ST:A:R_44

geraldkofler

MetzgerMensch

Nr. 44


2 Städteplanung / Architektur / Religion

MetzgerMensch Nr. 44/2015

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Aus der Serie Highly Intimate 2014

MetzgerMensch is a creative duo based in Vienna.

A photographer and an anthropologist,

they follow the traces of identity and authenticity, unearthing intense and impulsively aesthetic art.


4 MetzgerMensch Nr. 44/2015

Die

Fotografie

war einmal

etwas sehr

Besonderes.

Die

Fotografie

ist etwas

sehr

Besonderes.

Als ich ein kleines Mädchen war,

klebte meine Mutter mit großer

Sorgfalt an manchen Sonntagen

Fotos mit Fotoecken in ein

kunstledergebundenes Fotoalbum.

Es waren kleine Farbfotos mit

orangenem Farbstich und weißem

Rand. Von meinem Bruder, der nur

3 Jahre älter ist als ich, waren

die Babyfotos noch in Schwarzweiß.

Später wurden die Fotos

in Alben mit selbsthaftenden

Folien eingelegt. Die Bilder

wurden größer, man konnte in der

Oberflächenqualität zwischen

glänzend und matt wählen. Die

80er/90er Jahre waren die

Hochblüte des Fotopapiers.

Die Fotografie war etwas sehr

Besonderes. Noch bevor ich wusste,

wer Kandinsky war, klebten in

meinem Jugendzimmer Poster von

Henri Cartier Bresson.

Aber - meine erste Kamera, eine

Nikon F-801, war meine letzte ohne

Speicherkarte.

Heute ist alles anders. Smart

Phones, Tablets, Laptops,

Computer, ... alle haben sie

Kameras mit guter Auflösung. Und

die Bearbeitung der Fotos erfolgt

direkt am Gerät, Lomo-Effekt,

Selfie-Korrektur, etc. – für ein

schnelles Posting ist das mehr

als ausreichend. Qualität und

Themenstellungen sind nicht so

wichtig, fotografiert wird, um

zu zeigen, zu notieren, nicht zu

vergessen. Die Fotografie ist

Teil unseres kognitiven Systems

geworden ebenso wie Google das

ist. Das Datenmeer ist überall

aufrufbar, erweitert unser Wissen

und Gedächtnis und stimuliert

unsere Kommunikation. Wir sind nur

mehr einen Schritt davon entfernt,

dieses Extrawissen mit umfassender

Bilddokumentation wie eine

Simultanübersetzung permanent und

überall zugespielt zu bekommen.

Die Fotografie tut sich schwer

damit. Immer schon war das Thema

der Reproduktion ein heikler Punkt

für die Fotokunst, jetzt aber, in

diesem Meer von Bildern, ist nicht

Christine Bärnthaler über

nur das Bild endlos reproduzierbar,

es ist auch jeder ein Fotograf.

Binnen weniger Stunden kann ein

Foto globale Aufmerksamkeit

erlangen; da erschöpft sich die

Frage nach dem Kopierschutz vor

der Masse der Verteiler.

Sich heute für

den Beruf des

Fotografen, des

Fotokünstlers

zu entscheiden,

ist mutig.

Wenn man sich nun umsieht in

der Fotokunst, so fällt auf,

dass sie heute beinahe durchwegs

Konzeptkunst“ ist – wobei das

Konzept vorrangig darin besteht,

auf eine Art und Weise der Idee

des Unikats möglichst Nahe zu

kommen, sei dies über eine

Bildbearbeitung, einem strengen,

wiedererkennbaren Stil oder

komplexen Themenstellungen.

Beliebt sind schon seit einiger

Zeit zum Beispiel Konzepte, die

dem anonymen Bild-Fundstück über

die Vereinnahmung des Künstlers

eine neue Identität geben, Bild-

Adoption.

So viel zum Here we are now.

Vor ein paar Monaten begleitete

ich Heidulf Gerngross auf

eine Vernissage. Er sollte

eine Eröffnungsrede halten.

