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DVG_FORUM_2_2020_ONLINE

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17. Jahrgang 2/<strong>2020</strong><br />

Mitgliederzeitschrift der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft e.V.<br />

Fachgruppe im Fokus<br />

Anatomie<br />

Seite 36


• Nur das Nötigste<br />

effektiv mit wenig Wirkstoff,<br />

keine überflüssigen Zusatzstoffe<br />

• Einfache Verabreichung<br />

weiche, schmackhafte Kautablette, mit<br />

und ohne Futter gleich gut wirksam 1<br />

• Allergikerfreundlich<br />

ohne Fleisch- und Weizenbestandteile<br />

1. Letendre et al., The intravenous and oral pharmacokinetics of afoxolaner used as a monthly chewable antiparasitic for dogs, Veterinary Parasitology 201 (2014) 190–197.<br />

NexGard ® 11 mg, 28 mg, 68 mg, 136 mg Kautabletten für Hunde. Zusammensetzung: 1 Kautablette enthält Afoxolaner (Wirkstoff) in den Konz.: 11,3 mg (Hunde 2 – 4 kg), 28,3 mg (Hunde > 4 – 10 kg),<br />

68 mg (Hunde > 10 – 25 kg) oder 136 mg (Hunde > 25 – 50 kg). Anwendungsgebiete: Zur Behandlung eines Flohbefalls (Ctenocephalides felis und C. canis) bei Hunden für mind. 5 Wochen. Das<br />

Tierarzneimittel kann als Bestandteil der Behandlungsstrategie gegen die allergische Flohdermatitis (FAD) eingesetzt werden. Zur Behandlung eines Zeckenbefalls (Dermacentor reticulatus, Ixodes<br />

ricinus, I. hexagonus, Rhipicephalus sanguineus). Eine Behandlung tötet Zecken für bis zu 1 Monat ab. Flöhe und Zecken müssen am Wirtstier anheften und mit der Nahrungsaufnahme beginnen, um<br />

dem Wirkstoff ausgesetzt zu werden. Zur Behandlung der Demodikose (verursacht durch Demodex canis) u./o. der Sarkoptesräude (verursacht durch Sarcoptes scabiei var. canis). Gegenanzeigen:<br />

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff o. einem der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: sehr selten: leichte gastrointestinale Symptome (Erbrechen,<br />

Durchfall), Juckreiz, Lethargie, Anorexie u. neurologische Symptome (Krämpfe, Ataxie u. Muskelzittern). Die meisten gemeldeten Nebenwirkungen waren selbstlimitierend u. von kurzer Dauer.<br />

Verschreibungspflichtig. [08.2019] Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH, 55216 Ingelheim


EDITORIAL<br />

Sehr geehrte, liebe Kolleginnen und Kollegen,<br />

die Begriffe „Gemeinschaft“ und „Dachgesellschaft“<br />

haben in diesem Jahr eine ganz<br />

neue Bedeutung erhalten.<br />

Gemeinsam haben der <strong>DVG</strong>-Vorstand<br />

und die Geschäftsführung zum Wohle der<br />

Gesellschaft <strong>2020</strong> mehrfach Weichenstellungen<br />

vornehmen und flexibel reagieren<br />

müssen. Seit Anfang März die Coronavirus-Pandemie<br />

Deutschland und die Welt<br />

im Griff hat, mussten wir 17 Tagungen entweder<br />

vollständig absagen, verschieben<br />

oder auf ein digitales Format umstellen.<br />

Dabei handelten wir stets nach unserem<br />

selbst gestellten Motto „Normalität in<br />

Pandemiezeiten leben“.<br />

Dies betraf u. a. auch unseren <strong>DVG</strong>-Vet-<br />

Congress besonders hart, da er als Hybridveranstaltung<br />

im Estrel Congress Center<br />

(ECC) in Berlin geplant worden war. Nach<br />

der noch im Oktober gültigen SARS-CoV-2-<br />

Infektionsschutzverordnung wäre eine<br />

Präsenzveranstaltung mit bis zu 1000 Teilnehmern<br />

erlaubt gewesen. Wir planten jedoch<br />

schon frühzeitig zusätzlich ein virtuelles<br />

Abbild des Kongresses mit seinen<br />

zwölf Parallelveranstaltungen, der Posterausstellung<br />

und der 66. VET-Messe, um auf<br />

alle Bedürfnisse der Teilnehmer und Industriepartner<br />

eingehen zu können. Über 800<br />

angemeldete Präsenzteilnehmer zeugten<br />

von dem Wunsch der Tierärzteschaft, sich<br />

wieder einmal „live“ zu treffen. Nachdem<br />

jedoch Neukölln, der Stadtteil Berlins, in<br />

dem das ECC angesiedelt ist, zum Risikogebiet<br />

erklärt worden war, musste der gesamte<br />

Kongress innerhalb von zehn Tagen<br />

auf ein ausschließlich digitales Format<br />

umgestellt, alle Tagungsorganisatoren und<br />

etwa 300 Referenten gebrieft, die Industriepartner<br />

(die in Berlin ausgestellt hätten)<br />

informiert und selbstverständlich die<br />

gesamte Kongresslogistik angepasst werden.<br />

Wir sind erleichtert und stolz darauf,<br />

all dies gemeinsam gemeistert zu haben<br />

und danken den 1.900 Teilnehmern, den Industriepartnern,<br />

den Tagungsleitern und<br />

den Referenten für ihre Spontaneität und<br />

Flexibilität!<br />

Insgesamt stießen wir auf großes Verständnis<br />

bei unseren Fachgruppenleitern<br />

und Mitgliedern, wenn es darum ging, Tagungen<br />

zu stornieren, zu verlegen oder in<br />

ein digitales Format umzuwandeln. Selbstverständlich<br />

erhielten alle Teilnehmer<br />

Rückerstattungen ihrer Teilnahmegebühren<br />

und die Hotels zeigten sich zum überwiegenden<br />

Teil sehr kulant. Auch die ATF<br />

war bei der kurzfristigen Umstellung auf<br />

eine digitale Version sehr entgegenkommend.<br />

Zwar wurde die <strong>DVG</strong> durch die Pandemie<br />

einmal ordentlich durchgerüttelt.<br />

Durch die Unterstützung von Ihnen allen<br />

hat sie die Fahrt in der Coronavirus-Zentrifuge<br />

bislang jedoch weitgehend unbeschadet<br />

überstanden. Allerdings zeichnen<br />

sich klar in die Zukunft gerichtete notwendige<br />

Entscheidungen ab. Am Konzept der<br />

Hybrid- und Präsenzveranstaltungen werden<br />

wir festhalten und die Digitalisierung<br />

der Abläufe rund um Kongresse und in der<br />

Geschäftsstelle weiter vorantreiben. Auch<br />

werden einige Sitzungen künftig virtuell<br />

stattfinden – was zum bereits vor der Pandemie<br />

eingeschlagenen Weg der <strong>DVG</strong> hin<br />

zu mehr Nachhaltigkeit passt.<br />

Frei nach der Redensart „Menschen<br />

lernt man erst in einer Krise richtig kennen“<br />

können wir sagen, dass auch die <strong>DVG</strong><br />

dies im positiven Sinne erlebt hat. Dazu<br />

möchten wir nur einige Beispiele nennen:<br />

Die Fachgruppe „Veterinärmedizinische<br />

Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin<br />

und Schmerztherapie (VAINS)“ hat ihre<br />

Mitglieder dazu aufgerufen, in der Humanmedizin<br />

einsetzbare Beatmungsgeräte anzugeben.<br />

Diese ausgearbeitete Liste wurde<br />

den humanmedizinischen Einrichtungen<br />

zur Verfügung gestellt. Für diese<br />

Initiative wurde die Fachgruppe als „Helden<br />

in der Krise“ ausgezeichnet. Die Fach-<br />

gruppe AVID (Veterinärmedizinische Infektionsdiagnostik)<br />

erarbeitete Protokolle<br />

zum speziellen Coronavirus-Nachweis und<br />

der Ausschuss „Desinfektion in der Veterinärmedizin“<br />

informierte über korrekte<br />

Desinfektionsmaßnahmen. Das Arbeitsgebiet<br />

„Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz“<br />

kreierte neue Tagungsformate,<br />

nachdem die traditionelle Tagung<br />

in Garmisch-Partenkirchen abgesagt werden<br />

musste. Die Fachgruppe „Geflügelkrankheiten“<br />

vereinte das 98. und 99. Geflügelfachgespräch<br />

und ließ sich auf eine<br />

komplett virtuelle Tagung ein – alles Beispiele,<br />

die von Gemeinsinn und Verantwortungsbewusstsein<br />

zeugen!<br />

Wir sind extrem stolz auf diese <strong>DVG</strong>,<br />

ihre Fachgruppen- und Tagungsleiter und<br />

die Mitglieder. Wir freuen uns sehr darauf,<br />

mit Ihnen unsere wissenschaftliche Dachgesellschaft<br />

weiterentwickeln zu dürfen.<br />

Genießen Sie die bevorstehenden Festtage<br />

und starten Sie ausgeruht und v. a. gesund<br />

in das Neue Jahr!<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Kramer<br />

Präsident der <strong>DVG</strong><br />

PD Dr. Susanne Alldinger<br />

Geschäftsführerin der <strong>DVG</strong><br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 1


INHALT<br />

EDITORIAL<br />

Prof. Dr. Dr. h. c. Martin Kramer und<br />

PD Dr. Susanne Alldinger . . . . . . . . . . . 1<br />

<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Erfolgreich online: <strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2020</strong> . . . . . . 4<br />

Digitalisierung in der <strong>DVG</strong> . . . . . . . . . . . 14<br />

Tagungen der <strong>DVG</strong> im Jahr 2021 . . . . . . . . . 14<br />

Logos der <strong>DVG</strong>-Fachgruppen . . . . . . . . . . .15<br />

<strong>DVG</strong>-Forum – digital und gedruckt . . . . . . . . 16<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress 2021 – Calls for Abstracts . . . . . 16<br />

ARBEITSGEBIETE<br />

• KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin (DGK-<strong>DVG</strong>) . 22<br />

Fachgruppe „Veterinärmedizinische Anästhesie,<br />

Intensivmedizin, Notfallmedizin<br />

und Schmerztherapie (VAINS)“ . . . . . . . . 26<br />

Fachgruppe „Geflügelkrankheiten“ . . . . . . . . 26<br />

• GRUNDLAGENWISSENSCHAFTEN<br />

Fachgruppe „Geschichte der Veterinärmedizin“ . . . . 28<br />

Fachgruppe „Tierernährung“ . . . . . . . . . . 32<br />

• INFEKTIONSMEDIZIN UND HYGIENE<br />

Fachgruppe „Parasitologie und parasitäre Krankheiten“ 33<br />

Konsiliarlabore . . . . . . . . . . . . . . . 33<br />

• LEBENSMITTELSICHERHEIT<br />

UND VERBRAUCHERSCHUTZ<br />

Arbeitsgebiet „Lebensmittelsicherheit und<br />

Verbraucherschutz“ . . . . . . . . . . . . 34<br />

• ARBEITSKREISE UND AUSSCHÜSSE<br />

Arbeitskreis „Respiratorisches System“ . . . . . . . 35<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong><br />

FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Fachgruppe „Anatomie“ . . . . . . . . . . . . 36<br />

STIFTUNGEN UND PREISE<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress online <strong>2020</strong> –<br />

Preise und Auszeichnungen . . . . . . . . . 42<br />

Richard-Völker-Medaille <strong>2020</strong> für<br />

Prof. Dr. Claudia Reusch . . . . . . . . . . . 45<br />

Otfried-Siegmann-Preis der <strong>DVG</strong> . . . . . . . . . 46<br />

Preis der Bruns-Stiftung 2021 . . . . . . . . . . 46<br />

Stipendium der Bruns-Stiftung 2021 . . . . . . . . 47<br />

NEUES AUS DER GESCHÄFTSSTELLE<br />

Benjamin Rink - Fachbeauftragter für Hygiene<br />

im Veranstaltungswesen . . . . . . . . . . 48<br />

Dienstjubiläum – 10 Jahre <strong>DVG</strong> . . . . . . . . . .48<br />

Vorteile einer <strong>DVG</strong>-Mitgliedschaft . . . . . . . . 49<br />

In eigener Sache – Bitte um Zusendung<br />

Ihre E-Mail-Adresse . . . . . . . . . . . . 49<br />

Werde Schnuppermitglied! . . . . . . . . . . . 49<br />

PERSONEN<br />

Univ.-Prof. Dr. Stefan Schwarz Mitglied der Leopoldina . 50<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hartung<br />

erhält Professor-Niklas-Medaille . . . . . . . .50<br />

Trauer um Dr. Rolf Brahm . . . . . . . . . . . . 51<br />

Prof. Dr. Klaus Zeeb verstorben . . . . . . . . . . 52<br />

Nachruf auf Dr. Horst Rodenbeck . . . . . . . . . 52<br />

Neue Fachgruppenleiterinnen . . . . . . . . . . 53<br />

AKTUELLES AUS UNTERSCHIEDLICHEN BEREICHEN<br />

Dissertation über Qualzuchtrassen bei Hunden . . . .54<br />

EU-Förderung für Forschung zum<br />

Schutz von Meerestieren . . . . . . . . . . 54<br />

Corona-Spürhunde . . . . . . . . . . . . . . 55<br />

Aktuelle Stellungnahmen der StIKo Vet . . . . . . .56<br />

PUBLIKATIONEN<br />

Aktuelle Publikationen im <strong>DVG</strong>-Verlag . . . . . . . 57<br />

TAGUNGSKALENDER 2021 . . . . . . . . . . .58<br />

IMPRESSUM . . . . . . . . . . . . . . . . . 3<br />

2 <strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


Frohe<br />

Weihnachten<br />

Ein in vieler Hinsicht außergewöhnliches und herausforderndes<br />

Jahr geht zu Ende. Wir bedanken uns bei<br />

allen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />

sowie bei den Förderern, Sponsoren und insbesondere<br />

den Mitgliedern der <strong>DVG</strong>, die sich mit uns<br />

zusammen der Situation gestellt und sie gemeistert<br />

haben.<br />

Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und<br />

alles Gute für 2021! Vor allem: Bleiben Sie gesund!!<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Kramer<br />

für den Vorstand der <strong>DVG</strong> e.V.<br />

PD Dr. Susanne Alldinger<br />

für die <strong>DVG</strong> Service GmbH<br />

<strong>DVG</strong> e.V. • Friedrichstr. 17 • 35392 Gießen<br />

0641-24466 • info@dvg.de • www.dvg.de<br />

IMPRESSUM<br />

Anzeige Weihnachten <strong>2020</strong>.indd 1 23.10.<strong>2020</strong> 08:46:20<br />

Herausgeber:<br />

Deutsche Veterinärmedizinische<br />

Gesellschaft e. V.<br />

Präsident:<br />

Prof. Dr. Dr. h. c. Martin Kramer<br />

Vizepräsident, Schatzmeister:<br />

Prof. Dr. Arwid Daugschies<br />

ISSN 1861-907X<br />

Redaktion: <strong>DVG</strong> Service GmbH<br />

PD Dr. Susanne Alldinger und<br />

Dr. Marion Selig<br />

Friedrichstr. 17, 35392 Gießen<br />

Tel.: 0641 24466, Fax: 0641 25375<br />

E-Mail: info@dvg.de<br />

Internet: www.dvg.de<br />

Registergericht Gießen<br />

Handelsregister Nr. HRB 3877<br />

Foto Titelseite:<br />

Dr. Dora Bernigau<br />

Verlag:<br />

Verlag der <strong>DVG</strong> Service GmbH<br />

Friedrichstr. 17, 35392 Gießen<br />

Tel.: 0641 24466, Fax: 0641 25375<br />

Druck und Bindung:<br />

Druckerei Bender GmbH<br />

Hauptstr. 27, 35435 Wettenberg<br />

Tel.: 0641 9849960, Fax: 0641 98499620<br />

E-Mail: info@druckerei-bender.de<br />

Internet: www.druckerei-bender.de<br />

Layout / Bildbearbeitung:<br />

FORM UND PRODUKTION<br />

Bernd Burkart<br />

www.form-und-produktion.de<br />

Anzeigen:<br />

<strong>DVG</strong> Service GmbH, Telefon 0641 24466<br />

forum@dvg.de<br />

Das <strong>DVG</strong>-Forum erscheint in einer Onlinesowie<br />

in einer Print-Ausgabe.<br />

Auflage der Print-Ausgabe: 2.000<br />

Erscheinungsweise: zweimal jährlich<br />

Mediadaten:<br />

www.dvg.de t Über uns t <strong>DVG</strong>-Forum<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01. 10. 2019<br />

Die Verantwortlichkeit für den Inhalt der<br />

Beiträge liegt bei den Verfassern. Der auszugsweise<br />

Abdruck ist unter Angabe der<br />

Quelle gestattet. Die Übersendung eines<br />

Belegexemplars wird erbeten.<br />

Berufs-, Status- und Funktionsbezeichnungen<br />

im <strong>DVG</strong>-Forum sind geschlechtsneutral<br />

zu verstehen.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 3


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Erfolgreich online: <strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2020</strong><br />

Landing Page (Zugangsseite) zum <strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2020</strong>.<br />

Seit etlichen Jahren findet der <strong>DVG</strong>-Vet-<br />

Congress in Berlin statt und hat sich zu<br />

einem der größten Kongresse der Tiermedizin<br />

im deutschsprachigen Raum entwickelt.<br />

Der Charme dieser vielfältigen und<br />

interdisziplinären Veranstaltung liegt<br />

einerseits darin, stets Neues und Spannendes<br />

in Vorträgen, Seminaren und der<br />

<strong>DVG</strong>-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Kramer eröffnete den Kongress.<br />

Industrieausstellung zu erfahren und andererseits,<br />

in der wohlbekannten und vertrauten<br />

Atmosphäre des Estrel Congress<br />

Center viele altbekannte Kolleginnen und<br />

Kollegen zu treffen und neue kennenzulernen.<br />

Pandemiebedingt war der diesjährige<br />

Kongress vom 15. bis 17. Oktober als Hybridevent<br />

geplant worden – also mit der Möglichkeit,<br />

sowohl vor Ort in Berlin als auch<br />

per Internet teilzunehmen. Über 800 Kolleginnen<br />

und Kollegen hatten sich bis<br />

Ende September für die Teilnahme in Berlin<br />

angemeldet und spiegelten damit den<br />

Wunsch der Tierärzteschaft wider, sich<br />

nach Monaten der Tagungsabstinenz zu<br />

treffen und auszutauschen.<br />

Nachdem jedoch die Zahl der Coronainfektionen<br />

seit Ende September rasant<br />

angestiegen und Berlin Anfang Oktober<br />

zum Risikogebiet erklärt worden war,<br />

konnte die Entscheidung nicht anders getroffen<br />

werden, als den <strong>DVG</strong>-Vet-Congress<br />

mit bis zu 12 parallelen Live-Sessions komplett<br />

online durchzuführen – eine riesige<br />

Herausforderung, die das gesamte Team<br />

der <strong>DVG</strong> mit allen Organisationspartnern,<br />

den Tagungsleitern und Referenten engagiert<br />

und mit großem Einsatz annahm und<br />

als ersten Online-Kongress der Tiermedizin<br />

im deutschsprachigen Raum erfolgreich<br />

umsetzte.<br />

Mit insgesamt etwa 1900 registrierten<br />

Teilnehmern war der Kongress auch im<br />

Online-Format überaus gut gebucht. Die<br />

live gehaltenen Vorträge, die Möglichkeit,<br />

zwischen den Sessions zu wechseln und<br />

eine virtuelle Industrieausstellung sowie<br />

Posterausstellung ließen bei den Teilnehmern<br />

auch im Home Office Kongress-Stimmung<br />

aufkommen.<br />

Festvortrag: Pandemien,<br />

Panzootien und Disease X –<br />

die Bedeutung von One Health<br />

Nach der Eröffnung des Kongresses durch<br />

den Präsidenten der <strong>DVG</strong>, Prof. Dr. Dr. h.c.<br />

Martin Kramer (Gießen), hielt Prof. Dr. Dr.<br />

4<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

h.c. Thomas C. Mettenleiter (Greifswald-<br />

Insel Riems), Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts,<br />

den Festvortrag mit dem Titel<br />

„Pandemien, Panzootien und Disease X –<br />

die Bedeutung von One Health“. In dem<br />

überaus spannenden und kurzweiligen<br />

Vortrag warf Prof. Mettenleiter einen Blick<br />

auf die Geschichte weltumspannender Infektionskrankheiten<br />

bei Mensch und Tier<br />

und ging natürlich auch auf das aktuelle<br />

Seuchengeschehen – u. a. Afrikanische<br />

Schweinepest und natürlich Covid-19 – ein.<br />

Dabei stellte er dar, dass Human- und Veterinärmedizin<br />

nicht zu trennen seien und<br />

bekräftigte dies mit einem Zitat von Rudolf<br />

Virchow (1821–1902): „Zwischen Tier- und<br />

Menschenarzneikunde ist oder sollte wissenschaftlich<br />

keine Scheidegrenze sein.<br />

Das Objekt ist verschieden, aber die Erfahrungen,<br />

die aus dem Objekt zu schöpfen<br />

sind, sind Lehrsätze, welche die Grundlage<br />

der Doktrinen bilden. Daher hat sich auch<br />

von Seiten der Wissenschaft die Verbindung<br />

zwischen Tier- und Menschenarzneimedizin<br />

immer inniger gestaltet.“<br />

Präventivmedizin – Gesundheit<br />

schützen, Heilung unterstützen<br />

So lautete das Hauptthema des DGK- <strong>DVG</strong>-<br />

Jahreskongresses, das Kongresspräsidentin<br />

Prof. Dr. Barbara Kohn (Berlin) vor stellte<br />

und das perfekt zur allgemeinen Situation<br />

im Jahr <strong>2020</strong> passte. Es zog sich als roter<br />

Faden durch die Sessions der drei parallelen<br />

Vortragsstränge. Dabei bildeten die<br />

Vorträge vielfältige Präventionsmöglichkeiten<br />

und -maßnahmen ab und spannten<br />

einen Bogen von der Prävention durch Fütterung<br />

und Haltung über Impfungen bis<br />

zu Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen.<br />

Die Sessions widmeten sich jeweils<br />

speziellen Tierarten, wie z. B. Heimtieren,<br />

Vögeln, Reptilien oder Katzen, oder Fachgebieten,<br />

darunter u. a. Kardiologie, Orthopädie,<br />

Chirurgie, Gastrointestinaltrakt,<br />

Onkologie, Anästhesie, Dermatologie und<br />

Reproduktionsmedizin. Auch die Fragen,<br />

welche Auswirkungen der Klimawandel<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter hielt den spannenden Festvortrag.<br />

auf Vektor-übertragene Infektionen und<br />

Parasitosen bei Hund und Katze in Europa<br />

hat und welche prophylaktischen Maßnahmen<br />

ergriffen werden können, wurden<br />

aufgegriffen. Dabei nutzten die Teilnehmer<br />

rege die Chat-Funktion, so dass auch<br />

online Fragen beantwortet und diskutiert<br />

werden konnten.<br />

Die Posterausstellung fand virtuell statt.<br />

Auch einige der Seminare, die traditionell<br />

am Tag vor dem eigentlichen Kongress<br />

stattfinden, konnten auf dem virtuellen<br />

Kongress durchgeführt werden (Ultraschall,<br />

Kleinsäuger, Katzenmedizin, Kardiologie,<br />

Onkologie); die übrigen mussten<br />

entfallen. Das Seminar zu Thoraxpathologien<br />

wurde im Dezember nachgeholt und<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 5


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Virtueller Stand von Hill’s.<br />

als Online-Veranstaltung angeboten. Auch<br />

die Seminare für die Tiermedizinischen<br />

Fachangestellten (TFA) entfielen. Das TFA-<br />

Vortragsprogramm fand allerdings statt.<br />

4 th International Equine Congress<br />

Bereits zum vierten Mal fand unter dem<br />

Dach des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses der Internationale<br />

Kongress zur Pferdemedizin der<br />

Fachgruppe „Pferdekrankheiten“ statt.<br />

Virtueller Stand von Ceva.<br />

Aktuelle Infos der Firmen zum Download fanden<br />

sich in der Online-Kongresstasche.<br />

Das Programm konzentrierte sich auf das<br />

zentrale Thema Sportpferdemedizin mit<br />

all den faszinierenden Facetten, die für die<br />

Pferdepraxis relevant sind. Renommierte<br />

Experten aus Deutschland, Europa und<br />

Nordamerika referierten in den Sessions<br />

„Training und Muskulatur“, „Orthopädie“,<br />

„Regenerative Therapien“, „Management<br />

von Leistungsschwäche“, „Reproduktion<br />

und Sport“ sowie „Turniertierarzt und Doping“<br />

und verbanden Updates aus Klinik<br />

und Praxis mit neuesten wissenschaftlichen<br />

Erkenntnissen.<br />

Wissenschaftliche Tagungsleiter waren<br />

Prof. Dr. Michael Röcken (Gießen), Prof.<br />

Dr. Heidrun Gehlen (Berlin) und Prof. Dr.<br />

Janina Burk (Gießen).<br />

14. Berlin-Brandenburgischer<br />

Rindertag<br />

Der Berlin-Brandenburgische Rindertag<br />

fand zum zweiten Mal im Rahmen des<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congresses statt. Beteiligte Fachgruppen<br />

waren die Deutsche buiatrische<br />

Gesellschaft (DbG-<strong>DVG</strong>, Leiter: Prof. Dr. Jürgen<br />

Rehage, Hannover), die Fachgruppen<br />

„Reproduktionsmedizin“ (Leiterin: PD Dr.<br />

Maike Heppelmann, Hannover) sowie<br />

„Tierernährung“ (Leiterin: Prof. Dr. Nadine<br />

Paßlack, Gießen) und die Fachgruppe „Tierzucht,<br />

Erbpathologie und Haustiergenetik“<br />

(Leiter: Prof. Dr. Jens Tetens, Göttingen).<br />

Das Schwerpunktthema „Tierwohl in<br />

der Wiederkäuermedizin“ wurde insbesondere<br />

in den vier Hauptvorträgen beleuchtet,<br />

die sich mit der wiederkäuergerechten<br />

Fütterung der Hochleistungsmilchkuh, der<br />

Tierzucht, der optimalen Laktationsdauer<br />

und dem Thema Tiertransporte befassten.<br />

6<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Tagungen weiterer Fachgruppen<br />

Die Fachgruppe Chirurgie führte ihre 12.<br />

Tagung erneut als Forum für Nachwuchswissenschaftlerinnen<br />

und -wissenschaftler<br />

durch, die ihre Studienergebnisse vorstellten.<br />

Die Fachgruppe Veterinärmedizinische<br />

Anästhesie, Notfallmedizin, Intensivmedizin<br />

und Schmerztherapie (VAINS)<br />

hatte ihr Vortragsprogramm unter das<br />

Thema „For the next Generation“ gestellt.<br />

Neben der Darstellung von Fallberichten<br />

und Studienergebnissen griff der Beitrag<br />

„Environmental sustainability and the Veterinary<br />

Anaesthetist“ von Ellie West (Hitchin,<br />

UK) in Zeiten des Klimawandels den<br />

Konflikt zwischen Hygiene und Umwelt<br />

auf und hinterfragte die Benutzung von<br />

Einmalartikeln kritisch. Erstmals wurde<br />

ein Preis für den besten Vortrag verliehen<br />

(siehe Seiten 43 und 44).<br />

Auf der Tagung der Fachgruppe Tierernährung<br />

ging es um die Ernährung von<br />

Pferden, Nutztieren, Kleintieren, Ziervögeln<br />

und kleinen Heimtieren. Prof. Dr. Jürgen<br />

Zentek (Berlin) legte in seinem Vortrag<br />

„Von Hunden und Wölfen – Lektionen aus<br />

der Evolutions- und Domestikationsforschung“<br />

dar, dass Hunde und Wölfe über<br />

ähnliche Verdauungskapazitäten verfügen,<br />

Hunde jedoch u. a. eine ausgeprägtere<br />

Fähigkeit zur Stärkeverdauung aufweisen<br />

und sich insofern keine Notwendigkeit<br />

ergibt, den Hund in enger Anlehnung an<br />

das Nahrungsspektrum von Wölfen zu ernähren.<br />

Erneut fand auch die Tagung der <strong>DVG</strong>-<br />

Fachgruppen Bienen im Rahmen des<br />

On line-<strong>DVG</strong>-Vet-Congresses statt. Bei den<br />

kleinsten Nutztieren ging es u. a. um die<br />

Amerikanische Faulbrut (AFB), eine hochansteckende,<br />

tödliche Infektion der Brut<br />

der westlichen Honigbiene mit dem grampositiven,<br />

sporenbildenden Bakterium Paenibacillus<br />

larvae. Nicht nur einzelne Larven,<br />

sondern auch ganze Völker werden getötet.<br />

Ein weiteres Thema war die Wintersterblichkeit<br />

der Honigbienen in Deutschland.<br />

Virtueller Stand von Elanco.<br />

Die Fachgruppe Tropenveterinärmedizin<br />

und Internationale Tiergesundheit<br />

hatte internationale Referenten eingeladen,<br />

u. a. aus Südafrika, und befasste sich<br />

in Vorträgen sowie einer Panel Discussion<br />

mit dem spannenden Thema „Nachhaltige<br />

Nutzung natürlicher Ressourcen“. Präsentationen<br />

zu Zoonosen stellten einen<br />

weiteren Schwerpunkt dar.<br />

Virtueller Stand von Vet-Concept.<br />

Zum zweiten Mal führte die Fachgruppe<br />

Naturheilverfahren und Regulationsmedizin<br />

ihre Tagung unter dem Dach des<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congresses durch und hatte neben<br />

interessanten Fallberichten auch Vorträge<br />

zu Akupunktur und Phytopharmaka im<br />

Programm.<br />

Und auch die Fachgruppe Versuchstierkunde<br />

führte ihre Tagung durch – die<br />

erste nach etlichen Jahren der „Abstinenz“<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 7


