf Papier. Wiener Drucke

des 18. und 19. Jahrhunderts

Hristofor Zefar, Thomas Mesmer,

Michail Staikos, Ioannis Yennimatas

18.12.1998– 28.02.1999

Design, Design. Shiro Kuramata

1934 –1991

20.01.–14.03.1999

Ernst Strouhal/Heimo Zobernig.

Der Katalog

03.02.–21.02.1999

12 Projects by Rudolph M. Schindler

03.02.– 28.02.1999

Maria Theresia Litschauer. NY Trespassing

10.02.–05.04.1999

Eine gefährliche Stelle. Berühmte Ansichten aus

60 Provinzen von Ando Hiroshige

09.03.–25.04.1999

Architecture and Revolution. Escuelas

Nacionales de Arte en La Habana

Vittorio Garatti, Roberto Gottardi, Ricardo Porro

10.03.– 30.05.1999

Final Projects

Johan Frid, Åse Frid, Gelatin,

Anna Meyer, Raw ’n Cooked

19.03.–21.03.1999

Ornament ist kein Verbrechen

24.03.–14.05.1999

Oswald Oberhuber.

Geschriebene Bilder. Bis heute

28.04.–24.05.1999

Jannis Kounellis.

Il sarcofago degli sposi

05.05.–22.08.1999

Ulrike Grossarth. rot/grün, grau

02.06.–04.07.1999

Micro Space/Global Time.

An Architectural Manifesto

Vito Acconci, Wolf D. Prix, Helmut Swiczinsky,

Neil Denari, Craig Hodgetts, Hsing-Ming Fung,

Greg Lynn, Thom Mayne, Eric Owen Moss,

Andrea Zittel, Jonathan Williams

02.06.–11.07.1999

Spielwerke. Musikautomaten des Biedermeier

aus der Sammlung Sobek und dem MAK

18.06. – 28.11.1999

Bruno Gironcoli. Lady Madonna.

Nachtrag zu einer vergangenen

Ausstellung

07.07.–29.08.1999

Lucie Rie. Gebrannte Erde

14.07.–12.09.1999

Raymond Pettibon, Jason Rhoades,

Hans Weigand. Life/Boat

22.07.– 26.09.1999

Architecture and Revolution. Escuelas

Nacionales de Arte en La Habana

Vittorio Garatti, Roberto Gottardi, Ricardo Porro

27.07.–19.09.1999

Final Projects. Some Things to Be Seen or

Taking Place not Necessarily Related to Each Other

Judith Ammann, Mathias Poledna, Wolfgang Koelbl,

Michael Wallraff

Josef Trattner. Block Out

29.09.–14.11.1999

Beate Passow. Numbers

13.10.1999–16.01.2000

Joseph Binder 1889–1972

19.10.–28.11.1999

Julius Klinger. Das Chaos der Künste

19.10.–28.11.1999

Lobmeyr-Gläser 1867–1898

aus der Sammlung des MAK

26.10.1999–01.05.2000

Cine Art. Indische Plakatmaler

im MAK

01.12.1999 –09.01.2000

Kunsthandwerk an der Zeitenwende.

100 Jahre Winterausstellung 1899/1900

14.12.1999 –26.03.2000

Joseph Beuys. Editionen.

Sammlung Reinhard Schlegel

26.01.– 30.04.2000

Cindy Bernard. Location Proposals #2

26.01.– 20.02.2000

The Un-Private House

16.02.–24.04.2000

Das Möbel im Blickpunkt. Holzmosaik

01.03.–21.05.2000

Richard Prince. Up-state

01.03.– 28.05.2000

Richard Prince. 4 x 4

15.03.–28.05.2000

Fuji. Der Berg, den es nur einmal gibt

05.04.–18.06.2000

Final projects. If I was in L. A.

Franka Diehnelt, Karoline Streeruwitz,

Beatrice Dreux, Sophie Esslinger, Jun Yang

15.04.–16.04.2000

Stress.

Bruce Mau/André Lepecki

17.05.–27.08.2000

Kunst und Industrie.

Die Anfänge des Museums

für angewandte Kunst in Wien

31.05 –03.09.2000

Ludwig Lobmeyr (1829–1917)

und das k.k. Österreichische Museum

für Kunst und Industrie

31.05.2000–29.04.2001

American Pictures 1961–1967.

Photographs by Dennis Hopper

02.06.–17.09.2000

Rudi Stanzel. Reformel

14.06–10.09.2000

Das Möbel im Blickpunkt.

Möbel aus dem Exil – Die Wohnungseinrichtung

Paul und Johanna Dósza von

Ernst Schwadron, Wien 1933

21.06.–01.10.2000

Gegensatz und Kontinuität:

Tendenzen des Textilentwurfs zwischen 1870 und 1930

21.06.2000– 24.06.2001

Historischer Sammlungsaspekt: Metall

21.06.2000 – 24.06.2001

Architektur als Herausforderung.

Das k.k. Österreichische Museum für Kunst

und Industrie und der Bau am Stubenring

05.07–29.10.2000

Hanten und Happi. Feuerwehr- und

Kaufmannsjacken aus Japan

20.09.2000– 07.01.2001

Oxygen. Flipping through Frederick Kiesler

Birgitta Rottmann, Markus Schinwald,

Meike Schmidt-Gleim

27.09.–15.10.2000

Kendell Geers. Timbuktu

04.10.–19.11.2000

Das Möbel im Blickpunkt. Zum Beispiel Küche

26.10. 2000– 04.02.2001

Luis Barragán.

The Quiet Revolution

29.11.2000– 28.01.2001

Robert F. Hammerstiel.

Über allen Wipfeln ist Ruh’

06.12.2000–07.01.2001

Frederick Kiesler. Endless Space

06.12.2000–25.02.2001

Harmonie im Kontext. Joseph Binder

(1898–1972): Wiener Grafik

13.12.2000–11.02.2001

Beyond Decorum. The photography of Iké Udé

13.12.2000–04.02.2001

Raymond Pettibon.

The Books – Aus dem Archiv der Hefte.

Eine Ausstellung in zwei Teilen

14.02.– 02.03.2001

„In Between. Art and Architecture“

Teil 1: This is my House

Siggi Hofer, Susanne Jirkuff, Lisa Schmidt-Colinet,

Alexander Schmoeger, Florian Zeyfang u.a.

16.02.–18.02.2001

From Goddess to Pin-up.

Ikonen des Weiblichen in der

indischen Kalendermalerei

28.02.–22.04.2001

Elemente, Objekte.

Keramiken von Franz Josef Altenburg

14.03.–10.06.2001

„In Between. Art and Architecture“

Teil 2: In Between. Art and Architecture

Sharon Lockhart, Felix González-Torres, Sam Durant,

Julia Fisch, Stephen Prina, Adrian Schiess,

Hiroshi Sugimoto, Christopher Williams

14.03.– 02.09.2001

Final Projects. Rain-Hallway. Zwischenräume:

Kunst und Architektur

Siggi Hofer, Susanne Jirkuff, Lisa Schmidt-Colinet,

Alexander Schmoeger, Eugenio Valdés Figueroa,

Florian Zeyfang

17.03.–18.03.2001

Heidi Altimonti. Trendbüro: Drawing Trends for Fashion

21.03.–15.04.2001

EOOS. Armani. Shopdesign

18.04.–13.05.2001

Jun Yang. reconstruction-coming home.

daily structures of life

16.05.–17.06.2001

Martin Mostböck/Udo Titz. Bar Garcia. Möbelfotografie

16.05.–17.06.2001

Dennis Hopper.

A System of Moments

30.05.– 07.10.2001

Glas 1860 –1960. Ein Jahrhundert Glaskunst.

Neuaufstellung Studiensammlung Glas

30.05.2001–02.06.2002

Dejana Kabiljo. STOP! worrying

20.06.–22.07.2001

Plamen Dejanoff & Swetlana Heger.

Quite normal Luxury (Test the World)

27.06.–26.08.2001

Die Welt von Charles und

Ray Eames

27.06.– 30.09.2001

„In Between. Art and Architecture“

Teil 3: In Between. Outdoors

Steve Roden, Iñigo Manglano-Ovalle, Jorge Pardo

20.07.– 02.09.2001

Marion Kuzmany. Hybridschmuck

05.09.– 07.10.2001

Möbel-Räume.

Hubert Matthias Sanktjohanser

12.09.2001–17.02.2002

Liam Gillick. Deadalic Convention

Liam Gillick, Peio Aguirre, Julie Ault, Martin Beck,

Geraldine Belmont, Matthew Brannon, Nathan Carter,

Trisha Donelly, Richie Hawtin, Stefan Kalmar,

Annette Kosak, Gabriel Kuri, Nanni Moretti, Scott Olson,

Pia Rönnicke, Markus Weisbeck

19.09.–11.11.2001

20/35 Vision

Barbara Kaucky, David Hullfish Bailey, Dorit Margreiter,

Elisabeth Hesik, Florian Pumhösl, Kaucyila Brooke,

Martha Stutteregger, Michael Wildmann,

Richard Sparham, Robert Flick

21.09.– 28.10.2001

Wiener Graphik in New York. Josef Binders

grafisches Werk in den USA (1933–1972)

26.09.2001–10.03.2002

Cuba. Le scuole nazionali delle arti a l’Avana

Ricardo Porro, Roberto Gottardi, Vittorio Garatti

05.10.–19.11.2001

Unter fremdem Einfluss.

Emailkunst aus Ost und West

10.10.2001–12.01.2003

Unter fremdem Einfluss.

Textilien aus Europa und Asien

10.10.2001–24.03.2002

Martin Püspök. Super U–Stahlbau

10.10.– 04.11.2001

Fremde. Kunst der Seidenstraße

24.10.2001– 26.05.2002

Lobby in Rear

Richard Hoeck, Matthys Kobe

01.11.2001–28.02.2002

Mathis Esterhazy. Bausprache: Küche und …

07.11.–02.12.2001

R. M. Schindler. Architektur und Experiment.

The Architecture of R. M. Schindler

14.11.2001–10.02.2002

Rain-Hallway. Zwischenräume:

Kunst und Architektur. Reflexionen

zum Schindler House, L. A.

Rudolf M.Schindler, Siggi Hofer, Susi Jirkuff,

Lisa Schmidt-Colinet, Alexander Schmoeger,

Eugenio Valdés Figueroa, Florian Zeyfang, Christopher

Williams, Hiroshi Sugimoto, Inigo Manglano-Ovalle,

Félix González-Torres, Sharon Lockhart, Steve Roden,

Jorge Pardo, Sam Durant

14.11.2001– 20.01.2002

Franz West. Gnadenlos

21.11.2001–17.02.2002

Glas-Christbaumschmuck des 20. Jahrhunderts

01.12.2001

donmartin supersets (Renate Martin, Andreas Donhauser).

Filmarchitektur, Bühnenbild, Artdirektion

05.12.2001–07.01.2002

Markings. Construction Form through Drawing

Hanne Darboven, Caryl Davis, Gerald Giamportone,

Amanda Guest, Nancy Rubins

30.01.–14.04.2002

Lobby in Rear

Richard Hoeck, Matthys Kobe

15.02.–14.04.2002

The Un_invited

Mauricio Duk

16.02.–16.03.2002

Maria Hahnenkamp. Transparency

13.03.–05.05.2002

Nofrontiere/Siemens. (Co)Operating Systems

20.03.– 05.05.2002

Richard Artschwager.

The Hydraulic Door Check.

Skulptur, Malerei, Zeichnung

27.03.–16.06.2002

Ernst Deutsch-Dryden. En Vogue!

10.04.–14.07.2002

Access Granted

Grundmann, Gottfried Palatin, Michael Schaefer,

Michael Wagner, Stefan Zinell

24.04.– 26.05.2002

NOBODY’S HOME. Houses by Artists

Jim Isermann, T. Kelly Mason, Charles Ray,

Jessica Stockholder, Barbara Bloom, Chris Burden,

David Reed, Kevin Appel, Julian Opie,

Renee Petropoulos

08.05.– 29.09.2002

Gerald Zugmann. Blue Universe.

Architectural Projects by Coop Himmelb(l)au

10.05.– 08.09.2002

Andreas Feldinger/IKEA.

verEDELung der BANALität

22.05.–30.06.2002

Laura Kikauka. M.A.N.I.A.C at MAK

Marvellous Abundant Neglected Items

Arranged Creatively

29.05.–18.08.2002

Davaj! Russian Art Now.

Aus dem Laboratorium

der freien Künste in Russland

19.06.– 22.09. 2002

heaven’s gift.

Eine neue programmatische Strategie zur

Präsentation zeitgenössischer Kunst

Peter Noever/Sepp Müller/Michael Embacher

James Turrell

26.06.–10.11.2002

Privatundsirius: Ute Neuber/Elmar Fröschl.

Begehbarer Katalog

04.09.–20.09.2002

Ulrike Lienbacher. Aufräumen

04.09.–27.10.2002

plastisch & fantastisch.

Kinderspiele

Mathilde Brétillot /Frédérique Valette, Ettore Sottsass,

Denis Santachiara, Ron Arad, Daniel Wnuk,

Michele de Lucchi, Andrée Putman, Piotr Sierakowski,

Nathalie du Pasquier, Jean-Charles Blais

07.09.– 20.09.2002

S.O.S.

Zur Rettung der MAK-Sammlung

Vito Acconci, Richard Artschwager, Giampaolo

Babetto, Remo BASILE, Coop Himmelb(l)au, Carl Otto

Czeschka, Ernst Deutsch-Dryden, Günther Domenig,

Georg Driendl, eichinger oder knechtl, Ian Hamilton

Finlay, Ursi Fürtler, Martin Gostner, Zaha Hadid,

Andrea maxa Halmschlager, Anna Heindl, Josef

Hoffmann, Michael Kienzer, Knut Klingler, Manfred

Kovatsch, Konstantin Melnikov, Missoni, Ottavio

Missoni & Rosita Jelmini, Otto Mittmannsgruber &

Martin Strauss, Roland Pleterski, Carol Christian

Poell, Anna-Lülja Praun, Carl Pruscha, Otto Prutscher,

Roland Rainer, Jason Rhoades, Dietrich Roth,

Yoshioka Sachio, Hans Schabus, Ken Scott, Julius

Shulman, Peter Skubic., Livio de Simone, Bayla Sport,

Klaus Staeck, Ti non ti moda, Rirkrit Tiravanija,

James Turrell, Hans Weigand, Rachel Whiteread,

Erwin Wurm, Yu-Ichi

14.09.– 06.10.2002

Final Projects

Luisa Lambri, Karina Nimmerfall,

Lorenzo Rocha Cito, Bernhard Sommer

18.09.– 29.09.2002

Stefan Sagmeister. Handarbeit

25.09.2002–05.01.2003

Sabine Bitter/Helmut Weber. Urban Spin-Offs

02.10.–03.11.2002

CAT Open 2002. Artists’ choice:

Künstler als Kuratoren

Lone Haugaard Madsen, Roland Kollnitz, Heimo Zobernig,

Nicole Six, Paul Petritsch, Gregor Eichinger,

Constanze Ruhm, Wendelin Van Oldenborgh,

Eva Schlegel, Miriam Bajtala

17.10.–10.11.2002

Unter Tische überhalten.