Junge Leute, die er kennen

gelernt hatte. Mehr wusste er

darüber nicht zu berichten. Die

Ausstellung fand im F.E.A.-

Raum, im Museumsquartier, statt.

Vorgelagert den Ausstellungsräumen

stand ein Tisch mit einem kleinen

Fleisch und Wurst Buffet. Speck,

Schinken, Leberstreichwurst,

Blutwurst ... die Mutter von

Günther Metzger, einem jener

jungen Leute“, die da ausstellten,

erklärte, die Köstlichkeiten

seien aus eigener Produktion.

Ich stellte mir vor, wie es

wäre, diese Delikatessen bei

meinen“ Veranstaltungen anbieten

zu können. Bei Betreten des

ersten Ausstellungszimmers

reklamierte die Wurst in meinem

Magen. Schweineschlacht. Danke

Herr Metzger. Es heißt, Schweine

schreien schon bevor der Metzger

den Stall betritt, sie wissen,

spüren was kommt. Die Bilder

führen vom wehrigen, schreienden

Schwein über viel Blut bis hin

zum zerlegten Kopf. Da liegen

Schweinsohren im Bild, die ich

als getrocknete Ware dann meinen

Hunden füttern werde. Auch das

Bolzenschussgerät ist da, was

mich unangenehm an Haneke’s

Benny’s Video denken lässt.

Dieses Gemetzel hat stattgefunden

und Günther Metzger hat es

fotografiert. Mein Aufenthalt in

diesem Raum dauerte die Zeit,

die ich benötigte, mich einmal

um meine eigene Achse zu drehen.

Im nächsten Raum ein nackter,

blasser Frauenkörper im Tanz,

fliegend, schwebend, mit einem

wehenden roten Rock, dazu in den

Raum gehängt ein Exponat, das mich

damals nicht erreichen konnte.

Ich fühlte mich gefangen. Zum

einen sollte ich Gerngross’ Rede

dort anhören, zum anderen war der

Metzger Raum“ zum Raumverschluss

geworden. Bloß nicht mehr dort

durch müssen. Heidulf erzählte in

seiner Rede von seiner letzten

Begegnung mit Helmut Richter vor

dessen Tod. Vielleicht macht diese

Erinnerung den Besuch nachträglich

beklemmender als er tatsächlich

war. Ich dachte nicht, diesen

MetzgerMensch“ Künstlern nochmals


Nr. 44/2015

MetzgerMensch

5

zu begegnen. Ich hatte nicht vor,

diese Ausstellung nochmals zu

betreten.

Einige Wochen später feierte

Heidulf Gerngross seinen 75.

Geburtstag. Um Mitternacht wurde

ihm ein Geschenk überreicht.

Ein Portrait. Eine Fotografie.

Ja, doch, er hatte erzählt, die

Metzger Mensch Leute wären mit ihm

nach Melk gefahren, hätten dort

zwei Tage verbracht, es sei eine

sehr freundschaftliche Atmosphäre

entstanden und die beiden hätten

viel fotografiert.

Aber

offensichtlich

hatte er

selbst keine

Ahnung, WAS die

beiden dort

fotografiert

hatten.

Das Gerngross Portrait hat

eine magische Kraft. Es zeigt

seinen nackten Oberkörper, auf

dem der nackte Kopf sitzt,

so überbelichtet im weißen

Hintergrund, dass die Kontur des

Kopfes sich auflöst. Gerngross

zerrinnt mit dem Hintergrund, mit

seinem Umraum. In seinem Gesicht

sitzt eine Archiquant Brille als

tiefschwarze Figur, in etwa so,

als würden zwei dicke schwarze

Ringe das Bild aufbrechen, damit

man die Augen des alten Mannes

nicht verfehlen kann, damit

man von diesen Augen gefressen

werden kann. Ich werde zum Kind

vor dem Bild. Eine Achtung macht

sich breit in mir. Ich sehe den

Menschen vor mir, wie ich ihn

kenne, wie ich ihn schon ein

viertel Jahrhundert lang kenne,

wie ich ihn aber nie sehen könnte,

vor mir, real. Ein Paradoxon.