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

von Antibiogrammen sowie Methoden zur<br />

Empfindlichkeitsprüfung vor. Dabei wurde<br />

anhand eines Beispiels gezeigt, welche<br />

Schritte für die Erarbeitung einer Testmethode<br />

erforderlich sind. Ein weiterer Vortrag<br />

befasste sich mit neuen klinischen<br />

Grenzwerten für die Mastitisdiagnostik.<br />

Die Deutsche Gesellschaft für Tierzahnheilkunde<br />

(DGT-<strong>DVG</strong>) bot wieder die<br />

bewährten Sessions „Basic“ und „Advanced“<br />

an. Als Gastredner konnten in diesem<br />

Jahr Dr. Helena Kuntsi aus Finnland und<br />

Dr. Loic Legendre aus Kanada gewonnen<br />

werden. Beide sind Diplomates der Amerikanischen<br />

und Europäischen Colleges für<br />

Zahnheilkunde und international gefragte<br />

Referenten. Die Vorträge wurden diesmal<br />

nicht live gehalten, sondern waren für<br />

angemeldete Teilnehmer online abrufbar.<br />

Zum <strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2020</strong> ging die neue Kongresswebseite online. Die Webseite ist responsiv,<br />

passt sich also dem jeweiligen Endgerät an.<br />

und hatte guten Zulauf. Themen waren<br />

hier u. a. die Belastungseinschätzung bei<br />

Kleintieren und Zebrafischen, Grimace<br />

Scales und Score Sheets sowie die Prüfung<br />

der ethischen Vertretbarkeit von Tierversuchen<br />

und eine Entscheidungshilfe bei<br />

der Euthanasie von Heimtieren.<br />

Der Arbeitskreis Antibiotikaresistenz<br />

stellte in einer halbtägigen Veranstaltung<br />

die Herausforderungen bei der Erstellung<br />

Das von den Präsenztagungen bekannte und bewährte Technik-Team war auch beim Online-Kongress<br />

im Einsatz.<br />

Förderung des wissenschaftlichen<br />

Nachwuchses<br />

Auch im Online-Format erhielten Nachwuchswissenschaftler<br />

die Möglichkeit, die<br />

Ergebnisse ihrer Forschung vorzustellen.<br />

Auf dem 66. DGK-<strong>DVG</strong>-Jahreskongress<br />

wurde – wie in jedem Jahr – die Session<br />

„Freie Vorträge“ durchgeführt. In der virtuellen<br />

Posterausstellung waren die pdf-Dateien<br />

der Poster sowie auch kurze Videofilme,<br />

in denen die Poster vorgestellt<br />

wurden, abrufbar und konnten auf diese<br />

Weise per Mausklick in Ruhe betrachtet<br />

werden. Das Future Board der DGK-<strong>DVG</strong>,<br />

ein fünfköpfiges Gremium, das aus je<br />

einem Nachwuchswissenschaftler der<br />

fünf veterinärmedizinischen Ausbildungsstätten<br />

in Deutschland besteht, moderierte<br />

die Vortragssession, wählte die besten<br />

freien Vorträge und Poster aus und gab die<br />

Preisträger bekannt (siehe Seiten 42 und 43).<br />

Auf der Tagung der Fachgruppe „Chirurgie“<br />

wurden die besten Vorträge ebenfalls<br />

mit Preisen ausgezeichnet (siehe Seite<br />

43).<br />

66. VET-Messe<br />

Auch die Aussteller der 66. VET-Messe hatten<br />

sich darauf eingelassen, die beliebte<br />

und stets gut besuchte Ausstellung ins<br />

Internet zu verlegen. Über 80 Unternehmen<br />

und Verbände präsentierten ihre<br />

Stände online und boten Informationen,<br />

Links und teilweise auch Videos zu ihren<br />

Produkten an. Ansprechpartner konnten<br />

per Chat kontaktiert werden. Eine virtuelle<br />

Kongresstasche enthielt Informationen<br />

zu Neuentwicklungen bereit.<br />

8<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Herzlicher Dank an alle<br />

Ein großer Dank geht an die Referenten, die<br />

zahlreichen Technik-Helfer, den Organisationspartner<br />

CSM, an alle Teilnehmer und<br />

natürlich die Industriepartner, insbesondere<br />

an die Premiumsponsoren Boehringer<br />

Ingelheim, Hill’s Pet Nutrition und Vet-Concept<br />

sowie an die Hauptsponsoren Ceva,<br />

CP-Pharma, Dechra, Elanco und Mars!<br />

Das Team der <strong>DVG</strong> war froh, den Kongress<br />

mit den zahlreichen parallelen Veranstaltungen<br />

auf diese Weise durchführen<br />

zu können, hofft jedoch darauf, dass im<br />

kommenden Jahr Präsenz- oder Hybridveranstaltungen<br />

wieder möglich sind. Der<br />

nächste <strong>DVG</strong>-Vet-Congress wird vom 18.<br />

bis 20. November 2021 stattfinden.<br />

PD Dr. Susanne Alldinger<br />

Dr. Marion Selig<br />

•<br />

DGK-<strong>DVG</strong>-Präsident Prof. Dr. Andreas Moritz, <strong>DVG</strong>-Geschäftsführerin PD Dr. Susanne Alldinger und<br />

<strong>DVG</strong>-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Kramer (v.l.n.r.) freuten sich über den gelungenen Kongress.<br />

Folgende Tagungsbände des Kongresses<br />

können in der Geschäftsstelle bestellt werden,<br />

jeweils zzgl. 3,- Euro für Verpackung<br />

und Versand (info@dvg.de, Fax: 0641 25375):<br />

• 66. Jahreskongress der DGK-<strong>DVG</strong>,<br />

Vorträge 16.10.<strong>2020</strong>, inkl. Chirurgie,<br />

VAINS und Arbeitskreis Antibiotikaresistenz<br />

• 66. Jahreskongress der DGK-<strong>DVG</strong>,<br />

Vorträge 17.10.<strong>2020</strong>, inkl. Tierernährung,<br />

Naturheilverfahren,<br />

Versuchstierkunde (je Band 15,- Euro,<br />

zusammen: 25,- Euro)<br />

• 4 th International Equine Congress<br />

(15,- Euro)<br />

• 14. Berlin-Brandenburgischer<br />

Rindertag (15,- Euro)<br />

• Tagung der Fachgruppe Tropenveterinärmedizin<br />

und<br />

Int. Tiergesundheit (12,- Euro)<br />

• Fortbildung für Tiermedizinische<br />

Fachangestellte (7,50 Euro)<br />

Fotos und Abbildungen: <strong>DVG</strong><br />

•<br />

Vielen Dank!<br />

Vielen<br />

Dank!<br />

Online-Kongress, Livestream & virtuelle Kongresstasche...<br />

... ein ungewöhnlicher <strong>DVG</strong>-Vet-Congress<br />

in Zeiten, die das Vorbereiten nicht leicht gemacht haben.<br />

Umso wichtiger und dieses Jahr ganz besonders: Ein großer Dank für Ihre / Deine<br />

Flexibilität – Spontaneität – Hilfs- und Einsatzbereitschaft<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 9


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

10<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

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<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

12<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 13


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Digitalisierung in der <strong>DVG</strong><br />

Foto: Thomas Reimer, stock.adobe.com<br />

Die Coronaviruspandemie hat das Leben<br />

in vielen Bereichen durcheinandergeworfen<br />

und auch auf die Abläufe in der<br />

<strong>DVG</strong> erheblichen Einfluss gehabt. Etliche<br />

Veranstaltungen wurden abgesagt oder<br />

verschoben. Nachdem klar war, dass die<br />

Pandemie nicht innerhalb kurzer Zeit überwunden<br />

werden kann, zeigte sich ihre Katalysatorwirkung:<br />

Prozesse, die angedacht<br />

waren und über die zum Teil schon längere<br />

Zeit diskutiert worden war, wurden im<br />

Eiltempo umgesetzt und damit zur Realität!<br />

Die Coronakrise hat damit einen deutlichen<br />

Digitalisierungsschub zur Folge.<br />

So ist es inzwischen Routine, Besprechungen<br />

und Sitzungen per Videokonferenz<br />

abzuhalten, zwischen Arbeit im<br />

Home Office und in der Geschäftsstelle zu<br />

wechseln und Mitarbeiter in Teams zu organisieren,<br />

um die Arbeitsfähigkeit der Geschäftsstelle<br />

auch im Krankheits- und<br />

Quarantänefall sicherzustellen.<br />

Im zweiten Halbjahr <strong>2020</strong> wurden Tagungen<br />

und Seminare vom Präsenz- ins<br />

Online-Format übertragen. Die Möglichkeiten,<br />

die eine virtuelle Veranstaltung<br />

bietet – auch hier können Diskussionen,<br />

Posterausstellungen, Posterbesprechungen,<br />

Treffen in Meetingräumen etc. stattfinden<br />

– wurden und werden sehr gut genutzt.<br />

Dass die Industriepartner mit der<br />

bisherigen Präsenz auf den Tagungswebseiten<br />

nicht in jedem Fall zufrieden waren,<br />

ist uns sehr bewusst. Künftig werden wir<br />

ihnen adäquate Möglichkeiten bieten,<br />

ihre Produkte und Dienstleistungen darzustellen.<br />

Die größte Herausforderung in diesem<br />

Jahr war sicher der <strong>DVG</strong>-Vet-Congress,<br />

der innerhalb kurzer Zeit von der geplanten<br />

Hybridveranstaltung komplett<br />

ins Internet verlegt werden musste (siehe<br />

auch Bericht auf den Seiten 4 bis 9). Durch<br />

den Einsatz des <strong>DVG</strong>-Teams und aller Beteiligter<br />

ist es gelungen, diese Herausforderung<br />

zu meistern.<br />

Auch die Tagungen in den nächsten<br />

Monaten werden online stattfinden. Das<br />

<strong>DVG</strong>-Team ist inzwischen sehr gut aufgestellt,<br />

was die Organisation virtueller Veranstaltungen<br />

betrifft. <strong>DVG</strong>-Mitglieder und<br />

alle weiteren interessierten Kolleginnen<br />

und Kollegen können auf diese Weise die<br />

Vorteile von Online-Formaten auch bei<br />

<strong>DVG</strong>-Veranstaltungen nutzen. Wir freuen<br />

uns aber auch darauf, wenn es wieder<br />

möglich ist, Präsenztagungen anzubieten,<br />

sich zu treffen, sich auszutauschen und in<br />

der persönlichen Begegnung neue Impulse<br />

zu erhalten!<br />

Ihr <strong>DVG</strong>-Team<br />

•<br />

Tagungen der <strong>DVG</strong> im Jahr 2021<br />

Die Tagungen in der ersten Hälfte des Jahres<br />

2021 werden überwiegend online durchgeführt.<br />

Bei einigen Veranstaltungen sind<br />

derzeit noch Hybridevents geplant – dies<br />

wird der jeweiligen Situation im Hinblick<br />

auf die Pandemie angepasst. Einzelne Tagungen<br />

werden verschoben.<br />

Konkret bedeutet dies:<br />

• Thementage Kleintiere und<br />

Kleinsäuger der DGK-<strong>DVG</strong><br />

22.–24.01.2021, online<br />

• 29. InnLab-Tagung<br />

29.–30.01.2021, online<br />

• 4. Jahrestagung der Fachgruppe<br />

„Zier-, Zoo- und Wildvögel, Reptilien,<br />

Amphibien und Fische“<br />

04.–06.03.2021, online<br />

• 64. Jahrestagung und 26. Schnittseminar<br />

der Fachgruppe „Pathologie“<br />

04.–07.03.2021, online<br />

• Tagung der Fachgruppe „Tierschutz“<br />

18.–20.03.2021, online<br />

• Tagung der Arbeitsgruppe<br />

„Eutergesundheit“<br />

verschoben auf 2022<br />

• Erfurter Thementage der DGK-<strong>DVG</strong><br />

(Endokrinologie)<br />

23.–25.04.2021, Erfurt oder online<br />

• Tagung der Fachgruppe „Tierseuchen“<br />

26.–27.05.<strong>2020</strong>, Berlin<br />

• Tagung der Fachgruppe „Parasitologie<br />

und parasitäre Krankheiten“<br />

28.–30.06.2021, Herrsching am<br />

Ammersee<br />

• 100. Fachgespräch über Geflügelkrankheiten<br />

01.–02.07.2021, Hannover<br />

• Schweinetagung 2021<br />

22.07.2021, Rostock<br />

Weitere Informationen finden Sie im Tagungskalender<br />

auf Seite 58 sowie unter:<br />

q www.dvg.de<br />

•<br />

14<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Logos der <strong>DVG</strong>-Fachgruppen<br />

Einige Fachgruppen der <strong>DVG</strong> haben schon<br />

seit vielen Jahren ein eigenes Logo. Derzeit<br />

ist das Team in der Geschäftsstelle mit der<br />

Erstellung von Logos für alle Fachgruppen<br />

und sonstigen Gruppierungen der <strong>DVG</strong> befasst.<br />

In die finale Abstimmung werden die<br />

Fachgruppenleiter natürlich einbezogen.<br />

Um den Wiedererkennungswert zu erhöhen<br />

und die Zugehörigkeit zur <strong>DVG</strong> darzustellen,<br />

sollen die Logos einen quadratischen<br />

Hintergrund mit abgerundeten<br />

Ecken sowie – dem jeweiligen Fachgebiet<br />

entsprechend – ein Bildsymbol beinhalten.<br />

Zudem soll der Schriftzug „<strong>DVG</strong>“ enthalten<br />

sein.<br />

Hier finden Sie die bisherigen, im Lauf<br />

der Jahre entstandenen und auch die neuen<br />

Logos. Wir werden die Fachgruppen, die<br />

bislang noch kein eigenes Logo haben, in<br />

den nächsten Wochen kontaktieren und<br />

sind sicher, in Abstimmung mit Ihnen passende<br />

Grafiken erstellen zu können.<br />

Dr. Maren Bludau, Kathrin Hund<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 15


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Gendergerechte Sprache<br />

In Artikeln, Beiträgen, Info-Broschüren und sonstigen Texten<br />

verwendet das Team der <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle meist nur die<br />

männliche oder weibliche Berufs-, Status- oder Funktionsbezeichnung.<br />

Gleichzeitig weisen wir, z. B. im Impressum, immer<br />

darauf hin, dass diese Bezeichnungen geschlechtsneutral<br />

zu verstehen sind. Uns ist bewusst, dass dies keine<br />

Ideallösung ist und nicht allen gerecht wird. Die bessere Lesbarkeit<br />

sowie auch die Tatsache, dass es mehr als weibliches<br />

und männliches Geschlecht gibt, liegen dieser Entscheidung<br />

zugrunde. Wie andere Autorinnen und Autoren Berufs-, Status-<br />

oder Funktionsbezeichnungen in ihren Beiträgen verwenden,<br />

überlassen wir ihnen. Daher finden sich im <strong>DVG</strong>-Forum<br />

im Hinblick auf gendergerechte Sprache unterschiedliche<br />

Schreibweisen.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum – digital und gedruckt<br />

Das <strong>DVG</strong>-Forum erscheint ab der Ausgabe 2/2019 als Online-Version<br />

mit Blätter funktion, verlinkten www-Adressen sowie E-Mail-Adressen.<br />

Wir haben die <strong>DVG</strong>- Mitglieder im vergangenen Jahr in einer<br />

Umfrage per E-Mail bzw. per Post gefragt, welche Version des<br />

<strong>DVG</strong>-Forums sie bevorzugen. Ihrer Mitteilung entsprechend erhalten<br />

Sie die Online-Ausgabe per Link oder die Print-Ausgabe per Post<br />

zugeschickt. Überlegungen hin zu mehr Nachhaltigkeit und veränderte<br />

Lesegewohnheiten haben uns zu dieser Entscheidung veranlasst.<br />

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie von der neuen Möglichkeit,<br />

das Forum auf diese Weise z. B. auch vom mobilen<br />

Endgerät aus zu nutzen, Gebrauch machen würden.<br />

Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie künftig statt der gedruckten die<br />

Online-Ausgabe (oder umgekehrt) erhalten möchten<br />

q forum@dvg.de<br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress 2021 – Calls for Abstracts<br />

Nach dem Kongress ist vor dem Kongress – und so haben einige Fachgruppen schon ihre Calls for Abstracts für die Jahrestagungen<br />

unter dem Dach des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses 2021 veröffentlicht.<br />

Deadline zum Einreichen der Abstracts ist der 26. April 2021. Aktuelle Informationen sind auch zu finden unter:<br />

q www.dvg.de<br />

q www.dvg-vet-congress.de<br />

Aufruf zur Einreichung von Abstracts<br />

für Freie Vorträge und Poster<br />

67. Jahreskongress der Deutschen<br />

Gesellschaft für Kleintiermedizin<br />

18.-20. November 2021<br />

Estrel Congress Center Berlin,<br />

Deutschland<br />

Schwerpunktthema:<br />

(Qual-)Zuchtrelevante<br />

Krankheitsdispositionen und<br />

Erbkrankheiten – Wo stehen wir<br />

heute in Diagnostik, Therapie<br />

und Prävention?<br />

Die DGK-<strong>DVG</strong> (GSAVA) lädt Sie herzlich ein,<br />

Abstracts für Freie Vorträge anlässlich des<br />

67. Jahreskongresses in Berlin einzureichen.<br />

Die Vortragspräsentationen sind auf<br />

13 Minuten mit 2 Minuten Diskussion limitiert<br />

(bitte beachten: Die Freien Vorträge<br />

finden voraussichtlich am Donnerstag,<br />

18.11.2021, statt!). Weiterhin findet eine<br />

Posterpräsentation (Postergröße A0, ca.<br />

90 x 120 cm) statt. Die Autoren der Poster<br />

werden zu bestimmten Zeiten gebeten,<br />

ihr Poster zu präsentieren und für die Beantwortung<br />

von Fragen zur Verfügung zu<br />

stehen. Ein wissenschaftlicher Beirat wird<br />

über die Annahme der Präsentationen entscheiden.<br />

Angenommene Abstracts werden<br />

dann sowohl im Tagungsband als<br />

auch in der Zeitschrift „Kleintierpraxis“<br />

(Print-Ausgabe) veröffentlicht. Zusätzlich<br />

werden die Abstracts auf die Webseite der<br />

Zeitschrift „Kleintierpraxis“ auf vetline.de<br />

im Bereich, der nur für Abonnenten der<br />

Zeitschrift zugänglich ist, gestellt. Mit<br />

dem Einreichen Ihres Abstracts stimmen<br />

Sie der vorgenannten Verwendung und<br />

den Veröffentlichungen, insbesondere der<br />

Weitergabe des Abstracts durch die <strong>DVG</strong><br />

an den Herausgeber und Verleger (M. & H.<br />

Schaper GmbH – ein Unternehmen der<br />

Schlüterschen Verlagsgruppe) der Zeitschrift<br />

„Kleintierpraxis“ zu und räumen<br />

der <strong>DVG</strong> hierzu die erforderlichen, zeitlich<br />

unbeschränkten, nicht exklusiven Nutzungsrechte<br />

an dem Abstract ein. Zugleich<br />

gewährleisten Sie mit der Einreichung des<br />

Abstracts, dass Rechte Dritter durch die<br />

Nutzung des Abstracts nicht verletzt werden.<br />

16<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Geben Sie bitte Ihre 1. und 2. Präferenz<br />

an: Freier Vortrag, Posterpräsentation,<br />

KEIN Poster.<br />

Die Gliederung des Abstracts ist frei,<br />

muss jedoch Informationen zum Ziel der<br />

Studie, Methoden, Ergebnisse und Schlussfolgerungen<br />

enthalten. Formulierungen<br />

wie „die Resultate werden im Vortrag präsentiert/diskutiert“<br />

sind nicht akzeptabel.<br />

Einfache Tabellen sind innerhalb des vorgegebenen<br />

Raums möglich. Relevante Fallberichte<br />

werden im Einzelfall auch berücksichtigt.<br />

Die Länge des Abstracts ist auf 250<br />

Wörter begrenzt (ohne Titel und Autoren).<br />

q Deadline: 26. April 2021<br />

Abstracts, die nach diesem Datum eingereicht<br />

werden, finden keine Berücksichtigung.<br />

Ab Januar 2021 besteht die Möglichkeit<br />

einer Online-Einreichung auf folgender<br />

Webpage: https://www.csm-congress.de/<br />

abstracts/dvg-vet-congress-freie/<br />

Bitte nutzen Sie für die Erstellung der<br />

Ab stracts die dort hinterlegten Formatvorgaben.<br />

Bei inhaltlichen Fragen kontaktieren Sie<br />

bitte:<br />

• Prof. Dr. Barbara Kohn, Dipl. ECVIM-CA,<br />

Klinik für kleine Haustiere, FU Berlin,<br />

FB Veterinärmedizin,<br />

Oertzenweg 19b, 14163 Berlin<br />

E-Mail: barbara.kohn@fu-berlin.de<br />

oder<br />

• Prof. Dr. Andreas Moritz, Dipl. ECVIM-CA,<br />

Klinik für Kleintiere, Innere Medizin,<br />

Justus-Liebig-Universität Gießen,<br />

Frankfurter Str. 114, 35392 Gießen<br />

E-Mail: andreas.moritz@vetmed.<br />

uni-giessen.de<br />

Bei technischen Fragen wenden Sie sich<br />

bitte an:<br />

• CSM, Congress & Seminar<br />

Management,<br />

Industriestr. 35, D-82194 Gröbenzell<br />

E-Mail: info@csm-congress.de •<br />

Call for Papers<br />

Forum für Nachwuchswissenschaftler<br />

auf allen Gebieten der<br />

Kleintierchirurgie<br />

Sehr geehrte Damen und Herren,<br />

im Rahmen des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses 2021<br />

der Deutschen Veterinärmedizinischen<br />

Gesellschaft (<strong>DVG</strong>) vom 18. bis 20.11.2021 in<br />

Berlin bietet die Fachgruppe Chirurgie am<br />

Freitag, den 19.11.2021 zum 13. Mal jungen<br />

Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit,<br />

Ergebnisse ihrer wissenschaftlich-klinischen<br />

Forschungen auf allen Gebieten<br />

der Kleintierchirurgie und angrenzenden<br />

Gebieten (Orthopädie, Weichteilchirurgie,<br />

Neurologie, Bildgebende Verfahren, Ophthalmologie,<br />

Stomatologie) einer wissenschaftlich<br />

interessierten Zuhörerschaft<br />

vorzustellen. Der Vortrag wird im Rahmen<br />

des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses allen am Hauptkongress<br />

angemeldeten Teilnehmern zugänglich<br />

sein, so dass eine gesonderte<br />

Anmeldung für die Fachgruppe Chirurgie<br />

nicht notwendig ist.<br />

Referenten können ihr Abstract bis zum<br />

26.04.2021 online einreichen unter:<br />

https://www.csm-congress.de/abstracts/<br />

dvg-vet-congress-freie/<br />

Die maximale Länge des Abstracts ist auf<br />

6.000 Zeichen (ohne Titel und Autoren,<br />

inkl. Leerzeichen) begrenzt.<br />

Die Präsentation kann in Deutsch oder<br />

Englisch abgehalten werden und sollte (je<br />

nach Anzahl der Vortragenden) ca. 12 bis<br />

20 Minuten dauern. Ein Gremium von Veterinärchirurgen<br />

wird alle Präsentationen<br />

evaluieren. Die drei besten Vorträge werden<br />

prämiert.<br />

Die Veranstaltung findet von ca. 10<br />

Uhr bis 18 Uhr in einem Tagungsraum des<br />

Estrel Congress Centers statt. Hotelvorschläge<br />

und genaue Informationen zum<br />

zeitlichen Ablauf werden nach Anmeldungseingang<br />

zugeschickt, bzw. sind im<br />

endgültigen Programmheft einsehbar.<br />

Sollte eine Präsenzveranstaltung zu diesem<br />

Termin nicht möglich sein, findet die<br />

Tagung virtuell statt.<br />

Wir hoffen, möglichst zahlreiche Nachwuchswissenschaftler<br />

für dieses Forum zu<br />

gewinnen, und bitten Sie höflichst, engagierte<br />

Mitarbeiter hierfür zu interessieren.<br />

Des Weiteren sind Kollegen, die sich zur<br />

Evaluierung der präsentierten Vorträge im<br />

Rahmen dieses Forums bereitfinden, herzlich<br />

willkommen, sich bei uns zu melden.<br />

Bitte zögern Sie nicht, uns bei weiteren<br />

Fragen direkt zu kontaktieren:<br />

Bei inhaltlichen Fragen kontaktieren Sie<br />

bitte:<br />

• Dr. Christine Peppler, Leiterin der<br />

<strong>DVG</strong>-Fachgruppe Chirurgie<br />

E-Mail: christine.peppler@vetmed.<br />

uni-giessen.de<br />

Bei technischen Fragen wenden Sie sich<br />

bitte an:<br />

• CSM, Congress & Seminar Management,<br />

Industriestr. 35, D-82194 Gröbenzell<br />

E-Mail: info@csm-congress.de •<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 17


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Call for Papers<br />

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,<br />

die Fachgruppe Veterinärmedizinische Anästhesie,<br />

Intensivmedizin, Notfallmedizin<br />

und Schmerztherapie der Deutschen Veterinärmedizinischen<br />

Gesellschaft (VAINS-<br />

<strong>DVG</strong>) lädt Sie herzlich ein, Abstracts für<br />

Freie Vorträge anlässlich des 6. Jahrestreffens<br />

dieser Fachgruppe im Rahmen des<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congresses vom 18. bis 20.11.2021<br />

in Berlin einzureichen.<br />

Auch in diesem Jahr werden nicht nur<br />

Wissenschaftliche Studien, sondern auch<br />

Fallberichte aus der Praxis zu den Bereichen<br />

Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin<br />

und Schmerztherapie angenommen.<br />

Ein wissenschaftlicher Beirat wird<br />

über die Annahme der Präsentationen entscheiden.<br />

Angenommene Abstracts werden<br />

im Tagungsband und nach Möglichkeit<br />

auch in der „Tierärztlichen Praxis“ veröffentlicht.<br />

Die Vortragspräsentationen sind auf<br />

13 Minuten mit 2 Minuten Diskussion limitiert.<br />

Die Gliederung des Abstracts ist frei,<br />

muss jedoch Informationen zum Ziel der<br />

Studie, Methoden, Ergebnisse und Schlussfolgerungen<br />

enthalten. Formulierungen<br />

wie „die Resultate werden im Vortrag präsentiert/diskutiert“<br />

sind nicht akzeptabel.<br />

Einfache Tabellen sind innerhalb des vorgegebenen<br />

Raums möglich. Eine Wortzahl<br />

von 300 Wörtern (ohne Überschrift und Autoren)<br />

sollte nicht überschritten werden.<br />

Deadline ist der 26. April 2021.<br />

Abstracts, die nach diesem Datum eingereicht<br />

werden, finden keine Berücksichtigung.<br />

Bitte reichen Sie Ihr Abstract online unter<br />

folgender Adresse ein:<br />

https://www.csm-congress.de/abstracts/<br />

dvg-vet-congress-freie/<br />

Bitte beachten Sie bei der Erstellung der<br />

Abstracts die dort hinterlegten Hinweise.<br />

Bei inhaltlichen Fragen kontaktieren Sie<br />

bitte:<br />

• Prof. Dr. Sabine Kästner<br />

E-Mail: sabine.kaestner@<br />

tiho-hannover.de<br />

Bei technischen Fragen wenden Sie sich<br />

bitte an:<br />

• CSM, Congress & Seminar Management,<br />

Industriestr. 35, D-82194 Gröbenzell<br />

E-Mail: info@csm-congress.de •<br />

Call for Abstracts –<br />

Arbeitsgruppe Pferdeophthalmologie<br />

Sehr geehrte Damen und Herren,<br />

die Augenheilkunde ist ein wichtiger Bestandteil<br />

in der Pferdemedizin. Augenerkrankungen<br />

können starke Auswirkungen<br />

auf die Leistungsbereitschaft und<br />

Einsatzmöglichkeiten eines Pferdes haben.<br />

Die Ophthalmologie in der Pferdemedizin<br />

hat in den letzten 20 Jahren stark an<br />

Bedeutung gewonnen. Wegen dieser steigenden<br />

Bedeutung gründeten wir mit der<br />

Arbeitsgruppe (AG) Pferdeophthalmologie<br />

ein Forum, in dem sich die an Pferdeophthalmologie<br />

interessierten Kollegen und<br />

in diesem Bereich aktiv tätigen Tierärztinnen<br />

und Tierärzte austauschen können,<br />

um ihre Meinungen und fachlichen Erfahrungen<br />

zu diskutieren und sich weiterbilden<br />

zu können.<br />

Aus diesem Grund organisiert die AG<br />

Pferdeophthalmologie der Fachgruppe<br />

Pferdekrankheiten der <strong>DVG</strong> im Rahmen<br />

des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses 2021 vom 18. bis<br />