Neuerwerbungen der Möbelsammlung

Eine Aufstellung von Hil de Gard

23.10.2002–05.01.2003

Die Fabrikanten. 150 m 2 Dorfbod’n –

100 Tage Kommunikationskultur

06.11.–08.12.2002

Abschied von Architektur. Roland Rainer,

Stadthalle in Bremen 1955–64

20.11.2002–05.01.2003

Knoten.

symmetrisch_asymmetrisch.

Die historischen Orientteppiche

des MAK und Filminserts der

Gegenwart

11.12.– 23.03.2002

Home Scenes: 8 Days of Revision

Karina Nimmerfall, Luisa Lambri, Bernhard Sommer,

Lorenzo Rocha Cito

15.12.–22.12.2002

Fritz Kleibel. Urban Utopian.

Städtebilder Televiszor-Integral-212

22.01.– 30.03.2003

Trespassing: Houses x Artists

Jim Isermann, Renée Petropoulos, Jessica Stockholder,

T. Kelly Mason, Kevin Appel, Chris Burden,

Barbara Bloom, Julian Opie, David Reed

29.01.–27.07.2003

Aichwalder und Strobl. Design

29.01.–27.04.2003

Gerald Zugmann. Blue Universe.

Modelle zu Bildern machen. Architectural

Projects by Coop Himmelb(l)au

05.02.–21.04.2003

Plugged and Haunted

Allison Wiese, Wendell King 2003

Final Projects

Una Szeemann, Zlatan Vukosavljevic, Antonietta Putzu,

Pia Rönicke, Thomas Gombotz, Michael Baers

21.03.–23.03.2003

Carlo Scarpa. Das Handwerk der Architektur

09.04.–23.11.2003

Dorothee Redelsteiner. 15 Jahre TAKI-TO Kindermode

09.04.– 25.05.2003

Mickry3. Supermarkt

23.04.–18.05.2003

Zaha Hadid. Architektur

14.05.–17.08.2003

Foreign Office Architects.

Species – foa’s phylogenesis

21.05.– 03.08.2003

Eine Spurensuche. Manastir Kelims

28.05.–27.07.2002

Michael Lisner/Virtual Dynamix.

3-D-Informationsarchitektur

04.06.–27.07.2003

Kurt Kocherscheidt.

Das fortlaufende Bild

25.06.– 05.10.2003

Schindler’s Paradise. Architectural Resistance

Zaha Hadid, Odile Decq, Peter Eisenman, Helmut

Swiczinsky, Wolf D. Prix, Christophe Cornubert

(PUSH), Günther Domenig, Georg Driendl, Iris Regn,

Tim Durfee, Gregor Eichinger, Christian Knechtl,

Sandrine Von Klot, Lucas Rios Giordano, Andrea

Lenardin-Madden, Mark Mack, Eric Owen Moss,

Ernst J. Fuchs, Marie-Thérèse Harnoncourt,

Dominique Perrault, Cyril Lancelin, Michael Rotondi,

Bernhard Sommer, Goga S. Nawara, Klaus Stattmann,

Michael Volk, Lebbeus Woods, Benoît Cornette

06.08.–07.12.2003

Final Projects: Summer Time at the Mackey Apartments

Nicolas Fevrier, Roland Oberhofer, Christoph

Kumpusch, Suwan Laimanee, Corinne Rusch

15.08.– 07.09.2003

Helmuth Gsöllpointner.

Temporäre variable Raumobjekte

03.09.– 05.10.2003

Dejana Kabiljo. SCRIBOmania, 01– 03

09.09.– 29.10.2003

Greg Lynn. Intricate Surface

10.09.–16.11.2003

Gilbert Bretterbauer. Textilwelt

05.11.2003–11.01.2004

Hermann Kosel. The Holy Every Day

26.11.2003–29.02.2004

Manfred Wakolbinger. Bottomtime

03.12.2003–22.02.2004

Der Preis der Schönheit.

Zum 100. Geburtstag der Wiener

Werkstätte

Josef Hoffmann, Koloman Moser, Carl Otto Czeschka,

Bertold Löffler, Richard Luksch, Peter Behrens,

Michael Powolny, Otto Prutscher, Emil Hoppe,

Oskar Kokoschka, Pavel Janák, Maria Likarz-Strauß,

Gustav Klimt, Eduard Josef Wimmer-Wisgrill,

Eduard Klablena, Dagobert Peche, Helena Gabler,

Reni Schaschl, Hilde Jesser, Kitty Rix, Heimo Zobernig

10.12.2003–12.04.2004

3 Fireplaces and 2 Bathtubs

Catrin Bolt, Marlene Haring, Oliver Croy, Robert

Gfader, Deborah Ligorio, Chris Bassett, Piero Golia,

Skylar Haskard, Mark Herbst, Christine Ulke,

Marie Jager, Myungwhan Lim, Earnest Meritt Ill,

Josh Mittleman, Arthur Ou, Wanda Smans,

Eric Wesley, Bankhead

06.02.–17.03.2004

Carol Christian Poell.

Public Freedom: Kollektionsdokumente

19.05.–24.11.2005

Kaschmir im MAK. Paschmina-Shawls

und ihre europäischen Varianten

01.06.– 02.10.2005

Entwurf und Objekt. Zeichnungen Wiener

Gold- und Silberschmiede

15.06.2005 – 28.05.2006

Atelier Van Lieshout.

Der Disziplinator

22.06.– 02.10.2005

Lebbeus Woods. System Wien

29.06.–16.10.2005

Isaac Julien. True North

15.07.–23.10.2005

KM_100. Ein erträgliches Massenmöbel

Alfred Burzler, Thomas Exner

18.02.– 09.05.2004

Otto Muehl.

Leben / Kunst / Werk

Aktion Utopie Malerei 1960–2004

03.03.–31.05.2004

Fabrics. Textile Design. Fashion Design

10.03.–12.04.2004 (D, NZ, M)

Birgit Jürgenssen. Schuhwerk.

Subversive Aspects of „Feminism“

17.03.–06.06.2004

The Eye of the Century. Snapshots

aus dem Archiv Christian Skrein

24.03.–23.05.2004

Die Kunst des Spiegel.

Die Originale der SPIEGEL-Titelbilder.

Zeichnungen, Gemälde und Illustrationen

aus fünf Jahrzehnten

Daniel Adel, Werner Bandel, Braldt Bralds,

Hermann Degkwitz, Alfons Kiefer, Rafal Olbinski

15.07.– 23.10.2005

UAAAAA!!! MANGA.

Zur Ästhetik einer Trashkultur

31.08.– 04.12.2005

BACK TO A. design now.austria

Wolfgang Pauli, Karl Emilio Pircher, Carl Auböck

Archiv, Victor Papanek, Josef Frank, Robert

Horn, Heidulf Gerngross, Zellform, Josef Frank,

Sissi/Pablo Farassat, Walter Pichler, Thomas

Hasenbichler, Helmut Lang, Herbert Schweiger,

Stefan Sagmeister, Barbara Beranek,

eichinger oder knechtl

14.09.2005 –12.02.2006

Sammeln aus Leidenschaft.

Die Sammlung Dr. Albert Figdor im MAK

12.05.2004–29.05.2005 (D, GZ, M)

Yves Klein. Air Architecture

13.05.– 29.08.2004

Helmut Palla. Turniture

19.05.–19.09.2004

Gestickte Chinesen aus indischen Stoffen.

Eine textile Zimmerausstattung aus Schloss

Hof im Marchfeld

02.06.2004– 01.05.2005

Otto Mittmannsgruber/Martin Strauss.

Kampagnen ohne Auftrag.

Kunstprojekte in Massenmedien 1994 – 2004

09.06.–12.09.2004

Evi. Evi Untitled

23.06.–26.09.2004

Javier Marchán. SoftSoftSoft –

Visuelle Studie über Asthetik

30.06.– 31.10.2004

Final Projects. Mandatory

Miriam Bajtala, Florian Hecker,

Constanze Schweiger, transparadiso

Showdown! at the Schindler House

Coop Himmelb(l)au, Andrew Andrew, Bon & Ging,

Ingrid Bromberg, Blain Kennedy, Dioscuri, Escher

GuneWardena, Feral Childe, Fugue, LA Eyeworks, Liz

Larner, Claudia Rosa Lukas, Michael Mahalchick, Elena

Manferdini, Tina Marrin, Giles Miller, My Barbarian,

Renée Petropoulos, Jessica Rath, Millie Wilson,

Karolin Schmidbauer, Christian A. Kumpusch, Ujein,

We are lucid dreaming, Wooden Mustache, Amy Yao

15.09.–05.12.2004

Showdown! Design and the Body

at the Schindler House

Ravi GuneWardena, Frank Escher, Liz Larner,

Feral Childe, Elena Manferdini u.a.

19.09.–05.12.2004

Canan Dagdelen. yurt tutmusch dot

20.10.2004–20.02.2005

Schili-Byli. Russische Kinderbücher 1920–1940

20.10.2004–20.02.2005

Tomoko Sawada. Desire to Mimic

27.10.2004– 06.02.2005

transparadiso: Barbara Holub/

Paul Rajakovics.

das Indikatormobil, ein Zwischenfall

10.11.2004–27.03.2005

Final Projects. glass, concrete and stone,

it’s just a house not at home

24.09.– 25.09.2005

Austrian Look. Susanne Bisovsky:

The Everlasting Collection

Susanne Bisovsky, Wolfgang Zajc, Joseph Gerger

19.10.– 30.10.2005

Alexander Rodtschenko.

Raumkonstruktionen

26.10.2005 –26.02.2006

UKIYO-E RELOADED.

Die Sammlung japanischer

Farbholzschnitte im MAK

30.11.2005–26.03.2006

... nach Binder. Joseph Binders

Einfluss auf das Grafikdesign

Joseph Binder, Muni Lieblein, Margit Doppler-

Kovacs, Lois Gaigg, Elisabeth Auböck,

Friedrich Veit, Alex Steinweiss

13.12.2005 – 02.04.2006

Symmetry

26.01.– 07.05.2006

Yves Klein. Air Architecture

15.03.– 24.09.2006

Raumplanung.

Der Hang zum Unverwechselbaren

26.04.– 29.10.2006

Microstories Austria.

Kurzfilme österreichischer Medienhochschulen

03.05.– 01.10.2006

Jenny Holzer. XX

17.05.–17.09.2006

Chapeau! Dieter Roth. Ringobjekte

07.06.– 29.10.2006

frei schwingen.

Stühle zwischen Architekturmanifest

und Materialexperiment

14.06.– 29.10.2006

Bernhard Münzenmayer.

Transformationen des Gösser Ornats

28.06.–10.09.2006

The Gen(h)ome Project

20.09.2006 – 21.01.2007

Tone Fink. Textil

04.10.2006 – 21.01.2007

mehr licht. TARGETTI LIGHT ART COLLECTION

im MAK und James Turrell. MAKlite

24.11.2004–16.01.2005

Peter Eisenman.

Barfuß auf weiß glühenden Mauern

15.12.2004– 22.05.2005

Amir Zaki. Spring Though Winter

07.01.–19.02.2005

Jesse Webber. Hitch

07.01.– 20.02.2005

Michael Kienzer. Neue Immobilien

23.02.–12.06.2005

Günther Domenig.

Structures That Fit My Nature

31.03.–26.06.2005

¡La Cubanidad! Kubanische Plakate 1940–2004

José Alberto Menéndez Sigarroa, Gladys Acosta Ávila,

Pedro Arrate, René Azcuy, Eduardo Muños Bachs,

Manuel Garcia Cabrera, Dimas, Suitberto Goire,

Eduardo Marín, Manuel Marzel, Raúl Martínez González,

José Alberto (Pepe) Menéndez, René Mederos Pazos,

Rafael Morante Boyerizo, Ñiko (Antonio Pérez

González), Ernesto García Peña, René Portocarrero

Villiers, Antonio Reboiro, Eladio Rivadulla Pérez,

Ernesto Romero, Alfredo Rostgaard, Helena Serrano,

Elio Rodríguez Valdés, Rafael Zarza González

06.04.–10.07.2005

Prototypes – Next Generation. Industrial

Design der Linzer Kunstuniversität

18.10.2006 –18.02.2007

Hernán Díaz Alonso. Xefirotarch

25.10.2006 – 04.03.2007

Susanne Hammer: Short Stories.

Schmuck 1996–2006

08.11.2006 – 25.03.2007

Das Richtige Buch.

Johannes Gachnang als Verleger

15.11.2006 – 25.02.2007

100 Beste Plakate 05.

Deutschland, Österreich, Schweiz

22.11.–10.12.2006

Form im Wandel.

Gegenwartskeramik aus Österreich

29.11.2006–18.03.2007

Elke Krystufek.