Ich sehe, was ich kenne, was

ich noch nie sah, was so“ nicht

gesehen werden kann. Es gibt

keinen überbelichteten schwarzweißen

- nein, nicht schwarz-weiß“

sondern fast nur weißen“ - Heidulf

Gerngross. Aber vor der Metzger

Mensch Kamera stand er so, halb

in Auflösung, so erhellt, alles

vor ihn tretende aufsaugend. Die

Metzger Mensch Augen (4) sahen ihn

so und so zeigte er sich ihnen.

Wieder Wochen später findet

die Finissage der Metzger

Mensch Ausstellung bei F.E.A.

statt. Diesmal gibt es keine

Schlachtprodukte zum Empfang. Ich

sehe mir die Schweineschlachtfotos

immer noch mit einem Unbehagen,

aber nun beruhigt an. Günther

Metzger ist nicht Benny. Heidulf

Gerngross hält eine großartige

Rede und Kristina Mensch erklärt,

was man sieht, die Suche, dabei

bleibt das Schlachtzimmer

unerwähnt, als wären diese Bilder

schon abgehangen. Als Schlusspunkt

der Ausstellung wird das Gerngross

Portrait hervor geholt und vom

Publikum laut beklatscht. Ich

ST/A/R Fotografen MetzgerMensch

denke mir: Das ist der Anfang.“

und dass diese beiden jungen

Künstler sehr bald sehr berühmt

sein werden, wenn sie einfach nur

das tun, was sie am besten können.

Ein Pluspunkt der Fotografie: man

SIEHT, was richtig gut ist.

Wieder vergeht Zeit. Wieder

fotografieren Kristina Mensch

und Günther Metzger für Heidulf

Gerngross. Diesmal mich. Mit

meinen Hunden. Es ist mir

unangenehm vor der Kamera zu

stehen. Die Beiden versuchen mir

einleitend mit Erklärungen zu

helfen – sie sagen, um die Scheu

vor der Kamera zu nehmen – im

Nachhinein denke ich mir: um mir

klar zu machen, dass ich vor der

Kamera stehen werde, um mich dort

hin zu führen, wo ich sein soll:

mich zeigen wie ich bin vor einem

unbekannten Gegenüber, nicht

wie ich bin für mich, zu hause,

entspannt, oder für MetzgerMensch,

für Freunde, ... ich soll so sein,

so werden vor der Kamera, wie

ich mich erklären würde, damit

ich gelesen werden kann auch von

einem Betrachter, der nicht einmal

meinen Namen kennt.

Das Bild unserer Wahl zeigt

Sahran, meinen jüngeren,

offensiveren Windhund nahe vor der

Kamera. Er geht voraus. Er ist

der Kämpfer, der Gladiator, ich

dahinter, mit strengem, aufrechtem

Schritt, Injah, mein Seelenhund

neben mir. Alle Drei sind wir

Schattenfiguren. Boden und Wand

hinter uns leuchten hell, der

Boden glänzt als wären wir auf

einer endlos großen Eisfläche mit

einem flachen Horizont hinter

uns. Da bin ich also, noch ein

gutes Stück von jenem hellen

Leuchten eines Heidulf Gerngross

entfernt, aber zumindest am Weg,

in Bewegung.

Das eine und das andere Portrait

haben augenscheinlich gar nichts

miteinander zu tun. Da ist kein

Stil der erkennbar verbindet. Aber

das eine und das andere Portrait,

Gerngross und Bärnthaler, die

waren beide nur möglich durch

Metzger und Mensch, MetzgerMensch.

Sie haben nicht fotografiert, was

sich ergeben hat, was zufällig vor

ihrer Kamera war, sondern was SIE,

ohne erkennbare Mittel, gestaltet

haben.