20.11.2021 in Berlin am Donnerstag und<br />

Freitag, den 18. und 19.11.2021 zum 2. Mal<br />

einen Kongress über Augenkrankheiten<br />

des Pferdes. Am ersten Tag ist das Thema<br />

die Equine Rezidivierende Uveitis (ERU),<br />

am zweiten Tag die Immunbedingten<br />

Hornhauterkrankungen (IMMK).<br />

Die Veranstaltung findet von ca. 8 Uhr<br />

bis 18 Uhr in einem Tagungsraum des Estrel<br />

Congress Centers statt. Hotelvorschläge<br />

und genaue Informationen zum zeitlichen<br />

Ablauf werden nach Anmeldungseingang<br />

zugeschickt, bzw. sind im endgültigen<br />

Programmheft einsehbar.<br />

Die Arbeitsgruppe lädt Sie herzlich ein, zu<br />

den Themen passende Abstracts für Vorträge<br />

einzureichen.<br />

Es werden wissenschaftliche klinische Studien<br />

und Fallberichte zu den Themen Equine<br />

Rezidivierende Uveitis (ERU) und Immunbedingte<br />

Keratitis (IMMK) aus der<br />

Praxis angenommen.<br />

Der Leitung der Arbeitsgruppe wird<br />

über die Annahme der Präsentationen entscheiden.<br />

Angenommene Abstracts werden<br />

im Tagungsband veröffentlicht. Eine<br />

18<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Wortzahl von 300 Wörtern (ohne Überschrift<br />

und Autoren) sollte nicht überschritten<br />

werden.<br />

Deadline ist der 26. April 2021.<br />

Bitte reichen Sie Ihr Abstract online unter<br />

folgender Adresse ein:<br />

https://www.csm-congress.de/abstracts/<br />

dvg-vet-congress-freie/<br />

Bitte beachten Sie bei der Erstellung der<br />

Abstracts die dort hinterlegten Hinweise.<br />

Bei inhaltlichen Fragen kontaktieren Sie<br />

bitte:<br />

• Prof. Dr. Dr. József Tóth<br />

E-Mail: prof.toth@tierklinik-karthaus.de<br />

• Dr. Stefan Gesell<br />

E-Mail: stefan.gesell@pferdeaugenheilkunde.de<br />

Wir bitten alle Pferdetierärztinnen und<br />

Pferdetierärzte, die Interesse an einer Beteiligung<br />

in der Arbeitsgruppe haben, teilzunehmen.<br />

•<br />

Call for Abstracts<br />

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,<br />

die Fachgruppe „Wild-, Zoo- und Gehegetiere<br />

(WZG)“ der Deutschen Veterinärmedizinischen<br />

Gesellschaft (<strong>DVG</strong>) lädt Sie<br />

herzlich ein, Abstracts für Freie Vorträge<br />

und Poster anlässlich der Tagung dieser<br />

Fachgruppe im Rahmen des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses<br />

vom 18. bis 20.11.2021 in Berlin einzureichen.<br />

Deadline ist der 26. April 2021.<br />

Abstracts, die nach diesem Datum eingereicht<br />

werden, finden keine Berücksichtigung.<br />

Es können wissenschaftliche Studien<br />

sowie auch Fallberichte aus dem gesamten<br />

Gebiet der Medizin von Wild-, Zoo- und<br />

Gehegetieren eingereicht werden. Ein wissenschaftliches<br />

Gremium wird über die<br />

Annahme der Präsentationen entscheiden.<br />

Angenommene Abstracts werden im<br />

Tagungsband veröffentlicht.<br />

Die Vortragspräsentationen sind auf 10<br />

Minuten mit 5 Minuten Diskussion limitiert.<br />

Zudem findet eine Posterpräsentation<br />

(Postergröße A0, ca. 90 x 120 cm) statt.<br />

Die Autoren der Poster werden zu vorgegebenen<br />

Zeiten gebeten, für die Beantwortung<br />

von Fragen zur Verfügung zu stehen.<br />

Bitte geben Sie bei der Abstract-Einreichung<br />

Ihre 1. und 2. Präferenz an: Freier<br />

Vortrag, Posterpräsentation, KEIN Poster.<br />

Die Länge des Abstracts ist auf 300 Wörter<br />

begrenzt (ohne Titel und Autoren). Die<br />

Gliederung ist frei, sollte bei Studien jedoch<br />

Informationen zum Ziel der Studie,<br />

Methoden, Ergebnisse und Schlussfolgerungen<br />

enthalten und bei Fallberichten Informationen<br />

zu Vorstellungsgrund, Diagnostik,<br />

Therapie und Diskussion. Einfache<br />

Tabellen sind innerhalb des vorgegebenen<br />

Raums möglich. Formulierungen wie „die<br />

Resultate werden im Vortrag präsentiert/<br />

diskutiert“ sind nicht akzeptabel.<br />

Bitte reichen Sie Ihr Abstract online unter<br />

folgender Adresse ein:<br />

https://www.csm-congress.de/abstracts/<br />

dvg-vet-congress-freie/<br />

Bitte beachten Sie bei der Erstellung der<br />

Abstracts die dort hinterlegten Hinweise.<br />

Bei inhaltlichen Fragen kontaktieren Sie<br />

bitte:<br />

• Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert,<br />

E-Mail:<br />

Ursula.Siebert@tiho-hannover.de<br />

Bei technischen Fragen wenden Sie sich<br />

bitte an:<br />

• CSM, Congress & Seminar Management,<br />

Industriestr. 35, D-82194 Gröbenzell<br />

E-Mail: info@csm-congress.de •<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 19


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Aufruf zur Einreichung von Abstracts<br />

für freie Vorträge und Poster<br />

Tagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Tierernährung“<br />

im Rahmen des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses<br />

2021 vom 18.–20. November 2021 im Estrel<br />

Congress Center, Berlin<br />

Die <strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Tierernährung“ lädt<br />

Sie herzlich ein, Abstracts für freie Vorträge<br />

und Poster anlässlich des <strong>DVG</strong>-Vet-<br />

Congresses 2021 einzureichen.<br />

Deadline zur Abstract-Einreichung:<br />

26. April 2021<br />

Abstracts, die nach diesem Datum eingereicht<br />

werden, finden keine Berücksichtigung.<br />

Ein wissenschaftlicher Beirat entscheidet<br />

über die Annahme der Präsentationen.<br />

Angenommene Abstracts werden<br />

in einem Tagungsband erscheinen.<br />

Die Firma VET-CONCEPT GmbH & Co.<br />

KG vergibt im Rahmen der Fachgruppentagung<br />

zudem erstmals einen Geldpreis<br />

für den besten freien Vortrag (350 €) sowie<br />

das beste Poster (150 €) einer Nachwuchswissenschaftlerin/eines<br />

Nachwuchswissenschaftlers.<br />

Die Auswahl wird hierbei<br />

von einem wissenschaftlichen Komitee<br />

vorgenommen.<br />

Es sind aktuelle Studien und Fallberichte<br />

aus dem gesamten Gebiet der Tierernährung<br />

erwünscht. Die Vortragspräsentationen<br />

sind auf 10 Minuten plus 5 Minuten<br />

Diskussion limitiert. Zudem findet<br />

eine Posterpräsentation (Postergröße A0,<br />

ca. 90 x 120 cm) statt. Die Autoren der Poster<br />

werden zu vorgegebenen Zeiten gebeten,<br />

für die Beantwortung von Fragen zur<br />

Verfügung zu stehen.<br />

Bitte geben Sie bei der Abstract-Einreichung<br />

Ihre 1. und 2. Präferenz an: Freier<br />

Vortrag, Posterpräsentation, KEIN Poster.<br />

Die Länge des Abstracts ist auf 250<br />

Wörter begrenzt (ohne Titel und Autoren).<br />

Bei der Gliederung des Abstracts sind das<br />

Ziel der Studie, Methoden, Ergebnisse und<br />

Schlussfolgerungen anzugeben.<br />

Bitte reichen Sie Ihren Abstract online ein:<br />

https://www.csm-congress.de/abstracts/<br />

dvg-vet-congress-freie/<br />

Bei inhaltlichen Fragen kontaktieren Sie<br />

bitte:<br />

• Prof. Dr. Nadine Paßlack, Klinik für<br />

Kleintiere (Innere Medizin),<br />

Justus-Liebig-Universität Gießen,<br />

Frankfurter Str. 114, 35392 Gießen<br />

E-Mail: nadine.passlack@vetmed.<br />

uni-giessen.de<br />

Bei technischen Fragen wenden Sie sich<br />

bitte an:<br />

• CSM, Congress & Seminar Management,<br />

Industriestr. 35, D-82194 Gröbenzell<br />

E-Mail: info@csm-congress.de •<br />

Call for Papers<br />

21. Tagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe<br />

„Geschichte der Veterinärmedizin“<br />

Von Gutenberg bis Facebook: Tiermedizin<br />

in den Medien<br />

Die 21. Fachgruppentagung wird am 19. und<br />

20. November 2021 im ECC Berlin stattfinden.<br />

Ziel dieser Tagung ist es, den verzweigten<br />

und facettenreichen Weg zu erkunden,<br />

den die Tiermedizin in den verschiedenen<br />

Bereichen der Kommunikationskultur seit<br />

der Erfindung des Buchdrucks bis in die Social<br />

Media der Gegenwart gegangen ist.<br />

Ausführlicher Call: www.dvg.de<br />

Deadline zur Abstract-Einreichung:<br />

26. April 2021<br />

Bitte reichen Sie Ihr Abstract online ein:<br />

https://www.csm-congress.de/abstracts/<br />

dvg-vet-congress-freie/<br />

Bei inhaltlichen Fragen kontaktieren Sie<br />

bitte:<br />

• Prof. Dr. Dr. Johann Schäffer<br />

E-Mail: jfb.schaeffer@t-online.de<br />

Bei technischen Fragen wenden Sie sich<br />

bitte an:<br />

• CSM, Congress & Seminar Management,<br />

Industriestr. 35, D-82194 Gröbenzell<br />

E-Mail: info@csm-congress.de •<br />

20<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Call for Abstracts<br />

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,<br />

die Fachgruppe „Naturheilverfahren und<br />

Regulationsmedizin“ der Deutschen Veterinärmedizinischen<br />

Gesellschaft lädt Sie<br />

herzlich ein, Abstracts für Freie Vorträge<br />

anlässlich der Jahrestagung dieser Fachgruppe<br />

im Rahmen des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses<br />

vom 18. bis 20.11.2021 in Berlin einzureichen.<br />

Deadline ist der 26. April 2021.<br />

Abstracts, die nach diesem Datum eingereicht<br />

werden, finden keine Berücksichtigung.<br />

Es können wissenschaftliche Studien<br />

sowie auch Fallberichte aus dem gesamten<br />

Gebiet der Naturheilverfahren und Regulationsmedizin<br />

in der Veterinärmedizin<br />

eingereicht werden. Ein wissenschaftliches<br />

Gremium wird über die Annahme der<br />

Präsentationen entscheiden. Angenommene<br />

Abstracts werden im Tagungsband<br />

veröffentlicht.<br />

Die Vortragspräsentationen sind auf 10<br />

Minuten mit 5 Minuten Diskussion limitiert.<br />

Die Länge des Abstracts ist auf 300<br />

Wörter begrenzt (ohne Titel und Autoren).<br />

Die Gliederung ist frei, sollte bei Studien<br />

jedoch Informationen zum Ziel der Studie,<br />

Methoden, Ergebnisse und Schlussfolgerungen<br />

enthalten und bei Fallberichten Informationen<br />

zu Vorstellungsgrund, Diagnostik,<br />

Therapie und Diskussion.<br />

Bitte reichen Sie Ihr Abstract online unter<br />

folgender Adresse ein:<br />

https://www.csm-congress.de/abstracts/<br />

dvg-vet-congress-freie/<br />

Bitte beachten Sie bei der Erstellung der<br />

Abstracts die dort hinterlegten Hinweise.<br />

Bei inhaltlichen Fragen kontaktieren Sie<br />

bitte:<br />

• Brigitta Smit-Fornahl,<br />

E-Mail: happy-animals@gmx.de<br />

Bei technischen Fragen wenden Sie sich<br />

bitte an:<br />

• CSM, Congress & Seminar Management,<br />

Industriestr. 35, D-82194 Gröbenzell<br />

E-Mail: info@csm-congress.de •<br />

18. - 20.11.21 l ECC Berlin l mit VET-Messe<br />

Vet-Congress<br />

www.dvg-vet-congress.de<br />

2021<br />

Save the<br />

Date!<br />

Schwerpunkt<br />

DGK-<strong>DVG</strong>:<br />

(Qual-) Zuchtrelevante<br />

Krankheitsdispositionen<br />

und Erbkrankheiten<br />

<strong>DVG</strong><br />

Vet-Congress<br />

Berlin 2021


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR KLEINTIERMEDIZIN (DGK-<strong>DVG</strong>)<br />

Erfolgreiche Online-Tagung:<br />

Thementage Katze erstmals virtuell<br />

Am 12. und 13. September fanden die diesjährigen<br />

Thementage Katze sowohl für<br />

Tierärztinnen und Tierärzte als auch für<br />

Tiermedizinische Fachangestellte (TFA)<br />

komplett online statt – eine Neuerung für<br />

Referenten, Moderatoren und Teilnehmende,<br />

die insgesamt mit Bravour gemeistert<br />

wurde! Über 270 Kolleginnen und Kollegen<br />

sowie TFA nahmen an der Online-Tagung<br />

teil, die pandemiebedingt nicht wie geplant<br />

als Präsenzveranstaltung in Köln<br />

stattfinden konnte.<br />

Alle stellten sich der Herausforderung,<br />

die Vorträge online zu halten bzw. zu hören<br />

und die Präsentationen zu verfolgen.<br />

Veranstalter war die AG Katzenmedizin<br />

der Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin<br />

(DGK-<strong>DVG</strong>). Die Leiterin der AG<br />

Katzenmedizin und zugleich wissenschaftliche<br />

Tagungsleiterin, Dr. Angelika<br />

Drensler (Elmshorn), und ihre Stellvertreterin,<br />

Yvonne Lambach (Hamburg), hatten<br />

mit dem wichtigen und relevanten<br />

Thema „Notfallmedizin“ große Resonanz<br />

geweckt und die interessanten und anschaulichen<br />

Vorträge taten ein Übriges,<br />

um den Teilnehmenden auch im Format<br />

der Online-Tagung ein spannendes Programm<br />

zu bieten.<br />

Vortragsprogramm<br />

Dr. Angelika Drensler eröffnete die Tagung,<br />

freute sich über die zahlreichen Teilnehmer<br />

– zur Eröffnung hatten sich bereits<br />

knapp 150 Tierärztinnen und Tierärzte eingeloggt<br />

– und stellte die 2016 gegründete<br />

AG Katzenmedizin vor. Auch Prof. Dr. Andreas<br />

Moritz, Präsident der DGK-<strong>DVG</strong>,<br />

sprach Grußworte und dankte Dr. Drensler<br />

und Frau Lambach für die Zusammenstellung<br />

des Programms und insbesondere für<br />

ihr hervorragendes Engagement in der AG<br />

Katzenmedizin der DGK-<strong>DVG</strong>. Von Möglichkeiten,<br />

Fragen während der Tagung per<br />

Landing Page der virtuellen Katzentagung mit Zugang zu den Vorträgen, zur Industrieausstellung<br />

und zu weiteren Informationen.<br />

„Handheben“ sowie auch im Chat zu stellen,<br />

machten die Teilnehmer im Verlauf der<br />

Tagung regen Gebrauch.<br />

Der erste Vortrag befasste sich mit<br />

dem Schädel-Hirn-Trauma bei der Katze.<br />

Die Referentin, Prof. Dr. Michaele Alef (Leipzig),<br />

stellte dar, dass der Kopf bei der traumatisierten<br />

Katze die am zweithäufigsten<br />

betroffene Region ist. Wichtig sei die Entscheidung,<br />

ob „nur“ eine Verletzung der<br />

Weichteile oder der Knochen vorliege, oder<br />

ob auch das Gehirn betroffen sei. Die Differenzierung<br />

zwischen Kopfverletzung<br />

und Schädel-Hirn-Trauma sei nicht einfach,<br />

jedoch notwendig, da sowohl Prognose<br />

als auch erforderliche therapeutische<br />

Überlegungen unterschiedlich seien.<br />

Dr. Nicolai Hildebrandt (Gießen) ging<br />

auf Kardiale Notfälle der Katze ein, die sich<br />

meist mit Hilfe von vier klinischen Themenkomplexen<br />

(Dyspnoe, Synkope, Schwäche,<br />

Plötzliche Lahmheit/Schmerzen) beschreiben<br />

lassen. Diagnostisch seien zunächst<br />

immer die Anamnese (v. a. Atemfrequenz)<br />

und die klinische Untersuchung entscheidend,<br />

die dann individuell weitere diagnostische<br />

Maßnahmen wie Röntgen, EKG,<br />

Blutdruck, Biomarker, Ultraschall nach sich<br />

zögen. Dr. Hildebrandt hielt einen weiteren<br />

Vortrag zur Felinen Arteriellen Thromboembolie,<br />

einer dramatischen Erkrankung<br />

mit einer hohen Mortalität.<br />

Zur Stabilisierung und Anästhesie des<br />

Notfallpatienten referierte Dr. Isabelle Iff<br />

(Olten, CH). Sie betonte die essentielle Bedeutung<br />

des Managements beim Notfallpatienten.<br />

So liege das Risiko des perioperativen<br />

Todesfalles bei Katzen bei ca. 1,4<br />

Prozent, also etwa fünffach höher als bei<br />

der gesunden Katze. Die Stabilisierung sei<br />

daher der erste Schritt für eine sichere Anästhesie.<br />

22<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

Auf Zahnnotfälle ging Dr. Martina van<br />

Suntum (Germersheim) ein. Notfallpatienten<br />

mit Zahn-, Kiefer- und Oralerkrankungen<br />

werden häufig mit unspezifischen<br />

Symptomen wie Schmerzäußerung, Inappetenz,<br />

Blutungen oder vermehrtem Speichelfluss<br />

vorgestellt. Als Ursache kommen<br />

u. a. Zahnfrakturen, Kieferfrakturen, Parodontitis,<br />

Gingivitis/Stomatitis, resorptive<br />

Läsionen, Umfangsvermehrungen, Zahnlockerung,<br />

und Kiefergelenksluxationen in<br />

Frage. Die diagnostische Aufarbeitung erfolgt<br />

in der Regel nach Notfallbehandlung<br />

und Stabilisierung der Patienten.<br />

Dr. René Dörfelt referierte über die<br />

Obstruktive FLUTD und stellte Maßnahmen<br />

zur Verminderung des Urethraspasmus<br />

sowie zur dekompressiven Zystozentese<br />

vor. Weiterhin ging er auch auf die chirurgische<br />

Intervention ein. Sein zweiter<br />

Vortrag befasste sich mit Ursachen, Therapie<br />

und Prognose der Akuten Nierenschädigung<br />

der Katze.<br />

Die blutende Katze war das Thema von<br />

Prof. Dr. Barbara Kohn (Berlin). Anhand anschaulicher<br />

Fallbeispiele erörterte sie klinische<br />

und Laborbefunde, das diagnostische<br />

Vorgehen und therapeutische (Notfall-)<br />

Möglichkeiten bei Gerinnungsstörungen.<br />

Im letzten Vortrag des Hauptprogramms<br />

befasste sich Prof. Dr. Sandra<br />

Goericke-Pesch (Hannover) mit Notfällen<br />

aus Gynäkologie und Geburtshilfe. Sie beleuchtete<br />

Notfälle aus dem klinischen Alltag,<br />

so u. a. die Pyometra, sowie infektiöse<br />

und nicht-infektiöse Störungen der<br />

Trächtigkeit bei der Katze. Prof. Goericke-<br />

Pesch hob hervor, dass die Diagnostik entscheidend<br />

sei.<br />

Dr. Isabelle Iff leitete die interaktive und besonders anschauliche Masterclass.<br />

Masterclass „Notfallmedizin“<br />

Am folgenden Tag fand die Masterclass<br />

„Notfallmedizin“ statt, in der Dr. Iff unter<br />

der Überschrift „Wenn’s pressiert“ auf anschauliche<br />

Weise Fallbeispiele präsentierte<br />

und auf die Besonderheiten der Katze<br />

einging. Die initiale Stabilisierung und die<br />

Notfall-Anästhesie bei dringenden Eingriffen<br />

wurden besprochen und wichtige<br />

Punkte der Anästhesiesicherheit beleuchtet.<br />

Die Falldiskussionen beinhalteten u. a.<br />

Polytrauma, Harnwegsobstruktion und<br />

Kopftrauma. Das Besondere war, dass die<br />

Teilnehmenden nicht nur über Live-Fragen,<br />

die sie beantworten konnten, in die Fälle<br />

eingebunden wurden, sondern auch selbst<br />

Vorschläge zum weiteren Vorgehen über<br />

die Tastatur eingeben konnten, die dann<br />

für alle sichtbar waren. Auf diese Weise<br />

handelte es sich um eine interaktive Veranstaltung<br />

von besonderer Intensität.<br />

Paralleler Stream für TFA<br />

Am ersten Veranstaltungstag wurde in<br />

einem parallelen Livestream die Fortbildung<br />

für Tiermedizinische Fachangestellte<br />

durchgeführt – ebenfalls zum Schwerpunktthema<br />

Notfallmedizin. Nach der Be-<br />

Auf der virtuellen Messe präsentierten sich Aussteller und Sponsoren, hier der Hauptsponsor Hill’s.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 23


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

Virtuelle Industrieausstellung<br />

Ein wichtiger und für die Teilnehmer immer<br />

besonders anziehender Teil der Thementage<br />

ist die Industrieausstellung.<br />

Auch im Rahmen der Online-Tagung fand<br />

eine Industrieausstellung statt – und zwar<br />

virtuell. Sponsoren und Aussteller boten<br />

in der Online-Ausstellung an ihren virtuellen<br />

Ständen Informationen, Videos und<br />

die Möglichkeit zum Chat mit Repräsentanten<br />

der jeweiligen Firmen an. Dieses<br />

Angebot wurde sehr gut genutzt – an jedem<br />

Stand waren mehrere Hundert Aufrufe<br />

zu verzeichnen.<br />

Auch Laboklin war mit einem Messestand vertreten.<br />

grüßung durch Yvonne Lambach führte<br />

Christina Wolf (Brunsbüttel) souverän und<br />

engagiert durch das Programm, bei dem es<br />

insbesondere um die Aufgaben der TFA bei<br />

Geburtshilfe und Kaiserschnitt, bei Herznotfällen<br />

und auf dem Gebiet der Neonatologie<br />

ging.<br />

Dank an Sponsoren, Aussteller<br />

und alle Beteiligten<br />

So war die erste Online-Katzentagung ein<br />

voller Erfolg! Ein großes Dankeschön geht<br />

an die Aussteller und Sponsoren sowie den<br />

Hauptsponsor Hill’s Pet Nutrition für die<br />

großzügige Unterstützung der Tagung.<br />

Aber auch den Tagungsleiterinnen, den Referenten,<br />

Moderatoren und allen Teilnehmern<br />

gebührt Dank dafür, dass sie sich auf<br />

dieses Experiment eingelassen haben!<br />

Die nächsten Thementage Katze finden<br />

im Rahmen des Nordrhein-Westfälischen<br />

Tierärztetages vom 11. bis 12. September<br />

2021 in Dortmund statt.<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

Abbildungen: <strong>DVG</strong><br />

•<br />

Virtueller Messestand von MSD.<br />

24<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR KLEINTIERMEDIZIN (DGK-<strong>DVG</strong>)<br />

ExpertInnen für Kleinsäuger oder Katze gesucht?<br />

Um Tierhalterinnen und Tierhaltern eine<br />

Orientierung bei der Suche nach ExpertInnen<br />

für Kleinsäuger sowie für Katzen zu<br />

bieten, haben die Arbeitsgruppen „Kleinsäuger“<br />

sowie „Katzenmedizin“ der DGK-<br />

<strong>DVG</strong> entsprechende Listen erstellt. Diese<br />

Listen enthalten die Adressen und Kontaktdaten<br />

von Kolleginnen und Kollegen,<br />

die die Besonderheiten der jeweiligen Tierarten<br />

kennen, ihre Qualifikation zu deren<br />

Behandlung nachgewiesen haben und sich<br />

regelmäßig fortbilden müssen. Zudem<br />

verpflichten sich die TierärztInnen auf der<br />

Liste der AG Katzenmedizin, in ihrer Praxis<br />

grundlegende Maßnahmen zur katzenfreundlichen<br />

Behandlung zu etablieren.<br />

Die Listen erheben keinen Anspruch<br />

auf Vollständigkeit, da sich nicht jede/r<br />

qualifizierte TierärztIn auch um Aufnahme<br />

in die Listen bemüht. Die Listen sind nach<br />

Postleitzahlen geordnet, um die Suche zu<br />

erleichtern.<br />

Perspektivisch ist geplant, die derzeitigen<br />

pdf-Listen durch eine Suchmaschine<br />

zu ersetzen, die nach Postleitzahlen, Namen<br />

oder der nächst gelegenen Praxis/Klinik<br />

etc. suchen kann.<br />

Zu beiden Listen führen Links von der<br />

Startseite der <strong>DVG</strong> unter (bitte auf der Seite<br />

nach unten scrollen):<br />

https://www.dvg.de<br />

•<br />

Oder direkt zur jeweiligen Liste über die<br />

QR-Codes:<br />

Liste mit ExpertInnen<br />

der AG Kleinsäuger:<br />

Liste mit ExpertInnen<br />

der AG Katzenmedizin:<br />

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR KLEINTIERMEDIZIN (DGK-<strong>DVG</strong>)<br />

Neue Webseite der AG Kleinsäuger<br />

Die AG Kleinsäuger der DGK-<strong>DVG</strong> hat seit einigen Monaten einen eigenen Webauftritt.<br />

Neben der Liste mit Kleinsäugerspezialisten, die sowohl für Tierhalter als auch Kolleginnen<br />

und Kollegen relevant ist, finden sich dort u. a. Informationen zu den Vorteilen<br />

einer Mitgliedschaft in der AG sowie Terminhinweise. Ein Log in-Bereich ist für Mitglieder<br />

der AG vorgesehen. Die Seite ist responsiv, passt sich also dem jeweiligen Endgerät<br />

an. q https://www.dvg-kleinsaeuger.de/<br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 25