Liquid Logic

The Height of Knowledge and

the Speed of Thought

06.12.2006 – 01.04.2007

ACHTUNG. Zeitschrift für Mode

13.04.– 28.08.2005

Keramik. Aktuelle Tendenzen aus Österreich

Wilfried Gerstel, Gideon Koval, Irmgard Schaumberger,

Thomas Stimm, Gerold Tusch

11.05.– 28.08.2005

Final Projects. Friday the 13th

Annja Krautgasser, Dariusz Krzeczek, Sabine Bitter,

Helmut Weber, David Zink Yi

MAK – Österreichisches Museum

MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles

für angewandte Kunst / Gegenwartskunst

Schindler House

Stubenring 5, A-1010 Wien,

835 North Kings Road, West Hollywood, CA 90069, USA

Tel. (+43-1) 711 36-0, Fax (+43-1) 713 10 26,

Tel. (+1-323) 651 1510, Fax (+1-323) 651 2340

E-Mail: office@MAK.at, www.MAK.at

E-Mail: office@MAKcenter.org, www.MAKcenter.org

MAK-Gegenwartskunstdepot

Josef-Hoffmann-Museum, Brtnice

Gefechtsturm Arenbergpark

Eine gemeinsame Außenstelle der Moravská galerie, Brünn,

Dannebergplatz/Barmherzigengasse, A-1030 Wien

und des MAK Wien

Brtnice, Tschechische Republik

MAK-Expositur Geymüllerschlössel

Khevenhüllerstraße 2, A-1180 Wien

Design

Kunst

Kunst/Design

Architektur

Kunst/Architektur

Kunst/Design/

Architektur

Grafik-Design: Peter Noever/Maria-Anna Friedl

Grafi k Design © Peter Noever / Maria-Anna Friedl / MAK 2006

Topografi e MAK Ausstellungen 1986 – 2006 C.E.O. Peter Noever


Städteplanung / Architektur / Religion

Buch I - ST/A/R-Auktion ST/A/R

Einhundert

Künstler

ST/A/R Auktion

Einhundert

Kunstwerke

MAK 2006


Nr. 12/2006

Buch I - ST/A/R-Auktion ST/A/R

Künstlerliste

AUktion

Otto Zitko / Mounty R. P. Zentara / Karin Sulimma / Thomas

Strobl / Thomas Sturm / Johanna Braun / Adam Wiener /

Isabelle Mühlbacher / Hofstetter Kurt / Peter Kogler / Andrea

Baczynski / Tsuneko Taniuchi / Stephane de Medeiros / Barbara

Doser / Behruz Heschmat / Herbert Flois / Eugen Hein / Waran

Rudolf Gerngross / Aina Ciceniene / Philip Quehenberger

/ Thomas Redl / Silvia Maria Welich / Reinhold Rebhandl /

Barbara Anna Husar / Aurelia Gratzer / Christoph Schirmer /

Anton Petz / Inge Kracht / Dietmar Brehm / Heidulf Gerngross

/ Elisabeth Penker / Herbert Brandl / Franz Wassermann /

Markus Prachensky / Martin Vlk / Charles K. Kaltenbacher

/ Benedetta Jacovoni / Helmuth Swoboda / Magnus Wurzer

/ Buba Vidam / Katia Razumovsky / Amelie Teichgräber /

Christine Pillhofer / Derya Öcal / Helmut Kedro / Jonathan

Read / Christian W. Denker / Claudia Rottenbacher / Irka

Wassiljeva / Sergej Goldzahn / Wladimir Semjonow / Wladimir

Jaremenko-Tolstoj / Heimo Zobernig / Richard Kaplenig / De

Es Schwertberger / Ferdinand Schmatz / Michael Starkmeyer

/ Stefan Nussbaumer / Sebastian Weissenbacher / Caroline

Fekete-Kaiser / Laszlo Revesz / Jan Fekete / Sergej Volgin /

Barbara Krobath / Lukas Pusch / Richard Hoeck / David Staretz

/ Hans Staudacher / Josef Danner / Tim Gadaski / Die Gärtnerei

/ Theresa Eisenmann / Martin Mostböck / Bruno Gironcoli /

Peter Korrak / Andreas Treusch / Arnulf Rainer / Franz Graf /

Erwin Wurm / Gustav Peichl / Hans Kupelwieser / Peter Noever

/ Eva Schlegel / Bernsteiner Reinhard / Hans Riedel / Erwin

Wurm / Angelo Roventa / Konrad Frey / Erich Steininger /

Gilbert Bretterbauer/ Marcel Houf – Chaos / Robert Horn /

Florin Stoiciu / Mihaela Apostol / Silviu Oravitzan


Städteplanung / Architektur / Religion Buch I - ST/A/R-Auktion

ST/A/R

02 Mounty R. P. Zentara, Smoke

Part II, 2004, Acryl, Ölkreide, Firnis auf

ST/A/R Zeitungsblatt, gerahmt, 45 x 30 cm,

AP 350€

03 Karin Sulimma, O.T., 2005, Fotografie,

2/10, gerahmt, 33 x 43 cm, AP 350€

07a Adam Wiener Brückenkopf, 2003,

Metall, Glas, Kunststoff, 13 kg,

19 x 31 x 18 cm, AP 800€

08 Isabelle Mühlbacher, Finis coronat,

2006, Siebdruck auf Plexigläsern, dreifarbig,

subtraktive Farbmischung, PC-Platte makrolon,

2mm, 50 x 65cm, Druckformat, 32,5 x 50cm,

Aufl. 8, gerahmt, AP 700€

01a Otto Zitko, O.T., 2001, Zweifärbige Lithographie,

Druck Michael Woolworth, Paris, 21/30,

92 x 63 cm, AP 900€

07b Adam Wiener O.T., 2003, Mischtechnik,

42 x 29,5 cm, AP 250€

09b Hofstetter Kurt, phi-struct-tiling,

2005, Xerokopie, 29, 7 x 42 cm AP 100€

10b ST/A/R Peter Kogler, Zeitungsblatt,

2006, signiert mit rotem Kugelschreiber,

gerahmt, 45 x 60 cm, AP 150€

01b Otto Zitko, O.T., 2006, aus der

ST/A/R Siebdruckmappe, Siebdruck auf Folie,

21/60, 45 x 60 cm, AP 200€

04a Thomas Strobl, Schwester Maria #2, 2004,

Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm, AP 800€

06 Johanna Braun, Ich bin nicht kompliziert,

2006, Acryl auf MDF,

100 x 70 cm, AP 250€

10a Peter Kogler Konzept für das größte

Bild Russlands an der Eissporthalle in

Magnetogorsk, 2006, Architektur: H. Gerngross/Werkstatt

Wien, 45 x 60 cm,

ST/A/R Zeitungsdruck mit Silberklebeband,

AP 250€

09a Hofstetter Kurt, HoTLine, 2005, C-Print auf

ALUDIPOND, 100 x 150 cm, AP 800€

09c Hofstetter Kurt, HoTLine - loop in definite I

– XII, 2006, limited DVD Edition, ohne Abbildung,

AP 150€

05 Thomas Sturm, O.T., 1998,

Acryl auf Leinwand, 26 x 26 cm,

AP 250€

04b Thomas Strobl, Snapshot#1, 2005,

Öl auf Papier, 50 x 70 cm, gerahmt, AP 400€

11b Andrea Baczynski, Highlands of Gansu

Provinz, 2006, C-Print auf Diasec, 1/5, 60 x 100 cm,

AP 350€

11a Andrea Baczynski, Aus dem

Fotoessay Rainer Jenseits der Eitelkeit,

2006, Baryt print 1/5, 60 x 42 cm,

AP 250€

Otto Zitko

geb. 1959 in Linz, lebt u. arbeitet in Wien. /// Ausstellungen:

2007 Magic Line, Museum für moderne

u. zeitgenössische Kunst, Bozen. 2006 Kunstverein,

Salzburg. Bunkier Sztuki – Contemporary Art Gallery,

Krakau. Galerie Krobath Wimmer, Wien. 2005

Museum of Contemporary Art KIASMA, Helsinki,

Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien.

2003 Cheim & Read, New York. Galerie Elisabeth u.

Klaus Thoman, Innsbruck, Landesmuseum Joanneum,

Graz. 2002 MASS MoCA – Massachusetts Museum

of Contemporary Art, North Adams, Mass.

Galería Heinrich Ehrhardt, Madrid. 2001 Museum

of Modern Art, Mexico City. 1999 Biennale Venedig.

/// Kontakt: otto.zitko@chello.at, http://www.

zitko.at

Mounty R. P. Zentara

geb. 1964 in Tirol, lebt u. arbeitet in Wien. Studium

an der Akademie der Bildenden Künste Wien. ///

Ausstellungen: 2006 Atelier AREA 53, Wien, Das

Studio, Wien, 2005 Semper-Depot, Wien, AREA

53 Wien, Atelier & Gallery, Wien, 2004 Kunstcafe

XENO, Wien, 2002 Akademie der bildenden Künste,

Stadt-Bücherei, Wien, 2000 Crow Agency, Montana,

1998 Pow wow Manderson, 1997 Rapid City,

South Dakota, 1995 Painting and Performance, Berlin.

Diverse Filme, Kurationen u. Publikationen. ///

Kontakt: Atelier & Gallery AREA 53, Gumpendorfer

Strasse 53, A-1060 Wien, + 43 676 621 56 60,

twopeople1work@networld.at

Karin Sulimma

geb. 1962 in Klagenfurt, lebt u. arbeitet in Wien.

Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden

Künste Wien. /// Ausstellungen: in Österreich,

Dänemark, Italien u. Südkorea. /// Kontakt:

Atelier & Gallery AREA 53, Gumpendorfer Strasse

53, A-1060 Wien, + 43 676 621 56 60, twopeople-

1work@networld.at

Thomas Strobl

geb. 1967 in Linz. Studium an der Hochschule

für Gestaltung Linz. /// Ausstellungen und Filme:

Österreichische Filmtage, Wels, Impakt Festival

voor experimentele Kunst, Utrecht, European Media

Art Festival, Osnabrück, Fringe Film & Video,

Festival, Edinburgh, European Media Art Festival,

Osnabrück, Viper Filmfestival, Luzern, Filmhaus

Stöbergasse Stuttgarter Filmwinter, Arco, IV

Week of Experimental Cinema, Madrid, 4. Copenhagen

Film+Video Workshop, Festival, New Visions,

Glasgow, 10. internationales Kurzfilmfestival,

Hamburg, ReiheFilmKunst #5 Landesgalerie Linz,

Austrian Avant-Garde, Cinema Stadtkino, Wien,

Galerie Thiele, Linz, Film+arc.graz 3.Int. Biennale

Film+Architektur, Kunstverein Fa. Paradigma,

Linz, Kunstverein Augsburg, Galerie Paradigma,

Linz, Stadtmuseum Nordico, Linz, Kunstverein

Baden, Galerie Eder, Linz, Schloß Lamberg Steyr.

/// Kontakt: 1170 Wien Sautergasse 3, www.8ung.

at/strobl

Thomas Sturm

geb. 1967 in Gmunden, lebt in Berlin u. Gmunden.

Studium an der Kunstuniversität Linz. ///

Zahlreiche Einzel- u. GruppenAusstellungen: im

internationalen Raum. 2006 Museo de arte Sacraa

in Belém, Pará, Brasilien, Ursula Blicke Stiftung,

Kraichtal, Deutschland. /// Kontakt: www.thomassturm.at

Johanna Braun

geb. 1987 in Wien. Studium an der Akademie der

Bildenden Künste, Wien. /// Ausstellungen: 2006

BA-CA Kunstforum, Akademie der bildenden

Künste, Volksgarten. 2005 Akademie der bildenden

Künste, Galerie Karenina, Wien, Galerie Julius

Hummel, Wien, Semper Depot, Wien, Galerie

im Sitzungssaal-SPÖ, Wien. 2004 Semper Depot,

Wien, Palais Helfert, Wien. 2003 Delta / Kabelwerk,

Wien, Galerie Charim, Wien. /// Kontakt:

johannabrauneinwahrertraum@hotmail.com

Adam Wiener

geb. 1963 in Wien. Studium der Mathematik u.

Meterologie. /// Ausstellungen: 1991 Galerie Curtze,

Wien, 1993 Galerie Kies, Wien, 1994 Bar am

Lützowplatz, Berlin, 1995 Galerie Cosmos, Wien,

1998 Mukei-Nu, Tokyo, 2000 Galerie Ernst Hilger,

2001 Projektraum Viktor Bucher, Wien. Ateliers

in Österreich, Tschechien, Spanien. /// Kontakt:

Sonnbergplatz 9, Siege 5/12, 1190 Wien

Isabelle Mühlbacher

geb. 1964 in Wien, lebt u. arbeitet in Wien. Schule

für künstlerische Fotografie, Wien. /// Ausstellungen:

2006 Galerie AREA 53, Galerie Exner, 2005

Galerie Plank, Wien, 2004 Galerie Exner, Wien,

2003 Kleine Galerie, Wien, 2002 Fotogalerie Wien,

Galerie Markus Nohn, Frankfurt, Galerie Wolfrum,

Wien, Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz, Galerie

Edition Stalzer, 2001 Fotogalerie Wien, 2000 Projektraum

WUK, Wien, Galerie Edition Stalzer,

Wien Druckgrafikmesse Madrid, 1999 Sunday 8P/

M, Schloss Wolkersdorf, Narrenturm, Wien, 1994

Galerie Hummel. Diverse Veröffentlichungen. ///

Kontakt: http://www.stalzer-gallery.com/

Hofstetter Kurt

geb. 1959 in Linz, concept- and media artist, living

and working in Vienna. Media Installations in public

space: 2006 TIME DE LUX – Medienkunstlabor

/ Kunsthaus Graz. 1999–2006 Sunpendulum Time-

Eyes @ Marshall Islands, Tokyo, Kolkata, Hong

Kong, Dubai, Azores, Ensenada, New Orleans, Cairo,

Granada, Bermuda, Hawaii, 1997 Sunpendulum

– 1996 datapool of moments http://residence.aec.at/

pendel/ 1994 One Moment of Time – Vienna South

railway station, 1993 Planet of the Commuters with

the 3 Time-Moons – Vienna Middle railway station.

Experimental video and sound. works with Barbara

Doser. /// Kontakt: hofstetter@sunpendulum.at,

http://www.sunpendulum.at

Peter Kogler

geb. 1959 in Innsbruck, lebt und arbeitet in Wien.