Fotografie heißt

wörtlich: malen

mit dem Licht.

Eine Gabe, der

das kann.

Die Fotografie ist etwas sehr

Besonderes. Ich wünsche mir, dass

die Beiden da weiter machen, uns

Menschen zeigen in Bildern, die

wir lesen können, mit ein bisschen

Magie und wenn es sein muss auch

manchmal wenig schmeichelnd. Und

ich wünsche mir, in ein paar

Jahren nochmals vor dieser Kamera

mit den vier Augen stehen zu

dürfen.

MetzgerMensch

sind

Fotografen,

Fotokünstler.

Sie arbeiten

immer im Team.

Vier Augen

sehen.

Kristina

Mensch ist

Anthropologin.

Günther Metzger

ist Soziologe.


6 Städteplanung / Architektur / Religion

MetzgerMensch Nr. 44/2015

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PORTRAIT


8 MetzgerMensch Nr. 44/2015


Nr. 44/2015

MetzgerMensch

9

ST/A/R empfiehlt:

“Touch The Leather” von Fat White Family

DANKE AN P BENESZ

Aus der Serie Cuts 2014


Selbstportrait


12 MetzgerMensch Nr. 44/2015

Unser tägliches Dinkelbrot

erhältlich in der Bäckerei Blutaumüller, Joanelligasse 1060 Wien


Nr. 44/2015

MetzgerMensch

13

Archiquant Rechenschieber

Die Kunst des Räumlichen

aus geraden Brettern


14 Städteplanung / Architektur / Religion

MetzgerMensch Nr. 44/2015

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entdeckt von metzgermensch fuer ST/A/R

LENA

Von der

Komposition

Wenn ich komponiere, dann denke

ich dabei an Bilder, an Emotionen,

an Geschichten. Musik, das ist ein

reißender Strom von Gedanken.

Musik, das entstammt einer schier

unerschöpflichen Quelle der Inspiration.

Wenn ich komponiere, dann verliere

ich mich in den Möglichkeiten

und finde mich wieder in der Schönheit.

Das Einfache ist der Lehrmeister

der Virtuosität. Klang immer eine

sehr persönliche Sache.

Als man vom Komponieren noch gut

leben konnte, da wurden Gedichte

vertont, oder Bilder, oder Mythen.

Heute muss ein Komponist alle

Möglichkeiten seiner Musiker ausreizen,

ein Musiker alle Möglichkeiten

seines Instrumentes ausspielen. Und

warum komponieren wir eigentlich

noch? Wenn ich als Musiker das Gedicht,

das Bild, den Mythos auch direkt

vertonen kann, wozu dann erst

tonale Grenzen setzen. Jedes Publikum

ist anders. Jeder Raum ist anders.

Jeder Moment ist anders. Musik,

Klang und Sound in ihrer Essenz sind

Emotion pur. Über das Gehör direkt

ins Innerste eines Menschen. Wenn

die Erzeugung von Klang der eigentliche

Zweck der Schrift ist, warum

dann heutzutage noch den Umweg

über die Schrift gehen? Digitale Reproduzierbarkeit

wie immer auch

man dazu stehen mag eröffnet für

alle Beteiligten neue Möglichkeiten

und lässt alte Gewohnheiten obsolet

erscheinen. Als komponierender

Musiker, als musizierender Komponist

sehe ich mich in der Pflicht

der Komposition im herkömmlichen

Sinne zu entsagen. Direkte Vertonung.

Klangskulpturen: Ein Bild

von Miró, eine Erinnerung an einen

Tag am Meer, ein zufälliges Haiku

aus dem Internet, ein besonders

aufmerksamer Zuhörer, ein besonders

schöner mathematischer Beweis.

Alle Sinne, alle Gedanken lassen sich

kombinieren. Synthese. Immer mehr

stehen wir als Musiker in der Pflicht

unsere Empfindungswelt direkt zu

vertonen, und auf diesem Wege auch

anderen die Augen für die allgegenwärtige

Synthetizität zu öffnen. Viva

la contemplación! Die Komposition

ist tot! Es lebe die Komposition!