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

FACHGRUPPE „VETERINÄRMEDIZINISCHE ANÄSTHESIE, INTENSIVMEDIZIN,<br />

NOTFALLMEDIZIN UND SCHMERZTHERAPIE (VAINS)“<br />

Fachgruppe VAINS – Helden in der Krise<br />

Die <strong>DVG</strong>-Fachgruppe VAINS (Veterinärmedizinische<br />

Anästhesie, Intensivmedizin,<br />

Notfallmedizin und Schmerztherapie) wurde<br />

vom F.A.Z.-Institut für ihr gesellschaftliches<br />

Engagement in der Corona-Krise<br />

zusammen mit weiteren Institutionen,<br />

Personen und Unternehmen als „Helden in<br />

der Krise“ ausgezeichnet!<br />

VAINS hatte zu Beginn der Pandemie,<br />

als noch nicht absehbar war, ob für alle beatmungspflichtigen<br />

Patienten ein Beatmungsgerät<br />

zur Verfügung stehen wird,<br />

über die <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle einen Aufruf<br />

an Praxen und Kliniken gestartet. Dieser<br />

Aufruf enthielt die Bitte sich zu melden,<br />

falls Beatmungsgeräte für die Humanmedizin<br />

zur Verfügung gestellt werden können.<br />

Innerhalb weniger Tage meldeten sich<br />

etliche Kolleginnen und Kollegen. Das<br />

<strong>DVG</strong>-Team dankt der Fachgruppe für diese<br />

Initiative und gratuliert herzlich!! •<br />

Weitere Infos zu „Helden in der Krise“:<br />

https://www.faz.net/asv/helden-der-krise/<br />

FACHGRUPPE „GEFLÜGELKRANKHEITEN“<br />

98. und 99. Fachgespräch über Geflügelkrankheiten<br />

Die Fachgruppe „Geflügelkrankheiten“<br />

führt zweimal pro Jahr ein „Fachgespräch<br />

über Geflügelkrankheiten“ in Hannover<br />

durch. Diese im gesamten deutschsprachigen<br />

Raum viel beachtete Tagung ist mit<br />

jeweils etwa 200 Teilnehmern aus Wissenschaft,<br />

Praxis, Behörden und Industrie<br />

stets gut besucht. Ins Leben gerufen wurde<br />

die Tagung im Jahr 1967 durch Prof. Dr.<br />

Dr. h.c. Otfried Siegmann, dem Leiter der<br />

Klinik für Geflügel der Tierärztlichen Hochschule<br />

Hannover von 1966 bis 1992 und<br />

langjährigen Leiter der Fachgruppe „Geflügelkrankheiten“.<br />

Und so standen in diesem Jahr bereits<br />

das 98. und 99. Fachgespräch an. Das 98.<br />

Fachgespräch sollte im Mai stattfinden und<br />

musste pandemiebedingt abgesagt werden.<br />

Beide Gespräche wurden daher vom<br />

12. bis 14. November direkt hintereinander<br />

als Onlinetagungen durchgeführt. Die Vorträge<br />

wurden live gehalten und per Internet<br />

übertragen. Die Möglichkeit, Fragen per<br />

Chat zu stellen, wurde rege genutzt.<br />

Tagungs- und Fachgruppenleiterin<br />

Prof. Dr. Silke Rautenschlein (Hannover),<br />

freute sich, schon zu Beginn der ersten<br />

Session mehr als 170 eingeloggte Teilnehmer<br />

begrüßen zu dürfen. Insgesamt nahmen<br />

an beiden Tagungen je etwa 250 Kolleginnen<br />

und Kollegen teil. Nachdem auch<br />

der Vizepräsident der <strong>DVG</strong>, Prof. Dr. Arwid<br />

Daugschies (Leipzig), Grußworte gesprochen<br />

hatte, starteten die Vorträge, die sich<br />

mit aktuellen Themen aus der Geflügelmedizin<br />

befassten.<br />

Das 100. Geflügelfachgespräch wird<br />

vom 1. bis 2. Juli 2021 stattfinden und ist<br />

als Präsenztagung in Hannover geplant.<br />

Dort wird auch der erstmals ausgeschriebene<br />

Otfried-Siegmann-Preis der <strong>DVG</strong>, der<br />

von der AniCon Labor GmbH gestiftet wird,<br />

verliehen werden. Noch bis zum 15. Januar<br />

2021 können Bewerbungen eingereicht<br />

werden (Ausschreibung siehe Seite 46).<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

•<br />

Tagungsleiterin Prof. Dr. Silke Rautenschlein begrüßte die Teilnehmer.<br />

Auch der Vizepräsident der <strong>DVG</strong>, Prof. Dr. Arwid Daugschies, sprach<br />

Grußworte. Abbildungen: <strong>DVG</strong><br />

26<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

Thementage DGK-<strong>DVG</strong><br />

22. - 24.01.2021 • <strong>ONLINE</strong>-TAGUNG<br />

Tagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe<br />

DGK-<strong>DVG</strong> (Kleintiere)<br />

Blasse Schleimhäute! Anämie und andere Bluterkrankungen<br />

AG Kleinsäuger<br />

der DGK-<strong>DVG</strong><br />

Tagung der DGK-<strong>DVG</strong>-Arbeitsgruppe<br />

Kleinsäuger<br />

Respirationstrakt & Otitis<br />

Vorträge • TFA-Programm • Virtuelle Industrieausstellung •<br />

Seminare zu Röntgenaktualisierung • Zytologie • Heimtier-Röntgen • Intern. Fälle • Zähne<br />

2021<br />

Online<br />

2021<br />

Online<br />

©Happy monkey_AdobeStock_111140869<br />

Online-Anmeldung unter www.dvg.de<br />

<strong>DVG</strong> Service GmbH • Friedrichstr 17 • 35392 Gießen<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 27


ARBEITSGEBIET:<br />

GRUNDLAGENWISSENSCHAFTEN<br />

FACHGRUPPE „GESCHICHTE DER VETERINÄRMEDIZIN“<br />

Was gibt es Neues aus der Fachgruppe Geschichte?<br />

Apropos Geschichte<br />

Im Jahr 1887 forderte der erst 26-jährige<br />

Wiener Tiermediziner und spätere Professor<br />

für Vieh- und Fleischbeschau August<br />

Postolka (1861–1922) die Kollegenschaft<br />

seiner Zeit eindringlich dazu auf, sich mit<br />

dem Thema Geschichte auseinanderzusetzen.<br />

Dabei ging es ihm nicht allein um<br />

den von mir unterstrichenen Satzteil zur<br />

Fachgeschichte im engeren Sinn, der bisher<br />

am häufigsten und meist auch falsch<br />

zitiert wurde. Es ging ihm um viel mehr: Er<br />

wendet sich ganz allgemein dagegen, frühere<br />

positive oder negative Forschungsergebnisse<br />

zu ignorieren:<br />

„Wer die allgemeine Geschichte nicht<br />

kennt, hat keinen Antheil an der allgemeinen<br />

geistigen Welt, und wer von der Geschichte<br />

seines Faches nichts weiss, ist ein<br />

Fremdling in seinem eigenen Hause. Indem<br />

er sich vollkommen selbstständig dünkt und<br />

in Berücksichtigung des Neuen das Alte<br />

übersieht, kommt er gerade umgekehrt dahin,<br />

jeden selbstständigen Halt zu verlieren,<br />

der nur Jenem gegeben ist, welcher auf dem<br />

erhöhten Standpunkt der Resultate der Vergangenheit<br />

und Gegenwart steht. Wer nichts<br />

von der Geschichte seines Faches weiss, ist<br />

stets der Gefahr des Irrens ausgesetzt. Er findet<br />

Vieles neu, was seinem bisherigen Wirkungskreise<br />

fern war, er hält gar manches<br />

für gut, was er vielleicht verwerfen würde,<br />

wenn er wüsste, dass Andere vor ihm dasselbe<br />

schon verwarfen, dass Andere sich schon<br />

darin irrten; es entgeht ihm somit zum mindesten<br />

der Vortheil, an den Fehlern Anderer<br />

zu lernen.<br />

Wie sehr es nöthig ist, diese alte Wahrheit<br />

immer und immer zu verkünden, beweisen<br />

die zahllosen Verirrungen, deren Augenzeugen<br />

wir nicht sein würden, hätten Jene,<br />

die sie begehen, den Geist der Geschichte erfasst<br />

und beherzigt.“ (siehe Abb. 1b & c) 1<br />

Diese nachdenklichen Sätze aus Postolkas<br />

„Geschichte der Thierheilkunde“ (Wien<br />

1887, siehe Abb. 1a) haben Anfang des 21.<br />

Jahrhunderts nichts an Aktualität verloren.<br />

Ganz im Gegenteil, sie reflektieren bittere<br />

Wahrheit und die Situation, in der sich<br />

die Forschung und Lehre heute befinden.<br />

Was nicht im „Netz“ zu finden ist, das gibt<br />

es auch nicht, und der orthodoxe Glaube<br />

an Impactfaktoren konterkariert jede Kritikfähigkeit.<br />

2 Folge von beidem ist, dass<br />

bei Literaturrecherchen nur mehr ein sehr<br />

begrenzter Teil der für eine Forschungsarbeit<br />

relevanten Literatur Berücksichtigung<br />

findet.<br />

1 August Postolka (1887): Geschichte der<br />

Thierheilkunde von Ihren Anfängen bis auf die<br />

Jetztzeit. Perles: Wien, S. 3–4.<br />

2 Vgl. Bruno S. Frey, Margit Osterloh (2017):<br />

Absurde Mess-Manie. Bei der Leistungsbeurteilung<br />

von Wissenschaftlern spielt der<br />

Impact-Faktor eine essenzielle Rolle.<br />

Unsinnig – für Wissenschaft und eigene<br />

Karriere. In: Forschung & Lehre 10/17.<br />

Abb. 1 a–c: August Postolkas „Geschichte der Thierheilkunde“ aus dem Jahr 1887, heute sowohl als<br />

Classic Reprint als auch online jedermann zugänglich (Classic Reprint Series, Forgotten Books). - Volltext<br />

unter https://archive.org/details/geschichtederth00postgoog/page/n5/mode/2up<br />

28<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

GRUNDLAGENWISSENSCHAFTEN<br />

War August Postolka ein Idealist oder<br />

Visionär? Sicherlich beides im positiven<br />

Sinne. Seine Vita ist die eines zeitlebens<br />

um wissenschaftliche Korrektheit, aber<br />

auch Praxisnähe bemühten Tierarztes:<br />

Spross einer Wiener Buchdruckerfamilie<br />

trat Postolka 1879 in das Militär-Thierarznei-Institut<br />

in Wien ein, erhielt 1883 das<br />

tierärztliche Diplom, praktizierte 1883–<br />

1885 bei der Fürst Salmschen Güterverwaltung<br />

in Mähren, war dann 1885–1912 als<br />

Amtstierarzt der Gemeinde Wien tätig, zuletzt<br />

Vizedirektor des Veterinäramtes. Im<br />

Jahr 1900 wurde er an der Tierärztlichen<br />

Hochschule in Wien zum Honorardozenten,<br />

1907 zum a. o. Prof. und 1922 zum<br />

o. Prof. für Fleischhygiene ernannt. Ab 1912<br />

war Postolka auch Honorardozent für Geschichte<br />

der Veterinärmedizin. 3 Im Alter<br />

von 49 Jahren wurde er 1910 in Bern mit<br />

einer Arbeit über den Muskelriss (Fragmentatio<br />

musculorum) zum Dr. med. vet.<br />

promoviert. 4<br />

3 Österreichisches Biographisches Lexikon<br />

1815–1950, Bd. 8 (Lfg. 38, 1981), S. 226. https://<br />

www.biographien.ac.at/oebl/oebl_P/<br />

Postolka_August_1861_1922.xml<br />

4 https://www.yumpu.com/de/document/<br />

read/20018327/jahresverzeichnis-der-schweizerischen-hochschulschriften-geni<br />

Tagungsband 2019 erschienen<br />

Das Engagement August Postolkas als<br />

Amtstierarzt und Veterinärhistoriograph<br />

leitet über zum Hier und Heute. Auch die<br />

<strong>DVG</strong>-Fachgruppe Geschichte hat in ihren<br />

Reihen viele Amtsveterinäre, die sich<br />

nebenberuflich mit der Geschichte der<br />

Tiermedizin beschäftigen und auf jeder<br />

Jahrestagung mit wissenschaftlichen Beiträgen<br />

präsent sind. Der Mitte des Jahres<br />

erschienene Tagungsband der 20. Jahrestagung<br />

der Fachgruppe, die am 15. und 16.<br />

November 2019 im Estrel Congress Center<br />

in Berlin stattgefunden hat, legt davon erneut<br />

ein beredtes Zeugnis ab. Der Band<br />

hat einen Umfang von 291 Seiten mit über<br />

150 Abbildungen und ist über die <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

oder den Buchhandel zu beziehen<br />

(ISBN 978-3-86345-547-7, siehe auch<br />

Seite 57).<br />

„Zukunft braucht Vergangenheit: Die Bedeutung<br />

der Geschichtsforschung für die<br />

Tiermedizin“ lautet der Titel des Bandes. In<br />

28 Beiträgen versuchen Wissenschaftler/<br />

innen aus dem In- und Ausland (NL, CH, FL,<br />

SLO, TR) die thematische Vielfalt der Aspekte<br />

aufzuzeigen, welche die Veterinärhistoriographie<br />

für das (Selbst)Verständnis der<br />

Tiermedizin und ihrer Disziplinen sowie<br />

ihrer Fachgesellschaften und Berufsverbände<br />

beitragen kann. Vor allem in Anbetracht<br />

der global veränderten Mensch-Tier-Beziehungen<br />

und der zunehmenden Spezialisierung<br />

in allen tierärztlichen Arbeitsgebieten<br />

muss es in der Verantwortung aller Tierärztinnen<br />

und Tierärzte liegen, sich dem historisch-sachlichen<br />

Diskurs in ihren Verantwortungsbereichen<br />

zu stellen. 5<br />

Es bräuchte an dieser Stelle eigentlich<br />

nicht extra betont werden, dass diese seit<br />

1994 kontinuierlich publizierten <strong>DVG</strong>-Geschichtsbände<br />

die von den Autoren post<br />

congressum überarbeiteten, meist auch<br />

erheblich erweiterten und dann vom Herausgeber<br />

redigierten Schriftfassungen der<br />

Vorträge als Volltexte enthalten, denn<br />

„eine Rede ist keine Schreibe“. Diese <strong>DVG</strong>-<br />

Bände sind ein unverzichtbares Publikationsorgan<br />

für die Veterinärhistoriographie<br />

geworden.<br />

5 Siehe Johann Schäffer (<strong>2020</strong>): Zum Geleit. In:<br />

Johann Schäffer (Hrsg.): Zukunft braucht<br />

Vergangenheit. Die Bedeutung der<br />

Geschichtsforschung für die Tiermedizin<br />

[Tagungsband der 20. Jahrestagung der<br />

<strong>DVG</strong>-Fachgruppe Geschichte]. Verlag der <strong>DVG</strong><br />

Service GmbH: Gießen, 7–10, hier 7.<br />

6 Vgl. Georg Möllers, Michael Schimanski (<strong>2020</strong>):<br />

Wider das Vergessen: Datenbank „Jüdische<br />

Tierärzte und Studierende in der NS-Zeit“ (BTK).<br />

In: Johann Schäffer (Hrsg.): Zukunft braucht<br />

Vergangenheit. Die Bedeutung der Geschichtsforschung<br />

für die Tiermedizin [20. Jahrestagung<br />

der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe Geschichte].<br />

Verlag der <strong>DVG</strong> Service GmbH: Gießen, 108–112.<br />

Abb. 2: Der Tagungsband zur 20. Jahrestagung<br />

der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe Geschichte ist erschienen,<br />

291 Seiten, über 150 Abbildungen<br />

(ISBN 978-3-86345-547-7, zu beziehen über die<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle).<br />

Datenbank „Jüdische Tierärzte“<br />

der BTK ist online<br />

Die Datenbank „Jüdische Tierärzte und Studierende<br />

in der NS-Zeit“ wurde zum dauerhaften<br />

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus<br />

im Bereich der Tiermedizin<br />

angelegt. Sie enthält biografische Informationen<br />

zu Tierärzten und Studierenden<br />

der Tiermedizin sowie deren Angehörigen,<br />

die im Zeitraum zwischen 1933 und 1945<br />

im Deutschen Reich lebten und wegen<br />

ihrer jüdischen Glaubenszugehörigkeit<br />

oder Abstammung verfolgt wurden. 6 Wie<br />

wichtig die Einrichtung einer solchen virtuellen<br />

Gedenkstätte ist, zeigt auch eine<br />

Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg,<br />

die sich dem Thema „Ende der<br />

Zeitzeugenschaft“ zugewendet hat. 7<br />

Die Einrichtung dieser Datenbank ist<br />

eine Initiative der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe Geschichte<br />

und sie erfolgte auf der Grundlage<br />

einer Vereinbarung zwischen der <strong>DVG</strong><br />

und der Bundestierärztekammer vom 17.<br />

Juli 2019, jeweils vertreten durch ihre Ge-<br />

7 Vgl. Olav Przybilla (<strong>2020</strong>): Wenn das Vergessen<br />

droht. Die Ausstellung „Ende der<br />

Zeitzeugenschaft?“ in der KZ-Gedenkstätte<br />

Flossenbürg versucht, die historische<br />

Bedeutung von Überlebenden des Holocaust<br />

für die Erforschung von NS-Verbrechen zu<br />

beleuchten. In: Süddeutsche Zeitung Nr. 242<br />

vom 20. Okt. <strong>2020</strong>, S. R10.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 29


ARBEITSGEBIET:<br />

GRUNDLAGENWISSENSCHAFTEN<br />

schäftsführerinnen, PD. Dr. Susanne Alldinger<br />

und Dr. Katharina Freytag. Auslöser<br />

zum Aufbau einer solchen Datenbank war<br />

die große Resonanz auf einen von Georg<br />

Möllers und Michael Schimanski veröffentlichten<br />

Artikel im Deutschen Tierärzteblatt<br />

2/2019 über das Erlöschen der Approbationen<br />

jüdischer Tierärzte vor 80 Jahren. 8<br />

Diese beiden Kollegen – ehemalige Promovenden<br />

des Fachgruppenleiters – haben<br />

in akribischer Feinarbeit mittlerweile Informationen<br />

zu mehr als 140 Tiermedizinern<br />

zusammengetragen, darunter auch eine<br />

Tierärztin. Zugang zu dieser seit 9. November<br />

<strong>2020</strong> freigeschalteten Datenbank auf<br />

der Homepage der BTK erhält man über<br />

eine neben „Suche“ platzierten Schwarzen<br />

Schleife und den Begriff „NS-Schicksale“<br />

mit einem Einführungstext. Grundlage der<br />

Datenbank ist die 2002 erschienene Dissertation<br />

von Georg Möllers über „Jüdische<br />

Tierärzte im Deutschen Reich in der Zeit<br />

von 1918 bis 1945“ (FG Geschichte, TiHo<br />

Abb. 3: Im Anschluss an ihren Vortrag am 16.<br />

November 2019 im ECC Berlin bedankten sich<br />

Dr. Georg Möllers (rechts) und Dr. Michael<br />

Schimanski (links) sehr herzlich bei Frau Dr.<br />

Susanne Platt für ihr großartiges Engagement<br />

bei der Planung und Realisierung dieses für<br />

die Tierärzteschaft wichtigen Projekts einer<br />

Datenbank „Jüdische Tierärzte und Studierende<br />

in der NS-Zeit“ (Photo: Dirk Löwke, 2019). 10<br />

Abb. 4: Call for Papers für die 21. Jahrestagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe Geschichte<br />

(Quelle: www.vethis.de, Folie: J. Schäffer <strong>2020</strong>).<br />

Hannover). Zwischenzeitlich konnten zu<br />

etlichen Biographien zusätzliche Informationen<br />

gewonnen und bisher unklare<br />

Schicksale aufgeklärt werden. 9 Gegenwärtig<br />

sieht es so aus, dass sich die Zahl bisher<br />

unbekannter jüdischer Tierärzte noch<br />

vergrößern dürfte.<br />

Auch an dieser Stelle möchte sich die<br />

<strong>DVG</strong>-Fachgruppe Geschichte sehr herzlich<br />

bei der Chefredakteurin des Deutschen<br />

Tierärzteblattes bedanken. Frau Dr. Susanne<br />

Platt hat sich von Anbeginn der Planung<br />

dieser Datenbank mit großem Elan und<br />

Ideenreichtum in dieses für die Tierärzteschaft<br />

wichtige Geschichtsprojekt eingebracht<br />

(siehe Abb. 3).<br />

8 Möllers, Georg, Schimanski, Michael (2019):<br />

„Der jüdische Tierarzt hat alles zurückzulassen“-<br />

Das Erlöschen der Approbationen<br />

jüdischer Tierärzte im Nationalsozialismus.<br />

In: Deutsches Tierärzteblatt 67 (2), 188–191.<br />

9 Z. B. Georg Möllers (2018): Jüdische Tierärzte<br />

im Deutschen Reich: eine Nachlese. In:<br />

Johann Schäffer (Hrsg.): Veterinärmedizin und<br />

Nationalsozialismus in Europa: Stand und<br />

Perspektiven der Forschung [19. Jahrestagung<br />

der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe Geschichte]. Verlag der<br />

<strong>DVG</strong> Service GmbH: Gießen, 90 – 104.<br />

10 Vgl. Schäffer <strong>2020</strong> (wie Anm. 5), S. 9.<br />

Kongressvorschau: Von<br />

Gutenberg bis Facebook:<br />

Tiermedizin in den Medien<br />

Die nächste und damit 21. Fachgruppentagung<br />

wird – so Corona will – am 19. und 20.<br />

November 2021 im Estrel Congress Center<br />

Berlin stattfinden. Das Rahmenthema der<br />

Tagung lautet: „Von Gutenberg bis Facebook:<br />

Tiermedizin in den Medien“. Ziel dieser<br />

Tagung ist es, den verzweigten und facettenreichen<br />

Weg zu erkunden, den die<br />

Tiermedizin in den verschiedenen Bereichen<br />

der Kommunikationskultur seit der<br />

Erfindung des Buchdrucks bis in die So cial<br />

Media der Gegenwart gegangen ist (siehe<br />

Abb. 4).<br />

Bis Ende des 18. Jahrhunderts ließen<br />

sich fachliche Inhalte und Nachrichten aus<br />

Wissenschaft und Praxis nur über die<br />

Printmedien Buch und Plakat verbreiten.<br />

Periodisch erscheinende Fachzeitschriften<br />

für Tiermedizin wurden erst Anfang des 19.<br />

Jahrhunderts gegründet. Für die Tiermedizin<br />

ist das Schweizer Archiv für Tierheilkunde<br />

(*1816) das älteste Periodikum der<br />

Welt. Audiovisuelle Medien wie Film, Hörfunk<br />

und Fernsehen prägten die Medienkultur<br />

in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.<br />

Das Internet als die jüngste und<br />

30<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

GRUNDLAGENWISSENSCHAFTEN<br />

heute allgegenwärtige Erfindung der Medienkultur<br />

vereint alle bisher dagewesenen<br />

Möglichkeiten zur Kommunikation<br />

für die Aus-, Fort- und Weiterbildung, die<br />

Einrichtung von Online-Sprechstunden für<br />

Tierärzte und vieles andere mehr. Zwar in<br />

der zarten Hoffnung, dass bis zum Herbst<br />

nächsten Jahres die Coronaviruspandemie<br />

eingedämmt sein könnte, eröffnet sich gerade<br />

aus diesem Blickwinkel heraus aber<br />

auch ein breites zeitgeschichtliches Themenspektrum.<br />

Die Coronakrise hat die<br />

Kommunikationskultur auf allen Gebieten<br />

und in allen Bereichen der Tiermedizin<br />

nachhaltig verändert. „Webinar“ könnte<br />

das Wort des Jahres <strong>2020</strong> werden.<br />

Zu guter Letzt<br />

Anlässlich des 175-jährigen Bestehens der<br />

Berliner Tierärztlichen Gesellschaft (BTG,<br />

*1845) hat der Fachgruppenleiter am 11.<br />

November <strong>2020</strong> ein 45-minütiges Online-Seminar<br />

zum Thema „Tiermedizin im<br />

Vormärz“ abgehalten. Diese virtuelle Festveranstaltung<br />

wurde vom Vorsitzenden<br />

der Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Marcus<br />

Doherr, organisiert und geleitet.<br />

Die Homepage der Fachgruppe Geschichte<br />

www.vethis.de wird derzeit<br />

grundlegend überarbeitet und soll mit<br />

neuem Layout und einem erweiterten Informationsangebot<br />

bis Ende des Jahres<br />

online gehen. Ehrenamtlicher Administra-<br />

Call for Abstracts zur Tagung der Fachgruppe<br />

Geschichte am 19. und 20.11.2021<br />

Deadline: 26. April 2021 – siehe Seite 20<br />

tor der Homepage ist seit vielen Jahren<br />

Dirk Löwke aus Friedeburg.<br />

Univ.-Prof. Dr. Dr. Johann Schäffer (i. R.)<br />

Leiter der Fachgruppe „Geschichte der<br />

Veterinärmedizin“<br />

www.vethis.de<br />

•<br />

Ziervögel<br />

Zoovögel<br />

4. Jahrestagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe<br />

Zier-, Zoo- und Wildvögel, Reptilien,<br />

Amphibien und Fische ZZWRAF<br />

4. – 6. März 2021 online<br />

2021<br />

Online<br />

Wildvögel<br />

Reptilien<br />

Schwerpunktthemen & Programm<br />

Infektionserkrankungen Borna • Usutu • West Nile<br />

Mensch-Tier-Beziehungen, Verhalten, Tierschutz<br />

Vortragsveranstaltung • Online-Workshops • Preisverleihungen<br />

Amphibien<br />

Fische<br />

Online-Anmeldung<br />

www.dvg.de • <strong>DVG</strong> Service GmbH • Friedrichstr 17 • <strong>DVG</strong>-Forum 35392 Gießen02/<strong>2020</strong> 31


JETZT NEU<br />

SENTA (4),<br />

VERDAUUNGSSTÖRUNG<br />

seit vier Wochen ohne Durchfall<br />

dank DOG INTESTINAL LOW FAT<br />

FACHGRUPPE „TIERERNÄHRUNG“<br />

Vet-Concept fördert<br />

Nachwuchswissenschaftler<br />

Auf der nächsten Jahrestagung der Fachgruppe „Tierernährung“,<br />

die unter dem Dach des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses (18.–<br />

20.11.2021) stattfindet, vergibt die Firma Vet-Concept GmbH &<br />

Co. KG erstmals einen Geldpreis für den besten freien Vortrag<br />

(350 €) sowie das beste Poster (150 €) einer Nachwuchswissenschaftlerin/eines<br />

Nachwuchswissenschaftlers. Die Auswahl<br />

wird hierbei von einem wissenschaftlichen Komitee vorgenommen.<br />

Abstracts können bis zum 26.04.2021 eingereicht werden,<br />

siehe Call for Abstracts auf Seite 20.<br />

Die Fachgruppe „Tierernährung“ wurde 1953 gegründet und<br />

gehört damit zu den am längsten bestehenden Fachgruppen<br />

der <strong>DVG</strong>. Nachdem über einige Jahre keine Aktivitäten zu verzeichnen<br />

waren, ist die Fachgruppe unter der Leitung von Prof.<br />

Dr. Nadine Paßlack (Gießen) und Prof. Dr. Jürgen Zentek (Berlin)<br />

seit 2017 wieder aktiv und führt regelmäßig Veranstaltungen<br />

auf dem <strong>DVG</strong>-Vet-Congress durch. Sie ist zudem am Berlin-Brandenburgischen<br />

Rindertag beteiligt, der seit 2019 ebenfalls<br />

im Rahmen des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses stattfindet.<br />