Studium an der Akademie der Bildenden Künste,

Wien. Professor an der Akademie der Bildenden

Künste, Wien. /// Ausstellungstätigkeit seit 1979,

u. a. 1995 Biennale, Venedig, 1997 Documenta X,

2000 Expo, Hannover, 2002 Villa Arson, Nizza,

2004 Kunstverein Hannover, Galerie Crone, Berlin.

/// Kontakt: ST/A/R, Capistrangasse 2/8, 1060

Wien, www.star-wien.at

Andrea Baczynski

geb. 1959 in Wien, 1978 Matura AKG, Wien 1

/// Ausstellungen: 2006 Kunsthalle Wien, Project

space: “Gluteis” Performance, 2005 – 2006 Veröffentlichungen

in ST/A/R: 07, 08, 09,10,11, 2006

“Durch Spuren zum Portrait”, mit Stoyan Dobrev,

Jesuiten Foyer,Wien, 2005 ST/A/R 07 “The Thirteen

Classics” im MOYA, Wien, 2003 ST/A/R 03,

“Der virtuelle Kopfstand”, Architekturzentrum,

Wien, 2006 “El Caminio de la Vida”, Edition Stalzer,

Wien. /// Kontakt: Gumpendorferstr. 49/25,

1060 Wien, www.pbase.com/baczynski, andrea.

baczynski@gmail.com


ST/A/R

Buch I - ST/A/R-Auktion

Nr. 12/2006

12a Tsuneko Taniuchi, VIP Cocktail 1, 2 und 3, 2006,

3 C-Prints, jeweils 1/10, 30 x 20 cm, gesamt AP 300€

16a Herbert

Flois, O.T., 2005,

Mischtechnik auf

Papier, 29,7 x 21 cm,

AP 200€

13 Stephane de Medeiros,

Oreille trois quart, 2006, Baumwolle,

Harz, Kunststoff, Färbemittel

ohne Cadmium, Materialien,

23 x 16 cm, AP 400€

12b Tsuneko Taniuchi, It’s me, Snow White,

2006, C-Print mit Beschriftung, 1/10, 15 x 20,5 cm,

gerahmt 24 x 30 cm, AP 100€

16b Herbert Flois,

Beiger Doppelzylinder,

2005, Gips, Stahl,

Kunststoff, Mullbinden,

Jute, Plakatfarbe,

Acryl, h=49 / d=12 cm,

AP 1.000€

14a Barbara Doser, New Orleans,

2000, Acryl auf Presspan, 60 x 60 cm,

AP 500€

18 Waran Rudolf Gerngross,

Billa Nega, 2004,

27,4 x 20,9 x 0,6 cm, AP: 100€

15 Behruz Heschmat,

Säule, 2002,

Metall, 102 x 16 x 12 cm,

AP 1000€

17 Eugen Hein, Unser Haus Ulrichsberg,

2006, Bleistift auf Papier, 67,5 x 46 cm, 150€

19 Aina Ciceniene,

Gesicht, 2006, 100 x 50 cm,

Öl auf Leinwand, AP 400€

14b Barbara Doser, XXLUX01,

2000, Acryl auf Leinwand,

100 x 80 cm, AP 850€

Tsuneko Taniuchi

geb. in Hyogo, Japan, lebt u. arbeitet in Paris. ///

Ausstellungen: 2006 La force de l’art, Grand Palais,

Paris. Seit 1995 26 Micro-evenements: Fast-Food,

Spring Wedding, Je me marie en chinois, La mariée

le jour des noces, Tsuneko Troc, Transat, Fast Food,

9 personnages de femmes, Comment devenir une

bonne femme au foyer, Concert fiasco, My Baby

Blues /Bitter, Mellow, Coco and Hot, You are not invited,

Ato no matsuri, Chaque génération paye les

erreurs de la précédente u.a. Ausstellungstätigkeit

in Frankreich, Großbritannien, Deutschland u. Kanada.

/// Kontakt: http://tsuneko.taniuchi.free.fr,

tsuneko.taniuchi@free.fr

Stéphane de Medeiro

geb. 1972 in Cotonou, lebt u. arbeitet in Paris. ///

Studium am Fachbereich für plastische Kunst u.

Kunstwissenschaft der Universität Paris, Panthéon-

Sorbonne. /// Ausstellungen: 2006 Appartement

CWD, Paris, Space Zero, Tokyo, 2004 Sandro Mancini,

Paris, Espace Bang, Séoul, Musée d’art contemporain

du SNU, Séoul. /// Kontakt: sdemedeiros@libertysurf.fr

Barbara Doser

geb. 1961 in Insbruck, lebt u. arbeitet in Wien.

Studium der Kunstgeschichte an der Universität

Insbruck. Seit 1994 freischaffende Künstlerin.

Seit 1998 Zusammenarbeit mit Hofstetter Kurt und

der Parallel Media /// Ausstellungen: Österreich,

Deutschland, Schweiz, Frankreich, Niederlande,

Japan, Finnland, Ungarn, Griechenland, Großbritannien.

Diverse Preise. /// Kontakt: Langegasse

42/8c, 1080 Wien, www.sunpendulum.at/barbaradoser,

barbaradoser@sunpendulum.at

Behruz Heschmat

geb. 1953 in Täbritz, lebt u. arbeitet in Wien. ///

Studium für Maschinenbau im Iran, Hochschule

für angewandte Kunst, Wien. Ausstellungen: seit

1973 Iran, Österreich, Deutschland, Bulgarien,

Frankreich. /// Kontakt: Galerie im Hof, Albertgasse

41, 1080 Wien, www.A41.at, behruz.heschmat@

yahoo.de

Herbert Flois

geb. 1957 Grafendorf bei Hartberg, Studium an der

Akademie der bildenden Künste Wien. /// Ausstellungen:

1985 Museum Wiesbaden, Wiesbaden,

1986 “Wandlungen der Skulptur”, Neue Galerie

am Landesmuseum Joanneum, Graz, 1989 Keˇpta˘r

Szombathelyi, 1991 BAWAG - Foundation, Wien,

1994 Galerie Chobot, Wien, 1997 Galerie allerArt,

Remise, Bludenz, 1999 Universität Marmara, Istanbul,

2000 Galerie Museum auf Abruf, Wien, 2001

Galerie Kunst & Handel, Graz, 2002 St. Pölten 2005

Galerie Chobot, 2006 /// Kontakt Atelier: Jungstr.

4, 1020 Wien, www.herbertflois.com

Eugen Hein

geb. 1956 in Graz. Architekturstudium an der TU

Graz. /// Ausstellungen: 1982 HBLA Neumarkt

a.W. / Salzburg, Intart, Centro Friulano Arti Plastiche,

Udine, 1982 Steirischer Herbst, Österreichische

Wissenschaftsmesse, Wien, 1994 Galerie

Kammerer, Flughafen Thalerhof, Galerie Sikoronja,

Rosegg, Politische Akademie, Wien, Josef-Krainer-

Haus, Graz, 2001 Forum Stadtpark, 2002 Architekturbiennale

mit Heidulf Gerngross, Venedig, Gerichtszentrum

Leoben, Landesmuseum Joanneum

/ Steirischer Herbst, Teilnahme an einer Gemeinschaftsausstellung

im Heinersdorfer Kulturklub

mit Franz West, Herbert Brandl, Heidulf Gerngroß

u. a. /// Kontakt: Am Ulrichsberg, Deutschlandsberg.

Waran Rudolf Gerngross

geb. 1981 in Wien, Autodidakt. /// Obdachlos. ///

Kontakt: ST/A/R, Capistrangasse 2/8, 1060 Wien,

www.star-wien.at

Aina Ciceniene

geb. 1967 in Marijampole, lebt u. arbeitet in Wien.

Studium an der Kunstakademie Vilnius /// Bevorzugte

Kunstrichtung Klassische Malerei. Ausstellungen:

2001 Galerie „Uzupio galera“, Vilnius,

2002 Galerie „Vartai“, Vilnius, 2003 Galerie „Annikenkattu“,

Tampere, 2004 MAK, Wien, Galerie

„Stiklo Karoliukai“, Vilnius, Galerie „Vasingtono

aikste“, Vilnius, 2005 Cafe Get, Wien. Private Kollektionen

sind in Litauen, Finnland, Japan, Frankreich,

Deutschland u. USA ausgestellt. /// Kontakt:

www.daumantas.com/aina


Nr. 12/2006

Buch I - ST/A/R-Auktion

ST/A/R

20b Franz West, ST/A/R-Ausgabe

01, 2006, mit von Franz West

signiertem ST/A/R -Blatt Nageltower,

gerahmt, 47 x 31,5 cm, 250€

20a Philip Quehenberger,

A Night in Bregenz, 2003, Audio-CD

Hülle, signiert von Heidulf Gerngross,

Franz West, Philipp Quehenberger,

12,5 x 14 cm, gerahmt, mit Audio-CD,

AP 150€

21a Thomas Redl, n Riccione, Sommer 1939,

2006, Lithographie, 19/25, 46 x 61,5 cm, AP 150€

23 Reinhold Rebhandl,

Lichtbeständig?, Acryl, Collage,

Aluminium, 27 x 20 cm, gerahmt,

AP 200€

21b Thomas Redl, Dialog mit Alex Katz und Lawrence Weiner,

Parkett, 2004, Tusche auf ST/A/R -Doppelseite, Vorder- und Rückseite,

46 x 61,5 cm, gerahmt, AP 550€

25 Aurelia Gratzer,

Metro 2, 2004, Dispersion

auf Molino, 100 x 30 cm,

AP 450€

26 Christoph Schirmer, ... und sein

supatolles Auto!, 2004, Acryl auf Leinwand,

50 x 60 cm, AP 500€

22 Silvia Maria Welich,

Ewigkeit, 2004,

Farbfotografie, 80 x 50 cm,

gerahmt, AP 100€

24 Barbara Anna Husar, Bedouin Prints, 2005, 2 Radierungen

und 5 Ampullen Happy Synaps, 3/25, (30 Zeichnungen von Beduinen

aus dem Stamm der Terraben / Sinai), AP 250€

Philipp Quehenberger

Musiker, “Rock, der am nicht-geerdeten Starkstromkabel

nuckelt, Beatgewitter und bis zur Unkenntlichkeit

verzerrte Melodiefragmente quellen

aus den Lautsprechern. Obwohl erst seit drei Jahren

in Wien, kann Philipp Quehenberger von sich

behaupten, dass er schon jeden (mittel-)großen

Club mit seinen zähfließenden Electronica-Rock-

Nummern devastierte. Sein Debüt »QBBQ« ist auf

Cheap erschienen.” http://www.skug.at (Kontakt).

Franz West

geb. 1947 in Wien, lebt u. arbeitet in Wien. ///

Studium an der Akademie der Bildenden Künste

in Wien. Ausstellungen: 2003 Whitechapel Gallery,

London, Kunsthalle Wien, Gagosian Gallery,

New York, 2001 Museo Nacional de Arte Reina

Sofía, 1999 Roosem Museum Malmo, 1998 Galerie

Ghislaine Hussenot, Paris, David Zwirner Gallery

New York, 1997 The Museum of Modern Art, New

York, Kassel, Münster, 1996 Sydney Biennial, 1995

Carnegie International Exhibition Pittsburgh. ///

Kontakt: atelier@franzwest.at, http://www.franzwest.at/

Thomas Redl

geb. 1965 in Amstetten, lebt und arbeitet in Wien,

Studium an der Kunstuniversität Linz. /// Ausstellungstätigkeit

seit 1989 2006 Spekturm Farbe, NÖ

Landesmuseum, 2006 Arbeiten auf Papier, Galerie

Julius Hummel, Wien, 2004 Wandinstallation und

Malerei, Galerie Weihergut, Salzburg, Niemandsland

– Modelle für den öffentlichen Raum, Künstlerhaus

Wien, Rauminstallation, Galerie AREA 53,

Wien, 2000 Retrovie – Avanguardia, Museo Casabianca,

Malo bei Vicenza. /// Kontakt: Thomas

Redl, Goldeggasse 5/10, 1040 Wien

Silvia Maria Welich

geb. 1969, lebt u. arbeitet in Wien. /// Ausstellungen

u. Lesungen: Restaurant Rosenstüberl,

Headquarter, 2005 Inspection Galerie – Cafe, Wienzeile,

Schule für Dominikanerinnen, Kultinitiative

Klopfzeichen in Sopron, SOFA, 2006. Veröffentlichungen:

Der IVAN, Freies Magazin fm5, Der

Aufschrei, Literaturforum Österreich, Die Bunte

Zeitung. /// Kontakt: Gardegasse 3/3, 1070 Wien,

silvia_welich@hotmail.com

Reinhold Rebhandl

geb. 1957 in Oberösterreich, lebt in Wien und

Steyr, Studium der Geschichte an der Universität

Wien, Studium der Malerei und der Bildnerischen

Erziehung an der Akademie der bildenden Künste

in Wien, Lehraufträge an der Kunstuniversität

Linz. /// Ausstellungen: Galerie Ariadne, Wien,

Kunsthalle Innsbruck, Ludwig Drum Factory, Chicago,

Galerie Trois Points, Montreal, Produzentengalerie

Kassel, Galerie im Traklhaus, Salzburg,

Galerie Maerz, Linz, Kunsthalle.tmpSteyr, Galerie

im Stifterhaus, Linz, Klapperhofgalerie, Köln, Galerie

Zauner, Leonding, Galerie Pimmingstorfer,

Peuerbach, Schloss Hetzendorf, Wien, Museum

Krumau, Vincenz Kramar Galerie, Prag, OÖ. Landesmuseum,

Linz, Neue Galerie, Linz. Katholische

Universität, Linz / Universidade Estacio de Sa, Rio

de Janeiro, diverse Messen. /// Kontakt: reinhold.

rebhandel@liwest.at

Barbara Anna Husar

geb. 1975 in Feldkirch, lebt u. arbeitet in Wien.

Studium Hochschule für angewandte Kunst,

Wien, School of Visual Arts, New York. Rietveld

Academy, Amsterdam. /// Ausstellungen: 2006

Staatsstipendium, Economy class, Economy Class,

Alliance française, Nairobi, Option, MQ, Wien,

Theater Kosmos, Bregenz, 2005 Schloss Gayenhofen,

Bludenz, 2004 Palais Liechtenstein, Feldkirch,

RBK Liechtenstein, Vaduz, Palais Schey, Wien. ///

Kontakt: www.husar.tk, www.happysynapse.tk,

b@husar.tk

Aurelia Gratzer

geb. 1978 in Hartberg, lebt u. arbeitet in Wien. ///

Studium an der Akademie der bildenden Künste,

Wien, am Studium Institut für Wissenschaften u.

Technologien in der Kunst, Wien u. Universität

Wien, Studium der Mathematik, Universität Wien.

/// Kontakt: http://www.brunnhofer.at

Christoph Schirmer

geb. 1979 in Vorau, lebt u. arbeitet in Wien. Studium

an der Akademie der bildenden Künste, Wien,

am Institut für Wissenschaften u. Technologien

in der Kunst, Wien, am Institut für Geographie u.

Regionalforschung, Wien. /// Ausstellungen: 2006

Galerie Brunnhofer, Linz, Berliner Kunstsalon,

Berlin. 2005 Schloss Ulmerfeld, Amstetten, BA-CA

Kunstforum, Tiroler Landesmuseum. 2004 Galerie

Exner, Wien, Galerie Eugen Lendl, Graz, Galerie

Schmidt, Tirol. 2005 Artothek Galerie, Wien. 2003

Wissenschaftszentrum Bonn. 2001 Galerie Ariadne,

Wien. Galerie Villa Rolandseck. Messebeteiligungen

in Köln, Miami, London, Frankfurt, Wien.