CHRISTOF

SPANRING

„Neue Zugänge zum Text“

verspricht Verleger Dieter Kordik vollmundig

im Vorwort zum im Herbst 2014 erschienenen

Lyrikband „herzgeröll“ von Gerlinde Hacker

und stellt seine Autorin forsch auch gleich

indirekt in die Nachfolge von künstlerischen

Schwergewichten wie Karl Kraus und

Frank Zappa. Das lässt einiges erwarten.

... Das ist kein einfaches Kommunizieren oder

Aneinander-Vorbeireden zwischen Ich und Du,

immer sind die Subjekte auch Protagonisten

einer zerfallenden neoliberalen Ordnung, die

alles bestimmend auch noch in den privatesten

Winkeln der Einsamkeit ihr Gift versprüht:

„alleinsein macht schamlos/ich will mich

nicht duschen, bei klingelnder tür“ (S.90).

gerlinde

hacker

bildet Gefühlsebenen des “homo

neoliberalensis” ab. Politischer

Bezug in körperzellnaher

Empfindung

“Wortanschwemmungen“

HackerscherPrägung“

Submission for Issue

#4

what are we looking

for? (please read before

submitting)

we are looking for sound poetry, poesie sonore,

lautpoesie, noise poetry, electronic voice phenomenon,

sample poetry, text-sound-composition, ...

what we are not too interested in: normal poetry, poetry

readings, poetry with music, pop songs, rap, hip hop,

spoken word, songs, slam poetry, ...

in case of doubt listen to some of the tracks of the other

issues. you are very welcome to broaden our horizon

and submit something that has not been featured yet

but we certainly prefer new, strange things that don’t fit

anywhere else.

DEADLINE: may 31, 2015

Huellkurven audiopoetische räume

http://www.huellkurven.net

online magazine for

sound poetry, poésie sonore,

lautpoesie, noise poetry, sound-text

composition, auditive poesie,

audio poetry etc.

Edited by: Thomas Havlik, Jörg Piringer und Jörg Zemmler

Thomas Havlik www.thomashavlik.net

Die lyrische Essenz Gerlinde Hackers aus

den Jahren 2003 bis 2014 ist in ihrem Band

„herzgeröll“ vereint, und sie gipfelt in wenigen

Gedichten im Kapitel „angriff“, deren letztes

sich mit beinahe slam-poetry-hafter Allüre

(in einem Internetvideo der kunsthallegraz

übrigens sehr eindrucksvoll interpretiert von

ihrem Verleger Dieter Kordik) mit Produktion

und Rezeption von Literatur auseinandersetzt:

„keine may geröckt am jandl baum“ (S. 102).

Der oftmals herbe Ton der Gedichte bedient

keinen Massengeschmack, will dies sicherlich

auch gar nicht, aber dem im Vorwort

postulierten Anspruch „das immer wieder

scheiternde Projekt Aufklärung“ durch die

Schaffung von Kunst zu unterstützen wird

Gerlinde Hacker mit ihrem Gedichtband

„herzgeröll“ in vollem Umfang gerecht.

Marie-Theres Gallnbrunner

mthg.net

LOST

LOFTsternhimmelqualle

LOSTLOFT.COM

lepschi@lostloft.com

Tarnanzug Frucht. Es tauen die Körper, es korken

Aus den Hälsen die Pfropfen. 30 Milliarden Silben

Stürmen die Blüten. Sie stürmen die Blüten, schütteln

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Wieviele Zikaden sind notwendig, wieviele Ichs

Um das Schnalzen der gerissenen Sehne zu übertönen

Welcher Akt. Für das Honorar, das mir dieses Gedicht

Einbringt, werde ich mir ein weiteres Gedicht zulegen

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Auszug aus der Rezension von Marcus Neuert 25. Februar 2015