Auf den Tagungen der Fachgruppe wird jeweils ein breites<br />

Spektrum ernährungsphysiologischer Themen abgedeckt. Beiträge<br />

aus dem Bereich der Ernährung landwirtschaftlicher<br />

Nutztiere, von Pferden, Klein- und Heimtieren sowie Vögeln<br />

finden ihren Platz im Tagungsprogramm.<br />

Auf der Tagung am 17.10.<strong>2020</strong> ging es in mehreren Vorträgen<br />

um die Ernährung von Kleintieren, Ziervögeln und kleinen<br />

Heimtieren. Weitere Vorträge befassten sich u. a. mit der Ernährung<br />

von Pferde, Schweinen, Neuweltkameliden und Straußenküken.<br />

Die <strong>DVG</strong> freut sich sehr über die Aktivitäten dieser Fachgruppe,<br />

die jetzt durch den Preis besonders unterstützt und<br />

gefördert werden und bedankt sich bei der Firma Vet-Concept!<br />

CAT Intestinal Low Fat<br />

für Katzen<br />

Diät-Alleinfuttermittel bei<br />

unzureichender Verdauung<br />

und Resorptionsstörungen<br />

des Darms – exklusiv beim<br />

Tierarzt.<br />

08 00/66 55 320<br />

(Kostenfreie Service-Nummer)<br />

www.vet-concept.com


ARBEITSGEBIET:<br />

INFEKTIONSMEDIZIN UND HYGIENE<br />

FACHGRUPPE „PARASITOLOGIE UND PARASITÄRE KRANKHEITEN“<br />

Call for Abstracts<br />

Liebe Kolleginnen und Kollegen,<br />

wir freuen uns sehr, Sie zur nächsten Jahrestagung<br />

der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Parasitologie<br />

und parasitäre Krankheiten“ nach<br />

Herrsching am Ammersee einzuladen. Die<br />

Tagung wird vom 28. bis 30. Juni 2021<br />

stattfinden.<br />

Das Thema der Tagung lautet: Parasiten:<br />

Alte und neue Herausforderungen<br />

Beiträge aus allen Bereichen der Parasitologie<br />

und zu allen Tierarten sind willkommen:<br />

Biologie, Epidemiologie und Pathogenese,<br />

Immunologie, Klinik und Patholo-<br />

gie, Diagnostik, Therapie und Bekämpfung<br />

von Parasitosen bei Nutz- und Heimtieren,<br />

Vögeln, Fischen, Reptilien und Wildtieren.<br />

Die Präsentation von Ergebnissen aus anwendungsorientierten<br />

Projekten und der<br />

Grundlagenforschung sind in gleichem<br />

Maße erwünscht.<br />

Die Online-Einreichung sowie auch<br />

den Call for Abstracts finden Sie unter:<br />

q https://www.dvg.de, Tagungen, Termine<br />

q Deadline zum Einreichen der Abstracts:<br />

14.03.2021<br />

Tagungsort ist das „Haus der bayerischen<br />

Landwirtschaft“ in Herrsching am Ammersee.<br />

Dort können direkt Zimmer mitgebucht<br />

werden. Alternativ gibt es in der<br />

Nähe mehrere Hotels unterschiedlicher<br />

Preiskategorie.<br />

Die Angehörigen des Lehrstuhls für Experimentelle<br />

Parasitologie der Ludwig-Maximilians-Universität<br />

München sowie die<br />

<strong>DVG</strong> freuen sich auf die gemeinsame Tagung<br />

mit Ihnen!<br />

Mit kollegialen Grüßen<br />

Prof. Dr. Markus Meißner<br />

Lehrstuhl für Experimentelle Parasitologie<br />

LMU München<br />

•<br />

KONSILIARLABORE DER <strong>DVG</strong><br />

Neue Konsiliarlabore<br />

Auf der Delegiertenversammlung der <strong>DVG</strong><br />

im Jahr 2013 wurde die Etablierung von<br />

<strong>DVG</strong>-Konsiliarlaboratorien für Tierseuchen<br />

bzw. Tierkrankheiten, die weder anzeigenoch<br />

meldepflichtig sind oder für die noch<br />

kein Nationales Referenzlabor nach Tierseuchen-<br />

oder Lebensmittelrecht eingerichtet<br />

ist, beschlossen.<br />

Die Ernennung der Labore erfolgt<br />

durch den Vorstand der <strong>DVG</strong> nach Ausschreibung<br />

und Bestenauswahl unter den<br />

Bewerbern. Die fachliche Bewertung der<br />

Anträge erfolgt durch die <strong>DVG</strong>-Kommission<br />

zur Einrichtung von Konsiliarlaboren.<br />

Als bislang jüngste Konsiliarlabore wurden<br />

die Konsiliarlabore für Intestinale Nematoden<br />

bei Tieren sowie für Vibrio spp. in<br />

Lebensmitteln zum 01.07.<strong>2020</strong> ernannt<br />

(Liste mit allen Konsiliarlaboren der <strong>DVG</strong><br />

siehe nebenstehend).<br />

Die Aufgaben der <strong>DVG</strong>-Konsiliarlabore<br />

umfassen u. a. die Qualitätssicherung der<br />

Erregerdiagnostik z. B. durch die Bereitstellung<br />

von Referenzmaterial oder die Durchführung<br />

von Laborvergleichs- und Ringversuchen,<br />

die Weiter- und Neuentwicklung<br />

sowie Validierung diagnostischer Verfahren,<br />

eine Mitwirkung bei der epidemiologischen<br />

Bewertung des Erregers, die Durchführung<br />

von wissenschaftlichen Studien<br />

zum Erreger und die fachliche Beratung der<br />

Tierärzte, Tiergesundheitsdienste, tiermedizinischen<br />

Fachgesellschaften, Veterinärbehörden,<br />

Untersuchungsämter, des Bundesministeriums<br />

für Ernährung und Landwirtschaft,<br />

der Bundesforschungsinstitute<br />

sowie ähnlicher Einrichtungen.<br />

Weitere Informationen:<br />

https://www.dvg.net/konsiliarlabore/<br />

Konsiliarlabore der <strong>DVG</strong><br />

(Stand: 01.07.<strong>2020</strong>)<br />

1. Konsiliarlabor für Methicillin-resistente<br />

Staphylokokken in der tierärztlichen<br />

Praxis und Klinik (kleine Haustiere und<br />

Pferde)<br />

2. Konsiliarlabor für ESBL-bildende Enterobacteriaceae<br />

in der tierärztlichen Praxis<br />

und Klinik (kleine Haustiere und<br />

Pferde)<br />

3. Konsililarlabor für Equine Herpesviren<br />

4. Konsiliarlabor für Intestinale Kokzidien<br />

5. Konsiliarlabor für Kryptosporidien beim<br />

Tier<br />

6. Konsiliarlabor für Porzines reproduktives<br />

und respiratorisches Syndrom (PRRS)-<br />

Virus<br />

7. Konsiliarlabor für Rabbit Haemorrhagic<br />

Disease (RHD)-Virus<br />

8. Konsiliarlabor für Clostridium botulinum/<br />

Botulinumtoxin in Lebensmitteln<br />

9. Konsiliarlabor für Alaria alata mit<br />

Schwerpunkt Lebensmittel<br />

10. Konsiliarlabor für Corynebacterium<br />

pseudotuberculosis<br />

11. Konsiliarlabor für Leptospira spp.<br />

12. Konsiliarlabor für Intestinale Nematoden<br />

bei Tieren<br />

13. Konsiliarlabor für Vibrio spp.in Lebensmitteln<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong> Geschäftsstelle<br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 33


ARBEITSGEBIET:<br />

LEBENSMITTELSICHERHEIT UND VERBRAUCHERSCHUTZ<br />

Arbeitsgebiet Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz<br />

Prof. Dr. Katharina Riehn begrüßte die Teilnehmer zum Seminar „Digitalisierung in der Food Supply Chain“.<br />

Online-Seminare des Arbeitsgebietes<br />

Lebensmittelsicherheit und<br />

Verbraucherschutz<br />

Seit vielen Jahrzehnten führt das Arbeitsgebiet<br />

„Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz“<br />

jährlich in der letzten<br />

Septemberwoche seine Arbeitstagung in<br />

Garmisch-Partenkirchen durch. An dieser<br />

Tagung sind stets alle vier Fachgruppen<br />

des Arbeitsgebietes sowie auch die „Österreichische<br />

Gesellschaft für Tierärzte“ und<br />

die „Schweizerische Tierärztliche Vereinigung<br />

für Lebensmittelsicherheit“ beteiligt.<br />

Im Corona-Jahr <strong>2020</strong> konnte die Tagung<br />

leider nicht stattfinden.<br />

Unter der Federführung von Prof. Dr.<br />

Lüppo Ellerbroek (Berlin) und Prof. Dr.<br />

Katharina Riehn (Hamburg), dem Leiter<br />

sowie der Leiterin der Fachgruppe „Fleischhygiene“<br />

wurden jedoch vier Online -<br />

Seminare angeboten, die auf sehr gute<br />

Resonanz stießen. Die Möglichkeit zu diskutieren<br />

wurde auch im Livestream rege<br />

genutzt.<br />

Am 27.10.<strong>2020</strong> fand das Seminar „Befunderhebung<br />

– Befunderfassung – Befundauswertung<br />

in der Fleischhygiene“<br />

statt. Themen waren Praxis, Probleme und<br />

Chancen der Befunderfassung vor Ort sowie<br />

die Ergebnisse der Befunderfassung an<br />

deutschen Schlachthöfen und ein Schulungskonzept.<br />

Das Seminar Digitalisierung in der<br />

Food Supply Chain (28.10.<strong>2020</strong>) befasste<br />

sich mit dem Datenhandling entlang der<br />

Supply Chain vom Qualitätsmanagement<br />

bis zum Krisenmanagement, mit dem<br />

Schutz von Daten und Informationssystemen<br />

und der Digitalisierung als Chance<br />

sowie mit dem Kontrollmanagement globaler<br />

Warenströme.<br />

Die Teilmobile Schlachtung war Thema<br />

des Seminars am 03.11.<strong>2020</strong>. Anschaulich<br />

wurden die rechtlichen Vorgaben, Handlungsoptionen<br />

(z. B. zugelassener Schlachtraum<br />

auf dem Hof, teilmobile sowie komplett<br />

mobile Schlachteinheiten) und Möglichkeiten<br />

der Umsetzung aufgezeigt.<br />

Am 10.11.<strong>2020</strong> fand das vierte Seminar<br />

statt, in dem es um Saubere Rinder – Kriterien<br />

und Bedeutung für den Schlachtprozess<br />

ging. Kontaminationsquellen im<br />

Rinderschlachtprozess wurden identifiziert<br />

(z. B. Verschmutzung der Schlachtkörper,<br />

bauliche Mängel, Fehler des Personals)<br />

und die Einteilung der Schlachtkörper<br />

in Sauberkeitsklassen dargestellt. Die<br />

Teilnehmer konnten dann anhand von<br />

Fotos diese Einteilung per Live-Umfragen<br />

selbst vornehmen. Das richtige Ergebnis<br />

wurde direkt im Anschluss gezeigt.<br />

Solange Präsenzveranstaltungen noch<br />

nicht möglich sind, bieten die Online-Seminare<br />

eine gute Möglichkeit zur Fortbildung<br />

und um neue Erkenntnisse vorzustellen.<br />

Soweit möglich soll die nächste<br />

Arbeitstagung – dann bereits die 61. – allerdings<br />

wieder in Garmisch stattfinden.<br />

Prof. Dr. Lüppo Ellerbrok führte in das Seminar „Saubere Rinder –Kriterien und Bedeutung für den<br />

Schlachtprozess“ ein.<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong> Geschäftsstelle<br />

Abbildungen: <strong>DVG</strong><br />

•<br />

34<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

ARBEITSKREISE UND AUSSCHÜSSE<br />

ARBEITSKREIS „RESPIRATORISCHES SYSTEM“<br />

Aktuelles aus dem Arbeitskreis „Respiratorisches System“<br />

Der interdisziplinäre Arbeitskreis „Respiratorisches<br />

System“ der <strong>DVG</strong> besteht seit 1999<br />

und plant seinen 23. Workshop für den Juni<br />

2021. Der Arbeitskreis sowie auch der Workshop<br />

sind offen für alle Interessierten, die<br />

sich mit der Pathologie und Pathophysiologie<br />

des respiratorischen Systems unter<br />

vergleichenden Gesichtspunkten beschäftigen.<br />

Die jährlichen Workshops befassen<br />

sich interdisziplinär mit unterschiedlichsten<br />

pneumologischen Themenkomplexen.<br />

Seit vielen Jahren finden sie als offene Veranstaltung<br />

innerhalb der Jahreskongresse<br />

der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie<br />

und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) statt.<br />

Darüber hinaus ist der Arbeitskreis – in Kooperation<br />

mit mehreren DGP-Sektionen –<br />

an der Organisation und Durchführung<br />

weiterer Symposien im Rahmen dieser Kongresse<br />

beteiligt.<br />

Der 23. Workshop und zwei weitere<br />

Symposien sollten bereits in diesem Jahr im<br />

Rahmen des 61. DGP-Kongresses in Leipzig<br />

stattfinden. Doch wie so viele Veranstaltungen<br />

musste auch der Kongress, und somit<br />

der Workshop, auf Grund der Coronavirus-<br />

Pandemie leider abgesagt werden. Aber ein<br />

Ersatztermin im kommenden Jahr ist bereits<br />

festgelegt. Somit sind alle Interessierten<br />

herzlich zum 23. Workshop des Arbeitskreises<br />

am 2. Juni 2021 nach Leipzig eingeladen.<br />

Zum Schwerpunktthema „Lunge und<br />

Leistung“ werden sich wieder Wissenschaftler*innen<br />

aus den unterschiedlichsten<br />

Fachdisziplinen der Human- und<br />

Veterinärmedizin über ihre Forschungsergebnisse<br />

und Erfahrungen austauschen<br />

können. Wie jedes Jahr gehören auch freie<br />

Beiträge aus aktuellen Forschungsprojekten<br />

in das Programm (siehe Link unten).<br />

Innerhalb des DGP-Kongresses, der bis<br />

zum 5. Juni 2021 andauert, ist unser Arbeitskreis<br />

darüber hinaus auch wieder an der<br />

Organisation und Durchführung von zwei<br />

weiteren Symposien beteiligt.<br />

• In Kooperation mit der Sektion 4 der<br />

DGP (Infektiologie und Tuberkulose)<br />

wird ein Symposium mit dem Thema<br />

„Zoonosen von Z bis A“ durchgeführt.<br />

Dabei werden aus human- und veterinärmedizinischer<br />

Sicht bestimmte<br />

Krankheiten (z. B. Q-Fieber) oder speziesunabhängige<br />

Probleme dargestellt,<br />

wie z. B. der Einsatz von Antibiotika.<br />

• Unter dem Motto „Der Mensch in Extremsituationen<br />

6.0“ werden Anpassungen<br />

an verschiedene Lebensbereiche<br />

im direkten Vergleich von Tier und<br />

Mensch betrachtet. Diese sowohl spannende<br />

wie auch unterhaltsame Symposien-Reihe<br />

wird gemeinsam mit der<br />

Sektion Pathophysiologie der DGP<br />

konzipiert. In der nunmehr sechsten<br />

Folge erfahren die Zuhörer Spannendes<br />

zur Leistungslimitation durch Lungenkrankheiten,<br />

oder zum Atmen unter Belastung<br />

(Vergleich Pferd / Mensch).<br />

Wir freuen uns auf einen interessanten<br />

Workshop, spannende Symposien sowie<br />

gute Diskussionen und hoffen, für die Teilnehmer<br />

ergeben sich neue Ansätze für<br />

fachliche Zusammenarbeit und interdisziplinäre<br />

Kooperationen.<br />

Dr. Birgitt Gutbier<br />

Prof. Dr. Martin Rosenbruch<br />

Prof. Dr. Dr. Petra Reinhold<br />

Programm und Informationen zum<br />

23. Workshop: https://www.dvg.de,<br />

Tagungen, Termine<br />

•<br />

Die <strong>DVG</strong> ist auf Facebook!<br />

Auf der Facebook-Seite der <strong>DVG</strong> posten wir z. B. anstehende<br />

Fortbildungen und Kongresse, Deadlines für Calls for Papers,<br />

günstige Frühbuchertarife und Ausschreibungen von Preisen<br />

und Aktuelles in der <strong>DVG</strong>.<br />

Schauen Sie doch mal rein, wir freuen uns über Ihr Feedback<br />

und natürlich auch, wenn Sie Fan werden, liken, teilen und<br />

kommentieren. Ansehen kann man die Seite übrigens auch<br />

ohne eigenen Facebook-Auftritt:<br />

https://www.facebook.com/<strong>DVG</strong>.Deutsche.Veterinaermedizinische.Gesellschaft<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 35


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Fachgruppe<br />

„Anatomie“<br />

In jeder Ausgabe des <strong>DVG</strong>-Forums wirft die<br />

Rubrik „Fachgruppe im Fokus“ den Blick<br />

auf eine Fachgruppe oder andere Gruppierung<br />

innerhalb der <strong>DVG</strong> und stellt deren<br />

Geschichte, Entwicklung und Aktivitäten<br />

vor. In dieser Ausgabe wird die Fachgruppe<br />

„Anatomie“ näher betrachtet.<br />

Die Fachgruppe „Anatomie“ der Deutschen<br />

Veterinärmedizinischen Gesellschaft<br />

(<strong>DVG</strong>) besteht seit 1953 und gehört damit<br />

zu den ersten Fachgruppen der 1951 gegründeten<br />

<strong>DVG</strong>.<br />

Die Fachgruppe führte bislang keine<br />

eigenen Tagungen durch, ist jedoch an<br />

Kongressen der Europäischen Vereinigung<br />

der Veterinäranatomen (European Association<br />

of Veterinary Anatomists, EAVA) beteiligt<br />

und ihre Mitglieder sind mit Beiträgen<br />

auf anderen <strong>DVG</strong>-Tagungen vertreten.<br />

Nach etlichen Jahren, in denen keine<br />

Aktivitäten der Fachgruppe zu verzeichnen<br />

waren, fanden sich 2019 engagierte Mitglieder<br />

zusammen, um die Gruppe neu zu<br />

formieren. In der Folge berief Prof. Dr. Dr.<br />

h.c. Martin Kramer, Präsident der <strong>DVG</strong>, am<br />

19.03.<strong>2020</strong> die erste Fachgruppenversammlung<br />

seit längerer Zeit ein, die anlässlich<br />

der Tagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe<br />

„Physiologie und Biochemie“ in Leipzig<br />

Fachgruppenvorstand und durchgeführte Tagungen<br />

Datum LeiterIn StellvertreterIn<br />

1953 Prof. Dr. Dr. h.c. Hugo Grau (München) (vor 1959 wurden keine Stellvertreter benannt)<br />

1959 Prof. Dr. Richard Nickel (Hannover)<br />

1966 Prof. Dr. August Schummer (Gießen)<br />

1969 Prof. Dr. August Schummer (Gießen) Prof. Dr. Bernd Vollmerhaus (München)<br />

25.01.1974 Prof. Dr. Hermann Goller (Gießen) Prof. Dr. Horst Wissdorf (Hannover)<br />

20.04.1993 Prof. Dr. Helmut Waibl (Hannover) Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Leiser (Gießen)<br />

2011 Prof. Dr. Christiane Pfarrer (Hannover) N.N.<br />

08.09.<strong>2020</strong> Dr. Dora Bernigau (Leipzig) Prof. Dr. Mahtab Bahramsoltani (Berlin)<br />

Tagungen der Fachgruppe / mit Beteiligung der Fachgruppe<br />

Datum Veranstaltung Ort<br />

04.-07.08.1965 Gemeinsamer Kongress der Welt- und der Europäischen<br />

Vereinigung der Veterinäranatomen und Tagung der FG<br />

Anatomie<br />

04.-06.09.1975 10. Kongress der Europäischen Vereinigung der<br />

Veterinäranatomen, Tagung der FG Anatomie<br />

01.-04.09.1976 11. Kongress der Europäischen Vereinigung der Veterinäranatomen,<br />

Tagung der FG Anatomie<br />

30.08.-03.09.1982 14. Kongress der Europäischen Vereinigung der<br />

Veterinäranatomen und 5. Tagung der FG Anatomie<br />

26.-31.08.1984 Arbeitstagung der FG Anatomie mit 15. Kongress der<br />

Europäischen Vereinigung der Veterinäranatomen<br />

24.-29.08.1986 16. Kongress der Europäischen Vereinigung der<br />

Veterinäranatomen / Teilnahme zahlreicher FG-Mitglieder<br />

24.-28.08.1992 19. Kongress der Europäischen Vereinigung der<br />

Veterinäranatomen / Sitzung der Fachgruppe<br />

stattfinden sollte. Pandemiebedingt wurde<br />

die Versammlung online durchgeführt.<br />

Im Anschluss fanden weitere virtuelle Meetings<br />

statt. Auf einer erneuten Online-Fachgruppenversammlung<br />

am 08.09.<strong>2020</strong> wurde<br />

mit Dr. Dora Bernigau (Leipzig) als Leiterin<br />

und Prof. Dr. Mahtab Bahramsoltani<br />

(Berlin) als stellvertretender Leiterin ein<br />

neuer Fachgruppenvorstand gewählt. Die<br />

Fachgruppe hat viele Pläne, u. a. zur Gestal-<br />

tung der Lehre. Damit ist die Fachgruppe<br />

„Anatomie“ wieder aktiv in die <strong>DVG</strong> eingebunden.<br />

Derzeit hat die Fachgruppe 70 Mitglieder,<br />

davon sind 25 Mitglieder stimmberechtigt,<br />

da sie die Fachgruppe als Hauptfachgruppe<br />

gewählt haben.<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

Gießen<br />

Budapest, Ungarn<br />

Madrid, Spanien<br />

Berlin<br />

Utrecht, Niederlande<br />

Budapest, Ungarn<br />

Gent, Belgien<br />

•<br />

Jede Zeit hat etwas Gutes – <strong>2020</strong> und die Fachgruppe „Anatomie“<br />

Was bisher geschah<br />

An den 19. März <strong>2020</strong> wird sich die Fachgruppe<br />

(FG) „Anatomie“ noch lange erinnern.<br />

Und das nicht nur, weil an diesem<br />

Tag nach Langem wieder eine Tagung der<br />

Fachgruppe stattfand.<br />

Aufgrund der Corona-Pandemie, infolge<br />

derer es nicht, wie geplant, in Leipzig<br />

zu einem Präsenztreffen kommen konnte,<br />

entschied man sich spontan, ein virtuelles<br />

Treffen einzuberufen. Auch die ursprünglichen<br />

Themen, die bei der Tagung<br />

bearbeitet werden sollten (u. a. Formaldehydeinsatz<br />

bzw. -alternativen in Forschung<br />

und Lehre), erschienen den Organisator*innen<br />

aus gegebenem Anlass<br />

nicht mehr aktuell. Denn, soviel stand<br />

zum damaligen Zeitpunkt bereits fest, das<br />

bevorstehende Sommersemester würde<br />

an allen Standorten ohne eine Präsenz der<br />

Studierenden beginnen müssen – eine<br />

Tatsache, die uns Lehrende vor allem hinsichtlich<br />

der makroskopischen Anatomie,<br />

die zu großen Teilen ausschließlich durch<br />

36<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Abb. 1: Screenshot aus dem 3. Online-Meeting am 23.04.<strong>2020</strong>; groß im Bild (von l. o. im Uhrzeigersinn): Prof. Dr. Mahtab Bahramsoltani (Berlin),<br />

Prof. Dr. Johanna Plendl (Berlin), Dr. Giuliano Corte (Berlin), Dr. Juliane Rieger (Bern). Kleine Bilder oben (v.l.n.r.): PD Dr. Sven Reese (München),<br />

Prof. Dr. Sabine Käßmeyer (Bern), Prof. Dr. Christoph Mülling (Leipzig), Prof. Dr. Christiane Pfarrer (Hannover), Prof. Dr. Dr. Stefan Arnhold (Gießen),<br />

PD Dr. Daniela Fietz (Gießen), Prof. Dr. Johannes Seeger und Dr. Dora Bernigau (Leipzig). Foto: Bernigau<br />

praktischen Unterricht vermittelt werden<br />

kann, vor eine enorme Herausforderung<br />

stellte.<br />

Daher wurden die interessierten Anatom*innen<br />

mit einem Link zum virtuellen<br />

Konferenzraum sowie mit der geänderten<br />

Tagesordnung versorgt. An dem Online-<br />

Meeting am 19. März nahmen dann elf<br />

Anatom*innen von vier der fünf Standorte<br />

in Deutschland teil und trugen in einer<br />

ersten Gesprächsrunde zunächst einmal<br />

zusammen, welche Themen speziell bei<br />

ihnen im zweiten und vierten Fachsemester<br />

unterrichtet werden. Schnell stellte<br />

sich dabei heraus, dass an jedem Standort<br />

unterschiedlicher Stoff in den einzelnen<br />

Semestern auf dem Plan steht (siehe Tabelle<br />

1). Nicht nur die Themen werden an<br />

den einzelnen Standorten zu unterschiedlichen<br />

Zeiten des vorklinischen Abschnittes<br />

unterrichtet, sondern auch der Beginn<br />

bzw. das Ende des Anatomie-Unterrichts<br />

differiert: Während in Berlin, Hannover<br />

und München in den gesamten vier Semestern<br />

Anatomie auf dem Stundenplan<br />

steht, beginnt Leipzig erst ab dem 2. Fachsemester<br />

(FS), in Gießen haben die Studierenden<br />

dafür im 4. FS keinen Anatomieunterricht<br />

mehr.<br />

Nach dieser ersten Bestandsaufnahme<br />

überlegten sich die Teilnehmenden, wie<br />

ein virtueller Unterricht für die Studierenden<br />

so sinnvoll wie möglich gestaltet werden<br />

könnte. Auch wenn es auf diese Frage<br />

zunächst keine wirklich gute Antwort gab,<br />

so stellte sich heraus, dass alle Institute<br />

bereits über eine nicht unerhebliche Anzahl<br />

an digitalen Materialien verfügten.<br />

Die Spanne reichte hier von Lehrvideos<br />

bis hin zu „echten“ E-Lectures, so dass in<br />

der Gesamtheit zu zahlreichen Themenschwerpunkten<br />

ein sehr guter Grundstock<br />

bestand. Sofort wurde von jedem Teilnehmenden<br />

signalisiert, die bereits vorhandenen<br />

digitalen Lehr- und Lernmaterialien<br />

untereinander nach Klärung der urheberrechtlichen<br />

und technischen Herausforderungen<br />

zu teilen.<br />

Tab.1: Übersicht über die Lehrinhalte im Fach Anatomie an den einzelnen Standorten im 2.<br />

und 4. FS; Gesamtstundenanzahl laut Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und<br />

Tierärzten (TAppV): 224h<br />

Berlin Gießen Hannover Leipzig München<br />

2. FS Situs<br />

Fleischfresser<br />

4. FS Bewegungssystem<br />

Großtiere<br />

Topographie<br />

Kopf<br />

Keine Lehre<br />

mehr<br />

Situs<br />

alle Tierarten<br />

Anatomie<br />

Vogel, Haut<br />

und -anhangsorgane<br />

Bewegungssystem,<br />

Systematik der<br />

Organe (Atmung,<br />

Herz/Kreislaufsystem,<br />

Nervensystem)<br />

Situs alle Tierarten<br />

Systematik der<br />

Organe (Atmung,<br />

Herz, Gastrointestinaltrakt,<br />

Urogenitaltrakt,<br />

Nervensystem<br />

Situs Pferd<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 37


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Abb. 2: Beispiele von 3D-Scans eines Dauerpräparates des caninen Urogenitaltraktes (links) sowie des Ellbogengelenkes (rechts). Foto: Reese<br />

Diesem ersten, sehr konstruktiven Online-Meeting<br />

folgten bisher vier weitere in<br />

regelmäßigen Abständen, in denen jeweils<br />

zu Beginn die Standorte über den Status<br />

Quo berichteten und darüber hinaus die<br />

Pläne für die nächsten Wochen vorstellten<br />

(Abb. 1). An dieser Stelle sei allen Teilnehmenden<br />

ein herzlicher Dank für die sehr<br />

angenehme, freundschaftliche und hilfsbereite<br />

Atmosphäre ausgesprochen! Die<br />

vorher sicherlich von den meisten nicht für<br />

möglich gehaltene Tauschbörse der elektronischen<br />

Medien stellte sich als enorm<br />

hilfreich, zeitersparend und belebend für<br />

die digitale Lehre dar. Wir werden bestimmt<br />

diesen mittlerweile entstandenen<br />

gemeinsamen Pool weiter ausbauen und<br />

auch über die Pandemiezeit hinaus nutzen<br />

können.<br />

Lehre im Sommersemester <strong>2020</strong><br />

Für die Histologie waren wir uns schnell<br />

einig, dass es am wenigsten problematisch<br />

war, den Mikroskopierkurs online<br />

durchzuführen. Die Studierenden aller<br />

Standorte kennen und nutzen bereits seit<br />

Längerem verschiedene Tools zur virtuellen<br />

Mikroskopie und konnten daher das<br />

Studium der mikroskopischen Präparate<br />

mittels dieser Anwendung synchron, das<br />

heißt live, oder aber asynchron, also nach<br />

einer zur Verfügung gestellten digitalen<br />

Anleitung, im Selbststudium zeitunabhängig<br />

fortführen. Da einige Einrichtungen<br />

die gleiche Software für die virtuelle<br />

Mikroskopie nutzen, war es sogar<br />

möglich, annotierte Präparate unter den<br />

Standorten zu teilen, was eine enorme<br />

Aufwandsersparnis bedeutete. Auch die<br />

Vorlesungen in Histologie und Embryologie<br />

wurden digital entweder live online<br />

für die Studierenden gehalten oder aber<br />

als annotierte / vertonte Dateien auf den<br />

standortspezifischen Lernplattformen<br />

zum Streamen bereitgestellt.<br />

Ebenso wie für Histologie und Embryologie<br />

wurden auch die Vorlesungen in der<br />

makroskopischen Anatomie entweder<br />

synchron oder asynchron für die Studierenden<br />

digital aufbereitet und angeboten.<br />

Bereits vorhandene E-Lectures, beispielsweise<br />

zur Vogel- sowie Heimtieranatomie<br />

einer Einrichtung wurden den anderen<br />

zum Streamen zur Verfügung gestellt.<br />

Auch wenn allen klar war und ist, dass<br />

Präparierkurse in Präsenz nicht komplett<br />

durch virtuelle Lehre ersetzt werden können,<br />

boten die verschiedenen Standorte,<br />

da wir ja gar keine andere Option hatten,<br />

den Studierenden diverse digitale Formate<br />

an: Es fanden Videos von Präparatedemonstrationen<br />

ebenso Einzug auf den<br />

Lernplattformen wie verschiedene Lehrvideos,<br />

die entweder schon existierten und<br />

fleißig unter den Standorten getauscht,<br />

oder aber kurzerhand neu und an die derzeitige<br />

Situation angepasst abgefilmt wurden.<br />

Des Weiteren richteten alle Institute<br />

digitale Frageforen oder Online-Sprechstunden<br />

ein, in denen die Studierenden<br />

ihre Fragen an die Dozierenden stellen<br />

konnten. Nicht zuletzt entwarfen einige<br />

Lehrende kurze Quizze zur Wissensüberprüfung<br />

oder gaben den Studierenden zu<br />

jedem Thema verschiedene kleinere Aufgaben<br />

oder Fragen an die Hand, die ihnen<br />

beim Erlernen bzw. Festigen des Stoffes<br />

helfen sollten.<br />

Um den Studierenden für zuhause<br />

auch eine Möglichkeit zu geben, anatomische<br />

Präparate in ihrer dreidimensionalen<br />

Ausdehnung ohne das eigentlich so wichtige<br />

praktische Studium zu „begreifen“,<br />

wurden in den letzten Monaten an zwei<br />

Standorten eine Vielzahl von Dauerpräparaten<br />

mit 3D-Scannern eingescannt, bearbeitet<br />

und als Animationen zur Verfügung<br />

gestellt. Neben der Nutzung dieser<br />

mittlerweile über 700 gescannten Präparate<br />

auf den standortspezifischen Lern-<br />

38<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

plattformen sind ca. 300 Dateien auch über<br />

den Link https://sketchfab.com/vetanat<br />

Munich für alle Interessierten zugänglich.<br />

Ganz nach dem Motto des Titels dieses<br />

Berichtes kann an dieser Stelle erwähnt<br />

werden, dass es neben einem ganz<br />

normalen Alltagslehrbetrieb in den Instituten<br />

nicht möglich gewesen wäre, in so<br />

kurzer Zeit so viele Präparate zu scannen,<br />

da der durchschnittliche Zeitaufwand pro<br />

Präparat mit zwei bis sechs Stunden doch<br />

immens hoch ist (Abb. 2).<br />

Nachdem Studierende nach den Lockerungen<br />

in den Coronaverordnungen<br />

der Länder die Universitäten wieder beschränkt<br />

betreten durften, konnten vier<br />

Standorte unter Einhaltung der AHA-Regeln<br />

und nach Genehmigung ihrer Hygienekonzepte<br />

einige wenige Termine zum<br />

Präparatestudium für Studierende des 2.<br />

(n=1) und 4. FS (n=3) anbieten. Impressionen<br />

aus diesen Kurseinheiten sind in den<br />

Abbildungen 3 und 4 zu sehen. Diese<br />

Crashkurse waren für das 4. FS umso wichtiger,<br />

als dass die Studierenden nach Semesterende<br />

das Physikum ablegen und<br />

laut Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen<br />

und Tierärzten (TAppV) ihre anatomischen<br />

Kenntnisse in Theorie sowie<br />

praktisch am Tierkörper unter Beweis stellen<br />

mussten.<br />

Semesterbegleitende<br />

Wissensüberprüfungen<br />

und Physikum <strong>2020</strong><br />

Natürlich mussten auch die kursimmanenten<br />

Wissensüberprüfungen im Sommersemester<br />

<strong>2020</strong> auf digitale Formate<br />

umgestellt werden. Vier Standorte führten<br />

ihre Testate online über die Lernplattformen<br />

durch, wobei der Bewertungsmechanismus<br />

von einer lediglich vorhandenen<br />

Teilnahmeverpflichtung über ein kumulatives<br />

Sammeln von Punkten bis hin zum<br />

Modus „Bestanden/Nicht bestanden“<br />

reichte. Um den Studierenden eine möglichst<br />

geringe Chance zu bieten, die korrekten<br />

Lösungen nachzuschlagen oder mit<br />

Abb. 3: Situskurs im 4. FS unter Coronabedingungen im Juni <strong>2020</strong> in Leipzig. Foto: Bernigau<br />

ihren Kommiliton*innen zu beraten, wurde<br />

die verfügbare Zeit zur Durchführung<br />

des Tests relativ knapp bemessen. Die Ergebnisse<br />

aus diesen Online-Prüfungen<br />

spiegelten eine Verteilung wider, die mit<br />

den Wissensüberprüfungen während<br />

eines regulären Semesters annähernd vergleichbar<br />

war.<br />

Das Physikum nach dem Sommersemester<br />

<strong>2020</strong> fand an allen Standorten als<br />

Präsenzprüfung statt. Die Anatomie wurde<br />

überall, wie sonst auch, in Kleingruppen<br />

mündlich-theoretisch und mündlich-praktisch<br />

abgehalten. Hier musste lediglich<br />

zum Teil die Anzahl der Prüflinge<br />

pro Prüfer*in bzw. die Anzahl an Prüfer*innen<br />

in einem Saal pandemiebedingt reduziert<br />

werden. Die Prüfung in Histologie<br />

und Embryologie fand an drei Standorten<br />

schriftlich bzw. elektronisch statt, wobei<br />

ein Standort dieses Format neu zum September<br />

<strong>2020</strong> einführte. An den anderen<br />

Einrichtungen wurden die Studierenden in<br />

Kleinstgruppen mündlich zur Histologie<br />

Abb. 4: Präparatestudium im 4. FS unter Coronabedingungen im Juli <strong>2020</strong> in Berlin. Foto: Bahramsoltani<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 39