/// Kontakt: http://www.brunnhofer.at/


ST/A/R

Buch I - ST/A/R-Auktion

Nr. 12/2006

27 Anton Petz, Peter Turini,

2003, Reliefbild, Mischtechnik auf

Leinwand, 40 x 30 x 13 cm,

AP 950€

28 Inge Kracht, Wein und Brot, 1998,

Siebdruck auf Karton E. A., 50 x 50 cm, AP 75€

29 Dietmar Brehm, Rosen, 2004,

Siebdruckmappe, 3 Blätter, 3 färbig,

auf Velin d’Arches / Bütten, 14/15,

je 70 x 50 cm, zur Verfügung gestellt

von Galerie Brunnhofer, AP 450€

30b Heidulf Gerngross, Archiquant mit

Beschreibung und Unterschrift, 2002, Alumaxplatten,70

x 43 x 1 cm, AP 150€

30c Heidulf Gerngross, (ohne Abbildung)

Archiquant pur, 2002, Alumaxplatten,

70 x 43 x 1 cm, AP 50€

32 Herbert Brandl, O.T., Tusche auf Nepalpapier, gerahmt,

148 x 98 x cm, AP 3.200€

31 Elisabeth Penker, What’s

primitive? What’s modern?, 2005, Foto-

Collage / SW Kopien; 6.tlg., Edition

3/10, 140 x 140 cm, AP 150€

33 Franz Wassermann, TATENTRÄGER (Detail)

“Adam”, 2004, Aquarellpapier, Klebestreifen,

20 x 30 cm, gerahmt, AP 200€

Anton Petz

geb. 1962 in Graz, lebt u. arbeitet in München,

Studium an der Akademie der Bildenden Künste,

Wien. /// 1987 Würdigungspreis des Bundesministeriums

Auslandsstipendium Madrid, 1993 - 1997

Gastprofessor, Akademie der Bildenden Künste,

Wien. Ausstellungen: 2005 Galerie Brunnhofer,

Linz. 2004 „Basis“, Galerie Bernd Dürr, München,

Kunstverein Herborn, Galerie Traunstein. 2003 Galerie

Brunnhofer, Salzburg. 2002 Galerie Ilka Klose,

Würzburg. 2001 Galerie Goethe 53, München,

Künstlerhaus Hamburg-Bergedorf. 2000 Kunstverein

Baden.1999 Museumsverein Werfen,1997 Studio

Schafschetzy, Graz. 1996 Kunstforum Bauholding,

Klagenfurt, 1995 Galerie Blaeser. 1994 Galerie

Angerer, Innsbruck. 1986 Galerie Griss, Graz, 1985

Kulturzentrum der Minoriten, Graz. /// Kontakt:

http://www.brunnhofer.at/

Dietmar Brehm

geb. 1947 in Linz. Studium der Malerei an der

Kunstschule Linz, Prof. an der Kunstuniversität

Linz. Beschäftigt sich mit Malerei seit 1965, Film

seit 1974 und Photographie seit 1976. /// Ausstellungen:

1986 Neue Galerie, Linz, 1988 Landesmuseum,

Linz, 1990 Art Basel, 1994 Galerie Faber,

Wien, 1995 Galerie Paradigma, Linz, 1998 Galerie

Ariadne, Wien, 2000 Galerie 422, Gmunden, Galerie

Artelier Graz, 2001 Galerie Brunhofer. /// Kontakt:

Galerie Brunhofer, www.brunnhofer.at

Heidulf Gerngross

geb. 1939 in Kötschach, lebt und arbeitet in Wien.

Kontakt: ST/A/R, Capistrangasse 2/8, 1060 Wien,

www.star-wien.at

Künstlerhaus Wien; Liste 03/04, Basel, “Sound

System“ Salzburger Kunstverein, Gallery Rhizom,

Aarhus, DK, “Selected Sound Sculptures 1998 -

2003 “ Galerie 5020, Salzburg, (untitled) 654321“

Kunsthallen Brandts Klaedefabrik, DK, “Utopie:

Freiheit”, Kunsthalle Exnergasse; Performance

Festival, Odensee, DK, „Cultural Translation 2000

-2003 “ Gallery G.U.N, Oslo; Kunstbüro Wien,

Künstlerhaus Klagenfurt, Temporary Services, Chicago,

“2 plateaux”, Mezzanin, Wien “viennese lounge”

Dom (mit Theremin Foundation), Moscow. ///

Kontakt: www.kosakhall.at, elpenker@gmx.at

Herbert Brandl

geb. 1959 in Graz. Studium Hochschule für Angewandte

Kunst, Wien, Lehrtätigkeit Kunstakademie

Düsseldorf. /// 1991 Kunsthalle Bern, Museum van

Hedendaagse Kunst, Ghent, 1992 documenta IX,

Kassel, 1994 Museum Haus Esters, Krefeld, 1998

Wiener Secession, Vienna, 1999 Kunsthalle Basel,

2002 Künstlerhaus Graz and Neue Galerie am

Landesmuseum Joanneum, Graz, Painting on the

Move, Museum für Gegenwartskunst and Kunsthalle

Basel, 2004 Pintura, Museu Serralves, Porto,

Malerei, ZKM Center for Art and Media, Karlsruhe;

2005 Expo, Austrian pavilion, Aichi, Japan, 2006

China retour, MUMOK Museum Moderner Kunst

Stiftung Ludwig Wien. 2007 österreichischer Vertreter

bei der Biennale, Venedig. /// Kontakt: hb@

herbertbrandl.at

Inge Kracht

geb. 1957 in Dülmen, lebt und arbeitet in Langenargen.

Studium an der Hochschule für angewandte

Kunst, Wien. /// Ausstellungen im In- und Ausland.

/// Kontakt: http://www.brunnhofer.at/

Elisabeth Penker

geb. 1974 Gem. Reißeck/Kolbnitz. /// Ausstellungen:

NADA, Miami, “Swap Meet”, General Store,

Joshua Tree, CA, „Field Works“ Remonde, Belgrad,

“protections“, Kunsthaus Graz, “Movilities“

Künstlerhaus Stuttgart mit FO/GO LAB, Kunst im

Parlament, “Brutal Ornamental”, Galerie Kosak

Hall, Wien, “Language and Rhythm Transformation“

HTTP Gallery, London: “Clouding Europe”

Gandy Gallery, Bratislava/ SK, “born to be a star”,

Franz Wassermann

geb. 1963 /// Zahlreiche Preise, Auszeichnungen, internationale

Ausstellungen. Projekte und Aktionen

im öffentlichen Raum. /// Gallery Area53, Wien,

Brick-5, Wien, Gallerie Gecko, Solingen, Gallerie

Widmer+Theodoridis, Zürich, Kunstverein Rosenheim,

Film/Video Festival New York, Kunsthaus

Hamburg, Künstlerhaus Wien, Temporäres Denkmal,

Für die Opfer der Euthanasie in der NS-Zeit,

Museum of Modern Art u. a. /// Kontakt: Innstrasse

38 A, 6020 Innsbruck, www.mylivingroom.org


Städteplanung / Architektur / Religion

Buch II - ST/A/R-Auktion

ST/A/R

34a Markus Prachensky, Cinque Terre, 2003-04, e.a.III/X,

Lithographie auf Bütten, 56 x 77 cm, AP 750€

37 Benedetta

Jacovoni, Evergreen Maria,

2005, MarihuanaPflanzenblätter,

Beton, Acrylic, ca. 20

x 20 cm, AP 500.

34b Markus Prachensky, California

Revisited 2001, 2003-04, Siebdruck in 12 Farben

auf russgeschwärtem Hahnemühle Bütten, A. P.,

Aufl. 70, 78 x 44 cm, Lithographie auf Bütten,

zur Verfügung gestellt von der Galerie Ulysses,

AP 750€

35 Martin Vlk, PunkDeco II, 2005, Flyer und Andachtsbild,

teilweise Siegellack auf Karton, 77,5 x 118 cm, AP 550€

36a Charles Kaltenbacher,

Sphinx, 2003-06, Montage, Ink Print,

AP 250€

36b Charles Kaltenbacher,

Astronaut Hotel Gravitations

Dichte 1, 2006, Ink Print, AP 250€

38b Helmuth Swoboda, O.T.,

2004, 50 x 50 cm auf 80 x 60 cm,

Aufl. 10, zur Verfügung gestellt von

Rudi Hörschläger, Druckwerkstatt

Uferstöckl, Wallsee, AP 400€

38a Helmuth Swoboda, O.T.,

Lithografie, 2006, 14 x 19 cm auf

30 x 40 cm, Aufl. 15, Blatt einer druckgrafischen

Mappe, die Ende 2006

erscheint, AP 150€

39 Magnus Wurzer, Ceci

n’est pas une pipe, 2006,

PES-Druck auf Leinwand,

30 x 40 cm, AP 100€

40a Buba Vidam, Entspannung in der

Lobau, 2003, Acryl auf Papier, kachiert,

70 x 90 cm, AP 250€

Markus Prachensky

geb. 1932, Architekturstudium und Studium der

Malerei an der Akademie der bildenden Künste

in Wien, /// Ausstellungen 1957, Secession,

Wien, 1961, Galerie Rottloff, Karlsruhe, 1970 Austrian

Institute, New York, 1975 Galerie Ulysses,

Wien, 1982 Galerie Dibbert, Berlin, Galerie Löhrl,

Mönchengladbach, 1986 Galerie Pels-Leusden, Villa

Grisebach, Berlin, 1989 Galerie Krinzinger, Innsbruck,

1990 Galerie Ulysses, New York, 2000 Akademie

der bildenden Künste, Wien, Willy Brandt

Haus, Berlin, 2003 Espace Hilger, Paris, Kulturinstitut

Istanbul, Kunstsammlungen Chemnitz, 2005

Museum Schwaz, Rabalderhaus, St. Peter/Sperr,

Wiener Neustadt. /// Kontakt: Galerie Ulysses,

Opernring 21, 1010 Wien, Ulysses@via.at

Martin Vlk

geb. 1961 in Wien, lebt und arbeitet in Linz. Studium

an der Kunstunversität Linz. /// In der Öffentlichkeit

spärlich vertreten. Unter anderem in

der Stadtwerkstatt Linz, Galerie Paradigma, Linz,

OÖ Landesgalerie, MAK-nite special. /// Kontakt:

ST/A/R, Capistrangasse 2/8, 1060 Wien, www.starwien.at

Wien

Charles K. Kaltenbacher

geb. in OÖ, aufgewachsen in Australien, lebt in

Wien. Arbeitet in versch. Medien, Schwerpunkt

Performance. Ausstellungen seit 1985 „Alle Bilder

gehen aufrecht“, Kulturtheoretische Untersuchungen.

/// Arbeiten in öffentlichen und privaten

Sammlungen. /// Kontakt: Gumpendorfer Str.

113/25, 1060 Wien

Benedetta Jacovoni

lebt in Wien. /// 2002 “Evergreen” presentata da

Hildegard Fraueneder Galerie Eboran Salzburg,

2001 “Artist in residence”, Leube Salzburg, Austria,

1999 “Vita” Fendissime via Fontanella Borghese

Roma, “ Cromo” Galleria Cesare Manzo Pescara,

1997 “Grow up” Istituto Europeo del Design

e Fondazione Italiana per la fotografia a cura di

Viviana Gravano Roma. /// Kontakt: Lenaugasse

2/1/6,A-1080 Wien, http://www.benedetta-jacovoni.com/

benedettajac@yahoo.it

Helmuth Swoboda

geb. 1958 in Amstetten/NÖ. _1979–1984 Akademie

der bildenden Künste, Wien, Meisterklasse Prof.

Wolfgang Hollegha. Ausstellungen:_1999 Helmut

Swoboda, Galerie Welz, Salzburg _Kunstraumgalerie

arcade, Mödling_2000 Ausblick – Rückblick

I, Galerie Welz, Salzburg_Alles Graphik. Editionen

’94–’97, ’99, Galerie Station 3, Wien_Das Wasser.

Der Fluss. Die Landschaft, Rathausgalerie der Stadt

Waidhofen/Ybbs_2001 Feuer – Wasser, Niederösterreichisches

Dokumentationszentrum für moderne

Kunst, St. Pölten_Preview, Galerie Wolfgang

Exner, Wien_Helmut Swoboda. Landschaft klassisch?,

Galerie Wolfgang Exner, Wien_Cabinette

des Dr. Czerny, Neue Galerie Graz am Landesmuseum

Johanneum_2002 Papers. Mit oder auf Papier,

Galerie Eugen Lendl, Graz_H20, Niederösterreichisches

Landesmuseum, St. Pölten. /// Kontakt:

http://www.helmutswoboda.com/

Magnus Wurzer

geb. 1970 in Mödling, lebt u. arbeitet in Wien ///

Seit 1990 als autodidakter Bildermacher auf u. mit

verschiedensten Medien. Ehrenamtliches Engagement

bei dem Kunstverein SHIFZ u. dem Festival

für Cocktailrobotik ROBÖXOTICA. /// Kontakt: Valie

Airport

40b Buba Vidam, Die malende

Hand, 2002, Acryl auf Leinwand,

30 x 40 cm, AP 100€

Buba Vidam

(Wanda Wessely)

geb. 1945 in Bad Aussee, lebt in Wien. Studium

der Staatswissenschaften. /// Aktuelle Ausstellungen:

Dez. 2006 Galerie Times, Wien, bis März 2007,

Kunst im öffentlichen Raum, Mauer des Theresianums.

Produzentengalerie Kunstfenster Wieden

(mit Ali Altaiee). /// Kontakt: Karolinengasse 8/25,

1040 Wien


ST/A/R

Buch II - ST/A/R-Auktion

Nr. 12/2006

41 Tanja Hemm, WC-

2006, Soundinstallation, Audio

CD MAK Wien Edition

Aufl. 25, Galerie Brunnhofer.