Gerlinde Hacker

herzgeröll, 102 Seiten,

broschiert, Euro 23,10; kd-Verlag

Infos und Bestellungen: www.hackerin.at

sternhimmelqualle

LOSTLOFT.COM

lepschi@lostloft.com

Den Stengel, saufen das Licht: ihre Halbleiterkristalle

Flimmern im Glimmstock. Jede der 30 Milliarden Silben

Hat rote hervortretende Augen und nur eines im Kopf

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Anfang April. Pyramidenspiel. Pollenallergie. Im Aussichts

Nest hockt der Maikäfer und beflegelt das Tamagochi-Kind

Beiderseits entlang der Donauufer zieht man den Einsatz von

Chemikalien in Erwägung: meine Stechkollegen verharren


16 MetzgerMensch Nr. 44/2015

FOTO: MetzgerMensch 2015 für ST/A/R | MODEL: ISMAEL ISMET BASARAN


Nr. 44/2015

MetzgerMensch

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Ismael Ismet Basaran - Aktiv für den ST/A/R seit 13 Jahren - DANKE !

Aus dem ST/A/R Archiv:

ST/A/Rübermalung Nr. 32 von Ismael Ismet Basaran


18 Städteplanung / Architektur / Religion

MetzgerMensch Nr. 44/2015

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NIE WIEDER KRIEG !


22 Städteplanung / Architektur / Religion

MetzgerMensch Nr. 44/2015

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WELTARCHITEKTUR

WELTARCHITEKTUR

ST/A/R privat von Wolf Prix


24 MetzgerMensch Nr. 44/2015

MÜNCHEN

ST/A/R empfiehlt:

Das Buch “Die Struktur der modernen Literatur” von Mario Andreotti ist

in der 5. Auflage erschienen und möge in der österreichischen

Literaturszene noch bekannter werden

Begegnung mit dem

Wiener Architekten, Herausgeber und Buchautor Heidulf Gerngross

Am Freitag, dem 30. Januar 2015, war Heidulf Gerngross aus Wien, der von der Vorbereitung einer Kunstausstellung

in Zug gekommen war, in unserem Haus in Eggersriet nahe der Stadt St. Gallen zu Gast. Heidulf

Gerngross ist, gelinde gesagt, ein Multitalent: Er hat ein abgeschlossenes Hochschulstudium als Diplomingenieur

hinter sich und arbeitet seitdem als erfolgreicher Architekt mit einem eigenen Architekturbüro; erfolgreich

deshalb, weil er sowohl im Bereich der Außen- als auch in dem der Innenarchitektur, beispielsweise bei

der Kreation von Möbeln, z.T. ganz neue, innovative Wege geht, so dass für den Betrachter einiges an ihm

sowohl an den im Jahr 2000 verstorbenen österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser erinnert

als auch an die Künstler der Wiener Werkstatt bis zu Friedrich Kiesler. Nicht unerwähnt bleiben darf dabei

sein starkes Engagement für Menschen, die wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettet sind; für sie hat er sich

immer wieder intensiv mit dem sozialen Wohnbau beschäftigt und auch entsprechende Projekte realisiert.

Aber Heidulf Gerngross ist nicht nur Architekt; er ist, vor allem im Bereich der experimentellen Literatur,

auch ein äußerst produktiver, begnadeter Poet, wovon sein weit über 1000 Seiten starkes „Volksbuch“ zeugt,

das nun in einer erweiterten Neuauflage mit dem Titel ABC des Raumes vorliegt. Die Texte in diesem Buch,

die eine ungemeine Variationsbreite erreichen, sind teilweise in der Nähe der konkreten Poesie, aber auch der

digitalen Literatur, insbesondere des Computerromans, dessen gestalterische Möglichkeiten er schon früh

entdeckt hat, angesiedelt.

Architekt und Buchautor – damit ist die einzigartige Gestalt von Heidulf Gerngross noch längst nicht ausgelotet.