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

derklaffte. Dies lässt die Annahme zu,<br />

dass die virtuelle Lehre in erster Linie denjenigen<br />

Schwierigkeiten bereitet hat, die<br />

unter regulären Curriculumbedingungen<br />

im mittleren Notenbereich liegen würden<br />

und denen die persönliche Vorort-Betreuung<br />

für ihren Wissenserwerb am meisten<br />

geholfen hätte. Diese Feststellung deckt<br />

sich auch mit den Ergebnissen der studentischen<br />

Evaluierung, die an jedem<br />

Standort durchgeführt wurde. Obwohl der<br />

überwiegende Teil der Studierenden angab,<br />

sich gut bis sehr gut mit digitalen<br />

Lehr- und Lernmaterialien versorgt gefühlt<br />

zu haben, wurde von einem Großteil<br />

der Studierenden der fehlende persönliche<br />

Kontakt zu Dozierenden aber auch<br />

Kommiliton*innen als der größte Nachteil<br />

angesehen.<br />

Abb. 5: Präparatestudium im 3. FS im November <strong>2020</strong> in Gießen. Foto: Arnhold<br />

und Embryologie befragt. Die gemeinsame<br />

Nutzung von Mikroskopen wurde hygienebedingt<br />

natürlich nicht vorgenommen,<br />

sondern die histologischen Präparate<br />

i. d. R. an einem Bildschirm mit dem<br />

Studierenden besprochen.<br />

Auch die Ergebnisse der Physikumsprüfungen<br />

in diesem Jahr ähneln im<br />

Durchschnitt denen der Vorjahre. Jedoch<br />

fiel an allen Standorten auf, dass die<br />

Schere zwischen den sehr leistungsstarken<br />

Studierenden und denen mit gerade<br />

noch ausreichendem bis ungenügendem<br />

Wissen in diesem Jahr weiter auseinan-<br />

Start ins Wintersemester <strong>2020</strong>/21<br />

An allen Standorten hat das Wintersemester<br />

zwischen Mitte Oktober und Anfang<br />

November begonnen. Die Vorbereitungen<br />

für einen Präsenzunterricht unter Pandemiebedingungen<br />

mit der Erstellung und<br />

Genehmigung von Hygienekonzepten,<br />

ggf. Umplanung der Kursinhalte sowie Anpassung<br />

der Gruppengrößen und der damit<br />

verbundenen Herstellung zusätzlicher<br />

Präparate haben alle Einrichtungen den<br />

Sommer über intensiv beschäftigt.<br />

An drei Standorten findet ein Präparatestudium<br />

im Fach Anatomie in Präsenz<br />

in kleinen Gruppen statt (Abb. 5). An<br />

einem Standort musste nach der ersten<br />

Woche Präsenzunterricht die Lehre wieder<br />

auf digital umgestellt werden und ein<br />

Standort führt seit Semesterbeginn die<br />

gesamte Anatomielehre virtuell durch.<br />

Dieser virtuelle Unterricht findet an beiden<br />

Instituten als ein Demonstrationskurs<br />

von Präparaten online synchron<br />

statt, in der 140 bzw. 300 Studierende zeitgleich<br />

eingeloggt sind, über eine Kamera<br />

den Dozierenden bzw. die Präparate sehen<br />

und sich bei Nachfragen über die Chatoder<br />

Audiofunktion in das Meeting einbringen<br />

können (Abb. 6 und 7). Glücklicherweise<br />

funktioniert dies mit einigen<br />

wenigen technischen Herausforderungen<br />

zufriedenstellend gut, auch wenn diese<br />

Online-Kurse in keinster Weise als Ersatz<br />

für ein „echtes“ Präparatestudium fungieren<br />

können.<br />

Der Mikroskopierkurs sowie sämtliche<br />

Vorlesungen in Anatomie und Histologie/Embryologie<br />

werden weiterhin entweder<br />

synchron oder asynchron digital<br />

angeboten.<br />

Abb. 6: Präparatedemonstration via „Zoom“, November <strong>2020</strong>, Leipzig. Foto: Bernigau<br />

40<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Wie es weitergeht<br />

Die Fachgruppe „Anatomie“ hat bei ihrer<br />

letzten virtuellen Sitzung am 08.09.<strong>2020</strong><br />

neben der Durchführung der Lehre unter<br />

Pandemiebedingungen und der Aktualisierung<br />

des Status Quo zu Beginn jedes<br />

künftigen Meetings weiterhin zwei Themen<br />

angesprochen, die in der nahen Zukunft<br />

von der Gruppe bzw. von Untereinheiten<br />

bearbeitet werden:<br />

1. Formalinreduktion in Lehre<br />

und Forschung<br />

Nach derzeitigem Stand wird mit dem<br />

Jahresende 2024 Formalin (neben einigen<br />

weiteren Chemikalien) für die Lehre<br />

und Forschung nach der EU-Biozidverordnung<br />

Nr. 528/2012 verboten. Dieses<br />

drohende Verbot stellt die (Veterinär-)<br />

Anatomischen Institute vor eine derzeit<br />

unlösbar erscheinende Herausforderung.<br />

Denn nach wie vor gibt es bisher<br />

noch keinen adäquaten bzw. gleichwertigen<br />

und zugelassenen Formalin-Ersatz<br />

für die Fixierung und dauerhafte<br />

Lagerung von Feuchtpräparaten. Sicherlich<br />

konnte durch den Einzug der Plastination<br />

und/oder Imprägnierung von<br />

Präparaten mit Polyethylenglykol bereits<br />

bis heute einiges an Formalin in der<br />

Lehre reduziert werden. Dennoch ist es<br />

für bestimmte Dauerpräparate nicht<br />

möglich, sie anders als in Form von<br />

Feuchtpräparaten zu archivieren und<br />

den Studierenden zur Verfügung zu<br />

stellen. An erster Stelle stehen hier die<br />

Präparate, bei denen die Haptik dem lebendigen<br />

Tierkörper so ähnlich wie<br />

möglich sein sollte und die beweglich<br />

sein müssen (Bewegungsapparat, Situspräparate).<br />

Des Weiteren ist eine Unterscheidung<br />

von diffizilen Strukturen (Gefäße,<br />

Nerven) nur an unfixierten oder<br />

aber Feuchtpräparaten möglich. Da das<br />

Thema alle Standorte gleichermaßen<br />

und aktuell betrifft und es auch ursprünglich<br />

auf der Tagesordnung der Tagung<br />

im März aufgeführt war, wird es in<br />

Abb. 7: Präparatedemonstration via „Zoom“, November <strong>2020</strong>, Leipzig. Foto: Bernigau<br />

einer der nächsten Treffen vorgetragen<br />

und diskutiert. Einige Mitarbeiter*innen<br />

der Einrichtungen, hauptsächlich<br />

die Präparator*innen, sind sehr aktiv in<br />

diversen, auch humanmedizinischen,<br />

Arbeitsgruppen zum Formalinersatz<br />

und können hier einen sehr kompetenten<br />

Input liefern.<br />

2. Überlegungen zu einem möglichen<br />

gemeinsamen Curriculum<br />

Wie eingangs bereits erwähnt sind die<br />

Curricula für die Fächer Anatomie, Histologie<br />

und Embryologie an den fünf<br />

deutschen Standorten recht unterschiedlich.<br />

Natürlich gelten als Vorgabe<br />

die Regelungen der TAppV mit 224<br />

Stunden Anatomie und 98 Stunden<br />

Histologie/Embryologie während des<br />

vorklinischen Studienabschnittes. Es<br />

gibt jedoch keine Festlegung, welcher<br />

Anteil der Ausbildung in theoretischer<br />

und praktischer Form gegeben sein<br />

muss oder in welchen Fachsemestern<br />

genau die Lehre stattzufinden hat. In<br />

einem ersten Schritt wollen wir mit Interessierten<br />

zunächst einmal die aktuellen<br />

Curricula nebeneinanderstellen<br />

und vergleichen. In einer „Zukunftswerkstatt“<br />

soll dann ein mögliches<br />

Mustercurriculum entworfen werden,<br />

das im Rahmen der geltenden TAppV<br />

und den Wünschen aller Standorte entsprechend<br />

als gemeinsames Curriculum<br />

etabliert werden könnte.<br />

Die im September neu gewählte Fachgruppenleitung<br />

freut sich sehr über die bisher<br />

gute und auch weiterhin konstruktive Zusammenarbeit,<br />

die mit Sicherheit auch<br />

über die Pandemie hinaus lebendig bestehen<br />

bleiben wird. Wir sind gespannt auf<br />

die weiteren Treffen und laden alle Interessierten<br />

ein, bei den Meetings teilzunehmen.<br />

Bitte melden Sie sich hierfür einfach<br />

bei der Fachgruppenleiterin per E-Mail<br />

(bernigau@vetmed.uni-leipzig.de).<br />

Dr. Dora Bernigau und<br />

Prof. Dr. Mahtab Bahramsoltani<br />

Leiterin und stellvertretende Leiterin<br />

der Fachgruppe „Anatomie“<br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 41


STIFTUNGEN UND PREISE<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress online <strong>2020</strong> – Preise und Auszeichnungen<br />

Die Freien Vorträge wurden live präsentiert;<br />

die Poster konnten in der virtuellen<br />

Ausstellung in Ruhe betrachtet werden.<br />

Zusätzlich stellten die Posterautorinnen<br />

und -autoren ihre Poster in kurzen Videos<br />

vor. Dr. Ingo Schäfer und Dr. Eva-Maria<br />

Packeiser vom Future Board führten souverän<br />

durch die Vortragssession und Preisverleihung.<br />

Die virtuelle Ausstellung der Kleintierposter. Abbildung: <strong>DVG</strong><br />

Der <strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2020</strong> fand als Online-Kongress<br />

statt. Doch wie auf dem<br />

Kongress üblich wurden auch diesmal<br />

Nachwuchswissenschaftlerinnen und<br />

Nachwuchswissenschaftler mit Preisen<br />

für ihre Vorträge oder Poster ausgezeichnet.<br />

Denn die Förderung des wissenschaftlichen<br />

Nachwuchses gehört zu<br />

den Kernaufgaben der <strong>DVG</strong>.<br />

Deutsche Gesellschaft für<br />

Kleintiermedizin (DGK-<strong>DVG</strong>)<br />

Die Jury zur Auswahl der besten Freien Vorträge<br />

und Poster der DGK-<strong>DVG</strong> besteht aus<br />

dem Future Board. Das Future Board ist ein<br />

wissenschaftliches Gremium der DGK-<strong>DVG</strong><br />

und wird von Hill’s Pet Nutrition gefördert.<br />

Zusammengesetzt ist es aus je einer Repräsentantin/einem<br />

Repräsentanten der fünf<br />

deutschen veterinärmedizinischen Ausbildungseinrichtungen.<br />

Folgende Vorträge und Poster wurden ausgezeichnet:<br />

Freie Vorträge<br />

• 1. Preis (500,- Euro)<br />

Annkathrin Estaller (Göttingen)<br />

„Untersuchungen zu Survivin als Serummarker<br />

bei Hunden mit Tumorerkrankungen“<br />

• 2. Preis (Buchpreis)<br />

Anna Pauly (Leipzig)<br />

„Immunhistochemische Untersuchungen<br />

von kaninen malignen Nasentumoren“<br />

• 3. Preis (Buchpreis)<br />

Johannes Maximilian Schmutterer (München)<br />

„Welcher Belastung sind die Menisken im<br />

Hundeknie während der Standphase ausgesetzt?“<br />

Annkathrin Estaller. Abbildung: <strong>DVG</strong><br />

Anna Pauly. Abbildung: <strong>DVG</strong><br />

42<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


STIFTUNGEN UND PREISE<br />

Katrin Törner. Abbildung: <strong>DVG</strong><br />

Jennifer Strangalies, Schlütersche Verlagsgesellschaft. Abbildung: <strong>DVG</strong><br />

Poster<br />

• 1. Preis (500,- Euro)<br />

Dr. Sarah Gutmann (Leipzig)<br />

„Genauigkeit eines MRT-basierten patientenindividuellen<br />

stereotaktischen Gehirnbiopsiesystems<br />

für Hunde“<br />

• 2. Preis (Buchpreis)<br />

Judith Morawietz (Hannover)<br />

„Expression von PTGS2 in Hodengewebe von<br />

Hunden mit nicht-obstruktiver Azoospermie“<br />

• 3. Preis (Buchpreis)<br />

Katrin Törner (Bad Kissingen)<br />

„Pankreaserkrankungen von Katzen und<br />

Hunden in der histopathologischen Routinediagnostik“<br />

Laboklin-Preis<br />

• Bester freier Vortrag im Bereich der<br />

Labordiagnostik (700,- Euro)<br />

Julia Lieser (Augsburg)<br />

„Eccentrocyte formation in dogs treated<br />

with non-steroidal anti-inflammatory drugs“<br />

• Bestes Poster im Bereich der<br />

Labordiagnostik (700,- Euro)<br />

Lisa Herter (Berlin)<br />

„Alloimmunisierung bei transfundierten<br />

Hunden: eine Pilotstudie“<br />

Die Preise für die Freien Vorträge und die<br />

Buchpreise für die Poster wurden von der<br />

Schlüterschen Verlagsgesellschaft gestiftet.<br />

Den Geldpreis für das beste Poster stiftete<br />

die DGK-<strong>DVG</strong> und den Laboklin-Preis die Firma<br />

Laboklin.<br />

Fachgruppe „Chirurgie“<br />

Auf der Tagung der Fachgruppe „Chirurgie“<br />

erhielten Preise für die besten Vorträge:<br />

• 1. Preis (500,- Euro)<br />

Roxana Gherghina (Leipzig)<br />

„Der endoskopisch-interventionelle Zugang<br />

zur Pars endotympanica der Bulla tympanica<br />

zur Therapie der Otitis media der<br />

Katze“<br />

• 2. Preis (Buchpreis)<br />

Dr. Jessica Zilli (Gießen)<br />

„Partielle kortiko-Hippocampektomie als<br />

Therapie bei Katzen mit therapierefraktärer<br />

Epilepsie“<br />

• 3. Preis (Buchpreis)<br />

Bastian Planchamp (Bern, CH)<br />

„Morphometric and functional study of the<br />

canine atlantoaxial joint”<br />

Die Preise wurden von der Schlüterschen<br />

Verlagsgesellschaft gestiftet.<br />

Fachgruppe „Veterinärmedizinische<br />

Anästhesie, Intensivmedizin,<br />

Notfallmedizin und Schmerztherapie<br />

(VAINS)“<br />

Erstmals zeichnete die Fachgruppe VAINS<br />

auf ihrer Tagung einen Vortrag aus. Den<br />

Preis für den besten Vortrag erhielt:<br />

• Bester Vortrag (Jahres-Abonnement<br />

Kleintierpraxis oder Der praktische<br />

Tierarzt)<br />

Ana Chorbadzhieva (Hannover)<br />

„Evaluation der Einsetzbarkeit und Reproduzierbarkeit<br />

der multidimensionalen<br />

„Glasgow Composite Measure Pain Scale“<br />

für Katzen im klinischen Alltag und die Auswirkungen<br />

auf das Schmerzmanagement“<br />

Dr. Elisabeth Müller, Laboklin. Abbildung: <strong>DVG</strong><br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 43


STIFTUNGEN UND PREISE<br />

• 3. Preis (1) (50,- Euro)<br />

Michaela Melzer (Gießen)<br />

„Effect of rho/ROCK inhibition on early<br />

TGF-b-induced tenogenesis in mesenchymal<br />

stromal cells”<br />

• 3. Preis (2) (50,- Euro)<br />

Dr. Sabita Diana Stöckle (Berlin)<br />

„Comparison of two antibiotic protocols in<br />

equine diagnostic laparotomy”<br />

Die Preise wurden von der <strong>DVG</strong> gestiftet.<br />

V.l.n.r.: Prof. Dr. Sabine Kästner (Leiterin der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe VAINS), Ana Chorbadzhieva (Preisträgerin),<br />

Dr. Franz Söbbeler und Dr. Alexandra Schütter (wissenschaftliche/r Leiter/Leiterin der Tagung),<br />

Sabine Poppe (Schlütersche Verlagsgesellschaft). Foto: Dr. Mike Noll<br />

Das Jahres-Abonnement wurde von der<br />

Schlüterschen Verlagsgesellschaft gestiftet.<br />

Die Verleihung fand nach dem Kongress in<br />

Hannover statt.<br />

4 th International Equine Congress<br />

der Fachgruppe „Pferdekrankheiten“<br />

Auch auf dieser Tagung wurden zum ersten<br />

Mal Preise für die besten Poster vergeben.<br />

Dabei wurde der Dritte Preis gleich zweimal<br />

vergeben. Ausgezeichnet wurden:<br />

• 1. Preis (200,- Euro)<br />

Leonie Fingerhut (Hannover)<br />

„Neutrophil extracellular traps in the pathogenesis<br />

of equine recurrent uveitis (ERU)”<br />

• 2. Preis (100,- Euro)<br />

Alina Hagen (Gießen)<br />

„A scalable protocol for equine platelet concentrate<br />

production”<br />

Weitere Preise der <strong>DVG</strong><br />

Eigentlich werden im Rahmen der Eröffnungsfeier<br />

des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses die<br />

Preise der <strong>DVG</strong> überreicht. In diesem Jahr<br />

entfiel dies. Die Überreichung wird auf einer<br />

Präsenz-Veranstaltung im kommenden Jahr<br />

nachgeholt (Anton-Mayr-Preis für Nachwuchswissenschaftler<br />

an Juniorprofessorin<br />

Dr. Katharina Schaufler, PhD, Greifswald;<br />

Preis der Ursula und Heinz-Georg Klös-Stiftung<br />

an Dr. Jan Lakemeyer, Hannover; Preis<br />

der Dres. Jutta und Georg Bruns-Stiftung an<br />

Prof. Dr. Helen Louton, Rostock).<br />

Ausführliche Würdigungen der Preisträger<br />

waren im <strong>DVG</strong>-Forum 1/<strong>2020</strong> zu lesen. •<br />

Die virtuelle Ausstellung der Pferdeposter. Abbildung: <strong>DVG</strong><br />

44<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


Richard-Völker-Medaille <strong>2020</strong> für Prof. Dr. Claudia Reusch<br />

STIFTUNGEN UND PREISE<br />

Prof. Dr. Claudia Reusch. Foto: Michelle Aimée Oesch, Vetsuisse-Fakultät Zürich<br />

Mit der Richard-Völker-Medaille <strong>2020</strong> der<br />

Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin<br />

(DGK-<strong>DVG</strong>) wird Prof. Dr. Claudia Reusch<br />

(Zürich) ausgezeichnet. Die Verleihung<br />

konnte pandemiebedingt nicht auf dem<br />

66. Jahreskongresses der DGK-<strong>DVG</strong> in Berlin<br />

stattfinden und wird im kommenden<br />

Jahr nachgeholt.<br />

Der Antrag dazu wurde von Prof. Dr.<br />

Andreas Moritz, Gießen, gestellt, der hervorhob,<br />

dass Claudia Reusch sich in besonderem<br />

Maße und mit außerordentlichen<br />

Engagement um die Kleintiermedizin<br />

in Wissenschaft, Ausbildung, Fort- und<br />

Weiterbildung und tierärztlicher Praxis<br />

sowie auch für die DGK-<strong>DVG</strong> verdient gemacht<br />

hat und damit in idealer Weise die<br />

für die Verleihung der Richard-Völker-Medaille<br />

erforderlichen Voraussetzungen erfüllt.<br />

Claudia Reusch ist 1956 in Frankfurt<br />

am Main geboren und hat in Gießen Veterinärmedizin<br />

studiert. Ihre Dissertation<br />

fertigte sie am Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt<br />

in Frankfurt an und<br />

nach einer Zeit als Assistentin an zwei<br />

privaten Kleintierkliniken in Frankfurt<br />

und Stuttgart war sie von 1985 bis 1993<br />

wissenschaftliche Mitarbeiterin an der I.<br />

Medizinischen Tierklinik der Universität<br />

München. Claudia Reusch ist Fachtierärztin<br />

für Kleintiere und Fachtierärztin für<br />

Innere Medizin. 1988 erhielt sie ein Stipendium<br />

der Deutschen Forschungsgemeinschaft<br />

(DFG) für einen Aufenthalt an<br />

der University of California in Davis, USA,<br />

bei Prof. Dr. Ed Feldman zur Weiterbildung<br />

auf dem Gebiet der Endokrinologie<br />

und von 1991 bis 1992 war sie Habilitationsstipendiatin<br />

der DFG an der I. Medizinischen<br />

Tierklinik der Universität München.<br />

1992 habilitierte sie sich dort auf<br />

dem Gebiet der Inneren Medizin der<br />

Kleintiere. Nach einer Gastprofessur am<br />

Department of Veterinary Medicine of<br />

the National Chung Hsing University, Taichung,<br />

Taiwan, wurde sie 1993 als Universitäts-Professorin<br />

(C3) an die I. Medizinische<br />

Tierklinik der Universität München<br />

berufen. Seit 1996 ist sie Ordinaria für Innere<br />

Medizin Kleintiere und Direktorin<br />

der Klinik für Kleintiermedizin der Vetsuisse-Fakultät<br />

der Universität Zürich. 1997<br />

erfolgte die Verleihung des Titels Diplomate<br />

of the European College of Veterinary<br />

Internal Medicine – Companion Animals<br />

(ECVIM-CA).<br />

Das Forschungsgebiet von Prof. Dr.<br />

Claudia Reusch ist die klinische Endokrinologie.<br />

Sie hat bis heute über 280 wissenschaftliche<br />

Publikationen und über 30<br />

Buchkapitel veröffentlicht, sowie über<br />

500 Vorträge auf nationalen und internationalen<br />

Kongressen gehalten. Sie ist Mitherausgeberin<br />

des Standardlehrbuchs<br />

„Canine and Feline Endocrinology“ (Elsevier<br />

2015). Seit Lehrstuhlübernahme hat<br />

sie mehr als 40 Doktorandinnen und Doktoranden<br />

betreut. Neun Kolleginnen und<br />

Kollegen haben sich habilitiert. Sie ist mit<br />

zahlreichen nationalen und internationalen<br />

Preisen ausgezeichnet worden und<br />

war 2001 Gründungsmitglied der European<br />

Society of Veterinary Endocrinology<br />

(ESVE) sowie von 2003 bis 2006 Präsidentin<br />

der ESVE.<br />

Darüber hinaus hat sich Claudia Reusch<br />

auch für die DGK-<strong>DVG</strong> engagiert. So ist sie<br />

seit 2003 Vertreterin der tierärztlichen Bildungsstätte<br />

Zürich im erweiterten Vorstand<br />

der DGK-<strong>DVG</strong> und war bei Arbeitstagungen,<br />

Thementagen und Jahreskongressen<br />

in die Organisation eingebunden.<br />

Wir gratulieren Frau Prof. Dr. Claudia<br />

Reusch zu dieser Ehrung und danken ihr<br />

im Namen der DGK-<strong>DVG</strong> und der Tierärzteschaft<br />

für ihre Tätigkeit speziell auch für<br />

die Kleintiermedizin.<br />

Der Richard-Völker-Medaillen-<br />

Vergabeausschuss<br />

Dr. Klaus-Peter Vick (Vorsitzender)<br />

Dr. Rolf Brahm †<br />

Prof. Dr. Ulrike Matis<br />

Dr. Friedrich Röcken<br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 45


STIFTUNGEN UND PREISE<br />

Ausschreibung des Otfried-Siegmann-Preises<br />

der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (<strong>DVG</strong> e. V.)<br />

Die <strong>DVG</strong> schreibt den „Otfried-Siegmann-<br />

Preis der <strong>DVG</strong>“ aus.<br />

Mit dem Preis sollen Wissenschaftler*-<br />

innen bis zu einem Alter von 40 Jahren<br />

ausgezeichnet werden, deren wissenschaftliche<br />

Publikationen sie als hoch<br />

qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs<br />

ausweisen.<br />

Der Otfried-Siegmann-Preis der <strong>DVG</strong> wird<br />

von der AniCon Labor GmbH (www.anicon.<br />

eu) gestiftet und ist mit 10.000,00 € dotiert,<br />

die jeweils hälftig dem / der Preisträger*in<br />

und der wissenschaftlichen Einrichtung<br />

zufließen, an der die Arbeit erstellt<br />

wurde.<br />

Der Preis ist nicht teilbar.<br />

Ausgezeichnet werden Arbeiten aus<br />

veterinärmedizinischen und eng verwandten<br />

Gebieten, die sich mit infektionsmedizinischen<br />

Fragestellungen bei landwirtschaftlichen<br />

Nutztieren einschließlich Bienen<br />

und Nutzfischen, befassen und bereits<br />

zur Publikation angenommen oder veröffentlicht<br />

sind.<br />

Vorschläge und Eigenbewerbungen können<br />

eingereicht werden bei der<br />

Geschäftsstelle der <strong>DVG</strong><br />

Friedrichstraße 17, 35392 Gießen<br />

bevorzugt per E-Mail an info@dvg.de.<br />

Folgende Unterlagen sind beizufügen:<br />

1. Lebenslauf mit beruflichem Werdegang<br />

und Publikationsliste des/der Kandidat*in<br />

2. Die zur Preisvergabe vorgeschlagene<br />

Publikation<br />

Über die Vergabe des Preises entscheidet<br />

ein Kuratorium.<br />

Die Richtlinien für die Vergabe des Preises<br />

können bei der Geschäftsstelle der <strong>DVG</strong><br />

angefordert werden und sind online verfügbar:<br />

www.dvg.de.<br />

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Letzter Termin für die Einreichung von Vorschlägen<br />

ist der 15. Januar 2021.<br />

Die erstmalige Preisvergabe soll im Rahmen<br />

des 100. Fachgespräches über Geflügelkrankheiten<br />

der <strong>DVG</strong>, voraussichtlich<br />

im Mai 2021 in Hannover, erfolgen.<br />

Preis der Dres. Jutta & Georg Bruns-Stiftung für innovative Veterinärmedizin 2021<br />