AP 100€

42 Katia Razumovsky, Kissen, 2006, Fotografie,

C-Print, 1/5, 60 x 80 cm, AP 700€

44 Christine Pillhofer,

Tier, 2002, Kalksteinmontage,

signiertes Unikat, 15 x 10 x

24 cm, AP 300€

43 Amelie Teichgräber,

roter Formenkreis, 2005, Aufbautechnik

Steinzeug,

glasiert, 50 x 30 x 15 cm,

AP 200€

45b Derya Öcal, Growing

Love, 2006, Öl, Acryl, Kohle,

Kreide, Lack auf Karton, gerahmt,

40 x 30 cm, AP 1.200€

46 Helmut Kedro, Happy Hour, 2005,

Fotografie, 2/5, 45 x 30 cm, AP 80€

50b Sergej Goldzahn, La

pisseuse, 1997, Öl auf Leinwand,

58 x 80 cm, AP 150€

47 Jonathan Read, Besides water, flight…,

2006, Bleistift u. Tapete auf Papier, 150 x 100

cm, AP 450€

49 Claudia Rottenbacher, Tag Traum,

2004, Acryl auf Leinwand, 80 x 60 cm,

AP 450€

48 Christian W. Denker, Objet

trouvé, 2006, montiert auf Wollsockenkasten

„Maria Theresia“, 1/10, mit

diversen Objekten, signiert vom Freundeskreis

ST/A/R-Club, Arbeit im Prozess,

MDF, Wohnzimmerwandfarbe, Holzleim,

Stahlschrauben, ST/A/R, Zeitungsblätter,

75 x 40 x 30 cm, AP 50€

50a Irka Wassiljeva, Paysage

Kirche in Ottakring, 1997,

Öl auf Leinwand, 40 x 60 cm,

AP 150€

50eWladimir Jaremenko-Tolstoj,

Schachprälude,

1998, Öl auf Leinwand, 75 x

65 cm, 150€

50d Wladimir Semjonow,

Idol, 1997, Öl auf

Leinwand, 76 x 63 cm, 150€

50c Wladimir Semjonow,

O.T., 2002, Tusche

auf Tapetenrückseite, 2 teilig,

je 59 x 48 cm, 300€

Tanja Hemm

geb. 1985 in Oberfranken. Studium Literatur /

Medienwissenschaften. /// Diverse Arbeiten mit

geschriebenen u. gesprochen Worten u. Klängen,

seit 2002 Klanginstallationen im Wechselspiel von

öffentlichen u. privaten Örtlichkeiten. /// Kontakt:

Wiesenstrasse 21, 90443 Nürnberg, www.tanjahemm.de,

wordartvision@aol.com, www.brunnhofer.at

Katia Razumovsky

geb. in Frankfurt / Main, lebt u. arbeitet in Wien.

/// Ausstellungen: seit 1987 in Wien, Berlin, Frankfurt,

Bielefeld, Lippstadt, Giessen, Moskau, St. Petersburg,

Abu Dhabi. /// Kontakt: www.razumovski.at,

razumovski@cello.at

Amelie Teichgräber

geb. 1981 in Wien, lebt u. arbeitet in Wien. Ausbildung

zur Kunsttherapeutin. /// Spezialistin für

keramische Arbeiten. Keramikkurse im AidsHilfe-

Haus u. im St. Barbara Pensionistenheim. Auf der

Suche nach den Ideen hinter den Erscheinungen

der gewundenen Wege. /// Kontakt: amsl13@yahoo.

de, Kaiserstr. 70/16, 1070 Wien

Christine Pillhofer

geb. 1954 in Wien, lebt u. arbeitet in Wien. Keramiklehre

u. Lehrjahre bei ihrem Vater. /// Zahlreiche

Ausstellungen im In- u. Ausland. /// Kontakt:

Laimgrubengasse 12, 1060 Wien

Derya Öcal

geb. 1975 in Bludenz, Vorarlberg, Studium der Psychologie

an der Klagenfurter Universität und an der

Werbeakademie in Wien, lebt seit 1997 in Wien. ///

1997-2000 Marketing und PR für den Modedesigner

Atil Kutoglu Organisation von Fashionshows

in Wien, Istanbul, Hannover, Washington u. New

York, 2000 bis 2001 Interiordesignerin für “ECCE”

European Center for Culture and Economy, unter

der Leitung von Milan Vukovich, am Blaudruck-

Projekt. Ausstellungen: 2002 im Schloss Eberndorf

- Privatmuseum 2001 Beginn des Kunstbuches

“Märchen aus 2000 und 1 Nacht - Der Zaubergarten”,

das im Frühjahr 2007, beim Verlag “Jäger

und Partner”, in Deutschland publiziert wird. Seit

2001 Beschäftigung mit Malerei und poetischen Erzählungen,

als Autodidakt Privatunterricht beim

bekannten österreichischen Maler Gottfried Mairwöger.

/// Kontakt: Derya Öcal, Kaiserstrasse 6, A-

1070 Wien, derya.oecal@gmx.net.

Helmut Kedro

geb. 1937 in Wien, Autodidakt, freischaffender

Fotograf für Presse u. Werbung. /// Diverse Fotografien

für Kataloge u. für den Fremdenverkehrsverband

Wien. /// Kontakt: Äegidigasse 6/17, 1060

Wien

Jonathan Read

Ausbildung Arizona State University, University

of Illinois at Urbana-Champaign. /// Ausstellungen

2006 Art One Gallery, Scottsdale, 2005 Susan

Street Fine Art, Harry Wood Gallery, Arizona State

University. /// Kontakt: 517 W. Howe St Tempe, AZ

85281, US 480.246.6703, Austria 0676 480 99 56,

jonfread@gmail.com

Christian W. Denker

geb. 1965 in Hamburg, lebt u. arbeitet in Wien.

Studium der Philosophie u. Kunstwissenschaft in

Hamburg u. Paris. /// Lehrtätigkeit an der Universität

Paris-1 (Kunstwissenschaft) u. der Universität

Wien (Philosophie). /// Kontakt: ST/A/R, Capistrangasse

2/8, 1060 Wien, www.star-wien.at Wien,

denker@star-wien.at

Claudia Rottenbacher

geb. 1964 in Wien, lebt u. arbeitet in Wien. Studium

der Bildhauerei an der Hochschule für angewandte

Kunst in Wien. /// Ausstellungstätigkeit

seit 1991 in Europa u. Mittelamerika. /// Kontakt:

Meiselstrasse 11/18, 1150 Wien

Künstlergruppe

Piterskie Ujobki

/// Irka Wassiljeva *1967 in Leningrad. Lebt u. arbeitet

in St. Petersburg. Studium der Malerei u.

Grafik an der Johansohn Kunstschule für begabte

jüdische Kinder in Leningrad. Teilnahme an zahlreichen

Ausstellungen:. Heirat mit Sergej Goldzahn.

2 Kinder von Goldzahn, 1 Kind von einem

anderen Mann. Derzeit geschieden. /// Sergej Goldzahn

*1963 in Birobidschan. Lebt u. arbeitet in

Moskau. Jüdischer Filmemacher. Gründer der Bewegung

„Parallelnoe Kino“ (Paralleles Kino). Russische

Kultfigur des 20-en Jahrhunderts. /// Wladimir

Semjonow *1956 in Gorky. Lebt u. arbeitet

in Oslo/Norwegen.Maler, Konzeptualist, Aktionist,

Gründer der Ego-Bewegung “Seminar” (Semjonow

Art). /// Wladimir Jaremenko-Tolstoj *1962 in Sibirien.

Lebt u. arbeitet in Wien. Maler, Dichter,

Performancearchitekt. Studium an der Akademie

der Bildenden Künste in Wien. Meisterschule Hundertwasser/Meisterschule

Schmalix. /// Kontakt:

Grasnaya Gallereya St. Petersburg / Valie Airport,

kaospilot@monochrome.at


Nr. 12/2006

Buch II - ST/A/R-Auktion

ST/A/R

50f Wladimir Jaremenko-Tolstoj,

Ikone, 1995,

Deckfarbe auf Karton,

52 x 30 cm, 300€

51 Heimo Zobernig, O.T., 2006, Collage ST/A/R-Zeitungsseite,

Klebestreifen auf Karton, 60 x 67 cm, AP 250€.

52 Richard Kaplenig, Bace/Faak, Grafik zur

Skulptur in Finkenstein, 2006, Druck, signiert,

29 x 47 cm, AP 50€

55a Michael Starkmeyer, Summertime,

2005, Acryl auf Papier, 50 x 70 cm,

gerahmt, AP 500€

53 De Es Schwertberger, Erosion, 2006,

Öl auf Leinwand, 70 x 60 cm, AP 1.200€

54 Ferdinand Schmatz / Thomas

Redl, Für ST/A/R, 2006, DIN A 4 Kopie, beschriftet

u. überarbeitet, gerahmt, AP 100€

57a Stefan Nussbaumer, Aus der

Serie Arbeiten (Working), 2000, Öl auf Leinwand,

35 x 45 cm, AP 250€

58 Sebastian Weissenbacher, Sphinx,

2002, Öl, Acryl / Leinwand, 70 x 100 cm, AP

1.200€

56 Adolf Frohner, Wir wollen Kinder

zusammen haben, 2006, Radierung, 35 x 28 cm,

76 x 56 cm, Überarbeitet, AP 250€

Heimo Zobernig

lebt u. arbeitet in Wien. /// Zahlreiche Ausstellungen

im In- und Ausland.

Richard Kaplenig

geb. 1963 in Kötschach – Mauthen, lebt und arbeitet

in Wien und Faak am See. Ausbildung zum

Holz- und Steinbildhauer, Studienaufenthalt an

der Accademia di belle arti, Venedig, /// Ausstellungen:

Galerie an der Stadtmauer, Villach, Galerie

im Stadthaus, Klagenfurt, Galerie Traghetto,

Venedig, Galerie Fonticus, Grisignana, Galerie

Gut Gasteil, Prigglitz, Galerie Freihausgasse, Villach;

Galerie Multigrafica, Venedig, Galerie Schloss

Straßburg, Museo Civico, Rovinj, Schloss Thurnmühle,

Schwechat, Schloss Gabelhofen, Fohnsdorf,

Palazzo Biglia, Sacile, Galerie Gambit, Prag, Art

Prag, K&K Kulturzentrum, St.Johann, Presswerk

Mauthen, Museum der Stadt Katowitz, Galerie Sikoronja,

Rosegg, Galerie Vorspann, Bad Eisenkappel.

/// Kontakt: Faakercestr. 29, 9583 Faak/See

De Es Schwertberger

geb. 1942 in Gresten. Ausbildung als Techniker

/// 1964, Erste Ausstellung in der Galerie Fuchs in

Wien. 1977, Lebenspole-Triptychon, 1980, Transformation.

First paintings for the Dome of Peace,

1982 Studio Planet Earth, a Gallery for Transformative

Planetary Art. 1986 Rückkehr nach Wien.

Neustart im Atelier Sinnreich, 1988 Urplanetarier

im Ludwig-Forum Aachen, 1990 Vollendung des

Lebenslichtzyklus für den Friedensdom, 1991 40

Planetarier in Bern, auf dem Gurtenberg (900 Jahre

Bern), 1993 Kreuzwegstation im Sinnreich. Publication

of Heavy Light. 1994 Die ersten Lebensmuster-Musterbilder,

1995 Die Haut der Erde, in der

Künstlerhausgalerie, 1997 Ausstellung im Frauenbad

in Baden, 1998 Kuenburg Payerbach. Wiedersehen,

Galerie Lang Wien, Retrospektive im Chateau

Gruyeres, CH, 1999 NÖ Dokumentationszentrum

St. Pölten, 2000 100 Planetarier Am Himmel, Wien.

Planetarier in Graz. 2001 Planetarier auf Urlaub, in

Velden. Planetarier-Treffen, St. Peter an der Sperr,

Wr. Neustadt. 2002 Stadtmuster, Galerie Akum

Wien. 2003 Gleichnis, Künstlerhausgalerie. 2006

6ter Sinn im Sinnreich. /// Kontakt: Webgasse 41,

A-1060 Wien, www.dees.at, office@dees.at

Ferdinand Schmatz

geb. 1953 in Korneuburg, lebt und arbeitet in

Wien. Studium der Germanistik, Geschichte und

Philosophie, Universität Wien. /// Literarische Veröffentlichungen

seit 1975. 1982 Promotion. 1983-85

Lektor an der Nihon University in Tokio. 1986-89

Lehrauftrag an der Hochschule für künstlerische

und industrielle Gestaltung in Linz. Fachberater

des Killy-Literaturlexikons für österreichische Literatur

des 20. Jahrhunderts. 1989-92 Lehraufträge

an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien

über “Schrift und Buch” sowie über “Poetik und

Kunst im 20. Jahrhundert”. 1992 Gastprofessur für

“Freie Graphik und interdisziplinäre Kunst” an der

Hochschule für Angewandte Kunst. 1993 Betreuung

des Autorenlabors in der Alten Schmiede in

Wien._Verwalter und Herausgeber der Werke und

des Nachlasses von Reinhard Priessnitz. Zahlreiche

Preise und Auszeichnungen. /// Kontakt: +43 (0)1

2161367

Michael Starkmeyer

geb. 1962 in Wien, lebt u. arbeitet in Wien. Studium

an der Wiener Kunstschulen u. Hochschule für

angewandte Kunst, Wien. /// Ausstellungstätigkeit

im In- u. Ausland. /// Kontakt: 0699 818 97 006

Adolf Frohner

geb. 1934 in Groß-Inzersdorf in Niederösterreich

Autodidakt. Seit 1972 Professor an der Hochschule

für angewandte Kunst, 1987 Dekan und 1989-

1991 Prorektor. Arbeitet seit 1952 in Wien, wo er

bis 1961 in verschiedenen Berufen tätig war, u.v.a.

Kunstkritiker. /// 1961 Parisaufenthalt, danach freischaffender

Künstler und Ausstellungen in der Galerie

Junge Generation. Wiener Aktionismus (Manifest),

1962 “Blutorgel”, gemeinsame Aktionen mit

Hermann Nitsch und Otto Mühl. Zusammenarbeit

mit Daniel Spoerri. Die Werke Frohners werden in

wichtigen Galerien und Museen der Welt gezeigt,

u.a. bei der Biennale in Venedig (1970) und 1993 im

Künstlerhaus in Wien. Zahlreiche Preise, u.a. 1972

österreichischer Staatspreis, ausgezeichnet. /// Kontakt:

+43 (0)1 712 97 29 / +43 (0)1 713 90 38

Stefan Nussbaumer

geb. 1966 in Lienz. Studium, Technische Universität,

Wien, Hochschule für Angewandte Kunst,

Wien. /// Ausstellungen: in Wien, Klosterneuburg,

Klagenfurt, Lienz. /// Kontakt: Johnstrasse 18/2a,_

1150 Wien, www.basislager.org/Stefan_nussbaumer,

stefan@basislager.org

Sebastian Weissenbacher

geb. 1959 in Eggenburg. Studium an der Akademie

der Bildenden Künste, Wien. /// Diverse Kunstförderpreise.