Er betätigt sich auch erfolgreich als Herausgeber der Wiener Zeitung ST/A/R, eines Printmediums

„für Hochkultur, Mittelmaß und Schund“, wie er es leicht selbstironisch nennt. Die Themenpalette dieser

groß aufgemachten Zeitung ist äußerst breit: sie reicht von der Städteplanung über die Architektur und die

Religion bis hin zur Literatur.

Das Letztere, die Literatur, war der eigentliche Anlass für Heidulf Gerngross‘ Besuch in unserem Hause:

Der Herausgeber beabsichtigt nämlich, die 5., stark erweiterte und aktualisierte Auflage meines UTB Bandes

Die Struktur der modernen Literatur. Neue Formen und Techniken des Schreibens in seiner Zeitung S/T/A/R

näher vorzustellen. Dafür möchte ich ihm an dieser Stelle schon jetzt ganz herzlich danken. Mein Dank gilt

aber auch der erfreulichen Tatsache, dass ich in Heidulf Gerngross einen in jeder Hinsicht ausgezeichneten

Menschen kennen lernen durfte. Ich hoffe, dass wir noch lange miteinander in Kontakt bleiben.

Eggersriet (Schweiz), 05.Februar 2015

wird in München

in den Räumen von

UNS vorgestellt.

Terminbekanntgabe per Email

Mario Andreotti


Nr. 44/2015

MetzgerMensch

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STIFTSPLATZ 1“

Platzneuinterpretation durch driendl*architects - alle Wege führen zu einem

Punkt – der vorläufige Schlussstein des Projektes Stift Klosterneuburg.

driendl*architects

zt Ges.m.b.H.

Architekt Gerorg Driendl wirkt mit am Projekt Schule für Architektur in Melk.


DIE ABSTRAKTE NORMALITÄT

der traum des stephansdoms

Kleingarten WohnCUBE in Niederösterreich.

Errichtet auf MetzgerMenschs Steinbruch.

Der neue Volkswagen.

Werkstatt Wien mit Heidulf Gerngross und Maciej Boltryk

MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMetzgermenschMMMMMM


28 MetzgerMensch Nr. 44/2015

jugend STIL

Untitled, MetzgerMensch, 2014


Nr. 44/2015

MetzgerMensch

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Jugendstil ade

Carl Krenek, Entwurf zum Deckelbild Zigarrendose Falkenstein, 1910, Kunsthaus Zug, Stiftung Sammlung Kamm

Jugendstil ole

bedingungsloses Grundeinkommen, MetzgerMensch, 2015


30 Städteplanung / Architektur / Religion

MetzgerMensch Nr. 44/2015

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ST/A/R empfiehlt:

GASTHAUS

WILD

Foto MetzgerMensch

Haldemann in Wien

Täglich 9-1 Uhr / Küche 11.30 bis 23 Uhr So-Fei 11.30 bis 22 Uhr / Radetzkyplatz 1 1030 Wien wild@chello.at Tel.: +43/(0)1 / 920 94 77 / Garten/Raucherzimmer


32 MetzgerMensch Nr. 44/2015

Wien – Zug – Wien

Wien – Zug – Wien –

Zug – Wien

Wien – Zug – Wien –

Zug – Wien

– Wien – Wien –

Zug

ZUG WIEN

impressum

st/a/r printmedium wien

zeitung für hochkultur, mittelmaß und schund

enscheint 4 x jährlich / erscheinungsort wien

st/a/r nr. 44/2015

medieninhaber:

st/a/r, verein für städteplanung /architektur /religion

a-1060 wien, königsklostergasse 10/26

herausgeber: heidulf gerngross

mitherausgeber: metzgermensch

chefredation & artdirektion:

heidulf gerngross / metzgermensch

cover: metzgermensch / foto: metzgermensch

redaktionsbüro: valie göschl

redaktionsadresse: st/a/r zeitung

a-1060 wien, königsklostergasse 10/26

fon: +43 664 521 3307 (heidulf gerngross)

kontakt: star.wien.at@gmail.com

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