Für die Auszeichnung herausragender, klinisch<br />

relevanter Forschungsresultate hat<br />

die Dres. Jutta & Georg Bruns-Stiftung für<br />

innovative Veterinärmedizin einen Preis<br />

zur jährlichen Vergabe ausgelobt.<br />

Der mit 3000,– Euro dotierte Preis dient<br />

der Förderung von klinisch orientierten<br />

Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern.<br />

Er wird im Rahmen<br />

einer öffentlichen Veranstaltung verliehen.<br />

Um Benennung geeigneter Kandidatinnen<br />

und Kandidaten wird bis zum 01.01.2021<br />

gebeten.<br />

Die entsprechenden Unterlagen und eine<br />

Würdigung der bisher erbrachten Leistung<br />

sind durch die Vorschlagende/den Vorschlagenden<br />

zu senden an (bitte bevorzugt<br />

als pdf-Datei per E-Mail):<br />

Deutsche Veterinärmedizinische<br />

Gesellschaft <strong>DVG</strong> e. V.<br />

Friedrichstraße 17, D-35392 Gießen<br />

E-Mail: info@dvg.de<br />

Sie erhalten zeitnah eine Bestätigung des<br />

Eingangs Ihres Vorschlags. Sollten Sie<br />

nichts von uns hören, melden Sie sich bitte<br />

in der <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle (Tel.: 0641<br />

24466, E-Mail: info@dvg.de). Hinweise<br />

zum Datenschutz finden Sie unter:<br />

www.dvg.de<br />

46<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


Stipendium der Dres. Jutta & Georg Bruns Stiftung<br />

für innovative Veterinärmedizin 2021<br />

STIFTUNGEN UND PREISE<br />

Die Dres. Jutta & Georg Bruns Stiftung für<br />

innovative Veterinärmedizin, betreut von<br />

der Deutschen Veterinärmedizinischen<br />

Gesellschaft, hat sich zur Aufgabe gestellt,<br />

Arbeiten von Wissenschaftlerinnen und<br />

Wissenschaftlern, die das 40. Lebensjahr<br />

noch nicht überschritten haben, zu unterstützen.<br />

Ziel der Stiftung ist es, eine stärkere<br />

Verbindung zwischen klinischer Forschung<br />

und Grundlagenwissenschaften<br />

zu erreichen.<br />

Die Stiftung vergibt jährlich ein Stipendium<br />

mit der monatlichen Förderhöhe von<br />

€ 1.500,00<br />

für einen zweijährigen Förderungszeitraum.<br />

Das Forschungsprogramm soll innovative,<br />

klinisch orientierte Fragestellungen<br />

aus dem Bereich Nutztier-, Pferde- oder<br />

Heimtierheilkunde sowie Regulationsmedizin<br />

beinhalten, die in Kooperation mit<br />

Grundlagenfächern bearbeitet werden sollen.<br />

Der Antrag soll die Seitenzahl von 8 (inkl.<br />

Publikations- und Literaturverzeichnis)<br />

nicht wesentlich überschreiten und ist mit<br />

einer detaillierten Beschreibung des Forschungsvorhabens<br />

nach DFG-Vorgaben<br />

bis zum 01.03.2021 einzusenden an (bitte<br />

bevorzugt als pdf-Datei per E-Mail):<br />

Deutsche Veterinärmedizinische<br />

Gesellschaft <strong>DVG</strong> e. V.<br />

Friedrichstraße 17, D-35392 Gießen<br />

E-Mail: info@dvg.de<br />

Sie erhalten zeitnah eine Bestätigung Ihrer<br />

Bewerbung. Sollten Sie nichts von uns hören,<br />

melden Sie sich bitte in der <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

(Tel.: 0641 24466, E-Mail:<br />

info@dvg.de). Hinweise zum Datenschutz<br />

finden Sie unter: www.dvg.de<br />

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:<br />

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Hartwig Bostedt<br />

Vorsitzender des Stiftungsrates<br />

Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und<br />

Andrologie der Groß- und Kleintiere mit<br />

Tierärztlicher Ambulanz<br />

Frankfurter Str. 106, D-35392 Gießen<br />

E-Mail: hartwig.bostedt@vetmed.<br />

uni-giessen.de<br />

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<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> Foto @ freepik 47


NEUES AUS DER GESCHÄFTSSTELLE<br />

Benjamin Rink – Fachbeauftragter für Hygiene<br />

im Veranstaltungswesen<br />

Der <strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2020</strong> war zunächst<br />

als Hybridveranstaltung geplant worden,<br />

also mit der Möglichkeit zur Präsenz- oder<br />

Online-Teilnahme. Letztlich wurde er wegen<br />

der aktuellen Pandemie-Situation<br />

ausschließlich online durchgeführt (siehe<br />

Seiten 4 bis 9). Um für Hybrid- oder auch<br />

Präsenzveranstaltungen, die künftig sicher<br />

wieder möglich sein werden, vorbe-<br />

reitet zu sein und profunde Hygiene-Konzepte<br />

zu erarbeiten und umzusetzen hat<br />

Benjamin Rink, Event Manager im <strong>DVG</strong>-Team,<br />

sich auf diesem Gebiet erfolgreich<br />

weitergebildet. Er ist nun „Fachbeauftragter<br />

für Hygiene im Veranstaltungswesen“!<br />

Somit ist die <strong>DVG</strong> perfekt aufgestellt, um<br />

Tagungen und Kongresse maximal sicher<br />

durchzuführen.<br />

Foto: <strong>DVG</strong><br />

Dienstjubiläum – 10 Jahre <strong>DVG</strong><br />

Vor 10 Jahren sind Dr. Marion Selig und<br />

Benjamin Rink bei der <strong>DVG</strong> eingestiegen.<br />

Seitdem setzen sich beide im Team der<br />

<strong>DVG</strong> für spannende und reibungslos ablaufende<br />

Tagungen und Kongresse ein –<br />

derzeit eine besondere Herausforderung.<br />

Marion Selig ist Tierärztin und hat zusätzlich<br />

ein Studium zur PR-Beraterin absolviert.<br />

Ihre Aufgaben liegen u. a. in der<br />

Öffentlichkeitsarbeit; so berichtet sie in<br />

mehreren tierärztlichen Fachzeitschriften<br />

über die Veranstaltungen der <strong>DVG</strong> und ist<br />

Redakteurin beim <strong>DVG</strong>-Forum.<br />

Mit Benjamin Rink hatte die <strong>DVG</strong> 2010<br />

erstmals einen Auszubildenden zum Veranstaltungskaufmann<br />

eingestellt. Nach<br />

erfolgreichem Abschluss der Ausbildung<br />

hat Herr Rink berufsbegleitend Betriebswirtschaftslehre<br />

studiert und das Studium<br />

mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen.<br />

Seitdem wurden insgesamt drei weitere<br />

Auszubildende eingestellt.<br />

Das <strong>DVG</strong>-Team gratuliert herzlich und<br />

freut sich auf die weitere Zusammenarbeit!<br />

Marion Selig und Benjamin Rink 2010…<br />

…. und 10 Jahre später. Fotos: <strong>DVG</strong><br />

48<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


NEUES AUS DER GESCHÄFTSSTELLE<br />

Was die <strong>DVG</strong> ihren Mitgliedern bietet – Vorteile einer <strong>DVG</strong>-Mitgliedschaft<br />

• Ermäßigung bei Tagungen, Fortbildungen<br />

und Kongressen der <strong>DVG</strong> und ATF<br />

• Ermäßigung bei internationalen Kongressen<br />

von Veranstaltern, bei denen<br />

die <strong>DVG</strong> Mitglied ist<br />

• Betriebshaftpflichtversicherung über<br />

https://main-finanz.de/dvg/<br />

• 20 Prozent Preisnachlass bei allen im<br />

<strong>DVG</strong>-Verlag erschienenen Publikationen<br />

(excl. Blauer Hund)<br />

• Ein Jahr kostenfreier Bezug der „Kleintierpraxis“<br />

für Neu-Mitglieder<br />

• 30 Prozent Rabatt auf die „Tierärztliche<br />

Praxis“ (offizielles Organ der <strong>DVG</strong>-Fachgruppen<br />

InnLab, Pathologie, Anästhesie,<br />

kleine Wiederkäuer, Schweine, Geflügel,<br />

Bienen sowie Zier-, Zoo- und<br />

Wildvögel, Reptilien, Amphibien und Fische,<br />

erscheint sechsmal jährlich)<br />

• Preisnachlass für Publikationen des<br />

Bundesverbandes für fachgerechten<br />

Natur- und Artenschutz e. V. (BNA)<br />

• Veti-Kalender für Neu-Schnuppermitglieder<br />

• <strong>DVG</strong>-Mitgliederzeitschrift „Forum“<br />

zweimal jährlich<br />

• Kostenlose Zusendung von Programmheften<br />

Jährliche Mitgliedsbeiträge<br />

• Regulärer Beitrag: 120 Euro<br />

• Schnuppermitgliedschaft für Studierende<br />

und Doktoranden: 25,00 Euro<br />

• Ermäßigter Beitrag für Tierärzte/innen<br />

in Elternzeit, Arbeitslose: 30,00 Euro<br />

• Kollegen/innen in Rente oder Pension:<br />

auf Antrag Ermäßigung auf 30,00 Euro<br />

Haben Sie Interesse an einer Mitgliedschaft?<br />

Alle Informationen sowie ein Online-Aufnahmeformular<br />

finden Sie unter:<br />

www.dvg.de q Mitgliedschaft<br />

In eigener Sache – Bitte um Zusendung<br />

Ihrer E-Mail-Adresse<br />

Liebe Kolleginnen und Kollegen,<br />

um Ihnen Informationen über anstehende Tagungen, günstige<br />

Frühbucherrabatte, Deadlines für Abstract-Einreichungen oder<br />

Bewerbungen für Preise sowie derzeit aktuelle Meldungen in Zeiten<br />

von Corona schnell und kostengünstig zukommen lassen zu<br />

können, nutzen wir die Zusendung per E-Mail.<br />

• Dafür benötigen wir Ihre aktuelle E-Mail- Adresse. Bitte teilen<br />

Sie uns Ihre E-Mail mit, falls Sie noch keine <strong>DVG</strong>-Mails erhalten.<br />

• Sie erhalten nur Meldungen, welche die von Ihnen gewählten<br />

Fachgruppen betreffen und die daher für Sie auch relevant<br />

sind.<br />

• Falls Sie früher E-Mail-Nachrichten von der <strong>DVG</strong> bekommen<br />

haben, diese jetzt aber vermissen, schauen Sie bitte im Spam-<br />

Ordner nach.<br />

• Falls sich Ihre Adresse geändert hat, teilen Sie uns dies bitte<br />

mit (auch Änderungen der postalischen Adresse).<br />

Selbstverständlich halten wir alle gesetzlichen Datenschutzbestimmungen<br />

ein und geben die Adressen nicht an Dritte weiter.<br />

Wir freuen uns über Mitteilungen an:<br />

E-Mail: info@dvg.de<br />

Telefon: 0641 24466, Telefax: 0641 25375<br />

Vielen Dank!<br />

Ihr Team von der <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

Abbildung: geralt, pixabay.com<br />

Werde Schnuppermitglied!<br />

Studierende und Doktoranden/innen können für 25,00 € im Jahr<br />

Schnuppermitglied in der <strong>DVG</strong> werden. Das hat viele Vorteile,<br />

und einen Veti-Kalender gibt’s kostenlos dazu!<br />

<strong>DVG</strong>-Mitglieder erhalten u. a.:<br />

• Ermäßigungen bei Tagungen, Fortbildungen und Kongressen<br />

der <strong>DVG</strong> und ATF<br />

• Preisnachlass bei Publikationen des <strong>DVG</strong>- Verlags sowie bei weiteren<br />

Publikationen<br />

• günstige Abos für die Zeitschriften „Kleintierpraxis“ und „Tierärztliche<br />

Praxis“<br />

Weitere Infos: www.dvg.de<br />

Oder fragt uns: Tel.: 0641 24466, info@dvg.de<br />

Foto: Couleur, pixabay.com<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 49


PERSONEN<br />

Univ.-Prof. Dr. Stefan Schwarz als neues Mitglied der Leopoldina gewählt<br />

Prof. Dr. Stefan Schwarz.<br />

Foto: Milena Schlösser / <strong>DVG</strong><br />

In der diesjährigen Wahl der Deutschen<br />

Akademie der Naturforscher Leopoldina,<br />

Nationale Akademie der Wissenschaften,<br />

wurde Univ.-Prof. Dr. Stefan Schwarz in Anerkennung<br />

seiner herausragenden wissenschaftlichen<br />

Leistungen als neues Mitglied<br />

gewählt. Prof. Schwarz ist seit 2016<br />

Geschäftsführender Direktor des Instituts<br />

für Mikrobiologe und Tierseuchen am<br />

Fachbereich Veterinärmedizin der Freien<br />

Universität Berlin. Zuvor leitete er von<br />

2008 bis 2016 die Arbeitsgruppe „Molekulare<br />

Mikrobiologie und Antibiotikaresistenz“<br />

am Institut für Nutztiergenetik des<br />

Friedrich-Loeffler-Instituts. Seit der Gründung<br />

des <strong>DVG</strong>-Arbeitskreises „Antibiotikaresistenz“<br />

im Jahr 2001 ist Stefan Schwarz<br />

dessen Leiter. 2018 wurde er mit dem Martin-Lerche-Wissenschaftspreis<br />

der <strong>DVG</strong><br />

ausgezeichnet. Der Schwerpunkt seiner<br />

Forschung liegt in den Fragen antimikrobieller<br />

Resistenzen und ihrer zugrunde liegenden<br />

Mechanismen.<br />

Die über 350-jährige Leopoldina gehört<br />

zu den ältesten Akademien weltweit<br />

und mehr als 170 Nobelpreisträger zählen<br />

zu ihren Mitgliedern. Die Gelehrtengesellschaft<br />

widmet sich der evidenzbasierten<br />

wissenschaftlichen Politik- und Gesellschaftsberatung<br />

und nimmt damit eine<br />

sehr wichtige wissenschaftliche und gesellschaftliche<br />

Funktion war.<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hartung mit Professor-Niklas-Medaille geehrt<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hartung. Foto: privat<br />

net worden. Prof. Hartung leitete 20 Jahre<br />

das Institut für Tierhygiene, Tierschutz<br />

und Nutztierethologie der Stiftung Tierärztliche<br />

Hochschule Hannover (TiHo) und<br />

war neben vielen anderen Funktionen 26<br />

Jahre lang ehrenamtliches Mitglied in der<br />

Tierschutzkommission des Bundesministeriums<br />

für Ernährung und Landwirtschaft,<br />

davon 20 Jahre als deren Vorsitzender.<br />

Im Jahr 1993 nahm Hartung den Ruf auf<br />

eine Professur an der TiHo an und wurde<br />

Leiter des Instituts für Tierhygiene, Tierschutz<br />

und Nutztierethologie. Es folgten<br />

zahlreiche Arbeiten und Tätigkeiten im Inund<br />

Ausland, unter anderem für die<br />

EU-Kommission, die FAO oder die Weltorganisation<br />

für Tiergesundheit OIE. Seit<br />

der Gründung der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde<br />

im Jahre 2003<br />

war er Mitglied – und von 2006 bis 2012<br />

stellvertretender Vorsitzender – des Gremiums<br />

für Tiergesundheit und Tierschutz.<br />

Die Universität Breslau und die Swedish<br />

University of Agricultural Sciences in Upp-<br />

Für seine hervorragenden Verdienste um<br />

den Tierschutz ist Prof. Dr. Dr. h. c. mult.<br />

Jörg Hartung (Hannover) von Bundeslandwirtschaftsministerin<br />

Julia Klöckner mit<br />

der Professor-Niklas-Medaille ausgezeichsala<br />

würdigten seine Verdienste jeweils<br />

mit einer Ehrendoktorwürde.<br />

Prof. Hartung war von 1995 bis 2013 Leiter<br />

der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Umwelt- und<br />

Tierhygiene“. Er hatte die Tierhygiene als<br />

eine der Schlüsselwissenschaften im vorbeugenden<br />

Gesundheitsschutz von Hausund<br />

Nutztieren sowie im Tier- und Umweltschutz<br />

hervorgehoben und betont,<br />

dass sie damit wichtige Komponenten des<br />

Verbraucherschutzes enthalte.<br />

Die Professor-Niklas-Medaille wird<br />

seit 1978 an Personen verliehen, die sich<br />

in hervorragender Weise um die Ernährungs-,<br />

Land- und Forstwirtschaft oder<br />

das Wohl der in diesen Bereichen tätigen<br />

Menschen verdient gemacht haben. Der<br />

Namensgeber, Wilhelm Niklas, war der<br />

Landwirtschaft eng verbunden und prägte<br />

sie, beginnend in Bayern, in den Nachkriegsjahren<br />

in Deutschland maßgeblich.<br />

Er war von 1949 bis 1953 der erste Landwirtschaftsminister<br />

der Bundesrepublik<br />

Deutschland.<br />

50<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


PERSONEN<br />

Trauer um Dr. Rolf Brahm<br />

Dr. Rolf Brahm. Foto: Foto: Roland Gorecki<br />

Am 1. Juni <strong>2020</strong> starb Dr. med. vet. Rolf<br />

Brahm aus Dortmund nach langer, schwerer<br />

Krankheit.<br />

Rolf Brahm, Jahrgang 1945, stammte<br />

aus einer Tierärzte-Familie. Er studierte in<br />

Hannover Tiermedizin und schloss das<br />

Studium 1971 mit der Promotion über das<br />

Thema „Elektrokardiographische Untersuchungen<br />

an narkotisierten Hunden während<br />

chirurgischer Eingriffe“ ab. Nach der<br />

Weiterbildung zum Fachtierarzt für Kleintiere,<br />

später auch mit der Zusatzbezeichnung<br />

Augenerkrankungen und Fachtierarzt<br />

für Zootierkrankheiten, stieg er in die<br />

väterliche Kleintierpraxis in Dortmund ein.<br />

Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen wurden<br />

dort unter seiner Leitung zur Fachtierärztin<br />

und zum Fachtierarzt weitergebildet.<br />

Das ganze tiermedizinische Leben<br />

Rolf Brahms war geprägt von seinem Einsatz<br />

und seinem Engagement für die<br />

Kleintiermedizin und die Wissenschaft für<br />

die Praxis.<br />

Das Problem erblicher Augenkrankheiten<br />

erkannte er schon sehr früh. So sind<br />

die ersten deutschsprachigen Publikationen<br />

über die Collie Eye Anomalie ihm zuzuordnen.<br />

Er war Gründungsmitglied des<br />

Arbeitskreises für Veterinärophthalmologie<br />

in Gießen und des Dortmunder Ophthalmologen-Kreises<br />

(DOK). Unter seinem<br />

Vorsitz organisierte der DOK 2004 die<br />

Europäische Ophthalmologen-Tagung in<br />

München.<br />

Es war folgerichtig, dass er sich auch<br />

im Verband für das deutsche Hundewesen<br />

(VDH) engagierte. Zahlreiche Publikationen<br />

in deutschen wie in ausländischen<br />

Fachzeitschriften, die Initiierung von relevanten<br />

Dissertationen und deren Unterstützung<br />

durch die Gesellschaft zur Förderung<br />

Kynologischer Forschung e. V. sind<br />

Brahms Verdienste. Damit übte Herr Dr.<br />

Brahm maßgeblichen Einfluss auf eine für<br />

beide Seiten positive Verbindung von tiermedizinischer<br />

Wissenschaft und praktischer<br />

Kynologie aus.<br />

Mit außerordentlichem Engagement<br />

betätigte sich Dr. Brahm auch in der Berufspolitik.<br />

So setzte er sich vehement für<br />

die Weiterbildungsordnung sowie für die<br />

Belange der Kleintiermedizin auf Landeswie<br />

Bundesebene ein.<br />

Herr Dr. Brahm befasste sich mit unermüdlichem<br />

Einsatz nicht nur mit Hunden<br />

und Katzen, sondern auch mit Zootieren.<br />

Seine nahezu 20jährige Tätigkeit im<br />

Dortmunder Zoo bezeugt dieses Engagement.<br />

Er war ein Tierarzt, der unseren Beruf<br />

fachlich und menschlich bereichert<br />

hat.<br />

Herr Dr. Rolf Brahm hat sich um die<br />

Tiermedizin, speziell die Medizin am Kleintier,<br />

um die Deutsche Gesellschaft für<br />

Kleintiermedizin (DGK-<strong>DVG</strong>), Fachgruppe<br />

der Deutschen Veterinärmedizinischen<br />

Gesellschaft (<strong>DVG</strong>), und um die Förderung<br />

der kleintiermedizinischen Wissenschaft<br />

herausragende Verdienste erworben. 1996<br />

richtete er als Vorsitzender der damaligen<br />

Fachgruppe Kleintierkrankheiten, der späteren<br />

DGK-<strong>DVG</strong>, die 42. Jahrestagung in<br />

Dortmund mit den Schwerpunktthemen<br />

Analgesie/Anästhesie, Ophthalmologie<br />

und Endokrinologie aus. Sein außerordentliches<br />

Engagement fand in der Verleihung<br />

der Richard-Völker-Medaille im Rahmen<br />

des 56. Jahreskongresses der DGK-<br />

<strong>DVG</strong> 2010 seine besondere Würdigung.<br />

Später wirkte er selbst als Mitglied im Vergabeausschuss<br />

für diese höchste Auszeichnung<br />

der DGK-<strong>DVG</strong> mit.<br />

Im Jahr 2018 wurde Dr. Rolf Brahm mit<br />

dem Verdienstorden der Bundesrepublik<br />

Deutschland, der höchsten Anerkennung,<br />

die die Bundesrepublik für Verdienste um<br />

das Gemeinwohl ausspricht, ausgezeichnet.<br />

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner<br />

Frau und seiner Familie. Wir werden<br />

uns mit großer Dankbarkeit an Rolf Brahm<br />

als einen wunderbaren Menschen erinnern<br />

und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.<br />

Dr. Klaus-Peter Vick,<br />

Ehrenpräsident der DGK- <strong>DVG</strong><br />

Dr. Friedrich Röcken,<br />

Ehrenpräsident der DGK-<strong>DVG</strong><br />

Prof. Dr. Andreas Moritz,<br />

Präsident der DGK-<strong>DVG</strong><br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 51


PERSONEN<br />

Professor Dr. Klaus Zeeb verstorben<br />

Am 5. August <strong>2020</strong> verstarb der renommierte<br />

Verhaltensforscher Prof. Dr. Klaus<br />

Zeeb im Alter von 90 Jahren. Durch seine<br />

Forschungen über Pferdeverhalten unter<br />

natürlichen Lebensbedingungen, aber<br />

auch über Umgang, Ausbildung und die<br />

grundsätzliche Mensch-Tier-Beziehung<br />

hat er viele Grundlagen für das heutige<br />

Verständnis der Tiere gelegt.<br />

Klaus Zeeb wandte sich bereits während<br />

seines Studiums der Tiermedizin in<br />

München mit großem Engagement dem<br />

Verhalten von Wild- und Haustieren zu. In<br />

seiner Dissertation 1959 befasste er sich<br />

mit dem „Verhalten des Pferdes bei der<br />

Auseinandersetzung mit dem Menschen“,<br />

basierend unter anderem auf Beobachtungen<br />

im Dülmener Bruch, aber auch in<br />

Marbach, in der Camargue, England und<br />

Schottland. In den 60er Jahren gründete<br />

er den Fachbereich „Angewandte Ethologie“<br />

am Tierhygienischen Institut Freiburg,<br />

deren Leiter er bis 1995 war.<br />

Prof. Zeeb setzte sich auch in der <strong>DVG</strong><br />

für sein Fachgebiet ein. So war er seit der<br />

Gründung der Fachgruppe „Verhaltenskunde“<br />

– dem Vorläufer der heutigen Fachgruppe<br />

„Ethologie und Tierhaltung“ – im<br />

Jahr 1969 bis 1998 ihr Vorsitzender. 1999<br />

wurde er zum Ehrenmitglied der <strong>DVG</strong> ernannt.<br />

Prof. Zeeb war Mitglied vieler internationaler<br />

und nationaler Gremien und im<br />

Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums<br />

maßgeblich an der Erarbeitung<br />

der Leitlinien „Tierschutz in der Tierhaltung“<br />

beteiligt.<br />

Nachruf auf Dr. Horst Rodenbeck<br />

Foto: Dr. Gerd Hämmerling<br />

Am 11. August <strong>2020</strong> starb Dr. Horst Rodenbeck,<br />

Petershagen, wenige Wochen vor seinem<br />

94. Geburtstag.<br />

Aufgewachsen in Thüringen wurde<br />

Horst Rodenbeck in den schweren Jahren<br />

des Zweiten Weltkriegs zunächst als Luftwaffenhelfer<br />

eingezogen und dann zur Infanterie<br />

der Wehrmacht berufen. Nach<br />

einer schweren Verletzung bei einem Einsatz<br />

im Elsass kehrte er 1945 zurück zur<br />

Wehrmacht in den Innendienst. Seine<br />

Kriegsgefangenschaft verbrachte er in<br />

Frankreich auf einem Bauernhof in der Normandie.<br />

Nach der Rückkehr nahm er in Erfurt<br />

an den Abiturvorbereitungen teil,<br />

flüchtete jedoch in den Westen, nachdem<br />

seiner Familie im Sommer 1949 mitgeteilt<br />

wurde, er solle am nächsten Tage seinen<br />

Ausweis bei der Polizei abgeben. Um zu<br />

überleben, nahm Horst Rodenbeck jeden<br />

Job an und plante eigentlich, Flugzeugbau<br />

zu studieren. Zu dieser Zeit gab es jedoch<br />

noch keinen entsprechenden Studiengang.<br />

Der Kontakt zu und die Erfahrungen mit<br />

Tieren, die er in Frankreich während seiner<br />

Gefangenschaft gemacht hatte, führten<br />

dazu, dass er das Studium der Tiermedizin<br />

in Hannover begann. Durch das Bestehen<br />

der sogenannten Fleißprüfungen wurden<br />

ihm ab dem 3. Semester die üblichen Studiengebühren<br />

erlassen. Die Promotion erfolgte<br />

1956 ebenfalls in Hannover. In seiner<br />

Assistenzzeit unter der Leitung von Prof. Dr.<br />

Dr. h.c. Richard Völker lernte Rodenbeck<br />

Praxistätigkeiten an Kleintieren, orientiert<br />

an Forschung und Lehre. 1961 eröffnete er<br />

seine erste Kleintierpraxis in Düsseldorf.<br />

1965 erfolgte ein Umzug innerhalb von Düsseldorf<br />

in größere Räume, die mit der wachsenden<br />

Praxis notwendig geworden waren.<br />

Dr. Horst Rodenbeck hat in seiner täglichen<br />

Arbeit mit Engagement, hoher Kompetenz<br />

und großem wissenschaftlichen Interesse<br />

erfolgreich umgesetzt, was Richard<br />

Völker gelehrt und propagiert hat – stets<br />

Fortschritte in Diagnose und Therapie anzustreben,<br />

die Ergebnisse zu publizieren<br />

und sein Wissen auch an den Nachwuchs<br />

weiterzugeben. Viele Praktikanten und Assistenten<br />

sind ihm für seine immerwährende<br />

Hilfsbereitschaft dankbar. Die Tierärztliche<br />

Hochschule Hannover zeichnete ihn<br />

1986 mit der Dammann-Medaille aus, die<br />

an Kollegen verliehen wird, die sich durch<br />

die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse<br />

in die Praxis besonders verdient<br />

gemacht haben. In der Urkunde zur Verleihung<br />

wird hervorgehoben, dass Horst Rodenbeck<br />

„zu den Pionieren einer neuen Generation<br />

von Fachtierärzten für Kleintiere“<br />

zähle, der „die tierärztlichen Aufgaben mit<br />

großem, ständig erneuerten Fachwissen,<br />

wissenschaftlicher Gründlichkeit und beispielhafter<br />

Einsatzbereitschaft bewältigt<br />

und seine Kenntnisse und Fertigkeiten in<br />

zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen<br />

52<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


sowie als Lehrtierarzt an viele Kollegen weitergegeben“<br />

habe.<br />

Horst Rodenbeck gehört zu den Tierärzten<br />

der ersten Stunde der Nachkriegs-Kleintiermedizin.<br />

Neben allgemeinen klinischen<br />

Problemen waren es vor allem die Hautkrankheiten<br />

von Hund und Katze, die ihn<br />

beschäftigten. Zahlreiche Veröffentlichungen<br />

zeugen davon. Auch berufspolitisch<br />

war er ausgesprochen aktiv. Schon seit 1969<br />

Mitglied in der <strong>DVG</strong> und in der Fachgruppe<br />

„Kleintierkrankheiten“, dem Vorläufer der<br />

DGK-<strong>DVG</strong>, hielt er die Verbindung zum Bundesverband<br />

praktizierender Tierärzte (bpt)<br />

und trug entscheidend dazu bei, im bpt ein<br />

Bewusstsein für die Bedeutung der Kleintiermedizin<br />

zu wecken. In Anerkennung<br />

und Würdigung seiner Verdienste für den<br />

Berufsstand verlieh ihm der bpt 1991 die Felix-Train-Medaille.<br />

PERSONEN<br />

Auch die <strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Kleintierkrankheiten“<br />

ehrte Dr. Horst Rodenbeck<br />

1995 in besonderer Weise durch die Verleihung<br />

der Richard-Völker-Medaille, der<br />

höchsten Auszeichnung der Fachgruppe.<br />

Rodenbeck war in hohem Maß in der Fachgruppe<br />

engagiert; so hatte er die Leitung<br />

der 24. Jahrestagung 1978 in Düsseldorf<br />

(Themen: Viruserkrankungen bei Hund<br />

und Katze / Frakturbehandlung im Wachstumsalter<br />

/ Dermatologie) sowie der 38.<br />

Jahrestagung 1992 in Bonn (Themen: Immunologie<br />

/ Spezielle Chirurgie) inne.<br />

1997 verkaufte Horst Rodenbeck seine<br />

Düsseldorfer Praxis und zog nach Petershagen,<br />

Westfalen-Lippe. 2008 veröffentlichte<br />

er das Buch „Schlittenhunderennen<br />

in Alaska, Erlebnisse und Beobachtungen<br />

eines deutschen Tierarztes“, in dem er seine<br />

Eindrücke der dortigen Schlittenhundrennen<br />

schildert, bei denen er über viele<br />

Jahre als „Trail Veterinarian“ tätig war, jedoch<br />

in seinen Erzählungen auch besonderen<br />

Wert auf die Situation, die Lebensweise<br />

und Geschichte der Native Americans<br />

legte.<br />

Mit großer Dankbarkeit werden wir<br />

Horst Rodenbeck in unserer Erinnerung<br />

behalten und ihm stets ein ehrendes Andenken<br />

bewahren. Unser aufrichtiges Mitgefühl<br />

gilt seiner Familie.<br />

Dr. Klaus-Peter Vick,<br />

Ehrenpräsident der DGK-<strong>DVG</strong><br />

Dr. Friedrich Röcken,<br />

Ehrenpräsident der DGK-<strong>DVG</strong><br />

Prof. Dr. Andreas Moritz,<br />

Präsident der DGK-<strong>DVG</strong><br />

Dres. Renate und Gerd Hämmerling<br />

Neue Fachgruppenleiterinnen<br />

Auf der Online-Fachgruppenversammlung<br />

der Fachgruppe „Anatomie“ am 08.09.<strong>2020</strong><br />

wurden Dr. Dora Bernigau (Leipzig) als Leiterin<br />

und Prof. Dr. Mahtab Bahramsoltani<br />

(Berlin) als stellvertretende Leiterin gewählt.<br />

Auch die anstehenden Wahlen zur/<br />

zum stellvertretenden Leiterin/Leiter der<br />

Fachgruppen „Bakteriologie und Mykologie“<br />

sowie „Pferdekrankheiten“ wurden<br />

online durchgeführt.<br />

In der Fachgruppe „Bakteriologie und<br />

Mykologie“ kandidierte Prof. Dr. Christa<br />

Ewers (Gießen) erneut als stellvertretende<br />

Fachgruppenleiterin und wurde im Amt<br />

bestätigt.<br />

Prof. Dr. Heidrun Gehlen (Berlin) ist die<br />

neu gewählte stellvertretende Leiterin der<br />

Fachgruppe „Pferdekrankheiten“.<br />

Die <strong>DVG</strong> gratuliert herzlich!<br />

Dr. Dora Bernigau.<br />

Prof. Dr. Mahtab Bahramsoltani.<br />

Prof. Dr. Christa Ewers.<br />

Prof. Dr. Heidrun Gehlen.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 53