1999 Gründung der Künstlergruppe

„Die Halbe Wahrheit“ mit Götz Bury und Martin

Praska. Präsident der IG Bildende Kunst vormals

Berufsverband Bildender Künstler Österreichs,

BVÖ. /// Kontakt: Hietzinger Hauptstr.150/3, 1130

Wien, www.weissenbacher.net, sebastian.weissenbacher@chello.at


Städteplanung / Architektur / Religion

Buch II - ST/A/R-Auktion

ST/A/R

59 Caroline Fekete-

Kaiser, Landscapes of

desire: reshape the world,

2004, C-Print, gerahmt,

30 x 20 cm, AP 200€

60a Laszlo Revesz, People

containing water, Acryl auf

Hartfaserplatte, 2003,

40 x 30 cm, AP 950€

60b Laszlo Revesz, Work

for an independent profile agency,

Acryl auf Hartfaserplatte, 2003,

40 x 30 cm, AP 950€

61 Jan Fekete, Toskana, 2001, Öl auf Leinwand,

gerahmt, 76 x 93 cm, AP 900€

69 Tim Gadaski, Lady

in Red, 1997, Fotocollage auf

Hartfaserplatte und Holzrahmen,

80 x 60 cm, 150€

70 Albert Mayr, Zimmerbrunnen,

2006, C-Print, 30 x 25 cm,

1/10, gerahmt, AP 100€

71 Theresa Eisenmann, Katze 2, 2006,

Kaltnadelradierung, 40 x 50 cm auf 60 x 80 cm,

Auflage 14, AP 400€

63 Barbara Krobath, An Grauen

Star operierte Männer. Sie tragen

Sonnenbrillen, um die Augen zu schonen.

Karthoum, Sudan 2003, SW-Orginalprint

auf Baryt, 45 x 45 cm, in Passepartout

und Holzrahmen 70 x 100 cm.

Zusätzlich Bildband “LICHT- JAH-

RE”, Barbara Krobath, Verlag Bibliothek

der Provinz, AP 150€

67 Hans Staudacher, Begegnung, 2004,

Farbserigrafie mit 19 Farben, 68,5 x 50 cm,

99+10 E.A., gedruckt bei Fallani, Venedig, zur

Verfügung gestellt von Galerie Weihergut, Salzburg,

AP 250€

62a Sergej Volgin,

Campanille und Dogenpalast,

1990, Aquarell auf

Schmierpapier,

29,5 x 21 cm, AP 75€

62b Sergej Volgin, Weingarten im Herbst,

1989, Aquarell auf Schmierpapier, 29 x 41 cm,

AP 150€

74 Josef Danner, Boxenstop für die Seele, 2000, Siebdruckmappe,

UNI-Matt 250g, je 29,7 x 42 cm, jede Mappe beinhaltet 7 versch.

Blätter, 7/12, zur Verfügung gestellt von der Galerie Brunnhofer,

AP 500€

65 Richard Hoeck,

ST/A/R Zeitungsseite, originalisiert,

2006, 45 x 30 cm,

AP 150€

64 Lukas Pusch,

Russendisko, 2004,

Holzschnitt, 1 von 12

Motiven aus der Berliner

Mappe, Aufl. 30 + 5,

64 x 49 cm, AP 100€

66 David Staretz, O.T.

(Inverted), 2006, kinetisches

Objekt, Metall, Draht, Feder,

Schwachstrommotor, Adapter,

h=127 cm, AP 150€

68 Die Gärtnerei,

tinctura artis „NIHIL

OKKULTUM“, 2006,

13fach gebrannt in Flasche

mit Etikett, rekonstruierte

Gravur, Druck auf Papier

42 x 29,7 cm. AP 273€

72 Michael Rosenkranz,

M. Kienzer@Cultural Sidewalk, Gumpendorf 2000,

Fotografie, Digitaler Pigmentdruck,

Hahnemühle Büttenpapier, Aluminium, 84 x 120 cm,

AP 200€

73 Martin Mostböck, Aus der Serie

Garcia, 2001, Sessel, signiert, Produzent:

Braun Lockenhaus, aufgenommen in die MAK

Design Sammlung, AP 200€

Caroline Fekete-Kaiser

Gründung und Leitung des Vereins KulturAXE,

Transnationale Kooperationsprojekte in Kunst,

Kultur, Architektur; Kunst- und Kulturnetzwerke,

Künstlerische Konzepte: Auseinandersetzung

mit Körper-Raum-Emotion-Identität, subjektiver

Wahrnehmung und Sehnsuchtsmodellen, alternative

geographische Modelle und Topographie von

Netzwerken. /// Kontakt: www.kulturaxe.com,

info@kulturaxe.net

Laszlo Laszlo Revesz

Studium an der Kunstakademie und Akademie der

angewandten Künste, Lehrtätigkeit an der Universität

für Kunst und Handwerk, Budapest. /// Neuere

Ausstellungen: Conflict, Slought Foundation,

Philadelphia, USA , ‘The Giving Person’ (Palazzo

delle Arti, Naples, Italy), ‘Passage d’Europe’ (Musée

d’Art Moderne, St. Etienne, France), Europa

Jetzt! (MAK, Vienna). ‘Cafe Budapest’ (Bibli, Caffe

Greco, Rome, Italy). /// Kontakt: http://www.revesz.eu,

revesz.laszlo@gmail.com

Jan Fekete

geb. 1958 in der Slowakei, lebt und arbeitet in

Wien und Bratislava. Studium an der Akademie

der bildenden Künste, München. Lehrtätigkeit an

der Akademie der bildenden Künste, Bratislava.

/// Ausstellungen: 2006 Kunsthandel Steinek Wien

(Einzel), 2004 EUROPA JETZT, MAK, Wien, ‘Slowakische

Gegenwartskunst’, Rotterdam, 2003 Paesaggi

del Desideri, Gallery for Contemporary Arts,

Studio Lattuada und ÖKF Mailand, 2000 “Abstrakte

Malerei 60/90”, Stadtgalerie Kosice, “Porton”,

Aguni Sogo Culture Center, Okinawa, Japan. ///

Kontakt: www.kulturaxe.com, info@kulturaxe.net

Sergej Volgin

geb. 1971 in St Petersburg, Architekt, Künstler,

Philosoph, Übersetzer und Übertreiber. /// Kontakt:

Valie Airport

Barbara Krobath

geb. 1959. Freischaffende künstlerische Fotografin

seit 1985. /// Bildbände: 2001 Land der Stille,

Verlag Bibliothek der Provinz, 2003 Lichtjahre,

Verlag Bibliothek der Provinz, 2004 Fastenspeisen

in Klöstern, Kneipp Verlag, Die Neue Welt des

Weines, Klarsicht Verlag. Zahlreiche Ausstellungen

im In- und Ausland. /// Kontakt: barbara.krobath@

netway.at

Lukas Pusch

geb. 1970 in Wien, lebt und arbeitet in Wien.

Studium Wien, Moskau, Dresden, Malerei, Psychologie

und Philosophie /// Ausstellungen: 2006

Art Cologne (Walther König), 2006 Economy class,

Alliance française, Nairobi, 2005 IVth Novosibirsk

International Biennial of contemporary graphic

art. Novosibirsk State Art Museum, Novosibirsk /

Rossiya, 2001 Anstoß. Sport und Kunst, Albrecht

Dürer Gesellschaft, Nürnberg, 1990 Neue Freiheit.

Öffentlicher Raum Berlin, 2000 Galerie Donguy,

Paris. /// Kontakt: Lukas.pusch@gmx.de, 0650 850

77 27.

Richard Hoeck

geb. 1965 in Hall/Tirol, lebt und arbeitet in Wien

/// Ausstellungen, 2006 DVD Screening, „They like

them as long as they are on stage” (mit John Miller),

Jeffrey Charles Henry Peacock Gallery, London,

2005 „Something for Everyone“ (mit John

Miller), Engholm Engelhorn Galerie, Wien, 2003

Performance, „They like them as long as they are

on a stage“ (mit John Miller), 2002 /03 „A Country

Lane“, Kerstin Engholm Galerie, Wien, 2001 /0

„Lobby in Rear“, Mackey – Apartment Garage, Los

Angeles, 2000 Galerie für zeitgenössische Kunst,

Leipzig, 1999 „Hard Hat“ (mit John Miller), Kunstwerke,

Berlin. /// Kontakt: 0699 11 968 968.

David Staretz

geb. 1956 in Horn. /// Ausstellungen: artist in residence

ALTE SCHMIEDE, 2004 Galerie Paradigma

Linz 2005 Waldviertelfestival, Auslagen in Heidenreichstein,

2006. /// http://www.galerie.kultur.at,

staretz@vienna.at

Hans Staudacher

geb. 1923 in St. Urban, lebt seit 1950 in Wien. Autodidakt.__///

Mitglied der Wiener Secession, des

Forums Stadtpark, Graz und des Kunstvereins für

Kärnten, Klagenfurt__1954-62 längere Aufenthalte

in Paris. /// Kontakt: http://www.weihergut.at/

Die Gärtnerei

Aus der Sammlung seltener Dokumente, die die

Ziffern 153 und 273 bezeichnen, werden Artefakte

graphischer Systeme des ersten Datenbehältnisses

präsentiert. Nihil okkultum, quod non reveletur,

das früher Versteckte, kann jetzt gesehen werden,

denn noch gibt es keinen Wissenden, der behaupten

kann: das ist mein. /// Kontakt: Gärtnerei, gartnerei@mail.ru,

kaospilot@monochrom.at

Tim Gadaski

geb. 1967 in Siberia, lebt und arbeitet in London.

/// Russischer Aktionist und Schwanzfechter,

Kurartor der Gryasnaya Galerie, St. Petersburg. Erfinder

der literarischen Bewegung Naked Poetry.

/// Kontakt: Valie Airport

Albert Mayr

geb. 1975, Hawaii, lebt und arbeitet. /// Kontakt:

ST/A/R, Capistrangasse 2/8, 1060 Wien, www.starwien.at

Theresa Eisenmann

Kunstuniversität Linz. /// Förderpreis d. Landes

O.Ö. Ausstellungen u.a. Linz, Wien, Zürich, Bozen

etc. /// Kontakt: Rudi Hörschläger Druckwerkstatt

Uferstöckl, Wallsee, NÖ.

Michael Rosenkranz

geb. 1964, lebt in Wien. Fotograf seit 1984, Konzert,

Theater, Tanz, Portrait, Objekte, Grafik seit

1999, Plakate, Ausstellungskataloge, Bildbearbeitung,

High-End Scans, Druckvorstufe. /// Statt einer

Werkbeschreibung ein Zitat aus einem Fax von

Richard Artschwager vom 2. März 2001 an Florian

Matzner, Herausgeber des Handbuches: „Public

Art – Kunst im öffentlichen Raum“, Hatje Canz

Verlag, München 2001, S. 471: „Jeder Architekturarbeit,

jeder ‚öffentlichen’ Skulptur, jedes derartiges,

dass einem unter die Nase geschoben wird,

dem muss man eine gewisse Frechheit zuschreiben.

Deswegen, aus den besten Motiven, einschl. Feigheit

habe ich seit Anfang versucht meine

Symbolfoto

Produkte–die welchen die im öffentlichen Gang

liegen müssen- also einem GUTEN ZWECK zuwidmen.

Welches mir nicht immer gelungen. Nutzlos,

deswegen Arbeitslos: so heisst die Kunst.“ [sic]

/// Kontakt: michael@allquiet.org

Josef Danner

geb. 1955 in Amstetten, lebt und arbeitet in Niederösterreich,

Wien und im Burgenland. Studium

Germanistik, Geschichte und Philosophie in Wien.

/// Ausstellungen im europäischen Raum, Arbeiten

in diversen Sammlungen, diverse Musikproduktionen.

/// Kontakt: http://www.brunnhofer.at

Martin Mostböck

geb. 1966 in Wien. Architekturstudium an der TU

Wien. Lehrbeauftragter und Vortragender an der

TU Wien. /// Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland.

Seit 1994 Mitarbeit bei Coop Himmelb(l)au,

Wien, 2000 Möbeldesign-Serie Garcia für BRAUN-

Lockenhaus, 2005 Twista-Serie (Pflanzengefäße)

für Eternit. Verschiedene nationale und internationale

Preise und Nominierungen. /// Kontakt:

Schönlaterngasse 5/4/3, 1010 Wien, www.martinmostboeck.com,

mail@martin-mostboeck.com


ST/A/R

Buch II - ST/A/R-Auktion

Nr. 12/2006

77a Peter Korrak, 5 Aborigines: The Brogar is Searching

for Feeeding Grounds, 1994, Lennox head, New South

Wales, Australien, SW-Duplex Grossdia auf Leuchtkasten,

gerahmt, 1/1, 63 x 88 x 12 cm, AP 850€

75 Bruno Grironcoli, Entwurf für eine Betonskulptur (Zentaur), 2006, Siebdruck 5-färbig,

Graphik Art/OVO, Aufl. 14, 125 x 175 cm, zur Verfügung gestellt von der Siebdruckgalerie Stalzer,

gerahmt, AP 2.300€

76 Andreas Treusch, Ars Electronica

Center, 2006, Entwurfszeichnung, gerahmt,

42 x 59 cm, AP 250€

78 ST/A/R-Buch 1-4, 2005, ST/A/R-

Zeitung 01, 02, 03 u. 04, gebunden, 432 Seiten,

Einband bemalt von Thomas Redl,

49 x 33 x 3 cm, AP 250€

80 ST/A/R Edition, 2003-06, 4 Siebdrucke

in einer Mappe: Thomas Redl, O.T., 2003

Rollenoffsetdruck und Siebdruck auf Zeitungspapier,

5/70, Andrea Baczynski, The Thirteen

Classics, Beijing/China, 2005 mehrfarbiger Siebdruck

auf Papier, 24/40, Franz Graf, Vorderseite:

O.T., Rückseite: Werde..., 2005 doppelseitiger

Siebdruck auf Zeitungspapier, 40/60, Otto Zitko,

O.T., Siebdruck auf Folie, 20/60,

je 45 x 60 cm, AP 750€

77b Peter Korrak, Gerhard Rühm H. C. Artmann,

Wolfgang Bauer in der Gaderobe der Sophiensäle,

Wien, (Nacht der Poesie - Schule der Dichtung),

1995, SW Duplex, 1/8, 70 x 100 cm, AP 450€

81 Arnulf Rainer / Andrea Baczynski, Parafotographie,

2006, Digital-Print auf Büttenpapier, 21/40, 45 x

60 cm, rückseitig gestempelt: „Atelier A. Rainer“, signiert

von Andrea Baczynski, nummeriert, gerahmt, AP 250€

82 Prof. Gustav Peichl, Das Museumstier,

2006, Tusche auf Papier, coloriert, 29,7 x 42,2 cm,

AP 350€

Bruno Gironcoli

geb. 1936, in Villach. “Nach einer Goldschmiedelehre

in Innsbruck beginnt Bruno Gironcoli Ende

der fünfziger Jahre mit dem Studium der Malerei

an der Akademie für angewandte Kunst in Wien

bei Prof. Eduard Bäumer. Sein Hauptinteresse gilt

der französischen Moderne und den amerikanischen

Malern des abstrakten Expressionismus,

vor allen Dingen Jackson Pollock. Der wichtigste

künstlerische Impuls jedoch geht von den Arbeiten

Alberto Giacomettis aus, die Bruno Gironcoli

1960/1961 gegen Ende seines Paris-Aufenthaltes

für sich entdeckt. Parallel dazu beginnt seine Auseinandersetzung

mit der Literatur und Philosophie

Jean-Paul Sartres und Samuel Becketts. Beeinflusst

von Giacometti setzte sich der Künstler in den

frühen sechziger Jahren intensiv mit den Darstellungsmöglichkeiten

der menschlichen Figur auseinander,

die früh zu einer eigenständigen äußerst

konzentrierten, reduzierten Formensprache führt.”