AKTUELLES AUS UNTERSCHIEDLICHEN BEREICHEN<br />

Dissertation: Qualzuchtrassen bei Hunden und deren illegale Importe<br />

Foto: Heszter, pixabay.com<br />

Das Thema Qualzucht beschäftigt aktuell<br />

nicht nur die Tierärzteschaft, sondern wird<br />

auch zunehmend von der Öffentlichkeit<br />

kritisch hinterfragt. Vor diesem Hintergrund<br />

verfasst Marion Michel an der Professur<br />

für Tierschutz der Justus-Liebig-Universität<br />

Gießen unter Betreuung von Frau<br />

Univ.-Prof. Dr. med. vet. Stephanie Krämer<br />

eine Dissertation, die sich mit dem Thema<br />

Qualzuchtrassen bei Hunden, illegalen Importen,<br />

sowie Internethandel dieser Hunde<br />

und den gesetzlichen Grundlagen beschäftigt.<br />

Die Professur für Tierschutz unter Leitung<br />

von Frau Univ.-Prof. Dr. med. vet. Stephanie<br />

Krämer beschäftigt sich in Lehre<br />

und Forschung sehr differenziert mit Fragen<br />

rund um den Tierschutz.<br />

Frau Michel hat in Gießen studiert, danach<br />

in verschiedenen Kleintier- und Pferdepraxen<br />

als Assistentin gearbeitet und<br />

arbeitet nun seit 2011 in eigener Praxis im<br />

Saarland. Als wichtigen Teil ihrer Arbeit benötigt<br />

sie Ihre Hilfe, Ihre Erfahrungen und<br />

Daten aus Ihrer täglichen Arbeit. Zum Sammeln<br />

der Daten hat sie spezielle Fragebögen<br />

für Pathologen sowie für Tierärzte,<br />

Marion Michel. Foto: privat<br />

Landestierschutzbeauftragte, Veterinärämter<br />

und Tierheime erarbeitet. Wir würden<br />

uns sehr freuen, wenn Sie die Arbeit zu<br />

dem wichtigen Thema unterstützen würden.<br />

Die Fragebögen für Pathologen bzw. für Tierärzte sind über folgende<br />

Links zu erreichen:<br />

q Für Pathologen:<br />

https://surveys.hrz.uni-giessen.de/limesurvey/index.php/411689?lang=de<br />

q Für Tierärzte:<br />

https://surveys.hrz.uni-giessen.de/limesurvey/index.php/515346?lang=de<br />

EU-Förderung für Meeresforschung:<br />

Schutz von Meerestieren durch Reduzierung von Schiffslärm<br />

Die Schifffahrt gehört zu den großen<br />

Lärmquellen im Meer. Je nach Situation<br />

können sich die Geräusche im Meer über<br />

sehr große Distanzen ausbreiten und im<br />

Meer lebende Tiere stören und schädigen.<br />

Wale und Robben, viele Fische und einige<br />

Wirbellose, wie beispielsweise Tintenfische,<br />

nutzen Schall, um zu kommunizieren,<br />

zu navigieren oder Nahrung zu suchen.<br />

Die Geräuschkulisse im Meer stört<br />

sie dabei und kann ihre für sie überlebenswichtigen<br />

Hörorgane dauerhaft schädigen.<br />

In dem Projekt „SATURN – Solutions<br />

At Underwater Radiated Noise“ wird ein<br />

internationales Forscherteam aus verschiedenen<br />

Fachdisziplinen gemeinsam<br />

offene Fragen zu den Auswirkungen von<br />

Unterwasserlärm auf Tiere untersuchen<br />

und nach Lösungen suchen, um Schiffslärm<br />

zu reduzieren. Das Projekt startet im<br />

Februar 2021. Die Europäische Kommission<br />

fördert das Projekt im Förderprogramm<br />

Horizon <strong>2020</strong> über vier Jahre mit<br />

9 Millionen Euro. Eine Million Euro gehen<br />

an das Institut für Terrestrische und Aquatische<br />

Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung<br />

Tierärztliche Hochschule Hannover<br />

(TiHo).<br />

Leiterin des ITAW ist Prof. Prof. h.c. Dr.<br />

Ursula Siebert, die auch Vorsitzende der<br />

<strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Wild-, Zoo- und Gehegetiere<br />

(WZG)“ ist. Zum Projekt SATURN, das<br />

erstmals führende europäische Expertinnen<br />

und Experten aus den Bereichen Bioakustik,<br />

Tiermedizin und Populationsbiologie<br />

sowie Schiffsbau und Ingenieurwesen<br />

zusammenbringt, um den durch die<br />

Schifffahrt verursachten Unterwasserlärm<br />

tiergerecht zu verringern, sagt sie: „Wir gehen<br />

das komplexe globale Problem des<br />

unter Wasser abgestrahlten Lärms auf eine<br />

wirklich umfassende, transdisziplinäre<br />

54<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong>


AKTUELLES AUS UNTERSCHIEDLICHEN BEREICHEN<br />

Probennahme bei einem Meeressäuger. Foto: TiHo-ITAW<br />

Weise an und hoffen, dass die Erkenntnisse<br />

und Innovationen, die wir in diesem<br />

Projekt generieren, zu intelligenten praktischen<br />

Lösungen führen werden.“<br />

Ursula Siebert übernimmt in dem Projekt<br />

die Leitung des biologischen Arbeitsbereiches:<br />

„Wir werden den Einfluss von<br />

Unterwasserschall auf das Verhalten, die<br />

Gesundheit und den Energiehaushalt von<br />

Wasserorganismen untersuchen. Da es<br />

nicht möglich ist, alle Auswirkungen auf<br />

alle aquatischen Arten in einem Projekt zu<br />

untersuchen, werden wir eine Auswahl<br />

treffen, um besser zu verstehen, was genau<br />

Schiffsgeräusche bei wirbellosen Tieren,<br />

Fischen und Meeressäugern, also den<br />

drei großen taxonomischen Gruppen im<br />

aquatischen Ökosystem, bewirken.“<br />

Ein weiterer, wichtiger Aspekt im SA-<br />

TURN-Projekt sind Öffentlichkeitsarbeit<br />

und Wissenstransfer. In Kooperation mit<br />

Naturinformationszentren, Museen und<br />

Schulen und mit öffentlichen Veranstaltungen<br />

soll auf unterhaltsame und kreative<br />

Weise über die Probleme und mögliche<br />

Lösungen informiert werden. Ziel der Forschenden<br />

ist es, gebrauchsfertige Materialien<br />

wie Kurzfilme und Forscherboxen über<br />

die Forschung von SATURN und eine kompakte<br />

interaktive Multimedia-Anwendung<br />

mit zusammenfassenden Übersichtserklärungen<br />

und attraktiven Abbildungen zur<br />

Verfügung zu stellen. Die Projektergebnisse<br />

sollen kommuniziert werden, um das<br />

Bewusstsein für die Probleme, die durch<br />

Unterwasserlärm entstehen, zu schärfen.<br />

Corona-Spürhunde<br />

Forschende der Klinik für Kleintiere der<br />

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover<br />

(TiHo) untersuchen, wie zuverlässig<br />

Hunde riechen können, ob Menschen mit<br />

dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind.<br />

In dem Projekt werden Hunde darauf<br />

trainiert, mit ihrem Geruchssinn Menschen<br />

zu erkennen, die mit dem Coronavirus SARS-<br />

CoV-2 infiziert sind. Die Klinik für Kleintiere<br />

führt das Projekt in Zusammenarbeit mit<br />

der Bundeswehr, der Medizinischen Hochschule<br />

Hannover und dem Universitätsklinikum<br />

Hamburg-Eppendorf durch.<br />

In der Pilotstudie in Zusammenarbeit<br />

mit der Bundeswehr, der Medizinischen<br />

Hochschule Hannover und dem Universitätsklinikum<br />

Hamburg-Eppendorf konnten<br />

die TiHo-Forschenden bereits zeigen,<br />

dass Hunde in der Lage sind, zwischen<br />

Proben SARS-CoV-2-infizierter Menschen<br />

und Kontrollproben gesunder Menschen<br />

zu unterscheiden. So waren die Hunde in<br />

der Lage, in 94 Prozent der präsentierten<br />

1.012 Proben eine richtige Entscheidung zu<br />

treffen. Dies werden sie in einer Folgestudie<br />

weiter untersuchen, da die Hunde<br />

auch in der Lage sein müssen, Proben<br />

SARS-CoV-2-infizierter Menschen von<br />

Menschen mit anderen Infektionen, wie<br />

etwa Influenza oder andere Coronaviren,<br />

eindeutig zu unterscheiden.<br />

Dafür sucht das Forscherteam Studienteilnehmerinnen<br />

und Studienteilnehmer,<br />

die Proben zur Verfügung stellen.<br />

Wer die Studie unterstützen möchte, wird<br />

gebeten, sich hier zu melden:<br />

q vae.kleintierklinik@tiho-hannover.de<br />

Die Ergebnisse des ersten Durchganges<br />

hat das Forscherteam im Fachmagazin<br />

BMC Infectious Diseases veröffentlicht.<br />

Die Hunde wurden damals an der Schule<br />

für Diensthundewesen der Bundeswehr in<br />

Ulmen trainiert.<br />

Originalpublikation:<br />

Jendrny et al. (<strong>2020</strong>): Scent dog identification<br />

of samples from COVID-19 patients –<br />

a pilot study, BMC Infectious Diseases<br />

https://doi.org/10.1186/s12879-020-05281-3<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 55


AKTUELLES AUS UNTERSCHIEDLICHEN BEREICHEN<br />

Aktuelle Stellungnahmen der StIKo Vet<br />

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin<br />

(StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut<br />

bewertet den Einsatz von Impfstoffen<br />

in der Tiermedizin. Sie spricht<br />

Empfehlungen zur Verwendung von Impfstoffen<br />

aus und berät die Bundesregierung.<br />

Die Kommission ist über die Geschäftsstelle<br />

mit dem Friedrich-Loeffler-<br />

Institut verbunden, ist aber fachlich vollkommen<br />

unabhängig. Sie besteht aus<br />

acht Mitgliedern sowie acht stellvertreten-<br />

den Mitgliedern, die jeweils eine Tierart<br />

bzw. einen Fachbereich vertreten. Beratend<br />

nehmen an den Sitzungen Vertreter<br />

des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI) sowie des<br />

Bundesministeriums für Ernährung und<br />

Landwirtschaft (BMEL) teil. Unterstützt<br />

wird die Kommission von Arbeitskreisen,<br />

in die weitere Experten aus den entsprechenden<br />

Tätigkeitsfeldern hinzugezogen<br />

werden.<br />

Aktuelle Hinweise und Stellungnahmen:<br />

• Hinweis zur EIV-Impfung von<br />

Kontaktpferden (10.11.<strong>2020</strong>)<br />

• Stellungnahme zur Anwendung<br />

bestandsspezifischer Impfstoffe<br />

(07.04.<strong>2020</strong>)<br />

• Stellungnahme zur Impfung im Rahmen<br />

von BHV-1-Ausbrüchen (26.03.<strong>2020</strong>)<br />

• Hinweise zur aktuellen WNV-Situation<br />

(21.02.<strong>2020</strong>)<br />

Die Hinweise und Stellungnahmen der StI-<br />

Ko Vet stehen online zum Download zur<br />

Verfügung: q https://stiko-vet.fli.de/<br />

Schon jetzt<br />

VORMERKEN<br />

10.-12.<br />

September<br />

2021<br />

9. Nordrhein-Westfälischer<br />

Tierärztetag<br />

eine Veranstaltung der <strong>DVG</strong> in fachlicher Kooperation mit<br />

den Tierärztekammern Westfalen-Lippe & Nordrhein<br />

56<br />

Veranstalter<br />

Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft<br />

<strong>DVG</strong> Service GmbH<br />

Friedrichstr. 17 I 35392 Gießen<br />

Fon: +49 641 24466 I Fax: +49 641 25375<br />

E-Mail: info@dvg.de I Web: www.dvg.de<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong><br />

Fachliche Mitkoordinatoren<br />

Tierärztekammer Westfalen-Lippe<br />

Tierärztekammer Nordrhein<br />

E-Mail: info@tieraerztekammer-wl.de I info@tk-nr.de<br />

Web: www.tieraerztekammer-wl.de I www.tk-nr.de<br />

Anmeldung<br />

CSM, Congress & Seminar Management<br />

Industriestr. 35 I 82194 Gröbenzell<br />

Fon: +49 8142 570183 I Fax: +49 8142 54735<br />

E-Mail: info@csm-congress.de<br />

Web: www.csm-congress.de


PUBLIKATIONEN<br />

Aktuelle Publikationen im <strong>DVG</strong>-Verlag<br />

Die folgenden aktuellen Tagungsbände und Publikationen sind beim Verlag der <strong>DVG</strong> Service GmbH (<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle) erhältlich:<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2020</strong> online,<br />

15.–17.10.<strong>2020</strong><br />

66. Jahreskongress der DGK-<strong>DVG</strong> Freitag<br />

(inkl. Chirurgie, VAINS, Antibiotikaresistenz)<br />

15,00 Euro<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2020</strong> online,<br />

15.–17.10.<strong>2020</strong><br />

Tagung der Fachgruppe Tierernährung<br />

online<br />

17.10.<strong>2020</strong>, 12,00 Euro<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2020</strong> online,<br />

15.–17.10.<strong>2020</strong><br />

66. Jahreskongress der DGK-<strong>DVG</strong> Samstag<br />

(inkl. Tierernährung, Naturheilverfahren<br />

und Regulationsmedizin, Versuchstierkunde)<br />

15,00 Euro<br />

2 Bände im Set (Freitag und Samstag)<br />

25,00 Euro<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2020</strong> online,<br />

15.–17.10.<strong>2020</strong><br />

4. Internationaler Kongress zur<br />

Pferdemedizin online<br />

inkl. Tierernährung, Naturheilverfahren,<br />

16. – 17.10.<strong>2020</strong>, 15,00 Euro<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2020</strong> online,<br />

15.–17.10.<strong>2020</strong><br />

Tagung der Fachgruppe Tropenveterinärmedizin<br />

und Internationale Tiergesundheit<br />

online<br />

17.10.<strong>2020</strong>, 12,00 Euro<br />

98. und 99. Fachgespräch über<br />

Geflügelkrankheiten online<br />

12. – 14.11.<strong>2020</strong>, 15,00 Euro<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2020</strong> online,<br />

15.–17.10.<strong>2020</strong><br />

14. Berlin-Brandenburgischer Rindertag<br />

online inkl. Antibiotikaresistenz,<br />

Tierernährung, Naturheilverfahren,<br />

16. – 17.10.<strong>2020</strong>, 15,00 Euro<br />

20. Jahrestagung „Geschichte der<br />

Veterinärmedizin“: Zukunft braucht<br />

Vergangenheit – Die Bedeutung der<br />

Geschichtsforschung für die<br />

Veterinärmedizin<br />

Berlin, 15. – 16.11.2019, 24,80 Euro<br />

Die Preise verstehen sich jeweils zzgl. Verpackung und Versand<br />

(bei Versand innerhalb Deutschlands: 1 bis 3 Artikel: 3,00 Euro, ab 4 Artikel 5,50 Euro).<br />

<strong>DVG</strong>-Mitglieder erhalten 20 Prozent Rabatt auf alle Publikationen im <strong>DVG</strong>-Verlag (excl. Blauer Hund)!<br />

Die Liste mit den Publikationen der <strong>DVG</strong> finden Sie aus Platzgründen online unter:<br />

www.dvg.de q Verlag/Shop q Bücher-Bestell-Liste<br />

<strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong> 57


TAGUNGSKALENDER 2021<br />

Tagungen 2021 (Aufgrund der Coronavirus-Pandemie können sich Termine verschieben oder abgesagt werden.<br />

Aktuelle Informationen finden Sie unter: www.dvg.de)<br />

Titel der Tagung Fachgruppe/Arbeitskreis Datum Ort<br />

Thementage Kleintiere (Anämie) und Kleinsäuger<br />

(Respirationstrakt und Otitis)<br />

DGK-<strong>DVG</strong>, AG Kleinsäuger<br />

der DGK-<strong>DVG</strong><br />

22. – 24.01.2021 online<br />

29. Jahrestagung der FG InnLab FG InnLab 29.-30.01.2021 online<br />

4. Tagung der FG Zier-, Zoo- und Wildvögel, Reptilien,<br />

Amphibien und Fische (ZZWRAF)<br />

64. Jahrestagung und 26. Schnittseminar<br />

der FG Pathologie<br />

FG ZZWRAF 04. – 06.03.2021 online<br />

FG Pathologie 04. – 07.03.2021 online<br />

Internationale Tierschutz-Tagung der <strong>DVG</strong> FG Tierschutz 18. – 20.03.2021 online<br />

Erfurter Thementage: Endokrinologie DGK-<strong>DVG</strong> 23. – 25.04.2021 Erfurt oder online<br />

Tagung der FG Tierseuchen FG Tierseuchen 26. – 27.05.2021 Berlin<br />

23. Workshop des AK Respiratorisches System AK Respiratorisches<br />

System<br />

02.06.2021 Leipzig<br />

3. Tagung der Tierärztlichen Plattform Tierschutz TPT 25. – 26.06.2021 Oesede<br />

Tagung der FG Parasitologie und<br />

parasitäre Krankheiten<br />

FG Parasitologie und<br />

parasitäre Krankheiten<br />

28. – 30.06.2021 Herrsching am<br />

Ammersee<br />

100. Fachgespräch über Geflügelkrankheiten FG Geflügelkrankheiten 01. – 02.07.2021 Hannover<br />

Schweinetagung 2021 div. <strong>DVG</strong>-Fachgruppen 22.07.2021 Rostock<br />

Tagung der FG Krankheiten kleiner Wiederkäuer<br />

FG Krankheiten kleiner<br />

Wiederkäuer<br />

27. DACh-Epidemiologietagung FG Epidemiologie und<br />

Dokumentation<br />

9. Nordrhein-Westfälischer Tierärztetag mit Tagungen<br />

"Katzenmedizin" und "Jungtiererkrankungen"<br />

TK Nordrhein u.<br />

Westfalen-Lippe, <strong>DVG</strong>,<br />

DGK-<strong>DVG</strong><br />

25. – 27.08.2021 Bad Boll<br />

01. – 03.09.2021 Bern, Schweiz<br />

10. – 12.09.2021 Dortmund<br />

39. Jahrestagung der FG AVID FG AVID 15. – 17.09.2021 Kloster Banz<br />

61. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes<br />

Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz<br />

AG Lebensmittelsicherheit<br />

und Verbraucherschutz<br />

28.09. – 01.10.2021 Garmisch-Partenkirchen<br />

oder online<br />

101. Fachgespräch über Geflügelkrankheiten FG Geflügelkrankheiten 04. – 05.11.2021 Hannover<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress 2021 (u. a. Kleintiere, Pferde, Bienen,<br />

Geschichte, Tierernährung, Naturheilverfahren)<br />

53. Internationale Tagung Angewandte Ethologie FG Ethologie und<br />

Tierhaltung<br />

<strong>DVG</strong> 18. – 20.11.2021 Berlin<br />

25. – 27.11.2021 Freiburg i. Br.<br />

58 <strong>DVG</strong>-Forum 02/<strong>2020</strong><br />

Änderungen vorbehalten


Anmeldung<br />

Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zur Deutschen Veterinärmedizinischen<br />

Gesellschaft e.V. Mit der Speicherung und Verarbeitung meiner unten genannten<br />

Daten bin ich einverstanden.<br />

Titel & Name …………..……………………..………………………………………………<br />

Vorname ………………………………………………………………………………………<br />

geb. am ……………………………………………………………………………………….<br />

Straße …………………………………………………………………………………………<br />

PLZ ……………………………Ort …………………………………………………….…….<br />

Tel. priv. …..…………………………………………………………………………………..<br />

Anschrift:<br />

Friedrichstraße 17<br />

D-35392 Gießen<br />

Kontakt:<br />

Telefon: +49 (0) 6 41 / 2 44 66<br />

Telefax: +49 (0) 6 41 / 2 53 75<br />

E-Mail:info@dvg.de<br />

Internet: www.dvg.de<br />

Bankverbindung:<br />

Volksbank Mittelhessen eG<br />

IBAN:<br />

DE 08 5139 0000 0006 9549 28<br />

BIC:<br />

VBMHDE5F<br />

Tel. dienstl. ……………………………………………………………………………………<br />

E-Mail ………………………………………………………………………………………….<br />

Für die Überweisung des Jahresbeitrags von:<br />

€ 120,- (Vollmitglieder) € 25,- (Studierende, DoktorandInnen) oder<br />

€ 30,- (TierärztInnen in Elternzeit, arbeitslose TierärztInnen)<br />

erteile ich der <strong>DVG</strong> e.V. ein SEPA-Lastschriftmandat von meinem Konto<br />

(siehe Seite 2). Bei ermäßigten Beiträgen bitte Nachweis beifügen!<br />

Ich überweise den Mitgliedsbeitrag auf das Konto der Volksbank Mittelhessen<br />

eG, IBAN DE 08 5139 0000 0006 9549 28, BIC: VBMHDE5F.<br />

Kleintierpraxis – das Journal der DGK-<strong>DVG</strong> – möchte ich abonnieren.<br />

Als Neumitglied erhalte ich die Zeitschrift im 1. Bezugsjahr kostenfrei, sofern<br />

bislang noch kein Abonnement bestanden hat. Danach wird der zu diesem<br />

Zeitpunkt geltende Abopreis jährlich durch die Schlütersche Verlagsgesellschaft<br />

(Hannover) erhoben. Ich bin einverstanden, dass meine Daten zu diesem Zweck<br />

an die Schlütersche Verlagsgesellschaft weitergegeben werden. Bei Austritt aus<br />

der <strong>DVG</strong> endet das Abo nicht automatisch, sondern muss separat bei der<br />

Schlüterschen Verlagsgesellschaft gekündigt werden.<br />

Tierärztliche Praxis – das Journal der <strong>DVG</strong>-Fachgruppen InnLab, Pathologie,<br />

Anästhesie, kleine Wiederkäuer, Schweine, Geflügel, Bienen sowie Zier-, Zoound<br />

Wildvögel, Reptilien, Amphibien und Fische, möchte ich abonnieren. Als<br />

<strong>DVG</strong>-Mitglied erhalte ich die Tierärztliche Praxis mit 30 % Rabatt.<br />

Ausgabe K Ausgabe G Ausgabe K + G<br />

Ich bin einverstanden, dass meine Daten zu diesem Zweck an den Georg Thieme<br />

Verlag KG (Stuttgart) weitergegeben werden. Bei Austritt aus der <strong>DVG</strong> endet das<br />

Abo nicht automatisch, sondern muss separat beim Georg Thieme Verlag KG<br />

gekündigt werden.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum<br />

Ich erhalte das <strong>DVG</strong>-Forum, die Mitgliederzeitschrift der <strong>DVG</strong>, 2x pro Jahr als digitale<br />

Ausgabe per Download-Link an meine oben genannte E-Mail-Adresse.<br />

Statt der digitalen Ausgabe möchte ich das <strong>DVG</strong>-Forum per Post erhalten.<br />

Ort und Datum: ……………………………………………………………………………….<br />

Rechtsverbindl. Unterschrift: ………………………………………………………….…….<br />

Bitte senden/faxen: <strong>DVG</strong> e.V., Friedrichstr. 17, 35392 Gießen, Fax: 0641 25375 Seite 1


Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e.V.<br />

SEPA-Lastschriftmandat<br />

Hiermit ermächtige/n ich/wir die Geschäftsstelle der <strong>DVG</strong> widerruflich, die von mir/uns zu entrichtenden<br />

Zahlung(en) des Mitgliedsbeitrages für die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e.V. bei Fälligkeit<br />

zu Lasten meines/unseres Bankkontos einzuziehen:<br />

Name & Vorname des <strong>DVG</strong>-Mitglieds: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Titel: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Straße: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

<br />

Anschrift:<br />

<strong>DVG</strong> e.V.<br />

Friedrichstr. 17<br />

35392 Gießen<br />

Kontakt:<br />

Telefon: +49 (0)641/2 44 66<br />

Telefax: +49 (0)641/2 53 75<br />

E-Mail: info@dvg.de<br />

www.dvg.de<br />

Bankverbindung:<br />

Volksbank Mittelhessen eG<br />

IBAN DE 08 513 900 000 006 954 928<br />

BIC VBMHDE5F<br />

PLZ: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ort: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Telefon privat: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Telefon dienstlich: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Fax: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

E-Mail: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Name & Vorname des Kontoinhabers: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Titel: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Straße: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

PLZ: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ort: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Name der Bank: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

IBAN:<br />

BIC:<br />

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Ort & Datum: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Rechtsverbindl. Unterschrift: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des<br />

belasteten Betrags verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />

Bitte senden/faxen an: <strong>DVG</strong> e.V. · Friedrichstr. 17 · 35392 Gießen · +49 (0)641/2 53 75


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