/// Kontakt:. http://www.stalzer-gallery.com/

Andreas Treusch

geb. 1966 in Schladming. Architekturstudium an

der TU Wien, School of Architecture, Ann Arbour-

Cranbrook. Institut for Architecture, Moskau,

1995-2000 Lehrbeauftragter und Assistent an der

TU Wien, Lehrauftrag TU Wien, Institut für künstlerische

Gestaltung. /// Preise u. Ausstellungen:

1993 Stahlbaupreis, 1995 Domico Metallbaupreis,

1997 Galerie Raum Aktueller Kunst, 1998 Kunstpreis

Stainach, 2001 K.F.A. Gallery, Bratislava,

2002 Fachhochschule Wels 1. Preis, 2003 Soucasná

rakouská architektura, Prag, 2005 Holzbaupreis

NÖ, Flughafen Wien, 2006 1. Preis, Erweiterung

des Ars Electronica Centers. /// Kontakt: Lindeng.

56, 1070 Wien, http://www.treusch.at

Peter Korrak

geb. 1953 in Wien, lebt in Neuengbach. Autodidakt.

/// Fotografie seit 1978: Wiener, Profil, News,

Cash Flow, Diners Club Magazin, etc. Arbeiten in

der Werbung, Kampagnen wie 14 Wienplakate für

die Fremdenverkehrswebung, denk und lenk Verkehrssichersicherheit

etc. Ab 1997: 83 Kronebuntcovers

und 600 Reportagen. Weltreisen 1994 dabei

3 Monate Aufenthalt in Australien. Ausstellungen:

Präsentation künstlerischer Photographie: Kunstverein

Eichgraben, Art und Fashion, mit Brigitte

Kowanz, Artspace Zanone, Wien, Change, Frauenbilder

Landesmuseum NÖ St Pölten, Photographie

im Massenmedium, Technisches Museum, Wien

– Medienwelten, Stadt- Landphotographie, Atelier

Hiess, Neulengbach. Lieblingsaufgabe: Künstlerportraits:

der Künstler in Verbindung mit seiner

Arbeit. /// Kontakt: www.korrak.com, photo@korrak.com,

0043 6991 422 97 99.

ST/A/R

Printmedium Wien, europäische Zeitung für den

direkten kulturellen Diskurs, wurde gegründet

von Heidulf Gerngross, Thomas Redl und Angelo

Roventa, existiert seit Frühjahr 2003, die erste

Nummer wurde am 15. April 2003 mit 40 Seiten

herausgegeben, daraufhin stieg die Seitenzahl permanent:

die stärkste Nummer hatte 176 Seiten. Bis

Dato sind 12 Nummern erschienen. Ist ein Gesamtkunstwerk

und unterliegt dem Urheberrecht. ///

ST/A/R hat eine Kunstedition herausgegeben.

Künstlerinnen, mit denen ST/A/R eng zusammenarbeitet,

haben Siebdrucke im Format einer

ST/A/R -Doppelseite gestaltet. Gedruckt wurde die

Edition bei Kunstsiebdruck Andreas Stalzer, Wien.

Sie ist in einer eigens angefertigten Mappe zusammengefasst.

/// Kontakt: ST/A/R, Capistrangasse

2/8, 1060 Wien, http://www.star-wien.at/

Arnulf Rainer

geb. 1929 Baden, lebt und arbeitet in Wien und auf

Schloss Vornbac. Verließ 1949 die Wiener Hochschule

für Angewandte Kunst und Wiener Akademie

der Bildenden Künste innerhalb weniger Tage:

Autodidakt. Leitete eine Meisterklasse für Malerei

an der Akademie der Bildenden Künste in Wien.///

Übermalungen seit 1953, Biennale in Venedig 1978

u. 1980, seit 1981 Mitglied der Akademie der

Künste Berlin, 1989 Retrospektive Guggenheim,

New York, 1993 Eröffnung des Arnulf Rainer Museums

in New York. Derzeit “Rainer über Freud”

im Sigmund Freud Museum. /// Kontakt: ST/A/R,

Capistrangasse 2/8, 1060 Wien, http://www.starwien.at/

Gustav Peichl

geb. 1928 in Wien. 1949-1953, Akademie der Bildenden

Künste, Wien, 1973 ordentlicher Professor

an der Akademie der Bildenden Künste, Wien,

1987-1988, Rektor 1991 Gründung des Ateliers

Peichl & Partner, Wien, 2002, Gastprofessur an

der Harvard University, Boston. Zahlreiche Würdigungen,

Pseudonym IRONIMUS. /// Kontakt:

http://www.peichl-partner.at


Nr. 12/2006

Buch II - ST/A/R-Auktion

ST/A/R

83 Peter Noever, „im Griff“, 1/8 Glas, 2005, signiert, mundgeblasenes

Weinglas für den Hauswein, Produzent Lobmeyr; „im Griff“, 1/8

Glas, 2005, Entwurfszeichnung, C-Print, signiert, gerahmt;

gesamt AP 450€

87 Hans Kupelwieser, Silicon-ST/A/R, Objekt,

ca. 25 x 33 x 2 cm, AP 750€

85 reinhard bernsteiner,

„prince of darkness“, übermalte

fotokopie, acrylfarbe auf leinwand,

30 x 40 x 2 cm, Multible in 5er

Auflage, AP 150€

84 Eva Schlegel, ohne Titel, Fotoprint lackiert,

24,5 x 34,5 cm, 2006, AP 1.600€

86 Erwin Wurm, Blast (Indoor Sculpture),

2002, C-Print, 40 x 28cm, 9/10,

AP 500€

89 Angelo Roventa

X?X (ohne Abbildung), Roventa, Fellner und Hellmer,

Ölkreide und Papier auf Holz, ca. 50 x 70cm, AP 300€

88 Robert Horn, Tasche Archiquant, 34 x 21 x 6 cm,

Die Form dieser Tasche entspricht exakt dem

„Archiquanten“,Entwurf des österreichischen

Architekten Heidulf Gerngross. Sie wurde im September

2002 im Österreichischen Pavillon der Biennale di

Archtettura in Venedig als Teil des Lebenswerks von

Heidulf Gerngross gezeigt. Das Modell wurde von der

Musterwerkstatt des Wiener Taschners Robert Horn

ausgeführt; Robert Horn ist auf der Abbildung zu

erkennen, auf den Stufen des Österreichischen Pavillons

der Biennale Venedig sitzend.

AP 150€

Symbolfoto

Peter Noever

geb. am 1. Mai 1941, Peter Noever ist Grenzüberschreiter

und Impulsgeber – als Designer, C.E.O. und

künstlerischer Leiter des MAK, Österreichisches

Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst

(seit 1986) und Gründer des MAK Center for Art

and Architecture, Los Angeles (1994), als Ausstellungsmacher

und Autor zahlreicher Bücher über

Design, Architektur und Kunst, als Herausgeber

der Architekturzeitschrift Umriss (1982–1994).

Zahlreiche Gastvorträge in Europa, Asien und den

Vereinigten Staaten, wie etwa den Technischen

Universitäten Wien, Graz, Zagreb, Prag, Zürich

(ETH), Havanna, Moskau und Krasnoyarsk, University

of California Berkeley (UCB), University of

Southern California, San Diego, Ball State University,

Muncie/Indiana, Southern California Institute

of Architecture (SCI-Arc), Los Angeles, Staatliche

Universität Tscheboksary, Tschuwaschien/Russische

Föderation. Peter Noever lebt und arbeitet

in Wien.

„Design ist Denken“, behauptet Noever, der den

Terminus aus den engen begrifflichen Grenzen der

Produktgestaltung zu befreien versucht. Design sei

ein utopischer Begriff, der das universale Prinzip

des Gestaltens und Umgestaltens, den fortwährenden

Prozess der Veränderung beschreibt. Tumult.

Revolution. Anarchie. Design beschwört die Vorstellugn

eines radikal anderen Weltentwurfes –

vom Suppenlöffel bis zum Konstrukt einer Metropole.

(Joachim Riedl in: Die Zeit, Hamburg, 31.

September 2006,) /// Kontakt: www.peternoever.at

Eva Schlegel

geb. 1960 in Hall / Tirol, lebt und arbeitet in Wien,

1979-85 Studium an der Hochschule für Angewandte

Kunst, Wien bei Oswald Oberhuber

1997-2006 Professorin für Kunst und Fotografie an

der Akademie der bildenden Künste, Wien

Ausstellungen (Auswahl): Why Pictures Now - Fotografie/Film/Video

heute, MUMOK, Wien; Ikob,

Museum für Zeitgenössische Kunst Eupen, Belgien;

opera austria, Centro per l’Arte Contemporanea,

Prato; Österreich: 1900-2000, Konfrontationen und

Kontinuitäten, Museum Sammlung Essl, Klosterneuburg;

2005 Eva Schlegel, Wiener Secession;

Galleri Bo Bjierggaard, Kopenhagen; 2004 Galerie

Fortlaan, Ghent; Gasart Gallery, Turin; Handlungsanweisungen,

Kunsthalle Wien; Paulas home,

Lentos Kunstmuseum Linz; Galerie Krinzinger

(mit Annelies Strba), Wien; Permanent 04, Museum

Sammlung Essl, Klosterneuburg; Vision einer

Sammlung, Museum der Moderne Salzburg; 2003

Galerie Cora Hölzl, Düsseldorf; Tiroler Landesmuseum

Ferdinandeum, Innsbruck; Favorites+,

Galerie Fortlaan, Ghent.

Bernsteiner Reinhard

geb. 1963 in Villach, Österreich; 1989-95 Akademie

der bildenden Künste Wien, BILDHAUEREI, Meisterklasse

Bruno Gironcoli, 2000-2006 Assistent bei

Franz West; AUSSTELLUNGEN: 2004 franz west

galerie bernier/eliades, athen, „viandanti“ san casciano

die bagni, italien, „lost eight“ museummodernerkunst

passau , deutschland 2005 „facts and

visions“ bruckneudorf, burgenland „attitude“ video,

film und fotografie festival, bitola macedonien

2006 „ mozart - experiment aufklärung „ albertina

wien, „spontan“ tim van laere galleriy, antwerpen,

belgien; „rot“ karl marx hof , wien; „fanz west

und seine belegschaft“ galerie 422, gmunden; „fliegende

kühe und andere kometen“ villa merkel, galerie

der stadt esslingen am neckar, deutschland;

„pilastro art farm 2006“ italien /// Kontakt: Bürgerspitalg.20

/ 12, A-1060 Wien, reinhard.bernsteiner

@ mac.com

Erwin Wurm

geb. 1954 in Bruck an der Mur/Steiermark; 1979–

82 Hochschule für Angewandte Kunst and Akademie

der bildenden Künste, Wien; Seit 2002 Professor

an der Hochschule für Angewandte Kunst,

Wien; Lebt und arbeitet in Wien. /// Zahlreiche

Ausstellungen im In- und Ausland unter anderem:

Vorschau 2007 Deichtorhallen Hamburg, Germany;

Kunstmuseum St. Gallen, Switzerland; Musée

d’Art Contemporain Lyon, France; 2006, Mumok,

Vienna, Austria;; Baltic, Newcastle, UK; 2005, Erwin

Wurm, Peggy Guggenheim Collection,Venice,

Italy; Glue your brain, Museum of Contemporary

Art, Sydney, Australia; 2004, I love my time, I don’t

like my time: Recent works by Erwin Wurm, Yerba

Buena Center for the Arts, San Francisco; 2003

ZKM, Center for Art and Media, Karlsruhe, Germany;

2002, Tempo, Museum of Modern Art, New

York, USA; 2001, Azerty, Centre Pompidou, Paris;

1999, Transformation, XLVIII Biennale,Venedig,

Italy. /// Kontakt: Galerie Krinzinger, Wien

Hans Kupelwieser

geb. 1948 in Lunz am See/NÖ, lebt in Wien ///

AUSSTELLUNGEN (Auszug): 2001 Kunsthaus

Mürzzuschlag, 2003 concrete art, Graz, Österreichischer

Skulpturenpark, Graz; 2004 Postmediale

Skulpturen, Neue Galerie, Graz und ZKM Karlsruhe,

2005 Galerie 422, Gmunden; Galerie Hollenbach,

Stuttgart und Zürich, Stretch Skulpture,

Kunsthaus Meran, postmediale kondition, Neue

Galerie Graz, 2006 Simultan, Zwei Sammlungen österreichischer

Fotografie, Fotomuseum Winterthur.

Galerie Bleich-Rossi, Wien

Angelo Roventa

geb. 1956 in Bukarest / Rumänien, lebt und arbeitet

in Wien und Vorarlberg. Studium an der Fachhochschule

für Erdmessung / Geodäsie, Hochschule für

Architektur, Städtebau und Design „Ion Mincu“ /

Bukarest und Hochschule für angewandte Kunst,

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